Verlag und Schriftleitung: Köln, Stalkgasse 25—31 Die Schalterränme sind durchgehend von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Postscheckkouto: Der Neue Tag Amt Köln Nr. 590 00 Sammelruf: 22 03 01: nach 20 Uhr: Hauptschriftleitung: 220301; Sportschriftleitung: 22.03.02; Schriftleitung: 22 03 03: Anzeigen: 2203 04; Betrieb: 2203 05 Die große Kölner Morgenzeitung Nr. 320 Monlag, den 17. November 1941 Einzelpreis 10 Pfg. Alle Ausbruchsversuche der eingeschlossenen Bolschewisten vergeblich Der Ring um Leningrad unerschülterlich Täglich verbluten sich die immer wieder vorgetriebenen Sowjets vor den starken deutschen Stellungen Berlin, 16. Nov.(dub) Während die deutschen Truppen auf der Krim weiteren Boden gewannen, hält der eiserne Ring um Leningrad allen Versuchen der eingeschlossenen Bolschewisten, sich Entlastung zu verschaffen, stand. Auch der Einsatz von Panzern und Flugzeugen zur Unterstützung der sowjetischen Heereskräfte läßt die Sowjets nicht zum geringsten Erfolg kommen. Täglich verbluten sich die immer wieder vorgetriebenen Bolschewisten vor den starken deutschen Stellungen und büßen Material ein, das für die umklammerten Truppen kaum noch zu ersetzen ist. Auch am 15. November unternahmen die Sowjets neue Angriffe gegen die Einschließungsfront vor Leningrad, die wiederum von Panzern und Flugzeugen unterstützt und durch starkes Artilleriefeuer vorbereitet waren. Die Angriffe wurden unter schwersten blutigen Verlusten für die Sowiets avgewiesen. Zum Teil wurden sie schon in der Entwicklung durch deutsche Artillerie zerschlagen und dabei den Bolschewisten so schwere Verluste zugefügt, daß sie ihren Angriff nicht fortsetzen konnten. Auch im mittleren Abschnitt rennen die Sowjets immer wieder erfolglos gegen die Linien an und lassen zahlreiche Gefallene und Verwundete sowie umfangreiches Kriegsmaterial auf dem Kampffeld zurück. In einem deutschen Korpsabschnitt warfen deutsche Truppen am 15. November an der mittleren Ostfront angreifende sowjetische Infanteristen, die von Panzern unterstützt wurden, in heftigen Gegenstößen zurück. Die Sowjets hatten hierbei wiederum schwere blutige Verluste und verloren erneut vierzehn Panzer. In einem anderen Korpsabschnitt wurden bei Kampfhandlungen zehn, weitere Sowjetpanzer vernichtet, darunter vier mit einem Gewicht von 34 Tonnen. Eine Batterie eines deutschen Flak=Regiments setzte bei diesen Kampfhandlungen 25 sowjetische Feld bunker außer Gefecht. In zwei Tagen verloren die Sowjets bei völlig wirkungslosen Gegenangriffen im mittleren Frontabschnitt insgesamt 68 Panzerkampfwagen. Starke Verbände der deutschen Luftwaffe griffen im Laufe des Samstags wichtige Verkehrsziele wie Bahnhöfe, Gleisanlagen, Züge und Brücken der Sowjets sowie Nachschubwege der Bolschewisten und Industrieanlagen nachhaltig mit beobachteter Wirkung an. Insbesondere wurden Moskau, Leningrad und Puschkino davon betroffen. Ferner wurde der Schienenweg auf den wichtigsten Nachschublinien wiederum an vielen Stellen durch Volltreffer unterbrochen. Bei den Operationen der Luftwaffe auf der Krim wurden in der Straße von Kertsch ein Kanonenboot und ein Handelsschiff von 2000 BRT., vor Sewastopol ein Handelsschiff von 3000 BRT. getroffen und stark beschädigt. Auf der Krim setzten Verbände deutscher Kampfflugzeuge ihre erfolgreichen Angriffe auch im Laufe des 15. November mit guter Wirkung fort. Während mehrere Flugzeuge die Hasenanlagen von Sewastopol mit zahlreichen Bomben mittleren und schweren Kalibers belegten, unterstützten andere Verbände die Operationen des Heeres gegen die feindlichen Befestigungsanlagen im Raum von Sewastopol. Reihe der Erfolge Unsere Wehrmacht in der vergangenen Woche Berlin, 16. Nov.(dnb) Die Kämpfe der abgelaufenen Woche vom 9. bis 16. November haben der deutschen Wehrmacht eine Reihe beachtlicher Erfolge gebracht. Verbände des Heeres sind in den vorausgehenden Wochen nach dem Durchbruch durch die Befestigungen der Landenge den fliehenden Sowjets bis in das JailaGebirge am Südrand der Krim nachgestoßen, und die Sowjets hatten sich schließlich an zwei Verschiffungsplätzen gesammelt, in der Hoffnung, von hier aus zu Schiff entkommen zu können. Die deutsche Luftwaffe hat ihnen durch ständige Bombenangriffe auf die Sowjetkriegsschiffe und Transporter sowie Truppenansammlungen die Verladung außerordentlich verlustreich, wenn nicht unmöglich gemacht. Deutsche und rumänische Truppen führten gleichzeitig zu Lande die Abschnürung von Sewastovol und Kertsch, sowie die Verengung des den Sowjets hier noch zur Verfügung stehenden Raumes immer weiter durch. Sie kämpften in dieser Woche BeDieses weitere Vordringen trotz winterlicher Witterung und schwierigster Wegeverhältnisse wurde während der letzten Woche im Nordabschnitt der Front besonders sichtbar. Der breite Wolchow=Fluß, der den Ilmensee mit dem Ladogasee verbindet, wurden überraschend überschritten. Es gelang, die Bolschewisten in tagelangen schweren Kämpfen auf Tichwin zurückzuwerfen und Tichwin selbst nach Räumung zahlreicher Minen= und sonstiger Sperren in der Nacht vom 8. zum 9 November durch Stolze Bilanz der deutschen Luftwaffe Der sowjetischen wie der britischen am Kanal etwa zehnfach überlegen Berlin. 16. Nov.(dub) Die deutsche Luftwaffe wird durch den osteuropäischen Winter in ihrer Angriffskraft keineswegs eingeschränkt. Was ist nicht alles geschrieben und gesagt worden, um„festzustellen", daß der sowjetische Winter von der deutschen Luftwaffe bei weitem nicht so gut ertragen werden könne wie von den auf ihr Heimatklima vorbereiteten Bolschewisten. Auf diese Redensarten hat die Luftwaffe tagaus, tagein die Antwort im Kampf erteilt. Sie hat nicht nur bei Tag und Nacht Moskau, Leningrad, die sowjetischen Feldbefestigungen, Truppenansammlungen und rückwärtigen Verbindungen mit größtem Erfolg bombardiert, sondern auch die sowjetischen Luftstreit kräfte zusammengeschlagen, wo immer sie ihr begegneten. Nachdem der Führer schon Anfang Oktober bekanntgeben konnte, daß über 15 000 Sowjetflugzeuge vernichtet worden seien, wartet der Wehrmachtsbericht jetzt wieder mit einer stolzen Bilanz im Kampf gegen die sowjetischen Luftstreitkräfte auf. 2174 Sowjetflugzeuge wurden in der vom 1. Oktober bis 8. November 1941 vernichtet und, was besondere Aufmerksamkeit verlangt, davon 1293 in Luftkämpfen, 412 durch die Flak, während der Rest am Boden zerstört wurde. Diesem Verlust von 2174 Sowjetflugzeugen steht der Verlust von 183 eigenen Flugzeugen gegenüber. Nachdem erst kürzlich berichtet werden konnte, daß die Briten vom 22. Juni bis 31. Oktober am Kanal 820 Jagdflugzeuge verloren, während nur 77 deutsche Jäger verloren gingen, stellt sich nunmehr auch an der Ostfront heraus, daß die deutsche Luftwaffe der sowjetischen wie der britischen an der Kanalfront etwa zehnfach überlegen ist. festigungsanlagen in den Felsen des Jaila###enirges nieder und croberten jetzt ein stark ausgebautes und zäh verteidigtes Fort der Festung Sewastopol. Die Sowjets mochten noch so heftige, von ihrer Artillerie und ihren Küstenbatterien unterstützte Gegenangriffe vortreiben, sie konnten nur schwerste blutige Verluste einheimsen. Auch in Richtung Kertsch wurden sie unaushaltsam verfolgt. Der Verteidigungsgürtel von Kertsch wurde in hartem Kampfe durchbrochen. Mehrere vor der Stadt liegende Höhen, die die Bucht von Kertsch beherrschen, wurden genommen. Stadt, Hafen und Schiffsziele wurden von der deutschen Artillerie und der Luftwafse unaufhörlich bombardiert. Die Infanterie kämpfte sich bis in die Straßen von Kertsch vor und ringt hier jetzt den letzten Widerstand der Bolschewisten nieder. Ebenso erzwangen deutsche und italienische Truppen im Donezbecken trotz ungünstiger Witterung und schlechter Wege die Einnahme weiterer Industrieorte. Wo einzelne Sowjetgruppen sich noch zu Gegenangriffen oder zum Widerstand in Verteidigungsstellungen ausschwangen, wurden sie in hartem Kampf geworfen und aufgerieben. Die gleiche Kampftätigkeit vollzog sich im mittleren Frontabschnitt, wo am 10. und 11. November deutsche Infanterie und Panzer die 29. sowjetische Kavalleriedivision vernichteten und drei sowjetische Schützendivisionen angeschlagen zum Rückzug zwangen, nachdem sie 3245 Gefangene, 16 Panzer, über 100 Geschütze und zahlreiches Kriegsmaterial in deutscher Hand gelassen hatten. Eine andere deutsche Infanteriedivision warf am selben 10. November in einem anderen Kampfabschnitt ebenfalls die gegenüberstehenden Sowjets aus ihren Ortschaften heraus und naym 1000 Bolschewisten gefangen, brachte sieben Panzer, 30 Geschütze, 50 schwere Infanteriewaffen und sonstiges Kriegsmaterial herein. Trotz des Winterwetters wurde der Angriffssturm der deutschen Infanterie nicht verlangsamt. Eine Infanteniedivmon kämpfte zum Beispiel 58 hartnäckig verteidigte Erdbunker im Nahkampf nieder und drang trotz mehrerer bolschewistischer Gegenangriffe weiter vor. ein Bataillon eines Schützenregiments zu erobern. Das Armeekommando der 4. Sowjetarmee konnte nur im Dunkel der Nacht entkommen. Sein Stabsquartier fiel aber unversehrt in deutsche Hand. Mehr als 20000 Gefangene waren hier seit dem 16. Oktober gemacht worden, und 6000 Minen wurden ausgenommen. Die Einnahme von Tichwin selbst stellt einen strategischtaktischen Erfolg dar, der weiter ausgebaut wurde. Er hat seine Rückwirkung auf das eingeschlossene Leningrad. Tägliche Ausbruchsversuche, die nur schwerste blutige Verluste und Vernichtung zahlreicher schwerer Panzer für die Sowjets brachten, beweisen die Verzweiflung der Besatzung von Leningrad, dessen kriegswichtige Anlagen unter dem Feuer der schweren Heercsartillerie, unter dem Bombenhagel der deutschen Luftwaffe liegen. Wie die letzte Zufluchtsstätte der Sowjets am Schwarzen Meer, Sewastopol, von deutschen Geschossen schwer getroffen wird, so wird auch die letzte Zufluchtsstätte in der Ostsee, die Seefestung Kronstadt, auf der Insel Kotlin, wirksam bekämpft. Schließlich erkämpften während der vergangenen Woche deutsche Verbände zusammen mit den finnischen Verbündeten besondere Erfolge in Nordkarelien. Auch die Kampfkraft der deutschen Luftwaffe erlitt an der Ostfront keinerlei Einbuße durch den Winter. Ebenso konnte die deutsche Kriegsmarine die Berichtswoche mit der Meldung eines großen Erfolges im westlichen Mittelmeer, der Versenkung des Flugzeugträgers„Ark Ronal“ und der schweren Beschädigung des Schlachtschiffes„Malaya“ durch deutsche=Boote abschließen. Eröffnung des japanischen Reichstags Tokio. 16 Nov.(Ostasiendienst des DNB.) Der japanische Reichstag wurde am Sonntagvormittag mit der vom Kaiser verlesenen Thronrede eröffnet. Die Sitzung war nach fünfzehn Minuten beendet. „Ark Royal“ und„Malaya“— Zwei deutsche-Boot-Erfolge Rooseuelts Methoden Meldungen aus USA besagen, daß Roosevelt am Montag die Aufhebung des Neutralitätsgesetzes unterzeichnen wird. Dieser Vorgang, der nach der ganzen Entwicklung der Rooseveltschen Politik eine Selbstverständlichkeit ist, wird natürlich in der englisch-amerikanischen Presse als eine ungeheure Sensation und als ein einschneidendes Ereignis behandelt. Umso bemerkenswerter ist es, daß inzwischen USA-Zeitungen selbst immer mehr Einzelheiten der Abstimmungskomödie aufdecken, durch die es Roosevelt gelang, die Zustimmung des Kongresses zur Aufhebung des Neutralitätsgesetzes zu erreichen.„New York Journal American“ schreibt, daß die Verabschiedung des Gesetzes nur durch nie dagewesene Gewaltmethoden ermöglicht wurde. Wenn die Einzelhriten dieser Pression gegen Abgeordnete veröffentlicht würden, würde im ganzen Lande eine ungeheure Verärgerung entstehen. Der Bundesleiter des America First-Ausschusses, General Wood, hat inzwischen eine interessante Berechnung angestellt, die deutlich erkennen läßt, wie groß die Mehrheit des amerikanischen Volkes ist, die gegen Roosevelts Kriegspolitik vorhanden ist. Nach dieser Berechnung haben die 212 Abgeordneten, die für Roosevelts Kriegspolitik stimmten, nur 45 Millionen Amerikaner vertreten. Er sind die Abgeordneten der schwach bevölkerten amerikanischen Gebiete. Die 194 Abgeordneten dagegen, die Roosevelts Vorlage bekämpften und daLegen stimmten, vertraten 71 Millionen USA-Bürger. Es ergibt sich also, daß die Opposition gegen Roosevelt 26 Millionen Amerikaner mehr vertrat, als hinter den ohnehin mit Gewaltmethoden gepreßten Abgeordnetei standen, die diesem Gesetz zustimmten. Präsident Roosevelt setzt inzwischen die Vorbereitungen für die Erweiterung seiner Kriegspolitik unbekümmert fort. Nachdem es gelungen ist, die Aufhebung des Neutralitätsgesetzes zu erreichen, hat er seiner Sonderbeauftragten Harriman, der zur Bearbeitung des sog. Pacht- und Leihgesetzes, also zur Ueberwachung der Kriegsmateriallieferungen, eingesetzt ist, wieder nach England zurückgeschickt. Harriman erklärte vor seinem Abflug von Newyork, er erwarte, daß die Aufhebung des Neutralitätsgesetzes überall zur Versteifung des Widerstandes gegen die Achsenmächte ermutigen werde. Bezeichnend für die Linie der USA-Politik ist es, daß Harriman dabei besonders seine Hoffnungen unterstrich, man werde in den von Deutschland besetzten Gebieten mit solchen Maßnahmen wie der Aufhebung des Neutralitätsgesetzes Stimmung machen können. Die Stimmungsmache wirc aber auch in den USA selbst sehr eifrig betrieFünf republikanische Abgeordnete haben einen Freitlug nach England geschenkt bekommen und werder sich kostenlos 18 Tage in England aufhalten können. selbstverständlich um dann in den USA für England Reklame zu machen. Inzwischen bekommt das USA-Volk die ernsten Folgen der Rooseveltschen Kriègspolitik in immer starkerem Maße zu spüren. Meldungen aus den USA besagen daß die Regierung bereits Lebensmittelkarten druckt, weil sie erwartet, daß im Verlaufe ihrer Politik dic Lebensmittelrationierung erforderlich wird. Auch andere Einschränkungen zeigen, wie verlogen die Parole ist, daß USA für die Freiheit des Individuums eintritt. Das Staatsdepartement hat einen ausführlichen Erlaß herausgebracht, der die Ein- und Ausreise von Ausländern und USA-Bürgern weitgehenden Beschränkungen unterwirft, wie sie kaum in irgendeinem der kriegführenden Länder bestehen. Die Ausreise von Ausländern ist künftig nur mit einer Erlaubnis des Staatssekretärs zulässig, die 30 Tage vor dem geplanten Ausreisedatum beantragt werden muß, die Einreise von Ausländern hängt künftig von der Zustimmung des Staatssekretärs ab, ohne die die Konsulate keine Visen mehr ausstellen dürfen. Schließlich wird amerikanischen Staatsbürgern selbst die Ein- und Aucreise(mit Ausnahme von Reisen nach Kanada und Mexiko) verboten, wenn sie nicht gültige Pässe haben — eine Paßvorschrift gegenüber den eigenen Staatsbürgern, über die man sich in USA bisher immer lustig machte, wenn sie im Zusammenhang mit europäischen Vorschriften erwähnt wurde. Aber die Kriegsleistung, die die USA vollbringen. reich den Engländern bisher bei weitem noch nicht aus. Ein Artikel des„Manchester Guardian“ zeigt, wie unzufrieden man in England ist, und welche zusätzlicher Leistungen man erwartet. Der Artikel wirft den Amerikanern vor, daß sie den Umlang dieses Krieges unterschätzt und ihre eigenen Produktionsmöglichkeiten überschätz hätten, und deshalb England in arge Verlegenheit setzten. Sie hätten z. B. England empsohler kein Oel mehr zu raffinieren weil USA ausreichend liefern würde. Daraufhin habe England seine Oelraffinerien stillgelegt, aber jetzt habe sich gezeigt, dal die amerikanischen Oelvorräte schnell dahinschwinden, und daß die USA-Lieferungen nur„völlig unzulänglichen“ Brennstoff bringen, weil man dort verallet Arbeitsmethoden habe. England sei deshalb gezwungen, seine Oelraffinerien wieder aufzumachen und noch 5° weitere neu einzurichten. Es scheint, daß man sick in England darauf einrichtet, die Vorwürfe, die die UdSSR nach London richten, einfach nach den USA weiterzugeben. m Deutsche-Boote versenkten im westlichen Mittelmeer den 22 600 t großen englischen Fingzengträger„Arc Roval“(links).