N 349. Sountag den 18. Dezember. 1842. Uebersicht des Personen=Verkehrs und des Güter=Transports, sowie deren Einnahme auf der Düsseldorf=Elberfelder Eisenbahn während des Monats November 1842. Hochdahl. Klasse 1.II.II. 18 4 3 8 30 144 21 24 40 45 135 Erkrath. Klasse II. III. 122 7 0 7 40 731 35 3 40 51 160 2 63 409 3 178 1020 Gerresheim. Klasse 1. II. III. 11' 69 4 21 11 104 567 57 20 42 48 159 893 Düsseldorf. Klasse I. II. III. 156 156 62 118 12 18 150 1146 1506 Hierzu 1. Diejenigen Personen, welche ohne Billet gefahren sind, und an die Oberschirrmeister gezahlt haben 2. An Militär=Commandos 3. An Ueberfracht von Passagier=Effekten 4. An Gemüse und Gartenfrüchten sind transportirt worden 644½ Ctr. 5. An postzwangspflichtigen Paketen wurden 710 Ctr. transportirt 6. An Frachtgütern sind transportirt worden 31114 Ctr., darunter 4307 Ctr. für den Bau der Bahn 426 666 118 205 490 2965 4870 Total Total an Per= sonen. 6522 801 1208 426 1117 2271 7045 19390 169 19559 Betrag. Thlr.| S. P. 2033 111 178 71 164 352 2033 4945 Die Direction. 16 41 93 66. 11112 1993 4 7268 26 nland. * Düsseldorf, vom 16. Dezbr. Das Blücherfest. Den hundertjährigen Geburtstag des Helden auszuzeichnen, der aus dem bewölkten Himmel des Königl. Heeres, ihm und dem Volke als ein Stern erster Größe aufging, nachdem Friedrich II. seine Laufbahn vollendet, ist gestern hier ein Fest gefeiert worden, das nach seiner Bedeutung über den engern Kreis der Festgenossen hinaus geht: so sinnreich war die Anordnung, so begeistert die Feier. Die von dem General Grafen von der Gröben geleiteten Vorträge über Militärwissenschaften und Kriegsgeschichte, welche jedem Offizier der Garnison nicht nur zugänglich sind, sondern Gelegenheit bieten, die Ergebnisse eigener Studien seinen Kameraden mitzutheilen, hatten die Thaten des Fürsten Feldmarschall so oft zum Gegenstand gehabt, daß es nur der Sammlung der Lorbeeren bedurfte, um heute den Kranz um das Heldenhaupt zu legen. Diese Huldigung den Manen des Sie= gers an seinem hundertjährigen Geburtstag darzubringen, hatte sich im Kreise seiner Offiziere der General von der Gröben vorbehalten, und zu dem Ende zu einem Vortrage einladen lassen, auf welchen die alten Kampfgenossen nicht weniger gespannt waren als die jüngeren Waffengefährten. Rechnen wir die Kindheit, Jugend, und was in das vorige Jahrhundert zurückreicht, ab, so war alles, was aus dem Leben des Gefeierten mitgetheilt wurde, Erlebtes, Angeschautes, verarbeitet und durchschaut, was über den Vortrag einen Reiz verbreitete, wie er von akademischen Lehrstühlen ausgeht, wenn der Docent nicht sowohl ein Diener der Doctrin, als der Wissenschaft Priester ist. Pläne, Entwürfe, Berechnungen, Berathungen, wie sie in dem großen Verlauf der Begebenheiten stattgefunden haben, kamen nicht zur Sprache; der Vortrag stellte den allzeit fertigen Soldaten, den allzeit wachsamen Offizier, den umsichtigen und kräftigen, den wohlwollenden aber schlauen, den lenksamen aber sicheren, den Horcher und Späher in Andern, aber in sich selbst persönlichen Geist, den kühnen Reiter, die geübte Hand, den nervigen Arm, die gebieterische Faust des Hel= dengreises der Jahre 13, 14 und 15 zum Theil aus seinen eigenen Gesprächen, Reden und Antworten so lebendig dar, daß der Hörer zum Schauer ward, und der durch gleichen Beruf Betheiligte zum Theilnehmer im Geiste. Nach dem Vortrag folgten die Festgenossen ihrem verdienten und geliebten Chef in einen andern Saal, woselbst ein Mahl und ein Trunk bereitet waren, wie der Gefeierte selbst seine Gäste zu bewir= then pflegte. Die geschmückten Bildnisse, Standbilder und Büsten Ihrer Majestäten, Friedrich Wilhelm III. und IV., so wie des Fürsten Blücher zierten den Saal, und die Trinksprüche, welche aus dem Munde des Festgebers vernommen wurden, hallten in den Herzen der Versammelten begeisternd wieder. Dem König und der Königin folgte unter Absingung des„Heil dir im Siegerkranz,"„Was ist des Deutfchen Vaterland" und des Liedes vom Blücher„Was blasen die Trompeten" eine Ansprache vor dem Standbilde, das die Vaterstadt dem Heiven gesetzt hat, welche aus der Götheschen Jnschrift ein Feuer nahm, das alle Zuhörer durchglühte, auch wohl eine Thräne der Vater lands liebe, der Bewunderung und Ahnung auspreßte, alle aber mit dem lebhaftesten Dank gegen den verehrten Führer und Festgeber exfüllte. * Emmerich, vom 16. Dez. Gestern trafen Se. Majestät der König Wilhelm, Graf von Nassau, mit Gemahlin und hohem Gefolge auf der Reise von Berlin nach dem Haag hier ein, übernachteten im„Niederländischen Hof“ bei Hrn. Juppen und setzten heute Morgen ihre Reise im besten Wohlseyn sort. Lüdenscheid, vom 6. Dez. Als im Jahre 1840 in Königsberg die Schrift Jakoby's auftauchte, war die Elberfelder Zeitung sofort im Reinen, als sie wußte, der Verfasser sey Doktor der Medicin. Wichtigkeit und Wahrheit der Sache, Beruf und Befugniß des Autors waren jetzt Nebensachen, und am Ende blieb nur ein „vorlauter Arzt" übrig, der die verdiente Zurechtweisung erhalten werde. Als Bruno Bauer das Schwert der Kritik zuckte, da war es wieder nicht ein Prinzip, eine Ueberzeugung, die sich mächtig Bahn brach, keine Wehe der Zeit: es war nach unseree Gazette die sinnlose Frechheit nur eines Licentiaten der Theologie, eines Privatdocenten, der sich sogar polizeilich vergangen hatte. G. Herwegh kommt nach Deutschland, dem Dichter schlagen die Herzen entgegen; die Elberfelder Zeitung aber thut uns eiligst zu wissen, Herwegh sey ein Deserteur, ein zweifacher Deserteur, der Theologie und dem Heere vor Jahren entlaufen, und nicht für werth befunden, je wieder Würtemberg, sein Geburtsland, zu betreten. Aus Königsberg hören wir, der Dr. Rupp sey an Lucas Stelle zum Director erwählt; aus El= berfeld erfahren wir gleichzeitig, Dr. Rupp habe die christliche Religion verlästert. Für den Dr. Grün werden den ganzen Rhein ent= lang Stimmen laut, und so Viele, als da sprechen, fühlen sich mit verletzt, haben es kein Hehl, daß in dem Dr. Grün, diesem Einzel= nen, dem Allgemeinen zu nahe getreten sey. Alle bezeugen ihre Theilnahme und fordern Gerechtigkeit: aus dem Wupperthale wird das und das gewispert, wonach man die Wahl hat, ob Dr. Grün ein Ehrenmann oder das Gegentheil ist; sobald der Rechtspunkt kommt, schweigt man lieber. Trotz der Erklärung der badischen Behörden, sie verweigern Dr. Grün den ferneren Aufenthalt nur aus politischen Gründen, es sey diese Maßregel durchaus nichts Entehrendes, läßt sich die Elberfelder das Gegentheil versichern, den Charakter und die Sittlichkeit des Ausgewiesenen verdächtigen, glaubt es, nimmt es auf und tritt jede Rücksicht gegen Ehre und guten Namen, gegen Alles, was einem Menschen, einer Familie hoch und theuer ist, mit Füßen. So verfährt eine Zeitung, die sich ihrer Christlichkeit laut rühmt. Für solchen Unfug scheint Preßfreiheit zu existiren. O Censur, sey gerecht! Wir sind weit entfernt, Fesseln für jene Gemeinen und Zügellosen zu verlangen, aber wir verlangen mit Recht, daß dem Charakter und der gerechten Entrüstung wenigstens erlaubt wird, sich öffentlich zu vertheidigen vor den Angriffen der Charakterlosigkeit, wir verlangen, daß die Censurfreiheit nicht das Monopol der Fraubaserei und Rückengeschmeidigkeit sey.(L. A. Z.) Aus Rheinpreußen, vom 10. Dezbr. Für die Freiheit der Presse ist so viel gekämpft, ihre Nothwendigkeit ist vom größten Theile der civilisirten Welt so unzweifelhaft anerkannt, die Berechti= gung auch unserer Nation zur Ausübung der angeborenen Freiheit des Worts ist durch bundesgesetzliche Bestimmungen so unveräußerbar garantirt, daß die längere Verkümmerung dieser Freiheit—— o, uns die Luft entziehen, die wir einathmen, uns das Brot rauben, wovon wir leben, das wäre in der That keine stärkere Zumuthung für unsere Geduld und unser Rechtsbewaßtseyn, als die Vorenthaltung der ersten aller Freiheiten, der Freiheit der Rede ist. Und doch, wird uns 40 Millionen Deutschen nicht noch täglich jene Luft, jenes Brot des geistigen Lebens durch polizeiliche Gewalt von dem Munde weggeraubt? Gibt es in dem großen Deutschland einen einzigen Bür= ger, einen einzigen nur, der sagen kann: ich bin Herr meines Worte? Keinen einzigen gibt es, keinen einzigen! Wir haben den großen Napoleon besiegt, und wir können die Censur nicht bestegen; wir präsentiren unser Herzblut auf der Schale der Loyalität und des Patriotismus, sobald nur der Fuß eines Fremden vor der Thür= schwelle scharrt, und unser Patriotismus nach innen keucht geduldig unter dem Joche der Censur; wir nennen uns die Stammnation und das geistige Volk der Welt, und unser Geist sieht nach den geistfreien Fremden neidisch hinter dem Gitter der Censur hervor. Als der ge= waltige Unterdrücker unsers Vaterlandes überwunden war und der Geist des Volks von den Blutfedern gen Himmel dampfte, da endlich durfte die Seele frei ihre Schwingen entfalten, und dem übrig gebliebenen Leben der Nation wagte man keine Fesseln anzulegen. Jn einem großen Theile Deutschlands glaubte man das Wort Censur zum letzten Male gehört zu haben, bis dann plötzlich die karlsbader Beschlüsse den voreiligen Patriotismus über sein gutmüthiges Zutrauen belehrten. Muß man sich nicht, wenn nicht Anderes uns zu helfen im Stande seyn sollte, muß man sich nicht einen neuen Napoleon wünschen, um durch eine zweite Bluttaufe die Fähigkeit zur Freiheit zu empfangen? Denn lieber sein Leben um die Freiheit in die Schanze schlagen als mit der Voraussicht dem Kirchhof entgegengehen, daß man sein Daseyn nur als eine Vorübung zu der Stummheit des Grabes zu betrachten habe. Möchte doch jeder Einzelne von uns vierzig Millionen tropfenweise die Schmach kosten, die unsern Lebensbecher vergiftet; möchte doch Jeder, der den Mund öffnen, Je= der, der die Feder führen kana, mit Wort und Schrift unablässig, unverzagt, wo es ihm vergönnt