— Die„Annener Zeitung" erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag; Anzeigegebühr für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg. Beangspreis koll.„onntagsblatt“ u.„Humoristische Blätter“ — monatlich 40 Pfe.— — Telephon=Nr. 334.— verbunden mit der„Annener Volkszeitung“. Anzeigeblatt für Annen und die benachbarten 14 Ortschaften. Kultriches Hrgan. Nr. 102. Inserate finden bei der großen Auflage der Aunener Zeitung weite und billige Verbreitung.— Bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkursen kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall. Für die Aufnahme der Anzeigen an vorgeschriebenen Plätzen übernehmen wir keine Verantwortung. — Telephon=Nr. 334.— Donnerstag, den 29. August 1912. 28. Jahrgang. Das Kronprinzenpaar in 2erseburg. Eine kaiserliche Botschaft an die Provinz Sachsen. In dem festlich geschmückten Ständehause in Merseburg fand Montag abend eine Paradetafel für die Zivilbehörden statt. Der Kronprinz und die Kronprinzessin sowie die anderen Prinzen des Königlichen Hauses wurden auf der Fahrt zum Ständehaus von dem zahlreich herbeigeströmten Publikum mit patriotischen Kundgebungen empfangen. Im Ständehaus wurde der Hof von dem Oberhofmarschall Grafen zu Eulenburg und dem Hausmarschall Freiherrn v. Lyncker in den Saal geleitet. Im Lause des Mahles erhob sich der Kronprinz und verlas im Auftrag des Kaisers folgende Kaiserliche Botschaft: „Mit schmerzlichem Bedauern muß Ich mit Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin auf ärztlichen Rat auf den Besuch der Provinz Sachsen und Merseburgs verzichten. Es wäre Mir eine herzliche Freude gewesen, anläßlich der Besichtigung der waffentüchtigen Söhne Meiner sächsischen Lande und der Altmark einige Tage wieder unter der arbeitsamen Bevötkerung der Provinz Sachsen leben und ihren würdigen Repräsentanten auf historischem Boden in Merseburg näher treten zu können. Tausendjährige Erinnerung deutscher Vergangenheit knüpft sich an diese denkwürdige Stätte. Richt immer sind es freundliche Bilder, die aus der Geschichte der einzelnen Teile der jetzigen Provinz Sachsen vor unsere Augen treten. Schwere Stürme und Kriegsnöte sind im Laufe der Jahrhunderte über diese Lande hingezogen, von den Zeiten an, wo das Christentum hier Boden faßte, bis zu den ververheerenden Plünderungen und Brandschatzungen des 30jährigen Krieges und den Jahren der schwer auf den deutschen Landen lastenden Fremdherrschaft. Vorüber sind, Gott sei es gedankt, die Zeiten deutscher Zerrissenheit und fremder Einmischung. In gemeinsamer Abwehr äußerer Feinde fanden sich die deutschen Stämme unter Preußens Führung auf blutiger Walstatt zusammen und schufen ein festgefügtes, zu Lande und zu Wasser wehrhaftes Deutsches Reich. Auch die Söhne Ihrer Provinz haben dabei mit ihrem Herzblut ihre Treue besiegelt und mannhaft dazu mitgewirkt, das Fundament für einen gesunden Auf= und Ausbau des deutschen Vaterlandes zu schaffen. Daß in der Folge auch die Provinz und der Wohlstand ihrer Bevölkerung eine ungeahnte Entwickelung erfahren hat, erfüllt Mein landesväterliches Herz mit besonderer Freude. Mit Kopf und Hand ist fleißig gearbeitet worden, dem Boden seine reichen Schätze an Kohlen, Salzen und Erzen zu entreißen und die gesegnete Fruchtbarkeit ihrer Felder und Auen dem Ganzen nutzbar zu machen. Die vorbildliche Arbeit ihrer Landwirte und ihr unermüdliches Streben nach Vervollkommnung des Betriebes und der rationellen Verwertung der Bodenerzeugnisse haben an der jetzigen Höhe der deutschen Landwirtschaft und ihrer Industrien einen erheblichen Anteil. Möge es der Provinz Sachsen beschieden sein, auch ferner sich auf allen Gebieten des wirtschaftlichen und geistigen Lebens erfolgreich zu betätigen und in der Treue zu König und Daterland binter kei Teile der Monarchie zurückzustehen. entbiete Ich der Provinz Meinen lichen Gruß. Nachdem der Kronprinz die Botschaft verlesen er hinzu: Die Provinz Sachsen## Musik spielte den Hohenfrieoberger Marsch. Hierauf brachte Oberpräsident v. Hegel das Kaiserhoch aus, worauf die Musik die Rationalhyme spielte. Nach der Tafel hielten die Königlichen Herrschaften Cercle ab. Während der ganzen Zeit brachte die zahlreich vor dem Ständehaus versammelte Menge Hochrufe aus und sang patriotische Lieder. hinter keinem anderen Mit diesem Wunsche wärmsten landesväterWilhelm.“ T. Harrs chaft verlesen hatte, fügte Fere Jurra, Hurra, Hurra! Die Das deutsche Kronprinzenpaar war auch am Tage nach seinem Einzug in die Stadt Merseburg dort Gegenstand herzlicher Ovationen, zumal ihr Standquartier in dem Trolha'schen Schloß Schkopau war das Ziel Tausender, die alle„unsern" Kronprinzen und seine liebreizende Gemahlin sehen wollten. Groß war der Jubel in Schkopau, als der Kronprinz die Jugendwehren von Halle und Merseburg sowie den Merseburger Ruderklub empfing, an den der Kronprinz als Förderer und Freund jedes gesunden Sports aufmunternde Worte richtete. In Merseburg besichtigte das Kronprinzenpaar den Dom und besuchte u. a. das Vereinshaus des Vaterländischen Frauenvereins. Den Beschluß der Merseburger Festtage bildete der Große Zapfenstreich. Der König von Sachsen hatte seinen Besuch absagen lassen. Am Dienstag begab sich der Kronprinz nach Dresden, wohin ihm seine Gemahlin am gestrigen Mittwoch folgte. In der sächsischen Hauptstadt hat das Fernbleiben des Kaisers herbe Enttäuschung hervorgerufen, zumal die Absage erst erfolgte, als bereits alle Vorbereitungen getroffen waren. * „ Ein kleines Mißverständnio. Anläßlich der Anwesenheit des Kaisers sollte gestern bei Raumburg die Parade über verschiedene thüringische Truppenteile abgehalten werden. Wegen des anhaltenden Regenwetters aber und wegen der Erkrankung des Kaisers wurde die Parade durch folgende Meldung abgesagt: „Die Parade bei Roßbach fällt auf allerhöchsten Besehl des durchweichten Bodens wegen aus. S. M. der Kaiser kommen nicht und haben S. K. H. den Kronprinzen mi seiner Vertretung bei den übrigen Festlichkeiten in Merseburg beauftragt. Um möglichste Verbreitung wird gebeten.“ Diese Meldung wurde telegraphisch sowie auch telephonisch überallhin verbreitet. So wurde sie auch dem Vorsteher eines kleinen Dorfes in der Nähe von Ekfurt telephonisch übermittelt. Ob nun die an den hoch in den Lüften summenden Drähten dahinlaufenden Worte durch den starken Sturm etwas zerfetzt wurden, oder ob der böse Apparat daran schuld war, läßt sich mit Bestimmtheit nicht angeben; Tatsache aber ist, daß die Meldung von dem biederen Ortsoberhaupt folgendermaßen aufgenommen und niedergeschrieben wurde: „Die Promade bei Roßbach falls aller beliebden Befel durch weicht den Boden nicht. Seiner Majestät den Kaiser und haben beide keine Kaiserliche hoheit den Kronbrinßen mit seiner Verbreitung bei den übrigen Festlichkeiten in Merseburg b. Auftrag um treulichste Verbreitung wird gebeten.