(N.94.) JOURNAL * des Nieder- und Mittel-Rheins. Aachen, Dienstag den 8. August 1815. N.” 104. Bekanntmachung, den vierten Brühlschen Uebungs-Cursus für Elementar-Schullehrer betreffend. Der vom 12. Juni bis 8. Juli c. zu Brühl abgehaltene vierte Uebungs-Cursus für Elementar-Schullehrer, hat, nach dem darüber erflatteten Bericht der Behörde, abermals die erfreulichsten Resultate, und von der Beharrlichkeit des würdigen Vorstehers sowohl, als fämmtlicher dazu concurrirender Lehrer dieser Anstalt, in ihren einsichtsvollen und uneigennützigen Bemühungen das rühmlichste Zeugnifs geliefert. Es sind in diesem Cursus überhaupt 41 Personen unterrichtet worden, unter diefen 33 bereits angestellte Schullehrer und 8 Schulamts-Candidaten. Drei Schullehrer des Kantons Brühl haben dem Unterrichte bereits zum zweitenmale beigewohnt. Alle haben den besten Willen und angestrengtesten Fleifs, und mehrere, neben ausgezeichneter Fähigkeit, ein ganz vorzügliches Interesse für die hier empfangene Erweiterung ihrer Ansichten über die Methodik ihres Berufs beurkundet. Unter den letzteren gereicht es mir zur befonderen Zufriedenheit, einen katholischen Elementar-Schullehrer der Stadt Aachen, Herrn Ganfer, hier öffentlich nennen zu können. In der Stephanischen Lesemethode haben fast Alle gute Fortschritte gezeigt; der gröfsere Theil auch im Rechnen, nur, dass bei vielen noch die Ungewohnheit des Kopfrechnens eine gewisse Unbehülflichkeit in der Anwendung durchblicken läfst. Einige haben auch schon jetzt durch die Fähigkeit sich ausgezeichnet, im mündlichen Vortrage zusammenhängend, logisch und richtig sich auszudrücken. Von den Meisten darf man hoffen, diese Fähigkeit durch fortgefetzte Uebung, deren Resultat in der Regel sie allein seyn kann, noch erworben zu sehen. Für den Lehrer der Gefangmethode ist es diessmal befonders erfreulich gewefen, unter feinen Zuhörern 18 bereits musikkundige, und mehrere derselben mit guter Stimme begabt angetroffen zu haben. Wodurch denn diefer Cursus für die Verbesserung der Gesangmethode eine vorzüglich reiche Ausbeute gewährt hat. Der Anfang des fünften Uebungs-Cursus ist auf die ersten Tage des Monats November bestimmt. Ich darf hoffen, dafs die betreffenden Herren Kantons-Kommissarien, durch vorschriftsmässige Ueberweisung der Kandidaten, eine wohlthätige Frequenz desselben, eben so als es diessmal löblich gefchehen ist, zu befördern suchen werden. Zugleich gereicht es mir zum grossen Vergnügen, das Publikum bei dieser Gelegenheit benachrichtigen zu können, dass das königliche Ministerium, auf meinen Antrag, die Stiftung eines Seminariums für Elementar 798) Schullehrer zu Cleve zu authorifiren geruht hat, durch welches zunächst den bisher unbefriedigt gebliebenen Bedürfnissen des Elementar-Schulwesens in den Kreifen Cleve und Crefeld abgeholfen werden foll, und mit dessen Organisation unmittelbar vorzuschreiten der proviforische Director des öffentlichen Unterrichts bereits den Auftrag empfangen kat. Aachen, den 8, August 1815. Der Geheime Staats-Rath und Ober-Präsident der könig.. preussisehen Provinzen am Rhein, SACK, Tagesgeschichte. Berlini Hier ist folgende Bekanntmachung erschienen. Da die Urfachen, welche Se. Majestät den König von Preussen bewogen haben, durch die allerhöchste Kabinetsordre vom 26. Februar d. J. das Tragen der von der ehemaligen westphälischen Regierung erhaltenen Orden und Ehrenzeichen zu verbieten, auch in Ansehung des franz. Ordens der Ehrenlegion statt finden, insofern die Dekoration desselben das Bildniss Napoleons oder desselben Inschrift hat, und nicht nach der von Sr. Maj. dem König von Frankreich im Jahre 1814 getroffenen Verfügung abgeändert ist; so wird den Unterthanen Sr. Majestät des Königs von Preussen bekannt gemacht, dass ihnen nicht erlaubt ist, den Orden der Ehrenlegion mit dem Bildniss Napoleons oder mit dessen lnschrift zu tragen. Saarbrück, den 12. Juli 1615. Der Staatskanzler C. F. VoN HARDENBERG. Oestreich. Die Hofzeitung gibt über Nopolaons künftiges Schicksal folgenden Aufschluss: „ Ein k. k. Kabinets-Kurier, welchen der Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Fürst v. Metternich, am 18. Juli aus Paris abgefendet hat, bringt die offizielle Nachricht, dass Napoleon Bonaparte sich in der Verwahrung der Alliirten befindet. Die letzte Periode der Sitzungen der Bonapartischen Kammer war durch die treue Sorge feiner Anhänger bezeichnet, den Mann, welcher in Frankreich und in Europa keine freie Zuflucht mehr zu finden vermochte,— wahrscheinlich um noch ferneren Nutzen aus feiner Existenz zu ziehen — in Sicherheit zu ftellen. Gleich nach der Ankunft der verbündeten Monarchen zu Paris, richteten diefelben ihre Aufmerksamkeit auf die Habhaftwerdung Bonapartes. Sie forderten, dass von Seiten der franz. Regierung alle in ihrer Gewalt liegenden Anstalten zur Erreichung diefes Zweckes getroffen würden. Die Ausführung both jedoch manche Schwierigkeiten dar. Bonaparte hatte Sorge getragen, die Garnison von Rochefort und die Mannschaft der Schiffe, welche er zum Behufe feiner Entweichung auf der Rhede dieses Hafens stationirt hatte, aus ihm ergebenen Individuen zusammenzuſetzen. Die Schwierigkeiten, welche die See der engen Bewachung kleinerer Fahrzeuge darbiethet, sind bekannt; wie riehtig und strenge aber nun die Maassregeln von den engl. Befehlshabern berechnet und gehandhabt waren, beweist der Erfolg. Vermöge einer fühern Uebereinkunft unter den Mächten; wird Napoleon Bonaparte als ihr Gefangener nach einem sichern Verwahrungsorte gebracht, woselbst er unter die Aufsicht von Kommiffaren dieser Mächte gestellt, und fofort der Möglichkeit jedes fernern Versuches, die Ruhe Frankreichs oder Europa's zu stören, beraubt wird. Merkwürdig ist es, dass Napoleon Bonaparte das endliche Ziel feiner Laufbahn gerade zu derselben Stunde nach dem Verlaufe eines Monats, nachdem er die Feindseligkeiten auf der niederländischen Grenze eröffnet hatte, erreichte.“ — Aus dem geheimen Kabinet, dem Münz- und Naturalien-Kabinet, aus der Bilder-Gallerie, Hofbibliothek etc. zu Wien, werden schleunigst Beamte nach Paris abgesendet, um die wiffenschaftlichen und Kunstgegenstände, welche die Franzesen hier geraubt haben, dort wieder auszusuchen und hieher zu bringen. Man will fogar behaupten, alle Siegeszeichen, welche die Franzofen je einer Nation abgenommen haben, würden den betreffenden Nationen zurückgestellt werden. (799) — Der östreichische Beobachter sagt:„ Nachrichten aus dem allerhöchsten Feldhoflager zu Paris vom 18. Juli zufolge waren die hohen verbündeten Mächte bereits früher für den mit Sicherheit vorherzusehenden Fall der Gefangennehmung Bonaparte’s dahin übereingekommen, dass diejenige einzelne Macht, welche sich seiner Person bemächtigen würde, die Verfügung über diefelbe alsogleich den Beschlüffen fämtlicher verbündeten Höfe anheimzustellen habe, so dass er in keiner Rücksicht als Staatsgefangener einer einzelnen Macht,, fondern fämtlicher, für die Herstellung des allgemeinen Friedens vereinigten, Höfe zu betrachten ist. Seine perfönlichen Hoffuungen auf die Grossmuth derjenigen Macht, welcher er sich übergab, mögen demnach seyn, welche sie wollen, so ift sein Schickfal nichtsdestoweniger der Entscheidung eines höheren Tribunals überlassen und dem zufolge unwiderruflich festgestellt, Napoleon Bonaparte foll an einem fichern Verwahrungsort, wie es heifst im Fort St. George in Schottland, unter die Aufsicht von Kommissaren fämtlicher alliirten Hauptmächte gestellt werden.“ Paris. Der Herzeg von Orleans ist am 28. Juli in Paris angekommen. — Die Bekanntmachungen des Gouverneurs von Paris, Baron von Müflling, werden immer in dentscher, englischer, russischer und französischer Sprache angeheftet. — Der Polizei-Präfekt, Graf Chabrol, machte unter dera 27. Juli den Einwohnern von Paris bekannt, dass zufolge neuer Einrichtungen, der General-Lieut. Fürst Moriz von Lichtenstein, Oberbefehlshaber der östr. Truppen in Paris, befohlen habe, dass die östr. Offiziere und Soldaten von den Einwohnern, wobei sie im Quartier find, ferner keine Beköstigung mehr zu fordern haben. Die Offiziere müssen sich auf ihre Kosten unterhalten, die