Neue titung, Anzeige=Blatt. nnmanaknn Aakanmanamata N. 82. Freitag den 25. März. 1825 aaannmZaaanamaian Diese Zeitung erscheint täalich, und kostet mit Inbegriff des Stempels und der Censurgebühren vierteljährig 1 Thlr. 6 Sgr. 5 Pf.— Das wohllöbl. Ober=Postamt versendet dieselbe für 5 Thlr. Preuß. Courant jährlich. Politische Zeitgeschichte. Frankreich. Paris, vom 20. März. Die Frau Fürstin von Metternich unterlag gestern Morgen um 4 Uhr ihrer Krankheit. Sie wird nicht zu Paris begraben, sondern Montag nach einer kurzen Tadtenfeier in der Mariahimmelfahrtskirche nach ihren Besitzungen in Deutschland gebracht und dort beerdigt werden. Eine beträchtliche Summe wurde für die Armen gegeben, und es werden 50 Messen für die Seelenruhe der Verstorbenen gehalten werden. Der König hat dem Fürsten und seiner Familie sein Beileid bezeugen lassen. Jtalien. Ein Privatschreiben aus Rom vom 6. d. enthält Folgendes: » Die Gemahlin des allzu berüchtigten Friedensfürsten, Emanuel Godoi, Prinzessin vom Bourbonischen Geblüte und rechte Nichte Ferdinands VII., Königs von Spänien, ist seit einiger Zeit in den römischen Staaten angekommen. Man war sehr erstaunt darüber, sie mit ihrem Gatten sich wieder vereinigen zu sehen, über welchen während dessen Allgewalt in Spanien sie gewichtige Ursachen sich zu beklagen gehabt hatte. Ihre Wiedervereinigung mit diesem Manne in dem Augenblicke, wo er ein in Dunkelheit zurückgezogenes, mit der öffentlichen Verachtung beladenes Leben führt, macht vielleicht ihrem Charakter in den Augen denkender Personen Ehre.— Die Mutter Napoteons, Madame Lätitia Buongparte, hat eine sehr schwankende Gesundheit. Ihr Vermögen ist beträchtlich. Jhre Sohne Lucian, Ludwig und Hieronimus bewohnen prächtige Palläste; die beiden ersten pflegen Künste und Wissenschaften. Die Prinzessin von Würtemberg, Gemahlin des Hieronimus, hegt für diesen Exkönig eine Anhänglichkeit, wovon es im Privatstande wenige Beispiele giebt.— Das ist heutzutage das Schicksal einer Familie, welche die Welt durch ihre in der neuern Geschichte unerhörte Wohlfahrt in Erstaunen setzte! Sic transit gloria mundi! Türkey. Der östereichische Beobachter enthält folgende Nachrichten aus Griecenland: Corfu, vom 19. Februar. Ueber die durch das Erdbeben am 19. Jan. in Prevesa angerichteten Verwüstungen meldet ein Schreiben aus dieser Stadt vom 20. gedachten Monats: »Am 19. d. M. um 11 3/4 Uhr Vormittags wurden wir hier von einem heftigen Erdbeben heimgesucht, welches beinahe eine Minute anhielt, um großen Schaden in dieser unglücklichen Stadt anrichtete. Die Erschütterung, durch welche ein Theil der am Meerbusen gelegenen Häuser einstürzte, kam von Nordwest. Die Erde spaltete sich an mehrere Stellen, und Schrecken und Angst bemächtigte sich der Einwohner im höchsten Gra= de. Die nahe am Hafen gelegene k. k. östereichische Consular=Wohnung ist eingestürzt und der Consul flüchtete sich an Bord eines Fahrzeuges, wo er aus Besorgniß, daß die Erdstöße sich erneuern dürften, 48 Stunden blieb. Wirklich erfolgten auch noch zwei Stöße in der Nacht vom 10. auf den 20., der erste um 2, der andere um 4 Uhr Morgens, wobei abermals zwei kleine Häuser einstürzten.» Ueber Omer Veione's Plane sind die Meinungen und Sagen immer noch sehr getheilt. Nach einigen erwartet er nur die