Nr. 197. Verautwortläicher Redackeur: Heinrich Kruse in Köln. Verleger und Drucker: M. DuMont=Schauberg in Köln. Expedition: Breitstraße Nr. 76, 78. 45 AGENTUREN IN DEUTSCHLAND: k. Rase Benrath& Vogelgesang; Bonn Max Cohen& Sohn; Coblenz ker; Crefeld Kramer& Baum: Düsseldorf Wilh. de Haen, Mittelstrasse 19. Urlelennt Montag, 18. Mai 1863. Präu.=Preis: in Köln 24 Thlr., in Preußen 23 Thlr., im übrigen Deutschland 3 Thlr. 4jährig. Anzeige=Gebühr: 24 Sgr. die Zeile oder deren Raum. Briefe portofrei. Sais#, AGENTUREN IN DEUTSCHLAND: verun Gropius'sche Buchhandlung und A. Retemeyer; Frankfurt a. M. Jäger'sche Buchhandlung und Otto Molien; Mainz J. Michel; Hamburg Haasenstein& Vogler; Bremen E. Schlotte; Leipzig H. Engler. =Holstein. Uebersicht. Deutschland. Berlin(Amtliches; der Landtag; Beschlagnahme; der Ausder Häusgnr Abgeordnetentages; die Adreß=Commission; die Schließung und Hag die Fractionen; Polen und Rußland; Hr. v. Beust; Preußen lerreich; das Ministerium und das Haus der Abgeordneten; Prinz Darmsag:. a General Kuczkowski). Elberfeld(Polizei=Verwaltung). (Vertrag. LLandtag; Schleswig=Holstein). Bernburg(D. Wiese). Wien etcutz zwischen Oesterreich und Rußland; Oesterreich und die dänische Frage; die polnische Frage). masz.“(Prinz Humbert; der Papst; das Banditenwesen.) Turin(das .9 Ministerium und Italien; die ungarische Legion; General Türr). Couferemz“ Brüssel(Kammer=Beschlüsse; Abg. Pierre f; Die ScheldeFrankreich. Paris(Verwarnung der France; Gegen=Erklärung; Hr. Wahlpolitik der englischen Regierung; Napoleon=Feier auf Elba; impfer; Buitry; aus Puebla; Reformplan für Polen; Duell; der ###Lanal; Preußen und Rußland; die Wahlen). ##. britannien. London(England, Frankreich und die polnische Frage; schaft:3 Holstein; Polen; die Fregatte Gefion; die geographische GesellParlaments=Verhandlungen[Schleswig=Holstein; der Suez=Canal; die Irderisten in Rom; die Engländer in China]). buptand. Petersburg(Kiew=Odessaer Eisenbahn). ämerica. New=York(Kämpfe zwischen Hooker und Lee). Der Aufstand in Pelen. Ierhandlungen des preußischen Landtages.(Sitzung vom 16. Mai.) 5. 33a im Winter vor der Annexion.(Schluß.) Be emischte, Handels= und Börsen=Nachrichten. Schleswig=Holstei * Köln, 17. Mai. Oesterreich hat seinen Antrag, Holstein so lange in Pfand zu nehSchlegwnz, 2 uar die 1852 eingegangenen Verpflichtungen wegen Wie— erfüllt habe, auf Preußens Widerspruch zurückgenommen. und a gestern aus Frankfurt gemeldet wurde, haben Oesterreich preußen sich darauf beschränkt, den hannover'schen Antrag auf ##=Execution zu unterstützen. nera et daher nur noch ein geschichtliches Interesse, wenn die Gebei(8 Locrespondenz aus Oesterreich bemerkt:„Mehrere Blätter haben : E r w ä h n u n g d e s ö s t e r r e i c h i s c h e n V o r s c h l a g e s, d a s H e r z o g t h u m H o l als Pfand zu besetzen, den Unterschied nicht klar aufgefaßt, der 8schen einer einfachen Bundes=Execution und der Besetzung eines etaitoriums, das zum deutschen Bunde gehört, Behufs einer Inkend. Amrung besteht. Dadurch aber, daß Schleswig keinen integrieiven Theil desselben bildet, ist auch der Charakter und die TragPeitk einer derartigen coercitiven Maßregel, wie die Besetzung Holus unter dem Rechtstitel eines Unterpfandes bis zur vollständigen Sslüllung der von Dänemark im Jahre 1852 eingegangenen VerFlichtungen wäre, in Bezug auf das Herzogthum Schleswig hinlängausgedrückt und gekennzeichnet.“ schicd“ zut, daß von der Pfändung abgesehen worden, deren Untervon einer Execution nicht klar ist; es ist aber nicht gut, daß ne Bundes=Execution vorgeschlagen ist, die unseres geringen Bedünkens rechten Sinn hat. Wenn früher mit Bundes=Execution gedroht bühr“ s0 geschah es, um einem Bundeslande, Holstein, die ihm gerrenden Rechte zu sichern. Nachdem die dänische Regierung aber ärpfe33cht mit voller Hand ausstreut(um dafür in Schleswig zu daß:““ so begreifen wir nicht, was es den Schleswigern nützen soll, leich: Holstein deutsche Truppen aufgestellt werden. Dagegen ist den einzusehen, daß die Schleswiger dadurch wahrscheinlich in Schagerathen würden. schlegm: arlsruher Zeitung spricht sich sehr nachdrücklich über die ###=holsteinische Frage aus. Das ministerielle Blatt schreibt: Gefohr-.# wir eine wirkliche That, trotz aller damit verbundenen beiwine,“ die wir nicht läugnen und nicht verkleinern wollen, herruschen, für so verhängnißvoll halten wir eine Scheinthat, die geeignet wäre, die Herzogthümer um ihre letzte Aussicht herggg.““ und für unser Gesammt=Vaterland unabsehbare Gefahren Holst sübeschwören. Eine solche Scheinthat ist aber die Besetzung einem“ sei es unter dem Titel der Execution, sei es unter irgend im 5 anderen Namen. Darüber ist die öffentliche Meinung bereits auf..“, daß der indirecte Druck, welcher dadurch möglicher Weise Danemark geübt werden könnte, möglichst verkehrt angewandt der X wenn er nur dazu dienen sollte, dieses zur Aufrechterhaltung Stipulationen von 1852 zu nöthigen. Sie gereichen nur uns en Nachtheile; wir können den Dänen nur dankbar sein, daß sie baren ffene formelle Verletzung derselben auch uns einen unbestreitvölkerrechtlichen Titel zum Rücktritt von denselben gegeben #en. Ob die Besetzung Holsteins diesen Mißerfolg der Wiederhersung der Verträge von 1852, die wir nicht zu wünschen, sondern ist,?Pchorresciren haben, bewirken würde, ist zweifelhaft; gewiß aber Paß sie mehr in keinem Falle zu bewirken vermag. Daß Dänenur:" der Hauptsache, in der Anerkennung der Rechte Schleswigs, diez** Gewalt weichen wird, ist für Jeden klar, der sehen will; aber, die mit einer Besetzung Holsteins operiren wollen, fährens“ eben damit zu erkennen, daß sie des einzigen zum Ziele reges. Mittels sich nicht zu bedienen beabsichtigen. Diese MaßVor“ sich eine nutzlose Belästigung des Landes, würde nur den sam geben zu einer dänischen Besetzung Schleswigs und gewaltters Danisirung dessekben, und der Ausgangspunct für neue Unsich'" Aungen werden, als bei welchen Deutschland in der übeln Lage sehr sande, sich auf ein Zwangsmittel zu stützen, das den Gegner Taga2“s stört und das, seiner Natur nach provisorisch, mit jedem #ner Dauer an Haltbarkeit verlöre. Besetzung Holsteins führt uns aber, indem sie statt der ertichkeit den blassen Schein einer That erzeugt, nicht nur von Lage Ziele ab, sie überliefert uns zugleich in der gefährlichsten stein gebundenen Händen jedem lauernden Feinde. Wird Holtend icht zur Execution eines Bundesbeschlusses, sondern zur Gelmark.“ eines völkerrechtlichen Anspruchs des Bundes an Däne###von deutschen Truppen besetzt, so kann die Befugniß Franka Die Colonie. Brastlianisches Lebensbild von Friedrich Gerstäcker. (Forts.— S. Nr. 136 d. Bl.) ## war aufgestanden und sah über den Felsen hin nach dem Wege Wer. Sein scharfes Ohr hatte einen Schritt auf dem harten Zehört, und es dauerte auch nicht lange, bis ein Mann den 3 kam, der anscheinend die Richtung nach Zuhbel's Chagra einschlug. Fommt Jemand? fragte Justus. “ das nicht der Lump, der Jeremias? sagte Bux, der nur eben sicen Augen über den Stein hinausschaute— Justus nahm I But ab und sah ebenfalls vorsichtig hinüber. wohl, flüsterte er, das ist die rothköpfige Canaille, seine PerEeüchtet ja wie Feuer durch den Wald. Wo will denn der noch Abend hin; zu Zuhbel's doch wahrhaftig nicht, denn der würf' und Auzenblick aus dem Hause. of wie er sich immer umguckt, flüsterte Bux zurück, genau so, gs er ein bös Gewissen hätte. #. war in der That Jeremias, der, seinen Hut in der Hand, den sge n der Colonie herauf gekommen war und jetzt auf derselben zich chen blieb, auf welcher Justus gehalten, um nach der See grstschauen. Auch Jeremias sah sich ein paar Mal um, aber Tten, als ob die Scenerie seine Aufmerksamkeit nicht fesseln könne, “ drehte den Kopf bald der Richtung zu, von welcher er gerie bald der entgegengesetzten, gerade als ob er Jemanden er## id nicht wisse, von welcher Seite er kommen würde. ite Ban. Teufel hat denn der? Auf wen wartet er denn? flüals Justus seinen Arm ergriff, drückte und ihn durch ein as, vornte, vorsichtig zu sein. Bux sah ihn erstaunt an. vereer nicht daran dachte, daß da oben zwischen den Steinen iri menschliches Wesen sitzen könne, schritt vorsichtig weiter und Lenden“ kurz vorher, ehe ihn die Wendung der Straße den Nachdie g#erborgen haben würde, in eben dieselbe Felswand ein, in Ee masiden standen. rochte jetzt ungefähr hundert Schritte von ihnen entfernt sein, Bux, ic sic0h zu Bux überbog und flüsterte: n“. 4) setze meinen Hals zum Pfande, daß der Schuft jetzt nach enn.“ Verstecke kriecht, wo er sein Geld vergraben hat. dem ausfinden könnten, da wäre ein Fang zu machen, gönnt ichs. g chsten#u wirklich? zischelte Bux zurua und stieg auf einen der lieren.ieine, um den kleinen Burschen nicht aus den Augen zu rden, deun war jetzt auch gar keine Gefahr mehr, daß sie gesehen in Veremias drehte ihnen den Rücken zu, en den Liste Justus— was sollte er denn sonst hier oben zwivergräßt herum zu kriechen haben, und daß er Geld irgendGeasgrsce wäit ic uanz sewib,. tuldse Hater den Boichen winkte Bux, als Jeremias jetzt gerabe hiueer dem Ructen r kagut“ Abdachung verschwunden war— zwischen den Blöcken er uns nicht sehen, und vielleicht bekommen wir ihn da reichs nicht bestritten werden, zum Schutze der Dänen eine Armee in Schleswig aufzustellen. Die Besetzung Holsteins bringt uns in die Alternative, entweder ehrlos auf eine Drohung des Auslandes uns wieder zurückzuziehen, oder den Krieg in dem Moment aufzunehmen, welchen eine feindliche Macht als den günstigsten für sich dazu erwählt. „Einen solchen Krieg, in welchen wir durch das planlose Ungefähr getrieben werden, fürchten wir aber; er könnte das Grab unserer Nationalität werden. Denn das ist gewiß, unter den gegenwärtigen Verhältnissen Gesammt=Deutschlands und bei der gegenwärtigen Lage Preußens können wir einen Krieg mit Aussicht auf Erfolg nicht führen. Lassen wir uns gedanken= und willenlos in einen solchen verwickeln, dann fehlt die planvolle Energie, welche zum Beginne des Kampfes zuerst unsere inneren Verhältnisse so umgestalten muß, daß sie den Sieg möglich machen. Die Banner der Kreuzzeitung und des Particularismus, unter welchen nur Niederlagen unser warten, sind nur durch freien, kühnen Entschluß zu stürzen; unter der Pression eines uns aufgenöthigten Krieges würden sie nur rücksichtsloser sich entfalten. Uns aber droht, wenn wir unter solchen Führern in hoffnungslosem Kampfe erliegen, das entsetzliche Loos, unter welchem Polen und Italien seit Jahrhunderten gelitten, um so schmählicher in eben dem Moment, in welchem diese Völker ein neues nationales Leben sich zu erringen im Begriffe stehen.“ Wir selbst haben den Gegenstand schon nach allen Seiten erörtert. Auch wir können in der Bundes=Execution keine Maßregel zum Zwecke erblicken, und die unmittelbare Folge würde keine andere sein, als Unkosten für Holstein. Hält der Bund die Zeit für gelegen zum Kriege, so führe er Krieg, aber nur für Schleswig=Holsteins jahrhundertalte Rechte, nicht für die Abmachungen von 1852, welche Schleswig=Holstein Preis geben und sein Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht verkaufen. Hält der Bund die Zeit für ungelegen zum Kriege(und sie scheint sehr ungelegen), so beschränke er sich darauf, die alten schleswig=holsteinischen Rechte wieder anzuerkennen, wie Oldenburg vorschlägt. Amtliche Nachrichten. Berlin, 16. Mai. Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht, dem Kammerherrn, Landrath a. D. Frhrn. E. Raitz v. Frentz zu Düsseldorf den Rothen Adler=Orden 2. Classe mit Eichenlaub, dem Kanzleirath Reich beim Ministerium der geistlichen, Unterrichts= und Medicinal=Angelegenheiten, den Rothen Adler=Orden 4. Classe, dem königlich sächsischen Polizei=Director Schwauß zu Dresden den Königlichen Kronen=Orden 2. Classe, und dem königlich sächsischen Fremden=Polizei=Commissar v. Bose daselbst den Königlichen Kronen=Orden 4. Classe, ferner dem Kreisgerichts=Secretär Reiche zu Halberstadt bei seiner Versetzung in den Ruhestand den Charakter als Kanzleirath zu verleihen. Der Staats=Anzeiger veröffentlicht eine Allerhöchste Cabinets=Ordre vom 30. April 1863, betreffend die Genehmigung, daß Officiere, denen Degen oder Säbel als Geschenk oder durch Vererbung in ihrer Familie überkommen sind, diese im Dienste anlegen dürfen. Der Referendar Falger im Bezirk des Appellationsgerichts zu Münster ist zum Assessor, die Auscultatoren Th. Timmermann bei dem Appellationsgericht zu Münster und E. Spanken bei dem Appellationsgericht in Hamm, A. Rieth und I. Wolff bei dem Landgericht in Düsseldorf, K. K. Fr. Schmitz bei dem Landgericht in Köln, und H. C. Eich bei dem Landgericht in Bonn sind zu Referendaren ernannt worden. Deutschland. * Berlin, 16. Mai. Das Herrenhaus erledigte heute eine ganze Reihe kleinerer Vorlagen und will am Dinstag abermals Sitzung halten. Es rüstet zum Schlusse, dessen möglicher Nähe Herr v. Kleist=Retzow auch ausdrücklich gedachte. In den Kreisen der Abgeordneten richtet sich noch alles Interesse auf die Entscheidung, welche das Ministerium in Bezug auf die Erfüllung seiner verfassungsmäßigen Pflicht, den Verhandlungen des Hauses auf Verlangen beizuwohnen, treffen wird. Diese Entscheidung muß zum Montag erfolgen: wie sie ausfallen wird, darüber verlautet noch nichts recht Sicheres. Von anderen Eventualitäten werden die einer Vertagung und Auflösung als unwahrscheinlich betrachtet; die eines förmlichen Schlusses oder andererseits die des stillschweigenden Abbruchs aller Beziehungen zum Abgeordneten=Hause, wobei nach der Meinung der Regierung das Haus in die Gefahr käme, sich selbst und der öffentlichen Meinung zur Last zu werden,— diese beiden Eventualitäten werden am meisteu erörtert. Was das„zur Last werden“ angeht,— darin könnte sich das Ministerium täuschen! Schwieriger allerdings würde die Lage des Hauses werden. Machtloses Reden und unbesonnene Beschlüsse gleich sehr zu vermeiden, würde nicht gerade allzu leicht sein. Indeß— die Stellung und Plane des Ministeriums würden durch eine der innern und äußern Situation Preußens wohl angepaßte, ruhig entschiedene Adresse eben auch schwerlich gefördert werden. Eine Fortdauer des Landtages würde freilich den Fractionen und Einzelnen die Last einer verdoppelten Selbstbewachung auferlegen; aber sie würde doch vor Allem der auswärtigen reactionären Politik v. Bismarck's, die unserer Ueberzeugung nach das Vaterland mit den schlimmsten Gefahren bedroht, ein lästiges Hinderniß werden. Geht nur die Krone darauf ein,— das Ministerium würde wohl den „Schluß" jeder anderen Eventualität vorziehen. Sandow, das Gut des Herrn v. Senfft, liegt, wie die Kreuzzeitung berichtigt, nicht im kottbuser Kreise, sondern im sternberger, dicht bei Frankfurt. Die letzte Abendnummer der National=Zeitung ist polizeilich ohne Angabe des Grundes mit Beschlag belegt worden. Die gestrige Nummer der Volks=Zeitung ist polizeilich mit Beschlag belegt worden. Der wiener„Presse“ schreibt man: Von preußischer Seite wird mit der factischen Realisirung der so oft dementirten Convention fortgefahren. Ein Brief, den der in Inowraclaw stationirte preußische General Lewald, betreffend die am 26. April bei Nowa=Wies auf preußisches Gebiet übergetretene Truppe des Major Nelidow, an den russischen General Maslow in Wloclawek richtete, läßt darüber keinen Zweifel. Es heißt in diesem Briefe, in welchem vorerst über die: Attaque selbst ein vollständiger Bericht erstattet wird, unter Anderm: Ich beehre mich nun, Euer Hochwohlgeboren zu ersuchen, mich über jede Ihrer Operationen an der preußischen Gränze zu benachrichtigen, damit ich dem entsprechende Weisungen ergehen lassen kann. Gleichzeitig bemerke ich, daß an den angegebenen Puncten besonders preußische Infanterie= und Cavallerie=Abtheilungen stationiren, und zwar(folgen nun die Namen der preußischen Stationen und der gegenüberliegenden polnischen Orte).... Die an den obigen Puncten commandirenden preußischen Officiere sind verpflichtet worden, alle Ihre Aufträge anzunehmen und mir mitzutheilen. In Frankfurt a. M. wird zu Pfingsten die Commission des deutschen Abgeordneten=Tages tagen. Dieselbe besteht aus folgenden Vertrauensmännern: Schulze=Delitzsch, v. Unruh, v. Sybel, Behrend, Lette, v. Hoverbeck, D. Löwe und Cetto für Preußen; Barth, Crämer, Brater, Völk für Baiern; D. Joseph und Cichorius für Sachsen; v. Bennigsen und Plank für Hannover; Hölder, A. Seeger und Probst für Würtemberg; D. Bluntschli und Häusser für Baden; Metz für Großherzogthum Hessen; D. Oetker für Kurhessen; M. Wiggers für Mecklenburg; Pfeiffer für Bremen; D. Lang für Nassau; Vieweg für Braunschweig; Fries für Weimar; Oberländer für Coburg. Den Vorsitz der ständigen Commission führt Herr D. Sigm. Müller aus Frankfurt a.., dessen Stellvertreter D. Barth aus Kaufbeuern ist. Daß keine Abgeordneten aus Oesterreich sich in der Commission befinden, hat seinen Grund darin, daß auf dem weimarer Tage keine Oesterreicher waren und man nicht der Meinung war, die Oesterreicher nochmals besonders zum Eintritte auffordern zu sollen; allein eben so war man der Ansicht, daß wenn Oesterreicher sich meldeten, solche in die ständige Commission zu cooptiren seien. * Berlin, 16. Mai. Die gestern Abend in den Abtheilungen ernannte Commission für eine Adresse besteht aus zehn Mitgliedern der Fortschritts=Fraction und eilf, die andern Fractionen angehören. Zwei Mitglieder der Fortschritts=Partei, die Abgeordneten Seuff und Roepell(Danzig), sollen überdies gegen die sofortige Berathung der Adresse sein. Der Präsident Grabow hat die erste Sitzung der Adreß=Commission auf Montag Abend anberaumt, namentlich aus dem Grunde, weil das Ministerium zu den Berathungen der Commission einzuladen war und dies nach der Ansicht des Präsidenten nicht füglich zugleich mit der Benachrichtigung des gestrigen Beschlusses des Abgeordneten=Hauses geschehen konnte.— Der weitere Verlauf der Angelegenheit ist noch immer in der Schwebe. Nahezu allgemein war bekanntlich angenommen, daß das Ministerium an die Schließung der Häuser denke. Der Einwurf, daß die Verfassung dadurch noch etwas mehr außer Wirksamkeit gesetzt würde— Gneist sagte einmal im Hause, die Verfassung sei schon jetzt thatsächlich suspendirt— schien nicht danach angethan, die Voraussetzung zu entkräften. Soll doch das Ministerium schon vor dem gegenwärtigen Conflicte beschlossen gehabt haben, nach der theilweisen Ablehnung des Budgets im Abgeordneten=Hause den Schluß herbeizuführen, bevor noch das Budget an das Herrenhaus gegangen wäre. Ein Schluß vor der Beendigung der Budget=Berathung in dem Abgeordneten=Hause würde sich allerdings noch drastischer ausnehmen, aber doch nicht verhindern, daß die Feudalen und Ministeriellen umgekehrt die Kammer der Verfassungsverletzung beschuldigten. Da das Ministerium schwerlich nachgibt, wurde der Schluß überall als wahrscheinlich angesehen. Man darf aber nicht übersehen, daß ein anderer vorläufiger Ausgang immerhin möglich bleibt. Die Minister können entweder auf ihrem Standpuncte beharren und das Abgeordneten=Haus sich selbst überlassen, oder sie können ein Mißverständniß in dem Beschlussedes Hauses supponiren, den Haupt=Accent auf die Disciplinargewalt des Präsidenten in Bezug auf die Minister legen— über welche das Haus sich auszusprechen keine Veranlassung hatte, obgleich die Sache selbstverständlich keinem Zweifel unterliegt— und eine abermalige Berathung über diese Seite der Frage zu veranlassen suchen. Man will aus sicheren Anzeichen schließen, daß das Ministerium heute früh noch keinen bestimmten Beschluß gefaßt hatte. Auch das Herrenhaus hat noch eine Sitzung für Dinstag anberaumt und sogar eine Commission für die künftige Berathung des Militär=Gesetzes ernannt. Dies deutet auf die Eventualität weiterer Berathungen hin, wobei allerdings möglicher Weise das Abgeordneten=Haus durch einen plötzlichen Schluß, bevor die Adresse berathen werden könnte, überrascht werden soll.— Das linke Centrum hat gestern Abend fast einstimmig beschlossen, wenn die Minister am Montag im Hause erscheinen, für die Fortsetzung der Militär=Debatte vor jeder andern Berathung, auch der einer Adresse, zu stimmen. Erscheinen die Minister nicht, so würde auch das linke Centrum für eine Adresse oder eine Resolution über die allgemeine Lage mit Hinzufügung eines Paragraphen über den neuen Conflict sein. Das linke Centrum ist gegen die sonstige weitere Berathung in Abwesenheit der Minister, welche die Fortschritts=Fraction gestern Abend, wie es schien, in Erwägung gezogen hat. Man könnte, nach der Ansicht des linken Centrums, dem Präsidenten vorläufig überlassen, die Sitzung auf unbestimmte Zeit zu vertagen, wie auch sonst wohl geschieht, wenn beispielsweise kein Stoff aus den Commissionen vorliegt, doch werden die Berathungen über diese Frage noch fortgesetzt.— Die Nachrichten aus Polen und Rußland sollen immer bedenklicher lauten. Mehr noch wie früher spricht man von Besorgnissen der russischen Regierung wegen der Stimmung ihres Officiercorps. In auffälliger Weise wollen warschauer und pariser Correspondenzen gleichzeitig von einer eventuellen preußischen Action in Polen wissen. Worauf das fußt, ist nicht sogleich erkennbar. Die Lage verwickelt sich aber mit jedem Tage mehr, und die liberalen Parteien werden ohne jeden Zweifel mit Hintansetzung untergeordneter Divergenzen ihr einmüthiges Zusammenhalten als oberste Pflicht erkennen.— Herr v. Beust ist gestern früh aus Dresden eingetroffen und hat mit dem MinisterPräsidenten mehrfach conferirt.— Nachschrift. Der Schluß der Kammern in den ersten Tagen der nächsten Woche mit entsprechenden weiteren Verfügungen gilt mehr und mehr für wahrscheinlich. * Berlin, 16. Mai. Die Behauptungen, daß die Absicht Seitens des preußischen Cabinets vorliege, sich von Oesterreich Concessionen in der polnischen Frage durch die Preisgebung des Handelsvertrages zu verschaffen, fangen endlich an, schwächer zu werden. Besonders scheint die österreichische Presse etwas weniger zuversichtlich in der Auffassung geworden zu sein, daß Preußens politische Lage eine so hülfsbedürftige sei, um von demselben allerlei Dienstleistungen verlangen zu können. Allein, abgesehen von der Stellung Preußens zu den europäischen Fragen, hat jede Regierung desselben in der deutschen Reformfrage wie in der Angelegenheit des Handelsvertrages doch preußische Interessen zu vertreten, die nicht unberücksichtigt gelassen werden können. Das Ministerium Bismarck kann in diesen Cardinalfragen der auswärtigen Politik nicht anders wie das Ministerium Auerswald handeln. Wenn daher Parallelen zwischen der jetzigen Lage Preußens und derjenigen Oesterreichs zur Zeit des italienischen Krieges gezogen werden, wenn die alte Behauptung aufgewärmt wird, Preußen habe damals das Haus Habsburg im Stiche gelassen, so sollte man doch sich an die Erörterungen der damaligen Zeit in der deutschen und französischen Presse erinnern, in welchen Preußen geradezu der Vorwurf gemacht wurde, daß es Oesterreich zum Nachtheile der Einheit Italiens unterstützt habe. Die preußische Regierung hatte doch nicht etwa zu Gunsten Frankreichs einen Theil der Armee mobilisirt? Was that das wiener Cabinet? Es antwortete mit dem laxenburger Manifeste. Seitdem ist von Oesterreich nichts geschehen, was zur Annahme berechtigt, daß man in Wien seinen eminenten Irrthum in der Auffassung der damaligen politischen Situation erkannt habe. Auch jetzt scheint man in Wien auf dem Gedanken von der Hülfslosigkeit Preußens wieder eine besondere Politik machen zu wollen. Allein man übersieht vollständig, daß die preußischen politischen Intentionen bereits einer europäischen Conferenz zur Lösung schwebender europäischer Fragen zuneigen. Oesterreich wird naturgemäß das Zustandekommen des Congresses zu verhindern suchen, England hat vorläufig abgekehnt; aber sollte man in Wien nicht in Erwägung ziehen, daß der Congreß auch dann eine Bedeutung erhalten könnte, wenn trotz der Weigerung der Cabinette in Wien und London, sich zu betheiligen, Frankreich und Rußland, so wie die Regierungen zweiten und dritten Ranges sich über die Zusammenkunft vereinbarten?(Daß Frankreich einen solchen partiellen Congreß wünsche, davon hat freilich bisher noch nichts verlautet.] Wie dann, wenn auch Preußen sich ihnen anschlösse? Ich weise auf diesen Punct nur deßhalb hin, um die Bedeutung der preußischen Hülfslosigkeit den österreichischen Behauptungen gegenüber zu beleuchten. Berlin, 16. Mai. Die ministerielle Zeitung räth dem Ministerium, das Haus„sich selbst zu überlassen". Das Ministerium scheint in der That bei Abfassung seines Absagebriefes vorausgesetzt zu haben, daß das Haus auch ohne es seine Verhandlungen zu Ende führen werde. Noch amt vorigen Freitag hat dasselbe dem Vernehmen nach beschlossen, das Militärgesetz und das Budget zu Ende berathen, letzteres durch das Herrenhaus verwerfen zu lassen und die Session etwa Mitte Juni zu schließen. Der von einer Seite gemachte Vorschlag, das um 6 Millionen verkürzte Budget anzunehmen und die Mehrausgaben für die Armee=Organisation im Wege der Etats=Ueberschreitung zu leisten, soll Eingang nicht gefunden haben. Dieser Plan des Ministeriums ist jedoch nicht mehr durchzuführen. Ohne die Minister wird die Kammer voraussichtlich nicht verhandeln: sie wird bis zum Erscheinen derselben sich vertagen. Sie nöthigt dadurch die Minister, entweder vor der Budget=Berathung, welche sie durch ihr Ausbleiben vereiteln, die Session zu schließen oder die Kammer aufzulösen. In beiden Fällen verschlimmert sich die Position des Ministeriums. Eine Auflösung könnte ihm nur helfen, wenn derselben Octroyirungen folgten: zu diesen dürfte aber die allerhöchste Zustimmung nicht erlangt werden können. Wie die Krisis enden wird, ist noch nicht abzusehen: möchte die Hand, in welcher die Entscheidung ruht, die Verwicklung so lösen, daß den von außen drohenden Gefahren ein geeinigtes Preußen entgegen trete!— Se. Königl. Hoheit Prinz Friedrich Karl ist swie gemeldet] dem Staats=Anzeiger zufolge vorgestern Morgen von Wiesbaden in dem bei Potsdam gelegenen Jagdschlosse Glüncke, welches seinem Vater, dem Prinzen Karl, gehört, eingetroffen. Der persönliche Adjutant des Prinzen, Oberst=Lieutenant Frhr. v. Puttkammer, gibt im heutigen Publicisten eine Widerlegung eines früheren Gerüchtes ss. oben]. Der türkische General v. Kuczkowski, der mit Urlaub hier verweilte, ist gestorben. Er war Oberst in der preußischen Armee und trat mit Genehmigung des Königs in türkische Dienste. Seine Leiche wurde gestern mit militärischen Ehren bestattet. Elberfeld, 16. Mai. Es ist bekannt, daß in den letzten Zeiten in den größeren Städten der Monarchie, in welchen bis dahin besondere Polizeibehörden bestanden, die direct von den kgl. Regierungen ressortirten, wieder die Ausübung der Polizeigewalt an die Commune zurückgegeben worden ist. In Folge dieser allgemeinen Maßregel ist unser Herr Polizei=Präsident Hirsch durch Allerh. Verfügung vom 1. Juni d. J. an zur Disposition gestellt. Dieselbe Verfügung enthebt ihn natürlich auch der interimistischen Verwaltung des Landrath= Amtes. Bisher hatten wir gehofft und geglaubt, uns den ausgezeichneten Beamten, der sich die allgemeine Achtung und Liebe seiner Mitbürger erworben, erhalten zu sehen; zu unserem tiefen Bedauern müssen wir die obige Nachricht unseren Mitbürgern mittheilen.(E..) * Darmstadt, 15. Mai. In der heutigen Sitzung der Zweiten Kammer war der Antrag der Abgeordneten Finger und Genossen bezüglich der fixen Etats Gegenstand der Tagesordnung. Die Differenzpuncte zwischen der Regierung und den Ansichten des Ausschusses bestanden hauptsächlich in dem Verlangen einer sofortigen Revision der Gesandtschaften. Legationsrath Hofmann vertheidigte den Standpunct der Regierung; dieselbe würde inconsequent handeln, wenn sie jetzt schon eine Revision der erst auf dem jüngsten Landtage vereinbarten Gesandtschafts=Etats zugestehe. Eine Anfrage des Abg. Büchner, ob die Regierung die Gesandtschaften etwa als zur Erhaltung der Souverainetätsrechte des Landesherrn gehörig betrachte, könne er einfach dahin beantworten, daß die Regierung mit Freuden drüben wieder in Sicht— und ohne eine weitere Antwort seines Cameraden abzuwarten, sprang er von seinem Steine herunter und glitt wie eine Schlange zwischen den Felsstücken hin der Richtung zu, in der Jener verschwunden war. Justus konnte ihm aber in seinen engen Kleidern und besonders mit den Stegen an den Hosen, welche ihn im Steigen hinderten, kaum folgen. Bux erwies sich übrigens als ein vortrefflicher Spürhund, denn sein Terrain mit einer wahren Meisterschaft benutzend und jeden Fels, jeden Baum zur Deckung brauchend, pirschte er sich rasch und doch vollkommen geräuschlos weiter vor und sah sich nur manchmal unwillig nach Justus um, wenn dieser achtlos auf einen dürren, knackenden Zweig trat oder an einen lockeren Stein mit dem Fuße stieß— Dinge, die er verschiedene Male möglich machte, Jetzt hatte er den scharfen Kamm, welcher aber hier nicht so steil ablief und einen Blick über die nächste enge Schlucht gestattete, erreicht, und entdeckte auch Jeremias schon an der anderen Seite derselben, an der er in die Höhe kletterte. Die Schlucht lag ührigens vollständig vom Wege ab und tief und sicher versteckt mitten im Walde. Bux mußte hier abwarten, bis Jeremias wieder aus Sicht war, und Justus kam indessen auch heran. Ist er da?