WVUc VocA Ste.„Inummm Zeitung“ erscheint soden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Benphrrid krll.„Seumtogstlats u.„Humoristische Blätter“ monatlich 40 Pfg. Telephon=Nr. Anzeigeblatt in Annen und die benuchbarten 1# Ortschaften. = A m t l i c h e s O r g a n.= □ ißen ker sich leitung eines Glange pasder Suuation. an ihr Ohr. om Fleck zu var sein Herr da vielleicht sen, daß die ch zu verraten sie. g nach Sandmich. Bitte, Unbekannte sie Staket niedererfaßt und ie aus Zurcht enn er fragte klärung ihres idchen, allein ssieren. Sie nternahmen.“ 1,### handelt am nächsten licht sah Verdas Sch ckal ut, daß auch sie es wollen, zestem Wige Nr. 43. 1908. Die smanzhelle Bot der Beicher. Der Reichshaushaltsetat für das Jahr 1908 und noch mehr der Voranschlag für das Jahr 1909 beweisen leider die traurige Telaceg### i mit den Reichsstnanzen sehr schlecht steht. Das Seitr sae du ti der Misie besicht aber darin, daß die Mateilulatzur Reichskasse so unheimlich gestiegen Eiraen. Haier Dundesstaten snanziell ebenfals in Bedrängnis neser Notstand ist auch dem Bundesrate und Reichstage seit Jahr und Tag bekannt, aber es ist noch nichts wesentliches in bezug auf Vermehrung der Einnahmen oder Verminderung der Ausgaben geschehen, um den finanziellen Mißstand zu beseitigen. Man muß daher immer und immer wieder auf die sinanzielle Notlage Einweisen. Die Matrikalarnmlagen, die von den Einzelslaaten zu wisten fins, haben, abgesehen von Etatsnachträgen, die nur Erhöhungen, aber keine Ermäßigungen mit sich bringen können, auf 317,1 Mill. Mark festgesetzt werden müssen, und die Ueberweisungen an die bekanntlich jetzt aus der Maischbottichsteuer, der Verbrauchsabgabe von Branntwein, der Börsen= und der Losesteuer erfolgen, sind mit 195,7 Mill. Mk. in Ansatz gebracht. Die Gegenüberstellung dieser beiden Zahlen zeigt, daß nach dem Stat die Einzelflaaten genötigt werden, an das Reich für das Eiatsjahr 1908 nicht weniger als 121,4 Millionen Mark aus ihrem eigenen Säckel zu Weichetae dis die gier derautgelommen, oischon der we—— Lom dat ovie Nühe gegeben hat, zu sparen wo zu sparen war. Trotzdem.### ei, namentlich wegen der Erhöhung der Summe shenr 13 Minsus a geichschauld die hortlauernden Ausgaben um Telle duch zing... missen, was zum alergiöste, peitegmacht wurg Räse Tiat gng euen„ abin und der außrordent. lche Elar ßud um über 10 Millionen Mark ermäßigt worden. Das „eubergebnis aber ist, daß die Gesamtausgabe im Etat für 1908 ney nuch der Feststellung des Reichstages um rund 2,8 Mill. Mark vermehrt hat. Man wird also nicht behaupten wollen, daß die verbündeten viegierungen ihren Entwurf ohne Berücksichtigung des Searsamkzitsstandpunktes aufgestellt gehabt hatten. Die sitnanzielle nor sonnis dadurch aber nicht beseitigt werden. Im Reichthaushaltsaben jetzt die Ausgaben die eigenen Einnahmen soweit überschritten, daß die Einzelstaaten mit Beittägen belastet werden, die uuf die Dauer, namentlich für die schwächeren unerträglich werden müssen. Dazu droht die Notwendigkeit neuer Ausgaben. Die Beemienorsoirungsaufbesserung wird je nicht viel kosten, aber immerhin eine ganz beträchtliche Anzahl von Millionen, die Tilgung der Reichschuld, wie die im Reichsfinanzreformgesitz von 1906 fesitgelegt ist, nicht immer so hehandeln dürfen, wie im Stat für 1908, und Waisenversicherung der Arbeiter wird an die Reichshesse, e s. auch Anforderungen stellen, der Reichsinpalidenfonds ist Bcrotistunge stchende Mais mach Dechard von sötlich 30 mnd mihe Mart mug Teunag beschafft werden. Kurz, zu den alten Sorgen ganze Abeit gemact wied.““ Set, uh mit einer Vnangetern Donnerstag, den 9. April. Anzeigegebühr für die einspaltigs Patzelle oder deren Raun 10 Big. Inserate sinden bei der großen Auflage der Annener Zeitung weite und billige Verbreitung. Telephon 334. Dld. Jochggene Seaice Sent. enid Lstalte. I, ie Leause ger. Liusea punz an Sshantge Shang, d ute hte anftachterhelten, nur der Aatag Böhme wunde angenommen. Elaes kasterlichen Autos, die se vie Kranine Homant Hrorigt. Di. Deüte Ltsung der Vereintgaelethes. 8 Iote Btade genöinen ich nict u uur Besiag dur Saut. Autz fei Pseler gewöhnen sich nicht an den anblick der roten RiesenDie. Eemmie de bimm er. speischinen umd missea von Kuscher buet sehenr wmiltehsemen Boggung M# Pesmmmision ers Belchstags für die Münznovelle stellte den mit den Autos festgehalten werden.— Das Gnücht, der Kaiser ale fest, und nahn folgende Kesolaution an: Ge wöge darauss weite uf der Helnfeahzt bei Van in Urtatelten wligen und Gesael gungse wurt werden, daß känftighin den Reichsmünzen eine den An= vel Monte und andere Hohenslaufsche Bandenkmäler besichigen Knde Weathe sctache cheice heite eche te sctch be e Funigen Fraktionen im preußischen Adgeordnetenhause den Autrag gi. ür immer in die königlice Hanlie aufgenommen worden i ersuchen, auf Grund der in dem Reichsgesetze Prinzessinnen Margarete und Alix waren ihrem Vater entasches dae in Wier Taeeihen, Voligung euned Andeat= se satage, Der Kenpitgz me Sitez Sitarich Cheihien bniöhten algemeiner Anweisung an die nachgeordneten sallenlebs“e ap uieh; am Bahnhof in Dreiten. Man seh, ein Behörden dafür Sorge zu tragen, daß die fremdsprachigen Teile.=un nes vaminenbild. Tausende von Manschen Hießen die kleinjaft nicht surg vge der der Wer 99).— aietisce Auwendung der Besimmungen dus§ 7 In der Lohn= und drbeitsbestesder Bestrbungen auf dem Gebiete ae teinem Veren.— usinuigen Verintgung Alg. Schzraten daukt die Re um Stelemopetd seiner Fraktienigenossen allen denen, der kreichunte gegen das Verinigesitz uffortarten. Von Dokrn, Mage. Aimmten aber nur die Abgg, mann(Deutsche ug Vs. Ba.) sopie Komrat Hußz, Schraterg, dasie..ssen kg S1: alle übrigen, enschlehlich beh er und gur Wener berschert Schrader in seinem Schreiben, rsche, Sne eine Parteistennde, sich zvar wohl bewußt seien, zohl.erteifreunde nicht befriedigen zu können, daß sie aber trotzestem.“ Setan, wad se als das Beste für dat Vateland) aber den Posiähderweisungg. au den Gesthzentout Meindernoesantine.Lt, ind Schekverichr, debatiterte über allelet Abanberungsankrage, faßte aber noch keine Beschlüsse. anzunehmen, er ihr soviel ich. daß Varselbst nicht, während der verabschiedete diese ihm erHerzen komhatte. was sie tun Vertischer Zeichetag. Sitzung vom 6. April. bas Vereängsse m S tog ls gledigt. Eine Ungere Grötterung entstand bei —„chue der Ingendliche unter 18 Jahren von der Teilnahme an polilischen Vereinen und deren Versammlungen ausschließt. Das völlige Streichung. ubg. Graf Carmer(kons.) erklärte,§ 10s müsse so bleiben, Volatie sel das Vortect gereiste i deiue Partei mmannechubu. est eezemger Puageter Leute. Aus der poltischen Tätig18. Acbensiaebt lei gewählt wonden„seh nur Mitstänt. Dat 18. Seinnjage fes gewugls worven, weil es das Jahr des Eintritts in das Heer sei. Abg. Hildenbrand(Soz.) sprach vom„kaudinischen Joch“ r. Konseratiwven, unter das sih Nationakiberale und Freiftnnige Abg. Everling(natl.) nannte den§ 10a eine Oase. Abg. Dr. Mugdan(frs. Bp.) prophezeite, daß die heutigen hare sehe Börgen. eihzeitliche Gesetz danl3a0 gngen 167 erumzsdebatte wunrde der Paragraph mit Die feshenden Stimmen bei einer Stimmenthaltung angenommen. Die foigenven Paragraphen waren weniger umstritten. Die Blockaunn dielt unarschätterlich aus bis zur Grleditgung der gwpeiten Sitzung vom 7. April. Am Dienstag wurde die zweite„Blockvorlage“, das Börsengesetz, in zweiter Lefung beraten. Die Bestimmungen über die Zulassungsstelle für Wertpapiere wurden angenommen, nachdem Abg. sich um eine Koupromisporlage dasi Blocds Handie. Ssentenmiageschest sat. u Auspuathe Aün but i Praamnz.::(.) Hatte euschidene Behakn vigen Di. aeehe Rösiche(##. d. Landu.) satz gerade in diesen VorGe# das drichtige. Freilich wüßten die Regierungen unn auch forgen, daß in das Handelsregister nur Vollkaufleute hineinslheiten dr Versete. Maunc, Lriste 1 uuschrlitz uit iun wunn am. P.,— dach zusimmte setnam Wund; ue Seen Schluß don, zustimate, so kat er es uune in der Haf#. he er Tag nicht sean sa, wo die Einsicht zum Durchbruch eomme, bug die heute gemachten Fehler verbessert werden müßten. hes Abgeordnetenhaus. Sitzung vom 6. April. eite Ge D Autag 165 Abg, wurde der Kaserung Kuse eiche Samlten leoigung eines mationeushrsisen ud Nach Gr smelin dster Hammenons. Tausende von Manschen hiegen die keine Prinzessin willkommen, Kinder warfen ihr Blumensträuße zu. In Leipzig hatte der König seine Tochter dem Publikum auf dem Bahnsten Paler“T. P ese wegens gezseigt. Die Prlazesin hatte für eyern Waler einen Blumenstrauß mitgebracht. iskontermäßigung der Reichsbank soll bevorstehen. Die dürfte aber nur ½ vom Hundert betragen. assein Su Kutssteigerung von 34 Prozent erfuhren auf die günftige Divisentenankündigung(35 Proz. gegen 22 im Vorjahr) die Aktien der Waggonfabrik Hofmann in Breslau an der Berliner Borse. — Minister Delbrück und die Knappschaftsältesten. Der preußische Handelsminister empfing wie bereits kurz gemeldet, wieder eine Abordnung der Geltesten des Allgemeinen Knappschaftsvereins in Bochum. Der Minister betonte wiederholt, daß nach seiner Kenntnis die Zustimmung der Werksbesitzer zu einer Beitragserhöhung zur Knappschaftskasse insbesondere mit Rücksicht auf den starken Rückgeng der Konjunktur keinsfalls zu erreichen sei. Einen gangeen apeg, um die dringend wünschenswerte Einigung zu erzielen, biete aber der von den Aeltesten Schemberg und Kalthoff gestellte Antrag. Wenn dieser Antrag die Mehrheit der Reltesten gefunden Werksbesitzer dafür zu gewinnen.