Preußen. Aus Stettin meldet man:„Bei der am 4. d. M. fortgesetzten Inspektion der hiesigen Truppen Seitens Sr. k. H. des Kronprinzen waren die Fahnen des 9ten(Kolbergschen) Infanterieregiments zuerst mit den prachtvollen Bändern geschmückt, welche Ihre königl. Hoheiten die Kronprinzessin und die Prinzessinnen Karl und Albrecht von Preußen selbst zu verfertigen und dem genannten Regiment als ein huldvolles Anerkenntniß seiner ruhmvollen Thaten zu verehren geruht haben. Am 5. d. hat Se. königl. Hoheit der Kronprinz die Reise zur Inspektion der Truppen des 2. Armeekorps fortgesetzt und sich von hier zunächst nach Gollnow begeben." Münster, vom 8. Juni. Heute Morgen um halb neun Uhr starb nach einer fünftägigen Krankheit am Brustfieber der Hochwürdige Domdechant, Professor an der hiesigen theologischen Fakultät und Examinator Synodalis Dr. Theodor Katerkamp, wodurch Kirche und Staat, besonders aber die hiesige königl. Akademie, einen empfindlichen Verlust erlitten. Köln, vom 9. Juni. Durch das Statt gehabte Steigen des Rheins ist die Schifffahrt wiederum sehr lebhaft geworden. Die Dampfschiffe fahren gegenwärtig ohne Umladung in Caub direkt von hier bis Mannheim und bis Leopoldshafen. Von Leopoldshafen bis Straßburg wird aber erst im Juli die Fahrt eröffnet werden, weil das Schiff, die„Stadt Frankfurt", welches hierzu bestimmt ist, erst mit einer Niederdruck=Maschine versehen werden soll. Ungeachtet der vielen Schwierigkeiten, womit die Dampfschifffahrt bei dem bisherigen niedrigen Wasserstande zu kämpfen hatte, ist die Frequenz der Passagiere doch noch sehr bedeutend gewesen und ist fortwährend im Steigen, so daß Hoffnung vorhanden ist, die Anzahl der Passagiere auf dem Mittel- und Oberrhein werde in diesem Jahre die Zahl von 100,000 übersteigen. Der ungarische Graf Stephan Szechengi, der im Auftrage des östreichischen Gouvernements Frankreich und England bereist hat, um behufs der Einführung der Dampfschifffahrt auf der Donau sich mit Allem bekannt zu machen, was in jüngerer Zeit zur Vervollkommnung der StromDampfschifffahrt geschehen ist, hat in dieser Absicht die Reise mit den Dampfschiffen von Rotterdam bis Mannheim gemacht und laut das Zeugniß abgegeben, daß die rheinische Dampfschifffahrt, namentlich die von Köln aufwärts, Alles überbiete, was er hinsichtlich schöner und schnellfahrender Schiffe und deren Ordnung bisher kennen gelernt habe und demzufolge sich von der hiesigen Dampfschifffahrts=Verwaltung Abschriften aller ihrer Dienstreglements und Instruktionen, so wie die Ueberweisung tüchtiger Maschinen=Wärter erbeten.(K. Z.) Deutschland. (Fortsetzung des Auszuges aus dem Vortrage der kön. baierischen Staatsministerien des Innern und der Finanzen an die Kammer der Abgeordneten bei Einbringung des Gesetzentwurfs in Betreff der Erbauung eines Kanals zur Verbindung des Rheins mit der Donau.) „Die Vortheile einer schiffbaren Verbindung zwischen dem Main und der Donau sind in kommerzieller und staatswirthschaftlicher Rücksicht für Baiern gleich beachtenswerth. Ein Blick bezüglich der Bedeutung dieses Kanals im Westen zeigt, daß die auf dem Rhein bestehende Dampfschifffahrt die Schwierigkeiten der Bergfahrt dieses Flusses bereits siegreich bekämpft und seit lange schon einen Waarenzug aus den niederländischen Seehäfen rheinaufwärts neu belebt hat, welchen die demnächst zur Ausführung gelangende Eisenbahn zwischen Antwerpen und Köln noch zum vollen Aufschwunge bringen wird. Verbesserungen der Mainschifffahrt durch Korrektionen dieses Flusses und Beseitigung der hemmenden sogenannten Wehrlöcher sind bereits eingeleitet, um die Rhein= und Mainschifffahrt in die engste Verbindung zu setzen. Nicht minder folgenreich tritt dem Blicke nach dem Östen die künftige Bedeutung des Main= und Donaukanals entgegen. Die Thronrede Sr. Maj. des Königs zur Eröffnung der gegenwärtigen Ständeversammlung verkündet die nahe Aussicht auf einen erhöhten Aufschwung der Donauschifffahrt durch den zu hoffenden Abschluß eines Handelsvertrags mit Oestreich; eine Aktiengesellschaft, welche die ersten Notabilitäten des Kaiserstaates unter ihre Mitglieder zählt, steht eben im Begriffe, durch Einführung der Dampfschifffahrt auf diesem Strome sowohl die Bergfahrt zu erleichtern, als die Kommunikation auf der untern Donau mit dem schwarzen Meere zu eröffnen, während zu gleicher Zeit der bereits in Ausführung stehende Karlowitzer Kanal in Ungarn die Donau mit der Save und mit den Seehäfen des adriatischen Meeres verbinden soll. Diese Unternehmungen werden aber erst durch den baierischen Donaukanal ihre dem europäischen Welthandel angehörige, volle Bedeutung erhalten. Eine Baiern in seiner ganzen Längenausdehnung durchschneidende Wasserkommunikation allein eröffnet den direkten Waarenzug zwischen den Häfen der Nordsee und des adriatischen Meeres, und vermindert den von Rotterdam bis Triest gegen 1150 geographische Meilen betragenden Seeweg auf beiläufig 365 Meilen, also auf weniger als ein Drittheil." Nach der Einleitung geht dieser Vortrag auf die staatswirthschaftlichen Rücksichten über. Als erste derselben wird die Erleichterung der Ausfuhr der Bodenerzeugnisse jener Kreise des Königreichs bezeichnet, in welchen dieselben, namentlich Getreide und Holz, wegen Mangels an wohlfeilen Kommunikationsmitteln zu unverhältnißmäßig niedrigen Preisen verwerthet werden müßten. Durch die neuesten statistischen Erhebungen über die Getreide=Produktion und Konsumtion in den drei, durch den Kanalbau zunächst begünstigten Kreisen(Rezat=, Regen= und Unter=Donaukreis) sey dargethan, daß die nach Abrechnung der Konsumtion jährlich bestehenden Getreide=Ueberschüsse über 900,000 Scheffel betragen, welche wegen Mangels einer wohlfeilen Kommunikation nur in sehr beschränkter Weise Gegenstand eines erweiterten Verkehrs seyn und sonach lohnende Preise der Agrikultur nicht gewähren könnten. Wenn nun mit allem Grunde anzunehmen sey, daß ein Donaukanal diesem Getreide=Ueberschusse einen, dem Wohlstande der ackerbauenden Bevölkerung jener Kreise höchst ersprießlichen Abzug verschaffen werde, so lasse sich eine ständige Erhöhung der Marktpreise des Getreides überhaupt, wenn auch Anfangs nur in einem geringern