Die„Annener Zeitung" erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Bezzngdpreis kukl.„Sonntagsblat“ u.„Humoristische Blätter“. monatlich 40 Pfg. — Telephon-Nr. 334.— Anzeigeblatt für Annen und die benachbarten 14 Ortschaften. Kmltriches Hrgakt. — Nr. 42. 1909. Deutsches Veich. .—„Die Kaiserreise nach Korsu, die die Majestäten am. v. Feiertage antreten werden, wird für die Osterzeit ein ergiehiges Feld für Kombinationen werden, sowohl was die hohe als die Begegnungen mit anderen Fürstlichkeiten anbetrifft. Janz gewiß reist der Kaiser aber nicht nach seinem Schlosse achilleion, um unterwegs Politik zu treiben, sondern um sich zu erholen. Ebensowenig ist für das Zusammentreffen mit anderen Furstlichkeiten ein bestimmtes Programm vorgesehen. Doß das, gesgctziche„Zänigspaar nach Korfu einmal hinüberkomint, ist selostverstandlich, alles übrige bleibt abzuwarten. ..— Auch Fürst Bülow ist in erster Reihe zu seiner Eryolung, nicht wegen politischer Angelegenheiten, nach Denedig gereist, mag er dort auch eine Begrüßung mit seinem italienischen Kollegen Tittoni haben. — Der preußische Kultusminister Dr. Holle hat einen unbegrenzten Urlaub gewährt erhalten, sodaß die Angaben von einer 2monatigen Verlängerung des Urlaubs grundlos sind. Das Befinoen des Ministers ist leider auch fortgesetzt ein so ungünstiges, daß Herr Dr. Holle an die Wiederaufnahme seiner Amtstätigkeit nicht denken kann. Die Ernennung seines Nachfolgers verzögert sich aus dem Grunde, weil es nicht möglich den Kultusetat zu erledigen dessen Vertretung im Parlament keinem Minister angeboten werden kann, der an der Aufstellung Gescheten dach de wnd zr. Die at. Zitg: kann übrigens feschiellen, buß der Ministerial=Direktor Exzellenz Schwartzkopff nach wie vor als Nachfolger Dr. Holle's in erster Linie in Betracht kommt. — Der allgemeine deutsche Mittelstands=Tag, der am Dienstag nach Ostern zu seinen Beratungen zusammentritt, hat hierzu in einem Aufruf eingeladen, der namentlich in punkto Rachlaßsteuer scharf gegen die Konservativen Stellung nimmt. Hiergegen wendet sich die„Kreuz=Ztg.“ Sie erklärt zunächst, die Konservativen seien durchaus bereit, eine Besitzsteuer in Höhe von 100 Millionen Mark zu bewilligen, die die Einzelstaaten von heliebigen Vermögenssteuern aufzubringen hätten. Besonders unterstrichen wird danach, daß die Konservativen die Anergisch pertreten jedenfalls energischer und erfolgreicher als. die, Katheder=Sozialisten, von denen der Aufruf der MittelStcce bhir gung seine Argumente entlehnt habe. Auch die Staatsbehorben steuern seit längerer Zeit entschieden den Mittelstandskurs. Man braucht nur an die Gesetzgebung zu erinnern, die dem städtischen Mittelstande den kleinen Befähigungsnachweis, die verbesserten Bestimmungen über das Submissionswesen, die Handwerkernovelle, die Gesetze gegen den unlauteren Wettbewerb, die Besteuerung der Warenhäuser und Konsumvereine und viele organisatorische Vorteile gebracht hat. Stenerhammterd D sgerung der Finanzreform in der Gienernommission des Reichstages führt die„Nordd. Allg. Ztg.“ lebhafte Klage. Das Blatt schreibt u..: Die erste Lesung der Finanzreform im Reichstage schloß am 20. November vor. Is. Am 24. November trat die Kommission, die 32. nach der Zahl, zusammen. Schon schreiben wir Anfang April und es ist, abgeerun destlichen Gleligzengn des Bedars auf 500 Mill und der grundsäglichen Einigung über die Brausteuer, kaum ein positives Resultat erreicht. In derselben Zeit haben die Butgetkommission wie das shiehate den ganzen Etat erledigt. Wichtige Gesetze, Automobilgesetz, sind verabschiedet. Das Arbeitskammergesetz und die Gewerbeordnungsnovelle sowie das Bankgesetz sind wenigstens in der Kommission erledigt. Dagegen ist die Hoffnung, die wichtigste und dringendste Aufgabe, die Sanierung der deutschen Finanzen werde bis Ostern wenigstens worder. Sleigs i der Kommisson passieren, zu schanden gean hat vielmehr 3 Tage vor Schluß des Plenums bei 8 2o per neuen Branntweinsteuervorlage die Beratung abgebrochen und sich bis zum 21. April vertagt. Sie hat bis jetzt 41 Sitzungen abgehalten, während ihr 80 bis 90 Arbeitstage Sue, Zerügung gestanden hätten, und während das Plenum nicht sleine Piltensesegunze abgehalten hat.— Die vorstehende Kreine Tinlenlese des Regierungsorgans ist der Text zu der Melodie, die Fürst Bülow im Reichstage anstimmte, als er den Abgeordneten wegen ihrer Behandlung der Reichsfinanzreform des Hauses die Wotte zurief:„Ihr seid — Kein Konflikt in Coburg. Der befürchtete Konflikt des jungen Herzogs Karl Eduard von Sachsen=Coburg= Seiag, W gera ranpstage wegen des Umbaues der Beste Coburg wresidium amriegbt beigelegt. Der Herzog hat das LandtagsPrusibium empfungen und ihm die Erfüllung seiner Wünsche Schlekung: uich —-gung, der Beste nicht eintreten soll. — Von einer Begegnung des Reichskanzlers Fürsten äslich deur gatenichen Minister des Auswärigen Tittoni ist anluglich der gegenwärtigen Italienreise des Kanzlers die Rede. Wir würden uns freuen, wenn die beiden miteinander auch in diesem Jahre wieder eine persönliche Aussprache haben könnten. Das Vertrauen auf die Dreibundfreundlichkeit Italiens ist doch bedenklich ins Wanken geraten, seitdem Fürst Bülow in seiner Reichstagsrede über die auswärtige Politik des Dritten im Bunde mit keiner Silbe gedachte. für eine Woche Aufenthalt Ve eichesh feäenie Veise ir Slacdenelinrschen atel Donnerstag, den 8. April. Ps#ilton des früheren Reichstagsabgeordneten in Celle verworen.uPproießh wurde von i amgrah wirtschaftliche Bedeutung Deutschlands „„euronso wächst und befestigt sich. Der Sultan Mulay Hafid bestätigte der deutschen Firma Mannesmann die Minenkonzession, lschen haiten n Anerkennung durch die Mächte verKonzession ist in erster Linie der loyalen Marokkopolitik der deutschen Reichsregierung zu danken. its hat sie allerdings auch einen metallischen Beigeschmack, der bei muhamedanischen Verhältnissen nun einmal unvermeidlich ist. Die deutsche Firma hatte dem Sultan eine größere Summe geliehen, die dieser nicht zurückzahlen konnte. Der Sultan beeilte sich darauf, die Konzession zu bestätigen; das Darlehen, das ihm die Firma als einen Vorschuß auf spätere Abgaben überläßt, nicht wieder herAnzeigegebühr für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg. Inserate finden bei der großen Auflage der Annener Zeitung weite und billige Verbreitung. — Telephon=Nr. 334.