ist, kämpfen gegen die Fesselung unsers Geistes, kämpfen und protestiren, protestiren und kämpfen im= merfort, und nicht aufhören zu kämpfen und zu protestiren, bis wir das Leben des Lebens, das freie Wort, erlangt haben! Sicher blickt ganz Deutschland mit Ungeduld und Zuversicht nach der sächsischen Kammer hin, die im Begriffe steht, das heiligste Recht der Nation zu reklamiren. Was in Baden gesagt worden ist, muß in Sachsen widerhallen, und was in Sachsen gesagt wird, das wird wieder weiter getragen und weiter wirken. Sollten diese wackern Vertreter auch nur für Sachsen eine größere Freiheit erringen, sie wird doch dem ganzen Vaterlande mit zu Gute kommen, denn nicht blos wird das Beispiel und der entfesselte Geist von dort nach außen wirken, sondern Sachsen, der Mittelpunkt des geistigen Verkehrs Deutschlands, wird auch ein Asyl für den Geist, der in andern deutschen Staaten die Schwingen nicht regen darf. Die sächsische Kammer hat sich in freiem Rechtsbewußtseyn beeilt, sich zu überzeugen, daß die Gefahr, welche den materiellen Interessen Deutschlands zu drohen schien, werde abgewendet werden, und sie wird durch diesen Schritt lebhafte Sympathie bei jedem Deutschen erregen. Um so weniger könnea wir daran zweifeln, daß sie stolz darauf seyn werde, durch männliche Verfechtung auch der geistigen Interessen den Dank und die Anerkennung der Nation zu erringen. Insbesondere von Preußen aus wird man dem Gange jener Kammerverhandlungen über die Preßangelegenheit mit gespanntester Aufmerksamkeit folgen.(L. A. 3) Vom Niederrhein, vom 10. Dez. Aus sicherer Quelle erfahren wir, daß von Seite des heiligen Stuhls bei dem preußischen Kabinet jetzt darauf angetragen worden ist, dem in der theologischen Welt rühmlichst bekannten Pfarrer Dr. Binterim eine vakante Dom= herrnstelle in Köln zu verleihen. Schon früher ist von Seite des Erzbischofs Clemens August diese ehrenvolle Berufung dem Dr. Binterim bereits angetragen worden; derselbe hatte solche jedoch aus Gründen abgelehnt; jetzt ist demselben aber aus Rom die Deutung geworden, sich deshalb in den speciellen Wunsch Sr. Heiligkeit zu fügen, worauf derselbe sich zur Annahme dieser Stelle bereitwillig erklärt hat, falls seine Ernennung nicht andern Orts Schwierigkeiten fände. Dr. Binterim ist bekanntlich seiner Zeit wegen der Korrespondenz mit Hrn. Michelis in Untersuchung gewesen. Wegen der letz= tern dürfte sich nächstens noch ein Kriminalproceß entwickeln, da es den beiden betreffenden Herren jetzt gelungen seyn soll, den Verfasser jener Schmähschrift„Personen und Zustände" zu ermitteln. Der= selbe ist dem Vernehmen nach ein bekannter Professor, welcher das Material von anderer Hand empfangen hat, dasselbe zusammenstellte und abdrucken ließ, ohne sich zu überzeugen, ob die ihm gegebenen Abschriften der Briefe mit dem Originale übereinstimmten, was laut einer im Westf. M. abgedruckten Erklärung des Kaplans Michelis nicht der Fall ist.(N. W. 3) Vom Rhein, vom 14. Dez. Eine zeitgemäße Reform der preußischen Postgesetze, welche schon seit längerer Zeit Gegenstand der Berathung im Staatsrathe zu Berlin gewesen ist, wird wahrscheinlich mit Anfang des künftigen Jahres in Wirksamkeit gesetzt werden. Ermäßigung des Portos, Aufhebung der Lohnfuhrabgabe und freie Konkurrenz in Beziehung auf Personen=Beförderung sind die wichtigsten Punkte, welche das neue Postgesetz enthalten soll. (Fr. J.) Berlin, vom 10. Dezbr. Daß der bisherige Censor in Köln, Hr. Polizeiraih Dolleschall, wie auswärtige Blätter melden, seiner Fanctionen entbunden ist, hat hier keineswegs überrascht, da man wußte, daß das Gouvernement die Redaction der Rheinischen Zeitung aufgefordert hatte, die Quelle zu nennen, aus welcher ihr der Ent= würf zu dein neuen, so vielfach besprochenen und im Allgemeinen auch wirklich besavouirten Ehescheidungsgesetz zugekommen war. Nun aber ist es sehr natürlich, daß man dabei auch an den Censor dachte, indem bei der großen Verschiedenheit, wie die Aufsicht der Censur bei uns, nach der mehr oder minder großen Aengstlichkeit geführt wird, doch sehr strenge für alle diese Beamten gleiche Vorschriften, in Beziehung auf die vorzeitige Verlautbarung der noch nicht auf dem gewöhnlichen Wege zur Publicität gelangten gesetzlichen Bestimmungen, bestehen.(Hb. C.) Berlin, vom 12. Dezbr. Viel wird jetzt die neue Einrichtung der Waisen=Aemter besprochen, welche aus den Predigern der Provinz errichtet werden sollen. Sie werden Mittelbehörden zwischen den Pupillenkollegien, Vormundschaftsgerichten und den Vormündern bilden und haben vorzüglich zum Zweck, auf die religiöse Richtung der Kinder zu achten und sie zu leiten; von ihnen werden auch die Vormünder in Vorschlag gebracht. Die Mehrzahl, die wir über diese Schöpfung— sollte sie zu Stande kommen— sprechen hörten, war heftig dagegen, große Besorgniß hegend über die dadurch zunehmende Gewalt und Macht der Geistlichkeit.— Es scheint wohl keinem Zweifel mehr zu unterliegen, daß der Gouverneur von Berlin, GeneralLieutenant v. Müffling, sich von der Stelle eines Präsidenten des Staatsraths zurückziehen will; die allgemeine Stimme bezeichnet den Staatsminister v. Rochow zum Nachfolger in dieser wichtigen Stellung, die früher der verstorbene Herzog Karl von Mecklenburg verwaltete.(Mgd. Z.) — Mit dem neuen Jahre ist uns eine bedeutende Herabsetzung des so sehr drückenden Briefportos versprochen worden und man lebt hier allgemein der Hoffnung, daß man dabei nicht stehen bleiben, sondern auch ohne Zeitverlust weiter gehen und den gegründeten Wünschen des Volkes bei einem Dienstzweige nachkommen wird, der als ein Hauptvehikel der Intelligenz und socialer Kultur immer angesehen werden muß und ganz dazu geeignet ist, dem Staate die scheinbaren direkten Verluste auf indirektem Wege doppelt zu ersetzen. (Rh. Z.) Berlin, vom 13. Dez. Seit einiger Zeit scheint unsere Polizei einen Unterschied zwischen Verbot und Confiscation literarischer Bücher, und besonders der bei uns überhandnehmenden Caricaturen, zu machen. Bei einem Verbote nämlich dürfen dergleichen Gegenstände nur nicht ans Schaufenster gestellt, aber doch dem Publikum verkauft werden, während bei Confiskationen dies unter allen Umständen und harter Strafe untersagt ist.(W. M.) Berlin, vom 14. Dez. Se. Majestät der König und Se. Königl. Hoheit der Prinz von Preußen sind nach Boitzenburg abgereist. *+* Berlin, vom 14. Dez. Der König hat sich heute auf das Schloß Boitzenburg, die Besitzung des Ministers des Innern, Grafen v. Arnim, begeben, wo Höchstderselbe bis zum 18. d. M. zu weilen gedenkt, um in den dortigen Forsten bekanntermaßen einer großen Jagdpartie beizuwohnen. Da auch mehrere Minister und hohe Offiziere an diesem Vergnügen Theil nehmen, so dürfte das am 16. d. M. stattfindende hundertjährige Geburtsfest Blüchers durch die Abwesenheit der hohen Herrschaften einige Störungen erleiden. Man hofft jedoch, daß Se. Maj. noch zu dieser vaterländischen Feier zurückseyn, und durch sein Erscheinen diese verherrlichen werde. Nach dem Programm zu dem patriotischen Feste wird den ersten Toast auf das Wohl des Königs der Prinz Wilhelm, erlauchter Vater der Kronprinzessin v. Baiern, ausbringen. Hierauf folgen noch Toaste auf das Wohl des Prinzen Wilhelm und des gesammten königlichen Hauses, dem Andenken des Feldmarschalls Blücher, Scharnhorst's und Gneisenau's so wie aller uns vorangegangenen Heerführer und braven Kriegskameraden, und zuletzt dem Andenken des Staatsministers Stein, des Staatskanzlers Hardenberg, des hohen Staatsbeamten und Dichters Stägemann und aller uns vorangegangenen getreuen Staatsdiener und Staatsbürger, welche für die Befreiung des Vaterlands thätig waren. Außerdem werden noch Festreden gehalten und passende patriotische Lieder während des Mittagsmahls gesungen werden. Schon seit einigen Tagen wird der Konzertsaal im Opernhause mit den verschiedenartigsten Waffen ausdekorirt. Der Geschäftsgang bei den Justizbehörden wird nun wohl allge= mein nach der im Posen'schen zuerst zur Anwendung gekommenen Subaltern=Büreau=Einrichtung stattfinden, da sich deren Vortrefflich= keit immer mehr und mehr herausstellt. Wer nicht mit der Zeit fortzugehen versteht und an dem alten Schlendrian allzusehr hängt, wird freilich nun auf den Rückzug bedacht seyn müssen. Gestern war die erste General=Versammlung des erst vor Kurzem hier ins Leben getretenen Eisenbahn=Vereins, dem viele Offiziere, na= mentlich von den mit der Technik vertrauten Waffen(dem Jngenieur= und Artillerie=Korps) beigetreten sind. Dieser Verein hat sich die Aufgabe gestellt, die Eisenbahnen, eine so wichtige Zeit= und Staatsangelegenheit, nach besten Kräften mitzufördern. Mehrere junge Literaten und Verehrer des Dichters Herwegh wollen letzterm bei seiner Rückkehr aus Preußen ein Festmahl ver anstalten, wozu sich aber bis jetzt aus so mannigfachen Rücksichten keine rechte Theilnahme gezeigt hat. Durch die Ernennung Mendelssohn=Bartholdy's zum General= Musikdirektor besitzen wir jetzt drei General=Musikoirektoren, nämlich Spontini, Meyerbeer und Mendelssohn, so wie einen Obergeneral= Musikoirektor oder Jntendanten der Hofmusik in der Person des Grafen v. Redern. Deutschland. Dresden, vom 12. Dezbr. Der zweiten Kammer wurde am 8. d. M. ein Entwurf zu einem Gesetze, die Befreiung der über 20 Bogen im Druck starken Schriften von der Censur betreffend, mit nachstehendem Königl. Dekret übergeben: Nach Zurücknahme des der vorigen Stände=Versammlung vorgelegten Entwurfs zu einem Gesetze, die Angelegenheiten der Presse und des Buchhandels betreffend, haben Se. Königl. Majestät, der bei den damaligen ständischen Verhandlungen erklärten Absicht gemäß, durch Verordnung vom 11. März 1841(S. 20 des Gesetz- und Verordnungs=Blattes) der Presse und dem Buchhandel diejenigen Er= leichterungen angedeihen lassen, welche auf dem Verordnungswege zulässig waren, und es erhielt dadurch zugleich der Antrag in der ständischen Schrift vom 20. Juni 1840 seine Erledigung. Dagegen mußte einer der in dem damaligen Gesetz=Entwurfe, wenn auch in be= schränkterer Maße beabsichtigten Erleichterungen, nämlich der Be= freiung der über 20 Bogen starken Druckschriften von der Censur, Anstand gegeben werden, weil sie zwar mit den einschlagenden Bundesschlüssen, nicht aber mit der Landesgesetzgebung vereinbar war, und zugleich neue gesetzliche Bestimmungen erforderlich machte. Daher lassen Se. Königl. Majestät nunmehr den getreuen Ständen in der Anlage den Entwurf zu einem Gesetze, die Befreiung der über zwanzig Bogen starken Druckschriften von der Censur betreffend, sammt den dazu gehörigen Erläuterungen und Gründen zugehen. Hierdurch wird nunmehr der Presse das mit der Bundesgesetzgebung vereinbare Maß und Freiheit gewährt, und sonach durch diesen und den Entwurf zu einem Gesetz über den Schutz der Rechte an literarischen Erzeugnissen und Werken der Kunst, welcher inmittelst be= reits zur Vorlage an die Stände=Versammlung gelangt ist, der Zusicherung in§. 