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R Tresp sera O.=Pr. Cta. Fabr. stande seilsbrundlag Detnem Wissen, en sei zuerst und sei zu“ letzt beflissen.“ (Rückert.) tänsigs sprechen ben, Lesen u. Verstehen glischen und französiSprache(bei Fleiß und uer) ohne Lehrer sicher lichen durch die in 39 vervollk. Orig.=Unterr.= n. d. Meth. Toussaintscheidt. Probebriefe 4 cheldtsche Verl.-B., Berlin 6, Hallesche Str. 17. Vie der Prospekt durch sangabe nachweist, hale, die nur diese Briefe nündlichen Unterricht) n, das Examen als des Englischen und gut bestanden. ohnungen Zimmern, auch einzeln kai zu vermiethen. gt die Exped. Mai Wohnung mmern zu vermiethen. s Wetterstr. No. 20, und ngebote Zeile 10 Pf.— No. 72. Fernsprech=Nr. 46 für Witten. Witten, Janstag, den 25. hmeshallen=Lotterie. Karniscrs 18 für Hagen. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn= und 1893. Feiertugverbunden mit dem à Loos 1 Mk. Marienburger eldlotterie. Insertionen werden die 7 gespaltene Petitzelle mit 10 Pf. berechnet. für Witten und Amgegend. Abonnementspreis(inel. der Gratisbeilage „Märkisches Heim"): 1,80 Mark vierteljährlich, monatlich 60 Pfg. bei Bestellung durch die Boten. Bei Abnahme auf der Post incl. Bestellgeld 2.20 Der. S Neuwahlen. Rockarbeiter er außer dem Hause st. Hoffmann, in Heven. Periag gen Id& Co. in Witten H, Kisel& Co. in Hagen. ter Verantwortlichtet oetzold in Witten. Daß der Reichstag gerade so sehr begierig auf die allgemeinen Parlamentsneuwahlen ist, die in Folge der voraussichtlichen Ablehnung der Militärvorlage bevorstehen dürften, ist nun eben nicht zu sagen. Die kommenden Ereignisse sind wohl hin und wieder im Laufe der Debatten gestreift, aber meist immer in ruhiger und sachlicher Weise. Eine Ausnahme haben höchstens die Redner der Sozialdemokratie gemacht, was eben weiter keine Ueberraschung ist, denn jede Wahlagitation ist dieser Partei willkommen, und zur Eröffnung derselben werden von den Parlamentsrednern regelmäßig kräftige Töne angeschlagen, um die„Genossen" zu sammeln und sie zu energischer Thätigkeit anzufeuern. Im Uebrigen gilt die Reichstagsauflösung mehr oder weniger auf allen Seiten des Hauses als ein saurer Apfel, in den man nicht gern hineinbeißt. Wer will sagen, ob denn den Parteien wirklich aus den allgemeinen Wahlen große oder überhaupt nur Vortheile erwachsen? Es ist richtig, daß die Steuervorlagen, auf Grund deren die Kosten der neuen Heeresverstärkung gedeckt werden sollen, in breiten Bevölkerungskreisen recht wenig populär sind. Aber ein Wahlkampf mit aller seiner Aufregung ist den Tausenden, die sich nun schon seit Monaten nach besserem Geschäftsgange und höherem Verdienst sehnen, auch nicht besonders willkommen, denn aus der Zeit der Septennatsvorlage weiß man noch recht gut, daß in Wahlzeiten wohl Restaurateure und ähnliche Gewerbe bessere, viele andere Gewerbebetriebe aber schlechtere Geschäfte machen. Und ist der Reichstag diesmal erst aufgelöst, so wird die Ungewißheit, was kommen kann, noch viel lastender auf den Geschäftsgang wirken, als bei den Septennatswahlen, in welchen die Person Fürst Bismarck's doch besonders im Vordergrunde stand, die wenigstens einen Anhalt für die Weiterführung der deutschen Politik in bestimmter Richtung gab. Der heutigen Reichsregierung ist sicher nichts an einem weit vertieften und unbegrenzten Konflikt mit der Volksvertretung gelegen; die Sache ist aber die, daß schwer abzusehen ist, welchen Weg ein einmal in stürmischen Lauf gesetztes Rad nehmen wird. Wenn auf der andern Seite auch der Reichstag es vermeiden wird, im Wahlkampfe die Sache auf die äußerste Spitze zu treiben, so wird es doch nicht an anderen Elementen und Versuchen derselben, dies zu thun, fehlen. Unter diesen Umständen ist schwer abzusehen, wohin sich das Zünglein der Waage im Kampfe biegen wird. Für einen guten Theil der Wähler können am Ende ganz andere Dinge in Betracht kommen, als nur die neue Heeresvorlage, und somit dürften sich möglicherweise Wahlresultate ergeben, die sehr überraschen würden. Um einen vulgären Ausdruck zu gebrauchen— man kann sagen, die Wähler erkennen auch, daß ibnen das Hemd näher sitzt, als der Rock, und es ist keine Uebertreibung, daß Tausende von Wählern da sind, die vor allen Dingen ihre persönlichen wirthschaftlichen Verhältnisse gebessert sehen wollen, und bei welchen dann die Militärvorlage und sonstige Dinge erst in zweiter Reihe kommen. Es ist daran zu erinnern, daß weite Volkskreise den Druck der schweren wirthschaftlichen Krise schon längst empfunden haben, aber nicht den der neuen Militärvorlage, die erst in Kraft treten soll, und in welcher die zweijährige Dienstzeit für Eltern heranwachsender Söhne viel verlockendes hat. Daß ein gänzlicher Umschwung in der Reichstagszusammensetzung erfolgen wird, ist wohl kaum anzunehmen, aber der lockere Zusammenhang in und unter den einzelnen Parteien wird noch klarer hervortreten, und eine zweite Reichstagsauflösung könnte dann noch mehr bringen, als heute vermieden werden soll. Auf die Gesammtheit der Wähler in aller und jeder Beziehung zu rechnen, ist immer, wie die Septennatswahlen gezeigt haben, ein gefahrvolles Stück und darum sind die Neuwahlen in der That kein Ereigniß, das man leicht nehmen darf. Aber auch für die Reichsregierung liegt hierzu kein Anlaß vor; es ist vorauszusehen, daß im Wahlkampfe viel, sehr viel zur Sprache gebracht wird, was dem Gedeihen des deutschen Reiches durchaus nicht förderlich ist, und kein Wahlkampf geht vorüber, ohne daß am Ansehen und der Autorität der Regierung gerüttelt wird. Das muß ertragen werden, wenn es kein anderes Mittel giebt, aber dies bleibt eben zu überlegen. Wir werden die Neuwahlen wahrscheinlich haben, wenn auch nicht das letzte Wort bisher gesprochen ist. Sind sie vorbei, wird es wahrscheinlich von mehr, als einer Seite bedauert werden, daß es so weit gekommen ist. Vielleicht hat die genaue Ueberlegung noch eine Stimme bei dem letzten Wort. hier, wie dal 0 In unserm politischen Parteileben hat sich seit deu letzten Reichstagswahlen außerordentlich viel verändert, und Manches scheint nur noch das Alte zu sein, ist es aber thatsächlich nicht mehr. Die Beziehungen zwischen den einzelnen befreundeten Parteien haben sich, wie oben schon erwähnt, gelockert, und auf die Wähler ist, wie sich aus mehrfachen Ersatzwahlen ergeben hat, nicht immer mehr ein fester Verlaß. Wir brauchen nicht erst auf eine Umgestaltung unserer Parteiverhältnisse zu warten, wir sind schon mitten darin: die konservative Partei hat sich zuerst zu veränderten Programmgrundsätzen bekannt, und haben wir die Wahlen hinter uns, dürfte auch anderswo noch eine Scheidung der Geister eintreten. Das ist das Einzige, was von der Vornahme von Reichstagswahlen im Moment Gutes, um dieses freilich nicht ganz zutreffende Wort zu gebrauchen, zu erwarten wäre: es würde Klarheit geschaffen werden, über die Hauptströmung, welche im Volke obwaltet. Heute fehlt Klarheit; es herrschen mancherlei Unterströmungen deren eigentlicher Charakter schwer zu erkennen ist. Jenes Resultat dürfte für die Entwickelung unseres ganzen politischen Lebens ein Vortheil sein; die Sache bleibt aber die, ob der politische Vortheil vom wirtschaftlichen Nachtheil in den Hintergrund gedrückt wird. Was hilft es, wenn wir nun ganz genau wissen, wie es in der Parteipolitik steht, wenn im Uebrigen Mißtrauen einreißt, die Kauflust und der Unternehmungsgeist erlahmen, Absatz und Verdienst retour gehen? Alle diese Dinge haben zwei Seiten. Forsch und energisch in den Wahlkampf hineinzuspringen, ist wahrlich keine Kunst, aber glatt durch das hindurchzukommen, was später folgt, das ist eine, und zwar nicht für die 397 erwählten Mitglieder des deutschen Reichstages, wohl aber für die Millionen Wägler. Rundschau. * Zu den im hohen Grade bedenklichen gesetzgeberischen Maßnahmen, welche dem Reichstage von der Regierung angesonnen werden, gehört neben der lex Heinze auch das sogenannte Spionagegesetz. Es ist selbstverständlich, daß die Bestrafung wirklichen oder geplanten Landesverraths, die absichtliche und bewußte Preisgebung sekreter Nachrichten unter strenge Strafe zu stellen ist. Wenn aber in jenem Gesetze„jede rechtswidrige Mittheilung militärischer Dinge an einen anderen unter den Begriff des Verraths rubricirt“ und ausdrücklich festgesetzt wird, daß auch die Verbreitung bloßer Nachrichten, deren Geheimhaltung im Interesse der Landesvertheidigung erforderlich ist, selbst wenn der Dolus fehlt, mit Gesängniß bis zu 3 Jahren bestraft wird, so eird man darin einen unberechtigten Eingriff in das durch die Verfassung garantirte Recht der Preßfreiheit sehen müssen. Wir finden diese Anschauung, die wir von Anfang an vertraten, auch in einem bemerkenswerthen Artikel der Münchener„Allg. Ztg." durchgJührt Zutreffend schreibt das Blatt, die Milkalbehorde scheine mit solchen Bestimmungen sich eine Handhabe sichern zu wollen, jede ihr nicht konvenirende Mittheilung von militärischen Nachrichten oder Erlassen, Schriftstücken 2c., auch wenn dieselben nicht sekret sind, scharf bestrafen zu können, und derart die nicht officielle militärische Tagespresse lahmlegen zu wollen. Sie übersieht dabei, daß die Organisation des deutschen Heeres, seine Bewaffnung, Ausrüstung, seine Taktik, Befestigungskunst, Befestigungen 2c. an Umfang und Intensität gewaltige Momente bilden, welche in die Lebensund Existenzverhältnisse von vielen Hunderttausenden von Menschen derart eingreifen, daß das Mosaik der Bestandtheile, aus welchen sich diese Momente zusammensetzen, inmitten einer Bevölkerung von 50 Millionen Seelen, bis auf wenige mit Recht völlig sekret gehaltene Schriftstücke und Druckwerke, schlechterdings nicht verborgen bleiben kann. Gegenüber dem außerordentlichen Interesse, welches die Bevölkerung der Heimath der allgemeinen Wehrpflicht, Zeutschlands, allen militärschen Einrichtungen und Veranberungen entgegenbringt, und in Anbetracht des berechtigten Anspruches, welchen die Privatindustrie an eine rechtzeitige Orientirung über die Beschaffung von Ausrüstungs= und Bekleidungsstücken für das Heer, von neuem Heergeräth, Waffen und vielem anderen erheben darf, muß eine etwa beabsichtigte Einschränkung der Presse hinsichtlich ihrer unbedenklichen militärischen Mittheilungen als eine Maßregel bezeichnet werden, welche sowohl mit den Wünschen und den BedürfWisichse sachlichen scht: Sa drer Durchführung nicht im Einllange ###### sehr wir für die strikte Aufrechterhaltung des Geheimnisses auler militärisch in der That wichtigen Dinge, wie der Operations=, Mobilmachungs= und Festungspläne, des strategischen Aufmarsches, der Eisenbahnfahrtdispositionen, der Zusammensetzung der Sprengladung der Brisanz= und Schießwollgranaten 2c. eintreten, so darf man doch die Bedeutung dieser Geheimhaltung in ihrer Tragweite für„Völkerkämpfe“ und deren Vorbereitung nicht überschätzen, und um so weniger diejenige unbedeutender militärischer Nachrichten, wie beispielsweise über die Einführung neuer Tornister, Brodbeutel, Zelte, Feldflaschen 2c., und selbst die eines neuen Lafetten= und Geschützrohr= oder Gewehrmodells. Der Standpunkt der militärischen Technik ist heute in allen Staaten ziemlich derselbe. Wenn der Reichskanzler ferner den Werth der Presse für das militärische Leben, trotz Clausewitz, Moltke, Friedrich dem Großen, Napoleon I. 2c. gänzlich in Abrede stellt und für dasselbe die Einwirkung jeder Presse, ohne Ausnahme, für durchaus schädlich erklärt, so steht zu dieser Ansicht die Existenz des offiziösen„Militär=Wochenblattes,“ welches die Neuerungen im Heere fast ohne Ausnahme und nicht selten vor ihrer amtlichen Durchführung, erörtert, sowie diejenige zahlreicher Militärjournale in völligem Widerspruch, ebenso aber die Auffassung eines Moltke, der seiner Zeit, wie er selbst in seiner Biographie berichtet, für die Zeitungen geschrieben hat und dafür honorirt wurde. Griff doch sogar Kaiser Wilhelm I. zur Feder, um in der Presse Fragen der Armeeorganisation öffentlich zu besprechen......