=Verein, ten. 5, den 16. cr., ¼ Uhr: vechsel. de Witten. tglieder werden sprechung über en auf Donnersai er. Abends as Lokal des odt, Breitestr. laden. #re Turner. ageszeit. pfehle ich meine Ehschaft „Ruhrthal“. viermann. ifarben sen, wie auch Iinsel 2c. kt u. Leye, 6. Witten. 10 Mai verreist: arzt chreiber straße Nro. 2. ag, den 17. d. Wochenmarkt Goldfischen ringbrunnen für 1 Mark, Orths, sseldorf. hmücher ugschäfte für 30 Pfg., für lilfer, 35, Witten. * Zähne os ein. Zähninigt, ZahnArt beseitigt Witten. er! r in täglich reiner Waare e von netto Pf. franco G. Mundle. v. 50, rot. Ltr. od. Fl. sten unt. 30 urr. Sachen. Weinbebe. A. B. iesen. g. 1 durch Neuössert, bietet echönste 80Jaison angen vorräthig. S. Togl! inger Mann is in einem jause, mögStadt ver er S. 1030 I. erbeten. ote Pfg.— z i n ü b e r splaren. rlag sell& Co., inortichtet Hagen. No. 115. Witten, Freitag, den 18. Mai. 1888. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. Insertionen werden die 7gespaltene Petitzeile mit 10 Pfg. berechnet. — verbunden mit den: General-Anzeiger für Witten und Amgegend. Abonnementspreis(inel. der Gratisbeilage „Märkisches Heim“): 1,80 Mark vierteljährlich, monatlich 60 Pfg. bei Bestellung durch die Boten. Bei Abnahme auf der Post inel. Bestellgeld 2,20 Ml. Boulangers Reise. Die Reise, welche der Abgeordnete Boulanger in das Nord=Departement Frankreichs, seinen Wohlkreis, unternommen hat, ist zu Ende, der General a. D. nach Paris zurückgekehrt. Er hat unteridegs verschiedene Unannehmlichkeiten mit in den Kauf nehmen müssen, aber im Ganzen kann er mit seinen Errungenschaften recht zufrieden sein. Die Pariser Regierungsblätter bemühen sich allerdings, den Reiseruhm Boulangers etwas zu dämpfen; aber bei ihnen spielt schon der politische Haß eine zu große Rolle, als daß ihre Schilderungen wahrheitsgetreu wären. Ebenso wie jetzt die Regierungsblätter den Erfole wie jept die Reglerungsblatter den Ersorg von Boulangers Rundtour herabsetzen, machten es vor zwei Wochen die Boulangistenblätter bei Carnots Reise, und so kann man getrost als feststehend annehmen, daß, wenn der Präsident der Republik im Süden Frankreichs eine enthusiastische Aufnahme fand, der Abgeordnete Boulanger im Norden dasselbe erzielte. Der Empfang, den Boulanger auf der Eisenbahnstrecke von Paris bis Dünkirchen und dann auf der weiteren Fahrt im Norddepartement überall gefunden hat, übersteigt thatsächlich jede Erwartung. Die Bevölkerung feierte den„tapferen General“ wie einen Herrscher, der sich seinen treuen Unterthanen zeigt, und Boulanger gab sich die redlichste Mühe, die Haltung eines Staatsoberhauptes zu zeigen. Wenn er auf der Straße erschien, befahl er seinem Kutscher langsam zu fahren, damit die Menge ihn gut sehen konnte. Er zwängte sein Gesicht in die Maske eines ständigen Lächelns und entzückte die Masse durch die Unermüdlichkeit, mit der er Hüteschwenken und Hochrufen erwiderte. Er besuchte in Dünkirchen die Hafenbauten, die ihn gar nichts angehen, ließ sich die Pläne zeigen, über welche er keine Entscheidung zu treffen hatte, legte einen Grundstein, empfing Deputationen, Alles mit der Miene und Geberde eines ersten Mannes in Frankreich. Und die Menge ließ sich, mit sehr vereinzelnten Ausnahmen, dies anmaßende Auftreten eines schlichten Abgeordneten nicht nur gefallen, sie jubelte ihm in einer Weise ob der Monarch von Frankreich in ihrer Mitte erschienen sei. Und Boulanger, das müssen ihm seine größten Feinde lassen, versteht die Mache aus dem ff. allen Kleinigkeiten bekundet er eine bemerkenswerthe und ihm äußerst vortheilhafte Kenntniß der Eigenthümlichkeiten und Anschauungen seiner Landsleute. Er weiß, welchen Werth sie auf Uniformen und äußere Abzeichen legen. Da er den Generalsrock nicht mehr tragen darf, so bindet er sich wenigstens die dreifarbige, goldgefranzte Schärpe eines Abgeordneten um den Leib und legt das ihm von Grévy verliehene Großkreuz der Ehrenlegion an. Boulanger kennt auch die Macht der Frauen in Frankreich und keine einzige der zahlreichen Frauen=Deputationen, die ihm in den Weg traten, ist ungeküßt davon gekommen. In Deutschland würde das einen komischen Eindruck machen, in Frankreich bedeutet es eine kolosale Reklame. Boulanger wußte ganz genau, was Die Pariser Blätter spötteln über die Verehrung der Frauen für den„hübschen General“, aber daß diese Verehrung vorhanden ist und Boulanger sehr viel nützt, das gestehen sie Alle zu. An Verwahrungen gegen den Götzendienst, der mit Boulanger getrieben wird, fehlt es nicht, aber sie haben nur, S## perzweifelt wenig geholfen, und sind von den Fruthen der Begeisterung ertränkt. Die boulangerKiuhreise leutd Pse, die bei der behanr i dar gpurden, aber auch sie können nicht behaupten, daß sie außerordentlich zahlreich gewesen seien. Die Thatsache ist weder zu verkennen, noch zu leugnen, daß im Nord=Departement die große Mehrheit der Bevölkerung boulaugistisch ist, und daß die kleine Minderheit seiner Gegner sich Mißhandlungen aussetzt, wenn sie offen auftritt. Es giebt in Paris Leute, welche behaupten wollen, daß der Boulangismus seinen Höhepunkt überschritten habe und im Niedergang begriffen sei. Der vorurtheilslose Beobachter merkt aber nichts davon. Alle französischen Blätter haben eine tägliche Rubrik Boulangismus, die mehrere Spalten einnimmt. Boulangers Buch über die„deutsche Invasion“, zu welchem er gegen 100000 Franken nur haben soll, findet einen kolossalen Absatz, vor Boulangers Bild in der Pariser Aussteuung herrscht fortwährend lebhaftes Gedränge. Mehr noch, Boulanger nimmt sich sogar sehr viel beraus, was er gewiß unterlassen würde, wenn er sich nicht bereits recht fest fühlte. So verkehrte er wiederholt mit anerkannten Bonapartisten, auch von finanziellen Spekulationen auf seinen Namen ist stark die Rede. Zu wünschen wäre es sicher, daß der Boulangerzauber bald sein Ende nimmt. Der ungehorsame General, der schwindelhafte Komödiant und Possenreißer, wie Boulanger von seinen Gegnern K titulirt wurde, hat trotzdem auf seinen Namen hin eine Partei zusammengebracht. Das ist ein Erfolg, den keiner der jetzigen republikanischen Staatsmänner aufzuweisen hat, und deshalb kann die Bewegung auch nur durch Energie, aber nicht durch schöne Reden gebrochen werden. Rundschau Die„Schles. Ztg.“ läßt sich als Einleitung zu einem längeren Friedensartikel folgendermaßen vernehmen:„Unser Vertrauen in die Erhaltung des Friedens, dem wir, unbeirrt durch die periodisch wechselnde Tonart für inspirirt geltender Blätter, seit Jahr und Tag aus innerster Ueberzeugung Ausdruck gegeben haben, hat sich abermals als berechtigt erwiesen. Wie die zumeist kritische„Zeit, da der Schnee schmilzt", im vorigen Jahre ohne Erschütterungen vorübergegangen ist, so auch in diesem. Wir wissen, daß für Diejenigen, welche unsere Anschauung von der internationalen Situation bekämpft haben, schließlich der Tag kommen wird, an dem sie sagen können:„Was wir lange vorausgesehen haben, ist nun eingetreten— der Krieg ist wie einen erklärt“. Ewig wird der Frieden ja nicht Bestand wir einen haben, und möglich bleibt es immerhin, daß ein Krieg plötzlich über Europa hereinbricht. Einstweilen aber beharren wir dabei: noch immer ist ein Krieg nicht in Sicht und am allerwenigsten ein Krieg, in den Deutschland verwickelt wird.“(Wir wollen hoffen, daß das Blatt Recht behält, aber wir befürchten nur, daß die Zukunft nicht so rosig sein wird.) Ueber die Verkehrsbeziehungen mit Frankreich wird der„Magdeburgischen Zeitung" aus Elsaß=Lothringen geschrieben: K lichen ausführlichen Sensations=Berichterstattung in unseren Blättern der betreffenden Gattung an ## trugen und, diesem Charakter entsprechend, ubwechseind mit günstigen stellenweise gerade ihrerseits die alarmierendsten Nachrichten in Umlauf setzten. Ueber die Berechtigung des betreffenden Korrespondenten, sich auf Herrn Mackenzie zu berufen, konnte aber auch um so weniger ein Zweifel aufkommen, als derselbe unter Anderem in der Lage war, von einem für den„Reichsanzeiger" bestimmten Gutachten des englischen Arztes vor seiner Veröffentlichung an dieser Stelle dem„Berl. Tagebl.“ eine Analyse mitzutheilen— wiederum, wie man sieht, eine„Information“, bei der es sich in keiner Weise um den Zweck,„falschen und übertriebenen Berichten entgegenzutreten“, sondern einfach um eine Hilfeleistung bei einem publizistischen, auf die Erzielung eines möglichst hohen Honorars absehenden Geschäft handelte. Wenn also trotz dieser sehr bestimmten Erinnerungen, die man eventuell durch Wiederabdruck der betreffenden Telegramme des„Berl. Tagebl.“ und der„Voss. Ztg.“ auffrischen könnte, Herr Mackenzie seine obige Versicherung abgiebt, so ist nur eine doppelte Erklärung möglich. Entweder wird dieser englische Arzt in einer selten erlebten Weise von seinem Gedächtniß in Stich gelassen, oder der Korrespondent des„Berl. Tabl.“ hat uns Monate lang mit der Vorspiegeluug intimer Beziehungen, die er zu Sir Morell Mackenzie unterhalte, in der dreistesten Weise angeschwindelt. Zum Rubelkrieg nimmt jetzt auch die Pol. Corr. zweifellos von höherer Stelle herrührenden Zuschrift das Wort. Sie schreibt u. A.: Der deutsche Preßfeldzug und das damit in Verbindung stehenbe stetige Sinken der russischen Werthe, namentder russischen Valuta, haben bisher schon recht bemerkenswerthe Ergebnisse erzielt. zisei die Piei Tchie e2.schugen mi Frantrich fnd in Lause Hop esv.H, Hauighans bense erict. Einnd ganz merklich zurückgezangen. Nachdem gavben sie russische umrigen augenblicklich, in Deutschscheihse deit, dash die Deuschen dhres Leoders serseitz enotens, unnögich gemacht, und sedann Elsäser wiederbolt die Erfabrung gemacht haben, daß sie ertheilt, daß die Schimpfereien und Hezereien gegen von ihren früheren Landsleuten manche Unannehmlichkeit Deutschland, welche noch vor einiger Zeit die Spalten kon sigen Reisersen der Feger der Touristeg und der panslavistischen Bläter zu fülen pfegten, Rußganz nothwendige Geschäfte zu beforgen hat Die Kontrose Solte diese Erkenntniß der erste Schritt zur Unkehr Der. die. Prense überschreitenden Versonen ist überdieseine auf dem Wege sein, den Rußland durch seine Vewegen der dabei 1 günstigung der panslavistischen Bewegung und durch Panbelsperiehr mit Frankteich hat aber in noch Kärte eine übertricbenen Ausgaben für unproduktive Zwecke Maße abgenommen als der Personenverkehr. Die Ere eingeschlagen hat, so wären mit jenem Preßfeldzuge Zollschranken im Jahre 1871 und die s0 hohe„Ziele erreicht worden, daß man denen, Pösen Teiaganesöile hoben id Verielge des dedentend weige denzelben gesüthrt haben am meistenrufischer. in vielen seits zu Dank verpflichtet sein müßte. Leider liegen ium noch für eine solche Einkehr und Umkehr noch herzlich wenig Anzeichen vor. ein Absatz nach Frankreich kaum noch möglich ist. Am meisten davon betroffen sind die großen Spinnereien in Ober=Elsaß, welche sich gezwungen sahen, Fulaten in Frankreich zu errichten, und die großen Bierbrauereien bei Straßburg. Andererseits ist der Import des. französischen Weines wesentlich verringert, namentlich seinvem der sehr viel billigere deutsche Schaumwein den di Fie= F. immer weniger mit den Preußischer Landtag. Herrenhaus. *** Berlin, 16. Mai. nur als etwas Heilsames Verathung des ans dem Ader aueeronung bildet die n Folge dessen vie visag=Tothringer menen Ges u.