“ Diese Meldung verursachte große Unruhe im Dorf und bis spät in die Nacht hinein studierte man im„Dorfkrug“ mit sämtlich herbeigeholten Brillen den„Erlaß“ und die gelehrten Ausdrücke des Oberhauptes. Politische Rundschau. (2) Die Genesung des Kaisers von dem Schnupfenfieber und dem Muskelrheumatismus hat inzwischen günstige Fortschritte gemacht, sodaß die schmerzhaften rheumatischen Schwellungen des Nackens und der rechten Halsmuskulatur sowie die Anschwellungen der Drüsen fast ganz beseitigt sind; die Fiebererscheinungen sind bereits gänzlich verschwunden. Infolgedessen ist es dem Kaiser bereits möglich gewesen, fast eine Stunde lang hindurch zu arbeiten. Der Monarch erledigte eine Anzahl dringender Regierungsgeschäfte und unterfertigte zahlreiche Schriftstücke. Am heutigen Donnerstag wird das kaiserliche Hoflager Schloß Wilhelmshöhe verlassen und sich nach Berlin begeben, wo das bisherige Paradeprogramm eingehalten wird. (2) Die Schweizer Reise des Kaisers, die am nächsten Dienstag ihren Anfang nimmt, ist, da die Besserung im Befinden des Monarchen anhält, nicht in Frage gestellt, allerdings sind bereits jetzt wesentliche Einschränkungen des Programms vorgesehen. Der Bundesrat in Bern hatte bereits eine Bekanntmachung erlassen, in der Zweisel an dem Besuch des Kaisers ausgedrückt wurden, was überall eine große Enttäuschung hervorrief, die aber lebhafter Freude wich, als die Nachricht eintraf, daß der Kaiser an seinem Besuch festhalte. Die Reise mit der Jungfernbahn wird aber wahrscheinlich aufgegeben werden. Glücklicherweise ist auch die Gicht des Bundespräsidenten Forrer fast gänzlich geschwunden, sodaß derselbe den Kaiser empfangen kann. (2) Sasonow in Berlin. Die Ankündigung, daß der russische Minister des Auswärtigen Sasonow nach seinem Londoner und Pariser Besuche in der deutschen Reichshauptstadt für zwei Tage Aufenthalt nehmen und mit den leitenden Staatsmännern konferieren, wahrscheinlich auch vom Kaiser empfangen werden wird, bedarf zwar noch der Bestätigung, verursacht englischen wie französischen Chauvinisten jedoch bereits arge Kopfschmerzen. Es wäre dann mit der engeren Einbeziehurg Englands in den Zweibund, deren Bestätigung der Sasonowsche Besuch Londons enthalten sollte, nichts. Rußland gibt seine freundschaftlichen Beziehungen zu Deutschland nicht auf und läßt sich in kein antideutsches Fahrwasser locken. (9) Der künftige Kölner Erzbischof. Als aussichtsreichster Kandidat für den Kölner Erzbischofsstuhl, als Nachfolger für den verstorbenen Erzbischof Fischer, wird jetzt von gutunterrichteter Kölner Seite der dortige Domkapitular Dr. Blanck genannt. Im Gegensatz zu anderen Kandidaten gehört er weder der Kölner noch der Berliner Richtung an. (9 Die Besitzsteuerfrage. Eine umfangreiche Denkschrift des Reichsschatzamtes zur Besitzsteuerfrage wird, wie die Tägliche Rundschau hört, ausgearbeitet und soll nach ihrer Fertigstellung den verbündeten Regierungen zugehen. In dieser Denkschrift wird das Reichsschatzamt in gründlicher Weise das Besitzsteuerproblem erörtern und zu einer Reihe anderer Steuerprojekte, die seit der Verabschiedung der großen Reichsfinanzreform aufgetaucht sind, Stellung nehmen. " G Wieder ein Deutschenmord in Zentralamerika. In Mexiko wie in Rikaragua hat es neuerdings so zahlreiche Ausschreitungen gegen Deutsche gegeben, daß ein Eingreifen der Reichsregierung oder doch die ernstesten Vorstellungen nicht länger auf sich warten lassen dürfen. Den gräßlichen, zum Teil noch ungesühnten Deutschenmorden in Mexiko, wir erinnern nur an Covadonga, sind ähnliche Bluttaten in Rikaragua gefolgt. Soeben wurde wieder in der dortigen Stadt Matagalpa ein Reichsdeutscher ermordet. Bei der Beschießung der Hauptstadt Managua durch die Rebellen wurden zwanzig Frauen getötet. (9 Die Regierungserklärung über die Fleisch= teuerung, wonach sich der Schweineauftrieb an den deutschen Diehmärkten so gehoben hat, daß er das zurückgegangene Angebot schlachtreifer Rinder mehr als aufwiegt, wonach die Schlachtvieheinfuhr aus dem Ausland neuerdings Erleichterungen erfahren und die Fleischeinfuhr in den ersten sieben Monaten dieses Jahres diejenige der gleichen Zeit des Vorjahrs um 107000 Doppelzentner Übertroffen hat, und wonach endlich die Diehund Fleischteuerung eine internationale Erscheinung ist, so daß selbst eine erweiterte Zulassung ausländischen Schlachtviehs keine Besserung verspräche, hat eine sehr verschiedenartige Aufnahme gefunden. Die überzeugten Anhänger des Schutzzolles stimmen ihr lebhaft zu und ihre Organe, wie die„Kreuz=Ztg.“, die „Deutsche Tageszig.“ usw. geben ihre rückhaltlose Zustimmung dadurch zu erkennen, daß sie die amtliche Darlegung an hervorragender Stelle ohne jeden eigenen Kommentar veröffentlichen. Die liberalen Organe machen der Regierung dagegen heftige Vorwürfe darüber, daß sie auch angesichts der beispiellosen Teuerung des laufenden Jahres Maßnahmen zur Abhilfe des Uebelstandes den Großgrundbesitzern zuliebe ablehne und namentlich das Verlangen nach Oeffnung der Grenzen zur vermehrten Einfuhr ausländischen Schlachtviehs zurückweise. Da die Futtermittel in diesem Jahre infolge der Rässe sehr gut gedeihen, so wird voraussichtlich eine Hebung des Diehstandes sehr bald eintreten, deren Folgen in der Verbilligung des Fleisches allgemeiner freudiger Aufnahme gewiß sind. Ausland. Frankreich. Griechische Annexionsgelüste. „Agence Havas“ meldet aus London: Die englische Regierung stellte in Paris und Petersburg das Ansuchen, mit ihr gemeinsam die Aufmerksamkeit Griechenlands auf die Gefahren einer Landung und des Hervorrufens einer Bewegung zugunsten der Annexion Kretas durch Griechenland, wie sie gegenwärtig von Griechenland und Kreta vorbereitet wird, zu lenken. Ein englisches und ein französisches Kriegsschiff erhielten Befehl, nach Samos zu gehen, um eine Landung nötigenfalls gewaltsam zu verhindern. Nach einer Reutermeldung gibt die Lage auf Kreta zu Beuruhigungen Anlaß. Rußland. Die russischen Flottenmeuterer. 300 Matrosen der Schwarze Meer=Flotte wurden aus den Listen der Marine gestrichen und den Landtruppen zugeteilt. Ein Teil der Matrosen dürfte vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Amtlich bringt man die neuesten Maßnahmen mit den früheren Unruhen in Verbindung und bestreitet, daß in den letzten Tagen ernste Ereignisse eingetreten seien. Amerika. Gefährliche Lage in Ricaragna. Die in Washington eingetroffenen Nachrichten über die Lage der Ausländer in Ricaragua lauten sehr ernst. Weitere Kriegsschiffe sind nach dorthin unterwegs. Aus Managua wird gemeldet, daß ein Reichsdeutscher in Matagalpa ermordet worden sei. Bei der Beschießung Managuas wurden zwanzig Frauen getötet. China. Sunyatsen. In China herrscht wieder volle Ruhe und zwischen dem Führer der südchinesischen Republikaner Dr. Sunyatsen und dem Präsidenten der Republik Duanschikai Frieden und Eintracht. Beide wollen vereint an der Befestigung der Republik arbeiten. ür die der Präsident soeben Adelstitel von 6 Rangstufen einührte, die die Bezeichnung Großgrande, erster, zweiter usw. bis fünster Grande führen. Die ersten chinesischen Ritter. Duanschikai hat Dr. Sunyatsen und Hwang=Ching zu den ersten Rittern der neuen Titel ernannt. Den beiden Führern der revolutionären Partei wurde der Titel eines ersten Granden verliehen. Der Rang des Groß=Granden ist nur für den Präsidenten bestimmt. * „ Blutige Ereignisse in der Mongolei. Die Mongolen haben die Festung Kobdo gestürmt und die Hälfte der Stadt eingeäschert. Die Festung hat die weiße Flagge gezogen. Vierhundert Chinesen wurden ermordet. Ein Mongolenheer von fünftausend Mann marschiert nach Scharasumeh. Die Chinesen flüchten in wilder Panik. Die chinesischen Behörden haben den russischen Konsul um Entschuldigung dafür gebeten, daß er bei einem Vermittelungsversuch von Chinesen beschossen worden ist und haben ihn gebeten, bei den Mongolen dafür einzutreten, daß sie ungefährdet nach China befördert werden. Der türkisch=italienische Krieg. Das italienische militärische Amtsblatt veröffentlicht ein Ausschreiben, wonach am 1. Dezember bei allen Waffengattungen Einjährigfreiwillige eintreten können, die in Tripolitanien Dienst tun müssen. Es sind zahlreiche Offiziersstellen diesen Einjährigen vorbehalten. Zur Balkankrise. Konstantinopel, 28. Aug. Ibrahim Pascha hat den Albanern zugesagt, daß ihnen in Ipek 2000 Gewehre verabfolgt werden unter der Bedingung, daß sie sich bereit erklären, im Falle eines montenegrischen Angriffes 2000 Mann bereit zu halten: Ein Kongreß der Mazedonier. Sosia, 28. Aug. In Sofia fand am 26. August ein Kongreß der Mazedonier statt, an dem 400 Delegierte aus ganz Bulgarien teilnahmen. Alle Redner forderten energisch den Krieg gegen die Türkei. Der Kongreß hielt am Nachmittag eine geheime Sitzung ab, in der über die Tätigkeit der revolutionären Organisationen wichtige Beschlüsse gefaßt wurden. Die Resolution, auf die der Kongreß sich einigte, verlangt die Mobilisierung der Armee. Ferner solle die Regierung energisch die Forderung nach der Gewährung der Autonomie Mazedoniens und des Dilajets Adrianopel mit einem Vertretungskörper und einem Generalgouverneur stellen, widrigenfalls sofortige Kriegserklärung an die Türkei zu erfolgen habe. Die Resolution erklärt ferner, wenn die Regierung dieser Forderung des Kongresses nicht entspreche, würden in Bulgarien Unruhen ausbrechen. Nach Schluß des Kongresses wurden Straßenumzüge mit Trauerfahnen veranstaltet, wobei vor dem Denkmal des Zarenbefreiers kriegerische Reden gehalten wurden. Lokales. § Annen, 27. August.