Bezugspreis monatl. RM1.30, Postbezug monatl. RM.30 (einschl. 21 Pfg. Postzeitungsgebühr) zuzügl. 42 Pfg. Zustellgebühr Köln, Montag, 5. Januar 1942 DIE CROSSE KÖLNER MORGENZETTUNG chriftleitung: Köln, Stolkgasse 25—31. Nr. 220301. Schalterstunden—18 Uhr. Verkautspreis 10 Pfg. Das deutsche Volk in engster Geschlossenheit hinter seiner Wehrmacht Ein Monat Seekrieg Das im OKW-Bericht mitgeteilte Ergebnis des Seekrieges im Monat Dezember zeigt, daß trotz der ungünstigen Witterung, die in diesem Monat herrschte, die Bis Samstagmittag über 32000000 Stück( Sammlung um eine Woche verlängert gesamten, als versenkt gemeldeten Tonnage vernichtet. Diese Verluste werden von den Engländern jetzt um so schwerer empfunden werden, weil die Amerikaner in der jetzigen Situation kaum noch imstande sein werden, den Ausfall bei der englischen Handelsflotte durch amerikanische Schiffe auszugleichen. th — th— Berlin, 4. Jan. Das großartige Ergebnis der Wollsammlung ist der stärkste Beweis dafür, daß das deutsche Volk entgegen allen vom Ausland angestellten böswilligen Vermutungen in engster Geschlossenheit hinter der deutschen Wehrmacht steht. Die Zahlen, die unten bekanntgegeben werden, übertreffen weit alle Erwartungen und sind ein überzeugendes Dokument der unverbrüchlichen Gemeinschaft, die zwischen Front und Heimat besteht. Zu gewissen Zeiten des Weltkrieges ist das nicht immer so gewesen, aber jetzt wird man in der Welt draußen erkennen müssen, daß das deutsche Volk dem Appell des Führers mit einer geradezu beispiellosen Regeisterung gefolgt ist. Front und Heimat sind einander noch näher gerückt, als es schon vorher der Fall war. Wenn bei Beginn der Sammelaktion die Meinung auftauchte, in Deutschland seien keine Wollsachen mehr vorhanden, dann ist der Gegenbeweis glänzend geliefert worden, und wenn die Engländer behaupteten, das deutsche Volk sei kriegsmüde und nicht geneigt, solchen Parolen zu folgen, so zeigt sich statt dessen, daß das deutsche Volk nur auf eine Parole der Führung gewartet hat, um an einer großen Aufgabe zu zeigen, welche Leistungen es für seine Soldaten zu vollbringen vermag. Der Tatsachenbeweis, der jetzt geliefert worden ist, ruft die Erinnerung an den Geist von 1813 wach, und die Tatsache, daß die Frist für die Sammelaktion jetzt um eine Woche verlangert werden mußte, weil der bisherige kurze Zeitraum einfach nicht ausgereicht hat, um der Opferfreudigkeit des deutschen Volkes vollen Spielraum zu geben, ist der beste Beweis dafür, daß der Glaube an die Kraft des Volkes, auch wenn er noch so hoch gespannt wi stets recht behält. Der Londoner Rundfunk he erklärt, die Sammlung sei ein Mißerfolg, und von vie. Familien hätten immer drei den Aufruf unbeachtet gelassen. Diese lächerliche Entstellung, die aus einem unausrottbaren Illusionismus unserer Gegner stammt, ist vom Volk selbst in einer Form dementiert worden, die jeden Kommentar überflüssig macht. * Das Deutsche Nachrichtenbüro meldet: Nach den bis Samstag mittag vorliegenden ersten vorläufigen Zählungen hat die Sammlung von Peiz-, Woll- und Wintersachen für die Front ein geradezu überwältigendes Ergebnis gehabt. Es wurden bis zu diesem Zeitpunkt weit mehr als 32 Millionen Stücke verschiedener Art abgegeben. Unter den abgegebenen Gegenständen befinden sich u..: 1511 079 Pelze, Pelzwesten und andere Pelzbekleidungsstücke, 1 274 353 Hemden, 1 208 660 Unterhosen, 3058 601 Unterjacken, Pullove., Wollwesten, 3 714 630 Schals, 373.836 Muffs, 639 937 Brust= und Lungenschützer, 1 092388 Leibbinden, 5026 583 Paar Strümpfe und Socken, 61 697 Paar Pelzstiefel und Ueberschuhe, 75 799 Paar Skistiefel, 376229 Paar Skier, 1779940 Kopfschützer, 2219171 Paar Handschuhe, 3 963 750 Paar Pulswärmer, 861 193 Paar Knieschützer, 1 334 068 Paar Ohrenschützer, 2 678 169 Kleidungsstücke verschiedener Art, 994 666 Woll= und Pelzdecken und eine Riesenfülle von anderen geeigneten Woll= und Pelzsachen. Bisher konnten 1 260 Waggons mit warmen Wollsachen nach dem Osten in Marsch gesetzt oder in die Umänderungsanstalten gebracht werden. In verschiedenen größeren Städten wurden an die zur Ostfront abfahrenden Truppenverbände auf den Bahnhöfen Winterausrüstungsgegenstände aus der Sammlung abgegeben. Das deutsche Volk ist dem Aufruf des Führers, unseren Soldaten in den kalten Einöden des Ostens durch Spenden von Wintersachen zu helfen, mit einer Begeisterung gefolgt, die kaum zu übertreffen ist. Der Andrang auf den Sammelstellen war am Sonntag so groß, daß viele Tausende nicht mehr abgefertigt werden konnten. Ungezählte Volksgenossen haben weiterhin mitgeteilt, sie seien mit der Herstellung und Umarbeitung der von ihnen zu spendenden Woll= und Wintersachen bis zum 4. Januar nicht fertig geworden und möchten über ihren bisherigen Beitro hinaus gern noch weitere Kleidungsstücke zur Verfügung stellen. Reichsminister Dr. Goebbels hat daher angeordnet, daß die Sammlung um eine Woche bis zum 11. Januar einschließlich verlängert wird. Jagdmuff Hindenburgs in der Sammlung Berlin, 4. Jan.(dub) Die Verwandten des verstorbenen Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenbura stifteten den Jagdmuff Hindenburgs. Ferner wurden zahlreiche kostbare Hermelin= und Persianermäntel für die Krankenschwestern im Osten geopfert. Auf der Annahmestelle für Wollsachen der Ortsgruppe Adlershof Nord übergab am Sonntagnachmittag Masor Fianz Immelmann dem Ortsgruppenleiter den Fliegerpel, seines im Weltkrieg gefallenen Bruders, des berühmten Jagdfliegers Max Immelmann. Major Immelmann hat der Gabe folgendes Schreiben beigefügt:„Diesea Pelz hat vor 26 Jahren Max Immelmann als Jagdflieger getragen. In seinem Sinne gebe ich dieses Erinnerungsstück an ihn, damit es einem unserer Soldaten im Osten Wärme und Glück bringt". USA=Truppen in Manilabucht eingekreist Zugleich Zernierung der verbliebenen Feindstellungen um Olongapo Neues in Kürze Mussert bei Reichsminister Dr. Gosbbels Reichsminister Dr. Goebbels empfing am Samstag den Leiter der nationalsozialistischen Bewegung der Niedersande, Dipl.=Ing A. A. Mussert. Vier Tschunking=Divisionen geschlagen Ein Bericht des japanischen Hauptquartiers in Zentraichina stell: fest, daß durch die Einnahme Tichangschas in der Provinz Hunan die größte Hoffnung Tschungkings zunchte gemacht wurde. In der dritten Kriegszone südlich des YangtseFlusses seien die 40., 144., 147. und 148. Tschungking=Division geschlagen worden. Im rollenden Einsatz Bomben aus Malta Im Laufe des 8. 1. und in der Nacht zum 4. 1. griffen Verbande deutscher Kamrfflugt#uge in rollendem Einsatz britische Flugplätze auf der Insel Malta mit gutem Erfolg an Eine große Zahl von Bomben lag zwischen abgestellten#flugzeugen, von denen viele zerstört wurden. Auf den Flugplätzen Lucca und Halfa, sowie auf einigen Flugzeugabstellplätzen entuanden große Brände, deren Rauchwolken in kurzer Zeit bis zu 1000 Meter Hohe emporstiegen. Auch Abstellhallen wurden getroffen und in Brand gesteckt.(dub) Australische Offizière der Nahostarmee kehren zurück Nach Berichten aus Kairo ist während der letzten Wochen eine große Anzahl australischer Offizière. die Truppenteile im Naben Osten angehörten, nach Australien zuruckgefuhrt werden Sie werden durch britische Offia##re ersetzt, die aus dem Mutterlande eingetroffen sind. Heldentod des„Gotteswind"=Piloten Der bekannte japanische Pilot Massaki Jinuma, der im April 1937 in seinem Flugzeug„Kamikaze"(Gotteswind) einen Europaflug machte und dabei Berlin besuchtt, ist am 11. Dezember in Nordmalaia gesallen Odwohl auf einem Feindflug schwer verletzt. gelang es ihm noch. die Maschine zum Stützpunkt zurückzubringen. Er verstarb unmitt#lbar nach der Landung in den Armen seiner Kameraden. Britischer Zerstörer vor Bengasi schwer beschädegt Deutsche Kampfflugzeuge griffen am 3. 1. aus dem nordafrikanischen Kriegsschauplatz Marschkolonnen, Barackenlager und Zeltlager bei Tobruk und an der Küste erfolgreich an. Die Vernichtung von vielen Fahrzeugen wurde beobachtet. Nördlich Vengasi griff ein Kampfflugzeug einen britischen Zerstörer an und erzielte einen Bombenvolltreffer auf dem Hick des Schiisetz. Das Kriegsschiff geriet unter starker Rauchentwicklung in Brand.(dnb) Von 13 Panzeru acht vernichtet An der Leningrader Front wurden mehrere gegen eine Insanteriedivision mie starken Kräften unternommene Angrisse der Bolschewisten, die von 13 Panzern unterstützt wurden. vom Feuer unserer Truppen zerschlagen. Von den 13 Panzern wurden fünf schwere und drei leichte vernichtet.(dub) Tokio. 4. Jan.(Ostasiendienst des DRB) Wie aus Manila gemeldet wird, marschieren immer neue japanische Truppen in die Stadt ein, die sich bereits auf dem Weitermarsch im Küstengebiet der Manila-Buch befinden, wo die Einkreisung der geschlagenen feindlichen Truppen fortschreitet. Die USA-Truppen haben vor hrer Flucht die Oeltanks und Kasernen im Zentrum Manilas in Brand gesteckt. Die Bevölkerung der Stadt verhält sich vollkommen ruhig. Die Geschäfte wurden bereits wieder geöffnet. Alle sapanischen Bewohner Manilas sind wohlbehalten. Die letzten in Tokio eingetroffenen Berichte über die militärische Lage auf den Philippinen lassen erkennen, daß die Hauptmasse der aus Manila und Umgebung geflüchteten Truppen sich im Festungsgürtei in nerhalb der Mauilabucht und um den Keiegshafen Olangapo in der Sudio=Bucht (unmittelbar nördlich der Manila-Bucht) versammelt habe. Beide Buchten sind stark vermint und im weiten Umkreis von starken Verbänden der japanischen Floite eingeschlossen. Die sapanischen Landtruppen riegeln die einzelnen feindlichen Positionen ein: Den Hafen Olangapo wo 18 Stellungen schwerer feindlicher Artillerie fesig stellt worden sind, dann die Südspitze der Balanga-Halbinsel am Westausgang der Manila-Bucht und schließlich die gegenüberliegende Halbinsel am Südausgang der Manilabucht gegenüber den Inselfestung Corregidor, die die Manilabucht nach der offenen See hin abschließt. Auf Correaidor: das moderne Verteidigungsa. lagen besitzt, befinden sich heute alle geflüchteten Uss. Konmandobehörden, während in Cavite die Reste des USA-Aslengeschwaders stationiert sind. Die zapanische Luftwaffe hat den Angriff auf diese Befestigungsanlagen eröffnet. Nach der Einnahme von Manila Tokio, 4. Jan.(Ostasiendienst des DRs) Die misstär. schen Folgen der Einnahme von Manila sin) wie von unletrichteter Seite hervorgenoben wird, imosern o.n außerordentlich strategischer Bed zutung #s dei Hasen von Manila einschließlich der vorgeschobenen Befestigungsanlagen vollkommen eingeschlossen ist und mthn die Zurücknahme der dort noch besindlichen seindlichen See= und Landstreitkräfte nicht mehr möglich sein wird. Der Großteil der bisher eingesetzten zapanischen Flotteneinheiten wird für neue Aufgaben frei Die gesamte philippinische Armee unter dem Oberbeseh' des Generals Douglas Mac Arthur bestand aus iegesamt 160000 Mann, darunter 38000 Nordamerikaner, von denen 18000 Mann reguläre Truppen der USA Armee waren. Bezüglich des Hafens Manila wird erklärt, daß deeser neue Stützpunkt der japanischen Flotte von kaum zu unterschätzender Bedeutung für die meneren gegen Singapur und Borneo gerichteten Operationen ist. Ausgehand von den Kriegshäfen in Japan und den vorgesc obenen Flottenstationen auf Formosa, Hangkong, Hainun und Saigon, verfüge Japan heute nach Uebernahme der Manila=Bucht mit dem Kriegshafen Ci te mit seinen modernsten Anlagen über ein Netz wichtigster Stützpunkte, die den großen Operationsraum im Süd=Pazifik nach dem West=Pazifik hin, geschützt durch die japanischen Mandets inseln und die weit vorgeschobenen Sicherungen bis in die Gegend von Hawai. vollkommen unangreifbai machen Corregidor 5 Stunden lang bombardiert Schanahai. 4. Jan.(dnb) Die Inselfestung Corregidor, in die General MeArthur die Reste der ManilaVerteidiger zurückgezogen hat, wurde am Samstag von 60 japanischen Flugzeugen fünf Stunden lang schwer bombardiert. Gleichzeitig griff die japanische Luftwaffe landeinwärts zurückgehende USATruppen an. Andere Einheiten griffen die Westküste der Batan-Halbinsel, die nördlich von Corregidor liegt, an. Hierbei wurden 140 Lastwagen zerstört, mit denen USATruppen zu flüchten versuchten. Sie ziehen sich weiter zurück OE Amsterdam. 5. Jan. Ein vom englischen Nachrichtendienst verbreiteter amtlicher Bericht aus Singapur über die militärische Lage auf den Malaien meldet, daß im Laufe der Nacht zum Sonntag die englischen Truppen sich auf der Malaien=Halbinsel weiter nach Süden zuruckgezogen haben. Japanische Panzerwagen folgen ihnen auf dem Fuß. Weiter heißt es in dem Bericht, daß Singapur erneut in der Nacht zum Sonntag von japanischen Bombern mit Bomben belegt wurde. Teuflische Methoden der Bolschewisten —.— * Unerschöpflich sind die Bolschewisten in ihren teuflischen Einfällen: Minenhunde erhalten rechts und links mehrere Kilo Sprengiedung angeschnallt und werden auf die Angreifer gehetst. Bei der geringsten Berührung des Hundes explodiert die Sprengladung. Unser Bild: Der abperissene Kopf eines„Minenhundes“. Das Tier stieß beim Vorwärtsstürmen an einen Strauch PK-Aufnahme: Kriegsberichter Vorpahl(..) Die Washingtoner Seitenblase Die Versammlung der verschiedenen, mit England und Amerika verbündeten Regierungen und der großen Zahl anderer mehr oder minder selbständiger Staatsvertreter in Washington stellt sich als eine Demonstration von beinahe karnevalistischem Charakter dar, denn sowohl die Zusammensetzung dieser bunt gemischten Gesellschaft als auch die Deklamationen, die dabei produziert worden sind, erwecken nicht den Eindruck, als ob davon irgendein ernsthafter Einfluß auf die Entwicklung der Kriegsereignisse zu gewärtigen wäre. Es handelt sich um eine Seifenblase, die man in schillernden Farben hochsteigen ließ und die schnell genug zerplatzen wird. Schon die Behauptung, daß es sich um eine Gruppe von freien und souveränen Staaten gehandelt habe, die diese Erklärung unterzeichneten, ist falsch, denn weder die englischen Dominien können als selbständig angesprochen werden noch die europäischen Emigranten-Regierungen, hinter denen keine Völker mehr stehen. Ebenso aber ist auch die Selbständigkeit der kleinen mittelamerikanischen Länder recht zweifelhaft, denn wenn sie nicht tun, was Roosevelt ihnen befiehlt, so droht ihnen der amerikanische Hungerkrieg. Ausschließlich die USA, die Sowjetunion und Großbritannien können als souveräne Staaten gelten. Ueber alle anderen Länder hat die„Daily Mail“ bereits kürzlich eine Erklärung Churchills bekanntgegeben, man wisse vorläufig natürlich noch nicht, ob alle Staatsgebilde von Versailles bei einer künftigen Neuregelung restlos wiederhergestellt würden. Es scheint also, daß die Mitglieder jener Schattenreglerungen die Washingtoner Erklärung über ihr eigene künftige Freiheit unterzeichnet haben, ohne zu wissen, ob sie selbst nicht längst von Roosevelt und Churchill als Beutestaaten ausersehen sind. Die südamerikanischen Staaten aber, die noch außerhalb des Krieges stehen, möchte Roosevelt offenbar erst in einen Pakt hineinmanövrieren, um sie auf diesem Umweg schließlich auch in den Krieg hineinzuzwingen. Insofern ist die Washingtoner Veranstaltung gleichzeitig eine plumpe Falle für die wirklich souveränen Staaten, die sich nicht am Kriege beteiligen möchten. Irgendwelche positive Gedanken findet man in der Washingtoner Verlautbarung natürlich nicht, sondern sie läuft im wesentlichen auf die Drohung hinaus, mit Hunger und Blockade den Kampf gegen die Nationen des Dreimächtepaktes fortzusetzen. Bei dieser Drohung aber wird es sein Bewenden haben, denn Japan und die Achsenmächte erkämpfen inzwischen ihre Siege, während unsere Gegner und iht mehr oder minder freiwilligen Anhänger lediglich leeres Geschwätz nach diesem Washingtoner Muster von sich geben. m Blutig zurückgewiesen Bolschewistische Angriffe an Abschnitten der Ostfront Berlin. 4. Jan.