“ Uns will es als eine beschränkte Auffassung erscheinen, wenn die Regierung und im Besonderen die Militär=Verwaltung anstatt in militärischen Fragen— bei allem Vorbehalt des eigenen selbstständigen Urtheils und der Initiative— offen und frei an die Diskussion der militärischen Tagespresse zu appellieren, welcher zahlreiche, sehr bemerkenswerthe Ergebnisse zu danken sind, sich in geheimnißvolles Schweigen hüllt und den Standpunkt des alleinigen Beurtheilungsvermögens militärischer Verhältnisse vertritt. den Kommandanten des kaiserlichen Hauptquartiers, General à la suite v. Plessen, sowie den Abtheilungschef im Militärkabinet Oberst von Lippe als Gäste an der kaiserlichen Tafel. Am Donnerstag Vorunternahmen die Majestäen eine gemeinsame miühem Echef des Wausiechose aubeitete der Kaiser sodam Friedrich Karl von Hessen und des Generals Eine Extra=Ausgabe des Miltärwochenblatts entKapett en Ferich= 77. M ari vom Kuiser angeordnete Gohetten in die Ie ung fur 1893. Es treten 246 Kuberten in die Armee ein und zwar 86 als Sekondeals außeretatsmäßige Sekondelieutenants (Fußartillerie) und 1### als charakt. Portepeefähnrichs. * Berlin, 23. März. Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sitzung den Handels= und Schiffahrtsvertrag writz###, Republik struggay den Ausschüssen für Hande. und Berieht und für Rechnungswesen, sowie den Gesetzentwurf wegen Abänderung des Paragraph 41 der Konkursordnung dem Ausschuß für Justizwesen überwiesen. Die Befsmptung der Rum gereith die Puftfimmung der Ban Wrath die Züstimmung. mmaie, Auch der Bundesrath wird in bergebrachter Weise in seinen Arbeiten eine Osterpause einFeichztggh, die so lange dauert, wie die Osterferten des — Wie man aus Friedrichsruh meldet, ist der Fackelzug zum Geburtstage des Fürsten Bismarck 11. Sprig peschesen. den Geburtstag der Fürstn * Redakteur Fusangel ist gewählt, und der Mahnruf der Centrumspresse:„Wer Fusangel wählt, der sehe zu, daß er sich mit Gott, Gewissen und Religion abfinde“, hat nichts gefruchtet. Vergebens hat das Centrum seine ganze Kraft aufgeboten, um Fusangel aus dem Reichstag fern zu halten, und dazu trug die Schwäche des Centrumskandidaten mehr bei, als die Popularität des Gewählten. Böse ist ein alter ruhebedürftiger Herr, den die Wihler als einen leicht zu lenkenden Strohmann des Adels betrachteten. Die Behauptung, Kirche und Religion seien bedroht, übt aber keine Zugkraft mehr aus. In einer Zeit, da die Vertreter des nationalen Gedankens alle Hände regen müssen, um Vergewaltigungen abzuwehren, die im Interesse des Centrums vollführt werden, verfallen die Redensarten über Bedrohung der Religion als unverkennbare Ausflüsse des Geschäftskatholizismus der Lächerlichkeit. Man frug sich auch im Sauerland, weshalb Fusangel, den das Centrum in oppositionellen Tagen verhimmelt und ausgenützt hat, heute eine bedenkliche Persönlichkeit sein soll? Für das Centrum zieht, wie die historischpolitischen Blätter sagen, eine Aera von Schwierigkeiten herauf. Eine hervorragende klerikale Zeitschrift möchte der Gefahr durch einen umfassenden Personenwechsel in beiden Fraktionen des Centrums und durch eine weitgehende Sozialpolitik vorbeugen. Die Centrumspartei selbst glaubt, sich durch eine ablehnende Haltung gegenüber der Militärvorlage vor den erbitterten Wählern retten zu können. Fusangel wird also als„Wilder“ den Reichstag betreten, ob er aber auch als solcher nicht dem Centrum gefährlich werden wird, das steht dahin. Preußischer Landtag. Herreuhaus. 8. Sitzung vom 24. März 1893. Das Herrenhaus trat Donnerstag in die Berathung a Abgeordnetenhaufe, herübergekommenen Staatshaushaltes ein und erbriette vubei besonders die Finanzlage, sowie die Lage der Landwirthschaft. „ Nach Genehmigung einer Reihe von Kapiteln wurde die Berathung auf Freitag vertagt. Deutsches Reich. lin, 24. März. Die Uebersiedelung des kaiserlichen Hoflagers nach dem Neuen Valais bei Potsdam findet voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Aprils Hohin ähersiedein.1 Aprl Zesem Geäre muit(llen. Die Kuserin deabsichtigt, in in dem Bnade Sahnitz auf igaste Peiuden und Veinzesin in dem Babe Süßnig auf nugen einen längeren Aufenthalt zu nehmen. Auch geht das Gerucht, daß die reise beoleten werde, aul der beiächrigen Rordlands: Die kaiserlichen Majestäten sahen am Mittwoch Abend die Generaladjutanten Fürst Anton Radziwill und Graf Leundorff, den Ober=Gewandkämmerer Grafen Perbelichter: Am 1. Fpeist, ue mabrstebenden Keisen wird e# Vet werden zum ersten Mal seit dem Benehen unserer Marine zwei Kadettenschulschiffe(„Stein". Kommandant Kapitän z. S. von Wintersheim;„Stosch“, Kommandant Kapitän z. S. Rittmeyer) in Dienst gestellt werden. Das Oderkommando der Marine hat sich hierzu aus zwei Gründen veranlaßt gefühlt, deren einer in der vermehrten Einstellung von Marineoffiziersaspiranten überhaupt liegt, während der andere interner Natur ist. Schon in letzter Zeit hat sich von Jahr zu Jahr mehr, besonders in den Sommermonaten, wenn die Mehrheit des gesammten schwimmenden Flottenmaterials im Dienst war, ein fühlbarer Mangel an Seeoffizieren bemerkbar gemacht. Um diesem zu steuern, der natürlich beim Ausbruch eines Krieges sich noch bei Weitem fühlbarer vor Augen stellen würde(das Reserve=Offizierkorps der Marine findet im Kriegsfall seine Stationirung zum großen Theil nur am Lande bei Strandbatterien u. s. w.), nothwendig, für einen größeren Nachwuchs des Offizierkorps zu sorgen. So haben seit zwei bis drei Jahren vermehrte Einstellungen von Kadetten(der jährliche Zuwachs ist von 35 bis 40 auf 80 gestiegen) stattgchmdeg. In den beiden letzten Jahren wurden diese it,„ an Bord der„Stosch“ eingeschifft, was aber das Mißliche zur Folge hatte, daß der oder die mit Ausbildung der Kadetten beauftragten Offiziere den Einzelnen aus den Augen verloren. Diesem Uebelstand mußte um so mehr abgeholfen werden, als sich die Vorgesetzten gerade über jeden Kadetten ein positives Urtheil bilden müssen, inwieweit er sich zum Seeoffizier überhaupt eignet, damtt er iw Falle der Nichtbrauchbarkeit nach den ersten sechs Monaten entlassen werden kann. Dieser Mißstand wird von jetzt ab dadurch beseitigt sein, daß man eben die neueingetretenen Kadetten auf zwei Schulschiffe vertheilt. der hiesigen amerikanischen Gesandtschaft wird dem Eintreffen eines Capitäns der Armee der Vereinigten Staaten, Mr. Rodgers, entgegengesehen, der von seiner Regierung beauftragt ist, eine Anzahl werthvoller Gegenstände in Empfang zu nehmen, die Kaiser Wilhelm aus seinem Privatbesitz für die Ausstellung in Chicago derzuleihen sich entschlossen hat, um damtt auch seiner lebhaften Theilnahme für das Gelingen der Ausstellung und seinen schen für die Vereinigten Staaten Ausdruck zu dem Garh am Donnerstag unter mastsch des Direktors der Medizinaladthellurg, cheilstem winietne Konferenz von Vertretern der beweucten Aimsterten statt, um wiederum Maßregeln für den Fall eines Wiede ausbruchs der Cholera zu berathen und insbesondere Grundsätze über die zur Abwehr der Seuche etwa erforderlichen Kosten zu vereinbaren. Gise re 2“ März werden die ständige deutsche chuis vtontarii=Lommission und der Ausat Pegertase brsinteressenten in Berlin (Potsdamer Bahnhof) zu einer außerordentlichen Vlenarsitzung zusammentreten. Einziger Gegenstand der Tagesordnung ist die Versendung von Gold=, Silber=, Platinwaren. Bianteten und dergt.4, Kahn. Stuttgart, 23. März. Reichstags=ErsatzRaveneburg=Saulgeu. sichen Wohlorten murs Nlach dem nunmehr aus sämmtbold(Tentrum) 11580 fr 5423, für MülleS Saiienes(nationalliberal) 813 und für Tauscher(Sozialist) 541 Stimmen abgegeben worden. Das Auftreten Ahlwardts vor dem Reichstage. Durch den stenogrophischen Reichstagstagsbericht ist nunmehr die Beschuldigung des Abg. Ablwardt über die Bildung des Reichs=Invalidenfonds klar gestellt. wörtlich:„Das hat die Regierung(1871) vier vorgeschlagen, natürlich nach Verhandlungen binter den der Zmechute den großen Bössenjaden. Es war allein ue eimme#den Staat nicht in die Lage zu bringen, selost einmar über ein großes Kapital zu verfügen, um eventl. große Unternehmungen ohne Beivülfe der Börse ist der Zweck, daß der Invalidenfonds so und nicht anders gegrundet ist. Der Vorwurf der Reichsreasernnen aun s. si40. albo ganz direkt gegen die Neichblegtrrung. un beren Spitz: damals Fürst Bismarck Reichstagsp.. Vorgänge nach der Renhrlugssitzung vom Mittwoch Abend sind übrigens darin einig, daß Ahlwardt von Tausenden mit stürmischen Hochs auf der Straße begrüßt wurde. Seine Anhänger trugen, ihn faßt in ein Restaurationslokal in der Nähe, wengen vermaßen gefüllt war, daß es zeitweise ge schlossen werden mußte. Die Antisemiten dort Ahlwardt ihre Treue und Ergebenheit. versicherten ug i m—==####gen. Aus Berlin begab Abg. uhlwardt sich nach Spandau, wo er in einer antisemitischen Versammlung seine Behauptungen aufrecht erhielt, und zum Schluß vom Vorsitzenden, Hauptmann a. D. Herter, einen Lorbeerkcanz empfing. Demnächst gedenkt Herr Ahlwardt seinen pommerschen Wahlkreis Stettin zu besuchen. Ueber die Verhandlung des Seniorenkonvents des Reichstages wird noch Folgendes mitgetheilt:„Der Seniorenkonvent trat in Anwesenheit des Abgeordneten Ablwardt, des Reichskanzlers, der Minister von Bötticher und Miquel zusammen, um das Vorgelegte zu prüsen. Das Material bestand aber lediglich in geschäftlichen Quittungen über Zahlungen und Darlehen aus dem Jahre 1872, ausgestellt von der Diskontogesellschaft gegenüiher der rumänischen Eisenbahngesellschaft. Bemntlich hatte die Diskontogesellschaft damals intervenirt, um den Verfall dieses Strousbergschen unternehmens zu verhüten, wodurch das in Rumänien angelegte Kapital verloren gegangen wäre. Es handelt sich also hier lediglich um Schriftstücke einer Privatbankgesellschaft gegenüber einer ausländischen Privateisenbahngesellschaft. In Bezug auf den Reichsinvalidensonds wußte Herr Ablwardt weiter nichts vorzulegen, als ein Exemplar des bekannten Pamphlets von Rudolf Meyer von 1877. In der gesammten Presse ohne Unterschied der Parteistellung findet das Auftreten Ablwardts in der letzten Keichstagssitzung einstmmige Verurtheilung. In der„Nordd. Allg. Ztg.