— Deutsche-Boote beschädigten ferner durch Torpedos im westlichen Mittelmeer das 31 100 t broße englischt Schlachischiff„’ampya“(rechts) so schwer, daß es in den Hafen Gibraltar eingeschleppt werden Photos: Presse-Hoffmann Schrauben und Welle zerstört Die Beschädigungen der„Malaya" SCHM Mdorié, 17. Nov. Aus Gibraltar verlautet über Algeciras, daß das Schlachtschiff„Malaya“, den Torpedotreffer erhalten habe, als die„Ark Royal" bereits im Sinren war. Das Schlachtschiff sei ourch eine Reihe von Zerstörern und Wachtbooten gesichert gewesen, die ständig Wasserbomben streuten, was die deutschen=Boote jedoch nicht am Angriff gehindert habe Durch den Torpedotreffer seien die Schrauben und eine Welle zerstort worden. Montag, den 17. November 1941 Ritterkrenz für Nachtausklärer Berlin, 16. Nov.(dnb) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwafse, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberleutnant Krüger, Beobachter in einer Aufklärerstaffel. Oberleutnant Horst Krüger, am 23. 5. 1916 in Altona=Elbe geboren, hat als Beobachter in einer Aufklärungsstaffel bei kühn durchgeführten Tag= und Nachteinsätzen hervorragen## Leistungen vollbracht und vor allem in der Nachtaufklärung bahnbrechende Erfolge erzielt. Trotz stärksten Abwehrfeuers hat er oft im Tiefflug die besohlenen Erkundungen durchgeführt. Sein persönlicher Schneid, verbunden mit überragendem Können, hat zu Aufklärungsergebnissen geführt, die für die Unterstützung des Heeres von weittragender Bedeutung waren. DER NEUE TAG Nr. 320 Der Wehrmachtsbericht: Seit 1. Oktober 21 74 Sowjetflugzeuge vernichtet Fort bei Sewastopol genommen# Bombenvolltreffer in britisches Hochofenwerk Italienischer Wehrmachtsbericht 46 Die„Gangster-Offensive der Engländer gegen französische Zivilisten Paris, 16. Nov.(dub) Als„Gangster=Offensive" bezeichnete Botschafter de Brinon vor Vertretern der Pariser Presse die neue Methode der englischen Flieger, wahllos französische Zivilpersonen und Zivileinrichtungen mit Maschinengewehrfeuer zu belegen.„Als Generaldelegierter der französischen Regierung für die besetzten Gebiete“, so sagte de Brinon einleitend,„erhebe ich energisch Protest gegen das neuerliche Vorgehen der britischen Luftwaffe und weise es entrüstet zurück.“ Seit dem 25. Oktober seien elf Franzosen, die auf den Feldern, in den Dörfern und weitab von jedem militärischen Ziel ihrer Arbeit nachgingen, von englischen Fliegern mit Maschinengewehren erchossen worden, während eine weitere Anzahl schwer verletzt worden sei. De Brinon zählte sodann einige dieser Fälle auf. So wurden am 29. und 31. Oktober zwei alte Bäuerinnen schwer verletzt. Am 2. November wurde ein gewöhnlicher Personenzug von den Engländern mit Maschinengewehrfeuer belegt, wobei der Lokomotivkührer getötet, der Zugführer und Heizer schwer verletzt 10. November habe jedoch die britische Lustwaffe einen„Rekord" zu verzeichnen. Sie habe nicht nur einen Bauer auf seinem Felde und einen jungen Mann getötet, einen Jungen von 14 Jahren und ein Mädchen von 15 Jahren verletzt, sondern auch ein Fischerboot beim Heringsfang vor Treport beschossen, wobei ebenfalls mehrere Besatzungsmitglieder verletzt worden seien. Am gleichen Tage habe ein weiteres britisches Flugzeug, das später unter dem Jubel der französischen Bevölkerung von einer deutschen Flakbatterie abgeschossen wurde, an der Seine=Mündung, aus allen Maschinengewehren feuernd, vier Franzosen getötet und mehrere andere verletzt. Vielleicht", so sagte de Brinon abschließend, „handele es sich bei diesen„Heldentaten“, deren sich der englische Rundfunk auch noch rühmt, um die von Stalin verlangte Westoffensive. Ich aber sage, daß es sich um gangster=Offensive handelt, die keinerlei militärische Ziele getroffen, aber den Franzosen über die britischen Methoden die Augen geöffnet hat.“ Präsektenschub in Frankreich .. D i c h y, 1 7 N o v. D e r s e i t m e h r e r e n W o c h e n v o r bereitete Präfektenschub in Frankreich ist vom französischen Innenminister Pucheu nunmehr vorgenommen worden. Insgesamt wurden 52 neue Regionalpräfekten, Prafekten Unterpräfekten und Sonderpräfekten ernannt. Als die wichtigste Maßnahme bezeichnete man in hiesigen politischen Kreisen die Ersetzung des bisherigen Präfekten von Marseille, Viguge, durch den bisherigen Präfekten von Constantine, Bonnafrus. Zum Präfekten des Departements Seine et Marne wurde der bisherige Präfekt des Departements Indre et Loire, Chaigneau, ernannt. Der bisherige Präfekt im Departement Aube Hilaire, wurde mit dem Titel Präsekt der Vertreinn des Innenministers bei der Generaldelegation der französischen Regierung in den besetzten Gebieten beigegeben. Aus dem Führerhauptquartier. 16. Nov. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Beim Angriff auf Sewastopol nahmen deutsche Truppen ein stark ausgebautes und zäh verteidigtes Fort. Die Luft= wasse unterstützt, die Kämpfe um Sewastopol und Kertsch durch Angriffe auf Besestigungsanlagen, Schiffe und Hafeneinrichtungen. Ein sowjetisches Kanonenboot und zwei Truppentrausporter erhielten Bombentreffer. Im Kampfraum von Tichwin wurden allein durch zwei Pionierkompanien 113 Kampfstände genommen. Im Seegebiet um England versenkte die Luftwaffe bei den Farörs und ostwärts Peterhead zwei feindliche Handelsschiffe mit zusammen 7000 BRT. Zwei weitere große Schiffe wurden durch Bombenwurf schwer beschädigt. Kampfflugzeuge erzielten bei Tage Bombenvolltreffer schweren Kalibers in einem Hochofenwerk bei Middlesborough. Luftangriffe richteten sich in der letzten Nacht ferner gegen Hasenanlagen an der Ost- und Südwestküste der Insel. Bei einem Nachtgefecht deutscher Vorpostenstreitkräfte mit britischen Schnellbooten im Kanal wurde ein feindliches Schnellboot versenkt. Die Versenkung eines zweiten Bootes ist wahrscheinlich. Die eigenen Streitkräfte hatten keine Verluste. In Nordafrika wurden Bunkerstellungen bei Tobruk und ein britischer Flugzeugstützpunkt in der Oase Giarabub von deutschen Kampfflugzeugen erfolgreich bombardiert. Der Feind unternahm in der letzten Nacht mit schwachen Kräften wirkungslose Luftangriffe im nordwestdeutschen Küstengebiet. Ein britischer Bomder wurde abgeschossen. In den letzten Wochen errang die deutsche Luftwaffe weitere große Erfolge im Kampf gegen die sowjetischen Luftstreitkräfte. In der Zeit vom 1. Oktober bis 8. November verloren die Sowjets insgesamt 2174 Flugzeuge. Hiervon wurden 1293 in Luftkämpfen, 412 durch Flakabmehr abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. In der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 183 eigene Flugzeuge verloren. Rom. 16. Nov. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Sizilien erhöhten sich die durch den englischen Luftangriff in der Nacht zum 15. November verursachten Verluste auf 21 Tote und 29 Verletzte. An der Küste wurde die aus drei Unteroffizieren bestehende Besatzung eines über dem Meer abgeschossenen Flugzeuges gefangengenommen. In Nordafrika Artillerietätigkeit an der TobrukFront. Der Feind führte Luftangriffe auf Bengasi und Derna durch. Es entstand einiger Schaden, und es gab einige Tote und Verletzte unter der arabischen Bevölkerung. In Ostafrika brachen die heftigen Angriffe des Feindes gegen unsere vorgeschobenen Stellungen an der Gondar-Front zusammen. Vor den hartnäckig verteidigten Stellungen ließ der Feind Hunderte von Toten zurück. Weitere schwere Verluste wurden dem Feind bei offensiven Vorstößen unserer Abteilungen zugefügt. In Afrika griffen deutsche Bomber den Flugplatz von Giarabub an, wo am Boden drei mehrmotorige Flugzeuge vernichtet wurden. Jagdflugzeuge schossen im Kampf vier feindliche Flugzeuge ab. Zwei unserer Flugzeuge kehrten nicht zu ihren Stützpunkten zurück. Im östlichen Mittelmeer wurden zwei feindliche Dampfer von unseren bewaffneten Aufklärungsflugzeugen mit Bomben getroffen und versenkt. Im mittleren Mittel. meer schossen unsere auf einem Aufklärungsflug befindlichen Jagdflugzeuge zwei Flugzeuge vom WellingionTyp ab. Im westlichen Mittelmeer griff ein unter dem Befehl von Flugzeugführer Masor Arduino Bori stehendes Torpedoflugzeug einen feindlichen vollbeladenen 10 000-BRT=-Dampfer an und versenkte ihn. Größenwahn eines uS-Generals Brasilien weist Roosevelts Versuch einer Unterjochung zurück GDRAPIR 1n UMT TAULT NIT ODTAERP SA O M L O„ 1„ M1 Staatsbegräbnis für General Huntziger Vichy, 16. Nov.(dub) Am Samstagvormittag fand in Vichy in Anwesenheit des französischen Staatschefs Marschall Pétaln, der Mitglieder der französischen Regierung sowie Vertretern der französischen Wehrmacht das feierliche Staatsbegräbnts für den bei einem Flugzeugunfall tödlich verunglückten Kriegsminister General Huntziaer und seiner mit ihm ums Leben gekommenen Mitarbeiter statt. An der Trauerfeier nahmen als Vertreter der Reichsregierung Botschafter Abetz, als Vertreter der deutschen Wehrmacht der Vorsitzende der Waffenstillstandskommission, General der Artillerie Vogl, teil. Ferner waren die Mitglieder des diplomatischen Korps anwesend. Madrid, 16. Nov.(dub) Die Madrider Zeitung 9A berichtet aus Buenos Aires, daß der dem brasilianischen Kriegsministerium zugeteilte USA=General Lehmann W. Miller seinen Rücktritt eingereicht habe. Der Grund zu dieser Demission, zu der die brasilianische Regierung unverzüglich ihre Zustimmung erteilte, soll eine außerordentlich heftige Auseinandersetzung über die Frage nordamerikanischer Stützpunkte in Brasilien gewesen sein. General Lehmann W. Miller hatte in letzter Zeit seine beratenden Funktionen im brasilianischen Kriegsministerium immer mehr zu Forderungen mißbraucht, die er im direkten Auftrage Roosevelts und des nordamerikanischen Generalstabes an leitende Persönlichkeiten der brasilianischen Regierung stellte. Er verlangte u. a. die Benutzung einer ganzen Reihe nordbrasilianischer Häfen als Stützpunkte für die Marine der USA, die Anlage großer Depots dort für Verpflegung, Betriebsstoff und Munition, sowie die Erstellung von Reparaturwerkstätten. Damit nicht genug, forderte Lehmann W. Miller, daß diese Anlagen mit südamerikanischem Militärpersonal besetzt werden sollten. Für dieses verlangte er exterritoriale Der Unkergang der„Ark Royal“ Seidenstrümpfe als Weihnachtsgeschenke an Bord Stockholm, 16. Nov.(dub) Daß der Verlust der„Ark Royal“ auch von der Besatzung sehr schmerzlich empfunden wurde, geht aus den Berichten von Augenzeugen der Katastrophe hervor. Ein Matrose erklärte:„Die„Ark Royal“ war ein besonders glückliches Schiff und, was die Lebensbedingungen für die Mannschaften anbetrifft, wahrscheinlich das beste in der Flotte. Es hatte immer ein„seines“ Offizierkorps. Für die Mannschaft war der Untergang des Schiffes darum auch besonders bitter, weil mit ihm Weihnachs geschenke für die Frauen und Bräute der Matrosen mit auf den Grund des Meeres gingen. Ueberlebende erzählen, daß die Mannschaft schon seit Monaten Geschenke für ihre Verwandten und Kleider für sich selbst eingekauft hatten, da sie hofften, zu Weihnachten nach England zurückzukehren. Die Mannschaft soll dafür 10000 IT Rechte in der gleichen Weise wie sie die nordamerika nischen Marinetruppen in China genießen. Alle diese Wünsche brachte General Miller in überaus anmaßender Form zum Ausdruck. Er ließ durchblicken, daß eine Verweigerung dieser Konzession die Landung nordamerikanischer Truppen an den gewünschten Stützpunkten zur Folge haben könne. Als einige der hervorragendsten brasilianischen Kabinettsmitglieder sich ablehnend verhielten, wurden sie von General Miller als Nazi=Agenten und Mitglieder der Fünften Kolonne beschimpft. Der amerikanische General trieb sein unverschämtes Gebaren auf den Höhepunkt, als er in diesem Zusammenhang die Abberufung einer ganzen Reihe den Nordamerikanern unliebsamer Regierungsmitglieder verlangte. Die Betreffenden sollen sich Lehmann W. Millers besonderen Unwillen auch dadurch zugezogen haben, daß sie die Annahme von Schecks über mehrere Millionen Dollar als Ehrenbeleidigung zurückwiesen. Das Auftreten des Generals Lehmann W. Miller ist gegenwärtig das Stadtgesprach von Rio. Man bezeichnet es als einen der größetn Skandale, die sich jemals in der Geschichte der modernen Diplomatie ereignet haben. Pfund ausgegeben haben. Tausend Paar, seidene Strümpfe, ein sehr beliebtes Geschenk, ebenso große Mengen kosmetischer Artikel und Schokolade seien durch den deutschen Angriff verloren gegangen. Es wird darum mehr Galgenhumor gewesen sein, wenn, wie der Londoner Nachrichtendienst meldet, die Ueberlebenden unter Lachen und Scherzen an Bord des rettenden Zerstörers gegangen seien. Britischer 5000-Tonner versenkt Berlin, 16. Nov.(dnb) Die Störung des britischen Schiffsverkehrs an der englischen Ostküste, von Schottland bis zur Themsemündung, durch Kampfflugzeuge der deutschen Luftwaffe war im Laufe des gestrigen Tages und in der Nacht zum 16. November wieder erfolgreich. Ein britisches Handelsschiff von 5000 BRT wurde ostwärts Peterhead durch Bombenwurf versenkt, während zwei weitere große Frachter und ein Bewacher beim Angriff auf einen Geleitzug ostwärts der Humbermündung beschädigt wurden. „Iphigenie in Delphi“. Gerhart-Hauptmann-Uraufführung in Berlin Berlin, 16. Nov.