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Von dem Einspruch gegen die Anstellung der Geistlichen bis zur Zulassung der Ordensleute wurden die wichtigsten katholischen Interessen dem diskretionären Ermessen der Behörden überwiesen. Das Bismarcksche System der Vollmachten hat den Vorzug einer größeren Bewegungsfreiheit. Den Vorteil davon hat aber zunächst nur die Staatsgewalt. Der Kirche und dem katholischen Volk ist die Vollmachtswirtschaft nur dann vom Vorteil, wenn der Kultusminister und das Staatsministerium in der Auslegung der Gesetze zu Gunsten der Freiheit und der katholischen Interessen weiter gehen, als es ein rein juristisch urteilendes Richterkollegium gethan haben würde. Wenn aber die Verwaltungsbehörde bei der Auslegung und Anwendung der Paragraphen sich nicht auf den höheren Standpunkt des patriarchalischen Wohlwollens stellt, sondern sich auf die staatsanwaltliche Kunst der schärfsten Wortausdeutung verlegt— dann sind wir aus dem Regen in die Traufe gekommen. Das scheint in der That jetzt der Fall zu sein. Der Herr Kultusminister hat in zwei wichtigen Punkten eine Gesetz auslegung beliebt, die kein„kirchlicher Gerichtshof" schärfer hätte treffen können und die das preußische Verwaltungsgericht wahrscheinlich nicht so scharf getroffen hätte. Im ersten Falle handelt es sich um ein Reichsgesetz, dessen Ausführung mit weitem diskretionärem Spielraum den Landesregierungen zusteht. Der Kultusminister will unter der „Ordensthätigkeit, die im Jesuitengesetz bezw. der ergänzenden Verordnung verpönt ist, alles inbegriffen wissen, was das religiöse Gebiet berührt, weil er in den Ordensstatuten das ganze religiöse Gebiet behandelt findet. Wir glauben sicherlich, daß das Oberverwaltungsgericht dem Minister nicht beistimmen würde, wenn er zum Beispiel einen wissenschaftlichen Vortrag oder eine Volksrede eines Jesuiten über die Religion als Grundlage der Socialreform halten wollte; denn das ist eine jedem Staatsbürger zustehende Thätigkeit, nicht einmal eine spezifisch priesterliche, geschweige denn eine Ordensthätigkeit. Jedenfalls würden die Interessenten bei der gerichtlichen Entscheidung dieser Rechtsfrage den großen Vorteil haben, daß sie ihre Gegengründe zur Prüfung bringen und etwaigen Irrtümern oder Informationsmängeln auf der Regierungsseite im kontradiktorischen Verfahren abhelfen könnten. Wie wichtig das ist, zeigt sich besonders deutlich in dem anderen Fall. Der Herr Kultusminister hat zu befinden, ob die Katholiken in Essen ein Bedürfnis nach Aushülfe in der Seelsorge durch Ordensleute haben. Der Minister ist Protestant; ein selbständiges Urteil über das rechte Maß und die geeignete Form der katholischen Seelsorae wird ihm mindestens ebenso schwer, wie einem katholischen Beamten das Urteil über die seelsorglichen Bedürfnisse evangelischer Gemeinden. Er hört das Urteil seines katholischen Referenten an und entscheidet gegen dessen Ansicht; das Gutachten des zuständigen Bischofes hat er nicht eingeholt, sondern nur an die Gutachten der weltlichen(vorwiegend, wenn nicht ausschließlich protestantischen) Behörden sich gehalten. Die berufenen Vertreter des kirchlichen Interesses in dieser inner=kirchlichen Angelegenheit sind also nicht zu Worte gekommen. Wie viel günstiger hätten sich Sonne und Wind für sie gestellt, wenn eine Verhandlung von Richtern ihnen Gelegenheit gegeben hätte, des Nähern auszuführen, daß 24 oder (nach der Vermehrung) 28 Pfarrgeistliche nicht ausreichen, um neben dem regelmäßigen Kirchen=, Anstalts= und Schuldienst für 60 000 Katholiken in den für Glauben, Tugend und Ordnung gefährlichsten Verhältnissen die erforderliche Hirtenarbeit zur Rettung der Abirrenden und zum Aufsuchen der Verlorenen zu leisten, daß die Ordensleute berufen seien, auf katholischer Seite das zu leisten, was die Evangelischen durch ihre Stadtmission 2c. ungehindert leisten, und daß gerade in den socialdemokratisch unterwühlten Gegenden die erbetenen Franziskaner so recht befähigt seien, für die Religion und zugleich für die staatliche Ordnung zu wirken. Wer weiß, ob nicht das Verwaltungsgericht das Bedürfnis in Essen anerkannt hätte? Im ungünstigen Falle hätten wir wenigstens das Bewußtsein gehabt, daß in der Frage des katholischen Seelsorgebedürfnisses die Stimmen der beteiligten Katholiken und der kirchlichen Autorität gehört worden und nicht die protestantische Auffassung von tunerkatholischen Angelegenheiten ohne weiteres das erste und das letzte Wort hat. Wir wollen damit nicht die Wiedereinführung der richterlichen Instanz beantragen, sondern nur darauf hinweisen, daß die Vollmachten, die zur Beilegung des Kulturkampfes eingeführt wurden, ihren Zweck verfehlen, wenn der Minister die schärfste Auslegung, die sein eigener juristischer Scharfsinn sich gebildet, ihrer Anwendung zu Grunde legt, statt mit dem umfassenden, unbefangenen Blick des Staatsmanns die Eigenart jedes Falles und das höchste Interesse der salus publica zu würdigen und demgemäß nach dem Geiste der Gesetze seine diskretionäre Entscheidung zu treffen. Die„Germania" erinnert zur rechten Zeit an ein Wort des Fürsten Bismarck aus dem Jahre 1882: Er könne sich von dem Herzens= und Seelenbedürfnis eines Katholiken nicht eine so genaue Vorstellung machen, daß er nicht seine Meinung der des Katholiken unterordnen könne. Der jetzige Herr Kultusminister macht es umgekehrt: Ueber das Seelenedürfnis der Katholiken in Essen entscheidet er nach seiner (des Protestanten) Vorstellung und hält seine Meinung für so sehr übergeordnet, daß er über den katholischen Referenten zur Tagesordnung übergeht und die katholischen Kirchenbehörden gar nicht erst befragt. Aus den Parlamenten. CPG. Berlin, 9. März Der Reichstag war heute bei Weiterberatung des 9 rineetats beschlußfähig und beschlußunfäh Während sich an einer namentlichen Abstimmung über Ersatzbau des Panzerschiffes„Preußen" 228 Mitglieder teiligten, sank diese Ziffer bei der folgenden namentlichen? stimmung über den Ersatzbau für den Kreuzer„Leipzig" 212, um bei dem dann folgenden„Hammelsprung" über Ersatzbau für den Aviso„Falk" auf 184 zu sinken. Sitzung mußte deshalb wegen Beschlußunfähigkeit abgeb werden. Sie wurde vom Präsidenten anf heu abend 9 Uhr vertagt. Eine längere Debatte knüpfte nur an den Ersatzbau für das Panzerschiff„Preußen", welches als erste Rate 1 Million M. im Etat gefordert wi Gegen die Bewilligung sprachen die Abag. Richteru Böckel(Antis.), für dieselbe die Abgg. v. Leipzigeru Dr. Bachem und Staatssekretär Hollmann Abg. Dr. Bachem begründete die Zustimmung der grof Mehrheit des Centrums damit, daß es sich um den Erse bau für ein kriegsuntüchtiges Schiff handle, daß im übric aber das Centrum nur für die Erhaltung der Hochseeflo im bisherigen Umfange eintrete und für Küstenverteidigu nur die als notwendig nachgewiesenen Schiffe bewilli Mit der heutigen Abstimmung engagiere sich das Centrum für künftige Schiffsbauten in keiner Weise. Aba. Richter suchte dem Centrum Widerspruch zu seiner vorjährigen Haltung nachzuweisen. Bei der Abstimmung erklärten sich 134 Abgeordnete für, 94 gegen die Bewilligung. Anders war das Ergebnis bei der Abstimmung über den Ersatzbau für den Kreuzer„Leipzig": Hier stimmten nur 95 mit Ja, aber 117 mit Nein. Der Ersatzbau wurde also verworfen. Die gewöhnliche Abstimmung über den Ersatzbau für den Aviso„Falk" blieb zweifelhaft; es mußte also zur Auszählung geschritten werden. Diese ergab die Anwesenheit von nur 184 Mitgliedern, von denen 99 mit Nein, 85 mit Ja stimmten. Die Abstimmung muß daher wiederholt werden. Vorher hatte das Haus ohne erhebliche Debatte den Etat des Reichstags und die noch der Budgetkommission überwiesenen Teile des Etats des Reichsschatzamts erledigt. Beim Etat der Reichseisenbahnen wurden die Einnahmen trotz des Widerspruchs des Eisenbahn= Ministers Thielen um 3 Millionen erhöht. Abg. Dr. Lingens sprach seine Anerkennung aus, daß bei den Reichseisenbahnen seinen Wünschen wegen Sonntagsruhe wohlwollend entgegengekommen sei. Für die heutige Abenbsitzung steht außer dem Rest des Marineetats auch die zweite Lesung der Varlage über den Identitätsnachweis auf der Tagesordnung. Im Abgeordnetenhause wurde die Beratung des Kultusetats beim Kapitel„Höhere Lehranstalten" fortgesetzt. Dabei kam es zunächst zu einer längeren Debatte über die Verhältnisse des katholischen Religionsunterrichts in den Vorschulen Berlins, die noch sämtlich eines