e* Rrenheerhe unt ut un bet. berichn. dnd tr Zwetggeschäntostellen: Wald: Hauptdrag, Lck. Pengerdas=9.=2=; Keieten 245 30. Geltrad: ug. Paar 1..“; Lce Lengerhosestraße, Sostn Bazeigererste 27. De; Peect, Freiheltste. 41, Telietpon 24433. Amtliches Kreisblatt für den Stadtkreis Solingen. Gerrüichen c. mmauen-ohtm. Uunsmmeench un been und Kuns: C. Müller=Sohler; für den kommunaten Tek Soltugen: Dr. H. Gorhe: für den Rhein=Wupperkreie u. Spor: X. Schaberg; für Wirrschaft, Unterhaltung und den übrigen Lell: H. Zeinen: für den Anzeigentell: F. Schmig, alle in Soltngen. Berliner Vertreter: Or uk. Neuse. Berliner Anzeigen=Vertretung: J. W. Dempe, VerltnCharlottenburg, Uhlandstr. 194. Anruf( 1. Steinplatz 6613.— Druck und Verlag: B. Vol., Golingen.— Oas Solinger Lageblau erscheim täglich mit Auonahme der Sonn= und destage. Nr. 18 Sametag, den 2d. Jomnan 19335 124. Jahrgang Dom Tage. Die Entscheidung um acht Tage verschoben— Schwere Vorbelastung der Haushalte bis 1938— Kritische Durchleuchtung der Osthilfe. Der gestrige Beschluß des Aeltestenrates, die Einberufung des Reichstags um eine Woche weiter hinauszuschieven, ist nach mehr als einer Richtung hin überraschend. Zunächst war man nicht darauf gefaßt, daß das Zentrum es übernehmen würde, den Vertagungsantrag einzubringen, nachdem es vorher mehrfach erklärt hatte, daß es die Initiative den Nationalsozialisten überlassen müsse. Es scheint also, als ob neue Momente aufgetaucht sind, die zu einer Aenderung der Haltung führten. Nach Lage der Dinge kann es sich dabei nur um die Erwartung handeln, daß erneute Versuche zur parlamentarischen Mehrheitsbildung Erfolg versprechen. Da aber eine Mehrheit ohne Zentrum und Nationalsozialisten nicht denkbar ist, so werden zwischen diesen beiden Parteien die Verhandlungen hin und her gehen. Vielleicht glaubt das Zentrum, ohne diesen letzten Versuch es nicht zum Konflikt zwischen Reichstag und Reichsregierung kommen lassen zu dürfen. Vom Ausgang der Parteiverhandlungen hängt es auch ab, ob nun doch noch eine Kabinettsumbildung vorgenommen wird. Die Reichsregierung hat die kurze Vertagung trotz ihres Drängens auf eine parlamentarische Entscheidung hingenommen und darauf verzichtet, in dieser Verschiebung eine Tolerierung zu sehen. Hätte sie auf dieser ursprünglichen Absicht bestanden, dann wären die Nationalsozialisten unter einen Druck gekommen, der für sie kaum zu ertragen gewesen wäre. Es wäre zum offenen Ausbruch des Konflikts gekommen, und das Zentrum wäre wahrscheinlich verstimmt worden wegen der Durchkreuzung seiner Pläne. Das aber hat der Reichskanzler vermeiden wollen. Der Beschluß des Aeltestenrates ist also durch Entgegenkommen von beiden Seiten her ermöglicht worden. Interessant ist es, daß die Nationalsozialisten an eine längere Vertagung gedacht haben, als sie für den Reichstagspräsidenten die Ermächtigung forderten, das Parlament erst zur Beratung des Reichshaushaltsplanes einzuberufen; bis dahin aber wären noch etwa zwei Monate vergangen. In einer## langfristigen Hinausschiebung der Entscheidung aber konnte sich die Mehrheit nicht bereit finden. In der Tat ist die Verlängerung der Unsicherheit um acht Tage reichlich genug. Wir haben gestern noch an dieser Stelle dargelegt, daß die innerpolitische Verwirrung so schnell wie möglich beseitigt werden müsse. Die jetzige Fristverlängerung ist nur dann zu rechtfertigen, wenn Anhaltspunkte vorhanden sind, die das Zustandekommen einer Mehrheitsbildung erwarten lassen. Unter keinen Umständen aber darf der Aeltestenrat, der vor der nächsten Sitzung noch einmal zusammenkommen soll, eine weitere kurzfristige Verschiebung zulassen. Das zu verhindern, ist Sache der Reichsregierung, deren Stellung durch weitere Verzögerung ja auch empfindlich geschwächt wird. Der 31. Januar ist der letzte Termin. So verlangt es das Gesamtinteresse, das keinesfalls parteipolitischen Wünschen gegenüber zurückgestellt werden darf. * Der frühere Reichstagsabgeordnete Dr. Gustav Stolper veröffentlicht im letzten Heft des Deutschen Volkswirts eine Schätzung. der Vorbelastung der künftigen Haushalte und führt dabei aus, daß die Schatzanweisungen für Stützungszwecke in den Jahren 1933 bis 1938 durchschnittlich 125 bis 200 Millionen Mark ausmachen dürften. Das ist insgesamt eine Summe von 750 bis 1200 Millionen Mark. Die Arbeitsbeschaffung der Papen=Regierung belastet die Haushalte von 1933 bis 1935 mit je 115 Millionen, insgesamt also mit 345 Millionen Mark. Die Steuergutscheine, deren Rückzahlung von 1934 an bis 1938 läuft, belasten die künftigen Haushalte in einer Gesamthöhe von 2500 Millionen. Dazu kommen etwa. 1200 Millionen für den Hauszinssteuer=Abbau, das sind im ganzen rund 5½ Milliarden. Dazu kommen noch die ungedeckten Defizite bis einschließlich 1932 in Reich, Ländern und Gemeinden von etwa 3½ Milliarden. Im Laufe der nächsten sechs Jahre muß also aus vermehrten Steuereingängen und gesenkten Ausgaben, vielleicht auch durch Konsolidierungsanleihen ein Betrag von rund 8 bis 9 Milliarden aufgebracht werden, über die in der Krise vorausverfügt worden ist, bevor an eine Ausdehnung der öffentlichen Haushalte oder weitgehende Steuersenkungen geschritten werden kann. Keichstag erst um 81. Fanaul. Kurze Verschiebung der Entscheidung. Der Beschluß des Aeltestenrats. Die Aussprache im Haushaltsausschuß des Reichstags über Fragen der Osthilfe scheint weitere Kreise zu ziehen. Der scharse Vorstoß, der bei dieser Gelegenheit von Zentrumsseite!]. her erfolgt ist, die Kritik, die der Abgeordnete Ersing an der Entwicklung der Osthilfe unter Brüning, Schlange=Schöningen und ihren Nachfolgern geübt hat, zwingt die Reichsregierung zu einer eingehenden Stellungnahme, und dieser Zwang wird vielleicht dadurch noch verstärkt werden, daß auch von anderer Seite her die Entwicklung der Osthilfe in ein helleres Licht gerückt wird, als sie es bisher erfahren hat und als es den derzeit verantwortlichen Persönlichkeiten vielleicht bequem sein möchte. Der Reichslandbund hat mit seinem Vorstoß gegen die Regierung Schleicher Dinge in Fluß gebracht, die schon lange irgendwie in Gärung waren, die beteiligten Kreise sind durch die Schärfe der Debatte im Haushaltsausschuß in starke Erregung versetzt worden, und die offene Aufforderung an die Regierung, Dinge, die bisher nur andeutungsweise und in Gestalt von Vermutungen und Befürchtungen erörtert wurden, rückhaltlos aufzuklären, wird seine Befriedigung finden müssen. Dubei wird auch die Art, wie die ursprüngliche Absicht einer großzügigen Zusammenfassung von Osthilfe und Siedlung erst gelockert wurde und nun ganz offensichtlich hintertrieben wird, zur Diskussion stehen mussen. Druck der Großagraxier, der eine solche Aufklärung verhindern B93. Berlin, 20. Jan. Der Aeltestenrat des Reichstages beschloß auf Antrag des Zentrums mit Mehrheit, die Reichstagssitzung auf den 31. Januar zu verschieben. Der Aeltestenrat tritt am 27. Januar erneut zusammen, um die Tagesordnung festzusetzen. Ein nationalsozialistischer Antrag, dem Reichstagspräsidenten Göring die Vollmacht für die Festsetzung der nächsten Reichstagssitzung zu geben, wurde gegen die Antragsteller abgelehnt. Der Verlauf der Sitzung. B93. Berlin, 20. Jan. Ueber den Verlauf der Aeltestenratssitzung des Reichstages erfährt das Nachrichtenbüro des BD3. noch folgendes: Die Nationalsozialisten beantragten zu Beginn der Sitzung, dem Reichstagspräsidenten Göring die Vollmacht zu erteilen, die nächste Sitzung des Reichstages festzusetzen. Sie brachten dabei den Wunsch zum Ausdruck, daß der Etat„möglichst bald dem Reichstag vorgelegt wird und daß die Regierungserklärung dann mit der ersten Lesung des Etats verbunden würde. Dem wurde von Sozialdemokraten und Kommunisten widersprochen, da das auf eine Reichstagsvertagung bis in den März oder April hinein hinauslaufen könnte. Stgatssekretär Planc erklärte für, die Reichsregierung, daß diese es nach wie vor im Interesse der polikischen Beruhigung des Lundes und seiner wirtschaftlichen Gesundung für dringend notwendig halte, die politische Lage möglichst bald unzweidentig zu klären. Der Etat könne so schnell nicht vorgelegt werden und der Finanzminister habe die sachlichen Gründe dafür schon im Haushaltsausschuß dargelegt. die Vertreter des Zentrums erklärten, daß sie einer fristlosen Vertagung des Reichstages nicht zustimmen könnten. Abg. Dr. Bell(Z.) beantragte daher, die Plenarsitzung des Reichstages um eine Woche auf den 31. Januar zu verschieben. Hierzu erklärte Staatssekretär Planck, wenn der Reichstag noch eine einwöchige Frist dazu benutzen wolle, die Mehrheitsverhältnisse im Parlament einwandfrei festzustellen, vermöge sich die Reichsregierung dem nicht zu widersetzen. Sie selbst sei naturgemäß an derartigen Verhandlungen nicht interessiert. Auf eine Frage des Abg. Torgler(Komm.), ob die Regierung in einer Vertagung des Reichstages eine Tolerierung durch das Parlament sehen würde, erwiderte Staatssekretär Planck, daß auch bei einer Vertagung für längere Zeit die Regierung eine unzweideutige Klärung der politischen Lage für unbedingt notwendig halte. Von den Deutschnationalen wurde in der Aussprache zum Ausdruck gebracht, daß auch sie eine baldige politische Klärung wünschten, gegen eine kurzfristige Vertagung aber nichts einzuwenden hätten. Die Abstimmung ergab, daß der nationalsozialistische Antrag auf unbestimmte Verschiebung der Parlamentstagung gegen die Antragsteller abgelehnt wurde. Auf Antrag des Zentrums wurde als Termin der nächsten Reichstagssitzung der 31. Januar bestimmt. Ueber die Tagesordnung dieser Reichstagssitzung soll eine neue Aeltestenratssitzung am 27. Jannar entscheiden. Koalitions- und Fraktionsverhandlungen. . B93. Berlin, 21. Jan.(Funkspruch.) Wie das Nachrichtenbüro des B03 in parlamentarischen Kreisen erfährt, wird in der nächsten Woche der Reichstag neben seinen Ausschußarbeiten vor allem eine Reihe bedeutsamer Verhandlungen„hinter den Kulissen" durchführen, die sich mit der Frage der Erweiterung oder Amgestaltung der Reichsregierung zu beschäftigen habe. In nationalsozialistischen Kreisen wird erklärt, daß Adolf Hitler auch in der kommenden Woche noch in Berlin bleibe, daß aber vermutlich von den Nationalsozialisten eine Initiative in der Frage der Regierungsbesprechungen nicht ausgehen werde. Man nimmt deshalb in parlamentarischen Kreisen an, daß das Zeutrum mit den in Frage kommenden Fraktionen der Nationalsozialisten, der Deutschnationalen, der Deutschen Volkspartei und der Bayrischen Volkspartei Fühlung nehmen wird. Es scheint, als ob diese Besprechungen bereits zu Anfang der Woche im Gang kommen werden, denn die Zentrumsfraktion des Reichstages ist bereits für kommenden Donnerstagnachmittag einberufen worden. Die Zentrumsfraktion rechnet damit, daß in dieser Fraktionssitzung sich langwierige und grundsätzliche Auseinandersetzungen über die Regierungsgestaltung im Reiche ergeben werden, denn die Fraktion hat schon jetzt verfügt, daß ihre Beratungen nicht am Donnerstag beendet, sondern am Freitag fortgesetzt werden sollen. Im übrigen ist bereits gemeldet worden, daß die Reihe der Fraktionssitzungen schon am Montag, 23. Januar, eröffnet werden durch den Zusammentritt der Deutschnationalen Reichstagsfraktion. Bereits am Dienstag wird auch die Bayrische Volkspartei eine Fraktionssitzung veranstalten. Die schwer gewordene Entscheidung. Von unserem Berliner Vertreter. ET. Berlin, 20. Jan. Der mit so großer Spannung in allen politischen Lagern erwartete Beschluß des Aeltestentats der Reichstags hat lediglich eine Verschiebung der Entscheidung um acht Tage gehracht. Dieser Beschluß ist auch nur möglich gewesen, weil das Zentrum, das unter allen Umständen eine Reichstagstagung herbeiführen will, den Nationaisozialisten, die den Reichstag auf unbestimmte Frist— in parlamentarischen Kreisen heißt es, bis zum April— vertagen wollten, mit seinem Antrag einen Knüppel zwischen die Beine warf, so daß sich Hitler am 31. Januar doch noch stellen muß. Das ist zweifellos der äußerste Termin der Vertagung, und man nimmt in den hiesigen politischen Kreisen an, daß dann die Frage der Auflösung unumgänglich wird. Bis zu diesem Zeitpunkt werden sich die Sondierungen im gleichen Maße wie bisher wiederholen, und man muß auch damit rechnen, daß diese Sondierungen erneut zu allerhand Kombinationen führen werden, die von den Geistern der Hintertreppe angestellt werden. Nichtig ist jedenfalls, daß die Stellung Schleichers im gegenwärtigen Zeitpunkt außerordentlich gefestigt ist, und daß seine Stellung auch im Zentrum eine Stütze findet. Das scheint auch, nach Ansicht der hiesigen Kreise, die über die Vorgänge der Wilhelmstraße besonders gut unterrichtet sind, in der heutigen Unterhaltung zwischen den Zentrumsabgeordneten Esser und Perlitius und dem Reichskanzler zum Ausdruck gekommen zu sein; ist doch, nach zuverlässigen Informationen, in dieser Unterhaltung die Taktik des Zentrums in der Aeltestenratssitzung festgelegt worden. Selbstverständlich ist damit zu rechnen, daß in den nächsten Tagen jene Sondierungen um die Wiederherstellung einer Einheitsfront fortgesetzt werden, die in der Kölner Konferenz ihren Anfang nahmen. So rechnet man mit weiteren Bemühungen Papens auf der einen Seite und möglicherweise auch mit weiteren Aktionen, die von Hugenberg ausgehen. Ob es in diesen Tagen zu einer Besprechung Schleichers mit Hitler kommen wird, hängt nach wie vor von Hitler selbst ab, da der Kanzler, wie es heißt, zunächst keinen Grund sieht, Hitler zu sich I Blche- Aensdien fr ie Bechnsheiern. WTB. Berlin, 21. Jan.(Funkspruch.) Die deutsche Delegation für die Abrüstungskonsezenz fährt heute abend. nach Genf. Botschafter, Nadolny hat sich mit dem Generalsekretär der Delegation, dem vortragenden Legationsrat Frohwe in bereits gestern abend nach Genf begeben. Der Delegation ist für die Bearbeitung der Fragen des Waffenhandels und der Waffenherstellung der frühere Reichsminister Prof. Moldenhauer zugeteilt worden. Der frühere Staatsfekretär im Reichsfinanzministerium, Fischer, wird die Fragen der budgetären Abrüstung bearbeiten. Der Gesandte Freiherr von Weizsäcker wird vorübergehend von Botschaftsrat von Twardowski vertreten. Für: Presseangelegenheiten werden vortragender Legationsrat Katzenberger und Legationsrat Drexler die Delegation begleiten! möchte, wird immer fühlbarer, aber er erzeugt einen Gegendruck, der sich nicht über den Hausen rennen lassen wird, und je freimütiger dund restloser die Aufklärung über alles, wals bisher geschehen ist, erfolgt, um so eher darf man hoffen, daß der Rückweg zu der richtigen: Livie und zu den richtigen=Mitteingefonden wirh#m, Obdachloser auf dem Heuboden verbrannt. 20. Jan. In einem in Brand geratenen Heuboden eines Pächters in der Wittenerstraße sanden Ssast Fattent Dbdachlosen, der sich zum Schlasen niedernrie hatte, mit schweren Brandwunden aus. Er starb auf dem Transport zum Krankenhaus. Nach den Ermittlungen der Feuerwehr hat der Obdachlose den Brand selbst verschuldet. Er hatte auf dem Heuboden geraucht Feuer un demerten.se, ehne das von ihm enfzündet: Die Lage im Londoner Autobusstreit. ischgeiane 21. Jan. Der wilde Streit unter dem Veder Londoner Autobusgesellschaft zeigt noch keine Anzeichen eines Abflauens. Gegenwärtig streiken von den insgesamt 30.000 Angestellten der Gesellschaft etwa 4000. Eine Konsexenz zwischen der Geschäftsleitung, Vertretern der Transvortarbekter=Gewerkschaft und Delegierten der Streikenden zog sich gesten bis in die späten Nachtstunden hin. Das Ergebnis dieser Besprechungen wurde einer Versammlung, an der Vertreter aller Garagen keilnahmen, unterbreitet. Bis zur Stunde ist noch nicht zu übersehen, ob heute mit einer Beilegung des Streiks gerechnett werden kann. Vorläufig hat es den Anschein, als ob noch einige weitere Linien sich dem Sympathiestreik anschließen werden. Die Bewegung ist ein Protest gegen die Fahrzeitverringekrung auf eiher Linig. Reparations=Entschließung *:: 1Große Demonstration der R5DAP. in Berlin. CRV. Berlin, 20. Jan. Im Zusammenhang mit der ganzen politischen Lage wurde heute im Reichstag auch die Demonstration Des Glarw suli Dur iccauffag„:— beippechen, die die Nationalsozialisten für den kommenden SonnTagung des Auswärtigen Ausschaffer. tag planen. Jur Einweihung eines Horst=Wessel=Grabsteines, sollen. Hinzu treten noch die Patenzablungen für edig, Schluß, die Hitler persönlich vornehmen will, ist ein Massenaufgebot der „ uogh z-Mz. W5kgagmen inz. SAl. beabsichtigt: Sie soll sich auf dem Bülowplatz„mit der V93. Berlin, 29. Jan. Nach der Rede des Reichsaußenministers trat der Ausschuß in die Aussprache ein. Bei den Fragen der Tribute und Auslandsschulden wurden vom Reichsaußen=, Reichsfinanz= und Reichswirtschaftsminister eine Reihe von Fragen beantwortet, die von Abgeordneten gestellt worden waren. Von den Anträgen, die zu diesen Fragen eingebracht wurden, fanden folgende Annahme: Zunächst mit 17 gegen 11 Stimmen ein nationalsozialistischer Antrag, wonach die deutschen Zahlungen an Belgien aus dem Abkommen vom 13. Juli 1929 in Anbetracht der im Lausanner Abkommen vom 9. Juli 1932 auch von Belgien anerkannten wirtschaftlichen Notlage Deutschlands bis auf#“ sind. zahlung von 3 Millarden g#s dein Lkusannkr Abkommen, insgesamt 410 Millionen jährlich. Ueberdies beträgt der Verlust durch Beschlagnahme der beutschen Privatvermögens im Auslande etwa 11 Milliarden, deren Ersatz an die geschädigten Auslandsdeutschen klaufende Belastüngen für die deutschen Finanzen bedeuten.“„„„ Die Ergänzung lautet: „Außerdem würde das Inkrafttreten des Abkommens von Lausanne von den Regierungen Englands, Frankreichs, Italiens, Belgiens in einem Gentleman=Agreement davon abhängig gen anerkannten, wurt; macht, daß sich die Vereinigten Staaten von Nordamerika zur betteres einzustellen Streichung der interalliierten Schulden bereit finden; infolgeid.„ dessen ist bis auf den heutigen Tag und auch bis auf weiteres die Ferner wurde eine durch einen kommunistischen Antrag er= Frage offen, ob das Lausanner Abkommen überhaupt Wirksamweiterte, von den nationalsozialistischen Ausschußmitgliedern ein= keit erlangt.“ gebrachte Entschließung mit den Stimmen der Kommunisten und Nationalsozialisten angenommen, die folgenden Wortlaut hat: „Der Herr Reichskanzler hat am Neujahrstage 1933 ausgeDer Antrag schließt:„ „Aus allen diesen Gründen ist der Auswärtige Ausschuß der sorge k. Hauztschland unnmahr van Gananatignen befreit Anschauung, daß die genannten Ausführungen des Herrn Reichssprochen, daß Deutschland nunmehr von Aevorot gauziage a# kanzlers im In= und Ausland falsche Vorstellungen„erwecken ei. Der Auswärtige Ausschuß kellt fef,g fik, bis Zamtsgnleihe können und deshalb den deutschen Interessen nicht genutzt haben.“ sowohl den vollen Zins= und Tilgungsdienst für die Dawesanleihe weiterhin tragen soll, ebenso den Zins= und Tilgungsdienst für Der Ausschuß vertagte sich auf Samstagvormittag. In dieser die Younganleihe, ferner die Zahlungen an Amerika, die soge Sitzung sollen die restlichen Punkte der heutigen Tagesordnung, nannten belgischen Markzahlungen. die gestundeten Besatzungs= erweitert durch eine Aussprache über Kolonialfragen, erledigt kosten als Zahlungen, die zum Teil bis zum Jahre 1966 reichen werden. Ein Augriff Herriots auf Deutschland. CNB. Paris, 20. Jan. Herriot hat vor Mitgliedern der Vortragsgesellschaft Les Annales den ersten von fünf politischen Vorträgen gehalten. Das Thema lautete: Deutschland und Oesterreich. Herriot betonte eingangs zwei außenpolitische Regeln, nämlich, daß sich Frankreich nicht um die Regierungsform der Staaten kümmern dürfe, mit denen es Beziehungen unterhalte, und zweitens, daß die Verträge geachtet werden müßten, zumal ja die Friedensverträge von 1919 die Besonderheit hätten, daß sie zwar nicht einseitig, aber auf Grund gemeinsamer Verständigung revidiert werden könnten. Das deutsch=französische Um die Neutralisierung Oesterreichs. WTB. München, 20. Jan. Auf der Vollversammlung des Wirtschaftsbeirates der Bayerischen Volkspartei kam Bundeskanzler Dr. Dollfuß, der der Versammlung beiwohnte, auch auf die Gerüchte über eine Neutralisierung Oesterreichs zu sprechen. Wenn in den letzten Tagen, so betonte er, Nachrichten aufgetaucht seien über eine Neutralitätserklärung Oesterreichs und dergleichen, so wolle er öffentlich feststellen, daß diese Nachrichten unrichtig sind und daß über solche Fragen mit Oesterreich überhaupt nicht gesprochen oder in irgendeiner Weise verhandelt worbeabsichtigt. Sie soll sich auf dem Bülowplatz„mit der Frout zum Liebknechthaus“ versammeln. Darin sehen die Kommunisten eine Provokation und sie haben in einer Pressekonferenz heute nachmittag erklärt, daß sie die Reichsregierung auf die Gefahren dieser Demonstration bereits aufmerksam gemacht hätten. Auch nach der Sitzung des Aeltestenrates hat der Abgeordnete Torgler seine Auffassung dem Staatssekretär Planck noch einmal vorgetragen. Dabei wird die Parallele zu den bekannten Vorgängen in Altona gezogen, wo es bei einer ähnlichen Demonstration im Juli vorigen Jahres 19 Tote gegeben hat. Wie wir hören, wird der Reichskanzler am morgigen Samstag hierüber noch eine Besprechung mit Dr. Bracht haben, um zu klären, ob sich Zusammenstöße vermeiden lassen. Unter keinen Umständen soll das Leben von Polizeibeamten in Gefahr gebracht werden. Deshalb wird die Möglichkeit, daß die Demonstration doch noch verboten wird, nicht ganz von der Hand gewiesen. Die Bedeutung der Demonstration ist natürlich um so größer, als die ganze politische Lage durch etwaige Ausschreitungen beeinflußt werden kann. Wie die Entscheidung über die Demonstration fällt, hängt von der morgigen Besprechung ab. Der Polizeipräsident von Verlin verbietet. ENV. Berlin, 21. Jan.(Funkspruch.) Wie wie erfahren, hat der Polizeipräsident von Berlin mit Rücksicht auf die aufreizende Schreibweise der kommunistischen Presse für den morgigen Sonntag kommunistische Umzüge und Versemulungen unter freiem Himmel in folgenden Bezirken verboten: Mitte, Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Tiergarten, Charlottenburg, Wilmersdorf, Schöneberg, Neukölln, Treptow nördlich des Kanals, Pankow, Friedrichsheim, Wedding und Weißensee. Der Bülowplatz liegt im Bezirk Berlin=Mitte. * Bomben=Explosion in Sevilla. WTV. Madrid, 21. Jan.(Funkspruch.) Gegen das Volkshaus in Sevilla wurden in der vergangenen Nacht zwei Bomben ständigung revidiert werden könnten. Das deutsch=französische haupt nicht gesprochen oder in irgendeiner Weise verhandelt wor= geworfen. Die Zündschnur der einen wurde vom Pförtner des Problem werde durch die Bevölkerungsstärke— 62 Millionen den ist. Der Bundeskanzler fügte unter starkem Beifau hinzu: Volkshauses unmittelbar vor der Explosion mit Wasser geloscht. Deutsche und 40 Millionen Franzosen— nnzeichnet. Herriot Daß wir dazu auch nicht bereit wären, halte ich für eine Selbst= Die andere explodierte und verletzte vier Kinder, eine Frau und sprach dann von der augenblicklichen Lage in Deutschland. Er verständlichkeit. ging ausführlich auf das ein, was er die militärische Vorbildung der Jugend unter der Regierung des Generals von Schleicher nannte, auch kritisierte er die Gedenkseiern anläßlich des Reichsgründungstages. In der Zeit der moralischen Abrüstung und Annäherung sei es erstaunlich, wenn nicht sogar peinlich, daß vor den Vertretern des alten Regimes in Deutschland an diese Ereignisse erinnert werde. Auch kritisierte Herriot die Aeußerung des Reichskanzlers, daß der Begriff Freiheit das Recht in sich schließe, Waffen zu tragen. Zur Sicherheit des Friedens gehörten sieben Männer. Drei Personen wurden verhaftet. Die Inbastrie warur und fordert Beruhigung und stabile Führung. WTB. Berlin, 20. Jan. Das Präsidium des Reichsverbandes der Deutschen Industrie hielt am Donnerstag unter dem Vorsitz von Dr. Krupp von Bohlen und Halbach eine Sitzung ab. Im schließt, Waffen zu tragen. Zur Sicherheit des Friedens gehörten von Dr. Krupp von Bahlen und Halbach eine mehrere Völker. Deutschlands Politik laufe darauf hinaus, durch Hinblick auf die Ereignisse der letzten Wochen wurde mit BeVechandlungen allmählich das wieder zu gewinnen, was es durch dauern festgestellt, daß von der Politik her neue Unruhe in die en Stitg eriorn bodte. Hezeschet, Peint zuir biesfe Weife Die besehenben Knsäte R iner, chen=Besserung R.k imo Herriot zählte dann die europäischen Prohleme auf, die noch “ gicht gelöst seien; er nannte dabef auch die Repaxationen und be: Angcuptete, daß diese Frage' Ubü der Schuwentigelnuß alt Amerika abhänge; als weitere Frage erwähnte er vor allem die Abrüstung, sodann den politischen Korridor, Danzig, Saarfragen, entmilitarisierte Rheinlandzone und ehemalige deutsche Kolonien. Die moralische Abrüstung fördere man nicht durch Herausgabe wieder zutichte emacht“ tlrrbet Das Präsidium des Reichsverbandes erhebt die dringende Forderung, daß in der Wirtschaftspolitik eine eindeutige, auf die Eine eingehende Besprechung war den Arbeiten gewidmet, die zur Vorbereitung der Weltwirtschaftskonserenz in Angriff genommen sind. Wenn die Beseitigung der Handelshemmnisse, die ursprünglich im Vordergrund internationaler Arbeiten gestanden habe, inzwischen durch die richtige Erkenntnis, daß sie zu einem wesentlichen Teil die Folge der ungelösten Schulden= und Wähaner gipeeriherr Pabeurh gost, gleichöhl die materkelle Be Reich eon Das Präsidium halte es weiter für erforderlich, den Termin für den Beginn der Weltwirtschaftskonferenz so nahe anzusetzen, . v 2ig Rügksicht auf dia parherige Lösung des interalliierten chraußen hin##twas zurückgetrotenuestz, so gleichwöhl die materkelle Bedeutung dieser, Frege, einvetändert derung, daß in der Wirtschaftspolitik eine eindeutige, auf die wie es vie Ruasigr auf die vorherige Lösung des interallierten Förderung der Privatwirtschaft gerichtete Linie innegehalten Schuldenproblems notwendig macht. werde, weil nur auf diesen Wege Die, Schefnig, gelunder Crte. Geheimrat Kastl berichtete über das Ergebnis der Londoner Tagung des Studienkomitees zur Vorbereitung der neuen Stillhalteverhandlungen. Vor Eintritt in die Tagesordnung widmete Krupp von Bohlen und Halbach den verstorbenen Präsidialmitgliedern, Geh. Kommerzienrat Dr.=Ing. e. h. Ernst von Borsig und Reichskanzler a. D. Cuno Worte des Dankes für ihr Wirken, das nicht nur der damit für die Arbeitsmarktlage führe. Die Wirtschaft, sondern dem ganzen Vaterland gegolten habe. Ferner ene Seiehtich in Vorten bichten Love, de Piogeoeopui., beunsg, Ao,zsühze zischiehen ahlehne und deste seige, daß sich rie Dr. Radolf Shnelder, Dreden, der lange Jahre Geschäiftsühzer .