Asthartsches Amtsblatt. Nro. 52. Dortmund, Freitag Bekanntmachung. Der Herr Polizei=Vogt Maubach zu Mühlheim an der Ruhr hat unter'm 12ten dieses zwei Menschen, welche wegen ihres frühen Erscheinens Morgens vor 6 Uhr mit einem Sack voll Kupfergeschirr, und weil sie sich gar nicht legitimiren konnten, verdachtig schienen, arretiren lassen. Die Arrestanten nennen sich: 1. Wilhelm Müller zu Unterbach bei Gerresheim wohnhaft, ein Maurer. 2) Wilhelm Steinbach, 25 Jahre alt, unverheirathet, von Profession ein Bäcker, geboren auf der Burg, und wohnhaft in Kettwig vor der Brücke. Man hat gegründete Ursache zu vermuthen, daß das von den beiden Arrestanten bei sich geführte Kupfergeschirr, bestehend: r. in einem roth=kupfernen Kaffekessel; 2. in einem kleinern dito; 3) in einem gelb=kupfernen Milchkessel: 1a: in einem gelb=kupfernen größern Kessel; g. in einem gelb=kupfernen Wasserkessel; mit roth=kupfernem Henke; 6. in einem kupfernen zusammengerollten Deckel; den rsten Juli 1814. 7. in einem etwas zusammengedrückten gelb=kupfernen Milch=Eimer gesiohlne Sachen seyen, und dieser Diebstahl in der Gegend der Ruhr oder in den benachbarten Cantons verübt seyn müsse. Ich ersuche daher alle Herren Beamten der gerichtlichen Polizei, falls ihnen von solch einem Diebstahl die Anzeige geschehen seyn soll, mich hieven zu benachrichtigen, oder bei noch nicht erfolgter Anzeige in dem Ihnen untergebenen Amtsbezirk genaue Erkundigung hierüber einzuziehen, zugleich aber auf den Wilhelm Steinbach, welcher aus dem Gefängnisse zu Mühlbeim entsprungen ist, dessen Signalement aber noch nicht aufgenommen war, genau wachen und hierher abliefern zu lassen. Essen den lgten Juni 1814. Der Königl. Preuß. Anwalt Maynz. Oeffentliche Verdingung. Es sollen nachfolgende Neubauten und Reparaturen, als: 1. eine steinerne Brücke bei Berckhoff in den Altenhöfen, Commüne Herne; 396— 2. einen hölzernen Durchfluß in der Commüne Holtershausen; 3. eine hölzerne Brücke in der Commüne Bickern; 4. die Ausbesserung der hölzernen Brücke in der Commüne Pöppinghausen; und f. eine Brandleiter für die Commüne Herne in Termino den raten Juli dieses Jahrs Vormittags 9 Uhr an der Behausung des Wirths Fleigenschmidt in Herne öffentlich den Wenigstfordernden verdungen werden. Lusttragende Uebernehmer werden hiemit aufgefordert, sich an dem bestimmten Tage und Stunde daselbst einzufinden, und können die Kosten=Anschläge täglich auf dem hiesigen Verwaltungs=Büreau eingesehen werden. Eickel im Bezirk Herne, den 2zsten Juni 1814. Der Bürgermeister Steelman. Gestohlne Sachen. In der Nacht vom 26sten auf den 2gsten Juni ist mir aus der Weide bei meinem Hause eine hellbraune Stute, 16 Hand hoch, fünf Jahre alt, mit einem Zeichen vor dem Kopf, einen weißen Snipp auf der Nase und 2 weißen Hinterfüßen, entkommen, und wahrscheinlich gesiohlen.— Ich ersuche doch jeden, dem dieses Pferd zu Gesichte kömmt oder zum Verkauf angeboten wird, solches anzuhalten und mir sofort davon Nachricht zu geben, wo ich mich dann gehörig legitimire, die Kosten ersetze und ein angemessenes Douceur verspreche. Benninghofen im Amt Hörde. Der Colonus * Kettler. Aufforderung. Mein Sohn Jacob Pfingsimann hat sich vor mehreren Jahren von mir entfernt. Da ich jedoch von der höhern Behörde mehrmals aufgefordert worden bin, diesen zur Erfüllung seiner Dienstpflicht zu stellen, und mir dessen. Aufenthalt durchaus unbekannt ist: so ersuche ich einen jeden, dem