“ ist zu lesen:„Das ist das Bedenkliche im Ahlwardtismus, daß er in der an äußerliche Einwirkungen gewohnten Menge die Begriffe von Wahr und Unwahr, von Recht und Unrecht, von wohlmeinender legitimer Autorität und tückischer, nichtsnutziger Verführung in völlige Verwirrung stürzt, und, daß diese Wirkung sich selbst bei Persönlichkeiten äußert, die durch Erziehung, Beruf und Lebensstellung gegen solche Einflüsse gefestigt sein sollten, kann die Besorgniß von der dauernden Schädigung der Volksseele nur erhöhen. An den Reichstag ist nun die Aufgabe herangetreten, durch volles Licht dem Unfug aufbetzender Verdächtigungen und Verleumdungen ein Ende zu machen. Möge der obersten Instanz des Volkswillens ein nachhaltigerer Erfolg zu Theil werden, als dem Ausspruch der Gerichte, der im Gegentheil bei der Wahl im Wahlkreise Friedeberg=Arnswalde als Agitationsmittel für den Verurtheilten ausgenützt worden ist. Eine Ablwardt'sche Schule, in unserem öffentlichen Leben ständig, würde im Verstand und Gemüth des Volkes verhängnißvollere Verheerungen anrichten, als Krieg und Pestilenz, denn im letzteren wirken jederzeit bedingt erziehende Momente mit, die bei der Landplage sittlicher Brunnenvergiftung völlig fehlen. Die konservative„Kreuzzeitung schreibt:„Solche Vorgänge, wie die vom 21. und 22. d. M., werden die Konservativen an dem, was sie für recht erkannt, nicht irre machen, sie vielmehr dazu anspornen, ihre soziale Pflicht mit verdoppeltem Eifer zu erfüllen. Allerdings aber wird kein Zweifel daran gelassen werden dürfen, daß Verleumdung und wüste Spekulation auf sensationelle Augenblickserfolge mit dieser sozialen Pflichterfüllung, die ohne Bekämpfung des Judenthums keine gründliche und vollständige sein kann, nichts gemein hat und ferngehalten werden muß, wo sie sich zeigt. Wenn wir uns Ahlwardt aber drei Schritte vom Leibe halten, so ist, das kann nicht genug betont werden, damit nicht gesagt, daß wir uns nun den Juden in die Arme werfen mussen. Seine Verschuldung macht sie nicht besser, als sie sind; ihre Sache bleibt dieselbe, die sie war, d. h. die Sache unserer Gegner. Ihr ganzes Verhalten, das sehen wir, läßt das erkennen. Ahlwardt ist nur der Vorwand; das eigentliche Ziel sind wir. Sie wissen eben wohl, daß ihnen ein gelegentlicher Klopffechter dieser Art auf die Dauer nicht gefährlich wäre, wohl aber fürchten sie mit vollem Grunde die, welche ihnen mit Nachdruck, aber auch mit Maß entgegentreten.“ In der nationalliberalen„Köln. Ztg.“ ist zu lesen: „Wir meinen, die Reichstagswähler von Friedberg=Arnswalde haben allen Anlaß, sich ihres Erkorenen zu schämen.“ Die nationalliberale„Berl. Börs. Ztg.“ äußert sich u. a. wie folgt:„In den letzten beiden Tagen hat Ahlwardt eine Hauptschlacht verloren und dürfte als Factor, mit dem man nolens volens zur Wahrung der eigenen Ehre rechnen muß, ein= für allemal ausgeschieden sein aus dem Kreise öffentlicher Interessen. Wir sprachen oft von der Zuchtlosigkeit in manchen ausländischen Parlamenten als von etwas, das bei den Moralbegriffen der deutschen Parlamentarier kaum möglich sei. Seit dem Auftreten Ahlwardts im Reichstage müssen wir leider beschämt eingestehen, daß die leichtfertigen Verleumdungen, welche anderwärts unter dem Schutz der parlamentarischen Immunität öffentlich gewagt werden, bei uns nichts Unerhörtes find. Aber ein Unterschied besteht bei uns doch noch zu unserem Troste, gewissen auswärtigen Parlamenten gegenüber. Wer bei uns als Verläumder öffentlich gebrandmarkt wird, der hat Ehre und Reputation bleibend verloren. Darum ist der gestrige Tag wahrhaft verhängnißvoll für Herrn Ahlwardt gewesen. Ein Gewittersturm brauste durch den Reichstagssaal, wie ihn lange Niemand hörte, aber er wirkte reinigend, wie ein Gewitter soll.“ Die freisinnige„Voss. Ztg.“ spricht sich folgendermaßen aus:„Wenn Herr Ahlwardt recht hätte, dann wäre die ganze Reichs=Verwaltung bestechlich und bestochen, und Fürst Bismarck sähe seinen Lorbeerkranz zerrissen und zersitzt. Nun aber verlangt der unbefangene Zuschauer, gespannt auf Enthüllungen, endlich zu wissen, „wie und wo“. Wer also sind die amtlichen und parlamentarischen Betrüger, die das deutsche Volk um Hunderte von Millionen beschwindelt haben, wer hat sich bei der Gründung des Invalidenfonds mit den„Börsenjuden" eingelassen, und welche„Börsenjuden" waren es, und wie wurde das Interesse der Gesammtheit um schnöden Geldgewinn verschachert? Die Antwort auf alle diese Fragen hat Herr Ahlwardt noch ni#t gegeben. Von seinen elf welterschütternden Aktenstücken hat er erst fünf dem Reichstage unterbreitet; denn bei der Stellung, die er einnimmt, so meinte Ahlwardt, könne er doch keine Aktenstücke in seiner Wohnung verwahren, er müsse sie daber von anderen Stellen, wo er sie niedergelegt hat, herbeischaffen, und eine dieser Stellen ist der Verleger seiner„Judenflinten"=Flugschrift, Herr Glöß in Dresden. Herr Glöß aber hat ebenfalls diese Dokumente in der enen Behausung nicht lassen wollen, er muß sie wieder von irgend welchen Vertrauensmännern holen, und daher war der Ankläger der Reichsverwaltung und des Reichstags nicht in der Lage, noch vor den Osterferien den Staat zu retten. Zwar seine Anschuldigungen, die konnte er schon in der Sitzung, die er als die letzte vor den Ferien ansah, öffentlich erheben; aber Anklagen auch sofort zu beweisen, das hat Herr Ahlwardt niemals für seine Pflicht gehalten, weder vor Gericht, noch im Parlament. In der Verschleppung der Prozesse hat er eine unübertroffene Virtuosität bewiesen.“ — Die Konservativen des Wahlkreises Friedeberg= Arnswalde haben sich, nach Berliner Zeitungen, in einer Versammlung von Ahlwardt losgesagt. Sie sprachen ihr Bedauern aus, Ahlwardt zum Reichstagsabgeordneten gewählt zu haben. Frankreich. Paris, 23. März. Deputiertenkammer. Die Tribünen sind überfüllt. Die Sitzung wird unter lebhafter Erregung eröffnet. Ribot verlangt sofortige Berathung der Interpellation Millevoye's über die Panama=Angelegenheit. Millevoye begründet seine Interpellation und macht Rouvier zum Vorwurf, von Vlasto Geld für die Geheimfonds gefordert zu haben. Millevoye verlangt alsdann Aufklärungen bezüglich Herz, welcher ein Agent eines auswärtigen Staates sei, sowie bezüglich der von Clemenceau, Floquet und Freycinet in der Panama=Angelegenheit unternommenen Schritte. Millevoye wirft schließlich die Frage auf, aus welchem Grunde man nicht alle Schuldigen verfolgt habe.(Beifall rechts und bei den Boulangisten.) Bourgeois erklärt, er habe eine traurige Pflicht erfüllt, als er die Ermächtigung zur gerichtlichen Verfolgung mehrerer Mitglieder des Parlaments nachgesucht habe. Er begrüße die Rückkehr in die Kammer mit lebhafter Freude. Was Arton betreffe, so seien alle erforderlichen Maßnahmen zu dessen Verhaftung getroffen worden. Die Auslieferung des Herz wurde dadurch verzögert, daß sein Gesundheitszustand es nicht zulasse, ihn vor das zuständige englische Gericht zu stellen. Bourgeois konstatierte, die gegen eine Anzahl politischer Persönlichkeiten gerichteten Anschuldigungen seien in keiner Weise bewiesen worden. Die Gegner der Republik beabsichtigten, die herrschende Erregung bis zu den Wahlen zu erhalten. Die Republikaner aber würden diese Manöver zu hintertreiben wissen.(Beifall.) Die von der Regierung acceptirte einfache Tagesordnung wurde hierauf durch Heben der Hände angenommen. Sofort nach der Abstimmung eilt der frühere Minister Jules Roche, der anfänglich in den Bestechungsprozeß hineingezogen war, auf die Ministerbank zu, droht Ribot und Bourgeois mit der Faust und schreit mehrfach: Lumpenhunde! Dann verläßt er feierlich den Saal unter dem Beifall der Rechten und des Zentrums. Rouvier ruft den Ministern ähnliche Worte zu. Ein furchtbarer Lärm entsteht im Saal, alle Deputirte springen von den Sitzen. Mitten im Lärm besteigt Cazonove de Pradines die Tribüne. Senat. Der Berichterstatter Boulanger hält seinen Vortrag über das Budget. Er sagt, das Budget sei nicht derart, daß er es vertheidigen möge, und schließ mit der Aufforderung, der Senat möge seine Rechte Finanzfragen in vollem Umfang aufrechterhalten. Nach verschiedenen Reden wird die Hauptberathung des Budgets geschlossen. Paris, 23. März. Das Gerücht, Eiffel sei flüchtig. nimmt immer festere Formen an. Weder in seinem Privathause, noch in den Werkstätten, wie ebensowenig in Levellois Perret und auf dem Polizeiamt kennt man augenbl'cklich den Aufenthalt Eiffels. — Das Dunkel, welches immer noch über einigen Detasls in dem Panama=Prozeß schwebt, weil man den Empfänger gewisser Summev, der sich unter dem anonymen X birgt, nicht entdecken konnte oder wollte, scheint sich nun zu lichten. Eine variser Korrespondenz will von eingeweihter Seite die bestimmte Versicherung erhalten haben, daß das X Carnot fils sei. Derselbe ist Ingenieur und hat nachweislich einer bekannten Sängerin große Summen geopfert. Er soll 4 Checks erhalten haben.