**** emeerreie beibmenslich aas Rehemachk, ünssigenreier mmimer lokal 10 Dig., auswärte 18 Pfg., Reklame lokal 50 Dig, auswärte 75 pig. Geschäftostelle: Brüderstr. 6—14, Teleson 22, 23, 24 und 133. Hostscheckkonto Köin 36051. Jweiggeschäftostellen: Wald: Hauptstraße Ecke Deutzerbof=Straße, Teleson 4528 Solingen. Gräfrath: Hb. Brecht, freihettstr. 41, Teleson 4433. Oblige: Düsseldorferstraße 25, Tel. 2243, „Lusch, Bahnhofstraße 13. Aufderhöhe: Leichlin 9e— Herm. schlingen, Lrust Busch, Bahnbofstraße 13. AufderbNeihenberg, Austerhöhe 130, Teleson Am Oblige 3027. Langenfeld: Deder Eleßmmacher, Haunstraße 20. Amtliches Rreisblatt für den Stadtkreis Solingen. Chefebakteu C. Müler-Sohler. Verantwonlich füe Peitu und Kuns: C. Müller=Sohler; für den kommunalen Teil Solingen: Dr. 5. Gothe; für den Landkeie Solingen=Lennep und Sport: X. Schaberg; für Wirtschaft, Unterhaltung und den Abrigen Tell: 5. Heinen; für den Anzeigentell: H. Schmitz, alle in Solingen. Berliner Vertreter: Dr. M. Neuse. Druck u. Verlag: B. Vol, Solingen. Dao Solinger Tageblatt erscheine täglich mit Auonahme der Sonn= und Jestage. Nr. 271. Montag, den 18. Rovember 1929. 121. Jahrgang. Die Kommanntwahlen in Preußen,„essen und Bachsen. Die neue Lage. Die gestrigen Wahlen haben, im Ganzen gesehen, keine besonderen Ueberraschungen gebracht. Wohl sind örtliche Verschiebungen eingetreten, aber von einem ausgesprochenen Links= oder Rechtsruck läßt sich, soweit man bisher die Ergebnisse überblicken kann, nicht sprechen. Was die Parteien angeht, so kann bis jetzt nur der eine sichere Schluß gezogen werden, daß die Nationalsozialisten einen starken Stimmenzuwachs erhalten haben. Wie es mit dem anderen Extrem, den Kommunisten, steht, läßt sich zur Stunde noch nicht klar übersehen. Sie haben in einigen Gegenden, so im Westen und in Sachsen, starke Rückgänge zu verzeichnen, während sie anderwarts, etwa in Berlin, ein Plus buchen können. Aehnlich ist es bei den Deutschnationalen, obwohl bei ihnen allem Anschein nach das Endresultat ziemliche Verluste aufweisen wird, die durchweg den Nationalsozialisten zugute gekommen sind. Die Sozialdemokraten haben sich, soweit man überblicken kann, sehr gut geschlagen. Die Mittelparteien, Volkspartei, Zentruni und Demokraten, scheinen sich im großen und ganzen behauptet zu haben, während die Wirtschaftspartei zugenommen hat. Lehrreich ist es, daß kleinere alte Splitterparteien zum Teil vollständig von der Bildfläche verschwunden sind. An ihre Stelle sind andere getreten, die weiter nichts erreicht haben als eine Schwächung der Mitte, weil die Stimmen, die sie auf sich vereinigten, meistens verloren sind. Ohne diese elende Zersplitterung stände die Mitte ungleich gefestigter da. Besonders bedauerlich ist die prozentual geringe Wahlbeteiligung. Es ist eine altbekannte Tatsache, daß die Nichtwähler hauptsächlich zu den sogenannten bürgerlichen Parteien gehören. Welche Folgen die Wahlenthaltung mit sich bringt, wird uns drastisch verdeutlicht an unserer eigenen Stadt, wo es die 30 000 Nichtwähler in der Hand hatten, eine klare bürgerliche Mehrheit zu schaffen. So wie hier, liegen die Dinge in einer ganzen Reihe anderer Städte und Bezirke. Ueberschaut man die bis jetzt bekannt gewordenen Ergebnisse, so kann man von einem günstigen Ausgang der Wahlen nicht sprechen; vielleicht ist er auch nicht so ungünstig, wie Pessimisten befürchtet hatten. Einen Fortschritt zur Konsolidierung aber bedeuten die gestrigen Wahlen nicht. Und daher muß man sie wohl mit einem Minuszeichen versehen. MS. * Unser Berliner Vertreter äußert sich zu den Wahlen folgendermaßen: Im großen und ganzen sind die Kommunalwahlen in Preuben ohne größere Störungen verlaufen. Allerdings muß man feststellen, daß die Wahlbeteiligung zumeist nur einen Prozentsatz erreicht hat, der nach Lage der Dinge nicht einmal die Gesamtheit der parteitreuen Mitglieder erfassen kann. Wenn auch hin und wieder überraschende Verschiebungen eingetreten sind, so beurteilt man in den hiesigen Kreisen das Resultat doch dahingehend, daß es im wesentlichen den Erwartungen entsprochen hat. Immerhin sieht man in der Wahlmüdigkeit doch ein Problem, dem unbedingt nachgegangen werden muß. Gewiß mag daran zu einem großen Teil jene politische Apathie Schuld sein, den Deutschen von jeher auszeichnete. Gewohnt, die Leitung Geschicke seines Vaterlandes in verantwortlicher Hand zu risser, interessiert. sich der Deutsche, von Haus aus ideologisch degabt, viel mehr für die Abstraktionen möglicher Zustände als für realpolitische Zusammenhänge. War somit die Vorkriegsvergangenheit nur die Konkretisierung der ethischen Togmatik, die in Kants Primat der reinen Vernunft ihr abstraktes System erhielt, so ist auch die politische Gegenwart selbst in den Köpfen seiner begeisteristen Verfechter trotz aller realen Konsequenzen immer noch mehr ein ideales Ziel als eine gegebene Tatsache. Und da nun der primitivere Mensch von Ideen zwar leicht angefacht wird, aber von ihnen auch sehr rasch wieder loskommt, so entwickelt sich daraus naturnotwendig, zumal der Deutsche viel intimer zu seinen alltäglichen Gewohnheiten steht, leider auch gfort wieder eine Abgestumpftheit gegenüber dem idealistischen Vollen insofern, als er im Bewußtsein, die Geschicke seines Landes in guter. Hut zu wissen, sein Hauptaugenmerk ausschließlich auf die individuelle Ausgestaltung seines Lebens lenkt. Mit einem Worte also: Es fehlt an den vitalen Beziehungen zwischen dem Einzelnen und dem Staate, die notwendig sind, um die politische Entwicklung Deutschlands bis zu seinem letzten Staatsbürger hin zu verlebendigen. Der Wahlkampf um die Kommunalwahlen in Preußen hat hierfür wieder einmal ein beredtes Beispiel gegeben. Und das erscheint umso merkwürdiger, als man doch annehmen müßte, daß das Gemeindeleben als die kleinste Kollektivität im Staatsverband so eng mit dem Leben des einzelnen Bürgers verbunden wäre, daß er auch bestrebt sei, an allen Ereignissen, die für das Gemeindeleben bestimmend sind, teilnimmt. Daß es deshalb den extremistischen Parteien gelingt, ein größeres Interesse wachzurufen, dürfte mehr auf den Schlagwörtern ihrer Wahlparolen beruhen, die zumeist auf irgendwelchen akuten Ressentimentkonjunkturen resultieren. Der Hauptgrund der Gleichgültigkeit, die sich weiter Bevölkerungskreise bemächtigt hat, ist aber auch hier in der Tatsache zu finden, daß es die Einzelgemeinde, die doch die lebendige Urzelle des überfamiliären Gemeinschaftslebens sein soll, trotz des gesteigerten Selbstverwaltungsprinzips auch bis heute noch nicht verstanden hat, ihr Gemeindeleben so individuell zu gestalten, daß ihre Mitglieder auch von vornherein in genügender Weise daran interessiert werden. So aber beteiligt sich nur eine bestimmte Anzahl an den Wahlen, die sich dazu gewohnheitsgemäß verpflichtet fühlt oder spontan zu einem solchen Entschluß gelangte, weil sie sich in ihrem Eigenleben und dessen Doktrinen irgendwie verletzt gefunden hat. Psychologisch erklärt also, eine Reaktion mit umgekehrtem Vorzeichen. Dadurch kann natürlich ein vernünftiger Entscheid nicht zustande kommen, so daß damit die Grundidee der Wahlen eigentlich vollkommen aufgehoben worden ist. Und daran krankte in der Hauptsache das ganze deutsche parlamentarische Leben. Nimmt man diese gedanklichen Darlegungen zur Voraussetzung, so wird man dem Ergebnis der Kommunalwahlen am besten gerecht werden. Es ist bedauerlich, daß die mit besonderer Lebhaftigkeit einsetzende Bewegung zur Gesundung des deutschen Parteiwesens noch nicht zu einem befriedigenden Ergebnis kommen konnte, denn gerade bei den heutigen Wahlen hat der verhängnisvolle Parteiismus die kuriosesten Auswüchse, wie Partei der Nichtkorruption oder Partei ehemaliger Stadtverordneter, aufgezeigt. Das Ergebnis war deshalb, daß die alten Parteien Stimmen an die Splitter abgeben mußten, was umso empfindlicher ist, als der Ertremismus, der seinen Nährboden zu einem großen Teil in dem bereits erwähnten Ressentiment fand, damit einen größeren Zulauf erhielt. Dieses Ergebnis sollte deshalb eine Lehre sein. Denn es geht nicht an, daß der Ertremismus immer mehr vom Ziele wegführt, während die gegenwärtige Lage Deutschlands nachgerade eine unbedingte Klärung der innerpolitischen Verhältnisse im Interesse einer Stärkung des Reiches ohne Verzug verlangt. Man darf es deshalb ohne Frage begrüßen, daß der Liberalismus auch bei den diesmaligen Wahlen seinen Stand erhalten konnte. Denn die ganze Hoffnung jener Kreise, die für eine Konsolidierung des deutschen Parteiwesens eintreten, ist auf die liberalen demokratischen Parteigruppen gerichtet. Wir brauchen keinen innerpolitischen Kampf, wir brauchen vielmehr eine innerpolitische Beruhigung. Auch die Kommunalwahlen werden leider nach dieser Richtung hin noch manches Problem offengelassen haben. Ergebnisse aus Westdeutschland. Frankreich und die Einberufung der zweiten Haager Konferenz. Paris, 17 Nov. Die Morgenpresse berichtet, daß im des gestrigen Ministerrates die Bilanz der Tätigkeit der im % eingesetzten Ausschüsse gezogen wurde. Man stellte fest, daß Ausnahme der Kommission für die Ostrevarationen die ArFiter so gut wie beendet sind. Die französischen Minister kamen gekommag. Aeberzeugung, daß alle Ausschüsse zu einem Ergebnis sein müßten, bevor die Einberufung der zweiten gager Konferenz möglich wäre. Es könne also nicht mehr von Beh, Einberufung der Konferenz gegen den 15. Dezember die sein. Als voraussichtlicher Termin käme vielmehr die erste Sels seshe as checbeie en eicht etelic elne 3. Jannar zitistermt beschlossen worden sei, versuchsweise den schlagan den Beginn der zweiten Haager Konferenz vorzuDas gleiche Blatt glaubt übrigens zu wissen, daß die werßt Konferenz möglicherweise nicht im Haag zusammentreten die Fih## aber auf jeden Fall Ministerpräsident Tardien selbst Fuhrung der französischen Abordnung übernehmen werde. WTB. Elberseld, 17. Nor. Vor der Umgemeindung betrug die Zahl der Stadtverordneten in den fünf Gemeinden der Wupperstadt 188; sie ist nach der Umgemeindung auf 76 verringert worden. Unter diesem Gesichtspunkt sind daher die nachstehenden Endergebnisse der Stadtratswahlen in det Wupperstadt im Vergleich zur vorigen Wahl zu betrachten. Zentrum 23.629, 10(20), Soz. 43 666, 18(29), Komm. 30 806, 13(36), DVp. 16 449, 7 (27), Dnatl. 29.002, 12(45), WP. 18 943, 7(5), Dem. 4859, 2 (7), Volksr.=Partei 2315, 0(0), Chr. Volksdienst 13 156, 5(0), Nat.=Soz. 5161, 2(0), Volksbund 315, 0(0), Arbeitnehmer 1174, 0(0), Bürgerbund 206, 0(0), Dtsch.=Völk. 1278, 0(0), Westfalenbund 1090, 0(0). Mettmann: Ztr. 18 861 19(19), Soz. 13376 7(8), Komm. 13181 6(12), DBP. 6520 3(6), DRBP. 8329 4(10), WP. 6280 3(4), Dem. 2291 1(3), Volksrecht=P. 3421 2(0), Nat.= Soz. 2705 1(0). WTB. Düsseldorf, 17. Nov. Die neue Stadtverordnetenversammlung setzt sich zusammen aus: Zentrum 23(21), SPD. 13 (13), Kommunisten 17(19), Deutsche Vp. 6(7), Deutschnationale 6(12), Demokraten 1(3), Christl. Volksdienst 1(0), Natsoz. 1(0), Wirtschaftsbund 11(6). Im ganzen wurden 79 Stadtverordnete gegen bisher 74 gewählt; die Zahl der Mandate hat sich durch die Eingemeindungen erhöht. Köln, 17. Nov. Nach dem heutigen Ergebnis der Stadtverordnetenwahlen verteilen sich die Mandate wie folgt: Zentrum 35 lbisher 31), Sozialdemokraten 21(12), Kommunisten 13(15), DBP. 10(8), Dinl. 2(6), Wirtschaftspartei 7(5), Demokraten 3 (3), Nationalsozialisten 4(2). WTB. Bonn, 17. Nov. Stadtrat. Endergebnis. Z. 12 485 (18 Mandate gegen 20 bei der letzten Wahl), Soz. 4406, 6(5), Komm. 2215, 3(5), D.=Vpt. 3950, 5(6), Dnat. 2091, 3(5), W.=P. 2907, 4(0), Dem. 827,(1), Volksrechtpartei 461(0), Nat.= Soz. 5583, 8(0), Mieterverein 651, 0(2), Mieterschutz 399, 0(4), Handwerk und Gewerbe 258, Summa der gültigen Stimmen 36 233, Summa der abgegebenen Stimmen 36 562. Wahlbeteiligung 56,3 Prozent. Koblenz, 18. Nov. Bei den gestrigen Stadtverordnetenwahlen fielen auf Ztr. 7850(bei letzter Wahl 10 260), Sozialdemokraten 2475(2408), Kommunisten 1204(1470), Dinl. Vpt. 1329(6163 — diese Stimmen fielen 1924 auf die in der bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft vereinigten Dinl., DBP., Dem. und Wirtschaftsgruppe), Volksrechtpartei 421, Bürger und Wirtschaftler 2441, Beamtenliste(bisher mit der freien Bürgerpartei koalitioniert) 1686(1871), Nationalsozialisten 4257, Liberale Gemeinschaft(gemeinsame Liste der Dem. und DBP.) 952, Freie Bürgerpartei 435(1928, diese Stimmen fielen 1924 auf die vereinigte Liste der Freien Bürgervereinigung und Beamtenliste), Angestellten und Kriegsopfer 524. WTB. Siegburg, 17. Nov. Stadtverordnetenwahl. Endergebnis: Z. 3759(4091), Mandate 15(15), Soz. 1215(1562), 4(6), Komm. 956(936), 3(3), D. Vpt. 532(781), 2(2), Dnat. 189 (227),—, W.=P. 1005, 4(0), Dem. 426(718), 1(2). WTB. Siegburg, 17. Nov. Kreistagswahlen. Kreis Siegburg. Endergebnis: Z. 29.587(15 175), Soz. 8748(4225), Komm. 3622 (1567), D. Vpt. 3131(1126), Dnat. 1902(1383), W.=P. 3434 (2181), Dem. 928(428), Nat.=Soz. 913(—). WTB. Gummersbach, 17. Nov. Stadtverordetenwahlen. Endergebnis: Z. 1151(888), Soz. 2997(2883), Komm. 309(462), W.=P. 430(1620),- Dem. 958(—), Derschlager Bürgermeisterei 572(—), Nat.=Sge. 733(—), Kriegsopferp. 781(495), Bürgerliste 1561 12357): WXB. Hamm, 17. Nov. Bei den Studtverordnetenwahlen erhielten: Zentrum 10(14), SPD. 6(5), Kommunisten 2(4), Demokraten 1(4), Deutsche Vp. 4(4), Deutschnationale und überparteiliche evang. Liste 5(1), Natsoz. 1(1), Wirtschaftspartei 3(0). WTB. Recklinghausen, 17. Nov. Endergebnis der Stadtratswahl: Z. 10 944(17, bisher 16), Soz. 4649, 7(7), Komm. 4228, 6(7), D3P. 1831, 2(3), Dnatl. 1675, 2(4), Dem. 466, 0(0), Natsoz. 840, 1(0), Evgl. Volksdienst 3444, 5(0), Polenp. 1828, 2(2), Wirtschaftsp. 2886, 4(6), Turn, Sport 728, 1(0); abgegebene Stimmen 33809= 70 Prozent Wahlbeteiligung, ungültig 290. WTB. Bottrop, 17. Nov. Die Mandate der Stadtverordnetenversammlung verteilen sich wie folgt. Ktr. 15(16), SPD. 3 (4), Kommunisten 14(14), Demokraten 0(0), Christlich=Soziale 3(0), Deutsche Volkspartei und Deutschnationale je einen Sitz (zusammen bisher 4 Sitze), Evangel. Volksdienst 4(0), Natsoz. 0 (—), Polen 1(2), Mittelstandspartei 4(4), Kriegs= und Arbeitsopfer 1(1). WTB. Duisburg=Hamborn, 17. Nov. Vorläufiges Endergebnis der Stadtratswahl: Z. 21 Sitze(26), Soz. 13(21), Komm. 15(28), DBP. 6(12), Dnatl. 6(10), W. P. 5(10), Dem. 1 (4), Christl.=Soz. Reichsp. 0(0), Chr. Voksdienst 3(0), Nat.= Soz. 3(3), Polen 1(2), Kommunistische Opposition 0(0), Wirtschaftliche Vereinigung 0(0), Parteil. Bürgerliste 1(0), Bürger 1(0). Bei einem Vergleich mit dem letzten Wahlergebnis ist zu berücksichtigen, daß die frühere Stadtverordnetenzahl Duisburgs und Hamborns zusammen 111 betrug, die jetzt nach der Zusammenlegung auf 76 Sitze vermindert wurde. WTB. Krefeld, 17. Nov. Endergebnis der Stadtratswahl: 3. 22(24), Soz. 9(6), Komm. 5(7), Nat.=Block 2(0), W.=P. 9 (0), Volksr. 1(0), Nat.=Soz. 1(0), Arbeitsgemeinschaft (Dem.—DVP.) 4(13). WTB. Aachen, 17. Nov. Aachener Stadtverordneten: Zentrum 27(23), Soz. 6(3), Komm. 7(8), 2BP. 4(5), Dnat. 1 (2), Dem. 3(2), Block für Bürger 0(3), Dt. soz. Partei 0(0), Mieterschutz 0(7), W.=P. 5(0), Nat.=Soz. 1(0). Trier, 17. Nov. Bei den Stadtratswahlen fielen auf Zentrum 11 314(bei der letzten Wahl 10 493 Stimmen), Sozialdemokraten 2344(1657), Kommunisten 2368(1767), Deuische Volkspartei 1128(3070), Deutschnationale 1234, Wirtschaftspartei 3006, Demokraten 638(1160), Volksrecht 481, Natsoz.= Dtsch. Arbeiterpartei(Hitler) 612 und Mieter 675(4279) Stimmen. WTB. Wiesbaden, 17. Nov. Die Mandatszahlen bei der heutigen Stadtverordnetenwahl verteilen sich wie folgt: SPD. 13 (17), Zentrum 6(6), Deutschnationale 3(2), Kommunisten 6(7), Natsoz. 9(4), Bürgerliche 17(18). W2B. Frankfurt a. M., 17. Nov. Die bei den heutigen Stadtverordnetenwahlen erzielten Mandate verteilen sich auf die einzelnen Parteien wie folgt: SPD. 25(29), Zentrum 11(9), Deutsche Vp. 11(9), Deutschnationale 4(7), Demokraten 4(7), Kommunisten 12(11), Arbeitnehmer 2(3), Mittelstand 6(4), Evang. Vereinigung 2(1), Natsoz. 8(4). W2B. Mainz, 17. Nov. Bei den Kommunalwahlen erhielten nach den amtlichen Feststellungen: SPD. 18(21), Zentrum 11 (14), Deutschnationale und Deutsche Volkspartei 4(4), Evang. Volksgemeinschaft 3(0), Kommunisten 3(4). Demakrat# 9(4), Rokgemeinschaft des Mainzer Mittelstandes 8(0), Partei für Volkswohlfahrt(Sportler) 1(2). WTB. Darmstadt, 17. Nov. Es wurden bei den Stadtverordnetenwahlen gewählt: SPD. 15(20), Zentrum 3(3), Deutsche Vp. 9(14), Natsoz. 5(0), Deutschnationale 2(5), Temokraten 2 (9,, Volksrechtpartei 1(0), Kommunisten 1(1), Handwerksliste 2 (0), Positive Arbeitsgemeinschaft 2(0). W2B. Saarbrücken, 17. Nov. Der Wahltag ist ruhig verlaufen. Es haben sich keine Zwischenfälle ereignet. Die Wahlbeteiligung betrug rund 52 v. H. Zur Stadtverordnetenversammlung wurden gewählt: Kommunisten 8(8), SPD. 12(13), Nationalsozialisten 1(0), Wirtschaftspartei 7(6), Demokraten 0 (2), Deutschnationale 3(5), Deutschsaarländische Volkspartei 11 (9), Zentrum 18(17). Zusammenstöße bei der Wahlpropaganda. Ergebnisse aus dem Reich. Das vorläufige amtliche Ergebnis in Berlin. WXB. Berlin, 18. Nov.(Funkspruch.) SPD. 651 735, 65 Mandate(73). Dui BP. 404 756, 40 Mandate(43). KPD. 565 595, 56„Mandate(43). DDP. 138511, 14 Mandate(21). B3P. 194 200, 15 Mandate(14). WP. 100289, 10 Mandate(10). 414, 8 Mandate(8). Deutsch=Völkische Freiheitsvartei 7362, 1 Mandat. Chr. Volksdienst 30 099, 3 Mandate. USPD. 5072. BRP. 3503. Linksradikale Antikorruptionspartei 13. Freibund des Handwerks, Kleinhandels und Gewerbes 5746. Ev. Wähler und Wählerinnen 168. Allgem. Volkspartei 3012. Nationalsozialistische Reichspartei 132.031, 13 Mandate(3). Reichspartei für Handel und Gewerbe 3021. Linke Kommunisten 3787. National=Revolutionäre Volksvartei 355. Christl.=Soziale Reichspartei 3323. Partei für Mietsrecht 302. Uebervarteil. Liste 380. Gültige Stimmen 2294674. Ungültige Stimmen 17 438. WTB. Potsdam, 17. Nov. Stadtverordnetenwahlen. Endgültiges Endergebnis: Sozialdemokraten 14(14), Kommunisten 1(2), Reichspartei des deutschen Mittelstandes 2(0), Deutsche Volkspartei 4(3), Natsoz. 3(0), Deutschnationale 15(16), Temokraten 1(1), Zentrum 1(1), Handel, Handwerk, Grundbesitz 2 (5), Wohnungsreformer und Beamte 0(1). „Potsdam: Soz. 14(14), Natsoz. 3(0), D.-=Ratl. 15(16), Dem. W2B. Berlin, 17. Nov. In der vergangenen Nacht ist es im Zusammenhang mit der Wahlpropaganda an zahlreichen Stellen der Stadt zwischen politischen Gegnern zu Zusammenstößen und sonstigen Ausschreitungen gekommen. Die Polizei nahm insgesamt 104 Personen fest, darunter 28 Sozialdemokraten, 15 Kommunisten, 3 Nationalsozialisten und 58 Personen, die angeblich keiner Partei angehören. Die Festgenommenen wurden nach ihrer Vernehmung zunächst wieder entlassen. Im Osten der Stadt gaben bei einer Schlägerei Kommunisten mehrere Schüsse auf Reichsbannerleute ab, von denen drei so erheblich verletzt wurden, daß sie ins Krankenhaus gebracht werden mußten. Im Südosten der Stadt wurde eine Klebekolonne der Deutschnationalen Volkspartei beschossen, wobei der Student Karl Hölzel an beiden Füßen verletzt wurde; er wurde nach dem Krankenhaus geschafft. Im Norden wurden an zwei Stellen Litfaßsäulen, an denen sich Wohlaufrufe befanden, in Brand gesetzt, so daß die Feuerwehr eingreifen mußte. In Neukölln wurden am Ringbahnhof Hermannstraße Scheiben einer Lichtsäule für Wahlpropaganda zertrümmert, und vor dem Rathaus Neukölln griffen Kommunisten die eine Propagandasäule der SPD. bewachenden Sozialdemokraten an, wobei auch Schüsse fielen. An einer anderen Stelle Neuköllns entstand eine Schießerei zwischen Kommunisten und Reichsbannerleuten, wobei aber niemand verletzt wurde.— Auch im Laufe des heutigen Vormittags ist es an verschiedenen Stellen der Stadt zu Ausschreitungen aller Art gekommen. U. a. wurde wegen Bannkreisverletzung ein Kraftwagen angehalten, auf dem 23 Kommunisten mit fünf entrollten roten Fahnen sich befanden. Vor einem Wahllokal im Zentrum der Stadt wurde ein Kommunist verhaftet, weil er ein Plakat mit einer Ausschrift trug, die sich gegen den Berliner Polizeipräsidenten richtete. Bis heute nachmittag 3 Uhr waren insgesamt 28 Zwangsgestellungen erfolgt. Der Berliner Polizeipräsident über den Verlauf des Wahltags. W2B. Berlin, 17. Nov. Der Polizeipräsident teilte um 6 Uhr abends folgendes mit: Die Wahlen am heutigen Sonntag nahmen in allen Bezirken einen ungestörten Verlauf mit Ausnahme von zwei Fällen, in denen es zu geringfügigen Störungen des Wahlalts kam, die durch das Einschreiten von Polizeibeamten beigelegt wurden. Bis 6 Uhr abends verlief der Tag, abgesehen von unbedeutenden Reibereien und Zusammenstößen zwischen politischen Gegnern, bei denen im ganzen vier Personen leicht verletzt wurden, vollkommen ruhig. In 20 Fällen wurde die Polizei zum Einschreiten gezwungen, brauchte jedoch nur in einem Fall, am Bülowplatz, vom Gummiknüppel Gebrauch machen. Hier hatte sich in den Nachmittagsstunden eine den Verkehr hemmende Ansammlung gebildet, aus der heraus ein vorbeifahrender Polizeikraftwagen mit Steinen beworfen wurde. Eingeliefert wurden insgesomt 337 Personen. Diese hohe Zahl erklärt sich jedoch dadurch, daß in einem Falle sämtliche Insassen von fünf geschlossen fahrenden Kraftwagen der Nationalsozialisten, aus denen heraus mit Steinen geworfen wurde und auch ein Schuß abgegeben worden sein soll, zwangsgestellt wurden. # e 101 be Wahlbeteiligung 60—70 Prozent. 2 Reichsbannerleute getötet. MTB. Berlin, 18. Nov. Die Kommunalwahlen sind im allgemeinen ohne größere Zwischenfälle verlaufen. Nur in Breslau wurden zwei Reichsbannerleute, die von Kommunisten überfallen wurden, so schwer verletzt, daß sie nach kurzer Zeit starben. urden, so schwer verletzt, daß sie nach kurzer Zeit starben. In großeren Stadten verliefen die Auseinandersetzungen weniger ernstlich. Die Wahlbeteiligung war in den Städten durchweg 60 bis 70 Prozent, auf dem Lande bis 90 und vereinzelt gar 100 Prozent. Kon Vol Nati Kom Bür Evar WTB. Breslau, 17. Nov. Sozialdemokraten 107 614(128 599), Mandate 33(38), Deutschnationale 68 176(54 537), 18(16), Zentrum 42986(88 602), 16(11), Deutsche Vp. 23992(18 368), 7 (5), Demokraten 12 785(13 433), 4(4), Kommunisten 15342 (19 551), 5(5), Deutsche Bauern= und Wirtschaftspartei 10 495 (7834), 3(2), Deutschsoziale Partei 2746(6873), Handwerk, Gewerbe, Hausbesitz 828(—), Komm. Opposition 824(—.) Linkskommunisten 345(—), Natsoz. 9672(1066), 3(—), Polnische Mieterpartei 197(—), Mieterliste 8710(16 288), 3(4), Bodenreformer 1053(5573), 0(1). Abgegebene Stimmen 303 432, ungültig 1875. „Görlitz: Soz. 20(16), Ztr. 2(2), Natsoz. 3(6), Rechtsp. 14 (14), Komm. 3(3). WTB. Liegnitz, 17. Nov. Bei der Stadtverordnetenwahl erhielten: SPD. 18(15), Zentrum 3(3), Kommunisten 1(1), Natsoz. 1(0), Einheitsliste für Sparsamkeit und Ordnung 16 (19), Evang. Volksdienst 3(0), Allg. Bürgerliste 4(7). Die Wahlbeteiligung war unter dem Bürgertum sehr stark. Sie betrug im ganzen 80 v. H. WTB. Leipzig, 17. Nov. Bei den Stadtverordnetenwahlen wurden insgesamt 425 098 Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf Soz. 148307 Stimmen 27 Mandate(bisher 124.966, 26), Verein. bürgerl. Liste 154 712. Stimmen, 26 Mandate(bisher 112 196, 22), Komm. 53 666 Stimmen, 9 Mandate(bisher 69093, 15), Komm. Opposition 5832 Stimmen, Mandate 1 bisher keine), Volksrechtp. 