Erscheint täglich außer Montags. Abonnementspreis: vierteljährlich 1 Thlr. Auswärts bei allen preuß. Posten 1 Thlr. 5 Sgr. und Kreis=Blatt. Einrückungsgebühren für die Petit=Zeile oder deren Raum 1 Sgr. Anzeigen werden bis 11 Uhr Vormittags angenommen. Vo 268. Freitag den 8. November 1850.(Gottfried.) 12. Aus Düsseldorf. Der König von Baiern hat die Maler Alfred Rethel(gegenwärtig in Aachen) und Ernst Deger zu Düsseldorf zu Ehrenmitgliedern der königl. Akademie der bildenden Künste zu München ernannt. *(Theater.) Mittwoch den 6.:„Die Nachtwandlerin", Oper von Bellini. Ist„Norma" das am meisten künstlerisch ausgearbeitete Werk Bellini's, so hauchte er dagegen in die „Nachtwandlerin" die ganze Melancholie seiner Seele und sein innerstes, persönlichstes Leben und Lieben athmet uns aus diesem Anbetungsopfer für Madame Malibran entgegen. Es träumt sich so angenehm bei diesen sanften, lieblich reizvollen Melodieen, wenn auch eine Einseitigkeit der Rhythmen und Tonwendungen die Oper beherrscht, eine Einseitigkeit, welche der geniale, leider so jung in seines Herzens Trübe verstorbene Komponist eigentlich nur in der„Norma" überwunden hat. Die ganze Somnambule ist ein einziger Klang ungestillter Sehnsucht, eine musikalich-dramatische Elegie. Selbst in den freudigen, bewegten Motiven zittert die allgemeine schmerzvolle Stimmung nach, und deren persönliche Beziehung auf ein reich begabtes, schnell verblühtes Gefühlsleben hat auch für uns ein Interesse, wenngleich wir die pikante Sentimentalität nicht mit entsprechender Empfindsamkeit zu würdigen wissen. Die„Nachtwandlerin" wird von allen Sängerinnen mit Vorliebe gegeben; alle notableren Kräfte der deutschen Bühne versuchen sich daran. Auf der heutigen Vorstellung ruhte ein Unstern; es fehlte ihr an der belebenden Wärme. Wenn wir auch den auf die Einstudirung verwendeten Fleiß nicht verkennen wollen, so wollte doch Manches heute nicht recht ineinandergreifen. Es ist dieses aber nicht immer zu vermeiden; bei dem besten Willen ereignet sich so etwas, ohne daß man die Schuld einer bestimmten Persönlichkeit zuschieben darf. Fräulein Gilbert(Amine) entfaltet immer mehr ihre Befähigung und die reiche Aussteuer ihres künstlerischen Talentes. Ihr gediegener seelenvoller Gesang flößt allen Hörern ein reines ungetrübtes Wohlgefallen ein und reißt unwillkürlich hin. Höchst gelungen waren die Scenen des Somnambulismus, in deren Haltung uns taktvolle Weiblichkeit und ein sanft getragener, äußerst lieblicher Gesang erfreute; eben so müssen wir die Ausführung der reizenden Schlußcavatine hervorheben. Hier war Gefühl, delicater Vortrag und Feuer überall an der rechten Stelle. Die Künstlerin verdiente und erhielt Beifall.— Herr Czechowsky(Elwin) entwickelte recht viel Gefühl; auch war sein Gesang in den bedeutendsten Momenten recht rein und wohlklingend, in anderen dagegen fehlte es an Feuer des Vortrages und Ausdauer der Stimme; doch verdient sein sichtbares Streben, allen Anforderungen gerecht zu werden, Anerkennung. Herr Föppel(Graf Rudolph) wußte der sentimentalen Weichheit, welche auch diesen Charakter färbt, nicht den geeigneten Ausdruck zu geben, wie andererseits mehr Wärme im Tone und ein entschiedeneres Auftreten hätten imponiren müssen. Die Nebenpartieen genügten; die Chöre wirkten ebenfalls befriedigend. Zur Länder= und Völkerkunde. San Franzisco bei Tage. Von halb sechs Uhr des Morgens, eine Stunde lang, übertönt das Geläute der unzähligen Speisehausglocken, die zum Frühstück rufen, jedes Geräusch in der Stadt. Hotels, Restaurationen, Speisehäuser aller Art gibt es fast so viel, als Spieltische, und ebenso mannigfache. Die Tables d'Hotes erster Classe, die eine Mahlzeit für zwei Dollars und darüber verabreichen, sind außerordentlich besucht. Andere einfachere und von soliderem Preise werden von denjenigen frequentirt, die erst ihr Glück machen wollen. Ein Beefsteak mit wenigen Kartoffeln und eine Tasse Kaffee oder Chocolade, kann man für einen Dollar ganz gut haben. Frisches Rindfleisch, Brod, Kartoffeln und alle Nahrungsmittel, die sich einführen lassen, sind vollauf vorhanden. Aber Milch, Obst und Gemüse gehören zu den Luxusartikeln. Von frischer Butter hört man selten. In der Montgomerystraße und auf dem leeren Platz am Wasser haben die Kaffee=, Kuchenund Confect=Verkäufer ihren Stand aufgeschlagen, um den Appetit der landenden Seeleute oder der rückkehrenden Goldsucher zu reizen.*) Um 9 Uhr ist die Stadt in voller Thätigkeit. Die Straßen, die nach dem Wasser oder in die Montgomerystraße auslaufen, welche in den Hafen mündet, sind voll von Volk, das sich stößt und drängt. Merkwürdig ist die Mannigfaltigkeit des Publikums in Tracht und Charakter. Die Amerikaner selbst scheinen zwar in diesem Gewühle ihre lokalen Verschiedenheiten zu verlieren, und mehr durch zufällige Ausrufe und Redensarten, als durch die äußere Erscheinung, läßt sich ein New-Yorker von einem Kentuckier, ein Kanadier vom Bewohner des Süd=Östens, ein Virginier von einem Texaner unterscheiden. Die Deutschen und Franzosen sind leichter zu erkennen. Die Peruaner und Chilesen gehen in ihren braunen Punchos umher, und der nüchterne Chinese, kalt und theilnahmlos inmitten der allgemeinen Aufregung, schielt aus den Winkeln seiner langgeschlitzten Augen auf das Gewühl um ihn her, läßt sich aber nie versuchen, von der graden Linie seines Geschäftsganges abzuweichen. Die Östseite der großen Plaza und ein mit Segeltuch überspannter Gang, der das Eldorado heißt, sind der allgemeine Sammelplatz für Geschäfte und Vergnügungen, und dienen gleichzeitig als Börse, Park, Klubhaus und Promenade. Wer nicht grade an einer Stelle den ganzen Tag über beschäftigt ist, wird sicher zu irgend einer Tagesstunde dort angetroffen. Das Aussehen der Gruppen, die über die Plaza