Soldaten erhalten Lebensmittel aus den Magatinen. — Die Anführer der Vendeer widersprechen in einer aus Beaupreau vom 19. Juli datirten Erklärung förmlich der verbreiteten Nachricht, als ob sich ihre Armee mit jener der Loire vereinigt habe. — Zu Bayonne ward am 22., zu Toulon am 24. Juli die weisse Fahne aufgesteckt. — In Montpellier gab es blutige Auftritte, indem die Royalisten an den Bonapartisten nun Rache ausübten, General Gilly musste mit feinen Truppen flüchten. In Nismes fielen ähnliche Unordnungen, Mordund Plünderungsscenen vor. Grossbrittannien. Der Bellerophon, an dessen Bord sich Buonaparte, laut Londoner Berichten vom 28. Juli, noch immer befindet, ist am 26, von Torbay abgesegelt, und hat sich am nämlichen Tage Abends im Sunde vor Anker gelegt. Der Zulauf der Neugierigen, welche den merkwürdigen Gefangenen zu sehen wünschen, ist ganz ausserordentlieh. Indessen scheint es nicht, dass Napoleon in England werde ausgeschifft werden. Man bält es nun für ausgemacht, dass er nach der Insel St. Helena gebracht werde, welche fowohl wegen ihrer Entfernung vom Kontinent als wegen ihrer innern Beschaffenheit am besten geignet scheint, um ihn mit Sicherheit zu bewachen.— Englische Blätter fagen, Buonaparte habe bereits angefangen, die ihm erzeigte Grossmuth zu misbrauchen; er habe auf dem engl. Schiffe sich als gebiethender Herr benehmen wollen, und sey auch wirklich mit zu vieler Nachgiebigkeit behandelt worden. Die Regierung habe jedoch nun befohlen, dass ihm die nur den rechtmäfsigen Fürsten gebührenden Ehrenbezeugungen nicht mehr geleistet werden, sondern dass man ihn bloss wie einen General behandeln folle. Sein Gefolge soll von ihm getrennt, und alle Vorsichtsmassregeln sollen genommen werden, um ihm die Anzettelung neuer Komplotte unmöglich zu machen.— Den engl. Seeleuten ist besonders seine Wissbegierde aufgefallen. Auf dem Schiffe liefs er sich alles bis zu den kleinften Umständen zeigen und erklären.— Er soll geäufsert haben, wenn man ihm gestatte, in England zu bleiben, wolle er ganz die Gebräuehe der Eugländer annehmen, und sich nie mehr um die Politik bekümmern; die Loire-Armee habe gewünscht, dass er sich wieder an ihre Spitze stelle, aber er habe nicht gewollt, dass seinetwegen noch ein Tropfen Blutes flielse. — Seitdem er sich an Brod des Bellerophon befindet, pflegt er Morgens um 7 Uhr aufzustehen, zeigt sich aber Niemanden vor 10 Uhr. Um 11 Uhr frühstückt er auf französische Art. Den Nachmittag bringt er meist allein zu, und beschäftigt sich viel mit Lesen. Um 6 Uhr speiset er zu Mittag; um 8 legt er sich zu Bette.— Die Personen feines Gefolges beweisen ihm immerfort die tiefste Ehrerbietigkeit und selbst Savary spricht nur mit entblösstem Haupte mit ihm. (800) Frankfurt, vom 4. August. Se. Exzellenz der Herr Baron von Ötterstedt, königlich preufsischer Geschäftsträger bei der freien Stadt Frankfurt, haben gestern, zur Feier des Geburtsfestes Sr. Majestät des Königs von Preussen, ein Mittags-Gastmal gegeben, zu welchem Se. Durchl. der hier anwefende regierende Hr. Herz von SachsenCoburg nebst einigen Herren Offizieren Höchstdessen Generalstaabs, die Authoritäten der freien Stadt Frankfurt, und mehrere andere angesehene Personen eingeladen waren. Abends war grosse Gesellschaft und die Wohnung Sr. Exzellenz war aufs geschmackvollste erleuchtet. — Am 2. d. Abends ist der regierende Fürst von Sachfen-Coburg, Oberbefehlshaber des königl. fächfischen Armeekorps hier eingetroffen, Gestern Morgen hielten Se. Durchlaucht über einen Theil desselben dahier in Frankfurt Heerschau. — Anrede des k. k. östr. Hrn F. M. L. Freiherrn v. Wacquant an das Ifenburger-Bataillon vor der am 50. Juli bei Reichstett vollzogenen Eidesleistung zur kaiserl. östr. Fahne: „Soldaten, Kameraden, der Kongress von Wien hat Euch einen neuen Herrscher bestimmt; der gewefene entbindet Euch Eures Schwurs der Treue, und Euer neuer Souverain, der erlauchte Kaifer von Oestreich, Franz. I., fordert Euren Eid nun durch mich von Euch.— Ohne das Vaterland gewechselt zu haben; seyd Ihr nun Oestreicher.