— 25. Jahrgang. Heer und Flotte. In Idstein im Taunus wurde das erweiterte Genesungsheim für Unteroffiziers=Familien der preußischen Armee eröffnet. Es sind zur Zeit fünfzig Frauen und Kinder dort anwesend. aehnliche Anstalten sollen auch für die bayerische und hessische Ame ins Leben gerufen werden.19 Ausland. Italien. Der König und die Königin von Italien, die Nachrichten von einer Erkrankung der letzteren sind falsch, besuchten am Dienstag Messina, um etwas Eilfertigkeit in den langsamen Bau der Wohnungsvurumen szu bringen. Offizielle Nachrichten behaupten, es sei nicht so arg mit dem Rückstande, aber das ind doch nur Beschwichtigungsversuche.— Auch der Dampfer „Tomiral“ mit Herrn Roosevelt an Bord legte für mehrere Prändenten. Mesing an. Das Königspaa begrüßte den Frankreich. Gärungen. amiess kriselt und wetterleuchtet in Frankreich nach dem mit .#e und Rot beigelegten Post= und Telegraphistenstreik immer ustig weiter. Die französische Regierung hat sich nicht sowböhl vieses Streiks als namentlich auch nach seiner Beilegung in der Schaffung geordneter Verhältnisse so schwächlich und willenlos gezeigt, daß mehr und mehr alle wirtschaftlichen Elemente auf eine gemeinsame Aeußerung ihrer Kraft hindrängen: zum Generalstreik! Die kritische wirtschaftliche Lage in Frankreich kennzeichnegn folgende Telegramme: #. Paxis, 5. April. Die gesamte Presse erörtert heute die gesteige Versammlung im Hippodrom, wo weit über 2000 Personen, Arbeiter und Staatsangestellte, darunter zahlreiche Postbedienstete, die Solidarität der Arbeiter und Staatsangestellten proklamierten, und wo insbesondere angekündigt wurde, daß dir Arbeiteischaft im Falle eines neuen Ausstandes unter den Staatsangestellten den Generalstreik erklären würde. Die konserrchisenicstent.. Peschlüisse der Versammlung Biläter demer dummten Befürchtungen. Die radikalen nicht vergerteden die Arbeiter und Staatsangestelten dürsten ".„reigessen, daß das Syndikatsgesetz von 1884 ausschließlich ver nepublik zu verdanken sei. Uebrigens seien Pataud und seine Freunde noch lange nicht stark genug, die Republik zu stürzen. Lven, 5. April. Eine von Staats- und Gemeindeangestellten besüchte Versammlung, die gestern hier tagte, nahm eine Resolution an, in der die Solidarität der Beamten und des Arbeiterproletariats ausgesprochen wurde. Es wird kaum ausbleiben, daß sich in den nächsten Tagen auch die Syndikatsangestellten und die arbeitenden Klassen in anderen Städten zu ähnlichen Beschlüssen begeistern. Für die Regierung gewiß kein Hochgenuß! Holland. dan Sie Erpgrung auf die Geburt eines Thronfolgers it in den Rieverlanden bei Hoch und Niedrig auf das Höchste gestiegen. Die sonst so ruhigen Niederländer sind heute kaum wieder zu erkennen. Jede Stunde kann die Nachricht bringen. Amerika. „Die Auflösung der amerikanischen Standard Oil Company, dieses Riesentrust's, der willkürlich und rücksichtslos die Petroist in den Bereich der Mahschestlichkett gerückt. Die Regierung in Washington hoft wung des„B..“ zufolge, daß ihre Klage beim Bundesgericht in Si. Louis, in ver die Auflösung des Trusts in 69 kleinere Gesellschaften verlangt wird, zum Erfolge führen werde. lands vollzogen haben. Auch mit der Türkei stellt sich die russische Regierung auf freundschaftlichsten Fuße und hat Auscht, von ihr zum Danke die Erlaubnis zur freien Durchfahrt russischer Kriegsschiffe durch die Dardanellen zu erhalten. Vorläufig aber hat Oesterreich das Gleichgewicht auf dem hergestellt und wird dessen Verschiebung zu verhüten wisser. as türkische Parlament genehmigte mit nahezu Oreibiettel=Mehrheit das Abkommen mit Oesterreich, wonach diesem die Provinzen Bosnien und die Herzegowina endgültig zufallen. Die betr. Kammersitzung war eine geheime, und es soll in ihr die Opposition recht scharf aufgetreten sein. Nach außen hin ist darüber aber nichts bekannt gegeben worden, und an der positiven Zustimmung ändert auch der Umstand nichts, daß einige türkische Abgeordnete während der Verhandlung die Hand in der Hosentasche ballten. Die Widerspenstigkeit Montenegros, die so felsenfest zu sein wie die schwarzen Berge des Ländchens, hat die österreichische Regierung zur Verschärfung der Grenzbestimmungen gsrgzlaßt. Sonst hat der montenegrinische Eiser natürlich keine . Mit der Orientfrage hängt der Entschluß Italiens zusammen. vie um autiatischen Meere gelegenen Städte Brindisi und Otranto zu befestigen. Beide Orte liegen nahe der türkischen Küste und sind von dieser nur durch die schmale Meerenge getrenm, die das Jonische mit dem Adriatischen Meere verbindet. J5 autgn55 Frederico Barbarossa erhält eine Besatzung von #.s Die Einberufung einer Balkankonferenz wird nach der durch Außlanos Einlenken ermöglichten Verständigung wahrscheinlich unterbleiben. Ganz zwecklos wäre eine solche Konferenz, die schließlich zur Aufrührung neuen Zwistes führen könnte. Die jüngste russische Politik findet die vollste Anerkennung Oesterreichs. Die Einschränkung der souveränen Rechte Montenegros soll aufgehoben werden. Dafür soll das Fürstentum seinen Hafen Antivari nur Handelsschiffen öffnen. * Vom Balkan. Der Krisis letzte #„Rußland hat zwar in der serbischen Frage nachgegeben und oamn die Lösung der Orientwirren ermöglicht; die Wahrung und Befestigung seines Einflusses auf den Balkan verliert es gleichwohl nicht aus dem Auge. Daß der thronmüde König Peter von Serbien dem Zaren im schönen Monat Mai einen 3e--hdieg Gersch war nur als ein Moges Erlücht aufzufassen; es liegen aber auch bestimmtere Anzeichen dafür vor, daß die russische Regierung nuf dem Posten ist. So scheint Rußland zunächst entschlossen, mit der Anerkennung Bulgariens als Königreich voranzugehen, um sich dessen Bunkbarkeit und Treue zu erhalten. Die bulgarische Politik soll bereits eine wahrnehmbare Schwenkung zu Gunsten RußLohale und growimshelle Nachrichten. Annen, 7. April.(Streik.) Auf der Loth'schen Waschmischinenfabrik entstand am Montag Morgen eine recht bösartige Stimmung dadurch, daß mehrere Arbeiter noch halb angetrunken zur Arbeit kamen und daß einige entgegen der Fabrikordnung auch noch Branntwein mitgebracht hatten. Als dieses von den Beamten bemerkt wurde, ging der vor kurzem eingetretene Meister., übrigens ein Fachmann, Der seit 15 Jahren in Liels, sarche arbeitet und lange Jahre schon Meister ipt zu einigen Acbeitern, um dem Treiben,„das sich nach und nach entwickelt hatte, Einhalt zu gebieten.„Kaum erschien er in dem Bstunz a ein wüstes Gesohle und ein Radau entstond, allseiliges= Aufen: Heraus! erfolgte und der nur seine Pflicht tuende Meister wurde nicht nur in gröbster Weise beleidigt, sondern ein Arbeiter versuchte ihn mit einer Schüppe tätlich anzugreifen und sis hertesitnziz chlagen, was aber noch im letzten Augenblick durch gerd, ggenden Akeistzt B. und Meister H. verhindert werden cnte. Es entstand nun ein derartiger Tumult, daß Sicherheitsbeamte einschreiten mußten; der Haupträdelsführer K. wurde kurzer Hand entlassen. Im Interesse der Sicherheit des sowie der sehr aufgeregten Arbeiter wurde sofort der sguss„Zetrev gar den Tag eingestellt und erließ nachher die etung eine Bekanntmachung, daß von der nächsten LohnAbbord Aund Tagelshne. 