„ Bux deutete nur einfach mit dem Arme über die Schlucht, wo die lichten Kleider des Deutschen, der langsam an dem Hange hinstieg, deutlich hinter den Büschen sichtbar waren, wohl einmal einen Augenblick verschwanden, aber doch immer wieder zum Vorscheine kamen. Wenn er noch lange macht, flüsterte Justus, geht die Sonne unter, nachher wird's Nacht. Bux hob nur warnend die Hand, daß er schweigen sollte, denn Jeremias war stehen geblieben und bückte sich dort. Die beiden Männer schauten ihm mit der gespanntesten Erwartung zu, aber keiner von ihnen sprach ein Wort weiter, denn das da drühen mußte der Platz sein. Was Jeremias eigentlich machte, konnten sie freilich nicht erkennen, aber während ihm Justus mit größter Aufmerksamkeit zuschaute, merkte sich Bux genau die verschiedenen Büsche, einen einzein stehenden Baum, eine junge Palme und einen Felsblock, an dem wie ein Teller groß ein Moosfleck wucherte. Jeremias hatte sich etwa zehn Minuten an der Stelle aufgehalten; jetzt richtete er sich wieder empor und schien erst ob er kein lebendes Wesen erkennen könne. Aber Todtenstille herrschte im Walde, über welchem nur ein einzelner Raubvogel kreisste und dann und wann seinen eigenthümlich schrillen Ruf ertönen ließ. Der kleine Bursche mußte sich auch für vollkommen sicher halten, denn er tieg jekt auf einem anderen Wege, als er gekommen, und vorsichtig von Stein zu Stein tretend gerade in die Schlucht hinab und der Richtung nach genau auf die Stelle zu, wo die Beiden auf der Lauer lagen. Erwarten durften sie ihn aber hier keinesfalls, und Bux, wieder hinter die nächsten Steine zurückgleitend, ergriff Justus' Arm und zog ihn noch etwas weiter den Hang hinauf hinter ein Dickicht von Lorberbäumen, wo er sich niederkauerte und seinem Begleiter ein Zeichen gab, das Nämliche zu thun. In dieser Stellung blieben sie etwa eine Viertelstunde, und erst als die Sonne den oberen Rücken der westlichen Gebirge berührte, hob sich Bux wieder in die Höhe und schritt auf seinen alten Stand zurück, um zu erforschen, ob sich noch etwas von Jeremias erkennen ließ. Dieser mußte sich aber jedenfalls— und für ihn auch der bequemste Weg— die Schlucht hinunter gewandt haben, deren Mündung wahrscheinlich unten wieder auf den Weg oder doch wenigstens in dessen Nähe führte. Es war nicht das Geringste mehr von ihm zu erkennen. Trotzdem zögerte Bux hier gerade, die Schlucht hinab zu steigen, wo sie sich jedenfalls ganz offen zeigen mußten, und zog es vor, einen kleinen Umweg zu machen. Dort begünstigte sie güßerdem das Terrain ganz besonders, da sich, ein kleines Stück weiter oben, eine Art von Terrasse über die Schlucht hinüberzog und dadurch einen dünnen Wasserfall bildete, mit dem sich der Bergbach den Hang hinunter warf. Sie erreichten, außerdem fast überall durch Gebüsch gedeckt, die andere Seite der Schlucht dadurch viel früher und konnten nun ohne weiteres Zögern ihrem Ziele entgegen rücken, denn so lange hatte sich Jeremias hier keinesfalls aufgehalten. Außerdem durften sie nicht mehr viel Zeit verlieren, denn schon rötheten sich die Wolken im Westen. Bux versäumte aber auch in der That nicht viel Zeit. Seine Ortskenntniß ließ nichts zu wünschen übrig. Bald hatte er den einzeln stehenden Baum und die junge Palme gefunden; dicht darüber stand der Stein mit dem weißen Moosflecke, und hier war die Stelle, wo Jeremias, zu welchem Zwecke auch immer, gehalten hatte. Hier aber war auch der Grund so steinig, daß er unter keinen Umständen gegraben haben konnte. Zum Henker auch! brummte Justus, der sich überall umsah, hier kann es doch nicht sein; du mußt dich im Platze versehen haben; ich glaube, es war weiter oben. Dann such' du weiter oben, brummte Bux— wenn ich mir einmal einen Ort gemerkt habe, find' ich ihn auch wieder, und hier war’s. Hat er aber hier etwas versteckt, so ist's nicht vergraben sondern liegt unter einem Steine, und dem wollen wir verdammt bald auf die Sprünge kommen. Pass' du nur ein Bißchen auf, daß wir nicht etwa überrascht werden— wir sind freilich unser Zwei, aber— besser ist besser— und ungesäumt hob er einige der nächsten Steine auf, ohne jedoch das Geringste zu entdecken— unter#nen konnte nichts verborgen sein. auf eutetgenanrs gier wosiezachmrnte er Andich und richtete sich wieder staut, und weiß 8.——9 liegt, ist es verflucht schlau wegge### der Henker, wie er's gemacht hat, denn den großen zelsblock da hat er doch wahrhaftig nicht heben können. Das brächten zwölf Menschen nicht zuwege. Sieh mal hier, sagte Justus, der etwas mehr seitwärts stand— da ist eine Spalte in dem Fels, aber so eng, daß man nicht einmal den Finger dazwischen bringen kann. Bux ging zu dem bezeichneten Platze, hatte ihn aver raum ein paar Secunden betrachtet, als er sich zu der Platte niederbog und daran probirte. Bei Gott, die bewegt sich! flüsterte er— und siehst du, hier oben ist auch etwas von dem Stein abgestoßen, als ob Jemand mit einem eisernen Instrumente daran gewesen wäre. Wenn man nur ein Messer dazwischen brächte. Bux hatte sein Taschenmesser schon heraus, und ohne die Klinge zu öffnen, drückte er es ganz hinein und schob daran, bis sich der und er die Finger dazwischen bringen konnte. Schieb' deinen Stock hinein, daß es mich nicht fängt. Justus gehorchte, und im nächsten Augenblicke hob sich die Platte voen los und zeigte einen ganz eigenthümlich geformten hohlen Raum im Innern, der aber nur mit lockerem Gestein angefüllt schien. Es dämmerte außerdem schon, und sie konnten kaum noch auf zehn Minuten Tageslicht rechnen. Halte die Platte— so— daß ich dahinter greife! rief Bux— aber laß sie nicht fallen. Justus hielt sie mit zitternden Händen fest, und Bux, der keine Rücksicht auf seine Kleider zu nehmen brauchte, zwängte sich jetzt von der Seite hinein und warf die Steine drin zurück. Plötzlich stieß er einen leisen Jubelruf aus: Ich hab's! Was? rief Justus— was ist's? Zieh' die Platte noch ein klein wenig zu dir— so— noch ein Bißchen— so, jetzt geht's— ein Sack— ein Sack mit Geld— hurrah, das war geglückt! und aus dem Gestein zerrte er einen klingenden Leinwandsack heraus und hob ihn mit Mühe aus der Spalte mit einem Arme zu Tage. Jemine! rief Justus und ließ die Platte los, die wieder in ihre alte Lage zurücksank und so vortrefflich paßte, daß man nur mit großer Aufmerksamkeit den Platz entdecken konnte. Esel! schimpfte Bux— kannst du denn den Stein nicht einmal halten, bis man dir's sagt? Wenn nun noch mehr drin stäke— du bist doch zu gar nichts zu gebrauchen. Na, wie viel Säcke soll er denn haben? lachte Justus— Junge, Junge, in dem Beutel stecken wenigstens ihre dreihundert Mitreis, wenn auch nicht ein einziges Goldstück dazwischen wäre. Aber was machen wir jetzt damit? Wir theilen, brummte Bux, der indessen mit einiger Mühe di Schnur gelös't gatte, in den Sack griff, eine Hand voll Münzen herausnaym und in seine Westentasche steckte. Du, laß' mich auch einmal kosten, sagte Justus— schmeäft du prächtig! Komm' hier fort! sagte Bux, den Sack wieder zubindend— hol'g der Henker, der Teufel könnte doch noch sein Spiel haben— dort drüben im Dickicht sind wir sicher. Wean vig, gacher nur wieder zum Wege Knunter fnden, meiute # ängstuch. ia nm n Narr, der Mond geht ja in einer Stunde auf, brummte der Bauchredner— und hab' keine Angst— ich führe dich sicher.— euedhen ud der eimmal durch Zufall diesen wunderlichen Stein ge##— weil er keinem Menschen sein mühsam erspartes Geld anberklauen wollte— zu seinem Depositorium benutzt hatte, war indessen wieder auf die andere Seite der Schlucht hinübergestiegen eine solche Organisation des deutschen Bundes begrüßen würde, welche möglich machte, daß der Bund in gemeinsamer activer Weise sein Gesandtschaftsrecht ausüben könne, womit zugleich die besonderen particularen Gesandtschaften wegfielen. Zum Schluß erhielt noch einmal Metz als Berichterstatter das Wort, um die Ausschuß=Anträge dunge Clats der Cbi= Behschen u der dermatgen Versanal= und Besol, durch erzielter Ersgarung die im Geiste Frößern Vereinsahzung und hie Ständendarüb jedenfallserfür dte nächteFinane uee ud den schaften schon jetzt die geignete Varsguag un m, Veriade, in Betref der Gesandte tig und jedenfalls innerhalb z.... 2) die Stände s6 um die unter deren Mitwirkung sien Hälste des Jahres 1864 einzubernfen, ginn der nächsten Finanz=Gen, eszusteclendet neuen Etats mit dem Ve3) bei Erlebigung von diernglichen Sag in Bokzug bringen zu können; nächtige Revsion ainstweiten in Zet auf die dender defalsigen Beschlusfassung, zu erhelen. 3“ unter, Veschlunigung „luterz den, zu Beginn der Sitzung verkündeten nenen Eingaben Stteh eine Antwort des Ministeriums auf die von dem Abg. Laltuisse der Hergshbamert dueeu ui die VersunpeberSchleswig und Holstein, der zufolße hersie Sr itren, der Regierung die möglichste Wahrung der dentschen InWer grashens. D Antwortschreiben lautet: des grgsherglschen a— herzoglichen Gesammt=Ministeriums und Minister Sce###oglichen Hauses und des Aeußern behrt sich, die mit gefäligem Schreiben vom 20. v. Mts. anher mitgetheilte, die Verfassungsverhältnisse derzogthimer Schleswig und Holstein, betreffende Interpellation des Herrn Aug. V. Stockhausen hiermit ergehenst zu beantworten, wie folgt: Die Bundes=Versammlung, beziehungsweise die betreffenden Ausschüsse, in die großherzogliche Regierung vertreten ist, sind zur Zeit auf das lebhafteste mit den Angelegenheiten der Herzogthümer Holstein und Schleswig escse se sch baese eseschch enr ce e zum Schutze der Rechte und Interessen jener Herzogthümer und Deutschsöchen behebe ein. Jae sihtige alel iden Einsuß daehn getend zi thümer nicht mote di echte und Intereisen der genannten HerzogFalles kräftioster Weise aue acr„Jeudern in wirsamer und ersorderlichen zur thatsächlichen Anerkennung gebracht werden. tung verschen warden.——derzeszliche Bundestags=Gesandte bereits mit WeiDarmstadt, 11. Mai 1863. nud v. Dalwigk. d senbursga 12: Mai. Wie emnige andere Nachbarstaaten von #rrupen; so hur auch Anhalt=Bernburg gewünscht, im ZusammenZeugnisse in nacher= Beschen iu treten, Ir Falae ders gans zu dem höheren Schulvesen in Preußen ### on wvige bessen ist der Geh. Ober=Regierungsrath. D. Wiese von Berlin zur Inspection des hiesigen Gymnasiums hier eingetroffen. Mai, Zwischen Oesterreich und Rußland besieht Ser äcbe eange dee u welcen zur wechselseitgen Sicherstellung talls als ein Bertsegen den einen der beiden Staaten in dem anderen ebenkund gemachteu uen derachtet undbehandelt wird. Dieser Vertragist eüir dos grze uuu sesblat 1860, 59. Stück, 233, und gulig Eröfnung des Minisn 1860 dur Aners d Wiunnerums des Aeußern hat am 15. Oectober ichen Ministerialsecheicher aserlich östereächischen und kaserlich muisse. ertarungen vom 9. December 1859 und 16. Sepkember. 1880, Stat gefunden, wodurch bezüglich der Bestrafung der dem Geviete des einen der beiden Staaten gegen die Sicherheit isce, weiche dem Hesete ie eune deseuigen Staten eingtreten in Siune des ura ertchumt Zestreich gegenüber die Gegensetigkeit Der 8 ac ohen udabes ges§. 66 des Strafgesetzes beobachten.“ des Hochmerrgtr. u. ad eine von den im 8. 58(Fesistellung Smdeecgarrn seschneten Handlungen gegen einen dentschen macht sich, in ia gegen ein Oderhaupt eines dieser Staten begeht, „. eer in so fern sich darin nicht ein schwerer verpöntes Verorechen darstellt, ebenfalls des Verbrechens der Störung der öffentlichen Ruhe schuldig, und ist 2c.“ Und der II. Absatz:„Desselben Verbrechens macht sich schuldig und ist auf dieselbe Art zu bestrafen, esr eic hieier Pendlungen gegen einen anderen fremden Staat oder durch besant upt untermmmt, in so. fern von dessen Gesetzen oder thume Desterreichen tite die, 9egensetgkeit verbüirgt und im Kaiser. vom Jahre 18e, gesctzluch zund gemacht ist.“ Außer dem Vertrage 1890## eristuiren dann noch em älteres Cartell vom Jahre 1ozo und ver Zusatz dazu vom Jahre 1822, so wie die VerabSeptember 1833, Ie rsen, ii gscs, durch den Krinkticg erloschen erlüirtwurden. ten beantragte Bundes=Execution in Holstein kann allerventagen am 3o. Mazer, apr gel berachtet werden, um den in Koderungen und Vartnau erlassenen Verordnungen gegenüber den VorSes####tio Verfugungen des Bundes in Sachen eines deutschen Bundeslandes Nachdruck zu verleihen. Aber es handelt sich nicht bloß, wie jene Verordnungen des Ministeriums Hall,neuerdings recht deutlia, gezeigr huben, um eine reine Bundessache, sondern auch wesentlich oeser Tesammenhaung Hostelacht uu den Boden der, belanntlich den einbarungen von 1851 undeu auit Schleswiz gerwährleistenden VerRußland jenes Protocgp 1852, und wie England, Frankreich und sind auch Oesterreich. un Fenommen haben, so geschlossen und den dauie, Preußen, welche diese Vereinbarungen abeden, deren Durchführung eeniscat anerkannt haben, gcbun, raht diese Verpsichtug, sih angelegen seit iu lassen. Insbesondere prässial=Macht geuis auf, esterreich, welchs als deutsche BundesArastoiar=Mucht die betreffenden Verhandlungen geleitet hat. Das Se. h— der Basis dieser Vereinbarungen würde unsehlbar wegen ahrev engen Zusammenhanges mit dem londoner Protocoll in die Angelegenheit der Herzogthümer die Gefahr eines europäischen Conflicts hineintragen, und um einem solchen vorzubeugen, beabsichtigte Oesterreich, wie es scheint, eine über die Bundes=Execution hinausErdereige=Matregeleun sener Veräiubarungen möglchst scherstellende wiener„Presse“, schreibt über Preußen:„Der Anspruch des damit den Mänisdern das Rede enen Prisdenten desavouten und eusdonant, Wtchscher bei Hesie persönlich zu insultiren, konnte nur absolut zurückgewiesen werden, und wenn die Minister von dieser Zurückweisung Anlaß nehmen, um nicht mehr vor der Kammer zu erscheinen, so ändert dies an der volitischen Sachlage nichts, denn ein Comprömiß zwischen Haus und Regierung in der Militär= und Budget=Frage kommt in keinem Falle zu, Stande, ob die Minister in der Kammer erscheinen oder nicht. Die Nordd. Allg. Zeitung faßt die Frage als einen Kampf der Souverainetäts=Rechte der Krone gegen das parlamentarische Regime auf. Unsinnigeres ist noch nicht behauptet worden.“ Der Botschafter will die Polnische Frage, wie er neulich sagte, durch eine große Initiative Oesterreichs, und zwar, wie er sich heute präciser ausspricht, durch die Regeneration Deutschlands entschiedett sehenz.„Er schreibt:„Wir sagen auch nicht, daß Oesterreich in der auf eine bessere Organisation Deutschlands sich von den isoliren könne; wir sagen umgekehrt, daß es sich von ihnen nicht entfernen dürfe. Dagegen allerdings behaupten wir, daß insere ganze Beurtheilung dir Weltlage eine Hinneigung zu Rußland und Preußen für Oesterreich absolut ausschließt.“ Aus Turin, 15. Mai, wird telegraphirt:„Da der König der Eröffnung der Eisenbahn von Pescara nicht beiwohnen kann, wird er durch den Prinzen Humbert bei dieser Feierlichkeit vertreten werden. Der Prinz wird begleitet sein von den Ministern der öffentlichen Arbeiten und der Landwirthschaft und vom General=Seeretär des Weinsters des Innernz er wird später Chiet, Apuila und Terano Man schreibt aus Rom, der Papst sei am 13. in Frosinomne angekommen. Seine Heiligkeit hat durch den französischen Gesandten gegen das Gesetz reclamirt, welches für die religiösen Dispensationen in den annectirten Provinzen des Königreichs Italien das Visa des italiänischen Consuls fordert. Die Ausführung dieses Gesetzes wird bis zum Ende d. M. suspendirt werden. Briefe aus Neapel vom 13. fassen in folgender Weise die Thätigkeits=Aeußerungen der Regierung gegen das Banditenthum zusammen: Auflösung von 49 Municipalräthen, Entsetzung von 190 PolizeiCommissaren, Ernennung von 75 neuen, Auflösung der Nationalgarde in 85 Gemeinden, Sendung von 61,000 Flinten. ?? Turin, 14. Mai. Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten hat an Herrn'Azeglio nach London geschrieben und ihn beauftragt, daß er den englischen Ministern für deren freundliche Haltung den Dank der italienischen Regierung ausspreche.— Morgen wird Peruzzi die französische Regierung vertheidigen. Man hofft hier fortwährend auf eine günstige Wendung der Dinge. An Krieg gegen Rußland glaubt man um so mehr, als jeder Tag neue Belege für das herzliche Einvernehmen zwischen Frankreich und Oesterreich bringt. So hat das pariser Cabinet die Auflösung der ungarischen Legion angerathen. Bisher sträubt man sich noch gegen die Maßregel, aber sollte mich nicht wundern, wenn sie demnächst doch ergriffen wird. Das Ministerium fürchtet, daß die Opposition Lärm schlägt, und somit die Sache um Einiges hinauszuschieben suchen.— GeneRegierung hätte, wenn sie ihn auch nicht gerade unterstützen und empfehlen wollte, ihn doch gewähren lassen sollen; jetzt habe eine snahgrzige Wehlpolitik, welche sich fast kndisch ver dem Einflusse ciurs sbichen Redüers fürchte; ihn zu der demokratischen Opposition hinüber gedrängt und so in eine Lage gebracht, in welche er gar nicht passe; käme er übrigens wirklich in die Legislative, so wberde auch sein Widerspruch nur zur Stärkung der kaiserlichen Institutionen dienen, denn ein so großes Talent habe nur Wirkung, wenn es in der Strömung des allgemeinen Geistes arbeite, und bleibe durchaus unfruchtbar, wenn es das Unglück erlebe, in einer Einzel-Partei zu versinken. Weiter theilt dann die France die Liste sämmtlicher officiellen und nicht officiellen Candidaten mit. Im 2. Bezirk des SeineDepartements steht Hrn. Thiers als officieller Candidat Ht. Devinck gegenüber. In England zweifelt man gar nicht daran, daß die neuen Deputirtenwahlen in Frankreich vollständig zu Gunsten der kaiserlichen Regierung ausfallen werden— schreibt der londoner Moniteur=Correspondent und liefert dann eine Beschreibung, wie„die englische Regierung, wenn eine Parlaments=Auflösung Statt gefunden hat, die Neuwahlen in ihrem Interesse zu leiten sucht und dabei allen Einfluß, alles Ansehen und alle Thätigkeit des Staates zur Sicherung des Erfolges aufwendet.“ Der Moniteur=Correspondent vergißt weislich, zu bemerken, daß Ihrer britischen Majestät allergetreueste Opposition dasselbe Recht in demselben Maße genießt und nicht zu fürchten braucht, burch ministerielle Willkür, und polizeiliche Verbote chicanirt zu werden. Der wiener„Presse“ wird geschrieben:„Morny's Einfluß, der es liebt, die Rolle des kaiserlichen Zwillingsbruders zu spielen, wird von der Minister gar nicht gern gesehen; namentlich beklagt sich Drouyn de Lhuys über ihn, weil er sich in die auswärtigen Angelegenheiten einmischt und als Gemahl einer Russin geradezu feindselig gegen Polen agirt. Morny steht im unmittelbaren Briefwechsel mit Gortschakow, der durch ihn auf den Kaiser gegen Drouyn und auch gegen Walewski einzuwirken sucht. Diese beiden aber stehen unter dem mächtigen Schutze der Kaiserin und diese hinwieder ist den Ideen des Czartoryski'schen Kreises sehr zugängig.“ In Pokte Ferrajo auf der Insel Elba hat am 5.., wie der Moniteur berichtet, eine kirchliche Gedächtnißfeier für den Kaiser Napoleon I. Statt gefunden. Sämmtliche Behörden und die Garnison nahmen daran Theil und Kanonendonner begleitete die Ceremonie. Der Postdampfer nach Vera=Cruz, welcher heute von St. Nazaire abgehen sollte, wird, wie der Moniteur meldet, erst übermorgen abgefertigt werden, da er noch die Correspondenzen mitnehmen soll, welche morgen Abend von hier abgehen. Der Moniteur meldet heute Vuitry's Ernennung zum Bank=Gouverneur an Stelle des Grafen Germiny, der zum Ehren Gouverneur ernannt worden ist. Aus Wien, 14. Mai, erfährt die France, daß Oesterreich sich über das Rußland vorzulegende Reform=Programm mit den anderen Mächten noch nicht geeinigt, aber zwei Puncte, welche zur Grundlage RDAR mach sten roßbritannien. ( London, 15. Mai. Es ist Ihnen zu wiederhe.“ gemeldet worden, daß das Verhältniß zwischen der englse der französischen Regierung so günstig ist, als nur gewürst kann. Lord Pelmerston hat den französischen Antrag seich europäischen Conferenz ziemlich günstig aufgenommen. einfach zuzusagen, hat die englische Regierung in Paris oet gestellt, einen Waffenstillstand zwischen Rußland und den“ ten abzuschließen. Man hat nämlich hier Frankreich in# nicht aufrichtig mit den Conferenzen zu meinen, und daßes gewinnen wolle. Doch ist der Waffenstillstands=Antrag“ halb wieder zurückgenommen worden, da man das Unhallb“ solchen Antrages, der schließlich Rußland zum Vorthert“ muß, erkennt. Oesterreich benimmt sich auch sehr mißtrat will sich erst äußern, nachdem England seine Zustimmup### hat. In Paris hört man trotz Allem von Klieg reden,“ glaubt, nach den Wahlen werde der Kaifer neuerdings eine“ Haltung gegen Rußland annehmen. Frage * London, 16. Mai. Ueber die schleswig=holsteinische. et#6 die Times:„Lord Ellenboreugh sprach gestern die Ansicht da die Differenzen zwischen Dänemark und Deutschlaue den Bereich der Diplomatie gebracht worden seien, sie aug sem Felde bleiben, und daß England und Frankreich den* nicht gestatten sollten, einen Invasions=Aet gegen Dänensgig führen. Lord Russell andererseits erklärte sich gegen eine =Krieg zu führen, um Deutschland zu verhindern, daß:“### Geltung verschaffe, von denen jeder deutsche Staat erklätt, das unbezweifelte Recht des Bundes sei, sie zur Geltunh# gen.= Wir hoffen, die deutschen Mächte werden England reich keinen Anlaß geben, diese Frage in einer mehr praktisc zu discutiren; mittlerweile aber müssen wir gegen die Lehre zgg daß, weil die deutschen Staaten gewisse Dinge für rechtsgit im ral Tür ist ohne Missian nach Konstantinopel gegangen. Er hat zenommen werden sollen, zugestanden habe, nämlich die Verleihzung die Reise lediglich unternommen, um einigen Verleumdern das Hand ainer auztonomen Verfassung auf breitester Grundläge und vollstcändige werk zu legen.— Der Tod Rullo's hat einen schmerzlichen Ein Lultus=hreiheit der katholischen Kürche in Russisch=Polen. Ueber diese mmmm#### beiden Puncte scheine Oesterreich nicht hinausgehen zu wollen. werr za ügen. Der Tbo Nuub's har einen schmerzlichen Eindruck in Italien hervorgerufen. ##### Brüssel, 16. Mai. Die Kammer hat heute nach stürmischen Debatten die Artikel=Berathung des Stipendien=Gesetzes beendet und die Gesammt=Abstimmung auf kommenden Dinstag vertagt. Das Gesetz wird eine Majorität von etwa zwanzig Stimmen erlangen. Herr Pierre, der langjährige Abgeordnete des luxemburger Bezirkes Virton, ist vor wenigen Tagen gestorben. Die, wie üblich, von der Kammer zu seinem Begräbniß ausgeloos'ten acht Mitglieder haben sich an Ort und Stelle von den traurigen Verhältnissen der hinterlassenen Familie überzeugt und heute einen Gesetzentwurf auf Ertheilung einer Pension von 1500 Frs. an die Witwe des Herrn Pierre auf den Tisch des Hauses niedergelegt. Man kann dieser edelmüthigen Neuerung im parlamentarischen Leben und Sterben gewiß nur huldigen.— Der Fürst von Ligne und der belgische Gesandte in Zwei zur Normal=Schießschule commandirte Officiere haben sich am 3. d. heimlich entfernt und sind, wie gerüchtweise verlautet, zu den polnischen Aufständischen gegangen. Der Kriegs=Minister hat Ordre gegeben, dieselben nach der vollen Strenge des Gesetzes als Deserteure zu behandeln und Marschall Magnan bringt dies zur warnenden Kenntniß seines Armeecorps. Aus Vera=Cruz vom 20. und aus Puebla vom 11. April meldet eine Havannah=Depesche der France, daß„die Belagerungs=Operationen unter sehr guten Verhältnissen fortgesetzt wurden.“ Also eilf Tage nach Abgang des Forey'schen Couriers war man noch immer nicht Herr der ganzen Stadt. Ein Reisender, der Puebla am 3. April verlassen, berichtet in einem Havannah=Blatte, dem Diariö de la Marina, eine von den Mexicanern hoch oben auf der Kathedrale eingerichtete Batterie habe Tod und Verderben auf die Franzosen herabgespieen, deren ungriffs=Colonne nur langsam vorrücken konnte England, Herr Nan de Weyer, sind in Statesno. vesandte in Hernthoesßien, deren Angrifs=Colong, nur langsam vortücken konnte. worden: Der Senat. Zu Staats=Deinistern ernannt und am 3. April noch immer 100 Meter vom Exercirplatze(Plaza wird bei dieser Gelegenheit seinem Präsidenten de Armas) entfernt war. Dasselbe Havannah=Blatt hat auch nech ein Banket geben.— Im Laufe künftiger Woche gibt die Linke dem Nachrichten, welche bis zum 9. April reichen und melden. in die Stcht zmrüchalchen. gu sosden un zu den Wege 1nd Sande, Stat., igrhe, Da entdeckte er an eimer Stelle im „.Li., Spuren eines Stiefels, welche ziemlich frisch zu sein schiebei seiner leten Feheit fia,d arüber. War er etna von Vemanden den 2 Doß das konnt,=n Versteck entdeckt workalls einer der eru; ja nicht sein. Die Fährten hier hattejedenfaus einer der colonisten eingedrückt, der sich auf der Jagd in der sie ehen se aud merere g de den sedt wockenen Wetter konnten halb den Kopf zu zerdbrehen au en wus brauchte er sich bethe an, und er steg rasch den Hangde u die Nachzt schoen völger Dunkelkeit zu erreichen. Feuu un de Celonte noch ver Eenigee Eantscheit zu erreichen. Nichts desto weniger fühlte er sich wwal wisemtt so recht behaglich— es brängte ihn sogar ein weai, wieder umzukehren und sich selber zu überzeugen, ob Alles Welt— wachie ade donnute er glauben, daß irgend ein Menschder und ic wastern in der Dunkelheit.— die Stelle aufinden solte. woollte doch, ich hätte dem Director das Geld mit nach Rio gegeben, brummte er endlich leise vor sit hin— zum Kuckuck, Sce bere aeege. Sefunden und ein Andeter könnte auch einmal datenpolt uherast.— und noch dazu jetzt, wo das nichtsnutzige SolBestien alle der Teufel holet und pionir daßz de braurn, darant bin. Die Sorne maet uene lungsan eine Strecke Er blich wieder stehen, a unter und es dümmerte schon stat. Ist mir doch ganz curios heute zu Muthe, murmelte er, indem er sich nach den Bergen umsah, und ich gäb' was drum, wenn ich noch eine Weile da oben geblieben wäre— es wurde nur gar so Heige breiben, n aten Helsblöcken kam man Nachts Hals und Er horchte erschreckt empor— war es ihm doch fast, als ob er in der Richtung nach seinem versteckten Schatze hin einen Ruf gehört hätte— es war Alles todtenstill— die Grillen zirpten ihr Abendlied, und von der See herüber konnte man das dumpfe Rollen der Brandung hören— weiter keinen Laut. 's ist doch merkwürdig, dachte Jeremias, was mir heute nur alles in den Gliedern liegt und in den Ohren klingt, nur, weil ich da oben die Spur von einem Schuh im Sande gefunden habe! Als ob es nicht Menschen genug gäbe, die da herumstreifen könnten— und außerdem hat's in drei Tagen nicht einmal geregnet. Aber wie Blei liegt's mir trotzdem in den Gliedern, und ich möchte die ganze Nacht hier sitzen, um nur morgen früh mit Tagesanbruch gleich wieder an der Stelle zu sein.— Dann nehm' ich's aber mit— keine Sonne his ie. gieder auf den Stein scheinen mit meinem Gelde darunter, so — und wag rdenn die Angst will ich nicht noch einmal ausstehen. mit dem Gelde mitten in der... sest noch holes— aber alle die Soldaten um das Reste herum. 21 etwas thun und wußte nicht, was. Wie machte er's am gescheitesten? ein Bankt geben.— Im Laufe künftiger Woche giöt die Linke dem Ministerium ein großes Essen.— Der Bürgermeister Fontainas Heat, gegegwpärtig so schwer krank darnieder, daß leider an seinem Aufkommen gezweifelt wird.— Die europäische Conferenz, welche der Ablosung des Schelde=Zolles die internationale Gewähr ertheilen soll, wird im Monat Juni hier zusammentreten. Die Zustimmung Oesterreichs, dessen Beitrag auf etwa 549,000 Frs. sich beläuft, ist vorgestern hier eingetroffen. * Paris, 16. Mai. Die France hat richtig ihre(erste) Verwarnung erhalten und muß heute diese ihrem Geranten Pollonden Polizei=Commissarius Ludet insinuirte Verfügung des veröffentlichen. Es handelt sich um ihren gestrigen„Keine Ausschließungen" überschriebenen Artikel, in welchem sie abermals, wie sie schon bisher täglich gethan, unter dem Vorgeben, den stillen Gedanken der Regierung Worte zu geben, die Entstellung und Travestirung der gouvernementalen Wahlpolitik zur Irreleitung der öffentlichen Meinung sich zur Aufgabe gemacht hat. Der RedactionsSecretär Bonnin fügt diesem Schriftstücke folgende Erklärung hinzu: „Wir haben nicht das Recht, eine Verwarnung zu besprechen; wir besprechen auch diese nicht. Aber wir erfüllen eine gebieterische Ehrenpflicht, wenn wir erklären, daß der Herr Minister des Innern, um uns zu fassen, uns eine Stellung beimißt, welche wir stets entschieas u esche esce ie de die ae. Seal e eche ue Katale u u. gaich in Du ehrndon enrgaueren. Gedanken der Regierung. Wir haben hundert Mal erklärt- seien und selbst in den ur uauemichen Frage machte, zog sich dadurch, nur das Organ unserer Ueberzeugung. Alle unsere Handlungen saguu en minsterielen Kreisen, anergische Ceoner Zu, und ben diese Erlärung bestätigt, und wir wiederholen se heute mit einer du die außerordentihen Mithzellugen aufgehdrt haben, so vepräsen. Vestimnthet, weiche nichs mich enschächten oment“ Und gleich, sch ahr hefalb dasz 3 u eiun die auseriche Sder. 68 gos5 darauf folgt ein von denselben Redactions=Serettr unterzeihneter den Schein, als wenn 6 immer gut unterArtiek über die Canddatur des Hru. Thiers, an welcher mire der dtet e,ud), eisz, chzigersiel, gunal da 6 un der Wahztfruge dauert wirdh, daß se von der demokratischen Opostion aufgestlt Massekgtaton nimmt zu. 84t eue eiste Verwamung.— Die worden ist. Die Frane sche Herm Thiers gen in die Legslatye Herrn Thiers daß gr ag Die Palbosiäielen Liter donnent asen eintreten, aber nicht in solcher Gesellschaft; der Geschichtsschreiber des zu siguriren. In Marseille uer demokratischen Liste er zum v. upril feichen und melven, daß Exercirplatz und Kathedrale endlich nach einem höchst erbitterten Kampfe von den Franzosen genommen worden seien. So sei denn nun die halbe Stadt in ihrem Besitz, aber man halte sich darauf gefaßt, daß Ortega aus den Forts von Guadalupe und Loretto ein mörderisches Feuer unterhalten werde. Ortega soll nach Erstürmung des Forts Xavier einen Waffenstillstand nachgesucht haben, um Frauen, Kinder und Greise abziehen zu lassen. Forey aber soll denselben nicht haben gewähren wollen, weil er ja vor Eröffnung des Feuers eine viertägige Frist gestellt habe, welche die Mexicaner nicht hätten benutzen wollen. Der Tod des Generals Vernhet de Laumière ist erst am 9. April erfolgt. Der Linien=Dampfer Wagram ist gestern mit Reconvalescenten aus Vera=Cruz in Brest eingetroffen. = Paris, 16. Mai. Im heutigen Ministerrathe wurde über ie Antwort berathen, die Frankreich auf die türkische Suez=Note erlassen wird. Dieselbe soll bereits heute Abend nach Konstantinopel abgehen. Frankreich spricht sich natürlich mit aller Energie gegen die türkischen Ansichten über den Suez=Canal aus.— Die Nation bestätigt heute die Nachricht, daß Frankreich und England von Preußen Erklärungen wegen des Einmarsches russischer Truppen auf preußisches Gebiet verlangten. Die Antwort des berliner Cabinettes ist noch nicht angekommen.— Das Avertissement, das heute die France erhielt, hat einiges Aufsehen erregt. Dieses Journal, das bei seinem Erscheinen dazu benutzt wurde, um die Schwenkung zu unterstützen, zweckmäßig halten, ihnen die Befugniß zustände, sie in.### Königs von Dänemark durchzusetzen. Die Frage ist eine## für Deutschland, und es steht zu hoffen, daß die deutschen“.4 und das deutsche Volk sich das Verfahren, zu welchem mer es gern hinreißen möchten, wohl überlegen werden. durch die Sprache Lord Russell's dazu ermuthigt werdtzge gegen Dänemark zu brauchen, so könnten sie leicht finden,### dazu verleitet hat, sich über die Stimmung Englands und“ zu täuschen.