(dub) Die Bolschewisten setzten an der Ostfront ihre Versuche fort, mit starken Kräften die deutschen Linien anzugreifen. In einem Divisionsabschnitt gelang es den Sowjets, einen örtlichen Eindruch zu erzielen. Die Einbruchsstelle konnte aber bald abgeriegelt werden, und wenig später wurden die Bolschewisten von deutschen Truppen im Gegenstoß zurückgeworfen. An einer Stelle wurden über 200 gefallene Bolschewisten gezählt. An der Leningrader Front wurden mehrere bolschewistische Angriffe, die sich gegen eine Infanteriedivision richteten, abgeschlagen. Die Angriffe der Sowjettruppen, die von mehreren schweren Panzern unterstützt wurden, brachen im Feuer der deutschen Truppen zusammen. Bei schärfstem Frost versuchten die Bolschewisten im mittleren Abschnitt der Ostfront gegen die deutschen Stellungen vorzugehen. Die zahlreichen Angriffe der Sowjettruppen scheiterten am energischen Widerstand der Deutschen. Bei örtlichen Einbrüchen der Bolschewisten gingen die deutschen Truppen zum Gegenangriff über und schlugen den Feind zurück. In vorbildlichem Einsatz konnten die deutschen Truppen dieser angegriffenen Division überall die Hauptkampflinie behaupten. Bei harten örtlichen Kämpfen im mittleren Abschnitt der Ostfront zeichnete sich ein Schützenregiment einer sächsischen Panzerdivision besonders aus. Das Regiment konnte ein sowjetisches Regiment vollständig aufreiben. An dem Kampftage, der 800 bolschewistische Gefangene und zahlreiche Beute einbrachte, zeichnete sich das 1. Bataillon des genannten Regiments auch durch eine hervorragende Marschleistung aus. Es legte trotz ungünstigen Geländes, bei Schneeverwehungen, Schneesturm und 20 Grad Kälte 38 Kilometer zurück. Die Kampflosung des Duce Mussolini vor dem Parteidirektorium ES Rom, 4. Jan. Den zum Rapport in den Palozzo Venezia berufenen Mitgliedern des Parteidirektoriums erteilte der Duce am Samstagmittag die Richtlinien für die Partei, um ihre Tätigkeit, wie es in einer amtlichen Mitteilung heißt, auf allen Gebieten zu vervielfachen und aus dem italienischen Volk einen immer stärkeren Willensblock aller Kräfte zur Bestehung jedweder Proven zu machen und so in unzertrennlicher Verbundenheit mit den Kameraden der Achse und des Dreimächtepaktes im gegenwärtigen Kampf zwischen zwei Welten den Sieg zu erringen. Gleichzeitig gab der Duce bekannt, daß er von jetzt ab noch mehr als bisher die Tätigkeit * 76 * Zellze ventimeter Stärke siche Montag, den 5. Januar 1942 DER NEUE TAG Nr. 3 Wo ist die USA=Flotte? OST Stockholm, 5. Jan. In London wie auch in Washington fragt man sich jetzt verwundert, wo wohl die Flotte der Vereinigten Staaten, von der stets so viel geredet und noch mehr versprochen wurde, geblieben sein könnte. Die Situation im Stillen Ozean erinnert an ein riesenhaftes Blindekuhspiel, zumal die Nordamerikaner bereits zweimal erklärt haben, daß ein Teil ihrer Flotte im Stillen Ozean in See gegangen sei, um den bedrohten Truppen auf den Philippinen zu Hilfe zu eilen, ohne daß man jedoch bisher von irgend einem großeren Zusammenstoß der angeblich den Kampf suchenden Flotte der Vereinigten Staaten mit der im Stillen Ozean so gut wie ungehindert operierenden japanischen Flotte gehört hätte. Tokio. 4. Jan.(Ostasiendienst des DRB) Die japanischen Streitkräfte, die in einer am Morgen des 1. Januar begonnenen heftigen Offensive über den Perak=Fluß vorstießen, hatten bis zum Abend des 2. Januar eine wichtige Schlüsselstellung in Mittel=Malaia, eingenommen, berichtet Domei in einem Frontbericht. In den vorhergegangenen Kämpfen hatten sie der 8. Division des australisch=neuseeländischen Armeekorps(Anzac) schwere Verluste zugefügt. Den Uebergang über den Perak hatten die Japaner trotz stärksten feindlichen Artilleriefeuers er zwungen. Bei den Kämpfen wurde der größte Teil der austratischen Division aufgerieben. Obwohl der Feind auf seiner Flucht über ein Dutzend Brücken zerstört hatte, konnte er die Japaner nicht aufhalten. Sie gingen im Sturm über den Fluß und warfen sich mit wuchtigem Schwung auf die britischen Streitkräfte. Die Japaner stoßen jetzt gegen einen weiteren wichtigen Punkt der britischen Verteidigung an der Westküste Malaias vor. Die Kampfkraft der britischen Streitkräfte wurde durch die Aufreibung der 8. Anzac-Division sowie auch durch die Verluste der 11. und 9. indischen Division herabgesetzt. der Partei aus der Nähe verfolgen werde. So wird der Duce am kommenden Samstag die Tagung sämtlicher Kreisleiter Siziliens und Sardiniens und einiger anderer süditalienischer Bezirke leiten. Der neue Parteisekretär, Minister Vidussoni, hatte zu Beginn des Rapports eine Adresse an den Duce verlesen, in der er das Datum des 3. Januar 1925 al einen großen Sieg der vom Duce geführten faschistischen Revolution verherrlichte und daran erinnerte, daß die antifaschistischen Emigranten freimaurerisch=jüdisch=bolschewistischer Observanz von damals heute in den Reihen der Feinde Italiens ehrlos kämpfen und in der verwerflichsten Weise die Waffen gegen das eigene Volk ergriffen haben. Das Gebot der Stunde verlange den Gehorsam gegen den Befehl des Duce. um der Sache der saschistischen Revolution mit allen Kräften und, wenn nötig, mit dem eigenen Blut zu dienen und den Sieg zu verwirklichen wird Die Kampflosung des Duce an das Parteidirektorium d in Rom als der Beginn einer einheitlich gelenkten Heranholung aller Kräfte in Partei und Volk zur gemeinsamen Verwirklichung des Endsieges in dem harten Ringen für die Zukunft des italienischen Volkes beurteilt. Dabei wird offenbar vor allen Dingen auch an die Heranbildung und Mitwirkung der in der faschistischen Jugendorganisationen des Liktorenbündels vorhandenen Kräfte gedacht, die als Bindeglied zwischen den alten Kämpfern und den Aufgaben der Zukunft die Kontinuität der faschistischen Revolution sicherzustellen haben. Er verläßt sich darauf Der Oderkommandierende für Niederländisch=Ostindien, General ter Poorten, erklarte in Bandoeng, er verlasse sich darauf, daß Niederländisch=Indien Flugzeugverstärkungen aus den USA erhalte. Hundert Flugzeuge in den nächsten Wochen wurden für die Streitkräfte im südlichen Pazifik wertvoller sein als tausend spater. Keinkehr Roman von Karl Raus Steott 61. Fortsetzung „Nee, ich nich“, lachte Karl,„ich mach' den Triumph= zug nich mit, ich gey zu Fuß...“ Als er bei der Brücke ankam, da waren die russischen Beamten eben bei der Ueberprüfung der letzten Papiere Ueber dem Schlagbaum, der die Brücke sperrte, war eine Tafel mit Sichel und Hammer angebracht, drüben am anderen Ende der langen Brücke konnte man die Deutschen sehen, deutsche Soldaten, Offiziere, SS=Leute, Schwestern der RSB. Druben leuchtete die Hakenkreuzfahne. Karl Michalik kam eilfertig angerannt und wollte sich vordrangen.„Halt!“ sagte der russische Posten und trat ihm in den Weg. „Meinen se mich? Karl Michalik aus Mladenowice, achtundzwanzig Jahre alt, ledig, von Beruf alles bis auf Seiltänzer, Umsiedler Nummer 4811., hier meine Erkennungskarte, mein Zettel. meine Papiere, alles in Ordnuna. Herr General, mithaben tu' ich nichts als meine zwei Hände, Ausfuhr erlaubt.. Vom Wortschwall überschüttet, taumelte der Posten zurück; in diesem Augenblick bellte hinten dicht an seinen Waden ein riesenhafter Hund. Und als sich der Posten nach dem Hund umsah, bückte sich Karl unter dem Schlagbaum durch und rannte schon die lange Brücke hin auf die Deutschen am anderen Ende zu. Der Posten schaute ihm lachend nach Der russische Offizier gab auf seiner Trillerpfeise ein *9 Verantwortung für Krieg steht eindeutig fest Wer den Kreml beseitigt...— Graf Ciano sprach in Bologna 46 Der britische Admiral im Mittelmeer, Cunningham, dem als Fachmann sofort die Bedeutung der Verluste der nordamerikanischen Stillen=Ozean=Flotte zu Beginn des Krieges klar geworden sein dürfte, machte in einem Interview eine interessante Angabe. Er erklärte nämlich, daß er und seine Flotte im Mittelmeer im Jaare 1942 wohl ebenso„weiterwursteln“ müßten wie im vergangenen Jahr. Nachdem man jetzt Manila verloren hat, setzt man in den USA seine ganze Hoffnung auf Guerillakriegsmethoden, die man sich in der Presse bereits recht blutrünstig ausmalt. Man spricht von Kämpfen in den Dschungeln, bei denen man das Fort Corregidor, das beherrschend vor der Manilabucht liegt und zurzeit noch von nordamerikanischen Truppen gehalten wird, als „Speerspitze", der USA=Kriegführung benutzen möchte. Corregidor scheint als Speerspitze jedoch bereits erheblich verbogen zu sein, die Insel wurde nämlich am Freitag von den Japanern fünf Stunden lang einem gewaltigen Bombardement unterzogen, an dem sogar nach nordamerikanischen Schätzungen mindestens 60 japanische Bomber teilnahmen. Außerdem wird Corregidor von japanischen Marine= und Armeestreitkräften angegriffen, ja, es sieht sogar so aus, als ob der sogenannte nordamerikanische Speer auf den Philippinen bald ganz die Spitze verlieren wird. Japanische Aufklärer stellten nämlich fest, daß die Nordamerikaner bereits eifrig bemüht sind, ihre Truppen mit Hilfe von in der Nähe der Manilabucht zusammengezogenen Transportschiffen aus der gefährlichen Nähe der japanischen Streitkräfte fort und in Sicherheit zu bringen. Rom, 4. Jan.(dub) Außenminister Graf Ciano sprach am Samstagnachmittag anläßlich der 17. Wiederkehr des 3. Januars 1925 in einer Massenversammlung in Bologna. In seiner Rede hov Graf Ciano die Bedeutung der Kammerrede des Duce vom 3. Januar 1925 hervor, mit der der Duce die letzten Ueberbleibsel der politischen Gegner des Faschismus beseitigt habe. Der 3. Januar 1925 sei zum Todestag des demoliberalen Regimes geworden und zum Geburtstag des faschistischen Staates. Der italienische Außenminister zählte sodann die von Italien unternommenen Versuche auf, zu einer Bereinigung der Verhältnisse in Europa zu gelangen.„Doch jeder Versuch, den Grund zu einer wahren internationalen Zusammenarbeit zu legen, wurde systematisch zurückgewiesen, wie auch der Anspruch Italiens auf eine Zukunft taube Ohren fand. Als Italien im Felde erschien, um sich unter afrikanischer Sonne denjenigen Platz zu erobern, der ihm von der Raubgier seiner ehemaligen Verbündeten vorenthalten worden war, und weiter, als wir nach dem wunderbaren Sieg des italienischen Volkes noch einmal das lebenswichtige und nicht mehr fortzuleugnende Problem unserer Sicherheit im Mittelmeer und unserer Verbindungen zu den Weltmeeren auf eine Grundlage der Verständigung stellen wollten, da wurde uns wiederum von unseren Gegnern Heimtücke und Niedertracht entgegengebracht.“ „Wir haben die unbestreitbaren Beweise in der Hand, die wir zu gegebener Zeit vorbringen werden", erklärte Graf Ciano,„daß England, während es mit uns über die verschiedenen Uebereinkommen verhandelte, gleichzeitig sich mit den Meuchelmördern in Athen und Belgrad zusammentat und im Schatten die Verschwörung vorbereitete, die Italien in seinem eigenen Meer ertränken sollte.“ Schwere australische Verluste in Malaia Der Außenminister wies darauf hin, daß Italien es der kaltblütigen und rechtzeitigen Entschlossenheit des Duce zu verdanken habe, daß der Dolch der Balkanvölker zerbrochen sei, bevor er noch Italien in den Rücken gestoßen werden konnte. Nach der Errichtung des Empero sei Italien ohne jede Gewinn= oder Eroberungssucht Spanien zu nilfe geeilt, um die vom Bolschewismus bedrohte europäische Zivilisation zu retten. Durch diese Handlung sei, abseits kalter diplomatischer Dokumente, die moralische und kameradschaftliche Solidarität Italiens mit dem nationalsozialistischen Deutschland entstanden, das seinerseits ebenfalls zum Kampf gegen die bolschewistische Heimtücke herbeigeeilt war. Graf Ciano kennzeichnete darauf die Haltung Mussolinis. der mit der Stimme der Vernunft zu wiederholten Malen davon gesprochen hatte, daß es unmöglich sei, das deutsche Volk zu unterdrücken, das unter der Leitung seines großen Führers den Weg zum nationalen Wiederaufbau gefunden hatte. Unnötig sei es, so äußerte Graf Clano, nach der Verantwortung für den Krieg suchen zu wollen.„Der Krieg war nie eine Folge eines Einzelereignisses, sondern das Ergebnis eines Systems.“ Die Schuldigen stehen bei allen anständigen Menschen und Völkern schon eindentig fest. Auf jeden Fall aber werde Italien, wenn der geschichtliche Prozeß um die Verantwortung für den Krieg vor sich gehen werde, nicht auf der Bank der Angeklagten, sondern auf der der Ankläger sitzen. Der italienische Außenminister wies darauf auf den gegenwärtigen Kampf hin, den Jealien gemeinsam mit Deutschland und den verbündeten Völkern gegen die alten Feinde, vor allem aber gegen den Bolschewismus, führe, dessen endgültige Beseitigung wesentliche Voraussetzung für die Erhaltung des Volksgutes der Heimstätten, der Familien und der Kirchen Italiens sei „Wer den Kreml beseitigt, rettet die Zivilisation der Welt. Hierüber gibt es keine Illusionen, selbst nicht für England oder Amerika; denn wenn der Bolschewismus hätte triumphieren sollen, wären selbst sie schnell von ihm überwältigt worden.“ Graf Ciano richtete abschließend einen Gruß an die deutschen Kameraden, die den Kampf kalten Blutes und mit Entschlossenheit führen, an die finnischen, ungarischen, rumänischen, slowakischen und kroatischen Mitkämpfer sowie an die Angehörigen der spanischen Blauen Division und begrüßte darauf den neuen ruhmreichen japanischen Bundesgenossen, der seiner materiellen Vorbereitung den traditionellen Opfergeist beigeselle. Schließlich gedachte er der italienischen Kämpfer, die mit grenzenloser Hingabe unter der Leitung des Duce im Namen des Königs kämpften. „Das italienische Volk schaut klaren Blickes in die Zukunft. Wir wissen, daß der uns bevorstehende Kampf noch hart und lang sein wird. Wir wissen, daß wir es mit einem starken und entschlossenen Gegner zu tun haben, aber wir werden noch stärker und noch entschlossener sein als er. An diesem schicksalsschweren Tag haben wir in unseren Herzen die Gewißheit, eines Tages im„Ewigen Rom“ die heiligen Feldzeichen der faschistischen Revolution mit dem Lorbeer des Sieges gekrönt zu sehen.“ Mussert sprach in Berlin Erinnerungskundgebung zum zehnjährigen Bestehen der NSB Berlin, 4. Jan.(dub) Anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Natioanlsozialistischen Bewegung in den Niederlanden, die vor einiger Zeit mu einer denkwürdigen Kundgebung in Utrecht begangen worden ist, fand am Samstagabend in Berlin eine feierliche Erinnerungszusammenkunft des Bezirks Nord= und Ostdeutschland der NSB statt. Auf ihr sprach der auf der Rückreise von der Ostfront begriffene Leiter der Bewegung, Diplomingenieur A. A. Mussert. Als deutsche Ehrengäste wohnten der Veranstaltung Vertreter der Parteikanzlei des Führers, des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda, des Ministeramts Seyß=Inquart, des 5 Hauptamts und anderer Stellen bei. Nach Begrüßungsworten des Leiters des Distrikts Nord= und Ostdeutschland der holländischen NSB trat Mussert unter brausenden„Houzee"=Rufen an das Rednerpult, um einen umfassenden Ueberblick über das zehnjährige Wirken der NSB zu geben. Wie in Deutschland und Italien, den Garanten für eine glückliche Zubunft Europas, habe auch in Holland nichts das Werden der RSB aufhalten können. Mussert bekannte sich dann zu der nationalsozialistischen und faschistischen Revolution, die soziale Gerechtigkeit schusen und Europa von jüdischem Einfluß säuberten. Mussert setzte seinen holländischen Volksgenossen dann das große Geschehen unserer Tage auseinander. Den Einsatz der Freiwilligen gegen den bolschewistischen Weltfeind kennzeichnete er als Unterpfand für Hollands Mitarbeit am Neuaufbau Europas und kündigte eine bedeutende Erhöhung der Freiwilligenzahlen an. Er prangerte dann Englands Verrat an Europa an. Für den Naubau Europas sei es unbedingt erforderlich gewesen, daß Deutschland in Holland den Aufmarschplänen der Westmächte zuvorgekommen sei. Holland wende sich nun Europa zu. Unter brausendem Jubel teilte Mussert dann mit, daß die RSB als Trägerin des Willens des niederländischen Volks als einzige Staatspartei zugelassen sei. Sie sei sich ihrer hohen Aufgabe bewußt und habe die Zuversicht, die Zukunft des Staates und Volkes gewährleisten zu können. Nach einigen innerpolitischen Ausführungen schloß Mussert mit einem Hoch auf das niederländische Volk, die RSB und den Führer Adolf Hitler. Ernüchterung in den AsA Tokio, 3. Jan.