für belehrende und angenehme Unterhaltung. Nro. Haltingen, Sonnabend, den 4. Mai 1850. Karl Ruvolph Bromme. (Schluß.) Mit der Mannschaft gab es neue Noth. Auf den Schiffen in der Wesermündung waren die verschiedensten Nationalitäten vertreten, in den höheren Graden gab es Nordamerikaner, Engländer, Schotten, Belgier, Holländer, die Matrosen redeten alle möglichen Sprachen oder Dialekte, englisch, französisch, flämisch, im Yankeejargon, hochdeutsch, plattdeutsch, schwäbisch durch einander. Auf einem Schiffe war das Kommando englisch oder französisch, auf einem dritten verstand der Befehlshaber nur flämisch, das Plattdeutsche vertrug sich nicht mit dem Hochdeutschen. Matrosen sind schwer zu regieren, wenn nicht eine eiserne Zucht herrscht, die indessen hier nicht eingeführt werden konnte, da es keine Marinegesetze und kein Flottenreglement gab. Selbst in den medizinischen und dem ganzen Sanitätswesen war ab oyo anzufangen, in allen Zweigen mußte man vielfach erfinden, spekuliren, probiren, Bromme besiegte alle diese Schwierigkeiten mit einer seltenen Energie. Von den Mannschaften ebenso geliebt als geachtet, stellte er in kurzer Zeit eine musterhafte Ordnung her, und erweckte einen Eifer, der das Unmögliche möglich machte. Drei Monate nach seinem Amtsantritte hatte er die Flotte so weit gebracht, daß er mit ihr auslaufen konnte, um das erste Gefecht gegen die Dänen zu besteheu. Am 5. Juni Morgens 11 Uhr lief er mit der Dampffregatte Barbarossa und den Dampfkorvetten Hamburg und Lübeck aus und erreichte in der Nähe von Helgoland das dänische Geschwader, drei Fregatten, eine Korvette und ein Dampfschiff. In dem Gefecht, das sich zwischen beiden Theilen entspann, wurde die dänische Korvette Valkyrien so übel zugerichtet, daß sie zur Ausbesserung nach Kopenhagen abgehen mußte. Am 18. August wurde Bromme vom Reichsverweser Erzherzog Johann zum Komodore unter Belassung seines Amts als Seezeugmeister, am 21. November zum Gegenadmiral ernannt, der Großherzog von Oldenburg verlieh ihm am 17. September um seine Verdienste für die Flotte willen das Ehrenkomthurkreuz des oldenburgischen Verdienstordens. Mit dem Herannahen des Winters zeigten sich neue Schwierigkeiten wahrhaft schimpflicher Art. Die arme deutsche Flotte wurde von den Regierungen vergessen, sie litt Mangel an allem, man lies sie ohne Geld, selbst ein Winterhafen fehlte, wo sie sich gegen Stürme und Eis bergen konnte. Hätten nicht Oldenburg und Hannover ein Scherflein beigesteuert, so wäre die erste deutsche Flotte wohl gar zum Aufstrich gekommen. Mit den Winterhäfen wurde man nicht fertig, da zu spät begonnen worden war, und die Schiffe mußten sich so theilen, daß ein Theil in Brake, ein anderer in der Geeste bei Bremerhafen überwinterte. Die neu erschienene Denkschrift des Marineraths Jordan enthält viele Beiträge, aus denen man die herrlichen Dienste beurtheilen kann, die Bromme der Marine geleistet hat. Dank seinen Bemühungen ist wenigstens der Anfang einer deutschen Flotte gemacht, und diese besteht jetzt aus folgenden Schiffen: I. Dampfschiffe. 1. Dampffregatten erster Klasse: 1) Hansa, von 1000 Pferdekraft, mit 260 Mann Besatzung: 3 Bombenkanonen von je 135 Pfund und 8 von 68 Pfd., Kapt. Pougin aus Belgien. 