der Aufenthalt meines Sohns bekannt ist, mir gefällig gegen Erstattung der Kosten hievon Anzeige zu machen, damit ich vor den mir drohenden Executions=Maßregeln geschützt bleibe. Königsteele den 2hsten Juni 1814. Friedrich Pfingstmann. Darlehnsgesuch. Es wird ein Darlehn von circa so00 Rthlr. Berg. Cour. gesucht; die Hypothek auf Grundstücken an der Ennepe. Dortmund den 2rsten Juni 1814. Mallinckrodt, Tribungl= Annalt. Vermiethung. Das sub Nr. 76 auf dem Schuhhofe belegene Wohnhaus ist mit Hälfte des Monats September pachtlos. Nähere Bedindungen sind zu erfahren bei der, Wittwe Lührmann auf dem Markt. Empfehlung. In der Expedition der Westphäl. Amtsblätter ist wieder vorräthig: Siegellack von allen Sorten, so auch feine rothe und melirte Oblaten von jeder Größe in den billigsten Preisen. Mannichfaltigkeiten. Sehr passend hat der wackere Blücher den fürstl. Titel von Wahlstadt erhalten. Denn dieses Dorf von 42 Feuerstellen u. etwa 280 Einwohnern liegt im Liegnitzer Kreise, unweit der Katzbach, also in der Nähe des Kampfplatzes, auf dem er am absten August 397 1813 seinen ersten großen Sieg, das Unterpfand seiner künftigen Heldenthaten, errang und den Unterdrückern Schlesiens 18000 Gefangene, 103 Kanonen und 250 Munitionswagen abnahm. Wahlstadt selbst verdankt sein Daseyn und seinen Namen einem andern, für Europa höchst merkwürdigen Kampf. Denn als die Nachfolger Dschingischaus gegen die Mitte des 1zten Jahrhunderts bis nach Schlesien vordrangen, lieferte Herzog Heinrichll.(der Fromme) von Liegnitz ihnen in jener Gegend eine Schlacht, die zwar unglücklich ausfiel und ihm selbst das Leben, aber den Tartaren auch so eine Menge Menschen kosiete, daß sie ihre Eroberungsplane aufgeben und den Rückzug antreten mußten. Zum Andenken an diesen merkwürdigen Vorfall bauete die heilige Hedwig, Mutter Heinrichs II., an der Stelle, wo sie die Leiche ihres Sohnes gefunden hat, eine Kapelle, aus der mit der Zeit ein Benedictiner=Kloster erwuchs, bei dem sich nach und nach Lansleute ansiedelten und das Dorf Wahlstadt bildeten. (Eine neue Zeitschrift liefert folgende interessante Scizze ehemalig= wesiphälischer Rechtspflege und Finanz=Administration. Von allen Drangsalen, die seit dem unglückseligen Frieden von Tilsit das sogenannte Königreich von Westphalen betroffen haben, sind wohl keine drückender und beschwerlicher gewesen, als die ihm aufgedrungene französische Rechtspflege und das aussaugende Finanz=System. Wesiphalen hatte weder politische noch burgerliche Freiheit, und sein Loos war um so trauriger, da es unter einem Könige siand, der das arme Land nur nach dem despotischen Willen seines tyrannischen Bruders regieren durfte, und der auch selbst keine RegentenTugenden besaß. Wie war es möglich, daß die Regierungssorm eines, aus so mancherlei deutschen Landern zusammengesetzten Königreichs, durch vier französische Commissarien, die weder diese deutsche Länder, noch den Character, die Sitten und Gebräuche ihrer Bewohner kannten, eingerichtet werden konnte? Schou die gänzliche Unkunde der Sprache machte sie zu diesem Geschäft untauglich; und da, vermöge der Constitution, der Code Napoleon vom rsten Januar 1808 an das bürgerliche Gesetzbuch des Königreichs Wesiphalen ward: so war schon dadurch alles Unheil über den neuen Staat verbreitet. Es würde nicht schwer fallen, diese Behauptung mit unzähligen Beispielen zu beweisen und deutlich darzuthun, daß dieser so hoch