„Ohne Kunst ist das Leben schal“ Kunst unter dem Marschallsstab Die Einweihung der Meisterschule für Malerei! Göring Ehrenbürger von Kronenburg Der Generalfeldmarschall schreitet nach der Ankunft am Bahnhof die Front der Ehrenformationen ab.(Auf der llöhe des Berges Dorf und Meisterschule Kronenburg) 101010: Maier —er. Kronenbura, 8. Juni. Welch ein Gedanke: da kommt der zweite Mann des Staates, der preußische Ministerpräsident und Generalnelomarschall Hermann Göring. der Mann, dem der Führer das große Werk des Vierjahresplanes anvertraut hat, bringt seine nächsten Mitarbeiter mit, Staatssekreiat Woiner. die Generale Milch und Bodenschatz, Ministerialdirektor Gritzbach und weitere Herren, kommt aus einem Arbeitspenium, das angefüllt ist bis zum Rande, um eine von ihm begründete Schule einzuweihen, die unter neuen, unseres Kunstwollens wurdigen Bedingungen junge, begabte Menschen zur Kunst erziehen soll, um diese nach ihm benannte Meisterschule für Malerei in einem stillen Eifeldocf einzuweihen! Für diesen Tag war das anmutige Kronen burg ein Kulturzent rum, von dem aus goldene Worte zum Auftraa der Kunst in unserer Zeit an das deutsche Volk und an die ganze Welt gerichtet wurben Wenn es noch eines Beweises bedarf, um nachzuweisen, wie einträchtiglich in unserer Gegenwart Politik und Kultur, Militärisches und Musisches, miteinander und füreinander wirken, dann wurde er hier auf das Schönste erbeacht. So geschah es denn auch sehr zu Recht, daß unser Gau und der ganze Westen sich durch die führenden volitischen, kulturellen, militärischen und wirtschaftlichen Per sönlichkeiten repräsentieren ließ. Zum Empfang des Genecalfeldmarschails am Bahnhof Sudetendeutsche fordern Entscheid Prag. 8. Juni. Das Presseamt der Sudetendeutschen Partei teilt mit: „Abgeordneter Kundt übermittelte dem Ministerpräsidenten Dr. Hodza ein Memorandum, das die Zusammenfassung der sudetendeutschen Forderungen auf Grundlage der acht Karlsbader Punkte Konrad Henleins enthält. In einem Begleitschreiben macht der Abgeordnete Kundt neuerlich darauf aufmerksam, daß gewisse offizielle Informationen und Interviews den falschen Eindruck erwecken, als ob Gegenstand der Gespräche das Nationalilätenstatut der Regierung wäre. Die Sudetendeutsche Partei müsse nun endlich vor Beginn grundsätzlicher Verhandlungen Klarheit darüber verlangen, ob wie bisher die Grundsätze und Vorschläge der Sudetendeutschen Partei die Gesprächsgrundlage bilden sollen, oder ob von der Regierung das sogenannte Nationalikätenstatut als Verhandlungsgrundlage gedacht ist. Für den letzten Fall behalte sich die Sudetendeutsche Bartei ihre Stellungnahme vor, da ihr der Inhalt des Statuts nicht bekannt hatten sich die Gauleiter Grohe und Florian. General von Kluge, Landeshaupimann Haate. SS=Obergruppenführer Weitzel, Regierungspräsident Vogel sang, Polizeipräsident SS=Oberführer Zenner(Aachen) und die Professoren Peiner und Fahrenkamp eingefunden. Junge Mädchen überreichten dem Gast freundliche Bamenangebinde. Kreisleiter Fr. Binz(Schleiden) meldete dem Generalfeldmarschall die angetretenen Formationen der Politischen Leiter, der SA, des Reichsarbeitsdienstes und des RSFK, deren wohlausgerichtete Fronz Henmann Göring abschritt. Dann begann die Fahrt zur Meisterschule. Große Kunst— Große Mäzene Nach der Ankunft vor den prächtigen FahrenkampBauten fand zunächst eine Besichtigung der