Preußen. Berlin, vom 23. Aug. Se. Maj. der König sind heute früh um 7 Uhr von hier über Schwedt nach Stettin abgereist. Von dort werden Allerhöchstdieselben sich nach Swinemünde begeben und auf dem kaiserl. russ. Dampfschiffe„Ischora" die Reise nach Königsberg in Pr., zu den am 30. d. M. in der Nähe dieser Stadt beginnenden Manövers, unternehmen. Se. k. Hoh. der Prinz Karl, Ihre Durchl. die Frau Fürstin von Liegnitz und Se. Exz. der wirkliche Geheime Rath und Kammerherr, Frhr. Alexander v. Humboldt, sind gleichfalls nach Königsberg abgereist. — Der wirkliche Geheime Staats= und Kriegsminister, Generallieutenant und Generaladjutant, Herr von Witzleben Exzellenz, ist am 19. dieses Monats Abends in Königsberg in Pr. eingetroffen. Koblenz, vom 26. Ausz. Heute Morgen ist das 30. Infanterieregiment hier eingerückt, um dem Divisionsmanöver, welches auf dem Hundsrücken stattfindet, beizuwohnen. Bonn, vom 24. Aug. Se. Erzbischöfl. Gnaden der Herr Erzbischof von Köln trafen, aus dem Bade Ems kömmend, gestern hier ein, um mehrere Tage in unsern Mauern zu verweilen. Se. Erzbischöfl. Gnaden nahmen Ihr Absteigequartier im Gasthof zum Stern. Heute traf der Herzog von Broglie mit Gefolge in demselben Hotel ein, um zum Besuche des Hrn. Professor A. W. von Schlegel sich einige Tage aufzuhalten. Deutschland. Hannover, vom 18. August. In der Sitzung zweiter Kammer vom 12. August erfolgte ein Antrag des Dr. Freudentheil, königl. Ministerium aufzufordern, darüber den Ständen gründlichen Aufschluß zu geben, welche Hindernisse der endlichen Erledigung der wider die Staatsgefangenen von Göttingen eingetretenen Untersuchung im Wege Rechtens entgegen ständen, und welche Gründe es unthunlich machten, die Unglücklichen der Gnade Sr. Maj. des Königs zu empfehlen. Der Proponent, von der im Reglement den Antragstellern gegebenen Befugniß Gebrauch machend, fügte diesem Antrage die erklärenden Bemerkungen hinzu, wie er schon früher ähnliche Anträge gestellt habe, ohne daß solche jedoch zur völligen Erledigung gediehen seyen, entweder weil man das nicht gewollt habe, oder weil sonstige Umstände solches verhindert hätten; wie er darauf zwar gehofft habe, daß das Kriminalgesetzbuch ins Leben trete und auch zu Gunsten jener Unglücklichen dem Unfuge ein Ziel setzen werde, der gegenwärtig in unserm kriminalrechtlichen Verfahren hinsichtlich der Dauer vorherrsche, welche Hoffnung indeß noch nicht in Erfüllung gegangen sey, und wie er endlich die Stände als einen Bestandtheil der legislatorischen Gewalt allerdings für befugt halten müsse, in einzelnen Fällen darnach zu fragen, worauf sich so bedeutende Mißstände gründeten, und wie er eine solche Nachfrage gegenwärtig für um so nothwendiger halte, als sich schon in den Jahren 1831 und 1832 so viele Stimmen über diese Angelegenheit erhoben hätten, daß sie dem Ministerium nicht unbekannt hätten bleiben können, gleichwohl aber nichts darin geschehen sey. Der Proponent sprach dabei den dringenden Wunsch aus, daß dieser Antrag, der eine zahlreiche Unterstützung gefunden hatte, recht bald auf die Tagesordnung gesetzt werden möchte, und hofft zu Gott, zur Rechtfertigung desselben Kraft genug zu haben. Kassel, vom 22. Aug. In der gestrigen Sitzung der Ständeversammlung wurde das gesammte Einnahme- und Ausgabebudget revidirt. Nach dem Bericht des Ausschusses stellen sich die Einnahmen auf 3 Mill. 171,060 Thlr., wobei unter andern die Klassensteuer auf 66 bis 70,000 Thlr. veranschlagt war, die Ausgaben aber im ordentlichen Etat auf 2 Mill. 882,830 Thlr., im außerordentlichen Etat auf 362,874 Thlr. fest, so daß ein Defizit von etwa 74,644 Thlr. übrig bleibt; Summen, die indessen durch die während der Sitzung gefaßten Beschlüsse Modifikationen erlitten haben, weshalb am Schlusse der Revision des Budgets beschlossen wurde, die Ausgaben des Budgets für die laufende Finanzperiode nach den darüber heute noch gefaßten Beschlüssen definitiv festzustellen. Bei der Revision des Militäretats wurde unter andern auf den Vorschlag des Präsidenten beschlossen, das Generalauditorat auf den ordentlichen Etat zu setzen, und