Erscheint täglich außer Montags. Abonnementspreis: vierteljährlich 1 Thlr. Auswärts bei allen preuß. Posten 1 Thlr. 5 Sgr. reis=Blatt. Einrückungsgebühren: für die Petit=Zeile oder deren Raum 1 Sgr. Anzeigen werden bis 11 Uhr Vormittags angenommen. 61. Dienstag den 12. März 1880.(Gregor.) 12. Verhandlungen des Gemeinderathes zu Düsseldorf. Sitzung vom 25. Januar 1850. Unter dem Vorsitze des Oberbürgermeisterei=Verwalters Regierungs=Assessors Hammers sind anwesend der Beigeordnete Wortmann und die Gemeindeverordneten: v. Baerle, Baum, Brinkmann, Busch, Clasen, Coninx, Cramer, Cretschmar, Seiberichs, Graeber, Hagedorn, Herchenbach, Jansen, Kürten, Lupp, Mathis, Reibel, Schleger, Schlienkamp, Stein, Schombart, Seelig, Verres, Viehoff, Weidenhaupt, Windscheid, Zeller. Verhindert: Schnitzler, Trinkaus, Keller, Wenders, Hilgers, Esser. 1. Antrag des G.-V. Kürten auf Wiedereinführung des Satzes von 50 Thlr. bei der Veranlagung zur Einkommensteuer. Das Protokoll der vorigen Sitzung wird verlesen und nach vorheriger Ergänzung an zwei Stellen genehmigt. G.=V. Kürten motivirt seinen Antrag auf Wiedereinführung des Satzes von 50 Thlrn. bei der Veranlagung zur Einkommensteuer dahin, daß dadurch nicht nur einem wesentlichen Uebelstande bei dem Verfahren der Einschätzungs=Commission abgeholfen werde, welche öfter, um nicht unbillig zu sein, bei der Veranschlagung von 100 Thlrn. die Besteuerung nur alternirend eintreten lasse, sondern, auch würden durch Wiedereinführung dieses Satzes mehrere hundert Thaler für die städtische Einnahme gewonnen werden. Insbesondere wies er auf die Verhältnisse in den Außengemeinden hin, denen gegenüber eine Besteuerung nach dem 100 Thlr.=Satz oft hart erscheine, während nach dem 50 Thlr.=Satze noch viele herangezogen werden dürften, denen es nicht bart fallen würde, einen kleinen Steuer=Beitrag zu leisten. Es sei hier natürlich nicht Rede davon, den Tagelöhner zu besteuern, sondern der Steuer=Commission ein Auskunftsmittel an die Hand zu geben für solche Fälle, wo der 100 Thlr.=Anschlag zu hoch, gleichwohl aber eine mäßige Besteuerung zulässig erscheine. G.=V. Coninx spricht gegen den Antrag und findet es unbillig, Jemand zu besteuern, der nur 50 Thlr. Einkommen habe; ein solcher sei arm und werde es hart erscheinen, ihm, wenn auch nur wenige Groschen von seinem dürftigen Einkommen zu entziehen; das angegebene Verfahren der Einschätzungs=Commission könne er übrigens nicht billigen. Im gleichen Sinne spricht der G.=V. Friderichs gegen den Antrag und warnt dagegen, es im Prinzip anzuerkennen, daß ein Einkommen von 50 Thlr. besteuert werden könne. G.=V. Mathis für den Antrag. Es komme nicht darauf an, hier festzustellen, daß einer von 50 Thlrn. Einkommen besteuert werden solle, sondern einestheils der Steuercommission ein Auskunftsmittel an die Hand zu geben für solche Fälle, wo die Annahme des 100 Thlr.=Satzes zweifelhaft erscheine, anderntheils zur städtischen Einnahme etwa 500 Steuerzahlende heranzuziehen, ohne daß dieselben unbillig belastet werden. G.=V. Baum gegen den Antrag, verwirft nach beiden Seiten hin das Extrem, indem er sowohl gegen eine übermäßige Progression in der Besteuerung als gegen eine Bedrückung nach unten sich ausspricht. Er verweist auf Cöln, wo bis zu 100 Thlr. keine Besteuerung stattfinde. Beigeordneter Wortmann erklärt, daß er als Vorsitzender bei der Einschätzungs=Commission mittheilen müsse, daß man sich in derselben allgemein für den 50 Thlr.=Satz ausgesprochen. Nachdem G.=V. Herchenbach sich für den Antrag mit Rücksicht auf die meist obwaltende Unsicherheit eines Einkommens von 100 Thlrn. ausgesprochen; G.=V. Seelig dagegen bemerkt, daß der durch eine solche Ausdehnung der Besteuerung gewonnene Vortheil in der Einnahme zu unbedeutend erscheine, um prinzipiell ein Einkommen von 50 Thlrn. zu besteuern, theilt Vorsitzender eine Eingabe der Steuer=Umleger mit, welche sich für den schwebenden Vorschlag ausspricht, und stellt derselbe hierauf die Frage: Soll der Satz von 50 Thlrn. eingeführt werden? welches per Majora verneint wird. 2. Sicherstellung des Werftes an der Thomasbastion und der Dammstrasze. Gemeinderath beschließt auf Antrag des Vorsitzenden, bei der Thomasbastion rheinauf= und abwärts einen Damm zum Schutze der hinter der Bastion liegenden Häuser und des Werftes zu errichten und zur Herstellung desselben die dort liegenden Pflastersteine(18¾ Schachtruthen) des Unternehmers Türffs zu verwenden, welche dieser unter der Bedingung zu diesem Zwecke unentgeltlich zu leihen zugesagt, daß die Stadt sich verpflichte, solche ihm zu dem Preise von 164 Thir. 26 Sgr. 8 Pf. beim nächsten Uferbau abzukaufen. 3. Berathung des Etats pro 1850. Gemeinderath geht zur Berathung des Etats über, prüft und stellt die einzelnen Positionen fest. Beim Artikel Communal=Zuschlag zur Mahl= und Schlachtsteuer wird in Erwägung gezogen, wie dem so sehr überhand nehmenden Schmuggel zu steuern sei. Man ist der Ansicht, nöthigenfalls Beschwerde bei dem Ministerium zu erheben. Vorsitzender übernimmt es, das Geeignete bei den betreffenden Behörden zu erwirken. Bei Titel 1 der Ausgabe, das Gehalt des Oberbürgermeisters betreffend, überträgt Vorsitzender dem Beigeordneten Herrn Wortmann die Leitungen der Verhandlungen und zieht sich bis zur Erledigung der ihn persönlich betreffenden Angelegenheit zurück. Gemeinderath nimmt alsdann Kenntniß von einem Rescript der Königl. Regierung vom 8. Januar a. c. II Nr. 178 in welchem dieselbe den Beschluß des Gemeinderathes vom 11. und 18. Dez. a p. nicht genehmigt, durch welchen Gemeinderath dem Oberbürgermeisterei=Verwalter Regierungsassessor Hrn. Hammers das mit der Oberbürgermeisterstelle verbundene etatsmäßige Gehalt zuerkannte. G.