— ds ketogerdnetenhause berübergekomFranzosen in Verübrung kommen schulasten. Die esee u. der Volisund andererseits förmlich gezwungen werden, mit Alt=! Gesetzes in der Fosfang des gxtragt Genehmigung des Deutschland in mannigfaltigere Beziehungen zu treten. aber eine Resal geordnetenhauses, dazu „ gieslution, in welcher ausgesprochen wird, das „ 1 Herrenhaus vermöge nicht wie das Abgeordnetenbaus in perr Moreu Magenzie hat im„British Medical Verfossund zu erblicken,rung der Journal“ eine neue Auslasung veröfentlicht, welche 9, isse des Zustandes wole ader dem Beschlusse imn bverene von Kleist Retzow dankt der Königl. Staatsfalschen Vorspiegelung betreffs der Erschwe= regierung für die wohlthätige Absicht des vorgelegten GePrs Pe sheng Deushlaud eine Klage wigen andererseis die Ausobung des Schalgeldes beabschige. über der Vollschule Verpslichteten mit lebhafter Freude begrüße, die harte Nothwendigkeit für den Augenblick die Durchgemacht habe. Was die an den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses vorgenommenen Aenderungen betreffe, so seien die gegen die Aenderungen zum s. L.ohwaltenden Bedenken gewiß unschwer zu beseitigen; anders verhalte es sich mit den zum§ 7 gefaßten Beschlüssen Der Minister führt sodann aus, die Regierung habe aus ihrer Ansicht, daß durch das gegenwärtige Gesetz eine Verfassungsänderung nicht bedingt werde, zu keiner Zeit ein Hehl gemacht und verliest zum Beweise dessen die bezüglichen Stellen aus einer seiner früheren eden. Sollte das Gesetz in dieser Session nicht mehr zu Stande kommen, so würde es sich nur um einen kurzen Aufschub handeln, der namentlich mit Rücksicht auf die in der nächsten Session bei einer erneuten Einbringung zu gewährenden Beiträge von 600 Mark im Lande gewiß nicht beanstandet werden würde. a#„„Prühl schließt sich den Bedenken des Herrn von Kleist bezuglich der Aufhebung des Schulgeldes an und wird in Rücksicht auf die soeben erfolgte Erklärung des Ministers gegen§ 7 stimmen. #. Traf.% Mirbach dankt der Regierung für die beabsichtigte Entlastung der Gemeinden und giebt der Ertung Ausdruck, daß die betreffenden Summen pro rata der bisherigen Aufwendungen erfolgen würden und eine nenderung dieses Modus nur unter Zustimmung der Betheiligten stattfinden dürfe. Redner giebt sodann den auf Grundlage der Schulordnung von 1845 in Ost= und westpreußen bestehenden unhaltbaren Verhältnissen der dortigen Volksschulen und giebt dem Wunsche nach einer organischen Reform auf diesem Gebiete Ausdruck, um mit einem nochmaligen Danke an die Regierung für die wohlwollenden Absichten des Gesetzes zu schließen. Overbürgermeister Dr. Miquel ist auch der Ansicht, escbhades#erliegende Gesetz keine Verfaffungsänderung Raum, bare aud einer gegentheiligen Ansicht maum, hatte jedoch eine ganz präzise Erklärung der Regierung gewünscht, ob dieselbe das Gesetz mit der Verfassungsänderung annehmen könne oder nicht. Nachsodann die in den Abgeordnetenhaus=Verhandlungen eine, bedeutende Rolle spielende„Armenschule“ verumpft. bezeichner er die Resolution als mehr oder weniger belanglos und erklärt, für die Kommissionsbeschlusse auch ohne die Resolution stimmen zu wollen. Nachdem sodann Frhr. v. Maltzahn erklärt, für§ 7 stimmen zu wollen, obwohl auch nach seiner Ansicht eine Verfassungsänderung nicht vorliege, wird die Generaldislussion geschlossen und in der Spezialberathung genehmigt das Haus die§§ 1—3 ohne nennenswerthe Debatte. „ Bei§ 4 wiederbolt Oberbürgermeister Böttcher die Grunde, welche zu der Einbringung des Antrages Struckmann(Antrag Hobrecht=Holtz=von Zetlitz im Abgeordnetenhause) in der Kommission geführt hätten, während Herr v. Kleist=Retzow den im Plenum nicht wieder aufgenommenen Antrag in Rücksicht auf die ganz ungerechtferzigte Schaffung von zwei Arten von Schulsystemen Nachdem Kultusminister Dr. v. Goßler seine Zustimmung zu der Kommissionsfassung ausgesprochen und eine, weblwollende im Rahmen der Gesetzgebung mögliche Verünsichtigung der sogenannten„gehobenen“ Volksmeister Struckmann dem Presse niemals irgend welche Information gegeben, außer soweit erlauchte Personen dies gestatteten, zu dem Zweck, falschen und übertriebenen Berichten, an deren Verbreitung gewisse Leute eine Freude hatten, entgegenzutreten.“ Wir haben bis heute vergebens eine Gegenäußerung gegenüber dieser Behauptung Angelegenbeit der.. sedner bespricht sodann die von den Steuen gewartet, welche durch sie in erster Verfaßt, gunzee A#gordnetenhause beschlossenen Linie und zwar in empfindlichster Weise berührt Schulgesetgebung auf dem Wege der werden. Ganz abgesehen von den bekannten Korrebringung bezüglichen statistischen Materials auf die zahlgeiche Letitionen von Gemeinden, welche die Aufhebung ugeldes lebhaft bekämpfen, weil sie durch dieselbe Warsiaung beg n weieren Schulgeldes kar eibischen und der sozialen Bedentung des Schuigeldes kommt er jedoch zu dem Resultate, daß keine Volksvertretung einer solchen Entlastung gegenüber, wie lehnend verhalter uzn Lande entgegenbringe, sich absponventen deutscher und englischer Blätter, welche noch in den letzten Wochen ihre Informationen aus der Umgebung des Herrn Mackenzie zu beziehen bebekannt, dac der g. Deutschland seden Zetungsleser slatss un.: Korrespondent des„Verliner TageSan Reng v.“ Dr. Pr.“ aus London und der„Postischen gie veltweise auch der Verichterstatter Fslischen Zeitung“— Monate lang unter beständiger Berufung auf Herrn Mackenzie Mittheilungen über das Krankenlager unseres damaligen Kronprinzen und jetzigen Kaisers in die O ffentlichkeit getragen hat, von denen man in keiner Weise behaupten kann, daß sie nur den Zweck,„falschen und übertriebenen Berichten entgegenzutreten,“ verfolgt hätten, die vielmehr das Gepräge der gewöhndem Hobrecht=Holtz=v. Zedlitzschen Antrage des Abgeordnetenhauses entsprechenden Antrag des Oberbürgermeisters Struckmann und giebt sodann der Befürchtung Ausder 12½ Millionenfonds zur Dotierung der Volksschule aufgrund des gegenwärtigen Gesetzes tangiert werden könnte, ein Bedenken, zu dessen Beseitigung die Lution dienen perde hlagenen ResoFinanzminister Dr. v. Scholz erwidert, daß es der königlichen Staatsregierung fern liege, sich in dem gegenwärtigen Gesetzentwurfe eine Handhabe verschaffen zu wollen, von den zur Erleichterung der Volksschule bereits esienen“(Heibel. wollenden Vosichten der'I Zum Beweise für die wohlHodenden Absichten der Regierung theilt der Minister die Thatsache mit, daß es in der ursprünglichen Absicht der Regierung gelegen, die Beiträge für den ersten Lehrer statt auf 400 auf 600 Mark zu normiren und daß nur § 7 plaidirt der Berichterstatter Frhr. v. Manteuffel für Annahme der Kommissionsbeschlüsse, worauf Fingnimigister Dr8. Scholz gegenüber dem von Oberurgermeister Dr. Miquel ausgedrückten Wunsche erklärt. Regierung ihren Standpunkt in der Verfassungsherss.s ggschep eseren Ausdruck geben könne, als dies ###gshen; dieselbe habe ihre Argumente gegen den gevracht und die Fassung eines bestimmten Beschlusses werde für sie erst nöthig, sobald ein Beschluß 955. Herrenhauses vorliege; er bitte, den Paragraphen abNachdem Professor Dr. Dernburg auf das entschiedenste#er Meinung Ausdruck gegeben, daß eine VerfasSatfese## überall nicht vorliege, spicht sich Fürst Hahselbi, der auch seinerseits das Vorliegen einer Verfassungsänderung nicht annimmt, im Interesse des Zustaßbskomgens## Vorlage für Annahme des§ 7 aus, wuhreno Prinz Gohenlohe und Graf Udo Stolberg unter Hinweis auf die Thatsache, daß vom Herrenhause seis den abweichenden Beschlüssen des anderen Hauses gegenüber unausgesetzt Konzessionen verlangt würden, vufür eintreten, daß das Haus dieses Mal seinen entgegengssesten Standpunkt aufrecht erhalte und den§ 7 Darauf wird die Diskussion geschlossen und§ 7 in iamentlicher Abstimmung mit 96 gegen 25 Stimmen abgelehnt; damit ist der erste Theil der von der Kommission vorgeschlagenen Resolution, deren zweiter Theil ohne Debatte angenommen wird, hinfällig geworden. „Nächste Sitzung zur Berathung der Vorlagen, betreffens die Regulirung der Weichsel und Nogat, sowie der Oder und Spree, Donnerstag 11 Uhr. Schluß 9 Uhr. Deutsches Reich. Sasers Hauertz Wa.„Die Beserung im Befunden des erfreulicherweise auch am Mittwoch an. Die Nacht war freilich nicht ganz tadellos, verschiedene umerbrechungen machten sich geltend, aber der Kaiser schlief trotzdem ziemlich gut, war am Morgen bei guter Stimmung und gleichem Appetit. Die Temperatur war Nachts eine schwach fieberhafte, Vormittags aber wieder normal. Die Schlingbeschwerden und die Rachenentzündung sind fast verschwunden, haben jedenfalls ihre Bedeutung verloren, Auswurf und Hustenreiz dauern in Segeihen Pasens; fort. Ein Bulletin wurde nicht ausLaiser auf# nach dem, Fortgang der Rerzte stand der Kufser uuf, schritt wieder selbstständig durch die fen zu] Zimmer und begab sich an seinen Arbeitstisch. Er hörte unterzeichnete eine Reihe von Schriftstücken. Mittags frarieren der Kronprinz und die Kronprinzessin mit dem ältesten Sohne, dem Wilhelm, den Majestäten einen Besuch ab und blieben und verbise Auch die Kaiserin Augusta kam zum Besuch „lviied längere Zeit bei dem Kaiser. Der hohe Patient war den ganzen Tag über fieberfrei. Der eigens konstruirte Fahrstuhl, welcher zur Ueberführung des Kaisers aus seinen Gemächern in den Park dienen soll, ist bereits im Schlosse eingetroffen. Dienstag Nachmittag hatte der Kaiser noch den ihm persönlich befreundeten Oberpräsidenten aus Hessen=Nassau, Grafen Eulenburg, empfangen. Der Fahrstuhl ist, wie bemerkt sein mag, in England angefertigt und den TragKühlen ähnlich, wie man sie im Gebirge findet. Die Beine sind kurz, der Sitz und die Rücklehne breit. Die letztere ist je nach der Lage, die der Kaiser einnehmen will, verstellbar. Polsterkissen decken Rücken= und Seitenlehnen und können je nach Wunsch entfernt werden. Die Seitenleisten, an denen der Stuhl von zwei Dienern an Tragbändern getragen wird, ziehen sich in gebogener Form von der Rückenlehne nach den anderen Stuhlbeinen hin. Vom Mittwoch Abend: Das Befinden ist zufriedenstellend geblieben, doch fordern die Aerzte noch dringend Schonung. Am Vormittag hat auch ein Kanülenwechsel stattgefunden, welcher von Mackenzie ausgeführt wurde. Die Kanüle lag den ganzen Tag über bequem. Der Wundrand ist völlig vernarbt und zeigt keine Wucherungen. Ueber Virchow's neuste Untersuchungen heißt es jetzt, dieselben hätten kein bestimmtes Resultat ergeben. Das Kehlkopfleiden selbst kommt übrigens wenig bei der Behandlung in Betracht und kann zu Differenzen keinen Anlaß geben, mag es nun Krebs oder Perichondritis sein. Zur Stärkung erhält der Kaiser regelmäßig Morgens nach dem Thee das Gelbe von drei Eiern, wozu er etwas Weißbrod genießt. Um 10 Uhr trinkt er Milch, um 1 Uhr ißt er zu Mittag, um 8 Uhr zu Abend. Die Bestimmungen über die Hochzeit des Prinzen Heinrich hat der Kaiser selbst getroffen. Endlich noch eine sehr erfreuliche Mittheilung: Der Kaiser fuhr Mittwoch Nachmittag eine Stunde lang in den geschützten Theilen des Schloßparkes in dem eigens für ihn gebauten Ponnywagen liegend, spazieren. Er war sehr froh, die Ausfahrt bekam ihm gut. Die Fieberperiode scheint trotz mancher schwacher Temperatur=Erhöhungen vorläufig überwunden, nur noch etwas Schonung wäre gut für ihn. Die Kaiserin reist wohl Donnerstag Abend nach der Weichsel. — Ueber den Zustand Kaiser Friedrichs schreibt ein Wiener Regierungsblatt:„Die Abreise des Reichskanzlers nach Varzin dürfte jedenfalls als ein Zeichen betrachtet werden, daß eine acute Gefahr im Befinden des Kaisers Friedrich als ausgeschlossen gilt. Die Nachrichten aus Charlottenburg tragen auch in neuester Zeit ein sehr hoffnungsvolles Colorit. Allein einer Täuschung bezüglich des Zustandes des Kaisers können wir uns leider nicht hingeben. Es ist zu berücksichtigen, daß die Dauer seines Leidens nicht die bei solchen Krankheiten übliche Zeit überschreitet, und daß letztere uns nur so lang erscheint, weil wir mit höchster Theilnahme jede Phase seines Befindens verfolgen. Am 15. Sept. 1887 sahen wir ihn in Toblach, er war bleich, ging aber rüstig einher und von Krebs war keine Rede. Seit jenem Tage sind erst 8 Monate verflossen.