(Siehe auch besonderen ausführlichen Artikel.) ..— Das Polizeikostengesetz ist von der Gemeindekommission des preuß. Herrenhauses in der Fassung des Abgeordnetenhauses anensenun mndien. Sesnaahug Ttalten. uie Sntshung inr Aahaeshaste ungengt audte usn vi 2: Du Sichlutz bin Bok. ae e g. Tergege gege eug, lagus un Hus Morgan wuncde Pp, Der vortamarkaunisige Sichtöntz aigen, Lerserweten Antag an goper Ehnoktung ds Haudwals Zat mist gare un Peps anplengent, Bins mnichtlt be Auger uug vas Verdingungswesen an. Zur Annahme gelangte noch ein konservativer Antrag auf Besteuerung der Warenk“. Grrsrung Vetriebslaptal. Dar Regierungsvertreter versptach Sitzung vom 7. April. helter Seiung deriag Teuetmgszulagen in wpiter mnd bas d,#tst. Die Minister v. Rheinbaben und Dr. Holbschlässe Atdausgesen wersze. Zul über die Kommisiont, Druck dte mnnlägliche Vorlage misiensautag, nech in dieser 8 udu ir missen. Der KonLöhung Pestae d. PisgePogung eine Vorlage über die Gr. wischas der wezuge der Geistlichen zu machen, winde an die Komden Schwierieleiter Peas i Autudmitnister die Aumiglizkelt mit Gedhht gee umdet, die Vorlage aber besimmt für den Zeile., Tetez, delte., Das geste der Sinanzminister auc vinNacs einer Volendbhatte asolgt. ugan feadter Hahet dn Wahimdkang. Die Budgetkommission des preußischen Abgeordnetenhauses beschloß die Errichtung einer Versuchsstation zur Erforschung der industriellen Verwertung der preußischen Moore in Hannover. Venischer Zeich. uusd T. rs. 8. Peut des Kaiserpaares in Balermo wirs berichter: Die Stabt ist mit Fahnen reich geschmückt. Vom mesten Si S chese, Satens zieht sch eine Raize von Klaggenmasten, die durch Girlanden verbunden sind. Der Kaiser, die Kaiserin, Wilhelm und Prinzessin Viktoria Louise begaben sich am Dienstag an Land, wo sie von der Bevölkerung aufs herzlichste begrüßt wurden, und machten in Automobilen, die aus der Gesellschaft die Maiehiäiten die Sesenopärsigleiten ier Aniemoblie hfol.; inar veruscht oie Bäclicbe##; unvornezugkelt. Nachmittag: gsolgt 85. tichr ab##„Hohenzollern“. Das Weiter war schön.— u Se ter Taorntns vermocht kus Kalenpaur beine Haterkanst uchm am deg P. s.s sug am Mitwohz in die Osturferien, nachdem er vud Vrreins= und das Börsengesetz endgültig erledigt Oertagal. Das portugiesische Wahlergebnis ist für die Regierung wie für die Dynastie ein erfreuliches gewesen. Die Monarchisten haben die Mehrheit in der Kammer erobert, Republikaner wurden nur in sehr beschränktem Umfange gewählt. Die Zahl der blutigen Zusammenstöße befindet sich noch immer im Steigen, Republikaner und Monarchisten haben sich während der Wahlen ganz gehörig in den Seese, gelgen. Das ühte daher, daß die Regierung eine storle Wahldeen flussung zu Gunsten der Monarchisten ausübte. Die darüber entstandene Erregung wird leider nicht mit dem Wahlaktus gleichzeitig ein Ende nehmen; namentlich sind es die Republikaner, die äußerst erbittert sind und Rache für die ihnen widerfahrene Benachteiligung nehmen wollen. Bei den Renkontres in Lissabon und Oporto, aber auch in anderen Städten, so z. B. in Domigno, gab es zahlreiche Tote und Verwundete. Afrika. Zur Lage in Marokks. esctte Soller uum viten“ dest huit dut vun den Prunzesen Aigle Sollal zum britten Male zurückerobert. Also auch unter epeutig bine feste Franzosen=Erfolge Knappschaftsältesten beim Minister. a Perlitze, 7. Apil. Am 6. Aprll wurde von dem Minister für Tenbel uns Gewerbe eine Abordnung der Geltesten des Allgemeinen Kaappschaftsvereins in Bochum empfangen, welche in der Angelegenheit des Vereins den Minister um seine Vermittlung gebeten hatte. In und der Masher ven bnen öctnt Gae—, eg#ebeten, seinen Eiusluß bei den Werksbingern des Ruhrgebiels vahin geltend zu machen, daß diese für den der Generalversammlung vom 28. Dezember 1907 gestellten Reutenerhöhungsantrag die erforderliche Beitrazserhöhung bewilligten, oder, falls dies nicht angängig sei, ihnen andere Mittel und Wege eder Migriger begnt, ertichzt weniden Uinute. Sasiunung dur Walsbeshen. einer Kenstuit dn: — tn#. der Velktagsehöhung, intbesondere auf ven starten Rückgang der Konjunktur, keinessalls zu erreichen sei. Mit dieser Latsache müßten die Geltesten unbedingt rechnen. Einen gangbaren Weg, um die dringend wünschenswerte Einigung zu erzielen, biete aber der von den Aeliesten Schomberg und Kalthoff gestellte Antrag. Wenn dieser auch nicht die geforderte Rentenerhöhung in vollem Umfange ermözliche, so bringe er doch nicht einen unbettächtlichen Teil derselben und dawit eine geeignete Grundlage für die im Ausgleich zwischen den Werksbesitzern und den Aeltesten noch bestehenden Meinungsverschiedenheiten. Er seinerseits würde der Ansetzung eines Zinsfußes von 3 3/8 Prozent bei Bewertung des Vereinsvermögens zustimmen, eine höhere Bewertung sei aber ausgeschlossen. Vor allem müßten sich die Aeltesten darüber schlüssig werden, ob sie in ihrer Mojorität dem Antrage zustimmen und mit ihm das Stutut annehmen würden. Erst dann, wenn ihm eine bestimmte Eiklärung hierüber abgegeben sei, könne und werde er, wenn dies nötig sein sollte, seinerseits bestrebt sein, die Werksbesitzer für diesen Antrag zi gewinnen. Eile sei geboten, wenn das zu vereinbarende Statut mit rückwirkender Kraft vom 1. Januar 1908 ab ausgestattet werden solle. Die Aeltesten erklärten, daß sie sich in ihrer Gesamtheit noch über die Annahme oder Ablehnung des Antrages Schomberg= Kalthoff schlüssig machen könnten. Eine Verschwörung gegen Bosnien. Wiener Zeitungen bringen aufsehenerregende Mitteilungen über die Gntdeckung einer von Serbien auszehenden Verschwörung, die die Losreißung Bosniens von Oesterreich bezweckte. In mehreren bosnischen Orten wurden Verhaftungen vorgenommen. Haussuchungen förderten belastendes Material zutage. Ganze Sendungen von Bildern König Peters von Serbien mit der Aufschrift:„Zar von Serbien und Bosnien“ wurden beschlagnahmt. Die Revolutionäre hatten auch bereits Bomben= und Waffenniederlagen angelegt. Die Verhafteten werden wegen Hochverrats vor das Kriegsgericht gestellt. Die Nachrichten kommen gerade jetzt, wo die Lage in Serbien selbst wieder hocherust ist. In der Volksvertretung ist eine scharfe Obstruktion gegen die Regierung im Gange. Die Gegner des Ministerivms Paschitsch bekämpfen auch den angeblichen Plan des Königs heftig, mit der Durchführung der Neuwahlen abermals Paschitsch zu betrauen. Ueberraschungen sind durchaus nicht ausgeschlossen. Lokale und provinzielle Nachrichten. S § Annen, 9. April.(Von der Mittelschule) Gestern fand #####lufnahmeprüfung für die hiefige Mittelschule statt, zu der sich 61 Schüler, darunter 19 auswärtige, gemeldetz hatten, auch für die höheren Klassen der Mittelschule lagen einige Meldungen vor. Leider konnten aber im ganzen nur 48 Schüler Aufnahme finden, was wohl in den beschränkten Räumlichkeiten unserer Mittelschule seinen Grund hat. Wir sehen also, und das ist ein gutes Zeichen für unsere Schulverhältnisse, welch' hohen Ansehens sich unsere paritätische Mittelschule hier und in der Umgegend erfreut, was zugleich auch als ein schöner Beweis ihrer Leistungsfähigkeit gilt.