We Sr .221 erletzte eichsstraße Norgenstun zstraße Kölnschwerer Pe# nit einem öln. Aus K r a f r a d### den und d den die bei le Folgen schwere telle e gesährli Passanten Der schwero Is nach Bi sich kurze mit Sand kuskirchen. en aus di hi gegen ein daß der L# däter mit zu ezogen we #rliche Ve ; d e r a r t e i n ger Arbeit Der Beisah bensgefährlt etötel nalück erein Fernsprech=Anschlüse: Von—20 Uhr: Sammelruf 220301; nach 20 Uhr: Hauptschriftleitung: Ru 220301: sportschriftleitung: 220302: Schriftleitung: 220303; Anzeigen=Abteilung: Ruf 220304; Betrieb: Ruf 220305 Nr. 222 Die große Kölner morgenzeitung Verlag, Geschäftsstelle und Schriftleitung: Köln am sihein, Stolkgasse 25-31 Dienslag, den 15. August 1939 Die Schalter sind durchgehend von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Postscheatonto: Amt Köln Nummer 59000, Hauptgeschäftstelle und Schriftleitung für Rechtsrheinisch: Mülheim. Adamsstraße 1, Fernruf: Nummer 61862 Einzelpreis 15 ippe rafkammer 36 Jahre d. J. in unfall Voruntersu## der Fahrt n habe!! unkene Ar er in der igergrupp ben will vurde an erlitt die sich Is Zeugn Bahnhof er ein Au Angekl " nachd hatten, hier d n vor erklärt keine Bremsen er nich ne für n und Strafe. znis aud er Spit dem ube m here aldrand hin und ein w 2 Narsch renze ssen. Er tauch ber derreßte# kel de: eiter. 34 5— ten ber Ba rkten blauen a Wer Interrieu des Reichstirtschaftsministers I HAIT* 1 eutscher Handel mit zucor Wie ich Danzig erlebte er Boykott schadet nur der amerikanischen Wirtschaft on unserem nach Danzig entsandten Sonderberichterstatter Berlin, 14. Aug. Die kürzlich offizielle Stellungnahme Wathingtoner Regierung dem Rückschlag in den deutsch=amerikanischen Handelszeu veranlaßte den Berliner Korrespondenten der slew York Times, Guldo Enderis, zu einem Be„ bei dem Reichswirtschaftsminister und Reichsbankpräpeien gunk, der dem amerikanischen Journalisten ein nerview von größter Bedeutung gewährte. „Das Dogma ist der Feind der Wirtschaft", erklärte öesu, Vorrengo en. n, der ihn an seinem Schreibh in der Reichsbank antraf, damit beschäftigt, die Entcklung der Handelsbilanzen nachzuprüfen. „In Deutschland betreiben wir die Wirtschaftsik. des gesunden Menschenverstandes. r tun das. was notwendig ist. Dann tut man auch das s richtig ist, und was richtig ist, ist auch gut.“ „Die politischen Spannungen der vergangenen Monate ##n das deutsche Wirtschaftsleben in keiner Weise in nem starken Rhythmus zu beeinträchtigen vermocht onkottmaßnahmen haben unseren port bi her nicht irgendwie nennensrt getroffen. Unsere Ausfuhr zeigt in den letzten mnaten eine durchaus günstige Entwicklung, ausgemmen allerdings den Handel mit den VereinianStaaten“.* „De. Einfuhrrückgang an amerikanischer Baumwolle Fett ist besonders offensichtlich“, erklärte der Mini„Deutschland ist durch die verschiedenen amerikanischen Fuhrerschwerungen jetzt gezwungen, seinen Baumwoll* Fettbedarf anderswo zu decken. Man muß sich daran nern, daß Deutschland früher mehr als 30 er amerikanischen Fettausfuhr aufliommen hat. Heute ist Deutschlands Anteil wenig als 1 oH.“ Ddiese Lage", so fuhr Funk fort,„muß beide Länder #r weiter auseingnderbringen. Deutschland war immer esonders gewichtiger Käufer amerikanischer Waren heute kann es nicht mehr einkaufen, als ihm zu ervoren möglich ist. Zu den Erklärungen des amerikanischen Ministerial= ektors Grady über den Gegensatz der wirtschaftlichen izipien der liberalen und totalitären Staaten Deutlschland ab e ctet hat, um den Handel mit Deutschland abzuwürgen und die auf die Dauer nicht überstiegen werden können".. es da###hm:.„das nachorücklichste die Folgerungen ab, daß die verschiedenartigen Wirtschaftssysteme für den ic ts des deutsch=amerikanischen Handels verantwortso erklärte er, pflegt ausgezeichnete Handelsbeziehungen mit vielen Ländern, die keine Devisenbewirtschaftung haben, Deshalv legt er die Verantwortung fur den Rückgang des Handels der amerikanischen Regie rung vor die Tür, die, so behauptet er, jeden vernünftigen Vorso#s von.„utsch,r ooer sogar von amerikanischer eine Verbesseru.g der Beziehungen abgelehnt hat. Diese Haltung, so erklärte der Minister, ist für Deutschland unverständlich in Anbetracht der sonst so nüch ternen Einstellung der amerikanischen Geschäftswelt. Unter der Aufrechterhaltung solcher Bedingungen muß de deutsch=amerikanische Handel noch weiter absinken Wir können nicht nach Amerika liefern und dementsprechend sind wir auch daran gehindert, von dort zu kaufen. Sogar noch im vergangenen Jahr verzeichneten wir eine seyr beträchtliche Einfuhr aus den Vereinigten Staaten. Damals bezahlten wir in Devisen. Inzwischen ist es uns gelungen, unseren Bedarf— und er ist gewaltig— in Ländern zu decken, die die Vorteile auf Fortsetzung siehe 2. Seite Danzig, im August 1939. Von Marienburg aus fährt unser Zug über die Nogat, den östlichsten Mündungsarm der Weichsel, der die Grenze zwischen Ostpreußen und dem Gebiet der Freien Stadt Danzig bildet. Trutzig und in majestätischer Ruhe schaut die Marienburg über den Strom, der großartigste Wehr= und Wohnbau der gotischen Backsteinarchitektur und des späten Mittelalters überhaupt, ein einzigartiges Sinnbild deutschen Behauptungswillens, Mittelpunkt deutscher Ostgeschichte durch Jahrhunderte hindurch. Jetzt weiht sich alljährlich auf der Marienburg die jüngste der deutschen Jugend dem Dienst am Volk. Keine passendere Stätte ließe sich dafür denken. Auf dem linken Nogatufer ist Danziger Gebiet. In endloser Weite dehnt sich vor uns die Niederung. Auf saftigen Wiesen weiden prächtige Kühe. In dichten Garbenhausen steht auf den Getreidefeldern der Erntesegen des Jahres. Von Baumgruppen umschattet, lugt hie und da ein behäbiges Gehöft hervor. Um anmutige Kirchlein gruppieren sich freundliche Dörser. Die Dorf jugend winkt unserem Zuge zu. Flachsblonde Schövfe haben die Buhen und Mädel. Ihr helles Rufen übertönt das Rumpeln des Zuges. Maschinengewehre und Drahtverhaue Bald kommen wir an den Hauptarm der Weichsel den eigentlichen Strom. Eine lange mächtige Brücke überspannt ihn. Auf den Terrassen der mächtigen Brückenpfeiler stehen polnische Soldaten mit umgehängtem Gewehr. Was da über die Brüstungsmauern hinausragt, sieht aus wie Läufe von Maschinengewehren. Es sind Maschinengewehre. Unten um die Brückenpfeiler und an der Böschung des Stromes haben die Polen Drahtverhaue gezogen. Die Verräter=Konferenz in Damaskus Am die Thronkandidatur des Englandfreundes Abdullah A Vrunktaken Stadten Auswirkungen auf die Handelsbeziehungen sagte „Wenn jemand diese Ansicht auf das private Geschäfts# anwenden würde, so entstünde daraus ein vollkomr Z u s a m m e n b r u c h d e r w i r t s c h a f t l i c h e n B e t ä t i g u n g .. eine saufmann auf der Anwendung des Yardnes besteht, während sein Kunde das Metermaß ver# i e a b w e i c h e n d e n G e w i c h t s e i n h e i t e n u n d M a ß e #i bis heute noch niemals Käufer und Verkäufer ge# g l e i c h e r W e i s e w e r d e n a u c h d i e s o g e n. G e ##ße in den liberalistischen und tota#####en Wirtschaftssystemen niemals eine lverbruckbare Schranke für den Walaustausch bilden". 1 Schwierigkeit, wie Funk sie sieht, liegt erst darin Amerika darauf verharrt, immer wieder dogmatische hten zu unterstreichen. ##### nationalsozialistische Deutschland muß die Hanwpolltik betreiven, die ihm die gegebenen Verhältnisse sereiben. Mit dieser Politik haben wir recht beachtliche zu verzeichnen. Wir können und wollen daher ne andere Wirtschaftspolitik einschlagen, aber wir jederzeit unsere Bereitschaft zur simmenarbeit mit anderen Wirtschaftssenen betont. Auf dieser Grundlage wird die „„rorm“ nur noch eine Angelegenheit der mion. Das ewige Verharren auf dogmatischer grung muß auf die Dauer die gesamte zwischenie Entwicklung unterbinden". betonte besonders, daß die amerikanische Kritik rchen Handelsmethoden leider vollkommen gewisse ###sche Maßnahmen außer acht ließe, die das Geschäft in den Vereinigten Staaten erheblich be„Ait hätten. #e ameriranischen Prohibitivzölle eingeurden, war der Dollar noch nicht abgewertet. Die Stagten hatten sich noch nicht entschlossen, den dard aufzugeben. Die Prohibitivzölle blieben in „'uh nach der Abwertung noch in Kraft. Strafzölle ogar auf die Einfuhrwaren aus dem Protektorat ist für uns eine glatte Unmöglichkeit, derartige überwinden, auch können solche Methoden keinen anderen Eindruck als den einer fortgesetzninierung, machen. Das sind die wirklichen Amman, 15. Aug. In Damaskus werden die Führer men der sogenannten Naschaschibi=Partei in Palästina und namlich der frühere Jerusalemer Bürgermeister Ragheb unserem FII-Berichterstatter Naschaschibi und sein Nesse Fachri ich mit d. m Führer der syrischen Opposition, Dr. Schabander, über die Thronkandidatur des Emirs Ab Suricher wali für den syrischen Thron Der Plan, den eyrgeizigen Emir Abdullah von anssort n. zum Konia von Syrien zu machen, ist englischen Ursprungs und bezweckt die Vereinigung Trinssordantens(und vielleicht auch des arabischen Teils von Palästina) mit dem bisherigen französischen Mandatsgebiet Syrien, das die Engländer den Franzosen ab##ig machen und unter ihren eigenen Einfluß bringen Der Haschimitenfürst Emir Abdullah von Transjordanien, ein Sohn des von Ihn Saud aus dem Hedschas vertriebenen Hedschaskönigs Hussein und noch heute der Gegenspieler Ibn Sauds in Vorderasien, ist ein gejügiges Werkzeug in Händen der Engländer, die ihn nach der echt britischen Gleichgewichtstheorie gegenüber dem allzu mächtig werdenden Ibn Sand stärken wollen. Es ist bezeichnend, daß die Engländer gerade die Naschaschibis zum Hilfswerkzeug dieser Pläne auserwählt haben, die von jedem nationalen Araber Palästinas als Volksverweroen, weil sie dem Freiheitskampf der Araber in Palästina gegen England in den Rücken gefailen sind und sich dem englischen Gold verkauft haben. Gleiches gilt von Dr. Schabander, der sich als Führer der Oppo gegen den„nationalen Block“ und die nationale Regierung in Syrien zum Totengräber des syrischen Freiheitstraumes hergegeben hat, so daß die Franzosen den franco=syrischen Verttag, der Syrien die Selbständigkeit versprach, nicht mehr einzuhalten brauchten. Wie in politischen Kreisen Syriens verlautet, stattete der irakische Ministerpräsident Nuri Pascha el Said der sich von Bagdad zunächst nach Amman und nunmehr Gleich hinter der Brücke folgt der Bahnhof von Dirschau. Die von alters her deutsche Stadt wurde trotz ihrer zu 90 vom Hundert deutschen Bevölkerung von den Vätern des Versailler Unheilwerkes Polen zugeteilt. So kommt es, daß die einzige Eisenbahn= und Fahrstraßenverbindung zwischen dem östlich und dem westlich der Weichsel gelegenen Teile des Freistaates— und damit gleichzeitig die wichtigste Verbindung Danzigs mit Ostpreußen und mit dem Reich— über einen vorgeschobenen Zipfel des polnischen Korridors geht. Nach allem gesunden Menschenverstand hätte Dirschau zum Gebiet der Freien Stadt geschlagen werden müssen, wenn man schon auf dieses der Danziger Bevölkerung aufgezwungene staatliche Gebilde nicht verzichten wollte. Aber gerade weil Dirschau verkehrspolitisch für Danzig eine Lebensfrage ist, wurde es— Polen zugeteilt. Die Weichselbrücke gar ist in ihrer ganzen Länge polnisch, während im übrigen die Strommitte Grenze ist. Die Drahtverhaue unter der Brücke sind mehr als alles andere Ausfluß eines schlechten Gewissens. Die Abfertigung des Zuges in Dirschau durch die Polen geht korrekt, aber mit betonter Kälte vor sich. Auch schon auf der Fahrt von Berlin nach Marienburg stellte man im Korridor bei dem polnischen Zugbegleitpersonal as gleiche Verhalten fest: ein krampshaftes Bemühen, sehr selbstsicher dreinzuschauen, was aber durchaus nicht gelingen will. Man hat jedenfalls das Gefühl, daß diese polnischen Eisenbahnbeamten sich heute in ihrer schon immer wenig lockenden Aufgabe weniger wohlfühlen denn e. Uebrigens werden die gesamten Eisenbahnen im ebiet der Freien Stadt, mit Ausnahme der in Privatbesitz befindlichen Kleinbahnen, von den polnischen Staatseisenbahnen mitverwaltet. Was das bedeutet, darauf wird noch zurückzukommen sein. Wenige Kilometer hinter Dirschau kommen wir wieder auf Danziger Gebiet. Bald tauchen links vor uns am Horizont bewaldete Höhen auf und geben uns einen ersten Begriff von der reizvollen Mannigfaltigkeit der Danziger Landschaft, die ohne Uebertreibung zu den schönsten des nach Beirut begeben hat, in Amman dem transsorduni anzen deutschen Ostseeraumes gezählt werden muß h ab Dahei Geradeaus läßt ein aufziehendes Wetter das Meer ahnen. An„ceundlichen Vorortlandhäusern vorbei rollt unser in den Hauptbahnhof Danzig ein. „„„- N Amrmatr Beilt Trale schen Herrscher Emir Abdullah einen Besuch ab. Dabei habe er ihn aufgefordert, seine Propaganda in Syrien zugunsten seines syrischen Königtums einzustellen. Der irakische Ministerpräsidsient soll den Emir Abdullah auf das Unzeitgemäße dieses Projektes hingewiesen haben, das starken Widerstand sowohl bei den Arabern im Jrak und in Syrien wie insbesondere bei der nationalarabi schen Bewegung in Palästina findet, die einen so starken Exponnenten der britischen imperialen Kolonial=Politik wie es der Basallenfürst Abdullah geworden ist, nicht an der Spitze eines neuen arabischen Staates sehen wollen der möglicherweise vom persischen Golf bis zum Mittelmeer reicht und vielleicht Jrak, Syrien und Palästina miteinander vereinigen soll. Tag des NSD-Marinebundes 1939 in Dresden petkowitsch an den Duce vertiefung der italienisch jugoslawischen Freundschaft * 14. Aug. Der jugoslawische Ministerpräsident ewitsch richtete bei seiner Rückkehr vom Besuch enischen Hafenstadt Triest an den Duce folgendes ## von mir besuchten Dopolavoro=Organisationen und onen erreichten Ergebnisse sind die besten Beweise seheuren Krafteinsatz, mit dem es dem neuen „ ungen ist, die festen Grundlagen einer voll###n sozialen Gerechtigkeit und einer höheren Lep der arbeitenden Bevölkerungsschicht zu legen ## on italienischen Volke eine freundliche Zukunft gidem ich Italien verlasse, ist es mir eine # pslicht. Eure Exzellenz auch bei dieser Geleaufrichtigen Gefühle und des Willens des #en Volkes zu versichern, die freundschaftlichen mmer meyr zu vertiefen und zu festigen, #eitige Zusamigenarbeit auszubauen und im eine internationale Zusammenarbeit hinzu######### allgemeinen Wohlstand und dem FortMenschheit dient.“ # .565 In Dresden fand der Tag des Marine-Bundes 1939 unter Anwesenheit des Groß-Admirals Dr. h. c. Raeder statt. Unser Bild zeigt den Aufmarsch mit der Rednertribüne Photo: Schirner Der polnische„Einschlag" Die äußere Aufmachung dieses Bahnhofs macht ihn zu einem vollendeten Fremdkörper innerhalb der Stadt Mit polnischen Fahrplänen bespickt und stark mit polnischem Eisenbahnpersonal besetzt, alle Schilder in zwei Sprachen gehalten, könnte er bei dem Unkundigen den Eindruck erwecken, als ob in Danzig das Polentum irgendwelche nennenswerte Bedeutung habe. Aber schon vor dem Bahnhofsportal ist es mit diesem trügerischen Cindruck zu Ende. Zwei kleine polnische Banken. ein polnisches Gymnasium, eine magere polnische Buchhand lung und ein ebenso mageres polnisches Reisebüro, ein paar polnische Lagerhäuser und das Gebäude der sattsam bekannten polnischen Zeitung„Gazeta Gdanska"— das ist die ganze polnische Herrlichkeit in Danzig. Nur die knaltroten Briefkästen der im Weichbild der Stadt neben der Freien Stadt Danzig zugelassenen polnischen Post sind noch zu erwähnen. Aber das alles zusammen vermag nicht die Spur eines Schattens auf das urdeutsche Sonae#####t zu werien. Jahrhunderte formten dieses Gesicht, und alle Versuche. von außen her fremde Einflüsse in die Stadt zu tragen und Danzigs geistiges und völkisches Eigenleben mit undeutschen Wesenszügen: u verfalschen, scheitern an der stolzen Selbstverständ han twug#rr Danzig seine deutsche Wesenheit zur Wie ein Nordlandriese aus grauer Vorzeit reckt der St. Narten seinen mächtigen Glockenturm empor als Wahrzeichen deutscher Kultur für alle Zeiten. Die angen Zeilen der Giebelhäuser in der Langgasse, in der auch das wunderschöne alte Rathaus steht, erinnern an die berühmte Maximilianstraße in Augsburg. Das welt berühmte Krahntor, der Artushof, der Stockturm. die zahlreichen alten Patrizierhäuser, die Stadttore und Wehrtürme, die alten behäbigen Fachwerkspeicher im Hafen die malerischen Gassen und Winkel um St. Marien herum mit ihren meinandergeschachtelten Dächern— all dies tragt, das klassische Antlitz des wohlhabenden spätmitteldeutschen Kaufmanns= und Gewerbestandes Manchmal glaubt man sich nach Lübeck versetzt, nach Dder Bäninr suen Minter ovoer gaur uach Pothenturg oder Nördlingen. Keine Urkunde und keine GeschichtsOeisch#e könnte einormalicher den Beweis für die Deutschheit dieser Stadt erbringen wie das Stadtbild selbst, da., wir das Antlitz eines Menschen, seine Herkunft Nirgends ein Wort Polnisch Wir sind in diesen sonnigen Augusttagen kreuz und quer gestreift durch die Altstadt und die Neustadt. über die Märkte und durch den Hasen, haben Hausfrauen und •— 4 Dienstag, 15. August 1939 Nr. 222 Neue sag Der Führer in Salzburg Salzburg, 14. Aug. Der Führer besuchte am Montagabend im Salzburger Stadttheater die Festspielaufführung der Mozart=Oper„Die Entführung aus dem Serail". Händler, Matrosen und Werftarbeiter belauscht und beobachtet. Aber wir haben niegendwo ein Wort Polnisch gehört. Es wäre auch unnatürlich gewesen, denn schon das Aeußere dieser Menschen ist so deutsch, wie es nur sein kann. Hat doch schon vor Jahrtausenden der stolzeste der germanischen Stämme, jener der Goten, bis zur Völkerwanderung hier an der Weichselmündung gesessen und von ihnen leitet sich der Name der Stadt her.(Um das Jahr 1000„Cyddansk“ von dem vorausgegangenen „Gotiskandja“, das sich um die Mitte des 6. Jahrhunderts bei dem gotischen Geschichtsschreiber Jordanes mit der Bedeutung„Gotengau“ findet). Sind es doch Einwanderer aus den niederdeutschen Hansestädten, aus Schlesien, Brandenburg und Sachsen, Westfalen und Hannover gewesen, die nach Ausweis der alten Bürgerbücher sich hier nach der um 1224 erfolgten Gründung der Stadt zuerst in ihr angesiedelt haben. Man kann nur wünschen, daß recht viele Ausländer nach Danzig kommen und das Bild der Stadt und ihrer Menschen auf sich wirken lassen möchten. Keiner, und sei er vorher noch so sehr von Vorurteilen befangen, wird scheiden ohne die Ueberzeugung von der zweiselsfreien Zugehörigkeit Danzigs zum deutschen Volks= und Wirtschafts= und Kulturboden. „ Grüne Uniform und spitzes Käppi Hier in Danzig versteht man es am allerwenigsten, daß die volle Wiederherstellung der von der Natur und Geschichte vorgeschriebenen vollen Verbindung der Stadt und ihrer Umgebung mit Gesamtdeutschland zu einem Streitpunkt werden konnte, der nun schon seit Monaten die Blicke der Welt auf sich lenkt. Daß man sich über eine Selbstverständlichkeit aufregen und nervös werden kann, will den Danzigern nicht in den Kopf. Sie selbst sind in all den Wochen ruhig und gelassen geblieben. Nirgendwo merkt man im Leben der Stadt und im Gespräch mit ihren Bürgern etwas von der Aufgeregtheit, mit der die ausländische Hetzpresse um der Danzig=„frage“ willen die Welt zu erfüllen versucht. Um so tiefer sitzt allerdings in den Herzen der Danziger der verhaltene Zorn über die ständigen Uebergriffe und Schikanen der Polen und das Bewußtsein, daß es so, wie es jetzt ist, nicht bleiben kann. Als Menschen niederdeutschen Schlages tragen die Danziger ihr Herz nicht auf der Zunge. Sie warten ab in disziplinierter Selbstsicherheit und in selsenfestem Vertrauen auf Adolf Hitler, der auch ihr Führer ist. Das Geschrei und Säbelgerassel der Polen stört ihre Ruhe nicht; sie wissen, Großdeutschland ist nah und ist stark. Gleichwohl sind aber auch die Danziger selbst nicht untätig geblieben. Gelegentlich begegnet man innerhalb oder vor der Stadt einem Trupp junger Männer in der grünen Uniform und dem spitzen Käppi der Danziger Landespolizei, frische, kräftige Gestalten, in deren Augen sich die innere Entschlossenheit widerspiegelt, der Gauleiter Forster in seiner letzten Rede Ausdruck verlieh... Rom zu den Besprechungen Totalitäre Freundschaft und totalitäre Einsatzbereitschaft Von ungerem HO- Berichterstatter * R o m, 1 5. A u g.