“ — Der Chef=Redakteur der„Pall Mall Gazette", Stead, hat bei seinem Besuche in Berlin nicht unterlassen, auch Sir Morell Mackenzie zu interviewen. In dem umfassenden Berichte schildert Sir Morell Mackenzie seinem Landsmanne alle seine Freuden und Leiden, ohne indeß viel anzuführen, worüber der deutsche Leser nicht bereits informirt wäre. U. a. erzählte Dr. Mackenzie seinem Landsmanne: „Die Gemüthsstimmung Kaiser Friedrichs ist dieselbe, wie die der meisten chronischen Kranken. Die Hoffnung, noch einige Jahre zu leben, während welcher sie ihre Pläne in Ausführung bringen wollen, wechselt ab mit der Furcht, daß alles in wenigen Tagen vorbei ist. So anscheinend kräftig der Kaiser ist, so ist doch seine Rekuperativkraft nur gering. Aber dieses ist häufig der Fall. Große stämmiggebaute Männer erliegen oft einer Operation, welche nervöse zarte Damen leicht überstehen. Das hochvervöse Temperament wirft am leichtesten Krankheiten bei Seite und erholt sich am schnellsten nach der Operation.“ (Er hätte Herrn Stead einfach sagen sollen: Ich habe in der mir riesig entgegenkommenden deutschen freisinnigen Presse schon so viel von mir gegeben, daß mir zu berichten fast nichts mehr übrig bleibt. Ihr ergebenstes Gretchen Mackenzie.) — Der verstorbene bayerische General der Infanterie Frhr. von Pranckh hat zu Gunsten Angehöriger des 8. Infanterie=Regimentes, dessen Chef er gewesen, die Summe von 20000 Mark vermacht. — Der Großfürst Sergius von Rußland, Bruder des Czaren, wird den letzteren bei der Vermählung des Prinzen Heinrich von Preußen in Charlottenburg vertreten.— Das preußische Ministerium hielt Mittwoch abermals eine Sitzung ab. — Aus Paris kommt die Sensationsnachricht, der französische Ministerrath habe ein die Ausweisung Boulanger's als Prätendenten ermöglichendes Dekret erlangt. Die Nachricht ist unwahrscheinlich, denn das Sophie. Von W. Baker. (Nachdruck untersagt.) Doch mein holdes Intermezze eilte seinem Ende zu. Der Sommer war unbemerkt dem Herbst gewichen. Der dritte Monat meines Aufenthaltes auf dem Landsitze meines Freundes hatte begonnen. Nicht länger durfte ich weilen. So beschloß ich, in wenigen Tagen Abschied zu nehmen, noch acht Wochen mein Heimathland zu durchstreifen, zum Weihnachtsfeste wieder in die Hauptstadt zu kommen, den Rest meines Urlaubs zwischen Luisens und Sterns Hause zu theilen und im Frühling nach Indien zurückzugehen. Ich muß gestehen, der Gedanke, meinem theueren Freunde und seinem Haushalt Lebewohl zu bieten, erfüllte mich mit leiser Wehmuth. Doch mußte es sein. Oede, traurig und trostlos lag eine lange Zukunft vor mir, und je früher ich diese erquickende Oase verließ, um so besser war ich auf mein einsam stilles Loos vorbereitet. Und doch— und doch— Wenn ich diesen holden Vogel, dieses Kind=Weib lockte, mit mir fortzufliehen und hell und schön die Zukunft zu gestalten, welche mich jetzt so düster anschaute? Soll ich mich schuldig bekennen, mir diese Fragen einmal vorgelegt zu haben?— nur einmal. An einem köstlichen, wonnevollen September=Nachmittag schritten Sophie und ich zusammen in den Gartenanlagen umher. Sie war auf diesem Spaziergang ungewöhnlich ernst. Alfred sollte am Abend heimkehren; ich hatte bei Mittag meine baldige Abreise mit einem Worte berührt, wogegen Frau Stern heftig geeifert. Ich dachte an tausend Dinge und schwieg. Sie schritt auch schweigend und gedankenvoll an meiner Seite. Endlich lobjubelte ein Vogel fröhlich über unsern Häuptern und brach den Zauberbann. Sie lachte ihr altes lustiges Kinderlachen, und wir plauderten wie gewöhnlich. Ganz plötzlich schlug sie um, legte ihre beiden kleinen Hände auf meinen Arm, erhob diese beredten wunderbaren Augen zu meinem Antlitz, als wollte sie in meiner innersten Seele lesen und sagte: „Herr Förster, welcher Kummer bedrückt Ihr Herz? französische Prätendentengesetz bezieht sich nur auf die Ausweisung von Mitgliedern solcher Familien, welche über Frankreich geherrscht haben. — Der deutsch=österreichische Handelsvertrag war im vorigen Jahre, da die vorhandenen Schwierigkeiten nicht sofort überwunden werden konnten nur auf ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 1888 verlängert. Hinzugetreten ist dann eine weitere Verlängerung des unveränderten Vertrages um ein Jahr, also bis 1889. Im beiderseitigen Grenzverkehr bestehen verschiedene Mißhelligkeiten, die, wenn sie auch zu politischen Störungen keinen Anlaß geben, doch von einer nicht unbedeutenden Zahl von beiderseitigen Industriellen recht lebhaft empfunden werden. In Oesterreich=Ungarn klagt man über den hohen deutschen Getreidezoll, die deutsche Industrie beschwert sich über die Zollsätze des neuen österreichischen Tarifes, welcher manche Ausfuhrartikel sehr beeinträchtigt hat. Diese Schwierigkeiten zu beseitigen, ist wiederholt versucht, aber der Erfolg soll, wie weiter oben schon gesagt, erst noch kommen. Besonders besteht in Wien und Pest der lebhafte Wunsch, zu einer Einigung zu kommen und auch in den Parlamenten ist diesem Verlangen wiederholt Ausdruck gegeben, erst in der letzten Zeit wieder. Auch die deutsche Reichsregierung hegt den aufrichtigen Wunsch, zu dem innigverbündeten Kaiserstaaten in nahe handelspolitische Beziehungen zu treten, aber die Erfüllung wird doch nicht so schnell vor sich gehen, weil sie nur auf Grund einer Abänderung der landwirthschaftlichen Zölle möglich ist. Diese wird aber kaum in absehbarer Zeit erfolgen, oder es müßte ein völliger Umschwung der landwirthschaftlichen Verhältnisse eintreten. Befriedigen kann es uns vor Allem, daß die wirthschaftlichen Meinungsverschiedenheiten auf die guten politischen Beziehungen der beiden Kaiserstaaten auch nicht den geringsten störenden Einfluß auszuüben vermocht haben. Das wird sich auch hoffentlich nicht ändern. — Die„Kreuzzeitung" unternimmt eine Attake gegen das englische Ministerium Salisbury. Sie schreibt: In London wächst der Widerstand gegen die ungenügenden Militärpläne der Regierung von Tag zu Tage. Ein angesehenes Fachblatt äußert sich:„Die Idee, daß man die Landesvertheidigung den Freiwilligen überlassen will, ist eine dumme oder wahnsinnige, wenn nicht gar Beides. Alle Fachmänner erklären, daß so das Herz des Landes jedem Angreifer offen steht. Die Seeleute behaupten, daß die Flotte in ungenügendem Zustande, die Soldaten beklagen die Unzulänglichkeit der Armee. Nur die Minister suchen das Volk über die Mängel der Landesvertheidigung hinwegzutäuschen. Schon vor Jahren haben wir darauf hingewiesen, daß selbst zur Aufstellung zweier winziger Armeekorps soviel wie Alles fehlt. In der Kammer erklärte der Kriegsminister, über die Mobilisirung des 2. Armeekorps befragt:„Ich habe in dem Memorandum bereits auseinandergesetzt, daß die Ausrüstung für das 2. Korps nicht vollständig ist.“ Für die Landesvertheidigung, meint der Minister, würde es ebenfalls hinreichen.„Da man nicht weiß, ob das jetzige Ministerium, welches doch wenigens thut, als ob es etwas thuen wollte, am Ruder bleibt und ob nicht etwa wieder ein Kabinet Gladstone aus Ruder kommt, welches offen erklärt, nichts thuen zu wollen, so zeigt sich wieder unsere alte Behauptung in vollem Lichte. Eine parlamentarische Regierung ist eine so schwache, daß sie nicht einmal bündnißfähig ist.“ * Marienburg, 14. Mai. Der Minister der Landwirthschaft traf, der„Danz. Ztg.“ zufolge, heute Abend 8½ Uhr, begleitet von dem Herrn Oberpräsidenten von Ernsthausen, längs des linksseitigen Nogatdeiches von Pieckel per Wagen kommend, hier ein. Zu Ehren des Ministers fand ein Diner statt. Morgen wird die Fahrt auf dem Dampfer„Gotthilf Hagen" nach Elbing fortgesetzt und es sollen sowohl die Deiche wie auch das Ueberschwemmungsgebiet besichtigt werden. * Karlsruhe, 16. Mai. Die Besserung der katarrhalischen Affektion des Großherzogs schreitet nur sehr langsam fort, indeß bekommt der Genuß der milder gewordenen Luft sehr gut. Der Großherzog empfing heute den Besuch des Statthalters von Elsatz=Lothringen, Fürsten Hohenlohe. Oesterreich=Ungarn. * Wien, 15. Mai. Der Kaiser empfing Vormittags den König von Serbien in der Hofburg und stattete Nachmittags demselben einen Gegenbesuch ab. Die Königin von Serbien begiebt sich morgen nach Wiesbaden. — Prinz Alexander von Hessen ist Nachmittags nach Darmstadt zurückgereist. * Wien, 16. Mai. Der König von Serbien empfing heute Mittag den Minister des Aeußern, Grafen Kalnoky, in längerer Audienz und nahm später an dem Diner bei dem Kaiser Theil. Die Königin von Serbien ist heute Nachmittag mit dem Kronprinzen nach Wiesbaden abgereist. K Sie lachen und sind heiter auf der Oberfläche, doch tief innen schlummert stets irgend ein herbes Weh. Was ist es?“ Wie konnte ich antworten? Ich suchte die Frage zu umgehen, doch sie wollte es nicht dulden. „Nein, nein!“ beharrte sie.„Sie werden mich nicht täuschen. Wollen Sie es mir anvertrauen?“ Sie erröthete leicht und neigte ihr Haupt.„Sagen Sie mir, betrifft es— Geld?“ „Im letzten Grunde ist Geld die Ursache,“ antwortete ich bitter. „O, kann Geld es heilen— kann Geld es wieder bannen?“ Sie verrieth tiefe Aufregung und erglühte und erbleichte abwechselnd. Ich konnte mir nicht vorstellen, was sie so sonderbar erregte. Ich nahm ihre kleinen Hände in die meinen und sagte: „Warum fragen Sie mich das, liebes Kind?“ „Weil— weil— ich zu viel, viel zu viel Geld für ein kleines Mädchen habe. O! Sie wissen nicht, wie viel ich habe! Und— möchten Sie nicht etwas nehmen und Ihr Leid verjagen?“ Ich schaute wieder auf das süße angstrothe Antlitz, das zu meinem aufblickte; und der Gedanke, daß sie das wehvolle, leere Herz, dem sie so nahe stand, mit Licht und Wonne zu füllen, dem trostlosen Leben Blüthen und Sonnenschein zu schenken vermöchte, durchzuckte mein Hirn; doch ich wies ihn von mir— wenigstens wollte ich der Frage nachsinnen, ehe ich etwas Bestimmtes sagte oder that. „Liebes Kind, erwiderte ich, wenn Geld auch mein Elend verursacht, liegt es leider! nicht in der Macht des Geldes, es jetzt zu heilen. „Meinen Sie, es kann nicht geheilt werden?" Sie hatte ihr Haupt nieder gesenkt und heftete die schönen Augen auf den Boden. „Nur die Zeit kann es heilen. Theures Kind, wenn ich einst wiederkehre und Sie in Ihrem eigenen Heim finde,— wenn Sie entdeckt haben, daß Ihr Reichthum für den Mann Ihrer Liebe nicht zu reich ist, dann will ich Ihnen all meinen Kummer enthüllen, und Sie werden sehen, wie schwer es heilen mußte.