Erscheint täglich außer Montags. Abonnementspreis: vierteljährlich 1 Thlr. Auswärts bei allen preuß. Posten 1 Thlr. 5 Sgr. und Kreis=Blatt. Einrückungsgebühren: für die Petit=Zeile oder deren Raum 1 Sgr. Anzeigen werden bis 11 Uhr Vormittags angenommen. N 184. Mittwoch den 3. Juni 1880.(Bonifatius.) Eine Ceremonie bei der h. Bei Gelegenheit der Ertheilung der heiligen Firmung durch unsern Hochwürdigsten Herrn Erzbischof wird es unsern Lesern willkommen sein, wenn wir Einiges in Betreff der Firmung mittheilen. Das Wesentliche bei der Firmung ist so alt, und unverändert, wie das Christenthum selbst. Einiges Unwesentliche, einige Ceremonien bestanden früher nicht, und bestehen jetzt, andere bestanden früher, und bestehen jetzt nicht mehr. Zu Ersterem gehört der leise Backenstreich, welchen der Bischof dem Gefirmten gibt, unter den Worten:„Der Friede sei mit Dir." Luc. 24, 36. Dieser Gebrauch leitet seinen Ursprung etwa aus dem 14. Jahrhundert her. Die Geschichte zeigt uns einen ähnlichen Gebrauch im bürgerlichen Leben schon früher. Auch diese Weise wurde man nämlich im 10. und 11. Jahrhundert in den Kriegsdienst feierlich aufgenommen, wie z. B. das Chronicon Belgicum vom Jahre 1247 berichtet:... milites... per infractum colaphum militarem consequuntur dignitatem, was man„Einen zum Ritter schlagen" nannte. Durch diesen colaphum wurde man damals in den Dienst des Königs aufgenommen. Jetzt bedeutet der Backenstreich bei dem Firmlinge die vollkommene Aufnahme in den Dienst Jesu. Der Firmling soll von der Knechtschaft des Bösen ganz frei und ein wahrer Diener Gottes sein. Der Firmling erinnert sich nun, daß er gleich einem muthigen Kämpfer(Krieger) bereit sein müsse, alle Widerwärtigkeiten für den Namen Christi mit ungebeugtem Muthe zu ertragen. Schafft auch die Firmung den Menschen zu einem in den geistlichen Waffen erstarkten Soldaten im Kriegsdienste Jesu um, so kann ihm dennoch bei seiner Anhänglichkeit an die Reize dieses Lebens nicht oft genug die Erinnerung gegeben werden, wie des christlichen, nach dem wahren Frieden ringenden Kriegers Loos hienieden von einer Seite gewöhnlich nur Verspottung, bisweilen auch Verfolgung, von der andern Seite aber jederzeit ein beständiges sich selbst Verläugnen ist.— Jetzt mag der Streit beginnen; der Kämpfer ist zubereitet; Gottes Treue umkreist ihn, wie ein Schild; Gottes Salbung gewährt ihm Labsal in großer Hitze. Außer ihm tobt wilder Krieg; in ihm wohnt sanfter Friede. Leidet er Verfolgung um die Gerechtigkeit, so findet er Trost.(In Matth. 5, 10. 39. und 10, 32. und Apostelg. 5, 42.) Augusti bemerkt im 7. Bande seiner Denkwürdigkeiten:„Nach den ehemaligen deutschen Handwerksund Innungsgebräuchen erhielt der Lehrling von seinem Meister bei der Loszählung einen Backenstreich, zum Zeichen, daß er nun aus dem„Zustande der Knechtschaft zur Freiheit übergehe," und frägt:„Sollte hier nicht etwas Verwandtes sein:— Allerdings finden wir in der Freilassung der Sklaven bei den alten Römern durch einen leichten Ruthen= und Backenstreich und in dem sogenannten Ritierschlage etwas hiemit Analoges, und es ließen sich unstreitig diese Gebräuche auf den in der Rede stehenden Akt bei der Firmung in der Art erläuternd anwenden, daß denn derselbe so viel bedeute, als wenn der Bischof spräche:„Du bist durch Christus zur ehrenvollen Freiheit der Kinder Gottes gelanget; bewahre dieselbe sorgsam und werde nicht des Irrwahns und der Sünde verächtlicher Sklave. Smeddink, Kaplan. Zur Landwirthschaft. Erziehung der Obstbäume in Töpfen. (Aus Rubens Obstbaumfreund.) (Schluß.) Will man sobald als möglich Früchte haben, so pfropfe man das Stämmchen in die Krone und kneipe gegen Johanni die Spitzen der Zweige ab; starke Zweige können auch bis zur Hälfte ihrer Länge eingekürzt werden. Es entwickeln sich dann schon im folgenden Jahre die Fruchtaugen. Die Pyramidenform ist allen andern vorzuziehen, weil sie die schönsten Bäumchen gibt und diese auch früher und reichlicher tragen. Die Birnen eignen sich unter allen Obstarten am besten zu Pyramiden. Damit bei den Copulanten nur ein starker Trieb erwachse, werden im Mai die untersten, oder die schwächsten Triebe, wenn sie etwa einen Zoll lang sind, weggeschnitten. Im folgenden Frühjahre kürzt man den Haupttrieb auf 6 bis 8 Zoll ein, pflanzt das Bäumchen in den Topf und erzieht es auf die gewöhnliche Weise. Die Töpfe, welche die Bäumchen für mehrere Jahre aufnehmen sollen, müssen 9 bis 10 Zoll hoch und 8 bis 9 Zoll weit sein. Untersatzteller sind dabei sehr wünschenswerth, indem man dadurch dem Bäumchen zu jeder Stunde Erquickung verschaffen und viel zum freudigen Gedeihen und Wachsthume beitragen kann. Kleine hölzerne Kübel oder Kasten sind wegen ihrer Dauer und Schönheit, wenn sie grün angestrichen werden und zwei eiserne Reifchen haben, vorzuziehen. Am besten ist es, wenn man sie, wie auch die Töpfe, von verschiedener Größe hat. In solchen, die etwa 16 Zoll breit und 14 Zoll tief sind, kann man an einem Bäumchen mehr als 50 köstliche Aprikosen, Pfirschen rc. erziehen. Wohlfeile und doch zweckmäßige Gefäße kann man sich leicht bereiten, wenn man den Abfall von Brettern bei den Arbeiten der Schreiner an den Wohnungen 2c. sammelt, ordnet, zu viereckigen Kasten zusammenfügt und in jede Ecke ein Stückchen Eichenholz annagelt, das genau paßt und unten 2 bis 3 Zoll länger ist, als der Kasten, damit die hervorstehenden Ecken die Füße ausmachen. Auch hohle Bäume, Eimer, kleine Fässer ec. können dazu eingerichtet werden.