10 Prozent auf ale Akkotb= und Tügelohne eintrete. Nachdem die Arbeiter eine Versammlung abgehalten hatten, legten 31 Mann die Arbeit nieder und traten in einen Streik. Da der Betrieb aber aufrecht erhalten werden kann, ist der endgültige Ausgang sehr zweifelhaft. Auch hat es die Firma abgelehnt, in die durch Gewerkschaftsbeamte eingeleiteten Verhandlungen, die eine Einigung zum Zweck haben, einzutreten, da sie nur mit ihren Arbeitern selbst ev. verhandeln will. (Ev. Arbeiterverein.) Die nächste Versammlung findet am 15. kr. stalt und beginnt dieselbe wegen des Jungfrauenfestes erst um 6 Uhr. Zur Diskussion steht das aktuelle Thema: Die Reform der arbeiterschutzgesetze und hat Herr Vereinssekretär Jacobi den einleitenden Vortrag übernommen. Näheres wird noch durch Inserat bekannt gegeben. —(Verhaftet) wurde hier gestern Abend ei schon älterer aus Dortmund, der nicht nur gebettelt hatte, sondern Geschäftshauses noch in vorgerückter Stunde umhertrieb. Da den reuren die Sache mit Recht verdächtis, vorkam, wurde die Polizei requiriert, die sich des Stromers § Annen, 8. April.(Geflügel=Ausstellung.) Etwas neues hierteibhe mar und Schutzverein Die Austelted tertag; eimne Gefügel=Ausstellung, —#rnung, die nur unter Beteiligung von Mitgliedern des Vereins in der Talsperre(L. Günedler) stattfindet, ist die erste Tockalaussteulung genannten Vereins und mit Prämiierung und Gratisverteilung verbunden. Wie wir hören, soll die Ausstellung feitens der Mitglieder reichlich beschickt werden und das Aus(Siehe auch Annone. Eremplaren bestchen. Machhrang.(Waldbrand.) Durch einen großen und Tichtenbesans VuterTannenund Wichlenbrstand gänzlich vernichter und eingeäschert. Der verbrannte Wald gehörte dem Herrn Gutsbesitzer Mentler in viech sachzschtnsche Pranditsehuug ache in nichter Vekannt, Joch wird führrassige Brandstiftung vermutet. üuc beichloß ir##pfil.(Die Gemeindevertretung) u Wtntn in uu iehten Bibuns inlemnbess 15 De meinde durch den in anderen Gemeinden stattfindenden Zechenbetrieb nachweisbar Mehrausgaben für Zwecke des öffentlichen Volksschulwesens, der öffentlichen Armenpflege und für polizeiliche Zwecke erwachsen, welche Mehrausgaben im Verhältnis zu den, ohne diese Betriebe für die erwähnten Zwecke notwendigen Gemeindeausgaben im Jahre 1908 einen erheblichen Umfang angenommen haben, sollen die betreffenden Betriebsgemeinden nachträglich um Zahlung eines angemessenen Zuschusses pro 1908 angegangen werden.— In demselben Sinne beschloß die Gemeindevertretung von Salingen. Oespel, 6. Aprl.(Wegen Straßenraubes) wurde gestern mittag der wohnungs= und beschäftigungslose Arbeiter Hermann Hoppmann sestgenommen. Dieser hatte vormittags mit dem gleichfalls beschäftigungslosen Arbeiter Anton Lettman eine Bierreise unternommen, bei der letzterer die Zeche beglich. Schließlich begab man sich auf Veranlassung des Täters in das Oespeler Feld, um in Marten Arbeit zu suchen. Einen menschenleeren Ort benutzte H. plötzlich, um über L. herzufallen, ihn zu würgen und zu schlagen. Wie der Ueberfallene um Hilfe schrie, und einige Männer herbei eilten, ergriff G. die Flucht. Man holte ihn jedoch, da er wegen seiner Trunkenheit nicht schnell genug davon konnte, bald ein, nahm ihn fest und übergab ihn der Polizei. Bei dem Ueberfall sind dem L. 37 Mk. abhanden gekommen. Der Täter hatte jedoch bei der Festnahme kein Geld mehr im Besitz, und es wird angenommen, daß er es auf der Flucht fortgeworfen hat. Ein Suchen nach dem Gelde war ohne Erfolg....,„ um, Ihhrand) antstand 4ck. Wetter, 6. April.(Ein Walovrand) entstand gestern nachmittag in der Nähe des Harkortdenkmals. Er wurde gelöscht, bevor er einen größeren Umfang annehmen konnte. Die freiwillige Feuerwehr wurde durch die elektrische Alarmvorrichtung alarmiert, welche sich ganz vorzüglich bewährte. Dahlbausen a. d.., 5. April.(Furchtbare Mißhandlung.) Auf der Kaiserstraße rempelten 5 hiesige junge Burschea 3 angetrunkene Italiener an sund brachten 2 von ihnen mit Messern und Steinen lebensgefährliche Verletzungen bei. Einer, Tiro mit Namen, erlitt einen doppelten Schädelbruch, und Kaochensplitter sind ihm ins Gebirn gedrungen. Dem dritten Italiener gelang es, sich durch die Flucht zu retten. Eine Gerichtskommission besuchte die beiden auf den Tod Verletzten im Krankenhause. Tiro ist verbeiratet und Vater von 5 Kindern.— Auf dem Wege zur Arbeit starb der Arbeiter Blacrik an Krämpfen. Bochum, 5. April.(Der Charakter als Kommerzienrat) ist dem Generalsekretär Dr. Wilh. Baare hierselbst verliehen worden. Herne, 6. april.(Vom Straßenbahnwagen totgefahren.) Auf der Neustraße wurde das 3jährige Kind der Arbeiterfamilie Czekanski von einem Motorwagen der Straßenbahn Herne—Sodingen überfahren und sofort geWtet. Den Wagenführer trifft an dem traurigen Geschehnis keine Schuld. Dortmund, 6. April.(Mord= und Selbstmordversuche.) In vergangener Nacht zwischen 10 und 11 Uhr hatte der Arbeiter Franz Piwarsky in der Wohnung seiner Geliebten, der ledigen Elisabeth Schulte, Werkstattstraße 6, einen Zank. Die Mutter der Schulte, die Ww. Klein, war hierbei zugegen. Piwarsky zog plötzlich einen Revolver und feuerte 6 Schüsse auf seine Braut und deren Mutter ab, so daß beide schwerverletzt zusammenbrachen und ins Johannishospital geschafft werden mußten. Piwarsky flüchtete sofort nach der Tat. Er wollte sich am Rande des Hafens erschießen, so daß er hierbei ins Wasser fallen mußte, schoß nach der linken Schläfe und stürzte bewußtlos zu Boden. Nach einigen Stunden erwachte er mit dem Revolver in der Hand und begab sich nun nach seiner Wohnung, Blumenstraße 29. Er wurde hier sofort von Polizeibeamten verhaftet und in das Polizeigefängnis eingeliefert. Die Verletzung des Piwarsky ist ganz geringfügiger Natur. Als Motiv der Tat schützt Piwarsky Eifersucht vor. Dortmund, 5. April.(Schnellbahn Dortmund=Düsseldorf.) Die Stadtverordneten bewilligten in ihrer heutigen Sitzung 1000 M. zur Ausführung von Vorarbeiten für die projektierte elektrische Schnellbahn Dortmund=Düsseldorf. Hamm, 5. April.(Explosion.) In der vergangenen Nacht explodierte auf Zeche„Maximilian“ in der Maschinenkammer die Dauerfahrt am Ostermontag trainierte, dadurch schwer verletzt, daß er neben den Streifen fuhr und von einem Schrittmacher angerannt wurde. Der Schrittmacher, wie dessen Radfahrer blieben unverletzt. Der Holländer wurde ins Hospital überführt. Bingen, 6. April.