Erscheint täglich außer Montags. Abonnementspreis: vierteljährlich 1 Thlr. Auswärts bei allen preuß. Posten 1 Thlr. 5 Sgr. Krei und 8=Blatt. Einrückungsgebühren: für die Petit=Zeile oder deren Raum 1 Sgr. Anzeigen werden bis 11 Uhr Vormittags angenommen. N114. Sonntag den 12. Mai 1850.(Pankratius.) 19. Evangelischer Gottesdienst. Sonntag den 12. d Große Kirche. Frühpredigt, Anfang 9 Uhr, Herr Cons=math Budde. Oeffentliche Catechisation, Anfang 3 Uhr, Herr Pastor Krafft. Kleine Kirche. Hauptpredigt, Anfang halb 11 Uhr, Herr Pastor Krafft. Nachmittagspredigt, Anfang 5 Uhr, Herr Cons.=Rath Budde. Garnison=Kirche. Morgens 10 Uhr, Gottesdienst Herr Candidat Hoerle. Wöchentlicher Kunstbericht. Bildende Kunst. Düsseldorf. Die permanente Kunstausstellung hat seit einer Woche die Sammlung von Bildern und Skizzen, die am 21 d. Mts. verloost werden sollen, in einem besondern Raume vereinigt, und obwohl diese Miniatur=Gallerie noch nicht vollständig ist, so bietet sie doch soviel Mannigfaltigkeit, wie selten eine Ausstellung vollendeter Gemälde. Hier im Kleinen ist jedes Genre, jede Eigenthümlichkeit und jede— Manier vertreten; das Originelle, das Absonderliche jedes einzelnen Malers prägt sich am entschiedensten in der Skizze aus, bevor die Uebermalung es verwischen kann. Die größere Mannigfaltigkeit rührt auch noch daher, daß wir hier von vielen jungen Künstlern Skizzen finden, die bisher noch keine vollendeten Bilder zur Ausstellung geliefert haben. Am reichsten ist wie immer das Fach der Landschaftsmalerei repräsentirt. Wir finden mehr oder minder ausgeführte Bildchen von Oswald Achenbach, Hünten, John, Eckhardt, Keßler, Rausch, Michelis, Morten=Müller, Fischer, Höninghaus, Schultze, Cappelen, Mordt, Adloff, B. Wolff, Kalkreuth, A. Weber, Zielcke, W. Klein, Haecke, Jungheim, Mac-Conkey und Nocken. Von Both ist ein Architekturbildchen geliefert worden. Zwei Mondscheinbildchen: Scene am Meeresstrande von Andreas Achenbach und„ein italienischer Park" von A. v. Wille schließen sich dieser Abtheilung an. Von historischen Darstellungen finden wir zwei: Leutze liefert eine Scene aus dem englisch-nordamerikanischen Kriege„Indianer retten einen flüchtigen Engländer, indem sie ein Kanot, worin derselbe sich vor den Schüssen des Feindes verborgen, über das Eis schieben;" das zweite ist: die Ermordung Admiral Coligny's in der Bartholomäusnacht, von Röting. Sehr mannigfach ist die Reihe der Genrebilder; zunächst begegnen wir dem Bildchen eines jungen Malers L. Knaus, dessen originelle Conception von entschiedenem Talenie zeugt. Wir sehen ein paar geistliche Herren auf dem Spaziergang durchs Kornfeld; der Wohlbeleibte zur Rechten hat aus Hut und Stock einen Sonnenschirm improvisirt, denn gar drückend ist die Hitze, wie man es sehr deutlich der schwülen Miene des geplagten Mannes ansehen kann. Ungerührt davon wandelt zur Linken der magere Confrater, er biegt sich freundlich zu dem Bauernkinde am Wege nieder; vor ihnen ist ein wohlgenahrtes Bologneserpaar, ohne Zweifel die Lebensgefährten des Dicken, auf dem Wege sichtbar. Die Zeichnung und Malerei entspricht dem netten Gedanken, das Bildchen könnte größer ausgeführt werden. — Dann finden wir von Hasenclever eine bekannte Composition„den Bürgerwehrmann," von Hübner eine Scene„der Liebhaber am Fenster" die wir nächstens in einer größern Ausführung zu erwarten haben; von Süß ein gemüthliches Genrebildchen„die alte Spinnerin," von Fay„italienische Madchen am Brunnen," von Lachenwitz„zwei Solofänger." Breitenstein lieferte eine häusliche Scene„Mutter und Kind," Wieschebrink eine ähnliche,„die Aelternfreude"; Thorn und Ulffers schöpften aus dem etwas versiegten Born der Romantik, Jener lieferte eine italienische Scene:„der Mandolinenspieler," dieser ein„Edelfräulein." Von Hermann Becker finden wir ein effektreiches Bildchen„Beschwörungsscene aus Faust." — Noch ist ein kleines Bild,„der Nachtwächter" von Lotz und ein Fruchtstück von Mevius sen zu erwähnen. Da die Verloosung in acht Tagen stattfindet, so haben wir dem Reste der kleinen Gallerie im Laufe der nächsten Woche entgegenzusehen. Brüssel. Im Jahre 1848 hatte die Regierung einen Konkurs ausgeschrieben für ein dem NationalCongresse zu errichtendes Monument. Vor Kurzem waren sämmtliche Pläne ausgestellt, von denen, wie man hörte, keiner die Prüfungs=Commission befriedigte, so daß man einer neuen Ausschreibung des Konkurses entgegensab. Allgemein schreibt man indeß diesen ungünstigen Erfolg hauptsächlich dem Umstande zu, daß den Künstlern bei dem Entwurf nicht freie Hand gelassen war, da man von vorne herein bestimmt hatte, daß das Denkmal eine Säule von der und der Ausdehnung sein sollte u. dgl. m. Am 6. Febr. ist nun doch endlich das Urtheil des Ausschusses über die Pläne bekannt gemacht. Der Preis von 3000 Fres.