(Der Sedantag) wurde soeben durch Ministerialerlaß als Schulfeiertag für ganz Preußen erklärt, so daß es hinfort einer Anweisung von Fall zu Fall nicht mehr bedarf. § Annen, 27. August.(Gefälschte Hundertmarkscheine) sind in letzter Zeit mehrfach in den Verkehr gelangt. Nach einem Gutachten der Reichsdruckerei sind die Nachahmungen durch photographische Blaukopie angefertigt und dann mit der Hand vervollständigt worden. Letzteres bezeugt namentlich die Herstellung der Papierfasern durch farbige Striche. Die Riffelung geschieht vermutlich mit Hilfe einer Kreisfeder. Der Stempel und die Rummer sind mit roter, die künstlerischen Wasserzeichen mit graubrauner Farbe übermalt. Die falschen Roten tragen fast ausschließlich die Rummer 6. 728985. X Annen, 29. August.(Festgenommen) wurde ein betrunkener Bergmann, der auf der Bismarckstraße groben Unfug verübte. —(Milchrevision.) Gestern Vormittag nahm der Polizeikommissar unter Zuziehung eines Beamten vom Rahrungsmitteluntersuchungsamt Dortmund eine unvermutete Revision der von den Händlern hier feilgebotenen Milch vor. Ueber das Ergebnis der Revision ist uns noch nichts bekannt geworden. —(Freiwillige Sanitätskolonne.) Am vergangenen Sonntag nachmittag unternahm die hiesige freiwillige Sanitätskolonne unter Führung des Kolonnenarztes Herrn Dr. med. Reschop von hier ihren ersten Ausmarsch mit anschließender Felddienstübung. Nach einem kurzen Marsche wurde in der von Romberg'schen Waldung Halt gemacht. Der zur Uebung auserwählte Platz war als Schlachtfeld gedacht, auf dem Verwundete umher lagen. Gleich nach der Ankunft an Ort und Stelle leisteten die Mannschaften den Verwundeten die erste Hilfe, indem sie ihnen Getränke reichten und Verbände anlegten. Dann wurden schnell mehrere Tragbahren von dem Holz der Waldbäume hergestellt, mit denen man die Verwundeten in die Feldlazarette überführte. Die durch den Kolonnenarzt ausgebildeten Mannschaften zeigten nicht nur reges Interesse, sondern führten auch die Arbeiten recht sachgemäß aus; die Mitglieder sind in der Krankenbehandlung gut ausgebildet, und die junge Kolonne wird im Ernstfalle recht gute Dienste leisten können. Wie wir hören, sollen demnächst weitere Uebungen im Gelände stattfinden. § Annen, 29. August.(Der 20=Mark=Schein=Wechsler.) Dor einigen Tagen berichteten wir, daß ein Gauner in verschiedenen Nachbarorten Geschäftsinhaber um 20 Mark beschwindelt habe, indem er um die Ueberlassung eines Zwanzigmarkscheins bat und dafür einen Briefumschlag mit Papier hinterließ. Es ist nunmehr gelungen, die Persönlichkeit dieses Schwindlers, der in einer ganzen Anzahl deutscher Städte solche Betrügereien verübt hat, festzustellen. Nach einer Meldung aus Mainz ist es ein Kellner aus Hannover, ein gewisser Heinrich Ludwig Bockei. Annen, 29. Aug.(Wetteraussichten für den 30. und 31. August.) Eine Brücke hohen Lustdrucks, die sich von Island über die britischen Inseln bis zu den Alpen erstreckt, hat uns ziemlich heitere Witterung gebracht. Später wird ein neues von Westen heranziehendes ozeanisches Tief allmählich zunehmende Bewölkung mit südlichen Winden, sowie tagsüber wärmere und nachts kühlere Temperaturen verursachen. Mit seinem nordöstlichen Weiterziehen werden Bewölkung und Wind aus Westen wieder stärker werden und erneute Regenfälle sich einstellen. Der veränderliche Witterungscharakter bleibt vorläufig bestehen. * Annen, 28. August.(Turnerisches.) Am vergangenen Sonntag besuchte der hiesige Turnverein„Jahn“, den Turnerwettkampf des Turnvereins Germania Fischertal in Witten. Wie beobachtet wurde, war es ein heißes Ringen und Streben der sehr zahlreich erschienenen Turner; jeder wollte einen Sieg erringen. Die wackeren Jahnturner von Annen gehörten auch zu den Siegern und haben folgende Preise erzielt: A. Putsch mit der höchsten Punktzahl im Vierkampf den 1. Preis, L. Schulte 1. Preis am Reck, E. Müller 3. Preis am Reck, O. Schulte 1. Preis im Springen, H. Schulte 3. Preis im Springen, A. Jüdemann 6. Preis am Barren. Außerdem errang der Verein den 1. Ehrenpreis im Aufmarsch mit Freiübungen und den 1. Ehrenpreis für Stellung der meisten Mannschaften. Diese Erfolge legen wieder Zeugnis davon ab, daß der Turnverein Jahn über tüchtige Turnerkräfte verfügt und stets bemüht ist, das Beste zu leisten. Gut Heil. 8 Stockum, 28. Aug.(Wegen Beleidigung) des Polizeibeamten Pottkämper und des Flurhüters Ellhof wurde der Bergmann Wilh. F. von hier vom Schöffengericht zu Langendreer mit 50 Mark Geldstrafe oder 10 Tagen Gefängnis bestraft. * Stockum, 26 Aug.(Uebermütige Turner.) Dom Turnerkränzchen heimkehrend übten sich einige Turner auf der Provinzialstraße im Revolverschießen. Die Polizeibeamten waren aber schnell zur Stelle und werden für Zustellung der üblichen Strafmandate sorgen. —(Vom Stockumer Stahlwerk.) Auf dem hiesigen Stahlwerk, das in den Besitz der Deutschen Maschinenfabrik in Barmen übergegangen ist, wird jetzt stark abmontiert. Sämtliche Maschinen und Bänke werden mit der Bahn verschickt. Provinz und Nachbargebiete. Witten, 28. August.(Hochwasser.) Seit heute früh führt die Ruhr Hochwasser, gewiß eine Seltenheit für die jetzige Jahreszeit. Am Ruhrbrückenpegel zeigte der Wasserstand 2,33 Meter. Das Wasser ist seit gestern früh um einen Meter gestiegen. Weiteres Steigen muß befürchtet werden. Kirchhörde, 28. Aug.(Gestochen.) In der Nacht von Sonntag zum Montag wurde der Ziegler Hermann Sielemann auf dem Heimwege mittels eines Messers in die linke Brustseite gestochen und erheblich verletzt. Sielemann hat im Krankenhause Bethanien, Hörde Aufnahme gefunden. Dortmund, 28. August.(1000 Mk. Belohnung.) Die Staatsanwaltschaft setzte auf die Ermitttelung der Mörder in der Brechtener Mordsache eine Belohnung von 1000 Mk. aus. (Siehe auch die diesbezügliche Bekanntmachung.) Huckarde, 28. Aug.(Mordversuch.) Gestern nachmittag wurde einem hiesigen Arzt in der Sprechstunde von einem Knecht Johann Ots ohne Grund und Ursache mit einem Taschenmesser eine erhebliche Stichwunde in die Brust beigebracht. Der Täter wurde sofort verhaftet und dem kgl. Amtsgericht Dortmund vorgeführt. Bochum, 28. Aug.(Grubenunglücksfälle ohne Ende.) Im Stapel der Zeche Konstantin der Große, Schacht 6/7, löste sich heute mittag durch Sprengschüsse ein sogenanntes Gebläse. Infolge der ausströmenden Gase wurden 4 Personen, darunter auch der Steiger Schlichting, betäubt. Sofort fuhr ein Arzt aus Grumme ein und seinen eifrigen Bemühungen gelang des auch schließlich, drei Mann ins Leben zurückzurufen, der vierte, der verheiratete Bergmann Rüding aus Grumme, war jedoch dem Erstickungstode zum Opfer gefallen. Stiepel bei Bochum, 28. August.(Die Leiche in der Scheune.) Richt wenig überrascht war der Landwirt Strunk hier, als er heute morgen beim Betreten seiner Scheune die Leiche eines etwa 40—50jährigen Mannes fand. Es scheint sich bei dem Toten um einen Handwerksburschen zu handeln, der sein Nachtlager in der Scheune aufgeschlagen hatte, jedoch während des Schlafes vom Scheunengerüst gestürzt ist und dabei das Genick gebrochen hat. Da man bei dem Manne keine Legitimationspapiere vorfand, so konnte bis jetzt auch seine Identität noch nicht festgestellt werden. Werdohl, 28. Aug.