(Ein schweres Bauunglück) ereignete sich Montag nachmittag auf einem hiesigen Reubau, innerhalb dessen in zwei Metern Höhe ein etwa 4 Zentner schwerer Fensterbankstein von Granit befestigt werden sollte. Der Stein war bereits auf das Gerüst gezogen, als letzteres brach und der Stein mit dem gesamten Balken= und Holzwerk herabstürzte. Die auf dem Gerüst stehenden sieben Maurer und Handlanger wurden unter den Trümmern begraben. Zwei Leute waren sofort tot, einer wurde unter dem Granitstein völlig begraben und zerquetscht. Drei Mann sind schwer verwundet; an ihrem Aufkommen muß man zweifeln. Zwei Arbeiter wurden leicht verletzt. Ueher die Ursache des Unglücks ist noch nichts verlautbar. Mainz, 5. April.(Entsetzlicher Mord.) In Gabsheim ermordete der 58jährige Schneider Alban Kratz die 75 jährige Vermieterin Fischer. Man fand die Leiche im Kleiderschranke in fünf Teile zerstückelt, den Kopf und andere Körperteile im Ofen verkohlt vor. Kratz wurde verhaftet. Er hat die Tat wegen Mieteforderung verübt, welche die Frau an ihn hatte. Standesamts-Nachrichten. Annen. fort getötet und ein ist heute Morgen im ein Dampfrohr, wodurch ein Maschinist sof anderer schwer verletzt warde. Letzterer ist kath. Krankenhause gestorben. Halle i.., 6. April.(Einen schlechten Aprilscherz) leistete sich ein hiesiger Zimmermeister. Um 11 Uhr nachts zündete er ein großes Osterfeuer an, und infolge des Feuerscheins wurde sofort die Feuerwehr alarmiert, Brandsignale ertönten durch die Stadt und vom Turme herab stimmte die Feuerglocke ihr Geläute an. Als die Feuerwehr auffahren wollte, wurde ihr zwar von mehreren Seiten mitgeteilt, daß alles nur ein falscher Lärm wäre, doch sie glaubte nicht eher daran, bis auch ein Schutzmann auf der Bildfläche erschien, der ihr bedeutete, daß sie ruhig wieder nach Hause fahren könne. Essen, 7. April.(Aus dem Hause Krupp.) Auf den Kruppschen Werken wird folgender Anschlag veröffentlicht: Durch einige Zeitungen ist dieser Tage die Nachricht über eine angebliche Trübung des Verhältnisses zwischen meiner Frau und mir verbreitet worden. Aus Anlaß hiervon wird mitgeteilt, daß solche Gerüchte auch in die Kreise der Kruppschen Werksangehörigen eingedrungen seien. Da uns daran liegt, daß sich unter den Werksangehörigen keine falschen Meinungen in dieser Richtung festsetzen, halten meine Frau und ich es für notwendig, dem mit der Erklärung entgegen zu treten, daß alle Gerüchte über irgend eine Störung des guten Verhältnisses zwischen uns jeder tatsächlichen Grundlage entbehren und von A bis 8 erfunden sind. Auf dem Hügel, den 2. April. Krupp von Bohlen und Halbach. Oberhausen, 7. April.(Ein Kind verbrannt.) Im benachbarten Sterkrade stießen Schüler ein 7jähr. Mädchen in ein Feuer, das auf dem Felde angezündet war. Das Kind verbrannte. Dinslaken, 7. April.(Großfeuer.) Das seit dem 1. April hier neu errichtete Landratsamt steht seit heute früh in Flammen. Es ist bis auf die Umfassungsmauern niedergebrannt. Der größte Teil der Akten konnte gerettet werden. Köln, 6. April.(Beim Training verunglückt.) Der Rennsatzrer Haps wurde auf dem Kölner Sportplatz, als er sich für Geburten: 1 Sohn: Schlosser Jakob Rein, Bergm. Rud. Kreuger, Fabrikarbeiter Mich. Mucha, Möbelfabrikant Wilh. Bahle, Fabrikarbeiter Dal. Jarczyna, Bergm. Ernst Beckmann, Fabrikarbeiter Aug. Wisotzki, Gasstocher Jacob Barwich(Zwillinge), Bergm. Jacob Kurowski, Schneider Aug. Reumann, Fabrikarb. Wilh. Lindemann, Fabrikarb, Friedr. Borkowski, Weichensteller Eduard Heß, Hülfsarb. Rob. Konnertz, Gamin Friedr. Kiehm, Bergm. Heinr. Reckwitz, Fabrikarb. Joh. Lastowitz, Bergm. Wilh. Pfannmüller, Musiker Alfred Schreiber, 1 uneheliche beri.„..* D 9 b 80 1 Tochter: Bergm. Carl Peter, Bergm. Kuo. Platz, Bergm. Friedr. Schipanski, Bergm. Wilh. Scheiker, 1 uneheliche Geburt. Aufgebote: Hilfsarb. Wilh. Wimpelberg und Adolfine Mühlberg, Annen, Büroassistent Friedr. Mell und Maria Kämper, Asseln u. Annen, Fabrikarb. Stanislaus Andrzejewski und Elisabeth Stecklasa, Annen und Witten, Schlosser Emil Küper und Paula Hoffmann, Witten und Annen, Bergm. Heinr. Lachtrup und Johanna Korte, Annen, Schuhmacher Werner Pfaff und Elise Hofmann, Annen, Bergmann Otto Winkelmann und Lina Jacobs, Persebeck und Annen, Bergm. Aug. Wilkowski und Olga Gotzmann, Annen, Bergm. Martin Ploszajczyk und Berta Rabe, Stockum und Annen; Bergm. Rudolf Berenberg und Helene Verleger, Ende und Annen; Fabrikarb. Carl Herberholz und Emma Knebel, Witten und Annen; Bergm. Peter Steffen und Katharina Dobiat, Hamm und Annen; Bergm. Fritz Schulte und Johanna Friedrich, Annen. Eheschließungen; Bergm. Friedr. Schnell und Elise Schulz. Annen; Gamin Friedr. Kiehm und Marie Altenberg, Annen; Bergm. Emil Plätz und Adelheid Schulte, Annen und Witten; Bergm. Carl Dickneite und Wwe. Johanna Bauer geb. Jäger, Annen; Metzger Oskar Stern und Hedwig Kreischer, Bochum und Annen; Bergm. Albert Diehl und Johanna Biedenbach, Annen; Dachdecker Heinr. Schäfer und Anna Schnaut, Annen. Sterbefälle: Johanna Oppenhäuser, 259 Tage. Wwe. Auguste Reunert geb. Schulte=Wullen, 59 Jahre 220 Tage. Fabrikarb. Joh. Pfeiffer. 43 Jahre, 151 Tage. Ehefrau Henriette Ruhfus geb. Driefer, 77 Jahre 254 Tage. Indalide Heinr. Schulte, 78 Jahre 106 Tage. Ehefrau Wilhelmine Nebe geb. Beißenherz, 57 Jahre, 204 Tage. Wilhelmine Schneider, 1 Jahr 143 Tage. Berginvalide Friedr. Marks, 75 Jahre, 50 Tage. Bergarb. Simon Werpup, 65 Jahre, 214 Tage. Emil Schulz, 1 Jahr, 28 Tage. Heinr. Reichmann, 10 Jahre, 289 Tage. Berginvalide Neuhaus, 72 Jahre, 162 Tage. Berginvalide Wilh. Gernhart, In Sochre 2. Bagg. kehr aus Afrika in Berlin zu sehen. Roosevelt ließ dem Kaiser seinen Dank und Respekt ausdrücken, sowie die Zusage machen, daß er auf seiner Rückreise nach Berlin kommen und dem Kaiser seine Jagderlebnisse schildern werde. Gestern nachmittag weilte der frühere Präsident der Vereinigten Staaten in Messina und setzte am späten Abend mit seinem Sohne auf dem Dampfer„Admiral“ die Reise nach Afrika fort. Srebrnitza(Bosnien), 7. April.(Ein Zwischenfall an der serbischen Grenze.) Am Montag abend ist eine Patrouille bei Bujatlovitsch Potok an der Drina vom serbischen Ufer aus von 3 Reitern beschossen worden. Die Patrouille erwiderte das Feuer. Ein Pferd wurde getötet. Die Serben flüchteten. Von der Patrouille wurde niemand verletzt. Konstantinopel, 7. April.(Politischer Mord.) Gestern nacht sind auf den Chefredakteur des„Serbesti“, Hassan Fehmi, auf der Brücke nach Stambul von einem Mann in Offiziersuniform zwei Schüsse abgegeben worden. Fehmi starb kurz darauf, der Täter ist entkommen. Da Fehmi ein Gegner des jungtürkischen Komitees war, wird vermutet, daß es sich um einen politischen Mord handelt. London, 8. April.