Erscheint täglich außer Montags. Abonnementspreis: vierteljährlich 1 Thlr. Auswärts bei allen preuß. Posten 1 Thlr. 5 Sgr. Einrückungsgebühren: für die Petit=Zeile oder deren Raum 1 Sgr. Anzeigen werden bis 11 Uhr Vormittags angenommen. N168. Dienstag den 9. Juli 1850.(Cyrillns.) 2. Aus Düsseldorf. § Vaudeville=Theater. Freitag den 5. „Doctor Wespe" von Benedix. Die Wahl des„Doctor Wespe" schien uns für die Mittel des Vaudeville=Theaters etwas zu kühn; das reichste, wenn auch nicht beste Lustspiel von Benedix, hat seinen Werth zu sehr in den durch ein promptes Ensemble herbeigeführten komischen Situationen, als daß wir hätten erwarten können, diese Fülle der Komik könnte in einem Sommertheater, beim Mangel aller äußerlichen Illusion, geboten werden. Aber der Erfolg hat uns aufs angenehmste enttäuscht, aufs höchste überrascht: die Aufführung war im Ganzen wie im Einzelnen so abgerundet, das Ensemble so vortrefflich, daß wir gestehen müssen, dies Lustspiel noch nie besser gesehen zu haben.— Der„Wespe" des Herrn Kleinert wich wesentlich von der gewöhnlichen Auffassung derartiger Charaktere ab— es gibt wenig Darsteller, die es über sich gewinnen können, eine solche Rolle nicht zu carrikiren. Herr Kleinert bewährte sich durch seine Darstellung als ein denkender Künstler und was viele seines Gleichen durch Uebertreibung nicht erreichen, bewirkte bei ihm die Grazie des Spiels, verbunden mit der gehörigen Mäßigung. Nicht minder richtig hatte Fräulein Reichel die Rolle der Emanzipirten aufgefaßt und die„Theudelinde" der Frau von Tscherpa war ebenfalls sehr gut. Auch alle anderen kleineren Rollen wurden mit besonderem Eifer durchgeführt, und das Ganze erwarb sich den Beifall des keineswegs zahlreichen Publikums im reichsten Maaße. Wenn die bevorstehende Wintersaison ein solches Lustspiel bietet, dann wird sie, im Vergleich zu früher, gewiß nichts zu wünschen übrig lassen. Die Direktion des Vaudeville=Theaters hat bei der gestern, Sonntag, stattgefundenen Vorstellung die Toleranz des Publikums zu sehr in Anspruch genommen. Zuerst war die Wahl des Stückes „der Zeitgeist" von Raupach eine durchaus verfehlte; die plumpe und alle Gränzen der Aesthetik überschreitende Komik paßt für den jetzigen„Zeitgeist" um so weniger, als die Beziehungen längst geschwunden sind, die vor 15 Jahren darin lagen und damals vielleicht einen Milderungsgrund abgaben. Dann hätte die billige Rücksicht es verlangt, daß die Direktion ihr Versprechen, bei ungünstigem Wetter unter Dach und Fach zu spielen, gehalten und nicht erst das ganze Auditorium aus dem Garten in den Saal und zurück, und nochmals in den Saal geschickt hätte. Sobald das Wetter nicht entschieden günstig ist, sollten die Vorstellungen im geschlossenen Ranme stattfinden, denn die Mehrzahl der Zuschauer wird lieber die kleine Unbequemlichkeit ertragen, als der Gefahr eines heftigen Regengusses ausgesetzt sein. Ueberdies sind die aufgespannten Regenschirme so total hinderlich und die Besorgniß vor dem Regen verdirbt so sehr jeden ruhigen Genuß, daß der Anspruch auf zweckmäßigere Einrichtung geradezu nothwendig wird. Londoner Industrie=Ausstellung. Nachstehende Mittheilungen sind Seitens des Commissars bei der Königl. Regierung zu Düsseldorf, Regierungsraths von Mülmann, den Interessenten zur Berücksichtigung überantwortet: 1) Die Ausstellung beginnt am 1. Mai 1851 in London in einem an der Südseite von Hydepark eigends dazu erbauten, großartigen Gebäude mit Oberlicht. 2) Zugelassen werden zu derselben die Erzeugnisse der gewerblichen, landwirthschaftlichen und berabaulichen Industrie und Werke der plastischen Kunst aus allen Ländern, wenn iyre Einsendung durch die Central=Behörde des Ursprungslandes geneymigt ist. Es ist besonders darauf aufmerksam zu machen, daß die Londoner Ausstellungs=Commission erklärt hat, sie könne sich zur Vermeidung von Verwirrung im Geschäftsgange durchaus nicht auf eine Correspondenz mit den einzelnen Ausstellern einlassen, und werde daher alle ihr direkt zugehenden Eingaben an die CentralCommission des betreffenden Landes zurück verweisen. 3) Zur Herbeiführung der Genehmigung der in Berlin bereits constituirten Central=Commission für Preußen ist in jedem Regierungsbezirke eine BezirksCommission für die Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen für die Londoner Gewerbe=Ausstellung eingesetzt, bei welcher die Anmeldungen nach einem von dieser Commission und ihren Mitgliedern von den Handelskammern, Landrath= und Bürgermeisterämtern zu gesinnenden Formulare bis zum 1. August d. J. eingereicht werden müssen, da bei diesem großen Unternehmen vor Allem der zur Ausstellung nöthige Raum und die Anzahl der Aussteller zu ermitteln ist. Damit der Schlußtermin der Anmeldung pünktlich eingehalten werde, ist Anordnung getroffen, daß die Anmeldungen bis zum 1. August unter der portofreien Rubrik„Gewerbe=Ausstellungs=Sachen" an mich eingesandt, oder auch den Herren Mitgliedern der Commission bis zum 26. Juli d. J. eingehändigt werden, welche dieselben mir alsdann noch rechtzeitig zusenden. 4) Zur Erleichterung der Einsendung werden Behufs der Empfangnahme und Weiterbeförderung der Ausstellungs=Gegenstände, so wie zur späteren Rücksendung derselben im Dezember des laufenden Jahres Empfangsstellen in Berlin, Cöln und Danzig errichtet, an welche die Aussteller ihre Ausstellungs=Gegenstände auf ihre Kosten einzusenden und von denen sie späterhin diese Gegenstände auf ihre Kosten zurückzunehmen haben. Dagegen wird die Uebersendung der genehmigten Ausstellungs=Gegenstände von diesen Empfangsstellen nach London und zum Ausstellungs=Triale, so wie die Rücksendung von da zu den Empfangsstellen, einschließlich der Transport=Versicherung und Versicherung gegen Feuersgefahr, während der Ausstellung auf Kosten des Staates erfolgen. 