— boe. d, Franireiche Rolle in der europäischen Politik Wirtschaft ihrer gegenwärtigen Hauptausgabe, die Arbeitsloüge des Rundes der Industriellen und des Beichaushandet geDie moralische Abrüstung fördere man nicht durch Herausgahe werde, weil nur auf diesem Wege die Schaftung, geierdeg. Ert; von Sondernummern illustrierter Zeitschriften, in denen aus die wicklungsgrundlagen zu erreichen sei. Nach Ansicht der Industrie Rüftungen Frankreichs hingewiesen werde. Dadurch reize man sei es nicht zu verantworten, daß die Rücksichtnahme auf diese die Bevölkerung nur auf. Nach einem kurzen Hinweis auf den oder jene einseitigen Interessen Tag für Tag die Gefahr neuer französisch=sowjetrussischen Nichtangriffspakt kam Herriot dann Rückschläge heraufbeschwöre. Insbesondere bedürfe die Handelsauf Oesterreich zu sprechen: Man müsse gegen den Anschlußgedau= politik unbedingt einer Beruhigung und ken ankämpfen und den Oesterreichern Mut machen, daß sie ihre mehr, als es sich immer wieder zeige, daß schon die Ankündigung Unabhängigkeit verteidigen. Angarn habe sich, obwohl Frank= zollpolitischer Maßnahmen zu schweren Rückschlägen für die deutreich viel für es getan habe, mehr Italien zugewandt. Herriots sche Aussuhr und damit für die Arbeitsmarktlage führe. Die des Bundes der Inbustrienen und des wesen ist. „„ Das Märchen vom neuen Lebewesen. Von Rolf Doß. Alljährlich findet in Atlantic Citv die Jahrestagung der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft statt, auf der stets sensationelle Behauptungen über vergangene oder künftige Entwicklungen ausgestellt zu werden pflegen, die die Tagung immer zu einer wenigstens für den Außenstehenden etwas grotesken Angelegenheit machen, wenngleich die Mitglieder der Gesellschaft selbst zu glauben scheinen, daß dort die weittragendsten und bedeutsamsten Eröffnungen gemacht werden. Bei der diesjährigen Tagung stand der Vortrag des Professors William G. Gregoro vom Amerikanischen Museum für Naturgeschichte im Vordergrund des Interesses. Dieser Gelehrte hat schon mehr als einmal die Welt mit erstaunlichen Behauptungen überrascht, und es gibt ketzerische Menschen, die den braven Mann, der nichts anderes als seine Forschungen kennt, des Schwachsinns bezichtigen. Dieses Mal stellte Gregory eine ganz neue Entwicklungstheorie des Menschen auf. Er machte die sensationelle Mitteilung, daß der Mensch in genau 500 000 Jahren vollkommen ausgestorben sein werde. Nun werde aber die Welt nicht etwa vollkommen ohne denkende Wesen sein, sondern bis dabin habe der Mensch ihm körperlich und geistig weit überlegene Nachfolger erbalten, die auf die Leistungen der Menschen verächtlich herabseben. Der Verkehr von Planet zu Planet werde dann bald eine Selbstverständlichkeit sein. Professor Gregory hat leider nicht verraten, auf welche Weise er zu seiner wahrhaft kühnen Theorie gekommen ist, die wie eine Bombe in die Versammlung einschlug. Alle anderen Vorträge verblaßten natürlich vor diesen sensationellen Eröffnungen. So erregte zum Beispiel die Provbezeiung von Prosessor Oetteking von der Columbia=Universität, daß in absehbarer Zeit die Frauen vollkommen bebaart sein würden, nicht das Interesse, das diese seltsame Eröffnung eigentlich verdient hätte. Professor Oetteking dat sogar bereits ein fix und fertiges Exemplar seiner wie eine Aeffin bebaarten Frau auf einem Kolossalgemälde vorgeführt. Wenn der gelehrte Mann Recht mit seinen Provbezeiungen bebält, werden die Männer späterer Generationen, die merkwürdigerweise nicht von der Bebaarungsevidemie befallen sein sollen, nichts zu lachen haben. Während diese Provbezeiungen den Euroväer merkwürdig anmuten und ihm einer wissenschaftlichen Tagung als in jeder Weise unwürdig erscheinen, da sie selbstverständlich ernsthafter willenschaftlicher Prüfung in keiner Phase standhalten können, und nichts anderes als Sensationshaschereien darstellen, können andere Mitteilungen auf der Tagung das Interesse der Welt beanspruchen. So hielt ein chinesischer Professor, der an der Harvard=Universität lehrt, einen Vortrag, in dem er an Hand authentischen Materials nachwies, daß bei den Chinesen bereits vor mehr als 2000 Jahren die Zahnheilkunde entwickelter war als jetzt bei uns. Der Forscher wies auf Grund alter Schriften nach, daß die Chinesen damals bereits Methoden des Zahnplombierens kannten, die derartig exokt waren, daß man heute vor einem Rätsel steht. Als Füllmaterial verwendete man Gold. Der chinesische Gelehrte verkündete ferner, daß man in Indien bereits vor 2000 Jahren Betäubungsmittel bei Overationen angewandt habe, die die moderne Wissenschaft bekanntlich erst seit dem Jahre 1847 benutzt. Der chinesische Professor führte aus. es sei noch unerforscht, wodurch es möglich geworden sei, daß man in China selbst diese groben Errungenschaften der Wissenschaft vollkommen wieder vergessen habe. obgleich das chinesische Reich nicht, wie die groben Kulturreiche des Westens, untersegangen bei. Sucdur Pi. u. Wglch it does Man muß sich nur daruber wundern, wie es möglich ist, daß auf der gleichen Tagung wissenschaftliche Vorträge von höchster Bedeutung und das unsinnigste und kindischste Gerede wie die Lehre von der haarigen Frau oder dem neuen denkenden Lebewesen von der gleichen Hörerschaft ohne Protest angehört wurden. Zusammenlegung der Stadttheater von Duisburg, Essen und Bochum? Auf eine Anregung des Oberpräsidenten der Rheinprovinz hin sind die Städte Bochum, Duisburg=Hamborn und Essen in eine Prüfung der Frage eingetreten, ob die Möglichkeit eines Zusommengehens der drei Bühnen gegeben ist. Zwar läßt sich heute noch Prüfung der Frage zu einer positiven Zusammenarbeit führen wird, doch ist es die Ueberzeugung der beteiligten Stadtverwaltungen, auf eine Entlastung der Theater= und Orchesteretats selbst dann nicht verzichten zu können, wenn dieser Verzicht durch gewisse lokale Opfer erkaust werden müßte. Der neue Intendank der Hamburger Oper. Der Aussichtsrat der Hamburger Stadttheater=Gesellschaft hat am Donnerstag den bisherigen Intendanten des Stadttheaters in Aachen, Heinrich K. Strohn, zum eiler der Hamburger Oper ernannt. Solingen. Städkische Gastspiele. Mittwoch: Wetter für morgen veränderlich(Abonnement B.) W.=Elberseld. Stadttheater. Sonntag nachmittags: Eine Nacht in Venedig. Dienstag: Gestern und heute. Mittwoch: Eine Nacht in Vencdig, Donnerstag: Rasch ein Kind. Samstag nachmittags: Peter. mittags: Tiesland; abends: Dr. med. Hiod Prätorius(Gastspiel Gurt Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten. 999)— W.=Barmen. Stadttheater. Sonntag nachmittags: Rasch ein Kind: abends: Carmen. Dienstag: Mister Wu. Donnerstag: Caxmen, Samstag: Heimkehr des Olympiasiegers. Sonntag nachmittags: Heimkehr des Olympiasiegers: abends: Samson und Dalilo. Düsseldorf. Großes Haus. Sonntag nachmittags: Aschenbrödel: abends: Im weißen Rößl. Montag: Die Räuber Dienstag: Der Waffenschmied. Mittwoch: Liselott. Donnerstag: Der Rosenkavalier. Freitag: Der Waffenschmied. Samstag nachmittags: Aschenbrödel; abends: Die Räuder. Conntag: Lohengrin,„ gs, Besschläanr Kleines Haus. Sonntag nachmittags Der kleine Radschläger und der große Führerschein: abends: Bunter Abend der Oper, der Operette und des Schauspiels. Montag: Liselott. Dienstag: Marius, ahoi! Mittwoch bis Freitag einschließlich geschlossen. Samstag: Liselott. Sonntag nachmittogs: Der kleine Radschläger und der große Führerschein; abends: Bunter Abend der Oper, der Operette und des Schauspiels. Montag: Liselott. Schauspielhaus(Deutsches Theater am Rhein). Sonntag: G’wissenswurm(Gastspiel der Ganghofer=Thoma=Bühne). Dienstag: Der Kaufmann von Venedig. Mittwoch: Der Raub der Sabinerinnen. Freitag: Der Kaufmann von Venedig. Samstag: Dr. med. Hiod Prätorius.(Gastspiel von Curt Götz.) Köln. Opernhaus. Sonntag nachmittags: Undine abends: Hoffmanns Erzählungen. Montag und Dienstag geschlossen. Mittwoch: Der Pantofselheld. Donnerstag: Die Csardasfürstin. Freitog: Cavalleria rustiana— Der Bajazzo. Samstag: Das Rheingold. Sonntag: Die Meistersinger von Nürnberg. Montag: Tonzabend Palucca. Schauspielhaus(Deutsches Theater am Rhein). Sonntag nachmittags: Hans Dampf: abends: Die Jungfrau von Orleans. Montag: Die Jungfrau von Orleans Dienstag: Der Raub der Sabinerinnen. Mittwoch: Dr. med. Hiob Prätorius.(Gastspiel Curt Göt.) Donnerstag: Der Raub der Sabinerinnen. Freitag: Dr. med. Hiob Prätorius.(Gastspiel Curt Götz.) Samstag: Die Jungfrau von Orleans. Sonntag: Dos Glück der Flibustier. Montag: Die Jungfrau von Orleans. Volkshochschule, In der Woche vom 22 bis 28. Januar finden folgende Veranstaltungen statt: Montag und Donnerstag im Kinderheim. Mittelgönrath: Altenberg, Malschule. Montag im Realgymnasium, Schwertstraße: Joh. Kouwling: Esperanto. Montag im Realoymnasium, Schwertstraße: Otto Fritz, Volkstänze. Dienstag im Lesesaal der Stadtbücherei, Schulstraße: Dr. J. Knapp: Weltpolitische und weltwirtschaftliche Fragen der Gegenwort. Dienstag im Ohligser Lyzeum: Diplomhandelslehrer Fiege: Englisch. Mittwoch in der Aula des Realgymnasiums. Schwertstraße: Frl. Nusch, Rhythmik Mittwoch im Lesesal der Stadtbücherei. Schulstraße: Prosessor Dr. Thamhayn: Die Odysseussage als Vorbereitung für einen Lichtbildervortrag über Prelleis Odysseelandschaften. Donnerstag im Realgymnalium, Schwertstraße: Pfr. Giese: Das alte Testament und seine gegenwärtigen Gegner. Don.: nerstag in der Berufs= und Handelsschule, Friedrichstraße: Musiklehrer Aßmann: Hormonielehre. Donnerstag in der Katternbergerstraßen=Schule: Studienassessor Chudzinfki, Englisch Freitag in der Katternbergerstraßen=Schule: Frl. Wißmann: Spanisch. Sametag, den 21. Januar 1933 Seilnger Kageblatt Nr. 18— 124. Jahrgang Geiniger„„ Von=Kolwert deatscher Zagend in Volingen. Arbeitsausschuß, Vorst und Geschästsführung.— Die Aufgabe der Kameradschaften und ihre Verplegung. Erweiterung des Aufgabenkreises des Vereins gegen Warendiebstahl im Handelskammerbezirk Solingen. Nachdem die letzte außerordentliche Hauptversammlung des Vereins gegen Warendiebstahl vom 29. September 1932 bereits beschlossen hatte, den Verein unter dem Vorsitz des Fabrikanten Hugo Lauterjung, Solingen=Wald, auch bezüglich seiner Geschäftsführung unter völliger Wahrung seiner körperschaftlichen und wirtschaftlichen Selbständigkeit dem Arbeitgeberverband von Solingen und Umgegend e. V. anzugliedern, hat der Verein unter der neuen Leitung seine diesjährige ordentliche Hauptversammlung am 19. Januar d. J. im Hause des Arbeitgeberverbandes, Solingen, Hauptstr. 211, abgehalten. Neben der Erledigung der jährlichen Regularien befaßte sich die Hauptversammlung in erster Linie mit der Frage, die Tätigkeit des Vereins durch eine Erweiterung seines Aufgabenkreises weiter zu fördern und zu beleben. Es wurde nach eingehender Beratung einstimmig eine Aenderung des§ 1 der Satzungen dahingehend beschlossen, daß neben der Aufdeckung von Diebstahl und Hehlerei an Rohmaterial, halbfertigen und fertigen Waren der Verein sich zur Aufgabe stellt, insbesondere auch Fälle von Warenzeichen=, Musterschutz= und Patentverletzungen, Unterschlagungen, Bestechungen und der Industriespionage zu verfolgen. Zur sachgemäßen Ermittlung derartiger strafbarer Handlungen wurde in Aussicht genommen, eine hierfür besonders geeignete Persönlichkeit als Ermittlungsbeamten zu bestellen. Es wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die beschlossene Erweiterung des Aufgabenkreises nicht nur bei den Mitgliedern, sondern auch bei den noch außenstehenden Firmen der Industrie und des Handels ein neues und erhöhtes Interesse an den Arbeiten des Vereins erwecken möchte. Die gestrige Sitzung der Arbeitsgemeinschaft. Wie wir vor einigen Tagen berichteten, wurde die Arbeitsgemeinschaft für das Notwerk deutscher Jugend in Solingen gebildet. Am gestrigen Freitag nachmittag trat die Arbeitsgemeinschaft zu ihrer ersten Sitzung zusammen, um den Arbeitsausschuß zu bilden und Vorsitz und Geschäftsführung zu verteilen. Direktor Ernen vom Arbeitsamt eröffnete die Sitzung und wies darauf hin, daß der Arbeitsausschuß einen möglichst kleinen Umfang haben müsse, um wirklich positive Arbeit leisten zu können. Er schlage daher vor, die Spitzen der in Frage kommenden Verbände und Organisationen in den Ausschuß zu entsenden. Der Vorschlag wurde ohne Debatte angenommen, so daß sich der wie folgt zusammensetzt: Für die evangelischen Jugendverbände Schwester Else, Evangelisches Jugendamt; für die katholischen Jugendverbände Kreisjugendpflegerin Maria Daners; für das Sozialistische Arbeiter=Sport= und Kulturkartell Groß=Solingen Erich Storsberg; für den Gesamtverband der christlichen Gewerkschaften, Ortsgruppe Solingen, Geschäftsführer Halfmann; für den Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund Stadtverordneter Richter; für den Deutschen Reichsausschuß für Leibesübungen, Ortsgruppe Solingen, Bürodirektor Erntges; schaften der Jugendlichen zur Verfügung zu stellen. Wie Direktor Schneider mitteilte, wird die Stadtverwaltung ihr Möglichstes tun, um die Verbände und Organisationen bei der Durchführung des Notwerkes zu unterstützen. Anträge sind bei der Geschäftsführung(stellvertretender Arbeitsamtsdirektor Reimann) zu stellen. Direktor Reimann besprach an Hand der Antragsformulare die Art der Antragsstellung und bat, darauf zu achten, daß es zur Aufgabe der Kamerasschaften gehört, berufliche Schulung, sportliche Betätigung und geistige Betreuung zu pflegen. Die berufliche Schulung kann sowohl in der Kameradschaft selbst als auch durch Teilnahme an entsprechenden Arbeitslosenkursen erfolgen. Bei der sportlichen Betätigung werden sich Arbeitsamt und Jugendamt bemühen, geeignete Persönlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Man erwarte hier die aktive Mitarbeit bestehender Sportvereine und Verbände. Bei der geistigen Betreuung ist es nicht erforderlich, nur Vorträge halten zu lassen. Mehr Wert wird darauf zu legen sein, durch entsprechend geleitete Aussprachen die Jugendlichen selbst zur Mitarbeit heranzuziehen. Auch könne die Darbietung guter Literatur, Vorlesen und dal. als geistige Betreuung der Jugendlichen angesehen werden. Besonderes Augenmerk ist auf die Auswahl geeigneter Jugendlicher als Führer der Kameradschaften zu richten, da mit dem Führer die Kameradschaft stehe und falle. Da in verschiedenen Verbänden noch Unklarheit über die Durchführung des Notwerkes bestehe, wurde Direktor Reimann gebeten, sich zu Vorträgen zur Verfügung zu stellen. Dies wurde zugesagt. Schwierigkeiten dürfte die vorgesehene Aus dem Selinger Bezirk Ausschußsitzung der Ortskrankenkasse. Der Ausschuß der Allgemeinen Ortskrankenkasse Solingen hielt, gestern abend in dem Stadtverordneten=Sitzungssaal der Stadtsparkasse Solingen die von uns bereits angekündigte Sitzung ab. Erschienen waren 7 Arbeitgeber= und 30 Versicherten=Vertreter. Der Vorstand war teilweise vertreten. Ueber die Sitzung erhalten wir von der Kassenverwaltung den nachstehenden Bericht: Unter Punkt 1 der Tagesordnung berichtete Verwaltungsdirektor Feugels über die Kokslieferung und das Hauskonto. In der letzten Ausschußsitzung war von einem Ausschußmitglied Aufklärung über diese Punkte gewünscht worden. Der Ausschuß nahm den Bericht ohne Debatte entgegen. Weiter verhandelte der Ausschuß über einen Nachtrag zur Wahlordnung. Um der Zersplitterung bei der Einreichung von Vorschlagslisten zu der demnächst stattfindenden Neuwahl vorzubeugen, hat der Vorstand eine Vorlage unterbreitet, wonach die Vorschlagslisten der Versichertenvertreter dann, wenn sie nicht von wirtschaftlichen Vereinigungen oder Verbänden eingereicht werden, mit 200 Unterschriften zu versehen sind. Bei dieser Gelegenheit stellte der Arbeitgebervertreter Dr. Großmann den Antrag, auch bei den Arbeitgebern eine Erhöhung der Stimmenzahl bei Einreichung der Vorschlagslisten vorzunehmen. Dieser Vorschlag fand jedoch den Widerspruch der freien Arbeitgebervertreter, und auch die Versichertenvertreter konnten sich mit dem Antrage nicht befreunden, zumal darauf hingewiesen wurde, daß die Vorlage des Vorstandes einstimmig gefaßt war. Bei der vorgenommenen Abstimmung wurde daher der Antrag des Dr. Großmann abgelehnt und die Vorlage in der vorliegenden Fassung angenommen.— Wenn sich in einer Solinger Zeitung heute die Arbeitgebervertreter über mangelnde Loyalität beklagen, und wenn dort gesagt wird, daß man auf der Gegenseite Loyalität dann nicht kennt, wenn man in der Mehrheit ist, so erscheint das doch etwas übertrieben. In der Regel ist es doch so, daß die beiden Gruppen, Arbeitgebe. sowohl wie Versicherte, vor der Sitzung zusammenkommen, um eine einheitliche Linie herzustellen. Es dürfte daher durchaus verständlich sein, wenn sich die Gegenseite auf Ueberrumpelungsversuche nicht einläßt. Der Beschluß des Vorstandes über die Aenderung der Wahlordnung ist, wie bereits erwähnt, einstimmig gefaßt worden. Wenn die Arbeitgeber eine andere Regelung wünschten, so wäre es sicherlich loyal und in ihrem Interesse gewesen, wenn sie sich mit dem Vorstand dieserhalb vorher in Verbindung gesetzt hätten. Es darf bestimmt angenommen werden, daß auch dann eine Verständigung versucht worden wäre. Der Ausschuß wählte schließlich noch als Rechnungsprüfer die Mitglieder Tillmanns, Josten und Schrick. für das Handwerksamt Solingen Dr. Vermeulen; für den Arbeitgeberverband Solingen Syndikus Dr. Großmann; für die Stadtverwaltung Solingen Direktor Schneider vom Wohlfahrtsamt und Kreisjugendpfleger Pape; für das Arbeitsamt Arbeitsamtsdirektor Ernen und stellvertretender Arbeitsamtsdirektor Reimann. Zum Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft wurde auf Vorschlag des Versammlungsleiters Direktor Schneider vom Wohlfahrtsamt gewählt, die Geschäftsführung wurde dem stellvertretenden Arbeitsamtsdirektor Reimann, dem beim Arbeitsamt bereits die Betreuung der Arbeitslosenkurse obliegt, übertragen. Nach Erledigung dieser Punkte wurden eine Reihe von Fragen erörtert. So teilte Beigeordneter Bürgermeister Seynsche mit, daß er die Schulabteilung angewiesen habe, nach Möglichkeit Räumlichkeiten für die zu bildenden KameradDie Umwandlung des Solinger Hauptzollamts in ein Zollamt 1. Klasse und seine Angliederung an das Hauptzollamt in Wuppertal, worüber wir bereits am 28. Dezember vergangenen Jahres schrieben, ist, wie wir hören, zum 1. April in Aussicht genommen. Die endgültige Entscheidung steht zwar noch aus; mit der Neuorganisation dürfte jedoch ziemlich bestimmt zu rechnen sein.— Im übrigen ist der Leiter des hiesigen Hauptzollamtes Zollrat Ufer zum 1. März d. J. nach Elberfeld versetzt worden als Nachfolger des Leiters des dortigen Hauptzollamtes, der mit dem gleichen Tage in den Ruhestand tritt. Zollrat Ufer kam vor etwas mehr als drei Jahren von Düsseldorf nach Solingen. 4 Die Jugendherberge in der kath. Schule Solingen=Krahen= höhe hatte trotz der wirtschaftlich schlechten Zeit im vergangenen Jahre eine höhere Besucherzahl als in den Jahren vorher. Die Zahl betrug 1930 insgesamt 2737, im Jahre 1931 etwas weniger, nämlich 2705, stieg dann aber 1932 auf 2888; ein Zeichen auch für die große Beliebtheit, deren sich die Herberge bei dem wandernden Jungvolk erfreut. Vermindert hat sich im vergangenen Jahr die Zahl der dort übernachtenden Volksschüler. Wi: geben jeweils die Besucherzahlen der letzten drei Jahre an: 393 Knaben, 126 Mädchen— 280 K., 111 M.— 192 K., 41 M. Die Besucherzahl der höheren Schüler und Schülerinnen hat eine kaum merkliche Veränderung erfahren: 398 K., 74 M.— 308 K., 88 M.— 291 K., 113 M. Auffällig ist hier der Rückgang der Knaben und eine Zunahme der wandernden Mädchen. Für sonstige Jugendliche bis zu 29 Jahren ergibt sich folgendes Bild: 1139 männliche, Grippe— eine Frage der Oisziplin. Verhaltungsmaßregeln. Rascher als man gedacht, hat die englische Grippewelle den Kontinent ergriffen und beginnt die großen Städte Deutschlands, weniger das flache Land, heimzusuchen. Nach den bisherigen Fällen kann angenommen werden, daß sich die Epidemie nicht in so krassem Ausmaße zeigt wie in England. Die schweren Komplikationen, wie Lungenentzündung, Mittelohrvereiterungen, sind bis jetzt nirgends aufgetreten. In Solingen ist nach den Beobachtungen des städt. Gesundheitsamtes und der Aerzteschaft wohl eine Zunahme der Erkältungskrankheiten mit grippeähnlichem Einschlag(Kopf= und Gliederschmerzen), die sich aus dem Witterungszustand erklären, festgestellt worden. Eine besondere Häusung ist aber nicht zu erkennen, und vor allem sind bisher keine schwereren Fälle gemeldet worden. Von einer Grippewelle, ähnlich etwa der in Düsseldors. kann man hier nicht sprechen. Trotzdem geben wir hier einige Verhaltungsmaßregeln, die Beachtung verdienen. Wenn es auch seltsam ist, daß Grippe eine Frage der Disziplin sei; so ist diese Feststellung im weiteren Sinne doch absolut richtig. Es ist bei vielen schwersten Erkrankungen immer wieder beobachtet worden, daß die individuelle Einstellung des Patienten ausschlaggebend für den Verlauf der Erkrankung ist, ja, nicht selten konnte sogar der Ausbruch einer Krankheit vermieden werden. Die psychische Konstitution hat stets eine direkte Wechselbeziehung zu den organischen Funktionen, d. h. daß die natürlichen Abwehrkräfte des Organismus bewußt gestärkt und mobilisiert werden können. Zu diesem oft zitierten„Willen zur Gesundheit“ muß natürlich eine sinngemäße Methodik in der Verhütung und in der Behandlung der Krankheit einsetzen. Wiewohl der Erreger der Grippe, ein stäbchenförmiges Bakterium, das durch sogenannte„Tröpfcheninfektion"(d. h. durch Anhusten oder Annießen) übertragen wird, bekannt ist, so ist es bisher doch noch nicht gelungen, einen sicher wirkenden Abwehrstoff bzw. Vorbeugungsmittel zu finden. Dessen ungeachtet ist es fast immer möglich, eine bereits bestehende Grippe im Anfangsstadium zum Stillstand zu bringen. Erstes Gebot: Absolute Bettruhe. Auch wenn nur geringes Fieber und leichte Ermüdungserscheinungen auftreten, ist die Bettruhe, verbunden mit heißen Bädern von fünf Minuten Dauer, Trockenpackung mit reichlicher Zufuhr von heißer Zitronenlimonade(nicht Tee!) mit Aspirin sofort am Platze! Es muß besonders darauf aufmerksam gemacht werden, daß die in Laienkreisen so beliebten„Abwehrmittel“, wie Alkohol und häufige Mund= und Nasenspülungen, direkt schädlich sind, weil die natürlichen Schutzstoffe zerstört werden und durch den Alkohol eine äußerst ungünstige Schwächung des Organismus eintritt. Weitaus besser sowohl als vorbeugendes wie als heilendes Mittel hat sich Jod bewährt. Man nimmt einen schwachen Tropfen Jodtinktur auf ein Glas Wasser, ein= bis zweimal, drei bis vier Tage lang. Je nach dem Stand des Fiebers werden warme oder kalte Brustwickel verordnet, um eine drohende Lungenentzündung hintanzuhalten. Sehr wichtig im Interesse des Erkrankten und seiner Umgebung ist es, daß auch in der Zeit der Rekonvaleszenz besondere Vorsichtsmaßregeln getroffen werden, denn auch in diesem Stadium ist das Grippebakterium noch sehr ansteckend, und das ist auch der Grund, warum sich eine Influenzawelle so unheimlich rasch ausbreitet. Aus diesen Erwägungen ergibt sich die dringende Forderung, daß jeder einzelne fur sich die schärfste Disziplin beobachtet, um sich und den anderen zu helfen. Eine in Solingen altbekannte Regel ist besonders zu beachten: Huste nicht, nieße nicht andern Leuten ins Gesicht: Verpslegung der Kameradschaften. die in Form eines warmen Mittagessens geschehen soll, bereiten. Hier wies Direktor Reimann darauf hin, daß das warme Mittagessen wohl erwünscht, aber nicht Bedingung sei. Es sei auch möglich durch zentrale Beschaffung des Essens bestehende Schwierigkeiten zu überwinden. Der Vaterländische Frauenverein hatte sich bereit erklärt, Mittagessen aus seiner Erwerbslosenküche zum Preise von 0.25 RM. je Kopf zur Verfügung zu stellen. Aus Mitteln des Notwerkes kann hierfür den Kameradschaften ein Zuschuß von 0,20 RM. pro Kopf und Tag gegeben werden. Direktor Ernen schloß die Sitzung mit der dringenden Bitte, alles zu tun, um die Durchführung des Notwerkes sicherzustellen. Es lägen bereits Anträge auf Durchführung der Kameradschaften vor, und es sei dringend erwünscht, die dem Arbeitsamtsbezirk Solingen zur Verfügung stehenden Mittel des Notwerkes auch den arbeitslosen Jugendlichen Groß=Solingens zu Gute kommen zu lassen. 216 weibliche Personen— 1401 m., 270 w.— 1299 m., 663 w. Personen, auch hier wieder eine Abnahme der wandernden männlichen und sehr erhebliche Steigerung der weiblichen Besucher. Dauernd zurückgegangen ist die Zahl der Besucher von über 20 Jahren, die weiblichen Personen stellen hier ein kleines Kontingent: 295 m., 96 w.— 294 m., 53 w.— 250 m., 39 w. Personen. Die Gesamtzahlen betragen in den drei Jahren 2225 m., 512 w.— 2183 m., 522 w.— 2032 m., 856 o. Personen. Daß die wandernde Jugend sich bei ihrem Aufenthalt in der Jugendbleibe wohl gefühlt hat, davon geben die zahlreichen Dankesbezeugungen, die den Herbergseltern, Familie Schneider, zuteil wurden. beredtes Zeugnis. *. Das Fest seines 100jährigen Bestehens feiert, wie schon mitgeteilt, am Dienstag, dem 24 Januar, der Evang. Frauenverein 1. der älteste und jahrzehntelang einzige evang Frauenverein Solingens. Eine Vereinsgeschichte, verfaßt von Franz Hendrichs, wird Ende Januar in den Tageszeitungen veröffentlicht. Die Feier findet im Casino statt im Rahmen eines Kaffeetrinkens. Es sind eingeladen und werden vertreten sein außer den Mitgliedern und Freunden die kirchlichen und weltlichen Behörden, die Diakonissen= Anstalt Kaiserswerth, die Vertreter der übrigen evang. Frauenvereine und Frauenhilfen usw. Bei dem musikalischen Teil haben ihre Mitwirkung zwei Mitglieder des Vereins und der Solinger Tenorist Sträter zugesagt. Während des Kaffeetrinkens wird auch Franz Hendrichs aus der Geschichte des Vereins und Schwester Else aus der Arbeit des Vereins erzählen. esn= Die Mütterberatungsstunde für die Außenbezirke Böckerhof, Meisenburg, Krahenhöhe, Dorverhof usw. findet an jedem Dienstagnachmittag(für Säuglinge von 3½ bis 4½ Uhr, für Kleinkinder von 4 bis 5 Uhr) in der Schule Krahenhöhe statt. * Bestohlen wurde in vergangener Nacht ein armer Invalide zu Schaberg. Man nahm ihm nicht nur das gesamte Wintergemüse seines Gartens mit, sondern stahl ihm aus dem Stall auch noch ein schweres, wertvolles Kaninchen. Den Dieben glaubt man auf der Spur zu sein. &a Sonntags= und Nachtdienst der Solinger Epotheken. Am morgigen Sonntag sind die Dorper=Apotheke, Krahenhöhe, und die HirschApotheke, Kirchplatz geöffnet. Beide Apotheken haben von heute bis einschließlich Freitag kommender Woche Nachtdienst. Aus dem Ohligser Bezirk. Wochenendbrief aus Ohligs. Kritik an der Kritik. Im gestrigen„Stadtanzeiger“ des Solinger Tageblattes wurde über die Kritik an der Stadtverwaltung gesprochen, von der gewisse Ohligser Kreise in reichem, allzu reichem Maße Gebrauch machen. Gegen Kritik an sich ist nichts einzuwenden, soweit sie sich ihres eigentlichen Zweckes, nämlich zu helfen, zu bessern, bewußt bleibt. Aber Kritik nur um der Kritik willen ist und bleibt verpönt. Man hat manchmal den Eindruck, solche Art von Kritik, die man besser als Nörgelei bezeichnet, sei nicht immer bewußt vermieden worden. Als ein berechtigtes Beispiel von Kritik haben wir den Fall Hasselskotten erwähnt, den der Leiter der Protestversammlung, nupp, ausführlich schilderte.