Bezugspreis monatl. RM1.30, Postbezug monatl. RM1.30 (einschl. 21 Rpf Postzeitungsgeb.) zuzügl. 42 Rpf Zustellgebühr Köln, Montag, den 15. Juni 1942 DIE GROSSE KÖLNER MORGENZETTUNG Ver## Schriftleitung: Köln, Stolkgasse 25—31. SamRelruf: Nr. 22030f. Schalterstunden—18 Uhr. Weitere Befestigungswerke vor Seuastopol erstürmt Eine große kämpferische Leistung Der Donez ostwärts von Charkow an mehreren Stellen überschritten Berlin. 14. Juni(dub) Wie das Oberkommando der Wehrmacht mitteilt, wurden am 12. Juni von den deutschen Truppen im Festungsgebiet von Sewastopol in harten Kämpfen trotz zahlreicher heftiger Gegenangriffe des Feindes erneute Fortschritte erzielt und weitere größere Befestigungswerke nach Niederkämpfung durch schwere Artillerie des Heeres erstürmt. Bei der Vernichtung eines feindlichen Bataillons wurden über hundert Kampfstände modernster Bauart und ein mannstiefes, in die Felsen gehauenes Grabensystem genommen. Verbindung mit der bereits gemeldeten Beseitigung von 20000 Minen ist dieser Erfolg wieder ein Beispiel für das schwerbefestigte, tiefgestaffelte Verteidigungssystem des Feindes und für die Größe der kämpferischen Leistung der vor Sewastopol eingesetzten deutschen Truppen. Die Luftwaffe setzte ihre schweren Schläge, die seit Tagen von Kampf= und Sturzkampfflugzeugen gegen die Festung Sewastopol geführt werden, fort. Gepanzerte Artilleriestellungen sowie in der Nähe liegende Munitionsbunker und Tanklager wurden mit vernichtender Wirkung von den deutschen Bomben getroffen. Deutsche Kampfflugzeuge durchbrachen den dichten Sperrfeuergürtel der feindlichen Flakbatterien, drangen bis in den inneren Stadtkern vor und erzielten Treffer in Kraftwagenkolonnen, Kasernen und Versorgungslagern der Bolschewisten. Im Hafengebiet wurden mehrere Kriegsfahrzeuge und Frachtschiffe getroffen und schwer beschädigt. In Luftkämpfen wurden am 12. Juni in diesem Kampfraum sieben feindliche Flugzeuge abgeschossen. Ostwärts von Charkow machten die deutschen Angriffshandlungen weitere Fortschritte, so daß der Donez an mehreren Stellen überschritten werden konnte. Die im Schutz einer Talsenke vorstoßenden Panzer trafen auf starken feindlichen Widerstand, konnten jedoch einige für den weiteren Angriffsverlauf wichtige Höhen nehmen. Die Kämpfe in diesem Raum verlangen infolge des sumpfigen Geländes, das immer wieder durch Knüppeldämme überbrückt werden muß, große Leistungen von den deutschen Soldaten. Bei der Ueberwindung dieser Geländeschwierigkeiten zeichneten sich die deutschen Pioniere aus, denen es überdies im Verlaufe der Kämpfe gelang, trotz heftigen feindlichen Artilleriefeuers mehrere Brücken zu schlagen. am 15. Juni im Festungsgelände von Sewastopol von deutscher Infanterie und Pionieren in harten Kämpfen, die bei großer Hitze und Dürre stattfanden, weitere Festungsanlagen genommen. Artillerie unterstützte die Angriffe durch Bekämpfung der feindlichen Batterien und durch Abschirmung und Niederhalten des Feuers feindlicher Befestigungswerke. Durch Volltreffer schwerer Kaliber wurden mehrere Kampfanlagen des Feindes, der auch Samstag wieder schwerste Verluste an Menschen und Material erlitt, vernichtet. Durch zusammengesaßtes Feuer einer deutschen Infanteriedivision wurde ein feindlicher Gegenangriff bereits in der Bereitstellung zerschlagen, während andere Angriffsgruppen mit Unterstützung durch Artillerie und Luftwaffe dem Feind einen wichtigen Höhenrücken entrissen. Mit der im Wehrmachtsbericht gemeldeten Vernichtung der feindlichen Kräftegruppe im Raum ostwärts Charkow ist nun auch der letzte noch übriggebliebene Resterfolg der großen bolschewistischen Charkow=Offensive bereinigt worden. Neuer Ansatzpunkt für die Kampfhandlungen in Nordafrika stürmung der Wüstenfestung Bir Hacheim der Ansatzpunkt zu neuen erfolgreichen Angriffsbewegungen der Achsentruppen geworden. Die Kampfhandlungen der vergangenen Woche spielten sich bei heißem, trockenem Wetter ab, das von Sandstürmen und einmal von einem Regenguß, der eine Abnormalität um diese Jahreszeit darstellte, unterbrochen war. Nach den letzten Meldungen befinden sich die Panzerstreitkräfte Rommels westlich von El Adem im Kampf. Dieser Wüstenort liegt runo.T0 Kilometer nordostwärts von Bir Hacheim aus dem Wege nach dem durch frühere Kämpfe bekannten Sidi Rezeg. Die Eroberung von Bir Hacheim gab den deutsch=italienischen Streitkräften die Möglichkeit, sofort zum weiteren Vorstoß nach Norden anzutreten. Ein Rückblick auf die Kampfhandlungen in Afrika zeigt, daß das Gesetz des Handelns vom ersten Tage an in den Händen der Achsentruppen gelegen hat. Auch die gegnerischen Meldungen mußten diese Tatsache zugeben, so B. der Bericht des Generals Auchinleck an angelegten riesigen Minenfelder ab, die durch die Achsentruppen von Süden her umgangen wurden. Diese Operationen bedeuten nicht nur einen taktischen Erfolg, sondern sind auch eine hervorragende Leistung des Nachschubs. Die Wüste bildet im Raum von Bir Hacheim keine flache Platte, sondern ist ein von oft sehrtiefen, trockenen Flußläufen durchzogenes, stark verwittertes Tafelgebirge. Es kommt hinzu, daß jede Bewegung für den Gegner auf Meilen voraus sichtbar ist, und zwar nicht nur für den Aufklärungsflieger, sondern schon mit dem bloßen Auge durch die aufgewirbelten Staubwolken, die noch lange später den Weg jedes Fahrzeuges anzeigen. Dieses Gelände kam den Briten bei der Befestigung von Bir Hacheim sehr entgegen, und deshalb konnte diese Wüstenfeste zum südlichen Eckpfeiler der britischen Stellungen werden. Die Schwere der Kämpfe war gekennzeichnet durch den Einsatz schwerer Waffen und starker, Panzereinheiten von beiden Seiten. Für den Ausgang der Schlacht war von besonderer Bedeutung die Ueberlegenheit der Achsenluftwaffe, die nicht nur zahlreiche Abschüsse im engeren Kampfgebiet erzielte, sondern auch im erweiterten Kampfgebiet durch ihre Einwirkung auf Malta und den feindlichen Schiffsverkehr im Mittelmeer den Nachschub des Feindes nachhaltig störte. Insgesamt wurden bei den Kämpfen in Nordafrika bisher über 12000 Gefangene eingebracht, rund 600 Panzer= und Kampfwagen, über 300 Geschütze und Hunderte von Kraftwagen erbeutet oder vernichtet. Diese Ziffern „. Nuchmten un wagen erbeuter ober vernichtet. Diese Ziffern das britische Kriegskabinett, den Churchill am gewinnen ihre erhöhte Bedeutung im Hinblick 2. Juni im Unterhaus verlas. In diesem auf die besonderen Verhältnisse des afrikanischen Kriegsschauplatzes, wo der Feind nicht mit Massen, die, wie im Osten, ohne Rücksicht auf Verluste in den Kampf getrieben werden, sondern nur mit einer verhältnismäßig geringen Anzahl hochwertiger Soldaten arbeiten kann, mit denen sehr haushälterisch umzugehen für ihn eine Lebensnotwendigkeit darstellt. Juni im Unterhaus verlas. In diesem Bericht waren die Briten zu dem Eingeständnis gezwungen, daß sie immer neue Umgruppierungen vornehmen mußten, um durch die Berlin, 14 Suni(duh) waa##..## deutscheitalienischen Operationen Flankencommande der Wohrmgser aner en.... bedrohungen und Einkesselungen zu entgehen. ando der Wehrmacht über die Kämpfe in! Die Kämpfe spielten sich in der vergangenen dafrika vorliegenden Meidungen ist die Er= Woche bereits im Rücken der von den Briten „Die Zukunft findet uns so tapfer wie bisher Kölns Antwort an Churchill 7 Das Kriegsverdienstkreuz für heldenhaften Einsatz Die deutsche Luftwaffe bekämpfte in diesem Kampfraum feindliche Feldbef Batteriestellungen. Bei Angriffen Panzeransammlungen wurden von deutschen und warden von beutscher Kampf= und Sturzkampfflugzeugen 30 Panzerkampfwagen vernichtet und weitere 34 schwer beschädigt. Motorisierte und bespannte Kolonnen, mit denen der Feind Verstärkungen in das Kampfgebiet ostwärts des Donez zu bringen versuchte, wurden von deutschen Zerstörerflugzeugen in Tiefangriffen mit Bomben und mit Feuer der Bordwaffen bekämpft und zersprengt, so daß die Bolschewisten hohe blutige Verluste erlitten. Bei Luftkämpfen wurden von deutschen Jägern zehn bolschewistische Flugzeuge und von italienischen Jagdfliegern drei weitere feindliche Flugzeuge abgeschossen. Berlin. 14. Juni.(dub) kommando der Wehrmacht Wie das Obermitteilt, wurden Der alte Kölner Gürzenich war am gestrigen Mittag Stätte einer Feierstunde, wie sie die ruhmreiche Hansestadt in ihrer tausendjährigen Geschichte noch nie erlebte. Gestern überreichten der Kommandierende General und Befehlshaber im Luftgau VI. General der Flakartillerie Schmidt, 1500 Männern und Frauen, die sich beim britischen Terrorangriff in der letzten Mainacht dieses Jahres und nachher durch besonderen Einsatzwillen und hervorragende Tapferkeit bewährt haben, die ihnen vom Führer verliehenen Auszeichnungen. Fürwahr, ein erhebendes Bild, das sich den Teilnehmern dieser denkwürdigen und einzigartigen Feierstunde bot. Reih an Reih in Block an Block standen sie zusammen, die Tapferen der Lufwaffe, der Polizei, der Luftschutzpolizei(S5D), des zivilen Luftschutzes, des Werksluftschutzes, der Partei, Männer und Frauen, hoch und niedrig, die ihnen vom Führer zugedachte hohe Kriegsauszeichnung des nationalsozialistischen Deutschlands entgegenzunehmen. Auf dem mit Blumen und Emblemen der Nation geschmückten Podium des alten Gürzenich hatte ein Musikkorps der Luftwaffee Aufstellung genommen, das nach dem Einmarsch der Fahnen und Standarten der Bewegung die Feier mit dem Triumphmarsch aus „Aida“ einleitete. Der Kommanoierende General Schmidt betonte nach einem Grußwort an den Gauleiter und die mit ihm erschienenen Ehrengäste von Partei, Stadtverwaltung, Staat, Wirtchaft und Wehrmacht, der Gegner habe mit seinem Terrorangriff auf Köln seine Absicht die Widerstandskraft des deutschen Volkes zu werden und mit härtester Kraft zurückschlagen brechen, seine Moral und seinen Abwehrwillen um an diesen Kriegsverbrechern schärfste Verzu erschüttern, in seiner ganzen Verwerflichkeit geltung zu üben. erneut zu erkennen gegeben. Aber darin habe## oan sich der Brite geirrt, wie in so vielen anderen seinen Dank und kain: a. 1e u prach un Dingen. Kölns Bevölkerung habe Churchil und Führern auer Dienstara=93 seinen Hintermännern eine Antwort gegeben, der Mehrmacht die ih ama und auberdalb wie man sie sich nicht besser wünschen könne. tondes Ma die sihren Maunern ein leuchSie habe dem Kriegsverbrecher senseits des endss Vorolld waren und sie im Einsatz mitKanals durch ihre Haltung unmißverständlich hin auf den berouders wie., General Schmidt . 