Unterrichts ermangeln. Der Abg. Schmidt(Warburg) beleuchtete diese Mißstände eingehend. Regierungskommissar Gruhl betonte die Schwierigkeiten, die darin liegen, daß die Katholiken über ganz Berlin zerstreut seien und auf jede Anstalt nur einige katholische Schüler entfielen. Seit 1878 sei die Unterrichtsverwaltung bemüht, die Sache zu regeln. Als der Abg. Schmidt(Warburg) mit diesem Motto: Immer langsam voran! sich nicht einverstanden erklärte, versicherte Kultusminister Dr. Bosse, daß es der ernste Wille der Unterrichtsverwaltung sei, die Sache thunlichst zu ordnen, und daß er hoffe, sie in kurzer Zeit zum Abschluß zu bringen. Ihm liege selbst daran. Der Abg. Fuchs bat den Minister, seine Zustimmung zu der geplanten Umgestaltung des Statuts des Gymnasiums zu Bochum zu versagen, weil die liberale Stadtverordnetenmehrheit alles aus dem Statut zu beseitigen suche, was den paritätischen Charakter der Anstalt gewährleiste, namentlich die Bestimmung, daß die Hälfte der Kuratoriumsmitglieder katholisch, die Hälste evangelisch sei. Die nationalliberalen Abgg. Schultz(Bochum) und Schmieding meinten, daß gerade durch die Beseitigung dieser Bestimmungen der konfessionelle Friede geschützt werde, da die Wahl zum Direktor, Lehrer und Kuratoriumsmitglied ganz von der Konfession unabhängig sein sollen. So bleibe ja die materielle Parttät aufrecht erhalten und nur die mechanische Parität werde beseitigt. Diese Friedensklänge machten auf den Abg. Fuchs aber wenig Eindruck; er blieb dabet, daß das Bestreben dahin gehe, den Schwerpunkt der Leitung in die StadtverordnetenVersammlung zu verlegen, wo die liberale Partei die Mehrheit habe. Der Minister versicherte seine Bereitwilligkeit, die Parität zu wahren, behält sich jedoch vor, erst den Bericht über die Angelegenheit, der eben eingelaufen sei, näher zu prüfen. Beim Kapitel„Elementarunterrichtswesen" und zwar beim Titel„Seminare“ führte eine Anregung des Abg. Neubauer(Pole) auf Einführung des polnischen Sprachunterrichts auch in die westpreußischen Seminare zu einer merkwürdigen Richtigstellung einer neulichen Zusage des Ministers durch den Ministerialdirektor Kügler. Während der Minister nämlich neulich angekündigt hatte, daß in Oberschlesien angesichts des Mangels an polnisch sprechenden Lehrern, die den Religionsunterricht in polnischer Sprache erteilen könnten, der polnische Sprachunterricht in die Seminare eingeführt werden solle, stellte heute der Ministerialdirektor fest, daß nur bei der Aufnahme in die oberschlesischen Seminare die des Polnischen mächtigen Seminaraspiranten bevorzugt werden sollten. Die Einführung des Sprachunterrichts sei jedoch nicht beabsichtigt, was der Minister auf die verwunderte Frage des Abg. Szumla, ob dem so sei, bestätigte. Bei dem Titel„Schulaufsicht" bemängelt Abgeordn. Danzenverg die Verteilung der Geschäfte der Schulräte nach bestimmten Territorien, anstatt nach Konfessionen, wünscht, daß auch Geistliche zu Schulräten ernannt würden und führt aus, daß der jetzige Zustand, wo inzüberwiegend katholischen Gegenden die Dirigenten protestantisch seien, anormal sei, und erbauliche Dinge dabei vorkämen. Er bittet den Minister, überall da, wo trotz einer überwiegend katholischen Mehrheit die Leitung der Geschäfte nicht einem Katholiken anvertraut werde, wenigstens der ihm untergeordnete Beamte ein Katholik sei. Der Kultusminister Dr. Bosse kann das nicht unbedingt zusagen. Wir hätten genug Fälle, wo auch der einer andern Konfession angehörige leitende Beamte in tadelloser Weise zur Zufriedenheit der andern Konfessionen die Geschäfte besorge. Wenn er tüchtige katholische Beamten für diese Stellen finde, würde er sie mit Freuden nehmen. Uebrigens werde das preußische Beamtentum in seiner angeborenen und anerzogenen Gerechtigkeitsliebe doch unterschätzt. Seine katholischen Referenten müßten auch evangelische Schulen revidieren und machten das durchaus vortrefflich. Daß man in überwiegend katholischen Bezirken lieber einen katholischen, in den evangelischen einen evangelischen Schulrat habe, versteht sich von selbst. Katholische Geistliche habe er schon zweimal zu Schulräten ernannt. Eine prinzipielle, absolute Scheidung der Konfessionen sei nicht möglich. Abg. Frhr. v. Loë verweist, wie schon im vorigen Jahre auf die Kabinettsordre von 1825, wonach die Schulpflicht in der Rheinprovinz nur so lange dauern soll, bis nach einer Erklärung des Seelsorgers das-Kind die für seinen Stand erforderlichen Kenntnisse erworben habe. Nach dieser Verfügung werde trotz einer Entscheidung der Gerichte und trotz eines Ministerialerlasses von 1869 nicht verfahren. Die Kinder würden länger in der Schule zurückgehalten, zum Nachteile der Eltern, namentlich auf dem Lande und zum Schaden der Gemeinden, deren Schullasten sich damit vergrößerten. Minister Dr. Bosse entgegnet, die Kabinettsordre habe grade dem zu frühen Entlassen aus der Schule entgegenwirken sollen, damit die Kinder auch über das 8. Schuljahr hinaus in der Schule gehalten werden könnten bis zur Erlangung der nötigsten Kenntnisse. Er sei nicht willens, sich mit der konstanten Praxis der Unterrichtsverwaltung in Widerspruch zu setzen. Die Abgg. Schmitz(Erkelenz) und Freiherr von Loe können der Auffassung des Ministers über die Kabinettsordre von 1825 nicht beitreten. Die Kabinettsordre habe auch Spielraum bei Bemessung der Dauer der Schulpflicht nach unten hin gewähren wollen, im Interesse namentlich der ländlichen Bevölkerung. Minister Dr. Bosse erklärte, die Unterrichtsverwaltung könne unmöglich die Bahnen verlassen, die sie seit einem Jahrhundert verfolgt habe. Die Güter, die die Schule den Kindern vermitteln solle, könnten durch wirtschaftliche Göter nicht aufgewogen werden. Nach einigen weiteren Bemerkungen der Abgeordneten Dauzenberg und Los wird der Titel bewilligt. Morgen: Fortsetzung. Das Herrenhaus verwies heute den Gesetzentwurf, betreffend das Pfandrecht an Privateisenbahnen und die Zwangsvollstreckung in dieselben, an die um 3 Mitglieder der Eisenbahnkommission verstärkte Justizkommission, erteilte den Gesetzentwürfen wegen Aenderung von Amtsgerichtsbezirken und Errichtung eines Amtsgerichts in Ronsdorf seine Zustimmung und erledigte Petitionen. Eine Petition des hannoverschen Städtevereins mit Vorschlägen, betreffend den Erlaß eines neuen Sparkassengesetzes, wurde der Regierung zur Erwägung überwiesen. Eine Petition des westfälischen Städtetages wegen Erlaß eines Gesetzes, welches eine Nutzbarmachung neuer Apothekenkonzessionen für die Gemeinden ermöglicht(Renten= oder Kapitalzahlung an die Gemeinden oder Aehnliches) wurde der Regierung als Material überwiesen. Eine Petition aus Liegnitz, welche die staatliche Prüfung der jüdischen Geheimgesetze verlangt, wurde als zur Erörterung im Plenum nicht geeignet ohne Diskussion für erledigt erklärt. Donnerstag: Gesetz, betreffend die evangelische Kirchenund Synodalordnung. Deutsches Reich. * Berlin, 9. März. Das Mausoleum in Charlottenburg war am heutigen Tage, der Wiederkehr des Sterbetages Kaiser Wilhelms I., in seinen oberen Räumen mit Myrtenbäumen und blühenden Azaleen geschmückt. Um 10 Uhr erschien das Kaiserpaar und verweilte etwa 10 Mimuten in stiller Andacht in der Gruft. * Fast alle Zeitungen gedenken des Gedächtnistages Kaiser Wilhelms 1. Die Kreuzzeitung bestätigt bei dieser Gelegenheit die Mitteilung eines hiesigen Blattes, der Kaiser habe vor seinem Tode geäußert, man sollte ihm nur ein einfaches Reiterdenkmal setzen, und zwar auf dem Pariser Platz. Der jetzige Kaiser kenne diese Aeußerung. * Der Landwirtschaftsminister gab gestern für die Mitglieder des Landwirtschaftsrats ein Diner, an dem auch der Kaiser teilnahm. Wie die„Berl. Pol. Nachr." erfahren, unterhielt sich der Kaiser sehr lebhaft und sprach mit dem Minister Dr. Miquel und dem Landesdirektor v. Hammerstein in eingehender Weise über die Notwendigkeit und den Nutzen des Mittellandkanals und anderer Wasserstraßen. Der Verkehr auf den Wasserstraßen— so sagte der Monarch— konkurriere nicht mit den Eisenbahnen; auf großen Routen ergänzten sich die beiden Verkehrsmittel. Bei einer zweckmäßigen Ordnung des Gebührenwesens könnten auch die Wasserstraßen wohl eine Rente bringen und eine Erleichterung und Förderung des Verkehrs. Die dadurch herbeigeführte Annäherung der Interessen der Völker könnte nur einer friedlichen Entwickelung zugute kommen.