Betrage, erwarten. Eine noch weit günstigere Aussicht aber eröffne sich durch die Ausfuhr von Kommercialholz jener holzreichen, bis jetzt von Wasserstraßen entlegenen Gegenden; diesen werde durch die gedachte Unternehmung der Zutritt zu dem großen europäischen Holzmarkte eröffnet. Bei der sicheren Bürgschaft, welche in den bestehenden Konjunkturen des rheinischen Holzhandels, in dem sichtbar zunehmenden Flor der rheinischen Fabrik= und Handelsstädte und in dem nach gleichem Verhältnisse wachsenden Bedürfnisse an Bau und Schnittholz, in der skeigenden Nachfrage dieser Artikel in Süd=Belgien und den Niederlanden überhaupt, für den Absatz einer vermehrten Ausfuhr baierischen Kommerzialholzes gegeben sey, lasse sich leicht ermessen, wie umfassend die Erhöhung des Verdienstes und allgemeinen Verkehrs in jenen Gegenden des eröffneten größeren Holzabsatzes, und wie wohlthätig der diesfallsige Einfluß auf die übrigen Theile des Königreichs erscheinen müsse. An den großen Vortheil des Produktenverkehrs nach dem Auslande reihe sich jener des nicht minder wichtigen innern Verkehrs. Der innere Handelsverkehr mit Gyps, Erzen, Bausteinen, Kohlen, Hopfen, frischem und getrocknetem Obste, Medizinal= und Handelsgewächsen, vorzüglich aus den Umgegenden Bambergs und Nürnbergs, so wie der Absatz geringwerthender und durch kostspielige Landfracht nicht weit verführbarer Industrieerzeugnisse, als Hohlglas, grobe Gußwaaren, Töpfergeschirr, hölzerne Waaren, Bier und Branntwein u. s. w., werde durch den Kanal wesentlich befördert werden. Höchst beachtenswerth seyen übrigens auch die Wirkungen, welche das projektirte Unternehmen auf die Erhöhung des Bodenwerths ausüben werde. Dieser wichtige Punkt finde in den Erfahrungen aller Kanalbauten des Auslandes seine volle Bestätigung. In den besten Schriften über die französischen Kanalbauten sey durch ausführliche Berechnungen dargethan worden, daß die Erhöhung der Bodenrenten längs der ganzen Ausdehnung des berühmten Kanals von Languedoc von 62 französischen Lieues durch diese Anlage 20 Millionen Franken über Abzug der Kulturkosten betrage. Da nun der Donaukanal der Länge nach auf 23 deutsche Meilen sich ausdehne, und die oben bezeichneten kommerziellen Vortheile wenigstens auf 1½ Meile von beiden Ufern landeinwärts sich erstrecken müßten, so werde man dem fraglichen Kanalbau die Wertherhöhung des Grundes und Bodens von einer Arealfläche zu 69 Quadratmeilen oder 1,005,000 Tagwerken, als eine der segensreichsten Wirkungen zu danken haben. Eine wohlthätige Nückwirkung auf die übrigen Theile Baierns könne auch in dieser Beziehung nicht ausbleiben.(Forts. f.) Nach dem oben erwähnten Gesetzesentwurfe selbst wird der projektirte Kanal seine Richtung von baierisch Dietfurt an der Altmühl(bis wohin dieser Fluß von der Donau bei Kellheim an schiffbar gemacht wird) in dem Thale der Sulz nach Neumarkt, von da nach Nürnberg und durch das Regnitzthal nach Bamberg nehmen. Die weitern Bestimmungen des Entwurfs gehen dahin: 1) die Erwerbung des in der bezeichneten Linie des Kanals gelegenen und für dessen Anlage erforderlichen, öffentlichen und Privateigenthums soll nach den Bestimmungen des Tit. IV.§. 8 der Verfassungsurkunde und nach den Normen der hierauf bezüglichen Verordnung vom 14. August 1815 als eine zur Beförderung des äußern und innern Verkehrs dienende, gemeinnützige öffentliche Anstalt behandelt werden. 2) Zu der Ausführung dieses Unternehmens, dessen Beginnen von der Genehmigung der Staatsregierung abhängt, wird einer zu bildenden Privat=Aktiengesellschaft, welcher die Staatsregierung die Entwürfe zu diesem Kanale zur Annahme vorlegen wird, das Privilegium ertheilt, und zugleich das Staatsministerium der Finanzen ermächtigt, dieser Gesellschaft, sobald dieselbe durch eine angemessene Anzahl von Subskribenten sich gebildet haben wird, mit dem vierten Theile der für die Ausführung ermittelten Aktiensumme als Aktionär, unter Anwendung der im III. Titel der Verfassungsurkunde Abschnitt 4,§. 6 enthaltenen Befugniß über die Veräußerung und Verwendung des Staatsguts, beizutreten. 3) Den Inhabern der Aktien sollen die Kanalanlagen als immerwährendes Eigenthum verbleiben. 4) Für die Erhebung von Kanalgebühren nach einem von der Aktiengesellschaft festzusetzenden Tarife wird derselben ferner ein Privilegium auf 99 Jahre ertheilt, jedoch unter der Bedingung, daß diese Tarifsätze ein Drittheil der Landfrachten für die gleiche Wegstrecke, nach dem Durchschnittspreise ihres gegenwärtigen Standes, nicht übersteigen. 5) Der Aktiengesellschaft wird ferner die Zusage ertheilt, daß der Kanal zu keiner Zeit mit einer andern Auflage unter irgend einer Benennung, als mit der auf das Areal desselben nach dem Verhältnisse der Bonitätsklasse der anstoßenden Grundstücke anrepartirten Grundsteuer belastet werden soll. München, vom 4. Juni. Den an dem rheinbaierschen Kassationshofe dahier schwebenden Prozeß über die Verweisung rheinbaierischer Unterthanen an das Münchener Stadtgericht zieht ein eigener Unstern in die Länge. Nachdem die Verhandlung der Opposition des Dr. Hepp und der übrigen Betheiligten, in drei Monaten fünsmal vertagt, neulich, wie gemeldet, auf die Anträge des Vertheidigers stattgefunden, und man die Bekanntmachung des Erkenntnisses auf den heutigen Tag anberaumt hatte, so vernahm das herbeigeströmte Publikum, daß dieselbe auf den 18. Juni vertagt sey, weil einer der Kassationsräthe plötzlich krank geworden, ohne welchen sie nach den gesetzlichen Formen nicht stattfinden dürfe. Die nächste Folge einer Entscheidung im Sinne der Opposition würde die Zurücklieferung der wegen des Frankfurter Attentats im vorigen Jahre dahier in Haft befindlichen Rheinbaiern und deren Verweisung vor ein Geschwornengericht seyn, während eine entgegengesetzte Entscheidung dem alt=baierschen Gerichte eine Kompetenz über Rheinbaiern und andere Verhältnisse begründen würde. Frankfurt, vom 3. Juni. In Folge der vom Senate unsrer freien Stadt am letzten Sonnabend dem Antrage des Bundestages ertheilten Zustimmung ist der Oberbefehl über das Frankfurter Linienmilitär bereits am Sonntag Abend um 7 Uhr dem k. östreichischen Generalmajor v. Piret förmlich übertragen worden. Hinsichtlich der Stadtwehr so haben deren frühere Verhältnisse zu den hiesigen Staatsbehörden keine Veränderungen erfahren. Bis jetzt haben sich noch keine äußerlichen Merkmale jener Uebertragung des allgemeinen Militärkommando's wahrnehmen lassen, indem nach wie vor die Wachen im Innern der Stadt, wie an den Thoren, von den hiesigen Truppen besetzt sind. Aus dieser Ursache ist auch vielleicht ein großer Theil der Bevölkerung mit jener Uebertragung noch völlig unbekannt, zumal da bisher kein Publikandum darüber erlassen wurde, was auch vielleicht ganz unterbleibt, weil unsere übrigen politischen und bürgerlichen Verhältnisse dadurch in keiner Hinsicht berührt werden.