21 581 Stimmen, 4 Mandate(bisher 26 110, 6), Demokraten 20094 Stimmen, 3 Mandate(bisher 19 462, 4), Alte SPD. 2141 Stimmen,— Mandate(bisher 6043, 1), Natsoz. 17 694 Stimmen, 3 Mandate(bisher 5615, 1), USP. 1064 Stimmen,— Mandate(bisher 3752,—). Die Wahlbeteiligung betrug 84,53 v. H. Das neue Stadtverordnetenkollegium wird mit 38 Bürgerlichen gegen 37 marsistische Stadtverordnete eine bürgerliche Mehrheit aufweisen, während im bisherigen Stadtparlament das Verhältnis 33 zu 42 betrug. Dresden, 17. Nov. In Dresden haben sich von 490 681 Wahlberechtigten 367618 an der Kommunalwahl beteiligl, was einer Wahlbeteiligung von ungefähr 74 v. H. entspricht. Die Wahizahl beträgt 4876. Die einzelnen Mandate verteilen sich wie folgt: SPD. 28(26), Deutschnationale 7(9), Deutsche Vp. 12(10), Mittelstandspartei 7(6)(Handwerk, Handel und Gewerbe), Kommunisten 7(10), Demokraten 5(5), Alte SPT. 0(3), Hausbesitzer 3(3), Zentrum 1(1), Rentner 0 (keine Liste), Natsoz. 4(0), Volksrechtpartei 1(2). Insgesamt 75 Mandate. WTB. Pirna, 17. Nov. Bei den heutigen Stadtverordnetenwahlen erhielten die Sozialdemokraten 10(9), Kommunisten 7 (7), Deutschnationale 3(4), Deutsche Volkspartei 4(4), Wirtschaftspartei 4(4), Demokraten 3(3), Natsoz. 1(0), Beamte 1(2). " WTB. Magdeburg, 18. Nov. In Magdeburg hatten die Stadtverordnetenwahlen folgendes endgültige Ergebnis: SPD. 32 (27), Kommunisten 7(6), Völkische 1(5 zusammen mit den Nationalsozialisten), Nationalsozialisten 3, Demokraten 5(8), Zentrum 1(1), Bürgerliche Einheitsliste 18(20). wtb. Hannover, 17. Nov. Die Mandate in der neuen Stadtverordnetenversammlung verteilen sich wie folgt: SPD. 38(22). Deutschhannoversche Partei 6(11). Zentrum 3(3). Demokraten 2(3). Kommunisten 4(9). Ländliche Vorortliste 0(0). Christl. Volksd. 1(0). Nationalsozialisten 3(3). Bodenreform 0(1). Vereinigte Bürgerliche 16(22). Volkswohl 0(0). Wirtschaftspartei 1(0). Schutzbund für Handel. Gewerbe und Beruf 0(0). WTB. Köslin(Pommern), 17. Nov. Bei den Stadtverordnetenwahlen erhielten: SPD. 15(8), Deutschnationale 12(17), Deutsche Vp. 3(2), Kommunisten 1(2), Demokraten 1(2), Ratsoz. 2(1). WXB. Stettin, 17. Nov. Stadtverordnetenwahl. Endergebnis. Deutschnationale 24 384(22 366), Sozialdemokraten 47 135 (28 173), Deutsche Vp. 9748(6168), Kommunisten 16 238 (18 899), Demokraten 2300(3265), Natsoz. 4239(3966), Zentrum 2284(—), Beamtenliste 3776(—), Arbeitnehmerliste 2056 (6085), Gemeinnützige unpolitische Liste Preußner=Ahrens 4290 (5607), Parteilose Liste Schmidt=Lemke 607.—), Unpolitische Bürgerliste des Mittelstandes 9007(9111), Mieterliste ErperDallmann 305(—), Interessengemeinschaft Wagner=Neumann 156(—). Halle: Soz. 15 366(13.880), Komm. 24 911(28 945), Bürgerliche Arbeitsgemeinschaft 45 998(44 293), Natsoz. 6123(1732). WTB. Gleiwitz, 17. Nov. Die Wahlbeteiligung bei der Stadtverordnetenwahl betrug 61 v. H. Es erhielten Mandate: Zentrum 22(20), Deutschnationale 5(5), Kommunisten 5(7), Sozialdemokraten 3(3), Polen 1(1), Natsoz. 1(0), Mieter 6(9), Wirtschaftl. Vereinigung 8(0), Deutsche Vv. 1(1), Demokraten 1(1) Sitze. Das Ergroms der Prvvinzialtundlagswahlen. Im Rheinland. WTB. Düsseldorf, 18. Nov.(Funkspruch.) Nach dem Gesamtergebnis der rheinischen Provinziallandtagswahlen wurden 3 106 513 gültige Stimmen abgegeben(Vorwahl 1796896). Sie verteilen sich auf Zentrum 1233 302(784 366): S. P. D. 466 289 (252 262); K. P. D. 398182(222 262); D. V. P. 250 758(168 618), D. N. V. P. 223 065(175 257); W. P. 205 524(61 408); D. D. P. 63 336(30.065); Volksrecht=P. 34 308(26.029); Block f. Bürger 6920(—); Christliche Bauernpartei 44623(—); Christlich=soziale Reichsvartei 29 433(16 846); Volksdienst 55514(—), Reformpartei 1875(—); Handwerk, Handel, Gewerbe 3754(—); Haus= und Grundbesitz 4741(—); Nationalsozialisten 99709(—); Polenpartei 6733(4483); Landvolk 20 404(—); Volksbund 1553(—); Mieterrecht 8910(—). Nach dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis erhalten für den Rheinischen Provinziallandtag: Zentrum 75(72) Mandate; S. P. D. 25(23); K. P. D. 21(21); D. V. P. 13(16); D. N. V. P. 12(16); W. P. 11(6); D. D. P. 4(4); Volksrecht=P. 0(3); Christliche Bauernpartei 3(0); Volksdienst 3(0); Nat.= Sozialisten 6(0); Bauern und Winzer 0(2). Die restlichen Parteien haben keine Mandate erhalten. Der bisherige Provinziallandtag. Der Rheinische Provinziallandtag setzte sich bisher aus 163 Abgeordneten zusammen, die sich auf die Parteien wie folgt verZentrum 72, Sozioldemokraten 23, Deutsche Volkspartei 16, Deutsama#ionale Volkspartei 16, Kommunisten 21, Deutsche Demokratische Partei 4, Rheinische Bauern- und Winzerpartei 2, Bund für Aufwertung und Aufbau 1, Sparerbund 2, Wirtschaftspartei 6. WTB. Mülheim=Ruhr, 17. Nov. ProvinziallandtagswahlEndergebnise Stimmberechtigte 87.036, abgegebene gültige StimStimmen 564. Z. 11 377(8409), Soz. 10 156,(5091), Komm. 5326(3843), D. Vpt. 6929(6102) 6214(3792),, W. P. 4724(1053), Dem. 1066(686), (—) Chr.=Nat. 55 7.; ock für Bürger und Badenständige 30 „„ z###. Chr.=Soz. 337(180), Chr. Volksdienst 2563(—), Deutsax Reformp. 38(—), Nat.=Soz. 1328(481), Polenp. 140(94), Rhein. Landvolk 22(—), Unp. Liste Volksbund 58.(—), Mieterrecht 139(—), sonstige 207. Gndergehn 1“ Rov. Provinziollandtagswahl(10 492), Soz. 4672(2519), Komm. 2281(647), D. Vpt. 4318(2139), DRBP. 2459(1979), W. P. Dem. 942(454), Volksr.=P. 517(493), Block für t. Bauern 50(—), Chr.=Soz. Reichsp. 106(84), Chr. Volksdienst 300(—), Deutsche Reformp. 8(—), Nat.=Soz. 4886(—), Polen 11(2), Rhein. Landvolk 8(—), Voltsouno 10(—), Mieter 287(—). Stimmberechtigt: 66 992, abgegebene gültige Stimmen 37071(19 211), ungültige Stimmen 388. W2B. Trier, 17. Nov. Provinziallandtagswahl Trier=Stadt. Endergebnis: Stimmberechtigte 39371, abgegebene gültige Stim22 665, ungültige 275. Z. 11 650(5516), Soz. 2485(627), Vpt. 1218(480), Duatl. 1277(570) W. P. 2821(—), Dem. 641(189), Volksrechtp. 492(211), Block für Bürger und Bodenständige 16(—), Chr.=Nat. 17(—), Chr.= Soz. 44(63), Chr. Volksdienst 54(—), Deutsche Reform 8(—), car.=Soz. 614(—), Polenpartei 9(4), Rhein. Landvolk 1(—), Unpol. Liste Volksbund 3(—), Mieterrecht 280(—). #.W#B. Aachen, 17. Nov. Provinziallandtagswahl. Aachenao 10. Sürmmderechigt 111 819, abgegebene gültige Stimmen dte Wahl 35 884), Z. 32332(19 693), Soz. 7697 ), Komm. 8876(5678), D. Vpt. 5757(2332), Duatl. 1887 5728(1651), Dem. 3287(1169), Volksrechtp. 265 (33), Block für Bürger und Bodenständige 54, Chr.-Nat. 87, Chr.=Soz. 987(417), Chr. Volksdienst 222, Deutsche Reformp. 23, 1887, Polen 8, Rhein. Landvolk 9, Unp. Liste Volksbund2, Vereinig. für Mieterrecht und Volkswohlfahrt 116. Zahl der ungültig erklärten Stimmen 754. In Westfalen. Gandtonsmcht in weite; Rov.(Janlspruch,) Zur Provinziallandlegswahl in Westsalen wurden abgegeben 2128 263 gültige Stimmen; 1925(1 455 900). Davon erhielten: Zentr. 693916 010 910), SPD. 470 768(331 262), K PD. 195 771(135 812), (39 756), Christl.=Nation. Bauernpartei 46827 (10 725), 2BP. 185089(170 260), Christl.=Soz. Reichspartei (16 043), 2N 3P. 133 105(155 527), Evg. Volksdienst 4.332,—), Linke kommunisten 7824(—), Wirtschaftl. Schwache 3do2 jvoz), Nation.=Soz. 62 411(Deutsch=Völkische 6640), Polenpartei 15 282(11 610), W.=P. 132 220(32.050) und VolksrechtPartei 11 523(—) Stimmen. WTB. Hagen, 17. Nov. Provinziallandtagswahlen von Hagen=Land: Z. 12 Mandate(10), Soz. 13(3), Komm. 8(10), D. Vpt. 4(7), Dnat. 4(6), W. P. 3(0), Dem. 4(7), Chr.=Nat. 4. J 5. M 6. L 1(0), Chr.=Soz. 0(1), Nat.=Soz. 2(1), Ev. Vereinigung 2 WTB. Siegen, 17. Nov. Provinziallandtogswahlen=Endergebnis: Z. 3000,(2800), Soz. 1700(3200), Komm. 200(400), D. Vpt. 1500(1300), Dnatl. 3600(4200), Dem. 500(850), Nat.=Soz. 1600(600) W. P. 1300(1300). Im Reich. W2B. Berlin, 18. Nov.(Funkspruch.) Die gestrigen Provinziallandtags= und Kommunalwahlen wiesen fast durchweg eine höhere Wahlbeteiligung auf als die vorhergehenden Wahlen. Die Ergebnisse sind entsprechend den örtlichen Verhältnissen teilweise sehr verschieden. Wenn auch die Deutschnationalen in zahlreichen Kommunen starke Verluste erlitten haben, so stehen dem gegenüber Städte, in denen sie Erfolge verzeichneten. Ebenso schwanken die Ergebnisse der Sozialdemokraten, die stellenweise sehr große Erfolge erzielten, in anderen Gegenden aber auch Mandate verloren. Von Ausnahmen abgesehen haben die Nationalsozialisten fost überall Erfolge zu verzeichnen. WTB. Berlin, 18. Nov. Nach Verteilung der Reststimmen ergibt sich für die Besetzung des brandenburgischen Provinziallandtages folgendes Endbild: Sozialdemokraten 34(32), Kommunisten 9(9), Wirtschaftspartei 8(5), Block der Mitte 4(6), Brandenb. Heimatliste 29(35), Bürgerliche Vereinigung der Nationalliberalen—(1), Deutsche Volkspartei 6(6), Nationalsozialisten 6(3 Völkische), zusammen 96(97) Mandate. WTB. Schneidemühl, 17. Nov. Das vorläufige Endergebnis der Provinziallandtagswahl ergab: Zentrum 41 598(34 103), Sozialdemokraten 27750(17 909), Kommunisten 4961(3343), Block der Mitte(Demokraten, Deutsche Volkspartei, Mittelstand, Nationaler Block) 17374(—), Nationaler Block 52 712(—), NaWTB. Stettin, 18. Nov.(Funkspruch.) Nach dem vorläufigen Endergebnis der Wahlen für den Provinziallandtag in Pommern haben erhalten: DRVP. 344781(1925: 289 157), SPD. 258 226(156 784); DBP. 41 635(35 346), Komm. 48 655 (32 410), DDP. 26 000(19 541), W.=P. 34 815(27073), Deutschvölkische 6860(Auf.=P. 24 968), Nat.=Soz. 34 090. Es erhalten DRVP. 31 Sitze(37), SPD. 24(20), DBP. 4(5), KPT. 5 4, DDP. 3(3), W.=P. 4(3), Deutsch=völk. 0(3), Nation.=Soz. 4(0). Das vorläufige Endergebnis des Provinziallandtages für die Provinz Ostvreußen. WTB. Königsberg, 18. Nov.(Funkspruch.) Zur Wahl für den Provinziallandtag der Provinz Ostpreußen wurden insgesamt 911629 Stimmen abgegeben. Es erhielten: DRBP. 284 546(2 Mandate); SPD. 288 068(23 Mandate); DVP. 79 463(8 Mandate); 3. 74 441(7 Mandate); KPD. 78586(8 Mandate); We. 36 735(4 Mandate); DDP. 25317(3 Mandate); Christl. Volksdienst 27513(3 Mandate): Nat. Bauernblock 16 164(2); NatSoz. 39 465(4 Mandate); Rotgemeinschaft der Aufwertler, Mietet, Kleinrentner und anderer unvolitischer Verbände 3236(—); preißisch=litauische Volksvartei 1908(—). Bei der letzten Wahl hatten DRBP. und DBP. zusammen 40 Sitze, SPD. 22 Sitze, Z. 6 Sitzt, KPD. 6 Sitze, DDP. 3 Sitze, WP. 4 Sitze, Deutsche Freiheit 4 Site und Notgemeinschaft 2 Sitze. Provinziallandtag der Provinz Sachsen. WTB. Halle, 18. Nov. Das vorläufige amtliche Wahlergebnis für den Provinziallandtag der Provinz Sachsen lautet solgendermaßen: Sozialdemokratische Partei 517315(37 Sitze Deutschnationale Volkspartei 240 431(18), Kommunisten 219 445 (16), Deutsche Volkspartei 138 850(10), Deutsche Demokratisch Partei 65 705(5), Deutschnationale Volkspartei und Landbu## 40 214(3), Wirtschaftspartei 98339(8), Zentrum 62075.(5 Christlich-Nationale Bauern= und Landvolkpartei 46 538|!) Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei 93802(7). Iul ganzen 113 Sitze. 2 9. F 10. B 11. S 12. 5 13. F 14. 3 15. M 16. N 17. G. 18. St 19. W A. 65e 2. M 1. W 1. Wi Natio 1. Dr 1. Me 2. Fa3. Me 4. Sch 5. Mo 6. Hö 8. Eri 1. Kül 2. Gro 3. Ma 4. Bre 5. Köl 6. Sta 7. Her 8. Hal 9. Kar 10. Nav 11. Wel 12. Was 13. Neu 14. Hah 15. Wei 16. Kain 17. Noh 18. Back men. Der bisherige Provinziallandtag setzte sich wie folgt zusahtu, Deutschnationale 28, Kommunisten 15, Deutsche Volksparle 11, Fraktion der Mitte(5 Demokraten und 4 Zentrum)# Völkisch=Soziale Sparer und Rentner 8, Wirtschaftspartei## Linkskommunisten 2, Sozialdemokraten 35, zusammen 113. Frowein tritt aus der Deutschnationalen Partei aus. Von unserem Berliner Vertreter. 17. Nov. Der Großindustrielle Abrabam Frowein, Vizepräsident de. P###retennoge de. Benlischen Vurricrie Das verordn und som Tageble Sonderk worden. e die Wahlber neuen E uind die das die ulamme arbeit Die neuen S# schoben 1928 au anstellter entfallen einigten gestrigen des Reichsverbandes der Deutschen Industrie u Vorstandsmitglied des deutschnationalen Industrieausschusses, wie ich höre, aus der Deutschnationalen Volkspartei ausgetreien: Er hatte neulich den Aufruf der westdeutschen Industrie gesen das Volksbegehren mit unterschrieben. Die heutige Ausgabe umfaßt 14 Seiten Dafür er je 1 Mai wurden, die Evat lagswahl und KP: (28.24). etwas gi mit 25 einziehen es Wahltags. te um 6 Uhr ntag nahmen usnahme von n des Wahltten beigelegt von umen politischen icht verletzt die Polizei einem Fall, ichen. Hier erkehr hemebeifahrender Eingeliefert erklärt sch en von fünf ilisten, aus h ein Schuß sind im allin Breslau n überfallen starben. In en weniger durchweg 60 elt gar 100 ahlen von nm. 8(10), Chr.-Nat. gung 2(0). nien=Ender= Komm. 00), Dem. 0). rigen Prorchweg eine ahlen. Die in teilweise zahlreichen dem gegeniso schwantweise sehr nich ManNational= eststimmen Frovinzial32), Komitte 4(6), tigung der Nationalate. ndergebnis (34 103), 31(3343) Littelstand, (—), Nam vorläuandtag in 289 15) m. 48 655 Deutscherhalten 32. 5(4), oz. 4(0). es für Solinger Tageblatt Nr. 271 121. Jahrgang Gen„ O Montag, den 18 Movenber 1929 assergelutet fol7 Sitze 219445 d andbuund 075(5), 538(4), 7). zusam180 um)(9), rriei 5, 3. komels. sie ses, is. elzeten. gegen iten werde. Das kann natürlich nicht so aufgefaßt werden al= ob die in Zukunft 2 90 die der st###m übervaupt nicht mehr mit ihren„Freunden“ ein Sommunisie s10h Nationalsozialisten bis einschließlich zur Sp0 de 101 418 beteiligung. Es erhielten Sozialdemokratische Partei 10 160 Stimmen= 8 Sitze Kommunistische Partei 22728 Stimmen= 18 Sitze Volksrechtpartei 3 034 Stimmen= 2 Sitze Nationalsoz. Deutsche Arbeiter=Part. 1294 Stimmen= 1 Kommunistische Opposition 1291 Stimmen= 1 Sitz Bürgerblockliste Wald 1 851 Stimmen= 1 Evangelische Wahlvereinigung 3 584 Stimmen= 2 Sitze Wahlgemeinschaft 23 068 Stimmen= 19 Sitz Die neuen Stadtverordneten. „Wahlgemeinschaft“. 9 Seameulen Wichelmni9 s(238). 2. Vermeuten Withelm Dr., Geschäftsführer, Solingen(DN.). 3. Baumann Josef, Hauptlehrer, Solingen=Weyer(3.) 4. Joest Karl, Metzgermeister, Solingen(WP) 7. Hammes Joses, Schirmarbeiter, Solingen=Wald(3. 8 Koller Larl Dr., Sanitätsrat, Solingen=Wever(DR.). #####esen Vernhard, Installateur, Solingen=Obligs(WP.). 10. Bachteler Oskar Dr., Geschäftsführer, Solingen(DVP. 11. Schäfer Gustav, Malermeister, Solingen(WP.). 12. Hammesfahr Karl, Landwirt, Solingen(DN.). 13. Flabh, August, Architekt, Solingen=Wald(WP.). Agnes, Hausfrau, Solingen=Obligs(DVP.) 15. Mertens Heinrich, Fabrikarbeiter, Solingen=Gräfrath(3.). I7. Hotschast Gusteg Austelt““ Solingen=Gräfratb(90ß.) 8. Schnidt Ernst Kazlnvestellter, Solingen(938).“ 19. Malt Seiz Ep; nmann, Solingen(W3.). Wolf Frit, Geschäftsführer, Solingen=Gräfrath(DVP.). Volksrecht=Partei. : Rüte galter, Zeutner, Solingen=Obligs. „„ Lehrer, Solingen=Höhscheid. Bürgerblockliste Weck, Plümacher, Melchior, Wald. 1. Weck Karl, Wirt, Solingen=Wald. Evangelische Wahlvereinigung. : Pinterbagen Otto, Postsekretär, Solingen. 2. Royoe Ernst, Lebensmittelhändler, Solingen. Nationalsozialistische Deutsche Arbeitervartei(Hitlerbewegung). 1. Dr. iur. Brückmann Rudolf, Kaufmann, Solingen. Sozialdemokratische Partei. 1. Meyer Hermann, Geschäftsführer, Solingen. : Wase Eistag, Schloser, Solingen=Obligs. 4. Schwarte Emil Sctingen. 5. MNaurer Eugen, Schlser: Solingen=Wald. 7. Shroer Gustan, Schleiser sscheld8. Ernst Forkert, Agent, Solingen. G50 g." Kommunistische Partei. 3 Grät gea““; Galvaniseur, Solingen=Höhscheid. 3 Maur Heleng dient, Solingen=Wald. 4. Broch Ernst, Straß... 5. Köhler Auguse gaten bahner, Solingen=Obligs. 6. Stanbes# Schläger, Solingen=Gräfrath. " Tcudes Johanne, Hausfrau, Solingen. s Hohnen: a““ Bietallarbeiter, Solingen. 9. Lappen Emisurtu“, Reider, Solingen. 10. Napp Phils:I ontoristin,„Soliggen=Obligs. 11. Weber S. u Soliugen=abald. 12. Wasser Anna, Hausrau 13. Reuter g.— 2.:.a, Solingen=Wald. 14. Hahnen Solingen. 15. Meine u) Ernst, Lagerhalter, Solingen. 16 Kaimer Friedrig 9. Solinsen. an Fest. Albert, Redalteur, Solingen. Lauhaus Emma, Fabrikarbeiterin, Solingen. 1. Lichem Unton u tichr Oppoition. Tachem Anton, Schuhmacher, Solingen=Höhscheid. * mal ausdrückte, jetzt eine Front von den Nurtonarschläristen bis einschrießlich zur SpL. den Kommunisten gegenüberstünde. Aber das Eine läßt sich doch wohl sagen, daß so auch weiterhin mit der SPD. eine gesunde und fortschrittliche Kommunalpolitik gemacht werden kann, wenn realvolilisches Denken auch im Gemeindeleben Platz greift. Solche Realvolitik ist auch auf der Seite der sogenannten Rechten gegenüber den vor der Wahl sehr stark bekämpften Solittergruppen varBüstengedier deist es jett, auf dem Posten zu sein und jede mirischafte Möslichkeit auszunutzen. Außer der K PD. und der Vartraiungpart“ dat leine Partei ihren Stand gegenüber ihrer ### im bisherigen„Hauptausschuß“ verbessert. Es ist also kein Grund voryanden, zu frohlocken, sondern alle Kräfte müssen angespannt werden, um unter den gegebenen Verhältnissen für urlss Hemeinwesen das Beste herauszuholen und— etwa durch Angeschialichkeiten— eine weitere Radikalisierung zu verhüten. waren die volitischen Parteien auch im sog. bürger17 Ronember aueinigen Träger der Wahl. Lange vor dem novemder wurden Stimmen laut, die Arbeit der Parteien van den nasitischen Parteien das Gebot der Stunde erkennen Dr. G. Solingen: 1. Wahlbezirk 2. Teuetenwahr in Groß Vortäusige Ergeonisse! Deutschl.(E.B.2.) Partei Partel Arb.=Partei Oppostion Liste Wald Sotingen. zusammen Stadtv.=W. 1924 Reichst.=W. 1928 Ohligs: 1. Wahlbezirk 3. 9011 11 633 817 446 147 590 Realpolitik tut not. verordnetenmahl in Hiute Erei der gestrigen ersten Stadtund sowohl durch Aushe an... s abends belannt Togeblattes“ in Solite Jote eschäftstellen des„Solinger Converblatt am heutigen 6 durch vorden. Die beschämendst.. sentlichleit mitgeteilt ist die geringe Wahlketeis: Feststellung, die man machen mut, Pahlberechtisten bliech dieser fo. ost denau ein Drittel aller geiuen Stadtgemeinde überaus . die Würfel gefallen; dos Grakes Totimmuns fern. Jett dis die Uebergangsvertretu.arlament, Blammentreten und seine a.e, Bürgerschaft ablösen sol, kann arbeit aussallen 2, das“ u desinnen. Wie wird diese Die obige Aebarn iut nun die Frage, die jeder stellt. neuen Stadtner.... di Verteilung der Sitze in der hoben gegenüber der Vargugharachn., Sie dat sich etwas ver1228 auf Grund der Ergehnisse. a 2: Mai antelten. Nach den seinerzeit ohgegehangn Es entfallen auf: SpD. 8. 8P9 9g timmen wären einigten Parteien der Waß:" Voltsrechtvartei 3 und die vereeiktigen Wahl konnte die Spa." 21 Mandate. Bei der errechnete Zahl ihrer Kandzdaten“ die vor anderthalb Jahren die Voltsracht Kundtouten erreichen; die KPD. verlor Lafür errangen Rationals) die Wahlaemeinschaft“ 2 Mandate. ie 1 Mandat; serner erhielsialiste und kommunistische Oppostion Burden, insgesamt 3 Sitze.: swe Listen, die jett neu aufgestellt die Erangelische Wahlner“ und zwar die Bürgerblockliste Wald 1, legswahlergehnig zexe.. Mandate. Nach dem Reichsund R PD.) zusammen. Ste die beiden Linksparteien(SPD. (28.24). Heute steht zas... die Rechte erzielt eiwas günstiger für dig Verbältnis zwischen links und rechts mit 25(gegenüber 22 81ogenannten bürgerlichen Parteien, die einziehen. Wesentlich in dus neue Kollegium Vr#entlich anders wäre der Erfolg noch zugunsten zusammen Stadtv.=W. 1924 Reichst.=W. 1928 Wald: 1. Wahlbezirk 3. 4.„ 6. 7. 10. 11. 12. 13. 1:* 10. zusammen Stadtv.=W. 1924 Reichst.=W. 1928 Gräfrath: 1. Wahlbezirk 4631 5007 5607 968 1002 314 275 371 5217 5308 6603 839 96 zusammen Stadtv.=W. 1924 Reichst.=W. 1928 1. Wahlbezirk 5. 6.„ 8.„ zusammen Stadtv=W. 1924 Reichst.=W. 1928 insgesamt Stadtv.=W. 1929 " 1924 Reichst.=W. 1928 1808 2162 338 322 198 376 375 320 366 251 200 971. Das neue Tohn und Aldens AAlntte mimet. für die Metallindustrie des oberen Kreises Solingen. Seit dem 1. Mai d. J. bestand in der Metallindustrie des oberen Kreises Solingen bekanntlich ein tarifloser Zustand sowohl hinsichtlich des Lohn=, als auch des Arbeitszeitabkommens. Verhandlungen zwischen den beiderseitigen Organisationen, die in der Zwischenzeit stattfanden, führten zu keinem Ergebnis. Nachdem die Parteien sich untereinander nicht verstandigen konnten, kam es zu einer Verhandlung vor dem Staatlichen Schlichtungsausschuß. Dieser fällte am 30. August einen Schiedsspruch, der vom Arbeitgeberverband angenommen, dagegen von den beiden Metallarbeiterverbänden abgelehnt wurde. Die vom Arbeitgeberverband beantragte Verbindlichkeitserklärung wurde vom Schlichtungsausschuß abgelehnt. Infolgedessen ging der tariflose Zustand weiter. In der letzten Woche ist nun eine Vereinbarung zwischen den beiden Metallarbeiter verbäuden und dem Arbeitgeberverband zustande gekommen, welche die beiden Streitfragen— Lohn= und Arbeitszeitabkommen — regelt. Diese Vereinbarung hat folgenden Wortlaut: Lohnabtommen. Das Lohnabkommen vom 16. März 1928 tritt wieder in Kraft mit selgenden Maßgnben: 1. Die tariflichen Stundenlöhne werden um 4 Prozenterhöht; von 0,0 bis 0,49 Pfg. erfolgt Abrundung auf 0, von 0,50 bis 0,99 Pfg. erfolgt Aufrundung auf 1. 2. Die übertariflichen Löhne werden um denselben Pfennigsatz erhoht wie die entsprechenden(Alter und Gruppe) Tartflohne, höchstens jedoch um 3 Pfg. Das Abkommen vom 17. Oktober 1927(betr. Rasiermesser- Fabrikarbeiter) tritt wieder in Kraft. Auf die ab 1. Oktober 1928 gültigen Löhne finden die Bestimmungen der Ziffern 1 und 2 Anwendung. Das vorstehen de Abkommen tritt am 11. November 1929 in Kraft und kann mit einmonatiger Frist zum Quartalsschluß, frühestens zum 31. Dezember 1930, gekündigt werden. Arbeitszeitabkommen. § 1. Ueber die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden hinaus kann von der Betriebsleitung eine Mehrarbeit bis zu drei Stunden pro Woche festgelegt werden. Die Verteilung der Arbeitszeit auf die einzelnen Arbeitstage erfolgt betrieblich nach Anhörung der Betriebsvertretung derart, daß der Samstagnachmittag frei bleibt. § 2. In kontinuierlichen Betrieben oder Betriebsabteilungen wird das zweischichtige System wieder eingeführt. Die Festsetzung der Arbeitszeit erfolgt dabei unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage des Betriebes nach Anhorung der Betriebsvertretung durch die Betriebsleitung. § 3. Für die Mehrarbeit wird für die 49., 50. und ol. Wochenarbeitsstunde ein Zuschlag von 25 Prozent von kasächlichen Verdienst bezaht. Die Juschläge entfallen, wo sie das Gesetz versagt. Diese Regelung gilt ab 11. November 1929 und kann mit einmonatiger Frist zum Quartalsschluß, frühestens zum 31. Dezember 1930, gekündigt werden. * Die auf Grund des vorstehenden, erfreulicherweise im Wege freier Vereinbarung zustande gekommenen Abkommens sich ergebenden Tariftohne für die Kollektivarbeiter sind zusammengestellt in der folgenden Lohntabelle: Facharbeiter Ia Facharbeiter Ib A Johrent bartih. 99 Pfg. 24 Jahreu. darüb. 80 Psg. A4 Johren bartih. ahne Mlt.=Ausgl. +* mit„ Hilfsarbeiter 52 e Bge. 7" 40 51 57 67 70 75 Pfg. 14 15 16 17 18 19=20 21=22 23 24 Jahreu. darüb ohne Akk.=Ausgl. 20 24 29 36 41 +„ 2 2 3 4 4 mit 63 Pfg. 6 " 22 26 32 40 45 Frauen und Mädchen iure BA.-Aahel. B *„ 2 t — 75 750—.45 47 Pfg. 52 Pfo. III. Lehrlinge in der Metallindustrie . I mit Akk.