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Johrgang Neuer Großerfolg unserer A-Boote in UsA=Gewässern K Wieder 18 Schisse mit 103000 Jus versenlt dub. Aus dem Führerhauptquartier, 6. Juni.(Funkmeldung) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Kampf gegen die feindliche Versorgungsschiffahrt haben deutsche Unterseeboote in amerikanischen Gewässern weitere Erfolge erzielt. Sie versenkten an der Ostküste Nordamerikas, im Karibischen Meer und ostwärts der Antillen 19 Schiffe mit zusammen 108 300 Bruttoregistertonnen.(Wehrmachtbericht auf der folgenden Seite) Hochspannung auch im Pazifik Aufregung über die Aktivität der Japaner Drahtbericht eines unserer außenpolitischen Mitarbeiters fbz. Berlin, 6. Juni. Der pazifische Raum hat sich in den jüngsten Tagen mit einer Hochspannung geladen, die sich an allen Anrainer=Küsten mit Ausnahme der japanischen Inseln in starker Erregung entlädt. Der tollkühne Angriff japanischer U=Boote gegen Diego Suarez auf Madagaskar. die überraschende Luftattacke gegen Alaska, die Bombardierung des amerikanischen Stützpunktes auf den Midway=Inseln, das plötzliche Auftauchen japanischer Bomber über Ceylon(alles Ereignisse der letzten Tage) haben den„Alliierten“ gezeigt, daß der Krieg im pazifischen Großraum an allen Ecken und Enden blitzartig aufflackern kann. Daß dabei der japanischen Initiative die Wahl des Einschlages überlassen bleibt, ist symptomatisch für die Kriegführung der Achse, widerlegt aber alle kühnen und hoffnungsreichen Voraussagen der alliierten Militärs, die glaubten, das Heft allmählich in die Hand bekommen zu können. Die Wirkung dieser Blitzaktionen ist überaus groß. Nicht nur, daß man in Washington, Neu=Delhi und Melbourne nicht weiß, wo an der riesigen Front der japanische Gegner nun morgen zuschlagen wird— nein, weit schlimmer ist jetzt in den drei alliierten Zentralen die Tatsache, daß man nicht feststellen kann, was der unheimliche Gegner hinter allen diesen Ueberraschungen verbergen will. Man spricht zuvor von einem„japanischen Nervenkrieg“, vermutet aber, daß die Entnervung nicht das einzige Ziel ist. Sicherlich zeigt der japanische Angriff auf Dutch Harbour, wie gefährdet Alaska ist, aber diese Erkenntnis allein macht doch nicht die überstürzten Maßnahmen verständlich, die die USA. Kanada und Mexiko an ihren pazifischen Küsten nach dem Vorstoß gegen die Aleuten durchführen. Man wartete auf den zweiten Coup und dachte dabei nicht an die Midway=Inseln, die nordwestlich von Hawai gelegen, eine der wichtigsten Sicherungsstationen für den Schutz dieser Inseln darstellen. Nach einer amerikanischen Schilderung erfolgte der Luftangriff. der nach amtlichen Mitteilungen äußerst schwer war, durch Flugzeuge eines japanischen Flugzeugträgers. der, wie man in Washington verärgert feststellt, ungehindert in die Gewässer der amerikanischen Verteidigungszone einfahren konnte. Die alliierten Militärs hatten wachsam ihr Augenmerk auf Australien gerichtet, und der japanische U=Boot=Angriff auf Sidney schien ihren Vermutungen recht zu geben, da erschienen die Japaner plötzlich über Dutch Harbour. und die gesammelte Aufmerksamkeit der alliierten Kriegführung richtet sich nun voll und ganz auf die amerikanische Küste. Statt vor dieser tauchen die Japaner inmitten des Pazifik vor Midway auf, und sofort werden sämtliche Stationen von Hawai alarmiert. Alle Welt schaute daraufhin auf den östlichen Pazifik. bis japanische U=Boote wie aus dem Nichts hervorgezaubert, im Westen Madagaskars angriffen. Fieberhaft wird von alliierter Seite gearbeitet und— geredet. Die Marinestationen in Washington, Mexiko und in der Panamazone bleiben in höchster Alarmbereitschaft. Immer noch schweigen nachts die Rundfunksender an der pazifischen Küste und selbst in Britisch=Columbien. Die Engländer haben inzwischen die Küstenstationen Indiens. vor allem am Golf von Bengalen und gegenüber Ceylon, in Bewegung gebracht. MacArthur hat Australien mobilisiert, dessen Kriegsminister in einer Rede gestern das Volk warnend auf eine japanische Landung vorbereiteie. Der kanadische Verteidigungsminister Ralston hat den Beginn kanadisch=amerikanischer Besprechungen bekanntgegeben, die sich mit den jüngsten Ueberraschungen im Pazifik befassen sollen. Die Frage aber, an welcher Stelle die erwarteten japanischen Aktionen einsetzen können, und die Unmöglichkeit, diese Frage in Washington zu beantworten, erschwert eine einheitliche Bereitstellung der ungeheuren westamerikanischen Front von Alaska bis Mexiko und Panama. Fern von diesen langen Küstenlinien liegen aber auch der australische Kontinent und Indien allen Ueberraschungen offen. dub. Tokio, 6. Juni.(Funkmeldung) Wie die Zeitung „Jomiuri Schimbun“ erfährt, ist das in Diego Suarez torpedierte britische Schlachtschiff vom Typ„Queen Elizabeth“ inzwischen gesunken. Eine Bestätigung von anderer Seite steht noch aus. Die ganze amerikanische Küste in großer Aufregung Eine Warnung des Kriegsministers Stimson „Achsen=Vulkan vor einem Ausbruch“ dub. Stockholm, 6. Juni.(Funkmeldung) Unter der Ueberschrift„Große Aufregung längs der ganzen Küste des Stillen Ozeans“ bringt„Nya Dagligt Allehanda“ eine UnitedPreß=Meldung aus San Franzisko. Danach hat der japanische Angriff auf Dutch Harbour und die Midway=Inseln unter der Zivilbevölkerung der ganzen Küste des Stillen Ozeans eine große Aufregung hervorgerufen. Ueberall könne man Kombinationen über die nächsten Angriffsmöglichkeiten der Japaner hören. Die Behörden verbreiteten eine Warnung des Kriegsministers Stimson der darauf hinweist, daß das Land sich in unmittelbarer Angriffsgefahr befinde. Auch die amerikanische Presse spiegelt in ihren Kommentaren die erregte Stimmung in den USA wider. So schreibt„Boston Herald": Auch der dümmste Amerikaner müsse jetzt begriffen haben, daß die beiden uns beschützenden Ozeane uns keine Sicherheit vor einem Angriff böten. Eine Isolierung der USA sei unmöglich. Der letzte Schatten eines Zweifels über die Situation der USA und an ihrer Verwundbarkeit sei beseitigt. Die Leute, die bisher teilnahmslos der Gefahr vernichtender Angriffe gegenüber gestanden hätten, würden nunmehr Tokio dankbar dafür sein, daß die USA daran erinnert hat, wie nahe sie an Japan liegen. „New York Sun“ meint, der Zweck der japanischen Angriffe sei noch zweifelhaft. Man müsse die Operationen gegen Alaska und die Midway=Inseln in einem weiteren Gesichtskreis sehen, dann nämlich seien sie ein Anzeichen dafür, daß der„AchsenVulkan“ kurz vor einem Ausbruch stehe. Allein gestern 8 Handelsschiffe in amerikanischen Gewässern versenkt dub. Berlin, 6. Juni.(Funkmeldung) Acht feindliche oder in seindlichen Diensten stehende Handelsschiffe wurden im Laufe des gestrigen Tages im Westatlantik, an der amerikanischen Ostküste, im Karibischen Meer und im Golf von Meriko als verdub oder Lauie des gestrigen Tages, im Westatlantil Ostküste, im Karibischen Meer und im Golf von Mexi senkt gemeldet. Es handelt sich dabei um vier amerikanische Frachtdampfer, zwei britische Frachtdampfer und je ein norwegisches und holländisches Handelsschiff mittlerer Tonnage, die beide für eine amerikanische Reederei fuhren. Von sämtlichen Schiffen wurden Ueberlebende in Häfen der amerikanischen Ostküste, des Golfes von Mexiko und der Antillen gelandet. Das amerikanische Marinedepartement gibt den Verlust der acht Handelsschiffe zu. England will Lazarette bombardieren Rom meldet aufgefundene Befehle Drahtbericht unseres römischen Mitarbeiters sa Rom, 6. Juni. Die Veröffentlichung des Tagesbesehls der 4. englischen Brigade hat in der italienischen Bevölkerung große Empörung hervorgerufen. Mit Genugtuung erfährt man, daß das deutsche und italienische Oberkommando sofort mit Gegenmaßnahmen antwortete. Eine neue gemeine Grausamkeit gegen wehrlose Gefangene hat sich Großbritannien zuschulden kommen lassen. Das Journal d'Italia“ gibt einige andere Fälle bekannt, die sich erst kürzlich zugetragen haben. Es wurden auch Befehle gefunden, worin zu einer Bombardierung italienischer Hospitäler und zur Beschießung der Rote=Kreuz=Flieger Mittelmeer aufgefordert wird. 305 Todesopfer in Köln Die„Heldentat“ der Briten dub. Köln, 6. Juni.(Funkmeldung) Die im OKWBericht vom 3. Juni gemeldete Totenzahl in Köln auf Grund des Luftangriffs in der Nacht zum 31. Mai hat sich bedauerlicherweise von 200 auf 305 erhöht. wld. Köln, 5. Juni. Gauleiter Grohé berief am Freitag den Reichsverteidigungsausschuß in Anwesenheit des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley zu einer Aussprache über Art, Umfang und Bekämpfung des britischen Luftangriffs auf Köln in der Nacht zum 31. Mai, die angerichteten Schäden und die von der Partei, den Behörden und der Wehrmacht getroffenen Maßnahmen ein, an der mit dem Befehlshaber im Luftgau VI General der Flakartillerie Schmidt die Gauleiter, Oberpräsidenten oder deren Vertreter, die Regierungspräsidenten und der Höhere 1= und Polizeiführer im Wehrkreis VI teilnahmen. Anschließend unternahmen der Reichsorganisationsleiter und die übrigen Teilnehmer eine Rundfahrt durch die Stadt. wld. Die Sparlasse der Hansestadt Köln und die Kreissparkasse Köln haben sich auf Grund von Vorstellungen ihrer Kundschaft bereit erklärt, bei ihnen unterhaltene Sparguthaben an die Sparer auch außerhalb Kölns an allen Sparkassenplätzen West= und Süddeutschlands zur zahlung bringen zu lassen. Gegen Vorlage der Sparkassenbücher dieser beiden Sparkassen einschließlich sämtlicher Filialen können unter Vorlage des Personalausweises des Abhebenden bei allen Kassenstellen der öffentlichen Sparkasse in den oben genannten Gebieten Sparbeträge an zehn beliebigen Tagen eines Monats bis zu je 100 RM. je Tag gleich 1000 RM. im Monat fofort in Empfang genommen werden. Ebenso können bei diesen Kassenstellen Einzahlungen in beliebiger Höhe auf Sparkonten bei den beiden genannten Kölner Sparkassen geleistet werden. Diese Notmaßnahme gilt bis auf weiteres. Ueber Einzelheiten erteilen die beiden Kölner Sparkassen und die öffentlichen Sparkassen in den angegebenen Gebieten nähere Auskunft. Der Kommandeur des Freikorps Dänemark gefallen dub. Kopenhagen, 6. Juni.(Funkmeldung) Der Kommandeur des Freikorps Dänemark,=Obersturmbannführer von Schalburg, hat am 2. Juni an der Spitze seiner Truppen den Heldentod an der Ostfront gefunden. Der Bevollmächtigte des Deutschen Reiches, Gesandter Dr. von Renthe=Fink, hat die dänische Regierung von dem Tode Schalburgs unterrichtet und bei dieser Gelegenheit sein Bedauern mit hohen Worten der Anerkennung für diesen tapferen dänischen Offizier, der sein Leben für eine große Aufgabe eingesetzt habe, zum Ausdruck gebracht. Als Vertreter des Reichsführers 1 Himmler hat(=Sturmbannführer Dr. Riedweg Frau von Schalburg die traurige Mitteilung von dem Tode ihres Mannes an der Front übermittelt und teilnahme des Reichsführers i zum Ausdruck gebracht. Durch ½=Sturmbannführer Dr. Riedweg wurde im Namen des Reichsführers auch der Parteiführer der RSDAP., Dr. Clausen, von dem Heldentod von Schalburgs unterrichtet. im Weitere Nationierungen in USA (Funkbericht unseres eigenen Mitarbeiters) mp. Buenos Aires, 6. Juni. Die USA=Regierung hat sich zur Einführung einer strengen Import=Kontrolle veranlaßt gesehen, von der vor allem die Einfuhr von Lebensmitteln, wie Butter und Käse und von Genußmitteln, wie Weine und Liköre, betroffen wird. Nachdem zunächst nur von der Möglichkeit der Rationierung des Kassees(nach der von Benzin und Zucker) gesprochen wurde, ist jetzt auch die Rationierung zahlreicher anderer Lebens= und Genußmittel bedrohlich herangerückt. Lagebesprechung im Führer=Hauptquartier Der Führer mit seinen Generalen. (Presse=Hoffman, 3.) Neue Kritik an Churchill Hestige Angrifse eines Unterhausabgeordneten Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung Deutsch aunenischer Gegenungti in Koroczeila bs. Berlin, 6. Juni. Das englische Kabinett sucht nach irgendwelchen Mitteln, um die Aufmerksamkeit des Volkes von der schwierigen Kriegslage abzulenken und ihm als Ersatz dafür Themen anzubieten, die sich mit dem Aufbau des Weltreiches nach dem gewonnenen Kriege beschäftigen. Einen ganz neuen Plan hat jetzt Lord Secborne. der Minister für die wirtschaftliche Kriegsführung, entwickelt, ja, eine radikale Umgestaltung des ganzen Empire angedroht. Der erste Schritt dazu soll die Auflösung des derzeitigen englischen Parlaments im Mutterlande sein, an dessen Stelle gesonderte Parlamente für England, Schottland und Wales treten sollen. Der Begriff des Empire selbst soll verschwinden. Dafür soll ein Bund der englischen Völker mit einem föderativen Parlament geschaffen werden, das alle einzelnen Parlamente der verschiedenen Länder vertreten soll, mit dem Sitz aber nicht in London, sondern„an einem näher zentralen Platz“, etwa in Kapstadt. Dieses Großparlament soll dann die Verantwortung für die Außenpolitik und für die Verteidigung haben. Das würde also heißen, daß London seine Rolle als Mittelpunkt des Empire ausgespielt hätte und auf seine geschichtliche Stellung zugunsten einer der Kolonien verzichten würde. Aber die Sache ist ja vorläufig nicht ernsthaft gemeint. Jedenfalls wird die öffentliche Kritik an der britischen Regierung immer heftiger. Der Unterhausabgeordnete Brown hat in einer bisher nicht dagewesenen Schärfe Churchill persönlich angegriffen. Er warf ihm vor, das einzige Ergebnis seiner Regierungsarbeit sei, daß sich heute England in einer der verzweifeltsten Lagen seiner Geschichte befinde. Es wäre jetzt höchste Zeit, die Bilanz Churchills zu ziehen. Auf der Habenseite ständen lediglich seine„ebenso fruchtlosen wie egoistischen Bemühungen, an die Macht zu gelangen“. Auf der Schuldseite dagegen ständen traurige Niederlagen, die fast sämtlich vermeidbar gewesen und ausschließlich auf schlechte Strategie sowie überstürzte Planung zurückzuführen wären. Churchill bilde sich ja ein, ein großer Stratege zu sein, im Grunde aber habe er mehr Anlage zu einem großen Komödianten, dessen einziger Ausweg sei, alle Kritiker wegen eines Verstoßes gegen die nationale Einheit zu diffamieren. Churchill wolle eben lieber in seiner Rolle als Kapitän mit dem Schiff untergehen, als es dulden, daß ein anderer das Schiff sicher in den Hafen steuere. Einer der neu gewählten unabhängigen Abgeordneten, Brown, bezeichnete das öffentliche Leben Englands als ein„Paradies der Unfähigen“. Niemand nehme schon mehr Anstoß daran, wenn ein höherer Staatsbeamter einen Bock nach dem anderen schieße, dafür bei jeder Gelegenheit befördert werde, um schließlich im Oberhaus zu landen. Brown bezeichnete es als die wichtigste Aufgabe Englands, zunächst einmal im Hause aufzuräumen, und hielt Churchill als einzigstes Verdienst vor, daß am Ende des Krieges das starke Weltreich seine weitere Existenz der Gnade Moskaus verdanken werde. Wieder 35 Britenflugzeuge bei Einflugsversuchen abgeschossen dub. (Fnnkmel bekannt: Aus dem Führerhauptauartier, 6. Juni. dung) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt An der Einschließungsfront von Sewastopol wurden lichen Besestigungen durch starkes Feuer schdie seindlinhe4 Ueergunge## f#g#s Feuer schwerster Artillerie und zusammengefaßter Luftangriffe bekämpft. Im Südabschnitt der Ostfront schlugen deutsche und ungarische Truppen vereinzelte feindliche Angriffe unter blutigen Verlusten für den Gegner ab. Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Frout wurden mehrere im rückwärtigen Frontgebiet eingeschlossene Gruppen des Feindes weiter zusammengedrängt und zahlreiche Ortschaften genommen. An der Wolchow=Front wurden starke feindliche Augriffe in schweren Kümpfen und im Zrigurrsarie. Sturskampsverbänden abgewehrt. Der vezuet hatte sehr hohe blutige Verluste und verlor 22 Panzer. Im Finnischen Meerbusen beschädigte Marine=Artillerie ein sowjetisches Unterseeboot durch mehrere Treffer. Mit dem Untergang des Bootes ist zu rechnen. britische Angriffe ab und gingen selbst zum Gegenaugriff stein besonders ausgezeichnet. „Die großen Vier“. Lord Davies will noch engere Freundschaft mit Stalin dub. Genf. 6. Juni.(Funkspruch) Auf einer englischsowjetischen Freundschaftskundgebung in Cardiff setzte sich dem „Manchester Guardian“ zufolge Lord Davies für eine enge Freundschaft zwischen England und der Sowjetunion ein. Dabe appellierte er an die Sowjets, die sich mit Großbritannien den ien Eeodie des Keieges wede sch dois Shichel der Meuicheslt in den Händen der„vier großen freiheitliebenden Völker“ befinden, und auf sie käme es dann an, verständnisvoll ein möglichst vollkammenes neues internationales System auszuarbeiten, das einen möglichst langen Frieden gewährleiste, wenn sich schon ein Krieg auf die Dauer nicht vermeiden lasse. Es sei nämlich nicht einzusehen, warum sich nicht die vier Nationen zur Errichtung einer internationalen Autorität zusammentun könnten. In Nordafrika wiesen deutsch=italienische Truppen stärkere über. Die Briten verloren 36 Panzer, zahlreiche Kraftfahrzeuge und mehrere hundert Gefangene. In Luftkämpsen wurden 14 feindliche Flugzeuge abgeschossen. In der letzten Nacht griffen Kampffliegerverbände das Hasengebiet von Tobrnk an. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, versenkten deutsche Unterseboote an der Ostküste Nordamerikas, im Karibischen Meer und ostwärts der Antillen 19 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 108 300 BRT. Vor der flandrischen Küste versenkten Torpedoboote im Artilleriegefecht zwei britische Kanonenschnellboote. Bei Vorstößen britischer Luftstreitkräfte gegen die Küste der besetzten Westgebiete wurden am gestrigen Tage 22 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Britische Bomber griffen in der Nacht zum 6. Juni mehrere Orte in Westdeutschland an. In einigen Städten des Industriegebietes entstanden Brandschäden. Nachtjäger und Flakartillerie schossen 13 der angreisenden Bomber ab. Bei den Erfolgen deutscher Unterseeboote in den amerikanischen Gewässern hat sich das Boot des Korvettenkapitäns HartenBei Kriegsschäden der Wirtschaft individuelle Bewertung Eine bedeutsame Entscheidung ndz. Berlin, 6. Juni.(Funkmeldung) Das Reichskriegsschädenamt beim Reichsverwaltungsgericht hat eine bedeutsame Entscheidung über die Abgeltung von Kriegsschäden gewerblicher Unternehmen gefällt. Es handelt sich um die Höhe der Entschädigung, die für völlig zerstörte oder für beschädigte Betriebsnstände nach§ 4 der Kriegssachschäd gegenstande nach§ 4 der Kriegssuchschädenverordnung vom Die Braut des Gefallenen Wenn sie ihren Namen ändern will ndz. Wünsche auf Namensänderung spielen im Kriege besonders eine tolle, wenn aus der Verlobung mit einem Gefallenen ein Kind hervorReich zu gewähren ist. Das beschädigte Unternehmen habe, wie die neue Entscheidung feststellt, nicht ohne weiteres Anspruch auf Erstattung der ungekürzten Wiederbeschaffungskosten, denn gegangen oder zu erwarten ist. Die Namensänderung bedeutet ferner stets eine Stärkung und Betonung des Gefühls der Zugehörigkeit zu dem Gesallenen und eine Ehrung seines Andenkens. Von der Bearbeitungssperre für Namensänderungen sind die Gesuche von Bräuten und Brautkindern Kriegsgefallener auf Verleihung des Jamiliennamens des Verstorbenen ausdrücklich ausgenommen. Im„Deutschen Gemein= und Wirtschaftsrecht“, werden die Fragen der Namensänderung von Regierungsrat Ludwig(Hamburg) ausführlich behandelt. Die Entscheidung über die Namensänderung erfolgt auf Antrag in auch bei der Entschädigung gelte der Grundsatz, daß im Kriege der niemand verdienen solle. Für die Entschädigung komme es viel= die ernstliche Heiratsabsicht gehabt haben. Dieser Nachweis ist nicht mehr auf den tatsächlichen Wert an, den die zerstörte Sache im Zeitpunkt der Entscheidung bei ihrem Vorhandensein für den Geschädigten noch gehabt haben würde. Es erfolge also eine individuelle Bewertung, die vor allem auch berücksichtige, in welcher Weise gerade der Geschädigte die zerstörte Sache verwertet habe oder habe verwerten können. Müsse eine Kürzung der Wiederbeschaffungs= oder Wiederherstellungskosten nach dem genannten§ 4 erfolgen, so habe der Kürzungsbetrag etwa mit der Summe übereinzustimmen, die der Geschädigte zuzahlen würde, falls die alte Sache noch vorhanden wäre und er sie in die neue eintauschen könnte. Ueberalterung und Verschleiß seien naturgemäß bei der Wertfestsetzung zerstörter oder beschädigter Betriebsgegenstände zu berücksichtigen. Doch sei die mutmaßliche Lebensdauer der zu entschädigenden Sache stets nach den individuellen Verhältnissen des betroffenen Betriebes zu ermitteln. Amerikanische Wunschträume „Der deutsche Generalstab muß vernichtet werden" Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung bs. Berlin, 6. Juni. Unsere Gegner versuchen ihrem Zorn über die erfolgreiche deutsche Kriegführung immer wieder Luft zu verschaffen. Ein amerikanischer Sender verlangt neuerdings, daß der deutsche Generalstab vernichtet werden müsse. Bosnische Aufständige unterwerfen sich Drahtbericht unseres Agramer Mitarbeiters li Agram, 6. Juni. Nach einer amtlichen Veröffentlichung haben mehrere Gruppen von Aufständischen, die vorwiegend in Bosnien und im Gebiet des Hochplateaus der Lika bis in die allerjüngste Zeit tätig gewesen sind, jetzt dem Poglapnik ihre Unterwerfung angeboten und ihm die Bitte übermittelt, in ihre Heimatdörser zurückkehren zu dürfen. Der Poglavnik hat dieser Bitte entsprochen, nachdem die Anführer die ihnen gestellten Bedingungen angenommen hatten. Die großen Kämpfe in China Die Japaner einen Kilometer vor Tschutschon dub. Tokio, 6. Juni.(Funkmeldung) Die japanischen Vorhuten kamen gestern bis einen Kilometer an Tschutschou im Westen der Provinz Tschekiang heran, nachdem sie die äußere Verteidigungslinie durchbrochen hatten. Die japanische Luftwaffe unternahmen gestern nachmittag einen mehrstündigen Luftangriff auf Tschutschou. Andere japanische Luftwaffenverbände griffen den Tschangschan=Abschnitt 30 Kilometer westlich von Tschutschou an. Tschutschou wurde heute morgen von japanischen Einheiten besetzt. Zur Einnahme der wichtigen Festung Futschou, der Hauptstadt der Provinz Kiangsi, kämpften sich japanische Vorhuten näher an die Festung heran, obwohl Elitetruppen Tschungkings in Stärke von 200000 Mann verzweifelte Anstrengungen machen, sich der unwiderstehlichen Flut des japanischen Vormarsches entgegenzustemmen. Eine japanische Vorausabteilung, die den Tschutschiang überquerte, hat die strategisch wichtige Stadt Tschientschan, etwa 7 Kilometer südwestlich von Futschou, eingeschlossen, während eine andere Abteilung Tschukia erstürmt bat. nachdem sie über Wuhsitschiang hinaus vorgedrungen ist und sich einen Weg durch starke feindliche Bunkerstellungen gebahnt hat. schwer, wenn das Aufgebot schon bestellt war oder eine öffentliche Verlobung oder ein Ringwechsel stattgefunden hatte. Es ist jedoch nicht erforderlich, daß nachweislich ernste Schritte zur Eheschließung unternommen worden sind. Es genügt, daß die ernstliche Heiratsabsicht des Verstorbenen aus Briefen oder sonstigen Aufzeichnungen oder auch aus Aussagen von Zeugen hervorgeht. Die Anforderungen an den Nachweis sollen nicht überspannt werden, wenn auch andererseits vermieden werden muß, dem letzten Willen des Gefallenen Gewalt anzutun. Wenn bei einer minderjährigen Braut der gesetzliche Vertreter seine Genehmigung versagt hatte und das Verlöbnis dadurch unwirksam geworden war, so kann einem Namensänderungsantrag, den der gesetzliche Vertreter jetzt selbst stellt, gleichfalls entsprochen werden. Die Genehmigung kann auch erfolgen, wenn das Eheversprechen an eine zu Lebzeiten des Bräutigams eingetretene Bedingung geknüpft war, wie Einwilligung der Eltern, Examensablegung, feste Anstellung. Eine notwendige Voraussetzung ist, daß der Verlobte als Wehrmachtangehöriger unerwartet gestorben ist. In gleicher Weise können Namensänderungen beantragt werden, wenn der Verlobte auf Grund eines staat: lichen Befehls bei besonderem Einsatz oder wenn er als Opfer der Arbeit unerwartet gestorben ist. Dem besonderen Einsatz auf staatlichen Befehl wird der Einsatz auf Grund eines Parteibefehls, zum Beispiel nach Luftangriffen, gleichzusetzen sein. Zu dem Antrag hat eine Anhörung der unmittelbar Beteiligten stattzufinden, in der Regel nur der beiderseitigen Eltern und Geschwister. Mit der Namensänderung ist meist die Erklärung der Braut verbunden, die Bezeichnung Frau führen zu dürfen. Bräute gefallener Krieger können diese Erklärung bei der zuständigen Ortspolizeibehörde auch dann abgeben, wenn ein Kind aus dem Verlöbnis nicht hervorgegangen ist. In diesen Fällen kann dem neuen Namen der Braut der bisherige Geburtsname mit einem Bindestrich oder mit dem Wort„geb.“ angefügt werden. Die Rechtsfolgen der Namensänderung sind ausschließlich namensrechtlicher Natur. Der Personenstand wird nicht geänoert. Auch die Bezeichnung Frau verschafft der Braut nicht die rechtliche Stellung einer verheirateten oder verheiratet gewesenen Frau. Bei amtlichen Erhebungen über den Familienstand muß sie sich wahrheitsgemäß als ledig bezeichnen. Im Gemeinschaftsleben soll sie dagegen die Stellung der verheiratet gewesenen Frau haben. Mit der Abgabe der Erklärung darf sie sich nicht mehr„Fräulein" nennen, sie kann jedoch ihre Erklärung widerrusen. Die Namensänderung der Braut erstreckt sich ohne weiteres auf die minderjährigen Kinder, die aus der Verbindung mit dem Verstorbenen hervorgegangen sind. In zwölf Monaten zwölf Millionen BRT geleitet Die kleinen Fahrzeuge der deutschen Kriegsmarine im pausenlosen Einsatz dub. Berlin, 6. Juni.(Funkmeldung) Der Befehlshaber der Sicherung eines Küstenabschnittes meldet, daß die ihm unterstellten Vorposten= und Sicherungsstreitkräfte in den letzten zwölf Monaten eine Handelstonnage von über 12 Mill. BRT Hafen zu Hafen geleitet haben. Kleine Nachrichten von „Aippons wilde Avier Deutsche Erstaufführung des japanischen Großfilms i sch dub. Berlin, 5. Juni. Am Freitagnachmittag fand im Ujapalast am Zoo die festliche Erstaufführung des japanischen Films „Nippons wilde Adler“ in Anwesenheit des Schirmherrn des Films, Reichsminister Dr. Goebbels, und des japanischen Botschafters Oshima an der Spitze der japanischen Mission statt. Zugegen waren ferner zahlreiche Japaner, Vertreter des diplomatischen Korps und der den Achsenmächten befreundeten Nationen sowie zahlreiche führende Männer des nationalsozialistischen Staates, der Partei und der Wehrmacht, unter ihnen besonders viele Angehörige der Luftwaffe. Der Ufapalast am Zoo trug das festliche Gewand großer Uraufführungstage. Die Fahnen Japans und des Reiches zierten die Straßenfront und den Innenraum. Ein Marsch der deutschen Luftwaffe und ein japanisches Marschlied, gespielt vom Stabsmusikkorps des Wachzbataillons der Luftwaffe, bildeten den Auftakt. Ein wochenschauartig zusammengestellter großer Bildstreifen vom Krieg in Ostasien folgte. Er zeigt Japans heldenhafte Truppen im Angriff auf Pearl Harbour, auf Malaya, die Philippinen und Vorneo. Der Film ist ein mitreißendes Dokument des japanischen Heldengeistes, wie er in der Armec, der Luftwaffe und der Marine Japans lebendig ist und sich in tausendfältigen Ruhmestaten während dieses Krieges kundgetan hat. Der Film ist weit mehr als ein Meisterwerk dokumentarischer Gestaltung. Das Werk, das, wie es in der Einführung heißt, auf Umwegen nach Deutschland gelangte, ist ein Sendbote unseres Verbündeten, wie man ihn sich beredter nicht denken kann. Dieser Film entschleiert das Geheimnis, das unsere Verbündeten zu ihren Siegen wrt. Es ist der Geist der Disziplin, der Geist des opferbereiten Einsatzes und der bedingungslosen Hingabe, der in ihrer Wehrmacht lebendig ist und den jungen Soldaten vom Beginn seiner Ausbildung bis in die Schlacht begleitet. Die Güste waren vom ersten bis zum letzten Bild von der wirklichkeitsnahen Darstellung, die sich oft zu hoher Dramatik steigert, aufs tiefste beeindruckt. Der Beifall am Schluß der Vorführung gestaltete sich zu einer einzigartigen Ovation für den Vertreter der ruhmreichen japanischen Wehrmacht, deren Heldenlied in diesem Film gezeigt wird, für den kaiserlichjapanischen Botschafter Generalleutnant Oshima. Dank und Beifall waren zugleich Ausdruck der Bewunderung für die großartigen Leistungen unseres Verbündeten im Kriege Großostasiens, eine Huldigung für das stille Heldentum seiner Kämpfer und Sieger. Am Nachmittag hatte eine Sondervorstellung für Verwundete und Rüstungsarbeiter, insbesondere für die Soldaten der deutschen Wehrmacht stattgefunden. Auch bei dieser Vorstellung war der japanische Botschafter Oshima zugegen. Generalleutnant Oshima richtete bei dieser Gelegenheit Worte des Grußes und der treueverbundenen Kameradschaft an die deutschen Soldaten, die mit brennender Anteilnahme die Kämpfe ihrer japanischen Kameraden verfolgten und am Schluß mit begeistertem Beifall in dem japanischen Botschafter ihre Kameraden begrüßten. „Deutsche Kameraden! Es ist mir, als japanischer Botschafter und japanischem Soldaten, eine ganz besondere Freude, euch an dieser Stelle willkommen heißen zu können. Ich begrüße euch als Kampfgenossen, die ihr Leben für ihren Führer sowie für die Zukunft ihres großen Volkes tapfer eingesetzt und ihr Blut geopfert haben. Euer Opfer ist nicht umsonst gebracht. Es ist meine feste Ueberzeugung, daß ihr damit dazu beigetragen habt, die Zukunft eures mächtigen Vaterlandes sicherzustellen. Aber dadurch habt ihr auch mitgeholfen, die neue Welt der Gerechtigkeit zu schaffen, die endlich allen Völkern dieser Erde Glück und Segen bringen wird. Eure Tapferkeit ist über jedes Lob erhaben. Euren todesmutigen Einsatz wissen wir Japaner besonders zu schätzen. Daher bedeutet der unvergängliche Lorbeer, den ihr an euren Helm geheftet habt, auch für uns eine sieghafte Freude. In den Bildern die nun vor euch abrollen werden, seht ihr den Kampf in Ostasien. Nehmt diese Stunde als einen Gruß eurer japanischen Kameraden an euch, die ruhmgekrönten Krieger Großdeutschlands!