5) Die Central=Ausstellungs=Commission in London nimmt Einsendungen vom 1. Januar bis zum 1. März 1851 einschließlich an. Doch wird die Annahme an dem letztgedachten Tage definitiv geschlossen. 6) Die Bezirks=Commission wird hoffentlich nicht in den Fall kommen, gegen die Zulässigkeit angemeldeter Erzeugnisse aus dem Grunde Bedenken zu äußern, weil diese Gegenstände durch ihr großes Volumen oder Gewicht wegen der Beträchtlichkeit der Entfernung im Vergleiche mit dem Interesse, welches sie gewähren, unverhältnißmäßige Transportkosten veranlassen würden. Aber auch solche Gegenstände sollen nicht ausgeschlossen sein, wenn dafür kein Beitrag zu den Transportkosten aus der Staatskasse(efr. Nr. 4) verlangt wird. 7) Es steht jedem Aussteller die Wahl unter den Empfangsstellen in Berlin, Cöln und Danzig frei, und Niemand ist an die Benutzung derselben gebunden. Wer aber seine Ausstellungs=Gegenstände selbst direkt an die Central=Commission einsenden will, muß der Sendung das Genehmigungs=Certificat über die Zalassung beifügen, welches jedem Anmeldenden sofort nach der Entscheidung der Preußischen Central=Commission zugehen wird. Außerdem würde er für solche direkte Sendung die Transportkosten allein zu tragen und für den englischen Eingangszoll Sicherheit zu bestellen haben. 8) Da die großartigen Vorbereitungen zu diesem Riesenunternehmen nothwendig erfordern, daß zwischen der Anmeldung und Einsendung der Ausstellungsgegenstände ein bedeutender Zeitraum liege, so ist es sehr wahrscheinlich, daß gegen die verlangte frühzeitige Anmeldung Bedenken entstehen, da wohl nicht alle Gewerbtreibende im Stande sein werden, ihre AusstellungsArtikel nach Stückzahl, Muster, Preisen und DetailEigenschaften schon jetzt genau zu bezeichen. Bei vielen Fabrikationszweigen fällt in diese Zeit der Wechsel der Saisonmuster. Andere Aussteller beginnen einen neuen oder modifizirten Betrieb, und von den verschiedenartigsten Zufälligkeiten und Conjuncturen kann die Art und Ausdehnung ihrer Einsendungen bedingt sein. Und besonders hinsichtlich der Verkaufspreise werden, wo die angedeuteten Umstände zutreffen, so lange voraus bestimmte Angaben nicht gemacht werden können, weil sich dieselben auf bestimmte Muster ec. beziehen. Es wird aber den Besitzern fundirter oder in regelmäßigem Betriebe befindlicher Gewerbsanstalten trotz dieser Umstände möglich sein, ihrer Anmeldung eine solche Fassung zu geben, daß der-Gegenstand seiner Art nach, und der zu seiner Aufstellung erforderliche Raum die Signatur, das ungefähre Gewicht und der Versicherungs=Werth daraus entnommen werden kann. Wer schon jetzt über die Gegenstände, welche er einzusenden gedenkt, nach Art und Einrichtung seines Betriebes bestimmten Entschluß fassen kann, der wird den Wunsch billig finden, daß er die Anmeldung so vollständig ausfülle, als er überhaupt geneigt ist. Wo dies aus den vorerwähnten Gründen nicht möglich ist, da kann ohne Bedenken die Versicherung gegeben werden, daß auch solche Anmeldungen gerne angenommen werden, welche ihrem nächsten Hauptzwecke entsprechen, und zur Feststellung des nöthigen Aufstellungsraumes, der Art des Gegenstandes, der Versicherungssumme, der Signatur, unter welcher die Einsendung geschehen soll und des ungefähren Gewichtes der Sendung die nöthigen Angaben enthalten. Die Bezirks=Commission wird sich gerne der Mühe unterziehen, die näheren Preis= oder sonstigen DetailAngaben sofern dieselben ihr eine angemessene Zeit vor Absendung der Waaren mitgetheilt werden, der CentralCommission in Berlin und London nachträglich einzumelden, und stellt sich vorläufig mit allgemeinen Preisangaben um so mehr zufrieden, als die Angabe von Preisen überhaupt in das Belieben der Herrn Einsender gestellt ist. (Schluß folgt.) Berlin. Ein Königl. Erlaß vom 12. v. M. verleiht dem Oberkommandeur der Marine die den commandirenden Generalen, dem Commandeur der Marine die den Divisions=Commandeuren des Landheeres zustehende Gerichtsbarkeit definitiv, den Commandanten einzeln detaschirter, in Dienst gestellter größern Kriegsschiffe und Küsten=Flottillen=Divisionen aber nur vorläufig und bis zur definitiven Feststellung des Seekriegsrechtes die niedere Gerichtsbarkeit. Auch wird dem Commandeur der Marine ein Marine=Auditeur beigegeben.— Nach dem Correspondenz=Bureau hat sich dem preußischen System der Postdebitsentziehung auch die fürstlich Thurn= und Taxische Postverwaltung angeschlossen. Wenigstens befördert diese keines derjenigen Blätter, welche die preußische Postverwaltung mit jener Maßregel belegt hat.— Die Angelegenheit des Direktors Peter von Cornelius, welcher bekanntlich bis zur Vollendung der Freskomalerei in der Königsgruft, neben seinem Gehalte, die Summe von 8000 Thlr. gefordert hat, soll in der nächsten Kammersitzung zur Genehmigung vorgelegt werden.— Auf Veranlassung des Handelsministers soll in Berlin eine permanente Ausstellung solcher Gegenstände stattfinden, welche sich als besondere Fabrikate anderer Länder hervorthun und dem preußischen Gewerbestande als Muster dienen können. Die Einsendung soll durch die Gesandten und Konsuln vermittelt werden, mit der jedesmaligen Annahme des dor tigen Fabrikpreises.— Während der letzten Woche sind in Berlin Selbstmorde in auffallend großer Zahl vorgekommen. Die„Allg. Gerichts=Zig." findet den Grund dieser beunruhigenden Erscheinung in der gegenwärtigen Jahreszeit, namentlich aber in der anhaltenden Hitze. — Ein seit längerer Zeit hier weilender französischer Gelehrter geht mit der Absicht um, ein großes politisches Journal in französischer Sprache hier in Berlin zu gründen. Er ist bemüht, Publizisten seines Vaterlandes, die zugleich der deutschen Sprache und Zustände kundig sein müßten, für sein Unternehmen, dem von gewichtiger Seite eine große Zukunft verheißen und verbürgt wird, zu gewinnen.