gepriesene Coder die Prozesse durch seine weitläuftigen und unnützen Formen nur verlängerte und erschwerte, und den Procurato= ren und Sachwaltern die Mittel in die Hand gab, ihren Klienten den Beutel zu leeren, da sehr oft die Kosten den Gegenstand des Prozesses bei weitem überstiegen. Durch die Constitution hatte Napoleon sich die Hälfte der Allodial=Domainen des ganzen Landes vorbehalten u. verschenkte sie zum Theil an seine Familie, seine Minister, Generale und übrigen Helfershelfer. Der Ertrag dieser Domainen ging gemeiniglich baar nach Frankreich, veriinderte daher nicht nur die Circulation des baaren Geldes im Lande, sondern gab auch zu unendlichen Unordnungen Anlaß, indem die kaiserlichen Domainenpächter sich weigerten, an den Lasien des Landes auch Antheil zu nehmen. 398 Alle, mit der Verwaltung ehemals beauftragte Behörden wurden aufgehoben und durch andere nach französischem Schnitt ersetzt. Der daraus für die Unterthanen entstehende Nachtheil war bei der elenden Einrichtung des Postwesens, des Salzverkaufs und des unter der Benennung: indirecten Steuern, veränderten Accise= und Zollwesens am drückendsien. Das Briefporto war so hoch, daß die Kaufleute sich genöthigt sahen, ihre Correspondenten durch die Zeitungen zu ersuchen, nur in den nöthigsten Fällen Briefe an sie ergehen zu lassen, und sie ganz und gar mit Einsendungen von Preiscouranten, Musierkarten u. s. w. zu verschonen. Bei den meisten Postämtern war wegen der schlechten Einrichtung, der wenigen Sicherheit und des veränderten Courses ein merkliches Deficit entstanden, und man fand in der Folge für gut, das Porto um etwas herabzusetzen; die schlechte Einrichtung und Unsicherheit blieb aber die nämliche. Der Preis des Salzes, das unentbehrlichste Bedürfniß sogar für die ärmste Volksclasse, war so hoch gestiegen, daß das Pfund, welches sonsi kaum 4 Pfennig kostete, nunmehr auf 1 Ggr. und darüber zu stehen kam. Die indirecten Steuern wurden dermaßen erhöht, daß mehrere Bürger ihr Gewerbe aufgaben, um sich nicht den Plackereien und nächtlichen Hausvisitationen auszusetzen.— In der Absicht, Defraudanten zu entdecken „ und dadurch den Strafantheil der Officianten zu vermehren, wurden rechtliche Bürger des Nachts mit soheftigem Lärm aus dem Schlafe geweckt, daß dadurch ganze Straßen allarmirt wurden. Das Münzwesen sowohl, als Maaß und Gewicht sollten auf französischen Fuß eingerichtet werden; zu diesem Ende wurden Centimenstücke von Billon und Kupfer geschlagen, die zu den coursirenden alten Münzsorten nicht paßten, bei den klrinsten Rechnungen Brüche zum Nachtheil der Zahlenden verurjachten und endlich, der gescharftesten Pönal=Mandate ungeachtet, gar nicht mehr angenommen wurden. Dieses und das wenige französische Geld erhielt fortdauernd die sonstigen Münzsorten im Umlauf, und nur in den Rechnungen der Adminisirationen ward nach Franken und: Centimen gerechnet. Ueberhaupt ward das arme Land mit unerschwinglichen Abgaben belegt, und dochreichten diese bei dem kosispieligen Aufwande des Hofes nicht zu. Man schritt also zu einer von den Ständen genehmigten Zwangs=Anleihe, welche durch ein Decret vom i#gten Juli 1808 auf 2o Millionen Francs festgesetzt wurde; da diese nicht ganz aufgebracht werden konnten, schritt man zu einer zweiten von 10 Miliionen, der man den Namen Ergänzungs= Anleihe gab; und endlich zu einer dritten von 5 Millienen Francs. Alle Stifte und Klöster wurden aufgehoben, alle