PorerocPTr.. Die Annener Zeitung" erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Bezugspreis inkl. Sonntagsblatt“ u.„Humoristische Blätter“ monatlich 40 Pfg. — Telephon-Nr. 334.— Anzeigeblatt für Annen und die benachbarten 14 Ertschaften. Petitzelle oder deren Raum 10 Pfe. Anzeigegebühr für die einspaltige Amtliches Organ. Nr. 54. 1000. Samstag, den 8. Mai. —— Inserate finden bei der großen Auflage der Annener Zeitung weite und billige Verbreitung. — Telephon=Nr. 334.— 25. Jahrgang. die sich über die Behandlung der Initiativ=Anträge schlüssig geie Sorge um die macht hat, wird in die Beratung über ein Minister=VerantwortReichsfinanzreform lichkeitsgesetz nur dann eintreten, wenn die Tagung über Pfingsten richten. So murd, hinaus dauert, da die Feststellung des Berichts über den ersten beginnt in manchen Kögig,„Verwirrung anggezäg## vo wurde Teil der Arbeiten erhebliche Zeit beansprucht.— Die„R. A..“ soeben in sensationeller Weise ,gemeldet, der Reichskanzler Fürst tritt der von offizieller konservativer Seite erhobenen Behauptung Bülow sei entschlossen, seinen Abschied zu nehmen, falls über die entgegen, der Reichskanzler habe 1906 erklärt, die ErbschaftsFinapzreform bis Pfingsten nicht ein positives Resultat im Sinne steuer würde niemals auf Kinder und Ehegatten ausgedehnt der Regierungsvorlage gewonzen, sel.„ u. Hur4 Li: S#### werden. Es wird außerdem betont, daß der Reichskanzler die Die Angabe hätte nicht erst eines Demennis hurch oie„X.., konservativen Bedenken gegen eine Erbanfalsteuer in durchaus bedurft; die Ungereimtheit stagd ihr an der Stirm geschrieben, sachlicher Weise würdige.— Das Organ des Bundes der LandHatte doch Fürst Bülow am Tage zuvor in seinem Dank auf wirte, die„Disch. Tagesztg.“, meint, Fürst Bülow könne sehr den Geburtstagswunsch an die nationalliberale Reich=gegotrmizgg wohl Kanzler bleiben, auch wenn die Finanzreform scheitere.— erklärt, er wolle unverzagt an dem begonnenen Keformur. Die„Krzig.“ wiederholt, der Kanzler könne die Finanzreform weitekarventen. 15 anbaran.ütg Lohguptet mir in dem Augenblick haben, in dem er sich zur Aufgabe der ErbRoch schöner ist es, wenn von anderer Sette behaupret wiro, anfalsteuer entschließe, der Kanzler hätte seinen Abschied nach den jüngsten schwer=. Die Unterrichtskommissionen des Abgeordnetenhauses erwiegenden Beschlüssen der Finanzkommission bereits eingereicht, ledigte eine Reihe von Petitionen von Oberlehrern und Volkswenn der Kaiser nicht vor seiner Abreise erklärt hätte, er habe schullehrern um anderweitige Festsetzung ihres Dienstalters bezw. nach den Anstrengungen und Erregungen der letzten Monate das der Pension durch Uebergang zur Tagesordnung. Der StaatsBedürfnis nach ungestörter Erholung und bitte sich aus, daß regierung zur Berücksichtigung überwiesen wurde eine Petition man hn in Korfu in Ruhe lasse. Wenn wichtige Veichs= eines Lehrers aus Posen, der über seine Wohnung,Klage, führt, Interessen in Frage stehen, dann hat unser Kaiser kein Ruhe= in der ihm und seiner Familie im letzten Winter die Füße erbedürfnis. Man denke nur an das Wort des alten Kaisers froren seien.— Eine preußische Unterrichts=Ausstellung wird auf Ich habe keine Zeit, müde zu Lein.“.,#.#ishald nach der Brüsseler Weltausstellung zu sehen sein. Die verschiedenen Selbstverständlich ist es, daß der Neichsbandter azerg dem Anstaltsarten der höheren Schulen werden durch bestimmte Typen am 23. d. Ma, erfolgenden,„Rüchbeyr ige guscgifgte dage zur Darstellung kommen. Wenn irgend möglich, sollen auch Monarchen Vortrag, hält und dabei namentliay auch dir Luge lebendige Schulklassen in Aktion vorgeführt werden. der Finanzreform erörtert. 883119„ Die Reichswertzuwachssteuer. Die deutschen Städte beeilen sich zum großen Teil, die Richtigkeit der Behauptung unserer Regierungsvertreter, daß die Besteuerung des Wertzuwachses von Immobilien in erster Linie den Kommunen und erst in zweiter dem Reich zukomme, durch die Tat zu beweisen. Kurz Preußisches Abgeordnetenhaus. Sitzung vom 5. Mai. Im preußischen Abgeordnetenhaus wurde die Beratung des gpeiter, dem Reich zukomme, durch die Tot du berezer Bzersz.,, Kapitels„Höhere Lehranstalten“, des Kultusetats zu Ende gehintereinanger haben, abgesehen von einer 9ozöfenthacg, ggxser führt und die des Kapitels„Elementar=Unterrichtswesen“ beVorvonte z. B. die Süädte Voxrover Gietzen, Isertgcz, worms, bznen. die des Kapl Bingen, Guben, Gelnhausen, Döbeln, Oberdorf, die Wertzumgehs, Abg. Eichhoff(srs. Dp.) forderte die Einführung eines steuer eingeführt, und in einer sehr erheblichen Anzayl anderer obligatorischen Spielnachmittags, Abg. Brandenstein(konf.) Städte ist die Einführung dieser Steuer beschlossen worden. höhere Summen zur Ausbildung weiblicher Lehrkräfte. Ministerialdirektor Schwartzkopff führte aus, daß die Deutscher Reichstag. Sitzung vom 5. Mai. Das Haus erledigte am Mittwoch die erste Lesung des Gesetzentwurfs über die Haftung des Reiches für seine Beamten im Falle der Verletzung der Amtspflicht derselben zum Schaden Die Redner fast sämtlicher Parteien stimmten der Vorlage im wesentlichen bei. Die Beseitigung weniger Mängel erwarteten sie von der Kommissionsberatung. Darauf begann die dritte Beratung der Justiznovelle. Ein Vermehrung der Zahl der ländlichen Lehrerinnen genügend sei. Am Donnerstag wurde die Beratung über das ElementarUnterrichtswesen fortgesetzt. Sitzung vom 6. Mai. Das Haus setzte am Donnerstag die Beratung des Kultusetats beim Kapitel„Elementar=Unterrichtswesen“ fort. Abg. Frhr. von Zedlitz(kons.) begrüßte die baldige Reform des Mittelschulwesens. Abg. Borgmann(Soz.) verlangte Vermehrung der Schulen, besonders für Schlesien und fragte, ob es richtig sei, daß man Antrag Schmidt, Warburg(Ztr.) auf Aenderung des§ 115 in Groß=Berlin das achtklassige Schulsystem wieder beseitigen wolle. dahin, daß beim Armenrecht auch ein Rechtsanwalt gewährt Abg. Dr. Schepp(frs. Op.) wünschte, daß den Lehrern werden muß, wenn es sich um einen Streitgegenstand von mehr das Universitätsstudium erleichtert wird. Eine Reform des als 300 Mark handelt, und die Gegenpartei durch einen An= Religionsunterrichts in den Volksschulen ist notwendig. walt vertreten ist, wurde mit 106 gegen 97 Stimmen abgelehnt. Darauf wurde das Gesetz in dritter Lesung endgiltig erledigt. Auch das[Gesetz über die Sicherung der Bauforderungen wurde en dloo in dritter Lesung angenommen. Am Donnerstag wurde der Antrag Speck über die Mühlenumsatzsteuer verhandelt. Sitzung vom 6. Mai. Der Reichstag widmete am Donnerstag seine nur kurze Sitzung der Beratung des Zentrums=Antrages auf eine Besteuerung der Großmühlen durch das Reich zum Schutze der mittleren und kleinen Betriebe und vertagte die Fortsetzung der Verhaudlung im Interesse der Kommissionsberatungen auf Mittwoch nächster Woche. Adg. Speck(Ztr.) begründete den Zentrumsantrag. Die Großmühlen hätten infolge der Freiheit der Flüsse von Schiff= vertagte sich dann auf Freitag. fahrtsabgaben, der sozialen Versicherungsgesetzgebung und der— Macht des Kapitals Vorteile vor den Kleinbetrieben und erdrückten diese. Abg. Rösicke(kons.) empfiehlt einen ähnlichen Antrag seiner Freunde und betont, daß die Großmächte ihr Getreide vornehmlich aus dem Auslande bezögen infolge der billigen Wasserfrachten. Auch die Eisenbahntarife seien den Großbetrieben günstiger als den kleinen. Abg. Neuner(ntl.) tritt für einen Teil seiner Freunde für die Anträge ein. Direktor im Reichsschatzamt Kühn macht zahlenmäßige Mitteilungen über den Rückgang der kleinen und die Zunahme der großen Mühlen. Abg. Kämpf(frs. Dp.) bekämpt die Anträge, für die dagegen die Abg. von Gamp(Rp.) und Stauffer(wirtsch. Vg.) eintreten. Um 6 Uhr vertagt sich das Haus. Abg. Stychel(Pole) klagt, daß die polnischen Kinder in den Schulen deutsch sprechen müssen. Ministerialdirektor Schwartzkopff: Wer unsere Schulen besucht, muß sich damit abfinden, daß es deutsche Schulen sind. (Beifall.) Wie der Redner Proben aus sozialdemokratischen Liederbüchern zum besten gibt, werden stürmische Pfuirufe laut. Abg. Ernst(frs. Va.) kritisierte die Maßregelung des sozialdemokratischen Lehrers Kingel und des Rektors Juds. Ministerialdirektor Schwartzkopff erwiderte, daß man einem Lehrer sozialdemokratische Bestrebungen nicht gestatten könne, anders sei es, wenn er freisinnig denke. Der Antrag Brandenstein aus voriger Sitzung wurde angenommen, der Antrag Gottschalk an die Unterrichtskommission verwiesen. Abends erledigte das Haus weitere Titel des Etats und schätzende Rolle, im Gegenteil, daß sie gerade in deutschen Händen bleiben und nicht an Polen verkauft werden, wie es leider oft der Fall noch ist, daran hat der Staat das größte Interesse. In diesem Sinne ist die Absicht der Regierung zu begrüßen, die Besitzbefestigung größerer Ostmarkengüter in Zukunft durch die Ansiedlungskommission ausführen zu lassen. Das ist auch der beste Weg. — Eine polnische Zentralorganisation der Gewerkschaften wurde in Bochum geschaffen. Auch ein Beweis für das Erstarken des polnischen Arbeiterstandes. — Deutschland und Amerika. Unser Botschafter in Washington Graf Bernstorff gibt seinem Vorgänger, dem verstorbenen Freiherrn Speck von Sternburg in schönen Reden nichts nach, in praktischer Erfolgen bringt er es freilich auch nicht weiter als dieser. Es ist ja sehr schön, daß wir die Yankees so oft, wie nur irgend möglich, unserer Bereitwilligkeit versichern, ihnen entgegenzukommen; aber es ist wieder erfreulich, daß diese unsere Bereitwilligkeit von jener Seite so wenig durch Taten vorgehalten wird. Wenn wir uns kürzer angebunden zeigten, kämen wir am Ende doch weiter, zumal uns die Amerikaner mehr gebrauchen, als wir sie. Als Ehrengast der Chicagoer Handelsgesellschaft feierte Graf Bernstorff die völkerverbindende Schiffahrt, die mehr für die Freundschaft der Dölker täte, als ein Botschafter erringe, selbst wenn er an einem Tage drei Friedensreden hielte. Eine hatte er an jenem Abend wenigstens hinter sich. Auf dem Friedenskongreß in Chicago hatte er, unter entschiedener Ablehnung des