=V. Friderichs geht von der Ansicht aus, daß der Königl. Regierung wahrscheinlich nur deshalb dieser Beschluß zur Bestätigung vorgelegt worden sei, weil Gemeinderath bei dessen Fassung nicht in beschlußfähiger Anzahl versammelt gewesen; er entwickelt hierauf, wie nach§ 107 der Gemeinde=Ordnung allerdings der Königl. Regierung die Bestätigung des normalmaßigen Gehaltes des Oberbürgermeisters vorbehalten sei, daß diese Bestätigung aber bereits stattgefunden habe, daß mithin Gemeinderath im Recht sei, wenn er, da er jetzt in beschlußfähiger Zahl versammelt sei, seinen Beschluß in Ansehung des Herrn Assessor Hammers aufrecht erhalte. Gemeinderath beschließt demnach, in Anerkennung der umsichtigen Thätigkeit des gegenwärtigen Oberbürgermeisterei=Verwalters einstimmig, den früheren Beschluß aufrecht zu erhalten. Der Beigeordnete Herr Wortmann übergibt den Vorsitz wieder an den Oberbürgermeisterei=Verwalter Herrn Hammers. Bei der Berathung der Gehälter der am Rheine angestellten Beamten und der dort erwachsenden sonstigen Verwaltuungskosten kommt es zur Sprache, ob in der Dienstthätigkeit dieser Beamten nicht eine, den seither mehrfach lautgewordenen Beschwerden abhelfende Aenderung getroffen werden könne. Zur Prüfung und Begutachtung dieser Frage erwählt Gemeinderath eine Commission, bestehend aus den G.=V. Seelig, Lupp, Cretschmar, Hagedorn und Stein. 4. Wahl der Stellvertreter zur Führung der Beschluszbücher. Schließlich werden zu stellvertretenden Führern des Beschlußbuches die G.=V. Schlienkamp und Clasen erwählt. Die Redaktions=Commission. Düsseldorf. Am vorigen Donnerstag stand ein Arbeiter der hiesigen königl. Post Wagen=Werkstelle, der Schmiedegeselle Görgens, vor dem Geschwornengericht. Derselbe soll im Herbste v. J. durch eine Neckerei veranlaßt einem seiner Mitgesellen und guten Freunde ein Stück Eisenstück an den Kopf geworfen, was eine Verwundung zur Folge hatte, die der Getroffene so wenig beachtete, daß er noch fünf Tage lang in der Schmiede arbeitete. Da trafen HirnAffectionen ein, an welchen, da eine Operation uicht mehr anwenovar war, der Verwundete nach einigen Tagen starb. Die Geschwornen erklärten den Angeklagte nicht schuldig den Gorres freiwillig verwundet zu haben, so daß in Folge dieser Verwnndung der Tod nothwendig habe erfolgen müssen. Der Angeklagte, der von seinen Vorgesetzten die besten Zeugnisse aufzuweisen hatte, wurde zur Freude seiner Kameraden sofort in Freiheit gesetzt. (Theater.) In Cöln kömmt am 14. März Griepenkerl's„Robespierre," jenes Drama das in der neuesten Zeit so viel Aufsehen erregt hat und auch im königl. Schauspielhause zu Berlin zur Aufführung vorbereitet wird, zur Darstellung. Sollte unsere Theaterdirektion es nicht auch ermöglichen können, diese interessante Erscheinung im Gebiete der neuesten dramatischen Literatur auch hier noch vor dem Schlusse der Bühne über die Bretter zu führen. Oder hat nicht einer der Benefizianten in spe Lust auf dieses Werk zu reflektiren? Der Erfolg würde gewiß ein sehr lohnender sein.— Franz Liszt wird in einigen Tagen auf seiner Durchreise von Petersburg nach London hier durchpassiren. Herr Direktor Löwe würde sich dem kunstliebenden Publikum sehr zu Dank verpflichten, wenn er den gefeierten Künstler veranlaßte, im hiesigen Theater ein Concert zu geben. Es ist früher schon mehrfach behauptet worden, daß die Einführung des unentgeltlichen Unterrichts in den Volksschulen eine so bedeutende Ausgabe nicht verursachen würde, als man gewöhnlich anzunehmen pflegt. Wir können jetzt auf Grund einer Zusammenstellung der Kosten, welche dieses in Berlin veranlassen würde, den Beweis führen. Die Zahl der Kinder, welche die Berliner Gymnasien und Schulanstalten besuchen, beläuft sich auf 41,099, nämlich 22,163 Knaben und 18,936 Mädchen. Davon befinden sich in den 3. königl. Gymnasien 1054 Knaben, in den 3 städtischen Gymnasien 1311 Knaben, in der Gewerbeschule 223 Knaben, in den höhern Bürgerschulen 3688 Knaben und 3052 Mädchen, in den Mittelschulen 1128 Knaben, 1408 Mädchen, in den Elementarschulen 13,083 Knaben und 13,124 Mädchen, in Pensionsanstalten 143 M. in Instituten(Waisenhäuser, Arbeitshaus u. s. w.) 817 Knaben, 388 Mädchen, in Warteschulen 90 M. in den katholischen Schulen 635 Knaben, 604 Mädchen. in jüdischen Schulen 234 Knaben, 127 Mädchen, Für Rechnung der Stadt besuchen bereits 21,197 Kinder die Schule. Nach Ausführung der betreffenden Artikel der Verfassung würden außerdem unentgeltlich einzuschulen sein: 5010 Kinder, welche jetzt auf Kosten der Eltern die Elementarschulen besuchen und ein Theil der 2536 Kinder in den Mittelschulen, also höchstens 7466 Kinder und wenn die katholischen und jüdischen Schulen hinzutreten noch immer nicht 10,000 Kinder, die eine Ausgabe von etwa 70,000 Thlr. erfordern dürften.