(Bluttat.) In dem benachbarten Eveking kam es gelegentlich einer Tanzfestlichkeit zwischen jungen Leuten zu einer großen Schlägerei. Hierbei wurde der 22jährige Arbeiter Felix Dedder aus Eveking mit Stöcken und Knütteln so übel zugerichtet, daß er kurz nachher starb. Dier an der Schlägerei Beteiligte wurden verhaftet. Wer von ihnen der Haupttäter ist, konnte noch nicht festgestellt werden. Minden, 28. Aug.(Villa ausgeraubt.) Nächtlicherweile haben Diebe der Villa des Ersten Bürgermeisters Becker, der mit seiner Familie im Seebad weilte, einen Besuch abgestattet. Sie durchsuchten alle Zimmer und Gelasse und haben für ungefähr 2600 Mk. Schmucksachen, Anzüge, Wäsche usw. mitgenommen. Sonntag ist ein Dieb in Hannover von der Kriminalpolizei festgenommen worden; die meisten Sachen wurden noch bei ihm vorgesunden. Delbert, 27. August.(Todessturz.) Der 51 Jahre alte Anstreicher Jean Nieuwsland stürzte in seiner Wohnung an der Hefelerstraße aus der 1. Etage in den Hausflur. Er trug einen Schädelbruch davon, was seinen Tod zur Folge hatte. Koblenz, 28. Aug.(Bootsunglück auf der Lahn.) Bei Oberlahnstein schlug heute vormittag an einem Mühlenwehr in der Lahn ein von vier Personen besetzter Kahn um; alle Insassen, zwei verheiratete Frauen, ein 17 Jahre altes Mädchen und ein 12 Jahre alter Knabe ertranken. Bisher sind drei Leichen geborgen worden. Wiesbaden, 28. Aug.(Mord und Selbstmord in Wiesbaden.) Der bekannte frühere Pächter des Gasthauses auf der Wartburg, Wieprecht, der seit Mai in Wiesbaden als Rentner lebt, hat heute nacht wegen ehelicher Zerwürfnisse erst seine Frau und dann sich erschossen. Wieprecht stand in den 50er Jahren und war Millionär. Das Ehepaar hatte keine Kinder. Anwetter-Nachrichten. Wetterschäden. Hagen, 28. Aug. Das gestrige Unwetter hat im Telegraphen= und Fernsprechverkehr schwere Störungen hervorgerufen. Fast zwei Drittel sämtlicher Leitungen in Stadt und Umgebung waren gestört. Ju Eckesey riß der Sturm ein schweres Wellblechdach einer Maschinenfabrik herab und schleuderte es auf den Bahnkörper. Im Stadtgarten wurden große Verwüstungen angerichtet. Auf der Strecke nach Hohensyburg sind viele Bäume entwurzelt worden. Stuttgart, 28. Aug. Durch einen orkanartigen Sturm wurde gestern nacht in Württemberg großer Schaden angerichtet. Insbesondere im Bodenseegebiet war der Sturm von außergewöhnlicher Stärke. Die Windstärke in der Höhe von etwa 3000 Metern betrug nach den Messungen des Drachenschiffes 20 Sekundenmeter, die Windstärke über dem Erdboden 12 Sekundenmeter. Heute früh erhob sich der Sturm auf dem See mit ungeheurer Stärke. Die Schiffe haben hart zu kämpfen. München, 28. Aug. Auf der bayrischen Hochebene wüten heftige Windstürme, die großen Schaden und Verkehrsstörungen verursachen. Der Main führt Hochwasser. Die Stadt Kulmbach ist auf der Westseite durch das Hochwasser vom Verkehr abgeschnitten. Trstarrt. Roman von Constantin Harro. 28(Nachdruck verboten.) Büchar. „Vielleicht thun Sie ihm Unrecht“, sagte er.„Es ist so schwer, Etta nicht zu lieben, und er... „Ja, das ist es eben!“ rief sie voll Bitterkeit.„Noch liebt er sie, wie er eben lieben kann... Sie aber, sie handelt unklug. Sie ist eine Verschwenderin, auch in der Liebe... Muß ich Ihnen erst sagen, daß solche Leute bettelarm werden?" „Nein, ich weiß es.“ „Noch betet er sie wohl an“, wiederholte sie sinnend,„und sie lohnt ihm diese Anbetung mit dem Ueberfluß, den er nicht verträgt. Gott, es ist so einfach. Warum kommt sie nicht darauf? Soll ich es ihr sagen? Ist nicht vielleicht ihr felsenfestes Vertrauen noch die einzige Waffe, die sie dem Gatten gegenüber besitzt? Denn ein Rest von Edelmut wohnt in jedem Menschen. Liebenau fühlt sich beschämt dieser Ahnungslosigkeit gegenüber. Darum bleibt er vielleicht noch treu. Wie schnell könnte ich nun durch eine gutgemeinte Lehre, durch einen einfachen Erfahrungssatz mehr Unheil stiften, als sich übersehen läßt? So lasse ich die Dinge eben ihren Weg gehen.. „Aber diese unnötigen Sorgen zehren an Ihnen“, sprach Friedel. teilnehmend in ihr runzelvolles, hageres Gesicht blickend. „Wann sorate eine Mutter nicht?“ rief sie aus.„Ach. und mehr als Sorgen quälen mich Selbstvorwürfe!" „Sie?“ Er fragte es sehr erstaunt. *„Sie haben für Etta das Menschenmögliche geleistel.“ Wehmütig lächelnd schüttelte sie den grauen Kopf. „Ich habe sie falsch erzogen“, sagte sie leise, demütig.„Ich habe Er den Hochmut eingeimpft, den Stolz auf ihre Geburt, auf ihre Schönheit... Und dann? Ach, hätte ich sie nie in die Welt geschickt, das Glück zu suchen! Es kommt ungerufen. Es kommt nur zu denen, die still seiner warten.“ Das war auch Friedels Meinung. Er bestätigte sie ihr. „Wenn ich hier sitzen geblieben wäre auf meiner Scholle, und ich hätte Etta arbeiten lassen, wie ich arbeitete, ich stände heute nicht verlassen da. Wußte ich nicht damals schon, daß Sie mein Kind liebten, Friedel? Sie zogen aus, nicht um trügerische Schätze zu fassen, sondern um En ehrlicher Arbeit, in einer Thätigkeit, wozu der Geist Sie trieb, sich das Gut zu erringen, was Sie sich zum Ziel gesetzt hatten: Etta. Sie wären wiedergekommen... Sie hätten gesagt:„Etta, diese zwei Arme gehören Dir und der Kopf auch und dazu noch ein Herz, das Dich kennt bis ins kleinste Fäserchen Deines Wesens binein... Das wäre Glück gewesen, Friedel, kein Höllenzauber!“ „Sie irren!“ antwortete er schwermütig.„Ein Rassepferd wird kein Arbeitspferd. Das Blut bricht sich allemal durch.... Je später dies geschicht, deito schlimmer. Einen Friedel Hemmschuh konnte Etta nie feurig lieben, wenn er auch ein Künstler geworden war. Und seine Erfahrungen will jeder für sich allein machen, müßte er sie auch mit tausendfachem Leid bezahlen... Das habe ich nicht gewußt, als ich— immer noch Neuling in der Welt— um Etta warb. Erst durch Schmerzen werden wir weise. Darum giebt es wohl manchen, der seine Schmerzen nicht eintauschen möchte für die Freuden anderer... Ich habe in Ländern, die eine heißere Sonne kennen, tagelang allein unterm tiefblauen Himmelszelt gelegen. Ich habe die großen, leuchtenden Sterne des Nachts kommen und gehen sehen...“ „In der Einsamkeit löst man die großen Rätselfragen des Daseins, nicht in dem dunstigen Staubnebel volkreicher Städte. In der Stille wird man am ehesten gesund. Und wem die Innenwelt nicht die Welt der Geschehnisse ersetzt, der versteht nicht zu leben.“ Sie reichte ihm wortlos die Hand. ——„Sie haben kein Kind“, sagte sie viel später.„Von einer Mutter dürfen Sie nicht verlangen, daß sie die Schmerzen des Lebens lieben lernt. Sie haßt sie alle, sobald sie ihr Kind treffen.“ Nun schwieg auch er. Aber er lächelte eigen, als wollte er sagen: „ich überzeuge Dich schon noch!“— Bella von Thonau und Friedrich Hemmschuh sahen sich von nun an alle Tage. Friedel kam oft ins Schloß, um den Damen Gesellschaft zu leisten, lieber aber war es ihm, wenn er mit Bella allein weite Fußtouren machen konnte. Weder Frau von Krosinsky noch die ältliche Erzieherin Bellas fanden diesen Verkehr unstatthaft. Bella war nach Fräulein Hungars Meinung das einzige Mädchen in der Welt, das keiner Ehrenwache bedurfte, und Frau von Krosinsky wiederum war zu sehr von der Anziehungskraft Ettas auf den Jugendfreund überzeugt, um in seinem Verkehr mit dem Schloßfräulein etwas anderes zu sehen als achtungsvolle Kameradschaft. Was Friedel betraf, so zog sie auch vollkommen richtige Schlüsse. Nicht einer seiner Gedanken streifte die Möglichkeit einer Verbindung mit Bella von Thonau. Bella aber war durch das Leben zu sehr geschult, um nicht aus Klugheit eine Selbstbeherrschung zu zeigen, von der sie innerlich sich sehr weit entfernt wußte. Wollte sie Friedel behalten, so mußte sie ihm Freundin bleiben. An einem Regentage— sie hatten lange auf der Schloßterrasse gesessen und Schach gespielt— stand Bella von Thonau plötzlich unschlüssig auf und sagte befangen: „Ich möchte Ihnen wohl etwas zeigen, aber— ich weiß nicht recht, ob es Ihnen Freude machen wird.