(Keine Monarchenzusammenkunft.) Den in der ausländischen Presse verbreiteten Nachrichten über eine Begegnung zwischen dem Kaiser und dem König Eduard auf der Insel Malta wird in unterrichteten Kreisen widersprochen. Diese Nachrichten werden darauf zurückgeführt, daß mit der Möglichkeit des Besuches des Kaisers auf der Insel Malta und auch desjenigen des Königs auf der Insel für diesen Frühling noch gerechnet werden darf. Doch seien keine Vereinbarungen getroffen, die eine Begegnung der beiden Monarchen auf ihrer Mittelmeerfahrt wahrscheinlich erscheinen lassen. Petersburg, 7. April.(Selbstmord.) Der Kammerjunker v. d. Osten=Sacken erschoß sich hier. Der Grund ist in Familien= verhältnissen zu suchen. Baron v. d. Osten=Sacken bekleidete verschiedene öffentliche Aemter. Scheerneß, 8. April.(Schiffzusammenstoß.) Der Torpedo= bootszerstörer„Blackwither“ ist in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch auf der Höhe von Durgeneß mit einem Dampfer zusammengestoßen und gesunken. Die Mannschaft wurde gerettet. § Annen, 8. April.(Waldbrand.) Soeben, kurz vor Redaktionsschluß hören wir, daß der ganze Wartenberg in Flammen steht. Weitere Nachrichten fehlen. Deutschlands Thronfolget, Kronprinz Friedrich Wilhelm, hat dem unlängst beendeten Sechs=Tage=Rennen sein besonderes Interesse gewidmet und von der Hofloge aus wiederholt dem Wettstreit zugesehen. Beim Schlußrennen errang der sieggewohnte Fritz Theile auf seinem bewährten und leichtlaufenden Brennaborrade den ersten Preis und wurde von Sr. Kaiserlichen Hoheit durch eine längere Unterredung und ein Paar goldene Manschettenknöpfe ausgezeichnet. Oster-Postkarten in neuen Dessins vorrätig bei Fritz Küching, neben der Apotheke. Neueste Nachrichten. Rüdinghausen, 7. April.(Genickstarre.) Die 22jährige Weißnäherin Anna Schröter hiersebst ist an Genickstarre erkrankt. Aerztlicherseits sind umfassende Vorsichtsmaßregeln gegen die Weiterverbreitung getroffen. Bottrop, 7. April.(Schweres Unglück.) Infolge Scheuwerdens der Pferde geriet das 3jähr. Söhnchen des Gastwirtes Beckhoff unter den Landauer des Landwirtes Schulte=Ostrup aus Buschhausen. Das Kind wurde sofort getötet. Die Pferde gingen durch und die Insassen des Wagens wurden herausgeschleudert, erlitten aber nur leichte Verletzungen. Der Wagen wurde vollständig zerschellt. Ein Pferd mußte auf der Stelle getötet werden. Dinslaken, 7. April.(Landratsamt in Flammen.) Das erst seit dem 1. April d. Is. bewohnte Landratsamt steht seit heute früh in Flammen. Das Gebäude ist bis auf die Umfassungsmauer niedergebrannt. Der größte Teil der Akten konnte gerettet werden. Berlin, 8. April.(Roosevelt kommt nach Berlin.) Bei der Ankunft des Expräsidenten Noosevelt in Reapel begab sich der deutsche Konsul Steifensand an Bord der„Hamburg" und überreichte dem Präsidenten einen Blumenstrauß in den deutschen Farben. Ferner überbrachte der Konsul, wie der Rew Yorker Herald berichtet, ein Schreiben Kaiser Wilhelms, worin der Monarch die Hoffnung ausspricht, Roosevelt nach seiner RückWIowals eins andens Beich ele Schulz' Kamillen-Seife rufen alle Hausfrauen aus, die eie versucht haben, denn es gibt nichts Bosseres für die Hautpflege! Schulr“ Kamilien-Seite übt einen heileamen Einäluse auf die Haut aus, reinigt, macht die Haut gesund, sammetweich, gb sorten, echönen Teint und roniges bnsschen. Stack 30 Pfennig. In Originalpackung überall zu haben. Chemische Fabrik Fritz Schulz, Leipzig Germania-Drogerie Otto Blumberg; Emil Haarmann, Drogerie; Theodor Wilke, Drogerie; Zentral-Drogerie H. Wilke, Roonstr. 7. Bilnger! einfacher in der Verwendung, dabei ebenso gut wie Vanille 1et Dr. Oetker's Tacker: Vanille. Ein Päckchen für 10 Pfg. entspricht—3 Schoten guter Ia. süße Pflaumen, Pfd. 16 Pfg. la. weiße Apfelringe, Pfd. 44 Pfg. Ia. Bohräpfel, Pfd. 48 la. calif. Birnen, Pfd. 58 Pfg. Ia. Sult. 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Mitteilung, daß ich das von Herrn HelbertAnnen, Ardeystraße 13 innegehabte Kolonialwaren-Geschäft übernommen habe und halte ich mich bei Bedarf bestens empfohlen. Es wird stets mein Bestreben sein, nur la. Ware zu liefern. Mein Geschäftsprinzip ist: Großer Umsatz, kleiner Rutzen! Hochachtungsvoll Else Rauer. Veranntaluchung. betreffend Ausdehnung der Konditorzwangsinnung in Dortmund auf einen Teil des Landkreises Dortmund und den Kreis Hörde. Nachdem sämtliche beteiligte Gewerbetreibende zugestimmt haben, ordne ich hiermit auf Grund des§ 100 u Absatz 1 der Reichsgewerbeordnung an, daß die für den Umfang des Stadtkreises Dortmund bestehende Zwangsinnung für das Konditorgewerbe in Dortmund vom 1. Juni 1909 ab auf den Kreis Hörde und den Landkreis Dortmund mit Ausschluß der Stadt Castrop und der Aemter Rauxel und Sodingen ausgedehnt wird. Von dem genannten Zeitpunkte ab gehören alle Gewerbetreibende, welche in den genannten Bezirken das Konditorhandwerk betreiben, dieser Innung an. Gegen diese Anordnung steht den beteiligten Gewerbetreibenden binnen vier Wochen die Beschwerde an die Landeszentralbehörde zu(§ 100 b.=.=.) Arnsberg, 17. März 1909. Der Regierungs=Präsident: I. V: Diderichs. Annener Kriegerverein Des. Osterfestes wegen findet die diesmonatliche Versammlung am W Zum Ocderfend Kalbsbraten, Ia. frisch, amtlich bestempelt. 5 Kilo=Paket .80., v. d. Keule.50., vers. 5. Kropat, Pokraken(Ostpr.) Fortzugshalber mehrere Sachen zu verkaufen. 506 Haumgs.. Puu pauptstr. 12— Telephon 674. Pein gepflegte Deorateur.Polsterer empfiehlt sich 529 Fr. Eberlauz Witten, Breddestrasse 15. achtbarer Eltern, der Lust Gachitere zu erlernen kann sofort oder später Stelle erdalten bei Caspar Best, Barmen. Mütienwen 48. Miet-Pianos in grosser Auswahl, günstige Bedingungen bei späterem Kaufe ul huns in. Barmen, Neuerweg 40/42. Bruteier allerdigen röthuhnterhigen P Scalonerb-u bugend Mark.40 zu haben bei pethenl bogen Khotpstr.h! Rhein und empfiehlt R. 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Drus und Verlas von Sria Küchina. Aunen. 4 In Kampf und Not. koman von Richard Donovan. Autorisierte Uebersetzung. (Nachdruck verboten.) Pis io Lager, osoen odzguesen und die micder ud. gaepe uei rag zu. setzen oder zu sprechen. et uu ertsuchen, e und die rüreg. seie senadls in Not snd.d uich u wien, ietad „Ein solches Versprechen kann ich nicht geben.“ kecht dazu, es zu fordern, und wenn Sie Sie deten mit ein berde sich vom fernsten Ende der Welt herbeieilen, um Ihnen zu „Aber wie soll ich wissen, wo Sie sind?“ „Ich werde dafür sorgen, daß Sie es erfahren können.“ sich ausensachen, bis ich Sie use eiuen Versch mehe maczen, „Rein, ich schwöre es Ihnen feierlich.