„ T o t a l i t ä r e F r e u n d s c h a f t u n d t o t a l i täre Einsatzbereitschaft" lautet die Quintessenz der römischen Presseurteile zum Ergebnis der deutsch=italienischen Besprechungen von Salzburg und Berchtesgaden. Damit ist im Grunde genommen alles gesagt, was von italienischer Seite den demokratisch=plutokratischen Versuchsballons und Verdrehungskünsten entgegengehalten zu werden genügt. Man erinnert in diesem Zusammenhang an die vor drei Monate in Turin gehaltene Rede des Duce, der schon damals die unvermeidliche Liquidation einer unhaltbar gewordenen Lage ankündigt und gleichzeitig durch die an die Einkreisungspolitiker gerichtete Frage„Frieden oder Krieg?" zur Selbstbesinnung aufgefordert hal. Mussolini hat seitdem geschwiegen gemäß seiner Erklärung, daß künftig nur noch das italienische Volk das Wort haben, d. h. von Worten zu Taten übergehen werde, wenn die letzte Frist zur Selbstbesinnung von den Demokratien ungenutzt gelassen werde. Das Salzburger Treffen hat, wie„Giornale'Italia“ feststellt, deshalb eine ganz besondere Bedeutung, weil es eine allerletzte Warnung an die Adresse des von den Westmächten aufgeputschten Polens darstelle. Drohungen und Beleidigungen könnten fortan nur die blitzartige Aktionen des stählernen Achsenblocks auslösen, dessen Langmut nachgerade auf eine allzu harte Probe gestellt worden sei. Wie ruhig und selbstsicher das faschistische Italien der Entwicklung der Lage entgegensieht, geht— worauf man auch hinweist— schon daraus hervor, daß das italienische Volk zu Hunderttausenden bereits am Sonntag die Großstädte zu verlassen begonnen hat, um an der See und in den Bergen den 15. August, der in Italien als allgemeiner Feiertag begangen wird, zu verleben. Denn das Volk weiß, daß seine Führung über der Sicherheit des Landes und der Wahrung seiner Ehre und seiner Interessen wacht. Im übrigen finden die italienischen Blätter und mit ihnen die politischen Kreise nichts gegebener, als immer wieder auf die deutschen Erklärungen zu den deutsch=italienischen Besprechungen hinzuweisen, die besser als alles andere auch der Auffassung Italiens gerecht würden. Kein Zweifel an der Festigkeit der Achse Von unserem LG-Berichterstatter * Paris, 15. Aug. Um die deutsch=italienischen Besprechungen werden in Paris weiterhin Legendenkränze gewunden. Was haben Deutschland und Italien abgemach!? Das ist die Frage, die hier alles bewegt. Man registriert peinlichst genau die Kommentare und Artikel der deutschen und der italienischen Presse, in dem BeTschungking protestiert in London Tschungking, 14. Aug. Die Tschungking=Regierung hat in London gegen die Auslieferung der chinesischen Terroristen aus der britischen Konzession in Tientsin an die Japaner protestiert. Das Außenamt in Tschungking nennt den britischen Beschluß ungesetzlich und um so unverständlicher, als von britischer amtlicher Stelle in Tschungking zu verstehen gegeben worden sei, daß eine Auslieferung nicht erfolgen werde. Hieraus geht hervor, aaß die Engländer ihr Versprechen mit Rücksicht auf die Verhandlungen in Tokio gebrochen haben. streben, daraus irgendwelche Rückschlüsse auf die kommende Haltung der Achse zu ziehen. Daß in Berchtesgaden und Salzburg eine vollständige Einigung bestätigt worden ist, daran zweifelt nun allmählich niemand mehr hier und die Versuche, Nuanceunterschiede zwischen Rom und Berlin zu konstruieren, bleiben vereinzelt. Heute abend steht das Gerücht im Vordergrund, daß eine neue Lösung zur Regelung der brennendsten europäischen Fragen, vor allem natürlich des Danziger Problems in Vorbereitung sei. Man stützt sich dabei auf Gerüchte aus der englischen Presse. Keine Ferienstimmung in London Von unserem VH-Berichterstatter * L o n d o n, 1 5. A u g. V o n p o l i t i s c h e n F e r i e n k a n n m a n hier vielleicht in bezug auf das Gros der englischen Parlamentarier sprechen, sonst ist im politischen Leben von Ferienstimmung keine Rede. Im Gegenteil, einige maßgebende Persönlichkeiten sind recht eifrig beschäftigt. So ist Winston Churchill nach Frankreich geflogen und es heißt, er will dort die Maginot=Linie besichtigen. Es ist nicht anzunehmen, daß er das als Ferienbeschäftigung tut. Weiter ist der führende Labourmann Henderson wieder einmal auf einer südosteuropäischen Tour und befindet sich für einige Tage in Budapest, das ja im Augenblick auch nicht unbedingt als Erholungsort anzusprechen ist. Wenn nun auch der Außenminister Lord Halisax es für nötig befunden hat, für 2 oder 3 Tage nach London zu kommen, so wird er das kaum tun, um irgend etwas zu holen, was er vergessen hat, in seinen Urlaub mitzunehmen. All diese Ereignisse sind nur Symptome für die Nervosität und— man möchte sagen— die Zerfahrenheit des augenblicklichen Standes der britischen Außenpolitik, die allerdings am allerdeutlichsten zum Ausdruck kommt in der Vielheit der Vermutungen, die von der Presse über den Besuch des italienischen Außenministers Graf Ciano in Berchtesgaden geäußert werden. Da wird in kühnen Gedankensprüngen von einigen Blättern über die Möglichkeit einer baldigen Fünfmächte=Konferenz zur Erörterung der aktuellen europäischen Probleme orakelt und andere Blätter wieder wollen genau wissen, daß am Obersalzberg eine neue Lösung der Danziger Frage auf dem Verhandlungswege ins Auge gefaßt worden sei. Man kann sich beim Lesen solcher Prophezeiungen des Gedankens nicht erwehren, daß die Aemter von Whitehall eine Lösung am liebsten sehen würden, die es ihnen gestattete, um an jüngst eingegangenen Verpflichtungen und sonstigen Zusicherungen noch einmal glimpflich vorbeizukommen. 197 polnische Deserteure in vier Wochen Berlin, 14. Aug. Wie wir von maßgebender Stellerfahren, haben allein im Laufe der letzten vier Wochen 197 polnische Deserteure die deutsche Reichsgrenze überschritten. Interessant ist dabei die Feststellung, daß es sich keineswegs nur um Angehörige der zahlreichen im polnischen Staate lebenden Minderheiten handelt, sondern daß 143 davon Nationalpolen sind. Den Rekord hierbei hielt das Schützenregiment 11 mit 48 Deserteuren: es folgen das Infanterie=Regiment 73 mit 40, das Ins.Rgt. 75 mit 22 und das Inf.=Rgt. 72 mit 13 Deserteuren. Die Deserteure gaben als Gründe ihres Ueberlaufens teilweise schlechte Behandlung durch ihre Vorgesetzten an. Ein großer Teil dieser Soldaten hat jedoch aus sehr ernsten und überlegten Gründen den Entschluß zum Ueberschreiten der deutschen Grenze gefaßt, um nicht länger einem Regime dienen zu müssen, das bewußt auf den Krieg zusteuert. Es ist auch festgestellt worden, daß einzelne polnische Regimenter wegen allzu zahlreicher Desertierungen und allgemeiner Unzuverlässigkeit aus den polnischen Grenzgebieten wieder aviransvortiert werden mußten. Wie erst jetzt bekannt wird, kam es in der Nacht zum Samstag auch an der slowakisch=polnischen Grenze nördlich von Cadca zu einem Grenzzwischenfall, der einen klaren Beweis dafür liefert, mit welchen Mitteln Polen seiner inneren Zerrüttung nur noch Herr werden kann. In dem unwegsamen Gelände hatten etwa 150 militärpflichtige polnische Staatsbürger, darunter Slowaken, Volksdeutsche, Ukrainer. aber bemerkenswerterweise auch polnische Soldaten in Uniform, versucht, die Grenze zu überschreiten. Als sie sich bereits auf slowakischem Gebiet befanden, eröffneten die polnischen Grenzwachen auf sie das Feuer. 25 Flüchtlinge wurden hierbei schwer getroffen und von den Polen wieder zurück über die Grenze geschafft. Es dürfte außer Zweifel stehen, daß von ihre auch einige getötet wurden. Motoren explodiert 14 Tote bei dem Flugzeugabsturz in Rio de Janeiro Rio de Janeiro, 14. Aug. Der Absturz des Flugzeuge der Panamerican Airways in Rio de Janeiro hat 1 finden sich der amerikanische Finanzmann James Harwez Roggers und Prof. Yale, ein persönlicher Freund Roosevelts. Letzterer hat im Auftrage des amerikanischen Präst denten viele Reisen in Südamerika unternommen. Das Flugzeug, das zwölf Fluggäste und vier Mann Besatzung an Bord hatte, schlug beim Wassern gegen einen Schwimmsteg, wobei die Motoren explodierten. Der Flugzeugführer Pearson, der getötet wurde, g# hörte zu den Luftmillionären der Panamerican Airwanz, bei der er schon zehn Jahre Dienst tat. Der Handel mit AS A (Fortsetzung von der 1. Seite) nutzbringenden Handelsbeziehungen höher schätzen, als dogmatischen Phantomen nachzujagen. „Die Weigerung, nur aus prinzipiellen Gründen heraus in aktive Wirtschaftsbeziehungen mit einem anderen Land einzutreten, kann", so erklärte Funk,„nur aus politischen Motiven oder vielleicht auch aus Mißverständnissen oder purer Unvernunft, aber nicht aus wirtschaftlichen Ueberlegungen entstehen.“ Er sieht in dem Vorgehen der 60 Kongreßmitglieder ein hoffnungsvolles Zeichen, die aus dem Gefühl der wachsenden innerwirtschaftlichen Schwierigkeiten heraus zugegeben haben, daß neue Methoden und Formen gefunden werden müssen. Solange der Freihandel blühte, erklärte Funk, konnte man ohne Schwierigkeiten da kaufen, wo die Preise am niedrigsten waren. Jetzt, da die alten Systeme vernichtet sind und das Gold seiner früheren Funktion entkleidet ist, müssen neue Wege beschritten werden. Funk glaubt, daß eine neue Organisation des zwischenstaatlichen Handels sich entwickeln muß in der Form, daß die verschiedenen Systeme aufeinander abgestimmt werden. Ein solches Vorgehen hält er auch zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland für durchaus möglich, denn es gibt keine Schwierigkeiten, die der Menschenverstand und der gute Wille nicht überwinden könnten. Der erste Preis im Küstenflug Berlin, 14. Aug. Im Küstenflug vom 10. bis August hat die„Go 150“, das zweimotorige Kleinslu zeug der zum Konzern Orenstein& Koppel gehörende Gothaer Waggonfabrik, mit Chefpilot Harmens(Gothe den ersten Preis errungen und damit die Goldene He mann=Göring=Plakettc erworben. Dies ist der dritte Ersol der„So 150“ in der letzten Zeit. Sie hatte bekannich schon am 5. Juti den internationalen Höhenrekord me Klasse(8048 Meter) aufgestellt und im Luftrennen Frafurt Main den dritten Preis der Klasse B erhalten Die„Go 150“ ist in ihrer Konstruktion auf Sicherb und billige Betriebsweise abgestellt. Sie vereinigt### Eigenschaften eines ausgesprochenen Privatflugzeua# kann aber auch als Uebungs= und Schulflugzeug vor#### lich verwendet werden. Dieser dreifache Erfolg hat de Beweis erbracht, daß neben den vorerwähnten Vorzug auch der Grundsatz höchster Leistungsfähigkeit verwirklt worden ist. Die Dirigenten der Bayreuther Festspiele 1939 Die hohe Wertschätzung der musikalischen Leitung des Bayreuther Orchesters durch namhafte Dirigenten hat verschiedene Gründe. Bayreuth gilt in der Welt als ein künstlerischer Gipfelpunkt. Weil Bayreuth sich zu vorbildlicher Leistung verpflichtet weiß, erfolgt die Zusammenstellung des Klangkörpers allein nach Gesichtspunkten künstlerischer Reise und bietet somit dem Dirigenten ein Instrument ganz erlesener Kräfte, die der musikalische Leiter zu jener Interpretation des Werkes führen kann, die ihn beseelt und erfüllt. Nun ist aber langst nicht jeder Pultvirtuose, durch seine direktionstechnischen Fähigkeiten zum Bayreuther Dirigenten ohne weiteres berufen. Das Kunstwerk Wagners ist der Musik verhaftet, erschöpft sich aber nicht in ihr. Es ist eine allkünstlerische Schöpsung, die für die eindrucksstärkste Verwirklichung einer dramatischen Idee alle zu einer organischen Einheit zusammenfügbaren künstlerischen Ausdrucksträger miteinander verbindet, die — klingend erweckt— die herztiefe, nachhaltige Wirkung beim Kunstfreund erzielen. Für Wagner war die Kunst herzbetonte Künderin phantasiereicher Gesichte, ewiger Ideen, blutvolle Verwirklichung eines gottrückgebundenen Ethos, Offenbarung methaphysischer Sinntiesen des Lebens in plastischer Gewandung. So drang Wagner zu der Formulierung des Satzes vor:„Die Kunst ist die wahre Bildnerin des Volkes“. Und seine Werke sind voller erzieherischer Imperative, die— klingend verkündet— alles Doktrinäre und Lehrhafte, das Erwachsene abstößt, verloren haben. Um nur ein Beispiel zu nennen, weisen wir auf die weisheits= und zugleich hoheitsvolle„Belehrung" der Welt durch Gurnemanz im„Parsifal“ hin. Sein Wort: „So recht nach des Grales Gnade, das Böse bannt, wer's mit Gtutem vergilt!“ ist ein gralsklanggebundenes, erzieherisches Ariom von zeitloser Gültigkeit, aus deutscher Herzenstiefe empfunden und mit deutscher Deutlichkeit verkündet Bayreuther Dirigenten müssen Vollmenschen sein mit segnender und gesegneter Hand. Von ihrer musikalischen Inspiration hangt die innere Qualität der Gestaltwerdung des Werkes ab. Was nützten Bayreuth„musikalische Tranformatoren“, die das symphonische Drama zur dramatischen Symphonie ummodelten! Sie würden eine Zerstörung des allkünstlerischen Werkes bedeuten, und mit Recht wurde auch in der Oessentlichkeit schon oft der Frevel jener Pultvirtuosen gebrandmarkt, die da allzu stolz sich mit der Frage brüsten: Haben Sie schon meinen„Tristan“ gehört? In diesem Jahre dirigierten am Bayreuther Pult zwei langbewährte, stabführende Paladine des Wagnerschen Werkes: Karl Elmendorsf(„Fliegender Holländer“) und Franz von Hoeßlin(„Parsisal"). Die anderen Teile des Werkes waren„jüngeren“ Händen anvertraut. Die„Ring“= Direktion lag bei Heinz Tietjen, die des„Tristan" bei Iiktor de Sabata. Daß der Leiter der gesamten Inszenierung aller Werke, Heinz Tietjen, sein Riesenarbeitspensum um die Uebernahme der musikalischen Leitung des umfangreichsten Wagnerwerkes freiwillig vermehrte, hat mancher als dem Werk nicht dienliche Arbeitsteilung empfunden. Hierzu ist Wichtigstes zu sagen. Unter den Regisseuren an deutschen Opernbühnen müssen jene noch gesucht werden, die eine solch eminent musikalische Begabung besitzen, wie sie Tietjen auszeichnet. Sein Ausstieg zum Generalintendanten der Berliner Oper und Preußischen Staatsrat begann am Pult der Opernbühne. Er ist musikalischer Fachmann, qualisizierter Dirigent und— in Bayreuth der Verdeutlicher der„Licht=Idee" im Wagnerschen Kunstwerk. Die Dynamik, das Tempo und der Stärkegrad, mit denen das Orchester unter Tietsens Leitung die Bildgestalt des„Ringes" zur Klanggestalt ergänzte, machte die Tetralogie für den seinnervigen Zuschauer, der für subtile Nuancen ein Gespür hat, zu einem fesselnden, überzeugenden Kunstgenuß. Die geistige Spannweite dieses Dirigenten ist selten groß. Er kennt Wagner und Bayreuth aus Idee und Werk und kennt auch das neuzeitliche, wertvolle Wagner=Schrifttum, soweit es zu Tiefen vorstößt Auf diese geistige Weite Tietsens haben wir verschiedentlich hingewiesen. Wenn ein Auffälliges bemerkt werden darf, dann scheint es uns in der übermäßigen Beschleunigung etwa der Verwandlungsszenen im„Rheingold“, der Schlußszene Siegmund=Sieglindes(1. Akt „Walküre") und der Schlußszene Siegfrieds(2 Akt„Siegfried") gegeben zu sein, die in diesem Tempo zu der im „Ring“ daneben gebotenen verhaltenen Breite stark kontrastieren. Karl Elmendorff ist der werkgetreue Dirigent. Wir erleben in Bayreuth seine„Tristan"= und„Ring"=Interpretationen und in diesem Jahr seine Direktion des „Fliegenden Holländer“. Hier hatte er das hellwache Auge für das„übergangslose“, zäsurbetonte Frühwerk Wagners. Er hielt und hält Zäsuren. Wir durften im„mystischen Abgrund" noch einmal seiner Direktion des„Holländer“ beiwohnen— ein Erlebnis eigener Art. Wenn Klangprofile je von Bedeutung sind, dann wird man sie im „Holländer“ erkennen und Elmendorff zugestehen müssen, daß er die Struktur des Werkes kennt und sie meisterhaft aus der Partitur in den Klang übersetzt, so daß alles deutlich wird und nichts verwischt bleibt. Als Dirigent bewunderten wir an ihm stets die Ferne von Allüren, seine natürliche Ungezwungenheit und wahrhafte Art, die aus warmem, gesegnetem Herzen in Treue dem Werke dient Franz von Hoeßlin fällt allen Bayreuth=Besuchern durch seine Erscheinung aus. Der schlanke Mann mit dem weißhaarigen Haupt, den klaren, geistvollen, blauen Augen, dessen prosiliertes Antlitz sich jedem einprägt, der ihn einmal sah, stand vor zwölf Jahren zum erstenmal am Bayreuther Pult. Heuer dirigierte er den„Parsifal", das Edelweiß im Blumengarten der Wagnerschen Muse. Auch er gestattete uns, im Orchesterraum ein zweites Mal der Klangwerdung des Gralsmysteriums beizuwohnen. Daß wir uns(am Pult der ersten Violine stehend) selbst wie Parsifal beim ersten Verweilen im Gralstempel vorkamen, wird dem nicht wunderlich erscheinen, der mit uns in Wagners„Parsifal“ die künstlerische und menschliche Quintessenz des Bayreuthers erkennt. Hoeßlin hat Andacht und Konzentration der inbrünstigen Sammlung, die er dem Werk mitteilt. Das Vorspiel, den„Weihenden Eröffner“, des Werkes, dies„heilige Zitat aus gleichsam überdramatischer Sphäre“, wie Hans von Wolzogen diese ersten Klänge benannte, hob er in die lichte Region göttlich erhabener Klarheit mit behutsamer, immer aber deutlich bleibender Zeichengebung. Alle heiligen Weisen, die den Wurzelklängen des Liebesmachtspruches entstammen, die Motiven des„Wunders", der„Wunde", des „Speeres" und„Kelches“ wurde sanft in den Klang gehoben. Mit rhythmisch schärfster Präzision führte er die Bläser zur eindrucksgewaltigen Verkündigung der Glaubensthematik, musizierte die Leides= und Schmerzenswelt der Unheilvollen(Amfortas, Kundry) mit innerster Klangbeseelung aus. Prachtstücke seiner Direktion waren die musikalische Zeichnung der dämonischen Unruhgestalt Klingsors, die im Tempo verhaltener Klanggeburt des Blumengartens, die Musik der Verwandlungsszenen und der Karfreitagszauber, der in der Parsifal=Motivvariante der Gralskönigweise abschließend eine der stärksten klingenden Eindrücke für uns war. Ein„Parsifal“=Dirigent muß um das Heilige wissen, muß Gnadensegnung haben und Ehrfurcht vor dem Mysterium. Sie eignen Hoeßlin und darum ist er ein„Parsifal"=Dirigent. Als„homo novus“ stand der Italiener Victor de Sabata am Pult. Der Südländer kommt vom Klang her und nur vom Klang. So wird hier den„Bayreuther Tempi“ eine ideale Erfüllung geschenkt, d. h. sie werden in überirdisch glänzenden Crescendis und Decrescendis zu vollblütigstem Klang gebracht. De Sabata empfindet den„Tristan“ malerisch und zeichnet gern kontrastreich. Die zweite„Tristan"=Aufführung, im ersten Akt stellenweise unruhig flackernd, übertraf die Erstaufführung durch bessere Verteilung der Beschleunigungsgrade und reichere Berücksichtigung der Tempi=Uebergänge besonders im zweiten Akt(Vorspiel und zweite Szene). Glutvoll ist dieser„Tristan“ de Sabatas. Und von ganz ausnehmender Großartigkeit die synkopierten Hörnerklänge im 2 und 3. Akt. Da merkte man besonders Feinschliff und orchestrale Klangkultur. Das Orchester leistete Erstaunliches. Die Dankesgesten der musikalischen Leiter an die musizierenden Künstler durfte jeder Musiker persönlich werten. Bayreuths Orchester und seine Dirigenten erhärten Jahr für Jahr Bahreuths Weltruf. Hans Rittel. Von Mozart bis Strauß und Drei musikalische Darbietungen am letzten Samstag ind am Sonntag zeigten in dichtgedrängter Folge die nnere Spannweite der Salzburger Festspiele. In Kirche, Kenzertsaal und Theater wurden Spitzenwerke geistlicher Musik, der Oper und der künstlerischen Tanzmusik gespielt. Mozart und Johann Strauß waren die Meister, die als Söhne der Ostmark aus der Mannigfaltigkeit süddeutsch=musischer Wesensart die gegensätzlichen Kunstwerke geformt haben, die als Repräsentation gesamtdeu## Musik Weltgeltung besitzen. Einen besinnlichen ernsten Ton schlug im vorw heiter gestimmten Akkord der Festspiele die Auff der großen Messe in.moll von Mozart an. Die Stiftskirche zu St. Peter, wo der 27jährige Mozart#### Messe selbst dirigiert hat, bildete den traditionsgewol# Rahmen für eine künstlerisch hochwertige Aufführung. der unter Meinhard von Zallingers Leitung Mit#e# des Staatsopernchores, das Salzburger Mozarteume ster und die Solisten Felice Hueni=Mithacsek, Mayr, Julius Patzack und Georg Hann sowie der“ organist Franz Sauer mitwirkten. Im Lustspielhaus wurde am Sonntag die ita gesungene Buffo=Oper Mozarts„Die Hochzeitl“i garo“ von einem aus deutschen und italienischen gebildeten Ensemble unter der feinnervigen miLeitung Hans Knappertsbuschs gespielt. In der ten, von mitreißender Spiellaune erfüllten Int#### Gieido Dalvinis taten sich besonders hervor Eneals schlechthin vollendeter Figaro, Mariano.= Graf Almaviva, Esther Rethy als reizende Martha Rohs als bezaubernder Cherubin und Reining, die die Gräfin verkörperte und ihr reizer, von einem herrlichen Sopran beseelten kunst gab. Wie die Träger der Hauptrolle, so auch die übrigen, vorzüglich singenden Darstell auf offener Szene, der sich an den Aktschlüssen lichen Ovationen verdichtete Großen Jubel, der zu Wiederholungen und zwang, entfesselte Elemens Krauß, als er am voimittag mit den Wiener Philharmonikern im Mezarteums eine Auswahl aus den schönsten und Operetten von Johann Strauß zum Vortrad Die Unterhaltungs= und Tanzmusik, die dieser Melodiker der Ostmark in die Höhe der Kunst hat ist als betonter Hinweis auf die Volksverk der Salzburger Festspiele sowohl von dem pr. lenden Orchester und dem aus Wiener Blut..... und schaffenden Dirigenten wie vom Publikum: als ein erlesenes Vergnügen ausgenommen weiDiese Nummer umsaßt 10 Seilel Druck und Verlag: Kölner Verlagsanstalt u. Köln. Vorstand u. Verlagsleitung: Dr. Erich,#.un koln Hauptschriftleuung: Dr. Hans Koch,„ des Hauptschriftleiters und verantwortlich###### Wirtschaftsteil: Dr. August Wegener: Io#„; I und stadtkölnischen Heimatteih Dr. Hans##. Baums: für Umgebungs= und Provinzten ner Heimatteil: Paul Saune; fur Kunst Werner Höfer(in Urlaudsn Vertretung: für den Sportteil: Th. Kigechbaum####m, Lowig; für das rechtsrb#nische Gebiet: O.. den Dürener Heimatteil: Hübert Mever in g.—, laub), in Vertretung: Pau# Saupe. Koln. liche: Abreilungsleiter: ve### wertlicher Anze### Müller. in Köln=aurIl 150—:.. "000 bi. von Beilage###tsrbeinische: Freitags üb 6000; Bezirk###gabe Bonn uder ausgabe Düren über 1000 Erscheint wochen morgens Bezugsprein: Monorbig,# gebühr), zuzüglich 4 Pfg. Zustellgedühren. K Dienskag, 15. August 1939 Der Mendelssohn-Krach Wo ist das Privatvermögen? Von unserem OE-Berichlerstatter * Amsterdam. 14. Aug. Der Zusammenbruch des Bankzauses Mendelssohn u. Co., Amsterdam, ist, ganz abgeden von den wirtschaftlichen Folgen, die Holland daraus achsen werden, als Zeiterscheinung des demokratischen neitens und seines jüdisch=beeinflußten Finanzwesens zu men. Gleich nachdem die Zahlungseinstellung der Bank sannt geworden war, beeilte sich die holländische Presse beram hinzumeisen dah der Bonstaan* Gieue Tag Nr. 222 Franco bestimmt seinen Nachfolger Die wesentlichen Grundsätze der Neuordnung Spaniens Von unserem VR-Berichterstatter za einen gewissen Grade zu rotzdem ist man schon heute der Ansicht, daß sich die enten Auswirkungen dieses Bankkrachs noch aar nicht versehen lassen. * Madrid. 15. Aug. Die von der spanischen Regierung im Laufe der letzten zwei Jahre geschaffene Gesetzgebung erste. Linie auf die revolutionsbedingten Verhaltnisse zugeschnitten. Dies gilt aber nicht nur von der sahlung, den gesümtten biguntsatorischen Aufbau Spaniens den Erfordernissen des Friedens anzupassen. Da die Falange das wichtigste Organ des jungen Spaniens darstellt, hat man bei ihr mit der Reihen der Bewegung hervor, damit die Garantie gegeben ist, daß sich keine egoistischen Interessen einschleichen, und damit die Syndikate nur von den Idealen des Staates durchdrungen sind. Die Bedeutung des politischen Ausschusses ist nicht nur rch die Ernennung eines Präsidenten und eines Vizepräsidenten gestiegen, sondern auch dadurch, daß ihm als ständige Mitglieder der Generalsekretär der Bewegung, der Vizesekretär und die Delegierten der verschiedenen nationalen Dienste angehören. Der politische Ausschuß widmet sich hauptsächlich folgenden Aufgaben: „ ∆ O. Die dos Ende dieses züdischen Baniers auf seiner Ausrichung und Unselung auf den Frieden begonnen, Partel angebenden Prastier. a.=Putnichung““ sischen Beitung Kaustellan gamaiten. u.