(800 Thlr.) wird unter die Herren Poelaert aus Brüssel und Dens aus Antwerpen getheilt. Sie sind aufgefordert worden, noch einige Veränderungen nach dem Wunsche des Ausschusses vorzunehmen, dann den Kostenanschlag zu machen, der dann wohl für die Wahl zur Ausführung eines der Pläne den Ausschlag geben wird. Poelaert ist ein junger Baumeister, der schon öfter zur Ausführung städtischer Bauten herangezogen worden. Van Eycken hat gegen Ende des vorigen Jahres ein Gemälde vollendet, welches die Königin von England für die Sammlung des Prinzen Albert bestellt hatte, und womit sie so zufrieden war, daß sie dem Künstler durch den Schriftführer des Königs der Belgier, Hr. Conway, ausdrücklich ihre vollständige Befriedigung sagen ließ, und den gestellten Preis um ein Bedeutendes erhöhte. Die Regierung hatte für das Künstlerfest vom 5. Januar 4000 Franken(1066% Thlr) bewilligt, jedoch unter der Bedingung, daß nur Kunstgegenstände dafür angeschafft würden. Gegen Ende vorigen Jahres hat der Minister des Innern, Rogier, dem Gemeinderath von Antwerpen den Vorschlag gemacht, ein Museum für neue Gemälde zu gründen. Schon im Januar vergangenen Jahres hatte eine Vereinigung Antwerpner Künstler eine Bittschrift an den Bürgermeister gerichtet, in welcher sie um eine jährliche Unterstützung bat, um ein Museum für neue Gemälde gründen zu können. Der Bürgermeister hatte ihnen darauf gerathen, wegen der ungünstigen Zeitumstände die Ausführung ihres Planes noch auf einige Zeit zu verschieben. Dies geschah. Später wandte sich der Bürgermeister in derselben Sache an die Regierung, worauf nun der Minister des Innern dem Gemeinderath den Vorschlag machte, ein Museum für neue Gemälde zu stiften, zu dessen Unterstützung er eine jährliche Summe von 2500 Franken(6663 Thlr.) bewilligte, jedoch unter der Bedingung, daß die Stadt sich verpflichte, eine gleiche Summe zum Ankaufe neuer Gemälde zu verwenden. Um diese Summe aufzubringen, machte der für diese Sache gewählte Ausschuß den Vorschlag, die Bestimmung des Reglements der Akademie zu beseitigen, nach welcher die Mitglieder der Akademie gehalten waren, nach ihrer Ernennung eine ihrer Arbeiten derselben zum Geschenke zu machen, und als Ersatz eine Denkmünze mit goldner Kette erhalten sollten. Diese Bestimmung war übrigens nie ausgeführt worden und so machte der Ausschuß den Vorschlag, an Stelle dieser, die Bestimmung zu setzen, daß jährlich eine Summe von 5000 Franken, von denen eine Hälfte die Regierung, die andere die Stadt auf sich nehmen sollie, verwandt würde, um Bestellungen an die Mitglieder der Akademie zu machen, die dann zugleich gebeten werden sollten, jeder dem Gemälde sein Portrait beizufügen, wie es in Florenz ist, wo man neben den Gemälden die Bildnisse der Maler antrifft, und zwar, der Mehrzahl nach, von ihnen selbst gemalt. Nach kurzer Besprechung wurden beide Vorschläge mit Stimmeneinheit angenommen. Musik und Theater. Am 28. April ist endlich der„Prophet" auch in Berlin mit Madame Garcia Viardot, Madame Köster und Herrn Tichatschet in den Hauptrollen zur Darstellung gekommen. Der Beifall war sehr lebhaft, der Componist und die Sänger wurden wiederholt nach dem dritten, vierten und fünften Akt gerufen. Die Stimmmittel des Herrn Tichatschek wollten nicht mehr ganz ausreichen für die Partie des Propheten. Das Schönste in Bezug auf dramatisches Leben gab Madame Viardot=Garcia als Fides, das Schönste in Bezug auf Gesang Madame Köster als Bertha. Die Vorstellung des„Propheten" auf dem Theater San Carlos in Lissabon war in der dortigen musikalischen Welt ein großes Ereigniß. Der Direktor Conradini hatte nichts gespart, um das Werk würdig auszustatten; Costüme, Decorationen, Alles war neu. Die italienische Uebersetzung war theilweise unter der Aufsicht des unermüdlichen Kapellmeisters Schira bearbeitet worden, der das Ganze nochmals selbst revidirte und seine als Componist gemachten Erfahrungen bei dieser Gelegenheit trefflich zu benutzen wußte. Endlich, nach drei Monaten unausgesetzter Proben, fand die erste Vorstellung in Gegenwart des Hofes, der Minister, des diplomatischen Corps statt, und hat das großartige Werk einen eclatanten Succeß gehabt. Nach dem Duo zwischen Fides und Bertha im vierten Akt, brach die ganze Versammlung in einen nicht enden wollenden Applaus aus und der Enthusiasmus steigerte sich bis zum Schlusse der Vorstellung. Der„Prophet" ist die erste französische Oper, die in Lissabon aufgeführt wurde und jetzt der einzige Gegenstand der allgemeinen Unterhaltung. In der diesjährigen Londoner Saison ist Weber's „Freischütz" an der Tagesordnung. Im CoventgardenTheater wurde die Oper viermal hintereinander gegeben. Die Königin nnd Prinz Albert wohnten zwei Vorstellungen bei. Die Ouvertüre mußte jedesmal wiederholt werden. Auch in Paris wird der Freischütz mit großem Erfolg gegeben. Die Gesellschaft für Beethovensche Quartettmusik in London hat, nach einer Unterbrechung von einem Jahre, ihre Aufführungen jetzt wieder begonnen. Der Direktor ist Herr Rousselot, ein Mann von Bil= dung, Geschmack und ernstem Streben. Die Gesellschaft wird sechs Vorstellungen in dieser Saison geben, von denen fünf ausschließlich Beethoven gewidmet sind, die sechste anderen Meistern. Jede solche Soiree bringt wieder wie früher mindestens drei Beetboven'sche Quartette, eins aus der ersten, ein anderes aus der mittleren und ein drittes aus der letzten Periode des Meisters, so z. B. neulich Nr. 1 in F-, Nr. 9 in C- und Nr. 13 in B-moll. Eines der Grundgesetze der Gesellschaft ist, daß alle 17 Quartette in einer Saison zur Aufführung kommen müssen, und nur Quartette gespielt werden dürfen; die orthodoren Mitglieder schütteln deshalb den Kopf dazu, daß im letzten Concert auch ein Trio