— Wenn sich diese Meldung bestätigen sollte, woran wir immer noch stark zweifeln, würde dadurch die Stellung Carnots in sehr empfindlicher Weise geschädigt werden. Der Fall Grevys in Folge des gewissenlosen Gebahrens seines Schwiegersohnes, Wilson, ist noch im frischen Gedächtniß, so daß wir nur darauf hinzuweisen brauchen, um unsere Ansicht zu begründen. Paris, 23. März. Der heutige Ministerrath beschloß, daß General Dodds nach Paris kommen solle, um im Einvernehmen mit der Regierung die endgültige Organisation Dahomeys festzustellen. Paris, 23. März. Es ist bereits gemeldet worden, daß die fran ösische Regierung gegen die deutschen Handelshäuser in Dahome vorgehen will, weche angeblich an die Dahomeleute während des Krieges Waffen geliefert hatten. Der„Figaro“ zeigt sich auch dabei wieder als der Uebertretvung Meister. Er zählt die„deutschen" Geschütze auf, welche in dem Feldzuge angeblich von den Dahomeleuten benutzt werden seien: 4 Mitrailleusen(das sind doch französische Geschütze), 2 Krupp Kanonen von 87 Millimeter Kaliber und 4 zu 58 Millimeter. Nachdem König Behanzin seine Hauptstadt Abome habe räumen lassen, seten in den umliegenden Feldern, wohin er eine Anzahl Geschütze habe bringen lassen,„gefunden" worden: 2 Krupp=Kanonen, 1 Mitrailleuse, 2 starke gußeiserne Kanonen, 1 Mörser aus Erz, 2 eherne Mörser mit den Lafetten, 1 metallene und 1 hölzerne Lafette für grobes Geschütz, 1 metallener Protzwagen. Ferner giebt der„Figaro" an, in welchem Verhältniß die verschiedenen europäischen Waffenfabriken, französische, deutsche. österreichische, englische und auch amerikanische unter den 800 Gewehren vertreten gewesen seien, die vom 19. September bis zum 18 November 1892 den Dahomensern abgenommen wurden, und bringt Modelle französischer und deutscher Patronen, die man ebenfalls aufgelesen habe. Er fügt hinzu, in Cana seien eine vollständige pyrotechnische Werkstätte und in drei Pulverkammern ein Vorrat von 5000 Kilogramm Schießpulver gefunden worden.— Daraus geht doch mindestens hervor, daß sich Kaufleute aller dort handeltreibenden Völker betheiligt haben. Wie kann man da die„Deutschen" verantwortlich machen wollen? Ein sehr gefährliches Spiel, vor dem man sich hüten möge. Das Vorgehen des Generals Dodds gegen die des verbotenen Waffenhandels in Dahome verdächtigen Handlungshäuser ist von der Regieruung genehmigt worden. Geschlossen ist völlig das Haus Wolber und Brohne, auf Zeit das Haus Barth und Groß. Die wegen anderer Handlungshäuser eingesandten Schriftstücke werden gegenwärtig von der Regierung geprüft. In dr„Academie" fanden heute die Ergänzungswahlen für die beiden durch den Tod Ernest Renans und John Lemoines erledigten Sitze statt. Für den ersteren Sitz wurde beim dritten Wahlgange ChallemelLacour mit 17 Stimmen gewählt; 13 Stimmen entfielen auf Gaston Paris, eine Stimme auf Zola. Die Wahl für den Sitz John Lemoines blieb resultatlos, obschon sechs Wahlgänge vorgenommen wurden. Paris, 23. März. Vor dem Zuchtpolizeigericht begann heute der Prozeß gegen die Administratoren der Société des Dévöts, Donon, Gautier und Baron Poisson, wegen Vertheilung fiktiver Dividenden und Betrugs. Eine Anzahl Aktionäre hatte auch gegen die übrigen Administratoren, darunter gegen Charles Lesseps Klage erhoben, dieselbe jedoch beim Beginn der Verhandlungen zurückgezogen. Belgien. Lüttich, 23. März. Das Schwurgericht verurtheilte heute die Anarchisten Petit und Cybers wegen Ermordung des Rentiers Fresart zu lebenslänglicher Zwangsarbeit. * London, 22. März.„Daily News“ und Standard" melden aus Madrid die nunmehr erfolgte Unterzeichnung des Handelsvertrages zwischen Spanten und Portugal, durch welchen beide Staaten einen Zollverein begründen. Portugal öffnet seine Grenzen Fabrikaten und landwirthschaftlichen Produkten aus Spanien und dessen Kolonien. Spanien setzt seinen Minimal=Tarif zu Gunsten Portugals herab und giebt die Zusicherung, anderen Mächten niemals gleiche Vergünstigungen zu gewähren. Rutzland. Moskau, 23. März. Das Stadthaupt Alexejew ist heute Morgen halb vier Uhr seinen Verletzungen erlegen. Italien. Rom, 23. März. Wie die„Agenzia Stefapi“ meldet, würde sich der Kaiser von Oesterreich bei der silbernen Hochzeit des Königs und der Königin von Italien durch den Erzherzog Rainer vertreten lassen. Rom, 23. März. Wie die Abendblätter melden, hat die Autopsie der Leiche des päpstlichen Arztes Ceccarelli keinerlei Spur von Vergiftung, vielmehr eine natürliche Todesart ergeben. Amerika. * Nach einer Meldung aus Buenos=Ayres sind die divlomatischen Verhandlungen zwischen Argentinten und Chile bezüglich„Feststellung der Grenzen durch die Unterzeichnung eines Übereinkommens, welches die Interessen beider Nationen wahrt, abgeschlossen worden. 1 ! Witten, 24. Januar.(Theater.) Der Borgmannsche Musentempel wird sich, wie aus dem Anzeigentheil d. Nr. erfichtlich, nächsten Sonntag, den 26. März, öffnen, um den Elmarschen Schwank„Der Goldteufel" in Wort, Gesang und Spiel vorzuführen. Der Männer= gesangverein„Liederkranz“ und der Junggesellenverein „Gemüthlichkett" haben nämlich auf wiederboltes Drängen mehrerer Theaterfreunde sich bewogen gefühlt, nochmals das beim Winterfeste mit großem Erfolge gespielte Stück aufzuführen. Wir können das Unternehmen der beiden Vereine um so mehr empfehlen, als der Beschluß gefaßt ist, ein Drittel des Reingewinns der Armenkasse zufließen zu lassen. Gleichzeitig wollen wir nicht unerwähnt lassen, daß vor Beginn der theatralischen Aufführung, und zwar von 7 Uhr Abends ab, die gutbesetzte Spindlersche Kapelle konzertiren wird. Es wird also ein recht genußreicher Abend werden. O Herbede, 24. März.(Einführung.) Am gestrigen Nachmittage hielt der dritte Pfarrer Herr Kracht von Langendreer seinen Einzug unter reger Betheiligung der hiesigen Eingesessenen. Die Schulkinder hatten unterhalb Schiffer Aufstellung genommen um ihren neuen Seelsorger mit einigen Choralgesängen zu begrüßen. Nach einem vorangegangenen Gottesdienst fand am heutigen Mittag im Band mann'schen Lokale ein Festessen statt, woran circa 170 Personen theilnahmen. Bochum, 23. März.(Anerkennung.) Der bekannte westfälische Dichter W. Täpper hier hat zu seinen bereits früher herausgegebenen 4 Bänden„Lachpillen" nun auch einen„fieften Band" erscheinen lassen. Dieser Tage erhielt der Verfasser vom Geh. Kommerzienrath Krupp in Essen, dem er seine Dichtungen eingeschickt hatte, folgendes ehrende Schreiben:„Sehr geehrter Herr Täpper! Mit Ihren freundlichen Zeilen vom 2. d. M. erhielt ich zu meiner Freude den 5. Band Ihrer humorvollen und meinerseits immer gern gelesenen Gedichte, für die ich Ihnen meinen aufrichtigen Dank ausspreche. Ich habe lange nachgesonnen, womit ich mich Ihnen gegenuber für die so soft bewiesene Liebenswurdigkeit revanchieren könnte, bis ich endlich auf den Gedanken kam, daß Sie sich wohl auch für meine Produkte interessieren würden, wenn dieselben friedlichen Zwecken und dem täglichen Gebrauch dienen. Ich erlaube mir daher, Ihnen beifolgende Gegenstände mit der Bitte um freundliche Annahme und mit dem Wunsche zu übersenden, daß dieselben Ihnen annähernd die Freude bereiten möchten, welche ich durch Ihre heitere Muse gehabt habe. Mit vorzuglicher Hochachtung bin ich Euer ergebener Krupp.“ Die in vorstehendem Schrelben erwähnten Gegenstände(Kugeln Granaten 2c.) sind aus fein poliertem und vernickeltem Stahl verfertigt und stellen ein vollständiges Rauch=Necessaire dar. Die dem Geschenk beigesügte, aus demselben Material gearbeitete Eisenbahnschiene, d. h. ein Stück davon, ist als Briefbeschwerer zu verwenden. Dortmund, 23. März.(Zu Gunsten der Militärvorlage) fand gestern Abend hier im Kühnschen Saale 31 Lorbeer und Myrthe. Historischer Roman von Gustav Lange. —(Nachdruck verboten.) Hochaufathmend blieb er endlich in der Nähe des Vespasianischen Kolosses stehen, sich an das Piedestal desselben lehnend und den schweren Mantel lüftend, um sein erhitztes Gesicht in dem frischen Luftzug zu kühlen, warf dann heftig Barett und Handschuhe zur Erde, setzte sich wie erschöpft auf einen der großen Schutzsteine des alten Denkmals, drückte die Hand an die brennende Stirne und lehnte sich mit dem Haupte gegen den kalten Porphyr. „Ist es denn möglich?“ rief er fast leidenschaftlich vor sich hin.„Heribert, würdest du es glauben, wenn du es nicht selbst mit eigenen Augen gesehen, Chiara, dieses herrliche Weiv, die mich erst die Liebe gelehrt und mein kaltes deutsches Blut in siedende Wallung gebracht und die mir noch gestern in der einsamen Laube ihre unwandelbare Liebe versichert und ohne mich nicht leben zus können vorgab, eine Lügnerin— ich muß sehen, wie ich heute hierher eile, Verbot und Gefahr nicht achtend, Leben und Ehre um sie wagend, wie sie zu einem nächtlichen=Fest eilt, wo der feurige Wein und Tanz die Gemüther erhitzt, die Sinne verlockt. Und ich dielde das! Ich stürze nicht hin zu der Wortbrüchigen und störe ihre Freude, sondern lasse mich mit einem Handkuß und freundlichem Lächeln trösten?“ Er faßte an den Schwertgriff und riß den breiten Stahl halb aus der Scheide, aber ebenso schnell ließ er die Waffe wieder los und sein Haupt sank schwer auf die Brust herab. „Unglückseliger, weshalb zürnst du ihr? Vielleicht folgt sie nur einem unbäuderlichen Zwang und während rauschende Festmusik und schmeichelnde Worte sie umschwirren, sehnt sie sich nach dir, wenn es mir auch schier fast unmöglich dünkt, daß die Liebe jemals ins verbinden sollte und das Schicksal diese schönste aller Römerinnen mir, dem deutschen Kämpen als schlichte Burgfrau bestimmt haben sollte!“ Er hob Barett und Handschuhe wieder auf, verließ dann seinen Sitz und, nachdem er noch einmal sein Auge über den weiten Platz nach jener Straße hingewandt, von wo aus die Festmusik nur noch leise und dumpf Pesichaeschalle schalt er elg dechan ult in Vatecdast zu, das mit Laubgewinden behangen und dessen Eingang mehrere bunte Laternen erhellten. Eine Laute, von einem Improvisator geschlagen, tönte ihm bei seinem Einiritt entgegen; Männer von verschiedenen Ständen saßen geschieden und gruppirt hier in süßem Nichtsthun versunken, horchend ohne Aufmerksamkeit und Verstehen, dort in halbverhaltenem Gespräch, nach der Sitte des lebhaften Volkes die wohlklingende, volle Sprache mit den lebhaftesten Gesten begleitend. Es war dies die berühmte Eisbude des Nicaso an der via sacra, der Erquickungsort der Römer bei Tag und Nacht. Der deutsche Ritter, Heribert vom Dalberg setzte sich nahe am Eingange an ein leeres Tischchen, forderte von dem sich sogleich nach seinem Begehr erkundigenden Herrn der Bude Wein und Eiswasser und versank dann in jene Träumerei, welche die Begleiterin der ersten Liebe ist; seinen Kopf stützte er in die linke Hand, als sei er ihm schwer geworden von dem starken Weine und bald vergaß er, wo er eigentlich sei; seine Phantasie führte ihn in den Palast der Martello, wo er mit Eifersucht und Liebe seine Chiara bewachte und an ihrer Schönheit seine liebestrunkenen Augen weidete. II. Zur Erklärung der im vorigen Kapitel geschilderten und im Weiteren folgenden Ereignissen müssen wir den lieben Lesern nachstehend einen Ueberblick über die damalige Lage