— Möge die Schule unter ihrer bewährten Leitung nur auf dieser gesunden Basis beharren, der weitere Aufbau bahnt sich dann von selbst den + Annen, 9. April.(Ein schrecklicher Unglücksfall) versetzte Nachmittag plötzlich eine hiefige Familie in tiefste Trauer. In dem Ladegleise der Märkischen Glashütten waren Arbeiter mit dem Entleeren der Waggons beschäftigt. Nach der Entleirung wurden die Waggons in das Bahnanschlußgleise geschoben. Hierbei geriet das einzige Söhuchen Gustav des Glasmachers Cirl Hermanns, das mit mehreren anderen Kindern verbotswidrig sich dort aufhielt unter die Räder eines Waggons und wurde überfahren. Dem 4½ jährigen Kinde wurden durch die Räder der rechte Arm und das rechte Bein ganz abgequetscht und das linke Bein ebenfalls ganz erheblich verletzt. Wahrlich ein schrecklicher Aublick für die alten ruhigen Arbeiter, welche nicht nur wiederholt die Kinder fortgejagt, sondern auch mit größter Besonnenheit die Waggons rängiert hatten. Der arme schwerverletzte Junge wurde eiligst in die nahbelegene elterliche Wohnung gebracht, wo ihm durch Herrn Dr. Reschop die erste ärztliche Hülfe zuteil wurde und auf dessen Anordnung dann sofort dem Diakonissenhause in Witten zugeführt. Kurze Zeit nach seiner Einlieferung wurde der frische und lebendige Knabe durch einen sanften Tod von seinen furchtbaren Verletzungen erlöst. Der Schmerz der Eltern ist unbeschreiblich und wird denselben aus der ganzen Gemeinde die allseitigste and herzlichste Teilnahme entgegengebracht. Der schreckliche Vorfall läßt aufs Neue die Frage sauswerfen: Was kann und was muß geschehen, um an der gejährlichen Stelle die Wiederkehr eines solchen Unglücksfalles zu verhüten? Wiederholt schon schwebten dort Kinder in Lebensgefahr und wurden Unglücksfälle nur durch die Vorsicht der arbeitenden Leute vermieden. Das einzig Richtige wäre, das Ladegleise der Fabrik durch ein großes Tor abzuschließen, aber das ist schlecht angängig, weil die auf der sogen Insel hinter der Fabrik wohnenden Bahnbeamten nur einen Weg zu ihren Wohnungen haben und dieses ist der, der durch das Fabrikgleise führt. Aber auf jeden Fall muß etwas getan werden. —(Unfall.) Beim Herunterheben einer schweren Stahlplatte vom Bohrmaschinentisch glitt der Hülfsarbeiter O. auf einem hies. Weike aus. Die Platte fiel dann dem O. auf den Fuß, sodaß derselbe so erheblich verletzt wurde, daß O. dem Marienhospital in Witten überwiesen werden mußte. —(Besitzwechsel.) Herr Architekt Jugenhoven von hier erwarb käuflich von der Frau Ww. Eckardt ein oberhalb der früher Bätz'schen Besitzung belegenes größeres Grundstück, welches mit mehreren Wohnhäusern bebaut werden soll. Mit dem Bau eines Doppelwohnhauses wird Herr I. schon in den nächsten Tagen beginnen. —(Evang. Arbeiterverein.) Die diesmonatliche Versammlung des evang. Arbeitervereins findet umständehalber schon am kommenden Sonntag statt. Außer einer Reihe wichtiger geschäftlicher Punkte sieht die Tagesordnung noch einen bochinteressanten Vortrag des Herrn Pastor Brasse über den Begründer der inneren Mission Joh. Hinrich Wichern, dessen 100. Geburtstag in diesen Tagen in der ganzen evgl. Christenheit festlich begangen werden wird, vor. Der Vorstand erwartet ein allseitiges Erscheinen der Mitglieder und ladet auch Freunde des Vereins herzlichst zum Besuch ein. Näheres s. Inserat. * Annen, 9. Apctl.(Beachtenswertes zur Invalisenversicherung.) Zur Zeit findet in Annen eine Revision der Quittungskarten statt Unsere Leser möchten wir daher auf einiges aus der Invalidenversicherung besonders hinweisen.— Der Zwick des Invalidenversicherungsgesetzes ist, neben seinen besonderen Wohltaten(Heilverfahren usw.) den Versicherten eine Rente zu gewähren für den Fall der Erwerbsunfähigkeit oder des Alters— also eine Fürsorge für die Zukunft. Versichert sind im allgemeinen sämtliche Personen vom 16ten Lebensjahre ab, die gegen Lohn oder Gehalt in abhängiger Stellung beschäftigt werden, also auch unständige Arbeiter und Arbeiterinnen, wie z. B. Tagelözner, Wäscherinnen, Näherinnen, Privatlehrer usw. Dieses ist die Zwangsversicherung. Wer aus der Zwangsversicherung ausscheidet(der Kaufmann infolge höheren G haltes, der selbständig werdende Handwerker, die weibliche Versicherte bei der Verheiratung oder weil die versicherungspflichtige Beschäfttgung aufgegeben wird) hat das Recht der freiwilligen Weiten versicherung. Weiterhin sieht das Gesetz noch die Selbst versiche rung vor. Es können Kaufleute, Wirte, Handwerker, Landwirte u. a. m. die Selbstversicherung eingehen, sofern sie noch erwerbsfähig sind und das 40ste Lebensjahr nicht überschritten haben. Auch die Ehefrauen dieser Gewerbetreibenden sind unter denselben Verhältnissen zur Selbstversicherung berechtigt, wenn sie in dem Gewerbebetriebe regelmäßig mit tätig sind; ebenso die Personen, die nur gegen freien Unterhalt beschäftigt werden, wiez B. Haussöhne, Töchter usw. Die Zvangsversicherung erfordert für jede angefangene oder abgeleistete Woche einen Betrag. Bei der freiwilligen Weiterversicherung genügt zur Eehaltung der durch die Zwangsversicherung erworbenen Rechte und zur Echöhung dieser eine Markenverwendung von 10 Stück zu 14 Pfa. jährlich(jährlich 1,40 Mk). Der Selbstversicherer hat fährlich 20 Marken in irgend einer Lohnklasse zu kleben. Die Juvalidenrente muß gewährt werden, ohne Rücksicht auf das Alter und die wirtschaftlichen Verhältnisse, wenn 200 anrechnungs. fähige Beitragswochen(Marken pp.) nachgewiesen sind und Erwerbsunfähigkeit vorliegt. Die Altersrente tritt mit dem 70ten Lebensjahre in die Erscheinung.— Die Höhe einer Rente richtet sich namentlich nach der Höhe und Anzahl der anzurechnenden Marken. Jede Marke kommt zur Geltung. Sind 200 Marken à 20 Pf.. anzurechnen, so ist eine Rente von 126,00 Mk. jährlich zu leisten. Betrachtet man die Rente als die Zinsen eines Kapitals, so ergiebt sich bei 126 00 Mk. Rente ein Kapitalwert(zu 4% gerechnet) von 3150 Mk.. Dieses eine Beispiel beweist, wie unäberlegt gehaudelt wird, die Zwangsversicherung nicht freiwillig fortzusetzen. Berechnende Personen werden ein solches zur Nutznießung sich erworbenes Kapital nicht ungültig werden lassen oder für 20 Mk.— die ses wäre der bei der Heirat den weiblichen Versicherten zu erstattende Betrag— veräußern. Dem Selbstversicherer bringen— er muß zur Rentenberechtigung 500 Beiträge geleistet haben— 100 Mi. Anlagekavital 150 Mk. Rente. Hat die Zwangsversicherung schon längere Jahre geruht, so kann sie trotzdem noch mit Erfoig wieder aufgenommen werden.(Der Kontrollbeamte erteilt während der Revisionszeit jede Auskunft zur Sache unentgeltlich und zwar Mittags von 12—1 Uhr im„Deutschen Haus“ und Samstags von 10 bis 12 Uhr im Amtshaus, Zimmer 6. Anwerk. d. Red.) § Annen 9 Aptil.(Große Verat staltungen) liegen für Samstag und Sonntag vor: Am Samstag beim Wirt Herrn Liese ein großer Kirmesrummel durch ein Künstlerkonzert und am Sonntag im Westf Hofe ein Wohltätigkeitskonzert des katholischen Männer= vereins„Konkordia“ zu Annen.(Siehe die bezügl. Annoncen in heutiger Nr. Stockum 7. Aptil.(Gütertrennung) vereinbart haben Kaufmann Willy Gießler unb Louise geborene Liedike hierselbst durch Vertrag vom 10. März 1908 Steckum, 6. April.(Gedenkseier.) Einer Stiftungsbedingung gemäß begeht unser Landweht= und Kriegerverein alljährlich einen Gedenktag an Kaiser Wilhelm den Großen, so auch gestern wieder. Fast vollzählig waren die Mitglieder erschienen. Es galt auch weiter den Mitgliedern des Vereins, welche 25 Jahre und länger dem Vereine ununterbrochen angehören, ein äußeres sichtbares Ehrenzeichen in der Form eines Kreuzes mit Schleifen, zu gewähren. Der Vorsitzende, Herr Schulze=Bellinghausen, überreichte es mit einer passenden Ansprache an 35 Vereinsjubilare. Sein Hoch galt den Jubilaten. Herr Kamerad B. sprach für die Jubilare den Dank für die bewiesene Ehrung und schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Witten 9 April.(Einen bösen Fehlgriff) machte ein schon älterer Mann in der Steinstraße. Anstatt der Schnapsflasche erfaßte er eine Flasche, in welcher sich Eisigsprit befand, aus welcher er trank. Er erlitt so schwere innere Verletzungen, daß er sofort in das Krankenhaus gebracht werden mußte, woselbst er nun hoffnungs los darniederliegt. Dorstfeld 5. April.