“ Die Patrie hak von ihrem londoner Correspondenten die“ gung der Nachricht erhalten, daß das englische Cabinet en schlag zur Regelung der polnischen Angelegenheit gethau“ zufolge zuvörderst ein Waffenstillstand auf ein Jahr geschlessg den solle, während dessen Unterhandlungen zu einer deftrg#### gelung gepflogen werden sollten. Doch sei es wohl möglich,# der Schwierigkeit seiner Ausführung das Project nicht wer gommen weiden.r, N 144g#r h un 8 Die Times bringt heute einen kein Datum tragenden Polen, Namens L. S. Bolewski, welcher im Auftrage des“4 Langiewicz, mit dem er in Tischnowitz zusammentraf, dew us Volke und namentlich dem englischen Frauenvereine zur Untei der kranken und verwundeten Polen seinen Dank für die bewiesene Theilnahme ausspricht. Zum Schlusse des Schreibszig es:„Erlauben Sie mir, ehe ich meinen Brief beendige,,„## Worte über die traurige Lage meiner in den österreicht preußischen Gefängnissen sitzenden Landsleute zu sagen, schete e Ke sct schelse escese a Gerade, wo er stand, war ein Baum quer über den Weg gefallen, von einem vorbei passirenden Kärrner wahrscheinlich durchgehauen und eben nur nothdürftig genug mit dem Stammende aus dem Wege gehoben, daß die Räder durchpassiren konnten— wer die Passage breiter haben wollte, konnte sich selber helfen. Auf den Stamm setzte sich Jeremias, seinen Hut neben sich legend, und kratzte sich unter der rothen Perrücke in lauter Zweifel und Ungewißheit den Kopf; es war indessen vollständig dunkel und Nacht geworden. Endlich schien er zu einem Entschlusse gekommen. Zum Schwerebrett! brummte er, jetzt ist's Nacht geworden— jetzt kriecht Niemand mehr da oben herum— und ich auch nicht— und morgen, eine Stunde vor Tag, stehe ich auf und sprenge die Bank— hol' mich Dieter und Zeuer, wem ihe nicht hael, Iu. uie ui. r n6 Damit nahm er seine Perrücke ab, trocknete sich darunter mit einem baumwollenen Taschentuche den Schweiß, zog sie wieder fest, drückte sich den Hut darüber und wollte eben aufstehen und in die Stadt zurückkehren, als er rasche und schwere Schritte auf den Steinen hörte, un Bür=hutel guic bulanl, un Atttn Holla, wer ist das? fuhr er erschreckt empor. Aber die Schritte kamen rasch näher— es war Jemand, der aus Leibeskräften lief, und im nächsten Momente sah er eine dunkle Gestalt auf sich zuspringen, und zwar genau der Richtung folgend, welche die Straße selber nahm. Das eine Ende des Baumes lag aber nach dort hinüber, da der umgestürzte Stamm am dünnsten Ende durchgehauen war und der Bauer mit seinem Wagen lieber einen kleinen Bogen gemacht hatte. Der Laufende schien den Stamm gar nicht gesehen zu haben, bis er dicht davor war— er wollte einhalten, konnte aber nicht mehr, that einen Fehltritt und schlug der Länge nach über das Holz weg. In demselben Augenblicke klirrte etwas wie Geld auf dem Boden, wie ein Sack mit Silber, und Jeremias, zu dessen Füßen das alles vorging, sprang in die Höhe und rief überrascht aus: Holla!— wen haben wir denn da? „Den Hestürzte mußte keinesfalls die unmittelbare Nähe eines ansich sa Fichen geahnt haben; kaum aber hörte er die Stimme neben migs sekeatf er einen Angstschrei aus, so hell und gellend, daß VereMoment emngn“ asste sich aber auch in demselben verschmunden warit Einem Satze seitswärts im Dickicht durchbrach, we er in wiüder Flucht durch Dornen und Geröll hinNa, ja, sagte Jeremias und sah verblüfft hinter ihm drein was hat der denn aufgefressen, und wer war'’s eigentlich?— Kam mir beinahe so vor, als ob's der Lump, der Bux— alle Teufel! unterbrach er sich selber und sprang der Stelle zu, auf der er das klirrende Geräusch gehört. Er brauchte auch nicht lange zu denn mitten im Wege lag ein dunkler Gegenstand, während es ihm durch alle Nerven zuckte, als er nur seine Hand darauf legte. Es war ein Sack mit Geld— genau so ein Sack, wie er ihn unter dem Steine verborgen gehabt, und als er mit vor Aufregung zitternden Fingern darüber hingriff, konnte er nicht länger im Zweifel sein, daß er sein Eigenthum in Händen halte. Was war geschehen— wie hing das alles zusammen? Die Gedanken jagten sich ihm wirr im Kopfe und die Furcht überkam ihn jetzt, daß der bloß erschreckte Räuber, vielleicht noch mit Genossen, zurückkehren und ihn überfallen könne. In die Stadtl war jetzt sein einziger Gedanke— zu Menschen, zwischen menschliche Wohnungen, und den wiedergefundenen Beutel fest unter den Arm drückend, lief er, wie der Verbrecher vor ihm gelaufen war, den Weg entlang, als ob ihn selber sein böses Gewissen treibe. Selbst unterwegs aber überkam ihn die Angst, daß der Flüchtige schon umgedreht sein könne und hinter irgend einem Busche auf ihn lauere, und er brauchte jetzt die wunderlichsten Mittel, sich dagegen sicher zu stellen. Wenn Jener nämlich glauben mußte, daß er nicht allein sei, wagte er sicher nicht vorzubrechen, und Jeremias sing jetzt an, zu rufen: Hier ist er— da hinter dem Busche!— Spring' da herum, daß er nicht wieder durchbricht!— Halt' ihn!— Warte, dieses Mal entgehst du uns nicht! Und dabei lief er so rasch ihn seine Füße trugen, bis er endlich, bei Justus' Haus angekommen, vor Erschöpfung und ausgestandener Todesangst fast in die Kniee brach. Hier begegneten ihm aber Menschen. Zwei Soldaten gingen plaudernd die Straße hinauf— ein Reiter kam die eine Querstraße herein. In den Häusern war Licht und in den Zimmern konnte er die Leute sitzen sehen. Vor der einen Thüc saßen sogar noch ein paar junge Burschen und sangen, und Mädchen gingen über die Straße, um Wasser zu holen.— Er war in Sicherheit. (Forts. folgt.) 75 Das diesjährige niederrheinische Musikfest, welches an den bevorstehenden Pfingsttagen in Düsseldorf Statt findet, begeht ein feltenes Jubiläum, denn es ist das vierzigste in der glänzenden Reihe seit dem Jahre 1818, wo das erste Fest, und zwar ebenfalls in Düsseldorf, gefeiert wurde. Uns ist kein ähnliches, auf freier Vereinigung beruhendes, Kunst=Institut von so dauerndem Bestande bekannt, und dieser Bestand ist ein schönes Zeugniß für die Liebe zur Tonkunst und für die Tüchtigkeit der musicalischen Kräfte am Niederrheine. Beide werden sich auch jetzt wieder großartig bewähren. Der rheinische Chor, dessen Ruf ein europäischer geworden, wird auch dieses Mal die hervorragendste Stelle beim Feste einnehmen: er zählt über 700 Mitwirkende. Das Orchester besteht aus 58 Violinen, 26 Bratschen, 22 Violoncellen und 20 Contrabässen nebst der doppelten Besetzung aller Blas=Instrumente. Das Oratorium„Elias" von Mendelssohn, welches er selbst für sein bestes Werk erklärte und das erst ein Mal(im Jahre 1856) auf unseren Musikfesten gegeben worden ist, die zum ersten Male in Deutschland aufgeführte Musik von Händel zu Dryden's„Ode zum Cäcilienfeste“, ferner der dritte Theil von Haydn's„Schöpfung“ und dann Beethoven's prächtige-moll-Sinfonie bilden den Hauptinhalt des Programms. Die Aufstellung einer Orgel aus der Werkstatt des Herrn Sonreck in Köln in der Tonhalle in Geisler's Garten, Regierung jener Länder nur eben genug gibt, um ikrni fristen. In der Festung Olmütz allein sind ihrer 500, und ein Drittel derselben sind bloße Knaben, darunter viele, de Jahre alt sind. Da fast alle diese Gefangenen vor ihrer Vg die Strapazen eines Feldzuges durchgemacht hatten, I“### Kleider in kläglichem Zustande. Einige dieser Leute könnteggzie nicht verlassen, weil sie sich in ihren Lumpen anständiger M# blicken lassen dürfen. Sollte sich kein Mittel ausfindig um der kläglichen Lage dieser Unglücklichen abzuhelfen, Ersten waren, ihre Heimat zu verlassen, um die mit Füßen““ Rechte ihres Vaterlandes zu vertheidigen?“ In Southwark, dem südlichen Stadttheile Londons, I stern Abend ein sehr besuchtes„Polen=Meeting“ Statt, bi Herr John Locke, einer der parlamentarischen Vertreter diest“ bezirks, den Vorsitz führte. Herr Pope Hennessy, Sir Henth“ D. Rendle erblickte man auf der Rednerbühne, und ihnen sich im Verlaufe der Verhandlungen die beiden Fürsten Cz#t Graf Zamoyski und mehrere eben von Paris angekoptbtige nehme Polen zu. Es wurde der Beschluß gefaßt, in einet“ an beide Häuser des Parlaments die besatlossenen Resolutig zulegen, welche die Polen berechtigt erklären, den von der Regierung verübten Rechtsbrüchen mit Waffengenadlt entgigeg ten, und die englische Regierung auffordern, die Unadhäng lens anzuerkennen und diese Unabhängigkeit im Nothfalle neter Hand aufrecht zu halten. Die preußische Segelfregatte Gesion, Capitän Klatt, ide Morgen des 13. März aus Westindien zurück und Spithead, wo sie ankerte, mit den üblichen Salutschüssen besteg Ein Herr John White hat, als Special=Bevollmächt stiz Staates Nord=Carolina, in Manchester zu Subscriptionen“ Betrage von 300,000 L. gegen hypothecirte Baumwolle, Fghais Er kündigt an, daß der Staat Nord=Carolina englische, ga# anzukaufen wünsche; da aber die nöthigen Rimessen nicht zie wöhnlichen Weise hieher gesandt werden könnten, so bestecher## genleistung nur in Baumwolle und anderen Producten. verneur des Staates habe, in Uebereinstimmung mit der 83“ über 50,000 Ballen Baumwolle angekauft, welche sorgfältis“ schiedenen Plätzen im Staate aufgespeichert worden seien pe Käufern in England zu 5 P. per Pfund angeboten würden die Hälfte soll schon gezeichnet sein. In der am 13. Mai Statt gehabten, überaus zahlreich 0 Versammlung der k. geographischen Gesellschaft lenkte der* he## Sir Roderick I. Murchison, die Aufmerksamkeit der Anwestt die kürzlich empfangenen Telegramme, welche die Ankunft täne Speke und Grant in Chartum meldeten. Es sei aller““ welche durch Decoration in byzantinischem Styl nach den iseh der Herren Heß, Achenbach und Hildebrand geschmückt ist, 6 Aufführungen der Chöre jenen erhabenen Charakter der Klbttzg geben, den man in England schon seit Jahren in den Eorgeg# kennt. Ueber die Besetzung der Soli bedarf es nur der## der Namen Jenny Goldschmidt=Lind und Julius hausen, und alle Kunstfreunde wissen, was sie von esa#f Sängerin der Welt und von dem vollendeten Meister des Pfsche zu erwarten haben. Ihnen schließt sich der vortreffliche Särtsszig D. Gunz aus Hannover an, dessen sympathische echte Tendt““ verbunden mit feingebildetem Vortrage, ihm in kurzer Zet### wohlbegründeten Ruf erworben hat. Fräulein v. Edels#### München ist am Rheine noch nicht bekannt, wird aber.s ga liche, mit klangvoller Altstimme begabte Sängerin gerühmt; denn, ganz, vorzigliche Kräfte gewonnen, um das Fest, bei'3 die Direction der Vocalwerke Herrn Goldschmidt, die der“ mentalwerke Herrn Tausch übertragen worden ist, zu enl“ artigen und würdigen Jubelfeier zu gestalten. So preußische Staat. Ein Handbuch der Vaterlandst'heg, Fr. Eduard Keller, kögigl. Seminarlehrer in Petershagen.“(Otsches“ August Volkening.) Von diesem gründlich angelegten Werke, wi Halbbände umfassen soll, liegt uns der erste, 16 Bogen starke 866. vor, welcher in fleißig ausgearbeiteter Darstellung uns das Stactzig“. seiner allmählichen Bildung, in Lage und Gränzen, in seiner phylt“ goft, schaffenheit und Küstenentwicklung, in seinen Strom=, Fluß= bind e# Systemen, in seinen Temperatur= und Witterungs=Verhältnissen M. P in seiner Gliederung nach Fläche und Bevölkerung vor Augen figgg“ zweite Halbband soll von der Bevölkerung, der dritte von Versos#ge, Verwaltung, der vierte von der physischen Cultur, Ackerbau, Gewe“ kaufmännischen Verkehr, der Industrie 2c. handeln. s Brachvogel hat seinen Erzählungen„Aus dem Mittelalter“P Novellen angereiht(Leipzig, bei Costeneble), in denen er einen Künst“ go' Dyk), einen Staatsmann(Colbert) und einen Erfinder(Salowlug#0f.. zum Mittelpuncte gewählt hat. Diese historischen Novellen sind ge, chem Werthe, am eingehendsten wird der Physiker de Caus geschigcha#f chen der Verfasser bekanntlich vor einigen Jahren schon in dem „Mondecaus“ auf die Bühne gebracht hat. Einen Fortschritt in gel's Entwicklung zeigen diese Novellen in so fern, als sie andentebi zach eigentliche Feld seiner Erfolge der historische Roman sein dürfte, W% 60 begabte, doch bisher viel zu flüchtig arbeitende Verfasser einmal wirkt mit seinem Talente machen will..9000 Von der„Staatengeschichte der neuesten Zeit"(Leipzig, bei ist der sechste Band, und zwar ein sehr viel versprechender: sg Oesterreichs seit dem Wiener Frieden 1809“, von Anton Spritshren# Theilen erschienen. Einer der geistreichsten österreichischen Gelehig e Schriftsteller erzählt hier die jüngste Geschichte Oesterreichs, die##% Bande bis zum galizischen Aufstande 1846 reicht. Von den vierssez# fünfziger Jahren wird Springer's Darstellung um so anziehendlr#gt. er sie selbst erlebte und den Ereignissen als Zeuge nahe gestandelt“ gepte machen auf die Schrift sogleich aufmerksam, ehe wir sie gelesen und 9“ haben können, und werden darauf ausführlich zurückkommen. de#“ = Von Gustav Freytag's vortrefflichem Werke:„Bilder aus gilh“ schen Vergangenheit“, ist so eben eine unveränderte pierte Auflage b“ daß sie den weißen Nil erricht häten un berührt haben, misten..u s daß sie die Quelle eingehenderer Nachriche Allerdings könne man bis zum Eintreffen der Nilquelleen noch stichts Positives über die Entdeckung Stelle das## egen, doch müsse man dieselbe aus der prägnanten geschehen ansebein am.. de Aüle is settled“ wohl als factisch Arabern auf kog gast; spreche auch, daß der Se Nyanza, von den über der Nr 9 11##eilen in der Länge geschätzt, fast 4000 Fuß teeresflache liege und einen Ausfluß nach Norden haben müsse. Oberbenganen Verhandlungen vom 15. Mai Rezierung die Mhichr.:. De Carl von Ellenborough fragt, ob die Frage, und zwar habe, weitere Schriftstücke zur schleswigholsteinischen ereichische und die preutische welche die eroelamation des Körias uin adte gierung der dänischen in Bezug auf die ben möchten. Wie die ap;“ Panemark vom 31. März 1863 gemacht haden Europas. Durch die wpabeguuu es bedrohe sie ernstlich den Frieterhandlungen sei die gereite Send der letzten beiden Jahre gepflogenen Uinworden, und dig:“ Vt eizte Stimmung auf beiden Seiten nur noch gesteigert Zechne einen umschmrurg. betit Dänemarte Frerns in der englischen, Poltik und bedrohe die Integrilangen die Deuschen 2 un düten alle Zugeständnisse gemacht, die zu verKasl imn Jahre 1861 gemachten Vorscher, und sie seien auf die von Carl fras und constitutionels Lar.„vorschläge eingegangen. Dänentark als thien Englands:. guve besondere Ansprüche auf die SympaMasion in Bezutg auf Hoshten.. hud die neulich erlassene Procla, tag beanspruchen-ke Gm. g ia# alles zugestanden, was der deutsche Bundesein Theil Dänemarte. sei 6s seit 400 Jahren Ansprüche auf das Lang aer un deu(land habe auch nicht die geringsten Zuchmen, die es in der eisamatigste witi dereheist, die Stelung einbeige ehrgeizige und Proclamation, eingenommen habe, Deutschland ver: Deutschland zu sinersive Plant, die ihren Grung in dem Wursche hätLiplomatischen Verbindlichkeiten: Die Dänemark auferlegten len von den Großmächten abges. Srachtens unausführbar und sollwiederum die ihm von Res." werden, wenn man wolle, daß Dänemark Hoffentlich werde:“ wegen gebührende Stillungin Eurepa einnehme. arauf dringen englische Regierung im Verein mit der französischen auf dem daß Deutschland seinen Anschlägen entsage, und die Frage Vorrconen###, eines Congresses zu erledigen suchen. Earl Rusfell sagt, der ohrer Majienzt 19 eben ganz seltsame Grundsätze aufgestellt, von denen sich sowohl die Detschaue uud leiten lassen solle. Ihm seinestheils scheine es, daß an frühere oe wie die Dänen unter dem Einflusse der Einnerung zen gesten pfe sich zu Mißgriffen hätten verleiten lassen und Forderunsollen und stzaitte2“ auf welche man in dem einen Falle nicht hätte beharren den müssen as in dem anderen auf Acte bezögen, die hätten erfüllt werund die Pegi.## sei ihm stets so vorgekommen, daß der deutsche Bundestag indem s. gierungen Oesterreichs und Preußens, namintlich aber die letztere, ten, daß diefe Keuxeinsame Verfassung für Dänemark verlangten und begehrmischung: Verfassung an gewisse Bedingungen geknüpft werde, eine Einmark abne atsche, Angelegenheiten beansprucht hätten, welche sich Däneder Meinung“tt zefallen lassen können. Andererseits aber sei er wisse Verbindsichtezien. gewisse Versprechungen gegeben habe und geund die dänische ente ez gangen sei, und daß der König von Dänemark hindlichkeiten Liezierung gehalten seien, diesen Versprechungen und Vermit seimng gummen: Während er nun geglaubt habe, daß Deutschsleichfallse geal.„Forderungen vollständig im Unrecht gewesen sei, habe er Legebenan.3. 4bt, daß Dänemark im Unrecht gewesen sei, indem es die seiner Reu# sprechungen nicht gehalten habe. Lord Ellenborough habe zu Ober= oder zuderung einen Grundsatz aufgestellt, den er selten, sei es im seien von#interhause, habe aufstellen hören. Der edle Lord habe gesagt, die darin ng. ark diplomatische Verbindlichkeiten eingegangen worden, und daß di, ander; daß Schleswig nicht Dänemark einverleibt werden solle selben Reche,„sschen Unterthanen des Souverains von Dänemark sich der Der edle## reuen sollten, wie die dänischen Unterthanen derselben Krone sleich Fe Feian: 40ge, er mißbillige diese diplomatischen Arrangements, obkeich jetzt den as vereinbart worden seien und obgleich der Kaiser von OesterGrand dieser gzahrheit gemäß sage, die österreichischen Truppen seien auf schen Gebiatag. dindlichkeiten aus Holstein und anderen Theilen des däniman dirfe zurückgezegen worden. Und doch beheuptete Lord Ellenborough, bemerkt.„##en Verbindlichkeiten nicht nachkommen. Lord Ellenborough #e auch au sehr zweifelhaft, ob die für einzelne Personen geltenden Grundeussenf diplomatische Arrangements ihre Anwendung fänden. Earl lchlichten###st, wenn er die Sache ganz einfach so ansehe, wie sie sich einem Verbindli# darstelle, so müsse er allerdings dafür halten, daß jenen . Teeiten nachzukommen sei. Der Earl von Ellenborough möge vielfassen, anfshräce aus einem höheren und erhabeneren Gesichtspuncte ins Auge Ehrenpssich.#-Dänemark einmal jene Verbindlichkeiten eingegangen, sei es eine für seine ge###r, deit König von Dänemark, ihnen nachzukommen. Wenn er obwaltenden!““ einen Rath zu ertheilen habe, so könne derselbe unter den var seien di, Limständen nur den Charakter eines Compromisses haben. Offenverwickelten Fp; sichtlich der Verfassung eingegangenen Verpflichtungen so äußerst der hätten#atur, daß beide Parteien vielen Grund zur Klage über einanJedacht.## ghabe über die Möglichkeit eines praktischen Abkommens nachchen Reichsra#s. 861 habe er vorgeschlagen, daß Schleswig den däniheswigche beschicken möge, doch habe er nicht vorgeschlagen, daß die ##„ sondern Stände=Versammlung beständig in diesem Zustande verbleiben ohne Zußz, vrhauptet, dem Könige von Dänemark stehe das Recht nicht zu, lehmen#tmung der Versammlung selbst eine Veränderung mit ihr vorzusimmung Diesem Vorschlage habe Rußland, nicht aber Frankreich seine ZugAnden.““: ste er glaube, habe die französische Regierung, als sie Preußen, noch irgend einer der deutschen bestrebe, im Geiste des Friedens und der Versöhnlichkeit zu wirken. Earl Derby meint, die Vorschläge Lord Russell's dom Jahre 1861 hätten von beiden Parteien ohne Nachtheil angenommen werden können. In Bezug auf Hölstein habe Dänemark die Rechte Deutschlands eingeräumt; allein er bezweifle, ob es weise sei, Oesterreich und Preußen in der schleswig'schen Angelegenheit zu gestatten, sich über alle Gebote der Gerechtigkeit hinwegzusetzen, namentlich da die beiden Mächte vor Kurzem jeden Versuch zu einem Vergleiche zurückgewiesen hätten. Die deittschen Mächte, shllten nicht bloß nehmen; sondern seben, und zur Vergeltung für das ihnen hinsichtlich Holsteins gemachte Zuges####ng Schleswig respectiren. Die Politik Englands müsse darauf gerichtet sein, Dänemark als ein freies und constitutionelles Königreich vor Angriffen zu schützen, und er bedauere sehr, daß Earl Russell, indem er von dieser Politik abgegangen sei, die Schwierigkeiten der Lage bedeutend vergrößert habe. Lord Wodehouse findet die Ansprüche Deutschlands nicht gerechtfertigt, bedauert jedoch, daß Dänemark nicht Alles aufgeboten habe, jeden Grund zur Beschwerde über die Behandlung der deutschen Bewohner Schleswigs unmöglich zu machen. Der Vorschlag Lord Russell's vom Jahre 1862 habe die Deutschen in ihren ausschweifenden Forderungen ermuthigt und sei nach dem billigen und gerechten Vorschlag von 1861 unnöthig gewesen. Lord Russell sagt, die Vorlegung der verlangten Schriftstücke sei gegenwärtig nicht rathsam; doch werde er sie später vorlegen. Unterhaus=Sitzung. Griffith fragt den ersten Lord des Schatzes, ob die in die Oeffentlichkeit gelangte Depesche der türkischen Regierung, welche die Zwangsarbeit beim Suez=Canal verbiete, echt sei und ob die enclische Regierung dem Sultan zur Erreichung seines Zweckes behülflich sein wolle. Lord Palmerston: Es ist eine bekannte Sache, daß Aegypten ein Theil des türkischen Reiches ist und unter der Oberhoheit des Sultans steht. In der Türkei gilt das Gesetz und hat lange gegolten, daß es keine Befugniß, zur Arbeit zu zwingen, gibt. In Aegypten aber hat das System der Zwangsarbeit bis vor sehr kurzer Zeit gegolten. Der Pascha und der Sultan haben jetzt beschlossen, jeder Zwangsarbeit in Aegypten ein Ende zu machen. Natürlich bezieht sich das auf den Canal und auf alle anderen Arbeiten, welche vorgenommen werden. Ihrer Majestät Regierung billigt jenen Entschluß vollkommen und hat dem Sultan die Versicherung ertheilt, daß er und der Pascha in Bezug auf die Geltendmachung dessen, was offenbar ein für das ganze Reich geeignetes Gesetz ist, auf die energischste und thätigste Unterstützung Englands rechnen können. Ich begreife nicht, woher irgend eine Oppofition kommen kann, zuvörderst, weil der Sultan vollkommen das Recht hat, für seine Unterthanen Gesetze zu erlassen, und zweitens, weil England und Frankreich als zwei der fünf Großmächte sich vertragsmäßig verpflichtet haben, die Unabhängigkeit des Sultans und die Integrität des türkischen Reiches zu respectiren. Ich denke daher, daß sowehl England wie Frankreich sich durch ihre Ehre verpflichtet fühlen werden, den Sultan bei einem so weisen und menschlichen Entschlusse zu unterstützen, und ich begreife nicht, von welcher anderen Seite eine Opposition kommen könnte. Sir G. Bowyer fragt, welche Beweise Lord Palmerston für die neulich von ihm gegen die französische Regierung erhobene Anklage, daß in Rom unter dem Schutze der französischen Besatzung Räuberbanden organisirt würden, vorbringen könne, und ob er amtliche Schriftstücke zur Begründung seiner Behauptung vorlegen wolle. Lord Palmerston: Wenn der ehrenwerthe Baronet die von mir gethanen Aeußerungen genau gelesen hätte, so würde er gesehen haben, daß ich auf Grund dessen, was ich glaubte, sprach, und keine pesitiven Beweise von dem, was ich nach meinem besten Wissen für wahr hielt, in Händen hatte. Ich habe keine den Gegenstand betreffenden Documente, die ich vorlegen könnte, doch pflege ich von Zeit zu Zeit sehr interessante Nachrichten über Menschen und Dinge in vielen Theilen der Welt zu erhalten. Wollte ich aber diesem Hause die Namen der Personen nennen, von welchen ich diese Nachrichten erhalte, so würde ich bald eben so wenig wissen, wie der ehrenwerthe Baronet zu wissen scheint. Allein ich glaube, ich kann ihn auf eine Quelle verweisen, von welfession in Litthauen verboten wurde, die Osterbeichte abzulegen: selbe Nachricht lesen wir im Czas vom 14. Mai mit dem Zusatze, daß kuch in Betrikau ein solcher Fall vorgekommen, wo der russische von der Beichte abzuhalten, auf dem „##aten in das## este reich, noch Prrußen, noch irgend einer der deutschen #ter darun Abkommen willigen werde, es fur unnütz gehalten, sich rutschen anu zu kümmern. Da nun so wenig Einigkeit unter den nichtverrscht###chten und so große Uneinigkeit unter den deutschen Mächten geAurch.; g# so sei der Plan ohne Aussicht auf Erfolg gewesen. Von dem Md glaunz“ vorigen Jahre vorgeschlagenen Plane habe er damals geglaubt Karks## auch noch jetzt, daß er die Integrität und Unabhängigkeit DäneLetzteren hrt und Dänemark mit Deutschland versöhnt haben würde. An was##sweifele er gar nicht, weil, wenn der Vorschlag auch nicht alles, ken und(Aland verlange, bewilligt haben würde, doch Oesterreich und Preumen,## kanche andere Mächte, mit denen er darüber Rücksprache genomschlag hetnen gewesen seien, darein zu willigen. Was den abgeänderten VorSchelte, durch s9 scheine es ihm nicht, daß derselbe irgend eine Bestimmung ##stein und 5“elche die Unabhängigkeit Dänemarks angetastet worden wäre. einen#enburg anbelangend, räume die dänische Regierung ein, daß 32Ddere Stang deuschen Bundes bildeten und deßhalb ein Anrecht auf . Frage ur versammlungen hätten. So bleibe denn noch die schleswig'Lolstein verai„:3: Sein Vorschlag sei dahin gegangen, daß Schleswig mit 4 Mala tigt werden solle, was das Volk von Schleswig zu wiederholWe ganz gu“ was auch ein Theil Deutschlands verlangt habe, und daß # besondereg ax Ständeversammlung, eine besondere Gesetzgebung und Juudt, das: rrecht, die Gelder zu votiren, bestehen solle. Man habe eingein Anbetracht der großen Schwierigkeit, auch nur von einer einsen gegeben. Wie er glaube dag weder Oeste reich, noch Grbügien“: Schentigtin, nuch nur von entt in cher er wahrscheinlich selbst zugeben wird, daß sie eine gute ist, und aus dieser Quelle wird er ohne Zweifel die genaueste Auskunft über denin Rom tagenden Ausschuß— es ist kein geheimer Ausschuß— von Bouroonisten erhalten. Ich habe heute zufällig eine Angabe gelesen, welche ich. für richtig halte, die nämlich, daß am Sonntag, den 3. d. M. ein gewisser Jesuit, Pater Curce, durch den Cardinal Sforza, Erzbischof von Neapel, dazu beauftragt, vor dem Ex=Könige von Neapel und einer zu diesem Zwecke zusammengekommenen zahlreichen Vourbonisten=Versammlung in der Kirche Santo Spirito dei Napolitani eine Predigt hielt, in welcher er den Versammelten sagte, es thue ihm leid, zu finden, daß sie sich den Rathschlüssen der Vorsehung nicht unterwürfen und sich nicht dem zum Unglücke für sie bestehenden Zustande der Dinge fügten. Er warf ihnen vor, daß sie durch Geld-Versprechungen und aufrührerische Schriften die unwissenden Volksmassen in Süd=Italien zu Plünderung und Mord aufhetzten und daß, während sie bereit seien, für die Ausrüstung von Briganten zu bezahlen, sie auch keinen Heller für ihre nothleidenden Mitmenschen, die, wenn nicht die römische Mildthätigkeit wäre, verhungern würden, übrig hätten. Ich zweifle nicht daran, daß, wenn der ehrenwerthe Baronet sich beim Pater Curce erkundigt, er sehr genaue Auskunft über die Zahl der Mitglieder des bourbonistischen Ausschusses in Rom erhalten wird. Liddell wirft der Regierung die von ihr in China befolgte verkehrte Politik vor. Es sei dies eine InterventionsPolitik, durch welche man mit Waffengewalt eine schwache Regierung gegen ihre eigenen Unterthanen zu stützen suche. Ein von ihm gestellter Antrag auf Vorlegung von Schriftstücken wird verworfen. America. * Wie aus New=York vom 5. Mai gemeldet wird, hotte General Lee am vorhergehenden Samstage bei Chancellorsville den rechten Flügel des Generals Hooker angegriffen und ein Armeecorps geschlagen. Am folgenden Tage hatte Hooker sich der hinter Fredericksburg gelegenen Höhen bemächtigt. Die beiderseits erlittenen Verluste werden als sehr bedeutend geschildert. Für den Montag sah Hooker einem neuen Angriffe Lee's entgegen. Sürde, F... Supzevien votirt zu bekommen, es noch viel schwerer sein Llassen, unz“ vier Kammern zu erhalten. Aber man habe dabei außer Acht F##r vorgeschsag, die dänische Regierung habe diesen Punct nicht berührt, .De zu votin zen habe, ein allgemeines Budget als Ordinarium auf zehn z ven. gviren. Ein solches würde wahrscheinlich ohne Opposition votirt z. Allen gus österreichischen, im preußischen, im sächsischen Parlament und #. deutschen zu deutschen Kammern herrsche nur Eine Stimme darüber, daß * man 5. Uuterthanen des Königs von Dänemark unterdrückt würden, ###lung##n n ihnen gebührenden Rechte beraube und daß eine solche Ber6 es für:„ Schmach für Deutschland sei. Er habe nicht die Ansicht, Z3., PArcumen.. Land weise sei, einem anderen Lande die Befugniß 83a Frage baß.“ in seine inneren Angelegenheiten einzumischen. Doch mit ### vollkam. ichts zu thun. Es habe dem Könige von Dänemark im Jahre das das nicht reigestanden, zu sagen:„Ichwillkeine Einmischung“, aberer I# ethan und die einmal gegebenen Versprechungen müßten gehalten lai s9 auf die deutschen sunter zu wilchm er gehe, obglech esin Dinge gak,######## Unterthanen des Königs von Dänemark FPerchent sei der äußerste Punct, bis zu welchem er gehe, obgleich es in ewg#le gebe auschen Unterthanen des Korg.“en Emmmat noch aller., Dorfes“ üder die sich sprechen ließe Wenn: B die Bew Boti eieg## der die sich frrtchn tught. Wanli g. K. vu Bewohner v.##sdienst in; der klagten, daß es ihnen an einer Kirche fehle, worin der sein 9 9 an ihrer eigenen Sprache gehalten werde, und an einer Schule, “e Untericht in deutscher Sprache ertheilt werde, so sei es doch ganz „i beren Zärse., un 20 Hauseigenthümer sich deßhalb in einer Pettion gestak indem nicht.“ onnen sie aber den bestehenden Gesetzen zufolge dähreg sei.;; mehr als drei Personen die Unterzeichnung einer Pettion in Die deutschen Unterthanen beklagten sich ferner darüber, daß, stazsche Zeitun..