— Es wäre wünschenswerth, wenn von kundiger Seite auch hier eine ähnliche Aufstellung veröffentlicht würde. Berlin. Der sogenannte Münchener DreiKönigs=Entwurf ist jetzt hier angelangt. Der be reffende Vertrag über die von den Königreichen gemeinsam zu machende Vorlage wurde am 27. Febr. im Ministerium des Auswärtigen zu München unterzeichnet von den Bevollmächtigten Baierns, Würtembergs und Sachsens— Hannover hatte seine Zustimmung verweigert. Die vereinbarten Verfassungs=Propositionen sind in Wien, Berlin und Frankfurt zu geneigter Rückäußerung und zur Anknüpfung neuer Unterhandlungen officiell von den drei Regierungen vorgelegt. In den 19 Artikeln der Vorlage ist die Rede von einer „National=Repräsentation", welche ihrer Bildung nach der Frankfurter Verfassung entspricht, von einem wirklichen Volks= oder Repräsentantenhause aber gar nicht. Dieses Staatenhaus soll aus 300 Mitgliedern bestehen, von denen 100 auf Oestreich, 100 auf Preußen und die übrigen 100 auf die anderen Bundesstaaten kommen, gleichviel ob Oestreich und Preußen mit ihren Gesammtstaaten oder nur mit dem größeren Theil derselben dem Bunde beitreten. Die Bundes=Regierung soll aus 7 Mitgliedern bestehen. Die Competenz der National=Regierung sowohl wie der Bundes=Regierung ist sehr im Nebel gehüllt. Auf einheitliche Gesetzgebung und Verwaltung im Sinne der Frankfurter Beschlüsse, ja auf einheitliche Politik und Repräsentation ist ganz verzichtet; Deutschland soll blos in Eisenbahnen=Telegraphen, Posten, Handels= und Zoll=Sachen in irgend einem ebenfalls noch ziemlich unbestimmten Grade eine größere Einheit erhalten, im Uebrigen soll es aber auch künftig in Europa noch ständige baierische und sächsische Gesandten und Heere geben, von parlamentarischer Bundes=Regierung aber überall gar nicht die Rede sein. Nach Außen würde demnach keine wesentliche Machtz Verstärkung zu erwarten sein, nach Innen aber das Prinzip des Constitutionalismus geknickt durch die Unterordnung der parlamentarischen Staats=Regierungen unter eine nicht parlamentarische Bundes=Regierung. Nebenbei werden in Wien Berathungen zwischen dem preußischen und östreichischen Cabinette gepflogen, welche sich auf die Gestaltung des weiteren Bundes mit Oestreich beziehungeweise der Weiterführung des Interims beziehen sollen.— In der Militärwelt wirkt man jetzt mit sichtlicher Bemühung dahin, die Kollegialitat unter dem Offizierstande, sowie die Kameradschaft unter den Soldaten zu erhöhen. Man will bei der hiesigen Garnison bereits einen nicht unbedeutenden Erfolg wahrgenommen haben.— Die Vorlesung des Hrn. Dr. Stern am 7. wurde gleich im Anfang, als der Redner über den Waffenstillstand von Malmö sprach, durch einen Konstabler=Lieutenant inhibirt und geschlossen.— Der Bruder des regierenden Großherzogs von Mecklenburg=Schwerin, welcher gegenwärtig in dem preußischen Gardekorps dient, wird, wie die„Spener'sche Zeitung" meldet, in russische Kriegsdienste treten und sich mit der einzigen Tochter des verstorbenen Großfürsten Michael, der Großfürstin Catharina, vermählen.— Die„Deutsche Reform" meldet, sicherem Vernehmen nach habe die sächsische Regierung gegen die preußische sich dahin ausgesprochen, daß Sachsen sich nicht vom Mai=Bündnisse loszusagen gedenke. Sie berichtet ferner, in einem unter Theilnahme des Hrn. v. Radowitz gehaltenen Ministerrathe soll beschlossen sein, daß sich die preußische Regierung in Erfurt für sofortige Annahme der Verfassung mit Vorbehalt der unverzüglichen Revision erkläre.— Der östreichische Minister v. Schmerling wird sich im Auftrage des östreichischen Cabinets nach Frankfurt begeben, um dort für die Zollfrage thätig zu sein. Daß dieser gewandte Staatsmann daneben auch eine andere Mission zu erfüllen haben werde, ist wahrscheinlich. Nebenbei heißt es, daß im April ein FürstenCongreß in Dresden stattfinden werde. Königsberg. Bei der Vereidigung der hiesigen Justiz=Behörden ist, wie schon gemeldet, die Vereidigung derjenigen Beamten, welche landwehrpflichtig sind, in suspenso geblieben, da, wie man jetzt erfährt, der kommandirende General, Graf Dohna, auf Grund der Verfassung gegen dieselbe Einspruch gethan hat. Die Angelegenheit unterliegt der Entscheidung des Justizministers.— In Marienwerder haben zwei RechtsAnwalie und der Landgerichtsrath Köhler(ehemaliges Mitglied der preuß. National=Versammlung) die Ableistung des Eides verweigert. Sachsen. Aus den seit einigen Tagen in der 2. Kammer schwebenden Debatten über die deutsche Frage heben wir das hervor, was der Minister v. Beust über das sogenannte„Vierkönigsbündniß" sagte: Die„Verhandlungen hätten zu Resultaten geführt, sie seien aber nicht in einer so formellen Lage, als daß zur Zeit eine Vorlage an die Kammer darauf gegründet werden könnte. Uebrigens sei kein Bündniß abgeschlossen worden, sondern es handle sich uur um eine Proposition, welche erst nach mehreren Seiten hin vorgeschlagen werden müsse und von der es zweifelhaft sei, ob sie allseitige Zustimmung exhalte. Es sei daher noch zweifelhafter, ob und wenn eine anderweitige Vorlage erfolgen werde. Es sei das Verhältniß der neuen Vorlage aber ein solches, daß man keine Veranlassung gehabt habe, von dem Bündniß vom 26. Mai sich loszusagen." Sachsen=Weimar. Die Grundlage des SelfGovernments ist nun bei uns durch die vor wenigen Tagen publizirte Gemeindeordnung gewonnen. Darnach hat jede Gemeinde die selbstständige Verwaltung ihrer Angelegenheiten, mit Einschluß der gesammten Ortspolizei. Die eigentliche Verwaltung ruht in den Händen des von der Gemeinde gewählten Vorstandes, während der gleichfalls von ihr gewählte Gemeinderath sie da vertritt, wo es sich um Feststellung des Etats, um neue Ausgaben, oder Gründung neuer Anstalten und Einrichtungen, so wie um Kontrollirung des Gemeindevorstandes handelt. Jeder, der einen selbstständigen Nahrungsbetrieb hat, kein öffentliches Almosen nimmt, ist Bürger und stimmberechtigt und zu den Gemeindeämtern wählbar. Die Sitzungen des Gemeinderathes sind öffentlich. Oestreich. Das Aufsehen, welches die eleganten Honveds in Soldatenmänteln und Holzmützen, neben Brillantringen und goldgefüllten Börsen allenthalben erregten, hat Freiheitsbeschränkungen derselben nach sich gezogen. Uebrigens hat sich der größte Theil derselben das Wort gegeben, keine Beförderung anzunehmen, da die Regierung natürlich suchen wird, dieselben durch