— Es war für Deutschlands Unabhängigkeit, als Ihr so tapfer schon bei Selz fochtet; Ihr werdet auch in Zukunft für diefen hohen Zweck kämpfen, wenn der Feind, in seinen Starrsinn verharrend, neuerdings Feindseligkeiten beginnen follte.— Ich wünsche euch Glück zu Eurem nunmehrigen grosherzigen, gnädigen und edelmüthigen Souverain, und nehme, im Namen meiner Waffengefährten, Euch Tapfere, die sich schon als brave, wohldisziplinirte und durch thätige, eifrige und ehrliebende Öffiziere angeführte Truppen bewiesen haben, mit offenen Armen und brüderlicher Freude nun in unfere Reihen auf. Diefer Tag sey uns allen ein Tag der Freude und des Glücks!— Es lebe unser Kaiser und Vater Franz!„ — Ein Pariser Blatt meldet, die Demarkations-Linie für die alliirten Armeen sey so verabredet worden, dass vierzig Departements von ihnen nicht befetzt wyerden. — Eine Brüffeler Zeitung meldet nach Privatbriefen aus Paris, der Friede zwischen Frankreich und den Alliirten sey unter den Bedingungen abgeschlossen, dass 150,000 Mann(?) alliirte Truppen noch vier Jahre in Frankreich bleiben, dass die Kosten des Krieges geschätzt und von Frankreich, nebst einer Kontribution, bezahlt werden; dafs alle Festungen den alliirten Truppen als Unterpfand übergeben werden, dass aber alle übrigen alliirten Truppen, aufser jenen 150,000 Mann, noch vor Ende des August(?) Frankreich verlassen, und dafs übrigens Frankreichs Gebiet unverkleinert bleibe (PPP) nur Hüningen ausgenommen, welches mit der Schweiz vereinigt werde, Die letztem Punkte machen die Glaubwürdigkeit der ganzen Angabe fehr verdächtig. — Das Hauptquartier der franz. Loire-Armee war den letzten Nachrichten zufolge, in Bourges. Die verschiedenen Korps derselben hatten nach und nach sämmtlich die weisse Kokarde aufgesteckt. Am 21. Juli erschien zu Bourges ein Tagsbefehl, worin es heifst, daſs Excesse im Cher-Departemeut vorgefallen, Häufer geplündert, Weiber mishandelt worden seyen und dass häufiges Defertiren Statt finde; demnach ordne der, Obergeneral Kriegskommissarien an, um die Verbrecher und Ausreifser zu richten etc.— General Excelmans ist mit feinem auf 2400 Mann zusammengeschmolzenen Armeekorps in Auvergne augekommen und wollte bis zum 22, sich noch nicht zur weissen Kokärde bekennen. — General Claufel erliess am 24. Juli zu Bordeaux einen Tagsbefehl, worin er die Civil- und Militärbehörden auffordert,„ alle Ausreisseranzuhalten, welche von Uebelurtheilenden verleitet werden, ihre Fahnen in einem Augenblick zu verlassen., wo der König und Frankreich mehr als jemals einer Armee bedürfen, die im Stande fey, die Unverletzbarkeit des franz. Gebietes zu behaupten und feine Zerffückelung zu verhüten.“ Aachen, vom 7. August. Wir halten es für nützlich, unfern Lefern nachstehende zwei Aeufserungen zweier Franzoſen, aus den Pariser Blättern vom 31. Juli und 1. August d. J., mit einer kleinen Nutzanwendung ausgestattet mitzutheilen. N.° 1. läfst sich, nachdem er zuförderst über das ewige Modegeschwätz von liberalen Ideen Klage geführt, und. an dessen Stelle, etwas mehr Berücksichtigung der moralischen Ideen gewünscht, ganz vernünftig also vernehmen:“Es muss sonderbar, (801) um die Idee der Moral in einem Staate stehen, „ wo Menschen, in irgend einer andern als der ver„ruchtesten Räuberschule aufgewachsen, sich berech„ tigt glauben können; ihre heiligsten Pflichten unter „ den nichtigsten Vorwänden zu verletzen, über alle „ Begriffe von Ehre und Religion, mit vornehmer „Schamlosigkeit, sich hinwegzusetzen, und alles hei„ lige, was den Menschen an den Menschen kettet, „zum Gegenstande ihres öffentlichen Spottes zu ma„chen. Begreift man es, dass ein Meineidiger feine „ Vaterlandsliebe als Entschuldigung des Meineids „anführt, gleichfam als wäre der Meineid, unter al„ len Umständen, nicht das gröbste Verbrechen ge„gen das Vaterland? Eegreift man es, wenn in „ unsern Tagblättern ernsthaft erörtert wird, in wie „ weit die Anhänglichkeit dieses oder jenes Staats„ dieners an den Ufurpator, durch die Furcht sein „ einträgliches Amt zu verlieren, zu rechtfertigen sey? „ Begreift man es, wenn