9. etverstanduc, hin auf den bekannt gewordenen vorbildlichen zu erkennen gegeben, daß die Briten und ihre Verbündeen mit solchen verbrecherischen und kulturschänderischen Methoden nie und nimmer ihr Ziel erreichen würden. Wie bei allen früheren Angriffen habe Köln eine in jeder Beziehung vorbildliche Haltung bewiesen, wie das auch in jener Nacht zum 31. Mai durch den Führer selbst bereits rühmlich anerkannt worden sei. Die lebensbejahende Art gerade der rheinischen Bevölkerung, ihre Festigkeit und ihr Optimismus hätten ihr die Kraft gegeben, auch mit diesem Schlage fertig zu werden und Schwierigkeiten schnell und entschlossen zu überwinden. Im Kriege müsse jeder Erfolg mit Opfern bezahlt werden. Das gelte nicht nur für die kämpfende Front, sondern auch für die Heimat So habe auch dieser britische Angriff auf Köln sowohl unter den in der Schadensbekämpfung tätig gewordenen Luftschutzkräften als auch unter der Zivilbevölkerung Opfer gefordert. Das deutsche Volk beuge sich in Ehrfurcht vor den Toten, bekunde den Hinterbliebenen tiefste Anteilnahme und werde angesichts dieser sinnlosen Terrorangriffe, der wahnwitzigen Zerstörung unersetzlicher Kulturwerte nur um so härter persönlichen Einsatz des Gauleiters bei der Brandbekämpfung. Dank und Anerkennung zollte er dann auch den Kräften der aktiven Luftwaffe. Ueber alles Lob erhaben seien auch die Leistungen der motorisierten Luftschutzabteilungen und der Luftschutz=Polizei(SHD). Ihr Einsatz sei in jeder Hinsicht dem der Soldaten gleichzustellen, die im feindlichen Feuer ihre schwere Pflicht erfüllten. Nicht zuletzt verdienten auch die Kräfte des Werksluftschutzes und des erweiterten Selbstschutzes Dank und Anerkennung. In der Zukunft müsse alles getan werden, die Selbstschutzkräfte mit allen Mitteln in ihrer so entscheidend wichtigen Arbeit noch mehr zu aktivieren. Der Partei und den Behörden, die in diesen Tagen Vorbildliches leisteten in der Betreuung der Bevölkerung, der Beseitigung und Linderung der Schäden gebühre hohe Anerkennung. Die Leitung all dieser Maßnahmen habe in den Händen des Gauleiters gelegen, ihm sei dafür besonderer Dank auszusprechen. Die große Zahl der für die Kriegsverdienstkreuz=Auszeichnung würdigen Personen lege Fortsetzung siehe Seite 4 Londoner Geheimklauseln Der Vertrag, den Molotow in London abgeschlossen hat und die Abmachungen, die er in Washington erzielte, haben in der Welt ein Echo hervorgerufen, das dem Urheber dieses ganzen Vertragswerks wenig angenehm sein mag. Welche Ziele wurden angestrebt. als Molotow Moskau verließ und als in London in„sieben schwierigen Konferenzen“, wie die englischen Berichte sagten, ein Vertrag aus acht Artikeln zustandekam? Für Moskau stand die Vertröstung der eigenen Bevölkerung mit dem Ausblick auf eine wirkungsvolle Hilfe der westlichen Demokratien im Vordergrund. für England und die USA kam es darauf an. Moskau bei der Stange zu halten, indem man Versprechungen machte ohne Rücksicht darauf, ob sie gehalten werden könnten, und es kam für London und Washington weiter darauf an, die Welt darüber zu täuschen, daß die westlichen Demokratien sich nicht scheuten, Europa dem Bolschewismus auszuliefern als Preis für den Fall, sich mit sowjetischer Hilfe retten zu können. In beiden Punkten scheint es, daß schon jetzt die Absichten der Vertragsurheber fehlgeschlagen sind. Wenn Moskau die eigene Bevölkerung und die eigene Armee mit dem Hinweis auf ausreichende Unterstützung in dem Widerstand verstärken wollte, so konnte dieses Ziel nur erreicht werden, wenn nicht nur England, sondern auch die USA gewonnen wurden, denn an eine englische Hilfsmöglichkeit allein glaubt niemand mehr recht. England ist nun zwar soweit gegangen, den Sowiets eine automatische Bündnishilfe nicht nur für die Dauer dieses Krieges, sondern für die ganzen nächsten 20 Jahre zuzusichern. Das ist ein Bruch mit jeder englischen Tradition, denn gerade England hat immer gegen automatisch wirkende Bündnisverpflichtungen Bedenken gehabt, weil es Im Ernstfäll freie Hand behalten wollte, nur nach seinen eigenen Interessen zu disponieren. Die schwierige Lage. in der England sich befindet, kann durch nichts deutlicher gekennzeichnet werden als durch diese Unterwerfung unter die Moskauer Abmachung eines automatisch wirkenden Bündnispaktes. Aber im übrigen ist das von Moskau gewünschte Ziel nicht erreicht worden; Roosevelt hat nicht so weit gehen können wie Churchill. Cripps und Eden gehen konnten. Der Moskauer Rundfunk kündigte zwar an, daß die Abmachungen. die Molotow in Washington erzielt habe, den gleichen Wortlaut hätten wie der Vertrag von London: aber in Wirklichkeit ist es zu einer solchen gleichlautenden Abmachung in Washington nicht gekommen, offenbar, weil Roosevelt Bedenken hatte, die USA auf Jahrzehnte hinaus festzulegen und weil er mit einem wilden Ansturm seiner eigenen Opposition hätte rechnen müssen, wenn er den Versuch dazu gemacht hätte. Der Widerspruch zwischen der Ankündigung des Moskauer Senders und der Tatsache, daß man in Washington nicht zu einem gleichlautenden Vertrag kam. zeigt die Enttäuschung, die man in Moskau empfinden mu ß. Wird sich also aus den Londoner Abmachungen, so gefährlich sie für England und so gewissenlos sie gegenüber Europa sind, der angestrebte Trost für die sowjetische Bevölkerung ergeben? Auch in dem zweiten Punkt, in der Spekulation auf die Leichtgläubigkeit der Welt gegenüber den vertraglichen Zusagen der Sowjetunion, ist ein Fehler zu verzeichnen. England hat seit längerer Zeit gespürt, daß das Versprechen einer Auslieferung Europas an den Bolschewismus die Weltstimmung gegen England einnehme. * WrSt Die feierliche Verleihung von Kriegsverdienstkreuzen im Gürzenich wie im Finsats, al bei der verdienten Auszeieh...—4e Hanaral anricht Kolns Berölkerung den Dank Photos: Felten miufe Montag, den 15. Juni 1942 Europa soll aufs neuezerpflückt werden Schwedische Feststellungen zum britisch=sowjetischen Paki Stockholm, 14. Juni.(dub) Die konservative Zeitung Sundsvalls Posten bringt einen Artikel zum englisch=sowjetischen Angstpakt und schreibt: Alle diejenigen Staaten, die es vor dem Kriege gab, sollen ihre Selbständigkeit erhalten und Deutschland soll für alle Zukunft verhindert werden, sich selbst und seine Freiheit zu wahren. Das ist eine direkte Rückkehr zu dem Zustand, der durch den Versailler Frieden geschaffen wurde, Europa soll aufs neue zerpflückt werden, so daß keine Macht aufstehen kann, die die englische Hegemonie in Europa bedrohen könnte. Ueber die Kleinstaaten sollen die Sowjetunion und England ihre Polizeigewalt ausüben und zusehen, daß niemand die Nase hochheben kann, der hierzu nicht von ihnen die Erlaubnis erhält. 20 Jahre nach dem Frieden soll dieses Regime dauern, damit während dieser Zeit jeder Versuch zur Selbstbehauptung bei den Nationen Europas vollständig vernichtet oder unter britisch=sowjetische Kontrolle gestellt werden kann. Aber vor allen Dingen soll Europas lebenskräftigste Nation auf die Knie gezwungen werden. Für Europa hat Deutschland unerhört viel bedeutet und wird es immer tun. Ihm noch einmal Untergang zu geloben, ist verbrecherisch und zwar aus europäischen Gesichtspunkten heraus. Aber weder die Bolschewisten, noch die Engländer, noch die Amerikaner können beschuldigt werden, daß sie in dem Sinn Europäer sind, wie die übrigen Völker dieses Kontinents. Sie stehen alle drei irgendwie außerhalb des Ganzen, von Europa getrennt durch Meere und Kulturbarrieren. Ein geeintes und starkes, von Kriegen verschontes Europa ist für sie eine entsetzliche Vorstellung. Bedingung einverstanden erklärt, daß in einem gleichzeitigen Geheimabkommen als territorialer Status quo der gebietsmäßige Besizstand der Sowjetunion am 22. Juni 1941 anerkannt wird. Die Hauptfrage, die hier diskutiert wird, ist: welche Zugeständnisse wurden der Sowjetunion in einem zweiten Geheimabkommen, über dessen Inhalt bisher keinerlei Andeutungen vorliegen, gemacht als Gegenleistung für den Verzicht auf seine übrigen territorialen Aspirationen und auf den Passus von der zweiten Front im Hauptvertrag?“ Verhandlungen über Finnland machten besondere Schwierigkeiten Budapest, 14. Juni.(dnb) Die amtliche Nachrichtenagentur MTI meldet aus Lissabon, daß nach Nachrichten aus London, die in dortigen politischen Kreisen vorliegen, die Geheimverhandlungen während des Aufenthaltes Molotows über die Wiederherstellung Polens und über die künftigen Grenzen Finnlands besondere Schwierigkeiten gemacht hätten. Ueber das künftige polnische Staatsgebiet sei schließlich eine Verständigung erreicht worden. Eine Festlegung der neuen Grenzen zwischen der Sowjetunion und Finnland sei dagegen nicht möglich gewesen, da Molotow seine Forderungen nicht auf die endgültige Einverleibung Hangös beschränkt, sondern zusätzlich die Aalands=Inseln gefordert habe. Churchill habe— sicheren Quellen zufolge— eine britische Zustimmung von dem Einverständnis Schwedens abhängig gemacht. Ein zweites Geheimabkommen?] Ueberraschender Angriff Türkische diplomatische Kreise zum britischsowjetischen Angstvertrag Bukarest, 14. Juni(dnb) In großer Aufmachung veröffentlichen die hiesigen Zeitungen eine Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Rador aus Ankara, laut der nach den ersten in dortigen diplomatischen Kreisen durchsickernden Nachrichten über die Verhandlungen Molotows in London und Washington die Paraphierung des am 11. Juni bekanntgegebenen Vertragstextes bereits am 22. Mai, also einen Tag nach dem Eintreffen Molotows in London beendet gewesen sein soll. Die folgenden Tage bis zur Unterzeichnung am 26. Mai seien mit der Aushandlung zweier Punkte ausgefüllt gewesen: 1. Der Moskauer Forderung nach Hereinnahme einer britischen Verpflichtung zur sofortigen Eröffnung einer zweiten Front in den Vertragstext und 2. der Abfassung eines geheimen Zusatzprotokolls zum Artikel 5 des Vertrages. Moskau habe sich zu dem feierlichen Verzicht jeglicher territorialen Vergrößerungen nur unter der 103 Diese Strömung suchten die englischen Politiker durch den Artikel 5 des Londoner Paktes zu beseitigen. Sie ließen In dem Artikel 5 festlegen, daß die beiden Vertragschließenden keinerlei territoriale Erweiterungen anstrebten. Damit sollte vor allem den neutralen Ländern gegenüber der Eindruck erweckt werden. als ob der Bolschewismus für die Gestaltung und Entwicklung Europas ungefährlich sei, denn ein anderer Passus dieses Artikels besagt auch noch, daß beide Vertragschließenden sich nicht in die inneren Angelegenheiten dritter Staaten einmischen würden. Aber aus England selbst amen die ersten zweifelnden Stimmen. Englische Blätter erinnerten daran, daß England der Sowjetunion zugestanden hätte, daß man bei einem Ausgang des Krieges im Sinne der Alliierten die strategisch-geographischen Notwendigkeiten Sowjetrußlands selbst enerkennen