Innungen, Corporationen und Zünfte geplündert und ihres Eigenthums beraubt, die Güter, Aecker und Häuser der elben wurden um geringe Preise verkauft. Ein gleiches fand mit den königlichen Domainen=Grundstücken Statt, die auf den Auctionen mit einem Drittheil in baarem Gelde, und zwei Drittheilen, entweder in Obligationen der ersten Classe der Staats=Anleihe, oder in Bous der Amortisations=Casse bezahlt wurden. Die Anleihen gingen nur langsam von Statten; denn schon damals war der Credit einer Regierung im In= und Auslande ge 399 sunken, die in der That auch kein Zutrauen verdiente, da ihre politische Existenz sich auf heimliche oder geheime Polizei und den Willen des verhaßten Tyrannen, Napolcon, gründete, von dem sein Bruder Hieronymus nur der Statthalter war. Die Obligationen des Staats=Anlehns wurden noch vor ihrem Daseyn mit 20, 30 und mehreren Rabatt von christlichen und hebräischen Speculanten aufgekauft, die auf mancherlei Weise damit wucherten. Beim Verkauf der Güter, der königlichen Domainen, der aufgehobenen Stifte und Klöster, boten sie der Agiotage ein weitläuftiges Spiel dar. Auf den Bericht, daß in He*“ sich zu mehrern solcher Häuser keine Käufer fänden, erfolgte von Cassel der Befehl: die Häuser niederzureißen und die Baumarerialien an den Meisibietenden zu verkaufen; wogegen aber die Orts=Authoritäten protestirten, weil die wüsten Stellen zu sehr vielen Unordnungen, in polizeilicher Hinsicht, Anlaß geben und die benachbarten Häuser darunter zu viel leiden würden. Ohne diese Protestation wären sie niedergerissen worden und hätten dem unglücklichen Westphalen zum redenden Beweis französischer Finanzoperation dienen können. So ward durch den im Zorn des Himmels verliehenen König und seine wackern Minister ein Land administrirt, dessen einzelne Theile unter ihren rechtmäßigen Beherrschern einst so glücklich und so blühend gewesen waren!— Was kümmerte solche Minisier das Wohl des Landes?— Ihnen war es nur um ihre Stellen und ihren Credit zu thun. Um diesen zu erhalten, mußten sie Geld auschaffen; ob die Unterthanen gedrückt wurden, war ihr geringster Kummer. Und dieses erpreßte Geld warf der König mit vollen Händen von sich.— Asiatische Pracht herrschte an seinem Hofe. Eine Reise nach Paris kosicte ungeheure Summen, die herbeigeschafft werden mußten. Seine Equipagen überstiegen an Eleganz alles, was man bis jetzt in dieser Art gesehen hatte, und erregten sogar in Erfurt die laute Mißbilligung seines despotischen Bruders. Das schlimmste bei dieser Verschwendung war, daß die Unterthanen wenig oder gar keinen Nutzen davon zogen, weil all s, was der Hof brauchte, aus Paris verschrieben wurde wodurch dann immer mehr Geld der Circulation entzogen und aus dem Lande geschleppt ward. Bei solch einer Finanzwirthschaft war es wohl nicht möglich, daß ein ehrlicher Mann auf einem Platze bleiben konnte, wo tägliche Erpressungen und Erfindungen neuer oder erhöhter Steuern an der Tagesordnung waren. Er ward verabschiedet und seine Entlassung ward geflissentlich mit so abschreckenden Formen begleitet, daß sie künftigen Nachfolgern die Lust benehmen mußten, sich dem Ruin des Landes entgegen zu stemmen. Da die Bedürfnisse des Staats und des Hofes mit jedem Jahre stiegen, so mußten natürlich neue Quellen eröffnet werden, sie zu befriedigen; und daß man in der Wahl derselben nicht delicat war, hat, leider! die Erfahrung bestätigt.