A T PTT Die„Annener Zeitung" erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Bezugspreis inkl.„Sonntagsblatt“ u.„Humoristische Blätter“. monatlich 40 Pfg. — Telephon-Nr. 334.— Nr. 76. 1909. für Annen und die benachbarten 14 Grtchaften. Alltrriches Hrgerkt. *— Anzeigegebühr für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg. Inserate finden bei der großen Auflage der Annener Zerprgz matte und billige — Telephon=Nr. 334.— Deutscher Feichebag, Sitzung vom 30. Juni. wieder zusammentat, erledigle die sozaldenotratsche Interpela. tion wegen Aufhebung der Getreidezölle, der Zölle auf Futtermitel und der Einsahrscheine auf Getreide. 6 Die Begründung der Interpellation erfolgte durch den Abg. und hemien.(I) der besonders auf die herschende Teuesierung kömne wegen einer voribergetenden Eschelnung, und Auch die Abgg. Kämpf(frs. Op.) und Fetger(frs. hielten eine plözliche Aufhebung der Zölle für untunlich, troten wver ga, deren allmähliche Herabsetzung ein. Peition zundweg ab. Pan9“ Am Donnerstag wurde die Finanzreform weiterberaten. * bußsrungen ist dieser Tage behauptet worden, daß SachverschiedenSeinen wmit persönliche Hifferenzen zwischen dem Bundesrate und seinen Zitgliedern und dem Reichskanzler beständen. Ich habe im Ramen des Herrn Reichskanzlers(Abg. Singer ruft: Warum kommt er nicht selbst?) und des Bundesrats, der mich mächtgt und darum ausbrichlch u die gundrücklich erals jeder Unterlage entben u.. dut diese Behauptung ist mit der Haltung und greug vurüchzuwessen. Der Bundesrat in der Finanzeform durche. de dern Reichskanzers hamzler danöchar daß ar aus einverstanden. Er ist dem Reichskunzler vunkvur, vuß er Kaiser und Reich den Dienst erwiesen Bayrischer Bevollmächtigter Graf Lerchenfeld: Nach dem, was der Stellvertreter des Reichskanzlers soeben erklärt 25. Jahrgang. auch kalle übrigen preußischen Minister abzuschaffen, dadurch wür# entschieden Geld gespart! ui. k. Jos.31s Jahlung der erhöhten Alterszulagen Tomsschullehrer und Lehrerinnen in Preußen soll möglicht beschleunigt werden. Wie die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet, sind die Regierungen von dem Kultusminister im Einverständnis mit dem Finanzminister ermächtigt worden, in allen Fällen, in deuen es nach Lage der bisherigen Besoldungsverhältnisse keinem Zweifel unterliegt, daß der Lehrer oder die Lehrerin den Bestimmungen des neuen Gesetzes unterworfen wird, schon jetzt die erhöhren Alterszulagen zunächst für das Rechnungjahr 1908 Perschen. auundah — Der französische Botschafter in Berlin Julius Cambon wurde am Mittwoch vom Reichskanzler Fürsten von Plw empfangen. Generalstaatsanwalt Dr. Isenbiel bleibt Sitzung vom 1. Juli. Auf der Tagesordnung steht die zweite Lesung des Braustener=Entwurfs. versciedenen Bunsten unverinder geblseben, vecndert worden, der Stasektarf aber sescsteses ese ce eie Basd e Taidsk und Gantende Las de Sonashen b 20c boin etwa auf 80 Millionen. Einen entsprechenden Antrag werde wir noch zum Steuertarif einbringen. Redner erörtert dann noch Zeukrum geinigt han 4) 948 den Amsanoe.25.ershahtriatane u der Steuersätze, se nach Rung von 4 bis 10 Dnk. dis erigen kleinen und mitleren Veriebe. Ju 3, eicht zum Nachtell der Unicht wieder verfalen. So wie der Staffetars sezt vorgeschlagen Das Braustei=Gewerbe hat ohnehin schwer zu känpfen infole der Zollerhöhungen für Rohstoffe des Gewerbes. Die Abwälwendigteit. Bieher st se viesach mitingen, well etnige Zentrunsantäge und erkldhr.—0 segen meiner Freunde habe ich zu wiederholen, daß wir, seibst unsere Anträge angenommen werden, trotzdem schließlich die ersgastener ige ablehnen werden. Dem, nachdem die Re Ke eae Se e ecece Weiter besütrwortet Redner einen Antag Freunde, der eine Stafflung der Steuer innerhalb der Grenzen ggn. 10 bis 20, statt 14 bis 20 M. pro Doppelzentner Rohstoff vordaß dadurch die Abwälung u.... Die Annahme, eastensganr esreinen ge cr Milionen Zürge e., Bicher widhe den Chunz in Acbshgn 10 abwüten folen hat die diese die Steuer auf das Pubikum! ants des Innern. on der Staatzset, Alt des ReicheStaatssekretär u. Bethmanne## Aveg: In Preßhat, möchte, ich auch noch ganz besonders die Bebauntur Leinem Posten„. lsetzte t s anwalt Dr. Isendiel bleibt a. angenche Versinungen zuschen Migleden des Banderatgschen zuricict die Geriche sotenz ine tong der Fabel verzien Unlauf. Vegrefich sprechzen, doßz der Her Neichekangse, der seit 1segus aueg— Oberpräsdent Hegel, der dle Racztoter Dr. Holit Bundesrate angehört, zu allen dessen Mitgliederndie st ein Enbel des berühmten Philosophen Heoe Sgeade un daer ange Khoet im woeden Mate austalcheat dem Ga:## personlichen Berstimmung zwischen, mir upd neichskanzier auf das entschiedenste zurück.(Beifall.) ragen daß u9 Serhe) pricht seine Absicht aus, zu betztlügen, buß diese Erklarungen morgen auf die Tages=Ordnung bemerkt noch, daß solche Erklärungen des zenannt wird ist ein Enkel des berühmten Philosophen Hegel Seit 1874 in der Justiz beschäfigt, war der neue Kandidat anngs der achtziger Jahre als Hilfsarbeiter im Kultusministerium beschäftigt. Vorübergehend war er Landrat in Jerichow und kehrte dann ins Ministerium zurück. 1895 wurde er Regierungspräsident von Gumbinnen, kam dann in gleicher Eigenschaft nach Allenstein und wurde schließlich Oberpräsident in Magdeburg. ..— Die Boratbeiten zum Reichstheatergesetz, das vie Arbeiszeit der„bei Musikaufführungen, Schaustellungen, mungen oder Bundesrats außerhalb der Tages=Ordnung dazu angets F, stheatralischen:: d uskauführungen, Schaustellunger den Reichstag mundtot zu machen.(Gelächter rechts)(Persg ustbarkeiten tätige sche: Die Mitglieder des Bundeaute Penonen regeln sol, snd im Gange,„Die Ltegierungsgräsidente dhe iu Fecize. ulbegmms haben zum Leil ihre ansichten über Regelung der Materie be haben versasungemäßigd haben Velsassungsmuß.g das Rechr zu Erktulungen: Sie sebst handelt wied. egt zu beantragen, daß morgen darüber Personen regeln soll, sind im Gange.„Die Regierungspräsiden haben zum Teil ihre Ansichten über Regelung der Materie reits mitgeteilt, die dem beabsichtigten Gesetz günstig sind. Ein Regelung der Verhältnisse des Theaterpersonals hat sich je länge je mehr fühlbar gemacht. Hinter dem bunten Elitter der welt bedeutenden Blätter verbirgt sich oftmals viel Elend. wongen auf die Tages=Oidung konmen. Zur Frage der Kktau=sspiete au den i0. Kongreß für Volks= und sugen) seuer hobe ich u etilken, dot wir die Konmisons=Betzässe Oppein vae etuitz brach Obenestenngrnt Dr. Ster uu annehmen werden.(Gaxt uver die Entwicklung der Volks-= und Zugendspiele in Abg. Steinde(Zt.): In Bayer ist das Bier Lemn Ge=[Rafpiel ggrge, Oppeiln, der in dieser Hinsicht als leuchtendegasß, sonden ein Nachungenitel. um den Schr iestl ent, weden dat. 34 152 Outen ist fur Spiet gegenzuitreten, nuß der Vierverbrauch miglichst geshrdersbeiden vorden Sgend Sote Setage“ wicd die Braustener heueabgelchnt, so wicd stewiederbomnnen.IOstrowo zre ue uder und Srigodetonnanden Keuder und wer weißz, od das Zentrum dann wie setzt in derskesthet Wetpetragte uign der die Veitug der Lebenibungen fir D6 sein wicd. Ich wede den Entwurf ausiunmen ades in derlsucht ein Ddes deutichen Volez. Der Smnars friachteich dr Fassung des Antrages Pichler. gpruumn abt in der ssucht, ein Beweis dafür, daß seine Bestrebungen, die eine ErAbg. Pachnicke(freif. Va.): Die Rede des Prredners sanzung zum geutschen Aurmwesen bilden, anerkannt werden. hätte nur dann Bedeutung, wenn die Zentrums=Bar.. dur Serise. Die Erktlätungen des Staatsehreicts v. gegen die Vorage sümmen wollen. Aber die Dtiplin imso. Lerchenseld in der Seelmächigten Grosen Zeutrum hennt mon. Redner daßern Bedenten gegh die vor=Ueberraschung ertich usten Beichzagostzung endseiten bonliegenden Anträge und betont zum Schluß, daß schze Freunde Meinen jedoch das auftauchende Gerede von nach Ablehnung der Erbanfallstener ia doch gegen sie Dereuuue auemungsverschiedenheiten zwischen dem Reichskanzser und den reorm stimmen würden.——— degen gie vinanz= sgigern Mitgliedern des Bundesrats in dankenswerter Weise. Prauseder zestchmei.sh= Reichpant): Wir wetzuder neuen Kronprontspoerhanhigen, die sedoch schon auf den oten Stang se werden Oit fi. die botage Kinnen. Aobenscke bedenoiesganasen unz eur Verschodgung woichen den Mehghel. Danachwedendeätäge Zchnliernegen Aadetstngdr Sienensuoch abd. Der Antag Laseman u Luier eintorlen Seutsches Reich. Ausland. gestigen Freitag ihr Ende erreicht, wenigsen in inem ostzielen lüber de Roillorstepsan u eeceutanne Teil, die wportlichen Veranstaltungen werden noch inige Zeit an=lauf dem besten en. 3 deu ertemen, dos das Potanen dauern, sind aber privater Ratur. beziehungen Frankreiche eiu verschlechterung der Handels.— Der Kaiser war am Donnerstag Gast ien Fürten vonssechter des Hochschutzöslnerschen siet. De VerFrühftückstasel an Bord der„Hohenzollern“. P eine Aober Her Gorig, hagener Zeitung Poliken= meidet, daß Kase Wihelm noch Nächt Deuschland pird Gsc niscesesingene de. Malsdang is. Keaichiar doschzscäis ie bize oansek anl lich eisharsiehice Belice an ie R ier aie Läalis aese Peii. Derckountg Kagenien Hallon u dan don haise sraud Ietch ernichen gewordenen Rolschahen versucht, es sel izm Veltebt,üpelhaftiokespung ui Senugtung bes die Schlnschathsähafer nicht schwei sich auf den aou as gewandten in heneklbseaten dermonarchstischen Panteigegen den Prnidenten — TieRachtelgerb.ansgen Mute wurde, als sie sahzen, wie in letter Zeit die Ropalist e der Sasichchele Leial uesgeben— der eihe cigenase hoant Der letzte vor dem neuen Kandidaten genannte##, schwer erkrankt. Die Aerzte hegen in Bangeag. d Overpräshenten 9. Jagow in Danzig.— aner des Generals schwere Besorgnisse. Veni. Verzeicher see eie an Aland bestadct, Dor Bas1m Midonen Mat au dr kogu ue uen Authtent eun vutuzgn are wuch es auch so geht“ und schlag vor englischen Bichr— u buicde beteg, wid, N von A et,„baß es auch so geht“ und schlug Vol, englischen Stättern nur mit sehr gemischten Gefühlen aufgenomme worden. Die„Daily Mail“ entkräftet die Beweise des Admirals für die Rotwendigkeit des Flottenausbaues an der Hand von Aeußerungen hervorragender Sachverständiger. Gelobt wird nur von den vornehmen Blätlern die freimütige Art des Admirals, mit der er feststellte, daß dem Flottenausbau Englands kein gegen Deutschland gerichteter aggressiver Gedanke zu Grunde läge. Serbien. „. Belgrad, 1. Juli.