J. kölner ErT Lobal-Anzei ergene General=Rnzeiger für Köln und Um „Amtliches Kreisblatt für den Landkreis#“ Nr. 247 Bezuggnrets: Baite=henscher Kastasaten: Kaugnstuaaug Pheinische Polkowacht. Organ der Tentrumspartel, Mülheimer Do) muit Velags„Heimat mnd Welt- 15 4. Köln 1065. Erscheint an Werktagen zweimal, in Vonn= und Leiertagen einmal. lhrüprets auswärtige 154 werden nur mit einem Zuschlag auf die Preise berücksichtigt. Erfüllungsort und Gerichtsstand Köln. Mittwoch, 16. Mai 1928 Der Sonntag, Der Sport Stille Stunden Die Frau m Familie und Volksgemeinschaft, Für unsere Kinder, Soztalpolttit u. Wirtschaftsleben, Reise u. Wochenend, Kultur u. Gegenwart, Musik Gemüsebau u. Schrebergarten, Heimat u. Welt, Ill. Beil. zur Ausg. B Mlorgen-Ausgabe 43. fahrg. Wer hat die Inflation verschuldet? Eine interessante reichsgerichtliche Entscheidung. In einem bemerkenswerten Rechtsstreit gegen das Reich in einer Aufwertungssache hat das Reichsgericht zur Frage der Schuld an der Entwertung im allgemeinen und der der Inflation im besonderen, wie folgt entschieden: „Der dem Reich gemachte Vorwurf einer schuldhaft, falschen Währungspolitik ist wegen seiner Allgemeinheit bekannt und unbeachtlich. Soweit die Klägerin ihn aber dahin erläutert, die Inflation sei vom Reichskanzler und den Reichsministern vorsätzlich zum Vorteil des Reiches und zum Nachteil der Gläubiger herbeigeführt worden, ist ihr Vorbringen erheblich. Sie meint, die Inflation und ihr, der Klägerin. Schaden seien dadurch verursacht, daß die Minister unter Verletzung ihrer Amtspflichten entgegen den§§ 12 und 16 des alten Bankgesetzes die Reichsbank zur Ausgabe ungedeckter Banknoten veranlaßt und das Vertrauen der Bevölkerung in den Wert der deutschen Mark durch Täuschungshandlungen künstlich aufrechterhalten hätten. Damit wirft die Klägerin den höchsten Beamten des Reiches Pflichtwidrigkeiten vor, die nach ihrer Behauptung durch den hoheitsrechtlichen Charakter ihrer Amtshandlungen nicht gedeckt werden, und nach Maßgabe des Artikels 131 der Reichsverfassung und des § 839 des Bürgerlichen Gesetzbuches im Rechtswege verfolgbare Schadenersatzansprüche auszulösen vermögen. Die Amtshandlungen des Reichskanzlers und der Reichsminister liegen sämtlich auf dem Gebiete der Reichsfinanzhoheit und Währungspolitik, und damit des öffentlichen Rechts. Die ihnen zur Last gelegten Amtshandlungen oder Anordnungen waren zum großen Teil, wie z. B. die Anweisung an die Reichsbank zur Erhöhung des Notenumlaufs, innerdienstlicher Natur. Aber, auch soweit das nicht zutraf, richteten sie sich nicht an oder gegen einzelne, sondern an die Allgemeinheit und berührten unmittelbar nur deren Interessen. Sie bezweckten, bei der wachsenden Teuerung und der damaligen Knappheit an Zahlungsmitteln solche dem Reiche und dem Publikum zur Verfügung zu stellen, um dadurch den Staat und den Verkehr möglichst vor finanziellen Erschütterungen zu bewahren und Ruhe und Ordnung im Innern zu bewahren. Es ist ein anerkannter Grundsatz des deutschen Strafrechts, daß die Interessen der Allgemeinheit den Interessen der einzelnen vorgehen, und daß die Staatsangehörigen, insbesondere in Zeiten der Not. dem Staatswohl auch Opfer zu bringen verpflichtet sind. Haben der Reichskanzler und die Minister in der Wahl der Mittel fehlgegriffen, so haben sie ihre Amtspflichten gegenüber dem Reiche, aber nicht dritten, also auch nicht der Klägerin gegenüber, verletzt. Was Sie heute wissen Mussen Das Ozeanflug=Prosekt. Krau Dillenz schweigt. WTB Berlin, 15. Mai. Heute nachmittag ist die Optionsfrist, die die Junkerswerke Frau Dillenz für den Kauf der„Europa“, der Schwestermaschine der„Bremen“ gestellt hatten, abgelaufen, ohne daß, wie eine Korrespondenz meldet, Frau Dillenz die geforderte entscheidende Erklärung abgegeben hat. Infolgedessen sind die Verkaufsverhandlungen als gescheitert zu betrachten. Dagegen interessieren sich, wie die gleiche Korrespondenz hört, anderweitige Kreise für dieses Flugzeug und seinen Führer Risticz, so daß möglicherweise demnächst ein neues Ozeanflugprojekt mit dieser Junkersmaschine auftauchen wird. Die„Bremen"-Klieger. WTB St. Louis, 15. Mai. Das offizielle Programm der Feier für die Bremenflieger begann mit einer großen Parade zur City=Hall, wo den Fliegern ein großer öffentlicher Empfang bereitet wurde. Die Zuschauer brachten den Gefeierten ununterbrochen gewaltige Ovationen dar und schwenkten deutsche, irische und amerikanische Fahnen. Der Nachmittag war einer deutschen Feier gewidmet, bei der der erste Spatenstich für ein neues deutsches Haus vollzogen wurde. Am Abend veranstaltete die Stadtverwaltung ein Bankett. Uobiles nächste Absichten. WTB Oslo. 15. Mai. Aus Kingsbay verlautet, daß Nobile eine dreitägige Fahrt plane und beabsichtige, wenn sich dies als möglich erweisen sollte, Grönland, Nikolaus=II.=Land und die Gegenden am Nordpol aufzusuchen. Abflug der„Italia“. WTB Kingsbay, 15. Mai. Die„Italia“ ist heute nachmittag um 1,20 Uhr aufgestiegen. Ein Bericht Nobiles. WTB Rom, 15. Mai. General Nobile hat um.45 Uhr nachmittags nach Rom drahtlos folgende Mitteilung gegeben: Wir fahren seit .15 Uhr über Packeis. Seit 1½ Stunde sind wir immerwährend in Nebel eingehüllt und sind infolgedessen, tiefer gegangen, so daß wir jetzt 150 Meter über dem Spiegel des zugefrorenen Meeres fliegen. Die Sichtigkeit wechselt zwischen 2 und 15 Kilometer. Es bietet sich uns ein prachtvolles Schauspiel dar. An Bord ist alles wohl. Unfall eines Streckenflugzeuges. WTB Frankfurt a.., 15 Mai. Das planmaßige Streckenflugzeug Zürich— Stuttgart— Hamburg mußte mittags auf dem Flugplatz Frankfurt kurz nach dem Start infolge Motorstörung wieder zur Landung übergehen, wobei die Maschine den Flugplatz nicht mehr ganz erreichen konnte und in ungünstigem Gelände niederzugehen gezwungen war. Von den zehn konnten sofort die Reise mit der Bahn fortsetzen. Das Flugzeug wurde erheblich beschädigt. Der Geistesgestörte im Klugzeug. WTB Pontiac(Michigan), 15. Mai. Ein Flugzeugabsturz, der sich gestern hier ereignete, dürfte ein gerichtliches Nachspiel haben. Der Passagier des abgestürzten Flugzeuges, der ebenso wie der Pilot Verletzungen erlitten hat, die nicht lebensgefährlich sind, wurde verhaftet, weil er während des Fluges den Piloten mit einem Hammer angriff und dadurch das Unglück verursachte. Es scheint sich um einen Geistesgestörten zu handeln. In seiner Tasche wurde ein Abschiedsbrief an eine Bekannte gefunden. Erdbeben. WTB New York, 15. Mai. Die Stadt Guayaquil in Ecuador wurde gestern nachmittag durch ein heftiges Erdbeben erschüttert. Verluste sind nicht zu beklagen. Nach einem bisher nicht bestätigten Funkspruch der Station Manchester(New Hampshire) hat sich in der Gegend von Mishifutamo in Japan ein schweres Erdbeben ereignet, bei dem etwa 100 Personen ums Leben gekommen sein sollen. Das Befinden Dr. Stresemanns. WTB Berlin, 15. Mai. Der Herr Reichspräsident hat sich durch Staatssekretär Dr. Meißner wiederholt nach dem Befinden des Herrn Reichsaußenministers erkundigen und ihm seine besten Wünsche für eine baldige Wiederherstellung übermitteln lassen. Wie wir weiter hören, gibt das Befinden Dr. Stresemanns zu Besorgnissen keinen Anlaß. Der britische Minister des Auswärtigen, Sir Austen Chamberlain, erkundigte sich bei dem deutschen Botschafter Sthamer eingehend nach dem Befinden des Reichsministers des Auswärtigen und drückte den herzlichen Wunsch nach Besserung seines Gesundheitszustandes und rascher Erholung aus. WTB Berlin, 15. Mai. Ueber die Erkrankung des Reichsministers des Auswärtigen Dr. Stresemann ist heute abend von den behandelnden Aerzten folgende Mitteilung ergangen: Im Befinden des Reichsaußenministers Dr Stresemann ist insofern eine Veränderung einals Ato Mllaaan Charakter der Erkrankung muß auch heute noch als ernst angesehen werden. Auflösung deutscher Vereine in Tirol. WTB Innsbruck, 15. Mai. Wie die Innsbrucker Nachrichten aus Bozen melden, hat der Präfekt von Bozen durch Dekret vom 11. d. M. mit sofortiger Wirkung eine Reihe von deutschen Vereinen aufgelöst, die der Erziehung und dem geselligen Zusammenschluß der deutschen Jugend gewidmet waren. Es handelt sich meistens um katholische deutsche Gesellen= Burschen= und Jugendvereine. Kaubmord nach acht Fahren aufgeklärt. Berlin, 15. Mai. Im Jahre 1920 wurde der Landwirt und Pferdehändler Wilhelm Krause aus Brüssow am Ufer eines Sees tot aufgefunden. 2000 Mark, die er am Tage vorher noch bei sich gehabt hatte, fehlten. Dieser Umstand, Verletzungen und einige Kampfspuren in der Nähe des Sees ließen auf Raubmord schließen. Die damaligen Ermittlungen blieben ergebnislos. Vor einigen Monaten tauchten neue Verdachtsmomente auf. Die Landeskriminalpolizeistelle Berlin entsandte einen Beamten nach Brüssow. Diesem gelang es, das Verbrechen aufzuklären. Der 50 Jahre alte Rechtskonsulent Erich Zastrow und ein 31 Jahre alter Arbeiter Alfred Rieck, beide aus Brüssow, wurden unter dem dringenden Verdacht der Täterschaft festgenommen und überführt. Zastrow hat jetzt ein Geständnis abgelegt, während Rieck seine Teilnahme noch bestreitet. Urteil wegen Sittlichkeitsverbrechen. WTB Ludwigshafen, 15. Mai. Wie die Neue Pfälzische„Landeszeitung meldet, befaßte sich das französische Kriegsgericht für die Pfalz in Ludwigshafen dieser Tage unter strengem Ausschluß der Oeffentlichkeit mit den beiden im März vorgekommenen Sittlichkeitsverbrechen französischer Besatzungssoldaten. Es handelt sich um das Notzuchtverbrechen vom 4. März in Ludwigshafen und den Ludwigshafener Zwischenfall vom 12. März, an dem zwei franzosische Soldaten beteiligt waren. Die drei Angeklagten wurden zu jeeinem Jahr Gefängnis verurteilt. Filchner in Nordindien. Aus Leh im nördlichsten Indien, unweit der tibetischen Grenze, sind endlich von dem totgesagten deutschen Inner=Asien= und Südpol=Forscher Dr. h. c. Wilhelm Filchner unmittelbare Nachrichten nach Berlin gehat Filchner, nach unsäglichen Mühen und Entbehrungen, im März mit seinen Begleitern, dem britischen Missionar Mathewson und dem amerikanischen Plymire, diesen Ort erreicht. Leider kam Filchner, der sich nur sehr notdürftig ausrüsten konnte, mit erfrorenen Füßen und einer gebrochenen Hand an. Er hoffte, in Leh Heilung und Kräftigung fur den Weitermarsch südwärts nach Kaschmir hinein zu finden. Wenn alles gut ging, kann er inzwischen schon in Srinagar (Srinagar) angelangt sein. Trotz vieler Hemmungen durch die mißtrauischen und abergläudie zunächst durch Gerüchte von der Annäherung eines„großen bewaffneten englisch=amerikanisch=deutschen Expeditionskorps“ beunruhigt waren, konnte der deutsche Forscher, dank seiner zähen Energie, seine wissenschaftlichen Aufgaben(erdmagnetische und astronomische Messungen, sowie kartographische Aufnahmen unbekannter Teile von durchführen! Die britisch=indische Regierung und zuletzt auch der Dalai=Lama ließen es an Unterstützung nicht fehlen. Die zweieinvierteljährige Expedition Filchners(von Russisch=Asien durch die Wüste Gobi nach China und von dort durch Tibet nach Indien) bedeutet in ihren Ergebnissen einen außerordentlichen wissenschaftlichen Erfolg. der zudem mit einem ganz seltenen Mindest=Aufwand an Ausrüstung und Kosten erreicht wurde. Warnung vor Wählterror. ####B. Bernn, 15. Mai. Der Amtliche Preußische Pressedienst schreibt, es werde insbesondere in den vorwiegend Landwirtschaft treibenden Provinzen vielfach versucht, wirtschaftabhängige Personen durch Drohung mit wirtschaftlichen Schädigungen an einer unbeeinflußten Stimmabgabe zu hindern. Ein solches Unterfangen könne ernste Folgen nach sich ziehen. Die Reichsverfassung gewähre jedem Deutschen das Recht freier Meinungsäußerung, besonders die freie Ausübung des Wahlrechtes. Würde wegen Beteiligung an der Wahl in einem vermuteten Sinne ein Vertragsverhältnis beendet oder sonst ein wirtschaftlicher Nachteil zugefügt, so könne Schadenersatzanspruch gegen den Schädiger erhoben werden. Vom preußischen Ministerium des Innern seien alle Vorkehrungen getroffen, um die völlige Geheimhaltung der Stimmabgabe zu verbürgen, so daß niemand zu befürchten brauche, ein Zweiter oder Dritter könnte erfahren, wie man gewählt hat. Außerdem habe der preußische Justizminister die Staatsanwaltschaften ersucht, ihr besonderes Augenmerk auf Fälle zu richten, in denen versucht wird, Wähler in unzulässiger Weise an der Ausübung ihrer staatsbürgerlichen Rechte zu hindern oder bei ihrer Stimmabgabe zu beeinflussen. Gegen derartige Täter soll mit Nachdruck und Beschleunigung eingeschritten werden. * Diese Verfügung ist veranlaßt worden durch die Meldungen, daß in verschiedenen Landesteilen versucht worden sei, durch AndrohEhrenfeld Zentru un einer unveeinflußten Stimmabgabe zu hindern und sie zu veranlassen, gemäß dem Willen ihrer Arbeitgever zu stimmen. Vor dem Kriege waren solche Erscheinungen keine Seltenheit. In den letzten Jahren ist eine Wahlparole dieser Art weniger in Erscheinung getreten, wenngleich die Unsitte, die wirtschaftliche Macht zu mißbrauchen, noch nicht völlig ausgerottet ist. So veröffentlichte die Presse kürzlich ein vertrauliches Schreiben der deutschnationalen parteileitung im Kreise Nimpsch in Schlesien, das Anweisungen für die Wahl enthält und u. a. folgende schönen Ratschlägs erteilt: „Aufwendungen an Geld für die Arbeiter aber auch Drohungen mit Abzug außertariflicher Bezuge müssen in Erwägung gezogen werden. Jeder Familie einen Taler zugesagt, wenn die Wahl gut ausfällt, wirkt Wunder.