=Ausgl. 24 30 30 Lehrlinge in der Werkzeugindustrie 1. ll. III. mit Akt.=Ausgl. IV. Lehrjahr e IV. Lehrjahr 20 24 32 Se boe Der Wahlsonntag. weiter, und so wiesen die Straßen von Solingen fast während des ganzen Tages ein noch einsameres Bild auf, als man es an „gewohnlichen Sonntagen feststellen kann. Die Wahlhandlung setzte deshalb auch allerseits ziemlich zögernd ein. Von einem übermäßigen Andrang zu den Wahllokalen war jedenfalls am Vormittag nichts zu bemerken. Gegen Mittag wurde es etwas lebhafter in den Innenbezirken, besonders nach Beendigung der Gottesdienste. Sorgenvoll sahen die Vertrauensmänner in den einzelnen Aahllokalen nach dem Himmel und warteten auf die Stimmzettel ihrer Getreuen. Masi orakelte von einer sehr schlechten Wahlbeteiligung. Schließlich änderte sich aber doch das Bild, und zwar hauptsächlich in der Zeit von 4 bis 6 Uhr nachmittags. Schon ziemlich frühzeitig setzte auch der Schlevpdienst durch Kraftwagen ein. Der Autoverkehr wurde stärker, um die säumigen Wähler heranzuholen. Zum Schlusse durften dann die Interessenten feststellen, daß der Prozentsatz der Wähler doch noch höher war, als man unter den ungünstigen Verhältnissen erwartet hatte. Kurz vor Beendigung der Wahlhandlung gab es sogar Hochbetrieb. Sehr stark war aber in den Abendstunden das Interesse an den Wahlergebnissen. Da auch der Regen nachließ, belebten sich die Straßen der Stadt in kurzer Zeit und hatten zeitweise einen starken Verkehr aufzuweisen. Die große Ungewißheit, welchen Ausgang die Wahlen nehmen würden, bot anscheinend diesmal einen besonderen Anreiz. Schon gegen 7 Uhr hatten sich an unserer Solinger Geschäftsstelle eine große Anzahl von Bürgern eingefunden, welche mit großer Spannung auf den Aushang der ersten Ergebnisse warteten. Der Kreis der Interessenten schwoll nach Veröffentlichung der ersten Teilergebnisse gegen 7 Uhr immer mehr an. Unentwegt hielten die Menschen trotz des wieder einsetzenden Regens aus, bis gegen 11 Uhr das Schlußergebnis bekannt gemacht werden konnte. Zeitweise herrschte bei den Wartenden eine recht lebhafte Stimmung, welche natürlich von der Parteizugehörigkeit stark beeinflußt wurde.— Aehnliche Bilder konnte man auch vor unseren Geschäftsstellen in Obligs und Wald, wo ebenfalls die Ergebnisse sehr schnell zum Aushang gebracht werden konnten, feststellen. Auch hier war die Zahl der Mitburger, welche in weitem Umkreis die Schaufenster umsäumten und mit Spannung auf die Resultate warteten, recht groß. Erst gegen Mitternacht suchten die Letzten ihr Heim wieder auf. nicht ohne in Gruppen auf dem Nachhausewege das Für und Wider des Wahlausganges noch recht eingehend zu diskutieren. Neue Diensträume für die staatliche Polizei. # Da das Staatliche Polizeiamt durch die Zusammenlegung der fünf Städte des Groß=Solinger Bezirks zweifellos auch um einige Verwaltungsbeamte vermehrt wird und die Stadt nicht in der Lage ist, weitere Räume zur Verfugung zu stellen, sah sich das Polizeiamt genötigt, nach anderen Räumen Umschau zu halten. Sie fanden sich in den Werkshausern des SiegenSolinger Gußstahl=Aktien=Vereins an der Wilhelmstraße. SiegenSolinger war, wie wir hören, geneigt, das dem Verein gehörige Verwaltungsgebäude an den Staat abzutreten in der Voraussicht, daß auf diesem Gelände das zukünftige Polizeiamt mit seinen Verwaltungs= usw. Abteilungen untergebracht werden könne. Der Polizeipräsident von Elberfeld hält aber nach wie vor an seinem Plan fest, das endgültige Dienstgebäude des Polizeiamtes in den Mittelpunkt des Groß=Solinger Gebietes, und zwar nach Gönrath zu verlegen. Infolgedessen ist der Gedanke, das Verwaltungsgebäude von Siegen=Solingen zu übernehmen, fallen gelassen worden, zumal der Gußstahl=Aktien=Verein nicht bereit war, das Gebäude zu vermieten, sondern nur zu verkaufen. Bei der Unterbringung des Polizeiamtes in den Werkshäusern an der Wilhelmstraße handelt es sich also um ein Provisorium. In diesen Häusern soll allerdings nicht nur das Polizeiamt, sondern zugleich auch die Inspektion und der Polizeiarzt mit seinen Krankenstuben untergebracht werden, so daß die Polizei vermutlich das Gebäude an der Kölnerstraße, in dem sich zur Zeit die Inspektion befindet, aufgeben wird. Für das Gebäude an der Kölnerstraße interessiert sich, wie wir erfahren, ein größeres industrielles Unternehmen, mit dem die Eigentümer dieses Hauses auch schon Verhandlungen angeknupft haben. Die Verträge zwischen der Polizei und dem Siegen=Solinger Gußstahl=Aktien=Verein sind fertig und bedürfen noch der Zustimmung der vorgesetzten Dienststellen, also des Regierungsprasidenten bezw. des Ministers. Ergeonis der Provinziar Landtaglwahr in Grog Solingem Solingen: 1. Wahlbezirk: zusammen Ohligs: 1. Wahlbezirk zisammen 1. Wahlbezirk: 2. 62: 65 69 Pig. 14 15 16 17 18-19 20 21 Jahreu. darüb. zsammen Gräfrath: 1. Wahlbezirk 2. C Diesmal meinte es der launische Wettergott nicht besonders gut mit den Wählern, welche am gestrigen Sonntag ihre Staatsbürgerpflicht auszuüben hatten. Als am Samstag nachmittag die Parteien zu der letzten Provagandaaktion einsetzen wollten, begann der berüchtigte bergische Bindfadenregen. Außer mehreren Musikkapellen, welche zum Teil auf Kraftwagen für das nötige Leben in der Stadt sorgen wollten. aber in kurzer Zeit vollständig durchnäßt die Instrumente wieder einvacken mußten, sah man nichts was auf die Wahl deuten konnte. Auch die Hoffnungen, daß Petrus am Sonntag Einsehen haben wurde, gingen nicht in Erfüllung. Es regnete fast ununterbrochen zzsammen Höhscheid: 1. Wahlbezir. zusammen Insgesamt 720 Nr. 271, 121. Jahrgang Montag, 18. November 1929. Brianos Känerlede uns Sle Sadt. MTB. Paris, 17. Nov. Die von Briand in einer großen Kammerrede gebrauchte Wendung, daß bei den bevorstehenden französischen Saarverhandlungen die Rechte der Saarbevölkerung gewahrt werden sollen, hatte in Deutschland einiges Aufsehen erregt deshalb, weil man sich nicht so recht klar zu werden vermochte, welches Verfahren Briand zur Wahrung dieser Rechte einzuschlagen beabsichtige. In zwei Linksblätter findet sich heute eine Andeutung, die, falls sie den Tatsachen entspricht, geeignet wäre, die größte Beunruhigung in Deutschland hervorzurufen, Die„Volonté" und der„Soir behaupten, daß in der nächsten Woche Verhandlungen stattfänden über eine Rückgabe des Saargebietes an Deutschland. Das Saargebiet sei bis 1935 ein provisorisches Mandat des Völkerbundes. Nach Ablauf dieser Frist habe das Saargebiet durch Volksabstimmung selbst über sein Schicksal zu entscheiden. Niemand, weder Berlin noch Genf, habe das Recht, dieses Verfahren abzuändern, und es sei selbstverständlich, daß durch kommende Konferenzen hieran nichts geändert werde. Verhandeln könne man lediglich über das Besitzrecht der Saargruben, das gegenwärtig Frankreich zustehe. Frankreich sei aber bereit, schon jetzt über den Rückkauf durch Deutschland zu verhandeln. Es sei zu bedauern, daß gewisse Kreise in Deutschland— gemeint ist jedenfalls die Aeußerung des Prälaten Kaas — diesen„guten Willen“ Frankreichs nicht nach seinem Wert einschätzten. Es ist zu hoffen, daß maßgebende französische Stellen sich unverzüglich zu diesen Blätterstimmen äußern, da die von den Blättern wiedergegebene Sachlage mit dem offiziösen französischen Standpunkte in der Saarfrage unvereinbar ist und Deutschland sich bei den bevorstehenden Saarverhandlungen sich unmöglich dieser Auffassung anschließen wird. Grundlage der bevorstehenden den Wahlen in Mexiko. Gestern, am 17. November, fand in Mexiko die Wahl des neuen Präsidenten statt, über deren Ausgang bis zur Stunde noch kein Ergebnis vorliegt. Wir bringen hierzu die Bildnisse der beiden Kandidaten: Links: Jose Vasconcellos, der Kandidat der Opposition. Rechts: Ortiz Rubio, der frühere mexikanische Gesandte in Berlin und Kandidat der nationalrevolutionären Partei. Verhandlungen kann nur die völlige Wiedervereinigung des Saargebietes mit Deutschland sein. Ein französischer Protest gegen die Rheinlandräumung und die Aufgabe des Saargebiets. WTB. Paris, 17. Nov. Das Nationalkomitee gegen die Rheinlandräumung und die Aufgabe des Saargebiets(Vorsitzender General Mordacg) veröffentlicht einen Protest gegen Briands letzte Kammerrede. In ihm wird behauptet, daß Briand den Versailler Vertrag schlecht gelesen habe oder nach Art der deutschen Politiker Rechthaberei treibe. Briand zufolge hätten Clemenceau und Foch 1919 nur deshalb solange gekämpft, um Frankreich einzig und allein finanzielle Garantien zu sichern. Dies sei aber eine Vergewaltigung des Versailler Vertrags, weil der Artikel 429 von Garantien für Frankreichs Sicherheiten spreche. Der Protest wendet sich auch gegen Verhandlungen über das Saargebiet und schließt mit folgenden Worten: Das Nationalkomitee beschwört alle„Franzosen, sich ihm anzuschließen, um einerseits die Aufgabe des Saargebiets vor 1935 zu verhindern, anderseits die Räumung des Rheinlandes, bevor Deutschland, wie Artikel 431 vorschreibt, seine sämtlichen aus dem Versailler Vertrag sich ergebenden Verpflichtungen militärischer wie finanzieller Art erfüllt habe. Kein günstiges Omen für Deutschland. MTB. Paris, 17. Nov. Ueber die Ernennung des Ministers der öffentlichen Arbeiten, Pernot, zum Führer der französischen Delegation für die Saarverhandlungen mit Deutschland erklärt der„Temps“, die französische Regierung sei der Ansicht gewesen, angesichts der Wichtigkeit der Verhandlungen habe man die Gegenwart eines Kabinettsmitgliedes in der Führung der französischen Saardelegation für notwendig erachtet. Pernot gehört dem äußersten rechten Flügel der Gruppe Marin an und war einer der wenigen Abgeordneten, die dem Locarno=Abkommen nicht zustimmten. Diese Wahl darf als eine Konzession an die Rechtsmehrheit des Kabinetts bezeichnet werden. Für Deutschland bedeutet sie wohl kaum ein gutes Omen. Maßregelung Bucharius. Verwarnung der übrigen Rechtsgerichteten. WTB. Moskau, 17. Nov.(Funkspruch.) Ueber die vom 10. bis 17. November abgehaltene Plenarversammlung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion wurde heute ein Bericht veröffentlicht, in dem es heißt, das Plenum des Zentralkomitees hat u. a. die Frage der Rechtsgerichteten geprüft. Im Hinblick darauf, daß die Führer dieser Gruppe Bucharin, Rykow und Tomski sich von ihren Fehlern bisher nicht losgesagt haben, beschloß das Plenum, Bucharin aus dem politischen Büro des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion zu entfernen. Den übrigen wird die Warnung erteilt, daß im Falle des geringsten Versuches ihrerseits, den Kampf gegen die Linie oder die Beschlüsse der Partei fortzusetzen, die Partei ungesäumt gegen sie entsprechende organisatorische Maßnahmen ergreifen wird. Uglanow und mehrere andere Rechtsgerichtete halten ihren Bruch mit der Rechten aufrecht. Das Plenum beschloß, den nächsten Parteitag im Mai 1930 einzuberufen. Maginot reist an die Ostgrenze. WTB. Paris, 18. Nov.(Funkspruch.) Kriegsminister Maginot hat einem Vertreter des„Figaro" vor Antritt seiner Reise nach der Ostgrenze erklärt: Meine Geste war notwendig. Die Berichte, die mir über die Grenzbefestigungsarbeiten vorgelegt worden sind, stellen einmütig fest, daß noch nichts Ernsthaftes unternommen worden ist. Ein Mittel, mir völlige Aufklärung zu schaffen, bietet sich allein dadurch, daß ich mich an Ort und Stelle begebe. Das tue ich nunmehr. Das Wesentliche ist, daß Frankreich geschützt wird. Möglicherweise werde ich einen harten Kampf mit dem Parlament auszufechten haben. Aber dieses wird mit seinem Patriotismus mir nicht die bedeutenden Kredite verweigern können, deren Notwendigkeit ich dartun werde. Auf jeden Fall wird alles Notwendige im Rahmen meiner Machtbefugnisse geschehen. Kein Seeabkommen zu MTB. Washington, 18. Nov. Die Beamten des Staatsdepartements treten der in gewissen amerikanischen Kreisen herrschenden Auffassung entgegen, daß im Januar auf der Londoner Flottenabrustungskonferenz vielleicht ein Dreimächteabkommen zwischen Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Japau unterzeichnet werden könne, falls eine Einigung aller fünf Mächte scheitern sollte. Das Staatsdepartement läßt verlauten, daß Amerika zu einem derartigen Kompromiß unter keinen Umständen seine Zustimmung geben werde, und daß nur ein von allen fünf Mächten unterzeichnetes Abkommen für die amerikanische Regierung annehmbar sei. Die amerikanische Delegation würde daher die Instruktion erhalten, jede andere Lösung abzulehnen und sofort nach Washington zurückzukehren, falls die Konferenz nicht zu einer völligen Einigung aller Teilnehmer führe. Schlud das endautionelien Talles SEIFENFLOCKEN so raten die Nasciie-rachhedte LX 335-29— SUNLICHT GES. A.G. MANNHEIN S uni Aen Fopsumnägent 201 Roman von Paul Burg. Copyriaht 1929 by Karl Köhler& Co., Berlin=Zehlendorf. „Du bist doch ein Deubelskerl. Warte, ich fahre diese Woche noch nach Friedrichshafen und mache die Leute warm auf dich.“ Mit viertelstündiger Verspätung flog Haake leer ab, nachdem er Jochen wie ein Vater innig und stolz umarmt hatte. „Junge, paß auf, du machst Karriere! Diesen Husarenritt werden dir deine Chefs hoffentlich nicht vergessen. Sag' Ruth, sie soll dir auch ein Küßchen geben!“ rief er ihm nach. Als Graßhof das Stück Nummerschild mit der 1 2 abliefern wollte, wehrte der Polizeihauptmann ab: "„Heben Sie sich das auf, als Ihren ersten Orden. Jagd und gang waren samos, mein Sohn!“ Er hatte solch einen prächtigen Jungen durch einen Unfall verloren und mußte sich abwenden; Tränen stiegen ihm in die Augen. Nach eingehender Vernehmung auf dem Leipziger Polizeipräsidium fuhr Graßhof gemächlich zurück. Er ahnte nicht, daß der Polizeihauptmann sofort das Werk verständigt hatte, und war darum auf's höchste erstaunt, daß seine Seimfahrt ein Triumphzug wurde. Sogar der Polizeivosten, der ihm Straße freigab, salutierte. Es schlug halb vier— das Werk schloß gerade, und aus dem Tore strömten tausende Arbeiter, als Jochen huvend einfuhr, mit verbeultem Schutzblech und zersolitterter Laterne. „Hurra! Herr Jochen, hurra! hurra!“ hallte der tausendstimmige Chor. „And als er bielt und ausstieg, zog einer ihn väterlich an die „Was mach' ich denn nun mit Ihnen? Das ist doch noch nie dagewesen, das ist mehr als ein Rennsieg, Graßhof! Möchten Sie so einen Wagen vom Werk als Geschenk, als verdiente Ehrung annehmen? klang die Frage in strahlende Jünglingsaugen. #i: Terwirrt und beschämt stand der junge Mensch, auf den alle Dlcke gerichtet waren. Da sah er Ruth in ihrem weißen Kittel. Jetzt endlich kam in der Menge zum Vorschein und winkte ihm aus ihren leuchtenden Augen glückesstumm zu. „Der da haben wir das ganze Gelingen zu verdanken!“ Glück und Jubel lachte aus seinem Blick. 8. Kavitel. Ueber Sommer wuchs auf dem Acker Hannelores Hangar und Hafen für die Flugzeuge, die nun immer häufiger hoch in der. Lüften den alten Graßhof überkreisten. Die Zementbahn vrynte sich silberglänzend in der Sonne weithin, nahebei wogten die reisen Aehrenfelder. Als der erste herbstliche Wind über kahle Stopvel strich, tauchte Jochen Graßhof, wie er versprochen hatte, seinem Motorpflug auf. Ruth war chirurgische Assistentin in stadt bei einem berühmten Arzte. Man sah sich oft auf fliagen P.2#i vsiser Flugplatz, denn Jochen lernte— heimlich— heune#####nt 4hn sollte nichts davon wissen, wozu den Alten noch von dunssen ut bewachte alle Schritte ihres Freundes, immer hunkler Anost getrieben, es könne ihm etwas gescheben. Alexander Haake lachte sie aus. „Du bist verliebt in den Jungen... das ist alles. Und obendrein eifersüchtig auf die Hexe Hannelore im Graßhof, daß sie doch mal ihren Stiefurenkel vom Flecke weg heiraten möchte. Dann tut er es aber bloß, weil er eine reiche Partie ist. Rechne nur mal aus: wenn der Junge seine tausend Morgen Landerbe an Flugplatz und Industrie verkauft, den Morgen zu rund zweitausend Mark, so hat er zwei Millionen. Dies Geld auf Zinsen, da läßt sich leben, mein Kind!“ „Willst du mir ihn etwa anpreisen?“ Vater und Tochter sahen sich groß an. „Ich habe ihn so lieb wie einen Sohn. Däß ihr beide ein Paar würdet, ist wohl ein abwegiger Gedanke, denn du bist älter und gescheiter... aber er ist ein Wager... und...“ .. wird nicht alt. Ich hab's im sichern Gefühl: er stürzt ab: „Unsinn!" „Ich weiß es gewiß.“ Sie schmiegte sich wie entsetzt an ihn. Verdutzt streichelte Haake ihr dunkles Kurzhaar. „Ja, dann... Man müßte ihm das Fliegen verbieten. Aber versuch's mal! Und was einmal eines Menschen Schicksal ist... Ach, das ist ja alles Unsinn, was du provhezeist! Das geht nun schon, seitdem wir das erste Mal den Graßhof betraten. Hör' mir auf damit!“ volterte er los. Wurde aber auf einmal ganz still und sagte schließlich nur:„Desto lieber wollen wir ihn haben, ja?“ Tränen in den Augen, nickte sie so inbrünstig, daß er sich bewegt abwandte. Sie sprachen dann noch einmal von ihrem Jochen, als Haake die Beobachtung gemacht hatte, in dem jungen Menschen stecke und erwache ein rechter geborener Landwirt. „Seine Liebe zum Hof und Acker wächst. Nun kommt das Kämpfen über ihn, soll er für, soll er gegen uns entscheiden. Der Weise war der Alte, der ihn auf die rechte Probe stellte, als er ihn ins Leben hinausschickte. Ich sage dir, dieser letzte Graßhof ist der beste seit vielen Geschlechtern.“ „Er ist der letzte, du sagst es selbst.“ Ruth kämpfte immerfort gegen ihr düsteres Ahnen und konnte es niemals ganz niederringen. Selbst nicht, wenn Jochen mit seinem flinken Siegeswagen vorfuhr und sie von glücklich beendeten Overationen weg zum Fliegen abholte, war sie nie ganz froh, niemals ohne Sorgen um ihn. Sie hüllte ihn ein in Liebe— und er nahm ihre Liebe wie einen Traum, wünschte sich, nie daraus zu erwachen. Faltete oft insgeheim die Hände zum Gebet: Lieber Gott, laß es immer so, wie es ist! Daß der Ahn einmal stürbe, der Hof den Erben rief und die große Entscheidung dann bei ihm, dem Jüngling von achtzehn Jahren lag— diesen Gedanken scheuchte er weit weg. Verweilet, ihr seligen Tage! Man ist ja noch so jung! Das war seine ganze Wissenschaft. Einzig Hannelore machte ihm zu schaffen— sie sagte ihm auf den Kovf zu, er habe eine Liebschaft mit der Aerztin— aber er solle sich in Acht nehmen, denn die Haakes spekulierten bloß auf seine Millionenerbschaft, und wenn er ihnen erst seinen Acker verkauft habe, würde sie ihn obendrein um's Geld betrügen. Aber seine Eltern, die beiden armen gedankenlosen Menschen, seien ja auch noch da und würden sich schon melden— sobald der älteste Graßhof die Augen zutäte, ginge der große Streit los. „Wer sagt denn, daß ich verkaufe? Ich bleibe Bauer!" „Du willst...?“ „Ja, ich will! Und ich nehme dich zur Frau— dann hast du die ganze Erbschaft in den Klauen und kannst mir am Morgen nach der Hochzeit einen Löffel Strychnin in den Kaffee tun!“ höhnte er in jungenhaftem Uebermut. „Mit dir ist kein vernünftiges Wort zu reden!“ ließ sie ihn stehen und nahm sich vor, der Erbschleicherin Ruth Haake den Kopf zu waschen. Sehr bald ergab sich dazu gute Gelegenheit, denn Ruth kam eines Tages allein in den Hof gefahren. Tage hatte sie gebraucht, nächtelang in schwerem Kampfe wachgelegen und sich zu einem Entschlusse durchgerungen: Sie wollte Jochen Graßhof heiraten! Sie wollte ein Recht darauf haben, ihn zu behüten und nicht von seiner Seite zu weichen. Einen Sohn wollte sie ihm schenken, das uralte Graßhofgeschlecht durch die ebenso alte Haakefamilie fortsetzen. Wollte mit ihrer Liebe und Ehe alle dunklen Wolken wegscheuchen, die sie immer hinter ihm drohend aufsteigen sah. Man konnte das böse Schicksal durch opfernde Liebe vielleicht zum Guten zwingen!— Sie wollte aber zuvor den Aeltervater und Vormund um sein Ja befragen, ehe sie dem lieben Jungen selber ein Wort davon verriet, was ihr Herzenssehnen war. Der liebe ahnungslose Bub mit seinen achtzehn Jahren! Sie wußte ihn draußen im weiten Feld bei den Pflügen. Aber auch der Ahn war nicht im Hofe. Dafür Hannelore, die kokette Ahnfrau. „Nun, Sie suchen natürlich nicht mich!" „Offengestanden,“nein!“ „Aber Sie werden auch beim Alten wie beim Jungen kein Glück mehr haben, Fräulein, denn die beiden sind sich völlig einig, daß der Junge den Hof behält.“ „Ich wußte es längst.“ So?“ Ruth maß die Höhnische mit forschendem Blick. „Damit fallen natürlich alle Ihre Projekte hin. Was Sie dem Jungen für große Ideen eingepflanzt hatten, das hat man ihm glücklich wieder ausgeredet.“ „Man? Sind Sie denn der„man“?—“ „Sind Sie mein Untersuchungsrichter?“ „Nein, wahrhaftig nicht!" Ruth lachte.„Aber ich glaube Ihnen auch nichts weiter als Ihre rasende und blinde Eifersucht. Sie lügen schlecht, Frau Graßhof, denn Sie rechnen nicht damit, das Jochen ein ehrlicher Kerl ist.“ „Sie kennen ihn wohl etwa?“ „Aber ja!“ Ruth stieg hinters Steuer, ließ an und surrte vom Hofe. Ihren Heiratsplan hat sie zwar nicht vor den Alten bringen können, aber jetzt wußte sie gewiß, daß der Junge in Gefahr kam, dieser Here einmal in einer schwachen Stunde zu erliegen. Sie mußte deshalb den Alten um jeden Preis sprechen und gewinnen. Was galt ihr jetzt der Flughafen, die Großautostraße oder der Hof?— Der Liebste galt alles, denn sie spürte die dunklen Wolken sich tiefer und tiefer senken. Manchmal ging sie selber wie durch schwarze Nacht und tastete nach einem hellen Lichtstreif froher Zukunft.(Fortsetzung folgt.) ume S.EicpertAft. Nr. 45 Beilage zum Solinger Tageblatt 18. Rovember 1929 Aaprurt im Sturm und=Regent Fortunas 2•0=Sieg über Ratingen Trotz des dauernden Regens und obwohl die Plätze fast unter Wasser standen, wurden die meisten Spiele als Punktespiele ausgetragen. Lediglich das Treffen in Benrath zwischen dem Tabellenführer und BV 04 Düsseldorf wurde als Gesellschaftsspiel gewertet. Die Bergisch-Märkische Liga hat auch am dritten Novembersonntag keine wesentlichen Aenderungen aufzuweisen. Fortuna liegt durch den verdienten 2:0=Sieg über Ratingen 04 nunmehr nur noch einen Punkt hinter seinem Rivalen VfL Benrath. Beide Mannschaften haben die gleiche Anzahl von Spielen zu verzeichnen. Ratingen ist durch diese Niederlage wieder um eine Stufe gesunken, steht nun also schon an achter Stelle. Eine kleine Verschiebung ist zwischen SSVg Barmen, BV. 04 Düsseldorf und SSV Elberfeld eingetreten. Die Barmer erledigten den Düsseldorfer SC 99 mit 4:0 und kommen durch diesen Sieg an die dritte Stelle. Auch TRU Düsseldorf, die SSV Elberfeld mit 4:2 abfertigten, sind wieder etwas nach oben vorgerückt. Aber nach wie vor dürfte keine Mannschaft den beiden Spitzenreitern mehr gefährlich werden, die die Sache wohl unter sich ausmachen werden. In Benrath einigte man sich auf ein Gesellschaftsspiel. BV 04 Düsseldorf unterlag hoch mit 2:6. Stand der Tabelle am 17. November 1929. Trotz des anhaltenden Regens und der naßkalten Witterung hatten sich immerhin 2500 Zuschauer auf dem Ratinger Gelände eingefunden, um dem Spiel des Meisters— denn noch ist er es— beizuwohnen. Man war sich von vornherein klar, daß auf dem schlüpfrigen und glatten Boden sich kein schönes Spiel entfalten könnte. Immerhin zeigte aber Fortuna noch die bessere Leistung, und ihr Sieg ist jedenfalls glatt verdient. Die Ratinger kamen eigentlich kaum für einen Sieg in Frage, denn der Sturm konnte sich vor dem gegnerischen Tor nur selten durchsetzen und legte zudem noch eine starke Unsicherheit an den Tag. Fortuna beginnt gleich mit leichter Ueberlegenheit, aber die Ratinger Hintermannschaft ist gut auf dem Posten. Hochgesang findet sich auf dem schweren Boden sehr langsam, was immerhin verständlich ist. Gegen Mitte der ersten Halbzeit legt Reisgen steil an Hochgesang durch, der von den beiden Ratinger Verteidigern etwas scharf angegangen wird. Die Elfmeterentscheidung des Unparteiischen war reichlich hart. Severing verwandelt zum 1:0. Kurz darauf verschießt Albrecht aus günstiger Position. Nach dem Wechsel sind die Einheimischen schnell in Fahrt. Doch die aufmerksame Fortunen=Abwehr vereitelt jede Chance der Ratinger. Dann wird der Kampf, denn mittlerweile ist es tatsächlich ein Kampf geworden, wieder offen, bei zeitweise leichter Ueberlegenheit der Ratinger. In der 15. Minute ist es dann Köhler, der durch einen seiner typischen Alleingänge aus 10 Meter Entfernung zum zweiten Male erfolgreich ist. Damit ist das Spiel entschieden. Fortuna erzielt noch einen dritten Treffer, der jedoch vom Schiedsrichter nicht anerkannt wird. Fortunas Sieg ist restlos verdient. Eine Mannschaftskritik kann man sich in Anbetracht der schlechten Platzverhältnisse ruhig sparen. Jeder Spieler arbeitete eben so gut er konnte. Der Schiedsrichter leitete zur Zufriedenheit beider Parteien, doch hätte er das dritte Tar für Fortuna unbedingt anerkennen müssen. TRU Düsseldorf gegen SSV Elberfeld 4:2(0:2). Man wußte schon, daß die Düsseldorfer im Spiel gegen Schwarz=Weiß Barmen eine gute Form gezeigt hatten und gab ihnen somit auch gegen Elberfeld die besseren Chancen. Nun sah es aber in der ersten Halbzeit sehr nach einem sicheren Siege der Bergischen aus, die bereits bis zur Pause mit 2:0 in Führung gehen konnten. Die Jonier hatten hier wohl lichte Momente, doch war der Sturm wieder zu zaghaft, um sich erfolgreich durchzusetzen. Im großen und galten war das Spiel in der ersten Hälfte meistens verteilt. Die Gäste verstanden es aber, sich vor dem gegnerischen Tor durchzusetzen und somit bis zur Pause einen klaren Vorsprung zu landen.