hin zerstreut sind, ist oft höchst interessant. Da stehen Häuserspekulanten, die um ihre Zelte handeln, als wären es Paläste, dort ein Haufen gebräunter, abgerissener Goldsucher, dort eine Gruppe von Seeleuten, die auf eine neue Unternehmung speculiren, da wieder eine Gesellschaft von Spielern, die über ihre Operationen in der vergangenen Nacht diskutiren. Der Tag ist vorgeschritten. Der Nebel, der nach Sonnenaufgang sich über die Stadt lagerte, verschwindet über den Hügeln, und es bleibt ein paar Stunden heiterer Sonnenschein, bis sich der Seewind erhebt. Jetzt sind die Straßen in vollster Lebendigkeit. Man rennt und überrennt sich, als wäre man von einem Dämon der Unruhe besessen. Du sprichst einen Bekannten an, etwa einen Kaufmann. Er antwortet Dir ein paar abgebrochene Worte, während seine Augen ängstlich forschend über das Getümmel schweifen. Plötzlich hat er Jemanden entdeckt, er entspringt Dir, und in den nächsten 5 Minuten hat er vielleicht eine halbe Schiffslast gekauft, oder eine Aktie auf eine neu zu bauende Stadt genommen, oder sonst sich an einem imposanten Unternehmen betheiligt. Es ist unmöglich, mitten in dieser fieberhaften schwindlichen Thätigkeit zu leben, ohne von ihrem Einfluß angesteckt zu werden. Der kühne, hastige, unermüdliche Spekulationsgeist liegt förmlich in der Luft, die man einathmet, und wer nur an die äußersten Kreise des Strudels streift, wird hineingerissen und dreht sich mit, bevor er sich besinnen kann. Aber sieh! Auf einen Schlag sind die Gruppen auf der Plaza zerstoben, der Platzaufseher springt auf einen Bretterhaufen, die Kuchen= und Confect=Verkäufer thun es ihm nach, und eben ist Alles geräumt, *) Nach einem von der Illustrirten Zeitung mitgetheilten Briefe aus San Franzisco beträgt der monatliche Lohn einer ordentlichen Dienstmagd 100 Dollars. als ein wilder Stier die Kearnystraße herunter auf den Platz stürzt. Zwei Ochsentreiber zu Pferde galoppiren hinter ihm her, mit Geschrei ihre Lasos schwingend; der Staub wirbelt auf, wie sie quer über den Platz stürmen. Einer von ihnen schleudert mitten im Laufe seine Schlinge nach dem Bullen, und nun bemerke, wie zierlich sie ihre Kurve macht und wie präcis sie die Hörner des Ochsen faßt. Da dreht sich das Pferd in einer halben Schwenkung wie auf einem Stifte um und schießt nach der entgegengesetzten Seite fort. Aber es kennt genau die Länge des Lasos und so, wie es den Zug desselben fühlt, steht es still, stemmt die Beine und wirft den Leib nach vorne. Der Bulle wird umgerissen, liegt einen Augenblick wie betäubt, springt auf und macht einen neuen Anlauf. Jetzt aber wirft ihm der zweite Treiber seinen Laso um die Hinterfüße, und so, auf zweiten Seiten gebunden, wird er zum Schlächter geschleift. Die Plaza füllt sich so rasch sie geleert war, und das Geschäftstreiben beginnt von Neuem. Gegen 12 Uhr macht sich ein Nordwestwind fühlbar, der besonders heftig durch die Hügellücke in der Richtung der Goldstraße bläst. Zugleich läuten die Glocken zum Mittagbrod, und dies nebst dem Winde macht das Gewühl auf der Straße ein wenig geringer. Zwei Uhr ist die gewöhnliche Eßstunde für Geschäftsleute; nur einige alte reiche Kaufleute haben die fashionable Stunde von 5 Uhr angenommen.„Was wollen wir nun zu Mittag essen?" Aller Ecken lockt das Schild eines Restaurateurs. Wir haben die Wahl zwischen den„Vereinigten Staaten", Tortoni, der Alhambra und andern klassischen Orten, aber Delmonico, wie sein berühmtes Original in New-York, hat die höchsten Preise und die reichhaltigste Speisekarte. Wir gehen die Kearnystraße herunter in ein zweistöckiges hölzernes Haus an der Ecke der Jacksonstraße. Das untere Stockwerk ist eine Verkaufshalle. Die Wände sindbehängt mit Rinds= und Hammels=Vierteln. An den Fenstern sieht man Haufen von Sandwichs-InselnMelonen und Kohlköpfe, das Stück im Werthe von zwei Dollars. Wir treten durch eine kleine Thür, steigen eine finstere Treppe hinauf und gelangen in einen langen niedrigen Saal mit Decke und Wänden von weißem Mousselin und einem Fußboden von Wachstuch. (Schluß folgt.) Berlin. Die hiesige Colonisationsgesellschaft für Centralamerika wird in kurzem ihren Capitalfonds von 100,000 Thlrn. beisammen haben. Zu den bereits gezeichneten 200 Aktien zeichnete ein Bremer Rheder weitere 200, mit der Bedingung, die Gesellschaft zu begleiten und einige Punkte für Depots zu bestimmen. Das Comitee wird sich darauf einlassen, und es müssen dann nur noch 100 Aktien gedeckt werden. Der vorläufig projektirte Communicationsweg durch Centralamerica mit Californien vermittelst einer Dampfschifffahrts=Verbindung auf einem der dortigen Seeen verspricht sehr ergiebig zu werden, da sich schon für die ersten Fahrten 4000 Reisende gemeldet hatten. Baiern. Am 1. Nov. war der größte Theil der Stadt München zum erstenmale mit Gas beleuchtet.— Die alte und ehrwürdige Sitte, für den Allerseelentag die Gräber zu schmücken führte schon am 1. während des ganzen Tages und bis tief in die Nacht hinein viele Tausende der Münchener Einwohner zu den Ruhestätten der aus dem Leben Geschiedenen, und unter den Besuchenden wurden auch die hier anwesenden Mitglieder unserer königlichen Familie gesehen. Unter den neu aufgestellten Denkmälern für jüngst Verstorbene ziehen besonders die in den schönen Arcaden des neuen Fried hofes über den Grüften von Schwanthaler, Oberbaurath Gärtner und Geheimerath v. Walther errichteten die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich. Das für Schwanthaler ist von seinem Vetter Professor Xav. Schwanthaler gefertigt, und hat als Mittelpunkt die sehr gelungene Büste des großen Bildhauers; jenes für Gärtner wurde von König Ludwig errichtet: in der Nische eines architekionisch sehr geschmackvoll gearbeiteten Granitsteins ein segnender Christus, darunter das Brustbild von Gärtners als Medaillon, beide in carrarischem Marmor ausgeführt von Brugger; ganz ausgezeichnet aber und deshalb fortwährend von einem großen Kreise theilnehmender Bewunderer umringt, ist das aus weißem Kalkstein gehauene kolossale Standbild von Walther's, modellirt und ausgeführt von Professor Halbig; dasselbe wurde dem großen Lehrer und Arzte von seiner Familie errichtet, und trägt am Sockel die sinnige, wenn ich recht unterrichtet bin von einem seiner Söhne verfaßte Inschrift: „Incremento artis vixit miserûmque saluti; Corporis atque animi lumen multis dedit idem.