„41, seiner und an ihren Statuten wichige Aenderungen vorgenom; aung Vorschlage n den Hihrer der Vewe men die uum Teil schan i Ver Stertun.. zung Vorschläge und Anregungen unterbreiten und umanzösischen Besitzung Vaucresson gewesen ist, ob er eines gturlichen Todes starb oder Hand an sich legte, ist zur eurteilung des Falles Mendelssohn=Mannheimer belangWeit interessanter ist, daß das große Privatvermögen es jüdischen Bankiers plötzlich verschwunden war. Noch u, vor dem Krach wurde es auf den gewaltigen Betrag on 90 bis 100 Millionen Gulden geschätzt. Es drängt sich er ein Vergleich auf. Kurz vor dem Zusammenbruch var Kreugers, des großen schwedischen Hochstaplers, urden gleichfalls ähnliche Schätzungen über sein Verogen bekannt. Es erhebt sich die Frage, hat der Schieber „annheimer, der sein Vermögen vollkommen in der nichen Inflation zusammengescharrt hatte, diese Beträge rschoben, oder waren sie nie in solchem Umfange vornden und wurden die Nachrichten über dieses Vermögen ilich lanciert, um den ins Wanken geratenen Kredit annheimers zu befestigen? Mannheimer führte eine nangreiche private Buchhaltung über viele Geschäfte ##ck. Sie ist, wie berichtet, ebenso undurchsichtig e die Rolle Mannheimers während der Abwertung des dens im September 1936. Bahnbau Tripoli—Haifa aus strategischen Gründen Aeppo, 14. Aug. Wie die arabische Zeitung„Al Yom“ chtet, hat die Eisenbahndirektion in Kairo den internonalen Aufsichtsrat der Gesellschaft„Orient Expreß" Istanbul ersucht, das alte Projekt eines Eisenbahnbaues schen der syro=libaniseschen Hafenstadt Tripoli und dem lastinesischen Hafen Haifa nunmehr beschleunigt auszuren. Wie verlautet, erfolgte dieses Ersuchen auf Wunsch Druck englischer Militärkreise in Aegypten, die auf ner direkten Eisenbahnverbindung von Aegypten nach urkei aus begreiflichen strategischen Interessen bemerkenswerterweise waren es im vergangenen brzehnt gerade die Engländer, die aus Rivalität und itrauen gegen die Franzosen den Bau der Eisenbahn ipoli—Haifa stets zu verhindern wußten. Die alte niche Bagdadbahn war mit dem Strang, der in Aleppo 6 Süden abzweigt, nur bis zu dem zwischen Libanon Anti=Libanon gelegenen Ort Rajak und der am neimeer gelegenen Stadt Tripoli gekommen, während aus Aegypten nordwärts führende Eisenbahnstrang die Haifa entgegenkam. Zwar führt von Rajak eine aspurbahn nach Beirut und Damaskus mit Anschluß Hedschas=Bahn, aber auf der nur wenig über 200 icter langen Küstenstrecke Tripoli—Haifa dürfte die malspurbahn nach englischem Wunsch nicht ausgeführt men, die zum Teil schon in den Statuten der alten Falange vorgesehen waren. . Sehr wichtig ist die Schaffung des Postens eines Präsidenten des Politischen Ausschusses und die Eingliederung der ehemaligen Frontkämpfer und der von den Roten eingekerkerten und später befreiten Spanier in die Partei. Hierdurch wird der Bewegung eine neue soziale Kraft durch diejenigen zugeführt, die für Spanien gelitten und bereitwillig ihr Leben aufs Spiel setzten Auch die Milizen und Syndikate erfahren eine Stärkung innerhalb der Partei. Die oberste Führung der Milizen, die„nicht ein Teil der Bewegung, sondern die gekehrt, Unterstützung des Führers in allen Angelegenheiten, die dieser dem Ausschuß vorlegt. Der politische Ausschuß tritt wenigstens einmal im Monat zusammen. —.„ Nationalrat der Falange, der bisher nur 50 Mitglieder hatte, kanm künftig 50 bis 75 haben. Der Nationalrat beschäftigt sich mit Fragen über die Struktur der Bewegung und des Staates und mit anderen grundsätzlichen Fragen wie z. B. des syndikalen Aufbaus, erner mit den großen nationalen und internationalen Problemen. . Im Artikel 48 heißt es, daß der Caudillo seinen Nach folger selbst bestimmt, und diesem die gleichen VerpflichHiranuma beim Kaiser Generalmajor Riuto nach Tientsin zurückgekehrt Tesio. 14. Aug. Premierminister Hiranuma berichtete heute dem Kaiser in Hayama über die Besprechungen der Fünferkonferenz und über die Lage in Europa. Die Presse wie politische Kreise betonen in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Front Berlin—Rom—Tokio. Die Abordnung der Tientsin=Armee für die Tokioter Konferenz unter Generalmajor Huto ist heute nach Tientsin zurückgekehrt, da, wie Huto erklärte,„die Delegation ihren militärischen Pflichten in Tientsin nachkommen muß, statt hier in Tokio darauf zu warten, bis London neue Instruktionen schickt". Muto erklärte ferner, daß ohne die Zustimmung der Armee keine bindenden Abmachungen zwischen Tokio und London getroffen werden könnten. Falls die Konferenz überhaupt wieder ausgenommen würde, dann nur unter der Voraussetzung, daß London uneingeschränkte Zugeständnisse mache. Bewe ung selbst“ sinn, verkörpert der Caudillo, der von tungen auferlegt im Innern, wodurch verhület werden soll. dak morrith, gomassscen er sehote,„Reform der zentralen Staats. scher Gelst. den Frieden zu stören versuchen könnte. Iisner heischlaeumiaten Meischau.=.:l Die Führer der vertikalen Syndikate, deren Aufgabe die Organisation der Arbeit, der Produktion und der Verteilung der Güter ist, gehen in allen Fällen aus den einer beschleunigten Aufbauarbeit begrüßt. Die beste Garantie hierfür ist die in dem Gesetz vom 8. August vorgesehene Machterweiterung des spanischen Staatschefs die Spanien zu einem wirklich autoritären Staate stempelt. Die Biennale in Venedig 15. Aug. auf der Internationalen Filmkunstschau wurden an den Tagen des Wochenendes einige recht interessante Filme zur Aufführung gebracht. Ein sehr bemerkenswertes Werk war ein großer japaxischer Film über die Besetzung von Schanghai durch die japanischen Marinetruppen, ein Zeitdokument von stärkster dramatischer Wirkung. In einer photographisch mit großem Geschick zusammengestellten Bilderfolge erlebt man den heldenhaften Kampf mit, den die japanichen Truppen im Fernen Osten zu bestehen haben. Tapserkeit, Opfersinn und Heldenmut sind die Leitged inken die diesen Film durchziehen. Bewundernswert ist die Beschießung Kumagais, die die Kampfhandlung in der vordersten Linie im Bilde lebenswahr und mit dem ganzen harten Realismus, den der Krieg mit sich bringt, festgehalten hat. Ein besonderes Lob verdient die Photographie mit ihrer auf starke Abzeichnung der Kontraste abgestellten Schwarz=Weiß=Plastik. In der Reihe der Kriegsfilme nimmt das japanische Werk unstreitig einen der hervorragendsten Plätze in. kunmehr, da sowohl England wie Frankreich mit der kei einen Freundschaftsvertrag abgeschlossen habe, zufolge die Türkei im Kriegsfalle ihre Truppen nach nen und Palästina bis zum Suezkanal schicken soll, ist wie obige Meldung besagt, bestrebt, das Versäumte nachzuholen, um den türkischen Truppentransporten senen französischen und britischen Mandatsgebieten, die auf Hilfsvölker angewiesenen Westmächte die Kraft eigenen Verteidigung nicht mehr aufbringen, den Weg umachen. 16 000 drohen mit Streik bei der britischen Armee London, 14. Aug. Wie der Daily Expreß meldet, der Streik in dem Militärlager Devizes größere maße anzunehmen. Wie das Blatt berichtet, hat man einer Ausdehnung des Streiks auf 16.000 Arbeiter icht, falls die Lohnforderungen nicht befriedigt werdie Arbeiter aus sechs Militärlagern haben am Fnag in Salisbury eine große Versammlung abgeBekanntlich ist bei dem Bau von Militärlugern letzten Zeit schon eine große Stockung eingetreten, kunderte von Arbeitern infolge von Lohnforderungen Arbeit niedergelegt haben. Die Folge war, daß die euen bereits lebhafte Klagen wegen schlechter Unterrung geführt haben. Den hohen Stand der japanischen Filmkunst enthüllte auch ein Kulturfilm über das Leben der Frösche. Ausgezeichnete Bilder zeigten die Entstehung der Kaulquap= ####e dem Ei und ihre Entwicklung bis zum fertigen Schweden zeigte den Film„Junger Mann, genieße dir„uaen“ ein mit tiefem Ernst erfülltes Werk, in dessen Mittelpunkt ein junger Mann steht seinen Ideen und Gefühlen unter seinen Mitmenschen allein befindet und sich in das Leben der Kompromisse seiner Umwelt nicht einfügen kann. Die sich daraus ergebenden inneren seelischen Kompromisse bilden das eigentliche Element der Filmhandlung. Dem italienischen Film„Piccolo Hotel“, der Szenen aus dem Leben in einem kleinen Gasthaus brachte, gab das Spiel der bekannten italienischen Schaupielerin Emma Grammatica ein höheres künstlerisches Niveau. Alles Beiwerk und alle übrigen Personen treten hinter dieser Darstellerin ganz in den Hintergrund. Sie beherrscht durch ihre lebensvolle Charakterisierung der menschlichen Gefühle die Handlung. Ein interessantes Werk ließ Holland auf der FilmGeschick und manchen guten „10 Jo . im Zeitraum der Regierung ber Königin Wilhelmine mit seinen wechselvollen Schicksalen geschildert. Eingeflochten in die Spielhandlung sind die großen Begebenheiten der Weltgeschichte, die sich wäh rend der Regentschaft der Königin zugetragen haben. Wir erleben Szenen aus dem Weltkrieg, den Revolutionen die die europäischen Länder erschütterten, Szenen aus Holland und erfahren einiges über die Verhältnissein diesem Lande. So entstand eine Verbindung von Spiel= und Kulturfilm, die neben der ausnoli hesittartellung auc den Vorzug großer Origi. Erreger der Kinderlähmung entdeckt? Verschmutzter Brunnen als Nährboden Stockholm, 14. Aug. Der bekannte schwedische Bakteriologe Professor Doktor Karl Kling hat an die schwedische medizinische Behörde die Mitteilung gerichtet, daß es ihm geglückt sei, im Wasser— nämlich in einem Brunnen der südschwedischen Landschaft Skone— einen Virus zu finden, der dem Erreger der spinalen Kinderlähmung mindestens sehr nahesteht. Obwohl die Identität noch nicht vollständig erbracht worden ist, nimmt man an, daß der Erreger der überaus gefährlichen spinalen Kinderlähmung gefunden ist. Die Entdeckung wurde in dem Brunnen einer Gemeinde gemacht, in der im Herbst vorigen Jahres sieben Erkrankungen an spinaler Kinderlähmung vorgekommen sind. Der erste der Fälle— es handelte sich um einen sechsjährigen Jungen— war auf einem allein liegenden Hof vorgekommen. Da der behandelnde Arzt beinahe keine Berührung der Bewohner mit der Umwelt feststellen konnte, richtete sich sein Verdacht gegen das Trinkwasser des Brunnens. Man fand in dem schlecht gehaltenen Brunnen eine Eidechse, viele Insekteneier und andere Verunreinigungen. In Professor Klings Laboratorium wurde in dem Wasser ein Virus festgestellt, den man genau untersuchte. Es ge.. Dert Nen VVorrane unf Der Wilmschau taufen, den mit viel Geschick und manchen guten Einfällen aufgebauten Film„40 Jahre“. Hier wird das Leben einer Familie im Zeitraum der Regierung der METEEE Kopfschmerzen, Rheuma, Ischias wirken Trineral=Ovaltabletten prompt u. zuverlässig. Sparsam u. ergiebig! 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S o g e w a n n e n D e m a g r u n d 2 P r o Montanaktienmarkt lag freundlich, jedoch blieben gering. Vereinigte Stahl- wurden unver f. Mannesmann zogen# Prezent an. Von agen Wintershall im Angebot. Anleihen blieben #echäft gut behauptet. Reichsaltbeeitz zogen Am Kuxenmarkt war das Geschäft nicht „ Auch am Kassamarkt blieb die Umaatz # Banken und Vereicherungen rinig und Auch der Freiverkehr hatte nar kleiines tuweisen. Die Börse war zum Schluß abge Schon 22 Todesopfer des Eisenbahnattentates in den USA #(Revada), 14. Aug. Die Zahl der Todesopfer des Attentats auf den Luxuszug San Francisco—Chicago hat sich inzwischen auf 22 erhöht. Insgesamt sind zwölf Wagen von der Brücke in die 20 Meter tiefe Schluch #lg: Infolge der Abgelegenheit der Humboldt=FlußSchlucht, einer der wildesten und ödesten Gegenden der #in, er ichte der erste Hilfszug die Unglücksstelle erst sechs Stunden nach der Katastrophe. Der verunglückte Zug, einer der modernsten und schnellsten Amerikas. dessen Anschaffungskosten über eine Million Dollar betragen hatten, überfuhr die Stelle, an der die #otage ger bt wor en war, mit 150 Stundenkilometern Geschwindigkeit. Nur der Stahlkonstruktion der Pullmanzen ist„s zu verdanken, daß das Unglück nicht weit Menschenleben forderte. Von den Attentätern hat man noch nicht die geringste Spur; auch das Motiv für das schreckliche Verbrechen ist vorläufig unbekannt. #e zeug lchlen von dem aufopfernden Einsatz eines Arztes, der. selbst schwer verwundet, die ganze Nacht Fackelschein de vielen Verletzten Verhände anlegte und so zahlreichen Menschen das Leben rettete. Ein Mann ohne Ohren der Attentäter Weststaaten suchten die Behörden heute nach einem Mann ohne Ohren, in dem man den Sabo####r verman, di, durch Entfernung von Schienennägeln die Entgleisung des Luxuszuges auf der Strecke San Franzisko—Chicago verursachte. Wie die Behörden inUSA-Senator Fish entsetzt über die Kriegspsychose in Frankreich und England Newyork, 14. Aug. Die New York Times bringt aus Berlin ein Interview mit dem in der Reichshauptstadt eingetroffenen Kongreßmitglied Hamilton Fish, dem Leiter der USA=Abordnung für die Tagung der Interparlamentarischen Union in Oslo. zwischen endgültig festgestellt haben, handelt es sich tate:###### sächlich um einen Sabotageakt. Nach einer amtlichen Schät bedaure die Tatsache, daß die US-Regi 46„pi.„n 22 Personen getötet und mehr als 110 ver: ussierung einer großen neutralen Nation, inmitten dieser Fish erklärte danach, einige leitende Mitglieder der französischen Regierung seien der Ansicht, daß der Krieg in Europa nicht eine Frage von Monaten, sondern nur von Wochen sei. Er selbst, Fish, glaube das aber nicht, sonst ware seine Familie nicht hier. Fish fuhr fort:„Ich bin absolut entsetzt über die Kriegspsychose, die ich in Frankreich und England, besonders aber in Frankreich, vorfand. Diese Psychose hat ebensosehr das Volk ergriffen, das ganz gegen den Krieg ist, wie die Regierungskreise, bei denen überhaupt jegliches Friedensprogramm zu sehlen scheint. Diese Kreise nehmen eine defaitische Haltung hinsichtlich des Friedens ein und halten den Krieg für unvermeidlich. Fish fuhr fort: Statt zu versuchen, das Danziger Problem mit friedlichen Mitteln zu lösen, sind die beteiligten Regierungen anscheinend in eine Sackgasse geraten. Der einzige Ausweg sei, falls die bedauerliche Ihn. Insy. scheine es aber unsaßbar, daß die Danziger Frage nicht ohne Wassen gelöst werden könne. Je mehr er von Europa sehe, desto uverzeugter werde er davon, daß die Politik der Verue e##taaten kt fekt walt, wenn sie sich von allen SSeggen# Verwicklnge, und Kriegen fernhalte. Er erung, also eine lang, mit ihm bei Versuchstieren eine Krankheit hervorzurufen, die sich auf das zentrale Nervensystem beschränkte und ansteckend ist. Die Infektion ließ sich von Tier zu Tier übertragen, wobei einige der Tiere Lähmungserscheinungen der Extremitäten bekamen. Bei einer Untersuchung der getöteten Tiere ließen sich genau die gleichen Veränderungen feststellen, die man von der Kinderlähmung her kennt. Besonders interessant ist die Tatsache, daß man zum erstenmal einen derartigen Virus im Wasser vorgefunden hat. Im letzten Jahre sind allein in Schweden etwa 5000 von Kinderlähmungen vorgekommen. Die spinale Kinderlähmung äußert sich dadurch, daß infolge von Erkrankungen bestimmter Bezirke im Rückenmark vorübergehende oder bleibende Lähmungen der Muskulatur austreten. In der Mehrzahl werden Kinder befallen, doch kommt die Krankheit auch bei Erwachsenen vor. Sie tritt als Einzelerkrankung oder in Epidemien auf. Wenn sich die Wahrheit der obigen Meldung herausstellt, so handelt es sich allerdings um eine sensationelle Entdeckung. Die Vertreter der medizinischen Wissenschaft waren sich allerdings darüber klar, daß ein Virus der Erreger der Kinderlähmung ist, meinten aber, daß die Uebertragung durch Tröpscheninsektion beim Husten, Niesen oder Sprechen kommt. letzt. Ein Mann ohne Ohren wurde kurz nach dem Unglück zaiuax Wadia die Zivissation selbst wanken machen könne beobachtet, als er von einer Felswand in die Schlucht## otschafter in Berlin habe. Es sei der Givfel de Stupidität, daß die Washingtoner Regierung ihren Bot K AMe., Kei I 0 hinabsah, wo die Toten und Verletzten lagen. Als# lizeibeamte ihn anriefen, ergriff er die Flucht. Später wurde der Mann an einigen anderen Orten gesehen. Allen die ihn beobachteten, will aufgefallen sein, daß er ein aufgeregtes Wesen zur Schau trug. Im Laufe der Untersuchungen des Eisenbahnunglücks wurde am heutigen Montag bekannt, daß kürzlich geplant worden war, einen Zug auf einer Brücke in der Nähe von Gallup in Neu=Mexiko entgleisen zu lassen. Die schwere Eisenbahnschiene, die quer über den Schienen lag wurde von dem Lokomotivführer noch rechtzeitig bemerkt. ter in Berlin habe. Es sei der Gipfel der ## aß die Washingtoner Regierung ihren Bot ., in Amerika halte statt in Bernn, wo die Botschafter aller großen Nationen anwesend seien. „.„Au eine, Frage erklärte Fish, die Aeußerung des Unterstaatssekretärs Grady, daß die Vereinigten Staaten nicht mit den totalitären Staaten Handel treiben könnten sei unsinnig. Die totalitären Staaten machten ein Viertel der zivilisierten Welt aus. Wenn sie das Tauschhandels ystem benutzten, so sei das nicht ihre Schuld, da seine Anwendung ihnen durch den Devisenmangel au gezwungen worden sei. Weetfälische Effektenku rse: Basalt AG 60; #% Braunkohle Zukunft 125: Dahlbusch 105: 118½; I. G. Farbenindustrie 147½: Felten 105¼ Kalker Alockner-werke 113¼: Mannesmann 102½: #nkohle 218: Rheinische Stahlwerke 121¼: # e m e n e u n d H a l s k e 1 8 7 ½; S t o l l w e r e s 1 3 2 ¼ „„: nestd. Kaufhof 95½: Commerz#schebank 179¾; Allianz 236; Colonia-RückGroße Manöver in ASA Newyork erlebt ungewohntes militärisches Spiel Ne. ek, 4. Aug. In der Nähe von Plattsburg im Staates Newyork begannen heute die größten Manöver in der Geschichte der USA. Das Pflaster der Straßen der Stadt Newyork erdröhnte den ganzen Sonntagmorgen unter dem Schritt von abmarschierenden Truppen der Nationalgarde. Inlgt:,„de Zivilbevölkerung an dem Militär, das sonst in Amerika sehr wenig in Erscheinung tritt, wachzurufen i Staal#'s. Manöverunfall ereignete sich im Fort Knor Im Staate Kentucky, wo sechs Kanoniere durch Explosion die einer bei Einbringen fallen ließ, getötet wurden. Glanzleistung der Gebirgsjäger Mit Granatwerfern durch Göll-Westwand Berchtesgaden, 14. Aug. Drei Mann der 9. Kompanie des Berchtesgadener Bataillons des Gebirgsjäger=Regiments 100, der Gefreite Ruppert, der Oberschütze Ruprecht und der Jager Goll, haben in kriegsmäßiger Ausrüstung mit einem schweren Granatwerfer den Aufstieg über die Göll=Westwand zum Göllgipfel bezwungen. in dies die schwierigste Kletterpartie des gesamten Göllgebietes. Die Gebirgssäger mußten den 400 Meter hohen, sast völlig senkrechten Riß, der mit der Ueber dachung abschließt, überwinden. Von dort aus zieht sich die Route zum höchsten Punkt des Göllgipfels. Der chwere Granatwerser mit Munition— ein Gewicht von ##o—, und das ungewöhnlich schlechte Wetter mit Nebel und heftigen Regengüssen bildeten nahezu unüber windliche Hindernisse und zwangen die Soldaten zum dreimaligen Biwakieren in der Wand. Nach zähem Ringen war am Montagfrüh der Göllgipfel erreicht. Der Granatwerser wurde in Feuerstellung ger ach und neun Schüsse kündeten den Erfolg einer militarisch=alpinen Glanzleistung, die sich würdig anreiht an die kurzliche Begehung der Palavicini=Rinne, der Fleischbank=Ostwand und der Dachl=Nordwand durch unsere deutschen Gebirgsjäger. Neue Lügen des Mörders Grünspan perlia, 14. Aug. Wie aus Paris bekannt wird, hat . Jude Grünspan, der am 7. November 1938 den deutschen Gesandtschaftsrat vom Rath ermordete. bei seiner vor dem Untersuchungsrichter eine neue Lüge vorgebracht, um sich vor Strafe zu schützen. Er bedem er vom hauptet jetzt zum erstenmal, daß er den Revolver, mit haß der Sändl. gar nicht geladen habe, sondern daß der Händler, der ihm die Wasse verkaufte, ohne sein zezuen, gu, Versehen beim Einpacken fünf Kugeln in der will damit die Mard=4n aou guven müsse. Grünspo Amerikanisches Passagiersiugzeng abgestürzt. Noch will damit die Mordabsicht ausräumen. er Meldung aus Miami in Florida teilte die P. Dabei hat Grünlivan bei leinen krih ..., daß eines ihrer Passagier zeuge bei der Landung in Rio.... Man befürchtet, daß alle 16 Personen tötet worden seien. en. einer Meldung aus Miami in Florida teilte die PanAn den Manövern nehmen über 50000 Monn Truppen zeuge bei der Landung in Vi. u. u. dier Vellagerstug, teil, davon ist etwa die Hälfte Nationalgarde, der Rest reguläre Armee. Das gesamte Straßennetz in der Nähe des Champlainsees und des Adriondackgebirges ist gesperrt Gleichzeitig bezogen 27000 Mann Truppen Manöverstellungen in Birgina. Presse und Rundfunk suchen durch hat Grünspan bei seinen früheren Vernehmungen genau geschildert, wie er den Revolver in der Toilette eines Pariser Cafés, das er häufig besuchte, geladen hat Meuheim Goiia Jude Frankfurter, der . Aim Gustlon in Davos ermordete, seine Taktik vollständig geändert. Zuerst erklärte er, wie Frankfurter:„Ich bin mir der Tat volllemme bannren. ur Senmefesche n. Söiden velende Friedich Frisen sc wol aus Duisburg auf eine Vergtour, ohne das Ziel anzu= nicht tot ist.“ Zeut aber mist aereade, daß Herrn vom Ratz 1. Die sofort eingeleitete Suche blieb bis jetzt 2r. 22228127. Jetzt aber will er nicht einmal den Revolver haben und bedauert aufs tief nicht verantwortlich sein will. Dienskag, 15. August 1939 Kleine Reportagen Hleue Tag Nr. 222 USA kämpft gegen das Tempo Bisher war in Amerika Schnelligkeit eine Tugend. Das scheint jetzt vorbei zu sein. Tempo wird ein Laster und die Langsamkeit wird als eine Tugend gepriesen. Dieser Wandel hat seinen Grund darin, daß in den letzten Jahren die Verkehrsunfallziffern in USA gewaltig in die Höhe geschnellt sind. Zum größten Teil lag das daran, daß man Tempo noch als eine Tugend betrachtete. Viele emerikanische Autos tragen jetzt an der Windschutzscheibe eine Plakette, auf der ein Lebensbekenntnis des Autofahrers zu lesen ist. Zum Beispiel„Ich will in den Städten nicht schneller als 50 Stundenkilometer fahren." Oder:„Schnelligkeit bedeutet den Tod.“ Außerdem scheint sich eine andere Sitte einzubürgern. Neben der Bekenntnisplakette befindet sich eine andere, die ein polizeiliches Gutachten enthält. Darauf ist zu lesen, wann die Bremsen, die Gummireisen, der Motor und andere Teile des Wagens zum letztenmal überprüft worden sind. Amerikanische Statistiken zeigen, daß die Unfallhäufigkeit in der letzten Zeit erheblich gesunken ist. Man schreibt diese Tatsache dem Wandel zu, der sich anscheinend gegenwärtig in Amerika vollzieht. Ein Gesetz, das Höchstgeschwindigkeiten festsetzt, gibt es allerdings noch nicht. Was kostet so ein Ehemann? In vielen Gegenden der Welt muß man für die ersehnte Gattin bezahlen, und zwar oft recht hohe Summen.— Doch gibt es auch Gegenden, in denen nicht für die Frau, sondern für den Mann noch etwas dazu bezahlt werden muß. So gibt es in Südindien einige Gegenden, in denen die Männer so in der Minderzahl sind, daß eine Frau 500—2000 Rupies zu bezahlen hat, ehe sie sich verheiraten kann. Aber es kommt auch vor, daß ein Vermögen von 10000 Rupies an den Gatten abgeführt werden muß, um ihn zu einer Zustimmung zu bewegen. Der Preis richtet sich nach dem Rang des Mannes. Wenn er in Europa erzogen wurde und vielleicht dort gar einen Doktorgrad erwarb, muß schon viel Geld ausgeworfen werden. Ein Doktortitel ist mindestens 2000 Rupies wert auf diesem Heiratsmarkt der südindischen Männer. Kleine Raucher Der kleine Robert Nordquist aus Brockton(Massachusetts) soll sich unbedingt das Rauchen abgewöhnen. Der Arzt will es haben aber Robertchen, der gerade drei Jahre alt geworden ist, protestiert heftig. Er hat sich halt schon so sehr daran gewöhnt, daß er sein Pfeischen nicht mehr missen will. Vor einem Jahr fing er an und paffte an einer Zigarette, die sein Vater liegen gelassen hatte. Sehr schnell war er dann ein solch starker Raucher geworden, daß er auf eine Tagesration von zwei retten, einer Zigarre und einer Pfeife gesetzt werden mußte. Jetzt soll's aber ganz aufhören, sonst setzt's was hinten drauf. Blitz löst Sirenengeheul aus Die Einwohner von Bordeaur erlebten eine schreckliche Nacht. Ein schweres Gewitter ging gegen 2 Uhr nachts über der Stadt nieder. Plötzlich ertönte das Alarmsignal des zivilen Luftschutzes. 