Meisterschule und der Ausstellung von Schülerarbeiten statt. Der Gast sprach wiederholt seine große Befriedigung über die Leistungen aus; er eerwarb drei Schülerarbeiten. Nach einem Rundgang durch das Dorf begann der offizielle Weiheakt im großen Atelierraum der Schule. Er wurde mit herzlichen, an den Schirmheren der Schule und die Ehrengäste gerichteten Begrüßungsworten des Leiters der Schule, Professor Werner Peiner, eröffmet. Er erinnerte Paris, 8. Juni. Die französischen Zeitungen bringen auch am Mittwoch wieder zahlreiche Nachrichten über die Lustangriffe auf spanische und chinesiche Städte. Von dem Lustüberfall auf das französische Grenzgebiet in den Pyrenäen schreiben sie nichts mehr. Diese Angelegenheit scheint endgültig begraben zu sein. Man könnte fast meinen, daß diese Luftbombardements gar nicht stattgefunden haben und vielleicht nur eine Täuschung vieler Leute waren. Die mit der Untersuchung betrauten Sachverständigen haben wohl Bombensplitter gefunden, aber diese Splitter müssen sie sicherlich in sonderbarer Weise über die Herkunft der Bomben und auch der angreifenden Flugzeuge aufgeklärt haben, daß den französischen Behörden und selbst dem Ministerpräsidenten Daladier das Wort im Munde stecken blieb, ebenso jenes Wort, das der Oeffentlichkeit Aufklärung über die Urheber jenes pfingsttägigen Ueberfalls geben konnte. Auch die Stellen des Quai 'Orsay haben sich bisher nicht gerührt. Vielleicht haben sie bei der gegenwärtigen Hitze die Lust an der Aussetzung einer Protestnote vecloren. Der Beobachter der Pariser an die mannigfache Unterstützung und Förderung, die die Meistecschule für Malerei dem Ministerpräsidenten Gene ralfeldmarschal! Göring verdanke. Er gab dann einen kurzen Ueberblick über die Pläne und Ziele der Schule, die sich zur Aufgabe gestellt habe, dem deutschen Kunstschaffen der Malerei eine neue ethische Grundlage zu geben. Er betonte die Bedeutung des Mäzenatentums als Wegbereiter der Kunst und sprich seinen Dank aus für die starke Förderung der Künstlerschaft im Dritten Reich. Im Anschluß an die Begrüßungsworte des Leiters der Schule bat der Bürgermeister des Amtes Schmidt heim, Dr. Seiffert, den Ministerpräsidenten, als Dank der Gemeinde für die Auszeichnung. Sitz der HermannGörig Meisterschule geworden zu sein, das Ehrenbürgercecht des Amtes Schmidtheim, zu dem Kronenburg zählt, anzunehmen. Er überreichte dann dem hohen Gast den von der Schule künstlerisch ausgeführten Ehrenbürgerbrief. Dann ergrißf der Ministerpräsident das Wort und dankte zunächst für die ihm zuteil gewordene Ehrung. Ereignisse konnte nur feststellen, daß man sich hier wieder anderen Dingen zuwendet und im übrigen auf die nächste Grenzverletzung durch spanische Flugzeuge wartet, bei der, wie Ministerpräsident Daladiet versichert hat, die französische Luftabwehr ihre Kunst zeigen wird. Auch wenn es sich um sowjetspanische Flugzeuge handebt? Die Wetten sind eröffnet. Wird man nun Lustkämpfe zwischen französischen Abwehrflugzeugen und spanischen Flugzeugen über dem französischen Grenzgebiet erleben? In militärischen Kreisen beschäftigt man sich bereits mit dieser Frage. In einee Artikel im Journal wird die Befürchtung ausgedrückt, daß die französischen Ueberwachungslugzeuge gegenüber ihren spanischen„Kollegen“ sich wahrscheinlich als zu langsam erweisen würden, weil die franzosischen Devoitineflugzeuge nur erwa 350—380 