Erscheint täglich außer Montags. Abonnementspreis: vierteljährlich 1 Thlr. Auswärts bei allen preuß. Posten 1 Thlr. 5 Sgr. und Kreis=Blatt. Einrückungsgebühren für die Petit=Zeile oder deren Raum 1 Sgr. Anzeigen werden bis 11 Uhr Vormittags angenommen. No 201. Donnerstag den 22. August 1850.(Timotheus.) 12. Personal=Chronik. Der Landgerichts=Assessor Menken ist von Düsseldorf an das Landgericht nach Bonn versetzt und der Auskultator Martin zu Düsseldorf mit dem Dienstalter vom 23. Juli d. I zum Landgerichts=Referendar ernannt. Aus Düsseldorf. Das vor mehreren Jahren begonnene Unternehmen, dem verewigten Garten=Direktor Weybe in unserer Stadt ein Denkmal zu setzen, ist jetzt endlich, Dank den vielfachen Bemühungen des Comités, soweit zur Reife gediehen, daß die Aufstellung der Statue nahe bevorsteht. Sie findet einen sehr schönen Platz auf dem Hügel am Eingange des botanischen Gartens und das nach übereinstimmender Beurtheilung aller Kenner höchst gelungene Kunstwerk wird eine sehr schätzenswerthe Zierde unseres Parks werden. Der Künstler hat für diese Schöpfung den allgemeinen Dank um so mehr verdient, als er einen so geringen Preis dafür bestimmte, daß nur seine Auslagen bei der Arbeit damit bezahlt werden. Gleichwohl reichen die früher gesammelten Beiträge auch dazu nicht ganz aus, und das Comité ist bemüht, das kleine Defizit durch eine zweite nachträgliche Sammlung zu decken. Die noch beizubringende Summe ist nicht groß und hoffen wir daher, daß, besonders bei einer zu erwartenden Betheiligung der begütertern Bewohner unserer Stadt, die Rechnung bald ausgeglichen werden kann. Die Errichtung der Statue würde dann binnen Kurzem erfolgen. Naturgeschichte. Die Kreuzberg'sche Menagerie. Die gegenwärtig in München stationirte Menagerie Kreuzberg's, welche der Reichhaltigkeit und verhältnißmäßigen Wohlerhaltenheit ihrer Exemplare halber mit Recht die ungetheilte Aufmerksamkeit der gebildetern Stände auf sich zieht, ist ohne Zweifel unter den jetzt in Deutschland reisenden Sammlungen der Art die gediegendste, leidet aber wie die meisten derselben an einem gemeinsamen Fehler, nämlich der theilweise ganz oder beschränkt irrigen Bezeichnung der Thiere und ihres respektiven Vaterlandes. Da diese Menagerie den größten Theil des Continents bereisen wird, so denken wir manchem Leser durch eine authentische Berichtigung dieser Irrthümer in diesen Blättern einen angenehmen Dienst zu erweisen. Wir beginnen mit den Säugethieren. Am meisten fällt ein junges, noch nicht völlig ausgewachsenes weibliches Thier des asiatischen Elephanten in die Augen, welches der Cornak vollkommen falsch der afrikänischen Art zuzählt. Das Vaterland dieses Thiers war ohne Zweifel Östindien. Sehr interessant ist nächstdem die Nylgaut=Antilope, Ant.(Damalis) tragocamelus L., von dem Besitzer gehörntes Pferd getauft, gleichfalls irrig als ein Bewohner Senegambiens angegeben. Diese große Antilope lebt um die Gebirge in Dekkan und ganz Vorderindien längs der Küste Koromandel. Eine zweite Antilopenart dieser Menagerie ist die milchweiße Addax- oder Mondantilope(Ant. Addax Pall.), deren Vaterland Nubien, Abesch und die Küste von Zanguebar ist; eine dritte unsre Alpengemse in einem jungen Exemplar. Die beiden anderen Wiederkauer in einem Käfige sind Guanakos oder wilde Lamas(Schafkamele), männliches und weibliches Thier. Aus diesem Stamm gingen die zahmen Lamas der Peruaner hervor, wahrscheinlich sind auch die feinwolligen Vigognen nur eine mehr behaarte Varietät. Die Heimath dieser Thiere, deren wilde Race jetzt sehr vermindert ist, bildet die Kette der Cordilleren von der Magelhaensstraße bis Chile und Peru; die größten Rudel leben in den Hochebenen von Capiapo und Takora. An diese Ruminanten schließt sich als letztes Hufthier ein schönes weibliches Zebra(Equus Zebra L.), und zwar das ächte Zebra, dessen ganzer Leib über und über mit dunkelschwarzen Bändern geziert ist; dieses Thier wohnt auf den Gebirgen Südafrika's, und nicht wie das Douw oder Tigerpferd und das Quagga im südafrikanischen Wüstenland. Die Nager sind nur durch ein schönes Stachelschwein(Hystrix horrida) vertreten. Vaterland ist Sicilien, Spanien und Nordafrika, nicht Nordamerika. Das meiste Interesse bieten dem nicht wissenschaftlichen Beschauer ohne Zweifel die Raubthiere, jene gefürchteten vom Menschen als ebenbürtige Gegner betrachtete Bestien, die er hier entweder gezähmt und zu ihrer unwürdigen Künsten abgerichtet oder gefangen und ihrer mordenden Kraft beraubt vor sich sieht. Das Katzengeschlecht repräsentiren ein männlicher Löwe und eine Löwin, beide aus irgend einem Theile Afrika's, nicht aus Asien, wo der Löwe jetzt zu den seltenen Vorkommnissen gehört. Diese Thiere sind noch jung, deßwegen weder besonders schön noch groß. Merkwürdig ist ein bereits ziemlich ausgewachsener männlicher Bastard, von einer Königstigerin mit einem Löwen erzeugt, und in der Menagerie zu Elberfeld geworfen. Das Thier hält in allen Stücken die Mitte zwischen Löwen und Tiger. Obwohl eine derartige Kreuzung im freien Zustande nicht stattfindet, scheint sie doch in Menagerien öfter vorzukommen, denn in van Akens Menagerie sahen wir drei solcher Bastarde, und im Regent's Park. zu London leben gegenwärtig nicht weniger als sieben. Unter den gefleckten oder Pantherkatzen herrscht behufs der Bestimmung in Kreuzberg's Sammlung eine heillose Verwirrung, die indessen durch die großen Confusionen hierin von Seite der descriptiven Werke verzeihlich wird. Das größte Exemplar, ein prachtvolles Thier, welches Jaguar genannt wird, ist keineswegs ein Jaguar, sondern ein ausgewachsener Panther; neben ihm steht ein kleineres, erst zweijähriges