Verlag and Schriftleitung: Köln, Stolkgasse 23-31 Fernruf: Verlag 74974- Schriftleitung 79404 Köln, Mittwoch, den 15. März 1944 DIE GROSSE KÖLNER MORGENZETTUNG Bezugspreis monatlich RN1.30, Postbezug monatlich RM1.30 (einschl. 21 Rpf Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 Rpf Zustellgebühr Nr. 74— Verkaufspreis 10 Pfg. Reichsminister Dr. Goebbels sprach in Salzburg „Vielzahl von Trümpfen in unserer Hand“ Ein Ueberblick über die militärische und politische Lage„ Die Chancen unseres Sieges Salzburg, 14. März(dub) In einer Stunde von erhebender Feierlichkeit gedachte am 13. März in Salzburg Reichsminister Dr. Goebbels jener Tage, da vor sechs Jahren die Alpen= und Donaugaue heimkehrten und sich die deutschen Menschen dieser Landstriche mit ihren Brüdern und Schwestern zusammengeschweißt haben zum Reich aller Deutschen. Die große Kundgebung im Salzburger Festspielhaus mußte auf zwei weitere überfüllte Säle und einen Platz vor dem Festspielhaus übertragen werden. Feierliche Klänge des Musikzuges der SA=Standarte Feldherrnhalle leiteten die Kundgebung ein, nachdem Dr. Goebbels durch die Versammelten mit stürmischen Heilrufen empfangen worden war. Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Scheel begrüßte den Reichsminister als Sprecher des Führers und des deutschen Volkes und als Gauleiter der überaus hart geprüften, tapferen Reichshauptstadt. Dann ergriff Reichsminister Dr. Goebbels das Wort zu einer mit starkem Beifall und wiederholten stürmischen Zustimmungskundgebungen ausgenommenen Rede über die politische und militärische Lage. Der Krieg eile in seinem fünften Jahr mit Riesenschritten seinem dramatischen Höhepunkt entgegen. Kurz vor Toresschluß und unmittelbar vor der Entscheidung versuchten die Feindmächte, neutrale oder uns verbündete Staaten noch auf ihre Seite zu locken.„Wir sehen darin einen Beweis dafür“, so erklärte Dr. Goebbels unter Zustimmungskundgebungen der Versammelten, daß sie sich in keiner Weise so stark fühlen, wie sie nach außen hin den Eindruck zu erwecken versuchen. Das Feindlager weiß heute ganz genau, daß es keine militärischen Möglichkeiten besitzt, diesen Krieg auf dem Schlachtfeld zu seinen Gunsten zu entscheiden. Es hat das an allen Fronten versucht; aber alle diese Versuche sind bisher unter schwersten Verlusten für den Jeind fehlgeschlagen. Der Minister unterzog dann die feindliche Kriegführung einer kritischen Betrachtung und tellte in diesem Zusammenhang u. a. fest, daß England, das mit diesem Krieg das euroraische Gleichgewicht gegen das Reich aufrichten oder wiederherstellen wollte, nun vor einer noch viel stärkeren Bedrohung durch die Sowjetunion stehe. Das erhelle aus der Tatiche, daß das englische Weltreich in eine absolute ideologische und praktische Abhängigit vom Kreml geraten sei und damit zwangsjufig auch innerpolitisch dem Bolschewismus für und Tor habe öffnen müssen. Unter stürmischem Beifall erklärte Dr. Goebbels, daß, während die Kriegszielsetzung Inserer Gegner allmählich ins Wanken gerät, das deutsche Volk in der Verteidigung seines Daseins bereit sei, alle Kräfte einzusetzen und de Belastung zu ertragen. „Wir wissen, wofür wir Opfer bringen, woir wir durchhalten und wofür viele Tausende von Volksgenossen ihres Hab und Gutes beaubt werden. Wir wissen, daß selbst diese Art des Krieges für uns immer noch erträglicher t als ein Friede, wie ihn uns unsere Feindegedacht haben Wir wissen darüber hinaus, daß wir unser Großdeutsches Reich nicht nur als theoretisches Gebilde verteidigen, sondern daß hinter ihm eine moderne soziale Staatsund Gesellschaftsauffassung steht, die für die Gegenseite mit ein Grund dafür gewesen ist, uns zu diesem Krieg zu zwingen" Für das deutsch Volk werde es nicht nur ehrenvoller und heroischer, sondern auch vorteilhafter sein, am Ende dieses Krieges war eine Reihe von zerstörten Städten, dafür aoer auch den Sieg und die Freiheit zu besitzen, als unzerstörte Städte und die Niederlage. Denn würden wir unterliegen, dann hülfen uns auch unversehrte Städte nichts mehr. Für die geeinte Kraft der siegreichen Nation aber werde es nicht allzu schwer sein, zerstörte Städte wieder aufzubauen. Vielleicht sei es, so fuhr der Minister fort, künstig für uns, daß unsere Feinde unseren entschlossenen Siegeswillen unterschätzten; denn wenn sie wüßten, wie standhaft das ganze leutsche Volk die Belastungen dieses gewaltigen Ringens auf sich nehme, dann würden möglicherweise nicht wagen, was sie planten nd vorbereiten: die Invasion. Dr. Goebbels legte dar. in welcher Zwangslage hurchill wie Roosevelt sich in dieser Beehung befänden. Ei. seien. wenn auch aus verschiedenen Gründen, genötigt, ein so gefahrliches Unternehmen zu wagen; und hier werde unter Umständen eine militärische Auseinandersetzung stattfinden, die den SchnittWeitere Steigerung Das Sammelergebnis beim sechsten Opfersonntag Berlin. 14. März.(dub) Die am 20. Fedruar dieses Jahres durchgeführte Hausammlung zum sechsten Opfersonntag des Kriegs=WHW 1943 44 erbrachte gegenüber allen bisherigen Opfersonntagen eine weitere Steigerung des Ergebnisses. Das vorläufig festgestellte Ergebnis beträgt 61 065 653,87 RM. Bei der gleichen Sammlung des Vorahres wurden 54 515 102,89 RM erzielt. Es st somit eine Steigerung des Ergebnisses um 6 550 550,89= 12 v. H. zu verzeichnen. punkt dieses Krieges darstellen und die Entscheidung reif machen werde. Der Jeind, der vor dem gewaltigsten militärischen Risiko seiner Geschichte stehe, müsse heute schon erkennen, daß er im Luftkrieg zwei grundlegende Mißerfolge für sich zu verbuchen habe. Er habe es nicht vermocht, die deutsche Moral zu brechen, und es sei ihm außerdem auch nicht gelungen, die deutsche Rüstungsproduktion in ihrem Kern zu treffen oder auch nur eines ihrer lebenswichtigen Organe entscheidend zu verletzen. Unsere auf den ganzen Kontinent verteilte Kriegsproduktion sei heute weitgehend den Einwirkungen des feindlichen Luftkrieges entzogen. Zu den Chancen unseres Sieges erklärte der Minister, daß wir heute eine Vielzahl von Trümpfen in unseren Händen hielten. In nicht zu ferner Zeit werde die Initiative wieder auf uns übergehen und langsam aber sicher würden wir den vorübergehenden technischen Vorsprung des Feindes nicht nur aufholen, sondern darüber hinaus selbst einen Vorsprung gewinnen. Eine Mahnung des Ministers löste Beifall und Zustimmung bei den vielen Tausenden aus: „Wenn wir jetzt in dieser entscheidenden Stunde standhalten, nie die Nerven verlieren, unerschütterlich an unsere gerechte Sache glauben, an unser Schicksal und an unser Leben, dann werden wir dieses geschichtliche Ringen meistern und siegreich bestehen.“ Dr. Goebbels fügte hinzu, daß er hier nicht nur aus Ueberzeugung und Glauben, sondern auch aus reicher Erfahrung spreche, und zwar als ein Mann, der mehr als zwanzig Jahre lang neben dem Führer gearbeitet und mit diesem mehr sorgenvolle als glückliche Tage erlebt habe. Tage aber, in denen der Führer stets mit eiserner Ruhe das Steuer der Partei und des Reiches fest in seinen Händen hielt. Der Minister stellte abschließend fest, daß ein ganz realistischer und nüchterner Gesamtüberblick über die Lage zu einem für uns günstigen Ergebnis führe. Wir würden zwar noch schwere Belastungen durchmachen müssen, Fortsetzung siehe 2. Seite Fünfter Jahrestag derselbständigen Slowakei Staatspräsident Dr. Tiso sprach! Tagesbefehl an die slowakische Armee Preßburg, 14. März.(dub) Die Hauptstadt der Slowakei prangte am Tage des slowakischen Staatsfeiertages, am fünften Jahrestag der Erringung der staatlichen Selbständigkeit, im Schmucke der Fahnen der Hlinka=Garde und der Flaggen. Als Auftakt zu den Veranstaltungen des Staatsfeiertages versammelte sich die Führerschaft der Hlinka=Garde im Festsaal des Regierungsgebäudes in Preßburg. An der Tagung nahm auch der Staatspräsident und Oberste Befehlshaber der HlinkaGarde, Dr. Tiso, teil. Der Staatspräsident richtete an die versammelten Kommandanten der Garde eine Ansprache, in der er u. a. ausführte, daß die Slowakei heute, nachdem sie fünf Jahre hindurch neue Erfahrungen gesammelt habe, dieselben Entscheidungen treffen würde, wie sie in den entscheidenden Stunden des 13. und 14. März gefallen sind. Die staatliche Selbständigkeit, so führte der Staatspräsident weiter aus, habe das slowakische Volk vor der ganzen Welt vor eine große Prüfung gestellt. Diese Prüfung zu bestehen, bedeutet, der Nation die höchsten Lebensmöglichkeiten sicherzustellen. Sie nicht zu bestehen, bedeutet für die Nation nicht weniger, als auf geistigem wie auf materiellem Gebiet in die Sklaverei zu geraten. Staatspräsident Dr. Tiso erließ einen Armeebefehl. Im Namen des Volkes und des Staates drückt er der Armee seine Anerkennung und seinen Dank als Oberster Besehlshaber aus. Das Leben könne man verlieren, die Ehre dürfe niemals verloren gehen. Gegen die Feinde, unserer Selbständigkeit, so fuhr der Staatspräsident fort, müssen wir unter allen Umständen und in jeder Lage unnachgiebig und unerbittlich sein. Das Volk und seine Armee kani., wenn beide stets fest sammenstehen, niemand um die selbstverständlichen und naturgegebenen Erfordernisse schmälern, wenn er nicht das ganze Volk ausrottet. Das slowakische Militär, im Sturme dieses Krieges gefestigt, wird mit der erforderlichen Härte und Selbstlosigkeit zusammen mit der Nation auch die gegenwärtige eiserne Belastung überwinden. Die slowakische Armee wird daraus siegreich und ruhmvoll hervorgehen, im Zeichen des feisenfesten Besitzes des eigenen Staates. Der Staatspräsident schloß seinen Armeebefehl mit einer Ehrung der gefallenen Helden. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stand am Dienstag eine Großkundgebung der Bevölkerung der slowakischen Hauptstadt vor dem Nationaltheater. Der Abgeordnete Hauschovsky legte unzer dem Beifall der Menge ein glühendes Bekenntnis zum selbständigen slowakischen Staat ab und gab einen Ueberblick über die großen Erfolge des Ausbaues in den vergangenen fünf Jahren, die auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem und sozialem Gebiet errungen werden konnten. Er betonte, daß der Weg, der am 14. März 1939 eingeschlagen wurde, fortgesetzt werden müsse und schloß mit einem Bekenntnis der treuen Gefolgschaft zum Staatspräsidenten Dr. Tiso, das von den Massen mit jubelnden Ovationen für das Staatsoberhaupt ausgenommen wurde. Die Kundgebung schloß mit einer Ansprache des Führers der deutschen Volksgruppe in der Slowakei, Ing. Karmasin, der an die treue Kampfgemeinschaft der Slowaken und der Deutschen unter der Tschechenherrschaft erinnerte und feststellte, daß im neuen slowakischen Staat als Folge der kameradschaftlichen Zusammenarbeit die Volksgruppe wertvolle Werke und Leistungen vollbringen konnte. Empfänge bei Dr. Tiso Ansprachen des deutschen Gesandten und des Staatspräsidenten Preßburg, 14. März.(dub) Der slowatische Staatspräsident Dr. Tiso empfing am Dienstagvormittag die Mitglieder der Regierung, um die Glückwünsche anläßlich des Staatsfeiertages entgegenzunehmen. Im Anschluß wurden vom Präsidenten hervorragende Vertreter des slowakischen öffentlichen Lebens empfangen, die ihm gleichfalls ihre Glückwünsche überbrachten. Unter Führung des Doyens, des Gesandten des Großdeutschen Reiches, Ludin, sprach sodann das DiptoNach der Befreiung der Helden von Tscherkassy Generalfeldmarschall von Manstein Im Gespräch mit Soldaten der Divisionen, die den um sle geschlossenen bolschewistischen Ring aufbrachen und sich wieder durchschlugen 1-Aufnahme Kriegsberichter Mahla(HH) Glückwünsche des Führers zum slowakischen Nationaltag Berlin, 14. März.(anb) Der Fuhrer hat dem slowakischen Staatspräsidenten Dr. Tiso zum slowakischen Nationaltag mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glückwünsche übermittelt. matische Korps beim Staatspräsidenten vor, um ihm seine Glückwünsche zum Ausdruck zu bringen. Gesandter Ludin betonte in seiner Ansprache, daß es dem slowakischen Volk gelungen sei, durch seine Leistungen die übelwollende Kritik der Feinde hinsichtlich des Bestandes des slowakischen Staates zu widerlegen. Trotz des Krieges habe sich diese slowakische Staatlichkeit sicher und zielbewußt entwickelt und unter dem Schutz des Großdeutschen Reiches habe das slowakische Volk sich als gleichberechtigtes und gleichwertiges Mitglied in der europäischen Völkerfamilie eingelebt. Staatspräsident Dr. Tiso betonte in seiner Erwidorung die unbedingte Ausrichtung des slowakischen staatlichen Lebens nach der bisher eingehaltenen Linie, weil diese Linie das wirtschaftliche und soziale Wohl des Volkes sichere. Berliner Feierstunde zum fünften Jahrestag der Slowakei Berlin, 14. März.(dub) Zum fünften Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung des slowakischen Staates veranstaltete die DeutschSlowakische Gesellschaft in Berlin eine Feierstunde, zu der bekannte Persönlichkeiten aus Partei, Staat und Wehrmacht mit dem Chef des Protokolls, Gesandten von Dörnberg, erschienen waren. Das verbündete und befreundete Ausland war durch Repräsentanten des Diplomatischen Korvs, mit dem Kaiserlich= Japanischen Botschafter Oshima an der Spitze, vertreten. Für die Deutsch=Slowakische Gesellschaft sprach der Berliner Universitätsprofessor Dr. Hoppe. Er zeichnete ein eindrucksvolles Bild der erfolgreichen Aufbauarbeit, die trotz der schicksalhaften Schwere seiner ersten fünf Lebensjahre der unabhängige slowakische Staat unter einer zielbewußten autoritativen Führung zu leisten vermocht habe. Weiter harte Abwehrkämpfe im Süden der Ostfront Erfolgreiche deutsche Gegenangriffe östlich Tarnopol 7 Starke feindliche Verluste westlich Smolenst Berlin, 14. März.(dub) Der Brennpunkt der Kämpfe im Osten lag auch am 13. Marz weiter, im südlichen Frontabschnitt. Im Zuge der vorgesehenen Bewegungen, die schon seit einiger Zeit zur Zurücknahme der deeutschen Linien im Raum zwischen den Flußläufen des Ingulez und des Ingul südlich Kriwoi Rog führten, ist, wie schon der heutige Wehrmachtbericht meldet. die Stadt Cherson von unseren Truppen aufgegeben worden. Die Räumung, der die Zerstörung aller kriegswichtigen Einrichtungen und Anlagen vorausging, konnte ohne Behinderung diurch den Feind durchgeführt werden. In den Räumen weitlich Kirowograd und weiter nordwestlich scheiterten erneute Angriffe der Bolschewisten, wobei unsere Grenadiere sieben somjetische Kampfwagen vernichteten. Südwestlich Uman entwickelten sich am mit tleren Bug erbitterte Kämpfe mit vorgedrungenen seindlichen Kräften, in deren Verlauf die dolschewistischen Kampf.’uppen an mehreren Steleln im Gegenangriff wieder zurückgeworfen wurden. Südwestlich Pogrebischtsche gelang den Bolschewisten, die hier mit mehreren SchützenDivisionen und Panzerverbänden angriffen, ein tiefer örtlicher Einbruch, um den nach seiner Abriegelung harte Kämpfe entbrannt sind Weiter nordwestlich warfen unsere Truppen im Raum südlich Staro=Konstantinow in entschlossenem Angriff den Feind aus seinen Stellungen und verfolgten ihn in hartem Nachstoß. Auch östlich Tarnopol brachten unsere Angriffe nach fortgesetzten vergeblichen Vorstößen der Sowjets gute Erfolge; das gewonnene Gelände wurde vom Feinde gesäubert. Im mittleren Abschnitt der Ostfront hielt die Kampfpouse auch am 13. März an. Nur an einzelnen Stellen kam es zu örtlichen Erkundungs“unternehmen. Bei der Bereinigung der alten Einbruchsstelle nördlich der Autobahn Smolensk—Orscha am 12. März, die in erbitterten Einzelkämpfen zur Vernichtung zahlreicher seindlicher Kampfgruppen führte, verloren die Bolschewisten neben 495 gezählten Toten 239 Gefangene, 22 Geschütze, mehr als 100 Maschinengewehre und Granatwerfer, 26 Panzerbüchsen, 49 Maschinenpistolen und über 1500 Minen, die von Pionieren geborgen wurden. Damit hat die hier eingesetzte Infanterie=Division in der Zeiti vom 22. Februar bis 13. März insgesomt 525 Gefangene eingebracht, sowie 54 Panzer, 79 Geschütze, 150 Maschinengewehre, 40 Granatwerfer, 54 Panzerbüchsen und 254 Maschinenpistolen erbeutet. Die Sowjets büßten außerdem 3978 gezählte Tote ein. Nach vorsichtiger Schätzsung hat der Feind aber noch weitere 6000 Mann an Toten verloren. Im Raum nordwestlich Nemel setzten die Belschewisten nach stärkster Artillerievorbereitung und mit Unterstützung durch zohlreiche Panzer ihre Angriffe fort. Bis auf einen örtlichen Einbruch, den unsere Grenadiere sofort abriegelten, scheiterten alle diese Vorstöße unter Abschuß von 20 Kampfwogen und unter hohen Verlusten für den Feind. In den übrigen Abschnitten im Norden der Ostfront griffen die Sowjets infolge der an den Vortagen erlittenen erheblichen Verluste nicht mehr an. Bei Nanwa rollten Grenadiere Teile der Stellnugen des Feindes am NarwaUser auf und vernichteten hierbei zwei Sowietpanzer, die in den harten Kampf eingegriffen hatten Während im Mittel= und Nordabschnitt die Schlechtwetterlage am 13. März den Einsatz unserer Luftwaffe weitgehend behinderte, unternahmen im Sittdabschmitt starke Schlachtfliegerverbände wirkungsvolle Angriffe gegen sowjetische Panzerstreitkräfte, die in das Vorfeld unserer Hauptkampflinie einzudringen versuchten. An mehreren Stellen führten die Angriffe zu einem sichtbaren Stocken der feindlichen Bewegungen, zumal auch die Nachschubverbindungen der Sowjets Mittelpunkt heftiger Luftangriffe waren. Eine große Anzahl motorisierter und bespannter Fahrzeuge wurde hierbei zerstört oder schwer beschädigt. Besonders im Südabschnitt kam es wiederholt zu Luftgesechten über dem Dujepr und im Kampfraum von Tarnopol, wobei 32 feindliche Flugzeuge vernichtet wurden. Die Flakartillerie der Luftwaffe meldete den Abschuß von neun Flugzeugen. Sensationelles englisches Eingeständnis Die Kriegsschuldfrage, wird nach diesem Krieg den Historikern kein großes Kopfzerbrechen machen. Zu klar und zu eindeutig ist die Schuld Englands immer wieder zutage getreten, hat man doch auch in England selbst eingestanden, daß. man in den Krieg eingetreten sei, ohne angegriffen worden zu sein. Jetzt geht die englische Zeitschrift„Contemporary Revier““ erneut auf dieses Thema ein und kommt dabei zu dem für England geradezu vernichtenden Eingeständnis:„Wir haben unsere Macht nicht besser anwenden können, als die Welt in zwei gigantische Kriege zu stürzen“. Damit ist in der Tat die englische Politik glänzend gekennzeichnet und zugléich auch das katastrophale Versagen der englischen Politiker, deren ganze Klugheit und Ueberlegenheit darin bestand, ihr Land und darüber hinaus die Welt zweimal in gigantische Kriege zu stürzen. Diesmal, so meint die englische Zeitschrift, sei man in den Krieg eingetreten, um die polnische Souveränität gegen einen Feind Polens zu behaupten, der auch ein Feind Großbritanniens sei.„Aber“, so fügt die Zeitschrift hinzu,„machen wir uns nichts vor. die polnische Frage ist schon entschieden.“ Man begreift also auch in London langsam, daß man in dieser Frage überhaupt nicht mehr mitzureden hat. Die Sou jetunion hat sich in der Frage Polen im Verhältnis zu England als bei weitem stärker erwiesen, ohne gaß Großbritannien dabei überhaupt gefragt wurde. Letzten lindes aber wird auch hier das deutsche Schwert die Entscheidung treffen. Man begreift also auch in gewissen englischen Kreisen, daß die einstige Macht und Größe Englands dahin ist, da es bei den großen weltpolitischen Entscheidungen keine Rolle mehr spielt. Das hat schon vor einiger Zeit der südafrikanische Ministerpräsident Smuts eingestanden, als er von dem sowjetischen Koloß sprach.