(dkd) An des Dichters 79. Geburtstag hat unter stärkster Anteilnahme der künstlerisch interessierten Oeffentlichkeit am Samstag im Staatlichen Schauspielhaus die Urauffüyrung von Gerhart Hauptmanns jüngster dramatischer Schöpfung, der Tragödie„Iphigenie in Delphi" stattgefunden. Hauptmann hat in einem Vorwort zur Buchausgabe die Höffnung ausgesprochen, daß er nicht in den Verdacht eines Wetteiferns mit dem„göttlichen Genie von Weimar“ kommen werde. In der Tat hat das Werk des greisen Dichters mit der ganz dem modernen Theater angehörenden Iphigenie Goethes nichts zu tun, es greift vielmehr auf das griechische Drama, ja in gewissem Sinne sogar auf das früheste, uns in dieser Form gar nicht mehr erhaltene kultische Weihemysterium der Hellenen zurück. Die beiden ersten Akte, die hauptsächlich Orest, Elektra und den drei Priestern gehören, sind ganz tiefes Weihespiel, bewust in Dekorationsanweisung und wilder Dunkelheit der Verse in einem Tempel Frühgriechenlands angesiedelt. Die dramaturgischen Gesetze, deren Meister einst der junge Hauptmann war, sie gelten dem Dichtergreis nur wenig, der mit dem letzten Problem der Tragödie an sich, dem Problem Mensch und Gottheit, ringt. Die mystische Dunkelheit löst sich im dritten Akt schließlich auf in einen auch sprachlich wunderbaren Monolog Iphigenies und in ein nun zum ersten Male zarte, menschliche Töne anschlagenden Zwiegespräch der Priesterin mit ihrer Schwester Elektra. Der offenbar einer kurzen Andeutung in einer Rede Elektras entsprungene Einfall des Bühnenbildners Rochus Gliese über das Szenenbild, eine Felsterrasse des DelphiHeiligtums, eine dunkle Wolke zu legen, die sich erst zum Schluß in leichtes Gewölk aufzulösen scheint, unterstützt die Absicht des Dichters in großartiger Weise; der heilige Rauch aus den Tempelklüften Delphis, zur Unglückwolke geballt, symbolisiert den Fluch, der auf den Atriden lastet. Jürgen Fehlings Regie unterstreicht den altgriechischen Charakter des Mysterienspiels durch das konsequente Festhalten einer starren Feierlichkeit, die sich bei der Iphigenie(Hermine Körner) fast bis zum Eindruck der Maske steigerte, die der griechische Schauspieler trug. Trotzdem blieb Raum genug zum Ausschöpfen individueller Leistung für Maria Koppenhöfer(Elektra), Friedrich Kayßler (Pyrkon), Bernhard Minette(Orest) und Gustav Knuth (Pylades). Der mächtige Eindruck entlud sich in starken Beifallskundgebungen für den anwesenden Dichter, der schon vor Beginn der Aufführung bei Betreten seiner Loge herzlich gefeiert worden war. Gerhard Richinger „Hakenkreuze auf Salzflaschen“ Schreckliche Entdeckung eines Hetzblattes in Pern Lima, 16. Nov.(dub) Ein neues— diesmal ollerdings mehr humoristisches Beispiel für die niederträchtige jüdische Hetze, die, von Newyork ausgehend, in gewissen USA=hörigen Blättern Südamerikas ihren Niederschlag findet, bringt die erste, sonst den wichtigsten Kabelmeldungen gewidmete Seite der deutschfeindlichen Cronica. Nachdem die Zeitung bereits am Freitag Umtriebe der sogenannten Fünften Kolonne in Form von Hakenkreuzumrahmungen auf einer offiziellen Liste pharmazeutischer Artikel entdeckt hatte, gelang ihr am Samstag eine noch„sensationellere“ Entdeckung. Auf den Etiketten von Salzflaschen des staatlichen Salzmonopols prangte— wie schrecklich— nach den Feststellungen des Blattes, ebenfalls eine Hakenkreuzornamentierung. Die erste Seite der Zeitung trägt dementsprechend die dicke Schlagzeile:„Hakenkreuz auf Salzflaschen“ mit dem Untertitel:„Alle Flaschen dieses unentbehrlichen peruanischen Küchenartikels tragen das Zeichen Hitlers, deshalb ist die Entsendung einer Untersuchungskommission, die die unterirdischen Machenschaften der die Staatssicherheit untergrabenden Propagandisten untersucht, dringend notwendig.“ Zwei Leitartikel von zusammen einer ganzen, engbedruckten Seite verlangen gegen die Urheber dieses verbrecherischen Anschlages gegen die Staatssicherheit Anklage wegen Hochverrats und sofortiges Erschießen. Die Zeitung setzt jedoch großmütig hinzu, sie verlange lediglich Bestrafung und Verhinderung einer solch hinterlistigen Propaganda. Wenn Lächerlichkeit töten könnte...! Unerbetene Einmischung zurückgewiesen Berlin, 16. Nov.(dub) Die merikanische Gesandtschaft in Berlin hat letzthin dem Auswärtigen Amt Mitteilungen ihrer Regierung zugehen lassen, die sich auf die Frage der Repressalien wegen der Ermordung von zwei deutschen Wehrmachtsangehörigen durch bolschewistische Agenten in Frankreich bezogen. Das Auswärtige Amt hat der Gesandtschaft Jaraufhin mitteilen lassen, daß es nicht gewillt ist, mündliche oder schriftliche Erklärungen dritter Staaten zu dieser Frage entgegenzunehmen. Diese Nummer umfaßt 6 Seiten Kölner Verlage Anstalt urd Dreckerei Gmbll.- Verlagsleiten Or. Krieb Veternahm.- Gauptechriftleiter: Dr. Haus Kers— Preisl. 12. Reinkehr' Roman von Karl Raus Steott 14. Fortsetzung Ausgenommen dann natürlich, wenn etwa ein Gönner h festgerannt hatte und selbst eine Erneuerung des ertlages wünschte. Die beliebte Künstlerin blieb dan uzk noch einige Spielzeiten hindurch erhalten. Dziededuczki kam in seinem blauen Auto vor der Jo wodschaft vorgefahren:„Bruderherz, da ist die Olga andierska, du weißt doch...! Sie hat mir gesagt, iß sie der Kraszewski nicht mehr engagieren will. Das ht doch nicht.“ „Selbstverständlich bleibt sie, wenn du es wünschst, ruderherz“, sagte der Wotwode,„die Chmelnicka ist auch och so gut wie neu, die bleibt auch" Sie waren die besten Freunde. Miteinander hatten e in der polnischen Auslandsorganisation in Zürich die efreiung des Vaterlandes vorbereitet. Ihre Herzen jlugen im gleichen Takt. „Nur ein bissel unverschämt wird er mir, der raszewfki“, meinte der Wowwode,„alle Jahre verlangt von mir eine höhere Subvention. Heuer wieder... und r Babinski, du weißt, der Direktor von der Nationalink, zieht mir schon Gesichter. Er sagt, die polnische ultur ist ein bissel teuer, sagt er, der freche Kerl. Und er nns nicht verantworten, sagt er.“ „Lächerlich“, knurrte Dziededuczki und tötete seine igarette in einem Massengrab von Stummeln, das sich if dem länglich=runden Mahagonitisch im Besuchszimmer s Wotwoden befand. „Du sagst lächerlich und hast recht, Bruderherz, für die Anische Kultur ist nichts zuviel. Ich bin auf einen Aus eg gekommen. Zwischen Zakopane und der Winterspielit sind drei Wochen Urlaub für die Leute von Kraswiki, du weißt. Ist mach heuer eine Zwischenspielzeit. er Kraszewski muß mir auf's Land hinaus, in den estern spielen.“ Pan Dziededuczki verstand, er verstand ausgezeichnet e polnische Kultur war freilich ein wenig teuer, selbstrständlich war sie teuer. Die beiden Freunde lachten gander an Luzk war ein teueres Pflaster, und besonders Schneider waren unverschämt. Sie waren so unver samt, daß die Damen vom Theater wegen ihrer Toiletten nach Warschau fuhren, wo die Schneider noch unverschämter waren, von den Pelzhändlern nicht zu reden. Und dann die kleinen Frühstücksgelage mit erlesenen Kanapki und viel Sekt, französischem natürlich, und dann gelegentlich so ein kleines nächtliches Fest mit Spiegelzerschmeißen und was dazu gehört. Man mußte doch das launenhafte und verwöhnte Künstlervölkchen bei guter Laune erhalten, nicht wahr? Die Regierung war gewiß nicht knauserig, wenn es die polnische Kultur galt. Aber es gehörten eben eine Menge Schneiderrech= nungen und Sektflaschen und zerschmissene Spiegelscheiben zur polnischen Kultur. Von gelegentlichen persönlichen kleinen Geldaushilfen abgesehen." Der Direktor der Nationalbank, Herr Balbinski, war zum Glück ein großer Gönner der Kunst und hatte eine offene Hand. Aber nun streikte er, und es hatte den Anschein, als wolle er die offene Hand schließen. Es war vielleicht etwas Wahres an dem Gerücht, daß demnächst eine Ueberprüfung der Bücher stattfinden solle. Pan Dziededuczki verstand seinen Busenfreund, den Woiwoken, ausgezeichnet. So ein kleiner Ausflug der polnischen Kultur aufs Land, drei Wochen Wanderbühne in den Städten mit deutschen Minderheiten oder meinetwegen auch mit Mehrheiten war ungemein geeignet, die polnische Kultur mit einem Ruck voranzubringen. Die polnische Kultur war noch überaus ausdehnungsfähig, sie war von einem gewaltigen Eroberungsdrang beseelt. Und dafür war bei der Regierung immer Geld zu haben. Damit konnten dann wieder etliche Löcher gestopft werden. Da war ein neuer Pelzmantel der Chmelnicka— auf Nerz hatte sich das Aas versteift—, und der war so ein großmächtiges Loch. Der Wotwode würde das Ding in Warschau schon drehen. „Und ich glaube, dir damit einen Gefallen zu machen, Bruderherz!“ sagte der Woiwode. „Wieso Gefallen?“ „Ist doch unbequem für dich, wenn du immer nach Luzk kommen mußt. Sollst es drei Wochen bequemer haben, wenn der Kraszewskt in deinem Kreis spielt. Kannst dir die Landierska vielleicht einfach aufs Schloß nehmen. In Mladenowice soll der Kraszewski anfangen.“ „„in Mladenowice? Sind doch mehr Deutsche dort als esen oder mindestens ebensoviel.“ Der Woiwode lächelte nochsichtig:„Eben darum!“ „Und wo soll denn der Kraszewiki da spielen. Wo hat ei denn da einen Thea####saal? Im Rathaus vielleicht?“ „Im Deutschen Haus haben sie einen Theatersaal.“ „So? Im Deutschen Haus? Nun, da werden sie keinen schlechten Lärm schlagen.“ „Sollen sie Lärm schlagen! Je mehr, desto besser. Wir werden es ihnen bald ausgetrieben haben, das Lärmschlagen. Ganz still werden sie sein, ganz still... so still wie nur möglich.“ Pan Dziededuczki beugte sich vor:„Ist es soweit?“ „Ja“, dehnte sich der Woiwode,„es ist soweit. Wir warten nur auf das Stichwort— wie sie auf dem Theater sagen.“ „Gut, gut“, nickte Pan Dziededuczki,„Gottes Segen mit Polen.“ n duus Ers Und dann hatte er sich mit Olga Landierska verständigt und sie noch einen Tag vor dem Eintreffen der übrigen Theatergesellschaft in seinem blauen Auto abgeholt und auf sein Schloß gebracht. Es war keine reine Freude. Zuerst hatte ihm die Katscha, das Zimmermädchen, einen großen Krach geschlagen, als sie erfuhr, daß sie die Gastzimmer für einen Damenbesuch herzurichten habe. Die Auseinandersetzung endete mit einer Anzahl blauer Beulen und hundert Zloty für Katscha. Dann aber begann Olga, kaum daß sie angekommen war, Dziededuczkt in den Ohren zu liegen. Die Chmelnicka hatte einen Nerzmantel bekommen, einen wundervollen Nerzmantel, und Olga Landierska hatte kaum etwas anzuziehen, balk würde sie halbnackt auf der Straße herumlaufen. Dziededuczki hatte den Brillantschmuck, den Sühneschmuck für die Ohrfeigen wegen des Zirkusathleten, noch nicht vergessen, aber Olga hatte ihn offenbar vergessen „Ich bringe dich immer in meinem Auto zu den Proben und den Vorstellungen“, versuchte Dziededuezki abzulenken Gut, gut, aber Olga kam wieder auf den Nerzmantel der Chmelnicka zurück. Sie blieb solange dabei, bis die Ohrfeigen wieder in bedenkliche Nähe gerückt waren. Nun ja, für jetzt nichts weiter von ihm, aber es würde schon ein geeigneter Zeitpunkt kommen, diese Frage wieder anzuschneiden! Sie kam sein und vornehm im blauen Auto vor dem Deutschen Haus vorgefahren, gerade als die Kraszewskische Truppe im Reiseautobus anlangte und die Kollegen ausstiegen. Ein Augenblick des Sieges, eine wundervolle Ueberlegenheit. Nerzmantel hin. Nerzmantel her, die Chmelnicka im Nerzmantel stieg aus einem dreckigen Reiseautobus mit zerschlagenen Fensterscheiben, die man mit Papier verklebt hatte, und löcherigem Fußboden, durch den man die Landstraße sah, und Olga hüpfte graziös aus einem blauen Auto. Wieviel Dziededuczki noch darauf schuldig war, konnte ihm kein Mensch ansehen. Der Herr Direktor Kraszewski stand gebietend unter den Seinen, er war erfüllt vom Bewußtsein seiner Sendung, er brachte die polnische Kultur zu der breiten Masse, das Auge der Regierung und des Vaterlandes ruhte wohlwollend auf ihm und seiner Truppe. Einen halben Schritt hinter ihm hielt sich der Dichter, ein dürrer, lang aufgeschossener Mensch mit zwei Händen zuviel. Ja, die Kraszewskische Theatertruppe war eine so hervorragende Unternehmung, daß sie sich sogar einen eigenen Dichter leisten konnte. Von dem Geld für die polnische Kultur floß freilich nicht mehr als ein dünnes Rinnsal in die Taschen seines fadenscheinigen Röckchens; gerade genug, um ihn durch allerhand Verzicht frisch und regsam zu erhalten. Seine Muse lief nicht Gefahr, durch übergroße Ueppigkeit faul unt arbeitsunlustig zu werden. Immerhin, er war Glowicz, der Dichter, und die Revue, die heute auf Mladenowice gespielt wurde, war dieser Muse zu verdanken. Kraszewski hielt es nicht für nötig. seine Leistungen durch massenhafte Ströme von Gold zu entlohnen, er wußte, daß dieses Dichterherz durch unzerreißbare Fäden an sein Unternehmen gefesselt war Zuerst war es die Chmelnicka gewesen, zu der riese Jäden sich gezogen hatten, dann die Krasnopolska, dann die Olczewska, und jetzt war der Dichter bei der Landierska angelangt. Dieser fadenscheinige Glowicz hatte sich durch den weiblichen Teil von Kraszewskis ganzer Truppe hindurchgeliebt, immer treu und hingebend von serne bis irgend jemand gekommen war und sich zum glücklichen Besitzer des geliebten Gegenstandes gemacht hatte. Da kam nun Olga Landierska in Pan Dziededuczkis blauem Auto an. kein Zweifel, daß Glowicz wieder in das Elend der Entsagung zurückzutreten hatte Sein Herz bebte, und er schielte vor namenlosem Liebeskummer Und da hörte er noch dazu, wie der Spielleiter zum braungelockten Operettentenor sagte:„So ein Nest Und obendrein noch Jahrmarkt.“ „Ein Nest wie jedes andere“ antwortete der Operettentenor.„gut genug für unsere Mistrevue.“ Das war zuviel für Glomez Beinabe wäre sein Dichterherz gebrochen, wenn nicht Wischanski zu ihm getreten ware und ihm die Hand geschüttelt hätte Wischapski, das Haupt des polnischen Kulturvereis Der wußte noch, was er der polnischen Dichtkunst schuldig war. Fortsetzung folgt. — KöLN am Rhein — Montag, 17. November 1941 Nr. 320 Auch an Euren kleinen Sorgen wollen wir teilnehmen, denn sie gehören ja auch zu Euch, und da wir mit Euch denken und fühlen, können wir nicht von diesen Sorgen ausgeschlossen sein, wie wir auch an Euren Freuden teilhaben wollen. Nur das vertragen wir nicht: daß Ihr etwa jammert, weil der Braten nicht mehr so groß ist wie früher oder weil Ihr mit den Zigaretten etwas knapper gehalten seid als einst. Wir wissen hier, daß es um ganz andere Dinge geht, und wenn wir einmal darüber sluchen, daß haror Marit, ict amz: Luar... Pos2:1# g is unser„Dinek“ einmal ganz ausblieb, weil im stürmischen barer Besitz ist. Mit diesen kleinen Dingen grüßt uns die Verm isch die Verpflegung nicht rasch genug nachkam, so ist das etwas ganz anderes. So ein herzhafter Sol Die kleinen Dinge Es ist nicht so, wie Ihr in der Heimat meint, schreibt ein Soldat aus dem Felde, daß uns hier die kleinen Dinge in der Heimat nicht interessierten, wo um uns das große Geschehen ist, das über das Leben unseres Volkes entscheidet und mit dem Blute so mancher Kameraden bezahlt werden muß. Gerade diese kleinen Dinge sind uns so wertvoll, weil aus ihnen all das spricht, was wir lieben, was uns an die Heimat bindet und uns kostHeimat und zeigt uns immer wieder, wie wir selbst in ihr leben, wie unser Denken und Fühlen in ihr wurzelt. Gerade das, was so gering erscheint, und von dem Ihr meint, daß es uns ganz ferngerückt sei, lebt ja in uns. Wir denken in unseren freien Stunden an alle die lieben kleinen Dinge, in denen wir ausgewachsen sind, die zu uns gehörten, um die wir uns sorgten, über die wir uns zuweilen auch ärgerten. Damals erschienen sie uns wirklich als unbedeutend, manches davon sogar lästig. Jetzt, da wir fern von ihnen sind, erweisen sie sich als wertvolle Geschenke der Bindung an die ganze Heimat, die wir gerade hier in einer unserm Wesen völlig entgegengesetzten Welt zutiefst lieben gelernt haben. datenfluch ist ganz anders gemeint, als er klingt. In ihm steckt ein sehr entschiedenes„Dennoch!“ oder„Nun erst recht!“ Also erzählt uns recht viel von den kleinen Dingen, denn sie gehören zu uns, an sie denken wir in jeder Minute, die uns als freie Zeit bleibt, denn in ihnen erleben wir die ferne Heimat, durch sie wird sie uns nahe. In den kleinen Dingen hören wir die Heimatglocken, und in ihnen fühlen wir auch den Herzschlag der Heimat. Was das für uns bedeutet, brauche ich Euch nicht erst zu sagen.... 