— Nächsten Dienstag findet bei dem Finanzminister Dr. Miquel ein größeres Diner statt, wozu der Kaiser sein Erscheinen zugesagt hat. * Abg. Frhr. Heeremann ist von dem Unfall, der ihn jüngst betroffen hat, wiederhergestellt und erschien heute wieder im Reichstage und Abgeordnetenhause. Ausland. * Vom Bombenattentat in Rom wird gemeldet, daß mehrere am Abend der Explosion Verhaftete wieder freigelassen wurden, daß also der Thäter noch nicht entdeckt ist. Von den sieben ins Krankenhaus gebrachten Verwundeten ist ein fünfzigjähriger Beamter des Finanzministertum, namens Angeli, der möglicherweise der Urheber sein konnte, gestern nacht seinen Verletzungen erlegen. In seinem aufgerissenen Körper fand man zahlreiche Nägel=, Eisen- und Holzsplitter. Weitere Verhaftungen haben nicht mehr stattgefunden. Die Bombe bestand aus einer Petroleumskassette, welche sich in der Holzschachtel befand. Der Explosionsstoff ist noch nicht festgestellt worden, doch bestand derselbe jedenfalls nicht nur aus Schießpulver. * In Spanien ist die lange vorausgesehene und lange zurückgehaltene Ministerkrisis nun endlich ausgebrochen. Das Gesamtkabinett hat seine Entlassung eingereicht und Sagasta, der eben zurückgetretene Ministerpräsident, den Auftrag zur Neubildung des Kabinetts erhalten. Die Regierung steht zur Zeit vor einer ganzen Reihe schwieriger Fragen, aus denen erst in den letzten Tagen der glücklich beendete Konflikt mit Marokko ausgeschieden ist. Die schwierigste Frage von allen ist aber der Widerspruch, den die von der Regierung beabsichtigten neuen Steuern in den Provinzen von Navarra hervorrufen. Auf Grund von Privilegien, der sog. Fueros, die ihm durch Gesetz vom Jahre 1841 verliehen wurden, erfreute sich bekanntlich Navarra gewisser Steuerbefreiungen, wodurch sich seine Lage günstiger als diejenige der anderen Provinzen gestaltete. Da nun die Regierung neue Einnahmequellen benötigt und auch den Augenblick für gekommen erachtet, den Beitrag Navarras zum Gesamtbudget zu erhöhen, so begann sie kraft eines schon vor einigen Jahren erlassenen Gesetzes mit der Herstellung des Gleichgewichtes zwischen den Lasten, welche sämtliche spanische Unterthanen tragen müssen. Unter den Einwohnern von Navarra herrscht darob große Unzufriedenheit, nicht nur, weil die Regierungsprojekte ihre materiellen Interessen verletzen, sondern auch, weil sie jene berühmten fueros beeinträchtigen, die sie zur Grundlage ihrer politischen Existenz gemacht haben. Lokales und Provinzielles. Düsseldorf, 10. März. * In ihrer Sitzung vom 6. März wählte die Stadtverordneten=Versammlung zur Aufnahme des Weinbestandes in der städtischen Tonhalle am 31. März d. J. die Herren Stadtverordneten Simonis und Lehnemann, erhob gegen die Anstellung des Polizeisergeanten Adrian kein Bedenken, und vergab die Lieferung von Bandsteinen für den Rundfahrweg im Volksgarten an den I. G. Bell in Mayen. * Die nächste Sitzung der Stadtverordneten=Versammlung findet Dienstag den 13. und event. Mittwoch den 14. März, jedesmal nachmittags 6 Uhr, im Rathaussaale statt. Gegenstände der Beratung sind: 1. Feststellung der Etats: a. der städtischen Tonhalle, b. der Feuerwehr= und Fuhrparkskasse, c. der Hochbauverwaltung, d. der Tiefbauverwaltung(sowie Beschlußfassung über die im Jahre 1894/95 auszuführenden Neupflasterungen und Entwässerungskanäle), e. der gewerblichen Fortbildungsschule, f. der Polizeiverwaltung, g. der allgemeinen Verwaltung. Bewilligung von Gehaltserhöhungen für einzelne Beamte. 2. Verwaltungsbericht für 1893/94. 3. Feststellung des Hauptetats der Stadtkasse und Festsetzung der für 1894/95 zu erhebenden Gemeindesteuern. 4. Zuschlagsertellungen. * Am 5. März haben hierselbst die Kuratorien der Landesbank und der Provinzial=Feuer=Societät sowie verschiedene Kommissionen des Provinzialausschusses getagt, woran sich am 6. und 7. März Sitzungen des Provinzialausschusses angeschlossen haben. Die Sitzungen des Provinzialausschusses anden unter Leitung seines Vorsitzenden, des Herrn Landrats z. D. Janssen, statt, und wohnten als Vertreter der königl. Staatsregierung Seine Excellenz der Herr Oberpräsident Nasse und Herr Regierungsrat Dr. zur Nedden bei. Aus der Tagesordnung, welche 64 Nummern umfaßt, heben wir hervor: 1. Aus Anlaß eines Antrages des Kreises Bitburg auf Erstattung der seitens des Kreises gewährten Beihülfen zur Ergänzung der Pflegesätze der Truppen während der Herbstübungen 1893 aus Mitteln der Provinz wurde beschlossendem in diesem Frühjahre zusammentretenden Provinzial, landtage eine erneute Vorlage wegen Ausgleichung der Einquartierungslast im Frieden zu unterbreiten. 2. Der Landesdirektor berichtet, daß er den ihm zur Vorbereitung überwiesenen Antrag. des Herrn Vorsitzenden: „Der Provinzialausschuß wolle beschließen: a) zur Errichtung einer Handels=Akademie für die Rheinprovinz die Anregung zu geben, darüber mit den größeren Stadtkommunen der Provinz in Verhandlung zu treten und von der Königl. Staatsregierung die Unterstützung dieses Projektes zu er bitten; b) im Falle zur Verwirklichung des letzteren die Ge währung einer Subvention aus Provinzmitteln erforderlich sein sollte, die Beantragung einer solchen bei dem Provinziallandtage in Aussicht zu nehmen, und c) über die Grundzüge der für die Handels=Akademie zu empfehlenden Organisation weitere Beschlußfassung vorzubehalten", in der Weise näher getreten sei, daß er über die Lage des höheren Handelsschulwesens in Preußen und den benachbarten Ländern Ermittelungen angestellt habe, welche in einem Promemoria den Herrn Mitgliedern des Provinzialausschusses unterbreitet worden seien. Nach diesen Ermittelungen könne nach seiner Ansicht nur die Wiener Handelsakademie als Muster für eine in der Rheinprovinz zu errichtende derartige Anstalt, für welche ein Bedürfnis sich nicht verkennen lasse, dienen. Der Provinzialausschuß beschloß nach eingehender Beratung dieser Angelegenheit, daß es nunmehr wünschenswert sei, die Stellungnahme der Interessenten— Handelskammern und größeren Industriestädte— kennen zu lernen und alsdann die Angelegenheit dem Provinziallandtage vorzulegen. Der Landesdirektor wurde beauftragt, das in dieser Hinsicht forderliche einzuleiten. 3 Der Provinzialausschuß lehnte ab, die von der Königlichen Staatsregierung beantragte Erhöhung der provinziellen Zuschüsse für die Landwirtschaftsschulen zu Bitburg und Cleve bei dem Provinziallandtage zu befürworten, beschloß dagegen die Uebernahme der Pensions= und Reliktenlasten der beiden Anstalten, gegen Uebergabe der betreffenden Fonds, dem Provinziallandtage anzuempfehlen. 4. Die zur Gewährung von Unterstützungen zur Hebung der Rindviehzucht bestimmten Fonds wurden an der Hand einer Vorschlagsliste des Landesdirektors erteilt. 5. Der Entwurf eines dem Provinziallandtage vorzulegenden neuen Regulativs zur Unterstützung des Kreisund Gemeindewegebaues wurde festgestellt: ebenso 6. Der Bericht an den Provinziallandtag über die Ausführung der vom 37. Provinziallandtage hinsichtlich einiger Aktienstraßen der Provinz gefaßten Beschlüsse. 7. Auf Antrag der Königlichen Regierung zu Düsseldorf auf Uebernahme der Akttenstraße von Cranenburg bis zur holländischen Grenze wurde beschlossen, diese Uebernahme unter gewissen Bedingungen dem Provinziallandtage anzuempfehlen. 8. Ebenso soll dem Provinziallandtage die Uebernahme zweier Brücken im Zuge von Provinzialstraßen im Gebiete des Erftmeliorationsgebietes zur Entlastung der Genossenschaft für die Melioration der Erftniederung vorgeschlagen werden. 9. dem Kreise Saarlouis wurde als Beihülfe zu verschiedenen Zufuhrwegen einer neuerbauten Saarbrücke ein Drittel der erforderlichen Kosten im Höchstbetrage von 17000 Mark bewilligt. 