“ Daß die Anwendung solcher unmoralischer Wahlmittek gegen die Verfassung verstoßen und ernste Folgen haben kann. ist den beschränkten Vätern dieses Rundschreibens offenbar nicht recht zum Bewußtsein gekommen. Die Verfügung des preußischen Justizministers läßt aber keinen Zweifel darüber. Am Mittwoch, den 16. Mal, kommen alle Mitglieder und Freunde des Zentrums in den Großen Saal des Leobaus. Ab.15 Uhr sprechen dort die Kandidaten auf der Reichstagsliste 190S und Asmuth, sowie Stadtv. Schaeven Seite 2 Nr. 247(Morgen=Ausgabe) Kölner Lokal=Anzeiger Einstimmig angenommen! WTB London, 1o. Mai. Im Oberhaus wurde die Entschließung Lord Readings, die den Kellogg=Vorschlag zur Aechtung des Krieges warm begrüßt und die englische Regierung ersucht, den Prinzipien des Vorschlags zuzustimmen, einstimmig angenommen. Sowfetunion und Kriegsächtungspokt. WTB Moskau, 15. Mai. Ein dem Kommissa gat, für au wärtige Angelegenheiten nahe„Zeitgenosse" erklärt in der Wochenübersicht des Iswestija, die Sowjetunion würde das Ausbleiben einer Aufforderung zum Beitritt zu Keklogs Antikriegsvorschlag genau so als eine gegen sie gerichtete Aktion ansehen wie die Bildung eines Antikriegsblockes ohne Obgleich der Vorschlag Kellogs ausschlueßtich eine moralische und nicht eine materielle Bedeutung habe, würde die Sowjetunion einen Vorschlag zum Beitritt erwägen. Prinz Carols englischer Gastgeber. Nach den Blättermeldungen war es ein rumänischer Graf Jonescu, der ein Verwandter von Take Jonescu sein soll, bei dem Prinz Carol von Rumänien bei seiner„Exkursion“ nach England gastfreundliche Aufnahme gefunden hat. Ein Londoner Blatt weiß aber zu melden, daß dieser Barbu Jonescu kein Graf ist, sondern während der Kriegszeit in einem Londoner Restaurant als Kaffeesieder tätig war Etwa um die Mitte des Jahres 1915 war der beschäftigungslose Rumäne von Paris nach England gekommen, um sich dort nach einer Stellung umzusehen. Er fand diese bei einem Restaurateur, vor dem er sich gerühmt hatte, daß er in der Kunst, rumänischen Kaffee zu bereiten, ein Meister sei. Da man in der Kriegszeit keinen türkischen Kaffee in London bekam, so nahm der Restaurateur die gute Gelegenheit wahr, das vielbegehrte Getränk durch rumänischen Kaffee zu ersetzen. Barbu, wie die Stammgäste des Restaurants Jonescu nannten, trug bei der Arbeit ein prunkendes blaues Seidengewand, das reich mit rumänischer Stickerei verziert war. Er bereitete den Kaffee nach seiner eigenen Manier in einer Ecke des Speisegal., vor en gugen der Gäste und servierte nter dem, Namen„Kaffee Marghiloman“ zu Ehren des damaligen rumänischen Premierministers. Barbu war von Haus aus Infand als solcher später eine gutbezahlte Stellung. Da er zudem eine reiche Belgierin heiratete, konnte er sich in Oakhurst die prächtige Villa kaufen, in der Prinz Carol abgestiegen ist.0 Belgische Aufenthaltsbewilligung für Prinz Carol. WTB Brüssel, 15. Mai. Gerüchtweise verlautet, daß Prinz Carol die Erlaubnis erhalten habe, seinen Aufenthalt in Belgien zu nehmen. Jonescu ist gestern in einem hiesigen Hotel eingetroffen. Er lehnt jede Auskunft ab. Tientsin nach Tsinanfu auf den Weg gebracht wurden, und heute vormittag dort ankamen, wurden sofort im Hinblick auf die gespannte Lage in Tientsin dorthin mit der Eisenbahn zurückbefördert. Die Verluste der Chinesen. WTB Schanghai, 15. Mai. Der japanische Generalkonsul, der aus Tsinanfu eingetroffen ist, meldet, die Japaner hätten seit dem 3. Mai 1040 Leichen chinesischer Soldaten bestattet. Man glaubt, daß die Chinesen selbst mindestens weitere 1000 Leichen beerdigten. Die Reichsbahnforderungen. Berlin, 15. Mai. Das Reichskabinett wird morgen unter dem Vorsitz des Reichskanzlers zu einer Sitzung zusammentreten, in der Stellungnahme zu den Anträgen der Reichsbahngesellbetr. Tariferhöhung gefunden werden soll. Die Blätter vermuten, daß das Kabinett zu einer grundsätzlichen Ablehnung der Anträge der Reichsbahn gelangen wird, wie dies auch den Aeußerungen entsprechen würde, die der Reichsverkehrsminister schon kurz vor der Auflösung des Reichstages in dieser Frage im Plenum des Parlamentes abgegeben hat. Die Reichsbahngesellschaft hat die Möglichkeit, auf Grund des§ 44 des Reichsbahngesetzes gegen den ablehnenden Beschluß der Reichsregierung Einspruch zu erheben bei dem Reichsbahngericht. Wenn das Reichsbahngericht sich der Auffassung des Reichskabinetts anschließt, kann die Reichsbahngesellschaft(als letztes Rechtsmittel) schiedsrichterliche Entscheidung anrufen. Der Schiedsrichter ist von dem Präsidenten des Internationalen Gerichtshofes zu ernennen. Er soll neutrale Staatsangehörigkeit besitzen Die morgige Kabinettssitzung wird varaussichtlich eine der letzten der gegenwärtigen Regierung sein. Man rechnet damit, daß etwa am Dienstag nächster Woche. wenn das vorläufige Wahlresultat feststeht, das Kabinett abermals zusammentritt, um dann den formellen Rücktrittsbeschluß zu fassen. Mittwoch. 16. Mak 1928 Erdbebenkatastrophe in Peru. Lima, 15. Mai. Chaehapoyas, die Hauptstadt des Departements Amazonas, ist teilweise durch ein Erdbeben zerstört worden, auf das ein Wolkenbruch folgte. Drei Personen wurden getötet. Die Türme einer Kirche stürzten ein. Die Einwohner flüchteten in die Umgebung. Der Fall Jakubowski. Berlin, 15. Mai. Die B. Z. meldet: Heute mittag findet im Reichsjustizministerium zwischen dem Ministerialrat Pagel vom Mecklenburgischen Justizministerium und dem Staatssekretär Joel eine Konferenz in der Mordsache Jakubowski statt. Von den Gutachten wird es abhängen, ob der mecklenburgische Staatsminister einen Staatsanwalt zur Erhebung der Anklage gegen die drei inzwischen entlassenen Landarbeiter wegen Mordes und Meineides und zu Wiederaufnahmeanträgen„zugunsten“ des„hingerichteten“ Jakubowski anweist. Brand in einem amerikanischen College. WTB New York, 15. Mai. In einem Schlafsaal für Studentinnen eines College in Springfield in Ohio brach eine Feuersbrunst aus. Eine Studentin fand den Tod, eine wurde schwer verletzt. In China. Abreise Tschangtsolins aus Peking? WTB Peking, 15. Mai.(Reuter.) Alles cheint auf eine bevorstehende Abreise Tschangtsolins aus Peking hinzuweisen. Die Nordtruppen raumen die südwestlich von Peking gelegene Stadt Paotingfu. Geschütze und Munition werden auf der Eisenbahn Tsingtau— Peking nach der Mandschurei verladen. Japanische Vorkehrungen in Tientsin. WTB Tsingtau, 15. Mai. Drei japanische Infanteriekompagnien, die am 20. April von Informationsreise von General hieue. WTB Kiel, 15. Mai. Der Chef der Heeresleitung, General Heye, traf gestern abend, von Berlin kommend, hier ein. In seiner Begleitung befanden sich Divisionskommandeure aus allen Teilen des Reiches. Zweck des Besuches ind Besprechungen informatorischen Charakters, an denen auch verschiedene hohe Marineoffiziere teilnehmen werden. Der Chef der Heeresleitung wird mit seinen Begleitern bis Ende dieser Woche hier verweilen und an verschiedenen Besichtigungen teilnehmen. Er wird sich dann durch den Nord=Ostsee=Kanal nach Wilhelmshaven begeben. Landfriedensbruch. Berlin, 15. Mai. Von den am Sonntag auf dem Kurfürstendamm festgestollten“ leuten sind 11 dem Ermi dem Kurfürstendamm festgestellten Stahlhelm leuten sind, 11 dem Ermittlungsrichter unter der Beschuldigung des Landfriedensbruchs vorgeführt worden. Von einem Löwen gebissen. WTB Münster, 1d. Mai. Am Sonntag faßte im hiesigen Zoologischen Garten ein 12jähriger Junge durch das Maschengitter, um einen kleinen Löwen zu streicheln. Das Tier zog den Arm des Jungen in den Käfig. Besucher und ein herbeigerufener Wärter versuchten mit Stöcken den Knaben zu retten. Nur dem glücklichen Zufall, daß der in dem Kafig befindliche Hund den Löwen ins Bein biß, ist es zu verdanken, daß das Raubtier von seinem Opfer abließ, das schwere Fleischwunden erlitt. Berufung. Christel. " Erzählung von Marie von Hutten.(11 Copyright by Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck. Aber als sie jetzt wieder dem Gespräch der Mädchen zuhörte, fand sie, daß Annemie vieles über Hubert Vanselow zu sagen wußte. Er stammte aus einer Familie, die von jeher in staatlichen Forstdiensten gestanden hatte, und von klein auf war Musik seine Leidenschaft gewesen. Aber als er heranwuchs und anfing, mit offnen Augen in die Welt zu schauen, hatte diese Neigung eine starke Rivalin bekommen: das Interesse und die Teilnahme an der Jugendbewegung. „Hubert ist keiner von denen, die in ihren eignen Zwecken und Interessen ganz aufgehen", erzählte Annemie mit brennenden Wangen und leuchtenden Augen.„Er denkt an das Ganze und will sich dafür einsetzen. Er ist durchaus kein Freiheitsapostel, der sich von allem Alten und Hergebrachten um jeden Preis losreißen will—„neue Wege müssen wir gehen und müssen sie uns suchen,“ sagte er,„aber was unseren Vorvätern nötig war, das brauchen wir noch viel mehr, eben weil wir mehr äußere Freiheit haben. Selbstzucht, Ehrfurcht, Gehorsam müssen wir lernen, und wir haben den ungeheueren Vorzug, daß wir dies alles freiwillig leisten dürfen, während man früher oft gezwungen handelte. Das verpflichtet uns tausendfach.“ So hörte ich Hubert Vanselow mehr als einmal öffentlich reden und jedesmal riß er seine Zuhörer fort.“ Christel saß, die Hände im Schoß verschränkt, und sah still mit großen Augen an den mächtigen Wipfeln alter Bäume vorbei ins Weite Eben tönte eine Hupe zweimal kurz und scharf von der Straße her.„Das ist Papa“, sagte Annemie und machte sich zur Abfahrt fertig. Tann standen alle im Schloßhof um das Auto des Landrats, der sich nicht halten ließ, sondern zur Heimfahrt drängte, und sahen es aus dem großen Tor gleiten. Deutsche Gäste in Litauen. WTB Kowno, 15. Mai. Gestern abend veranstaltete der deutsche Gesandte, Minister Mohrat, aus Anlaß der Anwesenheit der deutschen Offiziere, einen Abendempfang, zu dem der Staatspräsident mit Gemahlin, Ministerpräsident Woldemaras, zahlreiche Minister und hohe Offiziere und Beamte, sowie das diplomatische Korps und Mitglieder der reichsdeutschen Kolonie geladen waren. Beim Erscheinen des Staatspräsidenten wurden die litauische und die deutsche Hymne gespielt. Am Dienstagmorgen fand nach feierlichem Gottesdienste und Zelebrierung der heiligen Messe auf dem Paradefeld die große Parade der Garnison und der Organisationen vor dem Staatspräsidenten statt. Die deutschen Offiziere sind heute mittag Gäste des Kriegsministers und werden heute abend die Festvorstellung der Oper besuchen. Fritz wollte gleich hinter den offnen Gitterflügeln verschwinden, Christel faßte ihn und nahm ihn hinauf an die Aufgaben. Sie saßen darüber bis ihnen die Köpfe rauchten— ein Zustand, den der Schüler durchaus nicht zu schätzen wußte. Christel mußte sich gleichzeitig mit ihm in Latein hineinarbeiten. Sie hatte eine natürliche Freude am Lernen, an der Betätigung der eigenen Kräfte und Fähigkeiten, auf welchem Gebiet es auch sein mochte. Vor dem Schlafengehen schlüpfte sie noch ein wenig zu den Eltern hinaus auf den Balkon. Auch Lotte genoß jetzt diesen Vorzug, aber sie machte nicht immer Gebrauch davon, sondern war im Wohnzimmer und zeichnete oder hatte alte Stiche und Bilder hervorgekramt und saß darüber, in ihre Vorstellungen vertieft. Als Christel kam, stand Herr Heydeking, der Unermüdliche, auf, um noch zu arbeiten, da eine wichtige Sache ihn gerade sehr in Anspruch nahm. „Du tust zu viel, Lieber“, sagte seine Frau und legte ihm die Hand auf den Arm, als er vorüberging.„Du sahst heute so ermüdet aus.“ „Ich fühle es auch“, antwortete er und küßte die treu sorgende Hand.„Ich werde einmal einen längeren Urlaub nehmen müssen.“ Christel kam ganz nahe zu ihrer Mutter heran, als. sie allein waren, und schmiegte sich nach einigen Augenblicken des Schweigens an ihren Arm. „Hat meine Christel mir etwas zu sagen?“ Christel antwortete nicht gleich, sie saß nur ga regungslos und schien kaum zu atmen. „Nein, Mutti“, sagte sie nach einer Weile zögernd.„Weißt du— es gibt doch Dinge, die man nicht sagen kann— selbst wenn man weiß, daß sie da sind— ###— und solche Dinge kommen für jeden jungen Menschen, Liebling. Das Leben bleibt nicht immer klar und einfach wie in der Kinderzeit, es muß sich erweitern und bereichern äußerlich und innerlich durch die Erfahrungen die man macht, durch Leid und Glück und Erkenntnis, die daraus erwachsen. Und eine Mutter, meine Christel, kann dem Kind dann WTB Berlin, 15. Mai. Der Chef der Berliner Kriminalpolizei, Regierungsdirektor Dr. Hagemann, ist in das preußische Ministerium des Innern berufen worden. Eine million Mark für Begabtenförderung. Das Reich hat für das Jahr 1928 wiederum 600 000 Mark für Erziehungsbeihilfen gemäß Art. 146 Abs. 3 der Reichsverfassung in den ordentlichen Haushalt des Reichsministeriums des„Innern, eingesetzt. Diese Erziehungsbeihilfen dürfen nach der Reichsverfassung nur Minderbemittelten gegeben werden. Sie dienen dazu, außergewöhnlich begabten Schülern und Schülerinnen den Zugang zur mittleren oder höheren Schule und ihr Verbleiben bis zur Beendigung der Ausbildung zu ermöglichen. Da die Mittel im Jahre 1927 nicht ausreichten, um auch nur je einen Schüler jeder Schule zu berücksichtigen, wurde der Betrag für 1928 auf eine Million Mark erhöht. Die Mittel werden in der Hauptsache schlüsselmäßig an die Länder verteilt. Auf Preußen entfallen etwa 60 Prozent. Preußen hatte die Absicht, den ihm zufallenden Betrag seinerseits zu verstärken. Der Preußische Kultusminister erließ einen Aufruf zur Gründung einer Pestalozzistiftung. Der Finanzminister sagte bereits 75000 Mark zu. Der Aufruf richtete sich besonders an die öffentlichrechtlichen Körperschaften, die Organisationen und Verbände. Wie jetzt durch die Wohlfahrts=Korrepondenz bekannt wird, hat der Preußische Kultusminister dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge mitgeteilt, daß von dem Plan der Gründung einer PestalozziStiftung in Preußen bis auf peiteres Abstand genommen werden müsse. Für Erziehungsbeihilfen stünden augenblicklich nur die vom Reich überwiesenen Mittel zur Verfügung. steht zunächst der Betrag von 600000 M. zur Verfügung. Nach der Verteilung an die Länder wird der größte Teil des Restes davon zur Unterhaltung von 20 bis 25 Reichsfreistellen am Fridericianum in Davos verwendet werden. Das Fridericianum in Davos ist eine auslandsdeutsche höhere Lehranstalt für tuberkulöse deutsche Kinder mit Klassen von Sexta bis Prima. Die Heil= und Ausbildungserfolge sind außerordentlich gute. Auch ein Teil der jugendlichen Pfleglinge des Deutschen Kriegerkurhauses Davos nimmt an dem Unterricht des unter der Leitung des Direktors Dr. Bach stehenden Fridericianums teil. W. K. Malaria=Seuche in Büd-Kfrika. Südafrika wird zurzeit von einer Malariaseuche heimgesucht, wie sie gleich schwer seit vielen Jahren nicht verzeichnet wurde. Besonders empfindlich ist der Bezirk Rustonburg in Transvaal betroffen. Die Eingeborenen sind in heller kein Ort im Lande verschont geblieben ist. In den letzten sechs Wochen wurden in dem erwähnten Bezirk allein 200 Tote gezählt, wodurch sich die Zahl der Todesfälle, die seit dem Ausbruch der Epidemie im Januar zu verzeichnen sind, auf 350 erhöht. Ganze Wagenladungen von Eingeborenen, die ein Opfer der Seuche geworden sind, werden nach den Sanitätsdepots überführt. Angesichts der steigenden Zahl von Kranken macht sich bereits der Mangel an Chinin bemerkbar. und das kalte Wetter, von dem man eine Linderung erhoffte, hat im Gegenteil nur zur Verbreitung der Seuche beigetragen.