“ Mit diesen drei Denkmälern ist ein würdiger Anfang gemacht zu der monumentalen Ausschmückung der von Oberbaurath v. Gärtner erbauten, den ganzen neuen Friedhof umgebenden Arcaden, deren auch die Inschrift gedenkt, welche König Ludwig auf dessen Grabstein schreiben ließ: Zum ehrenden Andenken des Vielen und Schönen das er gebaut— auch dieser Kirchhof ist von ißm— setzte dieses Grabmal König Ludwig I. von Bayern. — Von dem Könige Ludwig ist nachstehendes Gedicht„der Bavaria Enthüllungs=Fest" erschienen: Glühend schien die Sonne, noch glühender schlugen die Herzen Bei dem glänzenden Fest, welches die Liebe beseelt'. Gegenwart war die Vergangenheit wieder, ich schien auf das Neue Der Beherrscher des mich freudig umgebenden Volks Doch es war nur ein Traum, ein Traum, den ich Wachender hatte, Aber es ist kein Traum, daß ich geliebt von dem Volk. Schön geschmückt zog Wagen an Wagen in heiterer langer Reihe. Was finnig erdacht, war ausgeführt von der Kunst, Von der vollendeten. Durch der Gewerbe Erzeugniß gedrungen War die Kunst, wie das Blut, welches den Körper durchfließt. Jede Innung zeigte, was sie zu bewirken vermögend; Hoher Schönheitssinn wurde in Allem geseh'n. Prächtig folgte der Wagen der Künstler, würdig derselben; Die erhabensten sie seit der Kunst Wiedergeburt. Keiner Anreden auswendig gelernte schwülstigen Phrasen Gab es zu hören; der Blick sprach, was nicht sagte der Mund, Drückte der Anerkennung, der Anhänglichkeit tiefe, Inn'ge Gefühle mir aus. Wie ich sie früher gekannt Meine alten Münchener, sie waren, wie sie gewesen Eh' sie der Taumel gefaßt, welcher ergriffen die Welt. Als der Zug vorüber, da wurde es lautlos und plötzlich Stand der Koloß enthüllt, stand die Bavaria da. Golden schimmerte sie in den Strahlen der Sonne und leuchten Wird durch mein Leben die Glut, die in den Herzen ich fand. Herrlich! herrlich! ja herrlich in jeder Beziehung war dieses Fest, wie durch das Gefühl, welches dasselbe erzeugt, Durch den Gedanken der Darstellung und durch die Kunstvolle selber. Sie war ein solches und nie gibt noch ein solches es mehr. „Zu dem Vater kamen die Kinder", in dankbarer Liebe. Sie fühlten, was ihnen er war, welchen sein Volk hat geliebt. Oestreich. Die„statistischen Mittheilungen" für 1850 sind erschienen und enthalten unter anderen folgende neue Angaben. Nach Einverleibung Krakau's samm: Gebiet(21.33 O.=Meilen) hatte die östreichische Monarchie einen Flächenraum von 12,123.96 O.=M. Im Jahre 1846 betrug die Einwohnerzahl 37,443,033 Köpfe, und dazu kamen noch die 140,722 Einwohner des krakauer Gebietes. Nach dem religiösen Bekenntniß gab es in runden Zahlen 26½ Mill. Katholiken, 3% Mill. griechische Katholiken, 3½ Mill. griechische Nichtunirte, 1¾0 Mill. Protestanten, augsburger, 2½ Mill. helvetischen Bekenntnisses und 729,005 Juden; der übrige kleine Rest gehörte den religiösen Secten an. Großbrittanien. Der Bau des Londoner Industriepalastes in Hydepark strebt rüstig in die Höhe. Erst vier Wochen sind es, seit man mit ihm begann und schon sind fast alle Säulenfundamente auf ihren Concret=Unterlagen befestigt und die Zwischenräume mit Erde ausgefüllt. Die Säulen des südlichen und der mitileren Theile des Gebäudes stehen bereits und sind durch Architrave verbunden. Das Gebälk beginnt die Form des künftigen Baues erkennen zu lassen, gerade wie die Rippen und Knochen eines Mammuths die Gestalt des lebenden Thieres durchblicken lassen. Die stufenförmigen Umrisse des Reihe über Reihe emporsteigenden Gebäudes, die domartige Wirkung des Durchschnitts und die langgestreckten Alleen und Reihen schlanker Säulen, symmetrisch nach beiden Seiten abgezweigt, werden bereits unterschieden. An ein paar Stellen sind die Balken und Bohlen des Fußbodens gelegt und die Fenstereinfassungen befestigt. Die äußere Verkleidung der unteren Abtheilung des Gebäudes ist in Angriff genommen und während das Gerüst fast eines Drittels des Ganzen aufgerichtet ist, hat man mit jedem Detail des Werks begonnen. Ein kleiner Krahn zum Aufwinden des Materials steht schon auf den Architraven, binnen Kurzem werden verschiedene andere hinzukommen. Die Schnelligkeit mit der der Bau vorrückt, ergibt sich aus dem Umstande, daß zur Aufrichtung zweier Säulen und dem Befestigen von 3 Architraven nur 15 Minuten erforderlich sind. Zugleich mit dem Bau selbst wird eine Menge vorbereitender Arbeit betrieben. Fast alle hölzernen Bogen zur Ueberspannung des mittleren Durchschnitts sind vollendet, Riegelhölzer, Fensterrahmen, Wasserrinnen werden von Hunderten von Arbeitern in Verschlägen, die man in der Eile von den Bohlen des Fußbodens gebildet hat, angefertigt. Die hydraulische Presse ist fortwährend in Arbeit zum Probiren der Architrave, und an verschiedenen Stellen brennen SchmiedeFeuer zur Bereitung der schmiedeeisernen Riegel, mit welchen die Säulen an den sie verbindenden Stücken befestigt werden. Ueberall liegen Haufen von Material jeder Art; drei Viertel des zum Werk Erforderlichen lagern bereits auf dem Bauplatze, für 20 Arbeitspferde ist Stallung vorhanden. Etwa 900 Hände sind gegenwärtig in Thätigkeit. Doch glaubt man die Zahl selben auf 1500 byingen zu müssen. Die Unternehmer finden keine