Neue Unterhaltungs= und Anzeige=Blatt. Raiammmnnanmiaamamaaannmanawat Nr. 285. Donnerstag den 14. October. 1824. munnmatammatammanhn mamn Politische Zeitgesch Osterreich. Wien, vom 4. October. Der österreichische Beobachter giebt folgende Berichte aus Konstantinopel, vom 10. Sept.: Die Unternehmung gegen Samos hat gänzlich fehlgeschlagen. Die Konsular-Berichte von Smyrna liefern darüber folgende Data: Der Kapudan=Pascha war seit dem 10. August in der Nähe von Samos. Am 11. erschien er mit einem Theil der Flotte vor den Colonnen*) an der südlichen Spitze der Insel, und bombardierte ohne Erfolg ein dort gelegenes, neuerlich befestigtes Kastell. Seine Transportschiffe lagen in der Meerenge(Bogas), welche Samos von Kleinasien trennt, um die bei Ephesus, Scala-nouva u. s. f. versammelten Trüppen an Bord zu nehmen. Ein Transport von 4000 Mann begegnete am 11. auf der Nordseite der Insel einer Division griechischer Schiffe, ward von diesen angegriffen, und in Unordnung gebracht. Zwei oder drei türkische Fahrzeuge giengen verloren; die übrigen warfen sich auf die asiatische Küste. Nach diesem ersten, zugleich aber auch letzten Landungsversuch verwandelte sich die ganze Unternehmung in eine Reihe von Seegefechten, oder vielmehr Seemanövres, die sich zwischen dem 12. und 17. täglich erneuerten. Die Hydrioten und Spezzioten hatten sich seit dem 12. mit ungefähr 30 Schiffen, die nachher noch durch zehn neu angekommene verstärkt wurden, in Besitz einer Bucht an der asiatischen Küste, nördlich vom Kap Santa Marina, wo die türkische Flotte lag, und hiedurch in den Stand gesetzt, von diesem für die Verbindung zwischen beiden Küsten entscheidend wichtigen Punkte aus, jede Ueberschiffung von Truppen zu vereiteln. Da der Kapudan-Pascha ihr Eindringen in die Meerenge nicht verhindert hatte, so blieb ihm nun nichts übrig, als sie aus ihrer vortheilhaften Stellung zu vertreiben. Zu *Von den dort befindlichen Ruinen des Tempels der Juno so genannt. diesem Ende eröffnete er am 12., 13. und 16. August heftige Kanonaden gegen die griechischen Schiffe, die aber zu keinem Resultate führten, weil die Furcht vor den Brandern in einem engen Kanal die türkische Flotte immer in einer zu großen Entfernung von der feindlichen hielt. Am 17. August sollte endlich ein Hauptangriff stattfinden; dießmal gelang es aber den Griechen, sich mit sechs Brandern der türkischen Flotte zu nähern; und die Folge war, daß drei Schiffe derselben, eine türkische Fregatte von 54, eine tripolitanische Korvette von 48, und eine tunesische Brigg von 20 Kanonen, mit ungefähr 2000 Mann, in die Luft flogen. Hierauf blieb der Kapudan-Pascha zwar noch in seiner Stellung bei dem Kap St. Marina; da er nun aber noch weniger als zuvor hoffen durfte, eine Landung zu bewirken, so verließ er am 20. die Gewässer von Samos, und begab sich, ohne fernere Hindernisse, nach dem Meerbusen von StankoCos; die auf der asiatischen Küste versammelten Truppen sollen sich gleich nach diesen Begebenheiten größtentheils zerstreut haben. Die Berichte, welche die Insurgenten von den Seegefechten bei Samos geliefert haben, stimmen in der Hauptsache mit obigen Angaben überein. — Durch außerordentliche Gelegenheit haben wir Nachrichten aus Konstantinopel vom 17. Sept. erhalten, wovon wir Folgendes, die ferneren Sec=Operationen betreffend, mittheilen. Eine Anzahl griechischer Schiffe war dem Kapudan-Pascha in den Meerbusen von Budrun,(Stanko=Cos) gefolgt, in dessen Nähe sich auch ein Theil der egyptischen Flotte befand. Der Kapudan=Pascha lieferte dort den Griechen am 10. Sept. ein