No 4. Dienstag den 4. Januar 1848.(Titus B.) 10. Die Ceder vom Libanon. Eine Ceder— vielleicht die erste, welche je vom Libanon nach Europa gebracht worden war- wuchs im Jardin des Plantes in Paris und war ein so beliebter und werthgehaltener Baum, daß man gern die Geschichte seiner ersten Anpflanzung, der Abenteuer, die er bestanden und der Veränderungen, die er erlebt, zu erzählen pflegte. Die Geschichte dieses Baumes ist aber folgende: Ein Franzose reis'te durch Palästina und fand unter den Cedern des Libanon einen kleinen Schößling, den er als Andenken an seine Reisen mitzunehmen wünschte. Bebutsam grub er das Reis mit aller Erde, die an der kleinen Wurzel hing, aus, setzte es in Ermangelung eines bessern Blumentopfs in seinen Hut und bewahrte und pflegte es auf diese Weise. Die Rückreise war rauh und stürmisch und währte so sehr über die gewöhnliche Dauer, daß der Vorrath frischen Wassers im Schiffe abnahm und man sich genöthigt sah, jeder Person das Trinkwasser sehr sorgfältig zuzumessen. Dem Kapitain waren täglich zwei Gläser voll gestattet, die Leute, welche die Arbeiten auf dem Schiffe besorgen mußten, erhielten jeder ein Glas und die armen Passagiere nur ein halbes Glas. Bei dieser Kargheit gestattete man, wie sich denken läßt, der kleinen Ceder gar kein Wasser. Allein der Reisende liebte die Pflanze wie sein Kind und theilte mit ihr täglich sein knappes halbes Glas köstlichen Wassers. Daher fügte es sich, daß der Reisende, als das Schiff endlich den Hafen erreichte, so wenig Wasser getrunken hatte, daß er dem Tode nabe war, die junge Ceder dagegen so viel, daß sie als ein schöner, kleiner Bamm von sechs Zoll Höhe frisch da stand. Beim Zollhaus wünschten die Beamten, die allenthalben Schmuggelei wittern, den Hut auszuleeren, denn sie glaubten, es müsse wohl etwas in ihren Augen werthvolleres unter feuchter Erde liegen. Sie dachten an Spitzen oder Diamanten und begannen die Finger in die Erde einzugraben. Der arme Reisende bat indeß inständig, seinen Baum zu schonen, sprach so beredsam von Allem, was in der Bibel von Libanon's Cedern zu lesen ist, redete von David's Haus und Salomo's Tempel, daß sich die Herzen der Leute rühren ließen. So gaben sie denn zu, daß die junge Ceder ungestört in ihrer eigenthümlichen Wohnung bleiben dürfte. Von da aus wurde sie nach Paris geschafft und dort sorgfältig im Jardin des Plantes eingepflanzt. Man setzte einen breiten Ziegelstein als schützenden Schirm dagegen und brachte dabei den lateinischen Namen der Pflanze an, damit alle Welt wissen sollte, es sei etwas Neues und Kostbares. Der Boden war gut und der Baum wuchs bis er den Schutz des Ziegels nicht mehr nöthig hatte, so wie eben so wenig den ehrwürdigen Schutz der lateinischen Inschrift; er wuchs bis er größer war als sein Beschützer, der Reisende; er wuchs, bischer im Stande war, Schatten genug für eine Wärterin und deren Kind zu gewähren, welche in dem anmuthigen Garten auf= und abzugehen hatte und sich der Kühle der dichten dunkeln Zweige freute. Bald breiteten sich die Zweige nach jeder Seite weit aus, so daß noch andere Wärterinnen und andere Kinder sich in ihrem Schatten versammeln und daselbst ihre Spiele treiben konnten. Die Ceder wuchs größer und größer und wurde der edelste Baum an dem Orte. Alle Vögel des Gartens hätten sich in seinen Zweigen wiegen können. Alle Löwen und Tiger, Affen und Bären, Panther und Elephanten der dicht dabei befindlichen Menagerie, hätten sich in seinem Schatten zur Ruhe hinstrecken können. Er wurde der Baum unter allen Bäumen des weitläufigen Gartens, den die Leute am meisten liebten; dort pflegten jeden Donnerstag, wenn die Gärten für Jedermann geöffnet waren, die Blinden, die aus ihrer Anstalt kamen, zu bitten, deß man sie unter die Ceder bringen möchte; dort standen sie dann beisammen, maßen den starken Stamm und riethen darnach, wie breit und wie weit seine Aeste sich ausstrecken müßten. Es war eine Freude, zu sehen, wie sie dem Sange der Vögel oben lauschten und den süßen orientalischen Duft des Baumes einathmeten. Sie dachten dabei an das ferne Morgenland, von wannen man ihnen das wahre Licht, ihr einziges Licht verkündet hatte; sie durften nicht hoffen, das Morgenland mit ihren eigenen Augen zu schauen, allein hier schien es gleichsam in sie zu kommen und sie vermochten es zu fühlen und zu fassen. Es schien, als ob die Blinden die Stummen an den Ort riefen, denn auch die Tauben und Stummen wählten die Ceder zu ihrem Freunde. Die Blinden träumten, daß sie die Ceder sehen könnten, während sie das Geflüster ihrer Zweige hörten; die Tauben meinten den Gesang der Vögel zu hören, während sie diese von Zweig zu Zweig hüpfen sahen. Nicht