Verlag und Schriftleitung: Köln, Stalkgasse 25—31 Die Schalterräume sind durchgehend von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Postscheckkonto: Der Neu. Tag Amt Köln Nr. 590 00 Die große Kölner morgenzeitung Sammelruf: 2203 01: nach 20 Uhr: Hauptschriftleitung: 22 03 01; Sportschriftleitung: 2203.02; SchriftReichsminister Dr. Goebbels eröffnet die„Kriegsbuchwoche 1941“ Deutschland als geistige Weltmacht Eindrucksvolle Kundgebung aller geistig Schaffenden im neuen Europa Weimar, 26. Okt.(dub) Mit einer festlichen Kundgebung in der Weimar=Halle wurde am Sonntagvormittag die„Kriegsbuchwoche 1941" durch den Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels. eröffnet. Die Anwesenheit führender Autoren von 14 Nationen gab dieser Stunde eine kulturpolitische Bedeutung nicht nur für Deutschland, sondern für alle mit uns befreundeten und verbündeten Länder Europas, die im Kampf gegen den zersetzenden jüdisch=bolschewistischen Geist stehen. Vor Beginn begab sich Dr. Goebbels mit Staatsrat Johst zur Fürstengruft und legte an den Särgen Goethes und Schillers Lorbeerkränze nieder. Der Präsident der Reichsschrifttumskammer, Staatsrat Johst, zog in einer Rede eine überaus wirkungsvolle Parallele zwischen dem Buch des internationalen Juden Karl Marr „Das Kapital“ und dem Buche des Führers„Mein Kampf“, während„Das Kapital“ ein Buch unter Büchern geblieben sei, habe das Buch des Führers eine revolutionare Wirkung für ganz Europa gehabt. Reichsminister Dr. Goebbels wies auf das symbolische Zeichen dieser Buchwoche hin, das die Einheit von Buch und Schwert auf sichtbarste Weise zum Ausdruck bringe. So wie das Schwert im Kampf um eine neue Anschauung auch eine Waffe des Geistes sei, so sei das Buch in diesem Kampf eine Waffe der Front geworden. Wieder einmal seien die ältesten und wertvollsten Kulturvölker des europäischen Kontinents angetreten, um zu verteidigen, was sie in über zwei Jahrtausenden aufgebaut hätten. sich damit zu berufensten Kündern des geschichtlichen Ge schehens unserer Zeit. Dr. Goebbels wies dann auf die bevorstehenden großen Aktionen im Dienste des deutschen Schrifttums hin und richtete zugleich einen Appell an das ganze deutsche Volk, mitzuarbeiten an der ersten und vornehmsten Aufgabe, die deutsche Wehrmacht im kommenden Winter ausreichend mit guten Büchern zu versorgen.„Es werden dazu in der Hauptsache zwei Wege beschritten. Eine Auswahl bester Literatur wird in Großauflage in handlichstem und ansprechendstem Format herausgebracht und der Wehrmacht zur Verteilung übergeben. Als erstes Ergebnis dieser Aktion werden wir in Kürze drei Millionen Bücher an die deutschen Soldaten an der Front zum Versand gelangen lassen. Diese großzügige Maßnahme, die gewiß von unseren Soldaten mit Freude begrüßt werden wird, soll im Laufe des Winters noch einmal wiederholt werden.“ Daneben gehe die umfassende Ausführung des Aufrufs des Reichsleiters Rosenberg zur 3. Büchersammlung der NSDAP. Für unsere Soldaten sei auch hier das Beste gerade gut genug. Unter Einsatz von 7000 Mitarbeitern der Partei hätten bisher.7 Millionen Bücher an 60000 Wehrmachtsbüchereien abgeliefert werden können. „Aber nicht allein die Front ruft nach dem Buch. Auch die Heimat ist seiner in höchstem Maße bedürftig. Sie hat ein Anrecht darauf, im Buch die Zeit wiederzufinden und durch das Buch über die Zeit hinaus geistig in die Zukunft hinübergeführt zu werden.“ Zum erstenmal in diesem Jahre, so fuhr Dr. Goebbels fort, nähmen im Krieg die führenden Autoren befreun deter Nationen an dem seit 1938 zur Tradition ge wordenen Weimarer Dichtertreffen teil. Ihre soeben ab geschlossene Reise durch die deutschen Gaue sei sozusagen ein praktischer Anschauungsunterricht und eine Belehrung darüber gewesen, ob die deutsche Nation ein Anrecht dar auf habe, endlich ihre provinzialen Fesseln abzustreifen und den Weg zur Weltmacht anzutreten. In einem Ruf an die Dichter unserer Zeit faßte Reichsminister Dr. Goebbels das Bekenntnis dieser geistig Schaffenden in den Worten zusammen:„Daß wir der Zeit würdig sein wollen, das soll unser Gelöbnis in dieser Stunde sein. Mit der Kraft des Wortes wollen wir sie schildern, so wie der deutsche Soldat sie mit der Kraft des Schwertes gestaltet. Mit ihm gemeinsam wollen wir sie am Ende erfüllen. Die große Zeit soll uns in Bereitschaft finden. Dann wird die Stunde kommen, da das Reich die Zeit der stolzesten Blüte seiner Geschichte beginnt.“ Gründung eines europäischen Schriftstellerverbandes Auf der deutschen Dichtertagung in Weimar, an der nam hafte Autoren aus 14 europäischen Ländern teilnahmen, wurde auf Auregung der ausländischen Dichtergäste ein europäischer Schriftstellerverband gegründet. Den Vorsitz des Verbandes hat der bekannte deutsche Dichter Hans Carossa übernommen. Antonescu sagt den Juden die Wahrheit Sie ernten jetzt den Lohn für das, was sie selbst verbrochen haben Wir, die wir von unseren Feinden manchmal über die Schultern als Volk der Dichter und Denker belächelt wurden, sind stolz auf diesen Ehrentitel. Aber wir brauchten nur zu dieser starken Neigung zum Geistigen hin noch den Weg zu unserer eigenen Kraft zu finden um die Anwartschaft auf eine wahre Weltmacht zu erringen. Diese Umwandlung unseres Volkswesens findet in unserer Zeit statt. Gerade der Krieg hat sie am deutlichsten in Erscheinung treten lassen. Dr. Goebbels zeigte dann an einer Reihe imponierender Zahlen den stolzen Aufstieg und Erfolg unserer Buchpflege, die der Krieg zu noch größeren Leistungen angespornt habe. 250 Millionen Bücher und Schriften seien im abgelaufenen Berichtsjahr im Reich herausgebracht worden bei einer Durchschnittsauflage aller Erscheinungen von rund 11000 Stück. Wieder stehe an erster Stelle das schöngeistige Schrifttum mit einer Gesamterzeugung von 72 Millionen Büchern. Hierunter befänden sich allein 39 Millionen Bücher aus Neuerscheinungen. Die Zahl von 44 Millionen neu aufgelegter Bücher beweise, daß bei uns das Buch als Eintagssensation vollkommen verschwunden sei. Wirklich wertvolles Schrifttum könne viele Jahre hindurch auf das Interesse unserers Volkes rechnen An zweiter Stelle stehe die politische und dokumentarische Literatur der Zeit mit einer Gesamtauflage von 56½ Millionen. Diese Auflage widerlege in schlagendster Weise die Einwendungen der Feindseite, daß das deutsche Volk sein Interesse an der Gegenwart verloren habe. Daneben stehe die stärkste Anteilnahme des deutschen Volkes am Schrifttum der uns befreundeten Nationen. Allein 641 ausländische Werke seien im Berichtsjahr ins Deutsche übertragen worden. Der Minister unterstrich im weiteren Verlauf seiner Rede die Schwierigkeiten, die das deutsche Buchschaffen zu überwinden hatte. In diesem Zusammenhang wies Dr. Goebbels vor allem auf die Papierfrage hin, deren Lösung sich besonders kompliziert gestaltet habe. In Worten höchster Anerkennung sprach Dr. Goebbels vom kämpferischen Einsatz des deutschen Schrifttums. Ueber 100 deutsche Dichter von Ruf trügen heute als Soldaten den grauen Rock und seien in der Hauptsache bei den Propagandakompanien eingesetzt. Sie machten th Berlin, 26. Okt. Der rumänische Stautschef Marschall Antonescu hat dem Vertreter der rumänischen Juden eine Antwort erteilt, wie sie so schlagkräftig und überzeugend bisher kaum in einem anderen Land zu vernehmen war. Der Präsident der Judengemeinschaft in Rumänien, Fildermann, der wahrscheinlich Fliedermann heißt, und seinen Namen aus durchsichtigen Gründen etwas geändert hat, glaubte sich für befugt halten zu können, einen Appell an Antonescu zu richten, in welchem er sich über die Behandlung der Juden in Rumänien beklagt und in welchem er eine Aenderung dieser Behandlungsweise verlangt. Mit aller gebotenen Deutlichkeit hat Antonescu in seiner Antwort den Nachweis geliefert, daß die Juden in Rumänien jetzt lediglich den Lohn für das ernten, was sie selbst verbrochen haben Man kann diese Feststellungen Antonescus weit über die Grenzen Rumäniens hinaus für die Länder in ganz Europa in Anspruch nehmen. Am 30. Januar 1939, also noch lange vor Beginn des Krieges, hatte der Führer in seiner damaligen Reichstagsrede erklärt, wenn es den internationalen Finanzjuden noch einmal gelingen sollte, die Völker Europas in den Krieg zu stürzen, dann werde das Ergebnis nicht die Bolschewisierung oder der Untergang Europas sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa. Trotz dieser prophetischen Warnung des Führers hat das internationale Judentum nichts unterlassen, was die Spannung zwischen den Völkern verschärfen könnte. An allen Stellen, in denen diese Angehörigen der jüdischen Rasse Einfluß besaßen, haben sie in höchstem Maße dazu beigetragen, die Atmosphäre zwischen den Nationen zu trüben und den Krieg vorzubereiten, an welchem ausschließlich der internationale Kapitalismus interessiert sein konnte. Die Dokumente, die über die Politik gewisser Finanzkreise und bestimmter Berater besonders in der Umgebung Roosevelts bekannt geworden sind, haben den eindeutigen Nachweis dafür gebracht, daß in diesen jüdischen Kreisen die Hauptschuld am Ausbruch des Krieges gesucht werden muß. Diese jüdischen Brandstifter haben kein Recht, sich heute zu beklagen, wenn die Völker, die durch sie in den Krieg getrieben wurden, ihnen nunmehr die gebührende Antwort erteilen. Schon am Ausbruch des Weltkrieges hat das internationale Judentum einen großen Teil der Schuld gehabt, und diesmal ist diese Schuld noch größer und noch eindeutiger. Der deutsche Sieg im Osten hat die bolschewistische Gefahr ausgeschaltet. Das Endergebnis des gesamten Krieges aber wird auch die Beseitigung der anderen großen Gefahrenquelle bringen, die man auf Grund der Erfahrungen der letzten Jahre im besonderen Maße in den Kreisen des internationalen Indentums zu suchen hat. Beispiel zynischen Hasses „Höchstens 10 Millionen Deutsche dürfen übrig bleiben" Berlin, 26. Okt.