(Ein Köpenicker.) Mit einer Hauptmannsuntform und Schleppsäbel ausgestattet, machte gestern in den Abendstunden der Arbeiter W. Behrend von hier die Straßen unsicher. Das Schauspiel hatte eine große Anzahl Neugieriger herbeigelockt, bis schließlich die Polizei erschien und den Hauptmann ein sperrte. 7. April.(Vom Zuge überfahren) und total zermalmt wurde heute morgen auf der Hamm=Osterfelder Strecke zwischer den Stationen Lünen=Sud und Oberaden eine männliche Person Der Name des Ueberfahrenen konnte bis jitzt nicht festgestellt werden. Wie eine spätere Meldung besagt, handelt es sich bei dem Verunglückten um den Bergmann Jäger aus Horstmar. Bochum, 5 April.(Millionen=Anleihe.) In einer außirordentlichen Generalversammlung des Bochumer Vereins für Bergbau und Gußstahlfabrikation wurde die Aufnahme einee Anleihe von 10 Mill. Mark zum Aufbau des im vorigen Jahre von der Gesellschaft erwerbenen Grubenfeldes Teatoburgia und sonstiger Anlagen beschlossen. Voerde 7. April.(Ein schwerer Einbruchsdiebstahl) wurde in vergangener Nacht in dem Geschäft der Firma L. Rosenbaum verübt. Die Einbrecher raubten Konfektionswaren im Werte von etwa 2000 Mark. Der im Hinterzimmer schlafende Lehrling wurde mit einem Beile bedroht. Die sofort aufgenommene Verfolgung hatte keinen Erfolg. Münster 6. April.(Abiturientinnen.) Am städt. Gynnasium und Realgymnasium bestanden 2 junge Damen die Reifeprüfung; Fräulein Florentine Reuhaus aus Dortmund erlangte das Gymnastal Reifezeugnis, Fräulein Theodore Ottens von hier das Realgymnasial Reifezeuonis. Solingen, 8 Aptil.(Englischer Besuch.) Eine Kommission englischer Arbeiter studiert zurzeit die Verhältnisse in der Solinger Stahlwarenindustrie. Zugleich macht sie Stimmung für die Einberusung eines internationalen Kongresses der Stahlwarenarbeiter Solingen, 6. April.(Verbrüht.) Nach zweitägigen schmerzvollen Leiden ist zu Nacken das 6jährige Töchterchen des Landwirts Broch gestorben. Das bedauernswerte Kind war rücklings in einen Kessel mit kochendem Viehsutter gefallen und hatte sich tödlich verbrüht Bensberg, 6. April.(Geständnis nach sechs Jahren.) Im Februar 1902 wurde im Königsforst eine unbekannte männliche Leiche gefunden, bei der die Verwesung derart vorgeschritten war daß die Todesursache nicht mehr festgestellt werden konnte. wurde damals angenommen, daß es sich um Selbstmord handele Jetzt nach mehr als 6 Jahren, hat ein in Eelle in Untersuchugshaft sitzender Gefangener das Geständnis abgelegt, in Gemeinschaft mit zwii Kumpanen die Person ermordet zu haben. Sie hätten damals hler in Bensberg einen Einbruchsdiebstahl ausgeführt, wobei ihnen hauptsächlich Getränke in die Hände gefellen seien. Diese hätten sie im Königsforst vertilgt. Bei dem Saufgelage wäre gesungen und gelärmt worden. Auf einmal hätten sie in unmittelbarer Näheine Person wahrgenommen, die sie jedenfalls schon geraume Zeit beobachtet hätte. Da sie von der Person Verrat befürchteten, seien sie über diese hergefallen und hätten sie, trotz heftiger Gegenwehr durch Schläge und Messerstiche getötet und den Leichnam verscharrt. Bonn, 7. April.(Mehrere Hundert Spiegelscheiben) in den belebtesten Straßen der Altstadt sind in der Nacht auf Montag mit einem Diamantring zerschnitten worden. Der Schaden dürfte sich Aus dem Gerichtssaal. Stuttgart, 5. April.(Simplizissimus=Prozeß.) Die hiefige Strafkammer verurteilte den verantwortlichen Redakteur des„Simplizissimus“, Hans Gulbransson, wegen Beleidigung des Offizierskorp# des Deutzer Kürassier=Regiments zu 100 Mark Geldstrafe. Dem Kommandeur des Regiments wurde die Publikationsbefugnis zu. gesgrachen. Neueste Nachrichten. Herne 9. April.(Schwarze Pocken.) Bei einem in Herue erkrankten Knaben wurden die schwarzen Pocken festgestellt. Der Knabe wurde in eine isolierte Baracke gebracht. 50 Pecsonen, die mit dem Erkrankten in einem Hause wohnten, wurden geimpft und werden auf 14 Tage isoliert. Die Bovölkerung wird aufgesordert, sich der Schutzimpfung zu unterziehen. Stegburg, 9 April.(Eisenbahnunglüs.) Hier fuhr gestern ein Güterzug auf eine Rangterabteilung auf. 13 Wagen sollen beschädigt sein. Leipzig, 8. April.(Die Bluttat des Studenten.) Das Schwurgericht verurteilte den Konservatoristen Miankoff wegen Totschlages zu 7 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehiverlust. Miankoff hatte bekanntlich seine Geliebte in einem Wutanfalle mit einem eisernen Topf erschlagen. Außerdim hatte er ihr eine Scheere in den Hals gestochen. Leipzig, 8. April.(Fiskus gegen„Hibernia“.) Die Revision des preußtschen Fiskas in der Sache gegen die„Hibernia“ wurde heute vom Reichsgericht zurückgewiesen. Stuttgart, 8. April.(Eine Bluttat im Walde.) In Ellwangen ermordete der 16jährige Lehrling Müller im Walde den 14= jährigen Schulknaben Hieber. Die Tat wurde dadurch entdeckt, daß Bauern am andern Tage den Mörder überraschten, als er dabei war, die Leiche zu zerstückeln. Aime und Beine waren schon abgetrennt. Der ganze Körper ist entsetzlich zugerichtet. Wien, 9. April.(Zum Besuche Bülows beim Batikon.) Der „Neuen Freien Presse“ wird aus Rom telegraphiert: Zur Romfahrt des Fürsten Bülow wird aus dem Vatikan offiziell mitgeleilt, der Reichskanzler werde vom Papst und dem Kardinalstaatssekretär empfeugen werden. Ungeachtet des Bruches der Reichsregierung mit dem Zentrum seien die Beziehungen des ersteren zum heiligen Stuhle die besten geblieben. In der Reichskanzlei dürfte man überzeugt sein, daß es nie zum Bruche gekommen wäre, wenn der heilige Stuhl seinen Eir fluß auf das Vorgehen des Zentrums geltend gemacht hätte. Paris, 9. April.(Schweres Unglück bei einer Hochzeitsfeier.) In dem Dorfe Mortier bei Poitiers stürzte das Dach einer Scheune ein, in welcher eine große Anzahl Personen zu einer Hochzeitsfeier versammelt waren. Zwei Gäste wurden getötet, mehrere andere schwer verletzt. Palermo, 9. April.(Das Kaiserpaar in Süditalien.) Gestern vormittag begab sich das Kaiserpaar und die übrigen Herrschaften an Land und zu Wagen zum Dom, wo sie von der Geistlichkeit empfangen wurden. Der Dom wurde besichtigt. Um 11½ Uhr empfiag der Kaiser an Bord der„Hohenzollern“ den Erzbischof von Monreale, Monsignore Lancia di Brolo. Mitags folgte das Kaiserpaar einer Einladung des Herzogs und der Herzogin von Orleans zur Tafel. Die Abfahrt nach Korfu ist auf morgen früh 8 Uhr festzesetzt, die Ankunft in Korfu erfolgt Freitag gegen Mittag. Lisseben, 8. April.(Verhaftungen in Lissabon.) Der gestrige Tag ist ohne bemerkenswerten Zwischenfall verlaufen, nur in dem verüchtigten Viertel Moutaria begingen kleine Gruppen Ausschreitungen. Die Polizei nahm weitere zweihundert Verhaftungen vor. Fünfhundert bis sechshundert von den Verhafteten brachte man auf die Festung Caxis in Untersuchungshaft. Die Saison beginnt und Brennavor ist an der Sptze. In Steglitz sind sämtliche ausgefahrene Rennen auf Brennabor gewonnen. Bruno Demke flegt im Gröffgungs=Dauerrennen auf 75 km vor Robl. Theile gewinnt das.öffnungs=Hauptfahren, sowie auch das Vorgabefahren. Scheuermann belegt im Prämienfahren den ersten Platz, während Tadewald das weitere Prämienfahren auf sein Konte bringt. Ja Köln a. Rh. fiegt im 40 km Rennen großin Gööffnungspreis A. Schulze, während Pongs den kleinen Eräffnungspreis auf 10 und 20 km gewinnen kann. Frings Keat im Trostfahren als Eister im Eröffnungspreis. In Hannover 75 km Rennen erringt H. Przyrembel den Sieg, während Peter den Eröffgungspreis fur Flieger und das Pämienfahren nach Hause fahren kann. Im Leipziger ½ Stunden Rennen endet W. Ebert als Sieger. Der Berliner vertritt die deutschen Farben in St. Petersburg und gewinnt das Prämienfahren. Ein sprechender Beweis für die absolute Ueberlegenheit des Brennabor=Rades ist die große Anzahl glänzender Siege, welche an einem Tege errungen wurden, durch die unübertroffene Schnelligkeit und Stabilität der Marke Breunabor. Todes-Anzeige. Gestern abend 7 Uhr starb infolge eines Unglücksfalles im Diakonissenhaus zu Witten unter unsäglichen Schmerzen unser liebes Söhnchen und Brüderchen Gustav im Alter von 4 Jahren, 1 Monat und 12 Tagen. Dieses zeigen schmerzlich bewegt an Annen, 9. April 1908. Die tiefbetrübten Eltern: Carl Herrmann und Frau nebst Kind. Die Beerdigung findet Samstag nachmittag statt. Sooosoesesenose Verspätet. Unsern chem. Meistern 2 Herrn H. Schäßler sowie Herrn Fritz Mitte wünschen wir za ihrem 2 neuen Unternehmen „Aiss Gellngen. Die ehemaligen : Holzarbeiter. Ateher f. künstl. Zahnersatz, Zähne plombleren, reinigen und ausziehen. 