Rückkehr eines nach Konstantinopel gesendeten Kuriers, um nach Salonichi aufzubrechen. Dieß hat aber bei der offenbar über ihm schwebenden Gefahr keine große Wahrscheinlichkeit. Von der andera Seite ist es höchst zweifelhaft, ob er es wagen mögte und könnte, der Pforte den Gehorsam aufzusagen. Die Freunde der Griechen rechnen auf diesen Ausgang; und der Umstand, daß er gleich bei der Nachricht von dem Befehl, der ihn seiner bisherigen Statthalterschaften entsetzte, die in seinen Händen befindlichen griechischen Geißeln zurücksendete, scheint allerdings auf ein geheimes Einverständniß zu deuten. Zugleich aber erzählen die griechischen Zeitungen selbst (die Chronik vom 10.(22.) Jan.), der zum Ober= befehlshaber ernannte Mehmed-Refit=Pascha sey mit ausgedehnten Vollmachten, und großen Summen versehen, die ihm unter den Häuptern des Landes mächtige Anhänger sichern würden; die Pforte habe überdieß erklären lassen, Omer Pascha sey eigentlich deßhalb der Paschaliks von Janina und Delvino beraubt worden, weil er Messolongi und Anatolico nicht zu unterwerfen gewußt, und jene beiden Paschaliks sollten demjenigen Pascha zu Theil werden, der diese beiden Plätze bezwingen würde; ein vierter Einfall in Acarnanien sey daher mit Sicherheit zu erwarten; ihren Nachrichten zufolge, waren die Gelder dazu bereits in Prevesa angelangt; und wenn gleich die angebliche Zahl der dazu zu verwendenten Truppen als übertrieben betrachtet werden müsse, so hätten doch die Griechen alle Ursache, sich auf neue Kämpfe vorzübereiten. Die Niederlage und gänzliche Auflösung der Parthei, welche gegen die Regierung zu Napoli die Waffen ergriffen hatte, ist nicht mehr zu bezweifeln. Einige der Haupt=Anführer haben die Flucht ergriffen. Sissini, der Herr von Gastuni, begab sich nach Zante, erhielt aber, während er noch in der Quarantaine lag, den Befehl, diese Insel gleich zu verlassen; von seinem weitern Schicksal ist noch nichts bekannt. Zaimi, Nikita, Londo und ein Sohn des Sissini wollten sich auf die kleine(zum Jonischen Gebiet gehörende) Insel Calamo retten, wurden aber nach Messolongi zurückgeführt, und werden, aller Wahrscheinlichkeit nach, ihren Feinden ausgeliefert werden. Der durch seine kurzen Abentener in Morea so bekannt gewordene Warwacki ist, bald nach seiner Ankunft auf Zanta, im dortigen Lazareth gestorben. Nachrichten aus dem westlichen Griechenland bis zum 10/22. Jänner. Jn den ersten Tagen dieses Jahres hatte zu Ana= tolico eine Versammlung von ungefähr 100 Personen Statt, worunter sich 79 Deputirte aus verschiedenen Districten des westlichen Griechenlands(Acarnanien und Anatolien— denn nur über diesen kleinen Bezirk erstreckt sich die Autorität der griechischen Behörden) und 30 Militär-Chefs befanden. Die letztern hatten, zur Beseitigung aller Besorgnisse, die sie begleitenden Truppen in die Dörfer bei Anatolico einquartiert. Der Gouverneur Maurocordato war zwar gegenwärtig, nahm aber an den Verhandlungen nicht unmittelbar, sondern nur durch Correspondenz Theil. "Die erklärte Absicht dieser Versammlung war, über Maaßregeln zur Unterhaltung und Verpflegung der Truppen,— Nachweisung der hierzu erforderlichen Geldmittel,— und Abstellung der zahlreichen Beschwerden der Landesbewohner gegen die Willkür und Raubsucht der Soldaten— zu Rathe