(Es handelte sich darum, daß die Bewohner des nahe am Ohligser Stadtkern liegenden Hasselskottens nach Höhscheid wählen gehen mußten.) Aber was soll man dazu sagen, daß Knupp diesen Fall so breit trat. trotzdem ihm genau bekannt war, daß die Verwaltung schon Mitte des vorigen Jahres den unhaltbaren Zustand geändert hat? Wenn Knupp schon den Fall Hasselskotten erwähnen zu müssen glaubte, so wäre es doch recht fair gewesen, wenn er der Versammlung auch davon Kenntnis gab, daß die Stadtverwaltung auf bloße Vorstellung hin dem zweifellos berechtigten Wunsch nach Umänderung entsprochen hat. Nach wie vor ist natürlich Kritik Kommunale Tagespost. Neues aus deutschen Städten. Das Nemscheider Zollamt bleibt erhalten. Plan einbezogen. nicht möglich geworden ist, Passagiergut der ein= und aussteigenden Reisenden aufzugeben oder abzuholen. Dieser muß auch jetzt noch auf den entfernt liegenden Bahnhöfen Ohligs und ichlingen so. Die Remscheider Wirtschaftsverbände hatten verschiedene Bahnen, in erster Linie durch Anl Eingaben an das Reichsfinanzministerium gerichtet, um die Bei dicht werden. Endlich sollen einie behaltung des Jollamte 1. Klasse in Nemscheid, das, wie es hieß, Anspruch genommene Straben aude durch den Sparkommissax in ein Zollamt 2. Klasse umgewandelt#5###“###d in leinen At werden sollte, sicherzustellen. Wie wir zuverlässig erfahren, hat heßsicher Fest der Sparkommissar bereits von einer Aenderung bezüglich des#tan Tei # O ven einer Arpertung, Urgugtg Jollamtes Remscheid Abstand genommen, so daß also das Zollamt 1. Klasse in Remscheid unverändert in seinen Befugnissen und Vollmachten erhatten bleibt. Ein Millionen=Arbeitsbeschaffunge. orogramm in Wusvertal. ue: Der Hauptausschußz der Wupvertaler Stadtverordnetenversammlung besaßte sich am 20. Januar u. a. auch mit dem Plane der Verwaltung. im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms verschiedene größere Projekte auszuführen. So hat die Verwaltung Vorschläge ausgearbeitet, die Wohnungsbau, Straßenbau und Ausbau der Verkehrsmittel umsassen. Es ist beabsichtigt, die im Jahre 1930 im Rohbau stillgelegte große Wohnsiedlung in der Varresbeck in Elberfeld vollends fertigzustellen und eine Industriebahn in der Möbeck in Elberfeld zu bauen. Ferner hat die Verwaltung auch den Ausbau des Straßenbahnnetzes in ihren dierbei sollen besonderg die stüdtischen Parmer Anlegung“ von Doppelgleisen beeinige vom Verkehr besonders in ausgebaut werden. Das Gesamtwird in seinen Kosten auf weit über eine Million Die Verwaltung glaubt hierbei, daß ihr ein erdavon aus den Mitteln des Reichsarbeitsbeschaffungsprogramms zur Verfügung gestellt werden wird. Der Hauptausschuß gab im besonderen zu dem Ausbau der genannten Siedlung und zur Herstellung der Industriebahn seine Zustimmung. Der Dürenes Oberbürgermeister wiedergewühlt. ewp. In der Dürener Stadtverordnetensitzung vom 20. Januar wurde Oberbürgermeister Dr. Overhues auf weitere zwölf Jahre wiedergewählt. In geheimer Abstimmung wurden Leichlingen geschehen und wird als eine bedeutende Verkehrserschwerung angesehen. * eh. Die Mütterberatungsstunde für den Katternberger Vergrücken findet am Montag, dem 23. d Mts.; nachmittags im Knaben= und Männerheim Hossenhauserstraße statt. eh. Brötchendiebe. In der letzten Zeit ist es wiederholt vorgekommen, daß in der Köcherstraße und ihrer näheren Umgebung die Brötchen, die in der Dunkelheit gebracht werden, entwendet wurden. Ist der Schaden auch an sich gering, so kann er doch für die Hausfrau oft recht unangenehm sein. MSun dem Grütraither Bezirk) Zur Beerdigung des Ehreubranddirektors und ehemaligen Beigeordneten Gabriel über die wir bereits gestern im„Solinger Stad anzeiger" berichteten, teilen wir noch ergänzend mit, daß an der Stimmen mit sa, 3 mit nein und: weiße Zettel abgegeben. Die Sozialisten gaben die Erklärung ab, daß sie sich acht Monate vor Ablauf der Wahlperiode nicht schlüssig werden könnten, was aber nicht bedeute, daß sie gegen Dr. Overhues eingestellt seien. Die Kommunisten erklärten wurde der unbesoldete gegen die Wahl. In derselben Sitzung Zeigeordnete Paul Hoesch eingeführt. angebracht, weil die frühere kommunale Grenzziehung noch nicht ausgehoden ist und somit der Hasselsko Höhscheider ist und somit der Hasserstotten nach wie vor zum Verwaltungsbezirk gehört. nächsten Arzt begeben, und Verbände anlegen lassen. Die häufigen Fahrtadunfälle sollten die Radjahrer doch mahnen, vorsichtiger zu sein und vor allem nicht so schnell zu fahren. Nun hat auch die Ohligser Zentrumspartei, die im Anschluß an die Protestversammlung manchen Anzapfungen in einem Ohligser Blatt ausgesetzt war, zu der Frage„Los von Solingen“ Stellung genommen. In der Generalversammlung der Ohligser Ortsgruppe erklärte der Groß=Solinger Parteiführer Baumann kategorisch, daß die Frage der Ausgemeindung gar nicht zur Debatte stehe. Der Schreierei solle man im übrigen nicht mehr Bedeutung zumessen, als ihr zukomme. Die Einpeitscher seien über die wahren Zusammenhänge der Eingemeindung, die, wen wie der frühere Beigeordnete Cleven nochmals feststellte, von Ohligs ausging(!), gar nicht im Bilde. Es sei falsch, die Ausgemeindung zu einer Zeit zu betreiben, wo man nicht wisse (Aus dem üöhscheider Bezirk Aufgaben der Reichsbahn im Bezirk Landwehr=Ausderhöhe. Vor zwei Jahren wurde infolge der vielen und hinsichtlich der Verkehrssicherheit durchaus berechtigten Klagen eine behelssmäßige Ausbesserung an der Eisenbahn=Unterführung bei Landwehr vorgenommen. Auf Kosten der Stadt Solingen entstand eine kleine Verkehrsinsel, die den Rechts= und Linksverkehr vorschreibt und es wurde auch ein schmaler Bürgersteig innerhalb des Durchgangs angelegt, auf dem die Fußgänger Ausstellung nehmen können, wenn Kraftwagen den viel zu schmalen DurchBeiietzung auch Dässeldorf die Schornsteinseger23 Düsseldorf mit Fahue und zahlreichen vertreten war. dernzslollegen für den Bezirk des Verstorbenen ihrem gänzlichen Mangel an Pathos und Geschwollenheit für sich sprechen. Da ist nichts mehr hinzuzufügen und man darf ohne Sorgen die„Bewegung“ einstweilen mal— treiben lassen. Rocht muß Recht bleiben: man muß aus Ohligs auch mal etwas Gutes von der Solinger Verwaltung melden. Zu den erfreulichen Dingen nach der Städtevereinigung gehört nämlich Lesik G. uie Sirtnerseh, Die Geldzustelung durch Seldbriestrüger bleibt. Bewaffnung und Begleiter vorgesehen. zcnh. Wie wir von der Hauptverwaltung der Reichspost erfahren, haben sämtliche 45 Oberpostdirektionen Deutschlands, einschließlich der acht bayerischen, die vor einigen Wochen vom Reichspostministerium angeregte Reform der Geldzustellung durch die Geldbriefträger, die die Abholung durch die Geldempfänger selbst vorsah, nach eingehenden Besprechungen mit Wirtschaftsvertretern sowie mit Vertretern der Beamtenorganisationen abgelehnt und sind für die Beibehaltung der Geldzustellung durch die Briefträger eingetreten. Voraussichtlich wird das Reichspostministerium den Oberpostdirektionen anheimstellen, die Geldbriefträger, die zum Teil schon mit Gummiknuppeln. Schlagringen oder Alarmpistolen ausgerüstet sind, in gefährdeten Gegenden mit richtigen Schußwafsen zu versehen. Darüber hinaus soll. den Oberpostdirektionen gestattet werden, den Geldbriefträgern, die in unsicheren Gegenden oder in mehreren hintereinanderliegenden dunklen Höfen ihre Bestellgänge auszuführen haben, noch einen zweiten Mann als Bewachung mitzugeben. Aus den politischen Parteien. Der Hindenburgbund, Jugendgruppe der Deutschen Volkspartei, hatte am Dienstagebend den Vorsitzenden der Kreis=Jugend=Arbeitsgemeinschaft Grote, Leverkusen, als Redner zum Thema:„Bismarck und wir“ gewonnen. In packender Weise verstand es der Redner, seinen Zuhörern idie Persönlichkeit Bismarcks und ihre Bedeutung für das nationale Deutschland zu schildern. Einen großen Teil seiner Rede widmete er ebt schein: dem Reichsgründungstage und Bismarcks Stellung zur Nationalliberalen Nachdem, es, jetzt um die Beschaffung von Arheit gey#,#####t. Partei.— Am 31. Januar spricht Hans Davidts über die„Techntsche der geeignete Zeitpunkt gekommen zu sein, das Projekt des Um- Nothilfe". Stadtbezirk Solingen normale, den heutigen Verkehrsbedürfnissen angepaßte Verhältnisse zu sche Nachdem es jetzt um di die gärtnerische Fürsorge für den Ohligser Stadtbezirk. Es ist da in den letzten Jahren sehr viel geschehen, ohne daß man immer dankbar davon Kenntnis genommen hat. Unser alter Stadtgärtner Giese freut sich Vorgesetzten so viel Verständnis für er noch dem Ohligser Bauamt unterstellt war, war das nämlich nicht so sehr der Fall. Jetzt ist ein Garteninspektor mit maßgebend für das, was mit Natur und Städtebild zusammenhungt. Der Ohligser Stadtteil hat den Nutzen davon. Schon wenn man sich den veränderten Park Engelsbergerhof ansieht, merkt man, daß er ein anderes, freundlicheres Bild gewonnen hat Das Juwel von Ohligs muß natürlich noch weiterhin pfleglich behandelt werden. Wer einen Ganz zum Ehrenmalplatz macht— und es gibt überraschend viele Bürger, die das tun—. bekommt jetzt eine Ahnung, wie schön sich dieses Gelände schon in diesem Jahre ausnehmen wird. Am Sportplatz Weyer wird eifrig gebessert und die Grünanlage an der Blücherstraße geht, wenigstens im„Rohbau“, ihrer Vollendung entgegen. An manchen Stellen sind Kleingärten entstanden, die neben ihrem praktischen Zweck auch städtebaulich sich besser ausnehmen, als verwilderte Wiesen und Schuttplätze. Die Ecke Bremohey ist auch schon fertig, sie wartet nur, wie die übrigen Grünanlagen. auf den wärmenden Frühling, um gärtnerisch geschmückt zu werden. Zwei Wünsche werden im Stillen noch immer gehegt: daß man auf dem der Stadt gehörigen Privatgelände östlich des Ohligser Rathauses einen Kinderspielplatz anlegt(für dessen Notwendigkeit man in Ohligs nie rechten Sinn gehabt hat) und daß das Bauamt sich mit der evangelischen Gemeinde einigt, um dem alten Friedhof auf der Alleestraße, der wild und verlassen daliegt, einen schöneren Anblick zu geben und ihn möglichst unseren alten Bürgern zugänglich zu machen. * eo= Die Auskunststelle im Solinger Stadthaus. Zu der nach Presseberichten in der Sitzung des Weyer Bürgervereins angeregten Einrichtung einer Auskunftestelle im Stadthaus wird uns von der Verwaltung mitgeteilt, daß eine solche Aus unstestelle bereits seit mehr als einem Jahre besteht. Die Stelle ist während der Dienststunden ständig besetzt und auch teleionisch zu erreichen. Dei Auskunftsschalter befindet sich in dem Treppenaufgang des Haupteingangs Nordstraße. Sus dem Malder Mezirk) ewa= Eine Verkehrsgeführdung entsteht durch den Frost der letzten Tage. Durch das uch bildende Eis hat sich am manchen Straßen des Stadtbezirkes Wald der Abfluß der Abwässer gestaut Das Wasser treibt dann über die Straße, um zu Eis zu erstarten. Daß hieidurch der Juhrverkehr erheblich gevemmt wird, liegt auf der Hand. Die Stadtverwaltung hat sich zwar bemüht, dem Uebel durch Ausstreuen von Salz zu steuern, jedoch muß diese Ma nahme als unzulänglich bezeichnet werden Sollte das kalte Wetter noc, andauern, so müßte man sich wohl entschließen, das Eis zu entfernen. was Vom Walder Wochenmarkt. Der gestrige Markttag wurde von kaltem Wetter ungünstig beeinflußt. Verschiedene Marktbeschicket hatten ihre Stände nicht aufgebaut. Die letzten Abend unden brachten allerdings einen regeren Verkehr. Die Preise stellten sich wie folgt Gemüse: Rotkohl, Weißkohl, Krauskohl, Wirsing je Pfund 5—7 Pfg., Rosenlohl 30, 40 Pig, Feldialat 50 Pfg., Endivien 40 Pfg. je Pfund, Karotien 10 Pfg., Möhren 5 Pfg., weise Rüben 5-7 Pig., Tomaten baues der Unterführung bei Landwehr wieder in Erinnerung zu bringen, da auch der Reichsbahn aus dem für das Arbeitsprogramm des Reiches zur Verfügung stehenden Mitteln Möglichkeiken erwachsen, die an der bezeichneten Stelle nach wie vor dringend erscheinenden Arbeiten zur Ausführung zu bringen. Abgesehen hiervon könnte nicht allein der Bevölkerung der Umgeedenfalls daß er bei seinen“ Arbeitsmöglichkeit geschaffen werden, sondern auch der seine Aufgaben findet. Als An diese Anregung kann auch der Wunsch der Bevölkerung angeknüpft werden. die Reichsbahn möge für den bisher immer stiefmütterlich behandelten Bahnhof Landwehr, sobald sich die wirtschaftliche Gesamtlage in etwa verbessert, einen Güterverkehr Hinweise. Der Weltkrieg, wie er wirklich war, zeigen am Dienstag die Kaisersaol=Lichtspiele in Sondervorführungen. Es handelt sich zum größten Teil um tatsächlich echte, im Felde gemachte Aufnahmen. Man sitzt hingerissen vor diesen unerhörten, aufwühlenden Bildern und sieht, was die schwersten und männlichsten Jahre unserer Feldgrauen erfüllt hat Es ist dies ein grandioser, lebenswahrer Kriegsbericht, ein erschütterndes Denkmal deutschen Helden= und Opsermutes für alle Zeiten. Im Restaurant Grünewald findet morgen, nachmittags und abends. eine große Karnevals=Moden= und Tanz=Revue statt.(Siehe Anzeige.) Die Koisersaal=Ton=, Licht= und Varietébühne wartet morgen wieder mit einem Sonderprogramm auf. Gegeben wird der Louis Trenker=Film „Berge in Flammen". Weiter tritt eine Reihe von guten artistischen einrichten. Bis jetzt müssen die für die zwischen den Bahnhöfen Kräften auf.— Im Bayerischen Hof finden Sonderkonzerte der Kopelle Leichlingen belegenen nicht unbedentenden Orte ins: Besg G.st-3 u—d Gesellschaftstanz statt.(Siehe Anzelge.) Ohligs und Leimtungen veregeneg nicht unbedeutenden Orte, insbesondere für Aufderhöhe und Landwehr, bei den genannten Bahnhöfen Stückgüter aufgeliefert bezw. abgeholt werden, obgleich sich der Bahnhof Landwehr ganz in der Nähe befindet. Die Einrichtung einer Güterstelle in Landwehr ist ein schon seit langen Jahren bestehender Wunsch der Bevölkerung. Dazu kommt der Hinweis, daß es auf dem Personenbahnhof Landwehr noch Bela Balint und Gesellschaftstanz statt.(Sieye unzeige.) Das Café=Restaurant Gröhl kündigt Familien=Konzert und Tanz=Kre an.(Siehe Anzeige.) Im Ittertaler Volksgarten findet morgen Tanz mit karnevalistischen Ueberraschungen statt.(Siehe Anzeige.) Ein Experimentalvortrag Hannussens wird im Anzeigenteil für kommenden Freitag angekündigt. Das nede Ihvothelenmerateri.... Eine Ergänzung. am Notveroronung vom 11. 1I. 1932, die offenbar den Zwea —„„„ haben sollte, die Realbelasteten mit den wichtigsten Teilen der obengenannten Verordnung bekannt zu machen. Es bedarf hierzu im Hypothekenverkehr eine erhöhte Vorsicht nötig, weil man den im Grundbuch eingetragenen Hypotheken oder Grundschulden Von sochkundiger Seite erhalten wir die folgenden nicht ansehen kann, welcher Notverordnung sie unterliegen. Auch Tarlegungen::—, ist die Hinausschiebung der Fälligkeit, nicht überhaupt erfolgt, l#### b#s Setinger Tageblattes erschien sondern nur für den Gläubiger binveno, d. h., er ist nach den Im„Solinger Stadtanzeiger“ des Solinger Lügeblatles etschien voraufgegangenen vereinbarten oder nach bürgerlichem Recht beim 23. 12. 1932 eine„Mitteilung“ des Verbandes rheinischer stehenden Kündigungsfristen gezwungen, das zur Rückzahlung Haus= und Grundbesitzer=Vereine e. V. Köln über die neuen angebotene Kapital anzunehmen. Bestimmungen der Durchführungs= und Ergänzungsverordnung Andererseits sind für den Gläubiger auch bestimmte Schutzzur Natuarardpung nam 19. 14. 1939, die gffenhar den Zweck vorschriften erlassen worden, die die früheren Rotverordnungen nicht kannten. Es wäre nämlich sehr leicht möglich, daß die wirtschaftliche Lage des Gläubigers eine Aenderung der grundsätzlich erfolgten Hinausschiebung der Fälligkeit erfordert. In solchen Fällen kann das Amtsgericht auf Antrag des Gläubigers anordnen, daß die Hinausschiebung der Fälligkeit ganz oder teilweise unterbleibt, oder daß die Rückzahlung der Forderung in Teilbeträgen zu erfolgen hat. Zuständig für diese Anträge ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk das Grundbuch für das belastete Grundstück geführt wird. Es hat sowohl die wirtschaftliche Lage des Gläubigers, als auch die des Grundstückseigentümers und des persönlichen Schuldners, falls dieser nicht zugleich Eigentümer ist, zu beachten und einen billigen Ausgleich herbeizuführen. Hieraus ergibt sich, daß die Stellung der Gerichte in dieser Frage keine leichte ist. So hat denn auch der Gesetzgeber bestimmt, daß das Gericht verlangen kann, daß die Beteiligten in einem solchen Verfahren ihre Behauptungen glaubhaft machen. Die Entscheidung des Gerichts kann durch sofortige Beschwerde(d. h. innerhalb 2 Wochen) angesochten werden. Es entscheidet alsdann das Landgericht endgültig. Die Kosten jedoch des klareren Verständnisses wegen einer Ergänzung, die ich nachstehend folgen lasse: Einleitend muß gesagt werden, daß die Notverordnung vom 11. 11. 1932 nur die Rechte betrifft, die nicht von den bis zum genannten Tage erschienenen vielen Notverordnungen berührt wurden,(z. B. Forderungen und Grundschulden, die den Kündigungsschutz der 4. Notverordnung vom 8. 12. 1931 genießen und solche, deren Zinsen nach der Verordnung vom 27. 9. 32 über die Zinserleichterung für landwirtschaftlichen Realkredit herabgesetzt worden sind, unterliegen der Notverordnung vom 11. 11. 32 nicht). Gemeint sind solche bestehenden Forderungen, die durch eine Hypothek oder Grundschuld an einem inländischen Grundstück gesichert sind, sowie auch solche Grundschulden, die nicht zur Sicherung einer Forderung dienen. Ihre Rückzahlung kann vor dem 1. 4. 1934 nicht gefordert werden. Ausgenommen von dieser Regelvorschrift sind, solche Forderungen, die aus einem besonderen Anlaß vorzeitig fällig geworden des Verfahrens können ganz oder teilweise dem Schuldner oder uind oder fällig werden, sywie solche Forderunggn, für di: der Grundstückseigentümer auferlegt werden. Dieses vorgena 0 + 5 Bo, L äsdhe. Bast 3 aih, de Pchaseshmest Bauernbutter 1.15 Mi., Süf rahmbütter 1.35—1 40 Mi, Margarine 35—70 Pig., Holländer Käse 0.80—120 Mark, Bauernkäse 40 Pig, alles je Psund. Mainzer Käne, große, 8 Stück 20 Pig, Eier Stuck 7½—19 Pfg. Fleisch: Rindfleisch 65—80 Pfg., Schweinefleisch 0.80—1.00 Maik, Kalbfleisch 0 70—1.10 Mark je Pfund, Blut= und Leveswurst 60 Pfg, Bia wurst 0.70 1.20 Mark, Schmalz, bresiges, 80—90 Pfg., ausländisches 60 Pfg., Nierensett 30 Pig, je Pfund kische: Bratschellsisch 15 Pfg, gröfere 20—20 Pfa, Kabliau 25 Pfa, latberinge 12 Big. pro Piund Salzberinge Stück 3. 8 Pfa, Bückinge Prund 40 Pig., Kieler Sprotten Kisichen 20 Pig.— In Brot und Backvaren war eine große Auewahl vorbauden. ewa= Fahrradunfall. Durch den leichten Schneefall, der gestern abend einsepte und besonders die Asphalistraßen sehr glatt werden ließ, kam auf der oberen Zepp#instrafe ein Radfahter zu Fall. Da er ## Grundstückseigentümer auferlegt werden. Dieses vorgengunte * Verfahren kommt aber nur für die Fälle in Frage, die sich aus den Vorschriften der Notverordnung vom 11. 11. 1932 ergeben. Es gibt natürlich noch weitere Einzelheiten, auf die sich hier aber schlecht eingehen läßt. Und nun noch etwas zur Berichtigung des ansangs erwähnten Artikels. Der Verband schreibt wörtlich:„Während bisher von den aus besonderem Anlaß fällig gewordenen Hypotbeken nur diejenigen unter das Moratorium(Zahlungsaufschub) fielen, die wegen unpünktlicher Zinszahlung fällig geworden sind, schützt die Durchführungsverordnung usw.“ Dieser Satz ist zu unvollständig und führt daher zu Mißverständnissen. Ich verweise hierzu auf meine Ausführungen über die Möglichkeit der Nachzahlung von Rückständen innerhalb eines Monats nach Inkrafttreien der Notverordnung vom 11. 11. 1932. Erst wenn diese Nachzahlung fristgemäß erfolgt ist, tritt das ein, was der Verfasser des in Rede stehenden Artikels als selbstverständlich binstellt. Die spätere Erwähnung in seinem Artikel über das Bestehen einer Frist für die Nachzahlung rückständiger Beiträge wird in dem richtigen Zusammenhang von Laien nicht verstanden worden seir Der Kreis der Rechte, die unter die Vorschiiften der Notverordnung vom 11. 11. 1932 fallen, ist mithin sehr beschränkt, und es empfiehlt sich daher, bevor irgendwelche Anträge unter Roibeldloguppen henuug, glep;, kast Gesetzes und brauch. Gotgland, um ghn geien:„orhg g####— Schuldner mit der Zinszahlung länger als einen Monat im Verzuge ist. Besondere Anlässe für die Fälligkeit sind gewöhnlich in den Schuldurkunden aufgeführt oder in den§§ 1133 bis 1135 des Bürgerlichen Gesetzbuches begründet. Letztere behandeln die Rechte des Gläubigers, die ihm aus der Verschlechterung des belasteren Grundstückes oder seines Zubehörs, insbesondere aus der einer ordnungsmäßigen Wirtschaft zuwider erfolgenden Entfernung des Zubehörs von dem Grundstück, entstehen. War die vorzeitige unpünktlichen Zahlung von Zins= und vor Inkrafttreten(12. 11. 1932) der Not1932 eingetreten. so konnte dieser Fälliginnerhalb eines Monats, also bis zum 11. 12. 1932 einschließlich durch Nachzahlung der rückständigen Beträge beseitigt werden. Ferner sind von den Bestimmungen der Notverordnung vom 11. 11. 1932, soweit dieses nicht schon eingangs beiläufig erwähnt, nicht betroisen: Aufwertungsforderungen, ehypotheken= und egrundschulden, bankmäßige Personalkredite, die durch Grundschuld oder Hypothek gesichert sind, Gefälligkeitsdarlehen, auch wenn die Voraussetzungen, welche für bankmäßigen Personalkredit nicht gegeben sind, und Forderungen und Grundschulden, die den Trägern von Invalidenversicherungen(Landesversicherungsanstalten. Angestelltenversicherungskassen usw.) zustehen. Die Hinausschiebung der Fälligkeit, auch die in den früheren Notverordnungen genannte, erfolgt kraft Gesetzes und braucht Berufung auf diese Vorschriften gestellt werden, erst genau zu nicht zur Erhaltung der Wirksamkeit gegenüber dem öffentlichen prüsen, ob ihre Anwendung üverhaupt möglich ist. Es erspart Verletzungen am Gesicht und Händen davontrug, mußte er sich zum Glauben in das Grundbuch eingetragen zu werden. Es ist daher jedenfalls manche Enttäuschung. ere * Aas dem Kheid Wapper=Kreis 280 Millionen Wohlfahrtserwerbslosenlasten in den deutschen Landkreisen. Die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen in den deutschen Landkreisen hat die Höhe von 1 Million erreicht. Im vorigen Jahre um diese Zeit waren es 593.000, das bedeutet im letzten Jahr eine Steigerung auf das Dovvelte. Die finanzielle Jahresbelastung für die Betreuung dieser Wohlfahrtserwerbslosen im Jahre 1932 beträgt 280 Millionen, eine Belastung, die auf die Dauer für die Landkreise unerträglich ist. Immer noch der Tod des Arbeitsamtskontrolleurs May. Was die Mordkommission meint. Ueber das Grab hinaus gehen die Ermittlungen der zuständigen polizeilichen Stellen im Fall May weiter. Der Dezernent der Mordkommission bei der Düsseldorfer Landeskriminalvolizei weilte am Donnerstagnachmittag mit der sachbearbeitenden Kommission in Leichlingen, um nochmals mit den übrigen Beamten die bisherigen Ermittlungsergebnisse zu besprechen. Außerdem wurde eine erneute Besichtigung des Fundortes vorgenommen. Die Aussprache ergab, daß außer den Feststellungen, die am Tage der Auffindung der Leiche gemacht wurden, keinerlei neue Momente hinzugekommen sind, die auf einen Raubmord schließen lassen bezw. auf die Spur der mutmaßlichen Täter geführt hätten. Da inzwischen Aktentasche und Fahrradlampe im Büro in Ovladen gefunden wurden, kann kaum noch von einem Racheakt oder Raubüberfall gesprochen werden. Zu der Annahme eines vorgetäuschten Ueberfalles aus Geltungsdrang, bei dem May ganz ungewollt zu Tode gekommen ist, führen vor allem die geringfügigen Messerstiche, die nach dem Befund der Obduktion keinen Zentimeter tief waren. Auch am Hals in der Gegend des Kehlkopfes befand sich ein 30 Zentimeter langer, geringfügiger Schnitt, der vielleicht das versuchte Durchschneiden des Halses andeuten sollte. Die Untersuchung des Fahrrads hat ergeben, daß die beiden Mäntel je einen Messerstich bis in den Schlauch aufweisen. Die Lage des Fahrrades am Userrand läßt nicht auf ein Verbrechen schließen. Auch die Obduktion der Leiche hat keine besonderen Anhaltspunkte ergeben außer der Tatsache, daß der Tod durch Ersticken eingetreten ist. Der aus dem rechten Handschuh hergestellte Knebel steckte bei der Auffindung der Leiche ziemlich locker im Munde und gestattete das Atmen. Bei gewaltsamem Eindrücken wäre er mindestens bis zum Schlund gedrückt worden. Auch keinerlei Würg= oder Strangulierungsmerkmale konnten von den gerichtsärztlichen Sachverständigen an der Leiche festgestellt werden. Ein fingierter Ueberfall, bei dem May zu Tode gekommen ist, scheint nach dem augenblicklichen Stand der Ermittlungen keineswegs ausgeschlossen. Burg a. d. W. ehg= Auswüchse des Jugendwanderns. Auswüchse des Jugendwanderns, Diebstahl, Sachbeschädigung, Bettelei und Belästigung des Fremdenverkehrs durch Angehörige von Jugendaruppen zwingen die Polizeiverwaltung zu Abwehrmaßnahmen. Zweck derselben ist nicht etwa, der anständigen wandernden Jugend Fesseln anzulegen; doch müssen einheimische Bevölkerung und Fremdenverkehr gegen Uebergriffe gesichert werden. Es steht fest, daß die Gruppen, deren Auftreten zu berechtigten Klagen Anlaß gegeben hat, nicht Gäste der Kreisjugendherberge gewesen sind. Vielmehr haben diese Grupven entweder unberechtigt gezeltet, oder sie finden Unterkunft in Scheunen und Ställen. Jede Beherbergung fremder Personen unterliegt volizeilicher Genehmigung. Die Polizeiverwaltung wird mit strengsten Strafen gegen diejenigen vorgeben, die, ohne berechtigt zu sein, fremden Personen oder gar Wandergruppen Unterkunft gewähren. Die Kreisjugendberberge wird diesen Jugendgruvpen gegenüber tagsüber geschlossen bleiben, damit sie nicht zum Standquartier dieser unerzogenen Menschen erniedrigt wird. Angemeldete Gruppen, Schulen und Tagungen werden durch diese Maßnahmen nicht beeinträchtigt. ebg= Generalversammlung der Sanitäter. Die Freiwillige Sanitätskolonne Burg hält am Sonntag vormittag bei E. Breckerfeld ihre Generalversammlung ab. ebg. Eine schöne Arbeit des F. A. D. wäre für die Stadt Burg die Begradigung der oberhalb Burgerböhe befindlichen Kurve. An dem oberen Bogen hat man vor einigen Jahren die vorspringende Stelle ein Stück abgetragen, aber dieses genügt noch nicht. Die dort freiwerdende Erde könnte an dem unteren Bogen zum Anschütten des Fahrdammes in der Schlucht benutzt und der Damm in späteren Zeiten, wenn wieder mehr Gelder für derartige Zwecke flüssig werden, ausgebaut werden. Schwierigkeiten mit den Anliegern werden auch nicht entstehen, weil, Ueber die politische Verautwortung der evangelischen Christen einer Anzahl erangesoviel bekannt ist, der Staat der Eigentümer ist. Für den gesam= lischer Vereine vor zuhlreicher Zug##### schaft Pfr. Dungs aus ten Verkehr dürfte diese Begradigung von Vorteil sein.— Krefeld Seitdem unevangelische Kräfte die deutsch=evangelischen in der Gegenwart sprach auf Einlabung ein . g v hlreicher Zuhörerschaft Weiterbin wäre es sehr gut, wenn an der Burgerhöhe das dort in den Bäumen befindliche dürre Holz, Stücke von Armdicke sind dort vorhanden, entfernt würde, ehe durch das Herabfallen desselben ein Unglück entsteht. Witzhelden Kräfte verdrängt hätten, aus denen das neue Reich erbaut war. sei der Zusammenbruch eingetreten. Das Erbe des resormatorischen Geistes müsse neu belebt werden. Da sei die Aufgabe der evangelischen Christen in der Gegenwart. Sie müßten in die politischen Kämpfe den protestantischen Staatsgedanken hineintragen, der dem Staate neben der Kirche sein eigenes, gottgewolltes Recht gebe. Nach Luthers Auffassung habe der Staat die wi. Ueber die Auflösung der Gemeinde Witzbelden sind in Bestimmung, dem groben Egoismus zu wehren, der das Zusamden letzten Tagen eine Reihe von Gerüchten verbreitet worden, menleben mit dem Chaos bedrohe. Auf die Staatssorm komme So will die„Arbeiterstimme“ wissen, daß Witzhelden zwischen es nicht so sehr an als auf die Entschlossenheit, der Unordnung Solingen und Burscheid aufgeteilt werden soll. Wir haben an zu wehren(wenn auch die Treue vieler überlieferter Herrzuständiger Stelle dieserhalb Erkundigungen eingezogen und fest= schaften verständlich sei). Der Staatsbürger solle deshalb nicht gestellt, daß die weiteren Mitteilungen des Blattes, wonach eine selbstsüchtige Forderungen für sich und seine Klasse stellen, sondern Auflösung von Witzhelden wegen Ueberschuldung erfolgen soll, zum Dienen ungstressend sind., Natürlich macht sich die wirtschaftliche Rotlag= tzstantischen Staateideal Rechnung trügen. Was sei im öffentin Witzbelden ebenfalls stark bemerkbar. Bemerkenswert ist aber, lichen Leben Deutschlands nicht alles versäumt und gesündige daß bis zum Vorjahre der Etat noch Ueberschüsse aufwies und im worden, seitdem die schwarzrote Herrschaft aufgerichtet worden Gegensatz zu Nachbargemeinden eine Staatsbeihilfe erst seit sei Das sei noch nicht das Schlimmste, daß die evangelische Kirche Oktober 1932 in Anspruch genommen wurde. Zutreffend ist aller= eine Kirche minderen Rechts geworden sei und ihre Glieder dings, daß die Staatsregierung Neugliederungen auch im Rhein= im öffentlichen Dienst zurückgedrängt worden seien. Der Geist in Wupperkreis in Aussicht genommen hat. Irgendwelche Beschlüsse Deutschland habe schweren Schaden gelitten, wie an zahlreichen dieser Hinsicht sind aber noch nicht gefaßt. Lediglich ist richtig, Beispielen zu zeigen sei. Nun könne es aber nicht die Aufgabe 15 Besprechungen bei der Regierung in Düseldorf statgekunheg segise, zu erstreben in daß Besprechungen haben, an denen auch Vertreter des Rhein=Wupverkreises und der Gemeinde Witzhelden teilnahmen.— Nach unseren Informationen haben sich aber sowohl der Landrat in Opladen wie auch der Witzheldener Bürgermeister, dem Wunsche der Bürgerschaft entsprechend, gegen eine Auflösung der Gemeinde ausgesprochen. =wi. Auch Jagdverpachtung in Witzhelden. Durch die Bildung eines staatlichen Eigenjagdbezirks an der Sengbachtalsperre ist die Neuverpachtung von zwei Gemeindejagdbezirken der Gemeinde Witzhelden notwendig geworden. Es handelt sich um die Bezirke Brachen(208 ha groß) und Hölverscheid(252 ha groß). Allgemein sind die Witzheldener Jagden, vor allem wegen ihres Rehbestandes, von jeher begehrt gewesen. Das zeigte zuletzt noch die Verpachtung im Jahre 1931. Die jetzt durch die Bildung des staatlichen Eigenjagdbezirks freigewordenen beiden Gemeindejagden grenzen an die neue Staatsjagd. In dem staatlichen Jagdbezirk befinden sich mit Unterholz(Nadel= und Laubholz) gut bestandene Dickungen, in denen das Wild Schutz und Unterkunft findet, wo auch das Jungwild gesetzt wird. In den angrenzenden Gemeindejagden findet das Wild günstige Aesungsplätze. Bekanntlich wird im allgemeinen in den Staatsjagden, besonders wenn die Jagd, wie es hier der Fall ist, als Verwaltungsjagd ausgeübt wird, das Wild gehegt und nur ein beschränkter Abschuß ausgeübt. Darum sind auch die an eine Staatsjagd angrenzenden Jagden immer sehr begehrt. Es ist daher zu erwarten, daß die bevorstehende Verpachtung der beiden in die öffentliche Tätigkeit die Grundsätze protestantischer Staatsgesinnung hineingetragen würden.