„Allerdings stand den Elberfeldern auch das Glück zur Seite. Im Anschluß an eine Ecke erzielten die Gäste in der 25. Minute den ersten Treffer, dem der Mittelstürmer 10 Minuten später einen weiteren folgen läßt. Nach der Pause klappt es bei den Joniern dann ausgezeichnet. Lücke führt den Sturm mit großer Umsicht. Durch einen Weitschuß des Halbrechten holt TRU ein Tor auf. Die Angriffe der Düsseldorfer auf das gegnerische Tor werden immer stärker. Im Anschluß an einen Strafstoß erzielt Lücke durch famosen Kopfball den Ausgleich. Bereits wenige Minuten später ist es Rudolphs, der auf eine Flanke von Rechts das Leder zum dritten Male in die Maschen jagt. Nur noch kurze Zeit ist zu spielen. Man glaubt schon an einen knappen 3:2-Sieg der Düsseldorfer, als es Rudolphs aber nochmals gelingt, allerdings mit Hilfe des Hüters, ein viertes Tor zu erzielen. Wie schon gesagt, konnte TRU vor der Pause nicht recht in Schwung kommen, dafür klappte es dann aber nach dem Wechsel um so besser. Der Sieg der Düsseldorfer ist auch in dieser Höhe verdient. SSBg Barmen gegen Düsseldorfer SC 99 4:0(2:0). Die Barmer hatten ihren Sturm durch junge Kräfte erheblich verstärkt. Die Durchschlagskraft war so bedeutend größer. Der Halbrechte allein konnte 3 Tore auf sein Konto buchen. Die Düsseldorfer enttäuschten wieder einmal sehr. Die Gäste kamen für den Sieg fast keinen Augenblick in Frage. Die Barmer Läuferreihe war der des Gegners überlegen, wodurch die Ber4— TRU bezwingt Elberfeld mit 4:2— Gesellschaftsspiel in Benrath. gischen schon ein merkliches Plus für sich hatten. Nun spielten auch die 99er in der Stürmerreihe sehr zerfahren, so daß die Barmer Hintermannschaft immer leicht klären konnte. Schon in der Pause stand der Sieg der Spiel= und Sportler fest. In der zweiten Halbzeit mußte sich dann der Düsseldorfer Hüter noch zweimal geschlagen bekennen. Bei den Gästen reichte es nicht mal zum Ehrentreffer, * Die 1. Bezirksklasse Düsseldorf. Von den vier angesetzten Meisterschaftsspielen wurden nur zwei als solche ausgetragen. Daß SV. 04 Düsseldorf in Gerresheim nicht bestehen konnte, war klar, aber an einen 8:1=Sieg hatte wohl keiner gedacht, Oberkassel holte sich beim CfR linksrheinisch durch den 2:1=Sieg zwei weitere Punkte. Mettmann und Heiligenhaus trugen ein Gesellschaftsspiel aus, das von den Gastgebern hoch mit 6:1 gewonnen wurde. Viktoria gegen Sportfreunde Neuß fiel aus. * A.=H.=Pokalturnier des SB 04 Düsseldorf. Schwarz=Weiß Barmen gegen SV. 04 4:2(2:2). Das vom SV. 04 Düsseldorf anläßlich seines 25jährigen Jubiläums veranstaltete Fußball=Pokalturnier fand am Sonntag nach über sechswöchiger Spieldauer sein Ende. Schwarz=Weiß Barmen und der Gastgeber hatten sich bis zur Endrunde durchkämpfen können. Nach interessantem Spiel blieben die Barmer mit 4:2 sichere Sieger. Barmen geht zunächst in Führung, doch gleicht 04 durch ein Selbsttor des Barmer Verteidigers aus. Barmen geht dann nochmals mit 2:1 in Führung, aber noch vor der Pause holt Sportverein den Ausgleich. In der zweiten Hälfte wird auf beiden Seiten hart um den Sieg gekämpft. Barmen hat zweimal hintereinander große Chancen, die Führung an sich zu reißen, doch wird einmal der Elfmeter vom Sportvereins=Torwart gut gehalten und das andere Mal wird der Elfmeterball verschossen. Schließlich gelingt es den Bergischen dann aber doch noch zweimal, erfolgreich zu sein, und mit 4:2 als Sieger verlassen sie den Platz. Die Spiele der Der erste Sieg der 98er,— Solingen 95 gegen Vf. seine Stellung in Wieder liegt ein Punktekampftag hinter uns. Er hat uns in der 1. Klasse von den üblichen Ueberraschungen verschont, wenigstens soweit die Sieger an sich in Frage kommen. Dagegen schlug er, was die Höhe der Ergebnisse anbelangt, die„Kenner der Materie", die Fußballpropheten, ganz empfindlich auf die Nase. Einen glatten 4:0=Sieg hatte man dem VfB. Remscheid über den Walder Ballspielverein nicht zugetraut, gar nicht erst zu sprechen von dem Bombensieg, den der BV. Solingen 98 im Eifgenstadion über den Sportverein Wermelskirchen landete. Mit 6:0 zogen sich die Rot=Weißen anständig aus der Affäre. Das 4:3 gegen Wald, das 3:4 gegen Hilden war also echt! Eine Solinger Mannschaft nimmt den vielbegehrten„Thron“ ein. Glücklich, aber nicht unverdient hielten die Vereinigten mit 3:1 den Ohligser Fußballklub an der Merscheiderstraße nieder. Glück hatte der VfB. Hilden, der dem Solinger FC. 95 einen Besuch abstattete. Vermutlich wären die Gäste bei der ausgezeichneten Verfassung des Solinger Sturmes gestern um eine Niederlage nicht herumgekommen. Der Schiedsrichter beendete jedoch das Spiel nach 35 Minuten wegen der allzu schlechten Bodenverhältnisse. Der Klub hatte bis dahin entschieden mehr vom Kampf. Vielleicht aber war der Abbruch ganz gut. Leicht wäre ein irreguläres Ergebnis möglich gewesen, und ein Hildener Sieg hätte der Spielstärke beider Mannschaften gestern ganz bestimmt nicht entsprochen. Eins aber ist sicher: der Platz an der Schabergerstraße muß bald, sehr bald geändert werden, sonst ist in einem Jahr ein Spiel dort nicht mehr möglich. Das Wasser hat absolut keinen Ablauf und bildet bei nur schwachem Regen bald große Lachen. Solinger FC. 95 gegen VfB. Hilden 0:0(abgebrochen). Das mit Spannung erwartete Meisterschaftstreffen an der Schabergerstraße wurde leider ein Opfer der schlechten Witterung. Wir sagen deshalb leider, weil nach dem Verlauf des Spieles in der ersten halben Stunde mit einem spannenden Kampf gerechnet werden konnte. Beide Mannschaften traten mit ihrer augenblicklich stärksten Besetzung an. Der Solinger Fußballklub hat durch Neueinstellungen seinen Angriff erheblich verstärkt. Wenn auch der tiefe Boden keine sicheren Schlüsse auf die spielerische Leistungsfähigkeit des neuen Mittelstürmers und Linksaußens zuläßt, so darf man doch feststellen, daß die Solinger mit diesen beiden Neulingen eine erhebliche Formverbesserung im Sturm zeigten. Das Zusammenspiel war flüssiger und man sah auch eine seit langer Zeit vermißte Schußfreudigkeit. So kam es, daß in den rund 35 Minuten Spieldauer die 95er bedeutend mehr vom Kampf hatten. Sie fanden sich auf dem Boden besser zurecht und die Gäste verdanken es wohl etwas dem Glück, daß der Platzverein, der gute Torgelegenheiten bis zum Abbruch des Spieles herausgearbeitet hatte, nicht in Führung lag. Trotz der mäßigen Bodenverhältnisse sah man beiderseitig den Willen, ein flottes Spiel vorzuführen. Der Schiedsrichter, ein Herr vom BV 04 Düsseldorf, leitete einwandfrei. Daß er den Kampf abbrach, war notwendig, um unnötige Schärfen und etwaige Unglücksfälle zu vermeiden. Von einer Spielerkritik möchten wir heute absehen. Sportverein Wermelskirchen gegen BV. Solingen 98 0:6(0:1)! Seine in den beiden letzten Spielen bereits offenbarte aufsteigende Form bestätigte Solingen 98 gestern nun endlich recht deutlich. Wenn auch Wermelskirchen nur einen recht schwachen Gegner abgeben konnte, so spricht die Höhe des Erfolges, zumal dieser im Eifgental erfochten wurde, für den Leistungsgrad der Solinger. Der erste Sieg der Solinger wird vermutlich auf den weiteren Tatendrang der 98er nicht ohne günstigen Einfluß bleiben. Der gestrige Kampf auf dem in Anbetracht des Regens erstaunlich guten Boden des Eisgen=Stadions sah die Besucher in fast allen Phasen als die Besseren. Außerordentlich produktiv wirkte der Mittelläufer Plümacher, der als der Beste auf dem DSC 99 unterliegt hoch in Barmen Ein außerordentl. Bundestagüber die Prosifrage Die D. F. B.=Sitzung in Berlin. Der Vorstand des Deutschen Fußballbundes hielt in Berlin eine wichtige Sitzung ab, an der die Vorsitzenden und Vertreter der sieben Landesverbände teilnahmen. Es wurde in erster Linie über die Fragen beraten, die auf dem Bundestag in Breslau dem Vorstand zur weiteren Bearbeitung überwiesen worden waren. Großes Interesse hatte man allgemein dem Vorschlag des süddeutschen Fußball= und Leichtathletikverbandes, Verhandlungen über den Spielverkehr mit den Profistaaten einzuleiten, entgegengebracht. Nach längerer Debatte wurde der Antrag mit 9:8 Stimmen bei einer Stimmenthaltung abgelehnt. Berlin und Südostdeutschland hatten sich stark für den süddeutschen Vorschlag eingesetzt. Nach der Ablehnung beantragte Süddeutschland, unterstützt von Berlin und Südostdeutschland, die Einberufung eines außerordentlichen Bundestages, der endgültig die schon seit langem strittige Frage klären soll. Der Antrag wurde angenommen. Die Frage des Austragungsortes für das Länderspiel Deutschland gegen Italien kann man noch nicht als geklärt betrachten. Wohl hat der Bund das Spiel nach Leipzig vergeben, wo das Spiel im Rahmen der Leipziger Messe ausgetragen werden soll. Italien hat aber mehrfach den Wunsch ausgesprochen, in Nürnberg zu spielen. Falls Italien Leipzig als Austragungsort ablehnt, findet das Spiel in Frankfurt am Main statt. Das Anrecht Leipzigs auf einen Länderkampf wurde seitens des Bundesvorstandes nochmals ausdrücklich betont. Das Spiel gegen England ist zwar noch nicht endgültig abgeschlossen, dürfte aber bestimmt zustande kommen, da die Verhandlungen sehr fortgeschritten sind. Die Berufung der Finalisten der deutschen Fußballmeisterschaft 1828—29, Hertha=B. S. C. Berlin und Spielvereinigung Fürth, gegen das Urteil des D. F. B.=Spielausschusses wurde abgelehnt. Es bleibt also bei den verhängten Strafen. Die Amateurfrage bezw. die Auslegung des Amateurbegriffes wurde ebenfalls eingehend besprochen. Der D. F. B. hat durch Dr. Wagener, Danzig, eine Reihe von Amateurgrundsätzen ausgearbeitet, die dem Deutschen Reichsausschuß für Leibesübungen und dem Internationalen Sportverband vorgelegt werden sollen. g7, Meichttst Die Jugendzeitung des D. F. B. soll bestehen bleiben. Die Pflichtzahl wurde für jeden Verein auf 25 Prozent der Jugendlichen herabgesetzt. Der D. F. B. erwartet, daß es in nächster Zeit möglich ist, den Zwangsbezug völlig abzuschaffen.... wem Großhämpsen und uch MmaistDie Vorkommnisse bei verschiedenen Großtämpfen und auch Meisterschaftsspielen der unteren Klassen veranlassen den D. F. B., die Verbände nochmals um strengste Maßregeln zu ersuchen. Die Gemeinschaft mit der Tages= und Fachpresse soll nach Kräften gefördert werden. Für Januar ist eine Tagung vorgesehen, an der Presse und Bundesvorstand teilnehmen sollen. Die für die lausende Saison bewilligten 16 Lehrspiele wurden wie folgt verteilt: Süddeutschland 9 Mitteldeutschland 3, Berlin 2, Nordund Südostdeutschland je ein Spiel. Westdeutschland und der Baltenverband hatten auf die Zuteilung von Spielen verzichtet. 1. Bezirksklasse. B. Hilden abgebrochen.— BfB. Remscheid der Spitzengruppe. Platz zu gelten hat. Auch der Sturm fackelte nie lange, sondern schoß fleißig und auch sehr plaziert auf das Wermelskirchener Tor. Trotz famoser Abwehr mußte der Hüter der Gastgeber jedoch den Ball sechsmal passieren lassen. Die Ursache der hohen Niederlage der 09er ist in erster Linie auf das mehr als mäßige Zuspiel zurückzuführen. Gut war eigentlich nur der Linksaußen, der sich dafür liebevoller Bewachung erfreute. Geradezu harmlos operierte der Innensturm der Wermelskirchener, dem es nicht gelang, sich auch nur ein einziges Mal freizumachen und dem Solinger Tor ernstlich gefährlich zu werden. In der Solinger Mannschaft, die in der Läuferreihe ersatzgeschwächt antreten mußte, fiel niemand aus dem Rahmen. Ein vorbildlicher Geist beseelte die Elf, und vor allem der Wunsch einmal von der letzten Stelle wegzukommen, ließ sie ein Spiel vorführen, dem die Blau=Weißen niemals gewachsen waren. Schon nach einer Viertelstunde schoß Blein das erste Tor, bei dem es trotz geringer Feldüberlegenheit der 98er bis zum Wechsel blieb. Dann allerdings war der Solinger Sturm nicht mehr zu halten. In regelmäßigen Abständen schraubte er das Ergebnis auf 4:0, und kurz vor Schluß führten zwei weitere Tore zum Endergebnis. An dem Torsegen waren beteiligt Blein mit drei, Gräf mit zwei und Iserloh mit einem Tor. Michels(TRU.) war dem Spiel ein unvoreingenommener und korrekter Leiter, der auch die zeitweise etwas aufkommenden Schärfen im Keime unterdrückte. FC. Ohligs gegen Solingen=Gräfrath 1:3(1:1). Der Dauerregen hatte keine Ideal=Platzverhältnisse geschaffen. Der Boden war recht glatt und stellte an die Spieler große Anforderungen. Der Regen, der auch während des Spieles zeitweise einsetzte, hatte den gewünschten Massenbesuch ferngehalten. Doch kann man die Besucherzahl auf 800 bis 1000 annehmen. Die Solinger hatten den Läufer Wittich, der vom Vorsonntag her verletzt ist. durch Lungenstraß gut ersetzt. Nur den Elfmetet hat er durch Handmachen verschuldet, und somit dem Platzverein zum Ehrentor, das nach den gezeigten Leistungen durchaus verdient war, verholfen. Der Verlauf der ersten Halbzeit beide Mannschaften im Angriff. Die 6. Minute bringt den Schwarz=Weißen durch Handelfmeter den Führungstreffer. Jcdoch lassen sich die Gäste durchaus nicht beirren und drängen zeitweise recht stark. Schacht fällt schon nach 10 Minuten durch Auftreten einer alten Verletzung aus und kann nur noch als Statist auf dem rechten Flügelstürmerposten mitwirken. Auf beiden Seiten bleiben gute Torgelegenheiten unverwertet. Die 34. Minute bringt den Solingern den Ausgleich. Ein Angriff von rechts wird dem Halblinken Schäfer zugeleitet, der plaziert den Ball ins Netz schlägt. Mit diesem Ergebnis geht man in die Pause Der Verlauf der letzten 45 Minuten spricht stark für die Gäste, die zeitweise stark drängen und bis zum Strafraum fehlerlos spielen, aber den krönenden Torschuß jederzeit vermissen lassen. Die Mittelreihe des Platzvereins läßt stark nach. Vor allem kommt der schwere Mittelläufer auf dem tiefen Boden nicht mehr recht mit, wodurch das Schlußdreieck sehr überlastet wird. Jcdoch kann Winkler unter Assistenz der schlagsicheren Verteidiger vorerst noch klären. Erst die 22. Minute bringt den Besuchern durch Brückmann den Führungstreffer. Jetzt lassen die Obligser merklich nach. Die Solinger gewinnen an Boden und hatten den Kampf fest in der Hand. Angriff auf Angriff rollt auf das Obligser Tor. Mehrere Ecken bleiben unverwertet. Ein Angriff von links führt den Ball zu Rauh 2, der für den verletzten Schacht den Rechtsverbinder=Posten eingenommen hat. Er erfaßt den Ball und der dritte Erfolg ist fällig. Weite! bleiben die Gäste im Vorteil. Nur ab und zu kommen Stürmer des Platzvereins vor das Heiligtum der Solinger, doch ist die Ballabgabe zu ungenau, da meistens das dreieck leicht klären kann. So geht es dem Ende zu, das den Solingern einen verdienten Sieg bringt. Das Spiel wurde von Nr. 271, 121. Jahrgang „ Tagebraet is.November 1929. Auf der Spur des Düsseldorfer Morders? wib. Düsseldors, 17. Nov. Blätermeldungen zufolge hat die Düsseldorfer kommunistische Zeitung„Freiheit“ einen neuen Brief des vielgesuchten Düsseldorfer Mörders erhalten, in dem es u. a. heißt:„In Langenfeld(bei Köln) war der Ansung, und wenn meine Stunde dafür gut ist, dann auch das Ende neiner Not. Dort lebt ein Wesen, das im moralischen Leben und auch im Denken kaum einem Menschenkinde zu vergleichen ist. Daß dies mir nicht gehören kann, hat mich zu all dem furchtbaren Tm getrieben. Die muß noch sterben, und wenn es nein Leben kostet. Vergiften habe ich sie wollen, doch der zänzlich reine Körper hat das Gift überwunden.“ Im letzten Satz des Briefes werden die Namen Dr. Kehrmann und Dr. Müller als Gewährsmänner genannt. Diese zwei Genannten sind, wie jestgestellt wurde, in der Nähe von Langenfeld in Ohligs ansässig. Dr. Kehrmann ist Arzt, Dr. Müller Pastor. Der genannten Düsseldorfer Zeitung ist es nun, Tempo zufolge, gelungen, festzustellen, daß sich die Angabe des Briefschreibers über das„Wesen“ nur auf ein junges Mädchen beziehen kann, das zwischen Langenfeld und Hilden in dem kleinen Ort Richrath wohnt und eine gemeinsame Bekannte von Dr. Kehrmann und Dr. Müller ist. An ihr ist zwar nie ein Giftmordversuch verübt worden, doch wurde vor zwei oder drei Jahren ihr Hund von fremder Hand vergiftet. Ob das Tier die giftige Speise zu sich genommen hat, die ursprünglich seiner Herrin zugedacht war, oder ob sich die Tatsachen in dem offenbar kranken Gehirn des Briefschreibers verwirrt haben, darüber kann man sich zurzeit nur in Vermutungen ersehen. Jedenfalls scheint der Brief auf eine wichtige Spur des gesuchten Mörders zu weisen. Der vermihte Helmut Neinhardt ausgefunden. wtb. Düsseldorf, 16. Nov. Der als vermißt gemeldete neunjährige Schüler Helmut Reinhardt wurde heute nachmittag gegen 5 Uhr in Wülfrath von der Polizei aufgegriffen und seinen Eltern zugeführt. Der Junge hatte sich umhergetrieben. * Tödlicher Verkehrsunfall in Remscheid. zt= Remscheid 18. Nov. Am Samstag abend wurde an der Jußgänger=Unterführung ein 50jähriger Arbeiter aus der Gesundbeitsstraße, Vater von drei Kindern, von einem Lastwagen überfahren und so schwer verletzt, daß er eine Stunde nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus verstarb. Der Verunglückte befand sich innerhalb eines kommunistischen Fackelzuges, der in aufgelöster Ordnung aus der kleinen Unterführung kam und die Bismarckstraße überquerte. Dabei ereignete sich dann das Unglück. Einspruch gegen die Verpachtung des Barmer Milchhofes. wv. Barmen=Elberfeld, 15. Nov. Die sozialdemokratische kraktion des Hauptausschusses der Wupverstadt hat gegen den in der gestrigen Sitzung gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Kommunisten gefaßten Beschluß, auf Verpachtung des ehemaligen Barmer städtischen Milchhofes Einspruch beim Regietungspräsidenten erhoben. Der Einspruch wird damit begründet daß das Unternehmen nur als städtischer Betrieb dem Gemeinwohl dienen könne, und daß es sich bei der Entscheidung über den Pachtvertrag nicht um eine Ueberleitungsangelegenheit handle. Ein teures Schäferstündchen. wv. Barmen, 16. Nov. In der Nacht zum 15. d. M. wurden einem Kaufmann aus Hagen in einem hiesigen Hotel 7000 Mark in Tausendmarkscheinen entwendet. Als Diebin kommt eine unbekannte weibliche Person in Frage, die der Geschädigte mit auf lein Zimmer genommen hatte. Die Kriminalvolizei fahndet nach der Täterin. Ein 20jähriges Mädchen in Krefeld überfallen. atb. Krefeld, 18. Nov. Ein hier bedienstetes und in Gellep wohnendes 20jähriges Mädchen fuhr mit seinem Fahrrad nach Hause. Auf einem einsamen Wege in Linn sprang plötzlich ein Mann aus dem Gestrüpp auf das Mädchen zu, riß es vom Fahrtad und verlangte die Herausgabe seiner Barschaft. Dann warf er es zu Boden und vergewaltigte es. Unter Zurücklassung des fehrrades ist das Mädchen hierauf geflüchtet. Kleiderfund ohne den dazugehörigen Körver. wv. Erkelenz, 17. Nov. Ein hiesiger Gastwirt und Jäger streifte die Umgebung und fand dabei im niederen Buschwerk Röckden, Leibchen und Kleidchen. Die Kleidungsstücke können einem gerzehnjährigen Kinde gehören. Es fehlt bisher jeder Aufschluß. Die Untersuchung ist im Gange. Zugzusammenstoß bei Herne. wtb. Essen, 17. Nov. Amtlich. Am 16. November um 8 Uhr K eine auf dem Güterzuggleis Nr. 7 nach Wanne ausfahrende Pomotive dem auf Gleis 1 ausfahrenden Eilzug 358 am Westende des Bahnhofs Herne in die Flanke gefahren. Zwei Personenbagen sind entgleist. Beide Hauptgleise waren etwa 10 Stunden keiverrt. Der Personenverkehr erfolgt über die Güterzugsstrecke. dis jetzt haben sich zehn Reisende mit geringfügigen Verletzungen aie Sürtange für die Rußland=Flüchtlinge. Eine Anzahl von Flüchtlingen beim ersten Mittagsmahl in dem Ueberseeheim der Hapag in Hamburg, wo sie jetzt gastliche Aufnahme gefunden haben. gemeldet. Sie haben sämtlich ihre Reise fortsetzen können. Die Ursache des Unfalls ist noch nicht geklärt. Eine Untersuchung ist eingeleitet. Ein Ehemann ersticht seine Frau auf der Straße. wv. Gelsenkirchen=Buer, 17. Nov. Als die Ehefrau Michallek von einem Theaterbesuch sich zu ihrer Wohnung in Gelsenkirchen begeben wollte, wurde sie unweit der Wirtschaft Bögemann von ihrem Ehemann angehalten und mit einem Messer durch Herzund Lungenstiche getötet. Der Mann hat die Tat aus Eifersucht begangen. Blutige Liebestragödie. wtb. Iserlohn, 17. Nov. Hier erschoß gestern abend ein Schuvobeamter seine Braut und jagte sich dann selbst eine Kugel durch den Kopf. Während die Braut des Schutzmanns schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden mußte, war der Tod bei dem Schutzmann sofort eingetreten. Der Anlaß zu dieser Tragödie dürfte in Liebeskummer zu suchen sein. Noch keine Entscheidung über das Bensberger Schloß. mtb. Köln=Mülheim, 18. Nov. In der letzten Kreistagssitzung des Landkreises Köln=Mülheim, die in Bensberg abgehalten wurde, befaßte man sich erneut mit der künftigen Verwendung des Bensberger Schlosses. Der gegenwärtige Stand der Verhandlungen geht dahin, daß der preußische Finanzminister bereit ist, Mittel für den Ausbau des Bensberger Schlosses zu einem Gymnasium mit Internat bereit zu stellen. Der Kreistag war der Ansicht, daß sich das Schloß für diesen Zweck nicht eignen würde und schlug vor, auf der Grenze zwischen Bensberg und Bergisch=Gladbach eine höhere Lehranstalt mit 18 Klassen zu errichten. Diese Anstalt soll vollkommen varitätischen Charakter tragen, und in ihr sollen die höheren Lehranstalten beider Städte aufgehen. Das Schloß soll als Internat vorgesehen sein. Der Kreistag war der Ansicht, daß der Westen gegenüber dem Osten, wo sechs staatliche