der Verhältnisse Deutschlands und insbesondere Roms bieten. Man schrieb das denkwürdige Jahr 1155 und Friedrich der Erste, genannt Rothbart, Herzog in Schwaben, der zweite Hohenstaufe, dem man die deutsche Königskrone aufgesetzt, befand sich schon ungefähr neun Monate mit seinem Heere in den ttalienischen Landen, hatte zur Befestigung seiner Macht in Italien, Mailand, Chiere und Asti erobert, sich zu Pavia die eiserne lombardische Krone aufs Haupt gesetzt und näherte sich auf einem mühseligen langwierigen Marsche von Bologna her mit seinem Heere der heiligen Stadt, um hier vom Papste sich salben und krönen zu lassen, welche heilige Handlung sein Vorgänger hatte entbehren müssen. Aber auch so nahe am Ziele sollte dieser ausgezeichnete Fürst jene Hindernisse nicht vermissen, die dem Manne von Geist und Kraft nicht Roniüldbonnen dad da de idn doht Smmane warcde machen. Gerade Friedrich Barbarossa, den Tapferkeit, Gerechtigkeitsliebe und Herrschertalent auszeichneten, waren die sich iom entgegenstellenden Wälle und Schranken willkommen, war es ihm doch nach Ueberwindung derselben als Sieger möglich, seinen Befehlen mehr Nachdruck zu verleihen, herrischer aufzutreten. Adrian IV., ein Engländer von Geburt und der Sohn eines Ackermannes, saß damals auf dem heiligen Stuhle Petris, ein Kirchenfürst, der entschlossen in seinen Handjungen, bieder und rechtschaffen in seiner Denkart und unerfahren in dem italienischen Ränkespiel war. Sein unbeugsamer Charakter sagte den stolzen Römern, die durch den früheren Papst verwöhnt, nicht zu und sie begegneten seinem Regiment und seinen Bestrebungen zur Verbesserung der mehr und mehr gesunkenen Sitten mit Trotz und es kam sogar zu einem offenen Ausbruch der Feindseligkeiten, bei welchem ein Kardinal ermordet wurde. Der Papst. aufs höchste erbittert über diese Vorgänge, verließ Roms Mauern, sprach den Bannfluch aus über die widerspenstige Stadt und residirte nun zu Nepi. Friedrich Barbarossa hatte mit dem Papste zu Sutri ein festes Freundschaftsbündniß abgeschlossen, infolgedessen der König durch deutsche Eisenfäuste die Ruhe und Ordnung in Rom wiederherzustellen und die rebellischen römischen Adeligen zur Vernunft zu bringen versprach und dafür aus den Händen des Kirchenfürsten in der St. Peterskirche die römische Kaiserkrone empfangen sollte. Der heilige Vater befand sich zu Anfang dieser Erzählung bereits auf dem Wege nach Rom, begleitet von der Vorhut des deutschen Heeres, welches fast eben so stark und wohlgerüstet war, wie der übrige Theil dieses Heeres. Die Truppenmacht der Vorhut befehligte der 26jährige braunschweigische Herzog Heinrich, der infolge seiner Tapferkeit und seines Muthes sich den Beinamen „der Löwe“ errungen und in dem der König durch die Zurückgabe des Herzogthums Bayern einen treuen, dankbaren Freund und Vasallen gewonnen. Einige Stunden vor der italienischen Hauptstadt oder vielmehr der christlichen Welt hatte Heinrich der Löwe sein Lager aufgeschlagen und erwartete nun das übrige Heer, dessen Troß und schwer bewegbare Bagage durch die fast unpassirbaren Wege aufgehalten worden waren. Dieses waren die Tagesneuigkeiten, die jetzt in der Eisbude Nicasos den Gesprächsstoff bildeten und die Aufmerksamkeit Aller in Anspruch nahmen, sodaß unser Ritter Anfangs unbemerkt blieb. Es waren dieses auch unerhörte Begebenheiten in der Chronik der heiligen Stadt, und selbst der alte 100 jährige Zizzania, ein in ganz Rom bekannter Arkanenhändler und berühmter Wahrsager und Traumdeuter, welcher gleichfalls in der Eisbude anwesend war, konnte sich eines Aehnlichen nicht entsinnen und die dunklen Andeutungen und Prophezeiungen die er machte, verfehlten daher ihre Wirkung bei den andächtig seinen Worten Lauschenden nicht und wirkten gleich der einem verderbenbringenden Gewitter vorhergehenden Schwüle auf die Gemüther. Ein juuger Mann mit bräunlich=gelbem Teint, in schwefelgelbe Tracht gekleidet, das Mützchen mit einem hohen Federbusch geziert, trat jetzt in den Raum und näherte sich den lebhaft diskutirenden Gästen. Sein Erscheinen lenkte sofort die Aufmerksamkeit auf ihn und die lebhafte Unterhaltung gerieth ins Stocken. „Segretairio Gazzo viva!“ rief eine laute Stimme ihm entgegen und es bildete sich bald eine Gruppe Männer um den Angerufenen, der mit einem leisen Lächeln in dem Kreise umbersah, dessen Mittelpunkt er plötzlich geworden.„Du kommst gerade recht, und bringst vielleicht eine Nachricht, die unserm Streit ein Ende machen wird.“ „In der That, Ihr seid ein neugieriges Völkchen, für das sich die Mühe lohnen möchte, Nachts ohne Fackel durch die holperigen Straßen zu gehen und von der reich besetzten Tafel des Gouvernatore sich fortzuschleichen, um sich hier bei Euch mit der dünnen Limonade des Vetters Nicaso zu begnügen“, rief der Angekommene mit lachender Stimme.„Und so wahr der Vesuv kein geschmolzenes Gold, sondern nur schwarze Lava ausströmen läßt, so gleicht Ihr in diesem Augenblick mit Euren neugierigen Gesichtern jenen vierbeinigen Geschöpfen, die in den Urwäldern Afrikas einen in ihre Regionen Eintretenden ebenso betrachten würden.“ (Fortsetzung folgt.) eine Ver Zta.“ sch eröffnete das zahlr Wahl de an ihm Viertelja vergeßlich mit Bege Deutschla jeder hin geliebten Sodann rath Har ausführte fahren, u solle. N lution a Reichstag Dor Saale mund lung ist deutsche der geg der nat erblickt Reichst lichen und spi Reichst Rücksich äußere Vorsch Regiern Dort: Frhr. v. dem Wah getheilt, Reichstag gründet: und seiner die volle eines wich Dortn Das bei v. M. vor schwer v bereits kür so daß sie wird verl# Kugel hat werden kö Dortn Strafkamn Heinrich worten un niß bestra Wilhelm e dieser Sac Zeche„Fr sprang er mächtige Polizeiserg hinzu und legenheit warf sich um sich un die Köpfe lichen V war er ind gebracht. k Auf Auf Zeche durch Steir so daß er werden m legen ist. p. gangener Hagen=Has 200 Meter Hauptbahn! Der Betref stellt werde 23 überfahr Größe, hat letzungen stellen ist, gewesen zi schwarzer blau= und hat einen Anscheinend Es ist zur glückten erst etwas ausz behörde hie * das Ansiedel sorischen A Harkort, der Furch erbo Msiedelung das Komit Denkmals 9 wart eines des Kreisba den 15. d. 2 daß der K Verhandlung eines Kaise das Ansiede Münste frevler.) wie seinerze gangenen S nordwalder und zu besch halb mit Gelan Der Hauptstraß Wilhelmstr. ab währent Angeiff ger ausbaues Reiter gesp Witten, Die Pol Dr. Feinste 9 Gut 1 Postcolli Packung 9 Nachnahme Geo Wild= und geschäft Fo News“ und„Standard“ unmehr erfolgte Untersertrages zwischen durch welchen beide cünden. Portugal öffnet indwirthschaftlichen ProKolonien. Spanien setzt n Portugals herab und Mächten niemals gleiche Stadthaupt Alexejew ist nen Verletzungen erlegen. Agenzia Stefapi“ meldet, rreich bei der silbernen intain von Italien durch lassen. lbendblätter melden, hat chen Arztes Ceccarelli vielmehr eine natürliche Buenos=Ayres sind zwischen Argentinten g der Grenzen durch die mmens, welches die Inibgeschlossen worden. heater.) Der Borgwie aus dem Anzeigensonntag, den 26. März, wank„Der Goldteufel" uführen. Der Männer= der Junggesellenverein uf wiederboltes Drängen ogen gefühlt, nochmals Erfolge gespielte Stück Internehmen der beiden ils der Beschluß gefaßt der Armenkasse zufließen wir nicht unerwähnt atralischen Aufführung, die gutbesetzte SpindlerEs wird also ein recht Einführung.) Am dritte Pfarrer Herr iinzug unter reger Beenen. Die Schulkinder ellung genommen um tigen Choralgeängen zu egangenen Gottesdienst Band mann'schen Lokale : 1 7 0 P e r s o n e n c h e i l kennung.) Der bepper hier hat zu seinen 4 Bänden„Lachpillen" scheinen lassen. Dieser Geh. Kommerzienrath Dichtungen eingeschickt eiben:„Sehr geehrter dlichen Zeilen vom 2. de den 5. Band Ihrer ter gern gelesenen Geaufrichtigen Dank ausnnen, womit ich mich ift bewiesene Liebensis ich endlich auf den l auch für meine Pronn dieselben friedlichen rauch dienen. Ich erie Gegenstände mit der id mit dem Wunsche zu annähernd die Freude rch Ihre heitere Muse ochachtung bin ich Euer hendem Schrelben erfranaten 2c.) sind aus abl verfertigt und stellen e dar. Die dem GeMaterial gearbeitete davon, ist als Briefbeinsten der Militärer im Kühnschen Saale zkeiten, die jetzt in der sstoff bildeten und die nahmen, sodaß unser Es waren dieses auch Chronik der heiligen jährige Zizzania, ein in ndler und berühmter lcher gleichfalls in der eines Aehnlichen nicht eutungen und Prophen daher ihre Wirkung Lauschenden nicht und enbringenden Gewitter bemüther. inlich=gelbem Teint, in is Mützchen mit einem tzt in den Raum und sen Gästen. Sein Erimkeit auf ihn und die Stocken. f eine laute Stimme ch bald eine Gruppe der mit einem leisen dessen Mittelpunkt er rade recht, und bringst serm Streit ein Ende igieriges Völkchen, für Nachts ohne Fackel hen und von der reich ch fortzuschleichen, um Limonade des Vetters ommene mit lachender uv kein geschmolzenes a ausströmen läßt, so nit Euren neugierigen spfen, die in den Urkegionen Eintretenden t.) eine Versammlung hiesiger Bürger statt. Die„Dortm. Zta.“ schreibt daruber: Herr Stadtrath Sonnenschein eröffnete die Versammlung mit Worten des Dankes für das zahlreiche Erscheinen und führte dann aus: Die Wahl des Tages sei wohl eine recht glückliche zu nennen; an ihm hätten Millionen und Abermillionen über ein Vierteljahrhundert den Geburtstag unseres großen, unvergeßlichen Königs und Kaisers Wilhelm I. gefeiert und mit Begeisterung zum Thron des Gründers des einigen Deutschlands geblickt. In dankbarer Erinnerung möze jeder hinaufschauen zu den lichten Höhen, in welchen die geliebten beiden Kaiser und deren Paladine weilen.— Sodann nahm Herr geheimer Bergrath und Oberbergrath Harz das Wort zu einem Vortrage, in welchem er ausführte, das deutsche Heer müsse eine Verstärkung erfahren, wenn es seine Aufgabe voll und ganz erfullen solle. Nach Beendigung der Rede wurde folgende Reso lution angenommen, welche die Versamimlung an den Reichstag abzusenden beschloß: Dortmund, 22. März. Die heute im Kühnschen Saale tagende, zahlreich von Bürgern der Stadt Dort mund verschiedener Parteirichtung besuchte Versammlung ist der Ueberzeugung, daß eine Verstärkung der deutschen Wehrkraft ersorderlich ist zur Aufrechthaltung der gegenwärtigen Machtstellung und zur Sicherung der nationalen Wohlfahrt des deutschen Volkes. Sie erblickt in der von den verbündeten Regierungen dem Reichstage unterbreiteten Militärvorlage im wesentlichen den geeigneten Weg, dieses Ziel zu erreichen, und spricht die Hoffnung und den Wunsch aus, der Reichstag möge unter Hintenansetzung parteipolitischer Rücksichten und unter patriotischer Würdigung die äußere politische Lage auf dem Boden der gemachten Vorschläge zu einer Verständigung mit den verbündeten Regierungen gelangen. Dortmund, 23. März.