Stundenkilometer fliegen, während die auf beiden spanischen Seiten befindlichen Flugzeuge durchschnittlich eine Geschwindigkeit von 420 Kilometern in der Stunde erreichen ollen. Das beste wäre nach Ansicht des Blattes eine wicksame Artillerieabwehr an der Grenze. Fortsetzung siehe Seite 8 Seltsames Schweigen in Paris Was war das Ergebnis der Untersuchung der Bombenabwürfe? Drahtbericht unseres Vertreters Gespräch vom Wetter Es ist in den letzten Wochen eifrig vom Wetter gesprochen worden. Nicht etwa derart, daß man keinen geeigneteren Gesprächsstoff gehabt und sich deshalb diesem ebenso naheliegenden wie abgeklapperten Thema zugewandt hätte. Sondern ganz im Ernst und aus vollster Berechtigung. Denn das Wetter hat dem Städter sowohl als auch(noch vielmehr) dem Landbewohner sehr ernsthaft zu schaffen gemacht und beiden einen sehr aktuellen Stoff für wichtige Gespräche geliefert. Erinnern wir uns der. Ungunst der Wetterverhältnisse während des nunmehr bereits langsam zu Ende gehenden Frühjahrs und denken wir daran, wie sehr diese Tatsache nicht nur geeignet war, unserer guten Laune permanent den Garaus zu machen, sondern auch eine weitgehende Schädigung der Wirtschaft herbeizuführen, der städtischen und der ländlichen. Kälte zur unrechten Zeit, verspätete Kälte drohte die Entwicklung des Obstes zu stören. Mehr noch fast war der Weinbau gefährdet. Zwischendurch gab es Zeiten, da ein hochnotwendiger Regen mit übertriebener Hartnäckigkeit ausblieb und die Ernteaussichten auf etlichen anderen Gebieten der Landwirtschaft— gottlob nicht ernstlich— bedrohte. In der Stadt war man mit dem lahmen Frühjahr ebenso wenig einverstanden(ganz abgesehen davon, daß eine Schmälerung der Ernteaussichten ohne weiteres auch die Bewohner der Groß städte angeht). Die der Mode und ihren mannigfachen Erscheinungsformen dienenden Wirtschaftszweige„Hondwerk und Konfektion, Hut=, Schuh= und Schmuckindustrie, um nur einige zu nennen) pflegen in einem Frühjahr, das nicht recht in Gang zu kommen weiß, nur schwer auf Touren zu kommen: es besteht bei immerwährender Kühle, bei Regen zur unrechten Zeit, ganz einfach keine Laune im kaufenden Publikum, die an sich fälligen Einkäufe zu tätigen; man wartet und wartet und stellt schließlich fest, daß die alten Sachen dem unerfreulichen Wettertatbestand auch weiterhin noch voll entsprechen. Die entsprechende Branche aber hat das Nachsehen, zumal solche Einbußen schwerlich wieder aufzuholen sind. Noch prekärer ist die Lage, in der die„Wirtschaft" im eigentlichen Sinne des Wortes, nämlich das Gaststättengewerbe, sich unter solchen Umständen befindet. Schon die Hotels und Restaurants in den großen und mittleren Städten bekommen es gar zu sehr zu spüren, wenn das Frühjahr„ins Wasser(bzw. in die Kälte) fällt“, wenn die Reisesaison nicht in Schwung kommen will und der Etat schon ins Wanken gerät, bevor das Gastjahr richtig begonnen hat. Ganz und gar vom Wetter abhängig sind jedoch die Ausflugsgaststätten. Sie haben es an sich schon nicht ganz leicht. Denn sie sind ausgesprochene Saisonbetriebe; das heißt: die(unberufen!) guten Einnahmen eines nur kleinen Teils des Jahres müssen einen Ausgleich für den größeren, sozusagen einnahmslosen, bringen. Und der Effekt der Saiion ist in Frage gestellt, wenn die wenigen Spitzentage, als da sind Himmelfahrt und Pfingsten, vielleicht auch schon Ostern, verregnen. Zudem: es sind im