6 Kleiner Kölner Kulturspiegel Bekenntnis zur Schönheit Prof. Dr. Leo Bruhns sprach über Raffael zur Begleitung der verschiedenen Opern= und Operettengesänge, Kapellmeister Alfons Weinert, der das Tanzpaar begleitete. Musikalisch sehr gewinnend trat außerdem das Orchester der Stadtischen Sparkasse unter Leitung von Fritz Röseler in Erscheinung, das den Nachmittag mit Suppés „Schöner Galathea“ wirkungsvoll anlaufen ließ. Als Organisator und„Spielleiter“ hinter der Szene waltete, seines Amtes bewußt, Wilhelm Düngelhoff. Eine sehr gewählte Vortragsfolge hatte die Kreiswaltung Köln=lrh.=Nord für ihr Kriegs=WHW=Konzert im Gürzenich zusammengestellt. Hier trat zunächst einmal das Musikkorps eines Flak=Regiments„ganz groß“ in Erscheinung. Jawohl, ganz groß! Denn ein Musikkorps, das Werke wie die Ouvertüre zu„Euryanthe“ von Weber, die„Holländer“=Ouvertüre von Wagner und die Vaterländische Ouvertüre von Reger im Repertoire hat— diese Werke gelangten neben der für Bläser sehr schwierigen„Aufforderung zum Tanz“ von Weber und Das wahrhaft Schöne und Große, das, was über die Zeit hinauswirkt, aus der es geboren wurde, war in der diesjährigen Vortragsreihe für die Freunde des Wallraf=Richartz=Museums bis jetzt am stärksten durch den Namen Raffael beschworen. Prof. Dr. Leo Bruhns(Rom) feierte die Kunst des großen Zeitgenossen Leonardos und Michelangelos in einem Lichtbildervortrag, der Eigenart und Werk des Meisters der klaren Farbe und Komposition vor einer erfreulich großen Zahl der Zuhörer ausbreitete. Er legte damit ein Bekenntnis zur Schönheit ab, zu jener großen, in sich selbst ruhenden Schönheit, die ewig und unvergänglich ist und jedem, auch dem einfachsten Menschen, etwas zu sagen und zu geben hat. Nicht umsonst ist der Maler der umbrischen Landschaft und Menschen im Zuge seiner künstlerischen Entwicklung der Maler der Altäre geworden, der Maler der Stanzen, der sein Bestes gav, als er in die architektonische Begrenzung eines Raumes den traumhaften Glanz seiner Farben und die wundervolle Klarheit seiner Bildform hineinschuf. Ihn drängte es zum Großen und Erhabenen, das er groß und erhaben zu bilden vermochte mit beinahe antikischer Kraft und Beherrschung des Gegenstandes und des Gegenständlichen. Er zog Irdisches und Himmlisches in einem Bilde zu sammen, ohne einem von beiden Gewalt anzutun. Er malte seine Madonnen als schöne, mütterliche Frauen, und doch sind sie voll Erhabenheit, verehrungswürdig, ohne daß man darum das Heilige von dem lösen muß, was unserer Sphäre angehört. Der Vortragende suchte seinen Weg zu Raffael von der wirklichkeitsnahen Betrachtung her. Objektiv genug, um nichts strafung nach sich zieht. Gerade auch die Verfehlungen aus in die Bilder hineinzulegen, was nicht darin ist, keine Tiefe zu Oberflächlichkeit und Leichtsinn müssen streng geahndet suchen, wo der Maler nichts geben wollte als das ausgewogene#erdin, um die Allgemeinheit vor Schaden zu bewahren. Bildnis eines Menschen, suchte er der wahren Bedentung des Eg: manchmal geradezu erstaunlich, mit welchen„EntMalers für seine und unsere Zeit nahezukommen. Am Bild nstlers aus der Begrenzung schuldigungen“, teilweise, in vermeintlichem Recht, sogar wekkeren Stücken im Gürzenich zur Wiedergabe!— verdient in Fragen der Musik durchaus ernst genommen zu werden. Die vokale Ergänzung zu diesem machtvollen Musizieren boten einige Männerchöre. Erstmalig trat unter seinem Dirigenten Musikdirektor Willi Brouwers der neue Werkwor der Fordwerke an die Oeffentlichkeit; die Wiedergabe einiger volkstümlicher Lieder von Radecke, Zander, Oehl, Mühlberg und Panzer zeigte, daß der junge Chor klanglich bereits ein sehr beachtliches Format hat. Unter Leitung von Musikdirektor Willi Müller sang ferner der Werkchor des ReichsbahnAusbesserungswerkes Köln=Nippes Chöre von Schubert, Wohlgemut, Philipps und Kirchl. Auch hier gab es einen vortrefflichen Klang und dementsprechenden Beifall; wie denn überhaupt alle Darbietungen des sehr beachtlichen Konzerts regsten Beifalls gewiß sein konnten. Robert Greven Ueber Josef von Lauff Zur Feier des 85. Geburtstages des 1933 gestorbenen Dichters des Niederrheins Josef von Lauff hielt W. M. Zellekens (Düsseldorf) vor den Kölner Mitgliedern des Deutschen Sprachvereins einen Vortrag über Wesen, Werk und Welt des Schriftstellers, der so tief in seiner Heimat wurzelt, daß er sich sprachlich und menschlich nicht von ihr lösen kann und will. Als Maler mit dem Wort zeichnet er seine Welt und seine Gestalten, getreu, wirklichkeitsnah und bunt, am stärksten und wirksamsten in den Heimatromanen, die zu seinen reifsten Schöpfungen gehören. Humor und Tragik liegen eng nebeneinander, im Roman so gut wie in dem beachtlichen, wenn auch fast unbekannten epischen Werk des Dichters. Der Vortrag wollte nicht nur Wesentliches über und von dem Manne aussagen, dem er galt, sondern vor allem zu seinen Büchern hinführen, die auch stilistisch der Gegen wart noch manches zu sagen haben, und so schloß sich ihm eine verständnisvolle Lesung aus Josef von Lauffs Werken an. Die Zuhörer folgten beidem aufmerksam und bereitwillig Cläre Bury Goldmarie und Pechmarie bei Milloulisch Die Millowitsch=Heimat=Bühne hat sich dem Märchen zugewandt und bringt für die großen und kleinen Kinder die alte Geschichte von Goldmarie und Pechmarie in sechs gut und kräftig gezeichneten Bildern, die mit spürbarem Lachkolorit versehen sind. Wahrscheinlich hat man den Ort der Handlung aus dem Märchenland in die Gegend um Köln verlegt. Den lachlustigen Zuschauern gefällt das, und die handfeste Moral, ohne die kein Stück für Kinder denkbar ist, kommt trotz der Späße nicht zu kurz. Die Goldmarie(Minnie Erdmann) ist das brave, fleißige, hilfsbereite Mädchen, das die Härte der bösen Stiefmutter in den Brunnen jagt und goldbeladen wiederkehrt, weil es Frau Holle treu gedient hat. Die faule Pechmarie hat die Strafe, die ihr Name andeutet, wohl verdient, und von den kleinen Leuten, die begeistert mitspielten und vom Anfang bis zum guten Ende sehr bei der Sache waren, wurde sie ihr von Herzen gegönnt. Darstellerisch schoß Karl Millowitsch, der den Müller Anton Kohlbein mit dem ganzen bunten Register seiner guten Laune gab, den Vogel ab. Die Kinder freuten sich, wenn sie ihn nur sahen. Käthe Blaß und Hella Offermann=Klein in ihren stark komisch gefärbten Rollen als Stiefmutter und Stiefschwester waren ihm gewandte Partnerinnen. Die Spielleitung von Peter Millowitsch sorgte für den glatten und gekonnten Ablauf der Szenenfolge. Es gab viel Spaß und sehr berzlichen Beifall. Cläre Bury. selbst ließ er das Wachsen des Künstlers aus der Begrenzung durch Schule und Lehrer zur inneren und äußeren Freiheit sehen, zur vollendeten Harmonie des Wollens und Könnens, zur sicheren Erkenntnis der ihm eingeborenen Kräfte Er zeigte ihn und sein Werk eingebettet in seine Zeit, die dem Genius so auf geschlossen war wie kaum eine zweite, und gab ihm den Platz, der ihm gebührte in der Reihe seiner großen Mitkämpfer um den Ruhm, zu den größten Malern jener Epoche gezählt zu werden.— Die Zuhörer dankten ihm für seine, von Ehrfurcht und Klugheit in gleichem Maße geprägten Ausführungen durch begeisterte Anteilnahme. Cläre Bury. Veranstaltungen für das WHW Zahlreiche künstlerische Kräfte stellten sich um das Wochen ende in den Dienst des WHW. Ihr Lohn war ein doppelter. Einmal wirkten sie in und vor restlos besetzten Sälen, so daß der Zweck dieser Veranstaltungen in jeder Hinsicht erreicht wurde; dann aber durften sie mit ihren zumeist hochrangigen Darbietungen riesigen Beifall entgegennehmen und dienten damit auch ihrem Ansehen. Die Kreiswaltung Köln=Stadt=lrh.=Süd der NSG„Kraft durch Freude“ hatte zu einem Bunten Nachmittag in den großen Saal der„Bürger“ geladen. Hier entwickelte sich, nachdem Kreisprogagandawalter Dauthe einige Begrüßungsworte gesprochen, eine bunte Folge musikalischer und tänzerischer Darbietungen, zu denen der Ansager Gred von Assern als sogenannte„Stimmungskanone“ die rednerische„Begleitmusik“ lieferte. Vor der mitgehenden Hörerschaft erschienen hier die charmante Leipziger Rundfunksängerin Charlotte Dauthe Pröhl, der stimmlich auf besonderer„Höhe" befindliche Kölner Operntenor Gerhard Offergeld, Hans Schanzarg vom Kölner Opernhaus, der im„Nebenberuf“ ein ausgezeichneter Lautensänger ist, und schließlich das anmutige und famose Tanzpaar Welter Frank und Helene Rajewski. Am Flügel saßen zwei Könner: Kapellmeister Willibald Kießling Verdunkelungssünder vor dem Strafrichter Dertückische Zugwind/ Gefährlicher Lichtschacht 7 Der Mond warschuld Manche Volksgenossen neigen dazu, in der gewissen= den Abenden hatte eine Kontrolle den Angeklagten auf haften Durchführung der Verdunklungsvorschriften lässig diese Mängel aufmerksam gemacht, und trotzdem ließ sich zu werden. Darum muß immer wieder darauf hingewie= der Wirt nicht belehren. Ein paar einfache Haken ansen werden, daß solche Leichtfertigkeit unnachsichtliche Be= gebracht und der Uebelstand wäre behoben gewesen. Als zum vierten Male die mangelhafte Verdunklung gemeldet wurde, gab es ein Strafmandat von 75 Mark. Der Wirt entschuldigte sich mit„viel Betrieb" im Lokal und Personalmangel. Aber diese Entschuldigung konnte nicht gelten. Der gute Mann konnte von Glück sprechen, daß das Urteil nicht höher ausfiel. Das bedachte er schließlich auch und zog den Einspruch zurück, um sich keine gerichtische Strafe zuzuziehen. Mit etwas mehr Einsicht hätte er sich die Leute vor dem in empörtem Tone vorgebracht, Strafrichter auftreten. Da hatte eine Frau aus Ehrenfeld wegen Uebertretung der Verdunklungsbestimmungen ein Strafmandat von den Aerger ersparen können. 30 Mark bekommen und dagegen Einspruch erhoben An] einem Abend im September war die Frau in der Wasch= Ein Handwerksmeister hat seine Werkstätte in einem küche beschäftigt, die im Dachgeschoß des Hauses liegt. Kellerraum, der tagsüber die Lichtzufuhr durch zwei Da hörte sie in der Wohnung die Klingel und lief hin= Drahtglasscheiben erhält, die in die Decke eingelassen sind. unter an die Haustür. Sie vergaß dabei die Türe der Diese Decke ist gleichzeitig der Boden des darüber liegenWaschküche zu schließen; dadurch entstand Zuglust. Der den Hofraumes. Für gewöhnlich sind diese Glasscheiben Zugwind schlug ein leichtes, schwarzes Battisttuch, das nach Eintritt der Dunkelheit durch Eisenplatten belegt. die Frau vor das achtzig Zentimeter im Quadrat große Eines Abends erscholl aus den Wohnungen benachbarter Dachsenster gehangen hatte, zurück. Mehr als eine halbe Hinterhäuser plötzlich der vielfältige Zuruf:„Licht aus in Stunde lang drang das Licht einer 25=Watt=Lampe nach der Werkstatt!“ Aus einem der beiden Lichtschächte drang draußen, denn die Frau hatte erst einmal unten an der Haustüre mit einer Nachbarin ein Schwätzchen gehalten und dann noch in ihrer Küche nach dem Essen gesehen. „Ich kann doch wahrhaftig nichts dafür, wenn der Wind das Tuch zurückschlägt!“, meinte die reichlich naive Frau zur Begründung ihres Einspruchs.„Natürlich können Sie dafür“, belehrte sie der Strafrichter,„dann müssen Sie eben das Tuch so befestigen, daß es sich nicht zurückschlagen läßt!“ Der Frau war nicht zu helfen. Die 30 Mark Strafe muß sie bezahlen und dazu nun auch noch die Kosten des Verfahrens. grellet, heller Schein nach oben. Der Meister hörte in seiner Wertstatt das Rufen. Statt sich nun Gedanken darüber zu machen, ob die Zurufe berechtigt seien, sagte er noch zu einem Gehilfen:„Was wollen die da oben; meine Werkstatt ist genügend abgedunkelt, da kommt kein Licht heraus!“ Erst als die Nachbarn energischer wurden, ging der Angeklagte nach oben und mußte sich überzeugen, daß die Eisenauflage verschoben worden war. Beinahe eine ganze Viertelstunde drang der Lichtschein in die Dunkelheit. Nach Eintritt der Dunkelheit hatte der Meister, als die Arbeit in der Werkstatt begann, selbst beiden Eisenplatten aufgelegt und an den vier Ecken * die„„„ Ein Gastwirt lamentierte vor dem Richter:„Ich hab' in Nuten befestigt. Trotzdem war eine Platte verschoben wer weiß wieviel Geld an meine Verdunklungsvorrichtun= worden, und zwar unbemerkt durch Arbeiter, die nachgen gelegt und die sollen noch nicht klappen, das wär' sher Kohlen eingefahren hatten und mit ihrem Wagen wir doch zu dumm!“ Und sie war doch nicht dicht ge= darübergefahren waren. Nur die Tatsache, daß der Anwesen, diese Vorrichtung, zumal nicht an einem hofwärts geklagte nachweisen konnte, daß er sich bei Eintritt der gelegenen Fenster. Dreimal an zwei aufeinander folgen= Dunkelheit selbst um die ordnungsmäßige Abdichtung der Der Rheinische Literakurpreis 1941 Wie alljährlich, so findet auch in diesem Jahre im großen Saale des Kölner Gürzenich die feierliche Verleihung des Rheinischen Litenturpreises statt. Die Feierstunde wird am 7. Dezember 1941 morgens 11 Uhr sein. Es werden sprechen Lundeshauptmann Haake und der preisgekrönte Dichter. Das Orchester der Hansestadt Köln unter Leitung von General= musitdirektor Prof. Papst wird die Feierstunde mit Musik von Beethoven umrahmen. beiden Lichtschächte bemüht hatte, bewahrte ihn vor einer Freiheitsstrafe. Sein unverzeihliches Zögern nach der Warnung durch die Nachbarschaft mußte er jedoch mit 150 Mark Geldstrafe büßen, während das Strafmandat auf 50 Mark gelautet hatte. In einem Falle hatte ein Mann Glück mit seinem Einspruch gegen ein Strafmandat von 80 Mark wegen angeblicher mangelhafter Verdunklung. Diesem Manne spielte der— Vollmond einen Streich. Je nachdem dieser Trabant der Mutter Erde in einer bestimmten Höhe am Himmel steht, bescheint er Dachsenster des Hauses des vermeintlichen Verdunklungssünders so eigenartig, daß man glauben könnte, diese Fenster seien erleuchtet. Man müsse, so erwähnte der Richter, der sich von dieser Tatsache selbst überzeugt hatte, sehr genau zuschauen, um den trügerischen Lichtreflex zu erkennen. Das ist aber, wie ausdrücklich bemerkt sei, eine große Ausnahme, die mit der Konstruktion des betreffenden Daches und einem ganz bestimmten Stand des Mondes zusammenhängt. Es kann sich also gemeinhin niemand entschuldigen, der Mond sei schuld! Höchstlohnanordnungen für Hausgehilfinnen Der Reichstreuhänder der Arbeit gibt nochmals bekannt, daß die mit Wirkung vom 15. Septemder 1941 in Kraft getretene Anordnung über Höchstlöhne für Hausgehilfinnen, Pflichtjahrmädchen, Aufwartungen und Waschfrauen bei den Leitern der Arbeitsämter, als Beauftragten des Reichstreuhänders der Arbeit erhältlich ist. Mit Rücksicht auf den Umfang der Regelung ist es nicht möglich, die gesamte Anordnung zum Abdruck zu bringen. Da der Reichstreuhänder der Arbeit bei Zuwiderhandlung und Umgehung der Höchstlohnanordnung ein unnachsichtiges Einschreiten angekündigt hat und bei Verstößen mit Gefängnis und Geldstrafe, letztere in unbegrenzter Höhe, zu rechnen ist, empfiehlt es sich, für jeden Haushaltungsvorstand, die Anordnung zu beschaffen: eine Behauptung, die Bestimmungen seien nicht bekannt gewesen. kann keineswegs zur Entschuldigung herangezogen werden. Die fristlose Entlassung selbst verschuldet Ein Hilfsarbeiter wurde am 29. August fristlos entlassen und das Arbeitsamt hatte seine Zustimmung nachtraglich erteilt. Seit dem 6. September hat er anderweitig Arbeit gefunden. Da er seine fristlose Entlassung für ungerechtfertigt hielt, klagte er am Kölner Arbeitsgericht auf Zahlung von 45.