(A. Z.) Schweiz. Tessin. Am 26. Mai empfing der gr. Rath von Seiten der lombardischen Regierung die Mittheilung, daß dieselbe anerkenne, der gr. Rath habe sein Möglichstes zur Herstellung der freundnachbarlichen Verhältnisse gethan; allein die bereits erfolgten Beschränkungen des freien Verkehrs aufzuheben, liege nicht mehr in der Macht der lombard. Regierung, indem sie Folge einer allgemeinen Maßregel der Mächte gegen die Schweiz seyen. Bern. Laut Privatnachrichten aus Zürich soll die Sperre an den östlichen Gränzen seit dem 1. Juni mit solcher Genauigkeit gehandhabt werden, daß das Getreide bereits um 20 Btz. im Preis gestiegen sey. Jtalien. Rom, vom 29. Mai. Nach Ankunft eines Kuriers von Paris reiste vorgestern der franz. Botschafter, Marquis Latour=Maubourg, nach Neapel ab. Als ostensibler Zweck dieser Reise wird angeführt, er sey von dem Könige der Franzosen beauftragt, das Portrait der Prinzessin Marie Christine nach Neapel zu überbringen. Die wahre Ursache möchte wohl die seyn, daß er als außerordentlicher Botschafter dahin geschickt wird, um wichtigen diplomatischen Unterhandlungen beizuwohnen, welche dem Vernehmen nach dort gegenwärtig gepflogen werden. Was auf einen längern Aufenthalt des Marquis in Neapel hindeutet, ist, daß dessen Familie ihm dahin folgen, und nicht, wie sie früher beabsichtigte, den Sommer in dem Städtchen Albano zubringen wird. Außerdem sind hier diese Woche mehrere Kuriere von Neapel kommend, und andere dahin gehend, durchpassirt, worunter sich auch, als östreichischer Kurier, der Ritter Odescalchi, Sohn des Prinzen Sirmio, befand. Dieser lebhafte Kurierwechsel beschäftigt unser Publikum sehr, und hält die Gemüther in Spannung. Es ist daher nicht zu verwundern, daß sich die Sage, der König von Neapel wolle seinem Volke eine konstitutionelle Charte geben, wieder erneuert hat. Wer die letzten Schritte der neapolitanischen Regierung beobachtete, wird wenigstens finden, daß das Publikum zu solchen Vermuthungen einigermaßen Anlaß hat. Besonders fallen die gegen einige der befreundetsten Mächte verfügten Handelsmaßregeln auf.— Die heutige Frohnleichnamsprozession wurde von dem schönsten Wetter begünstigt, nachdem wir in den vergangenen Tagen endlich einen wohlthätigen Regen gehabt. Der heilige Vater wohnte der Prozession bei, und man freute sich über dessen gesundes Aussehen. Turkei. Belgrad, vom 26. Mai. Gestern ist ein Kurier mit Depeschen für die französische und englische Regierung von Konstantinopel hier durchpassirt. Es geht das Gerücht, sie enthielten die Meldung, daß ein russisches Armeekorps die Gränze von Persien überschritten, und einen Distrikt dieses Landes besetzt habe; wenigstens stellt ein Handelsschreiben aus Konstantinopel, das mit außerordentlicher Gelegenheit hier einging, diese Behauptung auf. Ob und wie weit dieselbe gegründet ist, können wir nicht benrtheilen. Sicher scheint es jedoch, daß die Nachricht von irgend einem wichtigen Vorfalle an der östlichen Gränze des türkischen Reichs in Konstantinopel eingegangen war. Mehrere Briefe stimmen darin überein, und bemerken zugleich, daß diese Nachricht in den Kanzleien der Botschafter von England und Frankreich in Konstantinopel eine ungewöhnliche Geschäftigkeit verursacht habe. Es ist aber leicht möglich, daß nur die Besetzung des durch den neuesten Petersburger Vertrag an Rußland abgetretenen Theiles des Distrikts von Akhalzik durch die Russen, dieser ganzen Sage zu Grunde liege. Großbrittanien. Die Ministerialveränderung ist noch nicht offiziell zu Stande gekommen, indessen ist gewiß, daß Hr. Spring Rice das Kolonialdepartement, Lord Auckland die Admiralität, Lord Carlisle das Geheimsiegel übernimmt, und Hr. Ellice mit Beibehaltung des Kriegssekretariats ins Kabinet tritt. Diese Zusammensetzung scheint keineswegs allgemeine Zufriedenheit erzeugt zu haben. Die Times sind mit der Ausschließung des Grafen v. Durham(den sie zum Minister des Auswärtigen gewünscht hätten) sehr unzufrieden, und fragen, worin denn die Verdienste des Lords Auckland und des Lords Carlisle bestünden, oder ob Hr. Spring Rice in den Augen der politischen Welt schon so hoch gestellt sey, um den schwierigsten aller Posten, das Kolonialdepartement, zu übernehmen? Was soll man, fragen sie, zu einer Nation sagen, die sich von solchen Leuten regieren läßt? Auch die dem Ministerium bisher so zugethane Morning=Chronicle meint, das Kabinet lasse sich nicht als in liberalem Sinne gekräftigt ansehen, wolle man nicht etwa die Ausscheidung des Tory=Sauerteigs so auslegen. Sie fügt hinzu, Graf Grey, dem der König die ausgedehnteste Vollmacht übertragen, habe eine schwere Verantwortlichkeit auf sich, und meldet ferner, der Premierminister habe, außer der bereits bekannten Adresse von mehr als 150 Mitgliedern des Unterhauses, noch eine andre, ebenfalls von Parlamentsgliedern, erhalten, in welcher ausdrücklich darauf hingedeutet worden, daß kein Ministerium das öffentliche Vertrauen sich erwerben könne, aus welchem ein Individuum ausgeschlossen wäre, welches sich durch seine ernstliche Anhänglichkeit an die Grundsätze der Reform die allgemeine Hochachtung erworben habe. Offenbar war hiemit Lord Durham gemeint. Die Gründe, welche den Grafen Grey bewogen, seinen Schwiegersohn aus dem Kabinet entfernt zu halten, erhellen aus einem Antwortsschreiben des Ersteren an Lord Ebrington, von welchem jene Adresse ausgegangen war, und worin Jener seinen Dank für das ihm bewiesene Vertrauen bezeugt, die Pflicht anerkennt, jedes persönliche Opfer zu