Traumes vom ewigen Frieden, alle die kleineren oder größeren Mittel und Abmachungen gepriesen, die der Kriegs=Verhinderung und damit der FriedensBefestigung dienen. Freimütig betonte er dabei, daß es nicht unsere Schuld sei, wenn wir mit mit der Union noch immer nicht zu einem Schiedsgerichts=Vertrage gelangt seien. Auf das Scheitern aller unserer Bemühungen zum Abschluß eines Handelsvertrages mit den Vereinigten Staaten wagte er garnicht einzugehen. Dafür fand er ein kräftigtes Wörtlein zur Frage der Rüstungseinschränkung, indem er die überlegene Stärke der deutschen Kriegsarmee als die feste und bewährte Garantio derErhaltung des Weltfriedens feierte. — Kündigung des deutsch=amerikanischen Handelsabkommens. Trotz aller schönen Reden und überschwänglichen Freundschaftsbeteuerungen ist das befürchtete Ereignis nun doch gekommen: Die Regierung der Vereinigten Staaten wird das auf Grund des amerikanischen Tarifgesetzes von 1897 abgeschlossene deutsch=amerikanische Handelsabkommen kündigen. Das ist eine Botschaft, die für die deutsche Handelswelt von allerschwerster Bedeutung ist. — Die bereits dementierte Meldung von der Entdeckung eines Briefwechsels zwischen dem Exsultan Abdul Hamid und dem deutschen Kaiser wird jetzt auch an Berliner amtlicher Stelle für erfunden erklärt. — Die Wahlprüfungskommission des Abgeordnetenhauses hat die Wahl der in Berlin gewählten sozialdemokratischen Abgeordneten Borgmann, Hoffmann, Hirsch und Heimann mit allen gegen 2 Stimmen für ungültig erklärt. Aus den Kommissionen. Die Finanzkommission des Reichstages erledigte von der Branntweinsteuervorlage die§§ 64 bis 102. Am gestrigen Freitag wurde die Beratung über diesen Gegenstand fortgesetzt; es ist jedoch keine Aussicht vorhanden, daß sie zum Abschluß gelangt. Die Budgetkommission des Reichstags führte die erste Lesung der Besoldungsvorlage für die Reichsbeamten zu Ende. Gestern wurde die Beratung fortgesetzt. Die Kommission nahm bei jeder einzelnen Klasse die erhöhten Sätze des KompromißAntrages wie in der voraufgegangenen Sitzung an, trotzdem diese Sühze, von der Regerung für anannehmdar grkldt worden waren Deutsches Reich. — Aus Korfu. Das Kaiserpaar stattete König Georg von Griechenland aus Anlaß seines Ramenstages einen Besuch ab. Das Wetter auf Korfu ist regnerisch. — Unser Kronprinz hat seinen Geburtstag bei schönstem Maiwetter gefeiert. Für Potsdam war der 6. Mai, wie immer, ein patriotischer Festtag. Alle öffentlichen wie auch viele Privatgebäude zeigten reichen Flaggenschmuck. Der Sängerchor der 2. Kompagnie des 1. Garderegiments zu Fuß und der Leibschwadron der Gardedukorps brachten Ständchen dar. Mittags fand Marschalltafel, abends ein Festmahl statt. — Eine Schillereiche als erster Baum des Berliner Schillerparks wurde am Geburtstage des Kronprinzen gepflanzt. — Der König von Rumänien, der kürzlich seinen 70. Geburtstag feierte, wird ausgangs dieses Mts. zum Kurgebrauch in Karlsbad eintreffen. — Die Erinnerung an Alexander von Humboldt, jenem unvergleichlichen Ratursorscher und Weltreisenden, wird durch seinen Todestag, der sich zum 50. Male gejährt hat, wachgerufen. Was Humboldt nicht bloß der Welt der Gelehrten, sondern der ganzen Ration geworden war, das bewies am besten die allgemeine Trauer, die die Nachricht von seinem Tode auslöste. Als die Leiche vom Heim Humboldts, das sich in Berlin in der Oranienburgerstraße befand, nach dem Dome gebracht wurde, empfing sie in der Domtür der Prinzregent, der nachmalige Kaiser Wilhelm I. entblößten Hauptes. — Im Fampf des Beutschkums gegen die polen Lokale und provinzieue Nachrichten. § Annen, 8. Mai.(Ein interessantes Schauspiel) wickelte sich am Donnerstag Nachmittag auf der Halde des Annener Gußstahlwerks ab. Der hies. Vertreter der Minimax=ApparateBaugesellschaft, Herr Rudolf Schulte=Wullen, hatte dortselbst eine Feuerlöschprobe mittels des Apparates inszeniert und dazu verschiedene Interessenten eingeladen. Die Halde des A. G. W. mit ihrer kompakten Masse bot ein überaus günstiges Terrain für das geplante Experiment. Damit man sich nunmehr von der vorzüglichen Rutzanwendung des Apparates überzeuge, ließ man 2 Teerfässer und eine große mit Teer bestrichene Kiste anzünden. Der„Minimax" trat in Tätigkeit und— trotz des heftigen Ostwindes— war das„Rettungswerk“ augenblicklich vollbracht, wie im Handumdrehen der Brand gelöscht.— Der „Minimax" hat sich hier also aufs vortrefflichste bewährt und kann nur aufs beste empfohlen werden, ist er doch dazu bestimmt, ein im Entstehen begriffenes Feuer im Ru zu ersticken und die Vernichtung von Hab und Gut zu verhüten. Herr R. Schulte=Wullen hier, der wie eingangs erwähnt, die Vertretung für diesen Apparat übernoumen hat, ist auch zu jeder weiteren Auskunft gern bereit. Annen, 8. Mai.(Das Fest ihrer Silberhochzeit) begehen am heutigen Samstag die hier in der Bachstraße wohnenden Eheleute Bahnsteigschaffner H. Rähle. Möge dem allbeliebten Pare dereinst anch der goldene Kranz beschieden sein. 4ne§ Annen, 7. Mai.(Ein ungeheurer Waldbrand) wüte destern Nachmittag abermals hier und zwar diesmal in der großen Borbach und am Wartenberg. Das gewaltige Feuer hat nicht nur in den wertvollen Tannen= und Fichtenbeständen großen Schaden angerichtet, sondern es wurden guch einige Häuser auf das ernstlichste bedroht; so z. B. ist der=Anbau des Wilh. Unger'schen Hauses gänzlich niedergebrankt, während das Wohnhaus von der Feuerwehr kalt gehalten werden konnte. Die hiesige freiwillige Feuerwehr wie auch die Krupp'sche Wehr waren mit sämtlichen Mannschaften zur Stelle und hatten unter angestrengtester Tätigkeit bis gegen Abend zu tun. Wie nicht anders anzunehmen, ist dieser wie auch der vorige Waldbrand von ruchloser Hand aslgelegt und es gelingt hoffentlich den eifrigen Recherchen unserer Polizei, den Brandstiftern auf die Spur zu kommen. Annen, 8. Mai.(Bergnügungskalender.) Im Lokale des Herrn Fritz Klamor=Annenerberg veranstaltet morgen nachmittag die Gesellschaft„Henkelpöttchen“ ihr diesjähriges Frühjahrsfest, zu dem ein auserlesenes Programm aufgestellt ist. Der ge von der Reoierung für unannehmbar erklärt worden waren]— Im Kampf des Deutschtums gegen die Volen jahrsfest, zu dem ein Die verstärkte Geschäftsordnungskommission des Reichstags, spielen natürlich die großen Ostmarkengüter keine zu unter= theatralische Teil liegt in bewährten Händen und sind einige hübsche Aufführungen vorgesehen, die die Feier verschönern helfen. „Küche und Keller des Herrn Klamor werden nichts zu wünschen übrig lassen und darf die Veranstaltung wohl ein volles Haus erwarten.— Im Kaisersaal des Herrn Joh. Peick findet morgen Konzert und Ball statt. Gleichzeitig tritt das beliebte TheaterEnsemble die„Oberländer“ auf, dasselbe wird eine Anzahl der neuesten Sachen zum Besten geben, die des Beifalls der Zuhörer sicher sind.— Auf den im Westfälischen Hofe(B. van Pluer) stattfindenden großen Freiball sei an dieser Stelle ganz besonders aufmerksam gemacht.— Herr Karl Wiegold=Rüdinghausen hat für morgen nachmittag„die fidelen Rüdinghauser" gewonnen, die durch einige treffliche Schlager die Besucher erfreuen werden. Wir verweisen im übrigen auf den Annoncenteil unserer heut. Nr. ∆ Annen, 8. Mai.(Beachtenswert für Bauhandwerker.) Wichtige Frage:„Kann ein Handwerker eine geforderte Offerte bezahlt verlangen?“, hat das Reichsgericht vor kurzem bejaht. In dem Urteil wurde ausgeführt, daß die Offerten oft nur zur Erzielung niedrigerer Preise eingeholt würden. Obgleich nur eine Offerte den Aufstrag erhalten könne, würden oft zehn eingefordert 1 Cischflasche kostet nachgefüllt nur 20 Hfennig. Der Abgeber einer Offerte handle in dem guten Glauben, den Auftrag gegebenenfalls zu erhalten. Doch das treffe in vielen Fällen nicht zu. Durch die Anfertigung derartiger Offerten erwüchsen dem Geschäftsmann häufig große Kosten, ohne daß er auch nur die geringste Aussicht auf Erfolg habe. Die Offerte stellte somit eine geforderte Leistung dar, die gesetzlich zu vergütensei. § Annen, 7. Mai.(Das Turnen) ist unsern Mädeln ebenso nötig wie den Buben. Recht erfreulich ist es, daß das Turnen in den Mädchenschulen fortlaufend tüchtige Fortschritte gemacht hat. Der Kultusminister lobt besonders, daß viele Gemeinden Turnhallen für Mädchen bauen, die es ermöglichen, auch im Winter und bei schlechtem Wetter den gesunden Sport auszuüben. § Annen, 8. Mai.(Wichtig für Steuerzahler.) Das neue Einkommensteuergesetz ist vom Herrenhaus mit zum 1. April rückwirkender Kraft angenommen worden. Damit tritt also das neue Kinderprivileg in Kraft, was für viele Steuerzahler eine wesentliche Erleichterung im Gefolge hat. Alle Interessenten seien darauf aufmerksam gemacht, daß nunmehr für zwei Kinder eine Herabsetzung um eine Stufe, für drei und vier eine solche um zwei Stufen, für fünf und sechs eine solche um drei Stufen erfolgt. Anträge auf Herabsetzung der Steuer können jedoch erst nach Veröffentlichung des Gesetzes und zwar innerhalb vier Wochen vom Tage der Veröffentlichung an eingebracht werden. Witten, 6. Mai.(Ein Lebensmüder.) Ein an der Ardeystraße wohnender Invalide hat seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Der alte Mann, der schon seit längerer Zeit schwermütig war, hat die Tat offenbar aus Lebensverdruß ausgeführt. Witten, 7. Mai.(Ein trauriger Unglücksfall) ereignete sich auf der Zeche„Franziska“. Der Bergmann Gustav Meier von hier war mit dem Zusammenkoppeln mehrerer Förderwagen beschäftigt, als unerwartet die Wagen aufeinanderprallten.., der sich zwischen diesen befand, wurde am ganzen Körper derart gequetscht, daß er sofort die Besinnung verlor. Da der Bedauernswerte außer Verletzungen an der Wirbelsäule noch einen Beckenbruch erlitten hat, wird an seinem Aufkommen gezweifelt. Wozu dient Anorr=Sos? Zum Würzen von Suppen und Saucen, Zum Derbessern von Gemüsen und Salaten, Zum Derfeinern der Fleischspeisen. In den Rolonialwaren= und Orogen=Geschäften zu haben. Kluge Hausfrauen verwenden nur die altbewähte -Würze, Bestens emptohlen Kommode, Tisch, Herde Gaskocher, Ueberzieher, Joppen, Zithern, Sophas usw. daselbst kleine Wohnung sofort oder später Königstraße 4. Magenleidenden E 10 aus Dankdarten gern u. unzutgeltlich mit, wos mit von jahre, lungen, qualvollen Magen. Verdanungsbeschwerden geholfen hat. a duech Lehrerin, Sachsenhausen bei Frankftut a. N. 