— 90 Bezirk Dellbrück. Eine Zentrumswählerversammlung findet am Freitag den 18. Mai, 20 Uhr, im Kath. Gesellenhause, Hauptstraße, statt. Redner ist Beigeordneter Dr. Ernst Schwering. Alle Zentrumswähler und=wählerinnen von Dellbrück sind eingeladen. Staatssekretär v. Schubert übernimmt die Vertretung. Berlin, 15. Mai. Da Dr. Stresemann durch seine Krankheit längere Zeit ans Bett gefesselt ist, wird, wie das Berliner Tageblatt erfährt, Staatssekretär v. Schubert, der in den nächsten Tagen von seinem Erholungsurlaub im Weißen Hirsch bei Dresden zurückkehrt, die Geschäfte im Außenministerium vertretungsweise übernehmen. Veränderung des Privatdiskonts. WTB Berlin, 15. Mai. Der Privatdiskont fur beide Sichten um je 1/8 Prozent auf 65/8 Prozent erhöht. die Steine nicht mehr aus dem Weg räumen, wie sie es tat, als es noch klein war. Und wenn sie könnte— sie dürfte es nicht. Denn es ist das Recht eines jeden Menschen, zu erleben und an diesem Erleben sich heranzubilden. Die Mutter kann nur das tun, was sie jeden Tag tut— dem Kind das Kreuz auf die Stirne zeichnen und es dem treuen Vater im Himmel empfehlen. Christel hatte den Kopf fest an die Schulter der Mutter gelehnt und schwieg. Die Mondsichel tauchte aus Wolken auf und verschwand wieder. Die Domtürme standen wie stille Wächter ewiger Geheimnisse, violett und fern Frau Heydeking hob die Hand, bezeichnete ihre Aelteste mit dem Kreuz und küßte sie lang und enig.„ En Lemisst, so habe ich Sie Kind— Gott segne und be nichte, Vell Weschof, die Sie lein bitten, auf ein paar Minuten zu ihr zu kommen. ##e alte Dame saß auf dem Frühstücksplatz der Stiftsdamen, hatte ein Erbauungsbuch mit großmächtigen Buchstaben und ihre Brille neben sich liegen und hielt einen Brief in der feinen, welken Hand. Fräulein von Lilienfeld, die einzige Stiftsdame, die noch ihren ständigen Aufenthalt hier hatte, während die andern seit dem großen Vermögensverlust ihr Dasein bei Verwandten und Freunden fristeten, stand auf, als Christel erschien, und zog sich mit einigen Tropfengläschen, Tablettentuben und Pillenschächtelchen ins Haus zurück. „Ich habe da eine Mitteilung bekommen, die mich sehr erstaunt hat, mein liebes Kind, und da dieselbe auch Sie betrifft, so habe ich Sie „Eixe„Viertelstunde später, als Christel schon im Nachtkleid war, mit den goldnen Zöpfen über den Rücken, kniete sie im Alleinsein ihres Zimmers am offenen Fenster nieder, wie sie es im Sommer täglich tat, um ihr Nachtgebet zu verSczser und Se seste, die e kurze Zeit der inneren Stille und der Einkehr in sich selbst. Was sie in der Kapelle zu Tirnau erlebt hatte, war als unveräußerlicher Besitz bei ihr geblieben. Nie wie damals hatte sie die Gottesnähe lebendig und zwingend gefühlt, und dieses Gefühl war gemachsen, und vare sich vertien. Chrisel kniete und sah durch ine Oeffnung in den breiten, den Platz umkränzenden Baumgängen, auf das Portal des Doms. Diese geschlossene Pforte in dem tiefen Schweigen brachte ihr das Ewige Unwandelbare nahe und tat sich weit auf. Als Christel am nächsten Tag in ihrem Garten saß und in einer Arbeitspause vergnüglich Birnen schmauste, kam das kleine Stubenmädchen da. neben einer etwas grämlichen„Beschließerin" den Dienst im Stift versah, und richtete aus, die Frau Aebtissin ließe das gnädige Fräu„Ich war im vergangenen Jahr einige Wochen m Tirnau, Frau Aebtissin.“ „Ja, und Sie wissen auch von dem tragischen Tod meiner Nichte, Luise Westhoff, und ihres Mannes vor sechs Monaten. Ihre liebe Mutter war ja eine Jugendbekannte meiner armen Luise. Es war zu traurig. Der Graf auf der Jagd von einem Schlag getroffen, wird ihr tot ins Haus gebracht, und sie, an einem Grippefieber zu Bett liegend, ist von dem schrecklichen Ereignis so getroffen, daß die Krankheit eine schlimme Wendung nimmt und die Aermste ###i Lug nach ihrem Mann beerdigt wird. Aber Sie wissen ja das alles, liebe Christel— verzeihen Sie einer alten Frau die Weit.— hatte Luise oft gebeten, mir einmal eines ihrer Kinder zu schicken, die ich als erwachsen gar nicht kenne, aber keines der beiu. Mädchen konnte sich entschließen, die alte dem alten Stift aufzusuchen, und auch Karl Hugo hat es nie der Mühe wert gefunden, sich einmal wenigstens auf zwei oder drei Stunden vorzustellen. Nun ja— Jugend von heute! Sie kennt keine Rücksicht und die alte Generation ist für sie nur Gerümpel. (Fortsetzung folgt.) giler S im Sekor-Unzeiger Mittwoch, den je. Mai 1928 Schriftleiter J..: J. Schmidt platzweihe beim Marienburger Sportclub. Der westdeutsche Fußballmeister als Gau.— Ein Werbespiel im Handball.— Westdeutsche Sprinterklasse am Start. Gesellschaftsspiele in Köln. Am Himmelfahrtstage. Ein Sportfest, das aus dem Rahmen der alltäglichen Veranstaltungen herausragt, veranskaltet der Marienburger Sportclub aus Anlaß der Platzeinweihung am ChristiHimmelfahrtstage auf der Marienburg. Lange Jahre blieb dem rührigen Verein sein Wunsch, eine eigene Anlage zu besitzen, versagt, bis schließlich durch die Bemühungen des ersten Vorsitzenden das Versprechen der Stadt Köln in die Tat umgesetzt wurde. Der Westdeutsche Spielverband hat mehr wie einmal die vorbildliche Arbeit, besonders die in der Jugendabteilung des Vereins, lobend anerkannt, aber leider blieb dieser Arbeit zumeist in den späteren Jahren der Erfolg versagt, in alle Winde wurden die Abteilungen zerstreut, auf drei oder vier Plätzen mußten sie ihre Uebungsarbeit verrichten. Daß unter diesen Umständen der Weiterentwicklung ein Stein in den Weg gelegt wurde, ist selbstverständlich. Kommen wir nun zu der Programmfolge selbst: Noch in bester Erinnerung stehen die Meisterschaftskämpfe im Handball zwischen dem Polizei=Sportverein und K. u. T. Cl. 65 Erst durch ein Entscheidungsspiel konnte der Gau meister ermittelt werden. Die 65 haben morgen die beste Gelegenheit. Revanche zu üben an ihrem Gegner für die erlittene Niederlage in dem damaligen Spiele. Unter den Klängen der Musik werden die teilnehmenden Vereine und die Aktiven des Marienburger Sport=Clubs in schmucker Sportkleidung einmarschieren, um der eigentlichen Uebergabe durch die Stadt Köln die richtige Weihe zu geben. Der 100=Meter=Einladungslauf hat eine Besetzung gefunden, die einen spannenden Verlauf des Sprinterkampfes verspricht. Schüller, Dreibholz, Mölle. Kremer, Dobermann sind die Teilnehmer. Schüller sollte als Sieger hervorgehen, wenn nicht Dobermann oder Mölle eine Ueberraschung bringen. Die Olympische Staffel sieht die besten westdeutschen Mannschaften am Start: Preußen Krefeld, Schwarz=Weiß Essen, Bonner Fußball=Verein, Düren 03, K SC. 99, KBC. Sportfreunde 93, Polizei=Sportverein. Von diesen Mannschaften den Favoriten zu finden, ist äußerst schwer, da man sich über die augenblickliche Form der Teilnehmer zu Anfang der Leichtathletik=Saison kaum ein abschließendes Urteil bilden kann. Ein sportlicher Genuß wird die 4 mal 100 Meter Staffel sein, denn auch hier wird der Endkampf ein erbitterter sein. Sofern die Preußen aus Krefeld durch den Weggang von Houben keine allzu Marienburger Sport-Club 1920 Donnerstag, den 17. Mal, Tchristi Himmlfahrt) 1,30 Uhr Handballspiel zwischen Polizei-Sportverein Köln und Turn- und Fechtclub 65 Köln .45 Uhr Einmarsch sämtlicher Teilnehmer und der...-Aktiven 300 Uhr Weihe der Platzanlage .30 Uhr 100 m Einladungslauf(Senloren) .45 Uhr Olympische Stalfel(Einladung) .10 Uhr 100 m Einladungslauf Jugend 1910/11 .20 Uhr 4X100 m Staffel(Einladung) .30 Uhr Fußballspiel zwischen Spielvereinigung or Köln Westdeutscher Meister 1927/28 und Marienburger Sport-Liun(verstärkt) n der Pause des Fußballspieles 15X½ Rundenbahnstaffel(15X200 m) Gottfried-Streck-Gedächtnislauf(Wanderpreis) Die Platzanlage befindet sich Ecke Bonner- und Militärringstraße, zu erreichen mit der Linie 5 bis Ende. große Lücke aufweisen, sollten sie das Rennen fur sich entscheiden; auch KSC. 99 Schwarz=Weiß Essen und MSC. wollen erst geschlagen sein. Die Jugendlichen kommen in einem 100=MeterEinladungslaufen zu Wort. große Bahnstaffel. Die alten Sportler Kölns werden es alle freudig begrüßt haben, daß man dem einstigen Führer der Kölner Leichtathletik, Gottfried Streck, ein bleibendes Denkmal gesetzt hat. Nicht weniger wie 100 Läufer werden an dieser großen Bahnstaffel teilnehmen. KSC. 99. KBC., MSC., Sportfreunde 93, Polizei, Sparta, Postsportverein, alle werden ihren besonderen Ehrgeiz darein setzen, den kostbaren Wanderpreis für ein Jahr in Besitz zu nehmen. nen würdigen Abschluß findet das Sportfest durch das Fußballspiel Sülz 07- msC. Sülz 07 kam ohne Zögern, als man sie aufforderte. Man bei solchen Anlässen stets Zeit haben; auch a. Meister muß man seine Kölner Vereine unterstützen, wenn es gilt, etwas Außergewöhnliches zu tun. Echte sportliche Kameradschaft müssen unsere Vereine untereinander pflegen. Unser Meister sitzt nicht auf dem hohen Roß, mit Freuden wurde die Einladung in Sülz begrüßt, und gerne kommen die Sülzer zum MSC, um mitzuhelfen, daß dieser Weihetag ein Festtag für Marienburg wird. Der Gastgeber. Das letzte unentschiedene Ergebnis der Marienburger gegen Blau=Weiß Lindenthal läßt die Vermutung aufkommen, daß die Mannschaft es bringen wird, auch die Sülzer zur Hergabe ihres ganzen Könnens zu zwingen. Die Starke der Mannschaft liegt in der Verteidigung. Torwart Göbner in bester Form ist nur schwer zu schlagen. Der alte Routinier Heck wird in Gemeinschaft mit Schwan(Lindenthal) dem „Swatoschsturm“ das Leben recht sauer machen. Die Läuferreihe mit Ohrem, Pock(Lindenthal), Sommer hat das Zeugnis in sich, das Spiel offen zu gestalten, nur sollten sie bei guter Abwehr die Unterstützung des Sturmes nicht vergessen. Im Sturm stehen Leute, die neben guten technischen Eigenschaften auch ein ordentliches Schuß(Lindenthal), Balke (MSC.,. Krückeberg(KSC. 99) sind anerkannt tüchtige Stürmer, die beiden Außenstürmer Kopp und Meyer werden ihren Innenstürmern die Arbeit durch gute Vorlagen erleichtern. Die Mannschaften: Schmitz II. Leers Richartz M# Kerv Gausepohl Koch Uhr,(me Swatosch Zarges Schmitzl. Meyer Wirtz Balke Krückeberg Kopp Sommer Pock Ohrem Heck Schwan Göbner Das Spiel wird interessant werden, dafür sorgt die Kampfesfreude der verstärkten Marienburger und letzten Endes das Können der Sülzer, die auch das Treffen siegreich beenden werden. Wir wünschen ein richtiges Propagandaspiel zu sehen, welches für Marienburg neue Freunde bringen möge. Klub—Borussia m. Gladbach. Unser vorjähriger Meister hat in den letzten Wochen restlos enttäuscht. Das wissen die Leute von der Amsterdamer Straße selbst am besten, und wenn man heute eine Mannschaft wie Borussia=.Gladbach verpflichtet, dann weiß man auch, daß nur die stärkste Mannschaft gegen diesen Gegner etwas erreichen kann. Kievernagel ist von seiner„Auslandreise“" wieder zurückgekehrt, auch Mezger kam wieder, und durch den Eintritt von Kraus, der für den Donnerstag ausnahmsweise Spielerlaubnis erhalten hat, wird der Klubsturm wesentlich verstärkt werden. Bleser und Rehkessel werden mit diesen drei vorgenannten Spielern schon harmonieren, so daß wir hoffentlich endlich wieder einmal gute Stürmerleistungen sehen werden. Die Läuferreihe, die durch den Ausfall der Stürmer arg in Mitleidenschaft gezogen wurde, hat nun auch mehr Gelegenheit, in der Verteidigung zu arbeiten und hoffentlich auch Zeit genug, den schnellen Sturm gut mit Bällen füttern zu können. Automatisch wird die Verteidigung hierdurch entlastet, und auch Zolper dürfte mit mehr Sicherheit und Ruhe in seinem Kasten stehen. Die Gäste haben in den letzten Wochen überraschend glänzende Erfolge getätigt und dürften auch am Sonntag ohne weiteres in der Lage sein, den Klub auf eigenem Gelände zu schlagen. Es erübrigt sich, auf die Mannschaft näher einzugehen, die dem neuen westdeutschen Meister erst in einem Entscheidungstreffen die Gruppenmeisterschaft überließ. K8C-Turu Düsseldorf Die Klettenberger werden aller Voraussicht nach zu diesem Spiele mit dem Hamburger Internationalen Hartmann als Mittelstürmer antreten. Hartmann ist von seiner Firma anläßlich der Presseausstellung nach hier geschickt worden und dürfte daher lediglich für einige Privatspiele für den KBC in Frage kommen. Daß die Klettenberger diesen Mann gebrauchen