(Zur Wahl.) Herr Dr. Frhr. v. Schorlemer=Alst hat in einem längeren Schreiben dem Wahlcomité der Centrumspartei in Dortmund mitgstheilt, daß er die ihm angebotene Candidatur zur Rlichstagsersatzwahl nicht annehmen könne. Er begrundet die Ablehnung mit seinem vorgerückten Alter und seiner nicht mehr intacten Gesundheit, wodurch ihm die volle Kraft fehle, seiner hohen Aufgabe als Vetreter eines wichtigen Wahlkreises zu entsprechen. Dortmund, 23. März.(Erfreuliche Wendung.) Das bei der unglücklichen Affaire in Kassel vom 28. v. M. von ihrem Bräuttgam durch einen Revolverschuß schwer verwundete Frl. v. d. Mortel befindet sich, wie bereits kürzlich mitgetheilt, auf dem Wege der Besserung, so daß sie das Krankenhaus in Kassel in einigen Tagen wird verlassen dürfen, um hierher zurückzukehren. Die Kugel hat bisher aus der Brust noch nicht entfernt werden können. Dortmund, 23. März.(Roheit.) Vor der hiesigen Strafkammer hatte sich gestern der 19 Jahre alte Arbeiter Heinrich Wilhelm wegen Urkundenfälschung zu verantworten und wurde auch deshalb mit 4 Wochen Gefängniß bestraft. Nach Beendigung des Termines begab sich Wilhelm auf die Straße und wartete dort auf den in dieser Sache vernommenen Betriebsführer M. von der Zeche„Friedrich Wilhelm". Sobald er diesen erblickte, sprang er auf denselben zu und versetzte ihm mehrere mächtige Schläge mit einem dicken Knüppel. Zwei Polizeisergeanten, welche in der Nähe waren, sprangen hinzu und nahmen den Menschen fest. Bei dieser Gelegenheit geberdete sich derselbe wie ein wildes Thier, warf sich auf die Erde, schlug mit Händen und Füßen um sich und stieß die Drohung aus, er werde jetzt allen die Köpfe kaputschlagen. Ehe er diesen menschenfreundlichen Vorsatz zur Ausführung bringen konnte, war er indessen überwältigt und in sicheres Gewahrsam gebracht. k Auf dem Schnee, 22. März.(Unglücksfall.) Auf Zeche„Luise" erhielt gestern der Bergmann Wilke durch Steinfall schwere Verletzungen an Kopf und Rücken, so daß er in das Hombrucher Krankenhaus gebracht werden mußte, wo er heute seinen Verletzungen erlegen ist. p. Hagen, 22. März.(Ueberfahren.) In vergangener Nacht wurde auf dem Geleise der Strecke Hagen=Haspe der Bergisch=Märkischen Eisenbahn ungefähr 200 Meter vom Uebergange der Bachstraße nach dem Hauptbahnhofe zu die Leiche einer Mannsperson gefunden. Der Betreffende, dessen Persönlichkeitt noch nicht festgestellt werden konnte, ist vermuthlich von dem Personenzuge 23 überfahren worden. Der Todte ist von mittlerer Größe, hat dunkelblondes Haar und Vollbart. Die Verletzungen sind derart, daß sein Alter nicht mehr festzustellen ist, doch scheint er noch verhältnismäßig jung gewesen zu sein. Er ist bekleidet mit schwarzem Rock, schwarzer Weste, schworz= und grüngestreifter Hose, blau= und rothgestreiftem baumwollenen Hemde und hat einen grauen Schlopphut und Schaftstiefeln. Anscheinend gehörte der Mann dem Arbeiterstande an. Es ist zur Feststellung der Persönlichkeit des Verunglückten erforderlich, daß alle diejenigen, die über denselben etwas auszusagen wissen, sich unverzüglich bei der Polizeibehörde hier melden. 2 Haspe, 22. März.(Bezüglich der neuen Ansiedelung auf Herstert=Hardt) bei dem provisorischen Aussichtsthurm war seitens des Herrn I. C. Harkort, der in der Nähe größere Waldbestände hat, Einspruch erhoben und infolgedessen vom Kreisausschuß das Asiedelungsrecht verweigert worden. Daraufhin legte das Komitee für Errichtung eines Kaiser FriedrichsDenkmals Rekurs beim Bezirksausschuß ein. In Gegenwart eines Vertreters der letztgenannten Bedörde und des Kreisbauinspektors fand nun am vergangenen Mittwoch den 15. d. M., ein Lokaltermin statt, der zur Folge halte, daß der Bezirksausschuß in dem heute stattgehabten Verhandlungstermin, dem Komitee für die Errichtung eines Kaiser Friedrich=Denkmals auf der Herstert=Hardt das Ansiedelungsrecht zugestanden hat. Münster, 23. März.(Bestrafter Baumfrevler.) Ein Oekonom aus Nordwalde hatte sich, wie seinerzeit berichtet, eines Sonntags=Abends im vergangenen Sommer das rohe Vergnügen gemacht, an der nordwalder Chaussee stehende junge Ulmen auszureißen und zu beschädigen. Die Strafkammer belegte ihn des halb mit einer Gesängnißstrafe von 2 Monaten, was hoffentlich manchem Baumfrevler als abschreckendes Beispiel dienen wird. Beckum, 22. März.(Herabgestürzt.) Gestern Nachmittag erlitt ein Arbeiter auf der hiesigen Cementfabrik„Westfalia“ einen bedauerlichen Unfall. Derselbe war auf dem Fahrstuhle beschäftigt, als plötzlich ein Seil desselben riß, und der Albetter in die Tiefe stürzte. Leider hat er einen doppelten Arm= und Beinbruch und so schwere innerliche Verletzungen erhalten, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Der Verunglückte wurde in das hiesige Krankenhaus übergeführt. Minden, 23. März.(Eine rechtangenehme berraschung) ist dem Erben einer kürzlich verstorbenen hiesigen reichen Dame, der Frau Dr. Christen, zutheil geworden. Ihre Freude über die Erbschaft wurde noch erhöht durch die Mittheilung, daß ein Stück preußischer Prämien=Anleihe vom Johre 1855 aus dem Nachlaß der Dame im Jahre 1890 mit einem Gewinn von 150000 M. gezogen worden ist. * Osnabrück, 24 März.(Sechs Finger und sechs Zehen.) Bei dem in voriger Woche im Kreise Melle stattgefundenen Musterungsgeschäft hat sich ein Heerespflichtiger gestellt, der an jedem Fuße sechs Zihen und an jeder Hand sechs Finger hatte. An der einen Hand war der sechste Finger abgeschnitten, so daß nur noch ein Stummel vorhanden war. Da ihm das Zuviel an Gliedmaßen in keiner Weise genirt, so liegt auch kein Grund vor, ihn deshalb für dienstuntauglich zu erklären; er wurde, nach der„Osnabr. Ztg., aus anderen Gründen vorläufig auf ein Jahr zurückgestellt. Barmen. 23. März.(Ein frecher Diebstahl) wurde vor einigen Tagen in einem Hause der Ludwigstraße ausgeführt, indem einem dort wohnenden Schneidergesellen aus seinem verschlossenen Schlafzimmer(Mansarde) ein Rock und eine Hose gestohlen wurde. Der Dieb hatte ferner aus der Tasche eines anderen Rockes. den er zurückließ, einen goldenen Ring genommen; er soll ermittelt sein. Soliugen, 23. März.(Ein„Bevollmächtigter der Regierung".) In unserm Wupperthale hat sich dieser Tage eine spaßhafte Begebenheit zugetragen. In einer sehr gemüthlichen Wirthschaft in überaus romantischer Umgebung sitzen Abends einige biedere Thalbewobner und reden über dens Nutzen, den die viel besprochene Fahrsiraße durch das bevölkerte Thal haben würde. Da tritt ein Herr zu ihnen hin. der abseits an einem Tische gesessen hatte, und giebt sich ihnen als eins Geometer zu erkennen, der von der Regierung mit den Vermessungen für die erwähnte Chaussee beauftragt sei. Freudig überrascht hören die Söhne des Wupperthales dem sein gekleideten Herrn zu, der sein Möglichstes in der wichtigen Sache zu thun verspricht. Noch lange sitzt die Gesellschaft um den Abgesandten der Behörde herum, der es nicht verschmäht, dem dargebotenen Gerstensaft tapfer zuzusprechen. In einer flußabwärts gelegenen Ortschaft, wohin schnell sein Ruf gedrungen, bereitet man dem Herrn Geometer einige Tage später sogar eine Festlichkeit in Form eines Essens. Man erweist ihm in der Erkenntnis seiner Bedeutung später au v die Ehre, ihn zu Wagen nach Witzhelden in sein„Hotel" zu befördern. Dort entfernt sich der Herr Geometer für einige Augenblicke von seinen Begleitern, um— sich aus dem Staube zu machen. Der gefeierte Gast war nämlich, wie man später erfuhr, kein Regierungsgeometer, sondern ein— ehrsamer Schneidergeselle. Neuß, 22. März.(Wegen Verdachts der Brandstiftung) wurden gestern der auf der Oberstraße wohnende Spezereihändler Anton E. und dessen Ehefrau verhaftet. In dem Laden des E. war in der Nach: zum Freitag zweimal auf unaufgeklärte Weise Feuer ausgebrochen, welches aber durch die Hausbewohner und die freiwillige Feuerwehr jedesmal zeitig gelöscht wurde. Bei der Brandschadenregulirung soll E. seinen Verlust auffallend hoch angegeben haben. Die Eheleute E. waren vor zwei Jahren aus Fürth bei Grevenbroich nach hier verzogen. Auch in Färth soll in der Wohnung derselben zweimal Feuer entstanden sein, obne daß die Entstehungsursache aufgeklärt wurde. * Grevenbroich, 23. März.(Eine schreckliche Frevelthat), die den Tod eines Menschen zur Folge hatte, wurde in der Nacht zum Montag in Gustorf verubt. Der Ackerer Conrad Faßbender, sein Bruder Michael und der Knecht Johann Schönen wurden in genannter Nacht von mehreren Burschen überfallen. Während dem Michael T. beide Arme lahm geschlagen wurden und der Knecht J. Sch. mehrere Stiche in den Kopf erhielt, stieß einer der Gesellen dem Conrad Faßbender das Messer bis ans Heft in den Nacken, so daß derselbe gleich zur Erde stürzte. Man brachte den Schwerverwundeten nach Hause, woselbst er am Tage darauf durch den Tod von seinen Schmerzen erlöst wurde. Der Ermordete war 32 Jahre alt, unverheirathet, bekannt als ein ruhiger, friedliebender Mann. Mehrere der That verdächtige Burschen sind gestern verhaftet und ins hiesige Gefängniß eingeliefert worden. Wesel, 23. März.(Vom großen Loose der weseler Lotterie.) Die„Beuth. Ztg. berichtet folgendes merkwürdige Histörchen:„Der glückliche Gewinner des großen Looses der weseler Lotterie, der Arbeiter Breikopf in Bobrek, hatte gestern Nackmittag einen recht seltsamen. Besuch, wie wir heute aus setnem eigenen Muude erfahren haben. Drei fremde Herren suchten ihn in seiner Wohnung auf und schlossen alsbald bei ihrem Eintritt hinter sich ab, so deß der Arbeiter das Zimmer nicht verlassen konnte. Darauf machten sie ihn mit dem Zwecke ihres Kommens bekannt: Sie wünschten ihm nämlich sein Los abzukaufen und boten ihm die Kleinigkeit von 75000 Mark dafür. Sie hatten sich gedacht, wenn so ein einfacher Arbeiter 25000 Thaler vor sich auf dem Tisch liegen sehe, würde er mit beiden Händen darnach greifen. Indes diesmal hatten sie die Rechnung ohne den Wirth gemacht. Der schichte Arbeiter durchschaute die wackeren Boten Fortunas und forderte seinen unverkürzten Gewinn, denn daß es stch um einen solchen nur handeln konnte, das war ihm ihm Augenblick klar geworden. Schließlich legten ihm die Herren nach und nach 6000 Mark zu; doch soll das Zureden ihrerseits nicht ganz harmlos ausgesehen haben. Der glückliche Gewinner will sogar bei dem„Geschäft" Revolver gesehen haben: wenigstens hat er dies ganz offen erzählt. Er hat dann schließlich für 81000 Mark sein Loos aus den Händen gegeben, also mit einem baren Verlust von 9000 Mark. Daß zu einem solchen Handel für ihn gar keine Veranlassung vorlag, ist doch vollständig klar. Wenn er mit seinem Loose selber nach Wesel gefahren wäre, so hätte er das Vergnügen wesentlich billiger haben können.