(dnb) Japanische Pressevertreter in Buenos Aires geben auf Grund von Berichten, die aus USA in der Hauptstadt Argentiniens eingetroffen sind, ausführliche Schilderungen über die Stimmung in Amerika. Man muß sich immer vergegenwärtigen, so schreibt der Vertreter von Tokio Asahi Schimbun, daß die Amerikaner in der Vorstellung lebten, im Falle eines Kriegsausbruchs zwischen Japan und den USA würden USA-Bomber über Tokio erscheinen und die Stadt in Schutt und Asche legen. Schon nach drei Monaten werde Japan alsdann, so glaubten die Amerikaner, gezwungen sein, um Frieden zu bitten. Die großen militärischen Erfolge der japanischen Streitkräfte, vor allem der Fall Hongkongs und jetzt die Einnahme Manilas, hätten in wenigen Wochen eine ungeheure Ernüchterung hervorgerusen, zumal schon jetzt jeder USA=Bürger praktisch die Auswirkungen des Krieges verspüre. So seien z. B. die Preise für Lebensmittel im Steigen, während gleichzeitig auch die Steuerlasten erhöht würden. Der Treibstoff werde immer knapper. Selbst Bestimmungen über einen beschränkten Gebrauch von Bällen und Schlägern für Tennis und Golf seien in dem reichen Lande der USA schon erlassen worden. Diese und noch zahlreiche andere Maßnahmen seien ein Geschenk der Regierung Roosevelt zum neuen Jahre. An der Westküste der USA, besonders in den Städten San Francisco und San Diego, mache sich, wie der Vertreter von Tokio Asahi Schimbun berichtet, seit Kriegsausbruch eine täglich zunehmende Spannung und Nervosität bemerkbar. Vor Geschäften und hauptsächlich vor den Schaufenstern großer Warenhäuser könne man Sandsäcke sehen. Der Bevölkerung habe sich anscheinend eine Art„Fallschirm=Psychose" bemächtigt, und sie rechne stark zumindest mit Bombenangriffen. Berichte aus Hawai zeigten, daß man sich dort noch immer nicht von dem schweren Schock der japanischen Angriffe zu Kriegsbeginn erholt habe. Die Nervosität sei dort um so größer, als in Hawai die Lebensmittelvorräte nur für etwa zwei Monate aufgestapelt seien und die Militärbehörden nicht rechtzeitig genug eine ausreichende Lebensmittelversorgung sichergestellt hätten. Dazu komme, daß die Lebensmitteltransporte von den USA, wie die Erfolge der japanischen=Boote zeigten, inzwischen äußerst gefährdet und damit unzuverlässig geworden seien. General Wavells Rundsunkbotschaft schrilles Signal, langsam ging der Schlagbaum hoch „Passiert!“ sagte er. Und nun setzte sich der Wagenzug in Bewegung, und Launhardts Wagen fuhr als erster auf die Brücke hinaus. „Jetzt fahren wir wohl über die Brücke?“ sagte Dr. Thomas, als er das Poltern der Pferdehufe auf den Bohlen hörte. „Ja, Vater... und drüben warten schon die Deutschen auf uns.“ Marie stand hinter dem Doktor unter der Plache, und Launhardts linker Arm lag um ihre Hüfte. Die Sonne hatte den Morgennebel durchdrungen, ihr Schein fiel von der Seite her auf das Gegitter der Brücke, und der Wirrwarr gekreuzter Lichter und Schatten glitt über die gespannten, aufgeregten, beglückten Gesichter der Menschen, die über die Brücke fuhren. Große Eisschollen trieben im Fluß, und durch den Rebel, der langsam in sich zusammensank, sahen sie Stücke des klaren, kaltblauen Winterhimmels. „Und drüben wartet Deutschland“, sagte der Doktor leise,„wenn wir drüben sind, sind wir in Deutschland.“ „Sie warten mit Fahnen auf uns, Onkel Doktor“. rief Richard, und Erich beetite sich, um nicht überflügelt zu werden:„Und eine Musik ist dabei.“ Das hörte der Doktor wohl, denn die Musik sing gerade in dem Augenblick, als der erste Wagen ganz aus der Brücke heraus war, zu spielen an, den Marsch der Deutschen in Polen. Drüben, auf der deutschen Seite der Brücke, stand schon Karl Michalik und machte sich bereits in Deutschland unentbehrlich. Er stand bei dem deutschen Offizier, hinter dem sich einige NSV=Schwestern vom Labedienst zusam mendrängten, und erklärte den Wagenzug. „Sehen Se“, sprudelte er eifrig drauflos.„gleich im ersten Wagen, das is der Doktor. dem die Polen die Augen ausgeschossen haben, und das Fräulein dahinter, roße aus. dem ham se den Bräutigam totgetreten, und der Mann, der is Launhardt, der Wirt vom Deutschen dem ham se die Frau erschlagen.“ Der Offizier legte die Hand grüßend an den Rand des Stahlhelms, und sie ließen den Wagen schweigend vorbei, sie brüllten erst beim zweiten Wagen los. Wagen auf Wagen kam polternd über die Brücke, die Leute winkten herunter, und die Leute am deutschen Brisckenende winkten zurück und schrien. Viele kamen auch ganz still vorbei, und die Tränen liefen ihnen übers Gesicht. „Sehen Sie nur, was für prächtige Menschen das sind“, sagte der Oberarzt vom Roten Kreuz zu der NSVSchwester neben ihm,„gar nicht ein bißchen schlapp, trotz allem, was sie mitgemacht haben. So was können wir brauchen.“ Wagen auf Wagen kam über die Brücke, und Karl Michalik stand ganz vorn beim Offizier und erklärte. Alle konnten sie sehen, alle, welche sabelhafte Rolle er auch hier schon wieder spielte. Plötzlich begann er ganz ausgeregt mit den Armen in der Luft zu suchteln:„Ja... und nun sehen Se. Herr Hauptmann, das sind nun die Manzschen aus Emiliental. Und die haben heute nacht Zwillinge gekriegt... nein, nich der Junge is der Vater, der Alte is es, der da vorne steht mit dem Backtrog in den Armen...“ „Da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich", murmelte der Hauptmann kopfschüttelnd. Der alte Manz stand vorn im Wagen, strahlte über und über und hob in seinen Armen den Backtrog mit den wohlverwahrten, quäkenden Zwillingen hoch:„Und ich bring' auch was mit“, rief er dröhnend,„zwei Jungen... vor kurzem angekommen, noch wie neu.. Wagen auf Wagen kam über die Brücke, und zuletzt, als der Hauptmann schon meinte, nun wäre es aus, kam noch ein seltsames Gefährt, ein Traktor, der aber nicht Der Wehrmachtsbericht Schwere Schiffsverluste der Briten Harte Kämpfe an der Ostfront Aus dem Führerhauptquartier, 4. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Südabschnitt der Ostfront beschränkte sich die Kampftätigkeit bei strengem Frost auf örtliche Spähtruppunternehmen und Artilleriestörungsfeuer. Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt setzte der Gegner seine Angriffe fort. Sie wurden in harten Kämpfen, zum Teil im Gegenstoß, abgewiesen. Oertliche Einbrüche wurden abgeriegelt. Die Luftwaffe griff bei Tag und bei Nacht Hafenanlagen und Schiffsziele sowie den Flugplatz von Feodosia an. Mehrere Flugzeuge wurden am Boden zerstört oder beschädigt. Im Hafen sank ein kleines Handelsschiff nach Bombentreffer, ein größeres Handelsschiff und ein Schwimmkran wurden schwer beschädigt. Weiter mit Schwerpunkt im Raum um Moskau geführte Angriffe trasen Marsch- und Fahrzeugkolonnen, Panzerbereitstellungen, belegte Ortschaften, Eisenbahuund Flugplätze der Sowjets. Der Feind erlitt hierdurch erhebliche Verluste an Menschen und Material. Im hohen Norden wurde die Murmanbahn durch Bombenangriffe mehrjach unterbrochen. In Nordafrika lebhafte beiderseitige Aufklärungstätigkeit. Im Raum um Agedabia scheiterten einzelne britische Angrisse. Feld- und Barackenlager sowie Fahrzeugkolonnen der Briten wurden mit Bomben und Bordwaffen erfolgreich angegriffen. Wirkungsvolle Luftangriffe richteten sich ferner gegen Tobruk. Auf einem Flugplatz bei Bengasi konnten zahlreiche Bombentreffer zwischen abgestellten Flugzeugen erzielt werden. Im Seegebiet von Bengasi wurde ein feindlicher Zerstörer durch Bombenvolltreffer schwer beschädigt. Die bei Tag und Nacht fortgesetzten Angriffe starker deutscher Kampf- und Jagdfliegerverbände riefen schwere Zerstörungen auf den britischen Flugplätzen der Insel Malta hervor. Durch Bombenvolltreffer in den Hallen und zwischen abgestellten Flugzeugen entstanden starke Brände und Explosionen. In der Zeit vom 27. Dez. 1941 bis zum 2. Januar 1942 verlor die sowjetische Luftwaffe 98 Flugzeuge; davon wurden 72 in Luftsämpfen und 13 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 12 eigene Flugzeuge verloren. Die britische Kriegsmarine erlitt auch im Dezember schwere Verluste. Deutsche See- und Luftstreitkräfte versenkten: 3 Kreuzer, 1 Flugzeugträger, 3 Zeistörer, 3 Schnellboote, 1 Kanonenboot, 1 Unterseeboot, außerdem wurden, zum Teil schwer, beschädigt: 6 Kreuzer, 5 Zerstörer, 4 Schnellboote, 1 Minenleger, 2 Bewacher, 2 Unterseeboote. Im Kampf gegen die britische Versorgungswirtschaft wurden im Dezember 1941 74 feindliche Handelsschiffe mit zusammen 257200 BRT. versenkt. Davon vernichtete die Unterseebotswaffe 23 Schiffe mit 115 700 BRT. Italienischer Wehrmachtsbericht Der Reichsführer“ und der Chef der deutschen Polizei, Heinrich Himmler, empfing in seinem Hauptquartier den Leiter der nationalsozialistischen Bewegung in den Niederlanden, Mussert. Mussert war begleitet von seinen beiden Stellvertretern van Geelkerken und Rost van Tonningen, sowie dem Kommandanten der niederländischen ½. Feldmeyer. Anschließend an den Empfang besuchte der Leiter der nationalsozialistischen Bewegung in den Niederlanden mit seinen Mitarbeitern die Niederländische Legion und verbrachte die Jahreswende in diesem Kreise. Am Samstag empfing der Reichsarbeitsführer den Führer der NSB, Ingenieur Mussert. In seiner Begleitung befand sich Generalkommissar Schmidt. Rom, 4. Jan. Der italienische Wehrmachtsbericht gibt bekannt: An der Front von Agedabia wurden örtliche Angriffe abgewiesen und Ansammlungen von Panzerwagen zerstreut.— In Sollum und Halfaya sind Kämpfe im Gange.— Italienische und deutsche Flugzeugeinheiten unternahmen wiederholte Angriffe auf Nachschubstraßen des Gegners und bombardierten mit besonderer Wirkung Artilleriestellungen und Hafenanlagen von Tobruk.— Der Feind verlor vier Flugzeuge, von denen zwei von der Flak abgeschossen wurden. Im östlichen Mittelmeer geriet eines unserer Aufklärung=slugzeuge mit drei feindlichen Jägern in Kampf, von denen es einen abschoß. Es gelang dem Aufklärungsflugzeug dann, sich vom Gegner zu lösen.— Mehrere Bomben wurden auf ein lybisches Dorf abgeworsen, wodurch zwei Opfer verursacht wurden. Die deutsch-italienische Luftwaffe verstärkte die Operationen gegen die militärischen Anlagen und die Flughäfen von Malta. Einige Flugzeuge wurden am Boden zerstört und verschiedene Explosionen beobachtet. Ein Munitionsdepot, das einen Volltreffer erhielt, flog in die Luft. durch eine Rundfunkbotschaft anzupreisen. Nach der allgemeinen anglo=amerikanischen Auffassung, daß Worte tödlicher sind als Bomben und Granaten, hat sich Wavell durch besondere Schwatzsüchtigkeit ausgezeichnet. Seine hohlen Ausführungen darüber, daß England, die Vereinigten Staaten, die Sowjetunion und ihre Trabanten für das Licht gegen die Finsternis, für die Wahrheit gegen die Falschheit, für die Freiheit gegen die Tyrannei und für die Güte gegen die Grausamkeit kämpfen(das wagt Wavell ausgerechnet in Indien zu sagen), wird die Völker Indiens ebenso wenig von der zwingenden Notwendigkeit eines britischen Endsieges überzeugen können, wie diese Völker seinen Beteuerungen Glauben schenken werden daß Kriege nach enalischer Ansicht etwas Schreckwerden, daß Kriege nach englischer Ansicht etwas Schreckliches und Hassensweites seien. Der schwatzsüchtige General hätte ja auch nicht viel Imponierendes vorzubringen gehabt, wenn er sich aus die Aufgaben seines eigenen militärischen Gebietes beschränkt hätte. Die Aetherwellen der Wavellbotschaft dürften wohl kaum dazu geeignet sein, als neue Wavell=Linie das Vordringen der Japaner auf Singapur aufzuhalten. Diese Nummer umfaßt 6 Seiten Berlin, 3. Jan.(dnb) General Wavell hat sich bemüßigt gefühlt, sich zum neuen Jahr von Neudelhi aus Druch and Veriag Kölne Verlage Anstalt and Drechere Gmbl.- Vertageleiten D. Rried Velerashn" Jeaptecbeiftleiter Dr Hes. Kord- Preisl. 12 von selber fuhr, sondern von zwei Pferdchen gezogen wurde, und aus dem Traktor saß ein Mann mit einem grimmigen Gesicht und lenkte die Pferdchen. „Was ist denn das?" fragte der Hauptmann erstaunt. „Das ist ein guter Freund von mir“, sagte Karl Michalik obenhin,„aber das is'n Mann, der nich glauben wollte, daß zwei lebendige Rösser besser sind als ein toter Motor.“ Inzwischen war die Spitze des Zuges im Aufnahmelager angekommen, und sie wollten dem blinden Doktor vom Wagen helfen. Aber er kletterte nahezu selbständig herab. Er hörte fremde Stimmen um sich, er spürte, daß ihn viele Menschen teilnehmend umdrängten „Kinder, habt ihr's warm hier“, sagte er beinahe fröhlich. „Das macht, weil du in Deutschland bist“, antwortete Marie. „Und“ wie schön die Sonne hier scheint“, sagte der Doktor und hob den Kopf. „Das können Sie sehen, Vater?" verwunderte sich Launhardt „Das braucht man nicht zu sehen... das spürt man „Aber das kannst du nicht sehen, Onkel Doktor", flüsterte Erich ehrfurchtsvoll,„daß grad über dir ein Bild vom Führer hängt.. „Auch das brauch' ich nicht zu sehen“, lächelte der Blinde,„auch das spürt man. Das alles ist Deutschland... Deutschland ist doch nicht etwas für bloß einen Sinn.. Deutschland ist Wärme und Sonne und Musik und Stimmen lieber Menschen und Dust von Wäldern und von Brot und ein immer frischer, bewegter Wind... Deutschland ist ja etwas, was den ganzen Menschen aufnimmt und mit sich erfüllt... Deutschland ist Heimat.“ Ende Er Festl „Ehrt den„Me es den be die Urar Landen k beging. selbst bei ergriff, Wort gek geführte man in im Kölne und„Do Musikfrei vertraut ponisten der Köln gleich sta kommener Ehren ni Schwä thema der wir aus und Juli bilde“ sch Schneider dem Mei in den gezeichnet wendung einem wi Ueber gleich im Der In törender lauscht, als Me Der Ri unmögl Schwan Trotzder der Bu Schwan zusamm den Ge Jugend Schwan die Liel Um ner der Bu# brust. Liebeste Der natürlie tischen seiner sahen, „Schwa Stimmt Gertrau hild“ ei zwar in ein Zu dieser dramati eine Ki deutsche den Mi ziges der e melodi Bild Theme der„ Stimn der I bild" Alters herrsch An auch? gebühr klärun entgeg sich ge heit, durch Eine 1 Barito ber. u StrenWol probt und m bekann In Eind KöLN am Rhein Montag, den 5. Januar 1942 Nr. 5 Ersteskünstlerisches Ereignisim neuen Jahr Festliche Uraufführung der Oper„Schwanhild“ von Paul Graener „Ehrt eure deutschen Meister!" Dieses Wort Wagners aus den„Meistersingern“ hat Köln wieder einmal beherzigt, indem es den bevorstehenden 70. Geburtstag von Paul Graener durch die Uraufführung der Oper„Schwanhild“ des in deutschen Landen hochgeschätzten Tonsetzers und eine Morgenfeier festlich beging. Der Meister selbst, der nicht nur der Uraufführung selbst beiwohnte, sondern in der Morgenfeier auch den Taktstock ergriff, ist in den letzten Jahren auch in Köln mehrfach zu Wort gekommen. Im Gürzenich und im Reichssender Köln aufgeführte Orchesterwerke, Kompositionen für Kammermusik, die man in der Hochschule und im Rathaus hörte, nicht zuletzt die im Kölner Opernhaus aufgeführten Opern„Friedemann Bach“ und„Don Juans letztes Abenteuer“ haben auch die Kölner Musikfreunde mit dem Schaffensbild Graeners hinlänglich vertraut gemacht. Als zeitweiliger Leiter der Fachschaft Komponisten in der Reichsmusikkammer hat Graener oft im Kreise der Kölner Tonsetzer geweilt, die den Künstler wie den Menschen gleich stark zu schätzen wissen. So ist Graener ein stets willkommener Gast in der alten Hansestadt gewesen, die ihm zu Ehren nunmehr diese Uraufführung in die Wege leitete. * Schwäne und Schwanenjungfrauen scheinen ein Lieblingsthema der Tonsetzer zu sein. Neben Wagners„Lohengrin“ haben wir aus neuerer Zeit Siegfried Wagners„Schwarzschwanenreich“ und Julius Weismanns„Schwanenweiß“. Eine Oper„Schwanhilde“ schrieb schon der alte Dessauer Hofkapellmeister Friedrich Schneider. Für Paul Graener griff nunmehr Otto Anthes, der dem Meister schon das„Don=Juan"=Libretto schrieb, den alten, in den„Deutschen Volksmärchen" von Karl Musäus aufgezeichneten Stoff wieder auf und gestaltete ihn unter Verwendung bildkräftiger Situationen und Stimmungsfaktoren zu einem wirkungsvollen Operntext. Ueber Schwanhild und ihre Jungfrauen belehren uns sogleich im ersten Bild die Worte des Klausners: „Alljährlich in der Mittsommernacht fliegen sie her von nordischem Sund, legen die Schwanenkleider ab, baden im See, seines Zaubers kund. Denn er