es wurde dann auf den Vorschlag des Hrn. v. Eschwege für den Generalauditeur, Normalgehaltsklassen von 1000, 800 und 700 Thlr., für den Sekretár zwei Gehaltsklassen von 500 und 400, und außerdem eine jährliche Entschädigung von 100 Thlr.; für jedes der beiden, an den Geschäften des Generalauditorats theilnehmenden Mitglieder des Kriminalsenats des hiesigen Obergerichts 200 Thlr. unständige Dienstkosten bewilligt; im Uebrigen wurde der Militäretat nach den gefaßten Beschlüssen festgestellt. Der Kriegsminister und der Regierungskommissär Obrist Schmidt protestirten dagegen und erklärten, daß die Aufnahme dieses Etats nach der hier zum Grunde gelegten Basis in das Finanzgesetz nicht zugegeben werden könne, vielmehr darauf beharrt werden müsse, daß in dem Finanzgesetz die Proposition der Staatsregierung zu Grunde gelegt werde, wobei es ja der Ständeversammlung überlassen bleibe, etwaige Verwahrungen mit aufzunehmen. Hr. Geh. Rath Hassenpflug erklärte noch der Versammlung, morgen das Nöthige über die Dauer des Landtags eröffnen zu wollen.— Die öffentliche Sitzung ging um halb 9 Uhr, nachdem bestimmt worden war, daß die Berathung des Finanzgesetzes in einer heutigen Sitzung Statt finden solle, in eine geheime über. Vom 24. In der gestrigen Sitzung der Ständeversammlung wurde der Entwurf zum Finanzgesetz für die Finanzperiode der Jahre 1834, 1835 und 1836 diskutirt. Nach demselben beträgt die Gesammtsumme der Ausgaben für die laufende Finanzperiode 9 Mill. 772,572 Thlr., die Einnahme aber 9,729,431 Thlr., so daß sich ein Defizit herausstellt von etwa 43,141 Thlr. Der Landtagskommissar, Hr. Ministerialdirektor Meisterlin, erklärte gleich beim Beginn der Diskussion des§. 1, daß nur die Summen der Proposition oder solche, die, insofern sie von der Proposition abwichen, auf einer Vereinbarung mit der Staatsregierung beruhten, in das Finanzgesetz aufgenommen werden könnten, und daß die Staatsregierung nicht zugeben könne, daß von der Ständeversammlung einseitig ohne Zustimmung der Staatsregierung von der Proposition abgewichen werde. Geschehe dieses, so könne das Finanzgesetz nicht zu Stande kommen.§. 1. wurde unter Zugrundelegung der, nach den Anträgen des Ausschusses, auf den über das Budget gefaßten Beschlüssen der Ständeversammlung berechneten Zahlen, und in der von dem Ausschusse vorgeschlagenen Fassung, angenommen. Der Landtagskommissar, Hr. Ministerialdirektor Meisterlin, erklärte: daß, wenn auf diese Weise das Zustandekommen des Finanzgesetzes unmöglich gemacht werde, eine Steuerverweigerung vorhanden sey, und verließ bald darauf, nachdem er noch einen Vortrag über die folgenden§§. gehalten, den Saal. Auch die folgenden §§. des Gesetzes wurden nach einer lebhaften Diskussion mit verschiedenen Modifikationen und Zusätzen angenommen. Hr. Geh. Rath Hassenpflug verkündete die Fortdauer des Landtags auf weitere acht Tage." Die öffentliche Sitzung ging dann in eine geheime über. Nach Verlauf derselben wurde in der wiedereröffneten öffentlichen Sitzung das Finanzgesetz revidirt und in geheimer Abstimmung mit 34 gegen 7 Stimmen angenommen. In der ersten geheimen Sitzung soll nach einer lebhaften Debatte beschlossen worden seyn, einen von dem Landtagskommissär vorgelegten Gesetzentwurf, der die Forterhebung der Steuern bis zu Ende Septembers bestimmt, dem Ausschuß zur sofortigen Begutachtung zu überweisen. Der Ausschuß soll dann sofort darüber berichtet haben und der Gesetzentwurf in der zweiten geheimen Sitzung angenommen worden seyn. Rußland. St. Petersburg, vom 16. Aug. Se. Durchl. der General der Infanterie, Generaladjutant Fürst Lieven, Kurator Sr. kais. Hoh. des Cesarewitsch Großfürsten Thronfolgers, ist mit seiner Familie hierselbst angekommen. Die Reise von London bis Hamburg hat Se. Durchlaucht auf dem königl. Dampfschiffe Lightning zurückgelegt, welches Se. Maj. der König von Großbrittanien dem Fürsten zu seiner Disposition gegeben hatten. — In diesen Tagen wird der diesseitige Gesandte am Madrider Hofe, Geheimerath von Oubril, der bekanntlich Madrid bereits vor einigen Wochen verlassen, hier erwartet. — Ueber