inden Feiertage war der Besa igen waren bei unveränder## ten. In Mehl war ein laufend# IUs gleichen Preisen zu verze# n allgemeinen unverändert. gezogen, jedoch hielt sich das# Der Futtermittelmarkt war arlofsein. 50 Kilo bei Waggonladungen n. frachtfrei Kölner Bahnstat## nd. 1. 2,85; 2..75; rhein. gen umärkte er Hauptmarkt. das in letzter Nacht herrschen## bel hat sich mancher Landma# Kölner Hauptmarktes abhalt järtige Aufkäufer aus dem#ch gebiet fehlte. So kam es.### rößer war als die Nachfrage. andel: Kartoffeln: Ind..80 .00; gelbe Nieren.50—3. 80 RM der Zentner. Grünkkohl—5; Wirsing.—6: mn 25—35; Möhren 4,5—4 .—7; Schwarzwurzeln### ivien—10; Kohlrabi 2,5—2 ettich—5: Meerrettich bis gutter 1,53—.55; Landbu## sier: Kisteneier.—10,5; La### sück. Kochäpfel 10—13; Eßar# Eßbirnen 12—20; Baumnit er Kölner Warenbörse. 00 Pfd. ab Versandstation## karkenbutter 133—136; deust 27. inseriert, vergessen. U TT T Oestenostenug... Früher Intelligenzblatt für Vergheim Erscheint Montags, Mittwochs, Freitags und Samstags mit der Beilage„Zwischen Grube und Scholle“ und der wöchentlichen Beilage„Der Feierabend“. Bezugspreis monatlich.20.=., durch die Post bezogen.20.=M. zuzügl. Postgebühr. Druck und Verlag von J. Heinriche Nach. OHG. Verantwortlich für den allgemeinen Teil Ferd. Lothar Doepgen, für Unterhaltungsteil und Anzeigen Brunhild Doepgen, alle in Bergheim.— Fernsprecher Nr. 5— Postscheckkonto Köln Nr. 42414. Gegr.1832 des Kreiser Terghei.Erst und für den Landkreis Köln. Anzeigen kosten das Ggespaltene Millimeter oder dessen Raum 12.=Pfg. Reklamen das Millimeter 40.=Pfg. Grundschrift Garmond; bei kleinerer Schrift 25 Prozen! Preiserhöhung. Offertengebühr 50=Pfg. Beiderseitiger Gerichtsstand Bergheim=Erft. Für Aufnahme an bestimmten Tagen oder bestimmter Stelle wird keine Gewähr übernommen. Anzeigen=Rabatt wird nur gewährt bei pünktlicher Zahlung. Ersatzanspriiche bei Störungen infolge höherer Gewalt, bei Ausständen oder Verbot sind ausgeschlossen. Nr. 202.(Erses Blat) Freitag den 22. Dezember 1933 POd. Jchrgane Engiand zal Abrastung. Außenpolikische Aussprache im Unterhaus. London, 21. Dez. Im Unterhaus gab es heute eine Aussprache über die auswärtigen Angelegenheiten. Der stellvertretende Führer der Opposition, Attlee, verlangte Auskunf. über die Haltung der Regierung in der Frage der Wiederaufrüstung, betreffe sie Deutschland oder Großbritannien. Attlee erklärte, daß die englische Arbeiterpartei sich jeder Art von Aufrüstung widersetze. Der Liberale Bernays wandte sich gleich dem Vorredner entschieden gegen Mussolinis Völkerbundsreformvorschläge und forderte eine Erklärung der Regierung, daß sie eine solche Reform ablehne. In der Abrüstungsfrage verlangte er als Hauptgrundlage der Sicherheit eine wirksame Überwachung der Rüstungen durch eine internationale Autorität. Er Cdward Grigg erklärte, in Deutschland werde das zerschlagene Nibelungenschwert wieder geschmiedet, und zwar sehr rasch. England müsse entweder einer Politik der Isolierung entgegentreten oder es müsse bereit sein, in irgend ein System kollektiver Sicherheit einzutreten. Er befürworte letzteres. Der Nationalliberale Mabane bemerkle, nach der ersten sehr deutschfeindlichen Reaktion auf den Auskritt Deutschlands aus dem Völkerbund sei die Auffassung in Eugland jsetzt, daß Deutschland nicht gerecht behandelt worden sei. Das englische Volk wünsche nicht, daß die Regierung eine Frankreich freundliche Politik verfolge, sondern eine revisionistische. Nachdem der franzosenfreundliche General Spears für ein Zusammengehen Englands mit Frankreich eingetreten war, ergriff der Staatssekretär des Aeußern, Sir John Simon das Wort Er betonte, daß der gegenwärtige Augenblick nicht geeignet sei, um wichtige Erklärungen abzugeben. den Besprechungen, die nach dem Austritt Deutschlands aus der Abrüstungskonferenz stattgefunden haben, bemerkte Simon, da; Wichtigste sei, daß Reichskanzler Hitler einide öffentliche Erklärungen abgegeben habe. Hitler habe gesagt, es würde von größter Wichtigkeit sein, wenn die beiden Nationen Deutschland und Frankreich ein für allemal den Gebrauch der Gewalt aus ihrem gemeinsamen Leben verbannen könnten und daß keine territorialen Konflikte zwischen den beiden Ländern bestehen, soweit Deutschland in Betracht kommt, nachdem das Saargebiet zurückgegeben sein werde. Die britische Regierung halte es für notwendig, ihr Aeuherstes zu tun, um die Lage zu klären. Hitler habe Vorschläge gemacht, die sicher den Zweck verfolgten, eine Anregung für Richtangriffspakte mit seinem Nachbarn darzustellen. Diese Vorschläge beschränkten sich nicht auf einen besonderen Nachbarn. Die britische Regierung habe sehr vorsichtig zum Ausdruck gebracht, daß sie nicht die Verpflichtungen vergessen habe, die auf den Mitgliedern des Rölkerbundes ruhen. Simon erklärte, angesichts der gegenwärtigen Lage müsse jeder vernünftige Mensch besorgt sein. Simon teiste mit, er werde heute nachmittag mit dem französischen Außenminster zusammentreffen. Es sei äußerst wichtig, daß England und Frankreich so eng wie möglich zusammenkämen, um die Frage zu klären, wie sich der von der deutschen Regierung unterbreitete Vorschlag zur Politik und zu den Anforderungen der Nachbarn Deutschlands verhält. Die Ergebnisse der verschiedenen Nachforschungen müßten gesammelt werden. Simon fuhr fort, die britische Regierung wolle von dem System internationaler Verhandlungen nicht zugunsten einer Erörterung zwischen zwei Mächten abweichen. Er habe das Stadium eines Gedankenaustausches zwischen zwei Nächten nie anders angesehen, denn als ein primäres oder Zwischenstadium. Außerdem bestehe Grund zu der Annahme, daß die Mitteilung des Reichskanzlers nicht nur an den britischin Botschafter, sondern auch an die französische Rezierung und sicherlich auch an andere Regierungen gerichtet geweser sei. Er habe keine übertriebenen hoffnungen, aber er hoffe doch, daß bis zum Wiederzusammentritt des Unterhauses die brikische Regierung in der Lage sei, dem Hause bestimmtere Jnformationen über das Ergebnis des Meinungsaustausches zu geben Der Reichskanzler habe so viel Nachdruck auf Vereinbarungen gelegt, die die Sicherheit fördern sollten, daß die Annahme gestattet sei, die Sicherheitsfrage schwebe aich. nur England, sondern auch anderen verantwortlichen Ländern vor. Die deutsche Regierung sei, wie er annehme. ## gesehen von ihrem allgemeinen Standpunkt, bereit, die Schaffung einer internationalen Juspektion und kontrolle Bezug auf die Rüstungen aller Länder anzunehmen. Bei den Erorterungen sei eine Art automatischer und periodischer Kontrolle die allgemein zur Anwendung gebracht werden würde. in Aussicht genommen morden. Man müsse sich leider fragen, ob der Plan allgemein angenommen werde, wenn man an Japan und andere Länder denke. Man müsse der Tatsache Rechnung tragen, daß eine Grenze vorhanden sei, bis zu der England höchstens gehen könne. Das Endergebnis sei nicht durch individuelle der einseitige Erklörungen, sondern nur durch Vereinbarungen zwischen allen Staaten zu erreichen. Man dürfe den Völkerbund nicht in Stücke reißen, wenn man nicht sicher sei, daß man etwas Besseres an seine Stelle zu setzen habe. Positive Abänderungsvorschläge zur Völkerbundssatzung seien von keiner Seite gemacht worden. Die britische Regierung sei dem Frieden aufrichtig ergeben, unterstütze fest den Völkerbund und wünsche dringend, interaationale Vereinbarungen zu fördern. Die Verhandlungen mit Rußland seien endgitig ermutigend. Die Politik der britischen Regierung bleibe darauf gerichtet, die Integrität und Unabhängigkeit Oesterreichs zu stützen. Chamberlain gegen den Londoner Scheinprozeß. Sir Austen Chamberlain, der nach Sir John Si. mon das Wort ergriff, tral in der schärfsten Weise gegen den Londoner Scheinprozeß in Jusammenhang mit dem Reichstagsbrand auf. Die Regierungsbänke stimmten ihm lebhaft zu, als er diesen Vorgang als eine Unverschämtheit gegen ein befreundetes Land bezeichnete. Sodann sagte Chamberlain, man dürfe die Völkerbundssatzung nicht für sakrosankt halten. Doch dürse die Regierung an keiner Abänderung der Völkerbundssatzung teilnehmen, die nicht den Zweck verfolze, den Völkerbund stärker zu machen. Auch der Vertrag von Versailles sei keineswegs ein Werk übermenschlicher Weisheit. Aber die revisionistischen Mächte dürften nicht versuchen, die Gesamtlage umzustürzen. Es müsse zu einem Kompromiß kommen. das die Frage erledigen müsse und nicht den Beginn einer neuen Kampagne bedeuten dürfe. Zum Schluß nannte Austen Chamberlain die Rede des deutschen Reichskanzlers zur Außenpolitik eine vollkommen aufrichtige Erklärung. Aber wenn das die Politik Deutschlands sei und nicht allein die Politik des Reichskanzlers, was bedeute dann die ganze deutsche Provaganda? Mit de: Rede Chamberlains wurde die Debatte beendet. Das Unterhaus hat sich bis zum 29. Januar vertagt. *** Außenminister Sir John Simon ist nach Schluß der Unterhaussitzung nach Paris abgereist. Eine Lügenmeldung Berlin, 21. Dez. Die im Saargebiet erscheinende Emigrantenzeitung„Deutsche Freiheit" bringt dieser Tage eine Meldung, daß im Ostharz umsangreiche SARevolten ausgebrochen und bei der Niederschlagung dieser Revolten zahlreiche Tote und Schwerverletzte zu verzeichnen seien. Die Gerichte hätten insgesamt 108 Jahre Zuchthaus verhöngt. Von maßgebender Seite werden die Behauptungen des Blattes sowohl nach der politischen wie nach der sachlichen Seite als völlig aus der Luft gegriffen bezeichnet. Selbst wenn man annehmen sollte, daß das Blatt in lügenhofter Weise Aktionen gegen Kommunisten zu derartigen Revolten umgefälscht habe so sind bei dem Vorgehen gegen Kommunisten im Bezirk Magdeburg weder Tote noch Schwerverletzte zu verzeichnen gewesen. Ebenso dürften Zuchthausstrafen in der genannten Höhe nicht verhängt worden sein. Die Meldung ist also wieder einmal ein Beweis dafür, wie von Seiten der Emigranten in niederträchtiger Weise Verleumdungen über Deutschland ausgestreut werden. Eindruck der Rede Simons in Deutschland Berlin, 21. Dez. Zu den Erklärungen des englischen Staatssekretärs des Aeußern Sir John Simon, die bisher nur in Presseauszügen vorliegen, war eine Stellungnahme der deutschen Regierung wegen der Kürze der Zeit noch nicht zu erlangen. ERB glaubt aber, daß der erste Eindruck dohin zu vermuten sein wird, daß die Erklärungen Simors das Bestreben zeigen, alles zu vermeiden, waz als eine Festlegung der britischen Regierung auf den einen oder anderen Standpunkt ausgelegt werden könnte Andererseits zeigen sie aber das Bemühen trotz der vorhandenen Schwierigkeiten eine positide Lösung zu finden. Die englische Regierung will sich offenbar über die Auswirkung sowoh: der rüftungs= wie der sicherheitspolitischen Frazen volle Klarheit verschaffen. Diesem Ziele werden die Lesprechungen Simons mit der französischen und italienischen Regierung sowie die Unterhaltungen des englischen Botschaflers in Berlin dienen. Roiss *** tAA D BM Französische Weineinfuhr nach Amerika gesperrt Scharfe Stellungnahme der hearstblätter gegen Frankreich. Washingion. 21. Dez. Die Hearstblätter bringen heute in ihrer über das ganze Land verbreiteten Gesamtauflage von über vier Millionen Zeitungen gesperrt gedruckt einen außerordentlich scharfen anderthalbspaltigen Leitartikel gegen Frarkeich den„faulen Schuldner das undankbare Objekt amerikanischer Großmut". Frankreich, so wird ausgeführt, sammerte während des Weltkrieges und bettelte hier um finanzielle um Nahrungsmittel, um Munition, um amerikanische Soldaten. Frankreich bettelte nach dem Weltkrieg hier um Geld für den Wiederaufbau und für Stützung des Kredits und versprach hoch und heilig, alle Anleihen zurückzuzahlen. Jetzt lehnt es kaltblütig und hochmütig ab, diese Schulden zu zahlen und kommt mit der faulen Ausrede, daß ihm das Ausbleiben der deutschen Reparationen die Abtragung der Schuld an Amerika unmöglich mache. Aber das ist noch nicht alles, denn Frankreich bettelt jetzt um eine große Weineinfuhr in Amerika und gleichzeitig erhöht es die Zölle auf die amerikanische Einfuhr in Frankreich. Wir braucher die Weine dieser Nation nicht und sollten alsbald unsere Tore gegen jegliche französische Alkoholeinfuhr schließen Im Staatsdepartement wurde heute erklärt, die Einfuhr französischer Weine sei hier amtlich gesperrt worden, bis Frankreich sich zu befriedigenden Abmachungen über die Zölle auf amerikanische Aepfel, Birnen und elektrische Apparate bereit finde. Reichsleitung und Gauleitung Bekanntmachung des Stellvertreiers des Jührers. München, 21. Der. Der Stellvertreter des Führers. Rudolf Heß, erläßt im Lölkischen Beobachter folgende Bekanntmachung: Die unter dem 28. September 1927 vom Führer getrossene Verfügung Sektion Reichsleitung betreffend wird mir sofortiger Wirkung wie folgt abgeändert: Bei der Sektion Reichsleitung werden künftig geführt: 1. Die Reichsleiter, 2. die Gauleiter, 3. die Obergruppenführer und Gruppenführer der SA und SS, 4. die Reichsund Staatsminister. Reichstagsaogeordnete, soweit sie nicht unter 1 bis 4 fallen, sowie SA= und SS=Führer vom Brigadeführer abvärts bis Standartenführer einschließlich sind künftig bei den zuständigen Gauleitungon als Mitglieder der Sektion Gauleitung zu führen. Aus Nah und Fern. 22. Dezember. Sonnenaufgang.09 Sonnenuntergang 15.48 Mondaufgang 11.17 Monduntergang 23.03 1848: Der Sprachforscher Ulrich v. Wilamowitz=Moellendorff in Markowitz in Posen geb.— 1891: Der Orientaltst und Polititer Paul Anton de Lagarde in Göttingen gest. (ged. 1827).— 1915: Der General Otto v. Emmich in Hannover gest.(geb. 1848).— 1917: Beginn der Friedensverhandlungen in Brest=Litowit, 0 Bergheim, 20. Dez. Nachdem in allen Gemeinden des Amtes die Steuern endasiltig festgesetzt sind, werden erhohen: In Niederaußem 290% vom bebauten und 260% vom unbebauten##undbesitz, 500% Gewerbesteuer vom Ertrag und 1004% vom Kapital. Dazu ist eine 20°ige Filialstener festgeletzt worden. Die gleichen Sätze werden in Zieverich, in Hüchelhoven, in Passendor und in Gleich erhoben. Oberautzem erhebt die gleiche Grundvermögenssteuer, aber 260% Gewerbeeitrags= und 325% Gewerbekapitalsteuer. Die höchsten Steuersätz hat die kleinste Gemeinde Wiedenseld. Hier werden je 327½2%/ Grundvermögenssteuer vom bebauten un unbebauten Grundbesitz und je 375% Gewerbesteuer vom Ertrag und vom Kapital erhoben. ) Wiedensel, 20. Dez. Heute tagte hier der neuernannte Gemeinderat. Mit dem deutschen Gruß Heil Hitler eröffnete der Gemeindevorsteher Abels 5 Uhr die Sitzung. Er verpflichtete die neuernannten Gemeindevertreter durch Handschlag und machte sie auf die Wichtigkeit ihres Amtes aufmerksam. Hierauf wurde der Beschlußausschuß gebildet, der sich zusammensetzt aus den Herren Hubert Wacker, Johann Abts und Jakob Roßbach. Als Ersatznitglieder wurden Delange Peter und Vondü Heinrich bestimmt. Mit einem begeistert aufgenommenen Sieg Heil auf unsern Reichspräsidenten von Hindenburg und unsern Führer Reichskanzler Adolf Hitler schloß der Gemeindevorsteher Abels die Sitzung. ): F o r t u n a, 2 1. D e z. A l l e n t h a l b e n t r i f f t m a n d i e letzten Vorbereitungen für das Weihnachtsfest, das lieblichste im Lause des Kirchenjahres. In unserer Kirche ist es stets in besonders festlicher Weise begangen worden Die Vorbereitungszeit, der Advent, wurde durch eine sehr gute Aufführung des Weihnachtsoratoriums durch den Kirchenchor eröffnet. Seit 14 Tagen baut man unter kunstverständiger Leitung an der großen Krippe, die jedes Jahr neue Veränderungen aufweist. Mit Eiser und Begeisterung sind alle dabei und verwenden dafür nach der Schicht ihre freie Zeit. Ohne die große Krippe kann man sich fast nicht mehr in unserer Kirche Weihnachten denken. Der Kirchenchor ist nach der starken Inanspruchnahme durch das Oratorium eifrig bei den Proben für die Christmette. Bei der Krippenseier wirkt der gemischte Chor mit Orchester und Orgel mit. In der Christmette singt der Chor eine Männerchormesse mit Orchester und Orgel. In den stillen hl. Messen wechseln Weihnachtslieder mit Orgel und Orchester ab. So verspricht wie alljährlich die Weihnachtsseier in unserer Kirche besonders schön zu werden. Die Orchestermesse wird auch im 2. Hochamt um 10 Uhr aufgeführt. ( Quadrath, 22. Dez. Der Gesang=Verein St. Barbaia Quadrath—Ischendorf hält am 2. Weihnachtstage im Saale Pseil einen Theaterabend in altbergebrachter Weise ab. Der Abend wird durch ein zeichhaltiges Programm ausgefüllt, wodnich jeder Besucher auf seine Kosten kommen wnd. Alles Nähere besagen die aushängenden Piakate. o Sindori, 21. Dez. Hier sand im Gasthof Wilkens eine gutbesuchte Versammlung des Obst= und Gartenhauvereins statt. Herr Landwitt#chaftslehrei Kappins= Beigheim sprach dabei in einem Lichtbildervortrag über die Schädlingstekämpfung im Gemüseanbau. o Horrem, 20. Dez. Hier fand im Gasthof Wilkens eine Versammlung des Landwehrkriegervereins statt. Dem Kameraden Heinrich Engels wurde die silderne Ehrennadel des Kyffhäuserbundes für besondere Schießleistungen überreicht. Die neuen Satzungen gab der Führer bekannt. o Horrem, 21. Dez.(Amtsvertretung.) Hier sand heute abend eine Sitzung der Amtsvertretung Sindor# statt, die Ehrenbürgermeister Graf Beissel von Gymnich leitete. Der Bürgermeister bemüßte die neuen Verorkneten und gab der Hoffnung Ausdruck, das die Gegensäge zwischen Horrem und Sindorf von früher im neuen nationalsozialistischen Parlament ganz verschwunden sein möchten. Die einzelnen Verordneten wurden dann durch Oandschlag zu gewissenhafter Amtsausübung verpflichtet. Dem Beschlußausschuß, dem die Verordneten Pseil und Dornhoff wortem und Kromm=Sindorf angehören, wurden auch die Rechte der Finanzkommission übertragen, d. b. diese wird von den gleichen Herren gebildet. Zudem gehören die Gemeindevorsteher von Horrem und Sindorf der Vertretung an.— In das Kuratorium der früheren Bürgenmeistereitparkasse wurden die Berordneten Eilert und Weinberg, unter dem Vorsitz des jeweiligen Bürgermeisters, bestimmt.— Als Unterzeichner von Protokollaussertigungen wählte man die Verordneten Psortje und Heyer.— Die Haltung der kommunalpolitischen Zeitschrift der Partei woude geregelt und auf die Amisvertreter verteilt.— In den Jahren 1931 und 1932 waren Hausbaltsüberschrettungen zu verzeichnen, die nachttäglich genehmigt wurden. Ebenso wurden kleinete Ueberschreiungen aus 1933 genehmigt.— Die Umlagebeschlüsse aus 1932 und 1933, die von der Aufsichtsbebörde beanstandet worden waren, wurden neu gesaßt — Ein Antrag der Polizeibeamten um geneielle Regelung der Fahr= und Zehrkosten zomde abgelehnt. Bei Fällen, in denen offensichtlich uslagen zu verzeichnen waren, son von Fall zu Fall entschieden werden.— Anträge auf Erlaß von Bauptüsungsgeböhren und verschiedene weitere Vorlagen wurden geheim behandelt. ): Habbelrath, 20. Dez. Durch den starken Nebei und Glatteis verunglückten in der Kurve in dem benachharten Benzelrath 23 Jutos. Ein neuer Wagen überschlug sich und gela#; in die Viehweide der Benzelrather Burg. Men' e ehen sind nicht zu beklagen. : Habbelrath, 18. Lez. Am zweiten Weihnachtstage dem 26. Dezember, veranstaltet der Jungmännerverein im gut geheizten Nikolaustaal einen Theater=Abend zum besten unlerer Antoniuskirche. Im ersten Teile gelangt das Schauspie!„Der letzte Abschied aus dem Arbeiterleben“ in einem Akt und im zweiten Teile„Das Wunden der Madonna zu Gemünd“ zur Aufführung. Die Rollen liegen in den besten Händen und wird den Freunden und Könnern des Jungmännervereins ein schöner Abend bechieden sein. 0 Türnich, 21. Dez. Am hellen Tage nahm hier auf der Straße ein Radfahrer einem Kinde die Geld. börse mit Inhalt ab und entkam dann. Eine sofort aufgenommene Nachsorichung blieb ohne Erfolg. 0 Brüggen, 21. Dez. In einer Kölner Gaststätte stahl man einem hiesigen Einwohner seine Tasche mit ca. 200 Mark Waren, die er als Weihnachtseinkäufe bei sich hatte.— Schlimmer geprellt wurde ein Einwohner aus Bedburg, dem man in einem Geschäft die Tasche mit über 300 Mark Waren stahl. 0 Brüggen, 20. Dez. Ein Mann von hier fand am Sonntag in der Nähe des Bahnhofs einen Fünfzigmark= schein. Seine Vermutung, daß das Geld einem Mitreisenden gehöre, bestätigte sich. Der Bahnhofsvorsteher, dem er den Schein ausgehändigt hatte, lieferte ihn einer Frau, die Mutter mehrerer Kinder ist, ab. 0 Nerpen, 20. Dez. Bei einer in der hiesigen Gemarkung abgehaltenen Treibjagd wurde eine Strecke von 231 Hasen gebracht. Davon schoß noch fünf Stück allein der 87jährige Jäger Wilhelm Bauermann aus Düsseldo: 0 Nerpen, 20. Dez. Hier fand die erste Gemeinde ratssitzung nach der Neuwahl unter dem Vorsitz des Gemeindevorstehers Möltgen und im Beisein des Bürgermeisters Reiffenberg statt. In kurzer Zeit war die Tagesordnung erschöpft, was wohltuend von den sonst stundenlangen Verhandlungen abstach. Der Gemeindevorsteher wies die Verordneten auf die Wichtigkeit ihres Amtes hin und verpflichtete sie durch Handschlag zu gewissenhafter Amtsausübung. Es wurde beschlossen, die immer noch als Wohnungen benutzten Eisenbahnwagen baldmöglichst zu entfernen und die Mieter in entsprechenden Behelfswohnungen unterzubringen. Damit verschwindet endlich einmal ein Stein ewigen Anstoßes in der Gemeinde. Zu Siedlungszwecken stellt der Gemeinderat das entsprechende Land zur Verfügung. In den Beschlußausschuß wurden die Herren Reinirkens, Michels, Laurenz Winkel, Kühbacher und Mertes gewählt, zu Mitgliedern der Wegebau=, Wald= und Bachbeschaukommission die Herren Dapper, Riem, Tesch, Winkel Laurenz und Winkel Johann. Zum Unterzeichnen bei Beschlußausfertigungen wurden die Herren Reinirkens und Lauren; Winkel bestimmt. Mitglieder der Marktkommission sind die Herren Dapper, Urbach, Riem, Kühbacher und Laurenz Winkel. o Manheim, 22. Dez. Der tragische Tod eines hiesigen Bäckermeisters, der in diesem Sommer in der Nähe von Düren totgefahren worden war, sand nun vor Gericht sein Nachspiel. Angeklagt war ein Kraftfahrer aus Dien, der den Toten, der nach einem Schaden an seinem Auto sab, auf dem Sommerweg angefahren hatte. Man warf ihm sogar Führerflucht vor, mußte diesen Anklagepumnkt nach eingehender Beweisausnahme allerdings sallen lassen. Wegen der fahrlässigen Körperverletzung, die zum Tode des Bäckenmeisters führte, gab es zwei Monate Gesängnis. kg Eisdorf, 20 Dez. Heute hielt die Kinderschar am großen Weihnachtsbaume, der auf Veranlassung der NSDAP. aufgestellt wurde eine schöne Weihnachtsfeier ab. Die Kinder der unteren Klassen sangen einige Weihnachtslieder und die Feuerwehrkapelle sorgte für den musikolischen Teil. Trotz des schlechten Wetters hatten sich sehr viele Einwohner eingefunden kg. Elsdorf, 20. Dez. Die Zuckerrübenkampagne ist beendet. Seit dem Beginn der Kampagne wurde Taa für Tag mit Hochdruck gearbeitet. Die Rübenmenge übertrifft die des Vorjahres. Während der Rübenkampagne wurden von der Werksleitung vier Arbeitsschichten einge legt, um hierdurch neben der Stammannschaft einer großen Anzahl Deutscher Volksgenossen Beschäftigung und Verdienst zu geben, die so auch für zirka drei Monate in den Arbeitsprozes wieder eingegliedert waren. Einen Beweis sozialer Einstellung gab die Firmo, indem sie jedem Arbeiter als Weihnachtsgeshenk eine schöne Menge Zucker gab. ka. Elsdori, 20. Dez. Bei der hier abgehaltenen Treibsagd wurden in der Jagd Apartehöfe 125 und in der Verrendorfer Feldjagd 158 Hasen zur Strecke gebracht. ka. Elsdort, 20. Dez. Ein Bettler aus Düren, dem die Landjägerbeamten das Betteln verboten hitten, wurde erneut beim Betteln gefaßt und festgenommen. o Esch, 20. Dez.(Gemeinderat). Der hiesige Ge meinderat hielt unter dem Vorsigz des Gemeindevorstehers Broich in der Volksschule die erste Sitzung nach der Neuwahl ab. Die neuen Gemeinderatsmitgliede: wurden eingeführt und durch Handichlag verpflichten. Dann bestimmte man die Kommissionen, die sich wie olgt zusammensetzen: Beschlußausschuß Jakob Stock und Peter Schumacher, Stellvertreter Jotes Rasten und(eor Hoffmann. Schulvorstand Jakob Stock und Jotef Rasten, Bonkommission Ernst#olf, Theo Jansen und Peter Dahmen. Finanzkommission Heinrich Klein und Petei Schumacher. Rechnungsprüjungskommission Heinrich Klein, Tbeo Jansen und Georg Hoffmann.