Schwierigkeit, die nöthigen Vorräthe an Material und Arbeitskräften zusammen zu bringen Neulich verlangten die Schmiede eine Erhöhung des Tagelohnes von 4 auf 5 Schilling(etwa 1¾ Thlr.); sie wurden sofort entlassen und neue engagirt. Das Eisenwerk kommt alles von Birmingham aus den Werkstätten der Herren Fox und Hendersohn. Eine andere Firma liefert das Glas. Das nöthige Holz liefert die Ostsee von vorzüglicher Güte. Ein Theil desselben wird in eigends dazu gemietheten Mühlen in Chelsea hergerichtet, der Rest auf der Baustelle. Bei nassem Wetter wird dieser Theil der Arbeit, der unter Dach vorgenommen werden kann, besonders betrieben. Ist es trocken, so fährt man mit der Aufrichtung der Säulen und dem Legen der Architrave fort. Gasleitungen sind eingerichtet und die Arbeit wird oft bis 11 Uhr Nachts fortgesetzt. Fast Alles wird fertig zur Stelle gebracht und der lauteste Ton, der das Ohr erreicht, ist der gelegentliche Schall des Hammers beim Befestigen der Niete. Das Geräusch der Arbeit verliert sich auf dem großen Raum und das Gebäude erhebt sich fast so ruhig wie Salomos Tempel. Die Unternehmer glauben zuversichtlich, den Bau vor Neujahr unter Dach zu bringen. — Am 31. Oktober als am letzten Tage der Frist, sind aus England noch 1500 nachträgliche Anmeldungen für die Ausstellung eingelaufen. Die Direktoren der Dock Company in Kingston-upon-Hull machen bekannt, daß sie von den für die Ausstellung bestimmten Gütern, die durch den Hafen von Hull eingehen und ihre Docks passiren, keine Gebühren(wharfage rates) erheben werden. Nicht den kleinsten Schmuck der Ausstellung wird eine über 1800 Fuß lange Guirlande bilden, aus 1851 Arten von künstlichen Blumen, Blättern und Früchten. Der Bericht eines nach Deutschland geschickten Correspondenten im Art-Journal spricht sich dahin aus, daß die deutsche Industrie nicht in der Billigkeit, wie man vielfach in Deutschland glaube, sondern in der Schönheit ihrer Muster,„in der glücklichen Anwendung der reinen Kunst auf die Geräthschaften des täglichen Lebens" den Sieg davon tragen werde. Dies Urtheil ist eine schöne Anerkennung der Verdienste Schinkels. Feuilleton. Die Kabiners=Justiz. Erzählung von Wilhelm Meinhold. (Fortsetzung und Schluß.) Das Gerücht seiner furchtbaren Bestrafung in Stettin verbreitete sich bald gleich einem Lauffeuer im Dorfe wie in der ganzen Gegend. Denn wiewohl er seinem Kutscher wie seinem Bedienten bei harter Strafe befohlen hatte, nichts von der Züchtigung verlauten zu lassen, die er erlitten und wovon sie Zeugen gewesen waren, so reizten die fortwährenden Flüche ihres Herrn auf den König, welchen er sonst bis in den Himmel zu erheben pflegte, die Verwünschungen auf die Predigertochter und sein leidender und elender Zustand die Neugierde der Menschen doch bis zum halben Wahnsinn, und Kutscher und Bediente mußten erzählen, sie mochten wollen oder nicht. Folgendes ist eine genaue Angabe des alten Vaters Frank, den wir auf dem Bauholze sitzen sahen, und der damals als 25jähriger junger Mann seinen Herrn in der Staatskutsche und in der Staatslivree nach Siettin gefahren; der Bediente ist lange todt. Kaum, erzählte er, waren wir in Stettin in starkem Trabe vor das Thorschreiberhaus angelangt, und kaum hatte der Landrath seinen Namen genannt, als zwei Unteroffiziere heraustraten, von welchen der eine bei dem Herrn in den Wagen, der andere aber bei mir auf den Bock stieg. Mein Herr schimpfte wie ein Rohrsperling und nahm den Thorschreiber zum Zeugen, daß ein gemeiner Kerk sich unterfangen, bei dem Landrath v. L. in die Kutsche zu steigen. Aber daran kehrte sich Niemand, und es währte auch nicht lange, als mir der Unteroffizier vorn befahl, gerade auf die Hauptwache zu fahren. Kaum hielt der Wagen dort, so trat die Wache ins Gewehr und der Unteroffizier, welcher bei meinem Herrn saß, schrie aus dem Wagen: Herr Lieutenant, ich bringe Ihnen hier den Arrestanten! Mein Herr wollte noch Vieles sagen, aber der Offizier ließ ihn nicht zu Worte kommen, sondern befahl, ihn in die Wachtstube zu führen und dort mit den gemeinen Soldaten die Nacht auf der Britsche campiren zu lassen. Das hat dem gnädigen Herrn aber schlecht gefallen und er fortwährend geschrieen: Hier müsse ein Irrthum vorgefallen sein, er wäre der Landrath v. L. und ein Freund des Königs. Der Teufel solle Offizier wie Unteroffiziere holen; er bäte um Dinte und Feder, um an die Regierung zu schreiben. Solches hat er auch gethan und Karl, sein Bedienter, ist gleich mit dem Briefe zum Präsidenten gelaufen, aber keine Antwort darauf erfolgt. Also schwitzte mein gnädiger Herr in dem Fuselloch bis gegen 10 Uhr des andern Morgens, wo ich Befehl erhielt, anzuspannen und wieder vor die Hauptwache zu fahren. Solches war kaum geschehen, als die Wache wiederum ins Gewehr trat und bald einen Kreis um meinen Herrn schloß, welchen zwei Unteroffiziere „heraus und vor ein Bund Stroh leiteten, das auf dem Straßenpflaster lag. Es währte nicht lange, so kam ein Regierungsrath, nahm den Hut ab und las einen Befehl des alten Fritz vor, wonach dem Landrath v. L. wegen Mißhandlung des Predigers Thilo und seiner Tochter vor der Hauptwache in Stettin der Marikenorden solle abgenommen und selbiger durch zwei Unteroffiziere mit 40 Rohrhieben auf den Allerwerthesten gestraft werden. Als mein gnädiger Herr darauf antworten wollte, schlugen auf Befehl des wachhabenden Offiziers an die sieben Tambours den Wirbel, worauf ihm der Regierungsrath den Orden vom Halse riß, zwei Unteroffiziere ihn über das Bund Stroh holten und zwei andere ihm hinten aufzählten. Es waren dieselbigen, welche Tags vorher zu uns in den Wagen gestiegen waren und dafür Hundeslohn genug von ihm erhalten hatten. Dies trugen sie ihm nun redlich nach. Schlag du Kerl und der Teufel!