die fürchterliche Feuersbrunst, welche am 11. vergangenen Monats von unserer schönen Gouvernementsstadt Tula ein Drittheil verheerte, gehen nun bestimmtere und umständlichere Nachrichten ein, nach welchen eine vorangegangene zehntägige übermäßige Hitze und anhaltende Dürre als mittelbare Veranlassung derselben angesehen wird. Nach den übereinstimmenden Versicherungen mehrerer Briefsteller, welche Augenzeugen dieser fürchterlichen Katastrophe waren, brach das Feuer bei einem heftig wehenden Südwestwinde*) gegen 2 Uhr Nachmittags in zwei verschiedenen, von einander ziemlich entfernten und sehr belebten Stadttheilen zugleich aus und zwar mit einer solchen Wuth, daß alle Rettungsversuche der Polizei, der unermüdet thätigen wackern Arbeiter der Gewehrfabrik— mit einem Worte, der ganzen Tulaschen Bevölkerung, vergeblich waren; die von zwei Seiten zugleich angefachte Flamme ergoß sich gleich zwei feurigen Strömen in kurzem über die ganze Stadt, und bildete schon um 4 Uhr ein einziges furchtbares Zerstörungselement. Um 10 Uhr Abends war der beste Theil der Stadt niedergebrannt, der Feuerstrom hatte sich auf einen Flächenraum von fast 4 Quadratwersten ausgedehnt und mehr als 2000 verschiedenartige Gebäude in Trümmer und Aschenhaufen verwandelt. Die berühmte, von ganz Europa gekannte Gewehrfabrik hat in den meisten ihrer Maschinenetablissements unendlich viel gelitten, die Häuser ihres Chefs, ihrer Direktoren, Polizeibeamten und fast alle hölzerne Wohnungen ihres zahlreichen Arbeiterpersonals brannten ganz nieder; von den bessern Stadthäusern, die ein Raub der Flammen wurden, verdienen genannt zu werden: das Alexandrowsche Kadettenkorps, das seinen ganzen Flügel einbüßte, das Gymnasium, das Stadttheater, neun steinerne griechische Kirchen, 675 Buden mit den verschiedenartigsten Waaren und Erzeugnissen, fünf Magazine und dreißig Fabriken: dabei verzehrten die Flammen den vielleicht während eines Jahrhunderts mühsam gesammelten Erwerb einer Menge Familien, die am Morgen jenes Tages sich noch reich und wohlhabend sahen, und am Abend obdach= und subsistenzlos waren.— Mehrere von diesen Unglücklichen erhielten gleich bei menschenliebenden Nachbaren, welche der Brand unverletzt gelassen hatte, ein einstweiliges Unterkommen, viele aber fanden in den ersten Tagen nur ein Asyl unter den rauchenden Trümmern ihrer frühern Wohnungen, während des Tages der brennendsten Hitze und während der Nacht der rauhen Witterung ausgesetzt. *) Dieser brauste mit einem so heftigen Ungestüm, daß man in mehreren Dörfern der Umgegend von Tula, die 25 und mehrere Werste von der brennenden Stadt entlegen waren, am Abende desselben Tages versengte Kleidungsstücke, angebrannte Bankozettel, Bänder und Papiere, durch die Luft hinübergeführt, wiederfand. Wahrhaft erschütternd sind die Details, die uns ein Brief einen Tag nach dieser Feuersbrunst über mehrere dabei stattgefundene grausenvolle Erscheinungen gibt. Unter Anderem heißt es darin:„Das Elend, das gestern unsere schöne volkreiche Stadt— Tula zählt gegen 50,000 Bewohner— heimgesucht hat, wird einst zur Rückerinnerung für die Nachkommen, als eines der entsetzlichsten Phänomene, als eine denkwürdige Zerstörungs=Epoche, ein Blatt in unsern Jahrbüchern füllen. Ich war während seiner Dauer Zeuge von wahrhaft grauenvollen Scenen, die unwillkürlich die Phantasie schaudern machen und lange, lange meinem Gedächtnisse nicht entschwinden werden. Denken Sie sich mitten in einem Feuerbrande, der eine Fläche von mehr als vier Quadratwersten einnahm, den halben Himmel in wellenförmig emporsteigende schwarzröthliche Rauchwolken gehüllt, in Bezirken, die von den Flammen noch unergriffen waren, zitternde Menschen ihre Habe aus den Häusern auf die weite Fläche außerhalb der Stadt schleppen, deren leichtere Objekte oft der wüthende Wind zusammt der brennenden Planken und Bretter ergriff und sie auf die weitesten Strecken durch die Lüfte jagte,— vereinen Sie dazu rund um sich herum das laute Geheul und Gestöhne der Verzweiflung, das durchdringende Geschrei der Kinder, das schmetternde Geprassel niederstürzender Häuser, das Geläute der Kirchenglocken, das Gewirbel der Trommeln und endlich überall um sich, so weit Ihr Gesichtskreis reicht, Symptome der ungewöhnlichsten Volksbewegungen,— so haben Sie fürwahr ein Schauspiel vor sich, das Sinne und Verstand vor Entsetzen wohl zu verwirren vermögen.