„Wir haben politischen Selbstmord beganger“, so mußte auch„Contemporary Review“ eingestehen. die hinzufügt, daß England seine politischen Pehler oder, wie man richtiger saren müßte. seine Verbrechen, durch die Einbuße seiner Macht zu büßen habe. Für diesen Machtverfall Englands freilich bringt jeder Tag neue Beweise. Es ist la nicht nur so, wie auch die englische Zeitschrift ihren Lesern auseinandersetzt, daß SowjetRußland allein sich in das Dasein Polens und der Balkanstaaten einzumischen sucht, die Sowjets bauen zugleich ihre Machtbasis im Mittelmeer immer stärker aus. Das zeigt sich gerade in diesem Augenblick, in dem die Badoglio-Regierung es für zweckmäßig crachtet, die Beziehungen zu den Sowjets offiziell aufzunehmen. In der amtlichen italienischen Meldung heißt es dazu, daß diese Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit gleichzeitigem Austausch von Botschaftern auf einen Wunsch der italienischen Regierung erfolge, aber es besteht nicht der mindeste Zweisel, daß Stalin hier Badoglio als Marionette benutzt hat, um einen Wunsch Moskaus durchzusetzen. Die Sowjets benutzen natürlich die Gelegenheit, um ihre Position im Mittelmeer noch zu verstärken. Welche Gedinken sie dabei haben, geht aus einer ReuterDarstellung hervor: dort heißt es. Moskau beabsichtige. König Viktor Emanuel und Badoglio im Amt zu halten, damit die sich daraus ergebende Ungeduld der Bevölkerung einen fruchtbaren Boden für eine spätere Revolution abgeben würde. Der sowietische Schritt hat in London einiges Befremden hervorgerufen, da man wieder einmal feststellen muß, daß England nicht — — Mittwoch, den 15. März 1944 DER NEUETAG Nr. 74 Die Schwerter für Major Streib Einer der erfahrensten und erfolgreichsten Nachtjäger 14. März.(dub) Der Führer verlieh am 11. März 1944 das Eichenlaub mit Schuertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Major Werner Streib, Kommodore eines Nachtjagdgeschwaders, als 54. Soldaten der deutschen Wehrmacht. In Major Werner Streib, der als Sohn eines Kaufmanns am 13. Juni 1911 in Pforzheim gevoren ist und ursprünglich selbst Kaufmann war, zeichnete der Führer einen der ältesten, erfahre'nsten und erfolgreichsten Nachtjäger erneut aus. Er war bereits#5# Jahre alt, als er als Fahnenjunker in einem InfanterieRegiment seine militärische Laufbahn begann. Zur Luftwaife versetzt, war er zunächst Aufklärer, gebörte dann dem Jaydgeschwader Richthofen an und wurde im Sommer 1940 Staffelkarstan in einem Nachtjagdgeschwader. Er war der erste deutsche Flieger, der einen Nachtjandsieg erringen konnte. Der damalige Oberleutnant Sereib war auch der erste deutiche Nachtjäger, der im Wehrmachtbericht genannt wurde, nachdem er in einer einzigen Nacht zum 1. Oktober 1940 drei feindliche Flugzeuge abgeschossen hatte. Wenige Tage später verlieh ihm der Führer das Ritterkreu; des Eisernen Kreuzes nach insgesant sieben Nachtjagdsiegen und einem Tagerabschuß. Als vierzigfacher Sieger im nächtlichen Luftkampf erhielt er am 26. Februar 1943 das Eichenlaub zum Ritterkreu; des Eisernen Kreuzes Er hat insgesamt 65 Nachtjagdsiege errungen. „Vielzahl von Trümpsen Fortsetzung von der 1. Seite aber wir besäßen auch die Kraft und die Ausdauer, sie zu überstehen. Sicherste Gewähr unseres Sieges aber sei uns der Führer.„Es ist für das deutsche Volk“, so schloß Dr. Goebbels seine von stürmischem Beifall begleitete Rede,„ein geschichtliches Glück, während des Krieges an seiner Spitze einen Mann stehen zu sehen, der mit unerschütterlicher Kraft und unbeirrt die Nation durch alle Fährnisse leitet. Niemals sahen wir ihn an seiner Mission, an der Rechtlichkeit seines Handelns, an der Gerechtigkeit unserer Sache und an dem sieg reichen Ausgang dieses Kampfes zweifeln. Wenn eine Nation sich von derselben Unbedingtheit bis zur letzten Faser durchdringen läßt, so wird sie siegen; denn die Geschichte bietet kein Beispiel dafür, daß ein solches Volk jemals unterlegen wäre. Auch Athen, Sparta, Rom und Preußen siegten in ihrer Geschichte nicht durch die Zahl, sondern durch die hohen Tugenden der Standhaftigkeit, der Treue und der Unerschütterlichkeit. Ob im Siebenjährigen Krieg das Schicksal und das Kriegsglück manchmal auch gegen den Großen Friedrich zu sprechen schienen, er hat an seinem Erfolg nicht gezweifelt. Wenn man heute sagt, er habe eben Glück gehabt, daß im entscheidenden Augen= Die Stadt Cherson wurde geräumt— Feindliches-Boot im Mittelmeer vernichte blick die Zarin Elisabeth starb, so ist darauf zu erwidern: Entscheidend war, daß er in die] Aus dem Führerhauptquartier, nott und östlich Tarnopol waren eige Der-Wehrmachtbericht Erfolgreiche deutsche Gegenangrifte östlich Tarnopo HA Mittuc sem Augenblick noch auf dem Schlachtfeld stand 14. März. Das Oberkommando der Wehrmacht und die günstige Chance nutzen konnte. gibt bekannt: Auch uns wird sich eines Tages die große: I anm—... Chance bieten. Wir müssen uns mit allen uns Im Südabschnitt der Ostfront, wo sich bei zur Verfügung stehenden materiellen und grundlosen Wegen und völlig verschlammtem moralischen Kräften auf diese Stunde vor. Gelände ein erbittertes Ringen abspielt, in bereiten. Dieser Krieg ist ein langes, zähes das von beiden Seiten neue Verbände geworund erbittertes Ringen; aber um so mehr gilt sen werden, zeichnen sich unsere Truppen den gerade für ihn das Wort Theodor Fontanes: überlegenen feindlichen Kräften gegenüber „Große Zeit ist immer nur, wenn's beinahe immer wieder durch beispielhafte Standhaftigschief geht, wenn man jeden Augenblick denkt, keit und unerschütterten Angriffsgeist aus. So etzt ist alles vorbei. Dann zeigt sich's. Courage haben sich in den letzten Tagen die Panzer ist gut, aber Ausdauer ist besser. Ausdauer, das ist die Hauptsache.“ Badoglio wirft sich Moskau in die Arme Aufnahme diplomalischer Beziehungen Die Westmächte darüber verdutzt OsI Stockholm, 14. März. Die italienische] Was werden nun die Westmächte tun? Man Emigranten= und Verräter=Regierung im be= ist sich zwar darüber im klaren, daß die setzten Süditalien hat Montagabend bekannt= Sowjetunion durch diese Geste einen neuen gegeben, daß nach einem Notenwechsel mit der Ruck nach links in Süditalien auslöste, denn Sowjetregierung eine Uebereinkunft getroffen selbst die reaktionäre und monarchistische Bagrenadier-Division Großdeutschland unter Führung des Generalleutnants von Manteuffel und die Truppen des 59, Armeekorps unter Führung des Generalleutnants Friedrich Wilhelm Schulz besonders hervorgetan. Rahmen einer vorgesehenen Absetzbewegung wurde die Stadt Cherson nach Zerstörung aller kriegswichtigen Anlagen geräumt. Im Raum südlich Staro=Konstanti17 Gegenangriffe erfolgreich. An der übrigen Ostfrout führten die B schewisten nur noch im Raum nordwest Newel stärkere, aber erfolglose Angriffe. den Kämpsen der letzten Wochen hat sich h die niedersächsisch-schleswig-holsteinische Infanterie-Division mit unterstellten Verbä den unter Führung von Oberst Haß beso ders ausgezeichnet. In Italien kam es auch gestern zu k nen Kampfhandlungen von Bedeutung. Deutsche Jager und Flakartillerie schoft über dem Landekepf von Nettuno sieb feindliche Flugzeuge ab. Im Mittelmeer wurde ein feindliches Um seeboot durch Unterseebootjäger vernichtet In der letzten Nacht warfen britische flugzeuge Bomben im westdeutsch Raum. Deutsche Kampfflugzeuge griffen mit gut Erfolg Ziele an der südenglischen Kü an. Alang Stö befragt wurde. Auch hier erweist sich also die Entmachtung Englands und die Stärkung der sowjetischen Position im Mittelmeerraum. m wurde, derzufolge zwischen der Sowjetregierung doglio=Clique ist heute soweit gekommen, daß Freiheit. Der Kardinal befaßt sich dann und her italieniichen Emiaranten-Resierune! ß. ha. rh..t Ai. Mht O„„ A 1 und der italienischen Emigranten=Regierung sie sich mehr auf die Macht Moskaus als auf weiter mit den kommunistischen Umtrieben in sofort diplomatische Beziehungen ausgenommen diejenige der eigentlichen hritisch amarikanischen Eire(an:###an mard. han Fünf viermotorige As-Bomber über den besetzten Westgebieten abgeschossen Berlin, 14. März.(dub) Aus nordamerikanischen Bomberverbänden, die am Morgen des 13. März im Schutze starker Bewölkung über den besetzten Westgebieten operierten, wurden nach bisherigen Meldungen fünf viermotorige Flugzeuge herausgeschossen. Die vernichteten Bomber schlugen im Küstengebiet auf. Ferner wurde beobachtet, daß einige weitere seindliche Bomber starke Beschädigungen erlitten und zum Teil mit brennenden Motoren den Rückflug antraten, so daß mit ihrem Verlust gleichfalls gerechnet werden kann. werden sollen. Diese Errichtung diplomatische Beziehungen erfolgte, wie in Neapel amtlich mitgeteilt wurde, auf Bitten der BadoglioRegierung. Diplomatischo Vertreter sollen in Bälde ernannt werden. In Washington und London hat diese Nachricht einigermaßen sensationell gewirkt. Badoglio=Politiker hatten nämlich das gleiche Ansinnen an die„Sieger des Westens“ gerichtet die jenige der eigentlichen britisch=amerikanischen. Eire. Ganz offen werde der Kommunismus, „Sieger“ verläßt, in deren Arme sie sich einst=so stellt er fest, unter den Arbeitern in Engmals stürzte. lland und daneben auch in einigen irischen Ein amerikanischer Journalist hat kürzlich in Städten und Ortschaften propagiert. Die einem Rundfunkvortrag über Italien und die irische, end müsse vor der kommunistischen dortigen Verhältnisse u. a. gesagt: Bisher hat Gefahr gewarnt werden, vor allem aber jen es nur einen Sieger gegeben, und das ist die#ren, die nach Engle#d gingen oder mit Sowjetunion, die nicht einen einzigen Solda=Ix„ 5 22•79 ten an der Front in Italien stehen hat. Landsleuten zusammenträsen, die aus England zurückkehrten. Auch andere Bischöfe richteten ähnliche Aufruise an das irische Volk. Schritt entschließen würde, die Nachricht scheint wie aus heiterem Himmel auf die Kriegspolitiker des Westens herabgefallen zu sein. Es ischen Neutralität durch die Engländer hef immer wieder von den Westmächten abiue 14 wär; dut) ais gm# gelehnt; nun hat sich plötzlich die Lage verlle, 14. März.(dub) Die Engländer ändert: Die Sowjetunion hat de lacto die ich eine neue Verletzung der italienische Verräterelique als rechtmäßige Neue unerhörte Verletzung der span Marseille ließen sich spanischen Neutralität zuschulden kommen. Am Sonntagnachmittag wurde der spanische Dampfer„Labo San Sebastian“ (4000 BRT) auf der Fahrt von Barcelana nach Valencia in der Nähe von Tarragona von einem britischen Flugzeug überfallen und durch zwei Bombentreffer so schwer getroffen, daß er in Brand geriet und Schlagseite bekam. Diese unerhörte Mißachtung der spanischen Neuutralität erfolgte zur gleichen Stunde wie der Angriff auf das deutsche Schiff„Kilissi“, wenige Kilometer weiter südlich an der Ebro=Mündung. Das brstische Flugzeug flog nach den Bombenwürsen in niedriger Höhe erneut gegen das spanische Schiff und feuerte mit seinen MGs auf die Besatzung, die versuchte, den Brand zu löschen. Mehrere Mitglieder der spanischen Besatzung wurden schwer verletzt in eine Klinik in Barcelona eingeliefert. Ein Matrose ist inzwischen seinen Verletzungen erlegen. Das schwer beschädigte Schifs, das der spaist eine realistische Schilderung des tatsächdie sich jedoch bisher zu keiner Stellungnahme lichen Sachverhalts, denn die Ereignisse in hatten durchringen können. Niemand scheint in Süditalien haben bisher ohne Ausnahme be=ine in das frische Volk. Washington oder London geaynt zu haben, wiesen, daß es dort nur eine politische Macht Ein Mahlmanöner Raosepolte daß Moskau sich so schnell zu einem solchen gibt, und das ist die Sowjetunion, die dank ein Wahlmändder Robsebeils ihrer eigenen Agenten bzw. bolschewistischen] Konflikt mit Irland— ein zweischneidiges Anhänger mehr und mehr die britisch=amerikani=] Schwert g i f##um schen Politiker beseite schiebt und Verhältnisse TT Genf, 14. März. In Washingtoner poliergibt sich jetzt wieder einmal in Süditalien schafft, die man als Vorbereitungsstadium für tischen Kreisen wird heute zunisch bestätigt eine recht komplizierte neue Situation für die eine vollständige Bolschewisierung Süditaliens daß die Erpressungsmanöver Roosevelts gegenAlliierten. Alle Bemühungen von seiten der bezeichnen kann.. über dem Freistaat Irland nicht etwa als veritalienischen Verräterelique, als mehr oder! Der Fall der italienischen Flotte, die teil=einzelte Tatsache betrachtet werden dürfen, sonweniger vollberechtigte Partner im alliierten weise an die Sowjetunion ausgeliefert wer=dern nur einen Ausschnitt aus dem„Krieg den soll, scheint nicht unwesentlich zu dieser gegen die Neutralen“ bilden, den Roosevelt Eile der italienischen Emigranten, gute Be= nun entschlossen sei, unter Anspannung aller ziehungen zu Moskau herzustellen, beigetragen Fräfte durchzuführen. Die neutralen Länder, zu haben. Die neueste Entwicklung in dieser biet, das eine akute Gefahr für die ucoAngelegenheit hat za mehr als alles andere Truppen bedeute. Ihre Haltung, so wirft man bewiesen, wie unfähig die Westmächte sind, ihnen vor, verlängere ganz unmittelbar den noch in irgendeiner Frage von Bedeutung eine#ct. Den Hintergrund zu diesen zynischen Verleumdungen dürfte das Bestreben Roosevelts bilden, vor Beginn des eigentlichen Wahlkampfes noch rasch einige billige Triumphe Lager ausgenommen zu werden, wurden bisErneuter Terrorangriff auf Ro Rom, 14. März.(dnb) Die Stadt Ro wurde am 14. März abermals von nor amerikanischen Bombenflugzeugen ange griffen. Die Verbände, die in mehrer Wellen anflogen, warfen zahlreiche Spren bomben auf Wohngebiete im Osten und Nor osten der Ewigen Stadt. Bisher wurden au gedehnte Gebäudeschäden und erhebliche Ve luste unter der Zivilbevölkerung gemeldet. D Aufräumungsarbeiten sind in vollem Gang Zahlreiche Verschüttete liegen noch unter de Trümmern der zerstörten Häuser. An Maue Plakate: Vo sollte jeder seinem Arbe dafür sorger das auger außerhalb de Wer jedoch hat, die täg zusehen, mu die Wahrnel oder Gedar nicht selten schildert mar Praxis: In bestimmte G die Spinner man anmah Umständen Bescheid, ma tigen Sond Tarnstoffen dem und der Derartige ersten Blick auch dem F daß wir T zieren. Glei Erfa Neue Ar politische Vertretung des besetzten Süditalien anerkannt und man rechnet damit, daß wahrscheinlich sogar der bisherige Sowjetvertreter im alliierten Italien=Ausschuß, Wyschinski, zum Botschafter in Neavel bzw. Bari ernannt werden soll. Entschließung ohne Rücksichtnahme auf die Wünsche Moskaus zu treffen. Ruhe und Einigkeit im irischen Volk Manrechnet mit Wirtschaftssanktionen Aufruf des Kardinals Mac Nory °1 Genf, 14. März. Aus Belsast wird berichtet, daß ganz Irland angesichts der angloZusammenhang auch an die wirtschaftlichen Sanktionen, die Washington einitmals gegen amerikanischen Erpressungsversuche die Ruhe die französische Insel Martinique und neuer bewahre. Im allgemeinen herrsche aber im ganzen- irischen Freistaat eine ungeheure Spannung, da man erwarte, daß die Ablehnung der Zumutungen Roosevelts durch einen wirtschaftlichen Druck von seiten der UISA und Englands beantwortet würden. Die Gefahren solcher Maßnahmen, die in Irland keineswegs nischen Schiffahrtsgesellschaft Ybarra gehört unterschätzt werden, bilden heute das Tage und in Begleitung der Schiffe„Cabo la Plata" und„Cabo Menor“ fuhr, wurde von zwei spanischen Schleppern auf Strand gesetzt. Berühmte Fresken zerstört gespräch. Aber im irischen Volk herrscht vollrommene Einigkeit darüber, daß die Neutralität Irlands auch weiterhin mit allen Kräften verleidigt werden müsse. Alle Meinungsverdings gegen Spanien ergrissen habe, als diplomatische Schri tate erzielten. cht der Tatsache, daß auf dem militärischen Gebiet der Kriegführung diese Triumphe, obwohl sie von Tag zu Taa von der angloamerikanischen Agitation als totsicher vorausgesagt werden, in nebelhafte Ferne rücken. Allerdings ist der Wert dieser Aktion Rcosevelts in Anbetracht der scharfen Absage, die er nun seitens der Regierung von Dublin ein matische Schritte nicht die gewünschlen Resuil= stecken mußte, recht zweifelhaft geworden Allgemein wiro in politischen Selbstverständlich hat Roosevelt damit gerechbemerkenswerte Fresken Mantegnas, die LebensKreisen Washingtons dem Willen Ausdruck net, die Angelegenheit mit Dublin so rasch gegeben, daß man so oder so Irland zur Er= wie möglich ins reine zu bringen. Denn eine füllung der nordamerikanischen Wünsche Verschärfung der Beziehungen zwischen Wazwingen werde. shington und Dublin kann ihm nicht gerade Der irische Kardinal Mac Rory richtete, gelegen kommen, da dies letzten Endes auf wie die Dubliner Zeitung„Irisy Preß“ iunerpot: hem Gebiet bei den bevorstehenden meldet, an das irische Vol“ einen Auftruf, in gaten sehr Zinangenehme,„Rückwirkungen dem es u. a. heißt: Von einigen Seilen höre Lay u183psdie vielen irischen Wähler in schiedenheiten zwischen den verschiedenen pon: Allierten sollen Eire wegen seiner Neuiralität der republikanischen Partei getrieben tischen Parteien sind gegenüber, diesem Ziel in in diesem Kriege bestrafen. Er, der Kardinal, den Hintergrund gerückt. Selbst Blätter. ie erinnere aber England und die##A daran, sonst in Opposition zu de Valera stehen, zollen daß Irland ein uneingeschränktes Recht auf seiner festen Haltung gegenüber den Er= seine nationale Selbständigkeit habe. Verlange man Dankbarkeit vom irischen Volk, so fragt Wie aus Washington berichtet wird, rechnet Mac Rory, für die von England ausgezwunDie Geschichte habe festged viele Jahrhunderte hin Mailand, 14. März.(dub) Bei dem angloamerikanischen Terrorangriff auf Padna wurde auch die besonders wegen der wertvollen Fresken Mantegnas berühmte Kirche der Kremin=lpressungsversuchen uneingeschränktes Loh taner zerstört.— Die in romanischem Stil einige wegen ihrer guten Erhaltung besonders Nex. 99“ My, zsoggen BepPsrsAe1, gb iie Holen Has“ Phae Vereinigten Staaten die irische Ablehnung halten, daß England Yankees vor dem Kolosseum Gefangene auf dem Marsch durch Rom BA Mailand, 14. März. Die Bankees sind endlich in Rom angelangt. In Dreierreihen marschieren sie durch die Stadt, am Kolosseum vorbei, entwaffnet, heruntergekommen und noch mit den Spuren des Kampfes in den Gesich tern und an der Kleidung. Deutsche Grenageschichte des Heiligen Christoforus und des ihrer Forderungen durch wirtschaftliche Maß; durch das irische Volk nicht nir ungerecht, Heiligen Jakob darstellend. Sie gehörten zu nahmen beantworten werden, um vielleicht cuf sondern auch grausam behandelt habe. Ir.##.r, begleiten und.n sie. Auf dem den Frühwerken des Künstlers und waren eine diese Weise dann ihren Willen durchzusetzen. übrigen behaupteten Engländer und Ameri=#uarsch. Friegsgefangenenlager schauender eindrucksvollsten Schöpfungen der Malerei Man, unterstreicht in politischen Kreisen kaner von sich, daß sie für die Freihett der neugierig um sich, mit aufaerissenen Ausaller Zeiten, Um sie zu bewahren, hatte man Washingtons mit sichtbarer Gemigtnung, daß kleinen Nationen kampften. Dann ever aber trandem offenvar ohne Verständnis für noch vor kurzem Schutzbauten um die Kapelle Irland in bezug auf Petroleum vollständig müßten sie auch, wenn sie dies ehrlich meinten, das, was sich ihren Blicken bietet. Einige lach aufgeführt, die nun jedoch einem Volltreffei von den USA und in bezug auf Weizen von Eire in Ruhe lassen. Eire habe einen nicht ten sogar, als sie die hoben romischen AcaugKonada abhängig ist. Man erinnert in diesem zu schmälernden Ariur4 n anlaa„ 777 2772„„ die heute mit Efen und Moos bewachsen sin vor sich sahen.