zu gehen. Zugleich sollte der in Morea ausgebrochene bürgerliche Krieg in Bezug auf das von den westlichen Provinzen dabei zu beobachtende Verfahren in Erwägung gezogen werden. Bald nach Eröffnung der Sitzungen wurde eine Adresse an den Vollziehungs=Rath zu Napoli di Romania beschlossen, worin es hieß:»Der traurige Zustand der durch wiederholte feindliche Einfälle gänzlich verwüsteten westlichen Provinzen, und die Bedürfnisse der Truppen, mit denen es so weit gekommen, daß sie nicht allein keinen Sold, sondern nicht einmal die tögliche Nahrung mehr hätten— dann, die innern Zerrüttungen im Peloponnes— hätten ihre Zusammentretung veranlaßt. In Ansehung des letzten Punktes überließen sie zwar Alles der Klugheit der Regenten, glaubten sich aber verpflichtet zu erklären, daß sie jedes Unternehmen gegen die Central-Regierung, welche auch immer die Urheber desselben seyn mogen, als unrechtmäßig und strafbar betrachteten, und stets bereit waren, den rechtmäßigen Autoritäten gegen alle ihre Widersacher Hülfe zu leisten.= Von allen Seiten giengen Bittschriften ein, welche bittere Klagen der Landleute über die Bedrückun= gen von Seite des Militärs enthielten. Mehrere Offiziere wurden auch offenbarer Widersetzlichkeit gegen die Befehle ihrer Obern beschuldigt. Dergleichen Anklagen wurden theils dem Gouverneur, theils einem Untersuchungsausschuß zugewiesen. Dagegen wurden verschiedene frühere Decrete der Central=Regierung verlesen, worin man den Städten Messolungi und Anatolico über ihr schlechtes Benehmen gegen die Sulioten heftige Vorwürfe machte. Die Deputirten dieser Städte, in welchen die nämlichen Sulioten seit so langer Zeit jede Art von Ausschweifung und Gewaltthätigkeit getrieben haben, fühlten sich durch jene Decrete empört, und erklärten ohne Umschweif,» die Regierung könne, wie sehr sie auch die Sulioten begünstigen möge, doch nicht Recht und Eigenthum mit Füßen treten. a Die Beschlüsse wegen der zum Unterhalt der Truppen aufzubringenden Geldmittel fielen kläglich genug aus. Zunächst legte man eine Taxe auf das in den Winterständen befindliche Vieh(hauptsächlich Scha= fe) und zwar so, daß ein Drittel des Winterstandgeldes zu 25 Para vom Kopf sogleich erhoben werden sollte. Dann wurde beschlossen, gewisse rückständige Zehnten in den Districten Zygo, Vlocho und Apocuro mit Gewalt eintreiben zu lassen. Da diese zwei Quellen nicht weit reichen konnten, die Soldaten in Anatolico aber seit dem 2. December kein Brod mehr hatten, und Hülfe von der Centralregie= rung noch in zwei Monaten nicht zu erwarten war, so schritt man zur Verpachtung der Zöble von Catochi und Neochori auf 14 Monate, und verordnete den Verkauf einiger Grundstücke und öffentlicher Gebäude zu Messolungi.* Am dritten Tage ward eine von Andreas Zaimi an Hrn. Alexander Maurocordato, die Vorstände des westlichen Griechenlandes, und die Generalität gerichtete, vom Bord eines Schiffes dotirte Bittschrift verlesen. Sie hebt folgendermaaßen an:»Brüder! Man verfolgt mich bis zum Tode, aus Ursachen, welche die unpartheiische Geschichte richten mag. Mein Charakter ist allgemein bekannt; die achtungswürdigsten Staatsmänner und Krieger waren stets meine Freunde. Ich verlange von Euch nichts als ein Asyl, um den Augenblik abwarten zu können, wo eine unpartheiische National=Versammlung, auf deren Berufung ich antrage, und deren Urtheil ich mich zu unterwerfen bereit bin, über meine Sache gesprochen haben wird u. s. f.