— Auf den brennenden und versengten Straßen lagen entstellte Leichname— Särge mit Todten. Viele Bewohner erblindeten von der entsetzlichen Hitze und sengenden Gluth, andere slürzten sich verzweiflungsvoll mit angebrannten Gliedern, mit brennenden Haaren und Kleidungsstücken ins Wasser und suchten hier Rettung— oder Linderung gegen die unsäglichsten Qualen. Einem Bürger verbrannten weit über 400,000 Rubel baaren Geldes in Bankozetteln. Ein anderer verlor mit seinem ganzen Vermögen seinen Verstand. Als er mich gewahrte, ergriff er mich mit der Kraft eines Herkules und rief mir mit einem konvulsivischen Gelächter zu:„Freund, laufe von dannen,— laufe weit weg von hier.... Mich hat die Flamme verzehrt— und auch Dich wird sie hinraffen!"— Und wiederum lachte er laut auf. Oh' wie fürchterlich klang mir das Gelächter dieses Unglücklichen!— Bei der Kürze der Zeit vermögen wir die ganze Größe unsers Verlustes noch nicht genau zu würdigen; aber dreist darf ich versichern, daß der ansehnlichste Theil unserer Fonds und baaren Kapitalien verloren gegangen ist; denn an Rettung des größten Theils der Waaren und Effekten war zu denken nicht möglich. Insonders hat das Feuer eine große Menge von Brillanten, Perlen und anderem kostbaren Geschmeide verzehrt und wir können den Werth unseres Gesammtverlustes auf zehn Millionen Rubel angeben.— Der von Sr. Maj. dem Kaiser nach Tula gesandte Generaladjutant Chrapowizki hat den Weg dahin(900 Werste) in 60 Stunden zurückgelegt und erschien daselbst wie ein Engel des Trostes. Seine Thätigkeit in der Unterstützung der Verunglückten wird sich um so wirksamer erweisen können, als er bereits früher 6 Jahre lang dort den ArmeeBefehl führte und daher die Lage der Stadt und der Einwohner sehr genau kennt. Großbrittanien. Die Journale melden die Ankunft O'Connells in Irland. Der Dublin Morning=Register sagt, von Dunmore bis Waterford sey derselbe von ungefähr fünfzigtausend Individuen im Triumph begleitet worden. Zu Waterford wurde er öffentlich empfangen, und auf allen Punkten, wo er erschien, brachen die Beweise der allgemeinen Sympathie lebhaft hervor. Dublin wird von der Cholera arg heimgesucht, die dort entsetzliche Fortschritte macht. Dasselbe ist zu Castlebar in der Grafschaft Mayo der Fall. — Die Allg. Ztg. enthält nachstehendes Schreiben aus London von Mitte d. M.: Das Kabinet widmete in der letzten Zeit den Ereinissen in Spanien eine spezielle Aufmerksamkeit; es schien sich gegen alle Wechselfälle sicher stellen, und besonders eine französische Intervention, die sehr unpopulär wäre, abwenden zu wollen. Viele Versprechungen fanden deshalb mit dem Fürsten Talleyrand statt, der das alio dic der Auguren geltend machte, und es zu keiner förmlichen Verständigung kommen ließ. Es scheint, als wolle die französische Regierung Spanien gegenüber dieselbe Stellung einnehmen, die wir gegen Portugal inne haben: man will von Paris aus einen überwiegenden Einfluß auf Spanien üben, und die Interventionsfrage nach eigenem Erachten behandelt wissen. Das kann unserem Kabinette nicht zusagen, denn wir würden selbst in Portugal in eine untergeordnete Kategorie gerathen, sobald das Madrider Kabinet den Impuls von Frankreich aus erhielte. Man hat überhaupt ungern die sehr in einandergreifende Politik der französischen und spanischen Doktrinärs gesehen, und war eben nicht sehr unzufrieden, daß das Erscheinen des Don Karlos ihnen einen Querstrich machte, denn seit dieser Zeit reichen die Justemilieu=Maximen in Spanien nicht mehr aus, und das Madrider Kabinet mußte eine entschiedenere Farbe annehmen, welche die Mischungen der Pariser Adepten völlig verdorben haben dürfte. Insofern ruht auch noch immer ein geheimnißvoller Schleier auf der Entfernung des Don Karlos von hier; es gibt Leute, die ziemlich mit den Kabinetsgeheimnissen