müsse. Noch deutlicher wurde ein amerikanisches Blatt, die„New Verk Times“, die schreibt:„Der großen Oelientlichkeit ist mitgeteilt worden, daß Moskau keine territorialen Gewinne anstrebt. Abei im Falle eines sowjetischen Sieges kann manwohl sicher sein, daß Moskau sien um diese Zusage nicht kümmern wurde. Die Sowlets bestanden in London offenbar auf einer stillschweigenden Anerkennung der seinerzeit einverleibten haltischen Gebiete. England war gezwungen. diesen Standpunkt anzunehmen, weil Moskau jetzt der einzige Verbündete Englands Der Wehrmachtbericht: Weitere Fortschritte vor Sewastopol Das starke Fort Stalin genommen— Bünstiger Kampfverlaut in Atrika Photo: Presse-Hoffmann Bombardierung des Rüstungswerkes an der Südküste Englands Berlin, 14. Juni(dub) Zu dem Angriff eines deutschen Kampfflugzeuges gegen ein Rüstungswerk an der Südküste Englands teilt das Oberkommando der Wehrmacht weiter mit: Gegen 13 Uhr des 13. Juni stieß das deutsche Kampfflugzeug vom Muster Do 217 überraschend aus einer Wolkendecke heraus und griff das wichtige Werk der britischen Flugzeugindustrie in Leamington an. Die aus niedrigster Höhe abgeworfenen Bomben trafen die Hallen des Werkes. Nach der Detonation der Bomben innerhalb der Fabrikanlagen stiegen Rauchpilze bis zu einer Höhe von über 100 m empor. Mehrere ausbrechende Brände wurden beobachtet. Der Angriff des deutschen Kampfflugzeuges kam so unerwartet, daß die britische Flakartillerie das Flugzeug erst beim Abflug— jedoch erfolglos— beschoß. in Europa ist. Wenn die Washingtoner Abmachungen davon nichts erwähnen, so liegt das„wohl daran, daß Roosevelt nicht die Tatsäche vergißt, daß eine neue Welt im Entstehen ist. Deshalb ist er auch gegen jede Festlegung einer sowjetischen Westgrenze. Aber das bedeutet nicht, daß diese Frage abgeschlossen ist; eine siegreiche Sowjetunion würde selbstverständlich diese Frage wieder aufwersen.“ Das sind Aeußerungen aus dem feindlichen Lager selbst. Die Aeußerungen aus dem Lager der Neutralen sind nicht nur mißtrauisch, sie sind eindeutig. Man weist darauf hin, daß in London nicht festgelegt wurde, von welchem Zeitpunkt ab der Verzicht auf die territorialen Erwerbungen gelten solle, und daß also die früher erfolgte Einverleibung sowohl des Baltikums als auch Bessarabiens von der Sowietunion offenbar als selbstverständlich betrachtet wird. Man weist aber auch darauf hin, daß die Sowjetunion stets ihre angebliche Einstellung gegen Annektionen dadurch umgangen hat, daß sie die Gebiete, die sie erwerben wollte, einfach in Sowjetrepubliken verwandelte, die dann einen„freiwilligen Anschluß“ an die Sowjetunion verlangten. Die neutralen Betrachter des Vertrages sind sich darüber einig, daß diese Gesichtspunkte zweifellos In Geheimklauseln zum Londoner Abkominen festgelegt sind, und daß man nur bei Kenntnis dieser Geheimklauseln beurteilen kann, wie weit die englische Unterwerfung unter den Moskauer Willen geht. th. Der rumänische Staatsführer Marschall Antonescu, der erste ausländische Heerführer, der mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde, vollendet am 15. Juni das 60. Lebensjahr. Dem Reich ist er ein treuer und zuverlässiger Bundesgenosse Aus Anlaß der Befreiung Bessarabiens von der bolschewistischen Zwangsherrschaft verlieh der Führer dem rumänischen Staatsführer und Oberbefehlshaber deutscher und rumänischer Truppen das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Anfang August 1941. Damit ehrt der Führer den gemeinsamen, im Rahmen der Ostoperationen wichtigen Waffenerfolg unter der un erschrockenen Kraft und Führung des Gene rals Antonescu. Der Führer nahm die Aus zeichnung der Südfront des östlichen Kriegsschauplatzes persönlich vor. Seitdem hat sich die deutsch=rumänische Waffenbrüderschaft immer von neuem bewährt. Seite an Seite kämpften die Truppen beider Länder mit ihren Verbündeten während des harten Win ters im Osten in erbitterten Abwehrkämpfen Die Waffentaten der verbündeten deutschen und rumänischen Truppen unter dem Oberbefehl des Generalobersten von Manstein, die zur Säuberung der Halbinsel Kertsch in der Zeit vom 8. bis 19. Mai führten, sind noch in aller Erinnerung. Die deutsch=rumänische Armee vernichtete auf der Halbinsel Kertsch drei sowjetische Armeen. Nur Trümmer des Feindes konnten die Küste jenseits der Meer enge erreichen. An 170000 Gefangene wurden eingebracht. Auch in der Kesselschlacht südlich von Char kow, die mit der Vernichtung von drei weiteren sowjetischen Armeen endete und an eine Viertel million Gefangene brachte, haben sich rumä nische Truppen hervorragend geschlagen. Ein rumänisches Armeekorps unter Führung des Generals Dragalina kämpfte in dieser Schlacht Seite an Seite mit den deutschen und verbün deten Truppen. In all diesen Kämpfen hat sich die deutsch rumänische Waffenbrüderschaft stets von neuem bewährt. Das deutsche Volk gedenkt deshalb am 15. Juni des Jubilars, der ein Offizier und Staatsmann von unanfechtbar lauterem Charakter ist, mit herzlichster Sympathie. Die Glückwünsche des Führers Berlin, 14. Juni.(dub) Der Führer sandte dem rumänischen Staatsführer Marschall Antonescu zu seinem 60. Geburtstag folgen des Glückwunschtelegramm:„Zu Ihrem 60. Geburtstag sende ich Ihnen, Herr Marschall, meine herzlichsten Glückwünsche. Ich gedenke dabei besonders des bedeutsamen Beitrages, den Rumänien und seine tapfere Armee unter Ihrer Führung im Kampf zur Niederringung des gemeinsamen bolschewistischen Feindes leisten. Aufrichtig wünsche ich, daß Ihre ziel bewußte Schaffenskraft Ihnen noch lange Jahre zum Nutzen Ihres Landes und zum Aus dem Führerhauptquartier, 14. Juni. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Vor Sewastopol dringt der deutsche Angriff in erbitterten Nahkämpfen immer tiefer in das mit allen Mitteln der Natur und der Technik geschützte Festungsgelände ein. Das auf beherrschender Höhe gelegene, neuzeitliche und starke Fori Stalin wurde genommen. Gegenangriffe der Sowjets scheiterten. Kampfflugzeuge versenkten ein in die Sledbucht der Festung einlaufendes Transportschiff von 10000 BRT. Im Schwarzen Meer torpedierte ein italienisches Schnellboot in der Nacht zum 13. Juni einen großen, stark gesicherten feindlichen Dampfer. Die deutsche Luftwaffe vernichtete in den Gewässern der Krim einen sowjetischen Flakträger und beschädigte einen feindlichen Zerstörer. Im Raum ostwärts Charkow wurde ein Teil der eingeschlossenen feindlichen Kräfte vernichtet oder gefangengenommen. Der Kampf gegen die Reste des geschlagenen Feindes ist noch im Gange. Bisher wurden über 20 000 Gefangene eingebracht und 169 Panzei, 113 Geschütze sowie zahlreiche andere Waffen und Kriegsgerät erbeutet oder vernichtet. Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt nur örtliche Kampfhandlungen.— An der Wolchowfront wurden feindliche Angriffe abgeschlagen. Im Hohen Norden bombardierten Kampfflugzeuge den Hasen und das Stadtgebiet von Murmansk, sowie den Bahnhof von Louhi. Hierbei wurden in Luftkämpfen ohne eigene Verluste elf feindliche Flugzeuge abgeschossen. Bei einem wirkungslosen Angriff von sieben Sowjetbombern auf einen Flugplatz verlor der Feind durch Jagdabwehr sechs Flugzeuge. In Nordafrika nehmen die Operationen der deutschen und der italienischen Truppen einen günstigen Verlauf. Bei einem Vorstoß in die tiefe Flanke des Feindes wurden 54 britische Panzer abgeschossen und über 400 Gefangene eingebracht. Deutsche Jäger schossen ohne eigene Verluste neun britische Flugzeuge ab. Im Mittelmeer versenkten deutsche Kampfflugzeuge aus einem britischen Geleitzug nördlich Marsa Matruk ein Handelsschiff von 5000 BRT. Zwei weitere große Schiffe und ein Sicherungsfahrzeug wurden durch Bombentreffer beschädigt. Deutsche Unterseeboote versenkten vor Sollum einen feindlichen Bewacher und an der syrischen Küste ein Munitionsschiff von 500 BRT. In Südengland erzielte ein Kampfflugzeug in kühnem Tiefangriff bei Tage Bombentreffer schweren Kalibers in einem Werk der Flugrüstungsindustrie. Bei einem nächtlichen Angriff auf einen feindlichen Geleitzug im Ausgang des Bristolkanals wurden fünf Handelsschiffe sowie ein britischer Zerstörer durch Bomben getroffen und beschädigt. Itallenischer wenrmachtsbericht Rom. 14. Juni. Das italienische Hauptquartier gibt bekannt: Die Schlacht in der Marmarica geht weiter. In der Gegend von Ain el Gazala verlief ein von feindlichen motorisierten Verbänden gegen unsere Infanterieeinheiten unternommener Angriff völlig erfolglos. Der Feind wurde glatt zurückgeschlagen, nachdem er schwere Verluste erlitten hatte. Westlich von El Adem besiegten Panzerkampfwagenverbände der Achsenmächte einen beträchtlichen Teil der feindlichen Streitkräfte. Es wurden 54 Panzer vernichtet und mehrere hundert Gefangene gemacht. Deutsche Jäger schossen im Luftkampf sechs Curtiß und drei Hurricanes ab. Die Luftwaffe bombardierte die Flotten- und Flugzeugstützpunkte von Malta. Rege Aufklärungstätigkeit über dem Mittelmeer. Eines unserer Aufklärungsflugzeuge ist nicht zurückgekehrt. Britische Flugzeuge warfen in der vergangenen Nacht einige Bomben auf Tarent, die weder Schaden verursachten noch Opfer forderten. In den Gewässern von Sewastopol torpedierten unsere Schnellboote in der Nacht zum 13. Juni ein weiteres mit Munition beladenes 10 000-Tonnen-Motorschiff. Während der Feind versuchte, das Motorschiff abzuschleppen, wurde es von deutschen Flugzeugen, die in Verbindung mit den Schnellbooten opetierten, mit Bomben getroffen und in die Luft gesprengt. Antonescu im Donez=Becken Bukarest, 14. Juni.(dnb) Marschall Antonescu besichtigte, wie Rador berichtet, einen Abschnitt der rumänischen Front am Donez. Er besuchte bei dieser Gelegenheit auch das Gebiet südlich von Charkow, wo die Kesselschlacht im Mai stattfand. An die tapferen ramänischen Soldaten verteilte er Auszeichnungen. Vom Donez reiste Marschall Antonescu nach der Krim weiter. Ritterkreuz verliehen Beksin, 14. Juni.(dub) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberstleutnant Alfred Greim. Bataillons= kommandeur in einem Infanterieregiment, Oberleutnant Helmut Kopp, Kompanieführer in einem Infanterieregiment. Oberstleutnant Alfred Greim. am 8. August 1902 als Sohn des Hotelbesitzers Bruno Greim in Langensalza geboren, hatte mit seinem Bataillon hervorragenden Anteil an der Abwehr starker Angriffe auf einen für die Gesamtlage im Abschnitt besonders wichtigen Brückenkopf. Oberleutnant Helmut Kopp, am 23. Juni 1920 als Sohn des Bauern Robert Kopp zu Pamletten(Kreis Tilsit=Ragnit) geboren, hatte an der am 30. April 42 im OKW=Bericht gemeldeten Vernichtung einer feindlichen Kräftegruppe entscheidenden Anteil. Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe Reichsmarschalls Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberleutnant Stimpel, Staffelkapitän in einem Sturzkampfgeschwader. Oberleutnant Walter Stimvel, am 29. November 1917 zu Oelsen geboren, hat sich in mehr als 250 Feindeinsätzen als vorbildSalzburger Schachturnier Salzburg, 14. Juni.(onb) Sämtliche Partien der vierten Runde endeten unentschieden. Die Partie Junge—Schmidt wurde nach häufiger Analyse Remis gegeben. In der fünften Runde konnte Schmidt sein Materkalübergewicht zur Geltung bringen und seinen Gegner Stoltz im 42. Zug mattsetzen. Die am dichtesten umlagerte Partie war zwischen dem Weltmeister Aljechin und seinem scharfen Gegner Keres. Die nachzügliche Fortsetzung seines Angriffes ermöglichte es Aljechin, einen Bauern zu gewinnen. Schließlich konnte Keres die Partie nicht mehr halten und gab auf. Glück des rumänischen Volkes erhalten bleiben#licher, treffsicherer Sturzkampfflieger und möge. Staffelführer ganz besonders ausgezeichnet. Wangtschingwei auf Inspektionsreise Staatspräsident Wangtschingwei begab sich in Begleitung des Außenministers und des japanischen Militärberaters Teroka im Flugzeug nach Canton zur Inspektion der militärischen Lage in der Provinz Kwantung. Köln=Düsseldorfer Rheinschiffahrt Die Preußisch=Rheinische Dampfschiffahrts=Gesellschaft, Köln, weist für 1941 erhöhte Betriebseinnahmen vom.47(.96) aus. Nach Verrechnung der Aufwendungen ergibt sich einschließlich 51 160 (46 358) Mark Vortrag ein Gewinn von 126 426 (51 100) Mark, woraus die Dividendenzahlung mit 5½ Prozent auf.4 Mill. Mark.=K. wieder ausgenommen werden soll.— Bei der Dampfschiff fahrts=Gesellschaft für den Nieder= und Mittelrhein, Düsseldorf erhöhten sich die Betriebseinnahmen 1941 auf.39(.85). Nach Verrechnung der Aufwendungen beläuft sich der Reingewinn einschließlich 50 492(49 758) Mark Vortrag auf 116 325 (50 492) Mark, woraus ebenfalls erstmalig wieder 5½ Prozent Dividende auf 1,193 Mill. Mark.=K. verteilt und 50 710 Mark vorgetragen werden sollen(i. V. kam der Gesamtgewinn zum Vertrag. Diese Nummer umfaßt 4 Seiten Druck und Verlag: Kölne: Verlags-Anstalt und Druckerei Embli Verlagsleiter D. Erich Vaternahm Hauptschriftleiter: Dr Hans Kor“ Preisl. 14. C Heilerer Roman von Rudolf AndeNachdrucksrecht: Knorr& Llirth Kč München 20. Fortsetzung. „Jessas na!“, seufzte Frau Fischbacher, ohne darauf zu achten, daß sie aus ihrem mühsam erlernten Hochdeutsch in die Sprache der Heimat zurücksiel.„Wia's Eahna bloß so eifallt... des siech i jetzt scho, daß i da wieda recht woana milaß— „Ausgezeichnet!" bestätigte auch der Oberst, während er mir nachdrücklich auf den Fuß trat.„Die Idee zu Ihrem Theaterstück ist neu, der Stoff wohl gesormt, das Ende überraschend. Ich glaube, lieber Herr Jaud, daß Sie mit dem Beisall zufrieden sein werden. Auf jeden Fall sind wir alle dort— was meinen Sie, Rosemarie?“ „Doch!“ bestätigte meine Base, die sich über alles freute, was ihr diese Ferientage schenkten.„Und zwar müssen wir geschlossen antreten. Die ganze Pension. Martin besorgt wohl am besten die Karten.“ Da hatte ich es: Geldgeschäfte überließ man mir. „Für eine erstklassige Besetzung ist gesorgt“, fuhr Herr Jaud fort.„Also, den Prahlhans, den spielt der Steinmetz Hochleitner, der kann solche Rollen ganz prima darstellen. Seine Tochter, die Theres, gewissermaßen die tragende Figur des Ganzen, ist bei der Zirngibl Kathi am besten aufg’hoben, Sie wissen schon, die Aelteste von unserem Kaufhaus im Dors. Die hat so einen leidenden Zug um den Mund, verstehen Sie, das paßt da glänzend. Der Kaspar wird vom FischerSteffl'spielt; der schaut so schon aus wie ein Depp, da haben die Leut auch was zum Lachen. Den Rechtsanwalt macht der Hilfslehrer Obergschwendner, der bringt schon so was Dämonistisches mit. Und den Girgl macht der Hirthammer=Lenz, das ist unser jugendlicher Liebhaber, eine ganz große Kanone.“ Frau Fischbacher hatte sich von ihrem Schluchzen allmählich wieder erholt.„Wie es Ihnen nur immer so einfallt!“ sagte sie noch einmal bewundernd, diesmal in fast reinem Hochdeutsch.„Es ist etwas Herrliches, wenn man dichten kann!" „Ja, da haben Sie recht", antwortete der poetische Bäckermeister, indem er sich durch die lockigen Haare fuhr und seinen Blick in die Ferne schweifen ließ.„Also, so ganz einfach ist es natürlich nicht. Es muß einem gewissermaßen angeboren sein. Da kann man nichts lernen, das muß man da drinnen haben.“ Er schlug sich nachdrücklich gegen die Brust.„Bei mir ist das so: Ich steh' in der Früh' auf und geh' in meine Backstubn. Auf einmal, so beim Teiganmachen, fällt mir was ein. Zum Beispiel die erschütternde Szene zwischen dem alten Prahlhans und seiner unglücklichen Tochter, die ist mir gekommen, wie ich gerade den Boden zu einem Apfelkuchen'macht hab'. Da halt' mich aber nix mehr. Da lass' ich alles liean und stehn und renn' hinauf in meine Schreibstubn und lass' die Feder fliegen über das Papier. Das ist gewissermaßen mein Glück. Aber—. Herr Jaud sah nach der Uhr,„um Gottes willen, meine Herrschaften! Jetzt bin ich fast eine geschlagene Stund' hier bei Ihnen gesessen! Und dabei hab' ich heut abend Generalprob'! Und die ganzen Einladungen muß ich auch noch ausfahrn!“ Er riß sich von uns los und strebte hinaus auf den Gang.„Auf Wiedersehen, meine Herrschaften. Und, nicht wahr, ich habe das Vergnügen und darf Sie alle begrüßen? Auf Wiedersehen—“ „Ein ungewöhnlicher Mensch!“ staunte Frau Fischbacher.„Das ist doch klar, daß wir hingehen. Es wird ein Erlebnis!“ „So eine Gaudi will ich mir nicht auskommen lassen!" bemerkte Fräulein Bill respektlos.„Uebrigens, wenn seine Stücke so gut sind wie seine Torten, dann bin ich zufrieden. Und jetzt geh' ich spazieren. Wer begleitet mich?“ Herr Leutged, der Schriftsteller, erbot sich dazu. Er schätzte sich glücklich, an der Seite einer so reizenden Dame lustwandeln zu dürfen. Außerdem kämen ihm in Gottes freier Natur und in der Nähe eines schönen Wesens immer die besten Gedanken; bei ihm lag der Fall also anders als bei Herrn Jaud aus Geltenhausen in Oberbayern.— Als ich zu meinem Zimmer hinausging, wurde ich von Herrn Brügel angerufen.„Wartens a wengert!“ bat er mich. Schwer atmend kam er hinterdrein.„Da, gengan ma a bißl eini in Eahnar Stubn. Was i sagn wollt... morgn is wieder drent in Emmertsham." „Frau Ebersberger?“ „Jawoi. I waar Eahna halt recht dankbar, wann S' umischaugn tatn.“ „Gut, wenn nichts dazwischenkommt, gerne. Vielleicht geht meine Base mit; ich hatte bis setzt sowieso wenig Gelegenheit, mit ihr zusammen zu sein.“ Der Rentier aus Landshut grinste vielsagend.„Des werk's gar net amerkt habn", meinte er vorsichtig.„I hat das Gfui, daß dera net langweili werd. Da brauchan Eahna Sie gar nimmer ostrenga.“ „Wie meinen Sie das?“ „I moan halt, daß der Oberst grad froh is, daß er an Ansprach hat an ihr. Des segn do Sie aa.“ Ach so! Das hatte also nicht nur ich allein bemerkt, wie sehr sich Aldringer um Rosemarie annahm. Wenn es anging, begleitete er sie, und was er ihr an Freude bereiten konnte, das tat er. Und sie war froh, jemanden zu haben, der sich ihr widmete, der ihr die Gegend zeigte, mit ihr nach der Insel ruderte, sie durch die Wälder führte, und durch seine Freundlichkeit ihre Ferientage verschönte. Oder meinte Brügel etwa—? Ich sah ihn scharf an. Er machte das unschuldigste Gesicht von der Welt.„Nix für unguat“, begann er wieder, da ihm mein Schweigen gefährlich dünkte.„Der Oberst is ja an alter Mo. und des Deandl is ja höchstens zwanzge. Die Zwoa könna spaziern laffa, wanns und solangs mögn. Des geht koan Menschen nix o. Mi scho glei gar net.— Un jetzt gengas ma halt ummi auf Emmertsham und redns mit ihr.“ Er hatte noch nicht ausgesprochen, als von oben herab die Stimme Rosemaries ertönte: „Martin? Hast du für morgen etwas vor?“ Sie war wahrscheinlich vor mir aus dem Saal gegangen. Ich sah empor. Ihr frohes Gesicht lächelte auf uns herab.„Doch, ich habe as vor“, antwortete sich.„Ich möchte einen kleinen Spaziergang machen, hinüber nach Emmertsham, einem freundlichen Nachbardorf. Es wäre hübsch, wenn du mitkämst.“ „Gemacht! Der Oberst ist morgen nicht hier. Er muß nach München. Was hast du übrigens da drüben vor, in diesem Dorf—?“ „Etwas Geschäftliches.“ „Ach gar. Jetzt im Urlaub?“ „Gerade jetzt im Urlaub. Ich möchte mir einen kleinen Kuppelpelz verdienen.“ Brügel legte den Zeigefinger aus den Mund und beschwor mich so, zu schweigen.„Vielleicht erzähl ich dir später davon. Vielleicht tut das auch Herr Brügel. Der weiß es noch besser als ich.“ „Des sagt er natürli bloß so zum Gspaß!“ rief nun auch der Landshuter zum 2. Stock hinauf.„Des is überhaupts a ganz an odrahter, Ihr Kusäng, des muaß i scho sagn. Tat mi der da in Badacht bringa Da hört si scho alles auf!“ Und er sah sehr erzürnt aus. Lachend ging ich die Treppe hinauf. Ein Herr aus Würzburg Ich erwachte sehr früh. Durch die Vorhänge des Fensters flutete gleißendes Licht. Der Morgen versprach einen prächtigen Tag.— Herr Blasius Pfanzelter, der Briefträger, erschien früher als sonst und brachte eine Menge von Briefen und Karten an die Gäste, darunter auch zwei Schreiben für mich. Das eine kam aus Agram, das andere aus Würzburg. Der Oberst, schon im Reiseanzug— er wollte mit dem Zehn=Uhr=Omnibus nach der Stadt fahren— laß neben mir, als ich die Briefe öffnete.„Was Wichtiges?“ fragte er zwischen Kaffee und Brötchen. Wir waren die ersten Gäste, die sich an diesem Tage erhoben hatten, und darum noch allein. „Ja und nein. Die Firma, von der ich Ihnen erzählt habe, will meinen endgültigen Bescheid aben. Sie könne im besten Falle noch eine Woche warten.“ „Und was werden Sie antworten?“ „Das ist es ja. Ich weiß es selbst nicht" „Das ist schlimm. Ein Mann in Ihren Jahren, der sich über solche Dinge nicht klar ist!“ „So merkwürdig es klingt—“ „Nun hören Sie mir schon auf mit merkwürdig. Ich will Ihnen einmal etwas sagen“, er legte das Messer zur Seite, packte mich an den Schultern und sah mir fest in die Augen.„Sie sind ein sympathischer Kerl, ich habe an Ihnen einen kleinen Narren gefressen. Ihr Schicksal ist mir, weiß der Teufel, nicht ganz gleichgültig. Ich glaube, mich auch ein wenig mit Ihnen auszukennen. Und darum sage ich Ihnen: Sie wissen nur deshalb nicht, ob Sie nach Agram ein Ja oder ein Nein schreiben wollen, weil Sie lieber im Bayerischen Wald eine Dauerstellung antreten möchten!