Erscheint täglich außer Montags. Abonnementspreis: vierteljährlich 1 Thlr. Auswärts bei allen preuß. Posten 1 Thlr. 5 Sgr. Kreis=Blatt. Einrückungsgebühren: für die Petit=Zeile oder deren Raum 1 Sgr. Anzeigen werden bis 11 Uhr Vormittags angenommen. N 182. Sonntag den 2. Juni 1880.(Erasmus.) Evangelischer Gottesdienst. Sonntag den 2. d. Große Kirche. Frühpredigt, Anfang 9 Uhr, Herr Cons.=Rath Budde. Oeffentliche Catechisation, Anfang 3 Uhr, Herr Pastor Krafft. Kleine Kirche. Hauptpredigt, Anfang halb 11 Uhr, Herr Pastor Krafft. Nachmittagspredigt, Anfang 5 Uhr, Herr Cons.=Rath Budde. Garnison=Kirche. Herr Candidat Hörle. Aus Düsseldorf. § Vaudeville=Theater. Wir haben mit ganz besonderm Vergnügen die Bemerkung gemacht, daß mit der Vollendung der äußern Ausstattung unseres Sommertheaters auch die innere Organisation fertiger und abgerundeter und das Wirken der Direktion erfolgreicher geworden ist. Es ist dies um so mehr anzuerkennen, als es grade keine leichte Arbeit war, dieser neuen Erscheinung Bahn zu brechen. Wenn der Reiz der Neuheit fast überall illusorisch zu nennen, so ist er es vor allen da, wo die Neuheit mit alten Gewohnheiten in Conflikt geräth; man vergleicht das Neue mit dem Alten und fallen die Parallelen nicht immer günstig aus, so ist man nur zu sehr geneigt, dem gewohnten Alten den Vorzug einzuräumen. Wer an die trauliche Stille im Schauspielhause gewöhnt ist, wer das magische Lampenlicht mit seinem mysteriösen Dunkel liebt, der kann es nicht mit sich vereinbaren, daß bei hellem Sonnenscheine unter allerlei Geräusch die Illusion einer gezauberten Welt haltbar sei. Und sie ist es in der That auch nicht: abgeschlossene Ruhe und Lampenlicht sind ganz nothwendige Erfordernisse zur Illusion. Aber ist deshalb die Einrichtung eines Tivoli-Theaters unhaltbar? Keineswegs— sobald ein solches Theater nur seine eigene Sphäre hält und nicht ins Gebiet der Bühne übergreift. Ein Tivoli hat dieselbe Berechtigung, wie die ehemalige wandernde Volksbühne, die auf offenem Markte ihre Produktionen zeigte. Dort bedurfte es auch keiner Abgeschlossenheit, weil die aufgeführten Stücke die Illusion entbehren konnten. Mit der Posse, dem burlesken Lustspiel und dem kleinen Conversationsstück, in denen der Witz die erste Rolle spielt, kann das Tivoli seiner Aufgabe im selben Maaße genügen, wie die große Bühne mit dem Drama, der Oper und der Tragödie. In der Wahl der Stücke hat die Regie des Tivoli seit den letztern Vorstellungen fast immer das Rechte getroffen; wenn mitunter ein Fehlgriff geschah, so ist dies um so mehr zu entschuldigen, als vielerlei Schwierigkeiten jetzt im Anfange die Aufführung manches passenderen Stückes verhindern mochten. Größere Dramen müssen ausgeschlossen bleiben, weil es dem Zuschauer nicht möglich ist, die Aufmerksamkeit dauernd zu bewahren; ferner dürfen keine Stücke mit Scenenwechsel, noch weniger Nachtstücke produzirt werden und die feinere Komik muß hier überall der Posse den Vorzug lassen. Wir haben noch einige wesentliche Mängel zu rügen; dahin gehört vor allen das überflüssige Geräusch außerhalb der Bühne und wünschten wir zur Beseitigung dieses Hindernisses, daß die Direktion das auf den Theaterzetteln in früherer Zeit enthaltene alte Verbot:„kleine Kinder und: Hunde werden nicht eingelassen" erneuern möge. Ferner sollte die Bühne nach oben besser geschlossen sein, um dem Eindrange der Sonnenstrahlen auf die Dekorationen zu wehren und dann wäre eine Umgestaltung des Vorhangs sehr wünschenswerth. Wenn auch durch Verbesserung des Schnürbodens das Aufziehen und Schließen desselben erleichtert worden, so ist der dünne rothe Nessel doch nicht haltbar gegen Windstöße und es gewährt grade keinen erbaulichen Anblick, die verzweifelten Anstrengungen der Coulissenjungen bei der Befestigung wahrzunehmen. Die Leistungen der Mitglieder lassen dagegen nichts zu wünschen übrig. Das Personal ist sehr zahlreich und jedes Fach hat mehrere Vertreter. Durch den aufmunternden Beifall des Publikums, der fast gleichmäßig Allen zu Theil geworden, haben die Darsteller, deren anderweite Genügsamkeit sie zu solchem Lohne berechtigt, den Muth bekommen, die vielen Hindernisse zu bekampfen. Ihr Ensemblespiel beweist Lust und Liebe zur Sache, Keiner und Keine läßt die Gelegenheit zur Auszeichnung, wo sie sich in der Rolle bietet, vorübergehen und jede neue Aufführung zeigt, daß die Mitglieder die Art des Spiels, wie es für ein Sommertheater paßt, immer mehr sich zu eigen machen. Bildende Kunst. London. Die kürzlich beendete„Ausstellung moderner Kunst im britischen Institut"— sagt der Kunstkritiker im Athenäum— erweist sich als höchst mangelhaft, sobald sie nach irgend einem hohen Maaßstabe beurtheilt wird. Sie ist so sehr unter dem Durchschnitt selbst der letzten zehn Jahre, die sich doch durch ihre Leistungen eben nicht ausgezeichnet haben, daß der zufällige Besucher der Hauptstadt, der aus den Provinzen oder dem Auslande kommt, eine geringe Vorstellung von dem Charakter unserer Kunst gewinnen muß, sofern er sie sich aus dieser Schaustellung zu bilden hätte. Das Gepräge der Mittelmäßigkeit ist fast jedem Kunstprodukt, deren Zahl sich auf beinahe fünf Hundert beläuft, aufgedrückt. Ausnahmen sind wenige. Flachheit in der Conception und Rohheit in der Ausführung bilden die Regel. Die Beiträge zum Haupttheil der Ausstellung lieferten theils der ungeschickte Portraitmaler, dessen