Bildungsanstalten errichtet worden seien, vernachlässigt worden wäre, und glaubt, daß der preußische Staat diesem neuen Plan zustimmen werde. Der Landrat wurde beauftragt, mit dem preußischen Ministerium zu verhandeln. Selbstmord vor den Augen der Eltern. wv. Niedermendig, 16. Nov. Der 20jährige W. Boots, Sohn einer hiesigen Arbeiterfamilie, wurde von seinem Vater mit Feldarbeiten beauftragt, die er verweigerte. Als die Mutter ihm am anderen Morgen Vorhaltungen machte, kam es zu Auseinandersetzungen, in deren Verlauf er mit dem Ruf„Ich schneide mir den Hals ab“, zu einem Messer griff und sich die Halsschlagader durchschnitt. Der junge Mann ist gestern abend seinen Verletzungen erlegen. Engrosfabrikation falscher Wechsel. wv. Gießen, 16. Nov. Ein unglaubliches Stück leistete sich ein hiesiger Handlungsgehilfe, der als Prokurist einer angesehenen, aber geschäftlich im Niedergang befindlichen Firma in den Jahren 1927 bis 1929 104 Wechsel auf den Namen von Geschäftskunden gefälscht hat, um dadurch Kredit für seine Firma aufzunehmen bzw. zu verlängern. Deswegen stand er vor dem Bezirksschöffengericht Gießen unter der Anklage der schweren Unkundenfälschung und des Konkursvergehens. Das Gericht erachtete als festgestellt, daß schwere Urkundenfälschung mit Betrug in Tateinheit vorlagen, da der Angeklagte seiner Firma einen rechtswidrigen Vermögensvorteil verschaffen wollte. Der Gerichtshof billigte ihm jedoch mildernde Umstände zu und schickte ihn auf ein Jahr ins Gefängnis. Ein Gemeinderechner bringt falsche Hundertmarkscheine in den Verkehr. wv. Nassau(Lahn), 16. Nov. Der Gemeinderechner W. Hofmann aus Gemmerich wurde hier verhaftet, als er in zwei Geschäften falsche Hundertmarkscheine in Zahlung gab. Es wurde eine Haussuchung abgehalten und dabei festgestellt, daß der Gemeinderechner 15 bis 20 solcher Scheine von einem Handwerksburschen für einen sehr niedrigen Preis aufgekauft hatte. Diese Scheine hatte er zum Teil verausgabt, zum Teil verbrannt, und einige Scheine wurden noch bei ihm vorgefunden. Er wurde nach Limburg in das dortige Gefängnis eingeliefert. Die Untersuchung wird fortgesetzt. Hofmann galt bisher als unbescholtener Mann. England verweigert die Rückgabe deutscher Vermögen. Schatzkanzler Snowden. Der englische Schatzkanzler hat erneut die Rückgabe der Ueberschüsse verweigert, die bei der Liquidation der in England während des Krieges beschlagnahmten deutschen Vermögenswerte erzielt wurden. Die Haltung Snowdens steht mit allen seinen Aeußerungen zu dieser Frage, die er vor seiner Schatzkanzlerschaft veröffentlichte, in schärfsten Widerspruch. Ein Kind in der Dreschmaschine zermalmt. wp. Limburg, 16. Nov. In dem Dorf Horhausen auf dem Westerwald geriet ein fünfjähriges, dort zu Besuch weilendes Kind, in die lausende Dreschmaschine. Dem Kind wurden beide Beine zermalmt, so daß es an den schweren Verletzungen einige Stunden darauf verstarb. Die Trauerfeier für Frau Zubkow. wtb. Cronberg, 16. Nov. Heute nachmittag 5 Uhr fand in der Kapelle der alten Burg in Cronberg unter Beteiligung einer kleinen Trauerversammlung die Trauerfeier für Frau Zubkow, geborene Prinzessin Viktoria von Preußen, statt. Es waren erschienen Landgraf Friedrich Karl von Hessen mit Gattin und Söhnen, Landgraf Alexander von Hessen und Gemahlin, als Vertreter des ehemaligen kaiserlichen Hauses Prinz Adalbert von Preußen und einige Trauergäste aus der Umgegend. An der mit Chrysanthemen geschmückten Bahre lagen zahlreiche Blumen= und Kranzspenden der Verwandten der Verstorbenen. Nach der Ansprache des Geistlichen und gemeinschaftlichem Gesang wurde die Leiche eingesegnet, worauf die Feier mit dem Gesang des Liedes „Wenn ich einmal soll scheiden“ ihren Abschluß fand. 30 Jahre lang von Eltern und Brüdern verborgen gehalten. wtb. Nimptsch, 17. Nov. Die in den 40er Jahren stehende geistesschwache Tochter des Stellenbesitzers Stolle in Roßwitz, Kreis Nimptsch, wurde von Landjägern, zum Stelett abgemagert, in Lumven gehüllt, in einem von Schmutz starrenden Naum aufgesunden. Den Landjägern wurde von den Eltern und den Brüdern der Geisteskranken heitigster Widerstand entgegengesetzt. Die beiden Brüder mußten erst nach längerem Kampf und Hinzuziehung von Verstärkungen gefesselt werden, ehe es den Beamten gelang, zu dem Zimmer der Kranken vorzudringen, in dem die Anglückliche fast dreißig Jahre lang verborgen gehalten wurde. Die Kranke wurde dann auf einer Bahre in ein Auto geschafft Vom Bau der größten deutschen Geeschleuse. An der großen Nordschleuse in Bremerhaven, deren Grundstein am 4. Mai dieses Jahres gelegt wurde, wird bereits, wie unser Bild zeigt, eiftig gebaut. Die Schleuse hat vor allen Dingen die Aufgabe, den großen, neuerbauten Passagierdampfern des Norddeutschen Lloyds das Einlausen in die Binnenhäfen zu ermöglichen. Die Schleuse wird eine Länge von 372 Metern aufweisen, während die Breite in der Kammer 60 Meter und in den Einfahrten 45 Meter betragen wird. Der Bau dürste etwa vier Jahre in Anspruch nehmen. und zum Kreiskrankenhaus in Nimptsch transportiert. Eisenbahnattentat auf der Strecke Magdeburg—Braunschweig wtb. Magdeburg, 17. Nov. Die Reichsbahndirektion Magdeburg teilt mit: Gestern, gegen 9,40 Uhr abends, wurde auf der Strecke Magdeburg—Braunschweig in der Nähe des Vorsignals vor Bahnhof Weddel hinter Schandelah wiederum ein Eisenbahnattentat verübt. Es waren eine Lasche von den Schienen gelöst und mehrere Schwellen auf das Gleis gelegt worden. Der Lokomotivführer des Güterzuges 8300 fuhr auf das Hindernis auf, ohne daß jedoch ein Schaden entstand. Der Bahnstreifdienst, der sich in der Nähe befand, nahm sofort die Verfolgung der Täter auf. Die Spur war aber durch Regen verwischt worden. Die Täter haben, soweit festgestellt werden konnte anscheinend auf Rädern die Flucht ergriffen. Die Reichsbahndirektion Magdeburg hat auf ihre Ergreifung eine Belohnung von 1000 Reichsmark ausgesetzt. Schluch don roduhllonallen Tallen Weiße und gesunde Zähne.„Da ich schon seit Jahren meine Zähne mit Ihrem hochgeschätzten„Chlorodont“ und Ihrer ChlordontZahnbürste pflege, so will ich Ihnen meine Anerkennung für Ihre Prävarate entgegenbringen, denn meine Zähne sind so weiß und gesund, daß mich meine Freunde und Bekannten darum beneiden.“ Gez. Karl Stein, Clversberg Saar. mane Solinger Tageblatt Nr. 271 121. Jahrgang SU Erismart und Nander Pontag. den 18. November 1929. Fertigwarenindustrie und Leipziger Messe. Den seit Frühjahr 1927 regelmäßig erstatteten Berichten über Verlauf und Ergebnis der Leipziger Messen läßt jetzt das Institut für Konjunkturforschung in Verbindung mit dem Leipziger Meßamt einen weiteren folgen, der unter dem Titel„Die Lage der verarbeitenden Industrie im Lichte der Leipziger Herbstmesse 1929“ bei Reimar Hobbing in Berlin erschienen ist. Zwei Fünftel der befragten Aussteller haben den der Erhebung zugrunde gelegten Fragebogen ausgefüllt. Ihre Antworten lassen die gespannte wirtschaftliche Lage erkennen, unter deren Druck die diesjährige Herbstmesse stand. Dennoch hat mehr als ein Drittel der Aussteller der Mustermesse im Inlandsgeschäft den Auftragseingang der Herbstmesse 1928 erreichen oder übertreffen können. Erstmalig war nach der Anzahl der Aufträge gefragt. Aus den Antworten ergibt sich ein durchschnittlicher Eingang von 50 Aufträgen für jeden Aussteller der Mustermesse und 12 Aufträgen für jeden Aussteller der Technischen Messe. Da auch der durchschnittliche Arbeitsumfang der Messeaufträge ermittelt werden konnte, lassen sich gewisse Rückschlüsse auf den Durchschnittswert der Messeaufträge je Aussteller und damit auf den Gesamtwert der Messeumsätze in den einzelnen Branchen wie auch in allen Branchen zusammen ziehen. Danach liegt der Gesamtwert der von den deutschen Ausstellern auf der Herbstmesse 1929 unmittelbar getätigten Umsätze ungefähr in der Größenordnung von ⅛ bis ½ Milliarde Rm. Die Schätzungsziffer umfaßt nicht die vielfach bedeutenden Aufträge, die den Ausstellern im Anschluß an die während der Messe geführten Verhandlungen nachträglich erteilt werden, von den Geschäftserfolgen aus laufender Werbetätigkeit aber häufig nicht zu unterscheiden sind. Vom Gesamtwert der hereingenommenen Aufträge entfallen etwa ¼ auf das Inlands-, ½ auf das Auslandsgeschäft. Nachgefragt waren auf der Mustermesse vorwiegend Serienerzeugnisse billiger Qualität in neuen Mustern, daneben jedoch auch, besonders auf der Technischen Messe, hochwertige Spezialausführungen. Die zum ersten Male ausstellenden Firmen haben die für sie gestellte Sondertrage nach ihrer weiteren Beteiligung an der Messe ganz überwiegend bejaht. Vom rheinischen Arbeitsmarkt. Ueber Arbeitsmankt und Wirtschaftslage in der Rheinprovinz berichtet das Landesarbeitsamt Rheinland: Die genehmigten Stillegungsanzeigen der vergangenen Woche melden die beabsichtigte Entlassung von 4500 Arbeitern und Angestellten. Diese Zahl ist in einer Woche bisher von den Stilllegungsanzeigen nicht erreicht worden. Die Hauptmasse der anzeigenden Firmen entfällt auf die Metallindustrie: ein kleinerer Teil auf die Textilindustrie. Man sieht hier deutlich die Abschwächung der Metallindustrie und ihre Wirkung auf den Arbeitsmarkt. Gewisse Anzeichen sprechen auch dafür, daß in den Arbeitsmarkt der Metallindustrie eine stärkere jahreszeitliche Schwankung hineinkommt, was mit der zunehmenden Verwendung von Baustahl und der Saisonschwankung des Baugewerbes zusammenhängen dürfte. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger ist in der letzten Woche um rund 10000 auf 153 000 gestiegen. Diese nicht unerhebliche Zunahme erklärt sich aus einem Zusammenwirken der einsetzenden Winterarbeitslosigkeit mit einer allgemeinen Abschwächung, die von der Metallindustrie ausgeht. Diese Entwicklung ist deshalb besonders bemerkenswert, weil die Roheisenerzeugung sich auf einem hohen Stande hält. Im Oktober wurden in Rheinland und Westfalen 949000 Tonnen Roheisen erzeugt gegen 807000 Tonnen im Vorjahre. Die Roheisenerzeugung galt bisher unbestritten als ein guter Maßstab für die wirtschaftliche Entwicklung und die Lage der Konjunktur. Wenn die Roheisenerzeugung tatsächlich noch dieser Maßstab ist, so müßte man daraus den Schluß ziehen, daß die allgemeine Wirschaftslage besser ist, als sie nach der Lage des Arbeitsmarktes zu sein scheint, daß also der Arbeitsmarkt, von der Zahl der Arbeitslosen aus beurteilt, die Lage ungünstiger erscheinen läßt, als sie tatsächlich ist. Es kann aber auch sein, daß Verschiebungen in der Wirtschaft eingetreten sind, wodurch die Roheisenerzeugung nicht mehr in der gleichen Weise wie früher Maßstab der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung ist. Solange die Eisenbahn, die Werften und die Maschinenindustrie die Großabnehmer der Eisen- und Stahlerzeugung mit schnell wachsendem Stahlverbrauch waren, war die erzeugte Roheisen- und Rohstahlmenge ein Maßstab für die wirtschaftliche Entwicklung und zunehmende Industrialisierung. Es scheint so, als ob die zunehmende Verwendung von Baustahl dem Baugewerbe eine steigende Bedeutung als Abnehmer der Großeisenindustrie gegeben hätte. Wie wiederholt ausgeführt, steht das Baugewerbe aus verschiedenen Gründen etwas außerhalb der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und zieht damit auch die Eisen- und Stahlgewinnung aus der allgemeinen Entwicklung heraus. Wohl sind Eisenbahn und Werften noch Großabnehmer der Eisenund Stahlgewinnung, aber ihre Aufträge reißen nicht mehr wie früher die Entwicklung in die aufsteigende Linie. Aehnlich ist es mit der Maschinenindustrie, wo sparsamere Materialverwendung und die wenig günstige Lage des Maschinenmarktes es verhindern, daß die Aufträge der Maschinenindustrie an die Eisen- und Stahlgewinnung in dem gleichen Maße ansteigen wie früher. Die Automobilindustrie kann anscheinend keinen vollen Ersatz bieten. Die Entwicklung des Bergbaus und der Eisen- und Stahlindustrie hat früher dem rheinischen Arbeitsmarkt den starken Auftrieb gegeben. Die Führung in der Entwicklung des Arbeitsmarktes scheint, wie in England, an andere, an die sog. „neuen“, Industrien überzugehen, an denen die Rheinprovinz keinen großen Anteil hat. Banken-Zusammenschluß in büsseldort. Die beiden Bankhäuser C. G. Trinkaus und E. W. Engels & Co. werden mit Wirkung ab 1. Januar 1930 einen Zusammenschluß eingehen. Geschäftsführer und persönlich lmaftende Gesellschafter sind E. W. Engels und O. Liesenfeld. An der Beteiligung der Deutschen Bank wird sich nach dem Zusammenschluß dieser mit der Diskontogesellschaft nichts ändern. Die Deutsche Bank und Diskonto-Gesellschaft. Filiale Düssel. dorf, teilt hierzu folgendes mit:„Die Verbindung der beiden Bankhäuser bedeutet mit Bezug auf ihre vorzugsweise gepflegten Geschäftszweige eine glückliche Ergänzung. Während der Schwerpunkt bei dem Bankhaus C. G. Trinkaus, das über weitverzweigte Inlands- und Auslandsbeziehungen verfügt, seit alters. her im Konto-Korrentgeschäft liegt, haben sich Ernst Wilhelm Engels& Co. namentlich auf dem Gebiete des Effekten- und Kuxengeschäftes in Rheinland und Westfalen eine hochange. sehene Stellung geschaffen. Beide Teile dürften also aus den Zusammenschluß mit Recht Vorteile erhoffen. Interessant erscheint der Zusammenschluß aber auch im Hinblick auf die kürzlich durchgeführte Fusion der Deutschen Bank und der Diskonto-Gesellschaft. Diejenigen, die durch Riesengebilde, wie die jüngst entstandene Großbank, eine Einengung des Betätigungsfeldes des Privatbankiers glauben befürchten zu müssen, werden ersehen, daß die Deutsche Bank und Diskonto-Gesellschaft ein Interesse an der Erhaltung eines gesunden Prtvatbankierstandes hat und die freie Entfaltung seiner Kräfte tätig fördert. Mitteilungen der Solinger Handelskammer. Ursprungszeugnisse für Estland. Nach einer Mitteilung des Deutschen Konsulats In Reval müssen Warensendungen, die bei ihrer Einfuhr in Estland nach den Sätzen des Vertragszolltarifs verzollt werden sollen. von Ursprungszeugnissen begleitet sein. Sofern derartige Zeugnisse von den deutschen Zollbehörden ausgestellt sind, ist ihre Legalisierung durch die in Deutschland zugelassenen estländischen Konsulate nicht erforderlich. Sind indessen die Ursprungszeugnisse durch die Industrie- und Handelskammern beglaubigt worden, so müssen sie nachträglich von einem estländischen Konsulat legalisiert werden. Warensendungen, die mit der Post unmittelbar aus Deutschland nach Estland eingehen, sind vom Ursprungszeugniszwange befreit. Wirtschaftliche Rundschau. Die Spareinlagen der rheinischen Sparkassen. Die Spareinlagen bei den rheinischen Sparkassen erfuhren Im Oktober eine Zunahme von 14.3 Mill. Rm. und betragen nunmehr 1 367,0 Mill. Rm.; die Giroeinlagen verminderten sich um 3.6 Mill. Rm. von 261,1 auf 257.5 Mill. Rm., so daß die Gesamteinlagen am Monatsende 1624.5 Mill. Rm. betragen. Die Durchschnittshöhe der Konten beträgt 751.07 Rm. Die Preisinderziffer der Metallwirtschaft. Die Preisindexziffer der Metallwirtschaft stellte sich am 13. November 1929 auf 119.7 gegen 126.1 am 6. November (Durchschnitt 1909/13= 100), fiel also um 0,3 Prozent. Für die einzelnen Metalle wurden nach dem Preisstande vom 13. November folgende Einzelindexziffern errechnet: Kupfer 127.5(am 6. November 127.3). Blei 134.4(137.5) Zink 862 (86.2). Zinn 95,3(96.4), Aluminium 132.0(132,0). Nickel 1077 (107,7). Antimon 95.7(97.2). Erwerbsgesellschaften. Gewinnsteigerung der Vale& Towne. Die Yale& Towne Manufacturing Co., die sich in den letzten Jahren einen maßgebenden Einfluß auf die mitteleuropäische Schloßindustrie gesichert hat und welche auch in Velbert Fuß faßte, weist nach Abzug der Abschreibungen und Steuern für die ersten nem Monate 1929 einen Nettogewinn von 1782 527 Dollar aus, was einem Anteil von Dollar 3.81 pro Stück der ausgegebenen 467 256 Aktien entspricht. In der gleichen Zeit des Vorjahres erzielte das Unternehmen einen Reingewinn von 1 168 818 Dollar, d. h. Dollar 2.66 pro Stück der damals ausstehenden 438 115 Aktien. ak. Spar- und Kredtanstalt für deutsche Beamte und Angestellte A.-G. Die Spar- und Kreditanstalt für deutsche Beamte und Angestellte A.-G. hat bereits durch Rundschreiben an die bisherigen Beamten und Kunden der Bank für Deutsche Beamte und der Reichsbundbank A.-G. auf die Eröffnung hingewiesen, so das vom 18. 11. ab Spareinlagen und Depositen eingezahlt und Anträge auf Bevorschussung von Gehait eingereicht werden könwird aber ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß die neue Bank in keiner Rechtsbeziehung zu den beiden in Zwangsvergleich befindlichen Bank. Bank für deutsche Beamte und Reichsbundbank A.-G. steht, und daß auch eine Bevorschussung der dort befindlichen Spareinlagen und Depositen# zurzeit noch nicht in Frage kommen kann. Wenn es noch nicht möglich gewesen ist, den Deutschen Beamten-Wirtschaftsbund zur Mitarbeit zu gewinnen, so liegt das an der engen wirtschaftlichen Verbundenheit dieser Stellen mit der Berliner BeamtenZentralbank. Die Bemühungen beider Institute müssen dahingehen, sich baldmöglichst zu verständigen, damit ein unerwünschtes Gegeneinanderarbeiten vermieden wird. Berliner Wertpapierbörse von heute. Schwächer. ST. Berlin, 18. Nov.(Funkspruch.) Die neue Woche eröffnete in wenig ermutigender Haltung. Schon vormittags hatte man eher schwächere Kurse erwartet, doch brachte die Börseneröffnung dann erheblich größere Kursrückgänge, die bei den schwereren Werten bis zu 7 Prozent betrugen. Neben dem schon lange erwarteten Zahlungsverbot der Favag waren die Geschäftslosigkeit und vor allem das Ergebnis der gestrigen Kommunalwahlen verstimmende Momente. Die starke Zunahme der radikalen Parteien rechts und links beunruhigte, da in Zukunft ein gedethliches Zusammenarbeiten noch schwieriger sein werde, als es bisher schon war. Auffallenderweise kam an einigen Märkten besonders viel Ware heraus, was man wieder mit Auslandsverkäufen in Zusammenhang zu bringen müssen glaubte. So lagen Reichsbankanteile um 6% Prozent gedrückt, Bemberg— 6 Prozent. Tietz— 6 Prozent. Polyp..— 6 7/8 Prozent, Deutsche Linoleum— 6¾4 Prozent. Schubert& Salzer — 7¾ Prozent, Siemens— 7¾ Prozent. Salzdetfurth— 7 3/8 Prozent, und Chadeaktien— 1478 Mark. Bei letzteren sollen die Abgaben einerseits mit Executionen, andererseits mit schwach veranlagten Schweizer Börsen zusammenhängen. Die Steigerung der Svenska um 4 Mark zu Anfang der Börse dürfte auf eine Zufallsorder zurückzuführen sein: diese 4 Mark gingen auch fast sofort wieder verloren, und es trat im Verlaufe der Börse noch ein weiterer Verlust von 4 Mark ein. Ueberhaupt war es nach den ersten Kursen zwar ruhig, aber überwiegend weiter schwächer. Angeblich kam in den anfangs bereits genannten Werten immer noch Auslandsmaterial heraus. Im Verlauf der Börse wurde der Reichsbankausweis per 15. ds. Mts. bekannt, der eine Verringerung der gesamten Kapitalanlage um rund 200 Millionen brachte. In demselben Ausmaße sind auch Noten in die Kasse der Bank zurückgeflossen. Die Bestände an Gold und Devisen haben sich um zirka 7 Millionen erhöht, so daß sich die Deckung auf 51.4 bezw. 59,9 Prozent bessern konnte. Einen Einfluß auf die Tendenz hatte dieser Ausweis aber kaum. Anleihen abbröckelnd. Ausländer überwiegend etwas fester. Am Pfandbriefmarkt war heute bei sehr ruhigem Geschäft eine Regelmäßigkeit in der Kursbildung nicht festzustellen. Liquidationspfandbriefe und Anteile waren überwiegend etwas fester, Stadtanleihen gaben dagegen leicht nach Devisenmarkt ruhig, Spanien unsicher und zu Schwäche neigend, auch der Jen war etwas leichter. Der Geldmarkt war heute wenig verändert, Tagesgeld mit 7—9½ Prozent immer noch gefragt, Monatsgeld 8½—10 Prozent. Warenwechsel ca. 7 3/8 Prozent. Börsen und Märkte Kurszettel der Berliner Börse. Reichsbankdiskont 7 Prozent Reichsani. Neubelltz Hamb.-Amerik. Nordd. Lloyd Barmer Bank Com.-u.Privatb. Darmst Bank Deutsche Bank Disk.-Gesellsch. Dresd. Bank Reichsbank Alexanderwerk A. E. G. Bemberg A.-G. Buderus I. G. Farbenind. Felten& Guill. 112.48. Italien 21,86 bis 21,90, Paris 16.445 bis 16,485. Helsingfors 10.498 bis 10,518. Schweiz 81,03 bis 81,19, Spanien 58.47 bis 58.59. Amtliche Berliner Devisenkurse. 15. Nov. Geld 111.33 111.89 16.44 12.37 80.97 58.40 112.21 58.71 15 Nov. Geld 46.725 Kölner Wertpapier-Börse von heute. WTB. Köln, 18. Nov.(Telegramm.) Die Börse eröffnete in lustloser und Schwacher Haltung. Anregende Momente lagen nicht vor, dagegen drückte die völlige Geschäftsstille und Orderlosigkeit auf das Kursnivgau. Ferner verstimmte das Zahlungsverbot der Favag. Am Montanmarkte gaben die Notierungen bei rein nominellen Kursen bis zu 2½ Prozent nach. KölnNeuessen— 3¾ Prozent, Farben wurden 2 Prozent niedriger aus dem Markt genommen. Elektrowerte lagen geschäftslos. Schuckert gingen um 4 Prozent, und Felten um 2 Prozent zurück. Der Baukenmarkt hatte gleichfalls schwächere Tendenz. Die Verluste betrugen bei Reichsbank 6 Prozent. Kommerzbank 3½ Prozent, Berliner Handel 2½ Prozent.— Im Verlaufe gingen die Kurse bei anhaltender Geschäftsstille weiter zurück. Der Einheitsmarkt hatte gleichfalls schwächere Tendenz. Versicherungen wenig verändert. Die Börse schloß still. Amtliche Berliner Devisenkurse von heute. * Berlin, 18. Nov. Die amtlichen Devisenkurse waren am heutigen Mittag wie folgt: Buenos Aires 1.724 bis 1.728. London 20.374 bis 20.414 New York 4,1790 bis 4.1870, Amsterdam 138.50 bis 168.84. Brüssel(Belga) 58,415 bis 58.535, Kopenhagen 111,94 bis 112,16, Oslo 111,91 bis 112,13, Stockholm 112,26 bis Berlin Wechsel Buenos Alr. London New Vork Amsterdam Brüss.(Belga) Budapest Helsingfors Italien Berlin Auszahlung Warschau Kattowitz Posen Kowne Berlin, 16. Nov. Elektrolytkupter(Wirebars) RM. 17029 für 100 kg netto cif Bremen. Hamburg oder Rotterdam. Rundfunk=Programm. Dienstan, den 19. November 1929. 6.45 Uhr: Leibesübungen. 7,00 Uhr: Morgenkonzert. 10,15 Uhr: Schallvlattenkonzert. 11,15 Uhr: Schulfunk für Volksschulen. 12,10 Uhr: Mechanische Musik. 13,05 Uhr: Mittagskonzert. 14,30 Uhr: Funkwerbung: Ratschläge fürs Haus. 15,00 Uhr: Kinderspielstunde. 16,30 Uhr: Die Welt im Buch. 16,50 Uhr: Funkvädagogische Arbeitsgemeinschaft der Lehrer höheren Schulen. 17,30 Uhr: Besperkonzert. 18,30 Uhr: Französische Unterhaltung. 19,10 Uhr: Gespräche über Menschentum. 19.40 Uhr: Uebertragung aus dem großen Saal der Lese, KollSinfoniekonzert des Königsberger Rundfunkorchesters. Anschließend: Letzte Meldungen, Bericht über das geistige Leben Sportbericht. Anschließend: Funkwerbung: Mitteilungen aus der Geschäftswent Funkstille. Maruneeronmen den Solingen Fanghlattes ist täglich sotort nach Erscheinen zu haben em ZeitungsstanP im Bahnhei 4; im Zeitunusklosk am Heumert Zeltungskloss am Mühlenplatz und im Pauillon am Schlagbaue. Die Kioske sind Sonntags von ½12—½2 Uhr geöffnei. Ob geweic Gäste rechner der P vorbil! bessere sorgen Sturm gung 1 Flügel mann, den St oft ein anbrin 16 Mit torwart der 24. führen. deckt. Flügelr 95 stop treiben melt h Stelle. abgewie funkt zu beiden andere Boden wurde 1 Mit Feilenst ar die glat des gut lich aus. des ung reihe. nicht in Ballfuhr Angriffs Lob. A schlossene durch St jassung, Ball frei die heim hatte sie tragen. 