Gefecht, welches nach einem am 15. hier angelangten Bericht, für die türkische Flotte vortheilhaft ausgefallen seyn soll. Laut dieses Berichtes fanden sich die griechischen Schiffe zwischen den türkischen und egyptischen so enge eingeschlossen, daß sie nur von ihren Brandern Hülfe erwarten konnten. Sie ließen an dreißig derselben los, die aber sämmtlich ihre Wirkung verfehlten. Nach einem heftigen, den ganzen Tag hindurch fortdauernden Gefecht, worin die ottomanische Flotte den Patrona=Bei(Contre=Admiral), die Griechen aber 13 Schiffe verloren, begaben sich die Griechen auf die Flucht. Nach den nämlichen Berichten hatte die Flotte des Kapudan=Pascha sie verfolgt; nach andern war sie, zur Ergänzung ihrer Provisionen, bei Mitylene vor Anker gegangen. Ueber diese neuesten Vorfälle müssen wir zuverläßigere Aufschlüsse erwarten. Von den Bewegungen der egyptischen Flotte, die endlich, nach einem langen Aufenthalt im Meerbusen von Makri(auf der asiatischen Küste, der Insel Rhodus gegenüber) in See gegangen war, ist bisher nichts Bestimmtes vernommen worden. Eine von Miauli kommandirte Division von 50 griechischen Schiffen war beauftragt, diese Flotte zu beobachten. Der Kapitän eines fremden Schiffes begegnete jener Division am 20. August in dem Kanal zwischen der Insel Andros und dem Cap d’Oro. Die Berichte aus Konstantinopel melden auch, daß am 14. September der Großwessir Ghalib=Pascha seines Amtesentsetzt, und Mehmed=Selim=Pascha, bisheriger Gouverneur von Silistria, zum Großwessix ernannt worden ist. (Der Untergang des Kapudan-Pascha mit dem Admiralschiffe wird also von dem österreichischen Beobachter nicht bestätigt. Die Nachricht davon war wohl nur eine Verwechselung mit dem Untergange des türkischen Contreadmirals. Anm. d. Red.) Jtalien. In einem Pripatschreiben aus Rom vom 25. Sept.(von demselben Korrespondenten, von welchem das im gestrigen Blatte mitgetheilte herkam) liest man über die dortige Lesefreiheit folgende Schilderung; »In meiner letzten Mittheilung habe ich bemerkt, daß man in Rom alles sagen dürfe. Heute erfahren Sie nun auch, daß es hier gestattet ist, alles zu lesen. Wie es, nach der Meinung Voltaire's, zweierlei Klassen von Menschen giebt, nämlich eine, welche Verstand hat, und eine, welche keinen hat; so mögte ich auch die Bücher in zwei Gattungen abtheilen, in eine mit Verstand und in eine ohne denselben. Nun stände es aus der Teleologie(der Lehre vom Endzwecke) sehr leicht zu beweisen, daß,(was bis jetzt keine allgemein anerkannte Wahrheit gewesen zu seyn scheint) da Alles zu einem Endzwecke auf der Welt vorhanden ist, die Klugheit eben so nöthig sey als die Dummheit. Diese Wahrheit hat sich letztere noch immer nicht einreden lassen wollen, und somit sind nicht selten kluge Menschen sowohl wie kluge Bücher über die Seite oder wenigstens über die Grenze geschafft worden. Mich dünkt, selbst wenn sie schädlich wären, hätte man sie cum grano salis ihr Wesen treiben lassen sollen, um durch kein literarisches oder Personen=Mauthgesetz die Schmuggelei zu begünstigen, welche ärger als der Freihandel ist, den man nach Befinden der Umstände züchtigen und loslassen kann. Das scheinen die vier letzten päpstlichen Regierungen(besonders die vorige) wohl beherzigt zu haben; die klugen Bücher(denn dumme zu verbieten, wird sich doch sicher niemand die Mühe nehmen) können von allen hiesigen Einwohnern(vorausgesetzt, daß sie selbst klug genug sind, jene Bücher nicht dumm, das heißt unrecht, zu verstehen) gelesen und von den Fremden bei den hiesigen Buchhändlern, welchen dabei keine andere Pflicht obliegt, als