(dub) Ein Gipsel schamlosen Zynismus leistet sich der in Buenos Aires erscheinende „Standard". Das Blatt gibt einer anonymen Zuschrift Raum, in der gefordert wird, daß nach einem von England gewonnenen Kriege die zwangsweise Geburtenkontrolle in Deutschland eingeführt werden soll. Clemenceau noch überbietend, erklärt der Briesschreiber, daß zur Sicherheit Europas höchstens zehn Millionen Deutsche übrig bleiben dürften. „Moskau in Gefahr“. Britisch=sowjetische Verzweiflungsschreie TT Genf, 27. Okt. Bezeichnenderweise wird der Fall von Charkow in dem letzten sowietischen Heereskommunique glattweg verschwiegen Auch in den britischen Meldungen wird der deutsche Erfolg bis jetzt unterdrückt. Allerdings geht aus Londoner Stimmungsberichten hervor, daß das ganze Donezbecken bereits als verloren angesehen wird, obwohl der„größte bolschewistische Stratege“ Timoschenko angeblich die Leitung der Operationen dort in die Hand genommen haben soll. Man weist in diesem Zusammenhang in London darauf hin, daß die Deutschen im Westen von Charkow und am Asowschen Meer entlang schon viel zu weit vorgegangen seien, als daß man sich von der bolschewistischen Verteidigung im Donezbecken noch viel versprechen könne. Hingegen klammert man sich in London an die eitle Hoffnung, daß es der sowjetischen Führung noch gelingen werde, die deutschen Truppen in anderen Abschnitten aufzuhalten, um, wie man sich wörtlich ausdrückt, von den Landverbindungen zwischen Baku und dem Norden noch soviel wie möglich zu retten. Auf alle Fälle müßten die Sowjets, so meinen die Londoner Strategen, alles versuchen, um die Deutschen zu verhindern, nach Astrachan zu gelangen. An guten Ratschlägen fehlt es in der britischen Hauptstadt also nicht. Mit um so größerem Interesse darf man auf den Augenblick gespannt sein, an dem die sagenhaften Armeen Wavells in Aktion treten werden, um ihren Verbündeten bei diesen verzweifelten Rettungsversuchen der Verbindung zwischen Iran und der Sowjetunion beizustehen. Ueber die Stimmung in Moskau gibt ein Artikel des bolschewistischen Blattes„Prawda“ einige aufschlußreiche Hinweise, die die früheren Meldungen über die dort bereits herrschenden Zustände gut erganzen. In diesem Blatt veröffentlicht unter dem Titel„Für die Verteidigung Moskaus“ der bolschewistische General Arsenjew einen Artikel, in dem er u. a. folgendes ausführt:„Moskau befindet sich in Gefahr. Die Gefahr für Moskau ist noch nie so groß gewesen. Wir müssen auf neue Heimsuchungen gefaßt sein. Der Feind setzt sein Vorrücken auf Moskau fort. Er schickt auch seine„verkleideten Agenten“ zu uns, die Panik und Wirrwarr hervorrufen sollen. Solche Agenten und Spione müssen sofort unschädlich gemacht werden. Das Verteidigungskomitee von Moskau fordert alle auf, Ruhe zu bewahren. Jeder muß den militärischen Anordnungen Folge leisten. Moskau ist eine befestigte Stadt. Jeder Moskauer muß tapfer sein. Die Bevölkerung soll nicht nur für die feindliche Infanterie, sondern auch für die feindlichen Tanks bereit sein, wie groß auch die Opfer sein mögen". Mit welcher zynischen„Sachlichkeit" die blutigen bolschewistischen Helden den Einsatz der Zivilbevölkerung in einem nutzlosen Kampf organisieren, um ihre scheußliche Herrschaft noch kurze Zeit zu verlängern, beweist auch ein Artikel, der im Organ der bolschewistischen Armee erschienen ist, und in dem ausführliche Anweisungen über die jetzt notwendig gewordene Verteidigung sowjetischer Städte durch die Zivilbevölkerung gegeben werden. Es genüge nicht, die einzelnen Häuser zu befestigen und Barrikaden zu errichten, die Verteidioer jeder Stadt müßten in Sektoren eingeteilt werden. Die Zivilbevölkerung müsse bei den Straßenkämpfen auch zu der Vernichtung feindlicher Tanks eingesetzt werden mit Handgranaten und Brennstofflaschen. Roosevelt als Kriegshetzer erkannt Berlin, 26. Okt.(dub) Nach einer Meldung der New York Times veranstaltete das Gallup=Institut eine Umfrage über die Hauptkriegshetzer der USA. Die dem Institut vorliegenden Antworten aus der USA=Bevölkerung ergaben folgendes aufschlußreiches Ergebnis: Die Hauptkriegshetzer der USA sind demnach: 1. die USA=Regierung und die Demokratische Partei; 2. die Großindustriellen; 3. die britischen Organisationen; 4. die amerikanischen Organisationen mit britischen Sympathien und 5. die Juden. Britenüberfall auf französischen Dampfer Größte Auswirkungen Auslandsecho zur Einnahme von Charkow Berlin, 26. Okt.(dub) Die Einnahme Charkows durch die deutschen Truppen hat bei den verbündeten Nationen ein starkes Echo ausgelöst. Die Sondermeldung des Oberkommandos der Wehrmacht beherrscht vollständig das Bild der italienischen Presse, die durch riesige Schlagzeilen die Bedeutung dieses großen neuen Sieges unterstreicht und feststellt, daß damit die ganze Ukraine für die Sowjets verloren ist und den deutschen Truppen der Weg nach dem Donezbecken offensteht. Popolo'Italia betont, daß Charkow in militärischer Hinsicht einen großen Teil der Verbindungswege der südlichen Sowjetunion beherrscht und die Flanke der nördlich des Asowschen Meeres nach Osten vorrückenden Armeen nunmehr völlig gesichert ist. Der neue grandiose Sieg— so führt Corriere della Sera aus— wird in strategischer wie verpflegungstechnischer Hinsicht Auswirkungen von größtem Ausmaß haben; denn Charkow stellt zusammen mit Kiew und Odessa ein Produktionszentrum von größtem Wert dar.„Stampa“ unterstreicht, daß das gesamte Leben der südlichen Sowjetunion in Charkow zusammenfließt. Mit dem Fall des Tores des Donez ist ein weiterer Widerstand an diesem Fluß unmöglich geworden, so daß sich jetzt die besondere Aufmerksamkeit bereits dem Don zuwenden kann. Die Einnahme Charkows hat in der bulgarischen Oeffentlichkeit starken Eindruck gemacht; das kommt auch in den Sofiaer Sonntagsblättern zum Ausdruck, die die Meldung des OKW in großer Aufmachung bringen. „Sora“ veröffentlicht einen Kommentar ihres Berliner Korrespondenten, in dem die Einnahme von Charkow „des Herzens der Ukraine“, als die Krönung außerordentlich schwieriger Operationen bezeichnet wird, durch die die Voraussetzungen für neue Operationen geschaffen würden. Der Berliner Korrespondent des„Utru“ hebt insbesondere hervor, daß der deutsche Vormarsch auf Charkow trotz sehr schlechten Wetters vor sich gegangen sei. Arbeitstagung der Hitler-Jugend des Gaues in Köln Gauleiter Staatsrat Grohé bei seiner Rede vor der versammelten Jugend in der Messehalle Photo: NT Der 1530 BRT. große französische Dampfer„Divona“, der in der tunesischen Küstenschiffahrt eingesetzt ist, wurde, wie von amtlicher französischer Seite mitgetilt wird, von englischen Flugzeugen angegriffen und bombardiert. Eine an Bord eingeschlagene Bombe tötete acht Angehörige der Besatzung. in Riom Anfang 1942 STE Paris, 25. Okt. Der französische Justizminister kündigt jetzt den Prozeß des Staatsgerichtshofes in Riom gegen die französischen Kriegsschuldigen für Beginn des nächsten Jahre= und das Urteil unverbindlich für das Frühjahr 1942 an. Er ist sehr vorsichtig und weist auf die gewaltige Arbeit der Gerichtsmaschine hin, die es mit 100000 Seiten Akten, 650 Belastungszeugen und zahlreichen Entlastungszeugen zu tun hat. Er betont im übrigen, daß Marschall Pétains Spruch, der die Festungshaft verhängte, das Urteil der politischen Autorität war, während das Urteil des Staatsgerichtshofes auf dem Gebiet der richterlichen Zuständigkeit liegen wird. Deutsch-finnischer Handelsvertrag verlängert In der Zeit vom 23. bis 25. Oktober 1941 haben in Helsinki Verhandlungen des deutsch=finnischen Regierungsausschusses stattgesunden. bei denen Einverständnis darüber erzielt wurde, daß der zwischen beiden Ländern bestehende Handelsvertrag vom 24. März 1934 um ein weiteres Jahr bis Ende 1942 verlängert werden soll. General=Kommel zür Büchersammiung (dnb) Zur Büchersammlung der NSDAP. für die Wehrmacht erläßt General Rommel folgenden Aufruf: „Der Soldat, besonders in Afrika, weiß den Wert und die Bedeutung des Buches hoch zu schätzen. In der Einsamkeit der Wüste ist das Buch eine Brücke zur Heimat Die diesjährige Buchwoche steht unter dem Motto: „Buch und Schwert". Hierbei ist das Schwert das Symbol unserer starken Waffen. Daneben soll das Buch als Zeichen unseres unbesiegbaren Geistes stehen.“ Montag, den 27. Oktober 1941 DER NEUE TAG Nr. 299 9 7 Die Jugend Deutschlands im Einsatz Eine Arbeitstagung der H3 7 Gauleiter Grohé sprach oa Köln, 27. Okt. Die Hitlerjugend des Gebietes und Obergaues Köln=Aachen hatte gestern in Köln eine Arbeitstagung. Die Führer= und Führerinnenschaft der Jugend des Gebietes Köln=Aachen war überaus zahlreich vertreten. Diese Großtagung sollte der Auftakt der Winterarbeit 1941/42 sein. Der Höhepunkt der Tagung war der Schlußappell am gestrigen Nachmittag im großen Saale der Messehalle. Der nächst dem alten Gürzenich repräsentativste Versammlungsraum der Hansestadt Köln bot ein geradezu imposantes Bild, von dem man das Auge nicht abwenden konnte. An der Brüstung prangte in markanter Goldschrift das stolze Wort:„Deutschland wird siegen!