“ Sie schlug ihre Augen auf und schaute mich fest an. — Ein montenegrinischer Staatsmann hat dem Belgrader Korrespondenten eines Pester Blattes mitgetheilt, daß Rußland mit Montenegro eine Militärkonvention abgeschlossen habe, demzufolge für den Fall eines Krieges zwischen Rußland und Oesterreich Fürst Nikita sich verpflichtet, mit 30000 Mann in die Herzegowina einzufallen, um dadurch 200000 Oesterreicher festzuhalten. Wenn Rußland siegt, soll Montenegro die Bocche di Cattaro erhalten. Ja, wenn! Frankreich. — Die französische Regierung hat ein neues Gesetz über den Bau einer Pariser Stadtbahn ausgearbeitet. Der Entwurf nimmt ein Schienennetz von 28 Kilometer Länge, 10 Kilometer weniger als das Projekt, das die Kammer im vorigen Jahre verworfen hat, in Aussicht. Die Kosten sind auf 236 Millionen Franken, das sind 16 Millionen mehr, als das frühere Gesetz, veranschlagt. Der Kilometer würde demnach 8½ Millionen kosten, wovon 3½ Millionen auf den Bau fallen; 102 Millionen würden die erforderlichen Expropriationen kosten. Das Netz soll aus einer Gürtellinie und verschiedenen die Stadt durchschneidenden Linien bestehen. England. * London, 15. Mai. Unterhaus. Der erste Lord des Schatzes, Smith, beantragte eine Resolution, nach welcher die Regierung zu einer Emission von 3½ Mill. Pfund Sterling dreiprocentiger Annuitäten für die australische Flotte und für die Vertheidigung gewisser Häfen und Kohlenstationen Zwecks besseren Schutzes des britischen Kolonialhandels, des Landes und der Häfen ermächtigt werden soll. Das Oberhaus erledigte die Regierungsbill, betreffend die Registrirung der Wähler für die neu zu errichtenden Grafschaftsräthe. * London, 16. Mai. Das Unterhaus hat den die australische Flotte betreffenden Theil der von Smith beantragten Resolution mit 92 gegen 48 Stimmen angenommen und die Berathung über den zweiten Theil der Resolution betreffend die Vertheidigung der Häfen und Kohlenstationen vertagt. Bei der Berathung der Resolution erklärte Smith, die Regierung beabsichtige, die Häfen im Kanal, sowie Malta und Gibraltar in den Zustand vollständiger Sicherheit zu setzen. Der Staatssekretär des Krieges, Stanhope, zeigte an, die Regierung werde neben der bereits angekündigten Enquête durch eine Kommission, noch eine weitere erschöpfende Enquête über die Bedürfnisse für die Vertheidigung des Landes veranstalten, deren Verhandlungen Lord Salisbury selber leiten werde. Wenn nöthig, werde ein Nachtragskredit für die Beschaffung von Geschützen gefordert werden. Rußland. * Die Petersburger Regierung läßt jetzt folgende Darstellung der Unruhen an der russisch=afghanischen Grenze verbreiten, aus der vor Allem hervorgeht, daß die russischen Truppen wirklich auf dem Sprunge waren, den „Unterthanen des Czaren" zu helfen. Nach aus Nerw eingegangenen Nachrichten wäre eine Anzahl salorischer Steppenbewohner aus dem Südwesten von Turkmenien, welche in dem zwischen Rußland und Afghanistan gelegenen Territorium nomadisieren, durch die afghanischen Behörden anfgefordert worden, Tribut zu zahlen. Am 24. April trafen die Saloren an der afghanischen Grenze ein und es kam zu einem unbedeutenden bewaffneten Konflikt. Bei Eintreffen des russischen Obersten Alichanow hatten sich die Saloren bereits wieder auf russisches Gebiet zurückgezogen.“ Es wird ja wohl noch Näheres über den Fall bekannt werden. Nöthig ist das, denn der russische Telegraph hat seine Eigenheiten.— Der Czar reist nach der Krim. Italien. Rom, 15. Mai. Deputirtenkammer. Nach zweitägiger Debatte über das Finanzbudget theilte der Ministerpräsident Crispi heute mit, er müsse aus der Finanzfrage eine Kabinetsfrage machen. Auch der Finanzminister Magliani erklärte, daß er in Folge der Abstimmung über die lokalen Steuern kein persönliches Vertrauensvotum verlangen könne. Die Kammer lehnte hierauf durch Erheben von den Sitzen eine von Mussi(äußerste Linke) beantragte Tagesordnung ab, welche sich mißbilligend über die Grundsätze der Finanzpolitik des Kabinets ausspricht und genehmigt in namentlicher Abstimmung mit 210 gegen 29 Stimmen einen Antrag del Giudice's, in welchem dem Vertrauen zu der Finanzpolitik der Regierung Ausdruck gegeben wird. — Es ist ein ganz gewaltiges Geschwader, welches Italien zu dem großartigen Flottenschauspiele nach Barcelona entsendet, ja, es ist das gewaltigste, welches es jemals gebildet hat, und in diesem Augenblick ist keine Seemacht im Stande, ein Geschwader von gleich mächtigen Seeschiffen zusammenzubringen. Es besteht nach endgiltiger Entscheidung aus acht Panzerschiffen der allerSie hatte die Hände von meinem Arme gelöst und stand allein, und ihre Augen blickten staar, mit dem seltsamsten Ausdruck, den ich je in Ihnen gesehen. War es Tadel? War es Ueberraschung? War es unsagbares Weh? Was es auch war, es machte mein Herz heftig schlagen. Bevor ich Zeit zum Sprechen fand, ertönten Schritte hinter uns auf dem Kies. Sie blickte nicht mehr auf mich und rief: „O, lieber, lieber Alfred, da sind Sie! Sie begleiten mich ins Haus— ich bin so ermüdet!“ Dann sah ich Alfred Stern, der soeben zurückgekehrt war, ihren Arm ergeifen und dem Hanse zuschreiten; sie ging aufrecht ihr Haupt zurückgeworfen, ihre Hand in seinem Arm ruhend, und er beugte sich zärtlich über sie. Sie lachte fröhlich, und selbst das Bruchstück eines Sanges trug die stille Abendluft zu mir. Ich fühlte mich krank und unzufrieden mit mir und aller Umgegend. Beim Abendessen begegneten wir uns wieder. Sie war so fröhlich wie eine Lerche, ihr kleines Gesichtchen roth wie eine Rose, ihre Augen leuchtend wie zwei Sterne. Auch benahm sie sich herzlicher und zutraulicher zu Alfred, als ich je zuvor gesehen; sie scherzte und schäkerte, ahmte einen oder zwei unserer Bekannten nach und war unser Aller Leben und Seele. Nach Tisch sang sie uns ein Lied und trillerte und zwitscherte wie ein Vöglein.—— Werd' ich je den rothen Blutstrom, der mir zu Kopf und Hirn drang, vergessen— das plötzliche Pochen qualvoller Ueberraschung, als ich am nächsten Morgen den schicksalwendenden Brief auf dem Frühstückstisch fand? Ich entsinne mich, daß ich ihn ergriff und in mein Zimmer stürzte, um ihn zu lesen, nein! nur um mich zu wundern! Wie gut kannte ich die kecke, feste Handschrift! Wie machte jeder Strich, jedes Wort mein Herz erbeben! Ein Brief— ein Brief von Julia!— und aus der Hauptstadt! Sprachlos saß ich in meinem Zimmer, blickte auf das Monogramm und fürchtete, ihn zu öffnen und Wahrheit zu erfahren. Endlich faßte ich Muth und riß ihn auf. Er war aus einem Westend=Hotel datirt und enthielt nur eine Zeile: „Walter, ich bin hier. komm' bald!— Julia.“ Ich vergaß, wie ich auf dem Landsitz Lebewohl sagte. Ich glaube, Stern irgend welchen unzusammenhängenden schwersten Art, drei Avisos, zwei Torpedokreuzern, vierzehn Torpedobooten, im Ganzen also neunundzwanzig schlachtfertigen Schiffen. An Bord ist der Herzog von Genua. Florenz, 16. Mai. Der König und die Königin von Württemberg sind heute direkt nach Stuttgart abgereist. * Fürst Ferdinand von Bulgarien wird in diesen Tagen wieder in Sofia eintreffen. Er hofft, daß seine Stellung durch die glücklich verlaufene Rundreise im Norden bedeutend gefestigt worden ist. Jedenfalls hat der Koburger, welcher sich in der Nähe von Tirnowa einen Platz für eine zu erbauende Sommerresidenz ausgewählt hat, nicht die Absicht, das Land zu verlassen. Seine Minister scheinen freilich nicht ohne Besorgniß in die Zukunft zu blicken. So erklärte einer derselben einem Berichterstatter der„Times“, daß die Bulgaren, wenn sie sich binnen zehn Jahren zweimal des von ihnen gewählten Fürsten beraubt sähen, den Kampf um die Selbstständigkeit aufgeben würden und die Unterwerfung Bulgariens unter Rußland werde die Unterjochung der ganzen Balkanhalbinsel durch Rußland zur Folge haben. Die bulgarischen Bauern seien konservativ, und es falle daher den Russen schwer, Unzufriedenheit unter ihnen hervorzurufen. Die Bauern verlangen nur eine Regierung, welche die Ordnung aufrechterhalte. Westfalen und Rheinland. X Witten, 17. Mai.(Beamten=Krankenkosse.) Unter Vorsitz des Herrn Lehrer Schwarz hierselbst tagte am Dienstag im Utermann'schen Lokale eine Versammlung der Mitglieder der Beamten=Krankenkasse von Rheinland und Westfalen, die ihren Sitz in Essen hat. Herr Schwarz erstattete den Jahresbericht pro 1887, dem Zwir Folgendes entnehmen: Das Statut der Kasse wurde von den Ministerien des Innern, der Justiz, der geistlichen 2c. Angelegenheiten und der öffentlichen Arbeiten unter dem 26. Oktober 1886 genehmigt. Die Kasse konnte darnach nach einem Provisorium von 3 Monaten am 1. Januar 1887 beginnen. Der Beitritt steht allen Beamten(einschließlich der Lehrer) im Dienste des Reiches, des Staates, der Provinz und der Civilund Kultusgemeinden offen, zunächst in Essen und in anderen Orten dann, wenn dort Lokalbezirke eingerichtet sind. Das Eintrittsgeld beträgt 2 Mark. Die monatlichen Beiträge richten sich nach dem Jahreseinkommen und übersteigen nicht den Betrag von 3 Mk. pro Monat. Die Kasse gewährt den Mitgliedern freie ärztliche Behandlung(ausgenommen Homöopathie= und Spezialärzte) und freie Arznei. Es bestehen zur Zeit Vereine in Düsseldorf, Velbert, Altendorf. Altenessen, Duisburg, Meiderich=Ruhrort, Homberg, Mülheim a. d. R., Sterkrade, Witten, Bochum und Essen. Die Mitgliederzahl betrug 395, die Zahl der Familienangehörigen etwa 2000. Zur ersten Beitragsklasse gehörten 83, zur 2. 275 und zur 3. 37 Mitglieder bezw. Familien. Die Jahreseinnahme betrug an Beitrittsgeld, Zinsen, Beiträgen 2c. 15 809,46 Mk. Für Arzneien wurden verausgabt: 3150.80 Mk., 1200 Mk. mehr als das Durchschnittsdrittel der Einnahmen betrug, welches nach der Statistik auf diesen Theil der Ausgabe überhaupt kommen soll. Die Aerzterechnungen weisen ein Honooar von rund 7300 Mark nach. Die Gesammtausgabe betrug demnach 10450,80 Mark. Es ist dabei zu bemerken, daß das Jahr 1887 für den Gesundheitszustand ungünstig war und daß 322 Mitglieder theilweise von schwerer Krankheit heimgesucht wurden. Die Verwaltungskosten pro 1887 beliefen sich auf 26 pCt. der Jahreseinnahme. Nach§ 24 des Statuts sind 5 pCt. der Einnahmen, also 282,97 Mark, zum Reservefonds zu legen. Der Jahresabschluß gestattet nach Dotirung d. Reservefonds und Einbehaltung eines aus der Abrundung kommenden kleineren Restbetrages ein Dividend von 50 pCt., die zur Zahlung angewiesen ist. Zur Zeit stellt sich die Mitgliederzahl nach Chargen auf 30 pCt. Lehrer, 35 pCt. Gemeinde=, Polizei=, Staatsbeamten, Geistlichen 2c., 20 pCt. Eisenbahn=, 8 pCt. Justiz= und 7 pCt. Postbeamten. Hoffentlich wird die immerhin zweckmäßige Einrichtung, unter günstigeren Verhältnissen arbeitend, ihren Mitgliedern noch mehr Vortheile gewähren und die noch zurückstehenden Beamten zu baldigem Eintritt nöthigen. * Witten, 14. Mai. Am 171. Jahrestage der Geburt der großen österreichischen Kaiserin Maria Theresia wurde in der Kaiserstadt Wien unter großen Feierlichkeiten im Beisein des Kaisers und des ganzen Hofes ein Denkmal jener trefflichen Landesmutter enthüllt, welches von Kennern als das größte und zugleich künstlerisch hervorragendste öffentliche Monument bezeichnet wird, welches Wien und Oesterreich Ungarn überhaupt bisher besitzen. Die Kosten des Denkmals belaufen sich auf rund 850000 Gulden; es ist 61 Fuß hoch, wovon 19 Fuß allein auf die Figur der auf einem Thronsessel sitzend Unsinn angegeben zu haben. Ich fand mich— wie weiß ich nicht— auf dem Bahnhof und drückte in einer Stunde mein Lieb an mein Herz. (Schluß folgt.) Kleine Mittheilungen. Ein Selbstmord aus Liebe— nicht aus unglücklicher Liebe, sondern aus glücklicher, die den Gram über die durch den Tod erfolgte Trennung von dem