nur die Blinden und Taubstummen waren am Donnerstag dort zu sehen, auch die armen Findlinge, jene verwais'ten Kinder, deren Väter und Mütter sie verlassen haben, und welche der Mildthätigkeit Fremder anheimgegeben sind, versammelten sich am liebsten unter der Ceder, um rings um sie zu spielen und zu hüpfen; oder sie saßen auch wohl in trüberer Stimmung still darunter und betrachteten die vorübergehenden glücklichern Kinder, die plaudernd und lachend ihren Vätern und Müttern zur Seite waren. Für jene armen Kinder war die Ceder gleichsam ein Vater; Jahr um Jahr maßen sie ihre Größe daran; beim frühesten Zeitpunkt, dessen sie sich entsinnen konnten, waren sie nicht größer als jener kleine Auswuchs der rauhen Rinde gewesen; nun vermochten sie beinahe den niedrigsten schwankenden Zweig zu berühren, wenn der Wind ihn niederwärts bog. Einst befand sich ein Gefängniß am Ende dieses Gartens, ein düsterer, grauenvoller, furchtbarer Ort, wo die Unglücklichen und Schuldigen zu einer Menge unter einander gemischt wurden. Dieses Gebäude war hoch in viele Stockwerke abgetheilt, und bis man das höchste derselben erreichte, war man gewiß erschöpft und außer Athem." Die obern Zellen waren eben so traurig und trostlos, wie die untern leichter zugänglichen; und gleichwohl gaben Alle, die sich irgendwo Geld verschaffen konnten, dasselbe gern hin, um dafür eine der obersten Zeilen erhalten zu können. Was war es, was ihnen die mühselige Höhe so werthvoll machte? Es war der Umstand, daß sie über jenen Wald von Feueressen und übe die öde Fläche der Schieferplatten hinweg die Ceder vom Libanon sehen konnten!— Seine Wangen gegen die rostigen Eisenstäbe drückend, konnte der arme Schuldner Stunden zubringen, während er auf die Ceder blickte. Sie war des Gefangenen Garten und er konnte sich in der Langeweile eines langen, regnigen, sonnenlosen Tages mit dem Gedanken trösten: die Ceder wird morgen desto grüner aussehen. Jedem Freunde und Besucher wurde die Ceder gezeigt und einem Jeden gewährte es Trost, inmitten so großen Elends den Baum sehen zu können. Sie waren in diesem Gefängniß(nämlich St Pelagie) so stolz auf die Ceder, als hätten sie dieselbe gepflanzt. Wer wird das Schicksal der Ceder vom Libanon nicht beklagen? Sie hatte hundert Jahre lang gewachsen und geblühet,— denn Cedern brauchen nicht Jahrhunderte, wie die Eichen, um auszuwachsen,— als, da gerade das hundertste Jahr erreicht war, der edle, der schöne Baum umgehauen wurde, um einer Eisenbayn Platz zu machen. Dies geschah gerade vor zehn Jahren, und nun geht die zischende Dampfmaschine über des Baumes verwitterte Würzel. Dergleichen scheint es, muß freilich geschehen, und wir dürfen keinen der Wechsel, die um uns her in dieser wechselvollen Welt vor sich gehen, zu sehr beklagen— gleichwohl muß uns das Schicksal der Eeder vom Libanon traurig stimmen. Civilstand. Geburten. Den 24. Dezember, Johann Friedrich Wilhelm, S. des Brauers und Bäckers Gottfried Angst, Ppft.ni Den 251, Christian Jakob, S. des Schmieds Christian Etz, Hamm.— Anton Werner, S des Gärtners Werner Schunck, Ppft.— Eva Luise, T. des Tagelöhners Paul Breuer, Oberbilk.— Friederike Coth. Theodore, T. des Schiffers Jakob Peters, Lieferstr.— Johr Julius, S. des Wagners Julias Haucke, Citadellstr. — Gertrud, T. des Tagelöhners Wienand Zimmermann, Ppfort.— Mathias Leopold, S. des Kleidermachers Carl Schüngeler, Mühlenstr. Den 26., Marie Luise Friederike, T. des Gärtners Heinrich Wilhelm Esser, Ppft.— Sophie Johanne Marie, T. des Schiffers Leonhard Jorius, Ruhrort.— Peter Joseph Maria, S. des Kaufmanns Mathias Zittel, Flingerstr. Den 27., Theodor Anton, S. des Gärtners Johann Peter Joseph Funck, Oberbilk.— Adolph, S. des Zeitungsträgers Adolph Schmitz, Altestadt.— Catharine, T. des Kleidermachers Wilb. Zimmermann, Krämerstr.— Gustav Adolph, S. des Schusters Heinrich Klefisch, Neustadt.— Franz, S. des Ackerers Heinrich Fünger, Stoffeln. Den 28., Carl, Sohn des Tagelöhners Johann Wilhelm Rosen, Ritterstr.— Johanne Catharine, T. des Schlossers Wilhelm Stinnes, Ratingerstraße. 4 Uneheliche. Total 22. Heirathen. Den 27. Dezember, Carl August Wilhelm Scheel, Schuster, und Catharine Elisabeth Arnold, Dienstmagd, beide zu Ddorf. Sterbefälle. Den 23. Dezember, Heinrich Jansen, Tagelöhner, 77 J. alt, ledig, Andreasstr. Den 24. Christine Hönberg, 54 J alt, Ehefrau des Leibjägers Anton Schmitz, Neustraße.— Johann Arnold Hoff, 62 J. alt, Münzarbeiter, Ehemann der Mathilde Hansen, Ppft. Den 25., Peter Joseph Lange, 70 J. alt, Koch, ledig, Friedrichsplatz.— Johann Korfmacher, 3 J. 8 M. alt, Hamm. Den 27., Wilhelm Maikaimper, 3 J. 6 M. alt, Kurzestr.— Franz Gerbards, 2 J. alt, Volkerstr. Den 28., Elisabeth Kraus, 2 J. 8 M. alt, Marktstr.