— Die Ausführungen des Redners waren eingerahmt durch Darbietungen des Kirchenchors. Menschen nahmen sich seiner an und brachten ihn in ein nahegelegenes Haus. Als sich sein Zustand aber nicht bessern wollte, benachrichtigte man die Polizei, die für Unterkunft und Pflege des Bedauernswerten sorgte. Es wurde festgestellt, daß ihn Hunger und Frost übermannt hatten. Der„Studentenprinz“ von Berlin. Otto von Habsburg will in der Reichohauptstadt zum Doktor promovieren. Berlin, 19. Januar. Unerkannt weilt seit vierzehn Tagen der österreichisch=ungarische Kronprätendent Otto von Habsburg in der Reichshauptstadt. In Begleitung seines Lehrers, Hofmeisters Graf von Degenfeldt, wohnt er bei einem österreichischen Staatsangehörigen unter dem Namen Herzog von Bar. Otto von Habsburg, der heute noch für die große legitimistische Partei Ungarns als kommender ungarischer König gilt, kommt aus Belgien, wo er an der Universität Löwen studiert hat. Er hat dort seine Studien 27 966 Sahi von„hgeschlossen und will sich hier in Berlin auf sein Doktorat für finder am Vettt= intepnationales Recht vorbereiten. Er wird im November in Frage kommenden Gemeindejagden eine große S#yt g##tt abgeschlossen und will Interesenten gpziehen wird. Die Vervachtung findet 9.##.## simternattonales Recht zrbereiten. Er wird im November woch, dem 25. Jannar, nachmittags, bei Selbmann in Witzhel.=n zwanzig Jahre alt und erklärt emphatisch, gans mit der Entauf die Dauer von sieben Jayren bis 31 Junuar 1940 statt, schiedenheit seiner Jugend, daß er sich weder bisher mit Politik Pachtbedingungen sind vom Bürgermeisteramt und im Vervach= beschästigt habe, noch etwa mit seinem Besuch in der deutschen tungsiermin zu haben. Reichshauptstadt politische Gründe verfolge. Uebrigens haben Oaniened ldie Habsburger auf Reisen von jeher das Pseudonym„Herzog Lungen elb =la= Ueberfall auf einen Autowächter. Der Autowächter W. vom Gasthaus Wagner wurde am Montagmorgen gegen 5 Uhr von einem Manne angehalten, der ihn um eine Zigarette bat. Als er dies verneinte, traten zwei weitere Männer hinzu, wobei der eine W. einen Revolver vorhielt und einen Groschen verlangte. W. gelang es, die Pistole an sich zu reißen und abzuschießen. Der Fremde gab dem W. bekannt, daß es nur eine Schreckschußpistole sei und man ihn bange machen wollte. W. erkannte den Täter dann als einen Einwohner von Bergdausen.„„t g#. e Men Bachela= Reiche Beute machten Diebe in der vergangenen Nacht durch einen Einbruch in das Lebensmittelgeschäft Knetsch in der Hardt. Die Diebe drangen durch das Oberlicht eines Fensters vom Hof aus in den Laden ein. Sie entwendeten Lebensmittel aller Art im Gesamtbetrage von etwa 900 RM. Geräusche sind von den Hausbewohnern angeblich nicht wahrgenommen worden. Fingerabdrücke sind sichergestellt. Förster stellt zwei Vogelsteller. ez= Leverkusen=Schlebusch, 21. Jan. Einem hiesigen Förster liefen zwei junge Leute von hier in den Weg, die mit Hilfe von Leimruten und einem Lockoogel Singvögel fangen wollten. In der Wohnung der Vogelsteller wurden eine große Anzahl gefangener Zeisige und Distelfinken vorgesunden. Ein Ovser der Zeit. =Z= Leverkusen=Rheindorf, 21. Jan. Hier wurde ein junger Mann bewußtlos im Straßengraben aufgefunden. Mitleidige von Bar“ gewählt. Kapitän Hope gelandet. wtb. London, 29. Jan. Wie aus Lausanne gemeldet wird, ist Kapitän Hove, der sich mit einem Begleiter auf die Suche nach dem vermißten Flieger Bert Hinkler begeben hatte, bereits gestern in einem Tal des Simplonmassivs gelandet. Spuren des vermißten Fliegers Hinkler entdeckt? wtb. Lausanne, 20. Jan. Wie zu der Auffindung des Hauptmanns Hove noch mitgeteilt wird, ist die Landung gestern gegen Mittag bei Vétroz im Kanton Wallis erfolgt. Der Flieger und der zweite Pilot sind dann zu weiteren Nachforschungen am Fuße des Diablerets aufgebrochen, wo sie Spuren des vermißten Fliegers Hinkler entdeckt zu haben glauben. Das Flugzeug Hove's befindet sich noch in Vétroz. Kurznachrichten. wtb. München, 20. Jan. Seit vorgestern nacht schneit es unGroßstadtverkehr ist stark kein De Ssie 2lid en di i Jed geälte. wkb. London, 20. Jan. 3000 Angestellte der Londoner Autobusgesellschaft sind heute in einen wilden Streik getreten. Grund ist die Einführung der bekannten Nationalisierungsmaßnahmen, die schon einmal erst vor kurzem zu einem Streik des Personals geführt hat. Die Bewohner der Vororte werden durch den Streik in erster Linie betroffen. Werde Mitglied der A.-G. die berehrteste Sterbekasse des Bergischen Landes. Aufnahme bie 70 Jahre. Auskunft, sowi Auszahlung durch die Beerdigungsinstiute: Larl Wester Selingen Heflnungstr 127 Jei 22597 Paul Buchser Ualigs Baust 19 326 71 N Wester Ohligs-Hersch. 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Dem Kassierer wurde durch den 1. Vorsitzenden der Dank ausgesprochen für die tadellose Führung der Kasse und ihm auf Antrag der Revisoren Entlastung erteilt. Die Vorstandswahl zeigte nachstehendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Fritz Eickhorn. 2. Vors. Wilh. Schmidt, Geschäftsführer Willy Schumann, Protokollführer Eugen Brenner, 1. Kassierer Karl Broch, 2. Kassierer Rich Kickuth, Beisitzer Karl Hepp und Hans Meuser, Bücherwart Ernst Bönninghoven und Werner Damenhaus. Mit der Vertretung des Vereins in Bundesangelegenheiten wurden die Mitglieder Willy Schumann und Karl Eickhorn betraut. Chorleiter und Vereinslokal bleiben wie bisher. Für das erste Halbjahr 1933 ist ein Frühjahrs=Konzert in Aussicht genommen, sowie eine größere Tour für den Sommer. Nach freundlichen Worten an die Mitglieder erklärte der 1. Vorsitzende bei Beendigung des Schlußliedes die in jeder Weise harmonisch verlaufene Generalversammlung für beendigt. Mit welchem Eiser der Männerchor dem Gesange nachgeht, beweist, daß sieben Mitglieder keine Probe im vergangenen Jahre gefehlt haben. Weitere fünf Mitglieder haben 2 Jahre keine Probe versäumt und weitere zwei Mitglieder haben 3 Jahre keine Probe überschlagen. Diese tapferen Sänger wurden durch Ueberreichung eines Bierseidels mit Gravierung geehrt. Die Ortsgruppe des Kyffhäuserverbandes der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen hatte am Dienstag, dem 17. Januar 1933, im Lokal Hugo Häring, Kölnerstraße 133, ihre Mitglieder zu einer außerordentlichen Beneralversammlung eingeladen. Nach Begrüßungsworten des 1. Vorsitzenden Kamerad Schmidt an die Kameradenfrauen und Kameraden, denen er ein herzliches„Glückauf 1933“ zurief, gab der 1. Kassierer Kamerad Ernst Korte einen ausführlichen Kassenbericht und hob besonders die gesunden Kassenverhältnisse hervor. Die beiden Kassenrevisoren Kamerad Herm. Schmidt und Paul Grothe teilten mit, daß sie die Kasse geprüft und in bester Ordnung gefunden hätten, und stellten den Antrag auf Entlastung, dem die Versammlung entsprach. Dann gab der 1. Vorsitzende Kamerad Schmidt folgenden Jahresund Geschäftsbericht: Das Jahr 1932 hat in unserer Reihe eine schwere Lücke geschlagen, und wir wollen hoffen, daß das Jahr 1933 uns von diesen Schicksalsschlägen verschont. Der Tod entriß uns am 3. August 1932 unseren lieben ersten Geschäftsvorsitzenden Kamerad Staatsrat Dr. Quarck. Mit ihm sind auch viele uns weniger bekonnte Kameradenfrauen und Kameraden dahingeschieden. In unserer Ortsgruppe verstarben die beiden Kameraden Garze und Förster. Pflichtbewußt und Treue um Treue gelobend, gedenken wir dieser Toten, die jetzt mit unseren Feldgrauen da draußen geblieben sind. Ihr Geist hat uns aufgefordert, an ihre Stelle zu treten und das zu tun, was deutsche Kameradenpflicht ist. Der Präsident der Reichsversicherungsanstalt Albert Griesmeyer hat das Amt des 1. Vorsitzenden des Kyffhäuserverbandes Landesgruppe Preußen übernemmen. Aus diesem Anlaß richtet der neue Vorsitzende folgendes Schreiben an die Mitglieder des Kyffhäuserverbandes:„Ich habe das ehrenvolle Angebot des Vorsitzes im Kysfhäuserverband mit aufrichtiger Freude angenommen weil ich dadurch erneut Gelegenheit erhalte, an der hohen vaterländischen und sozialen Aufgabe mitzuwirken, die in der Fürsorge für die Opfer des Krieges liegt. Ich betrachte es als ein glückverheißendes Zeichen, daß an dem Tage meiner Amtsübernahme die erste Verordnung erschienen ist, die damit beginnt, die beklagenswerten Härten der Notverordnungen der letzten Jahre schrittweise auszuräumen, die gerade in den Kreisen der Kriegsopfer so drückend empfunden worden sind. Möge die Entwicklung unseres wirtschaftlichen Lebens die finanziellen Grundlagen schaffen, um recht bald und recht wirksam auf diesem Gebiete fortzufahren. Das ist mein herzlicher Wunsch bei der Uebernahme des Vorsitzes in Ihrem Verband.“ Er ist der Kamerad, welcher auch demnächst das erringen wird, was unser höchstes Ziel ist:„Aufbesserung der Versorgung". Viel hat er schon bei der Regierung durchgesetzt und wird auch noch weiter unser höchstes Ziel verfolgen. Die Jahresarbeit unserer Organisation war zunächst die Aufhebung der durch Notverordnung geschaffenen Rentenraub. Wuchtige Proteste und Anklagen wurden von allen Gruppen bis zu den obersten Regierungsstellen und dem Reichsarbeitsminister sowie dem Reichspräsidenten mit Erfolg eingereicht. Im Juni 1932 tagten in Koblenz die Abgeordneten der Provinzialgruppe. Die Ortsgruppe Wald hatte den Kameraden Striebeck beauftragt, der auch von der Kreisgruppe hier bestimmt war. Auf dieser Tagimg am 16. Juni — wurden scharfe Proteste gegen den schweren Rentenraub erhoben, und unterm 11. Juli(wir schlossen uns durch schriftliche Zustimmung an) wurde von der Provinzialgruppe folgendes Telegramm an den Reichspräsidenten gesandt:„26000 Kyffhäuser=Kriegsopfer Rheinlands hoffnungslos enttäuscht durch letzte Notverordnung. Erneute Verletzung des Rechtsempfindens. Vertrauen zur Rechtssprechung der Versorgungsgerichte durch offensichtliche Einwirkung des Fiskus erschüttert. Fundamentale sittliche Grundsätze hierdurch angetastet. Durch Umwandlung der Rechts= in Kann=Ansprüche auf Gnade und Ungnade den Versorgungsbehörden ausgeliefert. Empfinden entehrend, um das Wenige kämpfen zu müssen. Selbst im verarmten Vaterland muß die Ehrenschuld gegenüber den Kriegsopfern unangetastet bleiben. Herabdrückung der Armenalmosen aus staatspolitischen Gründen untragbar, da Kreise des Volkes für den Staat katastrophal. Bitten dringend durch Machtspruch auf Reichsregierung einzuwirken.“ Auf Grund dieses Protestes wurden dann die ersten Schritte zur Beseitigung der Härten durchgeführt. Seit Monaten schweben in Berlin dauernd Verhandlungen. Andere Organisationen haben ernstlich versucht, durch irreführende Pressenotizen die kleinen Erfolge auf ihre eigene Tätigkeit buchen zu können, was die Kriegsopfer aber bald erkannt haben. Hierüber werden demnächst einige Berichtigungen in der hiesigen Presse den Kriegsopfern die nötige Aufklärung geben. Unsere Arbeit innerhalb der Ortsgruppe ist bestimmt eine schwere Aufgabe gewesen. Seit August 1932 sind mehr als 40 neue Kameradenfrauen und Kameraden in unsere Reihen ausgenommen worden, was ganz besonders beachtet werden muß. Es dürfte für alle dringend zu empfehlen sein, ab heute mit neuer Energie zu agitieren, bis das letzte Kriegsopfer in unseren Reihen verbunden ist. Außer den örtlichen Angelegenheiten wurden 17 Versorgungseinsprüche durchgeführt, wovon 15 gewonnen wurden; ein Fall wurde abgelehnt und Rekurs eingelegt. Demnächst werden wir auf Grund der Mitgliederstärke bestimmt einen Sitz im Beirat erhalten, dessen sind wir heute ganz sicher. Dann werden die Soldaten des Hilverkus=Regiments bald abgelöst werden, und die Verteilung der Straßenbahnfahrkarten wie andere Zuweisungen von Brandmaterialien usw. werden auch unseren Kameradenfrauen und Kameraden, die es nicht gescheut haben, deutsch zu sein und deutsch zu bleiben, gewährt werden können. Nicht unerwähnt sei die Gründung der Sterbekasse, die ja jedem Mitglied durch die Zeitung bekannt sein dürfte. Dann kam der Vorsitzende noch aus das Weihnachtsfest zurück und betonte, wohl sagen zu dürsen, daß die letzte Weihnachtsfeier eine schlichte würdige Feier war. Für das kommende Jahr sollen keine Sammellisten herausgegeben werden, sondern die der Organisation nabestehenden Vereinsmitglieder werden die Kameradenfrauen und Kameraden ganz besonders unterstützen, getreu den Worten:„Wer für sein Vaterland geblutet und gestritten hat, wer seinen Beschützer und Ernährer hingegeben hat, der verdient den wärmsten Dank des Vaterlandes". In seinen Schlußworten drückte der Vorsitzende den Wunsch aus, daß alle ihre Pflicht tun, fleißig agitieren und immer wieder auf den großen Zusammenschluß der Kriegsopfer hinweisen sollten, denn künftig würden auf Grund des nationalen Aufbaues die Kriegkopfer wieder das werden, was sie alle auf ihren Fahnen getragen hätten. Nie werde Deutschland untergehen, wenn es einig ist, und nie werden die Kriegsopfer ihre Hoffnung ausgeben, das versprochene Ziel zu erreichen:„Der Dank des Vaterlandes ist euch gewiß.“— Die Versammlung dankte dem 1. Vorsitzenden für den umfassenden Bericht. Der Kamerad Schöler. Schillerstraße, dankte im Namen des Kriegervereins allen Mitgliedern der Ortsgruppe für ihre Treue. Ganz besonders betonte er, daß die Ortsgruppe Solingen vom Landwehr= und Kriegerverein einen Vorsitzenden erhalten habe, worauf alle stolz sein könnten. Der 1. Vorsitzende wäre der richtige Mann auf dem richtigen Posten. Dies wurde von der Versammlung durch die Wiederwahl des Kameraden Schmidt zum 1. Vorsitzenden bekundet. Kamerad Schmidt dankte der Versammlung für das entgegengebrachte große Vertrauen und ebenfalls dem Kameraden Schöler für seine herzlichen Worte. Sodann wählte die Versammlung folgende Mitglieder zum Vorstand: 2. Vorsitzender: Kam. Ernst Korte, Adlerstraße 3, 1. Kassierer: Kam. Karl Schreiber, Eichenstraße 115, 2. Kassierer: Kam. Heinrich Funken Beethovenstraße, 1. Schriftführer: Kam. Adolf Tückmantel, Brühlerstraße, 2. Schriftführer: Kam. Rohland, Spielbruch. Als Beisitzerinnen wurden die beiden Kameradenfrauen Hilgers und Samans, als Kassenrevisoren die Kameraden Grothe, Günther und Iansen gewählt. Noch der Vorstandswahl wurden verschiedene weitere Anfragen erledigt. Der Verein ehemaliger 67er, Solingen=Stadt und=Land, hielt am Samstag, dem 14. Januar, im Vereinslokal Paul Schmitz, Solingen, Katternbergerstraße 58, seine diesjährige Jahres=Hauptversammlung ab. Der 1. Vorsitzende, Kamerad Rettenbach, begrüßte die zahlreich erschienenen Kameraden und gab einen kurzen Rückblick auf daas verflossene Vereinsjahr. Kamerad Schmidtbera verlas den Jahresbericht, der nochmals den Mitgliedern die rege Vereinstätigkeit im alten Jahre vor Augen führte. Die Kameraden Büchel und Müller erstatteten den Kaffenbericht, erfterer für die Haupt= und Sterbekasse, letzterer für die Vergnügungskasse. Die finanzielle Seite des Vereins zeitigte noch ein zufriedenstellendes Ergebnis, und die Kassenführung beider Kassierer erwies sich als einwandfrei. Die Kassenführer Behle und Weppeler bestätigten den richtigen Befund der Kasse und ersuchten den Vorstand um Entlostung der Kassierer, der ohne Widerspruch stattgegeben wurde. Hierauf erfolgte die Wahl der zwei Vorstandsmitglieder, welche turnusgemäß in diesem Jahre ausschieden. Um das Gesamtbild zu beleben und laut Antrag des Kameraden Römkens weitere Mitglieder mit internen Vereinsarbeiten vertraut zu machen, tret demzufolge auch ein Wechsel in der Postenbesetzung ein. Dies beeinträchtigte jedoch nicht den glatten und reibungslosen Verlauf des Wahlgeschäftes. Der 1. Vorsitzende dankte den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihre dem Verein geleisteten Tienste und ersuchte gleichzeitig deren Nachfolger um tatkräftige Mitarbeit während ihrer zweijährigen Amtsdauer. Ferner ehrten die Anwesenden das Andenken ihres im vergangenen Jahre verstorbenen Kameraden Friedrich Hammel durch Erheben von ihren Sitzen. Als weiterer Punkt der Tagesordnung wurde das Jahresprogramm 1933 besprochen. Als nächstliegende Veranstaltung war ein Kappenabend im Februar vorgesehen. Von einer offiziellen Feier wurde jedoch der Kosten wegen Abstand genommen und lediglich eine zwanglose Abendunterhaltung in karnevalistischem Sinne auf den 25. Februar angesetzt. Das Hauptaugenmerk wurde auf die diesjährige Wiedersehensfeier, welche vom 1. bis 3. Juli 1933 in Mülheim=Ruhr stattfindet, gerichtet. Hierauf zu sparen, sei das Gebot der Stunde und wurde nochmals allen Kameraden dringend anempfohlen. Des weiteren wurde, wie alljährlich, eine Himmelfahrtstour beschlossen. ein Sommerfest in Aussicht genommen und das traditionell gewordene Stiftungsfest im Oktober vorgemerkt. Nach Schluß des offiziellen Teiles bildete ein gemeinschaftliches Erbsenessen den Auftakt zum gemütlichen Teil. Letzterer vollzog sich in der denkbar besten Harmonie, und Musik und Gesang, in Begleitung des Kameraden Flucht, brochte auch alsbald alles in Stimmung. An dieser Nachseier nahmen auch die Vereinsdamen, sowie die passiven Mitglieder regen Anteil. Ersatz für die„Riobe“ Seitenritz und Grundriß des neuen Segelschiffs der Reichsmarine. das zurzeit als Ersatz für die untergegangene„Niobe“ gevaut wird. Es ist eine Dreimastbark mit zwei durchlaufenden Decks, Back und Hütte, die nach der höchsten Klasse des Germanischen Lloyds konstruiert wird. Das Schiff wird eine Länge von 73 Meter und eine größte Breite von 12 Meter haben. In voll ausgerüstetem Zustand wird der Tiefgang 5 Meter betragen bei einer Wasserverdrängung von etwa 1500 Tonnen Das Schiff wird einen Hilfs=Diesel=Motor erhalten, der ihm eine Geschwindigkeit von 8 Seemeilen verleiht. Seine Besatzung wird 226 Mann betragen. Das Rundfunk=Programm. Sonntag, 22. Januar 1933. 7,00 Uhr: Choral:„Bis hierher hat mich Gott gebracht.“ 7,05 Uhr: Bremer Hafenkonzert. 8.15 Uhr: Landwirtschaftliche Rundschau. 8,30 Uhr: Universitätslektor Dr. Jesse: Italienische Unterhaltung. 9,00 Uhr: Morgenseier. Menschen im Kampf. 11,00 Uhr: Natur und Geist. Universitätspros. Dr. Rothacker: Natur und Geist in der Geschichte. 11,30 Uhr: Reichssendung: Bach=Kantate. 12,00 Uhr: Pamela Wedekind: Briefe Frank Wedekinds. 12,20 Uhr: Die Zeit im Aufsatz. Privatdozent Dr. A. Müller: Aufsätze zur Wirtschaftskrise. 12.40 Uhr: Musik der Woche. Hans Ebert. 13,00 Uhr: Mittagskonzert des Westdeutschen Kammerorchesters. Leitung: Spitz. 14,30 Uhr: H. Molitor: Fertigkeitsübungen für Kurzschriftler. 14,50 Uhr: Musikalische Arbeitsgemeinschaft. Prof. Dr. H. Unger. 15,20 Uhr: Rechtsfragen des Alltags. Dr. Guido Hertel: Der Schmuggel mit Kraftwagen.— Aus der Praxis des Zollstrafrechts. 15,45 Uhr: Aus der Welt des Tieres. Dr. Friedrich Brock: Die Sehräume der Tiere. 16,10 Uhr: Reichsberufswettkampf der deutschen Angestelltenjugend. Hans Rausch— Otto Ranalter. 16,30 Uhr: Vom Südwestfunk, Frankfurt: Besperkonzert des Städt. Kurorchesters, Wiesbaden. Leitung: H. Albert. 18,00 Uhr: Unsere Städte in Rheinland und Westfalen. Gladbach=Rheydt. 18,40 Uhr: Uebertragung aus dem Fredenbaum. Dortmund: Kunstturnkampf Rheinland gegen Westfalen des Arbeiter=Turn= und Sportbundes. 19,00 Uhr: Eine Stunde Kurzweil. 19,45 Uhr: Sportvorbericht. 20,00 Uhr: Uebertragung aus Kopenhagen: Bunter Abend. 21,55 Uhr: Letzte Meldungen. Bericht über das geistige Leben, Sportbericht. 22,10 Uhr: Uebertragung aus der Rheinlandhalle, Köln: RingLänderkampf Deutschland gegen Schweden. Wachsplattenbericht. 22,30 Uhr: Uebertrag. von der Ravag, Wien: Wiener Künstler für die Winterhilfe. Georg Reimers, Franz Völker, Paul Pranger. Maria Eis, Richard Mayr, Zicka, Raoul Aslan, Gertrude Ruenger, Fritz Wiesenthal, Marian Rawicz und Walther Landauer, Betty Fischer, Christl Giampietro, Ernst Arnhold, Lizzi Holzschuh, Karl Farkas, Charlotte Waldow, Professor Erich Meller. 18,10 Uhr: Ungedruckte Dichter. Walter Gizewski: Das Geheimnis des Urias Sternriegel, eine Erzählung. 18,30 Uhr: Frauenstunde. Gymnastiklehrer Dr. Hans Frucht: Arbeit und Körperhaltung. 18.50 Uhr: Wetterbericht, Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen und Sportvorbericht 19,05 Uhr: Universitätsprofessor Dr. phil. Leo Spitzer: Zum 150. Geburtstag von Stendhal. 19,30 Uhr: Technik und Wirtschaft. Universitätsprofessor De. Brauer: Müssen wir die Technik fürchten? 19.55 Uhr: Erste Abendmeldungen. 20,00 Uhr: Alles Nebeneinander. Ouverturen. Orchester des Westdeutschen Rundfunks. Leitung: Kühn. 20,30 Uhr: Wie die Alten sungen. Kläre Hansen(Sopran), Marita Gründgens(Sopran), Aramesco(Tenor), Wocke(Bariton), Strienz(Baß). Das Westdeursche Kammerorchester. Leitung: Spitz. 21,30 Uhr: Tänze und Märsche. Orchester des Westdeutschen Rundfunks. Leitung: Kühn. 22,05 Uhr: Letzte Meldungen, Bericht über das geistige Leben Sportbericht. 22,20 Uhr: Kammermusik. Anschließend bis 24,00 Uhr: Meister des Jazz. Eingesandt.“) 6.45 Uhr: 7.00 Uhr: 7,05 Uhr 8,00 Uhr: 8.03 Uhr 9.45 Uhr 10,00 Uhr: 10,05 Uhr 10,10 Uhr 11,10 Uhr: 11,20 Uhr: 12,00 Uhr: 12.50 Uhr: 13.00 Uhr: 14.00 Uhr: 14,30 Uhr: 15.30 Uhr 15.50 Uhr 16.20 Uhr: 17.00 Uhr: ontag, 23. Januar 1933. Leibesübungen. Dr. Ludwig Bach: Atmungs= und Haltungsgymnastik. Wetdervorhersage und Zeitangabe. Morgenkonzert(Schallplatten). Wiederholung der Wettervorhersage, Zeitangabe. Funkwerbung mit Schallplatten. Gymnastik für Frauen. Hilde Bremus. Erste Meldungen, Zeitangabe und Wasserstandsmeldungen. Mensch und Welt. Gemeinschaftsempfang für Arbeitslose. Intermezzo: Schulfunk für Schüler vom 12. bis 13. Lebensjahre. Staatsforst Distrikt 115. Ein Bild der westdeutschen Waldwirtschaft von Martin Dey. Schulfunk für Schüler vom 10. bis 15. Lebensjahre. Prof. Edm. Josef Müller: Rhythmische Gymnastik. Funkwerbung mit Schallplatten. Schallplattenkonzert. Wetterbericht, Zeitangabe und Mittagsmeldungen. Mittagskonzert. Leitung: Wolf. Mittagsmeldungen Schlachtviehmarktberichte. Wirtschaftsmeldungen mit Zeitangabe. Kinderstunde. Jugendfunk. Besperkonzert. Leitung: Eysoldt. Auregung für die Maler=Innung. In der vorigen Woche wurde im„Solinger Tageblatt" berichtet, daß seitens der Maler=Innung ein Fortbildungskursus für die jüngeren Mitglieder, die arbeitslos sind, eingerichtet würde. Es ist dies nur zu begrüßen. Unbedingt müßte hier aber auch die deutsche Rechtschreibung ins Auge gefaßt werden Sieht man doch oft Schilder, in denen das „t“(Eszet) durch ein lateinisches kleines h und ein s ersetzt ist, wodurch sonderbare Wortbilder entstehen, zum Beispiel: grohse. Daß dies für jeden, der mit der Rechtschreibung auf gutem Fuß steht, einsach haarsträubend ist, versteht sich von selbst. So weiß ich in einem Falle von einem Solinger Familiennamen, der vor vierzig Jahren mit hs in Oel neben der Haustüre prangte, in späteren Jahren aber mit sg. In Wirklichkeit schreibt sich der Name aber mit Eszet. Oder wie oft sieht man in den Auslagen der Schausenster:„Grohzer Ausverkauf". Schön sieht vas gewiß nicht aus, wenn auch der betrefsende Schreiben mst dem Schilde seinen Zweck erreicht, und es sich in diesen Fällen um keinere Geschäft ute handelt. Dieses nur als Anregung. se * Herrn Küll von der N. C. O., Solingen! In der„Bergischen Arbeiterstimme“ von 20. Januar 1933 findet man einen Artikel, der sich mit dem Messerschleiferstreik und einer angeblichen Zersetzungsarbeit der N. S. B. O. beschäftigt. Wir müssen Sie darauf aufmerksam machen, daß wir den Streik, sofern von gewissen Fabrikanten ein Lohnabzug vorgenommen werden soll, voll und ganz anerkennen, aber jeden unberechtigten Streik auf das schärfste verurteilen müssen. Es ist ein unglaublicher Leichtsinn von der R. G. O., die Arbeiterschaft bei jeder Gelegenheit auf die Straße zu rusen, denn dadurch wird die Not nur noch vergrößert Was soll es heißen, daß die übrigen Industriearbeiter auch streiken sollen? Sollen auch die noch nicht erwerbslosen Volksgenossen systematisch von der R. G. O. verarmt werden, um diese der K. P. D. zugänglicher zu machen? Wir erklären Ihnen hiermit, daß wir dort, wo die alten Löhne weiter bezahlt werden, jeden Streik ablehnen und wir auch nicht daran denken, die Erlaubnis zum Arbeiten von Ihnen noch von einer anderen marxistischen Organisotion einzuholen. Wir stehen mit unserer ganzen Kraft hinter unseren streikenden Parteigenossen, wir stehen aber auch, wenn es nottut, hinter unseren arbeitenden Brüdern und werden sie auch in diesem Sinne zu schützen wissen. In einem Flugblatt, das vor den Solinger Betrieben verteilt wurde, ruft diese Organisation zu einem Proteststreik gegen einen S. A.=Ausmarsch in Berlin auf und nennt dies eine ungeheure Provokation. Wenn aber die K. P. D. einen Umzug durch unsere Straßen führt, in dem Transparente mit französischer Schrift mitgetragen werden und der von russischen Söldlingen angeführt wird, dann ist das für die deutschbewußte Bevölkerung keine Provokation?! Durch Ihre Aufruse wollen Sie nur Ihre Moskausöldlinge der Gefahr aussetzen, mit der Polizei in Konflikt zu kommen. Dann heißt es später: Die Schupo schießt auf harmlose Passanten. K. P. D.! Wir kennen euch! Die deutsche Arbeiterschaft steht hinter uns. Sie hat es satt, auf die verräterischen Parolen aus Moskau zu hören. Was aber noch bei euch zu finden ist, das könnt ihr behalten. Nationalsozialistische Betriebszellen=Organisation, Kreis Solingen. *) Die Verösfentlichung erfolgt nur unter vollet Derantwertlichtelt Linsende: D8 Einsendungen sind an die Schriftleitung deo Solir 20 Linseherts. aus einse Tagedlatteo in Solina hren Namen verschweige booben nicht antgenommen. nbere. aus eeinschvuntr###ne an oi in Soltngen zu richten. Ainsendungen, verschweigen, werden nicht berücksichtigt. tis an dis Schrifkleltung des Solingen deren Verfasser und gegenüber Abzüge ans anderen Zettungen Oir Scrtftiettung des Seb wer Cageblacten. Konturrenzlos! Salaliin-Besteue rostgeschützt u. rostfrei, laufend in größ. Posten zu konkurrenzl. Preisen gegen Kasse abzugeben. Ang. unt. 5368 an die G. Golinger Taxameter=Ru 253EI Halteplatz Hauptbahnhof. Wer sucht Geld? in jed. Höhe, für j. Zweck. Kostenfr. Ausk.(schriftl. g.Rückp.) Fr.Wietz, Köln. Deutz, Justinianstr. 17. Sprechz. 10—12, 3—6, Sonntag 11—1 Uhr. „ kaufen Sie Wohnungs-Einrichtungen und Einzelmöbel im Anober=InltelnesSbntg des GROSS-HUBELHAUSES Mra. Nmarher Aulne, E.= Ward Heukämpchenstraße 5—7 Enr dreses Autaben bei andgrbist m oehlggen Nach Gottes heiligem Willen entschlief heute nachmittag 5 Uhr nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe, gute Frau, unsere heisenagute, treusorgende Mutter, meine liebe Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante. Klara geb. Bastian im Alter von 52 Jahren, vorder gestärkt durch die Beilsmittel der römisch-katholischen Kirche. Um stille Teilnahme bitten Josef Gros sen. Josef Groß lun. Elisaberh Groß Ders Groß Berta Groß Auguste Nockemann als Braut Solingen, Neuß, Seck, Niederzeizheim(Westerwald), den 20. Januar 1933. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 24. Jan 1933, nachm. ½4 Uhr vom Sterbehause. Weinspergtalstraße 59, aus mit Frauenbegleitung nach dem kath. Frieduot Höuscheid statt. Die teier l. Exequien werden am selben Tage morgens 8¼ Uhr in der St. Suitbertus-Pfarrkirche Solingen-Weeg gehalten Sollte jemand aus Versehen keine besondere Anzeige erhalten, so bitten wir diese als solche zu betrachten. Lesparter Ceid Ist doppelt verdientl Nur 1 RMI. wöchentlich gespart ergibt bei 4% Zinsen: nach 5 Jahren.. 287.20 RM. „ 10„ 656.60„ „ 15„ 1061.60„ Spargeld schafft Arbeit und Brot Hamstergeld vergrößert die Not. Stadt-Sparkasse Solingen (Gemeinnützige und mündelsichere Körperschaft des Ofentliches Bechte). S 1. Was bedeutet dieses Zeichen! SSmmsüchen kn Ohlerend Bldtugg Schmerzerfüllt erhielten wir die Nachricht, daß unser lieber Kegelbruder " Wachel am Donnerstag nachmittag sanft im Herrn entschlaten ist. Sein freundliches Wesen und sein edler Charakter waren uns stets ein leuchtendes Vorbild. Wir alle werden ihm ein treues Gedenken bewahren. Solingen, den 20. Januar 1933. * Kegelverein Solingen-Weeg. 2. Wo haben Sie das Zeichen schon geschen! Elnsander: Nlaue:— Hechckt r— Ceneus Anschettt Bedingungen: Frege 1 mut richtig beantwortet und zu Frage 2 mindestens ein Geschätt mit vollem Frmonnamen genannt werden. Unter den richtigen Lösungen entscheidet das Los. Leizter Einsendetermin 27. Januer 1933. Alle Einsendungen sund in verschlossenem Umschlag mit dem Konnwor!