“ Mehr noch als die künstlerische Dekoration fesselte das bunte Bild, das die jungen Menschen dem großen Messesaal gaben. Das Weiß der Blusen der Madchen stach wirkungsvoll gegenüber den Uniformen der männlichen Ha=Führer ab. Vor der Orgel und zu beiden Seiten der Empore hatten die Banner und Wimpel der HI unseres Gaues Aufstellung genommen. Die Empore selbst war besetzt vom Gebiets=Fanfarenzug in Gemeinschaft mit dem Bann=Fanfarenzug Köln=Nord und Köln=rechtsrheinisch. Auf den Ehrenplätzen sah man die Vertreter der Partei, der Wehrmacht und der Behörden in stattlicher Anzahl. Gauleiter Staatsrat Grohe wurde beim Erscheinen im Saale begeistert begrüßt. Gebietsführer Hohoff gab eingangs der Tagung einen umfassenden Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit der HJ des Gebietes und Obergaues im gegenwärtigen Kriege. Aus seinen Darlegungen ging mit plastischer Deutlichkeit hervor, in welch eminent hohem Grade sich die HJ für die besonders gelagerten Kriegsaufgaben zur Verfügung gestellt hat. Das ist um so höher anzuschlagen, wenn man bedenkt, daß, wie der Gebietsführer ausführte, mehr als 80 Prozent der Führer der HJ zum Heer einberufen sind. Trotz dieses Führermangels hat sich die HI in geradezu beispielhafter Weise in der Heimatfront eingesetzt und ist weiter willens, dies zu tun. Gauleiter Staatsrat Grohé führte u. a. aus: Der Krieg stelle an ein Volk die höchste Bewährungsprobe. Im besonderen Maße gelte das für die Jugend, deren wehrtüchtiger Teil in heldenmütigstem Einsatz gegen den Feind kämpfe und deren noch nicht wehrpflichtiger Teil ebenfalls größere Aufgaben zu erfüllen habe, als es in Zeiten des Friedens der Fall sei. Wenn mit Fug und Recht behauptet werden könne, daß die Jugend ihre Bewährungsprobe bestanden habe, so solle das nicht nur Lob für sie sein, sondern ihr auch die innere Beruhigung geben, daß sie sich der Größe der Zeit würdig erwiesen habe. So sei die Jugend unsere Garantie dafür, daß das deutsche Volk seinen schweren Kampf siegreich bestehen und einer großen Zukunft entgegengehen werde. Wesentlich für die geistige Ausrichtung der deutschen Jugend sei die Tatsache gewesen, daß die nationalsozialistische Bewegung ihr bessere Grundsätze für das praktische Leben aufgezeigt habe, als es früher der Fall gewesen sei. Zu dem Charakter, der den Wert eines Menschen wesentlich bestimme, gehöre die Leistung. Wenn Haltung und Können sich paarten, dann werde die deutsche Jugend nicht nur ein Recht auf eine große Zukunft haben, sondern auch die Kraft, dieses Recht zu verwirklichen. Moltkes Leitmotiv:„Mehr sein als scheinen“", müsse sich die deutsche Jugend zum Grundsatz ihres Lebens machen. Gauleiter Staatsrat Grohé wandte sich anschließend den Aufgaben zu, die die Zukunft an das deutsche Volk stellt. Unabdingbar müsse fün alle Zeiten der Grundsatz gelten, daß nur die Besten zur politischen Führung berufen seien. Wenn dieses Programm verwirklicht werde, so würden wir einmal allen Demokratien überlegen sein, weil dort die Politik weitgehend von persönlichen Interessen bestimmt werde, zum anderen werde dadurch bei uns eine Unzertrennlichkeit zwischen Führung und Volk erreicht. Früher habe Deutschland auch über eine vorbildliche Wehrmacht verfügt; ihm habe jedoch jede politische Führung gefehlt, deren Mangel wesentlich den für uns unrühmlichen Ausgang des Weltkrieges mitbestimmt habe. Heute dagegen sei ein Zusammenklang der militärischen und politischen Führung gewährleistet. Ein dauerndes Wachsen des Volkes sei für seine Zukunft dringendste Voraussetzung. Wenn dieses Ziel, das nur durch ein Volk hoher Qualität verwirklicht werden könne, erreicht sei, bestehe die gemeinsame Aufgabe der politischen und militärischen Führung darin, Raum und Zahl in Einklang zu bringen. Dabei müsse bedacht werden, daß es ohne Kampf kein Leben gede. Wer nicht kämpfe, gehe unter und sterbe ab. Einen großen Erfolg gebe es nicht ohne großen Einsatz. Deutschland habe eine Führungsaufgabe in Europa zu erfüllen, wie es sie in früheren Jaorhunderten ausgeübt habe. Die Zerrissenheit, die das deutsche Volk seiner Führung in Europa beraubte, sei beseitigt, und nun erkämpfe das deutsche Volk wieder seine Weltmachtstellung, die der deutschen Jugend eine besondere Verpflichtung auferlege. Zum Schluß seiner Ausführungen mahnte der Redner die Führer und Führerinnen, alles, was trennen könne, beiseite zu schieben, Respekt vor dem Alter zu haben, anderseits aber auch Vorbild zu sein, wenn es darum gehe, daß die Heimat sich der Front würdig erweise. Deutschlands Sieg könne durch nichts mehr gefährdet werden. Dieses gewaltige Werk des Führers verpflichte aber auch die Jugend, sich noch mehr einzusetzen als Dank dem Manne gegenüber, der nicht nur als der größte Staatsmann, sondern auch als der größte Feldherr in die Geschichte eingehen werde Neue Filmgesellschaft Postdienst mit den Ostgebieten Berlin, 26. Okt(dnb) Zu den Filmproduktionsgesell= Berlin, 26. Okt.(dub) schaften Usa, Tobis, Terra, Bavaria und Wien=Film tritt meisters Ostland werden als sechste staatsmittelbare Gesellschaft die jetzt neu ge gründete„Berlin=Film“. Sie hat als Zusammensassung der in den bisherigen privaten Produktionsfirmen beschäftigten geeigneten Kräfte umfassende Aufgaben zugewiesen erhalten. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, hat Dr. Heinrich Jonen zum Produktionschef dieser neuen Firma berufen. Charkow wichtigste Industriestadt der Akraine Berlin, 26. Okt.(dub) Die Stadt Charkow, die jetzt in deutsche Hand gefallen ist, ist die wichtigste und größte Inoustriestadt der Ukraine. In ihr haben die führenden Werke der sowjetischen Elektroindustrie und metallverarbeitenden Industrie ihren Hauptsitz. Char ow nimmt ferner eine bedeutende Stellung in der Pro duktion von Eisenbahnwagen, Lokomotiven und Panzer ampfwagen ein. Das Charkower Traktorenwerk ist das drittgrößte der Sowjetunion und stellte früher jährlich über 10000 Traktoren für die sowjetische Landwirtschaft her. In der letzten Zeit wurde es auf die Produktion von Panzerkampftoagen umgestellt. Zahlreiche Erzeugungsbetriebe des Eisenbahnbaues, der Werkzeugmaschinenfabrikation und andere Werke machen Charkow zu einem bedeutenden Glied der sowjetischen Industrie. Im Rahmen der Rüstungsindustrie war Charkow für die Sowjets besonders deshalb so wertvoll, weil alle Werke der Charkower Industrie auf die Herstellung von Zanzerkampfwagen, Geschützen und dazugehörigen Einzel eilen umgestellt worden waren. Außerdem befanden sich n Charkow zwei Flugzeugfabriken mit einer beachtlichen Frzeugungskapazität Im Gebiet des Generalpost= die Sendungen des allgemeinen Postdienstes jetzt zugestellt. Es ist daher nicht mehr erforderlich, auf den Sendungen neben dem Bestimmungsort noch das Abholpostamt anzugeben. Zwischen dem Deutschen Reich(einschließlich Elsaß, Lothringen, Luxemburg und Protektorat) einerseits, sowie dem Bezirk Lemberg(dem früher zu Polen gehörenden Gebiet Galiziens) anderseits ist der öffentliche Tele graphendienst ausgenommen worden. Die Telegramme, die zu den für das Reich geltenden Gebühren mit einigen Ausnahmen(u. a. Brieftelegramme) für alle Arten zugelassen sind, dürfen nur in offener deutscher, polnischer, russischer oder ukrainischer Sprache abgefaßt sein. Noch nicht ausgenommen ist der öffentliche Telegraphendienst des Bezirks Lemberg mit dem Ausland. Der Leiter der Berliner Singakademie 75 Jahre alt Reichominister Dr. Goebbels hat dem Leiter der Berliner Singakademie, Professor Georg Schumann, anläßlich der Vollendung seiner 75. Lebensjahres seine herzlichsten Glück wünsche übermittelt und ihm sein Bild mit Widmung über reichen lassen. Japanischer Klub in den USA durchsucht Der japanische Klub in Los Angeles ist, wie„Domei“ meldet, von amerikanischen Beamten durchsucht worden unter dem Vorwand, daß der Klub sich antiamerikanisch betätige Britisches Flugzeug über London abgestürzt Wie„Daily Expreß“ vom 23. Oktober meldet, stürzte am vergangenen Mittwoch ein britisches Flugzeug über einer Straße im Londoner Stadtteil Fulham ab. Der Pilot wurde dabei getotet, eine in der Nähe befindliche Person verletzt und umliegende Häuser beschadigt. Urbeberrechtsschuts Reman verlar A. Schwingenstein. Müncben (Nachdruck verboten.) 31. Fortsetzung „Hoffentlich hält's nicht lange an. Für den Vater muß es doch furchtbar sein, wenn er nun auch noch den Sohn un das Leben verlieren sollte. Erst die Frau, dann das ! i n d. I n s e i n e m S c h m e r z e k a n n i h m a b e r k e i n e r h e i s e n Den muß Gott und die Zeit lindern.“ „Doch, Mädchen. Sicher können wir dem Vater heifen. Und darum will ich dich gerade bitten. Es ist ja schlimm genug, daß die schwachen Schultern der Frau immer allen Zank und Streit, der von Männern ausgesochten wird, zu tragen haben. Aber Gott, der um unsere Körperchwäche wußte, gab uns dazu des Geistes Kraft, daß wir unter den Schlägen des Schicksals nicht zusammen brechen. Ich bitte dich, Kind, verschiebe deine Wanderung uuf einen anderen Tag, vielleicht hat dich heute dein Vater nötig" „Unmöglich, Tante?“ „Warum unmöglich? Erwartet dich jemano: „Nein, ich gehe allein.“ „Dann ist es eine Schrulle von dir, Adelhaid. Nimm nir meine Offenheit nicht übel, aber ich denke, des Kindes Pflichten erlöschen nicht mit dem Tage, da die Eltern seiner bedürfen.