— Die Abgaben aller Art wurden vermehrt, eine Vermögens= und Einkommensteuer verordnet, beträchtliche ZulagsCentimen erhoben, die Stempel=Abgaben erhöht und bis auf die Schneider=Rechnungen ausgedehnt, mit einem Worte, ein völliges Aussaugungs=System eingeführt, das für das Land um so drückender seyn mußte, da diese Abgaben vorzüglich auf die nothwendigsten unentbehrlichsten Bedürfnisse des Lebens gelegt waren und, wie bereits oben augeführt, mit einer Strenge erhoben wurden, die der erwerbenden Classe segar des Nachts keine Ruhe ließ. An irgend eine Verminderung dieser Abgaben, an eine Aussicht auf eine glücklichere Zuk uft war nicht zu denken; denn, wie würde ein König, der vor seiner fabelhaft scheinenden Erhebung auf den Thron sich nicht träumen lassen konnte, jemals die unterste Stufe desselben zu ersteigen,— wie würde dieser Mann, in der Blüthe seiner Jahre, mit dem entschiedensten Hang für Vergnügen und Verschwendung, sich Einschränkungen unterworfen haben?— Würde das ihn umgebende Heer seiner Hofschranzen und französischen Lungerer wohl je die Stimme der Wahrheit bis zu ihm haben gelangen lassen?— Würde nicht sein letzter Finanz= minister, dieser freche Emporkömmling, dieser schaamlose Blutigel, alles angewandt haben, den armen Unterthanen den letzten Blutstropfen auszusaugen, um den Lüsten seines Herrn zu fröhnen, der ihn so königlich belohnte, der ihm für jede seiner landverderblichen Finanz=Operationen neue Ehren und Würden ertheilte, ihn baronisirte, mit Orden behing, und endlich gar in den Grafenstand erhob??? Es war diesem Vampyr zu viel daran gelegen, durch seine Erpressungen seinen Credit Zu erhalten und sich zu bereichern. Um indessen dem Lande die übermäßigen Auflagen und Abgaben einigermaßen begreiflich zu machen, und den Unterthanen mit der Hoffnung besserer Zeiten Geduld und Ergebung in ihre drückende Lage einzuflößen, ward durch ein Decret vom rgten Juli 1808 eine Amortisations=Casse errichtet, die mit Erhebung des gezwungenen Anlehns von 20 Millionen Francs, der Personensteuer, der Cautions=Gelder, der, bei den Tribunalen, Friedensrichtern, Notarien u. s. w. niedergelegten Summen und der 500,000 Francs, welche von der General=Direction der Economate jährlich zu dem Schuldenfond ausbezahlt werden sollten, beauftragt wurde. Hievon sollte sie die Interessen von den als Nationalschuld erklärten Capitalien, die Interessen für die Cautionen, die für die niedergelegten Summen, die Rückzahlung eben dieser Summen, die Rückzahlung der, durch das Loos bestimmten Capitalien, die dem französischen Gouvernement zu zahlenden Rückstände und den Vorschuß, welcher zu Bezahlung der, dem französischen Gouvernement, kraft des Tractats von Berlin vom 2asten April 1808 für die Provinzen Magdeburg und Altmark schuldigen Rückstände aufgenommen war, bezahlen. Die Worte dieses Decrets waren vortresslich und tröstend; sie versprachen eine endliche Verminderung der Abgaben, Tilgung der Landesschulden, richtige Abtragung der Zinsen der öffentlichen Anleihe, und das Wiederaufblühen der, durch die französische Invasion verheerten und erschöpften Provinzen. Der Credit des Landes hätte sich wieder gehoben, und das Sinken des Werths der Grundstücke hätte nachgelassen. Mit einem Worte: man sah hoffnungsvoll bessern entgegen. (Der Beschluß folgt.) Hiebei der neue Münz=Tarif.von Münster den r#ten Juni 1814 als Beilage; ist auch einzeln in der Expedition der Westph. Amtsblätter für 6 Stüber zu haben.