Frühjahr mitunter erhebliche Anschaffungen notwendig. Und die Bezehlung hängt häufig von der Güte des Geschäfts dieser Spitzentage ab. Es muß anderseits gerade für diese Spitzentage durch umfangreiche Einkäufe im voraus disponiert werden. Denn nichts ist peinlicher, als wenn mitten im größten Betrieb plötzlich„lebenswichtige" Speisen und Getränke ausgehen. Was aber, wenn nun plötzlich das Wetter„umschlägt“ und der Wirt auf seinen Vorräten sitzen bleibt? Dann bleibt nicht nur der erhoffte und irgendwie schon vorverteilte Nutzen aus, sondern es entstehen totsicher noch zusätzliche Verluste. Der Gast sieht all diese Dinge zumeist nicht. Der Gast gerät bereits in einen Zustand leichten Gereiztseins, wenn er an einem echten Sommersonntag ein dichtbesetztes Ausflugslokal betritt und überlegt, wie lange es unter diesen Umständen dauern wird, bis er den ihm zustehenden Kassee vor sich stehen hat. Der Zustand des Gereiztseins nähert sich der Explosionsgrenze, wenn es dann wirklich ein wenig lange dauert, bis den geäußerlen Wünschen Rechnung getragen ist oder wenn sich ergibt, daß der gewünschte Kuchen ausverkauft ist. Der Gost, dem es in jedem Falle an dem erforderlichen Einblick gebricht, sollte versuchen, sich ein wenig in die Lage des Gastwirts hineinzudenken, sollte sich vor allem einmal ernsthaft die Frage vorlegen, ob er bereit wäre, die Leistungsfähigkeit des Gastwirts an— einem Regentage zu erproben. Die Pfingsttage haben— mit einer kleinen Einschränkung— gutes Wetter gebracht. Und für die ächste Zeit sind gleichfalls günstige Prognosen gestellt. Hoffen wir, daß der Sommer gut macht, was das Frühjahr verabsäumte und daß in der Wirtschaft die„Wirtschaft" zu ihrem Rechte kommt. k 11 v. h. hinter dem Geburtensoll Nirgendwo mehr als in der Bevölkerungspölitik gilt der Satz, daß Stillstand Rückschritt bedeutet. Die Geschichte lehrt an vielen Beispielen, daß blühende Vörker zugleich auch immer wachsende Völker gewesen sind. Weniger durch Kriege und anderes äußere Unheil als durch den inneren Verfall und durch eigenen Volkstod find die alten Kulturvölker zugrunde gegangen. Diese Erkenntnisse sind heute im deutschen Volk allgemein. Ebenso weitverbreitet ist aber auch die Ansicht, daß es seit 1933 in dieser für den Bestand der Nanon entscheidenden Angelegenheit gut bestellt ist. Man nimmt Donnerstag, den 9. Juni 1938 Sleue Lag Nr. 155 Viktor Emanuel III. am Grab der Eltern des Duce Rom, 8. Juni. Viktor Emanuel III. hat am Mittwochnachmittag von Focli aus den Geburtsort Mussolinis, Predappio, aufgesucht, wo er das Geburtshaus des Duce besichtigte und am Grabe der Eltern des italienischen Regierungschefs einen Lorbeerkranz niederlegte. Von Predappio aus hat sich der König und Kaiser nach Rocca delle Caminato, dem Sommersitz Mussolinis, begeben, wo er dem Duce einen Besuch abstattete. Nach einer eingehenden Besichtigung des prachtvoll gelegenen Landsitzes in Begleitung des italienischen Regierungschefs fand eine fast halbstüncige Untertedung zwischen Viktor Ema nuel III. und Mussolini statt. Prag verlängert die Dienstzeit Von zwei auf drei Jahre] Einberufung von Reservisten mit Genugtuung die Ziftern zur Kenntnis, die das An steigen der Ehen und Geburten vermelden. Darum werden viele überrascht sein über die Feststellung, daß der Geburtenzuwachs immer noch um 11 oH hinter dem Geburtensoll zurückbleibt. Ministerialdirektor Dr. Gütt