“ „Du redest eben, wie du es verstehst, Tante“ alte Dame geriet in Zorn. Und sie wirkte so omisch, wenn sie zornig war, oder wenigstens so scheinen vollte. Dann bewegte sie den schmalen Kopf auf dem einen, zierlichen Halse wie ein Pendel hin und her. Die ilbernen Löckchen an den Schlafen zitterten. Die kleinen, chmalen Hände ballte sie zu Fäusten. Furchterweckend vollte sie aussehen und sah doch auch in ihrem künstlichen Zorn gar zu lieb aus, die gute Tante. Zum Anbeißen ieb. In ihren Augen hockte ja doch die Sorge, die Sorge um die ihr anvertrauten Kinder ihres Bruders Adelhaid mochte wohl dies oder ähnliches aus den Augen der Tante herauslesen, oder kannte sie das goldige Herz dieser Frau gan,. Sie legte ihre schlanken, von Lust und Sonne gebräunten Arme um die Schultern der Tante. „Oh, du goldiges Tantchen! Ich will ja gerne deine Bitte erfüllen, will den Vater aufheitern, aber laß mir Zeit bis heute abend. Erst muß ich all das Neue in mir selbst verarbeiten, erst muß ich mit meinem eigenen Ich wieder im Reinen sein. Zu viel Neues ist auf mich ein gesturmt. Müßte ich diese schweren Gedanken unverarbeitet mit mir herumschleppen, ich wäre wahrlich ein schlechter Gesellschafter.“ „Dein Herz ist doch nicht von Stein, Kind. Ich wußte es ja. Es hätte mir auch weh getan, wenn ich mich in dir getauscht hätte.“ Die Tante streichelte zärtlich die Wangen der Nichte. „Laß es heute abend nicht zu spät werden, Haidchen, wir warten mit dem Essen auf dich.“ „Nicht nötig. Tante“, rief Haidchen zurück und sie schritt schon den Berg hinab. Schwer stützte sich das Mädchen auf seinen Bergstock wie jemand, der trotz der fruhen Morgenstunde weit gewandert und schon rechtschaffen müde ist. Der Sinn des Mädchens war nicht so leicht, wie sie es der Tante gezeigt hatte. Dadurch, daß der Bruder in Haß und Unfrieden aus dem Vaterhause geschieden war, hatte er dem leicht verletzlichen Stolz des Mädchens schon wieder eine neue Wunde geschlagen. Schon wieder hatte ein Herchtmoore die Fämilie ins Gerede gebracht, und es war Adelhaid, als dürfe sie in der Heimat nie mehr den Kopf stolz und hoch tragen. Eine tiese Beschämung sraß an ihrem Herzen. Nur fort aus dieser Gegend, wenigstens für heute. Von Breitscheid herunterkommend hetzte sie durch das freundliche saubere Kreisstädtchen zum Bahnhof. Sie wurde sich in den ersten besten Zug setzen, ganz gleich, Der Wehrmachtsbericht: Besetzung des Donez-Becken schreitet fort Grofeinsatz der Luftwaffe an den Brennpunkten# Bombentreffer im Kreml Aus dem Führerhauptquartier. 26. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Besetzung des Donez-Gebietes schreitet fort. Auch an den übrigen Abschnitten der Ostfront wurden die Angriffsoperationen weitergeführt. Starke Verbände der Luftwaffe richteten schwere Schläge gegen Truppenansammlungen, Befestigungen und Kolonnen des Feindes zwischen Donez und Don, im Kampfraum um Moskau sowie ostwärts des Wolchow. Im hohen Norden zerstörten Kampfflugzeuge Teilstrecken der Murmansk-Bahn sowie Barackenlager auf der FischerHalbinsel. Bei Nachtangriffen auf Moskau wurden Bombentreffer im Kreml erzielt. Im Seegebiet um England vernichtete die Luftwaffe in der letzten Nacht drei Handelsschiffe mit zusammen 12000 BRT. Andere Kampfflugzeuge griffen Häfen an der West-, Süd- und Südostküste der Insel an. In Nordafrika bombardierten deutsche Kampfflugzeuge mit guter Wirkung militärische Anlagen in Tobruk. Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden nicht statt. Italienischer Wehrmachtsbericht Rom, 26. Okt. Der italienische Wehrmachtsbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Afrika bewaffnete Aufklärung und wirksame Feuertätigkeit unserer Verbände an der Marmarica-Front und im Abschnitt von Gondar. Unsere Luftwaffe bombardierte den Flugplatz von Cufra und belegte Kraftwagenansammlungen in der Oase mit MG-Feuer. Deutsche Bomber griffen wirksam Ziele in Tobruk an. Englische Flugzeuge warfen Bomben auf Tripolis und Bengasi ab. In Tripolis entstand einiger Schaden an Wohnhäusern und es gab einige Verwundete unter der Bevölkerung. In Bengasi wurde das Araber= viertel getrossen, ohne Opfer- zu verursachen. Bomberverbände, die von Jagdflugzeugen begleitet waren, griffen gestern nachmittag den Flottenstützpunkt von La Valetta an. Trotz heftiger Bodenabwehr, die viele unserer Flugzeuge traf, wurden die Ziele mit Bomben schweren Kalibers belegt. Die dadurch verursachten Brände waren sogar von der Südküste von Sizilien aus sichtbar. Im Verlauf von Luftkämpfen gegen einen feindlichen Verband wurde von unseren, unter dem Befehl von Fliegeroberst Eugenio Leotta stehenden Jagdstaffeln drei Spitfire brennend zum Absturz gebracht. Im Mittelmeer wurde ein feindliches Flugzeug von unseren Seeaufklärungsflugzeugen abgeschossen. Torpedoflugzeuge griffen gestern abend zwischen dem mittleren und östlichen Mittelmeer einen feindlichen Flottenverband an. Ein von Flugzeugführer Oberleutnant Luigi Strani gesteuertes Flugzeug erzielte einen Torpedotreffer auf einen Kreuzer. Tor zum ukrainischen Industriezentrum Vormarsch in Schlamm und Schneematsch nach Charkow Von Kriegsberichter Dr. Friedrich Wajner DRB..., 25. Okt.(PK) Die neue Phase der gewaltigen deutschen Operation im Osten ist wiederum von einem großartigen Erfolg gekrönt worden: das Tor zum ukrainischen Industriegebiet, die Stadt Charkow mit ihren rund 800 000 Einwohnern, mit ihren großen Werken, die Wiege der sowjetischen Panzerindustrie, ist in deutscher Hand. Eine bis ins einzelne durchdachte und logische Folge von Schlachten in weiten Räumen geht damit ihrem Höhepunkt und Abschluß entgegen. Charkow ist gleichsam das Bindeglied zwischen der Front vor Moskau und dem schnellen Vorstoß der deutschen Panzer und verbündeten Truppen im Süden am Asowschen Meer und in das Donezbecken. Es ist noch keinen Monat her, seit jene gleichen deutschen Truppen einer Armee, die jetzt in breiter Front gegen die zäh verteidigte Stadt vordrangen, in einem Ablauf von kriegsgeschichtlich einmaligen Kämpfen das Naturhindernis des breiten Dnjepr=Flusses überwanden, die starke Festung Kiew stürmten und auf der Zitadelle die Reichskriegsflagge hißten, um dann ostwärts der ukrainischen Hauptstadt in einer überwältigenden Vernichtungsschlacht den Armeen des Marschalls Budjenny den entsprechenden Schlag zu versetzen. Jetzt, nach einem Monat, stehen sie Hunderte von Kilometern ostwärts jener Schlachtfelder und haben das Tor zu dem ukrainischen Industriezentrum aufgebrochen. Was aber in dieser Zeitspanne geschah, in diesen Tagen und Wochen des herbstlichen Oktobers in einer weiten Landschaft, die auf Hunderte von Kilometern keine feste, durchgehende Straße besitzt, das stellt wiederum einen Vormarsch von beispielloser Größe dar. Denn er ging durch Schlamm und Dreck und Schneematsch und durch das Grau regenverhangener Tage. Herbststürme jagten über die endlosen Ebenen und schüttelten Schneeschauer über die bis an die Knöchel in schwarzem Morast versinkenden deutschen Soldaten. Mit sturer Verbissenheit wehrte sich der Gegner. Er schickte immer wieder Panzer den angreifenden deutschen Divisionen entgegen, die erst in letzter Zeit in den Werken von Charkow gebaut waren. Oft stand dann der Infanterist ohne Panzerabwehrwaffen den Stahlkolossen gegenüber, oder mußte sie im Mannschaftszug heranbringen, weil sie im Morast der aufgeweichten Wege nicht nachgekommen waren. Es half den Sowjets alles nichts. Der Vormarsch auf die ukrainische Industriestadt war nicht aufzuhalten. Der deutsche Soldat. und ganz besonders der deutsche Infanterist und der Pionier haben mit ihrer kampf erprobten Standhaftigkeit den Lorbeer des Sieges über den„General Schlamm“ und den Gegner an seine Fahnen geheftet. Die motorisierten Nachschubkolonnen lagen tagelang auf den verschlammten Straßen fest, tagelang waren die Regimenter und Divisionen ohne Nachschub, so daß sie oft aus der Luft versorgt werden mußten. Vorausabteilungen auf Panzerwagen stießen auf der Verfolgung in die zurückgehenden Kolonnen des Gegners hinein. Die Pferde der bespannten Einheiten brachen in den Sielen zusammen und starben häufig so, wie sie hingestürzt waren. Aber dem Stoß auf das ukrainische Industriezentrum nahmen alle diese unvorstellbaren Schwierigkeiten nichts von seiner gleichmäßigen Stärke. Mit Gleiskettenfahrzeugen kam die schwere Artillerie nach und nahm an den Tagen vor der Einnahme kriegswichtige Ziele unter Feuer, so daß zahlreiche Brände von der Wirksamkeit ihres Feuers kündeten. Charkow selbst sollte das erfüllen, was die als die „Löwen von Kiew“ verherrlichten Verteidiger der Stadt am Dnjepr nicht vollbracht hatten. Nachdem die äußere Verteidigungszone durchbrochen war, ging der Stoß der deutschen Truppen auf die innere Linie. Immer näher schoben sie sich in den letzten Tagen an die neu angelegten Holz= und Erdbunker heran. Mit der unerhörten Kraft des Durchhaltens hatte der deutsche Infanterist die Unbilden des ukrainischen Herbstes überwunden. Seinern kühnen Angriffsgeist war auch diese Verteidigungsfront kein Hindernis mehr. Der deutsche Soldat, ganz besonders der deutsche Infanterist, war wieder einmal der stärkere. Unfallfürsorge für Beamten verbessert Berlin, 26. Okt.(dnb) Das im Reichsgesetzblatt 1 Seite 646 verkündete dritte Gesetz zur Aenderung des deutschen Beamtengesetzes vom 21. Oktober 1941 verbessert die Versorgung der Beamten, die durch einen Dienstunfall dienstunfähig geworden sind, insbesondere die Versorgung junger Beamter und ihrer Hinterbliebenen. Diese war bisher unzureichend. Angehörige anderer Berufsgruppen erhielten eine erheblich bessere Unfallversorgung. Der Beamte erhält dadurch eine größere Sicherheit bei der Gründung einer Familie. Eine weitere soziale Maßnahme des Gesetzes ist die Einführung eines Mindestruhegehalts. Mehrzahlungen werden ab 1. Juli 1941 geleistet. Diese Nummer umfaßt 4 Seiten Druck and Verlag Kölng Ver.age Anstalt und Druckerei Umon.