— Die Lustborkeitssteuerordnung genehinigte der Gemeinderat in der vorliegenden Form.— Geheim behandelte man anschließend Steuer= und Pachlangelegenheiten. 0 Büsdorf, 20. Dez. Der hiesige Kameradschaftliche Verein hielt unter dem Vorsitz des neuernannten Führers Kamerad Schenk seine erste Versammlung ab. Der Führer ernannte zu seinem Stellvertreter Kamerad Josef Braschoß, zum Presse= und Propagandawart Kamerad Johann Peters. Es wurde beschlossen, trotz der angespannten Finanzlage des Vereins eine neue Fahne zu beschaffen. Zum Schluß wurde auf die Führer der Nition ein dreifaches Sieg=Heil ausgebracht. : Büsdorf, 21. Dez. Am 20. Dezember vera: staltete die NS. Frauenschaft Büsdorf eine wohlgelungene Adventsseier. Zellenleiterin Frau Karl Braschoß befrüßte die zahlreich Erschienenen und Fräulein Becker erklärte Sinn und Zweck der Feier. Nach Vortrag einiger Gedichte wurden gemeinsame Adventslieder geungen. Mit steudigem Interesse wurde eine von der hiesigen Kindergärtnerin veranstaltete Bast= und Handarbeitsausstellung unserer Kleinsten bewundert. Bei Luchen schloß diese sinnvolle Feier. 0 Glessen, 20. Dez. Hier findet am Freitag den 22. Dezember, 18 Uhr, im Saale Schotten eine Versammlung der Bauernschaft statt, in der Di. Haastert aus Köln über Bodensäure, Bodengare und Düngung prechen wird. Verein der„Ehemaligen“ o Bergheim, 21. Dez. Heue hielt der Verein Ehemaliger Landwirtschaftsschüler seine letzte Versammlung ab, die zugleich die eiste Versammlung des RS.=Jungbauernrings des Kreises Bergheim war. Vereinsvorsitzender Ignaz Braun=Sindorf begrüßte die überaus zahlreich erschienenen„Ehemaligen“ und sonstigen Jungbauern sowie die Gäste. Sodann brachte er die Aufösungsverfügung des Verbandes„Rheinischer Ehemaliger“ zur Verlesung und berichtete über die bereits erfolgte Juflösung des Provinzialverbandes vor einigen Tagen. kurz saßzte er die bisherige Arbeit zusammen und sorderte die Jungbauern auf, ihre ganze Kraft in den Dienst des NS.=Jungbauernrings zu stellen. Als Vertreter der Landwirtschaftsschule schloß Herr Landwirtschaftsrat Specks sich diesen Ausführungen an und betonte nochmals, daß die heutige große Zeit jeden Jungbauern erfassen müsse. Herr Hans Iven=Oberembt, der k. Führer des KreisVergheimer=Junabauernrings, führte die Zuhörer in das Wesen und die Arbeit des Jungbauernrings ein. Der stellvertretende Kreisleiter der NSDAP., Pg. PieckKerpen, der ebensalls erschienen war, sprach zu den Jungbauern begeisternde Worte über ihre Ausgabe und die des ganzen Bauernstandes. Seine Ausführungen gipfelten in der Erkenntnis: Wenn der Bauernstand im dritten Reich endlich die ihm zustehenden Rechte erhalten hat, so hat er diese nicht in seinem eigenen Interesse bekommen sondern zum Wohle des Vaterlandes. Als Vertreier des Kreisbauernstandes sprach Herr Kreishauptabteilungsleite: II, Arthut Commei=Niederbolheim, heizliche Worte an die Jungbauern und ermahnte sie, sich die Einigkeit ihrer Väter zum Vorbild zu nehmen, die sich über alle hindernden Schranken hinweg im Rheinischen Bauernstand geeinigt hätten. Zum Schluß der ersten Versammlung sangen die Anwesenden stehend das dorst=Wessel=Lied. Anschließend sand eine Besprechung der vom Jungbauernführer auf Vorschlag der Landwirtschaftsschule ernannten Amtsführer statt. Es sind dies Johann Cleven i Gleich für den Bezirk Bergheim, Peter Schiffer=Wüllenrath für Elsdorf, Georg Habrich=Eich für Ech, Reiner Froitzheim=Kuchherten für Klichberten. Jocef Boeckei=Cister für Königshoven, Johann Effertz=Fliesteden für Busdorf, sohann Bachem=Habbelrath für Grefrath, Wilhelm Thönnes=Buir für Blatzheim, Wilhelm Hochhausen=Horrem für Horrem, Johann Voiß=Kerpen für Keipen. Für den Bezirk Heppendorf steht der Amtsführer noch aus. — Stellvertretender Jungbauernringführer für den Kreis Vergheim ist Georg Habrich=Esch. sückwunschkarten nur mit or einigen Tagen hat die von Wohlsabrtsbriefmarke ba restlos dem Wiuterhilfswe sationen zugute kommt. Es jeder sich bemüht, diese Br zöglich zu verwenden, um a tung der Not beizutragen. Szenenbildern aus Werken n jedem Empfänger Freude me besonders günstige Geleg Marken bietet die Sitte d nachten und Neujahr. Es Glückwunschkarte herausgehsahrtsmarke geklebt ist. warkensammler ist, soltte ma zu 30, 40 und 75 Pfg. ver sucht weiden, um ihm eine en. erner eignen sich die Markatten nach dem Ausland. Kan uslande so beliebt und ner. Die Abbildung mit Sze n daher besonders begrüßt stische Italien die Wölfin m säsar=Kopf sind, das sind für Niebelungen und die Bestalt heuen Briefmarken Kunde vo enbeit und tragen gleichzeitig nwart zu lindern. Adven seier im Bund Königin Laise. Am 19. 12. hielt die Ortsgruppe Elsdorf ihre Pflichtversammlung ab, die dieses Mal im Zeichen des Advent stand. Wie die deutsche Frau Lichtträgerin sein sol in dem Dunkel und Alltag des Lebens, so brachten auch hier die Christenglein, auf kerzengeschmückten Tannenzweigen, in den fast dunklen Saal, das frohe Adventlicht und entzündeten Kerzen, die auf allen Tischen standen. — Mit herzlichen Worten begrüßte die Ortsgruppenführerin die eingeladenen Angehörigen der Kameradinnen und Kornblümchen. Weiter führte sie unter anderem aus:„Wir sind nur zu einer schlichten Adventfeier zusammen gekommen, da das Weihnachtsfest, dem Wunsche unseres Führers entsprechend, nur im Kreise der Familie gehalten werden soll. Möge das erste Cyristfest in neuen Deutschland allen äußeren Prunk entbehren und der strahlende Mittelpunkt wieder das Kind in der Krippe sein.— Wie die Lichtlein auf unseren Tischen, so möge auch das Licht wahrer Menschenliebe in unser aller Herzen entzündet sein, um mit helfender Hand dem Herrn den Weg zu bereiten. Nur dann handeln wir m Geiste unseres Führers, nur dann wird wieder Friede und Freude über Deutsyland kommen“.— Im weiteren Verlaus des Programms brachten die Jungluisen—3 timmige Lieder, Musikvorträge für Geige und Klavier und Klavier 4händig. Sinnvolle Gedichte wurden vorgetragen.— Besonders ergriff ein Melodram. das die Entstehung des Liedes„Stille Nacht“ schilderte.— Die Korndlümchen führten ein sehr gut gelungene# Krippenspiel auf.— Wie strahlten die Kinderaugen, als zum Schluß St. Nikolaus erschien und 75 Kindern große Tüten mit Süßigkeiten brachte, die von den Kameradinner gestiftet worden waren.— Bei einem guten Täßchen Kaffee saß die Ortsgruppe noch für ein Stündchen bei sammen. Anmeldung von Verse is besteht Veranlassung, nochm gemäß§ 1 der Verordnun denten zum Schutz des deut ar 1933 öffentliche politische Versammlungen und Aufzüge itens 48 Stunden vorher unt Zeit und des Verhandlungsge übehörde anzumelden sind. ## wird serner darauf hinger § 1 der vorgenannten Ver Verordnung, bestraft werden. ngnis bestraft, wer ohne die nach§ 1 ersorderlich absichtlicher Abweichung von gemachten Angaben oder un gegen ein Veibot oder eine A lung oder einen Auszug veran dabei als Redner austrilt, für eine Versammlung, diee des§ 1 nicht angemeldet, o einen Raum zur Versügung Zum Sterilisations Bie bedeutungsvoll das Ster#l Volk sein wird, läßt sich ersehen: Von den im Kreise Berglein auf Ebestandsdarlehen mußte geistiger Minderwertigkeit d gelehnt weiden. Eine Zählung unter den Kind des Kreises Beigheim ergab Kindern 2502 sitzen geblieber Klassenziel nicht erreicht haben. Bas sagen diese Zahlen? Lenn man 30 bis 40 Jahre zu Seltenheit, daß ein Schüler in Zigarren. Zig Kit: Nassel d Möhelichreinerei#n beim-Ertt--ut Au. unb Moverttoreinerei Fernr. à Nr 10. Kirchstraße und Kölnerstraße gegenüb. d. Bahnh. Schlafzimmer UI Speisezimmer Küchen Einzel mödel rglager. großes Lager in feri gen in allen Preislagen. 20 Uhren, Große An V. Krellerkns b.., Horrem, Fernruf H Zentralbeizung Sanitä Schlosserei— Kraftfahrzeug in Haushaltmaschinen — Oefen— Waschkessel— Sas— Porzellan— Emaille— Flager hiesige Kameradschaftliche des neuernannten Führers Versammlung ab. Der ellvertreter Kamerad Josef Propagandawart Kamerad schlossen, trotz der angens eine neue Fahne de auf die Führer der ausgebracht. m 20. Dezember vera: üsdorf eine wohlgelungene frau Karl Braschoß been und Fräulein Becker r Feier. Nach Vortrag nsame Adventslieder gesse wurde eine von der taltete Bast= und Handinsten bewundert. Bei ier findet am Freitag den aale Schotten eine Veru, in der Di. Haastert odengare und Düngung emaligent hielt der Verein Eheeine letzte Versammlung nmlung des RS.=Jungbeim war. Vereinsvorf b e g r ü ß t e d i e ü b e r a u s en“ und sonstigen Jungin brachte er die Auf„Rheinischer Ehemaliger“ ber die bereits erfolgte des vor einigen Tagen. zusammen und sorderte Kraft in den Dienst des chaftsschule schloß Herr iesen Ausführungen an seutige große Zeit jeden der k. Führer des Kreishrie die Zuhörer in das bauernrings ein. Der RSDAP., Pg. Pieck. ar, sprach zu den Jungihre Aufgabe und die Ausführungen gipfelten Bauernstand im dritten Rechte erhalten hat, so ien Interesse bekommen des. einstandes sprach Herr hut Commei=Niederboliabauern und ermahnte um Vorbild zu nehmen, anken hinweg im Rheien. Zum Schluß der Inwesenden stehend das chung der vom Jungandwirtschaftsschule erid dies Johann Cleven n, Peter Schiffer=Wül=Eich für Ech, Reiner en. Joref Boecker=Cister Fliesteden für Busdorf, Grefrath, Wilhelm m Hochhausen=Horrem en für Kerpen. Für Amtsführer noch aus. igführer für den Kreis önigin ruppe Elsdorf ihre Mal im Zeichen des uu Lichtträgerin sein sol bens, so brachten auch taeschmückten Tannenul, das frohe Adventf a l l e n T i s c h e n s t a n d e n. ßte die Ortsgruppengen der Kameradinnen te sie unter anderem lichten Adventfeier zuichtsfest, dem Wunsche im Kreise der Familie erste Cyristfest in Prunk entbehren und is Kind in der Krippe ren Tischen, so möge liebe in unser aller helfender Hand dem r dann handeln wir u wird wieder Friede an.— gramms brachten die usikvorträge für Geige Sinnvolle Gedichte rariff ein Melodram, Nacht“ schilderte.— sehr gut gelungenes die Kinderaugen, als d 75 Kindern große zu den Kameradinner inem guten Täßches ein Stündchen bei büickwunschkarten nur mit Wodllabrismarken. or einigen Tagen hat die Deutsche Reichspost eine von Wohlsabrtsbriefmarken herausgegeben, deren ha restlos dem Wiuterhilfswerk und den Wohlfahrts#sationen zugute kommt. Es ist wohl selbstverständlich, jeder sich bemüht, diese Briefmarken so weitgehend öglich zu verwenden, um auch auf diese Weise zur tung der Not beizuutragen. Die schönen Marken Szenenbildern aus Werken von Richard Wagner n jedem Empfänger Freude machen. ine besonders günstige Gelegenheit zur Verwendung Marken bietet die Sitie der Glückwunschkarten zu nachten und Neujahr. Es darf in diesem Jahre Glückwunschkarte herausgehen, auf die nicht eine sahrtsmarke geklebt ist. Wenn der Empfänger warkensammler ist, soltte man dabei auch die höheren zu 30, 40 und 75 Pfg. verwenden, die sonst selten sucht weiden, um ihm eine kleine Ueberraschung zu #en. erner eignen sich die Marken sehr für Briese und sarten nach dem Ausland. Kaum ein deutscher Künstler auslande so beliebt und bekannt wie Richard er. Die Abbildung mit Szenen aus seinen Werken ##n daher besonders begrüßt werden. Was für das stische Italien die Wölfin mit den Zwillingen und Päsar=Kopf sind, das sind für uns der Sagenkreis Niebelungen und die Bestalt Siegfrieds. So geben euen Briefmarken Kunde von der devtschen Ver#nheit und tragen gleichzeitig dazu bei, die Not der nwart zu lindern. Anmeldung von Versammlungen. #s besteht Veranlassung, nochmals dar auf hinzuweisen, gemäß§ 1 der Verordnung des Herrn Reichsdenten zum Schutz des deutichen Volkes vom 4. var 1933 öffentliche politische Versammlungen sowie Versammlungen und Aufzüge unter freiem Himmel itens 48 Stunden vorher unter Augabe des Ortes, Zeit und des Verhandlungsgegenstandes der Ortseibehörde anzumelden sind. 't wird serner darauf hingewiesen, daß Verstöße § 1 der vorgenannten Verordnung gemäß§ 16; Verordnung, bestraft werden. Hiernach wird mit #gnis bestraft, wer ohne die nach§ 1 ersorderliche Anmeldung oder in absichtlicher Abweichung von den in der Anmeldung gemachten Angaben oder unter Zuwiderhandlung gegen ein Verbot oder eine Auflage eine Versammlung oder einen Auszug veranstaltet oder leitet oder dabei als Redner austritt, für eine Versammlung, die entgegen der Vorschrift des§ 1 nicht angemeldet, oder die verboten ist, einen Raum zur Versügung stellt. Zum Sterilisationsgesetz. e bedeutungsvoll das Ste#iliationsgesetz für das ste Volk sein wird, läßt sich aus solgenden Zahlen ersehen: Von den im Kreise Bergheim gestellten Anttägen euf Ebestandsdarlehen mußten zirka%0 wegen geistiger Minderwertigkeit der Antingsteller abgelehnt weiden. Eine Zählung unter den Kindern der Volksschulen des Kreises Beigheim ergab, daß von 11158 Kindern 2502 sitzen geblieben waren, reip. das Klassenziel nicht erreicht haben. as sagen diese Zahlen? Benn man 30 bis 40 Jahre zurückdenkt, so war es Seltenheit, daß ein Schüler in der Volks chule sitzen blieb. Des wird jeder bestätigen können, der damals zur Schne ging. Der Prozenisatz war ein ganz misnnaler. Bei den jetzigen Ebestandskandidaten mußten zirka 8% wegen geistiger Minderwertigkeit das Ebestandsdarlehen versagt werden. Aehnliche Zahlen winden auch von anderen Kreisärzten ermittelt. Von den 11 158 Schulkindern haben 2502 das Klassenziel nicht erreicht. Das sind 22,5% der gesamten Schulkinder. Es soll nicht verkannt werden, daß eine gewisse Anzahl wegen lörperlicher Leiden und Gebrechen das Klassenziel nicht erreicht haben. Diese Zahl ist jedoch derartig geringfügig, daß sie das Gesamtresultat kaum beeinflußt. Es sind seiner unter diesen 2502 Kindern solche, die wegen vollständiger Idiotie die Schule nicht besuchen können, wie auch solche, die wegen geringer geistiger Minderwertigkeit das Klassenziel nicht erreichten, kurz allo alles geistig Minderwertige von den schweisten bis zu den leichten Graden. Zweisellos wird ein Teil der letzteren durch eine Spätentwicklung brauchbate Menschen werden, aber auch nach Abzug dieser bleibt die Zahl der geistig Minderweitigen erschreckend hoch. Wie wird es in der Bevölkerung aussehen, wenn obige Schüler in das heiratsfähige Alter kommen? Da! erfahrungsgemäß die höchsten Kinderzahlen bei den geistin Minderwertigen vorhanden sind, besteht die Gefahr, daß in absehbarer Zeit die Kinderzahl der geistig Minderwertigen die Zahl der jenigen der übrigen Bevölkerung übertrifft und verdrängt. Die Lage ist äußerst ernst. Es besteht die Gefahr, daß das deutsche Volk von innen heraus ausgehöhlt wird und zu Grunde geht. Es ist ferner zu berücksichtigen, daß jetzt schon auf den Kopf der Bevölkerung für Geisteskranke und geistig Minderwertige 35.— bis 36.— RM. ausgegeben weiden. Wenn nun die Zahl der geistig Minderwertigen sich weiter vermehrt, so werden die finanziellen Lasten untragbar werden. Es ist daher unbedingt nonwendig, der weiteren Vermehrung der geistig Minderwertigen Einhalt zu bieten. Das Sterilisationsgesetz ist nichts weiteres, als eine Abwehrmaßregel gegen die geistige Verelendung des deutschen Volkes und absolut notwendig. Med.=Rat Dr. Gram. Köln.(Ein Regierungsrat auf den Schienen tot aufgefunden.) Mittwoch gegen 19,20 Uhr wurde am Ueberweg der Strecke Köln—Koblenz zwischen dem Gleis Koblenz—Köln bei Kilometer 34 die Leiche des Geheimen Regicrungsrates Kesselkaul aus Bonn aufgefunden. Anscheinend ist Kesselkaul von einem Zug angefahren worden. Aachen.(Schmuggler schwer verletzt.) Am Donnerstagmorgen gegen 5 Uhr stießen Zollbeamte im Wiesengelände bei Lichtenbusch auf eine Schmugglerbande, die mit Packen von der Grenze kam. Beim Erscheinen der Beamten ergriffen die Männer die Flucht und beachteten auch mehrere Warnungsschüsse nicht. Ein gezielter Schuß traf einen 21jährigen Burschen aus Stolberg in den Rücken und verletzte ihn schwer. Er wurde dem ria=Hilf=Krankenhaus in Aachen zugeführt. 15 Pfund gebrannter Kaffee und Tabakwaren, die der junge Mann bei sich führte, wurden beschlagnahmt. Westerburg.(Nach 11 Jahren identifiziert.) Kürzlich war im Gemeindewald von Halbs(Kreis Oberwesterwald) ein menschliches Skelett gefunden worden, das nach den Schätzungen der Sachverständigen mindestens ein Dutzend Jahre dort gelegen haben muß. Die Annahme eines Verbrechens schied sofort aus, da das Skelett keine Spuren von Gewaltätigkeit aufwies. Außerdem lagen Wert gegenstände bei ihm. Nach wochenlangen Ermittlungen gelang jetzt die Identifizierung. Es handelt sich um die Ueberreste eines jungen Mannes aus Dierdorf(Kreis Neuwied) namens Karl Flammersdorf, der seit dem 26. August 1922 vermißt wurde und geistig nicht normal gewesen sein soll. An Hand einer Uhrkette und mehrerer Anzugenopfe, die rei dem Toten gesunden wurden, haben Angehörige ihn erkannt. Wie Flammersdorf zu Tode gekommen ist, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Vielleicht ist er im Walde umhergeirrt und vor Erschöpfung gestorhen. Mainz.(Selbstmord einer 76jährigen.) Am Feldbergtor sprang Mittwoch eine gutgekleidete Frau in den Rhein. Ein auf dem Booi Triton bediensteter Matrose, der den Vorfall beobachtet hatte, machten seinen Nachen los und ruderte der im Wasser treibenden Frau nach. Mit Hilse von zwei Arbeitern wurde die Lebensmüde aus dem Wasser gezogen; sie war aber bereits tot. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, daß es sich um eine 76 Jahre alte Witwe handelt. SOS Schwedischer Dampfer Castor gesunken. Malmö, 21. Dez. Der schwedische Dampfer Castor auSölvesborg ist nach einem Zusammenstoß mit dem Trawler Kurd aus Hull in der Nordsee untergegangen. Sechs Mann der Besatzung wurden gerettet. Das Schicksal der übrigen sieben Mann ist unbekannt. Kanadischer Dampfer aufgelaufen. Sealile, 21. Dez. Der kanadische Dampfer Prinz Georg hat auf funkentelegraphischem Wege Hilfe angefordert. Das Schiff ist in den Gewässern von Britisch=Kolumbien auf das Badso=Riff aufgelaufen. Es befinden sich nur wenige Fahrgäste an Bord. 6 Entsetzliche Entdeckung Drei Kinder während der Abwesenheit der Mutter erflickt. Ludwigshafen, 21. Dez. Gestern vormittag wurde in einem Hause der Frankenthalerstraße ein furchtbares Unglück entdeckt. Hausbewohner bemerkten gegen 10.30 Uhr starken Brandgeruch, der aus einem Zimmer drang, das im vierlen Stock liegt und von der Familie Rudolf Heß bewohnt wird. Da die Rauchentwicklung bedrohliche Formen annahm, alarmierte man die Polizei, die gewalisam in die Wohnung eindrang. Dort bot sich ein entsetliches Bild Man fand die drei Kinder der Familie, zwei Knabei und ein Mädchen im Alter von 2 bis 6 Jahren in der mit Qualin dicht angefüllten Wohnung in einem Zustand vor, der hoffnungslos war. Die Wiederbelebungsversuche warer erfolglos; auch im städtischen Krankenhaus gelang es der ärztlichen Kunst nicht, die Kinder ins Leben zurück zurufen. Die sofort durchgeführte Untersuchung ergab, daß die Mutter frühmorgens die Wohnung verlassen hatte, um sich als Woschfrau den Lebensunterhalt zu verdienen. Gewohnheitsmäßig schloß sie die Kinder bis zu ihrer Rückkehr ein. Was sich während ihrer Abwesenheit ereignete, wird wohl immer ungeklärt bleiben. Auf dem Holzfußboden der Wohnung glimmten zwei Brandherde, die einen starken Rauch entwickelten. Bis der nach außen dringende Qualm bemerkt wurde, war ein Eingreifen zu spät. Die Brandherde sind entweder dadurch entstanden, daß sich die Kinder am Herd zu schafsen machten und dabei glühende Asche auf den Boden warfen, oder aber dadurch, daß auf dem Herd selbst ein Topflappen oder ähnliche leicht brennbarer Stoff fingen und auf dem Boden die Brandherde verursachte. Eisgefahr am Mittelrhein Drohende Ueberschwemmungsgefahr in Oberwesel und Bacharach.— Der Wasserspiegel in zwei Stunden um sechs Meler gestiegen.— Höchste Alarmbereitschaft. Oberwesel, 21. Dez. Die Eisversetzung unterhalb der Loreley hat eine furchtbare Gefahr für die Rheinstädte zwischen St. Goar und Lorch heraufbe. schworen. Heute vormitlag haben sich die Eismassen Mnr Kun Knt um Sewelor! Zigarren. Zigaretten Alle Buahtlsisk, Hermann Bodden, Bergheim=Erft, Fexnruf 240. Nur. Hassel] TotalAusverkauf 20—30 s Kubult beim ertr! und Möbelschreinerei Fernr. Nr.183 Kirchstraße 36—38 und Kölnerstraße: gegenüb. d. Bahnb. huns Schlaftinmer US Speisezimmer Küchen Mie. einzelbel arglager. 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Innerhald von zwei Skunden war die Flut um sechs Meter gestiegen. und unaufhaltsam drangen die riesigen Wassermassen in die Rheinanlagen und setzten die Keller am Rheinufer im Augenblick unter Wasser. Die Bürgermeister der betroffenen Städte haben höchste Alarmbereitschaft angeordnet. Aus allen Orten wurden die Erwerbslosen und Mitglieder der Arbeiisdienftlager zusammengezogen, um an den am meisten gefährdeten Stellen eingreisen zu innen. Viele Bewohner der Häuser am Rheinufer haben bereits die Möbel aus den Untergeschossen in Sicherheit gebracht. Die heute früh eingesetzlen beiden Eisbrecher sind nach kurzer Tätigkeit im Eise festgefahren. Die Eisdecke oberhalb der Lorelei beträgt—5 Meter. Zurzeit versuch ein schwerer Schleppdampfer, die Eisbrecher zu befreien. Gegen 12 Uhr mittags halte das Stauwasser bei Oberwesel einen gewissen Stillstand erreicht. Die Gefahr für die Stadt ist aber noch nicht beseitigt. In jedem deutschen Haus soll ein Weihnachtsbaum slehen. Torge dafür, daß der Platz unter ihm nicht leer bigibt! Spiel und Sport Der Sport an den Weihnachtstagen Weihnachten ist in jedem Jahre auch ein Großfest der Sports gewesen und anders ist es auch natürlich diesmal nicht. Recht zahlreich sind die bedeutenden Veranstaltungen an den Feiertagen, bei denen natürlich wieder „König Jußball“ an erster Stelle steht. Eine Reihe deutscher Klubs haben namhafte Gegner aus dem Ausland verpflichtet, aber auch der Spielverkehr unter den deutschen Vereinen ist recht Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen ½10 Uhr unerwartet unseren lieben Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel den wohlachtbaren Herrn Heinrieh Essel im Alter von 79 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Kenten, den 20. Dezember 1933. Die trauernden Hinterbliebenen. Die feierlichen Ezequien finden statt am Samatag den 23. Derembei, vormittars.15 Uhr in der Pfarrkirche zu Kenten; anschließend daran die Beerdigung vom Trauerhause aus Gebetbücher vortutig in der Buchhandlung 3. Heinriche Nacht. Beradeim 3 billige Tage Wir haben große Nengen neue und wenig getragene Ulster, Paletots, Anzüge. Gebrock, Frack, Smoking u. Catawayanzüge Leder jacken, Lederwesten. Hosen usw hereinbekommen und geben dieselben zu spottbilligen Preisen ab Außerdem nehmen wir bis 24 12. 33 folgender Gutschein in Zablung. Gutschein*— 9 Kauf eines Kleidungsstückes über 20 RM in Zuhlung genommen. Sliebter&am; Co., Köln Hobestraße 148/150 1. Etage. Nähe Dom. Trauerbriefe u. Totenzettel schnell und billig Buchdruckerei der# ergbeimer Zeitung. Grundslück mit 2 Häusern 26 Ar groß in Fortuna Bergheimerstraße 26=8, preiswer! zu verkaufen, oder zu vermieten. Bescheid beim Eigentümer dortclbst Nr 22. Brüchsuchen für Private, Behorden, Gewerbe u. Industrie, liefert schnell und billig in sauberster Ausführung J. Heinrichs Hachl. Berobelm. zahlreich. Am Sonntag spielt Brandenburg mit fünf Auswahlmannschaften zu Gunsten der Winterhilfe. Das Hauptspiel bestreiten die Reichshauptstadter gegen eine Auswahlelf von Niedersachsen. Die berühmte Mannschaft von Hungaria Budapest spielt in Mannheim. Im Westen tragt der mit dem Meisterschaftsspielen im Rückstand geratene Gau Niederrhein eine Reihe von Punktetreffen aus wobei die großen Favoriten, Fortuna und VfL Benrath, vor leichten Aufgaben stehen. In Hamborn stellt sich die französische Mannschaft von Stade Francais Paris vor, die am ersten Feiertag beim BfL Preußen Krefeld weilt. Neben Hungaria kommt auch noch Ferencvaros Budapest nach Deutschland, nachdem die Magyaren auf dem ersten Teil ihrer Wettspielreise in der Schweiz glänzende Erfolge gehabt haben. Düsseldorf hat ein besonderes Ereignis mit dem Gastspiel des Dresdner SC, dessen Namen durch die hervorragenden Leistungen in den letzten Spielen wieder in aller Munde ist. Richard Hofmann stürmt wieder und das Tor hüter der fabelhafte Willi Kreß.