— Nach dem Verhältniß ihrer Größe muß das Abzugsloch im Boden größer oder kleiner sein. Da die Bäumchen in dem kleinen Raume hinreichende Nahrung haben müssen, ist es durchaus nothwendig, daß die Erde an Güte das enthalte, was ihr an Masse abgeht. Man nimmt dazu recht gute Mistbeeterde, oder fette, schwarze Gartenerde. Will man sich eine gute Erde dazu bereiten, so nimmt man 4 Theile Rasen, 2 Theile Teichschlamm oder Gassenkoth und einen Theil Kuh= oder Pferdemist, häuft dieses alles schichtweise übereinander und flicht es jeden Monat um. Nach Jahresfrist, wenn alles fein und locker ist, wird die Erde durch ein Drahtgitter geworfen und dann angewendet. Hauptbedingungen aller Mischungen sind Lockerheit und Fettigkeit. Die Bäumchen werden entweder im Herbste oder im Frühjahre in die Töpfe gepflanzt. Bei Pfirschen, Aprikosen und den zarten Birnsorten geschieht es im Herbste, bei allen andern im Frühjahre, weil sie den Winter hindurch noch sehr an Stärke zunehmen.— Die Abzugslöcher der zu bepflanzenden Gefäße bedeckt man mit hohlliegenden Scherbenstücken, bringt darauf 1 bis 1½ Zoll groben Flußsand, zum bessern Abzug des Wassers, und füllt dann das Gefäß mit Erde bis zu der Höhe an, in welcher das Stämmchen muthmaßlich zu stehen kommt. Dann hebt man die Bäumchen aus, vertheilt sie nach ihrer Größe und Wurzelbildung in die verschiedenen Gefäße und beschneidet die Wurzeln so, daß sie noch etwa 2 Zoll vom Rande des Topfes abstehen. Die Triebe der Krone verkürzt man auf 2 bis 3 Augen. Nun wird das Bäumchen in den Topf gestellt und im Fall die obern Wurzeln etwa einen Zoll unter den Rand des Topfes zu stehen kommen, feine Erde darüber gestreut, das Stämmchen gerüttelt, die Wurzeln in die gehörige Lage gebracht, wieder Erde aufgefüllt, gerüttelt und dann der Topf vollgefüllt. Sind alle Bäumchen eingesetzt, werden sie etwas eingeschlemmt, noch einige Zeit im Freien gelassen und dann in die Winterquartiere gebracht. Die im Frühjahre eingesetzten Bäumchen werden sorgfältig eingeschlemmt und dann über die feuchte Erde etwas Moos gelegt, damit sie nicht so sehr austrockne, kein Unkraut sich bilde und das Begießen weniger nöthig werde. Zum freudigen Wachsthum der Bäumchen ist das Begießen derselben im Sommer bei trockener Witterung durchaus erforderlich. Es geschieht so oft, als die Erde einen Zoll tief trocken ist, bei großer Hitze Morgens früh und Abends spät. Das öftere Auflockern des Bodens, so tief es ohne Verletzung der obern Wurzeln geschehen kann, trägt ebenfalls viel zum Gedeihen der Bäumchen bei.— Zur Zeit der Blüthe und später im Juni und Juli begieße man die Bäumchen zuweilen über und über mit Wasser, damit sie ihre Blüthen und Früchte behalten. Gar zu viele Früchte darf man einem Bäumchen nicht lassen, weil sie sonst nicht die gehörige Größe und Güte erlangen. Einem dreijährigen Bäumchen läßt man 3 bis 4 Früchte, dann 5 bis 6 rc. nach dem Alter, der Kraft und der Gesundheit des Baumes. Ueber 12 bis 16 sollte man nie lassen. Beim Steinobste ist das Abpflücken der Früchte unnöthig, indem dieses, seiner Natur zufolge, die überflüssigen von selbst abwirft. In Betreff des Schnittes merke man sich noch Folgendes: Die 4 Hauptzweige, welche beim Einpflanzen in den Topf auf 2 Augen zurückgeschnitten wurden, treiben nun 8 Zweige, welche nach allen Seiten hin gleichmäßig vertheilt, eine schöne, vollkommene Krone bilden müssen. Damit die Leitzweige auswärts wachsen schneidet man stets auf ein auswärts stehendes Auge. Im folgenden Jahre verkürzt man die Triebe nicht so stark, damit sich die hintern Augen zu Fruchtholz ausbilden können. Bei der Pyramide wird der oberste Leitzweig (Herzstamm) auf 2 bis 4 Augen verkürzt; die Leitzweige an den Seitentrieben schneidet man auf 1 bis 3 ausgebildete Augen. Die Anzahl der Augen richtet sich nach der Kraft des Bäumchens, die aus der Stärke der Triebe leicht zu entnehmen ist. Fruchtspieße, so wie alles Tragholz, bleiben unberührt. In den folgenden Jahren muß man stets kurz schneiden. Je fruchtbarer das Bäumchen wird, je weniger es ins Holz treibt, desto kürzer muß man schneiden. Diel sagt in seiner„Anleitung zur Obstorangerie in Scherben": „Für ganz Unkundige im Schnitte, die mit Furcht ihr Messer dem Bäumchen an das Leben zu setzen glauben, rathe ich, von jedem Sommertriebe 2 Dritiel und noch besser 3 Viertel seiner ganzen Länge abzuschneiden und von allen andern, die über 4 bis 5 Zoll lang sind und unterhalb des obersten Leitzweiges oder Sommertriebes stehen, die Hälfte wegzunehmen, so wird man keine bedeutende Fehler machen. Jeder andere Zweig, der unterhalb des obersten Triebes steht und keine 3 Zoll lang ist, bleibt unbeschnitten. Hätte der oberste Trieb auch nur 2 oder 3 Zoll getrieben, so muß man diesen doch auf die Hälfte zurückschneiden. Beim Eintritt des Winters bringt man die Topfbäumchen in ein frostfreies Zimmer oder einen kühlen Keller. Bei starkem Froste müssen sie geschützt werden, denn gefriert der Erdballen im Topfe ganz, so ist das Bäumchen verloren. Die Apfel=, Birn=, Kirsch- und Pflaumenbäumchen kann man auch, um weniger Mühe damit zu haben, im Garten sammt den Töpfen in die Erde eingraben, so, daß der Topf einige Zoll Erde über sich hat. Sollen auch die Pfirschen, Aprikosen rc. draußen bleiben, so macht man an einer erhöhten Stelle des Gartens einen Graben, legt die Bäumchen behutsam hinein und bedeckt sie mit Erde. Denjenigen Bäumchen, welche man im Hause durchwintert, muß man zuweilen frische Luft und etwas Wasser zukommen lassen, da es an der gehörigen Feuchtigkeit nie mangeln darf. Um die Bäumchen hinlänglich bei Kräften zu erhalten, damit sie freudig wachsen und reichlich tragen, muß man jedes Jahr die obere Erde einige Zoll wegräumen und mit frischer, fetter Erde vertauschen. Soll auch die untere sich erfrischen, so bedeckt man die obere Erde mit gut verwesetem Rindviehmist, begießt diesen einigemal und nimmt ihn dann nach einigen Tagen wieder fort. Hören die Bäumchen auf zu treiben, werden die Blätter vor der Zeit gelb, so müssen sie in etwas größere Gefäße, die mit neuer, frischer Erde schon theilweise angefüllt sind, auf die früher angegebene Weise versetzt werden— Hat ein Bäumchen sehr gelitten, so muß man alle Aeste, welche die Krone ausmachen, bis auf einige Zoll zurückschneiden, um desto sicherer neue Holztriebe zu erlangen, die dann wie früher behandelt werden. Sobald die Bäumchen nach dem Versetzen wieder aufhören, Schossen zu treiben, setzt man sie sammt dem Erdballen, den man wie die Zweige scharf beschneidet, in den Gemüse= oder Blumengarten, wozu sie sich vor allen andern eignen. Viele Jahre erfreuen sie dann noch durch ihre Schönheit und Pracht. Tagebuch. Berlin, 1. Juni. Heute sollte die Unions=Regierung eingesetzt werden. Die Verzögerung ist nur dadurch zu erklären, daß noch nicht alle Mitglieder des Fürsten=Collegiums ernannt sind.