2) Barbarossa von 350 Pferdekraft, mit 185 Mann, 9 Bombenkanonen von je 68 Pfund, Kapt. King aus England. 3) Erzherzog Johann, in Reparatur, Bewaffnung wie beim Barbarossa. 2. Dampffregatten zweiter Klasse: 4) Lübeck, 180 Pferdekraft und 95 Mann, ein 84 pfünder, ein 32pfünder, zwei 18pfünder, Komrmandant Thatcher aus England. 3. Dampfkorvetten erster Klasse: 5) Ernst August(früher Cora), das schönste Schiff der Flotte 270 Pferdekraft und 150 Mann, 6 Bombenkanonen von je 68 Pfund, Kommandant Reichert aus Hamburg. 4. Dampfkorvetten zweiter Klasse: 6) Hamburg, von 180 Pferdekraft und 95 Mann, ein 56pfünder, ein 32pfünder, zwei 18pfünder, Kommandant Smits aus Belgien. 7) Bremen, von derselben Kraft und Bewaffnung wie Hamburg, Kommandant Jackson aus England. 8) Großherzog von Oldenburg, 180 Pferdekraft u. 95 Mann, zwei 68pfünder, Kommandaut Ducalombier aus Belgien. 9) Frankfurt, ganz wie der Großherzog von Oldenburg. II. Segelschiffe. 10) Deutschland, mit 22 Kanonen, auf dem untern Deck 32pfünder, auf dem obern 18pfünder; 220 Mann, Kommandant Tratsuert aus Belgien. 11) Eckernförde, früher Gefion, 48 Kanonen, Lieute 1 nant Poppe aus Lübeck; liegt jetzt in der Reparatur. Die Kanonenboote sind nicht mitgerechnet, diejenigen, bei deren Herstellung Admiral Bromme thätig war, sind 26 an Zahl, jedes mit einem 84pfünder und einem 32pfünder bewaffnet. Das Spitzbuben=Meeting in London. (Schluß.) Nun, ich und viele Hunderte und Tausende wünschen warhaft Euer Wohl und möchten gern etwas thun, um Euch zu einem rechtschaffenen Leben zu bringen. All oder fast all Euer Elend kömmt wie ich weiß, von den schlechten Kosthäusern her—(„Ja, ja, so ist's, Herr! so ist'!) und ich bin entschlossen, mit Eurer Hülfe ihre völlige Zerstörung zu bewerkstelligen.(Eine Stimme:„Das freut mich, Herr— Sie haben ganz Recht, und ich bitte Gott um seinen Beistand für Sie.“ Die älteren Burschen wurden nun gefragt, was sie wohl für das Geeignetste hielten, sie aus ihrer Erniedrigung zu befreien. Einige hielten Auswanderung für das beste Mittel, denn wenn sie in einer neuen Kolonie von Frischem aufingen, so würden sie, ihrer Meinung nach, ihre schlechten Gewohnheiten, die ihnen in der Heimath jeden Zutritt zu einer Beschäftigung abschnitten, hinter sich lassen. Andere meinten, es werde ihnen schwer werden, schnell genug Arbeit zu bekommen, um daran verhindert zu werden, sich durch ihre alten Kuiffe zu erhalten. Viele wiederum hielten ihre Besserung wegen der Versuchungen, welche sie in England umgäben für unmöglich, während noch andere dieselben Versuchungen in der Ferne wie zu Hause fürchteten. Während dieser Vorgänge wurde einer der verzweifeltsten Charaktere— ein Junge der sechsundzwanzigmal im Gefängniß gewesen war— von den Andern dazu erwählt, einen Souvereign zu wechseln, um zu versuchen, ob er so ehrlich sein würde, das zurückerhaltene Geld zurückzubringen oder damit zu verschwinden. Beim Empfange ward ihm gesagt, daß, wenn er es vorzöge, damit auszureißen, nichts gegen ihn unternommen werden sollte. Er verließ das Zimmer unter dem Jubel seiner Gefährten. Als er ein Paar Augenblicke abwesend gewesen war, richteten sich alle Blicke nach der Thür, so oft sie