— Hochbetrieb herrscht an den Feiertagen auch im Boxsport. Die größte Bedeutung kommt dem Kampftag in der Kölner Rheinlandhalle zu, wo Mittelgewichtsmeister Hein Domgörgen den überraschenden Titelträger im Weltergewicht, Gustav Eder, boxt. Damit erhält Köln wohl den bedeutendsten Kampf des Jahres überhaupt. In den Rahmenkämpfen voxen Franz Dübbers=Tabat(Köln), Troll= mann(Hannover)=de Boer(Holland), Flick(Barmen)= Strucks(Düsseldorf). Bochum holt an diesem Tage den vor einigen Wochen ausgefallenen Boxabend nach. Im Haupttreffen boxt der gute Schwergewichtler Werner Selle den Italiener Casperci.— Nicht allzu groß ist dagegen der Betrieb im Rettpert. Unser überragender Ellevermeister Albert Richter geht am ersten Feiertag in Paris an den Start wo er wieder die gesamte Weltelite der Flleger als Gegner hat. Die stark begehrten„Großen Wethnachtspreise“, die am Abend für Mannschaften über drei Stunden ausgefahren werden, sehen bei den Sprintern Richter wieder als einen der großen Favoriten. Am Mannschaftsrennen beteiligen sich die besten Paare aus Frankreich, Belgien und Holland, während Zims=Küsier als einzige deutsche Kombination starten und hier natürlich eine kaum zu lösende Aufgabe vorfinden. Am zweiten Weihnachtsfeiertage wickelt die Dortmunder Westsasenhalle einen Vierländerkampf der Flieger ad. Albert Richter trifft hier auf Weltmeister Scherens, Lucten Michard und den holländischen Examateurweltmetiter var Camond. Hal gest. Beachlung. Meiner verehrten Kundschaft die ergebene Mitteilung, daß die von interessierter Konkurrenzseite ausgestreuten Behauptungen über mich und meinen Geschäftsbetrieb auf Unwadrheit beruhen. Nach wie vor führe ich mein Geschäft weiter und halte mich allseits bestens empsohlen. Bring Deine Liebesgaben noch heule zur örtliche Sammelsteie! Auflösung zu Nr. 879. (Die Blinde.) Die geistesgegenwärtige Dame war gar nicht denn eine wirklich Blinde wird nie das elektrische anknipsen, weil sie ja doch nichts sieht, einerlei,### oder ohne Licht. Nr. 880. Das Fabelwesen. (Nachdruck verboten.) Können Sie erkennen, welche Tiere er hier abbe wollte? Wir geben unsere VERLOBUNG bekan Therese Scheiner Christian Knüchel Köln Rhein Bergheim-Er z. Z. Köln-Nippes. Neußerstr. 297. Christian Görres, Herren= und Damenfriseur in Fortuna. Neue# Kablo=Verate eingetrossen. Volksempfänger Wochenrate Mark.50 Im Rodio-Spezialhaus Oberdubenrvergheimersit. Teleion Beraheim 173. Weihnachten 1933. 4 " kersat! 8Se in Romanform erschienen. 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D staltere Mittwochabend in walterappell, verbun dener alter Amtswalter. 1 nachtsbäumen und mit de reich geschmückt war, war Vom ungeheuren Jubel begrüßt, führte dann Prop u. a. aus: Der Begriff Mannes ist unsterbi tei und des Deutschen Reig wir diesen Begriff geprägt er sobald in aller Munde ein kleines verwegenes Häl die Kommune durchsetzen m die erste Versammlung am Es war unmöglich, mit ge zusetzen. Es blieb nichts and gewalt ähnliche Mittel anzu ganz Deutschland. Wir warei. vogelfrei. F hat sich in Deutschland vieles ein kleines verwegenes Häu Anschauung is: Sache des g Es wäre falsch, wenn n Verdienst am Aufbau Deut ist die ganze Partei, die sozialismus eingesetzt hat un wegung ist, daß es für jede gab, der die dafür nötigen F die SA mannhaft und tapfer so war der Amtswalter der wegung. Seine Aufgabe war, die fälscht dem deutschen Volke daß ein autoritärer Staat u nette sitzen kann. Das ist g Regierungsform, um das St tragen. Nur das Volk selbst Staates in das Volk selbst w Aufgabe hat der kleine Amts längst nicht gesiegt, wenn wäre mit Geist und geistige Amtswalters Vermittlung. i Nationalsozialismus die Mö siegen zu können. Ich glaube, die ganze Welt einem so festen Jundament ru haben nicht nur die Machl, n (Großer Beifall). Wenn, wie ich heute in de se. Breitscheid sagt. Hitler un mäßige Köpfe, muß ich sager Breitscheid gewesen sein, wenn gen lassen Die Regierung ist des Vol gierung wert gewesen. Sie h werden konnte und so treten neue Jahr. Es wird wiede den. wie alle unsere vergangen und es bleiben werden bis an Wie wollen nichts zerstöre bauen ein neues Deutschland. stig neues Europa, und dabei uns wieder helsen müssen. Keiner kann dabei entbehrt ganze Kraft einietzen und der seinem Posten stehen. Mancher geopfert werden müssen. So wiesen, ob wir wollen oder ni Verzweiflung und vor uns steh In jedem deutschen Haus stehen. Sorge dafür, daß leer bleibt! (29. Fortse Das einfache Lied ergriff a mit gesenktem Haupte. Er füh ihn suchten. Er woll.e nicht aufschauen, dazu. Und er sah in Rosmaries augen und senkte wieder den „Ein schönes Lied!“ sprach P „Es paßt zwar nicht ganz lachte Katt.„Aber die Melod wahr, gnädige Frau?“ wand Wetter. „Ja! Und die Mädchen habe „Rosmarie" heißt.“ Sie nickte der jungen Frau; Rosmarie blickte sie verwirr „Um zwölf Uhr holt mich di marie, als sie mit Harry tanzt samen Augen an.„Führt mie .. mein Gatte will mir Son .. und dann... dann geht's furchte mich so vor der Zukunft „Sie müssen stark sein, Rosm vollen.“ „Ich will ja... ich will ja ... heute habe ich erst erka sgaben noch heule zur örtlichenksport. ung zu Nr. 879. Die Blinde.) irtige Dame war gar nicht nde wird nie das elektrische doch nichts sieht, einerlei,## VERLOBUNG bekan Scheiner n Knüchel Bergheim-E str. 297. Nr. 880. lwesen. (Nachdruck verboten.) geheuer? Oder was soll es r das Produkt der Phau Tiere in einem vereinen u# welche Tiere er hier abb schten 1933. se Teschenn bei uns: rren=Wäsche, rren-Unterzeuge, sche, und Stück„Socken, Hand* und Herrenert und ungen. ihl in Wolle, Nomotta“ und alle irne. e sowie Ebestandten Sie bei uns in geben. Keitgen -Erft Hauntürche 37 Nr. 202— Zweites Blatt „Felmer Zerr1ng Freitag den 22. Dezember 1933 Dr. Göbbels vor den Amtswaltern Berlin, 21. Dez. Der Kreis 2 der NSDAP veranstaltere Mittwochabend in den Tennishallen einen Amtswalterappell. verbunden mit einer Ehrung verschiedener alter Amtswalter. Die riesige Halle, die mit Weihnachtsbäumen und mit den Fahnen des Dritten Reiches reich geschmückt war, war bis zum letzten Platz gefüllt. Vom ungeheuren Jubel der Versammlungsteilnehmer begrüßt, führte dann Propagandaminister Dr. Göbbels u. a. aus: Der Begriff des unbekannten SAMannes ist unsterblich in die Geschichte der Partei und des Deutschen Reiches eingegangen, und wir, die wir diesen Begriff geprägt haben, haben nicht gedacht, daß er sobald in aller Munde sein werde. Damals waren wir ein kleines verwegenes Häuschen Menschen, die sich gegen die Kommune durchsetzen mußten. Im Februar 1927 fand die erste Versammlung am Wedding statt. Es war unmöglich, mit geistigen Mitteln allein sich durchzusetzen. Es blieb nichts anderes übrig. als gegen Brachialgewalt ähnliche Mitlel anzuwenden. Terror herrschte in ganz Deutschland. Wir waren. vogelfrei. Freiwild der Straße. Seitdem hat sich in Deutschland vieles geändert. Wir sind nicht mehr ein kleines verwegenes Häuschen, sondern unsere Idee und Anschauung is: Sache des ganzen Volkes geworden. Es wäre falsch, wenn man nur einer Formation das Verdienst am Aufbau Deutschlands zuschreiben würde, es ist die ganze Partei, die sich für die Idee des Nationalsozialismus eingesetzt hat und das Wunderbare an der Bewegung ist, daß es für jede Aufgabe einen bestimmten Typ gab, der die dafür nötigen Fähigkeiten haben mußte. Wenn die SA mannhaft und tapfer die Gewalt der Straße brach. so war der Amtswalter der geistige Vortruppler der Bewegung. Seine Aufgabe war. die Bewegung rein und unverfälscht dem deutschen Volke zu übermitteln. Es ist klar, daß ein autoritärer Staat nicht auf der Gewalt der Bajonette sitzer kann. Das ist auf die Dauer eine schwache Regierungsform, um das Staatsgefüge zu halten und zu tragen. Nur das Volk selbst hat die Kraft, die Ideen des Staates in das Volk selbst wieder zu übertragen und diese Aufgabe hat der kleine Amtswalter gelöst. Die Idee hätte längst nicht gesiegt, wenn nicht Kraft gepaart gewesen wäre mit Geist und geistigen Arbeiten. Und seiner, des Amtswalters Vermittlung. ist auch zu danken, daß dem Nationalsozialismus die Möglichkeit gegeben gewesen ist. siegen zu können. Ich glaube, die ganze Welt aibt zu, daß kein System auf einem so festen Fundament ruht wie das Deutschlands. Wir haben nicht nur die Macht, wir werden sie auch behallen. (Großer Beifall). Wenn, wie ich heute in den französischen Zeitungen lese. Breitscheid sagt. Hitler und seine Minister seien mittelmäßige Köpfe. muß ich sagen, wie minderwertig muß Breitscheid gewesen sein, wenn er sich hat von uns beseitigen lassen Die Regierung ist des Volkes und das Volk ist der Regierung wert gewesen. Sie haben beide getan, was getan werden konnte und so treten wir voller Zuversicht in das neue Jahr. Es wird wieder ein Kampfjahr werden. wie alle unsere vergangenen Jahre Kampfjahre waren und es bleiben werden bis an das Ende unseres Lebens. Wie wollen nichts zerstören, sondern wir wollen aufbauen ein neues Deutschland, ja schließlich letzthin ein geistig neues Europa, und dabei werden Sie, Parteigenossen, uns wieder helsen müssen. Keiner kann dabei entbehrt werden. Wir müssen unsere ganze Kraft einsetzen und der kleinste Amtswalter muß auf seinem Posten stehen. Mancher Abend, manche Nacht wird geopfert werden müssen. So sind wir auseinander angewiesen, ob wir wollen oder nicht. Hinter uns liegt die Verzweiflung und vor uns steht der Aufstieg. In jedem deutschen Haus soll ein Weihnachtsbaum stehen. Sorge dafür, daß der Platz unter ihm nicht leer bleibt! Evangelische Jugend in Hitlerjugend eingegliedert Berlin, 21. Dez. Mit dem gestrigen Tage ist— die evangelische Jugend aufgelöst worden. In gleicher Zeit werden die Milglieder der evangelischen Jugend in die Hit. lerjugend übergeführt. Aus diesem Anlaß hat der Reichsbischof Ludwig Müller an Reichskanzler Adolf Hitler folgendes Telegramm gesandt: „Ich habe soeben durch Vereinbarung mit dem von Ihnen bevollmächtigten Reichsjugendführer die Eingliederung des evangelischen Jugendwerkes in die Hitlerjugend vollzogen. Die dem evangelischen Jugendwerk anvertraute besondere Aufgabe ist damit für das große Ziel einer einheitlichen Erziehung der gesamten deutschen Jugend eingesetzt. Gott segne diese Stunde für unser Volk und unsere Kirche. Gott lasse sein heiliges Wort mächtig werden in der nationaisozialistischen Erziehung der kommenden Geschlechter. Der Reichsjugendführer hat in einem Telegramm an den Reichskanzler die Eingliederung der evangelischen Jugend gemeldet. Das Telegramm lautet: „Melde im Rahmen des mir gewordenen Auftrages. die Einigung der deutschen Jugend zu vollziehen, die Eingliederung der evangelischen Jugend in die Hitlerjugend. Schirach, Jugendführer des Deutschen Reiches. Schließlich hat der Reichsjugendführer an den Leiter des evangelischen Jugendwerkes, Stange, folgendes Telegramm gesandt: „Mit sofortiger Wirkung entziehe ich Ihnen Ihr Amt im Jugendführerring. Habe Ihren sofortigen Ausschluß aus der NSDAP im Schnellverfahren beantragt.“ Dieses Telegramm ist dadurch veranlaßt worden, daß Stange, der erst seit kurzem der NSDAP angehört, versucht hat, die vom Reichskanzler Adolf Hitler gewünschte Einigung der deutschen Jugend zu sabotieren. Die Pressestellen des Reichsbischofs und des Jugendführers des Deutschen Reiches geben dazu folgende gemeinsame Mitteilung heraus: Das Verhältnis zwischen Hitlerjugend und evangelischer Jugend ist soeben endgültig geklärt worden. Der Reichsbischof und der Jugendführer des Deutschen Reiches haben ein Abkommen über die Eingliederung der evangelischen Jugend in die Hitlerjugend unterzeichnet. Nach diesem Abkommen müssen alle Mitglieder des Evangelischen Jugendwerkes, die das 19. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, in die Hitlerjugend bezw. in die Untergliederungen Bund deutscher Mädel und Deutsches Jungvolk eintreten. Für die eigentlichen Aufgaben des Evangelischen Jugendwerks ist durch Einzelbestimmungen Zeit und Raum geschaffen. Die Arbeit der evangelischen Jugend darf sich heute wieder auf ihr eigentliches Gebiet, die jugendgemäße Verkündigung des Evangeliums, beschränken. Sport, Unterhaltung, kulturelle Veranstaltungen usw. beeinträchtigen nicht mehr wie bisher im marxistisch=liberalen Staat die Verkündigung des Evangeliums unter der Jugend. Mit umso größerer Freude kann sich die evangelische Jugend, auf diese nunmehr von der Hitlerjugend übernommenen Aufgaben verzichtend, die für sie nur eine Belastung waren, dem einzigen ihr befohlenen Auftrag, die Botschaft Christi in die Jugend zu tragen, hingeben. Zukünftig kann niemand Milglied des Evangelischen Jugendwerkes sein, der nicht gleichzeitig Mitglied der Hitlerjugend ist. Ebenso hebt selbstverständlich der Reichsjugendführer das Verbot der Doppelmitgliedschaft hinsichtlich des Evangelischen Jugendwerkes auf, so daß in Zukunft die gleichzeitige Mitgliedschaft zur Hitlerjugend und zum Evangelischen Jugendwerk möglich ist. Durch diesen gemeinsamen Schritt des Reichsbischofs und des Reichsjugendführers werden alle Gerüchte endgültig widerlegt, die aus einer mißverstandenen Aeußerung des Reichsjugendführers anläßlich einer Rede in Frankfurt a. d. Oder glauben machen wollten, daß der Reichsjugendführer nicht auf dem Boden des positiven Christentums stehe. Mit einem Schlage treten mehr als ½ Million deutschen Jungen und Mädel in die Reihen der nationalsozialistisch### Jugend. Es wird damit die Aufgabe der bisherigen organisierten evangelischen Jugend zu einem Auftrag der Kirche, nunmehr in neuen Formen und Möglichkeiten der gesamten evangelischen Jugend zu dienen. Andererseits ist die einheitliche Erziehung der deutschen Jugend durch den nationalsozialistischen Staat und damit durch die Hitlerjugend, als die Trägerin der Staatsidee durch die evangelische Kirche anerkannt. Die Hitlerjugend grüßt die neuen Kameraden als Mitstreiter für die Einheit der deutschen Jugend und damit der kommenden Generation. Arbeitsfront und Berlin, 21. Dez. Wie die RSK meldet, hat der Führer der Deutschen Arbeitsfront. Dr. Ley, folgende Verfügung erlassen: In der Oeffentlichkeit werden immer wieder Gerüchte verbreitet nach denen die Deutsche Arbeitsfront mit Pläen in Zusammenhang gebracht wird, die jetzt noch be##esenden Ersatzkassen einschließlich der Berufskrankenkassen der Angestellten zusammenzulegen. Es wird hiermit ausdrücklich festgestellt, daß die Deutsche Arbeitsfront jegliche Maßnahmen ablehnt, die der endgültigen Entscheidung über die künftige Gestaltung der deutschen Sozialversicherung vorgreisen. Ich ordne daher an, daß Krankenkassen, die mit den der Deutschen Arbeitsfront angegliederten Verbänden in Zusammenhang stehen, nur mit Genehmigung des Sozialamtes der Deutschen Arbeitsfront zusammengeschlossen werden dürfen. Schutzhäftlinge entlassen Berlin, 21. Dez. Aus dem Konzentrationslager Lichtenburg kommen heute etwa 500 Mann zur Entlassung. Aus Anlaß des bevorstehenden Weihnachtsfestes hat der Lübecker Senat 60 Schutzhäftlinge auf freien Fuß setzen lassen. Der sächsische Minister des Innern hat angeordnet, daß 300 Schutzhäftlinge, die sich gut geführt haben, und von denen angenommen werden darf, daß sie sich in die Volksgemeinschaft einfügen, anläßlich des Weihnachtsfestes aus der Haft entlassen werden. Die Entlassungen sollen noch vor den Feiertagen stattfinden. Aus Anlaß des überwältigenden Sieges des Nationalsozialismus am 12. November und mit Rücksicht auf das bevorstehende Weihnachtsfest hat sich ferner der thüringische Staatsminister Wächtler entschlossen, bereits jetzt einen großen Teil dei Insassen des thüringischen Konzentrationslagers in Bad Sulza aus der Schutzhaft zu entlafsen. Im Bereich der Staatspolizeistelle Recklinghausen sind aus den Konzentrationslagern 150 Schutzhäftlinge zur Entlassung gekommen. Etwa 230 sollen noch vor Weihnachten ontlassen merden Immer wieder sollst Du geben, damit Causende und Hunderttausende hoffen können! Wenn aber Geben: Segen bringt! Und gute Caten: Zinsen dann gibst on doppelt freudig. Darum nimm ein Arbeitsbeschaffungslos zu 1 Mark! Das einfache Lied ergriff alle Zuhörer. Harry stand mit gesenktem Haupte. Er fühlte, wie Rosmaries Blicke ihn suchten. Er woll.e nicht aufschauen, aber es zwang ihn doch dazu. Und er sah in Rosmaries fragende, ernste Kinderaugen und senkte wieder den Kopf. „Ein schönes Lied!“ sprach Patterinks zu seiner Frau. „Es paßt zwar nicht ganz, lieber Schwiegersohn!“ lachte Katt.„Aber die Melodie ist sehr hübsch. Nicht wahr, gnädige Frau?“ wandte er sich an Frau von Wetter. „Ja! Und die Mädchen haben es einstudiert, weil es „Rosmarie" heißt.“ Sie nickte der jungen Frau zu. Rosmarie blickte sie verwirrt an. ** „Um zwölf Uhr holt mich der Wagen,“ spricht Rosmarie, als sie mit Harry tanzt und sieht ihn mit seltsamen Augen an.„Führt mich fort nach dem Süden .. mein Gatte will mir Sonne schenken, viel Sonne .. und dann... dann geht's nach England. Ich... fürchte mich so vor der Zukunft, Herr Scholz.“ „Sie müssen stark sein, Rosmarie! Müssen Ihr Glück vollen: „Ich will ja... ich will ja... aber... aber... heute habe ich erst erkannt... daß ich noch so jung... so jung bin... und vielleicht alles hingegeben habe. Und nun ist'... zu spät!“ Er sucht nach einem erlösenden, tröstenden Wort, aber er findet keines. Schmerzvoll liegen die Augen ineinander. „Werden Sie mit mir kommen... bis zum Auto? Die letzte Hand... die ich drücke... soll Ihre Freundeshand sein. Ich bitte Sie, schlagen Sie mir das nicht ab. Und.. und... wenn... wenn ich drüben einmal in Not sein sollte... und nicht aus noch ein wüßte... nicht wahr... wenn ich Sie dann rufe, werde ich nicht umsonst bitten.“ „Ich komme, Rosmarie, wenn Sie mich brauchen. Aber Sie sind tapfer. Sie werden eine Glücksstraße gehen. Glück ist, was wir wollen.“ „Was unser Herz will!“ sagt die junge Frau mit bebenden Lippen. Die Abschiedsstunde schlägt. Rosmarie hat von Vater und Stiefmutter herzlich Abschied genommen. Unruhig blickt sie nun nach Scholz aus. Nur zögernd läßt sie sich von ihrem Gatten aus dem Hause führen. Sie atmet auf, als sie am Auto Harry Scholz entdeckt; er wartet bereits auf sie. Noch einmal finden sich ihre Hände, schmerzhaft ist der Druck, noch einmal grüßen und bitten zwei Mädchenaugen, dann schließt sich der Schlag. Patterinks öffnet das Fenster und streckt Scholz die Hand entgegen. „Leben sie wohl, Mister Patterinks!“ sagt Harry ernst.„Sie nehmen ein großes Glück mit sich, ein... Kleinod!“ „Ja, ein Kleinod, Mister Scholz... ich weiß es und werde stets dessen eingedenk sein.“ Der Wagen zieht an. Frau Lilly ist längst vor der Kälte ins Haus geflüchtet, nur Stephan von Katt und Harry Scholz winken noch den Scheidenden nach. Katt seufzt tief auf. „Die... Einzige... ist nun fortgegangen, Herr Scholz!“ „Ja, die Einzige!“ wiederholt Harry und seine Brust geht schwer.„Hoffentlich war es richtig so.“ „Es muß so richtig sein. Es ist mein Kind, Herr Scholz! Wir Westsalen haben starke Herzen.“ „Ja... und um das starke Herz... ist's ja eben! Doch fort mit diesen Gedanken! Wir wollen glauben, daß es so gut war.“ Katt legt den Arm um Scholz. „Lieber Freund... Das Leben geht weiter. Es muß weitergehen.“ Gemeinsam treten sie ins Haus. Wochen ernster Arbeit folgen. Harry Scholz pendelt zwischen Schule und Büro hin und her, die Arbeit wird ihm beinahe zuviel. Katt drängt ihn, seinen Posten als Lehrer aufzugeben, aber Harry kommt sich treulos vor und bleibt standhaft. Er hängt an„Elisabethshöhe“ und seinen Schülerinnen. Rosmarie befindet sich bereits in London und lebt auf Patterinks“ Landsitz an der Themse. Sie hat schon öfter an ihren Vater geschrieben. Auch Harry hat einen Brief von ihr erhalten und ist beruhigt. Denn aus dem Schreiben geht hervor, daß sie sich wiedergefunden hat und erstarkt ist an der Seite ihres Gatten. Rosmarte dankt dem Lehrer noch einmal für alles und bittet ihn, Hannelore zu grüßen. Sie gesteht, große Sehnsucht nach ihrem Kinde zu haben. Harry macht einen tiefen Atemzug, als er den Brief geseien det Der Frühling zog ins Land und machte die Menschenherzen unruhig. Die Errichtung der Erbgesundheitsgerichte Köln, 21. Dez. Wie WP aus Berlin erfährt, hat der preußische Justizminister auf Grund des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 14. Juli 1933 verfügt, daß den Amtsgerichten, die ihren Sitz am Sitze eines Landgerichtes haben, vom 1. Januar ab ein Erbgeundheitsgericht angegliedert wird. In den Orten, in denen sich mehrere Amtsgerichte befinden, sind als Amtsgerichte am Sitz des Landgerichts anzusehen: in Bo chum das Amtsgericht Bochum, in Dortmund das Amtsgericht Dortmund, in Düsseldorf dar Amtsgericht Düsseldorf. in Duisburg das Amtsgericht Duisburg, in Essen das Amtsgericht Essen, in Frankfurt a. M. das Amtsgericht Frankfurt a.., in Hagen das Amtszericht Hagen, in Köln das Amtsgericht Köln, in M. Gladbach das Amtsgericht M. Gladbach, in Wuppertol das Amtsgericht Wupvertal=Elberfeld. Aus dem Sangesleben Neue Verordnungen im Deutschen Sängerbund. Köln, 21. Dez. Demnachst soll der Gesamtbeitrag des einzelnen Sangers des Deutschen Sängerbundes einschließlich der Tonsetzer=Gebühren pro Monat 10 Pfg. betragen, umgerechnet auf ein Jahr 1,20 RM. Bisher wurde beispielsweise im Rheinischen Sängerbund der Beitrag derart eingezogen, daß für die Bezirksgruppen die einzelnen Gaue dem Rheinischen Sängerbunde auch für den Deutschen Sängerbund Beträge von 20 bis 30 Pfg. bezahlt wurden ausschließlich Tonsetzer=Gebühren, die 35 Pfg. vro Monat betrugen. 6 Auch hinsichtlich der Zusammenstellung der einzelnen Bünde wird eine Aenderung dahingehend getroffen, daß, nachdem die Bünde bisher in Gaue gegliedert waren, fortab die Bünde Gaue genannt werden und die bisherigen Gaue Sängerkreise. Die Vereine sind also künftig Mitglied des Sängerkreies, der Sängerkreis Mitglied des Sängergaues, die Sängergaue Mitglied des Deutschen Sängerbundes. Der Deutsche Sängerbund soll künftig nur noch aus 20 Sängergauen bestehen, eine wesentliche Herobminderung gegenüber dem bisherigen Zustande. Ausreisesichtvermerkszwang aufgehoben Ab 1. Januar. Berlin, 21. Dez. Der Reichsminister des Innern hal den am 4. April 1933 eingeführten AusreisesichlvermerkZwang für Reichsangehörige mit Wirkung vom 1. Januar 1934 ausgehoben. Rechtsanwalt Dr. Thormann in Schutzhaft Irankfurt a.., 21. 12. Rechlsanwalt Dr. Thormann, der Verteidiger der Angeklagten im VolksvereinsProzeß in M. Gladbach ist, wie das Frankfurter Polizeipräsidium mitteilt. in Schutzhaft genommen worden. Abgebrochen die deutsch=französischen Wirtschaftsverhandlungen Paris. 