— Wie früher gemeldet, ist die Regierung mit der Ausarbeitung eines die Theaterverhältnisse regelnden Gesetzentwurfs beschäftigt. Es soll in demselben bestimmt werden, daß bei Concessionsertheilungen für Theaterdirektoren mit größter Vorsicht zu Werke gegangen und nur wissenschaftlich und moralisch befähigten Personen, welche die nöthigen Geldmittel nachweisen können, Concessionen ertheilt werden sollen. Die Concessionen können von der Verwaltung entzogen werden, ohne daß ein anderer Recurs, als an das Ministerium, möglich ist. Es soll dies jedoch nur geschehen bei Verletzungen der öffentlichen Sittlichkeit, aufreizendem Tadel der Regierung und der Landesinstitutionen, auch wenn in diesen Fällen der Staats=Anwalt nicht die Anklage erhöbe.— Die Akademie der Wissenschaften beging am 4. die statutenmäßige Jahresfeier zum Gedächtniß an ihren Gründer Leibnitz durch eine öffentliche Sitzung, welche mit der Erinnerungsrede auf den Gefeierten von dem Secretär der philosophisch=historischen Classe, Geh. Reg.=Rath Professor Dr. Böckh eröffnet wurde, woran derselbe Redner alsbald Worte der Erinnerung an den Jubeltag des Eintritts Alexander von Humboldts in die Akademie knüpfte.— Die„Rheinisch W. Ztg." berichtet über das hierselbst unter der Leitung der barmherzigen Schwestern aus dem Orden des h. Carolus Borromäus aus Nancy bestehende Krankenhaus und fordert zur Wohlthätigkeit auf für dieses segenbringende Institut, um so mehr wegen der genauen Verbindung der Hauptstadt mit den Provinzen und des Umstandes, daß letztere zu den Garde=Regimentern viele ihrer Söhne entsenden müssen. Unter den Gaben der Milde und Barmherzigkeit, welche diesem Krankenhause in der neuesten Zeit zugeflossen, befinden sich viele aus den sogenannten unteren Ständen. So hat z. B. eine protestantische Wäscherin 300 Thlr, ein armer nur von seinem noch sauerern Erwerbe lebender Holzhacker, der eine seit vielen Jahren kranke Frau und versorgungsbedürftige Kinder hat, 100 Thr. beigesteuert. Viel Aufsehen macht ein Geschenk von 1000 Thlr. Seitens des in den jüngsten Tagen besonders wegen seines Widerstandes gegen die Siccardischen Gesetze(Aufhebung der Vorrechte der Geistlichen) vielfach genannten Erzbischofs von Turin, Msgr. Fransoni. — Die großartige Erfindung der elektro=magnetischen Telegraphie hat in Preußen bereits eine so ausgedehnte Anwendung gefunden, daß unser Vaterland in dieser Hinsicht mit den meisten europäischen Staaten weiteifern kann, vielen jedoch hierin weit vorausgeeilt ist. Schon sind von der preußischen Regierung die ausgedehnten Linien von Berlin bis Aachen, Frankfurt a. M., Hamburg, Stettin, Breslau und Oderberg hergestellt und der Mitbenutzung des Publikums eröffnet. Die Linie bis Oderberg steht mit den östreichischen Linien in Verbindung, und bald wird vom adriatischen Meere an der leitende Draht bis an die Küsten des Canals reichen; denn mit dem 1. Okt. d. J. tritt ein Vertrag zwischen Preußen und Belgien in Wirksamkeit, der die Ausdehnung der Telegraphen-Linien bis Ostende und bis an die französische Gränze sichert. Das französische Gouvernement ist bereits darauf bedacht, von Paris aus mit seiner Linie jene Gränze zu erreichen. Bei dem weiteren Ausbau der Östbahn wird die TelegraphenLinie sich bis Königsberg in Preußen ausdehnen. Anschluß=Linien von Stettin bis Swinemünde und von der hamburger Linie bis Lübeck sehen ihrer baldigen Ausführung entgegen. In Sachsen ist die dresden=leipziger Linie nunmehr vollendet und schließt sich an die berlinleipziger Linie an. Baiern geht mit der Anlage seiner telegraphischen Verbindungen ebenfalls voran, und da die süddeutschen Staaten hierin nicht zurückbleiben dürften, so wird sich binnen nicht zu langer Zeit ein großes telegraphisches Netz über Deutschland und einen großen Theil von Europa ausbreiten. Zur näheren Verständigung über eine gemeinsame zweckmäßige Organisation des Telegraphenwesens in Deutschland tritt im Laufe dieses Monats in Dresden eine Commission von Beauftragten der preußischen, östreichischen, baierischen Regierungen zusammen, welche nach ähnlichen Grundsätzen, wie sie bei dem deutsch=östreichischen Postvertrage in Anwendung gekommen sind, nunmehr auch diesen wichtigen nationalen Zweck fördern soll.„Wenn auf diese Weise in dem kurzen Zeitraume von noch nicht zwei Jahren von dem preußischen Gouvernement alles Mögliche geschehen ist, um jene großartige Erfindung gemeinnützlich zu machen, was mit vielfachen Schwierigkeiten verknüpft war, da eine Reihe von Versuchen gemacht werden mußte und bei der Neuheit dieser Erfindung noch keine längeren Erfahrungen benutzt werden konnten, so ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, die innere Organisation des preußischen Telegraphen=Instituts, sowohl in administrativer als technischer Beziehung definitiv festzustellen. Die Telegraphen=Verwaltung ressortirt bekanntlich von dem Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten, und zunächst von der ersten Abtheilung des Ministeriums, dem General=PostAmte. Für die spezielle Verwaltung des TelegraphenInstituts ist eine Telegraphen=Direktion eingesetzt worden, welche zu der ersten Abtheilung des Ministeriums eine gleiche Stellung wie die Ober=Post=Direktion einnimmt. Die Direktion wird von einem TelegraphenDirektior, nach den erlassenen Instruktionen, unter eigener Verantwortlichkeit selbstständig geleitet. Den rechtskundigen Beistand leistet einer der Justitiarien des General=Postamtes. Zur Assistenz und Vertretung des Direktors wird bei der Direktion ein Rath angestellt. Derselbe versieht zugleich die Funktionen eines BureauVorstandes und des Rendanten der Haupt=TelegraphenCasse, und wird ihm das nöthige Cassen= und BureauPersonal zugewiesen. Außer dem Cassirer fungirt bei der Direktion noch ein Rechnungs=Beamter, welchem zugleich die