„Unionbriketts“ an die Ale, Köln, Zeppelinstrehe 4, zu richten./ Preise: 1. Preis ein Unlonbrikett-Kachel-Oten im Wert von 140.— Mk., 2. Preis ein Unionbrikett-Herd im Wert von 120.— Mik. 3. 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Für die europäischen Schuldner, vor allem für im Weißen Haus wurde von Hoover und Noosevelt falgendes Frankreich, das sich seit Dezember oft genug um Verhandlungen mit Amerika bemüht hat, enthält sie die deutliche Lektion, daß die Vereinigten Staaten nicht gewillt sind, sich durch einseitige gemeinsame Communiqué ausgegeben: Die Unterredung war hauptsächlich der außenpolitischen Lage gewidmet, wobei folgende Erklärung vereinbart wurd#### britische Regierung hat um Verhandlungen we# der Schuldenfrage gebeten. Die neue amerikanische Regierung will, die britischen Vertreter zu diesem Zweck gern bald nach ihrem Amtsantritt im März empfangen. Es ist natürlich erförderlich, gleichzeitig die wirtschaftlichen Weltprobleme, an denen Amerika und Großbritannien gemeinsam interessiert sind, zu erörtern. Deswegen sollte England auch Vertreter entsenden, die sin der Lage sind, Mittel und Wege zur Verbesserung der Weltwirtschaftslage zu erörtern. Staatssekretär Stimson wurde beauftragt, mit der britischen Regierung die entsprechenden Vorbereitungen zu treffen Die Konferenz Hoover—Roosevelt befaßte sich, wie von prominenter demokratischer Seite verlautet, sowohl mit der Schuldenwie mit der Fernostfrage. Es wurde jedoch beschlossen mit RückZahlungseinstellungen vor vollendete Tatsachen stellen zu lassen. Amerika verhandelt vorläufig nur mit England und den übrigen Ländern, die ihren Verpflichtungen nachgekommen sind über eine Neuregelung, die nach Lage Dder Umstände nur in einer durch mehr oder weniger große wirtschaftliche Zugeständnisse zu erkausenden Herabsetzung der Kriegsschulden bestehen kann. Ob gegebenenfalls mit einer Streichung gerechnet werden kann, ist dabei die wichtigste, aber bewußt unentschieden gelassene Frage. Andererseits, sind, die offenen Fragen; auf die noch vorgestern die Sachverständigen der Weltwirtschaft resigniert hingewiesen haben, überraschend schnell geklärt worden. Amerika erkennt die Wechselwirkung zwischen Schulden und Wirtschaftsfragen an, es ist sogar bereit, sie gleichzeitig zu behandeln. Es wird, was England betrifft, auf wirtschaftlichem Gebiet über die Goldwährung ebvm besahlossen, mit Ruu= und über die Einfuhrzölle verhandeln, wobei es den von der sicht auf den gegenwärtigen Stand der Genfer Verhandlungen P#undentwertung ausgehenden Preisdruck zu beseitigen und seine von einem Communiqué über die hiesige Einstellung zu, dem japanischen Vorgehen abzusehen. Ferner wurde beschlossen, nur mit denjenigen Schuldnerstaaten über eine Revision ihrer Kriegsschulden zu verhandeln, die im Dezember 1932 die fällig gewesene Nate gezahlt haben. Die Verhandlungen mit Frankreich werden also, solange Frankreich die Zahlung nicht nachholt, nicht begonnen werden. Bezüglich der Verhandlungen mit England steht Roosevelt auf dem Standpunkt, daß ein einseitiges amerikanisches Opfer weder möglich sei noch der Weltwirtschaft nützen würde. Insbesondere betrachtet er Englands schwankende Währung mindestens ebenso als Hindernis für die Welterholung wie die Schuldenfrage. Man erwartet daher von England eine Zusicherung, daß es nach Einigung über die Herabsetzung der Schuldensumme baldigst zur Goldwährung zurückkehren werde. Nach der Unterredung kehrte Noosevelt in sein Hotel zurück, wo Beratungen über die Lage der Farmer sowie über die Möglichkeiten, den Bundesetat auszugleichen, stattfanden. Nach einer Besichtigung der großen Nitrat= und Wasserwerksanlage Muscleshoals begab sich Roosevelt zur Kur nach Warmspringes in Georgia. Angelsächsische Weltwirtschaftskonserenz. CNB. Berlin, 21. Jan.(Funkspruch.) Die gestern veröffentlichte gemeinsame Erklärung Hoovers und Roosevelts über die Bereitschaft zur alsbaldigen Aufnahme von Schulden= und Wirtschaftsverhandlungen mit England wied überall dich er dende Wendung in der europäisch=aperikanischen Politik betrachAusfuhr nach England zu beleben bestrebt sein wird. Die Wichtigkeit dieser: Gegenstände, läßt die schon heute in englischen Blättern geäußerte Annahme begründet erscheinen, daß die kommenden Verhandlungen mit Amerika die gleichfalls für die nächsten Monate geplante Weltwirtschaftskonferenz in ihrer Bedeutung beeinträchtigen werden. Das wäre aber, trotz gewisser Lieblingspläne Mäcdonalds dann kein Verlust, wenn damit die Aufgaben dieser Konferenz so wesentlich gefördert würden, daß sie in der Häuptsache nurt noch eine registrierende Tätigkeit hätte. Es klingt=deshalb durchaus wahrscheinlich, wenn Macdonald schon jetzt die Absicht zugeschrieben wird, die Verhandlungen mit Amerika persönlich zu führen. Kriegsschulden=Debatte im amerikanischen Senat. WTB. Washington, 20. Jan. Im Laufe der Senatsdebatte über die Kriegsschuldenfrage griffen mehrere Senatoren Frankreich und die anderen Länder, die ihren Verpflichtungen nicht Der Oberpräsivent der Provinz Hannover, Gustav Noske, der im Oktober dieses Jahres wegen Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand treten müßte, soll bereits jetzt von der kommissarischen preußischen Regierung pensioniert werden. Noske ist der letzte Oberpräsident, der der Sozialdemokratischen Partei angehört. gehend mit den Fragen der Arbeitslosenversicherung, der Sozialversicherung und der Lohnpolitik und wandte sich scharf gegen die „sozialen Quertreibereien“ der Schwerindustrie. Der zunehmenden Verschlechterung der Lebenshaltung der breiten Massen durch die Agrarpolitik müsse unbedingt Einhalt geboten werden. Das Landbund=Präsidium an Hindenburg. CNB. Berlin, 20. Jan. Die Pressestelle des Reichslandbundes veröffentlicht jetzt das Schreiben der Präsidenten des Reichslandbundes, das diese dem Reichspräsidenten am 12. Januar mit der bekannten Erklärung des Reichslandbundes zu der amtlichen Mitteilung über den Abbruch der Beziehungen der Reichsregierung zum Reichslandbund übersandt haben. Das Präsidium bitte, so heißt es in diesem Schreiben, den Reichspräsidenten, die Versicherung entgegennehmen zu wollen, daß der Bundesvorstand des Reichslandbundes bei seinem Vorgehen lediglich von seinem Verantwortungsbewußtsein und Pflichtgefühl gegenüber den ohne eigene Schuld der Verzweiflung und Not preisgegebenen Berufsgenossen geleitet worden sei. Wenn die Vertreter des Bundesvorständes nicht auf die zuvor gefaßte und veröffentlichte nachgekommen sind, scharf an. Der republikanische Senator Entschließung des Bundesvorstandes ausdrücklich hingewiesen, Arthur R. Robinson(Indiana) bezeschnete Frankreich als„durch= londern sich au ,.lang#che#gh, der. darin aus undankbar“ und befürwortete die sofortige Annahme der Vorlage des Senators Johnson, die sämtliche Finanztransaktionen mit denjenigen Ländern, die ihre Kriegsschulden nicht zahlen, verbietet. Der republikanische Senator Simeon D. Feß(Ohio) erklärte, Frankreich habe dem Land gegenüber, das ihm in Zeiten der Not mit Geld und Soldaten ausgeholfen habe, eine„kinsche“ Haltung angenommer. Der xepublikanische Senator weitergele (Nebraska) gab der Meinung Ausdruck, det französische Zahlongsverzug ei„beinahe unglaublich zu nennen### tet. Für Amerika bedeutet sie die lange erwartete Klärung der nachdem Amerika sich so großmütig gezeigt habe. Deutschland. Pläne über einen Umbau der Arbeitslosenhilfe. ENB. Berlin, 20. Jan.: Wie der Börsen=Courier berichtet, soll in den nächsten Tagen im Reichskabinett die Entscheidung über eine völlige Umgestaltung der Arbeitslosenfürsorge fallen. Es seien zwei Pläne vorbereitet. Der erste werde vom Reichsarbeitsminister Syrup vertreten, der eine vollständige Zusammensassung der gesamten Betreuung der Arbeitslosen bei den Arbeitsämtern fordere. Mit der Verwirklichung dieses Planes würde den Gemeinden die Aufgabe und die Last der Unterstützung der Wohlfahrtserwerbslosen bis auf geringe Reste abgenommen werden. Diesem Plan steht ein solcher des Reichsministers Dr. Popitz entgegen, der ebenfalls eine vollständige Vereinheitlichung der Arbeitslosenhilfe bezwecke, jedoch nicht die Arbeitsämter, sondern die Kommunen zu Trägern dieser Hilfe machen wolle. Die gesamten bisherigen Mittel, die für die Arbeitshilfe aufgewendet werden müssen, würden darnach bei den Gemeinden konzentriert. Wie wir von unterrichteter Seite dazu erfahren, ist die ganze Frage des Umbaues der Arbeitslosenhilfe noch völlig im Fluß und keinerlei Entscheidungen gefallen. Maßnahmen zu Gunsten der angesetzten Siedler. Rücktritt des DNBP.=Vorsitzenden in Ostsachsen.. BRB. Dresden, 20. Jan. Der Vorsitzende des Landesverbandes Ostsachsen der Deutschnationalen Volkspartei, General a. D. Wöllharth, hat vor einigen Tagen sein Amt niedergelegt. Kundgebung des 69A. in Berlin. ENB. Berlin, 20. Jan. Die Ortsgruppe Groß=Berlin des Gewerkschaftsbunds der Angestellten veranstaltete Freitagabend eine Kundgebung, auf der Bundesvorsteher Gustav Schneider= Berlin, Präsident des Internationalen Bundes neutraler fortgesetzt. Die Frage, ob die Konvention einen Dauercharakter Angestelltenverbände, über„Neudeutsche Politik“ und Fritz haben soll, ähnlich wie das Washingtoner AchtstundentagabkomHorand'= Zürich, der Führer der schweizerischen Angestellten=men, oder ob sie als eine Krisenmaßnahme auf kurze Zeit beverbände, über„Problem der internationalen Sozialpolitik“ schränkt werden soll, wurde zwar von der Mehrheit der Versprachen. ssammlungsteilnehmer im Sinne eines Abkommens auf kurze Bundesvorsteher ten Gesamteinsteuung beschrantt hätten, so sei dies ohne jede Nebenabsicht geschehen. Das gleichzeitig von der Pressestelle des Reichslandbundes wiedergegebene Antwortschreiben des Staatssekretärs Dr. Meißner vom 17. Januar besagt, daß der Reichspräsident von den Mitteilungen Kenntnis genommen und sie an den Reichskanzler —tergeleitet habe. Der Reichspräsident wiederhole, so heißt es Intwort weiter, bei dieser=Gesegenheit feine bereits mündebene Erklärung, daßer nach wie vor den festen Willen habe; der schweren Notlage der Landwirtschaft ebenso wie der anderer notleidender Berufsstände im Rahmen des Möglichen abzuhelfen. Er hoffe, daß die Verordnung über die Verhängung und Ausdehnung des Vollstreckungsschutzes zur Beruhigung der Landwirtschaft beitragen werde. Die Konserenz für die 40 stündige Arbeitswoche. WTB. Geuf, 20. Jan. Die Internationale Konferenz für die Einführung der 40stündigen Arbeitswoche hat am Freitag, nachdem sie sich grundsätzlich zugunsten einer internationalen Bindung in Form eines Konventionsentwurfes ausgesprochen hatte, die Aussprache über die Form und den Inhalt des Abkommens Schneider betonte, daß die sog. autoritäre Regierungsperiode sich als unwirksam erwiesen habe. Wer Volkspolitik treiben wolle, müsse sich zur Demokratie bekennen. Sodann befaßte sich der Redner mit den augenblicklichen Bestrebungen des Reichskanzlers von Schleicher, die darauf hinauszielen, seine Regierung durch einen gesunden Volkswillen zu untermauern. In dieser Hinsicht müßten alle besonnenen Volksgenossen ihn unterstützen. Das Vertrauen der Arbeitnehmer in die Staatsführung, könne jedoch nur gewonnen und erhalten werden, wenn Ahkomm=ns Dauer entschieden; die Abstimmung war aber aus abstimmungstechnischen Gründen ungültig. Sodann beschloß die Konferenz, dem Abkommen einen möglichst dehnbaren Charakter zu geben. WXB. Berlin, 20. Jan. Der Reichsminister für Ernährung ihre sozialen und staatsbürgerlichen Rechte volle Anerkennung und Landwirtschaft hat im Anschluß an die Senkung der Siedler= fänden. Die zögernde Durchführung des Arbeitsbeschaffungsreuten für die Dauer von zwei Jahren auf 3½ v. H. jährlich an= programms habe bereits unter den Arbeitslosen große Beungeordnet, daß unverzüglich eine Bereinigung hinsichtlich der Rück= ruhigung hervorgerufen. Der Redner befaßte sich weiter einstände der Siedler stattfinden soll. Zu diesem Zweck sollen unter Mitwirkung der Siedlungsträger, Siedlungsbehörden und der Deutschen Siedlungsbank innerhalb bestimmter Fristen Vereinbarungen über die Rückstände getroffen werden. Die Vereinbarungen mit den Siedlern sollen möglichst weitgehend die besonderen Verhältnisse des Einzelfalles und die gesamte Wirtschaftslage des einzelnen Betriebes sowie: die sonstigen auf dem Betriebe ruhenden Verbindlichkeiten berücksichtigen, vor allem auch die bisher erwiesene Befähigung des einzelnen Siedlers. Kurznachrichten. WTB. Riga, 21. Jan.(Funkspruch.) Unweit Kandawa in Kurland explodierte eine Lokomobile eines im Walde arbeitenden Sägegatters. Sechs Arbeiter wurden getötet, drei lebensgefährlich verletzt. wtb. Moskau, 20. Jan. Der Kapitän des Eisbrechers „Lenin", Petschura, meldet, er hoffe, in den nächsten Tagen die „Malygin“ zu heben und zum Abtransport nach Marmansk ins Schlepptau zu nehmen. Der chinesisch zapunische Kounntl. Sitzung des 19 er Ausschusses wieder ergebnislos. WTB. Genf, 20. Jan. Der 19er Ausschuß hat sich Freitagnachmittag in einer neuen, ergebnislos verlaufenen Sitzung nochDie Rückstände sollen in der Regel in einer neuen Forderung mals mit den Schlichtungsbemühungen im chinesisch=japanischen zusammengefaßt werden, die unverzinslich ist und in Raten ab= Konflikt beschäftigt. Dem Ausschuß lag eine Stellungnahme der gezahlt werden soll.„ amerikanischen Delegation vor. Ihr Wert ist aber nicht sehr SA=Mann in Düsseldorf erschossen. gerheblich, weil ausdrücklich festgestellt wurde, daß ssie noch nicht WTB. Düsseldorf, 21. Jan. Als am Freitagabend eine Abteilung der nationalsozialistischen SA aus einer Versammlung sich auf dem Heimmarsch befand, wurde sie aus einem kommunistischen Verkehrslokal beschossen. Dabei fielen ungefähr 15 bis 20 Schüsse. Der Führer der Abteilung, Wilhelm Wetekamp, wurde tödlich getroffen. Eine Rede Hitlers in Berlin. ENB. Berlin, 20. Jan. Im Sportpalast fand eine Generalamtswaltertagung der NSDAP. statt. Nach Dr. Göbbels sprach Adolf Hitler. Wenn man einen so hohen Kampf um die innere Erhebung eines Volkes führe, so sagte er, bedürse es der Beharrlichkeit. Hitler sprach weiter über die großen Aufgaben, die das Führertum habe, dessen höchste Aufgabe Schwäche entgegenzutreten und nicht nachzugeben. die Zustimmung von Tokio gefunden hätte. Unter diesen Umständen war der Ausschuß der Meinung, daß man abwarten solle, wie sich die japanische Regierung endgültig verhalte. Man war aber weiter der Meinung, daß die endgültige Entscheidung des Ausschusses nicht immer wieder japanischerseits hinausgezögert werden könne. Es heißt, daß sich insbesondere auf englischer und französischer Seite eine ziemlich ungewöhnliche Stimmung in den Beratungen bemerkbar gemacht habe. Die nächste Sitzung wurde für Samstagnachmittag anberaumt. Die Lage ist nach wie vor gespannt und wird, dadurch gekennzeichnet, daß man heute abend in der Festsetzung einer neuen Sitzung des Ausschusses innerhalb 24 Stunden ein ausgesprochenes Ultimatum erblicken wollte. Der deutsche Vertreter Gesandter von Keller hat sich der es sei, der überwiegenden Mehrheit des Ausschusses angeschlossen. indem der japanischen Regierung kennen müsse, ehe man zu neuen, in Art. 15 Abs. 4 des Völkerbundspaktes vorgesehenen Schritten übergehe. Man hat den Eindruck, daß die japanische Haltung darauf abzielt, die Verautwortung für einen etwaigen Bruch dem Ausschuß zuzuschieben. China ist unnachgiebig. WTB. Genf. 21. Jan.(Funkspruch.) Bei den Vermittlungsbemühungen des Völkerbundes im chinesisch=japanischen Konflikt ist eine neue Verschärfung der Lage zu verzeichnen durch eine im Laufe der Nacht von der chinesischen Delegation veröffentlichte längere Erklärung. Die chinesische Delegation erhebt darin dagegen Einspruch, daß der 19er=Ausschuß zu den chinesischen Vorschlägen hinsichtlich des vorgeschlagenen Vermittlungsverfahrens, das bereits Ende Dezember eingebracht worden sei, überhaupt noch nicht Stellung genommen habe, dagegen über japanische Vorschläge verhandele. Die chinesische Delegation hat daraufhin ihre eigenen Vorschläge der Oeffentlichkeit übergeben. Sie besteht darauf, daß der Völkerbund sich gegen die Anerkennung des Mandschureistaates ausspricht und erklärt, daß China in dieser Forderung auf keinen Fall nachgeben werde. Auch in den anderen Punkten der Entschließung des 19er=Ausschusses vom Dezember nimmt China eine Haltung ein, die derer in der Iuslprache betonte, das man. die-Andgültige Antwort Löstsch der Schwierigkeiten immer Schliehung der Saulen in Düsehderfe. wegen Grippeepidemie. *#r. Düffeldbrf, 20. Juu.“ Auf Anordnung der stackttichen Kreisärzte wurden die Schulen der Stadt Düsseldorf wegen der herrschenden Eriontenidemie auf acht Tage geschlossen. Jal Schäfer ohne Sensation. Disziplinarverfahren gegen Kriminalrat Emminghausen. wp. Düsseldorf, 29. Jan. Gegenüber in der Presse verbreiteten Meldungen wonach seitens der Düsseldorfer Oberstaatsanwaltschaft ein Diszivlinarverfahren gegen den Düsseldorfer Kriminalrat Emminghausen eingeleitet worden sei, weil dieser der Presse Mitteilungen in der Angelegenheit des flüchtigen Direktors der Dedi=Bank, Schäser, gemacht haben soll, erfahren wir, gegen Kriminalrat Emminghausen ein Disziplinarverfahren lediglich wegen innerdienstlicher Vergehen, die aber nicht mit irgendeiner Presseveröffentlichung etwas zu tun haben, eingeleitet wurde. Ueberfall auf einen Trausport der Reichspost. wp. Köln, 21. Jan. Am Freitag abend wurde auf dem Mauspfad zwischen Rath und Brück auf ein Kraftgefährt der Reichspost von drei Räubern, die den Führer durch Schwenken eines roten Lichtes zum Halten veranlaßten. ein Ueberfall verübt. Die Räuber erbeuteten einen Geldbetrag von 480 Mark in bar, 400 Mark in Briefmarken und zwei Briefbeutel. Zwei der Räuber trugen den grauen Uniformmantel mit Dienstmütze der städtischen Polizei und umgeschuallte Pistole. Als einer der beiden Räuber dem Postbeamten mit einer roten Laterne zugewinkt und dadurch zum Stehen gebracht hatte, kam im selben Augenblick ein Privatkraftwagen vorbeigefahren. Diesen hielt der Postkraftfahrer an, weil er der Sache nicht traute. Einer der beiden Täter bedrohte darauf den Fahrer des Privatwagens mit der Pistole und forderte ihn auf, weiter zu fahren. Der Postkraftfahrer wurde genötigt, sich auf den Sitz seines Wagens zu setzen. In diesem Augenblick kam der dritte Täter, der Ziviltleidung trug, hinzu. Nachdem sie die Beute eingesackt hatten, bedeuteten sie dem Fahrer, weiter zu fahren. Die Räuber entkamen unerkannt. „Ich habe einen Artikel über sie zu verössentlichen, aber gegen Zahlung von 300 Mark.. wp. Köln, 20. Jan. Das Kölner Schöffengericht verurteilte heute den 27 Jahre alten angeblichen Innenarchitekten Willi Meißner wegen vollendeter Erpressung zu 7 Monaten Gefänguis und ließ ihn mit Rücksicht auf den begründeten Fluchtverdacht im Gerichtssaal verhaften.— Meißner hatte einem angesehenen Kölner Kaufmann, über den er irgendetwas Anstößiges erfahren hatte, einen anonymen Brief geschrieben, in dem er sich als Berichterstatter der Kölner Presse ausgab. Weiter hieß es in dem Schreiben, ihm, Meißner, lägen Unterlagen vor, die den Briefempfänger schwer bezasteten. Aber er sei ein Mann, der mit sich reden lasse. Deshalb ersuche er den Briefempfänger dringend, sich mit ihm in einem Café auszusprechen. In dem Café erklärte er dem in seiner ersten Bestürzung herbeigeeilten Kaufmann, er habe einen Artikel über ihn zu veröffentlichen. Er könne das aber auch unterlassen, wenn ihm 300 Mark gezahlt würden. Das Opfer händigte ihm dann 150 Mark aus gegen die Zusicherung, daß damit die Geschichte erledigt sei. Aber eine Woche später erschien der unverschämte Bursche wieder und erpreßte neuerdings 75 Mark. Gels Sue Eröffnung der Cochener Amgehunosstraßbe. si#lowp. Cochem, 21. Jan. Die Anfolge des Cochemer Vergrut notwendig gewordene Umgehungsstraße ist am Freitag in Gegenwart zahlreicher Vertreter von Staats= und Gemeindebehörden offiziell dem Verkehr übergeben worden. Die Straße ist in den letzten Wochen bereits ausgiebig in ihren technischen Einzelheiten besprochen worden. Nachdem sie nunmehr dem Verkehr übergeben ist, interessiert diesen nur noch die Tatsache, daß der Fahrdamm eine Breite von sechs Metern hat und der Bürgersteig eine Breite von 4,50 Metern beansprucht. Oe auf derersten Probefahlt. Fünsjährige als Lebensreiterin. wv. Corbach, 20. Jan. Auf der Eisdecke des Kuhbachgrabens vergnügten sich mehrere Kinder mit Schleifen. Im Eiser des Spiels näherten sich die Kinder immer mehr dem dünnen Ende der Eisdecke, als plötzlich ein kleiner Junge einbrach. Da das Wasser an dieser Stelle über 1½ Meter tief ist, versank das Kind Der neue Panzerkreuzer Deutschland auf seiner ersten Probefahrt in der Kieler Bucht. Die Fahrt galt in erster Linie der Feststellung, ob das Schiff den Beding= ungen hinsichtlich der Maschinenleistung entspricht. Die Probefahrt verlief in jeder Hinsicht zufriedenstellend. Otto, Otto, das viele Geld...! Der Zusammenbruch des Rotter=Konzerns, Beherrscher degrößten Leils der Bertiner Bühnen, ist als Hauptursache der Haus Albers, der Höchstverdiener.— Was verdienen die Berliner Stars? Berlin, 20. Januar. des dem den worden. Das EinHilfe, legte sich auf die Eisdecke und brachte ihn wieder ans User. commen einzelner Kunstler, so wurhe— wohl kaum zu Anxecht Nur der Unerschrockenheit dieses tapferen mädchens ist es zu— argumentiert, stunde in keinem Verhältnis zu den augenblickhanfen beb den Debe ner dam Fade der. Eeleindeng und di= lichen Kasseneinnahmen der Theater. In diesem Zusammenhang interessiert ein Blick in die Gagenlisten Berliner Theaterbetriebe. Während durch die Opernkonvension kein Mitglied einer deutschen Opernbühne eine höhere Jahresgage als 23000 Mark beziehen darf, klettern bei den privaten Schauspielbetrieben, sofort im Wasser. Seine fünfjährige Spielgefährtin, die Tochter größte.# der Be des Arbeiters Erich Ockel, eilte kurz entschlossen dem Jungen zu zochgezuchteren Staxgrixzip zugeschriebe Hilfe, legte sich auf die Eisdecke und brachte ihn wieder ans Ufer. kommen einzelner Künstler, so wurde danken, daß der Knabe vor dem Tode, das Ertrinkens und die Eltern vor grobem Leid bewahrt wurden. Erwachsene waren zurseit des Unfalls nicht zur Stelle. Anklage gegen Stadtbaukdirektor Schroeder erhoben. anb. Berlin, 20. Jan. Die Staatsanwaltschaft 1 hat gegen besonders bei der Operette, die Künstlergagen in Höhen, die bei den seit etwa einem Jahr füspendierten Abteilungsdirettor der den augenblicklichen Zeitläuften geradezu phantastisch sind. Stadtbank, Karl Schroeder, Anklage wegen schwerer passiver Bestechung im Amte erhoben. Schroeder wird zur Last gelegt, in den Jahren 1926—1929 als Leiter der Kreditkontrollab= Als höchstbezahltester Schauspieler muß Haus Albers angesprochen werden, der pro Abend 1000 Mark Gage erhält. Aus seiner Filmtätigkeit löst er Summen, die, pro Aufnahmetag beteilung der Stadtbank seine Amtsbefugnisse zur Kontrolle der rechnet, ungefähr das Drei= bis Vierfache ausmachen dürsten. die die Vorlinar SStadthank sich nan dar Firma Da kann man nur mit seinem eigenen Lieblingsspruck sagen: Sicherheiten, die die Berliner Staotbanr sich von der Firmu Kleidervertriebsgesellschäft Gebrüder Sklarek für die von ihr gewährten Kredite geben ließ, verletzt und im Zusammenhang damit von den Sklareks Zuwendungen in Gestalt von Rennwettgewinnen angenommen zu haben. Bau eines Nuseums für Leibesübungen. Perlin, 20. Jan. Der Verein zur Förderung Sesbesthunggn. E. L. wst dsanot. men hat, das“ bäude, das ehemalige Archttektenhaus in der Wilhelmstraße, auszubauen, um das Museum bereits Mitte d. J. der Oefsentlichkeit zugänglich machen zu können. Der weitere Ausbau soll bis 1936 beendet sein, so daß dann für die Besucher der in Berlin abgehaltenen Olympiade ein neuer Anziehungspunkt geschaffen ist. Dem Verein, der 1925 gegründet wurde, gehören Sportfreunde an, ferner eine Reihe Vertreter staatlicher und städtischer Behörden, die sein Ziel unterstützen. Da kann man nur mir seinem eigenen Lieblingsspruch sagen! Otto, Otto. das viele Geld.... Gitta Alpar steht ihm nicht viel nach. Sie erhält zur im Großen Schauspielhaus pro Abend 800 Mark und für ihre Filmtätigkeit dürfte sie 1000—1400 Mark erhalten; die Gagen schwanken hier selbstverständlich. Von ihren Schallplatteneinnahmen soi erst gar nicht gesprochen. Es sind im Monat nur ein paar lumpige 1000 Mark. Allein diese beiden Fälle zeigen, welche unvorstellbaren (Summen aus dem Berliner Theaterbetrieb an eine Handvoll stung Künstles abfließen, deren artistischer Wert bestimmt#nichte geOe mindert werden soll, wenn diele Honorare, als regelrecht wahnwitzig bezeichnet werden. Heirat Montagu Normans. wtb. London, 20. Jan. Montagn Norman, der nun 61jährige Gouverneur der Bank von England, wird sich demnächst mit Frau Worsthorne verheiraten. Frau Worsthorne, die im 33. Lebensjahre steht und in der Verwaltung Groß=Berlins tätig ist, wurde im Jahre 1929 von ihrem ersten Gatten geschieden. Der Reimat Aruris Raellt 7) Roman von Friedrich Freidon. Er bietet ihr den Arm und tanzt dann mit ihr. Die Stimmung ist allgemein recht lebhaft und heiter, man trinkt Sekt und flirtet, viele sind von einem wahren Tanztaumel besessen, und später zeigt sich ein junges Paar im Solotanz. Der Filmschauspieler verabschiedet sich, ein älteres Ehepaar folgt ihm bald. und nach Mitternacht sind nur noch die Gäste aus dem engeren Freundeskreise anwesend, darunter Direktor Authagen, der Junggeselle ist, und mit ihm Baron von Urbost. Gegen ein Uhr morgens fährt draußen ein Auto vor. Zwei Herren wünschen den Generaldirektor zu sprechen, der sie, verwundert und ungehalten, in sein Zimmer geleiten läßt. Er unterhält sich noch mit Authagen, muß mit einmal an die Polizei denken und bricht das Gespräch ab. Vor ihm geht Herr von Urbost hinaus, dem der Diener in den Pelzmantel hilft. Das wundert Bliene, der sich nicht entsinnt, ob sich der Baron verabschiedet hat oder nicht. In seinem Zimmer erheben sich die beiden späten Besucher, als er eintritt, und legitimieren sich als Kriminalbeamte. Sie wollen wissen, ob Direktor Authagen einen Gast hier eingeführt hat, was Bliene bejaht. Wie nannte sich der Herr?“ fragt der Kriminalkommissar. „von Urbost.“ „Hab sich als Baron aus?“ „Ja, gewiß!" Der Hausherr staunt und hat dunkle Ahnungen. „Der Herr ist noch da?“ Bliene verneint das.„Er verließ eben mein Haus, gerade als ich heraufkam.“ Der Kommissar sagt etwas zu seinem Kollegen, was der Generaldirektor nicht versteht. Dann haben es die beiden Beamten mit einmal sehr eilig, entschuldigen sich und verabschieden sich und laufen beinahe über die Treppe nach unten, aus dem Hause und durch den Vorgarten auf die Straße hinaus. Das Auto rast davon, die Scheinwerfer leuchten den Weg ab. Von dem gesuchten Hochstapler ist keine Spur mehr zu finden. Er ist gelassen an dem Wagen der Polizei vorbeigegangen, wurde angerufen, gefragt und erklärte kaltblütig:„Ja, Baron Arbost ist noch im Hause!“— Nun kommt Bliene wieder zu seiner Gesellschaft zurück, nimmt seine Frau beiseite und sagt ihr leise:„Denke dir, eben sollte Herr von Urbost verhaftet werden!