— Theresia Elis. Josepha Clostermann, 81 J. 3 M. 10 T. alt Rentnerin, Wittwe des Kreisfekretärs Johann Heinrich Kühlwetter, Breitestr.— Anna Helene Christ. Krüll, 33 Jahr alt, Ehefrau des Maurers Anton Umlauf, Flingern. Den 29., Johann Borgs, 59 J. alt, Gärtner, Wittwer von Christine Steuten, Derendorf.— Magdalene Ditscheidt, 83 J alt, Wittwe des Gartners Heinrich Bürgel, Bilk.— Werner Francken, 74 J. alt, Gärtner, Ehemann der Anna Marie Sophie Suttan, Ppft. Den 30., Johann Peter Severing, 4 M. alt, Ratingerstr— Wilhelm Heinrich Richarz, 54 J. alt, Gärtner, Ehemann der Elisabeth Hilgers, Bilk.— Maria Christina Wilhelmina Lecke, 77 J. 11 M. alt, Wittwe des Kaufmanns Johann Abraham Pieper, Ppft. 1 Todtgeb. Total 17. Tagesbegebenheiten. Im Laufe des vorigen Jahrhunderts soll ein Jude aus Main in einer Kirche dieser Stadt einen goldnen Kelch entwendet haben. Der Dieb wurde zum Tode verurtheilt und als warnendes Exempel in einen eisernen Käfig gehängt. Seine Glaubensgenossen aber stahlen den Dieb sammt dem Käfig und brachten beide nach Bingen. Der Kurfürst bedrohte die israelitische Gemeinde, wenn sie nicht sogleich den Delinquenten und das corpus delicti zurück brächten, mit einer Strafe von je einem Pfund Goldes täglich. Da gelangte denn der Käfig sammt dem Dieb nach Mainz zurück, und der Dieb wurde, in dem Käfig eingesperrt, außerhalb des Judenkirchhofes beerdigt. Soweit die Sage. Dieser Tage wurde nun auf einem zum jüdischen Begrabnißplatz in Mainz angekauften Stück Landes beim Planiren desselben ein eiserner Käfig aufgefunden, der oben und unten mit einer eisernen Platte gedeckt und verschlossen, menschliche Gebeine enthielt. Der Käfig, ungefähr 5 Fuß hoch und von 15 Zoll Durchmesser, wurde am oberen Theile von drei zusammenlaufenden Ketten gehalten, die in einen Ring endend, das traurige Denkmal der Intoleranz in der Luft schwebend erhielten. Aus erklärlicher Rücksicht wird der Käfig schwerlich dem Alterthumsverein überliefert werden. — In Braunschweig ereignete sich vor einigen Tagen ein Unfall auf der Eisenbahn, der wieder einmal den grenzenlosen Leichtsinn mancher Leute recht schlagend darthut. Während der Zug schon ganz nahe war, wollte nämlich ein Wärter noch über die Bayn laufen; er ward aber von dem Zuge erreicht, auf die Schienen geworfen, und die Räder schnitten ihm beide Beine ab. An sein Aufkommen ist kaum zu denken. Charivari. Justinus Kerner theilt im neuesten Heft seines„Magikon" eines in Stuttgart erscheinenden Archivs für Beobachtungen auf dem Gebiet der Geisterkunde und des magnetischen Lebens, unter andern höchst merkwürdigen Spuk=, Geister= und Gespenstergeschichten auch folgende mit: Herr v. Kleist und sein Freund Herr v. Wintergarten gingen nach der Schlacht von Leipzig über das Schlachtfeld und trafen einen schwerverwundeten französischen Offizier, der sie flehentlich bat, seinem Leiden ein Ende zu machen und ihn vollends zu tödten.— Die beiden Freunde gingen aber fort, um einen Chirurgen zu holen, der dem Offizier beisteben solle.— Dieser aber, da er sah, daß sie nine Bitte nicht erfüllen wollten, rief ihnen die gräßlichsten Flüche und Verwünschungen nach Längere Zeit nach diesem Vorfall wollte Kleist einen Oheim in den Rheingegenden besuchen, sein Freund Wintergarten begleitete ihn, sie trafen den Oheim nicht zu Hause, und machten deswegen einen Spaziergang mit einander, auf diesem Gang kamen sie an eine Ruine, in der ein noch ziemlich gut erhaltener Thurm war, es war eine schöne Mondscheinnacht, und da der Oheim noch nichts von ihrer Ankunft wisse, also auch nicht in Sorgen um sie sein könne, so beschlossen sie, hier über Nacht zu bleiben. Der Wächter dem sie es sagten, rieth ihnen ab, es zu thun, der Thurm sei nicht zum Bewohnen eingerichtet und habe keine Betten us s. w. Da sie aber doch nicht davon abstehen wollten, sagte er ibnen: es sei in diesem Thurm nicht sicher vor Gespenster und sie würden gewiß unglücklich, wenn sie hier blieben; dieses reizte sie aber um so mehr— sie blieben, ließen sich Licht bringen— und setzten sich an einem Tischchen, jeder ein geladenes Pistol vor sich und zwei Lichter einander gegenüber und redeten so lange miteinander.