Geliebten nicht zu ertragen vermochte— das war der erschütternde Schluß eines trauervollen Dramas, das in der Nacht vom Sonntag zum Montag dieser Woche in den Fluthen der Spree an der Oberbaumbrücke in Berlin sein Ende fand. Späte Passanten der dortigen Straße sahen eine weibliche Gestalt sich über das Geländer schwingen und ins Wasser stürzen; laute Hülferufe der Unglücklichen in ihrer Todesangst bestätigten gleich darauf das von den Beobachtenden Wahrgenommene, die in ihrer Bestürzung das Geschehene noch kaum ganz erfaßt hatten. Man eilte zu einem in der Nähe wohnenden Bootsverleiher, um denselben zu veranlassen, eines seiner Fahrzeuge loszuschließen. Dies erforderte indeß natürlich einige Zeit, und als man zur Unglücksstelle gelangte, war die Ertrinkende bereits in den Wellen versunken. Am anderen Morgen gelang es, die Leiche eines bildschönen jungen Mädchens unter einem Kahn hervorzuziehen. In derselben wurde die unverehelichte 21 jährige Helene F., rekognoszirt. Der sofort benachrichtete Vater erklärte den Tod seiner Tochter dahin, daß dieselbe vor acht Tagen ihren Bräutigam verloren habe, welcher aus Schwermuth gleichfalls an der Oberbaumbrücke fast an derselben Stelle den Tod in den Wellen gesucht und gefunden, und daß Helene F. dem Geliebten, dessen Verlust sie nicht überleben mochte, ins nasse Grab gefolgt sei. In der Tasche der jungen Selbstmörderin fand man in der That einen Brief an ihre Eltern, in welchem sie um Verzeihung bat und erklärte nicht ohne ihren Bräutigam leben zu können. (Recht schade für das arme bildhübsche Mädchen; sie hätte gewiß noch einen andern glücklich machen können. Es laufen ja so viele Junggesellen umher, die sich selbst im Wege stehen.) Ein Raubaufall setzte die Umgegend des unweit Lübecks belegenen Bauerndorfes Curau in große Aufregung. Am 9. d. Mts. Morgens 4 Uhr wurde auf dem Böckhof bei Cureau die Frau des Vogtes Sieck blutüberströmt und besinnungslos vorgefunden. Es waren ihr tiefe Kopfwunden mittelst Axthieben beigebracht worden und hierauf hatte, wie bereits von der Staatsanwaltschaft ermittelt ist, der Räuber mit 120 M. an baarem Geldewelches er in der Wohnung vorgefunden hatte, die Flucht ergriffen. Der Thäter ist bis jetzt nicht ermittelt. dargestellten Kaiserin Kubikmeter Marmor 44000 Kilogramm B verwendet, die Figur Kilogramm, während gestellten 28 Nebenfikommen. Das Denki beiden Hofmuseen al Kaiserburg. Es ist? der Vorderseite des# „Der Kaiserin und der Rückseite:„Errich Es ist fürwahr kein heute des Ehrentages wir Deutschen können nehmen, denn es i Reich, ein Kernwestfa der Kunst geschaffen busch,(geb. 23. Nove schlichten Bürgerhause stand. 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V. 1. 400 Mark, 2. 100 Mark, Bahn 3000 m Rennen erfreut sich Theilnahme seitensd seitens der Sportsm Nähe der Ruhr und Auch halten in unm Bommern) die Züge von Steele, Blankenst * Wetter, a. Ru hat vorgestern Mitt Harkort=Denkmals sta von hier, Herdecke un selbst die Altersriege tracht“, die sich gera betheiligte sich an den verbreitete sich weiter partien, und am Nac Strecken ein Feuerme des Feuers Herr zu! angerichtet hat. Entst das unglückselige acht K Hagen, 17. M Landgerichts=Direktor der Titel Geh. Justiz * Hattingen, 15 sammlung der wehr) hat drei De Rheinisch=Westfälischer und einstimmig die T Ueber die alte1 „N Fr. 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B.„Alt Salomo"; dafür muß „Weise wie Solon“. wie ein Dompropst", ter.“ Für„Pastor“ „Beichtvater„Gewiss „Te Deum laudamul „Loblieder zu singen“, wurden ebenfalls bese gendspiegel“, weil frot Ueber den von mord des Sohns des des in ungarischen S Kegl, werden die folg um 8 Uhr Morgens ganz mit Blut geträt den erstarrten Finger eine Kugel war abge in die rechte Schläfe, beim linken Ohr hera das Blut nicht von unberührt, bis der Un skreuzern, vierseunundzwanzig er Herzog von e Königin von tgart abgereist. vird in diesen fft, daß seine Rundreise im denfalls hat der Tirnowa einen nz ausgewählt rlassen. Seine orgniß in die erselben einem jaren, wenn sie hnen gewählten Selbstständig1g Bulgariens zanzen Balkandie bulgarischen er den Russen rzurufen. Die je die Ordnung land. 1=KrankenSchwarz hiersen Lokale eine n=Krankenkasse Sitz in Essen resbericht pro as Statut der nern, der Juder öffentlichen zehmigt. 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Auf der Vorderseite des Riesenmonuments steht die Inschrifts: „Der Kaiserin und Königin Maria Theresia" und auf der Rückseite:„Errichtet von Franz Joseph l.— 1888.“ Es ist fürwahr kein Wunder, daß ganz Oesterreich sich heute des Ehrentages seiner großen Kaiserin freut; aber auch wir Deutschen können an dieser Freude besondern Antheil nehmen, denn es ist ein Mann aus dem deutschen Reich, ein Kernwestfale, der das bewunderte Meisterwerk der Kunst geschaffen hat, der Professor Kaspar von Zumbusch,(geb. 23. November 1830), dessen Wiege in einem schlichten Bürgerhause zu Herzebrock(Kr. Wiedenbrück) stand. Volle dreizehn Jahre ernster Arbeit hat unser trefflicher Landsmann auf dieses seinen Ruhm für immer gründende Werk verwendet; ihm zur Seite standen andere tüchtige Meister, namentlich der Oberbaurath Baron Hasenauer, welcher die Ausführung des architektonischen Theiles leitete. Meister Zumbusch zählt seit lange zu den gefeiertesten Persönlichkeiten Wiens und besonders heute steht er im Vordergrund der an die Enthüllung seines Werkes sich knüpfenden glänzenden Festlichkeiten, deren Kosten allein auf eine Summe von 25000 Gulden geschätzt werden. Aber der wackere Künstler hat bei all' den Auszeichnungen seine schlichte westfälische Sinnesart treu und rein im Herzen bewahrt; um so stolzer darf seine Heimath und das deutsche Vaterland auf ihn sein! * Herbede, 14. Mai.(Ruhrschifffahrt.) Die Ruhrschifffahrt, welche in früheren Jahren eine sehr rege war und darauf längere Zeit in sehr beschränktem Umfange betrieben wurde, beginnt in letzter Zeit etwas lebhafter zu werden. Obgleich Kohlen beinahe gar nicht oder höchst selten verfrachtet werden, hat sich die Verfrachtung von Steinen, welche in den Steinbrüchen der Umgegend gewonnen werden, erheblich gesteigert. Zur Fortschaffung dienen die sogenannten Ruhrnachen. * Bommern, 15. Mai.(Ruhrthaler Rennvereins.) In der voriger Woche abgehaltenen Generalversammlung des Ruhrthaler Rennvereins wurde zunächst das Preisrichter=Kollegium für das am 10. Juni cr. auf der der Weide des Oekonomen Herrn Wilms stattfindende Rennfest gewählt. Die Wahl fiel auf die Herren Bürgermeister Bürkner=Witten, Fabrikant Th. MüllensiefenCrengeldanz bei Witten und Gutsbesitzer Schulte=Elberg= Wengern. Nachfolgende 5 Rennen finden der Reihe nach statt: I. Vereins=Hürdenrennen. Nur Arbeitspferde sollen zugelassen werden. Preise: 1. 150 Mark, 2. 2/3 der Einsätze, 3. der Einsatz. Einsatz 10 Mark, Bahn 2000 m. II. Vereins=Flachrennen. Preise: 100 Mark, 2. 2/3 der Einsätze, 3. der Einsatz. Einsatz 5 Mark, Bahn 2500 m. III. Herrenreiten(Hürdenrennen.) Preise: 1. Ehrenpreis und 1/ der Einsätze, 2. 2/3 der Einsätze. Einsatz 10 Mark, 2500 m. IV. Offiziers-Steeple-chase. Preise: 1. 300 Mark, 2. 100 Mark, 3 der Einsatz. Einsatz 15 Mark, Bahn 2500 m. Dieses Rennen findet nur statt, wenn 4 Pferde mitgehen. V. Ruhrthaler Steeple-chase. Preise: 1. 400 Mark, 2. 100 Mark, 3 der Einsatz. Einsatz 20 Mark, Bahn 3000 m. Bestimmungen wie bei IV. Das Rennen erfreut sich von Jahr zu Jahr einer größeren Theilnahme seitens der hiesigen Bevölkerung sowohl wie seitens der Sportsmänner. Der Rennplatz liegt in der Nähe der Ruhr und ist für den Zweck sehr vortheilhaft Auch halten in unmittelbarer Nähe desselben(Bahnhof Bommern) die Züge von Hagen, Herdecke, Wengern und von Steele, Blankenstein, Hattingen und Herbede. * Wetter, a. Ruhr, 15. Mai.(Ein Waldbrand) hat vorgestern Mittag in der allernächsten Nähe des Harkort=Denkmals stattgefunden. Es wurde zwar sofort von hier, Herdecke und Volmarstein Hilfe geleistet und selbst die Altersriege des Dortmunder Turnvereins„Eintracht“, die sich gerade auf einer Landparthie befand, betheiligte sich an dem Rettungswerk, allein das Feuer verbreitete sich weiter selbst auf entfernter liegende Waldpartien, und am Nachmittag war alles auf unübersehbare Strecken ein Feuermeer. Mit Mühe gelang es endlich des Feuers Herr zu werden, das sehr bedeutenden Schaden angerichtet hat. Entstehungsursache: Wahrscheinlich wieder das unglückselige achtlos weggeworfene Streichholz. K Hagen, 17. Mai.(Verleihung.) Dem Herrn Landgerichts=Direktor Plato hierselbst ist von Sr. Majestät der Titel Geh. Justizrath verliehen worden. * Hattingen, 15. Mai.(Eine Genetalversammlung der Freiwilligen Bürgerfeuerwehr) hat drei Delegirte zu dem Verbandstage der Rheinisch=Westfälischen Feuerwehren in Bochum gewählt und einstimmig die Theilnahme der Wehr an dem Feuerwehrverbandsfeste und die Abhaltung einer Festübung daselbst beschlossen. Die Genossen Böminghaus und C. Nordhoff erhielten das Mandat, ein passendes Lokal ausfindig zu machen, wo die Wehr das Mittagessen einnehmen kann. Schließlich wurde beschlossen, das Stiftungsfest vorläufig auf den 15. Juli festzusetzen. Von jetzt an finden in der Wehr regelmäßig wöchentlich zwei Uebungen statt, um bei der Festübung auf dem Verbandsfeste zu Bochum recht schneidig auftreten zu können. * Bochum, 16. Mai.(Westfälische Feuerwehr= Unfall=Kasse.) Am Jahresschlusse gehörten der Unfall=Kasse an: 152 Wehren mit 11083 Mitgliedern. Die Gesammt=Einnahmen betrugen 11/953 Mark, die Ausgaben etwa 3770 Mk., der Ueberschuß alse 8183 Mk., welcher Betrag dem Stammkapital zugeschrieben ist. Das Stammkapital hat somit den im Statute vorgeschriebenen Höchstbetrag bereits überschritten, und es fragt sich, ob nunmehr von der im Statute der Kasse vorgesehenen Ermächtigung einer Ermäßigung der Kassenbeiträge oder einer Erhöhung der EntschädigungsSätze Gebrauch gemacht werden soll. In einer gegen Ende vorigen Monats in Münster abgehaltenen Sitzung des Beiraths der in Rede stehenden Kasse wurde einstimmig beschlossen, von einer Herabsetzung der Beiträge abzusehen, dagegen die im Statute angegebenen Entschädigungs=Höchstsätze um 20 Prozent zu erhöhen. * Bochum, 16. Mai.(Arbeitermangel.) der Absatz auf den Kohlenzechen ein reger bleibt, macht sich auf manchen Gruben ein Arbeitermangel bemerkbar. Die Zeche„Courl“ hat sich bereits veranlaßt gesehen, eine größere Anzahl Arbeiter aus Schlesien kommen zu lassen. * Braubauerschaft, 15. Mai.(Ertrunken.) Am Sonntag Nachmittag fand in der kleinen Emscher ein 2½ jähriger Knabe seinen Tod. Die Mutter des Kindes, welche von ihrem Manne getrennt lebt, befand sich derweile mit einem Kostgänger auf der Gelsenkirchener Kirmes. * Wiemelhausen, 15. Mai.(Unfall.) Ein Milchjunge des Landwirths L. hier, der sich aus Neugier mit der Häckselmaschine desselben beschäftigte und dieselbe in Thätigkeit setzte, wurde von der Kurbel erfaßt und zur Maschine gezogen, wobei er mit der linken Hand unter die Messer gerieth. Sämmtliche Finger der linken Hand sind hart an der Handwurzel glatt abgeschnitten, auch ist der Daumen wahrscheinlich verloren. Da das Unfallversicherungs=Gesetz für die landwirthschaftlichen Berufszweige mit dem 1. April in Kraft getreten, so ist anzunehmen, daß dem Jungen eine Rente gewährt werden wird. * Oespel, 14. Mai.