250 Ewald Höper. Max Sülanke Aimy Sülanke geb. Dassbeck. Vermählte. April 1908. A TTTTTTTNNNNTTTNTN Ruhrstrasse 6. ur WITTEN. Nur Ruhrstrasse 6. Grosser Verkauf! Die aus der Konkurs-Rasse herrührenden Waren der Firma Alfr. Goldschmitt, Witten, Nuhrstraße 6, werden mit noch anderen Waren bestehend aus Herren-, Burschen- und Kinder-Anzügen, Paletots, Joppen, Pelerinen, Hosen, Arbeiter-Garderoben für jeden Beruf, sowie Hüten, Mützen und Wäsche aller Art im einzelnen enorm billig verkauft. sum Bertanf. Der tägliche Verkauf findet nur Ruhrstraße 6 morgens von 9 bis 12 Uhr, nachmittags von 2 bis 9 Uhr, und Sonntags von 8 bis 10 und von 12 bis 2 Uhr statt. Gesangabteilung des katholischen Männer=Vereins „—„Konkordia“. Annen.— Sonntag, den 12. April or., im„Westf. Hof“(B. van Pluer) Ne dian 9 Großes Kohnatignens-Konzert zum Besten der durch die„Koburit-Katastrophe“. beschädigten katholischen Kirche in Annen nuter gütiger Mitwirkung der Konzertsängerin Frau Hank, Dortmund, des Konzertfängers Herrn Hibbeln, Annen und des Doppel=Quartetts„Orpheus", Dortmund. Der instrunientale Teil wird von der Betzeischen Kapelle, Dortmund, ausgeführt. „ Eintrittskarten an der Rasse 1 Mark im Vorverkauf 75 Pfennig. Anfang 5/, Uhr. Aufang', Uhr. Im Vorverkauf sind Karten zu haben in den Zigartenhandlungen von Grimberg, Prünte, Schrader, Wilke, beim Wirt Herrn B. van Pluer und sämtlichen Mitgliedern. Zu rcht zahlreichem Besuche ladet freundlcht en Der Vorstand. Programme mit Liedertexten sind an der Kasse zu haben. Bes. Fritz Liese. Da der diesjährige Viehmarkt in die Charwoche fällt, findet### ## aus diesem Anlaß am kommenden 30 * S o n n a b e n d, d e n 1 I. d s. M t s.# *„ iun wenen Bolale in„W# * * * ** * * Grösses KUNZERT der berühmten bergischen Konzertgesellschaft Geschw. Markmann aus Elberfeld # Es gelangen ur Aus gelangen zur Aufführung Solis und Duos, dazu Vor 1 # träge auf: Tubaphon, Schwungglocken, Münzenspiel, Fla-## #ür schen ete, ste. 10 * A n f a n g N a c h m i t t a g e 4 U h r. „ Vorher. 6 ###e horgens von 11 bis 1 Uhr Matines. R6 2 ##r Zu zahlreichem Besuche ladet ergehenst ein u * Fritz Liese.* Kuarteterturttittttttt Ansichts-Karten vorrätig bei Frits Küching, Buchhandlung. Annener Krieger-Verein. MonatsVersammlung. Sonntag, den 12. April cr. nachmittags 4 Uhr. Tagesordnung: 1. Zahlung der Beiträge. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Jubelfeier nach Oespel. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Rheumatis. u. Gicht=Leidenden teile ich aus Dankbarkett umsons mit, was meiner lieben Mutter nach er eihm Gegen fort Linderung und nach kurzer eit vollständige Heilung brachte. Frln. Marie Grünauer Mtachm Büeretbeinte 115. Grechants Emprehlung. Hiermit den verehrten Bewohnern von Annen und Umgegend zur gefl. Nachricht, dass wir Annenerberg Nr. 1a im Hause des Mitunterzeichneten eine Werkstatt für Maschinenwesen eingerichtet haben. Gleichzeitig empfehlen wir uns zur Lieferung sämtlicher Haushaltungs- Maschinen, wie Waschmaschinen, Wringmaschinen u. s.., und übernehmen ferner auch die Reparatur an sämtlicben Haus= und landwirtscbaktlicben Maschinen. Sämtliche Schreiner=, Schmiede= und Scblosser-Arbeiten werden ebenfalls von uns übernommen und prompt ausgeführt. Indem wir um wohlwollende Unterstützung unseres Unternehmens bitten, zeichnen Hochachtungsvoll V. Schäffer u. Witte. Dr. Arbeiterveremn Annen. Sonntag, den 12. April, nachmittags 5 Uhr, Monats-Versammlung. Tagesordnung: 1. Zahlung zu beiden Kassen und Aufnahme. 2. Steuerfrage. 3. 4. Vortrag des Herrn Pastor Brasse: Joh. Hinrich Wichern, der Begründer der inner Mission und sein Werk. Alle Mitglieder werden um pünktliches Erscheinen ersucht. Freunde unstes Vereins sind freundlichst zu obiger Versammlung eingeladen. Vorstand. Hessischer Uniersütaungs Verein Annen. Sonntag, den 12. er. nachmittags 4 Uhr im Vereinslokale Rob. Burgschulte Monats-Versammlung. Tagesordnung: 1. Zahlung der monatlichen und rückständigen Beiträge. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Berichterstattung über den Delegiertentag. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. NB. In dieser Versammlung gelangen die neuen Statutenbücher zur Ausgabe. Möbliertes Zimmer mit Pension zu mieten gesucht. Offerten unter K. 100 bes. d. Ex. d. Ztg. Zwangsversteigerung. Am Freitag, den 10. April vormittags 12 Uhr werde ich an meinem Pfandlokale beim Wirt Jüliger in Annen 1 Buffetschrank 1 Bank 1 Konsole und 1 Nähmaschine öffentlich meistbietend gegen Bar versteigern. Witten, den 9. April 1908. Happe, Gerichtsvollzicher, Breitestr. 57a. ZeitungsAakulatur stets vorrätig bei Fritz Küching, neben der Apotheke. wachen getseet dud -r# L. Io Sm Parasiten Seife 1 cche 5o Bis iu der Whlersspeisch. 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Nebschlägt H. wider bequeme Vorhalt: nicht antworten Hau gelesen hat. seinen Geisteszus Irrenanstalt zu v Köln und den! V. Hören über# ungeklagten. De Irrenanstalt zu anstalt. Es beg Sache nicht erge haben, halten ih — Der Hu in Dover in Eng auf, die sich etwal ein, und siehe da, von einem Sack borgen gehalten einfuhrverbot. D 100 Mk. Geldstre — Raubmi 81 jähr. Lehrerwit Mord wurde mit sind durchwühlt. — Ein Unzum Abbruch best Dara, Ro 50 10 1r3 Varna hatte lichen Geplander hierher geschritten Whitley benutzen zogs von Wendon lich mit ihr gewe Um aber di# da sie kein Geld ihr einziges Besitz durch die Straßen wurden und sie Entschluß die Tat fragte, indem sie men könne. „Fünfunddrei winzige, aber i# musternd. „So geben täuschung mit der gegeben sei, das i wieder einzulösen. „Auf welchen Geldverleiher, ein heit versetzte. „Auf den N. ua, und mit wide Geld und den Lei Geschäft, um so r wo sie eine Fahrkstand eben bereit; desselben. Das K war sehr voll, un bis zum letzten Herryot oder Zelt. verhindern könnten oder die andere### trgendwe erspähe. sank sie mit einem wie aller Gefahre In Gran Niemand dacht so kam 6s, de sonst jeman? O 0 Nr. 43. 1908 Pordrereh hese. elscheKiste ge#t,. Die Verhanklung gegen den dei Morkas beschuldigten Franz Hesse nahm heute Vormittag 9¾ Uhr vor dem Stizusgrigt ihren Ausung. Der Andtang des Pubikums zum Gerichtsgebaude und zum Zuhörerraum, zu dim nur soviel Karten ausgegeben waren, als dieser bequem fassen konnte, war ein ungeheurer. Der Zuhörerraum war, kaum daß derselbe geöffnet wurde, in wenigen uugenblicken gefüllt. Gegen 10 Uhr wurde Hesse in den Saal geführt, gefesselt und von 3 Polizisten begleitet. Er sah recht niederPesclesez.2n, holte aber bald Rotzbuch und Bleistift aus der .--aräig se gandgerig iu Zeille hatte bringen lasen. Den Vorny fuhrte Lanogerichtsdirektor Knapp, die Anklage vertritt Erster Staatsanwalt Rohs, die Verteidigung hat Rechtsanwalt Schmidt 2 übernommen. 124 Zeugen und Gutachter sind geladen. Ueber seine Person befragt, gibt Hesse an, am 28. Jan. 1867 in Weusper, Kreis Meschede, geboren und katholischer Konfession zu sein. Er hat insgesamt 12 Jahre hinter Gefängnis= und Zuchthausmauern zugebracht. Nachdem er 1903 aus der Strafanstalt Wehlheiden entlassen war, ging Hesse auf Reisen und arbeitete als Fußbodenleger in Bochum, Danzig und schließlich in Belgien. Dort will er die Bekanntschaft eines Mannes namens Jean Dupre gemacht haben. Mit diesem habe er nach seiner Rückkehr in weiterem BriefSaPr, sefenden. Auch aus dem Gesingnis in Mänster, wo ar . Seunz nefand, habe ein Gefängniswärter, den er nicht verrate, die Korrespondenz vermittelt. Ende Juli v. I. habe ihn Dupre in Altena besucht und ihn gebeten, ihm Mädchen für das Ausland zu besorgen. Am 25. Nov.