“ Dank des Entgegenkommens der japanischen Botschaft wird der Reingewinn aus sämtlichen Vorführungen des Films je zur Hälfte dem Japanischen und dem Deutschen Roten Kreuz zur Verfüg Finnlands Begeisterung über den Besuch des Führers bei Marschall Mannerheim hat in USA nach einem Madrider Bericht aus Newyork starkes Mißfallen erregt, zumal Roosevelt immer noch die Hoffnung nicht aufgegeben habe, Finnland für seine und seiner Verbündeten Pläne gewinnen zu können, weshalb er auch bisher Finnland nicht den Krieg erklärt habe. Die Ratisikationsurkunden zum deutsch=kroatischen Grenzvertrag sind in Berlin ausgetauscht worden. Der Vertrag ist bereits mit seineram 13. Mai 1941 in Zagreb erfolgten Unterzeichnung in Kraft getreten. Das italienische Gesetz über die Arbeitspflicht der Juden ist in Kraft getreten. Die ersten jüdischen Arbeiter in der Provinz Roms werden sofort zu Straßenbau und anderen Zwangsarbeiten eingesetzt werden. In Bagdad hat ein Kabinettswechsel stattgefunden. Ministerpräsident Nuri Pascha gab seine Demission, wurde aber gleichzeitig mit der Regierungsneubildung beauftragt. Ueber ihre Zusammensetzung ist noch nichts bekannt. In der Lelrassinerie von Tripolis in Syrien ereignete sich, wie man jetzt erfährt, am Sonnabend, dem 23. Mai, eine schwere Explosion, der ein Großfeuer folgte. Die Katastrophe verursachte eine größere Zahl von Todesopfern. Ueber die Ursachen der Explosion bewahren die zuständigen Stellen strengstes Stillschweigen. Bei einer Explosion in der größten amerikanischen Munitionsfabrik, die etwa 24 km von Chicago entfernt liegt, wurden 16 Personen getötet und 50 verletzt. Alle jungen Männer in Mandschukuo im Alter von 20 bis 22 Jahren werden vom nächsten Jahr ab arbeitsdienstpflichtig sein. Die Einführung des nationalen Arbeitsdienstes wurde auf einer Sitzung des Staatsrates gebilligt. Die Maßnahme verfolgt den Zweck, die in Frage kommenden jugendlichen Arbeitskräfte für die Rüstung und die Schlüsselindustrien mobil zu machen, damit eine erfolgreiche Fortführung des jetzigen Krieges gewährleistet ist. In der Tokio=Bucht, in den Gewässern am Südende der Präfektur Wakayama(Linschoten=Straße) sowie südwestlich von Kinschiu sind, wie aus Tokio gemeldet wird, von Ende Mai bis Ansang Juni mit Sicherheit vier feindliche U=Boote versenkt. Englands rücksichtslose Blockade gegen Portugal beleuchtet ein Bericht der Bank von Angola, in dem u. a. ausgeführt wird, daß das Wirtschaftsleben der portugiesischen Kolonien außerordentlich unter der Unmöglichkeit leide, seine hohen Ueberschüsse in das Mutterland zu schicken, obwohl dieses die Waren dringend brauche. Der ehemalige burmesische Ministerpräsident Maung wurde von den japanischen Militärbehörden zum Vorsitzenden eines Komitees ernannt, das mit der Bildung des sogenannten zentralen Verwaltungsorganes in Burma betraut ist. Maung ist Führer der burmesischen Unabhängigkeitsbewegung und bekannt für seine antibritische Einstellung. Die Sioux=Indianer verloren ihre Klage gegen die USA auf Ersatz von 593 Millionen Tollars für das im Jahr 1877 ihnen gehörende Gebiet. Der zuständige Washingtoner Gerichtshof hatte diese Klage abgewiesen. Die Sivux erklärten, daß sie gezwungen worden seien, dem Staat ihr Land abzugeben, um von ihm ihren Unterhalt zu bekommen. Der Gerichtshof kam zu dem Schluß, daß dies mehr eine moralische als eine legale Forderung sei. Verfügung gestellt. Alle Preßburger Inden ausgesiedelt Trahtbericht unseres Preßburger Mitarbeiters il Preßburg, 6. Juni. Die slowakische Hlinka=Garde ist damit beschäftigt, die letzte Gruppe von Juden, etwa 2000 Personen. aus der Hauptstadt auszusiedeln. Diese Aussiedelung vollzieht sich unter manchen zwischenfällen, da viele Juden den Versuch machen, über eine nahe Grenze nach Ungarn zu entkommen oder sich in Kellern und anderen Verstecken zu verbergen suchen. Verleger und Drucker: D. Voll, Solingen— Hauptschriftleiter: Hanns Heinen, Solingen— Zur Zeit ist Preisliste Nr. 7 gültig. Schst b2 gemei führe Ende eben der und! geneh seine dem D Bishe die sit und? diese mark tigen Der mehr zialer provi in E Reise mitte im b schlag stellu vorh die 1 zeit Vert lamp Fabr Mar werd lamx verse für Kraf die und Einl herb gel. von Ver Deu dahe Nutz liefe St. war scha vor bai der eine Pa dem lich en meh Ver Ki dies sche pe wu be ho des vin füh Let Mi sch nac per Mi Sti leb M er Le ihr Da M zu S ein St de wi sel W de ai N in — O G 0 O S Samstag Sonntag, 6./7. Juni 1942 133. Jahrgang Nr. 130 Schüler können vor und nach den Sommerferien nicht beurlaubt werden dub. Das Ausmaß der Sommerferien gestattet es im allgemeinen leicht, Erholungsvorhaben in den Schulferten durchzuführen. Anträge der Eltern, Schüler kurz vor Beginn oder Ende der Sommerserien zu beurlauben, bedürfen nach einem soeben bekannt gewordenen Erlaß des Reichserziehungsministers der Genehmigung der Schulaussichtsbehörde und dürsen nur noch in driugenden Ausnahmefällen genehmigt werden, um so mehr, als ein Teil der Schülerschaft seine Kräfte unter Beschränkung der Ferienzeit in diesem Jahr dem Kriegseinsatz zur Verfügung stellt. Lebensmittelversorgung von Reisenden nach den besetzten Gebieten Umtausch ausländischer Lebensmittelmarken in Essen Der Oberpräsident der Rheinprovinz teilt mit: Bisher war es nicht möglich, daß Verbraucher aus dem Reich, die sich vorübergehend in den besetzten Gebieten aushalten mußten und dort französische oder belgische Lebensmittelmarken empfingen, diese in deutsche Lebensmittelkarten bzw. Reise= und Gaststättenmarken umtauschen konnten, wenn es ihnen wegen einer vorzeitigen Abreise in den besetzten Gebieten nicht mehr möglich war. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat nunmehr gestattet, daß dieser Amtausch durch das zuständige Provinzialernährungamt Abt. B. erfolgen kann. Für die in der Rheinprovinz ansässigen Verbraucher ist das Provinzialernährungsamt in Essen, Thomaehaus, zuständig, an das sich die betreffenden Reisenden unter Vorlage der belgischen und französischen Lebensmittelmarken und unter Angabe der Gründe, die einen Umtausch im besetzten Gebiet verhinderten, wenden müssen. Genügend Blaulichtglühlampen vorhanden Kein Blaufärben mehr Das für bestimmte Teilgebiete der Verdunkelung vorgeschlagene blaue Licht sollte, unbeschadet der fabrikmäßigen Herstellung entsprechender Glühlampen, zunächst durch Blaufärben vorhandener Glühlampen geschaffen werden. Gewisse Mängel, die dem Tauchverfahren anhaften, mußten für die Uebergangszeit in Kauf genommen werden. Inzwischen ist eine Anzahl von Vertriebgenehmigungen für fabrikmäßig hergestellte blaue Glühlampen von etwa 20 Watt Leistungsaufnahme erteilt und die Fabrikation in solchem Umfange aufgenommen worden, daß der Markt ausreichend mit farbigen Blaulichtglühlampen beliefert werden kann. Es ist deshalb die Herstellung von blauem Glühlampentauchlack und das Blaufärben der Glühlampen im Tauchverfahren eingestellt worden. Soweit Kleinglühlampen, z. B. für Hand= und Taschenlampen oder für Kennzeichenleuchten der Kraftfahrzeuge nicht fabrikmäßig hergestellt erhältlich sind, ist die vorgeschriebene Blaufärbung des Lichts bei diesen Lampen und Leuchten nach Verbrauch der Tauchlackrestbestände durch Einlegen blauer Lichtfilter aus Papier, Kunststoff oder Glas herbeizuführen. Pensionsgeflügelhaltung ist verboten Aus gegebener Veranlassung wird von zuständiger Seite nochmals darauf hingewiesen, daß die Errichtung und das Betreiben von Pensionsgeflügelzuchtbetrieben nicht statthaft ist. Dieses Verbot ist in der Anordnung Nr. 2/40 der Hauptvereinigung der Deutschen Eierwirtschaft vom 29. Februar 1940 ausgesprochen. Wer daher Geflügel für andere Personen züchtet oder hält und diesen Nutz= und Zucht= oder Schlachtgeflügel oder Erzeugnisse hiervon liefert, verstößt gegen die Anordnung und wird bestraft. Geburtstad) Aus dem Sclinger Verinke Martin Stolzmann* □ Im 82. Lebensjahr ist unser Mitbürger Fabrikant Martin Stolzmann, Ludwig=Woltmann=Straße 29, gestorben. Er war eine der markantesten Persönlichkeiten der Solinger Wirtschaft und ist im öffentlichen Leben Jahrzehnte stark hervorgetreten. So hatte er im früheren Arbeitgeberverband den Posten eines Schatzmeisters, war Vorstandsmitglied der Allgemeinen Ortskrankenkasse und bekleidete eine Reihe von weiteren Ehrenämtern. Als Inhaber der Firma Papier=Industrie Solingen hat der Verstorbene an dem Aufbau dieses bedeutenden Unternehmens ebenfalls wesentlichen Anteil. Besonders groß sind aber seine Verdienste um die evangelische Kirchengemeinde Solingen, der er mehr als drei Jahrzehnte seine Arbeitskraft ehrenamtlich zur Verfügung stellte. Von 1906 bis 1933 war Martin Stolzmann Kirchmeister. An vielen Planungen und Bauten, die in dieser Zeit entstanden, hatte er großen, man kann sagen, entscheidenden Anteil. So entstand unter seiner Leitung die Dorper Kirche auf der Krahenhöhe, die im Jahre 1914 eingeweiht wurde, weiter das Gemeindeheim an der Katternberger Straße. Auch das Mädchenheim„Quellen= hof“ in Oben=Scheidt verdankte seine Entstehung der Tatkraft des Verstorbenen. Darüber hinaus gehörte er der Kreis=, Provinzial= und Generalsynode an und wirkte hier ebenfalls an führender Stelle. Auch die Entwicklung des Solinger musikalischen Lebens hat Martin Stolzmann tatkräftig gefördert. Er war Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Konzertgesellschaft, die lange Jahre hindurch Sinfonie=Konzerte und später nach Gründung des Singvereins, auch Chorkonzerte in Solingen veranstaltete und durch diese private Initiative dem Solinger Musikleben entscheidenden Auftrieb gab. Vor etwa zwei Jahren, am 10. Mai 1940. konnte Martin Stolzmann unter großer Anteilnahme mit seiner noch heute lebenden Gattin das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Als Mensch erfreute sich der Verschiedene in allen Kreisen, mit denen er in Berührung kam, großer Wertschätzung. Sein arbeitsreiches Leben war von großen Erfolgen gesegnet. Die Bürgerschaft wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. * I Erfolgreiches Schulsparen. Vieles Wenig macht ein Viel. Das zeigt das Sparergebnis einer Solinger Knabenschule für den Monat Mai. Es konnten über 400 RM. der Solinger Sparkasse zugeführt werden. H Das einzige Freibad in Alt=Solingen, das Strandbad Schellbergtal, das landschaftlich schön gelegen ist und stets einen starken Besuch zu verzeichnen hat, öffnet am morgigen Sonntag seine Pforten. 9 Wildentennachwuchs auf der Wupper. Obwohl die Zahl der Wildenten in unseren heimischen Bergen und auf unseren Gewässern eine ziemlich stattliche ist, kommt es doch verhältnismäßig selten vor, daß diese Vögel hier ihr Brutgeschäft verrichten. Während des Winters hatten die meisten Tiere wärmere Gegenden aufgesucht, kehrten aber zu Beginn des Frühjahrs ins Bergische Land zurück und bilden an verschiedenen Stellen mit ihrem Nachwuchs ein für den Naturfreund schönes Bild. So sieht man im mittleren Wunverlauf und auf einigen Kottenteichen die WildEin Solinger erbaute zahlreiche Luftschiffe Einer der verdientesten Mitarbeiter Zeppelins und Eckeners war ein Sohn des früheren Leiters der Solinger Töchterschure Gar stolze Fahrten unternahm W. E. Dörr von Baden=Oos und vom März 1912 auch von Frankfurt a. M. aus den Rhein hinunter, wo er u. a. auch über dem rheinisch=westsälischen Industriegebiet und über seiner Geburtsstadt Solingen kreuzte. Ein tragisches Ende war der„Schwaben" beschieden. Bei einer Zwischenlandung in der Golzheimer Heide in Düsseldorf fiel der Luftriese einem Brand zum Opfer. Dörr erlitt dabei Brandwunden, stand jedoch schon nach wenigen Wochen wieder als Führer im Luftschiff„Viktoria Luise“ und anschließend (August 1912) in der„Hansa“. Mit diesem Luftschiff unternahm der junge Luftschiff=Pionier viele hundert Fahrten von Potsdam und Hamburg aus, Fahrten, die in die Nord= und Ostsee, ja bis Kopenhagen führten. Dabei diente die„Hansa“ der Ausbildung zahlreicher militärischer Luftschifführer und Mannschaften. Die Arbeit im Weltkrieg Im Jahre 1914 gab W. E. Dörr die Führung der„Hansa“ ab, um sich nunmehr mit seiner ganzen Kraft dem Ausbau des Potsdamer Luftschiffhafens zu einer Luftschiffwerft zu widmen. Bei Kriegsausbruch konnte also sofort in Potsdam mit dem Bau von Zeppelin=Luftschiffen unter W. E. Dörrs Leitung begonnen werden. Um es kurz zu sagen: hier und in Berlin=Staaken (auch vor den Toren der Reichshauptstadt erbaute Dörr eine große Luftschiffwerft mit zwei Bauhallen) erstanden unter seiner Leitung mehr als zwei Dutzend Luftschiffe. Das erste konnte bereits im November 1914 unter Teilnahme des Grafen Zeppelin zur ersten Probefahrt aufsteigen, während eins der berühmtesten Schiffe, nämlich L3 59“. im Jahre 1917 die in die Geschichte eingegangene Fahrt von Jamboli bis zum oberen Nil und zurück unternahm. W. E. Dörr, der vom Grafen Zeppelin bereits 1915 zum Direktor ernannt worden war, erhielt für seine wertvolle Arbeit das Kriegsverdienstkreuz am weißen Band. Erfolgreiches Lebenswerk Die Nachkriegszeit sah W. E. Dörr nach vorüberzehender Zusammenarbeit mit Dornier in Lindau in den verschiedensten Verwaltungszweigen beim Luftschiffbau in Friedrichshafen tätig. Mehrere Studienreisen führten ihn nach Amerika, wo ihm u. a. auch die Aufgabe oblag, Beziehungen mit den Amerikanern fester zu gestalten. Seit Jahren ist Dörr nun in der Verwaltung des Luftschissbaues an hervorragender Stelle tätig. Es ist allzu natürlich, daß eine Persönlichkeit vom Range Dörrs aus seiner Arbeit heraus auch einem weiteren Kreise bekannt werden mußte. So war der tatkräftige Luftschiffpionier viele Jahre Mitarbeiter von Moedebecks Taschenbuch für Luftschiffer, lange Zeit Vorsitzender der Bezirksvereinigung Bodensee des Vereins deutscher Ingenieure sowie endlich auch ein oft und gern gehörter Vortragender. In dieser Eigenschaft wurde er auch von dem verstorbenen Reichsminister Dr. Todt sowie von Parteiformationen mehrfach ans Rednerpult gebeten. Wenn W. E. Dörr nun in Kürze sein 60. Lebensjahr vollendet, so war dieses Leben während vier Jahrzehntenmein immerwährender Kampf um die Zukunft des Luftfahrtgedan kens Ein fester, unbeirrbarer Glauben war es, der Dörr die Kraft verlieh, ein so erfolgreiches Lebenswerk bisher zu führen. Immer sprach aus ihm der Mann der Tat, der Pionier. Und wenn er auch gelegentlich hohe und höchste Fahrgäste, so die Königin von Schweden, an Bord hatte, wesentlicher war, daß er seinen Glauben an die Zukunft der Luftschiffe in Tausende von Herzen der jüngeren Generation weitergab durch seine Arbeit! In all' diesen Jahren ist der Name Dörr stets etwas im Hintergrund geblieben. Aber nur deshalb, weil ein Spiel des Zufalls ihm einen Mitarbeiter bescherte, dessen Name fast gleichklingend laute!: Direktor Dr. Ludwig Dürr. Eins steht indessen fest: die engsten Mitarbeiter des Grasen Zeppelin waren neben Dr. Hugo Eckener die Direktoren Dürr und Dörr. Die Beziehungen Dörrs zu Solingen sind vielleicht etwas lockerer Natur geworden, seitdem Franz Dörr der Vater, ins schöne Frankfurt übersiedelte und der Sohn W. E. Dörr in der frohgestimmten Rhein=Hessen=Metropole den Umgang fand, der seinen Lebensweg bestimmte. Trotzdem zählt die Klingenstadt ihn zu ihren bedeutenden Söhnen, denn seine Wiege stand in der Hohe Gasse, dort, wo vor vielen Jahren junge Solinger Mädchen die erste Bekanntschaft mit französischen Vokabeln, höherer Mathematik und schöngeistiger Literatur machten.