2 Besonder gefährlich bares zu einigem Situatior gebrochen weise ver Leder u diesen Er ungültig sich wart das Resu schiedentli wird, geh einigerma gehende? drängt so Zusammer Angriffe schärfsten gebt Rem gelingt scheint da lichen An heit, auch er es nich Beifall de versucht, der im G. Solingen8 f. g. 8 f. 8. M 8 f R Solingen B. B. B B. Ren F. C. Oh Hilden 06 Aner Oenmels! der schlagene dat Becse 8 butz der ein Ersa Kampf sshe n erk Jansbau in Verg=Miart. eldort. E. W. Engels m Zusammen. lmaftende GeAn der Ben Z u s a m m e n ändern. iliale Düssel. der beiden ise gepflegten Vährend der as über weitgt. seit alters. roist Wilhelm =ffekten- und e hochange. uso aus dem teressant erck auf die ni und der ngebilde, wie des Betän zu müssen, konto-Gesellnden Prtvat. Kräfte tätig Spitzenvereine setzen sich weiter durch. Ei Hergilcher. Regenlanntag machte den Handballern gestern es cngtu einen Stricg durch die Rechnung. Mehrere Spiele Gruppe 1 Barmen. Barmer SC. gegen Tura Barmen 1:8(0:5). Eine sichere Anweister 6i10 Ther Meister. In 6 Spielen erzielte der Beirks. Viktoria gegen Schwarz=Weiß Barmen 2:4(1:4). Die Gäste waren in der ersten Spielhälfte tonangebend. In der zweiten war der Platzverein überlegen, konnte aber nur ein Tor schlagen. Lettere haben aufs Neue i manchem Geoner Arbeit machen. Die Tabelle der Gruppe Nemscheid=Solingen. Vg. Barmen gegen Sp. Gde. Langerfeld 5:3(1:2). Ein Meisterschaftskampf, in dem es heiß herging. Bis 5 Minuten vor Schluß stand es noch 3:3. Dann mußten einige Langerfelder vom Platz und der Platzverein konnte die Punkte sicher behalten. Gruppe Nemscheid=Solingen. Das Spiel Polizei gegen Hörath mußte wegen Alarmbereitschaft der Polizei ausfallen. Germania Hasten kam vergebens zu den 98ern. Wegen Svielunfähigkeit des Platzes am Wasserturm Schabergerstraße spielten: S. F. C. 95 gegen V. f. B. Remscheid 2:0(2:0). zeweicht war, erlärte ihn der Unvarteische für spielfähig. Die Vereine S. F. C. 95 Germania Hasten 1. Sportvereinigung Polizei Remscheid=Solingen B. S. V. 98 V. f. B. Remscheid Tura Höhrath Spiele 8 8 8 5 7 7 7 gew. 7 5 42134 4 2 1 1 entsch. 1* 0 1* 0 0 0 0 Ueberzeugende Erfolge der Solinger Mannschaften. aa leiden Henn von hen d Wetters etwas Sien sehr sicher errungen. dach wurde der 23# Die Tabelle der Gauklasse. der Platzverein, waren schnell am Ball und zeigten durch die treiie“ duchen. bessere Körverbeberrschung; die all Bis=Mannschaften haben Ichuften haben, Vom Anpfiff an rocent. Für sstande vom net: Kupfer Zink 862 Nickel 1077 le& Towne einen maß. industrie geweist nach ersten nem ar aus, was usgegebenen #s Vorjahres 168 818 Dolausstehenden ak. Angesteille e und Angee bisherigen nte und der sen, so das chit und Anverden könim gemacht, u beiden in che Beamte eine Bevor4 Depositen s n o c h n i c h t tschaftsbund wirtschaftr Beamtenssen dahinein unerFlügel vor. Hier versteht sich von Busch gut mir panz, beide wechseln dauernd dig, sStehtgg. So hat Kebler bei st eingreisen. Da ader die Renscheder ihre dariu missen 16 Minuten wird Klein freigespielt dver Bäle. Erkt nach die in — Wechselngstg für den GästeWechselboue Angriffe, die in deck. Ohne Pause werden die Seiten gewechselt. gefährlich, beide Male hält aber der Gästetorwart wucde beiden Parteien gerchs. 10 denan. Der Schiederichter VfB. Remscheid— BV. Wald 4:0(2:0). Feilentadt Remschenz Oesin sud der B9. Wald in die Feilenstast Remscheis zum säligen Punktesviel. Daß *) Einsprüche Die Düsseldorfer Gruppen. Auch in Düsseldorf fiel das Polizeispiel aus. D. S. C. 99 gegen Benratg=Hassels 3:1(2:0). Die Leute vom Zoo mußten schwer gegen, die guten Benrather kämpfen. Sie legten in der ersten zwei Tore vor und mußten in der zweiten Halbzeit alles auweten, um ein Aufkommen der Gäste zu verhindern. 04 gegen Fortuna 4:2(3:2) Der Platzverein hatte die eifrigen Besucher niederzubalten. 0:3(0:3). Die Elleraner nahmen Revanche. Der Platzverein vermochte nicht einmal den Ehrenwe Vereimne Spiels gen Abter Solingen 8 6 Germania Remscheid 8 5 B. V. Schlagbaum 8 5 V. f. R. Wipperfürth 8 4 Hückeswagen 8 4 B. B Burscheid 8 3 Aufderhöhe9 4 Hünger 9 2 Radevormwald 9 2 V. f. B Merscheid 9 2 unentsch. 0 2 1 0 0 1 0 3 2 1 Die 2. Bezirksklasse in Remscheid=Solingen und Düsseldorf spielte nicht. In der 2. Klasse von Elberfeld=Barmen mußte Sv. u. Sp. Velbert von Germania Elberfeld die erste Niederlage 0:1 einstecken. Ueberraschungen in der Elberfelder Gruppe. uiam Dis chruvve Elberfeld=Barmen der 1. Bezirksklasse gefällt onnlaglich in Ueberraschungen, von denen auch der gestrige Stunigs nicht verschont blieb. Germania Elberfeld scheint aus mutie zuch zu sein, die Mannschaft, die mehr und mehr abfält, vom Schwelmer Fußballklub wieder eine deutbergen; egeterlgss zinstecken. Der Krebsgang des alten CronenFeeder Svollkiaos ist keine Neuigkeit mehr, daß er sich dagegen einem Gegner wie der Sportklub Barmen sesthom an.: Rich den ga mutet doch einigermaßen um urg. Ftuch ven leszten schwachen Leistungen freut man sich über das scheinbare Wiedererwachen der Lüttringhausener Mannschaft. Das 3:3 gegen den SSV. Velbert läßt erhoffen, daß man bald wieder Siege von den Groß=Remscheidern hört Viktorie Barmen enttäuschte ih Glan i#######ce ihre Anhanger ganz gewaltig. Auf eigenem Plas reichte es gegen die spielschwachen Vohwinkeler Alemannen nur zu einem mageren 3:3. Das fünfte Sviel des Tages, SC. Sonnborn gegen Langerfeld, fiel dem Wetter zum Opfer. Platz an der Abornse zum sauigen Bunrespiel. Daß auf dem die glatte 0:4=Rederlage. Iwax Wald ange beweist, 1s guten Rechtsaußen stark gehandicapt. Der Ersatz fiel ziemauch Lalführung verdient. dan der besseren Zusammenarbeit und Angarisseite Zie den g dor allen Dingen verdient die linke ., dir ven pauptteil an dem Sieg hat, ein volles ssnWener gesielen der Mittelläufer, sowie der sichere, entdurch Schnee und Feien“. Das Spielfeld präsentierte sich, fassung, als der fir er:. ausgeweicht, in einer schlechten VerLall freigab, Vereitg in. S“ e de, BB. 04 Düsseldorf, den die beimische Mannschaf, den ersten Minuten zeiste es sich, daß hatte sie sich gefun“ u sewohntem Boden spielte. Schnell tragen. Vorerste rar dach; sofart gefährliche Angrisse vorzubesonders die linke Fem; die Walder Hintermannschaft klären. gesählich. Nur gelegentlich kates zu erreig: Schon bricht Wald durch, ohne jedoch Zähleinigem Glück Ps#u zst Femscheid wieder vorne. Mit Situagtionen... i Walder Tor verschiedene kitzlige In der 25. Minute wird der Bann weise versassen# bei einem Straftoß seinen Kasten unnötigerLeder und sens det; erwschr der Remscheider Linksauben das diesen Erfalg zu Zutrungstreffer ein. Remscheid, durch ungültig artlärtenu ger“; erangt beänestigend. Nach einem für sch warten ia: uetstg sollte das zweite nicht lange auf das Resaltat wechiesgnen„Schuß erhöht der Halblinke schiedentlich“ ndem Geldspiel, bei dem Wald verwird gebt gut vortommt, aber scheinbar von Pech verfolgt einigernaßen offen sa:— nderte„a#gr vorder die Sicht noch gebende Rebel den Perse federanspiel der niederdrängt sogleich mäch.: des Kampfes auberordentlich. Wald Zusammenarbeit erwähnte mäßige Angrisfe illusorisch, anden...; alle gutgemeinten schärsten Schüsse Nach gu dält der Remscheider Hüter die gebt Remscheiz.“:: geser viertelstündlichen Schwächeveriode gelingt ee dem wiederum forsch zum Angriff über. Recht bald scheint damit d.r.0hl das Nachsehen zu geben. Doch lichen Angriffe geben guu no0 nicht befriedist. Die gefährbeit, auch sein gp;;n vem Walder Torhüter glänzend Gelegener es nicht“ Konnen unter Beweis zu stellen. Dennoch kann Beifall dar gerbirdern, daß der Linksaußen nochmals unter dem versucht, dag areimischen einschießt. Nachdem Wald vergeblich der im Geiem zu erreichen, pseift der Schiedsrichter im Gesumturteil befriedigend amtierte, das Spiel ab.=erFubballklub 1905 auf eigenem Platz von den jetzt merklich besser wervenden Itter=Holthausener eine verdiente 2:4=Niederlage aufbrummen. Dadurch, daß dem BV. Ohligs vom Siege gegen Benrath=Hassels die abgezogenen beiden Punkte jetzt wieder zuSeiptochen gu dir Spieler Laufs doch spielberechtigt war, gewinat das Tabeulenbilo ein etwas verändertes Aussehen. Sportverein Höhscheid gegen Sportverein 09 Solingen ausgefallen. Die Spieler brauchten nicht erst die Kabinen aufzuluchen, da der Leiter den Platz schon im voraus als unbespielbar BV. Benrath=Hassels gegen Spielverein Weyer 6:1(4:1). Mit recht gemischten Gefühlen trat der Tabellenführer der Klasse die Reise nach Benrath an. In letzter Stunde hatte Lorenz, der bewährte Hüter, wegen Krankheit abgesagt, und so nahm dann seine Stelle der Linksaußen(!) ein. Auch der Sturm fand sich unter diesen Umständen nie zu einer Einheit, so daß der Ausgang des Kampfes kaum zweifelhaft sein konnte. Zu allem unglun hatren die Benrather auch noch einen ihrer besten Tage wird sie nicht wenig stolz gemacht haben. Die technische Ueberlegenheit der Grün=Schwarzen reichte nicht aus, Erfolge gegen die hart, aber nicht unsportlich spielende Mannschaft der#nstgever zu erzielen. Der 4:1=Führung bis zur Pause reibten die Ballspieter nach dem Wechsel zwei weitere Tore an. Das irreguläre Ergebnis sollte der Svielverein Weyer im Rückspiel auf eigenem Platz deutlich korrigieren. FC. Hilden 05 gegen Rasensport Itter=Holthausen 2:4(2:2). Dem schönen vorsonntäglichen Sieg über den BV. Ohligs folgte nun ein in gleicher Höhe erzielter Sieg über den FC. Hilden 05, wodurch dieser jetzt an die vorletzte Stelle der Tabelle rückt. Bis stand das Sviel noch 2:2. Im Endspurt holten die Besucher dann durch zwei sehr schone Tore Punkte und Sieg. Die Tabelle der 2. Bezirksklasse. Feeifgeie zu wünschen übrig ließ, kam nen Kampfe, der die Gäs andlung und Stellungsspiel überlegen sah. Der viel genach 9gagie len Angriff der Besucher sicherte dann auch einen VI. Haseninder Linge durchaus verdienten Sieg. Mmannschafte:: Wivverfürth gegen 88. Adler Solingen 124. Die Mannschaf der Solinger erwies sich in Wivverfürth als in jeder Beziehung besser als der Gegner. Schon in der ersten Halbzeit gaben die Besucher durchweg den Ton an. Da Germania gestern die Spitze der Tahelle ein BC. Aufderhöhe gegen Spielvereinigung Nadevormwald 2:0. Siren schönen und spannenden Kampf gab es in Aufderhöhe. em überzeugenden Sieg gegen FV. Adler hatte man von „Jugerböhern eigentlich mehr erwartet, doch legte sich die der Schenr als es 2:0 hieß, merkliche Reserve auf. Angesichts ##oenverhältnisse, die große Anforderungen an die Spieler steuten, war dieses Vethalten durchaus verständlich. Handball in der Deutschen Jugendkraft. Arminia Elberfeld gegen Tuspo Solingen 2:6(1:2). Die Erhertelder Mannschaft leate einen großen go weiter“ Punktg, F ewbersewte Nannschuft aeule einen globen Eiser an den „##t#s ihnen auch ermöglichte, das Ergebnis bis zur Pause noch halten. Der Torwart tat voll und ganz seine Pflicht. Er hätte sess les tFö 85 wohr halten müssen. Die junge Verteidigung gab sich die Srine in##e, den gegnerischen Sturm zu halten. Durch die vielen AnA##se in der zweiten Halbzeit wurde sie jedoch zu stark überlastet. Die Mitte spielte ebenfalls sehr eifrig, legte sich jedoch zu sehr auf Verteidigurg: Der Sturm leitet die Angriffe ganz gut ein, wenn der Bal ### in ver Strafraum kommt, ist es in der Regel mit dem entschlossenen andeln vorbei. Die Solinger Mannschaft fand sich in der ersten Halb. nicht gecht zusammen, nach dem Wechsel lief die Mannschaft jedoch ners das Tehen Lcht Fauu itt Torwart des Gegehen rech, fauer. Gleich vom Anspiel ziehen die Solinger vors da uu zerfahren au zu einem entschlosenen Torwurf kommt es nicht. bringt den Elhersesdern 5a hruwastge des Mittelstürmers beingt den Ewberseivern dus Fuhrungstor. Nun erst werden die Grünund nach einigen Minuten können sie durch schönen Wurf des Mitteistürmers den Ausgleich erzielen. Nun, wo der Zusamsammenhang gefunden ist, kommt auch etwas mehr System in das Spiel des Sturmes. Aber alle noch so guten Angriffe scheitern vorerst an der aufmerksamen Hintermannschaft der Arminen. Kurz vor der Halbzert gelingt es dem Halblinken, einen Vorsprung für seine Mannschaft zeigen die Solinger ein Spiel wie aus Sast ucht Jer Lall wandert von Mann zu Mann und nach kurzer deu stehr oas Ergebnis schon auf 5:1. Halbrechts und Mittelstürmer waren die Torschützen. Ein schneller Alleingang des Mittelstürmers der Arminen bringt ihnen ein weiteres Tor ein. Die Solinger Verteidigung hatte viesen Erfolg verhindern können. Wenn man auch einige Tore Porsprugs hat, soll man doch noch nicht leichtsinnig spielen. Kurz vor ###lingt dem Mittelstürmer nach einigen vergeblichen Versuchen auch noch ein Tor. Der Schiedsrichter Heiermann, Gräfrath, war gut. Unitas Haan gegen K. G. V. Barmen 1:2(1:1). Bergfried Gräfrath gegen Sportfreunde Solingen ausgefallen. „Das mit, großer Spannung erwartete Tressen Bergfried Gräfrath Mwinut. Tpiesdanen Nach zehn n Spieloauer wurde das Spiel wegen des schlechten Zustandes des Platzes bei 0.0 abgebrochen. So wird man sich nun noch einige Sopate ers“ ehe man einen klaren Ueberblick über die Tabelle der Gauklasse am 17. November 1929. Vereine Sp.=V. Weyer Sp. V. Höhscheid Ohligs F. C. Unterhaan Benrath=Hassels Solingen 09 Holthausen Hilden 05 Urdenbach Benrath 10 unentsch. 1 Tore 31:16 19:9 17:13 14:11 21:18 22: 17 18:27 20:26 10:21 14:23 Punkte 13 10 9 8 7 6 6 5 4 2 Vereine Spiele Tuspo Solingen*) 6 Sportfreunde Solingen 5 Bergfried Gräfrath 4 K. G. V. Barmen 5 Union Barmen*) 5 Unitas Haan 6 Arminia Elberfeld 5 Sportfreunde Elberseld 4 gew. 4 4 3 4 0 0 unentsch. 1 0 1 0 1 0 1 0 verl. 1 1 0 1 2 5 4 4 Tore 28:7 34:6 16:4 14:11 8:11 7: 22 5:22 2:31 Punkte 9 8 7 8 5 2 * 1 0 *) Einspruch Jugendklasse. Sportfreunde Solingen gegen Unitas Haan 1:3. Bergfried Gräfrath gegen Tuspo Solingen 5:0. Beinahe ein westdeutscher Hockeysieg. Die Tabelle der 1. Bezirksklasse. Lehrer ese, Köln. es. ige Leben, Hocten 114es ftnet. Vereine S S 1. B5. Sild.“. s f, B. Remscheid G Oblige a a en 95 O. V. Wald B V. Remscheid 10 Obligs Solten erPe Mimelsrirchen 09 Tore 19:8 26:15 23:13 18:9 12: 16 16:18 18:17 18:18 16:32 17: 21 17:33 Spiel auf schlechtem Boden. Spielverein Weyer hoch geschlagen. Nur zwei Kämpfe in der 2. Bezirksklasse. die der ernsteste, Weingrsche ziustlasse war die hobe Niederlage, schlagene Spielverein ing gastsanwärter und bisher noch unge61 erscheint reich:“ in Benrath=Hassels einstecken mußte. daß der gute Siit“ boch, ist aber verständlich, wenn man bedenkt, ein Ersatzmann mit von der Partie war und Kampf Hähscheiz völlis ausfiel. Der mit Spannung erwartete stußte ausfallen. d jahig erklärte. Im deisn. giedsrichter den Platz nicht für spiel#r Im vrilten Spiel des Tages ließ sich der Hildener vorhergegangenen Regen war das Spielfeld weich und schlüpfrig, so daß richt oilaun buch t ia— schasten hucg soyrauden burfte. Wenn die wenigen Zuschauer, die bei wis Suur Gehatenen im allgemeinen mu dem Gerrtenen recht zufrieden waren, so stellt das dem Können der Akteure das denrvar veste Zeugnis aus. Es wurde tatsächlich ein gutes wosen rosreig. s0 daß eigentlich ein besserer Besuch zu wünschen ge1.DTer, Westen konnte die beiden letzten Begegnungen gegen den Norden schermm siegreich gestalten; aber diesmal hatte man doch den Norddeutschen die größeren Chancen gegeben, einmal weil die westdeutsche Elf im Silberschildspiel gegen Mitteldeutschland so enttäuscht hatte und dann, weil die Nordelf wirklich sorgfältig aufgestellt worden war. Der Westen hielt sich aber in Hamburg überraschend gut, besser jedenfalls, g Wtete. odeutschland war jedoch technisch besser und zeigte war Lotür#egere und gefälligere Zusammenspiel, aber der Westen .—.„ur forscher und durchschlagskräftiger. Das Endergebnis kann man uis gerecht bezeichnen; ein Sieg der einen Partei wäre den Leistungen der anderen bestimmt nicht gerecht geworden. Die westdeutsche Elf harmonierte als Ganzes recht gut, wenn auch einige Schwächen vorhanden waren. Das Schmerzenskind ist nach wie vor der Sturm, der auch in Hamburg— trotz der drei Tore— nicht #er' mohf elegaut uorddeutsche, schlas#r####egant, zusammenspielte, aber im Schußkreis jegliche Durchschlagstraft vermissen ließ. Beim Westen war der Rechtsaußen Müller technisch ausgezeichnet und auch recht schußfreudig. Hammerschmidt ging diesmal an; er war besser als in dlänzend abgebeer Punh san Porden ## goger#n.###0 konnte so den Sturm nicht so führen oder zusammenschweiten, wie es nötig gewesen wäre. Mit dem Düsseldorfer Norddeutschland gegen Westdeutschland 3:3(1:1). Gleichwertige Leistungen. Schmitz hätte es vielleicht zu einem knappen Siege gereicht. Die Deckung mit Schäser als Mittelläufer war hervorragend, auch Harenberg—Bunge in der Verteidigung waren gut. Ausgezeichnet gefiel der Torsteher Malzkorn, der zuletzt durch eine Verletzung behindert war. Die norddeutsche Elf war im Sturm überaus schwach. Die glänTechniker des DHC. Hannover konnten sich auf dem schlüpfrigen Boden doch nicht so durchsetzen, wie man es erwartet hatte. Der beste Mann war hier noch der Uhlenhorster Heuser auf dem linken Flügel, Sähterreig. Jus, vielte und seine Kameraden bei weitem übertraf. Lieckfeld und Poöltis dag woe: Froelan di Juternationalen schme Algemen 1 Tor wieder recht nom Sturm. ein hatte man von der Nordelf mehr erwartet, wenigstens Der Spielverlauf gestaltete sich recht interessant. Nord übernahm Führung und konnte das Spiel etwa 20 Minuten lang leicht überlegen gestalten. In der 20. Minute fiel dann auch der erste Treffer und zwar durch den norddeutschen Linksaußen Heuser. Der Westen Gedränge, Frecyn l ie Imar grodeutschen Schubkreis gab im Nachschen uu d D aß konnte dann Feldspiel wet, doch zum Ausgleich verwandeln, Der Norden war im Durchbrüche. Stu leste sich ganz auf hränt####e immer recht gefährlich waren. Nach dem Wechsel rangie der Westen zunächst und in der fünften Minute glückte auch loge Pon Waiere Müller, der mit einer VorMöll#og, geozer loszog und einschoß. Schon 10 Minuten später gab Mulier eine Glamte in den norddeutschen Schußkreis, die von einem Innenstürmer glatt verwandelt wurde. Der Norden wurde jetzt wieder überiegen und Lockemann holte auch bald einen Treffer auf. die arsce sputn stalteten sich recht dramatisch, da Norddeutschland der wasten vrstrengungen machte, das Resultat zu verbessern, während der Westen den knappen Sieg halten wollte. Fünk Minuten vor Schluß nahte dann für West das Verhangnis: Malzkorn hielt die Kugel zu lunge und so gab es zwischen ihm und Lockmann ein Strafbulln. das zum norddeutschen Ausgleich führte. Fußvall im Reich. Westdeutschland. Berg=Mark=Bezirk. Meisterschaftsspiele: V. f. L. Benrath gegen B. C. 05 Düsseldorf 6:2 (Ges.). Ratingen 04 gegen Fortuna Düsseldorf 0:2. Turn Düsseldorf gegen SSV. Elberseld 4:2. SSVa. Barmen gegen Düsseldorfer Sportklub 99 4:0. Ruhr=Bezirk. Meisterschaftsspiele: B. V. Altenessen gegen Schalke 04 1:6. Schalke 96 gegen Schwarz=Weiß Essen 3:2. M. B. V. Linden gegen V. f. B.= Alemannia Dortmund 2:2. Castrop 02 gegen Essen 99 0:0(abgebrochen). Niederrhein=Bezirk. Meisterschaftsspiel: Preußen Krefeld gegen Spielvereinigung Oberhausen 2:1. Westfalen=Bezirk. Meisterschaftsspiele: V. f. B. Bielefeld gegen Arminia Bielefeld 4:2. Sparta Nordhorn gegen Borussia Rheine 0:4. Hammer Spielvereinigung gegen Spielvereinigung Herten 2:0. V. f. L. Osnabrück gegen Teutonia Lippstadt 4:0. Rhein=Bezirk. Meisterschaftsspiele: Spielvereinigung 07 Köln=Sülz gegen Kölner B. C. 1:1. V. f. R. Köln gegen Alemannia Aachen 1:1. Mülheimer S. V. gegen Bonner Fußballverein 5:4. Dürener S. C 05 gegen BlauWeiß 06 Köln 1:4. Borussia M.=Gladbach gegen Rheydter Spielverein 1:0. Mittelrhein=Bezirk. Meisterschaftsspiele: F. V. Engers gegen T. V. Mayen 2:4. S. V. Elz gegen F. V. Neuendorf 1:1. Südwestfalen=Bezirk. Meisterschaftsspiele:„Gruppe Sauerland: Hagen 72 gegen S. C. Lichtenplatz 7:0. Hagen 05 gegen Herdecke 11 3.2. Hemer 08 gegen Gevelsberg 08 1:2. Gruppe Siegerland: Hüsten 09 gegen Germania Mudersbach 14:4. Betzdorf 06 gegen V. f. R. Siegen 6:1. Lessen=Hannover=Bezirk. Reisterschaftsspiel: Kurhessen Kassel gegen Hessen 09 Kassel 7:2. Süddeutschland. Nordbayern: V. s. R. Fürth gegen 1. Fußballklub Nürnberg 0:1. A. S. V. Nürnberg gegen Spielvereinigung Fürth 1:0. F. V. Würzburg gegen Bayern Hof 3:2. Spielvereinig. Hof gegen 1. F. C. Bayreuth 2:5. Südbayern: Bayern München gegen Wacker München 4:0. Schwaben Ausburg gegen Ulmer F. V. 94 2:0. Jahn Regensburg gegen D. S. V. München 2:1. Württemberg: V. s. B. Stuttgart gegen Stuttgarter Kickers 0:2. Fußballklub Birkenfeld gegen Fußballklub Pforzheim 2:2. V. f. R. Heil bronn gegen Union Böckingen 1:1. Baden: Phönix Karlsruhe gegen Karlsruher F. V. 3:5. Spielvereinig. Schramberg gegen Fußballklub Villingen 6:0. Spielvereiniung Freiburg gegen Fußballklub Freiburg 7•0. F. V. Rastatt gegen S. C. Freiburg 2:4. Rhein: V. f. R. Mannheim gegen S. V. Waldhof 0:1. Spielvereinig. Mundenheim gegen Phönix Ludwigshasen 1:3. Spielvereinigung Sandhosen gegen V. f. L. Neckarau 3:3. F. C. 08 Mannheim gegen F. G. Rohrbach 4:0. Saar: Sportfreunde Saarbrücken gegen F. V. Saarbrücken 0:5. V. f. R. Pirmasens gegen Fußballklub Pirmasens 0:6. V. f. R. Kaiserslautern gegen Borussia Neunkirchen 2:2. Saar 05 Saarbrücken gegen Fußballklub Idar 4:4. Main: Kickers Offenbach gegen F. S. V. Frankfurt 3:2. Eintracht Frankfurt gegen Spielvereinigung Griesheim 4:0. Union Niederrad gegen Rot=Weiß Frankfurt 2:2. Germania Bieber gegen Hanau 93 2:2. Hessen: Alemannia Worms gegen S. V. Wiesbaden 3:2. V. f. L. Neu=Ysenburg gegen F. S. V. 05 Mainz 5:1. S. V. Darmstadt gegen Hassia Bingen 4:1. Wormatia Worms gegen F. C. Langen 4:0. Norddeutschland. Hamburg=Altona: Union gegen Rothenburgsort 2:0. St. Pauli Sport gegen Ottensen 5:2. Altona 93 gegen Eimsbüttel 3:1. Viktoria gegen Hamburger Spielverein 3:5. Weser=Jade=Bezirk. Gesellschaftsspiele: Bremer Sportfreunde gegen Phönix Lübeck 5:3. Bremer S. V. gegen Werder Bremen 2:3. Eintracht Bremen gegen Komet Bremen 4:0. Nordhannover: Wilhelmsburger Fußballverein gegen Viktoria Wilhelmsburg 4:1. Eintracht Lüneburg gegen S. V. Lüneburg 4:2. Borussia Harburg gegen S. V. Uelzen 311. Schleswig=Holstein: Kilia Kiel gegen Holstein Kiel 4:2. Gaardener B. V. gegen Eintracht Flensburg 3.5. Lübeck=Mecklenburg: Lübecker S. V. gegen Schwerin 03 2:2. Germania Wismar gegen V. f. L. Schwerin 1:3. Rostock 95 gegen V. f. R. Lübeck 1:3. Hannover=Braunschweig: Arminia Hannover gegen Leu Braunschweig 3:1. V. f. B. Braunschweig gegen Hannover 96 2:4. V. f. B. Peine gegen Werder Hannover 2:3. Fußball in England. Amateur=Länderspiel. London(Crystal Palace): England gegen Irland 7:0(3.0). Englische Liga. 1. Division: Aston Villa gegen Liverpool 2:3. Derby County gegen Sheffield United 2:1. Sheffield Wednesday gegen Manchester United 7:2. Bolton Wanderers gegen Birmingham 0:0. Burnley gegen Grimsby Town 3:1. Everton gegen Huddersfield Town 0:2. Leeds United gegen Westham United 1:3. Manchester City gegen Newcastle United 3:0. Sunderland gegen Leicester City 2:1. Arsenal gegen Middlesborough 1:0(abgebrochen). Portsmouth gegen Blackburn Rovers 4:0. Schottische Liga. 1. Division: Oeltig gegen Cowdenbeath 2:1. Dundee gegen Airdrieonians 3:0. Falkirk gegen Hibernian 1:1. Hamilton Acad gegen Clyde 1:1. Hearts of Midlotians gegen Morten 4:0. Kilmarnock gegen Dundee United 9:2. Queens Park gegen Partick Thistle 4:1. Rangers gegen Ayr United 9:0. St. Johnstone gegen Motherwell 1:1. St. Mirren gegen Aberdeen 1:0. Handball in der Deutschen Turnerschaft. Gauklasse. TV. Haan 1. gegen TV. Gruiten 1. 