geöffnet wurde, und man erwartete mit Angst, ob er durch seine Rückkehr seine Glaubwürdigkeit bewähren würde. Niemals hat eine Versammlung ein solches Interesse verrathen. Viele stiegen auf die Bänke, um die erste Spur seiner Rückkehr gewahr zu werden. Offenbar war ihre Ehre auf dem Spiel, und Mehre sagten, sie würden den Kerl morgen todtschlagen, wenn er sich mit dem Gelde fortmachte. Viele Minuten vergingen in athemloser Stille, und einige seiner Genossen fingen schon an zu sagen, daß eine so große Summe Geldes eine zu starke Verführung für den Jungen gewesen wäre. Endlich meldete ein entsetzlicher Beifallssturm seine Rückkehr. Das Entzücken seiner Kameraden brach immer von neuem in laute Beifallsrufe aus, und der junge Mensch gab unter Triumphgeschrei das volle Geld zurück. hauses zu Paris. Eine ungeheure Menschenmenge wogte in dem glänzenden, hell erleuchteten Saale auf und nieder, und den Industrierittern war folglich ein großes, ergiebiges Feld zur Ausbeutung ihrer nichtswürdigen Thätigkeit für sie eröffnet. Das wußten aber nicht sie allein, sondern eben so gut die wachsamen Polizeibeamten, von denen eine ungewöhnlich große Zahl, namentlich solcher, die mit den Phisiognomien der berüchtigsten Gauner am bekanntesten und überhaupt bei dergleichen Veranlassungen am routinirtesten waren, sich an allen Enden und Ecken des großen Saales an jenem Abende aufgestellt hatten. Gegen zwei Uhr Morgens bemerkt einer dieser Polizeiagenten mitten unter einer Gruppe von Herren, die bewundernd einer schönen Quadrille zusahen, einen Menschen, der, ein bekannter Dieb, wohl mit ganz etwas Anderem beschäftigt sein mußte, als Tanzstudien zu machen. Schnell gab er daher einem Kameraden das bestimmte Zeichen und stellte sich dann etwa drei Schritt von dem Gauner auf die Lauer. Es dauerte nicht lange so benutzte dieser ein momentanes Gedränge und entführte mit unglaublicher Gewandtheit und Geschwindigkeit einem der neugierigen Zuschauer die Uhr mit Kette aus der Tasche und dem Knopfloche der Weste, worin die Kette eingehäkelt war. In dem nämlichen Augenblicke hatten aber auch die beiden Polizei=Beamten den Dieb schon beim Kragen erfaßt, hoben ihn hoch, als sei er eine Feder, und führten ihn, ohne weiteres Aufsehen, rasch in das Zimmer des obern Polizei=Beamten, der gerade den Dienst hier hatte. Vergebens suchte der Gauner auf dem Wege dahin alles Mögliche hervor, um auf irgend eine Weise die Uhr los zu werden, die ihn ja nothwendig verrathen mußte. In dem von dem Beamten mit ihm sogleich angestellten Verhöre gab der Gauner zuerst seinen Namen an und fuhr dann fort: „Es ist mir, Herr Commissarius! nicht im Traume eingefallen, die Uhr hier stehlen zu wollen; ich bin wieder Wissen und Willen in ihren Besitz gelangt. Ich drängte mich durch die Gruppe der mich allzudicht umstehenden Herren; zufällig häkelte sich die wahrscheinlich von dem Knopfloche eines mir unbekannten Herrn losgegangene Uhrkette bei der unvermeidlich nahen Berührung mit ihm an einen meiner Knöpfe fest; die Uhr folgte; ich griff hinzu, erfaßte sie und wollte natürlich Alles sogleich dem Herrn wieder zustellen, den ich sofort aufsuchte, als jene beiden Polizei=Beamten mich roh ergobior und. e a In diesem Augenblicke stürzte ein Herr ganz kaßer sich in das Polizeizimmer und schleppte mit Gewalt eine junge Dame mit sich herein, die am ganzen Körper zitterte und, da sie keine Masfe hatte„ihr Gesicht so gut es eben gehen wollte, mit dem Schnupftuche verhüllte. „Herr Commissarius!