Avancements für die k k. Armee bleibend zu gewinnen. — Die Frage der Kolonisation beschäftigt das Ministerium sehr lebhaft und es stützt sich dabei offener und entschiedener als jemals auf das deutsche Element; namentlich soll das eigentliche Ungarn, wo das strenge Magyarenthum sesshaft ist, und das Temescher Banat mit seinen fast überfruchtbaren, aber uncultivirten Ebenen zum Schauplatz deutscher Kolonisirung ausersehen sein. Die neue Gensdarmerie ist dazu berufen, bei diesen germanisirenden Tendenzen den demokratischen Sympathien, welche mit dem deutschen Elemente nach Ungarn wandern könnte, entgegenzutreten. Feuilleton. Die Tochter des Emporkömmlings. Von Jules Sandeau, übersetzt von W. Herchenbach. (Fortsetzung.) Herr Levrault war mit einem Sprunge aus Gaston's Zimmer in dem Zimmer der Marquise, welche eben im Begriffe war, auszufahren. Er verlangte sein Coupé: Die Marquise hatte es für sich befohlen. Fürs erste begriff er nun, warum sie eine Marquis=Krone auf seinen Wagen hatte malen lassen; er begriff endlich alles. Man erräth, was in ihm vorging, deshalb dürfen wir es nicht erst sagen. Mystificirt, gespielballt wie ein Spießbürger! Er hatte an keinem Orte Ruhe; er ging zu Fuße aus und wendete sich den Tuilerien zu. Er suchte Larm und Bewegung, um seinen Zorn zu besänftigen; aber er fand nichts von dem. Im Vorwärtsschreiten verdoppelte sich seine Aufregung. Es schien ihm, als hätten alle Gesichter einen spöttischen Ausdruck: alle Vorübergehenden betrachteten ihn mit einem pöpelhaften Lächeln, als ob sie in das Geheimniß seines Mißgeschickes eingeweiht worden wären. An den Tuilerien angekommen, irritirte ihn der Anblick des Schlosses noch mehr. Die Sonne glänzte davon zurück, die Fenster funkelten, die graziöse und coquette Architectur von Philibert de Lorme, in einem Strahlenmeere gebadet, kramte ihren ganzen Reichthum vor seinen Augen aus. Mit dem Rücken an eine Marmor-Gruppe angelehnt, mit auf der Brust gekreuzten Armen, blieb Herr Levrault lange in der Betrachtung des Schlosses vertieft, welches an diesem schönen Tage ein festliches Aussehen hatte. In seine Reflexionen versunken, fragte er sich mit Verzweiflung, ob sich die Pforten dieses Palastes je vor ihm erschließen würden, ob er dazu verdammt wäre, nie diese Schwelle zu überschreiten. Ungeachtet der Warnungen Jolibois's war er aus der Charybdis in die Scylla gefallen, aus den Klauen Montflanquin's in die der Marquise. Die Verwirrung und die Wuth stritten in seinem Herzen. Nach einer Stunde, die er unbeweglich gestanden hatte, schritt er durch den Garten, und, als er beim Sonnenuntergang dachte, die Marquise könnte zurück sein, durchschritt er das Pont=Royal, um die Rue de Varennes wiederzugewinnen. Als er sich seinem Hotel näherte, bemerkte er über dem Portale eine Inschrift in leuchtenden Lettern. Wie groß war sein Erstaunen, als er auf dem schwarzen Marmor in goldenen Buchstaben los: Hotel La Rochelandier! Das war der Tropfen, der den vollen Becher überlaufen macht. Die Marquise war eben zurück; Herr Levrault begab sich zu ihr. Zur selber Stunde verließ Gaston das Wäldchen von Boulogne und nahm die Straße nach Paris. Als er die Rue de Varennes verließ, betrachtete er alle Worte seines Schwiegervaters, wovon er nie eines im Ernste genommen hatte, als dummes Geschwätz. Wie hätte er in der That glauben können, daß seine Mutter ein solches Versprechen gemacht habe? Nach und nach jedoch, während er die Gänge des Wäldchens durchstrich, rief er sich die Haltung der Marquise zu La Trelade, ihren Eifer bei Herrn Levrault, die an seine Tochter gerichteten Schmeicheleien— alles das rief er sich zurück. Mehr als einmal hatte es ihn geschmerzt, wenn er sah, wie seine Mutter die Dummheit und Eitelkeit ihres Wirthes kirrte; und dieses, bisher auch unerklärt zwischen ihm und seiner Mutter, erhielt jetzt einen unehrenhaften Sinn für ihn und für seine Familie. Er erinnerte sich, mit welcher Beharrlichkeit ihn Laura gedrängt hatte, nach Hofe zu gehen; das Schmollen seiner Frau, welches er kaum bemerkt hatte, kam ihm wieder ins Gedächtniß und, besann er sich auf die Unterhaltungen zu La Trelade, so hellten sie sich ihm nun durch einen unerwarteten Schimmer auf. Alle seine Erinnerungen zusammenstellend, fühlte Gaston die Schamröthe in seine Wangen fahren. Grausamem Zweifel zur Beute stieß er seinem Pferde die Spornen in die Seiten und sprengte auf Paris zu, um der Marquise die ganze Wahrheit zu entreißen. 13. Als Frau von La Rochelandier Herrn Levrault eintreten sah, wußte sie auf der Stelle, welch eine entscheidende Erklärung sich entwickeln würde; sie war darauf vorbereitet. Frau Marquise, sagte Herr Levrault, ohne allen Umschweif, ich wünsche zu wissen, ob Sie bei mir sind, oder ich bei Ihnen, ob dieses Hotel Hotel Levrault oder Hotel La Rochelandier ist? Sie stellen mir eine sonderbare Frage, erwiderte Frau von La Rochelandier, ohne sich zu rühren. Ich begreife nicht; was wollen Sie sagen? Sie werden mich verstehen, Frau Marquise. Ich habe so eben über dem Portale des Hotels die Inschrift gelesen, die Sie dorthin setzen ließen. Nun! mein Herr? Nun! Madame, ich habe mit diesen meinen Augen gelesen: Hotel La Rochelandier. Ist das es, was sie erzürnt, mein Freund? fragte die Marquise mit jener süßen, schmeichelnden Stimme, die sie einst im Schatten von La Trelade hatte und welche sie nun wie durch einen Zauber wieder fand. Was ist einfacher und natürlicher? Heißt Schloß La Rochelandier jetzt nicht Schloß Levrault? Indem ich über das Portal Ihres Hauses den Namen unserer Familie setzen ließ, glaubte ich etwas Ihnen Angenehmes zu thun. Ich habe darin