(Der arme König.) Zwischen König Peter und den Verschwörern sind ernstliche Differenzen entstanden, weil die Verschwörer die von König Peter auf Veranlassung des Georg beschlossene Verhaftung des Rittmeisters Ziskovic nicht dulden wollen. Ziskovic ist derselbe Offizier, der in Mordnacht als Anführer der Leibgarde das Tor zum Palast errese Phgsse uu diese Weise den Verschwörern ernöglichte, zugemach des Königspaares zu dringen. Die Ver8 Bschopiet ieder sönig und verlangten, Iur Zei##### wieder auf seinen alten Posten als Kommandeur der Leivgarde zurückverufen werde. Die Deputation hat bei Piesgerm zien die Enthronung des Sultans Abdul Hamid Türkei. Die Türkei macht Ernst! Die Sprache der türkischen Regierung, wie sie in der gestern veröffentlichten Rote zutage trat, war den Schutzmächten gegenDer Sparrsgest ihre, Vesczeidenpei; aber immerhin doch sest Die Besumnheu ihres Auftreiens aber wird in keiner Beziehung mehr durch diplomatische Fragen verbrähmt in einer Rote, die sie neuerdings an ihre Vertreter im Auslande hat abgehen lassen, und die den ganzen Ernst und die Schwierigkeit der Lage im ssetschez., Handel jäh erhelt. Aus Konstantnopel meldet Konstantinovel, 1. Juli. Der Minister des Aeußeren hat, wie der„Osmanische Lloyd“ meldet, die türkischen Vertreter im Auslande angewiesen. die Regierungen wissen zu lassen, daß die Pforte Dorbereitungen Griechenlands unterrichtet sei. Wenn Griechenland in seiner Kriegerischen Haltung beharre, werde die Türkei gezwungen sein, ihm den Fehdehandschuh hinzuwersen. Die Kundgevung laßt in ihrer Kürze an Klarheit und Deutlichkei nichts zu wünschen übrig. Indessen ist trotz der Rüstungen herschenen aund der im stilen vermutlich auch von der Türkei betriebenen, an ein kriegerisches Losgehen nicht ohne weiteres zu, denken. Höchst wahrscheinlich werden zunächst die Schutzu, in der Angelegenheit das Wort nehmen und eine Verminnung zwischen den streitenden Parteien anstreben. Immerhin der Türkei kaum vorausgesehen. Man hielt die türkische Regierung immer noch sehr mit der sich wotzi oder übel beauemen müssen duist, und man wicd vommen als bisher zu erwesen. de enas methe Entgegentresen werden. Die Rusen sind alo gewill, bei den bevoroledings nicht unngetseneste Ftung ziu delten. der Schah int auerbings nicht unvorbereiter seinen Angreifern entgegen. Der Exsultan Abdul Hamid überwies der Regierung einen Scheck über 20,000000 Mark. Seinem Verlangen, von dieser Summe 1 Million zurückzubehalten, und davon die Billa Allatini anzukaufen, konnte nicht entsprochen werden, da Abdul Hamid als Staatsgefangener nicht Her Hilg Heirch die n.—— Die Meldbungen über den Ankauf „ durch die Regierung scheinen jedoch auf den Vorschlag Abdul Hamids zurückzuführen zu sein.9 Persien. Die Russen werfen größere Truppenmassen nach Teheran, ihren Dormarsch eröffnet haben. Es as den Kasiaestalie ded Leisherie PAisasde. Alutes. Tumer Prese: Reck 1. 8l.: Ehrenpeis Emstemdagz 1 Pende Louis Schulte, Paren 1. Kl: Ehrenpreis Dskar Walinskt. Ringen., Kl.: 1. Preis Wihelm Baumann, 3. Preis Herm. Börnard. Springen 1. Kl.: 1. Preis Otto Selcke ahehbsch elsel Keoin se le 2. 4rd. de easdhen Mansceide chal dae Bareik don I. Geid 9n. Wie aus den Zuseraentel der heuigen Nr. erschlich, begest der am vergangenen Sonntage auf dem Wettstreite sich so tapfer gezeigte Turnverein„Jahn“ sein diesjähriges Sommerfest „Zur Talspertes und im aeu Gartenanlagen des Restaurants Gartenkonzert, weiches oar Vereinsloeal W. Hausmann. Das Gamoig Pz### von der verstärkten Ewald Schulteschen Kapelle ausgefuhrt wird, beginnt um 4 Uhr in der Talsperre. ausgeslut. Nach den Abmarsch von der Lalspere begiunt um Fr. Hagedorn jr., Färberei u. chem. Waschanstalt I. an aeme e, aer die i- Baner u. Meran-Gunteurte ur. uun ut. u. Kanses E: Schneliute Lieierung Annsameloral m A. N NEN: Wittenerstr. 41.(vibrdvis Kruppschem Coneur). Consumj.— Vertreter Adolf Brück. 559 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau sage ich allen, insonderheit Herrn Pastor Müller für seine trostreichen Worte am Grabe, meinen tiefgefühlten Dank. Emil Knappmann. Bin verreist. Herr Dr. Scholinus, welcher in meinem Hause wohnt, vertritt mich. Erang. Männer- und Jünglings-Verein — Annen.— Sonntag, den 4. Juli er. Jahressesta Vormittags 10 Uhr: Festgottesdienst. Festprediger Hr. Pastor Grueber von Lütgendortmund. Nachmittags 3 Uhr: Nachversammlung im Vereinshaussaale mit Festrede des Bundesinspektors d. westdeutsch. Jünglingsbundes Hrn. Pastor Meyer=Barmen, Ansprachen, Deklamat. Gesang= u. Musikvorträgen. „Abends 8 Uhr: Evangelisations=Vortrag des Hermn Inspertor wieyer=Barmen. Alle Freunde unserer Sache sind zur Mitfeier herzlichst u. bingend eingeladen.eicht Der Verstand. Ge ccic e e Auf zum Bürgerhaus * Am Sonntag, den 4. Juli er. findet im meinem Lokale großes a Turnverein„Jahn Annen feiert am 3 Sonntag, den 4. Julier. 2 in den Gartenanlagen des ## Restaurants„Zur Talsperre“ und im Dr. Richter. Zürückgekehrt. Dr. Hügemeyer " Vereinslokal W. Hausmann 49 sein diesjähriges nertest 93 keschad ss Konzert, turnerischen Darbietungen und Ball. — Alles Nähere ist aus den Plakaten zu ersehen.— statt. Konzert Es ladet fteundlichst ein Hermann Entiee: Herrenkarten für das ganze Fest im Vorverkauf 50 Pfg., an der Kasse 75 Pfg. KonzertGarter. 40 Bs. Damen zum Konzert 20 Big, zumn 5 Zu obigem Feste ladet ergebenst ein Das Festkomitee. Der Vorstand. Bei ungünstiger Witterung findet das Fest im Vereinslokale statt. IKagA-Pah. 2#s Bei ungünstiger Witerung findet das Fest im Vereinslokale statt. 4g Bottenbruch. Landeskultur-Gesellschaft für den Regierungsbezirk Arnsberg veranstaltet zur Feler Ibres 100jährig. Bestehens in der Zeit vom 9. bis II. Juli 1900 zu Dertmund eine Landwirtsch. Jubiläums-Ausstellung bestehend aus je einer Ausstellung für Tiere, Erzeugnisse, Maschinen und Geräte.. Es werden ausgestollt: 201 Pferde, 219 Stück Hrsirst S. Schefe, 141 Ziegen, 105 Schweine, 385 Stämme Genlugel, 511 Kätige Kaninchen, 79 Nrn. Bienen, 200 Nrn. Ersausnisse etc.##i# Jlaschinen- und Geräte-Ausstellung eckt 8 preussische, Morgen. Vorführungen am Samstag von 10—11 und—5 Uhr, am Sonntag von 11½—12½ und—6 Uhr. Somntag.0 hh. mug Zum Besuche wird freundlichst eingeladen. Der Verstand. Ravallerie-Verein, — Annen.— Der Verein tritt Morgen, am Sonntag den 4. Juli, punkt 1 Uhr mittags, beim Kameraden Eickelkamp zur Beteiligung an dem großen Kavallerie=Fest in Barmen an. Abfahrt: 1 Uhr 37 Min. vom Bahnhof Annen=Nord. gilen uunt schlreiche Veteligung Der Vorstand. Von der Reise zurück Dr. Marz. Spezialarzt für Ohren-, Nasenund Halskrankheiten. Mitten, Moltkestrasse 26. Ia. westi. Schinken, "„ Cervelatuurst, „" Salamiwurst, "„ Plochwurst, "" Leberwurst, "" Rotwurst, "" Hettwurst, " Brannschu. Sülze, "" Leberwurst, " Hettvurst, empichlt H. Cordes 5 Billig! Tillig! Neue holländ. Mäuse=Kartoffeln nur allerfeinste Ware 10 Pfd. nur 75 Pfg., 100 Pfd. nur 700 Pfg. Feinste Schlangengurken Große Ware.— 2 Stück nur 25 Pfg. 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Doch Frau Dorohlee derveie Den Romem denuta in Elle Und hat mit der Köchln Cam Denn in Punkto Sauberkeit lst man hier noch nicht sehr wei Knopp zu zeiner Catüin spricht: „Hör mal, dies geläilt mir nichatDies Produkt aus beten Stoßlen. Steis hab ich er angtollen Vonlgeschmuct uncd hoprenik. Und vat seur ich eruihem Niacet. Oeich duch Kuf von„Dhne TadelrAlso spach und licheltschlau Dorohe, die kuge Frai E W 277 Unter-Preis Posten 22. * Kurz entschlossen macht noch heuf Nm uun Heiniahnt sich beret. Lüngs ahn viechsr trch und trrch Nonpp ahein un eickem Tücht „Liebes Weib,; spricht Knoppl. vergih Nümm im Haushalt wus dir sih. Doch ich bür dich, süßer diuch. Bleide netz dei=Ohue Tadel= Desse!* kräftige Ware, Bettuch-Dessel 58 volle Breite.. 68, 90 4 Bett-Damast 75 160 cm br., weiss, 138, 1 0“ Bett-Damast 190 160 cm br., rot,.68, 1190 Hemdentuch 95, krätige Qualt, 85, 29 4 4 Sbochts Burer Schriftliche Arbeiten aller Art fertigt an und Rat bezw. 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Juthernl Der Besuch des Kaisers ist besimmt zug Seseschestescde enr d. Ahoas fascece. Bie d. uld de hohen Pesgenbungen msheode berlüg, deß bei besonder Bt unzwradungen eines Vereins dieser besonders unterstützt ein. In dem um 10 Uhr tatfndenden Festaotesdienste wid Veretaohganse vicd duch Herze=Bunde, Felvelanmlung in ein recht starter.(Siehe Iuserct): 2 vereius der Beluch — Glnsere Agend Baschense elhicsenenschibse lskelschagete e al. eichelkanp hiel der' hief(Lavalente) In Verinslokale 2. dem Voritz des I. Ches Kao... Somntag unter besachte Gerneralversammlung ap. uberst stat= slicher wigger„Ddie Kaneraden Rostoten u. Bahie als am Sonniag dorselst abgehalenen Verdandsseste schste se ehece e ane ertenh en. kasoden und host der Veresal der donn en. den Vertanbe, tssnund eine größere Anzahl Verbandsvereine begrüßen zu sashne sehsien a. Sch lesächäice len d nr Sse seesch ai. ei ien Ghance Kete er Pesebsich a. Abend des 11. Mai eshscesc u d eriseht gegrnide Detzalb von der Gagener Larie abgnu efargnis verurteilt und sofort verhaftet. Eine garte, aber wohl verdiente Strafe!0 g#.„Rüdinghausen, 2. Juli.(Auszeichnung.) Dem Hern Fritz Lente jr. hier wurde gestern abend gelegentlich des soeben 9. Lastervasiesig, ve. reis, Rlerkannt. Wie winichen dem .Zsteeo dnr I. Beiz, letdant. Die wüschen den strebsamen Jungling recht viele weitere Erfolge. Förderung ersahren, daß die Waserversorgung der Gemeinden eschsheses esce ce e Sesgalgbung 20 Mäter iber den Menre legt. Joai weitere erbaut worden. Die Gesamlan wird ein Hochbasin auf der 25. Jahrgang. sece ese ele eal alb esce. „Sputet Euch doch ein bischen!“ herrschte er ihn in ziemin der Vutermischse vlämisch an,„Ihr briecht sa wie die Flege seus dae bangzeroste Laihnmernde Fate, weche ben.-1d. oaite non Micte gut sKhmiech, lüch sein Korae u ict. Wen ste air Staner eien berschpunden Baschshsalber üigenache Hoeden.“ win de Von un Steude „Petommt ihr 10 Franka Der Blame nickte befriedigt und lief den Weg, den Gruner Sesagt au haoben ein Wort des Abschieds In der„stillen Stadt“. eun ue Geschsce Alchihen din Schalct bad heren Tog a. Heiezeur nehr ine Fad, in Whagen ligen Vevöikerung bewohnt in denu Juctel der echemameist sehr schmucken Giebelhäuser. Weie Plätze, von großen Vergangenheilt. eal Wohzeichen einer er sch sich zierst nach einen Pr i. Eewin die Stadt betrat der Sshenten chatsg. dion Saehaste. Khlh. 31 zu früh um schon zu Nuhze zu gehen.e, wersger. 10ch dls Lokal und ftreiste noch lüngere Zest. o 14. beshalb das Stadt umber.— gere dent in der ihm unbekannten Der Mond war ausgezogen und in seinen bleichen Strahlen lüchef Bantaunst, Enzicte stelt er sune licher Baununst. Entzuckt hielt er inne; der Zauber der Mondzum Verwußsein. Lange stand er an diesen Drt und.““ wußlos klang es von seinen Lippen:. u0 wie de„Mondschein und Giebeldächer In einer deutschen Stadt, Ich weiß nicht, warum der Anblick Mich stets so ergriffen hat.