- VerlegeleiterDr. Erieb Velernahm.- Hauptschriftleiten Dr. Hans Koes— Preisl. 14. in welcher Richtung er fuhr. Es war ihr gleichgültig, ob sie im Ahrtal landete oder in der Hocheifel. Adelhaid hatte Glück. Sie brauchte nicht lange zu warten, da fuhr schnaubend und pustend das Züglein heran. Die Fahrt zum Ahrtal war ihr schon halb verleidet, dort wimmelte es um diese Jahreszeit von Sommerfrischlern und Touristen. In dem Jubel und Trubel, der an der weingesegneten Ahr von Ortschaft zu Ortschaft zog, konnte sie ihren schweren Gedanken nicht ungestört nachhängen. So stieg Adelhaid schon in Schuld aus. Sie fand in einem Hotel eine freundliche Terrasse, wo sie ungestört zu Mittag essen konnte. Aufmerksam betrachtete sie das Wappen des Hauses, das auf jedem Teller eingebrannt war. Zwei Falken auf hohem Berge. War der Besitzer auch Enkel, Nachkomme eines uralten Geschlechts, oder hatte ein findiger Geschäftsmann den Namen geschickt zur Reklame ausgenutzt? Adelhaid blieb nicht lange allein. Die Terrasse füllte sich langsam mit schwatzenden, lachenden Menschen. Sommergäste, die aus der Hitze und der Enge der nahen Städte in die Stille der Eisel ge slohen waren. Da fiel der Schatten eines Menschen in ihr Blickseld. Sie sah auf, die Tränen tropften noch von ihren schwarzen, seidigen Wimpern und blickte der Frau Wilkens gerade ins lächelnde Gesicht. Das Lächeln erstarb sofort, als die Frau das verweinte Gesicht des jungen Mädchens erblickte „Nanu, Haidchen, Tränen? An diesem wunderschönen Sonnentage—“ „Stört sich denn ein Schmerz an der Sonne?“ „Bist du denn krank, Kind? Davon wußte ich doch gar nichts. Warum läßt du dich denn nicht von meinem Sohne behandeln?" „Es sind keine körperlichen Schmerzen, die mich quälen, Frau Wilkens. An solchen Tagen ist mir das Weinen eine wahre Wollust. Ich glaube, körperliche Schmerzen können den Menschen nicht so elend machen, wie ich es in diesen Tagen bin.“ Adelhaid war aufgestanden und schritt nun neben der Frau über die weichen Wiesen. Ihr Blick sah starr ge radeaus und ihre Wangen brannten in der Röte der Scham, die die Lüge ihr ins Angesicht gezaubert hatte Aber war es nicht besser, sie galt bei der Frau als launen haft, exzentrisch, als daß sie eine Ahnung bekam von der Schmach, die ihre Mutter auf den Namen Herchtmoore, gehäuft hatte— Und wie gerne würde sie die Schmach vergessen, wenn sie sich nur einmal in die Arme der Mutter schmiegen könnte— Diesen Gedanken gestand sich Adelhaid selbst nur ganz zag ein. „Du spinnst Trübsal, Haidchen. Ich glaube, du bist zuviel allein. Die Einsamkeit auf eurem Berge taugt nicht mehr für dich. Du bist jetzt die Gesellschaft vieler Menschen gewöhnt, darum bitte ich dich dringend, daß du wenigstens für einige Tage meine Gastfreundschaft annimmst. Hast du tüchtig geübt in den Wochen?— Ich glaube, die Frage ist überflüssig. Ist's nicht so?“ Haidchen blieb die Antwort schuldig. Noch einmal lügen konnte sie nicht. Es war ihr in diesen Wochen alles so gleichgültig gewesen, was nur ihre Gedanken von der Mutter ablenken konnte. „Aber Kind, was soll denn das heißen", ereiferte sich Frau Wilkens.„Weißt du auch, was du dadurch deiner Stimme schadest?— Ich habe dir wirklich nicht solchen Leichtsinn zugetraut.“ „Mir ist alles so gleichgültig geworden", flüsterte das Mädchen.„Da hört sich doch die Weltgeschichte auf! Und das sagst Du, Adelhaid Herchtmoore, das von einem gnädigen Schicksal so reich beschenkte Mädchen. Morgen früh erwarte ich dich ganz bestimmt bei mir im Hause, bringe deine Noten und Lieder mit. Bist du Punkt elf nicht da, werde ich dich schon in eurem Fuchsbau auf luft'ger Bergeshöh zu finden wissen. Oder willst du mich jetzt zu meiner Freundin begleiten, willkommen bist du.“ „Nein, nein!" wehrte Haidchen ab.„Ich kann nicht, wirklich nicht.“ Frau Wilkens ist eine hartnäckige Fragerin. „Und warum kannst du nicht, Kind?“ Sie traute den Worten nicht recht, das Kind war zu verlegen geworden. Es verstand noch nicht, seine Gedanken, seine Gefühle zu verbergen. Sollte Adelhaid vielleicht eine heimliche Liebe haben.— War sie dann auch noch unglücklich, dann konnte Frau Wilkens sich schon schnell einen Reim für das zerfahrene Wesen des Mädchens machen. Vielleicht war sie schon auf dem Wege zu ihrem Liebsten. Bei diesen Gedanken verspürte die Frau einen seltsam schmerzenden Stich in der Brust. Was war das doch nur — Was wollte ihr dummes Herz denn da auf einmal— Hatte sie vielleicht schon anderen Gedanken in ihrem Herzen Spielraum gegeben— Fortsetzung folgt. Erster Meister VfI im Glück Sieg des Knapper Sieg des MS1 Bonner FV Geschlagene Sülzer am Tabellenende Im Zeichen knapper Ergebnisse SV Köln=Mülheim— Rhenania Würselen:2 Köln-Sülz 07— BfR Köln:1 SB Troisdorf—. VfL Köln:1 Bonner FV— Düren 99:2 Um ein Haar hätte der Spitzenreiter VfL 99 Köln am letzten Oktober-Sonntag seine erste Niederlage erlitten. In Troisdorf kämpften die Kölner mit viel Glück einen:=Sieg heraus, für den in erster Linie Torwart Steffen verantwortlich ist, der an diesem Tage Abwehrleistungen zeigte, die alle begeisterten. Er rettete dem ul der der Mülheimer S P wieder an zweiter Sielle Vrlahz mun enem Eimerer genesen(vozu, später klarer erscheint. Der Kölner Stadtmeister konnte Rhenania Würselen mit nur:2 Toren ausschalten. Spielerisch war der MSV um eine Klasse überlegen, aber das unproduktive Stürmerspiel verhinderte Erfolge. Lobenswert die tapfere Haltung der jungen Gäste-Mannschaft, die in ihrem Torwart Spürk eine überragende Kraft besaß. Ueberhaupt waren am 26. Oktober die Torhüter auf dem Posten. So auch in Bonn, wo der BFV seinen Schlaßmann des BöB eine Form zeigte, die unüber= Rhenanen muist.=Gel= sten, Pervorgeht, wehrten sich die mit zwei wuchtigen Schlägen(der erste prallte vom Torwart zurück) der Ausgleich geschafft. Nach dem Wechsel bauten die Mülheimer auf diesem billigen Erfolg weiter auf, und als eine große Gefahr vor dem Mülheimer Tor glücklich abgewendet war, stürmte der Halbrechte Drost plötzlich durch die Würselener Verteidigung und knallte haarscharf und unhaltbar in die Torecke.:1. Die an sich nach dem komischen Elfmeter zunächst etwas verdatterten Gäste ließen aber im weiteren Verlauf den Mut nicht sinken, und wenn sie auch körperlich weit unterlegen waren, sich überhaupt vielfach in die reine Verteidigung gedrängt sahen, so fanden sie doch immer wieder Gelegenheit zu geschickten Vorstößen, und wäre der Schiedsrichter ihnen gegenüber genau so freien(wozu später Anlaß bestand), vermutlich hätte das Spiel dann den Stand von:2 erreicht. So aber kamen die Mülheimer durch den nach vorn gezogenen Paffrath zum:1. Doch die Gäste gaben sich immer noch nicht geschlagen; sie glaubten unentwegt an ihre Chance und dieser Glauben wurde belohnt durch den zweiten Gegentreffer, den der Linksaußen ungefähr zehn Minuten vor Schluß zuwege brachte. Die rotweiße Verteidigung war hier etwas weit aufgerückt. trefflich war. Er hatte zum Schluß, als die 99er aus Düren mächtig drängten und den Ausgleich anstrebten, die besseren Nerven und verteidigte den:-Vorsprung des Platzvereins mit Erfolg. Schwach waren die Leistungen, die den Besuchern des Stadion-Spiels Sülz 07 gegen VfR Köln rry. geboten wurde. Beide Mannschaften spielten ohne Durchschlagskraft. Dennoch geht der:-Sieg des BfR in Ordnung. Ein Freundschaftsspiel bestritt die spielfreie Kölner Viktoria gegen Phönix Ehrenfeld.:1(:0) siegte die Viktoria, die nach der Pause den Gegner glatt beherrschte. Molitor, Jung und Bömann waren vor und nach der Pause in dieser Reihenfolge jeweils die Torschützen. Köln-Sülz 07—VfR. Köln:1 Sowohl die Sülzer als auch die Höhenberger hatten mit erheblichen Besetzungsschwierigkeiten zu kämpfen. In einigen Fällen mußte man sogar auf Leute zurückgreifen, die noch nicht einmal zur dritten Garnitur, geschweige denn zur eigentlichen Reserve gehören. Die Leistungen blieben auf Grund dessen unter dem allgemeinen Durchschnitt. Die Mannschafts=Aufstellungen erklären, wie gesagt, vieles. Sülz 07: Kelter; Konen, Stock; Tesch, Wendt, Lauscher; Hauf, Klütsch, Meyerthaler, Pörsch, Schmidt=Brüninghaus. Bf R; Miebach:, Loggen, Heinen: Schaffrath, Jäger, Stadtfeld; Maskuß, Becker II, Ludwigs, Becker I. Piller. Sehr schwach waren auf beiden Seiten die Flankenstürmer, so daß es zwangsläufig zu einem viel zu engmaschigen Spiel kam. Außerdem wußte der Sülzer Sturmführer Meyerthaler seinen Ruf als„Wiener Importe“ in keinem Augenblick zu rechtfertigen. Im übrigen ist der knappe Sieg der Rechtsrheinischen verdient, da ihre Sturmarbeit die einheitlichere war Namentlich Becker I tat sich hier hervor. Dagegen wußte sich sein Bruder nicht in der gewohnten Weise in Szene zu setzen, weil Lauscher ihm stets wie ein Schatten folgte. Das entscheidende Tor fiel in der 32. Minute und sah Becker I als Vollstrecker. Piller hatte dabei die Vorarbeit geleistet, indem er in einem lichten Augenblick beherzt zupackte und Kelter auf die Probe stellte. Der Sülzer Schlutzmann wußte das Geschoß nicht ganz zu meistern, so daß der auf der Torlinie stehende Becker nur noch einzudrücken brauchte. Um diesen einen Treffer hat sich schließlich alles weitere gedreht, ohne daß man deswegen aber behaupten könnte, der Verlierer habe alles auf eine Karte gesetzt. Erst reichlich spät erwachte der Kampfgeist der Rotweißen, die in der letzten Viertelstunde Wendt nach vorne nahmen, ohne aber bei dem aufmerksamen Jäger ein Durchkommen zu finden. Schiedsrichter Stöckmann(PfL) 99) hatte das wenig fesselnde Spiel