Nr. 145. 1858. erantworticher Redackeur: Heinrich Krase in Köln. Verleger: Joseph DuMont in Köln. Drucker: M. DuMont=Schauberg, Preitstraße 76, 78. k. Cohen; Düseisenf Buddenssche Bachl Donnerstag, 27. Mai. Prin=Preis: in Köln 24 Thlr., in Preußen 24 Thlr., im übrigen Deutschland. 26 Thlr. 4jährig. Anzeige=Gebühr; 2 Sgr. die kleine Zeile. Briefe portofrei. Anzeigen übernehmen in Brüssel M. Brouwet, 39 Montagne de ls cour; Paris Löwenfels, 29 Rue des bons enfants; London J. J. Ewer u.., 390 Oxford-Street; Rotterdam H. Niigh für ganz Holland. Uebersicht. 9 Innungen und die Gewerbefreiheit. II. teichs,#and. Berlin(Amtliches; die französischen 2c. Anfeindungen Oesterhächtris. grdezungen in der Armee; die großen Herbstellebungen; VerEisenher*r Prinz=Gemahl von England; Montenegro; Deutz=Gießener Münckax“; russische Eisenbahn;), Spiker). Potsdam(Hof=Nachrichten). d####en(Ministerwechsel=Gerüchte; Landtag). Hannover(die März=Minister; Kast.“ zse Bundes=Beschluß). Aus Ostfriesland(Ostfriesland und Preußen). ###r, La6 Ministerium). Frankfurt(das diplomatische Corps). Wien(Mon310, Serbien; Note an Frankreich; Finanzwache). .###n. Genua(Preß=Proceß). Neapel(der Cagliari). Fragi., Brüssel(Wahlen; Vergrößerung von Antwerpen; Duell), Geselsch.####ch. Paris(die Conferenz; Antwerpen; die spanische Krifis; Versausten zu gegenseitiger Hülfe; das Univers über den Hospizgüter.4 Bojaren; Spa inglisches Ministerium; Montenegro; Spanien; Umtriebe der Algier). nien. Madrid(Reisen der Parteihäupter; die Königin in Albacete). ertugal. Lissabon(die Königin). kand#kritannien. London(Lord I. Russellz, die indische Debatte; und.“ unv Lord Shaftesburh; die Times über Preußen; Gladstione Vusraeli; die Schiffsbaukunst). enemark. Kopenhagen(deutsche Beamte; die schwedische Presse). apland. Petersburg(Montenegro; innere Reformen). ##rkei.(Ankunft von Truppen in Trebinje.) „-Iypten.(Der Tod Ahmed Pascha'.) ermischte, Local=, Handels= und Böosen=Nachrichten. Die Innungen und die Gewerbefreiheit. II. * Köln, 26. Mai. sughe alte Gewerbe=Ordnung mit ihren sich gegensetig voll Eiferabschließenden zahlreichen Einzel=Zünften hat sich überlebt; aber alle noch bestehenden Innungen sofort und ohne ZauX gänzlich aufgehoben werden? eiwag#rem Ursprunge zum wenigsten, da waren die alten Zünfte E. anz Anderes, als Veranstaltungen gewerblicher Monopolsucht. wesentlich Anstalten zur Pflege nicht bloß der gewerblichen tigken sondern auch der bürgerlichen Selbstständigkeit und Ehrenhafstützung“ waren Anstalten zu gegenseitiger wirthschaftlicher Unterunter 8 ihrer Mitglieder nicht bloß, sondern auch zur Rechtswahrung amsen und nach außen und selbst Behufs politischer Mitwirkung den Abtischen Gemeindewesen zu Rath und That, in Krieg und Friedamal ngs ist das politische Leben heute ein ganz anderes als kongl: Die Städte sind weit enger verflochten in umfassendere NaKrie oder Landes=Staaten, und die verschiedenen Functionen in reiche.1nd Frieden, in Verwaltung und Rechtsprechung sind weit Zegliedert und weit fester geschieden als in den Zeiten, in wel##e Enser Innungswesen entstand und blühte. Allein,— wenn auch lten unreiferen Gestalten wiederkehren weder sollen noch können, Ea#enug seufzen wir bei unserer reicheren Gliederung und festeren ### dung der politischen Functionen nach der Auffindung von Mituen###d Wegen, der bürgerlichen Gesellschaft wieder zu einer lebendi### vetheiligung an der Wahrnehmung der öffentlichen Interessen zu 9. eifen und dem Umsichgreifen eines dürren Egoismus voll neidischer „ Zehrlichkeit oder gelangweilter Uebersättigung Schranken zu setzen. 52#, immerhin die Gewerbefreiheit im Bunde mit der täglich fortg nenden Dienstbarmachung der Naturkräfte das durchschnittliche Iakommen der Staats=Angehörigen fortdauernd steigern; die Zahl haganse eigenem Vermögen beruhenden selbstständigen Gewerbswird täglich kleiner und die unverhältnißmäßige Masse Lürgerlich abhängiger Arbeiter wird solcher Verbindungen und Gliekungen, welche ihren Mitgliedern wieder mehr bürgerlichen und Pralischen Anhalt zu geben vermögen, täglich bedürftiger. „Wer könnte denn wirklich glauben, entgegnet man, zu diesem Zwecke bestehenden Reste jener alten Innungen benutzen zu können? innen Frgez“t unserer heutigen Zünfte ist ja durchaus„keine nach über die„ Lende, sondern nur eine nach außen abwehrende. Wer sich braucht nur eimmes.kungen des Zunftwesens unterrichten will, der einträchtigung.n#### Proceß=Acten zu studiren, welche wegen BeProcesse sind: Junfte in unseren Archiven aufgesäuft sind. Die Mißgunst und sprechender Beweis, daß das Zunftwesen nur die erschwert den Neid nährt und das Fortkommen durch Arbeit chem Bürger. 1ß es nur einen lieblosen Kampf befördert, in welErtödtung s. 9esen Bürger und Classen gegen Classen gegenseitig auf ordneten# Gemeinsinns hinwirken. Statt der„gesetzlich angeden.“ Einigungen des Zunftwesens werden freiwillige sich bil„und diese werden das leisten, was man von jenen nur noch für amp“c heffen würde. Denn, sagt man uns im bremer Vereine Geseg rbefreiheit,—„in den Zünften ist es das äußere menschliche and.“ welches die Gewerbsgenossen künstlich und systematisch an ein##s fügen will; in der Gewerbefreiheit dagegen verbindet ein innebegensatz ich's Gesetz die Gewerbsbrüder zu werkthätiger Liebe und Zung zn Tr, Hülfeleistung. Die Association oder die freie Vereinineue Gestalt des wirthschaftlichen Zusammenlebens.“ And schaften('s erinnert man an die zahlreichen Versicherungs=GesellKrank„ degen Gefahren aller Art, sodann an die Unterstützungs=, derker 11nd Pensions=Cassen, an die Vorschuß=Vereine für Hand#erpflanzen sich allmählich bis in die kleinsten Städte Deutschlands wverein.“ an die Lese= und Bildungs=Gesellschaften, an die Gewerbeung##esellen-Vereine, die Vereine zur gemeinschaftlichen AnschafLemeins Lebensmitteln und Rohstoffen, so wie auch zur Arbeit in der Freikastlicher Werkstatt 2e.„Alle diese Anstalten müssen aber aus deihen## oder eigenen Wahl der Betheiligten entsprießen; sie geRes., viel besser außerhalb der Innungen, ja, sie müssen sich in der stregr.2PI sogar auf eine möglichst große Zahl von Theilnehmern ervast.,; wenn sie von wirthschaftlichem Nutzen sein, wenn die Verzeln..'s nicht zu kostspielig, wenn das Risico und Opfer des Ein, nicht zu groß, seine Dividende nicht zu gering werden soll.“ vollkommen damit einverstanden, daß die alte zünftige die 9.—Ordvung in ihrem gegenwärtigen Zustande eine Ruine ist, Umgesterze schützt, vielmehr nur, so lange sie nicht durch gründliche kung mit den sehr veränderten politischen und technischen von Neuem in Uebereinstimmung gebracht worden ist, einen wäße afen Neubau der Gesellschaft erschweren würde. Eine zeitgepreußisch. befreiheit muß unerbittlich durchgeführt werden. Die ehlte.* Gesetzgebung(vom 17. Januar 1845 und 9. Februar 1849) handeln icht darin, daß sie gewisse Monopolreste zu schonend besemachten##. Jedenfalls müssen wir zugeben, daß jene in Preußen # mit des ersuche, die alten Innungen von Mißbräuchen zu reinigen, Lebrik uns Lwerbefreiheit zu versöhnen und durch die Bildung der schct utunhstetten Stenertberishe dtatich kot. Eine((8) Die Extrafahrt. elimentale Reisegeschichte von Adolf Mützelburg. Der(Forts.— S. Nr. 144. d. Bl.) nicht her##l war durchaus von denen anderer guter Gasthä scher läch,r. jeden. Er war klein, aber gemüthlich. Die reinen Tis ##te lag##iten uns in verführerischer Unschuld entgegen, die Spei kohlen,“###rausfordernd da, und die Weinkarte blinzelte uns ve# Pust erfunz um so gefährlicher von der Seite her an. Ein angenehm recht“ ganze Zimmer, ein Duft, der sich schwer beschreibe “ oder sut einathmen läßt, ein Duft von Gebratenem, Geschme was, dastst dergleichen, ein unbekanntes, in der Luft schwebend evoruft.bestmmte Sehnsucht nach Rinder= oder Kalbsbrat ##e 6 würdige Seitenstück ihres Mannes, eb he kaum hatte Murcheend betrachtete uns vom Buffet au ihr echt den det sie bemerkt, als er auf sie zuging und at berdene gar uische Händedrücke, wechselte, an welche er dann aufzuweiken die Ruche des Hauses für den heutig aie Ashaeten W. wir uns st“ sehr befriedigend aus, und die nächsten Minut tteffende Angreißg, Zagde in einem ernsten Kriegsrath über d (I0 nach dem Grade.#t: Jeder wählte dasselbe nach seinem Wunst gperationen aber wurd, an Thatendurstes. Als gemeinsame Basis d Is währte auch nicht nan gewählt, und zwar guter. zerstörte die Bastion“##s# waren wir alle in voller Arb ählt, bis auf die Grundm... di i mir zum Angr ###sen, eröffnete dann die guu Ermuthigt durch das glückli eurer Ente und verschiedenen Gatur, Käse. das aue Sese Langeren Gunsten ausschlug. Der Pampor wars 4ls 84 In Lhuhen des Sieges noch auf einen dritten Feiadd Kelchen Manier den Mzsln a Schugradet, zurichzelbe dug den Alapter von vin Wanlen Kronstadts. den ia iu dem Getümmel dieses Kampfes und troßz des Eisers eh. lichtschuldigst meine Operationen verfolgte, vergaß ich de 9 vones., wentg das Bild meiner schönen Unbekannten, wie To 3 Lue„#enig das Bild usg. 5x ugebetete Sophig. wastliche gr. hatte sich zu uns gesetzt und mit Murchel eine onversation angeknüpft, die mit der Güte des hambur umfassende und zeitgemäße corporative Ordnung des Gewerbelebens neu zu schaffen, bis jetzt noch wenig oder gar keine Hoffnung des Gelingens darbieten. Die gleichsam in Spiritus gesetzten Reste der alten Innungen leisteten seitdem nichts, als daß sie von Zeit zu Zeit darüber im Gewerberathe Streit anfangen, ob ein Bartscherer auch die Haare schneiden oder ein Friseur auch barbieren, welcher Holzarbeiter Beil oder Hobel gebrauchen und des Leimtopfs sich bedienen darf, und was dergleichen kläglichen Unsinns mehr ist. Das natürliche Ende ist dann, daß über solche Streitigkeiten mit bureaukratischem Belieben harthörig zur verdienten Tagesordnung übergegangen wird, und daß Innungen und Gewerberäthe fast nur noch als Anlässe nutzloser Kraftund Zeitverschwendung erscheinen. Allein wenn die Ausführung mißlungen ist, so ist damit noch nicht der Grundgedanke der beiden preußischen Gesetzgebungs=Acte von 1845 und 1849 widerlegt. Man könnte der Gewerbefreiheit eine viel breitere Bahn brechen und die alten Arbeits=Beschränkungen und Handwerksscheidungen so gut wie völlig beseitigen, und doch würde noch immer genug Stoff zu gemeinsamen Leistungen und Verwaltungen größerer gewerblicher Gruppen übrig bleiben, der sich wohl— unter Anknüpfung an hergebrachte Pflichten und Vorstellungen— zum Grunde corporativer Bande und gesetzlicher Pflichten verwenden ließe. Es ist uns doch nicht einleuchtend, weßhalb das„äußere menschliche Gesetz“ nicht hierbei mit sehr gutem Erfolge dem„inneren göttlichen Gesetze“ sollte zu Hülfe kommen können! Die Bedenken von dem zu kleinen Umfange vieler der heutigen Zünfte würden sich ja leicht dadurch erledigen lassen, daß recht viele der alten Abtheilungen in größere Gruppen und Classen verschmolzen würden, wie u. A. der königlich sächsische Entwurf vorschlägt. Neben dieser Bedingung würde doch für zahlreiche Zwecke(Unterstützungs=Cassen, Unterrichtsmittel, Schieds= und Ehren=Gerichtsbarkeit u. s..) gesetzliche Verpflichtung einstweilen noch wohl rascher und durchgreifender zu Erfolgen führen und aus dem Aergsten uns hinaushelfen, als allein die belobte Freiwilligkeit,— des großen politischen Interesses an Auffindung von Grundlagen zu einer Vertretung des Gewerbestandes in Staat und Gemeinde, die besser sei, als die bloß nach Kopfzahl und Einkommenclasse, zu geschweigen. Die Gewerbefreiheit mit unbedingter Aufhebung aller alten Gewerbs=Corporationen ist freilich sehr einfach; sie läßt sich in zwei Zeilen decretiren; allein bloß mit dieser Einfachheit ist noch wenig erwiesen. Wenn die Aufgabe, die wir hier berührt haben, größere Schwierigkeiten bietet, so ist dafür das Ziel— Selbstregierung und Gemeingeist in allen Classen der Gesellschaft zu pflegen, der heißesten Arbeit und des reichlichsten Schweißes wohl werth! Das Erste ist, daß die Aufgabe mit Liebe erörtert und daß für sie eine erweiterte Zustimmung gewonnen werde. Amtliche Nachrichten. Berlin, 25. Mai. Seine Majestät der König haben Allergnädigst gerüht, den nachbenannten Personen Orden zu verleihen, und zwar: den Schwarzen Adler=Orden: dem Herzog von Terceira; den Rothen Adler=Orden 1. Classe: dem Fürstbischof von Breslau, D. H. Förster, dem königlich portugiesischen Minister=Präsidenten und Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Marquis de Loulé, dem königlich portugiesischen Gesandten, Baron Santa Quiteria, zu Berlin und dem Marquis Fisalho; den Stern zum Rothen Adler=Orden 2. Classe: dem fürstlich hohenzollern'schen Wirklichen Geheimen Rath von Weckherlin zu Sigmaringen; den Rothen Adler=Orden 2. Classe mit dem Stern: dem Marquis Souza=Holstein; den Rothen Adler=Orden 2. Classe: dem Chevalier Borges de Castro; den Rothen Adler=Orden 3. Classe mit der Schleife: dem Kammerherrn und Major Frhrn. v. Märcken zu Geerath zu Düsseldorf und dem Propst an der St.=Hedwigs=Kirche zu Berlin, Pelldram; den Rothen Adler=Orden 3. Classe: dem könglich baierischen Kammerherrn und fürstlich hehenzollern'schen Geheimen Finanzrath Frhrn. v. Godin zu Sigmaringen, so wie den Rothen Adler=Orden 4. Classe: dem Gesandtschafts=Attaché, Chevalier de Silva Cabral, und dem fürstlich hohenzollern'schen Hofrath Kraatz. Ferner haben Seine Majestät der König Allergnädigst geruht, den bisherigen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am königlich würtembergischen Hofe, Wirklichen Geheimen Rath und Kammerherrn Grafen v. Seckendorff zu Allerhöchstihrem außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am königlich baierischen Hofe zu ernennen, und dem Advocat=Anwalt bei dem Landgericht in Trier, I. H. Mittweg, den Charakter als Justizrath, so wie dem Buchhalter Jany, bei der RegierungsHauptcasse zu Königsberg, den Charakter als Rechnungsrath zu verleihen. Der Staats=Anzeiger bringt das auf dem Landtage berathene Gesetz, betreffend die Anwendung der für den Verkehr auf den Kunststraßen bestehenden Vorschriften auf die Kreise Wetzlar und Erfurt, vom 10. Mai 1858. Deutschland. * Berlin, 25. Mai. Die Berliner Revue bemerkt über die neuen täglichen Angriffe der französisch=russischen Presse gegen Oesterreich:„Von verschiedenen Hauptstädten aus erschallt gegenwärtig ein Verfolgungsruf gegen Oesterreich.... Wir begreifen den Zorn des Nord gegen Oesterreich, aber wir können dem russischen Blatte versichern, daß Deutschland der wiener Politik um desto mehr zuneigen wird, je lebhafter die Angriffe von Paris und—Brüssel auf dieselbe werden.“ Dieses Wort der Revue ist vollkommen wahr, und nicht bloß in Paris und Brüssel verdient dasselbe beherzigt zu werden. Uebrigens scheint auch die„Zeit“ in Bezug auf Montenegro schon ein wenig einzulenken. Den bereits mitgetheilten Veränderungen und Beförderungen in der Armee fügt die Neue Preußische Zeitung noch nachfolgende hinzu: Der Gen.=Major und Comm. der 25. Juf.=Brig. v. Sydow ist zum Commandanten der Bundesfestung Luremburg und Führer der Brigade der Besatzung daselbst, der Gen.=Major und Commandant von Breslau Frhr. v. Czettritz und Neuhaus zum Comm. der 10. Cav.=Brig., der Oberst und Comm. des 10. Inf.=Regts. v. Natzmer zum Comm. der 25. Inf.=Brig., der Inspecteur der Jäger und Schützen und Comm. des reitenden FeldjägerCorps v. Plonski zum Comm. der 16. Inf.=Brig., der Oberst=Lieut. im 4. Inf.=Regt. v. Diezelski zum Comm. des 2. Inf.=(Königs=)Regts., der OberstLieut. und Comm. des 2. Bats.(Iserlohn) 16. Landw.=Regts. v. Montowt zum Comm. des 10. Inf.=Regts. ernannt, der Oberst=Lieut. im 19. Inf.= Regt. Trüschler v. Falkenstein mit Führung der Geschäfte der Commandan= tur von Breslau beauftragt, und der Oberst=Lieut. und Comm. des 5. JägerBats. v. Vornstedt in das 19. Inf.=Regt. versetzt worden. Befördert Rindfleisches begann und sich so eben auf die Zubereitung der fauren Ente wandte, als meine Ungeduld dieselbe unterbrach. Nun, Herr Hommer, begann ich, und mein Herz klopfte bange dem Stückchen Chesterkäse entgegen, das ich so eben mit meiner Individualität verschmolz, nun, hat Ihnen der Ertrazug nicht noch andere Gäste zugeführt? Nein, mein Herr, mein Hotel wird fast nur von bestimmten Gästen besucht und ist in der Fremde wenig bekannt. Aber ich glaube, es sind allerdings noch einige Gäste aus Berlin angekommen, ein Herr mit zwei Damen. Ein Herr mit zwei Damen! sagte ich höchst ungezwungen und harmlos. Ei, ei, vielleicht Bekannte! Werden sie nicht hier unten zu Abend essen? Nein, mein Herr, Sie haben sich das Abendbrod auf ihr Zimmer bringen lassen. Mein Herz zog sich zusammen und in Folge einer mir bis jetzt unerklärlichen Sympathie auch mein Magen und die Speiseröhre. Ich legte Messer und Gabel hin, versuchte den ganzen Ingrimm getäuschter Hoffnung unter einem Lächeln zu verbergen, das eine seltsame Aehnlichkeit mit einem Kinnbackenkrampf hatte— wie ich selbst in dem gegenüberhangenden Spiegel bemerken konnte. Es ist unrecht, daß Gäste sich so absondern! sagte ich. Man sollte das gar nicht leiden. Die Wirthe sollten darauf bestehen, daß man nur an gemeinsamer Tafel speise! Tjö wöll! sagte Herr Hommer lachend, ich wäre gar nicht so unzufrieden damit; denn die Geselligkeit erhöht die Heiterkeit, und die Heiterkeit befördert den Durst. Versteht sich! rief ich, mich erhitzend. Es ist wirklich eine Schmach! wie manche Menschen so wenig Gemeinsinn haben können, ihr Abendbrod wie Verbrecher in ihrer einsamen Zelle zu verspeisen. Aber es sind Geizhälse, versteckter Geiz liegt unter dieser Absonderung. Da oben brauchen sie keinen Wein zu trinken, dort benetzen sie ihre langweilige Unterhaltung mit einem Glase Wasser oder Bier. Unsinn! Leute, die kein Geld haben, sollten zu Hause bleiben! Tiö wöll! stimmte Herr Hommer bei. Mit den Herrschaften oben ist das nun allerdings nicht der Fall. Der alte Herr hat so eben fogar Champagner bestellt! Champagner! Wie kann man den oben auf seinem Zimmer trinken? rief ich noch ingrimmiger, und wenig fehlte, so hätte ich ihr, ihr zum Trotze ebenfalls Champagner bestellt, um ihn hier unten zu sind worden: 1) Zu General=Lieutenants: der Gen.=Lieut. Schmidt, Director der Allg. Kriegsschule, erhält ein Patent seiner Charge; die Gen.= Majore v. Prittwitz, Inspecteur der 1. Ing.=Insp.; v. Hann, Director des Allg. Kriegs=Departem.; v. Bonin, General à la suite und Comm. der ¼ Garde=Division, unter Ernennung zum Gen.=Adjut. Sr. M. d..; v. Kunowski, Inspecteur der kechnischen Institute der Artillerie; v. Steinmetz, Comm, der 1. Division. 2) Zu General=Majors: die Obersten Messerschmidt v. Arnim, Comm. der 6, Cav.=Brig.; Prinz Woldemar zu Schleswig=Holstein=Sonderburg=Augustenburg, Commandant von Magdeburg; v. Baczko, Comm. der 5. Inf.=Brig.; v. Ciesielski, Comm. der 27. Jnf.= Brig.: v. Gersdorff, Comm. der 32. Inf.=Brig.; Frhr. v. Manteuffel, Flügel=Adjut., unter Ernennung zum General à la suile; Frhr. v. Czettritz u. Neuhaus, Comm. der 10, Cav.=Brig.; Hinderfin, Inspecteur der 3. Artill.= Jusp.; v. Schmidt, Comm. der 10, Inf.=Brig.; v. Müller, Comm. der 17. Inf.=Brig.; v. Fallois, Comm. der 23. Inf.=Brig., Schwartz, Comm. der 18. Inf.=Brig.; Baron v. d. Goltz, Commandant von Stettin; v. Glisczinski, Comm. der 13. Inf.=Brig.; Herwarth v. Bittenfeld, Comm. der 14. Iuf.= Brig.; den Charakter als Geneval=Major erhalten: Oberst. Fürst zu Wied, Chef des 29. Landw.=Regts.; Fürst zu Salm=ReifferscheidtDyck, Chef des 17. Landw.=Regts.; Prinz Wilhelm zu Solms=Braunfels, à la sui#e des 2. Garde=Landw.=Cap.=Regts., unter Versetzung zu den Officieren à la suite der Armee. 3) Zu Obersten: a. von der Infanterie: die Oberst=Lieutenants v. Plessen, Comm. des Kaiser=Franz=Gren.= Regts.; v. Prondzynski, Comm. des 21. Inf.=Regts.; v. Holwede, Comm. des 23. Inf.=Regts.; v. Holleuffer, Comm. des 20. Inf.=Regts.; v. Bornstedt, Comm. des 14. Inf.=Regts.; Frhr. v. Seckendorff, Commandant von Neisse; v. Barby, Comm. des 37. Inf.=Regts.; v. Borck, Comm. des 40. Inf.=Regts.; Baron v. Canstein, Comm. des 11. Inf.=Regts.; v. Heister, Commandant von Wesel; Dresler v. Scharffenstein, Comm. des 26. Inf.= Regts.: v. Lenz, Comm. des 24. Inf.=Regts.; v. Fransecky, Comm. des 31. Inf.=Regts.; b. von der Cavallerie: die Oberst=Lieutenants Baron Geyr v. Schweppenburg, Comm. des Garde=Hus.=Regts.; v. Hobe, Comm. des 9. Hus.=Regts.; v. Pfuhlstein, Comm. des 3. Hus.=Regts.; Weber, Comm. des 6. Hus.=Regts.; v. Raven, Comm. des 4. Drag.=Regts:; c. von der Artillerie: Oberst=Lieut. Kayser, Director der vereinigten Artillerieund Ingenieur=Schule. 4) Zu Oberst=Lieutenants: a. von der Infanterie: die Majore von Schönfeldt, vom 31. Inf.=Regt.; Wild, vom 10. Landw.=Regt.; v. Schwartzkoppen, vom 15. Landw.=Regt.; Frhr. v. Barnekow, vom 39. Inf.=Regt.; v. Voß, vom 23. Landw.=Regt.; v. Grumbkow, vom 35. Inf.=Regt.; v. Hanneken; vom 17. Inf.=Regt.; Baron v. Schrötter, vom 29. Inf.=Regt.; v. Kamiensky, vom 28. Inf.=Regt.: v. Knobelsdorff, vom 22. Inf.=Regt.; v. Hackewitz, vom 10. Inf.=Regt.; v. Ziegler, Commdr des Landw.=Bataillons 39. Inf.=Regts.; v. Gilsa, vom 26. Inf.=Regt.; Nikisch von Rosenegk, Commdr. des Landw.=Bat. 34. Inf.= Regts.; Ollech, Abtheilungs=Chef im großen Generalstabe; v. Gordon, vom 18. Inf.=Regt.; Zimmermann, vom 12. Inf.=Regt.; v. Freyhold, vom 6. Inf.=Regt.; v. Zittwitz, vom 2. Inf.=(Königs=) Regt.; v. Bose, Chef des Generalstabes 4. Armee=Corps; v. Schwerin, vom 31. Inf.=Regt.; v. Alvensleben, vom Generalstabe; v. Gersdorff, vom 5. Inf.=Regt.; Baron v. Buddenbrock, vom 13. Inf.=Regt.; v. Blumenthal, vom Generalstabe; v. Hanenfeldt, vom 21. Inf.