hat diese Tatsache jetzt wieder auf der Reichstagung der Aerzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes in DanzigZoppot vorgetragen. Sie gründet sich auf die neuesten Berechnungen von Professor Dr. Burgdörfer im Statistischen Reichsamt. Dr. Gütt hat die Feststellung unterstrichen, wenn er auch nicht die Erfolge der neuen deutschen Bevölkerungspolitik verkleinern wollte. Es ist immerhin eine rasche Wendung zum Besseren eingetreten. Denn die Zahl der Geburten ist von 14,7 auf 1000 Einwohner im Jahre 1933, auf 19 im Jahre 1936 gestiegen. Wenn trotz der Minusbilanz ein Wachsen der deutschen Volkszahl zu verzeichnen ist, so ist das dem Umstand zu verdanken, daß sich das Lebensalter der Menschen erheblich verlängert hal. Man hat dafür früher die gewiß unschöne Wendung von der„Vergreisung des Volkes“ geprägt. An sich ist ja auch das Aelterwerden unserer Generation ein Erfolg der Gesundheitspflege. Aber die Einrechnung dieses Faktors bezeichnet nur ein äußeres Wachstum des Volkes. Es kommt aber auf das innere Wachsen an. Solange nicht die Elterngeneration durch di. Neugeborenen ersetzt ist, kann man von einem echten Zuwachs nicht sprechen. Dr. Danzer hat das Beispiel des Jahres 1928 verdeutlicht. Damals= standen 1 182 815 Geburten 739 520 Todesfälle gegenüber. Das Mehr von 443295 Geborenen konnte aber keineswegs als Geburtenüberschuß angesehen werden. Zum Ersatz der Elterngeneration waren mindestens 1500000 Geburten notwendig. Es ergab sich also in Wahrheit ein Fehlbetrag von rund 300000 Geburten. Es ist wichtig, daß das deutsche Volk diese Unterschiede erkennt und sich nicht falschen Illusionen hingibt. Denn neben der Ehrfurcht vor den göttlichen Gesetzen des Lebens und der Natur kann eben nur die Erkenntnis den Weg zur Besserung bereiten. 9 g. Prag. 8. Junk. Nach einer Meldung sämtlicher der Prager Regierung nahestehender Abendblätter vom 8. Juni wurde die Militärdienstzeit in der Tschechoslowakei von zwei auf drei Jahre verlängert. Die dreijährige Dienstzeit wird auch schon auf den Jahrgang ausgedehnt, der im September dieses Jahres abrücken sollte. Lediglich für die Absolventen der Mittelschulen und Schulen im Mittelschulrang(höhere Schulen) wird nach den vorläufigen Dispositionen die bisherige Dienstzeit von zwei Jahren aufrechterhalten bleiben. Um aber schon jetzt den Heeresstand gemäß der dreijährigen Dienstzeit zu erreichen, werden jene Reservisten, die am 19. Mai dieses Jahres unter Waffen gerufen worden sind, bis zum 30. Juni im Militärdienst bleiben. Am 1. Juli wird der erste Jahrgang der Reserve, der voriges Jahr entlassen wurde, einberufen, der dann bis zum 30. September dienen soll, wo er dann von den zum aktiven Dienst einrückenden Rekruten abgelöst wird. Die Einführung der dreijährigen Dienstzeit wird von tschechischer Seite als„vorübergehende Maßnahme“ hingestellt, die durch„die internationale Spannung“ hervorgerufen worden sei. Die Tschechoslowakei sei zu dieser Vorkehrung gezwungen, um sich eine genügende Zahl von waffengeübten Soldaten zu sichern. Diese ungewöhnlichen militärischen Maßnahmen bringen selbstverständlich eine ungewöhnliche Belastung des Staatshaushaltes und jedermann fragt sich, wie diese weitere Erhöhung der an sich schon riesigen Summe für Heereszwecke aufgebracht werden soll. Von tschechischer Seite wird dazu erklärt, die hohen Kosten dieser militärischen Vorkehrungen