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Mai: Grosser Prei-Bali Musik und Tanzordnung wird ausgeführt von Herrn Gustav Kretschmer. Anfang 4 Uhr. Anfang 4 Uhr. Hierzu tade ich höflichst ein B. van Pluer. * Am Conntag, den 9. Mai, nachm. 3 Uhr egunhd * * * * * * * * Grosses Prei-Konzert mit komischen Vorträgen.= Neu!. Neul Auftreten der kreuzsidelen Rüdinghauser. Hierzu ladet höflichst ein Karl Wiegold. Tureterttirerttt wird man von allen Hautunreinigk. und Hautausschlägen, wie: Mitesser, Kinnen, Flechten, Pusteln. Hautröte, Blütchen ie durch tägl. Gebrauch von Carbol=Teerschwefel=Seife v. Bergmann& Co., Radeden! mit Schutzmarke: Steckenpferd. 4 Stuc 50 Pfg. bei: Otto Blumberg. s Atelier 0 f. künstl. Zahnersetz, Zähne plombieren, reinigen und ausziehen. sn Ewald Höper. Bekanntmachung. Der Invalide Wilhelm Küper zu Annen hat die Genehmigung zur Ansiedelung auf dem außerhalb einer im Zusammenhange gebauten Ortschaft in der politischen Gemeinde Annen (Kl. Borbach) belegenen Grundstücke Flur XIII Pirzelle 7 der Katastergemeinde Annen beantragt. In Eremäßheit des§ 16 des Gesetes vom 25. August 1876 10. August 1904 bringe ich diesen Antrag mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis, daß gegen denselben von den Eigentümern, Nutzungs=, Gebrauchsberechtigten und Pächtern der benachbarten Grundstücke innerhalb einer Ausschlußfrist von 21 Tagen bei der Genehmigungsbehörde, dem Kreisausschuß Hörde, Einspruch erhoben werden kunn, wenn der Einspruch durch Tatsachen begründet wird, welche die Annahme rechtfertigen, daß die Ansiedelung den Schutz der Nutzungen benachbarter Grundstücke aus der Land. oder Forstwirtschaft, aus dem Gartenbaue, der Jagd oder der Fischerei gefährden werde. Annen, den 6. Mai 1909. Der Gemeinde=Vorsteher: S Wollenweber. R "" Hettwurst, "" Plockwurst, "" Cerelatwarst, "" Rotvurst, "" Lebervurst, " Brannschu. Sülze, "" Lebervurst, "" Asttwurst enpechlt H. Cordes Brut=Eier Rebhf. Italiener Dtd. 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Boden gevrist werden sol, ob die Valonsahrl Charakter hatte oder ob gegen die SicherBasgon uitr zis gerichtete Forschungen bezwecht wurden. einzubehalten, zur Zahlung des Zolles von den Zolbehörden Holland. erhalten, die scrmlich Angz deutscher Fürstenhäuser sind. angehötge Rußland. aschn esosce e belch elh sec e er Seatsns ase aei, Sschalet sg i Muen au. die Demission des gesamten Kabinetts Bulgarien. Zwischen Frankreich und Bulgarien ist eine diplomatische Re e e chececee sececchech Türkei. Zur Lage. Samstag, den 8. Mai. Seiken de Lenigen Minster und der Pasden der Staterats * Gegen das Jungtürkenregiment. Schisseinietaninopel alles glatt zu gehen und das t des Jungtürken=Regimes wieder im ruhigen Fahrwasser zu schwimmen scheint, kündigen sich aus der Provinz neue Wetterzeichen an. Ein Telegramm, besagt: Pioong wehzng.. 8. Mai. Die Morning Post bringt die Alarmaegen Fopsiche us9; vierte Armekorps aus Erzerum gegen, Fonsantinopet zu marschieren beabsichtige. Und eine Belgrader Drahtmeldung lautet: „Die hiesige Kolonie der Mazedonier und Altserbier erhielt sschaeg Plaset Kosowo beunruhigende Nachrichten über überVorbereitungen der Albanesen. werde es zur allgemeinen Erhebung der stämme gegen das jungtürkische Regime kommen. Vorläufig wird die gesamte Agitation geheim betrieben. Mit fteilch unzutefend waren reaihte sich jete iu Jtdiz Kiost, die sol eine gange ue en ein neues an Man nbecht hoben Gruppe von Wachesauren He1 3 1e des Setae, Die Odalisken und Dienerinnen bewöhnten Mädchen üder vanan die ader so schönen wie so ist ihre Lage trosiog. Penuig Barged versigen, 25. Jahrgan Ei Seice. Faice Snshbele Sahib=holateScheich liseoan Pester i. aen Lalne Baiche Acecdan den dichtigen Vitr elt der ungtüctzsche Deputerte In Kampf und Lot. Roman von Richard Donovan. Autorisierte Uebersetzung. (Nachdruck verboten.) Eschenen der vorehmen Gösse wartete, starte ihn an. Er der Deieto neben ihn sethte, danm fihren se ah. uelcder s0 Aerger Last. Teilnahne für diesen Schurten ausgesprochen hastl Ich waißte schon lange, daß es ein schlechtes Ende mit ihm nehmen werde.“ sogt er sei unschaldig, und sch glaude shms den Bolmer Seichserigteit besite; berneicte Thabeng, mit dgelichen er i wmir immer als breich est langer Zeit Hermn Palmner kenne, „Dann ist en“ uregethanern venmnann erschenen“ ue uran i es fast zu beoauern, meine Liebe, daß du nicht ihn zum Manne nahmst anstatt mich. Jetzt ist es aber zu spät, wir Henügene zu zu machen und du mußt dich schon mit wolen, so hälhte er wohl schwerlch sesen sich dätt aufbringen Frieda hatte ein Gesühl als ob der Weg, den sie ber Hetast und sich uu muse. Sie waren kaum drei Stunden schlechter Anig) sankte ihr Mann mit ihr. Das war ein Folgen dieser Zeirat sein ar sest enschlosen, was auch del Iu Sstragen und rar ie möchten, ihr Schicksal mit Fasung wortete Nie sehr uiemas zu klagen. Obgleich tief verletzt, antbesser für uns beidsen neim Leber, es wird Ihre Antwort lang wie ein Vorwurf, das fühlte Thalberg berde, Antwon gebes aber nach kungen Besinen unterletz auf den Arm ihres Ahnues gesüitzt sieg Frlieda die Siasen e Aäsech ea. dier hlach de Feaser blchte un zur balten, Ber und roch ionger sah she aue Kanger uoch u hren vor sich. Das war ein eigtzuümicher Antang iher che, und 29l tummer Resignation fraßz sie sich: Was wird teite mitels einer Rote der Bfotte mit, daß die Wiener und eshse ee e ehun. Persien. der Verfassung in Persien durch den Schah bestätigt sich. Die Geburtstagsfeier des Schah zeigte die Hauptstadt darum auch in einem etwas freundlicheren Lichte. Zur Gratulationskour waren sämtliche Gesandtschaften und die Spi gerie de agu uidschen Kolonie erschienen. Hofentlich hält seshe Asegang Henain wie dhs den gieimntewolen Mond Werowmstelle Dachrichten. Blankenstein, 6. Mai.(Waldbrand.) Heute Vormittag chstlslge Brandshung goe u est alscheche Spannung den Ausgang der Affäre. Die Zeitungen veröffentlichten lange Berichte und suchten auf jede Weise das stürmische Verlangen ihrer Leser nach Reuigkeiten zu befriedigen. Ratürlich drangen auch bald Nachrichten über die Berwandtschaft der verstorbenen jungen Dame mit dem wohlbekannten Kaufherrn Zovigador an die Oefentlichkeit zur größten Erregung und Empörung Bovingdons, der gern große Summen hergegeben haben Angelegenheiten u iten können, daß seine privaten dies wirde auch nr die Oesentlichtest gezert wurden. Uebermmoße gestärt. s dadurch in höchtem ristet, als sie denm Frau Bovingdon war außerordentlich entMann, sie bintergangen vernahn, und se beschulbigte ihren e d. Saie sten den er sch anl wenth, scinte 1ld das 9 rsäht- eie wgaer sentcher uashien vrsehnte, Veftedgte die Jane acse as die lchaice Klstcsche ais Lseaiehe elacel soziale Stelung verlieren müsse. de Souite Bovingdon konnte die Richtigkeit dieser Bemerkungen nicht sonst frend war. Ader fgslte—9t, welche seiner Ratzr tun 3 Er wuße, daß die Unterschung Aber konnte undso wandeersch an sichz, Palmer og reten, und so wandte er sich an die Advokaten=Firma„Holcroft& Söhne", welche große Erfahrung in Kriminalfällen hatte. Das jüngere Mitglied dieser Firma, Georg Holcroft, hatte sich durch Aufklärung rieler geheimnisvoller Fälle sehr ausgezeichnet, und seine Geschiclichkeit im Kreuzverhör galt als unerreicht, denn er war begabt mit besonderen logischen und mathematischen Fähig. Diesem legte Bovingdon den Fall vor. Er verpflichtete sich, für alle Kosten einzustehen und sprach dann seine feste Ueberzeugung von der Anschuld Palmers aus. Pie Aere= brechen; schloß Bovipedon Vergar bein Iuteresse ugun eiue Ausäthrungen„Halmer hate der Topohat. v.. Iprer RichteP“ unterbrach ihn „Ja, seit ziemlich langer Zeit.“ zwischen beiden vielleicht Zuneigung bestanden oder hatte vielleicht gar eine Verlobung stattgefunden?“ „Rein,“ das heißt, er sprach niemals davon.“ ascheind. dein Beweis dagegen,; demerte Hokerost „Allerdings, aber ich kann noch weiter gehen und bestimmt behaupten, daß eine Verlobung zwischen Palmer und Fräulein Hattingen, 6. Mai.(Hoffnungsvolle Früchtchen.) einern 50) Parhesagg sat des dem Bauumtemehmer einer Schlucht ie aus dem Schrank und vergruben Hosizel enseg t Dort wurde er heute 9 Felizei enwecht, nachdem die Knaben das Verließ ang dem Fiebhelchausen, 6. Mai.(Einbruchsdiebstahl) # Wiri Tichard Hättasch hier wurde in der Racht zum woch ein Einbruchsdiebstahl ausgeführt. Die Diebe dr sa Hexten. durch ein Fenster, welches sie vorher mit Schl seife beschmierr hatten, ein und haben sich zunächst an Gette glakt, Dann haben sie die Ladentheke erbrochen und Wechselgeld mitgenommen, ebenso mehrere Kisten Zigarren Dortmund, 7. Mai.(Ein schweres Unglück) erei Achles soent I Jshren. u Vonstrabe. Ein Mädche auler von 5 Jahren wurde von einem Straßeubahnwagen fahren und schrecklich zugerichtet. Der Tod trat auf der## Hosteiner Strage id Andes wohnen u Oin-Zort uce; 6 Mai,(Schnellbahnprosekt Dortmi Dusseldorf.) Der von dem kommunalen Tätigkeitsausschuß Ministerium der öffentlichen Arbeiten eingereichte Antrag, das Schnellbahnprojekt Dortmund=Düsseldorf, ist der Eisenbe direktion Essen zur Aeußerung vorgelegt worden. 4. Mai.(Ueber eine Maifeier mehrerer Witt varz, Soshop,#agid dem„Wesf. Anzeiger“ solgendes ber trriam Samstag morgen zwieschrn 11 und 12 Uhr passiet vier„Mitwen von Radbod, nach ihren eigenen Angaben „Komitee der Radbod=Witwen, in auffälliger Aufputzung ein Straßen unserer Stadt, um zum Bahnhof zu gehen, von wo dem Zuge 12.30 Uhr nach Dortmund fahren wollten. Witwen trugen schwarze Trauerkleidung und Hüte mit wehend Flor, dazn auf der linken Brustseite je eine kreuzweise verschlung kleine Schleife von 20 Zentimeter Breite. Aus dem Publiky wishissaten u die die Gebahren der Witwen sch. Bänke beschlgn a. u bezeichneten. Polzeituspelkg die vier Wpitngen—1 Pathos beteuertz gelasten bäten gad ig auner für das Kapital ihr Lebé gelassen hätten. Ein Nachspiel vor Gericht wegen Verübun groben unfags sol folgen. oericgt wegen Verüthn, Kagen. 