=Regt.; b. von der Cavallerie: die Majore Schimmel, Commandant v. Cosel; v. Pfuel, Comm. des 11. Husaren=Regts.; v. Kurowski, Chef des Generalstabes 5. Armee=Corps; Graf v. Kalkreuth, Comm, des 1. Drag.=Regts.; den Charakter als Oberst=Lieut. erhält: Major Prinz Franz zu Bentheim=Tecklenburg=Rheda, à la suite der Armee; c. von der Artillerie: die Majore Heyer, vom 2. Art.=Regt.; v. Ramm, Comm. des 6. Art.=Regts.; v. Wedell, vom Kriegs=Ministerium; v. Stockhausen, Director der Gewehr=Fabrik in Saarn; v. Ostwald, svom 7. Art.=Regt.; Eschment, à la suite des 2. Art.=Regts.; Hesse, vom 2. Art.=Regt.; v. Brause, vom 2. Art.=Regt.; Kleinschmidt, vom 3. Art.=Regt.; Döring, vom 3. Art.=Regt.: Schuch, vom 7. Art.=Regt.: Hagemeyer von Niebeischutz, Comm, des 8. Art.=Regts.; Lengsfeld, Chef des Generalstabes der GeneralInspection der Artillerie; Baron v. Lyncker, Comm. des 5. Art.=Regts.; Schwartz, Comm. des 4. Art.=Regts.; d. vom Ing.=Corps: die Majore Keyser, Comm. der Garde=Pionier=Abth.;(v. Schweinitz, Adjutant der General=Inspection des Ing.=Corps. Die Preuß. Corr. schreibt:„Zufolge Allerhöchster Bestimmung sollen zum Schluß der diesjährigen großen Uebungen des 5. und 6. Armee=Corps gemeinschaftliche Manöver beider Armee=Corps Statt finden. Für denjenigen Theil der Uebungen, welchen Se. K. H. der Prinz von Preußen beizuwohnen beabsichtigen, haben Höchstdieselben folgende Zeiteintheilung festzustellen geruht: Am 9. Sept. beim 5. Armee=Corps große Parade; 10. Sept. beim 5. Armee=Corps Corpsmanöver mit markirtem Feind; 11. Sept. beim 6. Armee=Corps große Parade; 12. Sept. Ruhe; 13. Sept. beim 6. Armee=Corps Corpsmanöver mit markirtem Feind. Hierauf beginnen die gemeinschaftlichen Manöver. Am 14. Sept. Anmarsch der beiden Armee=Corps gegen einander; Aufstellung von Vorposten, event. erstes Aufeinandertreffen der Vortruppen; 15. Sept. erster Manövertag; 16. Sept. Ruhetag mit stehenbleibenden Vorposten; 17. Sept. zweiter Manövertag; 18. Sept. dritter Manövertag und Schluß der Uebungen.“ Dem Kladderadatsch ist jetzt der freie Eintritt in Rußland gestattet. Dagegen soll, einem Gerüchte zufolge, die Kreuzzeitung einen sehr großen Theil ihrer Abonnenten in Rußland verloren haben. Der verstorbene Groß-Weinhändler Dedel hat, wie das Morgenblatt „Berlin“ meldet, hiesigen Wohlthätigkeits=Anstalten eine Summe von ungefähr achtzigtausend Thalern vermacht. Der Erbe und Fortsetzer seines großen Geschäftes ist sein Neffe. r Berlin, 25. Mai. Wie ich Ihnen schon telegraphisch angezeigt habe, werden der Prinz=Gemahl Albert aus London, so wie der Prinz und die Prinzessin Friedrich Wilhelm Samstag den 29. in Coburg erwartet. Der Prinz Albert begibt sich, wie man versichert, nach Coburg in Familien=Angelegenheiten. Man bezweifelt für jetzt, daß er nach Berlin kommen werde. Durch die Reise der Prinzessin Friedrich Wilhelm werden sich andererseits die übertriebenen Zeitungsgerüchte über eine kleine Verstauchung, welche die hohe Frau neulich am Fuße erlitten, von selbst erledigen. Gestern sind Lord Bloomfield die nöthigen Weisungen über die für den Prinzen Albert von Aachen aus zu treffenden Vorbereitungen zugegangen.— Was den Besuch des Herzogs von Brabant in Berlin betrifft, so wissen Sie durch meinen gestrigen Brief, daß der Herzog Donnerstag den 27. früh hier erwartet wird. Der Herzog wird auch in Berlin incognito verweilen. Se. Majestät der König hat eine Wohnung im Schlosse, so wie der Prinz von Preußen eine solche in seinem Palais anbieten lassen, und der Herzog hat die letztere, als dem Incognito besser entsprechend, angenommen. Ueber die weiteren Ausflüge des Herzogs, unter denen, wie schon erwähnt, einer nach dem Norden eventuel besprochen wurde, ist noch immer nichts Näheres bekannt. Der Herzog scheint aber nicht nach Coburg zurückkehren zu wollen.— In der Montenegro=Angelegenheit gibt heute Abends die„Zeit“ zu, daß die Commission sich nur damit zu beschäftigen haben würde, den von Ali Pascha im Jahre 1856 auf dem pariser Congreß anerkannten Status quo in Bezug auf die Regulirung der Gränze zu constatiren, ohne die Frage der Oberhoheit zu berühren. Dies bestätigt schon jetzt, was ich Ihnen sett mehreren Tagen über diesen wichtigen Punct geschrieben habe. trinken. Ich besann mich aber zur rechten Zeit, daß mir das auch nicht das Mindeste helfen werde, und ließ es sein. Murchel buchstabirte unterdessen in einem hamburger„Blatte“, ich glaube, es war die„Börsen=Halle". Meine Herren! rief er plötzlich. Meine Herren! Dabei wurde er zuerst bleich, dann glühend roth. Ich befürchtete in That, daß ihm ein Schlaganfall drohe— was in Anbetracht der überstandenen Aufregung und des heißen Scharmützels mit Beefsteak, saurer Ente und Chesterkäse gar nicht so unmöglich war. Vampyr und Klapschig mochten etwas Aehnliches befürchten, denn im Nu waren wir alle aufgesprungen und umringten unseren bedrohten Reisegefährten. Meine Herren! stammelte Murchel. Lesen Sie! Lesen Sie! Eine Beute tödlicher Angst, nahm ich ihm das Blatt aus der Hand und suchte zuerst nach den telegraphischen Depeschen. War Berlin in Feuer untergegangen und Murchel's Haus zerstört? War ein Unglück geschehen, an dem er irgendwie betheiligt? Was denn? Was ist denn? rief ich. Was ist vorgefallen? Lesen Sie! Lesen Sie unter Kiel! Ich suchte Kiel, zuerst in Folge einer unverzeihlichen Vergeßlichkeit unter— Deutschland, dann in Folge reiflicher Erwägungsunter Dänemark, und fand es endlich, glaube ich, unter der Bezeichnung„Herzogthümer" oder dergleichen. Es war eine kleine Notiz. Ich las:„Kiel, 2c. Das französische Kriegsschiff Austerlitz, Schraubendampfer von 84 Kanonen, ist, von Kronstadt kommend, in unserem Hafen vor Anker gegangen und wird hier einige Tage bleiben.“ Nun? fragte ich ihn. Meinen Sie das? Nun? Freilich meine ich das rief er. was kümmert denn uns der Austerlitz? fragte der Vampyr. Herr! rief Murchel aufspringend, was er uns kümmert? Haben Ste je einen Schraubendampfer von 84 Kanonen gesehen? Ich habe Kriegsschiffe in Triest gesehen, antwortete Kitschotutsch. Aber ich nicht, und ich will nicht Murchel heißen, wenn ich nicht morgen nach Kiel hinüberfahre, und wenn ich nicht den für eine Memme erkläre, der hier zurückbleibt. Hoioh! Dabei schlug er dröhnend auf den Tisch, daß die Gläser klirrend sein Hoioh nachtönten, und ging in unbeschreiblicher Aufregung durch das Zimmer. Ich kenne meine Muse und weiß, daß sie weniger zu der Schildeisv Berlin, 25. Mai. Zwischen den Regierungen Preußens und Nassau's herrschen Differenzen wegen Anlage und Richtung der rechtsrheinischen Eisenbahn, welche zur Zeit immer noch nicht geschlichtet zu sein scheinen. Preußischerseits wird schon seit längerer Zeit die Anlage einer Eisenbahn von Siegen nach Gießen und Wetzlar projectirt, die jedoch nicht zu Stande gebracht werden kann, weil Nassau die Erlaubniß zur Durchlegung der Linie durch das dillenburg'sche Gebiet nur gegen das Zugeständniß, daß die Eisenbahn Wiesbaden=Ems am Ufer des Rheines entlang bis Coblenz und Köln weiter geführt werde, geben will. Jetzt ist nun der Plan zur Anlage einer Eisenbahn von Siegen über Laasphe und Biedenkopf bei Kölbe an der Main=WeserBahn an allerhöchster Stelle gutgeheißen worden. Die Verbindung zwischen Stegen und Main=Weser=Bahn wird etwas nördlicher gehen, als wenn sie auf Gießen gerichtet wäre. Da die projectirte neue Eisenbahn Gebietstheile des Kurfürstenthums und des Großherzogthums Hessen berührt, so werden von Preußen aus mit den Regierungen dieser beiden Staaten Unterhandlungen angeknüpft, die wahrscheinlich das gewünschte Resultat haben werden.— Die russische Regierung ist der preußischen gegenüber die Verpflichtung eingegangen, die Verbindungsbahn für den Anschluß an die Königsberg=Eydtkuhner Eisenbahn im nächsten Jahre zu vollenden. Preußischerseits ist ebenfalls die möglichste Beschleunigung versprochen worden, und wird hiernach die Königsberg=Eydtkuhner Eisenbahn im Laufe des kommenden Jahres, spätestens im Anfange des Jahres 1860, dem Verkehre übergeben werden. Es ist bereits eine Commission für den Bau dieser Eisenbahn eingesetzt, welche ihren Sitz zu Königsberg hat und zum großen Theil aus Mitgliedern der Commission für die Frankfurt=Kreuzer Eisenbahn besteht. X Berlin, 25. Mai. Gestern Abends starb hier nach jahrelangem Leiden der Chef=Redacteur der Haude= und Spener'schen Zeitung, V. Spiker, welcher durch sein umfangreiches Wissen und seine vierunddreißigjährige Thätigkeit an der königlichen Bibliothek in den weitesten Kreisen bekannt und geschätzt war. Samuel Heinrich Spiker war am 24. Dec. 1786 hier geboren, und bezog nach seinem Abgange von dem Joachimsthal'schen Gymnasium die Universität Halle. Im Jahre 1806 trat er als Volontair in die Reihe der königlichen Bibliothecare; 1815 erfolgte seine Anstellung als Bibliothecar, welche er bis 1849 beibehielt. Seit 1827 war er Chef=Redacteur der Spener'schen Zeitung. Um die rönigliche Bibliothek hatte sich Spiker besonders durch seine außerordentliche Kenntniß der neueren Literatur und namentlich der englischen Sprache, welche seine zweite Muttersprache geworden war, große Verdienste erworben. Er war im Besitze des Rothen Adler= Ordens zweiter Classe, des Kreuzes der Ehrenlegion und des Ordens Karl's III. von Spanien. Nach seinen testamentarischen Bestimmungen wird die Zeitung durch ein von ihm eingesetztes Comite im Interesse seiner Erben verwaltet. Als erster Redacteur wird D. Alexis Schmidt fungiren. Potsdam, 25. Mai. Se. Majestät der König wohnten an beiden Pfingstfeiertagen dem Gottesdienste in der Friedenskirche bei. Ihre Majestät die Königin waren durch leichtes Unwohlsein daran verhindert. Gestern Mittags stattete Se. Maj. der König Ihrer Königl. Hoheit der Prinzessin Friedrich Wilhelm einen Besuch ab und machten Allerhöchstdieselben Nachmittags eine Spazirfahrt nach dem Pfaueninsel.In(St.=.) München, 19. Mai. Der Ministerwechsel wird fortwährend stark ventilirt, und wie es zu geschehen pflegt, mehr in auswärtigen als einheimischen Blättern. In der D. Allg. Ztg. war neulich zu lesen, daß mit dem Rücktritt v. d. Pfordten's Graf Reigersberg das Präsidium im Ministerrath übernehmen und das System der inneren Verwaltung eine Umwandlung erleiden werde. Es kann hiermit nur ein Wechsel im reactionären Sinne gemeint sein; wie aber dieser sich äußern sollte, ist schwer abzusehen. Ein ultramontanes frankfurter Blatt sieht in der angeblichen Bewerbung des Minister=Präsidenten um die Präsidentenstelle am obersten Gerichtshof lediglich das Bedürfniß der Erholung von zehnjähriger anstrengender Amtsführung. Indeß ist jener Posten an der Spitze eines Collegiums von 54 Mitgliedern doch eigentlich kein Ruheposten..(H..) München, 21. Mat. Mit ziemlicher Bestimmtheit verlautet, daß der Zusammentritt des nächsten Landtages Mitte October erfolgen werde. Die neulich von einem auswärtigen Blatt gebrachte Nachricht, daß der Kammer ein neues Wahlgesetz für die Zweite Kammer vorgelegt werden solle, hören wir von gut unterrichteter Seite bestätigen; der erste Entwurf zu demselben soll bereits vollendet sein.(Lbtn.) (O Hannover, 25. Mai. Die Neue Hannov. Ztg. hört von einer Zusammenkunft der März=Minister Stüve, Graf Bennigsen und Braun in Rehme. Obgleich eben vor der fatalen Entscheidung über die Unterordnung königlicher Diener unter die Disciplinar=Vorschriften und trotz angeblicher Beziehungen zu einzelnen Mitgliedern der Opposition, will das ministerielle Organ jenes Zusammentreffen doch für harmlos halten, da die Verhältnisse seit jener Zeit, wo dergleichen Verabredungen noch irgend welche Aussicht auf Erfolg gehabt, wesentlich anders geworden seien, darin namentlich, daß die Regierung nicht mehr nach den wechselnden Ansichten der Minister, sondern unmittelbar nach den politischen Grundsätzen Sr. Majestät geführt werde. Wenn das ist, so käme es auf die Minister gar nicht mehr an, also auch auf die jetzigen nicht; trotzdem werden deren Verdienste der Reihe nach aufgezählt, und mit dieser Aufzählung soll die Behauptung widerlegt werden,„daß der Regierung das Vertrauen des Landes fehle und daß sie selbst zu ihrem Bestande keine Zuversicht habe.“ Billig muß man aber fragen: wozu diese überschwängliche Lobeserhebung, wenn man sich im Lande und in sich selbst so stark fühlt? — Demselben Blatte wird einiges Nähere über die Abstimmung in Frankfurt geschrieben; vor derselben erstattete der Ausschuß einen weiteren Vortrag, in welchem der Bundesversammlung eine Erläuterung des Majoritäts=Antrages vom 29. v. M. gegeben und voran die Mittheilung geknüpft wurde, daß der Ausschuß sich nunmehr zu einem einstimmigen Antrage geeinigt habe. Da diese Erläuterung sich dem Standpuncte der Minorität in allen wesentlichen Puncten anschließt, so hat auch Hannover zugestimmt, indem die neuere Interpretation die Zweifel beseitigt, welche Hannover in dem Majoritäts=Antrage nachwies und die den kühnen Auslegungsgelüsten der dänischen Regierung Thür und Thor geöffnet hätten. Der Beschluß der Bundesversammlung ist also ein einstimmiger. Die N. H. Z. will erwarten, ob Dänemark nun die Sache aufs Aeußerste zu treiben gemeint sei. ( Aus Ostfriesland, im Mai. Höchst unangenehm hat hier ein Artikel in Nr. 2854 der Zeitung für Norddeutschland berührt: „Eine deutsche Aufgabe Hannovers". Derselbe prätendirt von Hannover oder eigentlich von dem Minister Bacmeister gelegentlich seiner rung leidenschaftlicher Scenen hinneigt, als zur Beschreibung einfacher und ruhiger Vorfälle des menschlichen Lebens. Ich will es deßhalb nicht versuchen, die stürmischen Debatten zu schildern, die dieser ungestümen Herausforderung Murchel's folgten, und ich nehme den Faden der Erzählung erst wieder von dem Augenblicke an auf, in dem das Oel einer neubestellten Flasche Portwein die empörten Wogen unserer Unterhaltung ein wenig geglättet hatte. Ich fahre jedenfalls hinüber! erklärte Murchel. Ein Kriegsschiff zu sehen, ein großes Kriegsschiff, und nun gar einen französischen Schraubendampfer, war von je her einer der sehnlichsten Wünsche meines Lebens. Ich reise! Aber, Murchel, sagte ich, ich bitte Sie, nehmen Sie doch Vernunft an! Wir sind doch nicht nach Hamburg gekommen, um nach Kiel zu reisen. Wir sind gereisst, um neue und eigenthümliche Dinge zu sehen, um unsere Kenntnisse zu erweitern, indem wir uns zugleich amusiren, antwortete Murchel mit Würde; deßhalb dürfen wir eine solche Gelegenheit nicht vorübergehen lassen. Genug, ich reise! Aber, Murchel, Sie werden Sich doch der Majorität fügen! Nein, ich bin selber majorenn! Ich reise. Aber der Austerlitz ist vielleicht gar nicht mehr dort wandte ich ein. Jene Notiz ist schon einige Tage alt. Schadet nichts! Er wird aber wohl noch dort sein! Es ist aber wirklich doch sehr problamlatisch! sagte jetzt der Vampyr, nachdem er eine gelinde Anstrengung gemacht, seine Zunge zu zerbrechen, und statt dessen nur eine Verrenkung jenes Wortes hervorgerufen hatte. Mir ganz egal! sagte Murchel. Ich reise! und ich nicht! antwortete ich trotzköpfig. Dann sind wir geschiedene Leute! Und Sie, Klapschig? Ich dächte, wir sähen uns doch erst Hamburg an! sagte der Materielle, der von Murchel's Vorschlag nicht sonderlich erbaut schten. Wir sind ja eben erst angekommen. Ihr Vater hat Sie meiner Obhut anvertraut, rief per Bicke. Ich halte es deßhalb für meine Pflicht, Ihnen alles zu zeigen, was belehrend und interessant ist. Sie werden mit mir reisen. Und Mir wäre es lieber, wir blieben in Hamburg. Wenn Sie aber gern wollen, so reise ich mit. Ich will keinen Conflur hervorrufen. Abgemacht! Nun bleiben Sie, junger Jöthe, wo Sie wollen! rief Anwesenheit in der Residenz zur Revision der Proceß=Ordnung nichts Geringeres als die Herstellung einer deutschen Flotte. Nebenher wird dieser Staatsmann, dessen Fähigkeiten Jeder gern wird Gerechtigkeit widerfahren lassen, in Ausdrücken voll Gespreiztheit und Schwulst beweihräuchert, denen man, zumal in einem Oppositionsblatte, weniger Delicatesse als die Eigenschaft, Verlegenheiten hervorzuheben, nachsagen muß. Gestützt auf den dritten Band von Klopp's Ostfriesischer Geschichte wird die sog. Kawck bei Emden als künftiger Kriegshafen empfohlen und mit besonderer Vorliebe hervorgehoben, daß dieser„treffliche Forscher“ den urkundlichen und bewußten Beweis geführt, daß die 62jährige preußische Regierung des zärtlichen Andenkens, welches die Ostfriesen ihr zollen, gar nicht werth sei, da sie das Land arg vernachlässigt habe. So geht es denn weiter. Ueberhaupt möchten wir zur Ehre seines Verstandes und seines staatsmännischen Blickes doch glauben, daß er seine hier angetragene Flotte von vorn herein für eine Chimäre gehalten habe. Und in der That, lies't man den Artikel unbefangen, so geht der motivirte Antrag auf eine Flotte völlig über dem Eindrucke zu Grunde, derselbe sei nichts weiter als ein Erercitium, mittels dessen man pro loco certirt, und bei welchem nicht das an sich gleichgültige Thema, sondern allein die geschickte Behandlung den Preis bestimmt. Nur gegen eine passende Verwendung auf der angestrebten Zukunfts=Flotte wäre nichts zu erinnern. Aber besonders die Ostfriesen werden durch solche Invectiven gegen Preußen, mögen sie zu ihrem eigenen Besten oder zum Besten des Schreibers geschehen, immer in freundlichen Erinnerungen verletzt. Dieses Gefühl trat noch kürzlich lebhaft hervor auf dem oftfriesischen Landtage, als derselbe eben dem D. Klopp für seinen dritten Band die erbetene Beihülfe verweigerte:„weil er feindselige Tendenzen gegen Friedrich den Großen und die preußischen Staatsmänner verfolgt habe“. Auch dürfte der Letztere alles Ernstes gegen die schwierige Aufgabe protestiren, die man ihm, dem verdienstvollen Erzähler, in dem„trefflichen Forscher" zudictiren will. Und abgesehen hiervon, solche pomphafte Hymnen auf hochgestellte Männer in einem oppositionellen Blatte nehmen sich mindestens komisch aus. Bei einem neulichen Aufenthalte in Ostfriesland hatten wir vielfach Gelegenheit, uns von dem guten Andenken zu überzeugen, in welchem die preußische Herrschaft in jener Provinz steht, deren Verlust für Preußen nie genug bedauert werden kann. Noch in den Freiheitskriegen fochten die Ostfriesen unter preußischer Fahne; aber die münster'sche Politik brachte Preußen auch um jene herrliche Seelandschaft. Unter allen Ständen des tüchtigen ostfriesischen Volksstammes fanden wir die freundlichsten Erinnerungen an Preußen, um von Wünschen und Hoffnungen nicht zu reden, während sonst Hannover das eigentliche Land des Preußenhasses ist. Preußen hat diese Abneigung freilich zum Theil selbst verschuldet durch die unselige Politik von 1805, unter der übrigens auch Ostfriesland und seine Rhederei sehr zu leiden hatte. Bei dieser Gelegenheit wollen wir erwähnen, daß neulich in einem Aufsatze der Hamburger Nachrichten über die Inseln der Nordsee die Ansicht ausgesprochen ward, Wangeroog sei noch sehr wohl durch Uferbauten zu retten, und Preußen werde wohl thun, es von Oldenburg zu erwerben. Die oldenburgischen Fürsten haben seit lange väterlich für die friesische Insel gesorgt; aber alle Anstrengungen sind vergeblich gewesen, und ein so kleiner Staat kann keine ferneren Opfer bringen.] Kassel, 24. Mai. Einem allgemein verbreiteten Gerüchte zufolge haben der Minister des Innern Scheffer, der Kriegs=Minister Generalmajor v. Kaltenborn, so wie der Staatsrath Rhode, Vorstand der Ministerien der Justiz und Finanzen, ihre Entlassung eingereicht. Ueber die Ursachen, welche diese Ministerkrisis herbeigeführt haben sollen, verlauten keine bestimmten Nachrichten, nur so viel scheint festzustehen, daß in jedem Departement dieselben verschieden sind und nur zusammentreffen. Eine Entschließung des Kurfürsten, ob die Demissionen angenommen sind oder nicht, ist bis jetzt nicht bekannt.(Weser=.) Frankfurt, 24. Mai. Der seitherige außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister Belgiens bei dem Bunde, den Höfen des südlichen und südwestlichen Deutschlands und der freien Stadt Frankfurt, Baron v. Dujardin, ist von seinen Reisen, die er nach den benachbarten Höfen zur Uebergabe seiner Abberufungsschreiben angetreten hatte, vor einigen Tagen hieher zurückgekehrt und verläßt bereits morgen unsere Stadt, um seine neue Stellung anzutreten. Der Präsidial=Gesandte gab am 20. d. M. ein diplomatisches Diner, und zwar eben sowohl aus Veranlassung des Abgangs des Barons v. Dujardin, als des Amtsantrittes des neuen Stadt=Commandanten, des Obersten v. d. Goltz.„(Fr..) c Wien, 24. Mai. In diplomatischen Kreisen wird mit Bestimmtheit versichert, daß die Pforte den die Regelung der montenegrinischen Angelegenheit betreffenden Vorschlag Frankreichs nicht angenommen habe. Sie habe vielmehr ihrerseits Bedingungen gestellt, unter denen sie sich geneigt erkläre, in die Beilegung dieser Frage durch ihrer Suzerainetäts=Rechte sei die erste der Bedingungen. Gutem Vernehmen nach stimmen Oesterreich, England und Preußen hierin mit der Pforte überein, nachdem die letztere sich bereit erklärt hat, an Montenegro einige culturfähige Diftricte des Niederlandes abzutreten. Was Rußland betrifft, so hat es gegen dieses Arrangement in so weit nichts einzuwenden, daß Fürst Danilo die Oberhoheit des Sultans nur rücksichtlich der an ihn abzutretenden Districte anzuerkennen habe. Wahrscheinlich wird sich Frankreich dieser Ansicht anschließen. Die Forderung des Fürsten, daß ihm Antivati oder ein anderer Hafen am adriatischen Meere abgetreten werde, wird in keinem Falle erfillt werden. Darüber sind Oesterreich und die Pforte einig, da politische wie strategische Gründe dagegen sprechen, daß ein Punct des adriatischen Küstenstriches bloßgestellt werde.