“ höhnsches Lachen Hinter sich vor. Hosig wendeite er sich um veste iot lag meascheele“ Dienaud war hinter ihn. Der gerigt, um Seschighenl. Boedenmuich, ders ea sch u Gwine Gate legie sich wie ein dichter Gürtel um sein Herz. Er atmete iief auf und suchte die Stimmung mit aller Kraft des Willens zu gerdgängen; aber sie war mächtiger als er, ja, als er sich längst Worte Tor Helen britagu e aus unruhigen Träumen diel der heuen krahenden Stimme:„Ich möchte nicht unHen andern Tag verbrachte Erwoin damit, die e digteiten Brügges genauer kennen zu lernen er hatte die Museen, und Kirchen durchstreift, in einem deutschen Gasthause gespeist und wünschte nun noch das Stadthaus, dessen Aeußeres #. Ossterg. so bewundert, von innen kennen zu lernen. Aber er nächtige Tor laster Seite dne ahenge uit Lasgenmasechl lie dunr esen Sar die Lastasces Herass aui ae eitenen Kanrnt Croia, n un. sch d de dis erich lis uis euich Gdoes dlane esce Sesches lec eice e sie ec ne Fetzen Leinwand so im Fiustem verderben lasen. I denn doch zu schade.“ uihend geichesgigze scben deden Post Grit. u k. soben. Doch guver.=., Pelassen, wemn Sie mich auch nichtl S ppch kommen Sie wenigstens hier aus diesem Hause vamit wir uns draußen ungenierter unterhalten können. liche Grund und Boden ist in Größe von etwa vier Morgen von dem Landwirt Sprave zu Verghofermark bereits angekaust Schwerte, 1. Juli.(Kaiserbesuch.) Man erwartet jetzt bestimmt, daß der Kaiser auf der Fahrt nach Altena seinen Weg durch unsere Stadt nehmen wird. Ueber 100 Gendarmeriewachtmeister sollen hier untergebracht werden. Ebenso erhalten Pchzesbeonig deten eine Anzahl „„ Herne, 1. Juli.(Gräßlicher Tod.) Beim Umbau der alten wäsche der Zeche„Friedrich der Große“ ereignete sich ein schreckliches Unglück. Der auf der Maschinenfabrik Baum beschäftigte Rieter Witzke glitt beim Tragen eines Eisenteiles aus und siel in die sogenannte Rußtasche, die mit heißem Wasser gesüllt war. 3ibe,„gurde ins evangelische Krankenhaus gebracht, wo er Samisevollen Leiden seinen Wunden erlag. Er hinterläßt Gelsenkirchen, 1. Juli.(Erstochen.) In der Nacht von Lunge verletzt, daß se in Hofnungsloh haus geschost weiden mußien. ande ins Ktranten. Recklinghausen, 1. Juli.(Verhängnisvolles Spiel) Im benachbarten Herten spielten zwei Kinder des Bergmanns BoroGiczuch aingan d Mtädchen, mit einer Flovertbüchse. Plotzlich ging ein Schuß los und das Mädchen stürzte, in die Brust getroffen, nieder. Der Verletzung ist lebensgefährlich. nuch Musterse. Juni.(Ein vierbeiniger Kuchenliebhaber.) teuersten Hausgenossen, die Pferde, scheinen in ihren täglichen Mahlzeiten ein wenig Abwechslung zu lieben, was man ihnen bei dem einförmigen Speisezettel, den sie Tag für sechen, etommegzeigentich haum verdenken kann. Diese Reizung heiterer ap sas fiie nach etwas anderem, ilustriert folgender Gamachtea p orscht Sitzen da am Rachmittag im Garten einer benachbarten Sommerwirtschaft drei Damen und bestellen bei #5g. Jober eine Portion Kaffe mit einem entspechend großen ales eine besondere Dlütatessenu. aonen Geschlechzt erwähnten Phirschoft sebendes gre. 310 i vor der Samen der Rößlein war gleich den 4ice sich dan chean, Masechegelie aitehn oin Jos Wononnisperige ungeneine Koder. nisg urschmast. Das Vorkonmus eregte ungemeine Heiterkei. Düsseldorf, 1. Juli.(Explosion.) Gestern morgen entstand in einem Kanalschacht auf der Ellerstraße aus unbekannter Ursache eine Explosion. Die Straßendecke wurde auf weite Strecken aufgerissen, die Einsteigeschächte zerstört. Die Verschlußstücke flogen in die Luft, dichte Rauchwolken stiegen aus den Kanalerhussrag Be de esont in Angaf genommenen Retungs. . g man vier verletzte Kanalarbeiter aus dem Schacht. Beim Ableuchten der Einsteigeschächte fanden die Feuerwehrleute — oonmn m eu. uten in Sie ferachnen Mäoast un. 93s zeaulezebrichen. denr Mlisor amdehte uehs. ere eae ud cunn ae an eulten Rescte e ecee eie eie echen ece alle Lan. Picder Rathaus, denn es sehle ihm setzt völig s s. chhe s ee als ihm semand auf die Schulter u Duhuhos erreicht, Simme pieder schar und höhnsch klang. nie Doemmbest, Pi d Lewisen sosehr? Sie se wie so nicht wei und sch wieg Penigen konmen ans Ende der Welt: wurde Ihnen doch folgen bie sagte in sestem Toner. Erwin zusammenzunchmen, und er dies sein. 3ch om alerwenigsten Ihnen Nechenshast schudig. Ia, Ssheneanne dicht die Rote se boech meia Seit von Pesgenegen, enr eim prier der, doßz Sie ur Birezi Sie wisen wos vos und mein Lebet, ich bene aich vierelgen, welche Ihnen zur Flucht verholfen haben.“ ectarre: seir eige Ausenblick, als ob ihn das Blut sein Kopf zersoringen. ochte und häümmernte er, als müse toller snd fgaie r.. u a98 einen klaren Gedanken zu fassen und fagie nur, wie geistesabwesend: „Ich bin ja gar nicht der, den Sie meinen. Mensch!" legendelt zum.. 3est als wolle er Erwin erst Ge. scharf beionend. umen geben, dann entgegnete ar, sedes Wont en um— Ssgehnen zu sasenzen Popten schon gr. Fortsetzung folgt. Weste e ee sece cee brauchen sich ja nicht zu melden, wenn sie austrompetet wird!“ * Leiche des verheirateten Arbeiters Ehr. Mausberg. Anscheinend satten sich in dem Kanal brennbare Gase gebildet. Odenkirchen, 2. Juli.(Ein interessanter Fall.) Auf der Freiheitsstraße hierselbst kam ein Herr aus.=Gladbach mit einem Fahrrade zu Fall, wobei er eine Beinverletzung erlitt, vährend sein Anzug und das Rad stark beschädigt wurden. der Betroffene mißt die Schuld an dem Unfall dem schlechten Pflaster in der Straße zu und verlangt jetzt von der Stadt vollen Schadenersatz. Voraussichtlich wird es dieserhalb zu einem nteressanten Prozeß kommen. Köln, 1. Juni.(Geständnis eines Mörders.) Der vor inigen Tagen verhaftete Gärtner und Gemüsehändler Schmitz aus Deutz, der unter dem Verdachte stand, vor 10 Tagen am Nachener Glacis den Fensterputzer Schmitz erschossen zu haben, hat die Tat nach hartnäckigem Leugnen der Kriminalpolizei eingestanden. Moers, 2. Juli.(Drei Personen durch Gase erstickt.) Montag abend wollte der Bauunternehmer Wand in einem Hause an der Kaiserstraße eine Abortgrube nachsehen. Er stürzte, von den Gasen betäubt, skopfüber in die Grube. Ein Arbeiter Blume, der ihn retten wollte, sowie ein verheirateter Bruder des Bauunternehmers Wand, stürzten ebenfalls in die Grube. Ein vierter Arbeiter, der gleichfalls in die Grube gefallen war, konnte noch lebend gerettet werden. Die 3 erstgenannten konnten nur als Leiche geborgen werden. Krähwinklerbrücke, 30. Juni.(Sturz in den Tod.) Gestern Nachmittag stürzte hier der Dachdeckerlehrling Karl Paare im Tandemrennen, darunter als erstes Techmer=Wegener, wehr mit ihren Rettungsapparaten herangerückt. Es war ein benutzten die Marke Brennabor. trostloses, sammernswertes Bild; erwachsene Männer, Frauen, Alle drei Läufe des Eröffnungs=Dauerrennens, in Aachen Kinder und Säuglinge wurden wie leblos auf herbeibeorderten gewann H. Waterreus auf Brennabor am Sonntag, den 20. 6. Wagen in das Krankenhaus Bethanien, in das St. Josefsö9 als Erster, den Großen Preis vom Reißethal in Forst i..[Krankenhaus und in das Hüttenhospital gebracht. Alle erholten errangen Fr. Huybrechts und R. Scheuermann in einem 50 km sich glücklicherweise alsbald, so daß bei keinem Lebensgefahr beRennen als Erster, bezw. Zweiter, beim„Kleinen Preis vom stand, und wie versichert wird, dürften die meisten im Lause des Reißethal“(30 km) wechselten beide Brennaborfahrer die Plätze. Sonntags die Krankenhäuser wieder verlassen. Die Zahl derer, In Paris haben am gleichen Tage Rat Butler und P. Dickent= die Aufnahme in die Hospitäler finden mußten, betrug etwa 60. mann in einem 80 km—Rennen vor Ellena, Stol und Walt= Bis in die späten Abendstunden hinein durchwogte eine tausendhour als Erster bezw. Zweiter auf Brennabor gesiegt. köpfige Menschenmenge die Seekante. „Den kleinen Sommerpreis“, ein 10 und 20 Klm. Rennen! Das Unglück ist in seinen Folgen gnädig abgelaufen. gewann G. Zeisler am Sonntag, den 20. Juni in Dortmund auf Würde die Ausströmung zur Nachtzeit erfolgt sein, wäre eine Brennabor; auf derselben Marke behauptete R. Aschoff sowohl entsetzliche Katastrophe eingetreten. Die in den oberen Stockim Haupt= wie im Prämienfahren den 1. Platz; das 25 Klm. werken an der Seekante wohnenden Leute würden jedenfalls Dauerrennen und das Meilenfahren in Zehlendorf gewann der kaum mit dem Leben davongekommen sein. Brennaborsahrer A„Tetzlaff als Erster, H. Kraushaar, der in Tchwenas v#.. Würzburg in einem 10 Klm. und einem 20 Klm. Rennen Erster Schweres Ungluck in Duisburg. n 20 Klm. Rennen den zweiten Platz behauptete,] Ein Unglück, welches vollständig demjenigen gleicht, von fährt gleichfalls Brennabor. dem wir heute unter Mörs berichten, hat sich in Duisburg zuVerschsedenes. Ein trauriges Schicksal. Die Schwester des geisteskranken Dr. phil. Bernhard Pagus in Berlin, eine 53jährige, getragen. Drei Personen erstickten, bei zwei weiteren befürchtet man daß sie nicht mit dem Leben davonkommen werden. Es wird darüber berichtet: Quisburg, 2. Juli. Der Metzgermeister Kremer aus der pöllig blinde Almosenempfängerin, öffnete, als sie sich bei einer Mütheimerstraße walte heute mitt Jankarube reinibekannten Familie etwas Essen holen wollte, eine Tür und stürzte ainerstaße wolne heute minag die Senngrüve reinigen: in den Hof hinab. Schwerverletzt blieb sie liegen.„Den einen er wurde dabei von giftigen Gasen betäubt und fiel in die den Hof hinab. Schwerverletzt bliev sie liegen. Den einen Er wurde dabei von giftigen Gasen betäubt und fiel in die hebt das Schicksal, den andern schleudert es hinab. Wie anders Grube. Seine Frau und ein Verwandter, die ihn herausziehen Wirth, von Radevormnwald in Ausübung seines Veruses vonl diener während der Vorstelung die Nachricht erhel, daß ersg gur..d ais delcäubt und kürten auch in die vem Dache des Sieperschen Reubaues so unglücklich ab, daß das große Los gewonnen habe. Er ließ kopflos vor unde Hrübe. Alle drei erstichten. Zwei Maurer, die sich an der der Tod auf der Stelle eintrat. Der Berunglückte war der ein= mitten während des Spiels den Vorhang nieder. Rettung beteiligten, mußten ins Krankenhaus übergeführt werden: zige hoffnungsvolle Sohn seiner Eltern.— Wie wichtig die Gewissenhaftigkeit des Fleischbeschauers der eine liegt heffnungslos darnieder. Andernach, 1. Juni.(Verschüttet.) Hier gruben Knaben ist, beweist der Fall, der in Hamburg vorkam, wo eine kranke eine Erdhöhle. Die Decke stürzte plötzlich ein und zwei Kinder Kuh von einem Tierarzt einfach ohne Untersuchung als gesund Berlix# Juli(Reschgtes#abg Quarch.) Der vatiang wurden verschüttet; 1 ist tot, das andere schwer verletzt. bezeichnet wurde. Ueber hundert Erkrankungen durch verdorbenes], Hertin, 2. Juli.(Reichstagsabg. Quarchk.) Der nationalTrier, 1. Juli.(2 Personen erstickt.) Durch Ausschalten Hackfleisch waren die bösen Folgen. sliberale Reichstagsabgeordnete Justizrat Quarck, Vertreter von eines Dentilators auf der Karlshütte bei Diedenhofen sind durch— Ein Eiskeller war in Berlin in Brand geraten. Das Koburg, ist heute nacht plötzlich gestorben. Gas der Monteur Wilhelm und der Kranführer Schöller erstickt. Feuer konnte jedoch gelöscht werden, bevor es größeren Schaden Berlin, 2. Juli.