Buchhalter=Geschäfte obliegen. Zur Beaufsichtigung der Telegraphen=Stationen und sämmtlicher Linien wird der Direktion eine entsprechende Anzahl administrativer und technischer Inspektoren(Ingenieure) untergeordnet. Derselben steht ein technischer MinisterialCommissarius zur Seite, welcher die Ausführung aller neuen Linien, der Neubauten und der technischen Einrichtungen und Veränderungen leitet, die Thätigkeit der technischen Inspektoren(Ingenieure) mit dirigirt und in allen Fällen wo in scientifischer Hinsicht bei Versuchen neuer Erfindungen, Anwendung neuer Apparate rc. die Fortbildung des Telegraphenwesens bezweckt wird, mit der Direktion gemeinschaftlich die Interessen des Institus fördert und wahrnimmt. Aus Sigmaringen meldet die„Const. Corresp.", daß der dortige landesherrliche Commissarius, Regierungs=Präsident Freiherr v. Spiegel, von einem Schlaganfalle getroffen worden ist, der die linke Seite des Körpers momentan ganz gelähmt hat. Die Aerzte geben indessen Hoffnung zur Wiederherstellung. Oestreich. In Wien ist der Mangel an Fleisch trotz aller Vorkehrungen so empfindlich, daß man in den öffentlichen Blättern zur Einführung des Pferdefleisch=Essens aufforderte.— Ebendaselbst werden Spitäler eingerichtet für Cholera=Kranke; die gefürchtete Seuche hat sich, wenn auch nicht in zahlreichen Fällen, doch sehr bösartig wieder eingestellt.— Nachrichten aus Istrien über die daselbst herrschende Hungersnoth sind schaudererregend. Es wird von Landleuten berichtet, die seit Wochen kein Brod gesehen haben und im eigentlichsten Sinne verhungert sind. Die Verwaltung dieses Kronlandes wird wegen des hereingebrochenen Elends von der Presse zur Verantwortung gezogen.— In Galizien werden viele adelige Güter ausgeboten, finden jedoch keine Käufer. Selbst die Juden ziehen sich vom Kaufe zurück und suchen hier und da die bereits erworbenen Landgüter loszuschlagen. Der vornehmste Grund ist Mangel an Arbeitskräften und der verhältnißmäßig hohe Tagelohn. Auch aus Ungarn laufen Klagen über Mangel an Arbeitskräften ein.— Dem Vernehmen nach ist der Graf Edmund Zichy, Bruder des durch das von Görgey bestätigte Urtheils hingerichteten Grafen Zichy, von seiner gegen letzteren wegen Mord, Raub und Diebstahl überreichten Klage, abgestanden, nachdem ein eigenes Handschreiben des Kaisers dem Grafen die Eröffnung machte, daß wichtige, das allgemeine Interesse umsassende politische Staatsgründe die Weiterführung des Prozesses nicht wünschenswerth machten. Italien. Zu den Maßregeln, durch welche im Kirchenstaat den zerrütteten Finanzen aufgeholfen werden soll, gehört, dem Vernehmen nach, die Einführung der bisher unbekannten Thür= und FensterSteuer, die Einführung der Patente für Handelstreibende und die Einführung der Grenz=Zölle.— Die Lagunenbrücke von Venedig ist am Morgen des 30. Juni für den seit 2 Jahren unterbrochenen Eisenbahn=Verkehr feierlich wieder eröffnet worden. Großbritanien. Die Journale sind wegen des Todes Sir Robert Peels mit schwarzem Rande umgeben.— In der Sitzung des Unterhauses vom 4. erschien der erste Lord der Schatzkammer Lord John Russel an der Barre; lautloses Schweigen herrschte und als er zu sprechen begann, nahmen sämmtliche Anwesende ihre Hüte ab, was sonst nur geschieht, wenn eine königl. Botschaft angekündigt wird. Das Gesicht des edlen Lords war bleich und seine Miene ebenso wohl wie seine Stimme gab die tiefe Bewegung kund, welche ihn beherrschte. Eine ähnliche Rührung drückte sich während des Verlaufes seiner Rede auf den Gesichtern vieler Mitglieder aus und nicht wenige derselben vergossen Thränen. In einfacher Größe gab Lord John seinem Schmerze um den Geschiedenen Ausdruck und verband damit im Namen der Krone den Antrag, daß Robert Peel, wie einst Pitt im Namen der englischen Nation in der Westminister=Abtei begraben werde. Getreu den Anordnungen und Wünschen seines Freundes, der in seiner Gutskirche bei Drayton=Manor ohne Prunk und Pomp beigesetzt werden wollte, und als Vertreter der Familie lehnte Goulbourn dieses Anerbieten ab; aber länger als die Erinnerung an das so vereitelte Schaugepränge, werden in den Herzen Aller die preisenden Worte Lord Johns leben.— Im Oberhause sprach sich der Marquis von Lansdowne Namens der Regierung in ähnlicher Weise aus über den großen Verlust den das Haus der Gemeinen und ganz England durch den Tod Peels erlitten habe. Ja die Lords Stanley, Brougham und der Herzog von Wellington rühmten gleichfalls die Verdienste des Verewigten.— Das„Hof=Journal" erzählt, der Herzog von Wellington habe von einem Pfarrer um einen Beitrag zur Herstellung einer Kirche angegangen, schriftlich erwidert, daß es keine Kirche, Kapelle, Schulhaus oder selbst Pagode vom Nordpol bis zum Südpol oder an den äußersten Enden der Erde gebe, zu deren Bau er nicht in Anspruch genommen würde, und er daher nicht begreifen könne, wie der Herr Pfarrer welcher bereits 7500 Pfund Sterling zur Herstellung seiner Kirche zusammenbrachte, sich an ihn wenden könne, der mit ihm nichts zu thun oder zu schaffen habe. Unmittelbar nach Empfang dieses Briefes wurden dem Pfarrer für dieses Autographon 5 Guineen angeboten, welche nun in der Subscriptionsliste als Beitrag des Herzogs von Wellington erschienen. Feuilleton. Der Erzählung von Hendrik Conscience. (Fortsetzung.) Trien bezahlte das Bier und ging mit dem Soldaten aus der Kneipe. Er brachte sie plaudernd einige Straßen weit und verließ sie dann mit den Worten: Seht Ihr dort den Soldaten auf einer Bank vor dem Thor des großen Hauses sitzen? Das ist das Spital. Ihr müßt den Soldaten ansprechen; er wird Euch hereinlassen, wenn es möglich ist. Gott behüte Euch; grüßt meinen Vater bei Gelegenheit. Tausend Dank, lieber Freund, antwortete Trien, indem sie ihn verließ, um sich in's Spital zu begeben. Als das Mädchen allein war, fühlte