bringen, ohne jedoch zu verhehlen, daß die Abnahme seiner Kräfte es sehr zweifelhaft mache, ob er dem ihm gewordenen Auftrage gewachsen seyn würde. Nur durch die Unterstützung ehrenwerther und unabhängiger Männer glaubt der Premierminister sich durch die ihn umgebenden Schwierigkeiten hindurch arbeiten zu können. Auf den Grundsätzen der Reform beruhend, müsse die Administration nothwendig die Abstellung aller erwiesenen Mißbräuche ins Auge fassen. Auf der Bahn heilsamer Verbesserung sey jedoch Vorsicht und Umsicht unumgänglich nothwendig; vor Allem aber dürfe man sich durch einen steten und thätigen Drang von Außen nicht zur Ergreifung von Maßregeln verleiten lassen, deren Nothwendigkeit nicht vollkommen erwiesen worden, und die nicht in jeder Hinsicht mit sorgfältiger Berücksichtigung der kirchlichen und politischen Institutionen des Landes angeordnet wären. Auf keiner andern Basis, meint Graf Grey, könne die gegenwärtige oder jede andre Administration die öffentlichen Angelegenheiten mit Vortheil oder ohne Gefahr verwalten. — Ein französisches Blatt sagt: Obwohl die Diskussion über die geisklichen Güter in Irland vertagt ist, so werden unsere Leser es uns doch zweifelsohne Dank wissen, wenn wir ihnen einige Details über die ungeheuren Einkünfte der Kirche von Irland geben, ein verhältnißmäßig armes Land, wo nichtsdestoweniger die protestantische Geistlichkeit besser dotirt ist als in England. Nach den ins Parlament gebrachten Verzeichnissen beträgt die Zahl der anglikanischen Geistlichen von Irland 810, welche zusammen ein jährliches Einkommen von 36 Millionen Franken haben. Dieß macht im Durchschnitt ungefähr 44,000 Fr. auf den Kopf. Der Bischof von Cork hat für seinen Theil 125,000 Fr. Rente, der von Leighlin 260,000, der von Cloyne 200,000 Fr. Dagegen haben die Pfarrer und Kapläne, welchen der geistliche Dienst obliegt, nicht viel mehr als 15 oder 20 Guineen. Der größte Theil der Pfründner von den Landgemeinden wohnt nicht an Ort und Stelle; sie lassen ihr Eigenthum, wie Hr. Conolly es nennt, durch Geschäftsleute verwalten, die für sie des Sonntags predigen, wenn es Protestanten dort gibt. (Man weiß, daß diese nicht den zehnten Theil der irländischen Bevölkerung ausmachen.) Neben diesen glücklichen Sorglosen, welche in diesem Augenblick mehrere hundert ihrer Schuldner im Gefängniß halten, sterben die katholischen Priester vor Hunger, gerade so wie die Bauern. Die Kirche von England ist nach Verhältniß nicht so reich dotirt, obwohl ihr Einkommen das der ganzen europäischen Geistlichkeit zusammen übersteigt. Dieses Einkommen beträgt ungefähr 240 Millionen Franken für 7700 Geistliche von jedem Range, was für jeden nur 31,000 Fr. ergibt, statt 44,000 in Irland. Das Bisthum Durham erträgt beinahe zwei Milliönen, Canterbury 1,600,000 Fr., Carlisle über eine Million u. s. w. In den Landgemeinden, und selbst in den Städten, haben die Geistlichen, welche den wirklichen Dienst versehen, im Allgemeinen zwischen 250 bis 400 Fr., was diese ganze bewundernswürdige Organisation vollständig macht. London, vom 5. Juni. Die ausgetretenen Minister hatten Audienzen beim Könige, worin sie ihre Siegel zurückstellten, die sodann ihren Nachfolgern übergeben wurden. — Lord Grey gab den Erzbischöfen von Canterbury und York schriftlich das Versprechen, daß keine Maßregel in Betreff der Kirche getroffen werden sollte, ohne vorher ihr Gutachten einzuholen. — Wir geben hier weitere Details über die Unterwerfung Don Miguels: Nach seinem Siege von Alcaceira in der Nähe von Thomar besetzte der Herzog von Terceira, wie wir meldeten, das von den Miguelisten geräumte Santarem, welche Letztere sich auf der Straße von Evora südlich vom Tajo zurückzogen. Man wußte nicht, ob es ihr Plan war, die Häfen von Algarbien zu erreichen, oder sich in die Festung Elvas, an der spanischen Gränze, zu werfen, um einen Einfall in dieses Land zu versuchen. Um der einen wie der andern Bewegung zuvorzukommen, theilten sich die konstitutionellen Streitkräfte: ein Theil zog auf Montemar, zwischen dem Meer und dem fliehenden Feinde; der andere(es war das Korps von Rodil) wandte sich über Estremos nach Elvas, um ihm diesen Rückzug abzuschneiden. Das angegebene Manöver gelang vollkommen. Schon seit lange wußte man, wie viel Entmuthigung und Erbitterung die Nachricht von dem Quadrupelvertrage in die Reihen der Miguelisten gebracht hatte. Die Anwesenheit und die Erfolge einer spanischen Armee auf dem portugiesischen Gebiet, die moralische und wirkliche Stärke, welche für die Sache der Königin aus dieser Unterstützung hervorging, endlich die Entblößung und die Entbehrungen, natürliche Folgen der Erschöpfung der Hülfsquellen ihres Chefs, Alles trug dazu bei, unter den Offizieren Desertionsplane und unter den Soldaten das lebhafteste Verlangen nach dem Frieden zu erzeugen. Als in dieser kritischen Lage Don Miguel sah, daß man ihm nicht mehr gehorchte, und da er auch weiter keine Hülfe von Außen erwartete, weil die nordischen Höfe den Quadrupelvertrag geduldig litten, so entschloß er sich, seinen Forderungen und dem Kriege ein Ziel zu setzen. Jedoch wollte er anfänglich wie Gleicher mit Gleichem unterhandeln und schlug ziemlich übertriebene Bedingungen vor. Er wollte z. B., man sollte ihm die Beibehaltung aller seiner Anhänger in den öffentlichen Aemtern verbürgen. Man bewilligte ihm aber kei ne andre Bedingung, als ein Versprechen der milden Behandlung, und er ergab sich auf Gnade oder Ungnade, indem er alle Kronjuwelen aufgab und sich an Bord eines englischen Schiffes zu begeben begehrte, was ihm zugestanden wurde. Es scheint, daß Don Carlos sein getreuer Unglücksgefährte bleibt. In allen Orten, durch welche Villaflor und Rodil kamen, wurden die Farben der Königin aufgepflanzt und die constitutionelle Charte proklamirt. — Don Pedro hat ein Dekret erlassen, wonach allen denjenigen, welche sich in den 24 Stunden nach dessen Bekanntmachung in den Hauptorten der Bezirke unterwerfen, allgemeine Verzeihung für alle seit dem 31. Juli 1826 begangene politische Verbrechen bewilligt ist. Diejenigen, welche sich diese Amnestie nicht zu Nutzen machen, sollen der Strenge der Gesetze unterworfen werden. Die Vollziehung