können, liegt klar auf der Hand, zumal man schon lange nach einem geeigneten Mittelstürmer sucht und trotz vieler Versuche bis jetzt nichts Richtiges auf die Beine brachte. Die Gäste haben erst vor kurzem gegen den Klub bewiesen, daß sie heute wieder besser sind als Fortuna, und sie werden auch am Sonntag den Sieg mit nach Hause nehmen, es sei denn, daß der KBC wieder einmal sich zu einer guten Leistung aufraffen würde. Der Turusturm ist sehr gefährlich, und nur eine eiserne Hintermannschaft ist in der Lage, diesen Leuten ernsthaften Widerstand leisten zu können. Die zweite Bezirksklasse In der zweiten Bezirksklasse interessiert die Fahrt einer Mannschaft nach Herdecke zum Ruhrtaler Rasensportverband. Die hierfür zusammengesetzte Mannschaft ist genommen worden aus Spielern, die anläßlich des Frühjahrswaldlaufes auf der Westkampfbahn des Stadions das Fußballspiel lieferten. Durch die einheitliche Zusammenfügung des überwiegenden Teiles der Mannschaft aus der damals so erfolgreichen rechtsrheinischen Elf, der auf vier Punkten Spieler der Linksrheinischen beigegeben wurden, dürfte die Spielstärke dieser Mannschaft ziemlich groß sein. Wenn man vielleicht auch der Ansicht sein könnte, daß innerhalb der zweiten Bezirksklasse der eine oder andere Posten besser zu besetzen gewesen wäre, so dürfte doch das gegenseitige ELEH 1— Berlin siegt über London:1. Am Sonntag, den 13. Mai, fand im Post=, Mannschaft, Gülle, schießt den Ball ins Tor der stadion der Fußballstädtekampf London—Berlin Engländer. Der englische Verteidiger(links) statt, den Berlin mit:1 Toren gewann. Dem] ist um den Bruchteil einer Sekunde zu spät Spiel wohnten 30000 Zuschauer bei. Unser herangekommen. Bild: Der Linksaußenmann der Berliner Eine kleine Renderung für Dortmund. Deutsche Olympiamannschaft: Cowdenbeath. Im Duisburger General=Anzeiger lesen wir: Die deutsche Olympiamannschaft, die am Himmelfahrtstag im Dortmunder Stadion spielt, hat auf dem linken Flügel eine kleine Aenderung erfahren, da Kuzorra Linksaußen spielen wird und Hofmann=Merane halblinks stürmt, so daß die Elf jetzt folgendes Aussehen hat: Wentorf Beier Müller(Sepp) Knöpfle Kalb Leinberger Reinmann Hornauer Schmidt2, Hofmann Kuzorra Gerade von dem linken Flügel verspricht man sich im D. F..=Spielausschuß sehr viel. Als Ersatzleute sind Albrecht, Gruber und Heidkamp bestellt. Die in Dortmund tätigen Spieler treffen sich Samstag in Düsseldorf, von wo aus abends die Abjahrt nach Amsterdam erfolgt, während der restliche Teil von Osnabrück aus die Reise antritt, längere Kennen der Spieler viel wertvoller sein. Die Aufstellung ist folgende: Schweinbenz(Viktoria) Schäfer(Nippes 10) Übber(Poll) Betz(MSC.) Krauthäuser(Deutz) Friedel(Deutz) Klaus Hübgen Stahl Esser Mehlmann (Viktoria)(Deutz)(Poll)(Deutz)(Poll) Die Mannschaft trifft sich um 13.15 Uhr im Haupteingange des Kölner Hauptbahnhofes. Eine zweite Vertretung, allerdings aus der ersten Gauklasse zusammengesetzt, schickt bekanntlich der Gau am gleichen Tage gegen eine ebenfalls aus der ersten Gauklasse zusammengestellte Mannschaft des Aachener Gaues. Die Mannschaft brachten wir in der Montagmorgenausgabe. Die Hauptstärke dürfte auch bei dieser Mannschaft in der einheitlichen Zusammenstellung liegen. Alle Spieler wirken nicht zum ersten Male in einer solchen Mannschaft mit. Besonders stark mag hier der Sturm erscheinen, der drei Bayenthaler Spieler vorsieht. Und bekanntlich kann sich die Bayenthaler Mannschaft im Augenblick schon mit bester zweiter Bezirksklasse messen. Dabei steht auf dem Posten des Halblinken ein nicht unbekannter Spieler, der auch in seiner Vereinsmannschaft die Achse ist. Der Linksaußen ist ein guter Techniker und wird wohl mit dem verständnisvollen Nebenmanne eine gefährliche Flanke bilden. Der Mittelstürmer ist ein besonders schneller Spieler, der nur seinen Uebereifer zu Hause lassen muß, um erfolgreich sein zu können. Nicht schlechter dürfte die rechte # sein, auf der zwei schußgewaltige Spieler Beim letzten Spiel war die Läuferreihe das Schmerzenskind. Wir hoffen, daß es diesmal anders wird Das Talent dazu ist vorhanden. Die beiden Verteidiger werden sicherlich ihren Mann stehen. Wenn sie auch weniger durch befreiende Schläge auffallen sollten; so können sie doch für einen Aufbau von der Verteidigung bis zum Sturm sorgen. Der Torwart ein noch ziemlich junger Spieler, hatte zwar in dem Probespiel wenig Arbeit, zeigte aber ein gutes Können. Alles in allem kann man also mit einem Kölner Siege rechnen. Die Mannschaft trifft sich, soweit sie nicht schon vorher den Omnibus benutzt um.15 Uhr am Opernhaus, von wo die Abfahrt nach Herzogenrath vonstatten geht. Und dann noch Sportfreunde— Schwarz=Weiß. Mit zwei Einheiten treffen sich diese beiden Vereine am Donnerstagnachmittag auf dem Platze an der Riehler Straße. Eigentlich sollten die Gäste in beiChristi Himmeljahrt Sportplatz: Klettenberg Nachmittags 5 Uhr KBC gegen Turu Düsseldor; Amsterdamer Straße Donnerstag(Christi-Himmelfahrt) 17. Mai, 17 Uhr(5 Uhr) in stärkster Aufstellung R. C. I. R. gegen Turner und Sportler denkt an Eure Wahlpflicht! Seite 4 Nr. 247(Morgen=Ausgabe) den Mannschaften etwas stärker sein. Und doch wird es verstehen, den Torschützen der Schwarz=zeißen i. Schach zu halten, damit dem Gast mehr als ein Unentschieden gelingt. Anfang Nippes 12— Sülz 07 Res. Dieses Vormittagsspiel dürfte doch zu große Fordechast sels dei hesear Preing, steluen. Vo die Morn#### selbst bei, bester Verfassung gegen die als äußerst spielstark anzusprechende Reservemannschaft des Westdeutschen Meisters wird aufkommen können? Wir glauben eher an eine knappe Niederlage. Anstoß Rasensportverband Opladen— Wiesdorf. Staffelläufe und Fußballspiele. Auf dem schönen Platze des Opladener Ballspielvereins wird am Donnerstag eine gute Werbeveranstaltung durchgeführt, in deren Brennpunkt wohl die Austragung der Staffel um den silbernen Staffelstab steht. Früher wurde dieser Lauf auf der Straße ausgefochten. Aus technischen Gründen ist man wohl auf die Bahn gegangen. Im Rahmen zweier Fußballspiele wird er am Donnerstag als schöne Trophae winken. Verteidiger ist der frühere Fußballverein 04 Leverkusen, der sich bekanntlich vor einiger Zeit mit Boxsport Wiesdorf vereinigte. Dadurch ist er auch wieder Favorit für diesen Preis. Vorher wird noch ein neuer Wanderpreis in der Jugendklasse ausgefochten. Vor diesem Staffellaufe steigt ein Fußballspiel. Baumberg— Schlebusch. Dieser Kampf im Rahmen der Pokalspiele des Rasensportverbandes dürfte besonders hartnäckig durchgeführt werden. Keiner Mannschaft rann man bestimmte Aussichten auf einen Sieg machen, wenn auch nach den Ergebnissen der Meisterschaftsspiele zu urteilen. Schlebusch etwas stärker sein sollte. Anfang 2 Uhr. Den Abschluß bildet ein großes Fußballspiel zwischen einer Mannschaft des Rasensportverbandes Opladen=Wiesdorf—. RV. Benrath. Mit der Verpflichtung dieser Mannschaft des Rasensportverbandes Benrath wird man keinen schlechten Griff getan haben. Die Benrather stellen eine sehr starke Einheit, die den nicht schlechten Einheimischen das Leben schwer machen wird. Allerdings sollte heute die Opladen=Wiesdorfer Vereinigung eingespielter seinwodurch ein kleiner Vorteil gegeben wäre. Anfang.15 Uhr. Schlagball im WSV. Nur ein Spiel steht im Programm. das aber durch seine Schwere und durch seine Wichtigkeit seine Anziehungskraft nicht verfehlen wird. Es ist dies das seiner Zeit ausgefallene Spiel Wacker— Köln 65. Dieser Kampf steigt um 11 Uhr auf dem Platze von Wacker auf dem alten Pionierübungsplatz. Beide Mannschaften haben schon einen gewissen Grad ihres Könnens erreicht, Proben ihrer Tüchtigkeit abgelegt. So hält es sehr schwer, die Aussichten abzuwägen. Wacker muß auf alle Fälle die Hintermannschaft ziemlich stark aufbauen, damit die Weitschläge der Gäste nicht zu stark zur Geltung kommen. Gelingts, dann ist der Ausgang in den letzten Minuten noch nicht entschieden. Kölner Lokal=Anzeiger Mittwoch. 16. Mai 1928 Aus dem Reiche. Die sportlichen Veranstaltungen am 17. Mai. Sport Siegburg. Zwei Himmelfahrtsspiele. Troisdorf— Sp. u. Sp. Remscheid. In den beiden ersten Spielen der Sportwoche konnten die Troisdorfer gegen erstklässige Gegner verhältnismäßig gut abschneiden. Der Gegner des kommenden Donnerstag gehört der 2. Bezirksklasse an und es müßte den Troisdorfern mit kompletter Mannschaft nicht schwer fallen, in diesem Spiel Sieger zu bleiben. Siegburger Sv. V.— Kölner Sp. C. 99. Die Kölner sind in Siegburg gern gesehene Gäste. Ihre vornehme Spielweise hat ihnen in Siegburg viele Freunde geworben, und aus diesem Grunde ist anzunehmen, daß dieses Spiel an der Waldstraße viel Anklang finden wird. Hoffentlich präsentiert sich die Siegburger Mannschaft endlich einmal in kompletter Aufstellung, damit weitere Enttäuschungen vermieden werden. Die Kölner werden auf jeden Fall nicht mit sich spaßen lassen. Sieger bleibt nur, wer von Anfang an am besten in Schwung kommt, Deutsche Jugendkralt Das erste Spiel in Amsterdam. Für den diesjährigen Himmelfahrtstag ist die sportliche Ausbeute recht groß. Aber sämtliche, noch so viel versprechende Veranstaltungen verblassen in der Hinsicht auf das größte aller sportlichen Ereignisse des Jahres 1928: der Eröffnung der Olympischen Spiele in Amsterdam. Wohl ist es noch nicht die große, erhebende Eröffnungsfeier(diese findet erst vor den Leichtathletik=Wettkämpfen statt!), aber immerhin beginnt am kommenden Donnerstag der Kampf der Nationen, und zwar zunächst im Hockey. Vor Beginn der ersten Spiele wird der Prinzgemahl der Niederlande eine Eröffnungsfeier kleineren Stils abhalten und damit die Olympischen Spiele 1928— von den Winterspielen in St. Moritz abgesehen— aus der Taufe heben. ersten Kampf, bestreitet das Land, das #.#'s Mal die Sviele beherbergt: Holland. Die Niederländer werden in dem neuerbauten Stadion um 15.15 Uhr gegen Frankreich antreten. In beiden Lagern hat man sich— wie überall — sehr sorgfältig vorbereitet. Man müßte den Holländern eigentlich die größeren Siegeschancen einräumen, doch darf man nicht vergessen, daß sich die Franzosen gerade in den letzten Monaten kolossal gebessert haben, so daß es zu einem erbitterten Kampfe kommen wird. Unser Tipp ist ein knapper, sehr knapper Sieg Hollans. — Auch das zweite Spiel der Gruppe B zwischen Deutschland und Spanien geht in dem neuen Stadion vor sich. Ohne allzu optimistisch zu sein, können wir es uns nicht versagen, den Deutschen einen klaren Sieg zuzusprechen. Sicherlich sind die Spanier nicht zu unterschätzen, aber in technischer und taktischer Hinsicht dürften ihnen die Deutschen ziemlich überlegen sein. — Auch in der=Gruppe werden am ersten Tag zwei Spiele ausgetragen, die aber beide ins ie Stadion gelegt wurden. Oesterreich hat schon im ersten Spiel gegen die indische Wundermannschaft anzutreten. Es dürfte hier nur die Frage nach der Höhe des indischen Sieges angebracht sein.— Ein ausgeglichenes Treffen ist zwischen Dänemark und der Schweiz zu erwarten. Hier ist schwerlich eine Voraussage zu treffen, wie man überhaupt die ersten Spiele mal abwarten muß, um über die Form der einzelnen Mannschaften im Bilde zu sein. Vor der Entscheidung! Es gilt—— Rheinland Zollstock— SpuSp. Schaag. Am kommenden Donnerstag(Christi Himmelfahrt) steigt in Viersen das Endspiel um die Kreis=Fußballmeisterschaft und führt die Vertreter des Niers= und Kölner Gaues zusammen. Der Außenseiter Schaag hat sich trotz aller Unkenrufe also doch bis ins Finale durchgerungen und durch sein günstiges Abschneiden selbst die Eingeweihten vor ein Rätsel gestellt, das nun unser Gaumeister zu lösen hat. Die Situation, vor der wir jetzt stehen, ist kurz so gekennzeichnet: Rheinland führt in den Rundenspielen mit 4 Punkten vor Schaag mit deren 3. Beide bestreiten ihr letztes Spiel, sodaß also den Zollstockern schon ein Unentschieden genügt, um Kreismeister zu werden. Nach der„Papierform“, die sich aus der beiderseits erzielten Torzahl von 10:2 gegen:4 ergibt, hat Rheinland klare Siegesaussichten. die aber, da sie uns auch zu„papieren“ erscheinen. in dieser Vorbesprechung nicht von ausschlaggebender Bedeutung sein sollen. Schwerer, viel schwerer wiegt die Frage, wie diesem ungeschulten, ungekünstelten, von sicherer Ballführung unbeschwerten Spiel des Gegners, das nur gepaart ist mit Eifer und Schnelligkeit, dabei aber enorme Durchschlagskraft besitzt, beizukommen ist. Seit dem Spiel gegen Lierenfeld wissen wir die Gegenmittel gegen diese Ueberrumpelungsgefahr in der Hand der Kölner, die Gleiches mit Gleichem vergelten und, genau wie in Neuß, von Beginn an Dampf aufdrehen müssen, ohne dabei das gewohnte Spiel aufzugeben. Dem Einzelspiel der Schaager steht dann das erprobte Gesamtspiel Rheinlands entgegen, das, wenn es geschickt durch die starke Verteidigungslinie des Gegners geführt wird, in seiner Uebermacht erdrückend sein müßte. Fußball: Fußballsportlich steht der Himmelfahrtstag im Zeichen privater Begegnungen. Nur in Norddeutschland ist man gezwungen, einige Endspiele um den Meistertitel zum Austrag zu bringen, da die Olympia=Vorbereitungen eine Verlegung verschiedener Treffen nötig gemacht hat. Das entscheidende Spiel zwischen Holstein, Kiel, und dem HSV. ist allerdings in letzter Minute wieder abgesetzt worden, und zwar infolge Mitwirkung von Beier in der OlympiaElf. So wird nur der Kampf Rasensport=Harburg gegen Arminia Hannover steigen, der voraussichtlich den Arminen einen knappen Sieg bescheren wird.— Altona 93 hat sich den HSV. zu einem Privatspiel verpflichtet, eine Begegnung, der man in Hamburg Altona mit großer Spannung entgegensieht.