sie sich wieder sehr gedrückt und fand fast den Muth nicht, an den Soldaten, der auf der Bank saß, das Wort zu richten. Doch wie sie sich dem Spital näherte, wurde sie wieder fröhlich; sie meinte den Soldaten zu erkennen. Und wirklich rief sie ihn auf einige Schritte bei seinem Namen an: es war Kobe, des Gärtners Sohn, von dem Jan geschrieben hatte, daß er Korporal geworden, und der den Posten befehligte. Wie er das Mädchen bemerkte, stand er schnell auf, kam auf sie zu gelaufen und rief mit froher Verwunderung: Nun, Trien, seid Ihr es? Lieber Gott, was für eine Freude, Euch hier zu sehen! Wie geht's allen Freunden im Dorfe? Ist meine Mutter wieder gesund? Ist Loken Verbaets wohl auf? Weiß man dort, daß ich Korporal geworden bin? Und was hat Loken dazu gesagt, als sie es vernommen? Alles ist wohl, antwortete Trien. Eure Mutter war schon Sonntags im Hochamt; sie ist ihr Fieber los und man sieht ihr fast keine Spur von Krankheit mehr an.— Ich selbst habe es im Vorbeigehen der Loken gesagt, daß Ihr Offizier geworden seid. Lachte sie nicht dazu? Nein, sie wurde roth bis unter die Haare und war dabei doch so froh, daß sie nicht sprechen konnte: ich habe ihr das wohl an den Augen angesehen. Kobe senkte den Kopf und blickte zu Boden; seine Wangen erglühten und sein Herz pochte schneller. Sein Geburtsdorf mit der Haide und den Feldern, der keusche Blick seiner Geliebten, das freundliche Lächeln seiner Mutter, die Sonntagsfreude nach der langen Arbeit; die Lieder unter der grünen Linde, das Geschnatter der Elstern, das Gebell des Hundes, das Rauschen der Blätter im Walde— das Alles stand frisch und lebendig vor seinen Augen, schallte verlockend in seine Öhren und ließ ihm sein jetziges Leben recht traurig erscheinen. Was habe ich Euch denn gesagt, Kobe, das Euch so betrüben kann? frug Trien theilnahmsvoll. Ach, liebe Trien, war die Antwort, das weiß ich selbst nicht: es stand mit einem Male das Dorf vor meinen Augen, so deutlich, daß ich die Sonne auf unserm Thurme scheinen sah! Mein Vater war beschäftigt, die Stoppeln auf dem Felde umzupflügen, und meine Mutter stand dabei und ich hörte, daß sie von mir sprachen— Ich war wie von Sinnen, doch jetzt ist es vorüber. Kommt Kobe, sagte Trien, führt mich schnell zu Jan, er wird so froh sein, mich zu sehen! Ihr wißt doch von seinem Unglück? Ach ja, ich komme, mit ihm zu sprechen und ihn zu trösten, laßt mich nicht länger hier stehen und bringt mich gleich zu ihm. Liebe Trien, was beklage ich Euch, antwortete Kobe ganz betrübt. Und warum, rief Trien, sagt es nur heraus, Kobe, Ihr erschreckt mich. Unglückliche Trien, erwiederte Kobe, es darf Niemand zu dem Blinden und den andern Augenkranken gelassen werden. Es ist uns bei schwerer Strafe verboten. Das Mädchen schluchzte in seine Schürze und sprach: O, du Herrgott! da gehe ich seit vier Tagen, so arm und elend, und darf ihn doch nicht sehen. Lebend gehe ich aber nicht von hier; darauf könnt Ihr Euch verlassen. Doch müßt Ihr nicht so auf der Straße weinen, Trien, die Leute werden uns angaffen; haltet Euch lieber ruhig. Das Mädchen wischte mit dem Muthe der Verzweiflung die Thränen aus den Augen und rief: Und wenn ich in das Haus wie ein Dieb einbrechen müßte und mir ein Säbel durchs Herz dringen sollte, ich werde ihn doch sehen und sprechen— davon kann man mich nicht abhalten. Hört, liebe Trien, sprach der Korporal, besänftigend, ich kann dabei meine Borten verlieren, aber ich will Euch doch helfen. Bleibt ruhig und thut, als ob Ihr von nichts wüßtet.— Der Sergeant wird gleich den Rapport an den Platzkommandanten bringen; der Doktor hat seine Runde schon gemacht und der Direktor ist nicht wohl; die werden also nicht in den Saal kommen. Sobald der Sergeant fort ist, will ich Euch in das Zimmer einschmuggeln, wo die Blinden liegen.— Aber Trien, wenn ich darüber in Arrest komme und meine Borten verliere, so sagt meiner Mutter und meiner Geliebten, daß ich es aus Freundschaft und Barmherzigkeit gethan habe. Seid überzeugt, Kobe, antwortete das Mädchen mit feuchten Augen, ich will Euch mein Lebenlang dafür danken. Auch will ich dafür sorgen, daß Loken Euch einen Brief schreibt, sobald ich wieder daheim bin. Sie kann ja nicht schreiben, Trien, bemerkte der Korporal. Ich kann es um so besser, sagte das Mädchen, und will es für sie thun, und ich will Dinge hinein schreiben, daß Ihr vor Freude aufspringen sollt! Seht Trien, ich bin hier nicht Schildwache, ich darf mit den Leuten sprechen; setzt Euch auf die Bank und wartet bis der Sergeant herauskommt; ich will Euch für meine Schwester ausgeben, sonst kommt er noch dazwischen, und jetzt plaudern wir etwas von den dortigen Freunden. Ist des Brauers Knecht schon mit der Kuhmagd des Pastor Dierickr getraut, und ist das Füllen, das wir dem Kronenwirth verkauften, ein schönes Pferd geworden? Sie setzten sich auf die Bank, nicht zu dicht an einander, und sprachen von den abwesenden Freunden. Drinnen im Augenspital war eine abgesonderte Kammer, Schirme aus dunkelgrünem Papier schlossen deren Fenster und ließen keinen einzigen Sonnenstrahl herein. Für Menschen mit gesunden Augen war dies ein schlimmer Aufenthalt, denn der trübe Farbenton erregte unwillkührliche Angst. Es war weder licht noch dunkel, man mußte sich erst an die grüne Dämmerung gewöhnen, ehe man einen Gegenstand erkennen konnte. Dazu herrschte hier eine tiefe Stille, trotzdem viele Leute darin lagen und unsäglich litten; nur von Zeit zu Zeit ließ sich eine Klage vernehmen, wenn der Höllenstein die kranken Augen des Einen oder Andern berührte. Längs der Wände saßen die Blinden auf hohen Bänken wie eine Reihe von Gespenstern, stumm und bewegungslos. Jeder hatte vor dem Kopf einen großen grünen Lichtschirm gebunden, der das Gesicht gänzlich verhüllte. In der fernsten Ecke saß Jan Braams, den Kopf