Pantherweibchen, das der Besitzer Lieschen taufte; der Name des großen Panthers ist Cäsar. Diese beiden Thiere stammen wahrscheinlich aus Afrika, der eigentlichen Heimath des kurzschwänzigen Leopards oder Panthers, der sich wohl in Asien gar nicht findet. Dagegen wird der ächte asiatische Leopard, dessen Heimath vorzüglich die Sunda-Inseln sind, dem aufmerksamen Beobachter sogleich durch etwas geringere Größe und einen ungemein langen, die volle Länge des Körpers und Kopfes beinahe überragenden Schweif kenntlich sein. Von dieser Art befindet sich ein sehr schönes ganz ausgewachsenes Thier in Kreuzbergs Sammlung. Ohne es zu wissen, besitzt dieser Thierbändiger übrigens dennoch den ächten Jaguar oder südamerikanischen Tiger, welchen er fälschlich Panthertiger nennt, und als sein Vaterland Afrika angibt. Der Jaguar stammt aus Südamerika, das er in seiner ganzen Ausdehnung von der Hondurasbay und Mexiko bis in die Hochlande Patagoniens bewohnt. Dieses gefürchtete Raubthier, in dessen Zähmung es Kreuzberg weit gebracht hat, wird sich dem denkenden Beschauer sogleich durch eine bedeutend dunklere Grundfarbe kenntlich machen. Von kleinern oder sogenannten Pantherkatzen besitzt die Menagerie ein ausgezeichnet schönes Exemplar des süd- und westafrikanischen Serval, welchen der Explikant irrig Carakal nennt. Dieses Thier macht einen Uebergang von den Panthern zu den Luchsen und Wildkatzen, welch letztere in Kreuzbergs Menagerie durch die senegambische Wildkatze(Felis senegalensis Lesson. Fel. neglecta Gray) vertreten sind. Wilde Hunderacen beherbergt die Sammlung außer einem gewöhnlichen Wolf aus dem Schweizer=Jura nicht. Die beiden Hyänenarten Afrika's sind durch ordentliche Exemplare vertreten. Die gestreifte Hyäne, welche das nördliche Afrika bis zur Breite von Nubien bewohnt, ist in einem Männchen und Weibchen, der gefleckte oder der sogenannte Tigerwolf als sehr schönes ausgewachsenes Männchen vorhanden. Das Vaterland der letztern ist ganz Afrika vom Cap bis zur Höhe von Kordofan und Darfur. Interessant ist namentlich ein ziemlich großes Thier der amerikanischen schwarzen Bärenart(Ursus americanus), welche von dem europäisch-asiatischen Landbären specifisch getrennt wird. Öhne uns hiermit einverstanden zu erklären, weisen wir auf das Thier als passende Gelegenheit nähere Untersuchungen hierüber anzustellen, um so mehr als der amerikanische Bär bisher selten lebend nach Europa kömmt. Seine Heimath ist ganz Nordamerika, wahrscheinlich auch Kamtschatka. Der Eisbär in Kreuzbergs Menagerie gehört nicht zu den größten Exemplaren. Dieser wurde in Grönland gefangen, die Art ist übrigens über die Polarregion beider Welten ausgedehnt. Sehr gut treffen wir die Arktoiden oder Affenbären vertreten. Kreuzberg besitzt einen Waschbär(Procyon lotos) aus Nordamerika, nicht aus Neuholland, einen Nasenbären(Nasua socialis) oder Coati aus Guiana, der fälschlich Aguti und Rüsselthier benannt ist, endlich einen Cincaju oder Wickelbären (Cercoleptes caudivolvulus) aus Buenos=Ayres, der in Deutschland lebend noch nie gezeigt wurde, und in dieser Menagerie unbedingt das werthvollste Geschöpf ist. Auch zwei Viverren oder Surikaten zieren die Sammlung. Die eine ist die gewöhnliche Genette oder Ginsterkatze, deren Heimath sich vom südlichen Frankreich an über ganz Afrika ausdehnt; die andere ist die Zibethkatze des hinterindischen Festlandes(Viverra Tangalunga), die in ganz Östindien als Hausthier zahm gehalten wird, den kostbaren Zibeth in ihrem Afterbeutel secernirt, und mit Unrecht seit Linnaeus bis auf unsere Tage mit der ächten Zibethkatze der vordern Sundainseln verwechselt wurde. So weit die Raubthiere. Unter den Affen schließen sich die sogenannten Lemuren, Makis oder Halbaffen, fast alle auf der Insel Madagaskar zu Hause, an die kleinen Affenbären Südamerika's enge an. Es sind nächtliche Thiere, die von Früchten, Vögeln und Insekten leben. Kreuzberg besitzt zwei Exemplare des weißstirnigen Makis(Lemur albifrons) und zwei weitere des rothstirnigen(Lemur rufifrons Benn), der übrigens wahrscheinlich nur Spielart des erstern ist. Die eigentlichen Affen einer Menagerie lassen sich schwer angeben, weil Klima und Mangel an Bewegung in unsern Gegenden die meisten Thiere schnell wegraffen, und eine häufige Veränderung der vorhandenen Arten nach sich ziehen. Gegenwärtig fallen am meisten folgende auf: 1) Ein junges Exemplar des schwarzen Bärenpavians(Cynoceph. ursinus) vom Cap, das übrigens einer baldigen Auflösung entgegensieht; 2) ein junger Sphinxpavian aus Guinea; 3) die blaustirnige Meerkatze(Cercopithecus cephus) ebendaher; 4) der Nisnas(Cercop. pyrrhonotus) oder Ehrenbergs Meerkatze aus Darfur und Sennaar; 5) der Schweinschwanzaffe(Macacus nemestrinus) aus Sumatra und Borneo in mehreren Exemplaren; 6) ein kleiner Sapajou(Cebus) als einziger Repräsentant der südamerikanischen Rollaffen. Einige andere Arten, z. B. die rothe Meerkatze(C. ruber Desm.) sind zu jung uno zu kränklich, um eine genaue Bestimmung zuzulassen. An Vögeln zeigt die Menagerie ein schönes Männchen des rothen Aasgeyers(Vultur fulvus), dessen Heimath von Südeuropa über ganz Afrika und Asien ausgedehnt ist. Das fragliche Exemplar stammt der grauen Färbung wegen wahrscheinlich aus Südtirol oder der Schweiz, da die afrikanischen Thiere, welche wir sahen, insgemein weit intensiver roth gefärbt sind. Die Nahrung dieses Vogels ist Aas, und er stößt nicht auf lebende Thiere. Sehr schön sind zwei ausgefiederte Männchen des Pfauenkranichs(Anthropoides pavonia Stanley), deren Vaterland Senegambien, wahrscheinlich auch das afrikanische Binnenland ist. Die Straußvögel sind durch zwei indische