21. Dez. Die gegenwärtigen deutsch-französischen Wirtschaftsverhandlungen in Paris haben zu einer Einigung nicht geführt. Die deutsche Delegation wird von Paris am Freitagmorgen abreisen. Es war der hauptsächliche Zweck und Gegenstand der deutsch=französischen Verhandlungen, die am 31. Oktober 1933 in Paris begonnen haben, auf gütlichem Wege das angekündigte sranzösische Kontingentierungssystem so zu gestalten, daß ausgleichende deutsche Maßnahmen des Ausfuhrschutzgesetzes nach Möglichkeit vermieden werden kön nen. Dieser Versuch hat, zu einem Erfolge nicht geführt. Die Verhandlungen sind— abgesehen von Einzelheiten, üb die man sich schließlich hätte einigen können— hauptlächlich an zwei französischen Forderungen gescheitert. Es ist von französischer Seite ein so starker Abstrich an dem deutschen Ausfuhrüberschuß verlangt worden, daß die Gesohr bestand, daß der dann noch verbleibende Rest nicht einmal mehr ausreicht, um devisenmaßig den Transfer der Zahlungen zu decken, die unter dem Regime der Stillhalteabkommen und der gegenwärtigen Handhabung des de schen Transfernoratoriums noch aus der deutschen Volkswirtschaft auf die französische Volkswirtschaft zu übertragen sind. Ein solches Ergebnis konnte die deutsche Regierung sowohl im Hinblick auf die eigene Devisenlage wie auch aus Rücksicht auf die Lage Deutschlands gegenüber der Gesamlheil der privaten Auslandsgläubiger nicht annehmen. Außerdem wollte Frankreich den in Aussicht genommenen Abstrich an dem deutschen Ausfuhrüberschuß auf einen so kleinen Ausschnitt aus der gesamten deutschen Warenausfuhr konzentrieren, daß den davon betroffenen deutschen Waren der französische Markt für die Zukunft in einer unerträglichen Weise verschlossen worden wäre. Es wären davon so gut wie alle deutschen landwirtschaftlich Ausfuhrerzeugnisse betroffen worden sowie eine Anzahl industrieller Erzeugnisse, für die der französische Markt von besonderer Bedeutung ist. Die französische Delegation hal in diesen beiden Punkten von dem von ihr am ersten Tage der Verhandlungen an eingenommenen Standpunkt bis zuletzt so gut wie unverändert festgehalten. Alle deutschen Gegenvorschläge und Bemuhungen, auf einer mittleren Linie zu einer Einigung zu kommen, sind leider erfolglos geblieben. Wie die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Frankreich sich vom 1. Januar 1934 ab nunmehr gestalten werden, hängt allein von den Maßnahmen der französischen Regierung ab. An sich läuft das Handelsabkommen von 1927 weiter. Die deutsche Regierung wird abwarten, wie die französische Regierung ihre Einfuhrkontingenticrungen in Zukunft handhaben wird. Danach werden sich etwaige deutsche Maßnahmen richten. Der Pariser Spionagefall Paris. 21. Dez. Die Morgenblätter bringen weilere Einzelheilen über die durch die Verhaftung von zehn Personen, meist Ausländern, in Paris aufgedeckte angebliche Spionageangelegenheit. Nach dem„Journal“ soll das gesamte mit der Untersuchung zusammenhängende Spionagenetz, einschließlich der zehn Verhafteten, etwa 50 Personen umfassen. Diese Gruppe von 50 Personen ihrerseits sei nur eine Art Unterabteilung einer Organisation, die in allen Ländern Europas und vielleicht überhaupt der Welt. Verästelungen besitzen. Die Führer der Abteilung hätten in Frankreich gefaßt werden können. Unter den Verhafteten befinde sich ein Uebersetzer des französischen Marineministeriums, der, wie das„Journal“ außerdem berichtet, dort im Chiffrierdienst angestellt gewesen sei. Es handele sich bei der Organisation, deren Aufdeckung die Pariser Polizei bereits seit März verfolge, um Zuträger eines internationalen Büros, dessen Sitz an sich von einer Stadt in die andere verlegt werde, dessen Hauptzentrale jedoch Moskau zu schein scheine. Die erworbenen Nachrichten seien dann an verschiedene fremde Mächte weiterverkauft worden Der„Petit Parisien“ will berichten können, daß man bei den Haussuchungen zahlreiche Dokumente, geheime Funkapparate und modernes Photo= und Filmmaterial mit Vergrößerungsapparaten usw. entdeckt habe. Dasselbe Blatt meldet weiter, daß ein französischer Polizeikommissar heute mit dem Flugzeug nach Warschau reisen und dort seine Untersuchung fortsetzen werde. Ein amcrikanischer Schritt. Washinglon, 21. Dez. Das Staatsdepartement hat der amerikanischen Botschaft in Paris telegraphisch Anweisung erteilt, über die Verhaftung einer Gruppe von angeblich internationalen Spionen in Paris„restlose Aufklärung zu beschaffen. Unter den Verhafteten befindet sich ein amerikanisches Ehepaar. Polarforscher Knut Rasmussen gestorben kopenhagen, 21. Dez. Der Grönlandforscher Dr. Knut Rasmussen ist heute morgen gestorben. Knut Rasmussen wurde 1879 in Jakobshaon in Nordgrönland geboren. Seine Mutter war eine Eskimofrau 1910 errichtete Rasmussen im Kap York=Distrikt die arktische Station Thule als Basis für wissenschaftliche Expeditionen und auch als Handelsstation. Von hier leitete er mehrere Expeditionen und auch als Handelsstation. Von hier leitete er mehrere Expeditionen. Die fünfte ThuleExpedition trat er im Sommer 1921 an. Ueber 15 Monate war er verschollen, und man hielt ihn schon für verloren. als er endlich im August 1924 nahe der Beringstraße wie der auftauchte. Diese Reise war die größte Hundenschlit tenreise in der Geschichte der arktischen Forschung überhaupt. Die wissenschaftlichen Ergebnisse seiner Reisen legte er in zahlreichen Schriften in dänischer, englischer und auch in der Eskimosprache nieder. Der Brüsseler Skandal Umfangreicher Ordenshandel aufgedeckt. Brüssel, 21. Dez. Der Unterdirektor im belgischen Arbeitsministerium Lejeune ist im Zusammenhang mit der großen Bestechungsaffäre, die um den Brüsseler Polizeipräsidenten herum spielt, in Haft genommen worden. Lejeune hatte in amtlicher Eigenschaft die Vorschläge für Ordensverleihungen in seinem Departement zu bearbeiten. Er wird beschuldigt, seit drei Jahren wertvolle Geschenke von dem ehemaligen Polizeikommissar, jetzigen Oelhändler Pauwels, angenommen zu haben. Als Gegenleistung bevorzugte er die Ordenskandidaten, die ihm von Pauwels vorgeschlagen wurden. Sieben Todesstrafen beantragt Wegen Mordes an einem Polizeihauptwachlmeister. Hamburg. 21. Dez. In der Verhandlung des Han seatischen Sondergerichts wegen der Ermordung det Polizeihauptwachtmeisters Knies im Dezember 19.7 wurde heute die Beweisaufnahme geschlossen. Der Staatanwalt beantragte gegen sieben Angeklagte weger gemeinschaftlichen Mordes die Todesstrafe, gegen einen achten wegen schweren Aufruhrs zweieinhalb Jahre Gefängnis. Der Polizeihauptwachtmeister Knies wurde anläßlich einer Demonstration des Roten Frontkämpferbundes, die er mit einem Kommando zerstreuen sollte, am 3. Dezember 1930 am Großneumarkt überfallen und durch einen tiefen Stich in den Hals getötet. 22 koreanische Kommunisten zum Tode verurteilt Soul(Korca). 21. Dez. Ein Massenprozeß gegen Kommunisten endete mit der Verurteilung von 245 Kommunisten. Von ihnen wurden 22 zum Tode vervrteilt, 20 zu lebenslanglichem Gefängnis und 203 zu Gefängnisstrasen von einem bis zu 15 Jahren. Die Verurkeilten hatten an kommunistischen Revolten in Korea im Jahre 1930 keilgencmmen. Auch Harry fühlte eine seltsame Unruhe in diesem Jahr und vergrub sich noch mehr in seine Arbeit. Unermüdlich führte er zusammen mit Herrn von Katt die Neuorganisation der Werke durch. Der Großindustrielle erkannte jetzt erst so richtig, was für wertvolle Dienste ihm Scholz geleistet hatte. Östern kam herau. Harry erbat sich Urlaub und fuhr zu seiner Mutter, die ihn freudigst empfing. Die meiste Zeit verbrachte er an der Wiege Hannelores. Das Kindchen war nun schon sechs Monate alt and gedieh prächtig. Es war das Ebenbild Rosmaries, hatte auch ihre schönen Augen. Hannelores kleine Händchen waren immer in Bewegung und unspannten spielend Harrys Finger. „Hast du Nachricht von Rosmarie?“ fragte Frau Scholz. „Ja, Mutter! Sie hat es gut getroffen. Ihr Mann liebt sie sehr und sie ist zufrieden.“ „Gott meint es gut, mein Junge.“ „Das glaube ich auch. Mutter. Nächstes Jahr möchte Rosmarie nach Deutschland kommen... nein, was rede ich. noch in diesem Herbst. Da will sie es einrichten, daß sie eine Zeitlang bei Hannelore sein kann. Ja, das Kind! Das fehlt ihr sehr, das spricht aus jeder ihres Briefes. So jung sie ist, ich glaube... sie wäre dem Kinde eine gute Mutter gewesen.“ Plötzlich bengte sich die Frau Kantor vor und fragte leise:„Hast du sie sehr lieb gehabt, Harro?“ Der Mann wurde rot und stotterte wie ein ertappter Schuljunge:„Ich... lieb gehabt, aber Mutter, wie kemmst du darauf?“ Kecd wecne dagn uche scden üle andere, die dald Mutteraugen, mein Sohn.“ Harrn blickte unverwandt auf die Wiege des Kindes. „Ich habe sie über alles geliebt, Mutter!“ sagte er fest. „Und hast... sie doch von dir gehen lassen?“ „Mutter... der einfache Lehrer... und das verwöhnte Kind des Großindustriellen von Katt, Erbin eines Riesenvermögens das paßt wohl nicht zusammen. Ich war ja nur ihr Freund.“ „Vielleicht... aber doch mehr?“ „Nein, nein... nicht an so etwas denken. Das ist töricht!“ Harrn entdeckte plötzlich eine Gitarre an der Wand und nahm sie herunter. Griff ein paar Akkorde und beginnt zu singen: „Du schöne Rosmarie Im Jugendstrahlenglanz, Schenk mir den ersten Tanz, Du schöne Rosmarie!" Die alte Frau hört aufmerksam zu, und was ihr des Sohnes Mund verschwieg, das verriet ihr diese wehe Melodie. „Wak ist das für ein Lied?“ „Das ist... von mir, Mutter. Meine Liebe gab mir's einmal ein, da mußte ich es niederschreiben. Zu Rosmaries Hochzeit haben es meine Schülerinnen gesungen.“ „Weiß Rosmarie, daß das Lied von dir ist?“ „Nein, um Gottes willen, Mutter... das soll sie nie erfahren! Es weiß niemand.“ Die alte Frau versank in tiefes Nachdenken. Nach langen Minuten fragte Harrn leise:„Au was denkst du. Mutter?" „An... Rosmarie!" Stille. Und in dem Schweigen des kleinen Raumes im alten Kantorhäuschen weht eine sehnsüchtige Melodie Die Frau Kantor klopfte an des Sohnes Zimmertür. Als sich nichts zegt, drückt sie die Klinke vorsichtig herab und tritt debursam ein. Harr'. schläft noch. Die milden Strahlen der Morgensonne fallen auf sein Antlitz. Wie ruhig und friedvoll er atmet! Welch' leuchtende Reinheit auf seinem Antlitz liegt! Ergriffen schaut sie auf den Sohn und denkt: Dort liegt mein Leben! Ich habe es geboren, mein Leben ward sein Leben, meine Liebe war wie eine Saat, die aufgeht, wächst und Früchte trägt. Die tausend Mühseligkeiten eines langen Lebens wandeln sich mit einem Male zu einer lichten Schar seliger Freuden. Die alte Frau weiß in dieser Stunde: Wenn sie einmal die Augen für immer schließt, dann hat sie nicht umsonst gelebt. Ihr Kind! Ihr Einziger! Ihr Sohn! Unendliche Dankbarkeit erfüllt ihr Herz. Ihre Mutterhände tasten hinüber zu dem Sohne und streichen zärtlich über das weiche, wellige Haar. Er spürt die Liebkosung und lächelt im Schlaf. Auf den Zehenspitzen verläßt die Mutter das Zimmer. Heiliger Schlummer, denkt sie. Den darf ein Mensch nicht stören.“ * Ferienende. Harro beschließt, vor seiner Rückkehr nach Düsseldor für einen Tag Berlin aufzusuchen. Herzlich nimmt er Abschied von seiner Mutter und der kleinen Hannelore. Als er in Berlin die Leipziger Straße herunterbummelt, knufft ihn plötzlich jemand nicht gerade sanst in die Seite. „Scholz!“ Harry wendet sich und lacht. „Ah... der Doktor! Tag, Doktor Falk!“ „Na, Sie Ausreißer, wieder mal in Berlin? Famos, daß ich Sie treffe!“ Die alten Sportkameraden schütteln sich erfreut die Hände. Der neue erlin, 21. Dez Ueber hof von Berlin berufenen 5 heim, Nikolaus Bares, schrei es wurde am 24. J nuar 18 Sohn eines Landn tes geb oikts in Trier und des Frie Koln trat er in da= Priest. März 1895 wurde er zum P lan nach Koblenz. Nach vir de er Religionslehrer. Von hre auf die Universität in B ie er zum Dr. theol. Nach de er Regens des Trierer ber 1920 berief ihn Bischof Jahre 1928 wurde er Bisch 'Duffy fre dublin, 21. Dez. Der brsten Gerichtshof hat die Freil kleigängers Sullivan angee zu Unrecht erfolgt sei. hohe Gefängnis= und Geldstr Proze vortmund, 21. Dez. D beie des Zentrums Schulz ritschiebungen zu vier 1000 Mark Geldstrafe verr der Angeklagte SchulzBefangnis und 500 Mark 3 abenhinterziehung weiter e 038 Mark Geldstrafe, wegen nat Gefängnis und wegen 2 strafe, die Gefängnisstrafen je von 14 Monaten zusamn beklagte wurden zu insgesan rund 2213000 Mark Geldstr Neue Hochschulen für Wie der Amtliche Preußische im Frühjahr 1934 die Hoch Frankfurt a. d.., Han dereröffnet. Gleichzeitig werde terbildung in Frankfurt ble geschlossen. Dafür wird in 5) und in Hirschberg in terbildungspolitik je eine neu Hochschulen für Lehrerbildut eine größere Zahl von Stud werden nur Studentinnen ## sind bis spätestens zum 15 tschulen einzureichen. Die Gliederung der Reichs Der Präsident der Reichsschrif Gliederung der Kammer eine Aus dieser ist hervorzuheben, #skammer die folgenden Ve : 1. Der Reichsverband deut tenverein der deutschen Bucht deutschen Volksbibliothekare e. Bibliothekare e. V 5. Die #en, 6. Die Reichsfachschaft B ndlungsgehilsenverband, 7. Die die, 8. ferner die im Aufbau be ien. Wahlsieg der rumänisch Bei den Parlamentswahlen in inster gewählt worden, desgleit nion. Die Wahlbeteiligung wi catzt. Nach den ersten Berechr ## etwa 60 Prozent der abgege r Bestatigles Todesurleil. Das! ## dem Lagergehilfen Albert He keil des Arnsberger Schwurgeri gelegte Revision als unbegrund ftre 1931 wiederholt dem seiner keichten Essen kleinere Portioner * Frau starb am 22. April 1933 schverboten. Dr. Falk ist ein mittelgroßer #r, einst hervorragender# enkämpfer, jetzt Vorstands vortbehörde. Bei jedem gesell anwesend, sein guter Humor ## beliebt. Falk hakt sich unter. Also, liebes Scholzchen! Noch Zawohl!“ Rann, haben Sie ein Glück den Weg laufen! Ich gehe ###u des Jahrhunderts.“ =Schönste Frau des Jahrhund #gierig!“ =haben Sie noch nichts von: berühmten Sängerin der Ne die gegenwärtig Berlin err .Den Namen kenne ich. 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Dez Ueber den Werdegang des zum hof von Berlin berufenen bisherigen Bischoss von Hilheim, Nikolaus Bares, schreibt die„Germania": Bischof bes wurde am 24. J nuar 1871 in Idenheim in der Eisel Sohn eines Landu tes geboren. Nach dem Besuch des hoikts in Trier und des Friedrich Wilhelm=Gymnasiums Koln trat er in da= Priesterseminar in Trier ein. Am März 1895 wurde er zum Priester geweiht und ging als lan nach Koblenz. Nach vierjähriger Seeisorgetätigkeit de er Religionslehrer. Von 1907 ab ging er auf zwei hre auf die Universität in Berlin. In Breslau promoie er zum Dr. theol. Nach seiner Rückkehr nach Trier de er Regens des Trierer Priesterseminars. Im Deber 1920 berief ihn Bischof Korum in das Domkapitel. Jahre 1928 wurde er Bischof von Hildesheim. 'Duffy freigelassen dublin, 21. Dez. Der Untersuchungsrichter beim ersten Gerichtshof hat die Freilassung'Duffys und seines leigängers Sullivan angeordnet, da ihre Festnahzu Unrecht erfolgt sei. hohe Gefängnis= und Geldstrafen im Schulz=GahmenProzeß. vortmund, 21. Dez. Der frühere Reichstagsabgebeie des Zentrums Schulz=Gahmen wurde wegen ritschiebungen zu vier Monaten Gefängnis 1000 Mark Geldstrafe verurteilt. Wegen Beihilfe erder Angeklagte Schulz=Gahmen jr. drei MonaBefängnis und 500 Mark Beldstrafe, wegen Monopolabenhinterziehung weiter ein Jahr Gefängnis und 038 Mark Geldstrafe, wegen unbefugten Entgällens ein nat Gefängnis und wegen Monopolhehlerei 53 258 Mk. Dstrafe, die Gefängnisstrafen werden zu einer Gesamtje von 14 Monaten zusammengezogen. Sechs weitere beklagte wurden zu insgesamt 17 Monaten Gefängnis #rund 2 213000 Mark Geldstrafe verurteilt. Neue Hochschulen für Lehrerbildung. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, werim Frühjahr 1934 die Hochschulen für Lehrerbildung Frankfurt a. d.., Hannover und Cottbus dereröffnet. Gleichzeitig werden die Hochschulen für rerbildung in Frankfurt a. M. und Halle a. d. ple geschlossen. Dafür wird in Weilburg(Oberlahn5) und in Hirschberg in Schl. im Zuge der neuen terbildungspolitik je eine neue Hochschule eröffnet. Fast Hochschulen für Lehrerbildung nehmen im Frühjahr eine größere Zahl von Studierenden auf. In Hannowerden nur Studentinnen zugelassen. Aufnahmege## sind bis spätestens zum 15. Januar 1934 bei den tichulen einzureichen. Die Gliederung der Reichsschriftkumskammer. Der Präsident der Reichsschrifttumskammer hat über Gliederung der Kammer eine Bekanntmachung erlasAus dieser ist hervorzuheben, daß in der Reichsschrift#skammer die folgenden Verbände zusammengefaßt ): 1. Der Reichsverband deutscher Schriftsteller, 2. Der nenverein der deutschen Buchhändler, 3. Der Verband deutschen Volksbibliothekare e.., 4. Der Verein deutBibliothekare e. V. 5. Die Gesellschaft der Biblio#en, 6. Die Reichsfachschaft Buchhandel im Deutschen dlungsgehilsenverband, 7. Die Gesellschaft für Sendedie, 8. ferner die im Aufbau befindlichen Arbeitsgemeinpen. Wahlsieg der rumänischen Regierung. Bei den Parlamentswahlen in Rumänien sind sämtliche inster gewählt worden, desgleichen die Führer der Option. Die Wahlbeteiligung wird auf etwa 75 Prozent tatzt. Nach den ersten Berechnungen dürfte die Regieetwa 60 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten en. Bestätigtes Todesurleil. Das Reichsgericht verwarf die # dem Lagergehilfen Albert Heinz gegen das Todeskeil des Arnsberger Schwurgerichts vom 15. September #elegte Revision als unbegrundet. Heinz hatte seit dem #re 1931 wiederholt dem seiner 37jährigen Ehefrau verkeichten Essen kleinere Portionen Rattengift beigemischt. * Frau starb am 22. April 1933 an Arsenvergiftun: sh verboten. Kurze Notizen Bolivien hat die Wassenstillstandsvorschläge im Gran Chaco-Streit angenommen. Der Reichsminister des Innern Dr. Frick hat aufgrund des Gesetzes über den Deutschen Gemeindetag den Münchener Oberbürgermeister Fiehler zum Vorsitzenden des Deutschen Gemeindetages bestellt. Die Wirtschaftsverhandlungen zwischen Deutschland und der Schweiz sind Mittwoch abend mit der Unterzeichnung einer Zusatzvereinbarung zum Wirtschaftsabkommen vom 5. November 1932 abgeschlossen worden. Das Abkommen zwischen Italien und dem Heiligen Stuhl über die in den Lateranverträgen vorgesehene päpstliche Eisenbahn wurde nunmehr im Vatikan unterzeichnet. Der Bau des Vatikanbahnhofes und der nur wenige hundert Meter langen Bahnstrecke ist schon seit einigen Monaten beendet. An einem plötzlich akut gewordenen Herzieiden ist in München der am 1. November 1867 in Bremen geborene. bekannte Schriftsteller und Journalist Dr. Oscar Mysing gestorben. Die Polizeidirektion Ludwigshasen hat die„Neue Pfälzische Landeszeitung“ auf die Dauer von drei Tagen verboten. Reichspräsident von Hindenburg empfing Donnerstag den Reichsminister der Finanzen, Graf Schwerin von Krosigk, zum Vortrag. Das Bundeskanzleramt hat den in München erscheinenden Oesterreichischen Pressedienst für ein Jahr in OesterNeue Organisationsmaßnahmen im ASKK. Berlin, 21. Dez. Wie die NSK meldet, hat der Korpsführer des RSKK folgende Verfügung erlassen: Die notwendigen hohen Anforderungen an die RSKK=Männer hinsichtlich Ein= und Unterordnung veranlassen mich, für das Jahr 1934 die Stärke des RSKK auf 100000 Mann zu beschränken. Die größte Schmetterlingssammlung In den vier Stockwerken seines Pariser Hauses verwahrt der bekannte Entomologe Le Moult in 30000 Kästen eine Sammlung von Insekten und Schmetterlingen, die als die reichste der Welt gilt.„Schon mit sieben Jahren", erzählte der Gelehrte einem Besucher,„beschäftigte ich mich eingehend mit dem Leben der Insekten und war daneben ein leidenschaftlicher Schmetterlingssammler. Auch mein Vater war Entomologe und hatte seiner Leidenschaft so viel Geld geopfert, daß er gezwungen war, in Guyana eine Stellung anzunehmen. Ich begleitete ihn als fünfzehnjäh(31. Fortsetzung.) Falk ist ein mittelgroßer, gut proportionierter kr, einst hervorragender Kurzstreckenläufer und Ankämpfer, jetzt Vorstandsmitglied der Obersten portbehörde. Bei jedem gesellschaftlichen Ereignis ist anwesend, sein guter Humor und sein scharfer Witz ## beliebt. Falk hakt sich unter. Also, liebes Scholzchen! Noch Ferien?“ Sammoh! eMann, haben Sie ein Glück, daß Sie mir gerade den Weg laufen! Ich gehe nämlich zur schönsten ##u des Jahrhunderts.“ =Schönste Frau des Jahrhunderts? Sie machen mich #gierig!“ =haben Sie noch nichts von Ria de Vallion gehört. * berühmten Sängerin der Neuyorker Metropolitan# die gegenwärtig Berlin crobert?“ =den Namen kenne ich. Ist sie so gut, wie ihr künstticher Ruf?“ Ja!„Eine jubelnde Stimme von unvergleichlicher #cht. Dabei keine Heroine, sondern zierlich, charmant. stiit es Sie immer noch nicht?“ =Las ist denn eigentlich los?“ =Fünf=Uhr=Tec im„Eden“, gekrönt durch die Aneenheit der gefeierten Sängerin, veranstaltet vom eennisklub Schwarz=Weiß. Sie wissen, ich bin da im serstand. Also kommen Sie mit!“ Eebt ja nicht, lieber Doktor! Ich bin doch im Flußenanzug.“ KKleiden Sie sich um.“ =Rein Gepäck ist am Anhalter Bahnhof. Nicht zu #en: Aber, ich werde Sie nach dem„Eden" begleiten, turgen. Können uns dabei ein wenig unterhalten.“ „Pg, aher schade... freilich, Smoking ist vorgeschrieven.“ „Na, also! Was denken Sie, zehn Herren und zwanzig Damen würden in Ohnmacht fallen, wenn ich da im Straßenanzug hereingeschneit käme!“ Sie plaudern dann über alle möglichen sportlichen Dinge und erreichen bald das„Eden“. Im Restaurant verabschiedeten sich die beiden voneinander. Scholz bestellte sich einen Whiskysoda, Dr. Falk suchte seine Gesellschaft in der Bar auf. Nach einer Viertelstunde erschien Dr. Falk wieder im Restaurant und berichtete ganz aufgeregt:„Scholz, der Doktor Schramm ist auch da!" Scholz zuckte zusammen und wurde unruhig. Hoffentlich hatte Schramm dichtgehalten. Er hatte ihm nämlich sein Lied zum Verlag angeboten. „Schramm möchte Sie gern mal sprechen. Was haben Sie denn mit dem Musitverleger für Geschäfte? Sind Sie unter die Komponisten gegangen?“ Scholz atmete auf und schüttelte den Kopf. „Noch nicht, Doktorchen, aber wer weiß...“ Dr. Falk führte Harry gutgelaut in die Bar. Dort saß der Verleger Dr. Schramm auf einem hochbeinigen Hocker. Schramm war ein urfideler alter Knabe, schlagfertig und witzig wie selten einer. Als er Harry ansichtig wurde, rief er schon von weitem:„Freue mich riesig, lieber Scholz, daß wir uns hier treffen! Das ist doch ein reizender Zufall! Was sagen Sie zu unserer Nachtigall? Schade, daß wir sie wieder nach U. S. A. abgeben müssen.“ „Ich hatte noch nicht das Vergnügen,“ wandte Scholz ein und schüttelte Schramm zur Begrüßung die Hand. „Aber ich konnte so viel Gutes von der großen Sängerin hören, daß ich begierig bin...“ „Sie kennenzulernen?“ „Nein, das weniger. Sie singen zu hören!“ „Sie müssen sie aber kennenlernen,“ sagte Schramm leise und beugte sich zu ihm.„Sie ist von Ihrem Lied begeistert, einfach weg! Sie heißt übrigens auch Rosriger Junge bahin. Guyana wär damals in entomologische: Hmsicht Neuland, und so bot sich mir dort ein dankbaret Feld für die Schmetterlingsjagd, auf der ich die seltenster Exemplare zusammenbrachte. Mit dem Geld, das ich aue dem Erlös dieser Raritäten gewann, konnte ich meine Studien in Frankreich fortsetzen. Dazwischen aber kehrte ich wiederholt nach Guyana zurück und machte dort wie in Algerien und in Marokko Studien; es gelang mir sogar, noch in Frankreich zahlreiche Arten zus entdecken, die noch ganz unbekannt waren. Als Sammler begann ich im Jahre 1908. Schon nach einem Jahr war die Kollektion so bedeutend wie die größte der bekannten Sammlungen in Deutschland. Heute verfüge ich über einen Bestand, der so groß ist wie die drei berühmtesten Sammlungen der Welt zusammen. Zuerst ging ich allein auf die Jagd. Später aber organisierte ich den Fang in den Ländern, die ich nicht selbst besuchen konnte. In Guyana z. B. gewann ich die freigelassenen Sträflinge für die Jagd auf die seltenen Schmetterlinge des Landes. 