— Mark Kündigungsentschädigung. Der Beklagte führte aus, der Kläger habe eine Auseinandersetzung mit einem Meister gehabt über die Entladung eines Waggons Holz. Der Kläger war erbost und suchte eine andere Arbeit im Betrieb auf. Der Betriebsleiter forderte ihn auf, an seinen Arbeitsplatz zurück zukehren, worauf der Kläger sagte:„Das geht Sie einen Dreck an“, infolgedessen der Hilfsarbeiter fristlos entlassen wurde. Das Gericht entschied: Die nachträgliche Zustimmung zur fristlosen Kündigung wirkt nach einer Rechtsprechung des Reichsarbeitsgerichts auf den Zeitpunkt der Kündigung zurück. Ist die fristlose Entlassung gerechtfertigt, so hat der Gekündigte den Umstand, daß er bis zur Erteilung der Genehmigung des Arbeitsamtes gegebenenfalls ohne Arbeit ist, selbst zu vertreten, wenn er die Kündigung verschuldet hat. Im vorliegenden Fall war die fristlose Entlassung des Klägers begründet, von diesem also verschuldet, wie die Zeugen auch bekundeten. Die Klage war daher kostenpflichtig abzuweisen. Warnung vor einem Betrüger Ende Oktober suchte eine Kölner Wäscherei durch Zeitungsinserat eine Hilfskraft zum Austragen der Wasche. Darauf meldete sich unter dem Namen Jakob Blees ein Mann, der angab, bei der Firma Humboldt in Köln=Kalk beschäftigt zu sein; seine Arbeiten in der Wäscherei wolle er nebenbei per richten. Eine Woche lang hat er die Botengänge prompt erledigt. Am 10. November erhielt er von seinem Arbeitgeber ein Transportrad und einen großen Korb Wäsche mit dem Auftrag, aus einer Waschanstalt einen größeren Posten Wäsche abzuholen. Er führte den Auftrag auch aus, ist aber mit der gesamten Wäsche, und zwar 50 bis 60 Oberhemden, 30 bis 35 Kragen, einigen Taschentüchern und Schlafanzügen, nicht zu seinem Arbeitgeber zurückgekehrt. Die Ermittlungen ergaben, daß er sich zu Unrecht des Namens Jakob Blees bedient hat. Der Täter ist 35 bis 40 Jahre alt, 1,72 bis 1,75 Meter groß, dunkelblond, von mittlerer Figur und trägt hohe braune Gamaschenschnürstiefel, vorn geschnürt und mit gelben Haken versehen, ferner graubraune Breecheshose, graubraune, Joppe und graubraune flache Mütze. Wer kann Angaben über den Verbleib der Wäsche und des Transportrades oder über den Täter machen? Mitteilungen erbittet das 8. Kommissariat der Kriminalpolizeileitstelle Köln, Am Weidenbach 10. Kinovarieté Kristallpalast Mit der Bezeichnung„Spitzenleistung“ soll man im allgemeinen vorsichtig sein. Was aber im neuen Programm durch das Seiltänzerpaar Elanos sowie durch die drei MenorkaAthleten gezeigt wird, verdient durchaus diese Wertschätzung. Sind es hier gekonnte Ueberschläge und Tragbalancen auf dem Straffdraht, so verblüfft bei dem Trio die Sicherheit bei schwierigsten Aufbauten und Handständen aller Art, während Modelleure durch die gestellten Mukelposen erfreut werden. Der Komponist Tusche sorgt für den amüsanten musikalischen Nahmen. Jean Neuen. S g. 2m Alte Kleider gepen sich wie neu... Herbst- und Wintermode mit Ueberraschungen 7 Postillon- und Jägerhütchen Nein, die Mode verzichtet auch in diesem Herbst und Winter nicht auf ihren Tribut. Warum nicht? Sie erwartet von den Frauen nichts Unmögliches. Dafür ist sie zu klug, und es widerspräche auch ihrem Wesen. Mode ist das Spiel mit dem Möglichen und gerade die Schwierigkeiten haben die Phantasie der Modeschöpfer beflügelt. Es muß nicht immer ein neues Kleid sein! Es muß nur neu aussehen. Irgenowie verwandelt, möglichst verschönt. Ein andere Tasche, ein aparter Kragen oder Besatz aus bunten Perlen, farbiger Litze oder zierlicher Stickerei, ein bunter Ledergürtel und das alte Stück fügt sich unversehens der modischen Linie dieses Herbstes ein, die eigentlich alles erlaubt: enge und weite Mäntel und Jacken, dezent mit Pelz besetzt, der möglichst sparsam als Besatz verwendet wird, Kleider, meist in der Taille leicht blusig und um die Hüften knapp gehalten, und den seit lan beliebten Kasak. Die Skala der Farben ist ebenso bunt und reichhaltig wir die ias Sumr.§d man ist auch durchaus nicht auf eine einzige Farbe beschränkt. Gerade die Zweiund Mehrfarbigkeit der Kostüme ist ein bestimmendes Kennzeichen der Mode von heute. Das ist praktisch, denn so werden ohne große Neuanschaffungen Aenderungen möglich, die der Kombinationsgabe der Frauen keine anderen Schranken setzen, als die des guten Geschmacks, der auch zwischen der Person der Trägerin und dem modischen Einfall zu entscheiden hat. Nicht jeder kann jedes tragen und das gilt auch von den Hüten. Zur gut angezogenen Frau gehört selbstverständlich auch die geschmackvolle Kopfbedeckung. Gleich der Kleider=, so ist auch die Herbst=Hutmode jeder umstürzlerischen Idee abhold. Der weit nach rückwärts gesetzte, das Gesicht ganz frei gebende Hut wird genau so viel gefragt wie der weit nach vorn gerückte, leicht dem rechten Auge zugeneigte. Bei den Tageshüten nehmen Ausschmückungen, aus dem Hutmaterial gefertigt, bei Filzhüten sehr zu, wie Biesen, Zackenränder, gezogene Köpfe oder Kopfteile. Letzteres natürlich nur bei Hüten aus weichem Material, auch aus Kleiderstoffen gefertigten. Sogar plissierte oder gefaltete Effekte werden bei weichen Formen zu sehen sein oder auch als Aufputz auf dem Filzhut. Hierzu bedarf es dann keiner weiteren Garnierungen mehr, als höchstens einer glitzernden Nadel, eines Klippes, einer Agraffe in Arabeskenform oder kleiner, etwas steifer, fast stilisiert zu nennender Metallblumen. Graße Auferstehung feiern Postillon= und Jägerhütchen. Beide Formen bringen, entsprechend ihrer Art, wieder größere Nachfrage nach einseitigen Garnierungen mit sich. Etwas in den Hintergrund gedrängt wird das die Kopfbasis umspannende Band; es weicht den vorerwähnten Zackenrändern, die die Hutkrempe an der Innenseite begrenzen und damit am Kopf befestigt werden. Stark im Zunehmen sind alle rückwärtigen Garnierungen. Man zeigt da große Schleifen aus Seide oder Samtband, wie auch aus Schleierstoff. Für den Nachmittag und Abend gedacht, treten breite, große Federgestecke in Erscheinung. Es gibt auch nur von rückwärts zu sehende, große, bunte Vögel, Straußjederköpfchen, Hahnenschlappen, die von der rückwärtigen Kopfpartie bis in den Nacken herunterrieseln. Solche Garnierungen bieten große Möglichkeiten, den vorjährigen oder vor=vorjährigen Hut ganz„auf Neu" zu modeln und machen aus dem vorjährigen Tageshut für diesen Herbst und Winter einen eleganten Tee= und Abendhut. Man muß es nur verstehen und sich auch die beliebte Zweifarbigkeit in der rechten Weise zu Nutze machen, dann läft sich mit wenig oder gar keiner Neuanschaffung dennoch in vollkommen neuer Eindruck erwecken. Nicht verdrängen läßt sich der Turban, und wenn er nur als ein aus Stoff gewundener Ring eischeint, der vorn die gaize Stirn freigebend, oben in einen Kneten geschlungen ist. In verblüffend eleganter Weise wird diese Form als abendlicher Kopfputz auftreten. Hier wird der Knoten durch große Feder oder Blumentuffe verziert und vergrößert betont. Die sehr große Kleidsumkeit dieses Kopfschmuckes wird sicherlch viel Beifall finden. Schals und Tücher als Kopfbekleidung treten etwas zurück. Ihren wärmenden Ohrenschutz übernehmen anscheinend edern oder für strenge eiten gleichmäßig dem herabfallende Garnierungen von Kälte gedacht, ein von beiden Sene#. Hut angearbeitetes Ohrenteil. Ueberall zeigt sich immer wieder eine große Vorliebe für die Pose, die große Kielseder, die ja auch in allen Richtungen, Stellungen und Kombinationen mit Federn und Blumen zur Anwendung kommen kann, auch nimmt sie auf eleganteren Nachnittagshüten neben den Edelfedern eine absolut gleichberechtigte Stellung ein. Sogar die Blume fordert in der kommenden Wintermode ihren Platz auf den Nachmittags= bzw. Abendhüten der Damen, allerdings in etwas schwererem Material, als auf Sommerhüten üblich, aber in leuchtenden Farven, wie man sie bisher in der kalten Jahreszeit nicht zu sehen gewöhnt war. Dies dürfte eine ausgesprochene Neuerung sein, die der geschickten Frau Anreiz ist, auswechselbaren Aufputz für eine Hutform in Bereitschaft zu halten. Zeichnungen: NT Montag, den 17. November 1941 DER NEUE TAG Nr. 320 Flandern— Land der aufgehenden Saaten Cyriel Verschaeve, sein Werk und seine Bedeutung Zu wissen, daß in diesem Teil Flandern kein Haus und kein Baum älter als 20 Jahre ist, weil im Weltkrieg hier um Ypern kein Stein auf dem anderen stehen blieb, macht uns die Entscheidung schwer, ob dies nun jungfräuliches Land ist, das mit seinen blühenden Fluren und neuen, sauberen Bauten einen so freundlichen, heiter=hellen Eindruck macht wie der Himmel über diesem flachen, gesegneten Land,— oder ob nur neues Leben aus Ruinen erblüht ist. Wir neigen doch mehr der letzteren Auffassung zu. Da sind die Wiesen, an denen die Narben dieser blutgetränkten Erde aus zwei Kriegen oft noch deutlich zu sehen sind. Wo die Felder bebaut sind, können sie das Auge täuschen, so schön glatt schwingen sich die Fluren hügelan und hügelab, im sanften Schwung der niederen Erhebungen. Aber es bedürfte der Schilder nicht, die uns auf den Schützengraben der alten Weltkriegsstellung hinweisen, um mit Gefühlen der Ehrfurcht unserer Väter zu gedenken, die hier einst die Stellung hielten. Hie und da ist halbversteckt von grünendem Gesträuch noch ein größerer Granattrichter zu sehen, haben die Wiesen ein seltsam buckliges Aussehen. Das kommt, weil hier einst Trichter neben Trichter lag, inzwischen von Menschenhand eingeebnet und von der mildtätigen Natur überwachsen. Aber die Narben sind immer noch zu sehen. In der Nähe liegt der Ort Comines. Weiter geht die Fahrt, der Küste zu. Kurz bevor wir sie erreichen, halten wir an der Straße. Ein Soldatengrab liegt im Feld. Ein Augenblick stillen Gedenkens gilt dem liegt im Feld. Ein Augenblick stillen Gedenkens gilt dem gefallenen Kameraden. Mitten in einem reifenden Kornfeld, umgeben von rotem Mohn, liegt das Grab. Hellleuchtend das Birkenholz und die weiße Umrandung des großen, schwarzen Eisernen Kreuzes. Es liegt wie ein Gleichnis. Daß diese Saat rings um den Kameraden aufgehen konnte, auch dafür gab der junge Obergefreite sein Leben. Und für die Freiheit dieses Landes— Flandern! „Es ist einer hier, der hat um dieses gewußt, früher noch, als es geschah, weil er ein Dichter und deshalb ein Seher ist.“ Der so neben uns sprach, wies mit der Hand auf ein kleines Dorf, das einige Kilometer neben der Straße halbversteckt im Grünen lag. „Alveringhem. Dort lebt der heimliche König dieses Landes, ein Dichter und mehr noch, ein Volksgestalter dazu! Cyriel Verschaeve.“ „Wollen wir ihn besuchen?“ „Nein. Stören wir ihn nicht. Lassen wir ihn vielmehr durch seine Worte zu uns sprechen. So hat er über Rubens ein Werk geschrieben, die„Meeressymphonien“ und ein Nationaldrama der Flamen„Jakob von Artevelde". Der 67jährige kleine Kaplan wurde zum großen geistigen Führer seines flämischen Volkes, zu einem wirklichen Nationalhelden. Der Dichter und Flamenführer Gyriel Verschaeve Photo: Blidberichter Kripgans ichen Nationalhelden. Und anläßlich der Eröffnung der Ausstellung„Flämische Kunst“ in Berlin sagte der neue Präsident des neuen flämischen Kulturrats u..:„Man hat Flandern arm gemacht, aber es ist reich. Sehet seine Kunst an! Kunstschau ist Wesensschau. Will man schauen bis auf den Wesensbestand, will man die Gründe sich öffnen sehen in einem Menschen, in einem Volk, so schaue man in seine Kunst hinein. Kunst öffnet die Seite und sei's auch mit einer Wunde, bis auf das Herz. Sie ist Tiefbohrung, Gang zu den Müttern. Kunst entspricht dem, was man ist und nicht dem, was man hat.“ Ferner:„Nach v. Eycks „Lenzesrausch", Rembrandts„Blitzen in der Nacht", Rubens„Stürmen in der Sonne“, Beethovens entfesselten Schlußsätzen der fünften, siebenten und neunten Symphonie, Wagners„Walkürenritt" und„Feuerzauber“ kam für uns die Leere. Holland starb fast hin im Reichtum, Flandern in Armut.“ Längst haben wir die Küste erreicht, für Wochen und Monate unser Aufenthalt. Oft denken wir an unseren Nachbarn, der heute der Erfüllung entgegenreifen sieht, was er schon im Weltkrieg mit den Besten seines Volkes ersehnte. Und wenn wir das Meer sehen, das seine Brandung in den Stacheldraht dieser Küste wirft, sein Mer, erinnern wir uns seiner„Meeressymphonien“ und seiner anderen Worte, die er noch vor diesem Krieg schrieb:„Was paßt, das muß sich ründen, was gut ist, sich verbinden.“ Diese Forderung ist erfüllt. Heute hat sich in ganz Europa alles, was gut ist, verbunden zum Kampf gegen alles Schlechte dieser Welt! Kriegsberichter Wilhelm Heinz(PK) 12 Theater der N. S. G. „Kraft durch Freude“ 16.—30. Nov. Verbunte Würsel Eine heitere Schau — in 25 Bildern— Wegen des Riesenertolges verlängert Täglich 14+ 17 Uhr VARIETE-HOHE STRASSE 38 Franz Otto Kruger Vortragskünstler Jonny und ErIA Buchardt die vielseitigen Excentriker Agnes agun Schonheitstanzerin Togan und gendua Drahtsellkünstler Bartp und Garry Komik Schlionting Cnptel Cläre Wegen des großen Erfolge prolongiert Werkt. 4 u..30, Sonnt. 3 u. 7 Ufa: Annelle- Die Geschichte eines Lebens- Jugdl. über 14 Jahre zug. Beg..15.40.05 Hl..00.20.50 Capitol: Heinkehr- Wessely. Petersen. Hörbiger. Ht 1 45.05.25 Jugendliche zugelassen Gloria: Der alte und der lunge König- Jugendl. zugel.„ 11.00 .10.30.15 Hf. 11.00.40.20.00 Schauburd: Weiße Sklaven- Loos. Horn Hinz Straub- Jugendliche nicht zugelassen..30.30.30 Adrinpina: ich klage an. Hartmann, Wiemann, Hatheier. Jugdl. nicht zugelassen..25.00.20 Boccaccio. Schildergasse 99-101: Das Recht auf Liebe- Schneider. Uhlig. Staal. Wegener-. Bexinn 11.00.20.15.45- Jug. nicht zug. Dom-Lichtspiele. 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Stock), von wo auch die Anmeldeformulare— unter Angabe, ob es sich um kaufmännische oder gewerbliche Lehrlinge handelt— unentgeltlich zu beziehen sind, zu erfolgen, und zwar bis spätestens zum 10. Dezember 1911. Später eingehende Anmeldungen können nicht berücksichtigt werden Prüflinge der Gruppe Einzelhandel aus den Kreisen Bonn-Stadt. BonnLand. Sieg und Euskirchen sind bei der Zweigstelle der Einzelhandelsvertretung der Industrie- und Handelskammer Koln In Bonn, Schumannstraße 4, bis zu dem genannten Termin zu melden. Die Lehrürmen haben im Lehrvertrag die Verpflichtung übernommen, ihre kaufmännischen und gewerblichen Lehrlinge bei Beendigung der Lehre zur Ablegung der Lehrabschlußprüfung anzuhalten. Sie werden deshalb gebeten. dafür Sorge zu tragen, daß ihre zur Frühjahrsprüfung 1942 anstehenden Lehrlinge dazu rechtzeitig unter Beifügung der erforderlichen Unterlagen angemeldet werden. Welche Unterlagen in Betracht kommen, ist aus dem Anmeldebogen ersichtlich. Die Anmeldeformulare müssen alle zeiorderten Angaben enthalten. Unvollständig ausgetüllte Anmeldeformulare werden nicht angenommen. Bekanntmachung Feldpostbaket nicht ohne Taschenmes. ser. Raslerapparate Rasterklingen von J. HI. Becker. Hohe Straße 89-91 Schwieren-Optlk Christophstraße 26 Alle Kassen Moderne Brillen Oetiker Weisheim Verzogstraße 30 Nat Mergenbaum. Koln. Am Hot 33. verschönert und verbessert Ihre Bestecke durch Einseiten von rosttreien Klingen. Eine pezialltät des alt bekannten WFachreschältes War Mergenbaum Am Hlol G. scheilt und repariert lach. männisch Messer. Scheren Raster wesser in eigener Werkstätte. Fernrut 22 70 06 Helratsgesuche Wünschen Sie Heigungsehe Tierbörse Nierschutzverein Vorbebtrystr. Anf. 98 111 Frischmelkend. Rind zu verkaufen. Geis. ch bei Hennel. Nr. 19. Jean Hermann Der Schmuck, der ihr und ihm getallt. den finden Sie dei Cronefeld. Schmuck. Gold. und Silberwaren In reichster Auswahl. Groneleld. 