400000 Menschen sprangen aus den Betten und blickten erschreckt aus den Fenstern heraus. Die wildesten Gerüchte verbreitetenf in ungeheurer Schnelligkeit. Die ängstlichen Gemuglaubten, ein Krieg sei ausgebrochen. Bei der Polizhagelte es Anrufe. Die Straßen füllten sich, obwohl wie aus Kübeln vom Himmel goß, mit Menscher Schließlich erfuhren die Einwohner, daß es sich um einblinden Alarm handelte. Die Natur hatte sich gleichsa mit der Stadt Bordeaux einen Scherz erlaubt. Ein Bu schlug in das Postgebäude ein und löste das Alarmsianaus. Eine Stunde später legten sich die Einwohnerr der beruhigt in ihre Betten. Sowjetpolitiker spricht in Versen Französische Parlamentarier überlegen sich, ob ihre Parlamentsreden in Zukunft nicht besser in Verse vortragen. Als Vorbild könnte ihnen da ein sowje russischer Politiker dienen, der kürzlich mit einer gereim Rede große Erfolge errang. In Moskau trug Lebede Kusmitch— ein Name, der etwa„Roter Schwan“ b deutet— bei einer Sitzung des„Obersten Rates“ ein Verse umfassendes Epos vor, indem er nur seine stimmung zu dem Budgetvorschlag gab. Die MoskauZeitung„Iswestija“ druckte in einer ihrer letzten mern das Budget=Gedicht ungekürzt ab. LIN E IN CAFE SAUERT ∆ ∆ 5 Köln, Hohe Str. 49/71 Tärlich die beliebte Tanzkapelle Hans Herbrand Am Flügel: P. Ferrarest Wappenhof Bunte Bühne Köln, Schildergasse 99 101 Tel. 226394 95 Morgen Premiere! 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Jeony Jugo Ein hoffnungsloser Fall Im Beiprogramm: Der Westwall 3 00 5 30.15 Jedl. nicht zugelassen Renate Müller— Adolf Wohlbrück Viktor und Viktoria Im Beiprogramm: Der Westwall .00 1/26.00 Marika Rokk Gasparone Im Beiprogramm: Der Weste all .00 1/26.00 2 Woche Erstaufführg. Iadl. zugel. „Wer ist so glücklich wie ich“ Tito Schlpa v. d. Mailänder Scala Anlang 11 Uhr. Letzte Vorst. 21 Uhr 1 Fllm Pestspiele 1939 Narry Piel Sein besterFreund ut über 14 jahre ung In jed Pllmoroer Weltstadt Variete Emil Jannings Traumulus S.30.00" Jugdl. über 14 Jahre Kristina Soderbaum Jugend .30.00.15 IHNLTCE EMINT IE S S Der Film, der jede Frau angen und jeden Menschen ergreift FRAUENEHRE .00 16.00 .Dagover..Petersen..Schoen „Maja zwischen zwei Eher“ .J.30.40.50 Igdl. nicht zure Manue .30.30.35.30 Jugendite Ab 11 Uhr abends Spätvorste Lida Baarova. W. Birgel. R. De Einerzuvielan Bord Ab 11 Uhr abds. Spätvorstell DerHund von Baskevile Käthe von Nagy- Paul HSALONWAGEN E 417 Im Beiprogramm: Der Westvan .00.30.00 Dorothea Wieck Der Vierte kommt nicht Im Beiprogramm: Der Ab 11 Uhr morgens ununter?# Kathe von Nagy- Paul H SALONWAGEN E 417 Im Beiprogramm: Der Rest### .00.30 8 00— Käthe von Nagy- Paut SALONWAGEN E 417 Im Beiprogramm: Der Fest .00.30 9l Kathe von Nagy- Paul H SALONWAGEN E 417 Im Beiprogramm: Der .00.20 Birzel— Brici Verklungene meledle .00.00 8. 12 Ss Nr. 222 verbreiteten sich lichen Gemuteh Zei der Volize sich, obwohl mit Menschen s sich um einen te sich gleicha aubt. Ein Be das Alarmsign Einwohner ersen sich, ob esser in Vere da ein somie einer gereimt trug Lebeder Schwan“## Rates“ ein nur seine Die Moskau er letzten Nun Nummer 222 0 Uhr elas ge ten Andernach 14.45 Uh Rückfahrt alfahrpreise RM..— kostenlos Markthalle) luf 22 61 54 Dienskag. 15. August 1939 KOLNam Rhein Wir notieren: Leicht verletzt Auf dem Hansaring in Höhe der Krefelder Straße Uhr ein Kraftradfahrer gegen einen voranfahrenden ersonenkraftwagen, als dieser nach links abbog. Bei lem Zusammenstoß erlitt der Fahrer des Kraftrades sichte Verletzungen. An beiden Fahrzeugen entstand Fachschaden. Legen Straßenlaterne gefahren Ein in Richtung Bocklemünd fahrender Personenkraftlagen streifte auf der Subbelrather Straße in Höhe der akustraße die Absperrung einer Aufbruchstelle. Der Pernenkraftwagen geriet auf den Gehweg und prallte hier egen eine Straßenlaterne, die abbrach. An dem Pernenkraftwagen war so schwerer Schaden entstanden, daß abgeschleppt werden mußte. vorfahrt nicht beachtet Beim Ueberqueren der Ehrenstraße beachtete ein aus n Friesenwall kommender Kraftradfahrer die Vorfahrt Ant und stieß infolgedessen mit einem Personenkraftaaen zusammen. Schwer verletzt wurde der Kraftradhrer einem Krankenhause zugeführt.— Auf der Kreu### Waisenhausgasse— Vor den Siebenburgen stieß aus in gleichen Grunde ein Lastkraftwagen mit einem Perhenkraftwagen zusammen. Diesmal entstand nur leichSachschaden an beiden Fahrzeugen. sammenstoß Auf der Militärringstraße(Bocklemünd) fuhr ein Kraftkjahrer gegen einen unbeleuchtet zum Parken aufellten Personenkraftwagen. Einer der beiden Kraftfahrer zog sich bei dem Anprall leichte Verletzungen Sämtliche an dem Verkehrsunfall beteiligten Fahrie wurden beschädigt. Rege Betriebsamkeit Lrei Wochen lang steht das große Schulgebäude enüber nun schon leer. Es ist ganz still geworden #in fröhliches Stimmengeschwirr schallt mehr herüber. enn die Pausenklingel stündlich durch das Haus #illte, wäre es vergebliche Mühe. Denn es gibt keine terrichtsstunden. Die Kreide vor der schwarzen Tafel den Klassenzimmern träumt still vor sich hin, und Tintenfässer sind wahrscheinlich längst ausgetrochet. sind Ferien. Die Lehrer sind fort die Schüler fort. Vielleicht liegen sie irgendwo in der Sonne Strand oder sie klettern in den Bergen umher, und den Jungen sind ganz sicher viele in den Sommerin der HI. Nur der Hausmeister steht oft vor dem und raucht friedlich seine Pfeife. lsit ein paar Tagen aber ist doch wieder Leben in alte Schule gekommen. Es fing damit an, daß in in Stockwerken die Fenster aufgerissen wurden. Dann ein halbes Dutzend Frauen an, die begannen im rsten Stockwerk mit langen Besen die Wände abzuen und Tische und Bänke zu polieren. Ein paar Tage ter trat der Fensterputzer an. Nun wird eigentlich in In Stockwerken emsig gearbeitet. Es ist das große fährliche gründliche Reinemachen in der Schule, das ner in den großen Ferien vor sich geht. Der Fensterer hat es nicht leicht. Er arbeitet unermüdlich. Er # mit seiner Leiter von Fenster zu Fenster und die iben, die eben noch grau und staubig waren, werplötzlich spiegelblank und klar. Man kann tief hinchauen in die einzelnen Klassenzimmer. In den unin Stockwerken werden die Tische und Bänke immer grer, und in der untersten Klasse sieht man die bunten Ecchenbilder an den Wänden hängen. Auch der Bohnerbesen ist inzwischen schon in Tätig gctreten. Wenn die Schule wieder angeyt. werden die Fußböden im saubersten Glanze erstrahlen. Beteiligung Ungarns an der IVA , unsarischen Redierungsvertreter, der Königlich-ungarische Staatssekretär Dr. Alyga#-Schubert une der Internetianes.#. am Montag von Vertreiern der Hansestadt Köln und der Lei##. der„n rnatienalen verkehrsausstellung Kölg 1240, emplangen, um Einzelheiten der Beteiligung Ungarns an der IVA zu besprechen. An der Besprechung nahmen weile Direktor Lux von der Sre#st u3ng un0 Vertreter der Deutschen Reichsbahn teil. Die Besprechungen W I. eige Beteiligung Ungarns für den Bau eines eigenen Hauses, Ausstellung der Koniglich nearisenen Staatseisenbahn bei der durch die Deutsche Reichsbahn geführten Gruppe„Eiseni ie Besteisung bei den Grs ue g. Budzpest im Kranze der europäischen Halensläcte. Auch die Beteingung bei den Gruppen„Nahverkehr“ und„Luftfahrt“ besprochen worden.— Unser Bild: Beigeordneter Bönner mit Staatssekretär Alygay auf dem Ausstellungsgelände Photo: Maier Es gibt jeden Tag etwas Neues in der aiten Schule gegenüber zu sehen. Seit gestern zum Beispiel ist auch der Maler da. Er erscheint überall da mit seinem Far bentopf, wo es etwas auszubessern oder neu zu streichen gibt. In einer Klasse zum Beispiel sind alle Tischplatten neu schwarz angestrichen worden. Man kang ermessen, wie sehr sie von unternehmungslustigen Jungenhänden zerkratzt, zerschrammt und zerschnitzt waren. Im dritten Stock hat der Maler die Fensterrahmen neu gestrichen, die von der Witterung gelitten hatten. Und im zweiten Stock in einer Klasse die Fensterbretter. Die Ferien schreiten munter vorwärts. Wie lange wird es dauern, und die Klingel schrillt wieder zum Stundenbeginn durch das Schulhaus. Und unzählige Füße trappeln wieder die Treppen hinauf und hinunter Bis dahin wird die Schule blitzblank hergerichtet sein. Ihre Fenster funkeln schon jetzt geradezu unternehmungslustig... 3. Philipp Kurz ist König Das Schützenfest der Schützengesellschaft Köln Nip pes wuide am Montag mit dem Schießen um die Königswürde fortgesetzt. Um 16 Uhr begann der Schießwettbewerb, an dem sich zahlreiche Bewerber und eine großer Menge interessierter Zuschauer beteiligten. Gleichzeitig fand em Schießen für alle Volksgenossen zugunsten der NSV statt. Während der im Hauptfestzelt stattfindende große Festball bereits ien vollen Gange war, wurde gegen 20.15 Uhr auf dem Schießstand der neue Schützenkönig ausgerufen. Es ist dies Philipp Kurz; 1. Ritter wurde Johann Klein, zweiter Ritter Viktor Fries. Eine Stunde später wunden der neue Schützenkönig und die beiden Ritter in festlichem Zuge in das Festzelt eingeholt, wo sodann der große Festball seinen Fortgang nahm. Weißkohl— so und so Kochkunst im Dienst der Ernährungswirtschaft NSG Innerhalb der einzelnen Nahrungsmittel ist eine Vielseitigkeit der Zubereitungsmöglichkeiten entstanden, die oft bei einer neuen Kochweise gar nicht ahnen läßt, daß die Hausfrau entweder die gleichen Bestandteile wie bei der gestrigen Mahlzeit verwendet hat, oder daß das Gericht aus Resten hergestellt worden ist. Nehmen wir als Beispiel den Weißkohl, der zurzeit als Frühweißkohl den Markt beherrscht. Es ist lehrreich, zu beobachten, wie der gleiche Kohl in der Küche der verschiedenen deutschen Gaue vielfach abgewandelt nach dem Geschmack ihrer Bewohner auf den Tisch kommt. Bodenständige Weißkohlgerichte aus allen Gauen unseres Vaterlandes sind folgende: Schwäbischer Krautstrudel Man macht von einem Ei, 1 Tasse lauem Wasser, 1 Löffel Fett, etwas Salz, dem nötigen Mehl einen Nudelteig, der tüchtig gewirkt wird und unter warmer Schüssel eine Weile ruhen muß. Dann wird er ganz dünn ausgerollt, am besten auf bemehltem Tuch mit flachen Händen ausgezogen. Zur Fülle eignet sich Weißkraut, das mit Gewürz kurz eingedünstet wird. Man mischt es mit beliebigen Fleischresten und gibt diese Masse auf den Teig. Der Strudel wird zusammengerollt, indem man das Tuch anhebt. Dann legt man ihn aufs gestrichene Kuchenblech und backt ihn im Ofen. Er kann in etwa 6 cm breite Stücke geschnitten und in der Pfanne gebacken werden. Ostpreußische Krautpirogge Man stellt einen flachen Mürbeteich her, mit dem man eine Springform auslegt. Die kleinere Hälfte ergibt den Deckel. Vorgedünstetes gewürztes Weißkraut, das wenig Saft hat, wird mit Fleischresten beliebiger Art daraufgegeben. Eine Tasse Sauermilch wird mit einem Eigelb, 1 Löffel Mehl. Salz, gut gequirlt darübergegeben und der Teigdeckel aufgelegt. Man durchsticht ihn mehrmals oder läßt in der Mitte eine Oeffnung, damit der Dunst entweichen kann und backt etwa—¾ Stunde in der heißen Röhre. Rheinische Weißkohlrollen Recht feste, gut erhaltene Blätter werden durch Dampf geschafft. Je zwei sich halb deckende Kohlblätter werden übereinandergelegt und mit einer dünnen Schicht Füllung bedeckt. Nun werden die Blätter aufgerollt, verschnürt und in dünnflüssiger Tunke gargekocht. Als Gewürz gibt man Muskat dazu, Fahrlässige Tötung Angetrunkener vom Nachtwächter erschossen Ein angetrunkener Mann alarmierte vor einigen Wochen den Nachtwächter 1 des Venwaltungsgebäudes einer großen Firma und befolgte dessen Aufforderung ich zu entfernen, nicht, ging viellnehr auf den Nachtwächter los. Als gleich darauf der Nachtwächter 2 des Betriebes telephonisch bei seinem Kamneraden anfragte, was denn vor dem Tore los sei, begaven sich die beiden Nachtwächter hinaus. Mit den Worten: Aha, auf dich habe ich gerade gewartet, stürzte der angetrunkene Mann auf den Nachtwächter 2 los und schlug ihen mit der Faust auf Kopf und Gesicht. Dieser zog seinen Revolver und schlug damit dem Angreifer auf die Schulter. Die Waffe entlud sich, die Kugel ging in den Hinterkopf des Angreifers und tötete ihn. Vor dem Schwurgericht gab der 68 Jahre alte Nachtwächter 2 den Tatbestand zu und berief sich auf Notwehr Es wurde festgestellt, daß die beiden Nachtwächter ihre Revolver entsichert hatten und beide mit der Behandlung und dem Gebrauch der Waffe nicht vertraut waren. Der Staatsanwalt beantragte wegen Körperverletzung mit Todesfolge fünf Monate Gefängnis. Das Schwurgericht nahen nur fahrlässige Tötung an und verurteilte den Angeklagten an Stelle einer an sich verwirkten Gefängniestrafe von sechs Wochen zu 100 Mark Geldstrase. rau angen ergreist RE .00 Schoen sei Ehen nicht zure vorste R. Del nBord vorstellg Revile icht St rochen 819 2 Westwall § 20 Hörbiger E 417 Westwall ie wachsen Förmlich aus der Erde TI 43 % * man von den Hallen un.., de.###eren Bauwerken behaupten, die in diesen Wochen auf dem Gelände der Internationalen Verkehrsausstellung in Deutz in Angriff genomest###en bew.. u. Rohh.., egestellt e nu. Ner enige wochen nien, an der Mezse(Deutz=Tiek) oger an der Deutz=Mülheimer Straße vorbeispariert ist, wird staunen über die SchnellisHu######.#m, Autbau ger Ausstenung gearbeitet wird. Unsere Bilder gehen einen Ausschnitt der Hoch- und Tiefbau-Arbeiten auf dem Ausstellungsgelände. Links: Das repräsentative 111, Reid, bahn wrr m, urzer zeit fertigegs,###. Der linke Flügel des Baues ist bereits mit Modellstücken verschen, um die endgültige Wirkung feststellen zu können Te: Der Tunnel, der die Ausstellungsbahn unter den Bahnhof Deutz-Tief hindurchführt, ist, was die Ausschachtungsarbeiten auf der Messe-Seite angeht, fast durchgefüh frühere Staatenhaus, in dem die Deutsche Arbeitsfront ausstellt, wird umgehaut. Die Glasanbauten werden, wie das Bild zeigt, gänzlich verschwinden Photos: Maier 4 — Dienstag, 15. August 1939 Nr. 222 „Kitschburg“ und„Mönchshof“. „Ferien daheim“ der Frau Broichmann— vor 50 Jahren Neue Tag Die„Sünderklasse“ stellt sich vor Schulstunden am Sonntag früh 7 Zeugnisse gibt es nicht sich not Noul tiche Voll etlaube kunnt.. sicht ge Frau! Un no wellt Ehr Oehr Levven op et haben. Aber: Strafe muß sein. Strafe wofur? Ein sich zusammen aus 20 K Un esu dät je dröm och jedes Johr ens ehr baschtig Spill jetzen un met däm Tillmann sing laus Stink= Stift mit Hornbrille und Seidenschal beichtet im Gesprach Fuyrwerkführer und einem Fußgär große Reisetäsch packe— de met bunte Päle bestrck wor kar fahre en däm Tempo, 25 Kilometer! en'r Stund, seinem Nachbarn:„Ich bin so'n bißchen vom rechten Weg#nt sich der Unter un fuhr lah Die Jahr on do Efile; an andermal en me ich arhat hann! Ehr kritt dr Schnops—’r Has, abgekommen. Auf der Straße prügelten sich zwei Jun- Zuweilen f und das hat mir Spaß gemacht, und da habe ich Tchulungen statt. uud grhaß““ weinem. 2 und guf Und nun kann es losgehen. Genau wie in der Schu Fahrbahn gekommen, und auj stunde. An bunten Wandbildern erläutert der RSseLehrer, was man wann und in welchem Falle zu tun oder zu lassen hat. eeurgee..„[ Eines ist schöner als in der Schule: Man darf fragen. .— ucoul durch Lind, upve,„DLAApgzAng, Hand„Wollen Sie bitte hier hereintreten.“ Ein Mann im aber man wird nicht gefragt. Und der Lehrer ist viel Noh= Braunhemd, mit dem schwarzen Käppchen des Renn, netter. Mit großzügiger Geste sieht er über den Schüler öffnet die Tür:„Bitte, Ihre Einladungen abgeben zur hinweg, der mit verdattertem Gesicht eine Viertelstunde Wer einen Führerschein hat, bitte auch zunächstzu spät das Klassenzimmer betritt. Einzelne Verschlafene Einladungen zur Kontrolle abgeben kamer och dohem; mer muß nor da Driy erus han. gegange“. Acvver anderen Dags verzallt###e dann minEr muß en de Ferie doheim dann anderich sin als söns. ger Mutter:„Su en beßche Kribbelkrabbel hatt ich no Dat muß avver met vun ennewendig kumne!“— doch. Un zor Vörsich hatt ich meere Flarchche Karbol Un ich muß wirklich sage, de„Lebenskünslerin",(we un och Verbandszüg metgenomme un Hoffmannsdroppe; mie Mutter döck för de Braichmanns sät), hät et vetz dann dä Möhnekall hatt mich e klein beßche irritiert. braht, en dä„Ferie doheim“ sich sihr got zo erholle.„„ Aevver nächstens lossen ich dä Krom doheim, die Fahrt De Pläggelcher, de se ald för de„Ferie an der Ahr“, hätt mich kureet.“ engepack hatt, nohm je widder us der Reisetisch. Aevver, Flöck jo all o stöck woren'r Broichmanns ehr Fenie öffnet die Tür:„Bitte, Ihre Emlädungen abgeben zut hinweg, der mir veroatiertem Gesichl eine Vierleistn ae: Kontrolle. Wer einen Führerschein hat, bitte auch zunächst zu spät das Klassenzimmer betritt. Einzelne Verschlafene in- abliefern". Das ist wegen jenes Herren, verriet mir werden im Laufe der Stunde immer munterer und b# später der Aufklärer des Verkehrserziehungsdienstes, die teiligen sich lebhaft. Manches ist ihnen neu, sonst würde Chauslan. Schidon meil os ihnen jelber dor dicke Horr nicht lant und interessiert„aba“ sac Galer der Hasttälerder...„„„„ oft einfach ihre Chauffeure schicken, weil es ihnen selber zu unbequem ist, herzukommen. Aber das ist ja nicht der Zweck der Uebung. Allerlei Strafzettelchen kommen da zusammen. Dreiunddreißig Stück liegen da auf dem Tisch— jeder Schein eine Verkehrssünde. Es sind allerdings nur die kleinsten Aohalt, sonist wurde der dicke Herr nicht laut und interessiert„aha“ sagen, als er hört, daß man beim Warten an einer Haltestelle nicht eher die Fahrbahn betreten soll, bis das erwartete Fahrzeug vor einem steht, oder daß Radfahrer, die ihr Rad führen, dieses weder auf dem Gehweg, noch vor Gehweg aus tun dürfen, sondern— selbst scharf aufe „„fl.a 45c waren'r Braichmanns ehr Fene eine Verkehrssünde. Es sind alleroings nur die leinsten Gehweg aus tun durfen, sonvern— seion schatf uuf bume Blülscher un de gpladunsche Röacher, alles bievo Himmel hud fähn.— do dit e süir uns:„Mir muß(solls dese Schalung niche beischwereren Sltelen, Juszlich ihrer rechen Körperseite zu fühten haben. buwie Bluscherun de ypllddunfcle Koacer, aues olles Himmer huh rahne„„„„ vörean tiret zom Griese hange un wod ungedonn als sich zu helpe wesse; eß et druße zo naaß, em„Hännesche wenn se„an'r Ahr“ wör.„Dat hilf mer met en Fe er drüg“. Un am Nommendag soß en al Frau meddriestemmung kumme!“. Und dann gov je allo däm gan sen en dam Kinderkupp vör'm Hännesche un heli sich dr zen Dag’ne Drih. Et wor en däm Johr ene wunder= nuch faß vör Laache schöne Summer: murgens fröh, öm fünef Ohr stund se] We de Broichmar ne ala nonnen ehrer Pannefok“(säns om halver jechs! Galais worus an de U&am Broichmanns am andere Dag wioder ein ale Geleis wor un an de Theke ehr Enkäuf widder maachen dät do hesch ei üvverall:„Nä na, Frau Broichmann, wai seht Ehr got us! Wat hat Ehr gemahl?"— „Cerie doheim...!“ Peter Kintgen. ans diese SchalungNarV„„„„„ verhängt wird). Die Belehrung tut not, denn wie leicht erfüllt sich gerade im Verkehr der Spruch: Kleine Ursachen, große Wirkungen. Schauen wir einmal hinein in die„Einladungen“: Da hat einer die Gebote der Vor fahrt nicht beachtet, ein anderer ist mit zu großer Geschwindigkeit gefahren. Dem Lieferwagenfahrer ist sein Auch ein„Zwischenfall“ hat etwas für sich Ein fürchterliches Gepolter unterbricht die Stum Ein Riesenkerl ist mitsamt seinem Stuhl umgekippt, u "„„„„„ e r— e i n g e s c h l a f e n w a r(„ d e n n e s i s t j a h e u t e S o r schwindigkeit gefahren. dem Lieferwagenfahrer ist sein tag.“). Unter dem Gelächter der„Klasse“ gibt der naBrotwagen auf dem nassen Asphalt gerutscht und hat eme—... Leyrer dem unsanft Aufgeschreckten lediglich Limousine geschrammt. Dafür kann er nichts? O ooc. er kann. Bei ungünstiger Witterung oder Straßenbeschaffenheit hat der Fahrer besondere Vorsicht walten zu lassen Nur ein Vorrecht der Jugend? shone Gümmer WOn„ no ald nevven ehrer„Lappekeß“(söns öm halver sechs) un sung:„Freund, ich bin zufrieden...“ De Mäle un de Finke en dä Gägend rundseröm, die däten ens puse, ens lustere ävver nor ei' Augenbleckelche. Dann felen ie widder en un sungen met’r Broichmanns öm de Wett. Zick vun zwei Penning wor se parat, bletzeblank em helle kareete Summerkleidche; bluskopps, ävver ne große Sonneschirm am Aerm hange esu:rot se loß. Uevver de Dürener Stroß, an'r„Kitichburg“ vörbei, lans’r„Platzhoff", durch Felder un Wiese nahm „Krieler Dömche“. Un dann gingt se wiggeschter zwesche Hegge, zweiche Wise nohm„Mönchshoff“, Ba Adächler vom„Möoncheholl, na taant de krg.„ sind für jeden bestimmt, niemand ist zu alt se dann do ankon,, wor ald alles parat: Unger däen orale Kuschteiebaum, vorm Hus,(hä steit hück noch do), stundt nevven däm runde steine Desch ne bequäme Karvsessel; un om Desch stund e Glas freich gemolkene Milch,„tlerk vun'r Quell“, mei Hunnig dren Keiner liet sich sinn; ein woll de Broichmanns et han. Un met Behage soß se en däm depe Sessel, dät langsam— ganz langsam die Milch drinke. Un dobei dat ie en 'r blooe Himmel erendräume, sohch dä Linverlingcher noh de sich bovvenhuh en dä Wöllcher verleeren däte. un fraut sich üvver die bunte Schmetterlinge un hat Spaß an dä fließige Beie, die en Blom und Krückche Hunnig sammele däte. Un se sohch, un sohch—— och esu wick un wod dobei ein fruh un frei en oar Rauh doboove am ale„Mönchshoff“ ungerm Kuschtmebaum en där Summersilligkeit. Uevver„Deckstein“, üvver„Lind“, gingk et dann heim. He sproch de mei enem Boor em Feld do met enem„Wippstätzche“ am„Frechener Baach“,— gingk e Stöck meim Sandboor nevven'r Kaar un hellt ene Verzäll met e paar klitze Fante. Fruh un vergnog wor se noh e paar Stund widder doheim.— „Lev Frau Broichmann“, hat mie Mutter sör se gchat.„dot uns da Gefalle un sid en Oehre Ferie des Meddags am Deich unse Gaß! Ich han noch esn vill gotzomaache, wat Ehr all för uns Fante un Wechter, gedon hat...“— Dat gov ene kleine Diskööich un de Broichmanns sät dann, ohne sich zo zecre:„Jo!"— Domet hatt de Mutter och uns Pute en groge Freud gemaht; denn dat well ich üch verrode de Broschmanns, de kom bei uns triek hinger Vatter un Mutter en dir „Ranglis".