sie in verschlossenen Schränken aufzubewahren, gekauft werden. Ja, das Publikum darf hier sogar alle Zeitungen ohne Ausnahme und zwar öffentlich lesen! Diese Wohlthat hat das hiesige Publikum freilich der vorigen Regierung zu verdanken; aber wie liberal die jetzige sich durch den fortwährend gestatteten Genuß derselben zeigt, sollen folgende beiden Beispiele beweisen. Bekanntlich hat sich das Pariser Journal, le Courrier français, vor einigen Monaten mehrere eben so unanständige als meistens erlogene Beschuldigungen gegen die hiesige Regierung erlaubt; letztere hat natürlich Kunde davon bekommen, und dennoch darf genanntes Blatt hier vor wie nach öffentlich gelesen werden. Es ist selbst, wie ich von sicherer Hand erfahren habe, nicht wahr, daß der päpstliche Nuntius zu Paris, wie der Generalprocurator daselbst öffentlich geäußert, den Befehl erhalten hatte, eine indirekte Klage bei dem französischen Hofe zu führen. Einen ähnlichen, aber bei weitem anstößigern Artikel, enthielt in derselben Zeit die englische Morning-Chronicle; die Regierung hat ihn sich übersetzen lassen, und dennoch ist dieses Blatt hier weder öffentlich noch privatim verboten worden. Ja, ich bin moralisch überzeugt, daß, selbst im Falle man die Existenz dieser Artikel in den genannten Blättern im voraus gekannt hätte, letztere dennoch nicht auf der Post in Beschlag genommen worden seyn würden. N0 1e n. Warschau, vom 20. Sept. Vorgestern hat der Erzbischof von Warschau und Primas des Reichs, Herr Adalbert Skarzewsky, das ihm von Sr. Heil. dem Papste Leo XII. zugeschickte Pallium erhalten, zu welchem Ende ein großes Fest in Gegenwart aller anwesenden Bischöfe des Königreichs und der Reichsstände gehalten wurde. Frankreich. Als Beispiel, wie sich die Pariser Blätter die Freiheit von der Censur zu Nutzen machen, diene folgende Stelle aus einem Artikel des Journal des Débats (das Organ der royalistischen Opposition) unter Paris vom 8. d.:» Das Ministerium ist jetzt alles dessen beraubt, was vor Kurzem den Grundsatz seiner politischen Existenz ausmachte. Censuriren, Absetzen, Bestechen, auf diese drei Worte reduzirte sich seine ganze Politik. Dieser anti-französische und anti-monarchische Geist, dieser Machiavelismus hatten die rechtlichen und aufrichtigen Menschen von allen Meinungen erbittert.— Jetzt sind wir frei. Seyen wir aber gemäßigt. Der König und sein erlauchter Sohn wollen die Wahrheit hören. Sagen wir sie in Ausdrücken achtungsvoller Ergebenheit, und indem wir die Jrr= thümer des Ministeriums tadeln, laßt uns immer die Interessen des Königthums schonen; die Opposition sey religiös, sie sey monarchisch; sie suche ihre Stütze in dem Grundsatze der Legitimität selbst, welcher nur allein uns jene Bürgschaften, jene Freiheiten, die mit den abgeschmackten Lehren der Revolution unvereinbarlich sind, versichern kann. a — 5pC. Cons. 102, Fr. 40 Ct.; Bank. 1002 Fr. 50 Ct. Großbrittanien. Am 4. d. hat der preußische Charge d'Affaires, Baron von Arnim, in Vereinigung mit dem Herrn Rothschild und in Begleitung des Herrn Notars Bonnet, die Summe von 40,700 Pfd. St. auf der Bank niedergelegt, als die zweite Hälfte der zur Abbezahlung des 6ten Jahres bestimmten Summe der im Jahre 1616 bei Hrn. Rothschild eröffneten Anleihe. Redakteur L. Lensch. Theater. (Eingesandt.) Düsseldorf, den 12. Okt. 1824. In dem Aufsatze dieser Zeitung vom 8. l. M. ist bereits erwähnt worden, mit welchem Beifall die Familie Wohlbruc in dem hiesigen Theater aufgetreten ist, und wie der einstimmige Wunsch sich ausgesprochen, daß die Fräuleins Mariane und Louise