des Dekrets vom 31. August v. J. ist in Ansehung der in der Amnestie begriffenen Personen ausgesetzt, bis die Kortes über ihre Lage entscheiden werden; sie sollen den Genuß ihrer Güter haben, diese aber vor gedachter Entscheidung nicht veräußern dürfen. Die Amnestie begreift die Zurückgabe der Aemter, Orden, Kommandos oder Pensionen nicht in sich. Die Offiziere, welche in der oben angegebenen Frist der Königin Treue schwören, sollen ihre Grade behalten. — Der Korrespondent des Courier meldet, daß zu Ramalhao, wo sich ein königl. Schloß befindet, bei Eintra, 16 Meilen von Lissabon, ein Mordversuch gegen Don Pedro begangen worden sey. Es wurden zwei Gewehrschüsse von Individuen, die zur Seite der Straße in Versteck lagen, abgefeuert; eine Kugel fuhr durch den Wagen. Man vermuthet, daß die Schuldigen Bauern sind; allein sie hatten Zeit zu entkommen, und man traf Maßregeln, um dem Bekanntwerden dieses Vorfalls vorzubeugen. — Die Inseln Madeira und Porto=Santo sind in Blokadezustand erklärt, und Admiral Napier stand im Begriffe mit einer Expedition gegen erstere abzugehen. Vom 6. Einer von Lord Grey gestern Abend im Oberhause gegebenen Erklärung zufolge kann der Vertrag der vier Mächte in Betreff Portugals und Spaniens für den Augenblick noch nicht bekannt gemacht werden, da die portugiesische Regierung in einigen darauf bezüglichen Aktenstücken zufällig etwas ausgelassen hat, wodurch jedoch kein Artikel des Vertrags betroffen wird, welche Auslassung vor der definitiven Ratifikation nachgeholt werden muß. Die bereits ertheilte Ratifikation war nur eine provisorische. Lord Grey versprach jedoch die Mittheilung vor Ende der Session. Spanien. Die Madrider Zeitung vom 31. Mai enthält eine Depesche des Generals Rodil mit der Anzeige, daß Don Karlos eingewilligt habe, sich zu Aldea Gallega, und nicht zu Sines, wie er wünschte, jedoch nur mit seiner Familie und seiner Dienerschaft, und mit Zurücklassung seiner übrigen Anhänger, die er anfänglich alle mitnehmen zu dürfen bat, einzuschiffen.(Wir werden im nächsten Blatte auf diese Depesche zurückkommen.) Frankreich. Marseille, vom 26. Mai. Während die Bürger Frankreichs noch trauern über die blutigen Aprilereignisse, kündigen uns die Republikaner in allem Ernste schon wieder einen neuen Schlag an, der im kommenden August ausgeführt werden soll. Zum Schauplatze ist wiederum das unglückliche Lyon bestimmt. Unsere Faktionsmänner sagen ganz kaltblütig:„entweder bleibt Lyon im August in unsrer Gewalt, oder es wird vollends zerstört." Unterdessen bringt uns die Rhone von dort noch immer einzelne Leichen, die traurigen Nachboten einer unheilvollen Katastrophe, herab. An dem wenige Meilen von hier befindlichen Ausflusse der Rhone haben die Fischer schon mehr als zwanzig zum Theil gräßlich verstümmelte Leichname aufgefangen. Die Zahl der Todten war demnach dort wohl bedeutender, als man angav.(A. Z.) Redakteur: L. Stahl. Eingesandt. Seit einiger Zeit hat der um das Vergnügen des Düsseldorser Publikums so vielfach verdiente Kapellmeister Herr Klotz in dem für derartige Zwecke so passenden Beckerschen Gartenlokale wöchentliche Militair=Garten=Cocerte veranstaltet. Bei der am vorigen Mittwoch stattgehabten Aufführung wurde uns wiederum Gelegenbeit, eine der neuesten Schöpfungen unseres nialen Mendelssohns zu bewundern. Die von diesem geachteten Meister eigends für Militairmusik componirte Ouvertüre fand so allgemeinen Beifall, daß am Schlusse des Concertes eine Wiederholung derselben stürmisch verlangt und auch gewährt wurde Indem wir unser musikalisches Publikum auf dieses neue Werk unseres gefeierten Mitbürgers, in welchem der Recensent im neuesten Literaturblatte des„Kometen= einen zweiten Beethoven nicht mit Unrecht zu erkennen glaubt, aufmerksam machen, glauben wir diese Veranlassung nicht vorbeigehen lassen zu dürfen, ohne dem geehrten Herrn Concertgeber im Namen eines großen Theiles unseres Publikums um eine baldige Wiederholung der Mendelssohn'schen Ouvertüre zu ersuchen, wobei zugleich die Bitte ausgesprochen wird, die Aufführung von Tonwerken einheimischer Componisten(namentlich die unseres trefflichen Burgmüllers) mehr befördern und dieselben zeitig durch die hiesige Zeitung zur allgemeinen Kenntniß bringen zu wollen Eine allgemeine Theilnahme wiro alsdann gewit die Bemühungen des Herrn Kapellmeisters Düsseldorf den 8. Juni 1834. Schiffahrts=Anzeige. Düsseldorf den 9. Juni. Angekommen: Budberg von Wesel.— Kiotz von Coblenz. — Kiefer von Mainz mit 160 Ctr.— J. Fenster von Neuwied mit 110 Ctr.— E. Schaaff von Cöln.— A. A. Maassen, Rangeeeterdam mit 1250 Cti.— J. Jurrius von RotterAbgefahren: E. Coesen nach Cöln. In Ladung liegt: Wedel nach Arnheim und den Zwischenorten bis den 13. d. Wasserstand 5 Fuß 11 Zoll. Den 10. Juni. Angekommen: Hagenbeck von Rotterdam mit 2350 Ctr. — Eickenfonder von Rotterdam mit 850 Ctr.— V. Lechner von Neuwied mit 170 Ctr.— Jac. Schaaff von Wesel. Abgefahren: Scheidt nach Mainz.— E. Schaaff nach Wesel. In Ladung liegt: I. Fenster nach Neuwied.— Kiefer nach Mainz und den Zwischenorten bis den 11. d. Wasserstand 5 Fuß 11 Zoll. nzeige Preis=Bestimmung für Dampf= und Wasserbäder im Friedrichsbad zu Düsseldorf. a. für Dampfbäder: Thlr. Sg. Ein Alleinbad— 25 Ein desgl. im Abonnement..........— 20 Zwei Personen zusammen im Abonnement.... 1—5 Zwei Personen ohne Abonnement zusammen.... 1 15 b. für Wasserbäder: Ein Bad.— 10 Ein desgl. im Abonnement......