auf die Kniee gebeugt, in schmerzlichen Träumen an Alle, die er liebte und nicht mehr sehen sollte. Seine Seele war nach den fernen Gegenden hingezogen, wo seine Eltern und Freunde lebten. Zuweilen zuckte um seinen Mund ein schmerzliches Lächeln und seine Lippen bewegten sich, als ob er mit unsichtbaren Personen ein Gespräch führte. Eben hatte er das Bild der Geliebten in's Gedächtniß zurückgerufen und sie dazu gebracht, das schüchterne Bekenntniß ihrer Liebe abermals in sein Ohr zu flüstern, als plötzlich ein leiser Lärm sich auf der Treppe vernehmen ließ. Es kam ihm vor, als hätte man seinen Namen genannt; bebend sprang der elende Jüngling auf, als hätte ihn ein elektrischer Schlag gerührt, und rief unwillkührlich: Trien, Trien! Wirklich öffnete sich die Thür und das Mädchen zeigte sich mit dem Korporal auf der Schwelle. Trien erschreckte, als ihre Augen in den dunklen Saal fielen und sie die gespenstigen Gestalten, die durch die grünen Lichtschirme fast vermummt waren, dasitzen sah. Sie wich mit einem lauten Schrei zurück; doch hatte ihre Stimme Jan's Ohr getroffen und er nahte sich ihr mit vorgestreckten Händen suchend und tastend. Sie erkannte den unglücklichen Freund, sprang wehklagend auf ihn zu und schlang ihre beiden Arme mit Heftigkeit um seinen Hals. Zuerst hörte man Nichts als die Namen Trien, Jan, in verschiedenen Tönen der Liebe, des Mitleidens und der Traurigkeit ausgesprochen. Das Mädchen lag weinend an des Jünglings Brust und es schien fast, als würde sie vor Rührung in Öhnmacht fallen; ihr Kopf hing zur Seite und ihre Arme fielen kraftlos über die Schultern ihres unglücklichen Freundes. Unterdeß hatten sich auch die andern Blinden um das Mädchen gedrängt und betasteten es, als wollten sie es gleichfalls erkennen. Dies weckte Trien aus ihrer Betäubung. Sie zog Jan beiseits und sagte mit Schrecken: Gott, was soll das bedeuten, lieber Jan, sagt ihnen doch, daß sie mich in Ruhe lassen, sonst darf ich hier nicht bleiben. Aergert Euch nicht, antwortete Jan, es hat nichts auf sich. Die Blinden sehen mit den Fingern. Sie fühlen nur an Eure Kleider um zu wissen, woher Ihr seid. Es ist nichts Arges dabei. (Fortsetzung folgt.) Schifffahrts=Anzeige. Düsseldorf, den 8. Juli 1850. Angekommen: Jak. Hillesheim von Worms mit 2247 Ctr.— J. Zilz von Bingen mit 958 Ctr. In Ladung: M. Lamers nach Antwerpen bis zum 10. Juli;— von der niederrhein. Dampf=Schlepp=Schifffahrts=Gesellschaft bis zum 10. Juli: 1 Schleppkahn nach Mainz=Mannheim; 1 Schleppkahn nach Amsterdam, 1 dito nach Rotterdam. Frucht=, Getraide= und Oelpreise Köln, pr. 25 Scheffel. Waare. Ged. Weizen, direkt... 5— „ alter—— „ pr. Nov. 5½ 55 „ pr. März. 572— „ pr. Mai—— Roggen, direkt... 3½— alter—— „ pr. Nov.. 3,22 3½ „ pr. März. 4, 1 4 „ pr. Mai. 4½— Gerste, hiesige.—— „ oberländ. 3— 6. Juli. pr. 23 Scheffel Zhare. Seld. Hafer 2½— „ pr. März.—— „ pr. April—— Reps—— Rübkch. 2000 Pf.—— Rüböl pr. 256 Pf. m. Faß compt.. 30½— „ in Partieen 30— „ pr. Okt.. 29½ 29 „ pr. Mai.. 30 30 „ geläutert.. 32½— Leinöl pr. 260Pf.—— Königl. Kunst-Akademie. Die nunmehr in dem neuen Flügel aufgestellte Ramboux'sche Sammlung von Aquarellzeichnungen nach den wichtigsten Monumenten christlicher Malerei in Italien wird von nun an Sonntags von 11 bis 1 Uhr, dem Publikum unentgeltlich geöffnet sein. Der mit den nöthigen Notizen versehene Katalog wird in der nächsten Zeit ausgegeben werden. Düsseldorf den 6. Juli 1850. Wiegmann, Professor, Sekretair der Akademie. Anzeigen. Verwaltung ver Sparkasse. Mittwoch den 10. k. Mts., Nachmittags zwischen 3 und 5 Uhr, wird die gewöhnliche Empfangnahme der Einlagen in die Sparkasse und die Rückzahlung in dem Kassen=Lokale auf dem Rathhause, Stube Nro. 14, eine Treppe hoch, erfolgen. Düsseldorf den 6. Juli 1850. Der Oberbürgermeisterei=Verwalter Regierungs=Assessor Hammers. Bekanntmachung. Am Donnerstag den 11. Juli d. J., Vormittags punkt 9 Uhr, wird der von den in den Ställen zur Kaserne Nr. 8 eingestellten 176 Pferden der mobilen Kolonne seit dem 1. Juli d. J. gewonnene und im Laufe des Jahres 1850 noch zu gewinnende Pferde=Dünger öffentlich meistbietend im Büreau der Garnison=Verwaltung— am Neumarkt Nr. 2— woselbst auch die Bedingungen zur Einsicht bereit liegen, verkauft werden. Kauflustige werden dazu eingeladen. Cöln den 3. Juli 1850 Königliche Garinson=Verwaltung. Am Dienstag den 9. Juli 1850, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Markte am Rathhause zu Düsseldorf gegen sofortige Zahlung verschiedene Mobilargegenstände gerichtlich verkauft werden. Weißenfels, Gerichtsvollzieher. Anton! wor dat Meesterstöck dann werklich e so schön, dat he dat besenn wollt looße? Drei und zwanzigste der rheinisch-westphälischen Gefängniß=Gesellschaft zu Düsseldorf am 22. Juli 1850. Die rheinisch=westphälische Gefängniß=Gesellschaft wird ihre 23. jährliche General=Versammlung am Montag den 22. Juli c., Vormittags 11 Uhr, im Civilaudienzsaale des hiesigen Justizgebäudes ahhalten. Zu dieser Versammlung werden alle nach§. 