“ Fortsetzung folgt. — Montag, 15. Juni 1942(Nr. 163 Dreimal um den Tschammerpokal Arminia Bielefeld siegte in Düren nach Schalker Art:0 gezwungen waren, ohne stark aufkamen und ihr Siegtreffer immerhin Bante und den schuß= im Bereich der Möglichkeit lag. Alle Hoffnungen wurden jedoch durchkreuzt, als Rechtsaußen Weber für die Kölner zwei Minuten vor Schluß im Nachschuß den entscheidenden Treffer erzielte. Bester Mann der Kölner war Euler, der in der ersten Halbzeit den Kölner Sturm mustergültig führte und nachher ebenso ausgezeichnet auf dem rechten Verteidigerposten spielte. Die Gäste hatten nach einer guten Viertelstunde durch den Halblinken Leuther die:=Führung herausgeholt, die Euler eingefädelt hatte. Röhlinghausen gelang durch Rechtsaußen Schröder noch vor der Pause der Ausgleich. Die beiderseitigen Bemühungen blieben dann lange erfolglos, bis dann zwei Minuten vor Schluß der Kölner Siegtreffer fiel. Da die Dürener ihren Sturmführer gewaltigen Linksaußen Schinko anzutreten, sanken die Erfolgsaussichten erheblich. Darüber hinaus fanden die 99er zu der technisch feinen Spielweise der Westfalen, die streckenweise ihren Meister kopierten, nicht die richtige Einstellung. Namentlich die Hintermannschaft ließ sich immer wieder durch die Schachzüge des Gegners durcheinander wirbeln und vergaß, mit der notwendigen Energie die Kombinationen der Gäste zu stören. Lediglich Nebinger stieg in der gewohnten Weise ein, aber er allein vermochte an dem schließlichen Lauf der Dinge nichts zu ändern. Die Arminen hatten größtenteils junge und jüngste Spieler zur Stelle, die von Kronsbein und Osterhoff glänzend angeführt wurden. Die paar Chancen, die den Dürenern blieben, wurden jeweils das Opfer des glänzend aufgelegten Bielefelder Ersatztorwarts, der Krahnefeld würdig vertrat. Nachdem Kronsbein in der 11. Minute einen Elfmeter für Bielefeld verschossen hatte, eröffnete der Halbrechte Berning nach einer halben Stunde den Torreigen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff führte ein Kopfball des Mittelstürmers Kaiser zum:=Stand. 20 Minuten nach Wiederbeginn wurde ein Deckungsfehler Nebingers vom gegnerischen Rechtsaußen Osterhoff ausgenutzt. Gegen Spielende stellte der Linksaußen Kronsvein nach einem glänzenden Flankenlauf das Schlußergebnis her. 2000 Besucher waren von den Leistungen der Westfalen stark beeindruckt. Schiedsrichter Zur Mühlen(Höhenhaus) leitete das Treffen einwandfrei. R. Die Form stand Kopf Mülheimer SV—Sülz 07:2(:2) Die Erwartungen, die man allgemein in die Mülheimer Mannschaft setzte, sind gestern nicht in Erfüllung gegangen. Schon ein Blick auf die Mannschaftsaufstellungen besagt das Nötigste: MSV: Böltje; Baulig, Blatt; Buchholz, Ruff, Wittkamp; Göbelbecker, Weingarten, Siebert, Schmidt, Hartstein. Sülz: Kelter; Baumann, Beck; Agen, Wendt, Lauscher: Könen, Beckmann, Radant, Böse, Schmidt=Brüninghaus. Die Angriffsreihe der Rechtsrheinischen war also völlig neuformiert, während der Sülzer Sturm durch den Urlauber Radant und den Gastspieler Böse aus Stuttgart wesentlich verstärkt war. Bereits nach einer Viertelstunde war man sich darüber klar, daß der Sieger normalerweise nur Sülz heißen konnte. Hätten die Mülheimer in der für sie recht kritischen ersten Halbzeit nicht Böltje zwischen den Pfosten stehen gehabt, dann wären die Gäste mit einem entschieden klareren Vorsprung in die Paise gegangen. Im zweiten Teil bot die Auseinandersetzung wegen der völlig unzulänglichen Leitung des für den ausgebliebenen Unparteiischen eingesprungenen Linienrichters nur noch einen Abglanz der vorherigen Darbietungen. Drei Mann gingen in diesem Zeitabschnitt übrigens über Bord. Agen, Lauscher und Wittkamp wurden das Opfer der komischen schiedsrichterlichen Entscheidungen, durch die namentlich die Sülzer stark benachteiligt wurden. Schmidt=Brüninghaus brachte in der 26. Spielminute den ersten Treffer an, indem er ein Mißverständnis zwischen Böltje und Ruff geschickt ausnutzte. Kurz darauf war Wendt für die Sülzer erfolgreich, als er von Radant eine feine Vorlage erhielt, die er aus dem Hinterhalt in die äußerste Torecke setzte. Der Mülheimer Gegentreffer fiel kurz vor dem Schlußpfiff, und zwar durch den einzigen brauchbaren Stürmer der Rotweißen, den Halbrechten Weingarten. Beim Sieger wußten neben dem Schlußtrio Si#go dea S R Maldhaf mit 10.* 1n.41 die linke Flanke und Wendt als Mittelläufer d. ¾4, Stuttgart und des R So üder ausgezeichnet zu gefallen. Insbesondere tat vs 41.““ gnut##o## S 9 Relsich der Halblinke Böse, der fast alle Angriffe..... o.-95(735) üder die Dueinleitete, durch spielerische Kleinarbeit her=svchn S6 Krakau aus. Ein Freundschaftskampf Moselland—Hessen-Nassau:2(:1) 2000 Fußballfreunde erlebten am Sonntagnachmittag in Esch einen sportlich hochstehenden Freundschaftskampf zwischen den Auswahlmannschaften von Moselland und Hessen=Nassau, in dem die Elf des gastgebenden Gaues einen Sieg verdient hatte. Die Moselländer hatten besonders im ersten Spielabschnitt den größeren Spielanteil, aber Schußpech einiger Stürmer, in erster Linie des als Ersatz für Aurednik eingesprungenen Kemp(Niederkern), machte einen Strich durch die Rechnung. Nassau, das ebenso wie der Gegner in letzter Stunde Mannschaftsumbesetzungen vornehmen mußte, kämpfte weit glücklicher. In beiden Einheiten waren die Abwehrreihen am stärksten besetzt. Dagegen gad es in den Angriffsreihen Licht und Schatten. Feth, der Moselland=Mittelläufer, lieferte ein großes Spiel. Er brachte es fertig, die gegnerischen Angriffsaktionen wirkungsvoll zu zerstören. Vier ergebnislose Eckbälle verzeichnete die Moselland=Elf,, als Hessen=Nassau in der ersten Halbzeit nach der ersten Gegenecke zum unverdienten Führungstor kam. Adam Schmitt schoß aus 25Meter=Entfernung einen Freistoß, den Torwart Lahure abwehrte. Den Nachschuß verwandelte der linke Läufer Merk. Es dauerte eine Weile, bis Moselland zum.1 durch Ahlbach kam, dessen 16=Meter=Schuß der gute Wiesbadener Torhüter Wolf passieren lassen mußte. In der 16. Minute der zweiten Halbzeit fiel der verdiente:=Führungstreffer der Moselländer, den Libar auf Vorlage von Peller einschoß. Fünf Minuten vor Schluß kam Hessen=Nassau nach zeitweise überlegenem Feldspiel der Einheimischen zum:=Ausgleich, den Klenk erzielte. Georg Pulheim wart alle Gegner Zweiter Teil der Freistil-Meisterschaften in Stuttgart Um die Jetzten Punkte Rhenania Würselen—Bonner FV:5 Dieses letzte Meisterschaftsspiel versprach sehr spannend zu werden, doch als der Würselner Hartmann auf Rechtsaußen nach einer Viertelstunde verletzt ausscheiden mußte, war der Ausgang des Spieles nicht mehr zweifelhaft, zumal der Bonner Mittelläufer Pörtgen den Viermännersturm der Würselner glatt im Schach halten konnte. Das Zusammenspiel der Bonner war sehr gut und der Sieg geht in Ordnung. Schon bald schaffte Baily für die Bonner den Führungstreffer, den jedoch Dumont(rechter Würselner Läufer) ausglich. Bis zur Pause schafften die Gäste durch Baily den zweiten und im Anschluß an eine Flanke desselben Spielers den dritten Treffer. Nach der Pause drängte Würselen zwar, jedoch spielte die Hintermannschaft zu offensiv, so daß die Bonner auf leichte Art durch Herzmann und den Linksaußen Hardt zu zwei weiteren Toren kamen. Kurz vor Schluß fiel dann durch Lemmertz das zweite Tor für die Rhenanen. Schließlich mußte auf jeder Seite noch ein Spieler auf Geheiß des Schiedsrichters den Platz verlassen, und die Bonner ließen vor Spielschluß noch einen Elfmeter aus. Tabellen-Schlußstand der Gauklasse Deutsche Jugendmeisterschaft Gebiet Düsseldorf erheblich stärker Die ersten Spiele zur Deutschen Jugend=Fußballmeisterschaft standen am Sonntag auf dem Plan. In der Gruppe West spielten alle vier eingesetzten Mannschaften. Auf dem BfR=Platz in Köln stand Bann 16(Köln=rechts) gegen Bann 17 (Wuppertal) und mußte nach gutem Spiel der Puppertaler eine verdiente Niederlage hinnehmen. Mit:0(:0) fiel der Sieg an den Vertreter des Gebietes Düsseldorf.— In Ludwigshafen wurde das andere Spiel der Gruppe durchgeführt Bann 317(Ludwigshafen) konnte Bann 28(Koblenz) ebenfalls mit:0(:0) schlagen, so daß beide siegreichen Mannschaften die Tabelle anführen. Im Handball schnitt der Vertreter von Gebiet Köln=Aachen(11) auch mäßig ab: denn in Aachen kamen die vom Bann 39(Düsseldorf), die den Aachenern an Körperkraft überlegen waren, zu einem sicheren 15:=(:)=Erfolg.— Im Hockey, mußte sich die Gebietsmannschaft im Kölner Stadion gegen Gebiet Moselland(12) mit einer Punkteteilung von:2(:0) begnügen. Die erste Halbzeit wurde von Köln=Aachen überlegen durchgeführt, während im zweiten Spielabschnitt Moselland immer mehr auftaute und verdient zum :2 kam. Um die Gebietsmeisterschaft standen im Fußball und Handball die Zwischenrundenspiele an: Fußball: BfL 99 Köln(Bann 53) verlor gegen Si. Bayenthal(Bann 217) nach torloser Halbzeit mit:2, während in Düren der Bannmeister von Bann 160, Türen 99, gegen Tus Köttingen(Bann 272) mit:1(:0) gewann und sich somit die Vorschlußrunde sicherte. Troisdorf 05 kam auf der Heide gegen Reichsbahn=SG Gremberghoven(Bann 314) zu einem mühelosen:0(:)=Sieg, der die Spielstärke der Troisdorfer weiter unterstreicht.— Auch im Handball wurde die Zwischenrunde erledigt: Bannmeister 160 Bonn(Lehrerbildungsanstalt Godesberg) mußte zum T3 Wahn(Bann 314) und gewann dort mit :6(:), während in Bedburg die Elf der dortigen Die Deutschen Kriegsmeisterschaften der Amateurringer im freien Stil wurden in StuttgartFellbach fortgesetzt und abgeschlossen. In den vier Gewichtsklassen gab es ausgezeichnete Kämpfe. Im Bantam. und Schwergewicht verteidigten Georg Pulheim und Kurt Hornfischer ihre Titel erfolgreich. In Abwesenheit der alten Meister Nettesheim und Ludwig Schweickert kamen Altmeister Sebastian Herina im Leicht= und Oberfeldwebel Laudion im Mittelgewicht zu Titelehren. Geerg Pulheim besiegte im Bantamgewicht alle seine Gegner entscheidend, und in einem großartigen Schlußkampf warf er den Stuttgarter Herbert 15 Sekunden vor der vollen Kampfzeit auf die Schultern. Altmeister Sebastian Hering hatte vier Schultersiege zu verzeichnen, und nur Brunner (Mannheim) unterlag gegen den neuen Leichtgewichtsmeister nach Punkten. Im Mittelgewicht lag die Entscheidung schließlich zwischen Oberfeldwebel Laudien und seinem Kameraden Obermaat Krauskopf, der schon nach rund:50 Minuten Kampfdauer entscheidend verlor, nachdem er vorher alle seine Gegner geworfen hatte. Kurt Hornfischer legte im Schwergewicht Peter(Neuaubing) in nur 20 Sekunden und den Meister im klassischen Stil, Willi Liebern, in:30. Allein Siebert (Litzmannstadt) stand volle 15 Minuten durch. Die Ergebnisse: Bantamgewicht: 1. Georg Pulheim(Köln)=Fehlerpunkte, 2. Bischoff(Dertmund=Hörde) 6 Fehlerpunkte, 3. Joh. Herbert (Stuttgart), 4. Wilhelm Herbert(Neuaubing). — Leichtgewicht: 1. Sebastian Hering(Neuaubing) 1 Fehlerpunkt, 2. Karl Heßberger(Frankfurt a..), 3. Gehring(Friesenheim), 4. Freund (Ludwigshafen), 5. Brunner(Mannheim).