— No hatt se jo des Meddag noch e par Stündche Zick. Wann se ehr Gedeersch got ver#org hatt. dann nohm see Boch un satz sich domet en er Summerläubch; en'r„Triumphstohl". Dä hatt'r Vatter ertra för de Broichmanns vun'r Läun eran zotcet. Noh ner Wiel wor se dann en däm Triumphstahl engenick un laachten höösch em Draum...— De Med dageglock dat ie wecke, un ich hatt Avis ehr oann. („änver nn ehter“ hatt mie Mutter gesecht), zo sage: Tani Broichmann kutt gefälligs zom Esse!"— Uns jählten et me am„goden Aptik“, änver de Broschmanns braht noch jet ganz Ertras en da Krees öm'r runden Desch beim Meddagesse. Un weil de Mutter en der Lick och noch iet Ertras som Schluß immer sero##eren dat wor die Mohlzick för uns Pute noo— werfall ich wal sage— no, esu jet we„Höhepunkt“ vum Dag De Broichmanne wor one Fründ vum Wandere, ävver em Alldag hatt se doför off winnig Zick. Jitz— avver sollten die Dag usgenoßz wäde Einen upver###friedigung jestitellen anderen Daa trock se loß; de#eicher neu gelapp, em helle Blücche, ne breide Strübhot om Kopp, de Paraplü am Aerm.—„Modern“ eß dat jo mi, lat se.„wat ich he anhan änver praktisch un bequam Un ich kann üch räuhig sage dai Ganse hatt Jazung Hück gingk ei noh’r„Kranimaar“, dann noh'm Bachemer=Brünnche"; se fuhr ene mem„Müllem.r Bot he“, ens mem Schesiche nohm„Drochefels":#ebr#ok ene de Aape ein„Zolonische Gade“ un ens’r Prohter Park mem Schloß Un zogoderletz gingk ei noh'm„Düzer Schotzeieß".— Zweimol en dr Woch nohm de uns Pute mei De Ueilög met'r al Broichmanns, de vergessen ich nit. Dobei gingk uns ei Hätz on we Boch weize Pannekoche. Meer daten die Vügelcher kenne lihre die en Feld un Bösch huse un woßten ald hals. wat de Finke„säte", un war de Livverlingder de Mal un Sprahl; sich„ungerknander verzallte“. Meer daten mnet ehr luniche wann'r Wind em Bosch durch de Krune vun d. Baum dahr ens laut ens eis ens huh ens deef... Se vertallt uns vun Blom un Baum nun Blot un Blatt Se lihrten uns Quelle verston Baach dr Fluß.— Un wweschendurch ung ee met uns Wald und auf der Heide, da such ich meine Freude" un en Dotend aner=scher Ein Saach, de darf ich nit vergesse, ie hat nänlich en 0a„Ferie doheim“ nun'r el Broichmanns en besondere Roll gespillt. Unse Nohder, dir Direkter Tillmann.(ne fründliche, ne seine Mann) da woll och dr Broschmanns en Feri###rend maache Wat däte?— pa dät se enlade so ner Fahi mei en singem„Automob dir nungzger Johre wor lo e„Automobil“ noch sichtige Lehrer dem unsanft Aufgeschreckten lediglich bedenken, was geschähe, wenn ihm das am Steuer sein Lieferwagens passierte. Dieser Fahrer gibt übrigens“ laß zur Demonstration eines„interessanten Falles": Lieferwagen, den er fährt, war durch Ueberlastung der Verkehrssicherheit beeinträchtigt. Dafür trägt ner dem Unternehmer auch der Fahrer die Verantwortun Darum soll sich jeder Fahrer gegen die Ueberfrachtseines Wagens wehren, es ist nicht nur sein Recht, ser dern seine Pflicht. Kommen Sie nie wieder zu uns! Die junge Vertreterin des weiblichen Geschlechts eben jene junge Dame. Sie fällt unter die Vorfahrt sünder. Wie sie ihren Fall schildert, will es fast sch nen, als wäre sie im Recht gewesen. Die Schuldfrage oft recht schwer zu lösen. Bei grober Fahrlässigkeit Trunkenheit ist es einfach; aber in den meisten Fäll geht es um ein paar Zufälligkeiten, die bei der klein Ungeschicklichkeit eines Beteiligten— oft im Bruch einer Sekunde— zum Unglück führen. Jeder glaubt er richtig gehandelt habe, denn keiner will ja sünd Aber einem der Beteiligten hat eben doch im re## Moment die nötige Uebersicht, das notwendige Fin spitzengefühl gefehlt oder was es immer sein mag. Ne als die reine Befolgung der Verkehrsvorschriften gu wachsame Selbstdisziplin, die nötigenfalls auf ein## Vorrecht verzichtet, um nicht kleine Fehler anderer. Anlaß großen Unglücks werden zu lassen. Es gibt keine Zeugnisse und keine Hausaufgaber dieser Verkehrsschule. Aber Schulzwang besteht! Wer entschuldigt fernbleibt, muß ein andermal erscheinen wird obendrein um ein paar Mark ärmer. Wenn Stunde aus ist, darf man sein Ränzel packen(das gen in das die neuen Weisheiten gestopft werden), bekon seine inzwischen registrierte Einladung und den Fun schein zurück und einen frommen Wunsch auf den We sich hier nicht wieder blicken zu lassen. Kontingent gesperrt Wann erhalte ich meinen KdJ-Wagen? NSG Die RSG„Kraft durch Freude“, Abt Wagen, gibt bekannt, daß das Kontingent für 191 mehr endgültig gesperrt ist. Eine ganze Reihe vo meldungen für das Lieferjahr 1941 liegen bereits vor, und wer Ansana 1941 seinen Kdar geliefert haben will, muß sich beeilen, da auch hierfu Anträge täglich einlaufen. Wer bis Anfana 1941 #####nd Aufgahe des Sportamtes der RSG feststellen, daß gerade diese Beharrlichkeit, mit der sie angespart hat, kann noch mit der Lieferung Anfanz Kraft Suich Frrude ii es. allen schaffenden den n bei der Sache sind, von kaum meßbarem Wert ist.)rechnen. Es empfiehlt sich daher, sich umgehend Volksarossen den Weg zu den Leibesübungen zu offnen. Ihnen allen, denen die Leibesübungen, gleichgültig meldeformuar zu besorgen und mit dem i1 Betriebssportgemeinschaft beim 1000-Meter-Lauf Maier Sp. ihnen die Möglichkeiten zu geben, sich in jeder nur welche Form es auch sei, ein unentbehrlicher den KdFe#wagen zu beginnen. mener gewinschten oder erehnten Stortart betätigen zu Bestandteil ihres Lebens geworden IIn9.] Anträge sind bei sämtlichen KoF-Dienststeller wenigen Jch. den des Alters Dinge, von denen sie nur van Horen. Köln=Nachen und für Köln in der Zentralvorver „„ 21. arssen ren schon, das konnen wir heute mit einer gewissen Be friedigung feststellen, hat sich die Idee der Leidesübungen in beachtenswerter Weise durchgesetzt. Tausende von deutschen Betrieben haben Sport= und Uebungsplätze geschaffen, haden Betrieb###porteemernschaften ins Lben gerusen. und Millionen von Volksgenossen waren schon begeisterte Teilnehmer an den Veranstaltungen des Sportates. Tiotzdem aber gilt es, nicht nachzulassen. bis auch der letzte noch woseits stehende Volkegenosse fr den Gedanken der Leibesübungen gewonnen ist, dis auch er bereit ist, sich aktw einzusetzen Die Halfer und Mitarbeite sagen wissen. Mit dem Auftreten des„Krot durch-Freude"-Sportes— wenn wir der Kürze halber alle hierzu gehören den Erscheittungen einmal so nennen durfen— ist nun eine weitere wichtige Vorauesetzung geschauen worden, Menschen jeden Levensalters an die Leivernungen heranzufuhren, ihnen die Möglichkeit zu geben, sich körperlich zu schulen und zu kräftigen. Gerade on Zusamenhang mit der Alltogsarbeit ie Betrieb haben sich im Laufe der#re Uebungsjormen herausgebildet, die jedem Freude machen und auch für die Aelteren an dieser Augabe des unter uns zu bewältigen sind. Niem###d hat es heute Neumarkt 18, erhältlich. Bergmannskinder im Gau Köln=Ad NSC Vor vier Wochen begrüßten wir in Kinder des Gaues Essen. Man sah es den daß sie der Erholung bedurften. Im Gau Köln Oberbergischen Kreis und im Landkreis K diese Jungen und Mädel bei den Pflegeelte Aufnahme. Wenn auch bei der Ankunft ern tern. so hatten sich die Kleinen doch nachc den— bei verschiedenen dauerte es vielleicht: Tage— in ihrer neuen Umgebung eingeledi r hier einmal schon viel zu weit vorangetrieben worden und hat cchon dori warmeres Unterzeug— 2 ngen nur ein viel zu sehr Eingang un Alltag aller schaffenden Volks- zen geht für die Jungen und Menschen, die genossen gesunden. Und es gehört keine Prorhetengabe Essen gar zu schnell vordei. An Rucken haben, dazu festzustellen, daß in absehbarer Zeit em Mensch. wird ein Sonderzug die kleiner ersnüren nach der mit den Leider#bungen überhaupt nichts zu tun vom Bahnhol Köln=Deutz aus r n bestannt wind v... kurz die Frage untersuchen, ab Lebesüdungen nur ein orel zu chr Vorrecht der Jugend sind, oder ob auch Menschen—= eine gewisse Reihe von Jahren an dem Rück die##eweiten auch die Leat dieser Jahre verspüren, noch lmit hinausze#en sollen auf die Sport= und Uebungemaße, ab auch sie sich an den Kursen des Sportamtes beteiligen können und sollen. Umn es gleich vorweazunch inen, diese Frage ist nur in dem Sinne zu beantmorten. daß niemano zu alt ist, inn seinen Körper zu##iegen und zu ertüchtigen, daß es mie zu spat ist, auch damit zu beginnen. Vieles ließe sich hier anhren, was diese untere digen und leistungswilligen Jugend### Meinung m erhärten unstmnde ist Ob wir dabei min an Spoctpläßze und Ucbungsstatten sind „#imgen nun, die###llosen Volksgenossen denken, die gerade###ner sind das wird jeder bestatigen der Fahrt och noch iet ganz bestimmren Fonn der Leibencbungen, eiwa dem Turnen Unterzeug. d Madel aum Dienstag #. Sonderzug die kleinen Gaste um Peinemungen.Vihwaubf Wur- ur vun vom Bahnhol Köln=Deutz aus wieder in haben will, als sonderdates Exempar eeiner Gattung gau zurückbringen. Sicherlich haben sie der dau Grude, Siar„.„ Vater und auch den Geschwistern viel zahlen. Der Ferienaufenthalt durch die Res ird Wir wollen jedentun, alles daran laßen, 9aß Ose zine siete Erinnerung bleiben Allgemeingut aller Deut renns=np Einstellung in obiehbarer Zeit ichen geworden ist. Auch die Aelteren rade sie, gehoren undedingt daiu rekorde em undestnatenes Vorrecht sind, da- wiro jeder bestätigen, der es sucht hat, ein Jungbrunnen, au: Rohen da Weln!tatten icht der kumpffreu= es auch im bescheidensten Rahmen, urem und bleiden, die Möglichkeiten zur körperlichen Ertüchtigung. für alle da. Sie es ist endlich in allen größeren Gemeinwe.. „„ bs. 97•46 Ani!t 9170) en Rattiat un aute uv h## 20°, Fillmann 40. 50 und noch mehr Jahre treu geblieben sind und schen, der eigentlich unter der Last seiner Jahre stohnen umm. Errasch Ei dat nic dat randgeptoh. guch heuse nom keine Uebungsstunde versaumen, Gwohl und ächzen müßte, un unversiegeuren Strome Spann= Nutzen und wumn morge&ae Broschmann= mit en lingem vton#....— mch, Lebenzjahre zählen, oder an die un= kraft, Lebensfreide und Gesunddeu zutremnen Heute jedem einzelnen mune# 5i En valo Stund drog fräg de Prochvann; as lie uo und nehr Letzenzahte vopien, vor, im ist as wirtlich zerem von uns lecht gemacht. Es abt in schaft Auch auf dem Felde, der Lepesszungg. D• TR.——„„„„"— Bsuch on ehrer Frün in nun dr Fran nä nä lev Frau Bracchmann eß et wohr er saktisch wohr.? Wellt Eyr wirklich mein des Sportamtes der RS6„An möglch gemacht worden, jode auch## Fform der Leivesüungen zu erlemen und— d der Segen, die hier entspringe elnen genau so zugute wie der V und Frauen Hie orwonl betenss un iin es wirt#ichseren von#### de iht gensam, E Wirren Alter stebend auch heute noch reg l: Deutschlund kaim ein Dorf. m dem nat Leibesunngen gultig####.#.. osder—. allen Ekachrstin###gen Alter stehend auch heute na rect!: Dent#ch##d kaim en Lc##mnc# Ser I. uund auch denen der Ju# Automo= mißig schwimmen geden oder rudern immer werden wir getnieden werden, kaum ein Betrieb der nicht, und sei denen des Bei#ße * 2 Dienskag, 15. August 1939 Neue sag. Nr. 222 7. Fortsetzung. Durchlaucht“, entgegnete Ilona beherrscht. „sch gestehe, daß ich mit einiger Besorgnis zu Ihnen kam, denn— ich vermutete", fuhr sie fort. ihre wahren Geiuhlszärßerd.0,„daß es sich um mich handel., um „Aber gnädigste Baronin, um Sie!" „Man ist gefährdet in dieser Zeit. Jeder von uns. Und ich. gurst— ich bin Ungarin.“ Wir kämpfen nicht gegen Frauen", entgegnete Schwarzenberg galant, mit leichtem Lächeln. Aber Ilona blieb ernst.„Nicht? Auch dann nicht, wenn de Frauen— ihre Gegner sind?“ Wie schwer, diese Frage zu beantworten“, gab er zurück, ohne den galanten Ton zu ändern,„denn es ist schwer, sich vorzustellen, daß Frauen uns hassen können. Warum auch? Wir lieben Ungarn— ja, Sie dürfen es glauben, liebe Baronin. Wir lieben Ihr Land und auch die Menschen Ihres Landes. Unsere Gegensätze sind, sagen wir. formaler Art. Unwichtige Nebenfragen— aber die Nanner erhitzen sich darob.“ „Nebenfragen? Klein, unbedeutend und unwichtig?— Ind doch ist man bereit, um sie ein paar tausend Menschen hinzuopfern, oder auch mehr! Wer weiß, wie der unselige krieg enden wird!“ „Er hat noch nicht begonnen“, warf Schwarzenberg eicht hin, dabei die Baronin sorgsam beobachtend: er nußte auch nicht beginnen, meine ich.“ „Seine Majestät haben ihn beschlossen“, gab Ilona icht ohne Schärfe zurück. „Seine Majestät beschließen, was wir beschließen", agte Schwarzenberg zu erwidern.„Und überdies—“ Er unterbrach sich, fast hätte er ausgeplaudert, was er zunächst noch als Staatsgeheimnis hüten wollte.„Ueberies“, fuhr er deshalb fort,„es ist noch nichts entschieden.“ „Windischgraetz will den Krieg. Er hat die Macht in esterreich. Worauf stützt sich seine Macht? Auf seine klugheit oder seine Größe? Oder darauf, daß er der erahrenste Militär Oesterreichs ist? Ja, darauf! Und um sich ie Macht zu erhalten, muß er den Krieg haben!" Das war klar und überzeugend. Und zudem tat es Schwarzenbergs Herzen wohl. Ja, so war es, wie sie es agte: Windischgraetz trieb zum Kriege mit Ungarn, um im zu halten. Denn, wenn der Feldherr die Macht aus en Händen geben müßte— und dies müßte er in beuhiaten Zeiten tun!— wem würde er die Macht anbertrauen? Wem anders als ihm, dem Staatskanzler? fürst Schwarzenberg begann die kleine Baronin ernst zu ehmen. Ihr sicherer Instinkt ertastete, was er, der große plomat, sich nicht einzugestehen gewagt hatte! Es ehrt Ihr Gefühl, Baronin, daß Sie den Krieg rischen unseren Nationen verdammen!" begann chwarzenberg wieder, ohne seine wahren Gedanken zu maten.„Ich will meinen Schwager nicht in Schutz men, aber ganz so ist es nicht, wie Sie es betrachten. cht von uns ging der Anstoß zu den Wirren aus, ndern von den Heißspornen in Pest. Wir haben Böhmen nd schließlich auch Wien befrieden können. Wir werden uch Ungarn beruhigen.“ „Ja!“ stieß Ilona heftig hervor,„Sie werden es bwürgen!" Ruhiger, fast in belehrendem Tone, fuhr sie ort:„Durchlaucht, gestatten Sie, zu bemerken, daß für neinen weiblichen Verstand Ihr Vergleich fehlgeht. Ich greife nicht, daß Sie die Erhebungen in Prag und Wien den Vorgängen in Ungarn gleichsetzen wollen. Hier in Pien war Revolution, ich selbst habe sie ja miterlebt, die zugeln pfiffen um mein Haus, und auf dem Platz sperrten Barrikaden den Weg. Nicht anders war es in Prag; der torte Pöbel griff zu den Waffen, und viele Blutopfer—“ unterbrach sich und fuhr dann mit leiderfüllter Stimme Durchlaucht, ich rührte an die schmerzende Wunde: Ihre eigene Schwester—“ „Meine Schwester wurde vom Pöbel ermordet!“ fiel er Kanzler mit schneidender Schärfe ein.„Immer ist Masse hemmungslos, und ihr Blutrausch wird sich über Unschuldige ergießen. Es ist wohl nur zu selbstverständu daß Fürst Windischgraetz, der Mann meiner Schwester nach der Ermordung seiner Frau mit äußerster Strenge vorging. Ich glaube, die französische Revolution ist ein Beispiel dafür, wie der Pöbel wüten kann.“ „Ein Irrtum, nicht der Pöbel herrscht in Ungarn sondern ein freies Volk, und dieses Volk liebt seinen Herrn und König, wie es seine Freiheit liebt. Es liebt seine Sprache, die voll Musik ist, seine Sitten, die es von den Vätern ererbt und treulich bewahrt hat, und es duldet nicht, daß ehrgeizige Höflinge und herrschsüchtige Kanzlisten das freie, schöne Land für Oesterreich rauben wollen. Ihr Kaiser ist unser König, er trägt beide Kronen.“ „Ich will Sie nicht verstehen, Baronin, denn was Sie sagen, klingt wie Hochverrat. Wir haben es nicht gern, Frauen zu arretieren.“ „Es genügt Ihnen, fuhr sie auf,„die Blüte des Landes zu brechen, die Jugend in Ketten zu legen, die Offiziere unserer Nation zu verfolgen...“, sie stockte. Von ihren eigenen Worten fortgerissen, hatte sie sich zu weit vorgewagt. Was würde der Kanzler antworten? Was würde er tun? Würde er nicht, durch ihr Wort aufmerksam gemacht, nach Emmerich fragen? Was sollte sie ihm antworten? Wenn sie doch nur Gewißheit hätte, daß der Bruder glücklich die Grenze überschritten hätte!— Aber Schwarzenberg begann nur:„Wir verhindern aber, daß Offiziere den Eid brechen, den sie dem Kaiser geschworen haben. Wir schützen sie. Denn, Baronin, die Offiziere, die schon zu Kossuth übergelaufen sind, haben ihr eigenes Todesurteil unterzeichnet: Wir werden einmarschieren, und dann ist ihre letzte Stunde gekommen.“ Das sagte er so ruhig, so hart und klar, daß Ilona im Banne seiner Worte die künftigen Ereignisse vorauszudenken vermochte: Sie hörte den Trommelwirbel, den Generalmarsch des Musikkorps, das tausendfältige Dröhnen des Marschierens, und dann vernahm sie die kurzen, schrillen Kommandos, die dem Exekutionspeloton zu feuern befahlen: sie hörte das Krachen der Salve, den letzten Schrei der niedersinkenden Gerichteten. Sie wollte aufspringen, sich dem Kanzler zu Füßen werfen, und ihn anflehen:„Retten Sie meinen Bruder“— denn auch ihn unter den auf ungarischem Boden gefangenen Offizieren zu sehen geglaubt. Aber mit letzter Verstandeskraft sagte sie sich, daß sie des Bruders Flucht dadurch verraten würde. Fürst Schwarzenberg hatte die seltsamen und schwer deutbaren Erschütterungen ihrer Seele wahrgenommen. Er beugte sich zu ihr; in ihrem Schmerz sah sie schöner aus denn zuvor, die Blässe ließ ihr edles Gesicht madonnenhaft erscheinen. Wirklich gerührt von diesem Anblick und bezaubert von ihrer Schönheit, sagte er eindringlich:„Das Unheil, das sie so tief vorausempfinden und so mitleidsvoll erleben können, muß nicht über Ihr Land kommen. Ich bin nicht Windischgraetz, ich bin nicht nur Militär. Ich glaube, nicht weniger menschlich zu fühlen als Sie, teuerste Baronin! Wenn wir ein Mittel wüßten, das Grauen zu verhindern, den Krieg...“ Ilona ergriff plötzlich seine Hand:„Ja, den Krieg zu verhindern— gibt es einen Weg?“ Schwarzenberg nickte:„Vielleicht, Baronin.“ Er schwieg. Er überließ sie ihren Gedanken. Ihr feines Gefühl, ihr sicherer Instinkt würden sie doch selbst dahin führen, wo er sie haben wollte. Seine hellen Augen sahen forschend zu ihr auf; er nahm wahr, wie es in ihrem Innern wogte, wie sie mit sich rang, wie hundert Gedanken sie bestürmten, und wie sie, ohne die Lippen zu öffnen, den einen wie den anderen verwarf. Endlich hub sie zu sprechen an, so schüchtern freilich wie ein verängstigter Schüler:„Ich weiß nicht, Durchlaucht... ich will keine Mühen scheuen... auch verspreche ich mir nicht sehr viel davon.“ Schwarzenberg horchte auf.„Welche Mühen Baronin?" Tränen schimmerten in ihren Augen. Jetzt erst sah er, daß sie weinte.„Der Krieg darf nicht sein. Unser Land verblutet daran. Unsere Jugend stirbt hin... Geben Sie mir Zeit, Durchlaucht, nur Zeit.“ „Ich ehre Ihr Gesühl“, sagte er leise. „Wenn ich in die Heimat könnte! Ja, Durchlaucht wenn ich die Pässe erhielte— ich würde dort alles aufbieten— und vielleicht würde es mir gelingen—“ Ihre Worte kamen hervor wie das Geständnis eines Schuldigen. So sehr auch Fürst Schwarzenberg diesen seltsamen Anblick mit innerer Teilnahme aufnahm, so lebhaft arbeitete doch zugleich sein Verstand daran, sich der Baronin zu bedienen und sie zu dem gewünschten Ziele hinzulenken. Deshalb fragte er— und er versuchte, seine gefühlvolle Anteilnahme mitschwingen zu lassen: „Es ist möglich, Baronin, daß einer Frau mehr gelingt, als uns allen. Nicht nur, weil Sie schön sind. Nein, deshalb, weil Sie Gure haben, man fühlt es! Nach Ungarn wollen Sie?“ fuhr er im selben Atemzug fort. Sie sah nicht, wie listig seine Augen über sie hinblickten, und wie gespannt er ihrer Antwort entgegenharrte.„Die Pässe wären zu beschaffen, aber— wem wollen Sie sich dort anvertrauen?“ „Dem Grasen Batthyanyi, dem Ministerpräsidenten. Er ist— mein Pate!“ Schwarzenberg unterdrückte ein ironisches Zucken. „Er ist nicht unser Freund, dieser Batthyanyi! Ein Graf, der sich gegen seinen König erhoben hat! Doch gut, übersehen wir das. Leider— er ist schon machtlos in Ungarn.“ „Auch Esterhazy kenne ich“— fuhr sie eifrig fort. „Den Fürsten! Er wird mich anhören.“ Da sie schwieg, stellte Schwarzenberg die Frage: „Kennen Sie Kossuth? Er ist der Führer! Nur er.“ Anekdoten Die kälteste Nacht Girardi renommierte einmal, er halte die Nachtluft für so gesund, daß er in der kältesten Nacht bei weit offenem Fenster schlafe. Der Wiener Schauspieler Kraftl, der in der Nähe stand, hörte das und meinte:„Na, weißt, jetzt lügst aber Gestern Nacht bin ich an deiner Wohnung vorbeigekommen — und alle Fenster, auch die deines Schlafzimmers, waren fest geschlossen.“ „Und—? Du Trottel, war denn gestern etwa die kälteste Nacht?“ Ein Unterschied Ein reicher Musikdilettant erzählte auf einer Gesellschaft dem berühmten französischen Komponisten Auber:„Ich schreibe jetzt ein Werk von zwei großen Akten für die komische Oper! Und was machen Sie, Meister?“" „Ich,“ sagte Auber bescheiden,„habe soeben sünf ganz kleine Akte für die große Oper beendet.“ Das Examen Ein liebenswürdiger, rücksichtsvoller Examinator war der Superintendent Lohmann zu Wesel. Einst hatte sich ein Kandidat zur Prüfung gemeldet. Leider fühlte er sich im Lateinischen aber durchaus nicht sicher und klagte sein Leid einem Freunde, der ebenfalls in das Examen ging und ein großer Lateiner war „Laß nur gut sein,“ tröstete ihn der Freund,„ich werde veranlassen, daß du durchkommst! Setz' dich nur neben mich, dann wird schon alles gut gehen!“ Die Prüfung beginnt. Der Freund kommt zuerst an die Reihe und besteht so glänzend, daß Lohmann staunend fragt:„Woher haben Sie diese ausgezeichneten Kenntnisse?“ „Hier von meinem Freund neben mir“, antwortete dieser. „So? Na, dann brauche ich ja den Herrn garnicht mehr zu fragen!" Das Examen war bestanden! Die Stellvertreterin der Herzogin Man hatte dem Herzog von Marlborough einen Emu geschenkt. Er wurde nach Blenheim geschickt, wo man ihm alle Pflege angedeihen ließ in der Hoffnung, daß er für Nachkommen sorgen werde. Endlich legte er(es war ein weibliches Tier) ein Ei. Leider waren zu dieser Zeit weder der Herzog noch die Herzogin anwesend. Der Gutsverwalter schickte der Herzogin ein Telegramm, um ihr das frohe Ereignis mitzuteilen. Das Telegramm lautete wie folgt:„Emu hat ein Ei gelegt. In Abwesenheit Eurer Herrlichkeit habe ich Gans auf Ei gesetzt.“ Furchtbarer Gedanke Mark Twain und einige seiner Freunde wohnten einmal einer Vorführung bei, in welcher sich ein Fakir lebendig begraben ließ. Als man nach einigen Stunden den Mann wieder ausbuddelte und festgestellt wurde, daß er keinerlei Schaden genommen hatte, da wandte sich Mark Twain an seinen Nachbarn mit den Worten:„Stell' Dir vor, Du hast solch einen Menschen als Erbonke!! Da weißt Du nie, wann das Begräbnis endgültig ist.