Charakter=Travestieen Phantasietitel angenommen haben, seit der eigentlichen Portraitmalerei der Zutritt hier versagt ist— theils der Tourist, der bei der Rückkehr von seinen herbstlichen Streifereien den Inhalt seines Portefeuille ausschüttet, und seine schlecht verdauten, unvollkommenen Skizzen der Landschaftskarrikatur dedizirt. Nach einer so wenig die Erwartung spannenden Einleitung geht der Referent zur Kritik der einzelnen Gemälde über, unter denen wir, nach seinem Vorgange, die bemerkenswerthesten der von ihm hervorgehobenen in Kürze charakterisiren wollen: Das hervorragendste Gemälde ist„Oliver Cromwell, Protektor von England, wie er im Begriff ist, seinem lateinischen Sekretair John Milton die berühmte Depesche zu Gunsten der verfolgten Protestanten in den Thälern von Piemont zu diktiren," von Newenham. Die eine Figur veranschaulicht den thätigen, die andere den leidenden Charakter, und zwar unter Formen, die hinsichtlich der leiblichen Darstellung fast die äußersten Grenzlinien berühren. In der Technik verräth sich Gewandtheit und Meisterschaft in der Darstellung der einzelnen Theile. Herr Newenham hat in einem sehr schwierigen Gegenstande mit vielem Erfolg gearbeitet, und berechtigt zu noch höheren Erwartungen.— Herrn Linell's Name hat stets einen guten Klang. Sein Kunstgebiet ist groß, seine Kenntniß und Beobachtung umfassend, und sein Styl von mächtiger Wirkung.„Das Oeffnen des Thors," eine jener ächt englischen Scenen, verräth eine Kraft in Hinsicht des Lichtes und Schattens, und einen Glanz von Effekten, der durch die, fast zur Manierirtheit neigende Eigenthümlichkeit in der Ausführung nicht beeinträchtigt wird. Der Lichtglanz allein in der „gekauften Heerde" bezeugt in hohem Grade die Gewandtheit, womit Herr Linell einer gewöhnlichen Scene Interesse verleihen kann.— Wir haben Herrn Frank Stone nie ausgezeichneter gesehen, als in seiner „Sympathie." Diese Gruppe zweier Mädchen ist die wahre Personifikation seines Styls, worin er, von Vielen nachgeahmt, von Keinem übertroffen wird. Die Geschichte ist so deutlich gesagt, daß ein Blick darauf hinreicht, ihren Sinn zu verstehen.? Während sich die Gruppe sehr natürlich ordnet, verräth sie zugleich den höchsten künstlerischen Scharfsinn. Vor Allem ist dem Künstler die werthvolle Eigenschaft der andeutenden Kunst eigen, welche der Phantasie vollen Spielraum gibt, indem sie die Aufmerksamkeit fesselt und die Neugierde reizt.— Herrn Linton's Beiträge in diesem Jahre verrathen einen tiefern Farbenton und größere Vollendung als gewöhnlich. In dieser Hinsicht hat er selten seine Scene an den„Lagunen von Venedig" übertroffen. Dies kleine Gemälde wird als eine reizende Erinnerung an eine mit poetischem Effekt stets reichbegabte Gegend, und wegen des einfachen, wackern Styls, womit diese Erinnerung ausgedrückt ist, Liebhaber finden. Seine„Ruinen der Bibliothek in Hadrian's Villa" gehören jener edeln klassischen Kunstgattung an, an welche wir durch Herrn Linton gewöhnt worden sind. Die beiden Ansichten von„Pesth," von Herrn Jones, mit interessanten politischen Ereignissen geziert, werden als willkommene kleine Beiträge aufgenommen werden.— Von einem sehr fähigen Künstler, Herrn F. Goodall, ruhrt ein größeres Bild,„die Post," her. Eine Gruppe von Bauern, unter denen ein Schuster ein besonderes Interesse verräth, umgiebt den Dorfbarbier, das Orakel der Landleute, welcher so eben, nach Ankunft der Post, in den Besitz einer Times gelangt ist, aus der er die Siege Harding's und Gough's am Sutledsch den erstaunten Zuhörern verkündet. Die Beurtheilung der zahlreichen landschaftlichen Darstellungen leitet der Referent mit einer Erörterung des Charakters der Landschaftsmalerei überhaupt und Vergleichung„der berühmtesten früheren Landschaftsmaler"(Italiens und Frankreichs) mit den heutigen ein. Daß diese Vergleichung nicht zum Vortheil der letzteren ausfällt, läßt sich erwarten.„Mit unsern heutigen Landschaftsmalern," heißt es hierbei, ist die Sache etwas anders. Da sind weniger jene mannigfaltigen Verhältnisse, wodurch individuelle Charaktere und Gedanken erzeugt werden, oder um ein Gemälde der einen Hand zugleich unterscheidbar von dem einer andern zu machen. Ganze Klassen von Landschaftsmalern bringen Werke hervor, die einander wie die Brüder einer großen Familie ähnlich sehen. In Frankreich bezeichnet der Name Vernet— der einzige hervorragende— nicht viel mehr als Mittelmaßigkeit; und Deutschland hat noch mit keinem Pinselstrich seine Befähigung nachgewiesen, daß es die Physiognomie seines Landes zu lesen verstehe.(!) In England ist der Name Richard Wilson an eine weitläuftige und philosophische Naturbetrachtung geknüpft.— Die Kupferstiche allein von Turners Werken würden die Nachwelt überzeugen, wie weit derselbe seine Landsleute übertrifft. Erde, Feuer, Luft, Himmel und Wasser haben unter seinen Händen eine endlose Mannigfaltigkeit der Behandlung erfahren, von der topographischen Betrachtung an bis zur poetischen Schöpfung. Sie verrathen einen Umfang der Beobachtung und eine schöpferische Kraft, welche durch bloße Eigenthümlichkeiten in der Ausführung nicht beeinträchtigt werden kann. Seitdem sich Herr Turner aus dem Reiche der Phantasie fast zuruckgezogen hat, darf Herr Danby als sein würdiger Nachfolger bezeichnet werden. In den Naturphänomen findet er edlere Thatsachen genug, welche ihm die Elemente poetischer Combination darbieten. Dabei ist sein Gemüth fern von jenem krankhaften Wesen, das sich vom Alltäglichen ins Excentrische flüchtet und, während es dem Ungebildeten Erstaunen abnöthigt, eine schöne oder wahrhafte Sympathie nicht zu gewinnen vermag; er wählt sich vielmehr solche Wahrheiten, wodurch poetische Vorstellungen verkörpert werden.