— Preßfreiheit herrsche, es ihnen nicht erlaubt sei, Löhi= Leschienen. zu lesen. In Bezug auf alle diese Dinge habe es ihm .;, daß es im Interesse des Königs von Dänemark und der sehz. elt würden.3 liege, wenn Deutsche und Dänen in gleicher Weise beerfreuten und sich derselben Rechte und des gleichen Schutzes der Geun) hätten:„“s sei das Aeußerste, was die Deutschen zu verlangen ein Lnge## der schm ader wisse, daß sie weit mehr verlangt hätten. Erkomme es# zunen; swerigen Frage, ob, wenn Deutschland die Rechte deutscher der!K Holst“ 4 Frag“ deutschenn Seiten der dänischen Regierung mißachtet finde, ein.' könne* Bunde zustehe, zur Execution zu schreiten. Eine ernstere ee internationasz ausgeworfen, werden. M 9a Gine Anstere Was Schleswig angehe, so sei das in###en, Dänem“: Oesterreich, Preußen und der deutsche Bund bedie.3½g auf habe gewisse Verträge und diplomatische Arrangements Frie, Tangemente3 abgeschlossen. In wie weit und auf welche Weise #re 96. Fr. erhalten####### weit abgeändert werden könnten, daß der europäische 8eixe uun## dens und Schwedens ihren Einfluß in ersprießlicher Weise Hen“-Erecutzt“: Wenn aber England erklären wollte, es werde eine und ce Trotz#:“ in Holstein nicht gestatten, so würde es damit der feierliGesei#en unerbst“ urc welche die deutschen Staaten zusammengehalten seien, Bun# des den####ten Act internationaler Gewaltthat verüben. Was die Dan, selbst den(cen Bundes betreffe, so sei in Bezug darauf der deutsche auch MKark bestehensaundise Richter, und was die zwischen Deutschland und Dar, Lmmer besch den Verbindlichkeiten anbelange, so sei es, wie dieselben lisch, Jark, ihn“ sein möchten, eine Ehrenpflicht für den König von die amp Politi##:“ nachzukommen. Diese beiden Grundsätze müßten die engbar Lesetze desten und England dürfe nicht in Bezug auf die Execution in he—Uch die in gkutschen Bundes eingreifen. Er bedauere, daß Lord Ellenreichs,.e sei eine internationale Frage, in machuens und Schwedens ihren Einfluß in der die Cabinette Schwedens ihren Einfluß in ersprießlicher Weise Reng.e Ansiche3 deutschen Staaten, zum Glücke nicht den wichtigsten, den 5 Protocone“ einiger Maßen zu theilen scheine, daß man die Engageden 182schen Erbs erträge von 1800, 1891 und 1852 bei Seite setzen, 4852 226 zurüch. ge=Ve#trag für ungultig erllaren und zu vem Zustande eburg zu werd. usse: Lerd Ellenborough wünsche den Vertrag von i##8 und ven, um Dänemark eine bessere Stellung zu schaffen, OlN 97850 7851 185 * und Verträge von 1Ce., 1891 und 1852 bei Seite setzen, ge=Ver“ für 0. zu: Zustand ihren .. an, # 3, Und ander,## Dänemark eine bessere Stellung zu schaffen, e g##4tschland Staaten hingegen wünschten den Vertrag los zu werden, Portheif, 2ges und Stellung zu schaffen. Er sei für die Erhaltung -gierg. Dänemarr weder zum Vortheile Deutschlands, noch zum shafte s einnehmen ramuichtst, wissen. Die letzte Position, die eine englische Peu“ und nicht..: die, daß sie an den geschlossenen Verträgen auf dem gefährlichen und bedenklichen Pfade wandle, gebührenden Rechte abzusprechen, sondern daß sie sich sand die ih hhm Der Aufstand in Polen. * Die Schles. Ztg. sprach von„einer sehr blutigen Schlacht“, die am 12. Mai in der Nähe von Kalisch geschlagen worden wäre und in welcher die Russen schließlich gesiegt hätten. Die Ostd. Ztg. hat bis zum 15. über diese„Schlacht“ noch keinerlei Nachrichten erhalten, und sie bleibt noch zweifelhaft. Auch über den russischen Sieg über Jezioranski schwebt noch immer Dunkel: die russischen Telegramm bestätigen diesen Sieg von allen Seiten, die Gazeta Narodowa bleibt dagegen bei ihrer früheren Behauptung, Jezioranski habe sein Corps nur getheilt und in zwei Colonnen größtentheils glücklich den Janower Wald erreicht, nur eine kleinere Abtheilung sei nach Galizien gedrängt worden. Diese Abtheilung scheint die Kosten des russischen Sieges wohlfeil bestritten zu haben, denn sie„zerstreuten sich ohne Gefecht“ und 150 Mann traten nach Galizien ohne Waffen über, der Rest „scheint noch in den Waldungen umherzuirren, wie ein aus Lemberg datirtes Telegramm sich ausdrückt; dasselbe bestätigt auch Zersprengung bei Ozarow dahin, daß der Rest„nach den Wäldern von Swienty=Krzyz zog.“ Wie unangenehm dem Commandirenden in Miechow diese Züge der Reste von Czachowski's und Jezioranski's Corps sei, lehrt eine krakauer Depesche der Ostd. Post vom 14., welche lautet:„Die Russen haben sich von der Gränze des krakauer Gebietes ins Innere gezogen und concentriren sich in Miechow.“ Die wiener Gen.=Corr. bringt„über den eigentlichen Stand der Insurgenten“, wie sie vorausschickt, folgende Angaben, die jedoch schon einige Tage älter als obige Depeschen sind:„Lelewel commandirt gegenwärtig die Jezioranski'sche Avantgarde; er ist aber zum polnischen Commandanten in Pedlachien designirt. Nördlich von Janow steht eine kleine polnische Abtheilung aus dem Czachowski'schen Corps, bestimmt, die Verbindung mit Jezioranski zu unterhalten. Eine andere Abtheilung im Lublinischen unter Czerwinski, größtentheils aus mit Sensen bewaffneten Landleuten bestehend und erst seit Kurzem gebildet, scheint ebenfalls mit Jezioranski in Verbindung zu stehen. In der Gegend von Chelm stehen Insurgenten unter Kuzma und Bohorodycz, welche kürzlich einen Streifzug nach Volhynien unternahmen, am 6. aber wieder ins Gouvernement Lublin zurückkehrten. Einige volhynische Bauern, meist Militär=Urlauber, schlossen sich denselben an. Die Ursache des nunmehr constatirten gänzlichen Fehlschlagens der Miniewski'schen Expedition war nicht Ungeschicklichkeit des Führers oder Mangel an Muth Seitens der Soldaten, sondern einerseits die äußerst mangelhafte Beschaffenheit der Waffen und besonders der Munition, und andererseits die unaufhörlich wiederholten und mit großer Energie und überlegenen Kräften ausgeführten Angriffe der Russen. Auch der Tod des Obersten Nullo trug nicht wenig zur Entmuthigung, besonders der zahlreichen Ausländer, bei. Nur einem geringen Ueberreste dieses Corps gelang es, sich zu Orinski durchzuschlagen; der bei Weitem größere Theil ist entweder gefallen oder über die österreichische Gränze getreten. Die Nachricht von einer entschiedenen Niederlage des Czachowski'schen Corps bei Ozarow am 3. Mai bestätigt sich nicht. Von polnischer Seite wird vielmehr dieses Treffen als ein bedeutender Sieg der polnischen Waffen in Anspruch genommen. Die Wahrheit liegt aber in der Mitte und der ganze Kampf reducirt sich auf ein Zusammentreffen ohne entscheidenden Erfolg, in dem jedoch die Polen die Oberhand behalten haben müssen, da Czachowski im Stande war, am 4. Mai dem ebenfalls am 3. stark bedrängten Kononowicz zu Hülfe zu eilen, worauf beide am 4. bei Denkow einen nicht unbedeutenden Vortheil errangen.“ Was den 13. Mai anbetrifft, so constatirt der Czas ausdrücklich, daß die Amnestie in Polen ohne Beachtung geblieben und bis zum letzten Augenblicke kein beglaubigter Fall bekannt sei, wo der Gnadenact Annahme gefunden habe. Die Provincial=National=Regierung für Litthauen hat eine Proclamation erlassen, worin auch sie erklärt, daß der Zweck der Erhebung nicht auf Erlangung von Concessionen Seitens des Czaaren gerichtet sei, sondern es die Unabhängigkeit des Landes gelte; aus diesem Grunde müsse gekämpft werden, bis der letzte moskowitische Soldat von polnischem Boden vertrieben sei oder das letzte Polenherz zu schlagen aufgehört habe. In Warschau hat Staatsrath Ostrowsky den Grafen Keller als Director fürs Innere ersetzt; Keller ist zu anderen Functionen abberufen worden; Wielopolski hat also einmal wieder gesiegt. Berg aber steht noch und in Litthauen haben mit dem 13. Mai die Militärbehörden bereits die Amtshandlungen der Civilbehörden übernommen, die Güterconfiscation soll mit aller Strenge in Anwendung kommen und das Standrecht auch Frauenzimmer treffen. Die wiener„Presse", der wir diese Nachrichten entlehnen, fügt hinzu, daß den Soldaten katholischer ConCommandirende, um die Pelen von der Teichte urzuhmitteg altf venn Thurme einen Observationsposten und vor den Kirchthüren Kosakenpikets aufstellte. Die Kosaken drohten sogar, zu Pferbé in die Kirche zu sprengen, wenn der Gottesdienst fortdauere, da, wie sie hinzu setzten,„der Polengott gegen Rußland aufrührisch gesinnt set.“ Derselbe General Radin drohté dem Gemeinderath von Petrikau,„wenn derselbe nunmehr, wo der Kaiser eine neue freisinnige Verfassung geben werde, nicht seine Entlassung zurücknehme, so werde er, Radin, die Stadt niederbrennen." Ja, er verbot, laut dem Czas, dem Prälaten Probst Skugienski sogar, im Falle einer Feuersbrunst Sturm läuten zu lassen. Ueber die Fortdauer des Kampfes in West=Polen bringt die Kreuzzeitung nach zeiniger Maßen zuverlässigen Nachrichten", wie sie ihre russischen Mittheilungen selbst bezeichnet, die Behauptung, die Polen hätten am 8. und 9. an 650 Mann, die Russen nur 200 Mann verloren; bei Slesin hätten die Russen steben Gehöfte, in denen sich Insurgenten festgesetzt hatten, verbrannt. Am 17. sei es in Kolo zu neuen Gefechten und Brandlegungen gekommen, auch sei der Wald daselbst an zwei Stellen angesteckt. Derselben Quelle zufolge sind aber auch gleichzeitig wieder starke Zuzüge in Lichyn eingetroffen, als sich ein Theil des Taczanowskt'schen Lagers unter einem anderen Führer gesammelt hatte. Der Hauptsammelplatz der Polen ist jetzt die Gegend von Lenczyce,„wo bedeutende Lager, die bisher gar nicht bemerkt worden, wie aus der Erde wachsen. Am 12. Mai gegen 5 Uhr Abends wurde zwischen Malkyny und Czizew die Warschau=Balystoker Eisenbahn von einer 2000 Mann starken Schar besetzt und auf einen Wagenzug geschossen. Sofort hal Graf Toll laut einem warschauer Telegramm„die Bande eingeholt und zersprengt, den Anführer nebst 140 Insurgenten getödtet, den Adjutanten des Führers gefangen genommen, und am 14. schon waren die Beschädigungen an der Bahn wieder ausgebessert.“ Aus Myslowitz vom 14. Mai meldet die Bresl. Ztg.:„Vorgestern fand zu Slawkow ein blutiges Treffen Statt, das acht Stunden dauerte. Beide Parteien schreiben sich den Sieg zu. Heute soll es bei Czenstochau arg hergehen. Die 1200 Mann Kosaken, die in Sosnowice cantonnirten, sind heute Nacht plötzlich, vermuthlich zur Verstärku g, dahin abgegangen. Aus Sosnowice vom 13. Mai meldet die Schles. Ztg. über ein am 12. bei Ojcow Statt gehabtes Treffen; dasselbe habe der russischen Infanterie sehr viele Mannschaft gekostet und sei am 13. von dem Militär nach eingegangener Verstärkung wieder aufgenommen worden. Der Kampf habe sich nach Miechow zu fortgesponnen, doch auch hier sollen die Russen geschlagen worden sein, in Folge dessen per Telegraph von der Besatzung in Sosnowice, von Zabkowice und Granica Unterstützung erbeten wurde. Außer nach Miechow ist auch nach Czenstochau von mehreren Garnisons=Stationen Succurs erbeten worden. Am 8. Mai wurden durch Auftrag des Großfürsten Konstantin 31 österreichische Staatsangehörige, welche an dem Aufstande genommen hatten und bei Miechow in russische Gefangenschaft gerathen waren, von den russischen Behörden in Maczki an die k. k. Polizei=Expositur in Szczakowa ausgeliefert und von dieser dem k. k. Bezirksamte in Jaworzno zur weiteren Behandlung übergeben. Dem Czas vom 13. Mai entnehmen wir folgende Nachrichten „Das in Warschau verbreitete Gerücht von einer bevorstehenden activen Intervention Preußens wird durch das Auftreten angeblich preußischer Polizeibeamten in der genannten Stadt, so wie durch die von preußischen und russischen Ingenieurs gemeinsam ausgeführte Inspection der Brücken und Verkehrswege in dem drei Meilen breiten Gränzgürtel des„Congreß=Königreichs" bestärkt, wenn sich nämlich diese Angaben selbst bestätigen. Die Reise des Generals Minkwitz wird mit der Sache natürlich in Verbindung gebracht.“ Der Czas vom 13. Mai meldet aus Warschau:„An Ignatz Bonczynski, der im December v. J. die zur Veröffentlichung revolutionärer Schriften benutzte Druckerei auf der Widokstraße verrieth und deßhalb von der National=Regierung zum Tode verurtheilt war, ist die Strafe vollstreckt worden.“ Tilsit, 12. Mai. Da an der Gränze des memeler Kreises bei Polangen, eben so an der Gränze des heydekruger Kreises bei Neustadt sich angeblich größere Insurgenten=Corps concentriren, so marschirte die bis jetzt in und bei Picktupönen stehende dritte Escadron des litthauischen Dragoner=Regiments heute nach Heydekrug, um so schnell als möglich auch Prökuls und die Gegend von Polangen zu erreichen. Die seit Samstag hier befindliche 5. Compagnie des 3. ostpreußischen Grenadier=Regiments Nr. 4(Danzig) wird morgen früh mit Dampfboot nach Memel befördert, wohin auch morgen der Stab des Dragoner=Regiments von hier aus zu Lande marschirt. Am 12. Mai früh ging wieder ein Transport von 24 Insurgenten von Krakau nach Olmütz ab, dem sich ein anderer von 25 aus Lemberg und in Chrzanow ein dritter von 11 Flüchtigen anschlossen, so daß im Ganzen 60 Insurgenten zur Internirung nach Olmütz trausportirt wurden. Gleichzeitig wurden 5 Zuzügler(Franzosen) zur Außerlandschaffung von Krakau abgeführt. Aus Krakau, 12. Mai, meldet die wiener„Presse“: In der vorgestrigen Sitzung des Stadt=Ausschusses interpellirte, nach Angabe des Czas, Hr. Valery Wieloglowski auf Grund beunruhigender, in der Stadt coursirender Gerüchte den Hrn. Bürgermeister, ob es wahr sei, daß, wie der Eigenthümer des(früher russischen) Hotels„zur Rose=, Hr. Lewicki, angibt, die russischen Officiere Annenkow und und Muchanow dort auf Grund der ihnen durch den Magistrat verabfolgten Quartier=Billette wohnen. Der Hr. Bürgermeister erklärte, davon nichts zu wissen, und berief sofort den betreffenden Beamten, Hrn. Hojdzinski, um dies aufzuklären, der jedoch eröffnete, er habe kein solches Billet für russische Officiere ausgegeben.“ Der Mitredacteur des Dziennik Poznanski in Posen, der am 13. Mai aus dem dortigen Criminal=Gefängnisse entlassen worden, wurde am 15. aufs Neue verhaftet und dahin abgeführt. Aus Morownica(Kreis Kosten) vom 13. Mai wird der Ostd. Ztg. geschrieben,„daß die auf Veranlassung des Landraths=Amtes zu Kosten angeordnete Verhaftung des Herrn v. Niegolewski durch Aufstellung von Polizeiwachen vor seiner Wohnung bis zum 12. d. Nachmittags fortgedauert habe. Gegen Abend wurden jedoch die Wachen zurückgezogen und Herrn v. Niegolewski angezeigt, daß von den gegen ihn ergriffenen Maßregeln Abstand genommen worden sei. Doch kaum, daß sich derselbe der durch die Revision in der vergangenen Nacht gestörten Ruhe erfreute, erschien bald nach 11 Uhr Nachts der DistrictsCommissar Knopf nicht nur wieder in Begleitung derselben Beamten, welche wenige Stunden vorher abberufen worden waren, sondern zugleich mit einem Militär=Commando von acht Mann und einem Unterofficter Infanterie, und zwar jetzt nicht mit einem Verhaftsbefehle, sondern nunmehr mit einer schriftlichen Ordre des Staatsanwalts Adelung, den Herrn v. Niegolewski, weil er sich dadurch, daß er sich dem Taczanowski'schen Corps angeschlossen, des Hochverraths verdächtig gemacht, unter Observation zu stellen, zugleich fremde, legitimationslose Personen, welche sich bei demselben befänden, festzunehmen und seine Papiere zu durchsuchen. Die Forschung nach legitimationslosen Fremden war dieses Mal nicht ohne Resultat. Außer mehreren nahen Verwandten war auch ein Deutscher aus Posen anwesend, der keine schriftliche Legitimation vorweisen konnte, und derselbe würde, ungeachtet seine Person nicht nur vom Herrn v. Niegolewski und dessen Verwandten, sondern auch von dem anwesenden Arzte recognoscirt wurde, schließlich doch der Verhaftung nicht entgangen sein, wenn er nicht endlich noch eine auf seinen Namen lautende, zu producirende Quittung eines posener Geschäftsmannes vorgezeigt hätte. Nachdem dieser Zwischenfall beseitigt war, begann die Revisien der Papiere im Krankenzimmer, welche bis weit nach Mitternacht die in Anspruch nahm und dann bis nach 4 Uhr Morgens in den übrigen Zimmern fortgesetzt wurde. Während der Haussuchung war das Krankenzimmer und die anstoßenden Locale von Militär besetzt. Das einzige Resultat dieser Revision war die Beschlagnahme eines kurzen, den Grafen v. Cieszkowski und den Abgeordneten v. Bentkowski betreffenden Auszuges aus dem bekannten, im Jahre 1858 erschienenen schwarzen Buche des früheren Polizeiraths Niederstetter: =Die polnischen Emigranten=. Mit dieser Ausbeute verließ der Districts=Commissar Knopf Morownica, nachdem er Herrn v. Niegolewski erklärt, daß das Militär=Commando von neun Mann bis zu seiner Genesung auf dem Gute zur Observation seiner Person zurückbleiben werde, und für diese Zeit die Aufstellung einer permanenten Wache im Hause neben dem Krankenzimmer und einer zweiten vor dem Hause angeordnet hatte. Zugleich erklärte der DistrictsCommissar auf ausdrückliches Befragen, daß jeder Besuchende nach den getroffenen Anordnungen mit einer Legitimation versehen sein auschten woser, sichemnicht Unanmehmlichleten, B9 h. der Verhaftung Aus Westpolen wird der Kreuzzeitung berichtet, daß am 12. und 13. in der Gegend von Klodawa wieder tapfer gekämpft worden und am Abend des 13. in Konin eine Estafette eintraf, die schleunigst Verstärkung für die Russen in Kolo verlangte.„Auf Seiten der Polen“, fügt die Kreuzzeitung hinzu,„führt ein übergegangener Major den Oberbefehl; es ist derselbe, der am 1. Mai bei Peisern eine falsche, dem ihm ertheilten Befehle entgegengesetzte Position nahm und dadurch das Entkommen der Taczanowski'schen Schar aus den Verschanzungen möglich machte. Er ging wenige Tage darauf zu den Insurgenten und soll nicht nur ein fähiger Soldat sein, sondern auch viel Muth und Umsicht besitzen. t T e l e g r a p h i s c h e D e p e s c h e n. (Wiederholk, weil nicht in allen Exemplaren des gestr. Plattes enthalten.) Konstantinopel,(Samstag) 16. Mai. Auf die Einladung des französischen Gesandten, Herrn de Moustier, daß die Pforte auf diplomatischem Wege mit den europäischen Großmächten in Petersburg zu Gunsten Polens cooperiren möge, hat die türkische Regierung eine ablehnende Antwort ertheilt und dieselbe dadurch motivirt, daß die Türkei die Verträge von 1815 nicht mitunterzeichnet habe. New=York, 5. Mai.(Per Persia.) Die Berichte über General Hooker reichen bis zum 3. Mai, Abends. Die Regierung gestattete keine weitere Veröffentlichung. Am Samstag, 2. Mai, attaquirte Stonewall Jackson bei Chancellorsville den rechten Flügel der Unions=Armee. Schurz' deutsche Division floh und riß eine andere Division in panischem Schrecken mit sich. Die Generale Howard und Berry verhinderten schließlich die vollständige Niederlage. Am Sonntag, 3. Mai, griffen die Conföderirten abermals den rechten Flügel unter Berry an. Die Unions=Truppen retirirten; Berry fiel. Der Kampf war furchtbar blutig. Die Erneuerung des Kampfes am Montage wurde erwartet, doch fehlen verläßliche Nachrichten, während die Schlachtengerüchte einander total widersprechen. Die Unions=Truppen erlitten kleine Schlappen bei Morgantown und an der Mississippi=Bahn. Andere Depeschen vom 6. Mai schildern die Ereignisse auf folgende Weise: Lee drängte den General Hooker am Sonntag zurück, wurde aber schließlich doch geworfen. Am Samstag wurde Hooker theilweise geschlagen, doch eroberte er angeblich am Sonntag wichtige Positionen bei Fredericksburg, im Rücken des Feindes, und besetzte die Richmonder Eisenbahn. Die Montags=Berichte lauten verworren. Die Regierung gestattet keine Telegraphirung. Die Conföderirten erlitten angeblich eine Niederlage bei Warrenton. New=York, 5. Mai. Gold=Agio 508%. Wechselcours auf London 164. Illinois Central 944. Baumwolle unverändert. Brodstoffe still. Der Dampfer Perfia überbringt nach England 215,427 Doll. in Comptanten. Petersburg,(Samstag) 16. Mai. Ein Besehl des Kriegs=Ministers ordnet für Finnland die Bildung von Festungs=Regimentern an und verfügt, daß acht Bataillone auf den Kriegsfuß gesetzt werden sollen. (Verfolg der telegr. Depeschen im Zweiten Blatte.) Handels=Nachrichten. * Köln, 17. Mai.(Productenmarkt.) Der Wind ist nach Süden umgeschlagen und brachte uns mit schönster warmer Luft einen ausgedehnten Landregen. Die Stimmung im Getreidegeschäfte, welche einige Tage lang einen etwas festeren Ton gewonnen hatte, ist dadurch wieder völlig ruhig geworden. Der Landmarkt war äußerst schwach befahren, die Zufuhren bestanden aus nur wenigen Pöstchen Weizen, wofür man bis Thlr. 7½2 in bester Qualität bezahlte. Im Großhandel herrschte für effective Waare in Weizen ein schwaches Geschäft, und läßt sich schöne Qualität zu Thlr. 7 per 200 Pfund kaufen. Roggen ist sehr vernachlässigt, da der Absatz für das bergische Land durch östliche Bahnzufuhren und für den Mittelrhein durch oberrheinische Beziehungen geschmälert ist. Für das Termingeschäft brachte die anderweite bessere Meinung mehrere Deckungs=Ordres für den laufenden Monat, so wie Speculations=Aufträge per November, wodurch die Umsätze an einzelnen Börsentagen sehr belangreich wurden, ohne daß es zu kaum veränderten Preisen an Verkäufern fehlte. Die Course stehen heute fast unverändert wie vor acht Tagen. Rüböl hat während der Woche wieder eine festere Haltung angenommen. Die Kündigungen waren bisher noch sehr vereinzelt und betrugen nur etwa 1000 Ctr., welche sofort in den Consum gingen. Effectiv schwach offerirt, gilt Thlr. 16.5- in Partieen und 17# faßweise. Auf Mai hob sich der Preis auf Thlr. 164#-, per Oct. bis Thlr. 141 bezahlt. Leinöl erfuhr bei guter Kauflust eine wesentliche Besserung, welche sich auf die erhöhten Preise der englischen und holländischen Märkte einstellte. Inhahaber halten auf Thlr. 1815—5. Schiffahrts=Nachrichten. In Ladung: Nach Neuß bis Emmerich A. Balk; nach Andernach und Neuwied Cl. Wiebel, I. Frank und I. Schilowsky; nach Coblenz, der Mosel und Saar V. Poß; nach Bingen, Mainz und sämmtlichen Mainstädten Chr. Acker; nach Mannheim und dem Neckar Fr. Klee. Ferner nach Amsterdam u. Emmerich H. Felten,„Köln, Nr. 22“; „„ Rotterdam und Antwerpen Th. Kamps,„Köln, Nr. 21“. Wasserstands=Nachrichten. Köln, 17. Mai. Rheinhöhe 7 F. 3 Z. köln. Pegel(7 F. 2 Z. rheinl.) Coblenz, 17. Mai, 104 Uhr Morgens. Rheinhöhe 7 Fuß 54 Zell.) Oberwesel, 17. Mai, 9 Uhr Morgens. Pegel 7 Fuß 24 Zoll. Mainz, 17. Mai. Pegel 5 Fuß 5 Zoll hess. Maß. Berlin, 16. Mai.(Wolle.) Für die Rhein= und Niederlande wurden 12=-1500 Ctr. feine, meist schwere Wollen, zu gedrückten Preisen gekauft. Der Verkehr mit inländischen Tuchmachern war dagegen sehr unbedeutend. Ebenso war der Umsatz in Kammwollen kleiner, als man bei der mehrseitigen Frage nach russischen Wollen erwarten durfte; von letzteren wurden ca. 1000 Ctr. mit tadelhafter Wäsche Anfangs der 50#er verkauft. Berlin, 16 Mai.(Nach dem Cours=Bericht.) Preußische Fonds. 1014 bz. 4% v. 1862 983 bz. 34% Staatssch. 895 bz. 44% 54, 55A, 57 1014 bz. 34% Präm.=.55 1284 B. „v. 56 1014., 69 1014 b. rhein. u. westf. Rbr. 993 V. 44% Staats=A. 5% v. 1859 1058 oz. %50/52 984b., 53983 5z. Preuß. und ausländ. Bank=Actien und ausländ. Fonds. Preuß..=A. 1258 bz. Geraer B. 983 B. 5% 1860r Anl. 90à 89 4 bz. Disc.=Comm. 1018 bz.[Weimar. B. 904 B. Kurh. Loose 584 bz. Braunschw..75 etw. bz. Oest. 5% Metall. 69 G. Bad. 35=Fl.=Loose 314 B. Darmst. B. 945 bz. 5% Nation.=A. 73 bz. Gold=Kronen Th..7 G. In= und ausländ. Eisenbahn=Stamm=Actien. Aachen=Düsseld. 944 bz. Köln=Mindener 1774 bz. Oberschles..C. 1614 bz. Aachen.=Mastr. 353 B. Ludw.=Berbacher 140 bz. Oesterr.=Franz. 129 G. Amsterd.=Rotterd. 1004 B. Magd.=Halberst. 287 bz. Rheinische 102 bz. Berg.=Märk. A. 1072 bz. Mainz=Ludw. 127 bz. Prior.=St. 107 bz. Berlin=Hamburg 120 G. Münst.=Hamm.—. Rhein=Nahe 32 bz. Berl.=Ptsd.=Mad. 182 bz. Nordbahn 641 à 65 bz. Ruhrort=Crefeld. 98 B. In= und ausländ. Eisenbahn=Prior.=Actien. .=Düfseld. 4% 928 B. do.(dortm.=soest.) 93 G. Rheinische 4% priv.—. 4% II. E. 924 bz.„ 44% II. S. 994 G. u 34% gerant.—. 44% III. E. 100 B. Berlin=Hamb.%—.„ 44% III. E. 994 8: Aach.=Mastr. 44% 70 bz. II. S. 4% v. 1862994 B. Köln=Mind. 44%101 G.„ 44% garant. 1014 bz. „ 5% II. E. 1033 B. Rhein=Nahe 44% 100 4% II..„ II. E. 1004 G. — Berg.=Märk. 44% 101 B. II. S. 1004 G. 34% III. S. 83 bz. „ B. 83 bz. 44% IV. S. 1004 B. 4%(düfs.=elberf.) Ruhrert=Cref. 44% 100B. „ 4% II. S.—. „ 44% III. S. 9948. Steele=Vw. I. S.—. 4% III. E. 944 B. 44% III. E. 1008 bz. 4% IV. E. 934 bz. „Oest.=Franz. 3% 2794 bz. Industrie=Agtien. Berl. Handelsges. 1097 bz Magdeburg..=V.##0 B. Concordia(i. Köln) 336 G. Darmst. Zettelb. 102 G. Stettiner.=V. 1204 B. Minerva 354 etw. bz. Luxemburg. B. 105 bz. Aachen. Rückv.=A. 465 G. Hörder 100 B. Oesterr. Credit 874 bz. Köln. Rückv.=A. 951 G. Eschw. Concordia—. Aach.=M..=V. 1485.„ Hagelv.=A. 104 G. Dess. Gas=A. 138 etw. bz. Colonia.=V. 1420 G. Union 994 B. Mass. Steink.=A. 60 B. Elberfelder.=V. 450 G. Agrippina 133 B. Amsterdam k. 1434 bz.: 2 M. 1428 bz. Wechselcourfe. London 3 M..203 bz. Wien 2 M. 90; bz. Paris 2 M. 79 11/12 bz. Frankfurt 2 M. 56.24 P. Hamb. 151, 2 M. 150Lbz. Wien, Oest.., 908 bz. Petersburg 3 W. 1014 G. Die Börse war sehr geschäftslos, Potsdam=Magdeburger abermals 3% höher, Genfer Credit=Actien wurden etwas niedriger in Posten gehandelt, Preußische Bank=Antheile drückten sich durch Verkäufe.— Der Verwaltungsrath der Disconto=Gesellschaft hat heute die Dividende pro 1862 aus 74% festgesetzt. Hamburg, 16. Mai. Weizen in loco ruhig, ab auswärts unverändert, bei wenigem Geschäft.— Roggen in loco fest, ab der Ostsee sehr fest, ab sanzig 80pfd. ist per Mai mit 74 Thlr. Bco. bezahlt und dazu zu lasser. Rüböl per Mai M. 32-32.2, per Oct. M. 29.-10.— Kaffee, ruhig, Wien, 15. Mai. Weizen. Für die südliche Route ist auch etwas mehr Nachfrage und wurden 5000 Metzen 85-86pfd. zu Fl..30 ab Sifsek mit Sconto 14% begeben; pro Herbst können Ordres schwer effectuirt werden, da Eigner wegen schlechter Saatenberichte zurückhaltend sind. Rüböl, pro Herbst Fl. 304, prompt 35. Spiritus mit 424 43 Kr. zu notiren. Hafer wurden 2000 Mtz. oberösterr. Waare zu Fl..58 realisirt. Rohseide. Preise unverändert, man notirt für Mail. Organz classisch 16-18 zu Fl. 244-25, prima 18-22 zu 224-23, 20-24 zu 214-22. Roveredaner classisch 18-22 23-234,20-24 zu 224-23. Mail. Trama prima 20-24 zu 23-234, zu—-23, 26-30 zu 21-214. Gemess. China Trama classisch 3640 zu 21 214, 40-45 zu 204, 45-50 zu 201-204 Fl. Amsterdam, 16. Mai.(4U.) 24% w. Schuld 633; 4% 99½; HandelsGes. 147; span. 2% 47¼; 3%—; inländ.—: portug. 3% 47½; %% Metall. 6418: 24% 32½3; neue 82; National=A. v. 1854 682—. Paris, 16. Mai. 3% Rente 69 F. 45.; 44% Rente 97 F.— 5% ital. Rente 72 F. 10.; Franz.=Oesterr..=A. 497 F. 50.; MidiActien 758 F. 75.; Franz. Nordbahn=A. 1040 F.—.; MobilarCredit=Ges. 1435 F.—.; Bank=A. 3397 F. 50.; Ostbahn 512 F. 50.; piemont.— F.— C. Wöchentliche Einnahmen der französischen Eisenbahnen. (30. April bis 6. Mai 1863.) (3 Lyon=Méditerranée 2,563,236 Nord 1,210,851 Quest..... 1,162,755„„„ Orleans,(alte Strecken) 1,335,522:„„ Orleans,(neue Strecken) 189,975„„ Est 1,244,149„„ Midi(alte Strecken) 525,770„„ London, 16. Mai. 3% Cons. 92; span. gegen 1862 21,596 Frs. weniger; 23,318 32,306 49,677 8,126 51,154 97,265 3%—; 1% 484 uuchr. weniger. (Siehe den Schluß der Handels=Nachrichten im 2. Blatte.) Mai. 16. Abds. 17. Mgs. 9 U. 7 U. .1 Ul. Meteoroiggische Beobachtunge Bar. 187° ü. d. N. sen. Weter. hell. hell. trübe. So eben ist bei mir erschienen: Schematismus des Bisthums Paderborn. Herausgegeben am Anfange des Jahres 1863, Lexikon=Format 226 Seiten, starkes halbgeleimtes Papier. Preis cartonirt 15 Sgr. Derselbe enthält außer den Personal=Angaben über sämmtliche zur Diöcese Paderborn zählenden Geistlichen und Ordensgenossen, Filialorten, Zahl der Communicanten, der Schulen 2c., eine kurze Uebersicht des Bisthums und sämmtliche Bischöfe, welche seit dessen Gründung(795) auf dem bischöflichen Stuhle saßen. Es ist in dieser neuen Ausgabe den sämmtlichen Pfarr= und Missionsorten, welche nicht zugleich Postanstalten besitzen, jedesmal der Name derjenigen Postanstalt beigefügt, zu dessen Bestellbezirk dieselben gehoren. Paderborn, im Mai 1863. Garlbaldl:: Im Commissionsverlag der Rein'schen Buchhandlung in Leipzig erscheint und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Das Schwert Italiens. Lebensskizze des Generals Josef Garlbaldi in allem auf authentischen Berichten beruhend, herausgegeben und Elpis Melena, der Freundin und Pflegerin Garibaldi's in Varignano gewidmet von Gustav Rasch. Mit Illustrationen und ein Blatt Handschrift Garlbaldi's. In circa 8 Lieferungen à 3 Sgr. Todes=Anzeige. Freunden und Bekannten machen wir hiermit die traurige Anzeige, daß unser theurer, unvergeßlicher Gatte, Vater, Sohn, Bruder und Schwager, Bau=Unternehmer Friedrich Fohl, in seinem 37. Lebensjahre gestern Nachmittag gegen 3 Uhr an einem Schlaganfall plötzlich entschlafen ist. Hörter, 12. Mai 1863. Die trauernden Hinterbliebenen. Im Verlage von Ferdinand Schneider in Berlin(Victoria=Straße 11) erschien so eben: Chemische Diagnostik in Krankheiten. Für Aerzte, von Dr. W. Valentiner, Privat=Docenten in Berlin und Brunnenarzt zu Obersalzbrunn. Zweite, vielfach veranderte Auflage, mit 33 Holzschnitten. Preis 1 Thlr. 10 Sgr. Lehrbuch der Medicinalpolizei. Zum Behuf akademischer Vorlesungen und zum Gebrauch für Medicinal=Polizeibeamte entworfen von Dr. W. Häckermann, Physikus des Greifswalder Kreises und Privatdocent an der dortigen Universität. — Preis 1 Thlr. 24 Sgr. Verlag von F. A. Brockhaus in Leipzig. Ernst Rietschel. Von Andreas Oppermann. 8. Geh. 1 Thlr. 24 Ngr. Der Verfasser dieser Biographie stand dem verewigten Meister persönlich nahe. Wir erhalten durch ihn eine anschauliche Schilderung des Lebens und der Werke Ernst Rietschel's, jenes echt nationalen Künstlers, dem das deutsche Volk die herrlichen Gebilde eines Luther, Lessing, Goethe und Schiller verdankt, und der mit diesen Schöpfungen der plastischen Kunst neue Bahnen eröffnet hat. Besonderes Interesse gewähren die von Rietschel selbst aufgezeichneten JugendErinnerungen, der in die Erzählung verflochtene Briefwechsel mit seinem Lehrer und Freunde Rauch, so wie die Verhandlungen mit den verschiedenen DenkmalComite's über die dem Künstler ertheilten Aufträge. Bädeker's Reisebucher. So eben ist erschienen: Bädeker's Schweiz. 