— Im Westen des Reiches steigt das fünfte Vorbereitungsspiel des DFB. gegen die schottische Mannschaft Cowdenbeath aus Glasgow. Die Schotten sind durch die letzten schweren Treffen stark abgekämpft und es müßte schon eigenartig zugehen, wenn sie ihr letztes Spiel gegen die deutsche Olympia=Mannschaft gewinnen sollten. — Am Mittwoch abend weilt die Stockholmer Städteelf in Bochum, um dort gegen eine Bochumer Stadtmannschaft anzutreten.— Schalke 04 gastiert beim Fußballverein Saarbrücken.— Von weiteren größeren Spielabschlüssen sind noch bekannt geworden: das Städtespiel Barmen— Düsseldorf. Marienburger SC— Sülz 07 und Kölner CfR— Borussia.Gladbach.— In Süddeutschland hat Bayern München die englische Berufsspielermannschaft West Ham United zu Gast und in Budapest hat der FTC. ein Sviel mit dem enalischen Pokalsieger Blackburn Rovers abgeschlossen. Nach der Absage des internationalen Sportfestes der Krefelder Preußen beschränkt sich das leichtathletische Programm auf einige kleinere Veranstaltungen, wie den Städtekampf Bochum— Düsseldorf und den LeichtathletikKlubkampf ABTS. Bremen— Preußen Stettin. Turnerinnen werden sich wieder zu fröhlicher Wanderung vereinen. Es ist ein schöner Brauch, der Anhänglichkeit und Treue mit deutscher Wandersehnsucht und Naturbegeisterung vereint. Handball. In Halle wird am Donnerstag zum sechsten Male die Deutsche Handballmeisterschaft entschieden. Falls der Protest des VfB. Aachen endgültig abgelehnt werden sollte— was bei der Einstellung der DSB. sogar wahrscheinlich ist— dann werden sich im Spiel der Herren der mitteldeutsche Handballmeister Polizei Halle und der DHC. Berlin im entscheidenden Gang gegenübertreten. Nach der Niederlage der Hallenser in Aachen kann man ihnen keine allzu großen Chancen einräumen. Wir glauben sogar. daß die Berliner ihre Ueberlegenheit durch einen klaren und eindeutigen Sieg dokumentieren werden.— Das Damen=Endspiel bringt vorher die Mannschaften des SC. Charlotten= burg und Sportverein Güstrow auf den Plan. Hier ist der Ausgang sehr unbestimmt, da beide Gegner einander nicht viel nachgeben. Außerdem gibt es im Reiche noch zahlreiche Privatspiele, u. a. einen Städtekampf Barmen— Aachen. Schwimmen. Als einzige schwimmsportliche Veranstaltung zieht der SV. 1922 Wolfen— Bitterfeld ein verbandsoffenes Fest auf, in dessen Mittelpunkt der Wasserballkampf Hellas— 96 Magde“ burg steht.— Wassersport: Der Niederrheinkreis des Deutschen Kanubei Essen seine diesjährige Frühjahrs=Regatta zum Austrag, zu der über 50 Boote mit 80 Paddlern gemeldet haben.“ Jennis Kölner Orts-Turnier. Die Beteiligung am diesjährigen Kölner Ortsturnier wird ungefähr die gleiche sein wie im vergangenen Jahr. Etwa 90 Herren und 80 Damen gaben zusammen über 300 Nennungen ab. Die Einzelspiele werden in drei, Dovvelspiele in zwei Klassen ausgetragen. Das Turnier beginnt am Mittwochnachmittag Punkt 3 Uhr. Jeden Abend wird für den kommenden Tag ein genauer Spielplan aufgestellt, der genau innegehalten werden wird. er eine Viertelstunde nach der angesetzten Zeit nicht spielbereit ist, wird unweigerlich gestrichen. Hoffentlich findet diese Neuerung die Unterstützung aller Teilnehmer, denn es ist für die Spieler äußerst wertvoll, ihre Spielzeit genau zu wissen und nicht stundenlang untätig auf dem Platz herumstehen und warten zu müssen. Der Spielplan wird abends auf dem Platz aus3 Uhr: Frl. Bonjean— Fr. Fröhlich, Frl. Schulenhurg, Fr. L. Eliel #####- Thea Zschirnt, Frl. Rüttgers— Frl. Lotti Cohen, Fr. Schöttle— Fr. Petrignet, Fr. Finger— Frl. Gödde, Fr. Straßmann— Fr. Frank, Dr. Brügelmann— Ruland, Frl. Ihlenbertung##. Hofer, Fr. Eichholz— Fr. H. Boas. 4 Uhr: Frl. Löffler— Fr. Kinzelmann, Fr. Bernheim— Frl. Schwartner, Fr. Douvern— Fr. Berger, Frl. Eicker— Frl. Platz, Frl. Hillesheim— Fr. Boas, Fr. Eliel— Fr. Per#her, Frl. Krüger— Fri. Tahen, Bernheim— ###et gr. Fischer— Fr. Mergentheim, Frl. Wienhusen— Fr. Backhaus. 5 Uhr: H. Schmin— H. Kopp=Scheele, Fr. Bösener— Frl. Weck, M. Falk— Lehmann, M. Goecke— F. Robertz, H. Frank— Pferdmenges, Limper— Steward, Klahr Huddle— Wurtmann, Horten— P. Mayer, Fr. Röhm — Fr. Meyer, Fr. Jost— Fr. Loeb. 6 Uhr: Frl. Scholz— Frl. Löhmer, Frl. RooTa# Lempertz, Fxl, Nourney— Frl. HalmVogt, Wallach=P. Mayer— Dr. Goecke Preußer, Funkenhaus=Dr. Schulz— LehmannH. Frank, Cohn— Prediger, Rademeyer— v. Oppenheim, Abraham=Ziskoven— H. Kopp— Hiedemann=Bode, Frl. Wienhusen=Marx— Fr. Boas=Eliel. Meyer— M. Hiedemann, Dr. Stur r. IRilgen, Paffenholz=Steinkrüger,###mgr#lbich, Frl. Löffler=Scherzer — derl. Markus Steinert, Fr. Mindorf=Mindorf —Frl. Lissauer=Rollmann, Steward=Rademeyer Bruns=Dr. Knauff, Drinhausen—. Kallmund, Frl., Nourney=Abraham— Fr. BergerDruschs, Wilberg— Lange, Preußer— Dr. Helfer der Schaager in ihrem leten Streite,) gicht alles täuscht, in dieser seh uten Camin den die Ortsbewohner. Haus und Hof ver täuscht, in dieser sehr auten Comlassend, natürlich mit hineinziehen werden Doch selbst dieser Vorteil raubt uns nicht den Glauben an einen schweren, aber einwandfreien Sieg unseres Gaumeisters, mit dem zum zweiten Male seit zehn Jahren der Titel in unsere Heimatstadt entführt würde. Darum Glück und Heil mit auf den Weg Turnen: Die Deutsche Turnerschaft veranstaltet traditionsgemäß, Himmelfahrt ihren Götz=Wandertag. Hunderttausende deutscher Turner und Olympia Uelpenich 1.— Vitalis Müngersdorf 1. Der Tabellenzweite Vitalis Müngersdorf begibt sich am Donnerstag zum entscheidenden Gang nach Aelpenich, in die Höhle des Löwen. Der=Klassenmeister des Bezirks Euskirchen soll nicht von Pappe sein. Vitalis soll aber der körperlich überlegenen Olympia=Elf technisch vieles voraus haben, so daß es in Uelpenich auf Biegen oder Brechen geht. Der ausgefeilten Spielweise der Kölner sollte es aber gelingen, sich auch dieses Gegners zu erwehren und Sieg und Punkte mit nach Köln bringen. Doch muß Vitalis sich gewaltig strecken, um zu dem für sie ausschlaggebenden Erfolg zu gelangen. Spielbeginn 3 Uhr nachm. in Uelpenich. Nicht weniger interessant verspricht der Entscheidungskampf Nordstern Thenhoven 1 gegen Rheinwacht Sülz 2. zu werden. Das Spiel wird um 3 Uhr auf dem Exerzierplatz in Zollstock ausgetragen und verspricht, wenn nicht alles täuscht, ein hartes Ringen zu werden, da Thenhoven mit Aufbietung aller Kräfte versuchen wird, den Sülzern den Garaus zu bereiten. Ob es gelingen wird, wird uns das Treffen am Donnerstag lehren. Auf den Ausgang dieses Spieles darf man gespannt sein. Rhenania Mülheim 2— St. Kunibert 1. Rhenania, die in letzter Zeit von Sieg zu Sieg eilte, hat sich für Donnerstagvormittag den Neuling St. Kunibert gesichert. Wenn auch der Sieg den Mülheimern sicher ist, wird es ein schönes Treffen werden. Vorher spielen die beiden Jugendmannscaften. Das Spiel der zweiten Mannschaft beginnt um 10.30 Uhr i Weidenbruch. Handball(Bezirksklasse). Sigambria Vingst 2— Rhenania Mülheim 2. Tura Brück 1— Olympia Köln 1. Auch hier ein verspätetes Meisterschaftstreffen der Favoriten. Der Spitzenreiter Olympia wird sich gewaltig strecken müssen, um Punkte und Sieg sicherzustellen. Platz in Brück am Rinderweg. Die Sommerspiele rücken immer mehr in den Vordergrund. Auch am kommenden Feiertage ist auf allen Plätzen Hochbetrieb. Im Vordergrund der Geschehnisse steht das Treffen Bonisatius Nippes 1 gegen Turnerbund Aachen 1. Am Donnerstag hat die Sportabteilung Bonifatius zwei Schlagballmannschaften des Turnerbundes Aachen zu Gast. Schon seit langer Zeit verbindet beide Vereine ein inniges Freundschaftsverhältnis. Um.30 Uhr spielen beide Jugendmannschaften. Die Aachener Jugend ist in ihrem Bezirk Meister und dürfte auch wohl aus diesem Treffen als Sieger hervorgehen. Um.30 Uhr treffen sich die beiden ersten Mannschaften. Aus den Spielen, welche beide Mannschaften ausgetragen haben, ob hier oder in Aachen, ging der Altmeister stets als Sieger hervor. Aachen müßte sich schon wesentlich verbessert haben, wenn sie heute die erste Mannschaft der Nippeser, die sich in aufstrebender Form bewegt, schlagen wollte. Immer ist im Rhenania Mülh. Winfriedia Mülh. komb. — Stadtmannschaft Düsseldorf. J K. S a x o n i a W i e s d o r f h a t t e, a n l ä ß l i c h ihres, am Christi=Himmelfahrtstage steigenden Sportstag, eine DIK.=Stadtmannschaft von Düsseldorf zwecks Austragung eines Werbespiels gegen eine Auswahlmannschaft der Stadt Wiesdorf verpflichtet. In letzter Minute sagte die Wiesdorfer Stadtmannschaft ab. Hierfür springt die komb. Mannschaft der beiden Mülheimer annschiWten in die Breche un ### alles täuscht. in dieser sehr guten Kom bination ihrem Gegner das Leben recht sauer machen: oder sollten die Mülheimer nicht gar noch gewingen?, Ueber den Gegner ist bis zur Stunde noch nichts näheres bekannt, doch ist mit Ssi: Sicherbeit anzunehmen, daß, wenn es gegen Köln geht, Düsseldorf seine stärkste Waffe ins Feld führen wird. Zu unserer Vertretung, die gen: Aufstellung antritt, dürfen wir unbedingtes Vertrauen haben: Meermeyer (Winfried) Dietrich Meurer (Winfried)(Rhenania) Wallraff Steinbach Neuenöfer (Rhenania)(Winfried)(Winfriedia) Lützenkirchen Kühbach Litges Hagedorn A. Höller (Winfried) (alle Rhenania) Den Mülheimern geben wir ein kräftiges „Jugendkraft Heil“ mit auf den Weg. der Turnerbund in seinem Bezirk Meister und wird uns das Spiel einen Kräftevergleich beider Gaue bringen. Die Spiele finden auf dem Platze Mülheimer Heide statt. Am 17. Mai werden die Meisterschaftsspiele in allen Klassen fortgesetzt. An diesem Tage finden folgende Spiele statt: =Klasse: 4,30 Uhr Adler Dellbrück 2— JanWellem(Bonifatus); Wacker Bachem 1 gegen Overstolz(Adler Dellbrück). „=Klasse:„Delphin 1— DIK. Paffrath Alstätten 1— Eckart 1(Roland); 11 Uhr Rasenspiele Stammheim 2— Nibelungen 1(Delphin). =Klasse: Wacker Bachem 2— Roland Bickendorf 2(Alstätten); Roland Gleuel— Siegfried Rodenkirchen(Wacker); Karolingia Nippes gegen Phönix Pulheim(Platz). Jugendklasse.: Roland Bickendorf 1. J. gegen Jugend Ehrenfeld 1..; 4,30 Uhr Eckart Köln— Adler Dellbrück 1. J. Jugendklasse.: Rheintreu Flittard gegen Wacker Bachem;.30 Uhr Roland Gleuel 1. J gegen Jugend Ehrenfeld 2. J. Die Spiele beginnen, sofern nicht anders angegeben, um 3 Uhr nachmittags auf den Plätzen der erstgenannten Vereine. Die eingeklammerten Vereine stellen den Schiedsrichter. Bei den Jugendspielen stellt der Platzverein den Schiedsrichter. Olympische Spiele. Zum olympischen Fußballturnier. Einer beim Niederländischen Olympischen Komitee aus Athen eingetroffenen Meldung zufolge wird sich Griechenland von dem Olympischen Fußballturnier zurückziehen. Hierdurch verringert sich die Zahl der an dem Turnier teilnehmenden Länder auf 17. Karl Bährle, Kapitän der Wasserballspieler. Zum Spielführer der deutschen WasserballSieben, wurde der langjährige bewährte Verbindungsmann der Nationalmannschaft, Karl Böhrle(Wasserfreunde Hannover) ernannt. Kurt Weiß spielt nicht mit! Am Knie verletzt...! Die deutsche Hockeymannschaft mußte noch in letzter Minute einen schweren Verlust erleiden, der sie im Sturm sehr schwächen wird. Der Berliner Kurt Weiß, der vor einem halben Jahre am Knie verletzt wurde, mußte das Training in Haarlem vollkommen einstellen, da es unmöglich für ihn war, weiterzuspielen. Kurt Weiß wird schon morgen wieder nach Berlin fahren, wo er sich in ärztliche Behandlung begeben wird. An ein Mitspielen des Berliners ist nicht zu denken. Mittwoch, 16. Mai 1928 Buchkunstausstellung und Pressa. Die im Rahmen der Internationalen Presseausstellung veranstaltete Sonderschau für Europäische Buchkunst war am Samstag im Anschluß an den Festakt in der Großen Halle dem Vorsitzenden des Präsidiums der Pressa, Oberbürgermeister Dr. Adenauer. durch Professor Steiner(Prag) übergeben worden. Der Oberbürgermeister der Stadt Köln hatte Prof. Steiner(Prag) und seine Mitarbeiter sowie Vertreter des Ehrenausschusses und der ausländischen Künstler zu einem geselligen Beisammensein im Namen der Stadt Köln eingeladen und dankte in einer Ansprache Herrn Prof. Steiner(Prag) und seinen Mitarbeitern für die wertvolle Arbeit, die sie im Interesse der Ausstellung und vor allem auch im Interesse der Allgemeinheit geleistet haben; er hob dabei Prof. Steiners Verdienste für das Zustandekommen dieser Gruppe besonders hervor. Unter dem vielen Sehenswerten in der Ausstellung habe ihm(Herrn Oberbürgermeister) gerade diese Sonderausstellung ganz besonders gefallen, die etwas außerordentlich Erfrischendes und Erfreuendes für den Beschauer an sich habe. Von den Mitarbeitern des Prof. Steiner(Prag) würdigte der Oberbürgermeister vor allem auch die Verdienste des Stadtbaurats Ritter, der sich ja bereits durch seine frühere Tätigkeit bei der Stadtverwaltung Köln einen Namen gemacht habe. Gerade diese Zusammenkunft der Buchhändler böte ihm eine passende Gelegenheit, dem Schöpfer der gesamten Ausstellungsbauten, Direktor Abel, seinen ganz besonderen Dank und Anerkennung für das große Werk auszusprechen, welches er für Köln und seine Bürgerschaft nicht nur für die gegenwärtige Zeit, sondern auch für kommende Jahrzehnte geschaffen und damit seiner Künstlerschaft ein unvergängliches Denkmal gesetzt habe. Diese Bauten hätten den Buchkünstlern es erst ermöglicht, ihre Schätze in einer so ansprechenden Form zur Schau zu bringen. Gerade die Ausstattung eines Buches, das doch in die Hände von hundertausenden von Menschen gelange, wirke erzieherisch auf den Geschmack eines Volkes, und dieser Dienst an der Allgemeinheit solle ein Ansporn sein für die Buchkünstler, weiterhin nur Bestes zu leisten. Zum Schluß sprach der Oberbürgermeister Dr. Klingspor für die Zurverfügungstellung seiner wertvollen Bücherschätze den ganz besonderen Dank aus. Unmittelbar im Anschluß hieran dankte Prof. Steiner für die Anerkennung aus berufenem Munde. Für jede Art der Unterstützung, welche er bei