„So etwas dürfte in Amerit nicht stehen bleiben“, erklärten sie dann biede Der Korrespondent des„Corriere della Sera an der Südfront schildert sein Zusammentre fen und seine Gespräche mit diesen Soldate# Sie betrachten sich als die Kunden eines gr ßen Reisebüros— der Krieg ist für sie en Art Reise—, das für sie die Unterkünfte u die Verpflegung bestelle, allerdings nicht d Rückkehr garantiere. Die Reiseführer jedo die vor der Landung unter sie verteilt wu den, liegen nun im Schlamm der Schütze gräben von Aprilia, und aus dem sonnig Italien ist für sie das„damned Italy“ geworde Ein robuster Bursche aus Minnesota ist sel erstaunt über das, was es in der Via de Impero zu sehen gibt. Er wußte gar nich daß es alte verfallene Städte gibt, die gerad wegen ihres Alters und Verfalls sogar b rühmt sind. In den Vereinigten Staaten hät man diese längst durch Wolkenkratzer mit kl ren, nüchternen Linien ersetzt.„In den USA sagte er,„ist alles praktisch, und alles die zu etwas. Die Straßen sind schön. Sie sir übrigens auch hier schön, aber wenn sich de Faschismus nur für einen Cent hätte durch setzen können, so wären diese morschen Mauer mit den alten Trümmern sicher verschwunden Nach diesem Ausspruch dachte er nur mel daran, Decken und ein halbes Brot zu er wischen. Das praktische Leben steht für ih eben über allen sonstigen Betrachtungen. Der Rundfunk am Donnerstag " Reichsprogramm: .00—.15 Uhr: Zum Hören und Behalt Faust— vom Volksbuch bis Goethe,— 12,35 12.45 Uhr: Der Bericht zur Lage.— 14.15—15. Uhr: Unterhaltsame Musik altbohmischer Meiste — 15,00—15.30 Uhr: Aus den slawischen Tänz von Dvorak.— 15.30—16,00 Uhr: Lied- und Kar mermusik von Schubert, Schumann, Beethov Brahms u. a.— 16.00—17.00 Uhr: Querschn durch Smetanas Oper„Die verkaufte Braut": singen Mitglieder der Oper des Nationaltheat Prag.— 17.15—18.00 Uhr: Traditionsmärsche Sndetendenuchen.— 18,00—18.30 Uhr: Böhmi und mährische Volkslieder.— 18.30—19.00 Uh Der Zeitspiegel.— 19.15—19,30 Uhr: Frontberichte 19.45—201000 Uhr: Hans Friedrich Blunck„Han werk unserer Vorzeit".— 20.15—22.00 Uhr: Abe konzert mit Werken von Smetana, Mozart, TvorEs spielen die Berliner Philharmoniter un Leitung von Wilhelm Furtwängler, das deutsc philbarmonische Orchester Prag, Leitung: Jose: Keilberth, die tschechische Philharmonie, Leitu Rafael Kubleik. Das Wot gemäß eine allem in Stand der A fühlbare E gewährleistet helfsheimbal gesundenen: sare unter kommissars Erfahrungsa untereinande regungen un auch in eine über diese wieder dara heime als sind. Jede B für die N jetzt einen M bringen; da lich stärker mehr. Es ist dem Mate müssen. Es dient, drei besitzen, al: zwei Wohnk bau für die müssen wir Krieges riaugenblicklich unserem eig den einmal bestimmung keinesfa Ohne weiter mit dem Behelfsheim der Nützlich das Behelfs Gegenteil, Primitivität zum Opfer fielen. Anspruch auf Intearttat und dukte, die Ugberreste alter römischer Bauwerke, Druck und Verlag: Kölner Verlaus-Anstall und Druckerei Gmbli. Verlagsleiter: Dr. Er Vaternahm. Hauptschriftleiter: Dr. Hans Kor: Preisl. 15. Schwester Linda „Gerade du solltest doch wissen, wo du keine Eltern mehr hast, daß du sehr vorsichtig sein mußt. Der gute Mann hat sich aber Roman von Peter MariusZe! 4. Fortsetzung. „Du verteidigst ihn? Du liebst ihn „Gerti, sei vernünftig. Ein angesehener Notar kann es sich nicht leisten, mich wegen eines dummen Scherzes auf sein Riiro zu bestellen“ „Verliebten Männern rutscht der Verstand. Ein Verliebter ist zu allem fähig. Und dann nach Geschäftsschluß Wenn er allein im Büro ist... Dann verschließt er die Türe. Ich mag nicht daran denken... Ich komme mit, auf alle Fälle werde ich mitkommen.“ „Ich werde allein gehen...“ „Das ist ja Wahnsinn. Dann gehe ich vor der Tür wachsam auf und ab, und wenn du nicht in einer Viertelstunde heil und gesund wieder unten auf der Straße bist, dann schreie ich um Hilfe und alarmiere das Ueberfallkommando." stand auf du, mir ist so gruselig. daß ich mich fürchte. Komm, laß uns hinunter gehen; es wird schon dunkel hier." Ein Soldat, der sein Mädchen umschlungen hatte, kam durch den Wald und ging den Basteiweg entlang. Er verschwand hinter den kleinen Ausguckhäusern, die in der schier endlosen Mauer, die längs dem Mönchsberg läuft und früher Verteidigungszwecken diente, eingelassen sind. Linda sah den beiden verträumt nach. Sie war auch einmal diesen Weg gegangen, zu Beginn des Sommers. Es war ebenfalls ein Soldat gewesen, ein Oberleutnant. Sie hatte nie mehr etwas von ihm gehört. Leider... Das ging ihr flüchtig durch den Kopf. Aber sie kam nicht dazu, den Gedanken weiterzuspinnen. Gerti redete auf sie ein. schwer vertippt, wenn er meint, daß du nun ganz hilflos dastehst. Ich bin auch noch da, und ich passe auf. So ein Unsinn. Vor dreihundert Jahren kann dir niemand etwas vermacht haben, weil damals niemand etwas von deiner Existenz wissen konnte.“ „Das habe ich ihm auch gesagt.“ „Und er?“ „Will mir alles morgen in seinem Büro erklären.“ „Soll er schriftlich machen, dieser Petrus, dieser Aufschneider" „Aber er muß doch eine Erklärung haben wenn ich zu ihm komme. Er kann doch nicht sagen, daß er das einfach nur gefaselt hat?" „Ich werde dir sagen. was er dir für eine Erklärung geben wird. Paß nur auf. So macht er c9.“ Breitbeinig stellte sich Gerti ihrer Freundin in den Weg. preßte die eine Hand in den Busen und streckte die andere verlangend nach ihr aus.„Ich liebe Sie, mein Fräulein, kein Prustend befreite sie sich ein zweites Mal: „Rein, das kann nicht sein, du hast ihn nicht sprechen hören, Gerti.“ „Aber, Kind, nimm doch Vernunft an! Wenn eine Erbschaft dreihundert Jahre alt ist, dann ist durch die Inflation längst alles entwertet. Sei doch kein Frosch. Da steckt eine Lumperei dahinter, ein schmutziger Trick. oder er will sich überhaupt nur über dich lustig machen!" „Das könnte schon eher sein,“ gab Linda nachdenklich zu.„Aber ich glaube es nicht. Er sagte es ganz ernsthaft, und man müßte ihm glauben.. „Du. du Ganz aufgeregt war Gerti. Nacht, keinen Tag finde ich Ruhe. Ihr Bild vekfolgt mich. Verzeihen Sie mir, aber ich konnte nicht anders, ich mußte es Ihnen sagen und da Sie mir keine andere Gelegenheit gaben, versiel ich auf diesen Gedanken: meine Liebe spricht daraus, seien Sie mir nicht böse deshalb Linda machte sich lachend aus den stürmischen Umarmungen, mit der Gerti ihre Ansprache illustrierte, frei: „Sie Unverschämter, Sie Mädchenhändler, werde ich dann sagen...“ Gerti würgte ihre Freundin am Halse:„Zu spät, mein Kind, jetzt oder nie, ich liebe Sie, ich werde wahnsinnig ohne Sie...“ „Au, au, au, laß mich los, du machst es zu echt.“ „Da fällt mir was ein, da habe ich doch so eine Geschichte gehört von einem Manne, der einen sehr respektadlen Ruf hatte, es war ein Gütermakler. Plötzlich erzohlte er seinen Freunden erwas von seinen Schlössern in Tirol und in der Steiermark. Man dachte, er wäre urplötzlich steinreich geworden und glaubte ihm Dann aber sprach er von seinem Vetter, dem Erzherzog. und er bildete sich wahrhaftig ein, mit dem Kaiser verwandt gewesen zu sein... Du. der Mann ist sehr bald darauf in einer Irrenanstalt verstorben... Nimm dich in acht am Ende ist der Mann wahnsinnig geworden und die anderen haben es nicht bemerkt.“ Gerti hatte sich so in Feuer geredet, daß sie selbst von der Wahrheit ihrer Kombination überzeugt war. Linda schritt still für sich hin. Sie nickte mit dem Kopf:„Etwas seltsam ist mir das Ganze auch erschienen. Ich habe den ganzen Tag gar nicht ernstlich daran denken können.. Es kam mir wie ein Märchen vor, das man mir vor Jahren erzählte...“ „Ach. Linda“, sammerte Gerti,„du bist ja auch heute nicht weiser geworden, du bist ja noch immer das Kleinkind. An die Brust sollte ich dich nehmen und nicht weglassen. Sicher rennst du noch in dein eigenes Verderben... Geh nicht zu diesem schrecklichen Mann; meinetwegen gey zu einem Anwalt und bitte ihn. die Sache für dich in die Hand zu nehmen, das ist gescheiter, als selbst dem Wahnsinnigen ins Garn. zu gehen...“ Es war dunkel geworden. Der Mond ließ seine silberne Sichel zwischen den blankposierten Himmelskugeln aufstrahlen und warf scharfe Schatten neben milchigweißem Schaumlicht. Drüben auf der Festung glomm ein Schimmer im Turme auf und erlosch sogleich. Sie gingen schnell die Treppen hinab und standen wieder auf der Straße. „Ich habe einen Mordshunger. Vo bleibt deine Einladung? Auf die Erbschaft hin können wir uns freilich gar nichts leisten.“ „Ich denke doch“, meinte Linda,„ich bin gern bereit, heute einige Mark und Marken zu opfern.“ Sie gelangten in die Mitte des Platzls. Linda zog ihre Freundin in ein kleines, ge mütliches Lokal. Dort speisten sie vergnügt. Eine Stunde später gingen sie in flottem Tempo ihrem deim zu. Vorbei an dem Mozarteum, in dem beide Freundinnen schon manches Konzert gehort hatten. Es hielt zwar alle Vorhänge vorsorglich verschlossen, aber aus dem breiten Portal drang doch bläulicher Lichtschimmer, der anzeigte, daß eine Darbietung ihre Zuhörer noch im Banne hielt. „Linda“, sagte Gerti nachdenklich.„seitdem das Mozarteum zur Reichemustkhochschule erhoben worden ist, möchte ich gern wieder meinen Klavierunterricht dort aufnehmen.“ „Weshalb denn das? Du spielst sehr hübsch kür den Hausgebrauch. Das sollte dir genügen Gerti. Damit kannst du deinem Manne schon eine sehr große Freude machen.“ „Meinst du? Ach, die Männer stellen heute nur immer den Rundfunk an. Und gegen die Münchner Philharmoniker oder eine Salzburger Veranstaltung im Festspielhaus kann de kein Hausklavier mehr konkurrieren.“ „Man kann so etwas doch nicht miteinendt vergleichen. Gerti. Die deutsche Hausmu brauicht und soll nicht unter unseren technische Errungenschaften leiden. Wer persönlich ein Konzert beiwohnt, bemerkt den Untersch zwischen der Anwesenheit der ausübende Musiker, dem Fluidum, das von ihnen aus geht, und der Uebertragung durch den Rund sunk! Ich denke mir, das ist bei der Haus musik so ahnlich. Wenn das Klavier ange schlagen wird, und dazu von den Händen de Frau, die man liebt, so sollte wohl meist d Technik den Kürzeren ziehen.“ „Deshalb kann man aber doch einmal ein Abend zu Hause mit seinem Manne auf de Couch sitzen und ein schönes Konzert anhöre Weißt du, wenn dann so eine Stehlamp brennt, Linda, und der Mann eine Zigarte raucht...“ „Eine Zigarette, bitte...“ „Nein! Mein Mann soll eine Zigarre rauchen. Wenn ich die rieche, muß ich imme an meinen Vater denken. Der raucht nu Zigarren und dann fühle ich mich so heimot lich, beschützt und geborgen.“ „Wen willst du denn heiraten, Gerti? 1 kommst mir so merkwürdig vor. Diese Reder sind ungewöhnlich bei dir.“ „Himmel, man spricht über so manche: daher. Jetzt in doch schwer daran zu denken. „Ja,“ seufzte Linda.„E# war zu alle Zeiten schwer, den richtigen Mann zu finden. Aber unmöglich war und ist das nicht. Wir sollten mehr Vertrauen zu unserem Schicksal haben. Ich habe es. Ich glaube, ich fühle, daß etwas geschieht. Irgend etwas Schönes, etwas Großes...“ (Fortsetzung folgt.) Für den gegenwärtig Bezug von an den Han allerdings n kommen. 1 letzten Quar uno zue worden. Die erheblich Quartal mu betrachtet u Industrie. Baustoffe er Fabrikation Drit Als wir in on Verdi b oaß sich di schaft bereits Matthauspaf dieser Kieis dabei übersel konzerte aus Ausblicke. E zum begrucke und bat die so restlos a1 Diederbolung fragen besch. gab 3 Meisters, da omitte Lronor bei der Neu nicht auch zu haben. A ehnen die genug. diese entsprechende „Genealogie“ berrscht in d noch einige Wornn noch der drei Lu Verbaltnis ersten Fasiu Becthoven mitten im restan in e in ihrem m Beziedung z1 tung der O# eine neue drinen Leon von dieser 3 einmal richt r. 74 arnope vernicht daren eigen en die B nordwest! Angriffe hat sich inische ten Verdä Haß beio stern zu k tung. erie schoft uno sieb liches Um ernichtet itische deutsch mit gut henKü auf Ro Stadt Ro von nor n ang n mehrer he Spren und Nor vurden ebliche Ve meldet. D lem Gang unter de oachsen sin in Ameri dann bied della Ser# sammentre n Soldate eines gr für sie ei rkünfte u * nicht d hrer jede erteilt w r S c h ü t z e m sonnig geword ota ist se r Via de gar nich die gerad sogar b aaten hät er mit kl den USA alles die 1. Sie si nn sich de ätte durch sen Mauer schwunden nur me rot zu er ht für ih ingen rstag Behalte * 12.35 14.15—15, der Meiste hen Tänz und Na BeethonQuersch Braut"; onaltheate märsche : B o h m i s c h 19.00 15 rontberich nuck„Haf Uhr: Abe art Tor niker unte as deutsc ng: Joic: e, Leitun Instal und Dr. Eri Jans Kor kann do niteinende Hausmul technisch ilich eine Untersch usübende hnen aus den Rund der Ha dier ange sänden de meist d mal eine e auf de anhöre Stehlamp e Zigar: Zigarr ich imme: aucht nur o Heimot erti? P# es: Reden manches u denken." zu allen zu finden. icht. Wi: Schick ich fühle, Schönes, folgt.) HANSE STADT Vier Sonderbriefmarken Mittwoch. 15. März 1944/ Nr. 74 Unangebrachte Offenherzigkeit An Mauern und Wänden mahnen warnende Plakate: Vorsicht, der Feind hört mit! Das sollte jeder Volksgenosse namentlich auch in seinem Arbeitsbereich beachten und strengstens dafür sorgen, daß keinerlei Nachrichten über das augenblickliche Produktionsprogrimm außerhalb der Betriebsmauern bekannt werden. Wer jedoch von Berufs wegen Gelegenheit hat, die täglich einlaufende Geschäftspost einzusehen, muß nur auzu oft auch heute noch die Wahrnehmung machen, daß aus Leichtsinn oder Gedankenlosigkeit dieser Verpflichtung nicht selten zuwidergehandelt wird. Hierzu schildert man uns folgendes Beispiel aus der Praxis: In einer Weberei werden dringend bestimmte Garne benötigt, mit deren Lieferung die Spinnerei in Verzug gekommen ist. Als man anmahnt, kommt als Antwort— unter Umständen sogar auf offener Postkarte!— der Bescheid, man sei gegenwärtig mit einem wichtigen Sonderauftrag zur Herstellung von Tarnstoffen beschäftigt, der unbedingt bis zu dem und dem Termin erledigt sein müsse. Derartige Mitteilungen nehmen sich beim ersten Blick vielleicht höchst harmlos aus, denn auch dem Feinde ist selbstverständlich bekannt, daß wir Tarnstoffe. Zeltbahnen usw. sobrizieren. Gleichwohl ist es schon aus Luftschutzgründen höchst unangebracht, ausdrücklich darauf zu verweisen, daß gerade der Betrieb X. in der Stadt.dgegenwärtig für einen solchen Auftrag eingesetzt wird, und noch überflüssiger erscheint es, die besondere Dringlichkeit verartiger Wehrmachtaufträge durch Angabe einer Terminbindung ausdrücklich zu unterstreichen. Aus kleinen und kleinsten Bausteinen unscheinbarer und zunächst vielleicht völlig harmlos anmutender Bemerkungen setzt sich die sehr rührige Feindspionage ein Gesamtbild eusammen, das möglicherweise für sie von entscheidender Wichtigkeit ist. Der einzelne kann unmöglich aus seinem persönlichen Blickfeld beurteilen, was dem feindlichen Nachrichtendienst wertvolle Fingerzeige zu bieten vermag. Wozu auch die gänzlich unnötige Ossenherzigkeit, hinter der sich nur Gedankenlosigkeit, wenn nicht Wichtigtuerei und Großmannssucht verbergen? Für den Kunden, der sich nach dem Liefertermin erkundigt, genügt vollauf die Mitteilung, daß die Lieferung aus zwingenden Gründen erst dann und dann er= Das Reichspostministerium hat zum zehnfolgen kann. Daß an verspäteter Lieferung jährigen Bestehen des Hilfswerks„Mutter und geschäftliche Schlamverei heute keine Schuld Kind“ am 28. Februar 1944 eine Sonder trägt, weiß jeder auch ohne ausdrückliche Ver zehnjährigen Bestehen des „Mutter und Kind“ Hilfswerks sicherung, und man hat es deshalb nicht im mindesten nötig, den Entlastungsbeweis rch detaillierte Angaben über vordr nasiche####resaufträge zu führen. Bei der Bekämpfung der Werkspionage durch Auslandsagenten und ihre Helfershelfer dürfen heute auch scheinbare Kleinigkeiten nicht außer acht gelassen werden. briefmarkenserie herausgegeben. Diese Serie umfaßt vier Werte mit Darstellungen aus der Arbeit des Hilfswerks„Mitter und Kind“ der Ns=Volkswohlfahrt: 1. Säuglingskrippe(3°); 2. Gemeindeschwester(6)); Hilfsstelle„Mutter und Kind“(12.); 4. Müttererhozungsheim(15 10). Der Mehr ertrag fließt dem Kulturjonds des Führers zu. Jedem Brautpaar elf Flaschen Wein zum Festtag Neue Sonderzuteilung des Ernährungsamtes Köln bei Hochzeiten Erfahrungen und Notwendigkeiten des Behelfsheimbaues Neue Anregungen und Impulse— Besonders wichtig, im voraus schon für den Notsall zu bauen! Das Brautpaar war nicht schlecht überrascht, als man es nach der Aushändigung der üblichen Lebensmittelsonderzutellungen für das Hochzeitsfest in einen festlich geschmückten Raum im Ernährungsamt führte und ihm zehn Flaschen Wein, eine Flasche Trinkbranntwein und dazu noch eine mächtige Blume überreichte. Das war bisher noch keinem zur Ehe entschlossenen Puur widerfahren, Dafür aber wird es in Zukunft um so öfter geschehen, denn das Kölner Ernährungsamt wird von jetzt ab außer seinen bisherigen Markenabgaben zur Hochzeit auch jene, eben beschriebenen geistigen Genüsse zur Erhöhung der Freude und der Festlaune aller Jungvermählten ausgeben— freilich nicht, wie ausnahmsweise hier beim ersten dieser glücklichen Pacrr, gleich in natura, sondern in Form eines Bezugscheins, mit dessen Hilfe man diese recht beachtliche Ration von im ganzen elf Flaschen Alkohol im Geschäft erhalten kann. Es hat, wie Direktor Adolphs vom Ernährungsamt im Verlauf einer kurzen Ansprache mitteilte, allerhand Bemühungen bedurft, um die Genehmigung zur Ausgabe dieser Sonderzuteilung, die bisher nur in einigen wenigen Städten Deutschlands verteilt wird, zu erlangen und die nötigen Vorräte an Wein und Spirituosen zu beschaffen. Fast seit Beginn des Krieges geben die Ernäh rungsämter den Brautleuten eine einmalige Lebensmittelzuteilung für zwölf Personen. Im Monut werden in Köln auf diese Weise 550 bis 600 Sonderrationen verabreicht, im Jahr also 7000 für etwa 84.000 Personen, die an der Hochzeitstafel teilnehmen. Man mag sich ausrechnen, auf wieviel Flaschen Wein sich nun die Ausgabe im Jahr belclfen wird. Nach Verhandlungen mit dem hiesigen Weingroßhandel und dem Weinwirtschaftsverband konnten die notwendigen Mengen für diese großzügige Hochzeitsspende der Hansestadt zur Verfügung gestellt werden, so daß künftighin kein Brautpaar bei seiner Feier auf die nötigen Getränke zu verzichten braucht. Die Weinkiste, die das erste, ob dieses unvermuteten Geschenks freudig erstannte Brautpaar erhielt, war vom Gemeinschaftswerk des Versorgungsrings Köln der DAF gestiftet worden und wurde strahlend entgegengenommen. Ganz ahnungslos waren die beiden Jungen Leute, der Fronturlauber und seine Braut, die unter den Kölner Braautpaaren den Ansang mit dem Bezug der neuen Sondergabe machlen. Die nächsten werden es nicht mehr sein, denn solch günstige und vorteilhafte Dinge sprechen sich schnell herum. Alle aber werden sich darüber freuen und bei der Hochzeit ihr Vergnügen an der köstlichen Zugabe haben. Das aber ist auch der Sinn die'er Weinspende, und darum hat das Ernährungsamt ihre Ausgabe derchgesetzt: daß das junge Paar im Famillen= oder Freundeskreis seinen Ehrentag freh und stimmungsvoll begehen kann. ds. Das Wohnungshilfswerk benötigt naturgemäß eine gewisse Anlaufszeit, bis es, vor allem in den luftgefährdeten Gauen, jenen Stand der Verwirklichung erreicht hat, der eine fühlbare Entlastung des Wohnungsmarktes gewährleistet. Die bisherige Entwicklung des Behelfsheimbaues wurde auf einer kürzlich stattgesundenen Tagung der Gauwohnungskommissare unter Leitung des Reichswohnungskommissars Dr. Ley fixiert; sie führte einen Erfahrungsaustausch der einzelnen Gaue untereinander herbei und gab neue Anregungen und Impulse. Grundsätzlich, so wird auch in einem Bericht der NS=Korrespondenz über diese Tagung ausgeführt, ist immer wieder darauf hinzuweisen, daß die Behelfsheime als Notwohnungen anzusehen sind. Jede Bauweise also, die eine Erweiterung für die Nachkriegszeit vorsieht, muß bereits jetzt einen Mehrverbrauch an Material mit sich bringen; das Fundament schon muß wesentlich stärker ausgebaut werden und dergleichen mehr. Es ist nun aber einmal so, daß wir mit dem Material äußerst sparsam umgehen müssen. Es ist im Augenblick mehr damit gedient, drei vorschriftsmäßige Behelfsheime zu besitzen, als aus dem gleichen Material nur zwei Wohnheime zu errichten, die einen Ausbau für die Nachkriegszeit zulassen. Zur Zeit müssen wir uns nach den Notwendigkeiten des Krieges richten und uns damit abfinden, augenblicklich primitiver zu leben, als es unserem eigentlichen Niveau entspricht. Von den einmal festgesetzten Größen= und Raumbestimmungen kann und darf deshalb keinesfalls avgegangen werden. Ohne weiteres kann und soll man das Schöne mit dem Nützlichen verbinden, gerade beim Behelfsheimbau aber muß sich die Schönheit der Rützlichkeit unterordnen. Deshalb braucht das Behelfsheim nicht häßlich auszusehen. Im Gegenteil, die Erfahrung zeigt, daß gerade Primitivität erfinderisch macht. Drei große Aktionen Für den Bau der Behelfsheime gegenwärtig drei große lainen 1. Der im Betrieb haben, können für ihre ausgebombten Gefolgschaftsmitglieder in Werkhilfe die benötigten Behelfsheime errichten. Reichsminister Speer hat sich damit einverstanden erklärt, daß für diesen Zweck geeignete Gefolgschaftsmitglieder in geringer Zahl freigestellt werden, wenn die Belegschaft durch Ueberstunden den Arbeitsausfall an der Rüstungsarbeit wieder wettmacht. Zur weiteren Unterstützung dieser Arbeit können Kriegsgefangene usw. zugeteilt werden. 