— Für die Armirung der sächsisch-schlesischen Festungen ist schon eine halbe Million verausgabt. Es wird aber höchstens eine Demonstration damit bezweckt.— Der preußische Bevollmächtigte beim Frankfurter Congresse Geh. Rath Mathis ist nunmehr nach Frankfurt abgereist. Mit ihm gemeinsam wird General=Lieutenant v. Peucker Preußen in Frankfurt vertreten.— Der Handelsminister v. d. Heydt ist mit seinem System von erhöhten Schutzzöllen und Rückzöllen ebenfalls in Zerwürfniß mit der Majorität des Staatsministeriums gerathen; in politischer Hinsicht läßt derselbe indessen nichts zu wünschen übrig und bildet mit dem Cultusminister die äußerste Rechte. Auch der landwirthschaftliche Congreß hat sich gegen den Plan des Handelsministers entschieden ausgesprochen; er findet die Interessen der Landwirthschaft durch Anbahnung eines künstlichen Schutzzollfystems gefährdet. Vom 2. Juni. Gestern haben im Zusammenhange mit einer von der Polizei gemachten Entdeckung eine Anzahl Verhaftungen hier stattgefunden. Es war die Anzeige gemacht worden, daß in einem vor dem Oranienburger Thor belegenen Garten, welcher dem Verein der Maschinenbauer als Versammlungsort zu dienen pflegt, Waffen vergraben seien. Polizeimannschaften umstellten den Garten, besetzten die Eingänge und ließen Nachgrabungen anstellen. Es fanden sich in der That Gewehre vor, welche zum Theil den der Bürgerwehr zum Dienstgebrauch überlassenen Waffen angehörten. Es wurden auch Kränze gefunden, die von der Polizei für Pechkränze gehalten, von den Vereinsmitgliedern dagegen für gewöhnliche zur Ausschmückung des Lokals bei festlichen Veranlassungen bestimmte Laubgewinde ausgegeben werden. Verschiedene Arbeiter wurden zur Haft gebracht, weil sie die mit der Nachforschung beschäftigten Beamten verhöhnt haben sollen. Es scheint gewiß, daß die Entdeckungen noch mit den Novemberereignissen des Jahres 1848, nicht aber mit neueren Vorgängen in Verbindung stehen. Liegnitz. In der Versammlung der hiesigen Stadtverordneten wurde der Antrag gestellt, an den König aus Veranlassung des Attentats eine Adresse zu richten. Die große Majorität der Anwesenden stimmte durch Sitzenbleiben dagegen. Würtemberg. In der Sitzung der Landesversammlung vom 31. Mai wurden die Commissionsanträge aus Anlaß der neulichen Aeußerung des Ministers des Auswärtigen über die Fortdauer des deutschen Bundes einstimmig genehmigt. Die Ansicht der Commission geht dahin, daß der Bund von 1815 durch Errichtung der provisorischen Central=Gewalt und durch Aufhebung der Bundes=Versammlung für immer aufgehoben worden sei und daß die Bundesacte die Eigenschaft eines Grundgesetzes des deutschen Bundes mit Aufhebung der Bundes=Versammlung im Juni 1848 verloren habe. Der Beschluß spricht die Erwartung aus, daß einer Rückkehr zum deutschen Bunde oder einer andern Verletzung der Rechte des deutschen Volkes von Seiten des Ministeriums kein Vorschub geleistet werde. Durch königl. Decret vom 1. Juni find die Kammern aufgelöst worden. Schleswig=Holstein. Die Entlassung des Depariementschefs v. Harbou hat noch weitere Veränderungen in der Regierung veranlaßt. Das Cultusministerium hat der Superintendent Rehoff aus Apenrade übernommen und das Justizministerium der Appellationsrath Fontenay, da der bisherige Verweser desselben Rathgen seine Entlassung genommen hat. Italien. Gegenstand des Stadtgespräches in Rom sind die eifrigen Nachforschungen, welche von der Polizei angestellt werden, um einem Vorrathe von 25000 Bibeln auf die Spur zu kommen, die ein Buchbinder gebunden haben soll. Frankreich. Von dem Rücktritt des Kriegsministers d'Hautpoul, der als General=Gouverneur nach Algerien gehen würde, ist jetzt sehr bestimmt die Rede. Ein Zerwürfniß mit Changarnier soll die Hauptursache sein. Er soll durch den Minister des Auswärtigen, General Lahitte ersetzt werden, den hinwieder im auswärtigen Departement Drouyn de L'huys ersetzen soll.— Der kommandirende General zu Lyon hat im Bereiche seines Commandos E. Sues„Geheimnisse des Volkes" verboten.— Paris ist äußerlich ruhig, es ist jedoch nicht zu verkennen, daß die geheimen Gesellschaften neuerdings sehr thätig sind. An verschiedenen Orten hat die Polizei Vorräthe von Pulver, Kugeln, fertige Patronen und Substanzen zur Pulverbereitung entdeckt. Die Behörden sind benachrichtigt worden, daß seit mehreren Tagen Personen, die ihrer Kleidung nach zu schließen, zum Arbeiterstande gehören, bei den Materialwaarenhändlern des Quartiers des Lombards bedeutende Quantitäten von schwefelsauern und salpetersauern Kali und gepulverten Zucker kaufen, die bekanntlich zur Verfertigung eines Pulvers von bedeutenderer Expansivkraft, als das gewöhnliche Schießpulver, geeignet sind. — Louis Napoleon hat einen eigenhändigen Brief an den König von Preußen geschrieben, um ihm aus Anlaß des Mord=Attentats seine innige Theilnahme auszudrücken.— Der Handels= und Ackerbau=Minister hat einen Antrag ausarbeiten lassen, durch welchen von der National=Versammlung ein außerordentlicher Credit für Errichtung von Muster=Wasch= und Bade=Anstalten, deren in England schon 25 mit bestem Erfolge und in heilsamster Wirkung auf die Gesundheit der armern Klassen bestehen, verlangt werden soll.