∆ W. E. Dörr— ein Sechzigjähriger Tiplom=Ingenieur W. E. Dörr. Direktor beim Luftschiffbau Zeppelin in Friedrichshafen, ein gebürtiger Solinger, vollendet am 24. Juni sein 60. Lebensjahr. Vor genau 30 Jahren, am 28. Juni 1912, siel das seiner Führung anvertraute Luftschiff Schwaben“ vor der Luftschifshalle in der Golzheimer Heide in Düsseldorf einem Brand zum Opfer. DTörr zählt neben Dr. Eckener und Dr. Dürr zu den verdientesten Mitarbeitern des Grasen Zeppelin: mehr als zwei Dutzend Lustschifse entstanden allein während des Weltkrieges unter der Leitung des Solingers. Glückliche Jugendtage Nur wenige Solinger werden sich noch der alten Töchterschule in der Hohe Gasse 6 erinnern, jenes Hauses, das zwar heute noch steht, aus dem jedoch Tasel, Kreide und Schwamm nun schon fast viereinhalb Jahrzehnte verschwunden sind. In den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war die„höhere Töchterschule" noch eine durchaus private Einrichtung einiger Solinger Familien; erst im Jahre 1888/89 wurde sie städtisch, um dann im Jahre 1898 in das neue Gebäude in der Friedrichstraße(heute Ludwig=Woltmann=Straße) und kurz vor der Machtübernahme in den Gebäudekomplex der August=Dicke=Schule in der Schützenstraße überzusiedeln. Wie gesagt: Anfang der achtziger Jahre handelte es sich bei der Töchterschule noch um ein orivates Unternehmen, dem der Lehrer und spätere Rektor Dörr, der Vorgänger des schon mehr Solingern bekannten Direktors Friedrich vorstand. Dörr hatte, wie seine Vorgänger, unter denen sich der Rektor Friedrich Hengstenberg (zugleich Leiter der Bürgerschule) und die Rektorin Thau befanden, im Hause Hohe Gasse 6 auch seine Privatwohnung. Hier wurde ihm am 24. Juni 1882 ein Sohn geschenkt. Dörr. Der kleine Dörr verlebte indessen nur die ersten glücklichen Kindheitsjahre in der Klingenstadt, denn sein Vater, dem der Auf eines zwar sehr gestrengen, aber auch tüchtigen Lehrers voraufging, wurde als bekannter Sprachlehr=Reformer nach wenigen Jahren zum Oberstudiendirektor einer höheren Schule in Frankfurt a. M. berufen; der Amzug erfolgte selbstverständlich mit der gesamten Familie. Vom Elektrolehrling zum Luftschifführer Nachdem W. E. Dörr noch nicht vierzehnjährig das sogenannte „Einjährigen=Examen“ abgelegt hatte, widmete er sich der praktischen Arbeit als Lehrling der elektrotechnischen Firma Voigt & Häffner in Frankfurt a. M. Einigen Studienmonaten in England folgten das Abitur, eine Tätigkeit als Schiffsbaupraktikant in Stettin und das Dienstjahr bei der Matrosenartillerie. Anin Stettin und das Dienstiahr bei der Migtosegaxtilefie schließend bezog der junge Dörr die Technische Hochschule Charlottenburg und die Berliner Universität. Nach weiterer, sehr vielgestaltiger praktischer Arbeit auf einer Flußschiffswerft und einem Handelsschiff legte der gebürtige Solinger im Jahre 1909 die Diplomhauptprüfung ab und betätigte sich anschließend sofort auf dem Luftfahrtgebiet, und zwar zunächst als Mitarbeiter des Oberbaurates Rettig, der, gewissermaßen in Konkurrenz zu Schütte=Lanz. Luftschiffe mit Holzgerüsten entworfen hatte. Ein Jahr arbeitete Dörr mit Rettig zusammen, doch dann mußte die Aussichtslosigkeit dieses Unternehmens eingesehen werden, das auch im Sommer 1910 aufgelöst wurde. Um die gleiche Zeit trat W. E. Dörr in die Dienste des Grafen Ze##pelin, dessen epochemachende Erfindung zwar um diese Zeit bereits bekannt war, deren„Kinderkrankheiten“ aber noch keineswegs abgestreift waren, so daß es für den jungen Solinger hier ein reiches. fruchtbares und sehr dankbares Arbeitsfeld gab. Der neue Luftschiffhafen Potsdam war das erste Werk des Solinger Rektoren=Sohnes; ihm folgte die Ausgestaltung der Luftschiffhallen mit der besonderen Einrichtung zum Ein= und Ausfahren der Luftschisse. Vom Frühjahr bis Herbst 1911 nahm er als Fahringenieur an den Fahrten der Fahrgast=Luftschifse„Deutschland“ und„Schwaben“ teil. Das Golzheimer Unglück Damals befand sich der erste Maybach=Motor noch auf dem Bremsstand. Neben„Deutschland“ und„Schwaben“ lag das nächste Passagierluftschiff„Deutschland II“ im Bau. Im November des Jahres 1911 berief das Vertrauen Dr. Eckeners den noch nicht Dreißiajährigen zum Führer des Luftschiffes„Schwaben“. Die„Höhere Töchterschule“, das Geburtshaus Dörr's, in der Hohe Gasse um 1880 entenmütter mit ihren Jungen häufig auf der Nahrungsuche und viele Spaziergänger haben ihre Freude an dem frohen Spiel der flinken, hübschen Tierchen. S Gestorben sind: im Alter von 68 Jahren Frau Wwe. Oskar Vitting, Adele geborene Bremshey, Potsdamer= straße 7; im Alter von 73 Jahren Carl Schaaf, ein bekannter Mitbürger von I. Balkhausen. 70 Floschen waren weg, aber der„Nachgeschmack“ folgte. Aus dem Kellerbestand einer Solinger Weinhandlung verschwand vor etlicher Zeit auf ungeklärte Weise eine ganze Reihe Flaschen mit echtem Kräuterlikör. Das Verschwinden war nicht nur rätselhaft, sondern für die Firma auch sehr unangenehm, da sie kein Verfügungsrecht mehr über die Ware hatte und daher sehr leicht selbst in ein schiefes Licht hätte kommen können. Eines Tages erhielt die Firma einen Wink, wenn sie Likör vermisse, dann... Wir brauchen nichts weiter zu sagen. Schnell waren der Tieb, ein Aushilfearteiter der Firma, sowie auch die beiden Hehler ausgestövert. Insacsamt weren mahr als 70 Flaschen des sehr begehrten Likörs verschwunden. Ter Dieb und die beiden Hehler standen am Donnerstag vor dem Schöffengericht. Das Urteil lautete gegen den Dieb auf eine Gesängnisstrafe von fünf Monaten(das Gericht ging dabei über den Strafantrag von vier Monaten hinaus) und gegen die beiden Hehler auf Gesängnisstrafen von vier bzw. drei Monaten. Il Sun dem Ohlinger Verirh! zo: Zum zweiten Male hereingefallen. Nach 36 Jahren war der Lebens: bund eines Ehepaares durch die alleinige Schuld des aus Berlin stommenden Ehemannes gebrochen und die Ehe rechtskräftig geschieden worden, wobei der Ehemann als der Alleinschuldige gekennzeichnet wurde. Ossenbar aus Wut und Verärgerung setzte sich der Mann nun hin und schrieb an den Vertreter seiner einstigen Frau, einen Solinger Rechtsanwalt, einen Brief, dessen Inhalt eine einzige Veleidigung und Herabsetzung des im besten Ansehen stehenden Anwaltes bedeutete. Wegen Beleidigung hatte sich der Briesschreiber vor dem Schöffengericht zu verantworten, das eine Geldstrafe in diesem Falle, in dem ein Anwalt Fitme, die in Jolingen kausen „Frauen sind doch bessere Diplomaten“. So heißt der erste deutsche Farbgroßfilm, der nunmehr auch in Solingen, und zwar im Monopol-Theater, zu sehen ist. Es ist zunächst noch ungewohnt, den Ablauf der Filmhandlung farbig auf der Leinwand zu sehen, und man wird sich der Tatsache bewußt, daß der Farbfilm nicht nur umwälzend auf die ganze Filmgestaltung wirken muß, sondern auch vom Beschauer eine Umstellung verlangt. Es ist ähnlich, als wenn man nur die Schwarz=Weiß=Zeichenkunst gekannt hat und dann plötzlich der Malerei gegenübergestellt wird. Der Farbfilm stellt dem Spielleiter völlig neue Aufgaben, in die er erst allmählich hineinwachsen wird. Unabhängig von allen diesen Ueberlegungen freuen wir uns, daß endlich* Prahsem 2 hfilms nraktisch gelöst“ ist ein lich das Proviem des Fardfilms ptattisch gelost Fortschritt von noch gar nicht abschätzbaren Auswi Georg Jacoby hat diesen ersten Farbfilm der Usa inszeniert, der ein leichtbeschwingtes, heiteres Spiel anmutig gestaltet hat. Die Sozial=Arbeit im Solinger Handwerk Von Gausachschaftswalter der DAF Hans Laubach, Vorsitzender der Handwerker=Sozialgewerk e. G. m. b. H., Solingen In der großen Front der Schaffenden in der Heimat nimmt auch der deutsche Handwerker seinen Platz ein. In den vielen Handwerksbetrieben unseres Gaues schaffen unermüdlich Meister, Gesellen, Lehrlinge und sonstige Hilfskräfte für unsere siegreiche Wehrmacht und unsere deutsche Wirtschaft. Bei diesem Großeinsatz des deutschen Handwerks für unseren Endsieg, steht der Sozialgedanke heute besonders im Vordergrund. Das Handwerk hat gegenüber der Industrie auf diesem Sektor noch sehr vieles nachzuholen. Abgesehen von sehr guten und anerkennenswerten Einzelleistungen handwerklicher Großbetriebe, war es, bis zur Gründung der Handwerker=Sozialgewerke, dem einzelnen Meister hat lkaum möglich, ernsthafte Sozialpolitik innerhalb seines Betriebes Es spielt um die Mitte des vorigen Jahrhunderts in Bad zu treiben. Ku 1J8en Sezum Homburg, dessen Spielkasino auf Beschluß der Frankfurter Natio=] Die Sozialgewerke schafften erst für jeden Handwerksbetrieb nalversammlung geschlossen werden soll. Der Direktor des Spiel= die Möglichkeit, die vorbildlichen Sozialleistungen der Industrie kasinos betraut seine Nichte mit der diplomatischen Mission, nunmehr auch für sich und seine Gefolgschaft auszuwerten. Durch die Schließung zu verhindern. Und dieses fesche Persönchen, den Zusammenschluß aller Handwerksbetriebe das nicht nur scharmant ist, sondern auch entzückend tanzen im Sozialgewerk wurde zunächst einmal eine handwerkkann, führt ein neckisches Spiel mit dem Husarenrittmeister zum liche Betriebsgemeinschaft großen Umfanges gebildet, entsprechend guten Ende. Der ganze Film ist auf einen leichten Operetten=den Betriebsgemeinschaften großer industrieller Werke. Verwalton abgestimmt und ergötzt durch seine frohbeschwingte Atmo= tungsmäßig ist die Führung einer solchen handwerklichen Besphäre sowohl wie die ausgezeichneten Darsteller, von denen Ma= triebsgemeinschaft natürlich sehr viel schwieriger als bei einem rika Rökk und Willy Fritsch die beiden tragenden Rollen aus= Industriewerk, weil sie sich über eine ganze Reihe Einzelbetriebe gezeichnet verkörpern. Es gibt im Verlauf des Films Bild=erstreckt. Man wählte deshalb für die Handwerker=Sozialgewerke streifen von wundervoll duftiger Farbigkeit, so etwa das Tanz= die Rechtsform der Genossenschaft. spiel im grünen Park. Ein vielversprechender Auftakt für den Erfreulicherweise fanden sich hier in Solingen genügend satzbereite Handwerksmeister, die durch ihren sich nunmehr wohl rasch entwickelnden Farbgroßfilm. zeitnahe und einsatzberein, Hung#rcksmeister, Dellkirt Beitritt dem Sozialgewerk gleich die finanzielle Grundlage „Winternachtstraum“, heißt der vom Palast=Theater wieder= sicherten und es dadurch ermöglichten, daß nach verhältnismäßig aufgegriffene Film um ein verliebtes Spiel mit Magda Schnei= kurzer Anlauffrist mit der Durchführung der ersten Sozialmaßder und Wolf Albach=Retty; Theo Lingen und Hans Moser sind nahmen für das Handwerk begonnen werden konnte. Vorausauch dabei.—„Die lustigen Vagabunden“ geben ein Gastspiel setzung hierfür war allerdings zunächst die Gründung einer geim Central=Theater; ab Dienstag„Der Fall Deruga“.— Die meinsamen Betriebskasse auf freiwilliger Grundlage, der bereits Filmoperette„Der Königswalzer“ sieht man im Grünewald; die Mehrzahl der Genossen angehört. Oberster Grundsatz von anschließend„Liebe läßt sich nicht erzwingen“.— Deli zeigt den Vorstand und Aufsichtsrat der Sozialgenossenschaft ist es, die indischen Abenteurerfilm„Krischna“ und dann„Der Nebell“.— Gelder dieser gemeinsamen Betriebskasse so zu verwalten und In den Mangenberger, Lichtspielen läuft der Harry=Piel=Film...: Singnzen der(5Menschen, Tiere. Sensationen“ und dann„Komödianten", im Weidenhof„Ihr Leibhusar“ und„Großalarm“.— Capitol, Gräfrath, bringt„Sein Sohn" und„Schloß Hubertus“. Odeon„Unter dem Kreuz des Südens", Central, Ohligs,„Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit". Carl Müller=Sohler. „Iphigenie auf Tauris“ Mit der Aufführung von Goethes„Iphigenie auf Tauris“ am kommenden Mittwoch kommt das Schauspiel=Ensembel der Bergischen Bühne zu einem Höhepunkt des diesjährigen Theaterprogramms. Beeinflußt von den Werken berühmter griechischer Dichter der klassischen Zeit, zugleich aber Ausdruck des eigenen dichterischen inneren Erlebnisses, wurde in dieser Verschmelzung griechisch=deutschen Wesens der Gipfel unseres antikisierenden Dramas erreicht. Dem deutschen Genius Goethes ist ein Kunstwerk gelungen, das die ganze Welt bewundert und das immer wieder auf den Bühnen große Erfolge bringt. zu verwenden, daß die Finanzen der Genossenschaft stets in Ordnung bleiben.„„ Als erste soziale Maßnahme wurde der Kulturring, im Rahmen des städt. Kulturprogramms 1941/42, durchgeführt. Mit den zu diesen Zwecken erworbenen Dauerkarten, konnten regelmäßig 100 Handwerksangehörige die Theater=, Konzert= und Vortragsveranstaltungen besuchen. Diese Maßnahme der Feierabendgestaltung wurde von den Schaffenden des Handwerks besonders freudig begrüßt und fanden die Karten stets dankbare Abnehmer. In Zusammenarbeit mit der NSG.