“ Sie wußte es. Sie hatte Kossuth nie gesehen, und dennoch glaubte sie ihn zu kennen. Sie hatte seine Reden gelesen, diese Aufschreie eines Auserwählten, dem die Gewalt gegeben war, den Menschen den verschütteten Glauben an die Kraft und die Schönheit der eigenen Nation wiederzugeben. Sie kannte sein Bild: Die hohe, edle Stirn, über der das bräunliche Haar in dichten Strähnen lag, das durchgeistigte Antlitz, aus dem dis seelenvollen Augen eines Schwärmers hervorleuchteter Das Gelock eines männlich vollen Bartes umrahmt Kinn und Wangen. Ueber den Lippen, deren tönende Gewalt das Volk entzücken konnte, lag eine tiefe Schwermut. Die Bilder, die man von ihm in den Märztagen verbreitet hatte, waren in jedem ungarischen Hause zu finden und auch in ihrem eigenen. Sie hatte es nicht fortgehängt, auch jetzt nicht, obwohl es ihr gefährlich werden konnte. Und zu ihm, dem Führer der Ungarn, sollte sie sich begeben? „Was vermöchte ich über ihn?“ fragte sie leise. Schwarzenberg hielt sein Spiel schon für gewonnen. „Sehr viel, liebe Baronin. Ich weiß, es gibt Menschen, die von ihrer Unsehlbarkeit überzeugt sind, und zu ihnen gehört auch Kossuth, wie man ihn mir schildert. Aber auch der Verblendete wird vor den Tatsachen zurückweichen, wenn er sie kennt. Das ist das Schlimme, wir haben keinen Vertrauensmann mehr in Ungarn. Der Paladin ist geflohen— nennen wir es ruhig so. Und niemand ist da, dem diese Mißtrauischen glauben würden. Sie aber, Baronin, werden Vertrauen finden. Nicht nur, weil Batthyanyi und Esterhazy für Sie bürgen werden! Ihre Persönlichkeit, ein Blick in Ihre Augen— wer könnte an Ihnen zweiseln?“ Schwarzenberg hatte so ernst gesprochen, daß Ilona an die Ehrlichkeit seiner Worte glaubte. Sie fragte nur, durch sein Bekenntnis beschämt:„Was könnte ich ihnen eelden?" Jetzt wurde Schwarzenberg lebhaft. Er war so weit, daß er ihr ruhig den Auftrag anvertrauen konnte. „Sagen Sie— nein, stellen Sie dar, beweisen Sie: daß der Krieg zwecklos ist, ein selbstmörderisches Beginnen. Haben Sie sich nicht davon überzeugt, daß unsere ruhmreiche Armee aus Italien zurückgekehrt ist, daß sie intakt und die beste Wasse in Europa ist? Wir werden marschieren und alles niedermähen, was sich uns in den Weg stellt, Baronin!“ rief er leidenschaftlich aus.„Ich bin nicht mehr Offizier, und ich gestehe freimütig: ich fühle nicht mehr militärisch! Ich habe keine Freude am Gemetze!! Doch habe ich Phantasie genug, mir auszumalen, welch surchtbares Morden anheben wird, wenn unsere Regimenter aus den geringsten Widerstand stoßen werden. Kossuth hat es in der Hand, den Wahnsinn zu vermeiden.“ Ilona senkte die Augen. Sie schwieg lange. Endlich fragte sie:„Und Ungarns Rechte? Wer wird sie garantieren?“ „Ich selbst werde dem Kaiser nahelegen—“ „Der Kaiser!“ rief sie bitter. „Die Macht jedenfalls“, lenkte Schwarzenberg ab,„ist bei uns! Nur bei uns! Geben Sie das Kossuth zu bedenken.“ Fortsetzung folgt. von Alsons von Czibulka an Copyright by I. G. Cotta'sche Buchhandlung. Stuttgart Forrsetzung Genau lachte laut r damit Sie nicht enttäuscht sind Rabenau. Falls * Ihre verwundete Seele am Ende auf ein Abeneiten. Aber jetzt muß ich weiter.“ Er warf einen um Himmel hinauf.„Hab keine Lust. in den mähBaldern zu schlafen. Wenn Ihr Hadik wieder zur *i kommt, werden wir ja dieses Pläsier ohnehin ige haben. Au revoir, Herr Bruder! Und wenn n Ihre Knochen nicht in böhmischer oder schle* Erde ruhen. dann gehens im nächsten Fasching ichen! Parole’honneur, es lohnt sich.“ hatte er recht gehabt: vom Feind keine Spur! tnant von Rabenau bog wieder zur Straße ab, ne halbe Meile von hier jenseits der Paßhöhe “ m u ß t e. Weile trabten sie noch auf einem Waldweg plötzlich die Dämmerung ein. Die Gäule am alperten sie üder Wurzeln und faulige BaumSchließlich rutschten sie über das Geröll eines „#-erleeren Bachdettes zu Tal. Es war schon stock's sie an einer kleinen Holzbrücke die schlesische „ erreichten Wieder trabten sie los. Nach Raudenes kaum eine Stunde sein. Auch wenn man veg. in den die erbärmliche Straße sich bald kte, nur im Schritt reiten konnte chmal stolverte ein Gaut und ein Reiter fluchte. „ hwache Widerschein des noch hinter den Bergen * M o n d e s s c h i m m e r t e i n d e n W i p f e l n u n d penstisches Licht auf die fahlen Baumleichen den schwarzen Stämmen der Buchen und den noch dürren Aesten der Bäume karrte Vind ### ten sie plötzlich Pferdegewieher vor sich auf Der Gaul des Korporals gab Antwort. jeß die Savei ergreifen und sandte einen Noch sah man nichts. Da fiel durch ein kleines, von den Höhen sich nieder ziehendes Waldtal das volle Licht des Mondes auf die tiefste Stelle der Straße. die hier auf Prügeln und Bohlen einen Morast überquerte. Eine Postkutsche steckte. auf die linke Seite geneigt, im Straßensump;, in dem die Gäule bis an die Knie verjanken. Das Licht einer Laterne schwankte. Ein Mann machte sich an dem eingesunkenen Rade zu schaffen. Rabenau ritt an den Vorreiter heran und fragte. was los sei. Der deutete mit seiner kurzen Peitsche auf das linke Hinterrad und drosch fluchend auf das Handpferd ein. Der Leutnant fuhr ihn an:„Laß Er das, Er Esel!“ Er ließ sich die Laterne geben, beugte sich aus dem Sattel und leuchtete das Rad ab. Es steckte bis zur Nabe im Dreck. Sonst schien es heil. Er wandte sich zu seinen Leuten:„Absitzen! In die Speichen eingreifen!" Das rechte Fenster der Kutsche glitt nieder. Ein Frauenkopf beugte sich ins Mondlicht. Eine erfreute Stimme rief:„Dieu merei, der Herr Leutnant!" Eben stemmten sich die Dragoner in die Rader wie Kanoniere bei einem Geschütz. Rabenau erkannte das kleine Persönchen von gestern. Er schwenkte mit der Rechten im großen. weißen Stulphandschuh grüßend den Dreispitz. Die Kleine lachte:„Hätt' gar nicht gedacht, daß der Herr Leutnant so galant sein kann... „Warum, Demoiselle?" „Weil der Herr Leutnant gestern wie ein Holzklotz war Allein mit zwei Damen und der Herr Leutnant bleibt wie ein Bärenhauter beim Weine sitzen...“ Sie schrie leise auf. Die Postkutsche ruckte. Der Vorreiter ließ die Peitsche knallen. Es war vergebens. Das Rad glitt in den Schlamm zurück. Die Demoiselle schwätzte weiter: „Aber sein gestriges Betragen sei dem Herrn Leutnant verziehen, weil er mich hier vom sicheren Tode errettet..“ Rabenau bemühte sich. in den Wagen hineinzusehen: „Ist denn Madame la Grand'mère nicht hier?" „Erstens ist sie nicht meine Grand'mere und zweitens hat sie Leibschmerzen und mußte in Olmütz zurückbleiden. Hat sich bei der Frau Marschallin einquartiert.“ Sie überlegte, als gäbe es da noch einen anderen Grund Aber dann sagte sie nur:„Ja, so ist das. Und ich fahre jetzt mit dem Gepäck voraus. Mein Tod hätte es sein können. Aber Gott, was tut man nicht alles, wenn man muß.“ Er hatte also recht gehabt: Herrin und Dienerin Doch nach einer Zose sah die Kleine nicht aus. Also war sie wohl die Gesellschafterin der Alten. Vielleicht eine verammte Verwandte. Denn eine Dame war sie doch Rabenau fragte:„Und wohin reist die Demoiselle." „Mit Permission des Herrn Leutnants nach GroßJaunitz.“ Groß=Jaunitz? War der Drache mit der Lorgnette. der gestern der Kleinen das Schauen verboten. am Ende die alte Hartenberg. Er kannte sie nicht. Er lachte:„Nach Jaunitz reite ich selber.“ Sie schien nicht besonders erstaunt, sondern sagte nur: „Tant mieun, so habe ich wenigstens Gesellschaft.“ Wieder ruckte der Postwagen. Diesmal gelang es. Die Kutsche hob sich. schwankte und fuhr. Dann blieb sie auf festem Boden stehen Rabenau ließ aussitzen. ritt wieder an den Kutschenschlag heran: Madame la Comtesse ist also ein wenia malade. Und die Demoiselle fährt allein durch die Nachl?" „Wenn der Herr Leutnant mich allein fahren lassen. wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben.“ Sie öffnete die Türe:„Oder ist der Herr Leutnant heute kein solcher Holzklotz mehr?" 04 Rabenau hob bedauernd die Schultern:„Kaiserlicher Dienst. Demoiseue... „Mir eurem ewigen Dienst seid ihr Offiziere ennunant. Ich fahre heute ohnehin nicht mehr weit. Nur bis Raudenberg. Rabenau überlegte. Eigentlich hatte sie recht. Warum ollte er fur diese halbe Stunde nicht in den Wagen steigen. statt durch die Löcher und den Morast der holperigen Straße zu stolpern. Weit und breit war ja doch kein Feind. Er rief seinen Burschen und glitt aus dem Sattel. Als er schon auf dem Wagentritt stand. befahl er: „Korporal mit zwei Reitern auf hundert Schritt voraus. die anderen hinter die Kutsche!" Er stieg ein. setzte sich und verneigte sich lachelnd:„Mit Permission der Demoielle: Raudenberg ist nämlich auch mein Nächtquartier.“ Die Gaute zogen an. Die Kutsche rumpelte die steile Straße hinauf Auf sein Gesicht fiel das Mondlicht. Die Demoiselle hatte sich in ihre Ecke geschmiegt. Sie beobachtete ihn verstohlen. Er hatte ihr schon gestern gefallen. Noch ehe wußte wer er war. Die Postkutsche rollte und stampfte wie ein Schiff auf dem Ozean. Rabenau sah die Demoiselle schweigend an Nach einer Weile fragte sie:„Ist der Herr Leutnant immer so gesprächig?“ „Ich dachte nur darüber nach, wer die Demoiselle wohl sein mag.“ „Ist das bei Reiseconnaissancen so wichtig?“ Sie deutete in die Nacht hinaus:„Eine Fahrt durch monddeschienenen Wald. Ein gemeinsames Souper vielleicht — und man sieht sich nie wieder. Was sagt da ein Name?— Weiß der Herr Leutnant übrigens, ob man in Raudenberg übernachten kann. Der Wirt vom Römischen Kaiser; zeigte sich heute nicht mehr. Aber der Hausknecht sagte, der Schimmel' in Raudenberg sei gut.“ „Er hat nur ein einziges traitables Zimmer.“ „Und wo wird dann der Herr Leutnant schlafen?“ „Im Stall vermutlich." „Im Stall? Sie Aermster!" „A la guerre comme à la guerre, Demoiselle.“ Dann schwieg er wieder Sie dachte nach. Waren doch sonst nicht so hölzern, die Herren Oftiziers! Und vermutlich schon gar nicht wenn sie in stockfinsterer Nacht mit einer Dame allein in der Postkutsche fuhren. Sie sah ihn von der Seite an. Ob der Rabenau am Ende schon eine andere liebte Dann hatte die Kaiserin ihr Billett umsonst geschrieben liebt?“ Denn das mußte sie wissen. „Warum?“ „Weil Sie nicht reden. Liebeskummer ist doch dar einzige, das einen Leutnant zum Schweigen zu bringevermag."% 0— 117 Rabenau lächelte schmerzlich „Sie reiten in den Krieg und sind traurig. weil in Wien ein Mädel sitzt, das Sie licb haben... Ist das so mwer zu erraten?“ Sie sah ihn erwartungsvoll an. Sie fürchtete seine Antwort. „Es war nur ein Traum. Demoiselle.“ Er seufzte Ein Gefühl der Freude durchströmte sie:„Nur ein Traum? Warum? „Weil zu Ostern Hochzeit ist. aber nicht mit mir.“ Er sagte es leise und senkte den Kopf. Sie war beruhigt, und nun tat er ihr leid. Sie beruhrte flüchtig seine Hand und sagte weich:„Enttäuschungen haben oft auch ihr Gutes, lieber Freund.“ rollte in kurzem Trab durch ebenes Land, zwiichen Wiesen und Aeckern. Hunde schlugen an. chattenhaft tauchten Bauernhöfe aus dem Dunkel. Auf ihren Dächern lag ein goldgrüner Schein. Erst zwei und drei. Dann war's eine Dorfgasse. Der Postwagen hielt vor einem breiten, behäbigen Haus. Im Scheine einer Laterne pendelte über der Türe ein blecherner Schimmel. Ein Lichtstreif siel über Pferde und 95.#### Wirt bei über die kurze Stiege herunter. riß den Wagenschlag auf. zog ehrerbietig das Käppchen vor dem kaiserlichen Offizier. g. bes Zimmer ist doch wohl „Der Schimmelwirt dienerte. Rabenau nickte: „e hinauf und dann komm Er zu mir!“ aus der Kutsche wartete bis sie m hell erleuchteten, nach Küche duftenden Hausflur ver chwunden war. Dann wandte er sich an seine Reiter: „Die Pferde in den Hof führen! Aber mit dem Absatteln noch warten! Ich komme dann gleich.“ Er sah ihnen nach. mie sie durch das Tor hinter der niedrigen Mauer verschwanden, die den Hof von der Straße trennte. Fortsetzung folgt. ** Dienstag, 15. August 1939 Nr. 222 Neue Tag. Zu Besuch im„Venedig“ Brasiliens Die Lagunenstadt am Meer 7 Leben unter Palmen in dürftigen Hütten Man könnte Bücher schreiben über all die Eindrücke, die einem in Recife de Pernambuco, der ersten brasilianischen Stadt, geworden sind. Die Pracht der Tropen hatte uns in ihren Bann gezogen. Immer wieder gingen wir auf Entdeckungen aus, immer wieder nahmen wir neue Bilder in uns auf. Wir kannten keine Erschöpfung, keine Ermattung. Nie brannte uns die Sonne zu heiß, kein Weg war uns zu weit, und selbst dann, wenn zu völl g ungewohnter Stunde mit tropischer Plötzlichkeit die dunkle Nacht über uns hereinbrach, gönnten wir uns keine Ruhe: erfrischt durch die um ein paar Grade niedrigere Temperatur zogen wir in die geheimnisvoll lockende Nacht, immer begierig, Neues zu sehen, Unbekanntes zu erleben. Weiß und nicht weiß Es ist nicht leicht, seine Eindrücke von dieser Tropenstadt zusammenzufassen. Aber wenn es richtig ist, daß der erste Eindruck immer der beste ist, dann muß man mit der Bevölkerung anfangen! Und zwar deshalb, weil ihre Mischfarbigkeit jedem Europäer zuerst als etwas völlig Ungewohntes und Neues auffällt. Pernambuco— hat eine halbe Million Einwohner, von denen nur ein ganz kleiner Hundertsatz Weiße sind. Alle anderen rechnen zu der einheimischen Bevölkerung, deren Hautfarbe— nicht weiß ist! Es würde jedoch zu weit gehen, wollte man deshalb alle andern als Farbige bezeichnen. Der Brasilianer hat im Laufe der Jahrhunderte seine Hautfarbe geändert: aus dem ursprünglichen, auf die portugiesischen Einwanderer zurückgehenden Weiß wurde bald, verursacht durch die tropische Sonnenglut, ein Gelb oder Braun, das in allen Schattierungen wahrzunehmen ist— ganz wie bei uns auch, muß man gerechterweise hinzufügen! Man erinnere sich nur an die braus. oder schwarz gebrannten Menschen, die unsere Bäder und Sommerfrischen bevölkern! Daß allerdings auch viele Mischlinge und auch reinrassige Neger anzutreffen sind, hat seinen Grund darin, daß es in Brasilien, im Gegensatz zu den Norbstaaten, keine Rassenunterschiede gibt: hier ist jeder gleichberechtigt, ganz gleich welcher Farbe er ist. Ein genügsames Volk Kommt man näher mit der einheimischen Bevölkerung in Berührung, so muß man bald feststellen, daß Fleiß und Arbeitsfreudigkeit, ruhiges und zurückhaltendes Wesen, freundliches und den Fremden entgegenkommendes Benehmen die vorwiegenden Eigenschaften der einheimischen Bevölkerung sind. Es ist ein genügsames Volk, das mit Eifer seiner Beschäftigung als Arbeiter oder als Fischer oder Verkäufer nachgeht, ein Volk, das an das Leben keine hohen Ansprüche stellt und sich mit Wenigem zufrieden gibt. Diese Anspruchslosigkeit macht sich auch in den Wohnungen bemerkbar. Sicherlich entspricht das Regierungsund Geschäftsviertel Recifes durchaus europäischen Begriffen, und auch die Wohnungen der Europäer und des Die junge Front im Film Der Nachwuchs bittet ums Wort einheimischen Mittelstandes sind als durchaus einwandfrei zu bezeichnen: lange, meist einstöckige Gebäude mit gut abschließbaren Fenstern, die alle einen von vorn nach hinten durchgehenden Korridor aufweisen, der eine schnelle Durchlüftung und Kühlung ermöglicht. Anders ist es allerdings mit den Hütten der ärmeren Bevölkerung. Man hat Recife de Pernambuco das„brasilianische Venedig" genannt, mit dem es auch einige Berührungspunkte hat. Weite Teile der äußeren Stadt gewähren, von oben gesehen, eine geradezu phantastischen Anblick durch die zahllosen Lagunen, die vom Meerwasser gespeist werden und so für Sumpf und Seuchenherde keinen Platz bieten. Wasser und immer wieder Wasser wird sichtbar, wie auf einem großen Schachbrett ist Lagune an Lagune gereiht. in fast völlig symmetrischer Anlage, nur durch schmale Wege voneinander getrennt, miteinander verbunden. Ewige: Sommer ohne Ofen Auf dem spärlichen Land zwischen diesen Lagunen stehen de primitiven Hüten der ärmeren Bevölkerung: aus Stangen und Lehm errichtet, mit Blech oder Palmwedeln gedeckt, machen sie einen erbärmlichen Eindruck, der nur dadurch gemildert wird, daß hoch über ihnen die Kokospalmen, für uns Europäer das Sinnbild des Glücks und der Zufriedenheit, ihre mächtigen Blattkronen im Winde wiegen. Alle'ese Hütten enthalten nur einen einzigen Raum, der meist noch mit den Haustieren geteilt wird. Eine erbärmliche Unterkunft also, und doch: peinlichste Sauberkeit ist fast überall festzustellen. Die Natur aber kommt der Bevölkerung zu Hilfe: Ofen und Heizung braucht sie nicht, de alles erwärmende Sonne erwärmt auch ihre arme Behausung, denn einen Winter in unserem Sinne gibt es nicht in diesen Breiten. Die um die Hütte liegenden Lagunen aber geben Lebensunterhalt in Form von Fischen und Krebsen, die von den Kindern zu Dutzenden gefangen werden. Eine völlig andere Welt also, die man auf Schritt und Tritt antrifft, und die einen immer wieder in Erstaunen versetzt. Stundenlang könnte man erzählen: von den wandernden Händlern, die die herrlichsten Früchte au der Straße anbieten, von jenem Vorstadtmärkten, auf denen alles zu haben ist, was man zum Leben braucht, von dem Leben der Fischer und Schiffer, die auf ihren selbsterbauten Fahrzeugen, den sogenannten Jangadas, sich Hunderte von Kilometer weit in den offenen Ozean hineinwagen. Man könnte erzählen von dem bunten Treiben auf dem Platz vor der mit tausend elektrischen Lämpchen erleuchteten Kirche, wo ein Jahrmarktstrubel sich entwickelt, der aber auch gar keinen Unterschied gegenüber unseren Kirmesfesten hat, oder von den Hunderten von Fledermäusen, die Jagd auf die hier ungefährlichen Fliegen machen, oder von den unzähligen Eidechsen, die sich dicht neben einem auf alatter Mauer in der tropischen Sonne wärmen. Doch wozu das alles aufzählen? Der Eindruck der ersten Bekanntschaft mit den Tropen ist so überwältigend, so bezaubernd, daß jede Beschreibung doch nur ein dürftiger Abklatsch der Wirklichkeit sein kann. W. Roßmann R 8 Ileinz Engelmann wird in dem Film„Jagd ohne Gnade“ unter der Regie von Eduard von Borsody neben Anna Dammann, René Deltgen, Rudolf Fenau und Herbert Hübner zu sehen sein. Elfi Mayerhofer erscheint in dem Kriminalfilm„Der Vorhang fällt einem Film, der unter der Regie von Georg Jacobi nach dem erfolgreichen Stück„Der Schuß im Ram penlicht“ gedreht wurde Photo: Ufa-Baumann Schnappschuss aus dem Hinterhalt Der Mann. vor dem ganz Hollywood zittert: ein Gangster-Photograph Eine Köpenickade— fernmündlich! Der übereifrige Konsulatsportier und der übergangene Generalkonsul Mit eifersüchtiger Sorge wachte der Hausmeister— ein vorbildlicher Hausmeister übrigens nach den Erklärungen vor Gericht— des Generalkonsulats eines Balkanstaates in Brüssel über Konsulat und Genetalkonsul. Als er eines Tages merkte, daß vor dem Kon julat eines anderen Staates im gleichen Stadtviertel stets ein Polizeibeamter Wache hielt, rief er gleich den Bezirksbürgermeister an gab sich als Gesandter aus und bat um die Stellung eines Wachmangs auch vor seinem Konsulat. Der Bürgermeinter ver prach, die Angelegenheit wohlwollend zu prüfen. Am folgenden Tag klingelt der Bürgermeister das Generalkonsulat an. bekam wieder den Hausmeister, den er für den Diplomaten selbst hielt ans Telephon und teilte mit, daß dem Gesuch um„polizeilichen Schutz“ stattgegeben worden sei, und daß in Zukunft ein Poli zeibeamter auch vor diesem Konsulat Wache halten würde. Am gleichen Tage noch bezog ein Wachmann den Posten Er erbittet polizeilichen Schutz Dem Konsulatskanzler kam es aber doch zu dumm vor, daß auf einmal regelmäßig ein Schutzmann vor dem Konsulat Wache hielt. Er wandte sich an den Hausmeister, was das zu bedeuten hätte. Dieser meinte. in Belgien sei das mal eben so Uius und verwies ihn an das Nachbarkonsulat, wo auch ein Schutzmann auf Maiche stand Eines guten Tages fragte der Hausmeister den Kon sul oo sich der Polizist nicht bei Regenwetter in die Eingangshalle des Konsulats setzen dürfe. Er bekam die nötige Zustimmung, und seitdem wurde der Wachmann ganz gemütlich in der Halle einquartiert. Dort würde er wahrscheinlich heute noch sitzen, wenn der Hausmeister in seinem Diensteifer nicht etwas zu wert gegangen wäre. Der Herr Generalkonsul fühlt sich zurückgesetzt Eines Tages kam ein ausländisches Staatsoberhaupt nach Brüssel und der König gab zu seiner Ehre im Palais ein Festessen. Dazu hatte der Generalkonsul aber keine Einladung bekommen, denn nach dem Protokoll blieb die Gesellschaft auf die diplomatischen Ver treter beschränkt. Nur beim Generalkoniulat eines an deren Balkanstaates der gleichzeitig ein weltberühmter Archäologe ist war eine Ausnahme gemacht worden. Das hatte unserem Generalkonsul aber keineswegs g0 paßt, denn am Vorabend des Festessens sagte der Kanz ler zum Hausmeister:„Sie dürfen heute den Herrn Generalkonsul nicht stören. Er ist arg brummig, weil er keine Einladung bekommen hat.“ Der Portier bringt die Sache in Ordnung Das hören und sogleich ans Telephon gehen war eins. Der Hausmeister ließ sich mit dem Groß=Hof marschall verbinden. Sobald der am anderen Ende der Leitung war meldete er sich:„lei le manonr’Anfou“, so daß es scheinen munte als sei der Herzog von Gufe selbst am Apparat. Der übereifrige Hausmeister gab einem Erstaunen darüber Ausdruck, daß der General konsul nicht eingeladen war und fragte, ob sich die Sache „Dick Sarno ist in Hollywood! Dick Sarno ist in Hollywood!