verleiht ihnen wunderbar neue Jugend und neue Schönheit auf ein Jahr!" Der Jungfrau Schwanhild nimmt ein Ritter, der dem betörenden Gesang der Schwanenjungfrauen am Märchensee lauscht, das abgelegte Schwanenkleid und zwingt sie dadurch, als Mensch auf der Erde zu wandeln und sein Weib zu werden. Der Ritter liebt Schwanhild. Um ihr die Flucht für immer unmöglich zu machen, läßt er durch den Burgschmied das Schwanenkleid mit starken Klammern an die Wand nageln. Trotzdem kann er Schwanhild nicht halten. Des Ritters Mutter, der Burgschmied, das Burggesinde und die Bauern erblicken in Schwanhild eine Zauberin und rotten sich zu offenem Aufruhr zusammen. Schwanhild selbst zieht es zu ihren Schwänen, zu den Gespielinnen und zum Märchensee zurück, wo sie sich neue Jugend holen will. So muß der Ritter schließlich das geraubte Schwanenkleid wieder hergeben. Aber in Schwanhild ist nun die Liebe erwacht. Es zieht sie noch einmal zur Burg zurück. Um neues Unheil zu verhüten. tötet der Burgschmied den über der Burg schwebenden Schwan durch einen Schuß seiner Armbrust. In den Armen des Ritters stirbt Schwanhild den Liebestod. betörend schön das mit den Damen Neumann=Knapp, Thiede, Nowigk, Russart, Röhrig und Loos=Werther besetzte Sextett der Schwanenjungfrauen! Im zweiten Bild erweist der von Peter Hammers einstudierte Chor wieder seine dramatische Schlagkraft. Das unter der partiturkundigen und daher sehr sicheren Leitung von Generalmusikdirektor Kuri Dammer musizierende Orchester entfaltete sich mit oft gewürdigter Kultur. Die mittelalterlichen Burgbilder, dazu den stimmungsvollen Märchensee des ersten Bildes entwarf Alf Björn. Alexander Spring selbst bürgte als Spielleiter für eine eindringliche und wirkungsvolle Exponierung der einzelnen Szenen. Die überragende Wiedergabe des Werkes, in dem die Kräfte der Oper sich nach Herzenslust aussingen konnten, trug dem anwesenden Komponisten außerordentliche Ehrungen ein. Immer wieder mußte sich Paul Graener, der„letzte deutsche Romantiker", wie man ihn nennen könnte, mit den Hauptmitwirkenden, dem Generalmusikdirektor, dem Spielleiter und dem Bühnenbildner vor dem Vorhang zeigen. Neben dem obligatorischen goldenen Kranz der Stadt überreichte man dem Meister herrliche Blumengebinde Zu Ehren des Meisters war am Morgen der Uraufführung im Opernhaus eine Morgenfeier, in der das Orchester der Hansestadt unter der jugendlich=elastischen Leitung von Paul Graener selbst die der Universität Leipzig als Dank für die Verleihung des Ehrendoktors geschriebene Ouvertüre „Juventus academica“, die impressionistisch=pathetischen Klangbilder der Rhapsodie„Sehnsucht an das Meer“— in einer Fassung für Kammermusik hörten wir das Werk noch unlängst in einem Rathauskonzert— und schließlich die drei Sätze der Wiener Sinfonie Werk 110 zum Vortrag brachte. Ein pianistisch vorteilhaft wirkender Gestalter des Klavierparts der Rhapsodie war Kapellmeister Alexander Nemeri, während Robert Blasius mit idealer Hingabe und Tongebung die gedankenschweren Worte von Hans Bethge sang. In einer Ansprache zu Beginn des mit starkem Beifall bedachten Konzertierens sprach Professor Hermann Unger über Paul Graener als den Vertreter eines gesunden märkischen Volkstums und den Geistesverwandten Zelters und Lortzings. Robert Greven Szene aus dem zweiten Bild der Oper. Elsa Oehme-Foerster als Schwanhild, Peter Nohl als Ritter Photo: Felten Ununterbrochen für dich in Bereitschaft Der Charakter von Paul Graeners neuer Opernmusik wurde natürlich weitgehend durch die eigenartigen lyrischen und dramatischen Reize des Märchenstoffes bedingt. Huldigte Graener in seiner Don=Juan=Oper, die wir vor einigen Jahren in Köln sahen, noch einem gewissen poetischen Realismus, so ist er in „Schwanhild“ in gewisser Hinsicht wieder zu den Klang= und Stimmungsmalereien seiner erfolgreichen Oper„Schirin und Gertraude“ zurückgekehrt. Nicht umsonst nennt er die„Schwanbild“ eine„romantische“ Oper. Romantisch ist die Musik, und zwar im schönsten Sinne des Wortes. Keineswegs bedeutet dies ein Zurückgehen auf romantische Formen und Klänge. In dieser Hinsicht ist Graener durchaus ein Musiker und Musikdramatiker unserer Zeit. Aber er liebt auch in„Schwanhild“ eine Kunst, die man zu allen Zeiten, insbesondere in der deutschen Musikromantik, geschätzt hat: die Kunst nämlich, mit den Mitteln des Orchesters eigenartige Stimmungen zu schaffen. Das ganze erste Bild von„Schwanhild“ ist im Grunde ein einziges in zarten Farben gehaltenes Stimmungsbild, in dem nur der edle Gesang der im See badenden Schwanenjungfrauen melodisch festere Konturen annimmt. Im zweiten und dritten Bild meldet sich natürlich mit energievollen Akzenten und Themen auch der Dramatiker, aber der musikalische Grundklang der„Schwanhild“ ist und bleibt eine impressionistisch getönte Stimmungslyrik, in deren Farben sich Paul Graener im Lauf der Jahre eine eigene Palette geschaffen hat. So ist„Schwanbild“ zwar das Werk eines alten Meisters, aber keineswegs ein Alterswerk; ever ein Werk unbedingter Reise in der Beherrschung und im Einsatz aller musikdramatischen Kunstmittel. An den starken Eiedrücken der Uraufführung hat nicht zuletzt auch der überragende Einsatz der Kölner Opernhauskräfte den gebührenden Anteil. Als eine Gestalt von eigentümlicher Verklärung und Transparenz tritt uns Elsa Oehme=Foerster entgegen. Sie ist Schwanhild, wie Dichter und Komponist sie ich gedacht haben mögen: ein Wesen von mimosenhafter Zartheit, in dem gleichwohl elementare Kräfte schlummern und durch das Zusammentreffen mit dem Ritter auch geweckt werden Eine ritterliche Prachtgestalt— Peter Nobl! Sein beldischer Bariton gibt das Aeußerste an markigem und lyrischem Klang ver, und auch im Spiel ist dieser Ritter ein Edelmann, der das Strenge mit dem Zarten trefflich zu verbinden weiß. Aderbeid Wollgartens gesangliches und darstellerisches Können erprobt sich diesmal in der Gestaltung der Mutter, kraftvoll singt und wirkt Wilhelm Witte in der Rolle des Burgschmieds, mit bekannter Klangfülle singt Anton Germann den Klausner. In einer kleinen Rolle wirkt wans Hümmelink. Geradezu Dienst und Verdienst der Flak in der Heimat— Vergleich für alle Ueberklugen NSK Wo immer auch die deutsche Wehrmacht steht, wo immer auch die Front verlaufen mag, überall finden wir die Flakartillerie als Wahrer der Lufthoheit und Verteidiger des Luftraumes auf der Wacht und im erfolgreichen Abwehrkampf. Neben dem Fronternsatz haben zahllose weitere Einheiten der Flakartilterie seit Bginn des Krieges den Schutz des Heimatgebietes übernommen. Vom Nordmeer bis zur Biskava. vom Atlantik bis zum tiefsten Süden, vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer verlaufen ihre Frontstellungen, die schließlich tiefgestaffelt das Heimatgebiet erreichen und sich in der Fortführung über das luftgefährdete Reichsgebiet erstrecken. In der Einsamkeit der Dünen, in der Heide auf freiem Feld. in Waldern, auf Bergen, haben die Flalartilleristen ihre Geschütze, Kommando=, Horch= und Scheinwerfergerate in Stellung gebracht. Wir finden sie in und vor den Städten und Orten, die ebenfalls ihrem besonderen Schutz unterliegen. Nur allzu wenig spricht man von der Flakartillerie in der Heimat, von dem überaus schweren, verantwor: tungs= und entsagungsvollen Dienst dieser Soldaten. Die Eigenart des Einsatzes der Flakartillerie im Heimatgebiet verdient besonders herausgestellt zu werden. Wir wissen, daß sie den Kampf nicht suchen kann, sondern abwarten muß, bis der Gegner sich stellt. Die Wartezen wird oft lang werden. Mag sie sich nun über Wochen und Monate erstrecken, sie darf aber niemals Rückwirkungen auf die ständige Wachsamkeit und Einsatzbereitschaft haben. Weiß man, wann der Feind kommt? Niemale. Er kann plötzlich auftauchen. Dies wiederum bedingt, daß oer Luftverfeidigungsraum zu keiner Sekunde und Minung ungesichert sein darf, und die Feuerber#itschaft der Batterten zu jeder Tages= und Nachtzeit sichergestellt werden muß. Und dies fordert vom Flugmelder. Beobachtungsposten und schließlich von den Kanonieren am Geschütz und Scheinwerfer ununterbrochene Bereitschaft. Haben wir schon einmal darüber nachgedacht, was es heißt. in ununterbrochener Einsatzbereitschaft Wochen und Monate draußen m den einsamen Stellungen zuzubringen? Oft stundenlang in erhöhter Gefechtsbereitschaft zu liegen, wenn der Auflug feindlicher Flugzeuge gemeldet wurde und doch nicht zum Schuß zu kommen, weil der Gegner bereits durch das Abwehrfeuer anderer Batterien zur Umkehr gezwungen wurde? Die Freizeit so zu verbringen, daß man in Sekundenschnelle am Geschütz oder sonstigen Gerat steht? Der Flakartillerist ist immer im Dienst. Er kennt keine geschlossene Nachtruhe. Er kannte auch keine Pausen zwischen den einzelnen Feldzügen. Immer galt und gilt es für ihn, bereit zu sein. Auf das engste mit seiner Wafse verschmolzen, jeden Handgriff auch im Tunkel der Nacht mit einer[Albstverständlichen Sicherheit ausführend, ist er jederzeit sprung= und fuerbereit, um den blitzschuell auftauchenden und ebenso rasch vrschwindenden Gegner zu bekampfen. Freunde sind ihm seine Waffen geworden. Seine Gefährten In langen Tages= und Nachtstunden heißen: Sonne. Wind, Weiter, Regen, Schnee. Sturm und Kälte. Das ist der deutsche Flatactillerist, der seine weite Heimat schützt. Viele von ihnen standen bereits in hartem Kampf an einer der vielen Fronten des Krieges. Wie gerne möchten sie wieder draußen in den vordersten Linien kämpfen. Aber auch der Schutz des Heimatgebietes erfordert kampferprobte Soldaten Wir sehen und hören unsere Flakartillerie nur„wenn sich sozusagen im Luftraum etwas tut. Wenn es gilt, seindliche Luftangriffe abzuwehren. Was wir nicht sehen, ist, daß der Flatartilierist, bevor die Sirene zum Aufsuchen der Luftschutzräume auffordert, schon lange vorher in Bereitspaft, lag, seine Geschütze und Scheinwerfer gefechtsklar sind, die Flugmelder, Beobachtungsposten und schließlich die jeweiligen Gefechtsstände den Gegner längst ausgemacht haben und angestrengt seinen Flugweg verfolgen. Ein Riesenapparat ist in Bewegung getreten, von dessen Ausmaßen sich der Außenstehende keine Vorstellung Steuerkermine für Januar 1942 Wer seine Steuern schuldhaft nicht pünktlich zahlt, verletzt seine nationale Pflicht und bereitet sich Unannehmlichkeiten. Bei nicht terminmößiger Entrichtung wird ein Säumniszuschlag von 2 Prozen: des Rückstandes erhoben. Der Zuschlag ist bereits mit Ablauf des Fälligkeitstages verwirkt. Die sog. „Schonfrilt“, die früher bestanden hat, gibt es nicht mehr. Wer also nicht terminmäßig zahlen kann, muß rechtzeitig einen entsprechend begründeten Stundogsantrag oder Ratenzahlungsantrag stellen. Dabei ist jedoch zu beachten, daß Lohnsteuer und Umsatzsteuer entsprechend dem Charakter dieser Steuern nicht gestundet werden kann. Andere Steuern werden nur gestundet, wenn die wirtschaftliche Existenz des Steuerpflichtigen oder Betriebes durch die Zahlung der Steuer gefährdet ist. Zur Ersparung von Schreibwerk und Kosten sind Steuerzahlkarten eingeführt, mit denen ab 1. Oktober 1941 bei den Postämtern Einzahlungen an die Finanz= oder Zollkasse des Reichs entrichtet werden können, ohne daß der Einzahler eine Postgebühr dafür zu entrichten hat. Die Steuerzahlkarten sind nur bei den Finanz= oder Zollkassen zu haben. Auf Grund der„Verordnung zur Vereinfachung des Verfahrens bei Steuernachforderungen vom 28. Juli 1941, RStBl. 1941 Seite 569) kann das Finanzamt nachzuholende Steuern, insbesondere bei Berichtigungsveranlagungen, im Pauschweg ermitteln und in Pauschbeträgen festsetzen. Das gleiche gilt für Steuermeßbeträge, die die Grundlage für die Festsetzung nachzuholender Realsteuern bilden. Diese Verordnung enthält keine Mußvorschrift, sondern lediglich eine Kannvorschrift. Zu ihrer Anwendung bedarf das Finanzamt nicht der Zustimmung des Steuerpflichtigen. Hingewiesen sei noch auf die Möglichkeit der Steuerersparnis durch die eiserne Sparverordnung. 5. Januar: Anmeldung der Ausfuhrabgabe für den Monat Dezember 1941 bei den Prüfungsstellen. 5. Januar: Einreichung der Aufstellung der Devisengeschäfte im Monat Dezember 1941 für alle Unternehmen, die generell die Genehmigung zum Devisenerwerb und zur Devisenverwendung haben. .„ 5. Januar: Anmeldung der Salzmengen, im Monat Dezember 1941 die Salzsteuerschuld zu entrichten war. (Gorti. folgt.) machen kann. Ein Hekr von Flakartilleristen steht kampfvereit, um den Gegner zu vernichten oder abzuwehren, ihn durch wirksames Vernichtungsfeuer am gezielten Bombenwurf zu hindern, von den lebenswichtigen Anlagen fernzuhalten und das Größtmögkichste für den Schutz der Zivilbevölkerung zu unn. In den Augenblicken der höchsten Alarmstufe werden Sekunden zu Stunden, Minuten zur Ewigkeit. Erst wenn der Gegner die Feuerzone erreicht hat, die Scheinwerfer den nächtli hen Himmel abtasten, die Geschütze sprechen. Schuß auf Schuß. Granate auf Granate sich in die Flugbahn des Gegners schieben, dann erst hat sich die Spannung gelöst, der nun der Kampf folgt. Der Kampf gegen den Feind im Dunkel der Nacht, der den restlosen und selbstlosen Einsatz jedes einzelnen verlangt, gleich auf welchem Posten er im Rahmen der Luftverteidigung steht. Von Neugier geplagt, beobachtet Freund Naseweis das Feuerduell am nächtlichen Himmel und wartet auf den Absturz feindlicher Flugzeuge. Um seine Sensation gekommen. vernimmt man aus seinem Munde:„Wieder mal vorbeigeschossen". Man kennt diese jeder Sachkenntnis entbehrenden Redensarten. Der Flakartillerist lächelt darüber. Er weiß, er hat seine Pflicht getan. Auch der Feind denkt anders. Er fürchte die deutsche Abwehr. Wir wissen, was man gerne sehen möchte. Jeder Schuß ein Abschuß. Schön wäre es ja— aber unmöglich. Ein Beispiel für alle, die es glauben besser zu können: Mai versuche doch einmal in einer abgedunkelten Halle mit Taschenlampe und Pistole nach einer Fliege zu zielen und sie abzuschießen. Der Versuch wäre lohnend. Man bekäm. eine Ahnung davon was es heißt. Ziele anzusprechen, Entfernungen abzumessen und was Schießen im nächin## Raum bedeutet. Bei unserer Flakartillerie bedarf es ans solchen Versuches nicht. Sie würde bestimmt unter so günztigen Zielverhältnissen wie Fliegengröße, Fliegengeschwindigkeit und Abmessungen eines Hallenraumes zu treffen. Daß sie es aber uuch versteht, den in großen Höhen anfliegenden Gegner trotz seiner großen Ausweichchancen herunterzuholen, dafür sind die hohen Abschußziffern Beweis genug. Aber noch eines wird man übersehen, daß die im Vernichtungsfeuer der Flakartillerie liegenden Feindflugzeuge auch sehr empfindliche Treffer abbekommen können, die nicht sofort zum Absturz des Flugzeuges zu führen brauchen, wohl aber den Pileten zum Abdrehen und Rückflug zwingen. Nur mit Mühe und Not erreicht das schwer angeschiagene Flugzeug dann den Heimathafen oder mußte über dem Kanal oder der Nordsee seinen Rückflug vorzeitig beenden. Dm Flatartilleristen entgeht hierfür die Siegesgenugtuung. Abr eines steht fest, daß dem Gegner zahlreiche weitere Fluger##g: auf diese Art und Weise verlorengingen, zumindest aber für längere Zeit ausfallen und eine weitere Schwächung der gegnerische Luftmacht bedeuten. Wenn es bisher gelang, das Heimatkriegsgebiet vor größerem Schaden zu bewahren, die Wirkung der Feindangriffe einzudämmen, die lebenswichtigen Anlagen zu erhalten, denn ist dies ein großes und nicht boch genug einzuschätzendes Verdienst unserer Flakartillérie und ein Beweis für ihren hohen Ausbildungsstand und das soldatische Können. Steht im Vordergrund die Vernichtung des Gegners, so besteht die weitère Hauptaufgabe darin, den anfliegenden Feindverband am wohlgezielten Bombenwurf zu bindern und den Verband zu sprengen. Dieser Aufgabe hat sich die zum Schutz des Heimatkriegsgebietes eingesetzte Flckartillerie bisher in vorbildlicher Weise entledigt. Kriegsberichter Hans Wamper(..) Eindeutscher Geschichtsschreiber Deutsches Kulturleben im Spiegel Wenn der Name Felix Dahn genannt wird, denken wir zunachst an seinen großen historischen Roman„Ein Kampf um Rem“, den wir in jungen Jahren eifrig gelesen haben; aus ihm schöpften wir unsere