— Der Gesandte Sardiniens hatte eine lange Conferenz mit dem Minister des Auswärtigen. Es handelte sich um die feindselige Stellung, welche die ultramontane Partei gegenüber dem sardinischen Gouvernement unter dem Schutze und dem Einflusse Oestreichs eingenommen hat und welche ernstliche Verwickelungen befürchten läßt. Der Gesandte wünschte die Stellung zu erfahren, die Frankreich im eventuellen Falle einnehmen würde. Der Minister der Republik antwortete ausweichend und sprach nebenbei seine Meinung dahin aus, daß die Politik der sardinischen Regierung den großen Principien der Ruhe und Ordnung wenig entspräche und den europäischen Kabinetten daher wenig Garantie böte. Seit dem 1. Juni ist im belgischen Eisenbahn=Dienst eine wesentliche Verbesserung eingetreten, durch die Einführung von Schnell=Zügen zwischen Verviers und Östende. Dieselben halten nur an den Hauptstationen und wird dadurch die Fahrzeit der Art verkürzt, daß wenn man jetzt um 6¾ Uhr Morgens Cöln verläßt, man schon um 6½ statt wie bisher gegen 9 Uhr Abends, Östende erreicht. Die Fahrzeit zwischen Cöln und London wird dadurch auf 22 Stunden reduzirt, sofern die Boote in Östende den Anschluß erreichen. China. Einer Correspondenz der Daily News d. d. Hongkong 30. März zufolge ständen in China bald große Veränderungen zu erwarten, welche durch den Thronwechsel beschleunigt sein dürften; indessen klingt der Brief einigermaßen unwahrscheinlich.„Eine Aenderung," heißt es in demselben,„wird kommen, ja sie muß kommen. Die Bande, welche die chinesische Gesellschaft durch Jahrhunderte zusammengehalten, sind seit lange gelockert und eine neue Zeit ist im Anzug, wo die Verhältnisse zwischen den Regierenden und den Regierten wesentlich anders werden müssen. Unläugbare Thatsache ist es: Grundsätze politischer Freiheit und einer freien Volksvertretung(?) werden in allen Versammlungen der Literaten— des„jungen China"— diskutirt. Diese Literaten nehmen in China rasch die hervorragende und einflußreiche Stellung ein, wie die französischen Philosophen des vorigen Jahrhunderts. Verschiedene Umstände treffen zusammen, eine Umwälzung in den gesellschaftlichen und politischen Zuständen des chinesischen Reichs herbeizuführen. Die KaiserinWittwe, die am 23. Januar mit Tod abging, übte den größten Einfluß auf den Kaiser, und war das Haupthinderniß gegen den Einfluß des Litevatenstandes auf die Staatsverwaltung. Wenige Wochen nach ihrem Tode ist der Kaiser selbst, der Himmelssohn Taukwang, 68 oder 69 Jahre alt, vom Schauplatz abgetreten, dessen Regierungszeit mit ungewöhnlich wichtigen Ereignissen bezeichnet war. Der verstorbene Monarch war friedliebend, selbst bis zum Fehlerhaften. Der neue Kaiser hingegen ist jung und dabei hochfahrend und eigenwillig. Ich weiß das von meinem Freunde, einem Pekinger Hofmann, der die Verhältnisse auf das Genaueste kennt. Gewissermaßen im Schooße der Literaten aufgezogen, hat Yih=tschu,*) der neue Kaiser, in reich*) Die Hongkonger Zeitung nennt den neuen Kaiser Szihing; indessen kann jenes sein amtlicher Titel sein. lichem Maße deren Gesinnungen in sich aufgenommen, und diese sind bekanntlich feindselig gegen alle Fremden ohne Ausnahme, und sollte auch der Prinz, der jetzt den Thron bestiegen hat, von den Literaten unabhängig handeln, so ist es doch ein schlimmes Vorzeichen, daß der alte, erprobte und treue Keying(der, beiher bemerkt, die Literaten verachtete) nicht in den Rath des jungen Monarchen berufen worden ist. So wird es noth thun, daß England nicht bloß zum Schutze seiner Angehörigen, sondern auch zur Aufrechthaltung seines Ansehens, eine imponirende Streitmacht an der Küste belasse. Mein Freund, der Hofmann, versichert mich: Siu, der jetzige Commissar in Canton, werde nächstens entfernt werden, und einer von den verschmitztesten Diplomaten aus der Umgebung des jungen Monarchen an seine Stelle kommen." Das M. Chronicle bemerkt:„Wiewohl in die lange Regierungszeit des verstorbenen Kaisers eine Reihe für China höchst kritischer Ereignisse fiel, so ist doch in der vom chinesischen Hofe befolgten Politik nur wenig auf ihn selbst zurückzuführen. Von seinen persönlichen Leistungen mögen wir jedoch drei erwähnen. Im Jahre 1828 ermordete er einen mohammedanischen Tartarenfürsten, mit Namen Jehangie, der sich ihm auf sein kaiserliches Wort ergeben hatte. Im Jahre 1832 tödtete er seinen ältesten Sohn in der Hitze durch einen überkräftigen Schlag mit dem Bambusrohr; denn die europäischen Prügeljungen in usum Delphini sind in China nicht eingeführt. Später, als China in Feindseligkeiten mit England gerieth, soll aus seinem eigenen kaiserlichen Hirn der glänzende Gedanke hervorgegangen sein, den britischen Barbaren alle Theezufuhr zu versperren um sie durch Leibesverstopfung in Masse zu vertilgen. Wirklich erschien dieser Plan in einem kaiserlichen Edikt, kam jedoch nicht zur Ausführung. Indessen wie einfältig oder schlecht der verstorbene Kaiser, trotz des hochtönenden Titels—(Ruhm der Vernunft), uns Europäern nach solchen Proben auch erscheinen mag, sein Vater war, nach Sir J. Davis Zeugniß, noch thörichter und schlimmer. Wenn es übrigens wahr ist, daß Taukwang als das Opfer einer barbarischen Sitte starb, indem er neben der Leiche der KaiserinWittwe auf Stroh im Palastgarten eine kalte Nacht zubrachte, so hat er in seinem Sohn und Nachfolger auf dem Thron, Yih-tschu, einen ebenso phantastisch ausschweifenden Leidträger gefunden. Der junge Monarch hat dem Reiche verkündigt, daß er vor Schmerz um seinen kaiserlichen Vater die Erde aufreiße und Blut weine. Der ganze Hof wurde zu einem feierlichen Todtenmahl geladen, wobei der Kaiserleiche Speisen und Thee geopfert werden sollten, während die Minister und Kammerherren in regelmäßigem Tempo den Kopf auf den Boden stoßen und im Chor wehklagen mußten. Dieses Fest sollte drei Tage dauern. Hundert weitere Tage muß das ganze Volk des blumigen Reichs in weißen Trauergewändern gehen, ohne Troddel oder Ehrenknopf an den Mützen, mit ungeschorenen Bärten, ungewickelten Zöpfen und— wie das Programm sagt— mit verwilderten Augenbrauen. Die kleinere Landestrauer hat dann bis zum Ende des dritten Jahres zu dauern. Die Goldsucher. Reiseerinnerungen aus Californien