2:0(1:0). Jum fälligen Meisterschaftsspiel trafen sich obige Mannschaften am Sonntag in Haan. Gleich zu Anfang wird auf beiden Seiten trotz des aufgeweichten Bodens ein flottes und faires Spiel vorgeführt, wobei man den Haanern ansehen konnte, daß sie sich etwas vorgenommen hatten. Bei verteiltem Spiel in der ersten Halbzeit meistert der Haaner Torwart verschiedene gefährliche Würse des gefürchteten Gruitener Sturms. Dagegen war bei Gruiten häufig der Torpfosten der Retter und so glaubte man allgemein, daß die erste Hälfte torlos enden würde. Aber es kam anders. In der letzten Minute glückte dem guten Haaner Halbrechten nach schöner Kombination der erste Erfolg, der für den Gruitener Tormann unhaltbar war. Nach Wiederanspiel will Gruiten unbedingt ausgleichen. Aber die Haaner Mannschaft setzt alles daran, den Vorsprung zu halten. Man sieht auch in der zweiten Hälfte wieder verteiltes Spiel, wobei einmal Haan, dann einmal Gruiten für kurze Zeit überlegen sind. Schon glaubt alles, daß an dem Resultat nichts mehr geändert würde, als mit dem Schlußpfiff der Haaner Halbrechte durch schönen Wurf den Torwart der Gäste zum zweiten Male schlagen kann. Haan hat das Spiel verdient gewonnen. Es tat jeder Einzelne seine Pflicht und die Mannschaft hat durch diesen Sieg gezeigt, daß man auch weiter mit ihr rechnen muß. Von Gruiten hätte man eigentlich mehr erwarten müssen. Wenn auch die schlechten Platzverhältnisse das Ergebnis beeinflußt haben, so soll man den Gegner doch niemals zu leicht nehmen, sonst wird es der Mannschaft zum Verhängnis, wie es sich bei diesem Spiel zeigte. Schiedsrichter Bellinghausen, Düsseldorf, leitete zur vollsten Zufriedenheit beider Parteien. Solinger Tbd. 1. gegen T. u. Sp. Gde. Benrath 1. 2:2(1:1). Das Spiel beginnt bei starkem Regen, der den Platz in eine schlechte Versassung gesetzt hat. Trotzdem wird das Spiel in flotter Weise ausgetragen. Ueberaus schnell wickelt sich die Spielhandlung ab und beide Stürmerreihen leiten gefährliche Angriffe ein. Der Benrather linke Halbstürmer erzielt den ersten Treffer, aber Solingen gleicht schnell aus. Mit diesem 1:1=Resultat geht es in die Halbzeit. Nach Wiederanpfiff sieht man wieder ein aufopferndes Spiel aus beiden Seiten. Durch einen Strafwurf kann Benrath wieder in Führung gehen. Aber auch diesmal glückt den Solingern bald der Ausgleich, der allerdings schwer erzwungen ist. Das Ergebnis wird den Leistungen beider Mannschaften gerecht. Nun gehen diese punktegleich in die zweite Spielserie, die scharfe Positionskämpfe erwarten läßt. Schiedsrichter Wassenberg, Düsseldorf, war dem Spiel ein vorzüglicher Leiter. Kreuzweger Tbd. 1. gegen WV. Hilden 64 1. ausgefallen. A=Klasse. T. u. Sp. V. Opladen 1. gegen 2V. Merscheid 1. 2:3(1:2). Eine Ueberraschung gab es auf dem Birkenberg, wo es dem Merscheider TV. gelang, Opladen knapp niederzuhalten. Es war wenig Erfreuliches, was auf beiden Seiten geboten wurde. Beide Mannschaften führren ein systemloses und hartes Spiel vor. Zum Spielverlauf ist wenig zu sagen. Die Tore sielen bei Durchbrüchen. Trotzdem hat Merscheid nicht unverdient gewonnen. Dagegen war Opladen gegen den letzten Sonntag nicht wiederzuerkennen. Da der angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen war, einigte man sich auf einen Schiedsrichter aus Merscheid. WV. Immigrath 1. gegen A2V. Hilden 1. ausgefallen. B=Klasse. Solinger Tbd. 2. gegen TV. Haan 2. für Haan gewonnen, Kreuzweger Tbd. 2. gegen TV. Hilden 64 2. ausgefallen, T. u. Sp. Gde. Benrath 2. gegen ATV. Hilden 2. 0:1(0:0), TV. Schlagbaum 1. gegen TV. Gruiten 2. 2:0. Jugend=Klasse. Solinger Tbd. gegen TV. Wald=Merscheid 11:0. * Die Tabelle der Gauklasse. Ein interessanter Wasserballkampf wird am heutigen Montag in der städtischen Badeanstalt Remscheid ausgetragen. Die spielstarke 1. Mannschaft der Solinger Turnerschaft trägt gegen die 1. Mannschaft des Remscheider Turnverbandes ein Freundschaftsspiel aus. Vor 14 Tagen mußte Remscheid in Solingen eine 4:1=Niederlage hinnehmen. Trotzdem darf die umgestellte Mannschaft der Solinger die Remscheider Vertretung nicht leicht nehmen, weil dann sehr gut eine Ueberraschung eintreten kann. Immerhin trauen wir den Solingern einen Sieg zu. Sie spielen in folgender Aufstellung: Tor: Werner vom Stein. Verteidiger: Rudi Berghaus und Willi Schmidt. Sturm: Walter vom Stein und Klaus Witte. Handball im Allgemeinen Deutschen Turnerbund. Nur zwei Kämpfe wurden durchgeführt. Die Handballspiele des Allgemeinen Deutschen Turnerbundes wurden, soweit sie nicht schon rechtzeitig abgesagt worden waren, nur zum geringsten Teil durchgeführt. Bei den meisten Spielen brauchten die Spieler sich nicht erst umzuziehen, da die Schiedsrichter die Plätze für unbespielbar erklärten. In der Bezirksklasse Remscheid=Solingen kamen von den angesetzten vier Kämpfen nur zwei zum Austrag, darunter allerdings der„Clou des Tages". Einigkeit Schaberg gegen Österbusch. Die Schaberger landeten einen knappen, aber nicht unverdienten Sieg und nehmen nunmehr ungeschlagen die Spitze der Tabelle ein. In Pohlhausen schlug der Güldenwerther Turnverein die Tura 29 glatt mit 6:1 und stößt dadurch zur Spitzengruppe vor. In der Tabelle ist eine wesentliche Aenderung nicht eingetreten, weshalb wir von einer Veröffentlichung in dieser Woche absehen. Einigkeit Solingen=Schaberg gegen Remscheid=Osterbusch 5:4(4:2). Der Entscheidungskampf der beiden führenden Mannschaften in der Bezirksklasse hatte wohl infolge des unerfreulichen Wetters nur wenig Besuch aufzuweisen. Das war schade, denn was man zu sehen bekam, konnte durchaus befriedigen. Die Schaberger fanden sich sofort und statteten dem Remscheider Tor gefährliche Besuche ab. Schon nach kurzer Zeit hieß es2:0 Dann aber kamen auch die Gäste besser auf, doch ihrem Torerfolg setzten die Solinger gleich einen weiteren entgegen. Osterbusch wurde immer besser, verpaßte aber die günstigsten Ausgleichgelegenheiten. Mit 4:2 wurden die Seiten gewechselt. Die Gäste spielten nunmehr mit Unterstützung des Windes und blieben eine Zeitlang überlegen. Durch zwei Strafwürfe gelang gegen Mitte der Svielzeit der Ausgleich. Die Schaberger sahen ihren Sieg gefährdet und warfen kurz vor Schluß ihre ganze Mannschaft nach vorne. Tatsächlich gelang auch wenige Minuten vor dem Abpfiff das siegbringende 5. Tor. Das knappe Ergebnis spricht bereits für den ausgelichenen und wechselreichen Verlauf des Kampfes. Hervorzuheben ist der Schaberger Torhüter, der einzig und allein seiner Mannschaft den Sieg rettete! Nach den Gesamtleistungen hätten die Gäste den Ausgleich wohl verdient gehabt. Die beiden übrigen Spiele Germania Remscheid gegen Burger Turnverein 1876 sowie Turnverein Höhscheid gegen Schützenhöher Turnverein konnten wegen der erwähnten schlechten Platzverhältnisse nicht durchgeführt werden. Auch die Kreisklasse meldet den Ausfall aller Sviele. Sowohl Turn= und Sportvereinigung Wald gegen TV. Bliedinghausen und Frisch auf Remscheid gegen ATV. Ohligs in der Gruppe A Mitteilungen aus den Vereinen. Solinger Turnerbund. Der Solinger Turnerbund hielt am vergangenen Samstag im Vereinslokal„Zum Vater Jahn“ eine gutbesuchte Mitgliederversammlung ab. Der Vorsitzende Cassenberg eröffnet die Versammlung mit einigen Mitteilungen. U. a. gab er den Zusammenschluß der Groß=Solinger DT.=Vereine bekannt. Am Buß= und Bettag soll eine Turnfahrt stattfinden. Männerturnwart Zimmermann hat aus beruflichen Gründen Solingen verlassen müssen. Für die langjährige aufopfernde Tätigkeit wird ihm bei nächster Gelegenheit gedankt werden. Ein Schauturnen aller Kinder=, Schüler= und Jugendabteilungen wird am 23. November im Kaisersaal abgehalten. Der Vorsitzende erwähnte noch kurz den Verlauf des 20. Deutschen Turntages in Berlin, der verschiedene Beschlüsse von besonderer Bedeutung gefaßt habe. So verdient hervorgehoben zu werden der einstimmig gefaßte Beschluß, wonach die DT. ihre Bereitwilligkeit zu engerer Zusammenarbeit mit den anderen Verbänden kund tut. Der Turntag hat weiter einer zeitgemäßen Forderung Rechnung getragen, indem er die Leitung des Frauenturnens in die Hand einer Frau legte. Damit rückt erstmalig eine Frau in den Hauptausschuß der DT. ein, dazu im Alter von 30 Jahren, während der Hauptausschuß bisher aus Männern mit gereifter langjähriger turnerischer Erfahrung bestand. Als Festort für das nächste deutsche Turnfest bestimmte der Turntag Stuttgart. Im Anschluß an diese Mitteilung überreichte Oberturnwart Holthausen dem Spielwart Osthoff im Namen des Deutschen R. f. L. das Turn= und Sportabzeichen in Silber und beglückwünschte den verdienten Sportsmann. Die Mitgliedsbeiträge bleiben im nächsten Jahr unverändert. Das diesjährige Weihnachtsfest für Kinder und Jugend wird am 28. Dezember im Volksgarten abgehalten. Der Solinger Turnerbund kann 1930 auf ein 50jähriges Bestehen zurückblicken. Die Versammlung beschloß aus diesem Anlaß, wie es die Bedeutung des Vereins gebietet, mit einer Anzahl Jubiläumsveranstaltungen aufzuwarten. Als Auftakt des Jubeljahres findet am 11. Januar im Volksgarten die Jahreshauptversammlung statt, der sich ein gemütliches Beisammensein mit Tanz anschließt. In den folgenden Monaten ist an ein Schauturnen des ganzen Vereins und an größere und kleinere Veranstaltungen der einzelnen Abteilungen gedacht. Als Hauptfesttag wurde der 27. September bestimmt, an dem im Kaisersaal ein großer Festabend bei Stuhlreihen stattfinden soll. Eine Woche später, also am 4. Oktober, wird ein Unterhaltungsabend im Volksgarten die offiziellen Jubelfesttage beschließen. Mit diesen wichtigen und einmütig gefaßten Beschlüssen war der Verhandlungsstoff erschöpft. Zum Abschluß hielt Karl Spitzer ir. wieder einmal einen interessanten Vortrag über seine„Erlebnisse in Mexiko“, der größten Beifall sand. Der Verein für Technik und Industrie Solingen veranstaltet Dienstag, den 19. November, in den Rheingold=Lichtspielen Solingen=Ohligs (unmittelbar am Bahnhof gelegen) einen Filmvortrags=Abend, in dem Oberingenieur Dreyer, Hannover, über den neuen Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd„Bremen“ sprechen wird. Der Film ist so recht geeignet, einen Einblick in den Werdegang eines solchen Meisterwerkes der Technik zu geben, gleichviel ob es sich um den Bau auf der Werft, um den Stapellauf, um die Probefahrt und die sonstigen Vorbereitungen zur Ausreise des Schiffes handelt. Die vielen technischen Einrichtungen lassen sich auf diesem Wege lebendig wiedergeben, so daß dieser Vortrag ein besonders reges Interesse beanspruchen dürfte. Auch dieser Vortrag ist frei. Näheres siehe Inserat. und Frisch auf Nemscheid gegen ATV. Ohligs in der Grupve# als auch die Kämpfe in der B=Grupve, erwarten eine Neuansetzung Vom Spiel Köln=Höhenberg gegen Turnverein Mangenberg lag gestern abend eine Meldung noch nicht vor; vermutlich wurd aber auch dieser Kampf von der Tagesordnung abgesetzt. Solingens Boxer siegen und verlieren in Luxemburg. Die Boxer der 1. Sport=Vereinigung, die am Freitag und Samstag in Luxemburg weilten, fanden dort eine überaus herzliche Aufnahme. Leider entsprach dieser nicht das sportliche Verhalten der Luxemburger. So gab es Urteile, die nicht zu verstehen waren. Dann waren sämtliche Kämpfer den Solingen an Gewicht und Reichweite um ein Beträchtliches überlegen, Trotzdem die Solinger an Können weit überlegen waren, konnte es so nicht ausbleiben, daß sich dieses am Schluß im Punkteverhältnis nicht entsprechend auswirkte. Am 1. Abend verloren so die Solinger in Rumelange mit 10:6. In Esch sur Alzette siegten sie mit 8:6. E. B. Rennen in Düsseldorf. Der traditionelle Regen bei den Düsseldorfer Pferderennen blieb auß am Sonntag nicht aus. Trotz dieser Tatsache war doch eine ansehnliche Zuschauerzahl zu der schönen Waldbahn im Grafenberg gepilgert, die in sportlicher Hinsicht wohl befriedigt sein dürften. Durch das aufgeweichte Geläuf wechselten Favoritensiege mit Außenseitererfolgen in bunter Reihenfolge ab. Besonders im dritten Rennen ereigneten sich zahlreiche Stürze, die jedoch für die Reiter meist glimpflich abliefen. Einen schönen Erfolg konnte der Jockey Augustin erzielen, der zweimal als Sieger zur Waage zurückkehren konnte. Im Bandola=Jagdrennen über 3000 Meter ging Ahnenfürst gewohnterweise an die Spitze, gefolgt von Geestländerin, Augapfel und Churfürst. Beim zweiten Passieren der Tribünen ging Augapfel in From und gewann leicht gegen Hofnarr und Churfürst. Geestländerin ging bis zu ihrem Sturz sehr gut. Im Simulant=Jagdrennen über 3700 Meter führte zuerst Goldat vor Tannenberg, Timgad, Ortwin und Brigant, während Jaroom den Abschluß bildete. Bald jedoch verabschiedete sich Timgad und gewann leicht vor dem, zum Schluß aufkommenden Jaroom und Brigant. Ein tolles Durcheinander war das Heluan=Jagdrennen über 3200 Meter. Diadem zog sofort los, gefolgt von Seppel 2, Finsternis und Sepp. Gegenüber den Tribünen ging Seppel 2 in Front und sah schon wie der sichere Sieger aus, als Sepp zu dem Führenden aufschloß und ihn nach hartem Kampfe sicher schlug. Loisach belegte mit großem A## stand den dritten Platz. Es folgte das Hauptrennen des Tages, das Marcellus=Jagdrennen über 3700 Meter. Am Start waren nur füns Pferde erschienen. Du Favorit des Rennens, Simulant, zeigte vom Start weg dem Felde den Weg. An zweiter Stelle lag Agrippa, der aber gegenüber den Tribünen durch Sturz ausschied. Am Bogen kamen Froher Mut und Fähnric heran und längere Zeit schien der Ausgang des Rennens sehr ungewij Vor der Geraden ging Simulant jedoch in guter Manier seinen Ver folgern auf und davon und zerriß als sicherer Sieger vor Fähnrich und Froher Mut das Zielband, Peloria fiel am zweiten Sprung. Das Grenzschutz=Jagdrennen über 3000 Meter wurde in zwei Adteilungen gelaufen. Die erste Abteilung brachte eine Ueberraschung Revallo konnte ganz knapp gegen Mozart und Komtesse Isola gewin nen. In der zweiten Abteilung wurde Goldelse sichere Siegerin über Ordinaria, die nur durch einen groben Fehler am Wassergraben un ihren Sieg kam. Den Abschluß des Renntages bildete das Dorn II=Jagdrennen, das über eine Distanz 3700 Meter führte. Ingham, der durchweg das Fel anführte, gewann leicht vor Mysedor und Moselkern, der sich zu lange im Hintertreffen aufgehalten hatte, und zum Schluß, nachdem er der# vor ihm liegenden Ferina passiert hatte, aus dem weichen Boden der Sieger nicht mehr gefährden konnte. 1. Rennen: 1. Dr. Claßens Augapfel(Helm. Hoffrohne); 2. Hofnarr 3. Churfürst. Toto: 156, 27, 19, 17:10. F.: Großmut, Geestländerin, Bunte Welt, Lausejunge, Ahnenfürst. 4—3 Lg. 2. Rennen: 1. J. Löwenbergs Timgad(Augustin), 2. Jaroon, 3. Brigant. Toto: 48, 15. 19, 17:10. F.: Goldat, Tannenberg, Ortwin Creta. 6—6 Lg. 3. Rennen: 1. Frau Cl. Polacks Sepp(Augustin), 2. Seppel? 3. Loisach. Toto: 83, 23, 19, 29:10. F.: Nina, Scottch Whysky, Ajar. Amenophis, Diadem, Meteor, Orla, Finsternis, Inge, Iselberg, Elektriker. 1½—Weile. 4. Rennen: 1. E. Diltheys Simulant(H. Weber), 2. Fähnrich, 3. Froher Mut. Toto: 26, 15, 14:10. F.: Agrippa, Peloria. 4—2 Le. 5. Rennen: 1. Abteilung: 1. H. Zimmermanns Revallo(H. Holtei), 2. Mozart, 3. Comtesse. Isola. Toto: 312, 60, 16, 30:10. F.: Karissima, Fafnirs Bruder, Giralda, Feuermal, Scharfenberg. ½—Weile. 5. Rennen: 2. Abteilung: 1. Trautweins Goldelse(L. Sauer), 2. Ordinaria, 3. Hilde. Toto: 91, 18, 12, 13:10. F.: Marokkaner, Ohio Bereitschaft, Anitra 2, Els. 6—Weile. 6. Rennen: 1. J. Backus Ingham(I. Listl), 2. Mysedor, 3. Moseh### kern. Toto: 31, 13, 16, 21:10. F.: Ferina, Rambla, Consul 2, Medusa Hariett. 2—12 Lg. Gewinnauszug 2. Klasse 34. Preußisch=Süddeutsche Klassen=Lotterse. Ohne Gewähr Nachdruck verdoten Auf jede gezogene Rummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Rummer in den beiden Abteilungen I und II 2. Ziehungstag 16. November 1929 In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 90 M geiggen 2 Gewinne zu 100000 c. 226984 2 Gewinne zu 6000(. 266812 2 Gewinne zu 3000 M. 160795 4 Gewinne zu 1000 a. 153096 214391 4 Gewinne zu 800 0. 33026 332156 24 Gewinne zu 500 0. 13839 28257 123789 146433 210368 249459 272547 317881 333634 337808 347087 358825 92 Gewinne zu 300 C. 1416 24911 27573 32431 47885 50789 51330 54469 56557 73850 90613 97895 104393 111748 114845 145932 146556 166308 173177 183253 186822 197819 212363 226221 228180 231816 257720 261970 279087 295768 299076 300645 321577 32390 324820 325458 328607 332045 338675 366706 370802 382048 383172 384540 385970 386646 260 Gewinne zu 180 M. 710 8730 19432 19955 24807 28486 32968 33728 38965 47154 47215 47746 60344 62681 62986 63074 63159 70095 74277 87529 95249 95290 99111 99132 100797 104090 10594 106937 113691 117999 121983 128862 133061 136258 136288 136728 137893 140666 143150 143815 147869 173054 173520 176152 17698 177097 183699 185213 186311 187642 191235 192146 192216 19340: 199010 200064 200866 206789 208747 209885 222363 222761 222950 228129 231604 233362 240207 240335 241231 242560 243218 24612 253802 254064 260280 264646 265842 267929 270032 270537 2763|3 280093 280923 283587 283922 283977 286555 295385 297689 297996 303111 305616 307553 307907 308355 313868 318328 318670 319020 319209 324272 326985 327709 327713 329390 336686 338921 34049 341275 342769 344605 346091 346354 348316 349041 350048 3533/8 357408 357519 357606 362707 364514 383136 384811 386085 38768 391483 393553 393706 397948 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 90 N. geaogen 2 Gewinne zu 5000 M. 105983 4 Gewinne zu 2000 0. 126779 343633 6 Gewinne zu 1000 M. 115091 227833 371933 gg 14 Gewinne m 800 M. 16832 32250 68543 194335 277450 288173 20 Gewinne mu 500 N. 27082 31413 52993 75243 245582 2488| 293719 365197 366810 377682„ gn g gnn ee 108 Gewinne iu 300(. 17878 21355 23655 28313 30830 S1o44 3500 36101 47900 48728 52615 59530 66659 66746 68699 74468 8% 83044 94390 100631 102208 103876 114991 115845 119207 139.“ 150481 152363 152762 163886 168620 222907 229407 232263 24060 259467 262339 276627 284644 293054 307402 313006 328636 3 336111 337080 344376 346433 346917 849856 358260 374683 5 220 Gewinne mu 180 M. 2004 S119 3455 4768 6997 14375 1679 7278 17732 22428 35662 35839 36143 36365 36716 37123###g 45324 65012 56685 58917 65065 68947 69879 70962 74307, 15464 78723 92684 100835 108649 109123 110408 111822 1/33778 16070 126164 126328 126604 134782 144158 144609 149713 100" 3 162478 169692 176816 178362 183462 183764 202916 2075°8 20 1% 208768 210248 212855 216335 217021 218691 220501 220937 227/0 224650 234117 238844 240203 245557 247654 249694 251813 26774 254368 255374 257989 263370 266595 278038 281410 283273 26 35 284210 295853 297469 298869 299101 317045 319961 328945 3g 339572 339697 347259 361863 352613 354804 356219 361432 B### 366202 366272 307448 370997 375412 392366 382436 393291 396845 Die in der heutigen Vormittagsziehung gezogenen ben Hauptgewinne von je 100000 M. fielen auf Nr 226984 in Abtir lung I nach Berlin, in Abteilung U nach Berlin. =sn 2 vormittag Totgeburt Gei Stadt ehr die im W von jetzt a feier zu Ehrengräl straße stat St. Cleme Friedhof, seier auf! der Verba Feier bil am Mühl* Rewurde an Auf bishe auggebroch Kellersenst liche Zim: sonen etwe griff nun herd frisch nisvoll ge füllt sind sp= Ei wurde in Es wurder lössel) ent Sp. 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Es ist beschlossen worden, von jetzt an nur auf einem der beiden Ehrenfriedhöfe eine Gedenkfeier zu veranstalten. In diesem Jahre findet die Feier an den Ehrengräbern auf dem katholischen Friedhof an der Cronenberger= straße statt. Fahnenabordnungen nehmen an dem Requiem in der St. Clemens=Kirche teil und marschieren dann zum israelitischen Friedhof, um dort einen Kranz niederzulegen. Bei der Gedenkseier auf dem evangelischen Friedhof an der Grünbaumstraße wird der Verband ebenfalls einen Kranz niederlegen. Der Schluß der Feier bildet wieder die Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal am Mühlenplatz. : Rechtzeitig von großem Unglück und Schaden bewahrt wurde am Samstag ein Anwohner der unteren Wupverstraße. Auf bisher unaufgeklärte Weise war in seinem Keller ein Brand ausgebrochen, der sich aber schlecht ausdehnte, weil sämtliche Kellersenster gut verschlossen waren. Der Rauch hatte schon sämtliche Zimmer des Hauses gefüllt, ohne daß die schlafenden Personen etwas davon merkten. Der gegen 1 Uhr heimkehrende Sohn griff nun mit Hilfe der geweckten Familienmitglieder den Brandherd frisch an und löschte das Feuer, das in kurzer Zeit verhängnisvoll geworden wäre, weil die Keller mit Holzstößen hoch gefüllt sind und Benzinvorräte dort lagerten. esp= Einbruch in eine Waldhütte. In der Nacht zum 17. Nov. wurde in eine Waldhütte in der Nähe von Jagenberg eingebrochen. Es wurden 1 Dutzend Alpakkabestecke(Messer, Gabel und Kaffeelössel) entwendet. esp= Festgenommen. Der hier bereits vor einiger Zeit aufgetretene falsche Uhrmacher hat nach Verbüßung seiner Strafe erneut einen hiesigen Mann durch eine fingierte Uhrenrevaratur geschädigt. Der Täter wurde wegen Betruges im Rückfalle festgenommen und dem Amtsgericht vorgeführt. esp= Selbstmord. Ein 56jähriger, alleinstehender Kaufmann machte in der Nacht zum 17. November in seiner Wohnung in der Rheinstraße durch Oeffnen des Gashahnes seinem Leben ein Ende. Als Grund der Tat wird Ueberschuldung vermutet. Die Leiche wurde von der Kriminalvolizei beschlagnahmt. =sp= Aufgeklärt. Der kürzlich berichtete angebliche Diebstahl an der Meisenburg, wo einem radfahrenden Mädchen ein Einkaufsnetz mit einer Geldbörse gestohlen sein sollte, wurde aufgeklärt. Die Gegenstände sind inzwischen aufgefunden worden. Ein Diebstahl lag nicht vor. Aus dem, Oiliager. Verisk.) #o Die Wahlbeteiligung bei den Stadtverordneten= und vinziallandtagswahlen war im Bezirk Ohligs nicht so rege, wie man es allgemein erwartet hatte. Gewählt haben etwa 65 Proz. der Wahlberechtigten. Im Straßenbilde merkte man von der Wahl fast nichts. Am Vormittag war das Wahlgeschäft zunächst sehr„flau“. In den Nachmittagsstunden setzte allerdings ein regerer Betrieb ein. Immerhin ist fast ein Drittel der Wahlberechtigten der Urne ferngeblieben. =o: Kriegergedächtnisfeier. Für die am Mittwoch(Buß= und Bettag) auf dem Ehrenfriedhof stattfindende Kriegergedächtnisfeier ist folgendes Programm vorgesehen: Die Tambourkorps eröffnen die Feierlichkeit mit einem Trauerwirbel. Dann spielt die Ohligser Stadtkapelle den Trauermarsch aus der„Eroica“ von Beethoven. Der aus den höheren Klassen der Volksschulen gebildete Kinderchor singt„Auferstehn“ von Graun, der Männerchor„Sanctus“ von Schubert. Die Gedächtnisrede hält PfarrRettor Ewers, Löhdorf. Daran schließt sich das„Niederländische Lankgebet“ an, gespielt vom Philharmonischen Orchester Ohligs. Der Männerchor singt„Ich hatt einen Kameraden“ und die Ohligser Stadtkavelle beschließt die Feier mit einem Choral. An die gesamte Bürgerschaft ergeht nochmals die Bitte, sich auch in diesem Jahre wieder recht zahlreich an der Kriegergedächtnisfeier zu beteiligen. An dem Gedenktag unserer gefallenen Brüder sollte niemand fehlen.