Casuare von den Sundainseln vertreten, beide noch sehr jung; ferner durch zwei Emus oder neuholländische Strauße(Dromicejus novæ Hollandiæ), die durch ihre geringe Größe noch keineswegs den Eindruck wiedergeben den der ausgewachsene Emu als ein Vogel von 8' Höhe macht. Unter den pageyen Kreuzbergs ist sehr wenig interessantes. Außer mehreren südamerikanischen Arakangas Arauranas und ostasiatischen Kakadus sahen wir nur den Joko oder grauen afrikanischen Papagey(Psittacus crithacus) und einen Paläornis unbestimmter Art. Ausgezeichnet schön sind zwei männliche Pelikané aus Griechenland. Unter den Amphibien Kreuzbergs zeichnet sich ein Krokodil durch die bedeutende Länge von 10 Schuh aus, in welcher Größe sie lebend in Europa selten gesehen werden. Dieses Thier ist übrigens kein Nilkrokodil, sondern ein nordamerikanischer Alligator, wahrscheinlich der Crocodilus lucius aus den südlichen Provinzen der Union. Von den drei Riesenschlangen dieser Menagerie sind zwei, nämlich die Boa constrictor aus dem tropischen Amerika und der Python tigris aus Östindien gut bestimmbar; die dritte könnte die javanische Ular=Sawa oder Reisschlange(Python amethysteus) sein in sehr jungem Alter; übrigens können wir eine authentische Versicherung darüber nicht geben.(A. 3.) Tagebuch. Berlin. Das Königl. Obertribunal hat in dritter Instanz eine Entscheidung erlassen, die dadurch von allgemeinem Interesse ist, sofern damit die rechtliche Natur der Zeitkäufe in Effekten festgestellt wird. Ein gerichtlicher Anspruch auf Zahlung von Kaufdifferenzen bei Zeitkäufen von Effekten wird hiernach für die Zukunft nur in dem Falle statthaft sein, wenn die verkauften Papiere dem Käufer am Sichtage wirklich angeboten worden und der Nachweis geführt wird, daß der Verkäufer selbst in deren Besitz war.— Sowohl an den Minister des Innern als an den Minister des Auswärtigen haben sich kürzlich gegen 300 Engländer, welche den Congreß der Friedensfreunde in Frankfurt zu besuchen gedenken, mit der Bitte gewendet, es möge ihnen die Erlaubniß ertheilt werden, durch das preußische Gebiet zu reisen, ohne sich der polizeilichen PaßControlle und sonstigen Legitimations=Prüfungen und Zoll=Visitationen unterziehen zu müssen. Diese Gesuche sind gestern genehmigt worden und zugleich an die betreffenden Polizeibehörden die nöthigen Befehle ergangen, um den englischen Friedensfreunden ihre Durchreise durch preußisches Gebiet in der erbetenen Weise zu ermöglichen. Breslau. Ueber ein für den Geheimen OberTribunalrath Waldeck bestimmtes Kunstwerk enthält die„Breslauer Zeitung" Folgendes: Zur Beschaffung dieses Kunstwerkes haben die Mitglieder der städtischen Ressource und auch einige andere Verehrer Waldeck's die Mittel gewährt, und die Kasse der Gesellschaft noch selbst einen reichlichen Beitrag geliefert, so daß die benöthigte Summe von 650 Thalern verwendet werden konnte. Maler Koska hatte zu diesem Kunstwerk den Entwurf geliefert, Ciseleur Vollgold die Bestellung der Anfertigung der zu dem Ganzen gehörigen Figur übernommen und selbige ciselirt, Ciseleur Hönsch besorgte die übrigen Ciselier=Arbeiten, Graveur Hinze die Wappen und Inschriften und Goldarbeiter Jackwitz die ganze Silberarbeit und die Zusammenstellung. Das Ganze, an Gewicht von circa 13 Pfd. Silber, bildet ein Schreibzeug in Form eines altdeutschen Monuments, welches sich auf einer von Drachen getragenen und von einer Gallerie und Zinnen umgebenen Platte erhebt. Rechts und links des Monuments befindet sich ein Piedestal für Dintenfaß und Streusandgefaß, deren Deckel je ein Kissen mit einer Bürgerkrone bildet. In dem Piedestal links ist mit Inschrift der Tag bezeichnet, an welchem die Einkerkerung Waldeck's, rechts, an welchem die Freisprechung erfolgte. In der Mitte steht auf einem Fußgestell unter einem altdeutschen, von säulenumgebenen Pfeilern getragenen Baldachin, der mit Pyramiden und Spitz=Thürmchen verziert und an dem vorderen Giebel mit dem Haupt Johannis, als dem ältesten Wappen der Stadt Breslau, versehen ist, die Statue der Freiheit, in der Rechten den Stab mit dem Freiheitshute, in der Linken die gebrochenen Fesseln haltend und mit dem linken Fuße eine Schlange zertretend. Rechts und links an der Hinterwand des Piedestals sind die Wappen der Stadt Breslau, der schlesische Adler, der böhmische Löwe, der Evangelist Johannes und der Buchstabe W. Vorn am Piedestal der Statue befindet sich die Dedikation:„Dem Volksvertreter Waldeck die städtische Ressource zu Breslau." Im nächsten Concert der städtischen Ressource, Freitag den 20. August, zu welchem auch Nichtmitgliedern ohne Weiteres der freie Zutritt gestattet werden soll, wird, so viel wir erfahren, dieses Kunstwerk ausgestellt, und mit dieser Ausstellung zugleich eine Sammlung für Schleswig=Holstein verbunden werden. Wesel. Am 16. fand hier eine Bürger=Versammlung statt in Betreff des Baues einer Eisenbahn von hier nach Oberhausen. Es wurde beschlossen bei dem Ministerium den Antrag zu stellen, den Bau auf Staatskosten zu befürworten oder eine Zinsen=Garantie von 3½ pCt. zu erwirken, in welchem Falle man mit eigenen Mitteln die Sache sofort in Angriff nehmen wolle. Baden. Die Rheinbrücke bei Mannheim schreitet ihrer endlichen gänzlichen Wiederherstellung immer näher. Die eisernen Pontons welche für dieselbe bestimmt sine, sind etwas niedriger, als die dermaligen hölzernen Brücken=Nachen, und haben darum einen Holzaufsatz. Ueber die Eleganz dieser Produkte der Keßler'schen Maschinenfabrik herrscht nur Eine Stimme.