die Ehre in Frankreich, „ unter den Augen von ganz Europa, jetzt ihren „ Preis und ihre Taxe hat, und zur Entschuldigung des Verräthers kaltblütig darnach berechnet wird, „was der Verrath ihm eingetragen?. Man spricht „ fo viel von unfer'ni verlornen Kriegsruhm: auch „ich bedaure, wie ein anderer, dafs die Thorheiten „ eines Tollhäuslers uns von dem hohen Range „herab gestürtzt, den wir seit Ludwig XIV unter „den Europäilchen Völkern einnahmen: Aber was „ich unendlich mehr als die Einbusse aller unferer glänzenden und unnützen Eroberungen bedaure, das „ ist der Verluft jenes moralischen Ruhmes, jener fran„ zölischen Ritterlichkeit, Biederkeit und Treue, von „ derjetzt niemand mehrzu sprechen wagt. Denn wehe! „ dem Lande, welches genöthigt ist feine Helden und „ seine Tapfern aufzuzählen, um vergessen zu machen, „ dass es arm an ehrlichen Leuten und tugendhaften „ Bürgern ist.!—„, Gut und wahr!— Nun aber kömmt N.° 2. und äussert, nachdem er zuvor mit rednerischem Pathos fein ungemeines Bedauern darüber ausgedrückt, dass Frankreich’s und Bonaparte’s hoher und unverkennbarer Beruf die ganze Welt zu regieren und glücklich zu machen, blofs durch die Schuld des letzteren, vor der Hand verfehlt worden sey, über Europas Rechte und Pflichten im gegenwärtigen Augenblick feine unvorgreifliche Meinung folgendergestalt: „Frankreich's Rühe zu befestigen ist das sicherste Mittel Europa’s Ruhe zu verbürgen, Das Urtheil der „ Geschichte hängt von der Art ab, wie die Herrscher „Europas' diese Aufgabe in der gegenwärtigen Krifis „ löfen. Sie häben es in ihrer Gewalt, wohlthätige „ und schützende Genien der Menschheit zu feyn. „ Würden sie aber jetzt noch fortfahren, Frankreich „feindlich zu behandeln, oder würden sie gar dieses „ Frankreich zu einem demüthigenden, feine Unab„ hängigkeit und Integrität verletzenden Frieden zwin„gen, fo müssten nothwendig neue Unruhen in „ Frankreich ausbrechen, und auf Europa zurück„ wirken. Wollen sie diese grofse Nation unterdrü„cken, und für die Uebel mit unmässiger Härte stra„fen, welche ein ehrgeitziges Oberhaupt ihr selbft „ noch mehr als ihnen zugefügt, so wird dieses Ver„ fahren einer rechtlofen Gewalt in allen Ländern, „ in allen edlen Seelen den tiefsten Unwillen erre„gen, und dieser Unwille früher oder später überall „ zum Ausbruch kommen. Hütet Euch also, Ihr Mo„ narchen Europa’s in stolzer Verblendung und Sie„ gestrunkenheit ein neues Ungewitter über Eure „Häupter zusammenzuziehen. Nur durch weise Mässi„gung in Eurem jetzigen Benehmen gegen Frankreich „ könnt ihr die Achtung eurer eignen Unterthanen „ verdienen und erwerben, zugleich mit der allge„meinen bürgerlichen Ordnung Eure Throne befesti„gen, und grofses künftiges Unheil verhüten.—“ Während der Franzose N." 1, eben so wie jener Sittenspiegler, wovon wir im vorigen Blatte geredet, öffentlich eingesteht, dass Ehre und Treue; Moral u. Religion unter feinem Volke nicht mehr vorhanden sind, verlangt der Franzose N.° 2, dass wir eben dieses Volk im ganzen Belitze der bisherigen physischen Kraft lassen follen! Er bedroht die Monarchen, die es nicht thun würden, mit dem Unwillen aller edlen Seelen, mit Empörung ihrer Völker, mit Unheil jeglicher Art. Aber Lob und Ehre, Gehorsam, Frieden und Ruhe verheifst er ihnen, wenn sie vor der grossen Nation sich gehörig fürchten, hübsch bald nach Häuse gehen, und die Abwesenheit der Ehre und Treue der Religion und Moral in Frankreich als hinlängliche Bürgschaft der künftigen Ruhe von Europa annehmen wollen! Wir haben es nicht vergessen, dass im vorigen Jahre, bei ähnlicher Veranlafsung, die Pariser Hähne aus diesemselben Ton gekräht; wir bitten namentlich unfere Lefer, sich zu erinnern, was im Juli v. J. in N.