35. der Verfassungs=Urkunde genügt, da es, nach Erledigung des obgedachten Hauptpunktes, füglich weiteren Erfahrun= gen vorbehalten bleiben kann, ob und inwiefern die übrigen Gegenstände eines vollständigen Preßgesetzes neuer gesetzlicher Bestimmung bedürfen. Se. Königl. Majestät sehen der Erklärung der getreuen Stände auf beiliegenden Gesetz=Entwurf in Huld und Gnaden, womit Sie denselben jederzeit wohl beigethan bleiben, entgegen. Dresden, den 30. Novbr. 1842. (L. S.) Friedrich August. Eduard Gottlob Nostiz und Jänckendorf. Braunschweig, vom 11. Nov. Die hiesige Ständeversammlung ist vorgestern bis zum 10. k. M. vertagt, nachdem dieselbe zu der einjährigen Verlängerung des Vertrages mit Hannover und Olden= burg wegen des Verbleibens unseres Harz= und Weser=Distrikts im Steuervereine die Zustimmung ertheilt hatte.— Auch die Stände scheinen, gleich dem Wahlkollegium, für die frei zu wählenden Abgeordneten dem Wahlspruche:„Keine Staatsdiener mehr!" folgen zu wollen. Die bisherigen Wahlen in der Mitte der Ständeversammlung beweisen dieses; namentlich sielen die zur Ergänzung des ständischen Ausschusses nur auf Nicht=Staatsdiener. Haunover, vom 13. Dezember. Den hiesigen Buchhandlungen ist der Debit des bei Otto Wigand erschienenen Buches: Zur Ge= schichte der Entwickelung und Thätigkeit der allg. Stände des Königreichs Hannover, erste Hälfte 1803 bis 1833, bei 50 Thlr. Strafe untersagt.(Rh. 3.) Hannover, vom 14. Dez. Der mehrerwähnte Dr. Meyer= Eichholz wird jetzt im Gefängnisse in die Lehren der christlichen Re= ligion eingeweiht, um demnächst in das Christenthum aufgenommen zu werden.(S. die gestr. Z) Sein Entschluß zu diesem Religions= wechsel hat folgenden Ursprung: Bald nachdem er in seine bedrängte Lage gerathen war, wandte er sich schriftlich an den hiesigen Land= rabbiner mit dem Gesuche um ein Darlehn von 1000 Thlr., glaub ich. Der Landrabbiner mußte dies ablehnen. Darauf schrieb ihm Dr. Meyer=Eichholz zurück: all sein Mißgeschick habe er seinem Religionsbekenntnisse zu danken; er hätte zu Staatsstellen gelangen können, er habe darauf verzichten müssen— denn er sey Jude ge= wesen. Jeder Weg sey ihm dadurch versperrt worden und zuletzt habe er noch den Nachtheil gehabt, daß man ihn als Juden nach Wechselrecht habe behandeln können(nach hiesigen Gesetzen sind „Juden auler Art" dem Wechselrecht unterworfen). Nun er sich aber in Bedrängniß an die Juden, seine Glaubensgenossen, wende, finde er bei ihnen, deren Glauben er so unendliche Opfer gebracht, kein Gehör. Er werde deshalb zum Christenthum übertreten. Der Pastor Bödecker unterrichtet nun den Herrn Eichholz. Weiter will ich Sie mit den mancherlei Histörchen, welche über die Untersuchung gegen diesen Herrn circuliren, nicht unterhalten, sondern nur hinzufügen, daß derselbe sich wegen Abolition des gegen ihn eingeleiteten Verfahrens an die Gnade des Königs gewendet haben soll. Ich glaube, daß er Aussicht darauf hat, wenn ich an das Beispiel des Landsyndikus Dr. Coberg denke, gegen welchen, wegen Geldunterschlagung rc. durch die hiesige Justizkanzlei ein peinliches Verfahren eingeleitet und welchem während dessen Dauer die Ausübung der Advokatur untersagt war, der aber die Gnade des Königs anflehte und so glücklich war, daß Se. Maj. die Niederschlagung des Prozesses und die Wiedereinsetzung des Angeschuldigten in seine früheren Rechte zu verfügen geruhte. Man erinnert sich zwar, daß dieser Dr. Coberg in den Jahren 1839 und 1840 bei den Wahlen in seiner Gegend treue Hülfe geleistet hat, indessen will ich damit nicht behaupten, daß dies der Grund sey, der ihm jetzt die Allerhöchste Gnade zugewendet, wiewohl es hier vielfach geglaubt wird. Das Schatzkollegium ist seit einigen Tagen mit dem Rechnungsabschluß beschäftigt, an welchem auch die extraordinären Schatzräthe theilzunehmen und deshalb schon mehreren Sitzungen beigewohnt haben. Man spricht hier davon, daß außer jenen Rechnungsarbeiten noch etwas in diesen gemeinschaftlichen Sitzungen vorgehen werde, nämlich daß man einen Beschluß fassen wolle, wie man sich hinsichtlich der neuen Dienstanweisung zu verhalten habe, die das Kabinet aus eigener Machtvollkommenheit dem Schatzkollegio neuerlichst auf= gedrungen hat. Man will noch mehr wissen, und zwar, daß das Kollegium der ordentlichen Schatzräthe schon darüber einig sey, daß es dieser ohne ständische Genehmigung erlassenen Instruction unter keiner Bedingung sich unterwerfen werde, daß es zu diesem Vorsatze nur die Zustimmung der außerordentlichen Räthe einholen wolle und daß es entschlossen sey, seine und des Landes Rechte auf Unverletzlichkeit der Verfassung nöthigenfalls vor dem deutschen Bunde zu vertheidigen, wozu das Schatzkollegium nach der neuen Verfassung die kompetente Behörde ist. Altenbura, vom 12. Dez. Nachdem Se. Königl. Hoheit der Kronprinz von Hannover am 6. d., nebst Gefolge, zu einem erneuerten Besuche am hiesigen herzogl. Hofe, und um an der Seite der Durchlauchtigsten Peinzessin Braut die durch die Anwesenheit der Durchlauchtigsten Großmutter, der Frau Herzogin Henriette von Würtemberg Königl. Hoheit, erhöhten Familienfreunden des herzogl. Hauses auf kurze Zeit zu theilen, hier angelangt sind, hat gestern im herzogl. Residenzschlosse, nach ausdrücklichem Wunsche Sr. Maj. des Königs und gemäß höchster Anordnung des regierenden Durchlauchtigsten Herzogs, die Feierlichkeit des Wechselns der Verlobungsringe zwischen dem Durchlauchtigsten Brautpaare stattgehabt. Hierauf geruhte dasselbe die Gratulations=Cour des versammelten Hofes anzunehmen. Darmstadt, vom 14. Dez. Se. königl. Hoheit der Großherzog haben geruht, dem Freihrn. C. M. v. Rothschild, Sohn des Freihrn. Carl v. Rothschild, das Ritterkreuz Höchstihres Ordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen. Neckargemünd, vom 18. Dezbr. Dem Abgeordneten des 32. Wahlbezirks, Hrn. Regierungsrath Junghanns von Maanheim, wurde am 28. Nov. von seinem Wahlbezirke ein brillanter silberner Candelaber aus der berühmten Fabrik des Hrn. Bruckmann in Heilbronn, als ein Zeichen des Dankes für seine Wirksamkeit auf dem letzten Landtage verehrt. Nach der feierlichen Ueberreichung versammelte man sich zu einem Festmahle in der Pfalz, woran 90 Personen Theil nahmen.(M. J.) — Die philosophische Fakultät in Tübingen hat dem Geh. Rath v. Schellina in Berlin, der im Jahre 1792 als sechszehnjähriger Seminarist in Tübingen magistrirt hat, sein erneuertes Doktordiplom übersendet. Frankreich. Man liest in der Allgemeinen Zeitung in einem Schreiben aus Paris, unstreitig von der Feder Heines: „Es war ein schlechtes Jahr, und wär ich ein Tendenzpoet, ich würde mit meinen mißtönend poltrigsten Versen dem scheidenden Jahre ein Charivari bringen. In diesem schlechten schändlichen Jahre hat die Menschheit viel erduldet und sogar die Banquiers haben einige Verluste erlitten. Welch ein schreckliches Unglück war z. B. der Brand auf der Versailler Eisenbahn! Ich spreche nicht von dem verunglückten Sonntagspublikum, das bei dieser Gelegenheit gebraten oder gesotten wurde! ich spreche vielmehr von der überlebenden Sabbathcompagnie, deren Actien um so viele Procente gefallen sind und die jetzt dem Ausgang der Prozesse, die jene Katastrophe hervorgerufen, mit zitternder Besorgniß entgegensteht. Werden die Stifter der Kompagnie den verwaisten oder verstümmelten Opfern ihrer Gewinnsucht einigen Schadenersatz gewähren müssen? Es wäre entsetzlich!