— Unserer Schleppschifffahrt und der rheinischen Beurtschifffahrt überhaupt steht durch die bereits eröffnete Concurrenz der niederländischen Schleppschifffahrt eine Lebens=Krisis bevor. Der Güter=Transport auf den belgischen Eisenbahnen nöthigte die niederländische DampfschifffahrtsGesellschaft zu einer bedeutenden Ermäßigung der bisherigen Frachttaxe, und zu einer Verwendung ihrer Remorqueure rheinaufwärts. Oestreich. Die Reichszeitung vom 13. August gibt folgende merkwürdige Ziffern, wie sich in Oestreich der Cigarrenverbrauch gesteigert hat. Verkauft wurden in Niederöstreich, also zum größten Theil in Wien selbst: im Jahr 1841 9,700,000 Stücke. „ 1842 9,500,000„ 1843 11,500,000„ „ 1844 16,300,000„ „ 1845 28,500,000„ „ 1846 44,700,000„ „ 1847 47,300,000„ „ 1848 56,500,000„ „ 1849 59,100,000„ Für das Jahr 1850 wird sich allem Anschein nach eine noch größere Vermehrung des Bedarfes ergeben, da im ersten Semester schon 36 Mill. Cigarren verkauft worden sind. Die feinern Sorten der kaiserlichen Cigarren sind überhaupt so vortrefflich, daß es in Wien selbst den Feinschmeckern nicht einfällt, ihre Cigarren von auswärts zu beziehen. Dagegen ist es wohl weniger in Deutschland bekannt, daß die 1. und 2 kr. Cigarren von den kaiserlichen Fabriken so preiswürdig und trefflich hergestellt werden, daß diese nach dem Fallen der Zollschranken in solchen geringern Sorten mit Hamburger, Bremer und Pfälzer Fabrikaten leicht concurriren könnten. Belgien. Der ganze untere Theil der Stadt Brüssel ist am 17, von einer entsetzlichen Ueberschwemmung heimgesucht worden, indem in Folge gewaltiger Regengüsse der Sennefluß und die Canale aus ihren Ufern getreten sind. Von Nachmittag bis gegen Mitternacht war das Wasser in stetem Steigen und erreichte in manchen Straßen die Höhe von 5-6 Fuß; erst am 18. Morgens um 4 Uhr begann das Fallen. Der angerichtete Schaden aller Art ist sehr bedeutend, mehrere Menschen sind umgekommen. Auch auf dem Lande hat die Ueberschwemmung weithin große Verheerungen angerichtet; viel Vieh ist ertrunken und der Eisenbahnverkehr an mehreren Punkten unterbrochen, in Folge dessen die Züge von Paris sehr verspätet eintreffen. Großbrittanien. Von Interesse ist folgender Beitrag zur Criminalstatistik von Irland: In dem Halbjahr von Januar bis Junius 1848 fanden auf dieser Insel 86 Mordthaten statt, 37 Schüsse auf Personen, 65 in die Wohnungen, 424 Brandstiftungen; im Halbjahr von Junius 1848 bis Januar 1849 85 Mordthaten, 60 Schüsse auf Personen, 30 in die Wohnungen, 326 Brandstiftungen; in dem Halbjahr von Januar bis Junius 1849 113 Mordibaten, 49 Schüsse auf Personen, 59 in die Wohnungen, 959 Brandstiftungen Die meisten der irischen Verbrechen entspringen nach wie vor aus agrarischer Unzufriedenheit, aus dem schlimmen Verhältniß der Pächter zu den Grundherren zu dessen Heilung man in der letzten Parlamentssession wieder in der„Landlord and Tenant Bill" ein Palliatiomittel versucht, zu guter Letzt aber die Maßregel wie so viele andere aufgegeben hat. Jetzt hat sich eine besondere„Pächter=Liga" in Irland gebildet, deren Zweck namentlich längere und festere Pachiverträge zu erlangen, wie sie in England und theilweise in NordIrland üblich sind. Das Grundübel ist fortwährend der Absentismus und die Verwaltung der Güter durch herzlose Agenten. Zwei Menschen dieser Klasse wurden erst unlängst wieder bei hellem Tage ermordet.(Wer diese düsterste Seite der traurigen irischen Zustände und überhaupt das irländische Volk mit seinen guten und schlimmen Eigenschaften, seinen reichen aber verwilderten Geistes= und Gemüthsanlagen, seiner Poesie und seinem Aberglauben, in anziehender Lectüre kennen lernen will, den verweisen wir neuerdings auf V. A. Hubers „Skizzen aus Irland." Berlin, bei W. Hertz, 1850.) Der Voigt von Silt. Erzählung von Th. Mügge. (Fortsetzung.) Leset weiter, Lorenz Leve, sagte der Kapitain. „Nachdem wir zurückgekehrt sind, las der Pfarrer, und der gewöhnliche Gang unseres Lebens wieder begonnen hat, haben wir um so mehr Zeit uns daran zu erinnern, wie großen und vielen Dank wir Ihnen schulden. Es bedurfte wahrlich nicht der Mahnungen, die meine Tochter oft an mich ergehen ließ, um mir zu beweisen, wie sehr und wie dauernd ich Ihnen verpflichtet bin, und wie es an mir ist, jede Gelegenheit aufzusuchen, Ihnen dies deutlich zu machen. Sie wissen, Herr Lornsen, daß ich die Halligen und Inseln ungemein lieb gewonnen habe, und welche höhe Meinung ich von den Friesen hege. Das Souper auf Südfall wird mir eben so unvergeßlich sein wie die romantischen Studien, welche mir Ihre Freundlichkeit verschaffte. Was ich meinen Freunden davon erzählte, trägt den Anstrich des Wunderbaren und erregt die allgemeinste Aufmerksamkeit. Ich begreife vollkommen, wie schwer es einem Eingeborenen werden muß von allen diesen Herrlichkeiten zu lassen, und wie tief die Liebe zur Heimath bei ihnen wurzelt. Indeß auch will das Leben seine Rechte und wer das Leben im Staate für sich gewählt hat, kann es nicht in enge Grenzen bannen. Nun wird es Ihnen bekannt sein, lieber junger Freund, daß unsere väterlich gesinnte Regierung sorgsam darauf bedacht ist, die tüchtigsten und fähigsten Köpfe nach Kopenhagen zu ziehen, um sie dort für den Staatsdienst auszubilden und zu verwenden. Ich spreche Ihnen nicht von den Vortheilen, welche dies nach allen Seiten gewährt und von der staatsmännischen Fernsicht dieser Beschlüsse. Sie sind zu einsichtig um die Logik darin nicht genau zu erkennen und mit vollem Bewußtsein Ihre Entschlüsse zu fassen. Sehe Jeder, wo er bleibe, sehe Jeder wie er's treibe! Sie wissen, was wir einst verhandelten.