— Mitternacht war vorüber, ohne daß ihnen etwas begegnete; auf einmal sah Kleist, daß die Thüre aufging und der französische Offizier, der ihnen die fürchterlichen Flüche und Verwünschungen nachgerufen hatte, trat herein, und auf einem Teller hielt er den Kopf von Wintergarten, den er Kleist hinreichte. Dieser ganz darüber entsetzt, wehrte ihn von sich ab— der Franzose drang aber immer heftiger auf ihn ein, und Kleist nahm in der Verzweiflung sein Pistol und feuerte es auf die Erscheinung ab— er erwachte— und sein Freund Wintergarten lag todt vor ihm, die Kugel war mitten durch die Brust gegangen. Kleist war von diesem Augenblicke an wahnsinnig." Es liegt in dieser frappanten Geschichte ein tiefer poetischer Zäuber. — Ein französischer Orientalist legte neulich der Akademie der Wissenschaften in Paris ein chinesisches Werk vor: Das Herbarium, um vom Hungertode zu retten. Sechs Bände in Octav. Diese enthalten die Beschreibung und Abbildungen von 414 Pflanzen, deren Blätter, Stiele, Wurzeln Nahrungsmitteln liefern können, wenn Trockenheit, Heuschrecken, Ueberschwemmungen der großen Flüsse Reiß= und GetreideMangel herbeigeführt haben. In China werden jährlich viele Tausende von Exemplaren dieses trefflichen Werkes unter die Armen der Districte, die von Calamitäten befallen sind, gratis vertheilt. Dieses Werk rührt ursprünglich her von dem fünften Sobne des Kaisers Hong=Wou, der 1368 den Thron bestieg, ist von dem Minister Sin=Kouang=Khi durchgesehen und vermehrt und mit allen bis auf den heutigen Tag gemachten Entdeckungen vervollständigt. — Ein merkwürdiges Beispiel modernen Mangels an Pietät theilt ein englisches Blatt mit, nämlich daß Millionen Scheffel Menschenknochen vom Kontinent zu Hull angelangt sind, um dieselben für die Bodenverbesserung zu verwenden. Diese Knochen sind gesammelt worden auf den Schlachtfeldern von Leipzig, Austerlitz und Waterloo und vermischt mit Pferdeknochen. Man wird sie nach Yorkshire transportiren, dort in Mehl verwandeln und von dort nach Doncaster schaffen, wo sie als Dünger verkauft werden. — Der König Ferdinand von Neapel ging jüngst durch die Straßen seiner Stadt spazieren, als ihn ein Haufe Lazzaroni umgab, sich über die Theuerung und die Noth beklagte und Abhülfe von diesem unerträglichen Zustande forderte. Se. Maj. gab den Petenten zur Antwort: das sei die Strafe Gottes wegen ihrer Sünden. Die Lazzaroni aber versetzten: sie glaubten das keineswegs, sondern hielten dafür, die Theuerung und Noth werde vielmehr durch die Unwissenheit und Unredlichkeit der Minister verschuldet. — Das Intelligenzblatt einer östreichischen Zeitung entbielt kürzlich folgende Anzeige:„Empfehlung. Da ich in hiesiger Stadt angekommen bin die Ratten und Mäus zu vertreiben. Auch führe ich einen Wunderbalsam bei mir wider die Wanzen wo man sie verspüren thut nur mit einer Feder durchstreichen. Keines von diesen Mitteln ist weder Thüren noch Menschen schädlich, außer was blind geboren Das muß von diesen berühmten Mitteln sterben alsbald um einen sehr billigen Preiß." — Der im Bereiche der Chemie als Schriftsteller und anerkannte Autorikät allgemein bekannte Gelehrte, Freiherr v. Berzelius, ist in Stockholm gefährlich erkrankt, und man zweifelt an seiner Genesung. Der untere Theil des Körpers ist nämlich gänzlich abgestorben und gefühllos, während die obere Hälfte gesund und die Geisteskräfte ungeschwacht sind. Daß bei einem solchen Zustande der Mensch noch lange leben und wirken könne, erwies uns bis vor nicht langer Zeit der Hamburger Schriftsteller Georg Lotz. — Kürzlich verlor ein in der Güter=Expedition des berlin= yamburger Bahnhofs angestellter Beamter durch eigene Unvorsichtigkeit sein Leben. Er zählte bei dem Schein einer Lampe in der Nähe des Bahngeleises sein Geld, wurde dabei von einer vorüberfahrenden Locomotive ergriffen und auf der Stelle getödtet. Der Unglückliche hinterläßt eine Frau und mehre Kinder. — Ein Student aß bei einem sehr geizigen Professor der Anatomie: Da ihm mehr Knochen als Fleisch vorgesetzt wurden, nahm er eine Rippe und betrachtete sie sehr genau.„Was machen Sie da?" fragte der Professor.„Mir fällt eben," antwortete der Student,„Ihre Theorie von der Strucktur der Knochen ein, und da sehe ich denn, ob was dran ist.“ — An einer Gesellschaftstafel fragte ein Junker den verstorbenen Professor Engel, was denn eigentlich der Unterschied zwischen einem Lustspiele, Schauspiele und Trauerspiele sei. Jakob Engel antwortete:„Daß Sie dies nicht wissen, ist für mich ein Lustspiel, für die Gesellschaft ein Schauspiel, für Sie ein Trauerspiel." — Bei der Table d'Hote eines Gasthofes in München, meldet das „Tagblatt," schrieb ein Gast nach der Suppe seinen letzten Willen nieder, weil er gewiß glaubte, er werde das Fleisch nicht mehr erleben. — In Perigueux ist das Beil der Guillotine gestohlen worden. Es gibt also nichts Ehrwürdiges mehr auf der Welt! ruft bei dieser Gelegenheit ein legitimes Blatt aus. — Welcher Abgrund von Elend und Verderbniß liegt vor uns eröffnet! ruft der Pariser Korrespondent der Tr. Ztg. aus. Vor den Assisen der Yonne steht ein Vater der einst sechs Kinder hatte. Die gütige Natur