vertraut sind, und behaupten, daß einige Mitglieder der Administration durch die Flucht des Prätendenten nicht überrascht worden waren. Wir sind einmal in der spanischen Sache befangen, gerade so, wie die Franzosen es in der orientalischen sind. Es wäre auch viel verlangt, uns zumuthen zu wollen, daß wir wit freudigem Herzen ansehen, wie das französische Kabinet unsere Allianz benützt, um sich überall Eingang zu verschaffen, und hauptsächlich für sich Vortheil davon zu ziehen. Bei der orientalischen Frage hat man in Paris Rücksichten beobachtet, die fast zweideutig schienen. Man hat lavirt, und die Klippen zu umschiffen gesucht, an denen wir bald gescheitert wären. Glücklicherweise wußten wir bei Zeiten inne zu halten, und nach eigenen Mitteln und Interessen unser Betragen einzurichten. Es ist immer schwer, da gleichen Schritt zu halten, wo die Natur der Dinge eine große Verschiedenheit verlangt, und wenn man es für ein Glück ansehen kann, daß die Verbindung Englands und Frankreichs den Frieden von Europa zu bewahren wußte, so bleibt es nicht minder wahr, daß diese Verbindung künstlich erzeugt ward, und nur mühsam fortdauert. Abgesehen von der Lage der pyrenäischen Halbinsel, bietet der Orient so vielfachen Stoff zu Kontroversen dar, daß es ein Wunder genannt werden darf, wenn ohne große Agitationen die Zerwürfnisse im Innern des türkischen Reichs vorübergehen, und wir mit der französischen Politik dabei durchaus einverstanden bleiben sollten. Man klagt immer über Rußland, und es leidet keinen Zweifel, daß es seinen Vortheil nicht aus den Augen verliert, und seine Beziehungen zu der Pforte zu benutzen sucht. Allein wan muß, um gerecht zu seyn, gestehen, daß diese Macht in der letzten Zeit bei allen Transaktionen bieder zu Werke ging. Erst neuerlich hat der russische Hof den Beweis geliefert, daß er den legalen Weg allen andern vorzieht, und die einmal eingegangenen Verpflichtungen genau beobachtet wissen will. Es handelte sich nämlich in Konstantinopel darum, den Syriern Hülfe zu schicken, und von den Verlegenheiten Vortheil zu ziehen, in welche Ibrahim Pascha durch sein Bedrückungssystem gerathen war. Der Sultan hatte, wie man vernimmt, bereits an Redschid Pascha von Siwas den Befehl geschickt, mit 20,000 Mann, die in Asien versammelt sind, zu Gunsten der Syrier eine Diversion zu machen. Das russische Kabinet soll aber damit nicht einverstanden gewesen, sondern sein Geschäftsträger dem Sultan erklärt haben, daß, wenn in Folge dieser Expedition die Pforte in neue Verlegenheiten gerathen sollte, sie den Sinn und Wortlaut der mit ihr eingegangenen Konvention nicht dahin auslegen dürfe, als sey der Kaiser von Rußland auch dann verpflichtet, ihr zu Hülfe zu eilen; jener Akt sey nur auf eine defensive, aber keine offensive Stellung berechnet, und die Pforte würde hier als angreifender Theil erscheinen. Obgleich dem Sultan diese Vorstellungen nicht angenehm seyn mochten, so hat er doch nicht gewagt, seiner ersten Bewegung Folge zu geben, und die an Redschid Pascha ergangenen Befehle vollziehen zu lassen. Portugal. Ein englisches Blatt, die Morning=Post, theilt folgendes Schreiben aus Lissabon vom 9. d. M. mit: Am 31. v. M. kam ein Kurier von Madrid hier an. Er überbrachte den zwischen Spanien und Portugal mit denselben Worten abgeschlossenen Offensiv- und DefensivAllianzvertrag, wie der Vertrag zwischen den Liberalen der beiden Länder im Jahr 1820, um sich einen wechselseitigen Beistand zu sichern. Dieser Vertrag blieb bis zu der Zeit in Kraft, wo Ferdinand VII. zu Madrid einzog, und die Kortes von Lissabon aufgelöst wurden. Derselbe war von Pando, damals Gesandter in dieser Hauptstadt, unterhandelt worden. Sarmento, der gegenwärtige Gesandte zu Madrid, wurde beauftragt, den Vertrag zu erneuern, und man glaubt, daß die Ratifikationen in diesem Augenblick ausgewechselt werden.