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Dezember 1941— ihre Mitgliedsbücher in unseren Verteilungsstellen gegen eine Bescheinigung abzuzeden. Diese Bescheinigung ist sorgfältig aufzubewahren. Auszahlungstermine und Auszahlungsstellen werden noch bekanntgegeben In jedem Buch muß die genaue Adresse des Mitgliedes eingetragen sein. Der Vorstand Techn. Büro in Brüssel seit.30 Jahren ansässig, vermittelt Verlagerungsaufträge jeder Art. Anfragen erb. u. K N 40710 an ALA. Köln. Zeppelinstraße för Hols, Brust und Alemwege ist eine Flosche Husten-Wehr: Ein zuverlässiger Schutz gegen Müsten und Erkaltung Val. Weber Nachf. Kohlenhande nh.: H. Klütsch Nlobes Kempener Str 13—19. Rul 771 70 HEEE amuche Bekannimachungen in Apotheten* Drogerien HI AM.73 U.33 Harnsäure im Obermaß, Sicht, Rheuma, Magen-, Dermkaterrh, sowie Arterienverkelkung, Seures Brennen, Cellen- u. Nierenseine sind Zeichen schlechter Magenpflege. 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VersorVOr Die Höndler haben die zusammenhärgenden Abschnitte N 27 und N 36 aufzukleben und bei der Verrechnungsstelle des Ernährungsamtes in der Zeit vom 24.—29. Nov. 1941 gegen Bezugscheine einzutauschen. Einzelne Abschnitte N 27 werden nient verrechnet Die mit„„I“ bezeichneten Abschnitte berechtigen nicht zur Vorbestellung und zum Ber., von Fischkonserven. Oberburzermeister. Köln. „Scharlachbeig kkleisterbrand *ein V Veinbrand der hält zwras Ein Pane versprichtIm Mitt gestrigen So land gegen Zuschauern a und endete 1 Die deutsche vermochte jed hälfte nur it den die nach verdientermaf nis lautete a In der Aachen gal Niederschlag druck kommt. Neuling Vikt gnügen, und der Radrennt von Sülz 07 Tages holte Im nahe stand am ge Gerda S punkt der Er F Das in endete führt hi das ers 45 Es war kampf zwise ausverkauftei so war es al Sport-Club ücke auf. D schwedischen der mit de Schwedens g Deutsch Schubert; 5 Fiederer. Dänem Sörensen; B riksen; Joh. Staalgaard. 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Die deutsche Elf hatte zwar einen ausgezeichneten Start, vermochte jedoch ihre Ueberlegenheit in der ersten Spielhälfte nur in einem Treffer zum Ausdruck zu bringen, den die nach der Pause mächtig aufkommenden Dänen verdientermaßen wettmachen konnten. Das Eckenverhältnis lautete am Schluß:6 für Dänemark. * In der Fußballmeisterschaft des Gaues KölnAachen gab es auch diesmal erbitterte Kämpfe, deren Niederschlag in den vorliegenden Ergebnissen zum Ausdruck kommt. Der Meister VfL. Köln mußte sich gegen Neuling Viktoria Köln mit einem:=Unentschieden begnügen, und mit dem gleichen Ergebnis trennten sich in der Radrennbahn des Kölner Stadions die Mannschaften von Sülz 07 und Bonner FV. Den einzigen Sieg des Tages holte sich der Mülheimer SV. mit:1 über Düren 99. * Im nahezu ausverkauften Kölner Eisstadion stand am gestrigen Sonntag das Berliner Eislaufpaar Gerda Strauch Günther Noack im Mittelpunkt der Ereignisse und erntete für seine prächtige Kür und seine beschwingten tänzerischen Darbietungen reichen Beifall. Im Eishockeyspiel feierte die fein eingespielte Monnschaft der Düsseldorfer EG. einen hohen:=Sieg über den Kölner Eis-Club, dessen junge Mannschaft gegen diesen erfahrenen Gegner nicht über eine gute kämpferische Haitung hinauskam. * In der Fußballmeisterschaft am Niederrhein gab es gestern gleich zwei Ueberraschungen, denn beide Spitzenreiter wurden diesmal geschlagen und haben damit von ihrem Vorsprung erheblich eingebüßt. Die Essener Rot-Weißen verloren gegen SSV. Wuppertal mit:3, aber noch eindeutiger war die Niederlage, die sich Duisburg 48/99 mit:4 Toren bei Hamborn 07 holte, deren Mannschaft an diesem Tage durch mehrere Gastspieler verstärkt war. * In Westfalen feierte Schalke 04 einen weiteren hohen Sieg, und zwar mußte diesmal die SpVg. Herten mit:0 dran glauben, obwohl die Knappen ohne Klodt, Bornemann, Eppenhof und Kuzorra auf dem Plan erschienen. * Bei den Abschlußrennen in der Berliner Deutschlardhalle siegte Meister Lohmann in den Stundenrennen über seinen alten Rivalen Stach und den Italiener Giorgetti. Den internationalen Mehrkampf gewann das dänische Paar Falk=HansenDanholt vor den Deutschen Kilian Vopel und Merkens Schorn Aus dem Meisterschaftsspiel Viktoria—VfL Köln: Während sich(links) der Viktoriaverteidiger die Haare rauft, erzielt Schlawitzki den zweiten Treffer Photo: Felten Das erste Unentschieden Fussball-Länderkampf Deutschland—Dänemark endet :1 Das in Dresden veranstaltete elfte Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Dänemark endete:1 Unentschieden, nachdem die deutsche Mannschaft zur Pause noch mit:0 geführt hatte. In der Geschichte der bisherigen deutsch dänischen Fußball-Länderspiele ist es das erste Unentschieden. noch mehr auseinander. Das Zusammenspiel ließ zu wünschen übrig, und Willimowski hatte dabei noch mit einem Lattenschuß Pech. Aber im allgemeinen meisterte Gau Moselland Eintracht Kreuznach ist„Herbstmeister" Im Sportgau Moselland haben die Vereine fel 1 im Fußball-Meisterschaftskampf 1941/42 bereits erste Runde abgeschlossen. Den„Herbstmeistertitel" der „45000“ im Ostragehege anns aschef derssass, dab der este Länder, doch Sörensen im dänschen Tor ale Schüsse So wehrte 15 kampf zwischen Deutschland und Danemark vor er einen weiteren deutschen Eckball und anschließend noch ausverkauften Rängen ausgetragen werden würde. wurve. Und einen Strafstoß von Walter ab. Als Willimowski nach ene oeies Lim oureseui.#mge des Dresdner rechtsaußen rückte und Walter als Angriffeführer operierte, sport-Club##ttäg ge wies auch nicht eine einzige wurde das Spiel unserer Elf wieder etwas planvoller. Die schwedischen Schiederichter Suar ers#iux#.3 gchrt vom Dänen mußten sich sogar einen leichten Druck gefallen de Fat, lassen, aber ihre Abwehr war auf dem Posten, und unsere der. Fahnen Deutschlands, Dänemarks und viel zu umständlich arbeitenden Stürmer wurden immer Schwedens geschmückt war. noch im letzten Augenblick vom Ball getrenn. Ein von Deutschland: Jahn; Janes, Miller; Kupfer, Rohde, Janes verwirkter Freistoß brachte noch Gefahr für uns, Staffel die holte sich Eintracht Kreuznach durch einen:=Sieg über den BfB Lützel. Es war ein schönes Spiel, das sich an der Heidemauer in Kreuznach abwickelte. Ausschlaggebend für den Sieg des Platzvereins waren die körperlichen Vorzüge der Eintracht Leute, für die Matza das Führungstor schoß. Lützel gelang der Ausgleich durch Sator, aber als nach der Pause der frühere Sülzer Münchhoven Kreuznach wieder:1 in Führung brachte und Bohrer auf 311 erhöhte, war der Kampf entschieden.— Neuendorf hat sich durch einen 2e1=Sieg über die SpVag Andernach näher an den Spitzenreiter heranschieben nuen und liegt nun mit den Andernachern punktgleich an zweiter Tabellenstelle. Die„Tus“=Elf war im ersten Spielabschnitt bedeutend besser und hätte hier einen guten VorSchubert; Hahnemann, Walter, Conen, Willimowsti, Fiederer. Dänemark: Egon Sörensen; Paul Hansen, Arne Sörensen; Walter Christensen, Oscar Jörgensen, Frederiksen; Joh. Ploeger, Kai Hansen, Soebirk, Mathiesen, Staalgaard. Führungstor durch Hahnemann Nach dem Anstoß der Dänen legten die Deutschen ein schnelles Spiel vor. Nur zwei Minuten waren vergangen, da setzte Conen einen Bombenschuß auf das dänische Tor, und die Gäste hatten großes Glück, daß der zurückgeeilte doch traf der dänische Läufer Christensen nur den Psosten. Beide Tore kamen in den letzten zeyn Minuten noch stark in Gefahr. Zwei energievolle Vorstöße der Deutschen brachten nicht die erwartete Entscheidung. Vielmehr konnten die Dänen noch zwei weitere Ecken erzielen, so daß sie zum Schluß mit:6 im Vorteil lagen. Zum Schluß schoß Conen vorbei, und auch Walter hatte mit seiner Aktion kurz vor dem Abpfiff nicht die gewünschte Wirkung zu verzeichnen. Nur 25 Minuten stark... Das Spiel der deutschen Mannschaft hat diesdie auch im zweiten Abschnitt lange den Ton angaben. Erst in den letzten zehn Minuten fanden sich unsere Spieler wieder, aber ihr Druck reichte nicht aus, um die Entscheidung zu unseren Gunsten zu wenden. In unserem Angriff wurden alle Handlungen zu überhastet durchgeführt, als sich keine Tore einstellen wollten. Dazu kam, daß der linke Flugel Willimowski Fiederer auffollend schwach war. Als der Chemnitzer Polizist zahlreiche Gelegenheiten vergeben hatte, verlor auch er sein Selbstvertrauen. Conen richtete wenig aus. Er verlor bald jegliche Uebersicht, und war später bald so kopflos, daß er sogar in den einsachsten technischen Dingen versagte. Im Gegensatz zu dem Stuttgarter hai der technisch vorzüglich beschlagener junge Walter weitaus besser gefallen. Der Saarpfälzer war zusammen mit Hahnemann noch unsere beste und stärkste Waffe im Angriff. Von den Läufern verdient Kupfer ein Sonderlob, doch stand ihm Schubert wenig nach. Rohde Ein Bravourstück der Viktoria Verdientes Unentschieden gegen den Meister 7 Knapper MSY-Sieg über Düren 99 Der Stand der Tabelle Verteidiger Paul Hansen gerade noch auf der Linie das mal enttäuscht. Kraft und Können reichten nur für die ersüllte seine Ausgabe als Stopper. Von den Verteidi Leder abwehren konnte. Wenig später traf Conen knapn ersten 25 Minuien. Schon dann kamen die Dänen auf, gern neigte Janes wieder zu sehr leichtsinnigem Spiel, am Ziel vorbei. Beim ersten Vorstoß der Dänen holte Jahn einen Flankenball von rechts aus der Luft herunter. Die deutschen Stürmer trugen Angriff auf Angriff vor, doch Dänemarks Abwehr war auf der Hut. In der siebenten Minute war der erste deutsche Eckball fällig, und bei dem nur wenige Minuten später folgenden zweiten deutschen Eckballschlag befand sich das Dänentor in höchster Befahr. Mit einem Gegenstoß machten die Gäste sich vorübergehend Luft. Jahn hielt jedoch nicht nur einen Schuß von Soebirk meisterlich, sondern machte sofort anchließend eine Bombe von Mathiesen unschädlich. Auf der Begenseite zeichnete Egon Sörensen sich gegen den schnell und wuchtig schießenden Conen aus. Das schnelle und ideenreiche deutsche Spiel macht der hänischen Abwehr sichtlich schwer zu schaffen. Die Gäste önnen selbst nur gelegentlich vorstoßen, und dann finden hre Angriffe meist schon bei Kupfer und Schubert, die ouverän das Mittelfeld beherrschen, ein Ende. Sörensen eigt sich nahezu unuverwindlich. Er läßt nur ine dritte deutsche Ecke zu. Dann ist wieder die Reihe an Düren 99 ahn, sich auszuzeichnen, als er einen Flankenball von n: sloeger abwehren und noch im Stürzen einen Nachschuß es dänischen Läufers Frederiksen aushalten muß. Die Dänen kommen auf Langsam, aber doch sicher gewinnen die Dänen an Boden. Sie spielen nun ihr Spiel, und in den restlichen Minuten der ersten Häifte hat nun das deutsche chlußdreieck die weitaus schwerere Areit zu verrichten. Aber Jahn, Janes und Miller sprung herausschießen müssen, doch hatten die Stürmer, von denen Linksaußen Gutte das erste Tor schoß, viel Pech. Noch vor der Pause kam Andemnach durch Römer auf :1 heran, und erst acht Minuten vor Schluß konnte Neuendorf durch den Wiener Fuchs den verdienten Siegtreffer erzielen.— In Engers erzwang die Viktoria Neuwied einen unerwarteten:=Sieg. Stadt Düdelingen und Moselland Luxemburg liegen in der Staffel II in Führung. Den ersten Platz hat Düdelingen dank seines besseren Torverhältnisses inne. Die Elf empfing am Sonntag Esch und siegte nach überlegenem Spiel:0(:). Die Trierer Eintracht machte es zu Hause Moselland Luxemburg nicht leicht und verlor nur dank des überragenden Deckungsspiels der Gäste, die schließlich mit :1(:1) beide Punkte einheimsten. Thyllen und Stammet schossen vor der Pause die Luxemburger Tore. Baden erzielte dann den einzigen Gegentreffer für Trier, Revenich nach der Halbzeit das dritte und letzte Tor der Gäste.— Der Düdelinger SV schlug Westmark Trier:3(:). Eine Schwächeperiode wurde den Trieren zum Verhängnis. In diesem Zeitabschnitt schossen die Düdelinger fünf Tore, die die Gäste nicht mehr aufzuholen vermochten. das später auch Miller sich zu eigen machte. Ohne Zweisel hat aber der Dresdner besser bestanden als sein Nebenmann. Jahn war bis auf den einen Fehler, der uns das ausgleichende Tor kostete, ein guter Schlutzmann. Die Dänen benötigten längere Zeit, um ins Spiel zu kommen. Mit ihrer ungekünstelten und ganz auf Erfolg eingestellten Art waren sie stets ein gefährlicher Gegner. Dennoch verdanken sie den Achtungserfolg wohl in erster Linie ihrem nicht zu übertreffenden Torhüter Egon Sörensen. Vor diesem standen mit Paul Hansen und Arne Sörensen zwei ebenso erfahrene wie schlagsichere Verteidiger. Der Mittelläufer Oscar Jörgensen riß die Fäden des deutschen Angriffsspieles auseinander. Noch mehr Wirkung hatte der rechte Läufer Walter Christensen, der dem deutschen linken Flügel jede Wirkung nahm. Woyl erschienen die dänischen Stürmer nicht allzu oft vor dem deutschen Tor, aber jeder ihrer Vorstöße war übernus gefährlich. Ploeger und Staalgaard waren zwei schnelle und wendige Außen, wie Kai Hansen ein wirklicher Dirigent des hänischen Angriffs. Der Meister in Nöten Viktoria Köln—Vfl. 99 Köln:2 Wenn es im Fußball eigentlich Systeme überhaupt geben sollte, so hat die Kolner Vittoria zunächst noch— keins. ihre Devise lautet unentwegt: Schnelligkeit, Angriffsfreude, nd auf dem Posten, und ihrem großen Einsatz in dieser kampferische Hingabe bis zum Allerletzten und Schußfteudigkeit seit ist es zu danken, daß Erfolge des Gegners verhütet verden. Immerhin kommen die Dänen nach 25 Minuten ihrer ersten Ecke. Die Kampfszenen vor beiden Toren eißen in der Folge nicht mehr ab. Aber die Dänen sind arker im Angriff. Sie erzwingen einen zweiten Eckball. ann gibt es aber einen Rückschlag; denn in der 38. Minute nn Hahnemann das an und für sich längst fällige eutsche Führungstor erzielen. Die dänische Abehr bekam das Leder nicht fort, und blitzschnell fuhr ser Rechtsaußen dazwischen und lenkte ein. Es gibt gar noch einen fünften deutschen Eckball, den Walter erschießt. Schon jetzt ist jedoch klar zu ersehen, daß unsere kannschaft nicht mehr mit der gleich großen Leistung ie zu Beginn aufwartet. Allgemein wird der Ball viel lange gehalten, und das planlose Abspiel stört den Zuimmenhang. Ein Schuß von Willimowski wird gehalten, nd auch Kupfer hat bei Sörensen kein Glück. Und so geht mit der knappen deutschen Führung in die Pause. Dänemark hat ausgeglichen Nach der kurzen Pause kam die deutsche Elf noch immer chi recht ins Spiel. Vor allem wirkten Willimowski, ederer und Conen oft recht schwach. Der Chemnitzer gerte bald nach Wiederbeginn mit dem Schuß und ließ durch eine gute Gelegenheit vorübergehen. Die