nur ein delicates Mittel gesehen, unsere Innigkeit noch näher zu rücken. Also, Frau Marquise, ich schulde Ihnen Erkenntlichkeit? Es ist an mir, zu danken? Sie wissen es wohl, mein Freund, unter uns kann keine Frage, weder von Erkennilichkeit, noch von Dank sein. Was ich für Sie that, that ich mit Vergnügen. Bald, hoffe ich, werden Sie beim Eintritte in Ihr Schloß lesen: Hotel Levrault von La Rochelandier. Ich habe zwei Worte davon beim Siegelbewahrer fallen lassen, und ich glaube Ihnen versprechen zu können, daß man Ihnen erlauben wird, zu Ihrem Namen den Ihres Schwiegersohnes zu fügen. Mein Name, Frau Marquise, mein Name reicht mir, so wie er ist, hin, antwortete Herr Levrault, stolz das Haupt erhebend. Ich habe kein Wappenschild, meine Ahnen waren keine Kreuzritter; aber durch meine Arbeiten und durch meinen Geist habe ich mein Land bereichert, diese Ehre wiegt wohl eine andere auf. Uebrigens, fügte er mit einer ruhigern Stimme hinzu, wie ein Mann, der mit der Genugthuung, die er sich selbst gegeben hat, zufrieden ist, die Inschrift, welche ich so eben gelesen habe, hat mich nichts Neues gelehrt; Frau Marquise, Sie herrschen hier als absolute Herrin. Ist das ein Vorwurf, mein Herr? Das ist die Wahrheit. Ich irre mich nicht über die Rolle, welche Sie mir auferlegt haben, und ich freue mich, Ihnen dieses zu sagen. Die Gäste, welche sich an meinen Tisch setzen, wer wählt sie aus, wer ladet sie? Nicht Sie? Wer füllt meine Salons? Ist dies nicht Ihre Caprice? Mein Freund, Sie sind ein Undankbarer, erwiderte die Marquise mit einer engelhaften Sanftmuth. Was wollten Sie denn von mir, indem Sie mich in Ihre Nähe riefen? Ich lebte friedlich auf meinem Schloß, in dem Grunde meines Thales. Für Sie habe ich mich entschieden, wieder in die Welt einzutreten. Für Sie, für Sie allein habe ich meine Vorliebe für die Zurückgezogenheit und die Einsamkeit zum Opfer gebracht. Seit drei Monaten lebe ich, Ihnen zu Gefallen, mitten in Lärm und Festen. Ihr Glück ist meine einzige Sorge, der Glanz Ihres Hauses mein einziges Voruriheil. Worüber beklagen Sie sich? Have ich nicht die Elite des Adels in Ihren Salons vereinigt? Ja, ohne Zweisc., Frau Marquise. Ihre Seite, ich muß es gestehen, ist in meinen Salons vollkommen repräsentirt; aber die meinige? aber die Bourgeoisie? Bin ich in meinem Hause nicht der einzige meiner Meinung? Wahrlich, ich bekomme Schönes zu hören! Unterhält man sich von der neuen Dynastie, so thut man es, um Jemanden zu haben, auf den die Stichelreden fallen. Ihre Freunde geniren sich nicht zu sagen, was sie denken, und wer ihre Wünsche und Hoffnungen mißverstehen könnte, der müßte entweder sehr dumm, oder sehr närrisch sein. Sie sprachen mir zu La Trelade von Annäherung, von Vereinigung des Adels und der Bourgeoisie. Parbleu, man nimmt diese Vereinigung in einem sonderbaren Sinne. Hoffen Sie durch Verherrlichung der Vergangenheit, durch Beschimpfung der Gegenwart unser Projekt von Verschmelzung und Alliirung zu verwirklichen? Vergessen Sie bei der Verwirklichung unseres Projektes nicht, daß Jeder von uns seine Arbeit zu übernehmen hatte. Die meinige ist gethan, die Ihrige fängt an. Ich hatte mich anheischig gemacht, die Aristokratie bei Ihnen zu versammeln; habe ich nicht Wort gehalten? An Ihnen ist es jetzt, die Bourgeoisie zu rufen. Warum zogern Sie? Auf denn, bringen wir Bourgeoisie und Adel zusammen, damit sie sich hören, damit sie sich gegenseitig verstehen, und unser Traum wird sich verwirklichen. Ei, Frau Marquise, sagte Herr Levrault, gerade auf das Ziel zugehend, wenn Sie aufrichtig wünschen, daß unser Traum sich verwirkliche, warum gibt Ihr Sohn nicht selbst das Beispiel der Vereinigung? Warum zögert er, sich dem Throne zu ergeben? Mein Sohn ist frei und wird nur mit seinem Gewissen Rath pflegen. Wenn er sich zur Unterwürfigkeit entschließt, werde ich ihn nicht davon abzubringen suchen; aber Sie begreifen wohl, mein Freund, daß es sich nicht für mich schickt, ihn zu treiben. Haben Sie mir nicht gesagt, es sei seine Absicht? Ja, mein Freund, ich glaubte es, und ich sagte es Jhnen. Sie glaubten es, Frau Marquise, schrie Leprault, der sich kaum mehr hielt; aber, als ich Sie damals hörte, waren Sie dessen sicher, und ich zählte darauf. Ich habe mein Wort nicht für meinen Sohn verpfändet, ich konnte Ihnen nichts über seine Intentionen antworten; aber warum so sehr auf diesen Punkt sich steifen? Welch mächtiges Interesse heftet Sie an diesen Schritt? Warum? Welch Interesse? Sie wissen es, Madame: Sie kennen meinen Ehrgeiz. Ach, mein Freund, können Sie ein glücklicheres Leben wünschen, als das Ihrige? Was mangelt an Ihrer Glückseligkeit? Von einer Familie umgeben, die Sie liebt, verbringen Sie den Winter mitten unter Festen. Kommt der Frühling, so haben Sie in der Betragne das Schloß Levrault, das Sie ruft, das Ihnen die Arme entgegenstreckt. Ach, mein Freund, Sie sind sehr ungerecht gegen die Vorsehung. Reich, wie Sie sind, haben Sie nur ein Wort zu sagen, um die Trümmer des Patrimonial=Vermögens der La Rochelandiers wieder zusammenzubringen. Eingeweiht in alle Entdeckungen der modernen Wissenschaft wird Sie nichts hindern, in den durch Sie wieder hergestellten Domainen, für die Agricultur dasselbe zu thun, was Sie für die große Industrie gethan haben. So sprachen Sie nicht zu La Trelade, Frau Marquise. Sie fanden das Zeug zu einem Staatsmanne in mir, und Sie ließen mir nur Gerechtigkeit widerfahren. Mein Platz, sagten Sie, sei auf der Tribüne, im Conseil. Weit davon entfernt, meine Hoffnungen zu verdammen, ermuthigten Sie dieselben. Sie erstaunten, daß ein Mann von meinem Werthe sich bis zur