— Um nun zur vollen Verständigung zu kommen, sage ich Ihnen nur, daß ich mit einflußreichen Freunden gesprochen, Sie empfohlen und gewissermaßen Bürgschaft geleistet habe. Ihre Anstellung in der deutschen Kanzelei ist gesichert. Glauben Sie daher von meinem Anerbieten Gebrauch machen zu können, so antworten Sie nicht, sondern kommen Sie, ohne alle Zögerung hierher. Karoline ist der Ueberzeugung, daß Sie kommen, so bin ich es denn auch, und in der frohen Erwartung. Sie recht bald selbst zu sehen, spare ich mir alles Weitere auf und vereinige meine Grüße und besten Wünsche mit denen meiner Tochter.— Ihr treu ergebener Baron Hammersteen." Prächtig geschrieben! rief Lorenz Leve als er den Brief beendigt hatte, klar und bestimmt ausgedrückt und eine mächtige Zukunft an die Wand gemalt.— Dänische Windbeutelei! murmelte der Kapitain. Sagt es nicht, Gevatter, sagt es nicht, fiel der Pastor ein, Alles, was da geschrieben steht, ist wahr. Wer steigen will, wer ein Mann im Staate werden will, muß nach Kopenhagen auf die hohe Schule. Hilft der Ehrgeiz hier im Lande zu gar nichts, da drüben aber ist er angebracht; darum laßt Jens seinen Weg gehen. Ist manch kleine Advokat dort schon Graf und Minister geworden, hat Orden und Sterne auf seinen Rock gesteckt, gerade da, wo beim dummen Volke das Herz zu sitzen pflegt und statt eine Bauerndirne heimzuführen, hat ein stolzes Fräulein ihm die Hand gereicht. Bei diesen Worten sah sich Lorenz Leve um und nickte Jens zu, der rasch seine Kleider gewechselt hatte und zurückgekommen war. Es freut mich, sagte er, daß Sie meinen Entschluß billigen. Er ist gefaßt, weil es so sein muß. — Es thut Dir weh, Mutter, und auch der Vater sieht streng aus, aber ich kann's nicht anders.— Jeder Mensch folgt seiner Bestimmung, die sein Schicksal ist. Ich bin nicht dafür geschaffen, jetzt schon in meinem stillen Hause auf der Warft zu wohnen, in seinen einsamen Freuden mein Glück zu finden. So laßt mich denn gehen, bis ich mit vollem Bewußtsein erkenne, daß ich nach Silt zurückkehren muß. Wann war es denn, fragte der Kapitain, sich zu ihm wendend, als Du mir sagtest, daß Dein Ankergrund niemals am Oeresund sein würde? Ich weiß, erwiderte Jens, ich hab's gesagt und sage es noch. Aber Ihr habt den Brief gelesen, der mir eine Zukunft eröffnet, die ich nicht zurückstoßen darf. Ich werde trotz dessen nach Kopenhagen gehen. Und eine Däne werden! rief Lorenz Leve. Das heißt ein Mann von feiner Bildung, ein Mann im Staate, der Gras wachsen hört.— Bah! Jens, zieh die Stirn nicht zusammen, mein Kind, Niemand weiß besser, als ich, wie Du denkst und fühlst, und Niemand verargt es Dir weniger als ich, wenn Du Vaterland und Freunde aufgiebst, um bei Jakob um Rahel zu dienen. Sieh aber genau zu, daß sie Dich nicht betrügen, daß Du die Lea nicht dafür bekommst. Glaubt und meint was Ihr wollt, sagte Jens stolz, ich kanns nicht hindern und nicht ändern; aber ch werde ein Friese bleiben und meinem Vaterlande nützen, seine Rechte schützen und fördern, das wird meine Ausgabe leine der alte Lorenz, indem er ernsthaft den Finger an seine rothe Nase legte, lerne lispeln und Komplimente drechseln, denn darin besteht die Kunst dänisch zu reden. Doch ich sehe, fuhr er fort, es ist mit dem künftigen Herrn Minister kein Spaß zu treiben. Laßt ihn gehen, Gevatter und gebt ihm Euren Segen. Es war ein unkluger Gedanke von Euch, seinen Ehrgeiz in ein friesisches Haus sperren zu wollen. Weder das Haus genügt ihm, noch Hanna Petersen. Ist es nicht so, Jens? Es ist so, erwiederte dieser. Hanna wird glücklicher sein ohne mich. Ich glaub's, rief der alte Mann, aber ob Du es sein wirst ohne sie, das ist die Frage. Du bist zufrieden, Vater, wenn ich gehe? sagte Ein Mann muß wissen, was er thut, erwiederte der Kapitän. Sieh zu, wie weit Du kommst. Habe es wohl anders gemeint, aber immer ist hier Deines Vaters Haus. Und meiner Mutter Herz, rief Jens, ihre Hände fassend. O! mein Sohn, wie ist mir so bang um Dich, sagte die Frau mit nassen Augen. Muß es denn sein? Bedenke es nochmals, Jens. Alles, was dänisch ist, ist falsch. Laß Dich nicht verlocken, glaube ihnen nicht; sie werden Dich betrügen, wie sie uns Alle betrogen haben Hanna ist gut, sie liebt Dich; denke, was wir leiden. Es muß sein, Mutter, sprach Lornsen. Ein Mann muß wissen, was er thut. Bravo, rief Lorenz Leve, nicht gewankt und nicht gewichen. Und nun stoßt an auf den Herrn Minister und sein Glück! Eine Woche später war Lornsen in Kopenhagen. — Es war ein schöner Tag, als das Schiff, mit dem er gekommen, an der Drei=Kronen=Batterie vorüber in den Hafen fuhr. Jenseits lagen in hellem Sonnenglanz ausgestreckt die gelben schwedischen Küsten, eine Menge Schiffe aller Art, die allen Nationen gehörten, kamen mit vollen Segeln aus dem Sunde herauf und steuerten in die blauen Wellen der Östsee.— Das Meer war von ihnen bedeckt und der wundervolle Anblick auf See und Land hatte alle Passagiere des Schiffes, die nach und nach meist von den Inseln im Vorbeifahren aufgenommen waren, auf das Deck gelockt.— Durch die Oeffnung zwischen der Drei=Kronen=Batterie und den langen Linien der Festung konnie man tief in den Hafen sehen, wo binter den Zollbrücken die ungeheuern Masten der ankernden Kriegsflotte hervorragten; der Außenhafen war dagegen ziemlich leer an Kauffahrern, aber oben auf den Bastionen der Festung standen viele geputzte Leute, denn dieser schöne Spaziergang war der Sammelplatz der feinen Welt Kopenhagens, und unter den Bäumen hervor scholl Musik dem Schiffe entgegen. Es ist eine anerkennungswerthe Aufmerksamkeit, die man uns erweist, sagte ein junger Mann, der mit einem andern neben Lornsen stand. Wir werden mit Musik empfangens; möge Ihr Aufenthalt in Kopenhagen immer reich an Harmonie sein, mein Herr. Ich denke alles Unharmonische möglichst von mir abzuwehren, erwiderte dieser in derselven scherzenden Weise. Sie sind noch nie in Kopenhagen gewesen? fragte der Dritte. Ich sehe es zum ersten Male, war die Antwort. Und wie gefällt es Ihnen? Was ich bis jetzt gesehen habe, sagte Lornsen lachend, erregt den Wunsch, daß Alles so sein möchte. Sie werden zufrieden sein, erwiderte der junge Däne zuversichtlich. Ich glaube, daß sich nicht leicht eine Stadt mit Kopenhagen vergleichen kann und bedaure nur, daß Sie uns nicht schon früher besucht haben.