Wohlbrück für unsere Bühne engagirt werden mögten. Der Theater=Direktor Hr. Wolff hatte kaum die Wünsche des Publikums vernommen, als er den beiden Fräuleins Wohlbrück ein Engagement anbot und sich darüber bis auf eine kleine Differenz mit denselben vereinigte, welche der Hr. Oberbürgermeister mit den Mitgliedern der TheaterIntendanz zu beseitigen übernahm. Als nun die Familie Wohlbrück am vorigen Sonntag eine zweite Vorstellung gab, fand sich das Publikum in großer Anzahl ein. Rauschender Beifall wurde den Fräuleins Wohlbrück wieder zu Theil. Am Ende der Vorstellung wurden sie gerufen und der Wunsch wiederholt ausgedrückt, daß sie bei uns bleiben mögten. Indessen waren neue Hindernisse eingetreten, welche befürchten ließen, daß ein Engagement nicht statthaben würde. Doch durch das Bestreben der Theater=Intendanz sind die Künstlerinnen Mariane und Louise Wohlbrück für unsere Bühne gewonnen. Wir haben also für diesen Winter eine solche ausgezeichnete Oper zu erwarten, als wir sie in vielen Jahren nicht gehabt haben. Unsere Oper zählt jetzt ausser den Fräuleins Wohlbrück mehrere vorzügliche Mitglieder, z. B. den Bassisten Hrn. Pillwiz, die Tenoristen HH. Mühling und Wolfram, die Bravoursängerin Madame Eschborn, die Soubrette Demoiselle Reithmeyer, die Altsangerin Madame Lay rc. Doch wir wollen zu unseren neu angeworbenen Künstlerinnen, welche Düsseldorf ihre Vaterstadt nennen, zurückkehren und die Theaterfreunde nur darauf aufmerksam machen, daß die Fräuleins Wohlbrück noch kürzlich Mitglieder des Hoftheaters zu Darmstadt waren, welches bekanntlich besonders in Hinsicht der Oper den ersten Platz unter den deutschen Bühnen einnimmt. Wir haben mehrere Berichte aus Darmstadt, welche in der Didaskalia stehen, vor uns liegen. In einem vom 21. Juli v. J. über die Anfführung der Oper ndie Entführung aus dem Serailn heißt es:„Die Annehmlichkeiten der Rolle von Constanze kamen der Jungfrau Mariane Wohlbrück sehr zu statten. Gerechter und verdienter Beifall wurde ihr in reichem Maaße gespendet. Die Höhe ihrer lieblichen Stimme paßte sehr glücklich zu der Rolle von Constanze, welche einen leichten und keinen deklamatorischen Gesang erfordert, und welcher sie Präzision und Eleganz anzueignen wußte. In einem andern Berichte vom 24. Sept. über die Oper"Olimpian heißt es:„Jungfrau Mariane Wohlbrück Statire, Wittwe Alexanders, Stimme war wirklich glänzend und in ihrer wahren Sphäre; ihre Leistungen, welche übergewaltige Anstrengungen erforderten, schön und ergreifend, und ihr Vortrag, ohne Uebertreibung gesagt, hinreissend." Eben so rühmlich sind mehrere andere Berichte über die Leistungen der Dem. Mariane Wohlbrück in den ersten Gesangpartien in der Oper, worunter vorzüglich noch jene als Prinzessin von Navarra in„Johann von Paris" gehört. Der Theaterdirektion und der wohllöblichen Theaterintendanz müssen wir also sehr danken, daß sie so uns Genüsse vorbereitet, welche wir nicht hoffen konnten. Hierfür sind wir ersterer aber auch eine reichliche Unterstützung schuldig, damit sie ihre Opfer nicht zu bereuen habe, sondern vielmehr die Ueberzeugung gewinne, daß sie durch das Engagement solcher vorzüglicher Künstler, wie wir jetzt besitzen, eigenen Vortheil habe. Aber eins bleibt für die Theaterfreunde noch vorläufig zu leisten übrig, nämlich, daß sie in so großer Anzahl wie am vorigen Sonntage die in dieser Woche, wie man vernimmt, noch statthabende Vorstellung der Familie Wohlbrück mit ihrer Gegenwart beehren und zeigen, wie sehr sie den Besitz der Fräuleins Mariane und Louise Wohlbrück zu schätzen wissen, als worauf