— Mittelgewicht: 1. Oberfeldwebel Laudien (KM)=Fehlerpunkt, 2. Krauskopf(KM), 3. Konrad Merget(Frankfurt a..), 4. Georg Merget (Frankfurt a..).— Schwergewicht: 1. Unteroffizier Kurt Hornfischer(Nürnberg(Wh) 1 Fehlerpunkt, 2. Willi Liebern(Berlin), 3. Siebert(Litzmannstadt), 4. Peter(Neuaubing). Die neuen Freistilmeister vom Bantam= bis zum Schwergewicht sind: Georg Pulheim(Köln), Willi Möchel(Köln), Sebastian Hering(München), Fritz Schäfer(Ludwigshafen), Oberfeldwebel Laudien (KM), Oberleutnant Karl Ehret(Ludwigshafen), und Kurt Hornfischer(Nürnberg). Trotz Verlängerung kein Hochegmeister Das Hockey-Endspiel wird am 21. Juni in Berlin wiederholt Die Jetzten Vier im Handbal Hindenburg Minden unterlag:5 gegen Ordnungspolizei Berlin Bei der Zwischenrunde zur Deutschen Handball=Meisterschaft der Männer setzten sich am Sonntag LSV Reinecke Brieg, SG Ordnungspolizei Berlin, SV Waldhof und die SG Ordnungspolizei Magdeburg für die am 21. Juni angesetzte Vorschlußrunde durch. Die Ueberraschung des Sonntags war das Ausscheiden des Titelverteidigers Ordnungspolizei Hamburg, die in Magdeburg von den Ordnungshütern mit 13:11(:9) aus dem Rennen geworfen wurden. Als einzige Reisemannschaft kam die Ordnungspol zei Berlin in Minden gegen den MSD Hindenburg mit:2 (:1) zum Erfolg. Unerwartet hoch fielen die vor. Die Mülheimer stützten sich auf Ruff und Wittkamp und, wie bereits gesagt, auf den hervorragenden Torwart Böltje. Sehr schwach waren Baulig und Hartstein. Zu allem Ueberfluß versuchte Letzterer, mangelndes Können durch rücksichtslosen Einsatz zu ersetzen. R. Weyers Viktoria Köln siegte SV Röhlinghausen—Viktoria Köln:2 Mit einem verdienten Siege konnte die Kölner Viktoria die Heimreise antreten, wenn auch über 1500 Zuschauer noch davon überzeugt waren, daß ihre Mannschaft es schaffen Hamburg stand nicht durch Der Titelverteidiger Ordnungspolizei Hamburg stand das Spiel in Magdeburg gegen die Ordnungshüter nicht durch und verlor zuletzt verdient. Zwei Freiwurfspezialisten, Theilig bei Hamburg und Thielec: bei Magdeburg, gaben dem Kampf sein Gepräge, jeder bewies seine Klasse durch neun Erfolge. In der ersten Spielhälfte waren die Hamburger Gäste tonangebend, so daß auch die:=Halbzeitführung zu Recht bestand. Aber nach dem Wechsel kamen die Magdeburger immer mehr auf, glichen bei 10:10 aus, um dann den Sieg mit 13:11 sicherzustellen. Die Tore für Magdeburg e e#g Krumchate= schaffen warfen Thielecke(), Fischer(), Püschek und würde. Beide Mannschaften lieferten sich einen Mosbach, für Hamburg waren Theilig(), schönen Kampf, in dem in der ersten Hälfte die Kölner das Kampfgeschehen diktierten, während die Gastgeber nach dem Wechsel Titelkampf Heuser—Neusel Richard Vogt kann nicht antreten Der deutsche Halbschwergewichtsmeister Richard Voat. der gegen Adolf Heuser am 27. Juni in Hamburg um den Titel im Schwergewicht boren sollte, ist vorerst nicht abkömmlich. Sofort hat Walter Neusel, der als Anwärter auf Schmelings Europameistertitel anerkannt wurde, seine Rechte auf die deutsche Schwergewichtmeisterschaft geltend gemacht. Meister Heuser hat sich bereit erklärt, Neusel an Stelle von Vogt als Herausforderer anzunehmen, so daß der Kampf um die Meisterschaft von Deutschland im Schwergewicht am 27. Juni gesichert bleibt. Im Rahmenptogramm boxen Heinz Seidler (Berlin) gegen Kurt Haymann(München), Peter Droste und Schön erfolgreich. Wurfgewaltige Waldhofstürmer Mit einem Sieg des SV Waldhof über die Stuttgart hatte man gerechnet, daß er aber mit 18:5(:4) so deutlich ausfallen würde, war doch eine Ueberraschung. Allerdings war der Stuttgarter Ersatztormann nicht auf dem Posten. Ueber:1,:4 ging es mit:4 in die Pause. Danach hatten die Gäste überhaupt nichts mehr zu bestellen. Reinhardt(), Zimmermann und Keinz(je), Heiseck und Leonhard (je 2) waren für Waldhof, Luithard(), Scholler, Stolz und Mall für Stuttgart erfolgreich. Krakaus Hoffnungen begraben Der Meister des Generalgouvernements OstLahn SG Krakau wurde in Brieg durch den LSV Reinecke mit 20:5(:3) etwas hart angesoßt. Unsanft wurden die Krakauer, die schon von einem Endspiel in Krakau träumten, darüber belehrt, daß die Niederschlesier auch etwas (), Finn(6) und Busch(4) sich besonders auszeichneten. Berliner überraschen in Minden Die Berliner Ordnungshüter ließen sich gegen den MSV Hindenburg Minden auch auf dem heißen Boden der westfälischen Handballhochburg nicht aus der Ruhe bringen. Das gitte Zusammenspiel brachte den Gästen auch Erfolge, während die aufmerksame Deckung die Mindener nicht zur Entfaltung kommen ließ. Pugenkämpfer warf für Minden den ersten und letzten Treffer des Spiels, aber Böttcher(2) Baumgarten, Müller und Wehrhahn sorgten für den Sieg der Berliner. Der Titel eines Deutschen Hockeymeisters konnte am Sonntag noch nicht vergeben werden. Im Frankfurter Endspiel trennten sich nach insgesamt 110 Spielminuten T V Sachsenhausen 57 und Berliner HC mit einem Unentschieden von:1(:). Beide Mannschaften müssen noch einmal gegeneinander antreten. Das Wiederholungsspiel wird am 21. Juni in der Reichshauptstadt auf dem BHC=Platz in Dahlem ausgetragen. Die 3000 Besucher auf dem Platz des Frankfurter SC 80 sahen ihre Erwartungen nicht restlos erfüllt. Beide Mannschaften konnten, wie das oft bei derartigen Anlässen ist, nicht zu ihrer besten Form auflaufen. Beiderseits wurde allzu vorsichtig gespielt, und so war der Kampf streckenweise recht farblos. Rein spielerisch war Berlin zweifellos besser, und ein neuer Sieg des BHC wäre durchaus in Ordnung gewesen. Auf der Gegenseite wurden lediglich der Nationaltorwart Dröse, der Verteidiger Waaner und der Stürmer Auf der Heide allen Ansprüchen gerecht. Erich Cuntz wurde von Kemmer. dem besten Berliner, aufmerksam bewacht und kam nur einmal zum Schuß; das war dann aber gleich ein Tor; Berlin hatte schon in der ersten Hälfte leichte Vorteile, jedoch wurden klare Torchancen nur selten herausgespielt Die zweite Hälfte verlief lebhafter, zumal als der BHC nach einer langen Ecke durch Baudendistel zur Führung kam. Frankfurt drehte jetzt mächtig auf, und Cuntz schaffte auch mit einem harten Flachschuß den Ausgleich. Strafecken blieben hüben und drüben unverwertet, und nach zwei verwegenen Torhüterparaden Dröses schloß die reguläre Spielzeit :1. In der Verlängerung von zweimal zehn Minuten hatte der BHC Feldvorteile, während in der zweiten der Kampf ziemlich ausgeglichen war. Ecken brachten auf beiden Seiten nichts mehr ein, und so trennte man sich nach insgesamt 110 Minuten Spielzeit ohne Entscheidung. Die Meisterschaft im Frauenhockey Im ersten Vorschlußrundenspiel zur Deutschen Meisterschaft im Frauenhockey siegte in Hamburg der THC Harvestehude über den TC Rot=Weiß Berlin mit:3(:2) Toren. Die Hamburgerinnen haben dadurch das Endspiel erreicht, in dem sie am 28. Juni auf den Sieger der noch ausstehenden Begegnung zwischen dem Titelverteidiger Würzvurger Kickers und Eintracht Frankfurt a. M. treffen. In der Vorentscheidung am Boßberg machten die Berlinerinnen in der ersten Hälfte den geschlosseneren Eindruck und führten bei Halbzeit verdient mit:1. Im zweiten Abschnitt kam Harvestehude besser in Schwung und steuerte sogar noch einem sicheren Sieg entgegen. Für Harvestehude schossen die Mittelstürmerin Hargus allein vier Tore. Für Rot=Weiß erzielten Mauritz, Veit und Gräf die Treffer. Lehrerbildungsanstalt(Bannmeister 387) gegen Post=SG Köln(Bann 53) mit:6(:1) verdienter Sieger blieb.—0— Kölner BC Frauen-Handballmeister Der Kampf um die Frauen=Gaumeisterschaft Köln=Aachen im Handball ist abgeschlossen. Nach dem•4 im ersten Spiel siegte der Kölner BC im Rückkampf gegen den SB Streiffeld am Sonntag in Aachen mit:0(:0) und erkämpfte damit zum zwölften Male den Titel. Kampfplan am 21. Juni Meisterschaftsspiele. 1. Klasse, Staffel Köln: Kölner BC—Sportfr. Düren (Vorrunde:), Bayenthal—Rhenania(:), Phönix—Union(:). Beachtliche Leistungen gab es bei einem Abendsportfest in Hamburg von Hacht(St Georg) mit 7,03 Meter im Weitsprung. Die gleiche Uebung der Frauen gewann Hasselbrint (HSB) mit 5,27 Meter. Um Punkte- und Stadtmeisterehren Vingst bestätigt seine Meisterwürde 7 Der Vfk gewann unangefochten (Hannovver) gegen den Schweizer Kratzei und Fritz vom Handballsport verstehen. Das Ergebnis Reppel(Herne) gegen den Tänen Trescher. Ikennzeichnet den Spielverlauf, bei dem Ullrich SV Bayenthal— Vingst 05:5 Phönix Ehrenseld— Jugend Düren:2 Sportfreunde Düren— Nippes 12:3 BfR Köln rrh.— Jugend Kalk:0 Obschon in der zweiten Liga für die beteiligten Mannschaften nichts Besonderes auf dem Spiele stand, fanden die angesetzten Treffen doch sehr guten Zuspruch. Namentlich in Bayenthal waren die Anhänger des Platzmatadors restlos erschienen um den Grünweißen in ihrem Prestigekampf gegen den Staffelsieger die notwendige Rückenstärkung zu geben. Allerdings ging die Rechnung der Bayenthaler, den Vingstern ein zweites Mal den Weg zum Siege zu verlegen, nicht aus. Nur eine Halbzeit reichte der Einsatz des Exspitzenreiters aus, den Rechtsrheinischen eine gleichwertige Partie zu liefern. Dann hatten aber die mit Stahlschmidt und dem Urlauber Jupp Baer anrückenden Blauweißen das Heft in der Hand und strebten einem klaren Erfolg zu, der auch in dieser Hohe verdient ist. Baer machte dabei seinem früheren Namen alle Ehre und brachte drei Zähler auf sein Konto. Für den Rest zeichneten Hüllen und Stahlschmidt verantwortlich.— Phonix Ehrenfeld traf in ausgezeichneter Spiellaune auf die weniger befriedigende Dürener Jugend und brachte sich durch einen eindeutigen Sieg endgültig in Sicherheit. Stovesand, Rees und Lücke teilten sich in die Tore. Dürens Erfolge resultieren aus zwei Erfolgen des Mittelstürmers.— Besser machten es dagegen die Dürener Sportfreunde, die den mit dem EC Wacker vereinigten Nippesern, die nur zehn Leute zur Verfügung hatten, klar das Nachsehen gaben. Trotzdem war der Widerstand des Verlierers außergewöhnlich stark. Aus dem:=Rückstand bei der Pause machten die Nippeser im Handumdrehen ein:3, um dann aber doch der Uebermacht des Gegners zu erliegen. Der VfR Köln eröffnete am Samstagabend die Kölner Stadtmeisterschaft und triumphierte über die sich heftig wehrende Kalker Jugend •0(:). Dr. Bauweis sorgte durch großzügige Leitung für einen spannenden Verlauf. Becker, Freibeuter(), Loggen(2) und Stadtfeld waren in gleichmäßigen Abständen erfolgreich. Döhmer im wurde wenig beschäftigt, Klinge sprichwörtlich alle und eine höhere NiederTor der Höhenberger während sein Gegenüber Hände voll zu tun hatte lage verhinderte. In einem interessanten Freundschaftsspiel siegte der Kölner BE über den Staffelsieger der 2. Klasse, SC Blau=Weiß, der den Klettenvergern in keinem Punkte nachstand, knapp und glücklich:2, nachdem die Lindenthaler bei der Pause mit:2 geführt hatten. R. W. Stand der Bezirksklasse Die Kölner Kreisklasse In Staffel 2 der Kölner zweiten Klasse wurden zwei rückständige Meisterschaftskämpfe durchgeführt. Der Spitzenverein VfL Poll traf auf seinen nächsten Ortsnachbarn Deutz 05 und setzte sich gegen die Schwarzgelben klar mit:1(:0) durch Der an zweiter Stelle und nur zwei Zähler zuruckliegende Tus Höhenhaus kam kampflos zu den Punkten, weil sein Gast Pest SG Köln nicht erschienen war. SC Schwarzweiß Bickendorf trug ein Freundschaftsspiel gegen Reichsbahn SG Köln aus und war gegen den Gegner trotz verhältnismäßig schwacher Leistungen mit:2(:1) erfolgreich. Obermauer.