*) Diese beklagenswerthen Millionäre haben schon so viel eingebüßt und der Pofit von andern Unternehmungen mag in diesem Jahre das Deficit kaum decken. Dazu kommen noch andere Fatali= täten, über die man leicht den Verstand verlieren kann, und an der Börse versicherte man gestern, der Halbbanquier**** glaube nicht mehr an Moses und die Propheten und wolle sich taufen lassen. Andern geht es besser, und wenn auch die rive gauche gänzlich in Stockung geriethe, könnten wir uns damit trösten, daß die rive droite desto erfreulicher gedeiht. Auch die südfranzösischen Eisenbahnen, sowie die jüngst concessionirten machen gute Geschäfte und wer gestern noch ein armes Lümpchen war, ist heute schon ein reicher Lump. Namentlich der dünne Herr*** versichert, er habe„Gründ" mit der Vorsehung zufrieden zu seyn. Ja, während wir andern in philosophischen Spekulationen unsere Zeit vertrödelten, spekulirte und trödelte dieser dünne Geist mit Eisenbahnactien, und einer seiner Gönner von der hohen Bank sagte mir jüngst:„Sehen Sie, das Kerlchen war gar nichts und jetzt hat es Geld und es wird noch *) Der Prozeß ist bekanntlich seitdem zu Gunsten der Eisenbahn=Verwaltung entschieden. mehr Geld verdienen, und es hat sich all sein Lebtag nicht mit Philosophie abgegeben." Wie doch diese Pilze in allen Ländern und Zeiten dieselben gewesen! Mit besonderer Verachtung haben sie im= mer auf Schriftsteller herabgesehen, die sich mit jenen uneigennützigen Studien beschäftigen, die wir Philosophie nennen. Schon vor achtzehnhundert Jahren, wie Petron erzählt, ließ ein römischer Parvenu sich folgende Grabschrift setzen:„Hier ruht Straberius— er war anfangs gar nichts, er hinterließ jedoch dreihundert Millionen Sestertien, er hat sich sein Lebtag nicht mit Philosophie abgegeben, folge seinem Beispiel und du wirst dich wohl befinden..... Die Engländer sind überrascht, so leichten Kaufs mit dem Bruder der Sonne fertig geworden zu seyn, und sie berechnen schon, ob sie die jetzt überflüssigen Kriegsrüstungen im indischen Meere nicht gegen Japan richten sollen, um auch dieses Land zu brandschatzen. An einem loyalen Vorwande zum Angriff wird es gewiß auch hier nicht fehlen. Sind es nicht Opiumfässer, so sind es die Schriften der englischen Bibelgesellschaft, die von der japanischen Sanitätskommission confiecirt worden. Die Drohung, daß brittische Groß= muth uns nicht zu Hülfe kommen werde, wenn Deutschland einst wie Polen getheilt werden dürfte, erschreckt mich nimmermehr. Erstens kann Deutschland nicht getheilt werden. Theile'mal einer das Für= stenthum Liechtenstein oder Greitz=Schleitz! Und zweitens ist Deutsch= land trotz seiner Zerstückelung die gewaltigste Macht der Welt, und diese Macht ist im wunderbarsten Wachsthum. Ja Deutschland wird täglich stärker, der Nationalsinn verleiht ihm eine innere Einheit, die unverwüstlich, und es ist gewiß ein Symptom unserer steigenden Volksbedeutung, daß die Engländer, die einst nur den Fürsten Subsidien gezahlt, jetzt auch den deutschen Tribunen, die mit der Feder den Rhein vertheidigen, ihre Druckkosten ersetzen." Rußland und Petersburg, vom 5. Dezbr. Nachstehende kriegsgerichtliche Sentenz, vom Oberbefehlshaber der activen Armee gefällt, hat die höchste Bestätigung erhalten:„Die im Elisabethgradschen HusarenRegiment attachirt gewesenen Lieutenants Kasanowitsch und Arsche= newsky werden, widergesetzlicher Handlungen wegen, zu Gemeinen degradirt, jedoch mit Beibehalt ihrer Adelswürde."— Ein sich hier aufhaltender Kronbauer, Schigunow, trieb schon seit langem einen verbrecherischen Handel mit Leuten, die er mit ihrem Consens zum Soldatenstande anwarb. Se. kaiserl. Majestät, dieses sträfliche Ver= fahren vernehmend, haben befohlen, denselben zum abschreckenden Beispiel für andere auf ein Jahr den Strafarbeits=Kompagnien zu übergeben, darauf ihn aber als Gemeinen dem Kriegsdienst einzuverleiben.— Wie von mehrern Seiten bestimmt vernommen wird, liegt es jetzt im Plane der Regierung, den Krieg mit den meuterischen Cau= kasus-Völkern einem strengen Absperrungssystem des feindlichen Gränzgebiets zu unterwerfen. Somit würde also das nördliche Daghestan, der gegenwärtige Schauplatz dieses Kriegs, streng von unsern Truppen eingeschlossen und den Bergvölkern jede Communikation nach außen abgewehrt werden, in Folge welcher Cernirung der gänzliche Mangel an Mundvorrath sie zur endlichen Unterwerfung zwingen wird.(Berl. Z.) Spanien. Viele Spanier behaupten, der Aufstand von Barcelona sey vom Regenten vorhergesehen und gewünscht worden. Man sprach seit zwei Monaten zu Madrid davon wie von einem nahen Ereigniß. Die Behörden von Barcelona ließen dem Ungestüm der Miliz freien Lauf. Das Journal„el Republicano" wurde trotz seines täglichen revolutionären Programms nicht verfolgt. Endlich, am Tage des Gefechtes in den Straßen, zogen sich die Generale nach blos dreistündlichem Widerstande in die Forts zurück, und van Halen hätte die Stadt sowie die Citadelle geräumt, ohne dazu durch Gewalt gezwungen gewesen zu seyn. Der Aufstand, fügt man hinzu, wäre nothwendig geworden, um Katalonien im Voraus zu bändigen und ihm neue Tarife aufzulegen. Alles dies wäre im Interesse der auswärtigen Industrie verabredet worden. Man hat selbst bemerkt, daß das Bombardement nur nachließ, um auf die englischen Schiffe zu warten, weil es wieder begann, als diese sich auf der Rhede zeigten. So gewichtige Mittheilungen bedürfen unwiderlegbarer Beweise, um das geringste Vertrauen unparteiischer Gemüther zu gewinnen. Alles ist ohne Zweifel in der Angelegenheit von Barcelona nicht aufgeklärt; aber man begreift, daß die Aufregung der Katalonier gegen den Vertrag mit England in ihren Augen die natürlichsten Umstände vergrößern und jedem feindlichen Gerücht hat Glauben verschaffen müssen. Was die Betheiligung des Madrider Gouvernement selbst an den geheimen Gründen des Aufstandes betrifft, so können wir darüber erst nach der Diskussion urtheilen, welche diese große Angelegenheit unfehlbar in den spanischen Kortes erwecken wird. — Am 8. Dez. ward ein Einwohner von Son Boy del Llobregat, Namens Carcana, welcher Hauptmann von einer der neuen organisirten Kompagnien der Patuela war, erschossen. Spanische Gränze, vom 8. Dez. Der bekannte Abdon Terradas durchzieht die Gebirge des Lampurdan mit einer Bande von 100 Mann, unter denen sich 40 Offiziere befinden. In der Cerdana läutete man am 5. die Sturmglocken und das Volk griff unter dem Rufe: Nieder mit Espartero! Nieder mit den Engländern! zu den Waffen. An demselben Tage standen 1500 Mann zu Berga zum Abmarsch bereit; in derselben Stimmung war das Volk zu Puicerda. Flüchtlinge von allen politischen Meinungen gehen über die Gränze; unter denselben befanden sich vier Redaktoren des Republicano und der Redakteur des Papagayo. Dänemark. Kopenhagen, vom 9. Dezbr. Der Graveur Monster ist seit Montag wieder gefänglich eingezogen, weil er mehrere Personen getauft; ein anderes Mitglied der Baptistengemeinde, Svaneveldt, ist in Mulet verurtheilt, weil er sich geweigert, sein Kind in der Staats= kirche taufen zu lassen. Diese Secte soll bereits über 150 Bekenner zählen.— Bei der Viborger Ständeversammlung ist vom Bischofe Tage Müller eine Petition von vier Predigern im Stifte Ribe eingegeben worden, worin darauf angetragen wird, daß den Baptisten unter gewissen Bedingungen freie Religionsübung gestattet werde. Griechen and. Ancona, vom 7. Dezember.Nachrichten aus Athen vom 28. v. M. zufolge war der englische Admiral Masson im Piräus eingelaufen(direkte Nachrichten aus Athen erwähnen davon nichts) und gedachte unverzüglich an die syrische Küste zu segeln. Mehrere englische Kriegsschiffe der levantinischen Station waren ihm von verschiedenen Punkten aus dahin vorausgeeilt. Man hat Grund zu glauben, daß England, von der Saumseligkeit der Pforte in Erfül= lung ihrer hinsichtlich Syriens oft gemachten Versprechungen ermüdet, entschlossen ist, zu einer ernsten Demonstration in den syrischen Gewässern zu schreiten. Paris, vom 15. Dezember. Aus Barcelona, 9. Dezbr., meldet man: Das Rathhaus, das Spital und ungefähr 60 Häuser sind durch die Beschießung zerstört worden. Man zählt an 100 Todte. Zurbano zeigt sich auf der Straße; er hat schon an 300 Insurgenten erschießen lassen. Vorgestern hat er einen Hauptmann von den Linien= truppen erschießen lassen, der zu den Insurgenten übergegangen war. Es finden jeden Tag Hinrichtungen statt. Die Einwohner, welche nicht in drei Tagen zurück sind, werden erschossen. Es treffen viele Einwohner der Stadt ein. Espartero war den 9. Dez. noch zu Sarria; man glaubt nicht, daß er nach Barcelona kommt. Er wird vermuthlich die Reise nach Madrid antreten, ohne dort gewesen zu seyn. Die Gährung der Gemüther ist noch immer sehr lebhaft in Katalonien. — Der General=Capitän hat wiederum ein schreckliches Bando (Proklamation) und stets bei Todesstrafe veröffentlicht, Nach der Auslieferung der Waffen jeglicher Art macht er verbindlich, das Pulver, die Kugeln, das Blei und alle Kriegsvorräthe auszuliefern; alle bei denen man dergleichen findet, werden erschossen werden. Die abwesenden Personen und diejenigen, deren Häuser geschlossen sind, haben sich in drei Tagen zu stellen, widrigenfalls man die Thüren aufsprengen wird, um das Haus zu durchsuchen. Ein anderes Bando ist zu Gunsten der Generale und Stabsoffiziere, deren Häuser und Effekten während des Aufstandes geplündert seyn sollten, veröffentlicht worden: Nach Vorlage eines über ihren Verlust constatirten Status soll ihnen der Werth auf Kosten der Stadt ersetzt werden(man denkt aber nicht daran, für die friedlichen Familien, die das Bombardement ruinirt hat, zu sorgen.) Unter der Zahl der verhafteten und nach der Citadelle gebrach= ten Individuen erwähnt man des Herrn Joseph Masouet, eines Mannes, der immer für einen ausgezeichneten Vaterlandsfreund galt. Seine Verhaftung macht um so mehr Aufsehen, als er immer für einen Freund des jetzigen Gouvernements gehalten wurde, und als er vor Allem dazu beitrug, die Unterwerfung der Stadt herbeizuführen. Sollte sein Kopf fallen, so könnte Niemand vor dem summarischen Urtheil der Kommission sich sicher gestellt sehen. Die Denunciationen kommen in Masse der Militärbehörde zu; keiner der Angeklagten wird mit den Angebern confrontirt; an ihm ist es zu beweisen, wenn er kann, daß das, was man ihm vorwirft, falsch sey. Unter den Füstlirten befand sich ein Mann Namens Carcana, er wurde blos deswegen verurtheilt, weil er in einer der besoldeten Kompagnien die Functionen eines Kapitäns versah. — An der Pariser Börse war heute von einer Konferenz die Rede, welche zwischen Hrn. Guizot und Lord Cowley stattgefunden; es war die Sprache von dem Durchsuchungsrechte. Natürlich hat der Aufsatz im Standard, wo von Zurückberufung des engl. Botschafters gesprochen wird, im Falle das französische Kabinet auf der Vernichtung der Traktate von 1831 und 1833 bestehen sollte, sehr mißfallen. Die Kurse wichen auch etwas auf dieses Gerücht hin. — Renten am Schluß der Börse: 119 65; 79 15. Spanische active 23 zu Neuß den 16. Dezember 1842. Weizen pr. B. Sch. Roggen alter