“ Wir müssen dem oben genannten Blatte vorläufig: die Verantwortlichkeit für diese Tatarennachricht überlassen. Meiderich, 23. März.(Ausstand.) In der Eisen= und Stahlgießerei von Moritz Tigler und Comp. ist ein Ausstand ausgebrochen, woran sich alle Former betheiligten. Dem Vernehmen nach haben Lohnkürzungen wegen mangelhafter Arbeit, wovon zwei Former betroffen wurden, den Ausstand veranlaßt. In der Fabrik bestand bisher zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern das beste Verhältniß. Erst neuerdings von auswärts zugezogene Arbeiter sollen durch ihre Hetzereien eine Störung hierhin verursacht haben, die schließlich zu dem in jeder Bezie hung aussichtslosen Streik geführt hat. Trier, 21. März.(Vom Trierer Rock.) Ein großer Streit war im Jahre 1891 zwischen den beiden katholichen Kirchen von Argenteuil und Trier entstanden. Jeder glaubte, den echten Rock Christi zu besitzen. Der Versailler Bischof Goux wurde damals beauftragt, diesen Steeit zu entschelden. Wie die„K. Z.“ meldet, hat der Bischof jetzt seinen Bericht fertiggestellt. Danach wäre der Trierer Rock echt. Der von Argenteuil wäre es in nicht geringerem Grade, jedoch mit dem Unterschied, daß er unter den Kleidern getragen wurde. Er ist von Wolle und gleicht jenen Gewändern, die in den ersten Zeiten des Christenthums von den Kooten hergestellt wurden. Dieses Urtheil, des bischöflichen Salomo, das nach dem Rezept hergestellt ist:„wasch', mir den Pelz, aber mach mich nicht naß", dürfte wohl beide Parteien befriedigen. St. Johann a. d. S., 23. März.(Ob es gelingen wird?) Warken ist endlich im Rechtsschutz verein gestürzt worden und der gemäßigtere Schillo an seine Stelle getreten. Schillo erläßt eine Kundgebung an die Saarbergleute, wonach der sozialdemokratische Einfluß abgeschüttelt und das Vereinsorgan dementsprechend redigirt werden soll. Die Aufgabe des Vereins soll sein: Festhalten an den Satzungen, sachliche Agitation für gerechte Forderungen, vernünftiger Gebrauch des Petitionsrechts. Frankfurt, 21. März.(Elektrotechnisches.) Gestern Abend sind in den Frankfurter AccumulatorenWerken(Hanauer Landstraße) zum ersten Male vermittelst einer sinnreichen, von Direktor Pollak gemachten Erfindung Accumulatoren unmittelbar mittels Wechselstroms von einer Wechselstrommaschine der Firma Browa, Boveri u. Co. geladen worden. Die Vorführung, der eine Anzahl Elektrotechniker, u. a. auch Stadtbaurath Lindley, beiwohnten, erwies sich als ein voller Erfolg des neuen Verfahrens, das voraussichtlich für die Versorgung der Stadt mit elektrischem Licht von großer Bedeutung sein wird. Industrie, Handel und Verkehr. Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deut scher Eisen= und Stahlindustrieller belief sich die Roheisenproduction des Deutschen Reichs(einschl. Luxemburgs) im Monat Februar 1893 auf 351842 Tonnen; darunter Buddelroheisen und Spiegeleisen 120237 To., Bessermerroheisen 26725 To., Thomasroheisen 156662 To., Gießeretroheisen 48218 To. Die Produktion im Fedruar 1892 betrug 3787 0 To., im Januar 1893 373641 To. Vom 1. Jauuar bis 28. Februar 1893 wurden droduzirt 725483 To. gegen 787075 To. im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. Falscheösterreichische Fünfziggulden=Staatsnoten. Die Wiener Polizeidirektion ist neuerdings von Fälschungen der Staatsnoten zu 50 fl., die wahrscheinlich in Serbien in großem Maßstabe ausgeführt werden, in Kenntniß gesetzt worden. Am 8. d. M. sendete die Firma Gebrüder P. Georgevic in Belgrad an ein Wiener Haus einen Geldbrief mit 1094 fl., bestehend aus Noten zu 100. 50, 10, 5 und 1 fl, um ein fälliges Accept einzulösen. Bei der Oeffnung des Couverts zeigte es sich, daß 14 Staatsnoten zu 50 fl. ziemlich gelungene Falsificate sind. Sie wurden bei der Polizeidirektion hinterlegt. Hier fand man, daß die Noten ein neuer Fälschungstypus sind, nämlich lithographisch durch Plattendruck hergestellt. Trotz des täuschenden Gesammteindrucks sind auch einige Merkmnale gefunden worden, die dem Laien es ermöglichen, das Falsificat zu erkennen. Vermischte Nachrichten. Hinrichtung. Karlsruhe, 23. März. Gestern früh 7 Uhr wurde im kleinen Gesängnißhofe des Justizgebäudes der 22 Jahre alte Schlosser Friedrich Weyell aus Appenheim(Rheinhessen) hingerichtet. Derselbe hat in der Nacht vom 8. auf 9. Juli vorigen Jahres zwischen Malsch und Freiolsheim den Holzhändler Schneider aus Freiolsheim mit einer sogenannten Wagendeichsel erschlagen und denselben seiner Barschaft von 10 Mark beraubt. Neues Raubwild. In österreichischen Jagd= zeitungen wird aufmerksam gemacht auf eine neue Art von Raubwild, das in den kroatischen Waldungen im Bezirk Kalje aufgetaucht ist. Oberförster Beyer in Sissek berichtet:„Im abgelaufenen Winter wurde ich zu einer Rehjagd nach Lettenik eingeladen. Als ich nach Beendigung der Jagd im Begriff war, heimzukehren, wurde ich zu der Behausung des Oberförsters in Lettenik abgeholt, um eine seltsame Jagdbeute in Augenschein zu nehmen und mein Urtheil über dieselbe abzugeben. Ich fand im Hofe eine Anzahl von Jägern um die Strecke versammelt. Die Jagdbeute bestand aus drei verwilderten Hunden und einem echten Wolf, alle halbgewachsen. Die Farbe der Hunde war beinahe vollkommenes Schwarz, die Kopfbildung wolfsartig, die Lauscher vom Hunde, die Ruthe kahl, lang und aufrecht getragen. Daneben lag der wirkliche Wolf. Die Thiere waren im Rudel vorgekommen und von geschossen worden. —.—-5 sieben Stück waren die vier Eine alte Wölfin führte das Rudel, und ein grauer Wolfsbund war darunter. Die Thiere gaben beim Abschuß keinen Laut von sich. Ich war mit mir bald im Reinen; wir hatten es mit einer Kreuzung von Wolf und Hund zu thun, und zwar war die Mutter Wölfin, der Vater Hund. Dem Professor Brussina in Agram wurde ein Exemplar mit den nöthigen Angaben zugeschickt. Sehr balo kam die Antwort, die meine Anstel vollständig bestätigte. Bei den nachherigen Jagden gelang es nicht mehr, eines der Thiere zur Strecke zu bringen. Sie richten unter dem Weidevieh in der Gegend nicht geringe Verheerungen an. Man hat es demnach mit dem Nachwuchs von verwilderten Hunden zu thun, die sich den Wölsen anschlossen. In der Wolfsgesellschaft nahm dieser Nachwuchs vollständig die Gewohnheiten des Wolfes an. Die Kreuzung von Hund und Wolf in der Gefangenschaft gehört übrigens nicht zu den Seltenheiten.“ Aus Monaco. Am 22. d. geriethen zwei Besucher, welche angeblich Deutsche sind, über den Einsatz von 25 Louisdor am Trente- et quarante- Tisch in Wortwechsel. Derselbe endete mit Thätlichkeiten, bei welchen einem der Streitenden der Schädel gespalten wurde. Während man den Verletzten in ärziltche Behandlung brachte, mußte der andere gewaltsam aus dem Kasino entfernt werden. Das Ekelett des Odysseus. Ein Bauer auf Ithaka, der glücklichen Insel, die den„verschlagensten" aller griechischen Helden, welche vor Trojas Mouern kämpften, zum Könige hatte, fand jüngst ein uraltes Grab, das ein gut erhaltenes Menschengerippe und eine ansehnliche Anzahl Goldmünzen enthielt. Griechische Gelehrte, die sofort nach Ithaka berufen wurden, sind der Ansicht, daß das von dem Bauer gefundene Skelett kein geringeres, als das des Odysseus sei. Bei allem Respekt vor den gelehrten Herren darf man doch auf die Beweise für die Behauptung neugierig sein! Literatur. Entscheidung der Preis=Konkurrenz des„Universums". In Folge des m August v. J. von der illustrirten Familien=Zeitschrift„Universum" veröffentlichten Preisausschreidens für kurze Novellen sind 262 Bewerbungen aus Deutschland, Oesterreich, Rußland, Amerika u. s. w. eingegangen. Das PreisrichterKollegium, bestehend aus den Herren Victor Blüthgen, Ludwig Ganghofer und Franz Koppel=Ellfeld, sowie der Redaktion des„Universum“, hat dahin entschieden, daß der erste Preis keiner der eingegangenen Arbeiten zuerkannt werden kann. Das Kollegium hat ferner beschlossen, den I. Preis in zwei gleiche Theile zu zerlegen und den Betrag für je 300 Mark für zwei Arbeiten zwischen dem II. und III. Preise einzuschalten. Preisgekrönt sind demnach folgende Novellen: 1.„Der Menschenkenner". II. Preis M. 400. 2.„Onkel Fritz“. M. 300. 3.„Aus dem Leben eines Arztes". M. 300. 4.„Ich Hochzeitshause". 111. Preis M. 200. Nach Oeffnung der Couverts ergaben sich folgende Verfasser: „Der Menschenkenner": Gertrud Franke=Schlevelbein, Göttingen. „Onkel Fritz“: E. Krickeberg, Berlin. „Aus dem Leben eines Arztes“: L. Massalien, Dresden. „Im Hochzeitshause": E. Marburg, Wien. Markt- und Coursberichte. * Witten, 23. März. Weizen 16.00, Roggen 14.50 Gerste 11,50, Hafer 15.50, Kartoffeln 4,00 Mk.,(alles per 100 Kilo). Butter ½2 Kilo 1,10 Mt. ## Dortmund, 23. März.(Börsenbericht.) Besuch: gut. Tendenz: ruhig. Umsätze: klein. Das fortdauernde genügende Augebot inländlischer Brodfrüchte veranlaßt den Konsum nur für den augenblicklichen Bedarf zu sorgen. Weizen inländ. 16.— bis 16,50 M., fremder 16.50 bis 18.— M., Roggen inländ, neuer 14.— bis 14,50 M., fremder 15,— bis 17.— Mark. Hafer inländischer 15.50 bis 16.— M., fremder 15,.50 bis 16,50 M., Futtergerste 11 50 bis 12.00 M., Mais 12.,50 bis 13.— M. Weizenvorschuß incl. Sack 21,50 bis 23,50 M., Roggenvorschuß incl. Sack 20.— bis 20,50 M., Weizenkleie. 9.00 bis 9.50 M., Rüböl incl. Faß—.— bis—.— Mk. Alles per 100 Kilogr frachtparität Dortmund exclusive Sack bei Abnahme von Doppelladungen. Die Börse findet vorläufig nach jetziger Zeit(also 11½ Uhr mitteleuropäische Zeit) statt. Neuß, 23. März. Fruchtmarkt. Winterweizen kleiner 16.00. Weizen 1. Qual. engl. Sorten 15.60, 2. 15,00 Mk. Landroggen 1. Qual. 13.60, 2. 12,60 Mk. Hafer 15,00 Mk. Raps 1. Qual. 00,00, 2. 00,00 Mk. Aveel(Rubsen) 00,00 Mk. Kartoffeln 4,00 Mk. Rüdöl 55,00, do. faßweise 56.50, gereinigtes Oel 58,00 Mk. für 100 kg. Heu 57,00 Mk. Weizenstroh 20,00 Mk., Roggenstroh 22.00 Mk. für 500 kg. Preßkuchen 116 Mk. für 1000 kg. Kleie 5.00 für 50 kg. Berlin, 23. März.(Fruchtbörse.) Weizen, AprilMai 150.25, Mai=Juni 151,75, Juni=Juli 152.75, September=Oktober 155,75. Roggen, April=Mai 130.75, Mai=Juni 132,50, Juni=Juli 134.00, Sept.=Okt. 136.25, Hafer, April=Mai 144,50, Mai=Juni 143.00, Juni=Juli 143.00, Septhr=Oktbr. 000,00. Mais April=Mai 106,75, Juni=Juli 106,50. Rüböl, vorräthig mit Faß 50.20, vorrätig ohne Faß, 49.50, April=Mai 50.00, Septbr.