der Stadtverwaltung und der Ausstellungsleitung gefunden habe, sei er zu großem Dank verpflichtet. Auch die„Herren vom Bau“ schuldeten Baudirektor Abel ihren ganz besonderen Dank für das große Werk, welches er auf dem rechtsrheinischen Ausstellungsgelände geschaffen habe, wobei besonders der architektonisch und künstlerisch hervorragenden Leistung des Umbaues der ehemaligen Kürassierkaserne gedacht sei. Stadtbaurat Ritter übermittelte die besonderen Wünsche des Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig Dr. Rothe. Als letzter Redner sprach Prof. Kumlien aus Stockholm. Dr. L. Wunderlich, der Direktor des Zoologischen Gartens in Köln, kann am 19. Mai auf eine 40jährige Tätigkeit als Leiter des allbekannten, sowohl von den Kölnern wie den Fremden so beliebten und besuchten Gartens zurückblicken. Sein umfangreiches Wissen als Zoologe, seine bei Wissenschaftlern und Laien anerkannten praktischen Erfahrungen brachten ihm die wohlverdiente Anerkennung und Hochschätzung. Durch seine Pflichttreue, seine unermüdliche Arbeitskraft und seine zielbewußte Ausdauer war er seinen Untergebenen und Mitarbeitern ein Vorbild, und durch seine Leutseligkeit und Hilfsbereitschaft erwarb er sich die Gunst und Achtung derer, die mit ihm in Verbindung standen. Seiner Tätigkeit ist es zu verdanken, daß der Kölner Zoo mit an der Spitze gleichartiger Institute marschiert. Dr. L. Wunderlich ist am 15. Februar 1859 zu Weende bei Göttingen geboren. Seine Jugend verlevre er in Weißenturm gegenüber Neuwied. Nach Besuch des Neuwieder Gymnasiums studierte er in Leipzig und Göttingen, bildete sich an den Zoologischen Gärten in Berlin unter Bodinus und in Köln unter Funk zum praktischen Tiergärtner aus, wurde dann wissenschaftlicher Direktor des Zoologischen Gartens in Frankfurt a. M. und nahm im Jahre 1888 die Berufung zur Leitung des Kölner Gartens an. Der Jubilar weilt gegenwärtig auswärts zur Erholung. Möge er gekräftigt und in voller Gesundheit zurückkehren, damit der tatkräftige Zoologe noch die bevorstehenden Verbesserungen des Gartens leiten kann. Es sei noch erwähnt, das Herr Dr. Wunderlich Jahrzehnte als Bezirksvorsteher im Stadtteil Köln=Riehl wirkt. * Herr Mittelschullehrer Dr. Bonemann bittet uns, mitzuteilen, daß der Verfasser des von uns zum Abdruck gebrachten Aussatzes aus der„Kinderecke“ der Sozialistischen Republik, in dem er von einem Lehrer Bonemann spricht, nichts von der Existenz des Herrn Dr. Bonemann gewußt hat, daß vielmehr dieser Name frei erfunden war. vom Tage Selbstmord verübte ein Aufseher in Ruhestand aus einem rechtsrheinischen Vorort. Er wurde an den Pollerwiesen aus dem Rheine gelandet. Am Kaiser=Friedrich=Ufer wurden zwei männliche Leichen gelandet, eine im Alter von ungefähr 40 Jahren und die andere im Alter von 20—25 Jahren. Festgestellt ist noch nicht, ob in beiden Fällen Selbstmord oder Unglücksfall vorliegt. Kölner Lokal=Anzeiger Totschlagsversuch eines 6Xjährigen. Sie wohnten in ein und demselben Hause, der alte 67jährige frühere Bierbrauer und jetzige Invalide und der Fensterputzer. Mit gegenseitigen Verärgerungen fing es an, und mit offener Feindseligkeit endete es. Als dann gar die Söhne des Bierbrauers vor Gericht standen und der Fensterputzer in der Verhandlung als Zeuge gegen sie aussagte, hatte die Feindseligkeit des Bierbrauers ihren Höhepunkt erreicht. Hatte er früher schon einmal gelegentlich mit Beziehung auf diesen Prozeß gesagt, an seinem Leben liege ihm nicht viel, aber wer seine Söhne ins Gefängnis bringe, der müsse daran glauben, so gedachte er nun dieses Wort auch in die Tat umzusetzen. Am Nachmittag nach der Verhandlung, die mit der Verurteilung der beiden Angeklagten geendet hatte, suchte er den Fensterputzer zunächst in seiner Wohnung auf, um ihm hier Vorwürfe über seine Aussage zu machen; der Angerempelte aber erklärte, hier sei kein Gericht mehr und ließ sich auf keine Rede und Gegenrede mehr ein. Des Abends gegen 7½ Uhr suchte nun der Invalide seinen Feind in einer nahe gelegenen Wirtschaft auf. Er forderte hier von ihm, mit hinauszukommen, er habe ein Wörtlein mit ihm zu reden und abzurechnen. Und dann ging er hinaus. Einer der anwesenden Gäste folgte ihm und glaubte in der Hand des Invaliden etwas Blinkendes zu sehen, das er für ein Messer hielt. Er ging deshalb zurück und warnte den Fensterputzer. Der aber meinte, vor einem Messer fürchte er sich nicht, blieb aber noch eine Weile in dem Lokal. Dann begab er sich auch hinaus und sah unweit des Ausganges den Invaliden, mit dem Rücken der Wirtschaft zugekehrt, stehen. Er sprang mit einem Satz auf ihn zu, um ihn zu entwaffnen. Er umschlang ihn von hinten, hob ihn hoch, und drückte ihn dann auf den Erdboden nieder, sodaß er sich in hockender Stellung befand. Er durchsuchte dabei flüchtig die Taschen des Invaliden nach einer Waffe, fand aber nichts, ließ den Gegner deshalb wieder los und wollte sich entfernen. In diesem Augenblick aber schoß der mit dem Revolver, den er bereits bei der Untersuchung in der Hand gehalten, auf seinen Gegner. Der aber bemerkte im letzten Augenblick die Absicht, wandte blitzschnell den Kopf und entging so der tödlichen Kugel. Wohl versuchte der Invalide dann noch einige Male abzudrücken, die Waffe funktionierte aber nicht mehr und er wandte sich nun zur Flucht. Der Fensterputzer und ein Kellner, der von der Schießerei gehört hatte, verfolgten nun den Revolverhelden, und dem Kellner gelang es auch, ihn nach einer Entfernung von ca. 150 Metern einzuholen, zu halten und niederzuwerfen. Er vermochte aber nicht, ihm die Waffe aus der krampfhaftgeschlossenen Hand zu entreißen. Erst als dann auch der Fensterputzer hinzugekommen war, ließ der Invalide die Waffe fallen. Sie wurde nachträglich einem hinzugekommenen Polizeibeamten übergeben. Der bewußtlos gewordene Invalide mußte ins Hospital gebracht werden. Wenn er nun auch schon einen Teil seiner verdienten Strafe bei der Prügelei erhalten hatte, so kam er doch noch wegen versuchten Totschlages vor das Schwurgericht. Hier gab er an, sich der Tat durchaus nicht mehr entsinnen zu können; im Laufe der Verhandlung aber meinte er dann, nicht er sei der angreifende Teil gewesen, sondern er sei auf dem Wege zum Wohlfahrtsamte nach seinem Hause überfallen worden und habe dabei wohl aus Notwehr die Waffe benutzt. Die Zeugenaussagen ergaben aber, daß die Mißhandlung erst nach seiner Schießübung und an einer ganz anderen Stelle vorgekommen war und daß auch von einer Notwehr durchaus keine Rede sein konnte. Der Staatsanwalt beantragte darum für den versuchten Totschlag ein Jahr Gefängnis und für den verbotenen Waffenbesitz, der aus dem Grunde strafbestimmungsgemäß schärfer geandet werden müsse, weil die Waffe zur Ausübung von Gewalttätigkeiten habe benutzt werden sollen, vier Monate Gefängnis, im ganzen ein Jahr drei Monate Gefängnis. Das Gericht nahm zu Gunsten des Angeklagten an, daß ihm wohl von vornherein nur die Absicht vorgeschwebt habe, seinem Gegner einen Denkzettel zu versetzen, und daß ihm die Absicht des Totschlages wohl erst gekommen sei, nachdem er von seinem Gegner durchsucht worden wäre. Es berücksichtigte ferner milde das Alter des Angeklagten, seine Straffreiheit in den letzten neun Jahren und die gegenseitigen Familienstreitigkeiten, betonte auf der andern Seite aber auch, daß Zeugen unter allen Umständen geschützt werden müßten. Wenn das Gericht schon die Zeugen zur Ausübung ihrer staatsbürgerlichen Pflicht verwende, so müsse es auch deren Schutz übernehmen. Es dürfe in den Zeugen nicht der bange Gedanke aufkommen, daß sie nachher der Willkür und der Rache derjenigen ausgeliefert würden, gegen die sie aus rechtlichen und aus Gewissensgründen hätten aussagen müssen. Die Strafe müsse darum empfindlich sein. Es wurde eine solche von neun Monaten für den versuchten Totschlag und von drei Monaten für den unerlaubten Waffenbesitz festgesetzt und daraus eine Gesamtstrafe von zehn Monaten gebildet. Die Untersuchungshaft wurde angerechnet; auch soll dem alten Manne nach Verbüßung von drei weiteren Monaten Strafaufschub gegeben werden. Erfinder und Patente. Vor vielen Jahren erklärte einmal ein Vorstand des Deutschen Reichspatentamtes, er werde wohl bald in Pension gehen müssen und sein Amt aufgehoben werden, denn es sei so viel erfunden, daß es in Kürze nichts mehr zu erfinden gebe. Aber das Gegenteil war der Fall; es geht mit den Erfindungen nach dem Schneeballsystem: jede neue Entdeckung gibt Grundlage und Anregung zu unzähligen weiteren Erfindungen und Entdeckungen, und die Zahl der Patentanmeldungen ist daher in der ganzen Welt im Zunehmen, aber nicht im Abnehmen. So betrug sie z. B. beim deutschen Reichspatentamt im Jahre 1927 fast 68 500; 64 400 im Jahre 1926. Daß fast ein Viertel der angemeldeten Patente, nämlich 15 200, auch wirklich erteilt wurde, zeigt, wie allmählich ein immer besseres Verständnis für die Beurteilung der Patentfähigkeit von Ideen Platz greift. Immerhin gibt es noch recht viele Erfinder, die sich nicht eingehend oder überhaupt nicht mit den Grundlagen und Bedingungen der Patentfähigkeit befaßt haben; sie erfinden und konstruieren munter drauf los, ohne sich um die ersten Gebote des Erfinders zu bekümmern. Da hat irgend jemand eine nach seiner Ansicht glänzende Idee. Darauf muß ich mir ein tent nehmen, sagt er alsbald, und nun setzt er sich hin, entwickelt seine Idee auf dem in mehr oder weniger geschickter Form und glaubt, der Menschheit einen so großen Dienst zu erweisen, daß sie ihm auf Knien dafür danken muß. Leider stimmt's dann schon in der Einreichungsform nicht und er bekommt sein Elaborat unbesehen wieder. Aber selbst wenn er sich die Mühe genommen hat, die Anmeldung genau in der vorgeschriebenen Form zu vollziehen, hat er doch vorerst das getan, was eigentlich zu allerletzt kommen sollte. Jeder Erfinder oder wer einer sein hzw. werden will, soll seine Idee zunächst auf die Grundlagen prüfen; er soll sich nämlich fragen: Geht die Sache überhaupt? Und wenn er dessen sicher ist, dann soll er sich fragen, hat nicht ein anderer schon längst die gleiche Idee gehabt und sich patentieren lassen? Zur Beantwortung dieser Frage hilft ihm am ehesten gründliches Studium der beim Patentamt erhältlichen bzw. aufliegenden Druckschriften über ähnliche Erfindungen, Gebrauchsmuster u.., die seinen Gedankengängen verwandt sind. Daß jemand eine wirklich prinzipielle, ganz neuartige Erfindung macht, ist nämlich äußerst selten. Dann kommt die dritte und wichtigste Frage: Hat die anzumeldende Erfindung überhaupt Zweck, besteht die Möglichkeit sie zu verwenden, sie los zu werden und hat sie die Aussicht, von allgemeinem Interesse zu sein? Wieviele gute, ja geniale Erfindungen verschwinden unausgenützt in der Versenkung und erlöschen, weil es ihrem Erfinder nicht gelang, sie unter wirtschaftlichen Voraussetzungen der Oeffentlichkeit dienstbar zu machen und so jene Bedingung des Patentschutzes zu erfüllen, die verlangt, daß innerhalb einer bestimmten Frist die Erfindung verwirklicht und auch tatsächlich ausgenützt sein muß! Nehmen wir einmal ein Beispiel einer Erfindung, die sehr nett und reizvoll, aber in der Praxis gänzlich aussichtslos war. Da wollte jemand die Rückseite der Grammophonplatte so ausbilden, daß sie in Verbindung mit einem kleinen Projektionsapparat o. ä. ein zum Musikstück gehöriges Bild auf einer Fläche wiedergab bzw. daß sie sich zur beliebig oft wiederholten Bildzeichnung im eigenen Heim verwenden ließ. Da es aber viel einfacher ist, das sauber reproduzierte Bild zu besehen, als es sich in mehr oder weniger kümmerlicher Form auf einen Schirm zu projizieren, war der Gedanke aussichtslos. Außerdem ist weiter auch der Gedanke, Bilder mit Hilfe des Grammophons über den Draht zu senden, längst ausgeführt, daher nicht mehr patentfähig. Aber es gibt ja noch genug neue Möglichkeiten, deren Menge sich kaum durch eine vorstellbare Zahl ausdrücken läßt, und man braucht nur zu erfahren, daß seit 1877, seit der Errichtung des Reichspatentamtes, über 1407000 Patentanmeldungen eingereicht und 455 000 Patente wirklich erteilt wurden, um zu erkennen, daß Möglichkeiten zum Erfinden genug vorhanden sein müssen. Allerdings heißt es gerade bei diesem dornenvollen Beruf„Wenige sind berufen und noch viel weniger sind auserwählt“, denn bei jener Zahl von fast einer halben Million erteilter Patente ist nicht gesagt, wieviele davon wirklich wertvoll und auswertbar waren. Die Erteilung des Patents beweist zunächst nur die Ausführbarkeit, aber keineswegs die Verwertbarkeit...K. * Die drei Funkvereine:„Bastlerbund“,„Funktechnische Gesellschaft e..