— Mein gnädiger Herr brüllte, daß es durch alle Trommelwirbel zu hören war, und als er seine Strafe ausgestanden, führten dieselben Unteroffiziere, welche ihm aufgezählt, ihn wieder an den Wagen, huben ihn hinein und schrieen mir lachend zu: So, Kutscher, nun fahr' zu Hause! So erzählte der alte Vater Frank die tragische Geschichte damals wie jetzt, fuhr mein Freund fort, und es konnte nicht fehlen, daß sie gleich wie ein Lauffeuer durch das Land ging. Niemand bedauerte den Landrath, sondern Alles freute sich über die muthige Predigertochter, welche aber that, als wenn nichts vorgefallen wäre, und sich ruhig zu Hause hielt. Erst als sie hörte, daß es mit dem Landrath schwächer würde, begab sie sich nach U. und veranlaßte den Bürgermeister, das königliche Schreiben dem unglücklichen Manne persönlich zu überreichen. Seinen Inhalt hat Niemand je erfahren, allein die Wirkung war so groß, daß der sterbende Landrath sogleich fragen ließ, ob sie die 600 Schffl. Meßkorn in natura, oder nach dem Durchschnittspreise der sechs letzten Jahre in Gelde haben wolle? Als sie das letztere vorzog, beauftragte er den Bürgermeister, ihr die Summe gegen gerichtliche Quittung und in Gegenwart von Zeugen sogleich in U. auszuzahlen. Tags darauf war er todt.— Aber auch hierbei versuchte unsere Sophie wieder einen feinen Kunstgriff. Sie bat nämlich den Bürgermeister, als Zeugen auch den Förster Weiher vorzuladen, angeblich, weil er Stein und Bein in der letzten Zeit darauf geschworen, daß sie nie das Geld erhalten würde, und er sich nun durch den Augenschein vom Gegentheil überzeugen könne; der eigentliche Grund dieser Bitte lag aber wohl tiefer.— Denn ach, wie waren meinem Förster die Sünden leid, als nach wenigen Tagen die blanken Thaler in seiner Gegenwart, auf den Tisch gezählt wurden und Pastorfiekchen, wie er sie nannte, das Geld ganz unbefangen einstrich, auf sein Gesichterschneiden gar nicht achtete, sondern ihm zum Abschiede einen kalten Knix machte und die großen Beutel einen nach dem andern auf den Wagen packte, um sie einem benachbarten Prediger, der ihr Pathe war, in Verwahrung zu geben. Das war in damaliger Zeit eine ungeheure Summe, und wohl mancher Junker hätte sich nicht gescheut, dieserhalb einen dummen Streich zu begehen und um Pastorfiekchen zu werben.— Wie war ihm aber gar zu Muthe, als er nach einigen Wochen vom Oberforstmeister einen Brief mit der frohen Nachricht erhielt: Daß Se. Majestät geruht hätten, auf Fürbitten der Predigertochter in S., Namens Sophie Thilo, ihm seinen Sohn Fritz adjungiren zu lassen, sintemalen er, der Oberforstmeister, ihn Sr. Majestät als einen tüchtigen Haidereuter fürgestellet und auch ebenmäßig verhoffe, daß sein Sohn u. s. w. u. s. w. Vater und Sohn weinten vor Rührung und all ihr Sorgen war nur: wie sie die abgebrochene Verbindung wieder anknüpfen wollten. Du mußt zuerst hin, Fritz! sagte der Alte. Nein, Sie müssen zuerst hin, Papa! sagte der Junge; Sie allein haben die Verbindung abgebrochen. Der Alte kratzte sich in den Haaren und meinte, so wolle er in den sauren Apfel beißen, ihr aber zuerst ein Fuder trockenes, buchenes Holz voraufsenden, um sie sich freundlich zu machen. Kurz, das gute Ende kann man sich denken. Nachdem Sophie dem Alten erst gehörig die Epistel gelesen, stieg ihr das Blut in die Brust, als auch Fritz eine halbe Stunde nachher gleichfalls angeschlichen kam, und blöde und verschämt vor der Scheunthüre stehen blieb. Nur näher, Herr Förster! rief sie mit hervorbrechenden Thränen aus, und streckte ihm die zärtlichen Arme entgegen. Und jetzt erst, nachdem sie alle drei sich satt geweint, erzählte sie ausführlich, was ihr widerfahren. Die fröhlichste Hochzeit krönte bald das Werk, von welcher unser alter Vater Frank auch noch Vieles zu erzahlen weiß; denn nach dem Tode des Landraths ist er sogleich bei dem Förster in den Dienst getreten. Nie, so schloß mein humoristischer Freund, der Superintendent, seine Erzählung, habe ich ein in sich selbst vergnügteres und zufriedeneres Ehepaar getroffen, als dieses. Sie waren schon zu Jahren, als ich die hiesige Pfarre antrat, aber ich mochte kommen, wann ich wollte, sie waren immer heiter, froh und gottergeben. Viele reizende, idyllische Stunden habe ich in ihrer anmuthiggelegenen Waldhütte verlebt. Insonderheit im Frühling wann die Buchen ausschlugen, fuhr ich mit meiner ganzen Familie hin, und unter dem duftenden Laubdach gelagert, sahen wir in heitern Gesprächen auf dem nahen Wasserspiegel die Schiffe vorüberfliegen, worauf dann Fiekchen und meine Frau den Mädchen Blumen suchten, der Förster aber den Knaben Krammetsvögel schoß. Erst wenn es darauf zur Tafel ging, mußte ich jedes Mal herzlich lachen. Denn der alte Förster, der weder in Complimenten noch in der deutschen Sprache sonderlich stark war, pflegte mir beim Wildbraten, den er immer anzuschaffen wußte, jedesmal sein Waidmesser mit der stehenden Redensart hinzureichen: So, Herr Gevatter, nu schneiden Sie sich, und wenn Sie sich geschnitten haben, so schneiden Sie Ihre Frau auch. Unser Lachen über diesen drolligen Einfall sollte bald noch verdoppelt werden. Denn da wir eben auf unserm Spaziergange das Dorf wieder erreicht hatten und den alten Vater Frank noch auf dem Bauholze, wie vor anderthalb Stunden, sitzen fanden, rief mein humoristischer Freund ihm zu: Vater Frank, was hat Euch auf Fiekchen Thilo's Hochzeit am besten geschmeckt? — De Fisch, Herr Superndent, antwortete der Kerl, indem er mit dem Maule schmatzte und die Hände rührte, als wenn die Schüssel noch vor ihm stände und er freudig zulangen wollte wie vor 50 Jahren. So viel vom Försterfritz und Fiekchen Thilo, deren einfaches Grab ich noch am Nachmittage mit meinem Freunde besuchte und voll tiefer Wehmuth betrachtete. Sie waren vor 15 Jahren an einem Tage gestorben, auch an einem Tage und in einem Grabe beerdigt; die Glücklichen!