8 der Statuten stimmberechtigten Mitglieder der Tochtergesellschaften und Hülfsvereine und die Vorstände der Asyle höflichst eingeladen, dieselbe mit ihrer Gegenwart zu beehren und den Bericht des Ausschusses und dessen Rechnungslegung über Einnahme und Ausgabe entgegen nehmen zu wollen. In derselben sollen etwaige Vorschläge und Wünsche, die das förderliche Wirken der Gesellschaft bezwecken, berathen und die statutenmäßige Erneuerung eines Theiles der Ausschußmitglieder vorgenommen werden. Düsseldorf den 22. Juni 1850. Rheinisch=Westphälische Gefängniß=Gesellschaft. Hoffmann. Daberkow. von Falderen. v. Frentz. Georgi. Göring. Hülsmann. Joesten. Junker. Kellermann. Krafft. Nettelbeck. Pieper. v. Pritzelwitz. Verloosung von Bildern und des Künstler-Vereins„Malkasten“ wird am Sonnabend den 20. d. im Geisler'schen Saale(Steinweg) Statt finden. Nach der Verloosung wird, außer den beiden lebenden Bildern: Rückkehr Napoleon's aus Rußland, nach Raffet, und Seeschlacht bei Camperdown(im engl.franz. Kriege, XVII. Jahrhundert) nach West, noch gestellt: vor dem Scheiterhaufen, von Lessing. Loose zu Einem Thaler sind bis um 4 Uhr des Verloosungs=Tages zu haben: in Düsseldorf in der Buddeus'schen Buch= u. Kunsthandlung(E. Schulte), „ in der Kunst= und Papierhandlung von A. W. Schulgen, „ in der Stahl'schen Buchhandlung (W. Kaulen), in Cöln in dem lithographischen Institut von Levy Elkan; von da an, jedoch nur bis 3 Uhr im Geisler'schen Locale. Die Liste wird um 5 Uhr geschlossen. Der Zutritt zum Feste, ohne Antheil an der Verloosung, kostet an der Kasse Einen Thaler. Alles Andere besagt das bereits veröffentlichte Programm. Anfang 6 Uhr. Der Vorstand. Düsseldorf den 6. Juli 1850. In der Schaub'schen Buchhandlung(W. H. Scheller), Allee= und Grabenstraßen=Ecke in Düsseldorf, sind so eben eingetroffen; Shakspeare's dramatische Werke übersetzt von Aug. Wilh. v. Schlegel und Ludw. Tieck. Neue Ausgabe, 1. Bd. 10 Sgr.(Preis des vollständigen Werkes mit Stahlstichen 4 Thlr.) Dienstag den 9. Juli 1850: Zweites großes Gartenim Stockkämpchen bei der Frau Wwe. Knaben unter Leitung und zum Vortheil des Unterzeichneten. In demselben werden mitwirken die beliebte Louis Kreutzer'sche Kapelle, ebenso ein resp. hiesiger GesangVerein(aus besonderer Gefälligkeit). Alsdann: Illumination des Gartens und Feuerwerk. Zum Schluß: Großes militärisches Tableaux, arrangirt von dem Unterzeichneten. Anfang 4 Uhr Nachmittags. Entree 5 Sgr. à Person. Billets a 2½ Sgr. sind in der Bayrhoffer'schen Musikalienhandlung auf der Elberfelderstraße und in meiner Wohnung, Kurzestraße, im Hause des Oekonomen Herrn Weymar, zu haben. Zu gütiger, reger Theilnahme ladet ein verehrtes Publikum ganz ergebenst ein Joseph Derossi, früheres Mitglied des Düsseldorfer Stadttheaters. Der Mobilar=Nachlaß des hier verstorbenen Rentners Herrn Peter C. Th. Spohr wird auf den Antrag dessen Beneficiar=Erben und auf Grund einer Präsidial=Ordonnanz am Dienstag den 9 dieses Monats und an den folgenden Tagen, Nachmittags um 2 Uhr, in dem Hause des Herrn M. Prosch hier am Carlsplatz Nr. 1053 auf der 2ten Etage gegen gleich bare Zahlung öffentlich verkauft werden. Gegenstände des Verkaufs sind: Leinwand, Kleidungsstücke, goldene Ringe, Silberwerk, Spazierstöcke, 1 Pendülührchen, Vasen, Gläser, Pokale, eine kleine Bibliothek, enthaltend unter anderen Shakespear's, Klopstock's u. Buffon's Werke; ferner Lithographieen, Kupferstiche und Gemälde, worunter ein werthvolles von Achenbach, so wie circa 200 Kistchen Eigarren vorzüglicher Qualität. Düsseldorf den 3. Juli 1850. Lützeler, Notar. Das Haus des Hrn. General=Consuls Böker zu Düsseldorf an der Benrather= und Kanalstraße mit Hintergebäude, Stallung, Remise und Garten ist im Ganzen oder theilweise zu vermiethen und gleich zu beziehen. Lützeler, Notar. Sommervergnügen der Neustädter Sonntag den 14. Juli: Vogelschießen in Bilk bei Stübben. Montag den 15. Juli: Zweckessen im Vereinslokale bei W. Wimmer, wozu alle Freunde des Frohlebens höflichst eingeladen sind. Die Liste liegt zur Einzeichnung bei W. Wimmer bis Mittwoch den 10. d. offen. Verein deutscher Eisenbahnen. Vom 1. Juli d. J. ab tritt das vom Verein deutscher Eisenbahn=Verwaltungen nunmehr angenommene Reglement für den Güterverkehr in der Art in Kraft, daß auch auf allen unsern Stationen, Franco=Güter nach allen deutschen Eisenbahnen,(mit Ausschluß der Königl. würtembergischen und Großherzogl. badischen Staatsbahnen, sowie der Taunus=Eisenbahn) respect. nach deren zum Vereine gehörigen Stationen, in soweit eine Ueberbringung der Güter von der einen Bahn auf die andere durch Vermittlung der Bahnverwaltungen möglich ist, angenommen werden. Exemplare des Vereinsrealements mit dem Tarif und einer Karte, so wie FrachtbriefFormulare werden von den Stationen hier und Elberfeld auf Verlangen ausgegeben. Düsseldorf den 25. Juni 1850. Direktion der Düsseldorf=Elberfelder Eisenbayn=Gesellschaft. Düsseldorf=Elderfelder Eisenbahn. Es sind Fälle vorgekommen, in welchen die Weiterbeförderung der Vereinsgüter unter brochen worden, weil keine neue Vereinsfrachtbriefe beigegeben waren. Die bis zum 1. d. Mts. gültig gewesenen Vereinsfrachtbriefe beziehen sich nämlich auf ein Reglement vom 1. Januar 1849, welches aber gegenwärtig durch Publikation des Reglements vom 1. April 1850 außer Kraft getreten ist. Wir empfehlen daher die Verwendung der neuen Frachtbriefe und lehnen alle Nachtheile von uns ab, die aus der Benutzung eines nicht mehr gültigen Frachtbriefes entstehen. Düsseldorf den 6. Juli 1850. Die Direction. 2 Maler=Atelierfenster sind billig zu verkaufen. Näheres Friedrichsplatz Nr. 428, 1. Etage. Wohnungs-Gesuch. (422) Wer eine in der Nähe der Neustadt gelegene möblirte Wohnung von 3 bis 4 Theilen auf die Dauer von 4 bis 5 Wochen zu vermiethen wünscht, erfährt den Sucher derselben in der Exped. d. Bl Frische neue holländ. Häringe und neue Sardellen erhielt heute wieder J. Hendrichs, Rheinstraße. (416) Circa ¾ Morgen guten Kornes ist auf dem Halm zu kaufen. Bei wem, sagt die Exped. d. Bl. (417) Ein braves Kindermadchen wird gesucht. Bei wem, sagt die Exped. d. Bl (391) Unterbilkerstraße Nr. 1037, nahe am Karlsplatz, so wié auch auf der Neustraße Nr. 617, ist ein Theil des Unterhauses zu vermiethen und kann gleich bezogen werden. In der Exped. d. Bl. das Nähere. Elberfelderstraße Nr. 771 ist die erste und zweite Etage zu vermiethen und gleich zu beziehen. Näheres zu erfragen Poststraße Nr. 1018 Zimmer zu vermiethen, Markt B. 333. Orangeriestraße neben der Franziskaner=Kirche ist die zweite Etage mit Bleiche zu vermiethen. Neustraße 619 sind 3 Zimmer zu vermiethen. Düsseldorf- Elberfelder Eisenbahn. Auf der Düsseldorf=Elberfelder Eisenbahn sind vom 21. bis 30. Juni c. gefahren 12942 Personen mit einer Einnahme von 3464 Thlrn. 