“— schrie mit wüthender Stimme der fremde Herr,„dieses Frauenzimmer hat mir so eben meine Uhr gestohlen; glücklicherweise habe ich sie auf der That ertappt und bitte nun ein Erempel an ihr zu statuiren!“ „Der Herr ist von Sinnen, und ich weiß nicht, was er von mir will!“ sagte die junge Frau schluchzend und mit zitternder Stimme.„Er stürzte wie ein Rasender auf mich los und mißhandelte mich. Lassen Sie mich untersuchen Herr Commissarius! ich habe keine Uhr bei 4 „Sie hat dieselbe schnell einer Diebsgenossin zugesteckt!“ erwiederte der Bestohlene.„Daß sie die Diebin ist steht fest; keine andere Person, als sie, stand neben mir, als sie mich anredete und meinen Arm faßte. In demselben Augenblicke fühlte ich auch eine Berührung an meiner Weste, und— die Uhr war verschwunden!“ „Geben Sie mir doch eine Beschreibung Ihrer Uhr! sagte der Polizei=Beamte, als der Kläger einen Augenblick inne hielt, um Athem zu holen. „Es ist eine schöne goldene Cylinder=Uhr, auf der inneren Kapsel ist der Name„Leroi“ und die Nummer 7757 eingravirt; die goldene Kette daran ist eine sogenannte Schakenkette und zwischen dem Uhrgehänge, den Petschaften, befindet sich ein goldener Todtenkopf mit Augen von Rubinen!“ „Sollte es etwa diese Uhr hier sein?“ fragte der Beamte, indem er die bei dem Gauner gefundene aus seinem Schreibtische hervorlangte. Es wäre überflüssig, das nun Folgende weitläufiger zu erzählen: wie der Kläger sich bei der jungen Frau entschuldigte, die nahe daran gewesen war, ein Opfer seines Versehens, seines Mißgriffs zu werden; wie der Polizei=Beamte mit vollsten Rechte streng tadelnde Bemerkungen gegen den ungestümen, unvorsichtigen Kläger aussprach, dann endlich den Thatbestand zu Protokoll nahm und den eigentlichen Dieb in Verwahrsam bringen ließ. Tagesbegebenheiten. Berlin, 29. April. Das Tages=Ereigniß, das heute im Vordergrunde aller Gespräche steht, ist ein Parolebefehl, der gestern den hiesigen Truppen verkündet sein soll und der die Ablegung der deutschen Cocarde besiehlt. Es wird diese Maßregel als ein Sieg der reactionären Partei in der Armee über den deutsch=gesinnten Theil im Officierstande angesehen. Wir werden inzwischen wohl nähere Aufklärungen über die Motive noch erwarten müssen. — 30. April. Noch immer bleiben wir über die Bedeutung des Parole=Befehl wegen Abnahme der deutschen Cocarde völlig im Ungewissen. Nirgends erfahren wir bis jetzt, ob die Maßregel allgemein für die ganze Armee angeordnet ist, oder ob dieselbe sich auf Berlin und nur auf einzelne der hier garnisonirenden Truppentheile beschränkt. Das Letztere hat die Wahrscheinlichkeit für sich, da man noch immer einzelne Soldaten und Offiziere mit beiden Cocarden an der Dienstmütze sieht. Es bleibt also dabei, daß wir nähere Aufklärung abzuwarten haben. — Aus den vollständigeren Berichten über die SchlußSitzungen des Parlaments ersehen wir, daß Simson den Wunsch ausspricht, es mögen die Anzeichen“ sich bewähren,„die in diesem Augenblicke darauf hindeuten, daß die willkommenste Botschaft von dem Fortgange und Gedeihen“, ihtes Werkes die bald wieder einzuberufenden Abgeordneten empfangen werde. Ohne diese„Anzeichen“ näher zu kennen, wird man hier durch diese Worte aufmerksam auf eine erfurter Correspondenz in den„Hamb. Nachr.