10. In Angelegenheit des projektierten Dortmund=Rheinkanals faßte der Provinzialausschuß folgenden Beschluß: „Der Provinzialausschuß beschließt, dem ProvinzialLandtage folgenden Antrag zu unterbreiten: I. Die Rheinprovinz verpflichtet sich, für den Fall, daß auf Kosten des Staates eine Kanalverbindung zwischen dem Dortmund=Emshäfen=Kanal und dem Rheine durch den Ausbau der bei Horsthausen im Kreise Bochum beginnenden sogenannten Süd=Emscher=Linie mit Stichkanälen nach Bochum, Essen, Mülheim, Duisburg und Neuenkamp hergestellt wird, der Staatskasse gegenüber a. für die 3½ prozentige Verzinsung von 10 Millionen Mark eine anteilige Gewähr von 70 Prozent und zwar bis zum jährlichen Höchstbetrage von 245 000 Mark insoweit zu übernehmen, als die Einnahme aus den zu erhebenden Kanalabgaben zur Verzinsung des gesamten aufzuwendenden Baukapitals mit 3½ Prozent unzureichend sind; b. eine anteilige Gewähr von 70 Prozent an einem durch die Kanalabgaben nicht gedeckten, auf höchstens 50 000 Mark zu begrenzenden Fehlbetrag der ihrem Jahresbetrage nach durch den Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten festgesetzten Betriebs= und Unterhaltungskosten, also bis zum Höchstbetrage von 35 000 M. zu übernehmen. II. Die vorstehenden Garantieleistungen werden unter folgenden Bedingungen übernommen: a. Die nach Tilgung der Unterhaltungs= und Betriebskosten verbleibenden Ueberschüsse der vorbezeichneten Kanalstrecke werden auf die 3½ prozentige Verzinsung der gesamten Bausumme einschließlich Grunderwerbskosten gleichmäßig verrechnet. Etwaige über die 3½prozentige Verzinsung hinaus sich ergebende Ueberschüsse werden in derselben Weise zur Tilgung der Bausumme bezw. Verminderung der anteiligen Gewähr der beiden Provinzen verwendet; b. der Provinzialverband wird bezüglich der übernommenen Leistungen von den im§ 110 der ProvinzialOrdnung vom 1. Juni 1887 und§ 91 des Kommunalabgabengesetzes vom 14. Juli 1893 vorgesehenen Befugnissen der Mehrbelastung einzelner besonders interessierter Kreise Gebrauch machen, wobei die Beschlußfassung über die Frage, welche Kreise hiernach heranzuziehen sind, und welche Leistungen der Provinzialverband als solcher zu übernehmen hat, gemäß§ 111 der Provinzialordnung dem Provinziallandtage vorbehalten bleibt." 11. Auf Antrag des Rheinischen Bauernvereins wurde zur Hebung des Gemüsebaues in der Provinz ein Zuschuß von 1000 M. bewilligt. 12. Infolge Antrags des Oberbürgermeisters von Köln auf Bewilligung eines jährlichen Zuschusses von 1000 Mk. für die gewerbliche Fachschule daselbst, beschloß der Provinzialausschuß ein Drittel dieser Summe unter der Bedingung zu bewilligen, daß der Staat die fehlenden zwei Drittel übernähme. 13. Der Gemeinde Anrath wurde eine Beihülfe a. d. Landarmenfonds zum Betrage von 3340 Mk. 13 Pf. zur Deckung der Armenkosten bewilligt, ferner verschiedenen Gemeinden Beihülfen aus den Ueberschüssen der Provinzial=Feuer=Societät zur Anlegung von Wasserleitungen und Brandweiher. 14. Auf Antrag des Landesdirektors erklärte der Provinzialausschuß sich mit der Zulassung von unbesoldeten Assessoren zwecks ihrer Ausbildung bei der Provinzialverwaltung einverstanden. 15. Der Landesdirektor stellte die in der letzten Zeit in der Presse erschienenen Mitteilungen in der Angelegenheit Feldmann an der Hand der Akten richtig und beschloß der Provinzialausschuß auf Antrag des Landesdirektors, den bezüglichen Bericht durch Mitteilung an die Herren Mitglieder des Provinziallandtages und in sonstiger Weise zu verbreiten, sowie ferner, das gesamte Aktenmaterial dem in diesem Frühjahre zusammentretenden Provinziallandtage vorzulegen. ** Herr Polizeikommissar Kollmann, dem wir schon so manche für den allgemeinen Gebrauch berechnete Sammlung von gesetzlichen Bestimmungen und Polizeiverordnungen verdanken, hat sich nach dieser Richtung ein neues Verdienst erworben durch die Herausgabe eines Büchleins, das besonders allen beim Gast= und Schenkwirtschaftsbetriebe Interessierten höchst willkommen sein wird. Das Büchin trägt den Titel„Gesetzliche Bestimmungen für den Gast= und Schenkwirtschaftsbetrieb und für den Kleinhandel mit Branntwein und Spiritus nebst den hierzu erlassenen Regierungs=PolizeiVerordnungen sowie den bisherergangenen wichtigsten Entscheidungen der höchsten Gerichtshöfe“ und zeigt damit schon seinen ganzen Inhalt an. Mit größter Sorgfalt sind alle einschlägigen Bestimmungen der Gewerbeordnung, besondere Gesetze und Polizeiverordnungen der Regierung zu Düsseldorf, sowie Lokal Polizei=verordnungen gesammelt und nach praktischen Gesichtspunkten übersichtlich geordnet, so daß das Büchlein auf dem beregten Gebiete vollkommen orientiert und seiner allgemeinsten Verwendbarkeit nichts im Wege steht. Ein beigegebenes Sachregister erleichtert dazu das Nachschlagen ungemein. In allen Buchhandlungen ist das Büchlein käuflich zu erhalten und kostet gut brochiert nur 60 Pfg. — Von nicht minderer Bedeutung für Baumeister, Bauhandwerker und Bauherren ist eine neuerdings bei Voß und Co. erschienene und von dem Verwaltungssekretär Ernst Bach zusammengestellte Sammlung„Baupolizeiordnung für die Oberbürgermeisterei Düsseldorf vom 20. Januar 1894 nebst 17 gültigen Polizeiverordnungen, Dekreten, Auszügen aus der Gewerbeordnung und dem Zuständigkeitsgesetz, Ortsstatuten und Fluchtliniengesetz." Da es bisher an einer solchen Sammlung mangelte, war ein Zurechtfinden auf diesem Gebiete immer mit Mühen und Schwierigkeiten verbunden. Diesem Uebelstand ist jetzt durch die Bach'sche Baupolizeiverordnung abgeholfen. Auch dieses Büchlein enthält ein die Benutzung erleichterndes Sachregister. Zum Preise von 1 M. ist es in jeder Buchhandlung zu erhalten. * Der am vorigen Sonntag vom Herrn Präses angekündigte Vortrag des Religionslehrers Herrn Seché über Jernsalem und die hl. Orte der Passion kann eingetretener Hindernisse halber nicht eher als Palmsonntag stattfinden. Wir glauben, daß dieser Vortrag am Eingang der Leidenswoche besonders angebracht ist und freuen uns, daß die Constantia ihre gastlichen Räume auch für diesen Vortrag nicht bloß für ihre Mitglieder, sondern auch für ihre Freunde und Gönner geöffnet hat.(Siehe Anzeige.) * Am Donnerstag abend erledigte Herr Prof. Felten aus Neuß den zweiten Teil seines Vortrages:„Der Rhein des deutschen Volkes Geschichte". Herr Felten zog in geschickter Weise von dem umfangreichen Stoffe— Mittelalter und neuere Zeit— nur das Hauptsächlichste heran, ohne irgend wie Punkte von Bedeutung außer Acht zu lassen. In schwung voller Darstellung führte Redner aus, wie auf den Trümmern der untergegangenen Römerkultur auf der linken Rheinsette, die Franken nach dem Siege Chlodwig's über die Alemannen ein neues christlich germanisches Reich an beiden Rhein ufern aufgerichtet, wie die Geschichte der Karolinger, der Ottonen und sächsischen Kaiser sich größtenteils am Rhein strome abgespielt habe. In Mainz, später in Frankfurt a. M. sei der deutsche Kaiser gewählt, in Aachen gekrönt worden, vier der deutschen Kurfürsten hätten ihren Sitz am Rhein gehabt, die Erzbischöfe von Mainz, Köln und Trier und der Pfalzgraf bei Rheine; Speyer sei die Totengruft der Kaiser Worms der Schauplatz der prächtigen Reichsversammlungen gewesen. Das Rittertum und die Kreuzzüge seten vom Ryeine ausgegangen, sie hätten den Namen„Franke“ in den fernen Ortent getragen, noch heute bezeichne der Moslim mit„Franke" jeden Cbristen. Der Rhein sei der klassische Boden in der europäischen Weltgeschichte. Recht anschaulich schilderte Redner sodann den dreißigjährigen Krieg, so weit er in die Geschichte des Rheinlandes eingreift, und seine schrecklichen Verwüstungen, noch heute fänden sich in Skandi navsen die aus den Rheinlanden von den Schweden geraub ten Kunstschätze. Auch das Erscheinen Napoleons in der Geschichte sei mit des Rheinlandes Geschicken eng verknüpft, wie auch die Freiheitskriege und die letzten Kriege Preußens. Redner führte ferner aus, welchen Einfluß die Klöster im Rheinland auf die Verbreitung von Kunst und Wissenschaft ausgeübt, wie am Rhein die Architektur ihre höchsten Triumphe gefeiert, wie hier der Minnegesang seine herrlichsten Blüten getrieben habe. Gottfried von Straßburg, Frauenlob in Mainz, Seb. Brandt zählten zu den hervorragendsten Dichtern. Auch auf dem Gebiete der Erfindung und der Kunst nehme das Rheinland eine erste Stelle ein. Berthold Schwarz habe am Rhein das Schießpulver, Joh. Gutenberg in Mainz die Buchdruckerkunst erfunden, die Seidenwirkerei, die Goldschmiedekunst und Glasmalerei seien in Deutschland zuerst am Rhein gepflegt worden. Auch die Bedeutung der rheinischen Städte als Bundesstädte der Hansa, der Einfluß auf Handel und Schifffahrt wurden gebührend gewürdigt. Zum Schluß wies Redner auf den Umstand hin, daß das Rheinland seine ihre Katholizität trotz aller Anstürme bewahrt habe, das Rheinland sei stets katholisch gewesen und werde es auch bleiben ungeachtet aller Versuche von anderer Seite, wie der Rhein nach seinem herrlichen Mittellaufe sich in das Meer ergieße, so möge er eine Mahnung für den rheinischen Jüngling sein, in ernster Arbeit, fröhlichen Mutes seinem Ziele zu zustreben, dann werde es dem Vaterlande nicht an