schien ihm dies herrlichste Geschenk während eines Augenblicks entsetzlicher Vergessenheit gegeben zu haben: sie glaubte einem Menschen die junge Generation anvertraut zu haben, und warf sie einem Tiger vor. Callot! Entsetzlicher Name! Deinen berüchtigten Namensbruder Callot d'Herbois nannte die Repolutionszeit nur le feroce Callot (der grausame Callot)— und doch war der Zerstörer von Lyon noch ein Lamm gegen dies Scheusal! Callot hatte einst 6 Kinder; nur 3 sind davon noch am Leben— die drei todten hat er eins um andere aus der Welt geschafft. Die beiden ersten erstickte er in ihrem Bette, doch wußte er seine scheußliche That in einer Art zu begehen, daß er den Verfolgungen der Justiz entging. Nach dem Tode dieser beiden wollte er sich seiner Frau und der vier Kinder zumal entledigen, und lud sie ein, zu ihm in eine Grube auf dem Felde zu ziehen, die er selbst gegraben. Die Mutter widerstand, sie abnte, daß die Höhle ihr Grab werden sollte,— und richtig stürzte sie kaum zwei Tage nach der Einladung, dorthin zu kommen, ein. Von der Zeit an ließ die Mutter ihre beiden jüngsten Kinder keinen Augenblick mehr ohne Aufsicht, sie wußte, ihr Vater sei ihr größter Feind; nur ein einziges Mal versah sie es— und eine halbe Stunde genügte dem Tiger, um einem dreijährigen Kinde so viel gestoßenes Salz in den Mund und die Gedärme, zu stopfen, daß es bei der Rückkehr der Mutter in ibren Armen verschied. Doch die Jury fand auch diesmal mildernde Umstände und die Bestie bleibt der Gesellschaft erhalten. — Zeitungs=Annoncen aus Wien. 1. Eine wohlconditionirte Frau zwischen 30 bis 40 Jahren, sehnt sich, einen ledigen, kränlkichen Mann nach einem Badeort, am liebsten nach Karlsbad, zu begleiten, und besitzt die hiezu nöthigen Eigenschaften um so mehr, als sie ihren seligen Mann durch drei Jahre nach diesem Badeorte glücklich hinführte, und wahrscheinlich noch hingeführt haben würde, wenn der Herr ihren guien Gatten nicht zu sich zu rufen beschlossen bätte. Für consequentes Benehmen und gefälliges Aeußere wird gebürgt. Adressen abzugeben bei der Milchfrau Nr. 40. 2. Ein romantisch gelegenes Haus mit der echt idyllischen Aussicht auf die Kuhweide, nebst trefflichen dazu gehörigen Fisolenanlagen ist aus freier Hand zu zu verkaufen. Uebrigens ist das Gebäude so beschaffen, daß man es nach Wunsch niederreißen, und den Bauplatz anderartig benützen kann. Vorzüglich aber glauben wir auf den 6 Klafter tiefen Brunnen aufmerksam machen zu müssen, obwohl er schon mehre Monate kein Wasser gibt. Kauflustige sind sehr erwünscht Herrn Joseph N. Brunnstraße, an der Ecke der Kuhweide. — Ein Adjutant des Kaisers von Rußland ist zu dem speziellen Auftrage in Paris, die französische Kriminaljustiz zum Zwecke beabsichtigter Reformen in Rußland zu studiren. In Deutschland wird man jetzt also keine solche Furcht vor der französischen Justiz mehr haben dürfen, da Rußland ja sich nicht mehr davor fürchten zu wollen scheint. Doch freilich ist die„Hypocrisie" der russischen Gesetze weltbekannt. —(Englische Fahnentreue!) Laut dem Sun desertiren von der britischen Armee jährlich im Durchschnitt 2500 Mann. Die meisten Ausreißereien kommen in Kanada vor, wegen der Nähe der Vereinigten Staaten. Von Deutz(Köln) nach Düsseldorf 7 U., 10 U. 50 M. Vorm., 4 U. und 6 U. Nachm.(Ankunft: erster Zug Mittags 12 U., dritter Abends 9 U. in Hamn; zweiter Zug Nachm. 1 U. 40 M. in Essen; vierter Zug Abends 7 U. 50 M. in Düsseldorf.) Von Hamm nach Minden 6 U. 20 M. Morg., 12 U. Mitt.(Ank. in Minden Morg. 10 U. 25 M. u. Nachm. 4 U.) Von Minden nach Hamm 7. U. Morg., 12* U. Nachm.(Ank. in Hamm Vorm. 11 U. 5 M., Nachm. 47 U.) Von Hamm nach Deutz(Köln) 6½ U. Morg. und 4½ U. Nachm; von Essen desgl. 2 U. 25 M. Nachm.; von Düsseldorf desgl. 8 U. 5 M. Morg.(Ank. in Deutz 9 U. 10 M., 11 U. 36 M. Vorm., 5 U. 50 M. Nachm., 9½ U. Abends.) Von Düsseldorf nach Hamm 8 U. 20 M. Morg.; nach Essen 12 U.5 M.; nach Hamm 5 U. 20 M. Nachm. Von Düsseldorf nach Deutz 8 U. 5 M. Morg., 10 U. 30 M. Vormittags, 4 U. 5 M. Nachm. u. 8 U. 18 M. Abends. Von Düsseldorf nach Elberfeld 7 U., 9½ U. Morg., 12½ U. M., 2½ U., 5½ U. Nachm., 8½ U. Abends. Von Elberfeld nach Düsseldorf 62 U., 9½ U. Morg., 12 U. Mitt., 27 U., 5½ U. Nachm., 8 U. Abends. Von Elberfeld nach Schwelm 7½ U., 11, U. Vorm., 2 U., 38 U., 7 U. 10 M Nachm. Von Schwelm nach Elberfeld 8 U. Vorm., 12½ U., 27 U., 4; U., 7 U. 55 M. Nachm. Von Köln nach Bonn 7½ U., 10 U., 11½ U Morg., 22 U., 5½ U., 77 u. Nachmittags. Von Bonn nach Köln 7½ U., 82 U. Morg., 12 U. Mitt., 21 U., 5 u. 7 u. Abends. Von Paris nach Brüssel 8 U. Morg., 8 U. Abends. Von Ostende nach Brüssel und Antwerpen 63 U., 10 U. Morg, 3 U., 4, U. Nachmittags. Von Köln nach Aachen und durch ganz Belgien, in Verbindung mit den Nachtszügen nach Paris 6½ U. Morg, Personenzug; bis Antwerpen, Brüssel und Gent 92 U. Morg., Personenzug; bis Lüttich 27 U. Nachm., Personenzug; bis Aachen 6, U. Nachm, Personenzug. Von Aachen nach Köln 6½ U., 11 U. Morg, 2½ U., 5? U., 65 U. Nachm. 