Kenntnisse über das Ringen gotischen Könige Theoderich. Theodat. Wittichés. Totiia und Teja um Rom. die Ewige Stadt. Die Aelteren von uns tasen noch in Tahns„Walhall" die germanischen Götter= und Heldensagen, die damals, selbst in den hoheren Schulen, in denen man homerische Helden und olympische Götter direkt paulte, kaum gestreift wurden. Hier setzte die Lebensarbeit des Rechtslehrers und Historikers Felix Dahn ein, der mit geschichtlicher Grundlichteit und mit dichterischer Formkraft uns über das Ween und die Geschicke unserer germanischen Vorfahren als einer der ersten unterrichtet hat. Angeregt durch Jakob Grimms Arbeiten über die deutschen Beichsaltertümer, befaßte sich Felix Dahn, der von Hause auf Jurist war, sehr eingehend mit den rechtlichen, wirtschaftlichen und politischen Anschauungen und dem geschichtlichen Werden der Germanen und legte seine gewonnenen Einsichten nieder in großen Buchreihen, unter denen das zwolfbändige Wer! „###e Könige der Germanen“ die bedeutendste Leistung seinen ard itsreichen Lbens darstellt. Anschaulich zeigt er###er, wie im Lauf der Jahrhunderte sich Familien zu Sappen. Sippen zu Gemeinden, mehrere Gemkinden zu einem Gau, die Giue zur Volkerschaft und die Völkerschaften sich zu einem Volk zusammenschließen; aus diesem geht nach Unterwerfung mehrerer verwandter Nachbarvölker das Reich der Franken hervor. Besondere Beachtung schenkte Dahn dem größten der Pippiniden Karl dem Großen, dem er als einem der bedeutendsten Mebdes Deutschtums verschiedene Schriften gewidmet hat. In seinem Werk„Die Germanen" beleuchtete Dahn das Leben unserer Vorfahren auf rechtlichem, wirtschaftli#m und kulturellem Gebiete und gab uns damit die erste gernaRisch: Kulturgeschichte, die allen späteren Werken zur Grundlage gedient hat Do er mit diesem seinem ureigenen Gebiet aufs beste vertraut war. ist es nicht zu verwundern, daß er von zwei berühmten Wissenschafttern zur Vatorbeit herangezogen wurde; für Onkens große allgemeine Weltgeschichte schrieb er die„Geschichte der germanischen und comanischen Völker“, für die Heeren=Uckertsche Sammlung die „Geschichte der deutschen Vorzeit; in der erstgenannten behandelte er die politischen, in der anderen die inneren Verhältnisse, so daß er sich nicht wiederholte. Blickt man auf diese großen Werke Dahns, denen sich noch manche kleineren zugesellen, so erkennt man, daß es diesem Kenner der germanischen Urzeit nicht um literarische Ziele zu tun war, sondern daß sein Wirken einem aus tief Erlebtem genonnene, nicht zum Schweigen zu bringende Lebensäußerung gewesen ist. Und war es nicht eine glückliche Fügung eine gutigen Geschicks, daß an der Wiege des neuen Deutsyzen Reiches ein begeisterter Barde des alten Germanentums Ruhn und Lob unserer Vorzen pries! Wie für unsere Tage geschrieben wirken Tahns Worte aus seinem Bühnenwerk „Teutsche Treue“, die im Rethaus zu Eger stehen: Das hochste Gut des Mannes ist sein Volk, Das höchste Gut des Volkes ist sein Recht. Dek Volkes Seele lebt in seiner Sprache. Dem Volk, dem Recht und seiner Sprache treu Fand uns der Tag„wird jede rTag uns finden! Hans Walther Dichter und Soldat Als der Nationale Buchpreis 1936 dem Dichter Gerhate Schumann als einem Künder unseres Volkes, als einem Verteter der jungen Genkration, feierlich zuerkannt durht erfuhr eine großere Gemeinschaft von dem Werk eines unseeei Kameraden. 1932 war ein schmales Heft in einem Munchner Vertag unter der Mithilje von I. M. Wehner unter dem Titel„Ein Weg führt ins Ganze“ erschienen. 1933 folgte „Jahne und Stern". Nachernander erschienen„De Lieder vom Reich“.„Wir aber sind das Korn".„Wir dürfen dienen", „Scha und Tat",„Bewährung". und unlängst die„Liede: oom Krisa". Daneben veröffentlichte Schumann einige Kin taten, von denen besonders die„Heldische Feier“ bekannigeworden ist Sein Glossarium us den Spießer in„Herr Abern dörter“ un dsein erstes Schauspiel„Entscheidung" runden dieher gen Schaifenskreis 1965 folgte Schumann dem Ruf des Vaterlandes An der Anne 1940 übernohm er eine Insanteriekompanie, wechseltdann wie so mancher Kamerad mit dem Kriegsschauplatz nach dem Osten und erlebte immer in vorderster Linie die harten Kämpfe gegen die Sowjets. Hitze, Staub, Sumpf und Regen lösten einander ab. Die Gefechte waren niemals leicht. Der Leutnant und Kompanieführer Gerhard Schumann wurde Ferwundet Erst in Warschau, dann in Tübingen sah er seiner Genesung entgegen Tübingen, das bedeutet für Schumann Heimat im engeren Sinne. Es ist die Stadt am Neckar, die im deutschen Geistesleben eine besondere Rolle spielt. Der Neckar fließt auch an Schumanns Heimatsort Eßlingen vorüber. Und bei aller Lust und bei allem Hang des Schwaben zur Weite, ist die Heimat ihm doch das Nächste. In Tübingen hat Schumann seine Studienjahre verbracht an diesem Orte hat er sich der Bewegung früh angeschlossen und für den Führer geworben und gestritten. Wo er einst im Kampf gegen den roten Gegner angetreten ist, kehrte er. nach dem Einsatz seines Lebens gegen den gleichen Feind zurück um von den Wunden des Krieges zu genesen. Heinz Grothe. Vom Operettenfilm sur Pilmoperette Der Optimismus findet seinen musikalischen Ausdruck in der Operette. Kein Wunder, daß bald nach dem Aufkommen des Tonfilms dieser sich ihrer bediente. Besonders auch. da der große Erfolg, den die klassische Operstte sich geschaffn hatte hauptsächlich in der Rückkehr zum Naiven. Volksmäßigen berubt und Lied und Gesang vorherrschen. Da man jedoch in den Anjangen des Tonfilms noch nicht viel vom filmischen Sehben verstand. wurde die Opérette bühnenmäßig übernommien, so daß im besten Falle eine Toilettenschau art altbe. kannten Weisen entstand Das Filmpublikum, das der tönenden Leinwand sowieso noch skeptisch gegenüberstand, wurde nun meist abgeschreckt, denn das konnte es ja bei den Revuen m Theater viel echter haben. So blieben also die vielfachen Möglichkeiten der Operet## im Fim ungenutzt bis vor ungefähr vier Jahren Paul Bei hoeven mit seiner„Fledermaus“ vom unwirksamen Opéretten film zur Filmoperette vorstieß. Zwar hielt auch er sich noch an die klassischen Vertreter dieser Musikform, aber er setzte den Operkitenstoft wirklich filmisch ein Er erkannte, daß es die Hauptsache ist, musikalische Sieuationen zu finden wobe die Musik nicht als aufgesetztes Stückwerk erscheinen darf, sondern Spiel und Musik völlig eneinander übergehen müssen. Warum aber ist dieser vielveksprechende Anfang auf dem Gebiet der Filmoperette nicht weiter ausgebaut worden? Die Schöpfer unserer modernen Tonfilmmusiken, wie z. B. Franz Grothe, Alois Melichar, Theo Mackeben und Norbert Schuitze hätten bestimmt das Zeug dazu, um solch ein musikalisches Filmwerk zu schreiben. Woran also liegt es, daß wir noch irimer auf die Filmopérette warten? Es liegt am Libretto! Denn um eine Filmoperette zu schreiben, ist Eine besondere Art der Begabung notwendig. So bedürfen die einzelnen Gestalten einer präzisen Zusammenfassung, um den Fortgang einer amüsanten Handlung nicht durch Einzelleistungen zu zerreißen. Damit die Filmoperette aber kein Lustspiel mit aufgesetzter Muik wird, ist eine enge Zusammenarbeit zwirchen den Librettisten und dem Komponisten die erste Voraussetzung für den Erfolg des Werkes. Zusammenarbeit bedeutet in##esem Fall eine Multiplikation der Schaffenskraft eurch die gegenseitige Anregung. Und noch eins: Der Tanzrhythmus darf nicht auf Kosten des Gesanges geben, denn die edelste Frucht der Poesie, das Lied, wurzelt in der Operette. Ein Film, der den gestellten Foerderungen vielleicht am nächsten kam, war„Hallo Janine", den Georg Jacoby geschaffen hatte. Wie ein Blick in unsere Ateliers zeigr. arbettet das vielseitige deutsche Filmschaffen auch auf diesem Gebiete weiter, um aus dem Operettenfilm die endgültige Form der Filmoperette entstehen zu lassen. Dieter Fuß. Buch über die Hausmusik zweier Jahrhunderte Der Lehrer an der Musikbochschule Köln. Prof. Lemacher, vollendete sein neues Buch„Die Hausmusik“, das den Untertite!„Musik des stillen Deutschtums“ trägt, das er als ein Zeichen herzlicher Verbundenheit seiner Vaterstadt To##ngen widmete Das Buch, Ergebnis einer wissenschaftlichen Lebensarben erzählt nachdenklich aufgeräumt und eindringeich, daber mit fachlicher Gründlichkeit von der Hausmusik zweier Jahrbunderte; es zeigt den Weg vom Einzelinstrument zum Konzert und berichtet von ausgewählter Vokalmusik für den häuslichen Kreis. Die Uebersicht über die Komponisten und die Analysen ihrer Werke verleihen dem Buch lexikale Bedeutung. Die Stadt Solingen hat das Geschenk mit herzlichem Dank entgegengenommen. Montag, den 5. Januar 1942 DER NEUE TAG Nr. 5 Die Forderung der Zeit an die Künstler Eröffnung der Gau=Wander=Ausstellung Köln=Aachen 1942 in Brühl In dem lobenswerten Bemühen, nicht nur in den Großstädten des Gaues Köln=Aachen die bildenden Künstler dieses Raumes zu Wort kommen zu lassen, sondern von ihrem Mühen und Schaffen auch der Landbevölkerung Kenntnis zu geben, hat das Kulturwerk Köln=Aachen eine Wanderausstellung ins Leben gerufen, die am Sonntagvormittag in Brühl eroffnet wurde. Sie wird hier etwa eine Woche bleiben und anschließend in zahlreichen anderen Kreisstädten gezeigt werden, so vorerst in Euskirchen, Schleiden und Malmedy. Zur Eröffnung dieser Schau hatten sich zahlreiche eunde der ausstellenden Künstler und der Kunst überaupt eingefunden. In einer kurzen Ansprache wies haupropagandaleiter und Landeskulturwalter Richard Ohling darauf hin, daß sich die Hoffnungen, die vor Jahresfrist auf die Arbeit des Kulturwerks gesetzt worden seien, vollauf erfüllt hätten. Wie richtig der in Köln erstmalig beschrittene Weg gewesen sei, ergebe sich daraus, daß viele Gaue dem Köln=Aachener Beispiel gefolgt seien und fortlaufend aus allen Gegenden des Reiches Anfragen über Arbeit und Wirkung dieser die Kunst fördernden Tätigkeit des Kulturwerkes eingingen. Diese Arbeit werde künftig noch großzügiger durchgeführt werden. Dabei werde mit Bedacht dafür Sorge getragen werden, daß der bildende Künstler eine möglichst umfassende Freizügigkeit in seinem Schaffen haben solle. Anderseits aber müsse erkannt werden, daß die Landschaft, das Porträt und das Stilleben als Motiv dem Künstler nicht davonliefen, wohl aber die Dinge, die Ausdruck der gegenwärtigen Zeit seien. Darum werde er immer wieder die Künstler auf das Gebot der Stunde hinweisen, sich dem„Bild des Zeitgeschehens" zuzu wenden, damit nicht spätere Generationen den bitteren Vorwurf erheben könnten, ihre Vorfahren hätten zwar Siege errungen und ein neues Europa gebaut, ihnen aber nichts hinterlassen, was über den Rahmen schriftlicher Ueberlieferung hinaus von diesem Ringen und Werden unmittelbar Kunde gebe. Die Ausstellung selbst entspricht im wesentlichen der, die im Herbst des vergangenen Jahres als Gauausstellung in Köln gezeigt wurde. Einige der inzwischen verkauften Bilder sind fortgelassen, einige ausgewechselt worden und andere neu hinzugekommen. Sie geben in ihrer Gesamtheit Zeugnis von einem reichen künstlerischen Schaffen und einem guten handwerklichen Können, das in der mannigfachsten Form zum Ausdruck kommt. Achtung, Verdunkelungszeiten! Sonnen= MondGauner in Patientenrolle Gummersbach: Im Gummersbacher Krankenhaus quartierte sich ein Ende der 30er Jahre stehender ortsfremder Mann ein, der vorgab, magenleidend zu sein. Der angeblich Kranke lieh sich bald nach seinem Einzug von einem Zimmergenossen dessen Mantel und Bargeld unter dem Vorwand, eine dringende Besorgung machen zu müssen. Der Fremde vergaß jedoch das Wiederkommen. Es dauerte geraume Zeit, bis er von der Polizei gefaßt werden konnte, die dann feststellte, daß man es mit einem abgefeimten Verbrecher zu tun hatte, der in zahlreichen Orten am Rhein ähnliche Gaunereien verübt hatte. In zwei Fällen hatte der Bursche den Wochenlohn, den er für Mitpatienten bei deren Arbeitgeber abholte, unterschlagen, in einem anderen Falle beschwindelte er die Ehefrau eines Patienten. Auch auf seinen früheren Arbeitsstellen hatte er gestohlen und Unterschlagungen begangen. Das Gericht schickte den alten Sünder, der bereits zehn Vorstrafen auf dem Kerbholz hatte, für neun Monate ins Gefängnis. Alles in Arbeit— Gesindemarkt ergebnislos. Auf dem im Volksmund als„Könnerchesmarkt“ bekannten Gesindemarkt, der alljährlich auf dem Wilhelmsplatz in Luxemburg abgehalten wird, war diesmal nicht ein einziger Arbeitnehmer erschienen. Die zehn zum Markt gekommenen Arbeitgeber mußten wieder in ihre Heimat zurückfahren, denn die für sie in Betracht kommenden Arbeitskräfte stehen alle in Arbeit. Tabaksteuer nach deutschen Sätzen in Luxemburg. Der Chef der Zivilverwaltung in Luxemburg hat unter dem 24. Dezember 1941 eine Verordnung über die Anwendung von steuerrechtlichen Vorschriften in Luxemburg für Tabakerzeugnisse erlassen, nach der die für das Gebiet Luxemburg gewährten Steuervergünstigungen für Tabakerzeugnisse ab Der Rundfunk am Montag Siegfried Grundeis(Klavier) und Siegfried Vorries(Violine) begleitet von Wolfgang Borries spielen in der Kammermusik von 11 bis 11.30 Uhr Kompositionen von Otto Kobin. Jenö Hubay, Liszt und Paganini.— Eugen Bodart, Altenburg, ist der Dirigent der„Musik zur Dämmerstunde von 18 bis 19 Uhr. Das Programm bringt Werke von Brahms. Spohr, Reznicek und Unger. Die Sotisten der Sendung sind: Erika Rokyta(Sopran), Helmut Zernick(Violine) und Michael Raucheisen am Flügel.— Ein bunter Reigen beliebter Künstler vereinigt wieder die Leipziger Sendung „Für jeden etwas“ von 20.20 bis 22 Uhr. So werden Benjamino Gigli, Helge Roswaenge, Marika Rökk, Esther Rethy, Erna Sack, Hilde Seipp, Georg Kulenkampff. Karl SchmittWalter, Marcel Wittrich, der singende Spielmann Gustav Jürgens, Mim; Thoma. Harry Langewisch, sowie die Regensburger Domspatzen, die Berliner Philharmoniker unter Leitung von Kar' Böhmer, Franz Lehar mit den Wiener Philharmonikern. Barnabas von Geczy und Otto Dobrindt mit seinem Orchester zu hören sein. Die Leitung der Sendung hat Alfred Schröter 1. Januar 1942 in Wegfall kommen. Von diesem Zeitpunkt ab unterliegen die Tabakerzeugnisse der bisherigen Sondersteuerklassen den vollen Steuersätzen des deutschen Tabaksteuergesetzes. Ueber 100 Hasen bei einer Treibjagd im Westerwald. Im Jagdgebiet Offheim im Westerwald wurden allein bei einer Treibjagd über 100 Hasen erlegt. Bruno Eberhard Humor. Schriftsteller Adele& Leontine Balancen a. d. Schlappseil MUst! Lustige Zaubereien Dorothea& Ramon Akrobat. Tanzstudien 2 Wolton Gefährliche: Spiel mit 1000000 Volt Lima Der lustige Jongleur und andere mehr —.15.30—10 Unterhaltungsspiele für Kinder von 5 und mehr Jahren ab RM 25.— aufwärts. Ständiges Ausstellungslager. Goebels. Maarwex 56. Eingang durchs Tor. Fernruf: 5 72 15. Straßenbahnlinien 22. 25 u. L. mit seinen Solisten Rudi Hottmann LenlRoltzheim CAFEWIEN □ Ula-Palast: Der Tanz mit dem Kalser. Rökk. Rettv.- Jugendl. nicht zugel.- Beginn:.00.30.00“ Hl.:.45.15.45 Capitol: Quar. der Bruchpllot. Rühmann- Jugendl. zugelassen. Beginn:.30.00.15- Hl.:.00 .15.30 Gloria: Alarmstule 5- Finkenzeller v. Kliostein- Jugendl. nicht zug. Beginn: 11.00.25.50.10- Hf: 11.50.10.33.00 Wochenschau-Theater. Schildergasse 32/34: Neueste Wochenschau mit großem Belprogramm-Von 10.00 bis 21.00 durchgehend Schauburd: 6 Taxe Helmaturlaub. Fröhlich. Andergast. Sessak. Haack. Jugendl. über 14 Jahre zugelassen .30.00.30 Adriooina: Was geschah In dieser Nacht? Für Jugendl. nicht zugel Mevendorff. Brausewetter. Lingen. Enalisch.-.30.35.10 Boccaccio. Schildergasse 99; Annelle- Ullrich. Diehl. Krauß. Haack Ws. 11.15.00.25.50 1I. 11.50.35.00.25 Dom-Lichtspiele. Komödienstr. 36 Gastspiel Im Paradles.- Jugendl. ab 14 Jahren zugel. Krahl. Matterstock. Alexander. Sima- Hl.: .00.20.30- Ws.:.35.00.15 Film-Palast. Oberes Theater. Hohe Str.: Ich bin Sebastlan Ott Marlen. Forst Film-Palast. Unteres Theater. Hohe Str.: Helmkehr- Wesselv. Horbiger. Jugendliche zuzelassen Kammer. IIohe Straße 90: Des jungen Dessauers große Liebe Fritsch Wäst. Hörbiger. Waldau. Jugal zugelassen" Ab 11.00 Kristall. Waldmarkt:-Boote westwärte Werner Wilk. Jugendt zugelassen„ Kassenöffnung.30 11.45.40.15 Ws.30.20.00 Kristall. Waldmarkt: Zu jedem Fllmprogramm: Weitstadt-Vartet# LDW, Hohenzollernring 60: Des ungen Dessauers große liebe Fritsch. Wust. Hörbiger Marlen Jugendl. zugel.