thatkräftigen Männern fehlen und der rheinische Einfluß auf die eschichtliche Entwickelung deutschen Vaterlandes fortan eralten bleibe. Reicher Beifall belohnte den Redner für seine interessanten Ausführungen. * Kunstnotiz. Bei Eduard Schulte kommen am Sonntag folgende neue Bilder zur Ausstellung: Ein holländischer Kanal von Andreas Achenbach, eine Winterlandschaft von Louis Apol in Arnheim,„Abendstimmung" von I. Bretz, Landschaft und Marine von A. Halle, Genrebilder von A. Lonza in Triest und W. Oliver, ein Bildnis des Fürsten Bismarck von Franz von Lenbach, Damenbildnisse von F. Molitor und I. Kehren, Burgkeller in Horn von A. Montan und ein Pferdeporträt von C. Steffeck, dem verstorbenen ehemaligen Direktor der Akademie zu Königsberg. Die Jahresausstellung der„Freien Vereinigung Düsseldorfer Künstler" dauert in diesem Jahre bis zum 1. April. * Wir verfehlen nicht, nochmals auf das am Sonntag den 11. März im Katholischen Vereinshause stattfindende Stiftungsfest des Radfahrervereins„All Heil" hinzuweisen, das neben den musikalischen Genüssen verschiedene Nummern bieten wird, welche die Fertigkeit hiesiger und fremder Radfahrer im Kunstfahren beweisen. * Da gegen den Plan betr. die Kassierung der Fluchtlinien der Körnerstraße von der verlängerten Klosterstraße bis zu der Vulkanstraße Einwendungen nicht mehr vorliegen, so ist derselbe auf Grund des§ 8 des Gesetzes vom 2. Juli 1875, betr. die Anlegung und Veränderung von Straßen und Plätzen in Städten und ländlichen Ortschaften förmlich fest gestellt worden. Der Plan wird vom 9. d. Mts. ab 8 Tage lang auf dem Rathause, Stube Nr. 28, zu Jedermanns Einsicht offengelegt werden. Der am Sonntag auf dem Transporte vom Bergerthor nach dem Arresthause entsprungene Verbrecher Hölzchen ist gestern in Rotterdam wieder verhaftet worden. ):l Ein Bergmann aus Gelsenkirchen meldete sich gestern zur Verhaftung unter der Selbstanklage, er habe in seiner Heimat einem Logiskollegen zwei Anzüge gestohlen und sei damit flüchtig geworden. Er wurde seinem Verlangen entsprechend, eingesperrt. [ Verhaftet wurde der Schreiner Joseph M. aus Neuß, der wegen Eigentumsvergehen von der Staatsanwaltschaft und vom Amtsgerichte zu Grevenbroich steckbrieflich verfolgt wurde. :I Ein Buchbindergeselle, der seiner Angabe nach, aus der Anstalt Lülerheim kam, meldete sich gestern bei der Polizei mit dem Geständnisse, er habe vor 2 Jahren bei Dortmund seine Braut ermordet. Der Buchbinder wurde verhaftet und der Staatsanwaltschaft in Dortmund davon Nachricht gegeben. :] Ein Mechaniker und ein Kommis wurden gestern verhaftet, weil sie sich bei den zu Grafenberg verübten Einbrüchen beteiligt haben. :( In Lierenfeld wurde bei einem Wirte und bei einem Bierhändler eingebrochen, und zunächst ein in der Oberstraße wohnender Tagelöhner, der bereits 6 Jahre im Zuchthause saß, verhaftet. Nach den bei ihm gefundenen Gegenständen ist er bei den Diebstählen beteiligt. Gestohlen wurden Klei der, Wäsche und Silbersachen. Der Einbrecher verkehrte in letzter Zeit mit einem Tagelöhner in Oberbilk, der am Tage nach dem Diebstahle in Begleitung eines Frauenzimmers und mit verschiedenen Koffern nach Köln reiste. Ein Polizei kommissar reiste ihnen von hier aus nach, spürte das Paar in einer„Penne“ in Köln auf und verhaftete sie, die Koffer, welche gestohlenen Sachen enthielten, wurden in Beschlag genommen. Dieselben Diebe haben vor einiger Zeit auch die Einbrüche bei Fußmann an der Bogenstraße und in dem Laden des Spezereihändlers Gerardy verübt. Es sind in letzter Zeit sieben gefährliche Einbrecher durch die Polizei verhaftet worden. :[ Der Rhein ist seit gestern abermals 28 Centimeter gestiegen, der Pegel zeigte heute morgen einen Wasserstand von 3,48 Meter. [ Sitzung des Schwurgerichts vom 9. März Brandstiftung in drei Fällen war Gegenstand der heutigen Verhandlung, dessen angeklagt war der 18 Jahre alte Schrei nerlehrling Anton Dickers zu Schelsen. Derselbe war Lehrling bei dem Schreinermeister, Banunternehmer und Ortsvorsteher Gottfrid Kremer zu Schelsen. Am Abende des 16. Januar gegen 6 Uhr entstand in der Schreinerwerkstelle auf dem Hofe Feuer, welches so rasch um sich griff, daß die Werkstelle und die Scheune bis auf die Umfassungsmauern ausbrannten. Von der Ursache der Entstehung des Feuers hatte man keine Ahnung. Am Abende des 22. Januar wurde Feuer im Pferdestalle entdeckt, es brannte ein Haufen Stroh, doch wurde so rasch gelöscht, daß kein Schaden entstand. Am folgenden Morgen brannten die Betten im Mägdezimmer, doch auch hier bemerkte man das Feuer so schnell, daß gleich gelöscht werden konnte. Der Angeklagte leugnete, das Feuer in einem dieser Fälle angelegt zu haben, und da kein Beweis gegen ihn vorlag, so wurde er freigesprochen. Werden, 8. März. Einen wirklichen Genuß bietet der Besuch der Ausstellung der 500 Gewinngegenstände der Ludgerusheim=Lotterie im hiesigen Mädchenhause, die am Mittwoch, den 7. März, begonnen und am Dienstag den 13. März geschlossen wird. Von morgens 9 Uhr bis abends 9 Uhr können die Gewinne gegen Entrichtung von 10 Pfg. besichtigt werden. Alle bisherigen Besucher waren erstaunt über die ebenso kostbaren und schönen als praktischen und mannigfaltigen Gewinne, so daß die meisten sich noch ein Loos kauften, obschon sie reichlich damit versehen waren. Da, wie wir vernehmen, nur noch kaum 2000 Lose vorrätig sind, so werden die vorhandenen Lose, zumal solche auch von auswärts noch fortwährend gewünscht werden, voraussichtlich bald ihre Abnehmer gefunden haben. Die Ziehung findet unwiderruflich am 15. März statt. Ein Besucher der Ausstellung äußerte scherzweise, die Gewinne wären eine netto Aussteuer für 20 Brautpärchen. Gegen Einsendung von 1.20, 3.20 und 10.20 an die Generalagentur der Ludgerusheim=Lotterie oder an den Präses des Arbeitervereins erfolgt Frankozusendung von 1, 3 resp. 11 Losen nebst Gewinnliste. * Coblenz, 9. März. Gestern Nachmittag brachte ein Gendarm aus der Nachbarschaft zwei ansehnlich gekleidete junge Herren aneinander geschlossen zum hiesigen Arresthause. Jeder derselben trug ein Handköfferchen. Es sollen zwei wandernde„Künstler" sein, welche verschiedenes auf dem Kerbholz haben. Man vermutet in ihnen die Einbrecher, welche es auf die Pfarrhäuser abgesehen hatten. ** Stadttheater. Düsseldorf, 9. März. Thessa Gradl Herr Reineke hat nach dem Verfahren der Herren de Paula und Pook zu seinem Benefizabend mehrere kleine Sachen ewählt, und im weiteren, weil er selbst dem hiesigen Verande noch nicht längere Zeit angehört, einen Gast um Unterstützung gebeten, der ihm die allgemeine Teilnahme sicherte. Thessa Gradl ist der gute Geist für jede Bühne, das hat sich hier unzweifelhaft herausgestellt, auch heute wieder, wo die Künstlerin im Vollbesitze ihrer sympathischen, an Fülle und Umfang noch gesteigerten Stimmmittel ihr feines musikalisches Empfinden mit der Darstellung vollendet in Uebereinstimmung brachte. Ihren Gaben merkt man nie das Gewollte, die Ueberlegung an, was nicht ausschließen würde, daß es auch anders sein könnte, ihre Gestalten sind von vorne herein fertig, unbewußt befindet man sich in ihrem Bann, in welchem man verbleibt, bis der Vorhang fällt. Und wenn sie auch als köstlicher Ganymed voller Naivität versicherte, nicht mehr klassisch zu sein, in ihren unverkennbaren Vorzügen wird sie es immer bleiben. Unzweifelhaft prädestiniert für Mozart'sche Lichtgestalten verwendet sie ihrem künstlerischen Erfassen gemäß auf jede Darstellung dieselbe Sorgfalt, wie ste das heute in den so heterogenen Partien des Ganymed, von Lieschen und als Nand'l, als letztere allerdings mit besonders warmen, innigen Tönen zeigte. Es war ein Jubel auf der Bühne und im Hause, wie er selten erlebt wird, Fräulein Klein als Galathee konnte sich einem solchen Ganymed gegenüber in vollen Zügen der Freude weihen und mußte die innige Teilnahme im Hause erwecken und wie viel mehr noch das Wiedersehen von Fritzchen und Lieschen, die von Fräulein Stolzenberg zum so und sovielsten Male gemachte Entdeckung, wie unendlich wert ihr die Freundin sei. An diesen und ähnlichen kleinen Vorgäugen mußte der aufmerksame Beobachter innigste Freude haben. Kränze und Blumen wenn je so hier am Platze gab es in Hülle und Fülle.