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Gladbacher Anzeiger

Bestandshaltende Institution

Stadtbibliothek Mönchengladbach

Geschichte und Entwicklung

Redaktion, Druck und Verlag dieses Nachrichten- und Anzeigenblattes lagen in den Händen des Mönchengladbacher Unternehmers Ferdinand William Strauß im Haus Friedrichstraße 4 in Mönchengladbach, damals München-Gladbach.
Das Blatt erschien dreimal wöchentlich, dienstags, donnerstags und samstags, zum illustrierten Sonntagsblatt „Gute Geister“ kamen ab Jahrgang 2, Nr. 8 vom 18. Januar 1890 die „Humorist. Blätter“ als Gratisbeilage hinzu. Das Sonntagsblatt wurde jeden Samstag, wenn gewünscht, für einen geringen Aufpreis der Ausgabe beigelegt und enthielt Erzählungen und „eine reiche Fülle von Aufsätzen belehrenden und unterhaltenden Inhalts“ für die gesamte Familie, weshalb es auch als Unterhaltungsblatt bezeichnet wurde. Weder das Sonntagsblatt noch die Gratisbeilage sind im Bestand vorhanden. Der „Gladbacher Anzeiger wurde wegen „Anderweitiger Unternehmungen“, so die Ankündigung in der letzten Ausgabe, zum 1. April 1890 eingestellt.

Inhalte

Jede Zeitungsausgabe umfasste vier Seiten und enthielt sowohl internationale als auch regionale/lokale Nachrichtenartikel sowie einen Fortsetzungsroman, später kamen auch Zivilstandsmeldungen für die Stadtbürgermeisterei M.Gladbach hinzu. Daneben gab es Rubriken mit Ratschlägen für Haushalt und Gesundheit und literarische Empfehlungen, die wohl überwiegend auf die weibliche Leserschaft abzielten. Auf einer bis eineinhalb Seiten wurden Geschäftsanzeigen und Ankündigungen von Veranstaltungen geschaltet, die mitunter bis zu eine halbe Zeitungsseite füllten. Ebenso gab es Stellenangebote und -gesuche.

Politische Ausrichtung

Die Redaktion legte von Anfang an Wert auf eine in politischer Hinsicht unparteiische Berichterstattung und betonte dies ab Jahrgang 1, Nr. 41 vom 31. Dezember 1889 in einer besonderen, unterstrichenen Kopfzeile oberhalb des Titels mit den Worten „Einzige unparteiische politische Zeitung M.Gladbachs“.

Auflagenhöhe

Die Meldung von „Nahezu 5000 Abonnenten“ erschien auf dem Titelblatt der Ausgabe Nr. 33 vom 10. Dezember 1889. In eigener Sache warb der Herausgeber Strauß für sein Einzelhandelsgeschäft, das als „Buchdruckerei, Buch-, Kunst- und Musikalien-Handlung“ in einer großen Anzeige weitere über 40 Zeitschriften zum Abonnement anbot.

Beschreibung verfasst von

Marion Engbarth (2018), Stadtarchiv Mönchengladbach und Stadtbibliothek Mönchengladbach