6. Mai.(Einen großen Sieg) haben hier## Harch Beschuße Gecherin 1. peschluß der hiesigen Backerinnung wurden ab 1. Mai an statt der üblichen 5 nur 4 Brötchen für 10 Pfg. verabfetg Die Bäckermeister hatten jedoch als sie ihren Beschluß nicht mit dem Widerstande der Hausfrauen gerechnet. Einmütig vergeigerten sie die geringe Stückzahl und mit gefüllen Körber mußren die Austräger wieder heimkehren. Innerhalb weniger Tage ist der Kampf zu Gunsten der Hausfrauen entschieden sse 10 ghg, verabreichte eden wieder algemeimn 5 Bröchet, H. 3 c,(Eingelekerter Mörder) Der 15jährige Sechrmädchen Jing Su Vserlohn, der den Mord an den Automohil.— Ir. 2chweitzer verübte, wurde heute früh mittels 1mobil von Iserlohn nach Hagen übergeführt und hier gegen 18 Uhr in das hiesige Gerichtsgefängnis eingeliefert. Die Ver„Und Sie verweigerten Ihre Zustimmung?“ „Ja.“ ane„Darf ich fragen, Herr Bovingdon, warum Ihnen Herr palmer als Schwiegersohn nicht genehm war“ „Aus dem einzigen Grunde, weil Palmers Vermögenslage für meine Tochter nicht befriedigend genug erschien.“ „Und zu welchem Zweck hat er Fräulein Wilding besucht?“ „Man kann kaum sagen, daß er die Berstorbene besucht Mnutter dem Frunh die muter war die Tochter häusiger sah ole „Aber warum ging er überhaupt dahin?“ widing bewiutgt habe. Penston auszlzachlen, die ich Fraz dieser Pehuche u. für möglich, daß während lichen lungen anzs gegenselige Reigung zwischen dem unglücheännte gegen Rladchen und dem jungen Manne entstanden sein geung Zi. Aöglichkeit gebe ich zu, denn ens passeren sa ost scheint mite nicht dasüir zu prechen. Mohrscheinlichtet Ich will natürlich nicht sagen, daß ein solches Gefühl zwischen den jungen Leuten bestand, aber ich muß auf solche Fragen porßeritet sein, da sie bei der Antersuchung sicherlich gestelt# wurde durch diese Unterredung doch ein wenig geeinllußg,und leise begann sich in ihm der Verdacht zu regen, daß die Worte des Advokaten vielleicht doch mehr als bloße grundlose Vermutungen seien. Aber bei näherer Ueberlegung —hue das Vertrauen in seinen Sekretär wieder zurück und er konnte nicht fassen, daß Palmer, auf den er so unbegrenzten Glauben gesetzt hatte, einer Täuschung fähig sei. Innerlich zwar mußte er sich doch eingestehen, daß in der Sache ein Geheimnis lag, zu dem er nicht die Lösung sah. Wenn Palmer schuldig ggar danz, ar seine Verstellung fast unvergleichlich gewesen und sein Verbrechen von abscheulichster Art. Wenn er aber unschuldig war, wer war dann der Mörder? Doch das kümmerte Bovingdon jetzt wenig. Er war entschlossen, für Palmer einzubos ar. Gchuldig sa.eueisiden, dis ihm Nar berizgen wundbe, (Fortsetzung folgt.) Beobachtung. Lehrer(von den verschiedenen Berussweise in führen 3- ur Sich eine geunden eimne sitzende, Ledenz. weise zu führen?“— Schuljunge:„Die alten Jungfern!" hatte, Jade......3ch bin der Mann, der die Chre huttr, Iyrr Frau Gemahlin vor dem Ertrinken zu retten!“— Staatsanwalt:„Haben Sie sonst noch was auf dem Gewissen?" .— Kurstenthustasten.„Sie waren doch auch schon in der Kunstausstellung? Herrlich, was?“—„Ja, ich gehe östers hin. Aber finden Sie nicht auch, die warmen Würstchen oort schmecken gar nicht mehr so gut wie früher!“## P * gegen den jugendlichen Mörder wird vor der hiesigen wer stattinden.„„# S. eehacsss sope, 6. Mai.(Im Schlafe verorannt.) Der oobachlose Albert Rölle hatte sich in vergangener Nacht zwischen ackenblöcke der Thomasschlackenmühle zum Schlafen egt. Während der Mann nun schlief, muß einer der zplodiert sein, denn Rölle wurde heute früh arg veraufgefunden. G6st. ltena, 6. Mai.(Die alte Geschichte.) Gestern nachmittag der Sohn des Landwirts Schulte=Sassenscheidt, ein zer des hiesigen Realgymnasiums mit dem Gewehr seines Plötzlich entlud sich dasselbe und ging die Geschoßdem Sextaner Winkhaus aus Wicklingwerde in den ; daß er sofort tot hinstürzte. Eblingwerde, 7. Mai.(Erschossen.) Der Sextaner us von hier wurde aus Unvorsichtigkeit von einem Aer erschossen. Der Tertianer hielt das Gewehr seines * für nicht geladen. Somit ist wiederum durch Unnkeit und Leichtsinn schweres Unglück über zwei Familien men. Der Sextaner war auf der Stelle tot. Münster, 5. Mai.(Der Westfälische Provinziallandtag) Entwürse zur Reugestaltung des landwirschoftichen etschul= und Wanderlehrwesens in der Provinz. g der Voraussetzung genehmigt, daß auch die ältern Anstauen iche Zuschüsse erhalten und die ministerielle Genehmigung Verhandlungen erfolgt. Die Beteiligung des Provinzialodes von Westfalen an dem durch das Gesetz vom 17. 907 beschlossenen Grunderwerb am Rhein=Weserkanal ist Anstimmig abgelehnt worden. Minden, 5. Mai.(Die Rettungsmedaille.) Der Hauser Maria Seele(Südfelde, Kr. Minden) ist vom Könige Rettungsmedaille am Bande verliehen. Im vorigen Jahre das Mädchen aus einem durch Blitzschlag in Brand geten kleinen Hause ihren vom Blitz getöteten Onkel und Arbeiter, der durch den Blitz an den Beinen gelähmt unter eigener Lebensgefahr ins Freie gebracht. Vom Rhein, 5. Mai.(Frostschäden.) Erst jetzt läßt sich sehen, welch großen Schaden die jüngsten Nachtfröste in den abergen und Obsttälern des Oberrheins herbeigeführt haben. „iell im Moselgebiet und den höhergelegenen Distrikten der * und anderen oberrheinischen Seitentälern ist der Schaden * Vernichtung der Obstblüte und den Gescheinen in den nbergen enorm. Im Ruhrtale ist eine Kirschenernte nicht zu Steele, 6. Mai.(Steinwürfe auf einen Personenzug.) einem fahrenden Personenzuge wurden hier mehrere Fensteriben durch Steinwürfe zertrümmert und als Steinwerfer 2 zrige Knirpse ermittelt. In einem Abteil wurde eine Person, 4 Glück nur unerheblich, am Kopfe verletzt.. .=Ruhrort, 6. Mai.(Ertrunken.) Gestern aveno fiel Ekleine Sohn Benjamin des holländischen Schiffers Walken den Kaiserhafen und ertrank. Die Leiche des am Sonntag der Emscher ertrunkenen 7jährigen Kindes der Eheleute hmidt in Beuck wurde bei Alsum aufgefischt. Düsseldorf, 6. Mai.(Ein schweres Bootsunglück.) Ein grerboot des Ruderklubs„Germania“, in dem sich 5 Herren anden, stieß an das Ankertau eines Baggers und zerschellte sei der Insassen konten sich an dem Tau über Wasser halten, Ihrend die beiden anderen, namens Flieger und Schmitz, durch * S t r ö m u n g u n t e r d e n B a g g e r g e t r i e b e n n u r d e n. S i e t a u c h t e n Ich einmal auf, verschwanden aber gleich wieder unter dem Passer und ertranken. Alle waren vorzügliche Schwimmer. an nimmt an, daß sie unter dem Bagger Verletzungen erlitten ben, die sie am Schwimmem verhipderten. Die Leichen sind bch nicht gefunden. Köln, 6. Mai.(Verhaftung von Eisenbahnattentätern.) vor der Stadt gaben gestern abend 3 Burschen mehrere Revolverhüsse ab. Ein Kriminalist hatte die Attentäter beobachtet und itzte den fliehenden Burschen per Rad nach. Alle drei konnten erhaftet werden. Es handelt sich um Burschen aus Wiesbaden, in deren Besitz noch der Revolver vorgefunden wurde. Durch ie Schüsse waren an dem fahrenden Zuge Fensterscheiben zerkrümmert worden. Ob auch Personen zu Schaden gekommen sind, konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Kleve, 7. Mai.(Maldmenschen.) Von den in der Nähe von Hau bei Kleve mit Wegearbeiten beschäftigten Brauweiler Gefangenen ist dieser Tage einer entlaufen. Ein Polizeibeamter verfolgte mit seinem Hunde die Spur des Flüchtlings.„Im Sternbusch stöberte der Hund eine Höhle auf, in der sich zwei Männer und eine Frau wohnlich eingerichtet hatten. Dem Besamten gelang es, die Frau festzunehmen, die Männer entkamen. Aachen, 6. Mai.(Drei Arbeiter verunglückt.) Auf dem Bahnhof Suesterfeld, wo augenblicklich Verlegungen stattfinden, verunglückten heute Morgen durch Einsturz eines großen Wasserreservoirs 3 Arbeiter, wovon einer sofort tot war. Die beiden anderen wurden so schwer verletzt, daß sie ins Krankenhaus überführt werden mußten. Bonn, 6. Mat.(Der 90. Geburtstag.) Der frühere Direktor der landwirtschaftlichen Akademie in Bonn=Poppelsdorf, Geheimer Regierungsrat Professor Dr. Dünkelberg, feierte am Montag in Wiesbaden seinen 90. Geburtstag. Rheinberg, 6. Mai.(Raubmord.) In Ossenberg wurde der Rentner Josef Wilde aus Borken i. Westf. mit einer Schußwunde in der Brust tot aufgefunden. Das Bargeld war bis auf einen kleinen Teil geraubt, hingegen fanden sich die Wertpapiere noch in den Kleidern des Toten vor. Von dem Täter hat mon noch beine Spur. März. Auskunft über die einzelnen Sparer und die Höhe Einlagen wird nicht erteilt. Sämtliche Verwaltungskosten trägt die Sirmo. 1„.. 14.2 18 Tchuer var 1909 4 Die Zahl der Sparer stieg in den 10 Jahren von 1228 auf 12778; sie umfaßt 37,5 Prozent aller Arbeiter und 59,1 Proz. der im 2hondtsgehot, en pont i goguch pih auf 5a3, Big ang. die Spareinlagen stiegen von 14.#####0 Tin. uuf B732316 Mk., die Rückzahlungen betugen im lebten=spegniengescgunge. Bie Run lebt wohl ihr Frauen all und Kinder! Denn sonst komm ich lebend nicht mehr weiter, Abdul Hamids Stern verblaßt. Ernst Heiter. Reuste Nacheschen. Ritersloutete u der Ghrschun, Mal-Zaisthadet, und zu ders Kupp von Bossen und Haltoach und meheren Migleden des jeder Sparer Zutritt hat. Die Summe, die zur Verigezig gzerunz Aufsichtsrates empfangen. Der Prinz weilt als Gast auf Billa zur Verfügung gestellt; ferner fließt dem Prämienfonds die Ent= servoir ein und begrub 3 Arbeiter unter sich. Zr schädigung zu, welche die Städtische, Sparkasse in Essen für die noch lebend geborgen werden, der dritte war bereits tot. voräusige Herwatung der Sparguthaben an big,ämten perzen Berlin, 7. Mai.(Fabrikbrand.) Die Lutzesche Fabrik ud de in diesen Johr 220) zur=Gesamtguthaben verlost in für Küchenmöbel in Adershof brennt set gestem abend. Die im Laufe des Jahres 100M. spart und außerdem von früheren gehüllt. Ein starker Funkenregen, vom Ostwinde getrieben, Jahren 300 M. gut hat, nimmt an der Verlgsung mit 16 Losen gießt sich über Adlershof. Die großen Holzlager sind volständig teil. Von 100 Sparemn erhalten diesmal rund 7 Prozents vernichtet und bilden ein weithin sichtbares Flammenmeer. Prämien, während die Zahl der Gewinner vor einigen Jahren) Lahand,(Oberschl), 7. Mal.