“ „Ir alem ersthe Jdnen das Versprechen geben: „Ja, in allem Ernst.“ Er strechte seine aie Kur gunge in seine Lippen und suchte veraebens seinec. die us unterdrüichen aue Spen d—.guu, eue Kränen „Ja,“ erwiderte Esther Wilding,„abul e Sses hahe e ane i. Kohie latsct De wuihsagzeshnaden aeien Voane Ianes schrcer scher as e ee euer ene uie ue e saine dnr den Bak rui dunr Air Aer ae undt un an ie oe eaeue Bae e en and u un stst es ae ae aus ulder u. uereun aun ag g g nvunen Sie sich nicht wundern.“ Mutter zukommt.]„100 Pfund jährlich „Was meinst du damit2“ enn wir Sie daran erinnern.“##., Kleidung und mein Sgeld, Ichserad“ für Miete, Raheuns eicn unr ke eis uhaun- Aun u er ue aer eür gugunguneg Decke geuur esle iur dontge dnun enmen= ai ezgugund nen Sach Schrigte eo Sei einigen Wochen schrieb meine an( Sir damit hätten leben könz“ Selict ert elsehags escehichen gradte id Aaues ie hut maich auds edhete“ bte waiet geschschene Pemreite ich enschieben, sch selst habe den zaib segicht der Wahchel spacher Sie „und sie hat ihm ditiert z= rief en. seiner Latur, denn er waeigebig angelegt. Pracden auch *a(hatte die unbegrenzte 9 angticgt Trotzdem aber an an e eu e an tuaan undug e an. „Meine Mutter hat ein Recht Si 1[Gheidenheit!“(jetzigen Schwierigkeiten zum großen Teil seine inen. Wanam oel sepit den Gleag 21 Iure Plücht zu en. seteniger Zeitvetbitelt, Gacde neisdor und u Neichtum und Larus sheng. us dampsen, während Sie, Aber er benühte sich, in Gawan des umalühe usiern oton. e Mädchaue ag“ elthungeduldige Bewegung#. kugig zu bleiben, denn er knte nicht leugnen, daß sie Grund Bosandoen machebeurii ee des 2uaocens saienen ihngetrofen zu haben. entgegnete sie bereitet uen. se este aich diende unrie Aadg! harten Finger an zu unterdrücken. „Dielleicht sehen wir uns nie wieder,“ sagte doch.— Gott segne und bevon der Rähung 9u1d hue verden. Soschieden VIII. Bescht wor mit einen s einen langen Regenmantet, und ktri 9„Johns ief Boongdon Zimmer wieder verasen wolle, dene nach, als dieser des Pprestg, Ber.aie iogen Sie ch fel beschisge ud ic Brüichk, und das Diginal des sck Glus die Dame den Schleier Bides, das Bovingdon so sorgjältig gematen elten ansch, wurde sichtbar, allerdings en deit und se und außerdem zeigten die Züge des dene diter als bor, Ausdruck von Angst und Sorge, welcher Mitleid erregen mußte. von streng, ihr einen Stuhl andietend. Sschen sosten mupie zu berioen, denn er mnte nicht geuugnuichen Mädchens zur Rlage hatte. richt krugnen, dun fie Eluno Mutekr von Jugend an ar die Dinge anders, aber ne amut gewöhnt gewesen, so lägen vornehme Frau und es ge von Geburk und Erzetzung eine Stand zu setzen, ihre gesellsftliche Stellung zu wot aschenin des Zimnelspick. KRuad, btnge mich etatge wel erihe Wonts Lhpzesehtihgen Bick baledigten Hagens u aus erchent, hrich ir Grachge erse duer Aeine Mater adh ng grie ae aice ala uie uand un u. aur Ag ung Gauts sagte er endich, esus uer Aas Made Gh uns ur gue Badce asa aicr uache ald e üitr u iu. u eu e aist uies geache dan de haite an Pesendung Haun nge did unr und dne ide Ar u uuu Sur aag.e Wlichtes für Euch zgauter die Trunksucht entuckelte, sehte ve geiuer undlüchlichen ese e aice eashensionuen unr Gurtze gang u un gee enr aund e, Sesen. D. Aund und Zur Gunagahger uiur en iur Didr un ue auden unae aes esgeng, Panech un ie aln ene e g euer ur uer duee shate aschen. Ichmuast, dahide wie Greich u. 8chen! st ebiacd gaese. en und dung im Zinmhgagf und auf der Welt kann sie aft u. uit tor bergab, und nichts imt.r. Noc, Höffnung auf————. glbt e5 Meder anme Mater dan ur.u ir eun- Khdienh“ “ sagte Esther“ der Rummer zur Meine amme Mater dande au. u fi eiue Trutertn“ ae ae ee, Aeneun aun ie Suzigh eossalie als kachn icd euih. lcl eah. sest, sconuen Kite, se hscte sie S dr Acden lng pauen son Gad gu. Ritarde au zur ust n uit Stennst un lund Seshg eüer nicht sehr lange, dem ich Rrchte, ührige Haur don den Schsfen zarsichftrechend. (Fortsetzung folgt.) „ O Nr. 42. 1909. Donnerstag, den 8. April. mentlich ganz Westeuropa gien, in Frankreich, allentIm Zeichen deskuftballons Graten Zenpesin Sommstechen. Die Erfolge des nunr zun deautlich ausperehen den i. Fahrten seines Lutsichsfes wirbeln gemacht. In England, in halben sieht man deutsche Ballons. . Hoggr de dritische Kriegsmint Haldane sieht in dieser Sallanhast doppeit wenn er behaut, bei uns seien schon sechs hbei Versinn e was sind aber drei vorhanden, in Tegel in weg die Zeppennsche in Ftrichshafen und die Halle Is fehlt es in Londoncht an Leuten, die schon behgupten, England müsse nicht alls die mächtigste Flotte, auf sondern auch in derLüften haben. In einer Siehe gcte Pieserus; der der Lorsayor von London prästLuft haben!“ s geradezu:„Wir sissen die Meisterschaft der erfunden zu has 2dmital Parcyscott erklärte, eine Kanone resiemn## den, die einen Ballosz000 Meter hoch in der Lutischin in n der Admiral vsißt ganz, daß man emn Zeppelins die: Hohe gar nig mehr sehen kann. wie ein epar der klarem Weter 1500 Meter Höhe kaum aus uin ruakt,erkennpar. Ein ander Redner wies auch daruntersalten misten. d u abdescsenen Kageln wieder herSchaden anrichten Lönae un u enen Lande den größen also kaum so hald un zen: Die Asterschaft in der Lust wird nise kaum so bald unbedingt von i Briten erobert werden. man eine gase Anzahl deutscher Ballons doch sind die Mitteingen darüber aufgebauscht, Penen die 35-ärden haben die Balorhnsassen ruhzig weiter fahren atras und bei Dijoy wo die Luftschiffer, zwei Straßburgg, Herren und Damen, mi der Menge Streit begranben=Keit iesteren mußten allerdigs für beschädigte Teleder Ssterreichische 2 0. Fregts bezahen. Bei Deppe st noch tor leitete ges allon„Salzburg'sden der Erzherzog Salvaan Velgien.. 1u dese Herzsn konnten zmüchreisen. einen Miltär=Fallon ua ud Plestigungen von Antwerpen ein harmioser Prioat=Kaltlseldor 3“ helsehen haben. Das nuß Ball= Kisfeldarf.u gewesensein, denn einen MiltärSanon„Büsselvorf“ gibts nicht. Ruslose Furcht! I Ins Wer getrieben ist derfranzäische Ballon„Gay Lusac“, Advokaten und eine Madame Masson Erlchesege un der aten. Die“e Herscheften scheinen recht wenig allein keinen rechtzeitigen ge haobt zu haben: siehaben nicht ander in der britschen Sit gemacht, sondern einMänner bet...