3. Das Schwergewicht im Behelfsheimbau liegt jedoch, so groß auch der Erfolg der unter 1 und 2 genannten Aktionen sein wird, bei der Verarbeitung örtlich vorhandener Werkstoffe in der Selbsthilfe der ausgebombten Familien. Jetzt schon für den Eventualfall! Die Werk= und Selbsthilfe wird zunächst naturgemäß nach erfolgtem Terrorangriff einsetzen. Aber wenn die Wohnungshilfswerksaktion ihre Zwecke aufs präziseste erreichen soll, dann ist es notwendig, daß die Zeit zwischen dem Eintritt des Verlustes der Wohnung und der Unterbringung in einem Behelfsheim möglichst verkürzt wird. Das aber läßt sich dadurch erreichen, daß mit dem Bau der Notwohnungen nicht erst begonnen wird, wenn die Katastrophe eingetreten ist oder gar wenn Wochen und Monate mit Ueberlegungen verbracht worden sind, sondern daß man sich dazu entschließt, Behelfsheime in größerem Umfang auf die eine oder andere Durchführungsart jetzt bereits für den Eventualfall zu erstellen. Die Vorzüge eines solchen Verfahrens liegen so eindeutig auf der Hand, daß sie nicht weiter erläutert zu werden brauchen. weiteren Banstelle versuchte man, Notwohnun Voraussetzung ist natürlich, daß die zweckmäßigste Art der Verwirklichung gesichert ist. Die Werkhilfe der Industrie hat hier aus=zeichnete Möglichkeiten zweckentsprechenden Cinsatzes. Aber auch die Selbsthilfe, wie sie in den einzelnen Ortsgruppen der RSDAP am Werk ist, vermöchte auf solche Art hervorragende Erfolge zu erzielen. mann Gelegenheit gegeben wird, seine Erfahrungen nutzbar zu machen. * Auch im Gau Köln=Aachen sind bekanntlich alle Vorbereitungen und Magn## zur Verwirklichung des Behelfsheimbaues getro fen. Allenthalben regen sich die Kräfte— so wohl in der Selbst= wie in der Werkh fe. Welche großen Möglichkeiten nicht zuletzt auch dieser offen stehen, läßt sich beispielsweise an dem tatträftigen Einsatz eines Betriebs der össentlichen Hand ersehen, der an verschiedenen Stellen reihenmäßigen Bau eingeleitet hat. NT unterzubringen. Zu diesem Zweck wurde eine der großen Werthallen ausgeräumt und hier die Fertigung aller Einzelteile für die Behelfsheime begonnen. Betonplatten werden hier gegossen, Verbindungspfeiler, Türen. Fensterrahmen hergestellt, kurz alles, was zu einem Vehalfsheim gehört. Natürlich Postleitzahlim genormten Vordruck darf das umsangreiche Rüstungsmogramm des„ M Ir. Gani. Krieges keinesfalls unter diesen Maßnahmen! Veröffentlichungen über oie Postleitzahl leiden. So wurde ein Teil der ausländischen haben einige Unklarheiten über die Anwendung Arbeiter des Betriebes, die für Facharbeiten sowieso nicht verwendet wurden, für den Ba der Behelfsheime abgestellt. Die deutschen Gefolgschaftsmitglieder, die für die Notwohnungen gedacht sind, arbeiten dafür täglich freiwillig etwas länger, so daß die Gesamtarbeitsleistung des Betriebes nicht unter dem Ausfall der ausländischen Kräfte leidet. 800 Behelfsheime wurden bisher von der Firma erstellt. Das Gelände dafür wurde von der Betriebsführung zur Verfügung gestellt. Es liegt in unmittelbarer Nähe des Werkes. Da mit ist gleichzeitig für Gefolgschaftsmitglieder an proviem gelost, da Terrorangriffen von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist. Einzel- oder Siedlungsbau Die Behelfsheime sind als Einzelbauten ebenso denkbar wie in einer siedlungsmäßigen Häufung. Auf einer Großbaustelle außerhalb einer größeren Stadt werden beispielsweise rund 5000 Behelfsheime in, landschaftlich schöner Lage und verhältnismäßig guter Deckung gegen Fliegersicht nach Gesamt planung errichtet. Der jedem dieser Behelfsheime zugehörige Garten ist dort fast überall weit größer als die vorgesehenen 200 Quadratmeter. An die Verkehrsverbindung ist gleichfalls gedacht worden, was bei einer Großsiedlung besonders von Wichtigkeit ist. An eine der Postleitzahl in den genormten Vordrucken (Briefblätter, Rechnungen, Bestellungen usw.) ossen gelassen. Der Deutsche Normenausschuß und der Reichsausschuß für wirtschaftliche Verwaltung(AWB) beim RKW haben folgende Richtlinien für das Eindrucken der Postleitzahl in die Vordrucke und für das Einsetzen der Postleitzahl bei der Beschriftung unter Berücksichtigung der„Regeln für Maschinenschreiben“ aufgestellt: 1. Vordrucke. In Briefblättern, Rechnungen, #. ar Bestellungen usw. wird die Postleitzahl vor der alle hier beschäftigten Ortsangabe(Absendeort) in der Bezugszeichensch das Verkehrs= zeile eingedruckt. Wenn die Postanschrift des s oftmals gerade nach Absenders auch über dem Feld für die Anschrift des Empfängers vorgesehen ist, hat hier die Postleitzahl ebenfalls vor der Ortsangabe zu stehen. Bei Postkarten und Briefhüllen ist die Postleitzahl ebenso vor der Ortsangabe des Absender einzudrucken. Die Reichspost wünscht, Schlecht verpackte Postsendungen Nach einer Mitteilung des Reichspostministers sino noch immer zablreiche Brief= und Packchen sendungen, namentlich auch Feldpostsendungen, so mangelhaft verpackt, daß sie während der eförderung in den Postbeuteln zerdrückt werden u der Inhalt herausfällt. Haltbare Verpackung ist daher unbedingt erforderlich, und zwar insbesondere auch bei kleinen Sendungen, Außerdem versieht man vorteilhaft die Inhaltsteile wie Schachteln, Büchsen, Nollen, Packungen mit Zigaretten, Tabak, Füllhalter, Rasierklingen, Filme usw. mit genauer Empfänger= und auch Absenderauschrift mit Tinte oder Tintenstift, damit sie einer beschadigten Sendung wieder beigefügt oder auch gesondert dem Empfänger oder Absender zugefuhrt werden können drei große Aktionen: Bezug von montagefertia aus Fabriken an den Handel gelieferten Behelfsheimen, die allerdings nur für bestimmte Gaue in Frage kommen. Von diesen Behelfsheimen sind im letzten Quartal bereits 40 00 fertiggestellt und zu einem erheblichen Teil ausgeliefert worden. Diese Produktionsziffer wird sich sehr,. K..... Mcgen der uee. erheblich steigern; denn das vergangene] Als Beispiel für die Wichtigkeit der WerkQuartal muß als Anlaufzeit für die Fabriken hilfe sei ein Fall mitgeteilt, der auf der betrachtet werden? Die Werkhilfe der eingangs genannten Tagung bekannt wurde. Ein Industrie. Alle Werke, die entweder selbst großer Rüstungsbetrieb hatte es sich zur AufBaustoffe erzeugen oder wegen ihrer normalen gabe gemacht, seine ausgebombten GefolgFabrikationsmethoden ständig Bauhandwerker lschaftsmitglieder von sich aus in Behelfsheimen Wichtigkeit der Werkhilfe noch die ilwoche, und auch Aber wir hatten Kölner Konzertgesellschaft Drittes Beethoven-Sonderkonzert Als wir in der veigangenen Woche das Requiem von Verdi borten, stellten wir mit Bedauern fest, oaß sich die Konzerte der Kolner Konzerigerschaft bereits ihrem Ende nahern. Nur Matthauspassion in der ernen Apt dieser Kreis ist wieder geschlossen. dabei üversehen, daß noch zwei Beethoven-Sonderkonzerte ausstanden, und freuten uns uder die##e Ausvlicke. Eines dieser Konzerte ist mittlerweile zum becugenden Ereignis und Erlebnis geworden und bai die Kolner Kongerigemeinde noch einmial o restlos auf den Pran gerufen, daß auch eine Diederholung diee Konzerts nicht alle Nach fragen beschwichtig haven wurde. Es gab die funie und jechite Zinionie des Meisters, dazu, u. großes Eröffnungs#ück,.e oritte Leonoren=Quvertule. Geweß bai man neulich bei der Neueinstudierung des„####“ bedauert nicht auch dieses gewaliige Lrchesterwerk gehort zu haben. Aber die Leute vom Theaier und mit ehnen die Sach= und Fachkenner haben Grunde genug. diese Ouverture nur im Konzertiaal das entsprechende Wirkungsfeld emzuraumen Ueber„Genealogie“, der drei verrscht in den Kreisen der noch einige Unklarbeit, weshalo hier in wenigen Wornen noch einmel an die Entstehungigeschichte der dre: L uverturen und ihr inneres kunstteroches Verhaltnis zueinander berichtet werden soll. Zur ersten Fassung des„GDelio“ von 1805 schrieb Becthoven eine umfangreiche Cdur Ouvertüre, die mitten im„Allegro con drio“, die Ame des Flo restan in einem kurzen Adagiosatz anklingen läßt, in ihrem musikalischen Charatter aber kaum eine Beziedung zur Oper herstellt. Zur ersten Umarbeitung der Oper im Jahre 1806 schrieb Berthoven eine neue Ouverture. Sie ist die Urform der drinen Leonoren=Ouvertüre und unterscheidet sich von dieser durch idre offenere Form. Si= ist— wie einmal nichtig bemerkt worden ist—. im Grunde gen zu errichten, die nach dem Kriege eine Erweiterung des Baues, evtl. vor allem den Ausbau des Dachgeschosses, zuließen. Eine Aktion von ganz besonders großer, Bedeutung war die Winterfestmachung der Sommerlauben, die ein bestimmter Gau ebenfalls in großem Maße durchgeführt hat. Diese Aktion hat den großen Vorteil, daß die Bewohner der Lauben hier bereits ein vertrautes Heim besitzen und daß lediglich ein erweiterter Ausbau stattgefunden hat, der in diesem Falle keine Fachkräfte benötigt, und dennoch eine große Materialersparnis bedeutet. Es kommt überhaupt darauf an, möglichst nur mit Baustoffen, die unmittelbar greifbar sind, zu bauen. Ein Austausch solcher Stoffe mit anderen Gauen muß schon aus rein transporttech nischen Gründen abgelehnt werden. Die Wich daß die Postleitzahl möglichst in einem Kreis erscheint. In den Fällen, in denen hierfür ein zweiter Dryckgang oder eine Klischeeherstellung erforderlich ware, wird aus kriegswirtschaftlichen Gründen empfohlen, die Postleitzahl in runde Klammern zu setzen. 2. Beschriften. Die Postleitzahl soll nicht nur auf der Briefhülle, sondern auch auf dem Schriftstück selbst erscheinen, und zwar im Feld für die Anschrift des Empfängers vor dem Empfängerort. Wird zum Beschriften die Schreibmaschine benutzt, so wird die Postleitzahl in Klammern geschrieben und zwar so, daß die Fluchtlinie eingehalten wird, d. h. die Postleitzahl darf nicht links herausgerückt werden(wirtschaftliches Schreiben). Der Ortsname des Empfängers folgt, wenn er gesperrt geschrieben wird, nach drei Leeranschlägen, und wenr er nicht gesperrt geschrieben wird, nach einem Leeranschlag. Beurkundungen im Lustkrieg Nach einem Erlaß des Reichsführers# Reichsminister des Innern, bestehen bei Sterbefällen, die infolge eines feindlichen Luftangriffs in der Heimat eintreten, keine Bedenken, sie auf Grund einer mündlichen oder schriftlichen Anzeige in das Sterbeouch einzutragen, wenin der Tod von einem Anzt bescheinigt worden ist, wenn er von glaubwürdigen Personen, unzweifelhaft bezeugt oder von der Kriminalpolizei festgestellt wird. Nur wenn die polizeilichen Feststellungen, vor allem auch die Tätigkeit des Leichenerkennungsdienstes, nicht zu einem klaren Ergebnis führen, kommt die gerichtliche Todeserklätung in der gesetzlich vorgeschriebenen Form in Betracht. Eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft ist nur dann erforderlich, wenn der Verdacht besteht, daß der Tod nicht durch Feindeinwirllung verursacht ist Vielsach ergibt sich auch die Notwendigkeit der Berichtigung oder Ergänzung von Sterbebucheintragungen über Opfer des Luftkrieges Angehörige der Verstorbenen legen meist auf beschleunigte Richtigstellung Wert, weil sie sehlerfreie Sterbeurkunden brauchen. In diesen Fällen können die Standesbeamten solche Eintragungen berichtigen oder ergänder UnvollstänRuhiger Markt, mäßiges Angebot Auf dem Kölner Hauptmarkt war es ruhig, bei mäßigem Angebot. Die Landwirte sind gegenwärtig damit beschäftigt, die freigewordenen Gelande mit Frühgemüse zu bestellen. Jetzt fehlt es nur noch an der notwendigen wahmen Wittelung. Es gab wieder kleine Sendungen Rübstielchen aus den Treibhäusern der Kölner Bucht, sowie, unter Glas gezogen. Schnittlauch. Petersilie und Brunnenkresse. Ein geringes Angebot an Grunkohl war schnell vergrüffen. Meik= und Rot kohl aus hiesigen und auswänigen Kohlschennen war bald ausverkauft, Reichlich gab es Möhren und rotc Bete, die viel getauft wurden. In Oberkohlrabi war auch kein menklicher Mangel, und Erdkohlrabi auch aus Holland, konnte man genügend haben. Grüner Wirsingkohl war knapp und kur; nach Eröffnung des Marktes in festen Händen. Ans Bulgarien tat eine Sendung Speisezwiebeln ein, die aber noch nicht zum Verkauf bzw. zur Verteilung kamen. Sellerieknollen, Rosenkohl und Breitlauch sah man kaum noch. Knoblauch aus Bulgarten und Italien gav es in Mengen. In Rettich war auch kein Mangel, - Aepfel und Winterbirnen waren in geringen Mengen auf dem Obstmarkt, eine sinfonische Tichtung, aus der Beethoven in der späteren Fassung durch Wiederholung der ganzen Exposition einen regelrechten Sinionie#ar gemach hat. Die Bedeutung dieser beiden Fassun gen gegeneinander auszuwerten, ist ein schweres Beginnen. Aus diesem Grunde sollte man auch einmal mieder die Urfassung der„großen" Leonore zur Wiedergave bringen, was im Augenblick vor nehmlich in Rundfunksendungen geschieht. Wir erinnern uns indessen einer Zeit, da auch in Kolner Beethoven=Sondertonzerten samtiche Leonoren Ouvertüren, dazu die kleine=dur=Ouver ture zu„Fidelio“ von 1811, zur Wiedergabe gebracht wurden. Ueber den künstlerischen Rang der neuen Berthoven=Sondersonzerte glauden wir schon zu Beginn der Reibe alles Nolwen, ge gesagt zu vagen und wirderbolen uns im Grunde nur, wenn wir berichten, daß Eugen Papst und das Lrchester der Hansestadt Koln and in diesem Konzert die Tradition bester Beethoven Interptet#ton fortführten. Im allgemeinen kevorzug Eugen Past eine lernige und kraftvolle Tarnellung der Beethovenschen Ton prache. Seine Semsbilität als Muscker und Dirigent bezeug:: er vor allem in der„Szene am Bach“, in der er mit dem Orchester zuweilen geraorzu impressioninische Klangsarden und Schatterungen en.das beruhmte Presto der. den ersten und zweiten heigen mit„duc o tre Blolini“ begonnen haben will, sei, da die meisten Tirigenten dieses Preso sogleich von samtlichen Geigen svielen lassen. ernem zur Distussion gestellt Bei den Trompe tern hat eich die Gewonnheit eingebürgert, das betannte Siqual zuerst zu beschleunigen und dann zu verlangsamen. In der Partitur steht daron tigkeit des Normenbaues geht daraus hervol,zen, wenn die Unrichtigkeit daß sich beispielsweise die Wehrmachtbaracke digkeit nachgewiesen wird. völlig durchgesetzt hat, und zwar vor aulem] Unter den besonderen Verhältnissen des deshalb, weil es hier nie ein dauerndes Andern gu##erzages besteht nicht immer die Möglichden angegriffenen Gebieten einund Herumprobieren gegeben hat, sondern die Sümnrieges „ k e i t, d i e i n baut wurde." getretenen Geburts Rungordnung und Betreuung Leonoren=Ouverturen wickelte. Daß Beetboven Konzertbesucher immer Leonoren=Ouvertnie in Der künstlerische Rang der Wiedergabe sol! durch solche Randbemerkungen zum Kapttel„Werk treue“ nicht im geringiten gemindert werden. Die große Horerscheft war mii Recht begeistert und berettete dem Tärigenten und seinem Orchester starke und anhaltende Huldigungen. Robert Greven Schließlich hat es sich stets als zweckmäßig erwiesen, wenn die Ortsgruppe der NSDAP, die auch für die Geländezuweisung zuständig sein soll, einen Bauleiter bestimmt, der den einzelnen Bauherren mit Rat und Tat zur Seite steht. Er erhält für jedes unter seiner Mitwirkung errichtete Behelfsheim eine bestimmte Provision. Der Bautrupp, der das Behelfsheim errichtet, setzt sich zusammen aus dem Bauherrn und seiner Familie. Gegebenenfalls kann die H3 herangezogen werden und darüber hinaus vor allem die Baulehrlinge. Nach schweren Angriffen hat es sich auch als nützlich erwiesen, eine gewisse Rangordnung bei dem Bau von Behelfsheimer einzuführen. An erster Stelle müssen Wohnungen für die Gefolgschaften der Rüstungsbetriebe und an zweiter Stelle Wohnungen für die Betriebe des Verkehrs und der Versorgung errichtet werden. Damit wurden dann für alle anderen Bauwilligen bereits günstigere Bedingungen geschaffen. In der Betreuung all derer, die im Behelfsheim eine neue Unterkunft gefunden haben und noch finden werden, werden vor allem die wohnwirtschaftlichen Verbände ein gesetzt. Es sind dies vor allem der Reichsbund der Haus= und Grundbesitzer, der Bund Deutscher Mietervereine, der Deutsche Siedlerbund und der Reichsbund Deutscher Kleingärtner. Dancben gibt es aber noch eine Reihe weiterer, recht beachtlicher Organisationen, deren Aufgabe es ebenfalls ist, die Betreuung in Haus, Wohnung oder Garten durchzuführen. Es empfiehlt sich z. B. auch, daß bei der AufLailung des Geländes dem gärtnerischen Fachoder Sterbefälle dem örtlich zuständigen Standesbeamten innerhalb der gesetzlichen Fristen mündlich anzuzeigen, sei es infolge plötzlicher Umquartierung der zur Anzeige verpflichteten Personen oder aus anderen Gründen. Hier kann der Standesheamte des neuen Aufenthaltsortes die zur Beurkundung erforderlichen Daten entgegennehmen und in einer Niederschrift festhalten Diese Niederschrift ist unverzüglich dem örtlich zuständigen Standesbeamten zur Eintragung des Geburts= oder Sterbefalles zu übersenden. Uebel mißbrauchtes Vertrauen Die verlockenden fünfhundert Fleischmarken Die 21jährige Frau Malwine pflegte hir und wieder bei einem Metzgermeister, mit dem sie im gleichen Hause wohnte, zu telephonieren. Der Metzger, der sie aut kannte und ihr vertraute, ließ in seinem Büro alles unbesorgt liegen. Als Frau Malwine eines Tages wieder einmal allein im Büro war, um zu telephonieren, sah sie auf dem Schreibtisch einen mit 500 Fleischmarken zu je 50 Gramm beklebten Bogen liegen, den sie an sich nahm. Daheim löste sie die Marken vorsichtig ab, was alich bei den meisten gelang, und hatte bereits etwa 2001 Marken verwertet, ehe der Diebstahl aufgedeckt werden konnte. Nun stand sie recht kleinlaut und beschämt vor dem Amtsgericht. Abt. 90, und gestand reumütig hre Tat ein, die sie damit zu entschuldigen suchte, daß ihr Mann von der Front auf Urlaub gekommen sei und sie sich durch die günstige Gelegenheit, an mehr Fleisch zu nicht vorbestraft, aber das Gericht mußte gegen sie doch eine empfindliche Freiheitsstrafe verhängen; es lag hier nicht nur ein schwerer Vertrauensbruch und Diebstahl vor, sondern aisch ein Verbrechen gegen die Kriegswirtschaftsverordnung. Die Frau hatte ihr nicht zustehende Bezugsberechtigungen über erhebliche Mengen Fleisch beiseite geschafft und verwertet und dadurch die Bedarfsdeckung gefährdet. Zugleich hatte sie den Metzgermeister, der ja alle eingenommenen Fleischmarken abliesern muß, um sein Kontingent wieder zu erhalten, in große Verlegenheit gebracht. Deshaib verhängte das Gericht eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten neben einer Geldstrafe von 150 Reichsmark als angemessene Sühne.