vorgenommen wurde. Seit einiger Zeit gastirt zu Berlin auf der Königlichen Bühne Hr. Liedtke aus Dresden im Fache der jugendlichen Liebhaber. Er gab den„Ferdinand" in„Kabale und Liebe", den„Don Carlos", den„Carl Ruf" in der„Schachmaschine" und andere kleinere Partieen mit Beifall. Die unverbildete Frische seines natürlichen Talents eignet sich vorzüglich für das Lustspiel und wird hier eine längst empfundene Lücke des Personals vortheilhaft ausfüllen. Die von Berlin aus nach Dresden übersiedelte italienische Oper hat nach öffentlichen Berichten sich dort gleich in den ersten Vorstellungen lebhafter Anerkennung zu erfreuen gehabt. Sie eröffnete den Cyklus ihrer Aufführungen mit der„Norma" und fuhr mit dem „Othello" fort. Die letztere Oper hat vorzugsweise angesprochen. Ein hier noch nicht bekannter Baryton, Sgr. Guicciardi, trat als„Jago" mit Beifall auf, und in der nächstens zu gebenden„Linda von Chamouni" mird eine neue Sängerin, Sga. Vigliardi, debütiren. Tagebu Berlin, 8. Mai. Gestern sind die meisten Vereinsfürsten hier eingetroffen und in zahlreichen glänzenden Hofequipagen von den Eisenbahnen ins Schloß befördert worden, wo der König und der Prinz von Preußen sie empfingen Am Abend war die große Königl. Loge im Opernhause gefüllt von den preußischen Prinzen und den Gästen, welche der Aufführung des Propheten beiwohnten.— Bei der heute im Schlosse stattgefundenen ersten Versammlung der Fürsten, welche als Einleitungs=Conferenz bezeichnet wurde, ist zumeist über die Frage debattirt worden, ob es nicht im Angesicht des in den bezüglichen Staaten jetzt herrschenden Constitutionalismus wünschenswerth und pflichtgemäß sei, die verantwortlichen Minister der anwesenden Fürsten zu den Berathungen zuzulassen. Der Herzog von Anhalt=Dessau vertheidigte vor Allen den Constitutionalismus, aber er blieb in der Minorität.— Gutem Vernehmen nach beabsichtigen die Fürsten von Schwarzburg=Rudolstadt und Schwarzburg=Sondershausen, sowie die 4 regierenden Fürsten von Reuß ihre Hoheitsrechte in eben der Weise, wie die Fürsten von Hohenzollern, zur Förderung eines einheitlichen Deutschlands an Preußen abzutreten.— Unter dem 4. Mai ist bereits ein Protest Preußens gegen die von Oestreich in Anspruch genommene Präsidial=Befugnisse und deren versuchte Bethätigung erlassen worden. Man ist hier gesonnen, das Unions=Organ sofort einzusetzen. — General v. Bülow ist heute als außerordentlicher Gesandter nach Kopenhagen abgegangen; er überbringt das bekannte Ultimatum Preußens, den Friedensvorschlag zwischen Deutschland und Dänemark, unter Vorbehalt der Rechte des erstern nach dem Bundesbeschluß von 1846. Vom 10. Mai. In der gestrigen Versammlung der Unionsfürsten hat der König in geistvoller Rede an die Fürsten die besten Hoffnungen für das Gedeihen des Bundesstaates ausgesprochen. Nach dem RangVerhältniß antwortete Namens der Fürsten der Großherzog von Baden und sprach Dank für die Vergangenheit und Vertrauen für die Zukunft aus.— In der heutigen Sitzung werden von Preußen die entscheidenden Vorlagen wegen Constituirung der Union gemacht.— Herr von Radowitz ist von Erfurt hier eingetroffen Breslau, 6. Mai. Gestern Nachmittag legten 23 Protestanten in der hiesigen Stadtkirche das katholische Glaubensbekenntniß ab. Trier. Das kriegsrechtliche Erkenntniß vom 28. Februar, welches die Seconde=Lieutenants Viktor Schily und Ludwig Simon der Desertion für überführt erachtet und jeden derselben zu einer Geldstrafe von 1000 Thlr. verurtbeilt, ist vom Könige bestätigt und publizirt worden. Frankreich. Das Wahlreform=Projekt ist am 8. Mai durch den Minister des Innern Baroche der National=Versammlung vorgelegt und die Dringlichkeit für dasselbe beantragt worden. Letztere wurde mit bedeutender Majorität votirt. Spanien. Ein am 2. Mai in Madrid angekommener spanischer Courier hat die offiziellen Aktenstücke über die Beilegung der englisch-spanischen Differenz überbracht. Isturitz ist in Folge dessen zum spanischen Gesandten in London ernannt worden. Griechenland. Die griechisch-englische Differenz ist vollstandig gelöst. Die Entschädigungssumme ist vorläufig auf 180,000 Drachmen festgestellt, wovon einstweilen 150,000 Drachmen deponirt worden, bis über Pacificos Forderung von einer gemischten griechischenglischen Gerichts=Commission entschieden sein wird. In Betreff der einem englischen Offiziere zu Pacasso zugefügten Insulte ist Seitens der Regierung eine entschuldigende Note abgegeben worden. Am 27. fand die Aufbebung des Embargos statt; am 29. liefen die aufgegriffenen, bisher im Hafen von Salamis zurückgehaltenen Fahrzeuge im Pyraus ein. Ein Besuch bei Heinrich Heine. Aus den„Erinnerungen aus dem Jahre 1848." Von Fanny Lewald. (Schluß.) Sie sagen, Heine habe Frankreich auf Deutschlands Kosten gelobt, Deutschland verspottet im Vergleich zu Frankreich. Das wußte Jeder, der gesunde Vernunft hatte; denn mochten die französischen Zustände noch mangelhaft sein, sie waren golden im Vergleich zu den unsrigen. Hätte Heine Rußland gelobt, jemals einer Knechtschaft geschmeichelt, man könnte ihn des Abfalls von sich selbst beschuldigen, aber wo hat er das je gethan? Weder das Wintermährchen, noch der Atta Troll, noch irgend eine seiner Arbeiten ist unfrei, und diejenigen, welche so eifrig an ihm nach Mängeln suchen, sollten sich erinnern, daß es Heinrich Heine war, der die Freiheit sang, dessen Lieder wie morgenfrischer Lerchenjubel emporschmetterten, als Deutschland in den Jahren von 1826—1830 wie in bleiernen Todesbanden gefangen lag. Sie behaupteten ferner, seine Verehrung Napoleons sei undeutsch, und mäkeln mit dem kleinen Maß des Patriotismus, wo ein Dichter dem größten Genius des Jahrhunderts freudig huldigt in Allem was er Großes geschaffen und gewesen, ohne sich an die Mängel zu halten, die ein Jeoer kennt. Heute Morgen, am 22. März, hat uns Heine besucht, grade als wir die Nachricht über die Revolution in Berlin erhalten hatten. Sein deutscher Diener führte ihn bis in unser Zimmer. Er ist sehr erschüttert von den Ereignissen.