13½ Sar., mithin seit dem 1. Juni c. 36631 Personen mit einer Einnahme von 9843 Thlr. 4 Sgr. 10 Pf. Zur Vermeidung von Verwechslungen mit dem sogenannten„Düsseldorfer Kreisblatt" erbitten wir uns alle Zusendungen unter der Adresse: Stahlsche Buchhandlung(W. Kaulen). Die Expedition des Düsseldorfer Journals und Kreisblatts. Frendenblatt. Zum Prinzen von Preuszen bei Wittwe E. Schleger. Graf v. Dyhrn mit Fam. und Dienerschaft, a Berlin. von Bauer, Kfm a Lennep. von Gahlen, Kfm a Elberfeld. Bredt m. Gem., Kfm a Barmen. Holl m. Gem, Kfm a Barmen Haasenclever m Gem., Kfm a Barmen. Wolff, Kfm a Elberfeld. Wetzeler, Kfm a Cöln Wittenstein m. Fam., Kfm a Barmen. Priesen m. Gem., Kfm a Cöln. Strom, Kfm a Burscheidt. Breidench, Rent. a Holland. von Liepert, Rent. a Holland. Ponresche, Part. a Uetrecht. Dorsele, Part a Uetrecht. Adams, Part. a England. Baum, Kfm a Elberfeld. Schlöser, Kfm a Elberfeld. Heuser, Kfm a Elberfeld. Kruse, Dr. a Elberfeld. Gräfer, Kfm a Cöln. Höster, Kfm a Cöln. Bender, Rent. a Mannheim. Codelius, Rent. a Mannheim. Gosler, a Mainz. In den drei Reichskronen bei Beeking. van Santer=Kolff, Part. a Holland. Fräul. von Borcheren, a Rotterdam. Fräul. Rechterer van Hemter, a Doetichem. Baron von Brockel m. Fam., a Arnheim. Schumacher m. Fam., a Quackenbrück. Hartevels m. Fam., Part. a Uetrecht. Greven m. Gem., Part. a Amsterdam. Napp m. Fam., Part. a Gröningen Oberdörffer m. Gem., Part. a Minden. Frau van Driel m. Fam., a Uetrecht. Becker m. Gem., Part. a Bolve. Volryk=Liebers m. Fam., Part. a Middelburg. Weba m. Fam. u. Dienerschaft, Commerzienrath a Hamburg. van Laer m. Fam., Kfm a Bielefeld. Donhwn m. Fam., Part. a Liverpool. Mayerhäußer, Dr.=Med. a Tirol. Thaler, Gutsb. a Bonzen. Adolph, Kfm a Bielefeld. Frau Meyer m. Fam., Part. a Bremen Frau Bohres m. Fam., a Bremen. Pielera, Staatrath a Uetrecht. Fräul. Gyans, a London L. Hulscher, Fabrik. a Deventer. Dutieh, Part. a Amsterdam. I. Hulscher, Fabrik. a Deventer. Thieß, Part. a Essen. Im Cölnischen Hof bei Juppen. Van Griebenberg mit Fam. und Dienerschaft, Commerzienrath a Hannover. Freiherr von Camphorst m. Bedienter, a Berlin. Michaelis, Kfm a Gera. Hoffmeyer, Kfm a Crefeld. Bosch, Kfm a Cöln Franck, Kfm a Hamburg. Haßel, Kfm a Elberfeld. Schelldorfer, Kfm a d. Schweiz. Seligmann m. Gem., Kfm a Cöln. Wattendorf, Kfm a Lüttich. Leyden, Kfm a Boppard. Wittgenstein, Kfm a Neuwied. Sape, Kfm a Merseburg. Lents, Kfm a Antwerpen. Lengley m. Sohn, Part. a d. Haag. Portmann, Kfm a Ghislain. Hertz, Kfm a Frankfurt. Röttgen, Bandagist a Siegburg. Schumacher, Kfm a Cöln. Dietrich, Kfm a Pforzheim. Kins, Kfm a Pforzheim. Thiele, Kfm a Barensburg. Ahrweiler, Kfm a Coblenz. Herstadt, Kfm a Cöln Herbst, Kfm a Chemnitz. Gademann, Fabrik. a Schweinfurt. Greidenbacher Hof bei Disch. Bartridge mit Gem. u. Bedienung Rentner a London. Bethoud, Propr. a London. Miß Day, a London. Marquis de Malefest m. Fam., a Paris. Preyer m. Gem., a Manchester. Popper, Kfm a Manchester. Munzebrove, Kfm a Amsterdam. Graf Mirbach, a Schloß=Harf. Graf zur Lippe, a Cöln. Schlatter, Kfm a Mülhausen. Rotberg, Advocat a Hannover. Briding, Kfm a Hamburg. Leibnitz, Rent. a Wien. Triest, Ingenieur a Brüssel. Küsburger, Kfm a Frankfurt. Triest, Kfm a Brüssel. Payen, Architekt a Brüssel. Costing m. Fam. u. Bedienung, a Holland. Im Europaischen Hof bei Lady Moody, a London. Miß Moody, a London. von Barton, Stud. a Oxford. Widmann, Dr.=Med. a München. Lindstatt m. Fam., Part. a Nürnberg. Scharrer, Kfm a Nürnberg. Iberg, Rent. a Stockholm. Lundberg m. Gem, Rent. a Stockholm. Trautschold m. Gem., Part. a Bachhausen. Lander, Kfm a Berlin. Modri, Kfm a Hamburg. Hamm, Kfm a Cöln. Carell, Part. a Londou. Hotel Domhardt. Mad. Schnabel, a Magdeburg. Mad. Schulz, a Magdeburg. Fräul. Heim, a Elberfeld. Fräul. Aspeck, a Elberfeld. Paaßbi, Fabrik. a Burg. Klein, Kfm a Offenbach. Schmidt, Kfm a Marüll. Mohlers, Kfm a Hamburg. Schulmann, Rent. a Danzig. Deußen, Kfm a Süchteln. Eurenberg m. Fam., Part. a Zwolle. v. Calcowitzky, a Naumburg. Ax, Kfm a Rheydt. Fräul. Dahmen, a Duisburg. Hauser, Kfm a Elberfeld. Heim, Kfm a Elberfeld. Im Bönnischen Hof bei Rösberger. Heltern, Kfm a Saarlouis. Treis, Kfm a Minden. Dapper, Kfm a Coblenz. Doring, Priv. a Salzburg. Nelleryk, Part. a Amsterdam. Maternowiscz, Avantageur a Rastadt. Küster, Avantageur a Rastadt. Gebhardt, Kfm a Kempen Rothen, Kfm a Cöln. Meurcken, Kfm a Cöln. Belscher, Kfm a Mannheim. Schönwaßer, Kfm a Kaiserswerth. von der Heydt m. Gem., Kfm a Hagen. Im Römischen Kaiser bei Engels. Heilbron, Kfm a Paderborn. Becker, Kfm a Gera. Kreutzberg, Kfm a Ahrweiler. Melsbach, Kfm a Goch. Moll, Kfm a Hamburg. Hartmann, Kfm a Neapel. Aschbach, Kfm a Berlin. Kluth m. Gem, Gerichtsvollzieher a Grevenbroich. Angerhausen m. Fam., Kfm a Crefeld. Andree, Part. a Kreuznach. Kauertz, Kfm a Crefeld. Klein, Kfm a Elberfeld. Mühlen, Kfm a Rheydt. Im alten Kaffehaus bei Heuser, Badenberg, Bau=Eleve a Steele. Sebastiani, Prediger a Stade. Linden, Gutsb. a Ratingen. Schmitz, Fabrik. a Elberfeld. Schloßer, Fabrik. a Elberfeld. Ditzhaus, Fabrik. a Elberfeld. Werner, Förster a Ehrenbreitstein. Hausmann, Kfm a Cöln. Steiger, Kfm a Aachen. Erwig, Kfm a Marl. Halbach, Kfm a Remscheidt. Neuhaus, Kfm a Schwelm. Wagner, Kfm a Arnheim. Im Berliner Hof bei Kampmann. Cirkel, Holzhändler a Hamm. Knebel, Becker a Solingen. Pott, Eisengießer a Solingen. Hömberg, Kfm a Fredeburg. Pohlig, Kfm a Reusrath. Meisenburg, Lehrer a Solingen. Schlüter, Kfm a Aachen. Recke, Schuhmacher a Mülheim. Redacteur: W. Kaulen.— Druck und Verlag der Stahl'schen Buchhandlung(W. Kaulen), Karlsplatz Nr. 1043.