— Der Fürst Alexander hat seine beiden, vor Kurzem erst mit einem Theile des FamilienSchatzes aus Belgrad hier angekommenen Söhne wieder zurückberufen. Man sieht hier darin einen Beweis, daß der Fürst den Entschluß, die Regierung niederzulegen, wieder aufgegeben hat. * Wien, 24. Mai. Gutem Vernehmen nach hat das hiesige Cabinet kürzlich an die französische Regierung eine Note gerichtet, worin Frankreich aufgefordert wird, temperirend auf Sardinien einzuwirken. In dieser Kundgebung soll hervorgehoben sein, das turiner Cabinet verbreite den Schein, als habe es bei seinem jetzigen wenig rücksichtsvollen Auftreten die Sympathieen der französischen Politik zum Stützpuncte. Man### Durch Allerhochste Entschließung vom 29. Malz v. J. wburde angeordnet, daß die Frage über die Umgestaltung der Finanzwache für den ganzen Umfang der Monarchie in Verhandlung gezogen werde. Italien. * Gegen die von der englischen Regierung wegen der beiden verhafteten Mechaniker erhobenen Entschädigungs=Ansprüche hat die neapolitanische Regierung protestirt. Als Grund führt sie an, daß der Proceß in der Cagliari=Angelegenheit noch nicht beendigt sei. 00 Genua, 23. Mai. Der Gerant der Italia del Popolo ist wegen eines Artikels über die Discussionen im Parlamente neuerlich vor Gericht gezogen worden. I1. Brüssel, 25. Mai. Die partiellen Neuwahlen für die Provincial=Stände, welche gestern im ganzen Lande vorgenommen worden, haben überall einen Sieg für die liberale Partei ergeben. Sie erinnern Sich, daß diese Wahlen am 27. Nov. verflossenen Jahres dem Ministerium DeDecker den Gnadenstoß versetzten.— Die Stadt Antwerpen ist aufs höchste unzufrieden mit dem von der Regierung beabsichtigten partiellen Vergrößerungs=Projecte, und hat, wie ich vernehme, eine Deputation diese Stimmung dem Ministerium des Innern zu erkennen gegeben. Man will in Antwerpen die allgemeine Erweiterung oder aber beim Status quo verharren.— Die Duellwuth fordert fortwährend ihre Opfer. Vor wenigen Tagen haben sich zwei Officiere der Garnison zu Mons auf Pistolen geschlagen, und der eine von ihnen, Herr Courouble, hat eine Kugel in die Brust erhalten. Man verzweifelt daran, ihm das Leben zu retten. Frankreich. F Paris, 24. Mai. Wie der Moniteur meldet, hat sich die erste Conferenz am Samstage mit der Angelegenheit der Donau=Fürstenthümer beschäftigt, also auch die Unions=Frage in Betracht ziehen müssen, obgleich die Union bei dem Widerspruche Oesterreichs und der Pforte keine Aussicht auf die Zustimmung der Majorität hat. Was die Mittheilung der Independance vom 22. Mai betrifft, daß in der ersten Sitzung die Bevollmächtigten eine allgemeine Darlegung der Politik ihrer Cabinette gegeben hätten, so wird sie mir von unterrichteter Seite als eine Erdichtung bezeichnet. Der erste Act der Conferenz bezog sich auf die Verpflichtung zur Geheimhaltung der Verhandlungen, und diese wird in der That so sicher Statt finden, wie auf der früheren Conferenz. Wenn man weiß, daß der nächstliegende Gegenstand der Verhandlungen die Organisation der Donau=Fürstenthümer ist, so kann man ohne große Gewandtheit eine annähernde Darstellung der Debatte geben, da die Gründe gegen die Union bereits vielseitig zur Erörterung gekommen sind. Mit dem Aufgeben dieses Projectes verliert übrigens die Organisations=Frage ihre politische Bedeutung; denn sie bezieht sich nur auf die innere Verwaltung. Rußland fand sich schon vor einigen Monaten veranlaßt, sich gegen die Bezeichnung der Fürstenthümer als Provinzen der Pforte zu erklären, und diese Ansicht wird der russische Bevollmächtigte Kisselew auch auf der Conferenz vertreten. Zum Beirathe ist ihm Hr. Basily aus Bucharest gefolgt. Neben dem türkischen und dem englischen Commissar(Bulwer) ist nun auch der sardinische, Hr. Benzi, zur Unterstützung seines Bevollmächtigten eingetroffen. Der österreichische und der preußische Commissar fehlen dagegen noch. Die nächste Sitzung ist auf Mittwoch den 26. Mai anberaumt. Ueber die Revision der Donau=Acte und der Projecte der galaczer Commission ist noch immer keine Einigkeit erzielt, und es ist daher nicht unwahrscheinlich, daß die Conferenz die Erörterung der auf die Donau=Mündungen bezüglichen Fragen ohne alle Revision zur Debatte bringt; denn die Competenz der Conferenz für diesen Punct ist von Niemandem bestritten. Unsicherer ist aber die Competenz zur Revision der Donau=Acte; denn sie wird von Oesterreich angefochten.—Der Plan der belgischen Regierung zur Befestigung von Antwerpen mit einem Kostenaufwande von 13—15 Millionen Franken hat allerdings hier Aufmerksamkeit erregt, da im Falle eines Conflictes die belgische Armee einen sicheren Halt bis zum Eintreffen fremder Hülfe finden würde; aber es ist daraus kein Act zu diplomatischen Erörterungen entstanden. Paris, 25. Mai. Die erste Sitzung der Conferenz, welche ausschließlich nur den Donau=Fürstenthümern gilt, war bloß der Prüfung der diese Frage betreffenden Actenstücke gewidmet. Als bemerkenswerth wird berichtet, daß die Mächte noch genau ihren früheren Standpunct in der Frage einnahmen; doch hat man sich vorher sondirt, und jeder Bevollmächtigte weiß genau, wie weit er zu gehen, welche Concessionen er zu machen, welche Ansprüche er aufzugeben hat. Das Ganze kommt deßhalb auf ein von vorn herein abgemachtes diplomatisches Spiel hinaus, wofern keine unvorhergesehenen Zwischenfälle eintreten. Auch die Donauschifffahrts=Frage wird allem Anscheine nach in gemüthlichster Weise ausgeglichen werden, indem Oesterreich zu Concessionen bereit und erbötig sein soll, die neuerdings abgeschlossenen Schifffahrts=Verträge durch Zusatz=Artikel zu ergänzen, wodurch dieselben mit den Bestimmungen des pariser Vertrages von 1856 und mit denen des Vertrages von 1845, von denen man 1856 ausging, in Einklang gebracht werden könnten. In Betreff Montenegro's hat Fuad Pascha die„beruhigende" Erklärung gegeben: da es feststehe, daß die Montenegriner stets und namentlich auch bei den jüngsten Ereignissen der angreifende Theil gewesen, so werde die Pforte, wie bisher, nur dann wieder bewaffnet vorgehen, wenn sie sich mit bewaffneter Hand zur Nothwehr gezwungen sehe. Hierauf hat der französische Vice=Consul für Dalmatien, Herr Duregne, Weisung erhalten, sich in einer besonderen Mission zum Fürsten Danilo zu verfügen. Die Orleanisten, welche zum Begräbnisse der verewigten Herzogin von Orleans nach England gereis't waren, sind seit gestern wieder hier. Es waren ihrer etwa 200, darunter Thiers, Hebert, Dumon, der Herzog von Montmorency, der Marquis von Beranger, der Herzog von Galliera u. s. w. Die Fusionisten waren nicht erschienen, doch ließen Guizot und der Herzog von Broglie sich durch ihre Söhne vertreten. Dem„Nord“ wird von hier geschrieben:„Diplomatische Depeschen wie Privatbriefe aus Spanien schildern die Lage dieses Landes als äußerst bedenklich und als einer Krisis entgegengehend, deren Folgen sich gar nicht absehen lassen.“ Derselbe Correspondent bemerkt in Betreff Frankreichs:„Es wird als nahe bevorstehend die Veröffentlichung eines Erlasses des Ministers des Innern angekündigt, wodurch den Waffen=Fabricanten verboten wird, Gewehre, Säbel, Pistolen, kurz, Waffen jeder Art an Personen zu verkaufen, die sich nicht vorher mit einem Erlaubnißscheine zum Tragen von Waffen für das laufende Jahr versehen haben.“ Der Kaiser empfing am verwichenen Samstage in Privat=Audienz den engeren Ausschuß für Aufmunterung und Ueberwachung der Gesellschaften zu gegenseitiger Hülfe. Nachdem der Minister des Innern die Mitglieder vorgestellt hatte, ließ der Kaiser sich Bericht über diese Vereine erstatten. Daraus erhellte, daß Frankreich am 31. December 1857 im Ganzen 3609 solcher Vereine mit 470,414 Mitgliedern zählte, wovon 53,533 Ehren= und 416,881 theilhabende Mitglieder waren; das Reserve=Capital betrug 18,897,920 Fr. 93 C. Der Kaiser sprach seine besondere Genugthuung über den Erfolg dieser Vereine und über den Eifer aus, den die Ausschuß=Mitglieder seit sechs Jahren entfaltet haben. Der Moniteur scheint es mit dem neuen Adelsgesetze nicht eben genau nehmen zu wollen, wenigstens nicht bei Leuten von den Verdiensten des Herausgebers vom Reveil. In dem amtlichen Blatte wird gemeldet, Herr Granier de Cassagnac und Herr Leroux seien zu Officieren und Herr von Beauverger zum Ritter der Ehrenlegion ernannt worden. Der Policei=Prafect hat durch Erlaß die Geseuschaften der Nordund Ostbahn zum Ausgeben von Fahr=Billets zu ermäßigten Preisen für Reisen vom Rheine und von Belgien ermächtigt. Demnach fährt man z. B. von Paris nach Straßburg, Baden=Baden, Darmstadt, Frankfurt, Mainz, Köln, Aachen, Lüttich, Spa, Brüssel, Amiens und nach Paris zurück für 119 Fr. 50 Ct. Die Billets sind persönlich und einen Monat gültig. Aus Montpellier meldet man dem Moniteur, daß der Stand der Weinberge überall vortrefflich sei und der Preis der 1857er Weine sich mehr und mehr wieder auf den Stand der Weinpreise von 1852, wo die hohen Preise anfingen, feststelle. Die Reben=Krankheit zeigt sich in großer Ausbreitung, wird jedoch überall mit Erfolg durch Schwefelung bekämpft. Ein Advocat zu Toulouse hat eine Commandit=Gesellschaft gebildet, welche zum Zwecke hat, gegen die Gesellschaft des Süd=Canals um Rückzahlung der unbefugter Weise von Frachtgütern in Folge eines ungenauen Tarifes erhobenen Abgaben einen Proceß zu führen. In Folge des jüngsten Rundschreibens vom General Espinasse über die Hospitien=Güter haben bereits mehrere Mitglieder der Verwaltung solcher Güter ihre Entlassung genommen. Hr. Mirés zeigt im Constitutionnel an, daß die Subscription auf die Actien der alten Stadt von Marseille bis zum eventuellen Abschlusse eines Vertrages zwischen der Stadt und dem Staate wegen Umgestaltung der alten Stadtviertel Marseille's aufgeschoben ist. Diese Subscription sollte in 40 Millionen oder 80,000 Actien zu 500 Fr. bestehen, und es wurde dem Vernehmen nach die Eröffnung vorerst noch nicht gestattet. Die Einzahlungen in die pariser Sparcasse beliefen sich in voriger Woche nur auf 248,644 Frs., während 427,734 Frs. zurückbezahlt wurden. Der Zustand des Herrn v. Pene hat sich verschlimmert. Man mußte darauf verzichten, ihn nach Paris zu bringen. Der preußische Flotten=Auditor Haymann, der Corvetten=Capitän Jachmann und zwei Admiralitäts=Räthe übernehmen in Havre die dort für den König von Preußen gebaute Dacht„Die Grille". Die landwirthschaftlichen Ausstellungen erwecken in Frankreich ein immer größeres Interesse. 1851 wurden deren nur drei abgehalten, in diesem Jahre zählt man ihrer bereits zehn, und 1860 und 1861 sollen, wie das Journal'Agriculture pratique mittheilt, zwölf abgehalten werden und außerdem nächstes Jahr oder 1860 eine allgemeine landwirthschaftliche Ausstellung Statt finden. Das Univers bringt heute einen Artikel über das Rundschreiben des Ministers, die Veräußerung der Liegenschaften von Hospitälern 2c. betreffend. Louis Veuillot, welcher die ganze Maßregel als eine„Desamortisirung" bezeichnet, ruft eine Menge Autoritäten an, um die Unzweckmäßigkeit derselben darzuthun. Necker hatte sie schon im Jahre 1780 vorgeschlagen, aber Ludwig XVI. weigerte sich. Im Jahre II. der Republik schlug der Convent die Hospital=Güter zu der StaatsDomaine, welche sofort zum Verkaufe schritt. Im folgenden Jahre ließ der Convent aber den Verkauf sofort wieder einstellen, und im Jahre V. wurden die noch nicht verkauften Güter zurückgegeben. In dem folgenden Jahre wurde zwar von vielen Seiten versucht, wiederum den Verkauf zu veranlassen, aber vergeblich. Die Gegengründe waren folgende: Sich der Hospital=Güter bemächtigen heißt der Böswilligkeit Waffen leihen. Die Moral eben so wie die Politik weisen die Maßnahme der Expropriirung zurück. Die Erfahrung hat nur zu sehr gerechtfertigt, daß das sicherste Mittel, den Armendienst gut und regelmäßig zu machen, das ist, ihm ein sicheres Einkommen zu geben, und das kann man nirgends besser als im Grundbesitze finden. Die Hospitäler, welche fortdauernd Nutzen gespendet haben, sind die, deren Liegenschaften dem Verkauf entgangen sind. Andere Autoritäten, welche das Univers citirt, sind: Dupin, Michel Chevalier, Charles Lucas, Thiers, de la Tour und Davenne, ehemaliger Director der öffentlichen Wohlthätigkeits=Anstalten; alle kommen sie darin überein, daß der wesentliche Unterschied von Staats= und von Land=Renten darin besteht, daß die ersteren beständig an Werth abnehmen, die anderen dagegen beständig zunehmen; denn der Werth des Geldes vermindert sich, der des Grundstückes nimmt dagegen zu. So z. B. wurde ein Meierhof bei Etanges, den pariser Hospitälern gehorend, im Jahre 1720 zu 1000 Fr. verpachtet, während er heute 10,000 Fr. einbringt. Derselbe Geber hatte den Hospitälern auch eine Geldrente von 1000 Fr. vermacht, welche heute auf 165 zusammengeschmolzen ist. In zwei Hospitälern, welche mit Capital=Renten dotirt sind, sieht man sich schon jetzt genöthigt, die Zahl der Betten zu verringern, obgleich sie erst 1830 und 1833 gegründet wurden.„Die Maßregel des Güterverkaufs", schließt das Univers,„wird alsbald den Ruin der Wohlthätigkeits=Anstalten herbeiführen, 1) weil die Gaben beträchtlich abnehmen werden und 2) weil die Renten in fünfzig Jahren viel von ihrem Werthe verlieren werden. Wir lassen die Möglichkeit von Katastrophen ganz bei Seite, obgleich es gut ist, darüber die Augen nicht zu verschließen. Die Speculanten werden natürlich diese Gelegenheit benutzen, um ihre, Gott weiß, wie! erwerbenen Papiere in guten Grundstücken anzulegen, ohne jeden soliden und dauerhaften Nutzen für die Armen und Unglücklichen. In jedem Falle darf man die Ausführung der Maßregel nicht übereilen, sondern muß Rücksicht auf die Pacht=Bedingungen und den Preis des Getreides nehmen, und gut würde es auch sein, ein Minimum des Kaufpreises festzustellen. Das allein genügt schon, um eine neue Prüfung des Planes durchaus nöthig zu machen.“ ∆ Paris, 25. Mai. Paris wird zum Tummelplatze der ehrgeizigen Bosaren, welche es nach der Fürstenkrone der Moldau und Walachei gelüstet. Vogorides läßt durch einen Vertreter für sich arbeiten, sein Nebenbuhler, Fürst Gregor Stourdza, ist jedoch selbst hier angekommen. Es heißt, letzterer soll sich der besonderen Gunst des Hin. v. Thouvenel erfreuen und soll warme Empfehlungen des französischen Gesandten in Konstantinopel mitgebracht haben.— Man sagt, der Staatsrath habe der Regierung wegen des Circularschreibens in der Hospizgüter=Angelegenheit Vorstellungen gemacht. Auch das Univers bekämpft die Maßregel sehr heftig. Es wird mit dieser Maßregel gehen, wie mit dem Gesetze gegen die Protectionisten. Auch die Selbstherrschaft ist nicht allmächtig.— Man kündigt die bevorstehende Hieherkunft des Fürsten Mirko, Bruders des Fürsten Danilo von Montenegro, an.— Die algerische Angelegenheit soll zwischen dem Kaiser und dem Prinzen Napoleon zu beiderseitiger Zufriedenheit geordnet setn. Paris, 29. Mat. Trotz des Erfolges, welchen das englische Ministerium aus Anlaß der Cardwell=Motion hatte, ist man hier doch nicht ganz beruhigt. Die Regierung fürchtet noch immer, die Gefahr sei nicht ganz beschworen. Man sagt in officiellen Kreisen, die Spaltung der Parteien, die Furcht vor einer Auflösung des Parlamentes habe dem Ministerium zwar dieses Mal zum Siege verholfen, aber es blieben noch verschiedene Fragen zu lösen, und für diese sähe sich Lord Derby von der radicalen Fraction des Unterhauses abhängig, deren Stimmen unter den gegenwärtigen Verhältnissen den Ausschlag geben. Man glaubt daher, die Minister=Krisis könne bei einer nächsten Gelegenheit wieder zum Ausbruche kommen. Mit welchem Bedauern man diese Gedanken hier hegt, habe ich schon in früheren Briefen aus einander gesetzt.— Die zweite Conferenz=Sitzung wird morgen Statt finden und sich, wie die erste, mit Prüfung der auf die Reorganisation der Donau=Fürstenthümer bezüglichen Fragen befassen. In der ersten Sitzung haben die Bevollmächtigten auf Antrag des Präsidenten den europäischen Commissaren für deren Mühewaltung in den Donau=Fürstenthümern den Dank der Conferenz votirt.— Im auswärtigen Amte stellt man es entschieden in Abrede, daß die Regierung jemals die Absicht gehabt habe, den beiden nach dem adriatischen Meere gesandten Schiffen Contre=Ordre zu ertheilen. Die Leidenschaften der Christenstämme seien so aufgeregt, sagt man hier, daß die Möglichkeit weiterer Collisionen nahe liege. Die Anwesenheit der französtschen Schiffe sei daher nach beiden Seiten hin wünschenswerth. Man spricht in officiellen Kreisen wiederholt die Zuversicht aus, daß die „feste und zugleich versöhnliche Haltung Frankreichs“, den Conflict in erfreulicher Weise zur Ausgleichung bringen werde.[Von wem ist der „Conflict“ denn geschaffen?] Frankreich ist fest entschlossen, den Status quo von 1856 aufrecht zu erhalten. Spanien. Madrid, 21. Mai. Die Politik tritt in die Zeit der Ferien, und man spricht von der bevorstehenden Abreise mehrerer politischen Notabilitäten. General Narvacz geht in das Bad von Vichy; General 'Donnell reis't nach seinem Landgute Somosaguas ab und wird sich von da ins Ausland begeben. Herr Gonzalez Bravo wird auf seinen Gesandtschafs=Posten nach London gehen.— Um künftig einem plötzlichen Steigen der Brodpreise in Madrid vorzubeugen, wie es in diesem Augenblicke der Fall ist, soll in Madrid ein Getreide=Speicher angelegt und darin stets ein genügender Vorrath gehalten werden. Madrid, 25. Mai. Die Königin, von dem Könige, dem französischen Gesandten und zahlreichem Gefolge begleitet, langte gestern in Albacete an, wo sie mit lebhaftestem Beifall empfangen wurde. Portugal. * Lissabon, 19. Mai. Unsere junge Herrscherin ist vorgestern Abends an Bord der Dampf=Corvette Bartholomeo Diaz hier angekommen. In Folge des stürmischen Wetters hatte sich das Schiff genöthigt gesehen, unterwegs in den Hafen von Corunna einzulaufen. Der König, von den Ministern und Staatsräthen begleitet, empfing seine hohe Gemahlin kurz vor 7 Uhr an Bord des Fahrzeuges. Gestern landete Ihre Majestät in einer königlichen Barke und begab sich in Begleitung ihres erlauchten Gemahls nach der Kirche St. Domingos, wo die Ehe ratificirt wurde. Auf die zahlreich versammelte Volksmenge machte die anmuthige Erscheinung der jugendlichen Königin offenbar den günstigsten Eindruck. Ihre Majestäten werden vermuthlich in einigen Tagen nach dem schattigen Cintra übersiedeln. Einen Tag vor der Königin kam der Marquis von Bath an Bord der Fregatte Diadem an. Er überbringt dem Könige Dom Pedro V. den Hosenband=Orden. Großbritannien. §·8 London, 24. Mai. Wenn Titus schon jammerte über einen verlorenen Tag, was soll John Bull erst thun, dem eine ganze Woche in die Brüche gegangen ist? Und doch würde es unrecht sein, die große Debatte, welche so eben aufgehört hat, ohne ein Ende zu bekommen, als rein verlorene Zeit zu betrachten. Der Gewinn, den die Hauptperson, das englische Volk, gemacht hat, ist nicht gering, wenn er auch nicht gerade in Paragraphen von Parlaments=Acten abgezählt werden kann. Allerdings rechne ich das vorläufige Bestehenbleiben des Ministeriums Derby nicht zu den gutzuschreibenden Posten; der Zustand der großen liberalen Majorität im Unterhause, wie er sich in den Debatten klar abgespiegelt hat, beweis't aber, daß an ein dauerhaftes Ministerium aus der liberalen Richtung im Augenblick nicht zu denken ist. Unter anderen Umständen wäre ein viel geringerer Verstoß, als die Veröffentlichung der Ellenborough'schen Depesche mit ihren Junius=Phrasen war, Handhabe genug gewesen, um ein in flagranter Minorität hinkriechendes Ministerium abzufertigen. Wie es liegt, hätten die Minister noch schlimmere Dinge thun dürfen, und die Masse der Liberalen wäre doch nicht warm geworden. Es stellt sich heraus, daß jene Organisation der sogenannten unabhängigen Parlaments=Mitglieder bloß ein Symptom, nicht die ganze Bewegung selbst ist, welche im Schooße der liberalen Partei vor sich geht. Vielerlei kam denen zu Statten, welche, zumal nach dem Rücktritte Ellenborough's, wodurch die Privatfrage Ellenborough oder Canning zur Erledigung im Interesse des Letzteren gebracht schien, den Cardwell'schen Antrag als Partei=Manöver betrachteten oder doch betrachten wollten. Eine Hauptposition für diese Ansicht war die Briefverheimlichung von Seiten Vernon Smith's unter der Gevatterschaft von Palmerston. Jetzt, da die ipsissima verba des Auszuges vorliegen, kann Niemand bestreiten, daß jener Passus nicht ganz ohne Wichtigkeit war. Der GeneralGouverneur sagt:„Ich fühle, daß meine Proclamation Euch stutzig machen wird und Erläuterung nothwendig macht. Suspendirt aber Euer Urtheil, und namentlich veröffentlicht sie nicht, bis Ihr weiter von mir hört.“ Ich hatte am Abend vor der Veröffentlichung der letzten Depeschen die Erwartung ausgesprochen, daß der Cardwell'sche Antrag mit einer kleinen Majorität durchgehen und dann das Ministerium eine Auflösung wagen würde, und glaube auch jetzt noch, daß damals die Stimmen ungefähr so lagen; aber Allen, ausnahmelos Allen kam die officielle Constatirung der Meinungsverschiedenheit zwischen Sir James Outram, in Audh=Angelegenheiten die erste Autorität, und Lord Canning, so wie die ausführliche Auseinanderlegung der Gründe des Letzteren als wahres Himmelsgeschenk. Worüber Outram und Canning streiten, das kann in England nicht ohne Weiteres entschieden werden(und die Debatte war, wie vorauszusehen, mehr und mehr auf die Confiscationsfrage übergeglitten), und man kann nicht über das Verhalten eines Staatsmannes am Abend entscheiden, dessen Vertheidigung erst im Laufe des Tages, noch naß vom Drucker, in unsere Hände kommt. Disraeli erklärte, Lord Canning seinen Segen zu geben, und so fiel der Vorhang vor einer grandiosen Gruppe unter bengalischem Feuer. * London, 25. Mai. Unter der Ueberschrift:„Die Zusammenkunft in Cambridge=House"[Wohnung Lord Palmerston'], bringt die Times folgendes Schreiben des gegenwärtigen Premiers, Carl von Derby: An den Redacteur der Times. Mein Herr! Meine Aufmerksamkeit wurde auf ein Schreiben in der Times vom vorigen Samstag gelenkt, in welchem Lord Shaftesbury, nachdem er eine Woche Zeit zur Ueberlegung gehabt, sagt:„Der Premier=Minister behauptete in der Debatte vom 14., ich habe am Sonntag einer politischen Zusammenkunft im Cambridge=House beigewohnt. Das Motiv war so offenbar, daß ich ihn nicht unterbrach und keinen Widerspruch gegen seine Behauptung erhob.