— Sie verstehen doch Dänisch? Nein, sagte Jens. Sie verstehen kein Dänisch! rief der junge Herr erstaunt. Aber, mein Gott, ich denke, es besteht ein Befehl der Regierung, daß in allen Schulen der deutschen Provinzen Dänisch gelehrt werden soll. Kennen Sie die deutschen Provinzen? fragte Lornsen. Nein, lächelte der junge Herr, ich habe mich noch nie dahin verirrt, als etwa bei einer flüchtigen Durchreise; allein einer meiner Verwandten ist neulich dort gewesen, er erzählt grausenhafte Geschichten von den barbarischen Zuständen. (Fortsetzung folgt.) uchtpreise zu Neuß, Waizen Roggen apr. berl. Sch. am 20. Aug. 1850. 1. Qualität 2.„ 3.„ 1. Qualität 2. J. Wintergerste„„ Sommergerste„„ Buchwaizen„„ Hafer„„„ Erbsen„„„ Rappsaamen„„„ Kartoffeln„„„. Heu pr. Ctr. zu 110 Pfuno Stroh pr. Schock zu 1200 Pfund. Kleiner Saamen Rüböl pr. Ohm zu 282 Pfond ohne Faß dito pro Mai dito pro Oktober Leinöl pr. Öhm Rübkuchen pr. 1000 St. Stampf. Preßkuchen pr. 2000 Pfuno Sessamkuchen Leinkuchen pr. 2000 Pfund Branntwein pr. Öhm zu 123 Quart zu (ohne Maklergeld) Gereinigtes Oel.. 47% Thl. Sgr. Pf. 2 7 5— 3— 10— 9— 2 2 1 1 1 1 1 1 1 3 4 3 31 32 31 25 10 33 8 6 3 8 22 20 16 15 20 18 15 Brodtaxe zu Neuß. Ein Schwarzbrod von 13 Pfund— 6 8 Ein Franzbrödchen von 6½ Loth—— 4 Civilstand der Sammtgemeinde Düsseldorf. Eheversprechen, verkündigt am Sonntag den 18. August 1850, bestehend zwischen: dem Tanzlehrer Wilhelm Heinr. Jos. Paffrath und der Anna Hel. Fried. Kanehl, beide hier; dem Tagelöhner Carl Wilh. Gallus und der Ferdinandine Peters, beide in der Nenstadt; dem Tagelöhner Peter Wüsthof, zu Lierenfeld, und der Anna Elara Erkelenz, zu Oberbilk; dem Fabrikarbeiter Bern. Adolph Hub. Nachtigall und der Anna Mar. Schaap, beide zu Flingern; dem Schumacher Friedr. Meißner, in der Neustadt, und der Cath. Marg. Karmanns, hier; dem Kohlenhändler Wilhelm Bensberg, Wittwer von Maria Helena von Holt, und der Caroline Auguste von Holt, beide hier. Für sind bei dem unterzeichneten Comité ferner eingegangen: Landgerichts=Präsident Hoffmann 2 Thlr. Hamann 15 Sgr. Wm. Stahl 10 Sgr. Ungen. 20 Sgr. Gebr. Bernheim 1 Thlr. Fr. Borgstädt 10 Sgr. Frau Schmidt 10 Sgr. Frau Vollmann 1 Thlr. Kniffler. 1 Thlr. C. Zurhelle 2 Thlr. 1 Sgr. Dahl 15 Sgr. v. d. B. 5 Thlr. 14 Sgr. Hülsmann 10 Sgr. Außerdem von der Expedition der Düsseldorfer Zeitung 2 Päckchen Charpie und altes Leinen. Düsseldorf den 21. August 1850. Um fernere Gaben bittet Das Comité für Schleswig=Holstein. Außerdem sind bei der Unterzeichneten noch eingegangen: Von R. aus Kaiserswerth ein Paket mit Charpie, Bandagen, Kompressen ec., 7½ Pfo. schwer. Fernere Gaben jeder Art werden von uns dankbar entgegengenommen und befördert. Die Expedition des Düsseldorfer Journals und Kreisblatts. Für sind in der Gesellschaft Ludwigsburg(Hansen's Garten) an Beiträgen eingegangen 96 Thaler und am 16. August an den deutschen Ausschuß des SchleswigHolstein'schen Vereins in Kiel befördert worden. Bekanntmachung. Das Umhängen der dritten Glocke in dem Thurme der St. Lambertus=Kirche soll an einen qualifizirten Unternehmer auf dem Wege der Submission vergeben werden. Lusthabende wollen ihre Offerten versiegelt mit der Aufschrift: „Submission zur Uebernahme der Arbeiten zum Umhängen der dritten Glocke im LambertusKirchthurme," spätestens bis 31. August c., Vormittags 11 Uhr, mir einreichen. Kostenanschlag und Bedingungen sind bis dahin zur Einsicht auf dem Rathhause offen gelegt. Düsseldorf den 16. August 1850. Der Oberbürgermeisterei=Verwalter Regierungs=Assessor ammers. (504) Für zwei Knaben wird in einer anständigen Familie Kost und Logis gesucht. Näheres in der Exp. d. Bl. Oeffentlicher Verkauf. Die nachverzeichneten, in der Gemeinde Flingern gelegenen, den Ehe= und Ackersleuten Joseph Pesch und Eva, geb. Kels, zugehörigen Immobilien, sollen am Donnerstag den 22. August 1845, Nachmittags 2 Uhr, beim Wirthe Herrn Keusen zu Flingern, öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden: 1. Wohnhaus Nr. 55, das„Stadter Hofsgut" genannt, nebst Stallung, Backhaus, Scheune, Hofraum und sonstigem Zubehör, haltend an Flächeninhalt 30 Ruthen 70 Fuß. 2. Garten von 2 Morgen 72 Ruthen, beides nebeneinander gelegen neben Stübben und Windhöfel. 3. 135 Ruthen 50 Fuß Ackerland im Flingerfeld, neben Euler beiderseits. 4. 2 Morgen 135 Ruthen 60 Fuß Ackerland im Hoffeld, neben Dörnemann und Dietz. 5. 2 Morgen 19 Ruthen 20 Fuß Ackerland im Flingerbruch, neben Wenders und Dübbchen. 6. 2 Morgen 94 Ruthen 40 Fuß Ackerland am Ullet, neben Giertz und Pulm 7. 2 Morgen 58 Ruthen 10 Fuß Ackerland im Hoffeld, neben Lippgens und Dübbchen. 8. 1 Morgen 11 Ruthen 40 Fuß Wiese in der Lausböch, neben Korff und Wenders. 9. 129 Ruthen 90 Fuß Ackerland am Ullet, neben Bürgers und eigenem Land. 10. 2 Morgen 108 Ruthen 50 Fuß Ackerland daselbst, neben Wenders. 