“: Situation nicht recht beigestanden. Die Sunnee Fehaupten, ihre Begleiterin hätte den Kopf verloren; um so mehr hätten sie selbst ihn bewahren müssen. Das Rettungsboot kam zu spät, und so ist die Dame ertrunken. ** * Graf Zeppelin hat das Kommando über seinen Ballon Nr. 1 endgiltig abgetreten, nachdem das Luftfahrzeug bekanntlich schon vor mehreren Wochen vom Reiche übernommen ist. Bei der Fahrt nach München war der Graf noch im Ballon anwesend, bei der elfstündigen Reise am Montag, auf welcher der starke Wind zu einer vorzeitigen Heimkehr nach Friedrichshafen nötigte, funktionierte aber schon ausschließlich das MilitärKommando, und ebenso bei der am Dienstag stattgehabten letzten Uebungsfahrt vor dem Transport nach Metz. Der Graf wird nun erst wieder im Mai mit dem dank beendeten Ballon Nr. 4 eine Reise antreten. Bei der Fahrt am Dienstag verraschte der Ballon die Konstanzer, die, wie sie gingen und standen, zum Exerzierplatze hinauseilten, wo das Luftschiff sichum 2 Uhr Nachmittags glatt und sicher zur Erde herabließ. Ds Publikum jubelte ununterbrochen und zersprengte die militrische Postenkette. Die Insassen blieben in der Gondel und untchielten sich von dort mit den Offizieren der Konstanzer Garison. Rach halbstündigem Verweilen ward die Rückfahrt agetreten. Ueber den Andrang desPublikums bei der Landung in München, in dem beinahe st Regent umgerissen wurde, heißt es noch, daß die Leute sogt in die Gondel kletterten und trotz der großen Explosionsgefok rauchten. Die Lage war sehr kritisch und Kavallerie mußte di Stürmischen zurückdrängen. Der Prinz=Regent istete ein Gemälde der Landung. Professor Diemer führt es ir das Deutsche Museum aus. Aus sem Gerichtssaal. Der Peterssrozeß in München ist nun endlich zum Abschluß gekomme. Die Berufung des zu 400 Mk. Geldstrafe verurteilten sozialischen Redakteurs Grubers, der Peters, den ehemaligen Reich Kommissar, beleidigt hatte, ist in der letzten Instanz verworfe Ebenfalls 400 Mk. erhielt der SimplicissimusRedakteur Gul##nsson wegen Beleidigung des General=Direktors der badischen Staatseisenbahn und des badischen Staatsministeriums. 25. Jahrgang. in die eigene Tasche. Es gab beim Bau der sibirischen Ba photographierte Stationsgebäude, für die nach dem Eingang d Bilder die Baugelder angewiesen wurden, und die doch nie da waren. Man hatte eben irgend eine nette Station gebilde und die Photographie nach Petersburg übermittelt. — Ein österreichischer und ein russischer Student schossen si Rase in isdscheiu Zantes über die Balkanwirren. 9 Aichseis toolich verletzt worden. Gelsteini g gpann, der etwas kann. Der Sohn ein holsteinischen Müllers, der nur die Volksschule besucht hatte, b# stand nach nur halbjähriger Vorbereitung vor einem Jahr d# Einjährigen=Prüfung, war dann ein viertel Jahr im Gescha seines Daters und drei viertel Jahr in einer Berliner Ansta und hat nunmehr sein Abiturienten=Examen in Kiel mit beste Erfolge bestanden. Beh honstrusert dat der Elberselder Bürg Ell, nonstruiert. Das Berliner Kriegsministerium soll Zeig nungen und Pläne eingefordert haben.“s98 ..— Schmutzige Wäsche aus der Münchener Rahrungsmitte Judustrie wird dort vor aller Oeffentlichkeit gewaschen. In ein großen Volksversammlung sind zunächst eine Anzahl vo Schweinemetzgereien einem Scherbengericht unterworfen, und die Betriebe werden jetzt ihre Ankläger vor die Schranken des Ge# richts fordern. Nachher sollen die Konditoreien und Restaurationküchen an die Reihe kommen. ..— Glücklich nach Amerika entkommen ist der nach De# uvung von zahlreichen Wechselfälschungen verschwundene WienWucherer Friedrich Reicher. Seine Verbindlichkeiten werden au rund 10 Millionen angegeben. Er stand mit vielen aristokrat schen Personen in Beziehung, die wohl kaum offen mit ihre Ansprüchen hervortreten werden. Im Eisenbahnwagen wurde auf der Strecke PosenEnesen ein Stationsgehülfe von vier Auswanderern im Stre Scheuen Mädchen ermordet. Sie warsen die Leiche auf ds Verschiedenes. ssische Durchstechereien. Wie die Doss. Ztg. meldet, sind bei rschiedenen russischen Eisenbahnlinien viele Beamte in den Geltslisten aufgeführt, aber nie wirklich vorhanden gewesen, Die angewiesenen Gehälter steckten also gewisse Leute Dortmunder Stadttheater. Freitag, 9. April.(Karfreitag) geschlossen.“ Sonnabend, 10. April. Nachmittags 3½ Uhr. Schülervorstellu „Die Jungfrau von Orleans.“ Abends 7½ Uhr.„Fidelio Große Oper in 2 Aufzügen von Ludwig van Beethoven. Ansichts-Karten vorrätig bei neben der Apothekt 4 Rügepe standen. . Pastor:„Wenn Ihr Mann auch einmal fehlt— Sie wuten doch nicht gleich den Stab über ihn brechen!" von Frax:=D. Hochwürden— so ein Stockerl schlagt ma' gun nucht dabei entzwei.“ Verlernt. im Gasthaus):„Hier, lieber Neffe, hast Du Geld, bezahle unsere Zeche.“ em Fezzi sus:„Hm lieber Onkel— wie macht man Eragiriker. Bedenklicher Beweis. Frau:„Gehen Sie mir aus den Augen! Sie haben keinen Funken Ehre im Leibe und haben nie eine gehabt!“ Mann:„Bitte, tun Sie mir nicht Unrecht— ich kann Ihnen sogar den Beweis bringen, daß ich sie allerdings schon einmal fünf Jahre lang verloren hatte, seit sechs Wochen aber wieder erhielt.“ Entletzlich! Mutter:„Karl, wo ist der Kirschenkuchen hingekommen?“ Karl:„Der Herr Lehrer hat gestern gefragt, ob wir wissen, wieviel Steine in einem Kirschenkuchen wären, und da hab' ich dann gezählt: 23 waren'!“ * Originelle Aupreisung. „Drogist(zu einer Dame):—„Meine Leuchenseife kann ich Ihnen aufs Beste emFehlen, wenn Sie sich damit waschen, bekommen Ge eine zarte rosenrote Haut.“ War der Mensch isst, das ist er. „Tausend, sieht Dein Gatte aber wohlgenährt aus.“ „Nicht wahr? Er hat eben einen Leihgerichtleib! 12 Unvertroren. Herr:„Ich möchte Ihnen gern mal einen Kuß geben, liebes Fräulein.“ Fräulein:„Aber, mein Herr, ich bin ein anständiges Maochen.“ Herr:„Das setze ich auch voraus, ich küsse überhaupt nur anständige Mädchen.“ 26 Beweis. Tourist(zum andern): „Also die Aussicht war verticht“ „Na, ich sage Ihnen, ich habe sogar vergessen zu frühstücken!“ —„Denken Sie Gnädigste, gehe gestern in Civil in feines Restaurant, hält mich Hornvieh von Oberkellner wirklich für Civilisten!“ eechecee Kleine Verwechslung. .:„Sagen Sie mal, über Ihnen wohnt wohl ein Zahnarzt?“ .:„Rein, das ist eine— Gesangsschule!“ Aen Deine braunen Augen lesen, Kühlingssonne auf Dem Blondhaar und mir uno was Uu mir gewesen, ; ich oft um Dich geweint. Einst wird ein Cag Dir meine Lieder bringen, Und liesest Du das Büchlein, dünn und Dann mep..::— schmal, Tann wird Dir alles wie ein Ulärchen klingen, So traurig und so schön: Es war einmal... Mein Wort wird alte Saiten Dir berühren, Und weinend wirst Du in die Ferne sehn Und meiner Sehnsucht Sinn und Seele d aeliebe vüren Und, wie ich Dia, uenevt, zu spät verstehn... S: Ee war einmal.. Und wie ich Diar geteot u tücher Redakteur: Dr. Karl Schaumburg, Verlin. Druck und Verlag von (Alle Rechte für sämtliche Bilder und Texte vorbehalten. Abdruck verboten.) Schrecklicher Euphemismus. „Ach herrseh— das is nun meine„bessere Hälfte“!“ 13 Auch ein Sport. „Was treibt denn der alte, reiche Rentier hauptsächlich?