„ 1 45.55.15 Hansa, Hansaring: Am Abend auf der Helde- Schneider. Engelmann Jugendliche nicht zug.- Ws..30 .00.30 t1I..00.30.00 Passade. Hobe Straße AlkazsJugendire: It 10.55.25.00.35 Ws 12.50.25.00 S 38 Regina, Weldengasse: Frau Luna Waldmüller. Lingen. Kemo- Jugdl. nicht zuzel. Ws.00.10.30 .00 Hl..30.50.20 BLS, Buchlorst: Immer nur... Du Heesters Komar. Benkhoff Kemo .00.50.30 H1..00.35.20 Corso, Lindenthal, Dürener Str 227: Annelle" Ullrich. Diehl. Jugal üb. 14 Jahren zugel.05.50.30 Deulich, Deutzer Freihelt: Annelle Ullrich Diehl- Jugendliche über 14 Jahren zugelassen„.50.35 Filmburg, Niopes. Neußer Steaße Annelle" Ullrich. Diebl Krau Haack- Iugendl ab 14 Jahre zugel. 11.00.20.00 Ws.40.00.40 Helios, Ehrenleld: Helmkehr Wesselv. Hörbiger. Petersen Jugend zugel.".45.00.43 Hofburg- Lichtspiele, Mülhelm: Annelle- Ullrich. Krauß- lugendi über 14 Jahren zugel..15.00.00 Lichtburg, Kalt. Kalker Hauptstr 118-122: Stukas- Raddatz. Stelzer. Knott" lugendliche zugelassen 55.10.30 Neues Theater, Mülhelm: Der Gasmann- Rühmann. Ondra- Anlangsreiten.00.20.45 Primus, Ehrenfeld: Des lungen Dessauers große 1 iebe- Fritsch. Wast. Speelmann. Tiedtke- Jugendl. zukelassen-.00.15.20 Residenz, Mülhelm: Des lungen Dessauers große Liebe- Iugendi zugelassen Fritsch. Wast. Hörbiger. Waldau=.00.15.20 Tivoli, Niopes: Des lungen Dessauers große Liebe Wüst. Fritsch. Spcelmann Meverink- Jugendl. zugelassen-.00.00.30 Uli. Union-Lichtspiele, Mülhelm: Stuha Raddatz. Stelzer- Wo. .00 4 15.40 Hl..30.55.20 UT. Niopes: Fras Luna. Lingen. Kemp. Waldmüller. Iugendi nicht zugelassen".00 4 15.20 .—15. UANUAR DIE GROSSE REVUE TagIIeh 2 Verstellungen 14 und 17 Uhr Ende der Abendverstellung 1911 a Theater der NS.-Gem. „Kraft durch Freude“ Sahnen der Hansestadt Kom Heute: Obernhaus (Ruf 21 08 21) Elnmaliges Tanzgastsplei Manuels del Rlo mit Partner 17.30—19.30 Uhr Mieten. Zehnerheite usw. aufsehooben! Schausblelhaus (Ruf 22 60 48) Kelne Aufführung In jedem Rucksack ist noch Plotz f. Esbit-TrockenBrennstoff, um unterweg! Speisen und Getrönke 20 erwärmen. Pockung 20 Tabl. In einschlägigen Geschäften käuflich. 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Januar 1942 bei den Verrechnungsstellen des Ernährungsamtes aufgeklebt zur Verrechnung gezen Empfangbescheinigung einzureichen Bei der Abrechnung hat der Händler eine durch Unterschrift bestätigte Aufstellung über die Anzahl der Marken mit abzujeben Händler, welche nicht zur Verrechnung erscheinen, werden auf Grund der VerDrauchsregelungs-Strafverordnung vom 6. 4. 40(RGBI. I. S. 610) bestraft. Oberbürzermeister. Köln Sport-Tagebuch Die Weltmeisterin und Olympiasiegerin Christl Cranz fordert in einem Appell die deutschen Skiläufer auf, auch das letzte brauchbare Paar Skier den Soldaten an der Ostfront zur Verfügung zu stellen, wobei darauf hingewiesen wird, daß alle Arten von Tourenskiern mit Ausnahme der Spezialskier für Lang= und Sprungläufe geeignet sind. Christl Cranz schreibt als Reichsfachwartin für Skilauf im RSRL:„Nach dem Aufruf des Führers, die Skier, abzugeben, sind wir Sportler gern und freudig diesem Appell gefolgt. Wir haben uns von unseren geliebten Brettern getrennt, weil wir wissen, daß die Front, die uns die SchönTheit der Heimat und die Heimat selbst erhält und verteidiot, Zihnen nicht leicht gefallen ist, so bedeutet die Hergabe unsejerer Skier nicht viel im Verhältnis zu dem, was unsere Soldaten täglich als Opfer für uns bringen. Wir müssen uns des Besitzes unserer Skier schämen, wenn wir sie nicht in den Tienst der Front stellen, die nach ihnen ruft. Skier und Skigerät sind heute Waffen unserer Soldaten im Kampf gegen den Bolschewismus. Das letzte Paar Skier gehört deshalb unseren tapferen Soldaten.“ * In Breslau treffen in den nächsten Tagen Deutschlands beste Borer ein. Sie werden dort an einem Lehrgang teilnehmen, der dazu dient, Deutschlands 16 Anwärter für die Kriegs=Europameisterschaften im Amateur#boren 1942(20. bis 25. Januar in Breslau) festzustellen. Wie sich bisher übersehen läßt, werden die meisten Einberufenen auch in Breslau erscheinen. Runge, ten Hoff, Heese, Obermauer, Graaf und Nürnberg sind bereits in Marsch gesetzt, und auch die Spitzenkönner, die nicht an der Front eingesetzt sind, befinden sich auf dem Wege nach Breslau. Von den teilnehmenden ausländischen Verbänden gingen telefonisch oder telegrafisch die namentlichen Nennungen ein. Die Schweiz wird in allen acht Gewichtsklassen starten, ebenso auch die Slowakei. Deutschland, Italien und Ungarn machen von dem Recht Gebrauch, jede Klasse mit zwei Mann zu besetzen. Spanien scheint stärker, als zuerst gemeldet, in Breslau erscheinen zu wollen. Die Anmeldungen der Presse lassen das starke Interesse erkennen, das man den Titelkämpfen im Inland und darüber hinaus in ganz Europa entgegenbringt. * Die Führer der Berliner Turnvereine benutzten den ersten Sonntag im neuen Jahr zu einer Tagung im Haus des deutschen Sports, auf der Reichsfachamtsleiter Direktok Martin Schneider und Bereichsmännerturnwart Meufel, der Lehrgangsleiter in der Reichsakademie, zu grundlegenden Ausführungen über die turnerische Arbeit im Jahre 1942 das Wort ergriffen. Beide Redner sehen die Hauptaufgabe der Turnvereine, aber auch der Vereine in den anderen Fachabteilungen im NSRL, nicht in erster Linie in der Sorge um die Spitzenkönner, sondern in der Heranziehung der noch Fernstehenden. Hier aber ist in den Vereinen eine Vereinfachung und volkstümliche Auflockerung des Betriebes notwendig, um die nötige Werbe= und Anziehungskraft entfalten zu können. Die vierteljährlich festgesetzte Kreisvorturnerstunde, zu der jedesmal 250 KreisMännerturnwarte nach der Reichshauptstadt einberufen werden, wird diesem Zweck in der Hauptsache dienen. Auch der Leistungsgedanke wird in diesem Jahre nicht zu kurz kommen, es sind Meisterschaften, internationale Wettkämpfe und Nachwuchsprüfungen vorgesehen. Dicke Luft am Kölner Tor Eine bewegte Szene aus dem Meisterschaftaspiel VfL. 99 Köln gegen Düren 99, das zur allgemeinen Ueberraschung einen unentschiedenen Ausgang nahm, obwohl die Kölner wenige Minuten vor dem Schlußpfiff noch:1 in Pührung lagen Photo: Felten kommen aus. Beste Leute waren Außenläufer Elfgang und der linke. Verteidiger Juchem, während sich der rechte Verteidiger Walbröl manchen Schnitzer leistete. Linksaußen Klein gefiel durch gute Technik. Beim Sieger zeichneten sich einmal mehr Jäger und Becker aus, und der junge Rechtsaußen Weitauer zeigte vielversprechende Veranlagung VfL. 99 verlor den dritten Punkt Mülheim hatte Glück in Troisdorf/ Sülz 07 erneut geschlagen SV Troisdorf— SV Mülheim:2 Die Ergebnisse des Tages VfL 99 Köln— Düren 99:3 Viktoria Köln— Köln-Sülz 07:1 VfR Köln— Bonner FV:1 SB Troisdorf— SV Mülheim:2 War schon der vorige Spielsonntag nicht frei von Ueberraschungen, so gab es auch am 4. Januar einige Ergebnisse, die man als durchaus unerwartet bezeichnen muß. So leistete sich der Spitzenreiter VfL 99 Köln auf eigenem Platz ein Unentschieden gegen die Dürener 99er, obwohl er eine Viertelstunde vor Schluß mit:1 Im Vorteil schon wie der sichere Sieger aussah. Dieser Punktverlust kann sich im weiteren Verlauf des Kölnlachener Punktekampfes für den noch an der Spitze iegenden BfL 99 leicht nachteilig auswirken. Anschluß behalten hat in erster Linie der Mülheimer SB, der in Troisdorf mit:1 zum Siege kam, wobei allerdings erwähnt werden muß, daß die Troisdorfer auch diesmal mehrere Ersatzkräfte einstellen mußten und von der Stammannschaft nur Auel, Hupperich and Bierekoven zur Stelle hatten. Der VfR Köln rrh. hat seine Stellung im Tabellenspiegel weiterhin gefestigt. Der Bonner FV war in Höhenberg keine Gefahr für die Kalker, deren Sieg noch höher hätte ausfallen können. Etwas unerwartet kam der glatte:-Erfolg der Kölner Viktoria über Sülz 07, das diesmal auf den i Kampf gegen Troisdorf so bewährten Finken verichten mußte und schon nach zwanzig Minuten Spielzeit en rechten Verteidiger Baumann verlor, der auf Geheiß es Schiedsrichters den Platz verlassen mußte. Mit nur ier Stürmern verlor der bis dahin gute Sülzer Angriff an Durchschlagskraft. Viktoria konnte aber erst nach der Pause nach vorgenommener Umstellung den Weg zum Erfola vorbereiten. BjL 99 MSB 1 BR Viktoria Troisdorf Würselen Düren 99 Sulz 07 8 3 VfL. 99 Köln Sieben Minuten vor Schluß des Spieles gelang es endlich chlawitzki mit einem seiner bekannten Spezial=Tore den Vorrung seiner Mannschaft auf:1 zu erhöhen und damit sozugen nach menschlichem Ermessen den Sieg des BfL sicher zu len. Gewöhnlich ist bei diesem Stand und um diese Zeit Fußballkampf praktisch entschieden. Nicht so gestern im eidenpescher Park. Die junge Dürener Mannschaft gab sich ch da noch nicht geschlagen, möglicherweise wußten die rotwarzen Stürmer sogar um die stets wankende Sicherheit r gegnerischen Tordeckung und schon eine Minute nach dem itten Treffer des BfL zappelte das zweite Ding in dessen genem Gehäuse. Ein Eckball, leichtfertig verschuldet, ein rzes Hin und Her und aus dem Hinterhalt, über die Köpfe r übrigen hinweg, lenkte der Dürener Halbrechte Ost.rhorn r Steffens unhaltbar ins Tor. Das war also:2. Jetzt urde wohl, so glaubte man, die Hintermannschaft des BfL n Laden endgültig zumachen. Aber es schien nur so. Eben tte der Dürener Torwart Dunks, ein Gastspieler, mit einer literen fabelhaften Parade einen Gewaltschuß von Schlatki unschädlich gemacht und sorglos beteiligte sich, wie imer in diesem Spiel, der rechter Läufer spielende Ernst oog am Angriff, da fegte der Sturm der Gäste erneut heran. an fühlte förmlich, wie einigen in der BfL=Torsicherung Knie schlotterten, wieder ein kurzes Geplänkel, und wieder nikte ein Dürener, diesmal Stollenwerk. über die Köpfe der deren hinweg ins Tor. Das war der Ausgleich, mit dem blußpfiff fast zusammenfallend Man wird sich wohl allenthalben darüber einig sein, daß einer Mannschaft einfach nicht passieren darf, in den letzten zwei Probespielen Deutsche Handballmannschaft gegen Schweden Zur Auswahl der Spieler für den Hallenländerkampf Handball am 6. Januar in Göteborg gegen Schweden die ein weiteres Spiel auf der Rückreise in Lund wurde dem Reichssportfeld zu Berlin ein Lehrgang durchführt. Die Spieler haben die kurze Zei gut genutzt und swei Uebungsspielen gegen Berliner Mannschaften sehr ##allen. Das Zusammenspiel und die Leistungen der fürmer befriedigten außerordentlich. Reichssportlehrer erl Schelenz hat die Ländermannschaft wie folgt aufstellt: Tor: Schmidt(Berlin); Verteidigung: Pfitzner(BerII. Thielecke(Magdeburg); Mittelläufer: Brüntges(Lint): Stürmer: Utgenannt(Wünsdorf), Hermann(LSB lettin), Kuchenbecker, Mentschel. Fromm, Walter Hömke Ue Berlin). Als Ersatzmann fährt der Verteidiger Schunk kankfurt a..) mit, und außerdem wird versucht, den satztorwart Ranze(Polizei Berlin) als Auswechseleler mitzunehmen. sieben Minuten einen Vorsprung von:1 an den Gegner noch zu verlieren, es sei denn, reines Unvermögen hätte die Hand im Spiele gehabt. Jedenfalls war die BfL=Torsicherung, ausgenommen allein der Torwart Steffens, aber einschließlich Reich, in diesen letzten Minuten total kopflos. Die Befürchtung, daß es auch da hinten nicht mehr klappen könne, konnte man fast während des ganzen Spieles haben, denn auch die beiden Außenläufer Tollmann und mit Einschränkung Ernst Moog wurden ihrer Aufgabe in der Deckung nicht gerecht. Wie gensagt, beteiligte sich Moog sehr stark am Angriff, machte dabei sogar zeitweilig eine durch kluge Spielzüge berausgagene JFiaur, über— hinter ihm war stets ein großes Loch. Bester Mann der Merheimer war endlich wieder Schlawitzki, der seine Formkrise glücklich überwunden hat. Seine . ert#r, denn er erzielte auch das erste Tor, waren Prechtleistungen. Insgesamt gesehen, hätte der VfL das Spiel sehr sicher und sogar hoch gewinnen können. Aber Schußpech in Verbindung mit haarsträubendem Fußballglück des Gegners, wenn dieses Glück durch pausenlosen Einsatz der gesamten Dürener Mannschaft auch in etwa„verdient“ wurde, verhinderten eine höhere Torzahl. Im Grunde genommen muß man also die Schwarzroten aus Düren für diese Bravourleistung beglückwünschen und ihnen den im Unentschieden schlummernden Erfolg redlich gönnen. Schiedsrichter Muntz übersah einige ernste Sachen im die sich stellenweise geradezu mit C. F. Berger Viktoria Köln— Sülz 07:1 Aus dem mit besonderer Spannung erwarteten Lokalkampf ist nichts Besonderes geworben. Die Sülzer hatten namlich das Pech, 15 Minuten nach dem vielverheißenden Beginn ihren rechten Verteidiger Baumann durch eine hart anmutende Schiedsrichterentscheidung zu verlieren, so daß sie gezwungen waren, ihren Sturmführer Könen zurückzunehmen und die Lenkung des Angriffs einem Nachwuchsspieler zu übertragen. oer sich in dem Vier=Männer=Sturm überhaupt nicht zurecht. sand. Welches Delikt übrigens zu der Heraussetzung's sonst sehr sympathischen Wieners Anlaß gab. war von unserem Blickpunkt aus nicht festzustellen. Wir müssen deshalb auch darauf verzichten, den Meinungsstreit wiederzugeben. Festzuhalten ist lediglich, daß von dem besagten Augenblick an das Spiel verpfuscht war. Wohl gelang es dem ohne Finken antretenden Altmeister, den Ausfall des elften Mannes eine Zeitlang zu überbrücken, aber als Viktoria nach der Pause zum großen Schlag ausholte, waren die Sülzer kein gleichwertiger Gegner mehr. Das brauchte zwar nicht unbedingt so zu sein, aber zu allem Ueberfluß hatten sich auch noch andere Imponderabilien gegen die Rotweißen verschworen Das erste Tor des Platzvereins zum Beispiel resultierte aus einem krassen Abwehrfehler des sonst äußerst zuverlässigen Tesch; wenig später passierte dann dem tapfer kämpfenden Wendt das Mißgeschick, im Strafraum Hand zu machen, so daß der Unparteiische wohl oder übel einen Elfmeter verhängen mußte. Daß schließlich unter den obwaltenden Umständen an ein Aufholen dieses Rückstandes nicht mehr gedacht werden konnte, ist begreiflich. Ebenso verständlich ist aber anderseits daß Viktoria die sich bietende Chance beherzt beim Schopf nahm und einem Sieeg, zustrebte, an dem es nichts zu deuteln gibt Ob er auch bei normalen Verhältnissen erzielt worden wäre, das steht hier nicht zur Debatte. Leistungsvergleiche hinken bekanntlich in solchen Fällen immer. Tatsache ist darüber hinaus, daß die Königsblau'n im Hinblick auf das Handicap der Sülzer plötzlich mächtig nachließen und kämpferisch nur das taten, was zur Niederhaltung des Gegners erforderlich war Das Treffen war also keine Offenbarung. Auch spielerisch hat es viele Wünsche offengelassen. Selbst Euler vermochte dem Sieger nicht die Bindung zu geben, die man füglich von einem Vertreter der Gauklasse erwarten darf. Beelleicht lag es auch daran, daß die Urlauber Garska und Renerkens eine gewisse Anlaufzeit brauchten, um warm zu werden. Bei den Sülzern hing ebenfalls der Angriff in der Luft. Die Neulinge Kuckelkorn und Strauch waren für die Stammspieler Pörsch und Beckmann eine Belastung. Die Tore fielen nach der Pause in folgender Reihenfolge: :0 Garska.