(Tod durch Verschütten.) Bei AusEn driter Mamn komnite geretet werden.(Mengen Eis„veibramut;, d. h. geschmolzen achungsatbeiten auf dem Truppenibungsslatz an der HosenSieben Tage lebend begraben. 1. Ein eigenariger Anglüichssal ereignete sich in der Ont=sbeide gab das Erdreich nach und verschiltete den Schachtmeister Tann im Rhöngebirge. Ein junges Mädchen, das auf Schütze aus Rixdorf, der nach stundenlanger mühseliger Arbeit Im Bruggwaldtunnel. dem Friedhof Moos sammelte, wurde von einem schon seit nur noch als Leiche geborgen werden konnte. Ein anderer verlängerer Zeit gelockerten Grabstein, der just iu dam Mamant]schütteter Prbeiter murde nach rachtzaitig gerettet. dem Friedhof Moos sammelte, wurde von einem schon seit nur noch als Leiche geborgen werden konnte. Ei An die wunderbare Errettung jener Bergleute, die nach längerer Zeit gelockerten Grabstein, der just in dem Moment schütteter Arbeiter wurde noch rechtzeitig gerettet. dreiwöchentlicher Gefangenschaft im Todesschachte von Courrières umstürzte, als sich das junge Mädchen vor ihm bückte, erschlagen. Hamburg, 2. Juli.(Bankräuber.) Als 2 besser gekleidete lebend an die Erdoberfläche gebracht werden konnten, erinnert].— Wieder ein Schülermord. In Plauen i. W. vergiftete Herron in auffallender gw:: Bankgebäude die heute aus Zürich zugehende Meldung von der Auf=ssich ein 17jähriger Realschüler wegen einer Schulstrafe, indem Herren in auffallender Weise mehrere Bankgebäude betreten sindung eines Ueberlebenden in dem vor sieben Tagen einge= er die Gashähne seines Zimmers öffnete. shatten und den Bankboten der Kommerz= und Diskontobank stürzten Bruggwaldtunnel. Bei dem Einsturz waren, wie seiner=— In den Schweizer Alpen herrscht grimme Kälte und verfolgten, wurde einer verhaftet, der andere entkam. Die Polizei von den bei dem Bahnbau Bodense Schuef-g,„nesing wurden wieder nere Erdstöße verspürt. Sie slaubt, daß es sich um internationale Bankräuber handelt, die —Toggenburg beschäftigten italienischen Arbeitern neun getöter]— Iu,„Ttessing wburben wieber neue Erostoße verspurt. Sie auch in Berlin mehrere Bankkassendiebstähle verübten und vor und sechs schwer verletzt worden. Telegrapgisch wird berichtet: wurden so hezlig, daß verschiedene Mauereinstürze erfoigten...unger Bankhaten 10000 M gestahlen habe Ungeheures Aussehen erreote; gestern!— Bei Buri in Italien flog eine Pulverfabrik in die Lust“ Wochen einem Altonaer Bankboten 10000 M. gestohlen haben. den se bezisg, doz, perschiedene Mauereinstsirze erfolgten. 14 apachen einzem Virue aataletdtezlühte veriten und 2. Juli. ungezeues augsegen erlege genernsgieng 8. gptboten 10000 Dr. gesto den hoben. vormitags aus den Trümmern des Brugg=] oier Menschen wurden geiötet.., Mittelbiberach,—., Jul.(Zeppelin.) Soeben haben die Rachricht, daß vormittags aus den Trümmern des Bruggwaldtunnels die Stimme eines Lebenden gehört würde. Vor einigen Tagen erst hatte die Bauleitung bestimmt erklärt, es könne kein Lebender mehr im Tunnel sein. Mit dieser Begründung waren auch die gefährlichen Rettungsarbeiten einige Tage eingestellt worden. Der noch lebende Arbeiter, der seit sieben Tagen eingeschlossen war. ist durch einen Materialwagen sich die Offiziere des Luftschiffes, die sich in einem Hotel ausgeruht hatten, im Automobil nach dem Landungsplatz begeben, da aber heute vormittag wieder von neuem ein starker Regen einsetzte, mußte der Aufstieg des Luftschiffes bis auf weiteres verschoben werden. Margitte(Ungarn), 2. Juli.(Unglück durch KirchturmNeueste Nachrichten. 100 Menschen von Gas betäubt. Hörde, 3. Juli. geschosen wwut, ist bulch einen Zeiutrrnmtwagen] Gestern Abend kurz vor 8 Uhr ertönten auf der Hütte die einsturz.) Infolge Ueberlastunge vor dem Erdrücken bewahrt geblieben. Dies, sowie auch seinen Alarmsignale und die ganze Stadt durcheilte die Kunde von Bau befindliche Kirchturm ein. 5 urden sebensgeNanen, Giovann Pedersolt, kounte er dem Oberingenleur mit= seiem großen Ungück. In erten Augendick woßte man nichtsätzelich, 8 schwer verietz.— deiter wuden sebenge teilen, der eine Röhre durch die Schuttmassen treiben ließ, um was die Ursache des Alarms war, bis man gewahr wurde, daß Konstantinopel, 2. Juli.(Der eine Verständigung mit dem Verschütteten zu erzielen. Die das große Gasrohr der Hütte, das von den Hochöfen zur Hütte Das Kriegsgericht hat die Untersuchung über die Ereignisse vom Rettungsarbeiten, die durch Nachstürze immer noch sehr gefährdet führt und die auf den Hochöfen gesammelten Gase zur weiteren 13. April zu Ende geführt und beschlossen, Abdul Hamid vor sind wurden mit aller Energie ausgenommen. Verwertung nach der Hütte leitet, geplatzt war. Das in Frage den Staatsgerichtshof zu stellen. An der Unfallstelle sind inzwischen der Schweizer Rational= kommende Rohr ist keinem Besucher der Stadt Hörde, der von. anp am s rat Dr. Maechler, Landammann Rieg, Ingenieur Dogt vom Dortmund kommt, unbekannt. Es ist jene große Rohranlage 20 Ttenschen Errentihett von Zütich eingetrosen. Die Vevölterung befindet sich die der Hüttenbau entlang sich erstreckend, den Passanten durch London, 3. Juli. Bei dem Bau der neuen Hafenanlagen in sieberhafter Erregung. Zahlreiche Techniker und Arbeiter sind ihre gewaltigen Dimensionen aufällt und in ihrer At die größte., 2 heher.g Woles sind durch einen Dammbruch 40 Personen aus der Umgegend herbeigeeilt, um an der Rettung mitzuhelfen. Gasleitungsanlage Deutschlands ist. Der Bruch des Rohres Lus Troen Hendmuttent. ju Rriegamaldtunnel nahmen trotz= liegt in dar Rähe dar saggnannten##hante hinter dam 11ngegend herbeigeeilt, um an der Rettung mitzuhelfen. Gasleitungsanlage Deutschlands ist. Der Bruch des Rohres Den Bergungsarbeiten im Bruggwaldtunnel nehmen, trotz=silegt in der Nähe der sogenannten Seekante hinter dem Ueberdem mit Aufbietung aller Kräfte Tag und Nacht gearbeitet gang der Hüttenbahn. Im Ru entströmten gewaltige Mengen Schoieriateiten des Terrains, da jeder Zentimen au an den Gas dem Rohy, jedes Lebewesen in der Nähe betäiubend. Die dem armen Begrabenen, der sehr unter Kälte und Hunger zu Einwohner der der Unglücksstätte gegenüberlegenden 3 Famillenleiden hat, vordringt, absteisen muß. Buus er häuser waren sämtlich im Augenblick besinnungslos und von Roch am Leben. weitem sah man die sich in der Rähe der Unfalstelle aushalKirchliche Nachrichten. Sonntag Morgen 10 Uhr: Festgottesdienst, Pastor Grueber, Lülgendortmund. Sonntag Nachm. 3 Uhr: Festoersammlung im Vereigshause. Mittwoch Abend 8½ Uhr: Gemeinschaftsstunde. Donnerstag Nachm. 3 Uhr: Missiensverein im Vereinshause. Sonntag Abend 8 Uhr: Ebangelisations.Vortrag, Inspektor Meyer, Barmen. St. Gallen, 3. Juli. Der seit 10 Tagen im Burggwaldweitem sah man die sich in der Rähe der Unfallstelle aufhal= Hiermit machen wir unsere werten Leser auf der tenden Personen zu Boden sinken, ohne sich im ersten Augen= der heutigen Rummer dieses Blattes beigelegten Prospekt betr. ktunnel verschüttete Italiener gab gestern abend 7 Uhr, als der blick über die Ursache im Klaren zu sein. Ehe auf der Hüte Wilhelm ,esonzereneckse gröbte RaubtterBersäume keiner vun.. 6. zuere Zaliener sao gesern abeno 7 Uyr, als der[Dachricht von dem Unalück eintraf, und die Rohrleitung ob=(zur genz besonderen Beachtups GGepensigzi, z gezsäume„keiner Rettungsstollen auf 8 Meter vorgeschoben war, noch Lebens= agstes, warden re 9tick eintral, ugd die Rohrleitung ab die Gelegenheit, die großartige Seyenswürdigkeit in Bochum zeichen von sich.(gesteut werden konnte, waren bereits Hunderte von Leuten be= am Westfalenplatz in Augenschein zu nehmen. sinnungslos. Es wurden sofort die sämtlichen Hörder Aerzte Vollspirschaft, Handel und Industrie Das Petroleum=Weltmonopol verhindert! alarmiert und die Unglüicksstelle in weitem Unfange abgesperrt.(Große Frei=Konzerte) finden morgen im„BürgerDie Hörder Feuerwehr war nach ganz kurzer Zeit zur Stelle haus“(Hermann Bottenbruch) und im Restaurant„Zur Kronenund be 1 der Guarn Jburg“(Ernst Deutsch) statt.(Siehe Annoncen.) und begann sofort mit dem Transport der Verunglückten nach Rockefeller ist es nicht gelungen, seine Herrschaft über die den Krankenhäusern. Die Dortmunder Feuerwehr rückte sofort galizischen Petroleumquellen, die bekanntlich auf und daran nach dem Alarm mit sämtlichen vorhandenen Sauerstoffapparaten Amerikaner an die Brust zu werfen, auzunehmen. aus, wie denn auch alle verfügbaren Krankenwagen nach Hörde] In der vorigen Rummer begannen wir mit einem ganz Wie das kam—. und Europa hat Grund, Loblieder auzu= dirigiert wurde.. s.. J.#. hervorragenden Roman aus der Feder des beliebten Schriftsummen, daß es so kam—, darüber bringt die„Boss. Ztg.“] Ein anderer Berichterstatter meldet: Die Stadt Hörde wäre stellers Wilhelm Kunde: beachtenswerte Mitteilungen. Der Vorvertrag zwischen den gestern beinahe der Schauplatz, einer entsetzlichen Katastrophe ge“ galizischen Besitzern und den Amerikanern wur bereits unter= worden. In der 7. Nachmittagsstunde ertönten plötzlich die„Das schöne Mädchen von Alarmsignale der Hütte, die Feuerwehren rückten aus, es handelte sich indessen nicht um einen Brand, sondern um eine Gasaus=] Das vom ersten bis zum letzten Kapitel gleich fesselnde strömung, deren Folgen im ersten Augenblick unabsehbar waren. Werk vereinigt in sich einen Kriminal= und Liebesroman. Es An der Seekante, dort, wo die Hüttenbahn hoch über die Straße schildert, wie ein Jurist durch eine Kette von Verhängnissen in geführt wird, war die Unfallstelle. Hier werden die Hochofengase eine entsetzliche 9 dar er aber durch ddurch ein starkes Rohr, das im Durchmesser etwa einen Meter gug stiche Lage gerät, aus der er aber durch das„schöne beträgt, in ein Sammelbassin geleitet, um gereinigt und als Be=sttädchen von Bellemon" erläutert hervorgeht und schließlich triebskraft verwendet zu werden. Ob nun durch fahrlässiges befreit wird. Verhalten irgendwelcher Personen ein Dentil nicht ordnungs= Neu beitretende Abonnenten erhalten den Anfang mäßig geschlossen wurde oder ob durch den Druck des Gases da= Ramans gratia sich der Deckel von dem Bassin hob, bedarf noch der Feststellung, des Romans gratis nachgeliefert. jedenfalls sind plötzlich dem Bassin große Mengen Gase entströmt, die in der nächsten Umgebung alles Lebende zu ersticken drohten. Am gefährlichsten wurde die Situation für die Bewohner der schrieben, der definitive Vertrag hätte unterfertigt werden sollen, da wurde durch das Eingreifen der Regierung eine Sanierung der Rohölindustrie durch inländisches Kapital ermöglicht. Die Schwierigkeit der Lage bestand nämlich in der Anlage