12 Wasserhöhe. Den 3. d., Morgens 8 Uhr: 3 Fuß 8 Zoll. Wind: Süd=Ost. Der Rhein ist frei von Eis. Jag, 8, u. gemischter Zug; 12½ U. Mitt., Personenzug; 4 U. Nachm., Personenzug; 4? U. Nachm., gemischter Zug; 7? U. Abends, Personenzug. Von Brüssel nach Köln 62 U., 10, U. Morg., 2 U. Nachm.; nach Östende, Courtray, Tournay und Lille 7½ U., 11½ U Morg., 4; U. Nachm; nach Antwerpen 6 U, 8? U., 10½ U., 11½ U. Morg., 1½ U., 4 U, 8 U. Nachm.; nach Paris 81 U. Morg, 6½ U. Abends. Von Antwerpen nach Brüssel 6 U., 7 U., 97 U, 11 U. Morg., 2 U., 4½ U., 63 U. Nachm.; nach Köln 6 U., 9½ U. Morg. Von Amsterdam über Harlem, Leiden und Haag nach Rotterdam 9 U, 11; U. Morg., 4½ U. Nachm., 7½ U. Ab.(Ank. in Rotterdam 9½ U. Morg., 12 U. Mitt., 2½ U., Nachm., 7 U. 22 M., 10 U. 33 M. Ab.) Von Rotterdam über Haag, Leiden und Harlem nach Amsterdam 8 U., 101 U., Morg., 3 U., 5½ U., 7½ U. Nachm.(Ank. in Amsterdam 10 U. 54 M. Morg., 1 U. Mitt., 5 U. 53 M., 10 U. 37 M. Ab.) Von Arnheim nach Amsterdam 7 U. 10 M., 11 U. 30 M und 3 U. 35 M. Von Amsterdam nach Arnheim 7 U. 45 M., 11 U. 55 M. und 5 U. 27 M. Von Minden nach Hannover 6 U. 35 M, 11 U. 10 M. und 5 U. Von Hannover nach Minden 6 U. 10 M., 9 U. 55. M. und 5 U. 20 M. Von Hannover nach Magdeburg 4 U. 30 M., 11 U. 30 M. und 3 U. 15 M. (bis Braunschweig). Von Magdeburg nach Hannover 4 U. 27 M., 10 U. 45 M. und 3 U. Von Magdeburg nach Leipzig 6 U. 15 M., 11 U. 30 M. und 4 U. Von Magdeburg nach Berlin 8 U. 30 M., 12 U. und 6 U. 15 M. Von Leipzig nach Magdeburg 6 U. 15 M, 11 U. und 3 U. Von Leipzig nach Dresden 6 U., 1 U. und 5 U. Von Berlin nach Magdeburg 9 U., 5 U. und 10 U. Abends. Von Halle nach Eisenach 9 U., 2 U 15 M. und 7 U. Abends(bis Weimar). Von Eisenach nach Halle 5 U. 45 M., 10 U. 15 M. und 2 U. 45 M. Von Hannover nach Haarburg(Hamburg) 9 U. 10 M., 3 U. 20 M und 8 U. Ab.(bis Celle). Von Haarburg nach Hannover 7 U. 30 M., 4 U. und 6 U. 10 M.(bis Uelzen.) der vom 22. bis 31. Dezember 1847 beim OberPost=Amt zu Düsseldorf als unbestellbar zurückgekommenen Briefe, welche von den Absendern bei der Ober=Post=Kasse in Empfang genommen werden können. 1. Wenseler in Montabaur. 2. Hasberg in Reusrath. 3. Brandt in Hilden. 4. Uhr in Baumberg. 5. Römer in Wersten. 6. Nesselbusch in Grafenberg. 7. Knecht in Braunschweig. 8. Rödder in Cöln. 9. Plum in Elberfeld. 10 Ploemacher in Kempen. 11 Holwe in Hoerde. 12. Hahn in Willich. 13. Fesland in Monheim. 14. Berghaus in Wüstenhoff 15. Peters in Wesel. 16. Vogt in Mülheim an der Nubr. 17. Runges in Nymwegen. 18. Müschenich in Hittorf, 19. Buschmann in Hittorf. 20. Muhr in Hittorf. 21. Boes in Monbeim. 22. Hinks in Monheim. 23. Bauer in Cöln. 24. von Brauchitsch in Wesel. 25 Pesch in Immerath. 26. Hahn in Willich. 27. Hellenbroich in Uerdingen. 28. Bleton in Homburg. 29. Reinach in Frankfurt a. M. 30. Keil in Cöln. 31. Köhler in Deutz. 32. Skonzinak in Brüssel. 33. Apotheker in Antwerpen. 34. Keuther in Anvers. 35. Ankerstraße in Lüttich. 36. Schmidt in Elberfeld. 37. Mergelkamp in Dortmund. 38. Fuchs in Bürrig. 39. Monteran in Barmen. 40. Von in Hahren. 41. Michels in Cöln. 42 von Spee in Düsseldorf. 43. Koch in Bochum. 44. Bonn in Fliktorf. 45. Steinbüchel in Cöln. 46. Schmitter in Kempen. 47. Hilgers in Hamm. 48. Johr in Uerdingen. 49. Michels in Cöln. 50. Röhlen in Horstchen. 51. von Spee in Dusseldorf. 52. Beuer in Unterbach. 53. Rodter in Cöln. 54. Borlet in Elberfeld. 55. Nagelschmidt in Mehlbruch. 56. Altenbech in Monheim. 57. Fuchs in Düsseldorf. 58. Fuchs in Dusseldorf. 59. Katz in Elberfeld. 60. Gianella in Elberfeld. 61. Lohde in Pempelfort. 62. Bahn in Cöln. 63.* Schulze in Coblenz 64. Bank in Mettmann. 65. Hansen in Wesel. 66. Stappers in Vierßen. 67. Kusemann in Soest. 68 Clemens in Altena. Bekanntmachung. Ich mache hiermit auf folgende Bestimmungen der Instruction des hohen Staats=Ministeriums vom 31. Dez. 1839, Privatschulen und Privatlehrer betreffend aufmerksam Nach§. 14 und 15 dieser Instruction müssen Personen, welche ein Geschäft daraus machen, Privat=Unterricht, sowohl in Familien als in PrivatUnterrichts Anstalten zu ertheilen, zuvor die Erlaub niß der Ortsschulbehorde einholen. Ausgenommen hiervon sind nach§. 16 der vorgedachten Instruction Geistliche und öffentliche Lehrer, so wie auch die an öffentlichen Schulen beschäftigten Sprach-, Gesangrc. Lehrer, welche ihr Vorhaben blos bei der Ortsschulbehörde anzuzeigen haben. Ferner haben nach §. 