von Duplessis. Ich landete, von Vera=Cruz kommend, am 22. Mai in der Frühe im Hafen von Neu=Orleans, wohin mich Handelsgeschäfte riefen. Ich fragte sogleich nach dem nächstgelegenen Boarding=House und ließ mich dorthin führen, während man meine Bagage nachtrug. Das Boarding=House ist, wie man weiß, ein Etablissement, welches die Mitte halt zwischen einem Hotel garni und einem bürgerlichen Hause: man findet dort haufig, beinahe immer, wenn auch nicht gerade den Comfort der ausgezeichneten amerikanischen Gasthöfe, so doch einen Familienkreis, in welchem man sich behaglich fühlt. Nachdem ich mein Gepäck schlecht und recht in meinem Zimmer an Ort und Stelle gebracht, ging ich ins Sprechzimmer hinab: das Frühstück war servirt und man setzte sich zu Tische. Drei Personen— unter den Tischgenossen, die ich alle nicht kannte— zogen besonders meine Aufmerksamkeit auf sich. Die Erste, ein junges Mädchen von achtzehn bis zwanzig Jahren, gehörte unstreitig zu jener schönen und starken amerikanischen Race, welche selbst das Uebermaß von Civilisation, das sich dort eindrang, noch nicht entarten machen tonnte. Die regelmäßigen Züge ihres frischen Gesichtes, ihre großen, blauen Augen, ihr herrliches, kastanienbraunes Haor, ihr wundervoller Teint, — wenn auch ein wenig von der glühenden Sonne verbrannt, bildeten vielleicht kein poetisches Ensemble, machten aber doch ihre Erscheinung ungemein anziehend. Ich erfuhr später, daß sie die Tochter der Besitzerin des Boarding=House sei und sich Miß Annete B... nenne. Die zweite Person war ein colossaler Amerikaner, sicher ein Kentuckier. Ich saß neben ihm. Sein Rock und Beinkleid von schwarzer Farbe, die beide gleich reinlich und abgetragen waren, seine weiße Cravatte, sein bis zum untern Ende des Ohres reichender Bart, sein frisch rasirtes Gesicht, seine kalte Stirne, gaben ihm das Aussehen eines Dorfarztes, den man zu einer Consultation ins benachbarte Schloß gerufen. Sein Anzug, der für den Morgen etwas zu Feierliches hatte, contrastirte wunderbar mit seinen athletischen Formen und den ungeheuren Gliedermassen. Kaum hatte sich mein Nachbar gesetzt— was er vor allen Uebrigen that— so machte er sich mit gieriger Hand und einer beinahe fabelhaften Eile über die vor ihm aufgestellten Platten her. Stücke kalten Fleisches und Rostbeef, gesottene Fische, Eier mit Schinken, Gemüse, Früchte und Confituren erhoben sich bald in Pyramidenform auf demselben Teller. Die dritte Person endlich, die außer dem großen Kentuckier und der hübschen Miß Annette das Priviligium hatte, meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, saß am andern Ende der Tafel, beinahe mir gegenüber. Es war ein Mann, dessen sonnenverbranntes, mageres, knochiges und bartloses Gesicht kaum gestattete, sein Alter genauer anzugeben, als daß er zwischen den Zwanzigen und Fünfunddreißigen war. Seine mageren Arme, seine schmalen und gewölbten Schultern, seine hohe Brust ließen bei ihm nicht dieselbe physische Kraft voraussetzen, wie bei meinem Nachbar, dem Kentuckier; indessen glaubte ich in ihm eine jener trockenen und nervigen Naturen zu ahnen die wir Spanier mit Aguante bezeichnen, und die, dem Rosenstocke gleich, Wetter und Sturm leicht ertragen, während die Eiche von ihnen zu Boden geschmettert wird. Dieser Mann konnte nach seiner glänzenden, aber geschmacklosen Toilette zu urtheilen, erst seit Kurzem den socialen Kreisen angehören, die wir„Welt" nennen. Seine Cravatte von Taubenhalsfarbe wurde von zwei großen Smaragden in reicher mit kleinen Rubinen und Topasen besäeten Goldfassung auf einem Hemde von gesticktem Battiste festgehalten. Eine ungeheure Kette, gleichfalls von massivem Gold, umschlang seinen Hals und verlor sich nach vielen Verschlingungen in der Tasche seiner Weste von Brocat: diese Kette hielt eine ziemlich dicke und unmodische Uhr, deren Gehäuse mit kleinen Diamanten und kostbaren Steinen emaillirt war. Die Finger seiner mageren und wunderbar geformten Hand verschwanden zur Hälfte unter Ringen aller Arten. Ebenso gleichgültig gegen das vor ihm servirte Frühstück, als der Kentuckier nach ihm gierte, wandte sich dieser seltsame Mensch von Zeit zu Zeit nach seinem Bedienten um, der hinter ihm stand, nannte mit seinem fremdartigen Accente den mehr oder minder verstümmelten Namen eines kostbaren europäischen Weines, berührte geringschätzend mit seinen Lippen das Glas, das ihm dargeboten wurde, und ließ dann den Rest der Flasche den übrigen Tischgenossen serviren. Während des ganzen Frühstücks nahm er nur ein Ei und eine Orange. Auch ohne seine seltsame Toilette und das bizarre Aussehen, hätte dieser Mann das Interesse des Beobachters durch den wunderbaren Ausdruck seines Blickes erregt. Seine Augen, obwohl an sich glänzend, waren unbeweglich und schienen auf den ersten Anblick einen kaum gewöhnlichen Verstand zu verrathen; einige schwache Blitze, die sie auf die schöne Miß Annette warfen, Blitze, die für Jeden unbemerkbar, der nicht, wie ich, die wilden Rothhäute der Prairie genau kannte, sagten mir, daß die gleichgültige, man könnte sagen, einfältige Miene meines Tisch= vis- a- vis nichts anders als eine täuschende Maske war, die die Willenskraft seinem Gesichte vorsteckte. Ich glaubte ihn, von diesem Augenblicke an, einer Nation zuzählen zu dürfen. Während man uns den Thee brachte, hatte der Kentuckier, dessen Teller, nachdem es zur Basis der beschriebenen Pyramide gedient, schon seit langer Zeit eine außerordentlich glänzende Ebene bildete, sich sorgfältig die Nägel gereinigt und beschäftigte sich nun mit der Lektüre des amerikanischen Journales the Daily-News. (Fortsetzung folgt.) (Der irische Pächter.) Ein kleiner Pächter im Süden von Irland, auf einer Besitzung des Herzogs von Devonshire, erhielt die Weisung, sein Gütchen, als die Pachtzeit zu Ende ging, zu verlassen. Da er und sein Vater viele Jahre hindurch diese Pachtung inne gehubt hatten, und ihm des Herzogs gütiger Charakter bekannt war, so gerieth er über diese Aufkündigung in nicht geringe Bestürzung. Mit Thränen im Auge stellte er dem Agenten des Herzogs vor, wie hart es sei, ihn und seine Familie ohne allen Grund zu verstoßen; allein die einzige Erwiderung, die er darauf erhielt, lautete, daß er bis zu dem bestimmten Tage die Pachtung geräumt haben müsse; dies sei des Herzogs Wille und Befehl. Gut denn, Sir, sagte der arme Pachter, aber ich hoffe, Sie werden mir nicht hinderlich sein, bei einem andern Herrn eine Pachtung zu erlangen, und mir ein Zeugniß ausstellen, daß ich ein ehrlicher, fleißiger und nüchterner Mann bin und nicht etwa von dem Gute vertrieben worden sei, weil ich den Pachtschilling nicht rechtzeitig bezahle.