„Kraft durch Freude" wurde in der Adolf=Hitler=Halle eine vorweihnachtliche Konzertseierstunde mit unserem Solinger Meistercellisten Prof. Ludwig Hoelscher und dem Städt. Orchester durchgeführt, von welcher auch alle Teilnehmer begeistert waren. Die Anmeldungen zur Betriebskasse halten ständig an. Im Frühjahr dieses Jahres erfolgte, zur weiteren Vertiefung und Vereinfachung der Sozialarbeit im Solinger Handwerk, der Zusammenschluß der Sozialgewerke von Alt=Solingen und Solingen=Wald. Inzwischen wurde auch mit den Vorarbeiten zur Einrichtung einer Gesundheitskartei für die im Handwerk Schaffenden begonnen und wird nach deren Fertigstellung die betriebsärztliche Betreuung auch im Solinger Handwerk ihren Einzug halten. Bei dem kriegsmäßig bedingten, starken Einsatz des Handwerks, stand die Frage der Urlaubsgestaltung in diesem Frühjahr an erster Stelle. Seit April d. I. erfolgen nun die regelmäßigen Urlaubsverschickungen von Handwerkern in das Erholungsheim des R. I. V. des Bäckerhandwerks, in Bad Honnef am Rhein. Das Handwerker=Sozialgewerk übernimmt hierbei die gesamten Kosten für Fahrt. Unterkunft und Verpflegung für eine Woche und stellt diese Freiplätze laufend den Betriebskassenmitgliedern für sich, oder ihre Gefolgschaftsmitglieder zur Verfügung. Wie die wöchentlich auf der Geschäftsstelle eingehenden Dankschreiben beweisen, ist auch diese Maßnahme auf ganz besonders fruchtbaren Boden gefallen. Im Oktober dieses Jahres wird das Handwerker=Sozialgewerk, in Verbindung mit der RSG.„Kraft durch Freude“, er neut an die Oeffentlichkeit treten mit der Veranstaltung des Singspieles„Fröhlich Handwerk“ von Binder. für gem. Chor, Orchester, Tanzgruppe. Die künstlerische Leitung dieser Veranstaltung liegt in den Händen von Gauchorleiter, Musikdirektor Bittscheid, Essen. Diese handwerkliche Feierabendveranstaltung, die in Berlin und Leipzig überfüllte Säle und Wiederholungen brachte, wird hier in Solingen, durch die persönliche Anwesenheit des Komponisten, eine besondere Note erhalten. Dieser kurze Bericht gibt einen Ueberblick über den gegenwärtigen Stand der Sozialarbeit im Solinger Handwerk. Viele große und schöne Aufgaben stehen aber auf dem Programm des Sozialgewerks noch offen und daher sollte künftig kein Handwerker mehr fernstehen und durch seinen Beitritt zum Sozialgewerk und der gemeinsamen Betriebskasse bekunden, daß ihm das soziale Wohl seiner Gefolgschaft genau so am Herzen liegt, wie die Entwicklung und der Ausbau seines Handwerksbetriebes. Die von unserem Führer geforderte Leistungssteigerung ist auch im Handwerk nur möglich, mit Hilfe vorbildlicher Sozialbetreuung der Gefolgschaften, nach den Richtlinien der Deutschen Arbeitsfront. lediglich in der korrektesten Weise und gestützt auf Material, das ihm von seiner Klientin zur Verfügung gestellt worden wor, die Interessen der Frau vertreten hatte, nicht für ausreichend hielt. Das Urteil lautete auf eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen. erheblich hinaufgesetzt. Die Sparmaßnahmen auf dem Gebiete der Papierbewirtschaftung machen es nötia, daß der Umfang der Lebensmittelkaren künftig geringer ausfällt. Eine Verkleinerung läßt sich schon deswegen vertreten, weil sich inzwischen das Kartensystem sehr gut eingespielt hat. Aus dem Walder Bezirk zwa= Die Anlagen vor dem Solinger Standesamt an der Mittelgönrather Straße haben durch das Städtische Garten= und Friedhofsamt eine Verschönerung erfahren. Die Beete vor dem Haupteingang erhielten neue Anpflanzungen. Der vorhandene Blumenschmuck, in erster Linie aus Tulpen bestehend, steht in schönster Pracht da. Am Walder Ratwar gleichsalls in den letzten Tagen der Gärtner weiter tätig. An Stelle der verblühten Anpflanzungen wurde eine neue Blume gewählt, die besondere Farbenpracht entfaltet. In letzter Zeit war es nun zu verzeichnen, daß die Rasenflächen und Beete von spielenden Kindern benutzt und beschädigt worden sind. Die Eltern werden gebeten, hierauf ein Augenmerk zu richten und erzieherisch auf ihre Jungen und Mädchen einzuwirken. Aber auch Erwachsene behandeln die öffentlichen Anlage häufig nicht pfleglich. So konnte der Vorsitzende der Bezirksgruppe Solingen=Schlagbaum des Verkehrsvereins feststellen, daß die Grünflächen am Arbeitsamt Scheidterstraße von mehreren Frauen aus der Nachbarschaft zum Teppichklopsen benutzt werden. So etwas ist natürlich ebenfalls nicht gestattet. Die den Frauen erteilten Ermahnungen waren jedenfalls berechtigt. Städtische Anlagen sind Allgemeingut und verdienen weitgehende Schonung. wa= Das Kleinkaliberschießen der Ehem. Soldatenkamaradschaft findet jetzt wieder jeden ersten und dritten Samstag im Monat, nachmittags, statt. =was Gestorben ist im Alter von 78 Jahren Frau Jacob Stüttgen, Auguste geb. Plücker, Lehner Straße 4, Trägerin des Ehrenkreuzes der deutschen Mutter in Gold. +MN CLRSAEN SCHIFT UN1D TRIT“ zu Seinggrorrehteng.. PArT. Dar ANGESAMMALTTEN AITEN HUTEN:: Aus dem Höhscheider Bexirke erfahren. Von Woche zu Woche finden sich immer mehr Buben und Mädel in der Turnhalle an der Schulstraße ein. Einige ältere Mitglieder des Vereins stellten sich die schöne Aufgabe, die turn= und sportbegeisterte eh. Die Hofgemeinschaft Obenpilghausen derey“, und Jugend zu betreuen. Mit froh gesungenen Liedern geht es bei schönem beten Sinn 4.#0 Wetter auf den Gräfrather Ererzierplatz, wo ein frisch=fröhliches Treiben Zweck die Pflege des Heimatgedantens und vornehmlich die sich abwickelt. Sind die Stunden des Spiels vorbei, so dauert es den Hofschafts=Verschönerung ist, leistet auch trotz kriegsbedingter meisten von ihnen zu lange, bis die nächste Turnstunde beginnt. Der Hemmnisse auf diesen Gebieten ihr Möglichstes. Manche Aufgabe Stützpunktleiter bittet alle Gräfrather Eltern, die Kinder der Jugendmuß zwar bis nach Kriegsende zurückgestellt werden, doch sieht abteilung des Gräfrather Turnvereins zuzuführen. man überall an den schwarz=weiß=grünen bergischen Häuschen, den Wegen, Gärten und Baumhöfen die pflegliche Hand der Hofschaftsbewohner. Ein Schmuckstück bildet aber nach wie vor die Anlage um den historischen Obenvilghausener Brunnen. Hier wurden in den letzten Wochen die Winterschäden beseitigt, die Rasenfläche geschnitten und Bänke sowie Wege in Ordnung gebracht; die in voller Blüte stehAnlage zu einem einladenden Fl date' Verbindung. gufrechtz, vergißt garuoer hinaus aber hienssvor)rrzuz, Kartenausgabentene wieder v die festlichen Anlässe in Obenvi##ghausen, als da sind gol=ois zum 5. Juli bei der Kartenausgabesteue wieder vorliegen. Aus dem Leichlingen eles Die Eierablieferungspflicht der Geflügelhalter. Bis zum 28. Juni 1942 sind bekanntlich je Legehenne oder Ente 50 Eier zur Ablieferung zu bringen. Auf die Innehaltung der Anordnung werden die Geflügelmit den Lebensmittelkarten NS.=Nacheichten RSDAP. Höhscheid Zelle 8, 20.30 Uhr, Lokal Montag, 8. Juni. CG. Däcker: Zellenversammlung. DAF. und RSG.„Kraft durch Freude" Montag, 8. Juni. OW. Altstadt, 19.30 Uhr, Klingenhof, Zimmer 3: Arbeitstagung für sämtliche Betriebsobmänner, KdF.=Warte und Frauenwalterinnen.— OW. Wald, 19 Uhr, Deutsches Haus: Arbeitstagung für sämtliche Betriebsobmänggr.., 16 80 uhr Kurt. HersDonnerstag, 11. Juni. OW. Hohscheio, 18.30 Uhr, Kurt=perderHaus: Arbeitstagung aller Betriebsobmänner. REROB. Kameradschaft Solingen=Wald. Am Sonntag, dem 7. Juni. findet ab 2 Uhr nachmittags das Kleinkaliber=Schießen auf dem Schießstand bei Robert Stamm, Kreuzweg, statt. Spenden für das DRK Anläßlich einer Betriebsfeier stellte die Gefolgschaft der Firma Wilhelm Boos jr. dem Deutschen Roten Kreuz einen Betrag von 50 Mark zur Verfügung.— Der NSV.=Dienststelle in Solingen=Gräfrath gingen 200 Mark von der Betriebsgemeinschaft der Firma August Küllenberg, Schulstraße, zu.— In der Gaststätte„Zum goldenen Stern“ am Ohligser Schützenplatz wurde zum dritten Male im Verlaufe weniger Wochen eine vom Wirt Eickhoff zur Verfügung gestellte Flasche Sekt zur Versteigerung gebracht. die 80 Mark erzielte. — Tatkräftig setzten sich auch mehrere Ohligser Kegelklubs für das Deutsche Rote Kreuz ein. So überwiesen der Kegelklub „Frohsinn“ 50 Mark, der Kegelklub„Talklub“ 30 Mark. während die Kegelabteilungen der Betriebssportgemeinschaften „Kronprinz“ und Spiralbohrer Remscheid nach einem Freundschaftskampf die Summe von 31 Mark abführten. stehenden Ziersträucher machen Die halter besonders hingewiesen,„Izsammen, glegchen für die Anwohner. Im für den 38. Versorgungsabschnin, die am 21. Juni d. J. zur Zustellung übrigen hält die Hofgemeinschaft selbstverständlich mit den Sol= gelangen, geht den ablieferungspflichtigen Geslügelhaltern ein Abrechdaten die verbindung aufrecht, vergißt baruoer hinaus aber nungsvordruck für den 2. Ablieferungszettig###. Die Abrechnung mus nicht die festlichen Anlässe in Obenpilghausen, als da sind goldene Hochzeiten sowie die 80., 85. 90. Geburtstage usw. der Hofgemeinschaftsahnen, denen mit der Uebermittlung sinngemäßer Aufmerksamkeiten stets eine besondere Freude bereitet wird. eh= Gestorben ist im Alter von 77 Jahren Frau Clara Schäfer geb. Lütters, Neuenhofer Straße 67. Sie war die Gattin des verstorbenen Kaufmanns und Inhabers einer bekannten Kaffeerösterei Hugo Schäfer, weiten Kreisen bekannt und allgemein geachtet. Schalke 04 gegen 1; Straßburg im Mittelpunkt Vier Kämpfe um die Deutsche Fußballmeisterschaft serung] Der Kampf um die deutsche Fußballmeisterschaft wird mit den vier Zwischenrundenspielen fortgesetzt. Schalke 04 empfängt die starke Elf der 4 Straßburg, Blau=Weiß Berlin spielt gegen VfB. Königsberg, Vienna den SC. Planitz und Kickers Offenbach gegen Werder Schalke, Die Aus dem Grätratther Benirh! Lebensmittelkartenverkleinerung Das Gewicht wird halbiert Lebensmittelkarten verschlingen ungeheure Mengen an Papier= rohstoffen. Man ist jetzt dazu übergegangen, das Format dieser Karten abzubauen. Der Anfang wurde mit der Fleisch=, Eier= und Milchkarte gemacht, es kamen dann die Brot= und Nährmittelkarten heran. Bei der nächsten Periode werden die Fettkarten in kleinerem Umsang erscheinen. Durch den Abbau des Formats tritt eine erhebliche Papierersparnis in die Erscheinung. Eine Stadt von 500 000 Einwohnern braucht im Jahr etwa so viel Lebensmittelkarten, wie sechs bis sieben Eisenbahnwagen füllen würden. Bisher wog das Päckchen der Lebensmittelkarten, das in jeder Zuteilungspcriode dem Normalverbraucher ausgehändigt wird, Das Gewicht wird etwa halbiert. Durch diese Gewichtsetwa 17 Gramm. eg= Eine wichtige Tagung der Sängergruppe Gräfrath findet am kommenden Sonntag, vormittags, in der Gaststätte Heuser, Schulstraße, statt. □ werden lingen, die Beteiligung an der Solinger Musikwoche und die Zusammen: Ansang Mäxz, gab#8.inn., Beich arbeit mit der Partei bei Veranstaltungen. Eingeladen wurden weiter Lebensmittelkarten, he nicht weniger und Berechtigungsscheine. Nebenher die die einzelnen Gemeinden ausgeben, Wien gegen Bremen. 3C. Schalle 04 gegen ½=Sportgemeinschaft Straßburg Nach dem Westmarkmeister kommt nun der Elsaßmeister nach Sch. um sich der westfälischen Meisterelf zum Titelkampf um die„Deutsche“ zu stellen. Hatte Kaiserslautern vorher durch den 7:1=Erfolg über den SV. Waldhof viel von sich reden gemacht, so hat die ½Sportgemeinschaft Straßburg auf ihrer Erfolgliste die beiden bemerkenswerten Siege über Württembergs Meister Kickers Stuttgart und Bayerns Meister Schweinfurt 05. Beide Siege wurden in Straßburg errungen, so daß man abwarten muß, ob die Straßburger die gebotene Leistung auch auswärts wiederholen können. Hoch einzuschätzen ist bei den Gästen vor allem ihr großer Kampfeswille, rein technisch werden sie dagegen Schalke unterlegen sein. Es fragt sich nur, ob Schalle wieder so groß ins Spiel kommt wie vor 14 Tagen. Das liegt nicht zuletzt an der Besetzung, die aber voraussichtlich wieder recht stark sein wird. Schalke 01 darf dennoch auch diesen Gegner nicht leicht nehmen, der zu allem fähig ist, sonst hätte er nicht so routinierte Mannschaften wie Kickers Stuttgart und Schweinfurt aus dem Rennen geworfen. Als besonders stark gilt die Hintermannschaft, aber der Schalker Sturm wird sich schon durchzusetzen verstehen, wenn auch diesmal kaum nenn Tore fallen sollten. Ist die Abwehr auf dem Posten und läßt sie den schnellen und entschlossenen Stürmern aus Straßburg nicht zuviel Spielraum, dann kann Schalle kaum etwas passieren und die Meisterelf steht in der Vorschlußrunde. Das Treffen steigt ebenfalls in der Glückauf=Kampfbahn und wird von Schumann(Berlin) geleitet werden. In den übrigen Spielen sind Blau=Weiß Berlin, Vienna Wien und Kickers Offenbach die Favoriten. Mit Bildergutschein und Wertmarke „Wir vollenden Euer Werk“. Brief aus dem Osten an meinen Vater Kriegsberichter Heinz Ockhardt „Ich fand deinen Brief, Vater, als ich in die niedrige Stube zu wenden. Ihr Aelteren ließet trat, auf dem Wandbrett liegen. Dahin geht immer zuerst Kinder abers pit- gläutzigem Herzen warieten, mutztet ihr des nun ebenfalls in der Heimat unsere Frauen, unsere Kinder, mein Blick, wenn ich vom Flugplatz zurückkehre. immer unsere Post. Du weißt es ja selbst aus den Tagen, da du in jenen Jahren des Ersten Weltkrieges hier in diesen Landstrichen in Stellung lagst, was ein Brief aus der Heimat bedeutet. Heute nahm ich mir nicht einmal die Zeit, die Kombination auszuziehen, wie ich es sonst tue, und mich gemütlich auf der Ofenbank auszubreiten, ehe ich eure Briefe lese. Vater, dein Brief hat mich auf seltsame Weise angerührt, hat mich zutiefst nachdenklich gestimmt. Du fragst, wie es jetzt in Kiew aussähe oder in Charkow, in Jekaterinoslaw, was sie jetzt Dnjepropetrowsk heißen. Du sprichst von der Krim, wo wir einen Flugplatz bezogen haben. Heute waren es übrigens zwei mittlere Schifse, die unsere Staffel an der Westküste versenkt hat. Alle diese Namen sprichst du mit einer Selbstverständlichkeit aus, die große Vertrautheit mit ihnen voraussetzt. Und das hat mich nachdenklich gemacht! Meinte ich doch, alles das allein mit vielen Kameraden meiner Generation zu besitzen, was diese Namen an Kampf und Verzagtheit, an Mut und Todesfurcht bergen. Glaubte ich doch, daß wir ausgezogen waren, einen neuen Kampf zu kämpfen, der allein uns Junge angehe. Als du aber nun in deinem Brief fragtest, ob man noch in der Markthalle in Kiew garnierte Schweineköpfe kaufen könne,— als du aber von euren Kämpfen in der Ukraine gegen das Korps des ehemals k. u. k. Generals tschechischer Abkunft Haller schriebst, als du erzähltest, wie ihr bei Ausbruch der deutschen Schandrevolution abgeschlossen hier unten saßet und eure Division den Bolschewisten nicht die Waffen ablieferte und ihr zu Fuß bis Kiew marschiertet, wo ihr euren Abtransport erzwanget, da kam es wie eine Offenbarung über mich. Als ich diesen Brief hier in der kleinen russischen Bauernstube in den Händen hielt, sah ich die deutsche Vision. Ich war damals ein Bub von zwei Jahren, da dich der Befehl unter die Waffen rief. Dein junges Weib, die Mutter, ließest du in jenen Tagen zurück, und sie hatte nur mich und ihre Wünsche für dich in ihrer Obhut. Du warst einer von den vielen, die in das Ungewisse, in den Krieg zogen, der die Lose ungleich verteilt. Du warst einer von den vielen, deren Aufgabe das deutsche Schicksal war. Vater, du schriebst von Rownow und Schitomir. Ich bin durch ihre zertrümmerten Straßenzeilen gefahren. Ich habe durch die leeren, toten Fensterhöhlen der stehengebliebenen Häuserfronten in den milden Himmel geschaut. Du schriebst von Kiew. Wir haben unsere Bomben auf das Fort und die Bunkerstellungen am Stadtrand und auf seine Flugplätze geworfen. Ein Kamerad blieb dabei. Er war in den Wäldern der masurischen Heide zu Hause, und wenn er von seiner Mutter, der alten Bäuerin erzählte, ergriff mich die Sehnsucht nach der Melancholie der träumenden Seen und der schimmernden Glut der sinkenden Sonne auf den Föhrenspitzen. Ich habe ihn sehr gemocht!