“ Ich habe nichts der Art gesagt. Das, was ich wirklich gesagt habe, bringt Ihr Berichterstatter ganz richtig in folgenden Worten: „Ich weiß nicht, ob er zugegen war; doch glaube ich, daß ihm das Ergebniß jener Sonntags=Zusammenkunft mitgetheilt wurde.“ Hätte ich öffentlich, und während er es hörte, eine solche Behauptung aufgestellt, so würde ich es, wenigstens nach meinem eigenen Gefühle zu urtheilen, natürlich gefunden haben, wenn Lord Shaftesbury, welchen Beweggrund er mir in seiner christlichen Liehe auch zuschreiben mag, statt die Sache eine ganze Woche lang unerwähnt zu lassen, der betreffenden Aeußerung sofort in Anwesenheit der versammekten Peers, die jedenfalls den genauen Wortlaut hörten, widersprochen hätte. Wenn er sich schließlich veranlaßt fühlte, die von den„anonymen Scribenten“, auf welche er sich bezieht, aufgestellte Behauptung zu berücksichtigen, so hatte er zum mindesten nach dem Datum des an Sie gerichteten Briefes eine Gelegenheit, dasselbe in meiner Gegenwart im Hause der Lords zu thun. Den meisten Peers würde dies als die höflichere Manier erschienen sein. Ich bin, mein Herr, Ihr gehorsamer Diener St. James Square, 24. Mai. Derby. Die Zimes bringt heute einen Leit=Artikel über Preußen, namentlich in Bezug auf die Regentschafts=Frage. Sie findet eine gewisse Analogie zwischen der Kreuzzeitungs=Partei und gewissen politischen Richtungen in England.„Selbst in unserem eigenen freien Lande", bemerkt die Times,„nehmen wir den Erfolg wahr, mit welchem antiliberale Parteien ihre Streitkräfte zu organisiren und ihren Grundsätzen Ausbreitung zu verschaffen wissen. Das Geschick, der Gehorsam und die Weltweisheit, welche auf der volksthümlichen Seite so häufig fehlen, finden sich dort in Vollendung, wo der Geist nicht thätig ist und mir Murchel mit einem finsteren Blicke zu und setzte sich wieder an Ich kümmerte mich wenig darum und war entschlossen, nicht zu reisen. Ich machte noch einen Versuch und rief die Autorität des Herrn Hommer an, der es, wie ich mir dachte, nicht ungern sehen würde, wenn wir in Hamburg blieben. Aber Herr Hommer wollte es mit Niemand verderben. Er vermuthete, der Austerlitz sei noch dort, könne aber vielleicht doch schon abgedampft sein u. s. w. Während ich mit ihm sprach, bemerkte ich ein Piano in der einen Ecke des Saales. Ah, Sie sind muficalisch, Herr Hommer! sagte ich. Nein. Meine Kinder spielen auf dem Instrument. Es ist wahrscheinlich gut! sagte ich, es öffnend. Bitte, probiren Sie es einmal! Wenn ich nicht störe! Man hört es wohl bis hinauf in vie Gastzimmer? fragte ich mit einer wahren Tauben=Miene. O, das schadet nicht! Es ist ja noch früh! Also man hörte es! Das war es ja, was ich wollte. Meine schöne Unbekannte mußte musicakisch sein, wie war es anders möglich! Diese Töne mußten sie herablocken. Vorwärts! Einige kühne Griffe! Es wird schon gehen! Aber es ging nicht. Ich hatte als Knabe einst leidlich gespielt, aber während meiner Flegeljahre Alles gründlich vergessen. Ich versuchte einige Tacte aus der Sonate Pathétique. Aber sie klangen so kläglich, daß ich erschreckt davon abließ und mich mit der erfreulichen Entdeckung, daß mir die ersten Schweißtropfen auf die Stirn traten, zum„Wahnsinnswalzer“ wandte. Aber auch dieser war meinem Gedächtniß nicht treu geblieben, und die Bewegungen meiner Finger waren das einzige Wahnsinnige bei diesem beliebtesten Tonstück meiner Jugend. Verzweifelnd versuchte ich aus dem Gedächniß die„Bummler=Polka“. Aber meine Finger blieben weit hinter den Erwartungen Hören Sie doch auf,.! sagte Murchel finster. Sie machen einen War das von Richard Ich warf ihm einen wüthenden Blick zu, derzr regm, Krung st ecben so groß, wie woitne Andenzutengen Schriten um hob mich, gebrochenen Herzens, um mit schwanient Scheiurn, mit den Händen in den Taschen meiner Beinkleider durch den Saal zu wandeln. O, Ihr Eltern, denen das Glück und die Zukunft Eurer Kinder anvertraut ist, zwingt sie, zwingt sie dazu, Clavier spielen zu lernen, selbst wenn es nicht ohne einige Hiebe abgehen sollte! Sie werden es Euch danken! Und Ihr Jünglinge, die Ihr in thörichtem Uebermuthe die Musik verachtet, weil sie Sclaven macht— wie der alberne Krösus sagte—, die Ihr über trockenen Studien oder gar über Zechgelagen, Tanz und anderen Eitelkeiten die süßeste Göttin des Himmels vernachlässigt— geht in Euch und kasteiet Eure Hände, übt Czerny'sche und Kramer'sche Etuden! Ihr werdet es sonft bereuen. Auch Ihr werdet sonst einst mit blutendem Herzen vor einem Piano sitzen, Euer Herz wird schlagen, Eure Sinne werden sich umfloren, Ihr werdet zerknirscht aufstehen und nach irgend einer mitleidigen Versenkung suchen, um in die Erde zu sinken, wenn die Blicke Eurer Angebeteten spöttisch auf Euch ruhen, ein junger Candidat der Theologie und Hauslehrer sich nach Euch an das Piano setzt, um mit flüchtigen Fingern, glänzender Brille auf aufgestülpter Nase und langem blondem, à la Liszt zurück gestrichenem Haar einen Schulhoff'schen Galopp zu executiren! Brauche ich zu erwähnen, daß wir diesen Abend nicht ganz in der Stimmung unsere Zimmer wider aufsuchten, in der wir sie verlassen? Murchel grollte mir; der Vampyr und Klapschig waren mehr als schläfrig, und ich selbst befand mich in tiefster Zerknirschung. Klapschig wird bei mir schlafen! sagte Murchel, als wir uns noch einige Augenblicke in dem großen gemeinsamen Vorderzimmer befanden. Sie und der Vampyr können in dem anstoßenden Cabinet schlafen. Mir gleichgültig! erwiderte ich trocken. Aber ich durchschaute seine List. Kitschotutsch war bereits halb und halb zu der kieler Reise entschlossen. Klapschig war noch unentschieden. Ihn galt es also zu bearbeiten. Er sollte für die morgende Reise gepreßt werden. Immerhin! Ich freute mich sogar darauf. Ich sagte Murchel kühl gute Nacht und ging in das Schlafcabinet. Die Betten hatten etwas Einladendes und waren ganz nach meinem Ich entkleidete mich also schnell und begrub meine müden Lebeine unter dem schneeweißen Leinen, nicht ohne den dunklen und es möchte eine weite Schneedecke und ich die todte Erde sein. Mein Herz war sehr niedergeschlagen. Mit dem Vamphr ging es nicht so schnell. Er hatte tausend häusliche Anordnungen zu treffen, ehe er die wichtige Arbeit vollbringen konnte, sich in das Bett zu legen. Muug Er rumorte um mich herum, wie ein Gespennt, keuchtete mit dem Licht überall hin, blendete mich zuweilen, verbrannte seinen Bart und schimpfte lästerlich. Auf diese Weise zwang er mich, stets wieder an ihn zu denken, obgleich bereits angenehmere Gedanken durch meinen müden Hören Sie, Vampr, sagte ich, sind Sie bald fertgs Sie kreffen wohl Vorbereitungen, um mir in der Nacht das Blut auszusaugen? Oder thun Sie das nicht an lebendigen Menschen? Unsinn! erwiderte er grimmig. Das tanschiert mich nicht! Was? rief ich. Es tanschiert mich nicht! wiederholte er mit erhobener Stimme. Wärmen Sie doch nicht solche Albernheiten auf! Da ich allmählich begriff, was er mit dem„Tanschieren" meinte, so hüllte ich mich in die leichte Decke und überließ mich dem Vorgefühl sanfter Träume. Mochten Murchel, Kitschotutsch und Klapschig nach Kiel fahren— sie thaten mir einen Gefallen damit! Ich hatte dann den ganzen Tag frei, konnte meine ganze Zeit der schönen Unbekannten widmen, konnte ihr folgen, vielleicht ein Gespräch mit ihr anknüpfen, vielleicht bei Tische neben ihr sitzen! Ich wollte von Morgens früh an auf der Lauer liegen, wie ein englischer Erecutor. Sie mußte doch einmal erscheinen, einmal ihr Zimmer verlassen, vielleicht im Nachthäubchen, im Morgenanzuge, und wie reizend mußte sie dann aussehen! Das Herz schwoll mir vor Wonne! Fahrt nach Kiel, bleibt dort die ganze Woche, wenn Ihr Lust habt! Ich bleibe in Hamburg. Himmel und Erde! Was ist denn das? schreckte mich Kitschotutsch's Stimme in dem süßesten Moment des Einschlafens auf. Was ist das? Kein Federbett! Bloß eine Decke? Das ist zu viel! Das halte ich nicht aus! Ich habe so schon Rheumatismus in allen Gliedern! Ich hole mir die Gicht für das ganze Leben! Ich richtete mich auf. Ich hätte die Rollen vertauschen, mich auf den Vampyr stürzen, ihm das Blut aussaugen oder ihn wenigstens zerreißen können. Da stand er in der allernothdürftigsten Bekleidung, mit seinen dünnen Beinen und seinem geschwollenen Gesicht, auf dem sich Schrecken und Entsetzen in tausend dämonischen Gestalten zeigten, da stand er und starrte das Bett an. Vampyr, was haben Sie! rief ich wüthend, Wollen Sie wohl ruhig sein?n onpuerin Nein! Ich wecke das ganze Haus Ich mutz in bedern schiafen Ich hole mir das Podraga! Diese verwünschten französischen Betten! Mich überläuft es schon bei dem Gedanken, da hinein zu steigen! Thun Sie, was Sie wollen! schrie ich ingrimmig, und blies das Licht aus, das in meiner Nähe stand. Ich hörte ihn noch wimmern und rumoren. Er stieß einen Stuhl um, tobte, schrie und weinte beinahe. Ich hüllte mich in meine Decke, mitleidslos wie ein ergrauter Sünder. Endlich hörte ich, wie er in das Beit stieg, ich hörte, wie ihm die Zähne klapperten, wie er vor Frost wimmerte. Gedanken wollüstiger Rache und Schadenfreude mischten sich in das Bild meiner Unbekannten, das jetzt im Dunkeln um so leuchtender vor mir aufstieg, und ich schlief ein. Ich will meine Träume nicht schildern. Ich hasse jede Nachahmung und hüte mich deßhalb vor jedem Vergleich mit jenen endlosen Feuilleton=Romanen, die es niemals unterlassen, die Träume der ersten Nacht in einer anderen Wohnung zu schildern. Ich will originel sein durch und durch, selbst in meinen Trivialitäten— und was der Mensch will, das kann er js. Oder ist es etwa keine originelle Kühnheit, der Erste und vielleicht Einzige zu sein, der nach Yorick eine sentimentale Reise schreibt? Also nichts von Träumen! Ich erwachte. Ich erwachte, als kaum der Morgen graute, durch einen höchst seltsamen Lärm. Ich hörte Töne von so eigenthümlicher und durchdringender Kraft und zugleich von einer solchen Sonderbarkeit, daß ich erschreckt empor fuhr und einen wilden Blick um mich warf; denn ich glaubte alles Ernstes, man habe mich während der Nacht nach einer Menagerie transportirt. Diese Töne hatten nichts Menschliches, gehörten auch keinem mir bekannten Hausthiere an. Sie mußten aus dem Rachen einer Bestie kommen, deren Art und Weise, sich verständlich zu machen, mir bis dahin noch fremd geblieben war. Im Morgengrauen starrte ich um mich her und überzeugte mich endlich zu meiner hohen Befriedigung, daß ich mich wirklich innerhalb der Mauern unseres Schlafzimmers befand. Von dem Vampyr sah ich freilich nichts weiter als eine weiße Masse, die aussah, wie eine Menge zusammengedrehter Handtücher, oder wie eine frische Mumie. Aber ich vermuthete wenigstens, daß sein rheumatischer Körper unter dieser antiken Hülle verborgen sei. Während dessen dauerte das Geschrei fort. Ich war vollständig ermuntert, und meine Besorgniß schwand ein wenig. (Forts. folgt.) in eine unabhängige Individualität nicht kennt. Die Kreuzzeidartet klammert sich an eine Art von deutschem Torhismus, der Wwohl der Rest eines früher bestandenen Glaubens=Bekenntnisses, die Annahme despotischer Principien ist, die sich in BeNeuheit und Tollheit mit den wildesten Theorieen des Sonus messen können. Die Partei ist Frankreich und französischen een feindlich, obgleich sie sich in ausschweifenden Lobpreisungen eluten Herrschaft des Kaisers der Französen ergeht.[Mit der ### eptung thut die Times der Kreuzzeitungs=Partei offenbar n1 England erscheint ihr als das Mistbeet, welches alle jene kunzen erzeugt, die zu unseren Lebzeiten auf dem Festlande aufnen sind. Freiheit im Allgemeinen, Redefreiheit, Preßfreiheit, sooir demäßigte Constitution mit einem Könige und einem starken eatischen Elemente sind der Kreuzzeitung ein Gräuel. Die von Amsterdam,(Mittwoch) 26. Mai, 34 Uhr Nachm. 247 Integralen 6318.; 5% Metalliques 741.; 5% österr. Nationalschuld 762 Br.; 5% russ. Obligat. von 1855 1012 G. Banca=Zinn flau; Colontalwaaren still. Paris,(Mittwoch) 26. Mai, 2 Uhr Nachm. Wie man behauptet, wird die montenegrinische Angelegenheit in Konstantinopel durch die ständigen Gesandten geregelt werden. Die zweite Conferenz ward heute um 2 Uhr Nachmittags eröffnet. Lord Cowley und Graf Walewski sind heute früh angekommen. Die Stimmung an der Börse ist matt. donige vor ein paar Jahren verliehene Verfassung war dieser en besonderer Gegenstand des Abscheues; neuerdings aber hat ssi klug wie die Schlangen, die Verfassung adoptirt und mit richer Schlauheit für ihre Zwecke ausgebeutet.... Der Prinz von ist ein Ehrenmann, ein Patriot, ein Soldat, und der Brudies Souverains. Er läßt es sich angelegen sein, alles zu verwas einem Mißbrauche der Gewalt, oder einer Verletzung des mvertrauten Berufes ähnlich sehen könnte. Seine persönlichen tem; epfert er, wie man sagt, seinem Pflichtgefühle, und setzt ein sen, welches weder von ihm, noch von den aufgeklärtesten dein Preußens gebilligt wird. Es ist wahrhaftig zu wünschen, ####nwärtigen anomalen Stande der Dinge irgendwie auf Wege ein Ende gemacht werde Wenn Aussicht auf die Ge#“ gegenwärtigen anomalen Stande der Dinge irgendwie auf ng..2 T ein Onde Fema., Inrde. Winn Vr.„“., auf bnr Ger ##es Königs vorhanden ist, so würde es natürlich höchst Ferecht sein, ihn seiner Souverainetät zu berauben. Ist hinge## Teiden dauernd, so scheint es uns die Pflicht der preußischen eeen zu sein, nicht länger zu zaudern, sondern dem Prinzen Preuf.„ #irung die zur wirksamen Verwattung einer so centralisirten ris nothwendigen Vollmachten zu übertragen.“ die Besetzung von Lord Ellenborough's Posten verlautet nichts ##### In einigen Wochenblättern spukt das Gerücht, Gladstone #gn, fest mit den Tories verbunden und übernehme die Stelle 00 00 69 65 650 00 632 50 00 00 " 0 0 0 0 Schlußcourse vom 25. 44% Rente..9## 93 50 3% Rente........ 69 60 Franz.=Oesterr..=A.. 652 50 Mobiliar=Credit=Ges..650 00 1% span. Schuld... 26 8 3% dito 38 4 ##l(Schatzkanzler=Amt), während dieser Präsident des indischen . Amtes werde. Bays theilt Folgendes über eine neue Art von Kriegsschiffen g. letzt in England gebaut werden sollen:„Dieses neue Schiff wird beuensionen eines Linienschiffes ersten Ranges haben. Das Aeußere ##en wird mit eisernen Scheiben, die kugelfest sind, bedeckt werden. Scheiben werden über das Verdeck hinausgehen und so die Solwie Matrosen vollständig beschützen. An der Spitze des Schifseit, eine Art Sporn von geschmiedetem Eisen angebracht werden. stigt einnt an der Basis des Bugsprits und wird an dem Kiel ## werden, der ebenfalls aus geschmiedetem Eisen bestehen wird. # wird nur Eine Batterie haben. Dieselbe besteht aus Kaaus austärksten Caliber, die ungeheure Wurfgeschosse schleudern, groß sern für die Kartätschen. Außerdem wird das Schiff it sein Anzahl Scharfschützen haben. Die Bemastung wird sehr Man wird diese neue Erfindung zuerst bei einem alten hög““ 130 Kanonen versuchen, das sich noch in gutem Zustande en Dasselbe wird eine Dampfmaschine von 3000 Pferdekraft ern# an hat berechnet, daß die Schnelle eines solchen Schiffes in ####ochsten Grade dem Viertel der Schnelligkeit einer Kanonenku#er zweiten Hälfte ihres Laufes gleich kommen wird. . Dänemark. epenhagen, 23. Mai. Wie bekannt, hat die dänische Regie#sch der Beendigung des deutsch=dänischen Krieges die HerzogSchleswig=Holstein, namentlich aber das unglückliche Schleswig, ##dlischen Beamten jeglicher Gattung übersäet, während die Laner sich verstoßen sahen oder sich mit mageren Aemtern genügen nußten. Nicht bloß in der deutschen Presse, auch von den stänVertretungen der Herzogthümer ist muthvoll gegen dieses Ver[° protestirt worden. Nun ist die Regierung zu ihrer Rechtfertigung De„herrliche“. Idee gekommen: sie will nämlich Candidaten n Herzogthümern den Zutritt zu untergeordneten Aemtern in entlichen Königreiche gestatten, wahrscheinlich in der wohlwolAbsicht, um dieselben so recht nach ihrem Geschmacke zu daniund sie hat bereits mit der Verwirrlichung ihrer Idee den AnUemacht, indem mehreren juridischen Candidaten aus Schleswig ##n dänischen Ministerium des Innern angewiesen worden ist. Organe der schwedischen Presse haben neuerdings die dä.274ge in besonderen Artikeln besprochen und sind dabei zu dem * gerommen, daß die gegenwärtige Gesammt=Staatsverfassung 8 zum gict und daß dem dänischen Grundgesetze vom 5. Juni — Sto de gegen Deutschland, neues Leben gegeben werden müsse. Peterahun Rußland. en hien 8, 19. Mai. Seit den jüngsten, vor einigen Tagen Betrefr#.“ Blättern aus dem Moniteur veröffentlichten Depeschen eßlich u montenegrinischen Frage beschäftigt man sich fast ausd. nit dieser Angelegenheit. Das halbamtliche Organ, der In: schreibt, man müsse der Türkei begreiflich machen, daß ihr .s“ geringste Recht auf das Fürstenthum Montenegro zustehe, des jeder Angriff auf die Unabhängigkeit dieses selbstständigen iich. internationalen Rechten zuwiderlaufe.„Wenn einige österDi Organe Montenegro nicht wohl wollen und die Ansprüche in ike auf dieses slawische Fürstenthum als unbestritten darstellen, #. bus ein altes Lied; die Montenegriner sind ja schon deßhalb sur. Theil, weil sie dem slawischen Stamme angehören und atische Anges.### erteitten. c### z nun die monAngelegenheit in der Conferenz behandeln oder nicht, so diesea#(aus mit Bestimmth. abhängiekeite weisen.. Dringen Ketbt. n:" deren Religion bekennen(!) Man mag sich jedenfalls it sagen, daß die osterreichische Poeine, Jahrhunderte siegreich behaupwerde“— Einer statistischen Notiz zuun zeyn Gouvernements=Städte Rußlands innerhalb fünf gen Zuwachs der Bevölkerung von 14 bis 80 Procent nach, letze### andere eine eben so bedeutende Abnahme derselben. Zu in zg.: Lehören besonders die Städte Kowno und Schitomir; in udstugst durch kaiserlichen Befehl den Juden die Erwerbung von Euti Behufs Erbauung von Häusern gestattet worden.— her###tung der Kauffahrtei=Schifffahrt ist neuerdings von der gI.“gatorisch gewesenen Einholung amtlicher Atteste befreit worst#“ welche kein Fahrzeug bisher in See gehen durfte. In Zu# leiht die Einforderung solcher Atteste von Schiffs=Eigenthümern edern den Assecuranz=Compagnieen überlassen. Die Regierung de man sieht, überall, wo es angeht, die sie selbst belästigende undung von Privat=Angelegenheiten auf. Bie Türkei. ebinig Constitutionnel meldet, sind telegraphische Berichte aus 00 Mau 22. und aus Jassy vom 23. Mai eingetroffen. diesem a türkische Truppen von der Garde des Sultans waren n Tage in Trebinje eingerückt, wodurch die Zahl der reguaulären unter Hussein Pascha auf 6000 Mann stieg. Die schl““ waren fortgeschickt worden. Der türkische General hatte. Petten, die Feindseligkeiten einzustellen, sich aber in seinen ionen halte ken. Der Tod# Aegypten. , erfolgt, Lhmed Pascha's, des ältesten Sohnes Ibrahim Pain wer am 13. Mai. Ursache des Unfalls war, daß der Watichem der Prinz bei der Ueberfahrt über den Nil saß, von der P# der Fähre in den Strom hinabglitt. Ahmed Pascha vien. Se seiner Abstammung, Anwartschaft auf das Paschalik Depeschen. Berlin,(Mittwoch) 26. Mai. Jaas=Jur.5 lußeourse der heutigen AAur8 G. Darmst..=A. 964 G. Ldw.=Brb.=A143B. Hand 1394G. dito Zettelb.=A. 88 G. Frz.=Oest..=A. 1694G. 792 G. Köln=Min.=A142B. Aach.=Mast.=A391 G. Gred. J 1012 G. Rheinische.=A. 92 G. Berg.=Märk.=A784 G. dir a C1114G. dito neueste 851 B. F..Nordb.=A564G. 08 und Actien war heute die Stimmung sehr flau. #gen„Betreide=, Oel= und Spiritus=Preise. Eöbzr göZwenkend; loge 35 bez., per Mai=Juni 345 Br Pesrctus unveränt. 154 Br., per Mai=Juni 153 bez. -undert; loeo ohne Faß 174 bez., per Mai=Juni 17 bez. Frankfurt a..,(o. #ie Bundes=Versamml. 101 Uhr Vormittags. Metall. sdurenb..=a ts 3 Uhr Nachmittags. #3#=A. st..# 132 S.(Elsabethb.=A. .2 G. Oest. Credt=A. 206 g. 6. „Bechselcourse.(Alle kurz Sicht und Geld.) 1054. Hamburg 875. Paris 984. sen *„ London 1173. Mailand—. Wien 1133. Disconto 3%. Börse vom 26. 4½ Rente 3% Rente.... Franz.=Oesterr..=A. Mobiliar=Credit=Ges. 1% span. Schuld 37 dio.n London,(Mittwoch) 26. Mai, 1 Uhr Nachm.: 3% Consols 975. 2 Uhr Nachm. 3% Consols 975 Br. Am heutigen Colonialwaaren= markte war Kaffee fester, Zucker still, Reiß flau. Schottisches Roheisen 544 Sh.— Getreide still. In Liverpool wurden heute 6000 Ballen Baumwolle verkauft. Vermischte Nachrichten. 