— Nur ein Schuft könnte Euch verweigern, entgegnete der Agent, worauf Ihr so gerechten Anspruch habt. Der Pachter empfing mit Dank das Zeugniß, beurlaubte sich auf einige Tage von seiner Familie, setzte sich in Cork auf ein Dampfschiff und stand bald in London vor dem Thore des Palastes des Herzogs von Devonshire. Anfangs wollte ihn der Herzog nicht vorlassen; aber da sich der Pachter durchaus nicht abweisen ließ, so willigte er endlich ein, ihn zu sprechen. Ich bin erstaunt, fuhr der Herzog den armen Irländer an, daß ein so schlechter Mensch, wie Ihr, der sich dem Trunke ergeben hat, und Weib und Kind am Hungertuche nagen läßt, so unverschämt sein kann, mir vor's Gesicht zu kommen oder gar um eine neue Pachtung anzuhalten.— Mich dem Trunk ergeben? Weib und Kind am Hungertuche nagen lassen? rief der Irländer erstaunt. Wer sagt das?— Wer es sagt, erwiderte der Herzog, indem er ihm einen Brief hinwarf, hier leset, was mir über Euch geschrieben worden ist.— Der Pachter hob den Brief auf, las ihn, sah den Herzog an, dann wieder den Brief, und brach endlich in Gelächter aus.— Wie, rief der Herzog entrüstet, ist dies die Art, wie man eine so ernsthafte Sache behandelt? Ich sehe, mein Agent hat mir die Wahrheit geschrieben, daß Ihr ein unverbesserlicher Mensch seid.— Ich bitte Ew. Gnaden um Vergebung wegen meines Gelächters, erwiderte der Irländer, allein ich habe da etwas schwarz auf weiß bei mir, was der Wahrheit näher kommt. Wollen Ew. Gnaden es nicht gefälligst eines Blickes würdigen? Somit überreichte er dem Herzog erfurchtsvoll sein Zeugniß. Dieser war nicht wenig erstaunt, zwei so verschieden lautende Berichte von einer und derselben Hand zu lesen. Der Herzog ließ hierauf seinen Pachter gut bewirthen, ersetzte ihm das Reisegeld und gab ihm beim Abschiede einen Pachtbrief und ein Schreiben an seinen Agenten mit, indem er sagte: Nun, mein Freund, sagt Niemand ein Wort, wo Ihr gewesen seid, bis der Sheriff (Bezirksbeamte) in Euer Haus kommt, Euch hinauszutreiben; dann zeigt diesen Pachtbrief vor und gebt meinem Agenten, der Euch gewiß nicht mehr belästigen wird, dieses Schreiben.— Gesagt, gethan. Der Pachter reist zurück und erwartete getrosten Muthes den Tag, wo er von der Pachtung abziehen sollte, und als der Agent mit dem Sheriff in's Haus trat, überreichte er diesem den neuen Pachtbrief, jenem zu seinem größten Schrecken das Schreiben des Herzogs, worin ihm sein Dienst genommen wurde. Der Agent hatte einen Bruder, dem er das wohlgebaute Pachtgut in die Hände spielen gewollt, weshalb er den ehrlichen Irländer bei dem Herzoge so angeschwärzt hatte. Die Leipziger Industrie=Ausstellung ist sehr reich an Porzellanwaaren. Das Porzellan hat als Luxus= und als Gebrauchsgegenstand eine so große Bedeutung für die civilisirte Welt gewonnen, daß man füglich zweifeln könnte, ob der Vortheil größer gewesen wäre, wenn Bötticher am Ende des 17. Jahrhunderts, statt diese beiläufige Erfindung zu machen, das was er wirklich suchte, nämlich das Geheimniß des Goldmachens, gefunden hätte. Denn im letztern Falle wäre am Ende nur der Werth des Goldes gesunken, und schon nach wenigen Jahren das gestörte Gleichgewicht zwischen Geldwerth und Waarenwerth wieder hergestellt gewesen, während die Erfindung des Porzellans in einem weit wahrerern Sinn eine Quelle des Reichthums genannt zu werden verdient. Die Chinesen und Japanesen schöpften aus derselben schon vor Jahrtausenden, aber ohne in dieser langen Zeit die Erfindung zu der hohen technischen und künstlerischen Stufe zu erheben, welche zu erreichen den rührigeren und intelligenteren Europäern in 1½ Jahrhunderten gelungen ist. Jetzt sind zahlreiche Porzellanmanufakturen über ganz Europa vertheilt, unter denen die Meißener nicht nur dem Alter, sondern auch der technischen Vollendung ihrer Fabrikate nach, noch immer als die Mutter der andern zu betrachten ist. Unter den deutschen wird sie vielleicht nur in Rücksicht der geschmackvollen Formen durch die berliner Manufaktur übertroffen. Zu den ältesten deutschen Manufakturen gehören außer den erwähnten noch die zu Höchst am Main seit dem Jahre 1740, zu Fürstenberg 1744, zu Wien 1743; im Auslande: zu Kopenhagen 1750, zu Petersburg 1756, zu Sevres und Vincennes 1743. Es gibt gegenwärtig 110 Porzellanmanufakturen in Europa, von denen 32 auf Deutschland kommen. Die Hälfte von diesen besitzt wieder Oestreich, nämlich 16, unter denen jedoch 6 fast nur Steingutwaaren produziren. Ueberhaupt ist die österreichische Porzellanmanufaktur ziemlich bedeutend, indem sie sich auf einen jährlichen Betrag von fast 20,000 Ctr. veranschlagen läßt. Die sächsische Porzellanfabrik zu Meißen beschäftigt gegen 350 Arbeiter und wirft einen Reinertrag im Werthe von fast 14,000 Thlr. ab. — Auf der Ausstellung finden wir außer dem sehr reichhaltigen Sortiment, welches die Meißner Porzellanmanufaktur eingesandt hat und das sich durch vorzügliche Reinheit des Materials, wie durch geschmackvolle Eleganz der Formen auszeichnet, noch Baden durch Lenz aus Zell, Böhmen durch Portheim und Sohn aus UnterChodau, Haidinger aus Elbogen und Kriegel u. Comp. aus Prag, Baiern durch Möhring und durch Pühler aus Nürnberg, Gebr. Greiner aus Gräfenthal und Kaufmann aus Bamberg, und Gotha durch Henneberg und Comp. aus Gotha, vertreten. Auf eine nähere Beschreibung einzelner Gegenstände einzugehen, ist nicht thunlich; jedoch müssen wir anerkennen, daß neben den sächsischen Fabrikaten die Sortiments von Vasen und Services aus der Manufaktur von Kriegel u. Comp. durch die sehr geschmackvollen Formen und Farben die meiste Anerkennung verdienen. Von Berliner und überhaupt von preußischen Fabriken haben wir nichts entdeckt. Schifffahrts=Anzeige. Düsseldorf, den 4. Juni 1850. Angekommen: H. Trappman von Gernheim mit 1223 Ctr.