„Ein goldner Augenblick" ist ein Beispiel hierzu. Der Künstler dünkte uns niemals glücklicher zu sein als hier in der Verwirklichung der Poesie des Sonnenglanzes.— Höchst geschmackvoll sind Creswick's Darstellungen, als„des Müllers Haus,"„der Strom im Thale." Nächst diesem Künstler ist, besonders durch seine vortrefflichen Lichteffekte, Sidney Percy in seiner Scene zu„Undercliff, Insel Wight" hervorzuheben.— Durch vortreffliche Zeichnung und schöne Ausführung in Wasserfarben, lenkt G. E. Hering's größtes Werk„ Porto Fesano, Golf v. Spezzia“ unsere Aufmerksamkeit auf sich, doch bewundern wir noch mehr „Chiavara an der Riviera di Levante." Zu den besten Bildern der Ausstellung gehört T. Gudin's„Fischerboote an der Küste von Holland." Von den vier Beiträgen W. Cooke's verdient das größte derselben „Holländische Piloten bei rauhem Wetter ihr Schiff aus dem Hafen bugsirend" besondere Beachtung. Noch führt der Referent eine ganze Reihe von Landschaften, meist England betreffend, an und schließt dann mit folgenden Worten:„Es ist zu bedauern, daß unter einer solchen Masse landschaftlicher und maritimer Gegenstände, trotz des relativen Lobes, das wir zu ertheilen vermochten, die Nachwelt keine andern Namen als charakteristische Landschaftsmaler anerkennen wird, als die von Danby, Creswick, Linnell, Linton und Eduard Cooke." Am 25. August d. J. wird die für die baierische Ruhmeshalle auf der Anhöhe bei Sendling bestimmte kolossale Statue der„Bavaria" feierlich enthüllt. Ein dreitägiges Fest, welches die baierischen Künstler ihrem Mäcen, dem König Ludwig, zu Ehren veranstalten wollten, hat der Monarch abgelehnt.— Horace Vernet, der sich in Petersburg befindet, um im Auftrage des Kaisers drei große Schlachtengemälde, Scenen aus dem letzten ungarischen Kriege darstellend, anzufertigen, ist vom Kaiser in einer Audienz empfangen worden. Sein Atelier befindet sich im kaiserlichen Palaste.— Peter von Cornelius beschäftigt sich in Berlin mit der Composition einer Glasmalerei, welche der König an einem Fenster des Aachener Domes ausführen lassen will. Musik. Berlin. Die auf den 12. Mai angesetzte musikalische Matinee, welche damals wegen Unwohlseins des Herrn Friebe verschoben werden mußte, fand im Saale der Singakademie am 26. Mai statt. In ihr bewährte sich der Concertgeber als ein Künstler, der durch seine Leistungen die Theilnahme rechtfertigt, welche man schon seinem Unglücke zu schenken geneigt ist. Er beherrscht sein Instrument, die Flöte, vollkommen, sein Ton spricht leicht an und klingt in allen Lagen angenehm, derselbe bleibt auch noch in der Höhe immer rein und weich und verliert in der Tiefe nichts an Kraft und Fülle. Unter den vorgetragenen Stücken: einem Rondo von Kalliwoda, der Elegie von Ernst für die Flöte transponirt, einer Sonate von Kuhlau und Variationen von Lobe, sprach besonders das erste durch anmuthige Melodieen und gefällige, ganz der Eigenthümlichkeit des Instruments zusagende Modulationen an. Das Concert wurde unterstützt durch Fräulein Knob, eine erblindete Sängerin, die schon früher hier auftrat, und deren klangvolle Stimme einen weit günstigeren Eindruck machen würde, wenn sie sich den höchst manierirten Vortrag abgewöhnen wollte; ferner durch Fräulein Caspari und durch die Herren Schlottmann, Kotzolt und Liedecke. Für das Ausbleiben der Frau Herrenburger bot das Violinspiel des Herrn pixis eine von den Zuhöhrern dankbar aufgenommene Entschädigung. Ueberhaupt war das zahlreich versammelte Publikum in der besten Sonntagslaune und spendete fast jeder der vorgetragenen Nummern reichlichen Beifall. Theater. Die Gastspiele der Frau Bayer=Bürck aus Dresden in dem Burgtheater zu Wien erfüllen das Publikum mit steigender Begeisterung. Nie klangen Schiller's Verse den Wienern so lieblich, als von diesen Lippen. Als„Maria Stuart", als„Jungfrau von Orleans" war sie bezaubernd und verlieh diesen historischen Gestalten eine ergreifende Wahrheit.— Die neue Bühne der Friedrich=Wilhelmstadt in Berlin ist am 15. Mai eröffnet worden. Nach einer neuen Ouvertüre von Lortzing und einem Prolog wurden„Waldeinsamkeit", Lustspiel von Roquette, die„Zillerthaler", Singspiel von Nesmüller, und„Peter Schlemihl", Lokalposse von Kalisch, gegeben.— Auf der k. Bühne in Berlin hat das einaktige Lustspiel von F. W. Gubitz„Kaiser und Müllerin", welches eine Anekdote aus dem Leben Rudolf's von Habsburg behandelt, durch seinen Humor angesprochen.— Eine Zierde des„Teatro grande" in Triest ist seit einiger Zeit die berühmte Amerikanerin Esmeralda Maywood, und die Triester freuen sich, ihren Kaiser durch diesen Kunstgenuß überraschen zu können. Berlin. Dem Vernehmen nach, bemerkt der „Staats=Anzeiger," sind neuerdings in Neuenburg Domainen=Parzellen und zum Kirchengut gehörige Grundstücke, für deren rechtmäßige Veräußerung nach den Gesetzen die Zustimmung und Mitwirkung der fürstlichen Regierung erforderlich ist, zum Verkaufe gestellt worden. Mit Beziehung hierauf spricht ein heute an den Königlichen Gesandten bei der schweizerischen Eidgenossenschaft gerichteter Ministerial=Erlaß aus, daß die durch die revolutionären Machthaber bewirkten oder noch zu bewirkenden Veräußerungen von Staats= und Kirchengut dereinst die Genehmigung der rechtmäßigen Obrigkeit nicht erhalten werden.