° 7 und 8 dieser Zeitschrift über die damals erschienenen Reslexions d'un Français sur la paix von uns gesagt worden ist. Am allerwenigsten können wir aber vergeffen haben, fondern es liegt breit entfaltet vor uns, wie theuer es uns zu stehen gekommen, und wie wir mit unferm edelsten Herzblut es bezahlt, dass damals die Diplomatik mehr im Sinne des wälsehen Hahnenschreies, als der deutschen Volksstimme gehandelt, und den Zorn französischer Windbeutel mehr als den Kummer des eignen treuen Volks berücksichtigt, und eine Phrase von Grossmuth und Edelsinn im französischen Moniteur mit deutschem Blute und deutschen Thränen sich erkauft hat. Ferne sey es von uns zu beforgen, als könne Aehnliches zum zweitenmale geschehen. Verbrennen mögte man ja, als unnützen Plunder, die Jahrbücher der Geschichte, ware schon heute vergeblich das grosse WarnungsExempel in den Annalen des letztverflossenen Jahres ausgestellt. Unterdesfen, wie wir neulich schon geäussert, darf man freilich kaum erwarten, diessmal schon das ganze Wort erfüllt, die gute Sache rein und ohne einigen Rückhalt ausgefochten, und jede billige Hoffnung der Völker verwirklicht zu sehen. Kleinlich und furchtfam— non passibus œquis— trippelt hie und da der Menschenfuss, dem gigantischen Gange nach, welchen das Schickfal von Belle-Alliance nach Paris genommen. So lesen wir in englischen Blättern, dass Bonaparte auf dem Bellerophon anfangs noch immer als Kaiser sich gebährdet, den Kapitain aus der eignen Cajüte vertrieben, und ihn kommen und gehen heissen, und die Schiffsmannschaft gemustert hat. Und es sollen Rathsversammlungen darüber gehalten seyn, ob solche Anmassung ohne Unbilligkeit und Gefahr abgelehnt werden könne, und man soll ein übriges zu thun geglaubt haben, indem man die künftige Behandlung des Gefangenen auf diejenige beschränkt, welche ftandesmässig einem General gebühre. Und es foll die Rede davon feyn, den Mann nach St.Helena zu führen, um sich einstweilen, und in Erwartung eines neuen Glücks-Falls, mit der Affenjagd zu belustigen, die, sein ganzes Leben hindurch, dem Guten so vielen Spafs gemacht. Und aus Frankreich meldet man, wie die liebe Sippschaft des neuen Themistocles nach allen Seiten hin wieder auswandert mit guten Pässen, und schweren Schatoullen und Bagagewagen: und wie Luciau Bonaparte beinahe die Leute überzeugt, dass es unverständig sey, ihm zu misstrauen, ihm, dem Edlen, der immer nur die Republik gewollt, und auch diessmal nur herbeigeflogen, um die Universal-Monarchié dem Bruder auszus reden: und wie der fromme Cardinal Feseh und die tugendhafte Madame mere durch Bourg passirt, und ersterer dort Messe gelesen, wobei das Volk den alliirten Truppen vive l'empereur ins Angesicht geschrieen. Auch sind alle französische Zeitungen voll, von Waffenstillstands-Conventionen in Lotharingens und Elsass, in welchen franzöfischer Seits auf’s trotzigste und rauheste, alliirter Seits auf's höflichste und gleichsam submisseste geredet wird. Und in Langres ziehen die deutschen und französischen Soldaten nebeneinander auf die Wache, und es ist ihnen, bei Todesstrafe, verboten einander ein unfreundliches Wort zu fagen, oder gar zu schimpfen.»ch wird es wol dabei bleiben, wie Flaccus gefagt hat—“ naturam expellas furca, tamen usque recurret.„ Ferner reden auch Parifer Journale schon gar vornehm und wichtig von einer neuen alten Garde, die sich Ludwig XVIII. unter Marmont; Oudinot und Lauriston zulegen wird, und von feiner künftigen Armee, die aus einer Fusslegion und einigen Reutern für jedes Departement bestehen, vorläufig aber beurlaubt seyn foll.— Endlich wird von den Spaniern gemeldet, dass sie hübsch ehrerbietig an der Grenze stehen bleiben; anerkennend wahrscheinlich, wie der Franzose zu allen Zeiten befugt sey, in spanische Händel sich zu mischen, nicht aber der Spanier in französische. Alles das ist freilich bei weitem nicht, wie es follte. Doch ist in der Hauptsache noch nichts dadurch verloren. Die Entwickelung dieser Hauptfache aber— einen Frieden, der uns das Recht schafft, das uns gebührt, und die Grenze deren wir bedürfen, und die Sicherheit, welche gegen einen Feina, ohne Ehre und Treue, Moral und Religion, nur das Uebergewicht physischer Kraft gewanrt— können wir um fo ruhiger erwarten, als, nach allem, was man von den fleten Ausbrüchen der Partheywuth in Paris und Frankreich hört und liesst, es höchst wahrscheinlich ist, dass dieselbe Ungeduld, welche, wie die Franzofen