— Ich wollte, sagte er, sie wären früher oder später gekommen, denn sie in meinem Zustande erleben zu müssen, ist um sich todt zu schießen. Wir sprachen von Atta Troll und ich erzählte ihm, wie mich die Stelle belustigt: Auch die Juden sollen künftig volles Bürgerrecht genießen, und nicht tanzen auf den Markten. Dieses Amendement, ich mache es im Interesse meiner Kunst— Er versicherte, dies sei ein Zug, den er aus dem Leben genommen. Er habe in seiner Jugend in Göttingen einen sehr vernünftigen, durchaus liberalen Apotheker gekannt, der immer ganz ernsthaft ausgesprochen habe, die Juden müßten volle Gleichstellung erlangen und Alles werden können, nur nicht Apotheker.— Nachher sprach er von seinem Leben, und nannte es ein glückliches.— Wie schön ist das, wie selten hört man das von einem Manne, dem doch so vielfach Unrecht geschehen ist!— Er sagte: Ich habe so viel Glück gehabt, daß ich eigentlich nie ehrgeizig war; das höchste Glück!— Ich habe eine seltene Frau, die ich unaussprechlich geliebt, dreizehn Jahre hindurch mein eigen genannt, ohne das Schwanken einer Minute, ohne einen Moment des Wenigerliebens, ohne Eifersucht, in unwandelbarem Verständniß und in vollster Freiheit. Kein Versprechen! kein Zwang äußerer Verhältnisse band uns aneinander. Ich erschrecke jetzt in meinen schaflosen Nächten noch oft vor dieser Seligkeit; ich schaudre entzückt zusammen vor dieser Glückesfülle. Ich habe oft über solche Dinge gescherzt und gewitzelt und noch viel öfter ernsthaft darüber nachgedacht: die Liebe befestigt kein Miethskontrakt, sie bedarf der Freiheit um zu bestehen uno zu gedeihen.— Später gedachte er seiner großen unzerstörbaren Lebenslust. Sie kommt mir ordentlich spuckhaft vor bei meinen Leiden, sagte er. Meine Lebenlust ist wie das Gespenst einer zärtlichen Nonne in alten Klostermauern; sie spukt noch zuweilen in den Ruinen meines Ich! Warum wählen Sie solch schauriges Bild, erwiderte ich. Es war in Ihnen so viel gesundes Heidenthum, daß die Götter einem Dichter wie Ihnen, bis zum letzten Athemzuge Daseinsfreude gönnen müssen. — Ah die Götter! rief er. Die heidnischen Götter hätten einem Dichter nicht angethan, was mir geschieht; so etwas thut nur unser alter Jehovah! Selbst die Lippen, mit denen ich so vergnügt gesungen und geküßt, sind mir ja halb gelahmt. Ich halte jetzt, da ich stündlich an meinen Tod denken muß, oft sehr ernste Gespräche mit Jehovah in der Nacht, und er hat mir gesagt: Sie dürfen Alles sein, lieber Doktor, was Sie wollen, Republikaner und Socialist, nur kein Atheist! Dann kam die Rede auf die persönlichen Verhältnisse von George Sand und Nachel. Mit einem Male fing er an zu lachen. Da muß ich Ihnen eine meiner heitersten Geschichten erzählen Als ich vor Jahren Rachels persönliche Bekanntschaft machen sollte, hatten mich Freunde dazu meilenweit auf das Land geschleppt, wo ihre Familie eine Sommerwohnung hatte. Ich lange endlich an, man setzt mich an einen Tisch, es erscheint Papa Rachel, Mama Rachel, la soeur Rachel, le frére Rachel.— Wo ist Rachel? frage ich.— Elle est sortie, hieß es, mais voilà toute sa famille! Und nun lache ich, daß Alle denken, ich habe den Verstand verloren. Mir fiel namlich die Anekdote von dem Manne ein, der ausgeht, ein in den Zeitungen angekündigtes Ungeheuer zu sehen, das von einem Karpfen und einem Kaninchen abstammen sollte. Als er anlangt und fragt: wo ist das Ungeheuer? antwortet man ihm: wir haben es in das Museum geschickt, aber hier sind die Eltern, der Kaupfen und das Kaninchen, überzeugen Sie sich selbst.— Ich werde mein wahnsinniges Lachen und das Erstaunen der Franzosen nicht vergessen. So plauderten wir lange; Heine war sehr angeregt, sehr heiter, kam immer wieder auf den Ernst der Zeitfragen zurück, und ich hätte die reinste Freude an dieser Stunde gehabt, wäre er nicht leidend, müßte man nicht immer denken, daß dieser liebenswürdige, heitere, spielende Geist, der doch so tiefsinnig sein kann, vielleicht nur zu bald nicht mehr ist. Sein Wesen und seine Werke sind vollkommen identisch, und die Originalität seines mündlichen Ausdruckes ganz seiner Schreibweise gleich. Als er fortging, verhieß er uns wiederzukommen, sobald er wohl genug sei, und wir versprachen, ihm jede Nachricht aus Deutschland mitzutheilen, die wir erhalten würden. Ueber einen in Bensheim erfolgten sehr sonderbaren Fund schreibt ein Correspondent der„Darmstädter Zeitung" Folgendes: Geh. Reg.