“ Damit es kein Aufsehen gibt, verhält er sich nicht länger und wartet ihre Antwort nicht ab. So konnte er auch nicht bemerken, wie sie blaß wurde und fröstelnd die Schultern einzog. Später schützte sie Kopfschmerzen vor und und zog sich zurück, während ihr Mann die letzten Gäste verabschiedete. Allein mit sich und ihren Gedanken, wollte sie fast mutlos werden und fürchtete ernstlich, daß sich aller gegen sie verschworen haben könnte. Alfred Bliene hätte sie wohl auch ohne den Roman zur Frau genommen, ohne die Komödig, die sie ersonnen hatte. um mit ihrer Vergangenheit zu brechen. Sie wähnte damals, daß die Kreise, in die sie eindringen wollte, eine besonders hohe Moral und eine größere Verantwortung haben mußten. So zynisch und illusionslos wie Werner Debolius konnten die Männer jener Gesellschaftsschichten nicht sein. nahm sie an. Wohl kamen ihr Zweifel; aber zwischen Glauben und Ungewißheit suchte sie konsequent ihren Weg. Die Illusionen zerstoben bald genug. Und heute ahnte sie es wenigstens, daß Moral und Verantwortung in allen Schichten eines Volkes wohnen, daß die Kreise, die man jeweils in der bürgerlichen Gesellschaft von Stufe zu Stufe zog, lediglich der Wahrung persönlicher oder gegenseitiger Interessen dienten. War Werner Debolius nicht eigentlich schon damals ein Hochstapler gewesen, wenn es da auch nur um die Gunst und die Liebe begehrter Frauen ging? Nur? Ingrid grübelte in sich hinein. Zum erstenmal ahnte sie— wenn auch dunkel und fern— daß sie mehr verloren als gewonnen haben könnte. Unten im Hause versanken die Stimmen der letzten Gäste, draußen fuhr der letzte Wagen davon. Warum gab man die große Gesellschaft? Tja, warum...?! Gerade danach hatte sie sich ja gesehnt, nach dieser bunten, lebendigen, vielgestaltigen, eleganten Welt, die in Atem hielt, anregte, aufpeitschte, überzeugte und alle Fähigkeiten entfalten ließ. Solche Gesellschaften hoben das Selbstbewußtsein. Man merkte, zu was man geboren war, man fühlte, wie man stieg, man sah, wie man begehrt und verehrt wurde, man hatte sich den richtigen Rahmen für seine Person und seine besonderen Talente geschaffen. Aber auch hier kroch hinter den Kulissen der Klatsch, die Intrige, der Neid, die Mißgunst und noch mancherlei, was Gott seinen Menschenkindern sicher nicht zum Ziel ihres Erdenwallens gesetzt hatte. Es pochte an der Tür. Sie wußte, es ist ihr Mann, rührte sich aber nicht. Uebersättigt von dieser festlichen Gesellschaft, innerlich gejagt von ihrer Angst, war ihr alles zuwider und verekelt. Nur allein bleiben, in das Dunkel starren, bis der Schlaf kam und für Stunden alles auslöschte. Nie war Ingrid von solchen oder ähnlichen Gedanken heimgesucht worden. Aber das, was sie abgetan und vergessen wissen wollte, kam zu überraschend und zu rasch hinter ihr her.—— 4. Kapitel. ..: Der Teufel spielt mit! Eine schwache Minute kann den Nenschen auf die Drehscheibe der Torheit schleudern. Da kurot er nun herum, sieht den Weg nicht mehr, den er gehen müßte, und die Welt wird zum bunten Kalaidoskop, bis alles im tollen Wirbel versinkt. Dem Großbauern Heine Schurnesiepen kamen gelegentlich Zweifel, ob das Wesen, das er da ins Haus genomnen hatte, Ingrid Bredbecke war oder nicht. Doch da half nun nichts mehr —ür mußte ihr verfallen. * Schonstn der ersten Woche nutzte sie sich heraus, Hekam wieder Farbe und legte immer mehr Wert auf ihr Aeußeres. Frau Schurkesiepen bewerkts beg nur zu gut. And ihr Mann#ah es erst, recht. Man hatte vor Jahr und Tag ein Klavier angeschafft und Annelore nahm Stunde beim Hauptlehrer im Dorf Da stellte sich heraus, daß sich der Gast auf das Klavierspiel verstand. Und die Tatsache sprach ja nun wieder dafür, daß man's eben doch mit der Tochter des früheren Hauptlehrers zu tun hatte. Für die Großbäuerin war das allerdings gleichgültig, ob es Ingrid Bredbecke oder eine abgebrühte Schwindlerin war. Sie sah die Rivalin in ihr, die Gefahr für den Ehefrieden und sie glaubte, daß der Teufel selbst ihr diese Person ins Haus geschickt haben mußte. Im Dorf sprach es sich rasch herum, daß die Ingrid Bredbecke heimgekommen war und vorerst beim Großbauern Heine Schurnesiepen wohnte Sie hatte sich angemeldet, ihre Papiere gingen in Ordnung und selbst der Abmeldeschein war vorhanden. Danach war sie zuletzt in Köln am Rhein gewesen. Sie besuchte die Gräber der Eltern, den alten Pastor, ließ sich sonst mit keinem Menschen ein und im Dorf sehr selten sehen. Marwin Oddekamp ging sie aus dem Wege, wo sie konnte. Das große Dorf zählte heute etwa dreitausend Seelen. Da Ingrid Bredbecke hier nur drei Jahre die Volksschule besucht hatte, brauchte sie die früheren Schulfreundinnen nicht sehr zu fürchten. Sie spielte sich rasch in ihre Rolle ein, erkundigte sich vorsichtig nach der Tochter des Arztes, von der sie wußte, daß sie mit der Hauptlehrerstochter die Schule in Minden besucht hatte. Die war nun verheiratet und wohnte in Hannover. Die Tochter des Pastors ist Lehrerin geworden und auch in der Welt. Es hat sich in zwölf Jahren eben mancherlei geändert, worüber die Schwindlerin nicht gerade böse ist. Denn Marwin Oddekamp hat recht: es kann nicht Ingrid Bredbecke sein, die da angeblich in ihre Heimat zurückgekehrt ist. In Wirklichkeit ist es jenes Mädchen, dem sich Ingrid damals anvertraut hat und das ihr die falschen Papiere besorgte. Und als man sich trennte, waren die richtigen Papiere verschwunden, was Ingrid Bredbecke eine Zeitlang mit Unruhe und Angst erfüllte. Später, nachdem sie nichts mehr von der Person hörte, vergaß sie es und fühlte sich in ihrem neuen Leben schon zu sicher, um sich große Gedanken darum zu machen... Damals wollte Ellen Halling mit einer Tanztruppe nach Amerika, und zwar nach Rio de Janeiro. Sie war, wie Ingrid. ihrer Mutter ausgerissen, wie denn in jener bewegten Zeit manches junge Menschenkind auf sonderbare Wege geriet. Die Mädchen lernten sich in Berlin kennen. Ellen war fast mittellos, Ingrid besaß eine für damalige Zeiten noch beträchtliche Summe. die sie vor ihrer Flucht heimlich von der Sparkasse abgehoben hatte. Durch die Halling kam Ingrid Bredbecke auf die schiefe Bahn. besann sich rechtzeitig, vergaß ihre Pläne nicht ganz und nutzte eine Zufallsbekanntschaft von Einfluß aus, um den ersten Sprung in die andere begehrte Welt zu tun. Sie hatte wenigstens noch ein Ziel, während Ellen Halling ziellos abenteuerte... In Berlin ließ sich die richtige Ingrid Bredbecke natürlich nichts davon träumen, daß Ellen Halling wieder aufgetaucht war und ausgerechnet in ihrem Heimatdorf ihre Nolle spielte.—— Hier im Dorf zweifelte freilich niemand ernstlich an der Identität der Heimgekehrten mit der Tochker des verstorbenen Hauptlehrers, zumal sich diese sehr zurückhielt und— wie allgemein bekannt war— die Papiere stimmten. Nur Marwin Oddekamp wußte es nahezu bestimmt, daß es sich nur um eine Schwindlerin handeln konnte. Wie aber war ihr beizukommen? (Fortsetzung folgt.) Nr. 16 124. Jahrgang „ Samstag, 21. Jannar 1933 Volbaten im Zerscherheer! Ingenieure im Freiwilligen Arbeitsdienst— Wozu sie benutzt werden— Wissenschaftliche Arbeiten für 2 Mark Tagesgeld—„Nur von der Straße weg!“— 120000 Jugenieure, 30000 Studenten— Nur ein Fünftel voll beschäftigt— Massenandrang zum Arbeitsdienst. Von Michael Geyer. Das Reichsarbeitsministerium hat dem„In„ genieurdicnst“, einer Art Selbsthilfe=Organisation des Vereins deutscher Ingenieure, die Möglichkeit gegeben, einige hundert erwerbslose Ingenieure zu ganz besonderen Arbeiten im Nahmen des Frei: willigen Arbeitsdienstes unterzubringen. Eine Droschkenhaltestelle im Westen der Stadt. In die Ecke gedrückt, die Decke hoch über die Knie gezogen, sitzt der Chauffeur, auf einen Fahrgast wartend. Mit klammen Fingern blättert er in einem dickleibigen Werk; er ist ganz vertieft, die Außenwelt hat er vergessen. Mein Blick fällt auf den Umschlag des Buches: „Einfluß der Fliehkräfte auf Eisenbahnbrücken". Ich sehe mir den Mann an; er hat ein junges, energisches Gesicht, in das die tiefen, dunklen Ränder unter den Augen nicht zu passen scheinen.„Sie sind Ingenieur?“ frage ich ihn. Er blickt etwas verdutzt auf: „Ja, Bruckenbauer“.—„Fahren Sie schon lange Taxe?“—„Seit drei Jahren. Vorher hatte ich eine ganz schöne Stellung in einem Konstruktionsbureau. Eines Tages lag ich auf der Straße; es werden heute keine Brücken mehr gebaut. Ein paar Monate habe ich mich noch um einen Posten bemüht, dann habe ich es aufgegeben und fahren gelernt. Frau und Kind wollen zu essen haben! Spaß macht es nicht, so bei Wind und Wetter immer auf der Straße zu sein; aber man gewöhnt sich an alles, wir beißen uns wenigstens durch. Etwas anderes ist viel schlimmer: man vergißt so schnell! Vorigen Sonntag bin ich plötzlich auf den Gedanken gekommen, wieder einmal eine Konstruktionsberechnung zu versuchen. Können Sie sich das vorstellen, ich kam nicht mehr damit zu Rande! Ueberall. haperte es. Das war kein schlechter Schreck! Nun habe ich schnell meine alten Lehrbücher wieder vorgeholt und zu arbeiten begonnen. Leicht ist es nicht. Man ist ganz heraus aus dem mathematischen und technischen Denken, jeder Satz bereitet mir Kopfzerbrechen, als wenn das alles Neuland für mich wäre. Außerdem bin ich immer müde. Aber ich kann doch nicht mein Leben lang am Volant sitzen bleiben. Einmal muß ich doch wieder heraus von hier!“ Einer von Tausenden. Und noch dazu einer, der Glück gehabt hat, der wenigstens etwas verdient und nicht der Fürsorge zur Last fällt. 120 000 Ingenieure gibt es in Deutschland. Auf den Technischen Hochschulen sind rund 30 000 Hörer eingeschrieben, dazu kommen noch Dutzende von Maschinenbau=Schulen und privaten technischen Lehranstalten, die alle nahezu überfüllt sind. Der Zustrom hält unvermindert an. der Beruf des Technikers ist fast der einzige, in dem junge Menschen noch Aussichten auf Erfolg zu haben glauben, zumindest bei der Wiederkehr normaler Verhältnisse. Ob diese Hoffnungen in mehreren Jahren einmal erfüllt werden können, bleibe hier ununtersucht. Gegenwärtig ist aber die Lage geradezu katastrophal. Eine gewerkschaftliche Schätzung rechnet mit knapp 20 Prozent vollbeschäftigten technischen Beamten und Angestellten. Weitere 45 Prozent arbeiten verkürzt und der Rest ist stellungslos. Besonders schlimm ist der junge Nachwuchs daran der gerade sein Studium beendet hat. Wenn irgendwo eine Stelle frei wird, nimmt man natürlich lieber einen Mann; der bereits eine gewisse praktische Erfahrung in seinem Fach hat. Hier Abhilfe zu schaffen, ist eine beinahe unlösbare Aufgabe. Und alle Vorschläge und Pläne, die dahin zielen, bedeuten in ihrem praktischen Endergebnis kaum mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Als der Freiwillige Arbeitsdienst eingeführt wurde, meldeten sich Jungingenieure in hellen Scharen. Endlich bot sich eine Möglichkeit, von der Straße wegzukommen! Im Grunde war mit dieser Behelfslösung selbstverständlich nichts erreicht. Um Steine zu klopfen und Wälder zu roden, hatten diese jungen Menschen kein jahrelanges Studium nötig gehabt. In dieser Situation wurde auf Bestreben der zuständigen Organisationen die Verordnung über den Freiwilligen Arbeitsdienst auf dem Gebiete der wissenschaftlichen Forschung erlassen. Das Reichsarbeitsministerium ernannte den„Ingenieurdienst", eine Art wirtschaftlicher Selbsthilfe=Organisation des Vereins Deutscher Ingenieure, zum Träger des Arbeitsdienstes auf diesem Gebiet. Im Spätsommer des vergangenen Jahres begann man mit den Vorbereitungen. Heute ist der Betrieb voll im Gange. Allerdings darf nicht verschwiegen werden, daß wieder nur ein ganz geringer Prozentsatz aus dieser Einrichtung Nutzen ziehen kann. Vorläufig haben nicht mehr als 450 Jungingenieure im ganzen Reich Beschäftigung gefunden. In Berlin allein hatten sich aber schon 1200 gemeldet. Dabei muß noch berücksichtigt werden, daß das Gesetz die Altersgrenze sehr eng gezogen hat: es werden nur Freiwillige bis zum 25. Lebensjahr zugelassen. Das bedeutet, daß gerade noch diejenigen erfaßt werden können, die eben die Hochschule verlassen haben. Wenn auch nur wenige Ingenieure ein Unterkommen gefunden haben— nicht einträgliche Arbeit, nur Arbeitsgelegenheit—, so ist da schon ein kleiner Gewinn; er wird heute bereits dankbar begrüßt. Die 450 Menschen dürsen 20 Wochen lang, in Ausnahme fällen sogar 40 Wochen, auf ihrem Spezialgebiet tätig sein, sie dürfen sich wissenschaftlichen Forschungsarbeiten widmen, sie können weiterlernen. Darüber hinaus werden auch ihre Berufsaussichten für die Zukunft verbessert, sie werden auf Grund der Zeugnisse, die sie nach Beendigung ihrer Arbeitsdienstzeit bekommen, aller Wahrscheinlichkeit nach leichter eine Anstellung erhalten, als andere. An 130 wissenschaftlichen Instituten, in erster Linie an den Hochschulen und technischen Reichsanstalten, sind die Stellen für die Arbeitsdienstfreiwilligen freigemacht worden. In jedem Fall handelt es sich um Arbeiten, die mit normalen Mitteln nicht geleistet werden könnten, so daß der gesetzlichen Forderung der „Zusätzlichkeit“ Genüge getan wird. Vernünftigerweise hat man rein theoretische Untersuchungen ausgeschlossen. Man muß sich lediglich mit solchen Problemen die einen praktischen volkswirtschaftlichen Wert haben und heute schon einen gewissen Erfolg versprechen, beschäftigen. Daneben Arbeiten fördern, die auf einem etwas anderen Gebiet liegen, aber trotzdem nicht minder wichtig sind: Einrichten oder Neuordnen von wissenschaftlichen Bibliotheken oder Kartotheken, Anlegen von Sachverzeichnissen und ähnliche Arbeiten. An vielen Hochschulen hat sich der Mangel an derartigen Handbüchereien in der letzten Zeit recht unangenehm bemerkbar gemacht, aber mit den etatsmäßigen Mitteln ließ sich nicht Abhilfe schaffen; so mußte die Forschung auf die Hilfsmittel verzichten, die jetzt erarbeitet werden sollen. Für die oft recht anstrengende Arbeit erhalten alle Arbeitsfreiwilligen eine Bezahlung von zwei Mark täglich. Davon müssen sie sich auch noch ihre Verpflegung beschaffen. Allerdings hat der„Ingenieurdienst“ Vorsorge getroffen, daß die Unkosten für die Hauptmahlzeit täglich 30 Pfennig nicht überschreiten. An manchen Stellen betragen sie sogar nur die Hälfte dieses Satzes. Wenn keine besonderen Speisungsstellen errichtet werden konnten, hat man besondere Vereinbarungen mit akademischen Hilfsorganisationen getroffen. Die leibliche Fürsorge ist die Hauptsache. Daneben wird daran gedacht, die jungen Leute aus ihrer Einsamkeit zu befreien. Wo es irgend angängig war, sind die Arbeitsfreiwilligen zu Gruppen zusammengefaßt worden, die sich regelmäßig treffen. Jeden Sonnabend wird gemeinschaftlich Sport getrieben, und zweimal im Monat finden sogenannte Sprechabende statt, auf denen Vorträge sozialpädagogischer, allgemein=kulturpolitischer oder technisch=wissenschaftlicher Art gehalten werden. Auf diesen Abenden können die jungen Leute alle ihre Wünsche zur Sprache bringen, und es wird dann gemeinsam beraten, wie etwa bestehenden Mißständen abgeholfen werden kann. Die Organisationen sind mit dem Erreichten nicht zufrieden. Eine erhebliche Ausdehnung des Freiwilligen Arbeitsdienstes auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Forschung ist geplant. Was davon Wirklichkeit werden wird, läßt sich noch nicht übersehen. Die Mittel des Reichskommissariats, die für diese Zwecke zur Verfügung stehen, sind leider beschränkt. Erfroren mit dem Gewehr im Auschlag. Heldenmütiger Tod von dreihundertachtzig chinesischen Soldaten. Schanghai, 19. Jan. In erschütternder Weise ist das berühmte Bild des russischen Malers Wereschtagin„Am Schipka=Paß nichts Neues“, das einen mit der Waffe im Arm erfrorenen Soldaten zeigt, Wahrheit geworden. Im Kampfgebiet an der koreanischen Grenze haben japanische Vorhuttruppen auf dem Takoschan=Berge dreihundertachtzig chinesische Soldaten erfroren gefunden. Die Chinesen lagen an die Brüstung ihrer Gräben gelehnt noch mit der Waffe im Anschlag. Bis in die letzte Sekunde hinein haben sie in ihrer Pflichterfüllung nicht gewankt. Es handelte sich um den Rest einer chinesischen Abteilung von vierhundert Mann, die, von den Japanern bedrängt, sich auf den Berggivfel zurückzogen. Ganze vierzehn Tage hindurch haben sie hier der starken japanischen Vorhut heroischen Widerstand geleistet. Jede Angriffswelle der Japaner brach in ihrem Feuer zusammen. Dann zog über das Kampfgebiet an der koreanisschen Grenze eine furchtbare Kältewelle. Selbst die hervorragend ausgerüsteten, mit bestem Pelzwerk bekleideten Japaner mußten sich mit ihren Petroleumheizösen tief in die Erde eingraben. Nur Scherenfernrohr=Posten blieben außerhalb der Unterstände. Als dann die Kälte etwas nachließ und von javanischer Seite die Feuertätigkeit wieder auflebte, wunderte man sich, daß die Chinesen nicht antworteten. Als man Patrouillen ausschickte, wurde der erschütternde Grund sehr bald klar. Die chinesische Besatzung des Berges. Männer in zerrissenen Stiefeln und dünnen Mänteln, waren auf ihrem Posten erfroren, das Gewehr im Anschlag. Petriheil aufdem Eise Der starke Frost der letzten Tage hat die deutschen Seen zum Teil mit einer festen, tragfähigen Eisdecke überzogen. Für de Angler ist dies eine willkommene Gelegenheit, dick vermummt vor Eislöchern ihr Glück zu versuchen. Die Gesungens der„Miedpalra“. Gesellschaftsskandal zwischen Wien und Kairo— Oesterreichische Diplomatenfrau entführt jungen Araber. Wien, 19. Jan. Die Wiener Gesellschaft hat wieder einmal„ihre“ Affäre. Seit Tagen spricht man von nichts anderem als der Gattin eines österreichischen Diplomaten in Aegypten, die den ehemaligen Chauffeur des Ministerpräsidenten Sidki Pascha aus Kairo, einen jungen, bildschönen Araber, nach Wien entführt und in ihrer Villa in Hietzing gefangengesetzt hat. Nach langen vergeblichen Nachforschungen hat die Frau des Arabers, eine junge Köchin, die bei dem Diplomatenehepaar in Dienst stand, die romanhaft klingende Angelegenheit mit allen Einzelheiten aufgedeckt und gerichtliche Schritte eingeleitet. Die Polizei und die Diplomatie zweier Erdteile wurde in Bewegung gesetzt. Eine junge Wienerin hatte einen Dienst im Hause eines österreichischen Diplomaten in Kairo angenommen. Im fernen Aegypten lernte sie den Chauffeur des Ministerpräsidenten Sidki Pascha kennen. Es war ein hochgewachsener, bestrickend schöner, junger Araber mit dunklen Märchenaugen, der das Gefallen des Wiener Mädchens erregte. Auch ihm gesiel das Mädchen und so dauerte es nicht lange, bis die beiden ein Paar wurden. Es wäre wahrscheinlich alles anders gekommen, wenn der Araber nicht seine gute Chauffeurstellung verloren hätte. Er brachte sich mit Gelegenheitsarbeiten fort und besorgte auch für den Haushalt des Diplomaten des öfteren kleine Wege. Eines Tages lernte er dabei die Frau des Hauses, eine in der europäischen Kolonie von Kairo gefeierte Schönheit, der man den Namen „Kleopatra“ gegeben hatte, kennen. Der Araber machte auf die Baronin einen großen Eindruck und wurde von ihr bald zu allen möglichen Diensten herangezogen. Er mußte sie überall hin begleiten, in Gesellschaft, ins Theater, auf Ausflüge, er mußte mit ihr ausreiten, mit ihr spazierengehen und Pagendienste bei der schönen Frau versehen. Bald sprach man in Kairo von der auffallenden Freundschaft zwischen der Baronin und dem Araber, und das Hauspersonal flüsterte sich gegenseitig Dinge zu, die man kaum glauben konnte. Natürlich wurde auch die Köchin auf die Bevorzugung ihres Mannes durch die Herrin aufmerksam, aber der Araber verstand es, seiner Gattin ihre Eifersüchteleien immer wieder auszureden. Am 15. Mai vergangenen Jahres verdingte sich der frühere Ministerchauffeur an eine arabische Familie und fuhr mit ihr nach Syrien. Und nur wenige Tage später kehrte auch die Baronin Kairo den Rücken und schiffte sich nach Triest ein, von wo aus sie nach Wien weiterfuhr. Von diesem Augenblick an hörte man weder etwas von dem Araber noch von der Gattin des Diplomaten. Beide blieben verschollen. So vergingen einige Monate, bis im August in Kairo von Wien ein Brief des Arabers an seine Frau eintraf, in dem er sie bat, ihre gemeinsame Wohnung aufzulösen und zu verkaufen. Die Gattin des Arabers war sehr mißtrauisch und glaubte nicht daran daß ihr Mann ihr einen solchen Brief schreiben würde. Die Schrift kam ihr auch auffallend vor, und als sie in der Folgezeit noch mehrere solche Schreiben erhielt, wurde es ihr zur Gewißheit, daß die Briefe samt und sonders von der Hand der Baronin geschrieben waren. Nun setzten ihre Nachforschungen ein. So erfuhr sie, daß ihr Gatte niemals nach Syrien gefahren, sondern sich mit der Baronin nach Wien begeben hatte. Die vielen Briefe, die sie ihm schrieb, waren nie in seinem Besitz gelangt. Auch wußte er nichts von Schreiben, die seine Frau von ihm bekommen haben sollte. Es war nun klar, daß der Araber von der Gattin des Diplomaten in ihrer Villa gefangen gehalten wurde. Inzwischen hatte der Gatte der Verführerin, wie fast immer in solchen Fällen, noch keine Ahnung von der ganzen Geschichte. Er erfuhr das erst durch die Mitteilungen seiner Köchin, die ihm nun reinen Wein einschenkte. Sie machte ihn mit allen Einzelheiten bekannt, wies ihm nach, daß seine Frau sich in Zayeda=Zenat, einem Vorort von Kairo. eine Garconnewohnung eingerichtet hatte, in der sie regelmäßig mit dem Araber zusammengetroffen war. Die Köchin erklärte schließlich ihrem Dienstherrn, daß sie einen Schadenersatz für den ihr gestohlenen Mann verlange. Der Baron war von dem Gehörten erschüttert. Ein Wiener Rechtsanwalt wurde von der Köchin beauftragt, eine Anzeige gegen die Baronin wegen Ehebruchs und Entführung zu erstatten. Er eruierte, daß sie mit ihrem Araber den ganzen Sommer über in ihrer Villa geweilt hatte. In den letzten kritischen Tagen ist jedoch der Araber aus Wien verschwunden. Wenigstens wurde er polizeilich abgemeldet. Man nimmt an, daß die Baronin ihn entweder versteckt hält oder ihn nach Berlin gebracht hat, um später wieder mik ihm zusammen zu treffen. Der unglückliche Diplomat aber, den seine ganze Diplomatenkunst im eigenen Haus so schmählich im Stich gelassen hat, entließ seine gesamte Dienerschaft und hat sich aus dem diplomatischen Dienst zurückgezogen. Die Affäre hat sowohl in Kairo als auch in Wien ungeheures Aufsehen hervorgerufen. Man erwartet in der Gesellschaft mit fiederhafter Spannung weitere Enthüllungen und ist am Ende des Skandals sehr interessiert. Die Wochenbeila: blattes" unm wllage des„Solinger Tage(16 Seiten in KupfertietP ennnmumnnnnsngunszsannumn Lesen Sie 15s seinen guten Roman. Gceinhelieren mit Psttahim (4Pr) Westbeursche Aeprasentariomannschaften. Gegen„Diables rouges“ und Südholland. Auf den Souren Consa Der Spielausschußvorsitzende des Westdeutschen Spielverbandes hat für die nächsten Monate einige größere Aufgaben in Aussicht genommen. So sollen am 26. Februar zwei Repräsentativkämpfe gegen die„Diables rouges" und evtl. gegen Südholland durchgeführt werden. Das Spiel mit den Belgiern ist bereits für Köln persekt, die Begegnung mit den Holländern steht dicht vor dem Abschluß. Für das Kölner Treffen steht die Mannschaft bereits in ihren Grundzügen fest und zwar: Buchloh (Trautwein)?(ein Kölner Verteidiger)? Janes Bender Plate Albrecht(Wigold)?(Hohmann)? Rasselnberg Koviersti Die Begegnung mit Südholland, die in ihren Reihen drei bis vier Internationale enthalten wird, die in Düsseldorf gegen Deutschland den 2:0=Sieg erringen halsen, soll von einer Kombination Schalke Schwarz= Weitz Essen bestritten werden, könnte also folgende Formation im Kampf sehen: Meillage Hundt Jajons Horn Jepan Czeyka Lorscheid Nattkämper Pörtgen Kuzorra Rothardt Daß der Westen aber noch über weitere, so gut wie ebenbürtige Auswahlmannschaften verfügt, beweisen die folgenden Formationsvorschläge von Willi Knehe: Pesch: Graffmann, Busch: Flory, Münzenberg, Breuer; Claus, Guttmann, Niggemeyer, Zarges, Heidemann— oder: Michels: Gipka, Schwan; Tillmann, Euler, Schaar: Leonhardt, Stoffels, Wolters, Linken, Rohr. Als weitere Anwärter auf repräsentative Ehren kommen dann nach Ansicht des westdeutschen Verbandsspielausschußvorsitzenden noch folgende Leute in Frage: Tor: Döhmer(Koln), Matthäus(Krefeld), Büchner(Fulda), Stein (Höntrop) u. a. Verteidiger: Baake(Aachen), Schröder(Köln), Hönig(Köln), Schröder (Kurhessen), Vorneseld(Düsseldorf), Schwiers(Odenkirchen), Markowiol (Union Recklinghousen) u. a. m. Läufer: Wiehe und Franken(Aachen), Rodzinski(Hamborn), Wohl gemuth(Recklinghausen), Valentin(Schalke), Hofmann(Benrath), Wenig (Bonn), Schlösser(Barmen), Hamacher(Rheydt) usw. Stürmer: Botschen und Körver(Kreseld), Leukers(Fulda), Möck (Duisburg), Metzger und Ulrich(Köln), Hermanns(Baesweiler), Ossege(Rheine). Ermes(Köln), Dopp(Düsseldorf 99) Wagner(Kreseld) Pflug(Köln), Bock(Münster), Schürfeld(Barmen), Weingarten und Straßburger(Duisburg), Anteka(Linden) usw. Um diesen Spielern Gelegenheit zu einer guten Schulung zu geben, sollen an zentral gele enen Orten Lehrspiele ausgetragen werden. Viel leicht verden bereits die Östertage die ersten Begegnungen dieser Art bringen. Freundschaftsspiele in Groß=Solingen. 1. SpBg. Solingen=Gräfrath gegen Tus. Ronsdorf. Am Sonntagnachmittag empfangen die„Vereinigten“ auf ihrem Sportplatz an der Rheinstraße den Spitzenreiter der Gruppe 4 in der ersten Bezirksklasse, den TuS. Ronsdorf. Mit der Verpflichtung dieser Mannschaft haben die Gastgeber bestimmt einen guten Griff getan: spielen doch die Gäste in ihrer spielstarken Abteilung eine allererste Rolle. Wie schon gesagt, behaupteten die Ronsdorfer die erste Stelle mit einem Torverhältnis von 27•13 Toren und 16:6 Punkten. Wos die Mannschaft auszeichnet, ist ihr ausgeprägtes Stellungsspiel und ihre Geschlossenheit. Nebenbei hat sie auswärts noch kein Meisterschaftsspiel verloren. Da die Ga“ geber selbst auch mit ihrer stärksten und mehrfach bewährten Einheit zur telle sein werden, ist ein interessanter Kampf zu erwarten, dessen Ausgang völlig offen ist, und der einen Leistungsvergleich über die Spielstärke der beiden Gruppen, denen die Partner angehören, zuläßt. Ohligs 06 gegen Solinger FC. 95. Die beiden„Clups“ aus Groß=Solingen treffen sich bereits am Sonntagvormittag auf dem Sportplatz an der Merscheiderstraße. Die Ohligser sind immer für die Solinger ein schwer zu bezwingender Gegner gewesen, selbst in Zeiten, als in der Zugehörigkeit zu den Klassen noch ein Unterschied zugunsten der Gäste bestand. Das Spiegelbild der diesjährigen Kämpfe der Ohligser ist ein recht eigenartiges. Auf eigenem Platz vermochten sie in dieser Spielzeit noch kein Treffen zu gewinnen; drei Remis und zwei Niederlagen ist das Ergebnis. Dagegen verzeichnen sie auswärts fünf Siege und nur eine Niederlage gegen Weyer. Auf der anderen Seite haben sich die Besucher wieder gut herausgemacht. Im Anfang der Saison ziemlich aussichtslos an letzter Stelle liegend, haben sie sich einen guten Platz in der Mittelgruppe ihrer Abteilung erobert. Aeltere Spieler geben der Mannschaft einen guten Rückhalt. Auch hier ist der Ausgang nicht ohne weiteres voreuszusehen. SV. Solingen 09 gegen BV. Solingen 98. Ein interessantes Tressen wird sich auch am Sonntagnachmittag aus dem Platz an der Vockerterstraße abspielen. Hier stehen sich zwar zwei klassenungleiche Gequer gegenüber, aber bei den Erfahrungen, die die früheren Partner der Platzherren mit diesem machen mußten, ist ein größerer spielerischer Gastgeber weisen jn acht Prasfe gf d'cht also Wenn wir den Vern hier auch bessere Chancen geben, so werden sie aber nur dann zu einem Erfolg kommen, wenn sie von Anfang an mit dem nötigen Ernst und Siegeswillen bei der Sache find: einen einmal errungenen Vorlprung lassen sich die 99er so leicht nicht abjagen. Ausscheidungsturnen der A9T=Rheinlandriege. Platzherren mit diesem machen mußten, ist ein größerer spieleris Unterschied noch nie an den Tag getreten. Die Gastgeber weisen in Reisterschaftsipielen ein Torverhältniscdon 202 Trestern am, spricht deuttich für eine gleich gute Angriffsl##ne wie nuch eine Atwehr. Zum Kunstturnwettkampf gegen Westfalen. Bekanntlich gelangt am 12. März in Herne der größte Gerätewettkampf des Rheinisch=Westfälischen Turn= und Sportverbandes, der dritte Kunstturnwettkampf zwischen den Kreisauswahlmannschoften von Rheinland und Westsalen zur Durchführung. Schon seit Wochen ist man mit den Vorbereitungsarbeiten beschästigt, soll doch die Auswahl der Turner auf das sorgsältigste getätigt werden. Am bevorst##den Sonntag sind die besten Geräteturner der Kreise Niederrhein und Bergisch Land in Haan zu erwarten, um an dem Aus: scheidungsturnen teilzunehmen, auf Grund dessen denn auch die rheinische Vertretung für den Kampf Rheinland=Westfalen beanntgegeben werden soll. Von den zugelassenen 20 Turnern sind als die bekanntesten zu nennen: Kamphausen, Desch und Nolte WV. Arrenberg Elberseld, Sich ATB. Ohligs, Wetterberg und Schlicht Duisburg, Heinr. und Adolf Mut und Kollweit WV. Frischauf Remscheid, Oetka TV. Neuenhaus und Becker Düsseldorf. Wie sich die rheinische Mannschaft zusammenstellen wird, läßt sich natürlich noch nicht sagen: kleinere und größere Verschiebungen der vorjährigen Rangfolge sind unter Berüeksichtigung der ausschlaggebenden Tagesform möglich. Eins ist bestimmt zu erwarten, die vor jährige Kampfkraft der Riege wird bei seitem übertroffen werden; dafür bürgen nicht nur die größere Auswah. und das gesteigerte Können der gemeldeten Turner. sondern durch den Zugang des Verbandsmeisters Sich, jetzt ATB. Ohligs, wird die rheinische Vertretung vielleicht so stark werden, um die Westfalen zum ersten Male besiegen zu können. Der Kampf um die Führung der einzelnen Turner verspricht außerordentlich interessant zu werden, zumal ein Duell zwischen Kamphausen und Sich um den ersten Platz im Vordergrunde steht. Kunstturnwettkampf Rhein=Weser(DJK.) gegen Westfalen(ADT.). Werden die Westsalen in Hagen ihre Siegesserie sortsetzen? Auch in Hagen wird am Sonntag den Freunden des Geräteturnens erstklassiger Sport geboten werden. Tio Westsalen haben hier gegen der Deutschen Jugendkraft größten Kreis anzutreten. Wird der Kampf trotz des Fehlens des Spitzenkönners Sich beweisen, daß die Westfalen auch für den 12. März in Herne gegen das Rheinland stark gerüstet sind? Die Rhein=Weser=Mannschaft ist stark. Der Deutsche Reichsmeister Hüttemann Hagen, steht an der Spite, der zweitbeste ist Brede, Münster. Keinhorst Bochum turnte vor einigen Jahren in der Westsalenriege der Das zwölfjährige Töchterchen des bekannten englischen Berufsläufers Toylor, Megan, begeisterte das Berliner Publikum durch ihre Eislaufkunst. Man sagt der kleinen Engländerin nach, daß sie in längstens zwei Jahren Weltmeisterin sein werde DT. und auch die anderen Leute verfügen über ein respektables Können. Nach dem Wegzuge des Sich nach Ohligs, wodurch die nestfälische Mannscheift unbedingt geschwächt wurde, kann man sagen, daß sich die Gegner gleichwertig sind. Die Frage nach dem Sieger ist also ofsen und verleiht dem Turnen einen besonderen Reiz. Motorsportliche Termine. Die Bergische Arbeitsgemeinschaft(ADAC.) gibt nachstehende motorsportliche Termine bekannt In diesem Jahre wird zum ersten Male die Gau=Meisterschaft des Gaues IV Rheinland auf dem Nürburgring in drei Läufen ausgetragen. Den ersten Lauf richtet die Bergische Arbeitsgemeinschaft(ADAC.) mit ihrem bekannten Ausweisfahrer=Rennen„Um den Preis der Roemryken Berge"(1. Lauf zur Gau=Meisterschoft) auf dem Nürburgring aus. Der 2. Lauf wird durch die Mittelrheinische Arbeitsgemeinschaft(ADAC.) Köln, und der letzte Lauf durch den Gau IV selbst ausgerichtet. Ferner führt die Bergische Arbeitsgemeinschaft am 21. Mai 1933 mit allen ihr angehörenden Clubs eine Schwerkriegsbeschädigten=Fahrt nach Hohensyburg durch. Der Motorsport=Club„Wuppertal“(ATAC.) führt wie alljährlich seine große Zuverlässigkeitsfahrt„Rund um Rheinland und Westfalen auch in diesem Jahre wieder durch. Vorgesehen ist Samstag, der 10. Juni 1933: Start abends, Rückkunft Sonntag, den 11. Juni, nachmittags. Ziel Wuppertal. Der Motorsport=Clud„Wuppertal“(ADAC.) beabsichtigt außerdem zwei andere große Veranstaltungen aufzuziehen. Wir werden nach Abschluß der Verhandlungen noch auf diese Veranstaltungen eingehend zurückkommen. Der Bergische Damen=Automobil=Club(ADAC.) wird mit großen Neuerscheinungen sein diesjähriges Rhein. Damen=Automobil=Turnier in Bad Godesberg am 17. und 18. Juni im vollen Umfange zur Durchführung bringen. Mtuun Gum8 Außerdem findet, wie alljährlich, eine Biendenausfahrt durch den Bergischen Damen=Automobil=Club(ATAC.) statt. DT.