— Die dänischen Friedensunterhandlungen werden bis zur Rückkehr des Prinzen von Preußen ruhen.— Die Befehle zur Mobilmachung der Garde=Corps sind am 30. ausgefertigt worden.— Der Zweck der Reise des Prinzen wird, wie folgt angegeben.„Erstens sollen durch eine mündliche Besprechung mit dem russischen Kaiser die deutsch-dänischen Angelegenheiten einem befriedigenden Abschlusse möglichst näher gebracht werden, zweitens die aus der gegenwärtigen Lage der französischen Verhältnisse möglicherweise entspringenden Eventualitäten in Erwägung gezogen und drittens die zwischen der Union resp. Preußen und Oestreich in Bezug auf die deutsche Frage obschwebenden Zerwürfnisse, wenn auch nicht zur endlichen Entscheidung gebracht, so doch ihrem Ziele um ein bedeutendes näher gebracht werden."— Es hat abermals ein Ministerrath stattgefunden, über die etwaigen Ergänzungen der Preß= und Vereinsgesetze. Herr von Manteuffel scheint sich bis zu diesem Augenblicke zu Oktroyirungen noch nicht haben entschließen zu können. Es soll indessen beschlossen worden sein, die Arbeiter=Vereine aufzulösen.— In einem Schreiben des Chefs des Generalstabs der Artillerie an sämmtliche Artillerie=Regimenter spricht dieser die Freude aus, daß die That des Sefeloge keinen Flecken auf den Ruf der preußischen Artillerie werfen könne, da der Verbrecher schon seit ein Paar Jahren in einem unzurechnungsfähigen Zustande sich befunden habe und wegen periodischen Wahnsinnes entlassen worden sei. Diese von Amtswegen ausgesprochene Wahnsinnserklärung wird ganz geeignet sein, den elenden Machinationen entgegenzutreten, die von gewissen Seiten angezettelt werden. — Der König hat dem Appellationsgerichte zu Berlin auf dessen Antrag die Wiederannahme der Bezeichnung„erammergericht" gestattet, so wie dem Freiherrn Richard v. Vorst=Gudenau erlaubt, statt seines bisherigen Namens Wappen und Titel eines Grafen von Mirbach=Harff zu führen.— Es werden jetzt eingezogen die Reserven der Garde-Infanterie aus den Bezirken des 1., 7. und 8. Armeekorps und der 12. Division, jedoch mit der Beschränkung, daß dadurch die Bataillone nicht stärker als 1002 Mann werden.— Der Schwurgerichtshof zu Brandenburg erläßt einen vom 17. Mai datirten Steckbrief gegen den Oberbürgermeister Ziegler, welcher vorläufig gegen Caution freigelassen war und sich entfernt hatte, ohne dem Gerichte seinen Aufenthalt anzugeben Breslau. Am 29. gegen 10 Uhr Abends ist das Verdikt der Geschwornen gegen die Mai=Angeklagten ergangen; gegen etwa 40 ist das Schuldig ausgesprochen. Schlehan, Semrau, Rose, Elsner, sind wegen Erregung von Aufruhr resp. Versuchs dazu schuldig, Stein dagegen für nicht schuldig erklärt werden. Erfurt. Die Glacis der Erfurter Festung werden geebnet und Bäume und Baulichkeiten, welche im Festungsrayon liegen, weggeräumt. Nach einem Befehl von Berlin sind alle Festungen Sachsens unverzüglich zu armiren. Magdeburg, 30. Mai. Auch hier ist der Befehl eingetroffen, sofort 4 Batterien, einschließlich einer reitenden Batterie der 1. Abtheilung des 3. ArtillerieRegiments mobil zu machen. Als derjenige Punkt, wo vorläufig alles concentrirt wird, bezeichnet man die sächsische Grenze. Ueber die befohlene Mobilmachung hört man folgendes Nähere: Es werden von jedem ArtillerieRegiment 4 Batterien und 1 Colonne mobil, mithin in Summa 36 Batterien und 9 Colonnen; vom 7. Regiment wird die 1. und vom 8. die 3 Abtheilung mobil, hier in Cöln die Colonne 41 mobil gemacht. In Coblenz ist nachtraglich noch Befehl zur Ausrüstung einer weitern halben Artillerie=Abtheilung (2 Compagnien) ertheilt worden, welche dem Vernehmen nach nach der rechten Seite dislocirt werden soll. Auch werden per Compagnie 50 Mann Kriegs=Reservisten einberufen. Baiern. Der Prediger der deutsch-katholischen Gemeinde in München, Hr. Scholl, wurde bei seiner Zurückkunft von den Concilien zu Leipzig und Köthen sogleich verhaftet. Frankfurt. Hr. v. Radowitz traf am 29. ganz unerwartet von Erfurt hier ein, und begab sich am andern Tage nach Baden=Baden, um das dortige Bad zu gebrauchen. Es scheint, daß innerhalb 14 Tagen die neutralen schwedischen Truppen das Land verlassen werden. In Flensburg werden bereits die Tuchvorräthe eingepackt und sind die Werkstätten der schwedischen Militairschneider aufgeräumt worden. Das General=Commando der schleswig=holsteinschen Armee fordert deutsche Offiziere aller Waffengattungen (besonders General=Stabs= und Ingenieur=Offiziere) zum Eintritt in diese Armee auf. Frankreich. Die National=Versammlung ist in der Sitzung vom 30. mit der Berathung des WahlReform=Gesetzes weit vorgerückt Die Art. 4 bis 8, letzterer die Kategorie der wegen Verurtheilungen vom Wahlrecht auszuschließenden Personen enthaltend, wurden angenommen. Die Annahme des ganzen Gesetzes ist mithin unzweifelhaft.— Lord Normanbp und viele Engländer- wohnten am 30. der Abend=Gesellschaft des Präsidenten bei, wie denn überhaupt die Beziehungen des letzteren zu Lord Normanby, trotz des Aufhörens des diplomatischen Verkehrs, stets wohlwollend sind.