— Vater, du schriebst von Jekaterinoslaw. Dort haben wir der Infanterie geholfen, als ihr Vorgehen stockte. Ich kann mich noch erinnern, ich war etwa fünf Jahre alt, als du auf Urlaub kamst. Es war mitten in der Nacht. Da wurde ich wach und hörte die Mutter mit jemandem reden. Eigentlich wußte ich nicht so recht, wer du warst. Ich mußte dir einen Kuß geben. Das war aber nicht so leicht, denn ein langer feuchter Bart hing dir über die Lippen. Und dann rannte ich im Nachthemd im Zimmer umher und hockte staunend vor dem mit Paketen behängten Tornister. Und tastete auch einmal vorsichtig und zögernd an dem kalten Lauf des Gewehres, das in der Ecke stand. Das habe ich behalten und jenes, das später— als du längst wieder an der Front warst— die Mutter mich manchmal nachdenklich betrachtete. Wenn ich dann ein paar Tränen in ihren Augen bemerkte, kletterte ich auf ihren Schoß und wischte sie mit unbeholfenen Kinderhänden weg. Sieh, das waren gute Stunden für mich. Ich war stolz und glücklich, und dein Gewehr und der Ranzen aus Fell waren aus einer Welt, in die ich mich heftig wünschte. Damals lebte ich in den einfachen Gedanken der Kindheit und konnte den Sinn alles dieses Geschehens nicht begreifen. Heute, Vater, bin ich an deine Stelle getreten. Heute tue ich das, was du in voller Selbstverständlichkeit getan haft..112 g### k.en u. in Si. Gut viereinhalb Jahre veines Lebens gabst du an dieses Land, zogst du eine Straße des Opfers, die ich nun— dein Sohn— runde zwanzig Jahre später wieder begehen sollte. Wie dir erging es vielen deutschen Vätern, und wie ich sind viele deutsche Männer. Da ich deinen Brief las, der mir die Erinnerung an jene Kindertage erstehen ließ, dachte ich an jenes kleine Wesen, das meines Blutes ist und durch mich auch deines. In ihm liegt die Begründung für das Beginnen deiner Zeit, der das Ziel versagt blieb, das wir uns noch einmal gesteckt haben und das ich die deutsche Passion nennen möchte. Wir mußten in diesen Kampf, weil man uns Deutsche in unserer Art nicht leben lassen wollte.,(4on einma Tahr: aurag Gache Vater, ihr Aelteren habt schon einmal Bahre eures Lebens an diese Erde hingegeben, um das deutsche Schicksal der Enge Eine Facht kam aus Kopenkagennun ebenfalls in der Heimat unsere, Fraren, unfzre. die Mütter, daß wir ihnen mit dem Frieven das gesicherte Heim, das Glück ihres Herdes bringen. Diese östliche Erde ist gezeichnet von unserem Blut, vergossen im Ersten Weltkrieg! Auch, wir standen vor manchem Grabkreuz und fügten eine blaue Blüte oder auch nur ein schlichtes Reis zum Abschied in den Sand. Viele waren mit uns ausgezogen, die das wollten, was wir ersehnten, die den Ihren das bringen wollten, was wir still den Unseren gelobten. Viele von diesen blieben an der Heerstraße der deutschen Passion. W. Nun hat man uns zum zweiten Maie die Waffen in die Hand gezwungen. Wir führen sie mit harter Hand, weil wir dieses Mal für ein zwiesach Ding kämpfen: für Europa und für uns! Was eigentlich nur ein einfach Ding ist. Und wir führen sie so lange, bis die Entscheidung erzwungen ist. Denn wir wollen nicht, daß unsere Söhne wieder ihr Blut geben, daß wieder unendliches Leid über die Welt kommt; wir wollen nicht, daß sich der Deutsche nur im blutigen Kampf verströmt, sondern, daß er dessen teilhaftig werde, was sein reicher Gest geschaffen Sieh, Vater, dein Brief hat mich sehend gemacht. Da eure Zeit das Ziel nicht erreichte, müssen wir das Werk zu Ende Die schlimme Krankheit Der berühmte Humanist Camerarius erzählte in seinen Schriften folgende Begebenheit: Als ich einst mit einigen Senatoren vor dem Rathause zu Brügge saß, kam ein Bettler auf uns zu und erbat sich unter kläglichen Gebärden eine Gabe und fügte hinzu, er habe eine besondere Krankheit, schäme sich aber, sie zu entdecken. Wir bedauerten alle den armen Mann, und jeder gab ihm eine Kleinigkeit. Einer von uns jedoch sandte ihm seinen Diener nach, die geheime Krankheit zu erforschen. Der Diener versuchte, das seinige zu tun, konnte aber an dem armen Manne keine Krankheit feststellen, sondern fand ihn in vollkommen gesundem Zustande. Er drang schließlich in den Bettler, die Krankheit zu gestehen. Ach, sagte dieser, meine Krankheit kann man gar nicht sehen; es ist ein Uebel, das sich über meinen ganzen Körper verbreitet hat. Es ist bis in die Adern und ins Mark gedrungen, so daß ich kein Glied am ganzen Körper habe, das imstande wäre, irgend etwas zu verrichten. Man nennt dieses Uebel— Faulheit....... Als der Diener das hörte, rief er: Warte ein wenig: Da kommt der Doktor, der dich heilen kann. Er meinte aber den Polizeidiener, der eben des Weges kam. Der nahm den„Kranken“ mit und führte ihn ins Arbeitshaus, wo er bald völlig gesund wurde. Witgeteilt mutgenu von Erich Grisar. führen, müssen wir den Sinn all der Opfer eurer und auch unserer Kameraden erfüllen. Das deutsche Volk ist im ersten Welw krieg schwer gegeißelt worden. Da es aber die Kraft zur Erhebung aus dem Niederbruch fand, ist es stark genug, die europäische Idee zu vollenden. So, glaube ich, Vater, rundet sich das deutsche Schicksal in diesem Kriege.“ Junge Dichter im eldarauen Rock Eberhard Wolfgang Möller Der Dichter, bei dem heute Wort und Tat nicht im Einklang stehen(und übrigens zu allen Zeiten), wird sich vor der Nation nicht bewähren. Seine innere Hohlheit wird eines Tages sichtbar werden. Darum ist es wie eine selbstverständliche Feststellung, wenn Eberhard Wolfgang Möller einmal schrieb:„Kein deutscher Dichter, dem Not, Kampf und Glück seines Volkes wirklich am Herzen und nicht nur auf der Zunge gelegen hat, wird heute zurückstehen, wenn es heißt, für die schöne und gütige Mutter allen unseren Tuns, unsere Heimat und unser Reich einzutreten. Aus dem gleich hohen Sinn. aus dem die Worte des Gedichts erwuchsen, entsteht auch die Bereitschaft, das Wort mit der Tat zu besiegeln und das innere Erlebnis des Dichters mit dem körperlichen Einsatz des Soldaten zu decken“. In solchen Sätzen wird die Gegenwart beschworen, die Zeit berufen. Möller hat in seinen Dichtungen dafür vielfach das Beispiel abgegeben. Man mag in den Schicksalsminuten der deutschen Geschichte blättern, die Möller in dem Buche„Der Reiterzug" sammelte(es handelt sich dabei um kurze Szenen für den Rundfunk), man erinnere sich jenes anekdotischen Vorwurfs um „Rothschild siegt bei Waterloo“ in dem gleichnamigen Schauspiel, darin Möller vorausschauend die Kriegsspekulanten so aufzeigte, wie sich beim Gegner die Börsenjobber und Kriegsverdiener gebärden. In diese Betrachtung gehört der„Panamaskandal“— alles ernste, bittere Satiren auf die Geschehnisse der Weltgeschichte, zum Gleichnis für die Gegenwart erhoben. Schließlich rundet sich solche Betrachtung folgerichtig durch das Spiegelbild vom„Untergang Karthagos“. In das Beispielhafte gehören auch die dramatische Ballade aus dem Siebenbürgischen„Das Opfer“ und nicht zuletzt„Das Frankenburger Würfelspiel". Zu all diesen Dichtungen kommt Möllers Ausdeutung des StruenseeSchicksals im„Sturz des Ministers“, einem der gültigsten Schauspiele neuerer Zeit.... S.itu Gahen bi. arch, Die Kantaten„Berufung der Jeil haben die große Gegenwart angerufen. Ob es sich um die„Briefe der Gefallenen", die Kantate auf einen großen Mann oder die Bauernkantate handelt, immer überzeugt die Größe der Gedanken, die Reinheit der Gefühle, der tragische Untergrund und auch die künstlerische, formale Gestaltung. Wer sich aus dem Erzählbändchen„Der Admiral“ die Geschichte„Der Soldat, der sich erinnerte“ nimmt und dazu Möllers PK=Berichte aus„Die Maske des Krieges“, der vernimmt über das Nationale hinaus bei Möller ein auf das europäische Geistestum zuführendes Denken. Der Dichter Möller ist ein Sohn seiner Zeit, seines Volkes und in seinem Werk ein, betonter Ausdrucksträger einer neuen deutschen Dichtung, die mehr aus dem Geist als aus dem Triebhaften lebt. Das versteht sich aus Möllers Bekenntnis zu Paul Ernst. Der Lyriker Möller— gelegentlich einsame Pfade beschreitend— reiht sich in dieses Bild ebenso ein wie der Erzähler. Und stets sucht der Dichter Neuland aus der Berufung auf die Gegenwart, denn „Nicht Zeit zu klagen ist es oder beiseitestehen; denn es leben die Sagen wieder, und herrlicher kehrten die Götter zurück und die Einsicht unter die Menschen.“. Heinz Grothe. Felix Lützkendort Das Reich als Gleichnis tritt in den Dichtungen des aus Leipzig gebürtigen(Jahrgang 1907) Felix Lützkendorf immer wieder in den Vordergrund. Hier überschneiden sich erlebtes und dichterische Spiegelung. Früh schon bleibt dem WerLeben und vichterisure. Sperzererg, Htun suzn eleibt dem Werdenden der Vater auf den Schlachtfeldern des Weltkrieges; in einer Staatlichen Bildungsanstalt verbringt Lützkendorf Kindheit und Jugend. wird sodann Volksschullehrer, später Lehrer fürs höhere Lehrfach schließlich Lehrer für Leibesübungen an seiner Heimatuniversität; dann gelingt dem jungen Dichter der Sprung in den Journalismus. Gerichtsberichterstattung. Reportagen lösen einander ab. Lützkendorf wechselt nach Chefdramaturg an einer großen Bühne in der Reichshauptstadt, widmet sich dem eigenen Schaffen, erringt seine ersten großen Erfolge und verfaßt, oft zusammen mit Prof. Ritter, anerkannte Drehbücher von erfolgreichen Filmen wie„Wunschkonzert",„Kadetten",„Capriccio",„Patrioten",„Legion Condor“ u. a. Der funkdichter schrieb die„Olympische Kantate“ zur Eröffnung der Olympiade 1936 und das Hölderlin=Hörspiel„Absturz in die Unsterblichkeit". Dann bricht der Krieg aus. Felix Lützkendorf wurde als=Kriegsberichterstatter eingezogen, sämpfte an mehreren Fronten und steht nun als Offizier im Osten. Dieser äußere Werdegang ist nicht ohne Einfluß auf den Ablauf des schriftstellerischen Werkes geblieben. Von dem frühen Schauspiel„Grenze“, das noch die Not an der ehemaligen deutsch=polnischen Gewaltgrenze zum Gegenstand hat, über die dramatische Ballade vom Untergang des letzten Stauferkönigs Konradin in„Alpenzug“ bis zum Mysterium um den Weltuntergang oder Weltaufbruch im„Jahr 1000“ und weiter zu dem Roman gegenwärtiger junger Menschen„Märzwind“, den Schilderungen dreier Fronten„Söhne des Krieges“ bis zu den Gedichten„Inmitten der Nacht rief einer mich an“ ist es ein Gedankengang, der sich immer wieder meldet: Das Bekenntnis zum Reich, zu der ewig wirkenden Kraft der Reichsidee, der alle Menschen unterworfen sind. Das Reich ist das Gesetz. Und diesem Gesetz: Deutschland! gehört aller Leben. Wenn darüber hinaus Lützkendorf z. B. in seinem frischen, jungen und kraftvollen Roman„Märzwind“ Menschen der Gegenwart lebensnah und im Gleichnis in ihrem Daseinskampf, in ihrem Soldatentum und ihrer Menschlichkeit schildert, dann gewinnt seine erzählerische Begabung nur an Kraft. Das läßt sich auch von seinen Berichten vom Frontgeschehen in„Söhne des Krieges“ sagen, darin er mit„Zweimal Compiégne“ eine Vision gab, die bleiben wird. Seine neuen Gedichte„Inmitten der Nacht rief einer mich an“ sind aus dem Erlebnis der Ostfeldzuges erwachsen. Es ist die vom heiligen Kampf durchglutete Atmosphäre des Krieges gegen den Bolschewismus. Ueber das Nationale, das selbstverständlich ist, wird vom Dichter das Kreatürliche, das Allgemein=Menschliche angerufen und zum Symbol erhoben. In einem Gedicht wie jenem vom sterbenden Leutnant einer Panzerformation offenbart sich das echte, unverkünstelte Empfinden Lützkendorfscher Denkart, in den Gesängen auf die kampfdurchtoste Landschaft spüren wir den Dichter unserer Gegenwart, der mit ihr Antlitz prägen hilft. Heinz Grothe. nur verabRoman von Kurt Pergande 8)(Nachdruck verboten.) Pünktchen bewegte die Lippen; sprechen konnte sie nicht. Der ungeheuerliche Gedanke stand wieder vor ihr, daß dem Vater auf dem Wasser etwas zugestoßen sein könnte. Kam Brückner Aber der alte Prokurist schien daran nicht zu denken; er war ganz von seiner geschäftlichen Sorge gesangen. Es klopfte. Brückner zog die Hand von Pünktchens Schulter. Auf sein„Herein!" trat ein junger Mann über die Schwelle, dessen fröhliche Miene sich in verstecktes belustigtes Staunen verwandelte, als er Brückner vor einem jungen Mädchen stehen sah. „Na, Herr Hagen?“ „Verzeihung, Herr Brückner! Ich wollte mich „Richtig. Sie gehen ja morgen in Urlaub. Wo soll denn die „Ich habe noch keinen festen Plan. Vielleicht nach Rügen.“ „Aha! Ja— Rügen ist auch im Herbst besonders schön... Also: Beste Erholung!“ Als Hagen gegangen war, wandte Brückner sich wieder an Pünktchen.„Es ist ein tüchtiger junger Mann— flink, anstellig, fleißig und, vor allem nicht dumm. Und gestern nun erzählte er beiläufig, daß seine Mutter auch in Kopenhagen sei und wahrscheinlich ebenfalls an Jensens Jubiläumsfest teilnehmen werde. Sie hat dort, glaube ich. Verwandte, die mit Jensen gut bekannt Das Läuten des Fernsprechers unterbrach ihn. Er nahm den Hörer ab, meldete sich und hörte eine Weile schweigend zu.„Jawohl, ich habe verstanden, Herr Jensen!“ sagte er dann mit ausatmender Stimme.„Also in Seewalde? Vielen Dank für die auf und drehte Pünktchen das Gesicht zu. „Also tatsächlich. Fräulein Lampert: die Herren sind abgetrieben— ein Sturm hat sie nach Seewalde verschlagen... Aber was denn. Fräulein Lampert?“ fragte er bestürzt, als er Pünktchen haltlos weinen sah.. i,.er nicht beran acdacht. „Aber, Herr Brückner! Haben Sie gar nicht varan geoacht, daß Vater hätte verunglückt sein können?"„ Nein, der Gedanke sei ihm nicht gekommen! stotterte Brückner verwirrt. Nach einem kleinen Schweigen fügte er hinzu: „Haben Sie heute schon mit Herrn Jensen telephoniert?“ Pünktchen trocknete die Tränen und nyurkelte den Kopf. „Merkwürdig! Jensen erwähnte anfangs, er sei zweimal von einer Dame angerufen worden die sich beide Male nach Herrn Witthans erkundigt habe. Das zweitemal habe sie ihn vor einer halben Stunde angeläutet, und Jensen glaubte, daß Sie es gewesen seien.“ 11. W74 8 15. Es ist Herta Karl gewesen! wußte Punrichen, und ihre Verwirrung und ihre Furcht wuchsen.„Vater ist in Seewalde, Herr Brückner... Wenn wir ihn nun von hier aus an„Wie wollen Sie ihn so schnell in Seewalde erreichen?“ „Ach ja!