20 Jahre lang verdienten die Freigelassenen— die Weltkrise hat auch diesen Erwerbszweig zum Erliegen gebracht— mit dem Fang von Schmetterlingen und anderen Insekten nicht nur ihren Unterhalt, sondern die armen Kerle, die vorher nahezu verhungert waren, fanden dabei auch Gelegenheit. sich ein kleines Vermögen zu erwerben. Infolgedessen entwickelte die Kolonie einen Jagdeifer, der fast an das Goldfieber gemahnte. Beamte, Kaufleute, Freigelassene und noch in Haft befindliche Sträflinge, kurz, jedermann befleißigte sich der Jagd auf Schmetterlinge. Es wurden Vermögen geschaffen, die freilich so leicht, wie sie gewonnen, wieder zerronnen. Das Treiben nahm schließlich solche Auswüchse an, daß die Verwaltung eingreifen mußte“. Insgesamt setzt sich die Sammlung Le Moult aus zwei Millionen verschiedener Insekten, einer Million wissenschaftlich eingeordneter Schmetterlinge und anderthalb Millionen noch nicht bestimmter Schmetterlinge zusammen. Völtischer Staat und Verhütung erbkranken Nachwuchses Von Ministerialrat Dr. Gütt. Berlin. Mit dem Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses hat die nationalsozialistische Regierung in Deutschland einen grundsätzlich neuen gesetzgeberischen und staatspolitischen Weg beschritten. Ein jahre= und jahrzehntelanger Kampf um die Zulässigkeit der Sterilisierung und das Ausmaß ihrer Anwendung ist damit abgeschlossen. Unsere früheren Regierungen konnten bei ihrer Geistesverfassung und Einstellung zu keinem Entschluß kommen, wie überhaupt der Parlamentarismus unfähig war, einen neuen Weg zu beschreiten. Dies blieb dem Nationalsozialismus vorbehalten, denn Adolf Hitler hat niemals nur die Aeußerlichkeiten gesehen, sondern seiner Denkweise ist es eigen, in die Tiefen und das Wurzelhafte des Wesens der Dinge einzudringen. So schreibt er bereits in seinem Buch„Mein Kampf“: Wer körperlich und geistig nicht gesund und würdig ist, darf sein Leid nicht im Körper seines Kindes verewigen. Der Staat muß dafür Sorge tragen, daß nur, wer gesund ist, Kinder zeugen darf. Umgekehrt aber muß es als verwerflich gelten, gesunde Kinder der Nation vorzuenthalten! Adolf Hitler hat es verstanden, dies Denken zum Programm unserer Bewegung zu machen. Damit ist der Weg gekennzeichnet, den der völkische Staat zu gehen hat. So stellten weite Kreise des Volkes die Forderung, durch Erlaß eines Sterilisierungsgesetzes das biologisch minderwertige Erbgut auszuschalten. Da die Unfruchtbarmachung das einzig sichere Mittel ist, um die weitere Vererbung von Geisteskrankheiten und schweren Erbleiden zu verhüten, muß sie darum als eine Tat der Nächstenliebe und Vorsorge für die kommende Generation angesehen werden. So ist das Gesetz nebst Durchführungsverordnung eine entschlossene Maßnahme der Regierung, die unseren Volkskörper reinigen und die krankhaften Erbanlagen allmählich von Generation zu Generation mehr und mehr ausmerzen wird. Es ist ein Anfang der Vorsorge für das kommende Geschlecht, wobei betont werden muß, daß beim Fortschreiten der wissenschaftlichen Erkenntnisse die Liste der im§ 1 erwähnten Krankheiten erweitert und ergänzt werden kann. Ausschlaggebend für den Grundgehalt des Gesetzes ist die Anerkennung der Autorität des Staates auf dem Gebiete marie, Ria ist nur eine Abkürzung. Ich habe ihr auf Ehrenwort versprechen müssen... hören Sie... das große Ehrenwort habe ich gegeben, daß ich Sie bringe, tot oder lebendig!“ Scholz warf einen Seitenblick auf Falk. Gottlob, er hatte nichts gehört, sondern unterhielt sich eben angelegentlich mit dem Mixer. „Herr Doktor Schramm, ich habe meine Gründe, weshalb ich der Oeffentlichkeit nicht als Verfasser und Komponist dieses Liedes bekannt sein will.“ „Aber, Herr Scholz...“ „Stellen Sie mich meinetwegen der Diva vor, wenn sie neugierig ist, aber bitte sagen Sie der Künstlerin, daß ich unter keinen Umständen als der Komponist des Liedes genannt sein möchte.“ „Das ist möglich! Also, man keine Sorge, junger Freund, das schaukelt Schramm.“ Mit einer Gewandtheit, die man ihm kaum zugetraut hätte, kletterte er von seinem hohen Stuhle herunter. „Herrgott!“ sagte er, unten angelangt.„Herr Scholz wir sind knorke, was? Noch nicht mal was genossen haben wir. Egal gequatscht.“ „Tut nichts, ich bestelle mir einstweilen einen Likör.“ Schramm verschwand. „Also, gnädige Frau!“ hörte Harry nach einer Weile Schramms Stimme hinter sich.„Das ist unser berühmter... Er wandte sich um und erschrak. Ria de Vallion? Nein... nein... das war doch... als wenn Rosmarie von Katt vor ihm stünde! Eine Glutwelle schlug ihm ins Antlitz, unwillkürlich strich er über sein Haar. „Gnädige Frau...“ stammelte er.„Ich... ich... bitte um Verzeihung... aber... ich bin so überrascht.“ Die schöne Frau hat seine Verwirrung bemerkt und ist beglückt über die seltene Huldigung, die ihr— so glaubt sie fest— zuteil wird. Sie reicht ihm die Hand und sagt mit klangvoller Stimme:„Ich freue mich, Herr Scholz! Und haben Sie keine Sorge... Ihr Pseudonym bleibt bewahrt. Her: Doktor Schramm hat mich unterrichtet.“ Harry dankt ihr mit einem warmen Blick. * eis Lrvens und der zsamme unseres Volkes. Wenn der nationalsozialistische Staat sich nicht aufgeben will, ist er grundsätzlich verpflichtet. dies Recht für sich in Anspruch zu nehmen. Dann mußte er aber eine weise Beschränkung in der Auswahl der Krankheiten nach streng wissenschaftlichen Grundsätzen üben. Insolgedessen war der Einbau von Sicherungen. von Erbgesundheitsgerichten und Erbgesundheitsobergerich'en zur Durchführung notwendig, um jeden Mißbrauch auszuschließen. Im übrigen geht das Gesetz davon aus, daß derjenige, dessen Unfruchtbarmachung zum Nutzen der Volksgesundheit notwendig ist. in vielen Fällen selbst die nötige Einsicht aufbringen wird, um die Operation freiwillig zu beantragen. Denn das Gesetz beruht auf der Grundlage der Freiwilligkeit, um die sittlichen Kräfte des Volkes zur Selbstreinigung anzuregen! Damit aber die Rechte des Staates gewahrt bleiben und eine dauernde Kontrolle der Regierung möglich ist, macht das Gesetz den Amtsarzt und den Anstaltsarzt antragsberechtigt. Man wird naturgemäß, um dem Sinn des Gesetzes zu entsprechen, zunächst nur die dringenden Fälle der Operation zuführen. Das werden im allgemeinen nicht immer die schweren Fälle sein, sondern als dringend im Sinne dieses Gesetzes wird man diejenigen ansehen müssen, bei denen die Gefahr besteht, daß sie sich ungehemmt fortpflanzen. Man wird also gerade die schwachsinnigen Menschen im fortpflanzungsfähigen Alter bevorzugt der Beurteilung zuzuführen haben. Zusammenfassend stellt die Regierung Adolf Hitlers mit der Durchführung dieses Gesetzes unter Beweis, daß es ihr mit der erbbiologischen und rassischen Reinigung unseres solkskörperg ernst ist. Die Reichsregierung ist sich jedoch darüber klar, daß es mit der Ausmerzung der Erbkranken allein nicht getan ist, wenn die positiven bevölkerungspolitischen Maßnahmen gegen die Widerstände aller liberalistisch und egoistisch eingestellten Finanzpolitiker nicht durchgesetzt werden. Das Gesetz bedeutet nur einen Anfang der Ausschaltung erbkranker Erbmasse, die durch Auslese, Erbgesundheitspflege, Eheberatung und Rassenpflege zu ergänzen ist. Vor allen Dingen aber muß es gelingen, die Seele des Volkes zur Bejahung der Familie und des Willens zum Kinde zu gewinnen! Nur dann wird der völkische nationalsozialistische Staat die Grundlage einer tausendjährigen deutschen Geschichte werden und unserem Volk wieder eine glückliche Zukunft gewährleisten. Langenberger Sender Sonnlag. den 24. Dezember 1933. 6,35 Hamburger Hasenkonzert;.15 Zeitangabe, Wetter, Nachrichten;.20 Von Köln: Weiterbericht; 8,25—.45 Leidesübungen; 9,00 Am Weihnachtsmorgen;.30 Kindergottesdienst; 10,15 Friede auf Erden; 10.45 Sonntag= morgen; 11,20„Usse Krippgen“. Erinnerung eines Westsalen; 11,30 Reichssendung: Bach=Kantate; 12,00 Mittagskonzert; 13,00 Kleines Kapitel der Zeit; 13,15 Das Kammer=Quintett von Köln; 14,00 Weihnachtsmarchen; 14,30 Kasperle=Stunde: 15,00 Kinder musizieren; 15,30 Volkstümliche Weihnachtsmusik; 16.30 Christkinds Erdenreise; 17.45 Der Weihnachtsbeitler— Eine Gedichtfolge von Heinrich Suso Waldeck; 18.00, Die Deutsche Glocke am Rhein; 18,15 Stille Nacht. Weihnachtslieder, gesungen vom Chor der Blindenanstalt von Frankfurt; 18,45—19,10 Orgelkonzert von Frankfurt; 19,15 Reichssendung: Aus Breslau:„Nord, Süd, Ost und West"— Eine Brücke zur Weihnacht über deutsches Land: 20.00 Holdseliger Reigen — Musik alter Meister: 21,00 Reichssendung: Weihnachtsansprache des Stellvertretero des Führers, Rudolf Heß; 21.15—22,15 Dreißig Deutsche Dome läuten die Christnacht ein; 22,15„Junggesellenweihnacht“. Eine heitere Funkzene von Paul Enderling: 23.15 Der neue Radioapparat. Eine heitere Szene von Kurt Elwenspoek; 23.30 Die Christnacht beginnt; 24,00—1,00 Von Köln: Christmette aus einer Kirche im Kohlenpott. Montag. den 25. Dezember 1933. 6,00 Christmette aus der Unterkirche.=Untervarmen, 7,00—8,15 Von Koln: Weihnachtsmorgen auf Schallpiat ten: 8,15 Zeitangabe;.20 Wetterbericht:.25 Funkstille; .45 Evangelische Morgenseier:.30 Feierstunde der Schai senden: 10.00—10.45 Katholische Morgenfeler: 11.00 Mötetten und Choräle; 11,30 Reichssendung: Bach=Kantate; 12,00 Unterhaltungskonzert; 13.00„Die Boheme" von Puccini; 13,30 Es war einmal ein Musikus. Eine heitere Schallplattenplauderei von Rudolf Schmitthenner; 14.20 „Christbaum=Chronik“.— Wie die Weltesche in unser Weihnachtszimmer kam; 15,00 Kinderstunde für Groß und Klein; 16,00 Die Harmonika spielt! 16.45 Festkonzert des Südfunkorchesters; 18,00 Gottfried Keller: Legenden und Lieder: 18.40 Die Stillen im Land— Aus der Chronik des schlichten Levens: 19,00 Reichssendung: Von Berlin: „Lichtnacht der Wende"; 20,00 Sportvorbericht; 20,10 Grohes Konzert aus Frankfurt; 22,00 Zeitangabe, Nachrichten: 22,20 Du mußt wissen.. 22,30 Wetter= Sportbericht. Nochrichten: 22.45 Heiterkeit und Fröhlichkeit; 23.45„Spuk im Instrumentenladen“. Ein musikalischer Scherz von Carl Struve; 24,00 Heitere Musik;.30—.00 Nachtmusik aus Stuttgart. Dienslag, den 26. Dezember 1933. 6,35 Missa solemnis von Boezi; 7,00 Morgenkonzert; .15 Zeitangabe, Nachrichten;.20 Wetterbericht;.25 Leidesübungen; 8,35 Funkstille; 9,00 Orgelkonzert;.30 Besuch am Krankenbett; 10,00 Orchesterkonzert; 10,45 Funkstille; 11,00—11,55 Richard=Wagner=Konzert; 12.00 Reichssendung: Von München: Zum Gedenken Dietrich Eckarts; 13,00 Mittagskonzert; 14,00 Reichssendung: Von Leipzig: Zum Gedenken Dietrich Eckarts; 15,00 Kinderstunde; 16,00 Nachmittagskonzert aus Köln; 16,45—18,00 Albert Lortzing. Ein heiteres Opernkonzert; 18,00—18.55 Allerlei Humor und zwischendurch Musik. Zusammenstellung: Dr. Martin Rockenbach: 19,00 Reichssendung: Aus Stuttgart:„Dietrich Eckarts Heimat": 19,30, Reichssendung: Aus München: Musik; 19.50—20,25 Reichssendung: Aus München: Menschen um Dietrich Eckart. Ein Hörschnitt; 20,25—21,20 Dietrich Eckart— Gestalt und Werk; 21.20—22,00 Für lustige Leut'— Heitere Musik, gespielt vom Südfunkorchester; 22,00 Zeitangabe, Nachrichten: 22.20 Du mußt wissen... 22,30 Von Köln: Meldungen; 22,45 Schallplatten: 23.00—2,00 Tanzmusik. Leitung Julius Kühn. Die fröhlichen Fünf und allerlei Solisten. Gleichbleibendes Werklags-Programm. 6,00 Morgenruf; 6,05 Morgenkonzert;.30—7,00 Leibesübungen; 1,00 Zeitangabe, Nachrichten: 7,10 Wetterbericht; 7,15 Wiederholung des Morgenrufs; anschl. Frühkonzert; 8,15 Wasserstandsmeldungen:.25 Gymnastik für Frauen;.40—8,50 Für die Frau; 10,00 Frühbericht; anschließend von Köln: Wasserstandsmeldungen: 11,55 Wetterbericht; 12,00 Unterhaltungskonzert; 13,15 Zeitangabe, Nachrichten: 13.25 Nachrichten und Wetterbericht; 13.35 Mittagskonzert; 15,30 Wirtschaftsmeldungen; 18.45 Von Köln: Meldungen; 20,00 Griff ins Heute; 22,00 Zeitangabe. Nachrichten; 22,30 Von Köln: Nachrichten, 00 Sportbericht. Mittwoch, den 27. Dezember 1933. 10,10 Wir und die Welt; 11,10 Musik auf Schallplatten: 11,25 Funkwerbung mit Schallplatten; 14,30 Jugendstunde für Alle; 15.50 Stimme der Bewegung; 16.00 Von Köln: Nachmittagskonzert. 16,00—16,45 Eine musikalische Feierstunde: 16.45—17,15 Aus einem alten Liederbuch: 17,15—18,00 Tanzmusik; 18,00 Deutsch für Deutsche; 18.20 Rasse ist entscheidend! 18,35 Jakob Boehme: Vom übersinnlichen Leben: 19,00 Reichssendung: Stunde der Nation. Aus Stuttgart:„Der Mond ist aufgegangen“. Eine unterhaltsame Abendstunde: 20,10—22,00„Ende gut — Alles gut“. Ausgepfissene Meisterwerke und kluge Zeitgenossen stellen sich vor; 22.20 Stippvisite; 22.45 Schallplatten; 23.00„Umtausch gestattet.“ Ein Orchesterulk: 24,00—1,00 Von Stuttgart: Nachtmusik. Donnerslag.den 28. Dezember 1933. 10,10 Wir und die Welt; 11,10 Musik auf Schallplatten; 11,25 Funkwerbung mit Schallplatten: 15.00 Der Wunschring. Ein Marchen für große Leute von Richard Volkmann=Leander; 15,15 Achtung! Sie hören Hausmusik! 15.50 Stimme der Bewegung: 16,00 Nachmittagskonzert des Sudfunkorchesters: 18,00 Spanischer Sprachunterricht; 18.20 Dozent Ewald Schild: Das Wunder des Winkers: 18.35 Frin Robert Buschmann: Für den Versicherten Er erkennt, die Frau ist schön wie der Tag, sie ist viel reifer als Rosmarie, aber ihr doch unsaßbar ähnlich. Dann ladet Harry die Sängerin zu einem Gläschen Likör ein. Sie ziert sich nicht und ist unbefangen lustig, mit unverkennbarem Wohlgefallen ruhen ihre Augen auf dem stattlichen Mann. Dr. Schramm bemerkt es wohl und denkt: Einen Dusel hat der Scholz! Das sieht ja ans, als wenn— Die, Sängerin beugt sich zu Harrn und sagt halblaut: „Doktor Schramm hat mir erzahlt, daß das Rosmarielied Ihr einziges Opus sei.“ „Es ist so, gnädige Frau. Eine Zufallsschöpfung.“ „Die kommen aus wahrhaftem Erleben!“ „Werde ich die Freude haben, Sie zu hören, gnädige Frau?“ „Uebermorgen gastiere ich das letzte Mal in der Staatsoper." „Werden Sie dann wieder nach Neuyork zurückkehren?“ „Ich weiß noch nicht. Mein Impresario, der alles für mich erledigt, drängt mich dazu, noch eine kurze Tournee auf anderen europätschen Bühnen zu unternehmen.“ „Und haben Sie keine Lust?“ „Doch... oder nein! Ich bin opernmüde. Ich möchte gern einmal im Konzertsaal singen.“ „Verzeihen Sie, gnädige Frau, aber ich wundere mich ein klein wenig, daß mein bescheidenes Lied Ihnen so viel Freude gemacht hat. Wie ist das möglich? Ich bin weder Komponist noch Dichter.“ Das Lied ist trotzdem so schön, wie wenige. Schenken Sie uns bald mehr.“ „Gnädige Frau, ich glaube, es wird mein erstes und letztes Lied sein.“ „Was haben Sie für einen Beruf, Herr Scholz?“ „Ich bin Lehrer und nebenbei... sagen wir Buchhalter in einem großen Industrieunternehmen.“ „In Berlin?“ „Nein. In Düsseldorf, gnädige Frau.“ „Wem haben Sie Ihr Lied zugedacht?“ forschte sie. Scholz sah sie voll an.„Das weiß nur mein Herz, und das ist verschwiegen.“ „Sie wollen es nicht verraten?“ „Welcher rechte Mann täte das, gnädige Frau!“ Die Sängerin lächelte. „Rechte Männer! Die sind selten!“ Sie wechselte das Thema. „Ich habe von Doktor Schramm gehört, daß Sie auch eine Sportsgröße sind.“ „Ich fürchte... gewesen. Mehr als ein halbes Jahr fast bin ich außer Training, ja, ich habe mit meinen dreißig Jahren schon Fett angesetzt,“ sagte Harry lächelnd. „Dreißig Jahre... du lieber Gott, ich wünschte, ich wäre noch einmal dreißig!“ „Sie scherzen, gnädige Frau!“ „O nein... ich bin etliche Jahre älter als Sie, lieber Derr Scholz.“ „Um so bewundernswürdiger ist Ihre Schönheit!“ Die Anerkennung freute sie. In ihren dunkelbraunen Augen leuchtete es auf. Ein seltsames Gefühl überkam sie an der Seite dieses Mannes, der so unbefangen und herzlich zu ihr war. Er verbarg ihr nicht, daß ihre Schönheit Eindruck auf ihn machte, aber seine Huldigung war zart und unaufdringlich. „Wenn ich Sie bitten würde, eine Tasse Tee bei mir einzunehmen, zusammen mit Ihren Freunden?“ fragte sie nach einer Weile. „Das würde ich Ihnen gewiß nicht abschlagen.“ „Dann bitte ich darum, Herr Scholz!“ „Man wird Sie aber hier sehr vermissen, gnädige Frau. Man macht ohnehin schon böse Gesichter, weil Sie mit mir Eindringling— stehe Straßenanzug— so lange plaudern.“ bei der Ortskrankenkasse: 19.00 Reichssendung: Stder Nation. Von Berlin: W. A. Mozart; 20,10 Das nenkrüglein. Gedicht von Hermann Erler für Soli, mischten Chor, Klavier, Orgel und Harse von Georg mann: 20.45„Stimmen der Zeit" oder„Die bunte St des Zeitfunks.; 21,35 Soldatenmusik, gesunden und### sen(); 22,30 Worüber man in Amerika spricht: Meldungen; 23.00 Unterhaltungskonzert. Leitung: Dr. Buschkötter; 24,00—1,00 Debussy=Rawel. Nr. 202— Drittes Jreitag, den 29. Dezember 1933. 10,10 Wir spielen mit der neuen Eisenbahn. Hörber# 10,35 Wir und die Welt; 11,10 Musik auf Schallpla 11,25 Funkwerbung mit Schallplatten; 15,00 Alfons 6 mer: Die Heimarbeiter und Hausgehilfen in der Deut## Arbeitsfront; 15,20 Musik auf Schallplatten; 15.50 S me der Bewegung: 16,00 Nachmittagskonzert; 16. 17,15 Ein Beitrag zur guten Unterhaltung. Die fröhl# Fünf; 17,15—18,00 Hausmusik; 18,00 Englischer Sp# unterricht; 18,20 Warum Familienforschung? 18.35 win P. Gath: Vom germanischen Glauben und Brau# der Zeit der Julinächte: Wodan und die wilde Jagd; Reichssendung: Stunde der Nation. Aus Breslau:„ an der Arbeit"; 20,10 Der schwarze Domino. Kom Oper von D. F. E. Auber; 21,40„Die Neujahrsbre 22.20 Du mußt wissen... 22,40 Was gibt es nächste 22.45 Schallplatten; 23.00 —.— che in Westdeutschland? musik; 24,00—0,45 Vom Schicksal des deutschen GeDr. Karl August Klein: Meine Begegnung mit Stefan orge;.20—1,45(nur für den deutschen Kurzwellen der): Rheinisches Narrenschiff(); 2,00—.20(nur für deutschen Kurzwellensender) Rheinisches Narrenschiff Samstag, den 30. Dezember 1933. 10,10 Kindergarten; 10,30 Arbeitsschlacht im Wei 11,00 Musik auf Schallplatten; 11,25 Funkwerdung Schallplatten; 14,30 Stunde der Jugend; 15,15 Lerni### sen! 15.45 Ein neuer Erzähler. Ueber den neuen Ro## Karl Benno von Mechows„Vorsommer“; 16,00 Nach tagskonzert; 16.45—17,15 Musik auf alten Instrumer 17,15—18,00 Tanzmusik auf Schallplatten; 18,00 Stie der Grenze; 18,20 Wochenschau; 18,35 Hier ist der geigenhans'l; 19,00 Reichssendung: Stunde der Ni Vom Deutschlandsender:„Zwei große Pianisten"— deric Lamond— Walter Gieseking; 20,10„Der böse Lumpazi Vagabundus. Ein fröhlicher Funkbilderbogen Musik; 22,20 Du mußt wissen...; 22,45 Schallple 23,00 Musikalische Erinnerungen an das verflossene 24.00—2,00 Nachtmusik. Lasset die K Weihnachtsskizze vo Als es am 24. Dezember 78 tun n6 Scnisner. iter in seiner Werkstatt de Innchen in ihrem Winkel ne sarrte trostlos in die Flamn vas Vater und Mutter alle: nicht glauben, es tat zu we Es sollte kein Christkinde Karia, die das Jesuknäblein belegt hatte, über der die Enge im hatte früher denn so ein ihnachtsbaum gestanden? norgen gewesen, was so lautl schneiten Hof gehuscht war, al #nster geseh'n? Ein weißes Tannenbäumchen im Arn das Christkind natür! Mutter aber hatte gelacht, bloß dem Mädel die Flausen #ls Vater an nischt glaube, de le „Ach was!“ entgegnete die Sängerin.„Ich habe Pflicht als Künstlerin getan. Eine Idee! zwei Kolleginnen anrufen, daß sie uns Gesel leisten. Unterrichten Sie indessen die Herren.“ Sie sprang leichtfüßig und graziös, wie ein jur Mädchen, von ihrem Sitz, ehe ihr Harry behilflich konnte und suchte die Telephonzelle auf. Harry wandte sich an Falk. „Doktorchen?“ „Was gibt's, Herr Scholz? Vom Minnedienst bunden?“ „Minnedienst? Die Sängerin ist eine vern Frau. Sie hat einen blendenden Gedanken.“ Falk und Dr. Schramm waren über die Einle sehr erfreut; dann aber stöhnte Falk:„Scholz, man mich steinigen, wenn man erfährt, daß ich das sell Vergnügen habe, bei Frau von Vallion zu Gas sein.“ „Mut, Doktor, alter Sportskamerad, wir heimlich aus!“ Eine Stunde später sitzen sie im gemütlichen Grunewaldvilla, d der Künstlerin in der kleinen Grunewaldvilla, du sich für ihren Berliner Aufenthalt gemietet hatte. Ria de Vallion ist fröhlich wie ein Backfisch, glänzender Laune und einer sprühenden LebendiAuch die beiden Kolleginnen von der Staatsoper scharmante Gesellschafterinnen. Falk und Schramm fühlen sich. Frau von Vallion zeichnet Harry sichtlich aus. Sie singt das Rosmarielied und noch versch andere Lieder und Arien, als sie merkt, daß es ihm Freude macht. Auch die beiden Kolleginnen von Staatsoper sind bereit, etwas vorzutragen. Es wird schließlich ein künstlerischer Wettkampf, neidloses Wetteifern, beseelt von dem alle Wunsche, zu erfreuen. Harry ist von dem Kunstgenuß beglückt. Er setzt sich an den Flügel und begleitet die drei lerinnen zu einem Terzett. (Fortsetzung Anne auch nich was anders der Ja... ja...“ meint die 8 BBildchen mit dem Christkind Kleine mit sich herumträgt, m doch oft genug gesagt, daß B eschenke alleine besorgen, und chen hast, das war die weiße blühenden Augen, du Dumme ucht"... „Aber ein Krippchen doch. huntes Papierkrippchen vom G vieder unter den Weihnachtsbau it großen, flehenden Augen. „Rein“, hatte die Mutter besagt,„das alte Ding hab ich u machst Vatern noch ganz u. ner wieder davon anfängst". Da sagte die Sechsjährige en Liedchen, die manche Kinde #en, durfte sie nicht mitsingen. Alles vom Himmel und lie „Na, freust du dich auf he #efragt, der in Vaters Werksta Sie hatte gar nicht geantwo ein sagen, wenn der Vater dab #re, eine Schlafpuppe zu kau war alles so wirr und schwi erhaupt nicht mehr wußte, u venn es wirklich kein Christk ke eigentlich gar nicht wie## die gute Stude verschlossen wbaum und Kuchen roch... Annchen schluchzte ein paarn seiner Arbeit erstaunt zu il ob sie haftig das Schürzchen### „Alte Flennliese,“ lachte der erst nach der Schule, dann on austreiben.“ Er hielt das fertig gerahm kelte es dann in Papier, und ikel ins Licht. „Weißt doch die Kirchbachstr kling wohnt, im dritten Stock „Ja,“ nickte das Kind. „Der bringst du das Bilda kädel... hörste? Wenn du in die gute Stube.... n0 I. was Vater alles gekauft hat Annchen fühlte bei dem Lad armes Freuen. „Vielleicht... Vater hen doch noch mal wieder u stammelte sie mit erhobei sie barsch zurück. Mach, daß du fortkommft, dem Blödsinn in Ruh."... Da lief Annchen wie gejagt Es verging eine Viertelstund das kleine Mädchen kam n Mutter, dann der Vater, schlie und dunkler wurde, und man antel und Mütze fortgelaufen u ängstigen. Sie band sich ein Kirchbachstraße, die nur wenig sah der alten Dame so recht ke festhtelt und womöglich noc Aber bei Frau Doktor Ebe Schon dreiviertel Stunden en an der Tür abgegeben un Ganz verstört suchte die Se e; 19.00 Reichssendung: St. 1: W. A. Mozart; 20,10 Das in Hermann Erler für Soli, Orgel und Harfe von Georg 8 der Zeit" oder„Die bunte St soldatenmusik, gesunden und#### r man in Amerika spricht: rhaltungskonzert. Leitung: Dr. Debussy=Rawel. 29. Dezember 1933. t der neuen Eisenbahn. Hörber t: 11,10 Musik auf Schallplat Schallplatten; 15,00 Alfons S und Hausgehilfen in der Deut sik auf Schallplatten; 15.50 S ,00 Nachmittagskonzert; 16. zuten Unterhaltung. Die fröhl ismusik; 18,00 Englischer Sp# n Familienforschung? 18.35 nanischen Glauben und BrauWodan und die wilde Jagd; 1 der Nation. Aus Breslau:„ Der schwarze Domino. Kom er; 21,40„Die Neujahrsbrei 22,40 Was gibt es nächste 22.45 Schallplatten; 23.00 T Schicksal des deutschen GeReine Begegnung mit Stefan ür den deutschen Kurzwellen schiff(); 2,00—.20(nur für er) Rheinisches Narrenschiff Nr. 202— Drittes Blatt Terzheimer Fetrung Freitag den 22. Dezember 1933 30. Dezember 1933. 10,30 Arbeitsschlacht im Wei atten; 11,25 Funkwerdung de der Jugend: 15,15 Lerne### nschau, 16,59 hier ist der# hssendung: Stunde der Nat Zwei große Pianisten“ Lasset die Kindlein... Weihnachtsskizze von Else Krafft. zähler. Ueber den neuen Ras Als es, am 2½Dezember zu dämmern begann und der s„Vorsommer“; 16.00 Nach“ in seiner werrstatt das Licht anzündete, kauerte Musik auf alten Instrumen####den in ihrem Winkel neben dem eisernen Ofen und uf Schallplatten: 18.00 S. perrte trostlos in die Flammen. Sie glaubte es nicht, nichau: 18.35 Hier ist d s Vater und Mutter alle Tage sagten. Sie konnte es nicht glauben, es tat zu wry... Es sollte kein Christkindchen geben? Keine Mutter laria, die das Jesuknäblein geboren und in eine Krippe 10 Der häfe####gria, die das Jesuknäblein geboren und in eine Krippe frößlicher Funkhilderbogen“;“ datte, uder der die Engel Wache hielten? Aber wawissen..: 22.45 Schaupiasun hatte früher denn so ein Krippchen immer unter dem jungen an das verslontene amasen**—.. und wus war bur heun 16 S0nisner # erflast##Beihnachtsbaum gestanden? Und wes war das heute ungen un dur Arstonen ugmorgen gewesen, was so lautlos und schnell durch den beschneiten Hof gehuscht war, als sie durch das beschlagene ister geseh'n? Ein weißes Kleidchen hatte das an, und in Tannenbäumchen im Arm mit einem Lichtlein daan... das Christkind natürlich... Mutter aber hatte gelacht, und Vater gescholten:„Red' bloß dem Mädel die Flausen aus dem Kopf! Wenn ich #ls Vater an nischt glaube, das uns helfen täte, soll die Anne auch nich was anders denken, weißte doch, Frau... Ja... ja... meint die Frau verstört, und reißt das Bildchen mit dem Christkind und den Engeln, das die Kleine mit sich herumträgt, mitten durch.„Ich habe dir doch oft genug gesagt, daß Vater und Mutter nur alle Geschenke alleine besorgen, und was du heute morgen gechen hast, das war die weiße Katze von Schmidts mit den blühenden Augen, du Dummerle. Ein Christkind gibt's pbl „Aber ein Krippchen doch, Mutter,... mein altes, huntes Papierkrippchen vom Großvater stellst du mir doch vieder unter den Weihnachtsbaum,... ja?