— Zur Literatur. Von Franz v. Kobells Gedichten in pfälzischer Mundart ist so eben die dritte Auflage erschienen. Wir theilen davon Nachstehendes mit: Die Es sitze' drei Mädcher beinanner am Haus' Un' plaudre' un singe' un spinne', Do sächt' die ee', so schö wie mei' Schatz, So werd' mer keen' zweete mehr finne', Mich freut's nor, daß er Trumpeter is, Do is aach die Uneform schöner Als beim e' Gemeene', er macht jo en' Staat Un steicht der derher, wie nor eener. Do sächt die anner, des is schun wohr, Doch will ich dich d'rum nit beneide", Dann bei eme Kuß hoscht's G'sicht voller Hoor, Ich kann die Schnorrbärt nit leide'; Mei' Ferdinand sich! des is e' Jung, Is fei' un glatt wie e' Mädche', Is aach nit so wild un flucht nit e so Un folcht wie e' Lamm am e' Fädche'.— Die Dritt' sächt nix un spinnt un spinnt, Is fleißich grad wie e' Bienche', Die is noch gar jung, weeß nix vun der Lieb', E' gar e' niedlich Blondinche', Jetz' reißt ihr der Fad'n, do bückt se sich, Ei was, wie is mer geschehe', Do hab' ich e' Briefche' vun Rose'papier Versteckt unner'm Halstuch gesehe', Ei Dunner, jetz' hot die aach en' Schatz, Wie kann mer so leicht sich betrieche'! Die's länger schun treibe', die rede d'rvun, Die anfange', find gar perschwieche'! Civilstand der Sammtgemeinde Düsseldorf. Geborne. Den 26. Oktober, Christ. Hub., T. des Kleidermachers Jos. Schmitz, Mühlenstr. Den 27., Paul. Frdke., T. des Postillons Hrch. Huck, Wallstr.— Ther. Christ., T. des Anstreichers Ant. Pescher, Ratingerstr.— Franz, S. des Schreiners Hrch. Zissig, Mühlengasse. Den 28., Jos. Friedr. Ed. Gottfr., S. des Maklers Jos. Crumfinger, Bolkerstr.— Hugo, S. des Kleiderhändlers Sim. Isaak Manes, Bolkerstr. Den 30. Ant Eberh. Mar., T. des Schiffers Herm. Lenting, Lieferstr. Den 31., Clara, Hub., T. des Pliesterers Wilhelm Praß, Liefergasse.— Christ., S. des Gärtners Wilh. Velten, Derendorf.— Gertr. Louise, T. des Tapezierers Ludwig Hündchen, Hundsr.— Jos. Hub., T. des Gärtners Wilh. Schilling, Pempelfort. 1 unehel. Kind. Gestorbene. Den 28. Oktober, Anna Therese Jos. Ruhr, 65 J. alt, Ehefrau des Schneiders Joh. Melch. Gerling, Rheinstr. Den 29., Cäcilie Mahr, 8 M. alt, Hamm.— Cath. Entner, 58 J. alt, Wwe. des Unteroffiziers Carl Ruhberg, Neustadt.— Elis. Flock, 78 J. alt, Wwe. des Kleinkrämers Theodor Hugo, Mühlengasse. Den 30., Cath. Dresen, 20 J. alt, ohne Gewerbe, ledig, Neustadt. Den 31., Louise Böckem, 22 J. alt, Näherin, ledig, Ratingerstr.— Friedr. Sierach, 3 J. alt, Hundsrücken. — Friedr. Carl Ludw. Döring, 22 J. alt, Musketier, ledig, Hohestr.— Peter Reißmann, 6 T. alt, Wallstr.— Jos. Ziskoven, 25 I. alt, Tagelöhner, ledig, Hospital. 1 todtjebornes Kind. Heirathen. Den 30. Oktober, Privatlehrer Andreas Helmich von Soest mit Carol. Volkmann von Pempelfort.— Wirth Joh. Peter Hampel, Wwr,, von Pempelfort mit Anna Marg. aus dem Holtz von Mettmann. Den 31. Faktor Ant. Jos. Benstein von Niesen mit Mar. Gertr. Math. Pesch von Bilk. Anzeige. Düsseldorf, den 7. November 1850. Angekommen: P. G. Baas von Dortrecht mit 1619 Centn. In Ladung: Von der niederrhein. Dampf=Schleppschifffahrts=Gesellschaft bis zum 13. November: 1 Schleppkahn nach Amsterdam und 1 dito nach Rotterdam. Abgefahren: P. Engeln nach Arnheim mit 500 Ctr. Für Schleswigsind ferner eingegangen: 1) Das Personal bei Burberg und Kirdorf 8., 9., 10. und 11. Wochenbeitrag 6 Thlr. 20 Sgr.; 2) Liste Nr. 4, 8. Wochenbeitrag 4 Thlr. 7 Sgr. 6 Pf.; 3) Personal bei Junckerstorff, 3. und 4. Wochenbeitrag 3 Thlr. 27 Sgr.; 4) Liste Nr. 7, 7. und 8. Wochenbeitrag 2 Thlr. 12 Sgr. 6 Pf.; 5) von W. L. Beitrag für Sept. und Okt. 4 Thlr. 15; 6) von Frau H. 5 Sgr.; 7) Schlippert in Ratingen beigetragen und gesammelt 12 Thlr.; 8) Personal bei Voß, 3 Wochenbeiträge 4 Thlr. 6 Sgr.; 9) Endris gesammelt bei einem Abendessen von Mitgliedern der Ludwigsburg 6 Thlr. 1 Sgr.; 10) Liste Nr. 19 pro Sept. und Okt. 6 Thlr.; 11) Liste Nr. 4, 9. Wochenbeitrag 4 Thlr. 10 Sgr.; 12) Liste Nr. 1, 5. und 6. Wochenbeitrag 4 Thlr. 20 Sgr. Düsseldorf den 5. Nov. 1850. Das Hülfs=Comité für Schleswig=Holstein. Anzeigen. Bekanntmachung. Donnerstag den 14. d. M., Morgens 11 Uhr, soll in meinem Büreau der gegenwärtig pachtlos liegende Theil des städtischen Eiskellers in 3 Abtheilungen und im Ganzen, und zwar in ersterem Falle auf 6, in letzterem auf 12 Jahre, öffentlich zur Verpachtung ausgestellt werden. Plan und Bedinguugen liegen bei mir zur Einficht offen. Düsseldorf den 6. November 1850. Der Oberbürgermeisterei=Verwalter, Regierungs=Assessor Hammers. Mobilar=Verkauf. In der gerichtlichen Theilungssache der Erben Plenkers sollen am Samstag den 9. November 1850, Morgens 9 Uhr, zu Niederkassel im Hause der Geschwister Plenkers öffentlich dem Meistbietenden verkauft werden: Haus= und Ackergeräthe, u. A.: Tische, Stühle, Spiegel, Bettstellen, Bettwerk, Kupfer, Zinn, Porzellan, Oefen, Fournois, 1 Hausuhr, Schränke, Lehnbänke, eine Parthie Bierkrüge und Gläser, Fässer, Bütten, Pflug, Eggen, 1 Ackerpferd mit Geschirr, 2 Pferdekarren 2c. Die Kaufpreise unter 1 Thlr. müssen gleich bezahlt werden, die übrigen werden gegen Bürgschaft bis zum 1. Mai 1851 creditirt. Düsseldorf den 5. Oktober 1850. Euler, Notar. Frische süße scheven. Schellfische, harderw. Vollbückinge und große antw. Muscheln bei W. Hermann am Markt, im Hause des Herrn Richter. rker-FortbildungsFür den Unterricht während des dritten Winter=Cursus ist der folgende Lehrplan festgestellt worden: 1. Zeichnenschule. Sonntag von 9—12 Uhr. 1. Klasse, von 9—12 Uhr: Freies Handzeichnen und Zeichnen für die verschiedenen Baufächer(Herr Conrad). 2. Klasse, von 9—12 Uhr: Freies Handzeichnen und geometrisches Zeichnen(Hr. Fischer u. Hr. v. Guerard). 