— Die Nachrichten aus den südlichen Departements lauten noch fortwährend sehr beunruhigend. In Lyon soll bei einer Haussuchung der Plan einer das ganze südliche Frankreich umfassenden Verschwörung entdeckt worden sein. — Die„Patrie" will wissen, daß der Kaiser von Rußland, sobald er den Ausgang des englisch-griechischen Zerwürfnisses erfahren, seinen Gesandten in London v. Brunow abberufen habe. Der Ueberbringer hatte die Weisung, seinen Weg über Paris zu nehmen, um seine Depeschen dem hiesigen russischen Gesandten mitzutheilen, der dann nach den Umständen dieselben anhalten oder weiter befördern sollte. Nach einer Unterredung mit dem Minister des Auswärtigen soll derselbe sich entschlossen haben, die Depesche zurückzuhalten, jedoch Lord Palmerston von der Uebermittelung derselben Kenntniß zu geben. Dänemark. In der Sitzung des Volksthing vom 25. Mai hat Scholer eine Interpellation an die Minister angekündigt des Inhalts:„Ob das Ministerium einen Vorschlag zur Ordnung der Verhältnisse zwischen den verschiedenen Theilen der Monarchie vorzubringen gedächte, ob das Ministerium den Annäherungs=Schritten, die von Seiten der Herzogthümer geschehen, entgegengekommen sei und ob gegründete Hoffnung bestehe, daß der dänische Streit durch direkte Unterhandlung mit den Herzogthümern beigelegt werde?"— Am 26. ist die Garde nach Schleswig abmarschirt. Man ist in letzter Zeit in Petersburg und Moskau revolutionären Umtrieben auf die Spur gekommen, in denen sich besonders die studirende Jugend betheiligt haben sollte. Außer der Inhaftnehmung einer Menge von Individuen hat diese Entdeckung ein kaiserliches Verbot zu Folge gehabt, wonach der Jugend des Königreichs Polen der Besuch der Universitäten Petersburg, Moskau und Dorpat untersagt ist. Türkei. Der französische Gesandte in Constantinopel, General Aupick hat Befehl erhalten, von der türkischen Regierung die Erfüllung der Capitulationen über die Ausübung der Rechte der Katholiken an den heiligen Stätten zu erlangen. Fruchtpreise zu am 31. Mai 1850. Erbsen Rappsaamen„„„ Kartoffeln„„„. Heu pr. Ctr. zu 110 Pfund Stroh pr. Schock zu 1200 Pfund Kleiner Saamen Rüböl pr. Ohm zu 282 Pfund ohne Faß dito pro Mai dito pro Oktober Leinöl pr. Öhm. Rübkuchen pr. 1000 St. Stampf. Preßkuchen pr. 2000 Pfund Sessamkuchen Leinkuchen pr. 2000 Pfund Branntwein pr. Öhm zu 123 Quart (ohne Maklergeld) Gereinigtes Oel zu Brodtaxe zu Neuß Ein Schwarzbrod von 13 Pfund. Ein Franzbrödchen von 7¼ Loth 47% 1 20— 3 10— — 12— — 20— 3 18— 33 15— 30 15— 30—— 23 15— 9 20 35— Wittwe Zimmermann, wohnhaft Kälbermarkt Nr. 204/, am Logengäßchen, empfiehlt sich dem geehrten Publikum im Waschen und Bügeln bestens. Die Kunst=Ausstellung im neuerbauten Schloßflügel bleibt nur noch am Sonntag den 2. c. und Sonntag den 9. c., von Morgens 10 Uhr bis Abends 6 Uhr geöffnet. Neu ausgestellt sind: Die Compositionen zu den Fresco= Bildern im Rathhaus=Saale zu Aachen von Alfred Rethel. Düsseldorf den 1. Juni 1850. Der Verwaltungs=Rath des Gallerie=Vereins. Bekanntmachung. Am Donnerstag den 6. Juni c. werden die in den Monaten April und Mai 1849 im hiesigen Leihhause versetzten Pfänder verkauft und damit Donnerstag den 13. und 20. Juni c. fortgefahren werden und zwar wird Morgens um 8 Uhr mit Pretiosen angefangen und mit Ellenwaaren, so wie mit Bekleidungs= und sonstigen Gegenständen fortgefahren werden. Da der Verkauf der in dem Monate Juni 1849 versetzten Pfänder im Juli c. beginnen wird und selbige vom 1. Juli c. ab nicht mehr eingelöst werden können, so werden die Interessenten an die zeitige Einlösung oder Umschreibung derselben mit dem Bemerken erinnert, daß letztere nur Dienstag den 4., 11., 18. und 25. Juni, Nachmittags zwischen 2 und 4 Uhr, geschehen kann, an welchen Tagen, so wie an obigen Verkaufstagen, das Leihhaus für die Einlöse, so wie an den Verkaufstagen auch für den Versatz geschlossen ist. Zugleich werden Diejenigen, welche aus früheren Verkäufen noch Ueberschüsse zu empfangen haben, an deren Empfangnahme bei Vermeidung der Verjährung hierdurch erinnert. Düsseldorf den 31. Mai 1850. Das Oberbürgermeister=Amt. Wortmann, erster Beigeordneter. Bekanntmachung. Die Reinigung der Latrinen und Müllgruben in den hiesigen Kasernen=Anstalten soll im Wege des öffentlichen Verdings, durch Submission, dem Meitstbietenden für den Zeitraum vom 1. Juli 1850 bis ult. Juni 1851 übertragen werden. Geeignete Unternehmer wollen ihre desfallsigen Submissionen versiegelt bis zum 3. Juni c. im Büreau der unterzeichneten Garnison=Verwaltung abgeben, an welchem Tage, Vormittags 11 Uhr, auch die Eröffnung derselben stattfindet, woselbst auch die bezüglichen Bedingungen eingesehen werden können. Düsseldorf den 25. Mai 1850. Königliche Garnison=Verwaltung. is-Verkanf. Am Dienstag den 2. Juli d. J., Nachmittags 3 Uhr, soll beim Restaurateur Herrn Sommer auf der Bolkerstraß zu Düsseldorf theilungshalber öffentlich verkauft werden: das zu Düsseldorf auf der Bolkerstraße unter Nro. 572 zwischen van Els und Nolden gelegene Schoeller'sche Haus mit Einfahrt, Pumpe, Regensarg, zwei Wagenremisen, Stallung für 5 Pferde und geräumigen, zu einem Waarenlager besonders geeignetem Hintergebäude. Das Haupthaus enthält 28 bewohnbare Theile, in der untern und mittlern Etage eine Küche mit Wasserpumpe, vorzügliche Keller und ebenso wie das Hintergebäude sehr schöne, feste Speicher, die immer als Fruchtspeicher benutzt worden. Der große Regensarg ist auch als Oelsarg zu gebrauchen. Ihrer Räumlichkeit wegen eignen sich die Gebäude zu jedem kaufmännischen und Fabrik=Geschäfte. Die Bedingungen sind beim unterzeichneten Notar einzusehen. Düsseldorf den 1. Mai 1850. Coninx. Verkaufs=Anzeige. Am Dienstag den 4. Juni 1850, Morgens 11 Uhr, wird unterzeichneter Gerichtsvollzieher auf dem öffentlichen Marktplatze zu Düsseldorf mehreres Schreibpapier und sonstige Mobilien an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung verkaufen. Carl Barths. Jn der Wein=Niederlage von C. Mebus bei Joh. Bertling, Sgr. pr. Flasche. 