55 Köln, 26. Mai. Gestern Abends fanden die letzten musicalischen Aufführungen des Musikfestes Statt; ein Ball im Gürzenich wird heute das Ganze beschließen. Es ist nur Eine Stimme darüber unter allen Theilnehmenden, daß ein so großartiges Fest wohl noch nie gewesen: auch wir erinnern uns keines Pfingstfestes, an welchem die Ausführung der großen Musikweike in den Gesammtmassen so künstlerisch befriedigend gewesen wäre, während allerdings in den Solo=Gesangpartieen an vielen niederrheinischen Musikfesten hervorragendere und berühmtere Künstlergrößen geglänzt haben. Allein das war gerade das Charakteristische des diesjährigen Festes, daß es sich nicht um Eine Größe, eine wahre oder gemachte, drehte, seinen Hauptglanz in den Massenleistungen fand, für welche die Musikfeste ja eigentlich gegründet sind. Trotzdem ist nun auch in dem gestrigen letzten Concerte den Solo=Vortragen ihr volles Recht geworden, und das Publicum, das an diesem Abende noch zahlreicher wie früher war, so daß es auch die Galerie füllte, war in einer so festlichen und wohlwollend aufgeregten Stimmung, daß es sämmtliche Vorträge der Damen Krall und Meyer, der Herren Schneider, Stepan und Abiger mit dem lautesten Beifall aufnahm und in Hervorruf und Verlangen nach Trompeten= und Paukentusch sich unermüdlich zeigte. Einen sehr interessänten Theil des Concerts bildete der vortreffliche Gesang des Kölner Männergesang=Vereins unter Leitung des königlichen Musik=Directors Herrn F. Weber. Den Gipfel aber erreichte der Enthusiasmus des Publicums und der Mitwirkenden durch das Violinspiel Sivori's; jede einzelne Variation seiner Phantasie über Thema's aus der Lucia wurde stürmisch beklatscht und da capo verlangt, und als er, unter Trompetenschall hervorgerufen, noch als Zugabe Paganini's berühmte Variationen über „Mich fliehen alle Freuden“ für die Violine allein spielte, erregte der höchst originelle und unbegreifliche Schwierigkeiten wie zu Scherz und Spiel hinwerfende Vortrag einen unbeschreiblichen Jubel. Aber auch die herrlichen Chor= und Orchesterkräfte entwickelten noch einmal ihren Glanz in Chören aus Bach's Credo und Hiller's Saul— so frisch und voll, als singe das Fest erst jetzt an— und in der prächtigen Ausführung der Ouverturen von Beethoven zur Leonore und von Weber zum Freischütz. Die letztere beschloß das Fest und gab in ihrem jubelnden Schlußsatz die freudige Begeisterung treffend wieder, welche die zweitausend Menschen im Saal beseelte. Berncastel, 21. Mai. Heute wurde hier der Bürgermeister Haas von Prüm, welchem die einstweilige Verwaltung der Bürgermeisterei Berncastel übertragen war, zum Bürgermeister von Berncastel gewählt. Düsseldorf, 26. Mai. Wir entlehnen aus Svenska Tidningen, daß Se. Maj. der König von Schweden und Norwegen den Malern Höckert und Larsson das Ritterkreuz des königl. Wasa=Ordens verliehen hat. Dortmund, 25. Mai. Die Gesellschaft der Naturforscher von Rheinland und Westfalen hält heute und morgen ihre Jahressitzung hier ab. Eine beträchtliche Anzahl Mitglieder hatte sich bereits im Laufe des gestrigen Tages eingefunden, und fand im Hotel Wenker=Paxmann am Abend eine vorbereitende Besprechung Statt. Unter den Fremden bemerkte man unter andern den Herrn Berghauptmann von Dechen, die Herren Nöggerath, Diergardt, D. Marquardt 2c. Heute Morgens früh sind indeß noch sehr viele Theilnehmer eingetroffen, und ward sodann im Saale der Casino=Gesellschaft die Versammlung eröffnet. B Brakel, 22. Mai. Gestern fand hierselbst der Remonte=Markt unter Vorsitz des Herrn Rittmeisters von Busse Statt. Die Pferdezüchter der Stadt und des Amtes Brakel ließen der königlichen Remonte=Commission 15 Pferde vorführen. Zur Auswahl wurden sechs Pferde bestimmt und schließlich gekauft. Der höchste Preis betrug 195 Thlr., der niedrigste 125 Thlr. Im Allgemeinen war man sehr erfreut, daß die Persönlichkeiten der Remonte=Commission in recht freundlicher und biederer Weise dazu beitrugen, das bisher bei den Pferdezüchtern gesunkene Vertrauen wieder herzustellen und das nothwendige Interesse für die Zucht guter Pferde zu beleben. — Die am 10. Mai nach vierwöchentlicher Dauer geschlossene Ausstellung der prinzlichen Hochzeits=Geschenke in Berlin ist von 21,202 Personen besucht worden. Die Einnahme betrug von dem Eintrittsgelde 3523 Thlr., von dem Verkauf der steben Auflagen des Katalogs 785 Thlr. Nach höchster Bestimmung wird der größere Theil des Ertrages dem Fonds der Ausstellung der Gewerks=Zeichen zufließen, ein Theil jedoch dem Frauen=Vereine zur Abhülfe der Noth unter den kleineren Handwerkern zu Gute kommen. Nach dem Schlusse der Ausstellung wurden vor der Rücklieferung der Geschenke in das Palais Sr. Königl. Hoh. des Prinzen Friedrich Wilhelm auf Höchsten Befehl durch die Photographen Risch und Quidde photographische Abbildungen derselben in angemessenen Gruppirungen auf einigen zwanzig Blättern genommen, die zu einem besonderen Album mit Inhalts=Beschreibung zusammengestellt werden sollen. Die letztere wird der Stadtrath D. Woniger liefern. Frankfurt, 25. Mai. Eben eingetroffene Reisende, die gestern Nachmittags dem Sängerfest in Baden=Baden beiwohnten, berichten einstimmig, daß dabei ein bedauernswerther Unfall eingetreten ist. Als nämlich nach Beendigung der Production der Großherzog den Leitern der verschiedenen Gesang=Vereine seine höchste Zufriedenheit ausgesprochen hatte und sich entfernte, wollte die ganze Masse Menschen ebenfalls zur Thür hinaus drängen, und es entstand ein solches Drücken und Drängen, daß der hintere Theil der Festhalle zu wanken anfing und Bretter und Balken herabstürzten, wodurch eine größere Anzahl von Menschen zum Theil ziemlich verletzt wurden und Arm= und Beinbrüche vorfielen. Die Beschädigten sind meistens karlsruher und freiburger Sänger. ∆ Frankfurt, 25.Mai. Die Versammlung der süddeutschen Forstwirthe wird am 3. Juni ihren Anfang nehmen. Die Sitzungen finden im Kaisersaale Statt und dauern zwei Tage. Am Schlusse derselben wird in dem Saale der Harmonie, welcher von unserem bekannten Zooplastiker Leven in einen Wald mit allen jagdbaren Thieren umgeschaffen wird, ein großartiges Festessen abgehalten werden. Am 5. Juni beginnen die Excursionen; die erste geht in unseren Stadtwald und wird durch ein Fest am Forsthause beschlossen. Kalte Küche, Wein und Bier, zwei Musikchöre und bengalische Beleuchtung des Festplatzes,— in diesen Worten ist der ganze Charakter dieser Festlichkeit enthalten. Der Senat hat zur Bestreitung der Kosten 2000 Fl. dem Comite zur Verfügung gestellt. Am 6. Juni wird eine Excursion nach dem Felsberge Statt finden, und zwar auf Leiterwagen, welche der Landgraf von Hessen=Homburg der Versammlung zur Verfügung stellt. Auf dem Felsberge wird ein großes Zelt aufgeschlagen und die Versammlung auf landgräfliche Kosten bewirthet. Man glaubt allgemein, daß auch der Herzog von Nassau das Fest mit seiner hohen Gegenwart beehren wird. Am 7. Juni wird ein Ausflug nach Aschaffenburg und in die prächtigen Wälder des Spessart Statt finden. Die Munificenz der königl. baierischen Regierung hat den Mitgliedern der Versammlung nicht allein freie Fahrt auf der Eisenbahn bewilligt, sondern auch die Bewirthung der Gäste auf den Excursionen übernommen.— In der Gegend von Hochheim verspürte man gestern Nachmittags einen ziemlich starken Erdstoß. —* Die Fischer=Flotte von Monnickendam ist bei ihrem letzten Feldzuge sehr glücklich gewesen. Sie brachte nicht weniger als 14,382,400 Häringe auf. In den letzten Tagen belief sich der Sardellen=Fang auch auf viele Millionen, so daß man eine Barke mit ihrer Ladung Sardellen zurückschicken mußte, weil nicht Hände genug vorhanden, um sie einzusalzen. —* Jakob Offenbach aus Köln macht in Paris mit jedem Tage mehr Glück mit seinen komischen Operetten. Französische Munterkeit, leichte, ansprechende Melodieen und lebensfrische Komik sind die charakteristischen Merkmale seiner Bluetten, die, wenn sie auch keine großen Ansprüche machen, ihren Zweck vollkommen erreichen, heilsam das Zwerchfell erschüttern. Auch in Brüssel sind mehrere derselben mit dem ungetheiltesten Beifalle gegeben worden. Die Fruchtbarkeit des Componisten ist nicht weniger zu bewundern, als sein MelodieenReichthum. — s Die Ausgrabungen, welche Herr Mariette in Aegypten in der Nähe von Sais leitet, haben bereits sehr glänzende Resultate gebracht; 30 Kisten liegen schon in Alexandria zur Einschiffung nach Paris bereit. Unter den aufgefundenen Gegenständen befindet sich auch ein Sarkophag von rosenfarbenem Granit aus der Zeit des Pyramiden=Bauers Cheops von 84 Fuß Länge und mit vortrefflich erhaltenen Sculpturen bedeckt; ferner ein Dolch mit goldenem Griff, eine goldene Schachtel mit Hieroglyphen, und zwei auf dem Bauche liegende goldene Löwen; diese letzteren Gegenstände wurden in Theben auf der Mumie eines unbekannten Königs gefunden; einige Bronzestatuen und Basreliefs der ältesten Dynastieen; kurz, im Ganzen 1500 Gegenstände, deren Werth auf mehr als 200,000 Frs. geschätzt wird. Auf Befehl des Vice=Königs soll in Alexandria ein Museum gebaut werden, zu dessen Director Herr Mariette ernannt worden ist. — s Kanton zählt unter seinen Handwerkern mindestens 15,000 Schuhmacher, 7000 Steinmetzen und 16,000 Bau= und Möbelschreiner. — 8 Die Nachrichten aus den Gold=Districten auf Neu=Seeland lauten so günstig, daß die Goldsucher von Melbourne in Masse nach Anatoki strömen, weil die dortigen Goldgruben überaus gehaltreich sind. Handels=Nachrichten. Berlin, 25. Mai. Zu den allgemeinen, die Flauheit der Börse bedingenden Verhältnissen tritt jetzt noch die Abhängigkeit derselben von den österreichischen Staatsbahn=Actien, deren Cours tägliche Rückschritte macht und durch denselben die Stimmung inftcirt. Allerdings bestehen für diesen Rückgang sehr gerechtfertigte specifische Gründe, nichts desto weniger influenzirt derselbe das gesammte Geschäft und verleiht diesem den Charakter der Flauheit, welcher allgemein weichende Course hervorruft. Unsere Börse hat dies heute wieder dargelegt: nur in österreichischen Staatsbahn=Actien fand zu rasch von 1734 bis 172, gegen Samstag um 3 Thaler weichenden Coursen ein ansehnlicher Umsatz Statt. Neben demselben konnte das Geschäft in keinem Papiere eine größere Bedeutung erlangen, weil die Käufer unter dem Eindruck jenes Rückganges zurückhaltend waren und auch andere Papiere nur billiger kaufen wollten. Die Meinung bleibt den Oesterreichischen Staatsbahn=Actien entschieden ungünstig, die Blanco=Verkäufe spielen wieder eine große Rolle und veranlaßten heute die Wiedergeburt eines seit langer Zeit nicht bewilligten Deports per Juni von circa 4 Thaler. Oesterreichische Credit=Actien folgten mit einem Rückgange von à pCt. der wiener Course, während alle anderen Credit=Actien ganz vernachlässigt wurden und nur mehr oder weniger nominelle Notirungen aufzuweisen haben. Auch EisenbahnActien blieben in schwachem Verkehr und meist angeboten, nur Köln=Mindener behaupten fortwährend 142 als Geldnotiz, jüngste Rheinische wurden zu 857, Ruhrort=Crefeld=Gladbacher zu dem um 4 pCt. höheren Course von 92 umgesetzt. Endlich waren noch Aachen=Mastrichter zu 404, 12 pCt. höher, auf Gerüchte von einer Dividende hin, denen von anderer Seite widersprochen wurde. Rhein=Nahe=Bahn behaupteten den letzten Cours, blieben aber auf fire Lieferung unter Cassa=Cours angeboten. Recht lebhaft war heute das Geschäft in preußischen Fonds zu vorigen Notirungen und 4 pCt. höherem Cours für Staatsschuldscheine.— Die Getreide-Börse war unter dem Einflusse der außerordentlich fruchtbaren Witterung flau und für Roggen circa 1 Thlr. niedriger. Rüböl blieb ziemlich behauptet. Rotterdam, 25. Mai.(Wochenbericht.) Kaffee. Man ist auf den Ablauf der Ceylon=Auction vom 26. d. sehr gespannt, zumal diese Auction bei der jetzigen Seltenheit an besseren farbigen Qualitäten vielseitige Beachtung finden dürfte. Die Muster sind zur Besichtigung aufgestellt. Die Position des Marktes blieb seit unserem Vorigen unverändert, aber sehr fest. Für Java hielt fortwährend Kauflust an, und was im Verhältniß von 29; à 30 C. für gut ord. zu haben war, fand stets bereitwillige Nehmer; die Zurückhaltung der Inhaber verhinderte jedoch eine größere Lebhaftigkeit des Geschäftes. Von Domingo kamen in voriger Woche aus erster Hand ca. 4700 Bll. à 25 C. zum Abschluß. Auch in Brasil fand einiger Umsatz aus zweiter Hand zu festen Preisen Statt.— Zucker. Roher. Der Markt ist unverändert fest, wenngleich mit wenig Umsatz. Raffinirter äußerst selten, und sehr fest gehalten.— Reiß. Die N..=G. hat ihren ganzen Vorrath von Ostindischem und Carolina, bestehend aus 1160/4 und 98/2 F. Carolina und 19,727 Bll. Java, an den Markt gestellt. Von dem Java ist ein Theil beschädigt, die Taxe ist aber auf gesunden Werth basirt. Geschälte Sorten finden auf ihrem billigen Stande noch immer keine größere Beachtung, und sind zu notiren: Arrgcan 68—7 Fl., Java 74—84 Fl., neue Carolina 13—134 Fl. — Krapp in unverändert fester Stimmung, doch war der Umsatz von wenig Bedeutung, da wegen der Feiertage der gewöhnliche Wochenmarkt nicht Statt fand, und somit die Ausbietungen vom Lande ausgeblieben sind.— Java Indigo in zunehmend fester Stimmung. Die einlaufende Frage muß in Avancen auf letzte Auctions=Preise willigen, und ist ohnedies, bei der durch die Zurückhaltung der meisten Eigner mangelhaften Auswahl, schwer zu befriedigen.— Baumwolle. An den Häfen der Vereinigten Staaten betrugen die Zufuhren seit 1. Sept. am 5. Mai 1858 2,711,158 Bll., die Vorräthe 630,449 Bll., die Verschiffungen seit 1. Sept. 1,859,760 Bll.— Hanf ohne besondere Veränderung. Für Riga Rein ist bei Partie 58 Fl., für feinen Riga Pas bei Kleinigkeiten 60 Fl. und für gehechelten Venetianischen CC 70 Fl. bezahlt.— Banca=Zinn ohne allen Umsatz. Man notirte seither nominel 70—69 Fl., und es finden sich dazu um so weniger Liebhaber, als Ende voriger Woche 100 Blöcke Billiton à 67 Fl. abgegeben worden sind.— Fettwaaren. Vorige Woche kamen 20/m K0. englisches Leinöl in Auction, welche à 384 Fl., 384 Fl. per 100°. Nehmer fanden. Wegen Palmöl ist nun die Aufmerksamkeit auf die am 2. Juni Statt findenden Auctionen gerichtet. Von sonstigen Artikeln ward nichts Neues bekannt.— Getreide. Die Frage beschränkte sich auf den dringendsten Bedarf, indessen durch die spärlichen Ausbietungen haben sich die Preise ziemlich behauptet. Der Feiertage wegen hat gestern der gewöhnliche Montags=Markt nicht Statt gefunden. Paris, 25. Mai. Die bewußten zwei neuen Maßregeln der Regierung, deren eine die Rente, deren andere die heimischen Industrie=Papiere heben sollte, scheinen entschieden nicht die gewünschte Wirkung auf der Börse hervorbringen zu wollen. Letztere hat heute ihr gestern nur schwach angedeutetes kritisches Votum offener, nachdrücklicher formulirt. Die Rente ist auf 69.60 zurückgegangen, und mit einziger Ausnahme der Westbahn, die .50 gewonnen, haben alle Bahnen heute das oder mehr verloren, was sie gestern gewonnen. Befremdet hat, daß gerade heute der Mobiliar=Credit wieder einen starken Rückgang erlitten(er hat 21.25 verloren und mit 650 geschlossen), während doch der Rechenschafts=Bericht seiner österrreichischen Bahn=Unternehmungen, den die Börse heute officiel kannte, verhältnißmäßig gut ausgefallen ist. Die Einnahmen des Jahres 1857 beliefen sich auf 14.4 und die Ausgaben auf.2 Mill. Gulden, so daß nach Abzug der Interessen für Actien und Obligationen, der 3 pCt., welche dem Verwaltungsrathe, und der 10 pCt., welche den„Gründern“ gehören, noch über 7 Mill. Fr. oder 17.50 Fr. per Actie zur Vertheilung kommen. Das ist so viel, als im Durchschnitt die französischen Bahnen gegeben, und jedenfalls mehr, als die heimischen Unternehmungen des Mobiliar=Credits gebracht. Uebrigens sucht man noch immer nach Mitteln, den Druck zu beseitigen, welchen jede neue Papier=Emission auf die Course üben muß. Wie erinnerlich, war die Bank zum Neujahr die Verpflichtung eingegangen, von den fünf großen Eisenbahn=Gesellschaften für 230 Millionen— eine Summe, welche man für ihre 1858er Weiterbauten für genügend hielt— Obligationen abzunehmen, ihnen den Betrag nach Maßgabe ihrer Bedürfnisse zu verabfolgen, während sie die Obligationen nur langsam und wo möglich in feste Hände zu placiren suchen werde. Die Bank soll bisher für 100 Millionen dieser Obligationen untergebracht haben. Man findet jedoch, daß sie immerhin die müßigen Capitalien absorbiren und dadurch auf die Börsen=Course drücken. Man soll die Bank dahin vermocht haben, daß sie die Obligationen in ihrem Portefeuille behält und doch die Vorschüsse macht. Heute kann sie dies leicht, da ihr Baarvorrath ein lästig starker. Wenn aber der sich wiederbelebende Handel die gewohnten Anforderungen neuerdings an sie stellt, dürfte sie dieses starke Bahn=Darlehen doch in ernstliche Verlegenheit setzen. * London, 25. Mai. Consols schlossen gestern zu 976—98 Geld und 98 für 3. Juni; Bank=Stock 221—223; reducirte 963—5; neue 3proc. 968—4; India=Stock 222—225; indische Anleihe 1004—4 und IndiaBonds 21—25 S. über Pari; Erchequer=Bills, März 37—41 S. und Juni 21—26 S. über Pari. Ungefähr 24,000 L. australischen Goldes flossen gestern in die Bank von England. Die englische Post vom 25. Mai Abends ist ausgeblieben. r Köln, 26. Mai. Der gestrige dritte und letzte Tag unseres Musikfestes war vollkommen geeignet, demselben die Krone aufzusetzen, sowohl was die Leistungen der ausführenden Künstlerschaft, als die Zahl der Festtheilnehmer betrifft. Der Zudrang der letzteien war massenhaft, und obwohl im Gürzenich=Saale etwa 1200 Sitzplätze vorhanden, mußten doch Hunderte mit Stehplätzen fürlieb nehmen. Ueberdies war die Galerie ringsum mit Zuhörern besetzt. Außer zahlreichen Notabilitäten der Kunst, die sich eingefunden hatten, war auf die an ihn ergangene Einladung des Fest=Comite's auch der Ober=Präsident der Rheinprovinz, Herr v. Kleist=Retzow, von Coblenz hieher gekommen und beehrte das gestrige Concert mit seiner Gegenwart. Um unsere Leser zur Beurtheilung des während der Pfingsttage Statt gehabten Fremden=Verkehrs in unserer Stadt in Stand zu setzen, bemerken wir, daß die Köln=Düsseldorfer Dampfboote am Samstage vor Pfingsten und an den beiden Feiertagen 30,000 Personen beförderten. Mit den Zügen der Rheinischen Eisenbahn wurden an denselben Tagen auf der Strecke KölnHerbesthal 7282, und auf der Strecke Köln=Rolandseck 19,796 Personen befördert. Mit den Zügen der Köln=Mindener Bahn trafen an denselben Tagen etwa 8100, und mit jenen der Köln=Crefelder Bahn nahezu 8000 Personen hier ein. Wenn man bei der Köln=Mindener und bei der Köln=Crefelder Bahn die Zahl der von hier Abgefahrenen auf nur die Hälfte der Angekommenen annimmt, so ergibt sich, abgesehen von den sonstigen zahlreichen Fahrgelegenheiten, ein Gesammt=Verkehr von 75,000 Personen. War doch der am Pfingst=Montage, Nachmittags 4 Uhr, von hier abgegangene KölnDüsseldorfer Localzug allein mit etwa 1050 Personen besetzt. Die Assisen des dritten Quartals werden hierselbst am 19. Juli eröffnet werden. Zum Präsidenten derselben ist Herr Appellations=Gerichtsrath Bossier ernannt. Gestern Abends gegen 8 Uhr entstand in einem Bierhause der Sternengasse abermals eine heftige Schlägerei, an welcher Civil= und Militär=Personen sich betheiligten. Ein Civilist wurde durch einen Säbelhieb verwundet, ein Solbat degegen durch einen Schnit mit dem Meser,= des Regierungsbezirks Köln. Die praktischen Aerzte, Wundärzte und Geburtshelfer D. H. J. Seil und D. K. Wolff haben sich, ersterer in Köln, letzterer in Bonn niederBörsen=Course der Staatspapiere und Actien. Amsterdam, 25. Mai.(4 Uhr) 24¾ wirkl. Schuld 63½; 4% dito 973; Actien der Handels=Ges. 1414; span. 14%/ 26u; dito 3% 37½; dite ausländ. 433; portug. 3% 464; österr. 5% Metall. 75; dito neue 8648; dito National=Anleihe von 1854 764; dito 24% 3813. Berlin, 25. Mai.(Nach dem Cours=Berichte.) 44% freiw. Staats=Anl. 1004.; 44% Staats=Anl. 1004 bz.; dito v. 1856 1004 bz.; 4% v. 1853 93.; 34% Staatsschuldsch. 833 bz.; 3 4% Staats=Präm.=Anl. v. 1855 1148 bz.; Bank=Antheile 1394 bz. u..; Disc.=Comm. 1024 bz.; Minerva Bergw.=A. 754 Br.; aachen=düsseld..=A. 814 etw. bz.; dito 4% Pr.=A. 864 bz.; aachen=mastr..=A. 40 à 41 à 404 bz.; dito 44% Pr.=A. 794 bz.; dito 5% Pr.=A.—; amsterd.=rotterd..=A. 67 etw. bz. u..; berg.=märk..=A. Lit. A. 79 Br.; dito 5% Pr.=A. 102 Br.; dito 5% II. S. 1013 Br.; dito 34% III. S. 752 Br.; dito 4%(düsseld.=elberf.) —; dito 5% 101.; dito 4%(dortm.=soest.) 841 Br.; dito 44% II. S. 923 Br.; berlin=hamb..=A. 1044 bz.; dito 44% Pr.=A. 1014.; kölncrefeld. 4% St.=A. 70 Br.; köln=minden..=A. 142.; dito 44% Pr.= Obl. 1004.; dito 5% II. Em. 103.; dito 4% II. Em. 873 Br.; dito 4X III. Em. 864 Br.; dito 44% III. Em. 96 Br.; dito 4% IV. Em. 86 Br.; österr.=franz. 5%.=A. 1734 à 172 à 1724 bz.; ludwigsh.=berb. .=A. 143 Br.; mainz=ludwigsh..=A.—; münster=hammer.=A. 91 Br.; Nordbahn=A.(Friedr.=Wilh.) 56t mehr. bz.; dito 44% Pr.=A. 993.; rhein..=A. 924 Br.; dito neue—; dito neueste 60% 853 bz.; dito Pr.=St.=A.—; dito 4% privil. 861 Br.; dito 34% v. Staate gar. 80 Br.; ruhrort=crefeld..=A. 92 bz.; dito 44% Pr.=A. 97.; steele=vohw. .=A. 57.; dito 5% I. S. 1005 Br.; dito 5% II. S. 1004 Br.; dito 5% III. S. 994.; kurhess. 40=Thlr.=Pr.=Sch. 42 etw. bz. u. Br.; bad. 35=Fl.=Loose 30 Br.; braunschw..=A. 164 Klgkt. bz.; darmst..=A. 97 .; geraer.=A. 824 etw. bz.; weimar..=A. 974 bz.; Gold=Kronen—. — In den meisten Effecten=Gattungen war heute das Geschäft bei matter Stimmung sehr geringfügig, belebter aber in Oesterr. Credit=, Franz.=Oesterr. und Nordbahn Stamm=Actien bei weichenden, in Aachen=Mastr. StammActien zu höheren Coursen, während Fonds und Credit=Papiere ohne wesentliche Veränderung blieben. Wechselcourse. Amsterdam kurz 1424 bz.; dito 2 M. 1418 bz.; Hamburg kurz 1504 bz.; dito 2 M. 1493 bz.; London 3 M. 6 Thlr. 19 Sgr..; Paris 2 M. 793 bz.; Wien 20 Fl. 2 M. 968 bz.; Frankfurt a. M. 56 Thlr. 22 Sgr bz.— Von Wechseln stellten sich Wien besser, dagegen kurz Hamburg schlechter. (Nach dem Industrie=Actien=Bericht.) Berliner Handelsges.=Anth. 793 Br.; darmst. Zettelbank 884.; luremburger.=A. 86 Br.; österr. Credit=A. 114 à 1133 à J bz.; aachen=münchen Feuer=Versich.