=Handball im Niederbergischen Turngau. Vorschau für Sonntag, den 22. Januar 1933. Die Meisterschaftsserie ist so gut wie beendet. Die wenigen Spiele, die noch ausstehen, haben keinen Einfluß aus die Tabelle mehr. Es stehen sast alle Gaumeister in allen Klassen fest und auch zu allem Leidwesen dei Abstiegkandidaten. Es folgt nun die Zeit der Freundschaftsspiele. Wie bekannt, spielen am Sonntag: TV. Wald=Merscheid gegen TB. Gruiten. Dieses Treffen ist ein Wiederholungsspiel, welches für beide Mannschaften keine größere Bedeutung hat Es trifft in diesem Spiel der Tabellenletzte mit dem Gaumeister zusammen. Wenn auch die Mannschaft der Gäste etwas nachgelassen hat, so sollte sie immer noch imstande sein, die WaldMerscheider zu besiegen. Dagegen können die WMVer noch Punkte gebrauchen und haben auch gezeigt, daß sie noch spielen können. Voraus. sichtlich wird sich die Mannschaft mächtig anstrengen, um dem Spitzenführer die Punkte abzunehmen. Wir wünschen dem Treffen einen energischen Leiter. TB. Jahn Solingen gegen Winfried Weeg(TIK.). Die Jahnleute haben die Winfried=Mannschaft zum Rückspiel verpflichtet und werden alles daransetzen, die damalige Niederlage wieder wettzumachen. Der Gastgeber muß sich allerdings gewaltig anstrengen, wenn er gegen die spielstarken DIK=Leute gewinnen will. Oplodener BEB.(WSV.) gegen ATV. Quettingen. Quettingen hat ebenfalls ein Rückspiel it Cpladen auszutragen und geht mit wenigen Aussichten auf Ersolg in den Kampf. Im Hinsviel konnten die Opladener knapper Sieger bleiben. handbal=Freund'scha'tsspiele in der 938. T. u. SpB. Wald(A2T.) gegen Sportfreunde Solingen. Obige Mannschaften treffen sich Sonntagvormittag in Wald zu einem Freundschaftsspiel. Die Walder sind als kampferprobte Mannschaft bekannt und werden die Sportfreunde=Mannschaft auf eine harte Probe stellen. Sportfreunde hat am vergangenen Sonntag in Gevelsberg noch beweisen können, daß sie gegen starke Gegner stets gute Ergebnisse erzielt. Tuspo Krahenhöhe gegen Bergfried Gräfrath. Des Hinspiel ging für Tuspo hoch verloren. In der Zwischenzeit ist aber Tuspo durch Neueintritt verschiedener guter Spieler wieder zu einem beachtlichen Gegner geworden. Wir zweifeln aber nicht an einem Sieg der Gäste. Solinger Hockey=Club jegen Ver. Stahlwerke Düsseldorf. Am Sonntagnachmittag empfängt der Solinger Hockey Club die Hocken=Abteilung der Vereinigten Stablwerke Düsseldorf mit zwei Herrenund einer Damenmannschaft. DDie Düsseldorfer, die erst vor einigen Johren den Hockeysport ausgenommen haben, verfügen schon über eine beträchtliche Spielstärke. Trotzdem glauben wir, daß der Solinger Hockey=Club am Sonntag alle drei Spiele gewinnen wird. Kleines Programm im A9T=Handbal. Im Sportprogramm des 22T. rücken am Sonntag die Kunstturnwettkämpfe in den Vordergrund. Terminmätig sind die Handballso####nspiele erledigt, so daß es vorläufig nur noch zu einem Nachhutge echt kommt, das aber, da die beiden Bezirksvertieter schon ermitteit sind, nicht mehr von ausschlaggebender Bedeutung sein konn. XV. Güldenwerth gegen Einigkeit Schaberg. Beide Parteien haben vor acht Tagen ihr gutes Können unter Beweis gestellt, indem sie ihre Gegner eindeutig absertigten. Schabera sowohl wie auch Güldenwerth haben sich in eine gute Form hineingespielt, die zu den schönsten Hoffnungen berechtigt. Man darf daher bestimmt mit einem interessonten Verlauf des Treffens rechnen, das sicherlich nicht die Anziehungskraft auf das Publikum versehlen wird. Freundschaftsspiel. XB. 76 Burg a. d. W. gegen Polizei=Spe.(Res.). Nicht zum ersten gig Ttüffen konnten Kreuzworträtsel. Die Wörter bezeichnen: agerecht: 1. Salzwerk, 6. Insektenlarve, 7. Universum, 9. Kurort in Oberitalien, 10. Schilfgewächs, 13. Mittelamerikonische Republik, 14. Fluß in Baden, 16. Indische Münze, 17. Gesangsstück, 20. Luftförmiger Körper, 21. Englische Insel, 24. Augenkrankheit, 26. Vorbild, 27. Weiblicher Vorname, 28. Nahrungsmittel, 29. Fischfanggeräte. Senkrecht: 1. Frau Abrahams, 2. Türkischer Haupthandelshosen, 3. Jluß in Sibirien, 4. Stadt in Japan, 5. Hoherpriester, 6. Gestalt aus Faust", 8. Spartanischer König, 11. Fluß in Rußland, 12. Europäische Hauptstadt, 15 Legende, Erzählung, 18. Abessinischer Titel, 19. Nähgerät, 21. Hochland in Asien, 22. Italienische Währung, 23. Verneinung, 25. Weiblicher Vorname. Auflösung aus Nr. 11 vom 18. Januar 1933. Wagerecht: 2. Kasse, 6. Gera, 8. Erpel, 10. Main, 11. Lied, 12. Laus, 13. Kassel, 15. Elbe, 16. Remge, 19. Rebe, 22. Ratten 26. Eder, 27 Reis, 28. Eber, 29. Limes, 30. Unte, 31. Rebus.— Senk. recht: 1. Kemal, 2. Kaiser, 3. Sela, 4. Eris, 5. Rede, 7. Raub, 9. Pest. 12. Leber, 13. Kanon, 14. Leder, 17. Eredus, 18. Atem, 20. Eden, 21. Berka, 23. Arie, 24, Tier, 25. Esse. Briefkasten. Ein Tressen tounten die Male stehen sich diese Gegner gegenuber. “ Ordnungshüter gewinnen, wohingegen die zweite Begegnung unent “ schieden auslief. Da nun die Burger unbedingt eine Aufwärtsentwicklung durchgemacht haben, müßte es ihnen möglich sein, dem Gegner mit Aussicht auf Erfolg gegenübertreten zu können. E. J., Solingen. Der öffentliche Omnibusverkehr ist in Rußland verstaatlicht. Privatkraftwagen sind aber, wie in den übrigen Ländern, zugelassen. F. D., Solingen. China unterhält in Berlin eine Gesandtschaft. Gesandter ist augenblicklich Tsiang Tso Ping, Berlin W. 15, Kurfürstendamm 218. „Birke“. Bürgerliches Recht: In 30 Jahren verjähren u. a. der Anspruch auf Rückgabe eines Darlehns, der Anspruch eines Gesellschafters auf seinen Gewinnanteil, der Anspruch auf eine Vertragsstrase. Der von Ihnen angeführte Artikel ist am 28 Dezember 1932 im„Solinger Tageblatt" erschienen. Eine Nummer steht Ihnen unentgeltlich zur Verfügung. H. B. 109.§ 114 3. P. O. sagt folgendes: Wer außerstande ist, ohne Beeinträchtigung des für ihn und seine Familie notwendigen Unterhaltes die Kosten des Brnzesses zu bestreiten, hat auf Bewilligung des Armenrechtes Anspruch, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung nicht mutwillig oder aussichtslos erscheint. P. H. Wenden Sie sich betr. der Adressen an die Stadtvücherei Solingen. Schulstraße. M. R. Der Mietsatz bei 200 RM. Friedensmiete beträgt 243 RM., bei 170 RM. 206.55 RM.; der Zuschlag beträgt 21.5 Prozent, solls Sie das Wassergeld selbst bezahlen, verringert sich der Satz um 3 Prozent. 3. A. 54. Frage 1: Nein, wenn Sie nachweisen, daß die Möbel tatsächlich Ihnen gehören. Frage 2: Nein. H. W. 9. Derartige Unterschriften werden in Zeitungen meist als Pseudony ebroucht, wenn der Artitelschreiber nicht genannt sein will. Im übrigen wer„Diogenes“ ein griechischer Philosoph und Zyniker, der als höchstes Gut die Bedürfnislosigkeit predigte(wohnte in einer Tonne). Post B. B. In der Postgebührenordnung auf Seite 31 heißt es: Für jedes zugestellte Paket wird eine Zustellgebühr von 15 Rps. erhoben. Die Einrichtung besteht schon seit einer Reihe von Jahren, nachdem sie vorübergehend ausgehoben war. Ww. G. Frage 1: Stellen Sie einen Antrag an die zuständige Berussgenissenschaft, unter Beifügung Ihrer Heir§ 5881 der R. V. O. steht Ihnen für Ihre Person der dreifache Betrag Ihrer Jahresrente als Abfindung zu. Frage 2: Nach den bestehenden Verpflichtungen müssen alle Einkünfte beim Wohlfahrtsamt angemeldet werden. Gegenstand. Daß nicht Sie, sondern nur die Gesellschaft von dem Kauf zurücktreten kann, dürfte auch Ihnen bekonnt sein. Um Ihnen unnütze Prozeßkosten zu ersparen, setzen Sie sich zweckmäßig unter Zugrundelegung der tatsächlichen Verhältnisse mit der Gesellschaft in Verbindung. H. K. Wenn die Hypothek vor dem§. 12. 31 eingetragen ist, dem Tage des Erlasses der betr. Notverordnung, kommt das Moratorium selbstverständlich in Frage. . H. M. So viel uns bekannt ist, ist Ihr Verlangen zwecklos. Versuchen Sie es mit einer Anfrage beim Innenministerium. Alte Abonnentin. Bei dem von Ihnen erwähnten Kometen handelt es sich um einen Schweifstern mit parabolischer Bahn, d. h., das Wiedererscheinen kann nicht mit Bestimmtheit vorausgesagt werden. R. D. V. V G. heißt Versicherungs=Vertrags=Gesetz; der Wortlaut des§ 68 ist wie folgt: Besteht das Interesse, für welches die Versicherung nommen ist, bei dem Beginn der Versicherung nicht, odei gelangt, sells die Versicherung für ein künftiges Unternehmen oder sonst für ein künftiges Interesse genommen ist, das Interesse nicht zur Entstehung der Versicherung, so ist der Versicherungsnehmer von der Verpflichtung zur Zahlung der Prämie frei. Der Versicherer kann eine angemessene Ge schäftsgebühr verlangen.— Fällt das Interesse, für welches die Versiche: rung genommen ist, nach dem Beginn der Versicherung weg. so gebührt dem Versichere;, die Prämie für die lausende Versicherungsverivde. A. B. 200. Ihre Fragen lassen sich ohne weiteres nicht beantworten. Sie wenden sich am besten an die„Staatsanwaltschaft Wuppertal, Abt.: Strafregister" und fragen hier an, ob die Strafen noch vermerkt sind. In diesem Falle beantragen Sie Löschung derselben, die bei der inzwischen abgelausenen Frist ohne weiteres vorgenommen wird. L. Sch. Können wir von hier aus nicht feststellen. Wenden Sie sich an das Grund=Steuer=Büro, wo Sie jede gewünschte Auskunft erhalten. B. K. 19. Auch Ihre Anfragen lossen sich generell nicht beantworten, da wir nicht die Belastung des Hauses nach dem Zinssatz kennen. Wenden Sie sich an die Finanzabteilung des Stadthauses in Solingen. Golingen=Höhscheid. Das Geschäftszimmer des Insant.=Regiments 18 befindet sich in Paderborn, Elsenstraße 5. Die einzelnen Truppenteile liegen in Paderborn, Münster, Bückeburg, Hameln a. W. und Detmold. Chikago. Die gewünschte Anschrift konnten wir nicht feststellen. Wenden Sie sich mit einer schriftlichen Anfrage an das amerikanische Generalkonsulat in Köln. A. 2., Merscheid. Frdor=Verlag, Berlin 8W. 48, Wilhelmstraße 28. K. S. 41. Genaue Auskunft können Sie beim Versicherungsamt auf dem Rathaus in Wald erhalten. 7 Berliner Wertpaplerbörse von heute. Fest. ST. Berlin, 21. Jan.(Funkspruch.) Die letzte Börse dieser Woche brachte bei zuversichtlicher Grundstimmung fast durchweg höhere Kurse. Die Vertagung der Entscheidung Im Reichstage um eine Woche ließ die Hoffnungen auf eine Verständigung stark anwachsen und veranlaßte das Publikum und die Spekulation zu kleinen Meinungskäufen. Diese genügten, um Besserungen bis zu 1½8 berbeizuführen. Vereinzeit waren größere Gewinne zu verzeichnen. Im Verlaufe änderte sich an der freundlichen Tendenz nichts: es ergaben sich erneut kleine Steigerungen. Montane setzten bis zu 1¾67 höher ein und lagen später nochmals bis zu 12 gebessert. Recht lebhaft waren Gelsenkirchen und Stahlverein, bei denen die Anfangsumsiitze 60-90 Mille betragen haben sollen. Braunkohlenwerte waren bis zu 278 fester, IIse gewannen insgesamt 4%5, während Rheinische Braunkohlen 17 nachgaben. Von Kaliaktien waren Westeregeln 2¾4% höher. Chemische Werte. Gummiaktien und Elektropapiere gewannen bis zu 2¾5. RWE fielen durch einen Verlust von mehr als 125 auf. Siemens konnten sich um etwa 475 bessern, da man die Dividendenaussichten wieder besser beurteilte als gestern. Gasaktien, Kabei- und Drahtwerte. Maschinenfabriken, Metailwerte, Kunstseideaktien und Banken gewannen bis zu 1¾%. Von Autowerten waren BMW mehr als 3% gebessert. Unter Bauwerten sielen Holzmann durch eine Erholung von 2% auf, während Berger 18 niedriger lagen., Papier- und Zellstoffwerte lagen ruhig und nicht ganz einheitlich. Später trat auch an diesem Markt eine Befestigung ein. Linoleumwerte hatten kaum Geschäft. Von Brauereien notierten Schultheiß exklusive Dividende gegen den Vortag ziemlich unverändert. Verkehrs- und Schiffahrtswerte besserten sich um Bruchteile eines Prozentes. Von Wasserwerken waren Charlottenburger Wasser 2½% höher. im übrigen sind Deutsche Atlanten und Süddeutsche Zucker mit Besserungen bis zu 32 zu erwähnen. Deutsche Anleihen bröckelten nach freundlicherer Eröffnung etwas ab, die übrigen Renten, besonders variable Industrieobligationen, tendierten gleichfalls fester. Die Gewinne betrugen bis zu 1½¾5. Reichsschuldbuchforderungen gewannen zirka ½%. Von Ausländern waren Türken bis zu 30 Pfg. höher. Am Berliner Geldmarkt blieb die Situation weiter leicht, die Sätze erfuhren aber keine Veränderung. Privatdiskonten, Reichswechsel per 15. April und Reichsschatzänweisungen per 17. Juli waren weiter gefragt. Das interessanteste Moment für die heutigen Devisenmärkte Ist natürlich die Einigung zwischen Hoover und Roosevelt in der englisch-amerikanischen Schuldenfrage. Auf Grund dieses Ergebnisses zeigte das englische Pfund natürlich eine festere Tendenz. Bereits gestern konnte es in Newyork auf 3.3595 anziehen und hielt sich heute ungefähr auf dieser Basis. Es stellte sich auf 3.3513/17. Gegen Paris notierte es 86.01 und gegen die Reichsmark 14.12. Der Dollar blieb unverändert; die Reichsmark lag mit 59.18½ in Amsterdam und 123.32½ in Zürich stetig. Die Norddevisen waren im Einklang mit dem Pfund etwas fester, doch konnte sich Kopenhagen stärker befestigen. Der Kassamarkt war überwiegend um 1-3%5 fester, doch waren vereinzelt auch Rückgänge in gleichem Umfange festzustellen. Erwähnenswert schwach lagen Braunschweiger Jute, die 4485 einbüßten. Mit wenigen Ausnahmen„waren, auch. die Banken fester, die bis zu 2½4% anziehen kounten. Beiistafk nachlassendem Geschäft wurde die Tendenz gegen Ende des Verkehrs uneinheitlich, ohne daß der freundliche Grundton verloren ging. Widersprechende Meldungen über Stattfinden oder Nichtstattfinden der für morgen geplanten Demonstrationen hemmten die Unternehmungslust. Die Abweichungen nach beiden Seiten betrugen im allgemeinen bis zu 105, wobei Besserungen überwogen. Andererseits lagen Eintracht-Braunkohle 4% über gestern und Hansa-Dampf wurden 5% höher festgesetzt. g rs gefe:: 1er. Anfangskurse der Berliver Vertpapierbörse. □ Belchchanküchend(%— Lenhertänthrd 18. Berliner Devisenkurse. 1 Pfund= 14,12 RM. WTB. London, 21. Jan. Telegramm.) An der Londoner Börse wurde das Pfund heute mittag 12.50 Uhr mit 14,12 N# bewertet Ostdevisen. Gerlin Auszahlung Warschau Kattowitz agen Metalle. Berlin(RM)j 20 1. 1 19 1 f de alte(für 100kg) Aluminium 98/99 kg Bi 1 100 160 Antimon-Regulus Alumimniumt Waiz.oD: 184 164 815. Reinnickel. 98190 kg 850 800 19. Jan. Geld 4385 —.— 20. 1. 6 19. 1. 37,/00 39.00 37.00—100 30,25—39,/5 85.00—8 880 Berlin, 21. Jan. Elektrolytkupfer(Wirebars RM. 46,50 für 100 kg netto cit Bremen, Hamburg oder Rotterdam. Kölner Marktberichte. Kölner Hauptmarkt. WP. Köln, 20. Jan. Es kosteten Im Großhandel: Kartoffein: Blaue Nieren 5.00-5.50, gelbe 3.20-3.80, Industrie 2.20-2.70 RM. der Zentner: Grünkohl 2.5-4, Weißkohl 1,6-2.5, Rotkohl 2-3.5, Wirsing 2.8-4, Rosenkohl 10.5-13, Steckrüben 2-3. Spinat 11-14, weiße Rüben 2-3, Karotten 3-4. Feldsalat 35-55, Möhren 2,5-4, Zwiebeln 5,5-6, Tomaten 26-30, Kettensalat 70. Rhabarber 24-30 Pfg, das Pfund; Endivien 10. Blumenkohl 6-50, Weißkohl 4-7, Rotkohl 5-10, Wirsing 4-9, Kohlraben 1.5-4, Sellerjeknollen 8-20, Retich 3-5 Pig, das Stück: Radieschen 10, Schwarzwurzeln 7-12 Pfg. das Gebund: Molkereibutter 105.118. Landbutter 90-100, Kochäpfel 10-24, Eßäpfel 15-28, Baumnüsse 30-50 Pfg. das Pfund: Eier 6¾-10 Pfg. das Stück. An Auslandswaren: Amerik. Aepfel Kiste 9-14, Paß 22-26, Almeriatrauben Paß 15-18, Zitronen Kiste zu 150 Stück 6-7, zu 300 Stück 84-14, Apfelsinen(Capfrüchte) Kiste 12-14, dto. (Valencia) 12-18 Mark; Birnen 40-50, holl. Trauben 80, belgische 170-200, Ananas 75-85, Bananen 24-27, Haselnüsse 25-35 Pig. das Pfand: Endivien 10-15, Kopisalat 21-33, franz. Blumenkohl 40-50. ital, 25.50 Pfg., das Stückan.####r##s eame z# ur steie###v, 15 Kölner Warenbörse. Köln, 20, Jan. Die Preise sind Importund Großhandelspreise. Bezahlt wurden für 100 kg Frachtlage Köln, verzollt, Reichsmark: Burmareis 17-19, Rangoonreis 18-20, Sojaöl 36-38, Salatöl 40-44. Erdnußöl 48-51, Pflaumen 49-50, 43-44, 52-54, 46-47. Apfelringe 73-76, 82-84, Aprikosen 93-95, Rosinen 58-62, 66-69, 55-58, 66-68, Korinthen 65-68, Kokosnuß 52-54, Haselnußkerne 95-100, 88-90, Mandeln 185-190, Kartoffelmehl 32.25-34, Inlandszucker 65.50-66.50. 67-68. Mittelbohnen 15-17, Langbohnen 26-28, gelbe Erbsen 29-30, 34-35, Linsen 32-42, 50-58, Malzkaffee 36.50-38, Kornkaffee 36-37.50, holl. Heringe 38-40, amerik. Schmalz 90-94, Butter(Inl.) 204, 188. 174.— Stimmung: fest. Eier inl. frische über 60 gr 9½-10, über 53 gr 9-9¼, umer 55 gr 8½-8¾, Kühlhaus 7½5-8, Kalk 6¾-7 Pfg, das Stück; ausl. frische über 60 gr 8-9, über 55 gr 7¼=7¾, unter 55 gr 6¾-7¼ Pfg. das Stück.— Stimmung: ruhig. Käse: Tilsiter 120-130, holl. Couda 135-200, holl. Edamer 100-130. Emmentaler 160-190, Limburger 50-60. Kölner Produktenbörse. Köln, 20. Jan. Notierungen in Reichsmark für 100 kg. Frachtlage Köln. Weizen rhein. 19.60, dio. ausl. 23.75-24.25, Roggen rhein. 15.75, dto. nordd. 16.50-16.75, dto. ausl. 18.25-18.50, Hafer hiesiger 12.50-13. Wintergerste inl. 16.75-17. Sommergerste inl. 17-18. Mais grober 19.50-19.75, dto. kleiner 21.50-21.75, Weizenmehl 70% inl. 26.25-26.75, Rhein. Weizenbäckermehl(mit Auslandsweizen) 26.50-27, Roggenmehl 70%6 22 bis 22.75, dto. mit Auslandsroggen 23.25, Roggenschrot inl. 18.50 B#5612 4o. Von Auchandsraggen. 20.50-20.75. Welzenkleis 17.78 bis 9.80, Koggenkleie 1-1.50, Biertreber 10.75-11. Leinkuchenmehl 10.90-11.25, Erdnußkuchenmehl 50%6 10.75-11, dto. 5475 11.75-12. Soyaschrot 10-10.50, Rapskuchen 8.75, Palmkernkuchen lose 9.75-10, Trockenschnitzel lose 7.75, Zuckerschnitzel lose 8.70-9.20. Rohmelasse 8-9, Wiesenheu Inl. icse 5-5.60, Klecheu inl. lose 6.20-7, Roggenstroh gepr. 1.40-1.50. Welzenstioh gepr. 1.35-1.40, Haferstroh gepr. 1.35-1.40.— Stimmungsbericht: Das Getreidegeschäft war auch heute sehr ruhig bei wenig veränderten Preisen, während Futtermittel im Preise etwas nachließen. Die übrigen Kurse waren unverändert. Wetterdienst des Solinger Tageblattes. Das Wetter in der Woche vom 15. bis 21. Januar 1933. Der Winter hat sich eingestellt. Die gegenwärtigen Witterungsverhältnisse auf der nördlichen Halbkugel. Der Winter hat recht lange auf sich warten lassen. Spät kam der erste Schnee, und dieser Schneefall war auch nur kurz und vorübergehend. Mit Frühlingstemperaturen begann dann der Januar dieses Jahres; eine Luftwärme von 11 Grad am 3. Januar ist immerhin etwas Ungewöhnliches. Wir waren freilich schon ziemlich daran gewöhnt, da auch der Dezember bereits eine Höchsttemperatur von 13 Grad gebracht hatte, und zwar kurz vor Weihnachten(18.). Seit dem Ende der vorigen Woche ist dann nun endlich Frost eingetreten, Schnee kam freilich nur in kleinen Flöckchen vor. Die Wetterlage dieser Woche hat einige Aehnlichkeit mit der des kalten Winters 1929(des Eskimowinters). Ein Hoch mit einem Kern in der Gegend der Obmündung liegt ziemlich fest und beherrscht die Wetterlage bis über Mitteleuropa hinaus. Der Entstehung nach ist das winterliche russisch=sibirische Hoch ein Kältehoch. Es verstärkt sich, wenn neue Kaltluft aus dem Polarbecken einfließt. Eine Schneedecke begünstigt die Ausbildung der Kälte. Da eine solche im östlichen Teile Deutschlands vorhanden ist, waren hier bereits Frosttemperaturen bis zu—20 Grad zu verzeichnen. Im Westen Deutschlands dagegen, wo die Schneedecke— von Höhenlagen abgesehen— sehlt war der Frost bedeutend milder. Auf das Vollwerk des osteuropäischen Kältehochs erfolgten nun von Westen her Angriffe, die wir uns als ein Vordringen von Warmluft, die teils dem Atlantik. teils dem Mittelmeer entstammt, vorzustellen haben. Auf der Wetterkarte erscheinen diese Störungen als Tiefausläufer, die von einem Sturmtief bei Island ausgingen und eine Kette von Teiltiefs bis ins Mittelmeer hinein bildeten. Aber die Angriffe wurden abgewiesen und erlahmten bald. besonders in Nordeuropa. Am 17. Januar hatte sich vor der portugiesischen Küste ein tiefer Sturmwirbel ausgebildet, der rasch ostwärts zum Mittelmeer weiterzog und die Ursache der starken Schneefälle in Oberitalien wurde. In Turin lag der Schnee 15 Zentimeter hoch auf den Straßen. Auf dem Mittelmeer herrschten Stürme und Gewitter. Für uns hat die ganze vorbeiziehende Störung nur Trübung gebracht. Die Hamburger Seewarte gibt täglich eine„Wetterkarte" heraus, die uns gestattet, die Witterung über der nördlichen Halbkugel der Erde mit einem Blick zu überschauen. Wir wählen dazu die Wetterkarte vom Donnerstag(19.). Die niedrigsten Temperaturen finden wir in der Gegend des russischen Hochdruckkernes, der Insel Nowaja Semlja gegenüber, wo die Kälte 35—40 Grad unter Null erreicht. Vom eigentlichen sibirischen Kältepol im Lenagebiet fehlen uns die Nachrichten. Die Kaltluft fließt vom Hochdruckkern nach Westen und Südwesten aus. Mit abnehmender Stärke verbreitet sich der Frost bis nach Westfrankreich. Die südlichen Halbinseln Europas sind zur Zeit zumeist frostfrei. Das Gegenstück zum nordrussischen Kältehoch stellt das mächtige Tief über dem Atlantischen Ozean dar. Die vordere warme Seite des Tiefs ist Europa zugewandt. Vor der europäischen Küste fließt die Warmluft nordwärts, Island hat daher 4—5 Grad Wärme. Selbst Ostgrönlands Küste hat auffallend milde Temperaturen; unter 75 Grad nördlicher Breite finden wir hier —2 Grad. Die Bäreninsel bei Spitzbergen meldet Taupunktstemperatur unter derselben Breite. Das Mittelmeertief hat, wie schon angedeutet, Kaltluft südwärts bis zur afrikanischen Küste befördert. Hier ist es ziemlich kühl(5—14 Grad). Kairo in Aegypten meldet 9 Grad. Auf dem amerikanischen Festland herrscht die größte Kälte in Kanada. Fort Simpson. auf dem 62. Grad nördlicher Breite gelegen, hat 24 Grad Kälte. Da über Südkanada ein Tief liegt, so steht der östliche Teil der Vereinigten Staaten zur Zeit unter dem Einfluß eines Warmluftstromes. Am Ohio sind 14 Grad Wärme zu verzeichnen; jenseits des Felsengebirges, auf der Rückseite des Tiefs, herrscht dagegen Frost, die pazifische Küste ausgenommen. Am Golf von Mexiko steigt die Luftwärme zu sommerlicher Höhe. Auf Key West, einer Insel im Süden Floridas, steht das Thermometer auf 22 Grad. Hier sind wir bereits an der Grenze der Tropen, der Heimat des ewigen Sommers. 6—e. Wetterlage von heute morgen. (Wetterdienststelle Essen.) Die russische Kaltluft erreichte uns in den gestrigen Abendstunden. Ihr Einbruch war von einzelnen leichten Schneefällen begleitet. Bei frischen nordöstlichen Winden hat der Frost sich wesentlich verschärft. Die heutigen Morgentemperaturen liegen in Westdeutschland bei 7—10 Grad Kälte. Im nördlichen Schweden wurde eine Tiefsttemperatur von 40 Grad gemessen. Auch in den Gebirgen war der Temperatursturz sehr stark. Von den Alpengipfeln werden 22—25 Grad Kälte gemeldet. Der Luftdruckanstieg hat sich noch fortgesetzt. Das Frostwetter hält an. Wetteraussichten für die kommende Woche. Da vie winterliche Wetterlage sich weiter festigt, so haben wir für die nächste Woche weiterhin trockenes, vielfach heiteres Wettor, sowie Verschärfung deo Frostes zu erwarten. Wetteraussichten bie Sonntag abend. Schwache östliche Winde, heiter bis wolkig, scharfer Frost. Wetterkarte von gestern morgen. Erläuterungen zur Wetterkarte von gestern morgen. Ueber Schweden hat sich der Hochdruck verstärkt, während sich der Hauptkern des Hochs etwas südlich und westlich verlagert hat. Das Mittelmeertief hat Warmluft aus Süden nach Norden oesördert, die über der festländischen Kaltluft aufgleitet, so daß im Osten verbreitet Schnee fällt. Winter=Sport. Souerland: Kahler Asten(Winterberg):— 11 Grad, Schneehöhe 7, Neuschnee 1, Sportmöglichkeit: Eki stellenweise, Rodel und Sisbohn grt. Boyerische Alpen: Garmisch=Partenkirchen:— 7 Grad, Schneehöhe 40, Neuschnee 10, Pulverschnee, Sportmöglichkeit sehr gut. Schwarzwald: Feldberg:— 12 Grad, Schneehöhe 35, Neuschnee 5, Pulverschnee, Sportmöglichkeit gut. Harz: Schierke:— d Grad, Schneehöhe 2. Neuschnes 2, Pulverschnee, Sport stellenweise. Braunlage:— 10 Grad, Schneehöhe 4, Neuschnee 5, Pulverschnee, Sportmöglichkeit gut. Thäringer Wald: Oberhof:— 10 Grad, Schnechöhe 16, Neuschuse 5, Pulverschnee, Sportmöglichkeit gut. Inselberg:— 70 Grad, Schneehöhe 10, Neuschnee 2, gekörnt, Sportmöglichkeit sehr gut. Schmücke:— 10 Grad, Schnochöhe 22. Neuschnee 19, Rauhwif, Sportmöglichkeit aut. Kirchlicher Anzeiger. Eogl. Kirchengemeinde Golingen. Sonntag, den 22. Jan. 1933.(3. u. Epiph.) Alte Kirche: Vorm. 10 Uhr Pfr. Ludwigs(Schule Mittelstraße), abends 6 Uhr Pfr. Tetzlaff. LutherKirche: Vorm. 8 Uhr Choralblasen des Posaanenchors, 10 Uhr Pfr. Noese(Kirchenchor), Einführung der neu gewählten Presbyter. Dorper Kirche: Vorm. 10 Uhr Pfr. Kramm. G.=H. Katterubergerstr.: Vorm. 10 Uhr Pfr. Förster. Sogl. Kirchengemeinde Widdert. Sonntag vorm. 10 Uhr Gottesdienst Pfr. Stör. Eogl. Gemeinde Wald. Sonntag vorm. 10 Uhr Pfr. Thieme. Mittwoch abend 8½ Uhr Bibelstunde im Gemeindesaal. Mangenberg. Vorm. 10 Uhr Pfr. Schöpwinkel (Kirchench.). Mittwoch abend 8 ¼ Uhr Bibelstd. Krankenhaus. Vorm. 10 Uhr Pfr. Tetzlaff. Retzberg. So. 10 U. Gd., 11¼ U. Kgd., 4 U. Gemeindetag in der Kirche(Kirchenchor). Di. 8 U. Bi. Feldmann. Blaues Kreuz, Solingen, Burgstr. 11. Samstagabend 8 Uhr Jugendstd. Sonntagabd. 