— Johann Roos von Brohl mit 996 Ctr. In Ladung von der niederrhein. Dampf=SchleppSchifffahrts=Gesellschaft bis zum 5. Juni: 1 Schleppkahn nach Amsterdam; 1 dito nach Rotterdam; H. Küp nach Antwerpen bis zum 12. Juni. Nachricht für Reisende. Verzeichniß der von Düsseldorf abgehenden Posten. 1. Nach Aachen über Neuß, Fürth, Jülich: 10¾ Uhr Vorm. und 9 Uhr Abends. 2. Nach Cleve über Uerdingen, Meurs, Rheinberg, Xanten, Calcar: 6 Uhr früh. 3. Nach Crefeld über Österath: 9 Uhr Vorm., 10½ Uhr Vorm., 5¾ Uhr Nachm. und 8½ Uhr Ab.; außerdem mit der Post ad 8. Die Posten um 10½ Uhr Vorm. und 8½ Uhr Abends haben Anschluß an die Cöln=Geldern=Clever Post. 4. Nach Essen über Ratingen, Kettwig und Werden; 5¾ Uhr Nachm. 5. Nach Gladbach über Neuß und Corschenbroich: 10 Uhr Morgens. 6. Nach Gladbach über Neuß, Glehn, Giesenkirchen und Rheydt: 1¾ und 5½ Uhr Nachmitttags. 7. Nach Rheydt über Neuß, Korschenbroich und Gladbach 8 Uhr Abends. 8. Nach Kaldenkirchen über Kempen, Crefeld, Lobrich bei Breyell 2 Uhr Nachm. 9. Nach Kaiserswerth: 7 Uhr Abends. 10. Nach Meurs über Latum und Uerdingn: 5¾ Uhr Nachm. 11. Nach Mettmann über Gerresheim: 6 Uhr Abends. 12. Nach Neuß: 9 Uhr Morgens, 12¼ Uhr Mittags 4 Uhr und 6½ Nachm. und 9½ Uhr Abends; außerdem mit den Posten ad 1., 5, 6. und 7. 13. Nach Ratingen: 7 Uhr Abends; außerdem mit der Post ad 4. Die von dem Künstler-Verein„Malkasten“ früher auf Pfingst=Dienstag angekündigte, später auf unbestimmte Zeit ausgesetzte wird im Laufe des Juli an einem noch näher zu bestimmenden Tage stattfinden. Loose sind gegen je Einen Thaler zu haben: in der Buddeus'schen Buch= und Kunsthandlung (E. Schulte), in der Kunst= und Papierhandlung von A. W. Schulgen und in der Stahl'schen Buchhandlung(W. Kaulen). Der daselbst einzusehende Prospektus besagt das Nähere. Der Vorstand. Licht-Portraits bei W. Severin, Steinweg 217. Es steht ein Quartier von 3—4 Theilen zu vermiethen und gleich zu beziehen auf der Mittelstraße. Räheres bei Ed. Juppen. Bekanntmachung. Nachdem die nach§ 4 der neuen Gemeinde=Ordnung aufgestellte Liste der Gemeindewähler 14 Tage auf hiesigen Rathhause zur Einsicht offen gelegen hat und nunmehr geschlossen ist, werden die in jener Liste verzeichneten Wahlberechtigten aufgefordert, zur Wahl des nach der Gemeindeordnung vom 11. März d. J. neuzuerwählenden Gemeinderathes hiesiger Sammtgemeinde in den nachfolgenden Terminen in dem großen Rathhaussaale zu erscheinen. 3. Klasse. Einkommen von 250— 600 Thlrn. und von den zu 700 Thlrn. Veranschlagten die Gemeindewähler: Metzger G. Stark, Möbelfabrikant Struve, Rendant Südkemper, Rendant Sulzbach, Zahnarzt Voigt, Architekt A. Weidenhaupt, Kaufmann Wergen, Stadtbaumeister Westhofen: Mittwoch den 19. Juni, Morgens von 9— 12 und Nachmittags von 4—7 Uhr. Donnerstag den 20. Juni, Morgens von 9—12 und Nachmittags yon 4—7 Uhr. Freitag den 21. Juni, Morgens von 9— 12 und Nachmittags von 4—7 Uhr. Samstag den 22. Juni, Morgens von 9—12 Uhr. Schluß des Wahlprotokolles: Samstag den 22. Juni, Mittags 12 Uhr. 2. Klasse. Einkommen von 700—1500 Thlrn.: Montag den 24. Juni, Morgens von 9— 12 und Nachmittags von 4—7 Uhr. Dienstag den 25. Juni, Morgens von 9— 12 und Nachmittags von 4—7 Uhr. Schluß des Wahlprotokolls: Dienstag den 25. Juni, Abends 7 Uhr. 1. Klasse. Einkommen von 1600 Thlrn. bis zu den höchsten Sätzen und von den zu 1500 Thlrn. Veranschlagten die Gemeindewähler: Apotheker Batz, Mühlenbesitzer Berger, Kaufmann Biesenbach, Kaufmann G. Blankartz, Advokat=Anw. Bloem, Spediteur Cretschmar, Rentner C. Dietze, Rentner Th. Dietze, Daniel Decker, Rentner Doll, Gastwirth Engels, Justizrath Evelt, Rentner Giesberg, Möbelhändler Graß, AdvokatAnwalt Herz, Steuerrath Holzheimer: Mittwoch den 26. Juni, Morgens von 11— 1 Uhr und Nachmittags von 5—8 Uhr. Schluß des Wahlprotokolls: Mittwoch den 26. Juni, Abends 8 Uhr. Gewählt werden nach der Schlußbestimmung des§. 10 der Gemeinde=Ordnung in jeder Klasse 10 Gemeinde=VerSchließlich bitte ich, die obenbezeichneten Stunden und namentlich den Schlußtermin der Wahlprotokolle für die einzelnen Klassen genau zu beachten. Düsseldorf den 4. Juni 1850. Der Oberbürgermeisterei=Verwalter, Regierungs Assessor Hammers. Am Montag den 24. Juni 1850, Nachmittags 3 Uhr, bei der Wirthin Wittwe Breidenbach in der Marrtinsgasse hierselbst, wird der unterzeichnete Notar das zu Düsseldorf auf der Bolkerstraße neben Hohmann und Bongard gelegene, mit Nr. 563 bezeichnete, jetzt miethweise von dem Gastgeber Herrn Kraus bewohnte Wohnhaus nebst Hintergebäuden, auf Anstehen der Eigenthümer theilungshalber öffentlich an den Meistbietenden zum Verkaufe ausstellen. Das Haus eignet sich wegen der Lage in dem belebtesten Theile der Stadt vorzugsweise zum Betriebe eines kaufmännischen Geschäftes. Düsseldorf den 23. Mai 1850. Otto, Notar. Bei Bäcker Kirschbaum, Pfannenschoppenstraße, ist eine erste Etage aus neun Theilen ganz oder getheilt zu miethen. Niederlage von Mineralwasser aus der künstl. Mineralwasser=Anstalt von Dr. Struve in Cöln bei F. J. Greiß, Kasernen= und Haroldstraßen=Ecke. Schützenverein zu Pempelfort. Donnerstag den 6. d. M., Avends 8 Uhr: im Lokale des Herrn Johann Fuchs. Der Chef. Sonntag den 9. dt M., Nachmittags 4 Uhr: Vergantung der beiden auf dem Die Vergantung geschieht auf dem Platze selbst. Der Vorstand. (347) Unterbilkerstraße, nahe am Karlsplatz, ist ein halbes Unterhaus, bestehend aus 4 Theilen, zu vermiethen und gleich zu beziehen. Näheres in der Exped. d. Blattes. Dampfschifffahrt für den Nieder- und Mittel- Rhein. Abfahrten vom 1. Mai 1850 an: Von Düsseldorf um 11 Uhr Abends nach Cöln. - Cöln- 5¾ Uhr Morgens nach Mainz-Frankfurt. - 8½-- nach Coblenz in Bonn im Anschluss an den 2. Zug von Cöln, in Verbindung mit den 1. Zügen von Duisburg, Düsseldorf u. Elberfeld. - 9½- Abends nach Mainz-Frankfurt und Mannheim. ordnete. Das Wahlverfahren ist in dem§. 