“ „Eine Ueberraschung also“, lächelte er.„Im allgemeinen mißglücken solche Ueberraschungen wohl. Und ich bin kein Freund davon, denn ich liebe die Vorfreude... Bei Ihnen wird es anders sein.“ „Hoffen wir es!“ sprach sie zuversichtlicher als bisher.„Und nun kommen Sie. Ich habe Ihnen noch nicht unseren neueingerichteten Salon gereigt: „Ah! Der Maler soll Ihren Geschmack beurteilen, Fräulein Bella! Natürlich werde ich loben müssen. Sie schaffen sich immer eine harmonische Umgebung.“ Schon im Weiterschreiten meinte sie neckisch und traurig zugleich: „Ich fürchte, meine neuen Möbel kommen heute zu kurz. Sie gingen durch mehrere Prunkgemächer, die Friedel schon von des Generals Zeiten her kannte. Denn ein paar Mal hatte man damals Etta zu Liebe den Dorfkünstler aufs Schloß kommen lassen. Nun standen sie in dem reich ausgestatteten Salon. Aber Friedel schwamm es vor den Augen. Er sah nichts, als ein Bild sich gegenüber. Die„Selbstliebe“ in kostbarem Rahmen grüßte ihn von der Wand herab, und Ettas bange Augen durchschauerten sein Herz. „Mein Gott, mein Gott!“ sagte er leise. Bella stand hinter ihm. Blatz bis in die Lippen, mit gerungenen Haden scade de beld ust det Büld bad us den dsltongsticten Friedel. Aber sie bemeisterte mit dem Heroismus des liebenden Weibes die eigene Seelenqual, um sie dem Geliebten zu verkürzen. „Gehen wir!“ sagte sie, Friedel leise die Hand auf den Arm legend. „Ueberraschungen taugen doch nicht. Ich hätte Sie vorbereiten müssen. Verzeihen Sie mir.“ „Lassen Sie, lassen Sie!“ antwortete er, ganz in den Anblick seiner Schöpfung versunken.„Ja, es packt mich, und es zerquält mich, aber ich liebe meine Arbeit, wie ich das Weib liebe, dem sie gegolten, ewig!“ Sie zuckte zusammen, als habe sie einen Streich empfangen, und dann trat sie von ihm fort, in die Fensternische, um bitterlich zu weinen. Darum also hatte sie sich die Qual dieses herrlichen und doch fast gehaßten Bildes ins Haus genommen! „Ewig!“ Noch einmal sagte Friedel traumverloren das bedeutsame Wort. Es klang wie ein Schwur. Er achtete nicht auf Bella, er wußte kaum, wo er sich befand. Er sah Etta vor sich stehen, er hörte ihr süßes Plaudern, den girrenden Lachton ihrer Stimme!“ „Herr Gott, nicht vergessen zu können!“ Er hatte wohl zu lange vor dem Bilde geweilt. Am Ende bielt ihn die Schloßherrin für einen recht eitlen Patron, der sich in Selbstbewunderung nicht genug thun konnte. Seine Augen suchten Bella. Vergebens. Sein guter Kamerad hatte ihn nicht stören wollen. „Ein prächtiges Mädchen, diese Bella! Klar, fest, verständig, ohne alle Eitelkeit!“ Erst am Nachmittag konnte er Bella für den Ankauf des Bildes banken. „In Ihren Händen sehe ich es am liebsten!“ sagte er einfach... Viel später, bei einem Spaziergang, scherzte er über die„Amerikanerin". die seine„Selbstliebe“ über den Ozean habe entführen wollen, was ihm durchaus nicht in den Kram gepaßt hätte.„Das beste Schaffen erhält man gern dem Vaterlande“. meinte er. „Sie haben viel für die Fremde gearbeitet“, antwortete sie ein wenig vorwurtsvoll. „Der Deutsche schätzt erst, was ihm der Fremde preist!“ entgegnete Friedel mit Humor.„Aber vielleicht ist seine Vaterlandsliebe darum am tiefsten, weil er nichts davon weiß.“ „Sie haben sie empfunden?“ fragte sie ernst. „Das weiß Gott!“ antwortete er.„Wer möchte deutsche Art und deutsches Wesen missen, deutsche Kunst und— ein deutsches Weib?“ Er sah ihr lange sinnend in die klaren Augen. Und halb unbewußt kam ihm der Gedanke:„Wie glücklich ist der Mann zu preisen, dem sie ihre Liebe giebt!“— Erst viel später entgegnete er: „Ich lächle oft über diejenigen, die die Zeit verdammen, in welcher wir leben. Es ist eine wühlende, ringende, und deshalb an Fäulnis und Grausamkeit reiche Zeit, aber schön ist es doch, in ihr zu stehen, hoch, hoch oben, über den Thälern, und in das Morgendämmern rings bineinzurufen„Es wird Licht!“ Dae London die durch das nimmt in einig Charakter an. ernte gilt so die Grasschaft Norwick binn betrug. Insol isoliert. Alle wegen Unterst der beliebteste vom Bahnver der Great Ro Kings=Lynn allen übrigen Manöver sind auch die für großen Verbä I — Auf Spaziergänger Stoffjackett un Tuch. Die P Rauener Mes mittelung des Täter in Spa — Selb paares. An Erziehungsan Jahren und e Schußverletzun wurden in da Arzt Schußvei — Mor drama hat sich Hause Friedric der 34jährige ermorden. 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Von Tag zu Tag verschlimmert sich die durch das andauernde Regenwetter geschaffene Lage und nimmt in einigen Teilen Englands nachgerade einen katastrophalen Charakter an. Die Heuernte ist vernichtet, und die Getreideernte gilt so gut als verloren. Am schlimmsten wurde gestern die Grasschaft Norfolk mitgenommmen, in deren Hauptstadt Norwick binnen zwölf Stunden der Regenniederschlag 6 Zoll betrug. Infolge der Ueberflutung wurde die Stadt gänzlich isoliert. Alle Eisenbahnverbindungen in der Grasschaft sind wegen Unterspülung oder Ueberschwemmung unterbrochen. Einige der beliebtesten Seebäder an der englischen Ostküste sind plötzlich vom Bahnverkehr mit London abgeschnitten. Der Abendexpreß der Great Northern von London nach Yarmouth blieb bei Kings=Lynn liegen. Aehnliche Hiobsbotschaften treffen aus allen übrigen Distrikten ein, insbesondere aus Wales. Die Manöver sind endgültig eingestellt. Wahrscheinlich wird man auch die für den kommenden Montag geplanten Manöver in großen Verbänden absagen lassen. Neues aus aller Welt. — Auf der Spur des Nauener Messerstechers. Spaziergänger sanden im Spandauer Stadtwalde ein blaues Stoffjackett und nicht weit davon ein Paar blaue Hosen aus Tuch. Die Polizei rechnet damit, daß diese Gegenstände dem Rauener Messerstecher gehören und hofft auf eine baldige Ermittelung des Täters. Der Fund läßt darauf schließen, daß der Täter in Spandau oder in dessen allernächster Nähe wohnt. — Selbstmordversuch eines jugendlichen Liebespaares. Am Dienstag fanden Arbeiter auf dem Gelände der Erziehungsanstalt in Lichtenberg ein junges Mädchen von 15 Jahren und einen um drei Jahre älteren jungen Mann mit Schußverletzungen in der Brust auf. Die beiden jungen Leute wurden in das Augusta Viktoria=Krankenhaus gebracht, wo der Arzt Schußverletzungen in der Brust feststellte. — Mordversuch eines Verschmähten. Ein Liebesdrama hat sich am Dienstag morgen gegen 5 Uhr in dem Hause Friedrichstraße 41 zu Lichtenberg abgespielt. Dort versuchte der 34jährige Arbeiter Karl Günterberg seine Geliebte zu ermorden. Der Täter suchte zu entfliehen, wurde jedoch von der Lichtenberger Kriminalpolizei festgenommen und in das Untersuchungsgesängnis eingeliefert. — Vergrabene Schmucksachen aus dem Dreißigjährigen Kriege. In Kulmbach stieß man bei Ausschachtungsarbeiten zu einem Neubau in der Tiefe von 1 Meter auf eine Reihe von Goldsachen, die aus dem 17. Jahrhundert stammen und wahrscheinlich während des 30jährigen Krieges vergraben wurden. Die gesundenen Goldsachen sollen einen Wert von 30000 Mark haben. — Am 20 Heller ermordet. Am 12. Februar d. Is. verschwand in Wien der.15jährige Bäckerlehrling Joseph Rusalem. Jetzt hat ein junger Mensch eingestanden, den jungen Burschen wegen 20 Heller, die er ihm geborgt und nicht zurückerhalten konnte, geohrfeigt und in seiner Wut ins Wasser geworfen habe. — Verbrecherschlacht in einem Restaurant. In ein Restaurant in Warschau drangen Banditen ein und plünderten mit vorgehaltenem Revolver sämtliche Gäste aus. Ein Gast, der den Verbrechern Widerstand entgegensetzte, wurde erschossen, ein zweiter Gast tödlich verletzt. Zwischen Polizisten und den Verbrechern kam es schließlich zu einem Feuergefecht, wobei fünf Passanten und ein Polizist schwer verletzt wurden. Nur einer der Banditen konnte festgenommen werden, während die übrigen entkamen. — Eine nichtswürdige Tierpuälerei