9. verbesserte Auflage, ergänzt bis Frühjahr 1863. Mit Karten 2c. Preis 1 Thlr. 22 Sgr. Lager der neuesten Auflagen bei Adolph Bädeker in Köln, Hochstraße 134A. Heiraths=Anzeige. Unsere heute vollzogene eheliche Verbindung zeigen wir Verwandten und Freunden hierdurch ergebenst an. Gevelsberg, den 15. Mai 1863. Heinr. Dörken, Marie Dörken, geb. Bierbach. Verehelicht: Hugo Jos. Jacobs, Christine Baum. Burg u. Stommeln, den 16. Mai 1863. * Ihre heute geschlossene eheliche VerbinOdung beehren sich Verwandten und Freunden statt besonderer Meldung hiermit ergebenst anzuzeigen: Peter Kochs, Marie Kochs, geb. Joisten. Magdeburg und Frohnhof in Kirchberg, is den 16. Mai 1863. * G e b u r t s= A n z e i g e. Heute Abend 114 Uhr wurde meine liebe Frau Emma, geb. Klein, von einem gesunden, kräftigen Knaben glücklich entbunden, was ich Verwandten und Bekannten hierdurch ergebenst anzeige. Schwelm, den 15. Mai 1863. Julius Wirminghaus, Leinen=Fabricant. Drir wurden heute durch die Geburt eines &ap gesunden Knaben erfreut. Aplerbeck, den 16. Mai 1863. Robert Wulff, Clara Wulff, geb. Hengstenberg. (restern Abend wurde meine liebe Frau GAluguste, geb. Emkes, von einem kräftigen Jungen glücklich entbunden. Dülken, den 16. Mai 1863. Carl August Jansen. T. ie glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen ergebenst an Carl v. Beulwitz. Fanny v. Beulwitz, geb. Rautenstrauch. Trier, den 16. Mai 1863. Keine liebe Frau, Katharine, geborne TASchlungs, wurde heute Abend 8 Uhr von einem gesunden starken Mädchen glücklich entbunden. Uerdingen, den 16. Mai 1863. Franz Wilhelm Rothes. Gutfernten Freunden und Bekannten statt Ebesonderer Meldung die traurige Anzeige, daß heute früh um 124 Uhr die verwitwete Frau Oberforstmeisterin Kopstadt, geb. von Clermont, nach kurzem Krankenlager sanft entschlafen ist. Nachen, 16. Mai 1863. Die Hinterbliebenen. Wen nach längeren Leiden heute erfolgten ###Tod meiner theuren Frau Emma, geborene Nehse, zeige ich mit der Bitte um stille Theilnahme hierdurch ergebenst an. Berlin, 14. Mai 1863. W. Wohlers, Regierungsrath. Todes=Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die Trauer=Anzeige, daß unser lieder. Gatte, Vater und Schwiegervater, Johann Jakob Ewich, Ritter des rothen Adlerordens, im 75. Lebensjahre und im 51. Jahre einer friedlichen und glücklichen Ehe, gestern Abend um 10 Uhr, in Folge eines Schlagflusses, sanft verschieden ist. Schloß Burgbrohl, 16. Mai 1863. Die Hinterbliebenen. Todes=Anzeige. Gestern Abend halb zehn Uhr entschlief sanft und gottergeben, zuvor mehrere Male mit den Heilsmitteln der katholischen Kirche versehen, meine unvergeßliche Gattin Elisabeth Hahn, geb. Muhr, an einer langwierigen Abnehmungskrankheit im 51. Lebensjahre. Verwandten und Freunden widmet diese Trauer=Anzeige, mit der Bitte um stille Theilnahme, der tiefbetrübte Gatte, Heinr. Kurtekotterhof, den 16. Mai 1863. Bekanntmachung. Die Stelle des Directors bei dem hiesigen Altstädtischen Gymnasium, mit welcher ein Einkommen von etwa 1600 Thlr. außer freier Dienstwohnung verbunden ist, soll nach eingetretener Vacanz anderweitig besetzt werden. Bewerbungen um dieselbe sind unter Beifügung der erforderlichen Zeugnisse bis zum 15. Juni c. bei uns anzubringen. Königsberg, 5. Mai 1863. Magistrat Königl. Haupt= und Residenzstadt. Die Districtsarzt=Stelle der Bürgermeisterei Sohren, mit welcher ein Diensteinkommen von jährlich 100 Thlrn. verbunden, ist durch Verziehen des Herrn Dr. Müller, von hier nach Trarbach erledigt und soll durch einen tüchtigen Arzt, welcher Dr. medicinae und Geburtshelfer sein muß und hier Wohnsitz nimmt, wieder besetzt werden. Diejenigen Herren Aerzte, welche hierauf zu reflectiren geneigt sind, wollen ihre Bewerbungsgesuche innerhalb 3 Wochen portofrei an mich gelangen lassen. Ich bemerke hierbei noch, daß die Civilpraxis allein jährlich circa 1000 Thlr. eintrug. Büchenbeuren, den 15. Mai 1863. Der Bürgermeister, Trarbach. Hein Asyl für Gemüthskranke habe ich durch Neubauten erweitert, so dass jetzt auch wieder weibliche Kranken Aufnahme finden können. Für Nervenkranke habe ich ein ganz getrenntes Wohnhaus und verschiedene Privat-Logis eingerichtet. San.-Rath Dr. Erlenmeyer in Bendorf bei Coblenz. in seit 15 Jahren bestehendes ManufacturGeschäft an einem der lebhaftesten Eisenbahnplätze des Niederrheins steht unter günstigen Bedingungen zu übernehmen. Franco=Offerten unter W 51 besorgt die Erp. d. Bl. Torombbiten und Dampf-PreschmaJee in vorzüglichster Construction und Ausführung empfehlen J. Pintus& Comp., Maschinenfabrik in Brandenburg a. H. und Berlin. Große Lithographieen beider Maschinen werden auf Verlangen franco zugesendet. Eine achtpferdige Locomobile(mit Expansion und doppelter Armatur) nebst 54 Zoll breiter Dreschmaschine, drei Sorten marktfertiges Getreide in den Sack liefernd, mit neuem PatentElevator, complet mit Zubehör, kostet 2500 Thlr. Illustrirte Preiscourante aller übrigen landwirthschaftl. Maschinen, besonders neuer Dreschmaschinen aller Art, Säe=, Mähe= und Heuwende=Maschinen, so wie aller Ackergeräthe stehen franco zu Diensten. Die Pianoforte=Fabrik der Herren Zeitter und Winkelmann in Braunschweig. Diese Firma, welche sich schon seit längeren Jahren eines ausgezeichneten, durch die ersten Künstler(Litolff, Rubinstein, Jaell 2c.) weit verbreiteten Rufes erfreut, wird einen glänzenden Aufschwung machen durch eine neue, sinnreiche Construction am Resonnanzboden, welche Kraft und Elasticität in eine neue Verbindung bringt und eine Klangfarbe erzielt, die in den höheren Chorden lichtvoller als je dem Baue entsteigt, in den tieferen dagegen an wuchtiger Fülle gewonnen hat und—das Wesentlichste!— die Uebergänge in den Stimmlagen ohne die geringsten Härten hervortreten läßt. Das in der Sommer=Saison reisende und Braunschweig passirende musikliebende Publicum wolle nicht versäumen, das Etablissement der Herren Zeitter und Winkelmann hierselbst (Wollmarkt Nr. 3) zu besuchen. Braunschweig, den 1. Mai 1863. Prof. Dr. R. Griepenkerl. Indépendance Belge. Als Agent dieser, besonders im Auslande weit verbreiteten und viel gelesenen Zeitung, liefere ich die Inserate zu den Originalpreisen der Expedition(Petitzeile à 30 Centimes) und empfehle mich zu prompter BeVvrsshich. in Hochstraße 1344. gesetzter junger Kaufmann, mit allen CComptoir=Arbeiten vollkommen vertraut, Kenntniß der franz. u. engl. Sprache besitzend, sucht Placement als Geschäftsführer, Chef de Bureau, Buchhalter oder Rechnungsführer ner Großhandlung oder Fabrik. Gef. Franco=Offerten nimmt die Exped. d. Bl. unter O'87 entgegen. Bekanntmachung. Kölnische Rückversicherungs=Gesellschaft. Die in§. 29 unserer Statuten vorgesehene der Actionäre wird am Donnerstag den 21. Mai c. Mittags 12 Uhr, im großen Rathhaussaale hierselbst Statt finden. Indem wir uns beehren, die Herren Actionäre zu dieser Versammlung einzuladen, bemerken wir, daß die Eintrittskarten und Stimmzettel Mittwoch den 20. Mai von Morgens —12 Uhr und Nachmittags von—5 Uhr im Geschäftslocal der Gesellschaft abzunehmen und daselbst auch die Vollmachten für Vertretung abwesender Actionäre niederzulegen sind. Köln, am 5. Mai 1863. Sann für Hanbrr und Industrik. Wir beehren uns hiermit, unsere laut§. 32 der Statuten stimmberechtigten Herren Actionäre zu der am Samstag den 30. Mai dieses Jahres, Vormittags 10 Uhr, in unserem Geschäfts=Locale dahier Statt findenden ordentlichen General=Versammlung einzuladen, um in derselben die laut§. 39 der Statuten für die ordentliche General=Versammlung bestimmten Gegenstände der Tages=Ordnung zu verhandeln. Darmstadt, 30. April 1863. Die Verwaltung. §. 39 der Statuten lautet, u mmgn mm un#tung „In den regelmäßigen General=Versammlungen werden die Geschäfte in nachfolgender Ordnung verhandelt: 1) Bericht der Direction über die Lage des Geschäfts im Allgemeinen und über die Resultate des verflossenen Jahres insbesondere; 2) Bericht der Verwaltung über die Statt gefundene Revision der Rechnung; 3) Wahl der Mitglieder der Verwaltung; 4) Berathung und Beschlußnahme über die Anträge der Direction und der Verwaltung, so wie über die Anträge einzelner Actionäre. Die Anträge und Vorschlage der Verwaltung werden in der General=Versammlung immer zur Berathung und Entscheidung gebracht: die Anträge und Vorschläge einzelner Actionare nur dann, wenn die General=Versammlung dieselben als zulässig erkannt hat.“ Mütheimer Actien=Gesellschaft für Gas=Erleuchtung. Die im§. 8 unseres Statuts festgesetzte General=Versammlung wird am 1. Juni d.., Morgens 11 Uhr, im Rathhaussaale dahier Statt finden. Die Eintrittskarten sind am 30. Mai, Morgens von 11 bis 12 Uhr, im Geschäfts=Locale der Gesellschaft abzunehmen und daselbst auch die Vollmachten für Vertretungen abwesender Actionäre niederzulegen. Mülheim am Rhein, den 10. Mai 1863. Der Verwaltungsrath. Rheinische Bergbau= und Hüttenwesen=Actien= Gesellschaft. Mit Bezug auf§. 15 unserer Statuten zeigen wir hierdurch an, daß in der heutigen ordentlichen General=Versammlung der aus unserm Vorstande statutgemäß ausscheidende Herr Kaufmann Wilhelm Stein in Düsseldorf wiedergewählt worden ist. Der Vorstand unserer Gesellschaft besteht hiernach aus folgenden Mitgliedern: Kaufmann Wilh. Stein in Düsseldorf, Vorsitzender, Justizrath Dr. Kramer in.„ Rentner L. von Open, in Civil=Ingenieur Fr. Kesten in.„ Kaufmann Jul. Wülfing in„ „ H. W. Stallmann in Duisburg, „ Siegfr. Stein in Duisburg. Niederrheinische Hutte, 4. Mai 1863. D er Vorstand. Rheinische Bergbau= und Hüttenwesen=Actien= In der heutigen ordentlichen General=Versammlung sind die folgenden Nummern unserer Prioritäts=Obligationen ausgeloofst worden: Nr. 81, 147, 148, 207, 208, 209, 218, 223, 224, 246, 251, 257, 258, 260, 262, 286, 435, 461, 503, 519, 581, 890, 934, 1162, 1182, 1341, 1460. Wir machen dies mit dem Bemerken bekannt, daß die betreffenden Obligationen vom 1. Januar nachsten Jahres ab an unserer Casse eingelöstt werden, von welchem Tage ab auch die Verzinsung dieser gezogenen Nummern aufhört. Den Obligationen sind die Talons und die noch nicht verfallenen Zins=Coupons beizufugen, oder es wird der Betrag der fehlenden Coupons an dem Capital=Betrage gekürzt. Niederrheinische Hütte Duisburg, den 4. Mai 1863. Der Vorstand. Das „Berliner Fremden- und Anzeigeblatt“ und das amtliche „Eisenbahn-, Post- und Dampfschilf-Coursbuch“, enthalten täglich ein Verzeichniss Empfeblenswerther Hôtels und Gasthöfe. Wegen Aufnahme in demselben welle man sich schleunigst franco an die Expedition des Fremdenblattes, Berlin, Markgrafenstr. 48, wenden. Kelnische Maschinenbau-Actien-Gesellschaft. Locomobile: 6 Pferdekraft 1350 Thlr. 1450 1700 1800 1950 2150 Röhren und Apparate, Ventile, Schieber für Gas- und Wasserwerke, eiserne Dächer, Brücken u. sonstige Eisenconstructionen, Kessel- Arbeiten, Maschinen, Heizungen, Transmissionen. Aufrechter Guss. Hartguss. Gefällige Anfragen krangg. Prieurieh-Wilherms-Kutte zu Mülheim a. d. Ruhr liefert Dampfmaschinen von 1 bis 500 Pferdekraft, Locomobilen, Dampfhämmer, Blechscheeren und alle Walzwerks-Vorrichtungen, Gussstücke jeder Art und Grösse, Poterie und Ornamente, Röhren zu Dampf-, Gas- und Wasserleitung, horizontal und aufrecht gegossen, Façon-Schmiedestücke aus Ramas-Eisen zu allen Constructionen, Transmissionen, Kessel-Garnitur, vollständige Mühlen-Einrichtung, Thon- und Quetschmühlen, Ziegelstein-Pressmaschinen, Säge-Gatter, Kreis- und Band-Sägen, Satinir-Walzen, hydraulische Pressen, Pumpen, Förderkörbe mit Fangvorrichtung etc. Locomöblien von 2, 3 und 4 Pferdekraft, hauptsächlich geeignet zum kleinen Fabrikbetrieb, Dampfmaschinen, Transmissionen, Dampfkessel, richtungen jeder Art liefert die Maschinen-Fabrik von Fabrik-EinH. L. Loewe, zu Oberbilk bei Düsseldorf. Johann Anton Farina zur Stadt Mailand, brevetirter Lieferant der.-K. Höfe von1833 Frankreich, Preussen, Balern, Belgien, Holland etc., empfiehlt seine in Paris 1855 und in London 1862 preisgekrönte echte Eau de Cologne zur geneigten Abnahme. Wir erklären gern, daß die Leistungen der Metallpappe von I. Moll in Köln, womit wir in den Jahren 1860, 61 und 62 Bedachungen verschiedener Art ausführen ließen, uns in jeder Beziehung befriedigten und den Erwartungen entsprachen, welche wir davon gehegt hatten. Folgen die Unterschriften. Erklarung reiht sich an die gutachtliche Beurtheilung eines bewährten Technikers an(Kölnische Zeitung Nr. 72 und 121) und erlaube ich mir, auf diese Anerkennungen der Brauchbarkeit meines Fabricates gestützt, dasselbe zu häufiger Anwendung zu empfehlen. Gin J. Moll. strohhüte zu den billigsten Preisen für Knaben und Herren bei Maaßen& Pauling, vormals Chr. Hochscheid, Schilderg. 62 (Ein gebrauchter sehr praktischer Kochheerd, fur eine kleine Familie billig zu verkaufen, Vor kl. St. Martin 7, Pferde=Rennen zu Gamm. Das diesjährige Pferde=Rennen zu Hamm soll am 6. Juli auf dem großen Exercirplatze daselbst Statt finden und gegen 10 Uhr Morgens beginnen. Gleich früher wird mit demselben eine Bewerbung um Dressurpreise verbunden; auch sollen zur Hebung der Pferdezucht für Stuten, welche zufolge Deckscheins einem Königlichen Landbeschäler, einem angekörten oder einem Hengst aus bekannten Gestüten vorgeführt sind, Preise gewährt, und wird gestattet werden, selbstgezuchtete Pferde auf dem Rennplatze am 6. Juli, Morgens von 7 Uhr ab, bis zum Beginn der Rennen, zum Verkauf auszustellen. Die Pferde, welche um Dressurpreise concurriren sollen, so wie die Zuchtstuten, müssen am 5. Juli., Nachmittags 3 Uhr, auf dem großen Exercirplatze bei Hamm zur Prüfung vorgeführt und bis zum 4. Juli bei dem Herrn Lieutenant Booß zu Hamm angemeldet werden. Ueber die ausgesetzten Preise und die für die Concurrenten gestellten Bedingungen wird das Nähere durch das Hamm'sche Kreisblatt bekannt gemacht werden. Hamm, den 15. Mai 1863. Das Vereins=Directorium. Oei ihrer Abreise von hier sagt allen FreunTOden und Bekannten herzliches Lebewohl, und bittet um freundliches Andenken. Bertha Oppenheim, geb. Kohn. # G. Sontheimer, &8mp Bank= und Wechselgeschäft, Stuttgart Wildbad G Königsstraße 42. während der BadeSaison. # An= und Verkauf von Staatspapie#ren und Loosen. Ein= und Verwechs6 lung von Geldsorten und ausländischen a Banknoten. Hôtel des strangers in Paris, neuest’ restaurirt, 3 rue Vivienne, Lepany, L. Girard’s Nachfolger. Im Mittelpuncte der Geschäfte und der Vergnugungen. Große und kleine Appartements. Mäßige Preise. Man spricht deutsch. London. Hôtel Weüde, Greek Street, Scho. Obiges im Centrum der Stadt gelegene Hotel empfiehlt sich durch einen guten Tisch, vorzügl. Getränke, prompte Bedienung, billige Preise, so wie durch eine passende Auswahl deutscher, franz. und engl. Blätter. Hnag'S Hotel— Deutscher Gastbof, 13, Wilson Street, Finsbury Square, LONDON E. C. Logis, Frühstück, Diner und Bedienung 6 Shillinge oder 2 Thlr. pro Tag. Man bittet die geehrten Reisenden, sich von den an den Landungsplätzen und Bahnhöfen aufgestellten Führern nicht irre leiten zu lassen. Chatham-Place, Blackfriars, LONDON. P. De Keyser, Eigenthümer dieses Hotels, ersucht die Herren Reisenden, welche ihn mit ihrem Besuche zu beehren beabsichtigen, sich nicht durch Droschken=(Cab) Führer oder andere Betheiligte, wie dieses vorgekommen, irre leiten zu lassen. (apetenmuster in neuestem Genre zu außer• 0• K* zordentlich binigen preisen Franco=Briefe die Bonner Tapetenfabrik, I. versendet auf Meyer. Dr. Romershausens Augen-Essenz, zur Erhaltung, Stärkung und Herstellung der Sehkraft. Für Köln und Umgegend echt in der Einhorn=Apotheke, Köln, Glockeng.=, während Warnung, die von Apotheker Dr. Knoop in Waldbroel ausgebotene, sogenannte Dr. Romershausen'sche Augen=Essenz von diesem selbst verfertigt ist und mit der meinigen nur den von Apotheker Knoop mißbrauchten Namen des Dr. Romershausen gemein hat, also ein Falsificat ist, vor dessen Gebrauch ich hiermit wiederholt warnen will. Aken an der Elbe, im April 1863. Dr. F. C. Geiß, Apothekenbesitzer u. alleiniger Verfertiger der Dr. Romershausen'schen Augen=Essenz. N. Mosel-Dampfschifff.-Ges. Vom 6. März ab bis auf Weiteres: Von Trier nach Coblenz: Montag, Mittwech, Donnerstag und Samstag Morgens 54 Uhr. Von Coblenz n. Trarbach: Dinst., Donnerst., Freitag und Senntag Morgens 8 Uhr. Ven Trarbach nach Trier: Mittwoch, Freitag, Samst. und Montag Morgens 6 Uhr. Niederländ. DampfschiffRhederei, Tägl. Fahrten v. 18. Mai an: Rheinaufwärts Rheinabwärts v. Rotterd. Mgs. 104 U. v. Mannh. Nm. 3 U. „Emmer. „Düsseld. Nm. 4 „Cöln Nachts 12 „ Coblenz Mgs. 94 „Mainz„ 4 Mainz Mgs. 6„ „Coblenz Vm. 114„ „Cöln Abds. 7„ „Düsseld.„ 104 „Nymegen Mgs. 9 Direete Einschreibungen nach London finden in Mannheim Samstag, auf Strecke Mainz-Cöln-Nymegen Sonntags Statt. Kölnische u. Düsseldorfer v. Mannheim Maink „ Bingen in Cohlenz v. Coblenz „ Linz „ Bonn in Köln v. Köln...... in Düsseldorf Emmerich „ R o t t e r d a m v. Rotterdam „ Emmerich " Düsseldorf „ Köln „ Bonn in Neuwied v. Neuwied „ Coblenz in St. Goar Bingen:: „ Mainz " Mannheim 6 8 114 111 124 3 5 74 84 11 114 14 24 0 94 11 2 2 34 5 64 7 94 2 114 1 4 4 1 54 4 Ank 74 Ank Mittw. Preitag. Donn., Samst. —10 5 73 # 114 23 9 6 111 84 2 1111 Sing=Akademie. i Heute Abend 7 Uhr Versammlust Bürger=Verein. Montag den 18. Mai, Abends Uhr, Versammlung in dem großen Hôtel du Dôme bei Herrn Metz. Tages=Ordnu 1) Ueber das Programm. I. Sociale“) Vortrag des Herrn Dr. Vosen(Fortsik) 2) Freie Besprechung. Die Mitglieptz gebeten, am Eingange des Saales“ ten vorzuzeigen. Nichtmitglieder konnt geführt werden.— Versammlung Local-Abtheilung Mittwoch den 20. Mai, Nachmitteige, im Weidenbach'schen Saale zu Bericht des prov. Vorstandes chung der nahebevorstehenden Neuwe Bedburg, den 15. Mai 1863.— Dr. Schaftl) heute Abend Versammlung bei Heute St. Cuniberts=Bauverein, 364 den 28. Donnerstag nach Pfingsten, der n# ##gedenkt der mittelrheinische Lehrer=Gesang=Verein sein 6. Jshig St. Goar zu begehen. Es ladet Freunde des Gesanges ein Sobernheim, den 12. Mai 1863. E vion, wie wir solche nach Zeche Gustav bei Bochum geliefert, wäschen, Erz-Wäschen und““ bereitungs-Maschinen, maschinen aller Art, worunter„# mobilen neuester Construction. pen- und Schachtgestäng“ garnituren, Transmissionen, Verg# ren, ferner alle Maschinen für werke liefert solide und zu 50 Preisen Baroper Maschinen-Fabtb & Giesserei in Barop bei Vortm## eine Wohnung verlegte i0 We. Hunnenrücken Nr. 25. Maurermeister, Swielmeher? in am Markt belegen, ist allen wegen seiner comfortablen Einrich beste zu empfehlen.— Bei Ankunft des bahnzuge befindet sich der Bahnbofe. Königshalle. Montag den 18. Mai: Von Sieben die Lustspiel in 4 Acten von Ange### Anfang 6 Uhr. Otto Montag den 18. Mai 1863. Gastsgiel der großen Ballettänzer=Gese¼ des Herrn Carlo de Pasc“ 1. Abtheilung: 2. Abtheilung: Ein orientalischer Abent Ballet in 1 Act von Pasquali“. Musik von Rossi. Hierzu: Die Familie Schnabel, oder: Sängerin und Posse mit Gesang in 3 Abtheilungen“ Anfang 6 Uhr. Köln-Minden..--„ Eisenbahnfahrten““ Amsterdam*, 8 M..30f N. Berlin 7* 8, 11.20 M. 10.30 Bremen*, 8 M..15**, 10.30* Cassel.50,*, 8, 11.20 M..40 r/% Dortmund“, 8, 11. 20 M. 4N..15 4% Dresden*, 8 M..1573, 10.30“ 81g Duisburg 7½,8, 1120 M..30f, 4N..15" 504 DüssldffE, 8, 11.20 M..30f, 4N..15-“ Elberfeld 8, 11.20 M..30f, 4 N. 44 D Emmerich*, 8 M..30* N..15° Frankfurt.50 M..40,.151 N. Giessen.50 M..40,.151 N. 9 4 Hamm 76,8, 11.20 M. 4 N..1528, 10% Harburg 7* M..15*7, 10.805 Abjgg Leipzig*, 8 M..40 N..15**, Minden*, 8, 11.20 M..15**, Oberhs.*, 8, 11.20 M. 1. 30E, 4N..15 6% Rotterdam 77, 8 M..301 N. Ruhrort*, 8, 11.20 M. 4 N..15° Siegen.50, 10.25 M..40,.151 Tp L Wesel*, 8 M..301, 4 N..15 Wetzlar.50 M..40,.15t N. bedeutet Schnellzug u. Eilzug, zug. Diese Züge fahren vom Cenbf“ hofe in Köln ab, und halten in Pesje) an. Alle übrigen Züge, einschli“f, igen Uüeg, einech„, mit t bez. Schnellzüge, fahren vonlRheinische Eisen Abfahrt von Cöl nach Aachen 710, 940, 145, 545, 130 Neuss 7, 985, 115, 115, 250, 415, 70 Crefeld 7, 115, 115, 250, 710. Cleve 7, 115, 250, 710. Obercasse(Düsseld.), 985, 115, 115%% Elberfeld(via Neuss) 7, 935, 115, Bonn 530, 715, 9, 920, 1145,28, 245, 515 16 Coblenz 530, 715, 9, 1145, 245, 510 Ems 530, 9, 1145, 515. Mainz 530, 9, 1145, 245, 515. Creuznach 530, 9, 1145, 245. Saarbrücken 530, 9, 1145. Urer Nm. ko. 9. 1a Frankfurt u. Wiesbaden 550, 9, München. Wien 53o früh(in 17 r%% Brüssel u. Antwerpen 940, 145 Paris 940, 145, 1080. London Vm. 940* Abfahrt nach Cörjg von Aachen 310, 7, 940, 225, 515. Cleve 645, 11, 145, 650. Grefeld 730, 845, 15, 320, 830. 930, Neuss 8, 920, 125, 130, 348, 810, Obercassel(Düsseld.) 745, 93, 1145, 11 9//15 Elberfeld(via Neuss) 62, 740, 10/2% 6 Bonn 540, 830, 1010, 1225, 2, 418, 615,% Coblenz 645, 835, 115, 230, 5, 610 Ems 738, 1223, 68. Mainz 65, 845, 1140, 220, 530. Trier Vm. 8835. Saarbrücken 816, 1110 Vm. Creuznach 810, 1159, 241. 1180 Wiesbaden(p. Mainz) 810, 1020 645. Wiesbaden(p. Rüdesh.) 730, 1½ Frankfurt 745, 1020, 1, 415. Wien-München 415 Nm. respresp. 16 Stunden). Brüssel 930, 11, 115, 10. Antwerpen 915, 1080, 110, 930. Paris 710, 5, 8. London Vm. 780 Nur an Sonn- und Pestde“ 80 R Fortsetzung im 2. 137. Zweites Verantwortlicher Redacteur: Heinrich Kruse in Köln. und Drucker: M. Du Mont=Schauberg in Köln. Expedition: Breitstraße Nr. 76, 78. s 1863. Aürich F Schalthag.* IM AUSLANDE: #ekanüre, 5 Rue praichz,§##ssei Lebegue& Comp.; Strassburg G. A. Vewport-Str. r##osten### Hotterdam H. Niigh; London H. Bender, 8 L, Leicoster-sggare, und J. J. Ewer& Comp., 87 Regent-Str. Telegraphische Depeschen. (Verfolg aus dem Ersten Blatte.) In den Abgeg=sneten 5. Perlin,(Sonntag) 17. Mai, Mittags. er noch:=dreisen ist auch heute über den Entschluß der Miunst Uoch keine Antn cheinen der aupigge Peinisteriam eingegangen. Das Wiederin ar morgen anberaumten PlenarBeim Vorstand des Hauses ist auch gist alfg#m ter in der für morgag a g bugemein für höchst unwahrscheinlie gPester. Credit=Actien 8— G ldbahn(Dar....“ 812 G. Oesterr. Staatsbahn—. Oesterr. 1860r Logt, ardei)— Oesterr. National=A. 738 G. Oesterr. 102 g. f 894 G. Böhmische Westbahn 744 G. Rheinische.=A. .=A. Lit. A. u. C. aPeburg=Wittenberger.=A.“s(G. Notrungen inse#..: Berlin, 17. Mai. ungen aus dem Privat=Verkehr in der Ressouree. Nordbahn 65 Die Börs„drt# u. 618 S. Wiener Wechselk. S. 905 ##e. gise war geschäftslos, doch behaupteten sich die meisten Rutheim Vermischte Nachrichten, n Dir hier eine Srgartg.., Mai. Endlich und auch recht bald werSoeft, s1 dem Posthause befindlicht Krin v. Dafitr2. Gestern Abend ging folzendes Telegramm an Rechte unsergnus und Handschlag für den mannhaften Schutz Bregs####er Vertreter und der Verfassung! Viele Urwähler. Ischlefischen 15: Mai. Karl v. Holtei ist in Breslau, seiner lieviongte I.“ Heimat angekommen, und gedenkt seiner Erholung einige 3 Bersin idmen. Man hofft ihn zu bestimmen, sich im Herbste Der wockeng: Atigen seiner trefflichen Vorlesungen hören zu lassen. Pö#kant: Dichter erlebt an seinem neuesten Werke„Der letzte Coeennung gud,, Freude, daß es in allen Kreisen die wärmste AnBuch athmet noch die ganze frische und Urerschaffte hat gelh den„Vagabunden“ einen so weiten Leserkreis Am 6 am; erste Auflage ist fast gänzlich vergriffen. uter großen#### wurde in Nürnberg der Buchhändler Korn #ekannt, an.—heilnahme des Publicums bestattet. Derselbe war, wie Tnittelt“ einer Vergiftung gestorben, nur war es Anfangs unvo., ob an einer Vergiftung durch Reiß oder durch Grünspan. Wi rotchen jetzt hört, genoß er mit seinen Hausgenossen Salat den Geschinng#er der mit Essig in einem schlechtverzinnten kupferdes;“ aufbewahrt worden war. Nicht weniger als 10 Persoder, erbo. 4u haltes erkrankten im Laufe des Tages mehr oder mineoter anen sich aber nach mehrmaligem Erbrechen: nur Korn starb Amnts uig Symptomen einer metallischen Vergiftung. Bei der von letem### e vorgenommenen Untersuchuug fand man nach ausgeschütschnellimzo Stlats kleine Quantitäten von Kupferoryd, das zu Manuu rrenden Giften gezählt wird. ser seim, 10. Mai. Von den Stadtbehörden wurde Prof. Geschichte Mannheims, so wie Stadt vom 1. d. M. ab beauftragt. Wer den Ort pasheim,—. Tcai. M Dit Fahr.— Abfassung einer Tung einer Chronik der #t, har:“ne ist in Teplitz zweimal gestorben. een sein is eigenthümliche Schauspiel, daß Seume zweimal gestordes Dichtz.":: Die Turner haben an dem angeblichen Sterbehause dr Deut##rs eine Marmortafel mit der Inschrift gesetzt:„Hier starb ter dese Dichter Seume.“ Einige Häuser entfernt sind zwei FenStag, au. Fiffchens“ mit Tafeln bedeckt, wo auf der einen der Te#der#### ver anderen die Worte stehen:„Hier starb Seume!" Da dt sich. Leiden Wirthe behauptet, Seume sei bei ihm gestorben, so echein geshann, it Proceß entsponnen, auf dessen Lösung man allKrresz. Garibaldi's Gesundheits=Zustand erhält der Nürnb. folgende neuere Nachrichten:„Garibaldi geht noch Helung ba,.n: die Wunde ist noch nicht ganz geschlossen. Die Lribald; mezer die rheumatischen Leiden einen Aufschub erhalten. gekehrt#t gegenwärtig die meisten Besuche zurück und lebt in en anmesz 2. lich ließ sich eine ganze Karawane von 85 EnglänGaribaldi ließ aber nur zwei vor. Seit 1859 sind und““ wo sonstniemals ein Schiff anhielt, 50 Dampfer gelanEinkomn über 16,000 Personen die Insel besucht. Geribaldi's , Bogen,„stcäiffert sich gegenwärtig durch die Verbesserungen, die in Ers, jährsich seiner Insel vorgenommen wurden, auf etwa 300 Ieden i, 65 ddes americanischen Consulats in Dresden Cordame; versender von Waaren nach den Vereinigten Staaten von Baaren:“, aufmerksam gemacht, daß vom 1. Juli d. I. an keine Povon nich inen Hafen der Vereinigten Staaten zugelassen werden, Porden zus drei Exemplare der Factura von dem Consul bescheinigt der Cextig.: Von diesen drei Facturen wird die erste nach gescheheFür Aufha. 11s dem Versender wie früher retournirt, das Duplicat as Consufa9u13 im Consulat deponirt und das Triplicat Seitens an den Zolleinnehmer des Ausschiffungsplatzes remittirt. Verhandlungen des preußischen Landtages. Herrenhaus. & Berlin, 16. Mai. Graf Eberhard zu Stolberg=Wernigerode eröffnet die ## geste“ Graf Itzenplitz. ##“s vom gewählte Commission zur Berathung der Militär=Novelle(zum #.“ Sept. 1814) hat sich constituirt und zum Vorsitzenden den * Schrz.?“lm Radziwill, zu dessen Stellvertreter Herrn v. Frankenberg, e, pater Am Ministertische Graf zur Lippe und sieben Regierungs=ComSchlieffeng.- Herrn v. Rochow=Plessow, zu dessen Stellvertreter Graf „#uf der g oewähl. #. Berg..3ordnung steht zunächst der Gesetzentwurf wegen Verwaltung Iu-Hülfscassen. Dem Commissions=Antrage gemäß erfolgt We gzg Pesselben in der vom Abgeordneten=Hause beschlossenen Fassung s eusion. D die 8. Er der Gesetzentwurf wegen Abänderung des§. 13 des Gesetzes Neuerung der Bergwerke vom 12. Mai 1851. Die Comis für nöthig erachtet, ausdrücklich anzudeuten, daß„bei einer “werkg. igen allgemeinen Erhöhung der Bergwerks=Abgaben diejenigen du. ermäßig:“ deren Abgaben auf Grund des vorliegenden Gesetzes zur Verwerfen 3 wurden, sich einer solchen allgemeinen Erhöhung ebenfalls zu #od: dem hetten“, und unter Zustimmung des Handels Ministers beangen der Bez:, des Gesetzes noch folgenden Zusatz zu geben:„jedoch nur ## ien### gung, daß die Verpflichteten sich zugleich für i Ar7 Bera#„##— err Stepftichtett sih zugleich für immer der allBa#.##t nach? steuer=Gesetzgebebung unterwerfen. Die Commission beX 8, wiederholter Berathung jetzt diese unveränderte Annahme ###r Har Kauns jenes Zusatzes. seit Aufmer“els=Minister ist auch damit einverstanden, macht dar;, dem g sum, daß die Bestimmungen des neuen Gesetzes thatsächlich schon ## Berfi anuar in Ausführung seien, und erklärt: er gebe hiermit set tagsmg.9 ab, daß, nachdem die Mansfelder Gesellschaft ihre izRebung„# Unterwerfung unter die Bestimmungen der allgemeinen Geschr-Zukung wegen der Steuer=Erhöhung anerkannt, die Regierung ha##ßen keinen Vertrag mit Bergwerks=Gesellschaften ie werde, der nicht gleichfalls diese Bestimmung entKos. Ermäßigerngst Hasselbach hält zwar den Zusatz, da man im Entwurfe Gea##dig Stuiz der Steuer im Auge gehabt, der Deutlichkeit wegen für sedog willen. Befürchtung, daß das andere Haus dem Gesetze um des mit gn, seine Zustimmung versagen werde, für nicht begründet, ist der, da=Jlassung des Zusatzes bei dermaliger Lage der Sache einverGesetzent: Session des Landtages vielleicht zu Ende gehen könne, ehe der k. v. gt im anderen Hause wieder an die Reihe gekommen. dig#enannte Retzow: Obgleich auch er, von welchem nebst Hasselbach der Falte, so Petatz ausgegangen, das Gesetz ohne denselben für unvollstänLag, Chierung.. er gegenüber der so eben gehörten bestimmten Erklärung der au. doch den Wunsch, denselben jetzt fallen zu lassen, da nun die .ea 1gen deg a. Verhältnisse der Art ist, daß die Beendigung der VerFas bean Landtages doch in naher Aussicht sein könnte. :7 des dte Zusatz zu§. 1 wird gestrichen und der Entwurf in der ten*e Gesetzentnge. Hauses angenommen. ren#7 Haust: u betreffend die Gewährleiftungspflicht bei einzelnen Ar#Plicht zieren in den hohenzollern'schen Landen und die Gebühin Ptes zu.;, Vormundschaftssachen im Bezirke des Appellations*T vom###n werden ohne Discussion, den Commissions=Anträgen gemäß, teie z, folgt der Fordneten=Hause beschlossenen Fassung angenommen. des Llebersicht Lommissions=Bericht über die vom Handels=Ministerium erstatc. Setriebeg üder den Fortgang des Baues, beziehungsweise das Ergebniß uns sion ba?“ preußischen Staats=Eisenbahnen im Jahre 1862. Die Eise. 9tigen Dt beantragt: die vorliegende Uebersicht, unter Anerkennung der zu ahnen..“ kräftigen Leitung und Ausführung der darin erwähnten Hx chten.0 der gewonnenen günstigen Betriebs=Resultate, für erledigt de blesicg buddenbrock knüpft an eine Stelle des Berichtes über die Nieder, Staatg g tische Eisenbahn=Verwaltung, in welcher er eine Herabsetzung Gras führung zu Gunsten der Privat=Verwaltung findet, eine läneis af Itzentiber den Vorzug der letzteren. dur 4Pahn sei, rtit erwiedert ihm: Die Frage, ob Staats=, ob Privatchen zu ube concreto zu beantworten; Staatsgarantie sei wohl Grosch, chmen, wo man ziemlich sicher sein könne, daß man nicht zu macha, zu bezahlen haben werde— eigentlich nur, um den Leuten — sonst sei sie sehr bedenklich. Prän.=Preis: in Köln 24 Thlr., in Preußen 23 Thir., im übrigen Deutschland 3 Thlr. 4jährig. Anzeige=Gebühr: 24 Sgr. die Zeile oder deren Raum. Briefe portofrer. AGENTUREN IM AUSLANDE: Paris Collin, 25 Rue Lavoisier; Directien der Pariser Zeitung, 23 Rue Lazare; G. A. Alexandre, 2 Cour du commeree, St. André-des-Arts; Hards, Lafitte-Bulller& Comp., 8 Place de la bourse. Der Commissions=Antrag wird hierauf angenommen. Eben so wird der letzte Gegenstand der Tagesordnung, der Gesetzentwurf wbegen Aufhe bung des Preußischen Landrichtes vom Jahre 1721 und der Instruction für die westpreußische Regierung vom 21. Sept. 1773 in der Provinz Posen; öhne Debatte durch Annahme in der Fassung des AbgeordnetenHauses erledigt. Nachdem noch eine Petition ohne allgemeinere Bedeutung der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen, schließt die Sitzung um 1 Uhr.(Nächste Sitzung„wahrscheinlich“ Dinstag; Tagesordnung: Gesetzentwurf, betreffend die Rechtsverhältnisse der Schiffsmannschäften auf Seeschiffen.) seemug Nizza im Winter vor der Annexion. (Schluß.