meinen, ihnen den Sieg bei Belle- Alliance verkürzt, auch jetzt ihre eignen diplomatischen Künfle überrennen, und den Schauplatz der Entscheidung aus dem Reiche der List wieder in das der Gewalt zurückführen werde. Aachen, den 8. August. Die englische Ministerial-Zeitung, The Kurier und die Morning-Chronikle vom 29. Juli melden nun, 7803) dais man dem Napoleon feine Bestimmüng nach der Insel St. Helena angekündigt habe; er sey, heisst es, damit fehr unzufrieden gewefen, weil er gehofft habe, in England felbst bleiben zu dürfen. Der Obrist Hudfon Lowe ist zum Gouverneur von St. Helena ernannt; das 2. Bataillon des 52. Regiments hat Besehl erhalten, sich einzuschiffen. Man glaubt, dass man ihm nur 2 oder 3 von feinen Begleitern zulassen werde; auch foll er nur wenig Baarschaft mitnehmen, weil die Regierung feine Ausgaben beforgen wird. Vom 1. August wird aus London gemeldet, dass der Unterstaatsfecretair im Kriegs-Departement Sir H. Bunbury, begleitet von dem Sohn des Lord Bathurst und einem Staatsbothen nach Plymouth abgegangen sey, um vereinigt mit dem Admiral Lord Keith, dem Bonaparte, der als kriegsgefangener General, und nicht als Ex-Kaiser behandelt wird, anzukündigen, dass er auf Befehl der verbündeten Monarchen nach St. Helena follte gebracht werden. Es heifst, er habe gegen diese Verfügung trotzig protestirt. Das bei ihm gefundene Geld und die Kostbarkeiten sollen dem König Ludwig, als französisches Staats-Eigenthum zurückgeliefert werden. Er wird die Reise auf dem engl. Linienschiffe Nerthumberland machen, das vom Admiral Cockburn befehligt wird. Es ist zu hoffen, dass die Grossen, welche die Angelegenheiten leiten, uns endlich Sicherheit gegen den Unhold schaffen werden. Sonnenklar ist es, dass er noch Entwürfe mit sich herum trägt, denn sonst hätte er sich den Tod geben müssen. Feig ist er nicht, in hundert Gefechten und Schlachten hat er dem Tode ins Auge geschaut. Man frage die Gefchichte des Jahres 1796, wo er bei Lodi und Arcole dem Tode trotzte. Als er vor einem Jahre nach Elba gebracht wurde, sprach das Volk: Er wird zurückkommen! jetzt fagt das Volk: Er kann wiederkehren! Seit einer Reihe von Jahren hat das Volk vorausgefehen, was ein Herr von Staatsmännern nicht fah oder nicht sehen wollte. Es ist dahin gekommen, dass die Leute, welche ihre Söhne freudig und unaufgefordert dem Vaterlande hingegeben haben, und mit trübem Auge nach ihren fernen Gräbern in Brabant und Frankreich hinblicken, zu fürchten anfangen, diefe grossen schmerzhaften Opfer könnten vergebens gebracht seyn und die Zeit, Gut und Blut hinzugeben, werde bald wieder kommen,“Gott verhüte die Verwirklichung dieser Besorgsisse! Der Augenblick, ihnen vorzubauen, ist da, und kehrt wahrscheinlich nie wieder: möge er ganz benutzt werden!„ Das ist die Volksstimme, die fo oft wahr geredet. — Aus verschiedenen Briefen von Paris, von neuer Datum geht hervor, dass man sich dort mit der Sage herum trug, der Friede fey so gut als geschloffen. Frankreich bezahle 400 Milionen Franken Contribution; diese würden im Laufe von 4 Jahren an die Verbündeten bezahlt, und bis zu dem letztenTermin blieben 400,000 Mann von den alliirten Armeen in Frankreich. Mehrere Festungen in Flandern, am Ober-Rhein u. f. w. würden als Unterpfand den Verbündeten übergeben und an Frankreich zurückgestellt, wann die letzte Contributions-Quote berichtigt fey. Das Ganze sieht der Erfindung eines müssigen Kopfes sehr ähnlich, eines Parisers, der von der Intriguen eines Talleyrand, Wunder erwartet, und sich zu hoffen erlaubt, dass die Staatsmänner, versunken in die Gleichgewichts-Politik, sich aufs Neue von dem Fürsten der Finsterniss durch die Aufstellung der Ansicht, dass nur Frankreichs Grösse und Stärke, Europas Sicherheit verbürge; werden bethören lassen. Aber dem ist gewiss nicht also, Die Franzosen und wir: oder wie wir uns selbst zuerst vergessen. Ich lese in mehreren deutschen Zeitungen die allerpathetischesten Ausmahlungen des Unglücks der Franzosen durch ihre Partheiungen, wodurch fie sich in der Vendée und in einigen Städten jetzt zerfleischen, indem