(Mutter und Tochter verPrsteun un uute g Zukaunsangabe Krant) Die Frau des Bahnbeamten Gzetala haniere unDie Spaxräntentage st in der Tout eine 9 Pespiel zeigt,——)„ Flasche Brenmspiritus am Petoleumkocher. des deutschen Sparkassenwesens. Das Kruppsche Beispiel zeigt, vorsichtig mit einer##### Ttennspiritus am Pe welch werbende Kraft in dem Gedanken liegt. Dielleicht nehmen Plötzlich explodierte die Flasche, und die Frau glich im Auge die Sparkassenverwaltungen Anlaß, ihm näher zu treten.„Dershlick einer Feuersäule. Auch die herbeieilende Mutter der Fr Prämienfonds wird sa alerdings auf andere Weise aufserracht wurde von den Flammen erfast. Es entstand ein Stubenbrand. verden missen, als das in Essen geschieht aber die Zahtreichen)“., Föschpersuchen der Nachbarn sand man beide Frauen Kasen, die sa heute schon Sparprünien verelen, Könten denlVel. ven vo), vot. Frau Gzetala st inzwischen ihren VerSecen, pie: E..#. letzungen erlegen, die Mutter ist iödlich verietzt. Weimar, 8. Mai.(Familientragödie.) Der WurstwarenVerliyn, 5. Bo, IDder Lesezsgerstaße am Ddnhostlaz und eischoß sch dann seigz bobet der Dong von binen bo, Brend) u, Grgelang sedoch konnten im leten Augendick mit versengen Haten und Kleden entlassen worden war...„ blieben.) Ein von hier abgehender, mit 2 L. Berlin, 5. Mai.(Ein Automobilunglück.) Ein spannter Lastzug blieb bei der Station Ramsau in 1½ Meter Automobilunglüick mit tödlichem Ausgange ereignete sich gesterm hohem Schnee stecken. Es dauerte längere Zeit bis die Bahn am Spätnachmittag auf der Döberitzer Herstraße, unweit dersz.igg, mar neuen Grunewalder Nennbahn. Dort wurde der Bilardmestersven,.v.(Die Postriste in Frankreich). Im Paul Kerkau, ein Bruder des bekannten Weltmesters Hugos, puris, 7. Mot. ante.——., Higininen, Kerkau, von einem Privatautomobil überfahren und so schwer ganzen sind gegen 70 Postveante zur Zeit in Diszipl verleßt, daß er nach wenigen Minuten verstarb. untersuchung. Gerade diese Schärfe des Konfliktes läßt — Selbstmord verübt hat ein junges Liebespaar der unteren schnelle Entscheidung voraussehen. Es wird darauf ankommen, Stände in Verlin. Die Beiden banden sich mit Strichen Ju.!“, weilcher Seite die besten Vorkehrungen getroffen sind. Vorsammen und kürzten sich in den Londweytrgerzitzte, gleichtalls läusig spricht man davon, daß die Regierung sich diesmal eine Mann in den Tod trieben, sind noch nicht aufgeklärt. Post=Telegraphen= und Telephonbediensteten wählte für jeden Kolberg, 6. Mai.(Selbstmord eines Offiziers.) In einem Dienstzweig einen Sekretär und einen aus 15 Mitgliedern behiesigen Hotel erschoß sich der Leutnant Kuno vom Iusantzeig; stehenden Verwaltungsrat des Generalyndikats. In dem Reoiment Nr. 54. Das Moto der Tat soll eine Liebesafiüreen,(Siatutenentwurf verlangen die Postanktionäre aler Branchen Eine bolosole Verichtung von Peteosenngenben in für sich gleiches Necht zur Syndikatsbildung wie die ZudustrieBrand geraten sind. Die Katastrophe wurde durch Büitz= arbeiter und Prioatbeanten. Am schlag eines furchtbaren Gewitters herbeigeführt. Infolge des ihre Sommersession, und auf der Kammertribüne wird sich das herrschenden Feuers verbreitete sich das Feuer rasch über eine weitere Schicksal des neugebildeten Generalsyndikats entscheiden. Anzahl Schächte, sodaß ein weites Gebiet einem Feuermeer/ Die, Bewegung in der Provinz nimmt an Ausdehnung zu. sleicht an besen Srticunschönez, Schauspiel.— Her votläusige Ueberall halten die Postbeamten Meings ab und ertläten sich Mai.(Unterdrückung der armenischen Abdul Hamid! Das Sparbureau der Firma Krupp in Essen versendet eine Nachweisung über die Entwicklung der Spareinrichtung in der Zeit vom 1. April 1900 bis 31. März 1909. In den Bestimmungen der Einrichtung wird folgendes gesagt: Die Einrichtung beruht auf dem Grundsatze der Freiwilligkeit. Die Spargelder werden auf Antrag bei den Lohn= oder Gehaltszahlungen in Abzug gebracht. Der Mindestbetrag der Spareinlage ist 1 Mk. für die 14tägige und 2 Mk. für die monatliche Lohn= bezw. Gehaltszahlung, der Höchstbetrag 20 bezw. 40 M. Sämtliche Spargelder werden bei der Städtischen Sparkasse Essen auf den Ramen der Firma für die Sparer hinterlegt. Die Verzinsung erfolgt mit 5 Prozent, bestehend aus den Zinsen der Städtischen Sparkasse(zurzeit 4 Prozent) und dem Zinszuschuß der Firma(zurzeit 1 Prozent.) Außerdem stellt die Firma 1 Prozent der gesamten Sparguthaben alljährlich für Sparprämien zur Verfügung, die im Wege der Verlosung unter den Sparern zur Verteilung kommen. In den Prämienfonds fließt ferner die Entschädigung, welche die Städtische Sparkasse für die vorläufige Verwaltung der Sparguthaben an die Firma zahlt. Auf je 25. Mk. Sparguthaben entfällt ein Los. Das Sparjahr läuft vom 1. April bis 31. Auf der Welt wird's bunter stets und bunter, Manchmal geht es drüber und auch drunter; Diel Berjungung will der Lenz bewirken, Und besonders unten bei den Türken. Dorten hat der Sultan selbst erfahren: Wetterwendisch sind die Janitscharen, Wütend kämpfen sie auf Markt und Gassen, Doch, man kann sich nicht darauf verlassen! Abdul Hamid saß auf seinem Throne, Blickte zärtlich nach dem Lieblingssohne, Sprach: Für dich allein nur reservier' ich Diesen Sitz; in diesem Sinn' regier' ich! Die Verfassung, die ich selbst verfaßte, Aber doch aus tiefstem Herzen haßte, Annullier' ich, und ich jag von dannen Die reformbedürft'gen Muselmannen! Hörst die nicht die hellen Jubeltöne Der getreusten meiner Muselsöhne? Diese massakrieren gleich noch heute Die verfassungstollen Muselleute! Tuts auch weh!— Ich kann das Leid nicht lindern Von den arg betörten Muselkindern. Mögen sie zu unserm Heil sich hauen! Sprach's und ging zu seinen Muselfrauen! Ach, der Sultan, der nie lang gefackelt, Ahnte nicht wie sehr sein Thron schon wackelt, Weil besagter Thron, wie man gelesen, Immer nur ein Krankenstuhl gewesen! Seine Konstruktion ist nichts mehr nütze, Und schon wackelt seine letzte Stütze, Plötzlich hat er allen Halt verloren; Die Jungtürken stehen vor den Toren! Und sie treiben zielbewußt zu Pagxen, Die noch um den Padischah sich scharen, Dieser rief, als man die Nachricht brachte: Es kam Alles anders als ich dachte! Und er spricht zu seinem Lieblingssöhnchen: Ach ein Andrer steigt auf dieses Thrönchen, Aber tröste dich, geknickte Lilie, Denn das Thrönchen bleibt— in der Familie Horch schon grüßen draußen sie die Sieger, Sänger, Turner treten an und Krieger, Die Gewerke ziehen auf, die Zünfte Schreiend: Divat Mohammed der Fünfte! Darum reicht mir schleunigst den Cylinder, Unruhen.) Turquie zufolge hat das Kriegsministerium die Mobilisierung von 40 Bataillonen für die Erhaltung der Ruhe und Ordnung in einigen Gebieten Kleinasiens vorbereitet. Kirchliche Nachrichten. Sonntag Vorm. 8 Uhr Gottesdienst(Pastor Brasse.) 10 Uhr(Pastor Sonntag Nachm. 2 Uhr: Kindergottesdienst. Sonntag u. Mittwoch Abend 8½ Uhr: Gemeinschaftsstunde Donnerstag Nachmittag 3 Uhr Frauen=Rissions=Verein. Spielplan des Dortmunder Sonntag, 9. Mai. Nachmittags 3 Uhr. Volkstümliche Preise. „Fräulein Josette meine Frau.“ Lustspiel in 3 Aufzüggg von preise. Einmalige Aufführung.„Der fliegende Holländer.“ Romantische Oper in 3 Aufzügen von Richard Wagner. Montag, 10. Mai. Anfang 7½ Uhr. Schauspielpreise. Vierte Vorstellung im 2. Königsdramen=Zyklus.„König Heigichk Historisches Schauspiel in 4 Auszügen von William Ipemprez Dienstag, den 11. Mai 1909. Anfang 7 Uhr. Opernpreise. 3. Vorstellung im 2. Ribelungen=Zyklus(gelbe Karten). Siegfried. 2. Tag aus dem Bühnenfestspiel„Der Ring des Ribelungen.“ Handlung in 3 Aufzügen von Richard Wagner. Rechnungsformolare: Fritz Kyching. Der erste dreis im 30 Km.Nennen Hinter Motorscheitmachem wurde son, C. Simar errungen. Der Sieger fährt die im In= und Auslande gleich behebie Marte Brennovor. hrerverbandes wurde Naz bethaungete Tonwy Venozor ich beseiben Maute ser. ud Sommp Hehen Fandemogare Per=Kudela und Techmerwannen die beiven Aunventgun.: 7Preig im Fandemrennen. Kurzmeter den ersten bezw. ZwetrZziner Fennbapn.—— — G, Held des Tages auf der sum: zennbahn war am d Artur Stellbrink, fr beide Läufe beim Rennen um den Großen Frühsahrspreis 6mp; Erster auf seinem Brennaborade gewann. Beim zweiten auf war Rat Butler Zweiter vor Günther und Bruni und sahren, wie im Prämienfahrerfinn Fister durchs Ziel. Auch diese beiden letzteren benutzten geennabor. „Ach, mein verehrtestes Fräulein, seien Sie mein Romeo und lassen Sie mich Ihr Julius sein!“ „Mein Verlobter dürfte mich nicht sehen mit diesem Spielzeug!“ Wo ist er? Ss ATaT ##s B 2— * 0 S 2— 9 2 * * 3 SFF (Reliquien.) Besucher:„Was haben Sie denn da für eine Sammlung schmutziger Manschetten?“— Sammler:„Das sind die Originalmanuskripte des Dichters Schmierle, die ich aus seinem Nachlaß erworben habe!“ (Logik.) Professor der Philosophie:„... Der Mensch zeichnet sich vor den Tieren vor aliem durch sein Selbstbewußtsein aus. Er weiß, daß er ein Mensch ist, während das Tier nicht weiß, daß es ein Tier ist. Wüßte das Schwein, daß es ein Schwein ist, dann wäre es kein Schwein, sondern ein Mensch.. Verierbild. Schöne Empfehlung. Gast:„Sagen Sie mal im Vertrauen, Kellner, ist das Essen hier gut?“ Kellner:„O ja... der Herr Wirt ißt hier sogar manchmal selber... und bisweilen auch ich!“ „Hm... wenn man das so sieht, dieses Hasten und Jagen nach Verdienst, dieses Schreien nach Arbeit, als ob die Menschen nicht mehr leben könnten! Und's geht doch auch anders: Ich tu seit zwanzig Jahren keinen Schlag mehr, und ich leb' doch auch, ganz anständig loger..““— (Der Kragenschoner.)„Aber, Männchen, du wirst doch nicht mit dem schmutzigen Kragen ausgehen wollen?“—„O, warum nicht? Da kommt ja der Kragenschoner drüber!“ (Familienfest.) Bauer(Mitglied der Feuerwehr):„Frau, Kinder, zieht's euch an, aber schnell! Wir machen heut' an' Ausflug ins Nachbardorf... da brennt'!" (Auch ein Schriftsteller.)