— Der Herr Benefiziant als Mydas und Arthur gab sein Bestes, auch die Herren Pauli und de Paula, sowie Herr Rücker(Loisl) sind nur zu loben. Es war ein außergewöhnlicher Abend, an den man noch lange zurückdenken wird. Patentliste rheinländischer Erfinder. Aufgestellt von Hans Friedrich, Civil=Ingenieur und Patentanwalt in Düsseldorf, welcher den Abonnenten d. Bl. Auskünfte kostenlos erteilt. Anmeldunaen: Wilh. Seeling in Vohwinkel„Lastdruckbremse mit einseitigem Sperrwerk."— Wilh. Moosdorf in Ratingen bei Düsseldorf„Waschtrommelanordnung an Papierstoffholländern. Erteilungen. P. Stoll in Düsseldorf„Ringschütze für Flügelrad=Wassermesser." Gebrauchsmusterschutz=Erteilungen: Fr. Großmann in Düsseldorf„Dickflüssige Lippenpomade und deren Verpackung in Tuben.— Joh. Neukirchen in Düsseldorf „Waschmaschine, bei welcher ein hohler Stößer durch einen Hebel auf= und abbewegt wird."— Max Stern und Co. in Düsseldorf„Einlage für Mäntel von Preßluftreifen aus rechtwinklig zu den Kreislinien des Rades liegenden Querfäden.“ * Rouen, 9. März. Kardinal-Erzbischof Thomas ist heute nach kurzem Kranksein gestorben. In Rom starb gleichfalls heute Kardinal Ricei an einem Herzleiden. Der heilige Joseph, Jesu getreuer Pflegevater und der Gläubigen mächtiger Schutzpatron im Leben und im Tode. Andachtsübungen und Gebete zu Ehren des hl. Joseph, nebst Beispielen von der Macht seiner Fürbitte und Erwägungen auf alle Tage des Monats März. Von Kaspar Papencordt, Priester der Diözese Paderborn. Zweite Auflage. Mit kirchlicher Approbation. 242 S. 12°. Preis geb. in Kaliko mit Rotschnitt 75 Pfg., frei ins Haus 85 Pfg. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen. Dieses Buch, das jetzt in zweiter Auflage vorliegt, fand bei seinem ersten Erscheinen eine äußerst günstige Aufnahme. Eine Empfehlung brauchen wir dem vortrefflichen Buche, das neben den verschiedenen Gebeten auch auf jeden Tag des Monats März eine Betrachtung enthält, auch diesmal nicht mit auf den Weg zu geben, da der Name des Verfassers schon eine genügende Bürgschaft für die Güte des Buches giebt. Nur wollen wir hier darauf aufmerksam machen, daß dem Büchlein noch ein Anhang, der das Notwendige über den „Allgem. Verein der christlichen Familien zu Ehren der hl. Familien von Nazareth" bietet, beigefügt ist. Wir zweifeln nicht, daß das Büchlein auch bei seinem diesmaligen Erscheinen bei allen Verehrern des heiligen Nährvaters die verdiente Aufnahme findet, zumal der Preis trotz vorzüglicher Ausstattung derselbe geblieben ist.— Für den St. Josephsmonat eine willkommene Gabe. Privatdepeschen des Düsseld. (:) Berlin, Samstag, 10. März. Dem Landtage dürfte unmittelbar nach Östern die Vorlage wegen Herstellung des Kanals von Dortmund nach dem Rhein zugehen. )( Wien, Samstag, 10. März. Die„Neue freie Presse“ bringt einen längeren Artikel über die Anwesenheit der Zarenfamilten auf dem Ballfest der deutschen Botschaft in Petersburg. Dadurch, daß die Nachricht über den Besuch des Zaren bei dem Ballfest zuerst durch den„Regierungsboten" zur Veröffentlichung gekommen ist, ist ein Beweis geliefert, wie hoch auch in Petersburger politischen Kreisen die Bedeutung dieses ungewöhnlichen Ereignisses veranschlagt wird. Außerdem wirft der Umstand ein günstiges Licht auf die gegenwärtige internationale Lage, daß der Zar mit der Gemahlin des österreichischen Botschafters den Ball eröffnete. KLondon, Samstag, 10. März. Man erwartet mit großer Spannung die Eröffnungssitzung des Parlaments am nächsten Montag durch das neue Kabinett. Da die Parnelliten ihr Manifest bereits vor den Erklärungen Lord Roseberys erlassen und energisch auf der Durchberatung der Homerule bestehen, würde das Kabinett durch ein unkluges Wort dieselben und damit im Parlament die Mehrheit verlieren. * Paris, Samstag, 10. März. Die Untersuchung gegen Henry in betreff der Explosion der Rue des bons Enfants ist noch nicht beendigt. Henry besteht darauf, keine Mitschuldigen gehabt zu haben, während die Staatsanwaltschaft Ursachen hat, zu glauben, daß diese Angaben falsch sind. )( Paris, Samstag, 10. März.„Gaulois" meldet, Carnot werde Ende September nach Lothringen reisen, um an der Parade beim Schlachtmanöver der Vogesendivision teilzunehmen. Düsseldorf, 10. März. Brotpreis der Bäcker=Innung. Das 8pfündige Schwarzbrot kostet 64 Pfg. * Düsseldorf, 10. März. Amtlicher Marktbericht. Zu den Viehmärkten im Schlachthofe waren angetrieben in der Woche vom 5. bis 9. März: Ochsen Kühe Rinder Kälber Schafe Schweine Am 5.:——— 48 2 225 7.:— 19 2 87 3 232 " 8.:——— 43— 20 „ 9.: 1 15„1 136 5 3 Sa. 1 34 3 314 10 480 Großvieh kostete 48 bis 56 M., Kälber 55—65 M., Schafe 56-60 M., Schweine 57—59 M. per 50 Kil. Schlachtgewicht. Neußer Fruchtpreise unverändert. Köln, 9. März. Weizen ohne Sack die 100 Kilo vorrätig, hiesiger alter M. 15,00—16,00 B., neuer 14,00—14,25 B., fremder 15,50—17,00 B. Roggen ohne Sack die 100 Kilo vorrätig hiesiger M. 12,25—13,00 B., fremder 14,00—16,00 B. Hafer ohne Sack die 100 Kilo hiesiger M. 15,75—16,50 B,. fremder 15,50—17,00 B. Landmarkt. Weizen M. 00,00, Roggen 12,10, Gerste 00,00, Hafer 16,00. Zufuhr: 00 Sack Weizen, 38 Sack Roggen, 00 Sack Gerste, 14 Sack Hafer. Heu M. 11,00—13,40 Roggenstroh 5,80, Weizenstroh 5,00 die 100 Kilo. Düsseldorf, 10. Pärz. Rheinst. 3,48+ 0,25. Wind SW Therm.+ 7. Barom. 27—10. Mannh., 9. März. 3,46• 0,09 Mainz, 9. März. 1,34+ 0,13 Bingen, 9. März. 1,98+ 0,11 Caub, 9. März. 2,22+ 0,12 Coblenz, 9. März. 3,08+ 0,31 Trier, 9. März. 2,12—0,22 Köln, 9. März. 3,42+ 0,31 Ruhrort, 9. März. 2,87+ 0,25 Hierbei Nr. 10 des Sonntagsblattes. für die verstorbene Frau Gertrud Walbröhl, geb. Engels, wird gehalten am Mittwoch, den 14. März, morgens 9 Uhr, in der Kirche zum hl. Maximilian wozu alle Freunde u. Verwandte der Verstorbenen höfl. eingeladen werden. Dominikanerkirche. Verein der christl Mütter. Pest der schmerzhaften Mutter. Donnerstag, den 15. März, nach mittags 5 Uhr Vortrag. Freitag, den 16. März, morgens 8 Uhr hl. Messe. Herz Jesu-Bitte! Lieber Leser! Noch immer ist ein ehemaliger Tanzsaal die Wohnstätte des hh. Herzens Jesu, da der Magistrat die nachgesuchte unentgeltliche Hergave des Bauplatzes abgelehnt hat. Willst Du uns nicht helfen, daß dem hh. Herzen recht bald eine würdigere Wohnung geschaffen werden kann? Das Herz Jesu, das Herz der Güte und Barmherzigkeit, bittet Dich darum; es lohnt's Dir auch. jedem ersten Freitag im Monat will ich für Dich und Deine Anliegen das hl. Meßopfer darbringen. Alesch, Pfarrer v. Herz Jesu, Berlin N., Fehrbellinerstr. 99 St. Joseph bittet alle seine Verehrer um eine kleine Gabe für die unter seinen Schutz gestellte Missionsgemeinde Hamburg=Hammerbrook, damit daselbst auch eine Schule eingerichtet und unterhalten werden kann. Jede Gabe— auch eine Freimarke— nimmt mit Dank ententgegen die Exped. d. Bl., sowie der Missionar. Gerhard Janssen. Hamburg, Bullenhuser Damm 35. Schwarze Jackets 6, 9, 14, 18 Mk. und höher. Schwarze Kragen 5, 8, 12, 14 Mk. und höher. Schwarze Capes 7½, 11, 15, 20 Mk. und höher. Schwarze Promenades 15, 18, 24, 30 Mk. und höher. Schwarze Räder in allen Preislagen, sowie ein grossartiges Sortiment Regenmäntel von G Mk. an empfiehlt Bekannt billigstes Haus an der Tonhalle. Reste Buckskins, Cheviots, Kammgarne, für Anzüge, Hosen und Paletots etc. Reste Kleider-Stoffe, schwarz und farbig, einfachen bis hochfeinsten Genres. Reste farbiger Seiden-Stoffe. Alle farbigen und glatten Gewebe. Neue Foulards, Pongés, Surah rayé, Grisaille etc. Reste schwarzer Seide, glatt und gemustert, für Kleider und Besata. Nur Ia. Qualitäten. Täglich treffen neue Sendungen ein. Unerreicht billige Preise. Frankenberg“ früher Hugo Wolf's) erstes Spezial-Reste-Geschäft Graben- u. Kasernenstr.-Ecke. Verkauf I. Etage. Heute Morgen 5½ Uhr starb nach langem, schweren Leiden, wohlvorbereitet durch den öfteren Empfang der hl. Sterbesakramente der römisch-katholischen Kirche, mein lieber Gatte, unser guter Vater, Sohn, Schwager und Onkel, der Schriftsetzer Peter Lötzer, im Alter von 31 Jahren. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Düsseldorf, Essen, Berlin, den 9. März 1894. Die Beerdigung findet am Montag, den 12. März, morgens 11½ Uhr, vom Sterbehause Carlsstrasse 84 aus statt. Freunde und Bekannte mögen diese Anzeige als Einladung zu der Beerdigung betrachten. Strohhut-Fabrik. Die neuesten „Pariser Formen“ sind eingetroffen und bitte ich, Hüte zum Waschen, Färben eingetroffen und Modernisieren recht frühzeitig zu bringen, da sonst ur Saisonzeit der Andrang zu groß und ein rechtzeitiges iefern unmöglich ist. Um baldigen Zuspruch bittet Schadowstr. 