Unthätigkeit und Dunkelheit herablassen könnte, während ein Haufe von Mittelmäßigkeiten sich in den hohen Sphären der Macht spreize; Sie billigten den Gedanken, der mich in die Bretagne geführt hatte. (Fortsetzung folgt.) Bekanntmachung. Der Verding der Lieferung und die Anfuhr von 243 Schachtruthen Rheinkieses zur Unterhaltung der diesseitigen Communalwege hat die Genehmigung des Gemeinderathes nicht erhalten, und wird demnach zur anderweiten Vergantung Termin auf Mittwoch den 13. d. Mts., Morgens 11 Uhr, auf dem hiesigen Rathhause hiermit anberaumt, wozu Unternehmungslustige eingeladen werden. Die Bedingungen sind bis dahin bei mir einzusehen. Düsseldorf den 7. März 1850. Der OberbürgermeistereiVerwalter. Regierungs=Assessor Hammers. Der auf Donnerstag den 14. d. M. in der Wohnung des Wirthes Coenenberg zu Volmerswerth angezeigte Verkauf der Gebäulichkeiten„des Grashüttengutes" zu Volmerswerth auf den Abbruch, findet nicht statt. Hagdorn, Notar. noch bis heute Abend! Die allergrößte Stahlfederhandlung Deutschland's von Jules le Clerc aus Berlin und Hamburg bezieht wiederum den hiesigen Jahrmarkt mit einem großartigen Lager aller nur möglichen Sorten von acht englischen und Metall=Schreibfedern! und verkauft en gros und en detail. —Das Gros(144 Stück) von 3 Sar. an Diese Federn sind von dem besten indischen Stahl gearbeitet, doppelt abgeschliffen, sehr regelmäßig gespitzt und gleich der Federpose elastisch, kritzeln und spritzen nicht, schneiden auch nicht in das Papier und passen für jede Hand u. Schrift. Zur weitern Ueberzeugung von der Vørtrefflichkeit dieser Federn werden Probekarten mit 30 verschiedenen Sorten, à Stück 5 Sgr. abgegeben und nach getroffener Wahl wieder für denselben Preis in Zahlung zurückgenommen. Stahlfedern mit drei welche, ohne Ausnahme, jeder Hand zusagen und an Güte jede bisher bekannte Sorte übertreffen, so wie Californien=Wolofedern, welche nicht rosten, und natürliche Bronce=Federn, welche den Gänsekiel bei Weitem übertreffen, werden als etwas Neues ganz besonders empfohlen. verschiedene Sorten Stahlfedernhalter! darunter befindet sich eine außerordentlich elastische Sorte von Stachelschwein, das Dutzend von 1 Sgr. an. le Elere aus Berlin und Hamburg. Mein Stand befindet sich einzig und allein nur in der Hauptreihe mit der Rückseite nach dem Hause des Möbelfabrikanten Herrn Prosch. Dampfschilffahrt für den Nieder- und Mittel-Rhein. Abfahrten vom 10. März 1850 an: Von Düsseldorf nach Cöln..... täglich 11 Uhr Abends. - Cöin- Mainz in 1 Tage.- 5¾- Morgens. -- Coblenz(in Bonn im Von Düsseldorf nach Arnheim und Rotterdam Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag um 12 Uhr Nachts. Die Direction. Bekanntmachung. Am nächstkünftigen Mittwoch den 13. d. M., Morgens 11½ Uhr, wird auf dem hiesigen Rathhause die Hafenward auf der nördlichen Seite der Hafenmündung zuerst in 3 Parzellen und demnächst im Ganzen meistbietend zur Verpachtung ausgestellt werden. Die Bedingungen sind bis dahin bei mir einzusehen. Düsseldorf den 7. März 1850. Der Oberbürgermeisterei=Verwalter, Regierungs=Assessor Hammers. der Mittwoch den 13 d. Mts., Nachmittags zwischen 3 und 6 Uhr, wird die gewöhnliche Empfangnahme der Einlagen in die Sparkasse und die Rückzahlung in dem Kassen=Lokale auf dem Rathhause, Stube Nro. 14, eine Treppe hoch, erfolgen. Düsseldorf den 9 März 1850. Der Oberbürgermeisterei=Verwalter, Regierungs=Assessor Hammers. Mobilar=Verkauf. Auf Ansuchen des Notariats=Candidaten Herrn Friedrich Stark in seiner Eigenschaft als Curator des vacanten Nachlasses des Hauptmannes der Artillerie außer Diensten, Herrn Heinrich Ernst Heyder=Bruckner, sollen die zu diesem Nachlasse gehörigen Mobilargegenstände, als Tische, Stühle, Spiegel, Bettladen, eine Peudüluhr, eine silberne Taschenuhr, zwei goldene Ringe, drei Pistolen, eine Jagdflinte, ein Hirschfänger, Küchengeschirr 2c. 22. am Dienstag den 12. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, in dem Hause der Eheleute Schreiner Gerhard Steffen auf den Flingergeisten Nr. 7½, öffentlich gegen baare Zahlung verkauft werden. Hagdorn, Notar. Am Mittwoch den 13. März c., Vormittags 10 Uhr, soll eine Anzahl Stiefel aus älteren Jahrgängen auf dem ersten Flur in der Neustädter Kaserne ausgeboten werden, wozu Kauflustige ihr Gebot abgeben wollen. Der Zuschlag erfolgt nach 3 Wochen. Das Kommando der Ersatz=Abtheilung des Königl. 11. Husaren=Regiments. Verkaufs=Anzeige. Am Dienstag den 12. März 1850, Morgens 10½ Uhr, wird unterzeichneter Gerichtsvollzieher auf dem öffentlichen Marktplatze zu Düsseldorf mehrere Mobilien an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung verkaufen. Carl Barths. Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich, von Paris kommend, mich hier als Kleidermachermeister niedergelassen habe, und empfehle mich im Anfertigen aller Arten von Röcken, Mänteln 2c. 2c. nach den neuesten pariser Mustern. Heinrich Eppmann, Bergerstraße 1169. Die Unterzeichnete erbietet sich, in ihrer Wohnung jungen Mädchen reifern Alters, zur weitern Vervollständigung der erhaltenen Schulbildung, so wie Frauenzimmern überhaupt Privatunterricht zu ertheilen in: Literatur, Mythologie(besonders in Hinsicht auf Kunst und Poesie), Geschichte, populäre Astronomie u. deutsche Sprache. — Die näheren Bedingungen sind in ihrer Wohnung— Karlsplatz, Stahl'sche Buchhandlung, erste Etage,— zu erfahren. Düsseldorf den 4. März 1850. Tinette Homberg. 8 8 S S 8 Bruchbänder von aller Art, die durch meine eigenen Einrichtungen die Herstellung eines jeden zu heilenden Bruchschadens sicher herbeiführen, werden von mir angefertigt. Derendorf bei Düsseldorf. Heinrich Graf, konzessionirter Badagist. 