1 1 ist Moselwein... zu 3½ Moselwein„ 5 Braunenberger„ 7½ Niersteiner...„ 7½ Rüdesheimer..„ 10 Ahrbleichert...„ 5 Ahrbleichert...„ 7½ Walportsheimer Bordeaux in reingehaltenen Qualitäten zu haben. 10„ 13 u. 15 1 1 1 1 1 Maitrank von frischen Kräutern und gutem Moselwein, pr. große Flasche 8 Sgr. außer dem Hause, empfiehlt F. W. Sommer, Bolkerstraße. Sonntag den 2. mittags 3 Uhr: Juni, Nach= Preis-Scheibenschießen um einen Crystall-Pokal und ein feines Deckelglas. Gerresheimer Zur Feier derselben findet im„Düsseldorfer Hof" am Sonntag den 2., Montag den 3. und Dienstag den 4. Juni, Mittags: Extra Table d’hôte, Nachmittags: Harmoniemusik und Abends: Ball statt. Durch preiswürdige Weine, eine Auswahl der Saison angemessener Speisen, so wie auch aufmerksame Bedienung wird die Unterzeichnete bestrebt sein, sich die Zufriedenheit der sie mit ihrem Besuche beehrenden Gönner zu erwerben. Wittwe I. I. im„Düsseldorfer Hof." Zur Feier der Grafenberger Kirmes Sonntag den 2., Montag den 3. und Dienstag den 4. Juni: am Grafenberg bei Tbeodor Gertz. Bei Gelegenheit der Gerresheimer Kirmes empfiehlt sich die Restauration zur„Station Gerresheim" in Verabreichung von Kaffee, Maitrank, Weinen, baierischem Bier und sonstigen der Saison angemessenen Erfrischungen bestens. J. Schramm. Sonntag den 2. Juni, Nachmittags 2 Uhr: in Bilk bei H. Stübben. bei Bormacher am Rheinörtchen werden die feinsten 1846r. Moselweine und Ahrbleicherte zu äußerst billigen Preisen verabreicht. Porte-Monnaies, Cigarrenspitzen,-taschen, Taschenkämme, ächte hollånd. Cigarren, Java(helle leicht, dunkle schwer), 8 Stück 2½, 25 7½ 250 2 Thlr. 12½ Sgr., Lannion par Manilla(eine kräftige feine Eigarre), 6 Stück 2½. 25 10 Sgr., 250 3 Thlr., ächte Havanna=, Manilla= u. s. w. Cigarren. W. Zengerly, Drechslermeister, 1. Niederlage Neustr., 2. Niederlage Mittelstr. 668886663986609 Bruchbänder von aller Art, die durch meine eigenen Einrichtungen die Herstellung eines jeden zu heilenden Bruchschadens sicher herbeiführen, werden von mir angefertigt. Derendorf bei Düsseldorf. Heinrich Graf, konzessionirter Badagist. Um schnell aufzuräumen, verkauft die Modehandlung von I. D. Seyppel, Allee Nr. 429½, ihre noch bedeutenden Vorräthe von Bändern, Blumen, Spitzen, Hüten, Hauben 2c., unter dem Einkaufspreis. Getragene Kleider werden fortwährend zum höchsten Werth angekauft von J. Manes, Flinger= u. Hundsrückenstr.=Ecke Auch werden getragene in Tausch gegen neue Kleider zum höchsten Werth angenommen. Sarg=Magazin. Zu auffallend billigem Preise sind vorräthig: Todtensärge von den einfachsten bis zu den elegantesten in allen Größen bei C. Hülsmann, Altestadt 228. Täglich frisches Neuwieder und Mainzer Brod, Mainzer Käschen und vorzügliche harte, weiße und marmorirte Seife, 10 Pfd. für 1 Thlr. bei Schlömer, Flingerstraße. (341) Wegen Wohnungsveränderung ist auf einer gelegenen Straße ein kleines Haus, in welchem ein Spezerei=Geschäft mit Vortheil betrieben wird, aus freier Hand gegen gute Caution zu kaufen. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. (342) Gegen Ertheilung von Klavierunterricht kann ein möblirtes Zimmer gleich bezogen werden. Näheres in der Expedition d. Bl. Am Montag den 3. Juni 1850, Vormittags halb 12 Uhr, sollen auf dem Markte am Rathhause zu Düsseldorf gegen sofortige baare Zahlung verschiedene Mobilar=Gegenstände verkauft werden. Der Gerichtsvollzieher Weißenfels. Das zu Ratingen auf der Oberstraße unter Nr. 55 gelegene, in gutem Zustande befindliche Haus mit anschießendem Garten ist zu kaufen oder zu miethen, und kann die von dem Besitzer unter bisher günstigem Erfolge seit vielen Jahren geführte Handlung in Colonial=Waaren und Landesprodukten, verbunden mit Ladengeschäft, zu deren Fortsetzung und Ausdehnung sich die Lage und Einrichtung des Hauses nebst Zubehör sehr gut eignen, unter vortheilhaften Bedingungen mit übernommen werden. Hierauf Reflektirende werden ersucht, sich an Const. Braun in Ratingen zu wenden. (343) Ein auswärtiger Bäckergesell, welcher mit guten Zeugnissen versehen ist, sucht eine Stelle und kann gleich eintreten. Näheres in der Exped. d. Bl. Ein Mahagoni-Meublement, bestehend aus 1 Sopha nebst 6 gepolsterten Stühlen mit Haardamast überzogen, Sekretair, Tischen, Consol, Kleiderschränke, ferner Oefen, eine Jagdflinte und noch andere Sachen, stehen billig in der Duisburger Straße Nr. 124¼ in Pempelfort aus freier Hand zu verkaufen. (339) Ein Wagen, ein- und zweispännig zu gebrauchen, nebst einem Pferde, steht zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. (75) Ein moderner Laden, zu jedem Geschäft geeignet, steht zu verkaufen. Wo, sagt die Exped. d. Bl. Das am Ende der verlängerten Kasernenstraße gelegene Haus Nr. 116 ist zu vermiethen. Das Nähere ist in dem hinter demselben besindlichen Hause zu erfahren. In Bilk, nahe an der Stadt, ist das 3stöckige, gut eingerichtete Haus Nr. 1006/10 mit 14 Zimmern, Bleiche, Garten