— Antreten um 2 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz. 2o. Das Standesamt Solingen=Ohligs ist am Buß= und Bettag vormittags von 10 bis 11 Uhr zur Entgegennahme von Sterbe= und Totgeburtsanzeigen geöffnet. aus Gein Tändrreis Sölnigens=Tennep. Kreistagswahren im Tandäreis Sölingen=Tennep. Große Verluste der Kommunisten. Die gestrigen Kreistagswahlen für den Landkreis SolingenLennep brachten in mancher Hinsicht Ueberraschungen. Vor allem ist, im Gegensatz zu den Wahlergebnissen im früheren oberen Landkreise Solingen der starke Rückgang der Kommunisten bemerkenswert. Sie verfügten bisher im Kreistag über 12 Mandate, haben aber nach den Resultaten der gestrigen Wahlen nur noch 7 Sitze erreicht. Den Verlust von einem Mandat hatte ebenfalls die Sozialdemokraten zu verzeichnen. Während die Deutsche Volkspartei einen Sitz verlor, konnten die Deutschnationalen einen gewinnen. Ihren Besitzstand gewahrt haben die Demokraten mit einem Mandat, die Wirtschaftspartei mit 3 Mandaten und die Christlichsoziale Reichspartei mit einem Mandat. Gewonnen haben das Zentrum 2 Sitze und die Nationalsozialisten, welche im bisherigen Kreistag nicht vertreten waren, einen Sitz. Im neuen Kreistage stehen also 23 bürgerliche Abgeordnete 11 Vertretern der Linksparteien gegenüber. Gewählt wurden folgende neue Kreistagsabgeordnete: Zentrum: 1. Dr. Jansen, Johannes, Chemiker, WiesdorfLeverkusen Karl=Rumpfstraße 31. 2. Knupp, Karl, Vorarbeiter, Richrath, Klosterstraße 27. 3. Rüßmann, Franz jr. Landwirt, Radevormwald, Obernfeld 1. 4. Reiff, Anton. Lehrer, Schlebusch, Mülheimerstraße 1. 5. Bodden, Fritz, Schlosser, Wiesdorf, Karl=Leverkusstraße 63. 6. Tönnies, Alfons, Schulrat, Opladen, Düsseldorferstraße 157, 7. Korfmacher, Philivo, Landwirt, Berghausen, Baumbergerstraße 31 8. Fastenrath, Wilhelm, Schreinermeister, Hückeswagen, Kölnerstraße 11. 9. Süß, Heinrich, Wegeaufseher, Monheim, Kapellenstraße. S. P. D.: 1. Wiemar, Peter, Mittelschul=Konrektor, Wiesdorf, Karl=Leverkusstraße 36. 2. Reetz, Otto, Gewerkschaftssekretär, Wermelskirchen, Telegrafenstraße 18. 3. Hinker, Hermann, Klempner, Opladen, Friedrichstraße 58. 4. Bremer, Peter, Parteisekretär, Leichlingen, Am Schraffenberg 5. K. P. D.: 1. Schulte Fritz, Parteisekretär, Wiesdorf, Myliusstraße 54. 2. Fastenrath, Ernst, Dreher. Wermelskirchen, Luisenstraße 13. 3. Brück, Karl, Schlosser, Opladen, Elsbachstraße 98. 4. Weingarten, Wilhelm, Arbeiter, Langenfeld, Talstraße 31. 5. Ochell, Willi, Schloßmacher, Radevormwald, Friedrichstraße 10. 6. Kail, Franz, Arbeiter, Schlebusch, Sandstraße 16. 7. Käsler, Anna, Metallarbeiterin, Leichlingen, Am Schraffenberg 30. D. V. P.: 1. Weltersbach, Alexander, Kaufmann, Ovladen, Rennbaumstraße 25. 2. Fischer, Hugo, Einzelhändler, Radevormwald, Kaiserstraße 55. 3. Bosserhoff, Dr., Hans, Rechtsanwalt, Wiesdorf, Kaiserstraße 5. D. R. V. P.: 1. Eickmann, Dr., Wilhelm Pfarrer, Neuenhaus, Post Hilgen. 2. Hummelsheim, Johann. Oekonomierat, Schlebusch=Manfort. 3. vom Stein, Otto. Geschäftsführer und Bandwirkermeister, Wermelskirchen, Hoffnung 13. Wirtschaftspartei: 1. Pulm, Johann, Kaufmann, Wiesdorf, Hauptstraße 76. 2 Schuhmacher, Wilhelm, Landwirt, Wermelskirchen. Unterwinkelhausen 3. 3. Röseler, Anton, Einzelhändler, Lützenkirchen. Opladenerstraße 4. Demokraten: 1. Bergfeld, Ernst, Fabrikant, Burscheid, Massiefen. Volksrechtvartei: 47a 2. Spratte, hofstraße 23. Christlich=Soziale Reichspartei: 1. 1. Halbach, Fritz, Schriftsteller, Hilgen Emil, Rektor i. R., Radevormwald, BahnDr., Lützenkirchen, Fritz, Volkswirt, Bürrig, Overfeldweg 33. Nationalsozialistische Arbeiterpartei: 1. Straßweg, Alfred. Anstreicher, Wermelskirchen, Hermannstraße 3. oder Aus dem Walder Beisck. =wa= Der Wahlsonntag machte sich im Stadtbild Wald nicht besonders bemerkbar. Die schlechte Witterung trug wohl dazu Gei, daß die Wahlbeteiligung nicht besonders rege war Gewählt haben in Wald rund 67 Prozent der Stimmberechtigten. Auch von besonderen Propagandaaktionen am Vortage der Wahl und am Sonntag war nichts zu bemerken. was Das Standesamt Solingen=Wald ist am Buß= und Betvormittags von 10 bis 11 Uhr zur Entgegennahme von Sterbe= und Totgeburtsanzeigen geöffnet. Aus den Nahschelder Tris) Die Kommunalwahlen in den Gemeinden des Landkreises. Leichlingen. Die gestrigen Stadtverordnetenwahlen hatten folgendes Ergebnis: Bürgerliste 4 Sitze, Zentrum 4 Sitze, Vorksrechtvartei 3 Sitze, Sozialdemokraten, 2 Sitze, Kommunisten 6 Sitze. Laugenfeld. Bei den bestrigen Wahlen zum Gemeinderat entfielen auf das Zentrum 13 Sitze, die Sozialdemokraten 1 Sitz, Kommunisten 4 Sitze, Wirtschaftspartei 2 Sitze, Turner und Sportler 1 Sitz, Vereinigte bürgerliche Parteien 2 Sitze, Kommunistische Arbeiterliste 1 Sitz. Bergisch=Neukirchen. Das Ergebnis der Wahlen ist folgendes: Bürgerliche Liste 5, Liste Schulbezirk Pattscheid 2, Arbeiter=Einheitsliste 2, Volksrechtvartei 2, Kommunisten 3. Opladen. Bei den Wahlen zum Stadtverordnetenkollegium erhielten das Zentrum 9, die Sozialdemokraten 3. die Kommunisten 4, die Wirtschaftspartei 3 und die Bürgerliche Liste 3 Sitze. Gewonnen haben gegenüber den letzten Stadtverordnetenwahlen das Zentrum 3, die Sozialdemokraten 1, die Wirtschaftsvartei 3 Sitze. Verloren die Kommunisten 2 Mandate. Wiesdorf. Das Ergebnis der Stadtverordnetenwahlen ist folgendes: Zentrum 9, Sozialdemokraten 5. Kommunisten 9, DP. 3, Deutschnationale 2, Wirtschaftsvartei 2. Christlich=soziale Partei 1, Nationalsozialisten 2, Liste Christian Lützenkirchen 2. Witzhelden. Bei der gestrigen Gemeinderatswahl entfielen auf die Liste der Landwirte 6, Kommunisten 3. Handel und Gewerbe 2 Mandate und Sozialdemokraten 1 Mandat. 90 Prozent Wahlbeteiligung in Burg. Die Wahlschlacht ist geschlagen; das Wettrennen um die Mandate beendet. Die Zerrissenheit des Bürgertums brachte neue Formen in den Burger Wahlkampf. Eine Flut von Wahl=Flugblättern. teils mit utovistischen Programmen, teils mit unsinniger Schwarz= malerei hat sich über Burg ergossen. Nicht nur Bäume und Lichtmasten, sogar Antennen mußten herhalten für die Wahlplakate, als ob versönliche Einstellung zur Wahl oder zu den Kandidaten Handelsware wäre. Ein Glück, daß das Novemberwetter vieles abgeschwemmt hat; hoffentlich sorgt die Polizei schnell für die Beseitigung des Restes. Das Ergebnis der Wahl bietet nur von einer Seite eine Befriedigung: 11 bürgerliche Stadtverordnete stehen einem einzigen Kommunisten gegenüber, während die KPD. bisher 3 Vertreter hatte. Von den bisherigen Stadtverordneten sind geblieben: E. Schroeder, W. Niebch, Straßburger und Lorscheid. Neu treten hinzu: Hager, Farsen, Heger, Klein, Will, Thomas und Wilden, sowie der kommunistische Vertreter Zimmermann. Auf Unterburg entfallen 9, auf Oberburg 3 Stadtverordnete. Gewählt haben von 924 Stimmberechtigten 814 oder rund 90 Prozent. eh= Die Mütterberatungsstunde in Hoffnung findet diesen Donnerstag, den 21. November, nachmittags 4 Uhr in der Schule statt. eh= Das Standesamt Solingen=Höhscheid ist am Buß= und Bettage zum Beurkunden von Sterbefällen und Totgeburten von 10 bis 11 Uhr geöffnet. . eh= In den Ruhestand versetzt. Der Kriminalbezirkssekretär ##sterhaus wurde am 1. November in den Ruhestand verden Terileaher Trsis) #9= In das Gräfrather Nathaus ist nunmehr das Versicherungsvon Groß=Solingen verlegt worden. Gräfrath hat damit einen kleinen Ersatz für sein ehemaliges Bauamt erhalten, welches nach Solingen gekommen ist. Sunle Kachrichten aus aller Welt. Der Arbeitskonflikt im Mansfelder Nevier. WXB. Halle, 18. Nov.(Funkspruch.) Die Arbeiterschaft des Nansselder Braunkohlenbergbaues hat in den gestern abgehaltenen, äußerst stark besuchten Versammlungen die Entschließungen der Gewerkschaften in den gescheiterten Verhandlungen über den kohntarifvertrag einstimmig gebilligt. Die Kündigungsaktion wird nunmehr durchgeführt. Im Wahlkampf zu Tode geprügelt. otb. Breslau, 17. Nov. In der vergangenen Nacht wurde ein Ritglied der S. P. D. namens Schröder von einer Klebekolonne Kommunisten überfallen und mißhandelt. Der Ueberfallene naste in das Krankenhaus geschafft werden, wo er am Sonntag sehlt#### einen schweren Verletzungen erlag. Von den Tätern senn jede Spug, Kunst und Wissenschaft. Konzert des M.=S.=V. Solingen=Wupperhof. Eine dankenswette, wenn auch schwierige Aufgabe hatte sich der MGV. Solingen=Wuvperhof 1812 e. V. für sein Konzert gestellt, das am Samstag im vollbesetzten Kaisersaal stattfand: Die Vorführung von Werken lebender Tonsetzer. Vertreten waren in den Chorwerken Heinemann, Kämpf, Kahn und Lendvai. Unterschiedlich wie die Chöre selbst war auch deren Vortrag. Kahns„Morgenlied“ ist modern durch eine recht eigensinnige Chromatik, während„Das Kätzchen“ in der Faktur der älteren Chorform näher kommt. Kämpfs„Frühlingsfahrt" hat von fast 1000 Komvositionen gelegentlich eines Preisausschreibens den ersten Preis erhalten und wurde vom Komvonisten den Wupverhosern gewidmet. Mehr als diesem preisgekrönten Gesang konnten wir dem in feine Lyrik getauchten„Ganz so wie Du“ abgewinnen, wie denn auch desselben Tonsetzers„Lustige Hochzeit“ hübsch klang. Heinemanns„Auf dem Meere“ ist bekannt und macht immer Effekt. Seltsam wie die kurzen Verse in„Einklang“ von Lendvai ist auch deren Vertonung, die wir hier zum ersten Male hörten. Das Werk hat große Schwierigkeiten und ist wie fast alle modernen Chöre, von einer gewissen Unruhe, einer Unbefriedigtheit trotz seines mit Emphase hinausgerufenen par vobiscum erfüllt. Der recht sangesfreudige starke Chor unter Musikdirektor Ewald Hußmann=Barmen schnitt im allgemeinen gut ab. Deutliche Aussprache, durchhuittliche Sicherheit der Jutonation, weise(nur hier und da zu schroffe) dynamische Abstufung. waren vorhanden. Eine gewisse Schwerfälligkeit der Chöre müßte noch einer flüssigeren Wiedergabe weichen, wie denn auch der Vortrag des Lendvaischen Werkes eine seinere Chordiszivlin erfordert. wenn er ganz befriedigen soll. Immerhin überwand der Verein die in den Kämpfschen Gesängen, in Kahns„Morgenlied“ und besonders in Lendvais„Einklang“ aufgehäuften harmonischen Schwierigkeiten mit bemerkenswerter Sicherheit. Daß die modernen Weisen im breiten Publikum, wenn auch mit Unrecht, nicht die Sympathie und den Beifall finden, wie die alten, wohlbekannten, ist eine immer wieder festzustellende Tatsache. Als Solist sang Fritz Schröder=Solingen fünf Lieder für Bariton. Seine Stimme, von sonorem, hier und da wuchtigem Klange, besitzt noch nicht jene Vortragskultur, die man wünschen möchte. Sie klingt noch etwas gewaltsam, im Ansatz unfrei, ist auch sprachlich anfechtbar, verspricht indes, so glauben wir, bei weiterem Studium eine große Zukunft. Er scheint ein guter Verdisänger zu werden. Nietzsches sibyllenhafte Verse„Ecce homo“ von Trunk gaben ihm weniger als des gleichen Komponisten„Die Stadt" und„Ein Brief“ Gelegenheit, sein Können zu zeigen. Fast restlos ausschöpfen konnte er den Inhalt der beiden Rich. Straußschen Lieder, wobei aber doch „Heimliche Aufforderung" uns etwas zu leicht hingeworsen schien. Starkem Beisall begegnete der Sänger, der in W. Saam einen verständnisvollen und korrekten Begleiter am Flügel fand, mit einer Zugabe. Erwünschte Abwechslung in die Gesangsatmosphäre des Abends brachte das Bergische Kammermusik=Trio(A. Schoenmaker, P. Schmidt, W. Saam) mit zwei Sätzen aus dem esmoll=Trio von P. Graener, dessen leichtflüssige Musikalität des ersten wir dem zweiten langsamen Satze vorziehen möchten. Diese Sätze, sowie sehr belangreiche Variationen über eine einfache, kurze Melodie aus Wallis waren für das Trio ein ganz vorzüglicher Prüfstein seiner Kunst, von der man nur sagen kann, daß sie ebenso solid als auch fein war und das klanglich Schöne in voller Auswirkung ans Licht zog. Dhl. Wie wir erfahren, fand nach dem Konzert eine Nachfeier im Kaisersaal statt, mit der eine Ehrung Winfrid Everts verbunden war, der zehn Jahre Vorsitzender des Vereins ist. Zum Andenken an diesen Tag wurde Everts eine Silberplakette mit entsprechender Widmung überreicht. Die heutige Aufführung der„Weißen Dame“ steht unter Leitung des Operndirektors Fritz Mechlenburg vom Stadttheater Elberfeld=Barmen. Da die Aufführung im Wuppertal großen Erfolg hatte, steht zu erwarten, daß auch hier die Besucher vollauf zufrieden gestellt, werden. Es sei daher auf die Aufführung empfehlend hingewiesen. Das Sinsonie= und Chorkonzert des Städtischen Musikvereins, das als wichtige Erstaufführung für Solingen Richard Strauß'„Tageszeiten" für Solo, Männerchor und großes Orchester bringt, findet am kommenden Mittwoch statt. Ausführende sind die Altistin Marianne Hortenbach, Duisburg, der Männergesangverein„Bergisch Land“ und das Städtische Orchester Elberseld.(Siebe Anzeige.) ∆ 18 Löwen des Kapitän Schneider verendet. Der weltbekannte Löwenbändiger Kapitän Schneider mit seinen prachtvollen Tieren. Der durch seine Löwendressur=Akte in der ganzen Welt bekannte Kapitän Schneider hat in Bremen inen schweren Verlust erlitten. 18 seiner Löwen wurden am Morgen tot in ihren Käsigen gefunden, es ist noch unklar, ob eine Fleischvergiftung oder eine Oxydgasvergiftung die Ursache ist. Der verhinderte Hauskauf der Sklareks. Oberbürgermeister Böß hat den Verkauf mit verhindert. wtb. Berlin, 16. Nov. In der Angelegenheit des versuchten Ankaufs der Grundstücke in der Kommandantenstraße durch die Gebrüder Sklarek, fur den den Gebrüdern Sklarek ein besonders billiger Preis für die Quadratrute berechnet werden sollte, hat Bürgermeister Scholz den stellvertretenden Bürgermeister des Bezirksamts Mitte, Stadtrat Gordan, sowie die anderen Mitglieder der städtischen Verwaltung, die an der fraglichen Sitzung teilgenommen hatten, aufgefordert, dem Magistrat einen ausführlichen Bericht einzureichen. Ferner sind Stadtrat Gordan und Stadtrat Neuendorf von Oberregierungsrat Tavolski und Staatsanwaltschaftsrat Dr. Weißenberg vorgeladen worden, um über diese Angelegenheit sich zu äußern. Wie eine Berliner Korrespondenz berichtet, war über den Kauf ein Vorvertrag geschlossen worden. Das Bezirksamt Mitte hatte mit Zustimmung des Bürgermeisters Schneider den Vertrag mit den Sklareks in der Weise festgelegt, daß ein Achtel der Kaufsumme von der K. V. G. bei Erwerb des 80 Quadratruten großen Grundstückes gleich bezahlt, der Rest in Raten bis zum Jahre 1938 getilgt werden sollte. Dieser Vertrag muß auch Stadtrat Neuendorf, der hierfür zuständig war, vorgelegen haben. Der Magistrat hatte zu diesem Grundstücksgeschäft seine Zustimmung gegeben. Der Sachbearbeiter im Magistrat, Magistratsrat Dr. Hiller, hatte jedoch sehr erhebliche Bedenken gegen die Durchführung des Verkaufes, da er erkannte, daß der Preis von 8000 Mark pro Quadratrute keineswegs dem wirklichen Wert entsprach. Durch die Maßnahmen Dr. Hillers kam es dann zu einer Sonderkonferenz unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters. Dr. Hiller erreichte, daß Oberbürgermeister Böß sich mit voller Entschiedenheit gegen den vom Magistrat bereits genehmigten Verkauf der Grundstücke zum Preise von 8000 Mark pro Quadratrute wandte und erklärte, daß dieser Beschluß nicht durchgeführt werden dürfe, daß vielmehr, wenn ein Verkauf stattfinde, die Sklareks einen angemessenen Preis bezahlen müßten. Acht Monate lang freiwillig stumm. wtb. Berlin, 16. Nov. Acht Monate lang freiwillig geschwiegen hat ein 27jähriger Kasimir Sartschkow, der 1922 aus Polen geflüchtet ist, um dem Militärdienst zu entgehen. Es sind ihm etwa 28 kleinere Einbrüche in Pommern, Brandenburg und Schlesien nachgewiesen, außerdem hat er 21 Krankenkassen in zusammen 100 Fällen um Krankengeld beschwindelt. Er ist schon im Oktober vorigen Jahres verhaftet worden und wurde dann zur Aufklärung seiner Straftaten verschiedenen Gerichtsbehörden zugeführt. In Glogau, wohin er im März dieses Jahres transvortiert worden war, verstummte er plötzlich. Obwohl ihn die Aerzte nach sorgfältiger Untersuchung für einen Simulanten erklärten, beharrte er auch überraschenden Fragen von Mitgefangenen gegenüber bei der Fiktion, daß er die Sprache verloren habe. Er versuchte damit, die Feststellung seiner Persönlichkeit und die. Aufklärung seiner zahlreichen Straftaten zu verhindern, und führte mit seltener Beharrlichkeit acht Monate lang die Rolle des Stummen durch. Jetzt erst hat er bei Gelegenheit einer Vernehmung in Berlin den Mund geöffnet. Wie er erklärte, war er während der letzten Zeit von der Furcht geveinigt, tatsächlich nicht mehr zum Sprechen fähig zu sein. Ursprünglich hatte er die Absicht, auch während der über ihn verhängten fünfjährigen=Zuchthausstrafe seine Rolle weiterzuspielen. Zum Selbstmord in Bagdad. Wie bekannt, hat der Ministerpräsident des unter englischer Schutzherrschaft stehenden Jrak=Gebietes Selbstmord verübt. Der Fall hat um so größeres Aufsehen erregt, als der Freitod bei den Mohammedanern streng verpönt ist. Der tote Politiker hat an seinen Sohn ein Schreiben hinterlassen, das eine schwere Anklage an England darstellt. In Bagdad selbst hat der Verzweiflungsschritt des Premierministers größte Erregung hervorgerufen. Wetterdienst des Solinger Tageblattes. Wettertarte von gestern abend. ERKLXRUNG: Owolkenlos. Oheileg oholbbedeckt. Swolkig. Obedeckt- Regen *Schnee.-un d.=#ebel. K bewitter. ∆ braupein. Allogel. O Stille.—Osehr leicht -Oleicht.“—Oschwoch-Omäßig.“Ofrisch.-Oslork-Osteif. O stürmisch □.O voller Sturm. Die Pfeite fliegen mit dem Wince. Die eingezeichneten Linien (isobaren) verbinden die Orte mit gleichem Lufrdreck. Die neben den Artenstebenden Zonlen geden die Lufttemperatur on. Erläuterungen zur Wetterkarte von gestern abend. (Deutsche Seewarte.) Die gestern nachmittag die Elbe passierende Depression zieht sich auffüllend langsam nach Polen ab. Von Großbritannien stößt zunächst ein Hochdruckkeil nach Deutschland vor, so daß Deutschland zunächst in den Bereich eines Luftstromes kommt, der kühlere polare Luftmassen südwärts befördert. Voraussichtlich wird die Hochdrucklage für Deutschland keinen langen Bestand haben, da die kräftige atlantische Depression im Raume Grönland, Neufundland, Azoren bald wieder Wirbel nach dem Kanalgebiet vorschieben wird. Wetterlage von heute morgen. Das gestrige Teiltief über Nordwestdeutschland ist nach Ostdeutschland und Polen abgezogen. Ein neues Tiefdruckgebiet zieht über Irland heran, während sich eine Brücke hohen Lustdruckes vom Nordmeer über Schottland und England nach Frankreich erstreckt. In Deutschland war es heute früh bewölkt, mit noch vereinzelten leichten Regenfällen. Die heutigen Morgentemperaturen lagen zwischen 0 und 5 Grad. Der Kahle Asten hatte schwachen Südwestwind, Nebel und 1 Grad Frost. Beobachtungen der Solinger Wetterwarte am 18. Novbr. 1929. Wetteraussichten bis Dienstag abend. Wechselnde Bewölkung, keine erheblichen Niederschläge und vorübergehend kälter, nachts bis zu leichtem Frost. ohne eine Verpllichtung für Sie Wir führen Ihnen ganz öhne eine Verpflichtung sämtliche neuen Rundfunk-Empfangsgeräte vor. Auf Wunsch auch in Ihrer Wohnung. Auch Sie werden, wie alle bisherigen Besucher, zufrieden sein mit unserer Bedienung Radlohaus Neeft Kölnerstr. 11/13. Teleton 340. 6 20 N. C. u. Innensteuer, 4türig. Lederpolsterung. 5 fach bereift, in tadelloser Verfassung, neulackiert, mit sämtl. notwend. Zubehör zum billig. Preis v. Mk. 2250.—. evtl. mit Zahlungs=Erleichterg., zu verkaufen. Gefl. Anfr. u. 0327 an die Geschäftsstelle. Schlafzimmer gestrich mit 1 Bett, wenig gebraucht, preisw. abzugeben. Withelmstr. 24. 15—20 Stück Pflaumenbaum= stamme gesund, Kern 6—10 Zoll Durchm., abzugeben. Ang. mit Preisang. unt 3520 a. d. G. Einfaches, modernes Schlatzimmer, 2 Betten. 2 tür. Kleiderschrank. kompl. w. Bett. 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Wir hatten uns auf einen großen Tag gerüstet, aber der Andrang war so groß, daß unsere Ersatzkassen nicht ausreichten, sondern wir noch neue Kassen einschieben mußten, damit die Kundschaft nicht zu warten brauchte. Für Kamelhaarpantoffel mußten wir allein eine besondere Kasse aufmachen. Mk. 1.50 für ein Paar Kamelhaarlaschenschuhe mit Filz- und Ledersohle in den Größen 36—42 ist ja allerdings auch ein Preis, wie er bisher in Solingen noch nicht herausgebracht wurde.. Nicht minder groß war die Nachfrage nach reinwollenen Damen-Kaschmirstrümpfen zu Mk. 1.90 oder nach plattierten waschseidenen Damenstrümpfen zu Mk. 1.90 und ebenso nach Damenschlupthosen mit Futter zu Mk. 1.90. Ein großer Stapel warmer Schlafdecken mit kleinen Schönheitsfehlern fand großen Zuspruch. Und so war es in allen Abteilungen. Die Kundschaft hatte wieder erkannt, daß wir zu den Serienpreisen etwas ganz besonderes bringen. 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Sollte jemand aus Versehen keine besondere Einladung erhalten, so bitten wir, diese als solche zu betrachten. K K Gefallenen-Ehrung des Kreis-Krieger-Verbandes Solingen-Stadt am Buß- u. Bettag Mittwoch, den 20. Nov. 1929. Teilnahme d. Fahnenabordnungen an dem Requiem in der kath. St. Clemens-Kirche um 9 Uhr vormittags, anschließend Kranzniederlegung auf dem israelitischen Friedhof um 10¼ Uhr. „ Die Kameraden werden gebeten, sich auch an diesen beiden Veranstaltungen möglichst zahlreich zu beteiligen. Antreten der Teilnehmer um 3,15 Uhr nachmittags auf dem Neumarkt. Abmarsch 3,30 Uhr. Um pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Ziehung 6., 7. u. 9. Dezbr. Auswanderer-Fürborge Gal-Lolterie 513 Grw., Fr., Hauptgeu.=#r. 50000 20000 I3Jo0 J0p0 Lose## Mk. Porto u. Liste 4= 40 Pf. extra Bil-e. Weichr empf. auch unt. Nachn. EMIL STILLER ZaE Hamburg S. Holzdamm 32 Portscherk 1a0l6 Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen am 4 Dezember 1929. vorm. 9½ Uhr, an der Gerichtsstelle Solingen, Wupperstraße 60, Zimmer Nr. 30. versteigert werden die im Grundbuche von Solingen, Band 47, Blatt Nr. 1874(eingetragener Eigentümer am 5. Avril 1929. dem Tage der Eintragung des Versteigerungsvermerkes: Kaufmann Julius Hetmer in Solingen) eingetragenen Grundstücke: Flur 2, Nr. 1925/134, Hofraum, 1,27 Ar groß mit Gebäuden der Rollen Nr. 764 litt. t mit 240 Mk. Nutzungswert. Flur 2 Nr. 3459/153, Hofstr., Hofr. vv. 207 Ar groß mit Gebäuden der Rollen Nr. 764 litt. h. Flur 2 Nr. 3460/153, daselbst Hofr. pp., 2.56 Ar groß mit Gebauden der Rollen Nr. 764 litt. g tlw., Fiur 2 Nr. 34611132 Hofstr., Gebäudefl., 031 Ar groß mit Gebäuden der Rollen Nr. 764 litt a tlw. Flur 2 Nr. 3462/132, Hauptstr. Nr. 240 und 242. Hofraum pp. 15.82 Ar groß mit Gebäuden der Rollen Nr. 764 litt. a—f. Solingen, den 30. September 1929. 6 K 135/28. Amtsgericht. übermimmt Röhrig, Solingen, Kölnerstraße 83 Scheren werden sauber vernickelt, vergoldet, geprägt und gestempelt. Katternbergerstr. 93. Telefon 343. * 1. abgugeben. Brühlerstraße 104, Telefon 807. Statt Karten. ihre Vermählung geben bekannt: Ernst Gernhuber Hertha Gernhuber geb. Porep SOLINGEN, Klerbergerstraße 6. Treuung am 19. Nov.. Dorperkirche 5.30 Uhr. Grtlichen Rat: Mogen-Dorm= Ituckt sohlennydrdieorme s Kreuznachen Gechambrot Reform Bentervolbrot Witanane Ois lefe n sure Corune. Sp entholen die Heite Mährselre der berdhuten rodo elttr ulederter Ureusrocher Quofer Wettrfach prömiiert Sie sind erstaunt über den Srfolg! Zuheben bei: Solinger Roiormhaus. Mühlenplatz. Reiormhaus Neuhaus. Schwesterstraße 1. Gegen Husten, Erhällung u. Grippe nehmen Sie meine seit Jahren bestbewährten und ärztlich empfohlenen Husten-, Malz-, Anis- und HonigBonbons, sowie Eukalyptus-, Menthol-, Salmiak-, Knöterich-Pastillen, und echt italien. Husterkuchen. 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