stets in der Hand. RW. Es ging hart auf hart SV. Köln-Mülheim—Rhenania Würselen:2 Man wird staunen, aber es war so: das Spiel stand bis kurz vor Halbzeit:0 für— Würselen. Derweil sich die Mülheimer bis dahin in umständliche Feldüberlegenheit fast erschöpft hatten, gelang den Gästen bei einem geschickten Durchbruch das Führungstor. Wohl kamen die Rot=Weißen wenig später zu einem Gegentreffer, der aber wegen abseits nicht gegeben werden konnte. Im Milheimer Angriff war meist weit und breit kein Mensch zu finden, der sich vor dem Rhenaniator mal zu herzhaftem Hinlangen entschlossen hätte. Beinahe hätte also das Spiel in der Halbzeit:0 für mit großer Aufopferung und stellenweise mit großem Geschick, ja der spielerische Witz war mitunter bei ihnen ausgeprägter als beim Gegner, dem vor allem brauchbare Stürmer zurzeit fehlen. Auch Gerhold hat rapide nachgelassen. Bester Mann bei Mülheim war wieder Hoofs, bei Würselen der Torwart. Wie schon angedeutet, wurde Schiedsrichter Zurmühlen seiner Aufgabe nicht gerecht. CTB. Steffens rettete den Punkt SV. Troisdorf—VfL. Köln:1 Die Platzherren hotten sich für diesen wichtigen Kampf, den der VfL ohne Bars und Alfons Moog bestreiten mußte, verstärken können. Leo Krein erschien als Mittelläufer und Struck als Halblinker. Der Einsatz dieser beiden Spieler machte sich vorteilhaft bemerkbar. Gewiß, Klein war es nicht möglich, allein das starke Kölner Innentrio zu halten, aber seine Stopperarbeit war so wertvoll, daß darunter die Gesamtleistung des BfL=Angriffs, in dem die Außen nicht zur Geltung kamen, litt. Der Sieg der Gäste wurde mit viel Glück ertämpft. Die Kölner verdanken ihn in erster Linie dem Torhüter Steffen, der glänzende Abwehrparaden zeigte. Reich als Mittelläufer und Kuckertz als Halbstürmer sind neben Steffen zu nennen. Troisdorf hatte einen guten Tag erwischt. Bierekoven als Angriffsführer, Led Klein als Mittelläufer und der Jugendliche Brenner als Linksaußen waren die herausragenden Kräfte. Mit etwas mehr Fußball glück hätte diese Elf den Erfolg erringen müssen. Die erste Spielhälfte stand im Zeichen der Troisdorfer, die den Gästen nur vereinzelte Vorstöße gestatteten. Da die Außen stürmer der Kölner stets bei Müsch und Pax scheiterten, ver legten sie ihre Angriffe auf den Innensturm, der die Abwehr reihen des Platzvereins oft in Unordnung brachte, aber erst nach der Pause zu einem Treffer kam. Tiefenthal hatte den von Kuckertz geschossenen Ball zwar in der Hand. aber das Leder entglitt ihm, so daß zum Schrecken der Troisdorfer der Ball ins Netz wanderte. So sehr sich Troisdorf um den Ausgleich bemühte— er wollte und wollte nicht fallen. Zu allem Unglück pfiff Schiedsrichter Stump(Köln) auch noch zu früh ab, so daß der Bfs als glücklicher Sieger den Platz verlassen konnte. Klein im Alleingang Bonner FV.—Düren 99•2 Ein bewegtes Meisterschaftsspiel rollte auf dem BFV-Platz ab, wo die hier beheimateten Schwarzjacken am Sonntag ihren ersten Sieg im diesjährigen Punktekampf erstritten. In der 85. Minute war es Klein. der in einem Zeitabschnitt, wo die Dürener drängten, allein durchstieß, die Abwehrreihen der Gäste durchbrach und den Siegtreffer einschoß. In den letzten Minuten versuchten die Dürener zwar, den Ausgleich zu er zielen, aber da stellte sich ihnen in dem gegnerischen Torhüter Nettekoven ein Hindernis in den Weg, daß sie nicht überwinden konnten. So blieb der BFV=Sieger— nicht unverdient denn die Elf zeigte eine geschlossene gute Leistung. Scheuermann, der Gäste=Mittelstürmer und die beste Kraft im Dürener Angriff. brachte die Elf mit:0 in Führung das war in der dritten Spielminute. Schon zwei Minute später glich Nöthen auf Vorlage von Kaiser aus. Auf beiden Seiten hatten die Torhüter— hier der überragende Ybema dort der sich selbst übertreffende Nettekoven— viel Arbeit Nettekoven meisterte gar einen von Scheuermann geschossenen Elfmeterball. Der BFV erzielte schließlich in der 20. Minute durch Rechtsaußen Klein das Führungstor, das der Platzverem bis zur 65. Minute verteidigte, wo Düren zum Ausgleich kam Düren drängte nun, aber der BFV schoß, wie einleitend er wähnt, durch Klein das Siegtor. Der BFV hatte in Nettekoven, dem Linksaußen Kaiser und Rechtsaußen Klein sowie dem Läufer Elfgang seine besten Kräfte. Düren stützte sich auf Ybema, den Verteidiger N binger, Fink als Mittelläufer und Scheuermann als Angriffführer. Ein Mann und sein Werk Zum Geburtstag des Reichssportführers Der Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten beging am 25. Oktober seinen 54. Geburtstag. An diesem Tage vereinen sich die Gedanken der deutschen Sportgemeinde im Reichssportfeld, von wo aus der Reichssportführer auf ein weiteres Jahr unermüdlicher, erfolgreicher Arbeit für den deutschen Sport zurückblickt. Im deutschen und internationalen Raum hat der deutsche Sport trotz des Krieges die ihm gestellten Aufgaben gelöst. Wieder ist ein Jahr vergangen, und wieder sind wir Schritt um Schritt dem großen Ziel, das „Volk in Leibesübungen“, heißt, nähergekommen In internationalen Kämpfen und Meisterschaften spiegelt sich die deutsche Volkskraft. Die Einordnung der durch die großen Waffentaten unserer Soldaten zum Reich heimgekehrten Gebiete, die neue Gebietseinteilung zahlreicher RSRL=Gaue verlangte ein großes Maß organisatorischer Arbeit. Die Fürsorge des Reichssportführers für die Verwundeten und Hinterbliebenen des uns aufgezwungenen Krieges und die enge Verbindung mit allen RSRA=Soldaten=Kameraden zeichnen auch das vergangene Arbeitsjahr. Der Einsatz für das Kriegs=WHW des deutschen Volkes schließlich mit seinem das Vorjahr noch übertreffenden Erfolg war der unumstößliche Beweis, daß die Gemeinschaft des deutschen Sportes stark, lebensfähig und einsatzbereit geblieben ist und bleiben wird. An der Schwelle des neuen Jahres drängt sich jedem, der mit dem Reichssportführer wirken darf, der Wunsch auf, daß das kommende, neue Lebensjahr ihm gleiche Kraft und gleichen Einsatz gewähren möchte. Andernach löst Neuendorf ab Moselland Luxemburg siegt hoch und führt in der Staftel West Im Punktekampf des Sportgaues Moselland hat es am Sonntag in der Gruppe Ost einen Führungswechsel gegeben. Die bisher an der Spitze liegenden Neuendorfer unterlagen gegen den FV Engers in Engers mit:2(:), und da die SpVgg Andernach im Koblenzer Stadion den BfB Lützel rnapp mit:1(:0) besiegte, haben die Andernacher den ersten Platz inne! Neuendorfs Niederlage kommt nicht unerwartet, zumal die Hintermannschaft mit Ersatzkräften besetzt werden mußte. Trotzdem winkte den Koblenzer Vorstädtern in der zweiten Halbzeit der Ausgleich, den in letzter Minute die Engerser Abwehrreihe mit viel Glück verhinderte. Engers startete gut, führte bald•0. Neuendorf kam auf:2 heran, aber noch vor dem Wechsel übernahm Engers die Führung durch ein Selbsttor des Neuendorfer linken Verteidigers. Der Mittelstürmer des Platzvereins stellte schließ lich den Sieg mit:2 sicher.— Der BfB Lützel wehrte sich gegen die SpVgg Andernach tapfer und schoß auch kurz nach der Halbzeit das Führungstor. Als Mittelstürmer Klemm kurz darauf die Andernacher Führung erzielte, wollte es in den Reihen der Lützeler nicht mehr klappen. Der Elf winkte in der Schlußzminute noch einmal die Gelegenheit zum Ausgleich, doch wurde der Elf meterball gegen die Latte geschossen.— Einen zahlen mäßig hohen:=Sieg spielte die Kreuznacher Eintracht gegen Viktoria Neuwied heraus. 1000 Zuschauer waren von dem Spiel ihrer Elf begeistert. Das Ergebnis unterstreicht die Feldüberlegenheit der Nahestädter. Neuwied brachte es nicht einmal zum Ehrentreffer, den die Gäste durch Nichtverwandlung eines Elfmeterballes ausließen In der Gruppe West hat Moselland Luxemburg den ersten Tabellenplatz verteidigt. Die Mannschaft hatte in dem SB Düdelingen nur in der ersten Spielhälfte einen gleichwertigen Partner, der aber nach der Pause nachließ und schließlich mit:1(:1) glatt niedergekämpft wurde. — Die Trierer melden einen Sieg, den die Eintracht mit :2(:1) über Schwarz=Weiß Esch erzielte, in einem schönen Kampsspiel, das die Platzelf meist überlegen sah. Die Gäste hatten eine gute Verteidigung, die eine höhere Niederlage verhinderte. Mastrangello war auf der Seite der Gäste der erfolgreichste Spieler, Laval und Baden bei den Trierern.— Düdelingen Stadt konnte die ersatz geschwächte Westmarkmannschaft aus Trier hoch mit:0 (:0) geschlagen nach Hause schicken. Heinz Lazek bleibt Meister Neusel verlor nach Punkten 7 Besselmann gewann entscheidend Meister Weils schlug Bernhardt Die Deutschlandhalle bot am Sonntag einen Boxkampftag, der in seiner Besetzung durchaus nicht„kriegsmäßig" war. Zwei deutsche Meisterschaften und drei internationale Kämpfe standen auf der Karte, so daß die Würselen gestanden. Da passierte eine komische Sache, die Karten wieder einmal nicht ausreichten und schon lange uns in einem Spiel der ersten Fußballklasse bisher in unserer langjährigen Praxis noch nicht begegnet ist. Mülheim trat einen Eckball, der Linksaußen hatte aber schlecht gezielt und der Ball schwebte klar ins Aus. Da sprang ein eifriger Rhenane hinzu und fing das Leder klar hinter der Linie mit den Händen auf. Pfiff des Schiedsrichters Zurmühlen, aber beileibe nicht zur Ausführung eines Abstoßes, sondern zu einem— Elfmeter! Sprachloses Erstaunen allerseits, und als man sich wieder einigermaßen erholt hatte, war durch Paffrath Benno Faltermeier gefallen Ein Sportler, der Hunderttausende durch seine Komik auf dem Eise entzückte, der Bayer Benno Faltermeier, starb im Osten den Heldentod für Volk und Führer. Faltermeier war mehr als ein Sportler, er war ein Künstler von hohen Graden, der durch seine unfrei . G....5 Tn..a. alglau Ur vor Beginn an den Kassenschaltern vergriffen waren. Schon die einleitenden Kämpfe sorgten für die nötige Stimmung. Fliegengewichtsmeister Schiffers besiegte den Italiener Valli nach sechs Runden fast pausenlosen Schlagwechsels durch seine Genauigkeit nach Punkten, und der deutsche Titelhalter im Mittelgewicht, Josef Besselmann, kam zu dem erwarteten.