11 95 Ruthen 70 Fuß Wiese an der Lausböch. Die Verkaufsbedingungen sind bei dem unterzeichneten Notar zu erfahren. Düsseldorf den 14. August 1850. Euler. Immobilar=Verkauf. Auf Anstehen der Erben Handner sollen am Freitag den 23. August c., Nachmittags 2 Uhr, bei dem Wirthe Wilms„im Goldadler" zu Pempelfort, folgende in der Gemeinde Pempelfort gelegene Immobilien öffentlich zum Verkaufe ausgestellt werden: a. Wohnhaus zu Pempelfort mit Nr. 23, nebst Stallung, Hofraum und übrigen Zubehör, groß 17 Ruth. 90 Fuß, b. Garten daselbst, grop... 6„ 40„ c. Garten daselbst, grop.... 57„ 50„ Zusammen an Flächeninhalt 81 Ruth. 80 Fuß. Das Ganze liegt aneinander und gränzt einerseits an Peter Pütz, andrerseits an Jakob Tiegelskamp. Die Bedingungen sind bei dem unterzeichneten Notar zu erfahren. Düsseldorf den 11. Juli 1850. Euler. Oeffentlicher freiwilliger Steinkohlen=Verkauf. Die Handlung Heinr. Rosellen u. Comp. in Neuß läßt auf Ersuchen der Direktion der Düsseldorfer Allgemeinen Versicherungs=Gesellschaft für See=, Fluß= und Landtransport am Freitag den 23. August c., Nachmittags 3 Uhr, am hiesigen Rheinwerfte vor dem Bergerthore durch den unterzeichnelen Gerichtsvollzieher eine Parthie haferirter Steinkohlen öffentlich und meistbietend gegen gleich baare Zahlung verkaufen. Düsseldorf den 20. August 1850. Kolvenbach. Wein=Verkauf. Am Montag den 26. August c., Morgens 10 Uhr, werden im alten Schlosse am Burgplatz die Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Friedrich von Preußen zugehörigen Weine, als: 2 Fuder 1846r. Moselwein, 2 Fuder 1842r. Moselwein, 3° Öhm Aßmannshäuser verschiedener Jahrgänge und Stückfaß 1845r. Rheinsteiner und eine Parthie Wein in Flaschen, meistbietend gegen baare Zahlung verkauft. Nähere Auskunft wird ertheilt bei Commissionair G. Morschheuser am Markt. Am Mittwoch den 28. August c., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Behausung des Herrn Hof=Marschalls von Pritzelwitz in der Hofgartenstraße verziehungshalber dessen Mobilien, bestehend in: Kanapees, Servanten, Spiegeln, Consols, Schreibtischen, Sekretärs, Kleiderschränken, Kommoden, Tischen jeder Art, Stühlen, Bettladen mit Bettwerk, Glas= und Porzellansachen, einem Klavier, mehreren Fenstern mit Glasbrennerei, Oefen, Fenster=Vorhängen, Oelgemalden, Kupferstichen, Teppichen, einem Fournois, Küchengeräthen, überhaupt in Gegenständen jeder Art, meistbietend gegen baare Zahlung verkauft. Die Gegenstände sind noch gut erhalten und größtentheils von Mahagoni=, Kirsch= und Nußbaumholz, und können nur Morgens vor dem Verkaufe angesehen werden. Ein Junge, wo möglich vom Lande, wird als Aufwärter esucht bei Memminger, Bockhalle. Freitag den 23. August: Alles für Alles. Original=Lustspiel in 1 Aufzuge von Ch. Birch=Pfeiffer. Hierauf: Die eifersüchtige Frau. Lustspiel in 2 Aufzügen von August von Kotzebue. Anfang punkt 8½ Uhr. Nichtmitglieder können durch ein Mitglied eingeführt werden. Directorium. Verkauf. Am Samstag den 31. August d. J., Nachmittags 3 Uhr, soll das zum Betriebe eines jedes Geschäfts sich eignende, von Herrn Cornelius Maaßen bewohnte Haus sub Nr. 215/2 auf'm Steinweg zu Düsseldorf gelegen, mit Bäckerei, Brauund Brennerei, Garten und Stallung, im Subhastationswege, am Königl. Friedensgerichte zu Düsseldorf verkauft werden, wozu Kauflustige eingeladen werden. Die Bedingungen kann man am Friedensgerichte einsehen. VerkaufsAm Freitag den 23. August c. und am folgenden Tage werden auf dem Jägerhofe mehrere Gegenstände, unter andern: ein Schreibtisch, ein großes viersitziges Schreibpult, Kleiderschränke, Oefen, Porzellan, schöne Lampen und Kronleuchter, eine große Parthie Nippsachen, Oelgemälde, Kupferstiche, eine große Parthie vergoldeter Rahmen, Theater mit Dekorationen, ein Orchester, eine Ritterrüstung, Bücher und dergleichen mehr; sodann acht Pferdegeschirre, Sattelzeuge, verschiedene Reitsättel, worunter sich auch einige für Kinder und Damen befinden, Reisekoffer und Kisten, Pferdedecken und sonstiges Pferdegeschirr, meistbietend gegen baare Zahlung verkauft. Geburts-Anzeige. Die gestern Abend erfolgte glückliche Entbindung meiner Frau von zwei Knaben und einem Mädchen zeige ich statt besonderer Meldung Verwandten und Freunden ergebenst an. Düsseldorf den 21. August 1859. L. Ph. Gussone. Geschäftseröffnung von Abrüder Bernheim aus Hohenzollern= Hechingen und Einem geehrten Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß wir von heute an, nebst unserm Geschäft in Coblenz auch ein stehendes Geschäft in Düsseldorf, Benratherstraße Nr. 822, Herrn Hochkeppel gegenüber, eröffnet haben. Unser Lager ist auf das Reichhaltigste in unseren schon seit Jahren bekanmen Modebändern, glatten und broschirten, Atlas= und Taffetbändern, sowie ganz= und halbseidenen Gürteln, und den neuesten Hals= und Ballschleifen, assortirt. Da wir den größten Theil unserer Bänder in Frankreich und der Schweiz selbst zur Fabrikation übergeben, sind wir gewiß sowohl in en gros, als en detail im Stande gesetzt einem geehrten Publikum alle möglichen Vortheile zu gewähren und jeder Concurrenz die Spitze zu bieten. Durch ächte, schöne und gute Waare, verbunden mit der reellsten Bedienung und äußerst festgesetzten Preise haben wir uns das Zutrauen auf hiesigen Markt, den wir seit 14 Jahren besuchten, vielfältig erworben und hoffen wir auf die Dauer solches zu vermehren. Wir bitten um recht zahlreichen Besuch. Gebrüder Bernheim, in Düsseldorf, Benratherstraße Nr. 822. und Coblenz, Entenpfuhl Nr. 146. Donnerstag den 22. August, Abends, werden Herr Leopold Schiller nebst Gesellschaft in der Bock=Halle nochmals eine Abendunterhaltung zu geben die Ehre haben. Licht-Bilder bei M. Radermacher, Portrait=Maler, Steinwea Nr. 219½0 von grauer Farbe mit schwarzen Flecken und gelben Vorderfüßen, weißer Spitze an der Ruthe, weiblichen Geschlechts und auf den Namen Waldine hörend, entlaufen. Der Wiederbringer erhält eine gute Belohnung in der Exped. d. Bl. Vor dem Ankauf wird gewarnt. Unterrichts=u. Erziehungsanstalt. Mit Herbst eröffne ich