•0 Weber,:1 Pörsch,:1 Renerkens.:1 Weber Schiedsrichter Trompetter(MSV) pfiff in seinem Bestreben, sich Autorstät zu verschaffen, manche Dinge av. die oft straffrei bleiben. R. Weyers. VTR Köln— Bonner FV:1 In Höhenberg gab es den erwarteten Sieg des BfR rrh der noch eindeutiger hätte sein können, als das Ergebnis besagt. Die Bonner mußten sich vorwiegend auf die Verteidigung verlegen und hatten in der Abwehr viel Glück. Hätte Nettekoven im Bonner Tor nicht so vorzügliche Abwehrarbeit gezeigt, so wäre die Niederlage der Bonner höher geworden Der BfR war seinem Gegner in allen spielerischen Belangen klar überlegen und zeigte vor allem das bessere Kopfballspiel und die größere Schnelligkeit. Immerhin dauerte es fast eine halbe Stunde, ehe die Gastgeber durch Hadaschik zur:0Führung kamen, die jedoch die Bonner im Gegenstoß durch Klein sofort wieder wettmachten. Als kurz vor Halbzeit dem Bonner Torbüter der Ball entglitt, war der kleine Becker zur Stelle und schoß zum:1 für den BfR ein. Nach der Halbzeit wurde die Ueberlegenheit der Kalker noch größer, während die Bonner nur zu wenigen jedoch ungefährlichen Vorstößen kamen. Der Außenläufer Jäger schaltete sich beim PfR wiederholt in das Angriffsspiel ein und sein Verdienst ist auch der dritte Treffer für die Kalker, denn Piller verwandelte einen von Jäger gut vor das gegnerische Tor gege benen Ball zum:=Stande Die Bonner spielten nicht schlecht, es fehlte lediglich an planmäßiger Arbeit. Der Mittelstürmer Höhner fiel vollWie schwer in Troisdorf zu gewinnen ist, das mußte auch der in stärkster Besetzung antretende Mülheimer SV feststellen, obwohl die Troisdorfer von ihrer Stammannschaft nur Auel, Hupperich und Bierekoven zur Stelle hatten. Die Gäste hatten zwar im Feldspiel klare Vorteile, aber die Torgelegenheiten waren auf beiden Seiten verteilt. Wie immer war die Mülheimer Hintermannschaft in der Besetzung Böltje, Blatt und Paffrath sehr stark, und auch in der Läuferreihe, in der Hoofs wieder einmal überragte, gab es keinen schwachen Punkt. Im Sturm gefiel besonders Drost, der anfänglich als Außenstürmer spielte und später zur Mitte wechselte. Bei Troisdorf machte sich das Fehlen der Verteidiger Müsch und Pax stark bemerkbar; Hupperich war diesmal ein klarer Versager und auch Bierekoven war nicht auf gewohnter Höhe. Die Mülheimer gingen in der zehnten Minute durch Kitteler in Führung, doch erzwangen die Gastgeber in der 17. Minute durch den Linksaußen Brenner den Ausgleich. In der 37. Minute war es wiederum Kitteler, der den erneuten Führungstreffer für Mülheim erzielte. In der zweiten Hälfte gab es auf beiden Seiten bei größerer Feldüberlegenheit von Mülheim noch eine Anzahl Torgelegenheiten, die jedoch unausgenutzt blieben. Der Sieg der Mülheimer ist verdient. Dem anständig durchgeführten Treffen war Stöckmann ein guter Leiter. Gau Moselland: unverändert! Eindrucksvolle Siege von Tus Neuendorf und Stadt Düdelingen Gieg, ven Baghilugt, Mullünder, Lieber, Mailander Maghnagi, Lieber, Mailänder in dieser Reihenfolge herausschossen. Erst ein Elfmeterball brachte den Trierern durch Hertz den Ehrentreffer ein.— Wenig sportlich zeigte sich die Trierer„Eintracht" in Esch. Sie lag mit:4 im Rückstand, als ihr eine Elfmeterentscheidung nicht zusagte und kurzerhand den Kampf abbrach.— Die Begegnung SV. Düdelingen gegen Moselland 07 Luxemburg fiel aus. Hamborn 07 bleibt vorne Von den vier angesetzten Meisterschaftsspielen des Bereichs Niederrhein kamen am 4. Januar nur drei zum Austrag, da di. Begegnung TuS. Helene Altenessen gegen Rot=Weiß auf den 18. Januar verlegt wurde. Der Spitzenreiter Hamborn 07 leistete sich keinen Seitensprung und baute seinen ersten Tabellenplatz mit dem:0(:)=Siege über Turn Düsseldorf weiter aus. Auch ohne Liesen und Roozinski konnten die Düsseldorfer den Hambornern nicht gefährlich werden. Die Fehlenden waren durch Studener und Rupieta gut ersetzt.— Rot=Weiß Oberhausen besiegte Duisburg 48/99 verdient mit:2(:). Nach verteilter erster Halbzeit hatte Oberhausen nach dem Wechsel mehr vom Kampf.— Nur:1(:0) spielte die Düsseldorfer Fortung gegen den SSV. Wuppertal in Wuppertal. Dabei waren die Gäste in der ersten Halbzeit klar überlegen, doch Tore wollten durch den zu unentschlossenen Sturm nicht fallen. Pickartz als Linksaußen war zudem ein Versager. Hinsch schoß das Wuppertaler Führungstor, das Duddek ausglich. Das Ergebnis wird dem Kampf, in dem Janes überragte, gerecht. Der erste Meisterschaftssonntag des neuen Jahres verlief im Sportgau Moselland programmäßig. Die in den Abteilungen Ost und West führenden Mannschaften TuS. Neuendorf und Stadt Düdelingen behaupteten ihre Tabellenplätze. Der Spitzenreiter in der Abteilung Ost, Neuendorf, trat in Neuwied gegen„Viktoria“ an und blieb mit:0 erfolgreich. Großen Anteil an dem glatten Siege hat der Mannheimer Feth, der als Mittelläufer der Neuendorfer Elf nicht nur den Neuwieder Innensturm hielt, sondern seinen eigenen Angriff mit brauchbaren Vorlagen versorgte. Von den Stürmern waren Linksaußen Gutte und der Halbrechte Stahl je zweimal erfolgreich. Mittelstürmer Klee schoß den fünften Treffer ein.— In Andernach hatte der BfB. Lützel eine gute erste Halbzeit, doch im zweiten Spielabschnitt setzte sich das größere Stehvermögen der Platzherren urch, die mit:1 schließlich einen glatten Sieg herausholten. Mittelstürmer Hölzenbein war mit zwei Toren wieder der erfolgreichste Spieler.— Die bessere Technik der Kreuznacher Eintracht war im Kampf gegen den FV. Engers in Engers ausschlaggebend für die Heimholung beider Punkte. Der Platzverein konnte durch kämpferischen Einsatz bis zur Pause Widerstand entgegensetzen, ließ dann nach und vier Tore des Halbrechten Matza sowie zwei Treffer von Heintz und Bühner stellten den:=Erfolg der Gäste von der Nahe sicher. behauptete sich in Erier bei der„Westmark mi einem:1 dem technich reinen gura au. e. ade versetzt, sich al .), Sieg, den Maghnagi, Mailänder, Lieber, Mailänder, hof, Hinz Ennephatt geanane aait zu arfreuen. Eppen Schalke gewann mit:0 Obwohl noch drei Spiele der ersten Meisterschaftsserie ausstehen, starteten die Vereine des Bereichs Westfalen am Sonntag bereits zur zweiten Runde. Sie sollte ursprünglich mit fünf Kämpfen in Angriff genommen werden, doch fiel die Begegnung Arminia Bielefeld gegen SpBgg Herten aus. 98 Am meisten interessierte das Auftreten der Meistermannschaft von Schalke 04 in ihrer heimatlichen GlückaufKampfbahn. Hier weilte der BfB Bielefeld zu Gast, der von Beginn an in die Verteidigung gedrängt wurde. Schalke hatte in diesem Gegner nicht viel zu schlagen, und die 1500 Zuschauer wurden in die Lage versetzt, sich an dem technisch seinen Spiel ihrer Elf zu erfreuen. Eppenhoff, Hinz, Eppenhoff, Szepan, Szepan, Kalwitzki schossen Aitg 8# Schwrigsalch; Thieiert, Gellesch, Bu Kalwitzki, Szepan, Eppenhoff, Kuzorra und Hinz. Der Tabellenzweite Borussia Dortmund suchte West falia Herne auf und brachte mit:1 beide Punkte nach Hause. Die Herner mußten nach der Pause auf ihrer verletzten Rechtsaußen Wahle verzichten, wodurch die El empfindlich geschwächt wurde, doch hatte der Ausfal keineg entshdende.„Einfluß auf das Endergebnis.— Der BsL 48 Bochum konnte sich durch Urlauber verstärker und spielte gegen Gelsenguß Gelsenkirchen einen knapper #caus, Auch hier gung„ein Mann über Bord“ „war Prutermann. Gelsenauß war dadurch gezwun gen, nach der Pause nur vier Stürmer einzusetzen.— Angenehm überraschte wieder der Neuling Altenbögge der einen 11:=(:=Erfolg über die SpVag Röhling mar Vlen sgt ergebnis täuscht; denn so hot Siecg Astewergge u. nicht überlegen. Immerhin, dei Fußball im Meisterschaftsspiele in den Bereichen: Pommern: LSV Stettin— MTB Pommerensdorf:0; BfL Stettin—. LSB Parow:1. Berlin=Brandenburg: Union Oberschöneweide— Wacker 04:6; Blauweiß 1890— Lufthansa :2; SV Maraa— Ordnungspolizei Berlin:0; Tennis Borussia— Brandenburger SC 05:1; Hertha BSC gegen Minerva 93 00. Niederschlesien: Alemannia Breslau— BSB Liegnitz:7; Tuspo Liegnitz—. LSV Reinecke Brieg:4. Oberschlesien: Germania Königshütte—. SVg Bismarckhütte:2; TuS 09 Hindenburg—. Vorw. Rasenspiele Gleiwitz:2. Sachsen: BfB Leipzig—. WSV Brünn(Fr.=Sp.) Mitte: 1. SV Gera— Wacker Halle:3; Cricket Viktoria Magdeburg— 1. SB Jena:4. Nordmark: Victoria Hamburg— Kilia Kiel:3; Wilhelmsburg 09— Hamburger SB:3; Ordnungspolizei Lübeck— Eimsbüttel:1; Barmbecker SG gegen WSV Schwerin:1. Niedersachsen: Eintracht Braunschweig gegen Wilhelmshaven 05:0; LSV Wolfenbütte!— Werder Bremen:4; BfL Osnabrück— Hannover 96:2. Westfalen: FC 04 Schalke—. BfB Bielefeld:0; Westsalia Herne— Borussia Dortmund:5, BfL Bochum gegen Gelsenguß Gelsenkirchen:0; VfL Altenbögge gegen SpVg Röhlinghausen 11:1. Niederrhein: Rotweiß Oberhausen— Duisburg Hamborn 07— Turn Düsseldorf:0; Fortuna Düsseldorf— SSB Wuppertal:1. ###f nachen: BL 99 Köln— Düren 99•3: Viktoria Koi— Köln=Sülz 07 411; SSB Troisdor gegen Mülheimer SB:2: BfR Köln— Bonner FB:1. „#uno: Viktoria Neuwied— Tus Neuendorf:5; IV Engers— Eintracht Kreuznach:6; SpBg Lützel:1; Schwarzweiß Esch gegen Eintracht Trier:2 abg.; Westmark Trier— Stadt Düdelingen:7. Hessen=Nassau: Hanau 1860— FC 93 Hanau :1; KSG Wiesbaden—. FSB Frankfurt M.:4; RSG Rotweiß Frankfurt— SV 98 Darmstadt:1; RSG Wormatia Worms— Union Niederrad:2; Gießen Wetzlar 05— Eintracht Frankfurt:4 Kurhelsen: SG Petersberg— Kurhessen Kassel :10; Spielv. Kassel— VsL 60 Marburg:1 Westmark: Borussia Neunkirchen— BfR Frankenthal:2; FV Saarbrücken—. TSG Saargemünd:1. Ellaß: SS Straßburg— FC Hagenau:0; FC. 93 Mülhausen— RSC Straßburg:2; FC Kolmar gegen SpVg Mülhausen:1; SV Wittenheim—. SpVg Kolmar:2. Württemberg: BfB Stuttgart— SSB Ulm •2; Stuttgarter Kickers— BfR Aalen:0; TSG 46 Ulm— Sportfreunde Stuttgart:5. Bayern: 1. FC. Nürnbera— FC 05 Schweinfurt ünchen— 1860—— :2: Wacker Mün1860 München:5; Bayern München— BC Augsburg•0: Schwaben Augsburg gegen Jahn Regensburg:1; SpVg Fürth—. Eintracht Franken Nürnberg 16.0; RSG Weiden—. NSTG Eger •1. * Montag, den 5. Januar 1942 DER NEUEIAC Viel Beifall für die Pausins Doppelveranstaltung m Essen# Ehepaar Baier lief in Nürnberg Der erste Tag der Essener Doppelveranstaltung auf der Kunsteisbahn in der Gruaa nahm vor ausverkauftem Hause einen stimmungsvollen Verlauf. Die Wiener Geschwister Ilse und Erich Pausin erhielten für ihre Kunstlaufdarbietungen starken Beifall, der aber für die erstmalig im Rheinland laufende junge Norwegerin Turid Helland=Björnstad noch stärker ausfiel. Mit ihrer Kür und einem norwegischen Tanz hatte sich die schlanke, talentierte Norwegerin im Nu die Herzen der Zuschauer erobert, die immer wieder neue Zugaben forderten. Gute Leistungen sah man auch von den Essener Nachwuchsläufern Helmut Münker und Hans Kalumenos(jetzt Berlin). Den schönen und fair durchgeführten Eishockeykampf gewann die Düsseldorfer EG sicher mit:2(:0, :1,:1) gegen die Mannschaft des Münchener&E V. erzielte kurz vor Schluß Hinterholzner einen zweiten Treffer für München. Ehepaar Baier in Nürnberg Der Start des Weltmeisterpaares Maxi und Ernst Baier brachte der dritten Nürnberger Doppelveranstaltung bereits am Samstag ein vollbesetzes Haus. Die Baiers schufen durch ihre einzigartigen Leistungen die richtige Stimmung und mußten Zugaben am laufenden Band geben, um dem begeisterten Beifall gerecht zu werden. Fritz Händel, Lydia Veicht und weitere Vertreter des fränkischen Kunstlaufs fanden gleichfalls viel Beifall. Im Eishockey konnte die ½Sportgemeinschaft Nürnberg trotz ansprechender Leistungen eine klare:=(:2,:1, iederlage gegen die einheitlicher spielende des Klagenfurter AC nicht vermeiden. :3= scha Mann= Sieg und Niederlage der Wiener EG Die Eishockeymannschaft der Wiener EG spielte am Wochenende in Preßburg und hatte bei dem Gastspiel einen Sieg und eine Niederlage zu verzeichnen. Die Wiener traten mit nur einem Sturm und einem Aus wechselspieler an und vollbrachten unter diesen Umständen sehr achtbare Leistungen. Im ersten Treffen gegen eine Preßburger Auswahl gab es mit•2(:1,:0,:1) einen klaren Sieg der Slowaken, deren körperliche Ueberlegen heit sich gegenüber den jugendlichen Wiener Stürmern stark bemerkbar machte. Das zweite Treffen gegen die Hochschüler Preßburgs gewann die Wiener EG trotz verschiedener Benachteiligungen durch den Schiedsrichter mit :2(•0,:1,:1) knapp aber sicher. In beiden Spielen gefiel der Wiener Torhüter Oerdögh. Abschluß des Turniers in Garmisch Das internationale Eishockeyturnier in Garmisch=Partenkirchen, dessen Sieger nach den zwei Erfolgen in den Vorspielen bereits in Goeta Stockholm feststand, wurde am Sonntag mit dem Spiel um den zweiten Platz abgeschlossen. Der Berliner Schlittschuhclub gewann das harte und schnelle Spiel über den deutschen Meister SC. Riessersee recht glücklich mit:.:0,:1,:). Zwei überraschende Durchbrüche von Brand und Liner brachten den Berlinern die beiden Tore im Schlußdrittel ein, nachdem Riessersee durch Speth in Führung gegangen war. Bayenthal und Vingst punktegleich Der KBC schlug den Spitzenreiter Nippes meistert Schwarz-Weiss Der kostbare Vier=Punktevorsprung der Bayenthaler, der noch vor einigen Wochen auf eine souveräne Haltung der Grünweißen schließen ließ, ist nunmehr vollends zusamemngeschrumpft. Nach den Ehrenfelder„Phönixen“ brachte nämlich gestern der KBC das Kunststück fertig, dem Tabellenführer eine weitere Niederlage beizubringen. Da zur gleichen Zeit die äußerst stabilen Vingster sich an der Takustraße nichts vormachen ließen, ist der Gleichstand zwischen den Links= und Rechtsrheinischen vollzogen. Zu allem Ueberfluß droht nun den beiden Ausreißern eine weitere Gefahr: Der KBC, von dem wir vor kurzem behaupteten, daß er noch nicht als abgeschlagen zu betrachten ist, hat offenbar eine Formbeständigkeit erlangt, die künftig noch allerlei erwarten läßt Auch Jugend Düren macht trotz der Punkteteilung gegen Union noch gewisse Ansprüche geltend. Wenn also nicht alles täuscht, dann sind, unsere Favoriten Bayenthal, Vingst und Niehl noch lange nicht über den Berg. In den unteren Regionen der Tabelle haben Jugend Kalk, Nippes 12, KBV und Rhenania sich zu einem fröhlichen Jagen zusammengefunden, in das sehr leicht Phönix Ehrenfeld und Schwarzweiß einbezogen werden könnten. Blieben noch die hin und her pendelnden Jonier zu erwähnen, die gestern in Düren ausgezeichnet zu gefallen wußten. Kölner BC— Bayenthal:0(:): Das Ergebnis geht durchaus in Ordnung und entspricht in jeder Hinsicht dem Spielverlauf. Die Klettenberger schossen in jeder Halbzeit durch Peskoller und Wichterich ein Tor. Die Elf des Siegers war durch einige Urlauber verstärkt und lieferte eine hervorragende Partie. Bayenthal hatte Mühe, das Spiel offen zu halten. Hermanns als Mittelläufer und Huckelmann im Tor hatten sprichwörtlich alle Hände voll zu tun. Kölner BB 07 gegen Rhenania Köln:2(:): Selbsttore und Elfmeter haben in diesem Spiel eine ausschlaggebende Rolle gespielt. Sonst litt das Treffen unter zahlreichen Ersatzkräften, die erst einige Zeit brauchen, um sich zu einem systemvollen Spiel zusammenzufinden. Fehrer und Frank schossen für den Platzverein die Tore, wobei jeweils ein gegnerisches Bein bzw. eine Hand mithals. Die Braunsfelder machten es noch„billiger" und brauchten demzufolge keine Torschützen zu benennen. Nivpes 12— Schwarzweiß:1(:1) abgedr.: 20 Minuten vor dem offiziellen Ende brachen die Bickendorfer nach voraufgegangenen Zwischensallen den Kampf ab. Ueber die eigentlichen Ursachen war nichts zu erfahren. Das Spiel ist in der Tabelle für die Nippeser als gewonnen gewertet. Den ersten Trenfer brachten die Schwarzweißen an. Anschließend war Nippes durch Heiderscheidt und Balthasar erfolgreich. Nach der Pause erhöhten Heiderscheidt und Wolfgarten auf 411. Phönir Ehrenfeld— Bingst.,:4(:=) In der ersten Halbzeit waren die Ehrenfelder spielerisch überlegen, aber die Vingster schossen durch Schmitt ein Selbsttor des Platzvereins den entscheidenden Vorteil heraus. Mosen und Schmitt erzwangen schließlich den •=Stand. Im Endspurt erzielte Stövesand den mehr als verdienten Ehrentreffer. Der Verlierer beging nach der Pause den Fehler, die Mannschaft dauernd umzustellen.— Jugend Kalk— Sportfreunde Düren•4(:): Kurz vor Schluß lagen die Dürener noch•4 in Front, vergaßen aber den nach vorne gegangenen Schinchen rechtzeitig zurückzunehmen. Die Kalker schlugen durch Dobinski und Ziemen hieraus Kapital. Vorher waren Fehring und Markel erfolgreich. Für die Gäste schossen Richert(), Schall und Scharnickel die Tore. Das Spiel war äußerst schnell und stand spielerisch auf einer hohen Stufe.