=Rath von Rüding hat das Gasthaus zum Ritter angekauft und ließ im Hofraume desselben, zwischen dem Hause und dem Dungplatz eine Grube graben, bei welcher Arbeit man in einer ungefähren Tiefe von 2 bis 3 Fuß das Geripp eines Menschen gefunden hat. Von demselben waren jedoch nur der Kopf und die größeren Knochen noch erkennbar, die übrigen verfallen. Daß dieser Fund auf ein vollbrachtes Verbrechen hindeutet, ist mehr als wahrscheinlich, indem dieser Platz auch für jede andere Todesart keine Begräbnißstätte sein konnte. Durch die gerichtliche Untersuchung soll indessen bis jetzt nichts ermittelt worden sein. Ich versäume nun nicht, Ihnen auch ein unverbürgtes Gerücht hierüber mitzutheilen. Vor länger als 40 Jahren, ehe das Haus an die Schero'sche Familie überging, soll ein mit einer großen Summe Geldes versehener Kaufmann allda logirt haben; das Geld hätte er in das Zimmer seines Bedienten gelegt. Als jedoch am kommenden Morgen der Kaufmann abreisen wollte, so wurde ihm von dem Hausherrn gesagt, daß sein Bedienter schon in der Nacht abgereist sei. Das Geld war natürlich fort. Ob nun damals Steckbriefe erlassen wurden und ob der Durchgegangene bald darauf oder jetzt erst im Hofe zum ehemaligen Ritter 2 Fuß unter der Erdoberfläche aufgefunden worden, darüber fehlt die Aufklärung. (N.=Ztg.) Rendsbura, 5. Mai. Gestern hatten wir hier eine höchst seltsame Erscheinung. Auf der Kieler Landstraße nahete sich der Festung ein Fuhrwerk, das einer Locomotive so ähnlich sah, wie ein Ei dem andern, nur daß es etwas kleiner war und in einer gewöhnlichen Landstraße von Pferden gezogen wurde. Im Uebrigen war Alles da; der hohe Schlott rauchte, wie sichs gebührt, und durch den Focus fielen von Zeit zu Zeit glühende Schlacken auf den Weg Das Ungestüm zog dampfend und rauchend durch das Thor ein und bewegte sich nach dem Exercierhause, wo 400 Mann seiner warteten und es mit Hurrah in Empfang nahmen. An Ort und Stelle angekommen, öffnete es seinen Schlund und spie eine solche Masse Erbsensuppe aus, daß jene 400 Mann reichlich davon gesattigt wurden. Sie haben vielleicht errathen, was ich Ihnen eigentlich erzählen wollte. Es war eine fahrende Küche, welche von dem Apotheker Zeise in Altona construirt und von den Herren Schweffel und Sohn in Kiel fabricirt ist. Dieselbe ist zum Gebrauch im Felde bestimmt und kocht in drei Stunden eine beliebige Mahlzeit für 400 Mann fertig. Die Hauptsache dabei ist, daß das Fuhrwerk so gut wäbrend des Fahrens als während des Haltens seinen Dienst verrichtet. So war jenes Erbsengericht unterweges von Kiel hierher gekocht worden. Theilnehmer an der Mahlzeit haben uns die Versicherung gegeben, daß sie nie so gut gekochte Erbsen gegessen.(H. C.) SchifffahrtsDüsseldorf, den 11. Mai 1850. In Ladung von der niederrhein Dampf=Schleppschifffahrts=Gesellschaft bis zum 15. Mai: 1 Schleppkahn nach Amsterdam; 1 dito nach Rotterdam; 1 dito nach Mannheim bis zum 14. Mai.— P. Poß nach Coblenz, der Mosel und Saar. Abgefahren: T. Disch nach Reees mit 300 Ctr. Marktpreise zu Witten am 10. Mai. Fruchtprøise zu am 10. Mai 1850. Thl. Sgr. Pf. Waizen pr. berl. Sch. 1. Qualität 1 3„ 1 25 Roggen„„„ 1. Qualität 1 8 „„„„ 5.„... 1 7 " 3. Wintergerste„„„.... 1 3— Sommergerste„„„ 1 3 Buchwaizen„„„| 1| 7|— Hafer„„„—| 18|— Erbsen„„„. 1 20— Rappsaamen„„„. 3 14— Kartoffeln„„„— 12— Heu pr. Ctr. zu 110 Pfund— 20— Stroh pr. Schock zu 1200 Pfund 3 18— Kleiner Saamen|—|—— Rüböl pr. Öhm zu 282 Pfund ohne Faß. 33—— dito pro Mai——— dito pro Oktober| 31|—|— Leinöl pr. Öhm— Rübkuchen pr. 1000 St Stampf...... 30—— Preßkuchen pr. 2000 Pfund 23 15— Sessamkuchen——— Leinkuchen pr. 2000 Pfund.——— Branntwein pr. Öhm zu 123 Quart zu 47% (ohne Maklergeld)........ 9 5— Gereinigtes Oel. 34 15— Brodtaxe zu Neuß. Ein Schwarzbrod von 13 Pfund.....— 6— Ein Franzbrödchen von 7¼ Loth—— 4 Mobilar Verkauf. Am Montag den 13. Mai d. J. und den folgenden Tagen, jedesmal Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Hause Nr. 661 auf der Flingerstraße hierselbst auf dem 1. Stock auf Anstehen der Wittwe und der Erben von Dachdeckermeister Dumont und in Folge einer Präsidial=Ordonnanz vom 8. d. Mts. öffentlich verkauft werden: Hausmobilien aller Art, als: Tische, Stühle, Commoden, Schränke, Sophas, Spiegel, Bettladen, Bettwerk, Leinwand, Gardinen, Glas, Porzellan, Küchengeschirre, Oefen, eine Wanduhr 2c. rc.; sodann: Kleidungsstücke, Dachdecker=Geräthe und Werkzeuge und einiges Silberzeug. Düsseldorf den 8. Mai 1850. Coninx. Auf Anstehen des Herrn Geheimen Commerzienrathes Diergardt zu Viersen soll am Freitag den 17. Mai d. I., Morgens 9 Uhr, bei dem Wirthe Herrn Moeker zu Hamm das Rodgras auf den Parzellen Nr. 37 bis 49 der Carl=Theodors=Insel und auf circa 10 Morgen im untern Binnenwasser an der Schneidmühle zu Hamm öffentlich parzellenweise an die Meistbietenden verpachtet werden. Der Wiesenhüter Heinrich Busch zu Hamm wird die Parzellen auf Verlangen anweisen. Düsseldorf den 6. Mai 1850. Coninx. Oeffentlicher Verkauf. Auf Anstehen der Direktion der Düsseldorfer Allgemeinen Versicherungs=Gesellschaft für See=, Flußund Land=Transport wird der unterzeichnete Notar am Freitag den 17. Mai, Morgens 9 Uhr, in dem Geschäftslokale der Herren Julius Wülfing u. Comp. hierselbst 17 Fässer Avignoner Krapp und 9 Fässer Avignoner Garancine, welche mehr oder weniger durch Seewasser