(Lebensrettung mit eigener Gefahr.) Vor kurzem ereignete sich hier eine That, die gewiß werth ist, in weiteren Kreisen bekannt zu werden: ein siebzigjähriger Greis rettete mit Gefahr seines eigenen Lebens einen dreijährigen Knaben vom Tode des Ertrinkens. * Dortmund, 16. Mai.(Dorf und Stadt.) Die Annehmlichkeiten des Landlebens, ohne dabei zu weit von der Stadt entfernt zu sein, genießen die Bewohner der „Union=Vorstadt“ hier in vollen Maße. In gesunder Gegend, ringsum von grünenden Feldern umrahmt, vor jedem Hause ein mehr oder minder gut gepflegter Garten liegend, macht die Union=Vorstadt einen recht angenehmen Eindruck. An Pachtland fehlt es in der Nähe nicht, sodaß sich sehr viele der Bewohner, deren Zahl größer ist, als die mancher Stadt— es sind 38 Doppelhäuser mit 864 Wohnzimmern vorhanden, in denen 269 Familien mit 1342 Seelen wohnen— eine Ziege halten oder ein Schweinchen mästen können. Die Frauen haben einen übergroßen Bleich= und Trockenplatz, in dessen Nähe sich ein Kinderspielplatz mit Turngeräthen befindet. Wir sind überzeugt, viele hunderte Dortmunder haben noch niemals einen Fuß in die Union=Vorstadt gesetzt und doch ist ein Spaziergang dahin im Sommer recht lohnend. Der Besucher kann mit Sicherheit darauf schließen, daß in den Häusern, vor welchen die Gärtchen recht sorgfältig gepflegt sind, häuslich gesinnte, zufriedene Menschen wohnen. Asseln, 14. Mai.(Arge Verletzung.) Ein Mädchen, welches diesen Nachmittag an der Kirche vorbeiging, wurde von einem Dachschiefer unglücklich getroffen, welcher von dem in Reparatur befindlichen Dache herabgefallen war. Der Kleinen ward infolge dessen die ganze Backe zerschnitten. * Iserlohn, 16. Mai.(Nach den bis jetzt bekannten Ergebnissen der Reichstagswahl im Wahlkreise Altena=Iserlohn) erhielt Dr. Langerhans(dfreis.) 14035 Stimmen, Herbers(natlib.) 9700 Stimmen. Die Ergebnisse von einigen kleinen Wahlbezirken fehlen noch. * Iserlohn, 15. Mai.(Füchse ausgegraben.) Bei einem am Sonntag im städtischen Revier veranstalteten Fuchsgraben wurden aus einem Bau nicht weniger als 12(!) Füchse ausgenommen; am Himmelfahrtstage wurden in demselben Revier vier junge Füchse nebst der alten Fähe ausgegraben. Jedenfalls ist dem Wildstand durch die Unschädlichmachung der 17 rothen Räuber ein erheblicher Dienst geleistet worden.(Schlaue Füchse müssen das nicht gewesen sein. Es waren eben Iserlohner Füchse.) * Münster, 12. Mai.(Fund.) Im Nachbarorte Altenberge fand ein Bürger beim Umbau seines Wohnhauses im Erdboden einen großen, mit alten Silbermünzen gefüllten Krug. Viele Stücke zeigen das Bildniß des Kaisers Maximilian. Man schätzt den Wert des Fundes auf 13000 Mk. * Elberfeld, 15. Mai.(Selbstmord aus Nahrungssorgen.) Gestern Abend hat sich in seiner Wohnung an der Weberstraße ein 50 Jahre alter verheiratheter Weber erhängt. Geringer Verdienst soll die Veranlassung zu der unseligen That gewesen sein. Mit seiner Frau hat der Weber, Vater von 4 Kindern, in ganz gutem Einvernehmen gelebt. * Vohwinkel, 16. Mai.(Unglücksfall.) In einem hiesigen industriellen Etablissement hat sich gestern Nachmittag um die fünfte Stunde ein schwerer Unglücksfall ereignet. Einem Knaben im Alter von 15 Jahren, Sohn eines hiesigen Schuhmachermeisters, wurde von einem herniedergehenden Aufzuge, unter den er unglücklicherweise Weise gerieth, das Geniek gebrochen. Der arme Junge blieb auf der Stelle todt. f Essen, 15. Mai.(Ein Akt bestialischer Rohheit) spielte sich Sonntag Nacht in einem Hause der Jakobstraße ab. Ein Unbekannter war in das Schlafzimmer eines im Bette liegenden Fabrikarbeiters gedrungen, hatte sich auf das Bett gesetzt und dann den Schlafenden durch mehrere wuchtige Schläge auf den Kopf betäubt, um hierauf den Weyrlosen in grauenhaftester Weise zu mißhandeln. Der Thäter ist entkommen. * Opladen, 14. Mai.(Leichenfund.) Der jüngst als vermißt gemeldete junge Mann aus Lützenkirchen ist gestern Nachmittag in der Wupper von einem mit Fischen beschäftigten Mann aufgefunden worden. * Cleve, 13. Mai.(Amnestie.) Im Landgerichtsbezirk Cleve sind infolge der Amnestie 356 Steckbriefe zurückgezogen worden. * Köln, 15. Mai.(Der Unrechte.) Am Severin drückte gestern Morgen ein Arbeiter einem Kriminalschutzmann vertraulich ein Flugblatt in die Hand, da er den frühen Wanderer für einen Handwerker hielt. Der Beamte nahm den Arbeiter, der noch eine Anzahl der in Zürich gedruckten Flugblätter im Besitze hatte, fest. Um dieselbe Zeit wurden auch in andern Stadttheilen Verbreiter des Flugblattes, zwei Schreiner und ein Schlosser verhaftet. * Aachen, 15. Mai.(Tiefsinn.) Wie ein hiesiges Blatt mittheilt, soll der Postschaffner, welcher seiner Zeit den Postwagen, aus welchem ein Kursbeutel mit sechs Wertbsendungen(über 8000 Mark) verschwunden war, zum Bahnhof besleitete, tiessinnig worden sein.(Wenn das Stephan erfährt, da kann der Mann noch Carriere machen.) Aachen, 14. Mai.(Ein erschütterndes Memento mori) ereignete sich gestern Morgen während der halb 7 UhrMesse in der Marienkirche. Ein Mann wurde plötzlich unwohl und von Umstehenden aus der Kirche geführt. Als an der Thüre Versuche gemacht wurden, ihn wieder zum Bewußtsein zu bringen, zeigte sich, daß der Mann bereits gestorben war; ein Herzschlag hatte seinem Leben ein unverhofftes Ende bereitet. Frankfurt, 14. Mai.(Ein Sieg der deutschen Waare.) Die japanische Regierung erließ vor mehreren Monaten in größeren englischen Zeitungen ein Ausschreiben wegen Lieferung des Stoffes für Militäranzüge. Unter Anderen meldete sich auch eine hiesige Tuchhandlung zur Konkurrenz, es wurde ihr unter 127 englischen, 93 französischen und 46 Firmen der verschiedensten Staaten der Vorzug gegeben und die Lieferung übertragen. * Mainz, 15. Mai.(Verbrannt.) Bei einem heute Morgen in Gonsenheim stattgehabten Brande sind vier Kinder von den Flammen ergriffen und schrecklich verbrannt worden.“ Verhandlungen der Strafkammer zu Hagen am 16. Mai. 1. Der Fabrikarbeiter C. W. zu Lüdenscheid steht unter der Anklage am 6. Novbr. v. J. den Arbeiter E. M. beim Kartenspiel mit einem Bierseidel verletzt zu haben. In dieser Sache stand bereits am 8. Febr. cr. Termin vor hies. Strafkammer an und wurde W. zu 3 Monat Gefängniß verurtheilt. Er legte dagegen Berufung beim Reichsgericht in Leipzig ein und wurde von diesem die Sache zur nochmaligen Verhandlung an die hiesige Strafkammer verwiesen. Die Berufung wurde heute verworfen und bleibt es somit bei 3 Monaten Gefängniß, 2. Der Agent H. H. aus Wetter, bereits wegen Münzverbrechens mit 4 Jahren Zuchthaus vorbestraft, steht wegen im Jahre 1884 verübten Betruges unter Anklage. Ueber die alte Wiener Theaterzensur bringt die „N Fr. Pr.“ einen längeren Artikel, dem wir die folgenden interessanten Einzelheiten entnehmen. Der Dichter konnte von vornherein der Verurtheilung sicher sein, wenn er es wagte, einen religiösen Stoff zu wählen. Vom Papste bis zum Klostergeistlichen herab durfte keine Person des geistlichen Standes auf die Bühne gebracht werden, selbst dann nicht,„wenn sie auch tugenthaft geschildert werden sollte". Wie die Religion, so erfreute sich selbstverständlich auch der Staat oder vielmehr die Monarchie eines besonderen Schutzes. Selbst Wilhelm Tell sollte keinen Helden einer dramatischen Handlung abgeben, weil damit eine That in die Erinnerung gerufen würde, die dem Hause Habsburg nachtheilich gewesen sei. Wurde 1770 noch„Tankred“ in Wien aufgeführt, so war dies jetzt nicht mehr gestattet, weil in diesem Stücke dem Regenten schimpflich begegnet wird. Hinrichtungen fürstlicher ersönlichkeiten, wie die Maria Stuarts, Karls des irsten sollten nicht mehr auf den Brettern geduldet werden. Weiter nimmt die Zensur besonders den Offizierstand unter ihre Fittige.„Wenn verliebte Streiche", so heißt es in den Satzungen,„Poltronerien und andere Ausgelassenheiten vorkommen, so siehet man darauf, daß sie von jungen Offizieren, als Lieutenanten, Korneten, Kadetten und Muttersöhnchen, nie von Männern von gesetztem Alter oder höheren Ober=Offizieren dargestellt werden.“ Es verdient hier noch bemerkt zu werden, daß kein Offizier oder Soldat auf der Bühne in der Uniform eines wirklichen bestehenden Regiments auftreten durfte. Endlich aber bezweckte diese Ueberwachung auch eine Läuterung der dramatischen Sprache. Insbesondere sind Ausdrücke biblischen oder überhaupt geistlichen Ursprungs verboten: z. B.„Alt wie Methusalem" oder„Weise wie Salomo"; dafür mußte man sagen:„Alt wie Nestor“— „Weise wie Solon“. Auch durfte man nicht sagen:„Fett wie ein Dompropst", sondern:„Fett wie ein reicher Pächter.“ Für„Pastor" wurde„Magister“ gesetzt— für „Beichtvater“„Gewissensrath“. Unstatthaft war es ferner: „Te Deum laudamus“ zu sagen; statt dessen hieß es: „Loblieder zu singen", Die Worte„Himmel" und„fromm“ wurden ebenfalls beseitigt.„Fromme Person" hieß„Tugendspiegel“, weil fromm schon zu religiös klingt. Ueber den von uns jüngst gemeldeten Selbstmord des Sohns des österreichischen Abgeordneten Kegl, des in ungarischen Sportskreisen wohlbekannten Stefau Kegl, werden die folgenden Einzelheiten berichtet. Freitag um 8 Uhr Morgens wurde der Selbstmörder in seinem ganz mit Blut getränkten Bette aufgefunden. Zwischen den erstarrten Fingern hielt er einen Revolver. Bloß eine Kugel war abgeschossen worden. Die Kugel drang in die rechte Schläfe, zerschmetterte die Hirnschale, kam beim linken Ohr heraus und fiel zu Boden. Man wischte das Blut nicht von der Stirne und ließ den Leichnam unberührt, bis der Untersuchungsrichter von Stuhlweißenburg auf dem Schauplatze des Selbstmordes angelangt war. Stefan Kegl war vor vier Tagen nach dem Schlosse seines Vaters, Csala, wo er den Selbstmord verübte, gekommen. Er kam um Hilfe, angeblich soll er am letzten Renntage bei den Bootmaklern über 100,000 fl. verloren haben. Er setzte noch seine Hoffnung auf einen Gewinnst, aber keines der Pferde, auf die er wettete, gewann. Der alte Kegl hatte den Sohn wiederholt rangirt, nun blieb er nnbeugsam. Noch am Abeng vor dem Selbstmorde fand eine erregte Szene zwischen Vater und Sohn statt. Stefan Kegl verließ kalt und ohne Abschied um 11 Uhr Abends den Familienkreis. Der Vater wollte ihn, um ihn dem Sport zu entreißen, bei den letzten Wahlen zum Abgeordneten wählen lassen, doch fiel Kegl durch, obwohl die Wahlkosten im Sar=Kereszturer Bezirk 60,000 fl. betrugen. Der Brief des Selbstmörders an feinen Vater wurde geöffnet; in diesem Brief sprach er nicht von seinen großen Verpflichtungen, sondern nur von viertausend Gulden, die er bat, an Stuhlweißenburger Kaufleute zu bezahlen. Vor einiger Zeit waren seine Jagdtrophäen aus Afrika, herrliche Löwen= und Pantherfelle ausgestellt. Die Geistesgegenwart Kegls hat dem berühmten Löwenjäger Gerard auf einer Löwenjagd das Leben gerettet. Gerard that einen Fehlschuß, die Bestie stürzte sich auf ihn: Kegl aber streckte den Löwen mit einem Schuß in die Stirne nieder. Der Spatzmacher Bonlanger beginnt bereits die Zielscheibe internationaler schlechter Witze zu werden. In Amsterdam kehrten in voriger Woche fünf Studenten nach durchschwärmter Nacht, als die Sonne schon ihre hellen Strahlen über die Dächer der Häuser hinsandte, nach Hause. Unterwegs, wo man über die Verübung des einen oder andern Studentenstreichs berathschlagte, beantragte einer, ein Telegramm an Boulanger zu senden. Der Gedanke fand ungetheilten Beifall und man schritt denn auch alsbald zur Aufsetzung und Absendung des Telegramms, in welchem Boulanger nicht nur als der größte Mann der Welt, sondern auch als der tapferste