“ bat die Kleine it großen, flehenden Augen. „Rein“, hatte die Mutter da ganz ärgerlich und laut besagt,„das alte Ding hab ich längst in den Ofen gesteckt, zu machst Vatern noch ganz und gar böse, wenn du imer wieder davon anfängst... Da sagte die Sechsjährige nichts mehr. Auch die kleien Liedchen, die manche Kinder in der Nachbarschaft sanen, durfte sie nicht mitsingen. Alles vom Himmel und lieben Gott war verboten... „Na, freust du dich auf heute abend?“ hatte jemand efragt, der in Vaters Werkstatt etwas abholen wollte. Sie hatte gar nicht geantwortet. Sie durfte doch nicht ein sagen, wenn der Vater dabei war, der ihr versprochen ###tte, eine Schlafpuppe zu kaufen, wenn sie artig war. war alles so wirr und schwer in ihrem Kopfe, daß sie iberhaupt nicht mehr wußte, was sie noch durfte. Aber venn es wirklich kein Christkindel gab, dann war es ne eigentlich gar nicht wie Weihnachten, trotzdem Mutdie gute Stube verschlossen hatte, und alles nach Tanwbaum und Kuchen roch... Annchen schluchzte ein paarmal so laut, daß der Vater seiner Arbeit erstaunt zu ihr herüberblickte. Und da sob sie haftig das Schürzchen über das Gesicht... „Alte Flennliese,“ lachte der Mann.„Na,... komm erst nach der Schule, dann wird man dir das Gehabe in austreiben. Er hielt das fertig gerahmte Bildchen in die Höhe, celte es dann in Papier, und zog Annchen aus ihrem ikel ins Licht. „Weißt doch die Kirchbachstraße, wo die Frau Doktor beling wohnt, im dritten Stock?“ „Ja,“ nickte das Kind. „Der bringst du das Bildchen... aber beeile dich. del... hörste? Wenn du wiederkommst, darfst du in die gute Stube.... na,... Augen wirste mae Sängerin.„Ich habe an. Eine Idee! i, daß sie uns Gesell dessen die Herren.“ nd graziös, wie ein jun ehe ihr Harry behilflich honzelle auf. k. z? Vom Minnedienst gerin ist eine vernün senden Gedanken.“ waren über die Einla nte Falk:„Scholz, man erfährt, daß ich das sell i von Vallion zu Gat portskamerad, wir l, was Vater alles gekauft hat"... Annchen fühlte bei dem Lachen des Vaters ein jähes rmes Freuen. i sie im gemütlichen ten Grunewaldvilla, die enthalt gemietet hatte. ich wie ein Backfisch, r sprühenden Lebendig en von der Staatsoper 1. sich. Harry sichtlich aus. ied und noch verschie sie merkt, daß es iden Kolleginnen von s vorzutragen. nstlerischer Wettkampf, elt von dem allein nuß beglückt. ind begleitet die drei umes Freuen. „Vielleicht... Vater,.. vielleicht kommt das Chriftdchen doch noch mal wieder und bringt mir ein Kripp.“ stammelte sie mit erhobenem Händchen. Aber er i sie barsch zurück. „Mach, daß du fortkommft,... und laß mich endlich dem Blödsinn in Ruh."... Da lief Annchen wie gejagt aus der Tür. Es verging eine Viertelstunde, ein halbe, eine ganze, das kleine Mädchen kam nicht zurück. Zuerst schalt Mutter, dann der Vater, schließlich, als es immer dunkund dunkler wurde, und man merkte, daß Annchen ohne intel und Mütze fortgelaufen war, begann sich die Frau ängstigen. Sie band sich ein Tuch um und lief nach Kirchbachstraße, die nur wenige Minuten entfernt war. sah der alten Dame so recht ahnlich, daß sie das Kind le festhielt und womöglich noch beschenkte. Ader bei Frau Doktor Ebeling war Annchen nicht k. Schon dreiviertel Stunden war es her, feit sie das in an der Tür abgegeden und sofort wieder gegangen Nachbarschaft, klopfte bei den Bekannten an, es war nirgends eine Spur von dem Kinde. suchte, sie lief E. (Fortsetzung folgtit Ganz verstört suchte die Frau die Straßen er. die schließlich wieder nach Haus, in der Hoffnung, Annchen sei unterdes heimgekommen, aber vergebens. Nun lief der Mann noch einmal mit ihr fort, dieselden Wege. Bitterkalt war es, und ein harter Wind riß an den beiden Menschen, die ihr Kind suchten. In den Fenstern der Häuser brannten die Weihnachtslichte, hier und da ein Singen hinter Türen,... irgendwo Kirchenglocken... Der Mann hielt die Fäuste geballt, und die Frau lief immer neben ihm her, jammernd, daß er heute das Kind noch fortgeschickt. Mit ihnen lief ein drittes,... die Angst ... die Todesangst... Oder was war da noch, was ihnen die Köpfe herniederzwang, daß der Nacken wehtat, ... daß keins den anbern anzublicken wagte? Auf dem Polizeibüro war man auch schon gewesen. Nein... es war von keinem Revier irgend etwas gemeldet. Und verlaufen konnte sich so ein großes Mädchen doch nicht haben, das schon immer die Wege für den Vater zu den Kunden besorgt hatte und sich gut auskannte in den Straßen. Man lief wieder zurück in die dunkle Wohnung, wieder hinaus in die dunkle Nacht, sinnlos, planlos, gepeitscht von den fürchterlichsten Gedanken. Man wußte, was in Berlin geschehen konnte, geschehen war, und noch alle Tage geschah, seit sich viele Leute nicht mehr um Gesetz und Religion kümmerten... Die Frau sprach es zuerst aus, woran beide im dumpfen Grauen vor sich selber gedacht hatten. „Sie kommt nicht wieder,... Mann,... sollst sehn, ... sie kommt nie, nie mehr wieder!“ Er wollte ein häßliches Wort sagen, wie so oft, wenn er keinen Ausweg mehr fand aus dumpfer Seelennot, aber es wurde nur ein Stöhnen. Und ganz unbewußt hielt er plötzlich die Hand der Frau und umklammerte sie mit seinen beiden eiskalten. „Red' bloß nicht,... red' bloß nicht... man hat ja nicht gewußt, was einem die Kleine war! Nur geflucht hat man,... nur geflucht über das elende Leben, über alles überhaupt... und... nu"... „Und beten darf man auch nicht.“... jammerte die Frau, seine Hand von sich fortschüttelnd.„Keinen Gott hat man,... nichts. nichts"... Darauf sagte er nichts. Nur noch rascher lief er, ihr schon ein Stück voraus, wieder der Wohnung zu. Er durfte nichts sagen, wenn nicht wieder alles entzwei brechen wollte, was er sich mühsam Stück für Stück seit vielen Monaten aufgerichtet hatte. Worüber er in den Versammlungen geredet, gegen jedes Gebot, gegen jedes Gesetz,... gegen jede Güte und Liebe, wie die Kirche sie bisher verkündigt,... es sollte nur eins geben, Haß... Freiheit, schwer mit Blut und Wut erkämpfte Freihett... Die Fäuste des Mannes lösten sich,... als er wieder in der Werkstatt war. Sieben Uhr schlug es, und als Annchen fortging, war es noch nicht fünf gewesen. Hier in dem Winkel neben dem Ofen hatte sie gekauert, und ... ja,.. auf das Christkind gewartet... Wenn sie nun wirklich nicht mehr wiederkam,.. was war denn dann noch in seinem Leben? Hatte er nicht als Bub auch an das Christkind geglaubt? Und sich ein Bild davon gemacht,.. beinah wie das Annchen sah es aus, so blond. so fein,... so blaue Augen, und so ein dünnes, scheues Stimmchen... Durch die Dunkelheit tastete sich der Mann nach der Küche, wo die Frau den Kopf auf den Tisch gelegt hatte und in sich hineinschluchzte. „Es hat ja alles keinen Zweck“... sagte er heiser... „man war ja blödsinnig, daß man so viel geredt hat, und gar keine Ursache hatte. Nu erst... nu erst.... hätt man Grund"... Aber sie hörte gar nicht hin, ließ ihn gar nicht Lusreden. Zur Tür war sie gelaufen, hinter der harte, langsame Schritte sich näherten. Draußen stand ein alter Mann, hustete,... räusperte sich, ehe er sprechen konnte... „Großvater,“ schrie die Frau auf. Sie hatte vergessen, daß man sich viele Monate nicht gesehen, daß man in Feindschaft miteinander lebte, seit die Revolution aus Brüdern Feinde gemacht und Parteihaß und Hader ganze Familien auseinandergerissen. Sie wußte nur eins, er brachte Nachricht von dem Kinde... Auch der Mann war zusammengezuckt aus seinem dumpfen Hinstieren und hatte einen Stuhl vorgeschoben, als er sah, daß der alte Mann vom raschen Gehen erschöpft MAT Auf die herausgeschriene Frage der Mutter hatte er genickt. Ja, die Kleine war bei ihm. Aber er hätte sie nicht mitbringen können, weil er sie in sein Bett gesteck: und Maria Tee gekocht hätte, so durchfroren wär das Wurm nach dem langen Weg dis nach dem Vorort hinaus Es ging nur sehr langsam und schwerfällig mit dem Erzählen des Alten. Ader die beiden von einer grenzenlosen Qual erlösten Menschen ließen ihm Zeit, umterbracen ihn mit keinem Laut. Um sechs Uhr hätte er den Laden schließen wollen, weil er seine Weihnachtskarten ausverkauft hatte und die wenigen Bilderbücher schnell vergriffen waren. Das Lichtlein im Schaufenster über der kleinen, papierenen Krippe sei auch herabgebrannt gewesen, und gerade, als er die Rollläden herabließ, sah er, wie etwas Dunkles vor dem Glase kauerte, das erschreckt zusammenfuhr, als das Holz sich polternd senkte. Er sei neugierig auf die Straße getreten, und da habe er das Kind, das Annchen, gefunden, das mit roten, erstarrten Fingern nach dem verdeckten Fenster wies. „Und es gibt doch ein Christkindel, gelt, Großvater? Bei dir im Kripplein habe ich's eben noch geseh'.“... Viel mehr erzählte der alte Mann nicht. „Ich bin man rasch hergekommen zu euch, damit ihr Bescheid wißt um das Annchen, schloß er seinen umständlichen Bericht. Als er noch immer keine Antwort bekam, blickte er in die verstörten Gesichter und nickte.„Ja, ja... habt euch wohl mächtig gebangt ums Kind?“ „Wir hatten ihm den alten Weihnachtsglauben ausgeredet, Großvater,“ schluchzte die Schwiegertochter.„Und nu läuft's zu dir den weiten Weg"... „Ist nie zu weit, wenn sich eins holt, was er zu seinem Glücke braucht, meinte der Alte, indem er aufstand und dem Sohn die Hand entgegenstreckte, der noch kein Wort für ihn gefunden. „Ich will euch Großen nichts einreden, seid alt genug, um euer Leben selber so einzurichten, wie ihr's braucht! Aber die Kindlein lasset aus dem Spiel, wenn euch selber nichts mehr heilig ist! Macht ihnen das bißchen Seligsein im Glauben nicht kaput, solange ihr ihnen nichts Besseres dafür geben könnt! Weißte noch, wie du früher seiber Kripplein gebaut hast als Junge? Ja,... weißte noch? Und Mutter vom Christkindel erzählte?“ Der Mann nickte, aber seine Hand kam auch nicht um einen Zoll breit der anderen entgegen. Er litt es nur, daß sie sich ihm auf die Schulter legte. „'s ist Weihnachten, Willi,... da dürfen die Kleinen nicht denken wie die Großen, sondern umgekehrt! Nicht nur allein ums Kripplein, Willi! Sondern weil es überhaupt noch für uns Menschen Freude gibt,... solche Freude zum Beispiel, wie eure eben, weil euer Annchen nicht verloren ist, sondern bei Großvater in seinem warmen Bett auf euch,. und aufs Christkindel wartet"... ... und nun hatte der Mann doch zugegriffen. Mit beiden Händen zugleich. Der Alte hatte Mühe, bei dem Ruck fest auf den Füßen steh'n zu bleiben. „Kein Wort sag ich mehr gegen die Kirche und alles. was unsere neue Regierung über uns verfügt... kein Wort, Vater! Man kennt ja erst all sein Gutes, wenn man denkt, es wäre verloren gegangen! Und un komm, Frau du darfst auch wieder machen wie du's willst zum Fest, alles um's Annchen, alles um's Kind, das uns... uns der liebe Gott wiedergegeben,... tja... Abgehackt sprach er,... selbst kaum wissend, was in den wenigen Stunden dieses Weihnachtsabends durch seine Seele gegangen. Aber das war sehr seltsam und sehr. sehr wunderbar... S PS — 2 35#1 * TaTossek; „#bss-an #à" 28 T „Sgig # S ST3 S 388 □ S9 S 1 * Sspan TTEAETEE 3SPSESS 38 SSSTEE # Toal#n a B SS9. SEE SS SSian 9#* „ 28 33 S #E S * 8 2 F S# Pist. S g5 Pg 3355.„ VaSsg SSSpaS Se#Ts2 SFATöE ** 8 15 S—15SE SSTTST 3 95 Sa 5 a*"* S 1802 S.S02 * 23g • R3S850 a SRg’aS S 5423 852 9 S 5 9 2 a—5 * 7•• 3 8 ** 8 ** ** Rr Abese— 38 33— W S 322 3338 88 Dr S3P 18 2#“. 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B3R3 SS#öSSä S- g 92#91 * 53•1g SS%## Gggrg As„nSg SS.gg # SASRRSSGES B• SASSPSIGES SE S SFTABS.SSES #BJ-LAsnEE und den Aussüchrungen Higgins“ lauschte. „Es fällt mir da auf“, sprach der Geheimagent, nachdem er seine Blicke im Raum hatte umherschweisen lassen,„daß die Reinigungsstürzen des Kachelosens frisch mit Lehm verschmiert sind, obwohl doch jetzt im Sommer die Ofen nicht benutzt werden?“ Reginald Lee nickte eifrig mit dem Kopfe. „Richtig. Higgins, das füllt mir soeben auch auf.“ Der Geheimagent überhörte geflissentlich diesen Einwurf und begann, eine der Kachelscheiben zu lösen, was ihm ohne große Mühe gelang. Mit einer Taschenlampe leuchtete er in das dunkle Innere des Kaminganges und stieß dann einen Ruf der Überraschung aus Der Damiuf iens imdes##:— SSgagi 65 #. 18357ES Fr STSSE S 953 * SSgESE ST S S * 2 9 35 S S% SPäg-E? gasBTSs 255-5 ##8 Sois# S#. SBSESSO!SG SBPMESSG. 2U SBTSRTS EE 955.SE TSRg Pas 18 S 3955. 3%5 9 S559 3 588. #“s EFSTE ###os SESS• S 2.s 3 8 5 388 SEE B S 5S s SSp S#p S83SSSS 2 S SMB055 S 2352* T SSDs S 5* Pesssss** 9 355SE 98 8 S2555— S38553 S 3 S 8. 9 S 8Ei =IST * 89.4 *5 5 SSsx S 2. 835 93 8 :** * 3 Magische Figur Die Buchstaben: A. A. A. 2. D, D. E. E. E. E, E. E. (4, 9. J. J. J, J. M. M. N. B. S. S. S. T, T, T, U. U, J. J. sind in die Felder der Figur so einzusetzen, daß sowohl die waagrechten als auch die senkrechten Reiben gleiche Wörter folgender Bedeutung ergeben: 45) chommitn-9## — K SS3 3122 * .8 3 S S 5 8838 S 5# 5 2. 9gss S 59— * SSST 524 S SS98 T 12ES 2 S * 0 Der Zeilrur!.. Unterhaltungsbeilage zur und ältestes Heimatblatt Bergheimer des Kreises Zeitung Beraheim-Erft. mgge ur Kur, W ähot! — S *0 S 833 TTSBSSSBESBRASAE 8-#s“ Sggrs,#g BAE To#2SSeö#r 35 GaTERRS S8 ars 9BAEASBSSAE SASRAS, SAR ARTARAAR ##.#E S9-ROS S 5 3 Sgg SSSSS 3a5 6. # S S. „Es fällt mir da auf“, sprach der Geheimagent, nachdem er seine Blicke im Raum hatte umherschweifen lassen,„daß die Reinigungsstürzen des Kachelosens frisch mit Lehm verschmiert sind, obwohl doch jetzt im Sommer die Ofen nicht benutzt werden?“ Reginald Lee nickte eifrig mit dem Kopfe. „Richtig. Higgins, das füllt mir soeben auch auf.“ Der Geheimagent überhörte geflissentlich diesen Einwurf und begann, eine der Kachelscheiben zu lösen, was ihm ohne große Mühe gelang. Mit einer Taschenlampe leuchtete er in das dunkle Innere des Kaminganges und stieß dann einen Ruf der Überroschung aus. Der Konsul trat interessiert jäher Higgins griff in den Ofen und zog ein Paket nach dem inderen heraus, die dort verborgen waren. Dann löste er nuch die übrigen Kachelscheiben, und schließlich lagen auf dem Fußboden mehr als zwanzig mäßig großer, länglicher Bakete. „Ich schaße das Wewicht auf zwei Zentner“, erklärte Higgins. „Und was steckt in den Paketen?“ fragte der Konsul. „Das werden wir gleich sohen.“ Higgins öffnete eines der Pakete. Ein Pappkarton wurde sichtbar, in dem eine große Anzahl kleiner Tüten aufbewahrt war. Der Agent öffnete eine davon. Sie enthielt ein weißes Pulver. Higgins befeuchtete seinen Zeigefinger, lupfte ihn in das weiße Mehl und ließ sich einige Stäudchen auf die hervorgestreckte Zunge follen. „Unzweifelhaft Kokain!“ konstatierte er.„Sir, wollen Sie ebenfalls eine Probe machen?“ Der Konful folgte der Aufforderung und mußte dem Agenten recht geben. „Das wäre also das erste Gift, das wir gefunden haben", bemerkte Higgins.„Nun weiß die Anzeige aber auch von Opium zu berichten.“ Der Agent schritt zum Bücherschrank, öffnete ihn, zog einige der starken Bände heraus, schob seinen Arm in die Lücke, tastete an der Rückwand des Schrankes umher und zog schließlich— eine bronzen glänzende Opiumpseise hervor. Higgins betrachtete das Instrument, roch daran und reichte sie dem Konsul. „Sie können sich überzeugen. Sir, daß diese Pfeise schon stark benutzt wurde.“ Sir Edward Seymour mußte dies ebenfalls bestätigen, nachdem auch er an der Opiumpseise gerochen und den typischen, an ihr haftenden süßlichen Giftgeruch wahrgenommen hatte. Higgins räumte nun kurzerhand den Bücherschrank aus und brachte dann eine große Anzahl von Glasphiolen herbei. die sämtlich mit dem flüssigen Opiumsaft gefüllt waren, mit dem man einen krüllschnittartigen Pfeifentabak zu tränken pflegte, der nach dem Trocknen als Opiumtabak aus der zu diesem Zweck eigens geschaffenen Opiumpfeise geraucht wurde. Mit einem hörbaren Seufzer ließ sich der Konsul in einen Sessel fallen. Higgins— ich bewundere Ihren Spürsinn!“ Reginald Lee räusperte sich „Auch ich kann nicht umhin, das große Können unseres fähigsten Geheimagenten zu bewundern. Nur eines verstehe ich nicht——“ Der Konsul schaute fragend zu dem Sekretär hinüber. „Was— meinen Sie? Was verstehen Sie nicht?“ „Daß ich in meinem Hause für die Sächelchen kein besseres Versteck finden konnte!" Reginald Lee schüttelte unter einem Lächeln den Kopf. „Ich verstehe nicht, Mister Lee, wie Sie noch scherzen können! Müssen Sie nicht selbst sagen, daß diese Funde angesichts der Stellung, die Sie bekleiden, angesichts des guten Rufes, dessen Sie sich erfreuen, geradezu unfaßbar erscheinen müssen?“ Fortsetzung folgt. Figur „Die Buchstaben: u, A, A. 2. D, D. E. E. E. E, E. E, Di. Uu, 3, 3. sind in die Felder der Figur so einzusetzen, daß sowohl die waagrechten als auch die senkrechten Reiben gleiche Wörter folgender Bedeutung ergeben: 1(5) chemisches Element(3) langsames sikstück, 5(1) Gewinnbeteiligung, 7(2) Selbstsucht, Goit bes Zekoaster, 9(6) Bärwvort. Die Klammern gelten für die senkrechten Reiben uin in ven (Auflösung in nächster Nummer.) Magisches Quadrat Rätsel. Die Buchstaben a a a addee I mnnoop t u U u d 3 sind so in nebenstehendes Quadrat einzuordnen, daß waagrecht und senkrecht dieselben Wörter entstehen.(=-uc.) Bedentung der Wörter: 1. Name türkischer Sultanc, 2. zweitgrößte der Samoa Inseln, 3. Reiseweg, 4. Hausanbau. 5. Fluß in Lettland. Auflösung in nächster Nummer.) Aufissung des Buchstabenratt###n Auflesung des Raisels„Mauerseye...“ aus voriger Nummer: 1. Pirol, 2. Goldhähnchen, 3. weiße Bachstelze, 4. Braunelle, „5. Rohrdrossel, 6. Rohrdommel, 7. JZaunkönig, 8. Wiesenpieper, 9. großer Würger, 10. Saatträhe, 11. Girlitz, 12. Gartenrotschwanz. Auflösung des Magischen Diamanten aus veriger Kum .3n 9 # 3 3 9 =SaT#95 ### 35 S SSIRLEN eSE S.— * 2 8* 6 GSa— S8320 8 #as * 2 8— S 35 S.8 F 08 B a PSTIEEE Sasusan 5 8 2. * * 2 * 6. F 337 T 2t S 8r =gg BEg7 #Saß (30 3 8 5 a 72 772 6 38 S 2 E FR 878 S S..5. 8 # F. 5 * 2 * S* 3 2 ** 3 2 * S * 2 *" * ** * 5 *— S 3 * 8 9 2 2„— * 2 20 # S#.— n 822 R 8 P9— 5 65. S 3 3 O Der Zeilrarkch Unterhaltungsbeilage zur Bergheimer Zeitung Erstes und ältestes Heimatblatt des Kreises Bergheim=Erft. 2 K Rumg, um Sist. Roman von Hanns W. Kappler. 2. Fortsetzung. Der Marineoffizier suchte vergebens nach der Tür aus Kistenbrettern. Sie war nirgends zu finden. Systematisch wurde das Gelände abgesucht, aber weder die tote Engländerin, noch der alte pockennarbige Chinese wurden gefunden. Nirgends gab es einen mit Teppichen behangenen Raum, nirgends geheime Gänge oder die bekannten Rischen einer Opiumkneipe. Harmlos schauten die in der Gasse wohnenden Chinesen dem Treiben der weißen Beamten zu. Rodger Dunding stand zähneknirschend neben dem gebeugten Reiseexporteur Brughle. „Alles erfolglos“, murmelte er.„Ich habe es mir gedacht. Und Ihre Tochter sehen Sie auch niemals wieder, Mister Brughle. Wir können getrost wieder abziehen. Man orbeitet gut und schnell hierzulande!“ VI. „Schade, daß ich nicht ein Mann bin!“ So sprach Ellen Key, als sie in ihrem Zimmer vor dem Spiegel stand, und den blonden, in modernem Herrenschnitt gehaltenen Haarschopf zurückstrich. Die Sekretärin betrachtete ihre Gestalt mit den großen, blauen Augen recht kritisch von oben bis unten. Entschlosfen zog sie die seidene Bluse straffer und schlüpfte dann in die graue Jacke ihres Straßenkostüms. „Ein hundertprozentiges Weib“, fuhr sie in ihrem Selbstgespräch dabei fort.„Trotzdem werde ich es schaffen. Die erste Spur ist ja nun gefunden. Mag man drüben im Konsulat glauben, daß ich unter hohem Fieber das Bett hüte. Vielleicht wird man in Kürze gar auf meine weiteren Dienste verzichten müssen. Es gibt einen anderen Weg für mich, und der endet gewiß nicht in dieser wenig sauberen Hafenstadt Marseille—. Ellen Key verließ ihre Wohnung und strebte dem Hafen zu. Bald schlenderte sie langsam die Uferstraße entlang und traf schließlich an einer übersichtlichen und einsamen Stelle einen der Hafenbeamten, der sinnend am Pier saß und in das schmutzige Wasser des Hafens starrte. Ellen Key grüßte höflich. Der Beamte erkannte sie und wollte sich erheben, als die Sekretärin eine abwehrende Handbewegung machte und sich kurzerhand neben ihm niederließ. „Ich hätte gern einiges von Ihnen erfahren, Monsieur Toujois. „Bitte, fragen Sie nur, Mademoiselle!“ „Sie erinnern sich des gestrigen Zwischenfalles im Hafen?“ „Der den Dampfer„Dublin“ betraf? Gewiß, ich war mitbeteiligt an der Verfolaung.“ „Es wurde— soweit ich mich erinnern kann— behauptet, daß die Hafenpolizei von einem Beamten unserer Konsulates davon verständigt wurde, daß einer Weiterfahrt des Dampfers keine Bedenken entgegenständen?“ „Qui, so ist es.“ „Wissen Sie, wer dieser Beamte war?": „Ihr Agent Higgins.“ „Wann weilte er im Hafen?“ „Das muß gegen vier Uhr nachmittags gewesen sein. Der Dampfer stach eine halbe Stunde später in See, uns eine Stunde darauf kamen ja die Herren vom Konsulat an, um das Schiff zurückzuhalten, was natürlich nun nicht mehr möglich war.“ „Haben Sie zufällig gesehen, ob Higgins sich bis zum Abend im Hasen aufgehalten hat?“ „Non. Er ist sofort, nachdem er mit uns über den irischen Dampfer gesprochen, in die Stadt zurückgefahren.“ Ellen Key besah sich sehr angelegentlich ihre gepflegten Fingernäg.l. Eine längere Pause entstand. Es saß sich schön hier in der Sonne. Man konnte vortrefflich vor sich hin träumen. Aber die Sekretärin grübelte fleberhaft. Um vier war Higgins im Hafen gewesen. Um vier hatte Reginald Lee das Konsulat noch nicht betreten. Eine halbe Stunde später hätte Higgins in der Stadt sein können. Zu dieser Zeit betrat Reginald Lee in Begleitung des Koreaners das Konsulat. Ein viertel vor fünf Uhr verschwand dieser Koreaner. Um sieben Uhr kam die Depesche aus Genf an, die Higgins gelesen hatte. Eine halbe Stunde später waren der Konsul und Lee von ihrer Verfolgungsfahrt zurückgekehrt. Ellen Key schaute auf und wandte sich von neuem an den Beamten: „Sagen Sie mir einmal offen und ehrlich, Monsieur Toujois, was man in Ihren Kreisen von unserem Agenten Higgins hält?“ „Oh, man schätzt ihn für einen äußerst tüchtigen Menschen——“ „Und—?“ drängte Ellen Key. „Wie— was meinen Sie?“ fragte der Beamte unsicher zurück. „Sie wollten doch noch etwas hinzufügen?“ Monsieur Toujois verbarg nur schlecht eine kleine Verlegenheit. „Ach— das ist nur meine eigene Meinung.“ „Und die ist?“ „Nun— wenn Sie es durchaus wissen wollen: mir ist Higgins nicht sympathisch. Er besitzt auch keine Freunde in * nichl— glollig.— Ihr Frumd sein soller“ Monsieur Toujois mußte dabei selbst lachen, und Ellen Key stimmte mit ein. „Lieber sehe ich einen Aasgeier in meiner Nähe“, bemerkte sie,„als die Galgenphysiognomie des Agenten Higgins. Weiß man übrigens etwas über sein Privatleben?“ Der Beamte kratzte sich zögernd im Nacken. „Sie können mir alles sagen, was Sie wissen“, drängte Ellen Key.„Es interessiert mich lediglich aus dem Grunde. well ich mit dem Manne doch täglich zusammen im Büro arbeiten muß. Von mir erfährt außerdem niemand etwas von dem, was wir zwei hier plaudern.“ „Higgins, das weiß man überall im Hasen zu erzählen. verkehrt in einem am Ende der Stadt gelegenen, halbverfallenen und einsamen Hause, das von einer Mulattin bewohnt wird, die als notorische Absinthtrinkerin bekannt ist.“ „Können Sie mir das Haus näher beschreiben?“ Der Beamte zog ein Blatt Papier und einen Bleifeift hervor und begann die Lage des Hauses aufzuzeichnen. „Ich danke Ihnen, Monsieur Tousois.“ „Bitte, gern geschehen. Einmal muß man sich schließlich doch auf Ihrem Konsulat über Higgins' Privatleben informieren.“ Ellen Key stutzte. „Hegen Sie in bezug auf unseren Agenten in irgendeiner Hinsicht einen begründeten Verdacht?“ Der Beamte lächelte, schod die Schultern hoch und zupfte dann an den schlanken Spitzen seines schwarzen Schnurrbürichene „Ich meine nur— wenn Sie sich für Higgins zu interessieren beginnen, so— genügt das.