= Oktbr. 51,10 Spiritus, 70er vorräthig 35.40, AprilMai 34,30, Juni=Juli 35,10, Juli=August 35,50, AugustSeptbr. 35.80, Septbr.=Oktbr. 00,00, 50er vorräthig 55.20. Petroleum vorräthig 19.20. Roggenmehl 0/1 März 17,00, April=Mai 17.00. Weizenmehl 0 19.25 bis 17.25, 00 21,50—19,50 M. Bremen, 23. März. Petroleum, stetig, vorrätig 5,15 Brief. Autwerpen, 23. März. Petroleum unv., vorr. 12½, März 12½, April 121/8. Sept.=Dez. 12¾ kr. Veranntnüchung. Der zwischen Widey und Hauptstraße belegene Theil Wilhelmstraße ist von heute ab während der Dauer des in Angeiff genommenen Straßenausbaues für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Witten, den 22. März 1893. Die Polizeiverwaltung: Dr. Haarmann. Feinste Netzbrücher Gutsbutter 1 Postcolli(9 Pfd. netto) sammts# Packung 9 Mk. franco gegen Nachnahme versendet Georg Becker, Wild= und Geflügel=Versandtgeschäft Follstein bei Filehne Belanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß gemäß§ 3 der Markt=Ordnung für die Stadt Witten vom 2. Januar/21. Juni 1888 die Wochenmärkte in der Zeit vom 1. April bis 30. Sep. tember d. Is. um 7 Uhr Morgens beginnen und 1Uhr Nachmittags endigen. Witten, den 18. März 1893. Die Polizei=Verwaltung. Dr. Haarmann. Rechnungen für die evangel. Kirchenkasse, bis zum 31. d. Mts. reichend, wolle man gefl. bald bei mir abgeben, sowie rückständige Forderungen einzahlen. Schönebeck. Hr. ungseerstrigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die im Grundbuche von Witten, Band XIX. Artikel 18, auf den Namen des Schlossers Carl Zöllner in Witten eingetragenen Grundstücke Flur VI No 29, 13⅛ und 195/80 der Steuergemeinde Witten nebst aufstehenden Gebäulichkeiten am 15. Mai 1893, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht an Gerichtsstelle versteigert werden. Die Grundstücke sind mit einer Fläche von 22,22 Ar und mit 480 Mark Nutzungswerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchartikels, etwaige Abschätzungen und andere das Grundstücke betreffende=Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei II, eingesehen werden. Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden Anspruche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks nicht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten Tersteigerungkiernane dor der Al spätestens im Versteigerungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt werden und bei Vertheilung des Kaufgeldes gegen die berücksichtigten Ansprüche im Range zurücktreten. Diejenigen, welche das Eigenthum der Grundstücke beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil uber die Ertheilung des Zuschlags wird am 16. Mai 1893, Vormittags 10 Uhr in Gerichtsstelle verkündet werden. Witten, den 6. März 1893. Königliches Amtsgericht. Gilerkurn... sowie vorräthig bei in schönen Mustern, B. Koetzold& Co., Leberthran, feinste Medicinalwaare in Flasehen und ausgewogen, desgl. mit Pfeffermünzöl(wohlschmeckender L.) su haben bei F. Bottermann, Bahnhofstr. 56. Die neuen *** mit großer Schrift zu 1 Mk. sind eingetroffen bei B. Koetzold& Co. Juvaliditäts- und Altersversicherung. No. 73. Uebersicht über die Lohnklassen und Wochenbeiträge der versicherungspflichtigen Personen der Stadt Witten. A. Beiträge der Mitglieder der Ortskrankenkassen. C. Beiträge der Mitglieder der Betriebs=(Fabrik=) Krankenkassen. Die Aufführung der einzelnea Betriebs=(Fabrik= Klankenkassen ist nicht angängig. Für die Mitgli der dieser Krankenkassen kann auch eine allgemeine Fesistellung der Lohnklassen nicht erfolgen, da der wirkliche Arbeitsverdienst und der hier in Betracht kommende Tagelohn in den einzelnen Betrieben bezw. in deren Betriebs=(Fabrik)Krankenkassen verschieden sind. Es wird der Jahresarbeitsverdienst dieser Versicherten nach dem 300fachen Betrage des für die Krankenkassen-Beiträge maßgebenden durchschnittlichen Tagelohnes bezw.(wo ein solcher nicht festgesetzt ist) wirklichen Arbeits-Verdienstes berechnet. D. Die Mitglieder der Allgemeinen Knappschaftskasse. gehören einer durch Bundesrathsbeschluß vom 22. Dezember 1891 genehmigten besonderen Kasseneinrichtung an. Beiträge aller übrigen, vorstehend nicht bezeichneten versicherungspflichtigen Personen. Großer Ausverkauf. Wegen Umbau meines Geschäftslokales, gänzlicher Ausverkauf meines sämmtlich vorräthigen Waarenbestandes zu den nur denkbar billigsten Preisen. 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Kostet durch die Post bezogen nur 2 Mk. 25 Pf. vierteljährlich, mit Zustellung ins Haus 2 Mk. 65 Pf.(Postzeitungsliste 4520.) Die vorstehende Uebersicht ist in allen Abtheilungen nur dann Bringt außer einer schnellen eigenen Berichterstattung aus maßgebend, wenn nicht Arbeitgeber und Versicherter durüber ein= allon Ländern und verstanden sind, bezw. sich dahin geeinigt haben, daß ein höherer Jahresarbeitsverdienst zu Grund: gelegt wird. Die gesetzlichen Lohnklassen und die wöchentlichen Beiträge sind folgende: Lohnklasse. Jahresarbeitsverdienst Wochenbeitrag Pf. 1. bis zu 350 Mark einschließlich U. von mehr als 350—550 Mark III.„„„ 550—850„ IV.„„„ 850 Mark 14 20 24 30 Alle nicht versicherungspflichtige, freiwillig versicherte Per= Anzeigen find eite Rerhreitung und kaber anten Erfalsonen gehören in die II. Lohnklasse mit einem wöchentlichen Be“ 3e.den finden weite Verbreitung und haben guten Erfolg, auen Landern und Welttheilen, schneidige Leiturtikel, gute deutsche Kunstberichte und Bücherbesprechungen, ein vortreffliches Feuilleton, den Leipziger officiellen Courszettel, Handelsnachrichten und die officiellen Ziehungslisten der Kgl. Sächsischen Lotterie. Kämpft mit der Loosung:„Für Deutschthum, Thron und Altar!“ für die Interessen des deutschen Mittelstandes gegen alles Schmarotzerthum, gegen Juden und Judengenossen und deckt im Interesse der Wiedergeburt des deutschen Volksthumes schonungslos jegliche Corruption auf, herrsche sie nun oben oder unten. Die Sparkasse Annen nimmt Einlagen in jeder Höhe, auch per Posteinzahlung entgegen und verzinst solche mit 3½ Procent. Die Sparkassen=Verwaltung. Nach kurzem Gebrauch unentbehrliches Zahnputzmittel. Neu erfundene, unübertroffene Glycerin-Zahn-Crême — sanitätsbehördlich geprüft— S Ceuru's Schn&a Co, Landwehr u. KriegerVerein, Heven. 1. 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Lohnklasse verwendet werden dürfen, selbst wenn der wirkliche Jahrcsarbeitsverdienst den Betrag von 350 bezw. 550 Mk. nicht erreichen sollte, da es auf den im Einzelfalle wirklich verdienten Lohn nicht ankommt. Auch wird darauf aufwerksam gemacht, daß die Beitragsmarken nicht erst bei der definitiven Lohnabrechnung, sondern schon bei Abschklagszahlungen einzukleben sind, da die Letzteren ebenfolls als eigentliche Lohnzahlungen angesehen werden müssen, sofern sie nicht von einem ganz unbedeutenden Betrage sind. Die Arbeitgeber werden in ihrem Interesse ersucht, die obigen Bestimmungen genau zu beachten, da der Vorstand der VersicherungsAnstalt Westfalen in Münster zukünftig in allen dei jenigen Fällen eine Bestrafung wird eintreten lassen, in welchen nicht die nach Zahl oder Höhe(Lohnklasse) ersorderlichen Marken verwendet worden sind. Schließlich wird roch darauf hingewiesen, daß die Arbeitgeber wie Arbeitnehmer die in die Karten geklebten Marken entwerthen können. Dies darf aber nur dadurch geschehen, daß auf den Marken der Entwerthungstag in Ziffern angezeben wird, z. 15. 12. 92. Alle anderen Eiatragungen sind ohne Ausnahme bei Strafe verboten. Es kann, namentlich den Arbeitgebern, die Entwerthung der Marken nur empfohlen wirden, da sie sich nur auf diese Weise über die erfolgte Markenverwendung sofort ausweisen und dadurch etwalgen Weitläufigkeiten und Unannehmlichkeiten vorbeugen können. Witten, den 27. Frbruar 1893. Die Polizei=Verwaltung: Dr. Haarmann. Ueber 2000 neue Abonnenten innerhalb Jahresfrist 98 Neue Westfälische Volkszeitung Dieselbe erscheint wöchentlich sechsmal in Bielefeld und berichtet in strengchristlich=konservativem Geiste und gemeinverständlicher Sprache über alle wichtigen Vorgänge des politischen und evangelisch=kirchlichen Lebens. Besondere Aufmerksamkeit widmet sie den Interessen von Landwirthschaft und Handwerk. In ruhiger, sachlicher Weise nimmt sie zur Judenfrage Stellung und bekämpft mit besonderer Schä fe die sociale Revolution. Die„Neue Westfälische Volkszeitung“, kostet vierteljährlich von der Post abgeholt nur 1 Mk., durch den Briefträger ins Haus gebrock 1,40 Mk.(Post=Zeitungsliste 4059.) Pobenummern auf Wunsch umsonst und postfrei.— Gegen Einsendung der Postquittung erfolgt Gratis=Zusendung bis zum Schlusse des Monats. Verlag der Neuen Westfälischen Volkszeitung in Bielefeld. da das Lesepublikum der„Neuen Deutschen Zeitung“ zu dem kaufkräftigen deutschen Bürgerthume gehört. Anzeigenpreis: für die 6gesp. Petitzeile 20 Pf. Verlag der Neuen Deutschen Zeitung. Leipzig, Königsstraße 27. Seche erochen: in 48 Lieferungen zu 50 PI. 1—14 Terr dee Uhtrme Richard Andrees Grasser PARD ATEAG in 140 Kartenseiten Nomeorerreichale dureh alle Dachhandlsagen Holst. Holländer Käse Holft. Limburger Holft. h à Ctr Mk. 23.— Käse à Cir M. 22.— Edamer Kase&à Ctr. Mk. 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Diese wuchs einmal waren Tro sehen, wie durch die denkbar einfachst Gefangenschaft erlös standen und resolut mand hatte es gewo und Ferry beeilten eroberung des Stad fangenen Kollegen sich ohne Verzug vio der Nationalgarde Mühe wurden dann getrommelt, daß eine durchgeführt werden ständischen in der S Gefangenen Allein mitglieder befand sich benutzten dieselben lungen war zunächst die Geißeln sogar b Befehl gegeben, beim ersten Sturme auf de niederzuschießen. En springt plötzlich die Jules Ferry stürzt Haufen nachdränger blinkenden Waffen. auf einem geheimen Stadthaus geführt: Weise überrumpelt. diese nicht, was begi wehren greifen, abTische und hält ein meint Jules Simon, daß ihr meine Gefat Ungnad' in unsern noch verziehen sein, und vergeßt nicht, barmherzig züchtiger Ferry seinen Freund Frankreich vielleicht * Zur Homer: der hervorragendsten William Edwar nommen, um das Entschiedenste zu keinen Augenolick", in einem zur Veröff „daß, wenn die Hon einen der ver! punkte in der ga erweisen würde. Es mentarischer Regiern stehen kann, wenn Majoritäten haben, in Reichsangelegen einigte Königreich schwächen und wah gliedern, und es n richten, indem es Industrieen außer schärfer in zwei unv berufsmäßigen Aufn Beute überlassen w Gladstone's kleiner liches Erkenntniß al schwörung, die zum und des Beharrens der Folgen überfüh haben hauptsächlich