8 Uhr Evangelisations=Versamml. Redner: Herr Pfr. Giese. Donnerstagabd. 8 U. Bibelbesprech= u. Gebetst. Jedermann ist herzl. willkommen. Heur.=Am.=Stift, Peter Raßpestraße. Sonntag, 10: Gd., 11 ¼: Kgd. Do. 8: Bibelstd. Baptistengemeinde. Freiligrathstraße 25. Sonntag nachm. 4½ Uhr: Predigt Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am 4. Februar 1933, vorm., 9 Uhr, an der Gerichtsstelle in Solingen, Wupperstraße 30. Zimmer Nr. 30. versteigert werden, das im Grundbuche von Wald, Band 84 Blatt Nr. 3309(eingetragener Eigentümer am 22. August 1932, dem Tage der Eintragung des Versteigerungsvermerks: Kaufmann Ernst Nüter in Altene(Westfalen! eingetragene Grundstück der Gemarkung Wald: Flur 3 Parzelle Nr. 3223/189. Hofraum, Scheidter= straße Nr. 13, groß 2,57 ar. mit Gebäuden der Rollennummer 1049 litt. a) Wohnhaus Nr. 13 mit Hofraum, Nutzungswert 1650.— RM. Grundsteuermutterrolle 3603. Solingen, den 30. November 1932. 6 K 54|32. Das Amtsgericht. am Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am 4. Februar 1933. vorm. 10 Uhr, an der Gerichtsstelle Solingen, Wupperstraße 60, Zimmer Nr. 30, versteigert werden, das in SolingenGräfrath belegene, im Grundbuche von Gräfrath Band 28 Blatt 1112(eingetragener Eigentümer 22. November 1932, dem Tage der EinKatholischer Gottesdienst. Sonntag, den 22. Januar 1933. St. Clemens=Golingen. Hl. Messen: 7, 8.30, 9.45(H), 11 Uhr. 2 Uhr Christenlehre, 5 Uhr Andacht.— Sonntag findet nach den hl. Messen an den Kirchtüren eine Kollekte für die Armen des„Elisabeth=Vereins" statt, die bestens empfohlen wird. Marienstift. Hl. Messe: 8.30 Uhr. St. Joseph, Col.=Krahenhöhe. Hl. Messen: 7.30, 9. 10(H.), 11 Uhr. 3 Uhr Andacht. St. Suitbertus, Weeg. Hl. M.: 7.30, 9.15(H.), 11 Uhr. 3 Uhr Christenlehre und Andacht. St. Engelbert, Sol.=Mangenberg. Hl. Messen: 7.30. 10 U.(H.) 2.30 U. Christenlehre u. And. St. Mariä Himmelfahrt, Sol.=Gräfrath. Hl. M.: 7. 8, 10 Uhr(H.). 3 Uhr Christenlehre u. Andacht. Col.=Merscheid. Hl. Messen: 8. 10 Uhr(H.) 2.30 Uhr Andacht. St. Joseph, Sol.=Ohligs. Hl. Messen: 6, 7.30, 9(H.), 10.30 Uhr. 2.30 Uhr Christenlehre, 5 Uhr Andacht. St. Katharina, Col.=Wald. Hl. M.: 7, 8.30 10(H.). 3 Uhr Andacht. Sol.=Höhscheid(Kohlsberg). Hl. Messen: 7.30, 10 Uhr.(H.) 3 Uhr Andacht. Sol.=Löhdorf. Hl. Messen: 7.30, 10 Uhr(H.) 3 Uhr Andacht. tragung des Versteigerungsvermerks: Fabrikbesitzer Karl Ohliger in Solingen, Brühlerstraße 50) eingetragene Grundstück: Gemarkung Gräfrath, Flur 5 Parzelle Nr. 2608/534, Hofraum pp., Zeppelinstraße Nr. 242 mit Gebäuden der Rollennummer, 1164 litt. a) Fabrikgebäude Nr. 24a, litt. b) Aetzraum, litt. c) Maschinenhaus, litt. d) Fabrikanbau, Nutzungswert zu a) 975.— RM., zu b) 30.— RM., zu c) 120.— RM., zu d).210.— RM., 33.43 ar groß, Grundsteuermutterrolle Nr. 1345. Solingen, den 30. November 1932. 6 K 100/32.. Amtsgericht 6. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll 4. März 1913, vorm. 3 Uhr, an der Gerichtsstelle Solingen, Wupperstr. 60. Zimmer Nr. 30, versteigert#werden, das in Solingen belegene, im Grundduche von Solingen, Band 54, Blatt Nr. 2129(eingetragener Eigentümer am 12. Okkober 1932, dem Tage der Eintragung des Versteigerungsvermerkes: Ehefrau Nikolaus Hitzges, Elisabeth geb. Lutgen in Solingen) eingetragene Grundstück: Gemarkung Solingen, Flur 3 Parzelle Nr. 4598 915, Hofraum pp. mit Gebäuden der Rollennummer 181 lit. d), Wohnhaus Nr. 32 mit Hofraum,: Casinostr. Nr. 32, groß 1.16 Ar, Nutzungswert 1500 RM., Grundsteuermutterrolle Artikel 2288. Solingen, den 3. Januar 1933. 6 K 82|32 Das Amtogericht. Higem. Beblsbler Sagnsuets-Veren Bezirk Solingen. Montag, den 23. Januar. Hotel Haus“, abends 7¼ „Deutsches Uhr vortrag des Herrn Direktor Wehberg: „Aus dem Leben eines alten Jagdläufers Wir bitten um recht zahlreiche Beteiligung. Der Vorstand. V. Oliven=Dei gar. rein, 2.30 K M. per Aiter Si. i N. Liter, bei groß. Mengen Rabatt. Tafelöl=Spezigl=Betrieb, Rheinstraße 28, er 24727. Dienstag Fernsprecher Damen können bei mir selbst ihre Garderobe anpistr 61, 1 24. Jandar 2½ Ohr 3½ Uhr 8¼ Uhr Sonderverführungen Der ster. 1. 6ig. esalz Mutterlauge zur Bereitung von Bädern im Hause liefert Saline=Rönigsbern in Unna=Königsborn. Ni. 190.4 monatl.Rückz. u. 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Nutzungswert, Flur 2 Parzelle Nr. 31, Hofraum, Nachen, 0.34 ar groß, Flur 2 Parzelle Nr. 30, Pbtraum, mit Gebäuden der Rolle nummer 912 litt. a) Wohnhaus Nr. 1 mit Hofraum, Nacken Nr. 11 und 12, 1.08 ar groß, mit 210.— RM. Nutzungswert, Flur 2 Parzelle Nr. 29, Hausgarten, Nacken, 3.19 ar groß. mit GeGebäuden der Rollennummer 912 litt. d) Scheune und Stall, Flur 2 Parzelle Nr. 34, Hausgarten, Nacken, 2.46 ar groß, Flur 2 Parzelle Nr. 32, Hofraum, Nacken, 0.38 ar groß, Flur 2 Parzelle Nr. 38, Hausgarten, Nacken, 2.47 ar groß, Flur 1 Parzelle Nr. 246, Am. Schasenmühlerberg, Ackerland, 10,64 ar groß, mit 0.58 Tlr. Reinertrag, Flur 1 Parzelle Nr. 247. Am Schafenmühlerverg, Ackerland, 10.88 ar groß, mit 0.60 Tlr. Reinertrag, Flur 1 Parzelle Nr. 249, Am Schafenmühlerberg, Wiese, 20.09 ar groß, mit 3.93 Dlr. Reinertrag, Flur 1 Parzelle Nr. 251, Im Nackerbusch, Garten, 3.04 ar groß, mit 0.48 Tlr. Reinertrag, Flur 1 Parzelle Nr. 252, Im Nackerbusch, Ackerland, 21.70 ar groß, mit 1.19 Tlr. Reinertrag, Flur 1 Parzelle Nr. 254. Im Nackerbusch, Ackerlan 12.04 ar groß, mit 0.66 Tlr. Reinertrag, Fli 1 Parzelle Nr. 255, Im Nackerbusch, Holzung, 13.92 ar groß, mit 0.33 Tlr. Reinertrag, Flur 1 Parzelle Nr. 304, Am Schafenmühlerbusch, Ackerland, 53,49 ar groß, mit 5.03 Tlr. Reinertrag, Flur 1 Parzelle Nr. 305, Am Schafenmühlerbusch, Ackerland, 9,26 ar groß, mit 0.87 Tlr. Reinertrag, Flur 1 Parzelle Nr. 329, Nackerkulle, Ackerland, 79.52 ar grr5, mit 10.28 Tlr. Reinertrag, Flur 1 Nr. 330, Nackerkulle, Ackerland, 82.31 ar groß, mit 10.64 Tlr. Reinertrag, Flur 2 Parzelle Nr. 27, Nacken, Wiese, 2.81 ar groß, mit 0.55 Tlr. Reinertrag, Flur 2 Parzelle Nr. 28. Nacken, Wiese, 3.15 ar groß, mit 0.62 Tlr. Reinertrag, Flur 2 Parzelle Nr. 60, Nacken, Wiese, 20.29 or groß, mit 3.97 Tlr. Reinertrag, Flur 2 Parzelle Nr. 893, Nackerfeld, Ackerland. 53.91 ar groß, mit 5.07 Tlr. Reinertrag, Flur 2 Parzelle Nr. 894, Nackerfeld, Ackerland 52,42 ar groß, mit 1.93 Tlr. Reinertrag, Flur 1 Parzelle Nr. 1651/257, Im Nackerbusch, Acker, 9.91 ar groß, mit 0.93 Tlr. Reinertrag, Flur 1 Parzelle Nr. 1650/256, Im Nackerbusch, Holzung, 17.68 ar groß, mit 0.42 Tlr. Reinertrag, Flur 1 Parzelle Nr. 303. Am Schafenmühlerbusch, Holzung. 4.28 ar groß, mit 0.10 Tlr. Reinertrag, Flur 1 Parzelle Nr. 1673/300. Schafenmühlerbusch. Holzung, 8.84 ar groß, mit 0.21 Tlr. Reinertrag. Grundsteuermutterrolle 1056. Solingen, den 30. November 1932. 6 K 50/32. Amtsgericht 6. VOFT Mobilmachung Oer schnelle Aufmarsch unserer Truppen „Die Russen fallen In Ostpreußen ein! Deutsche Soidaten überall slegreich! Der eiserne Mndchours Masuren— Tannenberg Die Deutschen vor Paris! in tragischer Verkennung der Lage wird der—— Rückzug befohlen! Marneschlacht Der Wettlauf nach dem Meer! Ole Kriegstrehvilligen von Langemark! Ole fliehenden Belgler öffnen die Schleusen zum Meere Der Stellungskrieg beginnt! # ie mörderlechen Geschltze, Geckannp! ##lössiges Feuer, Flleger. Tanks. Minen Joes Volkes Heldengang! Karten: 0.60. 0.80, 1.00, 1.20 Mk. Kinder zehlen nachmittags halbe Preise. zu fabelhaft billigen Preiten sind ab Hontag morgen im ganzen Lichthof ausgelegt. Kaisersaal Ton- Licht- Bühne — Eine Sonderleistung: Posten Indanthren- Reste ce. 120 cm breit, allerbeste Ware mit mehrfarbigen schönen neuen Dessins Heter F Kautvonigarten Morgen Sonntag: Konzert und Tanz. PUUBENETH Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen am 4. Jebruar 1933, vorm 9½ Uhr, an der Gerichtsstelle Solingen, Wupperstraße 60, Zimmer Nr. 30, versteigert werden, die in Solingen belegenen, im Grundbuche von Dorp. Band 17, Blatt Nr. 673(eingetragener Eigentümer am 18. November 1932, dem Tage der Eintragung des Versteigerungsvermerkes: Rentner Karl Friedrich Mette in Solingen) eingetragenen Grundstücke der Gemarkung Dorp: Flur 9, Parzelle Nr. 3034/256, Hofraum, mit Gebäuden der Rollennummer 4590, litt b) tlw. Wohnhaus Nr. 51a mit Hofraum, Schützenstraße 51a, groß 0.02 ar, Nutzungswert 1900.— RM.; Flur Parzelle Nr. 3580/256, Hofraum pp., mit Gebäuden der Rollennummer 4590, litt. b) tlw., Schützenstraße 51a, groß 6.36 ar: Flur 9, Parzelle Nr. 3583/256, Hofraum pp., mit Gebäuden der Rollennummer 4590, litt a) tlw. Werkstätte Schützenstraße 51a, groß 0 12 ar. Nutzungswert 360.— RM. Grundsteuermutterrolle Artikel 1163. Solingen, den 30. Noverber 1932. 6 K 104/38.. Amtsgericht, Se W Schriftl. Heimarbeit. Verlag Vlialis. München 13 Für Hausierer. Hoher Verdienst durch den Verkauf unser. konkurrenzlos billigen Plüsch=Hausschuhe. Hausschuh=Fabrik August Rademacher. Krefeld, Albrechtspl. 28. Telefon 240 73. Gel. Messerschleifer der das Stellen von Siepmann'schen Schleifmaschinen perfekt versteht, sofort in die Fabrik gesucht, Ang. u. 5656 a. d. G. Junge zn 14 Jahren f. leichte PAern# erstraße von Beschäft roenersttrage 8. In ein. Organisationsbür hüro find. junge Dame ut. Handschr. mit gut. 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Je ssgn d dusunsdhtr, Iai in Braig Plazag et, age en e aes ge ee ue a a## es e a es e e ene een gue au a eemmueg groger wurden, während Kreu. Sorten die Güte des Produttes verbesserte Lestaige vert in veich gringperigen irs bei also nach Volldüngung angebracht, Hierber aan haben alle eine Stdseite, die zor Fnaktag“ in reien Geläude, einladet. Meine Nachfragen in....“ dlem Wein Kultur dieser Gems..... Abteilung, sest eage auie uie aier Gasch aaer u ue ue ui. Salat galiag Be aich eu uien Leisisr, Sehue danenlic de Lagung ng i uihn wichicher Saucelsgung, aesgieiten Teil in grobtruntig; Kopflohle bilden daun kein ese une i. Cesch elienr Pacle elscelilecks elchend eul Aie it Kicsilcene lic berich es ue baesche Goaiscen aselase Veraien Pegshen unch Ketaischen Bashe Mhache, Genichae halt usi iae ur shas eur uu Aute. perden Lönner. g, Leige. eier Peisoberge erscheing dde: Vn leptenemn uicht we), Zit.= F1. J. C.achdeu, Liter Masser. AuchosfenHerteang iche Guscgher sad und in benen iu aster die d7 praswuchs aufkommen kann, genügt für den Weinstaendeit eeit Keuchtigleit in der Tiese. Die Sanr neuiad die geringe anbedingtes Bedürfnt ärme i ihm ein Sseschise benesbecheigen Mlese Lagsährigen Kaeshesdiog aa versgiedenen Gegenden Deutschlande sediden Veobagtungen Jalhten hautzcg wie ich in der Angesonr macten uich ur fuei reren Häusern edle Weine vorfanz. Seingea an meh Trauben hingen. Nach meiner Fesistel reiter, lüher un die Sorten„frühe gelbe Radeleine rogas lenenrebe).„Leipziger Gutedel“, sowie Frzaa= KKönigliche Magda; Sotort wurde bei mir der Gedanke wach. pflanzung von edlen Weinen zu machen. uu eine Auschon manche Kultur hervortagend gealiche ut ie in Aeden Die dei diesen Weiureden habe ih wos ablez 9.2g Maczun vie Stocke haben in diesem Sommer, als kleine Zweijährige niede ais Sie= Rer Langes ant. Rebreaten genacht von Frihsate auch ausähete. ich muß sag,4.t. is im lesten zwerden idmen. An den Reöbläsken der Sie aue sise, Mäirch, Sihe a ausdf dig B.ein Aaschedun gegen, augch uu. ur. e. Pegshen ausebunden, wohingegen bei der Wandpflanzung die wpen se sorgsam gepsiegt piehl umendeit ereicht die Traube, tragen woird gesossen, damit die Erde nicht aschein Mistdeterde, die mit grobem Sand P“, wird vorsichtig mischt purde, umgetopft. Die Kngp, und Volstohlebrocen verErdschicht hervorragen. Da der Knollenkaus befar Vogelschutz und Obstbau. Von Friedr. Wieden, Solingen=Widdert. e e, an eae eee g aun eae e ee ehe ule eae en b ase bae Aade u. Suen dun Gisdaus eine rihien, ud utgruigle Pernurdgen ue hur Audeiu Giandbng eseinhen iun. Geurcke anldhe and aer Parihe Anredhun euen. Aalefe. undhe un un Aerdhen aun u! eslseten edent unen un Kate gur Aunze Aadher al aghe uder ue un Busich Nich hr Au: Cu“! eisen der us un dun Rasdhasen Per eunschenden Berutgeuehir aun Aicht edber aie nbegud re buz! es Gensdiensc anr die Kanmn Grackhe ague, Sasdaur, Gga ier uhe. Bet aue Klaldt uut u Ledseberei uas sich der eine a e e ss es eeee e mesht. Andert, besere Sortet, sand an san. Diter Serien uchl Wot. zäher Arbeit hat der Obstbauer dag d... 31 auch heute strebt er noch sortgesetzt der Verbet— Welchen Zweck verfolgen wir beim Winterschnitt der StachelRe bernschend selbt Odsbau Hisig, Zpreigeris it wigen, die es ihm ermäglicht, sch ohne Sese Schlise, Vreils=eiecze ezhad unger Pradersdau zit Ede hehgent. un gured geiher, Seald. augeset Ke. ue id d dne ensenf weidben, Versähiger geisade nan mie den Auten die die Riesenarbeit jenigen Einteilung des Gemüselandes für die Wechselwirtschaft. Abece, 1 dis III für die imn anzubauenden Gemüse, Abteilung IV für ausdauernde Gemüsearten. Rechts Zwergobst=Rabatten. teilung Glano, Knchennehl Titer Wasser. AuchOsenruß, der gleich Geflügeldung und Guano stickstoffhaltig ist, kann man dem Wasser hinzufügen. Sobald die Gemüse feste Köpfe bilden, soll die Jauchedüngung aufhören. In leichtem Sandboden kann man mit Kohlgewächsen, Kohlrabi ausgenommen ohne sehr reichliche flüssige Düngung keine guten Ernten erzielen. Wenn in Abteilung 1(wie Abbildung zeigt), der mit Volldüngung versehenen. für Gurken. Kürbisse und Sellerie kein Raum ist, kann man dieselben auch in Abteilung II anpflanzen. Diese Abteilung ist diejenige, die im voraufgegangenen Jahre reich gedüngt war, also die in erster Tracht zu bauenden Gemüse getragen hatte. Sie wird in gutem Boden bei der Neubestellung nur gegraben, in minderwertigem Boden gibt man ihr eine leichte Kompostdüngung, oder eine sehr vorsichtige StickstoffPhosphorsäure=und Kali„Peazung. In diese Abin Gemüsen alle Wur=:. an ae ae a ae dae un au e, eie ine Aeun euid shtece Beig us aun dnas eea wäre eine einfache Wechselwirtschaft, wie sie. eschse Secheschesce Sesceiche al i ele leitung ur Krone unterbrachen ig. eingeben, wel de Sast lüinnen die Fegen seiner Stangen nach manchen Raum. In beiden Falen ae ee r he, Aalhe g aag! wird deshalb versäumen. durch Aub. Pigd auer eine möglichst große Anzahl Vögel in seinem Obtgarten Solche sind in erster Linie Hülsenfrüchte(mit Ve Fesbohnen), die weder frischen Dünger bes Voven lieben, dann Kartosfeln, die zwar niche uusteichen Kartosseln # Aher sind denn nan den Obstbau nützlich? stechenden Mitein Heisp isten Oösbauer mit alen mu Gebot. des Untraut bekämpfen muß, ebenso aut mot der. Landmana Se Ptiage belimgsen, oder er kelte sep uid der Oithauer de in Prag, bekämpfen, oder er steut seine ganze Jahresarbeit (Fortsetzung folgt.) Vom Alpenvelchen. erneutem Blühen zu bringen snd, it niche richtig. der ersten Blüte stelle virg dis, nach einigen Wochen alle wäre eine einfache Machlasmins.. Vorstehendes durchführen dann. Es muß durchaug wie de leder einhallen und Geztischtet.genten werden gewissermaßen künstlich Fracekaten. mit Kardskalt lüisten Zex emuis anderer Kalt genomnmen verden: dem Reten des Kälene u haben. Nach; Vortelung un Setsst iuenr z edit man ihnen wotl einen Kats, uiden der Fxorf. um ihnen Ersatz für die abgefallene Vorte beiliegendes as brashe diai Bheletich, Si.=hir ger Sernten un Veu. ur Hallagsang;, In Lchen aund Maser u Sotaidien Veihin machen und die gange Plange Kueistauchen. Die Mgrze 273 gleich oraußen noch winterliche Stürme wehen. uthien, die bekannte, glocenähnlichen geishen Auch die Blutsohannisbere(Ribes sanguinenm), die sapanische s4gal dier Leteiset, Hodrücten(Keris soponte— aldler Prce uutrien, edenso Knospenzweige von Odstbäumen „ gegen der Zweige erleichtert das Antreiben. dg nachen uud die ganze Pflanze, hinei= ug Die in legender Stellung trocnen Im warmenud.6 (liegend, sonst brechen die Zmeige). P 2., Zimmer lassen aefpülen. Jweige). Nach? Tagen mit Wasser ongeletzt(Schattenmorellen). Die Frücht ausgebresi: Nach I—Swöhiger Girung hat Ihuite Perlachz und der Wein nicht blank ik.— Antworz est. ie das nicht kochen. Ich habe den Wein häuft ie uste die Frichte u kochen und der Wein ist Rkets klar geworden. Rein in einen frischen Ballon und verkorten sin dicht 2 meisten Fällen klärt er sich dann nach kurzer Zeit. Berigen, Feilege Ertchnlich hetz. Suerde a die 2 de her Loru genonute Zeuer: Sollnger Togrblelt Nr. 18 124. Jahrgang o Msschart und Nander Samsten. den 21. Januer 1933 Delnerkungen Zur Wirtschartsiage. P a-liner wirtschaftspolitische- Mitarbeiter. Täglicher Kurznacbrichtendienst. Geinderailler der Metallvirtsehgt Von unserem Berliner wirtschaftspolitischen Mitarbeiter. -#.bl. um dart die Werbung Berlin, den 20. Januar 1933. Der deutsche Kredit steigt. Der deutsche Kredit steigt Im Ausland. Die Tatsache, daß die deutschen Anleihen, von relativ geringfügigen Schwankungen abgeschen, im Ausland eine recht feste Tendenz innehaben, mag dem Laien bedeutungslos oder doch nur von beschränkter Bedeutung erscheinen. Es muß aber darauf hingewiesen werden, daß jedes Prozent, das die deutschen Anleihen im Kurse aufholen, die Zinsspanne, die man uns im Ausland für neue Kredite auferlegt, reduziert, unsere Produktionskosten verbilligt und damit die Fundamente für den Wiederaufbau festigt. Es ist gar nicht so lange her, daß die deutschen Anleihen einen Stand einnahmen, der für die amerikanischen oder englischen Inhaber der Papier eine wahre Phantasierendite abwarf. einem normaleren Niveau lat, 30 sehr mus man sich aber auf Problemstellung heute erst in ihren Umrissen zeigen kann. So ist der Konflikt mit Argentinien zunächst nur dadurch heraufbeschworen worden, daß Argentinien unter Nichtachtung des deutsch-argentinischen Handelsvertrages von 1857 mit Chile hate ds deh Easlaud durch eire, 1,0hgosiaen Secheie stellte sich am 18. Januar auf 458 gegen 479 am 11. Januar, . eiag betug in Die deutsche Pov: 23 t im Vormonat. ArbeitstäsDezember, 5bb29. seder durchzehnitlich 19476 t bergestell, lich wurden im Dezember dgrchschnitig, Jaure 1933 wurden 4# 148 veniger dis im Rorendber., v ader, arheslaleleh Insscsamt 5·9112, bedentet das einen Rückgang arbeitztäglich um 8330 f Oogig vr„Jet#g, Sgzeg, 1323 einen Rückgans arbeitstäglich um 34410 k oder um 64.675. Der Exvor“ ve dref Vierteliahren 1932 beiet sich auf PGutr1 u den erse, Hot. damit gegenüber der gleichen Zeit 6i18 Silionen Dollar gpe bst, damit gieht weniger ais 5128 er. sahren. Gexenüber dem Darchschnitt der leteten 5 Jahre erzibt Rückgang um 798. besae, bo chashen bregscheh ieh cece sechestc e uchn un Vereueue u bendu, Heuezschrange zeniset en Fa vitcd nolvende sein die Mierenen der dertachen u. ursd ain Cipteansortum vnterart, vell eine derarige Kaplal. /1..n, Wassen gans auf der Röhe moderniater handelsponnsener ausfuhr tur das Plund Sterling eine Gelahr bilde. Darüber hin= dessen Waiten gans auf der Höhe modernster handelspoltischer schen Kotalasfuangen an Lantiager Kart vonsderhaunc ault.) Dder Kacdovstastatantanter Pau. Varubel4htscten Sas echschrtich elchlge e scersienes geise eie. eien ceschten eniche beindliehen dentseben Wahnung blls sein.,„stallen, von denen rund aox zür Nahrungmitel, ausgereben Ueberhaupt dart die Vertrauenszunahme des Auslandes in werden, so daß auch die Landwirtschaft an einem Funktionieren keiner Weise über die Aufstiegs-Hindernisse in Deutschland bin. Seg deutschen Industrieexportes,stark interessiert ist. vertäuschen. Oevis, die Produktion stelst, aber die Steist iur gegenwärtig bestehenden Exportschwierigkelten könne man sich anssam, und selbst Opimisten rechnen heute nur mit einer jeicht vor die Situation versetzt sehen, daß der deutsche Aus-iuvertionstonkeunttur in en Ersatz der im Lauke der setzten fahrüberschuß, der von 28 Miliarden Mark im Jahre 1931 auf Krisenjahre durch Verschleiß verlorengegangenen Substanz hin-I1 Milliarde Mark im Jahre 1932 gesunken ist, vollkommen aus. In einer solchen Situation ist es für einen organischen verschwindet. Wiederaufstieg der deutschen Wirtschaft doppelt notwendig, daß die kurzfristigen Auslandskredite in langfristige Anlagen umgewisndast werden Schon hauta snricht man unter diesem GeMitteilungen der Solinger Handelskammer. Keine Beglaubigung der Rechnungen für Palästina. Wie die Sohnger iudrgige Rechnungen für Jendungen nach Palstins von der Kammer bessaubgen zu lasen, Pluscheige Vertügung der palästinischen Regierung lst einee Begaubigung dahin abseändert vorhen, mehr eriorderseh ist, wenn die Unseitens der Kammer mecht,, der Rechnung beschelligenden Auterschrit des die Rchichen der verur zugestelten(Prokurist. gestelten durch, einen„. Prporteurg dessaubigt wirc. Dabel soll die Dienstbezeichnung des beglaubigenden der Rechnung vermerkt werden. Sprechstunde des Gesandtschaftsrats Haidlen von der Deutschen Gesandtschaft in Rio de Janeiro. Die Industrie- und Handelskammer zu Solingen schreibt uns Es Sireo nuchmate deray bisgerteszgiehest in Bo de Janete Haidlen von der Deutschen vevang z u Uur in der Industrie. am Dienstag, dem 24. d. M., Von 205.): Sorechstunde über die und Handelstamyer,Soingen, H/gräsiien zur Verlügung steht. virtschattlichen Vernältnisse in Przeigsgchverständiger bei der Gesandtschaftsrat Haidlen ist Handelanergegachrgige gen#in. Deutschen Gesandtschaft in Rio de Jupgegonder, vertraut, In. schattlichen Verhältnissen in Prazieczinehmen wollen, werden teressenten, die an der Spef der- Fammer anzumeiden, Durch die Teilnahme an der Sprechstunde entstehen keinerlei Unkosten. Geschschäft Die Cöpenicker Bank eGmbhi. hats Auslandskredite in vondelt verden. Sechon deute sricht man unter Venaguge. Jesellschal L. e elsie estecheheche escene besce se ce. escsiee e sigtceschlcen Bestng, in Aehbune, Aale=hoshteh epedoded) e, asiga entzaie zggh(uwen, Bute der Werbetchagungntichare einusvelez,. Spmpten üir ein bederreilen de.—..Vertent, V., wieler, 10gp Bu. ür Wohlahrtzuecke verier eichuten Geuut Seset un auiun Gan Bit urtaingen Griden alen.“. Peetatsn„u langsam im Geschättsbericht wird ausseführt, daß der BierumsatWährend die Konlunktur weiierhin Wiene macht,9/2z,, rückgäneig gewesen sei und die im Frühiahr 1932 eriensteigen, während der neue Volstrechungerzih,ee uu), soste Biersteuerermädleung nicht ausgereicht habe, den durch berbues uene n bn e die Stenern überhiöhten Berwreis der Kaultrat der Verbraucher anzupassen aufzusteigen, während der neue Vollstreckungsschutz die Landwirtschaft, soweit sie überhaupt noch sanierungsfähig ist, vor dem schlimmsten bewahren soll, tauchen am Horizont neu Gefahren für die deutsche Ausfuhr auf, deren Bedeutung in auf keinen Fal unterschätzen dart. Die deutsche Handelspolitik befindet sich in einer schwierigen Situation. Auf der einen Seite verlangt die Landwirtschaft mit wachsender Energie den Schutz ihrer Produkte vor der Konkurrenz des Auslandes. Namentlich die Holzindustrie und die Käsewirtschaft sind in dieser Hinsicht neuerdings sehr aktiv geworden, wodurch die Position der deutschen Unterhändler gegenüber dem Ausland weiterhin erschwert wird. Nach Abbruch der Handelsverhandlungen mit Schweden tritt am 15. Februar ein vertragloser Zustand ein. Wenn man auch hofft, daß de facto die Meistbegünstigung zwischen beiden Staaten aufrecht erhalten wird, da nirgends ein Interesse an einer Trübung der Wirtschaftsbeziehungen besteht, so ist doch nicht zu verkennen, daß die deutschen Exporte nach Schweden, die immerhin rund 4.4% der deutschen Gesamtausfuhr(und nicht weniger als ein Drittel der schwedischen Gesamteinfuhr!) ausmachen, nunmehr unter verschärttem Konkurrepzdangh, steheg werden. Das gleiche gilt von den deutschen Exporten nach Arzentinien, nach Chile und nach Holland, da die Handelsverträge auch mit diesen Ländern in der Schwebe sind. stacts Garetisgesge e. saehalelge i. Kelscheurie Is- Zäd, Rerten selen Adlad Pai. den Be. Schanschr nicht des Vorjahres und 19% Ende 1930 aus. Die beträgt 4389. Zu hohe Kosten. Ratschläge für den Einzelhandel— Wie man die Unkosten richtig berechnet. Wenn ein Unternehmer 100000 Mark umsetzt und dabei 2000o Mark Kosten hat, 30 Sprichz. r-Rosen-gehiegener an# en Sützen 253 Kosten hoben,„ Ausgehlag von 223 und das zwaite zum Umsatz nicht dad also die Prozentailler sich nicht erhtöbt, In dem ausegebenen Beispiel veug, e, ielstosien eer sein, mit dem Hausvirt wegen Herabse.. Zie dürien höchstens verhandeln oder billigere Räume zu suchen,0000 Mlark Umsatz 300 Mark kosten, denn das wären bei tzie ig den früheren 4.3% Mietspesen, der Unterschied zur Miete Kanen vire alio hich grob. ,. Sersgnsltonten Der RückSchwieriger ist es schon bei gen Ferenzengang der Arbeits. gans des Umsatzes bedeutet ja keinen Nru. jüare kann so groß leistung, denn die Menge der umgeserthat zieh verringert. Das schlebeg sein uie„hezig kaum weriger Kunden zu bedienen haben als früher. Der Umsatzrückgang läßt sich hier durch n- uu ischaen an aeaee n nen Erd aut Ia von rnaute bennvnschen, bes Paptgegegel r.., asamnmnenbrischen un der Bitichat uhrt. Nur 9s. der enelschen industrie. die sich. ihren Valulavort ausnutzend, systematisch zur Offensive gegen die deutsche Exporte anschickt. So richtig es ist, daß man Dr. Herle vom Reichsverband der deutschen Industrie nach Schweden entsandt hat, um dort Export-Propaganda für Deutschland zu treiben, — man befindet sich dennoch im Hintertreffen gegenüber England, das schon vor Monaten den Prinzen von Wales unter Eutbietung eines großen Propagandaapparates in die nordischen sich dabei beruhigen, daß seine Kosten absomt niem geru#g. Werner Sombart. Zum 70. Geburtstag des bekannten Nationalökonomen. P.-— und im Jahre 1906 kam vrtschetvetr, irtzschaftspstem erwas nicht sümmen könnte. esce eice etei e en e schece Seite, das Sind Symptgme, die wit, bl/g Danemark, sondern in 43s etwas taul ist niebt nur im Sein- Aer an dem nicht ein der ganzen Welt., Kaum vervePlang porfrzat. Projekte vernamhatter Nationaldhongr vepe der Mahrangen, über Arbeisden erörtert über einen ve.u Ziegiertztgkelt, und jedker slaudt, beschatlung, Planvirtschat, diec grbeitelosickeit zum mindesten das man nach seinem Pegept o, g ag mehr Lit heute das Wort beträichtich mildern könne. Um. vo Pr.v., 84e, Vollswirtsshaft. einer anerkannten Kapazität auf dem Gebiete der Volksu Zu den Männern, die nicht nur über ein reiches Wiszen, sondern auch über grobe pr. schr-sangar-1963 in Ermseben ge. Werner Sombe:# mit 28 Jahren Syndikus der Bremer Handelskammer. Zwei Jahre darauf war er bereits Professor teit Geraus bervor. 45 Hevesgauge fn 19. Jehrhuncert“ zeiha Aulagen eriebte. tallonus: errerte Autseben in veiten Kreisen., Pltepest. en Werner Sombart als einer der besten Kenner u. jexfeg, dag 9 Wirtschaftsformen. Nun muß man allerdings be. ging vul von n der P-ie aus gieg gusgehend von historischen Forschungen, der Theorie aus, dio aussehend von bistgn, uug Porzehungs. den gegenwärigen Problemen nabehogr gat den gegenwärtigen ersebnissen früherer Jahre. P), FZehulge dagegen glaubt, daß sich Zustand führen. Die Bungere Voxtänge auf die wirtschatliehen nicht bedingunsslos historsche Vorsänse Sonhart hat außerdem Ausäinde unserer Zeit berieben bostriedenl sie, geienel sind. noch eine Reibe von Büchern ve,gherg zuch in der breiten nicht nur in Oelehrtenkreisen, ogurin###gei 1004 fl Oetientlichkelt wichtige Probleme. geghr., Sozialpissen. Sombart auch Mitherausgeber des„archivs für schaft und Sozialpolitik“. sede neue Lohnuentung ud Oebeltosgueigns Gweikerieleigten sanzen Voltes mindert und damit z. ,irtgchaft zuhrt. Nur eis und neuen Zusammen### kann die Umsätze wieder bestabiler, möslichst hoher Lon... J. einen Auftrieb geben. leben und der desamtvirtschalt wieder eings, Rozenjakuen Noch deutlicher virch De, en Felanengesen Niehts wäre sleichmäßis zu behandeln, bei ven zuren, Je bestiger die Krise, verkehrter, als bier besonders zn vu., iu dem man nur siezen Gesto schärter der Konhuergiehzt gesgart wirch. Die Werde. Heyy, venn an der V erb„elady, also in Prozenten vom Umsatz. zuweilen aber auch absolut, also in Reichsmark, erhöht „Noher sol un der Ausleich koungrehen, Pepufe es er. ede ved ben Gusch verschige Gerchlsoloik hzecheute ier. bis Käntige neue Konsankturgevine zur Veriost=gezugengen Wiederauistes an die Fehier denken, die er während der seteten Koninukturperiode durch den Verbrauch seiger. Gewinne gemacht hat. und nun seine Bilanz vernünftig aufstellen.