— Derselbe Kurier überbrachte, wie man sagt, ein dringendes Schreiben, welches den sofortigen Marsch des portugiesischen Kontingents zum Beistande der Regentin fordert. Diese Forderung ist durch Noten der Botschafter von Frankreich und England zu Madrid unterstützt. Nach der Ankunft des Kuriers begehrten die hiesigen Gesandten von Frankreich und England von Silva Carvalho eine Konferenz. Sie scheinen lebhaften Antheil an dieser Sache zu nehmen und sehr zu wünschen, daß Portugal nun Spanien denselben Dienst leiste, den Rodil Don Pedro leistete. Gleich nach dieser Konferenz verlangte man vom Kriegsbureau die Uebersicht der effektiven Streitkräfte. Nach dieser Uebersicht scheint es, daß die Linientruppen 13000 Mann betragen, und daß, wenn man die von Don Pedro geschaffenen mobilen Bataillone hinzuzählt, der Effektivbestand 40,000 Mann erreichen kann. Man hat Befehl zum Rekrutiren gegeben, und das 5. Kavallerieregiment soll wieder gebildet werden; der Urlaub ist ausgesetzt worden, und man verlangt miguelistische Offiziere von gutem Willen. Mittelst der Bildung der Nationalgarde, die man so rasch wie möglich betreibt, wird man eine disponible Macht von 4 bis 5000 Mann, als Kontingent zum Dienst Spaniens, finden können; allein es fehlt an Geld, um sie zu bezahlen, und die beiden Länder sind wenig im Stande, den Sold zu liefern.— Noch andere Konferenzen über denselben Gegenstand folgten einander; allein es ist noch nichts entschieden.— Es gingen drei Korvetten unter Segel, wie man sagte, nach der Nordküste von Spanien. Frankreich. Paris, vom 23. August. Der Fürst von Talleyrand hatte heute in Begleitung des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten eine dreistündige Audienz beim Könige. — Die Witterung erlaubte heute nicht, irgend eine telegraphische Depesche zu erhalten. Die einzige Nachricht, welche hieher gelangt, ist, daß die Cholera zu Sarragossa ausgebrochen ist, wo sie sich mit ziemlicher Stärke zeigte. Die von der Verwaltung ergriffenen weisen Maßregeln beugten aller Unordnung vor; die Ruhe wurde keinen Augenblick gestört. — An der Börse ward keine Nachricht in Umlauf gesetzt. Die spanischen Papiere besserten sich etwas. 3proz. Rente 25½; perpet. 36½; Cortes 32. Königl. Anl. 36½. Ausgest. 8. Vom 24. Man sagt, die zusätzlichen Artikel des Quadrupelallianzvertrags seyen verfaßt. Der Zweck dieser Artikel ist zuvörderst, durch die thätigste Aufsicht den Eingang aller für den Prätendenten bestimmten Unterstützung über See in Spanien zu verhindern. Diese Klausel geht besonders Frankreich und England an. Man setzt hinzu, daß, falls eine wirksamere Intervention für nöthig erachtet werden würde, die Vollziehung der betreffenden Klausel Portugal anerfallen sollte. Briefe von Madrid sprechen von der portugiesischen Unterstützung wie von einer ausgemachten Sache, und versichern, mehr als 4000 Mann Hülfstruppen, zwei Brigaden bildend, seyen schon in Estremadura, und müßten gegenwärtig auf dem Marsche seyn, da die Gelder, welche dem Regenten zu dieser Expedition fehlten, ihm, so wie andere Vorschüsse, von England geliefert worden seyen. Es scheint, daß diese 4000 Mann fast gänzlich aus alten Soldaten und Ausländern bestehen, die für die Mühseligkeiten des Krieges gemacht, und von welchen man in dem westlichen Biskayen, wohin sie gehen sollen, gute Dienste zu ziehen hofft. — Auf einen Bericht des Ministers des öffentlichen Unterrichts ist durch königl. Ordonnanz ein eigener Lehrstuhl für das französische konstitutionelle Recht bei der Rechtsfakultät zu Paris errichtet worden. Anzeigen. Samstag den 30. August c. Morgens 9 Uhr, soll die Lieferung von 100 paar Pantoffeln für das hiesige allgemeine GarnisonLazareth verdungen und dem Mindestfordernden überlassen werden. Die Bedingungen können von heute an in dem Geschäftslocal der unterzeichneten Commission eingesehen werden, woselbst auch der Verding stattfindet. Düsseldorf den 26. August 1834. Die Kommission des allg. Garnison=Lazareths. Am Donnerstag den 28. August, Morgens von 9 bis- 12 und Nachmittags von 3 bis 6 Uhr werden beim Herrn Müllem zum Siebengebirge in der Neustadt öffentlich in preußischem Maaße verkauft: a. der zu Volmerswerth liegende den Erben Hofrathen Eylertz zugehörige Hof, bestehend in: 1. Haus, Hof, Stallung, Scheune und Garten, groß 3 Morgen und 85 Ruthen.