einige die weisse, andere die dreifarbige Fahneaufpflanzen, einige Bonaparte, andre Eudwig der Achtzehnte, die dritten Freiheit und Gleichheit schreien. Das Unglück ist freilich der Natur, dass man darüber nicht lachen darf, selbst wenn es unsern ärgsten Peinden wiederfährt; aber mehr bedauren sollten wir doch die Franzosen nicht, als uns felbst, zumal da von diesen Unglücklichen wenige fo gut find, dass sie uns Glück und Gerechtigkeit wünschen. Es ist in der That recht rührend zu lefen, wie die deutschen Zeitungsschreiber und Pamphletisten das fremde Elend fo tief füblen und das eigene nicht zu bemerken scheinen, Was würde denn diesen Franzosen so Schreckliches widertauren, wenn ein König von Guienne, ein Grofshersog von (804) Delfinat, ein paar Seeherzöge von der Normandie und Bretagne, ein Markgraf von Hochburgund u. f. w. entstünde, und wenn diefe Vortrefflichen als unabhängige und mit aller Souveränetät gerüstete Selbstherrscher einander selbst und ihrem Volke je alle fünfzehn oder zwanzig Jahre ein wenig die Hälse brechen und das überflüfsige Blut abzapfen? Haben wir das nicht zwei Jahrhunderte gethan, haben wir uns nicht in den traurigen Bürgerkriegen nun zwei Jahrhunderte selbst zerrisfen und zerfleischt? haben eben diefe Franzosen, die uns nun fo jammern, die aber unferes Leides und Elends nie gejammert hat, nicht immer auf das thätigste und schadenfroheste dahin gewirkt und gezettelt, dass wir Deutsche nie mehr ein Volk der Macht und Freiheit werden können? Das ist ihr Streben gewesen von Heinrich dem Vierten bis auf diesen Tag, und ich denke, die jüngsten Furchen, die sie durch uns gezogen haben, sind noch frisch genug. Wir wollen nicht unmenschlich Unglück und Verwüstung auf andere Völker herabwünschen, fondern jedem, der durch eigene Kraft und Tugend glücklich und frei seyn kann, Glück und Freiheit gönnen und wünschen; aber billig follten wir doch immer unferes eignen Elendes zuerst gedenken und es dem Volke als etwas zeigen, das vor allen Dingen zuerst abgewendet und gekehrt werden muss. Oder wollen wir mitten im brennenden Ruin der Zeiten uns wieder gebehrden, wie immer, als wenn wir für alles Fremde tausend Ohren und Augen und Gefühlsnerven hätten, und für das Eigene mit taufendfältiger Blindheit geschlagen und mit der schwieligsten Gefüllofigkeit überwachfen wären? (Aus dem ersten Heft der Zeitschrift: der Wächter, von Ernst Moriz Arndt.) Anzeigen. Die edlen Frauenvereine, so wie alle diejenigen die von Menfchenliebe geleitet, die Leiden der kranken VaterlandsVertheidiger durch milde Beiträge zu lindern gedenken, be. nachrichtige ich hierdurch dass die Dirigenten des hiesigen Lazareths, Herr IIofrath Staabsarzt Dr. Reyland und Profesfor Staabsarzt Dr. Nägele von mir zur Empfangnahme diefer Beiträge beauftragt find. Sie werden eine Commission bilden, die beständig ihren Sitz zu Düffeldorf hat, genaue Empfangscheine über die Beiträge jeder Art ausftellt, und von Zeit zu Zeit öffentlich darthut, wie jene schönen Gaben dem Zwecke der edlen Geber gemäss angewendet worden find. Düfseldorf, den 30. Juli 1815. Für die Insp. der königl. preufs. ftehenden Militair-Lazarethe. Der Divifions-General-Chirurgus GREFE. Ich zeige hierdurch an, dafs mein Standquartier mit dem mir untergeordneten chirurgischen Staabe von hier nach Köln verlegt ift. Dem zufolge erfuche ich alle die Militair-Krankenpflege des mir anvertrauten Bezirkes betreffenden Nachrichten nach Köln an mich fenden zu wollen. Düffeldorf, den 31. Juli 1815. Für die Inspection der königl. preufs. stehenden Militair-Lazarethe Der Divisions-Generai-Chirnrgus GREEFE. Den Interessenten der Cleverhammschen Deichschau wird, hiemit bekannt gemacht, dass, da der Erbentag am 26. Juni nicht hat können abgehalten werden, derselbe nunmehro näher auf den 24. dieses Monats Auguft, des Vormittags um 10 Uhr, auf der Stadtwaage in Cleve, angefetzt worden ift, wozu denn ein jeder Stimmberechtigter eingeladen wirdCleve, den 4. August 1815. Den Deichgräf gedachter Schau G. B. MEURS. Aachen, gedruckt bei J. W. BEAUFOnT, Peterstraſse, 965.