23 der GemeindeOrdnung dahin angeordnet, daß jeder Wähler dem WahlVorstande mündlich zu Protokoll erklärt, wem er seine Stimme geben will, wobei so viele Personen zu bezeichnen sind, als gewählt werden müssen. Von Düsseldorf nach Arnheim(Amsterdam) und Rotterdam(London) Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag 12 Uhr Nachts. Die Birection. Zur Vermeidung von Verwechslungen mit dem sogenannten„Düsseldorfer Kreisblatt" erbitten wir uns alle Zusendungen unter der Adresse: Stahlsche Buchhandlung(W. Kaulen). Die Expedition des Düsseldorfer Journals und Kreisblatts. Fremdenblatt. In den drei Reichskronen bei Beeking. de Rotte mit Fam. und Bedienung, Part, a Leuwarden. Blinker m. Fam., Kfm a Breslau. Thieß, Part. a Essen. Deines, Kfm a Frankfurt. Schindelmeißer, Kfm a Königsberg. Lang, Part. a Rheda. Bruch, Kfm a Stettin. Herbstein, Part. a Berlin. Baron von Brakel, Rent. a Nymwegen. Bivail, Part. a Italien. Straße, Part. a Italien. Fineße, Kfm a Lyon. Hitzig, Part. a Marburg. von Schenen, Postmeister a Hagen. Cletthe m. Fam., Part. a Holland. Hotel Domhardt. v. Natzmer m. Fam. u. Dienersch., Major und Commandeur des Garde=LandwehrBataillons a Düsseldorf. von der Lochau, Major u Commandeur des 1. Bataillon 16. Inf. Reg. a Düsseldorf. Soskuf, Part. a New=Orleans. Guillaume, Ingenieur a Paris. Segnir, Ingenieur a Paris. Frau Clewiz, a Ruhrort. Schnarr, Director a Crefeld. Weymar, Kfm a Aachen. Frings, Referendar a Düsseldorf. Peters, Kfm a Uerdingen. von Borghaus, Rent. a Magdeburg. Stein, Kfm a Mainz. Breidenbacher Hof bei Disch. Batridge m. Gem. u. Bedienung a London. Bethold, a London. Wollmann m. Fam., a Neuenkirchen. Frau Hüntzen m. Tochter, a Bremen. Charpentier, Kfm a Paris. Baron v. der Hagen, a Berlin. v. Mattitz, a Bielefeld. Bertram, Kfm a Schlesien. Hugendubel, Propr. a Hannover. Löbel, Kfm a Neuwied. Briette, Rent. a London. Day, Rent. a Manchester. Im Europaischen Hof bei Götzen. Lady Moody, a London. Miß Moody, a London. Prioux m. Gem., Rent. a Amsterdam. von Brauchwitsch, Offizier a Potsdam. von Stutnitz, Offizier a Potsdam. Alt, Kfm a Montjoie. Sinsteden, Kfm a Cleve. Wolf m. Fam., Kfm a Elberfeld. Scharff, Kfm a Remscheidt. Jung, Kfm a Elberfeld. Blank, Kfm a Elberfeld. Gänsly mit Fam. und Dienerschaft, Kfm a Hamburg Weymann, Gutsb. a Stemmen. Nymann, Dr.=Med. a Stockholm. von Kalinks m. Dienerschaft, a St. Petersburg. Foote, Kfm a New-York. Rolff, Kfm a Minden. Knübel, Kfm a Oberkirchen. Zum Prinzen von Preuszen bei Wittwe E. Schleger. Sr. Exellenz Generallieutenant von Tietzen, m. Bedienter, Commandeur der 13. Division a Münster. Graf zu Solm=Laubach, Rittmeister im 8. Ul.Reg. a Düsseldorf. Hülsebeck, Kfm a Schwelm. Weigandt m. Sohn, a Hottingen. Weber, Kfm a Schwelm. Zahn, Kfm a Kettwig. Baße, Kfm a Lüdenscheid. Fürks, Kfm a Lüdenscheid. Nölle, Kfm a Lüdenscheid. Schuzmann m. Jem., Kfm a Lennep. Haniel, Kfm a Ruhrort. Uellenierg m. Gem., Kfm a Cöln. Hakenberg, Kfm a Elberfeld. Jung, Kfm a Elberfeld. Bremierh, Kfm a Berlin. Östermann, Kfm a Barmen. Pröbsting, Kfm a Elberfeld. Erdmann, Bürgermeister a Hilden. Aschenberg m. Fam, Kfm a Barmen. Im Cölnischen Hof bei Juppen. Goosen, Kfm a Cöln. Monheim, Kfm a Cöln. Dupas m. Fam. u. Bedienter, Part. a Lüttich. Meinertz, Notar a Gummersbach. Mannemann, Kfm a Geldern. Hundhausen, Kfm a Crefeld. Lamole m. Fam., Gutsb. a der Normandy. Genz, Kfm a Cöln. Volkmar m. Söhne, Kfm a Werden. Großmann m. Sohn, Kfm a Solingen. Kotter, Priv. a Elberfeld Schröder, Kfm a Creuznach. Strauß, Kfm a Frankfurt. Francke, Kfm a Nauenburg. Wiebel m Fam., Kfm a Cöln. Voß, Professor a Stuttgart. Im Romischen Kaiser bei Engels. Lambla, Inspector der Feuer=Versicherung a Cöln. Flüppel, Secretair a Cöln. Schneider, Kfm a Schwelm. Jöreßen, Stud. a Kaltenkirchen. Bütgenback, Kfm a Münster. Harf m. Fam., Kfm a Gladbach. Kayser, Kfm a Cöln. Hirsch, Kfm a Cöln. Müllen, Part. a Aachen. Vogel, Kfm a Wevelinghofen. Junkers, Kfm a Rheydt. Schehl, Kfin a Crefeld. Schmitz, Kfm a Crefeld. Barnscheid, Kfm a Iserlohn. Im Bönnischen Hof bei Rösberger. Colmer, Kfm a Paderborn. Reischer, Priv. a Cöln. König, Kfm a Wassenberg. Nüllemann, Gutsb. a Beier. Langenbach, Rector a Lennep. Röntgen, Kfm a Lennep. Schmet, Kfm a Werl. Corthum, Kfm a Cöln. Menthart, Kfm a Lüttich. Elpner, Kfm a Hamm. Hilberg, Kfm a Reklinghausen. Averbeck, Kfm a Reklinghausen. Vogt, Kfm a Frankfurt. Bontel, Kfm a Schwelm. Im Bergischen Hof bei Bender. Achterrath, Berg=Geschw. a Bochum. Pröbiting, Apotheker a Lüdenscheidt. Härter, Kfm a Brohl. Clauber, Kfm a Frankfurt. Beckers, Kfm a Beuel. Im Rheinberg bei I. H. Kraus. Jungfeld, Weinhändler a Gladbach. Kaumer m. Frau, Kfm a Bootmund. Peters, Kfm a Aachen. Wagner, Kfm a Trier. Meirx, Geschäftsf. a Amsterdam. Schmitz, Kfm a Kevelaer. Boden, Kfm a Burscheidt. Camen, Afm a Bonn. Bei B. Simon. Götzel, Kfm a Neuwied. Offenbacher, Kfm a Fürth. Österath m. Frau, Fabrik. a Barmen. Cohen, Kfm a Utrecht. Mayer, Kfm a Linz. Im Elberfelder Hof bei Crumfinger. Terhompel, Uhrmacher a Cöln. Zehnter, Fabrik. a Elberfeld. Poth, Wirth a Ullendahl. Ackermann, Priv. a Süchteln. Im alten Kaffehaus bei Heuser. Schonebaum, Kfm a Minden. Dornheim, Kfm a Geschwinda. Dicke, Kfm a Sprockhövel. Michels, Kfm a Essen. Herberg, Kfm a Barmen. Siebel, Kfm a Limburg. Walter, Kfm a Burscheid. Misgeld, Gutsb. a Grefrath. Redacteur: W. Kaulen.— Druck und Verlag der Stahl'schen Buchhandlung(W. Kaulen), Karlsplatz Nr. 1043.