Wintergerste„ Sommergerste„ Buchweizen„ Hafer Erbsen neuer 2 12— neuer 2—— 1 19— 1 16— 1 26— 1 1— 2 13— Rübsaamen 4 6— Kartoffeln— 15— Heu pr. Ctr. à 110 Pfd. 1 5— Stroh pr. Sch. à 1200 Pfd. 8 15— Rüböl pr. O. 282 Pfd. o. F. 34—— dito pr. Mai 33 22 6 dito pr. Oktober—— (Hiebei eine Beilage.) Redakteur: L. Stahl Druck und Verlag der Stahl'schen Buchdruckerei. Beilage zu N. 349 der Düsseldorfer Zeitung. Sonntag den 18. Dezember 1842. Belgien. Brüssel, vom 16. Dezember. Die Repräsentantenkammer hat bei Eröffnung der gestrigen Sitzung Mittheilung eines königlichen Erlasses erhalten, welches die Dimission des Justizministers(Hrn. van Volxem) annimmt. Die Gründe derselben sind folgende: Hr. Willems, Rath am Rechnungshofe, ist schon zweimal zu dieser Stelle befördert worden. Man sollte denken, er wäre von Neuem mit den Stimmen der Kammer beehrt worden, aber ein Umstand stand dem entgegen: seine Verwandtschaft mit dem Justizminister. Hr. van Volxem hielt es dienlich, die Familienbande über jede andere Erwägung herrschen zu lassen und einem ihn ehrenden Gefühl nachgebend, ließ er das einzige Hinderniß, welches der Wiedererwählung des Hrn. Willems im Wege stand, schwinden und bat Se. Maj. um seine Entlassung. — Auf der Eisenbahn von St. Saulve nach Quievrain, auf französischem Gebiet, hat sich vorgestern ein großes Unglück ereignet. Man versichert, aber die Details fehlen noch, daß eine Locomotive umgeworfen und der Maschinist getödtet worden sey und daß zweien Douaniers die Füße zerschmettert wurden. Man erwartet mit Ungeduld nähere Nachrichten.(Indep.) Civilstand der Stadt und Commune Düsseldorf. Geburten. Den 2. Dezember. Gottfr. Ludw. Georg., T. des Silberdieners Georg Wilcke, Hundsrückenstr. Den 3. Carl Johann Hub., S. des Wagners Bern. Schnauber, Mühlenstr. Cathar. Paul., T. des Hoftapezierers Jos. Fuchs, Mittelstr. Barbara, Ti des Maurers Ferd. Hiebel, Derendorf. Elisabeth, T. des Lohndieners Joseph Füser, Ritterstr. Den 4. Carol. Gertr., T. des Tagelöhners Wilh. Piel, Lierenfeld. Joh. Heinr. Hub., S. des Bäckers und Brauers Johann Gerh. Dübbers, Bergerstr. Paul Wilh., S. des Malers Paul Jos. Kiederich, Kaiserstr. Franziska Elis., T. des Janitscharen Jos. Arn. Conzen, Hundsrückenstr. Den 5. Carl Aug. Hub., S. des Holzhändlers Wilh. Schnitzler, Oberbilk. Helene, T. des Schusters Pet. Müller, Ratingerstr. Den 6 Jos. Adolph, S. des Gärtners Jos. Busch, Hamm. Franz, S. des Schusters Pet. Schäfer, Derendorf. Wilhelmina, T. des Güterbinders Casp. Perl, Mühlengasse. Joh. Wilhelmina, T. des Dachdeckers Conr. Kemmerling, Ratingerstr. Julie Anna, T. des Schneiders Pet. A. Prickartz, Neustadt. Den 7. Heinr. Ferd., S. des Ackerers Wilh. Hr. Piel, Mörsenbroich. Gertr. Cath., T. des Schusters Joh. Schlermann. Flingerstr. Mar. Antonetta, T. des Kammachers Pet. Jos. Franken, Altestadt. Johann, S. des Gärtners Caspar Leuchten, Hamm. Pauline Mar. Emilie, T. des Lieutenants und Rechnungsführers Carl Schrickel, Neustadt. Franz Levin, S. des Schreiners Franz Pegel, Bergerstr. Den 8. Elisab., T. des Handelsmanns Adam Heinz, Neustadt. Sibilla, T. des Tagelöhners Johann Schunck, Pempelfort. Johann, S. des Tagelöhners Heinrich Meyer, Hamm. Anna Franz., T. des Unteroffiziers Wilhelm Nagel, Kasernensir. Den 9. Pet. Hub., S. des Tagelöhners W. B Meurers, Pempelfort. Engelb. Pet. Wilh., S. des Kaufmanns Wilh. Schmitz, Pempelfort. Den 10. Franziska Marg. T. des Bäckers Peter Albrecht, Flingerstr. Agnes, T. des Bahnwärters Joh. Casp. Fischer, Oberbilk. 1 uneheliches Kind. Total: 31. Heirathen. Den 12. Dezember. Johann Franz Bödefeld, Kutscher, zu Barmen, mit Mar. Cathar. Jos. Entner, in der Neustadt. Sterbfälle. Den 26. November. Alwina Schöpp. 2 J. 10 M. alt, Benratherstr. Den 3. Dezember. Cathar. Beuten, 42 J. alt, Ehefrau des Schneiders Theod. Dimmers, Bolkerstr. Den 4. Wilh. Berens, 5 M. alt, Hohestr. Den 5. Anna Maria Heinzen, 77 J. alt, Wittwe des Hauderers Adam Reuter, Ritterstr. Joh. Wilhelm Mattheisen, 69 J. alt, Bierbrauer, Wittwer von Anna Chr. Hub. Esser, Neustr. Den 7. Aug. Louise Herm. Basse, 3 M. 14 T. alt, Citadellstr. Maria Fink, 4 M. 22 T. alt, Citadellstr Adolph Haas, 91 J. alt, Tagelöhner, Ehemann der Chr. Weber, Citadellstr. Den 8. Friedr. Luner, 1 J. 6 M. alt. Derendorf. Jak. Clemens, 5 M. alt, Hamm. Den 9. Heinr. Busch, 63 J. alt, Kohlenhändler, Ehemann der Ther. Wilh. Hanck, Wallstr. Sophia Korfmacher, 6 W. alt, Flehe. Den 10. Cäcilia Hirth, 2 J 7 M. 10 T. alt, Derendorf. Den 11. Wilh. Jos. Brock, 2 J. 3 M. 4 T. alt. Pempelfort. 1 todtgebornes Kind. Total: 15. Bei der Freifrau von Spiegel sind ferner eingegangen für die katholische Kleinkinderschule: Von einem Ungenannten 50 Thaler; von H. R. G. F. 1 Ducat. Bei Frau Henonmont: Von einem Ungenannten 1 Frd'or.; von Hrn. B. 1 Thlr.; von W. 2 Thlr.; von Fr. v. D. 2 Thlr.; von H. v. D. 2 Thlr.; von einigen Kindern 1 Thlr. 20 Sgr.; von Ungenannten 3 Thlr. Schiffahrts=Anzeige. Düsseldorf den 17. Dezember 1842. Angekommen: Dampfschiff Agrippina mit den Lichterschiffen Concordia und Rhein Nr. 3 von Rotterdam mit 6250 Ctr.— L. Ducoffre von Köln. cahren: A. Vetter nach Emmerich. In Laduna: A. Orths nach Köln. Rheinhöhe 5 Fuß 3 Zoll. Die Schiffahrts=Commission. Anzeigen. Bekanntmachung. Die Anfertigung der Todtensärge für die hiesigen Armen pro 18475 wird am Mittwoch den 21. d. M., Morgens 11 Uhr, auf dem Rathhause an den Wenigstfordernden öffentlich verdungen, wozu Unternehmungslustige hierdurch eingeladen werden. Die Bedingungen sind vorher auf dem Sekretariate der Central=Armen=Verwaltung, Stube Nr. 18, einzusehen. Düsseldorf, den 16. Dezember 1842. Der Oberbürgermeister v. Fuchsius. Auf Anstehen des Herrn Advokaten Weyler hierselbst soll am Mittwoch den 21. Dezember 1842, Mittaas 12 Uhr, beim Wirthe Friedrich Tack zu Mörsenbroich ein in der Gemeinde Mörsenbroich gelegenes Stück Ackerland, grenzend an Borres, Schmitz, Henoumont und Tiegelkamp, haltend an Flächenraum 1½ Morgen kölnisch durch den unterzeichneten Notar öffentlich verkauft werden. Coninx. In der Theilungssache der Wittwe und Erben Jakob Piel soll am Freitag den 30. Dezember 1842, Nachmittags 2 Uhr, beim Wirthe Krumfinger auf den Geisten zu Flingern ein zu Icklack, Gemeinde Flingern, unter Nr. 76 gelegenes Haus nebst Hofraum, Stallung und Garten, mit einem Gesammtflächenraum von 2 Morgen 1 Ruthe 80 Fuß, granzend an den Weg nach Flingern, Greis, Schillings und Noack, durch den unterzeichneten, mit dem Verkaufe committirten Notar, öffentlich verkauft werden. Coninx. Immobilar=Verkauf. In der gerichtlichen Theilungssache der Erben von Christian Tiegelkamp zu Mörsenbroich sollen am Mittwoch den 21. Dezember 1842, Morgens 9 Uhr beim Wirthe Friedrich Tack zu Mörsenbroich öffentlich verkauft werden A. folgende in der Gemeinde Mörsenbroich gelegene Immobilien: Fl. Nr. M. R. F. 217 Ackerland, groß 3 104 80 „ 81 Ackerland an der Schmeck.. 1 134 90 „ 94 ditto am Schein 5 175 60 in 3 Parzellen. „43 Ackerland am Bürgelfeld. 1 167 70 "181 Haus, bezeichnet mit Nr. 68, nebst Stal182hlung, Scheune, Hofraum, Garten rc. 3 16 Ackerland in Amerika. 2 175 50 in 2 Parzellen. „ 43 Haus, bezeichnet mit Nr. 31 und 32 44) im Mörsenbroicher Felde nebst Hof45)raum, Stallung, Scheune, Garten und sonstigem Zubehör... 2 3 50 erland im Mörsenbroicher Feld. 4 13 30 "„ 74 Ackerland im Kuhblech.. 1 145" „ 92 Hütung im Kuhblech... 2 65 80 " 118 Ackerland und Hütung im Karrenbroich 3 141 60 "122 Wiese im Karrenbroich, groß.." 173" „ 131 Ackerland im Karrenbroich.„ 130 70 "144 Ackerland im Broich 1 53 20 „ 150 ditto ditto 1 57 50 "162 ditto ditto 1 52 90 „ 82 Ackerland und Hütung im Kuhblech 1 76 70 2 79 Haus nebst Hofraum und Stallung 80) zu Mörsenbroich„ 19 50 B. folgende in der Gemeinde Derendorf gelegene Immobilien: 4 69 Ackerland im Rottfelde..„ 111 90 " 71 Ackerland daselbst 1 59 30 " 199 Ackerland in der Karrenbroicher Wiese" 130 70 „ 202 ditto in der Karrenbroicher Wiese" 119 80 Taxe und Verkaufsbedingungen sind bei dem unterzeichneten mit dem Verkaufe committirten Notar einzusehen. Düsseldorf den 3. Dezember 1842. Coninr. Am Freitag den 30. Dezember 1842, Nachmittags 3 Uhr, soll beim Wirthe Krumfinger auf den Geisten zu Flingern, ein dem Ziegelmeister Anton Schoßmacher zu Flingern gehöriges, zu einem Bauplatze vorzüglich geeignetes Grundstück, gelegen auf den Geisten zu Flingern an dem Communalwege von Pempelfort nach der Icklack, neben Gerhard und Korf und Kürten, groß 123 Ruthen 10 Fuß, durch den unterzeichneten Notar öffentlich verkauft werden. Coninr. Ein auf der Pfannenschoppenstraße bei Düsseldorf gelegener Garten, circa ¼ Morgen groß, steht unter der Hand zu verpachten. Nähere Auskunft wird Kasernenstraße Nr. 726 ertheilt. Auf Anstehen 1) der Wittwe von Conrad Leven, Maria Jesephe geborene Lötter, Wäscherin zu Pempelfort in der Oberbürgermeisterei Düsseldorf wohnend, in eigenem Namen und als gesetzliche Vormünderin ihrer minderjährigen Kinder Johann Peter Leven, Koch, Joseph Engelbert Leven, Anna Catharina Leven und Johanna Friederika Leven, die drei letzten ohne Geschäft, alle 4 zu Pempelfort gesetzlich domicilirt, worüber der daselbst wohnende Kleidermacher Johann Hugt Nebenvormund ist, 2) des Daniel Theodor Leven, ohne Geschäft zu Pempelfort wohnend, soll auf den Grund zweier beim Königlichen Friedensgerichte zu Düsseldorf aufgenommenen Familienrathsbeschlüsse de dato den 27 Juli und 13. Oktober 1842, homologirt durch Rathskammerbeschluß des Königl. Landgerichts zu Düsseldorf vom 21. Oktober 1842, am Donnerstag den 5. Januar 1843, Nachmittags 2 Uhr, beim Wirthe Wilhelm Heinrich Esser im alten Hirsch zu Pempelfort ein zu Pempelfort gelegener Garten, grenzend an den Weg nach Düsselthal, Jaeger, Ferrier und Geier, Flur 7 Nr. 306, groß 139 Ruthen, öffentlich verkauft werden. Das Heft der Vorwarden und Bedingüngen