«— Diese Bitischrift war von Nikita Stamatelopulo mit unterzeichnet. Das Antwortschreiben äußerte Achtung u. Theilnahme, zugleich aber Bedauern, daß die Versamm= lung, nachdem sie kurz zuvor Alle, die sich der Regierung widersetzten: feierlich in den Bann gethan, höchstens vermittlungsweise für die Bittsteller einschreiten könne. Ob und wann ein National=Convent gehalten werde, wüßten sie nicht. Die Geflüchteten könnten sie nur unter der Bedingung aufnehmen, sie der Regierung, sobald sie es verlangte, auszuliefern rc. Am 5. Jänner wurden die Sitzungen zu Anatolico geschlossen. Maurocordato machte nun erst die förmliche Anzeige, daß er bereits vor einigen Monaten zum Generalsecretär der Central=Regierung in Napoli ernannt worden sey. Zur Verwaltung der Geschäfte während seiner Abwesenheit ward eine Commission bestimmt, zu deren Mitgliedern, nachdem verschiedene die Wahl abgelehnt hatten, man endlich G. Spaniolaki, C. Petala und Dr. Mayer*) ernannte. Am Schlusse der Sitzungen, die in einer Kirche der heiligen Jungfrau gehalten worden waren, hielt der Pfarrer und Senator Spyridon Trikupi eine Predigt, worin er nach allerlei wohlgemeinten Ermah= nungen sagte:„Das arme, zu Grunde gerichtete Volk murrt nicht; es will nicht einmal die türkischen Menschen, sondern nur die türkischen Maaßregeln ver= nichtet, und die Gerechtigkeit auf den Thron erhoben sehen.— Gleich darauf ward das Gebäude von einem surchtbaren Erdbeben erschüttert. Der Geistliche nahm poch einmal das Wort, und rief aus:» Noch ist die Gerechtigkeit nicht auf den Thron erhoben. Gott zürnt über uns! Zittert Ihr Gottlosen und Ungerechten, zittert!a— Alles floh. Hiemit endigte der Congreß zu Anatolico. Am 5./1. Jänner reisete Maurocordato von *) Redacteur der hellenischen Chronik. Messolongi, von dem Senator Trikupi, dem ral Blachopulo, und einigen Truppen begleitet, unter großem Zusammenlaufe des Volkes und Kanonendon= ner nach Napoli av. Da seine gefährlichsten Gegner für jetzt sämmtlich beseitiget sind, fo wird er hier eine Zeitlang großen Einfluß auf die Geschäfte ausüben bis ein neuer unternehmender Nebenbuhler ihn abermals zur Unthätigkeit verdammt. Großbrittauten. Schluß der Uebersicht des brittischen Handels. Endlich von 1012— 1822 beträgt die jährliche Ausfuhr nach Deutschland 8— 9 Millionen, die Ausfuhr von da nach England im Mittel nur 600,000 Pf. Dem ersten Schein nach ein Resultat zum Erschrecken! Jndessen dürfte es doch nicht zu arg an sich seyn. Wir erklären uns nämlich die Erscheinung mehr politisch und militärisch, als merkantilisch und man wird finden, daß, so wie auffällend große Zaylen erscheinen, auch gleichzeitig wichtige KriegsFriedens- oder Finanz=Ereignisse statthatten. Man sehe die erste Periode von 1794— 1803. Hier hat wohl das baare Geld in den Subsidien, auch wohl in Anlehen zum Kriege gegen Frankreich eine Hauptrolle in der Ausfuhr gespielt. Zugleich hat sich der deutsche Handel, während der Unruhen in Frankreich und in den Niederlanden, und indeß der Süden und Westen Deutschlands der Kriegsschauplatz war, von jenen Staaten weg und mehr ausschließend nach England, besonders in Absicht