41, Henry Lenaerts,4. Haus v. d. Eckstr. Plakate aller Art, vorrätig in der Expedition dieses Blattes. Liquidations-Ausverkauf wegen vollständiger Geschäfts=Auflösung. Wir machen darauf aufmerksam, dass sämtliche Neuheiten in Costumes, Mänteln, Umhängen, Pelerinen, Jaquettes, Herren-Anzügen, Herren-Paletots, Knaben-Anzügen, Kleiderstoffen, Seide, Tuchen und Buckskins in grossen Sortimenten eingegangen und ebenso wie alle anderen Artikel ohne Rücksicht auf den Wert in den Ausverkauf kommenVerkauf nur gegen Barzahlung ohne jeden Rabatt. Goschw. Alsberg Nachf, Breitestr 2. (Inh.: S. Selo.) Ecke Grabenstr. Kirchliche Nachrichten. Hof= u. St. Andreaskirche. Sonntag morgens ½8 Uhr, gemeinschaftliche hl. Kommunion der Gymnasiasten; nachmittags 3 Uhr Predigt mit Andacht. Freitag, 10. Xaverius=Freitag, morgens ½10 Uhr Segensmesse, abends 7 Uhr Andacht mit Predigt woran sich die Sühneandacht gleich anschließt. Klosterkirche der barmh. Schwestern vom hl. Kreuz. Freitag, den 16. März: Fest der schmerzhaften Mutter Gottes. Morgens ½7 und 8 Uhr hl. Messen, nachmittags 4 Uhr Predigt, darnach die Festandacht. Kath. Gesellen- Verein. Sonntag, den 11. März 1894, abends 9 Uhr: VORTRAG. Bäckergesellen-Abteilg. Vereins=Versammlung Donnerstags abends 7 Uhr. Kath. Lehrlings-Verein. Sonntag, den 11. März 1894, abends 6¼ Uhr: Vereins-Versammlung. Verein u. Handw. Sonntag, den 11. März 1894, abends 6 Uhr, im St. Paulus-Hause: Vortrag zweier Vereinsmitglieder. Badekarten. Mittwoch, den 14. März 1894, abends 8½ Uhr: Vorstauds=Sitzung. Auf pünktliches und vollzähliges Erscheinen rechnet Der Präses. Nach mehrjähriger Thätigkeit als Assistenzarzt am Marienhospital habe ich mich hier als Arzt niedergelassen. Dr. Karl Stern, prakt. Arzt eto. Stockkampstrasse 18, am Marienhospital. Sprechstunden 8—10 Uhr vorm. 3— 4" nachm. Düsseldorf, März 1894. 740 Kath. Bürger-Gesellschaft „Constantia,“ Bilkerstraße 21. Nicht Sonntag, den 11., sondern Sonntag, den 18. März c. (Palmsonntag), abends 8½ Uhr, findet der Vortrag des Hrn. Seché, über: Jerusalem und die hl. Orte der Passion statt. Gäste, auch Damen, sind willkommen. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Restaurateurs Joseph Dresen in Düsseldorf ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis und zur Beschlußfassung iubiger über die nicht verwertbaren Vermögens=Stücke der Schlußtermin auf Samstag, den 14. April 1894, vormittags 10½ Uhr, vor dem Königlichen Amtsgerichte hierselbst, Marienstraße 2, simmer 24, bestimmt. Düsseldorf, den 7. März 1894. Figge, Aktuar, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts. Adresse Stellen-Courier, Verlin-Westend. 1 kk8 o Ich suche einen braven, fleißigen jungen Menschen, der in der Gartenarbeit (Gemüsebau) 2c. erfahren ist. Gehalt monatlich 30 Mark bei freier Station. Eintritt per 1. April. Kourad Jersch, Gasthof zum Rosenbaum, 732 Gerresheim. Special-Haus Kanalisation von Düsseldorf. Für das Hausanschlußbureau der Abteilung Kanalisation des städtischen Tiefbauamtes wird baldigst ein Techniker bei gegenseitiger vierwöchentlicher Kündigung und einem monatlichen Gehalt von 150 Mark anzustellen gesucht. Bewerber um diese Stelle, welche eine Baugewerkschule mit Erfolg besucht haben müssen, wollen ihre Gesuche mit Zeugnis-Abschriften bis zum 19. d. M. dem Unterzeichneten einreichen. Düsseldorf, den 7. März 1894. Oberbürgermeister. Unwiderrutlich am 15. März Ziehung der Ludgerusheim-Lotterie Gewinne: 100 Waggon Kohlen und 500 Haushaltungsgegenstände. Gegen Einsendung von 1,20, 3,20 oder 10,20 M. an den Unterzeichneten erfolgt Franko=Zusendung von 1, 3 resp. 11 Losen nebst Gewinnliste. 761 Werden, den 9. März 1894. W. Hellings, Kaplan. Zur Kommunion empfehle ich eine reichhaltige Auswahl in Gebetbüchern vonden einfachsten bis zu d. hochelegantesten Einbänden. Erzdiözesan=Gesang= und Gebetbücher von M. 1,30 an und höher. Gebetbücher mit großer Schrift— Verite adoremus etc. Namen-Aufdruck gratis. Große Answahl in Rosenkränzen, Heiligenbildern und passende Kommunion=Geschenke. Billige Preise, C. Gayer, Hoflieferant, Hohestrasse 2 am Karlsplatz. Gummi-Wäsche, amerikanische Patentwasche, bestes Fabrikat. Kragen, Manschetten, Vorhemden. Kein Waschen und Bügeln mehr. Einfaches Abwaschen. Sofort wieder tragbar. Chr. Bertram, Hofl., Schadowostraße 37. Man achte, bitte auf Firma und Hausnummer. für Konfirmanden-Jaquettes. 4, 6, 8 M. u. 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Halle.— Bildniss des Fürsten Bismarck von Pranz von Lenbach. Damenporträt von F. Molitor. Burgkapelle in Horn von A. Montan. Damenporträt von J. Kehren.— Genrebild v. A. Lonza in Triest. Genrebild von W. Oliver. Pferdeporträt von C. Steffeck(†). Sonntag ist die Ausstellung bei elektrischer Beleuchtungbis 7 Uhr abends geöffnet. Das neue Abonnement beginnt mit dem 1. April d. J. Der Abonnementspreis beträgt wie bisher: Für eine Person auf 1 Jahr vom 1. April 1894 bis 1. April 1895 M. 4, für jede folg. Person desselben Haushaltes(einer Fam.) M. 2., für Auswärt. à Person 2 M. Neu eintretende Abonnenten haben schon von jetzt an treien Zutritt. Im übrigen sind die Bestimmungen des in der Ausstellung befindlichen Reglements gültig. Entree für Nichtabonnenten à Person 1 M. Schönes Luzerner Heu und Bohnenstangen zu haben bei Theod. Wimmer, Himmelgeist. Jom 1. April ab werden täglich 200 Liter Milch abzugeben gesucht, Hauptbahnhof Düsseldorf. Näy. in der Exped. d. Bl. 733 Neu eröfnet! Neu eröfnet! Ich beehre mich, von der ergebenst Mitteilung zu machen.— Gleichzeitig zeige ich hierdurch den Empfang sämtl. Neuheiten für die Frühjahrs= u. Sommer-Saison ergebenst an. Durch die bedeutend grösseren Räumlichkeiten bin ich in den Stand gesetzt, jedem Artikel mehr Aufmerksamkeit zu schenken, um auch den weitgehendsten Ansprüchen zu genügen. Alle Abteilungen sind aufs grossartigste ausgestattet und zur gefl. Ansicht in sämtlichen Räumen des ParterreLokals und der I. Etage ausgestellt. Dem bisherigen Grundsatze treu, kommen nur wirklich erprobte Qualitäten zum Verkauf und sind die Preise aussergewöhnlich billig gestellt. DUSSELDORF, Flinger- u. Bergerstrassen-Ecke 1. J. Bischoff, DUSSELDORF, Flinger- u. Bergerstrassen-Ecke 1. Die städtische Sparkasse hi erselbstgiebtHypotheken=Darlehen auf hier gelegene Immobilien, kauft bis auf weiteres 3½%tige Düsseldorfer Stadtobligationen von 1876/7 zum Kurse von 96,50 sowie 4%tige Düsseldorfer Stadtobligationen von 1882 zu pari und verkauft 3½%tige Düsseldorfer Stadtobligationen von 1888 spesenfrei zu dem an der Geschäftsstelle der Sparkasse zu erfragenden Kurse. Eine gut erhaltene 452 Brotknet-Maschine zu verkaufen. Herzogsstr. 10. dient ebenso vorzüglich zur Erfrischung für Gesunde, wie zur zu 12 und zu 8 Pfennig Stärkung für Kranke. Zu haben bei Emil Lichtenberg Wwe., Bolkerstraße 7. Endgültig am 12. und 13. April c. Ziehung der Münsterbau-Geldlotterie, p. Los 3 M. Hauptgewinne OON 20 000, 10 000, 5000, 915 000 Mark bar: 90000, 3000, 2000, 1000 r.Gewinne. Rote Kreuzlotterie, Lose à 3 M.. Zieh.am 1d..19. u. 20. Aprilc. Hauptgewinne AAN 20 000, 15000, 10000, J7 bar: 30000, 5000. 2 à 2000, 5 à 1000 r. 170000 M. Marienburger Geldlotterie, p. Los3 M., Hauptgew. M. 90000. Stettiner, Frankfurter u. Königsberger Pferde=Lose à 1 Mark, 11 Lose 10 Mark. Lose empfiehlt das Bank= und Lotterie=Geschäft Tel. 498, Düsseldorf, Königs=Allee 26, Franke& Cle., Köln, Unter Fettenhennen 15, Tel. 1376. Holz Verkauf in der Königlichen Oberförsterei Benrath. Donnerstag, den 15. März 1894, vormittags 10 Uhr, sollen bei dem Wirte Leufgen in Straberg a) aus dem Schutzbezirke Nievenheim 14 Stück Eichenstämme mit 14,67 fm Inhalt, 10„ Buchenstämme mit 17,61„„ 139„ Nadelholzstämme und=Stangen 1. bis 3. Kl. mit 14,50 fm Inhalt, 850 Stück Nadelholzstangen 4. bis 7. Kl., 6rm Eichen=Nutzklafter, 34„ Buchen„ 10„ Nadelholz-„ 36„ Eichen=Kloben, 568„ Buchen-„ 86„„-Knůppel und Knorrholz, 768„ Eichen=, Buchen= und Nadelholz=Reiser 3. bis 4. Kl. (Wellen und Haufen), b) aus dem Schutzbezirke Knechtsteden 19 Nadelholzstämme mit 7,69 fm Inhalt, 30 rm Eichen=Nutzklafter, 4„ Buchen„ 20„ Weichholz„ 2„ Nadelholz-„ 10„ Buchen=Kloben, 20„ Eichen-Knüppel, 6„ Buchen„ 104„ Weichholz„ 1264„ Eichen= und Weichholz=Reiser(in Wellen), 40„ Weichholz=Reiser(in Haufen), öffentlich und meistbietend verkauft werden. Die Herren Revierförster Piller zu Ueckerath, Forstaufseher Schubert zu Rosellerheide und Förster Markusch zu Straberg weisen auf Verlangen das Holz an. Benrath, den 7. März 1894. Der Königl. Forstmeister: von Sobbe. Gesang-Verein Düsseldorf. Die geehrten Abonnenten machen wir hierdurch darauf aufmerksam, dass das 4. Konzert nicht am Montag, den 12. März, sondern am Mittwoch, den 14. März. abends 7½ Uhr, im Kaisersaale ser Städtischen Tonhalle stattfinden wird. Zur Aufführung kommt: „Die Passion“, Oratorium von H. F. Müller mit 7 lebenden Bildern. Näheres wird bekannt gemacht durch die noch folgenden Inserate. Der Vorstand. Sattler=Gehülfe gesucht. 