ist bei dem unterzeichneten mit dem Verkaufe committirten Notar einzusehen. Düsseldorf den 28. Oktober 1842. Conin k. Am Donnerstag den 5. Januar 1843, Nachmittags 2 Uhr, soll beim Wirthe Wilhelm Heinrich Esser im alten Hirsch zu Pempelfort ein der daselbst wohnenden Wäscherin Wittwe Conrad Leven und deren Kindern zugehöriger, in der Gemeinde Pempelfort gelegener Garten, Flur 7 Nr. 306, gränzend an den Weg nach Düsselthal, Jäger, Ferrier und Geier, groß 139 Ruthen, welcher sich vorzüglich zu einer Baustelle eignet, durch den unterzeichneten Notar öffentlich verkauft werden. Coninx. Das zu Düsseldorf am Schwanenmarkt gelegene Haus des Herrn Haupt=Amts=Controleurs Bloem nebst Hintergebäude, Stallung für 3 bis 4 Pferde, Waschküche, Bleiche, Hofraum und Garten ist zu kaufen oder zu miethen und gleich zu beziehen. Nähere Auskunft ertheilt der unterzeichnete Notar Coninx. Das den Erben Nesgen zugehörige, zu Bilk in der Oberbürgermeisterei Düsseldorf am Wege nach der Flehe unter Nr. 48 gelegene Haus mit Stallung und circa 2 Morgen Garten, grenzend an Straub und Schnitzler, ist unter der Hand zu miethen. Die Bedingungen sind beim unterzeichneten Notar zu erfragen. Coninx. Bolkerstraße Nr. 568 ist der erste und zweite Stock zu vermiethen. Auf Ersuchen der Erben Tappert werden am Dienstag den 20. dieses Monats, Nachmittags 2 Uhr, bei der Wirthin Wittwe Wilhelm Franken zu Hamm folgende in der Gemeinde Hamm gelegene Immobilien auf Credit öffentlich verkauft werden, nämlich: 1) Das zu Hamm am End sub Nr. 26 neben Hecker und Paffrath gelegene Haus mit Scheune, Hofplatz und Garten, groß 112 Ruthen 70 F. 2) 129 Ruth. 20 Fuß Gartenland im Werth an der Schneidmühle neben Wittwe Franken, Wittwe Krings, Eickeler und Keuten. 3) 121 Ruth. 20 Fuß Ackerland auf den 13 Morgen, neben Paffrath, Schwirtz und einem Fußpfad; 4) 58 Ruth. 60 Fuß Ackerland unten am Düsseldorfer Weg neben Wittwe Korf, Jacob Hüsgen und Vikarieland; 5) 10 Ruthen Gartenland unten am Dorf neben Wittwe Krings und einem Fußpfad. Düsseldorf den 8. Dezember 1842. Lutzeler, Notar. Am Freitag den 23. Dezember, Nachmittags 2 Uhr, werden auf Ansuchen des Heinrich Schmitz zu Flehe, bei dem Wirthe Adolph Wirtz daselbst, auf 6 Jahre öffentlich an den Meistbietenden verpachtet: 1) das zu Flehe neben Esser und Hausmann gelegene neue Haus nebst Garten, 1 Morgen groß; 2) drei Morgen Küstereiland im Fleher Felde neben Baum und Nolden, in 3 Parzellen: 3) ¾ Morgen Land im Kiesgrund neben Theisen und Mintorf; 4) drei Morgen Land hinter dem Böckersberg in 3 Parzellen. Lützeler, Notar. Am Dienstag den 27. dieses Monats, Nachmittags 2 Uhr, werden bei dem Wirth Hrn. Johann Großelbeck zu Kleineller, auf Anstehen des Hrn. Peter Pütz zu Lierenfeld, folgende Immobilien auf Credit gegen Bürgschaft öffentlich verkauft werden: Jn der Gemeinde Lierenfeld: Flächeninhalt Nth. Fß. 1. Das neben S. Krings sub Nr. 8 gelegene Haus mit Scheune, Stall, Backhaus, Baumhof und Garten“ 1 89 80 2. Wiese am Prangerbusch neben Theegarten, Tussing, Felder und Vetten 1 5 60 3. Ackerland daselbst neben der vorbemerkten Wiese— 101 90 4. Ackerland an der Wegscheide neben Vetten und Schaafhausen 1 168 60 5. Ackerland daselbst neben Vetten und Vertens 2 55 50 6. Ackerland im Gieren neben Vetten und Communalweg 1 82 10 7. Ackerland daselbst neben Vetten, Stein und Kämpgesweg. 2 134 20 8. Ackerland am Ellerweg neben Krings und Vertens 1 174 60 9. Ackerland daselbst neben Kringsgarten und Vetten 2 33 60 In der Gemeinde Eller: 10. Ackerland auf'm Buscherhof neben Schöller, Vetten, Wb. Schurf und Mühlenweg 3 81— 19 26 90 Die vorbezeichneten Gegenstände sind auch vor dem Termin zusammen oder theilweise aus der Hand zu kaufen. Düsseldorf den 14. Dezember 1842. Lützeler, Notar. Das in der Bürgermeisterei Monheim am Rhein nahe bei Langenfeld gelegene Gut„Neujudenhof“ genannt, wird auf Anstehen des Eigenthümers Hrn. Carl Strohn am Mittwoch den 4. Januar k. J., Vormittags 10 Uhr, zu Baumberg in dem Hause des Gastwirthes Hrn. Stephan Engels gegen Bürgschaft öffentlich verkauft werden. Dasselbe enthält im Ganzen 82 Morgen 127 Ruthen 70 Fuß und besteht aus Wehnund Oekonomie=Gebäuden, 2 Morgen 40½ Ruthe Garten, 8 Morgen 56 Ruth. 10 Fuß Wiesen, 66 Morg. 62 Ruth. 90 Fuß Ackerland und 5 Morgen 148 Ruth. Holzung. Die Uebergabe des Gutes mit der Wintersaat erfolgt am 1. Februar und die Zahlung des Kaufpreises am 1. Mai 1843. Düsseldorf den 9. Dezember 1842. Lützeler, Notar. Die dem interdizirten Dachdeckermeister Georg Kraus zugehörigen Immobilien werden auf den Antrag dessen Vormünder in Folge eines gerichtlich bestätigten Familienraths=Beschlusses durch den Unterzeichneten öffentlich verkauft werden, und zwar: am Dienstag den 31. Januar 1843, Nachmittags um 2 Uhr, bei Hrn. Fr. Breitenstein hier auf der Bolkerstraße die hier am Eiskeller, an der Mühlengasse und Ritterstraße neben Schmitz und Esch gelegenen, aneinander gebauten und mit Nr. 73, 73½ und 74 bezeichneten drei Häuser; am Mittwoch den 1. Februar 1843, Nachmittags 2 Uhr, bei dem Wirthe Spieckernagel hier am Wehrhahnen 1) das in der Gemeinde Flingern am Kommunalwege nach der Icklack sub 737 gelegene, jetzt von dem Wirthe Grumfinger bewohnte Haus nebst Brau= und Backhaus, Hofraum, Kegelbahn und Garten, 1 Morgen 170 Ruthen 40 Fuß groß; 2) das daselbst neben Krebs und Wittwe Bender sub Nr. 73/ gelegene Häuschen mit Anbau und Garten. 32 Ruth. 10 Fuß groß. Düsseldorf den 10. Dezember 1842. Lützeler, Notar. Immobilar=Verkauf. Auf den Antrag des zu Düsseldorf wohnenden Partikuliers Herrn Johann Jacob Herz sollen am Montag den 30. Januar 1843, Nachmittags 3 Uhr, in der Wohnung des Herrn Anton Becker auf dem Flingersteinwege, das zu Pempelfort an der nach der Elberfelder Chaussee führenden Straße, dem Goldadler gegenüber gelegene, mit Nr. 63 bezeichnete und an Liethen angrenzende Haus nebst dem mit vielen und guten Obstbaumen besetzten Garten, das Ganze haltend an Flachenraum 66 Ruthen 30 Fuß, zum öffentlichen Verkaufe an den Meistbietenden ausgestellt werden. In dem Garten ist noch eine Baustelle enthalten. Die günstigen Bedingungen liegen auf der Amtsstube des unterzeichneten Notars zur Einsicht offen. Düsseldorf den 13. Dezember 1842. Culer. Auf Anstehen der Eheleute Gartner Gerh. Jos. Freyenberg und Anna Maria Steven zu Hamm sollen am Freitag den 20. Januar 1843, Morgens 10 Uhr, bei dem Wirthe Herrn Heckhausen im Schwanen zu Hamm folgende Grundstücke öffentlich verkauft werden: 1) Ein Stück Ackerland, Gemeinde Hamm, in der Lack, Flur 24, Nr. 108, groß 49 R. 90 F., neben Erben Wilhelm Burchartz und Ernst Hartung. 2) Ein Stück Ackerland daselbst am Düsseldorfer Wege, Flur 24, Nr. 196, groß 104 R. 20 F., neben Heinrich Käsgen und Heinr. Korf. 3) Ein Stück auf den Wellen, Gemeinde Volmerswerth, theils Wiese, theils Ackerland, groß circa ½ M., granzend l. S. an Erben Walbröhl und Th. Käsgen, vors. an den Rhein und das Gierchen. Düsseldorf, den 17. Dezember 1842. Hagdorn, Notar. Montag den 19. Dezember 1842, Nachmittags 3 Uhr, soll in dem Hause des Herrn Weinwirthes Breitenstein zu Düsseldorf, das daselbst auf der Wallstraße unter Nr. 1062 F. gelegene, bis zum ersten künftigen Januar an Johann Hasenbrink vermiethete Haus, öffentlich zum Verkaufe unter günstigen Bedingungen ausgestellt werden. Auch ist dasselbe unter der Hand bis zu jenem Tage zu kaufen. Düsseldorf den 19. November 1842. Otto, Notar. Am Montag den 19. Dezember d. J., Nachmittags 5 Uhr, in der Wohnung des Weinwirths Hrn. Breitenstein, läßt Herr Weinwirth Müllem seinen in der Gemeinde Bilk, dem zum Siebengebirge genannten Hause gegenüber, an der Landstraße gelegenen 1 Morgen 134 Ruthen 90 Fuß großen Garten unter vortheilhaften Bedingungen öffentlich verkaufen. Dusseldorf, den 27. November 1842. Otto, Notar. Immobilar=Verkauf. Der Gärtner Gottfried Büttgen läßt Freitag den 23. Dezember 1842, Nachmittags 2 Uhr, in der Wohnung des Wirthes Johann Hecker zu Hamm sein daselbst an den Steinen, in der Nähe der Kapelle, unter Nr. 221 gelegenes Wohnhaus nebst Stallung, Hof und Garten, groß 75 Ruthen 80 Fuß, öffentlich unter sehr günstigen Bedingungen verkaufen. Letztere sind bei mir einzusehen. Düsseldorf, den 2. Dezember 1842. Otto, Notar. Hausverkauf. Auf Ersuchen des Vorstandes der LambertusPfarrkirche zu Düsseldorf werde ich ittwoch den 11. Januar 1843, Nachmittags 3 Uhr, bei dem Weinwirthe Hrn. Breitenstein auf der Bolkerstraße zu Düsseldorf das daselbst in der Altestadt am Plätzchen in der Nähe der Kirche unter Nr. 237 neben Geschwister Mündersdorf und Hrn. Kaplan Hardung gelegene Haus nebst Hof und Garten, groß 52 Ruthen 50 Fuß, öffentlich unter gunstigen Bedingungen zum Verkaufe aussetzen. Letztere so wie der Situationsplan, Taxe 2c. sind in meiner Amtsstube einzusehen. Düsseldorf den 10. Dezember 1842. Otto, Notar. Vermiethung eines Gasthofes. Der zu Düsseldorf auf der Rheinstraße gelegene, bisher von Herrn Moosbrugger geführte Gasthof zum Wildenmann soll am Mittwoch den 1. Februar 1843, Nachmittags 3 Uhr, bei dem Weinwirthe Herrn Breitenstein auf der Bolkerstraße hierselbst öffentlich auf mehrere Jahre, vom 1. Juni 1843 an, vermiethet werden. Die Bedingungen sind in der Amtsstube des Unterzeichneten einzusehen und werden Auswärtigen auf portofreie Anfrage mitgetheilt. Düsseldorf, den 16. Dezember 1842. Otto, Notar. Kirchen-Kapitalien von 300— 600 und 900 Thlr. zu 4½ Prozent und mehrere sonstige Kapitalien verschiedener Größe bis zu 10.000 Thlr. liegen zum Ausleihen gegen hypothekarische Sicherheit bereit. Düsseldorf den 16. Dezember 1842. Otto, Notar. Verkauf des Großhülser=Guts. Das in der Gemeinde Hilden gelegene, 20 Morgen 121 Ruthen 90 Fuß haltende Großhülser Gut, wird der unterzeichnete Notar am Donnerstag den 19. Januar k. J., Nachmittags 2 Uhr, in der Behausung der Frau Wittwe Bausenhaus zu