— S. Nr. 135 d. Bl.) XIlI. Das Meer. Einen besonderen Reiz geiährt das nahe Meer, sowohl durch die abwechselnden Farben von Hellgrün bis Tiefblau und Grau, wie durch die mankigfaltigen Bewegungen im Anprallen der Wellen an den ausgehöhlten, steilen Felsen. Eine Menge Seemöven umfliegen die Küste und beleben dieselbe, wie auch die Fischer, welche mit dem Einziehen der Netze beschäftigt sind. Interessant ist es besonders für den Zoolögen, die mitunter eigenthümlichen Fischarten, vöm Thun= und Schwertfisch bis zur Sardelle herab, und andere seltene Seethiere, als Seesterne 2c., zu sehen. Außer den nahen Fischerbarken nimmt man oft am fernen Horizonte an 30 größere und kleinere Segel= und einige Dampfschiffe wahr, letztere auf der Linie von Genua und Marseille. Wie öft ergötzten wir uns hier an schönen Abenden, auf einem Felsblocke sitzend, an dem harmonischen Tosen der Wellen, wie sie sich in regelmäßigen Zwischenräumen am Strande brachen und ein eigenthümliches Geräusch verursachten, welches durch das Auf= und Abrollen der von den Wellen weit emporgetragenen Uferkiesel entstand. Dazu die erhabene Aussicht auf den weiten Halbkreis der Küste! Besonders belebt und unterhaltend war die Küste am 26. December nach einem heftigen Sturme in der Nacht, wie ein solcher seit vielen Jahren nicht vorgekommen sein soll. Es waren ein paar Tausend Personen dort versammelt, um das großartige Schauspiel des wild brausenden Meeres und der hoch sich aufthürmenden, in wildem Aufruhr tobenden Wellen zu beobachten. Haushoch stiegen die Wogen und stürzten mit donnerndem, entsetzsichem Getöse gegen die steil ins Meer gehenden zerklüfteten und ausgehöhlten Felsen am Fuße des Schloßberges. Schlimm ging es mitunter der dort auf der Straße stehenden Menschenmenge, welche, auf ihrem 40 Fuß hohen Standpuncte sich sicher haltend, oft unerwartet von dem so hoch aufspritzenden weißen Schaum unter schallendem Gelächter bedeckt wurde. Die hoch von den Felsen zurückstürzenden Wogen bildeten Wasserfälle, bei deren Bewunderung wir ebenfalls den Salzgeschmack einer sich ungewöhnlich hoch aufthürmenden Welle empfinden mußten. XIV. Kirchliches. Ein Geistlicher hält seit einigen Jahren in einem Saale evangelischen Gottesdienst. Sein Gehalt und seine übrigen Bedürfnisse werden hauptsächlich durch die im Winter hier sich aufhaltenden Deutschen, dann auch durch Unterstützung des Gustav=Adolph=Vereins bestritten. Die Waldenser, deren Gottesdienst schon vor alten Zeiten und vor Ertheilung der Verfassung bestand, besitzen eine neue freundliche Kirche und einen ausgezeichneten Redner, dessen in französischer Sprache gehaltene Predigten geistvoll und erbaulich sind. Sein Bart, der das ganze Gesicht fast bedeckt, und sein Anzug mit dem umgeschlagenen Plaid läßt kaum den Geistlichen erkennen. Die Russen weiheten im Februar ihren schönen neuen Tempel in feierlicher Weise ein; derselbe ist kostbar ausgestattet mit fast lebensgroßen Oelbildern, Jesus und die Apostel darstellend, und mit reichen Teppichen bedeckt, worauf sich mehrere Andächtige fast mit der Stirn niederbeugten, was ihnen oft hundertmal zu thun als Buße auferlegt wird. Eine neue englische Kirche ist im Bau begriffen und wird die russische an Größe und Pracht noch weit übertreffen. XV. Aerztliches. Außer den heimischen Aerzten lassen sich aus allen Ländern solche während des Winters hier nieder. Auch fehlt es nicht an allen möglichen Heilanstalten, als kalte, warme, Luft=, Gas= und andere Bäder, welche mit den verschiedenen Trinkcuren nach großstädtischer Weise als Universalmittel angepriesen werden. Damit nun auch Gelegenheit, sich noch lange nach dem Tode zu conserviren, vorhanden, preis't ein Arzt seine vervollkommnete Einbalsamirungs=Methode an, welche denn auch bald an der Leiche der Anfangs Februar in unserer nächsten Nachbarschaft dahingeschiedenen Großherzogin Stephanie von Baden in Anwendung kam. Unter den Fremden sieht man im Allgemeinen wenig kränklich aussehende Personen, und es scheint, daß bei Weitem die Mehrzahl weniger aus Gesundheitsrücksichten als des Vergnügens wegen hier den Winter zubringt. Hauptsächlich sind es solche, die an Lähmungen, Brust, Hals und Nerven leiden, worauf der hiesige Aufenthalt wohlthätig und heilsam wirken soll. Von rheumatischen Schmerzen und Zahnweh bleibt man hier fast ganz verschont. Auch soll der hiesige Aufenthalt zur Kräftigung älterer Personen viel beitragen und die Gebrechen des Alters noch fern halten. Schon Professor Schubert aus München, welcher vor 20 Jahren mit seiner Gattin(„Hausfrau", wie er sie nennt) sich längere Zeit hier aufhielt und die Reise von Marseille hieher und bis Genua fast ganz zu Fuße machte, schreibt:„Wie der Pilgrim, der aus unserem Heimatlande bis hieher reis'te, da noch einmal den Sommer auffindet, von welchem schon längst, als er das Vaterland verließ, und auch seitdem auf dem ganzen Wege hieher kein Vogel mehr sang, kein einziger Lufthauch mehr sprach, so findet der Pilgrim, der aus der Heimat des Menschenlebens kommt und nun schon der Gränze der Ewigkeit sich naht, bei schon ergrauten Haaren die Nachgefühle der längst vergangenen Jugend wieder. Die Aerzte wenigstens behaupten es und mir scheint es nicht unmöglich, daß Viele, welche im Vaterlande der Altersschwäche und anderen Gebrechen, die dem Leben seine Frische und seine Lust nehmen, fast schon erlegen wären, hier in Nizza neu belebt und kräftig geworden seien. Ihnen war es, als wären unter diesem milden, fast immer heiteren Himmel die Bande, welche die Schwingen des heiteren Muthes umstrickt hatten, von ihnen genommen, die Thüren des alten, feuchten Kerkers aufgethan und als hätten sie hier in dieser Luft ein Mittel der Lebensverlängerung gefunden — wenigstens gewiß doch ein sanftes, liebliches Wiegenlied, bei welchem das alte, lebensmüde Kind leichter und mit minderer Beschwerde als anderswo die Annäherung des letzten langen Schlafes erwartet. Auf diese Erfahrung Vieler, denen der Aufenthalt in Nizza einen heiteren Sonnen=Untergang des Lebens gewährte, scheinen manche alte römische Grabschriften oben auf dem Hügel von Cimiez, so wie unten im englischen Kirchhofe der Vorstadt Lacroix hinzudeuten. XVI. Politisches. Außer den beiden französischen Zeitungen, Gazette und Avenir, und einer italienischen erscheinen in Nizza mehrere Tages= und Wochenblätter in beiden Sprachen. Schon im December brachte das Avenir die Nachricht über die Abtretung nicht allein Savoyens, sondern, was allgemein für unglaublich gehalten wurde, auch Nizza's. Dieses von Franzosen redigirte Blatt hatte seit dem 2. December 1852 stets die heftigsten Schmähungen und den leidenschaftlichsten Tadel über den Kaiser verbreitet, und nun trat es plötzlich, von Frankreich gewonnen, als der eifrigste Lobredner der französischen Regierung auf, um die Bevölkerung für die Annexion günstig zu stimmen. Die französische Partei suchte in dem fast nur von Franzosen suchten französischen Theater Tiranti durch Absingen nationaler Lieder 2c. Kundgebungen zu Gunsten der Annexion zu veranlassen, welche indeß zweifelhafter Art waren und einmal zur Folge hatten, daß einer der französischen Agenten wegen zu großen Eifers verhaftet wurde. Solche Demonstrationen riefen stets entgegengesetzte in dem königlichen Theater(italienische Oper) hervor, wobei sich ein allgemeiner Enthusiasmus und stürmisches Rufen: II vira’Italia, 11 viva 11 Re! kund gab.. ge 422 umne henanahten ks Die Berichte im Avenir über die Vollsstimmung veranlagtenhausig große Straßen=Aufläufe und Umzüge von oft mehreren Tausend Personen mit der savoyer Fahne unter Vivatrufen und Absingen nationaler Lieder. Je bestimmter und allgemeiner die auswärtigen Blätter über den zwischen Frankreich und Sardinien wegen Abtretung Savoyens und Nizza's bestehenden Vertrag berichteten, um so häufiger fanden solche Auftritte gegen die Annexion im Theater und auf den Straßen Statt. Nichts desto weniger meldete das Avenir— und nach ihm die marseiller und pariser Zeitungen—, daß das nizzaer Volk sehnlichst mit der großen, ruhmreichen, civilisirtesten Nation vereinigt zu werden wünsche. Der Handel wurde hauptsächlich durch die vielen thätigen, aus der nahen Provence eingewanderten Franzosen betrieben. Dessen ungeachtet fiel die Erneuerungswahl des Municipalrathes in dieser Zeit auf entschiedene Gegner der Annexion, eben so die Deputirtenwahl, nämlich auf General Garibaldi, Laurenti Ronbaudi und Andere. Auch die Officiere der Nationalgarde wählten einen gleichen Gefinnungsgenossen zu ihrem Obersten. Der Municipalrath sandte in Folge seines fast einstimmigen Beschlusses eine Deputation aus seiner Mitte an deli König, um ihn unter Zusicherung unverbrüchlicher Treue und Anhänglichkeit zu virten, nicht in die Abtretung zu willigen. Als später der desfallsige Vertrag officiel bekannt wurde, wurde nochmals eine Deputation abgeordtiet, um den König zu veranlassen, daß er in Verbindung mit den Großmächten dahin wirke, daß die Grafschaft Nizza als neutrales Gebiet erklärt werde, wodurch also die Gränze Frankreichs noch mehr gesichert werde. m Die Gazette de Nice und die übrigen Blatter enrhielten fust laglich wahrheitsgetreue Berichte über die hiesigen Vorfälle und über die Stimmung des Volkes; indem sie gleichzeitig die Berichte des Avenir widerlegten. Jenes Blatt protestirte gegen die Annezion, indem es sich auf den Vertrag von 1388 berief, wodurch sich die Grafschaft unter der ausdrücklichen Bedingung unter die savoyische Dynastie begab, daß sie niemals davon getrennt oder abgetreten werden dürfe, und worin sie überhäupt für den Fall einer Vertrags=Verletzung sich vorbehält, mit den Waffen in der Hand ihre Rechte und Selbstbestimmung zu wahren. Trotz allem dem hat sich die Bevölkerung bei der allgemeinen Abstimmung, welche nach unserer Abreise Statt fand, für die Annexion erklärt. Das Avenir wiederholte bei der AnnexionsFrage stets die Worte:’empereur le veut, mit dem Beifügen, die abgeschlossenen Verträge seien unwiderruflich und würden auch ohne Abstimmung vollzogen werdett. Eine französische Flotte wurde nach Villafranca gesandt und die Armee war theilweise auf der Rückkehr aus Italien, Nizza und Umgegend. Schon früh war der gewandte Pietri mit seinen Agenten in Nizza eingetroffen, um Alles vorzubreiten und die Volksstimmung zu bearbeiten. Die sardinischen Beamten beförderten die Annexion, um sich ihrer Stellen für die Zukunft zu versichern, und die treuesten Anhänger des Königs hielten sich endlich passiv, um nicht durch längere Opposition dem Könige Verlegenheit zu bereiten, vielleicht auch, um sich nicht bei der neuen Regierung zu schaden. Am Tage vor unserer Abreise traf die erste Colonne der französischen Armee in Nizza ein, zu deren feierlichem Empfange von der französischen Partei großartige Vorbereitungen getroffen waren. Die Straßen sollten mit Triumphbogen, französischen Fahnen, Kränzen, Teppichen 2c. verziert und mehrere Hundert eigens dafür angefertigte kleine Tricoloren mit dem Adler unter das Volk vertheilt werden. Auch hörten wir später, daß man auf öffentlichen Plätzen Buffets 2c. zur freien Bewirthung der Soldaten und des Volkes errichtet hatte, wie solches auch später bei der Abstimmung geschehen sein soll. An diesem glänzenden Empfange hatte nun wohl die ganze Bevölkerung Theil genommen. Die französische Partei wurde durch manche Verhältnisse begünstigt, um wenigstens die aus den verschiedenen Nationalitäten bestehenden Bürger der Stadt für sich zu gewinnen. Es besteht nämlich hier in der Stadt, wo so viele Fremden eingewandert sind, nicht das Nationalgefühl, wie auf dem Lande. Der Handel hat seit der Aufhebung des Freihafens sehr abgenommen. Der Elementar=Unterricht ist sehr mangelhaft und so wenig verbreitet, daß von den etwa 120,000 Seelen der Bevölkerung der Grafschaft Nizza nur 17 pCt. lesen und schreiben können. Eine freie, unabhängige Religions=Ausübung war nach der Verfassung nicht gestattet und für Protestanten und Juden nur geduldet, weßhalb denn auch der angesehene jüdische Banquier Avigdor durch Wort und Schrift seine Glaubensgenossen für die Annexion zu gewinnen suchte. Die Gesetzgebung und Justiz=Verwaltung war gleichfalls sehr mangelhaft, die Jury besteht jedoch für Preßvergehen und Majestäts=Beleidigungen. Das Mobiliar=Vermögen ging auf den erstgebornen Sohn oder auf den Aeltesten über, mit Ausschluß der Töchter, wenn die Eltern es nicht anders testamentarisch verfügen. Processe kommen erst nach Jahren zur Entscheidung. Für Straßenbauten und andere für Handel und Landwirthschaft nützliche Anlagen geschah von der Regierung wenig, und projectirte oder begonnene Arbeiten kamen sehr langsam zur Ausführung. Das Lottospiel, worin einige Sous eingesetzt werden können und zwei Mal wöchentlich die Loose herauskommen, wirkte auch demoralisirend. Die Besteuerung, seit zehn Jahren immer im Zunehmen, war hoch und drückend. So hatte Manches auf die Abstimmung Einfluß und machte das Resultat derselben erklärlich. XVII. Rückkehr. Die ganze Corniche Straße weiter bis Genua, oder die Riviera ponente genannt, welche wir auf der Rückreise befuhren, ist, wie bereits angeführt, wohl eine der merkwürdigsten und interessantesten Europa's, sowohl in Beziehung auf den kunstvollen, kühnen Bau, als die großartigen, stets wechselnden landschaftlichen Schönheiten, verbunden mit der südlichen, fast africanischen Vegetation. Die Seealpen laufen in mannigfachen Formen und mit zerklüfteten, weit vorspringenden Felsen steil ins Meer aus und bilden so herrliche Buchten und unzählige fruchtbare Landzungen, besonders da, wo die etwa dreißig Gebirgsflüsse Thäler bilden und sich ins Meer ergießen. In reizender Lage sieht man längs der ganzen Küste, theilweise auf den Höhen, zuweilen an Abhängen wie Schwalbennester freundliche Städte und Dörfer, auch viele Landhäuser, Klöster 2c. aus dem dunkeln Grün der Orangen, Cypressen u. s. w. weißschimmernd hervorblicken, umgeben von Maulbeer= und Olivenwaldungen, Wein, Feigen und anderen Südfrüchten, welche besonders an den Bergen und Felsen, wo die warmen Sonnenstrahlen unablässig zurückprallen, zu einer vollkommenen Reife und ausgezeichneten Güte gedeihen. Wo nur ein Fleckchen Erde ist, wurde sie zu Anpflanzungen benutzt, ja, an manchen Stellen dieselbe mühsam hingeschafft. Die Straße führt meist in der Nähe des Meeres und auf= und abwärts an den kahlen, steilen Felsen vorbei, häufig darin eingesprengt, an Vorsprüngen in kurzen Biegungen und scharfen Ecken, wodurch sich in überraschender Weise stets neue, wundervolle Aussichten eröffnen. Auf der einen Seite erheben sich schön geformte Berge, oft überragt von den mit ewigem Schnee bedeckten Bergriesen, zur anderen dehnt sich die unermeßliche blaue Wasserfläche aus, belebt durch Fischerkähne, nahe und ferne Segelschiffe. Abwechselnd befindet man sich der niedrigen Küste ganz nahe, und dann wieder sehr hoch an gähnenden, schwindelnden Abgründen, und so ist die Aufmerksamkeit stets angeregt und in Spannung durch die bald heiteren und lieblichen, dann erhabenen, großartigen Fernsichten. Aehnlich dieser Gegend und Straße sind diejenigen bei Neapel von Salerno nach Amalfi und die Ostküste Siciliens bei Taormina. So wie dort, sind auch auf der Cornichen Straße noch nicht alle Gebirgsflüsse und Bäche überbrückt, und wenn sie gewöhnlich auch nur wenig Wasser und mitunter bloß ein weites Kiesbett haben, so wird durch den Mangel der Brücken bei starkem Regen oder Schmelzen des Schnees die Verbindung oft doch auf halbe und ganze Tage unterbrochen. Die Entfernung von Nizza bis Genua beträgt 28 Meilen und wird von den Vetturinen gewöhnlich in drei bis drei und einem halben Tage und in fast vierundzwanzig Stunden Fahrzeit zurückgelegt, mit Uebernachtung in Mentone, Oreglia, Savona, wo man überall gute Gasthäuser bei mäßigen Preisen findet. So reizend und freundlich die Lage der Ortschaften ist, so haben sie im Innern doch meist ein finsteres, schmutziges und mitunter verfallenes Aussehen. Die Straßen sind eng und die Häuser hoch. Viele haben noch alte Mauern, Befestigungen und Thürme, und bemerkt man viele der letzteren längs der ganzen Küste zum Schutze gegen die Saracenen und Piraten. Mit Recht kann den zurückkehrenden Wintergästen die Reise von Nizza nach Genua als eine der genußreichsten anempfohlen werden. Schon Anfangs April genießt man hier bei milder Temperatur die Reize der wieder auflebenden Natur und dann in der Heimat erst vier bis sechs Wochen später den zweiten Frühling. (Schluß,— S. 1. Blatt.) * Neuß, 16. Mai. Bei befriedigenden Zufuhren waren Getreide= und Oelpreise gegen gestern unverändert. Berlin, 16. Mai. Roggen, loco 80-81pfd. 452 Th. ab Kahn bz., Mai u. Frühjahr 464-453 bz. u. Br., 4., Mai=Juni 468-454 bz., Br. u.., Juni=Juli 463-1 bz. u. Br., z G, Juli=Aug. 464-4 bz. u. Br., z., Sept.=Oct. 474—4 bz.— Rüböl, loco 158.Br., Mai 158-5/12 bz., Br. u.., Mai=Juni 15-1/12 bz. u. Br., 15., Juni=Juli 143-5 bz., Juli=Aug. 144, Sept.=Oct. 133-1 bz. u..,§ Br.— Spiritus, loco ohne Faß 158- 1/12 bz., per Mai u. Mai=Juni 154-4 bz. u.., 5 Br., JuniJuli 15 11/24-3 bz. u.., 5/12 Br., Juli=Aug. 158-8 bz. u.., 3 Aug.=Sept. 16-158 bz. u.., 11/12 Br., Sept.=Oct. 164- 1/24—8 bz.— Weizen flau. Roggen, loco bleibt fortdauernd vernachlässigt, und ist u eine Kleinigkeit gehandelt. Termine verloren heute die gestern gel Avance, indem überwiegendes Angebot auf die Preise drückte. Gek. 7000 Ctr. Hafer flau. Gek. 600 Ctr. Rüböl verkehrte gleichfalls in Haltung. Die Umsätze blieben sehr beschränkt und kamen zu eher billigeren Preisen zu Stande. Schluß etwas fester. Spiritus schwankte heute auch mehrfach im Preise, doch konnte sich die frühere Festigkeit nicht mehr ganz behaupten und alle Termine waren etwas billiger. Gek. 10,000 Ort. Stettin, 16. Mai. Weizen 60-71, per Mai=Juni 674 bz., Juli=Aug69 bz., Sept.=Oct. 694 da. Roggen 46—4, Mai=Juni 46, Juni=Juli 404 bz., Sept.=Oct. 47 bz. Rüböl per Mai 154 bz., Sept.=Oct. 133 da, z G. Spiriius 143 bz, per Mai=Juni 15, Juni=Juli 154, Juli=Aug. 153 da, Breslau, 16. Mai. Spritnd per 8000% Tralles 143 bz., 7/a.5 * Magdeburg, 16. Mai.(Spiritus.) An unserem Markte ist augenblicklich in Spiritus ein reger Verkehr. Der Bedarf an eff. Waare konnte aus den Resten der Wasserankünfte nicht mehr befriedigt werden, und mußte — für die Jahreszeit sehr früh— der berliner Markt den unsrigen mit Waare versorgen. Die Meinung ist dem Artikel günstiger geworden, und bei bedeutenden Umsätzen erfuhren die Preise durchweg eine erhebliche Besserung. Heutige Notitungen sind: Kartoffel=Spiritus, loco und laufender Monat 16 Thaler ohne Faß, per Mai 153, Juni=Juli 153, Juli=Aug. 16, Aug.= Sept. 164, Sept=Oct. 164 per 8009%, mit Uebernahme der Gebinde à 14 Th. per 100 Quart. Rüben=Spiritus, loco ohne Faß per 14,400% zu 28 Th. gesucht. Termine ohne Angebot.— Brandenburg passirten bis 2. d. 1,210,000 Quart Spiritus auf hier, seitdem nichts avisirt. Frankfurt, 16. Mai. Die Börse war sill und geschäftslos. Erst ganz am Schlusse trat eine etwas erhöhte Lebhaftigkeit mit Rücksicht auf bessere wiener Notirungen ein. National 714-z. Türkische flau, 481 Br. Böhmische 74 G. und sehr gefragt, Nahebahn vielseitig angebeter, egle Ostbahn 1164 Br. Oesterr. Bank=Actien 845, Credit 2044-4 oz. 1860.— Loose 898-904 bz. Wiener Wechsel 106 bz. Prag, 13. Mai. Hopfen verkehrte in etwas gebesserter Stimmung, obwohl die Berichte von den inländischen Productionsplätzen wenig erfreulich Eine größere Bedeutung erlangten die Umsätze jedoch nicht, indem die meisten Brauek ihren Bedarf bereits gedeckt haben. Saazer Stadtgut Saazer Landgut 100—110 Fl., Auschaer Rothhopfen 60-70, Auschaer Grünhopfen 60-65 Fl. Rappssaat. Die wenig günstigen Nachrichten aus dem Banate und einigen Theilen Deutschlands veranlaßten Producenten, mit ihren Abschlüssen sehr vorsichtig umzugehen und höhere Forderungen zu stellen, auf welche jedoch die Fabricanten nicht eingehen wollten, da sie sich in Folge der unsicheren Haltung der deutschen Plätze zur Passivität berechtigt glauben. Bisherige Abschlüsse wurden mit Fl..40-.60 bewerkstelligt. Pesth, 13. Mai. An unserem Getreidemarkte erhält sich die bisherige Stille im Geschäft; auswärtige Nachfrage mangelt, auch der Consum schränkt sich sehr ein, dagegen ist auch das Angebot in Weizen ein ganz ungewöhnlich geringes, so daß sich bei alledem die Preise behaupten. Man verkaufte heute 1000 Mtz. schönen Theißweizen, bestehend auch 700 Mtz. 87. pfd. und 300 Mtz. 854-87pfd. Waare, zum Durchschnittspreise von 4 Fl. 27 Kr. Korn, Gerste und Hafer geschäftslos. * Antwerpen, 16. Mai. Von einer Partie mexicanischem Acajouholz wurde heute in Auction ein Theil zu 27-40 C. per 2 Decimeter verkauft. Eine Partie Eichenbohlen, von America importirt, wurde zwischen 90-103 Fr. per Cubikmeter zugeschlagen. Kaffee preishaltend. Getreide behauptet, vorige Preisé vergebens geboten; für americ. Roggen werden 8 Fl. per 70 Ko. gefordert; es sind davon 1200 Hect. eingetroffen. Leinsamen sehr fest, 164 Fl. Von Terpentinöl ist wenig am Markte, bezahlt wurden 56 Fl. per 50 Ko. Petroleum auf letzten Preisen gehalten mit gutem Handel. Aloster 1862er Hopfen 105 Fr. per 50 Ko. bezahlt und auf 110 Fr. halten. Von geschältem Arracan=Reiß wurden 500 Ballen von 18—8 Fl. per 50 Ko. gemacht. Franz. Harz belebt, man bezahlte für brai clair 138 Fl., brai noir zu 13 Fl. offerirt. Speck und Schmalz still. * Paris, 17. Mai. Mehl fest auf vorigen Preisen gehalten, Weizen, Roggen und Gerste nicht verändert. Rüböl unverändert stiu,## u. Mai 122, Herbst 108.50. Spiritus fest, disp. und Sommermonate 64.50-65. * London, 15. Mai. Consols schlossen heute zu 934—3 Geld und 92-3 (mit Ausschluß der Dividende) für 9. Juni; Bank Stock 232-—234; reducirte und neue 3proc 918; India Stock 230 232; indische 5proc. 1091— 110; Rupee Paper 107-4 und 1154-116; India Bonds 16-20 S. über Pari und Exchequer Bills 3 S. unter Pari bis 1 S. über Pari. * Bergen, 11. Mai. Der gegenwärtige Preis von braunem Leberthran ist 18 Sp.=Th., braun blank 19, Medicinal 20. Cours auf Amsterdam 2 M. 948. Odessa, 3. Mai. In Folge etwas besserer Nachrichten von England hatten wir in der abgelaufenen Woche etwas mehr Leven im Getreidegeschäft. Der Umsatz beläuft sich auf 34,500 Tschw., die zu fast unveränderten Preisen gekauft wurden. Der Stand der jungen Saaten wird sehr gelobt. Frachten haben etwas angezogen. Wir haben nur ein halbes Dutzend disp. Schiffe im Hafen.,.. p..... 4(eLtm 8 Riga, 6. Mai. Die Witterung ist in den letzten Tagen ganz sommermäßig geworden. Laut Nachrichten aus Dünaburg stehen daselbst eben so wie im Kowno'schen und Witebsk'schen Kreise die Winterfelder über alle Erwartung gut, und läßt sich, trotzdem daß diesen Winter so wenig Schnee gefallen, eine weitere günstige Entwicklung derselben erwarten, falls nicht noch etwaige ungünstige Witterungs=Verhältnisse nachtheilig auf dieselben wirken. Getreide blieb in letzter Zeit nicht ohne Leben, namentlich wurde Mehreres von kurischem Roggen gehandelt, und fand 115-116pfd. Waare zu 984-99 und 116-117pfd. zu 101.=R. Nehmer; obwohl Angebote klein sind, würde zu diesen Preisen noch Einiges zu erstehen sein. * New=York, 2. Mai. Pottasche stationär D..25, Perlasche 9 D. Kaffee unverändert, Rio 29-31 C. Kupfer ruhig, aber fest, Baltimore und Lake 30—4 C. Mehl 5 10 C. niedriger. Cuba=Honig 83 C. Terpentinöl flau, zu D..35-40 wurde Einiges gemacht. Harz unverändert, ord. 25—26 D. Erdöl, rohes fest und etwas höher, raffinirtes erzielt die vollen Preise; rohes 23-244, per Mai=Juni 22., raff. strohgelbes und wasserhelles 115— 120 Grad 364-38, per Mai=Aug. 364-40 C. Schmalz 91-104 C. Talg -4 C. niedriger. Frachten unverändert. * Havannah, 23. April. Der Zuckermarkt ist sehr ruhig. Die Inhaber haben ihre Forderungen um 4 R. für Nr. 11 ermäßigt, ohne daß es zu besonderen Umsätzen kam. Frachten still und angeboten. Cours auf London 72-8% Agto. Civilstand der Stadt Köln.— 16. Mai 1863. Geburten. Heinr., S. v. Peter Müller, Cigarrenm., Krahnenb. Barb., T. v. Gerh. Steh, Maurer, Weberstr.- Friedr. Julius Otto, S. v. Joh. Peter Friedr. Otto Backes, Blumenfabr., kl. Sporerg.— Gerh. Jos., v. Adam Gickler, Schuster, Weberstr.— Rudolph, S. v. Eduard Feist, Kfm., Ursulapl.- Anna Gertr. Hubert., T. v. Wilh. Heinr. Elsen, Tagl., Kahlenh.— Adolph, S. v. Heinr. Roß, Schneider, Schafenstr Hub., S. v. Christoph Hub. Wagener, Glaser u. Anstr., gr. Eriechenm. Magdal., T. v. Peter Ditger, Sänger, Thieboldsg.— Elisab., T. v. Hub. Jos. Reinartz, Schneider, Gereonstr.- Anna Maria Aloysia, T. v. Joh. Peter Langer, Steinmetz, Kayg.- Aug. Ferdin., S. v. Ferdin. Schmöcker, Schuster, Kostg.- Joh., S. v. Math. Düsterwald, Maurer, Gereonsw.— Anna, T. v. Joh. Peter Königsfeld, Stuckaturer, Ulrichsg. Sophia, T. v. Heinr. Bensberg, Seiler, Ortmannsg.- Konr, S. v. Anton Fürth, Organist, Löweng.- Joh. Maria Josepy., T. v. Joh. Franz Alexander Zimmermann, Kfm., Malzbüchel. Gerh, S. v. Engelb. Lipps, Tagl., Rothgerberbach.— Gertr., T. v. Heinr. Johnen, Schreiner, gr. Spitzeng.— Joh. Burchhard, S. v. Dietrich Nurney, Kfm, Rethgerberbach. Sterbefälle. Peter Malsbenden, verheir., 38 J. alt, Schneider, Martinsabteig.— Anna Maria Thomas, Witwe Klingels, 60 J. alt, Christophstr. - Heinr. Dick, Witwer, ohne Gew., 51 J. alt, Bischofsgartenstr.- Aug. Karl Ferdin. Fehling, unverh, Ingenieur, 31 J. alt, Salzmagazinstr. Christina Ladener, 1 J. 5 M. alt, Spulmannsg.- Anna Maria Fiddigan, Witwe Colling, 76 J. alt, Cäcilienkl.- Karl Otto Heinert, 5 W. alt, im Fort II.- Anna Maria Ance, Witwe Grandpré, 66 J. alt, Rothgerberbach. - Konr. Jos. Eräber, 10 M. alt, Glockenring. 6s det Heirathen. Wilh. Proske, Domschweizer, v. Bratsch, und Joy. Ecktr. Hubert. Schneider, v. hier.— Adalbert Blasius Kamp, Sattler, v. hier, und Anna Maria Osten, v. Kierberg.- Aug. Bruchmann, Unteroff., v. Canditten, und Cathar. Fuchs, v. Cürenz.- Heinr. Leop. Bahr, Tagl., v. Langanken, und Barb. Zenz, v. Ettringen.- Peter Müller, Metalldr., v. Deutz, und Cathar. Mann, v. hier.- Herm. Nettesheim, Schuster, und Gertr. Engeland, beide v. hier.- Heinr. Forstbach, Schuster, v. Merheim, und Elisab. Renner, v. Blankenheim.— Wilh. Proppe, Schreiner, v. Rohrberg, und Amalia Schoob, v. Rheinbrohl.- Joh. Wilh. Mandt, Maschinist, v. Ehlscheit, und Margar. Hel. Hubert. Kreuder, v. hier.— Reinhard Wilh. Clef, Klempner, und Gertr. Thelen, beide v. hier.— Jakob Fink, Bedienter, v. Pingsheim, und Maria Anna Altenhoff, v. Arnsberg. Heiraths=Ankündigungen.(17.) Joh. Jos. Pütz, Handelsm., kr. Büchel 11, und Anna Maria Ursula Haubrich, Hoseng. 9.- Franz Hub. Hüsgen, Kürschner, Schilderg. 33, und Cathar. Hubert. Stauff, Brunostr. 1.— Friedr. Lamech Enoch Kanter, Post=Unterbeamter, und Maria Josepha Herbst, beide Peterstr. 1=. Franz Jos. Simons, Vergolder, Hof 49, und Anna Maria Schwenk, Kammacherg. 5.— Aug. Samuel Christ. Ludw. Telschow, Uhrm., zu Lüttich, gesetzlich zu Schwerin, und Christ. Marette, Hutmacher 17.— Wilh. Schmitz, Bedienter, Trankg. 25—, und Carol. Sturm, Elisenstr. 28.- Herm. Ferdin. Gustav Adolph Backhoff, Kfm., Hochstr. 15, früher zu Berlin, und Thekla Siegl, Hochstr. 15, früher zu Neustift und Wien.- Joh. Jos. Büttgen, Tabak=Arbeiter, Achterstr. 21, und Sophia Serff, Hutmacher 17.— Peter Anton Bern. zu Mülheim a. Rh., früher zu Ehrenfeld und Köln, und Charlotte Groß, Gereonsmühleng. 4, früher zu Olpe.— Friedr. Sever Saxtgarz, Schiffr, zu Boppard, und Anna Christ. Hager, Achterstr. 55.— Frtevr. Castellan, und Gertr. Sester, beide Glockeng. 3.— Wilh. Schmitz, Tischler, Zugasse 17, und Magdal. Becker, zu Groß=Königsdorf.- Heinr. Caspar Herrfeld, Steindrücker, Löhrg. 33, und Anna Schmitz, Alengraben 27.— Jakob Gymnich, Witwer, Entenpf. 92, und Sib. Vetter, Rothenberg 11.— Peter Heinr. Thomas Karl Nonnen, Stellmacher, kl. Griechenm. 65, und Gertr. Schmitz, Weiherstr. 85.— Wilh. Jos. Crumbach, Blumenfabr., und Anna Gertr. Bingen, beide Waidmarkt 31.— Peter Eichen, Schneider, und Walb. Frank, beide zu Neumagen, ersterer früher hier. Jos. Süßkind, genannt Grünwald, Handelsm., und Joh. Henr. Meyer, beide zu Langenfeld, letztere früher Rheing. 9.— Friedr. Lerbach, Witwer, Tagl, und Gertr. Tempel, beide zu Ehrenfeld, letztere früher Mittelstr. 25.— Joh. Heinr. Theod. Stark, Decor.=Maler, zu Coblenz, früher hier, und Maria Ernest. Walb. Trenck, zu Coblenz.- Hub. Jos. Passavanti, Witwer, Tapezierer, Burgmauer 24, und Cathar. Giesen, zu Lechenich.- Karl Aug. Wilh, Oster, Kfm., Hochstr. 87, und Anna Bernard. Walb. Hamspohn, Hochstr. 135.— Jos. Wilh. Otto Oppermann, Ingenieur, Königsstr. 2 G, früher zu Friedrich= Wilhelmshütte, und Gertr. Weinreiß, zu Friedrich=Wilhelmshütte.- Andr. Pöttgen, Schneider, Glockeng. 21, und Christ. Koll, Kupferg. 4.— Adam Remmet, Lohndiener, Oliveng. 4, und Cathar. Fuchs, zu Mülheim a. Rh. Amtliche Bekanntmachungen. Steckbrief. Der hierselbst wegen Unterschlagung zur Untersuchung gezogene Kaufmann Julius Espey ans Neviges, zuletzt in Köln wohnhaft, ist nicht zu ermitteln gewesen. Unter Mittheilung dessen Signalement ersuche ich sämmtliche Polizeibehörden auf denselben wachen, ihn im Betretungsfalle verhaften und mir vorführen zu lassen. Köln, 16. Mai 1863. Für den Ober=Procurator; Der Staats=Procurator, Ringe. Signalement: Alter 27 Jahre, Größe 5 Fuß 5 Zoll, Haare dunkelblond, Gesichtsfarbe gesund, Bart(kleiner Schnurbart) dunkelblond, befonderes Kennzeichen: auf der rechten Wange ein kleiner Mutterflecken. Oeffentl. Sitzung der StadtverordnetenVersammlung zu Köln. Montag den 18. Mai, Abends 6 Uhr. Tages=Ordnung. Schule St. Maria im Capitol. Gottesdienst in der Realschule und Anschaffungen für dieselbe. Mieth=Entschädigung der Polizei=Commissarien. Alignement in der Waisengasse, Seyengasse, Apernstraße, Bolzengasse, Weidengasse, Buschgasse, Schnurgasse. Einrichtungen in den evang. Schulen Gereonsdriesch und Ursulastraße. Einrichtungen im Museum. Verlegung der Brückenwaage. Packhof. Gürzenich=Bau=Rechnung. Autorisation zum Prozeß und Vergleich. Verkauf des Bullengäßchen. Hcuf Anmeldung ist heute in das hiesige 4Handels=(Gesellschafts=) Register bei Nr. 204 eingetragen worden, daß in der am 1. Mai d. J. Statt gehabten General=Versammlung der Actionaire der zu Köln domicilirten Actien=Gesellschaft:„Zoologischer Garten“ an die Stelle der ausgeschiedenen 8 Mitglieder des Verwaltungsrathes: 1) Geheimer Commerzienrath-und Banquier Wilhelm Ludwig Deichmann, 2) Kaufmann Jean Maria Farina, 3) Doctor Caspar Garthe, 4) Kaufmann und Gutsbesitzer Jacob Kaufmann, 5) Eisenbahn=Director Eduard Kühlwetter, 6) Consul und Kaufmann Franz Leiden, 7) Banquier Eduard Oppenheim und 8) Kaufmann und Consul Georg Rick, alle in Köln wohnend, die sieben letzteren als solche wiederge nä und der in Köln wohnende Regierungs=Referendar Carl von Wittgenstein zum Mitgliede des Verwaltungsrathes gewählt worden. Köln, den 16. Mai 1863. Der Handelsgerichts=Secretär, Kanzleirath Lindlau. Qurch einen vor dem Königlichen Notar &am Claisen in Köln am 13. 1. M. Mai zwischen Peter Joseph Koch, früher Gärtner, jetzt Bierbrauer und Branntweinbrenner, und Agnes Töller, ohne Gewerbe, beide in Köln wohnend, abgeschlossenen Ehevertrag, wovon ein Auszug heute in dem Audienzsaale des hiesigen Handelsgerichtes in der dazu bestimmten Tabelle angeheftet und öffentlich ausgestellt worden, haben die genannten Contrahenten bestimmt, daß unter ihnen die gesetzliche Gütergemeinschaft bestehen soll. Für die Richtigkeit des Auszuges: Köln, den 16. Mai 1863. Der Handelsgerichts=Secretär, Kanzleirath Lindlau. urch Act des Gerichtsvollziehers Siebert Szu Köln vom 15. Mai 1863 hat die in Köln wohnende Maria Sibylla, geborne Schlaegel, ohne Gewerbe, Ehefrau des Lebensversicherungs=Agenten Christian Graven daselbst, durch Präsidial=Ordonnanz vom 12. Mai c. zur Klage ermächtigt, gegen ihren genannten Ehemann die Klage auf Gütertrennung zum hiesigen Königl. Landgerichte erhoben und dabei den unterzeichneten Advocaten Cornelius Trimborn als Anwalt bestellt. Köln, den 16. Mai 1863. C. B. Trimborn, Adv.