=A. 1350.; Colonia 1005 Br.; elberfeld. 200 Br.; magdeburg. 210.; stettin. 104.; leipziger 600 Br., inel. Div.; aachener Rückversich.=A. 400 Br.; köln. Rückversich.=A. 98 Br.; kölner Hagelversich.=A. 98.; Union, Allg. Deutsche 96 Br.; Agrippina, Transp.=Versich.=A. 127.; niederrhein.(weseler) 210 Br., inel. Div.; Lebens=Versich. Concordia(in Köln) 105 Br., 1046 .; hörder Hütten=Verein 124 Br., inel. Div.; eschweiler Concordia I. u. II. Em. 104 Br.; Phönix 70 Br.; massener Steinkohlen.=A. 984 Br. Getreide=Bericht. Weizen geschäftslos.— Roggen flau, auf Termine zu erheblich billigeren Preisen gehandelt. Gekündigt 400 Wspl., loco ohne Kauflust und ohne Handel, schwimmend mehr beachtet und 8 6/88pfd. à 354 —4 Thlr. per 2050 Pfd. verkauft.— Rüböl fest und besser bezahlt. Gek. 1000 Ctr.— Spiritus bei matter Stimmung etwas niedriger im Werthe. London, 25. Mai. 3 7/8 Consols 98; span. 1% 27; dito 3¾ 45. Paris, 25. Mai..=A. 3075 F.—.; piemont. 92 F.—.; Actien der Nordbahn 917 F. 50.; Ostbahn 620 F.—.; Südbahn 495 F.— C. Amtlicher Cours=Bericht der Wechsel=Agenten. Köln, 26. Mai. Bank=Actien. A. Schaaffhausen'sche 4% 1274 Br.; kölner Privat=Bank 4% 100 Br.; Preuß. Bank=Antheile 4% 1404 Br.; Disc.=Comm.=Anth. 4% 103 Br.; berliner Handels=Ges. 4% 804 Br.; darmst..=A. 4% 98 Br.; dito Zettelbank 4% 894 Br.; luremburger Credit 4% 85 G. Industrie=Actien. Colonia, köln..=.=G. 4% 181 Br., 180 bz.; magdeburg..=.=G. 4% 1014 Br.; Agrippina 4% 1304 Br.; Concordia Lebens=Versich.=Ges. 4% 1054 Br., 105.; kölner Rückversich.=Gest. 4% 954.; dito Hagel=Versich.=Ges. 4% 100 Br.; dito Dampfschifff.=Ges. 5% 110 Br.; düsseldorf. Dampfschifff.=Ges. 4% 95 Br.; kölner Schleppschifff.= Ges. 4% 75 Br.; mülheim. Schleppschifff.=Ges. 4% 96 Br.; kölner Baumwollspinnerei 4% 70 Br.; dito Maschinenbau=Ges. 4% 89.; dito Bergwerks=Ges. 4% 80 Br.; müsener Bergw.=Ges. 4% 80 Br., 78 G. Eisenbahn=Actien. Köln=mindener 34% 1424 Br.; rheinische 4% 933 Br.; dito neueste 5% 87 Br., 86.; bonn=kölner 54% 1174 Br.; aachen=düsseld. 34% 824 Br.; ruhrort=crefeld. 34% 92 Br.; aachen=mastr. 4% 414 Br.; köln=crefeld. 5% 71 Br.; berg.=märk. 4% 80 Br. Obligationen. Preuß. Staatsschuldsch. 34% 84; Br., 84.; dito Staats=Anleihe 4% 94 Br.; dito Staats=Anleihe v. 1850/56 44% 1003 Br.; köln=minden. Pr. I. Em. 44% 101 Br.; dito II. Em. 5% 1034 Br.; dito III. Em. 4%—; dito IV. Em 4% 864 Br.; bonn=kölner .=A. Pr. 44% 994 Br.; köln=crefeld. 44% 964 Br.; kölner Stadt=Oblig. 5% 103.; berg.=märkische 34% 764 Br. Wechsel. Amsterdam k. S. 143 Br., 142338 bz.; dito 2 M. 141-8. bz.; Paris k. S. 80·3 Br., 80 k bz.; Antwerpen k. S. 8033 Br., 80-3. bz.; Brüssel k. S. 80ch Br., 80-3 bz.; London k. S.-21 Br.; dito 2 M.-194 bz.; Hamburg k. S. 150·5 Br., 1504 bz.; Bremen k. S. 109-6 Br.; Frankfurt a. M. k. S. 85 2 Br.; dito 2 M. 85-.: Augsburg k. S. 102-5 Br.„ 45 In Fonds und Actien blieb das Geschäft still, während sich für Wechsel mehr Begehr zeigte. Kölner Geldcours. Ausländische Cassenscheine 98,15,— G. Frucht=, Getreide= und Oek=Preise. Aachen, 25. Mai. Weizen(pr. Schffl.) 2 Thlr. 12 Sgr. 8 Pf.— Roggen 1 Thlr. 23 Sgr. 10 Pf.— Gerste 1 Thlr. 18 Sgr.— Hafer—. Amsterdam, 25. Mai. Weizen zu vorigen Preisen mit wenig Handel.— Roggen bei Kleinigkeiten unverändert, getrockneter in Partieen etwas niedriger.— Gerste ohne Handel.— Kohlsamen auf 9 Faß im Sept. und Oct. 84.; Nov. 84; L.— Leinsamen ohne Handel.— Rüböl gleich und auf Lieferung williger; auf 6 Woch. 47 Fl.; effect. 452 Fl.; Sept. 47 à 464 à 47 Fl.; Oct. 474 à 47 à 4 Fl.; Nov. 474 à 4 à 4 Fl.; Dec. 474 à 4 Fl.— Leinöl gleich und auf Lieferung etwas angenehmer; auf 6 Woch. 37 Fl.; effect. 352 Fl.; Sept., Oct., Nov. und Dec. 374 Fl.— Hanföl auf 6 Woch. 404 Fl.; effect. 39 Fl.— Rühkuchen 80 à 85 Fl.— Leinkuchen 114.13 Fl. Brüssel, 25. Mai. Rühöl compt. 694 Fl.; Mai 69 Fl.— Leinsl compt. 61 Fl.— Leinsamen—. Köln, 26. Mai.(Notirungen der vereideten Waaren=Makler.) Rüböl fest mit einigem Handel; eff. faßw. Thlr. 394 Br.; in Part. 394 Br.; Mai 394 Br., 398 bz. u..; Oct. 404 Br., 404 bz., 4 G.— Spiritus still; in Part. Thlr. 214 Br.; per 90x 254 Br.; per 907 ff. 264 Br. — Weizen unverändert; eff. per Mlt. Thlr. 64 Br., 64.; per Schffl. Sgr. 71¾12 Br., 706.; Mai per Mlt. 61 Br., 6.; per Schffl. 704 Br., 68 7/12.; Nov. per Mlt. 6 5/12 Br., 64.; per Schffl. 734 Br., 71¾/2 G.— Roggen höher; 220pfd. per Mlt. Thlr. 48 Br., 4 7/12.; per Schffl. Sgr. 534 Br., 52;.; Mai per Mlt. 44 Br., 44.; per Schfl 48 7/12 Br., 47 7/12.; Nov. per Mlt. 4,144 Br., 4,14 bz. u..; per Schffl. 514 Br., 51 1/12 G.— Gerste 200pfd. per Mlt. Thlr. 44 Br.; per Schffl. Sgr. 494 Br.; dito oberländ. per Mlt. 43 Br.; per Schffl. Sgr. 55t Br.— Hafer 131pfd. per Mlt. 34 Br.; per Schfl. Sgr. 40 Br. Meteorologische Beobachtungen. Mai. Bar. 187° u. d. Nords. Therm. n. R. Wird. Wetter. Schifffahrts=Anzeige.— 26. Mai 1858. Angekommen: Fr. Klee vom Neckar. In Lodung: Nach Antwerpen P. Ponsen; nach Neuß, Düsseldorf bis Emmerich Witwe Schaaf; nach Andernach und Neuwied M. Pera und M. Wiebel; nach Coblenz, der Mosel und Saar L. Tillmann; nach der Mosel und Saar I. Weidner; nach Boppardt bis Bingen C. Eidam; nach Bingen M. Kneisch; nach Mainz Chr. Acker; nach dem Nieder=, Mittel= und Obermain Fr. Schulz; nach Worms und Mannheim X. Sommer; nach dem Neckar J. Heck. Ferner nach Amsterdam H. I. Wilson,„Köln, Nr. 20“; „ Rotterdam W. Vogel,„Köln, Nr. 14“; „ Mannheim Ph. Petri, Schiff„Anna“. Rheinhöhe: 7 Fuß 3 Zoll köln. Pegels(7 Fuß 2 Zoll rheinl.) Civilstand der Stadt Köln.— 23. Mai 1858. Geburten.(22.) Marimil., S. v. Wilh. Callmann, Kfm., Severinstr. — Bruno, S. v. Joh. Herm. Jos. Schröder, Sattler, Streitzeugg.- Nikol., v. Herm. Bischöffstrate, Schneider, Holzm.- Peter, S. v. Peter Wilh. Mertens, Tagl., Wilhelmstr.- Juliana, T. v. Aug. Peter Kurth, Seidenw., Schilderg.- Joh. Jos., S. v. Wilh. Bauer, Eisenbahnarb., Holzm. Magdal., T. v. Jos. Charles, Tagl., gr. Griechenm.- Antonia Maria, T. v. Samuel Reinus, Unteroff., Artillerie=Cas.- Dorothea, T. v. Anton Haack, Vergolder, Streitzeugg.- Joh. Martin, S. v. Peter Jos. Thissen, Schlosser, Johannstr.- Wilh., S. v. Wilh. Segschneider, Victualienh., Domstr. Gertr., T. v. Peter Berres, Tagl., Löhrg.- Karl Joh. Heinr. Arthur, S. v. Karl Otto Aug. von Götzen, Director der hiesigen StrafAnstalt, Klingelpütz.- Peter, S. v. Heinr. Dorf, Tagl., Mauritiusw.- Hel., T. v. Anton Klemme, Tischler, Engg.- Math. und Ernst Gerh., Zwill.# Gerh. Mauel, Tagl., Glockenring.— Ein unehel. Mädchen. Sterbefälle.(22.) Ludw. Gottlieb Goetz, 2 J. 6 M. alt, Postsr.„ Bern. Heinr. Victor Falderbaum, 3 M. alt, Siebenburgen.- Franc. Cunig. Komödienst. 3 Oeinr. Jos. Osendorf, 2 J. alt, eeamn Bauner, 5 3. alt, Hächele 3 au. Sesto, Morkentlatz. Pet. I. alt, Maurer, Mauritiusw s3 Franz Adam Wagner, verheir, 36 Wagner, 18 T. alt, Schilderg Rieb, 17 T. alt, Heum.- Christ. eirathen(22.) Peter Wit Ne alt, Breitstr. Vempelfort.. Pempelfort, Faßb., v. hier, und Gunig. Eustirchen: veifort, v. Capellen.- Ludw. Schneider, Eisenb.=Angest., Gartlichen, und Elisab. Schenzer, v. Cuchenheim.-Wilh. Reiff, Buchhalter, v. Lohlenz, und Christ. Elisab. Joseph. Fußbroich, v. hier.- Michael Scheuer, Schneider, v. Ebscheid, und Anna Maria Emmerich, v. hier. Eisenb.=Angest., v. Kessenich, und Anna Maria Müller, v. Commern. Die Correspondenz aus England ist heute 4 Uhr Nachmittags ausgeblie 96 Mei 1850=91 P Pole,#0. uuinn tebe. n- um Im Verlage der Unterzeichneten erschien so eben und ist auch durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Kölner Rechenbuch riftrechnen. ch für Kopf und Herausgegeben vom Lehrervereine zu Zweiter Cheil. Octav. 142 Seiten. Preis uneingebunden 6 Sgr., in Schulband 7 Sgr. Köln. Die vom Kölner Lehrervereine unter Leitung des Schul=Inspectors, Herrn Domcapitulars Dr. Broix, herausgegebenen Lesebücher für die sämmtlichen Classen Katholischer Elementarschulen haben eine so rühmliche Anerkennung und günstige Aufnahme gefunden, daß der Verein sich hat aufgemuntert fühlen müssen, seine Thätigkeit in dieser Richtung fortzusetzen. Als Ergebniß derselben erscheint das vorliegende Rechenbuch, welches den Anforderungen des gegenwärtigen Standpunctes der Pädagogik entsprechend zu gestalten, der Verein aufrichtig bestrebt war. Dasselbe enthält darum nicht bloß einen reichhaltigen Uebungsstoff im Allgemeinen, sondern läßt auf den verschiedenen Stufen dem Schriftrechnen eine große Auswahl zweckmäßig geordneter Aufgaben für das Kopfrechnen vorangehen. Diese liefern einestheils den zur Vorbereitung aufs Tafelrechnen erforderlichen Uebungsstoff und bieten anderntheils auch für die besonderen Uebungen im Kopfrechnen ein ganz ausreichendes Material dar. Zu bemerken ist noch, daß den Gewichts=Berechnungen, mit wenigen Ausnahmen, das neue Gewichtssystem zu Grunde gelegt ward. Das Kölner Rechenbuch unfaßt zwei Theile, wovon der erste, außer dem Rechnen mit ganzen Zahlen, die leichteren Fälle der Bruchrechnung, so wie den Dreisatz in einem für Schulen, die diesem Unterrichte nur ein beschränktes Maß von Zeit widmen können, genügenden Umfange, und schließlich das Rechnen mit Raum= und Zeitgrößen enthält. Der zweite Theil bietet für die sämmtlichen, in den.beren Classen üblichen Rechnungsarten einen so reichhaltigen Uebungsstoff dar, daß er auch für die Bedürfnisse gehobener Elementarschulen ausreichen wird. Eine Rechenfibel, herausgegeben vom Kölner Lehrervereine, wird ebenfalls im Verlage der Unterzeichneten erscheinen und noch im Laufe dieses Sommers zur Ausgabe gelangen. M. DuMont Schaubergsche Buchhandlung in Köln. Franz-Kügler's Geschiente der Baukunst und dessen Handbuch der Kunstgeschichte. In wenig Tagen verlässt die erste Lieferung des Zweiten Bandes von Franz Kugler's Geschichte der Baukunst, so wie von dessen Handbuch der Kunstgeschichte die Presse. Unter Hinweisung auf die„Benachrichtigung“, die wir diesen beiden Lieferungen vorheften lassen, und worin wir den verehrlichen Abnehmern über die Beendigung dieser beiden Werke nach dem Tode ihres Verfassers Mittheilung machen, schicken wir hier im Résumé voraus, dass das Manuscript der„Geschichte der Baukunst“ bis zur Architektur des Mittelalters inel. vollständig vorliegt und das„Handbuch der Kunstgeschichte“ beinahe bis zu demselben Abschnitte von der Hand des Verfassers beendigt ist. Die Ausarbeitung des unvollendeten Theils des Handbuchs der Kunstgeschichte(den Schluss des Mittelalters nebst Renaissance und der modernen Kunst) haben der frühere Mitarbeiter Kugler's, Herr Prof. J. Burckhardt in Basel und Herr Dr. W. Lübke in Berlin übernommen, So können wir denn versprechen, dass der Druck einen ungehemmten Fortgang nehmen wird, und dass die verehrlichen Abnehmer dieser Werke bald in den vollständigen Besitz derselben gelangen werden. Stuttgart, im Mai 1858. Ebner& Seubert. Zu beziehen durch J. 8. W. Boisserée’s Buchh. in Köln. Mit Rücksicht auf das Gesetz vom 3. Mai 1858 über die Kosten in Theilungs=Sachen 2c. machen wir bekannt, daß wir es im Interesse des Publicums für nothwendig erachten, von den früher in unserem Verlage erschienenen „Novellen zur bürgerlichen ProceßOrdnung": 1. Eine zweite Ausgabe dieser Sammlung erscheinen zu lassen, in welche das Gesetz vom 3. Mai 1858 an Stelle der Verordnung vom 27. Juli 1855 aufgenommen wird, und die nothwendigen Erklärungen, so wie das Gesetz vom 18. April 1855 noch einige Erläuterungen erhält, zu demselben Preise von 12 Sgr. 2. Einen mit erklärenden Noten versehenen Abdruck des Gesetzes vom 3. Mai 1858 allein, für die Besitzer der ersten Ausgabe der Novellen, zu dem Preise von Sgr. Alle Buchhandlungen(in Köln die M. DuMont=Schauberg'sche Buchhandl.) nehmen Bestellungen an, und wollen die rhein. Buchhandlungen von uns direct ihren Bedarf franco per Post verlangen. Bädeker'sche Buch= und Kunsthandlung in Elberfeld (I. Martini& Grüttesien). 79 Literarische Neuigkeiten, bei Adolph Bädeker in Köln, Hochstraße 134A angekommen: Kugler, Baukunst in Spanien. 2 Thlr. Harleß, plastische Anatomie, epl. 4 Thlr. Berg u. Schmidt, officinelle Gewächse. I. 8½ T. Bengel, Abriß der Brüdergemeine. 17½ Sgr. Horn, preuß. Medicinalwesen. 2. Bd. 2 5/ Thlr. Gervinus, Gesch. d. 19. Jahrh. 3. Bd. 2⅛ Th. Petermann, Mittheilungen. 4. Heft. 10 Sgr. Schiebe, Correspondance commerciale. 2T. Wildenhahn, gesamm. Schriften..1 2. 47½S. Palleske, Schiller's Leben u. Werke. 1. 2 Thlr. Zeitschrift f. Berg= u. Hüttenwesen. VI. Bd.4T. Venedey, Gesch.., d. Volks. 3. Bd. 2 Thlr. Papenheim, Sanitäts=Policei. 1. 3½ Thlr. Die gesammten Naturwissenschaften, 15. Lief. 10 Sgr. In dieser 15. Lieferung wird die Zoologie von Masius zu Ende geführt, und beginnt die Botanik von Divpel. Binnen wenigen Wochen werden die Lieferungen 16 und 17 gleichzeitig erscheinen und binnen zwei Monaken der ganze II. Band, in dem die Mineralogie von Quenstedt den Schluß macht, vollendet vorliegen. Dann kommt gleich der III. Band zum Druck, dessen Inhalt bilden werden: Geologie und Geognosie von Nöggerath, Bergbau u. Hüttenkunde von Lottner, das Meer von Romberg, Astronomie von Mädler.— Ich empfehle mich fortdauernd zu gef. Subscription auf dieses in jeder Hinsicht ausge zeichnete Werk. Gesucht, um 1. August anzutreten, eine Bel=Etage von 4 bis 5 Zimmern nebst Küche für eine stille Familie. Bescheid Ehrenstraße 36.—. Seute Nachmittag Tod meinen Ihre heute vellzogene eheliche Verbindung Abeehren sich entfernten Verwandten und Freunden ergebenst anzuzeigen Wilhelm Buchholt, Baumeister. Franziska Buchholtz, geb. Freiin von Werthern. Altena und Broel bei Soest, am 25 Mai 1858 Unsere heute vollzogene eheliche Verbindung zeigen wir Verwandten und Freunden statt besonderer Meldung hiermit ergebenst an. Stolberz'., den 21. Mai 1858. Friedr. Wilh. Freptag. Josephine Freptag, geb. Dechesne. 14 Uhr entriß mir der mir unvergeßlichen Mann, den Lehrer August Schürmann, im sechsten Monate unserer Ehe. Allen Verwandten und Freunden des Verstorbenen diese traurige Anzeige. Die tiefbetrübte Witwe Emilie Schürmann, geb. Goerdel. Dortmund, den 25. Mai 1858. Todes=Anzeige. Nach kurzem Krankenlager entschlief heute im Glauben an seinen Heiland unser Gatte und Vater, Joh. Schnebel, Bürgermeister von Jüchen, Kelzenberg und Neukirchen, im Alter von 54 Jahren. Verwandten und Freunden machen diese TrauerAnzeige. Lisette Schnebel, geb. Olpe, Eduard Schnebel, Maria Spendeck, geb. Schnebel, Lorenz Spendeck. Jüchen, den 24. Mai 1858. Entfernten Verwandten und Bekannten mache Sich die Trauer=Anzeige, daß es heute dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe Frau, Schmitz, geb. Lemper, vorher gestärkt mit den Heilsmitteln der kath. Kirche, in Folge Geburt und hinzugetretenen nervösen Fiebers, zu sich in die Ewigkeit abzuberufen. Röttgerhof, 25. Mai 1858. Der trauernde Gatte nebst vier unmündigen Kindern. Docks der Photographie und des Stereoskope. Der Preis=Courant für 1858(16 Seiten start) ist ausgegeben und wird franco gesandt von: Alph. Rinet, 38, rue Quincampois in Paris. Die„Etudes de la Vie Champétre“, und„La Dalmatie au Stéréoscope“ sind so eben erschienen. Die ordentliche General=Versammlung der Actionaire unserer Gesellschaft wird hiermit nach der Vorschrift in§. 27 des Statutes zur Erledigung der statutenmäßigen Geschäfte und zur Kenntnißnahme der Berichte über den gegenwärtigen Stand des Unternehmens auf Montag den 28. Juni d.., Vormittags 10 Uhr, in den Saal des hiesigen Cafino=Gebäudes berufen. Nach§. 25 des Statutes können nur diejenigen Besitzer von Actien an der General=Versammlung Theil nehmen, welche ihren Besitz in den Büchern der Gesellschaft haben eintragen lassen. Veränderungen in dem Besitze müssen daver in den Geselischafts=Büchern vermerkt werden, was spätestens acht Tage vor der General Versammlung von den betheiligten Actien=Besitzern beantragt werden muß. Diese Einfchreibung erfolgt auf schriftliche Anmeldung bei dem Verwaltungs=Ausschusse entweder gegen Vorzeigung der ausgegebenen Interimsscheine(Actien) oder eines als genügend erscheinenden Scheines über den Besitz derselben. Spätestens einen Tag vor der General=Versammlung müssen die Besitzer von Interimsscheinen(Actien) oder deren Bevollmächtigte sich nach§. 26 des Statutes bei dem Verwaltungs=Ausschusse darüber ausweisen, daß der Besitz noch immer so besteht, wie er in den Büchern der Gesellschaft eingetragen ist. Dieser Ausweis geschieht bei dem VerwaltungsAusschusse, entweder durch Verzeigung der Interimsscheine(Actien) oder durch eine genügende Bescheinigung, im Falle der Bevollmächtigung außerdem durch Einreichung oder Vorzeigung der zu beglaubigenden Vollmacht. Zur Ertheilung einer Bescheinigung über den Besitz der Interimsscheine(Actien) werden für auswärtige Actionaire, welche den Ausweis nicht direct bei dem Verwaltungs=Ausschusse zu führen im Stande sind, in Frankfurt a. M. die Bankhäuser der Herren Gebrüder Bethmann, Joh. Goll& Söhne und Grunelius& Comp., in Berlin das Bankhaus der Herren Gebrüder Schickler, ermächtigt werden. In Bezug auf die Stimmberechtigung der Actionaire und die Befugniß, sich in der General=Versammlung vertreten zu lassen, wird auf die Bestimmungen in den§§ 30 und 31 des Gesellschafts=Statutes mit dem Bemerken verwiesen, daß jeder Bevollmächtigte sich durch Vorlegung einer schriftlichen und beglaubigten Voll nacht seines Machtgebers legitimiren muß. Für die Theilnahme an der General=Versammlung werden besondere Eintritts=Karten ausgegeben, auf welchen die Zahl der statutenmäßig zustehenden Stimmen vermerkt ist. Diese Karten können in den Tagen vom 24. Juni an auf dem Bureau des Verwaltungs=Ausschusses in den gewöhnlichen Geschäftsstunden gegen Vorzeigung des Ausweises über den Besitz der Interimsscheine(Actien) entweder von den Besitzern selbst, oder durch schriftlich legitimirte Bevollmächtigte in Empfang genommen werden. Kreuznach, den 15. Mai 1858. Der Vorsitzende des Verwaltungs=Ausschusses der Rhein=Nahe=Eisenbahn=Gesellschaft, ### von Jagom## Schein Rühe=Ech Zinsen für die bereits eingezahlten 1 Gulden 45 Kreuzer für jede Actie 19 Thaler oder 33 Gulden und 15 Auf Grund der Bestimmungen in§. 8 unseres Statutes fordern wir die Actionäre unserer Gesellschaft hierdurch auf, die fünfte Einzahlung, und zwar mit zehn Procent des Actien=Capitales, in den Tagen vom 16. bis 19. Juni d.., entweder hier bei der Casse der Königlichen Directien, oder bei folgenden, zur Quittungs=Ausstellung autorifirten Bankhäusern, Gebrüder Bethmann, Johann Goll& Söhne und Grunelius & Comp. in Frankfurt a.., Gebrüder Schickler in Berlin, v. d. Heydt=Kersten& Söhne in Elberfeld, A. Schaaffhausen'schen Bankverein in Köln, unter Vorlegung der ausgegebenen Interims=Actien Scheine, bei Vermeidung der statutenmäßigen Nachtheile, zu leisten. Bei dieser Einzahlung kommen die statutenmäßigen 50 Procent vom 15. März d. J. an mit 1 Theler, oder dergestalt in Aufrechnung, daß baar für jede Actie noch Kreuzer zu zahlen sind. Einzahlungen zum vollen Nominal=Betrage der Actien, gegen statutenmäßige Verzinsung, sind auch ferner gestattet, zu welchem Zwecke bei den genannten Zahlstellen die ausgegebenen Interims=Actien=Scheine mit einem doppelten Nummer=Verzeichnisse zur Abstempelung durch uns einzureichen sein würden. Zur Gleichstellung des Zinstermins sind dabei die Zinsen vom 1. December v. J. an mit zu entrichten. Kreuznach, den 15. Mai 1858. Der Verwaltungs=Ausschuß ### a# der Rheih=Rahe=Eisenbahn=Gesellschaft. Vereinigungs=Gesellschüst für Steintohlenbau im Wurm=Revier. Wir haben beschlossen, 1170 Stück Actien unserer Gesellschaft noch vor dem 1. Juli a. c. zu emittiren, die wir den, in unseren Büchern eingetragenen Actionairen hiermit zum pariCourse unter den nachfolgenden Bedingungen aubiefen; Bedingungen zur Zeichnung auf die neu zu emittirenden 1170 Actien der VereinigungsGesellschaft für Steinkohlenbau im Wurm=Revier, jede zu 200 Thalern. 1. Jeder bis zum 15. Juni des laufenden Jahres in den Büchern der Gesellschaft eingeschriebene Actionair hat auf je zwei ihm zugehörende Actien das Anrecht auf eine neue Actie. Die Erklärung, daß er von diesem Rechte ganz oder theilweise Gebrauch mache, muß bis zum nächsten 15. Juni mit genauer Bezeichnung der Zahl der begehrten Actien in bündiger Weise erfolgen. Bei ungleicher Zahl der Stammactien in der Hand Eines Besitzers hat derselbe, wenn er für die überschießende Actie eine neue verlangt, ein Agio von 40 Thalern zu vergüten, welches mit der ersten Raten=Zahlung ganz zu entrichten ist. 2. Bis zum nächsten 1. Juli muß die erste Riten=Zahlung mit 20 ¾ oder 40 Thalern pro Actie an die Herren: C. Wintgens=Oeder in Aachen, Theodor Zurhelle& Comp. in Aachen, Sal. Oppenheim junior& Comp. in Köln, die Direction der Disconto=Gesellschaft in Berlin oder an die Casse der Gesellschaft erfolgen. Die weiteren Einzahlungen sind an den oben bezeichneten Stellen zu leisten, wie folgt: am 1. September 1858 20 ¾ oder 40 Thlr. pro Actie nebst 6 am 1. November 1858 20% oder 40 Thlr. pro Actie nebst 6 am 1. Januar 1859 20% oder 40 Thlr. pro Actie nebst 6 am 1. März 1859 20 2 oder 40 Thlr. pro Actie nebst 6 Zinsen pre anne vom 1. Juli d. J. ab, Zinsen pro anno vom 1. Juli d. J. ab, Zinsen pro anno vom 1. Juli d. J. ab, Zinsen pro auno vum 1. Juli d. J. ab, zu Die Einzahlungen können auch in Partial=Obligationen unserer Gesellschaft geschehen. 3. Erfolgt die Erklärung, so wie die Einzahlung der ersten 20% nicht pünctlich bis zu den im Artikel 2 dafür festgesetzten Terminen, st ist das Anrecht für den säumigen Actionair erloschen und die Direction kann anderweit über die dadurch frei gewordenen Actien zum Vortheil der Gesellschaft verfügen. 