-.-Sieger Kölner Amateure boxten in Hamborn Der Urlauber Nikolaus Obermauer begleitete am Sonntag seine Kölner Kameraden nach Hamborn, wo sie bei einer Freiluftveranstaltung gegen einheimische Boxer kämpften. Das Auftreten des Meisterboxers erregte besonderes Interesse, und Obermauer enttäuschte nicht. Sein Gegner Terschütz hatte nichts zu bestellen und mußte schon in der ersten Runde für die Zeit auf die Bretter. Die übrigen Ergebnisse: Jugend=Federgewicht: Discö(Hamborn) gegen Rath(Köln) unentschieden; Göddertz(Oberhausen) Sieger über Pinsdorf(Köln). Senioren: Fliegengewicht: Obermauer(Köln).=.=Sieger in der ersten Runde über Terschütz(Hamborn); Feder: Zernuta(Hamborn) gegen Gales(Köln) unentschieden: Leicht: Batz(Duisburg) gegen Nagelschmidt(Köln) unentschieden: Welter: Woitaschek(Hamborn) Punktsieger über Gelonek(Köln); Burk(Wehrmacht).=.=Sieger in der zweiten Runde über Röseler(Köln);: Mittel: Bühn(Wehrmacht).=.=Sieger über Deutges(Wehrmacht) in der zweiten Runde. Fußball im Reich Sachsen: Fortuna Leipzig— MSV Borna (Tschammerpokal):2 n. V. Dresdner SC— Sportfreunde 01(Fr.=Sp.):6. Mitte: Thüringen Weida— SC Erfurt(Sbo) :1, 1. SV Gera— SC Erfurt:2. In Stendal: Altmark— Dessau 05(Fr.=Sp.):5. Nordmark: Polizei Lübeck— Hamburger SV(Tschammerpokal):2 n. V. FC St. Pauli gegen Eimsbüttel(Fr.=Sp.);1. Victoria Wilhelmsburg— Altona 93(Fr.=Sp.):4. Brunswik gegen Holstein(Kieler Stadtm.):8. Borussia gegen Kilia(Kieler Stadtm.):2 Niedersachsen: Hannover 96— Vf2 Marburg 96(Tschammerpokal):1. Westfalen: LSV Gütersloh— Spog Herten(Tschammerpokal):3. SpVg Röhlinghausen gegen Viktoria Köln(Tschammerpokal).2. In Hamm; Schalke 04— BfL Altenbögge(Fr.=Sp.) :2. SB Neuhaus— Westfalia Herne(Gesellschafts=Spiel):4. Niederrhein: Tschammerpokal: Fortung Düsselderf—. Westende Homborn:2. ET“ Schwarz=Weiß—. Rot=Weiß Essen:2 n. V. Hessen=Nassau: Union Niederrad geges F3B Frankfurt:5. KSc Wiesbaden— RotWeiß Frankfurt:6. Westmark: FV Metz— Moselland Luxemburg(Tschammer=Pokal):1. Wurttemberg: BfB Stuttgart— 1. FC Nürnberg(Städteturnier) 227. Stuttgarter Kickers gegen SpVg Fürth•3. Kurhessen: Kurhessen Kassel— Eintracht Braunschweig(Tschammer=Pokal):3. Elsaß: FV Hagenau— Tus Schweighausen:1. Bayern: Wacker München—. Neumeyer Nürnberg:1. Denau=Alpenland: Wiener Sportklub gegen Admira Wien(Tschammerpokal):2. Post S6— Rapid Wien(Fr.=Sp.):3. Pokal des Reichsleiters: Wacker Wien— Floridsdorf :1. Vienna— SC Wien:6. Danzig=Westpreußen: Elbinger SB 05 gegen Post SG Danzig:2. Montag, den 15. Juni 1942 DER NEUETAG Nr. 163 Fortsetzung von der 1. Seite naturgemäß größte Beschränkung auf. Der Redner gab bekannt, daß der Führer dem Höheren ½= und Polizeiführer West, 11-Brigadeführer Gutenberger, sowie dem Kölner Polizeipräsidenten, Generalmajor Hövel, das Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern 1. Klasse verliehen habe. Dabei gedachte der Kommandierende General vor allem der verdienstvollen Tätigkeit des Kölner Polizeipräsidenten im Aufbau des Luftschutzes in der Hansestadt und seines rücksichtslosen persönlichen Einsatzes während des Angriffs. Seiner Tatkraft und Energie habe Köln viel zu verdanken. Zum Schluß wies General Schmidt darauf hin, die nunmehr verliehenen Kriegsauszeichnungen seien zugleich Dank auch an diejenigen, die gleich den damit Bedachten ihr Bestes hergaben.— Alsdann trat Gauleiter Staatsrat Grohé vor die Versammelten. Er freue sich, so führte er einleitend aus, daß zu gleicher Zeit mit der Wehrmacht, der Polizei und der Luftschutzpolizei auch Vertreter der Partei und der übrigen Volksgenossen die vom Führer verliehene Auszeichnung überreicht bekämen. Einmal drücke sich hierin die unbedingte Verbundenheit der Heimat mit der Wehrmacht aus. Aber ein Weiteres werde durch diese gemeinsame Auszeichnung offenbar und solle allen Volksgenossen stolze und freudige Gewißheit sein: So wie an der Front draußen vor dem Feinde, so werde auch in der Heimat die verdiente Auszeichnung unmittelbar nach dem Einsatz verliehen. Die Gemeinsamkeit der Ordensverleihung gebühre sich in diesem Falle um so mehr, als die anzuerkennenden Taten von Soldaten wie von Zivilisten beim Einsatz in einer Gefahr getan worden seien, von Uniformträgern und Zivilisten ohne Dienstrangunterschied. Der Gauleiter würdigte darauf in begeisterten Worten die vorbildliche Haltung der Kölner Frau in jener Nacht und den Tagen nachher; genau wie dem Manne werde auch der Frau Anerkennung zuteil. Der Gauleiter freue sich, so führte er dann weiter aus, bei diesem ernst=feierlichen Anlaß auch einmal davon sprechen zu können, wie unendlich viel die Bevölkerung unserer Luftwaffe zu verdanken habe, für ihre unermüdliche und tapfere Abwehr, nicht zuletzt den Wehrmachtshilfskommandos für ihre Mühe und Arbeit während und nach dem britischen Luftangriff, auch hinsichtlich der Ernährungssicherung. Die Kölner Bevölkerung könne der Wehrmacht nicht besser s0 lapier wie bisher!“ ihren Dank zollen, indem sie sich auch bei zukünftigen Gelegenheiten gleich tapfer und gleich hart und entschlossen zeige wie bisher. Die Männer und Frauen, die nun mit dem Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet würden, sollten sich sagen, daß tausende andere neben ihnen stehen könnten, die diese Auszeichnung ebenso verdient hätten. Sie aber, die nun hier angetreten wären, müßten sich geloben, noch mehr zu leisten, noch härter zu werden im Einsatz, rücksichtsloser in der Opfergesinnung. Mit stolzer Trauer müßten wir immer wieder der Toten gedenken, die der Einsatz gefordert habe. Wollten wir nunmehr feige sein, wäre das ein gemeiner Verrat an jenen Opfern. Wir werden nie schwach, wir werden nie feig, wir weichen nicht zurück, sondern kämpfen mit zäher Verbissenheit für den Endsieg und ruhen nicht eher, bis wir den Gegner geschlagen und vernichtet haben! Die Zukunft soll uns so tapfer, so mutig und würdig finden, wie es der Bedeutung dieses Krieges entspricht! Männer machten nicht nur die große Geschichte, sondern Männer sind es auch, die jetzt täglich das Schicksal meistern und die als Vorbild in der Pflichtauffassung und Pflichterfüllung andere mitreißen müssen! Nunmehr überreichten der Kommandierende General und der Gauleiter sowie ihre Beauftragten die Auszeichnungen denjenigen Männern und Frauen, die sich in und nach der letzten Mainacht besonders bewährt hatten. Däs Sieg Heil auf den Führer, vom Gauleiter ausgebracht, wurde ein heiliges Gelöbnis zum Einsatz zu jeder Stunde und jedem Kampf für den Sieg. 0a. Ehrverlust, 700 Mark Geldstrafe und 2200 Mark Wertersatz, Naphausen, drei Jahre Der Rundfunk am Dienstag K Kane- Heute von 21.48 Uhr bis morgen.12 Uhr Westdeutsche Kurzmeldungen Würdige Totenehrung. Ein Solinger Ehepaar, das vor kurzem die Nachricht vom Heldensterben seines Sohnes an der Ostfront erhielt, überwies der Ortsgruppe Altstadt der NSV die Ersparnisse des Sohnes in Höhe von mehreren hundert Mark. Die Eltern bereiteten damit dem in fremder Erde Gefallenen eine würdige Ehrung. Unter Mordverdacht festgenommen. Die Ermittlungen nach dem Täter, der in der Nacht zum 5. Mai d. J. die 50 Jahre alte Witwe Margarete Aenstots in ihrer Wohnung in Duisburg=Ruhrort erwürgt hat, scheinen nunmehr von Erfolg gekrönt zu sein. Der Verdacht der Tat lenkte sich auf einen jungen Mann aus Duisburg, der dem Gericht übergeben wurde. Den Großvater vergistet Bochum: In den frühen Morgenstunden des 17. März d. J. hatte der noch nicht 16 Jahre alte Günther Wiegand aus Bochum seinen 68jährigen Großvater, den im Ruhestand lebenden Reichsbahnangestellten Wiegand, durch Zusatz eines äußerst gefährlichen Giftes zu der Morgensuppe aus dem Leben geschafft. Bei dem Täter handelt es sich um einen Menschen, der Vater= und Mutterliebe nie erfahren hat, dem aber sein Großvater eine vorbildliche Betreuung und Erziehung angedeihen ließ. Der Junge aber, ein völlig verschlossener Charakter, der nicht die Gesellschaft gleichaltriger Jungen aufsuchte, sondern mit Vorliebe sich der Lektüre von Kriminalromanen hingab unter Bevorzugung solcher, die Giftmorde zum Inhalt hatten, empfand es mißliebig, daß der Großvater darauf bestand, ihn abends zu Hause zu haben. Sonst ließ der Großvater dem Jungen große Bewegungsfreiheit. Vor der Bochumer Strafkammer gab der wegen Giftmordes angeklagte Junge zu, daß er die Tat monatelang bedacht und sich das Gift 14 Tage vor Ausführung der Tat aus den Beständen des Laboratoriums eines Werkes, in dem er als Hilfsarbeiter beschäftigt war, beschafft habe. Der Staatsanwalt führte aus, daß nur die Todesstrafe in Betracht kommen würde, wenn der Angeklagte er Zuchthaus, drei Jahre Ehrverlust, 300 Mark Reichsprogramm: 1½ Jahre Gefängnis, Brokmann und Recken je zwei Jahre Gefängnis, Smolders ein Jahr Pa# acht Monate Gefängnis, Rippers sieben und Schlippers neun Monate Gefängnis. Rheinische Tieflandrinderzucht Krefeld: Gelegentlich der letzten Versteigerung des Rheinischen Verbandes für Tieflandrinderzucht fand auch dessen Hauptversammlung statt. Aus dem Gustav Lenzewski, Marietta Krutisch, Musulin zu hören.— In die„Welt der Oper“ führt Reinhold Merten mit Chor. Orchester und Solisten von 16.00—17.00 Uhr. Neben Mozart und Rossinz verdienen Ausschnitte aus Händels„Terxes“, Glucks„Alkestis" und Monteverdis„Ariadne" besondere Beachtung.— Einen „Gruß aus Stuttgart“ senden verschiedene Orchester, ein Cher und die„Stuttgarter Volksmusik mit unterhaltenden Werken und einer Zusammen„„„„ 1 1E 12 2 Jahresbericht, den Tierzuchtdirekter Dr. Winnig= stellung heimatlicher Weisen von 17.15—18.30 stedt=Bonn erstattete, ergab sich, daß die Aufwärts- Uhr:—„Deutsche Jugend singt und spielt“ in entwicklung der rheinischen Niederungsviehzucht im get., endun Heimut Seidler neben volkstümlichen Jahre 1941 angehalten hat. Die Anzahl der Meu.