“ „Nein, fahren Sie nur, Fräulein Lampert! Das ist das einzig Richtige. Wir dürfen keine Zeit mit Nachfragen und Mißverständnissen vergeuden, und telephonisch läßt sich eine solche Sache beim besten Willen nicht erledigen. Sie müssen schon selber hin, Fräulein Lampert!" Sie saßen im Lesezimmer des Kurhotels. Dorthin hatte Cutorius seine vier Schiffbrüchigen geführt. Es hatte ihm offensichtlich Freude bereitet, daß er sich dieser vier Gäste, die das Meer glücklich freigegeben hatte, annehmen durfte. Er war auf der Mole aufgetaucht und hatte sich erboten, sie zum Kurhaus zu bringen. Im Kurhaus, im Lesezimmer, hatte er Sessel für die Damen zurechtgerückt und die Damen so lange unterhalten, bis Witthans und Lampert sich an Bord umgezogen hatten. Greta und Ingrid waren in der Kajüte so gut wie trocken geblieben. Ja, nun saßen sie gemeinsam im Lesezimmer. An den Wänden hingen Zeitungen, in Gestellen standen Bücher, und der Sturm rüttelte krachend am Fenster. Lampert hieb sich mit der flachen Hand aufs Knie.„Das ist eine feine Sache geworden! Ich schätze, wir werden bei dieser Fahrt ins Blaue am meisten zu erzählen haben.“ Greta und Ingrid lächelten unbestimmt. Witthans sah Eine zu verrückte Sache! dachte Lampert wieber. Benno Hagen ist Gretas Sohn, Ingrid ist verheiratet, ich bin verheiratet und habe eine ziemlich erwachsene Tochter, Witthans ist Junggeselle, Greta Witwe— also alles zusammen ein schönes Durcheinander, hol's der Kuchuck! Cutorius erschien wieder, diesmal mit unglücklichem Gesicht. Im Kurhaus sei nur noch ein Doppelzimmer frei. Er, Cutorius werde selbstverständlich sein Zimmer ebenfalls zur Verfügung stellen und sich mit einem anderen begnügen, aber leider sei sein Zimmer auch nur ein kleiner Einbettraum. Ein Teil der Herrschaften müsse dann wohl in eine andere Pension ziehen? „Ach, das wäre auch nichts rechtes!“ meinte Witthans.„Die Damen bekommen das Doppelzimmer, Herr Lampert übernachtet in Ihrem, und ich schlafe an Bord.“ Man nicte und war einverstander,„ien zesenhgnisch von Lampert sprang auf; er wollte Jensen reiephonisch von dem Geschehenen unterrichten.,„„„ Greta und Ingrid suchten ihr Zimmer auf.„Wir müssen Ihnen danken, Herr Witthans, daß Sie uns heil aus dem Wetter herausgebracht haben!“ sagte Greta still, als sie sich trennen wollten. W „Sehen Sie, und nun machen Sie mir den Herrn noch richtig rot!“ warf Lampert ein, ehe Witthans etwas antworten konnte. „Es war seine Pflicht, uns heil nach Hause zu schaffen!“ Sie gingen mit stillem, nachdenklichem Lächeln auseinander. Witthans begab sich zurück an Bord. Er sprang in die Plicht. Pütz kam, mit vollen Backen kauend, aus der Kajüte, wiegte sich und grinste. Das Wasser im Boot schwappte unter seinen „Wirst tüchtig pumpen und wienern müssen, Pütz!“ meinte Witthans, and sein Blick überflog das Fahrzeug, das trostlos aussah.„Wohl, wohl! Und wenn't nix andres is—?“ Witthans machte eine halbe Wendung zur Mole hin; dabei hatte er wieder das Empfinden, daß ihm siedend heiß würde... Diesen Molenkopf vergäße er sein Lebtag nicht! Er stieß den Atem heftig durch die Nase.„Es ging noch gerade so, Pütz...“ „Wohl, wohl!“ Wir krochen nur.“.. J,. Bx6 wischtg 62 mit „Ja, aber wir krochen vorbei!“ Uno put wischte sich mit dem Unterarm übers Gesicht und griente. „Was“, fragte Witthans ihn dann und blickte ihm ins Gesicht,„was hast du in jenem Augenblick gedacht, als wir keine Fahrt mehr machten?“ Pütz legte die Stirn in Falten und zog sich dann am Ohr. Zuerst habe er einen tüchtigen Schreck bekommen, gestand er; dann hätten Wut und Trotz ihn befallen. „Hast du an gar keinen Menschen in diesem Augenblick gedacht? An einen, der dir sehr lieb und sehr nahe ist?“ Pütz sah unsicher auf und wieder zu Boden; schließlich schüttelte er den Kopf. „Ich meinte auch nur“, enthob ihn dann Witthans jeder Antwort, ging an ihm vorbei in die Kajüte und legte Lamperts Sachen in einen Koffer. Als er wieder zum Vorschein kam und auf die Gräting sprang. standen zwei Fischer und ein Mädchen vor ihm. ein großer kräftiger Bursche und ein etwas kleinerer und auch jüngerer, aber mit kühnem, entschlossenem Gesicht und einer Narbe am Kinn. Das Mädchen stand zwischen beiden und uf Mittho:“ Gesicht ruben.(Forts. folgt.) ließ ihren Blick auf Witrhan's Mehlschieberbande zum Tode verurteilt Kattowitz, 5. Juni. Der Kriminalpolizei in Kattowitz gelang es vor einiger Zeit, einem großen Schleichhandel mit Brot, Mehl, Brotmarken und Mehlbezugsscheinen auf die Spur zu kommen, der in Krenau(Oberschlesien) seinen Mittelpunkt hatte und von dort aus bis in das Generalgouvernement betrieben wurde. Die umfangreichen Ermittlungen ergaben, daß die Täter in der Hauptsache Polen waren, hinter denen als treibende Kraft wieder einige polnische Juden standen. In zweitägiger Hauptverhandlung konnte nunmehr der Pole Ignatz Domasik aus Brzeszcze überführt werden, fortlaufend aus einem Gemeindeschuppen abgelegte, bereits entwertete Brotkarten gestohlen zu haben Das Diebesgut veräußerte er an die Polen Stanislaus und Ludwig Zajonc aus Skidzin, die es an das polnische Ehepaar Cyprian und Genoveva Kwiatkowski aus Auschwitz weiterverkauften. Diesem gelang es, für die Karten Mehlbezugsscheine zu erhalten, die sie teils selbst, teils durch Mittelsmänner an die Juden in Krenau verschoben. Auch von anderen Personen kauften sie Mehlbezugsscheine auf und ließen sie den gleichen Weg gehen. Die Gesamtmenge des verschobenen Mehls belief sich auf weit über 300 Doppelzentner. Das Sondergericht Kattowitz verurteilte das Ehepaar Kwiatkowski, die Brüder Zajonc: den Domasik sowie die beiden Juden Süßzmann Israel Rath aus Krenau und Chaim Israel Wachsmann Trzebinia zum Tode. Ebenfalls zum Tode verurteilt wurde der deutsche Bäckermeister Emil Morgenweg aus Ause vitz. der ehrvergessen genug war, mit dem polnisch=jüdischen Verbrechergesindel Hand in Hand zu arbeiten und ihnen durch seine Mithilfe erst die Möglichkeit zu geben, in den Besitz der Bezugsscheine zu gelangen. Am Tatort verhaftet Gießen, 5. Juni. In Pfordt(Kreis Lauterbach) gelang es schon am Dienstag gegen Abend den französischen Kriegsgefangenen Marcean Jumel, der in der Nacht zum Samstag in dem Grundstück des Landwirts Bernges einen Doppelmord begangen und außerdem drei weitere Personen verletzt hatte, dingfest zu machen. Jumel hatte sich nach der Tat in der Gegend umhergetrieben und war dann in das Grundstück seines bisherigen Arbeitgebers zurückgekehrt, wo er sich versteckt hielt. In diesem Versteck wurde er am Dienstagnachmittag bemerkt und sofort festgenommen. Ein Kind im Bett erstickt Siegen, 5. Juni. In der Ortschaft Bonzel wurde ein zwei Jahre altes Kind einer Familie in seinem Bett tot aufgefunden. Es ergab sich, daß das Kind sich im Bett übergeben hatte und dabei erstickt ist. Bergsteigertragödie im Wilden Kaiser Zwei Bergsteiger gerettet, drei als Leichen geborgen München, 5. Juni. Ein Aufnahmestab der Kulturfilm=Abteilung der Wien=Film war dieser Tage damit beschäftigt, das Totenkirchl im Wilden Kaiser und dessen Gefahren im Film einzufangen und damit alle Berg= und Felskundigen vor einem unüberlegten Einstieg in die Felswände des Totenkirchls zu warnen. Während der Schlußaufnahmen sah der am Film mitwirkende Bergsteiger Toni Fankhauser in einer Drehpause eine fremde Seilschaft hoch droben unterm Gipfel des Totenkirchls. Die Seilschaft befand sich in Bergnot. Fankhauser eilte ihr zu Hilfe und fand einen bewußtlosen, halberfrorenen Mann und eine zu Tode erschöpfte Frau. Gleichzeitig sah er noch eine zweite Seilschaft an der Wand, die sich ebenfalls in höchster Not besand. Fankhauser schaffte die erschöpfte Frau zu Tal, holte seine Kameraden sowie die Bergwacht herbei und stieg mit ihnen wieder in die Wand. Nach zweistündigem Aufstieg erreichten sie die zweite Seilschaft, die aus drei völlig erschöpften BergLebendige Lampen und Edelsteine im tropischen Urwald Die starke Leuchtkraft der tropischen Leuchtkäfer ist eine der merkwürdigsten Naturerscheinungen. Eine der merkwürdigsten Naturerscheinungen sind die„lebenden Lampen“ des tropischen Urwaldes, wie sie in Costarica und anderen südlichen Ländern beobachtet werden. In diesen Breiten, die eine eigentliche Dämmerung nicht kennen, fällt die Dunkelheit sehr plötzlich ein, sobald die Sonne untergegangen ist. Dann dauert es nicht lange, und in den tiefen Schatten des Waldes werden farbige Lichtpunkte von außerordentlicher Leuchtkraft sichtbar: weiße, grüne, rote und goldgelbe Lichter. Die gleichen funkelnden Lichtwirkungen bemerkt man oft an dem abendlichen Schmuck der eingeborenen Frauen— von ihren Halsketten und Spangen geht ein intensives, vielfarbiges Leuchten aus, das dem Fremden manches Rätsel ausgibt. Es handelt sich dabei um lebende Edelsteine, um winzige Tiere, die gleichen, die auch in der tiefen Dunkelheit des Waldes ihr helles Licht ausstrahlen. Die Eingeborenen befestigen diese Leuchtkäfer auf kunstvolle Weise an den Schmuckstücken der Frauen, wodurch ein vielfarbiges Strahlen von außerordentlicher Schönheit erreicht wird. Leuchtende Tiere sind in der Natur keine Seltenheit, Jeder weiß, daß das phosphoreszierende Meeresleuchten durch winzige Meeresbewohner hervorgerufen wird, und auch die kleinen fliegenden Lichtpunkte in warmen Sommernächten. die Glühwürmchen, sind uns allen wohlbekannt. Aber diese winzigen grünlichen Lichtpunkte, wie wir sie in unseren Breiten kennen, sind in nichts zu vergleichen mit dem hellen, strahlenden Licht der tropischen Leuchtkäfer. Wenn man drei von diesen Tieren auf einen kleinen Tisch setzt, so genügt das von ihnen ausgesandte Licht, daß man dabei die Zeitung lesen kann, sofern man sie in die Nähe der Tiere hält. Dreißig oder vierzig„lebende Lampen“ in einem Zimmer entsprechend der Helligkeit von zwei starken Kerzen. Ja. bei genügend langer Belichtungsdauer kann man bei Nacht in einem solchen mit Leuchtkäfern erhellten Raume sogar Innenaufnahmen machen. Bei diesen tropischen Leuchttieren leuchten sowohl die Larven wie auch später die fliegenden Käfer. Die Larve wird als ein mehrere Zentimeter langer Wurm beschrieben, dessen starke Leuchtkraft dadurch entsteht, daß er verschiedenfarbige Strahlen aussendet. Er besitzt an den Seiten seines Körpers eine Reihe von Lichtpunkten, die einen weißen, ins Grünliche spielenden Schein ausstrahlen, auf dem Kopf trägt er zwei winzige Laternchen mit goldgelbem Licht und endlich hat er noch eine Art „Rückstrahler“, ein rotes Schlußlicht am Hinterteil des Körpers. Dieser Wurm. der sich schwerfällig auf der Erde entlangwindet, sieht fast aus wie ein winziger erhellter Eisenbahnzug. Die Eingeborenen. die mit Eisenbahnzügen meist noch keine Bekanntschaft gemacht haben, vergleichen ihn mit einer Miniatur=Prozession von Tänzerinnen, die Fackeln tragen. PDUNT MSLetertunt- Vereid iür Jetat ud histis- Seiten Einindung! Gemeinsam für die Mitglieder des NS-Lehrerbundes und des Vereins für Technik und Industrie wird ein Vortrag mit Lichtbildern gehalten am Mittwoch, dem 10. Juni 1942, um 18 Uhr in der Auia der Moeller-vandden- Bruck-Schule Solingen, Schwertstraße 19. Es spricht Herr Dr. Kuntze, leitender Physiker in der Fabrik wärmetechnischer Meßgeräte von der Firma W. J. Joens, Düsseldors, Martinstraße 51, über Elektrische Temperaturmessungen Im Anschluß an den Vortrag ist eine Besichtigung der genannten Fabrik in Düsseldorl am Montag, dem 15. Juni, nachmittags 16 Uhr, vorgesehen. Näheres hierüber beim Vortrag selbst. Für den NS-Lehrerbund: Für d. Verein f. Technik u. Industrie: gez. Schings, Studienrat gez. Dr. Kreissachbeatbeiter für Math. u. Natur. stellv. Vereinsführer. steigern bestand. Die Rettungsmannschaft begann sofort mit dem Abtransport. Einer der drei Bergsteiger starb jedoch infolge der allzu großen Strapazen noch im Fels, ein zweiter der Hütte und kurz darauf auch der dritte Mann der Seilschaft. Es konnten somit von den fünf Personen der beiden Seilschaften nur die zwei der ersten Seilschaft gerettet werden. Der geheimnisvolle der 450 Schwerverbrecher faßte Paris, 2. Juni Auf der Insel Poulou=Condore im chinesischen Meer befindet sich ein Gefängnis mit Hunderten von Insassen. 450 von diesen Zuchthäuslern sind allein von einem Polizeibeamten ermittelt worden, einem geheimnisvollen Mann, dessen sich die Regierung von Saigon in den schwierigsten Fällen bedient. Obwohl sein Name aufs strenge geheimgehalten wird, haben die 450 Zuchthäusler, die ihm den wenig angenehmen Aufenthalt auf der Insel verdanken. der Zuchthausverwaltung Droh= und Rachebriefe gegen ihn geschickt. Sie sie die Freiheit wieder erlangten, würden sie ihn umbringen, und es scheint, als ob sie auch den Namen des Beamten entdeckt hätten. Offenbar gehörte er früher dem Kreise der Verbrecher an. Das Vertrauen seiner Vorgesetzten errang er durch einen außerordentlichen Fang. Ein Bandit, der das ganze Land terrorisierte, ein gewisser van Dat. genannt„der Unfaßbare", wurde seit längerer Zeit gesucht. Da meldete sich eines Tages bei der Polizei ein Mann, der seinen Namen nicht nennen wollte, aber einen Plan für die Gefangennahme des Schwerverbrechers unterbreitete. Dieser Plan wurde gutgeheißen, van Dat in einen Hinterhalt gelockt und festgenommen. Vor vier Jahren ereignete sich in Saigon eine ganze Serie von Frauenmorden, ohne daß die Polizei die geringste Spur des Täters finden konnte. Man rief den„Spürhund“— so wird der geheimnisvolle Polizist genannt— und beauftragte ihn mit der Aufdeckung dieser Verbrecher. Der„Spürhund“ verschwand für einige Zeit, erst vierzehn Tage später erhielt der Polizeipräsident eine Einladung, sich zu bestimmter Zeit mit einigen Polizisten vor einem Hause in einer der vornehmsten Straßen von Saigon einzufinden. Der Polizeipräsident folgte dieser Einladung und war nicht wenig überrascht, als er an einem Lisch vor einem Cafes Amtliche Bekanntmachung der Stadt Solingen Ausgabe von Gemüse und Obst der 37. Juteilungsperiode ab(ab 1. 6. 