Held der alten, mittelalterlichen und neuen Geschichte gepriesen wurde. In dem Telegramm hatten die Absender ihre Namen und ihre Adresse angegeben, und schon zwei Tage später empfing jeder derselben aus Paris eine Visitenkarte, auf welcher in schöner Rundschrift„le général Boulanger“ mit dem üblichen p. r. in der Ecke zu lesen war. Letzterer hatte also den schlechten Witz für bare Münze genommen. — Ursache der Genickstarre. Zwei Turiner Forschern ist es gelungen, die Ursache der epidemischen Genickstarre(Meningitis cerebrospinalis epidemica), jener nächst der Schwindsucht meist gefürchteten Krankheit, zu entdecken. In unserer„Zeit der Bakterien“ nimmt es nicht mehr Wunder, zu hören, daß auch die Ursache dieser Krankheit eines jener kleinen Lebewesen ist, die sich immer mehr als die gefährlichsten Feinde der Menschheit herausstellen. Der Erreger der Genickstarre hat von seinen Entdeckern den Namen„Meningococcus“ erhalten, weil seine Wirksamkeit hauptsächlich in der Entzündung der Gehirn= und Rückenmarkshäute besteht. Er ist identisch mit dem Erreger der Lungenentzündung Diploccocus pneumoniae, mit der ja auch thatsächlich häufig die Genickstarre verbunden ist. Es ist auch bereits versucht worden, nach Pasteur's Methode Schutzimpfungen gegen die Genickstarre mit dem Meningococcus an Thieren auszuführen, die in der That von Erfolg gekrönt waren, aber doch nicht wesentlicher Verbesserungen bedürfen, um für den Menschen Anwendung zu finden. Wüthende Wölfe. Im Variety-Theatre in Bolton fand vor einigen Tagen eine aufregende Scene statt. Frau Mathern, eine Wolfzähmerin von Beruf, trat in einen Käfig, in welchem sich neun Wölfe befanden, um sie, wie sie jeden Abend zu thun pflegte, dem Publikum vorzustellen. Plötzlich sprang eines der Thiere auf sie los und biß sie heftig. Sie führte gleichwohl die Vorstellung zu Ende. Kaum hatte sie jedoch den Käsig verlassen, als die Thiere wüthend auf einander losstürzten und einander zum größten Entsetzen der Zuschauer zu verfleischen anfingen. Nur mit Mühe gelang es, sie zu trennen und zu beruhigen. Dynamit=Kerzen. In der berühmten Wallfahrtskirche Monte Nero bei Livorno zündete, wie unterm 5. d. gemeldet wird, eine elegante Dame von geheimnißvollem Benehmen zwei große Wachskerzen vor dem Altare der heil. Jungfrau an. Nachdem sie eine Weile gebetet hatte, verließ sie rasch das Gotteshaus. Der Kirchendiener, dem früher schon Manches aufgefallen war, nahm die Kerzen weg und unterzog dieselben in der Sakristei sofort einer Untersuchung, welche ergab, daß dieselben mit Dynamit gefüllt waren. Die Polizei forscht nach der Dame, welche bereits aus Livorno verschwunden ist. Folgende Hülsen=Anekdote erzählt das„B. Fr.=Bl.“ mit dem Hinzufügen, daß sie durchaus geschichtlich sei. Eines Vormittags hatte der verstorbene General=Intendant im Königlichen Schauspielhause angestrengt in den Proben zu thun. Da erscheint er an der Portierloge und sagt: „Lieber O., gehen Sie hinüber zu meiner Frau und lassen Sie sich ein Butterbrod und ein Glas Wein geben, ich bleibe so lange hier.“—„Zu Befehl, Exzellenz.— Und O. geht zur Frau von Hülsen:„Exzellenz möchten mir ein Butterbrod und ein Glas Wein geben.“—„Sehr gern, lieber O, und bald darauf bringt ihm das Mädchen das Gewünschte auf dem Teller, das er mit Appetit und „Schön Dank“ verzehrt. Als O. zurückkehrt, findet er Seine Exzellenz auf Posten in der Partierloge.„Nun O., wo haben Sie mein Butterbrod und den Wein?" —„Aufgegessen, wie Exzellenz befohlen“— Schallendes Gelächter seitens des Herrn von Hülsen, der mit den Worten:„Na, wenn es nur geschmeckt hat, da kann ich ja noch warten,“ sich wieder in die Probe begibt. Derselbe war s. Z. für den Tabaksfabrikanten E. als Provisionsreisender engagirt und hatte als solcher kein Recht, Gelder einzuziehen. Bei einem Kunden erlaubte er sich trotzdem unter der Vorspiegelung, zum Empfange von Geldern berechtigt zu sein, Mark 77,95 einzuziehen und die Gelder für sich zu verwenden. Die Königl. Staatsanwaltschaft beantragte eine Gefängnißstrafe von 6 Monaten, auf 4 Monate wurde erkannt. 3. Die Wittwe Schneider H. G. zu Werdohl ließ sich im Juni v. J. dazu verleiten, mittelst Einsteigens in einen Keller 2½ Pfund Butter zu entwenden. Sie ist geständig; aber bereits wegen Diebstahls mit einem Tage vorbestraft, werden ihr 3 Monate Gefängniß auferlegt. Die Königl. Staatsanwaltschaft hatte 4 Monate beantragt. 4. Die Ehefrau des Arbeiters T. aus Meinertzhagen, welche mit einem kleinen Kinde im Arm auf der Anklagebank erscheint, erst 20 Jahre alt und schon zwei Mal wegen Diebstahls vorbestraft, hat im Dezember 87 und Januar 88 zu Meinertzhagen eine Fußbank im Werthe von 50 Pfg. und einen Milchtopt im Werthe von 50 Pfg. entwendet. Sie ist geständig und macht einen erbarmenswerthen Eindruck. Ihr Mann ist s. Zt. Soldat. Die entwendeten Sachen hat sie nicht für sich verwandt, sondern an eine Frau verschenkt, die ihr aus Gefälligkeit verschiedentlich das Kind verwahrt hat, wofür sie sich erkenntlich zeigen wollte. Auf Antrag der Königl. Staatsanwaltschaft trifft sie eine Gefängnißstrafe von 4 Monaten. 5. Durch zwei selbstständige Handlungen im Februar und März cr. mit Kindern unter 14 Jahren Unsittlichkeiten vorgenommen zu haben, ist der Hausknecht M. M. von hier, gegen den unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelt wird, angeklagt. Es wird das Schuldig über ihn ausgesprochen und eine 9 monatliche Gefängnißstrafe gegen ihn verhängt. 6. In der Nacht vom 10. zum 11. März c. trat der Fabrikarbeiter K. H. v. Breuken bei Lüdenscheid mit dem Arbeiter D. mit dem er schon früher Händel gehabt, in einer Wirthschaft zusammen, wo man fleißig dem Bier 2c. zusprach. Zwischen beiden entstand ein Wortwechsel. D. wollte jedoch einem Streite aus dem Wege gehen und verläßt mit seinen Freunden das Lokal. Gleich darauf folgt auch H. mit seinen Genossen und will der Zufall es, daß die verschiedenen Parteien sich auf der Straße bald darauf wieder treffen. D. geht auf den Trupp zu, ohne zu ahnen, daß H. dabei ist und erbittet sich etwas Feuer. Es kann aber Niemand dienen und will sich D. entfernen. Nun kommt H. von hinten und versetzt dem D. mit einem Messer mehrere Stiche ins Ohr, in die Backe und in den Rücken. Die Königl. Staatsanwaltschaft beantragt gegen H. für diese bodenlose Rohheit eine Gefängnißstrafe von 1½ Jahren und erkennt der hohe Gerichtshof diesem Antrage gemäß. 7.) Dann kam eine Sache von prinzivieller Wichtigtigkeit zur Verhandlung, die gegen den Redacteur des Iserlohner Kreisanzeigers W. gerichtet ist. Derselbe, im Besitze eines Privilegiums auf die Plakatsäulen, läßt den Inseratentheil seiner Zeitung an dieselben ankleben. In diesem Inseratentheil befindet sich u. A. auch eine Todesanzeige. Das Schöffengericht zu Iserlohn verurtheilte ihn dieserhalb auf Grund der§§ 9 resp. 41 des preuß. Preßgesetzes vom 12. Mai 1851, welches zu Recht besteht durch das Reichspreßgesetz vom 7. Mai 1874, zu 3 Mk. Geldstrafe, da es in den Bestimmungen heißt, daß nur Inserate, die ein öffentliches Interesse haben, in der Weise veröffentlicht werden dürfen. Erwähnt sei noch, daß in einer für Iserlohn erlassenenen Lokal=Polizei=Verordnung das betr. Gesetz angezogen ist. Es ist nun früher bereits vorgekommen, daß Todesanzeigen in besagter Weise von W. mit veröffentlicht sind und nahm das Bürgermeisteramt zu Iserlohn Veranlassung, den W. auf Unzuläßigkeit solcher Veröffentlichung hinzuweisen. W., welcher Berufung gegen das erste Urtheil einlegte, sagt, daß derartige Veröffentlichungen auch in Berlin, Hannover, Düsseldorf und Herford stattfänden und gestattet seien. Sein Vertheidiger Herr R.=A. Dickerhoff führt aus, daß das preuß. Preßgesetz durch das Reichspleßgesetz auf gehoben sei und der gewerbliche Charakter derartigen Veröffentlichungen nicht abgesprochen werden könne und beantrage er deshalb Freisprechung. Die königl. Staatsanwaltschaft ist anderer Ansicht und kann den rechtlichen Standpunkt der Vertheidung nicht theilen. Die Rechtswidrigkeit seiner Handlung sei dem Angeklagten durch die Verfügung des Bürgermeisteramts bekannt gewesen und werde Verwerfung der Berufung beantragt. Der Gerichtshof schließt sich den Ausführungen der königl. Staatsanwaltschaft an und erkennt auf Verwerfung der Berufung. Literatur. Führer durch Witten und das benachbarte Ruhrthal. Herausgegeben von Otto Hüttemann. Nebst einer Karte. Verlag von E. Konetzki, Witten. Preis 50 Pfg. Gerade zur rechter Zeit erscheint dieses vorzüglich ausgestattetes Büchlein, um nun noch den Pfingsttouristen als Wegweiser zu dienen. In kurzer gedrängter Form gibt der Verfasser zunächst das Wissenswertheste aus der Geschichte der Stadt Witten und läßt dann die Sehenswürdigkeiten der Stadt folgen. Recht interessante statistische Notizen sind eingepflochten. Ausführlich behandelt der Verfasser die Amgegend Wittens, die herrlichen Parthien ins liebliche Ruhrthal und in die romantischen Ardeyberge. Sehr willkommen wird dem Touristen die äußerst sauber ausgeführte Karte des Ruhrthales von Westhofen resp. Hohenlimburg bis Kettwig sein, die dem Buche beigegeben ist. Bei einer zweiten Auflage, die sich hoffentlich recht bald nöthig machen wird, dürfte sich die Anfügung eines Registers und die Richtigstellung einiger Ungenauigkeiten, die sich nicht immer vermeiden lassen, empfehlen. Ebenso könnten dann auf die Karten noch einige Nachträge von Namen gemacht werden, die theilweise im Text angeführt sind, aber auf deut Karte noch vermißt werden, wie z. B. Muttenthal, Borbach, Wartenberg, Westerberg, Gedern 2c. Wir wünschen dem Büchlein, das in der Buchhandlung von H. Risel u. Co. stets zu haben ist, recht viele Käufer. Cours=Berichte. Neuß, 16. Mai. Weizen neuer a 100 Kilo 1.Qual. 18,70, 2. Qual. 18.—. Landroggen neuer a 100 Kilo 1. Qual. 13,60, 2. Qual. 12,80, 3. Qual.—.—, Gerste a 100 Kilo Wintergerste 12,50, Sommergerste—.—, Buchteizen à 100 Kilo 15,—, Hafer a 100 Kilo 13,60, Aveel(Rübsen) a 100 Kilo—.—, Raps a 100 Kilo—.—, Kartoffeln à 100 Kilo 5,50, Heu a 500 Kilo 36.—, Stroh a 506 Kilo 20,—. Rüböl per 100 Kilo faßw. 52,—, Gereinigtes, Oel per 100 Kilo 3 Mark höher als Rüböl. Preßkuchen per 1000 Kilo 124,—, Weizen=Vorschuß 00 a 100 Kile —.—, à 50 Kilo Kleien 5,40 Mark. * Berlin, 16. Mai. 2½ Nachm.(Fruchtbörse) Weizen Mai=Juni 174,50, Juni=Juli 175,25, Sept.=Okt. 178,50 M. Gek. 5000Ctr. Roggen Mai=Juni 125 25, Juni=Juli 126,25, Sept=Okt. 131,75 M. Gek. 11000 Ctr. Hafer Mai=Juni 120,25, Sept.=Okt. 122,50, Mk. Gek. 0000 Ctr. Rüböl vorräthig mit Faß 46.40, ohne Faß 45,70, Mai=Juni 46,20, September=Oktober 46,50, M. Gek. 000Ctr. Spiritus versteuert vorr.—.—, Mai=Juni 99.—, Mk., 70er vorr. 34.40 Mai=Juni 33,80, Juli=Aug. 34,80, Aug.=Sept. 35.40 Sept.=Okt. 35,50 M., 50er vorr. 53.60, Mai=Juni 53,20, Juli=Aug. 54,00, Aug.=Sept. 54,50, Sept.=Okt. 54,70, M. Gek. 70000 L. Petroleum vorr. 22.50, Mai—.— M. Gek. 000 Ctr. Autwerpen, 16. Mai. Landeserzeugnisse. Petroleum, vorr. 16½/. Mai 16½, Juni 16½ Sept.