„Schreibt dein Bruder immer noch um Geld?“—„Ja, aber Papa gibt ihm keine Antwort mehr!“ — 152— Humoristisches. Millionär. Klassischer Heiratsantrag. Gratisbeilage für unsere Abonnenten. Redaktion, Druck und Verlag der Kgl. Bayer. Hofbuchdruckerei von Gebrüder Reichel in Augsburg. Die Nachbarn von Barchow. Novelle von Ludwig Blümcke. (5. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Heute traf Grete auf dem Wege zur Stadt mit Miezchen Wittemann zusammen. Sie begrüßten sich herzlich wie immer, und der fremden Leuten gegenüber so schüchterne Backfisch plauderte in der ihm eigenen naiven Weise von allem möglichen. Natürlich kam er auch auf Bruder Hans zu sprechen. „Auf den Jungen sind wir recht böse,“ sagte sie. „Und du wirst ihm auch böse sein, Gretel. Der Onkel schrieb nämlich, daß er dort herumpoussiere und der Aurora Steinbach, die ja beim Sanitätsrat ist, arg den Hof mache...“ Schön=Gretel wurde bleich wie eine weiße Lilie und vermochte im Augenblick nur auszustoßen: „Mieze, das ist doch nicht möglich!“ Das Backfischlein zuckte die Achseln und meinte sehr weise:„Die Männer sind alle gleich!“—-— Grete dachte nicht an Hader und Streit der Nachbarn, sie ging auf dem Rückwege direkt nach GroßBarchow, um zu hören, was Malchen sagte. Das klang ja freilich etwas anders, weit tröstlicher, doch leugnen konnte die Gute es nicht, daß der Onkel Freiherr geschrieben, die durch Einsturz bedrohte was das naive Miezchen da ausgeplaudert und was sie der Freundin gern verheimlicht hätte... Da fiel es wie ein Reif in der Frühlingsnacht in Grete Ullrichs liebendes Herz und tat den zarten Keimen von Glaube, Liebe und Hoffnung so weh, daß sie alle zu ersterben glaubten.——— Kroloff war mehrere Tage in Holzgeschäften, wie es hieß, verreist gewesen. Bei seiner Rückkehr empfing der Klein=Barchower ihn persönlich auf dem Bahnhof. „Wissen Sie,“ sagte Kroloff, nachdem man es sich in der geschlossenen Kutsche bequem gemacht und eine Zigarre angezündet,„mir ist da etwas ganz Neues eingefollen. Von den Holzgeschäften, die ganz nach Wunsch abgelaufen, später!—— Habe unterwegs einen alten Herrn kennen gelernt, der vor mehr als einem halben Jahrhundert in Klein=Barchow bei Ihrem Herrn Großvater Inspektor gewesen. Nach allem, was ich von dem Manne erfahren, ist Ihnen, sowie Ihrem Herrn Vater, der ja leider gar kein Interesse für die Landwirtschaft gehabt haben soll, von seiten der Groß=Barchower ein himmelschreiendes Unrecht zugefügt worden... Der Hinterplan, dieses einzige wertvolle Stück Land, gehört gar nicht zu GroßBarchow! Die ganze Urkundengeschichte ist Schwindel, ersonnen von dem Makler Fabian, der das Gut im Konkurs erstanden und fünf Jahre besessen—“ Herr von Finkenfeld glaubte zu träumen oder aber, daß der Mann da Marienkirche in hohensalza.. ihm gegenüber verrückt geworden... * Er lachte laut auf und wußte nur zu sagen:„Lieber Kroloff, wie kommen Sie mir vor! So ein Märchen lassen Sie kluger Mann sich erzählen—?“ ui Mte ug ppiign nac“ eno M uh e„#hw ung“ W M c n achig i nog — 146— Kroloff tat, als hätte er diese Worte gar nicht gehört, sondern fuhr unbeirrt fort:„Herr von Finkenfeld, Sie haben bereits manches Mal gesagt, wenn ich etwas Ihnen Teusel zul=.. Lassen.gesebt:„Das geht mit dem Hinterpsan... Sie mir freie Hand, und der und bisig is. Ich haßer Ihren Besitz, wie es recht sprochen und mich.9 ade bereits mit einem Jusizrat gedavon überzeugt, daß weder im Grundbuch noch sonstwo etwas davon steht, daß dieses Stück Searsgen drendlein Barchowern abgetreten wurde. Man gründlich her derrn Großvater und Ihren Herrn Vater grundlich verrogen. Die kannten ja überhaupt nicht einmal die Grenzen des Rittergutes, weil sie nur zu den Jagden kamen und sonst in der Residenz ihr Geld— mitz.BRestekt zu sagen— veramüsierten. Nach den Gesetzen uac tiegenn üßten Sie in einem eventuellen ProHerr von Finkenfeld schüttelte den Kopf und wußte nicht, was er sagen und denken sollte. Der ihm trotz Föser, Se eächen und Fehler eigene Edelmut redete dann Wittemann solte ich meinem alten, lieben Willemunn, der mit seinen vielen Kindern so schon nicht glänzend daran ist, plötzlich fortnehmen, was er doch mit schwgerg, Helde bezchltr. gerinaschäte zucte die Achseln, schaute den Edelmann 1#chutzend an und erwiderte:„Ah, dann haben Sie sich uiso schon wieder vertragen?!" icht Geschchente füer Sder erlteitier bernen nehrigeng verstehe ich nicht recht, Herr von Finkenfeld. keine Rede. en etwas nicht Anständigem durchaus und billig Jgoem. das Seine! Das ist doch nur recht Sichtlsich: 30meine nun nicht etwa, daß Sie sofort Same gegen Ihren getreuen Nachbarn einschreiten.— Bewähre!— Sie müssen Herrn Wittemann die Sache klarmachen, schriftlich allerdings, würde ich raten, und den Sinterrlan Ihnen Zut ers so hat gegen eine mäßige Summe zu verkaufen. Tür er2,, füter lug und Sie haben großmütig gehandelt.“ „und wenn er es bei seinem Eigensinn nicht tut?“ „Herr von Finkenfeld, nehmen Sie es mir nicht übel, Sie sind wie ein Kind!“, stieß Kroloff aus. Er durfte sich das seinem Herrn gegenüber ungestraft erlauben... # Run hält die Kutsche vor dem Klein=Barchower Schloß— das Gespruch hat vorläufig ein Ende. „Fünftes Kapitel. ##.„Was Kroloff gewünscht und vorausgesehen, war in Ersuntung gegangen. Zwischen den Nachbarn von Barchow war ein Krieg bis aufs Messer entbrannt. Der Rutmeister, starrköpfig wie er war und felsenfest von seinem Recht überzeugt, dachte nicht daran, auch nur ein Titelchen von seinem Grund und Boden wegzugeben, Entschädigungsumme. Da sich dieser nun nicht, wie Kroloff ihm wohlweislich geraten, auf schriftliche Unterhandlungen eingelassen, ondern die Angelegenheit mündlich erledigen wollte, so kam es zwischen den Nachbarn zu einer sehr erregten Szene. Es hagelte Beleidigungen, und ein Duell wäre sicher die Folge gewesen, wenn Malchen sich nicht bittend. beschwörend und beschwichtigend ins Mittel gelegt. jett beimne Wöichschten mese dgr. Finkenfeld kannte sehr keine Rücsichten mehr. Der Prozeß nahm seinen Anfang und sollte bald verschiedene andere wegen Beleidigungen im Gefolge haben. Der Klein=Barchower hatte seiner Tochter aufs strengste jeglichen Verkehr mit den Wittemannschen Töchtern untersagt. Wie ihm dann aber eines Tages Kroloff einen von Hans Wittemann an sie überreichte, den jener zufällig im Garten gefunden haben wollte, da geriet der Edelmann außer sich vor Entrüstung. Hans hatte, weil Malchen ihm nicht länger als Liebesbote dienen konnte, keck und kühn direkt an das geliebte Er beklagte in seinem Brief mit bepeeten arten das feinouche Verhältnis zwischen den Nachschmar Greiese vamlichen Freischützen“ alle Schuld und nicht diret de eise Freundschaft. War auch von Liebe vilc, vie Rede in diesem Schreiben, so ließ sich zwischen den Zeilen aber deutlich genug lesen, wie es mit den beiden jungen Leuten stand. Und Gretel hatte der Brief so unendlich glücklich gemacht. Alle Zweifel, alle Eifersucht hatte er aus ihrem konnte wieder lachen und hoffte zu Gott, daß alles noch ein gutes Ende nehmen würde. „ihrem Herzen hatte sie das Brieflein verwahrt, aus bessen wenigen, nüchternen Zeilen sie nur zu deutlich ehrlichen, guten Hans erkannte, der nicht viel Worte ihres Stübchens verbarg sie den Vrief in der "„Und nun auf einmal sieht sie ihn in Onkel Ernsts Hand.— Wie ist das möglich!——— Es könnte ihn nur in den wenigen Minuten, wo sie heute früh in den Garten gegangen war, ohne die Schublade der Kommode verschlossen zu haben, jemand entwendet haben. Aber Ontel Erst de solte ihr ewig ein Rätsel bleiben, denn zu verraten att Kroloff sein Wort gegeben, ihn niemals . Der Edelmann bebte an allen Gliedern und sah aschfahl aus im Gesicht. ###, wird es kommen,“ leuchte er jetzt, während die len Augenbrauen sich dichter zusammenzogen:„Ich habe dich gehegt und gepflegt wie mein eigenes Kind; ganz uneigennützig habe ich dabei gehandelt. Doch im stillen hoffte ich manch liebes Mal, in meinem Alter, dessen Beginnen ich gerade jetzt so deutlich verspüre, eine treue Stütze an dir zu haben, ein Wesen, das mich lieb hat wöhr— Und nun, Fuhr er mit fast tonloser Stimme in behesten.d zuckende Ant„und nun muß ich das erleben!— Das einzige Wesen auf Erden, das mir wirklich lieb, wirft sich haße Sagereran eiuen iwüirdigen, tritt über ins feindWeiter ließ Gretel ihn nicht sprechen. I. Lautschluchzend schlang sie ihre Arme um des Edelmanns Nacken und lallte nur:„Liebster Onkel, ich bin dir in doch, so sehr, sehr dankbar!— Höre mich nur einmal Doch dazu war der erregte Edelmann nicht imstande du mir wirklich auch nur ein klein wenie und mich lieb hast, so versprich mir, an Hans Wittemann nicht meyr zu schreiben.“ .. Von dieser harten Forderung war er nicht abzubringen, weder durch Bitten, noch durch Tränen.......“ Und Grete versprach dem Manne, dem sie so sehr viel schuldete, den sie kindlich liebte, den sie, wie er jetzt so gebrochen dasaß, ehrlich bemitleidete, was er verlangte. ##.„Daß sie ihr Wort halten würde, davon war Herr von yntenfeld überzeugt, denn er kannte sie.——— „ Um eine Begegnung mit Hans und dessen Geschwistern sich##s gumöglich zu machen, entschloß der Edelmann junge Mädchen wieder einmal in die Fremde zu schicken, und zwar, gegen ein hohes Kost= und Erziehungsgeld, zu einer entfernten Verwandten, die weitab an der Grenze in einem einsamen Städchen als alte Zeess, lebte und für sehr sittenstreng, gelehrt und pratBangen Herzens hatte Grete die weite Reise angetreten. 