“ und„Kölner Radioklub“ veranstalten heute abend 8 Uhr in der Aula des Hauses der Technik (Vereinigte Maschinenbauschulen, Köln, Übierring) einen Vortrag mit Lichtbildern und praktischer Vorführung des Hochleistungs=Ultradyn=Gerätes(mit sechs Röhren) Der König der Empfänger. Da es sich um ein neuartiges Gerät handelt, liegt das Erscheinen im Interesse eines jeden Funkfreundes. Der Eintritt ist frei, Silm Ufa-Theater Kgrippina. „Natur und Liebe“. Zur Zeit läuft der Großfilm der Ufa„Natur und Liebe“. Es ist ein Filmwerk von größten Ausmaßen der Sorgsamkeit und des Fleißes, die auf seine Herstellung verwandt worden sind. Der Beschauer wird zurückgeführt in die allerersten Anfänge tierischen Lebens auf der Welt, so wie es die Fachwissenschaft sich vorstellt, so wie sie es ergründet und gefunden hat. Der Film führt auch viele Jahrtausende zurück in die Zeit des Urmenschen, in die Zeit der schlichtesten, in mancher Beziehung schwersten Lebensbedingungen für den Menschen. Er weist im Tierleben und Menschenleben wunderbare Entwicklungsstadien nach und stellt besonders die Arterhaltung als die Grundlage aller Entwicklung heraus. Dabei wird glücklich vermieden, irgendwie sich einzumischen in den Streit der Anschauungen über die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf der Erde. Es werden keine Zweifel geweckt für denjenigen, der das Urzeitliche im (Morgen=Ausgabe) Nr. 247 Seite 5 Lichte religiöser Ueberzeugungen betrachtet. Der ganze Film ist eigentlich nur volksverständlich gemachte wissenschaftliche Forschungsgeschichte in Bildern, die teilweise mit dem Mikroskop gemacht werden mußten und damit zugleich technische Hochleistunzen darstellen. Man verläßt das Theater mit starken Anregungen für die Vertiefung in das Wissen vom Werden in der Natur und von der Erhaltung. Man verfäßt sie als religiöser Mensch zugleich mit dem starken Eindrucke, eine Schau getan zu haben in eine Wunderwelt, hinter der, wie es auch im Zwischentexte zum Ausdruck gebracht wird, Schöpferkraft und Schöpferweisheit stehen müssen, jene Weisheit, die über allem Menschenwissen steht. Das Beiprogramm ist zwar unterhaltsam und spannend, aber es paßt nicht zur Größe und Tiefe dessen, was im Film„Natur und Liebe“ dem Beschauer vermittelt wird. Das Theater erfreut sich starken Besuches. W Zehn Geheimnisse des Erfolges. 1. Das Nächstliegende zuerst tun! 2. Sich nicht mit unnützem Plänemachen aufhalten! 3. Die Leistungen seiner Mitmenschen nicht unterschätzen! 4. Seine persönlichen Leistungen aber auch nicht überschätzen! 5. Vor allem immer den nötigen Abstand zum eigenen Können wahren! 6. Talent allein verbürgt noch keinen Erfolg — Ausdauer muß damit verbunden sein! 7. Nicht den Ruhm vor der Tat genießen wollen! 8. Besser zur gegebenen Zeit einen Umweg machen, als immer mit dem Kopf durch die Wand rennen wollen! 9. Sich Zeit lassen, zum Atemholen: denn der abgehetzte Mensch kann nicht mehr vorwärts streben! 10. Immer zufrieden sein mit dem. was man hat— nie aber mit dem, was man ist! I. Adams. Leute, die fürs Schlafen bezahlt werden. Daß man, ohne etwas zu tun, Geld verdienen rann, ist bekannt, daß man aber mit Nichtstun Geld verdient, ist wohl seltener. In den Vereinigten Staaten, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, ist auch das denkbar. Zwölf Männer verdienen ein schönes Stück Geld, indem sie nach Herzenslust faulenzen. Sie haben nichts anderes zu tun, als nachts und womöglich auch am Tage zu schlafen. Diese zwölf Auserwählten sind wohl die einzigen Leute in der ganzen Welt, die es fertigbringen, auf diese originelle Weise ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die Siebenschläfer sind von dem wissenschaftlichen Mellon=Institut engagiert, sich als Versuchsobjekte für das Studium des Schlafes der Leitung des Institutes zur Verfügung zu stellen. Mit Hilfe verschiedener, sehr komplizierter Instrumente wird die Wirkung des Schlafes auf den menschlichen Organismus untersucht. Am Tag wird der Einfluß des ruhigen Liegens und des sorglosen Nichtstuns auf das Nervensystem kontrolliert.— Wi. Hauptschriftletter: Joh. Rings. Verantwortlich für Politik, Soziales. Volkswirtschaft und Film: V. Saupe; für Kulturelles, Feuilleton Wissenschaft und Kunst: Dr. H. Stephan; für Kirchliches und Kommunalpolitik: Job. Rinas= für Stadtkölnisches und Verkehr: I. Schmidt: für die Landkreise. Westdeutsches: Landwirtschaft und Gartenbau: Peter Christ: für den Anzeigenteil: Bonifaz Gutberlet. Verlag und Druck: Kölner Görres=Haus G. m. b. H. Alle in Köln. Sogmpchnter HARTÖCH Köln, Eiselstein 102 Anzüge zu bekannt billigen Preisen 16 30 48 52 68 72-125 Anzüge □ Pblaue, Drait reine Wolle, Dlaue, zrei=prima Qualität, Weiße Hosen, Planell u. Köper(z. Turnsest). Sportanzüge mit 1 o. 2 Hosen v. 304 an Anzüge 2 1 enorm billig u. in großer Auswahl f. Burschen u. Jüngl., desal. Kieler Anz. Moderne Uebergangs- und Regenmäntel. Windjacken. Hosen in jed. Größe u. Preislage, Gr. Auswahl in Anzügen und Paletots für korpulente Herren Jos. (Irüher Neumarkt) Bcke Laach Sachsenring 8. Haltestelle Metzer Straße, Nähe Chlodwigplatz, Fahrt wird vergütet. Durchgebend geoffnet Angezahlte Sachen werden zurückgelegt. * Seite 6 Nr. 247(Morgen=Ausgabe) Kölner Lokal=Anzeiger Ein Glaubensakt der katholischen Männer und Jungmänner Kölns. Am Feste Christi Himmelfahrt veranstalten die Kölner Männerkongregationen in der Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt(Marzellenstraße) eine Generalkommunion, zu der auch die anderen katholischen Männer und Jungmänner der Stadt eingeladen sind. Die hl. Messe, die morgens 8 Uhr beginnt. und die hl. Kommunion werden, entsprechend dem Wunsche des Hl. Vaters, für die Befreiung der katholischen Kirche in Mexiko aufgeopfert werden. Der Arbeitsausschuß der Männer= kongregationen läßt uns das folgende Programm zugehen: Morgens 8 Uhr hl. Messe mit Generalkommunion in St. Maria Himmelfahrt. Die hl. Messe liest der Erzbischof von Durango(Mexiko). Dr. José Gonzoles. Derselbe wird auch die hl. Kommunion austeilen. Die Kommuniongebete verrichtet Herr Pfarrer und Definitor Finger von St. Stephan in Köln=Lindenthal. Derselbe wird auch eine kurze Ansprache halten. Während der Austeilung der hl. Kommunion werden Lieder vom Chor des Priester“ seminars vorgetragen. Das Mittelschiff der Kirche bleibt für die Männer und Jungmänner reserviert. Abends.30 Uhr, findet im Dom eine kurze Segensandacht statt. Dieselbe hält der Herr Erzbischof von Durango. Nach Beendigung derselben sammeln sich die Teilnehmer am Fackelzug. Durch das Südportal verlassen erst die Jungmänner, dann die Männer das Gotteshaus. Sie nehmen Aufstellung auf dem Bürgersteig an der Südseite und an der Westseite des Domes. Am Südvortal werden Wachsfackeln(Brenndauer anderthalb Stunden) zum ermäßigten Preise von 50 Pfennige bereit gehalten. Der Abmarsch des Fackelzuges erfolgt durch Komödienstraße, Kattenbug, Gereonstraße zum Gereonsdriesch. Der Gesang von Marienliedern wird von der Musikkapelle KölnNiehl begleitet. Auf dem Gereonsdriesch erfolgt Aufstellung vor der im Lichterkranz erstrahlenden Statue der Mutter Gottes. Die Teilnehmer singen das Bundeslied:„O Maria, Gnadenvolle“. Nach einer Rede des Herrn Pater Esch S.]. erfolgt die Weihe an die Gottesmutter und eine kurze Ansprache des Herrn Erzbischofs von Durango. Nach Spendung des bischöflichen Segens und Absingen des gemeinschaftlichen Liedes„Wir sind im wahren Christentum“ erfolgt die Auflösung der Versammlung. Jeder Teilnehmer löscht seine Fackel selbst aus. Die Bewohner der Straßen, durch die der Fackelzug geht. werden freundlichst gebeten, ihre Häuser zu beleuchten. In der Klosterkirche der Dominikaner in der Lindenstraße findet am 17. Mai(ChristiHimmelfahrtstag) um.30 Uhr ein Hochamt für die lebenden und verstorbenen Lehrenden und Schülerinnen des ehemaligen Städtischen Lehrerinnen=Seminars in der Spichernstraße statt. Die früheren Seminaristinnen werden zu diesem Gottesdienst freundlichst eingeladen. empfehlen Sie ihre Zeitung, den Hölner bokal-Anzeiger, an Ihre Freunde und Bekannten, die ein neuzeitlich redigiertes und aufgemachtes kath. Organ suchen. Zentrum und Krankenversicherung. Das Zentrum hat stets den Ausbau der deutschen Sozialversicherung als vornehmste politische Arbeit betrachtet. Die Zentrumspartei war es, die durch den Grafen Galen 1877 den Arbeiterschutzantrag stellen ließ, durch den zum Entsetzen liberaler und konservativer Parlamentarier die gesamte Frage der Sozialpolitik ins Rollen kam. Im Jahre 1883 erreichte die Zentrumspartei die Einführung der Krankenversicherung. Ein einzigartiges sozialpolitisches Werk ist dadurch vornehmlich durch die Zentrumspartei geschaffen worden. Dem Bemühen der Zentrumspartei ist es von Anfang an zu danken, daß die Sozialversicherung, auch die Krankenversicherung, aufgebaut wurde auf dem Prinzip der Selbsthilfe und Selbstverwaltung. Das Zentrum sah sich in diesem Bemühen den heftigsten Widerständen der Parteien der damaligen Zeit gegenübergestellt. Das alles fällt leicht der Vergessenheit anheim, auch, daß die Sozialdemokratie gegen die Einführung der Krankenversicherung stimmte. Auch. daß sie bis zum Jahre 1911 konsequent jede Verbesserung der Leistungen der Krankenversicherung ablehnte. Vor praktischer Arbeit, auch bei der Schaffung und Ausgestaltung der Krankenversicherung, ging der Sozialdemokratie die Agitation. Um der Agitation willen wurden bewußt Antrage gestellt, die selbst die sozialistischen Führer nach ihrem eigenen Ausspruch für unerfüllbar hielten.— Das Zentrum dagegen hat praktische Arbeit immerfort geleistet. Ihm sind in der Hauptsache Fortschritt und Erfolg in der Entwicklung des deutschen Krankenkassenwesens zu danken. Wie dieser Fortschritt sich auswirkt, beweisen schon allein die Zahlen der Aufwendungen für freie ärztliche Behandlung: Diese betrug im Jahre 1911 88 Millionen Mark, 1914 104,0 Millionen Mark, 1924 205.7 Millionen Mark, 1926 258 Millionen Mark. Wenn heute Ritwoch, 16. Mai 1928 der deutsche Arbeiter in der Krankenversicherung ein Organ weiß, daß ihn in Zeiten der Krankheit vor größter Not bewahrt, so sollte er sich daran erinnern, daß er diese Einrichtung in erster Linie der Tatkraft der Zentrumspartei verdankt, die in dreißigjähriger unermüdlicher Arbeit für die Einführung und stete Verbesserung der Krankenversicherung eingetreten ist. Bergarbeiterentlassungen im Ruhrbergbau. Düsseldorf, 15.Mai. In Auswirkung des Schiedsspruches im Ruhrkohlenbergbau sind, wie wir hören, heute, am fünfzehnten Mai, etwa tausend(!) Bergarbeiter entlassen worden. Die Entlassungen wurden von etwa fünfzehn Zechen vorgenommen. Da sich die Absatzverhältnisse besonders auch durch den Streik in der Rhein= v e r s c h l e c h t „ mit weiteren.—. Die zu den Mannesmann=Röhrenwerke ge##t weiter verschlechtert haben, ist zu Ende ui noch mit weiteren wattaltzgen zu rechnen. jörende Zeche„Unser Fritz“ mußte wegen Absatzmangel jetzt eine Feierschicht einlegen, aus dem gleichen Grunde auch die zur Deutschen Erdölindustrie gehörende Zeche„Königsgrube“. Unterschlagung bei der Landesversicherung. Düsseldorf, 15. Mai. Festgenommen wurde ein Landesoberinspektor, weil er in Gemeinschaft mit mehreren Frauen Unterstützungsbeiträge bei der Kasse der Landesversicherung erhoben und für sich verbraucht hat. Wie hoch diese Beträge sind, muß die Untersuchung ergeben. Am Todestage 28000 Mark geerbt. wp Osterfeld, 15.Mai. Vor etwa 14 Tagen verunglückte ein aus Langendreer stammender Bierkutscher tödlich. Am gleichen Tage kam die Nachricht, das langjährige Erbschaftssachen endgültig geregelt seien, und daß der Verstorbene mit zwei Brüdern eine Erbschaft von über 85000 M. antreten solle. KOELNER WERTPAPIERBOERSE. Deutsche Anlagepaplere. Anlelhe-Auslosungsscheine einschl. 1/8 Ablösungsschuld Nr. 1 bis 60 000 51,3bz, desgl. Nr. 60 001—90 000 54G, Deutsche Ablösungsschuld ohne Auslosungsschein 18¾ bz, 6½% Kölner Stadtanleihe von 1926 965z, Ablösungsanleihe des Prov.-Verbandes der Rheinprovinz einschl. 1/8 Ablösungsschuld 536, 8% Landesbank-Goldpfandbr. 100G, 7% desgl. 1006, 6% desgl. 940, 7% desgl. Goldkommunaloblig. von 1926 94¾G. 6% desgl. 916, Deutsche Kommunalablösungsanleihe einschl. 1/8 Ablösungsschuld S. I 51½G, desgl. S. II 67½G, 10% Rhein.-Westf. Bodenkredit-Goldpfandbr. S. 2 102½bz. 10% desgl. S. 3 102G, 8% desgl. S. 4 und 4a 90bz, 10% desgl. S. 5 1020, 8% desgl. S. 6 96G, 7% desgl. S. 7 89½6, 8% desgl. S. 8 96G, 7% desgl. S. 9 92G, 6% desgl. S. 10 87¼ G, 8% desgl. S. 12 98bz, 8% desgl. S. 13 98¼G, 4½% desgl. Liquidationspfandbr. S. 11 76G, 8% desgl. Goldkommunaloblig. S. 4 956, Westd. Bodenkredit-Vorkriegspfandbr. S.—10 14¼G, 8% desgl. Goldpfandbr. S. 3 96,2bz, 10% desgl. S. 5 104½G, 10% desgl. S. 6 104½G, 6% desgl. S. 7 84¾G, 8% desgl. S. 9 96G. 7% desgl. S. 10 88½ bG, 8% desgl. S. 11 96¼bz, 8% desgl. S. 12 98G, 7% desgl. S. 14 89G, 5% desgl. Goldkommunaloblig. S. 1 2,10G, 8% desgl. S. 4 95G, 7% desgl. S. 8 876, 6% desgl. S. 13 85¼G, 7% Ver. Stahlwerke mit Option 90B, 7% desgl. ohne Option 87¼G, Arbed 95G. # bedeutet: Aktienkapital noch nicht auf RM. umgestellt. Bank-Aktien. 15. 5. 14 Deutsche 5t, 165,5 bz 169 O. Reichsbk. 253,0 G 252 Disc.-Kom. 161,5 b21164 Dresdner Bk. 163.0 G 1164 15. 5. 14. 5. Barm.Bankv. 149,0 bz 150.0 G Berg-Märk.—"— Commerzbk. 181,0 G 188.0 G Darmst. Bk. /266,5 bz 276,0 G 5. 0 bz .0 bz 5 b0 75hr 14. 6. 15. 5. Mitteld. Cred.]— Rh. Bauernb. 83,0 G 83,0 G Rh.-N..-Kr. 142,0 BB 142,0 bz Nestd..Kr. a,1 44, O BB/137,0 G Adler-Brau. Adler-Kohle. Alexandend Arienh. Spr. Basalt.-G. Bielel. Web. Bonn. Bgw. Br. Zukunft Farben-Ind. Felten&Guil Gelsenk. Bg. Gladb. Wolle. Hammersen Hapag 85,0 Gl 85,0 G 57,0 Gl 57,5 C 157,5 b61156,0 br 5 bz 89.7502 242,0 C/242,0 C 150.0 bz/150.0 bz 275,5 b2/283,0 bz 135,0 bz/136,0 G 138,0 O/142,75G Industrie-Aktien. Buderus Eis. 91.0 Gl 94 Cem Heidelb. 142,0 G /146 Dahlbusch 125.0 G1131 O. Allant. Tel.)— Otsche. Erdöl 134,0 G1139 " Masch.]— O. Reichd. S. 41.-A.— 5 G 0 G 7552 0 G Laurahütte.— Mand Piano. 50,0 G Kannesmann 156 5 bz Motorl. Deutz Phönix. Bgd Rasquin Ravensb. Sp. Rhein Zucker 110,0 G 60,5 bz 97.5 G 124,5 50 50,0 G 161,0 bz 99,25b2 126.0 BB 110,0 G Harpener Bb. 170,0 B Hilgers Verz.]— Hoesch— Houbenwerk. 63,0 G Hubertus 135,5 G Humboldt.— Rhein. Beu Rhein.Braun. Rh. Stahlw RheinWasser Rh. W. Spreng Roddergrubel?“ Stollwerck Leonh. Tietz. 175,0 B 63,5 G 136,0 G 45,0 G 45,0 G 301.0 bz 309,0 G 168,0(1/176,0 bz 163.0 G1163,0 G 104,0 G/106,0 G 710,0 G/700.O G 160,0 B/162,0 b0 — 302,0 hz 95,0 C 300,0 G Dolerit Bas. 95,0 bz Düss. Masch Düsseldorter Damptschifl. 300,0 G Dynamit Nob. 131,0 G/135,0 G Erh Sehmer“—]— Eisen Heerdt 15,0 B 15,0 B Eschweil.Bg. 201,O G 202,0 G Kab. Rheydt. 185,0 G1187.0 b0 Kalker Brau.]—— KalkerMasch 16.0 Gl 15,0 G Klöckner-Wk. 125,0 G/126,5 G Köln. Dampf. 