=Dez. 17fr. Glasgow, 16. Mai. Roheisen. Warrants 375 10d. Hierzu eine Beilage. Hermann Dönhoff Marie Dönhoff geb. Schatteburg Vermählte. Norden, 16. Mai 1888. (Ostfriesland) Zwangsversteigerung. Samstag, den 19. Mai, Vormittags 10 Uhr, sollen an dem Pfandlokale in Anuen beim Wirth Hegermann: 1 Sofa, 1 Servante, 1 Konsole von Nußbaumholz, 1 großer Spiegel und 1 Regulir=Full= ofen öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Witten, 17. Mai 1888. v. Orsbach, Gerichtsvollzieher. Oreimiten Pesera. B Tiejenigen Reservisten und Wehrleute, welche dienstunfähig resp. dienstuntauglich zu sein glauben und sich behufs ihrer ärztlichen Untersuchung beim diesjährigen Aushebungs= Geschäft bis jetzt noch nicht gemeldet haben, werden aufgefordert, sich spätestens bis zum 10. Juni cr. bei ihrem zuständigen Bezirks=Feldwebel unter Vorzeigung der sämmtlichen Militärpapiere zu melden. Es wird für diejenigen, welche ein inneres bezw. ein solches Leiden haben, das nicht sofort bei der Untersuchung festzustellen ist, in ihrem Interesse liegen, wenn sie ein ausführliches ärzt= liches Attest des sie behandelnden Arztes dem Bezirks=Feldwebel übergeben. Den zur Anmeldung gekommenen Mannschaften wird eine Gestellungsordre demnächst noch zugehen. Bochum, 10. Mai 1888. Königl. Bezirks=Commando. W.Eer, Witten. Schüh und Luesel=Hauel., Bahnhofstr. 26. Reichhaltiges Lager in allen Sorten solid gearbeiteter Schuhe uud Stiefel Werkstatt zur Anfertigung nach Maaß v. Reparaturen. W. 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Ziehung der 2. Klasse 178. Kgl. Preuß. Lotterie. Nur die Gewinne über 105 Mark sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt.(Ohne Gewähr.) 15. Mai 1888 nachmittags. 407 518 604 30 84 703 43 1111 65 209 10 341(300) 584 604 1150] 11 725 41 78 90) 16 37 50 2056 74 84 100 36 46 401 25 98 646 768 835 58 85 3012 57 97 186 203 353 430 783 4034 61 169 301 22 71 523 611 43 745 87 818 90 5095 264 466 524 37 58 601 734 819 6287 766 7018 28 63 66 125 83 97 435 654 92 755 57 88 855 987 8138 214 370 601 780 83 9.8 76 9 08 170 204 17 340 55 530 864 905 13 10010 25 41 61 93 103 205 546 92 645 752 82 96 801 77 925 40 11011 26 47 68(150) 131 340 412 71 726 983 12105 247 98(150) 373 51 681 787 867 13161 69 208 392 528 99 600 48 800 50 65 954 70 93 14025 49 146 2 65 389 424 771 966 71 15014 205 82 376 92 493 545 74 796 874 947 16169 90 397 476 502 31 32 603 31 817 38 17129 60 91 205 335 79 93 415 23 504 18 637 729 941 18067 119 25 341 793 934 19.06 51 477 518 99 990 4 793 20294 333 34 76 407 533 60 924 52 21089 115 206 332 465 562 678 714 33 22018 12 43 426(150) 538 687 757 70 849 23119 85 248 357 58 439 565 648 869 970 24170 554 86 600 997 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Ziehung der 2. Klasse 178. Kgl. Preuß. Lotterie. Nur die Gewinne über 105 Mark sind den betressenden Nummern in Parenthese beigefügt.(Ohne Gewähr.) 16. Mai 1888 vormittags. b15 21 47 Gl 83, 21co Ja 921 N ais(150) 22 bi 704 16 71 Si 2129 2 30 N(130) 355 460 758 80 907 42 4025 121 94 363 430 . 9ls eg. 881 588 629 K5 6s ini Ss 74 83 6113 45 72 408 7. 75 13 921 27 96 bl 12212 4 635 700 Vei 131ch 283 90 396 47, 99 558 329 473 504 67 77 602 866 85 990 16075 184 348 87 626 703 44 904 20041 42 89(150) 142 285 366 442 572 95 634(150] 36 702 35 71 Salbs 25 en 339 N8 dib 3d 8 6 8n 220b 108 283 30 aa5 28 6is 316 28 98 496 522 741 867 29062 89 587 619 38 734 56 71 70 81 9)1 65 10 498 522 741 88. T 0e. 6 P in. m irier dr m Sub2 98 149 243 70 419 706 64(150) 864 954 64 31052 118(150 13 170 74 23 996 422 M ll bad ul dis d 10 8er(ahb 87on 39055 61 1. 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Ziehung der 2. Klasse 178. Kgl. Preuß. Lotlerie. Nur die Gewinne über 105 Mark sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt.(Ohne Gewähr.) ** 16. Mai 1888 nachmittags. „## 81 511 681 989 1076 116(150) 490 535 72 707 24 49 65 919 53 613 791 94 3035 100 49 58 219 54 324 34 87 601 10 42 72 726 836 85 89 927[300) 4218 62 87 88 333 550(150) 83 732 70 966 81 5030 93 233 351 77 567 638 853 908 14 6014 46 380 439 56 569 75 88 680 724 51 56 834 52 95 960 7071 262 322 504 96 715 23 80 8298 457 563 652 57 726 892 957 9366 411 517 676 781 822 86 974 99 10021 163 203(150) 9 590 714 27(300) 853 11286 324 45 52 68 501 34 55 743 94 938 12142 58 219 312(150) 75 96 520(300))624 839 47 75 77 942 62 13001 34 88 188 3 8 48 433 574 740 822 23 52 72[20)) 922 14210 51 449 518 628 76 80 943 15191 94 225 382 404 589 667 68 87 748 52 66 830 58 16145 87 97 213 392 482(150) 520 639 746 80 808 71 255 88 a05 7cr 115% 88.229 381 408 72 580 81 612 710 898 18102 56 9 8on g*. u 91 91 1906 49 93 94 209 37 883 557 82 681 701 20059 233 364 68 90 493 569 78 610 44 822 25 69 921 21107 248 82 415 70 91 546 22056 126 346 82 406 68 502 4 14 60 73 76 713 855-3 23239 441 513 626 49 93 95 751 55 977 24021[300) 224(150 an4 510 52 606 50 90 708 27 70 808 965 23054 171 230 317 41 96 443 724 918 39 54 26013 168(150) 398 433 70 574 650 705 72 824 27384 602 23 801 75 28029 58 59 276 92 443 48 61 557 662(150) 771 29019 54 84 106 36 90 323 430 36 46 547(200) 661 79 778 30097 231 49 331 409 542 666 31042 478 99 781 804 51 77 995 32017 79 744 953 33089 131(300) 275 496 661 733 43 34112 38 58 95 400(200] 67 556 75 82 634 73 943 35047 54 220 32 563 656 77 728 37 8981501 Per 806 Lg 15 521 789 928 37.686 313 41 44 48 438 89(59 72 #8(ab 220 30 Gi. 69 S. 94 33 28 39122 46 40049 78 214 28(150) 85 338(200) 55 431 43 55 512 635 707 87 96 843 41032 103 250 348 73 412 13 525 879 945 42169 72 203 585 99 607 25 38 95 976 43077 83 128 63 80 222 60 81 320 536 609 41 73 93 929 71 44168 214 348 449 951 45012 105 92 98(150) 384 448 51 63 71 988 46/728 35 44 81 114 214 421 749 816 42(300 48 78 89 90 912 68 47029 221 94 330 580 90 807 39 48088 329 426 514 621 763 807 9 83 85 971 49039 243 323 33 72 85 465 660 727 806 916 150) 37 46 96 50088 257 80 475 611 758 826 80 82 939 59 63 81 51005 22 74 260 86 413 759 952 52053 226 86 351 446 64 696 98 733(15)) 96(150) 813 81 53059(300) 359 409 39 45 68 535 93 619 819 912 46(510) 5 1018 756 76 822 64 900 61 55057 121 275 342 507 639 40 64 69 79 863 56195 512 639 94 754 94 810 21 950 87 57007 128 34(150) 382 98 372 486 606 54(1501 780 93 914 58183 94 220 308 12 42 78 526 61 716 72 805(150) 21 43 50 998 59041 128 52 66 254 382 538 644 806 89 986 99 60092 232 326 406 12 86 583 736 802 39 70(150) 78 901 20 71 61289 84 404(150) 42 608 49 772 823 62030 108 45 244 357 677 745 630440 328 519 676 768 955 64085 180 303 13 66 75 65072 /250) 456 533 617 710 1150) 81 857 66205 53 346 401 23 48 632 773 822 923 40 62 67007 15 92 116 246 96 361 96 409 773 98 957(150) 6S 05 16 148 253 449 547 637 44 822 69014 166 213 318 491 501 18 877 905 70028 91 158 285 93 95 423 28 72 609 58 739 894 935 71081 155 288(150) 335 569 87 624 729 30 72011 91 213 14 37 309 87 430 73 67 83 cuo 39 55 934 88 73002 66 148 211 560(150) 628 39 762 881 968 74028 47(150) 171 486 98 762 96 830 31 85 75010 216 33 76 505 77 643 99 818 906 76005(150) 42 43 49 326 45 522 53 617 796 829 77050 170(150) 334[200) 47 419 515(200) 658 733 93 668 907 65 78253 432 83 25. 860 aie rzs gge 805 26 49 81 91 910 35 79013 32 64 100 20 224 80060 63 108 29 46 301 446(150) 638 818 77 934 69 81032 154 83 225 39 378 428(300) 512 615 28 739 48 58 88 834 48 60 977 82026 241 98 448 600 37 55 71 87 778 807 57 83020 189 473 84057[300) 187 329 40 722 849 56 81 913 85048(150) 315 507 56 75 754 92 814 86081 206 573 624 61(300) 706 89 883 942 83 87031 34 36 42 53 104 426 37 576 789 817 88035 101 6 96 217 70 384 402 10 97 675 748 762 86 943 99 ##9132 314 43 77 306 81 465 583 700 93 894 926 96 n 90022.133(200) 68 2.3 327 573 610 769 808 913 99 91033 173 283 921 029 b11(31 809 92056 63 140 544 99 647(150) 48 715 62 78(200) 838 93011 268 79 310 74 553 702 858 901 94031 89 117(200) 29 37 57 45% B. 325 36 368 552 57 616 49(150) 53 58 73 95026 60 92 155 321 95 415 bio 681 94 943 96124 323 436 509 605 12 47 741 803(150) 55 62 auoe 7 69 226 446 48 56 525 626 27 40 50 b1 87 731 61 844 85 992 ##e g. 139 384 98 519 607 12 66 969 99007 13 80 135 36 516 52 745 100017 51 98 115 234 92 397 99 644 700 812 88 101021 44 161 206 38 51 313 482 529 44 75(150) 716 102086 113 45 261 85 315 99 485 556 82 602(150) 762 862 103090 110 281(150) 309 452 61 659 704 841 916 104088 107 239 390 439 508 30 79 98 612 105008 102 257 320 25 443 593 37 88, 644. 61 800 939 45 106036 79 133 214 67 480 508 31 34 65 6 U. Tz. 120) 811 29 39 107141 236 393 426 89 586 606 701 886 87 913 108300 821 827 84 916 109037 238 388 501 37 82 654 886 924 110117 60 266 75 373 402 63 566 640 711 30 800 111018 99 175 294 314 845 50 960 71 112053 106 324 28 525 707 64 67 840 940 56 113049 109 63 209 10 442 57 89 513 658 716 53 825 87 961 114045 169 300 422 628 34 865 973 115042 43 79 215 452 551 670 710 98 815 921 22 116014 191 360 505 36 677 96 733 85 93 915 117166 391 486 524 92 1150) 727 77(1501 875 99 946 118076 332 59 94 468 74 532 79 84¼ 45000 939 82 119016 38 71 82 152 62 70 216 403 25 36 95 666 120168 302 459 577 86 646 69 716 61 805 969 121014 26 66 123 26 252 379 750 855 122044 46 145 82 226 453 653 848 65 931 123111 89 95(200 343 58 461 501 57 795(200) 803 1150) 949 50 77, 124289 336 53 78 444 53 577(150) 732 802 57 950 125261(150) 75 312 88 400 730 63 806 84 92 97. 126011 74 222(3000) 57 329 35 402 10 539 59 86 692 127086 158 86 217 27 318 72 591 730 901 128033 183 91 290 906 532(150) 678 129/21 92 233 67 523 31 678 89 721 130005 23 66 76 115 294 97 580(150) 651 713 871(150)913 60 131149 (150 67 1150) 324 53 89 99 479(150) 569 70(150) 96 629 86 955 132007 51(4 158 567 774 94 870(15)) 98) 133081 132 40 237 76 342 726 51 893 920 46 134034 52 358 535 900 86 135002 117 474 697 953 136160 226 484 622 33 761 832 91 137047 97 168 326 491 682 748 835 99%432 9%4 35 471(130) 529 616 29 730(150) 812 139066 68 372 470 15 1. Wo. 10 965 68 140028 103 4 24 1150) 420 517 77 696 706 79 838 49 141194 207 46 478 517 713 75 76 838 142078(150) 207 681[300) 95 716 927 143018 297 345 87 611 786 845 938 144054 165 323 60 69 91 403 48 551 54 87 550 700 145054 313 562 623 732 67 886 91 914 146072 120 70 380) 86 412 77 580 848 937 147067 114 670 723 46 66 888 966 148082 150 81 8% i1 B 623 12 a4 5.. 974 76 93 149058 151 369 85 421 M7 150056 66 307 486 557 865 151005(150) 124 216 332 585 661 711 28 98 814 44 77 913 152172 208 15 343 58 652 869 959 153140 237 314 796 888 974 88 154057 69 166 91 434 532 776 92 800 10 86 155007 200 407 608(150) 55 778[200) 871 906 62 88 156002 339 830 982 157258 307 38 426 566 756 898 158043 237 51 366 400 47 513 84 608 747 88 882 159185 230 44 353 56 676 868 160152 61 89 274 386 95 403 86 551 84 88 674 736 802 961 161100 1 70(300) 74 200 366 766 98 968 162119 287 309 518 708(150) 82 873 75 99 163121 29 237 428 589 650 82 730(3300) 72 835 49 906 161293 352 534 676 748 802 165247 529 68 659 962 66 164000 32 109 23(150) 265 307 78 405 571 638 43 53 743 51 886 93 167038 156 67 68 82 271 90 441 80 637 85 168048 67 107 13 44 402 73 731 169190 261 344 532 634 75 738 815 98 25 170018 74 123 326(200) 70 616 84 707 830 54 73 940 91 171053 64 1200) 136 264 79 607 19 906 172107 92 282 366 403 6 588 781 173 84 318 89 429 505 29 61 653 777 828 99 978 174159 214 91 322 408 594 637 733 49 85 99 804 913 175066 142 427 77 559 709 27 817 176016 146 56 200 593 673 743 921 69 177192 219 78 402 8 74 98 741 e 882 865 uus 108 580 606 28 805 179216 94 416(150) 37 88 78 180166 70 246 345 449 66 592 728 95 802 21 55 181169 302 4 70 85 86 455 555 693 182045 302(200) 46 84 431 42 71 84 643 83 788 183086 312 30 95 480 538 717 61 953 184273 326(150) 723(150) 45 812 22 89 910 185292 367(150] 420 86 505 648 727 841 945 52 186142 241 86 386 514 600 57 74 804 933 187314 610 751 54 811 188004 3% 150. 422 657(150 785 18905 S 45 7. 100 65 50 4 u 125 *