“ Wie ein Lauffeuer verbreitet sich diese Schreckensnachricht unter den„Größen“ der amerikanischen Filmhauptstadt. Eine rege Geschäftigkeit beginnt in den Luxuswohnungen des Stadtviertels. Beverlen Hills. Die Haustore erhalten neue Schlüssel, die Gartenzäune werden auf undichte Stellen abgesucht, die Hausmauern werden um einen Meter erhöht und obenauf frisch mit Glasscherben gespickt. Chauffeure, Diener und Stubenmädchen werden unter tausend heilige Eide genommen und zur allerschärfsten Wachsamkeit angehalten. „Auf keinen Fall,“ sagen die Stars der flimmernden Leinwand,„darf uns dieser Teufel in Menschengestalt in einem unbewachten Augenblick überraschen, wie es leider den meisten von uns, schon das eine oder andere Mal passiert ist." Und wer ist dieses Ungeheuer? Wer ist denn dieser Dick Sarno, vor dem die Helden des Films zittern? Der amerikanische Staatsfeind Nr. 1? Ein. verwegener Kidnapper? Oder ein gefährlicher Gangster, der mit vorgehaltenem Revolver Perlen, Diamanten und Dollarnoten stiehlt? Dick Sarno ist auch ein Gangster, aber einer von einer ganz besonderen Art: er ist„Photogangster“. Seine einzige Wasse ist der kleine, unscheinbare Photoapparat. Dick Sarno, vor dem die Hollywooder Größen zittern, ist nur ein einfacher Bildberichterstatter. Aber er ist ein wahrer Meister seines Faches Er knipste Millionäre, Gangster und Kidnapper Seinerzeit, als der allzu berüchtigte Bandit Al Capone auf der Höhe seiner Verbrecherlaufbahn stand, gelang es nicht doch vielleicht noch in Ordnung bringen ließe. Man antwortete ihm. Hazu sei es schon viel zu spät, und wßer em müsse# Protokoll strikte eingehalten werden Undank ist der Welt Lohn Dieses Telephongespräch blieb aber nicht ohne Folgen. Bei Hofe wunderte man sich über diesen Schritt. und es wurde diskret eine Unter uchung eingeleitet. Das Gericht mengte sich in die Sache und enideckte dann schließlich, wo der Hase im Pfeffer lag. Der General= konsul hat seinen übereifrigen Hausmeister auf Knall und Fall entlassen. Das Gericht hat ihn dann noch obendrein zu einem Monat Gefängnis und 700 Franken Geldstrafe verknackt. Dick Sarno, einige Aufnahmen des gefürchteten und allmächtigen Gangsterführers zu machen, als dieser sem Haus verließ, überzeugt, von niemand gesehen zu werden. Die Aufnahmen erschienen kurz darauf in einer Zeitung, und Al Capones Leute rächten sich an Sarn#, in dem sie ihn erbarmungslos verprügelten und für te an einer einsamen Landstraße liegen ließen. Aber Sarnt überlebte diese Mißhandlung und zwei weitere Attentau Während des Prozesses gegen Bruno Hauptmann, der Entführer des Lindberghkindes, gelang es ihm, im Grichtssaale trotz schärfster Ueberwachung den ganzen Pro zeß in seinen einzelnen Phasen auf der Platte festzuhr ten. Ihm gelang es ebenfalls, bei John D. Rockefelle einzudringen und den uralten Milliardär bei seiner täg lichen Golfpartie zu photographieren. Auch Filmstars haben menschliche Schwächen Bei seinem letzten Aufenthalt in Hollywood hat Sam eine Menge Filmgrößen in unbewachten Augenblicken# knipst und sich damit den wütenden Haß der ganze Hol ywooder Gesellschaft zugezogen: Janet Gaynor, sich müde auf eine Bank in ihrem Garten setzt mite Gesicht, als ob sie sagen wollte:„Ich bin auch nicht Jüngste mehr und fange an, eine alte Frau zu werde Robert Taylor, wie er in seinem Büro sitzt und mit ster Miene Bündel von Tausenddollarnoten von vor## und hinten durchzählt, Shirley Temple, wie sie ernst ihre Eltern ausschilt. Lionel Barrymore auf dem Höhepu eines Wutanfalls gegen ein Liebespärchen, das ihn aus Unachtsamkeit auf der Straße angestoßen hat. Joan Cranford ohne die geringste Spur von Rot auf ihren Lippeusw. Jetzt wird jedermann begreisen, warum Di Sarno in Hollywood gefürchtet wird wie der leibhaft Gottseibeiuns Ein Miesmacher In einer Gesellschaft von Theaterleuten wurde und die Oper:„Der Trompeter von Säckingen“ gesproche Der große Komiker Giardi meinte dazu:„Mir gfallt nei. Der Trompeter ist a Miesmacher!" Die Anme den lachten und fragten:„Wieso ein Miesmach Girardi antwortete:„Nun, sonst tat er mit singen:# im Leben herrlich eingerichtet, daß bei den Dornen.die Rosen stehn.“ Bruno Manuel erzählt: Die Insektenplage Unser Freund Kupusch hat am Rande der Stadt ein Landhaus. Das hat eine malerische Veranda und hübsche Zimmer Auch Aupuschs Garten ware schön, wenn er ihm allein gehörte. Er muß ihn aber mit einer Unmenge Insekten teilen. In seinem Garten kommen ziemlich alle Insekten vor Sie beköstigen sich dort ganz selbständig. Unser Freund hat nichts weiter nötig, als hin und wieder die Straucher zu erneuern. Er erneuert sie im Jahre nur wenige Male Man kann nicht sagen, daß die Insekten sehr wählerisch sind. Es gibt bessere Straucher. Aber allem Anschein nach fesseln alte Ueberlieferungen die Insekten an Kuputschs Garten Kupusch hat sie beim Kauf des Grundstücks gleich mit übernommen. Sie waren im Preise einbegrissen Unser Freund wird jedes Jahr von anderen Insekten heimgesucht. Als er einsog, war es eine Raupenplage Sie wurde von einer Mückenplage abgelöst, die einer Ameisenplage Platz machte, der eine Wespenplage folgte Wir haben den ganzen Winter überlegt, welche Plage diesmal kommen würde. Wir haben, im Hinblick auf den Kreislauf aller Dinge, eine neue Raupenplage für wahr scheinlich gehalten Es kam aber etwas andires „Ich kenne doch gewiß Ungezieser“, meinte Ku indem er ziemlich ratlos herumlief,„aber solch ein Viehzeug wie diesmal habe ich mein Lebtag nicht gesehen.“ Es waren große Tiere mit einem Appetit sondergleichen „Daß du auch immer Ungezieser haben mußt!", sagten wir„Kein Mensch außer dir hat Ungezieser.“ „Das muß an den Sträuchern liegen“, sagte Kupusch, „die Tiere wissen ganz genau, wo sie am besten sind Aber laßt nur, diesmal vertreibe ich die Biester mit Rauch." Kupusch vertrieb sie mit Rauch Er harkte, als der Wind vom Westen kam, alles Laub zusammen und zündete es an. Tückische Schwaden stiegen empor und verpesteten die gute Luft. Er warf auch die einschlägigen Schriften über Insettenvertilgung in die Glut, worauf der Qualm noch heimtückischer wurde. Kupuschs Inselten hatten zufällig eine tiese Abnei gung gegen Rauch, gepaart mit einem leidenschaftlichen Selbsterhaltungstrieb. Sie verließen fluchtartig seine Sträucher und waren bald in einiger Entfernung Die Ferne gehörte aber Kupuschs Nachbar, der auch ein leidenschaftlicher Gartner war. Sowohl der Umstand, dort ganz tadellose Sträucher anzutressen, als auch die Anstrengungen der übereitten Flucht steigerten den Appein der Insekten ungemein. Sie fraßen tüchtig Kupuschs Nachbar hatte aber ebenfalls ein Vorurteil gegen Insekten, namentlich gegen derart gefräßige. Er fand ihren Appetit herzhaft unpassend und beschloß, sie schnellstens zu vertretben. Womit? Mit Rauch Als Kupuschs Nachbar das Vertilgungsfeuer entfachte, schlug aber der Wind um und kam vom Osten, was zur Folge hatte, daß Kupusch die Insekten zurückbekam. Er bekam nicht nur seine Insekten zurück. Auch die des Nach barn waren mit dab„Das mit dem Rauch scheint nicht geholsen zu haben", stellte Kupusch recht betreten fest.„Ich muß entschieden etwas anderes versuchen" „Höre mal“, sagte ich,„ich kenne einen Menschen, der Mittel gegen alles weiß. Er wird dir auch die Insekten vertreiben." „So, wie heißt er denn?", fragte Kupusch „Tennigkeit.“ Tennigkeit kam und raffte sein zoologisches Wissen zusammen. „Sie wollen also, daß ich Ihre Insekten vertreibe?“ „Ja“, sagte Kupusch. „Da gibt es ein glänzendes Mittel. Was Sie hier sehen, ist die grüne Blattlaus. Ich hatte voriges Jahr dieselbe Plage. Da hat mir ein befreundeter Biologe dreitausend Rothornläfer geschickt. Die haben die Blattläuse total vertilgt. Wenn Sie wollen, besorge ich Ihnen welche." Kupusch wollte. In seinem Garten wimmelten so viele Tiere, ihm kam es auf dreitausend neue nicht an. * Als die Kisten mit den Rothornkäfern eingetroffen waren, traf auch Tennigkeit ein. Kupusch fragte mit bestürzten Blicken, weshalb der Biologe nicht mitgekommen wäre. Das beleidigte Tennigkeit tief. Er fand, daß sich ein Biologe vollkommen erübrige. An den Kisten klebte aber ein Zettel mit den ominösen Worten: April, August. Wir schrieben Ende Mai. Kupusch war der Ansicht, daß die beiden Worte tiefere Bedeutung hätten. Tennigkeit hielt sie für absolut wertlos. Er trug die Kisten mut großem Elan ins Freie und schüttete sie unter Kupuschs Sträuchern aus Die Rothornkafer rührten sich fürs erste nicht. Sie verhielten sich abwartend. Das Bewußtsein, ein Gemetzel zu beginnen, verstimmte sie vermutlich Nach einer Stunde hatten sie den ersten Ekel überwunden und singen an zu laufen. Sie liefen schnell. Etliche Uletterten auf die Sträucher, kehrten aber wieder um. Die meisten bewegten sich nur auf dem Boden und taten, als suchten sie dort etwas. Wieder andere krochen in die Erde hinein und entzogen sich seig der ihnen zugedachten Aufgabe. Tennigkeit sah auf die Uhr und meinte: „Es dürfte für heute zu spät geworden sein. Sie gehen jetzt schlasen. Morgen jangen sie wahrscheinlich an.“ Am anderen Morgen, als Kupusch im Begriff war, in den Garten zu gehen, un festzustellen, ob die Rothornkäfer schon angefangen hatten, fing es zu regnen an. Es „Bei diesem Schweinewetter kommen sie wahr: nicht heraus“, dachte Kupusch. Sie kamen wirklich nicht geraus. Sie saßen in.: Sie kamen auch am nächsten Tag nicht heraus.#### Sonne schien und wahrhaft warmes Wetter be.„ Wenigstens konnte Kupusch keinen Rothornkäfer Nur Blattläuse entdeckte er. Die waren vollza# Sie saßen zu Tausenden auf Blättern und Stena ziehungsweise auf dem, was davon noch übrig raigingen auch nachts nicht fort und scheuten selb schlimmsten Regen nicht. Der Regen schien ihren Arsogar vergrößert zu haben. Erstaunlich, um wier die Sträucher geworden waren. Kupusch ging schließlich in heller Empörung phon und teilte Tennigkeit seine Beobachtung Tennigkeit teilte die Beobachtung seinem bie Freunde mit. „Ja, wenn du nicht meine Vorschrift beachten.. der biologische Freund,„dann ist es auch kein—„ Worauf er ihm erläuterte, daß Rothornkäfer n Monaten mit A gefräßig seien. In der übrigen sie schlasend unter der Erde. Kupusch, als er davon erfuhr, bedauerte, der Blattlauseplage keine Rothornkäferplage Das Mittel Tante Tilde ging zur Schönheitspflege Der Schönheitsdokter betrachtete lange „Was wird es kosten?", fragte die Tante „Dreihundert Mark.“ „So teuer?“ „Leider" „ect es kein billigeres Mittel?“ „Doch.“ „Was?“ hr —.— — — Nr. 222 „Willkommen in Köln!“ Dr. von Halt zum Kampf gegen England Reichsfachamtsleiter Dr. Ritter von Halt entbietet uie folgendes Geleitwort zum Leichtathletik-Länderkamp nächsten Sonntag gegen England: „Willkommen in Köln! Mit besonderer Freude iße ich in diesem Jahr die englische Mannschaft in Köln jllkommen. Wir wissen aus der Erfahrung unserer üheren Begegnungen, daß wir in Euch auf einen ritterhen und hartnäckigen Gegner unserer Mannschaft trefn. Eure Läufer verstehen es ganz besonders, zu kämpn, wenn es gilt, für das Ansehen und die Geltung des itischen Sports einzutreten. In einer spannungsvollen eit, in der viele Verbindungen zwischen den Völkern nerbrochen sind und manche Brücke gesperrt ist, bedeutet n Kampf unter Sportlern eine Gelegenheit zur Fühngnahme. Diese Fühlungnahme ist möglich und wertl, weil sie auf dem absoluten Gefühl der gegenseitigen chiung und der Anerkennung der eListungen beruht. In ierem Stadion erkennen wir neidlos die bessere Leistung Beide Mannschaften wissen zu kämpfen, zu siegen und Anstand zu verlieren. Aus dieser Begegnung und aus em Erlebnis gewinnen beide ein Bild voneinander, ; z u g e r e c h t e n U r t e i l e n f ü h r t u n d d e m G e m e i n s a m e n ider Völker dient. Wir fleuen uns herzlich und aufrichunsere englischen Komeraden zu begrüßen und gegen zu kämpfen. Dr. Karl Ritter von Halt Reichsfachamtsleiter.“ Rudolf Harbig gewann auch in Karlsruhe der MTV Karlsruhe führte am Montagabend eine schtathletische Abendveranstaltung durch, an der auch er Weltrekordmann Rudolf Harbig teilnahm. Der sesdner gewann die 400 Meter in 48,3 Sek. ganz übergen gegen die Berliner Flieger Giesen, Brandscheit und unhoff. Bei den Sprintern war Meister Scheuring der erlegene Mann. Rund 5000 Zuschauer hatten sich einffunden. Ergebnisse: 100 Met.: 1. Scheuring(Gaggenau) 10,9 Sek. Henninger(Karlsruhe) 11,1 Sek.; 200 Meter: 1. Scheug 22,0 Sek., 2. Müller(Karlsruhe) 23,1 Sek.; 400 Me1. Harbig(Dresdner SC) 48,3 Sek., 2. Giesen(Ber50,2 Sek., 3. Brandscheit(Berlin) 50,6 Sek., 4. Linn(Berlin) 50,9 Sek., 5. Schumacher(Düsseldorf); 800 ner: 1. Jacob(DSC Berlin):54,9 Min., 2. Schmidt nach):56,8 Min., 3. Strössenreuther(Augsburg) Min.; Speerwerfen: 1. Büttner(Plankstadt) 54,09 er; Hammerwerfen: 1. Greulich(Mannheim) 53,03 ster, 2. Wolf(Karlsruhe) 52,04 Meter; Kugelstoßen: kienle(Freiburg) 14,91 Meter; 1500 Meter: 1. Stadler reiburg):00,2 Min., 2. Eitel(Eßlingen):01,8 Min Seidenschnur(Kiel):02,6 Min.— Frauen: Hoch ung: 1. Gerschler(Dresdner SC) 1,51 Meter. Was Hannover uns lehrt Gedanken um die deutschen Rudermeisterschaften Das 28. Deutiche Meisterschaftsrudern in Hannover gehört der Vergangenheit an: 7 Meister= und 1 Reichssiegertitel sind vergeben worden. Während im Einer, Zweier=ohne und Zweier=mit die Titelverteidiger sich mit Erfolg durch setzen konnten, gab es iin Doppelzweier, Vierer=ohne, Vierer=mit und Achter neue Meister, da die bisherigen Träger des Meisterschaftstitels nicht gemeldet, bzw. im Vierer=mit die teilnahmeberechtigte Wratislavia Breslau mit Rücksicht auf den Vierer=ohne abmeldete. Bei einem Rückblick auf das diesjährige Meisterschaftsrudern aber kommnen manche Gedanken auf, die mit der Kurs=Ausrichtung auf die Europa Meisterschaften in drei Wochen in Amsterdam und Helsinki 1940 recht bedenklich stimmen müssen. Es ist schön, wenn 4 Mann an drei verschiedenen Meisterschaftsrennen teilnehenen und jeder für sich zwei Titel erobern kann und im letzten Kampf, dem Achter, mit nur 0,4 Sek. Abstand hinter dem Sieger einkommt. Aber ohne Zweisel hätte eine frische Mannschaft der Renngemeinschaft RaW Friesen=Berlin die nur für den Achterkampf bereitgehaltene Renngemeinschaft Baldeneysee geschlagen. Die geringen Disserenzen ie Achter-Entscheidungskampf mit.4 zwischen dem ersten und zweiten, und 0,5 Sek. zwischen demn zweiten und dritten Boot lassen anderseits erkennen, daß wir zurzeit drei ziemlich gleichwertige Achtermannschaften besitzen. Wir freuen uns, daß die westdeutsche Renngemeinschaft den Meistentitel erringen konnte, aber der bisherige Ver lauf hat bei dieser Mannschaft eine gewisse Unbeständigkeit erwiesen, woraus man schließlich die Folgerung zieht, daß die Berliner Renngemeinschaft leicht überwiegt. Falls die Fachomtsleitung gleichfalls dieser Ansicht bei tritt, dann käme ein weiterer Start des RaW FriesenVierers nicht mehr in Frage. Vielmehr müßte dann der Meisterschaftszweite, Germania Frankfurt, weiter geför dert werden! Daß wir auf den Einer Meister Hasenöhrl den Zweier-ohne(Eckstein—Stelzer) und den Zweier=mit (Gustmann—Adamski) augenblicklich in internationalen Großkämpfen nicht verzichten können, steht ohne weiteres fest. Der Dappelzweier hat in der vorliegenden Form wenig Aussicht auf Erfolg in Amsterdam; vielleicht ergibt sich aus der Kombination Neuburger Füth ein stabileres Paar! Ein gleiches ist auch auf den Vierer=ohne anzuwenden. Klare Entscheidungen nach der Rangfolge hat Hannover nicht immer einwandfrei ergeben. So schätzen wir unseren Westdeutschen Neuburger=Godesberg besser ein, wie Seedorff=Tangermünde; aber da Neuburger mit Rücksicht auf den Doppelzweier auf eine Teilnahme am Einerrennen verzichtete, fiel der zweite Platz an den Tangennünder. Man muß sich jetzt klar entscheiden, ob es vorteilhafter ist. Neuburger in guter Paarung weiter im Doppelzweier trainieren zu lassen, oder ihn im Einer zu fördern. Mit dieser Frage hängt die Tatsache der Doppelmeldung zusamenen.- In Hannover traten sie über reichlich ein. In Vierer=ohne und Vierer mit konnte man sich des Eindrucks der Spekulationsmeldungen nicht erwehren, wie es im Vierer mit dann durch die Abmeldung der Wratislawa zugunsten des aussichtsreicheren Viererohne geschah. Wenn man das letztere Rennen mit seinen beiden Vorläufen kritisch betrachtet, dann kommt man zur Ueberzeugung, daß gerade hier die„Rangliste" sehr lückenhaft ist. Zwischen 6 gemeldeten Booten, fanden hier 2 Vorläufe zu je 3 Booten statt. Im ersten Vorlauf schied Gennania=Köln wegen zweimaliger Kollision aus; damit kamen die verbleibenden Boote dieses Vorlaufs ohne weiteres ins Hauptrennen. Den Verlauf die ses Vorrennens mit seinem„demonstrierten Kampf“ kann man sich vorsstellen! In Hauptrennen zeigte es sich denn, daß diese beiden Mannschaften wesentlich schlechter waren. als die teilnehmenden Boote des zweiten Vorlaufs. Der durch den Schiedsrichter nach den Bestimmungen gerechtfertigte Ausschluß von Germania=Köln hatte dem ersten Vorlauf jede Würze genommen. Jetzt sind wir doppelt überzeugt, daß der„Stilruderwettbewerb" im ersten Vorlauf bei einer Teilnahme der Kölner einfach unmög lich gewesen wäre. So ist taktisch die Entscheidung des Schiedsrichters zu bemängeln; er hätte mit kluger Hand das Rennen in etwa dirigieren können, zuinal der zur Zeit dieses Rennens vorherrschende stürmische Wind den steuermannslosen Booten— besonders aber der leichten Kölner Mannschaft— viel zu schaffen machte. Wir zweifeln nicht deran, daß das Rennen in seinem Ausgang wesentlich lebhafter gestaltet worden wäre. Der dritte Platz wäre den Kölnern sicher gewesen! Was wir sonst noch an Hannover bemerken: der Sieg des Renngemeinschaftsgedankens! Von 7 Meisterschaften fielen 4 an Reungemneinschaften. Wir haben nun in Köln eine Zahl von größeren und kleineren Rudervereinen und Klubs. Teils betätigen sie sich lebhaft, teils weniger oder gar nicht auf dem Gebiete des Renn sports. Es fehlt uns in Köln eine Trainingsgelegenheit, wie sie etwa Essen oder Duisburg besitzt. Aber imer hin müssen wir in Köln baldigst versuchen, wenn ein einzelner Verein keine geschlossene erste Mannschaft auibringen kann, eine Renngemeinschaft aufzustellen. Jetzt ist die Zeit da. Wir können es auch jetzt noch für die olympischen Spiele im nächsten Jahre schaffen. Hoffen wir, daß der Sieg der Renngemeinschaften in Hannover für den Gedanken einer Kölner Renngemeinschaft Schrittmacher sein wird.I Sudeten-Gauliga eingeteilt Zwölf Vereine spielen in zwei Gruppen Die Frage, wie die sudetendeutsche Fußballmeister# durchgeführt werden soll, wurde am Sonntag enteden. Wie bereits vor einigen Tagen vermutet wurde, saßt die Sudeten= Gauliga 12 Vereine. e in zwei Gruppen spielen. Die beiden Gruppen#r ermitteln dann in besonderen Spielen den Gauner. Die Prager Sportbrüder werden gleichfalls in Sudetenliga spielen, während der SB Jägerndorf im Schlesien spielen wird. Die sudetendeutschen Sportne. die seit der vergangenen Woche alle einheitlich ls=Turngemeinde geführt werden, können also jetzt ##eines Vereinsnamens wie früher den Städtenamen Die beiden Gruppen sind wie folgt eingeteilt: Gruppe 1: Asch, Eger, Graslitz, Karlsbad, Komotau, ppe 2: Aussig, Gablonz, Leipa, Reichenberg, Prag nsdorf. Meisterschaftsspiele beginnen in beiden Gruppen am nächsten Sonntag, 20. August. (Marienwerder):56,6. Kugelstoßen: OWM Trippe(Ber in) 16.43 Meter, 2. Hptm. Woelke(Berlin) 13.50 Meter Wotapek(Wien) 14,81 Meter. Diskus: 1. OWM Trippe (Berlin) 49,84 Meter, 2. Lt. Schröter(Berlin) 49,20 Meter, 3. WM Wotapek(Wien) 49,01 Meter. Handgrapatenweit wurf: 1. OWM Wagner(Köln) 74,85 Meter, 2. Oblt Pöhls(Berlin) 73,38 Meter, 3. OWM Herbolzheimer (Stuttgart) 72,63 Meter. Bonner Geher sieglen Die Bonner und Kölner Geher bestritten am Sonntag in Bonn einen Städtekampf über 14 Kilometer. Bei den Kölnern war Krüger(ASV) nicht dabei und somit sanken die Aussichten der Kölner aus einen Sieg beträchtlich. Der Bonner Ditz gewann in:15:20 Stunden vor Schwertel (Köln). Ein Einladungsgehen gab es über 10 Kilometer, hier siegte Höde(Reichsbahn Köln) in 55:10 Minuten. Ergebnis: Städtekampf Bonn— Köln, 14 Kilo meter: 1. Ditz(Bonn):15:20 Stunden; 2. Schwertel (Luftwasse Köln):17:23 Stunden; 3. Gritzner(Reichsbahn Köln):17•42 Stunden; 4. Dür(Vonn):23301 Stunden; 5. Wissen(Bonn), Handbreite zurück; 6. Enkel (Reichsbahn Köln):25:13 Stunden.— Gesamtergebnis: 36:30 Punkte für Bonn. USA. macht Quartier in Garmisch Das Amerikanische Olympische Komitee hat jetzt einen Beauftragten nach Garmisch=Partenkirchen entsandt, um dort an Ort und Stelle Unterkunfts=. Verpflegungs= und sportliche Fragen mit dem Organisationskomitee zu klären. Donna Fox. der jetzt zum fünften Male in Deutschland weilt und vom Amerikanischen OK entsandt wurde, ist am Olympiaort durch seine verschiedenen Starts bei den olympischen Bobrennen 1936 und den Weltmeisterschaften 1938 gut bekannt. Fox berichtete u. a. daß U SA mit einer außerordentlich starken Mannschaft nach Garmisch=Partenkirchen kommen und an sämtlichen Wettbewerben der Winterspiele teilnehmen wird. Leutnant Schröter erneut Polizei-Fünfkampfmeister Königsberg wurden am Sonntag die Polizei iampfmeisterschaften beendet. In der haftsklasse setzte sich erwartungsgemäß der vor Sieger Leutnant Schrröter(Berlin) mit 108 durch. In der Altersklasse siegte Leutnant GröGera) mit 55 Punkten und in der Klasse 2 war achmeister Freyth(Recklinghausen) mit 44 erfolgreich. Zugleich wurden die Wehrmachts -=Ameisterschaften entschieden. Sieger wurde der •S B Berlin mit 11:8(:3) über Polizei den Rahmenwettbewerben kam Oberwachtmei ## ppe im Kugelstoßen und Diskuswerfen zum ###ola. wobei die erreichte Weite von 16,43 Meter mstoßen besondere Beachtung verdient. Im 1500 Lauf zeichnete sich Hauptmann Schaumburg erfolgreich aus und gewann klar überlegen in " vor Wachtmeister Kramer(Köln) in:55,2 sse: 1. WM Frisch(Königsberg):27,6, 2. WM lagdeburg):32,5, 3. Hpt=WM Proisl(Wien) 9WM Nagel(Dresden):42, 5. Ustuf. Bram euin):43,8. Endstand: 1. und Polizei=Fünfkampf Li Schröter(Berlin) 108 Punkte(——26—10— *: WM Ruß(Klagenfurt) 117 P.(41—31—8— OWM Kaschwich(Berlin) 119 P(13—41—45 Ustuf. SS Bramfeld(Berlin) 122 P.(59—48 OWM Schulze(Erfurt) 129(15—21—22—. versklasse 1: 1. Lt. Grönefeld(Gera) 55 P 11—17), 2. WM Jürgens(Berlin) 65 P ..-. 1. Hpt=WM Freyth(Recklinghausen) 44 P —26), 2. Hpt=WM Edinger(Memmingen) 44 ——), 3. Pol.=Mstr. Nilk(Dortmund) 44 ——15). Mannschaftswettbewerb:(1 Führer . I. Insp.=Bereich Groß=Berlin 579., 2. Ostv. 3. Württemberg=Baden 761 P. Rahmenwett** Meter: 1. Hptm. Schaumburg(Berlin) WM Kramer(Köln):55,2, 3. Uffz. Pietzke Die schnelle Guzziauf dem Sachsenring Dienstag, 15. August 1939 Zum Stadion-Turnier des SA-Reitersturms 1/71 in Köln SA=Standortenführer Klein versteht in den ihm unterstellten Reiterstürmen nicht nur die Reiterei weiter zu bringen, sondern auch durch Wettkämpfe den sportlichen Reitergeist zu fördern; dies beweisen das Turnier in Berg.Gladbach und die beiden Turniere der hiefigen Reiterstünne. Der Besuch des Turniers in Stadion zeigt, daß die Zahl der Interessenten in Köln gnoß ist, auch wenn es sich, unn die Wettsämpfe nicht ausgesprochener Turnierreiter handelt. Und gerade solche Veranstaltungen, wo jedem Reiter Gelegenheit geboten ist, sein Können zu zeigen, sind es, die den Reitsport fördern und volkstümlich machen Pan sehe sich beispielsweise die Dressurprüfungen an, die so stark besetzt waren, daß der ganze Vormittag für die Vorprüfungen benötigt wurde. In der ersten Abteilung konnte der Reitlehrer der HI, Erich Wrede, auf dem ausgezeichneten Wallach Prinz als Bester dieser Abteilung sein Können unter Beweis stellen; die 2. Abteilung gewann der Düsseldorfer Pol.=.=W. Gieseler mit Deuufgänger, die 3. Abteilung Peter Schröder aus Quadrath auf Orion. Die Dressurprüsung Kl. L. gewann ebenfalls ein Düsseldorfer, Polizei=.=.=Wachtmeister auf Adler. In der 1. Abteilung des Jagdspringens Kl. A mußte man seine Freude haben, mit welchem Schneid die HIReiter losgingen. Ig. Kuhlen blieb auf Ziethen mit 4 Fehlern Sieger, in der 2. Abteilung nach einem tadellosen Ritt mit 21. Fehlern Dr. Haberkann auf Susi, bei dem 3. Jagdspringen Kl. A. gab es 3 Fehlerlose, davon erreichte Lohmann mit seinem Adolf die beste Zeit, dieser gewandte Reiter konnte mit dem ziemlich schwierigen Hannoveraner auch noch das leichte Jagdspringen gewinnen und schlug dabei E. Heinrichs jun. auf der bekannten Leona und Marietta, beide aus dem Turnierstall Fiege, den guten Schimmel Anka und die schon oft erfolgreiche Fliegerth. In dem Glückssagöspringen sind bekanntlich 20 Hindernisse hintereinander zu nehmen, dies glückte Becher mit seinem Lohengrin, Mielsch mit seinem Mylord, Pol.