= Weisen die festlich=fröhliche Kantate zur Ankunft glieder und der Herdbuchtiere ist gegenüber dem eines neuen Erdenbürgers,„Das Kindlfest“ von Vorjahr gestiegen und beträgt insgesamt 4517 Mit= Caesar Bresgen, bietet.— Die Sendung„Schöne wachsen sei. Bei seiner Jugend komme nur die gesetzlich zulässige Höchststrafe von zehn Jahren Gefängnis in Frage, die er beantrage. Nach kurzer Beratung schloß sich das Gericht bei der Bemessung der Strashöhe dem Antrage des Staatsanwalts an. Unrecht Gut gedeiht nicht Duisburg: Es war beobachtet worden, daß ein Mann die Geldbörse, die ein Arbeitskamerad verlor und in der sich die Löhnung von 78 Mark befand, an sich nahm. Statt sie an der zuständigen Stelle avzugeben, behielt der Finder die Börse für sich und meldete sich auch nicht, als der Verlust am Schwarzen Brett bekanntgegeben wurde. Die Werkspolizei nahm sich darauf der Angelegenheit an, die sie für den Verlierer recht bald in Ordnung brachte. Weniger angenehm verlief die Sache für den Finder der Börse, der vom Gericht wegen Fundunterschlagung zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Zuchthaus für Schwarzschlächter Düsseldorf: Heinrich Dieken, der in Anrath eine Metzgerei betrieb, hatte von Jakob Brokmann aus Anrath, Heinrich Rocken aus Neersen, Wilhelm Smolders aus NeersenClörath, Peter Schlippers aus Neersen und Peter Rippers aus Neersen=Clörath acht Schweine, 18 Kälber und zwei Rinder im Gesamtlebendgewicht von 49½ Zentner gekauft und schwarzgeschlachtet; das Fleisch hatte er ohne Marken an seine Kundschaft verkauft. Den Transport der Tiere zur Metzgerei des Dieken besorgte der Johannes Netir aus Anrath. Da es sich um erhebliche, der öffentlichen Bewirtschaftung entzogene Mengen Fleisch handelle, erschienen die genannten Personen, wie auch der Michael Naphausen, der dem Dieken beim Schlachten behilflich war, vor dem Sondergericht in Düsseldorf, das wegen Verbrechens gegen die Kriegswirtschaftsverordnung, die Verbrauchsregelungsstrafverordnung und wegen Schlachtsteuerhinterziehung, gegen Dieken außerdem als Volksschädling, folgende Strafen verhängte: Dieken acht Jahre Zuchthaus, fünf Jahre glieder und 27 906 Tiere. Die züchterischen Ver anstaltungen nahmen den erhofften Verlauf und konnten reibungslos durchgeführt werden. Die AufMelodien aus Wien“ mit verschiedenen Chor- und Instrumentalvereinigungen berücksichtigt klassische Kunst= und Unterhaltungsmusik mit SinfonieSprind slg Tiere, Strauß=Waizern von 2140—3360en.——0 gen stiegen und beliefen sich auf rund 4000 Tiere." Deutschlandsender: Heinrich Steiner Was das neue Jahr angeht, so sind an Erhal= bringt in der Sendung von 17.15—18.30 Uhr Retungsprämien für beste Bullen 30000 Mark zur gers Lustspiel=Ouvertüre, Wilh. Kempffs„ArkaVerfügung gestellt worden. Im Herbst d. J. soll eine Stammbullenschau für schwarzbunte Tiere stattfinden. Weiter ist beabsichtigt, die Nachzuchtprämiierung wieder durchzuführen, dagegen solt der Einzelzüchterwettbewerb vorläufig ausfallen. Da der bisherige Vorsitzende des Verbandes, Kolkmann. Niep(Kreis Mörs), sein Amt niedergelegt hat, wurde zu seinem Nachfolger Bauer Heinrich Krämer, Unterschützen(Kreis Altenkirchen) und zu dessen Stellvertreter der Landwirt Hans von Bemberg, Burg Ringsheim bei Flammersheim(Kreis Euskirchen), berufen. dische Suite", Beethovens 1 don Juan" von Strauß und Unterhaltungs= Sinfonie. — Die kapelle Jan Hoffmann, ein Chor und Bernhard Jakschtat mit weiteren Mitwirkenden versprechen lustige Hamburger Weisen von 20.15—21.00 Uhr. —„Lockende Rhythmen“ erfreuen von 21.00 bis 22.00 Uhr mit Jan Hoffmann und Solisten, die beliebte neuzeitliche Tanzkomponisten zu Gehör bringen. Pro#essor Ernst Heuser 1 Heute letzter Tag! TK GL 1 CH Vorstellungen 1500 und 1830 Endeder Abendvorstellung 21.00 Uhr 1 omn aTo. uA amr tarc Bühnen der Hansestadt Köln Blitzsicherheit beim Auto Interessante Versuche wurden kürzlich in einem Hochspannungslabcratorium angestellt, um den Beweis für die Blitzsicherheit eines Autos mit Stahldach zu erbringen. Zu wiederholten Malen ließ man von einem=Millionen=Volt=wenerator Funken auf den Wagen überspringen. Das einzige, was an Beschädigung zurückblieb, waren ein paar unscheinbare, winzige Kratzer, die den Anschein erweckten, als sei an den betreffenden Stellen mit einem Radiermesser geritzt worden. Bei einem weiteren Versuch nahm der experimentierende Ingenieuer selber im Wagen Platz. Der künstliche Blitz der über seinem Kopf einschlug. behelligte weder den Ingenieur noch den Wagen. Der Wageninsasse nahm auch keinerlei Einfluß der eelektrischen Entladung wahr. Dieser Schutz ist nicht etwa der isolierenden Wirkung der Gummireifen zuzuschreiben. Der Spannungsausgleich vollzog sich über deren Gummi hinweg zur Erde. Ebenso wenig würde eine ausgefahrene Rundfunk=Antenne eine Gefahrensteigerung dar stellen. In diesem Falle vollzieht sich der Ausgleich über der Stelle, an der die Antenne gegen das Dach isoliert ist. Im äußersten Falle wäre eine Beschädigung des Rundfunkgerätes zu gewärtigen. Schließlich würde auch eine Beschädigung des Tanks, seiner geschützten Lage wegen, nicht eintreten. Der Vermutung nach ist der Ganzmetallwagen also nichts anderes als eine besondere Form des Schutzkäfigs aus seinem Drahtgeflecht, der bereits im 18. Jahrhundert von dem Naturforscher Michael Faraday vorgeführt wuror. gekommen sind Uns trifft die Kunde, daß Professor Enst Heuser, der im April dieses Jahres noch seinen 79. Geburtstag feiern konnte, gestorben ist. Als Komponist wie als Hauptfachlehrer für Klavier am Kölner Konservatorium, der heutigen Musikhochschule, hat Ernst Heuser im Kölner Musikleben zeit seines Lebenis eine große Rolle gespielt, nachdem er in jungen Jahren besonders als Klaviervirtnose bedeutsam hervorgetreten ist. Heuser gehörte zu jenen Pianisten der älteren Generation, die in Weimar noch persönlich den Unterricht von Franz Liszt genossen haben. Nach Studienjahren in Köln, Weimar und Leipzig wurde er schon mit 24 Jahren Lehrer am Kölner Konservatorium. Hier hat Ernst Heuser Jahrzehnte gewirkt, und eine Reihe namhafter Pianisten und Pianistinnen verdankt ihm ihre künstlerische Ausbildung. Auch den Tonsetzer Heuser wird man in guter Erinnerung behalten. Er hat vor allem den Pianisten eine Reihe interessanter Werke geschenkt, die Lisztsche Brilanz mir einem feinen Gefühl für impressionistische Stimmungen verbinden. Aber auch die Literatur für Männerchor hat Ernst Heuser mit zahlreichen Chorstücken bedacht, die immer wieder auf den Vortragsfolgen erscheinen. Weitere Werke Heusers sind eine Oper„Aus großer Zeit“, eine Kantate„Der Blumen Nache“ für Sopransolo, Frauenchor und Orchester, sowie einige„Stimmungsbilder" für Chor und Orchester. Besondere Verdienste erwarb sich Ernst Heuser um den damaligen Kolner Tonkünstlerverein, auch war er einige Jahre Vorsitzender des Vereins akademisch gebildeter Musiklehrer und Musiklehrerinnen, der später im Reichsverband deutscher Tonkünstler ausging. Ein seiner Musiker ist dahingegangen. Sein Ableben wird vor allem diejenigen betrüben, die mit dem charaktervollen Menschen und geist= und temperamentvollen Künstler in nähere Berührung G. Heute: Opernhaus Ruf 21 08 21) Keine Aufführung Schausplelhaus (Ruf 22 60 48) Der Mann mit den grauen Schllien 5 b Kdf' Bez. 6 Stellenangebote Groß-Installations. u. Helzungsbetrieb „— Ungere Kontokorrentbuchhalterin Werte Anzebote mit Zeugnisabschrilten und Gehaltsansprüchen erbeten unter KN. 1518 an die Ala AnzeigenGesellschaft..., Köln. Maurttiuswal Buchdruck- Maschinenmeister erfahren In allen Arbeiten, In Dauerstellung gesucht Kierdorl. Köln, Sternengasse 7 Kosm.-pharm. Fabrik Kolns sucht zum sofortigen Antritt saubere Putzfrau Zu melden bei Flors...., Burgunder Straße 26. Fernsprecher 21 30 11 Tüchlige Phololaborantin sofort gesucht. Photchau. Richrath. Köln-Sülr. Tulpicher Straße 202 Ula-Palast: Zwischen Himmel und Erde„ Werner Krauß„.30.00 .50- Nicht für Jgdl.-Vorverkauf 11—12.30 Capitol: Gehelmakte W. B. 1 Golling. 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Igdl. nicht zugel. Ws..00.25.50 Hf..35.00.25 Kristall-Palast. Waidmarkt: Das Indische Grabmal- La Jana. Dießl. Golling- Kassenöffng..45- Hf. .25.25.55 Ws..55.55.25 Igdl. nicht zugel. Kristall-Palast. Waldmarkt: Zu jedem Filmprogramm: WeitstadtVarieté Redina. Weldengasse: Paradies der Junggesellen- Rühmann. Brausewetter. Sieber- Ws..30.50.10 .30 UI..20.40.00„ Igdl. nicht zgelassen Corso. Lindenthal, Dürener Str. 227: Geheimzeichen L. B 17- Birgel. Weißner„.30.00.40" Iadl. ab 14 Jahre zugel. Deulich. Deutzer Freihelt 67: Gehelmzelchen I. B 17. Birgel. Weißner- 2 30 500.40" Jgdl. ab 14 Jahre zugel. Filmburg. Nippes. Neußer Straße: Maskerade" Wessely. Wohlbrück Ws.00.20.00 HI..30.50.30 Helios. Ehrenseld: Heißes Blut Marika Rökk-.00.30.00 Hofburo- Lichtspiele. Mulheim: 7 Jahre Pech- Moser. Lingen lugendtrei-.15.00.00 Lichtburg. Kalk. Kalker Hauptstraße 118: Blumen aus Nizra Kemp Sack-.30.00.30- Nicht lusendtrei Residenz. Mülhelm: Der große König Wegener. 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Denken Sie also deran: Bei gar vielen Gelegenheiten im taglichen Leben kann man Seile sparen und Wäsche schonen, indem man auf die Wäsche schon beim Tragen acht gibt. Machen Sie keine Schmutzarbeit, ohne einen alten Kittel anzuziehen. Und wenn Ihr Mann diese oder jene kleine Reparatur ausfuhrt, dann binden Sie ihm eine Schurze um. Wenn eine Arbeit im Keller oder Garten ausgefuhrt werden soll, gilt das gleiche. Auch bei Kindern muß man heute derauf achten, daß sie Kleider und Wäsche schonen. Und wenn Ihr Mann zu den Obeltäfern gehören sollte, die am Morgen ein sauberes Hemd anziehen und abends mit schwarzen Manschetten nach Hause kommen, dann klären Sie ihn auf! Vor allem aber: Wenn der Waschtag kommt, dann machen Sie es richtig und waschen Sie auch wirklich so, daß Sie Seife sparen und Wäsche schonen. Weichen Sie die Wäsche stets mit einem guten Einweichmittel ein— das löst viel Schmutz ohne Seife, lockert den zurückbleibenden Schmutzrest und ermöglicht seine Entfernung meist ohne allzu hartes Reiben. Von der Wurzelbürste ganz zu schweigen! Bedenken Sie stets: Jeder Stoff, ob derb oder sein, besteht aus vielen, vielen Einzelfäden— und kein Stoff ist stärker als sein dunnster Faden. Nein— Wäscheschmutz muß losgelöst, nicht weggerissen werden! Waschen Sie darum genau nach den Waschanleitungen auf den Paketen. Lassen Sie alles Experimentieren! Die Waschanleitungen sind von berufenen Stellen erprobt. Genaue Befolgung sichert ihnen auskömmliches Wirtschaften mit den zur Verfügung stehenden Waschmitteln und Schonung der Wäsche.— Und gerade heutzutage heißt es ja: SEIFE SPAREN— WXSCHE SCHONENT