immer neller werdenden Dänen machten unseren Spielern die ufgabe nicht leichter. Immer wieder mußten Rohde, chubert und Miller rettend eingreifen. Direkt an der trafraumgrenze gab es in der 49. Minute einen Freistoß, ch der Ball wurde von der schnell gebildeten deutschen bwehrmauer aufgehalten. Schon sechs Minuten ch Halbzeit hatten die Dänen gleichzogen. Das Leder kam von rechts in den deutschen rafraum. Jahn ließ die Kugel fallen, so daß Kai Hansen istesgegenwärtig aufs leere Tor schoß, wo Janes und hde sich vergeblich bemühten, das Leder aufzuhalten. e deutsche Mannschaft fiel nach dem Erfolg des Gegners Aus alledem ergibt sich, und die bisherigen Erfolge unseres Klassenneulings beweisen es ausreichend, daß die Blauweißen chwer zu schlagen sind. Der Bereichsmeister hat das gestern zur Genüge erfahren mussen, und er darf sich glücklich schatzen, angesichts seiner diesmal ausreichenden Gesamtkondition und Spielleistung, dieser schweren Prufung mit nur einem Verlust punkt standgehalten zu haben. Die augenblicklichen Vorzüge der Vittoriamannschaft und die Tucken des harten und kleinen Platzes am Bonner Wall für jeden Gegner, vervielfachen naturlich in einem jeden Falle die Vorteile für die blauweiße Elf. Der einzelne Spieler kennt jeden Meter des Platzes, ein stets verwirrendes Hin und Her lassen den Gegner nicht zu Atem kommen und aus dem Ganzen entstehen Torchancen und Situationen, die ein Spiel stets fesselnd erscheinen lassen und die vor allem ganz nach dem Geschmack der Zuschauer sind, wenngleich sie naturlich auch viel Negatives bergen. Und damit sind wir bei dem Kardinalfehler der— Vittoria. Ihr Kampf ist zu wenig Spiel, der Umgang mit dem Ball ist stets überhastet, und wenn auch ein jeder eine bestimmte Ballfertigkeit in die Waagschale wirft, der Gesamteindruck ist zum Schluß aber doch nicht anders— als planlos. Wehe dem VfL, wenn die Viktorig, gestern beispielsweise Gluck gebabt hätte, wenn einiges nur etwas mehr überlegt durchgeführt worden wäre: das Ende kann man sich gar nicht vorstellen So mußten schon in der ersten Halbzeit auf seiten der Rotweißen„schreckliche" Momente hingenommen werden: einmal war der Pfosten Retter in höchster Not und weil diesmal Rohmann als rechter Verteidiger gar keinen Kontakt zum Spiele finden konnte, anderseits aber die stärkste Waffe der Blauweißen diesmal die linke Flanke war, versteht es sich, daß die Gefahr fast immer von dieser Flanke kam. Es versteht sich fast, daß bei diesem Durcheinander von Angriff und Abwehr, Chancen und Unvermögen, von überhastetem Streben auf der einen, schlecht geübter Selbstsicherheit auf der anderen Seite, auch die Tore nicht in klassischem Stil erzielt wurden. Der BfL hat auch zeitweilig das Tor der Viktoria belagert und bei solchem Unterfangen glückte kurz vor der Halbzeit dem BfL=Linksaußen Leimanns(Schlawitzki versuchte sich auf rechtsaußen und später als Linksinnen) unter Einsatz aller Kräfte den Führungstreffer unterzubringen. Auf fost die gleiche Art fiel der Viktoria kurz nach dem Wechsel durch den Linksinnen Weber der Ausgleich zu. Aber die Viktoria hatte, wie gesogt, gestern kein Glück, ja, sie hatte auch noch Pech. Denn auf keine andere Weise als durch ein Selbsttor des sonst ganz ausgezeichneten Rosendahl fiel der erneute Führungs treffer des Bereichsmeisters. Es ging wider den Ehrgeiz der Blauweißen, mit einem solchen Schnitzer schließlich unter die Verlierer zu gehen, und als Schiedsxichter Trompetter (MSB) ihnen(vielleicht etwas willkürlich) die Chance eines 16=Meter-Strafstoßes schenkte, wußten sie diese aus dem an schließenden Gewühl heraus prompt wahrzunehmen. Und das war der Ausgleich. OFB. Es wurde gut gespielt Köln-Sülz 07—Bonner FV:2 Der Sülzer Ueberraschungssieg in Würselen und der unverkennbare Formanstieg des B3V sind auf die Besucherzahlen nicht ohne Einfluß geblieben. Zwar war das äußere Bild in dem weiten Rund der Radrennbahn nicht überwältigend, aber eine 100prozentige Steigerung der Zuschauerziffern gegenüber dem letzten Heimspiel der Sulzer ist immerhin bemerkenswert. Zweifellos wird diese Aufwärtsentwicklung anhalten, wenn der„Altmeister“ auf dem gestern beschrittenen Wege fortfährt und vor allen Dingen mit stets gleichhleibendem Einsatz in den Kampf geht. Selbst spielerische Mängel, die hier und da zutage traten, vermochten die Rotweißen dadurch ausgezeichnet zu überbrucken. Nicht viel anders war es beim B3V, der allerdings in rein technischer Hinsicht den Kölnern einiges voraus hatte. Namentlich in der zweiten Halbzeit erinnerten die Darbietungen der Schwarzjacken an ihre große Zeit. Im übrigen sah man hüben nud drüben zahlreiche neue Gesichter. 2o stellten sich dem sehr gut leitenden Unparteiischen Stockmann(Bft 99): Sülz: Kelter; Könen, Stock; Lauscher, Töllner, Plate; Holfelder, Beckmann, Fendel, Tesch, Porsch. BFV: Netteloven; Walbrohl, Juchem; Pech, Meißner, Elfgang; Stenkhoff, Wolters, Klein, Graff, Kaiser. Von den neuen Kräften wußten Beckmann und Pech am besten zu gefallen. Dagegen haben Töllner(Rostock), Fendel und Stenkhoff noch den Befähigungsnachweis zu erbringen. Das Spiel begann mit forschen Vorstößen der Bonner, die aber im weiteren Verlauf die Spielführung bis zur Pause an die Sülzer abtreten mußten. Eigentliche Höhepunkte gab es indes erst im zweiten Teil, als die Rotweißen durch Tesch in Front zogen und die Gäste durch einen von Könen verschuldeten Elfmeter zum Ausgleich kamen. Die Sülzer verschafften sich bei dem nun einsetzenden Endkampf, der packende Szenen brachte, abermals einen Vorsprung, und zwar zeichnete Pörsch hierfür verantwortlich, indem er einen gut getretenen Eckball Holfelders durch Kopfstoß einlenkte. Ein zweiter Elfmeter, der auf Konto Töllners kam, brachte den Bonnern das Unentschieden. Graff war in beiden Fällen der Schütze Ueber die Berechtigung der zweiten Strafstoßentscheidung konnte man geteilter Meinung sein, aber deswegen kommt man nicht daran vorbei, die Punkteteilung als dem Spielver lauf entsprechend zu bezeichnen. Besonders gute Noten verdienten sich Plate und Kaiser. R. W. Ein glücklicher Sieg Düren 99—Mülheimer SV:2 Einen ausgeglichenen Kampf lieferten sich in Düren die dortigen 99er und der Mülheimer SV. Es war ein klassearmes Spiel, in dem sich beide Mannschaften körperlich stark einsetzten. Hierbei waren die Mülheimer im Vorteil, die ihrem Gegner auch in bezug auf Schnelligkeit überlegen waren. Wenn die Stach kontra Lohmann Abschlußrennen in der Deutschlandhalle In der Deutschlandhalle wurde am Sonntag das Rennjahr 1941 vor wieder ausverkauften Tribünen zum Ab schluiß gebracht. Die Steherrennen mit den spannenden Zweikämpfen zwischen Lohmann und Stach begeisterten die Zuschauer. Ehmer und Italiens Meister Giorgetti, die stets die Startvorteile für sich hatten, kamen dabei nicht zur Geitung. Lohmann gewann in dem Stundenmnnen zwei der drei Läufe, nachdem er im ersten Stach im Endspurt nie dergelämpft hatte, verteidigte sich der Berliner im zweiten hartnäckig und wies den Schlußangriff des deutschen Meisters sicher zurück, so daß er im Gesamtergebnis sogar mit sünf Meter führte. Lohmann stellte im letzten Abschnitt des Rennens dann aber seinen Endsieg sicher. Der internationale Mehrkampf war eine ziemlich lahme Angelogenheit. Die Dänen Fasck=Wunsen—Danholt errangen nnt 21.5 Punkten auf Grund ihres Sieges im Fliegengewicht sowie im Verfolgungsrennen den ersten Platz vor Kilian—Vopel(19.), Merkens—Schorn 19), Clemens—Neuens(16), Weckerling—Hoffmann(12) und den stark enttäuschenden Italienern Astolji—Bercomi(12.). Bei den Amateuren zeigte der deutsche Kriegsmeister Bunzel weiter seine gute Form, er holte sich das Fliegertreffen gegen Diedler und Egenland, dem er als Malmann im Vorgabefahren allerdings den Vortritt lassen mußte. Ergebnisse der Dauerrennen: Eine Stunde hinter Motoren: 1. Lohmann 11., 63.910 Kilometer. 2. Stach 10., 63.855 Kilometer, 3. Giorgetti 9., 62,550 Kilometer, 4. Ehmer 3 P. 61 750 Kilometer.— Mehrkampf: 1. Falck-Hansen—Danheit(Dänemark) 21.5., 2. Kilian—Vopel(Deutschland) 19.5., 3. Merkens—Schorn(Deutschland) 19., 4. Clemens—Neuens(Deutschland) 16., 5 Weckerling—Hoffmann (Deutschland) 12., 6. Astolfi—Bergomi(Italien) 12 P. Mülheimer zu einem knappen Sieg kamen, dann verdanken sie dies in erster Linie wieder einmal ihrer hervorragenden Hintermannschaft, die in der Besetzung Böltje, Richt, Paffratb und Mittelläufer Ruff ausgezeichnet spielte. Im Lauf wurde Außenlauser Hoofs schon früh verletzt und spielte später Rechtsaußen und gegen Schluß Mittelstürmer. Sehr gut war in der Läuferreihe wieder Seideler, während im Sturm Gerold der gefährlichste Mann war, der auch beide Mülheimer Treffer entscheidend vorbereitete. Der Halbrechte Koperlik, der für den verletzten Hoofs in die Läuferreihe ging, wußte hier sehr zu gefallen. Die Dürener spielten im Sturm ohne jede Linie. Der beste Stürmer Sceuermann sand bei seinen Nebenspielern wenig Verständnis. Die gesamte Hintermannschaft tat, was sie konnte. Ein einziger Deckungsfehler, der ihr unterlief, führte unglücklicherweise zum zweiten Tor für die Mülheimer Die Dürener hatten zwar in der ersten Hälfte erwas mehr vom Spiel, konnten aber gegen die aufmerksame gegnerische Deckung keine Tore erzielen. In der zweiten Hälfte wurde der Mülheimer Sturm durch die gute Führung von Gerold gefährlicher und erzielte in der zehnten Minute durch Günther und in der 20. Minute durch Drost jeweils nach guter Vorbereitung durch Gerold die:=Führung. Im Anschluß hieran kamen die Dürener zwar etwas auf, jedoch gelang ihnen nur durch einen schönen Rückzieher=von Scheuermann der verdiente Ehrentresser. Montag, den 17. November 1941 DER NEUEIAC Nr. 320 Die erste Fulsballklasse Drittes Unentschieden der Vingster F Keine Gefahr für Bayenthal rechnet. Die Vingster waren am Ende sogar froh, dank der Wachsamkeit ihres Torwarts einen Punkt ergattert KEINGI IAM AE E Ueberraschungen größerer Art sind gestern ausge##ei. Zwar fällt der glänzende Sieg der Bayenthaler in Düren und die Punkteteilung zwischen Schwarzweiß und Vingst etwas aus dem Rahmen der allgemeinen Erwartungen, aber deswegen sind die hier und dort erwarteten Kopfstände nicht eingetreten. Als eine Sensation hatten wir es zum Beispiel bezeichnet, wenn Rhenanio die Niehler zu Fall gebracht und Jugend Düren den Spitzenreiter aus den Angeln gehoben hätte. Wie gesagt: weder das eine, noch das andere war diesmal der Fall Nehmen wir deshalb die Dinge hübsch der Reihe und ihrer Bedeutung nach: Jugend Düren— SB Bayenthal:5(:). Der Neuling aus Düren hatte sich auf dieses Treffen gründlich vorbereitet. Das heißt: Der Platzmatador stieg mit einem Einsatz in den Kampf, als gelte es, den Aufstieg zur Gauklasse zu erzwingen. Blind war sogar manch: der Eifer, mit dem die Dürener zu Werke gingen. Jedenfalls spricht die Zahl der in diesem Spiel verhängten Strafstöße eine beredte Sprache. 18:3 lautete das Verhältnis. Die Gäste taten unter diesen Umständen das einzige, was Erfolg versprach: sie warfen ihre größere Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit in die Waagschale und hielten konsequent die große Linie bei. Drei Tore von Geuenich und zwei Treffer von Waßmann waren die schließliche Ausbeute. Daß die Dürener völlig leer ausgingen, lag an der hervorragenden Abwehrarbeit des grünweißen Torwarts Huckelmann. CfB Niehl gegen Rhenania Köln:2(:). Die„Hafenstädter“ waren in großer Fahrt und fingen in der ersten Halbzeit die sich restlos einsetzenden Braunsfelder geschickt ab, um nachher die gegnerische Festung sturmreif zu machen. Dem ersten Treffer von Decker folgten nach der Pause drei weitere durch Frühling und Kaden(). Erst beim:=Stande kamen die Rhenanen zu ihren Gegentoren. Blankenheim zeichnete in beiden Fällen hierfür verantwortlich. Allerdings war der rechte Verteidiger der Niehler, Engels, der die Angelegenheit auf die leichte Schulter nahm, an den Treffern nicht schuldlos. Beim Gewinner gefielen besonders Kaden, Plug und Ziskoven. Schwarzweiß gegen Vingst 052:2(:). Die Bickendorfer hatten in„Micky“ Schmitz, Servos und Bährens einige Urlauber zur Stelle, die an frühere Taten anknüpften. Jedenfalls hatten die Rechtsrheinischen nicht mit einem solchen Widerstand gezu haben. Klein und Schmitt schossen für die Gäste jeweils den Führungstreffer. Für den Ausgleich sorgte der jugendliche Halblinke der Schwarzweißen. Nippes 12 gegen Kölner BC:0. Zahlreiche Ersatzgestellungen auf beiden Seiten ließen das Treffen ziemlich harmlos werden Namentlich die Angriffsreihen fanden sich nicht zurecht. Bei den Nippesern wußte nur Haubts 2 als Rechtsaußen zu gefallen, während bei den Klettenberger Mittelläufer Peskoller angenehm aufsiel. Union Köln— Sportfreunde Düren:4(:). Die Jonier hatten um ihren Stammspieler Mandt junge und jüngste Kräfte geschart, die gegen die erfahreneren Gaste nichts auszurichten wußten. Für Düren schossen Klünter und Scholl in jeder Halbzeit zwei Tore. Neuhäuser und Lohne mußten sich auf der Gegenseite mit je einem Erfolg begnügen. Phönix Ehrenfeld— Kölner BB 07:3(:). Die Auseinandersetzung war äußerst lebhaft und brachte den Ehrenfeldern, als der glücklicheren Partei, einen immerhin bemerkenswerten Sieg. Die Tore fielen in bunter Reihenfolge durch Wattenberg, Braun, Stövesand, Reß. Frank, Brand und Braun. Nachzutragen ist bei dieser Gelegenheit noch, daß die Ehrenfelder die Punkte X K KK ATT Sprung nach oben tuen. Bayenthal Vingst 05 Niehl Jug. Düren Spfr. Düren Schwarzweiß KBC Phönix Union Rhenania KBV 07 Nippes 12 Jug. Kalt Ein Blick über den Zaun Besiegte Spitzenreiter am Niederrhein 7 Schalke siegt mit:0 Da das Meisterschaftsspiel Turn Düsseldorf gegen Tus Helene Altenessen auf den 23. November verlegt wurde, gab es am Sonntag am Niederrhein nur vier Punktetreffen. Es gab wieder einige Ueberraschungen. So wurden die beiden Spitzenreiter Rot=Weiß Essen und Duisburg 48/99 besiegt. In der Führung trat dennoch keine Aenderung ein. Zu Hause hatte man den Essener Rot=Weißen einen Sieg über den Wuppertaler SSB zugetraut. Aber es kam anders. Sie schienen den Kampf zu leicht zu nehmen; denn als der„Hausherr“ an der Hafenstraße zu Essen endlich merkte, was geschah, lag er bereits mit:3 im Rückstand. Nur noch ein Gegentor wurde erzielt, aber... die beiden Punkte wanderten nach Wuppertal! Da nutzte auch die überlegene Spielweise der Essener, die zum Schluß festzustellen war, nichts mehr. Dreckmann schoß für Wuppertal den ersten Treffer, den Altrath ausglich. Dann gelang es von Ohlsen, dem Gast wieder die Führung zu sichern, die Hinsch auf:1 ausbaute. Das zweite Essener Tor erzwang Gottschalk. Mit Freuden werden die Rot=Weißen die Niederlage von Duisbura 48 99 zur Kenntnis genommen haben. Hamborn 07 siegte hier mit:1(:0) verdient. Die Hamborner konnten mit Liesen und Bauchrowitz antreten, was sich besonders im Angriff vorteilhaft auswirkte. Sie sind nun bis auf einen Punkt an die Rot=Weißen herangekommen, während sie mit Duisburg schon gleichauf liegen. Der ETB Schwarz=Weiß Essen setzte seinen Siegeszug fort und schlug Oberhausen mit:1(:). 