auf Kolonialwaaren gezogen. Auch ist dieß die Epoche, wo der Bedarf an letztern, vorzüglich in Farbwaaren, namentlich Indigo und Cochenille, bedeutend in den weitläufigen, österreichischen Staaten zunahm; so wie sich dort die inländische Fabrik=Jndustrie hob. Ueberhaupt darf man nicht ver= gessen, wenn hier von Englands merkantilischem Deutschland die Rede ist, es nur hauptsächlich dessen Debouché's an der Nordsee und zum Theil Ostsee, also die Hanseestädte, Emden rc. versteht. Nun aber gehen ja von da die Waaren nicht nur nach dem eigentlichen Deutschland, sondern in die doppelt große österreichische Monarchie(Ungarn, Galizien), ja nach Polen, nach einem Theile Preußens, nach der industriöfen Schweiz, und das nicht zur reinen Konsumtion, sondern als Fabrikationsbedarf, wovon ein Theil wieder auswärts, besonders in jener Periode, stark nach Osten verführt ward.— Wird das Alles in Anschlag gebracht, so vertheilen sich die jährlichen 8- 9—11 Millionen Ausfuhr jener ersten Periode auf ein vierfach größeres Areale, wovon auf das eigentliche Deutsch= land nicht viel mehr als die früheren 2 Millionen zu rechnen seyn dürften. Jn der zweiten Periode erklä= ren es die Kriegsjahre von selbst, daß nicht sowohl Waaren als hauptsächlich Geld nach Deutschlaud gieng; so wie das Jahr 1011 auffallend den Kulminations punkt des Napoleonischen Kontinental=Systems bezeichnet. Sollten endlich in der dritten Periode seit 1814 — 1622 nicht die beträchtlichen Anleihen, welche Oesterreich, Preußen und andere Staaten machten, hauptsächlich die jährlichen 8— 9 Millionen Ausfuhr nach Deutschland natürlicher erklären, als die Voraussetzung, daß der Waarenbedarf so ausnehmend plötzlich gestiegen und geblieben wäre? Trat nicht nach dem Frieden überall Stockung, Beschränkung im Verkehr, in der Industrie, Sparsamkeit in den Genußmitteln, Trägheit in der Geldcirkulation bis heute ein? Man hat also sicher in diesen 9 Jahren eher weniger als mehr, wie zuvor, verbraucht. Wo sollte denn nun der plötzliche Zufluß einer solchen Waarenmasse geblieben seyn? Und wenn man im Ernst glauben könnte, daß diese wirklich in jenen 9 Jahren mit 70 Millionen Pfd. Sterl., d. h. 8— 900 Millionen Gulden baar hätte saldirt werden müssen, so müßte ja kein Goldstück und kein Silberthaler mehr zu sehen seyn. Wir können daher über die Handelsverhältnisse mit England nicht so schwarz sehen, wie manche unserer Rechner, die immer aus der Acht lassen, daß Gold und Silber auch eine Waare sind.— Nun hat aber England nur allein in den letzten 23 Jahren (1799— 1823) 80 Millionen Pfd. St. Subsidien gezahlt, wovon der allergrößte Theil in deutsche Kanäle unmittelbar oder mittelbar(Deutschland in dem oben bemerkten, weiten Sinne genommen) geflossen ist. Däzu rechne man nur die bekannten, großen Anlehen — und man wird die Masse des Goldes und Silbers, welche von England nach Deutschland, herüber geflossen ist, gewiß unendlich größer finden, als die vermeinte, welche Deutschland zur Saldirung des Waa= ren-Konto jährlich soll bezahlt haben. Man schreibt aus Bonn vom 22. d.: Hr. Geheime Staatsrath Niebuhr, der schon längere Zeit seit der Rückkehr von seinem Gesandschaftsposten in Rom in gelehrter Muße bei uns zugebracht hatte, wird nächstens von Berlin zurückerwartet. Wir haben die angenehme