=Anw. DDie Gläubiger des Falliments des zu Köln Swohnenden Kaufmannes Carl Abraham werden hiermit ersucht, binnen der Frist von 40 Tagen persönlich oder durch Bevollmächtigte bei dem unterzeichneten Syndik des Falliments zu erscheinen, ihm zu erklären, aus welchem Grunde und für welche Summe sie Gläubiger seien, und ihre Forderungs=Urkunden ihm oder in dem Secretariate des Königl. Handelsgerichts zu Köln zu übergeben, sodann sich am Dinstag den 30. Juni d.., Vormittags 11 Uhr, in dem Commissions=Zimmer des besagten Handelsgerichts zur Prüfung und Bekräftigung ihrer angemeldeten Forderungen einzufinden. Köln, den 16. Mai 1863. Der provisorische Syndik des Falliments, Advocat Dr. Drewcke. (Die Gläubiger des Falliments des zu #□ Kaltenbach wohnenden Kalkbrenners Peter Kauert werden hiermit ersucht, binnen der Frist von 40 Tagen persönlich oder aurch Bevollmächtigte bei dem unterzeichneten Syndik des Falliments zu erscheinen, ihm zu erklären, aus welchem Grunde und für welche Summe sie Gläubiger seien, und ihre Forderungs=Urkunden ihm oder in dem Secretariate des Königl. Handelsgerichts zu Köln zu übergeben, sodann sich am Dinstag den 30. Juni d.., Nachmittags 3 Uhr, in dem Commissions=Zimmer des besagten Handelsgerichts zur Prüfung und Bekraftigung ihrer angemeldeten Forderungen einzufinden. Köln, den 15. Mai 1863. Der provisorische Syndik des Falliments, Jansen II., Advocat. Anmeldung 1) des Zimmermannes beter Schmitz zu Beuel, 2) des Vergolders Alexander Anton Joseph Stitz daselbst, und 3) des Schreinermeisters Heinrich Schönauer, zu Vilich=Rheindorf wohnend, zwischen welchen seit dem 10. November 1862 eine Handels= Gesellschaft zur Betreibung einer Goldleistenfabrik unter der Firma:„Pet. Schmitz& Comp.“ in Beuel bestanden, ist heute bei Nr. 99 des hiesigen Handels=(Gesellschafts=) Registers vermerkt worden, daß mit gegenseitiger Uebereinkunft die erwähnte Gesellschaft am 15. Mai 1863 aufgelösst worden, und der gewesene Mitgesellschafter Peter Schmitz in Beuel die Activa und Passiva der aufgelöstten Gesellschaft übernommen hat. Bonn, den 16. Mai 1863. Der Landgerichts=Secretär, Heimsoeth. Verkauf aus freier Hand. Ein schönes Landgut im Fürstenthum Birkenfeld, in der Nähe der Rhein=Nahe=Eisenbahn und an der Straße nach Trier, bestehend aus geräumigem, gut und massiv gebautem Wohnhause, mit anstoßenden Oekonomie=Gebäuden, großem Hof, Baum= und Wiesengarten, das Ganze theils mit Mauer, theils mit lebendiger Hecke umschlossen, ein Areal von ungefahr os Morgen reprasentirend, und im besten Zustande befindlich, steht verziehungshalber der bisherigen Inhaber unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Auch können auf Verlangen noch circa 12 Morgen vorzügliche Aecker und Wiesen mit abgelassen werden. Das Landgut eignet sich durch seine freundliche Lage zu einem angenehmen Aufenthalt, nicht minder zu einer Fabrir=Anlage, Wirthschaft oder irgendwelchem industriellen Unternehmen. Nähere Auskunft ertheilt das Commissions= Geschäfts=Comptoir von Trier, Nagelstraße 14. =Du verk. u. günst. Bed. ein Haus an St. OGereon m. gr, Gart, N. Steinfelderg. 3. Engefolge eines, vor dem Königlichen Notar ∆ Johann Peter Lauff zu Calcar am 1. Mai 1863 zwischen Heinrich Aymans, Rentner, ohne Geschäft, zu Weeze wohnend, und Allegonda Chateau, Inhaberin einer Gast= und Ackerwirthschaft, zu Weeze wohnend, abgeschlossenen Ehevertrages, wovon ein Auszug heute in dem Audienzsaale des, zugleich als Handelsgericht fungirenden hiesigen Königlichen Landgerichts in der dazu bestimmten Tafel angeheftet und öffentlich ausgestellt worden, daß zwischen ihnen nur eine Gemeinschaft des Erwerbes bestehen soll, so wie solche in den Artikeln 1498 und 99 des .=.=B. bestimmt ist. Jedoch soll auch das sämmtliche Hausmobilar, welches die Braut gegenwärtig besitzt, so wie das von derselben gefuhrte Geschaft mit allen Activen und Passiven in die Gemeinschaft fallen.] Für die Richtigkeit des Auszuges: Der Landgerichts=Secretär, Heindrichs. Cleve, den 13. Mai 1863. sie zwischen 1) Theodor Rottels, Kaufmann und Fabricant in Neuß, und 2) Alexander Eich, früher Rentner, jetzt Bürgermeister, in Poppelsdorf bei Bonn wohnhaft, bestandene Handels=Gesellschaft unter der Firma: Franz Gerhard Rottels, deren Sitz in Neuß war, ist gemäß Vereinbarung derselben mit dem 1. April d. J. aufgelösst und das Geschäft mit allen Activen und Passiven auf den Gesellschafter Theodor Rottels übertragen worden. Letzterer wird demzufolge jenes Geschäft für seine alleinige Rechnung, und zwar mit Zustimmung seines früheren Gesellschafters unter Beibehaltung der bisherigen Firma, fortsetzen. Auf erfolgte Anmeldung wurde heute sowohl die erwähnte GesellschaftsAuflösung in das hiesige Gesellschafts=Register, wie der besagte Theodor Rottels als nunmehriger Inhaber der Firma„F. Gerh. Rottels“ in das Firmen=Register eingetragen. Crefeld, den 16. Mai 1863. Der Handelsgerichts=Secretär, Scheidges. (Gemäß Vereinbarung der in Erefeld wohnenden Kohlenhändler Johann Heinrich Scheulen und Johann Heinrich van der Maasen ist die zwischen denselben seither hier in Crefeld bestandene Handels=Gesellschaft unter der Firma: J. H. Scheulen& Compagnie mit dem heutigen Tage in der Art aufgelös't worden, daß selbige in Liquidation tritt und jeder der beiden Gesellschafter allein und einzeln die zur Liquidation gehörigen Handlungen vorzunehmen, sowie die Firma=Unterterschrift„J. H. Scheulen& Compagnie in liqu.“ zu führen berechtigt ist. Obiges wurde auf Anmeldung der Genannten heute in das Handels=(Gesellschafts=) Register des hiesigen Königlichen Handelsgerichts eingetragen. Crefeld, den 16. Mai 1863. Der Handelsgerichts=Secretär, Scheidges. Bekanntmachung. In das Handels=(Firmen=) Register des unterzeichneten Kreisgerichts sind nachstehende Eintragungen erfolgt: sub Nr. 273. Bezeichnung des Firma=Inhabersig Kaufmann Johann Kerls zu Mutheim an der Ruhr. Ort der Niederlassung: Mülheim an der Ruhr. Bezeichnung der Firma: Joh. Kerls. Zeit der Eintragung: Eingetragen zufolge Verfügung vom 7. Mai 1863 am 13. Mai 1863 mit dem Bemerken, daß die Firma schon vor dem 1. März 1862 bestanden hat. sub Nr. 274. Bezeichnung des Firma=Inhabers: Kaufmann Wilhelm Hollenberg zu Mülheim an der Ruhr. Ort der Niederlassung:“ Mülheim an der Ruhr. Bezeichnung der Firma: W. Hollenberg. Zeit der Eintragung: Eingetragen zufolge Verfügung vom 7. Mai 1863 am 13. Mai 1863 mit dem Bemerken, daß die Firma seit dem 27. März 1863 besteht. sub Nr. 275. Bezeichnung des Firma=Inhabers: Apotheker Carl Louis Dentzer zu Ruhrort. Ort der Niederlassung: Ruhrort. Bezeichnung der Firma: Louis Dentzer. Zeit der Eintragung: Eingetragen zufolge Verfügung vom 7. Mai 1863 am 13. Mai 1863 mit dem Bemerken, daß die Firma schon vor dem 1. März 1862 bestanden hat. sub Nr. 276. Bezeichnung des Firma=Inhabers: Kaufmann Johann Heinrich Schmitz zu Ruhrort. Ort der Niederlassung: Ruhrort. Bezeichnung der Firma: J. H. Schmitz. Zeit der Eintragung: Eingetragen zufolge Verfügung vom 11. Mai 1863 am 13. Mai 1863 mit dem Bemerken, daß die Firma seit dem 15. März 1862 besteht. sub Nr. 277. Bezeichnung des Firma=Inhabers: Ziegelei=Besitzer Wilhelm Teloh zu Düssern. Ort der Niederlassung: Düssern(bei Duisburg). Bezeichnung der Firma: Wilhelm Teloh. Zeit der Eintragung: Eingetragen zufolge Verfügung vom 11. Mai 1863 am 13. Mai 1863. Die Firma bestand schon vor dem 1. Marz 1862. Kramer, Bureau=Affistent. Duisburg, den 13. Mai 1863. Königliches Kreisgericht, I. Abtheilung. In unser Firmen=Register ist unter Nr. 139 folgende Eintragung bewirkt: a. Bezeichnung des Firma=Inhabers: Friedrich August Koenemann. b Ort der Niederlassung: Hagen. c. Bezeichnung der Firma: August Koenemann. Eingetragen zufolge Verfügung vom 25. April 1863 am 9. Mai 1863. Hagen, den 9. Mai 1863. Königliches Kreisgericht, I. Abtheilung. Bekanntmachung. Zufolge Verfügung vom 11. April 1863 sind am heutigen Tage folgende Eintragungen bewirkt worden: I. In das Gesellschafts=Register unter Nr. 79, a. Firma der Gesellschaft: Hüttengesellschaft Markana, Bartz& Comp. b. Sitz der Gesellschaft: Haspe; c. Rechtsverhältnisse der Gesellschaft: Die Gesellschaft ist eine Commanditgesellschaft. Die Gesellschafter sind: 1) der Kaufmann Christian Rudolph zu Haspe; 2) der Kaufmann Gustav Lehrkind daselbst; 3) der Kaufmann Louis Lange daselbst; 4) der Kaufmann Peter Caspar Schulte zu Gevelsberg; 5) der Kaufmann Caspar Lange zu Haspe. ist Der Kaufmann Christian Rudolph Bartz persönlich haftender Gesellschafter. II. In das Procuren=Register unter Nr. 45, a. Bezeichnung des Prinzipals: Die Commanditgesellschaft Hüttengesellschaft Markana, Bartz& Comp.; b. Bezeichnung der Firma, welche der Procurist zu zeichnen bestellt ist: Hüttengesellschaft Markana, Bartz& Comp.; c. Orte der Niederlassungen: Haspe; d. Verweisung auf das Firmenoder Gesellschafts=Register: Die Firma Hüttengesellschaft Markana, Bartz & Comp. ist eingetragen unter Nr. 79 des Gesellschafts=Registers; e. Bezeichnung des Procuristen: Kaufmann Louis Lange zu Haspe. " Hagen, 9. Mai 1863. Königliches Kreisgericht, 1. Abtheilung. Bekanntmachung. In unserm Gesellschafts=Register ist unter Nr. 89 heute folgende Eintragung bewirkt worden: a. Firma der Gesellschaft: Falkenroth, Kocher& Comp.; b Sitz der Gesellschaft: Haspe; c Rechtsverhältnisse der Gesellschaft: Die Gesellschaft ist eine Commanditgesellschaft auf Actien, gegründet durch Vertrag vom 13. Februar, 27. März 1863. 10. April Persönlich haftende Gesellschafter sind: a. der Kaufmann Friedrich Falkenroth zu Haspe; b. der Fabrik=Director Jacob Kocher daselbst. Das Grundcapital der Gesellschaft beträgt 720,000 Thlr.; dasselbe zerfällt in 2820 Geschäftsantheile von je 250 Thlrn., wofür Actien ausgegeben worden, und in 60 Geschäftsantheile von je 250 Thlrn., welche die persönlich haftenden Gesellschafter einlegen, und wofür keine Actien ausgegeben werden. Die die Gesellschaft betreffenden Bekanntmachungen erfolgen durch die Elberfelder Zeitung und das Hagener Kreisblatt. Eingetragen zufolge Verfügung vom 2. Mai 1863 mit dem Bemerken, daß sich ein beglaubigter Abdruck des Gesellschafts=Vertrages Fol. 1. des Beilagebandes befindet, den 11. Mai 1863. Hagen, den 11. Mai 1863. Königliches Kreisgericht, 1. Abtheilung. Bekanntmachung. Der Concurs über das Vermögen des Kaufmanns F. H. Stöver von hier, ist durch Accord beendigt. Bochum, den 13. Mai 1863. Königliches Kreisgericht. I. Abtheilung. Der Schneidermeister F. Hunnaeus hat am #27. d. M. angezeigt, daß er zur Befriedigung seiner Gläubiger nicht im Stande sei. Es ist demnach durch ein am nämlichen Tage ertheiltes Decret der Concursproceß gegen denselben eröffnet worden. Zur Anmeldung der Forderungen an den gedachten Gemeinschuldner ist Termin auf den 12. Juni d.., Morgens 10 Uhr, am Rathhause angesetzt, in welchem alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche an das in gerichtlichen Beschlag genommene Vermögen desselben machen, zu deren Anmeldung und Klarstellung unter dem Präjudiz der Ausschließung von der Masse hierdurch aufgefordert werden. Detmold, den 28. April 1863. Das Stadtgericht. Subhastations=Patent. Montag den 1. Juni l.., Vormittags 10 Uhr, sollen vor dem Kreisgerichtsrath Schumann in dem hiesigen Gerichtsgebäude folgende, der Bergbau=Gesellschaft Theodor zu Elberfeld, namentlich dem Gustav Haas zu Wetzlar, C. Th. Besenbruch, Wilhelm Bodinghaus, Richard Klein und Heinrich Zapp zu Elberfeld zugehörigen beliehenen Gruben im Kreise Wetzlar, nämlich: 1) das Eisenerz=Bergwerk Alwine bei Niedernbiel. 2) das Eisenerz=Bergwerk Alwine II bei Berghausen, 3) das Eisenerz=Bergwerk Maria I bei Greifenthal, 4) das Eisenerz=Bergwerk Ludwig II bei Wetzlar, 5) das Eisenerz=Bergwerk Emma I bei Burgsolms, 6) das Eisenerz=Bergwerk Hermann I bei Niedernbiel, 7) das Eisenerz=Bergwerk Paulinenlust bei Niedernbiel, 8) das Eisenerz=Bergwerk Friedrichsheil bei Groß=Rechtenbach, 9) das Mangan= und Eisenerz=Bergwerk Discordia bei Burgsolms, 10) das Mangan= und Eisenerz=Bergwerk Hanna bei Klein=Altenstaedten, unter den im Termine bekannt zu machenden Bedingungen theilungshalber im Zwangswege öffentlich meistbietend versteigert werden. Wetzlar, den 18. April 1863. Königliches Kreisgericht, I. Abtheilung. Bekanntmachung. Der verschollene Anton Albrecht, unehelicher Sohn der Gertrudis Albrecht, später verehelichten Link, dessen letzter Wohnort in Koln gewesen sein soll, und welcher circa 80 Thlr. Vermögen besitzt, so wie dessen etwaige unbekannte Erben und Erbnehmer werden aufgefordert sich vor oder in dem auf den 19. März 1864, Vormittags 11 Uhr, vor dem Herrn Kreisgerichtsrath Horn, im Zimmer Nr. 2, anberaumten Termine schriftlich oder persönlich zu melden, widrigenfalls Anton Albrecht für todt erklärt, dessen unbekannte Erben und Erbnehmer mit ihren Rechten auf den Nachlaß präcludirt und dieser dem Fiscus zuerkannt werden wird. Heilsberg, den 18. April 1863. Königliches Kreisgericht, 1. Abtheilung. Ein kleines Landgut mit wenigstens 4 bis 1 Morgen Garten, auf dem linken oder rechten Rheinufer gelegen, nicht weit von einer Eisenbahn=Station, mit freier Aussicht auf den Rhein, wird zu kaufen oder zu miethen gesucht. Fr.=Anträge nimmt entgegen J. Thönig, Pianofortefabricant, Köln. Im Hannover'schen ein Gut mit 700 Morgen für 60,000 Thlr., ein Gut mit 500 Morgen für 30,000 Thlr., empfehlen der ausgezeichneten Lage und Beschaffenheit wegen als besonders preiswerth Bruns& Thiemann in Celle(Hannover). Tusseldorf. In der Nähe des Geisler'schen Locales sind 2 bis 3 durcheinander gehende möblirte Zimmer für die Zeit des Musikfestes zu vermiethen. Nachzufragen bei der Agentur der Kölnischen Zeitung in Düffeldorf. Das Haus Salzg, 13 ganz od. theilv. z. berm. 81400 Thlr. auf gute 2, Hpp. ges. D. E.., w. Kölner Ledermarkt. Der zweite diesjährige Ledermarkt wird hierselbst am 31. August dieses Jahres beginnen und drei Tage dauern. Die Anfuhr findet am ersten Tage Statt, die Abfuhr ist auch noch am Donnerstage gestattet. Köln, den 16. Mai 1863. Das Ober=Bürgermeister=Amt, Rennen. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß die diesjähr. Frühjahrs=Wollmärkte für Schweidnitz auf den 6. Juni, für Breslau auf den.—11. Juni angesetzt worden sind. Breslau, 13. Mai 1863. Die Handelskammer. Bekanntmachung. Diejenigen Grundbesitzer, welche glauben, nach§. 2 des Jagdpolizei=Gesetzes vom 7. März 1850 befugt zu sein, auf ihren in den zur Wieder=Verpachtung kommenden GemeindeFeldjagden von Stommeln, Esch, Pesch und Ingendorf gelegenen Besitzungen das Jagdrecht selbst auszuüben, oder nach§. 5 ihre isolirt gelegenen Höfe von dem gemeinschaftlichen Jagdbezirke ausschließen zu können, werden hiermit aufgefordert, ihre Berechtigungen dem Unterzeichneten innerhalb längstens 14 Tagen, von heute ab, glaubhaft nachzuweisen. Stommeln, den 15. Mai 1863. Der Bürgermeister, Weidt. Sorbeunt Versteigerung. Heute Montag den 18. Mai, Vormittags 94 Uhr, sollen durch den unterzeichneten Notar im hiesigen Freihafen„Mühlengassen=Lagerhaus“ 26 Oxhofte Bordeaux, 1861r und 1862r verschiedener Gewächse, freiwillig einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Sämmtliche Weine, Direct bezogen, zeichnen sich durch eine brillante Farbe, schönes Beuquet, Fülle und Feinheit besonders aus, und da denselben ein vortheilhafter Einkauf zu Grunde liegt, so können dieselben zu sehr billigen Preisen zugeschlagen werden. Köln, den 18. Mai 1863. J. Harperath, Notar. Hcm Dinstag den 26. 1. M. Mai, VormitTtags 11 Uhr, soll im Gasthause„Zur Glocke" zu Frechen auf Anstehen des zu Köln wohnenden Kaufmannes Marcus Kappel auf langjährigen Credit öffentlich verkauft werden der sogenannte Weiherhof, gelegen in der Breitegasse zu Frechen, bestehend in dem Wohnhause Nr. 498 nebst Stallung, Schoppen, Hofraum und Garten, sodann in drei an die Kirchgasse anschießenden, abgepfählten Bauplätzen und einem Gemüsegarten nebst Töpferofen mit der damit verbundenen Gerechtsame und Schoppen. Köln, den 15. Mai 1863. Notar Müller. Anzeige. Am 27. Juli dieses Jahres, Nachmittags 2 Uhr, lassen die Erben Hohdahl bei Herrn Gastwirth Hugenpoth in Mettmann das Gut Gauer Röttgen theilungshalber öffentlich versteigern. Die das Gut zusammenhängend umliegenden Ländereien umfassen mit einiger Waldung und Wiesen circa 54 Morgen und befinden sich im besten Culturzustande. Die Oeconomiegebäude, Hofraum und Wohnhaus sind vollständig eingefriedigt, zum Theil mit Mauern. Das Letztere ist sehr geraumig und solid gebaut. Die schöne und frequente Lage, ¼ Stunde von Mettmann an der Elberfelder Chaussee, bietet sowohl Vortheile zur Anlage von mancherlei Geschäften, als auch einem angenehmen Aufenthalt. Näheres bei Herrn Notar Frenz in Mettmann. Guts=Verkauf am Kreitz dei Neuß. Montag den 12. Juni d.., Morgens um 10 Uhr, im Wirthslocale der Gebrüder Hoeveler am Kreitz läßt der Gutsbesitzer Herr ter Schumacher in Neuß sein im Kreise, Neuß Gemeinde Holzheim, gelegenes Ackergut, bestehend in: Wohn= und Oekonomie=Gebäuden, Gärten, Baumgarten, Ackerland und Holzung, im Ganzen 270 Morgen groß, öffentlich an den Meistbietenden unter ausgedehnten Zahlsterminen verkaufen. Es liegt dieses Ackergut, welches circa 245 Morgen Ackerland, alles Weizenboden, 20 Morgen Hochwald und Schlagholz und circa 5 Morgen Binnengut umfaßt, im fruchtbarsten Theile des Kreises Neuß an der aachener Landstraße zwischen den Kirchdörfern Grefrath und Holzheim, nur eine Stunde von der Stadt Neuß, wo alle Producte zum besten Preise zu veräußern sind. Die Gebäulichkeiten, massiv aufgeführt, befinden sich in einem guten Zustande. Dieses vorbeschriebene Ackergut, Bongartzhof genannt, kann auch vor dem obigen Termine unter der Hand käuflich erworben werden und ertheilt Unterzeichneter dieserhalb nähere Auskunft. Neuß, den 15. Mai 1863. Knein, Notar. Der in der Gemeinde Mundscheid=DahleOhausen, unweit der Chaussee von Bochum nach Hattingen, in der Nähe verschiedener Zechen belegene Mundscheids Kotten, bestehend aus circa 8 Morgen Garten, Acker und Hofraum, nebst Gebäuden, soll am 20. Juni, Nachmittags 2 Uhr, am Wirthshause der Witwe Koch zu Linden, sowohl im Ganzen als parzellenweise öffentlich zum Verkauf ausgeboten werden. Zu dem Kotten gehören werthvolle Steinbrüche, und eignen sich einzelne Parzellen vorzugsweise zu Baustellen. Die Bedingungen liegen auf meinem Bureau zur Einsicht offen. Hattingen, den 12. Mai 1863. Marckhoff, Jusizrath und Rotar. Ein geriuniges im besten baulichen Zustande mit großem Garten und Hinterbau, in bester Geschäftslage, auf der Hochstraße und in der Nähe des Domes gelegen, zu jedem großen Geschäfte geeignet, ist zu verkaufen. Näherrs in der Erpeditton d. Ztg. Zu vermiechen erste Etage 3 Zimmer an stille Leute, nächst der Rheinbrücke. Die Exp. sagt, wo. Verpachtungs=Anzeige. Die im Amtsbezirk Barntrup gelegene Fürstliche Domaine Barntrup, welche auf Petri k. J. pachtlos wird, soll mit den dazu gehörigen Vorwerken Herborn und Sevinghausen am Mittwoch den 1. Juli a. c. auf 18 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Zu der Meierei und den Vorwerken gehören: 9 Scheffelsaat Haus und Hofraum, 10 Scheffelsaat Gärten, 1384 Scheffelsaat Ackerland, 94 Scheffelsaat Wiesen, 544 Scheffelsaat privative Huden, 72 Scheffelsaat gemeinschaftliche Huden, neben der Hude im Forst. Die geräumigen Wohn= und WirthschaftsGebäude auf dem im Jahre 1852 aus der eine Viertel=Stunde entfernten Stadt Barntrup in die Mitte der Meierei=Grundstücke ausgebauten Meierei=Hofe, welcher durch die dicht vorbeiführende Lemgo=Pyrmonter Chaussee und die in diese gleichfalls ganz nahe bei dem Hofe einmündende Blomberg=Barntruper Chaussee mit den Städten des Inlandes, so wie mit Pyrmont, Aerzen und Hameln in directer Verbindung steht, sind sämmtlich massiv und den ökonomischen Bedürfnissen vollständigst entsprechend neu aufgeführt. Pachtlustige wollen sich an besagtem Tage Morgens 11 Uhr in dem Geschäfts=Locale der unterzeichneten Rent=Kammer einfinden; es werden indessen zum Bieten nur diejenigen zugelassen, welche ihre ökonomische Befähigung und ein Vermögen von mindestens 20,000 Thlr. glaubhaft nachweisen können. Die Pacht=Bedingungen werden 14 Tage vor dem Termine von dem Kammer=Schreiber Düstersiek gegen die Gebühr in Abschrift verabfolgt. Detmold, den 15. Mai 1863. Fürstlich Lippische Rent=Kammer, A. Caspari. Verkauf oder Verpachtung der Schweizer Hof=Conditorei von Pomatty& Cp. in Königsberg in Preußen. Die Pomatty'sche Hof=Conditorei hierselbst, seit 59 Jahren bestehend, ist, da die bisherigen Besitzer nach ihrer Heimat, der Schweiz, zurückkehren, mit sämmtlichen Mobilien, Utensilien, Waarenvorräthen und Immobilien unter sehr vortheilhaften Bedingungen zu verkaufen oder auch an einen cautionsfähigen Conditor zu verpachten. Diese renommirte Conditorei erfreut sich eines fortdauernd blühenden Absatzes ihrer vorzüglichen Backwaaren und namentlich des weltberühmten Königsberger Marzipans. Von diesem Artikel werden regelmäßig bedeutende Quantitäten nach dem In= und Auslande, nach vielen Höfen Europa's, selbst nach America, versendet. Dem Nachfolger der Herren Pomatty wird die Fortsetzung des Geschäfts dadurch sehr erleichtert, daß die bewährte alte Firma: Pomatty& Comp., weiter verbleibt und der Betrieb mit demselben Personal fortgeführt werden kann. Die Uebernahme kann sogleich, muß aber spätestens bis zum 7. Juli c. erfolgen. Gefällige Meldungen werden bis zum 1. Juni c. an den Unterzeichneten franco erbeten und wird von demselben nähere Auskunft ertheilt. Heinrich Neumann, Königsberg i. Pr., Koggenstr. 8. Wein=Versteigerung zu Hochheim. Donnerstag den 21. Mai 1863, Morgens 10 Uhr, läßt Gutsbesitzer H. S. Aschrott senior auf dem Rathhaus zu Hochheim die in seinen Weinbergen in der hiesigen Gemarkung von den vorzuglichsten Lagen selbst erzielten Weine von verschiedenen Jahrgängen meistbietend versteigern, als: 4 Stuck und 3 2/ Stück 1855r Weine, 7„„ 9„„ 18577„ 7„„ 7„„ 1858r 7„„ 6„„ 1859„ 1„„ 11„„ 1861r„ 1„„ Hochheimer Rothen 1861r, 14 Ohm Hochheimer Rothen 1861r, 7„„ 16 ½ Stück weißen Wein 1862r, 3„„ rothen Wein 1862r, in allem 33 Stück, 56 2/ Stück und 14 Ohm. Bei einigermaßen annehmbaren Geboten werden solche zugeschlagen. Die Probenahmen an den Fässern finden in meiner Behausung Statt und werden gegeben von Vormittags 9 Uhr bis Nachmittags 5 Uhr. Am Tage der Versteigerung werden die Proben nur im Versteigerungs=Local verabreicht. Hochheim, den 19. April 1863. H. S. Aschrott senior. Wein=Versteigerung zu Erbach im Rheingau. Freitag den 22. Mai d. I. lassen die Unterzeichneten im Gasthause zum Engel in Erbach folgende reingehaltene Weine versteigern. In Hattenheim lagernd: 4 ganze u. ½ Stück 1857r Hallgarter, 1 ganzes u. ½ Stuck 1858r„ 7/ Stück 1859r Rauenthaler, ½ Stück 1859r Marcobrunner, ½/ Stück 1859r Hattenheimer; in Erbach lagernd: 1 ganzes Stück 1855r Steinberger, 1 ganzes Stück 1859r Winkler, 2 halbe Stück 1857r Oestricher, 11 halbe Stück 1857r Rauenthaler, 6 ganze und ½ Stück 1861r Eltviller, 2 ganze und 5 Stück 1861r Oestricher, 2 ganze und 3/ Stück 1861r Winkler, ½ Stuck 1861r Erbacher, ½ Stück 1861r Geisenheimer Rothenberg, 3 Stück 1861r Rauenthaler. Unter diesen Weinen sind die feinsten Auslesen. Die Probenahme an den Fässern findet Statt den., 20. u. 21. Mai, von Morgens—5 Uhr. Wegen der Probe in Hattenheim beliebe man sich an Herrn Conr. Ettinghausen daselbst zu wenden. Mainz u. Biebrich, 1. Mai 1863. Ch. Ring. Joh. Ring.* " Weersteigerung zu Ehrenbreitstein. Am Samstag den 30. Mai, Vormittags 10 Uhr, läßt der Kaufmann Herr D. L. Reissert folgende zu Ehrenbreitstein lagernden Weine im Gasthof„Zum weißen Roß“ daselbst meistbietend versteigern: 2 halbe Stück Rüdesheimer 1858er, 2 viertel Stück„ 4 halbe Stück Deidesheimer 1859er, 12 Fuder diverse Obermoseler. Proben werden bei der Versteigerung und am Tage vorher an den Fässern verabreicht. Näheres bei Küfermeister Fr. Knauß zu Ehrenbreitstein und Rechts=Anwalt Etscheit daselbst. Zu verkaufen ein neu gebautes Haus Ha verransen mit mäßiger Ablage. Näheres gr. Telegraphenstraße 13. KölnUnter Bezugnahme auf unsere Verösten lichung vom 12. d. M. machen wir hier'#e bekannt, daß vom heutigen Tage ab bei Köln=Berliner Eilzuge die gewöhnlichen? sonenzugspreise zur Erhebung kommen weiKöln, den 17. Mai 1863. Die Directint, . H. Märrisch. Eisenbahn. Am 24., 25. und 26. d. Mts. wird 10 Uhr 30 Minuten von Düfseldorf on Barmen=Rittershausen ein Extrazug 35,580 35,580 35,580 214,300 ankommen und von und nach den vorbegsi. ten Stationen Passagiere der., II. und Wagenclasse zu den tarifmäßigen Fahrpk“ aufnehmen wird. Elberfeld, den 15. Mai 1863. Königliche Eisenbahn=Direct2 Eisenbahl Die Lieferung des zu den Erweitertüb, bauten erforderlichen Klein=Eisenzeuges, 17,790 Stück Unterlagsplatten, 35,580„ gewalzte Seitenlaschen, 35,580„ Schraubenbolzen mit Mutter, Schraubenbolzen mit Muttern. 5500 Schwellenbolzen mit ben und Muttern, kleine Befestigungsplatten Hakennägel, soll verdungen werden. Die Bedingungen sind in unserm Eelz“, Baubureau— Unter Sachsenhausen hier offen gelegt, auch durch portofreie suche zu beziehen.%0 Offerten werden ebendaselbst bis zum Mai c. entgegen genommen. Köln, den 10. Mai 1863. die Direct! Bekanntmachung. Die Lieferung der für die Steink grube Kinigin=Louise zu Zabrze im 1863 noch nothwendigen seile soll im Wege der Submission ges# gen werden. Hierzu ist den 27. Gu Vormittags 11 Uhr, Termin in dem 5 der Berg=Inspection zu Zabrze fests welches hiermit veröffentlicht wird..### Die Submissions=Bedingungen sind““ 10 Amtsstunden in dem genannten Bureszich Einsicht ausgelegt und Offerten schris franco, an die Berg=Inspection zu richtt Zabrze, den 14. Mai 1863. Königliche Berg=Inspectiot v. Hellborn. In der Kellerei zu Burg Rheinstein“ Bingerbrück liegen acht Ohm guter Askic, häuser Rothwein, Eigenwachsthum, in 1= und=Ohmfässern zum Verkauf. Nähere Auskunft gibt der Castellan rian daselst. Freiwillige Versteigerung. Am Donnerstag den 21. Mai 1865 an den beiden darauf folgenden den gewöhnlichen Vor= und Nachmittabgg# den läßt Herr van Eelde, Kaufmann 3“ gal in seiner Wohnung Gereonsmühlengasse“ gte Nr. 1A, sein ganzes Mobilar, verziehungsn gegen gleich baare Zahlung durch den“ zeichneten versteigern. Die zum Verkaufe kommenden Geg'gsg sind daselbst am Mittwoch den 20. gänge“, zur Einsicht in den Stunden von Ag### 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2## Uhr zur Ansicht ausgestellt, und beschiähle Mahagoni= und Nußbaum=Tischen, Ssceekfe Sopha's, Schreibtischen, Schranken,gant tairen, Spiegeln in Goldrahmen, und anderen Oefen, Fournaise, Porzellgggch, Art, worunter ein Service von ch####g# Porzellan,— ferner kommen zum Westeg Silbergeschirre, Vasen, Candelaber, Küchengeräthe, Betten, feine Leinwand, piche 2c., Krystallsachen, sodann japchrg Spieldosen und andere Sachen,„##ge viele sonstige zur Haushaltung gehören“ ges genstände, endlich Oelgemälde, Zshens## von Dickock, ran Os, Ten Kate, bei: gapfl kuk, Landschaften von Meister, englisches stiche und Stahlstiche. Kosbab, Gericht 900„ 0 Montag den 18. Mai“ Morgens 9 Uhr, eh soll in dem Hause Hochstraße.z Ecke der Blindgasse dahier, bsi# fentliche Verkauf der zum von A. M. Schwing zu Köll„ hörigen Butter(Schmolzsalzene Butter in Kübeln und“, sern) an den Meistbietenden## baare Zahlung abgehalten werd““ Köln, den 16. Mai 1863. Der Gerichtsvollzieh““ Meisen. Freitag den 22. d. 9 Morgens von 10 Uhr sollen in dem Hause Comödienstraße eine Anzahl Handwagen, M“ wagen, Schiebkarrerze## Tragbahren, Tragriemen, 1 Tisch 2c. meistbietend öffentlich verstets gege den. Bis zu diesem Tage werden dit stände auch unter der Hand verkallstt zeherReisen, Gerichtssol% Gerichtlicher Verl Am Montag den 18. Mai 1863, tags 9 Uhr, sollen auf dem St. markte zu Köln: verschiedene Mobila, ges stände öffentlich meist= und letztbirztgrgen. gleich baare Zahlung versteigert Der Gerichtsvollzieher, Weo. Gerichtlicher Ver! gg### Am Montag den 18. Mai 1863, ie tags 11 Uhr, sollen auf dem Waidiglischcht Koln; 1 Sopha, 1 Klapptisch, 1 Näh“t ein einige Rohrstühle, mehrere Bilde“ ges Sorten Tuch 2c. öffentlich meistherhen gleich baare Zahlung verkauft geiste Der Gerichtsvollzieher, Schwalbengasse 42, khrmischr Ehsrnbahn. Bei Gelegenheit—5— bes Niederrheinischen Musikfestes zu Düsseldorf neen an den beiden Pfingsttagen und dem Tage nach denaden von Obercassel über Neuß nach Köln und Crefeld Ertrazuge abgelassen, welche um 10 Uhr 30 Min. Abends von Obercassel, 45„„„ Neuß abfahren „: in Crefeld u„ Köln eintreffen werden. 10 1 951„ 11„ 30 nvin, den 16. Mai 1863. Die Direction. S•7ZE und Prinz-Wilhelm Eisenbahn. haft un; fürung des von der Bergisch=Märkischen und Prinz=Wilhelm Eisenbahn=Geselld. z. Feierm 6. December v. J. geschlossenen und durch Allerhöchsten Erlaß vom 10. Februar ürActiy. herrlich bestätigten Vertrages, wonach die Prinz=Wilhelm Eisenbahn=Gesellschaft die von dau Passiv=Vermogen an die Bergisch=Märkische Gesellschaft übertragen hat, werden 4847, 4 r Prinz=Wilhelm=Gesellschaft auf Grund der Allerhöchsten Privilegien vom 17. Mai sation n vember 1848 und 24. December 1855 emittirten fünfprocentigen Prioritäts=Obliiur guck, im Betrage von 325,000 Thlr.., 375,000 Thlr. II. und 400,000 Thlr. III. Serie II.###lung in der Weise hierdurch gekündigt, daß solche bezüglich der Anteihen I. und .zu## am 18. Juli und bezüglich der Anleihe III. Serie am 18. October d. sie#gen hat. eine aue Oersisch=Märkische Gesellschaft erklärt sich jedoch bereit, statt dieser Ba emittirt in 4½=procentigen Bergisch=Märkischen Prioritats=Ootigationen V. Serie, für 100 Jg2 dem Allerhochsten Erlasse vom 24. Marz d.., in der Weise zu gewähren, daß Capital in Prinz=Wilhelms=Obligationen 100 Thlr. Capital in den vorgedachten seien ighilchen Obligationen ausgehändigt wird. das laug den Inhaber von Obligationen, welche diesen Umtausch vorziehen, erhalten für haben sende Jahr die vollen fünfprocentigen Zinsen unverkürzt ausgezahlt. Dieselben in der?