Hilden, auf Anstehen des Eigenthümers Herrn Frauenhoff öffentlich an den Meistbietenden parzellenweise verkaufen. In demselben Termine läßt die Frau Wittwe Heinrich Bünger zwei in der Gemeinde Hilden am Hocksdamm neben Heinrich und Hermann Vollmer gelegene Wiesen von je 2 Morgen 12 Ruthen auf 4 mit 1843 beginnende Jahre öffentlich verpachten. Gerresheim, den 17. Dezember 1842 Cardauns. Holzverkauf im Langenweier. Auf Anstehen des Gutsbesitzers Uellenberg wird der Herr Notar Cardauns nachstehend verzeichnetes Holz am Montag den 19. des lauf. M. Dezember, anfangend Vormittags 10 Uhr, in der Wohnung des Herrn Scheffen Hoffmann im Langenweier unter Bewilligung einer ausgedehnten Zahlungsfrist öffentlich an den Meistbietenden verkaufen: 1) auf dem Schetenort: a. 71 Eichenstämme in 32 Loosen, b. 5 Maßen Maibuchen=Rundholz und c. 200 Maibuchen Schanzen; 2) an und resp. im Cappeler Eichenkamp: a. 56 Eichenstämme in 21 Loosen, b. 35 Maßen Maibuchen=Rundholz und c. 2000 Maibuchen Schanzen; 3) in der Dickhaide in der Nähe des Niederheider Thores: 2 Eichenstämme in zwei Loosen; 4) im Niederheider Baumhof: 1 Nußbaum und ein Birnbaum; 5) in der Nähe des Haidchen: a. 6 Nummern Irdelen Holz(zu Klumpen geeignet.) b. 25 Maßen Buchen=Rundholz, c. 2500 Buchen Schanzen und d. 1 Nummer Kiefernholz. Sämmtliches Holz steht an sehr guter Abfuhr und wird den Lokalunkundigen auf Erfordern durch den Förster Wessel auf Niederheid angewiesen werden. Immobilien=Verkauf. Der unterzeichnete Notar wird am Montag den 19. d. M., Nachmittags 2 Uhr, beim Wirthe Wilhelm Eigen zu Ratingen das im Tiefenbroich bei Ratingen gelegene Gütchen„an der Hütte", bestehend aus Wohnhaus, zwei Nebenwohnungen, Scheune, Stallungen, Hof, Baumhof, Garten und Ackerland, in allem circa 24 Morgen und eine bei Ratingen gelegene Wechselwiese, groß sieben Morgen,„die Hinenburg" genannt, öffentlich in Parzellen verkaufen. J. Hamm. Immobilien=Verkauf. Der unterzeichnete Notar wird am Mittwoch den 21. dieses Monats, Nachmittags 1 Uhr, beim Wirthe Schmitz zu Lohausen an der Barriere, das zu Lohausen an der Düsseldorfer=Kaiserswerther Chaussee gelegene Gütchen„am Vogelsang“, bestehend aus Wohnhaus, Stallungen, Hof, Garten und Ackerland, in allem 10 Morgen 54 Ruthen 50 Fuß, öffentlich dem Meistbietenden verkaufen. J. Hamm, Notar. Der Handelsmann Jakob Löwenthal zu Kaiserswerth wird am 2. Januar 1843, Nachmittags 2 Uhr, einen zu Lank gelegenen Pfannschoppen nebst Töpferei und einer Wohnung in dem Lokale des Herrn van Dawen daselbst auf sechs feste Jahre öffentlich an den Meistbietenden verpachten lassen. Uerdingen, den 15. Dezember 1842. Floerken, Notar. Holzverkauf zu Straberg. Am Samstag den 31. Dezember d. J., Morgens 10 Uhr, in der Wohnung der Gebrüder Schwidden zu Straberg, lassen die Herren Gebrüder Herbertz von Uerdingen öffentlich auf Kredit gegen Bürgschaft verkaufen: 74 Nummern kanadische Pappeln, enthaltend 174 Stämme, in der Umgebung stehend, welche sich besonders zu Brettern eignen. Dormagen, den 15. Dezember 1842. Magnino, Gerichtschreiber. Bekanntmachung. Aus den zum Rittersitz Morp gehörigen Waldungen werden Donnerstag den 22. Dezember d. J. bei den Gastwirthen Geschwister Kürten im Rosenbaum zu Gerresheim, Morgens 10 Uhr, 80 Eichen= und 56 Buchen=Stämme verschiedener Länge und Stärke, 3 Klafter Eichen= und 110 Klafter Buchenholz, 24 Klafter gemischtes Reiserholz und 600 Stück Eichen= und 7210 Stück Buchen=Schanzen; sodann aus den zum Hause Calcum gehörigen Waldungen Samstag den 24. Dezember dies. J., Morgens 9 Uhr, bei dem Gastwirth Herrn Schmitz zu Calcum 205 Eichen= und 84 Buchen-Stämme, woran (nämlich von Erstern) 41 Stämme auf dem Stamme mit der Loh, 45½ Klafter Eichen= und 30 ¾ Klafter Buchenholz, 250 Klafter gemischtes Reiserholz, 550 Stück Eichen= und 3600 Stück Erlen=Schanzen gegen Bewilligung einer halbjährigen Zahlungsfrist Partieenweise öffentlich verkauft. Die näheren Anweisungen des Holzes erfolgt auf Erfordern zu Morp durch den Förster Bisken zu Gerresheim und zu Calcum durch den Revierförster Stadtmüller daselbst. Kaiserswerth, den 16 Dezember 1842. Der gräflich Hatzfeldsche Forstmeister Schulin. Am Montag den 19. Dezember 1842, Morgens 10 Uhr, wird unterzeichneter Gerichtsvollzieher auf dem öffentlichen Marktplatze zu Düsseldorf mehrere Mobilien an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung verkaufen. Carl Barths. Festgeschenke für gebildete Frauen u. Jungfrauen. Fredrika Bremer's Schriften. Aus dem Schwedischen von Dr. E. A. Wollheim und Dr. M. Runkel. 8 Theile. Preis 2 Thlr. 20 Sgr. Je geringer die Zahl der Schriften ist, die unbedenklich in die Familie eingeführt werden können, um so willkommener müssen diese Skizzen geheißen werden, die aus dem Familienleben hervorgegangen, demselben wiederum eine so gesunde und erquickende geistige Nahrung zuführen. Darum sind diese Novellen auch so schnell eine Lieblingslektüre des gebildeten Publikums, besonders der Frauen, geworden; denn wer, der sie gelesen und ihres freundlichen und erhebenden Eindrucks inne geworden ist, beeilte sich nicht, sie auf das dringendste weiter zu empfehlen. Es sind diese heitern Familiengemälde aus einem edlen, wahrhaft religiösen und zugleich reichpoetischen Geiste geflossen, dem es in einem seltenen Grade gelingt, die einfachen Ereignisse des Familien=Stilllebens mit dem Zauber der Poesie zu umkleiden. Durch die Bötticher'sche Buchhandlung in Důsseldorf, sowie durch alle andern deutschen Buchhandlungen zu beziehen. Bielefeld im Dezember 1842. Velhagen& Klasing. Bei M. Kornicker in Aachen ist erschienen und in Düsseldorf vorräthig in der Bötticher'schen Buchhandlung: Nickelchens Tagebuch, Nimm Dich in Acht lachst Du Dich todt. Die witzigste und geistreichste Sammlung Anekdoten, Schnacken und Schnurren, die je ans Tageslicht gefördert, herausgegeben von seinem besten Freunde Max Kornicker. Vierte vielfach vermehrte und verbesserte Auflage. Preis 15 Sgt In der Vötticher'schen Buchhandlung in Düsseldorf ist zu haben: Damen=Kalender für 1 8 4 3. Jn eleg. Golddruck=Umschlag und Futteral. Preis 10 Sgr. Empfehlung. Zu dem bevorstehenden Weihnachtsfeste bringt Unterzeichneter seine Goldleisten=Fabrik in Erinnerung. Auch werden von demselben Bilder auf das Eleganteste unter Glas und Rahmen aufgespannt. Um geneigte Aufträge bittet W. Schubert, Vergolder, Hundsrückenstraße Nr. 603. Es werden einige Mit=Abonnenten auf Galignan"3 Messenger gesucht. Das Nähere bei der Expedition d. 3. Bei Unterzeichnetem tritt zu Anfang Januar 1843 ein Journal-Lesezirkel ins Leben. Derselbe enthält eine Auswahl der besten deutschen Zeitschriften, als: Deutsche Jahrbucher von Ruge und Echtermeyer. Deutsche Vierteljahrsschrift. Morgenblatt mit Literatur= und Kunstblatt. Blätter für literarische Unterhaltung. Das Ausland. Lewalds Europa. Wiener Zeitschrift für Literatur, Kunst, Theater und Moden von Bäuerle. Telegraph von Gutzkow. Hallische Literaturzeitung. Historisch=politische Blätter von Görres. Dinglers polytechnisches Journal. Zeitung für die elegante Welt von Laube. Die Gränzboten von Kuranda. Deutscher Bote aus der Schweiz. Redigirt von Herwegh. Genau regelmäßige Reihenfolge wird garantirt. Die Hefte werden zweimal wöchentlich gewechselt. Prånumerationspreis fürs Jahr 6 Thaler. Die Liste zur Unterzeichnung liegt noch bis Weihnachten offen. Düsseldorf im Dezember 1842. Julius Buddeus. Kätholische Andachtsbücher, welche im Verlag bei Joseph Stenz in Mainz erschienen sind und auf gut geleimtem Schweizerpapier gedruckt, mit schönen Stahlstichen geziert, in geschmackvollen gepreßten Leder= und englischen Saffian=Einbänden äußerst elegant zu Weihnachts= und Neujahrsgeschenken empfohlen werden können. In Düsseldorf bei A. Forberg und in den sämmtlichen dortigen Buchhandlungen: M. A., Maria, Andachtsbuch für Gebildete des weiblichen Geschlech= tes, mit 4 Stahlstichen. 8. Auflage. 8. Jn gepreßtem Einband. 1 Thlr. 24 Sgr. oder 3 fl. —— Dasselbe Buch mit 4 Stahlstichen in engl. Saffian=Einband. 2 Thlr. 10 Sgr. oder 4 fl. —— Dasselbe Buch mit 1 Stahlstich in gepreßtem Einband. 1 Thlr. 17 Sgr. oder 2 fl. 42 kr. —— Katholisches Gebetbuch, auch unter dem Titel: Auszug aus Maria Andachtsbuch. Mit 4 Stahlstichen in engl. Saffian=Einband. 1 Thlr. 10 Sgr. oder 2 fl. 20 kr. —— Dasselbe Buch mit 1 Stahlstich in gepreßtem Einband. 25 Sgr. oder 1 fl. 27 kr. —— Erhebungen des Geistes und Herzens zu Gott. Mit 4 Stahlstichen. 5. Auflage. In gepreßtem Einband. 1 Thlr. 17 Sgr. oder 2 fl. 42 kr. —— Dasselbe Buch mit 1 Stahlstich in gepreßtem Einband. 1 Thlr. 10 Sgr. oder 2 fl. 20 kr. —— Dasselbe Buch mit 4 Stahlstichen in engl. Saffian=Einband. 1 Thlr. 24 Sgr. oder 3 fl. —— Der Christ im Umgang mit Gott. Mit 1. Stahlstich. 3. Auflage. Jn gepreßtem Einband. 1 Thlr. oder 1 fl. 45 kr. —— Dasselbe Buch. 4. Auflage. Mit 1 Stahlstich. Jn gepreßtem Einband. 25 Sgr. oder 1 fl. 27 kr. —— Komm heiliger Geist, Andachtsbuch für katholische Christen 8. Mit 1 Stahlstich. In gepreßtem Einband. 1 Thlr. 17 Sgr. oder 2 fl. 42 kr. Auch in ungebundenen Exemplaren sind genannte Bücher zu billigen Preisen in jeder Buchhandlung zu beziehen. Zu den bevorstehenden Weihnachten haben wir unsere Lager mit mehreren rein und gutgehaltenen Rhein=, Mosel= und Rothweinen, Bordeaux, Champagner 2c. versehen, welche wir in einzelnen Flaschen auf unserm Lager, Flingerstraße bei Hrn. Hutmacher Müller und bei uns im Hause, Oberhohestraße Nr. 935, zu den Preisen von 5, 6, 7, 8. 9, 10, 12, 14, 15, 20. 