u. s. w., so wie auch die 1. Etage mit 5 Zimmern im Hause daneben 1005/10, gleich zu vermiethen; auch sind diese Häuser zu kaufen. Näheres Bolkerstraße 572. Auf Bracht's Gut in Bilk, etwa 15 Minuten von den Bahnhöfen der Eisenbahn, sind zehn Zimmer mit Keller, Stallung, Remise und Garten, im Ganzen oder getheilt, zu miethen. Näheres Schwanenmarkt Nr. 1300. In einem Hause auf der Kaiserstraße ist der 1. Stock, bestehend in 4 geräumigen tapezirten Zimmern und 1 Speicherstube nebst Speicher, abgeschlossenem Keller, Bleiche und einem halben Garten, zu vermiethen und gleich zu beziehen. Näheres Liefergasse Nr. 202. (251) Unterbilkerstraße Nr. 1037, nahe am Karlsplatz, ist das Unterhaus nebst Mitgebrauch des Speichers, Kellers und der Bleiche zu vermiethen. In der Expedition d. Bl. zu erfragen. Zu vermiethen: 3 freundliche Zimmer im 2. Stock nebst Keller an eine einzelne Person oder kinderlose Familie, Oberbilkerstraße Nr. 1006. Mehrere vollständige Wohnhäuser, zum Theil mit Balkon, Stallung und Garten versehen, so wie einzelne Etagen, stehen zu vermiethen. Nähere Auskunft Haroldstraße am Schwanenspiegel Nr. 1330. Pfannenschoppenstraße Nro. 240 ist eine freundliche Wohnung für einzelne Herren mit oder ohne Möbeln zu vermiethen. Carlsplatz Nr. 1045 ist die erste Etage zu vermiethen. Theater im Geislerschen Garten. Sonntag den 2. Juni: Zum Erstenmale: Der Corporal. Posse in 2 Akten von Friedrich. Hierauf zum Erstenmale: Fröhlich, der lustige Postillon. Komische Scene mit Gesang von L. Schneider. Abends 9 Uhr bei Beleuchtung des Gartens und der Bühne: Rataplan, der kleine Tambour. Vaudeville in 1 Akt von Pillwitz. Dazu: Großes Coneert. Anfang 3 Uhr. Montag den 3. d.: Der Kurmärker und die Picarde, 1815. Genrebild von L. Schneider. Hierauf: Die Figurantin. Vaudeville in 2 Akten von Blum. Dazu: Großes Concert. Anfang 4½ Uhr. Heinrich Beppenfeld. Lithograph und Kalligraph, Akademiestraße Nr. 1218, „empfiehlt sich in eleganter und billiger Anfertigung von 3 Empfehlungs= und Visitenkarten, Geschäftsbriefen, Wechsel3 und Rechnungs=Formularen, Preis=Courants, Etiquetten, 3 Verlobungs= und Heiraths=Anzeigen, Wein- und Speisen3 karten, Todtenbriefen u. s. w.; ferner in künstlicher Ent& Z werfung und Ausführung von Diplomen, Dankadressen# 3 und Festgedichten auf Papier und Pergament, so wie in* allen Arbeiten der höheren Kalligraphie. Außer unserem bereits in Crefeld bestehenden Speditions-, Commissions- und Incasso-Geschäft haben wir heute ein gleiches und unter derselben Firma an hiesigem Platze errichtet. Wir erlauben uns, dasselbe unter Zusicherung möglichst prompter, billiger und reeller Bedienung bestens zu empfehlen. Düsseldorf den 1. Juni 1850. Wm. Schmitz=Freytag& du Fallois, Elberfelderstraße Nr. 76. Der neue Laden am Carlsplatz 1044 erbielt eine Sendung von Bändern, als: Taftas, Chines, Moire und Brosche in allen Farben, so wie auch die neuesten Hauben= Bänder in Taftas, Atlas, Flor u. Crep, Gürtel in allen Farben; ferner eine bedeutende Auswahl in feingestickten Kragen, Chemisetten, Manchetten, Schleiern, Taschentüchern, achten Spitzen u. s. w. Dies empfiehlt zur geneigten Abnahme A. Budach, Carlsplatz Nr. 1044. Ich habe einen Ventilateur(Trockenmaschine) hauptsächlich für die Kunstwäscherei in Shwals, Tüchern, Kleidern 2c anfertigen lassen, welcher außer andern Vortheilen noch den bringt, daß die Sachen, welche darin ohne Feuer im Augenblick getrocknet werden, durchaus nichts leiden, welches aber ohne demselben durch starkes Ausringen geschieht. Düsseldorf im Mai 1850. J. W. Sieben, Schönfärber. Niederländische Gesellschaft. Täglicher Dienst vom 24. Mai 1850 an. Abfahrten: Von Düsseldorf nach Mannheim täglich Nachmittags 3 Uhr. „„„ Rotterdam täglich direkt in 17 Stunden, Abends 11 Uhr. „ Nymegen Sonntag, Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag, Abends 11 Uhr. „„„ Arnheim und durch Anschluß an die Eisenbahn nach Amsterdam Dienstag und Freitag, Abends 11 Uhr. „„„ London direkt per„Batavier" jeden Sonntag und per SchraubenDampfboot„Fyenoord" jeden Donnerstag und tag, Abends 11 Uhr. Düsseldorf im Mai 1850. Die Agentur. Die Verlegung meiner Wohnung von der Bergerstraße nach der untern Hohestraße, Nr. 904, nahe am Carlsplatz, zeige ich hiermit ergebenst an. Gleichzeitig empfehle ich mich in meinen bekannten und sehr beliebten Parfümerien, und besonders mache ich aufmerksam auf die Cocos=Nuß Oel=Soda=Seife aus der Fabrik von Treu u. Nuglisch, Hoflieferant Sr Maj. des Königs von Preußen, so wie auf mein neu errichtetes Lager von Cigarren und Rauchtabaken. F. Schönfeld. Wohnungs=Veränderung. Daß ich von der Citadellstraße nach der Hohestraße Nr. 909 verzogen bin, mache ich meinen geehrten Kunden und Gönnern bekannt, und empfehle mich in allen vorkommenden Polster= und Tapeziererarbeiten bestens. A. Schönen, Tapezierer.. Das zu Pempelfort an der Elberfelder Landstraße unter Nr 76 gelegene Landgütchen, bestehend aus einem Wohnhaus nebst Garten und Ackerland, groß 3 Morgen 1 Ruthe 10 Fuß, ist gleich unter der Hand zu verkaufen. Zu erfragen in Pempelfort Nr. 42½, eine Treppe hoch. (340) Verziehungshalber ist in der Nähe des Marktes ein Haus für 2300 Thaler zu verkaufen; auch ist dasselbe auf längere Jahre zu vermiethen. Bei der Exped. d. Bl. zu erfragen. Der erste Stock, bestehend aus acht Theilen, nebst Speicher und Keller, steht zu vermiethen. Alleestraße L. D. 2 18 Noch in gutem Zustande sich befindende Fensterrahmen und Fenster sind Citadellstraße Nr. 1254 zu verkaufen. Ein in Derendorf an der Kirche gelegenes Haus, geeignet für Bäckerei und einen Laden, ist zu vermiethen und gleich zu beziehen. Näheres im Hause selbst. Frische Ameisen=Eier sind fortwährend zu haben bei W. J. Willems, Rheinstraße. Walserstand. 