dieselben bei ihrem Engagement eine besondere Rechnung gemacht haben, worin sie sich gewiß nicht irren werden. Anzeige n. Haus=Verkauf. Das dahier in der Carlstadt auf der Kasernenstraße gelegene mit Lit. D Nro. 1124 bezeichnete den Gebrüdern Herrn Andreas und Michael Schmitz zugehörige große Eckhaus mit seinen An- und Zubehörungen wird Montag den 18. dieses Monats Nachmittags von 4 bis 6 Uhr zum Ankauf ausgesetzt und dem Letztbietenden definitiv zugeschlagen werden. Das Verzeichniß der zu diesem Hause gehörigen Brennund Brauereigeräthe rc. und die Verkaufsbedingungen sind täglich bei dem untengenannten Notar einzusehen. Der gegenwärtige Verkauf geschieht beim Weinwirthen Herrn Kürten dahier auf der Flingerstraße, Düsseldorf, den 7. Okt. 1824. C. W. Monten, Notar. Dienstag den 10. Oktober 1824 Nachmittags von 3 bis 6 Uhr, wird die vor dem Ratingerthor der neuen Anlage gegenüber neben dem Stern gelegene mit Nro. 1 bezeichnete Behausung nebst Fabrik und Garten bei dem Hrn. Ant. Becker auf dem Flingersteinweg öffentlich auf den Meistbietenden verkauft. Die Einräumung geschieht am 1. Jenner 1825. Dies Haus ist zur Bier und Brantweinbrennerei so rs zur Wirthschaft vorzüglich geeignet. Die Bedingungen sind bei dem Kaufmann Hrn. Aaron Heymann in Düsseldorf einzusehen; auch kann der Verkauf früher aus freier=Hand gescheyenn Mobilien=Verkauf. Mittwoch den 20. dieses Nachmittags 2 Uhr wird Unterzeichneter in der Krämerstraße dahier in der Behausung des Wirths und Mostartsfabrikant H. Adolph Werner ei nige von der Wittwe Metzgermeister Job. Schmitz seel. nachgelassene Mobilien an den Meistbietenden zum Verkaufe ausstellen. Düsseldorf, den 12. Oktober 1824. J. Müller. In Folge höherer Antorisation, wird der Unterzeichnete nächsten Montag den 18. Oktober und die folgenden Tage, jedesmal Nachmittags 2 Uhr, einen Theil des Wagrenlagers und der Utensilien der fallirten Handlung Reitz & Eberle, in dem Saale des Casino, zum öffentlichen Verkauf ausstellen lassen. Die zu verkaufenden Gegenstände bestehen in Kunst- und Luxuswaaren verschiedener Art, Ladengeräthe rc. Düsseldorf, den 11. Oktober 1824. Wilhelmi, Syndik. Zufolge Urtheils der Königlichen Handelskammer ist für diejenigen Creditoren des fallirten D. Herrmann dahier, welche bisher ihre Forderungen nicht angemeldet und gesetzlich beglaubigt haben, ein schließlicher Termin auf den 5. November c. Nachmittags 3 Uhr im Sitzungssaale des Königlichen Landgerichts vorbestimmt. Gegen diejenigen, welche alsdann nicht erscheinen mögten, wird die Präclusion erkannt werden. Düsseldorf, den 12. Oktober 1824. Wilhelmi, Syndik. Zur Sache der Creditoren gegen den entwichenen Falliten S. Rothschild ist ein Termin auf den 12. November c. Nachmittags 3 Uhr im Sitzungssaale des Königlichen Landgerichts vorbestimmt, um zur Wahl provisorischer Syndiken zu schreiten, wozu hierdurch die Creditoren eingeladen werden. Düsseldorf, den 12. Oktober 1824. Wilhelmi, Agent. Einem geehrten Publikum zeige ich ergebenst an, daß ich meine Wohnung von der Ratingerstraße nach der Ritterstraße in das ehemalige gräflich von Goltsteinsche Haus Nro. 61 verlegt habe; in demselben besitze ich einen zum Tanzen geeigneten großen Saal. Cbristian Dorrenbach, Tanzlehrer. Bei Gelegenheit der Bilker Kirmeß werde ich am Sonntag den 17., Montag den 18. und Dienstag den 19. d. auf dem von Herrn Sterken bewohnten ehemaligen Hilgerschen Gute in Bilk mit allen möglichen der Jahrszeit angemessenen Erfrischungen an Getränken und Speisen in Portionen, kalt und warm, aufwarten. Auch wird am Montag den 18. ein großes Feuerwerk zum Vergnügen der Gesellschaft abgebrannt werden. Für gutbesetzte Tanzmusik ist gesorgt, und man kann der promptesten und billigsten Bedienung versichert seyn.