— 8 Der Gebrauch von Schwefel wird in dem dazu angewiesenen Zimmer mit 2½/ Sgr. besonders vergütet. In den vorstehenden Preisen ist das Trinkgeld für die Bedienung mit einbegriffen. Die Bäder sind täglich von 6 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends zum Gebrauch geöffnet. Nur das Dampfbad bleibt am Sonntage geschlossen. Bestellungen auf dasselbe werden Tags vorher sowohl mit wie ohne Abonnement erbeten. Die mit der Anstalt verbundene Restauration bietet alle Arten von Erfrischungen und der Saison angemessene Speisen ebenso vorzüglich wie billig dar, wozu sich einem verehrten Publikum mit der ganz ergebenen Bemerkung empfieblt, daß auch Nicht=Badegäste einer freundlichen Bedienung gewärtigt seyn können. Düsseldorf den 9. Juni 1834. Der Oekonam M. Schwartz. Concert=Anzeige. Mittwoch den 11. Juni großes Garten=Concert im Lokale des Hrn. Anton Becker. Zugleich beehre ich mich einem musikliebenden Publikum anzuzeigen, daß im 2. Theil des Concerts die 2. Sinfonie von L. v. Beethoven ausgeführt wird. Programms sind an der Kasse zu haben. Anfang 5½ Uhr. Carl Klotz. Wöchentliche Rhein= und Waal=Schnellschiffahrt. Schiffer J. A. Vreynck, abgefahren den 4. d. von Rotterdam, kam den 8. d. Nachmittags in Emmerich an, woselbst er zur Revision gezogen wurde. Düsseldorf den 10. Juni 1834. I. H. Breynck jun. er Comp. [297) Jemand, der in der Landwirthschaft und Gärtnerei erfahren, auch das Bierbrauen und Brandweinbrennen versteht, sucht in dem einen oder andern Fache eine Stelle. Zu erfragen in der Expedition die. Bl. (Hiebei eine Beilage.) Düsseldorf, gedruckt in der Stahl'schen Buchdruckerei, Grabenstraße Nr. 1156 D. Beilage zu Nro. 138. der Düsseldorfer Zeitung. Mittwoch den 11. Juni 1834. Bekanntmachung. Das diesjährige städtische Grasgewachs wird Donnerstag den 19. d. Mts., Vormittags um 9 und in der Fortsetzung Nachmittags um 2 Uhr, auf dem Rathhause hierselbst öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden. Neuß den 6. Juni 1833. Der Bürgermeister gez. C. C. Loerick. Grasverkauf zu Mickeln Samstag den 14. Juni Morgens 9 Uhr, in der Behausung des Wirthes Herrn Gather im Anker zu Himmelgeist. Mickeln den 6. Juni 1834. Der Rentmeister Büngener. Versteigerung des Ritterguts Vogelsang. Montag den 16. Juni 1834, Morgens 9 Uhr, soll auf Anstehen der Erben von Herwegh zu Cöln, im Rheinischen Hofe bei Gastwirth Herrn Fischer zu Neuß 1) das etwa? Stund unterhalb Neuß auf dem linken Rheinufer, unweit der Crefelder Landstraße gelegene Rittergut Vogelsang, bestehend: aus vollständigen Wohn= und OeconomieGebäuden, Gärten, Weiden, Baumgärten, Ackerland, Wiesen und Holzungen, alles um das Haus berum, auf einem zusammenhängenden Flächenraum von 248½/ Morgen preuß. gelegen, 2) Folgende in der Bürgermeisterei Heerdt gelegene Parzellen Holzungen und Wiese: a. Eine Parzelle Schlagholz, gelegen an der Uerdinger Straße, neben der Armen=Commission von Cöln, schießend auf„den Hauptrichtweg und die Uerdinger Straße, groß 5 M. 87 Rth. 72 F. preuß. h. Eine Parzelle Schlagholz nicht weit von vorherigem Stück, ebenfalls an der Uerdinger Straße nahe am Kaisershoff, neven der Armen=Commission von Cöln, schießend auf die Uerdinger Straße, groß 1 M. 30 Rth. preuß. c. Eine Parzelle Wiese und Schlagholz in der Baumweide, neben Gerhard Baltzer, schießend an die Erft und Ackerländerei, wovon ½ Schlagholz und Wiese, das Ganze enthält 70 Rth. 50 F. preuß. 3) Folgende in der Bürgermeisterei Neuß gelegene Ackerländereien, als: a. 5 M. 69 Rth. preuß. Ackerland an dem Düsseldorfer Pfad, neben einerseits dem Düsseldorfer Pfad, anderseits Herrn Tillmann und die Armen=Verwaltung, schießend auf Josten und Rottels. b. 14 M. 176 Rth. preuß. Ackerland daselbst und zwar durch den Düsseldorfer Pfad, neben Erben Pollender, Kurtenbach, Kaulen, Vehling und dem Neußer Gasthaus. o. 2 M. 160 Rth. 86 F. preuß. Ackerland am Weidgen, nicht weit von Selikum, auch an der Berber Kaule genannt, neben Josten und Simons von Neuß, anschießend an den Damm des Erftkanals. d. 2 M. 165 Rth. preuß. Ackerland an der Selikumer Brücke neben einerseits dem Erftkanal, anderseits dem Wege von Neuß nach Selikum, schießend auf Feinendegen und den Weg von Holzheim nach Selikum. e. 3 M. 172 Rth. 4 F. preuß. Ackerland am Galgenberge neben Nepes und Reisdorf, dann Bellen von Selikum, unter sehr vortheilhaften Bedingungen versteigert werden. Neuß, den 13 Mai 1834. Graeff, Notar. Der in der Stadt Telgte unter der Nummer 45 am Markt sehr schön gelegene und stark besuchte vormals Eickholtsche jetzt den Erben Roelen zu Münster gebörige Gasthof zur Stadt Hamburg soll mit seinen sämmtlichen Zubehörungen am Donnerstag den 14. August d. J., Morgens 10 Uhr, veränderter Umstände wegen öffentlich dem Meistbietenden an Ort und Stelle verkauft werden. Derselbe ist zur Gastwirthschaft gut und bequem eingerichtet, hat überdem 3 Stallungen für fünfzig Pferde, ein Nebenhaus behuf der Ackerwirthschaft mit verschiedenen Wohngelassen, und gewölbtem Keller, sodann eine Brauerei- und Brandweinbrennerei, und endlich hinter diesen Gebäuden einen schönen, mit vielen Obstbäumen besetzten großen Garten, und sind sämmtliche Gebäude im besten baulichen Zustande. Die Lage von Telgte, und der, wegen der Nähe von Münster und der durchgehenden großen Poststraßen nach Berlin, Cassel, Bremen und Hamburg, daselbst stattfindende bedeutende Verkehr, te die Lage des Gasthofes selbst sichern dem darin bestehenden Geschafte nicht nur seinen guten Fortgang sondern begünstigen auch eine größere Ausdehnung desselben. Die Uebergabe vorbemerkter Realitäten an den Ankäufer kann sofort erfolgen, und kann der Kaufpreis zur Halbscheid auch nach Umständen ein größerer Theil auf demselben stehen bleiben. Telgte den 19. Mai 1834. Aus Auftrag Schulz, Justizkommissär und N . ober zwei solide Herren können vom 1. Juli ab Kost Logis erhalten Kasernenstraße Nr. 1114. Verkaufs=Anzeige. Am künftigen Freitag den 13. d. M., Morgens 10 Uhr, läßt die hiesige Armenverwaltung in dem Hause des Herrn Räuscher dahier, a) 61 Pfund feines Flächsengarn, b) 71„ mittleres„ c) 10„ grobes„ und d) 60„ Wirkengarn, sodann e) 228 Paar neue Socken, durch den Unterzeichneten öffentlich den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung verkaufen. Kaiserswerth den 7. Juni 1834. Ib. Herschbach, Notar. Wiesenverpachtung. Dienstag den 17. dieses Monats, Nachmittags 3 Uhr, wird der unterzeichnete Notar beim Gastwirthe Herrn Kuchenberg hierselbst circa 38 kölnische Morgen Gras, auf der Schwemme bei Lohausen gelegen, in Parzellen zu 1 Morgen kölnisch eingetheilt, öffentlich den Meistbietenden verpachten. Zum Anweisen der Parzellen wird am Tage der Ausstellung sich Morgens 9 Uhr Jemand an Ort und Stelle einfinden. Kaiserswerth den 9. Juni 1834. Ih. Herschbach. Oeffentlicher Verkauf definitiver Zuschlag. In der gerichtlichen Theilungssache: 1. der Frau Johanne Achterrath, Wittwe von Gottlieb Pohlhaus, ohne Gewerb, wohnhaft am Schwanen, Bürgermeisterei Wermelskirchen. 