55 sara ihr als schickte man sie in ein Kloster, aus dem in uas##entweichen dürfte, als nähme Onkel Ernst ihr au bur Gute, Schöne, Herrliche, das er ihr geschenkt in all den Jahren, urplötzlich mit rauher Hand wieder ab erbarmunglos zurich gend iun welches se bineingsehörte, *** jeden Freitag, an diesem Tage pflegte in der Stadt Termin zu sein, hörte man die Groß=Barchower altmodische, schwerfällige Kutsche und das elegante Coupé Pchie uu Muu W u e W et i# — 091— — 151— Zu unseren Bildern. Marienkirche in Hohensalza. Hohensalggn einem Jahrzehnt erst ist die katholische Kirche in Teil der nördlichen Längsmauer Larfteitag der mittere Er Ve haungz Her esen n dod Imere der Luche der die in Berlin. Deutschland ist in Verin kein Fremder, aiueische Gesandte für Jahren 1903 bis 1906 Gesandter und af n dier schon in den liebtheit. So hatten sich denn pieleeu ad eiuer großen Beerschienen. Vor drei Jahren noch trag Rutschang die halb Tracht, jetzt aber war er durchaus militärisch Lord Kitchener. Teppen in Indien, sechrt nach England zurüc, wo er mit der Wliadtes Frester den Vberionmando Zacd Robtens aum erolgreichen Das neue Kaiserschloß in Posen. aus den Ateren Schisemn entongen edes Das Riesenferurohr der neuerbauten Treptower Sternwarte Zum Unterschiede von den meisten Sternwarten, die Forschungszwecken dienen, soll die Treptower Ste: allem ein populärwissenschaftliches Institut sein, das. Menge Verständnis für die Vorgänge im Weltenraum wecken oisen, Votermisher Pesheagsiuir im arster Aine Aächicht aufenren se nach ihren Kristen, zu dem Were beigetragen u Pruate haben, Mittel zum Bau zu danlen. de Ausbringung der erforderlichen, hohen Das neue Bismarck-Denkmal in Potsdam. Ein neues Deukmal in Fleusburg. Ein imponierendes Werk deutscher Denkmalskunst ist vor ku in Flensburg(SchleswigHofstein) aufgestellt worden. Es ist das Denkmar sur vie im November 190; bei der gewaltigen Kesselexplosion auf dem Schulschiff„Blücher“ ums Leben gekommenen Heizer und Matrosen. Fünfzehn brave Seeleute waren bei der Katastrophe tötet und zahlreiche andere verletzt worden. Die Opfer wurden d# in Flensburg, wo das Schiff vor Anker gelegen hatte. Felerlichkeit zur Ruhe bestattet. Punr, mit großer Rätsel=Ecke. (Nachdruck verboten.) Scharade. Die Erste ist von Holz und Stein, Die Zweite ist ein Tierchen klein; Während das Ganze lebt in der Ersten nur, Find'st du die Zweite auch in Wald und Flur. Max Kallenberg. Bilderrätsel. 1. A A A A A AAA E E L I. I. R R S S S S T T Homogramme. 2. A A A A A D D E E G G G N 0 O P P R R U U und Wagerechten se. Buchkaben bezeichnen die drei Sentrachten 2 eim heiliges Gerät. 1. Sue stalieniche Stadt, 3. einen deutschen Nebenfluß. 3. ein Düngemittel. Arithmetische Aufgabe. Sieger 100 Mar, die übrigen Teinehmer se Bieviel Personen nehmen an dem Spiel lelt 19 30 Mar Spiel=Ecke. Sbabhanfgabe. Schwarz. Weiß zieht und setzt mit dem zweiten Zuge matt. Auflösungen der Aufgaben in der letzten Nummer. Auflösung des Bilderrätsels: Spare in der Zeit, so hast du in der Not. Auflösung des Logogriphs: Meinungen— Meiningen. Auflösung der Scharade: Vogelbauer. Auflösung der rätselhaften Inschrift: a Gendarm... brrr...!" „Und du sieh um... da kummt no aner!“ Auflösung des Versteckrätsels: Müßige Leute haben am meisten zu tun. A. St. 150 geschrieben, aus Grete würde noch mal eine vernünftige Dame werden „Wissen Sie schon das Neueste, Fräuleinchen?“ fragte die allzu zutrauliche Köchin Auguste Grete heute in der Küche.„Wir kriegen mal wieder Einquartierung. Mein Schatz von den Ulanen hat es mir geschrieben. Das ganze Manöver wird in dieser Gegend abgehalten werden. Mein Schatz ist nämlich Sergeant, der muß das also wissen. Ulanen, Kürassiere, Artillerie, Infanterie und, wer weiß, was noch sonst alles, kommen hierher; vor vier Jahren war's ebenso. Da nützte kein Türverschließen, sie kamen doch aufs Schloß, dreißig Mann hoch und zwei Offiziere. Da lernte ich meinen Wilhelm kennen, mit dem ich in zwei Jahren Hochzeit machen will.“ Grete interessierte diese Mitteilung sehr wenig. Nach ihrer Berechnung würde eine eventuelle Einquartierung hier im Schlosse nur zur Folge haben, daß Fräulein von Wunderling ungenießbar würde. Aber gelogen hatte Auguste nicht. Alles sprach in der Stadt von der großen Einquartierung, und Bäcker, Gastwirte, Kaufleute, Metzger und so weiter freuten sich der zu erwartenden Einnahmen. Die jungen Mädchen aber, die so oft den Herrenmangel in Regental bedauert, konnten den großen Tag ebensowenig erwarten, wie die gesamte Schuljugend. Nur das Schloßfräulein war, trotz christlicher Gesinnung und philosophischer Weisheit, sehr übler Laune.——— Nun ist der große Tag gekommen! Zunächst haben zwei Batterien ihre Geschütze auf dem Marktplatz aufgefahren, und das Schloß ist noch verschont geblieben von Einquartierung. Aber am Abend rückte ein ganzes Kavallerieregiment ein, stolze Ulanen, da gab es kein Erbarmen mehr. Knarrend öffnete sich das alte Tor, und lauter junges, ausgelassenes Leben flutete hinein. Fünfzig Mann, die alle Grüße von Augustes Schatz, der erst am nächsten Tage eintreffen würde, mitbrachten, verdarben dem Edelfräulein gehörig die ohnehin schon üble Laune. Da wurden Soldatenlieder gesungen und gepfiffen, da wurden derbe Scherze gemacht, und der Herr Rittmeister, der Fräulein von Wunderling sonst leidlich gefiel, ließ das alles geschehen und meinte, es gehörte mal mit dazu, ein echter Soldat müßte frisch, froh, frei und fromm sein, jedes zu seiner Zeit. Die heutige Einquartierung wurde nach zwei Tagen durch eine noch weit stärkere abgelöst. (Fortsetzung folgt.) Wanderlied. Und wieder jagt mich der Reisetrieb, Und wandern möchl’ ich von Pol zu Pol, Drum, liebliches Kind, vielsüsses Lieb, Velsüsses Lieb, leb’ wohl! Noch einmal, gesiüllzt auf den Wanderstab, Schau' ich zurück, schau' ich zurück: Duflige Blüten fallen herab Und hemmen meinen Blick. Nun folg' ich ohne Reiseziel Der Vögel Flug, der Wolken Zug: Des Schönen hat die Welt so viel, Hat auch für mich genug. Und trag' ich gleich im leichten Kleid Kein schimmerndes Gold, kein schimmerndes Gold, Ist doch manch' Herz, manch“ rosige Maid Dem Wanderburschen hold. Und der Vögel Schlag in Busch und hag, Das Waldesdunkel, der Sonnenschein, Und der klingende, singende Frühlingstag Ist alles, alles mein! Im Berliner Omnibus. (Nachdruck verboten.) (Die Szene stellt das Innere eines Omnibusses dar, durch zwei Reihen Stühle repräsentiert. Der poetische Omnibusschaffner Jieprich wischt die Sitze ab, sieht nach der Uhr usw. Arbeiter tritt ein.) Jieprich:„Es wiehern draußen schon die Pferde.“ Marktfrau(tritt ein und setzt sich auf einen leeren Platz): „Nanu, machen Se man ordentlich Platz, ick kann mir doch hier nich wie en schwindsichtiger Häring zusammenpressen lassen!" Mehrere Rufe:„Nich drängeln!" Arbeiter:„Na, Madamchen, bei Ihre Völligkeit müßten Se sich auf mehrere Plätze verteilen.“ Jieprich:„Mir steigt ein ibles Duften in de Näse, Is das Verleumdung oder is das Käse?“ Marktfrau:„Jotte, Se werden doch mal schon Limburger jerochen haben.“ Arbeiter:„Na, det kann scheen werden.“ *(Die Leute rücken von der Marktfrau ab.) Marktfrau:„Rücken Se man soville se wollen, det läßt mir janz kalt. Ich habe schon sonst immer genug unter die Zudringlichkeit von den jungen Leuten zu leiden.“ (Frau Puhlke mit ihrem Sohn steigt ein. Während sie sich auf den letzten übriggebliebenen Platz setzt, bleibt der Junge im Gange stehen. Unterdessen hat Jieprich die Billetts verkauft. Er tritt nun an Frau Puhlke heran.) Frau Puhlke:„Hier is mein Sechser... aber det jeht doch nicht, det riecht hier nach alten Käse!“ Marktfrau:„Wollen Se vielleicht for Ihren Sechser Odekolonje uff Ihre Stulle haben?“ Frau Puhlke:„Mit ordinäre Leute lasse ich mir gar nich ein.“(Zum Schaffver):„Na, was stehen Sie denn noch hier? Wollen Se vielleicht noch mal bezahlt haben?"„ Jieprich:„Deswegen da riskier' ich keene Zunge, Jedoch een Sechser kostet dieser Junge.“ Frau Puhlke:„Sie sind wohl dwatsch, das Kind ist noch nicht sechs Jahre alt. Mach dir doch klein, Bengel!— Komm her, mein Zuckerpüppchen, setz dir auf meinen Schoß.(Es geschieht.) Jieprich:„Der große Junge nicht sechs Jahre? Fürwahr, ich rauf' mir aus die Haare. Doch abgesehen von dem Kommer, . Mein Söhnchen, wieviel zählst du Sommer?" Der Junge(den: Finger in der Nase):„Fünfdreiviertel Jahr alt.“ Falzbein:„Wat? Der lange Lulatsch?“ Frau Puhlke:„Ich bitte Sie, nicht meine heiligsten Muttergefühle zu beleidigen. Das ist kein langer Lulatsch, das ist mein liebes Söhnchen, verstehen Sie mir?“ Marktfrau:„Wenn Se den Jungen noch länger uff'n Schoß behalten, denn stößt er mir mit seine Stiebeln de Beine kaputt. Wenn man hier bezahlt, mißte man doch bequem sitzen können.“ Arbeiter:„Wenn Se for eenen Sechser bequem sitzen wollen, gehen Se doch„Für Damens“. Marktfrau:„Oller Stiesel!" Jieprich:„Ach, wenn enden meine Qualen! Werd'n Se endlich mal bezahlen?" Frau Puhlke:„Fällt mir nicht im geringsten ein, Sie alter Quatschkopp.“ Jieprich(in Zorn geratend):„Dann steigen Sie aus!“ Frau Puhlke: Ich denke ja gar nicht daran, ich habe ja bezahlt. Hier is mein Buljet!“ Jieprich:„Dann muß Ihr Sohn aussteigen.“ frau Puhlke:„Ich werde das arme Kind doch nicht in die große Weltstadt aussetzen. Sie kränken mir in die heiligsten Muttergefühle!“ Arbeiter:„Det haben Ge ja schon eenmal gesagt!“ Frau Puhlke:„Was will der fremde Mann?“ Arbeiter:„Nu lassen Se sich doch mal sagen, Madamchen, nehmen Se doch Vernunft an. Ick erinnere Ihnen bloß an den Ausspruch Jöthes: Wat du nich willst, dat man dir du, dat füge lieber eenen andern zu. Jeben Ge ruhig den Sechser for det Kind, denn sehn Se mal, wenn Se den Bengel nach't Panoptikum bringen und er is erst sechs Jahre alt, denn könn' Se ja eene Rieseneinnahme erzielen, indem Se ihm als Riesen zeigen.. Frau Puhlke:„Nanu, halten Se mal die Luft an. Ick wer mir bei's Polizeipräsidium beschweren, wenn die Menschen mir nich in Ruhe lassen. Was ick schuldig bin, das bin ich auch immer ehrlich schuldig geblieben, und ick bin eine feine Frau aus anständiger Familie, verstehen Se mir, und ick bezahle keinen Sechser nich for so'n Kind, das eben aus die Windeln gekrochen is!“ Eine Dame:„Diese Zänkerei macht mich nervös. Schaffner, hier haben Sie den Sechser für den Knaben.“ Frau Puhlke:„Na also, da haben Se nun Ihr Geld, un nu rat' ich Ihnen: Kein Mucke mehr! Was wir zu bezahlen haben, das bezahlen wir auch!" Jieprich:„Ich weiß nich mehr, wer jetzt die Welt regiert. Die Tugend flieht, das Laster triumphiert!