669 H. Pohlmann, Erkrath. Suche für meinen Sohn in einem Kolontalwaren- Detail- Geschäft Stelle als Lehrling. Gefl. Offerten unter B. S. 610 an die Expedition dieses Bl. 676 Ein Junge von brav. Eltern als 8Bäcker-Lehrling gesucht. Nordstraße 77. Vakante Lehrlingsstelle in einem altrenom. großen Kolonialwaren=, Konserven= 2c. Geschäfte(en gros-Abteilung). Gute Schulbildung erforderlich. Reflektanten aus guter Familie wollen sub L. L. 623 selbstgeschriebene Offerten an die Expedition dieses Blattes einreichen. 763 Gesucht ein ordentlicher kathol. Brenner. Duisburg=Hochfeld, 764 Wanheimerstraße 223. Ein. hiesiiges Kolonialwaren-en gros-Geschäft sucht einen jungen Mann mit guter Schulbildung in die Lehre. Eintritt 1. April. 737 Offerten unter A. Z. 620 an die Expedition dieses Blattes. Gesucht für ein hiesiges en gros Geschäft ein fixer junger Mann mit guten Schulkenntnissen als 646 Lehrling. Selbstgeschriebene Offerten unter C. K. 604 an die Erped. d. Bl. Suche für meinen Sohn, der das Gymnasium besucht hat, Lehrlingstelle in einem kaufmännischen en gros Geschäft, 1½ jährige Lehrzeit gegen Vergütung. 736 Offerten unter F. G. 619 an die Expedition dieses Blattes. Wegen Heirat des jetzigen MädSchens findet ein zuverlässiges Mädchen, welches gut kochen kann und alle Hausarbeit gründlich versteht, gute und dauernde Stelle. 766 Karlsplatz 11. 1. Etage. Jeder Herr, der einen eleganten, bequemen und sehr haltbaren Stiefel kaufen will, wird gebeten, unseren beliebten Stiefel Nr. 103 zu versuchen. Wir führen denselben mit englischen Absätzen, aufgesteppter Kappe, mit la. Wichslederbesatz, unter Garantie der Haltbarkeit. Das Paar kostet nur M. 8,50. E. Juppen Nachf., Elberfelderstraße 8. Submissions-Verkauf in der Königlichen Oberförsterei Benrath Im Wege des Submissions=Verfahrens soll nachstehendes Eichenstammholz meistbietend verkauft werden: Schutzbezirk Grafenberg Jagen 131 b. Loos I, Nr. 1158 bis 1186 sind 29 Eichenstämme mit 88,46 fm Inh. Loos II, Nr. 1187 bis 1216 sind 30 Stück Eichenstämme mit 109,51 fm Inh. Kauflustige wollen ihre Gebote für das Ganze in den einzelnen Loosen aufgeführte Holzquantum nach jedem Loose getrennt, schriflich mit der Aufschrift„Submission auf Eichenstämme" bis Samstag, den 17. März cr., vormittags 11½ Uhr, an den Unterzeichneten einsenden, um welche Zeit die Eröffnung der Offerten in Gegenwart etwa erschienener Submittenten bei dem Wirte Schlupkoten hierselbst stattfindet. Dem Verkaufe liegen die gewöhnlichen Holzverkaufsbedingungen zu Grunde und weisen die Herrn Förster Steinhoff zu Grafenberg und Forstaufseher Steinborn das Holz auf Verlangen an.* Benrath, den 7. März 1894. 758 Der Königl. Forstmeister: von Sobbe. Techniker gesucht, welcher flott zeichnen und sicher veranschlagen tann. Offerten mit Gehaltsansprüchen unter J. M. 603 besorgt die Exped. d. Bl. 639 Milchkutscher, Knechte u. Schweizer stets zu vermieten. 632 Fr. Rollar, Flingerstr. 66. Teleph.992 Lehrling. Eine hiesige Kolonialwaren-Grosshandlung sucht für das Komptoir, unter günst. Bedingungen, einen mit einjährigemZeugnis versehenen Lehrling. Beste Ausbildung in doppelter Buchführung etc. zugesichert. Selbstgeschr. Offerten unter E. H. 607 befördert d. Exp. Städtische Tonhalle. Montag, den 12. März 1894, abends 7½ Uhr: Konzert des Damen-Gesang-Vereins, unter Leitung des Fräulein Selma Lenz. Mitwirkende: Herr Professor Ernst Heuser, Lehrer am Konservatorium in Köln(Piauoforte), Herr Konzertmeister Fritz Keller aus Köln(Violine), Herr Gerhard Füsser(Begleitung der Violinvorträge und Fräulein Toni Klinke(Begleitung der Solo-Gesänge). Programm: Zwei 2stimmige Chor-Duette, Schletterer. Konzert Allegro, Bazzini.„Die Jungfrau und der Klausner“(4stimmiger Chor), Zenger.„Frühlingsmut“(3stimmiger Chor), Bruch. Ländler, Raff. Scherzo aus der Sonate op. 5, Brahms.„Windeswehen“(Konzertetude), Heuser. Terzett, Grahen-Hoffmann.(Die Damen Lazak, Wiesenhütter, Düwerth, Thaemel, Wiegels, George). Andante aus dem Violin-Konzert op. 64, Mendelssohn.„Die Erwartung“(Terzett), Heinrich Hoffmann.(Die Damen Düwerth, Wiesenhütter, Thaemel, George, Graetz, Wiegels). Serenade op. 21, Heuser.„Rigoletto“(Fantasie), Verdi- Liszt. Reverie, Vieuxtemps. Polonaise brillant, Wieniawsky. Zwei Chorlieder mit Soli, Schletterer. Soli: Die Damen Becker und H. Düwerth. Konzertflügel Rudolf Ibach-Sohn, Niederlade P. Pütz, Elisabethstr. Eintrittskarten à 2 Mark sind in der Hofmusikalien-Handlung von A. Bock, Bazarstrasse, zu haben. Kunstgewerbeschule zu Düsseldorf. Die Aufnahmen für das Sommer=Semester finden am 2. und 3. April, vormittags von 9—12, abends von 7—9 Uhr statt. Beginn des Unterrichtes am 4. April. Programme werden kostenfrei verabfolgt. 718 Der Direktor: Prosessr H. Stiller. Oeffentlicher Immobilar-Verkauf. Auf Anstehen der Eigentümer wird der unterzeichnete Notar auf Grund eines Vereinbarungsaktes desselben vom 25. Januar d. J. und eines Beschlusses des Königlichen Amts= und Vormundschaftsgerichtes zu Köln vom 22. Februar d. J. am Montag, den 19. März 1894, nachmittags 5 Uhr, in der Restauration„Villa Golzheim" bei Düsseldorf, Kaiserswertherstraße 198, bei dem Restaurateur Herrn Robert Ploum: ein in der Gemeinde Derendorf, Oberbürgermeisterei Düsseldorf, Flurabteilung„in der Lohe" an einem Wege, neben Kommerzienrat August Stein und Anton Kürlings belegenes Ackerfeld, katastriert unter Flur 5, Parzellen=Nummer 449/68 mit einem Flächeninhalte von 21 Ar 79 O.=Mtr., eingetragen im Grundbuche Band 2, Artikel 97, taxiert zu 7840 Mark, öffentlich zum Verkaufe ausstellen. Die Verkaufsbedingungen sowie die Vorakten liegen bei dem Unterzeichneten zur Einsicht offen. Düsseldorf, den 28. Februar 1894. Der Königliche Notar: 520 Coninx. Unterhaus und 1. Düsseldorfer Stadt=Theater. Direktion Eugen Staegemann. Samstag, den 10. März: Die Journalisten. Lustspiel in 4 Aufzügen v. Freitag. Regie E. Haas. Bolz: A. Metzer a G. A. 7 U. E. 9½ U. Sonntag, den 11. März: Die Jüdin. Große Oper in 5 Aufz. v. Halevy. Regie O. Fiedler. Dir. I. Göllrich. Recha: Martha Eichberger a. G. A. 6½ U. Opern=Preise. E. 9½ U. Montag, den 12. März: Benefiz für Klara Stolzenberg. Gast: Thessa Gradl. Miguon. Große Oper mit Ballet in 5 Aufz. von A. Thomas. Regie O. Fiedler. Dir. I. Göllrich. Mignon: Thessa Gradl a. G. A. 7 U. Opern=Preise. E. 9¾ U. Städt. Tonhalle. Sonntag, den 11. März 1894: Nachmittags- Konzert des Städt. Orchesters, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn R. Zerbe. PROGRAMM: 1. R. Zerbe: JubiläumsfestMarsch(A-dur). 2. C. M. von 4. C. Diethe: Phantasie aus Ch. Gounod's Oper„Faust u. Marjarete". 5. Seltenick:„Le zizi,", konzert=Polka für Piccoloflöte, (Piccolosolo: Herr Otto Fiedler). — Pause.— 6. C. M. v. Weber: Ouverture zur Oper„Oberon", König der Elfen". 7. Erik Meyer Helmond: Sérenade-Rococco. 8. Moritz Moszkowsky: Polnisch u. Ungarisch aus der Suite„Aus aller Herren Länder“. Anfang 3½ Uhr. Eintrittspreis 60 Pfg. Zehnkarten à 4 M. und JahresAbonnements an der Kasse. Städt. Tonhalle. Sonntag, den 11. Marz 1894: (10 Räume) zu vermieten. 3 Schadowstr. 11. B Uferstraße 48, zu vermieten. Näheres Capellstraße 9. Militär-Konzert, von der ganzen Kapelle des Niederrh. Füsilier=Regts. Nr. 39, unter Leitung des Königlichen Musik=Dirigenten Herrn W. Kohn. Anfang 7½ Uhr. Entree 60 Pfennig. Zehnkartenbücher à 4 M. haben Gültigkeit. Floragarten. Sountag, den 11. März 1894, nachmittags 3½ Uhr: Grosses Militär-Konzert. Einladung Jahres-Abonnement vom 1. April 1894 bi zum 1. April 1895. Der Abonnementspreis beträgt: für die erste Person.. 8 M. eine zweite Person, Familienmitglied desselben Hausstandes 4„ jede weitere Person desselben Hausstandes 2„ Maximal=Preis der Familienkarte..... 20„ für die Aktionäre gelten die früheren Bestimmungen. Anmeldungen werden an der Kasse entgegen genommen, wo auch die näheren Bedingungen zu erfahren sind.