eines Erdölreservoirs, für das das nötige Geld fehlte; dies Reservoir baut jetzt die Regierung auf ihre Kosten. Es ist ja eigentlich merkwürdig, daß das galizische Petroleumkartell, das gerade nicht mit den billigsten Preisen arbeitet, von der Regierung so protegiert wird, aber den maßgebenden Kreisen war die Erhaltung der galizischen Rohölgruben und eines wichtigen Raturschatzes des Landes die wichtigere Sorge gewesen. Das Goldene Rad von Treptow, ein 100 km=Rennen hinter Motorschrittmachern, gewann am Sonntag H. Przyrempel vor Günter und Rosenlöcher, er verbesserte gleichzeitig die Bahnrekords über 70, 90 und 100 km. Der Sieger fuhr Brennabor, dieselbe Marke benutzt O. Pawke, der in einem Verfolgungsrennen über 5000 m die goldene Armbinde gegen W. Müller verteidigte und die Oberhand behielt. Auch die drei siegenden Häuser an der Seekante, die infolge Einatmens der gistigen Gase I# SSbeal muf Krochit zu denidar gänsigsten Bebesinnungslos in ihren Wohnungen zusammensanken. Auch für„# Owen Sonn un k Senne dingungen, ierfert, franke die Rettungsmannschaften wurde die Sache gefährlich; die ersten heral bin unter strengster Verschwiegenheit das anerkannt größte und Alteste v Prgtg, Laurn Absels u. Waren=Kredithaus N. Bu.292„d ue zezle gg lest ugesicgee 41. sanken gleichfalls betäubt zu Boden. Die Straße wurde dann Größte Rücksichtsnahme bei Krankheitsfällen sofort polizeilich abgespert und der von den Hochöfen kommende te srantzetssihen und Arteitiosokit vversichert. Strom der Gase außer Tätigkeit gesetzt. Dann drang man in Ich blies' es gern in alle Ritzen ein; die Häuser und holte die Besinnungslosen aus ihren Wohnungen Ich spritzt' es gerne zwischen Diel und Stein! auf die Straße oder brachte sie in die Hofräume, um ihnen frische Das ganze Haus möcht' ich damit durchziehn:— Lust zuzuführen. Inzwischen war auch die Dortmunder Feuer=] Womit denn wohl?—„Mit Zacherlin“]— Köchin:„Gnädige Frau, ich muß leider den Dienst bei Ihnen kündigen...“ Junge Frau:„Aber warum denn, Minna?“ Köchin:„Nun, weil die Gnädige so oft selber kochen... und das schmeckt meinem Gefreiten nicht!“ (Ein Ende mit Schrecken.)„Hast du denn schon gehört, was gestern bei der Premiere des abgelehnten Stückes passiert ist?“— „Nein, was denn?“—„Nach dem zweiten Akt war ein Zuhörer im Parkett plötzlich verschwunden und nur noch seine Kleider hingen auf seinem Platze!“—„Nicht möglich, wo ist denn der Mann hingekommen?“—„Die Langeweile hat ihn verzehrt!“ (Unsere Kinder.) Mutter:„Fritz, was hast du denn da für ein Buch?“— Fritz:„Ueber Kindererziehung, Mama; ich wollte bloß mal sehen, ob du mich auch richtig erziehst!“ (Richt irre zu machen.) Schneidermeister:„Ich habe diese ewigen Laufereien nachgerade satt. Wenn Sie mir jetzt nicht mein Geld geben, gehe ich heute noch auf das Gericht.“— Student:„Das können Sie gerne bleiben lassen! Denn da bezahlt doch keiner für mich.“ Mutteraugen schauen tief. Mutter(zur Tochter):„Alma, schau nicht immer zu dem Herrn hinüber, der am Nebentische sitzt! Ich sehe an seinem Ringfinger den Eindruck eines versteckten Eheringes...!“ (Wahrheit.) Frau(zu ihrem aus der Stadt heimkehrenden Mann, der schwer betrunken ist):„Du versprachst mir doch, den Feldweg zu gehen, wo keine Gasthäuser sind?“— Mann:„Ich versichere dir, ich bin auch an keinem Gasthaus vorbeigegangen.“ Wer kann alle Scherzfrage: Sprachen sprechen? ( MM So muß es sein. — 216— Humoristisches. Ein Philosoph. Straßenarbeiter:„Ja, ja, die jewöhnlichen Arbeiter erkennt man an die zerschundenen Hände und die jeistigen Arbeiter an die zerschundenen Köppe...!“ (Nacht der Gewohnheit.) Chef:„Spielen Sie auch Klavier, Muner?“— Buchhalter:„Ja, leidenschaftlich, und zwar nur Wagner!“— Chef:„Dacht' mir's doch... Sie schlagen mir die Schreibmaschine noch ganz kaputt!“ (In der Sommerfrische.) Hans(der sich bei den Schweinen im Schmutz herumwälzt, jauchzend):„Mama, grunzen kann ich auch schon!“ Vexierbild. ar — — 0 — S 2 5 3 BSESSSSTE: * 8 3 3 # S 23 S## SEnn S—EE S* 0*— 2 6 ** . S S. 2 9. 67 69 82 S 9 G SFS 27 Gratisbeilage für unsere Abonnenten. Redaktion, Druck und Verlag der Kgl. Bayer. Hofbuchdruckerei von Gebrüder Reichel in Augsburg. Nora. Von Clelia André. Aus dem Italienischen übersetzt. —(Nachdruck verboten.) Lora von Roccabella kehrte eben vom Garten zurück, einen herrlichen Rosenstrauß in den Händen, dessen duftende Pracht sich nur mit der Frische ihrer sechzehn Jahre vergleichen ließ. Um die Säulen der Veranda wanden sich die blütenreichen Zweige der. Glyzinen und des Geißblattes, und die Sonnenstrahlen zeichneten sie auf den Steinfliesen des Vorsaales in wundersamem, zauberischem Muster wieder. Von dem grellen Sonnenlicht des Gartens in das gedämpfte Halbdunkel des Hauses tretend, entging dem jungen Mädchen, daß eine der schweren Portieren des anstoßenden Gemaches gelüftet war und ein paar Augen sie voll tiefer Zärtlichkeit betrachteten. Aber nicht für lange blieb sie sich dessen unbewußt. Die schönen braunen Augensterne Noras begegneten endlich den auf sie gerichteten Blicken. Sie stieß einen Freudenschrei aus, ließ die Rosen und den Spitzenhut ihren Händen entgleiten und warf sich in die ihr liebevoll geöffneten Arme ihres Vaters, den sie seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen hatte. Ihren Vater, der ihr allein geblieben war auf der Welt, der sie vergessen zu haben schien, und den sie trotzdem mit heißer, stürmischer Zärtlichkeit liebte, wie es ihre leidenschaftliche Natur bedingte! Die Arme fest um den Hals des Grafen Roccabella geschlungen, blieb sie stumm, obgleich sie ihm so viel zu sagen hatte. Die Freude des Wiedersehens benahm ihr die Sprache. Sie lächelte erst glückselig über das so unPrinzessin Ludwig von Bahern. (Zu ihrem sechzigsten Geburtstage— 2. Juli 1909.) verhoffte Wiedersehen, dann übermannte sie die Bewegung und Nora brach in lautes Schluchzen aus. aus seinen Armen und rief „Mein teures Kind! Wie groß und wie schön bist du geworden!“ ö Sändest du das wirklich?“ fragte Nora lächelnd, weshalt groch Lränen, in ihgen Augen glänzten.„Aber werhalb hast du mir beine Ankunft nicht angezeigt, und vor allem, warum kommst du so selten?... Nein, nein, vergib mir,“ fuhr sie weiter,„ich will dich nicht mit Vorwürfen begrüßen. Von nun an werden wir immer beisammen bleiben und ich werde mich bemühen, dir gute Gesellschaft zu leisten.“ Hierauf bedeckte das junge Mädchen ihren Vater wiederholt mit Küssen, stellte tausend Fragen an ihn, die der Graf kurz beantwortete, während er voll stolzen Glückes sein Töchterchen anblickte. Nora von Roccabella war bereits eine erwachsene junge Dame, die den Zauber einer ganz eigenartigen Schönheit besaß. Sie war von hohem, noch zartem Wuchse, anmutiger Haltung, reichem blondlockigen Haare, schön gezeichneten Brauen und rosiger Gesichtsfarbe. Um den Mund lag ein Zug von Energie und Stolz. Wer hätte dies jedoch dem jungen Mädchen mit dem sanften, schmeichelnden Blick seiner schönen dunklen Augen nicht gern verziehen? Seit.#und Tochter hatten sich Seite an Seite niedergelassen, und Nora gab ihre Befriedigung durch ein lebhaftes Geplauder kund, das in abgerissenen Sätzen und Berichten, Der Gruit farie in zahllosen Fragen bestand. ### Graf tauschte beglückt der Stimme, die ihm wie das Echo einer andern teuren Stimme klang. Tausend Erinnerungen, die ihm im Getriebe der Welt verloren gegangen waren, erhoben sich in seiner Seele mit greif* 2 * * ".„„ — 713— 210— barer Deutlichkeit. In dem bequemen Lehnsessel aus Weidengeflecht dort in der Fensternische sah er im Geiste eine Frauengestalt mit blonder Haarkrone, wie seine Tochter sie trug, eine Frau mit sanften, liebevollen Augen. „Vater, du antwortest mir nicht?“ rief Nora aus, plötzlich ihr Plaudern unterbrechend. Ohne jedoch eine Erklärung abzuwarten, fuhr sie weiter:„O, ich Zerstreute! Ich große Egoistin! Da schwätze ich fort und fort und denke nicht daran, daß du müde sein wirst und Ruhe und Erquickung benötigst! Und Miß Lucy weiß noch gar nichts von deiner Ankunft!" Nora erhob sich, um ihre Erzieherin aufzusuchen. Da fiel ihr Blick auf die am Boden zerstreut liegenden Rosen, und ein Schatten von Traurigkeit überflog ihr Antlitz, während sie die Blumen auflas. Jene köstlich duftende Rosen mußten eine seltsame Macht in ihren Kelchen bergen, wenn Nora von Roccabella ihretwegen die unsägliche Freude über die Rückkehr ihres Vaters vergessen konnte. Unterdessen erschien Miß Lucy, die man bereits benachrichtigt hatte, im Saale und bewillkommte den Herrn des Hauses mit so viel Herzlichkeit, als die kühle Zurückhaltung der Engländer dies erlaubte. Zugleich ersuchte sie ihn, sich in den Speisesaal zu begeben, wo Erfrischungen bereit standen. Die Erzieherin, die sich die unerwartete Ankunft des Grafen zu erklären suchte, beachtete das junge Mädchen nicht weiter, das noch immer mit seinen Rosen beschäftigt war. Anstatt ihrem Vater und Miß Lucy zu folgen, stieg Nora langsam die Treppen zum oberen Stockwerk hinauf. Während die Engländerin dem Grafen eine Tasse Tee anbot, sagte sie:„Nora ist ein Schatz von seltenem Wert, herzensgut, aber sehr stolz. Ihr Geist hat eine seltsame Richtung angenommen, die sich möglicherweise unter den besonderen Verhältnissen ihres bisherigen Lebens noch entschiedener ausgebildet haben dürfte. Ich bin der Ueberzeugung, daß Ihre Anwesenheit dem Kinde von großem Vorteil sein wird, weil Sie durch die unbegrenzte Liebe, die Ihre Tochter zu Ihnen hegt, einen mächtigen Einfluß auf dieselbe gewinnen können. Nora hat ein offenes Herz für die Schönheiten der Natur. Sie kann sich für eine Blume begeistern, und vergißt alles, um den gestirnten Himmel oder das bewegte Meer zu betrachten. Es wäre gut für das Kind, wenn es nicht immer so allein bliebe. Sie sollte mit der Welt in Berührung kommen. Ich bin nicht mehr jung genug und meine Gesellschaft reicht nicht hin, ihrem Hang für das Phantastische und Ideale energischen Gegenhalt zu bieten.“ Maurizios von Roccabella hatte sich eine gewisse Ungeduld und Befangenheit bemächtigt bei den Worten der Erzieherin. Nach einem Augenblick des Schweigens erwiderte er:„Ich glaube, Sie haben recht, Miß Lucy. Ich ahnte diesen Stand der Dinge und habe eine gründliche Abhilfe im Auge, bezüglich welcher ich mich mit Nora besprechen werde. Glauben Sie, daß sie mit einverstanden sein wird, wenn ich ihr eine zweite Mutter gebe?“ Miß Lucy fand in ihrer Bestürzung erst keine Worte; endlich stammelte sie:„O, gewiß wird sie sich freuen... wenigstens...“ „Wollen Sie es vielleicht selbst auf sich nehmen, meine Tochter davon in Kenntnis zu setzen, Miß Lucy?