(ch) handbuch der Theaterwissenschaft als Fernbetreuung der Froni-Studenten Das„Handbuch der Theaterwissenschaft" von Prof. Dr. Carl Nießen wird nunmehr als Fortsetzungswerk im Verlag Lechte Emsdetten erscheinen. Die sechs Hauptbände, an die sich groger= Ergänzungsreihen schließen, werden fertig ausgeliefert. Dagegen wird für eine(in der Zahl naturlich begrenze) Ferndetreuung von Studenten eine Ausgabe in einzelnen Lieferungen(im zulässigen Feldpostgewicht hergestellt, damit die Studenten im Wehrdienst Zug um Zug mu der Fertigstellung die Bogen mit den faßlichen Quevschnitten durch den gesamten Stoff der Theuterwissenschaf erhalten. Nach der ganzen Anlage des auf fünfundzanzigjähriger Unterrichtserfahrung ausgenanten Werkes soll es insbesondere Fragen der Berufsberatung beantworten, die für den vom Studium teilweise schon lange abgehaltenen studierenden Nachwuchs von Bühnenvorständen besonders dringlich erscheinen. Da das Werk höbere wissenschaftliche Ansprüche stellt, ist es für die Fernbetreuung naturgemäß auf den Kreis der wirklichen Fach=Interessenten beschränkt, Die Bedingungen der Fernbetreuung sind beim Institut für Theaterwissenschaft an der Universität Köln zu erfragen, das wie diese Arbeit beweist, auch unter den durch Luitkrieg bedingten kommen, habe verleiten lassen. Sie war zwar Erschwernissen in seiner alten ivität fortfährt. Mittwoch, den 15 März 1944 DER NEUEIAG Nr. 74 Lampf mit einem Einbrecher skleoe: Nachts wachte der Eisenbahner Vernhard Bierboom, der in Kellen im Kreise K ve ein kleines Häuschen bewohnte, auf. 5. keinem Erstaunen bemerkte er in der Küche und wollte schon seiner Frau Vorwürfe mi ten, daß sie Kohlenklau Vorschub gelei t habe, als ein Geräusch an seine Ohren dr g. Er bewaffnete sich mit dem ersten bei u Gegenstand, und so vorbereitet, schob er leise die Küchentür auf und soh am tise im Schein einer Lerze einen Mann ste’ rn, der sich in aller Gemütsruhe ein Stück Bri abschnitt. Das Knarren der Tür hatte de Eindringling aufmerksam gemacht; er ju: herum und stach mit dem Brotmesser de. er noch in der Hand hielt, blindlings auf den Eintretenden ein, der sich aber den nächtlichen Besucher vom Leibe halten konnte. Im Dinkeln kam es zu einem erbitterten Kampf zr schen dem Hausbesitzer und dem Einbrecher, in dem bald der eine, bald der andere die Am 15. März wird verdunkelt von 18.33 bis.42 Uhr 9 verhand hatte. Schließlich gelang es dem ( nbrecher, das Freie zu gewinnen. Er hatte (der Pech, denn er stürzte die Haustreppe nunter, worauf sein Verfolger sofort wieder ber ihm war. Der Flüchtende mußte sich schließlich geschlagen geben und wurde in die s iche zurückgeschleift, wo sein Ueberwinder ihn auf den Fußboden legte und sich als Adiche auf den Erschöpften setzte. Die durch den Kampf alarmierte Frau holte die Gendarmerie, und das war das Ende für den Ertappten, der die ganze Gegend um Kleve Verum durch seine Diebstähle und Einbrüche in Aufregung gehalten hatte. Es war der ceis der Strafanstalt in Kleve ausgebrochene Vole Gawel, der ein bewegtes und abenteuerches Leben hinter sich hat. Er hatte ehrsach in Deutschland Straftaten verübt und war des Landes verwiesen worden. Immer aber kehrte er in das Reich zurück, wurde gefaßt und verurteilt. Er sollte nun in der Strafanstalt Kleve eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verbüßen. Es gelang ihm aber, auszubrechen, und seit der Zeit— Herbst vorigen Jahres— trieb er sich in der Umgebung von Kleve umher. Sein ganzes Verhalten.stempelte ihn zum zemeingefährlichen Gewohnheitsverbrecher, gegen den das Duisburger Sondergericht nunmehr auf die beantragte Strafe, den Tod, erkannte. Nestdeutsche Kurzmeldungen Gestohlene Uhr— nach 26 Jahren wieder erhalten. Nich wenig erstaunt war in Mayen.n Uhrmochermeister, als er jetzt unter den bei ihm in Reparatur befindlichen Uhren eine Uhr erkannte, die vor 26 Jahren dem rechtmäßt Egnamohlen wurde. Dieser hatte sie m Jahre 1918 dem gleichen Meister zum Ausbesseln gegeven, hatte Lann jedoch die Kontroll katte verloren. Der Finder der Karte hatte die Uhr abgeholt, ehe der Verlierer vorveugen konnte, Nun konnte der Täter nach 26 Jahren ermittelt und dem Eigentümer die Uhr zurückgegeben wer den. Eine Greisin in Flammen. Als die 82jährige Frau Cecilie Immig en Münster Sarms= heim(Nahe) mitt einer brennenden Kerze in den Reller ging, fingen ihte Kleider Feuer, Brennend und um Hilfe rufend eilte sie auf die Straße. Sie hatte aber bereits schwere Brandwunden erlitten, denen sie kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus erlag. Bluttat eines Eiferjüchtigen. In Pirmasens unterhielt die Wirtin Emma Gebhardt mit einem gewissen Theodor Kreß seit längeder Zeit ein Liebesverhältnis. In letzter Zeit waren die Gefühle der Gebhardt jedoch abgekühlt, was Kreß veranlaßte, in die Wohnung der Wirtin einzudringen und auf diese einen Revolver schuß abzugeben, der sie schwer verletzte. Die 6jährige Tochter, die, um die Mutter zu schutzen, dazwischengesprungen war, als der Täter seine Waffe abfeuerte, wurde sofort tödlich verletzt, wäh rend die Mutter kurze Zeit darauf ebenfalls starb. Der Täter brachte sich hierauf mehrere Stichwun den bei, die seine Unterbringung im Kranken haats erforderlich machte. In der Feldmiete erstickt. Der Land wirt Johann Grepsom in Fuhren(Luxemburg), der aus seiner Feldmiete= Runkelrühen nach Hause bringen wollte, wurde von den stürzenden Wän den der Miete verschuttet. Er konnte von Nach barn, die erst später zum Unfallort kamen, nur noch als Liiche geborgen werden, Amtliche Wasserstände vom 14. März— 6 Uhr früh Rheinfelden 198(+ 20); Breisach 155(+ 30 Mainz 219( 15): Mannheim 232(— 31); Maxan 310(—); Bingen 142(+ 16); Kaub 118(+ 13); Trier 105(— 45): Düsseldorf 88(— 43): Duis burg— 44(+. 47): Koblenz 200 4 70): Koln 16•— 5. Mulheim— 42(+ 836): Ruhrort — 16(+ 52); Wesel— 42(+ 36) Nachgehende Betreuung der Bombenverletzten Neuer Auftrag an die Ns=Voltswohlfahrt Durchführung von Heilkuren NS6. Die mannigfachen Kriegsaufgaben der NSV haben eine weitere Bereicherung stionen und Sofortmaßnahmen dieser gewaligen Einrichtung der Partei in den Luftnotgehieten eine einmalige Bedeutung erhielten, tag es sich um die Verpflegung und Umuartierung Hunderttausender, die Verlegung on Alters= und Säuglingsheimen oder die Gründung von Kriegsentbindungsheimen handeln, übertrug man ihr einen sich aus dem Luftterror unserer Feinde gegen eine wehrlose Zivikbevölkerung notwendig machenden Aufrag: die nachgehende Betreuung der Bombenverletzten. Sie wird in engster Zusammenarbeit mit dem Versorgungsrit ausgeübt und besteht vonwiegend in der Vermittlung von Erholungs= und Heilverschickungen. Der Bombenverletzte, der einer Heilkur bedarf, kann also bei der RSV einen Antrag auf Einsendung. in ein entsprechendes Heilbad einreichen. Voraussetzung ist, daß in jedem Fall das zuständige Versorgungsamt den Schaden als Personenschaden anerkannt. Ist dies geschehen, erfolgt die Durchführung der kur in Verbinduung mit dem Versorgungsamt, das oftmals auch von sich aus die Antragstellung übernimmt. Mit besonderer Untsicht und liebevoller Anteilnahme nimmt sich die NSV hierbei der verletzten Jugendlichen an. Ihre Unterbringung erfolgt bis zu 14 Jahren in den Kinderheimen der RSV, von 14—18 Jahren in den NSV=Erholungsheimen für Jugendliche. Für dieses Alter belegt der Gau Köln Aachen zurzeit ein Heim in Thüringen Aus der Fülle der uns vorliegenden statistischen Aufzeichnungen, die ein beredtes Zeugnis darstellen, wie dieser Zweig der NSB-Arbeit geeignet ist, den Menschen neuen Lebensmut und neue Zukunftsgläubigkeit zu geben, seien einige Beispiele heraus gegriffen. Ein kurz vor der Schulentlassung stehendes Mädel war bei einem Luftangriff mehrere Stunden verschüttet gewesen. Hier durch hatte es außer körperlichen Verletzungen schwere seclische Entwicklungsstörungen davongetragen, denen seine Familie ratlos gegen überstand. Man entsandte es in ein unter der Leitung eines erfahrenen Arztes stehendes Kinderheim, der sich mit großer Geduld um das Kind bemühte. Nach einem längeren Aufenthalt unter dieser behutsamen Pflege lernte es die Folgen des Schocks zu überwinden und wieder zu einer unbekümmerten Daseinsfreude zurückzufinden.— Eine'öhere Schülerin, deren elterliches Heim völlig zerstört war, bedurfte nach einer schweren Gehirn erschütterung dringend der Erholung, der körverlichen und seelischen Betreuung. Sie fand im Thüringer Heim alles, was zur Piederherstellung ihrer Gesundheit notwendig erichten — Gleichfalls nach Thüringen kam eine Frau, die unter erheblichen Beschwerden infolge ven Verbrennungen im Gesicht und an beiden Händen klagte: nach Ründeroth im Oberber gischen eine andere, bei der der Verlust des linken Auges und beiderseitige Armbrüche enne Umgebung erheischte, die gewillt war, Rück sicht zu nehmen und doch vermochte, die Betroffene allmählich wieder in den Kreis einer Gemeinschaft einzugliedern. Ein Kind mit Schnitt= und Platzwunden und= einer Froktur des linken Oberarmes wurde in das Kinderheim Schloß Beberbeck verschickt, während man für einen Mann, bei dem ein Knöchelbruch ambulante ärztliche Behandlung und tägliche Massagen zur Erlangung der Gebfähigkeit erforderte, beides sicherstellte. Neben der Gewährung von Fahrpreis ermäßigung bemüht sich die NSV auch um die Beschaffung von Kur= und Erholungs plätzen. Di Anträge kann der Bombenverletzte selbst stellen, gegebenenfalls übernimmt dies auch das Versorgungsamt. Ueberall aber setzt sich die RSB— gemäß ihres trotz Krieg und Vernichtung lebenserhaltenden Auftrags— mit allen Mitteln dafür ein, dem einzelnen zu helsen, die Schrecknisse des hinter ihm liegenden Erlebens verwinden zu lernen und an Leib und Seele zu gesemnden. Kleiner Rundfunkspiegel Der Meldengedenktag fen, sachlich, rubig, ohne jede Tensation. nu sprechen seine Heier imareck und 111d #ab den Sendungen des Tonntaas das Gepräge Um die Ansprache des sich eine Rteihe von Tarbeszungen die### Beld##che des deutichen Soldaten betonte. In besondere war es die Veranstaltung„Vom großen die den undekannten Soldaten wureinen Overteutnant der Luftwafse, der Kriegsversehrter sich der Protheien verpflichtet und der tror eine Leben der Gelge on ohne " Mitro schance cher. F mie iterkei sich im ung 9 st und anchabt sch Tterne stehen. trachtung au5. klingt die kleine feinsinnige isten dr in nn den B# erpicht 230. Lustaleg Das Mitrophon auf dem Emsap####en imn Ossen zur Stelle. Stimmengewirr, hordare Aufauf dem Gefechtsstand und dann brecht der Judel los und der Motor der siegreichen Maschine heult uber da: Rollfeld; Hauptmann Gerhard Backhorn der 21jahrige Ostpreuße, der harte Lehrmeister und gute Namerad seiner Flieger hat den 230. Gegner abgeschossen, 1022 Feindtluge lie gen hinter ihm, und er erzahlt von seinen Kamp rade das dekommt man meist ndhen zwischen der weißen und der schwarzen Waschkaue gehen, Dr. Haanen Ein Leben für den Sport Als vor kurzem finn.... in schwedischen Provinzstädten antraten, war unter ihnen auch Kustaa Pihlajamäki, der „ringende Polizist“. Er besiegte in Eriksdal den Schweden Per Norman und bewies erneut, daß er der beste Vertreter Der alten finnischen Ringerschule ist. Im Alter von 46 Jahren ist Pihlajamäli in Hehsinki an den Folgen einer Operation vor wenigen Tagen gestorben, und in den rückerinnernden Nachrusen der europäischen Sportpresse ersteht noch einmal das Bild eines Lebens für den Sport. 22 Jahre war Pihlajamäki aktiv. In 45 Länderkämpfen blieb er unbesiegt. 29 finnische Meisterschaften, 9 Europameisterschaften und 4 olympische Medaillen sind meyr als Beweis sportlicher Begabung. Zähestes Training steht hinter diesen Leistungen, die verständlich werden, wenn man hörk, daß der finnische Ringer aleichzeitig ein ausgezeichneter Nestballspieler und guter Leichtathlet war.„Ein Phänomen körperlicher Tüchtigkeit" nennt ihn„Urheilu", Helsinki, und meint, daß das Geheimnis seiner Erfolge, die technische Vollkommenheit im Kampf, die Gewandtheit seiner blitzschnellen Ange.se und die absolute Sicherheit seiner Abwehr, nicht zuletzt seine vielsältige sportliche Ausbildung gewesen sei. Pihlajamäkis Sportkameraden schildern ihn als bescheiden und fröhlich,, als einen jener wortkargen Finnen, die das, was sie tun, mit ganzem Herzen tun. So hat auch Pihlajamäki die Setie seiner Sporterfolge nicht genügt, er hatte den Wunsch, sein Können auch der Jugend zu vermitteln, und so wurde er Amateurtrainer des finnischen Ringerverbandes, dessen Vorstand er seit 1937 angehörte. 1935 wurde ihm die Goldmedaille für die beste sportliche Jahresleistung verliehen, und nach den Olympischen Spielen ehrte Finnland seinen besten Ringer durch Verleihung der Medaille 1. Klasse der Finnischen Weißen Rose, eine Auszeichnung für besondere Verdienste um das finnische Ansehen in der Welt. Sport-Tagebuch Das sonntägliche Gastspiel der„Roten Jäger“ hat allenthalben das erwartete gute Echo gefunden. Die Anerkennung des ausgezeichneten Könnens der Soldatenmannschaft war allgemein, und überall ist die Freude und Genugtuung darüber zum Ausdruck gekommen, wieder einmal einem erstklassigen Spiel beigewohnt zu haben. Angesichts des Zusammenkommens solch guten Spielermaterials ist es eigentlich schade, Laß die„Roten Jäger“ in Zukunft weder an den regulären Meisterschaftsspielen noch an den Pokalkämpfen teilnehmen werden, wie es ja zahlreiche Lustwaffensportvereine, an der Spitze der deutsche Pokalzweite LSV Hamburg und der ebenfalls schon recht bekannt gewordene LSV Pütnitz, mit sichtbarem Erfolg tun. Das war es auch, was während des Spieles an der Abrundung des Erlebnisses fehlte: hier demonstrierte zwar eine Mannschaft sehr guten Fußball, doch vermißte man bei sich selbst ddas Gefühl der Freude, einem in den großen Entscheidungen des deutschen Fußballsportes mitbestimmenden Faktor die gebührende Reverenz zu erweisen. Denn schließlich findet die große Bewährung ihren wahren Ausdruck erst unter den Bedingungen der Meisterschaft. Aber das dem nicht so sein kann, dafür werden natürlich hinreichend Gründe vorhanden sein. Letzten Endes sind ja auch die„Roten Jäger“ in erster Linie Soldaten und den Erfordernissen ihres täglichen Einsatzes unterworfen. Sie dienen also dem Sport von einer höheren Warte. Von diesem Gesichtspunkt aus fand man es auch nicht ebsurd, daß Alsons Moog als Mittelläufer der Soldatenmannschaft dazu bei irug, die Niederlage seines Stammvereins auf eine entsprechende Höhe zu schrauben. Uebrigens gestatten wir uns eine höfliche Frage an die recht kluge Führung der Mannchaft: Wann wird man wohl die Begegnung mu dem Deutschen Meister, dem Dresdner“ Se. mit Schalfe(4 oder Vienna Wien wagen? In der Reihe der bisherigen großen Erfolge der„Roten Jäger" stehen diese Namen zwangsläufig auf den nächsten Plätzen. * Unser Spitzenreiter BfL Sülz hat gegen die Roten Jäger“ zwar zahlenmäßig recht hoch verloren, sich aber trotz alledem recht achtbar geschlagen. Dafür ist der lange gehaltene Trefferstand nur nur:2 genugend Beweis. Und wenn ihm mit Hilfe des Fußballglücks der Ausgleich gelungen wäre, das Gesamter gebnis hätte wahrscheinlich besser ausgesehen. Was für den Tabellenführer schließlich bedeutungsvoller als die Höhe der gefallenen oder nicht gefallenen Tore ist, so vor allem das Bewußtsein, einen Sonntag vor dem sicherlich nicht weniger wichtigen Spiel in Düren gegen einen sehr starken Gegner eine gute Gesamtleistung vollbracht zu haben, unter deren Eindruck man seine Gewinnchance gegen Düren erheblich günstiger als vorher beurteilen muß. Wenn es Vis Sülz dazu noch gelungen sein sollte, beim Mannschaftskapitän der„Roten Jäger“ voren Alions Moog für das Spiel u Düren frei zu bekommen, dann haben sie diese Chance auch mit dieser Niederlage nicht zu teuer bezahlt. I. Ein weiteres Freuneschaftsspiel war am letzten Sonntag mit viel Spannung erwartet worden: das Zusammentreffen des nordbayerischen Meisters„Bayern“ München mit dem wahrscheinlichen Gaumeister von Berlin=Brandeuburg, Hertha BSC, in Berlin. Es ist wieder einmal anders gekommen, als man sich nach dem hohen Sieg der Bayern über den 1. FC Nürnberg so ungejähr vorgestellt hatte. Di aute. immer noch berichmte Hertha Berlin empfahl sich ebenfalls für die kommenden Entscheidungen, indem sie die Bayern klar mu•1 schlug Hertha=BSC lebt also allem Anschein nach noch im alten Geiste. Hält man nun diese beiden Ergebnisse, das der„Bayern“ über Nümberg und das der Hertha über „Bayern“ nebeneinander, zöge man daraus Vergleiche über das mögliche Abschneiden der Berliner in den Spielen um die Deutsche Meisterschaft, wie man das ja auch vor Tagen im Falle„Bayern—Nürnberg“ getan hatte, wären wohl die Berliner. so etwas wie ein tüchtiger Javorit. Aber es waren eben Gesellschaftsspiele, die große Bewährung bringen ja ern die Meisterschaftsbedingungen, wie wir vorhin schon sagten. Dann darf auch nicht verschwiegen werden, daß die„Bayern“ diesmal von ihrem Torwart Fink so halbwegs im Stich gelassen wurden, wenngleich anderseits hr Sturm auch nicht den notwendigen Druck hinter seine Angriffe setzte. Nach der Niederlage gegen die„Bayern" hat sich der 1. FC Nürnderg im Meisterschaftsspiel wieder von einer recht guten Seite geeigt und seinen größten Rivalen aus großen Zeiten, die Spielvereinigung Fürth. mit:1 geschlagen.:1 ist ein Ergebnis, das in den besagten großen Zeiten zwischen diesen großen Gegnern wohl kaum möglich war. doch weiß man heutzutage allerorts, daß hohe Ergebnisse nicht zuletzt auch kriegsbedingte Ursachen haben. Trotztem dürfte es aber doch ungewöhnlich auch unter den heutigen Bedingungen sein, wenn in den Entscheidungsspielen um die Gaumeisterschaft zwischen Staffelsiegern ausgesprochen hohe und sogar zweistellige Ergebnisse zustande kommen. So verlor am Sonntag BfL 99 Osnabrück zu Hause gegen die bekannte Mannschaft von Wilhelmshaven 05, die es ja bekanntlich auch in diesem Jahre wieder auf eine Rekordhöhe an Toren gebracht hat, also nach wie vor zu beachten bleibt, mit nicht weniger als:8. Noch deutlicher aber war der Klassenunterschied zwischen den Staffelsiegern im Sudetengau. NSTG Brüx schlug NSTG Prosetitz mit 14:0 und ist Hamit praktisch schon, Gaumeister, denn es ist schlecht anzunehmen, daß im Rückspiel Prosetitz den Spieß genau umdrehen kann. Wir schrieben vor vierzehn