“, deren Zeichen auf eine Quelle deutet, die in dieser Sache für sehr zuverlässig gelten darf. Dort lesen wir:„Deu vielen Ausbrüchen des Unmuths wie der Kleinmuth, dem Zweifel und der Verdächtigung gegenüber wird man in gonvernementalen Kreisen eine Ruhe und Sicherheit gewahr, aus der kundige Personen den Schluß ziehen, daß die Angelegenheit des Bundesstaates besser steht als man sonst wohl glauben mag. Auch haben wir Aeußerungen vernommen, die auf den baldigen Eintritt entscheidender Ereignifse hindeuten, darunter diejenige eines sehr bochgestellten Mannes: daß„die preußische Regierung noch zu keiner Zeit in gleich günstiger Lage gewesen sei, Verdächtigungen offener Feinde und mißliebiger Freunde mit Gelassenheit zu ertragen, wie gerade jetzt. Die deutsche Nation werde in Kurzem an Thaten erkennen, auf wessen Wert sie baue und bei welchem Regentenhause sie ihre heiligsten Güter für gesichert halten dürfe.““ — 1. Mai, 7 Uhr Abends. Aus zuverlässiger Quelle erfahre ich, daß am 8. Mai hier in Berlin ein Congreß der Unions=Fürsten eröffnet werden soll. Es wird ein Protest erlassen werden dagegen, daß einem inzwischen von Seiten Oesterreichs nach Frankfurt ausgeschriebenen Congresse die Bedeutung einer„Bundes=Versammlung“ beigelegt und von Oesterreich in solcher Weise die alten Präsidial=Rechte aus dem Bunde von 1815 eigenmächtig wieder hergestellt und in Ausübung gebracht werden sollen. Verschiedene Als Probe, welche Sprache die Organe der rothen Presse in Frankreich führen, mögen folgende zwei Müsterchen dienen, welche wörtlich der Proudhonschen„Volksstimme“(Voix du peuple) entnommen sind.„Ein sehr respectabler Galeerensträfling, zu den Galeeren verurtheilt unter dem Tyrannen wegen eines politischen Verbrechens gegen das Eigenthum, flüchtete, wurde wieder eingefangen und auf's Neue auf die Galeeren gebracht! Zittert, niglichgesinnte, denn vielleicht morgen schon bricht das Volk seine Ketten.— Ein anderer Artikel desselben Blattes lautet:„Montgaillard ein ehrenwerther Lehrer, Socialist, der seit langer Zeit mit zwei Weibern zugleich verheirathet war, und zwei Haushaltungen hatte, Alles bloß aus Haß gegen die Kirchenlehre, daß man nur eines Weibes Mann sein soll— der ist schändlicher Weise abgesetzt worden. Die Rothe(Blutrepublik kömmt, und die Kinder der Reactionaire sollen erkennen wie lang ein Tag ohne Brod ist.“— Selnnntmachungen. Durch alle wohllöbliche Postanstalten sind nachfolgende sehr billige und zeitgemäße Volkszeitschriften zu beziehen. 