2. Abendschule. Montags und Freitags von 6-8 Uhr. Untere Klasse, Montag von 6— 7 Uhr: Rechnen (Hr. Colling). Montags von 7—8 Uhr: Schönschreiben(Hr. Basse). Freitags von 6—7 Uhr: Lesen und Rechtschreiben (Hr. Basse). Freitags von 7—8 Uhr: Rechnen(Hr. Colling). Mittlere Klasse, Montags von 6— 7 Uhr: Rechnen (Hr. Oxe). Montags von 7—8 Uhr: Aufsätze(Hr. Köster). Freitags von 6—7 Uhr: Rechnen(Hr. Oxe). Freitags von 7- 8 Uhr: Lesen und Rechtschreiben (Hr. Basse). Obere Klasse, Montags von 6— 7 Uhr: Geometrie (Hr. Dr. Schellen). Montags von 7— 8 Uhr: Buchstabenrechnen(Herr Dr. Heinen). Freitags von 6—7 Uhr: Geometrie(Hr. Dr. Schellen). Freitags von 7—8 Uhr: Aufsätze(Hr. Schauenburg). 1 Der Zeichnenunterricht beginnt am Sonntag den 10. November und die Abendschule am Montag den 11. November d. I. 2. Nur Handwerks= Gesellen und Lehrlinge sind zur Theilnahme an dem Unterrichte berechtigt, und wird bei dem Unterricht in der obern Klasse besonders darauf Bedacht genommen, daß die Bauhandwerker eine Fortbildung erhalten, um den wissenschaftlichen Anforderungen im Meister=Examen genügen zu können. Meister, welche ihre Lehrlinge der Schnle anvertrauen, übernehmen die Verpflichtung, dieselben zu regelmäßigem und rechtzeitigem Besuche der Schule anzuhalten. Anmeldungen, sowohl der älteren als neueintretender Schüler werden am Sonntag den 10. Nov., Morgens von 10— 12 Uhr, in dem Lokale der hiesigen Realschule von Mitgliedern des Comités entgegen genommen, und wird darauf aufmerksam gemacht, die Anmeldungen nicht zu verzögern, damit der Unterricht baldigst beginnen könne. Düsseldorf den 31. Oktober 1850. Das Comité. Heute erhielt frische süße Schellfische, VollTbückinge, holl. Sardellen und feine Capern billigst Franz Dreesen, Benratherstr. 820. Gerichtlicher Verkauf. Am Freitag den 8. November 1850, Morgens 11 Uhr, sollen auf dem Marktplatze am Rathhause zu Düsseldorf verschiedene Mobilar=Effekten meistbietend gegen baare Zahlung verkauft werden. Der Gerichtsvollzieher . Knoblauch. In allen Buchhandlungen, in der Stahl'schen Buchhandlung(W. Kaulen), zu Düsseldorf find zu haben: Der schwarze Tod, 1349. Ein treues Bild aus dem 14. Jahrhundert. 15 Sgr. Vexir= und Räthselfragen für alte Esel und junge Staare. 8 Sgr. Die neuesten und beliebtesten Tanztouren(138) mit Figuren. 3. Aufl. 15 Sgr. Zuruf an Deutschlands Väter und Mütter, Lehrer und Erzieher. Dritte verbesserte Auflage. 7½ Sgr. NB. Diese Schrift hat in drei Monaten die dritte Auflage erlebt und wir empfehlen sie allen edlen Menschenfreunden. Brustheilenden Teig erhielt Franz Hof=Conditor. (Verspätet.) Verwandten und Freunden die traurige Anzeige von dem in den Morgenstunden des 4. Novembers erfolgten Ableben unserer treuen Mutter, der 9 Frau Majorin Margaretha Winkelmann, 6 geborne Henoumont. welche, den Ihrigen allzufrüh, schon jetzt in die — friedliche Gruft eilte, welche sich kaum über den Gebeinen ihres Gatten, unseres unvergeßlichen Vaters, geschlossen. Düsseldorf den 6. November 1850. Gustav Winkelmann, SekondeLieutenant vom 28. InfanterieRegiment in Karlsruhe. Eduard Winkelmann, Landgerichts=Auskultator. Max Winkelmann. Karl Winkelmann. (697) In einem hiesigen Modegeschäft wird ein braves Mädchen in die Lehre gesucht. In welcher, sagt die Expedition d. Bl. 9 9 9 9 9 9 0 (698) Eine geschickte Köchin, die eine Haushaltung zu führen weiß, sucht eine Stelle. Die Exped. d. Bl. gibt nähere Auskunft. (999) Eine Amme vom Lande wird gesucht. Wo, sagt die Exped. d. Bl. Verein„Genügsamkeit.“ Freitag den 8. d.: Ausserordentliche General-Versammlung. Der Vorstand. Die Mittheilung des Herrn Wasserbau=Inspektors Wallbaum in Nr. 263 d. Bl. weiset die gefährliche Lage nach, worin die Carlstadt durch die Abtragung des unter der Leitung des Geh. Rath Bauer angelegten Neustädter Dammes versetzt worden ist. Da der Pegel am Zollthore immer einen um 10 bis 12 Zoll niedrigeren Wasserstand nachweist, und der Wasserstand in den Bassins hiermit übereinstimmt, so möchte die Ueberfluthung zwischen dem Bergerthor und der Neustadt nicht nur einen um 10 bis 12 Zoll höhern Wasserstand in der ganzen Stadt hervorbringen, sondern das mit großer Geschwindigkeit im scharf gekrümmten Strombette fließende Wasser würde auch nothwendig in den Bassins eine Strömung hervorbringen, welche die entgegenstehenden Straßendämme niederreißen, und dem Rheine einen Abfluß um die Stadt durch den Sicherheitshafen in sein altes Bett geben könnten. Es wäre daher nicht unmöglich, daß bei unglücklichen Conjuncturen Düsseldorf auf den alten Theit der Stadt beschränkt und eine Rhein=Insel bilden würde. Der Unterzeichnete sieht sich daher veranlaßt, alle bei dieser Gefahr betheiligten Haus=Eigenthümer und Capitalisten einzuladen, am nächsten Samstag, Abends 6 Uhr, im Prinzen von Preußen zu einer gemeinschaftlichen Berathung zusammen zu treten. Düsseldorf den 7. Nov. 1850. Evelt. Frische süße Schellfische, harderw. Vollund engl. Speckbückinge, Sprotten, neuen Laberdan, hamb. Neunaugen, große antw. Seemuscheln frisch per 100 Stück 4 Sgr., zweite Qualität per 100 Stück 2½ Sgr., Straßburger Castanien 20 Pfd. zu 1 Thlr. und Malaga Citronen per Stück 1 Sgr. im Dutzend billiger erhielt I. Hendrichs, Rheinstr. Frische Schellsische, harderw. Vollbückinge, Straßburger Castanien und große antw. Muscheln, pr. 100 Stück 3 Sgr. bei W. J. Willems, Rheinstraße. Zu miethen gesucht. (684) Eine kleine stille Familie sucht zu Östern eine anständige Wohnung von 7 Zimmern, 2 Bodenstuben, Keller, Küche nebst Gärtchen. Nähere Auskunft ertheilt die Expedition d. Bl., bei der auch die desfallsigen Offerten schriftlich abzugeben sind. Die so beliebten Pariser Corsets ohne Näthe sind wieder angekommen und empfehle ich solche, sowie gewebte und gestrickte Herren=, Damenund Kinder=Shawls, halbwollene