Tagen, daß der Deutsche Meister von Anno 1938, Hannover 96, noch immer vom Abstieg bedroht sei. Jetzt endlich ist es erfreulicherweise den 96ern gelungen, mit einem:=Erfolg über Arminia Hannover sich den Verbleib in der Klasse zu sichern. ** Während noch vor acht Tagen ein schneidender Ostwind echt winterlicher Temperatur über die Felder segte, ist die Pferderennbahn in Köln=Merheim schon gerüstet für den ersten diesjährigen deutschen Renntag, für den am nächsten Sonntag die Pforten der Bahn im Weidenpescher Park geöffnet werden. Die insgesamt 21 Kölner Renntage innerhalb der Gemeinschaftsveranstaltungen des Kartells westdeutscher Rennvereine werden den Sportkalender Kölns in diesem Jahre wieder recht stark beleben, eine Tatsache, die von den Bunte Reihe im Sport Neue Titelkämpfe stehen in den nächsten Wochen in Italien bevor. Neben der Meisterschaft im Schwergewicht zwischen Merlo und Martin wird am 21. März in Triest der Doppeleuropameister Gino Bandavalli seinen Landestitel im Bantamgewicht gegen Ulderico Sergo verteidigen. Einen Kampf um die Meisterschaft im Leichtgewicht gibt es am 15. April in Modena zwischen dem Meister Bruno Bisterzo und Minelli. * Für den 19. März haben nun auch die stein ihre Titellämpfe im Boseb nach Stutt gart bzw. Fleusburg angesetzt. Der für den 19. März zwischen München und Stuttgart vereinbarte Vorstädtekampf wird am 26.März in der Stadt der Auslandsdeutschen durchgeführt. * Noch vor Abschluß der Rundenspiele wurden die Tischtennis=Mannschaftsmeister der Reichshauptstadt ermittelt. Bei den Männern siegte die AEG, die nur noch gegen den LSV Teltow anzutreten hat und 13:1 Punkte aufweist, vor TSV Wittenau(11:), Osram:8, Teltow und Post. Bei den Frauen wurde TSV Wittenau 15:1 vor Osram:8, AEG:9, Post und Viktoria Meister. * Vor der Begegnung zwischen Hertha=BSC und Bayern München stellte sich am Gesundbrunnen eine deutsche Soldatenelf aus Dänemark erstmalig in der Reichshauptstadt vor. Sie zeigte ein recht flottes Spiel und schlug Wacker 04 mit:=(:)=Toren. Völker und Zschörner sorgten für eine:=Führung, und nach dem Berliner Abschlußtor, das Linzmaier erzielte, erhöhte wiederum Völker auf:1. Vom Anstoß weg glückte Wacker in wenigen Kombinationen durch Gathen zwar noch in der gleichen Minute ein zweites Tor, der Ausgleich blieb aber den Berlinern versagt. * Dr. Karl Ritter von Halt, Mitglied des Deutschen Olympischen Ausschusses und Reichsfachamtsleiter im NSRL, wurde in Anerkennung seiner Verdienste um die deutsch=rumänischen Sportbeziehungen vom Chef des rumänischen Sports, Professor Gheorghiu, zum Ehrenmitglied des rumänischen Sports ernannt. Halt sprach in Bukarest über die „Olympische Ide=“ Zaylreiche Persönlichkeiten des rumänischen Kulturlebens, darunter auch der Vertreter Rumäniens im OK. Plagino, waren interessierte Zuhörer. „ Das Gastspiel des vielfachen deutschen Fußballmeisters FC Schalke 04 am Uhlenkrig in Essen bestätigte erneut die große Kampfkraft des niederrheinischen Pokalsiegers Sportfreunde Katernberg. Die„Knappen“— nach langer Zeit erstmalig wieder mit Gellesch und Burdenski— hatten alle Hände voll zu tun, um die zweitklassige Katernberger Elf niederzuhalten. Das:3(:1) beweist am besten, wie die„Knappen" diesmal kämpfen mußten. * Durch die:=Niederlage des Titelverteidigers Westende Hamborn beim Lokalrivalen KSG Hamborn und dem:=(:)=Erfolg der KS6 Duisburg in Benrath über den dortigen VfL ist die Meisterschaft des Bereichs Niederrhein so gut wie entschieden. Die Duisburger Fußball im Ausland Das Neueste von Europas Fußballfeldern Belgiens Meisterschaft dürfte eine glatte Sache für den Antwerpener FC werden, der nach seinem:=Sieg Eendracht Alost nun mit 40:8 Punkten überlegen die Tabelle vor Anderlecht und Beerschot AC(je 33:17 Punkte) sowie Liersche SK(32:18) anführt. In den Niederlanden hat die Endrunde der Abteilungsmeister begonnen, die ohne den Titelverteidiger Ado Den Haag ausgespielt wird. BUC Den Haag kehrte aus Heerenveen mit:2(:1) siegreich zurück und die Volewijkers aus Amsterdam schlugen in Almelo die dortige Heracles sogar mit:1 (:). In der vierten Abteilung haben die beiden punktgleichen Spitzenreiter PSV Eindhoven und Longa Tillburg jeder ihr letztes Punktspiel gewonnen. Es gibt nun zwischen diesen Mannschaften ein besonderes Entscheidungsspiel, dessen Sieger als fünfter Vertreter an der Endrunde teilnimmt. Die 15. Meisterschaftsrunde in Frankreich hatte als besonderes Ergebnis die schwere Niederlage des Tabellenführers Lille, der dadurch mit 32 Punkten nur noch knapp vor Lens(31) vorn liegt. Des weiteren folgen mit Abstand Nizza, Reims und Paris(Capitale) mit je 26 Punkten. Die Spiele in Ungarn verliefen formgemäß. Großwardein bleibt mit 30 Punkten der erste Anwärter auf die Meisterschaft gegen Gamma mit 23 Punkten, Ferencvaros, Ujpest und Klausenburg mit je 21 Punkten. In Spanien hat der FC. Valencia mit 35 Punkten sich einen schönen Vorsprung gegen die in Sevilla geschlagenen Flieger aus Madrid(29.) sowie Sevilla und FC. Barcelona mit je 25 Punkten gesichert. Sportbeflissenen unserer Gegend sehr wahrscheinlich mit Genugtuung vermerkt wird. Die Rennfolge des Sonntags entspricht dem Charakter eines frühen Eröffnungstages, bietet aber mit zwei Preisen von je zehntausend Mark auch den besseren Pferden schon Anreiz zum Start. Die Besonderheit hat dieser Renntag jedenfalls: man weiß noch wenig über die Form der Pferde. Also wird man sich auf kleinere Ueberraschungen gefaßt machen müssen. * In welch erfreulichem Umfange der Eisport auch in Westdeutschland schon Fuß gefaßt hat, wird nicht zuletzt durch die Erfolge der Düsseldorfer EG in der diesjährigen Eishockeymeisterschaft bewiesen. Die Düsseldorfer sind in Berlin dem späteren Deutschen Meister Berliner SC. nur knapp unterlegen. Es war daher wohl auch durchaus erwartungsgemäß, daß sie in dem Kampf um den 3. Platz gegen Füssen sicher die Oberhand behalten würden. Das ist denn auch der Fall gewesen, wenn man sich anderseits auch gewünscht hatte, daß die mit Schwierigkeiten in der Mannschaftsbesetzung kämpfenden Füssener den Düsseldorfern etwas mehr abgefordert hätten. Für den westdeutschen Eissport ist das Vordringen der Düsseldorfer bis in die letzten Entscheidungen jedenfalls eine ausgezeichnete Empfehlung. C. F. Berger. Düren 99 kann noch hossen Der Sportgau Köln=Aachen hatte bekanntlich der SG Düren 99 zwei gegen Viktoria Köln und die KSG BfR Köln Mülheimer SP hoch gewonnene Meisterschaftsspiele wegen unberechtigter Teilnahme Jülicher Soldaten für verlustig erklärt. In der Berufungsinstanz ist nun zugunsten der Dürener entschieden worden, daß ihnen die Minuspunkte abgeschrieven und die Spiele gegen die Viktoria und die KSG PfR MSV zu wiederholen sind. Dadurch hat Düren 99 noch eine leise Hoffnung, die führende KSG VfL 99 Köln Sülz 07 zu erreichen. Mit dieser Meldung aus Berlin ist nun endlich die schwebende Frage geklärt, so daß die beiden Spitzenreiter am kommenden Sonn tag in Düren unter klaren Verhältnissen zu ihrem Rückspiel antreten können. Möglicher weise kommt es dabei schon zur Entscheidung um den Titel, wenn nämlich BfL 99 Sülz wenigstens einen Punkt herausholt. Im Falle einer Niederlage hat der bisher verlustpunk: freie Tabellenführer acht Tage später in sei nem letzten Spiel gegen den Titelverteidiget Viktoria Köln Gelegenheit, durch einen Sie# oder auch nur Unentschieden die Meisterschaft für sich zu entscheiden. Dürens Hoffnungen stützen sich lediglich auf zwei Verlustpunkte der Kölner und vier eigene hohe Erfolge, um die Kölner KSG wenigstens im Torergebnis zu übertreffen. führten mit 28:4 Punkten vor Westende Ham born mit 25:7 Punkten und benötigen aus den beiden restlichen Spielen nur noch einen Punkt zur Sicherstellung des Titels. * Ein Leichtathletik=Städtekampf Essen=Münste in der Essener Halle endete mit einem knar pen Sieg der Gastgeber mit 70.65 Punkten Hartmann(HJ=Gebiet Ruhr=Niederrhein) gewann den Hochsprung mit.75 Meter und den 60=Meter=Hürdenlauf in 8,6. Die deutsche Mesterin Maria Domagalla(Dinslaken) lief die gleiche Strecke in 9,9, die Cronenbergerin Lohrmann sprang 1,45 Meter hoch. * Nach Wilhelmshaven 05. Mülhausen 93 und LSV Hamburg überschritt am Sonntag auch Schleswig=Holsteins Meister Holstein Kiel die Hundert=Tor=Grenze. Die„Störche" schlugen den BfB Kiel mit•3(:2) und weisen nunmehr einen Torunterschied von 101:14 auf. In Brüssel gewann Jan Aerts ein Dauerrennen in drei Läufen über insgesamt sechzig Kilometer. Er holte sich den ersten und der zweiten Lauf, überließ den dritten Clautier. der jedoch nur Vierter hinter Aerts, Michaux und Janssens werden konnte. Peters gewann einen Mehrkampf vor dem Franzosen Prat und dem Belgier Bruylandt. Bester Sprinter war van Looveren vor Haerbos und Senfftleben. * Wiens Leichtathleten eröffneten mit dem überlieferten Auhof=Laufen des SK Rapid ihre neue Wettkampfzeit. Im Hauptwettbewerb über 6 Kilometer siegte Gruber(Vienna) in genau 20 Minuten und blieb damit weit von Muschiks Streckenrekord von 16:51 entfernt In der HI=Klasse war der Cricketer Svoboda in:58 für die 1700 Meter erfolgreich. Mittwoch, den 15. März 1911 Wie atmet der Flieger in grofsen Höhen? Vom Inhalationsgerät zur lungenautomatischen Spezialkonstruktion „Wie atmet eigentlich der Flieger in großen Höhen?“ hat sich sicher schon so mancher Zeitgenosse gefragt. Er weiß zwar, daß eine künstliche Luftzufuhr dort unumgänglich ist, jedoch nicht, wie ungeheuer schwierig diese sellte kein Sauerstoff nachströmen und ungenutzt entweichen. Diese Wünsche sind heute erfüllt; deutsche Ingenieure schufen den lungenAi.eimee dar oin wahres ist und auf welchem Wege sie erfolgt. Der Ingenieur hat nicht nur den wechselnden Atemluftbedarf des Höhenfliegers zu berücksichtigen, sondern auch sein Gerät beschleunigungs=, kälte=, lage= und rüttelunempfindlich zu bes#en, ist doch mit einer„normalen“ Betriebstemperatur von— 40 Grad zu rechnen. Ferner muß eine Verbindung zwischen Gerat und Atemorganen des Piloten hergestellt werden, die weder die Beweglichkeit noch die Sicht hindert. Die Atemmaske darf weder einfrieren noch einen lästigen Druck ausüben, wenn sie viele Stunden lang getragen wird. Das Gewicht der Anlage und des mitzuführenden Sauerstoffvorrats muß möglichst gering gehalten weiden, die ganze Konstruktion aber unter allen Umständen betriebssicher sein. Die Entwicklung von Höhenatnlungsgeräten begann mit einfachen, ständig dosierenden Inhalationseinrichtungen, wie F. Hollmann in der„Umschau in Wissenschaft und Technik“ darlegt. Sie bestanden aus einer Druckgasflasche für hochkomprimierten Sauerstoff. an deren Absperrventil ein Druckminderer angeschlossen war. In der Abströmöffnung des Druckminderers wurde eine Dosierungsdüse eingerichtet, die je nach Einstellung eine gewisse Sauerstoffmenge durch einen Gummischleeich zum Mundstück oder zu einer Mund und Nase bedeckenden Atemmaske strömen ließ Mit zunehmender Höhe mußte der Flieger die Einstellung des Druckminderers ändern, um genügend Sauerstoff zu erhalten. In Höhen bis zu etwa achttausend Metern wurde durch eine am Atemschlauch oder an der Maske befindliche, durch ein Schieberventil verschließbare Oeffitung Außenluft beim Einatmen mit angesaugt, in großeren Höhen aber reiner Sauerstoff geatmet. Die Einstellung der Dosierung erforderte ein ständiges Hantieren am Druckminderer. Es bedeuete daher einen großen Fortschritt, als es gelang, die Dosierung durch eine Barometerdose zu steuern. Nun lieferte das Gerat automatisch mit zunehmender Höhe mehr Sauerstoff. Doch entsprach auch dieser ver besserte Höhenatmer noch nicht den physiologischen Forderlngen der Gegenwart. Er lieferte zwar in jeder Höhe eine bestimmt Sctuerstoffmenge, nahm aber keine Rücksicht auf den wirklichen Atemluftbedarf, seines Benutzers, der in weiten Grenzen schwankt. Er ist nicht nur individuell verschieden, sondern dorüber hinaus auch von der zuf leistenden Körperarbeit abhängig. Im Sitzen breuch der Mensch sieben bis zehn Liter Atemluft in der Minute; beim Marschieren erhöht sich der Bedarf auf 25 bis 30 Liter, beim Laufen aber auf 40 bis 60 Liter in der die Bedienung von Geräten oder Waffen kann schon eine erhebliche Körperanstrengung darstellen und den Atemluftbedarf entsprechend erhöhen. Das Ziel der Weiterentwicklung mußte daher ein„denkender“ Höhenatmer sein, ein Gerät, das sich den Bedürfnissen des Fliegers anzupassen vermag und immer gerade so viel Atemluft spendet, wie zum Füllen der Lunge erforderlich ist. Während der Ausatmung automatischen Höhenatmer, der ein Meisterwerk an Genauigkeit und Zuverlässigkeit darstellt. Es hat allerdings vieler Versuche in Flugzeugen, Kältekästen und Unterdruckkammern bedurft, bis dieses neuartige Gerät reif für die Serienproduktion war. Der abstromende Drucksauerstoff wurde hierbei als DER NEUETAG Antriebsmittel für einen Injekto. der selbsttätig die jeweils erforderliche Außenluftmenge ansaugt. Zur Versorgung der Gerate dienen Druckgasflaschen. Beide Einrichtungen sind fest in das Flugzeug eingebaut so daß der Flieger kein Jusätzliches Gewicht am Körper zu tragen braucht. Rohrleitungen verbinden die Atmungsgerate mit den Druckgasflaschen und diese wieder mit einem zentralen Füllanschluß, so daß die ganze Anlage von außen mit Sauerstoff„betankt“ welden kann. So haben deutscher Erfindergeist und Ingenieurkunst unseren Fliegern ein Mittel zur Versügung gestellt, cluch in größten Höhen zu atmen und dabei die volle geistige und körperliche Leistungsfähigkeit zu behalten Henny Porten:... und Wieder ein neues Beginnen Was für jeden Künstler gilt, sollte für den auch vor dem Urteil ihres Dichters glänzend Schauspieler in erhöhtem Maße Gesetz sein: bestanden hätte. nicht schreiben, sondern schaffen! Unser künst] Solche Fälle— ich habe sie e lerisches Bekenntnis muß aus unseren Werken dürfen— gehören wohl zu den herrlichsten deutlich werden, sonst haben wir erst recht keinen Grund, uns schriftlich über das auszulassen, was wir wollen und wünschen. Dennoch muß ich gestehen, daß mir gerade in diesem Augenblick, da ich(wieder einmal!) an einem Anfang zu stehen scheine, die Erfüllung Ihres Wunsches, mich schriftlich zu äußern, leicht fällt. Manchmal wird man sich ja selbst erst über etwas klar, wenn man es zu Papier bringt. In dieser Beziehung hatten unsere Großmütter uns etwas voracts. Sie führten gewissenhaft Tagebuch, und trugen allabendlich nicht nur trockene Tatsachen ein, sondern auch Erkenntnisse, zu denen man nur durch die schriftliche Fixierung seiner Gedanken kommt. Augenblicken eines Künstlerlebens. Ich habe immer fest an die Zukunft des Films geglaubt, einfach vom Gefühl her, ohne es mit dem Verstande begründen zu können. Sonst ware ich auch wohl als junges Mädel nicht trotz glänzender Bühnenangebote zum Film gangen. Vielleicht hat es die Eigenart meiner Laufbahn mit sich gebracht, daß ich immer wieder vor einem neuen Anfang stand. Nie hatte ich nach einer erfolgreichen Premiere das Gefühl„Fein, das wäre geschafft!".„Immer war dann schon irgendein anderer Plan da, der mich Tag und Nacht beschäftigte. Ich bin sehr glücklich gewesen, als man vor Jahren einmal von mir schrieb, ich sei so eine Art„Neuberin des Films“, weil ich ebenso Eine Fallschirmjägertrüppe wird verlegt ndun, u. Pasachonstunrgune es gei lue teilesiger gumn PK,Aufnahme Kriegsberichter Karnath(HH) die künstlerische Entwicklung des Films zu streiten gewillt sei. Das war die schönste Anerkennung, die ich mir wünschen konnte. In meinen letzten Filmen„Wenn der junge Wein blüht" und„Familie Buchholz“ habe ich viel Der Bordwart Dein Herz hört tief ins Brüllen der Motoren Dein Auge aber sichert, sucht und somr. Lebendig wird der Stahl vor Deinen Ohren Durch Deinen Blick wie schöpferisch berührt Und wenn das Werktzeug wirkt wjgzohen Dann löst es oder fesselt neu die Kraft, Als ob geheimnisvoll sich Mächte fänden, Zu überbrücken, wo die Leere klafft. Ein Meister der Motoren und Maschinen— Mit jedem Feindflug enger uns verschweißt, Ist Deine. Losung gleich der unsern: dienet Und jeder von uns weiß, was dienen heißt: Sich fliegend zu bewähren für das Ganze, Dem Fahnenruhme und dem Waffenglanz So will ich denn nicht als jene Heuny konzessionslos wie jene für das Theater für Porten schreiben; die als eine der ersten Film=die da schauspielerinnen heute schon fast eine historische Persönlichkeit ist, sondern als Frau und Künstlerin, die für Gegenwart und Zukunft Zeit, da die Freude als lebenspendender Duecll Vot In1, L izuan non den, sprechen, was ich einen so tiesen Sinn hot. Zurchmachen mußte, bis mir die Möglichkeiten Wenn ich überlege, welche Filme mir in der gegeben waren, die jenen von vornherein ges#alles Erinnerung als die liebsten vorschweben, muß geben sind. Schließlich hat sich der Film auch geben kann, Seihsoersändich ist da diese Damals aber wor er ihr in hohemn Grade ber Higf zesode, De Buc) gdert, mist henen mechrv heißen, weng ein Kaunstwerk zustande besfriedigt hat. Jene Fiüme gzer,.,—A. Fam. Nur der feste Glaube an die Möglichkeit ich etwas fagen konnte, und die dann burch kom.,„Fimiaust, hal uns durchalten lasn hren Ersolg bewiesen, daß sich wus ibnen, und gerade wir Pioniere— ic darf mich etwas gesagt hatte, möchte ich alle nicht missen, weil jeder in irgend einer Hinsicht für mich bedeutsam war. Vielleicht gehört es zu den schönsten Erinnerungen, daß es ein Henny Porten-=Film war, der zum ersten Male den Versuch machte, einen großen Spielfilm nach einer berühmzen literarischen Vorlage zu drehen. Wohl sind schon während des ersten Weltkrieges starke Werke entstanden. Aber es ist heute noch schwer zu begreifen, welcher Sturm der Entrüstung im Jahre 1919 losbrach, als ich es auf Biegen oder Brechen durchzusetzen suchte, daß Gerhart Hauptmanns„Rose Bernd“ verfilmt wurde. Damals hat man gesagt, die Porten sei verrückt geworden, sie sehe die Grenzen der filmischen Möglichkeiten nicht und überschätze wohl auch ihre eigene Kraft. Es hat lange gedauert, bis der Dichter sich enrschloß, die Verfilmung seines Werkes zu gestatten, und als die ersten Notizen in der Presse erschienen, da traten sogleich die Gegner mit sehr gewichtigen Argumenten auf den Plan. Wohl waren die ersten Kinderschuhe des Films ausgetreten, aber immer noch haftete ihm das Odium einer billigen Massenunterhaltung an und drohte seine Entwicklung an einem entscheidenden Punkt zu hemmen. Nie werde ich die Premiere dieses Films vergessen. Wir hatten es gewagt, die in diesem Falle besonders kritische Theaterpresse einzuladen, und nahmen damit das Risiko auf uns, einen etwaigen„Durchfall“ in breitester Oeffentlichkeit angeprangert zu sehen. Am Anfang war die Kälte beklemmend. Aber von Akt zu Akt— damals gab es auch im Kino noch Pausen— wurde die Stimmung wärmer, und am Schluß gab es nicht nur einen Achtungserfolg, sondern einen wahren Triumph, der meine Hoffnungen weit übertraf. Natürlich war Hauptmann nicht bei der Premiere, aber die 75. Aufführung sah er sich aus einer kleinen verschwiegenen Loge an. Am Ende hat er mir dann vor dem Publikum gedankt und gesagt, daß diese Rose Bernd und gerade wir Pioniere wohl zu ihnen rechnen— sind überglücklich wenn heute immer weiteres Neuland erschlossen wird. Das habe ich jetzt wieder bei dem großen Musikfilm„Sinfonie eines Lebens“ gespürt Da kommt dann die Stimmung jener fieberhaften Arbeit in den Anfangsjahren über uns, in deneu es zu zeigen galt, ob unser Wagen berechtigt oder verfehlt