“ fügte der Graf hinzu, sichtlich verstimmt über die wenig beifällige Aufnahme, die sein Projekt zu finden schien. Miß Lucy neigte ihr Haupt als Zeichen stillschweigender Zustimmung. Sie fühlte sich erleichtert, als Nora eben im rechten Moment eintrat, um eine Unterredung zu unterbrechen, die ziemlich peinlich zu werden drohte. Das junge Mädchen bat seinen Vater, das neue Gewächshaus im Garten zu besichtigen. Beide verließen das Haus, die arme Erzieherin ihren Gedanken über die ihr anvertraute Missivn überlassend. Dieser Ueberzeugung gesellte sich auch ein leiser Tadel hinzu. Wie? Der Graf Maurizio von Roccabella, der bereits graue Haare hatte und eine erwachsene Tochter besaß, dachte an eine nochmalige Heirat? Während der verflossenen Jahre war er ständig auf Reisen, fern von: seinem Töchterchen, ohne sich viel um das Kind zu kümmern— und jetzt wollte er eine Fremde als Herrin in sein Haus führen, unter dem Vorwande, dem jungen Mädchen eine Stütze zu geben? Wie würde Nora, die in ihrer Zuneigung so zurückhaltend war und so eifersüchtig an dem Andenken ihrer Mutter hing, diese überraschende Nachricht aufnehmen? Diese Fragen stürmten verwirrend auf Miß Lucy ein, die keine befriedigende Lösung dafür finden konnte und nur des tiefen Schmerzes sicher war, den das ihr so teure Kind darüber empfinden würde. Sie kannte das wunderliche Köpfchen Noras, deren treue Ueberwachung ihr die verstorbene Gräfin so angelegentlich empfohlen hatte. II. Auf dem Strande des Meeres, das die ligurische Küste netzte, wie in dem weiß schimmernden Landhaus, das so reizend aus dem dunklen Grün hervorlugt, herrscht tiefe Ruhe. Nora ist mit einem glückseligen Lächeln auf den Lippen entschlummert, in dem süßen Vorgefühl der Tage, die sie an der Seite ihres Vaters erleben würde. Der Graf allein hat die Ruhe noch nicht gesucht. Die Seele voll widerstreitender Gefühle, schreitet er erregt auf und ab. Am geöffneten Fenster bleibt er endlich stehen und betrachtet das schöne Bild, das sich ihm bietet. Der tiefe Frieden der Natur, der balsamische Duft der Blumen, den ein leises Lüftchen ihm entgegenweht, beruhigen allmählich sein Gemüt. Die ganze Umgebung zaubert die Vergangenheit mit Macht vor seinen Geist und zwingt ihn, die Gegenwart zu erwägen und die Zukunft ins Auge zu fassen. Wieder beginnt er seine Wanderung, ab und zu am Schreibtisch innehaltend, auf dem unter den zerstreut umher liegenden Papieren sich ein Bild befindet. Es sind die Züge der Frau, die er zur Herrin des Hauses zu machen wünscht. Sonderbarerweise fühlt er im Moment seine Entschlüsse wanken. Es wäre ihm lieber gewesen, wenn er sein Wort noch nicht gegeben hätte. Es wollte ihn nahezu töricht bedünken, eine neue Ehe einzugehen angesichts seiner erwachsenen, hochgebildeten und schönen Tochter. Er hat sie bisher so selten gesehen— eine vierjährige Abwesenheit lag zwischen seinem letzten Scheiden—, daß er in dem Glauben gewesen war, noch ein Kind an sein Herz zu drücken, und nun hatte ihn eine vollendete junge Dame begrüßt. Er sah voraus, daß Nora dieser Wandlung in ihrer Existenz nicht zustimmen werde, die bis zu diesem Tage eine so unabhängige gewesen war. Dennoch hegte er die Hoffnung, daß seine Tochter schließlich nachgeben und sich alles nach Wunsch gestalten würde. Ein leises Knistern unterbrach seinen Gedankengang. Ein Lichtstreifen fiel durch eine kleine Türe, die in der Tapete des Zimmers verborgen war. Der Graf trat auf die Schwelle und hielt plötzlich inne. Es war das Gemach, in welchem seine Gattin gestorben war. Das Andenken an eine traurige Stunde, an ein Begebnis, daß uns großen Schmerz bereitete, drückt sich unauslöschlich in unsere Seele ein, und wir durchleben von neuem jene Zeit in all ihrem Leid, sobald wir die Stätte unverändert wiederfinden, wo sich der düstere Fall ereignet hat. Das Bett mit seiner blaßblauen Seidendecke stand im hellsten Mondenscheine und zwischen den duftenden Rosen, mit denen es bestreut war, glaubte der Graf wie in einer Art Halluzination das bleiche Antlitz seiner Frau zu sehen, die vor zehn Jahren hier an dieser Stelle der Tod ihm entrissen hatte. Ein Gefühl der Zärtlichkeit und Wehmut durchdrang ihn bei dem Gedanken an jene sanfte Gefährtin, deren ganze Liebe ihm gehört hatte. Leise un esemmn—: ene z 1 t W Mn unse ichun * S Wuhlau — 518— — 215— Allerlei. Zu unseren Bildern. 60. Geburtstag der Prinzessin Ludwig von Bayern. Der älteste Sohn des greisen Prinzregenten Luitpold von Bayern ist der 64 jährige Prinz Ludwig, der bayerische Thronfolger. Er ist seit dem 20. Februar 1868 mit Maria Theresia, der am 2. Juli 1849 geborenen Tochter des verstorbenen Erzherzogs Ferdinand von Oesterreich=Este vermählt, die am 2. Juli ihren 60. Geburtstag feiert. Neun noch lebende Kinder sind dieser glücklichen Ehe entsprossen, darunter als ältestes Prinz Rupprecht, der nach seinem Vater als Träger der bayerischen Königskrone berufen ist. Prinz und Prinzessin Ludwig erfreuen sich der wärmsten Sympathien ihres Volkes. Prinzessin Ludwig ist auch im Dezember seit 20 Jahren Protektorin des bayerischen Frauenvereins vom Roten Kreuz, um den sie sich große Verdienste erworben hat. Der 2. Juli 1909 wird erneut zeigen, wie große Liebe und Verehrung die Bayern der Prinzessin entgegenbringen. Der Karl-Vorromäus-Frunnen in Wien. Zu Ehren des Bürgermeisters Dr Lueger wurde auf dem KarlBorromäus=Platz in Wien vor kurzem ein Borromäusbrunnen feierlich enthüllt. Der Brunnen, ein Werk des Bildhauers Joseph Engelhart und des Architekten Plecnik, wird nach außen von einer halbmannshohen Granitmauer abgeschlossen, die an den Einlaßstellen mit je zwei bronzenen, von Adlern und Steinböcken getragenen Blumenvasen geschmückt ist. Aus dem Brunnenbecken erhebt sich ein dreiseitiger Obelisk, an dessen Kanten löwenköpfige Wasserspeier breite Strahlen in die unter ihnen befindlichen Bronzeschalen senden. Die mit allerlei Rankenwerk und Seetieren verzierten Bronzeschalen werden von Putten getragen. An den Flachseiten des Obelisken stellen kleinere Figurengruppen das Wirken des heiligen Borromäus dar. Das Figürliche des Brunnens ist außerordentlich fein modelliert. Das neur Marinehaus in Berlin. Der Eifer und die Umsicht, mit welchen die Deutsche Kriegerheimgesellschaft für das Wohl der ehemaligen Soldaten, ob sie nun der Armee oder der Marine angehört haben, sorgt, verdient hohe Anerkennung. So hat sie jetzt wieder in Berlin ein Marinehaus erbaut, das, in geschmackvollen, modernen Formen gehalten, das Muster eines Wohnhauses im großen bietet. Veränderungen in höheren deutschen Militärstellen. den letzten Wochen wurden in höheren deutschen Militärstellen einige Veränderungen vorgenommen. General der Infanterie Gustav v. Kessel wurde zum Oberbefehlshaber der Mazken und Gouverneur von Berlin ernannt. Er war seit 1902 kommandierender General des Gardekorps, steht im 63. Lebensjahr und ist seit 45 Jahren Offizier. In der Schlacht von St. Privat wurde er schwer verwundet. Er war Flügeladjutant des Kaisers Friedrich und des Kaisers Wilhelm II. dessen besonderer Gunst er sich erfreut. 1896 wurde er Generaladjutant, 1903 General der Infanterie und Inhaber des Schwarzen Adler= ordens.— General der Infanterie Alfred v. Loewenfeld wurde zum kommandierenden General des Gardekorps ernannt. Er ist 1848 in Spandau geboren und wurde 1870 Offizier und 1896 kaiserlicher Flügeladjutant. Im Jahre 1908 wurde er als Nachfolger des Generals der Kavallerie v. Stünzner kommandierender General des X. Armeekorps. Der General ist ein besonderer Vertrauensmann des Deutschen Kaisers, der ihn oft zu persönlichen Missionen ins Ausland entsandte.— General der Infanterie Otto Emmich wurde zum kommandierenden General des X. Armeekorps in Hannover ernannt. Er steht im 61. Lebensjahr, ist seit 41 Jahren Offizier und einer der wenigen kommandierenden Generäle, welche weder die Kriegsakademie besucht noch im Generalstab gestanden haben. Im Krieg gegen Frankreich erwarb er sich das Eiserne Kreuz II. Klasse. Seit 1905 war er Divisionskommandeur in Posen. Die neue Millionenbrücke in Charlottenburg. Bisher war es vor allem München, das durch die große Zahl seiner modernen monumentalen Brücken sich einen besonderen Ruf erworben hat. Nun beginnt man auch in Großberlin, auf diesem Gebiet sich in hervorragender Weise zu betätigen. Vor kurzem erst ist in Charlottenburg eine nach ihrem künstlerischen Entwurf wie nach ihrer ins Große gehenden Anlage außeroidentlich wirkungsvolle Brücke dem Verkehr übergeben worden. Der Entwurf zu der Brücke, die unser Bild zeigt, deren Herstellung fünf Jahre gedauert und 1½ Millionen Mark gekostet hat, stammt von Professor Schäde. Rätsel=Ecke. Palindrom. Lies mich von vorn, lies mich von hinten, Stets wirst du dasselbe finden: Doch sag', wie konnt'st du mich vergessen, Die ich dir soviel zugemessen? Scharade. Hier kann das Erste niemals sein, Das Andre sei stets wahr und kein. Das Ganze ist im Preußenland Als eine Stadt dir wohlbekannt. (Nachdruck verboten.) Siiben=iöberrätchet. In jedem Felde kommt eine Silbe zur Darstellung. Die sechzehn Silben, in Form eines Königszuges gelesen, ergeben ein bekanntes Shrichwort. E G N N E E C 0 R R E E C 0 R R Bachstabentrenge. I * L P E A A B B E E L L. R R R T ** N N Die sich entsprechenden beiden Senkrechten und Wagerechten geben je: 1. einen Küstenfluß, 1. eine Hauptstadt, 2. eine Getreideart. 2. ein Insekt. Logogriph.— Spiel=Ecke. Statantgebe. (hinterhand) reizt auf offene. Rullfrage(„Guck=Rust“) mik folgenden Karten: Er findet e 0 und 3 D, drückt die beiden hohen Ech llen und verliert, obwohl B alle übrigen Däuser und Könige hat und= 9 bei A blank sitzt.— Wie sind die Karten verteilt? Wie ist der Gang des Spiels? u. St.“ — 918— — 214— Im Rirschengarten. Erzählung von C. Herbert. (Nachdruck verboten.) ie hatten ihr ganzes Leben im Kirschengarten zugebracht. drich Fischer, ihr Vater, war ein Mann, der Be". sändigkeit, aber keinen Wechsel liebte. Er ging auf in Viehwirtschaft und seiner Kirschenzucht. Die einzige Abwechslung, die er sich in seinem arbeitsreichen Leben erlaubte, war, daß er seine Pfeise im Kirschengarten rauchte und mit seinen beiden jungen Töchtern plauderte, denen er seine ganze Liebe schente. .