(am Mordtage) sei er dann mit Dupre in Hegen ensammengetroffen. Während dieser nach Altena gefahren sei, habe er im Wartesaal ein Mädchen engagiert und sei mit diesem nachgefahren. Seinem Freund Dupre habe er dann dies Mädchen übergeben. Neben der entschiedenen Betonung seiner Nichtschuld schlägt H. wider Erwarten eine neue Taktik ein, indem er auf unbequeme Vorhaltungen erklärt, auf die betreffenden Sachen überhaupt nicht antworten zu wollen. Fast scheint es, als ob er den Prozeß Hau gelesen hat. Der Verteidiger beantragt, den Angeklagten auf seinen Geisteszustand zu untersuchen und ihn 6 Wochen in eine Irrenanstalt zu verbringen, ferner den Psychiater Prof. AschaffenburgKöln und den Direktor der Aplerbecker Irrenanstalt als Gutachter zu hören über die Schuhmanie und das eigenartige Sexualleben des Angeklagten. Das Gericht beschließt, den Direktor der Aplerbecker Irrenanstalt zu laden, ebenso den Direktor der Wehlheider Strafanstalt. Es begann die Zeugenvernehmung, die Wesentliches zur Sache nicht ergab. Mehrere Gutachter, die H. früher behandelt haben, halten ihn für einen geschickten Simulanten. Verschiedenes. — Der Hund der Gräfin. Bei der Ankunft eines Dampfers in Dover in England fiel den Zollbeamten eine wohlbeleibte Dame auf, die sich etwas ängstlich gab. Freundlich lud man sie zur Revision ein, und stehe da, die Körperfülle war nicht echt, sondern rührte von einem Sack her, in dim die Dame ihr Schoßhündchen verborgen gehalten hatte. Denn in Dover bestehl ein strenges HundeDame, Gräfin Fabrice aus Dresden, wurde zu 1a0 Dr. Sashase untih. 8 an einer Witwe. In Allenstein ist an der 81 jähr. Lehrerwitwe Drembski ein Raubmord verübt worden. Der Mord wurde mit einem Beil verübt. Schränke und Behältnisse sind durchwühlt. Die Greisin bewohnte ein Haus allein. kommt selten allein. In London ist außer 2 zum Abbruch bestimmten Häusern ein Baugerüst eingestürzt, wobei Donnerstag, den 9. April. Iel Aadoian want oder wonger schon daichte wurdemn. Bod dm Einsturz der Häuser wurden nach entgiltiger Feststellung 8 Menschen getötet und 20 verletzt, davon 3 schwer. — Mit dem Kinde in den Tod. In Berlin erhängte sich eine Frau, die an Gesichtsrose gefährlich erkrankt war. Neben der Leiche lag der Säugling der Frau gleichfalls tot. — Raitengift als Suppenwürze. In einer Familie in SchwäbischGmünd wurde versehentlich Rattengift bei der Zubereitung einer Suppe verwendet. Elle acht Personen sind erkrankt; eine alte Frau ist bereits gestorben. — Bei dem Bravde einer Gastwirtschaft in Rotzanowitz in Oberschlesien kamen 3 Frauen ums Leben. — Illustrierte Schinken. Der Kunstwart macht auf folgendes Inserat aufmerksam: Appetitlich wirken bei allen Festlichkeiten die von mir als Spezialität geführten Schinken mit Photographien hochstehender Persönlichkeiten(Deutscher Kaiser, Kaiserpaar, König Friedrich August, Bismarck 2c.). Preis p. St. je nach Gewicht 12—15 M. Versand unt. Nachnahme. Jolgt noch der Name einer Firma in Leipzig=Gohlis und die Abbildung eines illustrierten Schweineschenkels: auf der Schwarte prangt ein Kopfbild Kaiser Wilhelms II. Die Abbildung läßt erkennen, daß das Porträt des Kaisers auf einem Schinken, der gegen 15 Mark Nuchnahme versandt wird, ungefähr Lebensgröße erreicht. — In Poterwardein in Ungarn wurde eine wohlgefüllte Bataillonskasse gestohlen. — 5 Arbeiter erstickt. In Richnowo in Westpreußen erstickten in der Sonnabendnacht 5 Arbeiter infolge Ueberheizung des Ofens im Schlafraum. — Ein russischer Militärballon verunglückt. In Wiborg in Rußland verunglückte ein Militärballon. Ein Offizier wurde hierbei zerschmettert, ein anderer schwer verwundet. 24. Jahrgang. Beachtenswert ist der heute beiliegende Prospekt der ältesten und größten Tuchfabrik Deutschlands für Versand direkt an den Kosumenten, der Firma Lehmann u. Atmy, Spremberg R. 9. Jedermann kann durch sofortige Musterbestellung kostenlos Einblick in die neueste Stoffmode nehmen. Frostbeuleu, aufgesprungene Häude, Flechten, Brandwunden, off. Beine. Hantausschläge, Wundsein(insbesondere bei kleinen Kindern) Wolf. Schweißfütze, Hämerrheiden, Ischias, Krampfader u. andere Geschwüre heilt schnell und sicher die von hohen Aerzten empfohlene, im In= u. Auslande mit höchsten Auszeichnungen prämürte Wenzelsalbe In allen Apotheken erhältlich oder direkt zu beziehen durch die alleinigen Fabrikanten Chr. Wenzek& Co., Mainz=Momsach. Mißverständnis. In Wilhelm, ihren Artill’rist, Die Lisbeth sehr verschossen ist. Heut' strahlt ihr Aug' in höh'rem Glanz; Denn bei der Herrschaft gibt es Gavs. Sie reserviert mit Lieb und Lust Für ihren Schatz die Gänsebrust Und bringt sie ihm des Abends rasch. Kaum steckt er in die Hintertasch' Den Leckerbissen noch hinein Da tritt sein Vorgesetzter ein. Vor Schrecken knickt Wilhelm zusamm'. „Brust“ raus!“ schreit wild Feldwebel Stramm. Und stumm und bebend zieht der Tor Die leck're Gänsebrust hervor. R. Emanuell. des Dortmunder Freitag, 10. April. Anfang 7½ Uhr. Schauspielpreise.„Der Hüttenbesitzer.“ Schauspiel in 4 Aufzügen von Georges Odnet. Sonnabend, 11. Spril. Anfang 7½ Uhr. Zum 1. Male.„Ueber Schauspiel in 2 Aufzügen von BjörnstAu schie.— Darna, der um das Ziajorat. Roman von Max von Weißenthurn. (Nachdruck verboten.) Barna hatte sich alles zurechtgelegt, während sie, dem freundlichen Geplander ihres Begleiters lauschend, mit diesem von Grange hierher geschritten war. Sie mußte den frühesten Morgenzug nach Whitley benutzen und sich unverzüglich nach dem Schlosse des Herzogs von Wendower begeben, um diesem, der immer gut und väterlich mit ihr gewesen, alles anzuvertrauen, was sie erhorcht hatte. I EP eg iesen ihren Vorsatz ausführen zu können, mußte se, vu sie rein Seid besaß, sich solches zu verschaffen suchen, indem sie ihr einziges Besitzstück, ihre Uhr versetzte. Längere Zeit wanderte sie durch die Straßen von Sandborough, bevor die Gewölbe geöffnet und sie in ein Pfandleihgeschäft gehen konnte, um ihrem Gutschluß die Tat folgen zu lassen. Schüchtern trat sie ein und fragte, indem sie die Uhr hinwies, was sie wohl für dieselbe bekommen könne. „Fünfunddreißig Shillinge!“ erwiderte der Pfandleiher, das winzige, aber äußerst kostbare Schmuckstück mit scharfem Blick „So geben Sie mir den Betrag!“ sprach Barna, ihre EntLänschung mit dem Trost niederkämpfend, daß es je in ihre Hand gegeben sei, das ihr so liebe Andenken in den nächsten Tagen schon Sihe chenige.„ Ahen 2aa „Auf welchen Namen soll ich die Uhr eintragen?“ forschte der Geldverleiher, eine Brage, welche Varna in nicht geringe Verlegenheit versetzte.— puage Verlege „Auf den Namen Smith,— Marie Smithl!“ stammelte Varua, und mit wider ihren Willen erglühendem Gesicht nahm sie das Geld und den Leihschein in Empfang und verließ dann hastig das Geschäft, um so rasch als möglich nach dem Bahnhof zu gelangen, wo sie eine Fahrkarte dritter Klasse nach Whitley löste. Der Zug stand eben bereit; sie kam gerade zur rechten Zeit, dicht vor Abgang desselben. Das Koups, in welches der Schaffner sie einsteigen ließ, war sehr voll, und sie drückte sich in die verborgenste Ecke, weil sie bis zum letzten Augenblick fürchtete, daß Ledward Hulme, Frau Herryot oder Zelie auf der Bildfläche erscheinen und ihre Abreise verhindern könnten. Mehr als einmal glaubte sie, daß sie die eine oder die andere dieser ihr nur zu wohl bekannten Erscheinungen trgendus erspähe. Erst als endlich der Zug sich in Bewegung setzte, sank sie mit einem Seufzer der Erleichterung in ihre Ecke zurück, wie aller Gefahr entrückt. 40. Kapitel. Ein Schuß. givg inzwischen alles seinen gewohnten Gang. Riemand dachte vor neun daran, Varna's Zimmer zu betreten, und so kam es, daß Ledward den alten Besitz verließ, ohne daß er oder sonst jemand eine Ahnung davon hatte, daß die Gefangene, von hals u. Lungenleidende welche den weltberühmt gewordenen und tausendfach bewährten„Johannistee“ nochznicht kennen sollten, werden in ihrem eigenen Interesse darauf aufwerksam gemacht, daß wir in den nächsten Tagen eine große Anzahl kostenfreier Proven hiervon an alle Interessenten zur Verteilung bringen werden, die uns ihre Adresse einsenden und ihrem Briefe 20 Pf. für Porto usw. beifügen. Jeder derartigen kostenfreien Probesendung wird eine ausführliche Broschüre(keine bloße Reklamebroschüre, sondern auch wertvoll für jeden, der zurzeit eine andere Kur gebraucht) ebenfalls durchaus unentgeltlich beigefügt. In dieser Broschüre sind nicht nur die Erfahrungen verschiedener angesehener Aerzte mit dem Johannistee, sondern auch zahlreiche, von den Patienten selbst gemachte Beobachtungen zum Aodruck gebracht. In vielen Fällen hat der Johannistee geradez verblüffend gewirkt. Nicht selten sind Fälle, die jahrelang jeder Behandlung trotzten, lediglich durch Anwendung des Tees in kürzester Zeit zur Heilung gebracht worden. Ueberraschend wirkt der Tee bei fast allen, die an altem Husten chrou. Verschleimung, chron. Heiserkeit, chron. Bronchialkatarrh, Asthma