begingen in Neukölln bei Berlin fünf 11 bis 13 jährige Knaben, die mit sechs Küken„Krieg“ spielten, wobei die Tiere den„Feind“ markieren mußten. Die Jungen rissen den armen Tieren die Beine aus und bewarfen sie dann solange mit Steinen, bis sie tot waren. Die Kriminalpolizei stellte die Ramen der gefühllosen Bürschlein sest, die wohl einen derartigen Denkzettel bekommen werden, daß sie nie wieder ein Tier zum Scherz quälen werden. — Durch einen Schuß ins Herz wurde in Kattowitz der Polizeisergeant Lorat von dem früheren Kontoristen Solik getötet, als er diesen wegen Teilnahme an Streitigkeiten verhaften wollte. * 105 Koasching in Oberbayern, 28. Aug. Das hohe Alter von 105 Jahren erreichte die Maurerwitwe Sabine Weiß, die jetzt im Alter von 105 Jahren 5 Monaten gestorben ist. Die Greisin hatte sich ihre geistige Frische bis zum letzten Tage bewahrt. Schiste=Anfalle. Ein Dampfer untergegangen. Oporto, 28. Aug. Die Blätter von Oporto veröffentlichen eine Meldung, wonach der deutsche Dampfer„Ada Eleonore" mit Anthrazitladung im Meerbusen von Biskaya mit Mann und Maus untergegangen ist. Verschjedenes. „Deutsche“ Sänger. Etwa 200 Sänger aus Rheinland und Westsalen haben in den letzten Tagen unter Führung des Männergesangverein Orphea aus Aachen mit dessen Dirigenten Pütz eine Sängerfahrt nach Paris veranstaltet und dabei wiederholt in großen Wirtschaften und auf den Straßen die— Marseillaise gesungen! Ein Teilnehmer berichtet darüber in einem Aachener Blatt: „Nach dem Essen sangen wir vor dem Hotel in der Rue Honoré einige Lieder. Der Verkehr stockte, Hunderte von Wagen nach rechts und links standen still und die Franzosen lauschten unseren Liedern. Sämtliche Fenster waren besetzt und die Begeisterung(?) wollte kein Ende nehmen, als wir die Marseillaise vierstimmig anstimmten. Die Verkehrsstockung war so groß, daß schließlich ein Schutzmann erschien und uns bat, zur Vermeidung von Unglücksfällen weiterzuziehen. Jedoch drohend wandte sich die Menge gegen den Schutzmann und ungehindert sangen wir unter tosendem Beifall der Menge die Rationalhymne zu Ende. Es hätte nicht viel gefehlt, dann hätten die Franzosen unseren Pütz auf den Schuliern davongetragen.“ Den 1200 Franzosen, die kürzlich in Berlin waren, ist es nicht eingefallen, Heil dir im Siegerkranz oder Deutschland, Deutschland über alles zu singen. Aber Deutsche bringen ja alles fertig! Ein Gemütsmensch. Während eines kürzlich in Erding(Bayern) abgehaltenen Marktes kam es, als der Alkohol seine Wirkung tat, zu Streit und schließlich zu Tätlichkeiten. Einer der Kampfhähne fuhr einem Postboten mit einem scharfen Messer über den Kopf und durchschnitt ihm dabei das halbe Ohr, so daß es nunmehr lose hing. Der Postbote riß es ganz weg und warf es mitten auf den Tisch mit den trockenen Worten:„Do könnt's dös Ohrwaschl a no hab'!“ Letzte Nachrichten und Telegramme. “ Das Befinden des Kaisers. Berlin, 29. Aug. Ueber das Befinden des Kaisers wird berichtet: Die Schmerzen haben sich verloren. Zur völligen Wiederherstellung bedarf es noch einiger Tage der Schonung. Wilhelmohöhe, 29. August. Der Kaiser machte gestern vormittag bei günstigem Wetter einen längeren Spaziergang. Der Kaiser reist nach der Schweiz. Köln, 29. August. Zwei Berliner Telegramme der „Kölnischen Zeitung" über die Aussichten der Schweizerreise des Kaisers besagen: Das letzte Wort fällt natürlich den Aerzten zu. Jedenfalls ist bis heute der schweizerischen Regierung keine Absage übermittelt worden. Infolge der Besserung im Befinden des Kaisers ist die größte Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß die Reise stattfindet. Auch dürfte das Reiseprogramm mit einigen unwesentlichen Aenderungen durchgeführt werden. Berlin, 29. August. Nach Blättermeldungen sollte die Reise des Kaisers nach der Schweiz aufgegeben worden sein, weil der Gesundheitszustand des Kaisers sie nicht erlaube. Der „Täglichen Rundschau"(Nr. 403) wird von amtlicher schweizerischer Stelle mitgeteilt, daß die Schweizerreise bestimmt stattfindet. Das Befinden des Monarchen hat sich derart gebessert, daß die Leibärzte keine Bedenken gegen die Reise nach der Schweiz mehr ausgesprochen haben. Die schweizerische Gesandtschaft ist amtlich davon verständigt worden, daß der Kaiser am 2. September nach der Schweiz abreisen wird. „„* Explosion einer Lokomobile. Nordhausen, 29. Aug. In der Nähe des Rachbarortes Wallhausen explodierte gestern morgen der Kessel eines Dampfpfluges. Die Explosion war so stark, daß die Hinterräder der Lokomobile ungefähr hundert Meter weit geschleudert wurden. Drei Personen wurden schwer verletzt. Das mörderische Auto. Chemnitz, 28. August. Als nachmittags 6 Uhr auf der Zschopauer Landstraße zwei Kinder, beim Obstauflesen beschästigt. einem Wagen ausweichen wollten, wurden sie von einem gleichzeitig vorüberkommenden Automobil überfahren. Der sechsjährige Knabe Uhlig war sofort tot, das zehnjährige Mädchen Lange wurde lebensgefährlich verletzt. Eine fürstliche Verlobung. Wien, 29. Aug. Prinzessin Leontine zu Fürstenberg, die älteste Tochter des Prinzen Max Egon zu Fürstenberg hat sich gestern auf Schloß Heligenberg in Baden mit dem Erbprinzen Dincenz zu Windischgraetzsch, dem Sohne des österreichischen Herrenhauspräsidenten, verlobt. Der Bräutigam ist am 3. Sept. 1882 geboren. Er ist Attache der oesterreichischen Gesandt, schaft zu Sofia. Prinzessin Leontine ist 10 Jahre jünger als ihr Bräutigam. Prinz Heinrich in Gefahr. Peteroburg, 29. Aug. Der Eisenbahnzug, worin Prinz Heinrich von Preußen sich befand, ist hinter Irkutsk zwischen den Haltestellen Gablon und Macom entgleist. Verletzt wurde niemand. Prinz Heinrich befindet sich bekanntlich auf der Fahrt nach Japan um den Kaiser bei den Beisetzungsfeierlichkeiten zu vertreten. Ein Flieger verbrannt. Paris, 29. Aug. Der Flieger Leutnant Chandenier, der mit einem Doppeldecker von Douay nach Chalons fliegen wollte, stürzte bei Orecy sur Serre ab. Der Apparat ging in Flammen auf, der Flieger selbst verbrannte vollständig. Mulay Hasid sitzt auf dem Trockenen. Paris, 29. Aug. Die„Doss. Ztg.“ meldet: Mulay Hafid hat die von Frankreich für seine Kur in Dichy gespendeten 400 000 Frcs. durch Ankäufe und Freigebigkeit verausgabt und sitzt jetzt in Versailles auf dem Trockenen. Als alle Gesuche um eine neue Liebesgabe abschlägig beschieden wurden, schloß er sich in sein Hotelzimmer ein und läßt niemanden vor. Italienische Flottenbewegung. Jaffa, 28. Aug. Melduug des Reuterschen Bureaus. Sechs italienische Kriegsschiffe sind vor Jaffa eingetroffen. Während drei nordwärts weiter dampften, ankerten die Panzerkreuzer„Francesco Feruccio",„Giuseppe Garibaldi“ und der geschützte Kreuzer„Coatit“. Die Untersuchung des Levantedampfers„Leros“ wurde von dem Kreuzer„Coatit“ ausgeführt. * Die Wirren in der Türkei. Sofia, 29. August. Bei der religiösen Gedenkfeier der „Schlacht von Schipka forderte der amtierende Erzbischof von der Kanzel aus die Regierung auf, den Krieg gegen die Türkei zur Befreiung der maze donischen Glaubensbrüder zu wagen. Aufruhr in Libanon. Beirut, 29. Aug. In dem Libanonort Ain Sofar kam er gestern zu blutigen Tumulten. Diele Hunderte aus ihren Bergdörfern herabgeeilte Drusen griffen die chriftlichen Milizsoldaten an, die ihrerseis von der christlichen Bevölkerung unterstützt wurden. Auf beiden Seiten gab es zahlreiche Tote und Verwundete. Alle Fremden sind geflüchtet. Neue Grenzzwischenfälle. Saloniki, 29. Aug. Die von Mohamedanern bewohnte Ortschaft Zovice bei Kolasin wurde von Montenegrinern eingeäschert und ausgeplündert.