havarirt, öffentlich an den Meistbietenden gegen baare Zahlung verkaufen. Die Waare ist in dem vorbesagten Lokale an dem Verkaufstage zu besehen. Düsseldorf den 8. Mai 1850. Euler. Verkauf. Auf Ersuchen der Wittwe und Erben des Herrn Advokaten C. Weyler I. wird am Donnerstag den 23. Mai d. J., Nachmittags um 3 Uhr, bei der Wittwe Breidenbach zu Düsseldorf in der Mertensgasse das daselbst am Friedrichsplatz und auf'm Hundsrücken gelegene, zu jedem Geschäfte, besonders zu industriellen Unternehmungen geeignete, sehr geräumige Haus Nro. 400 mit Hofplätzen, Remise und Stallung für 8 Pferde, theilungshalber unter den bei dem Unterzeichneten einzusehenden Bedingungen öffentlich verkauft werden. Lützeler. Notar. Ganz vorzügliche 1846r. Weine, Zeltinger, Pisporter, Throner und Bleichert zu äußerst billigen Preisen in Flaschen und faßweise bei B. Rüsgen, Rheinörtchen. Samstag den 11 Mai 1850, Abends 9 Uhr: Ballotage. Der Vorstand. Haus=Verkauf. Auf Anstehen des Herrn Dominikus Haas soll am Montag den 27. Mai d. I., Nachmittags 3 Uhr. bei der Frau Wittwe Breidenbach in der Mertensgasse hierselbst das auf der Bolkerstraßen= und Kapuzinergassen=Ecke hierselbst neben Tyrell und Erben Kraus gelegene, mit Nro. 567 bezeichnete Haus öffentlich zum Verkaufe ausgestellt werden. Das Haus eignet sich seiner vorzüglichen Lage wegen zu jedem Geschäfte. Auch kann die in demselben seit langen Jahren bestehende Huthandlung, Handlung mit Militair=Effekten und Regenschirmfabrik von dem Ankäufer zugleich mit übernommen werden. Die Bedingungen sind zu erfragen bei dem Unterzeichneten. Düsseldorf den 29. April 1850. Notar Hagdorn. aufsAm Dienstag den 14. Mai c., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Behausung des Commissionairs Herrn Gottl. Morschheuser am Markt im ehemaligen GouvernementsGebäude: 3 Fuder Ahrbleichert, 12 Anker Moselwein, 150 Flaschen Bordeaux, eine Parthie Champagner und eine Parthie Cigarren meistbietend gegen baare Zahlung verkauft. Der Gerichtsschreiber Meumann. Großer öffentlicher Modewaaren=Verkauf am Montag den 13. d. M. und an den folgenden Tagen, jedesmal Nachmittags 2 Uhr, im Hause des Hrn. Prosch, Karlsplatz 1053, bestehend in: Seidenzeugen zu Kleidern und Hüten, ächten wollenen Pariser Long=Shawls und Tüchern, französ. Jaconnet, Grenadine, Mousselin de laines, breiten kattunenen gestickten Vorhängen, Piqué=, Sammet= und wollenen Westen, auch mehreren feinen schönen Quincailleries und eine Parthie Cigarren. Der Gerichtsvollzieher Carl Barths. Kunst=Anzeige. Sonntag den 10. Mai: Unwiderruflich die letzten 3 Vorstellungen von der Gesellschaft des Rud. Knie. Unter verschieden Anderm kommt vor: Polka, getanzt auf 3 Füßen und zum Schluß der Vorstellung: Jocko, der brasilianische Affe oder der freie pariser Schneider; eine komische Pantomime. Anfang der 1. Vorstellung um 3, der 2. um 5 und der 3. um 7 Uhr Abends. Durch Einkaufe auf der Frankfurter Messe ist mein Lager von Porte-Monnaies, stark u. schön mit Gold=Verschluß, von Spazierstöcken, Eigarrenspitzen,=Pfeifchen und=Etuis, aufs Schönste assortirt. Lilionese die Flasche 1 Thlr., von Tübing in Cöln, für Finnen, gelbe Haut, Mitesser 2c., achte hollånd. Cigarren. Mein großer Vorrath erlaubt es mir, dieselben trotz der Theuerung der Tabake, zum alten Preise zu verkaufen: 8 Stück 2½, 25 7½, 250 2 Thlr. 12½ Sgr. W. Zengerly, Neu= und Mittelstraße: Die unterzeichnete Firma empfiehlt ihr Depot, Mittelstraße 811, reichhaltig assortirt in allen Sorten Bremer, Hamburger und ächten Havanna=Cigarren, rinas in Rollen, Thee in allen Qualitäten, so wie Rauch- und SchnupfStommel& Comp., Oberbilkerstraße 1009. Poudre de la chine aus der Fabrik von Tübina& Comp. in Cöln a. Rh. Eines der bewährtesten Mittel, rothe, graue oder weiße Haare haltbar schwarz zu färben, ohne dadurch den Haaren den geringsten Schmutz zu verursachen; auch ist es den Haaren durchaus nicht schädlich, macht im Gegentheil das Haar angenehm und geschmeidig Die ganze Färbung ist in 8 Stunden geschehen und wird für den Erfolg von uns garantirt, widrigensfalls wir das Geld zurückerstatten. Der Preis ist pr. Flacon mit Gebrauchsanweisung 20 Sgr. und nur allein ächt mit unserem Fabrik=Stempel versehen bei Herrn de Haen=Carstanjen, Bilkerstraße Nr. 1038 in Düsseldorf zu haben. (295) Gestern Abend verlor ein armes Dienstmädchen einen Drahtbeutel, worin 4 Thlr. 5 Sgr. enthalten waren. Der redliche Finder wolle denselben gegen eine gute Belohnung in der Exped. d. Bl. abgeben. Permanente Kunstausstellung in der ersten Etage der J. Buddeus’schen Buch- und Kunsthandlung (Ed. Schulte). Neu angekommen: Mehrere für die Verloosung bestimmte Bilder; grosse Landschaft von Gust. Lange; Weihnachtsengel von Professor Mücke; ein neues Schulkind von A. Richter. In der von C. Mebus bei Franz Batz, Steinweg, ist .. zu 3½ Sar. pr. Flasche. „5„„„ Moselwein Moselwein Braunenberger Niersteiner.... Rüdesheimer.. Ahrbleichert... Uhrbleichert. Walportsheimer Bordeaux..... 