Nachricht erhalten, daß dieser berühmte Ge= lehrte auf die wiederholten Aufforderungen von Freunden der Wissenschaft sich entschlossen hat, in den Hörsälen unserer Universität einige historisch-philologische Vorlesungen zu geben. Das deutsche Publikum wird dieß nicht ohne rege Theilnahme erfahren, indem es sich erinnert, daß Herr Niebuhr seine beredte und scharffinnige Geschichte Roms nach ähnlichen in Berlin gehaltenen Vorträgen ausgearbeitet hat. Redakteur L. Lensch. Anzeigen. Am Mittwoch den 6. April Morgens von 9 bis 12 Uhr, werden beim Wirth Schirpenbroich am Langenweier Verlegt von L. Lensch& J. G. Sta Gemeinde Benraty, folgende, dem Ackersmann Wilhelm Anton Windeck daselbst zugehörige in der Gemeinde hausen liegende Grundstücke, dem Meistbietenden öffentlich verkauft und zugeschlagen werden: a) drei Morgen Ackerland am Massenburger=Kamp, neben Peter Reuter und der Landstraße; b) 1 Morgen 371/2 Ruthe Ackerland, im Westener Felde, neben Peter Reuter; c) 112 1/2 Ruthe Ackerland, neben dem vorigen Stücke und Peter Reuter; d) 371/2 Ruthe Land, am Kappelerdrisch, zu beiden Seiten Joseph Schirpenbroch; e) 32 Ruthen Rottland, hinter den Holthauser fen, neben Wittwe Remmer und Wittwe Wilhelm Schagfhausen; fl 1 Morgen 75 Ruthen Buschgrund, neben Thegarten und Nachbars=Busch; g) Ein Stück Buschgrund über der Werstener Viehstraße, neben Scheffen Lampenscherf; h) 371/2 Ruthe Buschgrund, in der Nähe des obigen Stücks, begränzt von den Holthauser Nachbarn; i) 1 Morgen 75 Ruthen Ackerland, auf den untersten Höfen, in der Itterer Feldmark, neben Pastorats und Kirchenland; k) 1 Morgen Land auf den obersten Höfen, neben Pastorats Land und dem Feldwege. A und C werden nach diesjähriger Erndte, die übrigen gleich eingeräumt. Düsseldorf, den 15. März 1825. Euler, Notar. Rotar Schorn wird Dienstag den 5. April l. I. und folgende Tage Nachmittags um 3 Uhr in der Behausung des verlebten Gastgebers Herrn Peter Reisgen dahier, sämmtliche Hausmobilien bestehend: in Kupfer, Zinn, Bettung, Leinwand, Tischen, Stühlen, Kommoden, Spiegeln rc. aus, freier Hand auf den Mehrestbietenden gegen baare Zahlung öffentlich verkaufen. Düsseldorf, den 16. März 1825. Einem hochverehrten Publikum widme ich hiermit die schuldige Anzeige, daß ich auf hiesigem Platz ein ModeGeschäft errichtet und mit heutigem Tage eröffnet habe. Die neuesten und geschmackvollsten façons von Moden werden bei mir immer vorräthig seyn, auch auf gefällige Bestellung bestens angefertigt werden. Zugleich werde ich Seidenwaaren und sonstige in's Modefach einschlagende Artikel führen. Durch gure und billige Bedienung hoffs ich das mir zu schenkende Zutrauen zu rechtfertigen und mich zu empfehlen, weshalbich um geneigten Zuspruch ergebenst bitte. Düsseldorf, den 23. März 1825. G. F. Jordan, Bolkerstraße Lit. B N. 458 neben der Elephanten Apotheke. So eben angekommen: Hamburger Neunaugen und geräucherter Lachs bei Carl Berwiti, Flingerstraße am Markt. Das auf der Rheinstraße zum Schiffchen genannte Haus N. 793, ist zu vermiethen; auch nachdem sich Liebhaber einfinden aus freier Hand zu verkaufen. Ein bejahrter Hausknecht wird in Dienst gesucht. Bei wem, sagt die Erpedition. Auf dem Hundsrücken in N. 516 ist eine meublierte Wohnung zu vermiethen. „Karlstadt Gravenstraße D N. 1070.