1912) gelten bis auf weiteres folgende Gartenbauerzeugnisse als verknappt: a) an Gemüse: Blumenkohl und. Gurken. b) an Obst: Kirschen. Erdbeeren und Stachel beeren. Otige Erzeugnisse dürfen ab sofort nur gegen Abtrennung der nachstehend benannten und hiermit aufgerufenen Einzelabschnitte dee neuen Bezugsausweises für Gemüse und Obst an die Verbraucher abf. Biumenkohl auf Abschnitt 1(Gemüß.) des Bezugsausweises, und zwar ½; Kopf je Person; 2. Gurken auf Abschnitt2(Eemüse) des Bezugsausweises, und zwar: eine Gurke für 1—2 Personen, zwei Gursen für 4 Personen usw.: 3. Kirschen oder Erdbeeren auf Abschnitt 25(Obst) des Bezugsausweises, und zwar 250 Gramm je Person; 4. Stachelbeeren, reif und unreif, auf Abschnitt 26(Tbst) des Bezugsauenzeies,ung, zgr 250 Gramm je Person. Die ausgerufenen Abschnitte weises für Gemüse und Obst werden solange gültig gestellt, bis die Verbraucher restlos mit der ihnen zustehenden Menge Mangelware beliefert sind. Der weitere Aufruf von Abschnitten des Bezugsausweises für Gemüse und Obst zur Argabe von Mangelware wird jeweils erfolgen. Die Gemüse= und Obstkleinverteiler werden auf felgendes hingewiesen: Die neuen Kennzisserhefte gelten für Gemüs: und Obst. und zwar die Nummern 1—21 für Gemüse und die Nummern 25—50 für Obst. Die alten Kennzifferhefte für Gemüse sind bei der Abrechnung nicht abzugeben, da die Abschnitte 5 und 23 noch nicht restlos mit der ausgerufenen Mangelware(Abschnitt 3 Spargei und Abschnitt 23 Zwiebeln) beliefert sind. Die alten Kennzifferhefte für Ohst sino jedoch bei der Abrechnung abzugeben. Solingen, den 6. Juni 1942. Oberbürgermeister der Stadt Solingen, Ernährungsamt Abt. B. den„Spürhund“ gemeinsam mit einem bekannten Kaufmann sitzen sah, einem Mann, dessen Charakter über jeden Zweifel erhaben zu sein schien. Als sein Chef sich näherte, erhob sich der„Spürhund", zeigte auf seinen Begleiter und sagte:„Das ist der Mann. den Sie suchen!“— Dann verschwand er. Noch am selben Abend legte der sofort verhaftete Verbrecher ein Geständnis ab, und die Polizei konnte auch eine ganze Reihe von Beweisstücken herbeischaffen. Der letzte Veteran Maximilians von Mexiko Paris, 3. Juni. Unteroffizier Mohammed Bou Aziz ist der letzte Veteran jenes Feldzuges. den Napoleon III. in Mexiko unternahm, und konnte am 15. April in dem Dorfe Ain Tabina, nicht weit von dem antiken Hafen Karthagos, seinen 110. Geburtstag feiern. Der alte Soldat ist in der ganzen Gegend als der„Papa aus Mexiko“ bekannt Er wurde 1832 geboren, trat 1862 in die Garde Napoleons III. ein und nahm an der Expedition nach Mexiko von 1867 teil, die bekanntlich mit dem Rückzug der französischen Truppen und mit der Erschießung des Kaisers Maximilians in Queretaro endete. Mohammed kämpfte jenseits des Ozeans bei San Lorenzo und gehörte zu der abgezehrten Gruppe Ueberlebender des blutigen Angriffs auf Puebla de Los Angeles. Aber seine militärische Laufbahn endete noch nicht mit diesem Unternehmen, denn 1870 nahm er an der Schlacht bei Fröschweiler teil und zog sich mit General MacMahon in die Festung Sedan zurück, wo er dann von den Deutschen gejangengenommen wurde. Nach neun Monaten der Kriegsgefangenschaft, die er in Ulm verbrachte, erhielt er seine Freiheit wieder und ging drei Monate in Urlaub. Dann meldete er sich wieder zum Dienst im französischen Heer und machte die Feldzüge in Algier als Unteroffizier bis 1876 mit. Erst im Alter von 50 Jahren quittierte er den Dienst. heiratete und hatte fünf Söhne, die aber sämtlich im Weltkrieg gefallen sind. Geschäftstüchtig „Du bist doch mein Ein und Alles“, sagt Mutter zu ihrem kleinen Willi,„nicht für alle Schätze der Welt würde ich Dich „(Gut:, meint Willi,„gib mir eine Mark und ich bleibe bei Das Gelikan Schreisband hält noch länger, wenn man es alle 8 Tage umdreht, dann kommt die obere Hälfte nach unten und kann sich erholen. GUNTHER WAGNER- HANNOVER Soomochen PRG 87 schandergnbschte Früchte mit oder ohne Zucker in Zubindegläsern und- gefäßen Seutel 20 Pfg. Ueberall erhältlich-— Bezugsquellen werden gern nechgewiesen S ROR ALTKLEIDER-UND SPINNSTOFF: SAMMLUNG 1942 1.— 13. JUN Das ist Frau Beckers Trainingskleid, 9F es stammt aus ihrer Mädchenzeit. Inzwischen ward Frau Becker dick. nun paßt’s nicht mehr, das gute Stück. eegck 0 e * 5— Hier trägt Frauschultz es, frisch gebläut. Was glauben Sie, wie die sich freut? Sie führt den Kran tagaus, tagein. Im Trainingsanzug geht das sein! DER REICHSSEAUFTRACTE DER NSDAP FOR ALTMATERIALERFASSUNG Z. Kurzschrift, Maschinenschreiben täglich ab 18 Uhr. Berufserziehungsw. Stenograsensch. Tivolistraße 6. Ruf 239 15. 20965. * sondern mit dem Deckel zurück zu Ohrem Rändler. Er sammelt sie und gibt sie zur Neufüllung weiter. Dodurch werden wertvolle Rohstoffe und Arbeitskräfte neapert. 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Jochgrschtstenerhil Für Führer und Vaterland starb an den ## Folgen einer schweren Krankheit, die er sich im Osten zuzog, mein lieber, ein— ziger, hoffnungsvoller Sohn, unser guter Enkel, Neffe und Vetter, mein geliebter Bräutigam Fritz Frey Oberschütze in einem Infanterie-Regiment im blühenden Alter von 23½ Jahren. In tiefer Trauer: Wwe. Fritz Frey, Erna geb. Nacke nebst Angehörigen. Charlotte Kolfhaus als Braut. Solingen-Wald, Herford, Niederwöhren bei Stadthagen, Solingen-Ohligs, den 5. Juni 1942. Die Beerdigung findet am Montag, dem 8. Juni 1942, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Heresbachstraße 21, aus statt. Trauerfeier ½ Stunde vorher. In der Frühe des 5. Juni hat nach kurzem Leiden still und in festem Gottvertrauen mein innigstscliebter Mann, nach mehr denn 52 Jahren gemeinsamen Wanderns, für immer die Augen geschlossen. Uns Kindern war er stets ein treusorgender Vater. Enkel und Urenkel werden seine Güte fortan entbehren müssen. Geschwister und Geschwisterkinder verlieren einen stets hilfsbereiten Bruder. Schwager und Onkel. Gott hat das Leben des heimgegangenen fast 82jährigen Fabrikanten und Kaufmannes Martin Stolzmann reich gesegnet. Das ist unser aller Trost. Im Namen der Trauernden: Elise Stolzmann geb. Schulze; Hans Stolzmann, Kapitänleutnant: Lilly Stolzmann geb. Köller: Werner Stolzmann, Rittmeister: Eise Stolzmann geb. Kersten: Dr. W. Harring, Oberstudiendirektor. Solingen, den 6. Juni 1942. Ludwig-Woltmann-Straße 29. Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 9. Juni, 14.30 Uhr, in der Friedhofskapelle Kasinostraße statt. Anschließend ist die Beisetzung. Auch wir betrauern in dem Dahingeschiedenen den Mitbegründer und langjährigen Geschäftsführer unseres Werkes. Betriebsführer und Gefolgschaft der Papier-Industrie Solingen, G. m. b. H. Es grüßen als Verlobte Milly Egberts Erich Horstmann Solingen Sonnenetr. 8 Gladbeck Zt. im Felde 9. Juni 1942 Ihre Vermählung geben bekannt Ernst Möllerfeld z. Zt. Unterarzt bei der Wehrmacht lIsa Möllerfeld geb. Ohliger Solingen, den 8. Juni 1942 Piut Kasen Für die uns anläßlich unserer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten u. übermittelten Glückwünsche darken wir herzlich. Grete Noar Walter Küllenberg Tente Rhld. In Juni 19462 Sclngen Gemanenstr. 13 EP Statt Karten Für die uns anläßlich unserer goldenen Hochzeit übermittelten Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten sagen wir hierdurch Allen herzlichen Dank. Paul Bürling u. Frau Solingen. Im Juni 1942 Slat Harter Für die uns anläßlich unserer Vermählung in Liebe zugesandten Geschenke und Glückwünsche zagen wir Allen unsern herzlichsten Dank. Walter Grege u. Pran IIse gah. Becher Solingen, im Mai 1942. Neue Sprechstundenzeit: vormittags. 9—11 Uhr nachmittags 14—17 Uhr außer Mittwochs und Samstags Ewald Hohmann, Hellpraktiker Kölner Stiaße 16 Heute morgen ging mein lieber einziger Bruder Carl Schaaf im Alter von 73 Jahren in die lang ersehnte Ruhe ein. In stiller Trauer: Auguste Schaaf. Solingen, den 5. Juni 1942. I. Balkhausen 3. Die Trauerfeier findet Dienstag, den 9. Juni, nachmittags 4½ Uhr, in der Friedhofskapelle Grünbaumstraße statt. Anschließend ist die Beerdigung. Freitagmorgen 3 Uhr verschied nach kurzem Leiden, infolge Altersschwäche, meine liebe Frau, unsere gute Mutter. Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Jakob Stüttgen Auguste geb. Plücker Trägerin des Ehrenkreuzes der Deutschen Mutter in Gold in hohen-Atter von beinche 78 Jahren, im 94. Jahre einer glücklichen Ehe. In stiller Trauer: Jakob Stüttgen sen.; Martha Birkendahl geb. Stüttgen, Max Birkendahl; Jakob Stüttgen jun. und Frau, Paula geb. Ern; Elisabeth Bitzer geb. Stüttgen, Christian Bitzer: Elfriede Pascha geb. Stüttgen, Karl Pascha; Emmi Winterhagen geb. Stüttgen, Eugen Winterhagen: Grete Rabenschlag geb. Stüttgen, Karl Rabenschlag; Kurt Stüttgen und Frau, Elfriede geb. Becker: Eise Heringhaus geb. Stüttgen, Paul Heringhaus; und sieben Enkelkinder. Solingen-Wald(Lehner Straße 4), den 5. Juni 1942. Die Trauerfeier findet Montag, den 8. Juni 1942. nachmittags 4 Uhr. in der Friedhofskapelle des Eygl. Friedhofs Solingen, Kasinostraße, statt, anschließend die Beerdigung mit Frauenbegleitung. Sollte#emand aus Versehen keine besondere Anzeige er“ halten haben, so bitten wir, diese als solche anzusehen. Uns freundlich zugedachte Kranzspenden erbitten wir nach der Friedhofskapelle. Statt jeder besonderen Anzeige Heute nachmittag. 4 Uhr, entschlief nach langem Leiden, sanft und ruhig, unsere herzensgute Mutter und Schwiegermutter, unsere liebe Großund Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Klara Schäfer ged. Lötters im Alter von 77 Jahren. In tiefer Trauer: Lore Gohde geb. Schäfer; Albert Schäfer: Grete Schäfer: Robert Gohde: Paula Schäfer geb. Loos: 9 Enkel und 9 Urenkei. Solingen-Höhscheid, Hannover, Hamburg. Neuenhofer Straße 67. den 5. Juni 1942. Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 9. Juni 1942, nachmitlags 4 Uhr. in der evangel. Friedhofshalle Kasinostraße statt; anschließend ist die Beerdigung. Danksagung Für die überaus vielen Beweise herzlicher Anteilnahme in Wort und Schrift anläßlich des Heldentodes unseres jüngsten Sohnes und Bruders, des Feldwebels in einem InfanterieRegiment Heinz Heß sprechen wir hiermit unsern Dank aus. Familie Josef Heß sen und Anverwandte. Solngen(Elingenstraße 115), im sunl 1947. Danksagung Für die überaus herzliche und liebevolle Anteilnahme, die mir durch Wort. Schrift und Blumenspenden, sowie ehrendes Geleit, anläßlich des schweren Verlustes meiner lieben, unvergeßlichen Tochter Frieda Braun zuteil wurde, sage ich hiermit Allen meinen tiefempfundenen Dank. Frau Martha Braun geb. Röhr. Solingen, im Juni 1942. Weinsbergtalstraße 39. Statt Karten Danksagung Für die vielen Beweise aufrichtiger und inniger Anteilnahme sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden anläßlich des Hinscheidens unserer lieben Entschlafenen sagen wir Allen unseren lonigsten Donk. Faminie nugo Meyer. Solingen(Schlagbaumer Straße 8), im Juni 1942. 6 Haben sie schon daoInn Ur 3. Hasse der 7. 40S LUS Seuischen Roichslotteris erneuert? Die Ziehung ist am 16 und 17. Juni. Hauptgewinn 100000 RM. Kauflose auch zu haben bei der Staatlichen Lotterie-Einnahme Paul Vetter solingen nur Straße der SA 35(Ecke Weyersberg) Fernruf 25474 Tausche Heu geg. junge Kaninchen= Karl Löhmer Rich.=Wagnerst. 47 Gold. Silb. Silbermünz., Platin, Brillant. u. Dublee kauft Goldschmied Herweg a.Grashof Gen. 40 10594. Beerdigungs-Institut Ruch-WNZ Ruf Wir übernehmen alle Beerdigungs- Angelegenheiten Solingen, Straße der SA 65 Aeltest. 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Denn heute müssen Heilmittel restlos verwertet werden, auch Autphoscalm-JabkettenWenn alle dies ernstlich bedenken, bekommt jeder Silphoscalin, der es braucht. Cerl Bühler, Konstanz. Fabrik der phacm. Prdparate Silphoscalin und Thylial. ese WAREN ZEICHEN der Febrik chem. pharm. Pröparate H. O. ALBERT WEBER Magdeburg-W., Belforter Str. 23 wer u. o für Sie bisher des Zeichen des Vertreuens für meine bewährten Kräufer. labletten H. W. M. 86, deren Herstellmg 2. Z. in der ellen zuverlässigen-Quelität nicht mehr möglich ist. im Interesse der Verbreucher ist deshalb bis eul weileres die Fabrikstion meiner Krüutertabletten H. W. M. 86 eingestellt worden. letttte Osedcch worerteisteriehlaffen H. W. 9. 86 ihr Wohlwollen zu erhallen, deresi eleuggw urreestecerer Sudttis ies uu gegebenes Lei nalben Kalttreissäge zu kaufen gesucht. Angebote an Aug. Winterhagen RemscheidVieringhausen Königstraße 12 Gebr., guterhalt. Damen=Fahrrad zu kaufen gesucht. Telefon 32183. Guterhalt. 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Oscar Vitting Adele geb. Bremsher Sie starb im Alter von 68 Jahren nach einem Leben selbstloser Aufopferung für uns. In tiefem Schmerz: Louise Vitting: Jos. Pütz; Charlotte Vitting: Frau Hedwig Wilhelms als Schwester und Anverwandte. Solingen u. Gehrden b. Hannover, den 6. Juni 1942. Potsdamer Straße 7. Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 9. Juni, nachmittags 4¾ Uhr, in der Friedhofskapelle Kasinostr. statt. Anschließend ist die Beisetzung. Kirchlicher Anzeiger Evangel. Kirchengemeinde Solingen. Sonntag. den 7. Juni 1942. Alte Kirche: 8.30 Uhr Pfr. Lutze. 10 Uhr Pfr. Ludwigs. 11.15 Uhr Kinderg. 17 Uhr Gehörloseng. Pfr. Stör, Widdert. Luther=Kirche: 10 Uhr Pfr. Giese. Dorper Kirche: 10 Uhr Pfr. Lutze. 11.15 Uhr Kinderg., 20 Uhr Allianzversammlung(Redner Pfr. Lutze, Prediger Meier, Pred. Bohle), Gemeindehaus AdolfHitler=Platz: 11.30 Uhr Kinderg. Heur.=Am.=Raßpe=Stift: 11.15 Uhr Kinderg. Gemeindeheim Katternberger Str.: 11.30 Uhr Kinderg. Wald. Sonntag 10 Uhr Gottesd. Pfr. Wetschky, 11 Uhr Taufen, 11.30 Uhr Kindergottesdienst. Mangenberg. Sonntag 10.30 Uhr Gd. Pfr. Witte, 11.30 Uhr Taufen und Kinderg. Mittwoch 20 Uhr Bibelstunde. Vereine wie bekannt. Städt. Krankenanstalten. Sonntag 9.30 Uhr Andacht Pfr. Witte. NotkireWald, Siegesstr.48. Sonn tag besucht die Gemeinde den Gd. von Pfr. Wetschky um 10 Uhr in der Stadtkirche, daher in der Notkirche kein Gd., 11.15 Uhr Kinderg. in der Notkirche. Donnerstagabd. 8 Uhr Bibelstunde Pfr. Wetschky. Obligs. Sonntag 10 Uhr Hauptg., Pfr. Neuder, 11 Uhr Kinderg., 11.30 Uhr Taufen Pfr. Neuber. Rupelrath. Sonntag 10.15 Uhr Gd., Gemeindehaus, Pfr. Eickenberg. Retzberg. Sonntag 8.45 Uhr Gottesd., 2 Uhr Kinderg. Dienstag v. 15 bis 17 Uhr kirchl. Unterricht. Donnerstag, den 11. Juni Zusammenkunft der Frauen im Konfirmandensaal um 5 Uhr. 16976 Widdert. Sonntag 10 Uhl Gottesd., 11 Uhr Kindergottesd. Mittwoch 15.30 Uhr Frauendienst. Blaues Kreuz. Adolf=Hitler=Platz 8. Sonntag 16.30 Uhr Evangelis.=Vers. Redner P. Wilkesmann, u. Teilnahme an der Allianz=Vers. in der Dorper Kirche. Henr.=Amalie=Razpe=Stift. Sonntag 10 Uhr Gottesd. 11.15 Uhr Kinderg. Vereine wie bekannt. Ankauf von Altsold, Altsilber u. Doublé Aug. Zimmermann Nacht. Inh. Josef Vogt Auf der Börse 19 Genchmigungs Nr. A 42/7854 Wohnhäuser, Fabriken G Guedusenastem Berthold Linke am Birkenweiher 16 Erd- und Peuerbestattung. Ruf Eriedigung sämtl. Besorgungen. Eig. Anfestig. Leichenkrettwagen Postz — WAE WI mastieren Sie schnell fort mit„Rheumaweg“. frogen Sie Ihren Arzt, er wird Rheumeweg gern verordnen, weil es hilft. Erhöllich in Apotheken, wo auch das bewöhrte Fußskraftmittel„Bowal“ gegen Ermödung, kelte Füßle und alle Fußöbel erhöltlich ist. Achten Sie darauf, deß jede Flosche den Nomen Schmittner trögt.„ Suche lid. zu kaufen: Bestecke Stahlwaren Schneidwaren Werkzeug für Stahl- u. Holzbeatbeit. Naushaltartike! Küchenmaschinen Gartenberüte Baubeschiase 3an. Eiarichtungen Tech. Bedartsartike! Ellenschete erwünecht! 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