2. des Bürstenmachers Johann Wilhelm Achterrath, ebendaselbst wohnhaft, 3. der Eheleute Adam Paar, Kleidermacher, und Luise geborne Achterrath, wohnhaft in Wermelskirchen, Theilungskläger, vertreten durch den Advokat=Anwalt Herrn Doktor Jungbluth Gegen den Wirth und Krämer Peter Frowein, wohnbaft zu Wermelskirchen, als Hauptvormund über die von den verstorbenen Eheleuten Arnold Achterrath und Wilbelmine geborne Baake nachgelassenen minderjährigen Kinder: Albert und August Achterrath, Theilungsprovokaten, für welche kein Anwalt bestellt ist; hat das königliche Landgericht zu Düsseldorf durch Urtheil vom 15. April dies. Jahrs den öffentlichen Verkauf der, den Parteien als Erben ihrer verstorbenen Eltern, respektive Großeltern, der Eheleute Wilhelm Heinrich Achterrath und Marie Catharine Frowein, gemeinschaftlich zugehörigen, am Schwanen bei Wermelskirchen gelegenen Immobilien, bestehend aus einem an der Berliner Straße stehenden, mit dem Hause des Johann Alt verbundenen Wohnhause nebst angebauter Stallung, circa 90 Ruthen Hof und Garten, 68 Ruthen Ackerland und 4 Morgen 82 Ruthen Busch, zusammen geschätzt auf 952 Thlr. 18 Sgr., verordnet und mit diesem Geschäfte den unterzeichneten, zu Wermelskirchen wohnenden Notar beauftragt. Derselbe wird demzufolge, nachdem der vorläufige Zuschlag bereits geschehen, diese Immobilien am Samstag den 28. dieses Monats, Nachmittags um 3 Uhr, in dem Hause des Theilungsprovokaten Frowein zuerst parzellenweise und demnach im Ganzen öffentlich zum Verkaufe ausstellen und dem Letztbietenden definitiv zuschlagen. Das Heft der Bedingungen liegt auf der Schreibstube des beauftragten Notars zur Einsicht der Kauflustigen offen. Wermelskirchen den 8. Juni 1834 P. H am m. Oeffentlicher Verkauf definitiver Zuschlag. In der gerichtlichen Theilungssache des Feilenhauers Peter Friedrich Menz zu Bliedinghausen, Bürgermeisterei Remscheid, Theilungsklägers, vertreten durch den Advokat-Anwalt Herrn Justizrath Friderichs, gegen den Ackersmann Engelbert Stosberg zu Birgden, Bürgermeisterei Remscheid, als Vormund über die von der verstorbenen Ehefrau des Klägers, Dorothea geborne Stosberg in ihrer ersten Ehe mit Johann Abraham Bieler gezeugten minderjährigen Kinder: a. Robert, b. Friederika und c. Albert Bieler Theilungsverklagten, für welche kein Anwalt bestellt ist; hat das königliche Landgericht zu Düsseldorf durch Urtheil vom 18. März 1834 den öffentlichen Verkauf des den streitenden Theilen in Gemeinschaft zugebörigen, dermalen vom Theilungskläger besessenen Guts zu Bliedinghausen, bestehend aus einem Hause, einer Scheune, und 14 Morgen 87 Ruthen Hof, Garten, Ackerland, Wiesen und Büschen, abgeschätzt zusammen auf 1060 Thlr. 19 Sgr. 4 Pf. verordnet, und mit diesem Geschäfte den unterzeichneten zu Wermelskirchen wohnenden Notar beauftragt. Derselbe wird demzufolge dieses Gut, nachdem der vorläufige Verkauf am 31. Mai d. J. stattgefunden, am Samstag den 5. Juli d. J., Nachmittags 3 Uhr, in dem Hause des Wirthes Ferdinand Pleiß zu Bliedinghausen zuerst parzellenweise und demnach im Ganzen öffentlich zum Verkaufe ausstellen und dem Letztbietenden definitiv zugeschlagen. Das Heft der Bedingungen liegt auf der Schreibstube des beauftragten Notars zur Einsicht der Kauflustigen offen. Wermelskirchen den 1. Juni 1834. P. Hamm. Reinen und gut gehaltenen rothen Dattenberger Wein verkaufe ich die große Flasche(ohne Flasche) zu 6 Sgr. J. G. Peltzer, Kurzestraße im Kranz von Rosen. Gerichtlicher Verkauf. Am Donnerstag den 12. Juni 1834, Morgens 10 Uhr, wird unterzeichneter Gerichtsvollzieher auf dem Marktplatze zu Düsseldorf mehrere Mobilien öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung verkaufen. Carl Bartbs. Niederländische Für die Monate Mai und Juni 1834 sind die Abfahrten von Dampfbooten folgendermaßen festgestellt: Von Důsseldorf nach Cöln täglich des Abends um 11 Uhr, in correcter Correspondenz mit den jeden Morgen um 7 Uhr von Coln nach dem Oberrhein fahrenden preußisch Rheinischen Dampfbooten. Von Düsseldorf nach Rotterdam täglich. Die Boote vom 4., 9, 14., 19., 24., 29. Mai " 3., 8., 13., 18., 23., 28. Juni gehen über Arnheim, die übrigen Schiffe jedoch über Nymwegen, und sämmtlich in zwei Tagen nach Rotterdam, indem sie an genannten beiden Plätzen nach dem ersten Tage der Fahrt übernachten. Die Abfahrt ist an jedem Montag Morgens 10½ Uhr, an den übrigen Tagen aber stets„ 83„ und ist der jetzige Wasserstand für die Fahrten der Dampfboote so geeignet, daß alle Reisen bestens und ohne die geringste Unterbrechung vollführt werden. Bei der Dampfschiffahrts=Expedition in Vreeswyk steht bei Ankunft der Dampfboote von Arnheim jedesmal ein Postwagen bereit, wodurch Reisende sofortige und billige Beförderung nach Utrecht und Amsterdam finden. Beim Eintreffen der Dampfboote in Rotterdam fährt jedesmal ein Postwagen nach dem Haag. Die Schlepp=Dampfboote fahren folgendermaßen: Von Rotterdam nach Lobith jeden Mittwoch „ Freitag Morgens. Sonntag Von Lobith nach Rotterdam jeden Montag) „ Donnerstag) Mittags. Samstag Für Reisen von Rotterdam nach Staats=Flandern vice versa sind über Bruinisse, Zierikzée und der Mündung van Goes Touren von Dampfbooten eingerichtet; die Abfahrten sind: von Rotterdam nach der Mündung van Goes jeden Dienstag „ Donnerstag) Morgens Samstag von der Mündung van Goes nach Rotterdam jeden Mittwoch „ Freitag Morgens. Sonntag Zwischen Rotterdam, dem neuen Canal von Voorne und dem Briel fahren wie folgt Dampfboote: von Rotterdam nach dem Brielj vom Briel nach Rotterdam täglich des Morgens. Von Rotterdam nach dem neuen Canal jeden Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag des Abends. täglich des Mittags. Vom neuen Canal nach Rotterdam jeden Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag des Morgens. welche mit den aufm Canal nach Helvoetschluis fahrenden Barken in Verbindung stehen. Zwischen Rotterdam und London vice versa fährt fortwährend das in jeder Beziehung sich als vorzuglich bewährt gefundene Seedampfboot„Vatavier= Capt. D. Dunlop von 500 Tonnen, 200 Pferden Kraft, niedrigen Druckmaschinen: von Rotterdam nach London von London nach Rotterdam jeden Dienstag