7½„ „ 7½„ „ 10„ „ 5„ „7½„ „ 10„ „ 13 u. 15 1 1 in reingehaltenen Qualitäten zu haben. Ich zeige hiermit den hochgeehrten Damen an, daß ich meine Wohnung von der Hochstraße nach der Oberbilkerstraße Nro. 990 verlegt habe, und halte mich dem ferneren Zuspruch bestens empfohlen. Frau Josephine Donath. Clavierunterricht ertheilt gegen billiges Honorar Theodore Hambüchen, Vorsteherin einer Kleinkinderschule, Jägerhofstraße. Todes=Anzeige. Am Donnerstag den 9. Mai, Morgens gegen 5 Uhr, verschied an den Folgen eines Nervenschlages meinX innigst geliebter Gatte, der 9 Schreinermeister Wilhelm Richartz, in dem Alter von 50 Jahren.6 9 Die Beerdigung findet Sonntag den 12., Morgens a 9um 8 Uhr, statt, wozu ich Verwandte, Freunde und a 9 Bekannte des Verstorbenen hiermit einlade. Sterbehaus: Pfannenschoppenstraße, der Gasfabrik gegenüber. 2 Düsseldorf den 10. Mai 1850. Die hinterbliebene Wittwe. Um schnell aufzuräumen, verkauft die Modehandlung von I. D. Seyppel. Allee Nr. 429½, ihre noch bedeutenden Vorräthe von Bändern, Blumen, Spitzen, Hüten, Hauben 2c., unter dem Einkaufspreis (297) Wo gebrauchte Möbeln billig zu kaufen sind, sagt die Exped. d. Bl. Goldarbeiter Zengerly, Neustraße, sucht einen Lehrling. (288) In einer hiesigen Möbelwerkstätte wird ein Lehrling gesucht. Die Exped. d. Bl. sagt in welcher (294) Zwei Damen suchen in der Nähe der Eisenbahn, neuen Anlage, Kastanienallee oder des Hofgartens in der 2. Etage drei Stuben nebst Küche, Speicher, Stube und Keller und Antheil an Bleiche und Garten. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. Oberbilkerstraße Nr. 990 sind in der zweiten Etage 2 bis 3 Stuben zu vermiethen. (296) Ein Haus, welches sich zur Restauration eignet und in der untern Karlstadt gelegen ist, wird zu miethen gesucht. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. Das von dem Rentner Herrn Massonneau bewohnte Haus, verlängerte Kasernenstraße Nr. 118/8, 1 Salon, 7 Zimmer, 1 Koch= und Waschküche, 3 Bodenkammer, Stallung für 3 Pferde und Garten enthaltend, ist zu vermiethen und gleich zu beziehen. Näheres Allecstraße Nr. 756. Vandeville=Theater im Geislerschen Garten. Sonntag den 12. d.: Eigensinn. Lustspiel in 1 Akt von R. Benedix. Hierauf: Versprechen hinterm Alpenscene mit Gesang in 2 Akten von Baumann. Zum Beschluß: Die Schneider=Mamsells. Vaudeville in 1 Akt von Angely. Dazu: Großes Concert. Montag den 13. d.: Zum Erstenmale: Müller und Miller. Schwank in 2 Akten von A. Elz. Hierauf: Gänserich und Gänschen. Vaudeville in einem Akt von C. Blum. Dazu: Concert. Maitrank von frischen Kräutern und gutem Moselwein, pr. große Flasche 8 Sgr. außer dem Hause, empfiehlt F. W. Sommer, Bolkerstraße. Samstag den 11. Mai, Abends 6 Uhr und Sonntag den 12. Mai, Nachmittags: Harmonie der Prager Musikgesellschaft, unter Leitung des Herrn Wolf. Im kleinen Gürzenich bei Bormacher am Rheinörtchen werden die feinsten 1846r. Moselweine und Ahrbleicherte zu äußerst billigen Preisen verabreicht. Bruchbänder 8 S S S von aller Art, die durch meine eigenen Einrichtungen die Herstellung eines jeden zu heilenden Bruchschadens sicher herbeiführen, werden von mir angefertigt. Derendorf bei Düsseldorf. Heinrich Graf, konzessionirter Badagist. 609026866086666660 Porte-Monnaies mit Gold und Silber verzierten Stahlbügeln und Verschlüsse für Gold und Papiergeld, so wie Cigarrentaschen neuester Façons, äußerst elegant und stark gearbeitet, werden angesertigt und en gros wie en detail abgegeben bei Louis Heubes, Buchbinder und Galanteriearbeiter, Mittelstraße Nr. 1057. Auf Bracht's Gut in Bilk, etwa 15 Minuten von den Bahnhöfen der Eisenbahn, sind zehn Zimmer mit Keller, Stallung, Remise und Garten, im Ganzen oder getheilt, zu miethen. Näheres Schwanenmarkt Nr. 1300. Niederländische Gesellschaft. Abfahrten vom 20. April 1850 an: Von Düsseldorf nach Mannheim täglich außer Sonntags, Nachmittags 3½ Uhr. „„„ Notterdam täglich außer Mittwochs, direkt in 17 Stunden, Abends 11 Uhr. „„„ Nymegen Sonntag, Montag, Donnerstag und Samstag, Abends 11 Uhr. Arnheim per Eisenbahn nach Amsterdam Dienstag und Freitag, Abends 11 Uhr. London direkt per„Batavier" jeden Sonntag und per SchraubenDampfboot„Fyenoord" jeden Donnerstag und Freitag, Abends 11 Uhr. Düsseldorf im April 1850. Die Agentur. 1 Getragene Kleider werden fortwährend zum höchsten Werth angekauft von I Manes, Flinger= u. Hundsrückenstr.=Ecke N. 654. Auch werden getragene in Tausch gegen neue Kleider zum höchsten Werth angenommen. Sarg=Magazin. Zu auffallend billigem Preise sind vorräthig: Todtensärge von den einfachsten bis zu den elegantesten in allen Größen bei C Hülsmann, Altestadt 228. Eine auswärtige Herrschaft ohne Kinder sucht gegen gutes Salair eine erfahrne Köchin, welche zugleich Hausarbeit mit zu verrichten hat, gegen den halben Juni in Dienst; nur solche wollen sich melden, welche recht gute Zeugnisse aufzuweisen haben.— Zu erfragen Grünstraße Nr. 306. (75) Ein moderner Laden, zu jedem Geschäft geeignet, steht zu verkaufen. Wo, sagt die Exped. d. Bl. In Derendorf ist eine Wohnung von 4 Theilen nebst Stallung und Garten zu vermiethen. Zu erfragen Kasernenstraße Nr. 892. Das am Ende der verlängerten Kasernenstraße gelegene Haus Nr. 116 ist zu vermiethen. Das Nähere ist in dem hinter demselben besindlichen Hause zu erfahren. (274) In einem auswärtigen Gasthof wird eine gute Köchin gesucht. Wo, sagt die Exped. d. Bl. Wasserstand. 11. Mai, Morg. 6 Uhr: 8'. Wind: Süd=Ost. „ 11„ 7½.