— 2. Gemüsefeld, langseitig Raum und Mehler, Vorbäupter Dorfstraße und Bellut, 1 M. 146 R.— 3. Vom Ackerland der Apfelkamp oder das große Stück genannt, langseitig Lensch und der übrige Theil des Stücks, Vorhäupter Feldweg und Gemeindeblech, 22 M. 483 R.— 4. Holzstück zwischen vorgemeldetem großen Stücke und Mostert, 2 M. 108 R.— 5. Hütung auf dem Gemeindeblech langs. Leuchtenberg und Köhler, 91 R.— 6. Holzstück daselbst, neben Kremer und Rubland, 1 M. 116 R.— 7. Holzstück daselbst neben Köhler und Stahl, 136 R.— 8. Ackerland an der Pfingsthütte, eine Seite Kremer, Küsterei und Domainen, andere Piel, 1 M. 97 R.— 9. Holzstück an der Grashütte, eine Seite Lensch und Windhövel, andere Stahl, 2 M. 91 R.— 10. Holzstück daselbst, eine Seite Lensch und Kremer, andere Köhler, 1 M. 41 R. 11. Ackerland am Fleher Weg, langseitig Horre und Henoumont, 4 M. 60 R. b. Im Volmerswerther Felde: 1. Vom oben, unter 3 gesagten Stück Ackerland der Apfelkamp genannt, der in 13 M. 95 R. bestehende Rest, in Parzellen von 1 M. 2. Hütung in den Hagen, eine Seite Köhler, andere Bellut, Dietz und Stoffel, vorh. Wasserbau=Verwaltung und Windhövel, 1 M. 35 R. 3. Ackerland daselbst, eine S. Köhler, andere Cremer, Ringes, Götschenberg und Ingenhofen, vorb. Ingenhofen und Windhövel, 2 M. 58 R. 4. Ackerland das Suergen, eine S. Armen zu Düsseldorf und Baum, andere Köhler, vorh. Hecker und der Weg nach Hamm, 1 M. 167 R. 5 Ackerland der Sandbergskamp, eine S. Köhler, andere Lensch, Baum und Cremer, 1 M. 91 R. 6. Ackerland und Weidenpflanzung, eine S. Köhler, andere Pempelforth und Piel, vorh. Zimmer und der Rhein, 1 M. 178 R. 7. Ackerland und Wiese, langs. Köhler und Lensch, vorh. Küpper und der Rhein, 1 M. 7 R. 8. Ackerland und Wiese, lang. Köhler und Hoff, vorh. Köbler und der Rhein, 3 M. 15 R. 9. Ackerland, von dreien Seiten Köhler, ein vorh. der Weg, 2 M. 85 R. c. 14 Gewald auf Bilker Gemark, nach der Gemarkenkarte Nr. 34 im Zuschlag, und 110 im offenen Walde. d. die 12. Woche des Rheinfahrtsgerechtsams zu Volmerswerth. e. die Hälfte der Fischerei im Rhein des Distrikts der Volmerswerther Dorffischerei. k. 8 Grundrenten auf Volmerswerther Grundstücken von 3 Malter Roggen und 8 Hühner. g. die Hälfte von 3 M. 18 R. Ackerland am Vogelsang in der Gemeinde Mörsenbroich, eine S. Vossen, andere Borgs und Doctor Weyler und der Weg. h. Ackerland im Holzfelde, Gemeinde Derendorf, langs. Grabensee und Küppers, vorh. Pütz und Müller, 2 M. i. Ackerland daselbst, langs. Grabensee und Wirtz, vorh. folgendes Stück und Fußpfad, 103 R. k. Wiese im Karrenbroich, langs. von Kylmann und Henoumont, vorh. der Graben und Domainen, 1 M. 83 R. Auch wird verkauft Ackerland im Holzfeld, eine l. S. Goebels, andere Vossen, Pütz und das sub i. genannte Stück, ein Vorh. Gasse, 2 M. 111 R. 10 F. Die Bedingungen sind bei mir einzusehen. Düsseldorf den 1. Juli 1834. Euler, Notar. Am Freitag den 29. dieses Morgens 10 Uhr, werden durch unterzeichneten Gerichtsvollzieher allerhand Hausmobilien öffentlich dem Meistbietenden gegen baare Zahlung auf dem hiesigen Markte verkauft werden. Düsseldorf den 27. August 1834. Heinrich Bloos. Rheinische Dampfschiffahrt. Die Rheinischen Dampfschiffe, in Verbindung mit der Dampfschiffahrt von Cöln nach Rotterdam und von Rotterdam nach London und allen Haupt=Häfen Englands, fahren täglich: Von Cöln nach Coblenz Morgens um 7 Uhr, „ Coblenz„ Mainz„„ 64„ „ Mainz nach Leopoldshafen Morg um 4 Uhr. „ Leopoldsbafen naaz Kehl resp. Straßburg, Sonntags Dienstags und Donnerstags Morgens um 10 Ubr. „ Kehl resp. Straßburg nach Leopoldshafen, Sonntags, Dienstags und Donnerstags Morgens um 4 Uhr. „ Leopoldshafen nach Mainz Morgens um 10 Uhr. „ Mainz nach Cöln Morgens um 6 Uhr. Die Schiffe korrespondiren in der Art. daß die Passagiere in einem Tage von Kehl resp. Straßburg nach Mainz und den zweiten Tag nach Cöln gelangen. Die Preise der Plätze und die Frachten der Waaren sind aus den in den Geschäftsstuben der Agenten und Schiffs=Kondukteure angehefteten Affischen zu ersehen. Bekanntmachung. Wegen der am vorigen Sonntag eingetretenen schlechten Witterung, haben wir