4. Werden die späteren Raten=Zahlungen nicht bis zu den im Artikel 2 dafür bestimmten Terminen geleistet, dann treten die Bestimmungen des Artikels 9 der Statuten gegen die säumigen Actionaire in Kraft, 5. Voll=Einzahlungen können jederzeit bei den im Artikel 2 bezeichneten Stellen, unter Vergütung von 6% Zinsen pro anno vom nächsten 1. Juli ab Statt finden. 6. Nach erfolgter letzter Termin=Zahlung werden die Actien gegen Einlieferung der Interims=Quittungen ausgefertigt und den betreffenden Actionairen zugestellt. Die neuen Actien sind, wie die alten Actien, an der Dividende, vom Beginne des Betriebsjahres 1858—59 an zu rechnen, betheiligt, und werden mit den Actien die betreffenden Dividendenscheine übergeben. Nachen, den 19. Mai 1858. ahisigng Die Direetion. Eine erste Etage und ein Hintergebäude, Gjedes einzeln billig, zu vermiethen. Näheres Johannstraße 80. 3 Zimmer u. Küche, 1. Et., nebst allen Bequem. an sille anß. Familie zu verm., Hahnenstr.25. Auswpirige Oelgemälbe käuflich, Komödienstraße 14 B. 19218 Ein rentables Specerei=Geschäfts=Eckhaus zu Gübertragen. D. E.., w. „Sfranafen aed Gesellen-dei bers Kathblischen Erfrurk-Brtrins In Korn Das diesjährige Stiftungsfest wird am Sonntag den 30. Mai auf dem großen Gürzenichsaale gefeiert. Die Mitglieder des Vereins begeben sich um 5 Uhr Nachmittags in festlich geschmücktem Zuge unter Musikbegleitung von dem Vereinslocale nach dem Gürzerich. Das Fest beginnt punkt 6 Uhr Nachmittags und endigt um 8 Uhr. Die Vereins=Mitgliebes ziehen sodann in verselben Ordnung nach dem Vereinslocale zurück. 1 Programm für den Gurzenich! 2. Abtheilung: Ouverture Abtheilung: Fest=Ouverture von Leutner. Prolog. Lied. Festrede. Reveil du Lion von Kontzky. zur Oper„Tannhäuser" von R. Wagner. Lied. Deelamation. Lied. Deelamation. 5T9. uunn u# Großes Potpourri von Lüttich. Zur Deckung der Unkosten wird ein Einirittsgeld von 5 Sgr. pro Person erhoben. Karten sind zu haben: bei Herrn Lehrer Wolff, Severinstraße 34; Herrn Reg.=Secr. Müller, Severinstraße 170; Herrn Kaufmann Brück, unter Hutmacher 7; Herrn Kaufmann Wirtz, Marzellenstraße—; im Vereinslocale, Breitstraße 118 und an der Casse. Cassen=Eröffnung Nachmittags 5 Uhr. Der Eingang für das Publicum ist an der Martinstraße. Das Fest=Comit.e: olping Meuser. Müller. Kotnische Vergwerts=Geseuschaft. Früher Hodgskin und Comp. Die Actionäre der Kölnischen Bergwerks=Gesellschaft sind eingeladen, einer außerordentlichen General=Versammlung beizuwohnen, welche am Samstag den 12. Juni d.., punct zwei Uhr, bei Herrn Notar Bieger, Langgasse in Köln, über folgende Gegenstände abgebalten werden wird: 1) Veränderungen an den Statuten vom 26 April 1853 und Widerrufung der in der Londoner General=Versammlung vom 29. December 1855 und 5. Januar 1856, und vordem gefaßten Beschlüsse, in sofern dieselben den ursprünglichen Statuten entgegen sind. 2) Vorschlag, wieder zur Form einer Gesellschaft in Commandite zurück zu kommen. 3) Bestätigung der Revocation des Herrn G. W. Hodglkin als verantwortlicher Gerant, und Ernennung zu diesem Amte des Herrn Younghusband, welcher unter der Firma „Youngbusband& Comp.“ die Geschäfte leiten würde. 4) Festsetzung des Zinsfußes der Zinsen, welche diejenigen Actionäre, welche Vorschüsse geleistet haben, auf dem Activ der Gesellschaft erhalten würden, und Bestimmung der Weise, diese Vorschüsse zurück zu zahlen. 5) Eine dem neuen Geranten zu ertheilende Ermächtigung, Gruben zu verkaufen, zu vermiethen, oder auf Rechnung der Gesellschaft auszubeuten; eine oder mehrere aleatorische oder andere Anleihen auszuschreiben, und zu diesem Ende nur das Gesellschafts=Vermögen ganz oder theilweise als Garantis zu geben, und ohne alle persönliche Verantwortlichkeit. Der Aufsichtsrath, tar, Präsident. Das Denkmal des General Engels wird am Donnerstag den 27. d.., Nachmittags 4 Uhr, auf dem Kirchhofe hierselbst enthüllt werden. Die Freunde des Verstorbenen werden hierdurch eingeladen, sich zur angegebenen Zeit bei dem Kirchhofe zu versammeln und sich in feierlichemn Zuge zur Grabstätte zu begeben. Im Auftrage des Comite: Stupzp. Bonner Pastoral=Conserenz und General=Versammlung Ti Garten des Provinzial=Vereins für innere Mison. Die Unterzeichneten beehren sich, allen Freunden der evang. Kirche in der Rheinprovinz und Wesphalen anzuzeigen, daß die diesjährige Bonner Conferenz am Mittwoch den 30. Juni, Morgens 9 Uhr, im Musik=Saal der Universität Statt finden soll, wozu sie hiemit ergebenst einleden. Auf der Pastoral=Conferenz soll besprochen werden: Ueber die Mittel zur Pflege der theologische pastoralen Gemeinschaft in der rheinischen Kirche. Am Dinstag den 29. Juni, Nachmittags 3 Uhr, wird in demselben Locale die jährliche General=Versammlung für die innere Mission in Rheinland gehalten werden, zu welcher die Vereine und Anstalten, so wie alle Freunde der Sache hiermit eingeladen werden. Am Abend den 29. Juni findet die übliche Vor=Versammlung der Conferenz bei Herrn Eller=Kley(Cobl. Thor Nr. 1) Statt. Bonn, den 25. Mai 1858. Schmidtborn. Wiesmann. Lange. Krafft. E. Colsman. G. Hermann. A Feldhoff. Krabb. Seltenheit blühet seit einigen Tagen im des Kunst= und Handelgärtners Fried, Laue jan. in Rheidt der Kaiserbaum (Paulownia imperialis). Die schönen Blüthen zeigen sich in reicher Fülle straußartig an den Spitzen der vorigjährigen Triebe; die einzelnen Blumen entwickeln sich aus einer schönen, braunen lederartigen Capsel in Form der Digitalis purpurea, sind lilablau und sehr wohlriechend. Der Baum ist circa 20 Fuß hoch und gehört wohl zu den wenigen Exemplaren, die in unserett Klima je zur Blüthe gelangt find. Magenbitter, auf der Pariser Industrie=Ausstellung 1855 mit der Medaille gekrönt, per Flasche 20 Sgr. Zu haben in der Fabrik, Schildergasse 47, per Flasche 20 Sgr. Franz Stollwerck, Hoflieserant. Eine Haushälterin, die in großen herrschaftlichen Häusern war und gute Zeugnisse besitzt, findet Stelle zu sofortigem Eintritt. Franco=Offerten A BCan die Herren Henry& Cohen in Bonn, nebst genauer Angabe der bisherigen Leistungen und Alter. Wche Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Zu erfahren 2. Etage, Schildergasse 100. 1560 und 1000 Thaler disp., I. Hyp., ohne Unterhändler. Die Erp. sagt, wo. ein geüb. Gelbgießer=Gehülfe und Lehrling in Kost und Schläfung ges. Lintgasse 24. 65 sen„ Kölnische und Dusseldorter Gesellschaft. Fahrplan vom 1. Juni 1858 ab.— Die Nachtstunden von 6 Abends bis vor 6 Morgens sind eingerahmt. Abfahrten von Fahrten rheinaufwärts. Rotterdam Arnheim Emmerich Wesel Düsseldorf. Köln Bonn.... Königswinter Rolandseck Remagen Neuwied Ceblenz Bingen... Biebrich Mainz Mannheim Abfahrten von Mannheim Mainz Biebrich Bingen Coblenz Neuwied Remagen Rolandseck Königswinter Bonn Köln Düsseldorf Wesel Emmerich Arnheim Rotterdam PersonenTarif. Von Köln nach Workajüle Th.Ser Salon Tb. Sg. SSchmel= fahrt Th. Sgr. 7 64 9 10 126 15 174 20 124 20 In den Schnellfahrten wird nur an den Stationen, an welchen dafür Zeiten angegeben sind, und in Schnellfahrt Nr. 16 auch in Rolandsesk und Königswinter an Sonn- und Feierlagen gehalten, und werden in denselben bur-achzahlug, zllon- ung Schnellfahrts-Preisen, so wie die begleitenden Diener zu Sallu-Preisen befördert, Salon-Billete aus den gewöhnlichen Fahrten sind in den Schnellfahrten gegen Trach“cnung Surrg;„Reise-Effecten bis zu 60 Pfd.&ap Person werden gratis befördert. Unterbalb Köln erfolgen die Fahrten in Gemeinschalt mit der Niegerländischen Gesellschaft, und sind die Abfahrten Morgens 6 fund Abends 84 Uhr ven Köln nach Holland an der Niederländischen Brücke. 5 74 10 15 20 224 10 23 4 6 10 134 16 20 24 28 2 8 20 6 10 25 3 10 Pavillon die Ihin und zurück Hälfte mehr als alon. Billete anderthalbfacher Preis, resp. Central=Dombau=Verein. Zufolge§. 22 der Statuten und§. 9 der Geschäfts=Ordnung beehre ich mich, die Herren Vorstands=Mitglieder des Central=DombauVereins zu der auf Montag den 31. Mai 1858, Nachmittags 4 Uhr, im hiefigen Rathhaussaale anberaumten Vorstands=Sitzung, in welcher die statutarischen Wahlen für das schäftsjahr 1857 vorzenommen werden, ergebenst einzuladen Köln, den 25. Mai 1858. Der Präsident des Verstandes, Esser II. Niederrheinisches Rechnungen für das Musikfest werden vor dem Schlusse dieses Monats erbeten und auf Anweisung des betreffenden Comite=Mitgliedes durch Herrn Franz Heuser, Neumarkt Nr. 8, bezahlt. . Das Comite. Kölner Sängerbund. Heute Abend 7½ Uhr Versammlung. Montania, Gesellschaft für Steinkohlen=Bergbau. V. Beilage zu Nr. 138 der Köln. Zeitung. Zeichnungen zu diesem höchst vortheilhaften und soliden Unternehmen werden angenommen und Prospecte verabreicht bei G. Rothenberger in Köln. Rittergüter=Verkauf. Ein Rittergut zu verkaufen; dasselbe liegt im schönsten Theile von Schlefien(Grafschaft Glatz), hat 500 M. Areel inel. 46 M. herrliche Wiesen, 100 M. gut bestandenen Forst, bis 80jährigen Wuchs. Gebäude, das todte und lebende Inventar lassen nichts zu wünschen übrig. Geb. 40 M. Anz. 15 M. Ein Rittergut, 1 Stunde von Breslau an der Chaussee, hat 340., davon 320 M; Ackerland, für Raps, Weizen, Rüben, 20 M. ausgezeichnete Wiesen, und können 40 St. Kühe gehalten werden. Gebäude größtentheils massiv, das Herrenhaus hat 8 Zimmer, liegt höchst romantisch auf einer kleinen Insel; das todte und lebende Inventar complett und gut. Geb. 35 M. Anz. 10 M. Eine Gutspacht 14 Meile von Breslau, das Gut hat 1500 M. des schönsten Bodens, und wird Raps, Weizen, Rüben stark gebaut; das lebende und todte Inventar im besten Stande. 1000 Schafe, 20 Pferde, 40 St. Rindvieb; jährl. Pacht 3500 Thlr. Zur Uebernahme sind circa 16,000 Thlr. erforderlich. Nachweis: durch das Güter=Comptoir des königl kreisgerichtl. Administrator„Pischel, Schmiedebr. Nr. 22 in Breslau. Tapitalien, 260 Thlr. u. höh. Summen von Smehreren 1000 Thlr. auszul. Weidenbach 25. Für Vorkajüte wie Salon Einzelreise. 495 995 4 95 55 13 * 5 * 5 Kunst=Ausstellung bei G. Tonger, Paulusw. 8 Gemälde, Schnittwerke, Stereoskopen, colossales Modell der neuen Rheinbrücke, die schönen Kunst=Arbeiten der Frau Dr. Wurzer, darunter die große Darstellung Romeo und Julie. Ferner eine Menge neuer Gemälde, die ungewöhnlich wohlfeil abgegeben## A werden,##. Enuan##### #. Heure Enkree 5 Sgr. 4 e eäe so Lrarl s ChronDzxo! vorst4ot#. d. vr oir. zrras. orrna □ Anfang 5 Uhr. Donnerstag den 27. Mai 1858: Der Actienvubikel, oder: Wie gewonnen, so zerronnen, Posse mit Gesang in 4 Abtheilungen v. KalischDrgte u n Donnerstag den 27. Mai 1858: Der verwunschene Prinz, Original=Posse in 3 Acten von J. v. Hierauf: Der sächsische Schulmeister und die berliner Baudeville=Scherz in 1 Act von Pohl. Autong S 55. eine Beilage. Beilage zu Nr. 145 der Kölnischen Zeitung. Donnerstag, 27. Mai 1858. Mastick Aclontnschange. Die Eröffnung der gewöhnlichen Assisen im Bezirk des Königlichen Landgerichts zu Köln für das III. Quartal 1858 wird hiermit auf Montag den 19. Juli l. I. festgesetzt und der Herr Appellations=Gerichts=Raih Bossier zum Präsidenten derselben ernannt. Gegenwärtige Verordnung soll auf Betreiben des Kgl. GeneralProcurators in der gesetzlichen Form bekannt gemacht werden. Köln, 15. Mai 1858. Der Erste Präsident des Königlichen Rheinischen Appellations=Gerichtshofes,(gez.) Broicher. Steckbrief. Der hierselbst wegen Betrugs zur Untersuchung gezogene Adolph Schüchter, Dienstknecht aus Soeven, Bürgermeisterei Hennef, ist. füchtig. Indem ich dessen Signalement mitcheile, ersuche ich sämmtliche Policei=Behörden, auf den 2c. Schüchter zu vigiliren, denselben im Betretungsfalle verhaften und mir vorführen zu lassen. Bonn, den 25. Mai 1858. Für den Ober=Procurator, der Staats=Procurator Möller. Signalement. Alter 23 Jahre, Haare braun, Augen braun, Nase breit, Mund mittel, Statur Srst n Stadt=Verordneten=Versammlung der Stadt Köln. Donnerstag den 27. Mai 1858, Abends 6 Uhr. Tagesordnung: Alignement am Gereonsweltz Unterhaltung der Dampfkessel im Spital; Anlage einer Röhrenleitung in den Duffesbach; Grunderwerb für die St. Mauritiuskirche; Pantaleonschule; Herausgabe eines städtischen Urkundenbuchs; Verpflegungs=Vertrag und ProEe wegen Verpflegungskosten. So eben erschien und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen(in Köln durch die M. Du Mont=Schauberg'sche Buchh.): Weingeheimnisse. Zusammenstellung aller bisher oft sehr geheim Lehaltenen Mittel zur natürlichen und künstlichen Weinbereitung jeder Gattung, nebst vollständiger Mittheilung aller hierauf bezüglichen in der Praxis gewonnenen Erfahrungen von der ältesten bis auf die allerneueste Zeit. Ein Buch für alle Weinzüchter, Weinfabricanten, Weinhändler, Gastwirthe, Kaufleute und Wein=Consumenten. (B.,. 8. geb. 1 Thlr. Verlag v. L. Garcke in Naumburg ## und Leipzig). (Für Alle, welche an Unterleibs=Brüchen und Vorfällen leiden:) Siemon, radicale Heilung der Briche, oder Abhandlung über die Brüche und Vorfälle, nebst Angabe eines unfehlbaren, Mittels, wodurch sie radieal geheilt und Bruchbänder unnütz gemacht werden. Aus dem Französischen. Sechste Auflage. preis 1 Flr. 12 Kr.— 25 Sgr. Dem Verfasser des vorliegenden Werkes ist es endlich gelungen, die Meilung der Brüche, die früher ohne eine schmerzhafte und gefährliche Operation unmög. lich war, durch ein Mittel, welches alle Bruchbänder unnöthig macht, binnen Kurzem radical zu heilen.— Der Erfolg dieses Mitglaubigsa- sicht nur durch die gerichtlich bedie bi# Zeugnisse, sondern auch durch von 5ogo R 3 Monaten vergriffene Auflage Exemplaren zur Genüge bewiesen. Vorräthig in der M. Lengfeld'schen Hochstraße 109 in Köln; I. A. Mayer in Aachen; Braselmann in Gemünd und Schleiden; Kreuder L. Eustirchenz J. Liethert in Kini a. 365. Kheinische Eisenbahn. Abonnements=Karten auf der Strecke von Köln rheinaufwärts. ## Vom 1. Juni d. J. an werden zwischen den 'ationen Köln und Brüh!, Bonn, Godesberg, (Königswinter), Rolandseck und Renesen, so wie zwischen Bonn und den geAkaten Stationen versuchsweise PersonalSoonnements=Karten eingeführt werden, welche auf die tarifmäßigen Sätze der schon ermäßigten Retour=Billete folgende weitere Reduction genießen: für je 1 Kalender=Monat 25¾, .„ 4 Jahr 33%, „. 6 Monate... 50%, „„ 1 Jahr... 60% Die Preise dieser Karten sind bei den gekannten Stationen, so wie in unserm GeschäftsHcale zu erfragen, woselbst auch schriftliche Wbonnenenis=Beigen eaae Erlegung des werden.n. Betrags, in Empfang genommen Köln, den 25. Mai 1858. Die Dtrection. Kühr=Sirg= Eisenbahn. den 9 Ausführung von dret zusammenhängenzur#en Erd= u. Planirungs=Arbeiten, welche Strees. ade der Ruhr=Sieg=Eisenbahn auf der derlich gswischen Nachrodt und Altena erformisßan sell im Wege öffentlicher Subngsrhungen werden. nebg gugungen und Submissions=Formulare, woßf erechnungen und Plänen, liegen soals zin unserm hiesigen Central=Bau=Bureau, Abtheilungs=Bureau zu Altena zur steren osfen; auch können Abdrücke der Ergenom: genannten Orten in Empfang gr#ommen werden. nerhietungen, welche unter der Aufschrift: „Offerte zur Ausführung „von Erdarbeiten“ segelt an uns einzureichen sind, werden bis zum 8. Juni 1858, esgeueneuntags 11 Uhr, dieserben in Gegen, Iu diesem Termine sollen Submittenten grgr a eschienenen Wir machen das den Hfferten 9nders darauf aufmerksam, Namens=Unterschri. Exemplar der zuvor durch Kansen so wie der ganzuerkennenden BedinLautionsbestellung beiis über getsegg#ren 17. Mai 1850 gungen, so wie der####verkennenden Eautionsbestellung#“achweis über die erfolgte Elberfeld, den 1# Aufügen ist. Königliche Eisenbahn=Direction. Eine Apotheke in der pr. Rheizprovinz von einem Umschlag bage 3. K 4000 Thlr. wird mit einer AnzahErpeoshonr F. aster dt. 4.1735 uimmt en de. Vi. entzegen. EGeschzenlssal zum Putz= eder Kurzwaarenvermiethen.., s. d. E. n Eseziunger Mann, mit guten Attesten verdes Sasaz sucht Stelle als Commis; auf groV. J. Müer uicht gesehen. Näheres bei Marsilstein 20—. Belanntmachung der Königlichen General=Commission zu Münster. Nachstehende Auseinandersetzungs= Sachen werden mit Bezug auf§§. 11 bis 15 des Auseinandersetzungs=Grsetzes vom 7. Juni 1821, §9. 25 bis 27 der Verordnung vom 30. Juni 1834,§§. 109 bis 111 des Ablöse=Gesetzes vom 2. März 1850, Artiket 15 des Ergänzungs=Gesetzes vom 2. März 1850 zur Gemeinheits=Theilungs=Ordnung vom 7. Juni 1821 und§. 24 des Gesetzes vom 19. Mai 1851 Nr. 3404 hierdurch bekannt gemacht und alle noch nicht zugezogene, mittelbar oder unmittelbar Betheiligte hierdurch aufgefordert, in 6 Wochen entweder bei dem Commissar der Sache oder bei uns, spätestens aber in dem auf Mittwoch den 30. Juni d.., Morgens 10 Uhr, an unserer Geschäftsstelle hierselbst vor dem Herrn Gerichts=Assessor Meyer hierselbst anstehenden Termine mit ihren Ansprüchen sich zu melden, widrigenfalls sie die Auseinandersetzung selbst im Falle der Verletzung gegen sich gelten lassen müssen. Commissar: Regierungs=Assessor Markers zu Essen. 1) Ablösung der zum Vortheile des Ackerers Wilhelm Untersten=Westen auf Grundftlücken in der Gemeinde Barmen, Kreises Elberfeld haftenden Reallasten. 2) Ablösung der auf Grundstücken der Witwe und Kinder des Peter Anton Gressard zu Elberfeld, namentlich Fkur 8 Anhang 9 Nr. 46⅛ nebst Haus, Nr. 1481 3/3, Flur 3 Anhang 9 Nr. 483/6, Flur 8 Anbang IX Nr. 46⅛ der Gemeinde Stadt Elberfeld haftenden Reallasten. 3) Ablösung der zum Vortheite der reformirten Gemeinde in Elberfeld auf dem Grundstücke Flur 8 Anhang 16 Nr. 80 3/4102, nebst aufstehendem Hause Sect. F Nr. 14734, der Kataster=Gemeinde Elberfeld haftenden Reallasten. 4) Theilung der sogenannten Bauernweide, bestehend aus den Grundstücken Flur 9 Nr. 1. 2. 3. 4. der Kataster=Gemeinde Meiderich, Bürgermeisterei Ruhrort, Kreises Duisburg. Münster, den 12. Aprik 1858. Königliche General=Commission. I oon.s. Concurs=Eröffnung. Königl. Kreisgericht zu Bochum. Erste Abtheilung. Den 10. Mai 1858, Nachmittags 6 Uhr. Ueber das Vermögen des Kaufmannes Eduard Kühne zu Bochum ist der kaufmännische Concuis eröffnet und der Tag der Zahlungs=Einstellung auf den 25. Februar 1858 festgesetzt worden. Zum einstweiligen Verwalter der Masse ist. der Kaufmann Wilhelm Mummenhoff jr. hier bestellt. Die Gläubiger des Gemeinschuldners werden aufgefordert, in dem auf den 17. Mai., Vormittags 12 Uhr, in unserm Gerichtslocal, Terminzimmer Nr. 2, vor dem Commissar Kreisrichter Bangen, anberaumten Termin ihre Erklärungen und Vorschläge über die Beibehaltung dieses Verwalters oder die Bestellung eines anderen einstweiligen Verwalters arzugeben. Allen, welche von dem Gemeinschuldner etwas an Geld, Papieren oder anderen Sachen in Besitz oder Gewahrsam haben, oder welche an ihn etwas verschulden, wird aufgegeben, nichts an denselben zu verabfolgen oder zu zahlen, vielmehr von dem Besitz der Gegenstände bis zum 15. Juni 18: dem Gericht oder dem Anzeige zu machen und ihrer etwaigen Rechte, cursmasse abzuliefern. dere mit denselben gleides Gemeinschuldners Besitz befindlichen Pfand machen. 58 einschließlich m Verwalter der Masse nd Alles, mit Vorbehalt eben dahin zur ConPfandinhaber und aneichberechtigte Gläubiger haben von den in ihrem andstücken nur Anzeige zu Gegen die nachstehend genannten Personen: 1) den Ackerknecht Wilhelm Johann Lindemann aus der Westenfeldmark bei Hamm, geb. am 17. April 1825, 2) den Tagelöhner Franz Lohmüller von Bentrop, Amt Dellwig, geb. am 9. November 1825 3) den Kaufmann Friedrich Wilhelm Ernst Essellen, von Hamm, geb. am 24. August 1827, 4) den Johann Bernhard Heinrich Wiegmann von Hamm, geb. am 5 September 1830, 5) den Friedrich Mertin von Unna, geb. am 28. Mai 1829, 6) den Geometergehülfen Wilhelm Schulte von Mark bei Hamm, geb. den 20. Juli 1830, 7) den Ackerknecht Gottfried König von Overberge bei Camen, geb. den 23. November 1828, 8) den Kaufmann Ernst Herdickerhoff aus Unna, geb. den 17. December 1828, 9) den Tischler Johann Carl Knoop von Hamm, geb. den 12. October 1826, 10) den Lohgerber(früher Schreiber) August Sabath, von Hamm, geb. den 10. August 1828, 11) den Schmid Wiegel gut Pohlmann aus der Nordenfeldmark bei Hamm, geb. den 14. April 1827, 12) den Schreiber Friedrich Heinrich Kapser von Hamm, geb. den 2. März 1829, 13) den Ziegelbrenner Johann Vernhard Wortmann aus der Westenfeldmark, bei Hamm, geb. den 8. November 1829, 14) den Tagelöhner Jobann Wilhelm Wortmann aus der Westenfeldmark bei Hamm, geb. den 2. Januar 1826, 15) den Tagelöhner Friedrich Heinrich Walter von Unna, geb. den 31. Januar 1827, 16) den Bäcker und Brauer Heinrich Schulte von Mark bei Hamm, geb. den 2. October 1825, ist durch unseren Beschluß vom 12. v. Mt. in Gemäßheit des Gesetzes vom 10. März 1856 und des§. 110 des Strafgesetzbuches, weil sie ohne Erlaubniß die Königlichen Lande verlassen und sich dadurch dem Eintritt in den Dienst des stehenden Heeres zu entziehen gesucht haben sollen, die Untersuchung eröffnet. Dieselben werden aufgefordert, in dem auf dem 1. September e. um 12 Uhr an hiesiger Gerichtsstelle anberaumten Termin zu erscheineu und die zu ihrer Vertheidigung dienenden Beweismittel mit zur Stelle zu bringen oder uns solche so zeitig anzuzeigen, daß sie noch zum Termin herbeigeschafft werden können. Im Falle des Ausbleibens der Angeklagten wird mit der Untersuchung und Entscheidung in contumaciam verfahren werden. Hamm, den 17. April 1858. Königliches Kreisgericht Abtbeilang für Straffachen. Eine in einer sehr bevölkerten Gegend am Rhein mit einem Umschlag von circa 3000 Thlrn. ist unter vortheithaften Bedingungen zu kaufen. Näheres bei Georg Emil Engels, vereid. Makler in Mülheim an der Ruhn,# In der Nähe des Malzbüchels sind —3 geräumige schön möblirte Zimmer zu vermiethen, N. Mathiasstr. 9. 