“ Aus dieser Antwort war nicht viel und doch mancherlei zu entnehmen. Die Franzosen trauten also dem Geheimagenten nicht über den Weg, scheuten sich aber, auf dem Konsulat eine entsprechende Bemerkung zu machen, anscheinend wußte man gut, daß stichhaltige Beweise gegen den vorsichtigen Higgins nicht erbracht werden konnten, wenn sie verlangt wurden. „Sie können aber über das schweigen, was wir besprochen haben“, sagte Ellen Key. „Es bedeutet mir ein Vergnügen, mit einer jungen und schönen Dame ein kleines Geheimnis teilen zu dürfen“, entgegnete der Franzose galant. Die Sekretärin verabschiedete sich von ihm und schritt nach der Stadt zurück. Unterwegs begegnete sie einem ihr bekannten Kommissar. „Sie haben's eilig, wie ich sehe!“ rief Ellen Key ihm zu. „Etwas Besonderes zu bearbeiten?“ „Richts von Bedeutung. Man hat einen Mann aus dem Wasser des dosene geficht. „Hören Sie“, sprach die Sekretärin lebhaft.„Die Sache interessiert mich. Was haben Sie vor?“ „Ich gehe nach der Schauhalle, in die man den Toten gobracht boi. „Darf ich Sie begleiten!?“ „Ader— ich bitte!“ wollte der Lommissar höflich und lächelnd abwehren.„Das ist doch nichts für eine junge Dame!“ „Vielleicht kann ich Ihnen für die Aufklärung einen Fingerzeig geden?“ „Ich glaube nicht, Mademoiselle Key. Es handelt sich nur um einen Fardigen.“ „Ich komme mit Ihnen“, entschied die Sekretärin. Nach einer halben Stunde standen sie in der düsteren, kalten Halle. Grelles Licht flammte auf und überflutete einen einfachen, hölzernen Tisch, auf dem der Tote entkleidet lag „Ein Japaner“, murmelte der Kommissar und trat näher. „Sie irren“, entgegnete Ellen Key mit heller Stimme. „Für einen Japaner ist der Mann zu groß, zu breit in den Schultern. und seine Beine sind zu lang. Es handelt sich zwestellos un einen Korraner! „Einen Koreaner?“ rief der Kommissar erstaunt aus. „Kennen Sie sich so gut in den astatischen Rassen aus?“ Die wonte“ oef Gi.- Se löcheicb wurts Eicher an Salbümürder Lonssaltere er. Die Sekretärin hatte minutenlang wortlos neben dem Tisch gestanden. Jetzt straffte sich ihre Gestalt. „Rein, der Mann ist ermordet worden.“ Von neuem hob der Kommissar überrascht den Kopf. Erstaunt musterte er das junge Mädchen. „Es handelt sich“, fuhr die Sekretärin fort,„wie ich bereits erwähnte, um einen Koreaner. Der Mann wurde in London vom Kapitän des irischen Dampfers„Dublin“ angeheuert und sprang im Hafen von Marseille vom Schiff. um an Land zu gehen, obwohl das den Mannschaften vom Kapitän des Dampfers untersagt worden war." „Erstaunlich! Wie können Sie das alles wissen?“ „Begnügen Sie sich bitte mit dem, was ich Ihnen sage“. erklärte Ellen Key.„Ich darf Ihnen nicht mehr verraten.“ „Die Sache hängt mit— dem politischen Ressort IhreKonsulates in Verbindung?“ „Vielleicht—? Ich— kann es nicht sagen. Wenigstens heute noch nicht.“ „Können Sie mir den Namen des Toten nennen?“ „Nein, ich kenne den Namen des Mannes selbst nicht. Sie werden ihn erfahren, wenn Sie sich an die Verwaltung des nächsten Hafens, den der Dampfer„Dublin voraussichtlich anlausen wird, wenden.“ „Und warum behaupten Sie, daß der Koreaner ermordet wurde?“ „Ich vermute es. Bitte, untersuchen Sie den Toten doch etwas eingehender. Vielleicht untersuchen Sie einmal den Rücken, dem Sie bisher keine Beachtung schenkten?“ Der Kommissar folgte ihrer Anregung. Dicht unter dem linken Schulterblatt fand sich eine dunkelgefärdte Stelle. Der Kommissar zog ein Besteck hervor und zog die Ränder einer Wunde auseinander. „Sie haben recht. Mit einem Stilett wurde der Mann getötet. Warten Sie— ich— fühle etwas——“ Der Kommissar war ganz bei der Sache Mit einer Pinzette fuhr er vorsichtig in die Wunde und brachte dann einen glänzenden Metallsplitter hervor „Die Spitze der Mordwafse ist abgedrochen. Es muß sich um ein ganz scharfes, sehr spißes und dünnes Stilett gehandelt haben, das wahrscheinlich an eine der Rippen geraten und durch den harten Widerstand abgebrochen ist" „Können Sie den Splitter reinigen und mir— wenigstens für einige Zeit— leihweise überlassen?“ dat Ellen Key. Der Kommissar zögerte. „Wenn Sie— einen Verdacht über die Person der Mörders begen?“ fragte er zurück. „Ja. Ich hoffe, Ihnen, wenn auch nicht im Laufe des heutigen Tages, so doch morgen einige Aufklärung geben zu können: „Dann will ich Ihren Wunsch gern erfüllen.“ „Betrachten Sie übrigens die blaugrüne Färdung der Wunde!“ rief Ellen Key erregt aus.„Sie werden vorsichtig mit dem Splitter umgehen müssen, er scheint vergiftet zu sein. Ich glaube, daß man das Stilett in Atropin getaucht hat!“ Der Kommissar legte den Metallsplitter behutsam zur Seite. Ein bewundernder Blick traf die Sekretärin. „Ich möchte Ihnen nicht als Verbrecher begegnen, Mademoiselle!“ sagte er. Ellen Key aber achtete nicht auf seine Worte, sondern betrachtete den Leib des Koreaners mit prüfendem Blick. „Sehen Sie an den Handgelenken und an den Hüften nicht einige seltsame Streifen? Fleischeindrücke?“ „Ja“, bestätigte der Kommissar.„Es sieht aus. als hab: man den Mann gefesselt.“ „Rein, einem Toten braucht man keine Fesseln mehr anzulegen. Ich vermute, daß man am Körper des Koreaner: schwere Steine vermittels einiger Schnüre beseftigt hatte, um den Toten so versenken zu können, daß man ihn erst nach langerer Zeit würde entdecken können. Durch irgendeinen Umstand mögen sich diese Belastungen gelöst haden. und der Leid wurde an die Oderflache des Meeres getrieden“ e e äc Stiletts, entnahm seiner Tasche ein Zigarettenschachtel, entleerte diese und legte den Splitter hinein. Dann übergab er die Schachte! Ellen Key. „Ich wünsche Ihnen viel Glück für Ihre Nachforschungen“, sagte er.„Auf unserem Amt wird man für den Unbekannten kein sonderliches Interesse hegen. Man zieht ja oft einen Fardigen aus dem Wasser des Hasens.“ Ellen Key verabschiedete sich von dem Kommissar und verließ die Schauhalle. Zunächst wandte sie sich nach dem Konsulat. Es gelang ihr, ungesehen in die Loge des Portiers zu gelangen. Der rundliche Portier schob sie in eine Ecke. „Was machst du nur für Geschichten, Mädel!" begann er „Still, Pa'! Ich din stark beschäftigt.“ „Im Büro hält man dich für erkrankt, sieht dich stöhnend im Bett liegen, und du— läufst frisch und munter in der Stadt umher! Was soll das heißen?" „Ich erzähle dir später alles. Jetzt möchte ich dich etwas fragen: du warst doch gestern ohne Unterbrechung hier in deiner Loge?“ „Ja“ „Erinneist du dich der Zeit. es muß gegen einhalb fünf Uhr nachmittags gewesen sein, in der Reginald Lee mit einem Farbigen das Konsulat betrat?“ „Ja, darauf kann ich mich ganz genau besinnen: denn der Matrose fiel mir sofort durch seine eigenartige Gestalt auf.“ „Gut. Ist dieser Fremde die Treppe wieder herabgekommen und an deiner Loge vorbeigegangen?“ „Der Fardige? Nein. Ich habe ihn überhaupt nicht mehr gesehen" „Wann kam Higgins?“ „Fünf Minuten später, nachdem Lee und der Matrose in das Vorzimmer gegangen waren.“ „Was tat Higgine?“ Er öffnete die Tür zum Vorzimmer, schaute hinein. grüßte kurz schloß wieder die Tür und kam dann an meiner Loge vorbei“ „Wohin ist er gegangen? Hast du das gesehen?“ „Ja. er schritt in den Garten.“ „Nach welcher Seite?“ „Rechts am Hause entlang.“ „Sahst du ihn später wieder?“ „Flüchtig. Wie es mir schlen, schleppie er gemeinsam mit einem Straßenjungen einen Sack aus dem Garten. Am Tor stand ein Lieserwagen. Die Sache kam mir eigenartig vor. aber ich hatte gerade keine Zeit, da ein Herr am Schalter stand und eine Auskunst von mir verlangte, zudem läutete auch noch der Fernsprecher zu gleicher Zeit.“ „Hast du Higgins später getroffen und gefragt, was er aus dem Garten getragen hat?". „Er trat an die Loge heran, gab mir eine gute Havanna und berichtete so nebenher, daß der Sohn des Gartners wieder einmal nicht zur Stelle gewesen sei. und daß er. Higgins. mitgeholfen habe, den Sack voll zusammengesegten Laudes nach dem Auto zu tragen Zufällig sei ein Straßenjunge vorbeigekommen und habe mit anpacken können, da ja der Gärtner, ein Kriegsinvalide, eine solche Last zu schleppen nicht fahig sei" „Kam dir diese Sache nicht merkwürdig vor?“ „Gewiß, ich dachte auch schon. Higains habe wohl ein weniges über den Durst getrunken, aber unsereins darf sich doch nicht mit zu viel Fragen lästig machen. Du weißt doch. Ellen, was der Herr Geheimagent tut, danach darf man nicht fragen!" „Hast du gelesen, was auf dem Lieferwagen stand? Eine Firma?“ „Es war ein einfacher, graugestrichener Wagen ohne sede Firmendezeichnung „Kanntest du zusällig jenen Straßenjungen?“ „Rein, ich habe ihn noch nie geseben.“ „Nein.“ „Wirklich nichts?“ Der greise Portier sann nach. „Halt mal——. Doch, da war noch etwas. Higgins hielt seine rechte Hand ständig in der Hosentasche, was er doch sonst nie tut. Als er sich verabschiedete, reichte er mir die linke Hand. Jetzt kann ich mich genau darauf besinnen.“ „Hielt er die Hand schon in der Hosentasche, als er zuerst die Treppe hinaufging? Nach dem Vorzimmer?“ „Rein, zu dieser Zeit hatte er noch grüßend die rechte Hand an den Hutrand gelegt, als er an der Loge vorüber. ging „Also dann sahst du ihn erst, nachdem er den Sock nach dem Wagen hatte tragen heisen, mit der rechten Hand in der Hosentasche?“ „Ja, ganz so ist es gewesen.“ „Gut, nun weiß ich Bescheid über die Sache“, bemerkte Ellen Ken mehr zu sich selbst als zu ihrem Vater gewendet. Der Portier legte seine Hand mahnend auf die Schulter des Mädchens „Kind— sieh dich vor! Lause diesem Higgins je wenig als möglich über den Weg. Du weißt, er verfügt über große Vollmachten. Alles. was er tut, und wenn es die gemeinste Tat wäre. kann er mit seinem Berufe entschuldigen. Steio, wenn er hals, einen Menschen zu beseitigen, dann war sein Wort: das Wohl des Heimatlandes erforderte ev. Gesohrliche Spione müssen vernichtet werden.— Du kennst ion also— nun hüte dich. Ellen!“ Ein helles Lachen kam aus ihrem Munde. „Sei unbesorgt. Pa'! Du brauchst dir keine Gedanken zu machen über meine Fragerei. Es handelt sich um eine ganz harmlose Angelegenheit, die ich zu vearbeiten habe. Morgen schon kann ich dir alles erzählen.“ Ellen Key erhob sich „Wohin willst du jetzt gehen?“ fragte ihr Vater. „Ich muß einen kleinen Spaziergang außerhalb der Stadt unternehmen. Nur zur Erholung!“ Die Sekretärin schritt rasch davon, bog dald in eine Seitenstraße ein und benußte dann die elektrische Straßenbahn, um an die Peripherie der Stadt zu gelangen. Das Haus der Mulattin war ihr nächstes Ziel VII. „Ich freue mich, Sie in meinem Hause begrußen zu dürsen!“ sprach Reginald Bee, als er sein Wohnzimmer betrat Konsul Sir Edward Seymour und der Geheimagent Joe Higgins prallten entsetzt zurück. Ader der Sekretär machte es ihnen leicht, sich über die große Verlegenheit hinwegzusetzen. Liedenswürdig lächeind deutete er auf einige der ledernen Kludsessel. „Bitte— wollen Sie nicht Platz nehmen, meine Herren?“ Reginald Lee legte schon Zigarren und Zigaretten zurecht. Sir Seymour fühlte, daß er eine Erklarung über das mitternachtliche Eindringen in die Wohnung seines Sekretäre abgeben mußte. „Wir mussen Sie— um Verzeihung bitten, mein lieder Mister Lee“ begann er.„Aber die Pflicht gedot uns, einer Anzeige nachzugehen, in der dehauptet wurde, daß in Ihren Wohnräumen Schmuggelgut versteckt werde.“ „Ich verstehe, Sir. Bitte, walten Sie Ihres Amtes. Samtliche Zimmer stehen Ihnen für eine Durchsuchung zur Verfügung" „Wir sind Ihnen sehr zu Dank verpfüchtet, Mister Ver“. fuhr der Konsul fort,„daß Sie uns die— ich muß gestehen— für uns etwas peinliche Angelegenheit so leicht als möglich machen wollen Also— Mister Higgins— suchen Sie weiter.“ Reginald Lee hatte sich in der Nähe des Fensters au einem Stuhl niedergelassen und versolgte voll Interesse die id mit Klogen #s. 8 S S K a SPBrIESS —.#?“-SES s S•SSSS san SSag ** * 23 8 9 S 3 8 Sshee S 8SSE.3 BSfE S- 3523. * S. 5— ** Eng6nn T85PTE 3 S5gT SSgsss g S 2 53 23 S 397, g8 2.#„*„* Fs u SpES FR 5•5—..• B•—* " GFE au 2 BST* #s# S SThrSgag wiAMR ### e! ** 9 2 * TT 9 2. S 2" S S.8 —TSSRn S TS S 3 5g .• bSEitl R SSTSDRSSS SSüggPs S 5S S 9gn S 9 S S 263 3 S 393 8 88 S S E. 00 ebasttan 1oL 28 2: =S833 S 3 7 3 3 ##n S 2. 5 827 S•8 9#2 Ter Und Gott setzte Lichter an die te des Himmels, daß sie schie#auf die Erde, und Tag und ocht regierten, und schieden und Finsternis.“ Es gab eiZeit, da war es dunkel auf der Es war die große Dunkeldes Nichtschauens. Nichternens, Nichtverstehens. Kann moderne Mensch ermessen, wie er die Wucht der Finsternis der Erdscholle tastete? Ja, ##de er kann es erfassen! Je ber die Kulturstufe des Menn. um so größer die Entferag zwischen Licht und Dunkelst, um so deutlicher der Unterzwischen Helligkeit und atten Licht ist zum Symbol der Freuelheit sicht nur ven Welten, ern auch ein Steg von Mensch Renich In unsichtigen Nachtwalde irrwir umher Die Richtung hatwir verloren, der Weg zu den „###nchen lag mit Finsternis ####rgelt. Der auszitternde sein einer Hütte ließ uns beln in heller Freude. enlang grübelten wir über erheiten. Zweisel umbüllSg S 88T Pa-3 Sassns-5s „Fgss Ages #S“ S icht ist u. ASc A geworden, in der Dun g BTgSn das Leid. Licht ist nich S S TS— Brücke zwischen den M A Se- 8 8 #SE # 5 S S 8 5S ten uns. Mißtrauen erfüllte uns, und wir wußten nicht, ob es gerechtfertigt sei. Plötzlich kam Klarheit, Gewißheit, kam das Licht, und wir atmeten erleichtert auf. Denn der Berg war erstiegen. Klippen, die uns die Aussicht versperrten, lagen unter uns. Die Sonne leuchtete in den geheimsten Winkel. Blind von der Geburt tastete sich ein Mensch durchs Leben. Sehnsucht lebte in ihm nach dem Licht, das er nicht kannte. Ein Gefühl beseelte den Blinden, wie es der Verbannte nach der Geliebten empfindet, die unerretchbar für ihn ist. Ich denke an dich wie der Blinde an den Tag". läßt ein Dichter seinen in Lievessehnen vergehenden Helden sprechen. Wie der Blinde an den Tag denkt es ist der Ausdruck des zwingendsten Seelenwun, sches. Die Künstlerhand eines Arztes legt sich dem Blinden heilend auf die Augen. Er wird sehend. S 59=59••4 S 9 53-53 #grn S. 3„ESEE B# = KxSPT B8 8 5 9S 19-53 d:" #ger. S3E a 55 die ein ganzes Leben lang geträumte Gluckseligkeit in sein Herz. Es werde Licht! Wer kann die gewaltige Größe dieses Geschenkes aus dem Anfang des Weltenwerdens erfassen! Es werde Klarheit. Freude, Glück0 seligkeit, Liebe, Verbundenheit, Sehnsucht, Zuversicht, Verlangen, Erfüllung!— Das ###5 Lichtverlangen des Menschen ist unbezwinglich. Die Lichter an der Feste des Him* mels reichen ihm nicht aus. Er schafft sich künstliches Licht. Er entzündet die Harze des Waldes, löst aus Jahrtausende alten Lagern des Erdinnern die Speicher einstiger Sonnenglut. Er ist erfinderisch, sich eine neue Lichtquelle zu schaffen, solche, die gar die Leuchte des mels an Intensität weit übertrifft. Aber das künstliche Licht ist kurzlebig. Fehlt die ständig wirkende Kraft der Erinnerung. so erlischt es, und freudlose Dunkerheit breitet sich aus. Ein Licht nar. das auf der Erde entstand, leuchtet uns aus Jahrhunderten in alter Kraft und Stärke herüber. Es ist das Licht, das Könige und Hirten zur Krippe in Bethlehem leitete, das Millionen Herzen in heiliger Freude entflammen ließ, das ungezählte Menschen zum Brudertempel der Liebe führte. das eine ganze Welt umumt. Monde stürzen auf ihre Erden, Sonnen erkalten verlöschen, glühende Weltenbahnen füllen sich mit Schlacke.— Wir wissen nicht. wann dieser Zeitpunkt der völligen Dunkelhett eingetreten sein wird. Daß wir ihm mit jeder Sekunde entgegengehen, ist gewiß. Und nicht nur im großen, gewaltigen Leben der Welten und der Menschengeschlechter, auch im kleinen, beim einzelnen ist die einstige Dunkelheit der Nacht und des Todes gewiß. Einmal wird es da sein, für dich, für mich, für jeden. Zuweilen greift es schon nach uns. wenn die Nacht des Lebens, die Schale des Leides sich über unserem Haupte ergießt, wenn die Einsamkeit uns mit eisigen Mauern umgibt und zu erdrücken droht. Tief, ganz tief beugen solche Stunden den Menschen oft zu Boden, und kein Aufblick des Stolzes, des Selbstbewußtseins und der kühnen Weltüberwindung entringt sich ihm Doch wenn es dann auch Nacht sein wird, so wird uns immer noch das Licht scheinen, das als kleines Fünkchen im Herzen eines zarten Kindleins entstanden ist. So wird alljährlich der lem tende Weihnachtsbaum zum stral lenden Symbol für Millionen Menschen, ganz gleichgültig ob er reich oder nur bescheiden mit Lichtern besteckt ist. Das Licht der ewigen Weihnacht gilt jedem, denn jeder bedarf seiner im Kampf gegen die unsichtbaren Mächte der Finsternis. * * messer an den jungen, schmächtigen Stamm ansetzen— als ein Donnerkrachen in die Nacht hineindröhnt. Die Kameraden sehen sich mit wissenden Augen an.„Wir müssen aus der Mulde heraus!“ „Aber zuerst müssen wir das Bäumchen haben," erwidert ein anderer. „Nein— wir müssen so schnell wie möglich weiter Von fern her rollt das Donnern der niedergehenden Lawinen. Ferdl schneidet das Stämm„Los doch, her damit!“ Hinter einem hohen Schneebrocken, der den nordwestlichen Windzug abmildert, steckt Ferdl sein Bäumchen in den Schnee und befestigt in den noch nassen Aesten die Kerzen. Zwei, drei. vier und fünf Kerzen flammen auf und wie Sterne glitzert ihr Leuchten. Im Umkreis des nicht großen Lichtlegels graben sie, wühlen sie, bohren sie mit Schuhen, Stöcken und Aesten. chen durch und klemmt es sich unter den Arm. In Serpentinen spurt der Jüngste aus der Mulde in den Steilhang hinein. Als die Partie jene Stelle erreicht, von der aus die nacht schwarze Silhouette des Nachbarberges sichtbar ist... zerbricht ein Krachen und Bersten von Drüben die Stille der heiligen Nacht. Der Boden unter den Skiern zittert. „Herrgott, wenn es da...“ Ein schriller Schrei, nicht weit, vom Nachbarberge herüber, schlägt an die jungen Herzen. „Wir müssen helfen... schnell.. „tu doch dein Bäumchen weg. Ferdl“..„nein, das nehme ich mit!“ Ferdl hält das Tannenge äste sest unter dem Arm. Und durch den Schnee pfeisen die Stier. Am Hochwald entlang zischt die Fahrt vorbei, über einen Schräghang geht es in rasender Schußfahrt... und dann endlos aufwärts. Schneebrocken kollern weg... Sie sind am Auslauf der Lawinc. „Hallo— hallo...“ Das Echo klingt zurück: „Hallo...“ „Fritz. das Licht heraus!:— „Schnell“—„die Lampe!“ „Fritz sucht in den Taschen her um.„Ich habe sie vergessen „Ja. zum Donnerwetter, hat denn niemand eine Lampe bei sich?“ flucht Ferdl. Heini klopft seinen Anzug ab, er fühlt in der Seitentasche Rol lenartiges. Ja... richtig...ich habe der Mutter heute einige Christbaumkerzen genommen. „Ein paar Kerzen habe ich.“ schreit Heini. „Schnell... schnell...“ Heini rennt den Hang hinauf. saust mit den Skiern herab— hinauf— seitwärts— zurück— wieder hinauf— und wieder hinunter. Es hat doch jemand gerusen? Ferdl starrt seitwärts in die Mit einem mächtigen Sprung seitwärts hinab springt Ferdi zu dem mitgerissenen Baum hin. Seine Hände greisen nach schneestarren Kleidern tasten über ein nasses Gesicht.„Fritz. den Christhaum her...“ Fritz fährt mit dem Christbaum zu Ferdl hin. Irre Augen blicken in das Flackern der brennenden Kerzen.„Ja. Gustl du... Ein Stöhnen antwortet. Vorsichtig heben sie den verletzten Kameraden hoch Fritz reißt sich die Jacke vom Leibe und wickelt sie um den wunden Körper.„Ja, Gustl.du!“ Man reibt die Hände, die Füße, das Gesicht— dabei wischen sie Blut aus den starren Zügen eines noch jungen Gesichtes.„Wo ist dein Kamerad— Gust!—— wo ist dein Kamerad?“ Gust! will die Hand hochheben, sie sinkt ermattet zurück. Fritz und Ferdl halten sie ihm hoch und können aus der Richtung des zeigenden Fingers feststellen, wo ungefähr Gustls Kamerad liegen dürfte. Die beiden anderen graben und scharren. daß ihnen der Schweiß unter dem Anzuge klitschig=naß den Körper hinuntertropft. Karl bemerkt mit ängstlichen Gefühlen, daß zwei Kerzen abgebrannt sind. Die übrigen drei Kerzen spenden nur spärliches Licht.„Wir müssen zwei Kerzen auslöschen— eine Kerze genügt.“ Meter für Meter graben sie nun— bis sie endlich eine Hand aus dem Schnee herausragen sehen. Wie Maulwürfe graben die Beiden. Sie wollen jubeln... aber die Angewißheit, ob der Verunglückte noch lebt? Nun können sie den Verschütteten herausheben. Heini blickt mit Entsetzen in das Gesicht... sein Bruder. Er hatte doch eine Ahnung. Hat er also doch so lange die Mutter gebettelt, daß er Vergweihnacht feiern darf. das letzte Wachsstümpchen Leben in den Schnee hinein. Groß und klar schwingt bisters Fränzl hieß in de ble der kleine Windhund. Mi en zehn Jahren war er flin ein Wiesel. und wo es Klet #nststücke oder Wettrenner da war Fränzl den Kamera stets um viele Rasenlänger 15 er Lehrer wunderte sich des auch nicht, als Fränzl beim aufen auf den großen veriten Müllerwiesen den ppelligkeitsrekord hielt. Milchstraße ihre silbrig gold##du hast wohl tüchtig traiBrücke vom Süden hinüber!?" fragte der Lehrer den den Bergen des Nordens. Bogen. Kameraden schleppen mühsam Micht viel, Herr Lehrer,“ antGeretteten zur Hütte hinagtete Fränzl munter.„Gustav Trotz der schweren Last hält Fet mir seine Rutschlatten ein sein Bäumchen wieder unter Ummal gepumpt.“ Arm geklemmt. An dem Tannehast du denn keine eigenen geäste haftet rotes, blaues,##eeschuhe?“ bes und weißes Wachs. Es###ein, Herr Lehrer, bis jetzt die Reste der fünf Kerzen, die c nicht. Aber zu Weihnachten loschen sind... g ich mir welche von meinem Auf der Hüttenbank legen#fvater gewünscht.“ Georg und Gustl nieder.##n Morgen des VorweihWangen sind blutleer und uchistages hatte sich im Hause weiß nicht, ob es von der## Försters ein geheimnisvoller schüttung oder von der Angst bcsang abgespielt. Ein endlos kommt. ces Paket hatte der Postbote Heini geht aus Feuer#Fförster überreicht und einen braut einen starken Grog.### dazu. 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Första, kletterte auf de dann läge er und sein Kamerz#gg““ zchgf.“ uu 2. „roven und schov dus ellen####te Palei zwischen die DachEs war ein altes erprobVersteck, das beste Gewähr unbedingten Schutz für solche #e bot, die vor den Augen der er geheim zu halten waren. inzl war aber nun einmal Windhund. Kaum hatte der er die erste Leitersprosse zum en erstiegen, so war der Junge mitten in der Lektüre des iterlichen Schreibens. inzl kraute sich in höchster de den kraushaarigen Kopf: die neuen Rutschlatten wain dem Paket.“ ichmunzelte r Vater wird sie wieder auf Heuboden in den Dachbalken ten.“ bt lange vor Dunkelwerden Fränzl zum See hinunter. gefrorene Fläche war mit eigleichmäßigen Schneeschicht igen. Jenseits des Sees der Schornstein der neuen den Fabrik. Sie war im Sommer erbaut worden. in tat Fränzl die ersten tie auf die Eissläche, als der elhuber mit einem schweren enpacken am User herzustakte. e aufregende 3 Nacht hinein... da... unter dem Aeste=Durcheinander bewegt sich etwas.„Gott sei Dank...“ „Georg!“ Georgs Brust hebt sich„Georg lebt ja— er lebt!“ In diesem Augenblick tropft nun stumm unter dem Schnee, Und ganz leise klingen vom herauf die Christmette=Slocker. Vier junge Leute sitzen um das offene Herdfeuer. Rot flackert das Feuer und das Licht zittert durch den Raum, bleibt im Gesichte die ses oder jenes haften und irrt dann weiter in die düstere Ecke. in der ein grobgeschnitzter Herrgott am Kreuze hängt. Einer von den Bergkameraden steht von der breiten Ofenbank auf, geht zum kleinen Fenster hin und stößt die Balken zurück. Man sieht nach Westen. Tiefverschneiter Wald neigt sich zum Tal hinab, das in dämmerndem Dunkel liegt. Lichter flammen auf— da und dort. Und über dem Tal drüben ragen die Schatten der Hochwälder. Blaue Bergriesen lösen sich los aus der Talenge. Riesige Schneeselder steilen sich empor. Weit im Westen zieht ein schmaler, rotgel ber Streisen durch die ganze Him melslänge. In das letzte verglimmende Leuchten des Tages ragen die Konturen der großen Gletscherberge hinein. „Wie wird das Wetter, Ferdl?“ fragt einer von der Ofenbank zu dem am Fenster Stehenden hin. „Klarer Sternenhimmel, Fritz!