=O. W. Frisch mit Aschenbrödel. Hans Jansen mit Negro. Der schöne Rappe Lohengrin brauchte dabei die kürzeste Zeit In dem mittelschweren Springen kam A. Jansen mit Negro an die 2. Stelle, er sprang fehlerfrei, hatte aber Zeitfehler, während Oblin. der Schupo Ahlert mit Anführer die vorgeschriebene Zeit innehielt, und damit Sie ger wurde. In schönem Stile brachte E. Heinrichs jun. Leona wieder über den Kurs, warf aber einmal ab, dasselbe Pech hatte die samose Fledennaus(August Förster) aus dem Stall Droemont. Als letztes Springen kam ein ogenanntes Patrouillenspringen zum Austrag, woben der Patrouille Heinrichs Jansen(Lohmann vom SA Reiter sturm 2/71 die beste Beurteilung sand. An den Fahrkonkurrenzen mußte man seine besondere Freude haven, nicht zuletzt an zwei wunderschönen Ostfriesen, die seinerzeit Gutsbesitzer Grouven einführte und von Toni Jansen hier geschickt gefahren wucden. Dasselbe Lov muß man vor allem auch Sturmhauptuhrer Phlips spenden, der zwei Springpferde Prinz Kuckuck und Rottraut mit weicher Hand großartig lenkte. Die goldene Schleise bekam Obeweterinär Dr. Franke mit zwei Pseiden in Besitze des Stades der 26. Dioision, ebenfalls Toni Jansen mit Wotan ien Einspänner. Der rheinische Meisterjahrer Jean Flau und Oberschf. Schotten hatten mit ihren Viererzügen besonderen, und zwar berechtigten Applaus, überhaupt war das Publikum so m Stimmung, daß es an Beifall nicht fehlte. Schwerathletik * Kölner CfK. 1893—Siegfried Bonn:3 Hartumstrittene Kämpfe zeichnete die Freundschaftsbegegnung zwischen dem Kölner CfK 1893— Siegfried Bonn aus. Vor zahlreichen Besuchern gelang es den Kölnern in den„Vier Heymonskindern“ einen knappen •=Gesamtsieg davonzutragen. Ergebnis: Bantamgewicht: Horstmann(Bonn) besiegt Lamp(93) in drei Minuten durch Hüftschwung. Federgewicht: Wissen(B) blieb über Bläsing 2(93) in zehn Minuten mit Nackenhebel erfolgreich.— Leichtgewicht: Dott(93) erhielt über Sabotta(B) den Punktentscheid.— Weltergewicht: Bläsing 1(93) verlor gegen Felderer(B) in zehn Minuten durch Rückreißer.— Mittelgewicht: Werker(93) Punktsieger über Wolf().— Halb= schwergewicht: Lauterbach(93) siegt in acht Minuten über Lülsdorf(B) durch Absangen eines Aushebers.— Schwergewicht: Odenthal(93) zeigte sich Vikus(B) bereits m der ersten Minute mit Hüftschwung überlegen. Schiefssport Neben unserer deutschen Motorradgarde kommen auch die Italiener immer mehr in den Vordergrund. Unser Bild zeigt den Sieger Pagani der 250-ccm-Klasse des Großen Preises von Großdeutschland während des Rennens auf dem Sachsenring Photo: Schrner Kreismeisterschaften der KK-Schützen 51 Mannschaften und rund 280 Schützen kämpften um die Kreismeisterschaft im Kleinkaliberschießen. Gesordert wurde eine 15er=Schuß=Serie in militärischem und beliebigem Anschlag, je fünf Schuß liegend, knieend oder sitzend und stehend freihändig. Bei den guten Lichtverhältnissen gab es auch durchweg sehr gute Leistungen. Im militärischen Anschlag wurde Dietz(Bensberg) mit 158 Ringen Kreismeister, im beliebigen Anschlag holte sich dagegen Kettner 1(KSC) mit 169 von 180 möglichen Ringen den Titel. Im Schnellfeuerschießen wurde dann Qauing(Köln) Meister. Im Mannschaftskampf setzte sich Jan Wellem Bensberg mit 597 R. im militärischen Anschlag und Kölner SK mit 652 R. im beliebigen Anschlag durch. Ergebnisse: Mannschaften, mil. Anschl.: 1. Jan Wellem Bensberg 597., 2. Sch.=G. Wieland Köln 596.; Mannschaften, bel. Anschlag: 1. Kölner Sportschützenklub 652., 2. Sch.=Gilde Wieland 619 R.— Einzel: mil. Anschlag: 1. Dietz(Bensberg) 158., 2. Lauff(Pulheim) 152.; bel. Anschlag: 1. Kettner 1(Köln) 169., 2. Esser(Pulheim) 162.: Schnellfeuer: 1. Lauing(Agrippina Köln) 8 Schuß 8 Treffer, 2. Hoffmann(Wieland) 9 Schuß 7 Treffer. ** * Aus westdeutschen Gauen Dienstoa. 15. Auaust 1939( Nr. 222 Westdeutsche Kurzmeldungen Photowettbewerb NSG Die Gaupropagandaleitung Köln-Aachen teilt mit: Vom 1. bis Jv. September 1939 wird ein Photowettbewerb veranstaltet. Alle photographierenden Volksgenossen werden ausgerusen, daran teilzunehmen. Aufgabe soll es sein, aus dem Gau Köln-Aachen die Schönheit der Landschaft, den Menschen bei der Arbeit und in seiner Freizeit im Bilde festzuhalten. Für die besten Aufnahmen werden Barpreise bis zu 60 Mark verteilt. Weitere Einzelheiten werden noch mitgeteilt. Amateure, zeigt ener Können! Arbeitsversäumnis— 3 Monate Gefängnis Vor dem Bochumer Schöffengericht wurde ein Mann. der einen Monat unentschuldigt von seiner Arbeitsstätte fortgeblieben war und auch später nach Belieben seine Arbeit unterbrach, wegen Verstoßes gegen die 8. Allgemeine Anordnung des Reichstreuhänders der Arbeit für den Wirtschaftsbezirk Westfalen=Niederrhein mit drei Monaten Gefängnis bestraft. Wo bleiben die Weinflaschen? Wie die Landesbauernschaft Rheinland mitteilt. mehren sich in Weinhandelskreisen die Klagen darüber, daß die Privatkunden und Wirte die leihweise zur Verfügung gestellten Kisten und Flaschen nicht zurückschicken. Da in diesen Verpackungsmaterialien erhebliche Kapitalien angelegt sind und auch die Beschaffung neuer Flaschen infolge langer Lieferfristen auf Schwierigkeiten stößt, können die Weinhandelsunternehmen auf die Rückgabe dieser Gegenstände nicht verzichten. Im Interesse der Einsparung von Material und einer reibungslosen Versorgung der anderen Verbraucher werden die Besitzer von Weinflaschen daher gebeten, für umgehende Rücksendung des Leergutes nach Gebrauch besorgt zu sein: ebenso wird gebeten. noch vorhandene Bestände alter Flaschen entweder zurückzuschicken oder dem Althandel zur Verfügung zu stellen und damit einer nerneuten Verwendung zuzuführen. Sorgfalt und Genauigkeit in der Behandlung des Leergutes ist ein Stück Vierjahresplan. In den Bergen vermißt Wie wir aus Innsbruck erfahren, wird der in Sölden zur Erholung weilende Duisburger Friedrich Frisen seit dem 2. August vermißt. Frisen befand lich am Mittag dieses Tages auf der Siegerlandhütte und brach hier trotz Warnung des Hüttenwirtes zu einer weiteren Bergtour über das Gamsplatzl zur Hildesheimer Hütte auf. Dort wurde Frisen aber nicht gesehen, und seit dieser Zeit fehlt von ihm jede Spur. Inzwischen ist eine umfangreiche Suchaktion eingeleitet worden, die aber bis heute ergebnislos blieb. Im Streit erstochen In den Abendstunden kam es in einer Wirtschaft im Stadtteil Jägersfreud(Saarbrücken) aus geringfügigem Anlaß zwischen Gästen zu einem Raufhandel, der sich auf der Straße fortsetzte. Hierbei wurde ein 40jähriger Arbeiter durch einen Messerstich in den Leid tödlich verletzt. Der Täter und drei Mitbeteiligte wurden festgenommen. Köln-Nachener Flieger-HJ Prüfungen im Sommerlager Wiesbaum Eisel NSC: Köln, 14. Aug. Die Flieger=HJ des Gebietes Köln=Aachen hat in diesem Jahr ihr Sommerlager in Wiesbaum in der Eisel aufgeschlagen. In zehn Zelten waren hier Ende Juli=0 Jungen zusammengefaßt, in der zweiten Lagerperiode vom 1. bis 16. August ist die Belegschaft 70 Hitlerjungen stark. Die Jungen stammen aus den Einheiten der Flieger=HJ des Gebietes KölnAachen und werden hier durch die NSFK-Gruppe Niederrhein fliegerisch betreut. Auf den Hängen rings um das Lager herrscht in diesen Tagen ein lebhafter Flugbetrieb Der Erfolg der guten fliegerischen Ausbildung: 32 APrüfungen und 4-Prüfungen. Bis zum Ende des Lagers werden noch rund 20-Prüfungen und 10 BPrüfungen dazukommen. Die Anwärter auf die=Prüsung wurden im NSFR=Lager Brück Eisel gegen-Warter ausgetauscht, da sich die=Prüfung dort besser durchführen läßt. Vom Lager des Bannes 242(Jülich), das bei Lissendorf in der Nähe von Wiesbaum liegt, nehmen ebenfalls 15 Angehörige der Flieger=HJ regelmäßig an der fachlichen Ausbildung des Fliegerlagers teil Das Landjahrtreffen in Bonn NSC. Bonn, 14. Aug. Vom 25 bis 28. August werden sich die Landjahrpflichtigen aus den über 30 Landjahrlagern des Rheinlandes in Bonn tressen. Beheimatet sind dies: Jungen und Mädel, die seit dem 15. April in den Landjahrlagern ihren Dienst verr###ten, in Berlin, Schlesten. Braunschweig. Lüneburg, Magdeburg, Merseburg, Erfurt im Weser Enis=Gebiet und in der Ostmark. Das rheinische Landjahrtressen, das aus einer Fülle jugendgemäßer Veranstaltungen besteht, ist das Bekenntnie notionalsozialistischer Jugend zu Führer und Reich.=o wie diese Jungen und Madel seit Monaten tagtäglech unter den Lebensgesetzen des Nationalsozialismus stehen und die nationalsozialistische Gemeinschaft leben, so werden sie in Bonn in noch größerer Gemeinschaft Zeuanis von dem Erfolg nationalsozialistischer Erziehung vor aller Oessentlichkeit ablegen Das Wetter Mit der lich einstellenden Ostströmung wird sich die Schauertätigkeit, die sich heute noch in Westdeutschland tellenweise bemerkbar machte, ganz einstellen. Das mit einem Kern über England liegende Hochdruckgebiet reicht bis in größere Hohen, so daß die herrschende Schonwetterlage für einige Zeit anhalten dürfte. Mit der sich päter einstellenden Oftstromung werden die Temperaturen wieder eiwas höher liegen als in den letzten Tagen Vorhersage für Dienetaa: Bei Winden um Nord dis Nordost morgens dunstig oder neblig, tagsüber beiter bis leicht bewölkt, nachts ziemlich frisch.— Weitere Aussichten: Fortdauer der Schönwetterluge. Amtliche Wasserslände Rheinfelden.53(minus); Breisach 363(minus), Kehl 404(minus 14), Maxau 577(minus 17); Mannheim.09(minus 19): Mainz.13(minus 10). Bingen fehlt, Kaub.61(minus 10). Trier•24(minus 18). Koblenz 328(minus): Köln.37(minus): Düsseldort .47(minus): Duisburg.65(minus): Mülheim.42 (minus); Ruhrort.90(minus); Wesel.84(minur ): Emmerich.06(und.). Bekenntnis zur Gemeinschaft 3000 rheinische Arbeitsmaiden in Bendorf Bendorf-Sayn, 14. Aug. Das reizende Bendorf=Sayn stand im Zeichen des Treffens der rheinischen Arbeitsmaiden, an dem etwa 3000 Arbeitsmaiden, in Lagergruppen zusammengefaßt, teilnehmen. Im idyllischen Sayntal war eine Zeltstadt entstanden, in der seit Freitag fröhliches Leben und Treiben herrscht. Der gestrige Sonntag brachte den Höhepunkt des Lagertreffens. Die Veranstaltungen wurden mit einer Morgenfeier eingeleitet, die mit Musik, Liedern und Sprechchören ausgestaltet war. Anschließend veranstalteten die weiblichen Gäste in Bendorf und Sayn unter großer Anteilnahme der Bevölkerung öffentliche Singen. Am Nachmittag fand dann eine große Kundgebung im Schloßpark statt, zu der sich außer den Arbeitsmaiden und der Bevölkerung zahlreiche Ehrengäste eingefunden hatten. Unter diesen bemerkte man viele höhere Arbeitsführer aus benachbarten Arbeitsgauen, Vertreter der Parteigliederungen, der Gauleitung der NSDAP und der Behörden. U. a. waren auch stellv. Gauleiter Reckmann, Gaupropagandaleiter Urmes. Generalarbeitsführer Etterich. Kreisleiter Claussen und Landrat Struve anwesend. Den Willkommengruß entbot allen Anwesenden die Bezirksführerin des weiblichen Arbeitsdienstes, Pan. Hilde Haas, die betonte, daß das Treffen dem Bekenntnis zur Gemeinschaft und der engsten Verbundenheit des Arbeitsdienstes mit der Partei Ausdruck geben solle. Der Leiter des Rassenpolitischen Amtes, Reichsamtsleiter Dr. Groß sprach dann in längeren Ausführungen über den Sinn und die Aufgaben der Zeit sowie über die Begriffe, die der Nationalsozialismus mit so eindringlicher Deutlichkeit geprägt hat. Insbesondere entwickelte er den Begriff„Volk“ so, wie ihn der Nationalsozialismus sieht. Volk war früher, so betonte er, alles, was nicht Besitz hatte, nicht vermeintliche Bildung besaß. Volk war damals nicht die Gemeinsamkeit aller, sondern nur Teil davon. Aber Not und Schicksal führten über diese Trennung hinweg. Not und Schicksal brachten die Besinnung, daß das Volk die große Gemeinschaft ist, daß alle ihre Glieder gegenseitig aufeinander angewiesen sind, einer ohne den andern nicht bestehen kann. Dieser Erkenntnis hat der Nationalsozialismus zu Durchbruch und Sieg verholfen. Und noch etwas Größeres gibt es, das den Begriff Volk heute prägt: der Begriff und der Sinn von demewigen Fluß des Volkes. Wir haben unsere dergang und Schlechtwerden. Rassen= und Bevölkerungspolitik sind natürliche Selbstverständlichkeiten und nicht etwa ausgeklügelte Dinge. Wir müssen unablässig an uns selbst arbeiten und uns alle verantwortlich fühlen für die Gemeinschaft. Wir wissen, daß nicht Geld und Bildung die eigentlichen Werte sind, sondern die Leistung, zu führen, zu arbeiten, beschwingt von den Kräften des Blutes, der Reinheit, der Gesundheit. Zu diesen inneren Aufgaben komme die der Wiederherstellung der Lebensgrundlagen der Nation. Es sei unerträglich für ein wachsendes Volk wie das deutsche, wenn man ihm wie bisher eine zu schmale Lebensbasis zuerkennen wolle. In der Situation von gestern könne Deutschland nicht weiter leben. Stolz und bescheiden, ernst und fröhlich wollten wir weiter streben in den Zielen, die uns der Führer stelle. Die Schlußansprache hielt stellv. Gauleiter Reamann, der u. a. betonte, daß der nationalsozialistische Grundsatz„Gemeinnutz geht vor Eigennutz" gerade im Arbeitsdienst eine schöne Erfüllung gefunden habe. Hier trete die Uneigennützigkeit in beispielhaft starker Form hervor, aus einem innersten Bedürfnis heraus geboren. Der Arbeitsdienst nehme lebendigen Anteil an den Aufgaben der Zukunft. Die Frauen, die durch den Arbeitsdienst gegangen sind, werden immer Verständnis haben für die politischen Notwendigkeiten. Der Wille des Führers ist, die Stellung Deutschlands in der Welt endgültig zu klären. Hinter ihm steht geschlossen die Gesamtheit des deutschen Volkes. Abschließend überbrachte der stellvertretende Gauleiter die Grüße des Gauleiters und schloß mit einem begeisterten Führergedenken. Die Lieder der Nation beendeten die Kundgebung Im Rahmen eines Fröhlichen Nachmittags boten die Arbeitsmaiden später Volkstänze, Stabgymnastik, sportliche Uebungen, einen Singwettstreit zwischen den einzelnen Lagergruppen und recht viel sonstige Kurzweil. Ein Märchenspiel schloß den Nachmittag ab. Die feierliche Einholung der Fahne beendete schließlich einen erlebnisreichen Tag. Vorbildliche Kameradschaft Die Wiener Jungvolkführer im Lager Rideggen NSc Rideggen, 14. Aug. Das Gebietslager KölnAachen stand zum Wochenende im Zeichen der HJ Kameraden aus der Ostmark. Nach dem Empfang. über den bereits berichtet worden ist wurden die 150 Wiener DJ=Führer auf die zwölf Teillager verteilt, wo sie mit den Kameraden aus dem Gebiet Köln=Aachen bis Sonntag zusammenlebten Das herrlich gelegene Gebietslager mit seinem vorbildlichen Dienstbetrieb gefiel den Wiener Jugendführern ausgezeichnet, und sie äußerten sich begeistert über das Leben hier oben. Am Donnerstagnachmittag besuchten sie die Stadt Nideggen. Am Abend traten die Wiener Jungen auf dem Appellplatz des Gebietslagers in der Verbotsuniform mit weißem Hemd und weißen Strümpfen an und gestalteten für die Lagermannschaft einen eindrucksvollen Abend. in dessen Mittelpunkt der Kampf der NSDAP in der Ostmark stand. Hier sprachen junge aktive Kämpfer der Ostmark über den Leideneweg dieser deutschen Landschaft. Diese Stunden werden der KölnAachener H3 unvergeßlich bleiben. Am Nachmittag besuchten die jungen Ostmärker die Ordensburg Vogelsang und am Sonntag fuhren sie morgens die Westgrenze des Reiches entlang, besichtigten Monschau und trafen dann mittags für einen mehrstündigen Besuch in der Kaiserstadt ein. Nachdem die Wiener Jugendführer den Sonntag über im Gebietslager Köln=Aachen weilten und an der Leistungsschau im Rahmen des Elterntages teilgenommen hatten, fand am Abend auf dem Appellplatz des Lagers ein Abschiedsappell für die jungen Ostmärker statt, die am Montagmorgen ihre Westdeutschlandfahrt nach Koblenz fortsetzten Der k. Führer des H0-Gebietes Köln=Aachen. Oberbannführer Klein, stellte dabei heraus, daß die Wiener Jugendführer in vorbildlicher Kameradschaft im Lager gelebt hätten und die Lagermannschaft freue sich. Kameraden gefunden zu haben, die ganze Kerie seien. Sie hätten in diesen Tagen die wichtigsten Teile des Tödliche Anglücksfälle Enger l.., 14. Aug. In dem nahen Lenzighausen wollte ein Bauer nach dem Dreschen seinen beladenen Wagen selbst nach Hause ziehen. Auf einer abschüssigen Stelle der Straße konnte er das Gefährt jedoch nicht mehr an der Deichsel halten, er stürzte und wurde ein Stück mitgeschleift. Der Wagen fuhr gegen einen Baum, und der Bauer geriet zwischen Vorderrad und Stamm. Er wurde dabei zu Tode gequetscht. Der Unglückliche hinterläßt Frau und drei Kinder. Neuwied, 14. Aug. Auf einer gefährlichen Brücke über die Wied nach Irlich ereignete sich ein Verkehrsunsall, der einem Kraftfahrer aus Neunkirchen(Saar) zur Last sallt. Er bog mit zu hoher Geschwindigkeit in die Kure ein und konnte einem entgegenkommenden Motorrad nicht mehr ausweichen. Der Motorradfahrer kam so schwer zu Fall, daß er auf der Stelle tot war, seine auf dem Sozius sitzende Beifahrerin erlitt erbedliche Verletzungen, u. a. einen Beckenriß, so daß sie ins Krankenhaus gebracht werden mußte Der getotete Motorradfahrer und seine Begleiterin stammten aus Düsseldorf Erkelenz. 14. Aug. Auf der Landstraße zwischen Erkelen: und Baal raste ein Personenkraftwagen aus Nachen n höchster Geschwindigkeit gegen einen Baum. Einer der Insassen wurde durch die Wucht des Anpralls sofort getotet, zwei weitere wurden schwerverletzt in das Erkelenzer Krankenhaus eingeliefer Siegburg. 14. Aug. Am Wochenende wurde ein 35 Jahre alter Maschinist eines Frankfurter Betriedes kurz vor dem Bahnhof Dattenseld=Sieg von einem Zuge ersaßt und getotet. Es ist anzunehmen, daß der Verunglückte über die Bahnstrecke nach Dattenfeld gehen wollte und beim Versuch, dem herannahenden Zuge auszuneichen, zu Boden stürzte Schluß im KöF=Schachturnier Köln, 14. Aug. Das zweite westdeutsche RdF=Schachturnier in Köln wurde am Wochenende mit der neunten Runde abgeschlossen. Die Entscheidung lag in der letzten Gaues Köln=Aachen gesehen und die Jugend hier an der Westgrenze kennengelernt. Gebietsführer Hohofs führte zu Beginn seiner Abschlußrede aus. die Arbeit des Nationalsozialismus müsse da einsetzen, wo die Erbübel der vergangenen Zeit, die Uneinigkeit sowie der Hang zur bürgerlichen Bequemlichkeit verbunden mit politischer Interessenlosigkeit festen Fuß zu fassen versuchten. Die HJ wolle durch ihre vielseitige Ausbildung diese Uebel beseitigen. So stehe auch dieses Gebietslager unter einer bewußt politischen Zielsetzung: Nicht Erholung im bürgerlichen Sinne sei die Parole, sondern jeder Junge müsse sein eigenes Ich unterordnen und dazu sei das Sommerlager der Jugend besonders geeignet. Im Namen der Wiener Kameraden sagte der Gebietsfuhrer Dank den Kameraden der Köln=Aachener HI und verband damit eine Gegeneinladung zu den Winterlagern der Wiener HI in diesem Jahr. Am Gebietslager Köln=Aachen werde in Zukunft immer eine Abordnung der Wiener H. teilnehmen. Gebietsführer Hohoff wertete dann das gemeinsame Erlebkis der Kameradschaft, das die Wiener mit der Jugend des Gebiets Köln=Aachen in diesen Tagen verbunden habe. Ein reger Gedankenaustausch habe auf beiden Seiten Erkenntnisse geschaffen. Als wesentliches der H3Arbeit stellte der Gebietsführer heraus, daß sie nicht zu einer Ausbildungsorganisation erstarren dürfe. So werde auch dieses Gebietslager Nideggen durch den Bau weiterer fester Anlagen instandgesetzt, das ganze Jahr über Hitlerjungen auszubilden. Diese Ausbildung sei jedoch nur Handwerkszeug. Im tieferen Sinne gehe es darum, nationalsozialistische Kämpfer zu formen. Für seine Wiener Jungvolkführer lege das Gebietslager in dieser Stunde des Abschieds das revolutionäre Bekenntnis zum vorwärtsstürmenden Aktivisten ab. Mt dem Gruß an den Führer klang dieser Appell aus. Im Anschluß daran veranstaltete die Lagermannschaft eine Freilichtaufführung durch die Gaufilmstelle mit dem Film„Großalarm". Partie zwischen dem Kölner Stadtmeister Frielingsdorf und Schrieck(Westsalen=Süd). Die spannende Partie wurde entschieden, als Frielingsdorf einen Turm opfern mußte. Schrieck konnte damit sämtliche Spitzenspieler schlagen mit Ausnahme des Esseners Zabiensky, der gegen ihn ein Remis erreichte und dadurch Frieuingsdorf auf den dritten Platz verweisen konnte. Der Schrußstand war folgender: 1. Schrieck(Westfalen=Süd) 6½ Punkte; 2. Zabiensky(Essen) 6½8 Punkte; 3. Frielingsdors(Köln=Aachen) 6.; 4. Baumann(Düsseldorf) 5½ P; 5. Schulte(Westsalen=Süd) o.; 6. Klein(WestsalenNord) 4½.:" Neuhoff(Köln=Aachen) 4½.; 8. Querenheim(Köln=Aachen) 3½8.; 9. Feldbusch(Düsseldorf) 1½.; 10. Schwarz(Westfalen=Süd) 1½ P Sie will nicht ins Gefängnis Stopfnadel und Zahnbürste verschluckt Trier, 14. Aug. Mit einer bereits erhedlich vorbestraften Schwindlerin hatte sich das Trierer Amtsgericht erneut zu besassen. Die in den 30er Jahren stehende Frau hatte einer ganzen Reihe von Personen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Geld aus den Taschen gelockt und war vor über einem Monat endlich verhaftet worden. Oewohl sie ihre Schwindeleien von der ersten Untersuchung an zugeden mußte, wollte sie sich der gerechten Strafe doch entziehen. Bereits in der Untersuchungshaft machte lie einen Selbstmordversuch, indem sie sich mit der scharen Kante eines Spiegels die Pulsader ausschnitt. Die Adsicht konnte jedoch früh genug erkannt werden. Auch nach diesem erfolglosen Versuch blieb ihre Abneigung gegenüder dem zu erwartenden Gesängnis bestehen. In der Verhandlung machte sie plötzlich davon Mitteilung. daß sie eine Stopfnadel und eine Zahndürste verschluckt hade. Die Angeklagte wurde aus dem Gerichtssaal sofort in ein Krankenhaus gebracht, wo sich ihre Angaben als wahr herausstellten. Schweren Schaden hat sie wiederum nicht erlitten, so deß sie das halbe Jahr Gefängnis doch wohi oder übel absitzen muß, auf das das Gericht im Rücksall erkannte. kaufen Sie gegen nm 1305. Schlösser Wohnungseinrichtungen sei Köln, Neumarkt 23, Lungengasse 9/11 und 20 H 6000 00 sMöbel-Müller sell 1887 bekannt für Qualität u. Preiswürdigkeit Ausstellung von 150 Zimmereinrichtungen! Kuchen ab 165.— Herrenzimmer ab 350.— Schlafz. ab 290.—. Speisezimmer ab 295.— Wohnz. ab 225.— Polstermöbel u. Einzel möbe nobel-Mun— Poststraße 45 Ehedarlehen Tellzahlung Man achte auf Firma Müller und Poststraße 45 6000 Fahrräder und Zubehör am Ring) Hohenstaufenring 63, Rut 218545 Blaubach 54.56 kuchen- Schlafzimmer— Klein- u. 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