88899 8999899999899998 Unsere so eben empfangenen neuen Pariser Sonnenschirme in modernster und reichhaltigster Auswahl empfehlen Flingerstraße. So eben erhielt frische pomm. Bückinge und Spickaal zum Rohessen, so wie Brathäringe und Aal in Essig und Gelee; ferner alle Sorten Delikatessen, engl. Ael und Porterbier billigst zum Verkaufe außer dem Hause. Gleichzeitig empfehle ich meine Restauration. A. E. Gerhardt, Bilkerstr. 1025. Frischen Kabliau, harderw. Vollbückinge und Neunaugen erhielt wieder zu billigem Preis J. Hendrichs, Rheinstr Ausverkauf sämmtlicher Glas= und Porzellan=Waaren zu Fabrikpreisen. Düsseldorf, im Februar 1850. Jos. Krischer, Volkerstraße 467. . . n a u Sarg=Magazin. Särge in allen Größen und Qualitäten sind stets vorräthig bei Carl Salm, Schreinermeister. Frag Wer die öffentlichen Belobungen der Königlichen Regierung über den Bürgermeister Weuste wegen Weaebauten gelesen hat, und die Hauptverbindungswege seiner Bürgermeisterei, von Saarn über Mintard— und von Mülheim längst der Meisenburg — nach Kettwig, Wege die, im Bereich seiner Bürgermeisterei, seit langen Jahren mit den schlecht unterhaltendsten des ganzen Regierungsbezirks wetteifern können, in den Zeiten, wenn die Natur die Wege nicht gemacht hat, mit Gefahr für die eigene Person, Wagen und Pferde passirt, dem dringt sich unwillkürlich die Frage auf: Wodurch hat der Mann das Lob verdient?! Sarg=Magazin. Zu auffallend billigem Preise sind vorräthig: Todtensärge von den einfachsten bis zu den elegantesten in allen Größen bei C. Hülsmann, Altestadt 228. Getragene Kleider werden fortwährend zum höchsten Werth angekauft von J. Manes, Flinger= u. Hundsrückenstr.=Ecke .654. Auch werden getragene in Tausch gegen neue Kleider zum höchsten Werth angenommen. In dem auf der Grabenstraße Nr. 792 gelegenen Hause ist die erste Etage mit Oefen, Balkon, Speicher, Keller, Stallung, Garten und allen Bequemlichkeiten versehen, zu vermiethen. Das Nähere im Hause selbst. Ein geräumiges Färberei= und Druckerei=Fabrik-Gebäude mit Dampfkessel, kupfernen Kesseln und sonstigem Fabrik=Geräthe von circa 1¼ Morgen Flächeninhalt am Düsselbache in der nächsten Nähe Düsseldorf's ist zu vermiethen oder zu verkaufen. Näheres Bilkerstraße Nr. 1041. Zwei erfahrene Kleidermachergesellen können gleich Arbeit haben bei H. Reinartz, in Neuß. Im Monat Dezember v. J. ist am Dorfe Flehe ein circa 60 Fuß langer Tannenstamm gelandet worden. Der sich als Eigenthümer Ausweisende kann das Nähere erfahren bei Johann See daselbst. (138) 2 alte Kanarien=Hecken und 8 alte kleine Vogelkörbe, zusammen für einen alten Rthlr. Wo, sagt die Exped. d. Bl. (128) Ein Kapital von 3400 Thlr. wird gegen doppelte Sicherheit auf erste Hypotheke ohne Unterhändler gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. (139) Ein braver, junger Mensch von 15 bis 16 Jahren wird in einem hiesigen Gasthofe zum Mitaufwarten und Herausschicken gesucht. Wo, sagt die Expedition d. Bl. (75) Ein moderner Laden, zu jedem Geschäft geeignet, steht zu verkaufen. Wo sagt die Exped. d. Bl. (137) Ein mit guten Zeugnissen versehenes Kindermädchen wird gleich in Dienst gesucht. Die Exped. d. Bl. sagt wo. (610) Eine 2. Etage in einer der belebtesten Straßen, bestehend aus 5 Theilen, nebst Speicherzimmer, Keller und Speicher, steht an eine stille Familie zu dem festen Preise von 90 Thlrn. zu vermiethen. Die Exped. d. Bl. sagt wo. (117) Ein Hans in der Kaiserstraße, vor 2 Jahren neu erbaut, enthaltend 8 tapezirte Zimmer nebst 2 Speicherkammern und im Hinterhause eine Küche und großem Garten, steht unter der Hand zu verkaufen. Auch ist daselbst der erste Stock zu vermiethen. Näheres zu erfragen in der Exped. d. Bl. Ein Haus auf der Oberbilkerstraße, aus 15 Theilen und 2 Dachstuben, Hofraum und 2 Gärten bestehend, zu vermiethen oder zu verkaufen. Näheres Bilkerstr. 1041. (140) Zwei zur Post zu befördernde Briefe, adressirt an Herrn Oberbürgermeister Peltzer in Aachen und an Herrn Präsidenten von Witgenstein in Cöln sind verloren worden. Der Finder beliebe sie gegen eine angemessene Belohnung in d. Exped. d. Bl. abzugeben. Leise Anfrage. Warum führt Gertrude Schmitz, geb. garten, noch den Namen ihres verstorbenen Mannes Dreyer? Hierüber bittet man näheren Aufschluß. Vorne an der Neustadt im Hause Nr. 8 sind auf der ersten Etage zwei Wohnungen, eine von 8 und die andere von 4 Theilen, zu vermiethen und kann erstere gleich bezogen werden. Das Nähere im Nebenhause. Theater=Anzeige. Wegen Krankheit des Herrn André kann die zum Benefize der hiesigen Armen angezeigte Operette„Die Sennerhütte" nicht zur Aufführung kommen; an ihrer Statt wird gegeben: Dienstag den 12. d.: Abonnement suspendu. Zum Besten der hiesigen Stadt=Armen. Fidelio. Große Oper in 2 Akten von Beethoven. *** Florestan,— Herr Kaufhold, *** Rocco,— Herr Abt, als Gäste vom Cölner Theater. Vorher, zum Erstenmale: Die Hochzeitsreise. Lustfpiel in 2 Akten von Benedix. Wilhelm Löwe. Wasserstand. Den 11. März, Morg. 8 Uhr: 8 Fuß 8½ Zoll. Wind: Nord=Ost. Zur Vermeidung von Verwechslungen mit dem sogenannten„Düsseldorfer Kreisblatt" erbitten wir uns alle Zusendungen unter der Adresse: Stahlsche Buchhandlung(W. Kaulen). Die Expedition des Düsseldorfer Journals und Kreisblatts. Fremdenblatt. Znm Prinzen von Preuszen bei Wittwe E. Schleger. Scheppe, Oberst=Lieutenant u Commandeur d 16. Inf= Reg. a Düsseldorf. Baron von Blankensee, m. Bedien. a Benrath. Graf Solms m. Bedienten, Rittmeister im 8. Ulanen=Reg. a Benrath. Lithern, a England. Hülsebeck m. Fam, a Elberfeld. Maerz, Kfm a Mainz. Schmitt, Kfm a