— Eine bulgarische Bande, die aus 20 Mann bestand, drang in die Ortschaft Lenischte bei Perlepe ein und warf eine Bombe in ein Amtslokal, das durch die Explosion zerstört wurde. Die Bande entkam. Die anerkannt vorzüglichen Specialmarken der Cigarettenfabrik Dandv-Chic-VoildCibsonenl Traderurdensuchen liefert rasch und in sauberster Ausführung die Buchdruckerei Fritz Küching. — Ein Naggon Rotkohl eingetroiien, nachwelsich 3300 Stck. prima Mars Zl Ein Naggon Birnen, Einmachbirnen und Essbirnen, ebenfals ein verkaufe dieselben auch spottbillig am Sonnabend an Witwe Fuhrmann's Ecke(Hauptstand). Habe noch einige Zentner Soester Stängen-Belllenm iIig. uas Tiand abzugeben. NB. Da die Fleischpreise täglich steigen, wolle man sich Gemüse sichern; Rotkohl, der sich längere Zeit hält, kann man auf Vorrat kaufen. Friedrich Graff, 7 1 1 Mord zu Brechten! 1000 Mark Belohnung! Am Dienstag, den 20. August 1912, nachmittags 5 Uhr, wurde bei Brechten, Kreis Dortmund, in einer Waldung an der Bergstraße(sog. Bramei) die entkleidete Leiche einer männlichen Person im Alter von etwa 20 Jahren gefunden. Der Tod ist gewaltsam durch Erwürgen und Erdrosseln mittels eines Bindeschlipses von fremder Hand herbeigeführt. Die Persönlichkeit der Leiche ist noch nicht festgestellt. Die Leiche ist 162 cm lang, hat lange dunkelbraune, etwas lockige Haare, blaue Augen, keinen Schmirbart, regelmäßigen Körperbau, mäßig entwickelte Muskelatur. uur wonige Haare, Plaue Augen, . B e s o n d e r e K e u n z e i c h e n: I n d e r v o r d e r e n o b e r e n Z a h n r e i h e f e h l t d e r l i n k e m i t t l e r e S c h n e i d e z a h n. A n d e m M i t t e l f i n g e r d e r l i n k e n H a n d b e f i n d e t s i c h a n d e r I n n e n seite des obersten Nagelgliedes eine Warze. Am Zeigefinger der rechten Hand fehlt das obere Drittel des Nagels. Der obere Teil des Nagelbettes ist verschrumpft. der Leiche wurden folgende Gegenstände gefunden: 1. ein weißer Stehkragen(H. F. Hermanns u. Froitzheim D. M. 480 Posa 34); der Kragen scheint neu gekauft zu sein. 2. ein blaugestreiftes Vorhemd. 3. ein Paar Hosenträger, an dem sich eine Flickstelle befindet. 4. ein langer Bindeschlips, schwarz=violett gestreift. 5. ein baumwollenes gelbes Unterhemd mit einem kleinen weißen Porzellanknopf, der die Zahl 40 trägt und mit nachstehender aufgenähter Marke:„Garantiert echt amerikanische Pflanzenfaser.“ Wahrscheinlich ist der Getötete die Person, welche mit zwei Bergleuten am Dienstag, den 20. August 1912, vormittags 11 Uhr, von Brechten über die Bergstraße gekommen, eine Zeugin nach Lünen gefragt und in das Waldstück, in dem die Leiche gefunden wurde, eingebogen ist. Einer von den Dreien trug ein Paket in der Form und Größe eines Bauernbrotes, das sich in einer weißen Stoffhülle befand. Drei Personen gleichen Aussehens sind nachmittags gegen 2¾ Uhr aus der Richtung von Gahmen auf der Bergstraße zurückgekommen und sind wieder in dasselbe Waldstück hineingegangen. Nach einer halben Stunde sind nur 2 der vorbezeichneten Personen aus dem Walde herausgekommen und haben denselben Weg nach Brechten eingeschlagen, den die drei Personen vormittags gekommen sind. Hierbei trug einer ein in blaues Tuch eingehülltes Paket, das er kaum umfassen konnte. Es besteht der dringende Verdacht, daß die letztbezeichneten 2 Personen die Täter sind und der dritte, nicht mit zurückgekehrte, der Getötete ist. Alle drei Personen waren im Alter von etwa 20 Jahren und bartlos. Der Kleinste von ihnen, der vermutlich Getötete, war mit einem dunklen Anzug, Vorhemd und Stehkragen bekleidet und trug eine grau=grüne Sportmütze mit breitem Schirm. Die beiden anderen waren mittelgroß, jedoch auch unter einander von verschiedener Größe. Der größte der beiden vermutlichen Täter war mager und hatte hellblonde Haare und Pockennarben im Gesicht. Er trug einen hellen Anzug und einen weichen, hellbraunen Filzhut mit einem breiten, dunkleren, grünlichen Bande. Er trug anscheinend einen roten Schlips oder rotes Vorhemd. Der andere, etwas kleinere, trug einen steifen, schwarzen Hur, einen dunkelbraunen Anzug, der rötlich karriert war, wahrscheinlich auch Kragen und Vorhemd. Er hatte schwarze Haare. Alle drei Personen sprachen hochdeutsch. Es hat den Anschein, als wenn sie in Gahmen, Lünen oder umliegende Ortschaften zu Mittag gegessen hätten. Für Ermittelung der Täter ist obige Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt. Sachdienliche Angaben sind bei der nächsten Polizeibehörde oder bei der Staatsanwaltschaft Dortmund zu dem Aktenzeichen 9 J. 1256/12 zu machen. Der Erste Staatsanwalt: Friedheim. Dortmund, den 26. August 1912. Trunksucht! Wer unter seinen Freunden oder Verwandten jemand hat, den er von der Trunksucht befreit wissen möchte, oder wer sich überhaupt aus idealen Gründen für die Nüchternheitsbewegung interessiert, wolle sich persönlich oder schriftlich wenden an Fierrn Rose, Guttemplerheim, Dortmnund, Ostwal 46. 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Nachfolgend Metauidüir uit Daungn. bestehend in Ansprachen, Konzert und Tanz. Um zahlreiche Beteiligung der Kameraden mit ihren Angehörigen wird besonders ersucht. Der Vorstand. Sterberasse Annen. (Vereinslokal Jägerhaus) Sonntag, 1. Septbr. d. nachmittags 3 Uhr Zahlungstermin der 1. Abteilung von Nr. 1 bis 700. Diejenigen Mitglieder, welche länger als 6 Monate mit ihren Beiträgen im Rückstande sind, werden ersucht, dieselben in diesem Termin zu entrichten, andernfalls ihre Mitgliedschaft verloren geht. Der Vorstand. Resersichen! Freitag, den 30. Aug. 1912 mittags 12 versteigere ich als Vertreter des Herrn Gerichtsvollziehers Runne beim Wirt Langmann in Annen: 3 Küchenbüffets, 1 Teichteilmaschine, 1 Bett, 1 Waschkommode, 1 Schreibpult, 1 Warenschrank, 4 Sättel, 2 1 Sofa, 1 Kleiderschrank, 1 Ofen, 11 Wolldecken u. a. Sach. öffentlich meistbietend gegen Barzahlung. Witten, den 29. August 1912. 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Bierdimpfl:„'s ist'n bißchen viel geworden heut; also Vorsicht beim Abstieg! Am besten ist's, man geht rückwärts, da bleibt man schwindelfrei!“ ##. Brarch -Gerliss —„Gestatten Sie, Herr Bierdimpfl!“—„Ist's die Möglichkeit? Seit zwei Stunden gehe ich nun schon nachhause, und immer wieder bugsiert mich einer ins Wirtshaus zurück!“ 34 Meteorologisches. Fritzchen:„Onkel, reibe Dir nur tüchtig Dein Bein ein, damit wir am Freitag bei unserem Schulausflug recht schönes Wetter haben!“ * Fabel. Der Fuchs biß einen Hasen tot. „Dir ist es noch geglückt", Sprach er gerührt;„so mancher wird Geschossen und gespickt!" Fr. 9. 244 Erklärlich. „Ihre Braut kommt mir immer so gedrückt vor!“ —„Bedenken Sie die Last der Millionen!" Glosse. Und läßt du deine Herr'n Kollegen Im Lauf weit hinter dir zurück— Nicht einer räumt dir ein deswegen Das Recht auf ein besond'res Glück. Emil Hantsch. Höchste Zeit. Gauner(vor der Wettersäule, bei Null Grad):„Höchstens noch 2 Grad, dann muß ich aber schaun... daß sie mich einsperren?!“ Eine Moderne. * „Weißt Du, Anneliese: wenn Deine Eltern unsere Heirat nicht zugeben sollten, entführe ich Dich einfach im Automobil.“ —„Ach, nein, Guido; wenn Du bis dahin keinen Lenkbaren hast, kann aus der Partie nichts werden.“ Starkes Angebot. „Sagen Sie mal: haben Sie etwa einen Kindergarten oder eine Kleinkinder=Bewahranstalt im Hause? Ich sah vorhin mindestens dreißig Mütter mit ihren Kleinen vor dem Hause stehen:. —„Ach so— nein, die Sache liegt anders; wir haben nämlich im ersten Stock ein kinderloses Ehepaar, und die haben gestern annonciert, daß sie ein Kind adoptieren möchten.“ Schüttelreim. Sie blühte still als Rose lange, Jetzt ist sie eine lose Range. a Die Absage. „Kommerzienrats haben ihr Wohltätigkeitsfest absagen lassen.“ —„Eine Wohltat!“ Gemeinsames Los. Ein Handschuhpaar und ein hübsches Kind Können wohl von sich sagen: Solange wir etwas Neues sind, Will man auf Händen uns tragen. Peier Paul. Kein Mannskript. Redakteur(dem die Geburt des zwölften Kindes gemeldet wird):„Ach— so was läßt sich nicht zurückschicken!