usw. leiden. Schon nach kurzem Gebrauch tritt in den meisten Fällen eine wesentliche Besserung ein; die Hustenaufälle, der Auswurf usw. hören nach und nach ganz auf, und ein besserer Appetit stellt sich ein. Mehr als alle Worte überzeugt aber ein selbstangestellter Versuch, und aus diesem Grunde bitten wir jeden, der sich für die Sache interessiert, um Einsendung seiner Adresse, damit wir ihm eine der obenerwähnten kostenlosen Proben zustellen können. Er wird den Versuch nie bereuen, sondern uns stets dankbar sein, daß wir ihn auf das Mittel aufmerksam gemacht haben. Westdeutsche Johannistee=Vertriebsgesellschaft Wein a. P. Sehalermatzen für die Mittelschule Annen in bester Ausführung zum Preise von.80 bei Millen, Bahnhofstrasse 10. einn Soshoslag boich fr de bilhgente Bäldgonen aion über Nacht geflüchtet und bereits außerhalb ihres Bereichs war. So völlig arglos, gab Ledward auch auf die übrigen Passagiere während leiner Larzen Reise wenig acht. Er war von Grange direkt nach Wyitlest gefahren, wo er zehn Minuten nach Barna eintraf, die sich bereits in einem Koupé des Personenzuges befand, während Ledward, sachkundig, den einige Minnten später fahrenden Eilzug benutzte den er knapp noch erreichte. Die dadurch bedingte Eile ließ ihm, wenn er selbst daran gedacht hätte, gar keine Zeit, Studien unter den Mitreisenden, sowie unter den Passagieren des gleichzeitig am Perron haltenden Personenzuges anzustellen. Barna aber ihrerseits hatte, ihrer geringen Barschaft eingedenk, für sich ein Billet untergeordneter Klasse verlangt, welche der Eilzug nicht führte, und war so sehr naturgemäß in den Personenzug gelangt, der selbsiverständlich viel später sein Ziel erreichen mußte. Aber dennoch war das zu ihrem Glück. Das sollte sie erkennen. Als der Eilzug sich in Terzigung setzte, schaute sie, ohne es selbst recht zu wissen, zum Fenner ihres Koupés hinaus, um plötzlich mit einem halben Schrei zurückzuprallen. An dem Fenster eines Waggons erster Klasse des Kurierzuges hatte sie deutlich Ledward erblickt, der, in die Lektüre einer Zeitung vertieft, sie indes nicht gesehen haben konnte. Dennoch war ihr Er fuhr bereits zu der Jagd, die zum Schauplatz des Dramas werden sollte, welches ihn über ein Menschenleben hinweg aus Ziel seines Libens bringen mußte! Eine Frage an etnen Mitreisenden, zu der sie sich aufraffte, überzeugte sie, daß es ein Eilzug sei, den ihr und Sottfried's Zeind benutzt hatte. Unzweifelhaft mußte er früher ankommen als sie! Wenn sie zu spät kam! Unter der Einwirkung dieses Gedankens, verbunden mit einer fieberhaften Angst vor Entdeckung, die sich ihrer seit Ledward's Anblick mehr noch denn vorher bemächtigt hatte, konnte es geschehen, daß sie dem Zuge anstatt in nächster Nähe von Schloß Wendower neun englische Meilen von demselben entfernt, entstieg, und in dem kleinen Dorfe, in welchem sie sich befend, war auch keinerlei Fahrgelegenheit aufzutreiben. „##s beste, was Sietm können, ist, daß Sie zu Fuße gehen,“ versicherte ihr der Wirt, bei welchem fie einen Imbiß zu sich genommen. Davon aber wollte die Wirtin nichts wissen, welche peremptorisch erklärte, wer den Weg nicht genau kenne, dürfe des Abends nicht zu Zuß so weit gehen; des Morgens in aller Frühe fahre der Milchkarren, nach der nächsten Kleisstadt, den möge die junge Dame benutzen. Von der Stadt aus sei das Schloß dann bald erreicht. Barna, welche fühlen mochte, daß ihre Kräfte nahe daran seien, sie zu verlassen, willigte ein und verbrachte, so gezwungen und von einer ruhelosen Angst gepeinigt, die Nacht in dem kleinen Landwirtshause, über dem sich ein wolkendunkler Himmel wölbte,— wie ihre Seele wolkendunkel und sternenlos.... Ledward Hulme hatte währenddessen, ohne eine Ahnung von Varna's Flucht, vollkommen unbesorgt Schloß Wendower erreicht. Hier angelangt, verdroß es ihn indes zu entdecken, daß sowohl Christine, als auch Magda Leslie zu den Gästen des Herzogs zählten, und er fragte sich verwundert, wie das kommen mochte. Freilich wußte er nicht, daß der Herzog, welcher sich inzwischen über Varna's Herkunft Poschand blantag dite dnr oth balaschant dier rchle abtragen zu müssen glaubte und sich veranlaßt sah, ihre Interessen auf jede nur denkbare Weise zu sördern; er suchte bereits nach einer passenden Stellung für Gilbert, durch welche es diesem ermöglicht werden sollte, Christine näher zu treten und in den Augen ihrer Mutter kein gar zu unwillkommener Bewerber mehr zu sein. Der Herzog hatte Beatrice indes das Versprechen abgenommen, Christine von den Aussichten, welche er für Gilbert hegte, einstweilen noch kein Wort zu sagen, um keine vielleicht vergebliche Hoffnung in ihr zu erwicken. Die Suche nach Barna aber hatte er den geschicklesten Detektivs Englands übertragen, freilich, bis jetzt ohne das geringste Resultat, so daß der Herzog schon fürchtete, des Mädchen sei tot oder im Auslande so gut verborgen, daß jede Spur von ihr unentdeckbar bleiben würde. .„Soitfried war in der Tat zurückgekehrt; Ledward hatte damit die Wahrheit gesprochen. Unerwartet von allen war er plötzlich in Langley erschienen und Christine's Auwesenheit auf Schloß Wendower führte ihn dorthin, denn die Kunde, die er von der Schwester erhalten, hatte ihn einzig nach England zurückgeführt. So war es gekommen, daß der Herzog ihn sowohl, wie Ledward zu der Jagd eingeladen hatte,— eine Bitte, die er, ohne rnhöflich zu erscheinen, nicht ablehnen konnte. Und so auch geschah es, daß er fast zugleich mit Laoward auf dem Schlosse eintraf, um zu der auf den folgenden festgesetzten Jagd auf dem Pletze zu sein. Während Gottfried bedrückt und schwermätig erschien, war Bedward ganz Lebhaftigkeit und aufgeräumter Stimmung. Gegen den Vitter eine fast brüderliche Intimität dokumentierend, ging er Christine gegenüber gar so weit, zu fragen, ob sie noch keine weitere Nachricht von Fräulein Leslie erhalten habe. „Noch nicht, aber wir hoffer, sehr bald Näheres über sie zu erfahren,“ entgegnete das junge Mädchen. „Wieso!“ forschte Ledward, mit Mühe nur seine Errezung bemeisternd.„Wo ist sie?“ „Das weiß ich nicht,“ zuckte Christine, durchaus nicht geneigt, dem Vetter, welchem sie steis mißtraut hatte, mehr mitzuteilen, die Achseln. Er kam zu keiner weiteren Frage; auf silbernem Präsentierbrett brachte ein Diener ein Telegramm. „Für mich?“ fragte Kapitän Hulme verwundernd.„Von wem kann das sein? Entschuldige mich einen Augenblick, Christine.“ Er erwartete die böse Kunde, welche das unscheinbare Blättchen enthielt, so wenig, daß er sich kaum zur Seite wankte, während er es öffnete. „Was ist Dir, Ledward?“ forschte Christine gleich darauf verwundert, denn der Kapitän war sehr bleich geworden und seine Hände zitterten. nichts,— nur eine unerwartete Mitteilung!“ sließ er mit Anstrengung hervor. „Nichts Schlimmes, wie ich hoffen will?“ sorschte sie, den Blick nicht von ihm abwendend. „O, nein, das Fehlschlagen einer Spekukation, das ist alles!“ Er mußte die Worte hervorpressen. Vortsetzung folgt. Herren in allen modernen Ausführungen u. Preislagen v. 10 bis 45 Mk. für Burschen, nur neueste Fassonsu.tadellose Verarbeituug von 8 bis 35 Mk. F für Knaben in hübschen, geschmackvollen Formen und Ausführungen sowohl in Jäckchen wie Blusen=Fassons. Gestrichte-Knlabehanzage sowir samtl. arbeilergatberro. Ontdelasse annen. Infolge Aufforderung des Herrn Regierungs=Präsidenten in Arnsberg müssen sämtliche Mitglieder der Sterbe=Kasse Annen durch eigenhändige Unterschrift ihre Zustimmung zu den Beschlüssen der außerordentlichen General= Versammlung vom 6. Mai 1905 betr. Abänderung der Satzungen, insbesonders der Paragraphen 1 und 14 erklären und ist zu diesem Zwecke im Vereinslokal„Jäger. haus“ eine Liste zur Unterschrift bis zum 25. April d. J. ausgelegt. Mit Rücksicht auf die außerordentliche Wichtigkeit dieser Angelegenheit werden sämtliche Mitglieder der Sterbe=Kasse Annen im eigenen Interesse ersucht, ihre Unterschrift zu vollziehen, da andernfalls die Kasse unter das Privatversicherungsgesetz fällt und dann die Mitglieder voraussichtlich entweder bedeutend höhere Beiträge zu zahlen haben, oder die Sterbegelder in gleicher Weise herabgesetzt werden müssen Der Kontrolle wegen müssen die Quittungsbücher beigelegt werden. Der Vorstand. Vernautmachung= Der Bauunternehmer Conrad Weber zu Annen hat die Genehmigung zur Ansiedelung auf dem außerhalb einer im Zusammenhange gebauten Ortschaft in der politischen Gemeinde Annen belegenen Grundstücke Flur 15 Parzelle 487/157, 488/157 und 330/157 der Katastergemeinde Annen beantragt. In Gemäßheit des§ 16 des wom 25. August 1876 Gesetzes vo 1 August 1902 9 1c. August 1904 bringe ich diesen Antrag mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis, daß gegen denselben von den Eigentümern, Nutzungs=, Gebrauchsberechtigten und Pächtern der benachbarten Grundstücke innerhalb einer Ausschlußfrist von 21 Tagen bei der Genehmigungsbehörde, dem Kreisausschuß zu Hörde, Einspruch erhoben werden kann, wenn der Einspruch durch Tatsachen begründet wird, welche die Annahme rechtfeitigen, daß die Ansiedelung den Schutz. der Nutzungen benachbarter Grundstücke aus der Landoder Forstwirtschaft, aus dem Gartenbaue, der Jagd oder der Fischerei gefährden werde. Annen, den 8. April 1908. Der Gemeindevorsteher: König. Berhi. Klaber& Cie Weingrosshandlung, Cöln a. Rh., empfehlen: Fl.