1. Juni, Morg. 6 Uhr: 8' „ 11„ 8' Wind: Nord=Ost. Süd=Ost. Zur Vermeidung von Verwechslungen mit dem sogenannten„Düsseldorfer Kreisblatt" erbitten wir uns alle Zusendungen unter der Adresse: Stahlsche Buchhandlung(W. Kaulen). Die Expedition des Düsseldorfer Journals und Kreisblatts. Zum Prinzen von Preuszen bei Wittwe E. Schleger. v. Tietzen, Generallieutenant u. Commandeur der 13. Inf.=Brigade a Münster. Arenz, Intendanturrath a Münster. Graf zu Solm=Laubach, Rittmeister im 6. Ul.Reg. a Düsseldorf. Graf v. der Recke a Berge. von Natzon m. Fam., Major u. Commandeur a Düsseldorf. v. Gordon, Hauptmann im 16. Inf.=Reg. a Düsseldorf Mayer, Kfm a Frankfurt. Eibinghaus, a Frankfurt. Eibinghaus, Kfm a Iserlohn. Neldhau, Banquier a Berlin. Im Europaischen Hof bei Götzen. Briel m. Gem.; Rent. a Amsterdam. Lecluse m. Gem., Rent. a Paris. Lauselz m. Gem., Rent. a Amsterdam. Prioux m. Gem., Rent. a Amsterdam. van den Bosch m. Gem., Rent. a Holland. Lady Moody, a London. Miß Moody, a London. Molter, Rent. a Carlsruhe. Hager, Kfm a Hamburg. Heßel, Kfm a Kehl. Klein, Kfm a Mainz. In den drei Reichskronen bei Beeking. Koch, Kfm u. Geschw. a Wevelinghoven. Post, Kfm a Magdeburg. Herberg, Kfm a Berlin. Ax, Kfm a Siegen. Heimann, Kfm a Dresden. Hammer, Kfm a Burtscheidt. Fuchs, Kfm a Hanau. Schnell, Kfm a Bremen. Baker m. Gem., Part. a Baltimore, Beines, Kfm a Rheydt. Fellinger, Gutsb. a Rath. Frau Nordrieck, a Bielefeld. Frau Klasing, a Bielefeld. Baum, Kfm a Elberfeld. Siepermann, Kfm a Cöln. Graf de Bereny, Kammerherr Sr. Maj. des Kaisers von Oestereich a Wien. Breidenbacher Hof bei Disch. de Greiff m. Tochter, Rent. a Linn. Preyer, m. Gem. Kfm a Manchester. Graf zur Lippe, a Darmstadt. Franco=Mendes, Kfm a Amsterdam. v. Anns m. Gem., a Frankfurt. Berger, Rent. a Ansbach. Freimann, Kfm a Mainz. Kohlhaas, Kfm a Straßburg. Olivier, Rent. a Paris. Redersdorff, Part. a Berlin. Weegmann, Kfm a Leipzig. Peireck, Rent. a London. Janes, Rent. a London. Graf u. Gräfin Sinsheim, a Luynon. Im Cölnischen Hof bei Juppen. Wenpson m. Fam. u. Dienerschaft, a Berlin. Schneider, Kfm a Frankfurt. von der Vehlen m. Fam., Rent. a Seeland. v. Sardung m. Fam. u. Dienerschaft, Comm. Rath a Münster. Garonde m. Tochter, Rent. a Antwerpen. Weiß, Kfm a Cöln. Naunberg, Kfm a Trier. Hoffmeyer, Kfm a Elberfeld. Thibus, Gastwirth a Cöln. Zu Netten, Kfm a Elberfeld. du Fallois m. Bedienter, Kfm a Crefeld. Köster, Kfm a Cöln. Schmitz, Kfm a Barmen. Schnell, Kfm a Bielefeld. Marx, Kfm a Cöln. Hotel Domhardt. von der Lochau, Major u. Commandeur des 1. Bataillon 16. Inf. Reg. a Düsseldorf. Schmidt, Appell.=Rath u. Asfisen=Präsident a Cöln. Hönninghaus, Kfm u. Geschw. a Crefeld. Schramm, Kfm u. Geschw. a Crefeld. Richartz, Kfm u. Geschw. a Bourscheidt. Uhrlaub, Kfm a Bremen Stiller, Kfm a Cöln Schnarr, Hauptmann a Crefeld. Fräul. Vierhaus, a Cleve. Fräul. Schultheis, a Cleve. Möhlau, Kfm a Cbln. Reuß, Kfm a Aachen. Lunner, Landrath a Crefeld. Stockhausen, Notar a Crefeld. Hönninghaus, Rent. a Crefeld. Dahl, Kfm u. Jeschw. a Crefeld. Im Bergischen Hof bei Bender. Achterrath, Berg=Geschw. a Bochum. Sander, Kfm a Minden. Horten, Kfm a Karlsruhe. Buhlmann, Kfm a Elverfeld. Hubberts, Wirth a Kempen. Narhafft, Kfm a Barmen. Im Kömischen Kaiser bei Engels. Püller, Geschw. a Grevenbroich. Kaller, Geschw. a Willich. Dikes, Geschw. a Willich. Hannen, Kreis=Thierarzt a Crefeld. Paulus, Kfm a Crefeld. Bacher m. Bed, Landwehrmann a Crefeld. von der Leyen m. Bed., Landwehrm a Crefeld. Kauert m. Bed., Landwehrm. a Crefeld. Böcker m. Bed., Landwehrm. a Crefeld. Nicolay, Techniker a Lütter. Huisgen, Kfm a Gladbach. Bauer, Kfm a Gladbach. Bornefeld, Kfm a Gladbach. Lombertz Kfm a Gladbach. Breßer, Kfm a Crefeld. Gösmann, Kfm a Crefeld. Noty, Kfm a Duisburg. Jöbges, Gastwirth a Rheydt. Müller, Kfm a Rheydt. Baumeister, Gutsb. a Pontenbroch. Remkes, Kfm a Crefeld. Coetlitz, Kfm a Cöln. Knorsch, Kfm a Meurs. Kauertz, Kfm a Bonn. Baumann, Advocat a Bonn. Im alten Kaffehaus bei Heuser. Ruhl, Kfm a Cöln. Camphausen, Kfm a Hilden. Fülles, Kfm a Mülheim. Schleicher, Kfm a Caßel Wellmann, Kfm a Frankfurt. Schmidt, Kfm a Arnsberg. Bernsau, Gutsb a Born. Schenk, Kfm a Bremen. Stern, Part. a d. Haag Im Rheinberg bei I. H. Kraus. Gebr. Koch, Fabr. a Altena. Feldmann, Afm a Aachen. Hesser u. Terbach, Kflte a Trier. Wirthen, Geschäftsf. a Frankfurt. Paulus, Kfm a Rheinberg. Meyer, Kfm a Kettwig. Dahlen, Kfm a Aachen. Heck, Kfm a Bonn. Im Elberfelder Hof bei Crumfinger. Pelzer, Kfm a Düren. Setzer, Kfm a Schweisfort. Frl. Pötcher, a Elberfeld. Bäcker, Commis a Hamm. Asmann, Priv. Frankfurt. Im Berliner Hof bei Kampmann. Cremer, Kfm a Hassel. Maishof, Kfm a Mettmann. Heinemann, Kfm a Fredeburg. Schneider, Künstler a Herfort. Gottschalck, Kfm a. Witzheller. Meuser, Oekonom a Minden. Böngen, Kfm a Düren. Porthof, Kfm a Ketwich. Tappert, Fabrik. a Cöln. Gliot, Fabrik. a Můlyeim. Stamm, Militair a Coblenz. Redacteur: W. Kaulen.— Druck und Verlag der Stahl'schen Buchhandlung(W. Kaulen), Karlsplatz Nr. 1043.