Friedrichsplatz= und Alleestraßen=Ecke, 108, eine Privatschule für Knaben. Das Nähere wird der Prospektus mittheilen. Bernh. Boden, Lehrer an der Andreas=Pfarrschule. mit Verschluß für Gold= und Papiergeld, stark, schön und billig bei W. Zengerly, Neu= und Mittelstraße. (500) Wo eine Ziehkarre zu kaufen steht, sagt die Exped, d. Bl. (502) Wo zwei schwere Karrenpferde zu verkaufen stehen, sagt die Exped. d. Bl. Mittlere Bastionsstraße Nr. 982 ist der erste Stock, vier tapezierte Zimmer enthaltend, zu vermiethen. Grünstraße Nr. 304 ist der erste Stock, bestehend aus 7 Theilen, mit Bodenkammer nebst Garten zu miethen. Zur Vermeidung von Verwechslungen mit dem sogenannten„Tusselvorfer Kreisblatt“ erbitten wir uns alle Zusendungen unter der Adresse: Stahlsche Buchhandlung(W. Kaulen). Die Expedition des Düsseldorfer Journals und Kreisblatts. vemdenblatt. Im Cölnischen Hof bei Juppen. Reichard m. Bed., Kfm a Neuwied. Braun, Kfm a Ronsdorf. Marx, Kfm a Cöln. Hipp, Kfm a Cöln. von Hammerstein mit Fam. und Dienerschaft, Ritter=Gutsb. a Schloß Frankenstein Meinertzhagen m. Fam, Fabrik. a Wien. Schwartz, Kfm a Aachen. Weiler, Kfm a Braunschweig. Seyfried, Kfm a Barmen. Fleischhauer mit Sohn, Commerzienrath a Hannover. Hülzmann, Gutsb a Mecklenburg. Ganz, Kfm a Cöln. Kolkmann m. Fam, Kfm a Uetrecht. Martin, Part. a Paris. Thomson m. Fam., Rent. a London. tjotel Domhardt. Graf Hespe m. Fam. u. Dienerschaft a St. Nicolas. Diederichs m. Gem., Propr. a Amsterdam. Sülpke m Fam., Rent. a Amsterdam. Hasbach, Pfarrer a Kettwig. Nülerheidtmann, a Kettwig Buddeberg, Gymnasial=Oberlehrer a Essen. Sauberg, Oekonom a Kaiserswerth. Jacobs, Pfarrer a Duisburg. Kumpf, Pfarrer a Duisburg. Nempel, Pfarrer a Wevelen. Huffmann, Pfarrer a Wevelen. Becker, Pfarrer a Mülheim. Voigt, Pfarrer a Mülheim. Hevcandt, Pfarrer a Mettmann. Heßelmann, Pfarrer a Homberg. Seydt, Pfarrer a Saarn. Büschgen, Pfarrer a Saarn. Barth, Kfm a Lant. Bernhorster, Kfm a Crefeld Hufser m Fam, Commerzienrath a Eupen. Wußmann m. Fam., Dr. a Wien. Im Europaischen Hof bei Götzen. Pranger, Reg.=Rath. a Aachen. Hoffmann, Ingenieur a Aachen. von Knesebeck, Oberbergrath a Clausthal. Lady Moody, a London. Miß Moody, a London. Choque m. Fam, Rent. a Douvi. Sandermann, Kfm a Alpe. Tillmann, Kfm a Elberfeld. Keefer, Pfarrer a Prünn. Wendland, Part. a Hannover. Pohlmann, Kfm a Osnabrück Glose, Kfm a Bremen. Farbig, Kfm a London. In den drei Reichskronen bei Beeking. Trappenberg m. Fam. u. Bedienung, Fabrik. a Barmen. Dösemanns m Fam., Kfm a Rotterdam. van Naamen m. Fam., Part a Amsterdam. Hassart mit Familie und Bedienung, Rent. a Irrland Zaal m. Fam, Part a Kampen. van Reede van Oudsthoorn m. Fam. u. Bed., Ingenieur a Uetrecht de Solingre m. Fam, Part a Gouda. Frau Drobler m Fam., a Cleve. Jugenbleck, Pastor a Niel. Jansen, Gutsb a Niel. Bamberger, Part. a Amsterdam. Cormesel, Part. a Paris. Reynold, Kfm a Reusschrath. Heck, Kfm a Mainz. Brüggemann, Part. a Minden. Butzon, Dechant a Mündelheim. Valkis m Fam., Bürgermeister a Holland. Wyckerheld Bisdom m Fam., Part. a Arnheim. Achenbach, Kfm a Elberfeld. Aldinger, Part. a Stuttgart. Stroth, Part. a Frankfurt. Zum Prinzen von Preuszen bei Wittwe E. Schleger. Grafin Platen zu Hallermünde m. Dienersch. a Holstein. Hellertz m. Fam,, Gutsb. a Soest. Důlpe, Kfm a Altona. Scheppe, Oberstlieutenant u. Comm. d.16. Inf.Reg. a Düsseldorf. Schmit m. Fam., Kfm a Elberfeld. Seydmann, Kfm a Bremen. von Glitzgerber, Oberst=Lieutenant a Potsdam. Kohl, Kfm a Elberfeld. Mad. v. der Leyen=Blömersheim m. Fam, a Creseld. Spliting m. Fam., Kfm a Hamburg. Schumann, Intendantur=Assessor a Münster. Im Römischen Kaiser bei Engels Steiner m. Gem., Posthalter a Xanten. Heß, Kfm a Frankfurt. Spies m. Schwester, Kfm a Aachen. Deull m. Schwester, Offizier a Berlin. Klath, Kfm a Ahrweiler. Riepe, Chemist a London. Hartmann, Pfarrer a Otzenrath. Eckertz, Kfm a Oberwinter. Lang, Kfm a Gladbach Maaßen, Kfm a Neuwesel. Limberg, Förster a Lenhausen. Im Bergischen Hof bei Bender. Read, Maler a America. Reilly, Part. a London. Fleischmann, Candidat theol. a Würtemberg. Klett, Candidat theol. a Würtemberg. Keim, Candidat tyeol. a Würtemberg. Hartmann, Kfm a Schwelm. Speier, Kfm a Cöln. Im alten Kafsehaus bei Heuser. Jüttner m. Schwester, Bau=Eleve a Bochum Antwerpen, Verwalter a Bochum, Bertrams, Kfm a Burscheid. Kerner, Kfm a Braunscheig. Schmitz, Kfm a Aachen. Wittmann, Kfm a Lippstadt. Hoffmann, Kfm a Bamberg. Leithoff, Kfm a Arnheim. Im Rheinberg bei I. H. Kraus. Feldmann, Kfm a Aachen. Gerla, Kfm a Holland. Bonger, Kfm a Holland. Albus, Kfm a Elberfeld. Krieger, Kfm a Kronenberg. Valk, a Ahlen. Dunkel, Kfm a Cöln. Lomder, Oekonom a Iriches. Schmitz, Buchhalter a Hannover. Damen, Part. a Rheinberg. Stapper, Kfm a Iserlohn. Im neuen Krahnen bei Rüsgen. Stafsberg m. Frau, Fabr. a Barmen. Wagener, Commis a Erfurt. Ernst, Farbrikant a Utrecht, Alborn, Kfm a Hattenrath. Henner, Mechanikus a Aachen, Gelhards, Handelsmann a Ransbach. Im Berliner Hof bei Kampmann. Haubensack, Kfm a Gönningen. Wagner, Kfm a Gönningen. Stomp, Kfm a Gönningen. Meuser, Wagner a Giesenkirchen. Fischer, Lohgerber a Bodenscheidt. Müllers, Priv. a Brühl. Neufeldt, Kfm a Lüdenscheidt. Neumann, Kfm a Mülheim. Tilmanu, Kfm a Wickrathberg. Zum Kuxhafen bei Stübben. Stosberg, Mühlenmeister a Solingen. Veithans, Drechsler a Nürtingen. Rolle, Drechsler a Mettmann. Hübinger Fuhrmann a Gladbach. Im Elberfelder Hof bei Crumfinger, Dickmann, Unteroffizier a Münster. Diepenbrock, Förster a Demmer=Wald. Hansen, Ackerer a Ueckerath. Karlsplatz Nr. 1043. Redacteur: W. Kaulen.— Druck und Verlag der Stahl'schen Buchhandlung(W. Kaulen),