-.-Sieg. Der Kölner hatte es allerdings mit dem Italiener Bottarelli sehr schwer, denn der Gast zeigte eine ungeheure Härte im Nehmen und schlug auch hart, so daß Besselmann in der dritten Runde eine Verletzung der Augenbraue mit in Kauf nehmen mußte. In der sechsten Runde erlitt dann der Italiener selbst dieses Mißgeschick und gab in der Pause zur siebenten Runde den Kampf auf. Federgewichtsmeister Ernst Weiß verteidigte seinen Titel gegen Kurt Bernhardt durch einen 12-Runden-Punktsieg erneut mit Erfolg. Vernhardt war zwar durch seine überfallartigen Angriffe immer gefährlich, aber Weiß willig erschemende Komik seinen vielen Freunden im In= spielte sein großes technisches Können aus und ließ den und Auslande so manchen Alltag in Stunden schranken= Sachsen vielfach leerlaufen, um ihn dann mit# losen und doch feinen Humors umzuzaubern verstand Seine einzigartige Kunst auf Schlittschuhen war so be mit wohlgezielten Serien einzudecken. Bewundernswert war wieder das ungeheure Tempo, das Weiß mit seiner blendenden Form zwingend, daß es überall dort, wo sein Name auf den immer wieder zu steigern vermochte. Der Wiener gewann Plakaten stand, ausverkäufte Häuser gab. Die Reihe der ganz großen Könner des Eissports weist eine Lücke auf die sich nicht so bald schließen wird. Er stand in einer hoch nach Punkten und zeigte sich als wahrer Meister. Im Kampf um die Deutsche Schwergewichts-Meisterschaft hatte der Herausforderer Walter Neusel alle Front mit den unvergeßlichen Meistern Karl Schäfer und körperlichen Vorteile für sich, im Gewicht bestand sogar Sonja Henie. ein Unterschied von zehn Kilo gegenüber dem Titelverteidiger Heinz Lazek. Neusel griff dauernd in seinem wühlenden Kampfstil an und konnte sich die ersten sechs Runden auch einen kleinen Punktvorteil erkämpfen. Später zeigte sich allerdings, daß Neusel nicht genügend Luft für die 12 Runden hatte, er ließ etwas nach, während Lazek, anfangs geschickt auf dem Rückzug kämpfend, stark aufholte und sich in den drei letzten Runden mehr und mehr nach vorn schob, so daß er schließlich mit einem ver dienten Punktsieg Deutscher Meister blieb. Im letzten Treffen des Abends trafen im Schwergewicht Heinz Sendel(Berlin) und Nemesio Lazzari (Italien) zusammen. Der wildbewegte Kampf endete nach acht Runden unentschieden. Dem Kampfabend wohnte auch Unteroffizier Max Schmeling bei, der bei seinem Erscheinen im Ring stürmisch gefeiert wurde. :8 gegen Italien 10 000 Zuschauer beim Boxländerkampf Deutschlands und Italiens Amateurboxer standen sich am Sonntag in der ausverkauften Breslauer Jahrhunderthalle in ihrem 10. Länderkampf gegenüber. Die Gäste traten mit einer sehr starken Staffel an, die sich zum größten Teil aus den Landesmeistern zusammensetzte, und konnten schließlich mit :8 Punkten im Gesamtergebnis ein ehrenvolles Unentschieden erzielen. Ganz verdient war dies allerdings nicht, denn im Mittelgewicht war Meister Karl Schmidt seinem Gegnei Sattaglia weit überlegen, verlor jedoch den Kampf wegen zweier Verwarnungen. 10:6 wäre somit auf Grund der Leistungen der deutschen Mannschaft richtiger gewesen. Das Ländertressen war ern großer äußerer Erfolg, 10000 Zuschauer füllten die Jahrhunderthalle bis auf den letzten Platz, dar Budapest verlor:8 Triumphaler Wiener Fußballsieg Wiens Fußballspieler haben ein neues Blatt in ihren Ruhmeskranz geflochten. Den 87. Fußball-Städtekampf gewannen die Wiener mit dem triumphalen Ergebnis von :2(:1) Toren. Dadurch wurden nicht nur die kühnsten Erwartungen der 35 000 Zuschauer im Prater=Stadion, sondern auch der gesamten Wiener Fußballgemeinde übertroffen. Die Ungarn haben keineswegs enttäuscht, wie es vielleicht die zahlenmäßige Höhe der Niederlage zum Ausdruck bringt. Vielmehr scheiterten sie an ihrem Deckungssystem, mit dem sie einfach nicht fertig wurden. Wiens Stürmer hatten von der ersten Spielminute an die Schwächen in der Abwehr des Gegners erkannt, den sie mit ihrem blitzschnellen Steilpaß-Spiel noch mehr verwirrten. Den Torreigen eröffnete in der 20. Minute Decker, doch fiel nur drei Minuten später durch Kopfbakltor von Dr. Sarosi der Ausgleich. Mit dem Wiederanstoß setzten die Wiener Stürmer sich durch die Reihen der Gegner und bei dem Versuch der Abwehr lenkte Polgar den Ball ins eigene Tor. Binder köpfte in der 30. Minute das Leder zum:1 ein und wenig später lief„Bimbo“ allein mit dem Ball über die Torlinie. Drei Minuten vor der Pause stellte Fitz den Halbzeitstand schon auf:1. Den zweiten Abschnitt begannen die Ungarn mit schönen Kombinationszügen, die ihnen zeitweilig im Felde die Oberhand sicherten, doch die Wiener hatten mit ihrem entschlossenen Spiel den Erfolg auf ihrer Seite. Zweimal hintereinander war es Decker, der den Stand auf:1 schraubte, dann konnte Dr. Sarosi, begünstigt durch einen Fehler von Ploch, mit dem Kopf ein zweites Gegentor markieren. Aber 5 Minuten vor Schluß schoß Binder bei einem Freistoß den Ball hart und wuchtig ein. Fußball im Reich Berlin=Brandenburg: Hertha=BSC gegen Tennis Borussia:4; SB Marga— Wacker 04:2; Polizei=SB— Brandenburger SC 05:0; Union Oberschöneweide— Lufthansa:1; Blauweiß 90— Minerva 93 :0. Sachsen: Fortuna Leipzig— Tura 99 Leinzig•2; Polizei Chemnitz— Dresdner SC:9; Riesaer SV gegen BfB Leipzig:2; Löbelner SC— Chemnitzer BC•4. Mitte: BfL 96 Halle— SG 98 Dessau:2; Cricket Vittoria Magdeburg— Sportvereinigung Zeitz:4; 1. SV Jena— Wacker Halle:0; SV 05 Dessau— SC Erfurt e7. Nordmark: Holstein Kiel— Eimsbüttel:2; Viktoria Hamburg— Hamburger SB:7; Wilhelmsburg 09— Kilia Kiel:1. Niersachsen: LWSV Wolfenbüttel— Eintracht Braunschweig:6; Arminia Hannover— Linden 07:2; Werder Bremen— Schinkel 04 11:0. Westfalen: VfL 48 Bochum— FC 04 Schalke:5; Westfalia Herne— Gelsenguß Gelsenkirchen ausgefallen; Borussia Dortmund— Pir Altenbögge:3; Arminia Borussia Dortmund—. VfL Altenbögge Bielefeld— SpVg Röhlinghausen:2. Niederrhein: Schwarzweiß Essen— Duisburg 48/99:3; VsL Benrath— Rotweiß Essen:3; Hamborn 07— Tus Helene Altenessen:0; Rotweiß Oberhausen— Fortuna Düsseldorf:1; Turn Düsseldorf gegen ESV Wuppertal:5.%8 Kurhessen: Borussia Fulda— SC 03 Kassel:4; BfL 60 Marburg— Kurhessen Kassel:1; BV 06 Kassel sen Sport Kassel:0; Spielv. Kassel— BfR Peters9:2. Hessen=Nassau: Kickers Offenbach—. FSP Frankfurt=M. 512; Eintracht Frankfurt— FC 93 Hanau :1; Kampfsport Wiesbaden— SB 05 Wetzlar:0; SV98 Darmstadt— Rotweiß Frankfurt=M.:2; Wormatia Worms— BsB Großauheim:0; Dunlop Hanau gegen Union Niederrad:6. Westmark: 1. FC. Kaiserslautern— TSG 61 Ludwigshafen:1; SpVg Mundenheim— BfR Frankenthal:4; FV Saarbrücken—. Borussia Neunkirchen 211; FV Metz— TSG Saargemünd:3. Baden: Freiburger FC— VfB Mühlburg:1: Phönix Karlsruhe— 1. FC Pforzheim:0; FV 04 Rastatt gegen SC Freiburg:1. Württemberg: Stuttgarter Kickers— Bf8 Friedrichshafen 11:1; Sportfreunde Stuttgart—. BfR Aelen •3, SSB Ulm— BfB Stuttgart:5; BfR Heimbronn gegen TSG Ulm:2. Bauern: Neumeyer Nürnberg— FC 05 Schwein= furt:3; 1860 München— Spög Fürth:1; 1. JT. Nürnberg—. Bayern Manchen:2; sahn Repensburg gegen Wacker München.:2; Schwaben Augsburg— Ein tracht Franken Nürnbera:0: Richsbahn Weiden gegen BE Augsburg•3. Niederschlesien: WSV Liegnitz—. Breslau 06 11:1; Reinecke Brieg— Tuspo Liegnitz•0; Gelbweiß Görlitz— Hertha Breslau:9; Breslau 02— Alemannia Breslau:2. Oberschlesien: Bismarckhütter SVg— Vorw Rasenspiele Gleiwitz:0; Reichsbahn Myslowitz gegen unter auch zahlreiche Ehrengäste Wehrmacht von Staat, Partei var= Beuthen 09:0; Hindenburg 09— TuS Schwientochlowitz und:2; TuS Lipine— Germania Königshütte:0; 1. JC Kattowitz— Preußen Hindenburg:1. Die Favoriten in Front Jugend Düren auf der Verfolgung 7 Hoher Sieg von Nippes 1912 Die erste Fussballklasse er Pause fest Pankom, Müler und Heuenich hießen die Torschützen der Grünmeißon Für die Jonier schaf.Die Erwählten der Ersten Fußballklasse sind gestern nicht aus der Reihe getanzt und haben damit auf der ganzen Linie unsere Voraussagen wahrgemacht. Auch in den unteren Regionen der Tabelle ist es so gekommen wie man das erwarten durfte. Das einzige, was schließlich überraschen könnte, ist die Höhe des Nippeser Sieges. „:0“ ist nämlich allerlei Holz. Besonders bemerkenswert .„im übrigen, daß die Braunsfelder Rhenania in das vorgestoßen ist und dort mit Schwarz=Weiß, -, Union und den Dürener Sportfreunden ein Quintett bildet, dem man noch einiges zutrauen darf. Die Spitzenmannschaftn if„ F 4 Berg mannschaften sind also zweifellos noch nicht über den g. Diese Vermutung ändert aber nichts daran, daß sich bereits drei Gruppen gebildet haben, deren Aufgaben fürs erste stark unterschiedlicher Art sind. Der K BC hat dies gestern sehr deutlich verspürt, wurde er doch von den Niehlern äußerst klar distanziert. Bereits bei der Pause stand hier die Partie:0 zugunsten des Platzvereins. Im zweiten Teil kamen die Klettenberger zwar auf und brachten dies auch durch zwei Treffer zum Ausdruck, aber schließlich sorgte ein fünftes Tor der Niehler für die Behebung jeglicher Zweifel.:2 lautete also das Ende. Für die Erfolge zeichneten Schiefer, Frühling und Hungs je zweimal erfolgreich, während Decker einmal ins Schwarze traf.