unsere Nachkirmes auf künftigen Sonntag den 31. dieses festgestellt, wozu ergebenst einladet M. Heenen. Oberkassel den 27. Aug. 180 Zu der am Sonntag den 30. d., Montag den 1. und Dienstag den 2. k. M. eintretenden Erkrather Kirmes ladet höflichst der Unterzeichnete ein und verspricht gute Bedienung in Weinen, vorzüglichen Speisen, wie sie die Saison in Wild und Fischen darbietet, nebst gut besetzter Tanzmusik. Erkrath den 23. August 1834. Franz Kur. Mit einer neuen Sendung bester Havanna=Cigarren in billigem Preise empfehlen wir uns bestens. Gebr. Geisenheimer am Marki Vor einigen Tagen ist Jemanden ein junges kleines weißes Mutterbündchen, auf einer Seite einen schwarzen Flecken, entlaufen. Der Finder wird gebeten, solches gegen eine Belohnung Bolkerstraße Nr. 469 abjugeben. Bester Weinessig, pr. Maß zu 2½ Sgr.„ im Faß billiger, so wie auch Hochwälder Wachholderbeeren, Citronen, Servelatwürste, frische Häringe und Sardellen, sind zum billigen Preise fortwährend zu haben auf der Benratherstraße Nr. 1173 in der Mostertfabrik bei Commissionär Schickling. Hausverpachtung.! Das Haus in der Karlstadt, Breitestraße Nr. 1139, wird am 1. Septbr. d. J. verziehenswegen pachtlos. Es enthält in zwei Etagen 16 Theile, auf dem Söller 3 Kammern; Keller mit Waschküche, Remise, Stallung für 3 Pferde, Kammer für den Kutscher rc Auch kann nöthigenfalls ein im untern Raum des Hauses befindliches Magazin für Kaufmannsgüter mit abgegeben werden. Näheres beim Eigenthümer Kasernenstraße Nr. 1125. [456) Wo eine Wohnung parterre von vier Theilen nebst Küche, geräumigem Keller, Antheil an Bleiche und Boden an eine stille Familie zu vermiethen und im Oktober zu beziehen ist, kann man bei der Expedition d. Bl. erfahren. Auf der Ratingerstraße Nr. 223 ist ein großes Haus mit Hofraum, Bleichplatz, Stallung, Wagenremise und allen Bequemlichkeiten entweder ganz oder theilweise zu vermiethen und am ersten Oktober dieses Jahres zu beziehen. Das Nähere im Hause Mittelstraße Nr. 1064 sind in der ersten Etage 2 möblirte, und in der zweiten Etage 6 unmöblirte Zimmer an ledige Herren zu vermiethen. Am Montag den 1. September dieses Jahrs, des Nachmittags 3 Uhr, werden durch den unterzeichneten Gerichtsvollzieher in der Behausung des Weinwirthes Herrn Breitenstein auf der Bolkerstraße eine im besten Zustande sich befindende eiserne Geldkiste, Pendül=, Damen= und Hausuhren, goldene Ringe und mehrere schöne Pfeifen rc. dem Meistbietenden gegen baare Zahlung verkauft werden. Düsseldorf den 27. August 1834. Heinrich Bloos. Bei J. H. C. Schreiner in Düsseldorf ist zu haben: Was von der Behauptung: „daß die Juden Christenblut genießen" zu halten sey? Ein Wort der Belehrung und Warnung. Vom Pastor Wiedenfeld in Gräfrath. Preis 24 Sgr. Anweisung zu großen und kleinen Kapitalien gibt J. Neunzig, Bilkerstraße neben dem K. Rent=Amt. In der Restauration, Mittelstrasse Nr. 1058, sind mehrere Zimmer auf dem ersten und zweiten Stock mit oder ohne wöbel zu vermiethen und gleich zu beziehen. Das von dem Kaufmann Herrn Peill bewohnte Haus, aus 13 Theilen, in der Benratherstraße gelegen, steht zu verpachten und Anfangs November zu beziehen. Das Nähere zu erfragen bei I. G. Eberle sen. in der Casernenstraße Auf der Kasernenstraße Nr. 1094 ist der 1. Stock zu vermiethen, bestehend aus 8 Theilen, nebst Keller und Speicher und Mitgebrauch der Bleiche, und bis zum 6. Oktober zu beziehen Bilkerstraße Nr. 1228 sind im ersten Stock 3 Zimmer und ein Saal nebst Stallung und Remise zu vermiethen und gleich zu dezieyet 437]. In der Elberfelderstraße ist der 2. Stock, bestehend aus 6 Theilen, Speicher, Speicherstube und abgeschlossenem Keller zu vermiethen und gleich zu beziehen. Das Nähere bei der Expedition o. 3 [445) In einem auf der obern Neustraße gelegenen Hause steht der erste und zweite Stock zu vermiethen An wen man sich deshalb zu wenden, ist in der Expedition d. Bl. zu erfahren. Auf der Grabenstraße an der Allee Nr. 1135 ist das Unterhaus zu vermiethen. Heute Gefrornes aufm Theaterbüffet. Düsseldorf, gedruckt in der Stahl'schen Buchdruckerei, Grabenstraße Nr. 1156 D.