6000 Thlr. gegen I. Hypotheke, bei doppelherbeit, auf ein neues Haus in beßser Geschäftslage gesucht. Besch. Georgstraße 3. Tügauer=Gergbau=Gesertschuft Rhenania. Zu weiterer Bestreitung des Betriebs=Aufwandess i wie zür Deckung der zweiten und dritten Rate der Kaufgelder für die Lugauer Pfaerfelder an eirca 96 Scheffel Sächsisch Maß macht sich die siebente Einzahlung nothwendig. In Gemäßheit§. 9 und 10 des Statutes werden die geehrten Actionaire ergebenst ersucht, diese Einzahlung mit Thlr. 10 auf jede Actie, abzüglich von Thlr. 1 2½ Sgr. Zinsen, an die Cassen=Verwaltung der pp. Rhenania zu Lichtenstein, deren Administrator Herr Heinrich von Yöppinghauß, die Quittung zu vollziehen beaustragt ist, bis zum 20. Juni a. e. kostenfrei und zwar in hierländischen Münzsorten einzusenden. Zugleich erlaubt man sich, die geehrten Ac ionaire ergebenst zu benachrichtigen, daß nunmehr, nachdem die beiden Dampfmaschinen von resp. 8 und 40 Pferdekraft im Hauptgebäude aufgestellt und in Gang gesetzt worden sind, das Schachtabteufen seinen unzehinderten äußerst flotten Fortgang nimmt und gegenwärtig die Tiefe von etreg 360 Fuß bei fortwährend nermalen Gebirgs=Ablagerungen erreicht hat. Lichtenstein; den 14. Mai 1858. Der Verwaltungs###th. Anmerkung. Zur Erleichterung sind die Herren Ludwig von der Trappen in Wesel und Th. Ebeling in Braunschweig zur Empfangnahme der Einzahlungen und Ertheilung von Quittung beanftragt!“ Oerlinische Feuer=Versicherungs=Anstatt, gegründet im Jahre 1812, Grundeapital: Zuei Milonen Thaler, übernimmt Versicherungen gegen Feuersgefahr jeder Art zu festen im Veraus bestimmien Prämien, Nähere Auskanft ertheilt die Haupt=Agentur Senff& Daeves, 99 8 5## Altenbergerstraße Nr. 2 in Köln. Rotterdamer Dampfschiffführts=Geseuschuft. Regelmäßige Fahrten mit vorzüglichen Schrauben=Dampfschiffen erster Classe zwischen und Harburg. Abfahrt alle zehn Tage. Geberfahrt in vierzig Stunden. Rotterdam und Hamburg. Abfahrt alle zehn Tage. Ueberfahrt in vierzig Stünden. Rotterdam und Stettin. Abfahrt alle zwanzig Tage. Ueberfahrt in 4 Tagen. Näheres wegen Frachtsätze u. s. w. ertheilt die Direction in Rotterdam und ihre Agenten daselbs am. u. van Ge&am Comp. In Harburg Mathée Matthiessen& Comp. In Hamburg Vincent Janßen& Wendt. In Stettin Rud. Er Gribel. In Köln Alb. Heimanns Dampschiffahrt Rostock und Die neuen eisernen Dampfschiffe der Rostocker See=Dampfschifffahrts=Gesellschaft „Erbgrößherzog Friedrich Franz“ und „Großfürst Constantin izn#., unterbalten in diesem Jahre eine regelmäßige wöchentliche Verbindung zwischen Rostock und St. Petersburg für Pasagiere und Güteh gtig. m km ei, Schtten di. Beide für Passagiere auf das Bequemste#ingerichtete Schiffe machen die Fahrten direct von Stadt zu Stadt, ohne Umladen in Warnemunde und in Cronstadt. Abfahrt von Rostock jeden Donnerstag, Nachmittags 2 Uhr. Abfahrt von St. Petersburg jeden Donnerstag. Nähere Auskunft, so wie Frachttarife bei Wein=Versteigerung. Der Herr Johann Heinrich Kauertz H. Sohn zu Bonn!“tbsgzuit seinem St. Severinsberg an d. bei Bruchhausen, gegenüber Remagen a. Rh., lagernden gutgehaltenen 18oder Weine, bestehend in circa 50 Ohm rothen und circa 14 Ohm weißer Wein, theilweise früherer Domsift, am 28 Mai d.., Nachmittags 3 Uhr anfangend, auf dem besagten Gute öffentlich ohmweise versteigern. Die Proben werden im Termine verabfolgt und soll der Zuschlag sofort an den Meistbietenden erfolgen. Linz, den 20. Mai 1858. Königliches Schöffengericht Erdel. Oeffentlicher Verkauf. Das zur Ferdinand Möller'schen ConcursMasse gehörende, in hiesiger Stadt an der Straße nach dem Bahnhofe gelegene Wohnhaus mit Hintergebäude, Hofraum und Garten, an Grundfläche 101 Ruthen 65 Fuß enthaltend und gerichtlich abgeschätzt zu 8000 Thlr., werde ich in termino den 2. Juni d.., Nachmittags 3 Uhr, in dem Gasthofe der Herren Hasenelever ei Glitz hierselbst, dem Meistbietenden öffentlich, jedoch freiwillig verkaufen. Die Besitzung liegt an der frequentesten Straße Hagens. Das Wohnhaus enthält 12 Stuben und Kammern, Küche und Keller, und das bamit in unmittelbarer Verbindung stehende Hintergebäude 2 Packkammern und 7 Compteire und Wohnstuben. Sämmtliche Gebäube haben eine Gasröhrenleitung. Hagen, den 8 Mai 1858. Der Verwalter der F. Möller'schen Concurs=Masse, von Dewakk, Jusitz=Ratz. Woll=Auction in Verviers. Am 4. Juni d., Nachmittags 2 Uhr, lassen die Herren Albert& Jules Böcking durch den Notar Herrn Flechet in deren Lagerräumen im alten Hospital daselbst zum öffentlichen Verkauf ausstellen circa 300 Ballen sortirter, schön gewaschener und entkletteter Buenos=Apres=Wollen, welche am vorhergehenden, so wie am Verkaufs=Tage angesehen werden können. Cataloge werden in den Magazinen ausgegeben. Hol=Verseigerung. Die Unterzeichneten benachrichtigen hiermit, daß bei ihrer Holz=Versteigerung von Bau= und Brennholz auf dem Vatershäuser Hef, eine Stunde von Offenbach, auch Verkäufe aus der Hand Statt finden können, sowohl in kleineren als größeren Partieen, von mehreren Tausend kiefernen und eichenen Stämmen von 20 bis 75 Fuß Länge und'8 bis 20 Zoll Dicke; deßgleichen mehrere Hundert eichene Stämme zu Eisenbahn=Schwellen und Wagner=Holz besonders geeignet. Die Versteigerung findet den 28. Mai, Vormittags 10 Uhr, Statt. Franz Mehling, in Hafenlohr am Main. Franz Leimbach, pten in Straßbessenbach bei Aschafenburg. Ein Material= u. Farbwaarenwird zu übernehmen gesucht. Franco=Offerten unter II R 197 besorgk vie Exp. d. Bl. tier& Comp. in Köln. Srae 1l0 Sianek edler Race werden am nächsten Mittwoch den 2. Juni., Vormittags 11 Uhr, in Volkhofen im Karthäuserhofe,(nahe bei der Station Longerich der Crefelder Bahn) auf langen Credit in einzelnen Partiken versteigert. Köln, am 27. Mai 1858. ####min Bieger, Rotar. Mobiiar=Vertauf. Montag den 7. Juni d. J. und an den folgenden Tagen, 9 Uhr Morgens jedesmal beginnend, sollen theilungshalber zufolge Präsidial=Ordonnanz vom 8. d. Mts. durch den unterzeichneten Notar in der Wohnung des Herrn Steuerrathes von Haehling, am Hof Nr. 5 dahier, folgende Gegenstände, als: Hausgeräthe und Mobilien aller Art, darunter ein antiker Schrank, Glaswaaren, Spiegel, gewöhnliches und vergoldetes, so wie auch eine Sammlung chinesisches Porcellan, Gemälde und Kupferstiche, Leinwand, Betten u. s..; ferner eine Bibliothek, bestehend in einer Sammlung der neuesten deutschen und vieler englischen, americanischen, französischen, italiänischen und spanischen classischen wie belletristischen Schriften; sodann zwei Wagen, zwei complette Fahrgeschirre, Reitzeuge und zwei Pferde von resp. 6 und 10 Jahren, zum Reiten wie zum Fahren geeignet, öffentlich an den Meistbietenden gegen baare Zahlung verkauft werden. Köln, den 22. Mai 1858. Cardauns, Rotar. Freivilliger Mobla=Verkauf. Am Samstag den 29. Mai 1858, Morgens 9 Uhr, werden im Hause Sternengasse Nr. 73 in Köln verschiedene Hausmobilien, als: Tische. Stühle, Kanapee's, Schränke, Komoden, Oefen, Spiegel ic.verziehungshalber verkauft werden Drossong, Gerichtsvollzieher. Preiswüriger Gutsverkauf, nur zwei Stunden von Hamburg, im Holsteinischen. Umstände halber soll ein reizend im Thal gelegenes Gut von 330 Morgen schwerem Lehmboden und großen schönen Gebäuden u. Wasserkraft preiswürdig verkauft werden. Reelle Selbstkäufer erfahren Näheres in der Expedition d. Bl. In Konigswinker ist eine Besitzung, bestehend aus einem herrschaftlichen Hause, Nebengebäude, Hof und Garten, gelegen unmittelbar am Rhein in der Nähe der Anfahrtsstellen der Eisenbahn und der Dampfboote, zu verkaufen. Näheres in der Erped. d. Bl. Eine unmittelbar an der Eisenbahn, vollstänEdig eingerichtete, namenklich mit einer schönen großen hydraulischen Presse versehene Ststsichserahr nebst Wohngebäude, eine alljährlich 200 Thlr. rentirende Wassermühle und e: 2 Morgen Gartenland und=Wiesen steht aus freier Hand zu verkaufen und kann jeden Augenblick angetreten werden. Liebhaber hierzu wollen sich in frankirten Briefen an mich wenden. Minden, den 3. Mai 1858. St. Sried. Stenen. Von einer sillen Familie wird eine Wohim ozz“;, am liebsten eine Gartenwohnung, im Mittelpunct der Stadt zu miethen gesucht. Näheres bei der Exp. d. Bl.418 Ein möblirtes Zimmer nebst bürgerlicher Köst Tfür 2 Herren zu vermietben, Weberstr. H. Keller zu vermiethen ze. srse dr. vermiethen u. gl. zu bez in Deutz das )Haus am Tempelkamp 4. Besch. das. 8. Bad Verkrich, Thermal= und Molken=Anstalt, zwischen Coblenz und Trier in einem malerischen, durch hohe Berge gegen Nord= und Ostwinde geschützten Seitenthale der Mosel gelegen, wird am 15. Mai eröffnet und in diesem Jahre das prächtige neue Badehaus dem öffentlichen Gebrauche übergeben. Die alcalinischen glaubersatzhaltigen Thermen zu Bertrich werden zur Bade= und Trinkkur benutzt.— Während die Badekur sich hauptsächlich gegen rheumatische, gichtische, Hämorrhoidal= und Geschlechts-Leiden nützlich und wirksam zeigt, übt die Trinkkur des reinen oder mit einer vortrefflichen durch einen Appenzeller bereiteten Ziegenmolte vermischten Brunnens gegen Verdauungsschwäche, chronische Magen= und Brustübel, Scrophulosis, Nieren= u. SteinKrankheiten einen sehr günstigen Einfluß aus. Näheres darüber finden Aerzte wie Laten in einer kürzlich in der Hirschwald'schen Buchhandlung zu Berlin erschienenen Broschüre:„Der Kurort Bertrich“. Die unterzeichnete Verwaltung macht noch besonders auf die gesunde und malerische Lage und Umgebung Bertrichs aufmerksam, als eines wichtigen Unterstützungs=Mittels jeder Brunnen= und Badekur. Die Königliche Bade= und Brunnen Verwaltung. Saison 1858. Dau Hombulgm Saison 1858. bei Frankfurt a. M. Die Quellen Homburgs, deren Analyse von dem berühmten Professor Liebig Statt gefunden hat, sind erregend, tonisch, auflösend und abführend; sie bethätigen ihre Wirksamkeit in allen Fällen, wo es sich darum handelt, die gestörten Functionen des Magens und des Unterleibes wieder herzustellen, indem sie einen eigenthümlichen Reiz auf diese Organe ausüben, die abdominale Circulation in Thätigkeit setzen und die Verdauungsfähigkeit regeln. Mit vielem Erfolge findet ihre Anwendung Statt in chronischen der Drüsen des Unterleibes, namentlich der Leber und Aasd e höste, Resdaekikr des Kerven hersteu dtean Arshelng Von sehr durchgreifender Wiekung ist der innere Gebrauch des Wassers, besonders wenn es frisch an der Quelle getrunken wird, und die Bergluft, die Bewegung, die Zerstreuung, das Entferntsein von allen Geschäften und jedem Geräusche des Städtelebens unterstützt die Heilkraft dieses herrlichen Mineralwassers. In der unmittelbaren Umgebung der Stadt befindet sich eine auf das Sorgfältigste eingerichtete Molken= und Kaltwasser=Anstalt. Letztere zeichnet sich insbesondere durch die in ihrer Temperatur von 80 R. stets gleichbleibende, ausnehmend reine Gebirgsquelle aus, indem dieselbe in der Anstalt entspringt und unmittelbar aus dem Schooße der Erde bei einem 20 Fuß hohen Falle mit voller Kraft und Frische in die Badepiecen sich ergießt. Von großer Wichtigkeit ist diese Anstalt für Alle, welche in Folge von Stockungen in den Organen des Unterleibes an Congestionen nach Kopf und Brust leiden und bei denen neben dem inneren Gebrauche der Homburger Mineralquellen die wohlthätigen Wirkungen des kalten Wassers in Form von Douche=, Regen=, Strahl=, Staub=, Wellen=, Sitz oder Vollbäder indicirt sind. Die Molken werden von Schweizer Alpen=Sennen des Kantons Appenzell aus Ziegenmilch durch doppelte Scheidung zubereitet und frisch und warm in der Frühe im Park der Mineralquellen für sich, wie in Verbindung mit den verschiedenen Mineralbrunnen verabreicht. Außer dem Badehause, worin die Mineralwasser, so wie auch FichtennadelBäder gegeben werden, findet man hier auch gut eingerichtete Flußbäder, welche in häufigen Fällen wesentlich zur Förderung der Brunnenkur beitragen. Das großartige Conversations=Haus, welches das ganze Jahr hindurch geöffnet bleibt, enthält prachtvolle Säle, welche allgemeine Bewunderung erwecken. Es enthält einen Ballsaal, einen Concertsaal, viele geschmackvoll decorirte Conversations=Säle, wo Trente-et-quarante und Roulette unter Gewährung außergewöhnlicher Vortheile aufliegen, indem das Trente-et-quarante mit einem halben Refait und das Roulelte mit einem Zéro gespielt wird. Ferner ein großes Lesecabinet, das unentgeltlich für das Publicum geöffnet ist und wo die bedeutendsten deutschen, französischen, esiglischen, polnischen, russischen und holländischen politischen und bellétristischen Journale gehalten werden, ein prachtvoll decorirtes Kaffee= und ein Rauchzimmer, die auf eine schöne Asphalt=Terrasse des Kurgartens führen, und einen Speise=Salon, wo um 1 Uhr und um 5 Uhr Table’hôte ist, deren Leitung dem berühmten Herrn Chevet aus Paris übergeben wurde. Das rühmlichst bekannte Kur=Orchester spielt dreimal des Tages: Morgens an den Quellen, Nachmittags im Musik=Pavillon des Kurgartens und Abends im großen Ballsaale. Jede Woche finden Réunions, Bälle, wo die gewählteste Badegesellschaft sich versammelt, und Concerte der bedeutendsten durchreisenden Künstler Statt. Bad Homburg ist nur eine Stunde durch die Verbindung von Post, Eisenbahn. Onnius ue von Fraufhut ensfert. Se dei Giemagen um Scheln wird auch in diesem Jahre am 1. Juni eröffnet für Brust= und Unterleibskranke, Gichtisch=Rheumatische und Gelähmte. Die Frequenz des vorigen Jahres hat eine Verdoppelung der Bade=Cabinette und Kiefernadel=Dampfbäder, so wie Erweiterung der Inhalationsräume und der unter Leitung eines Appenzellers stehenden Molken=Anstalt nöthig gemacht. Aerztliche Mittheilungen bittet man an den Badearzt Herrn Dr. Strahl, alle übrigen Angelegenheiten zu richten an eerwaltung. Nordsebad Dangast, gegenüber dem preußischen Kriegshafen an der Jade. Die diesjährige Saison beginnt am 1. Juli. Durch den Neubau eines zweiten größeren Logirhauses und eines zweiten ConversationsSaales, so wie durch Vergrößerung des Badehauses für warme Seebäder, Douche 2c. wurden die Räumlichkeiten sehr erweitert. Außerdem wurden Vorkehrungen getroffen zur Bereitung der Ziegenmolken, deren Wirksamkeit durch den gleichzeitigen Genuß der heilkräftigen Seeluft, insonderheit bei Brustkrankheiten, bedeutend erhöht wird. — Parel ar. d. Jade. B. Laubel, Verwalter. Bad Wildungen im Fürstenthum Waldeck (bei Main=Weser=Eisenbahn= Station Wabern) wird am 1. Juni d. I. eröffnet. Die ausgezeichneten Wirkungen der Wildunger Mineralquellen bei Krankheiten der Harnwerkzeuge, insbesondere Stein= und Gries=Beschwerden, bei Katarrh der Blasenschleimhaut, hei Lähmung der Blase und unwillkürlichem Kerdhlsiop, weihen Flas geschlechtlichen ungen.= aue Anomaliten der strugtion, weißem Fluß,#checlichem undermögen und Unfruchtbarkeit, Samenfluß u. s.., auch gegen Bleichsucht, gegen chronische Affection der BronchialLein Kautz., 5. 6„ungenschleimsluß, gegen chronische, mit den Spmptomen der Dyspepsie, verbundene Affectionen der Darmschleimhaut, so wie gegen die von Stockungen in den Gefäßen des Unterleibs herrührenden Krankheitsfälle, namentlich gegen Hämorrhoiden, sind bekannt. Wir verweisen auf die Schriften von Herrn Geheimen Hofrath und Oberland=Physicus Dr. Kreußler und vom Herrn Dr. Schauer, im Verlag der Speyer'schen Buchhandlung zu Arolsen. nan sch en die Beungen=Jusperson venden. A EE der kurbessischen Grafschaft Schaumburg, nahe der Station Haste, an der Eisenbahn von Hannover nach Pr. Minden. Die Lese=, Conversations= und SpielSalons sind vom 1. Mai an täglich geöffnet, auch täglich musicalische Vorträge in der Premenade von einem vollständig besetzten Orchester. Bei Ankunft der Bahnzüge stehen an der Station Haste Postwagen und elegante Omnibus in Bereitschaft. Inserat. Ein mächtiger Gesammt=Besitz von 15 Eisenstein=Bergwerken(reichhaltige und reine Roth=, Braun= Magnet= und Lpas=Eisen=Erze) in dichter Nähe an der Nürnberg=Hofer Eisenbahn und ausgerüstet mit bedeutender Wasserkraft, in einer holzreichen Gegend und günstig gelegen zur billigen Beschaffnung von Zwickauer Kohlen, wird unter Mitbetheiligung Besitzer, unter den billigsen Bedingungen Unternehmern zur Verfh va die die Einrichtung vonge“ begrinden in Storhe 2, vetösen darauf in unter Eisen=G..d Fraukrte Anfragen uuzer„ersen=erze Nr. 60° bef, die Erp. d. Vl. (Er. mitt. u. kl. Priv.= u. Geschäftsh. mit kl. Abl. zuperk, g. u. thw zu verm. Weidenb. 25. mer zu vermiethen, Straßburgergasse 17. Wohnung gesucht. In der Mitte der Stadt wird ein Haus oder ein Theil eines Hauses für den Miethpreis von 2= bis 300 Thlr. auf mehrere feste Jahre gesucht. Von wem, sagt die Erp. Apothele=Vertauf. Eine frequente, gut gelegene Land=Apotheke, seht mit Anzahlung von 8000 Thlr. zu verkaufen. Fr.=Briefe u. P 71 besorgt die Exped. ELeasenschieten 4 Ju. u. aler Familie zu verw. Hak 1 einz, Vers. od. füle Famitie zu verm. Näh. am Salzmagazin 36. bis zwölf Arbeiter für dauernde Beschäftigung gesucht in der Raffinerie von Carl Joest& Söhne. Schelng getche In einem hiesigen Speditions= und Commissions=Geschäfte wird ein mit den nöthigen Vorkenntnissen versehener junger Mann in die Lehre gesucht. Beköstigung im Hause des Principals gegen Vergütung.truts zege HoceraTIng tndgaann von 40 in Hrereemü R e eenueee##e d ben tähnzige Gcalelung und Kricher, euah der Vrestgn. Viter I geisheur uds tantetlic us birch nidzeige Preisenustahebeih Seszeht ven vrnchunten Hershastenz ail auch elen Baez, seren Stärte empfeblen zu können; auch werde ich steis bemüht sein, alle mein Hote) Jebrenden durch feine Heuztrzung, prompr Brotenung uug Humentnn Otto Adolph, Besitzer. Otto Adolph Die imnere Einrichtung des in. nohersten, Siplte gebauten, Hanen Zimmersse den mich in den Stand, wein Hiermit hringe ich zux geneigten Kenntuißnahme, das ich das Britsh kotel allsier käuflich übernommen habe., Jeube sttg, Eiptiertmikt oslen Confot nud Elesähe verebenen licher Sebegspürdteketen,„Leine ganz besonders en ggote berrschaftiche. Laricht z. iz bemäßt sein, alle mein Hotel Beedrender senden der hoheren und mittleren Stände empfehlen zu können; auch werde ich stets bemüht sein, alle mein Hol Dresden, im Mai 1858. nbnd- u- A SGGSSGS GASSGENUSSS Ein urg für die Bürgermeisterei Gebhardshain, Kreis Altenkirchen, welcher zugleich als Districtsarzt mit einem Gehalte von 100 Thlrn. angestellt werden sell, wird gesucht. Hierauf Reflectirende wollen bei dem Unterzeichneten binnen 4 Wochen einkommen. Gebhardshain, am 21. Mai 1858. Der Bürgermeisser, Müller. Für Thierärzte. Ein gebildeter Thierarzt 1. Classe findet in Baumholder, Kreises St. Wendel, eine lohnende Stelle. Außer einer bedeutenden Praris dürfte derselbe unter Umständen auf ein Firum von eirca 170 Thaler rechnen. Qualistcirten Thierärzten theilt dies mit ein Vießzüchter. Offene Reise=Stelle. Eine Weinhandlung in Mainz sucht einen gewandten cautionsfähigen Reisenden, ohne Unterschied der Confession, mit gutem Gehalt baldigst zu engagiren. Franco=Offerten erbittet man unter poste restante Mainz. A B Dür einen jungen Deutschen, aus einem belW gischen Pensionat kommend, der im Deutschen und Französischen gut bewandert ist, so einige Kenntnisse in der englischen und holl wie wird in einem Engros=Geschäfte, eine über Ein Weinreisender, Fähigkeiten Moralität gute Referenzen beibringen wird gegen hohes Salatr gleich zu engagl gesucht. Gef. Fr.=Offerten unter Lit. 0 K 52 beforgzt die Erp. d. Bl. Gesucht wird unter vortheilhaften Bedingungen fü eine Wollewaaren=Fabrik im Hannover'sche ein Theilnehmer mit einem Fonds von bis 15000 Thlr. gegen 22,000 Thlr. Sicher heit. 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Mai ausgestellter Creditbrief, sprechend über drei Tausend Francs zu Gunsten der Madame Felicie Enoch, int Letzterer abhanden gekommen. Im Auftrage des Herrn Ausselers erinchen vir aus diche Accreditiv keine Zahlungen zu leisten. 24. Mai 1858. Hapn 6 S. L. Sußmann, Banquier und Königl. Preuß. Lotterie=Ober=Einnehmer in Halberstadt, empfiehlt sein Bankgeschäft zum Incasso per hier und Nebenplätze, so wie zu allen sonstigen Einzelne Faltenhemden, in den neuesten Facons und Faltenlagen, rein Leinen von 1½ Thlr., 1¾, 1⅝, 2¼, 2½ und 2¾ Thlr.; die allerfeinsten reinleinenen Faltenhemden 3, 3⅛, 3¼ und 3⅜ Thlr.; rein leinene Arbeitshemden von 25 Sgr. an, Schirtinghemden bis die allerfeinsten mit kleinen Faltenlagen 1 Thlr. 10 Sgr. und Leinen und Bösche Alogeohn vop.4415 gugi, Gedengasse 95 L. Hirschfelv, große Bubengasse 25. von 274 Sgr. Thlr. 15 Sgr. im Nor einiger Zeit wurden zwei, von J. PieX88per in Mettmann auf F. A. Seshe enis bhiniel d. Schchesche Associe beizutreten. 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Am 22. Mai ist auf ##. ist auf dem Wege Ovon Köln nach Mülheim ein Notizbuch verloren, enthaltend: mehrere Frachtbriefe, eine Rechnung und eine Holzliste. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen eine gute Belobnung abzugeben, bei dem Zimmermeister Goeriecke zu Mülheim. a. Rh. -Koniodtentraße 365. EEin Waaren=Regal mittler Größe, gut und Eoauerhaft construirt, zu verk. Wollküche 2, Prestesehnscharein Sesierel werden sämmtliche Utensilien zu kaufen ge“ sucht. Fr=Offerten bei der Exp. d. Bl. Lit. A B 65. untes Große Musterkasen gesucht, Obenmarspforten 27. stehen Auf Lindweilerhof bei Köln fünf fette Kühe zum Verkaufe. Zu verkaufen eine Hausthür, 4 große Fenrig, Zrasnenusen eie beusdit, 4 PPhggense Drahmen u. ein f. neues Regenf., Josephsstr.2 Ziu verkanten 7 Treidhans=Ferser, 4. )malte Fenster=Vorsetzcher St. Agatha 3. (Eine sehr gut empfohlene Frau wünscht fül Enoch eine Familie die Wäsche in monatlAccord zu waschen. Näheres Gereonsstr. 32 Dcm Peggsgrtase. 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