275,O G/275,0 G „Gummild. 66,5 G. 66,0 G Köln-Neuess. 152,O ta 156, 0 B Ver. Stahlw. 100, 25 G 100, 75bz v. d. Zyp.-.219,0 G219.0 G Viersener. 75.0 G 75,0 G Aug. Wegelin 139,5 bz|139,0 G Nestd Handls Westt. Drahl Mittener Guß Zellst. Waldh 92,0 G/93.0 G 311,0 G/320,0 W Aach.Mönch. /375,O bG/375,0 B Aach. Rück. 180,0 G/180,0 C Agrippins 360.0 G365,0 BB Allianz 270,0 G/272,0 C Colon, Feuer260.0 B/270.0 B kleine 104 O b0/105.O G Versicherungs-Aktien. Colon. Rückt Gladb.Feuer Kölner Hagel Köln. Lloyd 41,0 G 41,0 G 63,0 G1 63,0 G 55,0 G 55,0 G Kölner Rück. 970,0 bz/960,0 G Leipz. Feuer. 240.0 G/245.0 G Magdb. Feuer 106, O G/110,0 G Minewa. /380 ,0 bz 385.0 L0 Rh-.Lloyd /235,0 B/235,0 B Union Hagel. 160,0 G 160,0 G Vaterländ zu. Rhenania. 520.0 G/525,0 G & Berliner Devisenmarkt. (Berlin, 15.Mai1928. Eig. Drahtber.) Am Devisenmarkt war das Pfund international etwas fester; es zog gegen die Mark auf 20,40½ und gegen den Dollar auf 4,8829 Dollar an. Brüssel verkehrte dagegen mit 34,95¾ Belga und Madrid mit 29.14 Pesetas etwas schwächer. Die Mark stellte sich gegen den Dollar auf 4,1789 Mark. Berlin. 15. 5 Japan(1 Ven) Kairo(1Agypt.Pid.) Konstant.(1tPfd.) England(1 4) New Yorkt1). Riod Jan.(1Milr.) Uruguay(1 Golp. Holland(100 Gld.) Athen(100Drachm) Belgien(100Belg.) Budap.(100Peng Danzigl 100 fld.) B 14 5. G Oevisen. Prag(100 Kr.) 14. 5. 10,508 22.005 7,353 111,99 17.98 111.81 16.435 12.374 80.47 .020 70.05 112.00 58.75 92,16 and Waren-Börse. 15. 5. 16,75-17,00 17,00-17.25 18,25-19,00 24.50-24,75 22,00-22.25 23,00-23.25 22,00-23,00 18.75-19,00 20,50-21.50 15.75-16,25 20.50-21,50 16,00-16,50 10,00 10 50 10.50-11,00 12,50,14,00 13,50-14,50 13,50-14,50 .20-3,50 3,20-3,50 2,80-3,20 11. 5. 16,00-17,00 17,00-17.25 18.00-18,75 24.25-24,50 21,75-22,00 22,75,23.00 22.00-23.00 18,75-19,00 20,50-21,50 15,75-16,25 20 50-21,50 15,50-16,00 10,00 10.50 10.,50-11,00 12.50-14,00 13,50-14,50 13,50-14,50 3,20,3,40 3,20-3,40 2,80-3,20 Köln. 15.Mai1928. Die Börse eröffnete auf der ganzen Linie schwach. Schon im Verlauf der gestrigen Börse waren die Kurse wegen Erkrankung des Reichsaußenministers zurückgegangen, da sich auch das Ausland wegen der daraus sich ergebenden Auswirkungen von Käufen deutscher Wertpapiere zurückhält. Hier und da mögen auch Glattstellungen auf die Kurse gedrückt haben. Die Einbußen waren bei einigen Werten empfindlich; so verloren Rhein. Braunkohle etwa 10%, I. G. Farbenindustrie 7, Mannesmannröhren 5, Gelsenkirchener und Deutsche Erdöl 4 und Phönix 2,5%. Von Elektrowerten erlitten Schuckert einen empfindlichen Kursrückgang, während Felten& Guilleaume nur leicht abgeschwächt waren. Am Markt der Sonderwerte waren Zellstoff Waldhof um etwa 10% gedrückt. Auch Stollwerck lagen schwächer. Von Schiffahrtswerten gingen Hapag niedriger um. Zu den ersten Kursen wurden nur geringe Umsätze getätigt. Bankaktien folgten der schwachen Haltung. Im weiteren Verlauf war die Haltung wenig verändert; nur Zellstoff Waldhof-Aktien konnten sich um einige Prozent erholen. Am Einheitsmarkt waren wesentliche Kursveränderungen nicht zu verzeichnen. Das Geschäft blieb ruhig. Im Zeithandel notierten: Barmer Bankverein 148½G, Deutsche Bank 167½bz, Diskonto Commandit 161—163bz, Deutsche Erdöl .-G. 135bz, I. G. Farbenindustrie 278½—277¼ bz, Felten& Guilleaume 1346—134bz, Hapag 164—169bz, Hoesch Eisen und Stahl 1516, Klöckner-Werke 1266, Köln-Neuessener Bergwerk 151¼—151 bis 150½ bz, Mannesmann 156—155bz, Phönix Bergbau 97¾bz, Rheinische Braunkohle 302bz, Schuckert& Co. 206bz, Zellstoff Waldhof 3·0B—311—312bz. Am Markt für unnotierte Werte galten: Braunkohle Brikettanleihe 7¾G, Carl Friedrich 4B, Deulig Film 68G, Deutsche Lastauto 24G, Elsaß 456, Grauwacke 14½G, Hansa-Lloyd 506, Koll& Spitz 60G, Köln-Lindenthaler Metall-Werke 81—82, Kölner Hausbesitzer 766, Lamberts Sohn 130G, Lederwerke Rheindahlen 676, Parkhotel 150G. Poblig 98G, Rhein. Glashütte 19G, Rhein. Volksbank 1006, Wessels Wandplatten 1266, Westd. Bau-Union 16G, Welter Elektr. 52—56. Kölner Devisennotierungen vom 15. Mai 1928. Holland 168,526, 168,86 B, Paris 16,436, 16,47B, Brüssel 58.306, 58,42B, Italien 22,016, 22,05B, New York 4,175G, 4,183B, London 20,385G, 20,425B, Schweiz 80,496, 80,65B, Kopenhagen 111,99G, 112,21B, Oslo 111,80G, 112,02B, Stockholm 112,00G, 112.22B, Spanien 70,03G, 70,17B, Prag 12,375G. 12,395 B. Wien 58.760, 58.88B. 15 5. 1 11. 5. Weizen, inländ, 74 kg/26, 50-26, 70/26, 80-27,00 Weizenkleis grobe 1) „ ausländ 29,25-30, 25/29, 50-31,00 Roggenkleie 1) Roggen, inländ 29,00-29,50 29,00-29, 50 Biertreber 1) „ ausländ 31,75-32,50 31, 75-32,50 Leinkuchenmehl3881 Hafer, hiesiger.. 127,00-28,00 27.00-28 00 Erdnußkuchenm. 5081) „ norddeutscher!—.—„„ 54% 1) „ ausländischer 29.00-29, 50 29,00-29, 50 Soyaschrotf(extrahiert) Futtergerste, ausländ. 25.25 25,50/25, 25-25,50 46%) Wintergerste, inländ. 25.50-26,00— Rapskuchen 38% Sommergerste inländ.!—"— 1 Palmkernkuch. los 21 3 Mais, grober 24,00-24,25/24,00-24,75 Trockenschnitzel, lose „ kleiner 25,00-25,25/25 00-25.75 Zuckerschnitzel lose Heizenmehl 70% mni.!—„— Rohmelasse „ 70% mit!I Wiesenheu, inl., lose Auslandsweizen 37,00-37,50 37,00-37,50— inl. gepreßt Roggenmehl 70% inl. 40.00-40, 50 40, 00-40, 50 Kleeheu inländ. lose „ 70% mit!!„„ gepreßt Auslandsroggen 41 ,00-41,5041,00-41,50„ ausländ Roggenschrot, inländ. 33,50-34,00 33, 50-34,00 Roggenstroh, gepr. 2) Roggenschrot vonAus- Weizenstroh, gepr. 2) landsroggen 36.00-36, b0, 36, 00-36, 50 Haterstrch, gepr.), 2) brutto mit Sack: 2) ab rheinische Station. Alles für die 100 Kilo, Frachtlage Köln. Landweizen war erheblich niedriger gegenüber Inlandroggen und Hafer, die ihren Preisstand behaupten konnten. Sonst unverändert ruhige Geschäftslage. GETREIDE. SAMEREIEN. # Berliner Fruchtmarkt. (Berlin, 15.Mai1928. Eig. Drahtber.) Die Auslanddepeschen lauteten von Amerika wieder schwächer; doch stützten demgegenüber die im Verlauf befestigten Liverpooler Notierungen. Am hiesigen Platz erfolgten für Weizen starke Andienungen, die Begleichung von Verpflichtungen veranlaßten und daher die Preise für Mai abschwächten, zumal da auch das große Inlandangebot von Weizen und die in Hamburg sich ansammelnden umfangreichen Vorräte unverkauften Auslandweizens auf die Haltung drückten. Verschiedentlich kamen heute wieder Anfragen von polnischer Seite. Roggen war von der Provinz nur wenig angeboten; doch besteht seitens der hiesigen Mühlen auch wenig Nachfrage und nur die Inlandmühlen zeigen etwas Kaufneigung. Die amerikanischen Roggenangebote waren heute erheblich ermäßigt, rentieren sich aber nicht. Die Lieferungspreise liegen schwach, doch mehr für vordere als für spätere Sichten. Die heutigen Andienungen waren fast durchwegs kontraktlich. Gerste blieb still, Hafer war zu hohen Preisen angeboten, die das Geschäft erschweren, Mais blieb still bei mäßigen Konsumhandel. Das Mehlgeschäft ist andauernd ruhig. Amtl. Preise In Mark(bei Getreide und Oelsaaten für 1000, sonst für 100 kg). Neizen, märkischer 1) Roggen, märkischer?) Gerste, Winter-.Futter " SommerHafer, märkischer " schlesischer Mais, greitbar Berlin Weizenmehl. trei Berlin Roggenmehl, trei Berlin Maismehl Neizenkleie frei Berlin 17,50-17.60 Roggenkleie treißerlin Weizenkleie-Melasse Haps Rübsamen Leinsaat Viktoriserbsen 15. 5. 262-265 285-287 252.-220 264-270 232-235 32,75 36,50 36.50-39.50 19,00 16,85-17.25 14. 5. 264-267 285-287 252-290 265-271 232-235 32.75-36,5 36.-37.5 17.-17,75 19,00 16,85, 17.25 15. 5. 14. 5. Speiseerbsen, kleine.[35,00-38,00 36, 00-39,00 Futtererbsen 25,00-27,00/25, 00-27,00 Peluschken 24,00-24,5024,00-24,50 Ackerbohnen 23,00-24,00s23,00-24,00 Nicken 24,00-26,00s24,00-26,00 Lupinen, blaue 14,00-15,0014,00-15,00 "„ gelbe 115,00-16 0015,00-16.00 Serradellr. alte..—„— " neue 23,00-28,00|23,00-28,00 Rapskuchen Basis 388 18, 80-19,0018,80-19,00 Leinkuchen Basis 378/23,50-23, 80|23, 50-23, 80 Trockenschnitzel. 15,20-15.40 15,20-15.40 Soja ExtraktionsSchrot Basis 45% 21 ,20-21.8021.30-21,90 Tortmelasse 30170..—"— Kartoltelllocken. 25, 80-26,50 26, 00-26, 60 48,00 60,0050, 00-62.00 1) 74½ kg Hektolltergewicht; 2) 69 kg Hektolltergewicht. Weizen: Mai 275,5(279—277), Juli 286,5—286(288—287), Sept. 271 (271½--II. Roggen: Mai 296—295(298), Juli 272—271¾(273), Sept. 250,5—251(251). Hafer: Mai 274(275), Juli 277,5—277(277½). Amtliche Heu und Stroh-Notierungen.(Erzeugerpreise In Mark für 50 Kilo ab märkischer Station): Quadrat-Ballen drahtgepreßtes Roggenstroh—1,25, desgl. Weizenstroh 0,9—1,05, desgl. Haferstroh 0,8—1, desgl. Gerstenstroh 0,8—1, Roggenlangstroh—1,25, bindfadengepreßtes Roggenstroh 0,9—1,05, desgl. Weizenstroh 0,8—0,95, Häcksel 1,65—1,85, handelsübliches Heu 1,60—2, gutes Heu 2,6—3, Luzerne, lose—4,50, Timothy 3,8—4,30, Klecheu, lose 3,70—4,20. KARTOFFELN. STARKE. Köln, 15.Mai1928. An der Fruchtbörse notierten rheinische runde gelbe Kartoffein.20., norddeutsche runde gelbe 4,50., norddeutsche welße.90., rheinhessische und pfälzische Industrie.80 M.(Großhandelspreise für 50 kg frei Köln.) BUTTER. EIER. KASE. An der heutigen Warenbörse notierte Butter i. Beschaffenheit mit 360 M.(zuletzt 352.), 2. Beschaffenheit mit 330—840 M. I.##s Erzeugerpreis ab Verladestation ohne Verpackung. Die Stimmung Roosendaal, 16.Ma11928.(Eig. Drahtber.) Bei der heutigen Butterversteigerung betrug das Angebot 59 900 kg(zuletzt 36 800 kg). Der höchste Peleerte Pes.(192 easer Mtelprei.45(.2) Gulden und der Hertogenbosu., 15.Mal1928.(Eig. Drahtber.) Bei der heutigen Butter: Prais.“ S 8B 35 100 kg(zuletzt 36 200 ks) ausgeboten. Der höchste niedrigste Preis.76(.20)( Cu.a1“ Mitteloreis.91(.90) Gulden und der KOLONIALWAREN. ZUCKER. Hamburger Kaffsebörse. Amtl. Preise für ½ kg(Basis Santos superier). Mai Juli. 88 Zuckerberss. Amtl. Preise für gesunde, trockene Ware, nicht unter holl. Standard, 25. frei Seeschiffsseite Hamburg für 50 kg einschl. Sack. 15. 5, 10.30 Uhr1 4s x 94E II.„„ Mei funi Juli August Sept. Okt. Nov 3 13.60 14,00 14.20 14.35 14.35 14.50 14.40 G h 13.6013.60 13.70— 14,10 14.30— 14.30— 14.45/14,50 14.30 15. 5..15 Uh B G 13,6013.50 13,9013,70 14.15/14.05 13.60 14.30 14,30 14.50 14.40 14.25 14,20 14.40 14.30 15. 5. 10.30 Uhr Dez Okt.-Dez. Januar Februa: März Jan.-März April B 14.40 14.45 14.50 14,60 14.70 14.60 14.80 G 14.30 14,30 14.40 14.50 14.60 14.50 14,70 15. 5..15 Uh B 14,40 14,45 14,50 14.60 14,70 14.60 14,80 G 1# 14,35|14,40 14.30 14.40 14.50 14,60 14.50 14.70 Magdeburger Zuckerbörse. Terminpreise für Weißzucker ausschließl Mai Juni Juli August 14. 5. .. G .30— 35— 3##en und verbrauchssteuer, für 50 kg brutto zur getto, ab Verladestation Magdeburg und Umgebung, bei Mengen von mindestens 200 Zentner gemahlene Melis, prompte Lieferung innerhalb FETTWAREN. OELSAAT. OEL. D Hamburg, 15.Mai1928.(Eig. Drahtber.) Für Schmals war die Haltung schwächer. Amerikan. Steamlard notierte 30, raffiniertes 31—31½ Hamburger Schmalz in Dritteltonnen, Marke Kreuz, 85¾ Dollar für 100 kg netto, verzollt. Amsterdam, 15.Ma11928.(Eig. Drahtber.) Leinöl. Juni 84½-84¾ 845 PParg, 35a, träge: Leinsaat, Mai 373(374), Juni 375(376), Juli 375(376), Aug. 377(387½), Sept. 379(381), ruhig. Antwerpen, 15.Mal1928. Leinsaat. La Plata, schwimmend 16..8 Juni 16..6, Juli 16..6, Kalkutta, schwimmend, April-Mai 18..3; Rübsaat. Toria, März 19.10.0, Ferozepore, März 19..0(Preise in+ für 1000 kg): RIzinusöl, in Barrels, erste VIEH, FLEISCH. Eszener Viehmarkt vom 16.Mail925. Auftrieb 262 Stück Großvieh biervon 12 Ochsen a1 65-66 a 7— b1— b2 55-59 — d— 56 Bullen a 57-61 b 52-55 G— d— 156 Kühe a 57-60 b 50-54 c 42-47 d 30-36 17 Färsen à 60-64 b 55-58 □ 21 Fresser I 7 Schafe 5557 Schweine a 42-48 1 Weidemast 1 a 54-58 795 Kälber! Stallmast I o 59-60 a 95-110 1"— 1 d 56-58 b 75-83 1 b— 1 c 54-55 c 62-70 T"— 1 1— —"—„„— Id 50 60 I a—„ g 48-54 „Di. Preise gelten in Mark für 50 kg Lebendgewicht und eind Marktpreise ##s nscht gn gewogene, Tlerg gu.,„schlieben sämtliche Spesen des Handels a0 Verkaufskosten, Umsatzsteuer sowie den natürewichtsverlust ein, müssen sich also wesentlich über die Stallpreise Das Geschäft war lebhaft. austrieb 2313 Stücle“ m. g1g,#chreinen#rkt betrug der Gesamt. auftrieb 2316 Stück. Im Großhandel wurden bezahlt für Ferkel im Alter Wochen 12—20., 12—15 Wochen 20 bis #er 15 Wochen 32—50 M. Der Marktverlaus war sehr langsam, # Sonlach,„ehmarkt vom 16. Mai 1928. Auftrieb 6071 Schweine, 1592 Kälber. Es galten Schweine 1. Beschaffenheit 57—58, 2. 58—59, 3 57—58, 4,48—54, Szueg####kenheit 46—52; Kälber 1. Beschaffenhelt 3. 58—68. 4. 32—.. alles in Pfennigen für ein Pfund „ewicht. Marktverlauf mit Schweinen sehr flott, mit Kälbern ziemFELLE. HAUTE. LEDER. Düsseldorfer Häuteversteigerung. der heute hier abgehaltenen Versteigerung, auf der die Gefalle von Düsseldorf, Emmerich, Kleve, Neuß, Krefeld, Duisburg und angeboten waren, wurden für fehlerfreie Ware folgende Preise erzlelt: 3 rote Ochsen-, Kuh- und Rinderhäute von 30—49 Pfund 87 2. April 1928 107½), 70 desgl. von 50—79 Pfund 97(111—113), 84 desal br 80 Pfund 100(108), 5 rote Stierhäute über 80 Pfund 80(94), 10 bunte Ochsenhäute von 30—49 Pfund 93(100), 226 desgl. von 50—79 Pfund 90 (107), 27 desgl. über 80 Pfund 98½(102), 1620 bunte Kuhhäute von 30 bis 49 E und 9. 94½(99—100). 2543 desg. über 50 Pkund 91—93(68½—100½) 227 bunte Rinderhäute von 30—49 Pfund 96(103), 204 desgl. über 50 Pfund 96 zrk.(106½), 136 bunte Stierhäute von 30—49 Pfund 94(102½). 279 desgl von 50—79 Pfund 79(88½). 196 desgl. über 80 Pfund 76(91½), 256 Schußvon 30—79 Pfund 70—72(76—86), 101 leichte Häute bis 29 Pfund 111 4D. Fresserfelle 120(125), 8639 Kalbfelle bis 9 Pfund 168(171), 2106 desgl. über 9 Pfund 147(155). Besonders begehrt waren bunte Kuhhäute, vernachlässigt rote Häute und Kalbfelle.