— Jugend Düren— Union Köln:1(:): Von dem Können der Kölner waren die Zuschauer angenehm überrascht. Das Ergebnis wird beiden Teilen gerecht. Hall und Vieß waren die Torschützen. Letzterer mußte 20 Minuten vor Schluß durch Verletzung ausscheiden. Erste Pokal=Vorrunde im Gau Köln=Aachen Die Vereine der Kolner zweiten und dritten Klasse trugen die ersten Kämpfe um den Tschammer=Pokal aus, die wieder manch: Ueberraschungen brachten. So müssen einige Treisen wiederholt werden, weil# trotz Verlängerung unentschieden verliefen, so die Kämpfe Berrnrath— Hermülheim:0 und Reichsbahn— Teutz 05:2(.). SC. Blauweiß Köln blieb be: SC Grefrath boch mit:1 erfolgreich und auch SC Efferen konnte SC Balkhaufen vor dessen Zuschauern nich Verlängerung mit:3(:3,:2) bezwingen. Im übrigen endeten die Spielk: PfB 06— Poll:5(:), Sürth— Weiß:2 (:), Weiden—. Post.0, Wesseling— Hohenhaus:4(:1) Westhoven— Eintracht•4(.), Rodenkirchen—. Bergisch Gladbach:3(.), Brühl—. Badorf:1(:). Badorf gegen Pingsderf•1(:). De Kämpfe Brüggen—. Luftwafse, Porz gegen Agrippina! Germania 16 und Arminia 09— Gehörlo“ fielen aus unbekannten Gründen aus während die Vereine von Bergheim. Fuhlingen und Meschenich, die für die ersten Bgegnungen das Frecos gezogen hatte, kompflos eine Runde Miterrückten. Der nächste Kampftag Die Punktekämpfe am 11. Januar Fußball=Gauklasse: Mülheimer SB— BfR Köln(Vorrunde:), Bonner FB— Vittoria Köln(:12), Rhenania Würselen— BfL 99 Köln(:), Düren 99 gegen Troisdorf(:). Erste Klasse, Staffel Köln: Rhenaniu gegen Kölner BC(Vorspiel:4, Kurth), Niehl— Jugend Düren (.0, Stöckmann), Union— Nippes 1912(:2, Kerkhoven), Schwarz=Weiß—. Phönix(:5, Stupp), Sportfreunde Düren— Kölner BB 07(:1, Müller), Vingst 05 gegen Jugend Kalk(:0, Wienand). Handball-Gaurlasse: Keine Kämpfe in beiden Staffeln angesetzt. Hocken: Post SG— Rot-Weiß, Schwarz-Weiß gegen Kölner HC. Handball BfB 08 mit:2(:1) hoch schlagen konnte. SV Strefffeid setzte sich gegen TV Burtscheid mit:2(:1) durch, und das Treifen Post S6 Aachen, gegen Reichsbahn Julich endete .4(:2)„„ Von den Meisterschaftskämpfen in der Kölner ersten Klasse fiel da: Spiel Reichsbahn genen Kölner Turnerschoft 43 aus Post SG schlug Vingst 05 II:2(:1) und Muldeimer SB II blieb über TB Kalt I mit:2(:2) erfolgreich. Das Frau'nspiel Kölner BU gegen Post Aachen wurde nachträglich wieder abgesagt. 42 Gaue und 900 Kreise Der künftige Aufbau des deutschen Sportes Der Nationalsozialistische Reichsbund für Leidesübungen hat die Umorganisation des deutschen Sports gebietlich in Anlehnung an den Aufbau der NSDAP zum Teil bereits vorgenommen; erst kürzlich wurden verschiedene Sportbereiche aufgeteilt und in Gaue umgewandelt. Turnerkreis ungeschlagen in Führung Vier wichtige Meisterschaftskämpfe wurden wieder in der Staffel Korn der Handball=Gauklasse ausgetragen. Der an der Spige liegende Turnerkreis Nippes beendete auch das Rüc spiel gegen T3 Wahn, der sich mit seiner verjüngten Mannschaft noch erst zusammenfinden muß, mit einem karen 12:0. (:0)=Erfolge und verdankte deesen seinem gesamten Angriff. der kurck die Urlander Stoll und Abelt verstarkt war Ter nächste Verfolger HSB Bocklemund war aber nicht o erfselgre##ch somern died der BS46 Ford mit:5(:3) ruf der Strecke und liogt nunmehr deer Verlustpunkte hinter dem Spegenverein zurück. Die Autesportier gingen mit großen Eiser in das Spiel und konnten den jeweligen Vorsprung ihres Geaners stei= ausholen wenn auch ihr Gewinn etwiie glücklich errungen wurde. Mulheimer 88 trat mit einer eru Mannschaft gegen BfL 99 Köln an und olied über diesen der grone Versager in seinem Angriff Sitte mit :5(4·2, im Vorie! aG Ordnungspolizei Koln konnte den schenen.=Vorsica gegen Vingst 65 nicht erneuern, sondern mußte sich trotz eigener Zuschauer mit•4(:1) geschlagen beKanen wenn auch ein unentschied ner Ausgang den zebestenen Leistungen am ebesten entsprochen hätts. Leonhard, Kling und Student(2) waren die Torichuy u der Vingster In der Staffel, Aachen führt nunmehr Teutonia Weid.n die auch den bisher an der Spitze befindlichen Altmeister Bis zum Kriegsende soll die Aenderung der bisherigen Einteilung vollzogen sein und dann diese Neuordnung die Grundlage des RSRL bilden. Der deutsche Sport soll in Zukunft 42 Sportgaue umfassen, die wiederum in etwa 900 Sportkreise unterteilt werden, so daß durch schnittlich jeder Sportgau über 20 Kreise hat. Die Sportkreise, die einem vom Reichssportführer bestätigten Sportkreisführer unterstehen, erhalten ihre Mittel und Aufgabenstellung vom zuständigen Sportgau, dem sie angehoren. Je nach ihrer Große werden sie in Großkreise, Normalkreise und Kleinkreise eingeteilt. Im Wettkampfverkehr sollen aus leistungsschwachen Kreisen einzelne Kreisgruppen gebildet werden wie auch mit den Sportgauen nach den Erfordernissen auf einzelnen Sachgebieten die Zusammenfassung zu Gruppen vorgenommen werden kann. Für den am 18. Januar in Agram bevorstehenden Länderkampf gegen Deutschland hat der kroatische Verbandskapitän Cuvay 16 Spieler zu einem vorbereitenden Lehrgang einberufen. Schon aus der Auswahl der Spieler geht hervor, daß die kroatische Elf fast durchweg von Gradjanski gestellt wird. Folgende Spieler stehen in engerer Wahl: Glaser, Brozovic. Urch, Dudac. Popovic, Kokotovic, Cimmermancic, Wölfl, Lesnic. Antolkovic, Plese(alle Gradjanski), ferner Monsider, Pusec, Pavletic (Concodia), sowie Duh und Kacijan(Has Agram). Neujahrsglückwünsche der Diplomaten und fremden Nationen Nr. 5 Iniolge des Krieges fand in Berlin der alljährliche Neujahrsempfang des diplomatischen Korps nicht statt. In das in der Präsidialkanzlei des Führers ausgelegte Besuchsbuch zeichneten sich die Botschafter, Gesandten und Geschäftsträger der in Berlin vertretenen diplomatischen Missionen ein und brachten dem Führer ihre eigenen und die Glückwünsche der von ihnen vertretenen Staatsoberhäupter, Regierungen und Völker zum Ausdruck. Unser Bild: Der japanische Botschafter Exzellenz Oshima zeichnet sich ein Photo: Presse-Hoffmann S. Droste-Hülshoff erzählt: Meister Kubens und die Bohne Es war hauptsächlich der ehrenwerte Rat Pieter Gervaerts, der seinen Freund Peter Paul Rubens durchaus zu einer Eheschließung mit der reichen Antwerpener Kaufmannstochter Jantja van Doelen überreden wollte. Meister Rubens mochte aber nicht viel davon hören. Ihm geiel eine ganz andere, die hübsche, junge Helene Fourment, deren blühender Gestalt, wenn sie irgendwo auftauchte, der Künstler stets mit Vergnügen nachzublicken pflegte. Doch Pieter Gervaerts bewies ihm mit dürren Worten, daß seine Verbindung zwischen Peter Paul, dem fünfzigährigen Witwer, und dem blutjungen Mädchen Helene blanker Unsinn sei. Die passendste Ehefrau für ihn wäre einzig und allein die Mitte der Dreißigerjahre stehende Jantje van Doelen. Sie gelte als überaus tüchtige Wirtschafterin, bekomme eine sehr beträchtliche Mitgift, verstünde es ausgezeichnet, einem großen Hauswesen vorzutehen, sei——— „Nicht hübsch und eine alte Jungfer!“ unterbrach Meiter Peter Paul Rubens lachend die wohlmeinende Rede seines Freundes. Der schüttelte ärgerlich den Kopf. Was Rubens denn noch wolle? In seinen vorgerückten Jahren? Ueberhaupt —— und dann begann er wieder alle Vorzüge der Jungfer Jantje zu preisen und brachte Meister Peter Paul endlich doch dahin, daß er versprach, sich die Sache reiflich überlegen zu wollen. Am anderen Tag besuchte Pieter Gervaerts die tüchtige Jungfrau Jantje von Doelen im prunkvoll eingerichteten Kaufmannshause ihres Vaters, erzählte allerlei von seinem alten Freunde Rubens und redete ein wenig hin und her. Jantje war klug, sie begriff sofort, um was es hier ging und meinte mit freundlichem Lächeln, es würde sie und ihre Anverwandten sehr freuen, wenn ihm Gervaerts und sein Freund Rubens an der Feier des Bohnenfestes in ihrem Hause teilnehmen wollten. Worauf der gute Pieter Gervaerts sich beeilte, seinen Freund von dieser Einladung in Kenntnis zu setzen. Das Bohnenfest war ein lustiges Spiel, an dem sich in ganz Holland. in Belgien und am Rheine nach alter Brauch am Dreikönigentage alt und jung, hoch und niedrig zu erfreuen pflegte. Sowohl im ländlichen Bauernhof und in den Schenken der Vorstädte, wie in den reichen Patrizierhäusern verfertigte man an diesem Tage den lekkeren„Königskuchen" und lud zu dessen Vertilgung möglichst viele Gäste ein. Beim Backen wurde eine dicke Bohne in den Teig versenkt, und wer von den Gästen später in seinem Kuchenstück diese Bohne fand, erhielt die Würde des„Bohnenkönigs". Man hob ihn unter Scherzen und Lachen dreimal in die Höhe, setzte ihm eine Krone aus Flittergold auf, er mußte sich hierauf unter den anwesenden Damen eine Köniain erwählen und war nun die Hauptperson bei dem festlichen geselligen Treiben, das bie jum Morgengrauen währte. Dieses Bohnenfest wurde auch im Hause des reichen Kaufmanns van Doelen der Sitte gemäß alljährlich gefeiert. Jungfer Jantje traf alle festlichen Vorbereitungen mit größter Umsicht und mischte beim Backen des Königskuchens die Bohne eigenhändig unter den Teig. Und zwar an einer ganz bestimmten Stelle, die sie sich genau Tür auf— Tür zu...! Türbänder aus Holz im Examen Wer in den vergangenen Monaten einmal hinter die Kulissen der Materialprüfungsanstalt für Bauwesen an der Technischen Hochschule, Stuttgart, hätte blicken können, wäre Zeuge eines eigenartigen Vorganges geworden. Da waren in einem Versuchsraum fünf Türen angeordnet, die Tag und Nacht elektromotorisch hin= und herbewegt wurden. Sie waren durch Stahlstangen miteinander befestigt und wurden um einen Winkel von etwa 50 Grad hin= und herbewegt. Außerdem hatte man Bewichte an ihnen angehängt, und bisweilen wurden die ausgerissenen Türen plötzlich abgebremst, so daß schlagartige Beanspruchungen entstanden. Kurzum, man mutete in diesem Eramen der Haustüren den Prüflingen allerlei zu. Genau genommen befanden sich hier aber nicht die Türen in der Prüfung, sondern die ganze Last des Eramens war auf die Türbänder verlegt und galt ausschließlich ihnen. Solche Türbänder bestehen gewöhnlich aus Eisen, vielfach sogar aus Messing, und der Wunsch lag nahe, sie aus Gründen der Metallersparnis aus einem nichtmetallischen Werkstoff herzustellen. Das ist auch gelungen. Merkwürdigerweise gelang es mut Hilfe eines Werkstofses, dem man am wenigsten als für diesen Zweck geeignet halten sollte: das Holz. Holz hat sich in letzter Zeit ja als außerst vielseitig erwiesen, insbesondere in der Form dünner Furniere, die mit Kunstharzleim verbunden und zu dem wertvollen Schichtholz verpreßt werden können. Solche Schichthölzer kann man auch in gebogenen Formen herstellen, und auf diese Weise hat man Türbänder, Möbelgriffe, Holzbänder für Fensterläden usw. herstellen können. Solche Turbander aus vergütetem Holz wurden nun in der eingangs erwähnten Versuchsanstalt im praktischen Gebrauch geprüft, und zum Vergleich hat man Bänder aus Leichtmetall und aus Eisen mitgeprüft. Die Ergebnisse waren sehr zufriedenstellend. Die Holzbänder haben die scharfe Prüfung des Dauerversuchs ebenso gut bestanden wie die Metallbänder. Sie zeigten nach Zweihunderttausend Schwenkungen noch keinerlei Schäden und blieben merkte. Als der Kuchen fertig war, verzierte sie ihn mit kunstvollen Zuckerfiguren und eingelegten Früchten, wobei jenes Plätzchen, wo die schicksalsbestimmende Bohne sitzen mußte, eine besonders große, kandierte Nuß als Zeichen erhielt. Am Abend des Dreikönigstages strahlten die schönen Räume im Hause des Kaufmanns van Doelen im Lichte von hunderten von Wachskerzen. Eine große Gesellschaft lachender und plaudernder Menschen war versammelt und wartete mit Spannung, wen das Schicksal zum Bohnenkönig für diesen Abend ausersehen würde. Auch Meister Rubens befand sich unter den Gästen und die vielen heiteren Leute, die Fülle von leuchtenden Farben und Lichtern verscheuchten ein wenig die unbehagliche Stimmung, mit der der Künstler van Doelens Haus betreten hatte. Die Silberplatte mit dem riesenhaften Königskuchen wurde mitten auf die Tafel gestellt. Jungfer Jantie schnitt ihn selber in Stücke und verteilte diese auf die Teller der Gäste. In erwartungsvoller Neugierde begann man zu schmausen. Meister Rubens steckte ein großes Stück seines Kuchens in den Mund und spürte plötzlich etwas Hartes: die Bohne!! Er erschrak und behielt das Ding ein paar Sekunden unschlüssig zwischen den Zähnen. Alle möglichen Folgen des Bohnenkönigtums fielen ihm ein: Er mußte als Bohnenkönigin natürlich die Tochter des Hauses zur Königin erwählen, das erforderte schon die Höflichkeit. Und wenn sie erst einmal für diesen Abend seine„Königin“ mar——— Meister Peter Paul sah scheu zu Jantje van Doelen hinüber. Steif saß sie auf ihrem Sessel. Die reiche Kleidung konnte ihre dürftigen, altjungfräulichen Formen nur wenig verbergen und wenn sie lachte, bildeten sich viele kleine Föltchen um ihren Mund. „Säuerlich— als ob sie in eine Zitrone gebissen hätte!“ dachte der Künstler. Da hob Jungfer Jantje auf einmal den Kopf und Rubens begegnete ihrem gespannt und lauernd auf ihn gerichteten Blick. Blitzschnell stieg ein Verdacht in ihm auf: Wußte sie womöglich genau, daß sich die Bohne in seinem Kuchenstück befand? Na warte! Meister Peter Paul griff rasch nach seinem Weinglase, tat einen kräftigen Zug— und fort war die Bohne! Sie kratzte zwar ein wenig im Halse und drückte auch etwas im Magen, aber das schadet nichts. Meister Rubens verspeiste seinen Kuchen trotzdem mit bestem Appetit bis zum letzten Krümel und freute sich, daß Jantje van Doelens Miene von Minute zu Minute enttäuschter schien. Alle Gäste wunderten sich sehr, als die Bohne in keinem der Kuchenstücke zum Vorschein kam. Man glaubte, daß sie aus Versehen nicht mit eingebacken worden sei und Meister Rubens ließ alle ruhig bei dieser Meinung. Schließlich verlief das Fest auch ohne Königswahl so vergnügt wie nur möglich und Meister Peter Paul war einer der lustigsten Gäste. Nur Jungfer Jantje saß mit ärgerlichem zusammengekniffenem Munde steif und würdevoll in einer Ecke Peter Paul Rubens aber wanderte im grauenden Morgen sehr zufrieden nach Hause. Einige Zeit später heiratete er, allem Kopfschütteln seiner Freunde zum Trotze, die blühend junge, schöne Helene Fourment, die dem Künstler einen neuen Lebens= und Kunstfrühling schenkte und ihn noch einmal zu höchster Anspannung seiner schöpferischen Kraft begeisterte. auch bei zusätzlicher Gewichtsbelastung brauchbar. Selbst Bänder, die mehrere Wochen in feuchter Luft gelagert worden waren und deren Verbindungen sich teilweise gelockert hatten, waren durchaus brauchbar geblieben..s vorteilhaft erwies es sich, die Drehzapfen nicht aus Eisen sondern aus der etwas nachgiebigen Vulkanfiber herzustellen. Solche Ausführungen sind auch schlagartigen Beanspruchungen gewachsen. Auch in der Befestigung der Bänder an den Türen hat man neue Wege beschritten. Das Band kann in der üblichen Ausführung als Fischband eingesteckt werden, oder man kann es als Kantenband ausschrauben. Es ist aber auch möglich, die Lappen des Bandes mit den Holzteilen zu verleimen. Dadurch wird eine zweckmäßige und in der Wirkung fehr ansprechende Befestigungsweise erhalten. Solche Bänder kommen übrigens auch für Möbeltüren und dergleichen in Frage. Aus dem gleichen Werkstoff stellt man ferner Torgriffe und andere Griffstücke z. B. für Mödel her, die sehr ansprechend wirken und den Mobeln in ihrer Ausführungsform weitgehend angepaßt sein können. Im ganzen zeigt die so. immer weiter fortschreitende Technik der Holzvergütung interessante neue Möglichkeiten, die sich nicht nur in der Metalleinsparung auswirken, sondern auch neue ästhetische Möglichkeiten schaffen. Das Symbol des Myrtenkranzes Es wird wahrscheinlich nur sehr wenigen Brauten, die im Schmuck des Mortenkranzes an den Altar treten, bekannt sein, daß mit diesem Symbol Jahrtausende alte beidnesche Anschauungen verknüpft sind. Nach der griechischen Sage entstammt das Mortenbaumchen einer jungen Griechin. Sie war ein besonderer Günstling der Gottin der Wessbeit. Atbene. Als bei jener die Liebe über die Weisheit siegte. geriet die Gottin in Zorn und verwandette sie zur Strafe in einen Baum. Die Murte aber blied von jenem Tage an ein Lieblingsbaum der Göttin der Liebe. Apbrodite, und dieser geweiht. Die Statuen dieser Gottin wurden auch oitmals von ihren Verehrern mit Myrtenkränzen geschmückt. Bei den alten Aegyptern war die Myrte das Symbol der Unsterdlichkeit, und ihre Blätter wurden beim Einbaliamieren der Toten mit verwendet. Die altbeidnische Anschauung wurde auch von der christlichen Kirche n dem Sinne übernommen, daß bei ihr der Mortenkranz das Symbol der immerwahrenden Liede dis über das Grab hinaus darstellt.