„Ilse, die ältere, war sein Liebling. Sie war so zart, so blaßz, so sanft und lieb, sie erinnerte ihn stets an ihre Mutter, seine erste Frau, die vor Glle##spanzig Jahren gestorben war, als Ilse drei Monate zählte. Aule Zarlnchrett, deren der fleißige Mann nur fähig war, häufte er auf — Fifi genannt— war ganz anders als die ältere Schwester. war eine gesunde, derbe Bäuerin gewesen, die Friedrich Fächer geheigater hatte, weil sie eine vorzügliche Hausfrau war. Obgleich ..2 Schwbestern einander innig liebten, waren sie doch grundverschieden m ihren Charakteren— das Erbteil ihrer Mütter. Ilse die kleine Schwester sozusagen erzogen, seit deren exmochte sie doch nicht, das lustige, übermütige, steis Tonen geneigte junge Menschenkind zu etwas anderem zu machen, als zu einer derven, praktischen, jungen Bäuerin. Friedrich Fischer bedauerte nur immerzu, daß Fisi kein Junge gevorden war. Er wurbe immer älter, und er hätte zu gern einen Sohn gehabt, der ihm später die Last der Arbeit abgenommen hätte, die schwer auf seinen Schultern lag, denn seine Besitzung war sehr groß und ersorderte viel Muhe und Umsicht. Eines Frühlingsabends rauchte er wieder seine Pfeise im Kirschengerten. Die Kirschbäume standen in voller Blüte, und Friedrich Fischers Kirschengarten bot zu dieser Zeit ein wahrhaftes Zauberreich der Schönheit. Von weit und breit kamen die Leute, um die Kirschenblüte hier zu sehen. Weit und breit sprach man davor und sam herbei, um diesen wundervollen Anblick zu genießen. Darüber freute sich nun Friedrich Fischer freilich nicht, denn er machte sich nichts aus Besuchern, er war am liebsten in seinen Feierstunden allein mit seinen Töchtern. . Um so erstaunter waren diese, als ihr Vater an diesem Abend plötzlich die Pfeise aus dem Munde nahm, sie neben sich auf den Tisch legte und sagte:„Morgen kommt euer Better Arnold Westerhagen. Bringt nachher noch das Zimmer, das die Aussicht nach dem Garten hat in Ordnung.“. „Arnold Westerhagen kommt zu uns? Unser Vetter? Was will er denn bei uns, Vater?“ #.###r will mir heisen. Warumn nicht? Er ist doch meiner Schwester Fisi lachte. will dir helfen?“ rief sie.„Aber er ist ja ein Städter. Er ist auf dem Lymnasium gewesen, was soll denn der von der Landwirtschaft „Nun, Fräulein Neugier, wenn du es denn durchaus wissen willst, vom vielen Lernen, und da meinten seine Mutter und ich, er solle sich hier in der frischen Landluft erholen. Aber was sagt meine Ilse zu Arnolds Kommen?“ „Obgleich ich ihn nie gesehen habe, Vater, tut mir Arnold leid, wenn er krank ist. Hoffentlich langweilt er sich nicht bei uns.“ „Er sich langweilen? Höchstens wird er uns langweilen!“ warf Fisi ein.„Ich mag die Städter nicht leiden. Sie haben an uns Landleuten immer was auszusetzen. Da heißt es: das schickt sich nicht und jenes schickt sich nicht— das darfst du nicht tun und jenes mußt du lassen! Sie ziehen rechts und links an einem herum, und man kommt sich vor, wie ein ins Geschirr gespannter Esel." „Na, na, Fisi! Ich glaube, es wird wirklich Zeit, daß du ins Geschirr gespannt wirst!"4 „Aber das ist gar nicht nötig! Mir braucht wirklich kein Zügel angelegt zu werden. Ich kann unsere Viehwirtschaft doch viel besser besorgen, als Arnold Westerhagen, trotz seines vielen Lernens. Stelle dir den bloß mal vor, wie das aussehen müßte, wenn er unsere„Liese“ melken wollte!“ Alle lachten herzlich und Vater Fischer strich zärtlich über Fifis braunes Haar und lobte sie wegen ihres Fleißes in der Milchwirtschaft. Ilse hatte nur wenig gesprochen, aber sie freute sich über die Ankunft Arnolds. Sie sehnte sich nach einer anderen Unterhaltung, als diejenige war, welche die Landleute ihr bieten konnten. Sie hatte nun einmal andere Interessen, und Arnold, der so viel gelernt, würde ihr gewiß viel erzählen und ihr manches erklären können, wonach sie Verlangen trug. Aber sie fürchtete sich auch ein klein wenig. Er war so viel klüger als sie, die so einfach in der ländlichen Einsamkeit aufgewachsen wär. Und als Arnold am nächsten Tage ankam, begrüßte sie ihn vie ruhiger und kühler, als die lustige, übermütige Fisi es tat. Arnold Westerhagen war ein junger Mann mit braunen Augen und braunem Haar, von ungefähr fünfundzwanzig Jahren. Wenn er bessere Luft und gute Pflege zur Kräftigung seiner Gesundheit brauchte— man sah es ihm wenigstens nicht an. Er war zwar nicht so robust und kräftig, wie die Leute vom Lande, aber er war von geschmeidiger Gestalt und vergnügt und heiter. Die Familie hatte ihr Mittagessen, das sonst um zwölf Uhr eingenommen wurde, bis zu Arnolds Ankunft verschoben. Als dasselbe beendet war, nahm man einen Inspektionsgang durch die ganze Besitzung vor, das heißt, die beiden jungen Mädchen führten ihren Better überall keine Zeit mehr, er mußte an die Arbeit, die er nicht vernachlässigen durfte. ..„Vater erwartet von dir, daß du unsere„Liese“ melkst,“ sagte Fifi, „ihrem Uebermut die Zügel schießen ließ, sobald der Vater außer Hör„Du wirst darin hoffentlich meine Lehrmeisterin sein, Kleine,“ gab Arnold prompt zurück.„Das wird ebenso amüsant sein, wie im KasperleF7a Len pandte er sich an Isse und begann mit ihr von der herrun inrechen st und dem wundervollen Farbenton der Kirschblüten Fisi biß sich wütend auf die Lippen. „Sleinsl shatte ersie genannt. Und vom Kasperletheater gesprochen Ise dagegen ais Dame, fir Keine Kinder! Er behandelte sie als Lind, „Na warte, das sollst du mir büßen!“ dachte Fifi grimmig. Ge# Sie hatte ihm also heimlich den Krieg erlärt. Sie forderte den it heraus, und er parierte ihre Stiche mit Schlagfertigkeit., Nie gab er sich die Mühe, sie zu versöhnen. Die Empörung der „Kleinen“ gegen ihn machte ihm schrecklich viel Spaß, aber nie taten ihre ihm wehe. Wenn Vater Fischer gewußt hätte, welch bitterer Ernst den Negereien und den Herausforderungen Fifis zugrunde lag, rde sicherlich dazwischengetreten sein und dem Unfug ein Ende gemacht haben. Aberer süh nicht tief genug; er betrachtete Fifis Spottlust und ihre kleinen Wutanfälle als angenehmen Zeitvertreib, über den sie alle herzlich lachten und sich amüsierten. Und er hielt es für besser, daß, wenn zwischen den jungen Leuten einmal eine Verstimmung herrschte, diese sie am besten allein miteinander ausfochten. Mit Ilse war das freilich anders. Was Ilsc anbelangte, so hatte Arnold bisher all ihren Erwartungen entsprochen. Daß Fifi ihn ärgerte und wie einen Schuljungen behandelte, schien ihr zwar nicht recht zu sein, aber sie konnte es ja nicht ändern. Und Arnold lachte nur über„die Kleine" und machte sich nichts aus ihren Angriffen. Zu Ilse war er ganz anders. Es war offenestscherbshosich Sympathie schentte. und ihre Gereitetheite u di Bist und erhöhte nur noch ihren Rerger Fifi sang immerzu. Es schien, als wolle sie ihrem Vetter Arnold durch ihr Singen und ihre erzwungene Lustigkeit beweisen, daß sie sich nichts aus ihm mache, daß es ihr gleichgültig sei, ob er sie beachtete oder nicht. Vater Fischer ging umher, die Pfeife im Munde, einen frohen, zufriedenen Ausdruck in seinem blühend gesunden Gesicht— und lachte. Er freute sich— freute sich so, daß er es offen zeigte. Der kleine Plan, den er sich mit einiger Mühe und vielem Nachdenken ausgedacht, schien ihm über alles Erwarten zu glücken. Ilse, seine Erstgeborene, dieses liebe, zarte, holde Geschöpf, würde Arnold heiraten und eine glückliche Ehe und eine glückliche Zukunst Denn einzig und allein zu diesem Zweck hatte er Arnold eingeladen, den Sommer in seinem Kirschengarten zu verleben. Von seiner Absicht hatte er sich nichts merken lassen. Ja, sa, Schweigen ist Gold! Er war voch wirtlich ein viel besserer Diplomat, als er es sich zugetraut. „Alles geht gut,“ dachte Vater Fischer. Fifi war lustig und guter Dinge. Zwei oder drei Jahre später würde auch sie heiraten— er wollte schon Sorge tragen, daß sie einen braven, tüchtigen Mann bekäme. Aber trotz alledem huschte manchmal ein Schatten über sein Gesicht. Arnold hatte noch immer nicht gesagt:„Onkel Friedrich, willst du mir Ilse zur Frau geben?“ Warum war er nur so zurückhaltend in seiner Liebe, da doch sowohl aus seinen, wie aus Ilses treuherzigen Augen so deutlich die Liebe sprach? Vielleicht mußte Arnold mehr ermutigt werden? Vater Fischer war reich, sehr reich, und alle Welt wußte es. Vielleicht war es das, was Arnold von einer Werbung abhielt? Er begriff nicht, warum Arnold nicht sprach. Aber er wollte sich lieber doch nicht in diese Sache mischen.„Kommt Zeit, kommt Rat!“ dachte er. Schließlich konnte er ja doch einmal mit Ilse reden. Als er eine Stunde später aus seinen Ställen kam, hörte er Fifis lustige singende Stimme aus der Küche dringen. Ihr Vater merkte freilich nicht, daß diese Lustigkeit mehr erzwungen, als echt war. Sie war mit ihrer Arbeit in der Milchkammer fertig und stand jetzt — ein weißes Kleid plättend, das sie Sonn= und Festtags trug— in der Küche zum nicht geringen Verdruß der alten Christine, die das Abendbrot zurechtmachte und nicht an den großen Küchentisch heran konnte, den sie so nötig brauchte. Denn gerade an diesem Tisch stand Fifi und plättete ihren Sonntagsstaat. sind Ilse und Arnold?“ fragte der Vater, als er eintrat. „Wie soll ich das wissen? Wahrscheinlich sitzen sie irgendwo und träumen! Sie träumen ja immer, die beiden!“ antwortete Fifi. Dann fuhr sie zu singen fort, jetzt aber leiser als vorher. —„Ah, da kommt ja Ilse,“ rief der Vater, aus der Tür schauend. „wo hast du Arnold gelassen, liebes Kind?" ist nach Herzfeld gegangen, Vater. Er läßt dich bitten, mit dem Abendessen nicht auf ihn zu warten.“ ..„Er ist zu weit mit dir gegangen, liebes Herz. Du siehst ja schrecklich vlaß aus. Bist du denn so müde?" Ich. in gar nicht gegangen, Vater. Arnold ist schon lange fort. Ich habe auf der Bank hinter dem Brunnen in der Lindenallee gesessen.“ „Nun, wo du auch gewesen sein magst, es hat dir nicht gut getan. Du bezg, Zez, gleshütest du einen Geit gesehen:“ uue hähte ding. De, während sie „Was mag nur mit Ilse sein?“ fragte der Vater besorgt. „Vielleicht hat sie sich mit Arnold gezankt. Selbst stille, wohlerzogene Leute zanken sich manchmal,“ meinte Fifi weltklug, während sie ihr fertig geplättetes Kleid sorgfältig in die Höhe hob und die Küche verließ. (Schluß folgt.) Wu Wshas gu n sivitz ondab Pn c, u un hn e Bunnstigen Wu A c Mucg n W# h A u Mnbg uun u Wiuin — 013 — 211— trat er ein und drückte seine glühende Stirne auf die Andenken der Mutter weihe, Diede sdlich dem gelebten ein junges Mädchen aus Bayern, die ihm zuliebe Familie und Vaterland verlassen hatte. Aber leider hatte seine egoistische, oberflächliche Natur die hohen Eigenschaften Assenabich zu würdigen verstanden. iclosexten sich die Bande, die ihn mit der blonden ##nds verknüpften, und er verließ häufig die weiße##la am Meeresstrande, um erst nach langen Bautge, wieder zu. eschelen. 