“ -„Der macht alle acht Tage ein anderes Testament.“ Moderne Frau. :: Nun bin ich sechs Monate verheiratet, meine Feugier int befriedigt, jetzt lasse ich mich wieder scheiden.“ BSdd Jöodanas Soac 5 Prosalsch Frau.:„Da hat ja der berühmte Dichter C. seine Köchin geheiratet. Ist die Person nicht beneidenswert?“ Frau Bs:„Gewiß. Die braucht keinen Pfennig für Lorbeerblätter auszugeben.“ heute des Schiehsalt. Alter Junggeselle:„Denken Sie sich, mein Los in der Wohltätigkeits=Lotterie ist gezogen worden.“ „So, was haben Sie denn gewonnen?“ Ulter Junggeselle:„Einen Großvaterstuhl.“ Schwäbische Ballade. Der Ritter Schläuchle von Schneckelesbach Crank sich in den Schlummer und wieder wach. Er trank zur Sommer= und Winterzeit, Er trank in Lust und trank in Leid, Wer's mit ansah, der schimpfte abscheulich: „'s ischt gränlich!“ Sein Nachbar der Ritter kohlrabibein, Dorstand vom Ritter=Temperenzverein, Ergrimmte schließlich im Zorne jach, So daß er den Schläuchle beim Zweikampf erstach; Dann sprach er„Itzt wirscht Du wohl bleibe lau' Dei' Saufe gau'!“ Glossen. Der Proviantbeutel auf dem Marsch des Lebens heißt: Erinnerung. „Ich dichte" ist oft das strikte Gegenteil von„ich dachte". * Stecknadeln und Tränen gehören zur Kleiderfrage. * Weinende Männer sind schwach, weinende Frauen alles bezwingend. Auf Distanz. Der kleine Fredi aus der Schule kommend:„Onkel, ich bitte dich, erlaube mir, daß ich dein Telephon benütze, wir haben heute unsere Schulzeugnisse bekommen, und das meine enthält drei Ungenügend, und das möchte ich lieber den Vater telephonisch sagen.“ Verblümt. Heiratsvermittherzelse alt?“.— Dame:„43.1 Heiratsvexmittler:„Hm! Wir werden schreiben: war beim ruhmreichen Einzug Kaiser Wilhelms d. Gr. zugegen.“ Doch der Andre'rauf als Rittergespenst Kam wieder und rief:„Was Du mir nicht Cu' ich itzt erst recht und kneipe herum; Denn dehnbar wie Gummi=Elastikum Ischt itzt dem Schläuchle Sei' Geischterbäuchle!“ Junger Adel. „Warum tanzt der Kommerzienrat heute nur immer um die Krone herum?“—„Er ist eben geadelt worden.“ Geduldig. Bliemchen(als ihm der Bader drei falsche Zähne gerissen hat):„Nu sähn Sie mer awer balde, daß Sie den richtigen treffen..... nu hab' ich's balde satt!“ Dariante. Aus dem Tagebuche eines Redakteurs. Wer nie ein Schock Gedichte las, Wer nie den„Brief“ fand als Begleiter, Wer nie vor hieroglyphen saß, Der kennt Euch nicht, ihr„Mitarbeiter". c. Hanisch. 8 Wortspiel. „Sie gingen wohl lieber ohne die strenge Tante, die so sehr auf Sie aufpaßt, zu Balle?“ „Ja, die alte Tante ist mir ein lästiger Ballballast.“ — Smp S.80 3— Metter Trost. Afrikareisender Negern gefangen):„Ich mich 5 nicht zu (von bitte verdarum, speisen.“ Negerhäuptling:„Dazu sind Sie uns auch viel zu mager; wir werden aus Ihren langen, dünnen Beinknochen Pfeifenrohre machen.“ Die Dümmsten. Man hört oft in Gesellschaft Recht dumme Witze machen, Doch, sind' ich, sind viel dümmer wie Der Witz und sein Verfasser die, Die über solche Witze lachen. Bitter. Fremder Herr: Frau, ich sammle Nie verlegen. „Gnädige für die Kinderbewahranstalten. Wir haben hunderte von armen, zerlumpten, verwahrlosten Kindern, wie die, die da auf der Treppe spielen—“ Dame des Hauses:„Erlauben Sie mal, das sind ja meine Kinder!“ ∆ Empörter Aristokrateustolz. Graf:„Läßt sich das überhaupt mit Blut abwaschen? Da hat man mich, weil ich einen neuen Klub gegründet, einen Vereinsmeier genannt!“ 244 Kunstmaler:„Was, die Uhr soll hundert Jahre alt sein, die ist höchstens fünfzig alt.“ Antiquitätenhändler:„Ja, wissen's, die is halt a hißchen schnell gealtert!“ Standesgefühl. Diener(zum frisch geadelten Kommerzienrat):„Gnädiger Herr, es steht ein Bittsteller im Vorzimmer...“ Kommerzienrat:„Geben Sie ihm zwei Mark!“ Diener:„Aber... es ist der Baron von...“ Kommerzienrat:„Baron? Geben Sie ihm fünf Mark!“ Raiv. Maler(vor einem geplünderten Krautacker):„Was fällt Ihnen ein, über Nacht den ganzen Krautacker abzuräumen, wo ich doch mit Ihnen ausgemacht, daß ich ihn malen will?" Bauer(kratzt sich am Kopf): „Herr;— i din net schuld, doch die alt' Gret' und die ganze Freundschaft hat dengersch'meint, daß sie's Kraut lieber ung'malt essen!“ Bestetsich. Die Nacht war schwül... Die Nacht war schwil und dunkel. Auch mir war schwül zu Ulut, Ich war der blonden Lisa des Nachbars ger so gut. Ihr fenster stieß an meines, Ich hörte jeden Klang, Der aus Schön=Lisas Fenster In mir herüber drang. Und rechts lag unser Auhstas— Die Nacht war schwarz und schwül Schön=Cisa lag zur Linken Auf schneeigweißem Pfühl. Da drang ein seltsam' Schmatzen mir in mein Gemach, In dem ich— rechts von Lisa— Im Bette wachend lag. Es klang wie heißes Flüstern Im süßen Liebesrausch. Es klang wie weiches kosen, Es klang wie Aüssetausch. Jedoch... es klang auch wieder Als wenn des Daters Auh Ihr kutter wiederkäute, Und schmatzte leis dazu. setzt schien's von links zu kommen, Nun klang von rechts sein Con, Es klang wie leises Küssen, Es klang wie wilder hohn. Es klang...ich trugs nicht länger, Zum Fenster sprang ich hin, Und lauschte wehen Herzens Und spannte jeden Sinn. Durchdrang mia Funkelangen Die schwüle Dunkelheit, Entgegentrumens. Passagier(protestierend):„Ich habe ein Billet zweiter Klasse und will auch zweiter Klasse fahren!" Schaffner(der kein leeres Coupé mehr hat, gutmütig):„Na, steigen Sie schon hier in die dritte Klasse, ich schreibe mit Kreide III. Klasse“ an die Tür!" unid schware Enstreigen, Und sah— und sah— und laErlöst——— das herz befe Denn unter meinem Fenster, Auf moosbewachsner Bank, Aß schmatzend, schnalzend, trinker Ein Bummler... Gott sei Dar SAbe Sonntagsreiter:„Na, hoffentlich sieht sie es nicht.“—„Wo sist„Sie“?“ Augewancte Redenss „Zu einem Schneider Du in die Lehre?### wolltest doch ganz beGoldsucher nach Alaska gehe: —„Das hat mir mein Be aus dem Kopf geschlagen!“ 8sse Ein aufmerksame Gatte. Gatte:„Du hast Dich wiel holt bei unseren Freundinnen meinen Mangel an Aufmerk) keiten beklagt. Damit Du in kunft nicht mehr Ursache hast, habe ich eine reizende raschung für Dich erdacht.“ Frau(ungläubig):„Na bin ich neugierig!“ Gatte:„Natürlich! Ich Deine Schwärmerei für Postkarten und, so habe#### denn Dir zuliebe entschlosse recht schöne Reise zu mach Dir von überall her die herr Karten für Deine Samml schicken!“ Das Schlimmste. Hausarzt::„Mit Ihrer Frau steht es sehr schlimm! Können Sie das Schlimmste hören?“ Gatte:„Gewiß, gewiß; sagen Sie es mir nur; ist's Karlsbad, Teplitz oder etwa gar die Schweiz?“ Unvertroren. Gensdarm:„So, ich fand also ein halbes. wohlgefüllte Portemonnaies bei Ihnen.“ Arretierter Taschendieb:„Nicht wahr? klagen die Leute über schlechte Zeiten.“