25 Sgr. u. s. w. verabreichen, wozu wir uns bestens empfehlen. Düsseldorf den 16. Dezember 1842. Schumacher& Mebus. Ein Pferd steht billig zu verkaufen und auch täglich zu vermiethen beim Metzger Heinrich Blank, auf dem Hundsrücken. Zu Festgeschenken empsiehlt die Kunst= und Schreibmaterialienhandlung von Jos. Rings, Communicationsstraße, ihr Lager von den neuesten pferstichen, Stahlstichen, zeichnungen und kleinen Oelgemälden; auch hält sie ein Lager von achten Berliner Goldleisten, und besorgt das Einrahmen auf's Billigste Die bekannte Zeitschrift: Die Posanne, welche mit dem 1. Januar 1843 ihren zwölften Jahrgang beginnt, ist von allen Postämtern und Buchhandlungen Deutschlands durch die Helwing'sche Hofbuchhandlung in Hannover, im Bereiche dieses Königreichs auch durch die Verlagserpedition zu beziehen. Preis des Jahrgangs für 156 Nummern in gr. 4. auf feinem Velinpapier: 4½ Thlr. 200 Empfehluug. Zu den bevorstehenden Weihnachts- und Neujahrsfesten empfiehlt ihr wohlassortirtes Lager von Juwelen, Gold= und Silberwaaren bestens Wittwe C. Nahrath. Empfehlung. Zu dem Weihnachts- und Neujahrsfeste& empfehle ich mein wohlassortirtes Lager von 2 Juwelen, Gold= und Silberwaaren bestens. Auch kaufe und tausche ich Diamanten, Perlen, Gold, Silber und Antiken. Joseph Sturrgen, Juwelier, Bolkerstraße Nr. 568. Zu Festgeschenken empfiehlt sein Juwelen=, Gold= und Silber=WaarenLager, welches auf's Reichhaltigste assortirt ist. Auch in diesem Fache alles nach Angabe anzufertigen. Ph. Prehl, Juwelier. Auch kaufe und tausche ich alle in dieses Fach einschlagende Artikel und verspreche bei prompter Bedienung die billigsten Preise. Es empfiehlt sein Lager in Gold- und SilberWaaren in den neuesten Desseins zu den bevorstehenden Weihnachts- und Neujahrsfesten zur geneigten Abnahme ergebenst Franz Bungard, Gold= und Silberarbeiter Bolkerstraße Nr. 562. Zu dem bevorstehenden Weihnachts= und Neujahrsfeste empfehle ich mein Lager von Juwelen, Gold= und Silberwaaren, welches mit den neuesten Dessins versehen ist, zur geneigten Abnahme ergebenst. Carl Leimgardt, Juwelier, Gold= und Silberarbeiter. Auch kaufe und tausche ich Diamanten, Gold und Silber. Zu dem bevorstehenden Weihnachtsfeste empfiehlt eine Auswahl als Geschenke passende Gegenstände. Albums, Mappen, Brieftaschen, feine Pariser Waaren und dergleichen mehrere zur gefälligen Abnahme Wilhelm Stüttgen, Flingerstraße Einem hohen Adel und geehrten Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mein neu eingerichtetes Lokal in meinen bekannten Luxus=Artikeln, als Porzellan, Krystall, Bronze, Pariser Quincaillerie 2c. aufs reichhaltigste assertirt habe, so daß ich mir schmeicheln darf, daß Düsseldorf nie eine solche Auswahl dargeboten ward. Ich erlaube mir daher, mein Lager besonders zu den bevorstehenden Festtagen höflichst zu empfehlen, indem ich durch sehr vortheilhafte Einkäufe zur Frankfurter Messe in den Stand gesetzt bin, meine geehrten Gönner mit auffallend billigen Preisen zu bedienen. Noch erlaube ich mir, ein schönes Assortiment der modernsten Pendules sowohl in Bronze, als Alabaster und Holz hier namhaft zu machen, und zu bemerken, daß ich auch in weißem Glase, als Caraffen, Wein= und Wassergläsern, Butter= und Käseglocken 2c. sehr wohl assortirt bin, zugleich auch meine Niederlage der vorzüglichsten Dampf=Chocoladen ergebenst in geneigte Erinnerung zu bringen. A. Jonas, Mittelstraße Nr. 811, nahe dem Carlsplatz. e Zu Festgeschenken 8 Sempfiehlt sein mit neuern Gegenständen vermehrtes Lager in englischen und französischen Galanterie=, Quincaillerie=, Kurze= und Kinderspiel=Waaren, unter O Zusicherung billiger Preise Gottfr. Heinr. Laufs, Marktstraße Nr. 514. Zu passenden Fest=Geschenken für Herren empfehle ich Cigarren in Dosen und Kistchen von 25, 50, 100, 125 und 250 Stück, elegant verpackt, zu allen Preisen. A. Morro, Hoflieferan. Dampfschiffahrt für den Nieder- u. Mittel-Rhein. Mit dem am Donnerstag den 15. d. Abends von hier nach Mainz abfahrenden Boote hört der Dienst in der bisherigen Weise auf, und es tritt an dessen Stelle eine 3 Mal wocnentliche, zwischen Mainz und Rotterdam durchlaufende Fahrt, so lange die Verhältnisse es erlauben. Die Abfahrtstage sind: von Düsseldorf nach Mainz: Sönntag, Dienstag und Donnerstag Abends 11 Uhr, Rotterdam: Montag, Donnerstag u. Samstag Morgens 9 Uhr. Düsseldorf, den 14. Dezember 1842. Die Direction. Kölnische Gesellschaft. So lange die Witterung es erlaubt, fahren die Dampfboote täglich des Morgens 7 Uhr von hier nach Koblenz, Mainz und Mannheim. Köln, den 12. November 1842. Die Direktion. Aheinische Eisenbahn. Bekanntmachun Fahrten der Personen= und Güterzüge während der Monate Dezember 1842 und Januar und Febr. 1843. I. Wersonen=Zuge, täglich. Abfahrt von Köln nach Aachen um 7½ Uhr Vormittags und 3 Uhr Nachmittags. „ von Düren„„ „ von Eschweiler„„ Ankunft in Aachen Abfahrt von Aachen nach Köln „ von Eschweiler„„ „ von Düren„„ Ankunft in Köln 9„ 9¾ 10½„ 8 * * 8½ 9 10½ * 1 " 4½ "*/21 „ 5¼„ „ 6„ „ 3½„ 4 4½ „*/21 „ 6„ Von den übrigen Stationen zu den entsprechenden Zwischenzeiten. II. Güter=Züge, täglch, mit Ausnahme der Sonn= und Festtage. Abfahrt von Köln nach Aachen um 10½ Uhr Vormittags. Nachmittags. 1 2 03 2/4 " " „ von Düren „ von Eschweiler Ankunft in Aachen Abfahrt von Aachen nach Köln„ 10½„ Vormittags. „ von Eschweiler„„ Ankunft in Düren—„„ Abfahrt von Düren„„ Ankunft in Köln„ Mit diesen Zügen werden auch Personen in der II. und III. Wagen-Klasse nach allen Stationen und Anhaltstellen befördert. Im Uebrigen wird auf den ausführlichen Fahrplan verwiesen. Köln, den 26. Oktober 1842. Die Direktion. * o 10½ 11½ 12½ 1¾ 4¼ Neuerdings empfehle ich einem geehrten Publikum zum bevorstehenden Neujahr meine schönste und billigste Anfertigung von Rechnungs= und Wechselschemas, Adreß= und Visitenkarten, Empfehlungsbriefen 2c., überhaupt jeder Arbeit in Kupferund Steindruck. Auch besorge ich Stempel, Wappen, Petschafte jeder Art in Messing, Stahl und Stein, und verspreche dabei eine elegante Ausführung. Indem ich mir schmeichle, recht bedeutendrn Aufträgen entgegensehen zu dürfen, versichere ich prompte Bedienung. Düsseldorf, im Dezember 1842. Fr. Wilh. Heinrigs. Unterzeichneter empfiehlt zum bevorstehenden Feste eine große Auswahl zu Geschenken sich eignender Gegenstände, namentlich Papiermache= und Holz=Spielwaaren, Etuis, Brief= und Cigarrentaschen und sonstige hübsche Gegenstände, so wie auch alle Sorten weidengeflochtene Körbe zu billigen Preisen. van den Bergh, junior, Grabenstraße Wohnungs=Veränderung. Ich wohne jetzt in der Kanalstraße Nr. 789. Prehr, 2Kreis=Thierarzt. Sonntag den 18. d. M. Abends 8 Uhr: Versammlung der Träumer bei Hrn. Dickmann, Ratingerstraße. Kommt zum Berathen Warum noch säumen? Hört auf zu schlafen, Doch bleibt am Täumen. Die Traum=Direktion. Heute Sonntag den 18. Dezember, Abends 6 Uhr: Große närrische Versammlung. Spinnen und Räuber die nisten sich ein, Wir nisten uns, um einmal fröhlich zu seyn. Drum eilet Alle, auf das keiner fehle, Es gilt einmal ernstlich den Präsident zu erwählen. Die närrische Spinn.. Allen Täuschungen vorzukommen, werden nochmals sämmtliche Schlosser=, Schmiede-, Büchsenschmiede-, Uhr=, Sporen= und Windenmacher, Kupfer= und Nagelschmiede zu unserer heutigen Versammlung, und zwar von 2 bis 5 Uhr, bei Herrn Schwenger auf der Bolkerstraße, eingeladen, um sich an unsere Gesellschaft anzuschließen. Der Vorstand. Alle respektablen Tischlergesellen werden gebeten, am Sonntag den 18. d. Abends 7 Uhr zur Berathung zu erscheinen. Kommt on seht de alde Kessel emol ahn, De Liem hålt doch so goth wie Törkeblot. Der provesorische Vorstand im alte Liemkessel Bolkerstraße. Heute Sonntaa den 18. Dezember: usik bei Jos. Ferbach im Pempelforter Garten. Zu empfehlen: Regenschirme in vorzüglicher Qualität und in großer Auswahl, von Seide zu 3 bis 7 Thlr. von Baumwolle zu 35 bis 60 Sgr. M. Geisenheimer jun., Bolkerstraße Jn Haus= und Schlaf=Röcken unterhält fortwährend ein groß assortirtes Lager von 2 bis 8 Thaler pr. Stück. W. Lindemann, Flingerstraße. Getragene Herrenkleider Twerden zu den höchsten Preisen angekauft von Ph. I. Manes jun., Hundsrückenstraße Nr. 589 neben Herrn Macher Heute erhielt ich wieder frische süße scheveninger Schelfische, süßen Kabliau, haderwicker Vollbückinge, große antwerp. Muscheln, engl. Austern, russ. grobkörnigen Caviar und Straßburger Kastanien Joh. Heinrichs, Rheinstraße. Das auf der Bolkerstraße mit Nr. 569 bezeichnete, zum neuen Pflug genannte Haus ist unter sehr günstigen Bedingungen aus freier Hand zu verkaufen. Das Nähere beim Eigenthümer, Mertensgasse Nr. 485. Auch sind daselbst zwei möblirte Zimmer zu vermiethen und gleich zu beziehen. Eine angenehme Wohnung von 7 Theilen ist zusammen oder getheilt, mit oder ohne Möbel zu vermiethen, Alleestraße C. 737. (813) Ein junger militärfreier Mann, der gegenwärtig in einem auswärtigen Handlungshause als Commis servirt, sucht wegen Familienverhältnisse eine andere Stelle. Ueber seine Kenntnisse sowie Moralität vermag er gehörige Atteste beizubringen. Gefällige Anfragen wolle man an die Expedition d. 3. franco unter der Adresse A. Z. Nr. 261 gelangen lasse. 4 auch 5 Zimmer auf dem ersten Stock zu vermiethen bei Joseph Braun, Krámerstraße Nr. 265. 1810] Vor dem Ratingerthor nächst dem Luftballon ist der größte Theil eines Unterhauses, nebst großem Keller, 2 Speichern, Hofraum und Stallung, zu jedem Geschäft geeignet, zu vermiethen und gleich zu beziehen. Die Expedition d. Z. sagt wi Flingersteinweg Nr. 225 sind zwei sehr gut möblirte Zimmer zu vermiethen und gleich zu beziehen. In einem neuerbauten Hause, Bolkerstraße Nr. 469, sind mehrere Zimmer in der ersten und zweiten Etage an eine stille Familie oder einzelne Herren zu vermiethen. Königl. concess. Theater zu Düsseldorf, Sonntag den 18. Dezember: Adrian von Ostade. Oper in 1 Akt von Treitschke. Musik von Weigl. Am Anfange und am Schlusse der Oper lebende Bilder nach Adrian von Ostades Gemälden. Hierauf: Trau, schau, wem! Lustspiel in 1 Akt von C. Schall. Zum Beschluß: Rataplan, der kleine Tambour. Vaudeville in 1 Akt, aus dem Französischen. Musik von F. Pillwitz.