1) Rheinisches nebst Erzähler. Dasselbe erscheint in jeder Woche sechsmal und kostet vierteljährig mit Porto 18 Sgr. Es bringt täglich einen vollständigen Bericht über alle beachtenswerthen politischen Ereignissen und jede Woche eine übersichtliche Zusammenstellung des Wichtigsten aus dem Gebiete des Rechtslebens, der Erfindungen, der Künste und der Wissenschaften. Dasselbe kann mit Recht durch seine allgemein verständliche Besprechung der Geschichte und Zustände der Gegenwart als eine wirkliche Volkszeitung bezeichnet werden. Um aber dieser Aufgabe immer mehr zu entsprechen, wird von dem nächsten Quartale außer dem Erzähler noch beigelegt:„Der aufge: klärte Handwerker“ und die in monatlichen Lieferungen erscheinende: Neue Gesetzsammlung für Bürger und Landmann, eine geordnete Zusammenstellung der seit 1848 erschienenen preußischen Gesetze. Neue Abonnenten auf das Volksblatt erhalten die bis jetzt erschienenen 20 Lief. des 2. Bandes des Erzählers und die der Geh.imnisse des Volks vollständig beigelegt. 2) Der Erzähler, in jeder Woche 6 Nummern, erscheint in zwei von einander getrennten Abtheilungen, wovon die eine kleinere Novellen, Kriminalgeschichten der Gegenwart, Briefe Ausgewanderter, Lebensbeschreibungen u. dergl., die zweite größere, zeitgemäße und allgemein interessante Werke bringt und zwar für jetzt das berühmte Werk von Eugen Sue:„Die Geheimnisse des Volks.“ Der Erzähler kostet für das Halbjahr— Januar bis Juli oder 156 Nummer, 15 Sgr. 3) Deutsches Volksbuch der Gegenwart. JedeWoche eine Nummer„Politische Belehrungen“, 1 Bogen stark und eine Nummer„Der aufgeklärte Handwerker“. ½ Bogen stark und monatlich eine Lieferung der„Gesetzsammlung für Bürger und Landmann.“ 4) Ungeheure Heiterkeit. Eine Blumenlese der neuesten humoristischen Literatur Deutschlands gezogen aus den fliegenden Blättern, den Leuchtkugeln, dem Eulenspiegel, den Rheinischen Monatsheften, dem Kladderadatsch und vielen anderen Zeitschriften und mit vielen Originalbeiträgen. Jede Woche eine Lieferung von einem Bogen und einer belletristischen Beilage von einem Bogen und der Gesetzsammlung. Der Jahrgang 20 Sgr. 5) Die neue Illustrirte Zeitschrift. Jede Woche ein Foliobogen mit 7 bis 8 Illustrationen. Diese billigste aller illustrirten Blätter kostet in der hiermit angebotenen billigen Ausgabe mit den politischen Belehrungen und der ungeheuren Heiterkeit vierteljährig nur 20 Sgr. 9 Pfg., mit dem Rheinischen Volksblattt 1 Thlr. Simmern, Erpedition des Rheinischen „Volksblatts. Bekanntmachung. Am Dienstage den 7. Mai c. Nachmittags 2 Uhr soklen im hiesigen Stadtwalde 50 Nummern Eichenstämme vorzüglich zu Bau= u. Grubenholz tanglich, an Ort und Stelle an den Meistbietenden mit Zahlungsfrist öffentlich verkauft werden. Hattingen, den 29. Aprik 1850. 99. Die Wald-Commission. 102. Dem geehrten Publikum die ergebenste Anzeige, daß ich meine Wohnung nach dem bisher von dem Herrn Kommunal=Empfänger Lange bewohnten Hause verlegt habe. Hattingen den 1. Mai. 1850. Kleidermachermeister Arning. 104. Bei Gelegenheit der hiesigen Kirmes auf immelfahrtstag, den 9. Mai, ist bei mir wozu ich ergebenst einlade. Sprockhöbel, den 3. Mai 1850. E. Flanhardt. Redaktion, Druck und Verlag von 103. Eine große Auswahl Sommerstoffe zu Röcken und Hosen in neueren geschmackvollen Dessins empfiehlt Fried. Fischer. In einem Anstreicher=, Glaser= und Tapezirer=Geschäfte ist für einen ordentlichen jungen Mann, der mit den erforderlichen Schulkenntnissen versehen, eine offen. 85. Sehrlingsstelle 3. J. Altwicker in Solingen. 97. 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