war. Die Arbeitsstimmung im Atelier halte ich für den wichtigsten Garanten des Erfolgs. Und in dieser Beziehung habe ich jetzt bei meinen beiden letzten Filmen wieder ein großes Glück erlebt Als Frau Arvik in „Wenn der junge Wein blüht" war ich so unzertrennlich mit meinen Film=Töchtern verbunden, daß sich tatsächlich ein ganz familiärer Ton herausbildete, und unter Professor Froelichs Regie zu spielen wie in der„Familie Buchholz“— ist ja von jeher eine Wonne gewesen. Auch hier bin ich die Mutter zweier heiratsfähiger Töchter, die lebenslustige und tüchtige Frau Buchholz, eine echte Berlinerin, mit allem Charme und allem Witz dieses Menschenschlages, den schon der alte Goethe einmal als„verwegen“ bezeichnet hat, weil er immer arbeitet und plant, ohne sich Ruhe zu gönnen, dabei aber die Schönheit dieser Welt durchaus zu genießen versteht. Das war eine Rolle nach meinem Herzen! Und nun mächte ich noch sagen, warum ich heute wieder sozusagen an einem Anfang tehe. Man hat einige Zeit geglaubt, die Henny Porten müßte, nachdem die jungen Mädels nicht mehr ihr„Fach“ sind, auf etwas resignierte Mütterrollen festgelegt werden. Nun ist die Henny Porten aber gar kein resignierender, sondern nach wie vor ein sehr Monsch Ich weiß Warum klagt der Hase? Von der Zweckmäßigkeit des tierischens Verhaltens Die Beobachtung der Tierwelt gehört zu den beliebtesten Beschäftigungen des Menschen, der auf solche Weise unterhalten und erbaut, vor allem von der Härte des Alltags auf ein Erholung, bringendes Getiet hinübergeleitet wird. Der Einsichtsvolle weiß, daß er in den Dingen, welche die lebende Natur betreffen immer wieder vor neue Rätsel gerat und daß sich manche mit Mühe gewonnene Erkenntnis päter als Irrtum erweist. Zu den Erkenntnissen dieser Art gehört auch die früher allgemein verbreitete Meinung, llles in der Natur sei zweckmäßig für die Erhaltung von Art und Einzelwesen. Die Forschung der letzten Zeit ist zu anderen Ergebnissen gekommen. So hat Professor Dr. Dr. Hans Krieg, Direktor der Zoologischen Staatssammlung, München, bei der Beobachtung tierischen Verhaltens das Gesetz bestätigt funden, daß jedes Lebewesen Lust sucht und Unlust meidet. Die Art, wie die bedrohte Kreatur auf einen Angriff antwortet, ist von begreiflicher Vielfalt. Es gibt Tiere, die ausschließlich Flüchter sind. Für sie kommt irgendwelche Gegenwehr nicht in Frage. Andere gehen zur Verteidigung über, wenn ihnen die Flucht unmöglich ist oder doch als unmöglich erscheint. Schon das Sprichwort rät, dem Feind goldene Brücken zu bauen. So kann die Stunde der Gefahr auch ein zum Nachgeben geneigtes Lebewesen„in Harnisch bringen“. Das Bestreben, dem Uebel zu entweichen, hat die Kreatur schon auf seltsame Wege gewiesen. Professor Krieg sah den großen Ameisenbären, der weder flüchten noch sich wehren konnte, bei dem Versuch, eine Palme Das Tier stellte sich außerordenterklettern. Das Tier stellte sich außer lich ungeschickt an. Aber es erinnerte sich wohl in seinem dunklen Drang seiner kletterfähigen Vorfahren, denen die Flucht auf die Palme als der normale Weg erschienen war. Dem zweckmäßigen steht das Verhalten gegenüber, das als sinnlos bezeichnet werden muß. Hierzu gehört das Klagen des Hasen, den der Fuchs beim Schopf packt Jammergeschrei kann nicht als Hilferuf ge deutet werden. Wer sollte denn zur Rettung Meister Lampes herbeieilen? Seine Art genossen lassen es sich als Warnung dienen und beeilen sich, das Hasenpanier zu ergreifen. Das Raubzeug aber vernimmt mit innigem Eine literarische Kostbarkeit August von Goethes Stammbuch Der bekannte Tanziger Goctheforscher Geheimra: Pr. Voltmann konnte in einem Vortrag Tanzig * Das ve Goeibe August in Lichtbildern zeigen, im Jahre 1800 seinem damals eljährigen Soon lichen Ausgang des Wbtrteges ga lgngg aie rasseiremde Hände gekommen und galt lange al. a„ A u s l a n d s d e u t s c h e n, d a s Stuck in dere bihren. Es wurde dem Führer darasbracht. Dr. Volkmann wurde damn nn keine##mrung wissenschaftlich vorzu Trucke traat. seine Faklimtierung w im eines den Bomben von Terrorfliegert Henriette Sonntag und viele andere mehr. samerweise fehlen sowohl August Goethes Mutter. Christianc Bulpus, wie seine Frau Ottilie, geborene von Pogwisch, und diese Lücke in aufschlußreich für die Tragik, von der des Goethesohnes Leben umwittert war. Man, darf, wie der Vortragende betonte. mu Sicherheit annehmen, daß das Fehlen, dieser beiden Namen in dem einen Falle auf die Verstandnislosigkeit zurückzuführen ist, mit der Christiane ihrem 1 0 Augu gwurdegen(oniahlin, Nuch sonnt enrn t nach Leutschland nicht hoch genug zu veranschlagen ist Heinz. Rode Begegnungen mit Nietzsche zum 100. Geburtsjahr Nietzsches erscheinen in zwangloser Folge„Begegnungen u Nietzsche“. lebensfroher und vitaler Mensch. Ich sehr gut, daß ich älter geworden bin und kann es nicht einmal bedauern; denn schließlich liegt der Reichtum des Lebens nicht im Beharren, sondern im Entwickeln. Was ich vor 20 Jahren spielte, kann ich heute nicht mehr. Aber was ich heute kann, das konnte ich damals nicht. Wo ist da ein Verlust? Die Herzogin in „Komödianten“ war ein erster Schritt zum Neuen. Diese Frau ist tuchtig und energisch, Züchtung und den Willen zum Meyschen, hohen Formates ankommt. Es mag als Insall erscheinen und ist doch mehr als Zutall, daß Nietzsche, der mit dem Wort„Rasse“ keineswegs verschwenderisch unßeht, gerade bei einer Aeußerung über Johann Sebastian Bach, den großen„Ersten“ der deutschen und damit der Musitgeschichte überhaupt, von Rasse spricht. Er spricht da von den„Deutschen hat aber sehr viel Herz und trifft alle ihre Entscheidungen aus der vollkommenen Harmonie zwischen Herz und Verstand, die nur der reise Mensch sein eigen nennen kann. Ich möchte heute, da der Film den Punkt erreicht hat, den ich ihm immer gewünscht habe, um keinen Preis beiseite stehen, während die anderen die Früchte einer Arbeit ernten die ich mit geleistet habe. Ich hofse, daß die Filmfreunde an meiner Frau Arvik und an der. Frau Buchholz ihre helle Freude haben und wünsche mir von Herzen, die Zukunft möge mir noch viele schöne Rollen bringen, damit es weiter geht, immer weiter... Behagen, daß wieder einmal einem der Ihren der Tisch bereitet ist, der vielleicht noch für weitere Gäste Raum bietet... Und in vielen anderen Fällen hat der Zoologe festgestellt daß von einem zweckmäßigen Verhalten der Kreatur keine Rede mehr sein Flucht und Gegenwehr aussichtslos sind. Die gefangene Maus putzte sich. Ein Gürteltier, das der Forscher über einer Schale mit Milch pendeln ließ, zog sich— anscheinend in aller Gemütsruhe— den Trank zu Gemüte. Brüllaffe zerbiß den Ast, auf dem er saß. Das waren Gebärden der Verlegenheit. Ein Nichts tun wäre unerträglich gewesen. Solche Gesten können natürlich über die Hilflosigkeit des Gefangenen nicht hinwegtäuschen. Immerdin raffen sich auch die rettungslos Verstrickten noch zu einer Handlung auf, mag sie gleich völlig sinnlos sein. Gewissermaßen eine Stufe tiefer steht die Kreatur. die in regungslose Starre verfällt, wenn sie das Verderben auf sich zukommen sieht. Ihre„Schrecksekunde" hält auch dann och an, wenn die Gefahr schon vorübergegangen ist. In solchen Fällen handelt es sich nicht um Hypnose, auch nicht um die Reu. hemmung des Nichtwarmblüters. Das Sichtotstellen. schließlich muß als ein durchaus zweckmäßiges Verhalten bezeichnet werden, weil es gegenüber Feinden angewendet wird, die ihre Beute mit dem Auge wahrnehmen, und zwar vor allem dann, wenn sie sich bewegt. In solchen Fällen kann das Verhalten des bedrohten Tieres sehr wohl die Rettung bringen. Die Erstarrung mag endlich durch die Gewaltsamkeit des zupackenden Feindes sacht sein und eine richtige Bewußtlosigkeit darstellen. Die Kreatur ist über die unterste Sprosse der langen Stufenleiter hinabgestiegen, in der sich die Vielfalt des tierischen Verhaltens verkörpert— von der zielbewußten Gegenwehr bis zur untätigen Resignation. Manches bedarf noch der wissenschaftlichen Untersuchung, die sicherlich viele interessante Ergebnisse zeitigen wird. Die bunte Welt Maulbeerbäume im alten Hellas Der Maulbeerbaum, der heute in allen klimatisch geeigneten Ländern, auch in verschiedenen Teilen Deutschlands zur Seidenraupenzucht angebaut wiro, war bereits im Altertum eine weitverbreitete Kulturpflanze. Schon im alten Griechenland wurden Maulbeerbäume angepflanzt, wenn sie auch damals noch nicht im Dienste der Seidengewinnung standen. Seltsamer Gruß Die Begrüßungsformen der Meuschen untereinander sind in den verschiedenen Teilen der Erde sihr verschieden. Nur ein Teil von ihnen begrüßt sich gegenseitig durch Handschlag. In Osteuropa und asiatischen Ländern ist dagegen die Umarmung, manchmal auch ein Kuß gebräuchlich. Bekannt ist, daß in den nördlichsten Gebieten der Erde die Menschen zum Gruße die Nasen aneinanderreiben, Auch die Eskimos tun das. Der Gruß dieser Sitte licat darin, daß die Nase bei Kalte leicht dem Erfrieren ausgesetzt ist und durch das Aneinanderreiben erwarmt werden soll. Sehr seltsam ist auch die Begrüßung bei der eingeborenen Bevolkerung Libets. Treifen sich zwei Tibetaner, so pflegt jeder von ihnen mit der Rechten an seinem rechten Ohr zu zupfen und gleichzeitig die Zunge herauszustrecken., zuführen ist, mit der Christtane ihrem minn wachsenden Sohne leider gegenüberstand, und im anderen Falle auf den tragiscen Riß zwischen August und seiner in bezug auf eheliche Treue recht fragwürdigen Gemahlin. Auch sonst enthält dietes Stammbuch soviel Intima aus der Welt um Gocthe, daß der Wert seiner Rückkehr nach indet sich in sicherer Tarm soll dargestellt werden, wie sich Nietzsche miut risch=historisches Kurloium sondern um ein Toku vem das für die Gortheforichung von unschatbarem Wert ist, hat doch Gocthe die Führung des Stammbuches selbst überwacht, ja es= gerade wie sein eigenes betrachtet. So n wunder, daß der reiche Juhal jast wie Album wirkt, auch bezuglich des geinigen zu der Widmungen, die insgeheim wohl zumern mehr Anfang des den: Vater als dem Sohn galten. Nahezu alle Periönlichkeiten von Rang, die zu dem Hause am Weimarer Frauenplan in nähere Beziehung kamen, sind hier anzutreifen. Eingetragen haben sich Schiller und Herder. Frau Ra ar John(beide zweimal), die Herzogin Anna Amalia, Mananne Willemer, A. W und dieck. Wilhelm von Humloldt, Fichte, Fran von Stein, Wieland und Zelter, Frau von Stael, Bir wissen, daß die Musik jut Nietzsche tiesstes Anliegen der Kuttur war. Er wurde berühmt mit seiner ernen großen Schrift„Die Gevuri der Trai: es denn nicht gödie aus dem Geiste der Musik“. Tarin hat er lin Eintra= die altgriechische Tragodie untersucht und den..a lbst angelegtes zugleich auf große Ereignisse der eigenen teaenInhalts wart. inebesondere Richard Wagner, gerichtet. Am Lebenswerkes Nietzsches neht also eine Betrachtung, die in den Geist der Musik tief einzudringen versucht. Demals hat Nietzsche erst geahnt, daß es bei der Betrachtung aller Dinge der Kultur(er selbst schreibt siets noch Cultur) auf Echtheit, Wahrheit, Größe und Stärke ankommt. Später hat er dann eewußt gesehen und verkündet, daß es auf die Starke der Rasse, auf die Gewolt des inneren Besessenseins von den Dingen, auf Zucht und Goethe und Anna der starken Rasse, wie Heinrich Schutz, Bach, Haudel". Wenn er beifügt„ausgestorbene Teutsche, so macht er sich damit eine## seiner Uebersteigerungen schuldig, die bei ihm wie stets on Kehrseite seiner Genialität sind. Er beklagt, wie wir wissen, aufs tiefstg, daß die starken und großen Menschen auch in“ Deutschland so setten geworden scien. und aus dieser echten Klage um Deutschlands Schickial heraus in er ungerecht, nicht nur gegen die Deutschen der starken Rasse, die zu seiner Zeit lebten, wie z. B. Biemarck, auf den er sa immer wieder seinen Blick richtet, sondern auch ungerecht gegen sich selbst, dä er doch einem Teutschland, in dem die starken Menschen ganz storben gewesen wären, sinnvollerwet#e nichts Großes hatte verkunden können. Jedenfalls aber hat er. seiner Zeit voraus chauend, erkannt, daß es in allen Dingen der Kultur, auch in der oni rein gefühlsmäßig und astbetisch betriebenen Mutik, darauf ankommt, daß rassisch starte Menschen am Werke und in Führung sind. Diesen Johann Seoanian Bach hat Nietziche immer wieder angeblickt und er hat an hm Verständnis für die großen Linien der dent schen Musikgeschichte, als deren Beginner er ihn deutlich sah, und für die innere Struktur des musikalischen Genies gewonnen. Man muß, da einmal mit Versenkung seine aus kürzeste Formeln gebrachte, treifende Nebeneinanderstellung lesen, er in„Menschlich=Allzumenschliches“ II Nr. 298) gibt,„Beetbovens echte einsiedlerische Resignation, Mozarts Anmut und Grazie, des Herzens, Handels unbeugsame Männlichkeit, und Freiheit unter dem Gesetz. Bachs getrostes und verklartes Innenleben, welches nicht einmal nötig hat. auf Glanz und Erfolg zu verzichten.“ Wieder klagt Nietzsche, der den höchsten Maßstab an die im tieisten Herzeusgrunde so geliebten Teutschen an legte, daß dies so. wie die Deutichen in seiner Gegenwart waren, keine deutichen Eigenschaften waren.„Wenn aber nicht“, so fährt er fort,„so zeigt es wenigstens, wonach Deutsche streben sollen und was sie erreichen können.“ Es geht also eine starke Hoffnung, daß die Deutschen an ihren Meistern lernen, worauf es wahrhaft ankommt, aus diesen Worten hervor. Wie unrecht tun in Deutschland und insbesondere außerhalb Deutschlands diejenigen der eberragenden Persönlichkeit Nievsches, die da sagen, er hobe ein brutales Herrenmenschentum verkündet und alle seineren Werte des Gemutes verachtet. Bleiben wir darum einmal bei diesen Worten über Bach: er soll uns nach Nietziche Führer sein zu einer getrosten Innerlichkeit, die sich fihrer selbst nicht schamt, sondern stolz ist, ihr Bestes anderen, 1a vielen anderen vermitteln zu dürfen, Gedenken an Smetana Das tschechische Volk gedachte Anfang März des 120. Geburtstages des Schöpfers der nenzeitlichen tschechischen Muirk Friedrich Smetana. Schon frühzeitig wurde der junge Smetana als Musiklehrer mit dem deutschen Komponisten Franz Liszt bekannt. der sich große Verdienste um die Heraus gabe der ersten Werke Smetanaz erwarb und ihm den Weg in die Welt berestete. Die Freundschaft mu Liszt und die Anregungen, die Smetana in der deutschen Musik fand, blieben auf sein künstlerisches Schaffen nicht ohne Einfluß. Ein An hänger der Romantik, sah Smetana in der Form der Oper vor allem seine kunstlerischen Ziele. Die tschechische Presse wurdigt in ihren Leitantikeln und sonstigen Aufsätzen die persönliche: Große smetanas und die Bedeutung seines unverganglichen künstlerischen Schafiens. So verweist„=Zet“ insbesondere auf die vielen starken Impulse, die 2metang die deutsche Musik(Beethoven, Mozart, Liszt) gegeben hat, in der er das Tor in die Welt der Kunst soh. Prolog statt Theaterzeitel Aus der Not, den Theaterbesuchern keine Theaterzettel aushändigen zu können, haben die Stadtischen Buhnen.-Gladbach und Rhendt eine Tugend gemacht. Sie führen den alten Brauch des Prologs wieder ein. In einer Form, die jeweilt anf den Charakter des Stuckes atgestimmt ist und im Kostüm der Schauspieler werden den Besuchern die notwendigen Angaben über Rollen und Be setzung mitgeteilt. Da sich diese Form der Ansäge reich variieren läßt, wird die Intendanz für künftige Iuszenierungen die Ausarbeitung dieser gesprochenen Programmblätter an Dichter in Auftrag gegeben Eisenacher Bach-Tage 1944 Die Stadt Eisenach wird auch in diesem Jahre ihrem größten Sohne huldigen mit der Veranstaltung von Bach=Tageni die bereits eine schöne Tradition geworden sind und sich um den Geburtstag Johann Sevastian Bachs, 21. März, grupvieren. Orgel= und Klavierwerke, Kammermusik und Orchesterwerke erklingen vom 11. bis 26, Marz Eryard Mauersberger, das Städtische Orchester unter Hans'Hermet und das Collegium musicum Hermann Dieners sind maßgebend an der Durchfuhrung der Konzerte beteiligt. Den Abschluß beldet eine Aufführung der Matthauspassion, Georg Schünemann sechzig Jahre Am 13. März vollendete einer unserergediegensten Musikwissenschaftler das sechzigste Lebensjahr: Pros. Dr. Georg Schunemann. Tozent an der Berliner Universität und Dirckior der Musikabteilung in der Preußischen Staatsbibliothek. Schunemann, der aus der Reicht hauptstadt geburtig ist, habilitierte sich 1919 als Privatdozent, wurde zwei Jahre, später außerordentlicher Profeffor' und leitete vorübergebend die Staatliche Musithochschule, deren stellvertretender Dircktoi er acht Jahre hindurch war. Diese wichtigsten Stationen seines Lebens lassen bereits die Vielseitigkeit seines Wissens und Könnenerkennen dac noch durch die praktische Musiktätigleit ergänzt wird. In Verbindung mit seiner Leitung der staatlichen Musikinstiumentensammlung erwavb er sich erstaunlich umfassende Erfahrungen auf dem Gesamtgebiet des Instrumentenwesens. Seine Verdienste liegen vor allem auf wissenschaftlich=padagogischem Gebiet, beachtenswert ist besonders seine„Geschichte der deutschen Schulmusik“ neden seiner sachkundigen„Geschichte des Dirigierens“. Auch auf dem Boden des Chor= und Volksliedes hat er sich ausgezeichnet. Seine im ersten Weltkrieg gesammelten„Lieder der deutschen Kolonisten in Rußland“ sind ein maßgebliches Quellenwerk: geschätzt ist sein„Führer durch die deutsche Chorliteratur“. Ferner ist er u. aHerausgeber der Werke von J. Chr. Fr. Bach. Dr. F. Stege — — Mittwoch, den 15. März 1944 DER NEUETAG Nr. 74 „„England verliert die Besten“ Cyrill Falls über den Bombenterror Vigo, 14. März.(enb)„Es ist noch nicht entscheidend bewiesen, ob das Luftbombardement die beste Methode des Angriffs ist", stellt Gyrill Falls in einem Artikel in der Illustrated London News fest. Cyrill Falls stellt fest, daß die Armee an der notwendigen Ausweitung gehindert wurde und sich immer Konditortal und Spielerdort in der Südschweiz Merkwürdigkeiten und Geschichten aus einem abgelegenen Winkel des Kontinents Vonunseremop-Sonderberichterstatter II. Poschiavo, Anfang März. nischen Kon####oren oder Cafétiers gar kein Italienet, sondern ein Mann aus dem nnsch Churchill im Anterhaus Vergeblicher Anlauf, Erpressungsversuch an Irland zu rechtfertigen OsI Stockholm, 14. März. Ministerpräsident Churchill hat am Dienstag im Unterhaus t. on der Zentralschwe, aum Süden, Zut wie sich die italienischen Graubündner nennen. scheinharen Kirche, sonen sich gelhe, Katzen. Die Leler. Mlrtr..=Moris, ise welchge, Zie Heruse dieser Lalbsepotner, wähtend die Geigsge, Vele der Sorel.=Ttoie Uwwitlich dein Giele ner aus dem Misoxtal zahlreiche wandernde!..ed diengrei Künstler und Handwerker in die Welt schicken. das Bild, den Schatz dez Vorfes.#### Der berühmte Maler Segantini kam aus die.—. harten Reisende aller Länder, Filmleute loaten von der Luftwaffe aufgesogen die Täler hir würden. Bei der Beurteilung der Verluste den— das ist wie ein Sprung von einem Erdteil müsse man sich vor Augen halten, daß Solda= zum andern, von Mitteleuropa zur Nordküste ten von höchster Qualität verloren gehen. Je., Afrikas, von schneebedeckten Tannen zu frühdes Land bringe aber nur einen geringen blühenden subtropischen Bäumen. Man beProzentsatz hochwertigen Nachwuchses für die greift kaum, daß ein so kleines Land wie die wuchs aus den Dominien bei der britischen einzigen Paßübergang oder einer Tunneldurch „„„„„„„„behrt al- h.