“ Ueber der Hütte wölbt sich ein unendlicher Sternenhimmel. Die Nacht hat nun bereits ihren gold besäten Mantel ausgespannt. Wie eine Brücke türmt sich die Milchstraße von Vergkuppel zu Bergkuppel. Ferdl der staunend in die ses Abendwunder hinaussieht, öffnet weit die Fenster und in die rauchige, geduckte Almstube klingt voll Jubel Glockensingen. Rein und tonvoll ist dieses ferne Glockengeläute vom Tale herauf. „Weihnachtsglocken"... Leise spricht es einer vor sich hin. „Wir wollen uns ein Bäumchen holen, Ferdl!“ Zohr pit!: Ferdk##tät und holt aus der Kammer seine Stier. Dasselbe tut Fritz, macht Karl und der Jüngste von ihnen. Heini. Und daus beginnt die Fahrt. Der Schnee ist pulverig und wie lange, dreite Staudwolken ziehen die aufgewildelten Schneefahnen hinter den Abfahrenden nach. Ferdt#### einen Bogen, Fritz schwtugt nach und die anderen Instvoller Fahrt riesige Schlangen in den nachtbläulichen Schnee sie fahren in die Tiefe einer Mulde. Drüben beginnt der Rald und seitwärts heigen Hänge hinauf. Oben am Kamm, im Lichtslimmer der Milchstraße ist deutlich sichtbar der Schattenriß der Hütte. „Hallo..!" Ferdls Stimme echot den Wald und die Hänge entlang. Die Nachfahrenden in bein aus sausender Fahrt heraus und stemmen vor den Füßen Ferdls scharf ab, daß der Schnee wie eine Wasserfontäne hoch grist Ferdi dentet auf ein lumchen, das schnerüberzucker: aus dem Schneeberg hervorlugt „Das werden wir nehmen. Die einen scharren die Schneemengen mit den Füßen weg und Ferdl will eben mit dem Taschen rossbäterchensco * B AR TETS vOn WERNER NICKE! letzte Wachsstümpchen en in den Schnee hinein. froß und klar schwingt Fränz hieß in der le der kleine Windhund. Mit m zehn Jahren war er flink ein Wiesel. und wo es Klet inststücke oder Wettrennen da war Fränzl den Kamerastets um viele Nasenlängen 1s er Lehrer wunderte sich desauch nicht, als Fränzl beim aufen auf den großen vereiten Müllerwiesen den pelligkeitsrekord hielt. schstraße ihre silbrig gold##du hast wohl tüchtig trai=— icke vom Bergen Suden hinüber des Nordens. ?“ fragte der Lehrer den gen. Richt viel, Herr Lehrer,“ 31 n antneraden schleppen mühsam etteten zur Hütte hinattete Frau, munter.„Gustav tz der schweren Last hält Fei mir, seine Bäumchen wieder unter geklemmt. An dem Tannte haftet rotes, blaues, und weißes Wachs. Es Reste der fünf Kerzen, die en sind... uf der Hüttenbank legen ig und Gustl nieder. igen sind blutleer und nicht, ob es von der tung oder von der Angst nt. mit gernr Rutschlatten mal gepumpt.“ hast du denn keine eigenen beeschuhe?“ Rein, Herr Lehrer, bis jetzt nicht. Aber zu Weihnachten ich mir welche von meinem fvater gewünscht.“ Morgen des Vorweihststages hatte sich im Hause Försters ein geheimnisvoller ###tang abgespielt. Ein endlos Paket hatte der Postbote ini geht aus Feuer t einen starken Grog. t in seinem Rucksack und Förster überreicht und einen i dazu. Beides war vom soater seigend befestigt er sie.0 nchen und zündet sie an. a, trink!“ sagt Heini Georg den Becher an d.„Das tut dir gut.“ 9 bekommt seinen Becher. org schlürft das heiße , d a n n s c h a u t e r m i t s e i t n Jungenaugen auf Und plotzlich glanzt es nen Augen. Er weint. nit ihm läge er und sein 5 „Willst über den See, Fränzl?“ „Ja, zum anderen Ufer.“ „Dich wird's schon noch tragen. Aber mit dem Schlitten auf dem See ist's nun vorbei. Die Fabrik gibt warmes Wasser ab Das läßt das Eis nicht hart werden. Der Inspektor hat's mir heute gesagt. Bestell's nur deinem Vater. Da drüben ist heute morgen fast der Teerleutner mit seinem Pferdekarren versofsen"— Mit Windeseile lief Fränzl zum Forsthaus zuruck.— Schnell berichtete er dem Vater die Neuigkeit— Der fuhr auf:„Um Gotteswillen, der Großvater! Lauf in den Stall. Fränzl, und sag dem Karl, er soll sofort anspannen Ich muß um— den See herum, dem Großvater entgegen, daß er nicht über das Eis fährt.“ Fränzl richtete den Auftrag aus. Vom Stall schlüpfte er auf den Heuboden. Schnell waren die neuen Rutschlatten ausgewickelt und an die Füße geschnallt. „Mich wird's schon tragen.“ lachte Fränzl in sich hinein,„ich bin ja der Windhund. Und der See trug den Fränzl. Zwar knackte es hier und da in der schneedämmernden Fläche unheimlich auf. Aber die Schneeschuhe glitten wie ein Windhauch über die Bahn. Und als Fränz gerade das jenseitige Seeufer erreicht hatte, klingelte lustig GroßWeihnachtsfeier in der Küche? indlich noch ein paar Kerzc“ Förster öfsnete den Brief: *„„ K i e b e r S o h n,“ s t a n d d a,„ i c h e heute abend zu euch zur erung. Vorher fahre ich zum dheinrich hinüber, um mit über den Frühjahrsschlag zu schen. Dann geht's mit dem sitten über den See zu euch. freue mich sehr auf den Abend. Fränzl habe ich die gewünschd: schlichte Tannens*=chneeschuhe gekauft. Da sch enbe sch:.z.####nendang die riesigen Zahnstocher nicht unterbringen können. schik#h sie mit der Post voraus. Eine der häufigsten Erscheinungen im bürgerlichen Hause ist, daß die Feiertage für die Hausfrau meist Schwerstarbeitstage sind. Sie findet kaum Zeit, sich in ihrem Festtagsgewand der Freude des Genießens hinzugeben. Während alle anderen lustig und vergnügt sind und mit Behagen ausspannen, steht sie mit glühenden Wangen am Herd und wird vor Nervosität fast zappelig. Das entspringt der alten Sitte. am Festtage zu zeigen, was man hat und was man kann. Wir heutigen Menschen sind bescheidener. und einfacher.— Warum wohl selbst nicht genau#pahre sie gut, damit Fränzl ber alle ahnen und empfsticht schon vor der Bescherung an Wenn es das,###et, sonst macht's keinen Spaß. Zufall nennen, nicht#,..., Amt. 5 8 Forster kektelle auf den und schob das ellenPaket zwischen die DachEs war ein altes erprobVersteck, das beste Gewähr bedingten Schutz für solche bot, die vor den Augen der geheim zu halten waren. känzl war aber nun einmal Windhund. Kaum hatte der die erste Leitersprosse zum erstiegen, so war der Junge mitten in der Lektüre des säterlichen Schreibens. inzl kraute sich in höchster # den kraushaarigen Kopf: die neuen Rutschlatten wa dem Paket.“ ichmunzelte r Vater wied sie wieder auf Heuboden in den Dachbalken ten.“ s lange vor Dunkelwerden Fränzl zum See hinunter. gefrorene Fläche war mit eigleichmäßigen Schneeschicht sen. Jenseits des Sees der Schornstein der neuen sen Fabrik. Sie war im Sommer erbaut worden. u tat Fränzl die ersten e auf die Eissläche, als der Uhuber mit einem schweren lenpacken am User herzustakte. e aufregende Rodelfahrt! sollte es nicht auch an Festtagen so sein? Die wenigsten Frauen haben eine Hilse im Haus. Sie müssen alles selbst und allein machen. Da ist es nicht mehr als recht und billig wenn die Fest tafel so angeordnet wird, daß möglichst wenig Arbeit entsteht. Natürlich soll es jestlich sein, aber doch mit geringem Zeit= und Kraftauswand Nur so komm: auch die Hausfrau dazu, nicht nur für die Tafelgenüsse zu arbeiten, sondern auch an dem geistigen Inhalt des Feiertages teilzunehmen. Selbst wenn die Familienangehörigen dann auf diesen oder jenen Leckerbissen verzichten müssen, so haben sie dafür einen viel schöneren Ersatz, nämlich eine Hausfrau, die Zeit und Lust an der festlichen Begehung des Feiertages hat. And die Kinder? Am letzten Weihnachtsabend er lebte ich, daß die zwölfjährige Betty, des Töchterchen meiner Bekannten, neben all den vielen Spielsachen schluchzend einschlief. Der Grund für das unglückliche Weinen des Kindes war recht belanglos Es wollte der Mutter alle Spielsachen zeigen, die es bekommen, aber diese hatte keine Zeit und nur die eine unwirsche Antwort:„Laß mich in Ruhe!" Sie war eben zu beschäftigt mit der Bewirtung ihrer Gäste, daß für das Kind keine Zeit übrig blieb. Nachher sprachen wir darüber und mir fiel dabei ein eigenes ähnliches Erlebnis ein. Ich hatte zu Weihnachten eine Puppe bekommen und wollte, daß ich der Mutter alles zeigen könnte, was es daran Sehenswertes gab. Aber auch meine Mutter hatte keine Zeit, und noch deutlich erinnere ich mich heute daran, wie sehr mir der ganze Weihnachtsabend verleidet war. Ist das nicht schade, daß gerade dieser Tag, der doch eigentlich so recht für Kinder geschaffen ist, oft die Kinder enttäuscht? Nur deshalb enttäuscht, weil die Eltern sich keine Zeit zur Beschäftigung mit ihren eigenen Kindern gön nen. Dabei wäre besonders dieses Jamilienfest wie kein anderes geeignet, sich einmal restlos mit den Kindern zu befassen und ihren freudigen Regungen, die Geschenke immer hervorrufen, liebevoll zu folgen. So schön daher Weihnachtsgäste im Familienkreise auch sein mögen, besser ist es schon. man bleibt für sich, als daß man diese günstige Gelegenheit. Kind unter seinen eigenen Kindern zu sein, gesellschaftlichen Pflichten opferte. um unter dem Schnee, anz leise klingen vom ie Christmette=Glocken vaters Schlitten heran. Eben wollten die beiden Pferde auf das Eis des Sees einbiegen. „Halt. halt. Großväterchen.“ „Ei steh' doch an, du Schlinge!! Ich denke, du hast keine Schneeschuhe?“ „Du hast mir ja heute welche geschickt!“ „Wa— a— as? Und ich habe deinem Vater ausdrücklich geschrieben, daß——“ Der Großvater brachte den Satz nicht zu Ende. Denn des Försters Pferde kamen in vollem Lauf herzu. e R. „Etwas spät sagst du mir das,“ meinte der Großvater.„Hätte mich Fränzl nicht rechtzeitig gewarnt. so——“ Das gab eine besondere Weihe nachtsfreude im Försterhaus. „Ja, ja.“ sagte der Großvater lachend.„unser Fränzl ist und bleibt ein Windhund. Diesmal aber soll ihm die Neugierde verziehen werden.“ Die Weihnachtsrose Entblättert stehen Baum und Strauch. Es jagt des Winters eisiger Hauch Das Laub dahin auf dem Moose; Doch jetzt am stillen Waldessaum Erblüht des Winters leuchtender Traum, Die weiße Weihnachtsrose. Ob Schnee in dichten Flocken fliegt. Ob Reif auf allen Zweigen liegt. Ob Sturm hoch in den Lüften tose Wenn andere Blumen nicht mehr blüh'n. Wenn einsam trauert das Tannengrün, Da blüht die Weihnachtsrose. O Herz, in deiner Winterszeit. Wenn Lenzeslust, entschwunden weit. Erliege nicht dem Erdenlose! Laß bei des Ernstes Tannengrün Die Himmelsblume der Liebe blüh'n. Die weiße Weihnachtsrose! Wer wußte das schon? Die Krippe mit dem Jesuskindlein stand stets besonders bei uns in Deutsch land in hohem Ansehen. Der heilige Franz von Assisi erhielt als erster vom Papste die Erlaubnis, in seiner Kirche eine Krippe mit Personen und Tieren aufzustellen. Der Mistelzweig. Die Mistel, die im Weihnachtsglauben der Nordgermanen eine besondere Rolle spielte, taucht in den letzten Jahren auch in deutschen Hausern auf. Gerade um die Weihnachtszeit reifen ihre glasigen weißen Beeren. ihr Grün bleibt bestän dig das ganze Johr hindurch. Die Mistel wurde so zum Symbol der stets sich erneuernden Zeit und genießt besondere Verehrung als heilkräftige Pflanze. Ja sie gilt vielfach selbst heute noch in abgelegenen Ortschaften als Zaubermittel, mit dem man Diebe und Mörder bannen kann. Die alten Druidenpriester schnitten die Mistelzweige mit goldener Sichel 30 Millionen Taseln Schokolade. Zu den bevorzugiesten Weihnachtsnaschereien zählt die Schokolade Ihre Bedeutung hat von Jahr zu Jahr erheblich zugenommen. Ist es auch nicht jedem möglich, reiche Geschenke zu machen, läßt er es sich doch nicht nehmen, seine Lieben durch einige Süßigkeiten für die Festtage zu erfreuen. Und von all den vielen Dingen. die es in dieser Hinsicht gibt, steht doch die Schokolade in allererster Reihe. Es ist natürlich schwer, die Zahl der Taseln Schokolade, die alljähr lich zu Weihnachten gekauft werden, einigermaßen genau zu beziffern. Immerhin darf gesagt werden, daß der Weihnachtsbedarf an Schokolade in Deutschland auf mindestens fünfzig Millioner Tafeln zu veranschlagen ist. Weihnachtsfest der Vögen In Schweden herrscht die schöne Sitte, daß jeder Ackerbautreibende einige Garben der verschiedensten Getreidearten ungedroschen zum Weihnachtsfest ausbewahrt. Zur Zeit des Christfestes werden dann diese Garben rings um die Behausung ausgestellt. Die Vögel, welche zur Winterszeit, wo dichter Schnee die Erde deckt, nur schwer Nahrung finden, kommen in Scha ren herbeigeflogen und lösen die Körner aus den Halmen. Fragt man die Bewohner dieser Gegend, warum sie den Vögeln ganze Gar ben zum Auslösen der Körner hinstellen so antworten sie:„Alles freut sich in dieser Zeit, es ist da her billig, daß sich auch die Vög lein freuen. Wer gewinnt zuerst mit dem neuen Dominospiel? Glaubens Bei der Schaffung serer Weihnachtomusik hat breiteste Volkstum mitgew Die Weisen aus frühester Schnurren und Anekdoten schlossen mit der Kombekommen Es gab den üblichen Putenbra ten und einer der Mitgäste fertigte einen Putenschenkel aus Holz an den er so kunstgerecht bemalte. daß kein Unterschied zu sehen war. Mit dem biedersten Gesicht trug die Wirtin Mark Twain den Holzbraten auf. Doch dieser durchschaute gleich den schwindel. Er nahm sein Messer, klopfte gegen das Holzstück und meinte lächelnd: „Na. haben Sie einen neuen Putenlieferanten?“ „Nein! Warum meinen Sie bas?“ „Nun, er gehört zu dem zartesten, was ich jemals bei Ihnen auf den Teller bekam!" * nisten: Franz Abt, Rodert Peter Cornelius Wilhelm Kienz! Schumann, Peter Tschajkowskij Zu ihnen kommen im 20. Jahrhundert Engelbett Humperdinck, Hugo Kaun, Sigfried Karg=Elert. die dramatische Weihnat hat uns einige moder zegeben, unter denen Hu „Häniel und Gretund Hans Pfitzners„Christelflei die bedeutendsten sind. jeden Kulturmenschen der Begriff Weihnachtsmusik eine ganze Welt in sich Aus ihr strömt die Traulichkeit und stille Freudigkeit dieses Festes, die Sicherheit eines in frohem Hoffen auswärts gerichteten Glaubens. Gei d. Saaflung andas .„ewirkt. Zeit erwecken den Anschein, als sollten diese Gesänge ewig bestehen. Auch in späteren Jahrhunderten, als das Gebiet der Weihnachtsmusik längst von der Kunstmusik erobert war, behielten die einfachen Volksweisen ièren vollen Wert. So finden wir in unseren Weihnachtsliederbüchern das von Anschütz und Fliedner gedichtete:„O Tannenbaum“ einfach als Volksweise ohne Komponistennamen bezeichnet.„Ihr Hirten erwacht" ist eine schlesische Volksweise: „Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Frauen" stammt aus Böhmen. Unser schönstes Weihnachtslied:„C du fröhliche, o du selige“ ist eine sizilianische Volksweise, während das andächtige: „Stille Nacht, heilige Nacht“ nach einem Gedicht Joseph Mohrs(1 1848) von Gruber vertont worden ist. Ueber die Entstehung der ersten Kompoßitionen in der Kunstmusik mit weihnachtlichem Charakter sind wir geschichtlich nicht genau unterrichtet. Den größten Einfluß auf die weihnachtliche Instrumentalmusik haben aber zweifellos die Weisen der alten Hirtenlieder und der sogenannten Kindelwiegenlieder ausgeübt. Schöpfer instru mentaler Weihnachtsmusik sind Franz Liszt(Weihnachtsbaum), Karl Reinicke(Weihnachtssinsonie) Joachim Raff(Um den Christbaum), Max Reger(Weihnachtstraum), Johannes Brahms (Sechs Choralvorspiele) und Walter Niemann(Weihnachten). Johann Sebastian Bach hat ein Weihnachtsoratorium geschrieben. das zu den eingänglichsten Stükken Bachs überhaupt gehört. Es ist 1734 komponiert und vereinigt in sich die stattliche Zahl von seche VON ERWIN LOTHAR Kantaten. Das volkstümlichste Stück in Bachs Weihnachtsoratorium, das bis in die neueste Zeit in vielen Bearbeitungen sowohl in der Hausmusik, wie im Konzert erhalten ist haben wir in der instrumentalen Einleitung zur zweiten Kantate von Bach„Sinsonia" überschrieben. Ueber diese sogenannte Hirtensinfonie sagt Kretzschmar:„Hätte Bach nichts weiter geschrieben, als diesen Orchestersatz, er müßte genügen, seinen Namen zu verewigen“ Die Liedersammlungen des 17. und 18. Jahrhunderts enthalten Weihnachtslieder zum überwiegenden Teil in ihrer jahrhundertealten Originalgestalt. Erst das 19. Jahrhundert bringt eine Reihe von Solo=Weihnachtsliedern, meist mit Klavier= und Harmoniumbegleitung Klangvolle Namen finden sich unter den KompoBune=Enlerflächtel Wer kennt die Weihnachtsinseln? Es gibt, nicht alle werden das wissen, vier Weihnachtsinseln, die deshalb so heißen, weil sie an einem Weihnachtstage entdeckt wurden Die größte und bekannteste ist jene auf dem Aequator südlich der Hawai=Inseln. Der Weltfahrer Cook entdeckte sie und fand dort einen eigenartigen, aber hochwillkommenen Gabentisch ge* SEP T AEENE vom Souterrain bis ine Dachluchhee Mark Twain, der berühmteste amerikanische Humorist, pflegte eine Zeitlang seine Mahlzeiten in einem Pensionat einzunehmen, wo ihm sein scharfer Witz und Spott manche Feindschaft eintrugen. An einem Weihnachtsabend wollten die Pensionäre sich rächen und Wirtin ein. plott, das dieser allerdings schlecht sollte. Je besser, je lieber. An einem Weihnachtsabend war der große Komponist Brahms zu der Weihnachtsfeier eines Mä zens eingeladen. Der große Künstter hatte zwar Verständnis fur gefühlvolle Angelegenheiten, doch wußte er eigentlich nicht weniger. so irdische Genüsse wie ein Glas Wein zu schätzen. Voll Stolz zeigte ihm daher der Gastgeber noch zur vorgerückten Stunde seinen Wein. keller. Die Herren probierten selbstverständlich alle Sorten gewissenhaft. Bei einer besonders guten Lage sagte der Mäzen mit einer Verbeugung zu dem Kom penisen „Sehen Sie Meister, das ist der Brahms unter meinen Weinen!" „Nicht übel,“ entgegnete Brahms. aber wo haben Sie Ihren Beethoven?“ Papa jagt, ich sei noch zu klein dazu!“ Ale Weihnachten längst vorbei war. Der Vater hai den niedergeschlagenen Gemutszustand seines Sohnes langst bemerkt und sagt deshalb eines Tages zu thm: „Kopf hoch mein Junge. Du mußt Lotte jezt vergessen.“ „Ich kann nicht Vater.“ „Wao für ein Unsinn. Das sagen ja alle. Warum kannst du nicht Es gibt doch tausend Mädchen, die noch desser als Lotte sind“ „Das stimmt jo alles, aber ich kann sie nicht vergessen, weil ich nock immer die Naten für den Diamaniring bezahlen muß, den ich ihr idnachten „Ei Liesel, de hat dir das Christkind ja ein schönes Schwesterchen gebracht!“ „Rein Tante, das habe ich nicht bekommen, sondern Mama, denn Aus diesen 14 Silben am We nachtsbaum sollen fünf Worter or schiedener Bedeutung gebildet we den. Die Anfangsduchstaden ovorne nach rückwärts und die E1. Verkehrsmittel 2 Erdödung. Schwärmer, 4 Alpenhirtin, 3. Stadt in der Prorinz Sachsen.#. radischer Fürstentitel. 7. soviel wie eich dehnbar. S strafende Gerechkeit. 9 Käseart 10. Auszeichnung. Birrodase buchstaben von tückwärts nach vorne gelesen, ergeben den Namen einer lirchlichen zeier zu Weihnachten. Bedeutung der Wörter: 1. Bekannte griechische Halbinsel. * Stadt in Baden 3 Erziehungsstätte. 4. See in Bavern. 5. Radelbaum.(ch e= ein Buchstabe.) Zeitagerailel. Aus den Silben bahn— de— den— e— ei— se — fe:— gan— 1— 1— ke— 1eg— Me— mir— se— Re— 9 er— gue— ein— to—schen— sen sis— lo— stn— tei— trop sind els Wortei zu bilden, deren Ansangsbuchstaben von vorne nach hinten und deren Endbutzstahen von hinten nach vorne gelesen, den Anang eines Liedes ergeben. Alte Sagen der Zwölf=Nächt Die Zwölf=Nächte. oder auch kurz die Zwölften nannt, spielen auch heute einsachen Volksleben eine ger Rolle. Wenn in der dunkel Zeit des Jahres die Stürme Land durchbrausen, dann h oft, daß das„Wütende Hedurch die Lüfte dahinjage. die Erinnerung an Wotans das nach der Meinung un Vorfahren mit wildem Lärm die Erde hinabreite. Spätere Zeiten schufen den griff vom wildem Jäger und ßen um seine Gestalt eine entstehen, in der sich wieder christliche Gedankenwelt offen! In Niedersachsen heißt er Hackelberendt oder auch Hackel und ist wahrscheinlich der Ol jägermeister des Herzogs Braunschweig. Hans von Hal berg, dessen Grab man noch im Garten eines Wirtshauses, Klepperkruges, nahe bei Ge Hans von Hackelberg war erzählt die Sage, ein leidenst licher Jäger. Einst hatte er mit im Winter einen gefährlit Eber bezwungen und stieß sit stolz mit dem Fuß gegen den des erlegten Wildes, indem rief:„Hau nun, wenn du kal Dabei drangen die spitzen 5 durch das Stiefelleder in den so daß dieser— wohl durch Blutvergiftung— plötzlich schwellen begann. Es stand sch um den Jäger, so daß man Priester herholte, der dem benden auf die Gnade des mels verwies. Aber der wilde ger blieb trotzig und rief: der Himmel dem Herrgott bleit wenn mir nur die Jagd bie Jürnend erwiderte darauf romme Mann:„So bis zum jüngsten Tag ser Fluch aus heiligem Munde füllte sich Fortan muß der in hafte Ritter an der Spitze s# Jagdzuges die Nächte durch und setzt damit alle Leute Schrecken. on der Priegnitz kennt zwar weniger den wilden dafür aber die wilde Jägerin. nau so wie Hackelberg war Jagd ihre Leidenschaft und äh wie er rief sie in ihrer To# stunde:„Jagen ist besser als Himmel!“ Kaum hatte sie das sagt, da erhob sich ein schi Sturmwind. Die Gewänder 24 Töchter verwandelten sich zottige Felle und die Mäl selbst zu Hündinnen. die wi den Jagdwagen der Frau un sen. Just um die Weihnat stürmt diese wilde Gesel über die Erde und überal eine Türe oder ein Fenster steht, sendet die wirde I eine ihrer Hündinnen hinei Krankheit und Sterben Mensch und Wieh Tötet man de: bund, delt er sich in einen immer wieder ins Haus z1 fliegt, so oft man ihn auch hi wirft. Erst nach Ablauf der Nächte verschwindet er wieder deckt. Es waren dort Schildkröt in solcher Menge, daß seine L4 in kurzer Zeit 300 Stück san, konnten. Eine kleinere Weihnachtsin entdeckte der englische Kapit Mynors, als er auf der### nach frischem Süßwasser war. liegt im Süden von Java und heute rund 1000 Einwohner. Von den anderen Weihnainseln ist eine die westliche Ii der Philippinen und die an ein kleines Eiland, das vor schottland an der nordamerike schen Küste zu suchen ist. Früher Erscheint Montags, Mittwochs. Grube und Scholle" un bezugsprets monatlich.20.=A Druck und Verlag von J. Heinr Ferd. Lothar Doepg Doepgen, alle in Bergheim.— 203 derastant England und die London, 22. Dez. Wenn egierung von ihren Kritikern daß man bei ihrer brüst ige Klarheit vei#ßt, ihrem heutigen Artikei über d eser Kritik an. Wenn sich der jetzige deutsche Blatt, durch seine Unterschr it sei, daß Dutschland währe in Nachbarn gegenüber dart alt zu bedienen, so sei dagegen enden. Es sei dabei für Europ zu verlieren. Gerade desha merlich, daß weder Frankreich eutschen Angebot sich ernstlich Der deutsche Reichskanzler h raktische Vorschläge zur Wiederh nacht. Wenn Simon von seine werde er voraussichtlich eher hen Oeffentlichkeit eine Vorstell wirklich mit den Aussichten fü islungen der am schwersten ben In Paris bestehe offenbar die rminderung von weiteren Gar serung abhängig zu machen. Es ganzen Welt eine ziemliche st Kelloggpakt, der### tivers rundlage eines Fried instatt der Völkerbundssatzu zuführen, daß bereits sehr vie sund verlassen hätten, wodurch erbundssatzung gebotenen Friede na eingebüßt hätten. Gegen die limes“ jedoch in ziemlich entschie Zum Schluß ihrer Ausführun i die gestern von einem Redner vision der Friedens ließt sich der Forderung nach R Agg 90 Es wird, so heißt es in dem 2 ne wirkliche Ruhe geben, solan sision energisch in Angriff geno anderen Richlung geregelt n ert, daß an die Stelle eines Di ege der Verhandlungen zustande Nach allen früheren Kriegen, n Kriege, nach dem Krimkriege Kriege haben Vertrei Tisch der Friedenckonferenz ges disenden Friedensvertrag Punkt fezer durchgesprochen Denen, die sten haben, ist dieses Re#bt verwei „Morning Post“ kritisiert im Geiste der gestrigen Rede in. Im übrigen vertritt das gegenwärtig; politische Si#n dfertige Erklarungen und Nich erden könne. Mon müsse vielmeh französisch=englischen ailn Telegraph“ vertei alle Angriffe und schreibt, ma legungen des Reichskanzlers, die unkompliziert zu betrachten sei deren Ergebnis man volle könne. Fran reich und di Angeiffe auf Francois aris. 22. Dez. Die Presse, „Richt Aufrüstung sondern At heute einen Schritt rreiter, inde ger entschieden gegen die Jorise Meinungsauslausches wend Aultstungen der Bastel. Weihnachts=Silbenrätt 1. Chalkidike, 2. Rastatt, 3. 3 nat, 4. Chiemsee, 5. Tannenbau#ioprogramm wird allgemein als Christmeite...#rästung und des Wettrüftens ber Fen:ggstatsel.„.„ bahn. 2. Stufe 3 Jdeolog. 4 Der„Petit Parisien“ erklät nerin, 5. Torgau, 6. Emit## der deutschen Aufrüstung könnter isotrop, 8 Nemesio, 9. To## Verhandlungen aufgrund der 10. Orden, 11. Schenke= Er-e nicht stattfinden, denn keine ein Ros en F würde derartige Verhandlungen, desherigen Politik Frank