“ N Beiwieh Lesthalé. We re — 951— — 147— von Klein=Barchow über das holperige Straßenpflaster rollen. So ging das nun schon ein ganzes Jahr, und noch immer war der Prozeß nicht zu Ende. Endlich, endlich hatte Herr von Finkenfeld gesiegt, und man konnte an die kleineren Prozesse denken, die der große geberen. Aber der Rittmeister gab sich noch lange nicht zufrieden. Er suchte sein Recht in höherer Instanz weiter zu verfechten, zähe und hartnäckig. Wieder vergingen Wochen und Monate, und die Geldmittel waren von dem Groß=Barchower kaum noch aufzutreiben.— Und nun waren die Würfel des letzten Spiels gefallen.——— Der Hinterplan gehörte zu Klein=Barchow.——— Rittmeister Wittemann war ruiniert.——— Man kannte den stolzen Recken nicht wieder. Seine gerade, hohe, kraftvolle Gestalt war gebeugt, das Haar hatte sich in kurzer Zeit schneeweiß gefärbt, und das bis dahin noch immer schöne, frische Gesicht mit den hellen, durchdringenden Augen war welk und müde geworden. Würde der sonst so sehr geizige Schwager von Grünau nicht tatkräftig geholfen haben in dieser kritischen Zeit, so hätte der Rittmeister getrost zum Bettelstab greifen können. Aber er überwand mit Hilfe des Freiherrn die ärgste Not und schlug sich weitermannhaft durch. Malchen allein blieb um ihn. Alle anderen Töchter mußten Stellungen suchen, um mit verdienen zu helfen. Sogar die beiden jüngsten Jungen, die so hochbegabt waren und gern einmal einen gelehrten Beruf eingeschlagen, mußten die Schule verlassen. Der eine war Primus der Obertertia, der andere Primus der Untertertia. Das Geld reichte eben nicht für die teure Pension und für alles, was sonst noch dazu gehörte. Beide Söhne sollten nun auch die Landwirtschaft erlernen, da ihnen dieser Beruf von denen, die ihnen jetzt noch offen standen, der liebste war.——— Der Hinterplan wurde von Klein=Barchower Gespannen bearbeitet, und Kroloff, der, seit der dicke Oberinspektor Schmidt fortgezogen, nun auch den Gutsbetrieb als erster Beamter leitete, war viel auf diesem Schlage. Man sah ihn sogar abends spät noch dort, ohne zu ahnen, was er vorhatte. Da eines Tages trat er vor Herrn von Finkenfeld, der seines Lebens nicht mehr froh werden konnte, und teilte diesem folgendes mit:„Ich habe immer gesagt, im Hinterplan steckt eine Goldgrube. Herr von Finkenfeld, das Unrecht, das man Ihnen getan, indem man Ihnen rechtlos viele Jahre hindurch Ihr bestes Stück Land vorenthalten, wird gesühnt werden...“ Ich habe die Gewißheit, der Schlag birgt ein Braunkohlenlager. Das kann ein paar Millionen Gewinst bedeuten, wenn wir sobald wie möglich ans Werk gehen und einige Hunderte daran wagen.“ Herr von Finkenfeld glaubte nachgerade alles, was dieser ihm geistig so weit überlegene Mensch sagte... Warum sollte Kroloff nicht auch jetzt recht haben? Aber den erwarteten Eindruck machte dessen hochwichtige Mitteilung auf den Edelmann nicht. „Ich gebe Ihnen freie Hand,“ sagte derselbe matt und gleichgültig.„Sollte es so sein, so wäre es ja ein Segen für Klein=Barchow, wie ihm bisher noch keiner widerfahren.“ „Gut also!“ rief der Allgewaltige, Allwissende lebhaft aus.„Den üblichen Gewinnanteil behalte ich mir natürlich vor.— Ich werde alles ins Werk setzen!" In allen Zeitungen, Blättern und Blättchen des Landes stand von einem neuentdeckten, sehr zukunftsreichen Braunkohlenlager, das ein intelligenter Wirtschaftsbeamter auf dem adeligen Rittergute Klein=Barchow gefunden... Stammte alle Reklame, die dafür gemacht wurde, auch nur von dem Entdecker selbst, von Kroloff, so wurde man doch wenigstens im engeren Bezirk recht sehr aufmerksam auf Klein=Barchow, und ein guter Gewinst war Herrn von Finkenfeld sicher, da an Kohlen großer Mangel und die Bahnverbindungen zu schlecht, um diesem abzuhelfen.——— Das war ein Treiben, ein Arbeiten, ein bunter. Wirrwarr auf dem Stück Lande, das Rittmeister Wittemann nun jahraus, jahrein mit saurem Schweiß beackert, das ihm seit zwanzig Jahren immer wieder aus der Not geholfen, weil seine Tragkraft nie versagte. Nun ging es ihn nichts mehr an. Wohl hörte er vom Walde aus das Lärmen vieler Arbeiter dort drüben, EIn einem[Denschen erküllt sich die Telt. (a eigem„Menschen erfällt sich die Thelt, Die ganze, die ewige Zeit; Er stellt sie dar, sein Lieben enthält Das orgen, das Gestern und Heut'; Und wer ein Veilchen nur ganz verstünde— siele vom Fluge die heilige Binde. Leopold Schefer. aber er mochte nicht einen Blick dahin werfen, denn immer wieder erinnerte ihn das ja an das größte Unrecht, welches ihm in seinem Leben widerfahren. Da seine Vermögenslage ihm Gesellschaften und jeglichen Luxus verbot, und gewiß auch, weil er ein verbitterter, ungeselliger Mann geworden, so hatten sich Freunde und Nachbarn, so sehr sie ihn auch bedauern mochten, nach und nach zurückgezogen. Von seinen Tagelöhnern und Knechten waren die meisten nach Klein=Barchow verzogen, weil es dort lohnendere Arbeit genug gab. Nur einige alte Getreue verließen ihren Herrn nicht in der Not, wie er sie auch nie verlassen hatte, wenn es ihnen einmal schlecht ergangen. Malchen aber versah ihren jetzt so sehr erschwerten Posten meisterlich. Sie war wirklich ein Spargenie geworden. Und der gute Hans schickte unaufgefordert alle Vierteljahre die Hälfte seines Gehalts. Vielleicht war es das, was ihn in seines Oheims Gunst wieder mehr und mehr steigen ließ. Der alte Herr begegnete ihm in letzter Zeit sehr freundschaftlich. Heute sagte er zu Hans:„Hör mal, mein Junge, dein Vater, dein Grofvater und fast alle männlichen Verwandte haben unserem Landesherrn als Offiziere gedient. Ich weiß, daß du die Epauletten auch über alles gern trügst, aber aus Geldrücksichten längst darauf verzichtest hast. Deine Uebungen hast du gemacht, eine glänzende Qualifikation besitzest du, mag es meinetwegen sein. Ich trage die Kosten und gewähre dir die Zeit für weitere Offiziersübungen. Werde also in Gottes Namen Reserveoffizier!“ Da glänzten des Inspektors Augen nur so, er drückte seinem Onkel die Hand, als sollte nichts an ihr heil bleiben, und war seit langer Zeit zum ersten Male wieder herzlich froh. „Bin ich erst Leutnant,“ dachte er,„dann erobere ich mir die ganze Welt, und zuerst meine Gretel!“ Sechstes Kapitel. Das kleine Städtchen Regental mit seinen schiefen, unsauberen Straßen und verräucherten Häusern konnte so recht für das Urbild einer Kleinstadt gelten. S n 9 85 5 5 K S 9 EOgEgEg * TTE S S S 8. S 5 5 S S OS #####n &## Sp SLE) S ESNES USUSUSS cSD 148— 8 8 88 S S EEMOOOSEES DenaUbbEUZU 2n 5 — 0 # G. * 25 OOSOOES SEÄHSESSE ### OSSES ERZU ESEEg“ GUSEES 8 883 SPPHSET GUE PeWn „ E SSESSOE BSTEERE * OOFOTGS S PHLEEHE" # GUUETG0 P#• T093 U1NT * SOS.•Eg S TSpPoEL Sc.-6En +9OA2ER E S 5g2E SSEgUSE: EHROES SSEE1. #Uh GS E. SHSSSE BrPPETESSS SEHBEHEN SE zur Bibelstunde, kommt aber um acht üh 8 06 Sie sich langweilen sollen, so dürfen Sie nn Büchern eins nehmen. Ich kann mich halten, denn ich habe noch viel zu tun.“ u unde aufe Grnaral TlucsGang“-Zahung iur Herschlde Selandtr, dbei seiuer seiner Bürger, der Mehrzahl wenigtensu de ovrciont bürgerlich, almodisch, träge und zufrie“ dienich, Wwiehsie besaßen, weil ein Veiterstreben kamen Grete die Leute vor, die da uu beschwerich, ie aufrissen und sie angafften, als läme sie direlt de Venter und dieses Gassen mußte sie o Nars. sich ergehen lassen, denn der We de 210 lunge über die sie nach vierfündiger Faher vo der Vosthalterei, erreicht, bis zum Schloß führte mit, ch „Schloß= namte man sener auen durch Regental. emstöckige Haus, das da in einem u e ube, und von Fräulein von Wundern ummetlichen Pauk lag wohnt wurde.tung seit Jahrzehnten beEin Kastellan mit schneeweißem Bartempfing Grete katzbuckelnd und führte sie in das altjüngferliche Empfangszimmer, an dessen reparaturbedürftigen Wändenpiele Haussegen, biolische Bilder in grellen Farben und Porträts aus alter Zeit hingen. Eine robuste, nicht gerade höfliche Köchin brachte Gretel, die sie mehr als Kolleginwieals Gesellschafterin ihrer Herrin anzusehen schien, ein Glas Tee und ein Butterbrot, sprach über Das neue Kaiserschloß in Posen. Lord Kitchener. Raum. Der allu wöserigesee sichtiger Buterschicht bedecte Brot schmeckten n Sese ageit der eiste Amenge, Päher ue. Outeik Errst behauptete, wudte sehr gelechrt sein, wie csh tar beanger umno berz des dienernden Kastellans herein. eseitung Gestalt mit einem nicht gerade schönen abe sehr energischen Gesicht. Von den fast mämnlicher Stimme und reichte Grete ihre große Hand.„Nun, ich denke, wir werden miteinander auskommen und Sie werden bei mir mancherlei hinzulernen. Ichverlange unbedingten Gehorsam. Und wer mir dden leistet, hat in meinem Hause noch nicht Not gelitten.“ Nach dieser Einleitung führte sie das junge Mädchen in das anstoßende Wohnzimmer, das freilich eher dem Arbeitsgemach eines Gelehrten als einem solchen glich. Daß Fräulein von Wunderling das mannliche Geschlecht bitter haßte, hörte Grete sofort aus dem gelehrten Gespräch, von dem sie sonst nicht viel verstand, heraus. Die alte Dame mußte freilich genug trübe Erfahrungen gemacht haben.——— Es begann für Grete nun ein Leben klösterlicher Einsamkeit und spartanischer Einfachheit. War die beit auch zu bewältigen, so war für das junge Mädchen der ewige Aufenthalt im Schloß und dem öden dazugehörigen Stück Park doch schier unerträglich. Sie liebte nun einmal die weite, freie Gottesnatur und das zwanglose Herumstreifen in Feld und Flur, wie sie es gewöhnt von klein auf. Und hier führte der weiteste Weg sie allsonntäglich nur bis zur Kirche in Fräulein von Wunderlings Beoleitung. Stadt, darum war as big lggta anderen Ende der von einer Viertelstunde. donhzu mmer eine Strede durste miemand hinein, noch hinaus. Das alle Ehelfräulein fürchtete nämlich, es könnte sich irgendein 149— Das Riesenfernrohr der neuerbauten Treptower Steruwarte in Berlin. Frichen“ Soren, de e und ihren Kilen, beschaulichen schon gedudig erragen, Ihre Hemin war leidlich zufrieden viel sagen wollte. Dieselbe hatte sogar an Onkel Ernst Wedn Bach ien Sechlage. un Secum ehemmeemn eiher und wiamichechen i. Kenskurn.