„ f Luf.waffe einsetzen. Es dürfe auch nicht vergessen werden, daß die über Deutschland abgeschossenen Männer sicherlich die heste Führerschicht nicht nur während, sondern auch nach dem Kriege ebgegeben hätten. England verliere also dabei die„Besten der Natios“. Cyrill Falls weigert sich dann, den Angaben des Pressedienstes des britischen Luftfahrtministeriums über die Erfolge dieser Nachtbombardements kritiilos Glauben zu schenken. Das Londoner Luftfahrtministerium sei weniger vorsichtig und mehr cus Propa und jede Stadt die Kleinode der Vergangenheit. Hat man nun wirklich einen unbekannten Michelangelo gefunden? Die Sachverständigen haben zu der Christus=Darstellung bisher weder ein Ja noch ein Nein gesprochen. Man begegnet noch einem großen Namen, Ehurchtrt hat um dem Mailänder Leonardo da Vinci. In einem, angekündigt, daß die Reisesperre zwischen dem kleinen Dorf bei Lugano, in Ponte Capriasco, Freistaat Eire und Großbritannien nur der wiederholten sich das„Wunder und die Schön=[Beginn einer neihe von Strafmaßnahheit des Mailänder Abendmahls. Vor der un= men gegen die widerspenstige Regierung des neutralen Eire darstelle. Churchill hatte sich zu diesem Zweck, wie das im Parlamentsleben Englands so üblich ist, eine Anfrage bestellt und behauptete dann zunächst, daß der jüngste Erpressungsversuch an dem neutralen Eire auf eine Initiative der USA=Regierung zurückzuführen sei, mit der sich die britische Regierung Il fresco, Signore?“— Die Alte meint damit orfes. Die Caprias ser kleinen italienischen Insel im Südzipfel und verschwärmte Poeten vor ihm stehen sehen. fuhlen fei, mit der sich die Viltische der Schweiz. Hier liegt auch der berühmte Film=Seit Monaten kommt jetzt wieder der erste Be= allerdings vollständig solidarisch erklärt habe. berg Piz Palü. lruchei. Niemand hat bisher das Geheimnis„Wir haben bereits vor einiger Zeit eine Reihe # von Capriasco lösen können. Niemand weiß, von Maßnahmen ergriffen, um die Gefahren, Michelangelo... wie dieses Bild von bestechender Schönheit in die durch die Anwesenheit der deutschen und fahrt erlebt man die Unterschiede mehrerer Breitengrade. Ein Drama der Natur scheint sich hier zu vollziehen: Tosende Lawinen, die Wälder und Dörfer mit stäubendem Gischt verschlucken, und reißende Stürze, die Bahnen und Straßen zerschlagen. Hinter den Bergen aber zitternd aufsteigende Sonnenfäden, in diesem Winter krächzende Trockenheit und doch ein von frischen Blumen, von Obst und Wein duftendes Land. Fremde Laute die durch die Anwesenheit der deutschen und Die Menschen hier im Süden, die Grigioner Einer getreuex Anlehnung an das Mailänder japanischen Vertretungen in Dublin entstehen", und die benachbarten Tessiner, haben es leich- Ariginal an den See, von.#and lam„Ja## keilte Churchill mit,„zu verringern. Jetzt ter als die Nordschweizer. Zwar: wird ihnen an dieser zweifellos zeitgenössischen Kopie Leovon der Natur keine Mühe erspart. Aber ihr## do mitgewirkt? Wird es einmal das immer Temperament und die Begnadung aus dem blauen Himmel helfen ihnen über viele Beschwernisse hinweg. Sind ihre Dörfer nicht von der Natur selbst gebaut? In ihrer Einheit, im Leuchten der südlichen Farben, in der Anpassung an die Kastanienhaine und üppigen eigene Welt kennen, wenn nicht die nahe italieWeinberge? Es in, als hätten Künstlerhanoe nische Grenze schwere und heitere Reflexe des mit den Kirchen auch die Bergnasen geschaffen, Krieges ins Land würfe. Die Grigioni pamehr verfallende Original ersetzen müssen und Capriasco statt Mailand der Wallfahrtsort der Abendmahl=Verehrer werden? Politische Groteske Die Menschen würden hier nur diese, ihre aber ist die Zeit gekommen, wo diese Maßnahmen verschärft werden müssen. Der erste Schritt ist die Unterbindung des Reiseverkehrs zwischen den britischen Inseln und dem Freistaat Eire, deren Zweck es ist, Eire von der Außenwelt zu isolieren.“ Churchill versuchte dann noch, das brutale Vorgehen der Anglo=Amerikaner im Falle Eire zu rechtfertigen und behauptete u.., kein Land der Erde würde je soviel Geduld gezeigt „. E sei weniger vorsichtig und mehr auf Propo=] Dieser Wandel wird eigentlich schon mitten und mit den schwehenden Galerian Jd I“ trouillieren auf hohen Berggraten der Grenze zur'cg wie /g., Oroßortannien gegenüber Eire ganda eingestellt. Nicht jedes abgesetzte Fa= in den Bergen vorbereitet, in jenen Teilen des tan mit den 10—.:. zgiam###en und rau; entlang. In der oderen Lombardei stehen Män IL.—T4ss, ve Hinn#9,ehend gab britdach bedeute zerstörte Maschinen. Graubündener Landes, in denen die Ortsnamen munherf eg das### stefen Platze, Niemand ner ihres Blutes im Bruderkampf. FahnenWas soll nun mit der erglischen Luftwaffe einen undeutschen Klang annehmen und Pon=]leichter ist, berauschender, abr c flüchtige und Arbeitsunwillige, Badoglianer und Pritisch=Pardirlang naste#reistagt, eiit weiteren Verlauf des Kreges geschehen?, tresina, Silvaplang ooer Filisur heißen. Was teiczff., istzg berauschenoer, aver nach einem und Agenten möchten die Schweizer Grenze als un Brittsch=Nordirland vollständig gesperrt im weiteren Verlauf des Kneges geschehen fragt Falls. Nach seiner Ansicht bleibt der Bomber zweifellos eine plumpe Waffe mit einem ungeheuren Verschleiß. Deshalb bleibe die Frage offen, ob nicht eine im großen Umfange durchgeführte Form des Angriffs als gerade ddas strategische Bombardieren bessere Ergebnisse erzielt hätte, ganz abgesehen von den moralischen Bedenken für diese Art Kriegführung. Englands Machtlosigkeit Die Times zum Todesurteil gegen Pucheu Berlin, 14. März.(dub) Auf Verlangen Moskaus wurde am 11. März der frühere französische Innenminister Pucheu, der der Exponent, der, englisch=nordamerikanischen Trusts in der Regierung Darlan war, in Algier zum Tode verurteilt. Die kommunistische Presse Algiers feierte dieses Todesurteil. Die Londoner Times veröffentlicht nunmehr zu dem Prozeß einen langen Kommentar, in dem sie gegen die Verurteilung Stellung nimmt. Das Leben ihres Söldlings konnten die gegenüber den Moskauer Forderungen immer machtloser werdenden Engländer nicht retten. Der einzige Trost wird für ihn wohl ein Nachruf in den Spalten der Times sein. Der kanadische Premierminister Mackenzie King erklarte vor dem Unterhaus in Ottawa, die kanadiiche Regierung habe der Re gierung von Eire ungeteilt; sie schließe sich der Forderung der USA Regierung„rückhaltlos“ an. trefina, Silvaplana oder Filisur heißen. Was für Worte und welche Sprache? Ist man hier in einer anderen Welt, in einem Land, das nicht zu uns und nicht zur Schweiz gehört? In dem man keine der uns geläufigen Sprachen spricht, nicht das Schweizerdeutsch, auch schnellen Uebergang vom Norden auch beklem: Deckung für ihre Umtriebe benutzen. Die mend. Man fragt sich nur, ob dieses Land Wächter kennen die Gefahren. Sie wissen auch####m biene Erprestungsmege## denn wirklich noch Schweizer Boden ist, und zwischen den Schüssen der Aufsässigen und de# ich war angesichts der irischen Männer, steht vor dem volitischen Rhänamen der Eid,#cen ven Schussen der Aufsassigen und dem in den analischan Rarnan kämnfan ist nicht Französisch wie in der Westschweiz oder! Was im Grsschun Ea heißt Srautsinzuu““ mehr Leidenschaft, mehr Farbe und viele Bei steht vor dem politischen Phänomen der Eid genossenschaft, das vier Völker bindet, Deutsche Franzosen, Italiener und Rätoromanen. Was im Süden geschieht, erhält aber auch werden wird. Daß ihm diese Erpressungsmethode„pein, die in den englischen Reihen kämpfen, ist die und Deutschland in der Renaissance und im Barock die schönsten Kirchen und Paläste schenkten. das Wort Grischun. Es heißt„Graubünden“. Die Leute, die so sprechen, nennen sich selbst Rätoromanen und ihre Sprache Rumonsch. Fast 50000 Menschen sprechen sie, die eine Art Ursprache ist. Sie gehörte zweifellos zum Italienischen, klingt aber ganz anders, mitunter. etwas unheimlich. Im Engadin und im Quellgebiet des Rheins findet man sie. Aber für diese Fünfzigtausend hat man in der Schweiz ein eigenes Lexikon geschaffen und damit das Rätoromanische als vierte Landessprache anerkannt. Die Minderheit ist zwar klein, ihre Kultur aber tief verwurzelt und wertvoll. Wenn die Mann am Fahrkartenschalter jungen Grischuner iyre Volkslieder singen, dann— sällt alle Tünche der Zivilisation ab. Selbst bis in unsere Gegenwart hat dieses Völkchen seine eigenen Dichter behalten, eine eigene Literatur für fünfzigtausend Seelen, einen eigenen Baustil. Grischung— das ist der Uebergang. Dann kommt der Süden, das italienische Graubünden, mit einem Häuflein Menschen, das durch der das hohe Berge von der übrigen Schweiz abgeschnitten ist. Von ihnen weiß der Nichtschweizer nicht viel mehr als von den Rätoromanen. Vielleicht aber war einer der früher in Spezialunternehmungen auch bei uns geschätzten italieFeuer der Ordnungstruppen zu unterscheiden.... E rchisssche Hauche Aber auch in dieser ernsten Situation haben.ns Grutalitatische Heuchelet, hin, der er die Südschweizer ihre Sensation und politische### nch gerberzen„Lerzücht. 2 Humoreske. Sie spielten in Canipione, im ver###urrung, daß sich England auch dem USA. Volk gegenüber verantwortlich fühle,„wenn wiro oft zu Gen Sechshundert italienische Bürger sind hier dewicen werden könnte, daß es in irgendeiner ze Volk teilnimmt. auf 260 Hektar Land von ihrer Heimat in einer Weiie unterlassen hätte alles zu tun, was in gnügungssüchtigen Spielerdorf am Luganogaben des Pittoresken. Es wird oft sationen, an denen das ganze Volk t Da taucht plötzlich ein großer Name auf, kein Enklave rings von Schweizer Gebiet umschlaf, seiner Mlacht lag, um diesen Truppen Schutz geringerer als der Michelangelos. Die Men= sen. Italienisches Hoheitsgebiet auf schen glaubten an ihn. Warum auch nicht, wenn aus dem Tessin Künstler kamen, die Italien aber im eigenen Lande nicht unterhalten wesste mannes zu geven versucht. In guten Tagen standen Hunderte der elegantesten Wagen vor dem Kasino. Da konnte das schreiber und ein Industrieller übernahmen für Badeleben am Strand nicht monoan genual auf 260 Hektar Land von ihrer Heimat in einer rings von Schweizer Gebiet umschlos= zu gamen phrafsen. Italienisches Hoheitsgebiet auf Schweizer 6½#, gewahrteiten Jitzähe verlogene Boden. Dieses Kuriosum wuroe wegen einer#schannd“ sich der volittiche Hanaster den AnSpielbank geschaffen, die Italien gerne haben, schein eines verantwortungsbewußten Staatsund Leonardo da Vincissein Es Dach Gusmssr Kn.... sein. Köche aus der ganzen wialt sorgten für Nach Lugano?“— bestimmte fragend ein die Lieblingsspeisen der international zusaminn am Fahrkartenschalter sein Reiscziel im mengewürfelten Gäste. Es gab wohl kaum einen Lesstin.=Er war erstaunt, als ich es ihm ver= Campionesen ohne Livree. Die Revolverschüsse begriff gar nicht, daß ein Fremder nach einem unglücklichen Spiel regten sie ebenso I7„##., ragen nicht nuch Lugah###### iu wenig auf wie die großen Juwelen= und Hoch dessen Nähe man einen Michelangelo entdeckt! 1— haben will. Hunderte Fahrkarten hat er bereits auf Grund der Michelangelo=Sensation verkauft. Hunderte von Fahrzeugen warteten mit jedem Tag auf ein gutes Geschäft. Der Bauer, das Bill stapler=Affären Mit dem Krieg gingen die guten Zeiten von Campione vorbei. Die Männer nahmen den Fischfang wieder auf, und die Frauen wuschen „ die Wäsche im See. Lebensmittel und Geld #### 3u, merboen fand, brachte ein Schiffchen vom italienischen Ufer Sees über Schweizer Hoheitsgebiet. Mit sten Felder kamen die Händler und Sammler zu ihm. Die Angebote kletterten zu höchsten Summen. Aber der Tessiner Bauer blieb stumm. Er hütet seinen Schatz wie jedes Dorf Hart traf uns die schmerz l i c h e N u c h r i c h t, a a ß m e i n lieber Sohn, unser guter Bruder. Schwager und Onkel, Soldat Paul Miesen in der Blüte seiner 21 Jahre in den Kampfen in Italien am 30. Jannar 1944 den Heldentod# storben ist. In Gottes Willen gur „ so beschlossen. Er lohne inn seine treue Pflichterfüllung Im ewigen Frieden des Himmels. In tiefem Schmer: Witwe Joh. Josef Miesen, neun Geschwister und die übrigen Anverwandten. Mondorf. Sieglar. Bonn..ine lar. Eschmar. Rheidt. Niederkasel undinl Seclenamt: Samslag, 18. März. 10 Uhr. in der Pfarrkirche zu Mondorf Gott der Herr nahm uns heute unsere liebe, gufe Mutter. Seh germutter. Oma und Tante, die wohlachtbare Frau Helene Peuster geborene Schmitz. Im vollendsten 80. Lebensjahr folgte sie nach 6 Wochen ihren lieben Gatten in die Ewigkeit. In liefernnr Dera Walbrol geborenn„r. Josef Walbrol. Heiene Walbrol als Enkelin Koln-Vyppes. Nordstr. 50. den 11. Marz 1914 Donner Lsechten 9(100 Uhr. in Niptes. Brerdligu Tage. 14 Uhr. Koin Merheim irh ax. 16. Marz. Bonifar#n am gelben Nordfriedhof Gott der Herr nahm heute meine liebe Gattin, die wohluchtbare Frau Friedrich Oebel Maria geborene Gerhards nach einem dreijahrigen harten Leidien, das sie gahrhaft gott ergeben trug, dureh einen#unften Tod in sein himmlisches Reich auf. 66 Lebeusjahre waren ihr beschiellen Um stille Tellanhme bittet: Friedrich Oebel. Brühl. Koinstraße 115, den 13. Marz 1944. Erequien: Donnerstag, 16. Marz. #:1 101 Uhr, in der Klosterkirche Brahl. Beerchgung:.20 Uhr von der Pfarrkirene Brühl. Clott der Allmächtige griff hart in unser Leben ein. Er nuhm mir mein gunzes Glück, meinen herzensguten, innigstgeliebten Mann. meinen lie ben Vati, unseren lieben Sohn. guten Bruder, untergeßlichen Schwiegersohn, Schwager und Onkel, den Obergefreiten Peter Kremer Nach einjahriger, überaus glick licher Ehe Tiel er am 10. Fehnuar 1944 im Alter von 31 Jahren in den schweren Abuchrkampfen im Osten für Deutschland. In liefem Leid: Frau Ottilla Kremer geborene Schorn nebst Sohnchen Jukob. Eitern, Schwiegereltern und Anverwandten. Prechen. um Robmat Huchelner Str. trade 78. 122 Feauien: 1hr. 1fn. Freitag. 17. Murz. 8 kircheA: Audonlat dem Almachtinen hafdn g allen, heute. 14. Marz 1944. um 2 Uhr, unseren Onkel. Herrn Matthias Weber zu sich in ein besseres Jenseite abruberufen. Er starb in Aller von 82 Juhren, nach langem. schwerem Leiden, verschen mit den Sterbesnkramenten der kath. Kirche Die trauernden Hinterbliebenen. Koln Kalk Murz 19•11 tligung: Freitag. 17. Nurz. " Thr. vom Sterbehause KolnLangel aus. Auschlienend die Erequien in der Pfarrkirche zu Krin Rheinkaes. K 0in-.angel. .Gladbuch, den 14 1 Siellenangebote Haushälterin, zuverlässig, die kochen u. Haush. führen kann, zu ült. Ehepaar ges. Etagenhaushalt. E. Koenneckb.— Bonn, Siebengebirgstr. 20. Telelon: 6997. 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Können die Schweizer den bewaffneten Trupp durch ihr Hoheitsgebiet lassen? Neutralität! Die gleiche Reutralität aber auch am internationalen Grenzbahnhof von Chiasso. Wovon diese Leute leben sollen, weiß vorerst kein Mensch. Italienisches Geld bekommen sie nicht mehr, und Schweizer Franken haben sie nicht Die Eidchweizer Franken haben sie nicht. Die Eidgenossen haben eine Sorge mehr, die Sorge einer politischen Posse. Ein Gemeindeschreiber Köln, den 7. März 1944. Im Anschluß an die am 29. Januar 1944 veröffentlichten Schätzer für gebrauchte Waren werden hiermit folgende weitere Schätzstellen für gebrauchte Waren bekanntgegeben: Dolmetscher-Seminar der RtD Zur Ausbildung von Wehrmacht dolmerscherinnen. Veberaetzeringen und Fremdsprachen Korresponden tennen beginnen um 17, April neuTageslehrgunge in der englischen und franzosischen Sprache. Nerl blatter mit allen Einzelheiten bei der Reichearbeitsgemeinschaft für dlas Dolmetscherursen. Koln, Her wurthstr. 10. schriftlich anfordern Sprechstunden des Seminar letters: tnglich— außer Donners tugs—. 15—17 Uhr. Fernspr. 5 58 63 Der Herr über Leben und Todl nahm uns am 13. Marz unsere liebe Mutter. Schwiegermutter, Großmutter. Kusine und Tante. Frou Wwe. Lambert Klein Therese geborene Klein im Alter von 76 Jahren. Ihr Leben war nur Aufopferung für dlie Ihren. Wir werden sie nie vergessen. Im Namen der trauernden Hin terbhnenen Geschwister Klein. Z. undorf. Kolonengen 21 Beerdigung: Freitag. 17. Marz. Uhr. vom Trauerhaus- auAnschließend Facquien in der Pfarrkirche zu Zündorf. Stellsnangsbote Für die Nachtwache unserrs Betriebs snchen wir sofort geeizurte Personlichkeit(auch P Angsbote oder Vorstellung: Kölner Verlagsanstalt u. Druckerei dmbA (Der Neue Tag) Köln, Stolkgasse 27. Eingang Engunsse Fur die Wiedereroffnung der Wan penhof Retriebe sofort gesucht: Koch, Köchin, Beiköchin, Kaltmamsell, Büfettfräuleln f. Bierhäfett sowie für Speiscbülfett. 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Klariere usw.), deren Abmat zung nur am Standorte neglich ist. kommt der Schatzer auf Anfordern ins II9 1s Die Schattgebühren betragen: 1% der Schiissunmme, mindestens.50 RM. hächstene 100.— RW Kommt der Schiser ins Haus, so betragt die Gebuhr ebenfall1• der sch. treumme, wirdestens.— RM tbei Klavieren 20.— RM. echsiene 10- RNI. Sind mit der Schalzung norh besondere handwerkliche Leistungen Veit-unden tbei Redionernten naw.) so werden diese besonders berechnet. Bei der Schatzung wird eine Schützurkunde ausgesertigt. Diese Urkunde ist solgfaltig aufzubewahren, da sie die Richtigkeit des Preises nachweist Bei Cberschreitung dieses Preises werden Verkaufer und Kaufer bestraft. Der Pollzeipräsident, gez. Hövel. OSRAM-LAMPEN Ufa: Man rede mir nicht von Liebe. Ileidemarie Hatheger Mathias Wieman. Jugendliche nicht zugelassen..30.45.00. Karten wochentags ab 10 Uhr, Sonntags ab 9 Uhr. Erster Hauptfilm.30, letzter Hauptfilm.15. Ende 8 Uhr. Rheingold, Wererstr.: Der weiße Traum. Olly Holzmann- Wolf Allach-Retty. Jugendliche über 14 Jahren zugelassen..00.20 .20. Ende 7 20. Corso. Lindenthal. Dürener Str. Zirkus Renz. Rene Deltgen P. Klinger. Jugendliche zugel. 12.45 15.10 17.35 Deulich, Deutzer Freiheit: Akrobat schö--ön. Churlie Rivel. 13.00 15.10 17.20. Jugendliche nicht zugelassen. Horburg-Lichtspiele. Mülhelm: Rückkehr ins Leben. Gustav Diesel. Jugendliche nicht zugel. Neue Spielzeiten:.00.15 5 30 Neues Theater, Mülheim: Der weiße Traum. Olly Holzmann Wolf Albach-Retty. Jugendliche ab 14 Jahren zugelassen. .00.15 5 30 Residenz. Mülheim: Altes Herz wird wieder jung. Viktor de Kowa- Emil Janrings. Jugendab 15 Jahren zugelassen. 12.30.00.30 UlI. Unien-Lichspiela. Mülheim: ... und die Musik spielt dazu. Maria Andergast- Rudolf Carl. Jugendliche haben keinen Zutritt..00 300.30 Großer Saal Bonner Bürgerverein Samstag, den 18. März, 17 Uhr Klavierabend Shrengard Fitting Hlandel: Chaconne, Bach: Toccata ind Fuge. Beeinoren: Sonate Esnur on. 109, Chopin: Balläde-moll op. 52. Nocturne Des-dur op. 27. Fantasie-moll op. 49. Karten.50. .—..— und.— RM. Vorverkauf in Geschäftslokal der Musikalienhandlung Emil Brandts. Am Hof 30. Keine telefonischen Bestellungen. Konzertbüro Otto Sebbesse. Oberarzt Dr. P. Koch spricht am Dienstag. 21. März 1944. 18 Uhr. im Horsaal III der Universität Koln, Langemarckplatz, zu dem Thema: Die Geschlechtskrankheiten“,(mit Lichtbildern). Geschichtliches. Erscheinungsformen Gefahren für den einzelnen und für unser Volk. Bekämpfung und Be hansllung. Karten:.-,.-,.- RM. Soldaten halbe Preise. Vorverkauf: Volksbildungsstatte Koln. Sachtenx 47. Kdf’-Verkaufsstellen: Koln. Karser Wilhelm-Ring 13. Köln-Mül. B u c h h e i m e r S t r. 2 7. T h e a t e r kasse Neumarkt und an der AbendDie Deutsche Arbeitsfront, Volksbildungssta#te Köln in Verhindung mit der Universität Köln, Ruf: 9 9314. Türschließer, Vorhänge, Gummi- und Kokosläufer 70—00 cm br., zu kaufen gesucht. 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