— Vingst 05 gab den Dürener Sportfreunden mit:0 das Nachsehen. Die Tore fielen bereits in der ersten Halbzeit durch Schmitt und den Linksaußen Becker. Später riegelten die Rechtsrheinischen geschickt ab, so daß die Gäste trotz allen Einsatzes leer ausgingen. Lobende Erwähnung verdient Schiedsrichter Bloch(Siegburg).— Union 05 verlor gegen Bayen. R a l l e r u n d G e u l e m a r h i e g e n n i e Torschützen der Grünweißen. Für die Jonier schoß Nagelschmidt beim:=Stand den Ehrentreffer.— Eine feine Partie lieferte Rhenania auf dem verfänglichen Gelände an der Gürtelbahn, wo Schwarz=Weiß mit den Kürzeren zog. Broich und Karst sorgten bis zum Wechsel für einen beruhigenden:=Vorsprung, obschon die„Veilchen“ infolge Verletzung des Linksaußen Breuer den Kampf mit zehn Leuten durchstehen mußten. Karst erzielte im zweiten Teil einen dritten Erfolg. Anschließend ging Dick„über Bord“, und schließlich trat auch noch Ermes infolge Verletzung ab. Kein Wunder, daß die Bickendorfer plötzlich ihre Chance erkannten und alles auf eine Karte setzten. Ein Selbsttor von Broich und ein weiterer Treffer des Linksaußen brachten das Endergebnis zustande.— Nivves 12 machte mit Jugend Kalk wenig Federlesens und siegte, wie erwähnt, mit:0(:0) Peters, Haubts II. Moog, Jung und Frings trafen in gleichmäßigen Abständen das Ziel.— Jugend Düren hatte mit dem K BV07 viel Arbeit und hielt den Gast der um jeden Zoll Boden kämpfte, mit:1(:0) knapp nieder. Erwe KöLN am Rhein Kalran das Kalknähr- und Kräftigungsmittel für jedes Lebensalter. Hergestellt nach Vorschrift der Universitätsprofessoren Dr. med. Emmerich und Dr. Loew. Kalzan festigt Knochengerüst und Zähne und erhöht die Widerstandskraft gegen Krankheiten. Von besonderem Wert für Mutter und Kind.— Kalzan beugt Gesundheitsstörungen vor, die sich im Alter leicht einstellen. Erhältlich in allen Apotheken und Drogerten In Pulver- und Tablettenpackung. Vingst 05 Bayenthal Niehl Jugend Düren Schwarzweiß KBC Union Spf. Düren Rhenania KBB 07 Phönix Nippes 12 Jugend Kalk 7 6 6 7 7 6 7 5 6 7 6 7 7 5 5 5 4 3 3 3 2 2 2 0 1 0 0 0 0 1 3 3 4 2 3 5 3 5 6 19: 6 27: 7 20: 7 15:11 26:27 16:20 24:22 :12 15:19 18•23 13:21 18•24 10:31 12: 2 11: 1 11: 1 10: 4 7: 7 6: 6 6: 8 5: 5 5: 7 :10 3: 9 :11 :13 Der nächste Kampftag Die Meisterschaftsspiele am 2. Oktober VfR Köln— Troisdorf, Düren 99— Viktoria, Bonner FV— Mülheimer SV, Rhenania Würselen— Sülz 07. Spielfrei: VfL 99 Köln. Erste Klasse, Staffel Köln Jugend Kalk— SC Phönix(Bongartz), Kölner BB 07 gegen Nippes 1912(Müller), Bayenthal— Niehl(Leo Münz), Rhenania— Union(Munz), Sportfreunde Düren— SC Schwarzweiß(Haß, Sürth). Handball-Gauklasse Staffel Köln: Keine Kämpfe angesetzt. Staffel Aachen: Turnerbund Aachen— TV Burtscheid, So Streiffeld— Teutonia Weiden, Turngemeinde Aachen— Reichsbahn Jülich, Post Aachen— BfB 08 Aachen. Die zweite Wiener Mannschaft, durchweg aus jungen Spielern gebildet, wurde In Budapest mit :1(:1) besiegt. Allerdings war die als Budapester Stadtmannschaft angekündigte Elf durch die guten Kräfte des Provinzvereins NAC Großwardein, besonders im Sturm erheblich verstärkt. Die Freundschaft der Achse Kölner Faschisten zur Feier des Marsches auf Rom Aus Anlaß der 20=Jahresfeier des Marsches auf Rom (28. Oktober 1922) veranstaltete der Kölner Fascio gestern morgen eine Kundgebung im Heim der Faschistischen Partei in der Volksgartenstraße. Der eigentlichen Feier ging eine Gedächtnismesse für den kürzlich auf einem Proveflug verunglückten Sohn des Duce, Hauptmann Bruno Mussolini, voraus, während der italienische Geistliche die Weihe der Fahne der Gauwaltung Köln=Aachen des italienischen Arbeitersyndikates vornahm. Die anschließende Kundgebung wurde von dem Kgl. italienischen Generalkonsul Comm. Luigi Nardi eröffnet, der das innige deutsch=italienische Freundschaftsverhältnis feierte, und betonte, daß die in Deutschland schaffenden italienischen Arbeiter mithälfen, den Endsieg der Achse zu erringen. Er begrüßte die in dem mit der italienischen Trikolore und Hakenkreuzfahnen geschmückten Saal versammelten Ehrengäste, unter ihnen als Vertreter des verhinderten Gauleiters, Kreisleiter Alfons Schaller, den eigens zu der Feier aus Rom gekommenen Nationalrat Di Marzio, an der Spitze der Faschisten Kölns den Leiter der Fascio in Rheinland und Westfalen Cav. Angelino Roma, Abordnungen der in Köln und Umgebung Hand in Hand mit ihren deutschen Kameraden schaffenden italienischen Arbeiter unter Führung ihres Delegierten Restelli sowie Vertreter des Petrarcahauses und der Kölner Presse. Der Leiter der Fascio in Rheinland und Westfalen oedachte des Marsches auf Rom, durch den in Italien als erstem Lande in Europa der Bolschewismus vernichtet wurde. Der Redner feierte den Kampf, den heute die Achsenmächte zusammen mit den anderen aufbauwilligen Ländern Europas gegen Moskau zur Rettung der ganzen Welt führen, und gab nach einem Bericht über die Tätigkeit der Kölner Fascio dem Vertrauen auf den sicheren Endsieg Ausdruck. Dann überbrachte Nationalrat Di Marzio seinen Kölner Kameraden die Grüße des Leiters der Auslandsfascio, Minister De Cicco. Der Redner sprach über den gemeinsamen siegreichen Kampf, den Deutschland und Italien heute Seite an Seite gegen Bolschewismus und Plutokratie führen. Diese Aufgabe sei ungeheuer groß und werde selbstverständlich noch harte Mühe kosten, aber ebenso selbstverständlich werde sie gelöst werden. Nationalrat Di Marzio gedachte der beiden großen Männer, die heute das neue Europa schmieden. Mit lebhaften Heilrufen auf den Duce und den Führer schloß die eindrucksvolle Kundgebung. vor dem Rathaus So waren den. die in diesem Sommer und Herbst von der anfestadt Köln in Verbindung mit dem Amt für Kunst und Velksbildung veranstalteten und vom Deutschen Sängerbund, Sängerkreis Köln durchgeführten Rathaus=Singen glücklich unter„Dach und Fach“ gebracht. Der Ausdruck hat insofern seine Berechtigung, als der Männergesangverein Montag, 27. Oktober 1941 1 Nr. 299 Kölner Sängerkreis 1866, der gestern morgen zum letzten Rathaus=Singen angetreten war, zunächst unter dem Dach der Rathauslaube Schutz suchen mußte, weil der Himmel gar zu finster dräute. Als aber dann das Musikkorps der mob. SA=Standarte 16, unter der straffen Leitung von Obersturmführer Meier, den ersten Marsch gespielt und der Chor seine ersten Lieder gesungen hatte, da schien nicht nur den Musikern, Sängern und Hörern, sondern sogar dem Himmel selbst die Akustik unter der Rathauslaube nicht sonderlich zu behagen. So schaltete er denn ein wenig blau ein. Gerade zur rechten Zeit; denn es erschien ein Flor lieblicher Sängerinnen: der Frauenchor des Kölner Sängerkreises, um sich ebenfalls durch schönen Gesang am Rathaus=Singen zu beteiligen. Ein Frauenchor auf der Treppe, die zum Standesamt führt! Wie beziehungsvoll! Die Hörer— es waren ihrer doch noch eine stattliche Zahl erschienen— spitzten bei diesem seltenen Sang und Klang auf dem Rathaus=Platz natürlich besonders die Ohren und spendeten den verdienten Sonderbeifall. Vor den mit gehaltvollem Liedgut aufwartenden Sängern und Sängerinnen, die sich auch zu einem gemischten Chor formierten, stand als Chormeister ein neuer Mann: Fritz Gronkowsky, der als Abendroth= Schüler und zeitweiliger Dirigent des Rheinischen Landesorchesters vielleicht auch im Kölner Sangesleben ein künstlerisch gewichtiges Wort mitsprechen könnte. Mit guter Chor= und eingängiger Bläsermusik rundete sich auch dieses letzte diesjährige Musiktreffen vor dem Rathaus. Unter den treuen Hörern sah man auch Bürgermeister Dr. Ludwig und Stadtamtmann Brandes, sowie den Führer des Sängerkreises Köln mit seinem unermüdlichen Stellvertreter Josef Hüll. G. Kopfschmerz der häufig nach Schnupfen, aber auch im Berufsleben und nach enthalt in geschlossenen Räumen auftritt kann man weist „ nuch Schnupfen, aber auch im Berufsleven und nach Aufenthalt in geschlossenen Räumen auftritt, kann man meist erfolgreich mit Klosterfrau=Schnupfpulver bekämpfen. Vielen st ersbigreich mi Kiosterfrau=Schnupfpulver bekampfen. Vielen, die lange Zeit an solchen Beschwerden litten, brachte es Erleichterung. Auch bei beginnendem oder andauerndem Katarrh und anderen Störungen im Nasenrachenraum sei ein Versuch empfohlen. Hergestellt wird es seit über hundert Jahren von „#ter„n Firmu, die den bekannt guten KlosterfrauMelissengeist erzeugt. 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RAY · CORTYS EOOARDIS Orchester.Apollo-Thealer: Leilung: ALBERT PALMEN Neue Anfangszeiten 1500 Uhr+ 1800 Uhr Schluß der Abendvorstell. 20.15 Uhr APOLLO Theater der NSH.„Kreit durch Freude CAMPINGE Beerdigungsanstalt Köln-Deutz Deutzer Freihelt 101 Tel. 1 22 9e Wwe. Michael Deutsch Beerdigungsanstalt Sülz. Sülzburgstr. 115 Rut 423 02 Bobby Hausmann Helga Viktor Seroft Karl Hanley Gertrud Hagen Hlldegard u. Cie Bedra Barloot: Atten Ischeng der Dsai Chinakinder tanzen Werktags .00 und.30 Uhr Sonntags .50 und.00 Uhr A Tuifon!!! Kernseife. Stück 15 L Sandseife 13 c Einheitsseife 15 L Rasierseife 20* Schmierseife ½ Kilo 30 1, Abgabe nurgegen Marken bezw entsprechende Bezugscheine CBühnen der Hansestadt Köir IIISIII Keine Schausplelhaus Ruf 22 60 48) Keine Aufführung Dienstag. 28. Okt. Opernhaus (Ruf 21 08 21) Idomeneo 17.15—20 Uhr Mietreihe 2 b Schauspielhaus (Ruf 22 60 48) Junger Wein in alten Schläuchen 17.45—20 Uhr. Mietreihe 2 a mit einer wirklich sachgemäßen Fußpflege zu beginnen! 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