19 der qu. Instruction diejenigen, welche in das Verhältniß eines Hauslehrers oder Erziehers zu treten gesonnen sind, sich zuvor mit einem Erlaubnißscheine der Königlichen Regierung zu versehen, welcher bei der Stadtpolizeibehorde nachzusuchen ist. Privat=Unterrichts=Anstalten, Warteschulen und Schulen für weibliche Handarbeiten durfen nur nach zuvor eingeholter Genehmigung der Ortsschulbehörde resp. der Koniglichen Regierung gegründet werden. Indem ich die genaue Beachtung dieser Vorschriften hiermit anempfehle, fordere ich namentlich alle Privat=, Elementar=, Sprach, Gesang=, Musik=, Zeichnen= und Tanzlehrer auf, die denselben von der hiesigen städtischen Schul Commission pro 1847 ausgefertigten Erlaubnißscheine zur Erneuerung für das Jahr 1848 bis zum 12 Januar 1848 dem Unterzeichneten einzureichen; diejenigen Privatlehrer aber, welche mit einem ähnlichen Erlaubnißscheine noch nicht versehen sein sollten, denselben binnen gleicher Frist bei dem Unterzeichneten nachzusuchen, wobei ich darauf aufmerksam mache, daß diejenigen, welche nach dem angebenen Termine ohne Erlaubnißschein Privat=Unterricht ertheilen, zu gewärtigen haben, daß ihnen dies polizeilich untersagt wird. Düsseldorf den 30. Dezember 1847. Der Oberbürgermeister v. Fuchsius. Ein kleiner braunrother Wachtelhund ist abbanden gekommen., Wer ihn Stein= weg 199½ zurückbringt, erhält eine gute Belohnung. Ein auf einer belebten Straße gelegenes, bei quem eingerichtetes Haus, ganz in der Nähe des Regierung=Gebaudes, aus 16 Theilen bestehend, ist entweder ganz oder getheilt zu vermiethen und gleich zu beziehen(Näyeres Kasernenstraße Nr. 801. Berichtigung. In der gestrigen„Leisen Anfrage über ein lautes Bedürsniß“ muß es heißen: 230 statt 320 Kinder. Verdin Der unterm 30. v. M. stattgehabte Verding der Kieslieferung aus der Grube Elfgen, so wie der Lieferung von Basalt=Pflastersteinen, ist von Königlicher Regierung nicht genehmigt worden, und wird daher hierzu ein neuer Termin auf Donnerstag den 20sten Januar k. J., Vormittags um 10 Uhr, beim Gastwirthe Servaes hierselbst, anberaumt. Preis=Verzeichnisse und Versteigerungs=Bedingungen sind bei dem unterzeichneten Baubeamten einzusehen. Neuß den 23. Dezember 1847. Der Wegebaumeister Weise. Wohnungs-Verlegung. Daß ich meine Wohnung aus der Liefergasse nach der Wallstraße in Nr. 693 neben Herrn Conditor Geisler verlegt habe, zeige ich meinen geehrten Kunden hierdurch ergebenst an und bitte um recht zahlreiche Aufträge bestens. Zugleich empfehle ich meine neue eingerichtete Wirthschaft mit guten Weine und Bier. Fr. Schmitz, Hauderer. (11) Am Neujahrstag ist auf dem Wege von der Bergerstraße bis zum Bergertbor eine silberne Armkette mit zwei Granatsteinen und einem Herzchen versehen, verloren worden. Wer dieselbe in der Expedition d. Bl. zurück bringt, erhält 1 Thaler Betoynung Dem Spatzengarten gegenüber ist der 2. Stock, bestehend aus fünf Theilen, zu miethen und gleich zu beziehen. Näheres bei A. Kopetzi Das von Hrn. A. Forberg bewohnte Unterhaus, Grabenstraße Nr. 723, ist zu vermiethen. Näheres zu erfragen auf dem 1. Stock. Ein Garten nebst Gärtnerwohnung ist zu pachtenLambertusgasse Nr. 238. Eine Wohnung ist für eine stille Familie zu miethen, Nr. 153 Reubrückstraße. Junggesellen= u. St. SebastianusSchützenverein zu Derendorf. Den Freunden und Mitgliedern des Vereins theilen wir hierdurch mit, daß der Einsender des Schmähartikels— gegen unsern Schützen=General gerichtet— denselben als Verläumdung erklärt und nachher ein Vergleich stattgefunden hat, worüber jedoch der Unterzeichnete eine Besprechung mit den Mitgliedern für nöthig erachtet und raumt deshalb eine Sitzung an, welche bei Herrn Erkens Donnerstag den 20. d., Abends 7 Uhr, stattfindet, wozu ergebenst einladet Der Vorstand. Kanarien-Vögel. Durch Gegenwärtiges mache ich den Bewohnern Düsseldorf's und der Umgegend die ergebene Anzeige, daß ich am 4. Januar bei Gastwirth Herrn Kampmann im Berliner Hof mit 1200 Stück Kanarien=Vögeln(Hallische alte Hollborner) eintreffen werde, und halte mich zum Verkaufe bestens empfohlen. Friedrich Schröder, Vogelhändler aus dem Harzgebirge. Anzeige. Daß ich Schuhe und Stiefel mit Gutta=PerchaLeder, so wie auch neue Gummi-Schuhe verfertige und auf Verlangen dieselben besohle, zeige ich einem geehrten Publikum hiermit ergebenst an. Mühlensip, Flingerstr. 525, der Mittelstr. gegenüber. Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich neben meinem bekannten Hauderer=Geschäft mit dem heutigen Tage in meiner neuen Behausung eine Wirthschaft eröffnet habe, welche ich bestens empfehle. Grubenhoff, Hauderer. Flingerstraße. Am 27. Dezember v. J. wurde mir eine Ziehkarre ab geliehen, welche bis jetzt nicht zurückgebracht wurde. Derjenige, welche hierüber Auskunft geben ka n, erhält eine Belohnung. Vor dem Ankauf wird gewarnt. Friedr. Hollmig, Ritterstraße. 10) Sonntag Nachmittag ist auf dem Wege von der Bilkerstraße bis zum Schwanenmarkt eine goldene Broche mit den Ansichten von Nonnenwerth, Drachenfels und Rolandseck verloren worden. Der redliche Finder erhält bei Zurückgabe derselben von der Exped. d. Bl. eine gute Belohnung Ein schön möblirtes Quartier nebst Stallung ist zu vermiethen, Oberhochstraße Nr. 967. Theater=Anzeige. Dienstag den 4. Januar: kein Theater. Mittwoch den 5. d.: Intriguen=Lustspiel in 5 Akten, nach Scribe von Cosmar. Ich beehre mich die Anzeige zu machen, daß es mir gelungen ist, Fräulein von Marra für zwei Gastdarstellungen zu gewinnen. Dieselben werden Dienstag den 11. und Donnerstag den 13. d. M. außer Abonnement stattfinden. Die Preise haben wegen der außergewöhnlichen Kosten für Loge, Sperrsitz und Parterre=Loge auf einen Thaler und für das Parterre auf 17½ Sgr. pro Billet erhöht werden müssen. Für die sehr geehrten Abonnenten werde ich die Plätze bis zum 7., Abends, reserviren, und schon morgen bei denselben eine Liste zur gefälligen Einzeichnung für eine oder beide Vorstellungen herum tragen lassen. Nach dieser Zeit werden die Einzeichnungen der übrigen einheimischen oder auswärtigen Theaterfreunde für Loge, Sperrsitz und ParterreLoge in dem Büreau des Kassirers in den Morgengenstunden von 9 bis 11 Uhr entgegen genommen. Düsseldorf den 2. Januar 1847. W. Böttner. Fremdenblatt. Angekommen am 2.—3. Januar: Im Hof von Zweibrucken bei Capellen. Bender, Kfm a Lengerich. Walthe, Kfm a Osnabrück. Richardts, Apotheker a Tecklenburg. Ullmann, Kfm a Bonn. Peltzer, Kfm a Mülfort. Johnson, Künstler a London. Steinert, Kfm a Coblenz. Rellbach, Kfm a Meiningen. In den drei Reichskronen bei Beeking. Watbach, Kfm a Frankfurt. Smith, Rent. a England. Harfes, Kfm a Iserlohn. Sutorf, Kfm a Hamburg. Obmann, Kfm a Magdeburg. Brissot, Kfm a Paris. Hoogenaar m. Fam., Rent. a Holland. Nartin, Kfm a Aachen. Im Cölnischen Hof bei Juppen. Jost, Kfm a Braunschweig. Schlechter, Kfm a Wesel Innber, Part. a Dresden. Ulner, Gutsb. a Coblenz. Barth, Kfmaa Rüdesheim. Kalcher, Kfmn a Mainz. Cleff, Part. a. Barmen. Finck, Kfm a Düren. Hinkel, Kfm a Hamburg. Kipferling, Kfm a Berlin. Dähne, Kfm a Berlin. Drittler, Kfm a Frankenthal. Sussner, Part. a Carlsruhe. Jaeger, Kfm a Cöln. Im Breidenbacher Hof bei CapellenHeidendahl. Se. Durchlaucht der Prinz Max von Croy,a Brüssel. Frhr. von Wredy, a Cortlinghausen. Fräul. von Commerell, a England. Diergardt, Kfm a Vierßen. Bauer, Kfm a Holtern. Mengers, Gutsb. a Lichtenfels. Buisseret, Rentner a Brüssel. Caroyet, a Brůssel. Zum Prinzen von Preuszen bei Wittwe E. Schleger. Bilke, Kfm a Dortmund. Kirschner, Kfm a Cöln. Fischer, Ingenieur a Aachen. Maleth, Kfm a Cöln. Vogelsang, Fabr. a Münster. von Oertzen, Lieutenant a Düsseldorf. Koch, Kfm a Hamburg. Huttrich, Geometer a Hamburg. Im Bönnischen Hof bei Rösberger Söling, Kfm a Essen. Ullenbusch, Condukteur a Duisburg. Hiegemann, Kfm a Cöln. Treitilssohn, Kfm a Bingen. Kropp, Kfm a Rheydt. Grünberg, Kfm a Coblenz. Heinemann, Kfm a Aachen. Beiteler, Kfma Neurenberg. Koch, Kfm a Wesel. Fridami, Kfm a Frankfurt. Lechenbeck, Kfm a Hamburg. Mole, Kfm a Amsterdam. Im Kömischen Kaiser bei G. Engels. Kaufmann, Kfm a Geldern. Lichtenfels, Kfm. a Elberfeld. Wilms, Kfin a Elberseld. Heinrichs, Part. a Erkelenz. Junge, Kfm a Cöln. Tenhaeft, Kfm a Hagen. Pauen, Kfm a Gladbach. Dahl, Kfm a Cöln. Bender, Kfm a Aachen. Hiller, Maler a Mainz. Im alten Kaffehaus bei Heuser. Kolping, Kaplan a Elberfeld. Mallepree, Kfm a Werden. Dresel, Kfm a Duisburg. Kohl, Beamter a Hartingen. Frantzen, Kfm a Emmerich. Wellen, Kfm a Cleve. Schmitz, Kfm a Cöln. Aßmann, Kfm a Osnabrück. Bei B. Simon. Salomon, Kfm a Mülheim. Moriz m. Faml, Kfm a Magdeburg. Herz, Kfm a Rheinberg. Dessauer, Kfm a Limburg. Auerbach, Krin a Limburg. Im Berliner Hof bei". Kampmann. Müller, Müblenbauer a Crefeld. Hegemann, Hdlsm. a Elberfeld. Jansen m. Frau, Kfm a Cleve. Deters, Söldat a Dorsten. Niebuhr, Kfmea. Bielefeld. Herwig, Kfm a Martinfeld. Stadler, Kfin a Martinfeld. Zum neuen Krahnen bei Rüsgen. Tillmann, Fabr. a Lennep. Brinks m. Frau, Schiffer a Rotterdam. Nobel, Priv. a Emmerich. Trager, Holsm. a Gustdorf. Schulten, Kfm a Rheinbellen. Martin, Kfm a Neuwied. v. Einte, Schiffer a Amsterdam. Wins, Hdlsm. a Gustdorf. Sauer, Hdlsmu al Gustdorf. Verantwortlicher Redakteur: K. Denice— Druck u. Verlag der J. Stahl'schen Buchhandlung Karlsplatz Nr. 1043.