4 ud ung Die arme Frau ergab sich schweigend in diese fortgesetzte Trennung. Vielleicht ahnte sie ihren frühen Tod und wollte nicht mehr kämpfen. Vielleicht auch verhinderte sie der Stolz, auf eine Liebe Anspruch zu machen, die ##.gar kein Opfer zu bringen wußte. So blieb die Grafin allein mit der kleinen Nora, einem lebhaften, muntern Geschöpfchen voll rührender Zärtlichkeit. Wenn die Kleine ihr blondes Köpfchen auf die Knie der Mutter und mit ihrer kindlichen Stimme um eine schöne Geschichte bat, dann erzählte ihr die zarte Frau von einem fernen, fernen Lande, weit über den Wolken, von dem aus die Mütter über ihre Kinderchen wachen. Ihre Worte dem Begriffsvermögen der Kleinen anpassend, suchte sie ihr begreiflich zu machen, daß sie keine Ursache zur Betrübnis habe, wenn eines Tages die Mutter nicht mehr bei ihr weilen sollte, indem ein Schutzengel sie stets behüten und auch ihr Papa zurückkehren würde, um den Platz der Mutter einzunehmen. „. Das fromm ergebene Weib rief den Gatten zu sich, als es sich seinem Ende nahe fühlte, und in dem Vertrauen, daß es dem geliebten Kinde nach seinem Scheiden weder an Liebe noch Schutz fehlen würde, umfing es Gatten und Töchterchen noch mit einem letzten Blick der Liebe. Maurizio war über seinen Verlust aufrichtig betrübt. begleitete die irdische Hülle seiner Gattin nach Roccabella in der Romagna, wo sie in der Familiengruft beigesetzt wurde; dann kehrte er wieder zur kleinen Nora zurück. Er wies die herzlichen Anerbietungen der Verwandten der Verstorbenen von sich, die das Kind zu sich nehmen wollten, und übergab es der englischen Erzieherin, die seine Frau so hoch geschätzt hatte. Er war jedoch ein zu großer Egoist, um der kleinen Nora seine Vorliebe für das Reisen zu opfern, und nahm bald von neuem Abschied, um erst nach langen Zwischenräumen wieder einmal in der Villa zu erscheinen. Er wähnte, dem seiner sterbenden Gattin gegebenen Worte genügend zu entsprechen, wenn er nichts versäumte, was die Anordnungen bezüglich des Wohlergehens und des Unterrichtes der Kleinen betraf. III. am nächsten Morgen die Sonne mit ihren goldenen Strahlen das Meer und die Berge überflutete, war der Graf nach einer erquickenden Nachtruhe wieder zu seinem früheren Gleichgewicht zurückgekehrt, in seiner selbstsüchtigen Weise nur auf die Befriedigung seiner eigenen Wünsche bedacht, selbst auf die Gefahr hin, den Frieden anderer zu zerstören. An der offenen Türe der Veranda sitzend, durchflog er die Tageszeitungen. Zwischen einem Artikel und dem andern erinnerte er sich seiner Unschlüssigkeit vom vorigen Abend und fand es lächerlich, daß er sich zu einem solchen Grad von Sentimentalität hatte hinreißen lassen. Gewiß liebte er seine Tochter zärtlich. Auch war er fest überzeugt, daß sie ihm mit ihrer Lebhaftigkeit, ihrem Geist und ihrer kindlichen Liebe das Leben erheitern würde. Aber wie lange konnte dies wohl dauern. Eines Tages würde irgendein junger Mann das Herz der schönen, reichen Erbin erobern— dann blieb ihm wieder nur die Einsamkeit und vielleicht ein kleiner Bruchteil der töchterlichen Liebe.. 51* □ 0 Trinklied. Er begann allmählich seiner fortgesetzten Reisen müde zu werden und sehnte sich nach Ruhe. Er war sicher, vaß Frau Carola Barneri, die er vergangenen Winter in kennen gelernt hatte, fähig sein würde, den Traum eines friedlichen Heims, das er anstrebte, zu verwirklichen. ehug uesgeine feingebildete Dame, ziemlich unterrichtet, ohne pevantisch zu sein, und besaß eine heitere Fröhlichkeit, die bezaubernd wirkte. Ihr Aeußeres war sympathisch und sie hatte soeben die Dreißig überschritten. den allen des Kute sie zusammengeführt. Als er in auf einen ar vincio spazieren ging, trat er unbewußt # Fächer, der einer eleganten Dame entfallen war. Einigermaßen bestürzt war sie stehengeblieben, während der Graf voll Bedauern die zerbrochenen Stäbe „ fosan verknitterte Seide des Fächers betrachtete, den er sosort vom Boden ausgenommen hatte. g.#Leim Anblick seiner Betroffenheit war die Dame in brochen und plötzlich unter der Menge verschwunden, den Grafen Maurizio in der peinlichen Ueberzeugung zurücklassend, daß er eine lächerliche Figur gespielt habe. Aber schließlich; was lag daran! Das konnte jedermann passieren! AbendgeselisFag; wpäter traf er dieselbe Dame in einer kurtem hates er sieß sich ihr vortellen und binnen Frau Carola Barneri das I Herz des Gra#7D fen Roccabella erobert. Die betreffende Dame hatte sich seit einiger Zeit in Rom niedergelassen, und niemand wußte genau zu sagen, woher sie kam. Sizilianerin von Geburt, hatte sie ganz den Typus der Südländerin. Ihre schwarzen Augen leuchteten in tiefem Glanze, ihre Stimme war von melodischem Klang und ihre Gestalt voll Grazie. Sie galt für die Witwe Saurse, ngag de in Niza an der Schwindsucht geIrgend jemand erinnerte sich in der Tat, sie am Arme von den lauen Lästen jenes Meresstrandes— Rimbus zu zerstören, der sie umgab. Tpienf, hatte sich Maurizio gesagt, daß er es dem seines Namens schulde, sich nicht mit einer gvsrmchlen. Eine Unterhaltung von nicht nischt ak, sehn daunna mit der Angebeteten hatte geAbenda erschien über Bord Fargasen. Eines (Greist zum Becher und laßt das Schelten! Die Welt ist blind... Sie frägt, was die Menschen gelten, Uicht, was sie sind. Uns aber laßt zechen... und krönen Mit Laubgewind Die Stirnen, die noch dem Schönen ergeben sind! Und bei den Posaunenstöhen, Die eitel Wind, Laßt uns lachen über Größen, Die keine sind! Jeurch Sacheld. Torheit des Grafen. Da indes das Auftreten Frau Barneris ein völlig einwandfreies war und der Graf nicht die mindeste Absicht zeigte, um des Geredes der Leute willen sein Versprechen zu lösen, wurde die Sache offiziell als Tatsache angenommen. Graf Roccabella war dann zu seiner Tochter geeilt, um ihr von seinem Entschluß Mitteilung zu machen. Im letzten Moment fehlte ihm jedoch der Mut zu einer Aussprache, da er sich Nora gegenüber eigentümlich befangen fühlte. Miß Lucy sollte diese Mission übernehmen und der Graf wünschte, daß es so rasch wie möglich geschehen möchte, damit der Hochzeitstag bestimmt werden könne. Als nun an diesem Morgen die Zeit verstrich, ohne daß Nora sich blicken ließ, fühlte ihr Vater eine gewisse Unruhe in sich aufkeimen und er fand es unmöglich, den politischen und lokalen Vorkommnissen in den Spalten der Tagesblätter seine gewohnte Aufmerksamkeit zu widmen. IV. Unterdessen war Nora in ihrem Zimmer damit beschäftigt, ihre Handschuhe anzulegen, während Miß Lucy eine Mahnrede über den kindlichen Gehorsam und die darauf bezüglichen Pflichten, sowie die Notwendigkeit einer passenden Persönlichkeit im Hause betonte, die sich ihrer Unerfahrenheit annehmen und das junge Mädchen in die große Welt einführen konnte. „Miß Lucy, sagen Sie doch glatt heraus, um was es sich handelt. Was Sie da vorbringen, ist mir nicht unbekannt!“ Dabei schüttelte das junge Mädchen ungeduldig die blonden Locken.„Machen Sie schnell, bitte, denn ich habe Papa noch nicht gesehen. Bei vieser herrlichen Maiensonne möchte ich nicht länger hier im Zimmer eingeschlossen sein! Spüren Sie den köstlichen Duft der Rosen, Miß Lucy?“ „Nora,“ fuhr die Erzieherin ernsten Tones fort,„wenn dein Vater sich nochmals verheiraten sollte... wüßtest du.. Nora, die am offenen Fenster begierig die würzige Luft einsog, drehte sich langsam um und sagte:„Miß Lucy, was wollen Sie damit sagen...? Zu welchem Zwecke halten Sie mir diese lange Rede? Fürchten Sie etwa, daß mein Vater daran denken könnte...“ Nora beendete Der neue Karl-Vorromäus-Brunnen in Wien. den Satz nicht; aber ein Blitz des Unwillens flammte in ihren Augen auf. „Ich kann dies um so weniger furchten, meine Liebe,“ entgegnete Miß Lucy,„als ich überzeugt bin, daß dein Vater eine gute Wahl getroffen hat und daß die Dame, die Mutterstelle an dir vertreten soll, des Namens Roccabella nicht unwert sein wird. Jedoch.. „Es ist unmöglich!“ unterbrach sie Nora heftig. „Miß Lucy, Sie irren sich!“ Ein Blick in das Antlitz der treuen Erzieherin, in deren Augen Tränen glänzten, ließen jedoch Nora sofort alles begreifen, was Miß Lucy ihr zu verstehen geben wollte.„Es ist unmöglich!“ rief wiederholt das junge Mädchen mit dem angsterfüllten Tone eines Wesens, das sich gegen die Gewißheit einer peinlichen Tatsache auflehnt.„Wehe derjenigen, die sich vermißt, mir die Liebe meines Vaters streitig zu machen..“ möge sie sein wer sie wolle!“ In einer Art Erstarrung lehnte Nora am Fenster mit einer finstern Falte zwischen den dunklen Augenbrauen. Ihr Blick ruhte ernst und bekümmert auf dem Bilde ihrer Mutter, das ihr gegenüber an der Wand hing. Nach einer kurzen Pause zwang sie sich mit angenommener Ruhe zu der Frage:„Miß Lucy, ist Papa zu diesem Zwecke hierhergekommen? Hat er Sie mit dieser Mitteilung betraut? Sagen Sie ihm... nein... nein, sagen Sie ihm nichts.. ich will selbst mit ihm sprechen!“ Die Erzieherin nickte zustimmend, während sie mit ihren Tränen rang. — Nora durchmaß langsamen Schrittes das Gemach, indem sieflüsterte;„Mama, arme teure Mama! Ichvergesse dich nie! Niemals werde ich eine andere mit deinem Namen anreden!" Dann verließ sie das Zimmer und schritt die Treppe hinab, mit einer tiefen Blässe auf dem jugendlichen A Gesicht, dem die * Mitteilung der Erzieherin einen Zug von Härte aufgeprägt hatte. Diese unerwartete, nahe bevorstehende Wandlung in ihrem Leben ließen ihr liebebedürftiges Herz schmerzlich erzittern, das fest auf die Liebe ihres Vaters gebaut hatte und der unerschütterlichen Ueberzeugung war, daß dieses Gefühl auf Gegenseitigkeit beruhe. Das neue Marinehaus in Berlin, ervaut von der Kriegerheimgesellschaft. 213 General der Infanterie Gustav v. Ressel, Oberbefehlshaber der Marken und Gouverneur von Berlin. General der Infanterie Otto Emmich, kommandierender General des X. Armeekorps in Hannover. eine mit verschiedenen Professoren bestrebt gewesen, Noras Geist aufs sorgfältigste auszubilden. Für ihr inneres, ihr Seelenleben hatte jedoch niemand besondere Sorge getragen und das junge Mädchen war in dieser Hinsicht vollkommen sich selbst überlassen gewesen. Nora pflegte mit Vorliebe das Studium, die Lektüre und den Naturgenuß, und gänzlich dem eigenen Impulse folgend, der Stütze die Betreffende auch die edelste und beste hätte sie ihr trot= Eeueral der Insanterie Mifr. v. 1gewenfeald, Sem tt u: trov Gammandterender General bes Garbelorpe dem nicht die Hand... in Berlin. gereicht, ihr Haupt nicht vor ihr gebeugt. Sie hatte sogar den Gedanken aufgegeben, die Angelegenheit mit ihrem Vater zu bereden; sie war zu stolz, um sich zu beklagen. Weder den herrlichen Rosen, die sie als die Lieblingsblumen ihrer Mutter so treulich pflegte, noch dem Meer, Niemals war ihr die Ahnung einer Möglichkeit nahe getreten, diese Liebe mit andern teilen zu müssen. Seit dem Tode der Mutter hatte Nora sozusagen immer allein mit Miß Lucy in der herrlichen Villa gelebt. Das materielle Dasein war in jeder Hinsicht ein behagliches und luxuriöses. Die englische Erzieherin war im VerAngesichts des Zusammenbruches ihrer Zukunftsträume fühlte sich Nora unter diesen Verhältnissen unfähig zur Ergebung, unfähig, ihrem Vater ein Opfer zu bringen, den sie doch so zärtlich liebte. Sie hegte in ihrem Innern einen Widerwillen gegen diejenige, die sich als Dritte in ihr Leben drängte. Wäre Die neue Millionenbrücke in Charlottenburg. entbehrend, hatte ihre Phantasie wilde Schößlinge in ihrem ihrer jugendlichen Phantasien war, wurde an diesem Köpfchen getrieben.] Morgen ein Gruß von ihr zu teil.(Fortsetzung folgt.)