Kleiderzeuge(sehr billig) Thibet, Paramattas, Orleans und meine übrigen bekannten Artikel zur geneigten Abnahme bestens. Friedrich Kamphausen, Wallstraße im ehemaligen Hatzfeld'schen Hause. DampfschifffahrtssselGesellschaft. Abfahrt von hier über Arnheim, Kampen nach Amsterdam Dienstags, Freitags und Sonntaas, 7 Uhr Morgens. „„„ nach Cóln Mittwochs, Freitags und Sonntags, 6 Uhr Ahends. Nähere Auskunft ertheilt die Agentur, Mittel=Allee Nro. 185. Düsseldorf den 28. September 1850. Frische süße scheven. Schellfische, harderw. Vollbückinge, antw. Muscheln per 100 Stück 3 Sgr. und alle Sorten lebender Rheinfische bei Wittwe Römer, Zollstr. Eine halblange Damen=Nola von hellgelbem Zobel, mit perlgrauer Seide gefüttert, ist am Dienstag Abend gegen 5 Uhr auf dem Wege von der Post, die Südstraße, den Schwanenmarkt, die Harold= und Kasernenstraße entlang, durch die Graben= und Mittelstraße, über den Karlsplatz zur Orangeriestraße verloren worden. Der Finder wird gegen angemessene Belohnung um die Zurückgabe in dem Hause Orangeriestraße Nr. 1233/c ersucht. Düsseldorf den 6. November 1850. (696) Ein schwarzseidener Regenschirm mit am Griff gekrümmtem Stock ist vor einiger Zeit irgendwo stehen geblieben. Der Eigenthümer bittet um gefällige Rückgabe in der Exp. d. Bl. (694) Es wird ein in allen häuslichen Arbeiten erfahrenes, mit guten Zeugnissen versehenes Dienstmädchen gesucht. Wo, sagt die Exped. d. Bl. 695) vermiethen: Drei große Zimmer im Unterhause, davon das größte ganz nach Norden gelegen, auf dem Carlsplatz. Näheres in der Exped. d. Bl. Billig zu vermiethen: Zwei elegant möblirte Zimmer in der ersten Etage, Grünstraße 2964/10. Mehrere Theile mit oder ohne Möbeln find bei A. Kopetzky, Pempelforterstraße, dem ehemaligen Spatzengarten gegenüber, zu vermiethen. Vivat Gottfried! auf der Mittelstraße. Stadttheater zu Dusseldorf. Freitag den 8. d.: Zum Erstenmale: Breite Straße und schmale Gasse oder Alles will heirathen. Lustspiel in fünf Aufzügen nach dem Dänischen des Th. Ocersckon, für die deutsche Bühne bearbeitet von C. Pallesen. Sonntag den 10. d.: Zum Erstenmale: Der Goldteufel, oder: Die Auswanderer nach Californien. Romantisch=komisches Gemälde mit Gesang in 3 Aufzügen von Elmar. Musik von Kapellmeister Titl. Montag den 11. d.: Der Vamphyr. Komische Oper in 2 Aufzügen. Nach Lord Byron's Erzählung frei bearbeitet von W. A. Wohlbrück. Musik von Heinrich Marschner. Wasserstand. 7. Novbr. Morg. 6 Uhr: 7' 1½". Wind: 11 7' 1". S.=W. S.-W. e In den drei Reichskronen bei Beeking. Wheeluright m. Fam., Geistlicher a Janson Freisrau von der Rör m. Fam. u. Dienersch. a Ossenberg. de Moulin m. Gem., Kfm a Amsterdam. Fräul. Rütgers v. Rozenburg m. Bed., a Uetrecht. Konzki m Bed., Gutsb. a Petersburg, C. Poniatowski mit Bedienung, Gutsb. aus Petersburg. A. Poniatowski mit Bedienung, Gutsb. aus Petersburg. Grävet, Rent. a London. Kaine, Kfm a Groningen. Jäques, Kfm a Frankfurt. Hartkopf, Part. a Solingen. Lehmann, Kfm a Amsterdam. Vomerk, Kfm a Rotterdam. Colthoff, Offizier a Kamper. Fellinger, Gutsb. a Rath. Wolker m. Fam. und Bedienung, Capitain a Irrland Sichel mit Familie und Bedienung, Part. a Amsterdam. Pachter, Kfm a Coblenz. Fräul. Cannele, a Darmstadt. Fräul Kriecher, a Frankfurt. Frau Brinker,a Hannover. Lotz, Kfm a Cöln. Hiller, Kfm a Frankfurt. Wallerstein, Kfm a Cöln. Letz, Kfm a Frankfurt. Stenger, Kfm a Barmen. Vogeler, Kfm a Chemnitz. Im Europaischen Hof bei Götzen. vom Berg, Gutsb. a Glehn. Schneider, Beamter a Stuttgart. Trikol, Gutsb. a Breslau. Olser, Kfm a Norwegen. Frau Jeweke, a Hannover. Küffer, Kfm a Amerika. Schulte, Kfm a Cöln Imerwahr, Kfm a Lyon. Breidenbacher Hof bei Disch. Meyer, Part. a Hamburg. Baron v. Hymen, a Haus=Hain. Mertens, Rent. a Cöln Käsberger, Kfm a Frankfurt. Dinkelspiel, Kfm a Mannheim. Mayer, Propr. a Deutz. Gordon m. Fam., Rent. a London. v. Keserberg, Rent. a Holland. Hartley, Rent. a London. Horsfull, Rent a London. Damidot, Part. a Besancon. Hochstetter, Dr. a Berlin. von der Velden m. Gem., Part. a Frankfurt. Graf von Lymburg=Styrum m. Dienerschaft, Offizier a Holland. Freiherr von Metting, a München. Reuleaux, Kfm a Cöln. Frege, Consul a Hamburg. Müller, Kfm a Trier. Cürlis, Kfm a Waldniel. Humann, Rent. a Schellenberg. Im Kömischen Kaiser bei Engels. Lichtenthaeler, Kfm a Oberwinter. Hendrix, Kfm a Hardenburg. Halbenstein, Kfm a Mannheim. Wattendorff, Kfm a Ibbenbrück. Horst, Kfm a Cóln. Pfeil, Kfm a Cöln. van Högen, Kfm a Cöln. Weidenbach m. Gem, Kfm a Coblenz. Röder, Kfm a Frankfurt. Lennertz m. Schwester, Kfm a Aachen. Mad. Kreutzer, a Aachen. Asselborn, Kfm a Aachen. Grotten, Gutsb. a Weisweiler. Brau, Kfm a Cöln. Hermens, Kfm a Mainz. Im Bönnischen Hof bei Rösberger. Köbelmeyer m. Fam., Rektor a Hannover. Dielschen, Lehrer a Hannover. Baumann, Kfm a Lüdenscheid. Wulfert, Kfm a Iserlohn. Schemertz, Priv. a Honnef. Mausger, Oekonom a Velbert. Classen, Kfm a Cöln. Delkens, Kfm a Rheme. Folgt, Kfm a Bonn. Wehberg, Kfm a Hagen. Im Bergischen Hof bei Bender, Hörter, Kfm a Brohl. Dickhäuer, Kfm a Wupperfeld. Kißler, Kfm a Barmen. Pelzer, Kfm a Hamm. Ems, Kfm a Münster. Im alten Kaffehaus bei Heuser. Braß, Kfm a Crefeld. Adolph, Kfm a London. Knacke, Pianoforte=Fabrik. a Heiden. Schmitz, Kfm a Cöln. Feldmann, Kfm a Bremen. Wimmershof, Priv. a Hardenberg. Schalkamp, Priv. a Bottrop. Jaspers, Priv. a Crefeld. Im Elberfelder Hof bei Crumfinger. Küpper, Kfm a Münster. Lohausen m. Frau, Beamter a Cöln. Tiel m. Sohn, Beamter a Solingen. Barz, Priv. a Mainz. Im Rheinberg bei I. H. Kraus. Arnold, Kfm a Offenbach. Kampf, Kfm a Essen. Lörsch, Geschäftsf. a Cöln. Busch, Kfm a Hamburg. Sabern, Buchhändler a Bremen. Rüttgens, Kfm a Creuznach. Messen, Kfm a Aachen. Gottlieb, Kfm a Prag. Hochdahl, Kfm a Bielefeld. Karlsplatz Nr. 1049.