Vormittags. jeden Sonntag Morgens. Passagiere finden durch sämmtliche Boote prompte, sichere und billige Expedition, und Güter jeder Art werden nach allen Bestimmungen besorgt. Die Rheinboote stehen in unmittelbarer Correspondenz mit den vorstehend genannten Dampfbootsdiensten, so wie mit dem „Batavier=, und Reisende, welche sich direkt von hier nach England einschreiben lassen, genießen dadurch namhafte Vortheile. Die Pferde= und Wagen=Taxen wurden merklich vermindert, und über diese sowohl als über alle fernere die Expeditionen betreffende Erläuterungen ertheilt weitere Auskunft die Niederländische Dampfschiffahrts=Agentur, Carl Vogts. Düsseldorf den 30 April 1897. Für Künstler, Dilettanten und Geschäftsmänner! Gestützt auf das Vertrauen und den Beifall, welche mir hiesige Künstler, unter denen sich Mitglieder der Akademie und des Kunstvereins befinden, geschenkt haben, erlaube ich mir die hochachtbaren Künstler und Dilettanten der Rheinprovinzen auf mein Geschäft als Vergolder aufmerksam zu machen, mich zur Anfertigung von Rahmen zu Bildern, welche für die hiesigen Kunstausstellungen bestimmt sind, zu empfehlen, und zu bemerken, daß ich besonders im Barock=Styl viel und zur allgemeinen Zufriedenheit arbeite. Geschmack, Dauerhaftigkeit, Reichthum und Mannigfaltigkeit der Verzierungen, bei böchster Billigkeit des Preises, das glaube ich versprechen zu können.— Zugleich verfehle ich nicht anzuzeigen, daß ich die unächten Goldleisten, bei gleicher Güte, um vieles billiger liefere, als andere hiesige Fabrikanten. Berlin im Mai 1834. Just, Vergolder, Kronenstraße Nro. 18. Unterzeichnete beehrt sich einem hiesigen und auswärtigen geehrten Publikum ergebenst anzuzeigen, daß sie sich hier im sogenannten Kunstwaschen(dem neuen ganz ähnlich) als: Applications, Points, Blonden, Spitzen, wollenen Shawls und was in dieses Fach einschlägt; so wie im Farben seidener Kleider, Tücher, Bänder rc. etablirt hat; sie wird sich bestens angelegen seyn lassen durch eine sorgfältige Bedienung das ihr zu schenkende Zutrauen zu rechtfertigen, und bittet daher, sie mit recht vielen gütigen Aufträgen zu beehren. Frau Bungard, Bolkerstraße Nr. 404. Da wieder einige Parthien verschiedener Sorten Leyen (Schiefer) auf meinem Lager in Hittorf angekommen sind, die ich im vorigen Sommer auf Lieferung noch zu billigen Preisen gekauft bahe, so verfehle ich nicht, meinen Abnehmern die ergebene Anzeige davon mit dem Bemerken zu machen, daß ich dieselben auch zu wesentlich billigern Preisen wie bisher abgeben kann, und bitte dieserhalb sich an mich direkt gütigst zu wenden. Elberfeld den 1. Juni 1834. Peter Römer. Das so rühmlichst bekannte Heppinger Mineralwasser ist so eben wieder angekommen bei J. Ph. Müller z. Ente. Beste Westphälische Schinken und Speck gut zum Rohessen wie auch zum Kochen, für deren Aechtheit gebürgt wird; soll sich ein Fehler daran finden, so kann der Käufer sie gegen eine andere umwechseln; zu haben bei Schickling J. Schmitz, als Commissionaii. Benratherstraße Nr. 1175. Beste Westphälische Schinken sind heute angekommen bei I. Adloff, Citadellstraße. [281] Ein einzelner Mann, der gegen Ende dieses Monats von hier nach Münster rc. nach dem Seebade Norderney zu reisen gedenkt, sucht einen oder zwei Reisegefährten auf gemeinschaftliche Kosten. Nähere Auskunft gibt die Expedition dieses Blattes auf portofreie Anfragen. [293] Ein Schreiber, welcher täglich einige Stunden frei hat, sucht für selbige Beschäftigung. Wer, sagt die Expedition d. Bl. (296) Eine Zwirnmühle von 50 Spulen steht bill verkaufen. Bei wem, sagt die Expedition d. B 292) Von wem ein Bade=Kübel, für Kinder geeignet, zu kaufen gesucht wird, sagt die Expedition d. Bl. [290) Von wem ein ordentlicher Mensch, der gut mit Pferden umzugehen weiß, gleich als Kutscher in Dienst gesucht wird, sagt die Expedition d. Bl. [240) Ein Mädchen, welches mit guten Zeugnissen versehen, die Küche und Hausarbeit versteht, so wie auch ein Kindermädchen werden gesucht. Die Expedition d. Bl. sagt von wem. [285] In einem hiesigen Handlungshause ist eine Lehrlingsstelle vacant. Näheres bei der Expedition d. Bl. In einer Conditorei in der Nachbarschaft von Düsseldorf wird ein Leorling gesucht. Zu erfragen Bastiousstraße Nr. 1354 Einige geübte Drucker finden gute Arbeit in der Cattun=Drakkerei von Fried. Aug. Deus in Düsseldor) Hausverpachtung. Das Haus in der Karlstadt, Breitestraße Nr. 1139, wird am 1. Septbr. d. J. verziehenswegen pachtlos. Es enthält in zwei Etagen 16 Theile, auf dem Söller 3 Kammern; Keller mit Waschküche, Remise, Stallung für 3 Pferde, Kammer für den Kutscher rc. Näheres beim Eigenthümer Kasernenstraße Nr. 112. Bergerstraße Nr. 855 ist im Hinterhause eine angenehme Wohnung von 4 Zimmern und Küche an eine stille Familie, und im Vorderhausez wei Zimmer an eine oder höchstens zwei Personen zu vermiethen [295) Ein kleines Haus, 5 oder 6 Zimmer enthaltend, mit Küche und einem kleinen Garten, wird in der Nähe hiesiger Stadt zu miethen gesucht, allenfalls ½ Stunde von der Stadt. Die Erpedition dies. Ztg. gibt navere Nachricht In der Bastionsstraße Nr. 1360 ist das Unterhaus und der erste Stock zu vermiethen. Zu erfragen auf dem Burgplatze bei Caffetier Jul. Verge. Bei C. van Werden auf der Bilkerstraße ist die erste Etage, bestehend aus fünf Theilen, zu vermiethen. Auch steht daselbst ein Spieltisch billig zu verkaufen In einem schön gelegenen Theile der Stadt wird die erste Etage eines Hauses, welche sich für eine Kaffe- und Weinwirthschaft eignet, zu miethen gesucht. Zu erfragen Alleestrasse Nr. 633. Alleestraße Nr. 642 ist eine, aus 8 Theilen bestehende angenehme Wohnung auf dem ersten und zweiten Stocke, am 1. Juli d. J. an eine rubige Haushaltung zu vermietben. In der Neubrückstraße ist vom 1. Juli ab ein bequemes Haus zu miethen. Das Nähere bei dem Baumeister Schnitzler zu 1997 Der vom Obergerichtschreiber Herrn Schiffers vewohnte erste Stock kann gleich bezogen werden. Nähere Erkundigung bei Wittib Joh. Bender, Bolkerstraße Nr. 459. Im Friedrichsbad sind zwei sehr schöne Zimmer mit oder ohne Möbel zu vermiethel. Bei Reitz in der Bergerstraße Nr. 850 ist ein möblirtes Quartier zu vermiethen und gleich zu beziehen.