— Düsseldorf, den 11. Okt. 1824. H. Gianella, im italienischen Kaffehause im Casino. Anzeige. Nebst meinen bekannten Moselweinen verkaufe ich auch außer dem Hause besten Ahrbleichert, als: 1822er Walportzheimer per Maaß 15 Sgr. 4 Pf. oder 10 stbr., per Flasche 12 Sgr. 4 Pf. oder 32 stb. dito Ahrweiler per Maaß 14 Sgr. oder 36 stb., per Flasche 10 Sgr. 9 Pf. oder 28 stbr.; in ganzen, halben und viertel Ahmen sind die Weine billiger. Düsseldorf, den 12. Oktober 1824. J. M. Illich, Berg erstraße N. 830. Lotterke=Anzeilge. In der 65. kleinen Lotterie sind meiner Haupteinnahme folgende Gewinne zu Theil geworden: 2 Gewinne von 100 Thlr. auf Nro. 15,914. 31,809. 1 Gewinn von 50 Thlr. auf Nro. 20,200. 6 Gewinne von 20 Thlr. auf Nro. 20,201. 20,649. 20,896: 26,523. 27,807. 37,875. 9 Gewinne von 10 Thlr. auf Nro. 5536. 6270. 10,443. 12,084. 15,909. 15,925. 27,615. 34,016, 35,965. 45 Gewinne von 5 Thlr. auf Nro. 5547. 5549. 6254. 6205. 6271. 6274. 12,082. 12,001. 12,000. 12,105, 12109. 15,900. 10,380. 10,30.. 20,441. 20,641.20,955. 20,950. 20,001. 20,972. 20,076. 20,070. 20,984. 26,992, 21,443. 26,543. 27,812. 34,019. 35,012. 35,919. 35,920. 35,939. 35,941. 35,943. 35,946. 35,949. 35,056. 35.960, 35,969. 35,075. 35,976. 35,994. 37,870. 38,852. 38,879. 45 Gewinne von 4 Thlr. auf Nro 3751. 5537. 6259. 6266. 12,077. 12,186. 15,003. 15,013. 16,160, 16,300. 16,308. 20,202 25,206. 20,208.20,648. 20,895. 20,954. 20,957. 20,958. 20,059. 20,967: 20,968..20,973. 20,995. 20,996. 20,999. 26,526. 34,001. 34,003. 34,015. 34,020. 35,906. 35,913. 55,014. 35,933. 35,051. 35,982. 35,991. 37,862. 37,866. 37,880. 38,858. 38,863. 38,873. 38,875. Dieses meinen Interessenten zur gefälligen Rachricht. Mit Loosen zur 64. kleinen Lotterie, welche am 3. Nov. zu ziehen anfängt, empfiehlt sich seinen Freunden bestens J. G. Spatz. Lotterie=Anzeige. In der 63. Königl. kleinen Lotterie, deren Gewinuliste in meinem Geschäftszimmer für Jeden zur gefälligen Einsicht offen liegt, fielen folgende Gewinne in meiner Einnahme, nämlich: 2 Gewinne von 10 Thlr. auf Nro. 41,420. 41,427. 8 Gewinne von 5 Thlr. auf Nro. 14,442. 24,785. 24,791. 24,702. 24,794. 38,132. 38,135. 41,422. 13 Gewinne von 4 Thlr. auf Nro. 14,447. 24,780, 24,784. 38,136. 41,402. 41,404. 41,405.41,410. 41,421 14,426. 4,441. 41,442. 41,443. Mit Loosen zur 64. kleinen Lotterie, deren Ziehung den 3. November d. J. ihren Anfang nimmt, empfiehlt sich bestens J. Simon, Königl. Lotterie=Einnehmer, Hundsrückenstraße Nro. 571. Lotterie=Anzeige. In der 63. Königl. kleinen Lotterie, wovon die Gewinnliste zu jedermanns beliebigen Einsicht in meinem Komptoir bereit liegt, sind meiner Einnahme nachstehende Gewinne zugefallen: 3 Gewinne zu 50 Thlr. auf Nro. 10,101. 26,183. 10,105. 1 Gewinn zu 10 Thlr. auf Nro. 10,173. 5 Gewinne zu 5 Thlr. auf Nro. 14,658. 10,180, 10,105. 24,126. 24,150. 14 Gewinne zu 4 Thlr. auf Nro. 14,655. 14,663. 10,100. 10,100. 10,181. 10,182. 10,102, 24,121. 24,127. 24,132. 24,137. 24,144. 24,150. 26,030, Mit ganzen und getheilten Loosen zur 64. kleinen Lotterie, welche am 3. November ziehet, so wie zum Einund Verkauf von Staatsschuldscheinen und allen übrigen Staatspapieren, unter Versprechung der billigsten und promptesten Bedienung, empfiehlt sich bestens Der Königl. Lotterie=Einnehmer, S. Wolf, Ratingerstraße. (Hiebei eine literarische Beilage.) Verlegt von L. Lensch& J. G. Stabl, Karlstadt Grabenstraße D N. 1070.