„ Süd=West. Zur Vermeidung von Verwechslungen mit dem sogenannten„Düsseldorfer Kreisblatt" erbitten wir uns alle Zusendungen unter der Adresse: Stahbsche Buchhandlung(W. Kaulen). Die Expedition des Düsseldorfer Journals und Kreisblatts. Fremdenblatt. Zum Prinzen von Preuszen bei Wittwe E. Schleger. Scheppe, Oberst=Lieutenant u. Commandeur d. 16. Inf.=Reg. a Düsseldorf. Baron v Jeyer, a Potsdam. Baron v. Stolzenberg, a Coblenz. Baron Krug von Nidda mit Gemahlin und Dienerschaft, Offizier a Düsseldorf. Duboa, Kfm a Mainz. Caesar, Kfm a Neuwied. Hasing, Kfm a Solingen. von Ulleydt, Kfm a Ißelburg. Nery=Ryel, Mechaniker a Ißelburg. Gävärts, Priv. a Holland. Frau v. Worder, a Bonn. Madam Dieterichs m. Tochter, a Bonn. Spils, Kfm a Moskau. Ducker, Kfm a Iserlohn. Im Cölnischen Hof bei Juppen Madam Backhaus m. Fam, a Elberfeld. Dyck m. Gem., Kfm a Dortrecht. Cohen, Kfm a Frankfurt. Reifenberg, Oberlehrer a Hamm. Harff, Kfm a Odenkirchen. Praron, Kfm a Leipzig. Höcker, Kfm a Elberfeld. Thieling, Kfm a Hamburg. Henochsberg, Kfm a Mainz. Hebgen, Kfm a Frankfurt. Vöbel, Kfm a Iserlohn. Kaiser, Kfm a Kenzingen. Baebenrath, Kfm a Brandenburg. Braumer, Kfm a Carlsruhe. Pfeil, Kfm a Elberfeld. Bötter, Kfm a Nancy. Strom, Kfm a Aachen. Pirsch, Kfm a Cöln. Gedion, Kfm a Coblenz. Simens, Kfm a Duisburg. In den orei Reichskronen bei Beeking. von Spankeren, a Düsseldorf. Murtfeldt, Kfm a Mainz. Uhlhorn, Kfm a Grevenbroich. Hack, Part a Braunschweig. Moos m. Frau, Part. a Holland. Novelar, Offizier a Irland. Voormann, Kfm a Breckerfeld. Vogt, Kfm a Mühlheim. Trappenberg, Kfm a Barmen. Blömer, Part. a Leipzig. Hürter, Kfm a Cronstadt. Berlemann, Kfm a Gotha. Bohrer, Kfm a Cannstadt. de Landas Part. a Elberfeld. Ermen m. Frau, Part. a Engelskirchen. Baron von Onfall m. Bedienung, General u. Adjutant des Königs der Niederlande a d. Haag. Im Europaischen Hof bei Götzen. Lady Moody, a London. Miß Moody, a London. Prioux m. Gem., Rent. a Amsterdam. Landau m. Sohn, Kfm a Coblenz. Lindermann, Kfm a Heiligenhaus. Wiesemann, Hauptm. a Minden. Kesselkaul=Englerth, a Aachen. Vonkinkhove, Rent. a Brüssel. Frisch, Kfm a Stuttgart. Hotel Domhardt. Nolda m. Fam., Rent. a Burg Steinfurt. Bolden m. Fam, Kfm a Kettwig. Jansen, Kfm a Dahlen. Kremers, Rent. a Aachen. Gerke, Kfm a Frankfurt. Achenbach, Kfm a Frankfurt. Weyers, Kfm a Linz. Krause, Kfm a Apolde. v. Taubenheim m. Bed., Part. a Wien. Im Bönnischen Hof bei Rösberger. Loffertz, Kfm a Kempen. Maier, Priv. a Hamburg. Borks, Kfm a Schwelm. Neller, Kfm a Bonn. Loch, Kfm a Oberstein. Claßen, Kfm a Cöln. Wülfing m. Fam., Kfm a Eisleben. Herten, Kfm a Wickrathberg. Süst, Kfm a Werden. Olp, Gutbes. a Eupen. Im Romischen Kaiser bei Engels. Thies, Kfm a Hamburg. Mosbach, Kfm a Barmen. Stahlschmidt, Kfm a Waldniel. Hoffmann, Kfm a Cochem. Simon, Verwalter a Düren Melcher, m. Gem, Kfm a Uerdingen. Beines, Kfm a Rheydt. Liebst, Gastwirth a Cöln. Lohmann, Part. a Ruhrort. Badner, Kfm a Cöln. Im Bergischen Hof bei Bender. Berwald, Dr. a Cöln. Buhlmann, Kfm a Elberfeld. Mad. Raumer m. Tochter, a Mainz. Homeyer, Kapellmeister a Lucca. Mohr, Kfm a Aachen. Schmitz, Kfm a Brüssel. Leuw, Kfm a Cleve. Im Berliner Hof bei Kampmann. Niebur m. Frau, Kfm a Bielefeld. Spilmann, Kfm a Langeweier. Selig, Kfm a Sand. Meysgen, Kfm a Cöln. Heinemann, Kfm a Fredeburg. Hömberg, Kfm a Fredeburg. Ecker m. Sohn, Steindrucker a Solingen. Henke m. Tochter, Strumpffabr. a Kerpen. Vogt, Kfm a Kůhlstadt. Heidmann, Kfm a Remscheidt. Jost m. Frau, Kfm a Aachen. Sickens, Kfm a Aachen. Düllmand, Kfm a Dürsel. Schefer m. Fam., Kfm a Cöln. Heier m. Sohn, Conditor a Cevelar. Winkels m. Sohn, Conditor a Cevelar. Shott, Kfm a Cöln. Zum Kuxhaten bei Stübben. Schäfer m. Fam., Handelsmann a Burg. Kohl, Hühneraugenarzt a Breslau. Funk, Matrose a Coblenz. Müller, Handelsmann a Wesel. Franzen, Handelsmann a Wesel. Bruckmann m. Fam., Menagerie=Besitzer aus Amsterdam. Tengelmann, Bergzögling a Bochum. Fricke, Bergzögling a Bochum. Prein, Bergzögling a Bochum. Cornelius, Fuhrmann a Rheydt. Jansen, Fuhrmann a Rheydt. Wübinger, Kfm a Gladbach. Sohn, Schreiner a Wattenscheid. Im Rheinberg bei. I. H. Kraus. Krieger, Kfm a Cronenberg. Schüler, Kfm a Oberdüssel. Frau Blüfeld a Elberfeld. Binda, Kfm a Crefeld. Secriani, Kfm a Cöln. Frl. Klöckner, a Cöln. Frau Mauel, a Wesel. Müller, Kfm a Mülheim. Beck, Kfm a Solingen. Vogel, Kfm a Solingen. Klomp, Kfm a Mainz. Solm, Kfm a Aachen. Trimborn, Kfm a Aachen. Feldmann, Kfm a Aachen. Im alten Kaffehaus bei Heuser. Wincken, Kfm a Unkel. Werner, Kfm a Sachsen. Leimbeck, Kfm a Stum. Jaques, Kfm a Epinal. König, Kfm a Schmalkalden. Dickmann, Kfm a Elberfeld. Tiefendahl, Kfm a Wülfrath. Lennartz, Kfm a Cöln. Erwig, Kfm a Marl. Kruse, Kfm a Bochold. Stenten, Kfm a Cleve. Hill, Wirth a Weyer. Im goldenen Pflug bei D. Penke. Witte, Kfm a Gera Gebrüder Figge u. Söhne, Kflte. a Willingen. Heinr Emde, Kfm a Willingen. Herm. Emde, Kfm a Willingen. Wilke, Kfm a Willingen. Erhard, Kfm a Berlin. erstgafer, Kfm a Willingen. Im neuen Krahnen bei Rüsgen. Brandenstein, Kfm a Grevenstein. Meyer, Kfm a Euskirchen. Schneider m. Frau, Kfm a Cöln. Schneider m. Frau, Kfm a Coblenz. Blankenheim, Kfm a Coblenz. Krick, Kfm a Coblenz. Kremer, Handelsmann a Duisburg. Knipp, Schreiner a Rotterdam. Redacteur: W. Kaulen.— Druck und Verlag der Stahl’schen Buchhandlung(W. Kaulen), Karlsplatz Nr. 1043