Cöln. Wittenstein, Kfm a Barmen. Momer, Kfm a Barmen. Eickhorn, Kfm a Solingen. Dael, Kfm a Mainz. Haslicht, Kfm a Braunschweig. Breidenbacher Hof bei Disch. Baron v. der Leyen=Blömersheim, Geschw a Crefeld. Baumann de Neufville m. Gem., a Hückeswagen. van der Beck, Commerzienrath a Elberfeld. Fuxius, Advokat=Anwalt a Trier. Cetto, Kfm a Trier. Sauer, Kfm a Straßburg. Dilmetz, Rent. a Brüssel. Florian, Rent. a Paris. Schlayer, Rent. a Berlin. Palm, Rent. a Dresden. Thalinger, Kfm a Amsterdam. Strüßlen, Kfm a Wien. Wiltich, Part. a Magdeburg. Braun, Part. a Wesel. Tidele, Kfm a Paris. Baron v. Bongart, a Pfaffendorf. Veneday, Schriftsteller a Cöln. Hartmann, Concertmeister a Cöln. Breuer, Concertmeister a Cöln. Miß Prall, Rent. a New=York. Miß Brittain, Rent. a New=York. James Brittain, Rent. a New-York. Sternberg, Rent a Schwelm. Siegle, Part. a Brüssel. Moctok, Part. a Brüssel. Renz, Kfm a Mainz Zais, Rent. a Lannstadt. Rammenstein, Part. a Berlin. Hotel Domhardt. Baron v. Halberg, Gutsb. a Bayern. Baron v. Arnim, Rittm. im 8. Ulanen=Reg. a Düsseldorf. Leinpert, Kfm a Frankfurt. Achenbach, Kfm a Frankfurt. Moos, Kfm a Frankfurt. Baron von Gretsch m. Fam. u. Dienerschaft, Gutsb. a Petersburg Boedinghaus, Kfm a Elberfeld. Stürmer, Kfm a Elberfeld. Claus, Kfm a Rotterdam. Willingab, Kfm a London. Hammer, Kfm a Brandenburg. Rüdige, Kfm a London. Guinier, Kfm a Paris. Henneberg, Kfm a Gotha. Hörner, Kfm a Heilbron. Curenberg, Kfm a Groole. Engels, Kfm a Erpel. Weyers, Kfm a Linz. Croon, Kfm u. Jeschw. a Gladbach. Mauritz, Kfm u. Geschw. a Uerdingen. Huisgen, Kfm u. Geschw. a Uerdingen. Hunzinger, Kfm u. Geschw. a Crefeld. Wittfeld, Kfm u. Geschw. a Crefeld. Melsbach, Kfm u. Geschw. a Crefeld. Altgelt, Kfm u. Geschw. a Crefeld. Hermes, Kfm u. Geschw. a Crefeld. Wiefel, Kfm u Geschw. a Crefeld. Grünenthal, Kfm a Nachrodt. Frau Croon m. Sohn, a Gladbach. Fräul. Bölling, a Gladbach. Hein, Kfm a Cochem. Im Europäischen Hof bei Götzen. Prioux m. Gem., Rent. a Amsterdam. Birney m. Jem, Professor a Amerika. Bates, Rent. a Amerika. Thomas, Kfm a Crefeld. Hibsch, Kfm a Stuttgardt. Vogd, Kfm a Lindan. Klein, Kfm a Mainz. Sieger, Kfm a Neuwied. In den drei Reichskronen bei Beeking. von Spankeren m. Fam. und Bedienung, a Düsseldorf. Stein, Kfm u. Jeschw. a Rheydt. Heintzerberg, Kfm u. Geschw. a Rheydt. Lenßen, Kfm u. Geschw. a Rheydt. Pfeiffer, Kfm u. Jeschw. a Rheydt. Finke, Kfm a Magdeburg. Hittfels, Kfm a Luxemburg. Stork, Fabr. a Oldenzaal. Duycharts, Kfm a Brüssel. Bruchmann, Kfm a Coblenz. Klein, Kfm a Frankfurt. Sicke, Kfm a Mannheim. Heine, Kfm a Frankfurt. Steingößer, Kfm a Nürnberg. Frau Maaßen, a Neuwied. Reinecke, Justiz=Rath a Stade. Dupre, Fabrik. a Frankfurt. Bergmann, Kfm a Offenbach. Cöningen, Kfm a Brandenburg. Henll, Kfm a Coblenz. Giltzenberger, Brückenmeistlr a Coblenz. Peithmann, Kfm a Elberfeld. Reppert, Fabrik. a Saarbrücken. Meinhard, Sänger a Münster. Nilnaber, Kfm a Riga Holzmezer, Priv. a Würzburg, Meyer, Kfm a Stettin Peters, Kfm a Heidelberg Edmundt, Kfm a Stuttgardt. Im Römischen Kaiser bei Engels. Pferdemenges, Kfm a Rheydt. Mayer, Kfm a Antwerpen. Lotz, Kfm a Cöln. Schatz, Kfm a Bingen. Baicher, Kfm a Cöln. Amschong, Kfm a Brandenburg. Jordan, Kfm a Aachen Roeder, Wagenfabrik. a Mainz. Jansen, Kfm a Crefeld. de Femoisch, Kfm a Crefeld. v. d. Bosch, Not=Cand. a Goch. Roeder, Kfm a Rundroth. Papenbronder, Kfm a Rheydt. Funk, Kfm a Barmen. Prayer, Kfm a Erfurt. Im Bergischen Hof bei Bender. Buhlmann, Kfm a Elberfeld. Puttmann, Kfm a Elberfeld. Härter, Kfm a Brohl. Verbeck, Kfm a Neuwied. Mad. Raumer, a Mainz. Achterath, Berg=Geschw. a Bochum. Im Bönnischen Hof bei Rösberger. Lobbers, Kfm a Linz. Schaler, Kfm a Rees. Kelling, Gutsb. a Erpel. Spier, Kfm a Antwerpen. Holt, Kfm a Rheda. Frau Barm, a Bonn. Rekers, Kfm a Salzburg. Deunhof, Kfm a Wesel. Mayerfeld, Kfm a Pforzheim. Krings, Kfm a Crefeld. Collfert, Kfm a Braunschweig. Haust, Priv. a Emmerich. Im Berliner Hot bei Kampmann. Niebur, Kfm a Bielefeld. Gebr. Heinemann, Kflte. a Fredeburg. Gebr. Hömberg, Kflte. a Fredeburg. Schiffer m Fam., Kfm a Cöln. Hager m. Fam., Kfm a Bonn. Arach, Kfm a Bonn Heidmann, Kfm a Remscheidt. Hegir, m. Fam., Conditor a Kevelaer. Winkels m. Sohn, Conditor a Kevelaer. Englen, Kfm a Coblenz. Meuer, Maurer a Langenberg. Im alten Kaffehaus bei Heuser. Neuhaus, Kaplan a Bonn. Wehage, Student a Bonn. Wolfs, Kfm a Cöln. Tiefendahl, Kfm a Wülfrath. Dickmann, Kfm a Elberfeld. Schmitz, Kfm a Urdingen. Schong, Kfm a Symond. Kohl, Kfm a Apendorn. Strauß, Kfm a Detmold. Steinbach, Kfm a Gütersloh. Im Elberfelder Hof bei Crumfinger. Pottman, Kfm a Haspe. Brenker, Gärtener a Barmen. Weipers, Schiffer a Mülheim. Titte, Geschäftsmann a Münster. Koch, Handelsmann a Hittorf. Kramer, Priv. a Harlingen. Schürmann, Sattler a Harlingen. Zum Kurhaten bei Stübben. Haßel, Fuhrmann a Crefeld. Fräulein Schmied, a München. Fräulein Timmeringen, a Müncheu. Timmeringen, Unteroffizier a Lübeck. Emonds, Lehrer a Eupen. Klassen, Bedienter a Bonn. Eupen, Kfm a Frankfurt. Dem. Fabry, a Heinsberg. Wolf, Handelsm. a Cöln. Kommerz, Fabrikarbeiter a Elberfeld. Fräulein Kommerz, a Elberfeld. Im Rheinberg bei I. H. Kraus. Krieger m. Fam., Kfm a Cronenberg. Schüler, Kfm a Cronenberg. Kick, Kfm a Mainz. Herner, Kfm a Mainz. Fräulein Klöckner, a Mainz. le Clerce, Kfm a Berlin. Seciani, Kfm a Cöln. Krieger, Kfm a Cronenberg. Dimers, Geschäftf. a Aachen. Schulter, Kfm a Bonn. Donde, Kfm a d. Schweiz. Peltze, Kfm a Burscheid. Crumbach, Kfm a Amsterdam. Redacteur: W. Kaulen.— Druck und Verlag der Stahl'schen Buchhandlung(W. Kaulen), Karlsplatz Nr. 1043.