*e Obligationen mit den am 1. Juli 1864 und später fällig werdenden Coupons lungs.Deit vom 1. Mai bis 1. Juni d. J. entweder bei der Hauptcasse der Seehandder Societät zu Berlin oder bei unserer Hauptcasse hierselbst unter Anschluß eines NumNärischegisses portofrei einzureichen, um dagegen die gleiche Capitalsumme in Bergischrie mit den Coupons über die Zinsen vom 2. Januar 1864 ab Obligationen V. Pfane zu nehmen, spfang zu nehmen. desselhen hen erstatt Von" ehlenden Zins=Coupon ist der Geldwerty besselben daar zu erstatten. dicht ein enigen Inhabern, welche ihre Obligationen bis zum 1. Juni d. J. zum Umtausch eane bereicht haben, wird dagegen angenommen werden, daß sie diesen Umtausch nicht burg“ wollen, vielmehr die Rückzahlung des Capitals erwarten. Dieselben werden hierverdendan fordert, ihre Obligationen mit den am 2. Januar 1864 und später zahlfällig die der I# Zins=Coupons und zwar die Obligationen I. und II. Serie vom 18. Juli und wit ein 111. Serie vom 19. October d. J. ab, mit welchen Tagen die Verzinsung aufhört, dn da# Nummern=Verzeichnisse bei einer der vorgedachten Cassen portofrei einzureichen, tonenden den Nominalbetrag derselben nebst den fünfprocentigen Zinsen für die Obliga1. Juli; und II. Serie vom 1. bis 18. Juli mit 7½ Sgr. und für die der III. Serie vom Jug in's 18. October d. J. mit 1 Thlr. 15 Sgr. für je 100 Thlr. Capitalbetrag Zug um ebgelief pfang zu nehmen. Wird der am 2. Januar 1864 zahlfällige Zins=Coupon nicht mit bis uu““t, so werden bezüglich der Obligationen I. und II. Serie die Zinsen vom 19. Juli 99..110 December mit 2 Thlr. 7 Sgr. 6 Pfg. und bezüglich der der III. Serie solche vom 2. g 0der bis 31. December d. J. mit 1 Thlr., so wie für jeden ferner fehlenden nach dem für je J0g 4864 zahlfällig werdenden Zins=Coupon dessen Geldwerth mit 2 Thlr. 15. Sgr. Formusarg(pitalbetrag in Abzug gebracht. Verabfolg zu den Nummern=Verzeichnissen werden von den erwahnten Cassen unentgeltlich diejenigen Obligationen, welche bis zum Schlusse des Jahres 1864 bei einer der 2 3 Bedachten Cassen zur Rückzahlung nicht eingereicht sind, kann der Betrag derselben vom Pntar 1865 ab nur bei unserer Hauptcasse hier in Empfang genommen werden. Elberfeld, den 12. April 1863. Königliche Eisenbahn=Direction. Hamburg=Americanische Paketfahrt=Actien=Gesellschaft. Steru= Host Lampsschigi Jwischen Tamburg und Nen=Hert, eventuel Southampton anlaufend. dmpfschiff Hammonia, Capt. Schwensen, am Sonnabend den 30. Teutonia, Capt. Taube, am Sonnabend den 13. Juni, „ Bornssia, Capt. Haack, am Sonnabend den 27. Juni, „ Saxonia, Capt. Trautmann, am Sonnabend den 11. Juli, * Hammonia, Capt. Schwensen, am Sonnabend den 25. Juli. Germania, Capt. Ehlers, im Bau begriffen. Passage=Preise: Nach a. Erste Cajüte. Zweite Cajüte. Zwischendeck. #ew=York Pr. Ct. Thlr. 150, Pr. Ct. Thlr. 100, Pr. Ct. Thlr. 60, Frac.=outhampton L. 4, L. 2. 10,. 1. 5. descht. Nach New=York für baumwollene und ord. Waaren L. 2. 10, für feine Waaren L. 3. 10. Nach Southampton L. 1, Alles mit 15 pCt. Primage und per 40 Hamburger Cubikfuß. Güter unter unbestimmter Benennung zahlen den höchsten Frachtsatz, Güter an Ordre im Voraus. Feuergefährliche Gegenstände sind ausSeschlossen. Unter 10 ssterl. und 15 pCt. Primage wird kein Conossement gezeichnet. die Expeditionen der obiger Gesellschaft gehörenden Segelpaketschiffe finden Statt: Näher 2“ New=York am 15. Juni per Paketschiff Oder, Capt. Winzen. zu erfahren bei August Bolten, Wm. Miller's Schiffsmakler, Hamburg, Admiralitätsstraße 37. in Köln bei van Maenen& Thurnmarkt Nr. 73, J. Maaßen, Thurnmarkt Nr. 27, 8 bei. A. Leroy. Oergenn Kinen=Geschschaft Her“ in Vortmund. Bilanz vom 31. December 1862. Güter=Angebot. Es sind uns u. a. folgende Güter zum Verkauf übertragen worden Niederschlesien: Mrg. Nr. 365 Rittergut 2500 Preis 190,000 60,000 Activa. Grundbesitz=Conto„ Gruben=Conto, nach Abzug der statutgemaßen Abschreibung: Bau=Conto, nach Abzug der statutgemäßen Abschreibung Coaksbrennerei=Anlage=Conto, abzüglich Abschreibung Maschinen=Conto, nach Abzug der statutgemäßen Abschreibung Utenfilien=Conto,„„„„ Mobilien=Conte„„„„„ Pferde= und Pferdegeschirr=Conti, abzuglich Abschreibungen: Coaksbrennerei=Conto, Bestände Kohlenbau=Conto,„ Materialien=Conto, 1 Wechsel=Conto,„ Cassa=Conto,„ Diverse Debitoren Passiva. Thlr. 789296 3 Actien=Capital=Conto„ Oldenburger Anleihe=Conto, Anleihe=Capital nach Abzug der im Jahre 1861 eingelöstten 40 Stück Obligationen Thlr. 120000,—— Hiervon ab: für im Jahre 1862 eingelös'te 40 Stück ausgeloos'te Obligationen„ 8000,—— Zinsen=Conto, rückständige fällige Zins=Coupons Dividenden=Conto, rückständige fallige Dividendenscheine Reservefonds=Conto, Bestand vom 31. December 1861. Thlr. Zuschuß vom Jahre 1862.„„ 2040,20, 1 286,21,10 Thlr.[S. 600000 112000— 3095 2580 Diverse Creditoren Gewinn= und Verlust=Conto, Total=Gewinn pro 1862 ab: 1) Betrag der eingelöstten 40 Obligationen.. Thlr. 8000,—.— 2) Gesammtbetrag der Abschreibungen pro 1862„ 8546„19, 5 3) die dem Reservefends pro 1862 zugeschriebenen.„ 286,21,10 Thlr. 19413,27, 7 2327 63347 bleiben Hierzu: der reservirte Gewinn vom Jahre 1861: Thlr. 16833,11, 8 2580,16, 4 Thlr. 3366,—„ 6 Thlr. 11 5946/16 10 Koseece? und besteht der Verwaltungsrath unserer Gesellschaft, nach Wiederwahl des Herrn Pietzcker, nach wie vor aus folgenden Mitgliedern: 1) Banquier Wilh. von Born, Vorsitzender, 2) Kaufmann Fried. Klewitz, Stellvertreter, in Dortmund, 3) Hauptmann a. D. Fried. von Rappard 4) Kaufmann Rudolph Pietzcker in Berlin, 5) Kaufmann Theodor Harig in Magdeburg. Dortmund, den 12. Mai 1863. Der Verwaltungsrath. Coblenz bei J. A. Leroh. Rogelmassig. Uingischmfänrten von Lubeck 8t. P. nach (65 Stunden), Sonnabends Nachm.., die Räderdampfschiffe Trave (90 Stunden), 25. April,., 23. Mai,., 20. Juni,., 18. Juli,., 15., 29. AuSüst, 12., 26. September, 10., 24. Oct., 7. November, Nachm.., das Räderdampfschiff Riga-Lübeck; und Melsingfors(65 Stunden), 14. Mai, 4,, 20. Juni, 16. Juli.., 2j. Aug., 1. Sept.,., 29. Oet., Vorm. 9, das Schraubendampfschiff Alexander; Rolm(50 Stunden), Ystadt und Calmar, am., 10., 15., 20., 25. und 30. " Jeden Monats, Nachm.., die Räderdampfschiffe Svea und Bore; Sholm(58 Stunden), Norrköping, Ystadt und Calmar, Dinstags Copen, Nachm.., die Schraubendampfer L. Torstenson und Bräwiken; Tüugen(12 Stunden), und Gothenburg, Montags u. Donnerstags Nachm. „.“ 30., die Räderdampfschiffe Ellida und Najaden; (12 Stunden), und Malmoe, Freitags Nachm. 4. 30, das Räderoo pfschiff L. J. Bager. Nsch.ügssige Dampischin-Verbindungen in Rotterdam. per Boote der General-Steam-Navigatien-Company jeden Dinstag, Song-ennerstag und Samstag für Passagiere und Güter, bei Gebr. SMITH. Avern## per engl. Schraubenboot jeden Samstag, bei PH. VAN OMMEREN. per engl. Schraubenboot jeden Samstag, in directer Verbindung mit den .Pt booten von Liverpool nach den Vereinigten Staaten von Nord-America und ##-America und auch mit der täglichen Dampfschifffahrt zwischen Liverpool Son““ Irland, bei PH. VAN OMMEREN& P. A. VAN ES& Cp. Nayng“rs u. Harburg per Schraubenboot jeden Freitag bei P..VAN ES& Cp. per niederl. Schraubenbeot jeden.,.,., 11., 14., 18., 21, 24. und 28. jeden Slasg## nats, bei KUTPER VAN DAM& SMEER. ew. Gis. is Grangemouti p. Schraubenb. j. Samst. Morg. b. D. BURGER& SOHN. nD###StIe jeden Samstag von Rotterdam u. jeden Samstag von New-Castle, bei idem dolardemliegt in Tadung! Verkauf ein#e jeden Samstag von Rotterda Reberäumtieg Irhadung nach * C * dia 2“ nouer Vide #end. es -ventuell Monte VIdeo anlau** houand. Schooner Galjot De Nanp 11a Jacoba, Expedition 10. Juni. nlag& Gerbaulet. Eine Kundenmahlmähle bei Bonn imit einigen Morgen Land, Garten und Obstwiese ist günstig zu We 246 x 6. 3. H. Mülleians, QutrinDoischen Sor Oder gz# in und Bonn, womöglich in möblirke eine Eisenbahn=Station, wird Icht. Fr. a Villa mit Garten zu miethen bei mögr. resen bei der Erp. d. Bl. Zimmer zu verm., Tempelstr. 14. a# Zimmer zu verm., Sternengasse 8. S Sterntengastl is Zimner zu vermietten, Ir.,.Hppotheke, gesucht. D. E.., w. Telluf eiles Ackergutes. In der besten Gegend bei Daleiden in der Eifel, läßt der Ackerer Peter Schottler auf dem Kahlenbornerhof sein Gebäude, nebst den unmittelbar um dasselbe liegenden Ackerländereien, im Ganzen circa 240 Morgen ent. haltend, worunter 100 Morgen Ackerländereien und 70 Morgen Waldungen und circa 24 Wagen süßes Heu vorhanden ist aus freier Hand verkaufen. Die Bedingungen werden sehr günstig gestellt, sind näher beim Eigenthümer selbst zu erfahren und bei hinlanglicher Sicherheit ist; des Steigpreises als Anzahlung genügend. Die zu Düsseldorf an der Flingerund Marktstraßen=Ecke in bester Geschäftslage gelegenen zusammenhängenden Hauser Nr. 2 und 4, mit einer Fronte von 74 Fuß, sind aus freier Hand unter günstigen Bedingungen zu kaufen. Zu erfragen in Dusseldorf bei W. Lamers Kaiserstraße Nr. 48. schön möblirtes Landhaus, oberhalb Schein Rührrandt=Aekten=Verein Zu Enlrburg. Bilanz für 1862. ACTIVA. 1) Kanäle, Häfen, Magazinplätze, Grundstücke 2) Gebäulichkeiten Abschreidung 14% Zugang in 1862 3) Schleusen und Brücken. Abschreibung 3% 4) Geräthschaften, Nachen, Mobilien 2c. Abschreibung 74% Zugang in 1862 5) Baarbestände und verzinslich ausstehende Gelder 6) Werthpapiere 7) Vorschüsse 8) Einnahme=Reste Thlr. S. 314398/16 PASSIVA. 43142 56005 1663 129999/15 750—— 1392010 72.7/9 546172 1//8 1) Actien=Capital 2) Anleihen vom Staat, noch.. 3) Rheinkanal=Obligationen 4) Gläubiger(Anleihen zur Erweiterung des Ryeintanals) 5) Dividende(vorläufig nach§. 26 des revidirten Statuts) 6) Ausgabe=Reste„ Vermögen, entstanden durch Amortisation der Anleihen vom Staat, Vermehrung der Substanz aus den laufenden Einnahmen und des Baarbestandes## nemma 29 Thlr., S. 83400— 73887 98250 210000— 4170— 2252/— 74212 546172 1 Durch Beschluß der diesjährigen ordentlichen General=Versammlung ist die Dividende für 1862, einschließlich der hiervor unter 5 vorläufig aufgeführten, auf 30% oder neunzig Thaler für jede Actie festgestellt. Dieselbe kann vom 1. Juli d. J. ab bei unserer Hafencasse, wie auch bei einem der Bankhäuser: S. Bleichröder in Berlin, Deichmann& Comp. in Köln, Theodor Böninger Söhne hierselbst, gegen Zurücklassung der betreffenden Dividendenscheine erhoben werden. Zugleich bringen wir statutgemäß hierdurch zur allgemeinen Kenntniß, daß in Folge der Statt gefundenen Wahlen die Direction jetzt aus den Herren: 1) August Nieten, 2) H. W. Stallmann, 3) Franz Brockhoff, und der Verwaltungsrath aus den Herren: 1) Bürgermeister Schlegtendal als Vorsitzendem, 2) Ferdinand Böninger als Stellvertreter desselben, 3) M. E. Matthes, 4) Theödor vom Rath, und 5) Otto Carstanjen besteht, und daß die unter 3, 4 und 5 genannten Herren zu Stellvertretern für Fälle Vacanz oder Verhinderung eines oder mehrerer Directions=Mitglieder erwählt wurden. Duisburg, den 14. Mai 1863. Die Direction des Rhein=Ruhrkanal=Actien=Vereins. der Mittelschlesien. Nr. 221 Herrschaft 4000 300,000 80,000 „ 205 Rittergut 1500 85,000 30,000 211 dto. 1470 70,000 20,000 „ 213 dto. 1300 110,000— 212 dto. 1250 85,000 20,000 „ 206 dto. 1100 65,000 25,000 208 dto. 780 32,000 10,000 „ 209 dto. 715 40,000 12,000 „ 220 dto. 485 48,000 16,000 „ 210 dto. 400 32,000 12,000 „ 204 Freigut 450 55,000 20,000 Oberschlesien. Nr. 216 Herrschaft 3300 150,000 50,000 „ 215 Rittergut 1800 85,000 30,000 „ 217 dto. 1350 65,000 18,000 „ 301 dto. 1100 55,000 15,000 „ 406 dto. 850 40,000 15,000 „ 218 dto. 790 45,000 15,900 Großherz. Posen. Nr. 407 Rittergut 780 28,000 12,000 „ 200 Freigut 600 38,000 20,000 „ 202 Vorwerk 550 26,000 10,000 „ 201 dto. 440 26,000 10,000 Special=Anschläge sind in unserem Bureau einzusehen. landwirthschaftliches Central=Comptoir Bilanz der Bergbau=Gesellschaft„CONCORDIA“ zu Oberhausen=Bahnhof am 31. December 1862. Activa. 1. Zeche Concordia, Schacht I. 2.„„„ II. „ 3. Mulheimer Steuer=Conto 4. Kohlen= und Coaks=Lager=Conto 5. Kohlen=Lager in Ruhrort 6. Ziegelei=Conto 7. Traß=Conto 8. Conto=Corrent=Debitoren 9. Wechsel=Conto Cassa=Conto 10. EBonn am Rhein gelegen, ist für die Sommermonate zu vermiethen. Bescheid bei der Expedition d. Bl. * Somödienstraße 101, Zimmer mit od. ohne Smobel billig zu vermiethen. 1. Actien=Capital=Conto 2. Darlehn=Conto Reserve=Fonds=Conto Mülheimer Zehnt=Gesellschaft 5. Dividenden=Conto 6. Diverse Creditoren=Conto to=Corrent=Creditoren Gewinn=Reserve=Conto Amortisations=Conto. Passiva. Oberhausen=Bahnhof, den 6. Mai 1863. Für Aerzte. In Burg a. d. Wupper wird die Niederlassung eines jungen Arztes gewünscht, welcher zugleich Wundarzt und Geburtshelfer ist. Die Stadt selbst und eine bevölkerte Umgegend bieten Gelegenheit zu einer ausgedehnten Praxis. Für Behandlung der Armen= und Hülfs=Cassen=Kranken sind Thlr. 120 jährlich zugesichert. Thlr. 787,249, 7, 4 „ 485,202,15„9 „ 103,384,23, 7 „ 7,446,26, 8 „ 5,291,16,— „ 695„27, 4 „ m ½9 „ 62,485,28,11 „ 6,275,10, 6 563, 6,10 Thlr. 1,408,(53, 12,11 Ein erfahrener, Ese mit guten Zeugnissen verLsehener Goldarbeiter=Gehülfe udet Sondityo e„scherfel d in Essen. Thlr. 1,100,000,—.— 82,000,—.— „ 66,031,14, 6 50,000 D „ 11,005, 5, 6 „ 78,709,14,11 „ 3, 9 3 2, 8,— 11050—.— Thlr. 1,408, 653,12,11 Der Vorstand. * in bestens empfohlener sehr gewandter GKoch sucht Stelle, Thurnmarkt 33. Ein Friseurlehrl. gesucht. St. Agatha 29. #I tücht. Zimmerges. ges. Carthäuserhof 14. * Ein starker Metzgerlehrjunge gesucht. Die Expedition sagt, wo. Möbelschreiner finden Arbeit, St. Apernstr. 26. Geübte Sandformer und Lehmformer können eintreten bei Keller Sp; Banning in Hamm. Düchtige Former, Maschinen=Schlosser, & Dreher und Hobler finden dauernde u. lohnende Beschäftigung auf der FriedrichWilhelmshütte zu Mülheim an der Ruhr. Ein Bäckergesell gesucht. Auskunft wird Certheilt, Verlengraben 3. Rockarbeiter gesucht, St. Agatha 31, Compagnon gesucht. An einem nachweislich lucrativen Geschäfte Kölns beabsichtigt sich ein solider junger Mann mit einer Einlage von 2= bis 3000 Thlr. zu betheiligen. Strengste Discretion wird zugesichert und Franco=Offerten werden unter Lit. T 55 durch die Exp. d. Bl. besorgt. Assorle=Gesuch. Ein gut situirter Kaufmann in einer frequenten an Eisenbahn, Chaussee und Wasserstraße gelegenen Provinzialstadt wünscht neben seinem nicht unbedeutenden Detail=Geschäft ein Fabrik=Geschäft zu begründen. Derselbe sucht zu diesem Unternehmen einen Socius, der, wenn auch ohne Vermögen, die Fabrication des von ihm vorzuschlagenden Artikels gründlich versteht. Der Reflectant wolle die Güte haben, in seinem Schreiben auf das Fabricat und dessen Rentabilität näher einzugehen, da andere Offerten keine Berücksichtigung finden. Räumlichkeiten sind vorhanden. Offerten werden unter NML poste rest. Berlin bis zum 25. Mai erbeten.„ Alls Assocte wird in einer Brauerei und Destillerie in einem sehr freundlichen Orte am Rhein ein gesetzter junger Mann gesucht, der wo möglich früher in einem ähnlichen Geschäfte gewesen und sich hauptsächlich mit der Buchführung und dem Verkauf der Fabricate zu befassen hat. Zur Ausdehnung des Geschäfts ist ein Einlage=Capital von circa Thlr. 5= bis 8000 erforderlich. Franco=Offerten unter Chiffre N Nr. 61 besorgt die Expedition d. Bl. Compagnon=Gesuch. Ein junger Kaufmann, der längere Jahre in America war, die besten Connexionen hat und seit einiger Zeit in Bremen ein TabaksGeschäft etablirt hat, wünscht zur Erweiterung desselben einen Compagnon mit=—8000 Thlr. Portofreie Adressen unter Lit. D Z 86 in der Expedition dieser Zeitung abzugeben. genturen=Gesuch für Essen und Umgegend. Franco=Offerten unter peste restante Essen. Agenturen. Ein Agentur=Geschäft in Fürth, welches Commissions=Lager hält und Baiern, Baden und Würtemberg bereisen läßt, sucht noch Agenturen couranter Artikel. FrancoOfferten unter 83 besorgt die Exp. d. Bl. Ein leistungsfäh. Commiss.=Haus Sin Köln, im Besitze großer Lagerräume, wünscht Commiss.=Lager von Metallen u. andern gangbaren Artikeln zu übernehmen. Fr.=Offerten Lit. W J 200 besorgt die Exp.* (Ein junger Mann, von gefälligem, gesunGden Aeußern, mit einer sichern, sorgenfreien Stellung und persönlichem Vermögen, sucht eine Lebensgefährtin in einem Alter von 20 bis 25 Jahren, von sanftem, anspruchslosem Charakter und angenehmem Aeußern. Auf Vermögen wird nicht gesehen. Gefällige nicht anonyme Franco=Offerten beliebe man sub Lit. 0 69 an die Expedition d. Bl. abzugeben. Strengste Discretion wird zugesichert. Ein mit dem Kurz=, Eisen= und PosamentirGwaarenfache vertrauter junger Mann, der 5 Jahre in Spanien conditionirt hat, und der englischen und französischen Correspondenz mächtig ist, sucht ein Engagement. Nähere Auskunft ertheilt Herr W. F. Ehrenberg, Berlin, Kaiserstraße 32. Annonce. Ein pensionirter Feldwebel, Unterofficier oder Beamter, der im Schreiben und Rechnungswesen erfahren ist, findet Anstellung in einer mechanischen Fabrik. Gef. Fr.Offerten unter Lit. N J 82 besorgt die Erped. d Bl. (Ein pro licentia concionandi et Epro schola geprüfter cand. theol., der bis jetzt in einem englischen Erziehungs=Institute angestellt, sucht zum 1. Juli eine Stelle. Icanco=Offerten unter M 29 besorgt die Expedition. Ein Commissionslager gangbarer Artikel Gfür den Engros= oder Detail=Verkauf wird zu übernehmen gesucht und kann jede Garantie gegeben werden. Offerten unter F B Nr. 263 an das Inseraten=Bureau der Jäger'schen Buchhandlung in Frankfurt a. M. ür Köln und Umgegend wird ein Agent ( für Farbwaaren gesucht. Franco=Offerten unter X Nr. 17 nimmt die Expedition dieses Blattes entgegen. s wird in Köln ein resp. Haus gewunscht, Gwas gegen angemessene Provision auf sich trassiren läßt. Franco=Offerten unter Lit. R Nr. 36 nimmt die Expedition entgegen. Für Gutsbesitzer. Ein junger, unverheiratheter Oekenom, theoretisch und praktisch gebildet, der längere Zeit ein Gut selbstständig verwaltete, sucht zur Stütze des Besitzers auf einem größeren Gute Stelle. Auf Salair wird kein Anspruch gemacht, und stehen, die besten Zeugnisse zur Seite. Fr.=Offerten nimmt die Exped. d. Bl. unter Lit. V W 37 entgegen. zanter günstigen Bedingungen findet ein gemüths= oder nervenkranker Herr, oder eine Dame in der Familie eines Arztes auf dem Lande in schöner, gesunder Gegend Westphalens dauernde Aufnahme und Pflege. Adressen, franco, erbeten unter B. B. 15 Bäder und TrinkKur. Broibas=Kauh... Nunchen von kohlensaurem Gas. Telegraphen-Station, Die Kascheime bei Frankfurt am Main. Trinf=Kuren aig.... aurereichen Soolthermen, welche sich bereits einen so bedeutenden Ruf guellen der au za namentlich zu Bade=Kuren verwandt.— Die beiden neben der shönt a gurbrunnen und der Saiz dem effs., tten Gabgehalt aus. stzenden Kuf erwvorben haben,„werden sowgrigtt der Kurdr unnen und der Salzbrunnen mit neu erdauten Trinkhaue, belegenen Orintuck und durch ihren Gaag 8 u. Her ar tunt eine Temperatur von 170 R. Zeichgg, gech Zurch ihre Klärheit, ihren angen=Regzt, dem Kisunger Kagatn da 3e aus. Der Kurdrunnen wirkt leichter, der Salzbrunnen stärker abfuhrend. Der erstere,wird mit vieiz. resp. 29.27 und 239 K vaurs.die Heite gestellt.— Die herrlichen drei Badequellen, die weit berühmten„Nauheimer Sprudel“. von sondern auch in ellen Frtaarttichegarme mit 4 pCt. Salzgehalt und einem großen Reichthum an Kohlensäure, werden ticht für zu. Bädern Quellen gefunden wirh.guchen verwandt, und liefern ein soreiches Matertal zu Kohlensäuredouchen, wie es nicht leicht an anderb Möglichteit gegeben un###t die Einrichtungen der Quellenleitungen und Badehauser ist die sonst nirgends in Deutschland zu findende 299 K hemzpen###dtticationen der natürlichen Warme der Bäder herzustellen, welche sich zwischen 22 und bei seropbulssen Hauteusschlägen und Flebten hait seropbrisen Geskasßzen zug gu us dei alen Hormen der Serop deln, insonderseit den und Gicht; bei Gronischen Unterle. He.. ferner bei rheumatischen Beschwer, mutterleiden Unfractbarkeit und Bu.;erdggrschiehener Keid al=Beschwerden, Anschwellungen der Leber und der Milz bei Gebär— Nauheim reitt an die Wirsanteit seiner Wasßser die I,; endlich bei veralteten spphtlitischen Afegionen. provifortsche Kursaal, seine Conversatlonst, Pasr, Amehmlichkeiten, welche die bevorzuagteten Hader des Rheinthales bieten. Der Nauseim is 10 Minten von den Migerschesten Wdie Cdts und Feskaurant, 3 Ia earte.d Bite und Coterte zu Schwalheim entfernt, welche durch den Herrn ehemaligen Ober=Arzt der Kaltwasserbeilanstalt zu Bellevue bei Paris, dirigirt wird. Eröffnung der Salous seit dem 1. April. =Nauhein, ist 55 Minuten von Frankfurt durch die Main=Weser=Eisenbahn entfernt. Aeir..# Mineral=Brunnen. Täglich frische Fullung, welche empftehlt die Brunnen=Verwaltung. C. E. Pfister, Mechanikus und Bandagist in Berlin, 215 Friedrichsstraße 215, empfiehlt sich zur Anfertigung künstlicher Hände und Füße, orthopädischer Maschinen und Bandagen. Ganz besonders sind meine von mir in neuerer Zeit verbesserten künstlichen Gliedmassen zu veachten, denn ich träge selbst einen künstlichen Fuß und bin damit im Stande, den ganzen Tag über stehend zuarbeitenund große Strecken ohne weitere Unterstützung zurückzulegen. (Dr. Ernest, 104 Jähr) bewährtestes Mittel gegen „alle Magenleiden“, insbesondere gegen Uebelkeit, Unverdaulichkeit, Kolik, Magenkrampf, Würmer 2c., dessen überaus wohlthätige Wirkungen von den berühmtesten ärztlichen Autoritäten anerkannt wird, ist in Original=Flaschen à 10 Sgr. allein zu haben bei Kersten& Dellmann in Halle a. d. S. Einige hundert Atteste verbürgen die auHerordentlichen Wirkungen unseres Elixir's. Stuckohlen ftel aus Haus. 38 Ssr. Selbach& Siepen, Thürmchensgasse 10. Span(Gelgien). Bübe=Satson 1805. vom 1. Mai bis 81. October. Außer gewöhnlichen Bällen, Cencerten und Illuminationen für die Kurgäste, werden diesesmal in den Promenaden Gärt## Brunnen mehrere große ländliche Feste gegeben. In den Concerten 2c. man die ersten Künstler Europa's. Die ersten großen Wettrennen sind auf Montag den 15. und Mittwoch den 17. Juni festgesetzt. Proberennen am 15. Juni. Preis: Barisare-Pouhon-Cascade-Geronstère der Stadt Spaa und der Gemeinde Handicap). Mittwoch 17. Große Steeple-Chase Handicap, 2 Steeple-Chases Gentiemen-riders. Die 2. Rennen im September. Die enorme Frequenz der Spaa=Bäder rührt nicht allein von ihrer Wirksamkeit her, sondern auch, weil anstatt Vergnügungen zu untersagen, sie solche bedingen. Für Promenaden und Ausflüge bietet Spaa * Ein neues Haus mit Garten an Gereon(nicht Geschäftsstraße) ist zu 6500 Thlr. zu verkaufen. Dasselbe enth. 14 Räume und kann bald bezogen werden. Fr.=Off.(gez.) J W 79 besorgt die Exped. d. Bl. 30.000 Thlr auszuleihen, zusammen 90,000 Tyll. oder in Abtheilungen. Fr.=Offert.(gez.)0 K 100 poste restante Köln. „ Eine 2. Etage, 4., Bleiche, Br. u. Regenw., Can sille Fam. zu verm., Georgstraße 19. zu vermiethen, Waisenhausgasse 21. Haus * u verkaufen das Haus Glockenring 7 unOd)ter angen. Beding. N. Schwalbeng. 16. einem Agentur= u. Commissions= O Geschäft in Elberfeld wird zu baldigem Eintritt ein mit den nöthigen Vorkenntnissen versehener Lehrling gesucht. Franco=Offerten unter Lit. B Nr. 89 besorgt die Erp. d. Bl. Ergagenenisechesich. * Für zwei bed. magdeb. Weinhandl. werden tüchtige Reisende, welche womöglich schon für rhein. Weingeschafte gewirkt haben, gesucht durch das Comm.=Bureau von L. Loewer in Magdeburg. NB. Geschäftsleute aller Branchen werden prompt placirt. 3 Siedemeister= 2c. Gesuch. Für ein bed. Rittergut in der Prov. Sachsen, mit welchem eine Zuckerfabrik verbunden ist, wird ein tüchtiger Siedemeister, ein OekonomieInsp. und ein Feld=Verwalter verlangt durch das Comm.=Bureau von L. Loewer in Nagdeburg. 2 Ein Obermüller, im Schärfen hiesiger wie franz. Steine erfahren, wird für eine auswärtige Mühle zum sofortigen Eintritt gesucht. Näheres bei F. Wildt, Apostelnstraße 12 hier. * in hiesiges Manufactur=Engros=Geschäft Swünscht einen Reisenden zu engagiren, welcher bereits als solcher in dieser Branche thätig war und über seine Leistungen sich genügend ausweisen kann. Franco=Offerten unter Lit. S W 76 besorgt die Exped. d. Bl. * Einjunger schweizerischer Commisionair, der Cdreier Sprachen mächtig, seit einigen Jahren die Schweiz und Italien bereis't und dem die besten Referenzen zur Seite stehen, sucht eine fire dauernde Anstellung in einer bedeutenden Fabrik Deutschlands. Gefällige Franco=Offerten unter Chiffre A B 44 befördert die Exp. der Ztg. * Ein Färber, welcher die Führung der Küppen, so wie die der Stück= u. Wollfärberei gründlich versteht und die besten Zeugnisse besitzt, sucht eine Stelle. Zu erfragen bei heusch, Benesisstraße Nr. 18. 1 Oberkellnerzimmerkelner,1Salkkellner für nach Lättich, 1 Küchenhaushäterin, gesucht. I. Baum, Marzellenstraße 21—. Ein junger Mensch, in aller Arbeit erfahEren, sucht Stelle als Bedienter, Hausknecht, Lungengasse 3. Taal- und Zimmerkellner gesucht. Eintritt gleich. Die Expedition sagt, wo. Ersahrene Kupserschmniche gegen hohen Lohn auf dauernde Arbeit gesucht bei P. Wirtz. * Ein tüchtiger Kappenmacher=Gehülfe wird Cals Werkführer engagiren gesucht. Gef. Franco=Offerten unter B die Expedition d. Bl. gegen hohen Salair zu 80 besorgt *Ein im Haarschneiden geübter, tüchtiger EBarbiergehülfe, der gleich eintreten kann, wird gegen ein monatliches Salair von 5 bis 6 Thlrn. gesucht von Leonard Mertens, Buttermarkt 1. Tischlergesellen gesucht, Kupfergasse 10. EEin zuverläss. Brenner ges. Ehrenstraße 47. * Ein Hausknecht, womöglich ein stadtkundiEger, gesucht, Breitstraße 153. *Ein Bäckergesell ges., gr. Griechenm. 20. Ein Tapeziergehülfe ges., Elstergasse 8. in Lehrling fürs Kupferschmiede=Geschäft Egesucht, Breitstraße 21. TTischlergesellen finden Arbeit, Breitstr. 141. Ein Schreinergeselle gesucht, Ehrenstr. 69. * Dehn tüchtige Maurer finden Arbeit, # Gereonstraße 73. Gresucht 1 Färberm., 2 Haushält., 1 Ladenm., (2 Kellner, 1 Conditor durch A. I. Flecken, Comm.=Bureau in Nachen. * Ein Schlosserlehrl. ges., gr. Griechenm. 11 * Tischlergesell gesucht, Kämmergasse 32. 81 Junge zum Aufw. ges., Martinstraße 27. #1 Junge f. leichte Commis. ges., Breitstraße 25. * in braves fleißiges Mädchen mit guten CZeugn. s. Stelle als Zweitmädch. DienstBureau L. von Oven, Schildergasse 82.—. *Tord, Mädchen s. K. zum W. u. Putzen, Ruhr 2. Inserate in den auswärtigen Zeitungen werden zur Frühjahrs-Saison allen Herren Fabricanten, Kaufleuten etc., als das sieherste, wirksamste und billigste Mittel empfohlen: in den Provinzen, se wie in andern Ländern Absatz resp. Kundschaft herbeizuführen. Nachfolgende viel gelesene Zeitungen sind diesem Zwecke besonders entsprechend: Breslauer Zeitung, Schlesische Zeitung, Königsberger Zeitung, Danziger Zeitg. u. Dampfboot, Stettiner u. Pomm. Zeitung, Ostseezeitung, Magdeburger Zeitung, Amtl. Magdeb. Anzeiger, Posener Zeitung, Ostdeutsche Zeitung, Rigaische Zeitung, Petersburger Zeitung, Journal de St. Petersburg, Gazeta Warszawska, Amsterdam’sche Courant, Rotterdam'sche Courant, Indépendance belge, London, The Times, Kölnische Zeitung, Elberfelder Zeitung, Westphälische Merkur, Leipziger Illustr. Zeitung, Bremer Weserzeitung, Frankfurter Journal, Hamburger Börsenhalle, Hannover, Ztg. f. Nddeutschl., Braunschweiger Reichs-Ztg., Paris, Journ. des Débats, Triest, Osservatore, Berner Bund, Züricher Zeitung, Constantinopel, Presse, Bukarester Zeitung, Copenhagen, Dagbladet, Stockholm, Allehanda, Münchener Nachrichten, Kasseler Zeitung, Rostocker Zeitung, Mecklenburgische Zeitung, Wiener Presse, Pesther Lloyd, Leipziger Allgemeine Ztg. Altonaer Wochenblatt, Stuttgarter Illustr.Zeitung, Madrid, Constitucional, New-York, Tribune, New-York, Staats-Zeitung, Rio de Janeiro, Commercio, Algier,’Akhbar, Capstad, het Volksblad, Hong-Kong, O. China Mail, Melbourner deutsche Ztg. Mit diesen, so wie allen übrigen Zeitungen die wir seit 7 Jahren als HauptAgenten vertreten, stehen wir in fortwährender Correspondenz. Porto oder Provision wird nicht berechnet. Tarif über sämmtl. Zeitungen wird gratis geliefert. A. Retemeyer’s und Annoncen-Bureau, 1. Berlim, Schlossplatz. Central-ZeitungsBreite Str. Torzgeschaft. Der Unterzeichnete macht hiermit bekannt, daß er in Mülheim am Rhein, an der DeutzMülheimer Chaussee und am Rhein, neben der Wahnscheid'schen Villa, eine Bord= und Holzhandlung eröffnet hat und bittet die betreffenden Consumenten, ihn mit ihrem Zuspruch zu beehren. Mülheim am Rhein, den 17. Mai 1863. Ernst Prieger. Die Weiß= und Modewaaren=Handlung R. Reicherz, *„ Unter Seidmacher 7(Obenmarspforten), empfiehlt eine schöne Auswahl in Kragen, Schleiern, Mull, Gardinenstoffen, so wie Aermel und Hauben, und macht besonders aufmerksam auf eine Partie Tüll= Mantillen zu sehr billigen Preisen. 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Die von Herren Leveson& Comp. hier bezogene Thenard'sche Copir=Dinte entspricht vollständig allen Anforderungen, indem dieselbe nicht dick wird, so wie auch nicht schimmelt; auch liefert dieselbe noch nach langerer Zeit eine deutliche Copie, weßhalb die Thenard'sche Copir=Dinte vor allen anderen den Vorzug verdient. Köln. Die General=Bevollmächtigten der Ultrajectum I. Degraa& Comp. Die von Herren Leveson& Comp. hier bezogene Thenard'sche Copir=Dinte enspricht vollständig allen Anforderungen, indem dieselbe stets flüssig und schwarz bleibt und nicht schimmelt, auch gibt sie noch deutliche Copie nach mehrtägigem Gebrauche. Koln, F. J. Lautenschläger, General=Agent der Schlesischen Feuer=Versicherungs=Gesellschaft. sön. Leveson& Co., Herzogstraße Nr. 3. Kölner Wohnungs=Anzeiger plänen Gouvernante. Eine junge Engländerin von guter Familie wünscht eine Stelle als Gesellschafterin einer jungen Dame oder als Gouvernante von Kindern. Sie erwartet nur ein mäßiges Salair. Ihr Zweck ist, eine vollständigere Kenntniß des Deutschen dafür, daß sie das Englische lehrt, zu erhalten. Näheres: in der Expedition dieser Zeitung. nebst den neuesten Fahrpl à 1 Sgr. zu haben. An= u. Abmeldungen abzugeben bei Fritz Greven, Hochstraße 42—. vom 17. Mai enthalt 426 disp. Räume von Häusern, Etagen, Zimmern 2c.; käuflich 1 Sgr. Ein Handwagen zu verk. Marfilstein 31. 0 In cherche une bonne’enfants française, qui parle sa langue correctement. ’adresser Mittelstrasse 3. CI ne jeune dame française, sachant Ia Umusique, les éléments du dessin et munie’un brevét supérieur, désirerait se placer dans une maison particulière ou dans un pensionnat.’adresser à Melle. Simon chez Frau von Fischer, Münster. grin anständiges Mädchen von angenehmem GAeußern wird für eine Conditorei und Café gesucht. Näheres franco bei J. Geerling in Wesel. gür ein hiesiges Manufactur= und ModeD waaren=Geschäft wird eine tüchtige Verkäuferin gesucht, die auch in der Confection durchaus erfahren sein muß. 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