3000 Zuschauer erlebten den knappen, aber verdienten Erfolg der Schwarz=Weißen, die spielerisch besser waren. Scholz, der als Mittelläufer tätig war, ragte bei Oberhausen heraus, aber er konnte das Führungstor Winklers nicht verhindern. Der Ausgleich fiel durch Bäcker, das Essener Siegtor durch den Linksaußen Lehmann. Der BfB Benrath schlug Fortuna Düsseldorf:1(:). Damit verlor der Altmeister zwei weitere wertvolle Punkte, und seine Aussichten, in der Bereichsklasse zu bleiben, schwinden immer michr. Im westfalischen Fußball=Meisterschaftskampf ist Schalke nach wie vor ungeschlagen. Die Knappen suchten am Sonntag den Neuling SpVag Herten auf und siegten:)(:). Die 5000 Zuschauer vermißten Klodt, den Böhmer ersetzte, Bornemann, Kuzorra und Eppenhoff nicht allzu sehr; denn die Ersatzleute fügten sich gut ein. Szepan, Burdenski und Kalwitzki schossen vor der Pause, Kalwitzki, Sapatka und Füller nach dem Wechsel die Schalker Tore. Der Meister führte wieder ein technisch seines Spiel vor. Westfalia Herne gelang ein 3·0=(:)=Sieg über den PfB Bielefeld, der ohne Durchschlagskraft spielte. Wahle und Joswiack(2) waren die Torschützen. In den beiden Erinnerungs=Preis=Spielen siegten die„Großen“ Gelsenauß Gelsenkirchen über Spielgemeinschaft Haltern :1 und der PfL 48 Bochum in Dortmund Wickede über den dortigen VfL mit:1 in der Verlängerung. Eishockey— das schnellste Spiel der Welt. Hier hat der Kameramann eine dramatische Spielszene im Torraum im Bilde festgehalten Photo: NT-Archiv Feiner Auftakt im Eisstadion Strauch] Noack— ein meisterhaftes Paar 7 Düsseldorf—Köln:0 Es war ein erfrischender und vielversprechender Auftakt, mit dem das Kölner Eisstadion gestern seine dieswinterliche Veranstaltungsreihe eröffnete. Die nach erprobten Erfahrungen zusammengestellte Folge brachte wieder jene bewährte Mischung von Kunstlauf und rein sportlichen Wettbewerben, die in ihrem abwechslungsreichen Ablauf von den Freunden des Eislaufs so sehr geschätzt wird. Und so hatte das freundliche Stadion on der Amsterdamer Straße auch diesmal wieder gut gefüllte Ränge aufzuweisen, und die Zuschauer fanden gleich wieder den engen Kontakt, der gerade diese Sportstätte so sehr auszeichnet, sie gingen mit und hatten Gelegenheit, ihren Lieblingen viel Beifall zu spenden; kurzum, man hatte gute Laune und— wenn es auch paradox klingen mag— wurde recht warm dabei. Im Mittelpunkt der Folge stand der Paarlauf unseres neben dem Ehepaar Baier und den Geschwistern Pausin besten Paares Strauch=Noack. Man war außerordentlich gespannt auf den Eindruck dieses Paares. denn seit etwa Jahresfrist partnert Günter Neeick mit Gerda Strauch. Beide haben sich, das bewies gleich der erste la Eindruck, einander vorzüglich angepant und laufen eine Kür, die nicht nur reichlich mit Schwierigkeiten und Feinheiten gespickt ist, sondern auch im Gesamteindruck ungemein harmonisch wirkt. Die Harmonie des Zusammenklangs kam in den späteren Tanzszenen nach den Klängen eines Walzers, Tangos und eines grotesk unterstrichenen Foxtrott besonders vollendet zur Geltung. Im Einzellauf holte sich die Berlinerin Annita Heinricht, die sich gut herausgemacht hat, ebenfalls viel Beifall. Außerordentliche Qualitäten hatte der Berliner Meister Erich aufzumeisen, dessen erstaunliche Wendigkeit im Verein mit sehr schwierigen Schwüngen und gewagten Sorüngen ihn ohne weiteres in unsere deutsche Spitzenklasse stellen. Bei noch etwas stärkerer Ausgefeiltheit wird Erich Zeller einer der ernsthaftesten Rivalen unseres deutschen Meisters Horst Faber sein können. Die sachverständigen Zuschouer hatten schon recht, wenn sie seine Leistungen durch be sonderen Beifall werteten. Uebrigens hat auch Köln einen Mann der Spitzenklasse in Bernhard Geuer. dem Eisschnelläufer, der in allen Strecken firm zu sein scheint. Der Fortschritt, den der Kölner in den letzten beiden Jahren machte, berechtigt zu den kühnsten Hoffnungen. Auch gestern gewann er den 1500=Meler=Lauf von der Spitze weg in überlegener Manier gegen seinen Bruder Rudi Geuer und den starken Berliner May, ohne sich auszugeben. Die 5000 Meter holte sich Bernhard Geuer mit seinem Partner Kalle in der guten Zeit von 13:35 Minuten gegen die Berliner May=Köhler mit fast 50 Meter Vorsprung! Man würde sich gerade in Köln freuen, wenn hier einmal eine Meisterschaft im Eisschnellauf zum Austrag kommen würde: wir sind überzeugt, Bernhard Geuer in seiner jetzigen Form, wird mit bei der Spitze zu finden sein. Die Eishockey=Begegnung zwischen der Düsseldorfer Eislauf=Gemeinschaft und dem Kölner Eis=Klub endete mit einem hohen:=Sieg (:0.:0.:1) der Düsseldorfer Gäste, die, trotzdem ihr zweiter Sturm nicht komplett war, mit ihren bewährten und oft, erprobten Routiniers Orbanowsky, Keßler und Krämershoff ein Mannschaftsrückgrat hatte, dem die junge Kölner Mannschaft trotz allen Eifers auf die Dauer nicht gewachsen war. Nachdem Keßler im ersten Drittel die Führung geholt hatte, wurden die Kölner im zweiten Drittel regelrecht überspielt, und Krämershoff. Keßler(2) und Orbanowsky schraubten in unwiderstehlichen Angriffen das Ergebnis auf•0. Erst im letzten Drittel kamen die Kölner, nachdem Krämershoff für Düsseldorf zum sechsten Male erfolgreich gewesen war. durch Brandenburg zum übrigens verdienten„Ehrentreffer“, der denn auch auf den Rängen das gebührende Echo fand. Die gleiche Note von dem freundlichen Echo fend übrigens auch die Veranstaltung in ihrem Gesamteindruck. Es hat einen recht glückhaften Start zum neuen Wintersportjahr gehabt, unser Kölner Eisstadion. Und nun erwarten wir das nächste Programm! Lo. Der nächste Kampftag Die Punktespiele am 23. November Fußbali=Gauklasse Köln=Aachen: VfL 99 Köln—BfR. Köln. Mülheimer SV.—Sülz 07, Tus. Troisdorf—Viktoria Köln, Rhenania Würselen—Düren 99. 1. Klasse, Staffel Köln. Kölner BC.—Phönix, Kölner BV. 07—Jugend Kalk, Bayenthal—Nippes 1912, Rhenania—Jugend Düren, Sportfreunde Düren—Niehl, Bingst 05—Union. Handball-Gauklasse affei 1: spielfrei. Staffel 2: Reichsbahn Jälich—Teutonia Weiden. Alles auf einen Blick Schwerathletik Reichssieger-Weltbewerb im Judo 1941 Bei den Reichssieger=Wettbewerben im Judo Essen wurden am Samstagabend und Sonntagvorittag die Endrundenteilnehmer ermittelt. In den Vor schlußrundenkampfen waren die Ergebnisse: Federgewicht: Jütten(Koln)— Bierschenk(Leipzia):1; Gwosd; (Berlin)— Janke(Berlin)•0. Schlußkampf: Gwosdz— Obergesr. Winkelmann.— Leichtgewicht: Brauer(Berlin) gegen Münch(Frankfurt a..)•0; Zainhofer(Essen)— Mathes(Dresden):1: Knorr(Rudow)— Mathes:0; Bräuer— Schafer(.), Schäfer gab wegen Verletzung auf; Endrunde: Knorr—. Brauer.— Mittelgewicht: Bonk (Rudow)— Schonert(Dresden)•0; Becker(Berlin)— Sepke(Hamburg):0; Brünner(Frankfurt)— Watzmann (Rudow):0; Schlußkampf: Brünner— Matrose Becker. Halbschwergewicht: Römholdt(Berlin)— Friese (Frankfurt)•0; Hinz(Berlin)— Borchert(Hamburg)•1, Schlußkampf: Römhildt— Hinz.— Schwergewicht: Frank (Berlin)— Röhle(Rudow)•0: Lehmann(Berlin) gegen Barufke(Breslau)•0; Schlußkampf: 11-Oberschs. Leh mann— Frank(Berlin). Handball „Zweite Halbzeit“ in der Kölner Staffel Die Vereine der Kolner Staffel in der Handball=Gauklasse begannen bereits mit idren Ruckspielen, da die Kampfe der einen Runde vollständig durchgeführt sind. Den fudrenden Mannschaften waren hier besonders schwierige Aufgaben gestellt, weil sie sich auf den Platzen ihrer wegner stellen mußten. So weilte der an der Spitze liegende Turnerkreis Nippes bei Vingst 05 am Germaniaweg und erzielte dort einen•-(.2= Sieg. Die großere Durchschlagskraft der Turner, sowie auch die geschickte Leitung durch die Sturmer Heckner und Bamberger, die auch die meisten Treffer zur ihre Farden erzielten, gaben den Ausschlag. Bei Vingst waren Leonhardt zweimal und Schneider einmal erfolgreich Der Gruppenzweite H2V Bocklemund kam bei 28 Jahn Wahn zu einem schönen:=(:)=Erfolg und war er auch durch die besiere Turchbildung sowie durch den größeren lngriffsgeist tonangebend. Auer und Peters waren die Schützen r Gaste: Pütz, Hungenberg und Flött bei dem Plapzverein sL 99 Koln kam gegen S6 Ordnungspolize: Koln zu einem klaren 11:=(:)=Gewinn in einem schonen, ausgeglichenen Spiel, in dem aber der Angriff der Merheimer besser war. Enselmann. Miebach und Ruhland waren für den Platzverein erfolgreich, bei den Gasten teilte sich der gesamte Angriff in die ereffer.— Der Tabellenletzte BSe Ford erzielte seinen ersten Zieg in dieser Saison mit•1(:2) gegen den nur mit acht Leuten erschienenen Mülheimer SV, der bald nach Beginn mit •0 führte. später aber seinem eigenen Tempo erlag. Der Tor luter verbinderte durch seine gewandte Arbeit eine noch größere Niederlage der Gäste, doch nutzten die Autosportler den scharfen Wind geschickt aus, und sie kamen im späteren Verlauf des Kampfes immer besser ins Spiel. In der Staffel Nachen wurde nur das Spiel Teutonia Weiden gegen den Altmeister ViB 08 Aachen•7(:3) durch geführt Meisterschaftskampfe der ersten Klasse in Köln: Post Sc gegen Luftwaffen SV.8(:30, Tus Ehrenfeld— Mulheimer o II 12•6(:). Frauen Spiel: Vinast 05— DA66 Trois dorf II•2. Boxsport Biemer Punktsieger über Bögershausen. Von Hagen kommend, stellte sich die Niedersachsen=Boxauswahl am Sonntagnachmittag in Köln einer Staffel der Vereine Stollwerck, Colonia, Reichsbahn und Post SV. Sie enttäuschte nicht; in allen sieden Gewichtsklassen erlebten die Besucher, die die„Bürgergesellschaft“ bis auf den letzten Platz besetzten, großartige Kämpfe, in deren Verlauf aber auch die Einheimischen angenehm überraschten. In erster Linie der alte Ringsuchs Biemer und Virnich, die ihre savorisierten Gegner Bögershausen und Hampel auspunkteten. Ermeister Wilke, der am Vortage eine empfindliche Niederlage einstecken mußte, hatte gegen Gales zwei große Anfangsrunden, die seinen Punkterfolg rechtfertigten. Trittschaa war für Hambloch zu schnell, als daß der Jugendmeister aus Köln zu einem Erfolg hätte kommen können. In der dritten Runde mußte Hambloch gar bis„acht“ die schüt zenden Bretter aufsuchen. Da die Gäste ohne den Schwergewichtler Kohlbrecher II erschienen und zwei Gewichtsklassen doppelt besetzt waren. wurde auf ein Endergebnis verzichtet. Von den sieben Kämpfen gewannen die Gäste drei, die Kölner vier. Die Ergebnisse: Bantamgewicht: Wilke(Niedersachsen) Punktsieger über Gales(Post Köln); Feder: Schubert(.)..=Sieger in der ersten Runde über Groutars(Aachen); Biemer(Colonia Köln) Punktsieger über Bögershausen(.): Leicht: Nagelschmidt(Stollwerck Köln) Punktsieger über Gaebel(.); Welter: Virnich(Stollwerck) Punktsieger über Hampel(.); Mittel: Trittschack (N) Punktsieger über Hambloch(Reichsbahn Köln); Halbschwer: Profittlich(Aurora Köln) Punktsi. üb. Weirich(.). Im Rahmen der Truppenbetreuung in den besetzten Geviten wird im Pariser Sportpajast für den 13. Dezem der abermals eine Boxveranstaltung vorbereitet, deren Pro gramm auf eine Reihe namhafter deuticher Berufsdoxer aufgebaut werden soll. So will man diesmal den deutschen Meister im Schwergewicht. Heinz Lazek(Wien). in den Mit telpunkt des Abends stellen. Als Gegner des Wieners kom# in erster Linie der Straßbuiger Karl Ruz in Betracht. Pommern: Viktoria Stolp—. Germania Stolp:3. Stettiner SC— LSP Pütnitz:3 BerlinBrandenburg: Ordnungspolizei— 3P Marga:0. Union Oberschönewelde— Hertha BSC:1. Brau denvurg SC 65— Tennis Borussia.2. Lufthansa— Wacker 01 :1. Minerva 93— Blau Weiß:3. Niederschlesien: Breslau 02— Reichsbahn SG Oels 52. Hertha— LSV Reinecke Brieg:2. DSV Schweidnitz gegen Alemannia Breslau•0. WsV Liegnitz— Tuspp. Liegnitz.3. Oberschlesien: Tus Lipine— 1. FE Kattowitz.1. Hindenbura 0— Bismarckhütte SBa•4. S. Spiel in Nattowitz Gebiet Oberschlesien—. Gebiet Berlin•1. Sachsen: SC Planitz— Riesaer SV•0. Mitte: 1. S8 Jena— SV(=Dessan:3. Vis Halle gegen Cricket Vikt. Magdeburg:1. Thuringen Weid gegen Wacker Halle:6. S6 98 Dessau— SC Erfurt:1. Nordmark; Hamburger SV— Holstein Kiel:3. Victorig— Barmbecker SG:2. Kilia Kiel— Polizei Lübeck.0. Lstpreußen: VSs Königsberg— Insterburg.0. Preuß.=Milau— Prussia Samland Königsberg:0. BfB Osterode— LSV Heiligenbeil.7. Riedersachsen: Osnabrück 97— Wilhelmshaven 05:6. ASV Blumenthal— Schinkel 04 14. Werder Bremen gegen Osnabrück BfL:1. Linden 07— Arminia Hannover:2. S3 Wolfenbütte!— Hannover 96:0. Kurhessen: SpV Kassel— Borussia Fulda:4. Sc Petersberg— SC 03 Kassel:0. Hermannia Kassel— Kurhessen Kassel:4. BV 06 Kassel— PfL 60 Marburg:2. Hessen=Nassau: Eintracht Frankfurt— FSs Frankfurt:1. Kickers Offenbach— Hanau 93:2. Hanau 60 gegen Wetziar 05:1. Rot Weiß Frankfurt—. BfB Großauheim 11:1. Dunlop Haneu— Tarmstadt 98:3. Westmart: T86 Taargemünd— VfR Frankenthal:1. Saarbrücken— 186 61 Ludwigshafen:3. FV Mer gegen FK Pirmasens;1 Spug Mundenheim— Tura Ludwigs hafen:1. Baden: SpVg Sandhofen—. VfR Mannheim:2. BfL Necarau— 7866 Plankstact:2. BfB Muhlburg— SC Freiburg:3. Freiburger FC— 1. FC Pforzheim:1. Luftwaffe gegen Waldhof•0. Elsaß: RSc Straßburg—. Si Straßburg:2. FC Mul. hausen— Tüs Schwenighausen.1. S0 Schiltigheim gegen FC Kolmar•0. FC Hagenau— Spt'g Mulhausen:0. SpBg Kolmar— Mars Bischheim:1. SV Wittenheim— Stern Mülhausen:2. Ostmark: Wacker Wien— Rapid•0. Vienna— Admira :4. Post S6— Wiener SC.1. Dreiländerkampf im Ringen Deutschland, Dänemark und Kroatien treten in Stuttgart an Die Stadt der Auslandsdeutschen, Stuttgart, ist am 29. und 30. November Schauplatz eines bedeutenden internationalen Ringkampf=Geschehens, findet doch hier der Drei=Länder=Kampf zwischen Deutschland, Dänemark und Kroatien statt. Die beiden Gäste=Staffeln wurden bereits namentlich gemeldet; für die Vertretung der deutschen Farben werden 14 Ringer eine Woche vorher zum Gemeinschaftstraining nach Bad Cannstatt berusen. Die stärkste deutsche Mannschaft wird gegen Dänemark eingesetzt. Gegen die Kroaten greift das Reichsfachamt zum Teil wahrscheinlich auf andere Ringer zurück. Die Adwicklung des umsangreichen Programms wurde so festgelegt, daß am 29. November Kroatien in vier Klassen gegen Dänemark und in drei Klassen gegen Deutschland antritt, während die Kämpfe in den restlichen Klassen dann umgekehrt am 30. November entschieden werden. Den Höhepunkt und Abschluß des Ringertreffens bildet die Begegnung Deutschland— Dänemark. Auf das Abschneiden der Kroaten. die früher bei den Balkanspielen schon vorteilhaft in Erscheinung traten, ist man sehr gespannt. Die Mannschafts=Aufstellungen lauten vom Bantamgewicht aufwarts: Dänemark: Eigil Johansen, Robert Voigt, Egon Hansen, Einar Christensen, Knud Thomsen, Gunnar Nielsen, Egon Möller.— Kroatien: Antun Cimin, Alojejz Moguljak, Franjo Pongac, Ivan Mrkus, Ferdo Vascak, Ivan Markovic. Otto Gerovac.— Deutschland hält zur Auswahl bereit: Pulheim(Köln), Müller(Stuttgart), Schmitz(Köln), Reinhardt(Hohenlimburg), Hirsch(München), Hahn(Stuttgart), Gocke (Dortmund), Wicke(Berlin), Schweickert(Berlin), Krauskopf(Wilhelmshaven), Seelenbinder(Berlin), Ehret (Ludwigsh Einen zweiten Kampf in Deutschland bestreiten die (Ludwigshafen), Liebern(Berlin) und Staiger(Stuttgart) zweiten Kampf in Deutschland bestrei kroatischen Ringer in Augsburg, wo sie am 2. Dezember gegen eine verstärkte Augsburger Mannschaft kämpfen Die dänischen Nationalringer tragen vor ihrer Heimreise auf württembergischem Gebiet noch einen Freundschafts kampf aus.