“ Annonce. Gesucht wird ein Kassierer. Bevorzugt ein solcher, welcher besondere Kennzeichen hat. Craubentrost. Viel Unkraut wächst auf dieser Welt, Das Collkraut wohnt im Weizenfeld,] Und dennoch mir's so wohl gefällt, Der Dornen viel und Disteln; Auf Dappeln wuchern Misteln. Möcht' nit wo anders leben; Crotz all dem Unkraut auf der Welt] Der Wein, der gold'ne Wein— Gedeihen doch die Reben!] Er soll mein Cköster sein! Viel Bosheit quält das Menschenherz Elf Monde lang gehört's dem Schmerz Viel Ceufelei und Cücke;. 1. Und einen nur dem Glücke. Es läßt sich eine Welt voll Forn] Der Wein, der gold'ne Wein— Im Craubentrost ertränken!] Er soll mein Cröster sein! Gottlob, noch weiß ich einen Vorn, Mein Grämen zu versenken: 20 4. K Ein ehrliches Rennen. Radfahrer(beim Radrennen):„Alles Schwindel! Es gibt überhaupt kein ehrliches Rennen mehr; oder haben Sie vielleicht schon eins erlebt?“—„O ja; der Kerl, der damals allen andern voran war, hatte das Rad gestohlen.“ Ein guter Junge. Vater(abends in der Kneipe): wohl nach Hause gehen müssen?“ Söhnchen:„Ach. trinke auf meine Verantwortung!“ „Jetzt werden wir man noch eins, Bater;“, „Wie man So sprach „Jawohl“, „Wer son Ertappter ich fühle mich oh und elend.“ Junger Arz Patient werden!“ Wirt(zum der Sie gestern mo Gast:„So; „Gestern war Kellner:„I „Habe ich be Kellner:„N Erster Reise die Zimmer halbm Ein Sch „Warum heirate Sie die Frauen do —„Sie sollen verehrungswürdig 5 dann hätte ich dor Bei 80° Reau unausstehlichen Witz henUte ben Reig welt Gesch einzi deut ware Güte Sede mäch nach gesch wurt Entse Krieg shns Angebot. Sie mal: etwa einen oder eine Bewahran= ause? Ich mindestens er mit ihren dem Hause o— nein, egt anders; nämlich im ein kinderir, und die annonciert, Kind adop7. kreim. ill als Rose se eine lose C8 sage. enrats hahltätigkeitslassen.“ Lohltat!“ des Los. hpaar und osches Kind I von sich üir etwas sind, uf Händen igen. Peier Paul. in solcher, zefällt, Born, erden wir Vater.“!“ Fabel. „Wie mancher wäre stolz auf solch ein Gitter!" So sprach ein Hammel einst den Löwen an. „Jawohl", versetzte der Gefang'ne bitter, „Wer sonst nicht Achtung sich verschaffen kann!“ Ehezwist. Er:„Nun, wenn Du es dann wissen willst: ich habe Dich nur Deines Geldes wegen geheiratet!“ Sie:„Ich möchte Dir auch einen Grund angeben; aber ich habe bis heute noch keinen gefunden!" Schwere Strafe. Ertappter Einbrecher:„Herr Doktor, zeigen Sie mich nicht an— ich fühle mich ohnehin vor Schreck, daß Sie mich abgefaßt— ganz krank und elend.“ Junger Arzt:„Na, dann müssen Sie wenigstens zur Strafe mein Patient werden!“ Boshaft. Wirt(zum Gast, der einen gebratenen Hahn ißt):„Das ist der Hahn, der Sie gestern morgen geweckt hat!“ Gast:„So; konnte denn der alte Herr noch krähen?“ □5 In der Stammkneipe. „Gestern war ich wohl sehr bekneipt, Jean?“ Kellner:„Jawohl, Herr Spund!“ „Habe ich bezahlt?“ Kellner:„Nein, so bekneipt waren Sie nicht!“ So'n bitzchen wanzösisch... Erster Reisender:„Können Sie mir sagen, warum im Hotel Meyer die Zimmer halbmal so teuer sind als im Hotel Müller, aber nicht einen Deut besser?“ Zweiter Reisender:„O ja. Im Hotel Müller wird Ihnen bloß Aufwartung und Licht berechnet, im Hotel Meyer aber Servis et bongies.“ Ein Schlauer. Verschnappt. Er:„Gestehe, Du hast mir ein Zehnmarkstück aus der Westentasche genommen!“ Sie:„Durchaus nicht; aber ich glaube, die Tasche hat ein Loch!“ Er:„Dummes Zeug.... dann hätte ich doch auch meinen Trauring daraus verlieren müssen.“ „Warum heiraten Sie nicht, da Sie die Frauen doch so verehren?" —„Sie sollen mir eben immer verehrungswürdig bleiben!“ e Aus der Schule. Lehrer:„Also, mit welcher Waffe schlug Simson die Philister?“ (Tiefe Stille.) Lehrer(auf sein Kinn deutend): „Na, was ist das?“ Die ganze Klasse:„Ein Eselskinnbacken!“ Kasernenhorblüte. Unteroffizier:„Kerl, ich ’aube, der Storch wollte Ihre Eltern— als er Sie brachte— foppen!“ Ein aressierter Hund. „A' nett's Hunderl hab'ns — Herr Bierhuber!“ „Ja— und a' gescheit's, a' dressiert's Tierle!— Moane Sie, der sauft Wasser?“ E Grünschnäßel. „Ja— die Eltern können wir uns eben nicht aussuchen; da muß man halt hin und wieder'n Auge zudrücken!" Der Verschwender. Sommerlicher Druckkehler. Bei 80° Reaumur erlahmte der Redakteur unter dem Druck der unausstehlichen Witze. * „Ja, denken Sie sich: pumpt mich der Kerl um einen größeren Betrag an und geht von mir direkt —.... in die Kneipe!“ „Bewahre, das hätte ich ihm schließlich nicht verübelt: in die Badeanstalt ist er geganger!“ neu ein sche Schlechte Zeiten. „Ja, ja, es sind miserable Zeiten; nicht das Benzin zum Auto verdient man!" Das berittene Echo. Aus der Schule. Lehrerin:„Was ist wohl eine Waise?"(Tieses Schweigen.) Lehrerin:„Nun, ich bin eine Waise!" Der kleine Lehmann:„Jetzt weiß ich, was eine Waise ist!" Lehrerin:„Nun, was denn?“ Der kleine Lehmann:„Eine Waise ist eine Dame, die sich verheiraten will und keinen Mann kriegt!" Zweitelhatter Crost. .:„Nun, mein junger Freund, schon so betrübt und erst so kurze Zeit verheiratet?“ B.(mißmutig):„Ach, ich hätte nie geglaubt, daß eine Frau ein so teures Möbel ist.“ .:„Na, aber dafür hat man sie auch lange.“ 8A5 Rache. Schulze:„Aber Peter, Ihr habt ja am vorigen Sonntag ein falsches Geldstück in die Büchse geworfen, als für die Heiden gesammelt wurde.“ Peter:„Ja, das habe ich absichtlich getan, die Hallunken haben einen Verwandten von nir aufgefressen.“ Fremder:„Im Hirschgrund war doch früher ein so wunderbares Echo?“ —„Dös is a schwerer Reiter word'!" Verschiedene Gedanken. Er(sie küssend):„Wenn jetzt Ihre Mama käme Sie:„Ach ja; wenn sie doch käme!“ Gegenbeweise. Richter(im Ehescheidungsprozeß): „Ferner führt Ihr Gatte Klage darüber, daß Sie das Hauswesen in unerhörten Grade vernachlässigt hätten.“—„Sooo— na, das wird ja immer netter! Hier sind hundert Photographien, die mein Herr Gemahl während der siebenmonatigen Ehe selber von mir gemacht hat: einmal beim Kochen, zweimal beim Knopfannähen, siebzehnmal am Stickrahmen und achtzigmal beim Staubwischen!" Teures Experiment. C# * „Kann er auch apportieren?“—„Und ob! Borg' mir bloß mal Deine Stulle!" Hellsame Bewezung. „Also recht viel Bewegung— nicht wahr Patient: Herr Poktork“„.(4n—4 Arzt:„Jawohl, Herr Timpft; am besten wurs, sie schlössen sich der Antialkoholbewegung an!“ Bemmmertüicher bcchum Dr bert det Fatnl. Die„Annener Dienstag, Don Angeigegebn! weihzelle ober Beangspreis K. um — Telep Nr. 10 Die mehr Reiches weist welche das deut Geschichte des 9# einziges Mal deutschen Stämn waren, um einen Güter in neuem Sedan am 2. S geschichte kann mächtige Feind geschlagen, sonde wurde auch ges Entscheidung grü Krieg mit Fran können, wenn französischen Ka für Frankreich in in nationaler D# wollen wir uns sondern vor alle Erfolg von Sed Volksstämme un zu danken war, deutschen Volke Kriegsbereitschaft die wichtigsten? Machtstellung de der geistigen un des gemeinsamer saktor in der St valso für alle stärksten Träger werden, und alle Lkommen eigentli darf ein so gr. Xvorübergehen, ur was vor 42 Jal des vorzüglich au des Sedantages P Pädagogisches. Der überlegende Lehrer soll seine Überlegenheit über den nicht überlegenden darin bekunden, daß er die Überlegung bei seinen Schülern nicht so häufig anwendet wie jener. Zu den M schmückt. In der tag der Empfan Großherzog von prinz, Prinz Ei Thielt eine Anspre rüber aus, daß hindert ist. Die ins Leben zu ru sie bezwecke, der des Wohnungst Der König von blichen Eindruck“ Kaisers in Dres dankte sodat Festtafel statt. Die Paradtig von Sad kronprinzen, di serzöge von Se des Prinzen Lu und des Erbprit Sizzo zu ist im verlaufen. Wäl kreiste eine Flie Der Einzug sich zu einem ul überall in Gedränge und leste, zumal dar war Paradetafe treich anschloß, huf die Beine Ein kleine beneralfeldmars Pferde. Er wu dracht. Es han Befinden das Arzt:„Vor allen Dingen müssen Sie stark gewürzte Speisen vermeiden.“„„ Junger Ehemann:„und meine Frau kann nichts wetter kochen als Gulasch!“ Druck und Verlag von Geora E. 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