(¾ Ltr.).68 Ml. Samos prima p. Portwein„ Sherry old fine„ Madeira„„ Malaga„„ Bordeaux„„ Med. Blutwein, Rheinwein„ Moselwein„ Ahr=Rotwein„ Cognac .90 .30 .30 .30 .75 110 .70 .75 .80 .30 * an an 2 p. Ltr..75 Ml. „„.00„ „.50„ „.50„ .50„ .85„ „.20„ .75„ ".80„ „.80„ „.40„ Obige Preise sind bei Flaschenbezug mit Flaschen und Kiste. .: Iöh„9„„ Dei Faßvezug ist cas Faß leihweise und franko retour zu senden. Ausführliche Preisliste gratis und franke. 2595 zur Konfirmation hübsche sinnreiche Susets empfiehlt Fritz Kücbing, (neben der Apotbeke). 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Fritz:„Nein, Johann, mit den Maschinen“ ist es aber heutzutage was; hab' ich da gestern in der Ausstellung gesehen: vorn kam eine Rolle Papier in die Maschine, und am anderen Ende kamen die fertigen gedruckten Düten heraus.“ „Das ist noch gar nichts; ich habe eine Maschine gesehen, da wurde vorn das Malz hereingeschüttet, und hinten kamen die bezechten Kerle heraus.“ * Die Autlerin. Das arme„deutsche Gretchen“ Lief sich die Hacken schief, Eh' in den Weg zufällig Der Doktor Faust ihr lief... Wir Jungfrauen von heute, Wir sind weit besser'ran, Wir„auteln" durch die Lande And suchen uns'nen Mann. Wir haben große Auswahl Auf'm Land und in der Stadt, Bevorzugt wird natürlich, Wer selbst ein Auto hat; Der folgt in Liebesnöten Aus viele Meilen weit, Verliebt hört man ihn söten: „Lösf! Föff!“ von Zeit zu Zeit. And kern' als mut'gen Autler Ich endlich schätzen ihn, Dann bremse ich allmäßlich, Vernh'ge das Venzin. And vor’nem Standesamte. Da halte still ich dann, And halt' für ewig stille. Wenn er um mich hält an. Schulze=Buch. 1 Zeitungsbericht. Die städtische Kapelle veranstaltet zu ihrem 50jährigen Bestehen ein Garten= Konzert. Wir wünschen ihr zu diesem Jubiläum ein volles Haus. Auf der höhe. Erster Tourist:„Sakra, ham aber Sie viel Proviant in Ihrem Sackerl am Buckl: da kennt man ja glei Durscht krieg'n, wann ma so viel Fourage sieht." Zweiter Tourist:„Ne, Gutester, das ist nischt zum Essen— hab’ nur„Schreibmaschine mitgenommen;— um kolossale Ansichtskartenkorrespondenz bewältigen zu können.“ G Uunderlich. XX Fritzchen:„Du, Paul, die Leute singen:„Ich schenk' dir Gold und Silber!“ und dann wollen Sie von unserem Papa fünf Pfennige!“ Verantwertlicher Redalteur: E. Nagel: Druck und Verlag von Georg E. Nagel in Verlin=Schöneberg. (Alle Rechte für sämtliche Bilder und Texte vorbehalten. Abdruck verboten. muß ich doch'n bißchen repräsentieren!" 15 9 Stotzseutzer. Alte Jungfer(die einen Ehering auf der Straße gefunden hat):„Ach, einen Ehering hab' ich ja jetzt glücklich gefunden, wenn ich nur schon den dazu passenden Bräutigam hätte!“ Macht der Gewohnheit. Exekutor(bei der Verlobung seiner Tochter):„Geehrte Herrschaften! Ich nehme mir die Ehre, Ihnen bekannt zu machen, daß ich meine Tochter mit Herrn Bierwirth zum erstenmale— zum zweiten— dritten— und letztenmale verlobe.“ Leutenzen. Erfahrung ist ein Turm, auf welchem aber schon meist die Feierabendglocke des Lebens geläutet wird. Schön Manch einer hält sich schon deshalb für einen Freigeist, weil er frei von Geist ist. Daß die Klassiker Gemeingut des Volkes sind, fassen manche Schriftsteller so auf, daß sie da immer geistig pumpen können. In der Zeit der Übermenschen gibt es naturgemäß auch Über—fahrer, die Automobilisten. Auf zukünftiger Reise nach Berlin. Reisender(aus dem Eisenbahnabteil schauend):„Wir nähern uns Berlin, ich sehe bereits die ersten Denkmäler." Höchster Grad. .:„Rat Augendreher ist wohl sehr fromm?“ .:„Na ob, ich sage Ihnen, der schläft sogar nur in einem Himmelbette." 9000 „Vater, Vater, die Mühle hat mir eben die Zehen eingequetscht!“ „Lausbub, Du mußt aber auch überall Dei e Nase reinstecken!" Modern. Liebe Rosa! Tausend Dank für Deinen lieben Brief. Glüchlich war ich, als ich wieder die Züge Deiner lieben Schreibmaschine sah—— Vorbei. Von Rosen träumt' ich— und von dir, mein Leben, Damals— als mir die Welt ein Garten war, Dann sah ich leidvoll meinen Traum entschweben, Ein Trauerschleier wand sich um mein Haar. Mit wehem Blick— verhüllt die blonden Locken, Stand ich und starrte in die Dunkelheit, Der volle, tiefe Klang der Hochzeitsglocken, Der dich umtönte, war mein Grabgeläut. Vorbei! Der Gram um dich ist überwunden. Nur manchmal, wenn der blasse Bollmond scheint, In nebelschweren, müden Herbstnachtstunden Wacht meine Seele auf und weint— und weint. Der Litzenkauf im Zum Gatten spricht Frau Oeterlein: „Jetzt gehst Du und kaufst für mich ein.“ Die Litzen mir vergiß nicht bloß, Sie sind bei Mexer tadellos!“ Beladen wie ein Expreßmann Rommt Oeterlein bei Aleper an. PASTEILUNG:.TZENO * „Abteilung Litzen, je vous prie, Hier diese Crepp'!“ spricht ein Kommis. Herr Oeterlein kommt peu--peu Auch zu den Litzen in die Höh'. Als endlich er im Litzensaal, Dassiert ihm etwas, das fatal! — 3 Der Litzenkauf im Warenhaus.(Fortsetz.) Herr Oeterlein setzt sich im Trapp, Die Last bei ihm nimmt stetig ab. Burrah! Die„Litzen“- tauchen auf, Ein Spiegel freilich geht darauf. Und„Litzen!“ schreit es überall, Dabei kommt Oeterlein zu Fall. Ganzels fau-37(Garse29 Die Litzen! Endlich hat er sie Erwischt! Doch fragt mich nur nicht wie! Zur Kasse! Ihm wird wirr und kraus, Das hält der stärkste Mann nicht aus! So kommt nach Haus Herr Oeterlein— Die Litzen aber hat er fein! Wer den Augenblick erfasst. Gast:„Der Korn schmeckt doch ganz bedenklich nach Wasser!" Wirt:„Ja, ich führe nur noch alkoholfreie Getränke." Magere Kost. .:„Ist denn Freund Mager Vegetarier geworden?" .:„O, das hat er gar nicht mehr nötig, er ist jetzt Vater von sechs Kindern.“ 69000000 Nun weiß er's. Hutmacher:„Herr Professor, ich habe mein Zentimetermaß verlegt, wissen Sie denn Ihre Kopfgröße nicht auswendig?“ Professor:„O, ganz genau, wie Schopenhauer!“ CAds Wahrheit. Wer etwas gelten will, muß Geld haben. Rache. Tante:„Warum schickst Du mir viermal täglich Postkarten? Das ist doch überflüssig!“ Neffe:„Der Vater meiner Emma ist Briefträger und hat in seinem Bestellbezirk diese Straße. Da werde ich nun so lange Zweipfennig= Postkarten in Deine vierte Etage senden, bis er ihr wieder erlaubt, mit mir zu verkehren!" Eine neue Art Mitgift. Schuhmachermeister(zum Biäutigam seiner Tochter, der Hühneraugenoperateur ist): „Bares Geld kann ich meiner Tochter leider nicht mitgeben. Aber ich will von jetzt a. all meinen Kunden die Stiefel etwas zu enge machen, damit Sie eine ausgedehntere Hühneraugenpraxis bekommen!" Triftiger Grund. „Wie konnte nur der Blödsinn im Theater so zünden?“ „Es waren viel Strohköpfe drinnen.“ Immer Geschäftsmann. Reifender:„Herr Bröselmayer, ich bitte hiermit um die Hand Ihrer Tochter Anna.“ Schwiegervater in spe: „Ist Ihre Liebe auch echt?“ Reisender:„Herr Bröselmayer, auf Ehrenwort, das Beste und Dauerhafteste, was in diesem Artikel geliefert werden kann.“ Summarisch. Er kehrte in der„Kugel" ein und jagte sich dort eine solche durch den Kopf. Sportnotiz im Jahre 1950. Kuallprotzerei. ..... Auch die sich von Tag zu Tag mehrenden Zu]„In der Ecke neben Ihrem Geldspind liegt ja ein Hause sammenstöße und sonstigen Unglücksfälle in der Luft sind Goldstücke auf dem Fußboden?“ ein sicheres Zeichen des in erfreulichem Aufblühen begriffenen] Protz:„Ja, das Geld ging in den Spind nicht mehr Lustsports.'rein.“