würden teils durch Ersparnisse in anderen Ressorts, teils durch Kreditmaßnahmen gedeckt werden, zu denen der Finanzminister ermächtigt werde. Prager Abendblätter melden dorüber hinaus, daß zur Deckung dieser Kosten eine„Sammlung“ veranstaltet werden wird, das heißt also, daß der gesamten Bevölkerung auch auf diesem unmittelbaren Wege diese ungeheuren finanziellen Lasten aufgebürdet werden sollen. Der Veranstalter dieser„Sammlung“ werde ein Komitee sein, das vom Gouverneur der Tschechoslowakischen Nationalbank, Englis, geleitet wird. Das Komitee wird sich wahrscheinlich schon am Sonntag mit einem Aufruf an die Oeffentlichkeit wenden. Ist das die Antwort Prags? Das muß sich ganz Europa angesichts des Beschlusses der Prager Regierung, die dreijährige Dienstpflicht einzuführen, mit ernster Sorge fragen. Dieses Land, das schon jetzt die wohl höchsten Ausgaben pro Kopf der Bevölkerung für seine Rüstung aufbrachte, geht nunmehr dazu über, sein Zweihunderttausend=Mann=Heer auf dreihunderttausend zu bringen. Kein Land der Welt würde demnach eine Armee besitzen, die in einem derartig unnatürlichen Verhältnis zu seiner nur 15 Millionen betragenden Zahl seiAdzaneta genommen Die Offensive an der Teruel-Front Teruel, 6. Juni. Die nationale Offensive an der Teruelfront ist in den ersten Morgenstunden des Mittwoch fortgesetzt worden. Eine im Esparraguera=Gebirge vorrückende Kolonne schnitt die Verbindung der von Adzaneta nach Süden gehenden Straße ab, während eine andere Abteilung Adzaneta selbst stürmte. Die raschen Operationen der nationalen Truppen ließen der bolschewistischen Besatzung keine Möglichkeit des Rückzuges. Der größte Teil wurde gefangen genommen. Adzaneta war in der letzten Zeit das Hauptquartier des Großen Generalstabs. Die Bolschewisten verloren bei den Kämpfen eine große Zahl von Toten. Das Gros der nationalen Kräfte in diesem Gebiet rückt auf Aserua vor, das nur wenige Kilometer von Adzaneta entfernt ist. Westlich davon steigt die Navarra-Division von Penagolosa herab und nähert sich der Stadt Licena del Cid. Diese Formationen haben eine Reihe von wichtigen Höhen besetzt. Weitere Abteilungen rücken auf Camaerna vor, das südlich der Straße Teruel—Sagunt liegt. ner Einwohner steht. Ursprünglich war in jener verhängnisvollen Mobilisierung vom 20. Mai die Einberufungsdauer der Reservisten auf 28 Tage bemessen. Diese Frist mußte zwischen dem 12. und 15. Juni ablaufen. Wir haben schon an dieser Stelle auf Grund eigener Beobachtungen in Prag in den kritischen Tagen die Befürchtung ausgesprochen, die Männer des Hradschin würden keineswegs auf die Mobilisierung verzichten, sondern den heutigen Zustand zu verewigen trachten. Diese Befürchtung ist nunmehr eingetreten, denn die Einführung der dreijährigen Dienstzeit in Verbindung mit weiteren Reservisteneinziehungen bedeutet nichts anderes als die Verewigung der Militärdiktatur in den sudetendeutschen Gebieten. Sie bringt aber darüber hinaus noch der einen Hälfte der Einwohnerschaft dieses Staatsgebildes, gegen die sich dieser Zwang richtet, unerhörte neue Steuerlasten, die von einer Bevölkerungsschicht getragen werden müssen, die unter den Folgen des Spannungszustandes am stärksten zu leiden hat. Die Einführung der dreijährigen Dienstzeit ist ein brutaler Faustschlag als Antwort auf die ernst gemeinten Bemühungen auch der an einer friedlichen Lösung so stark interessierten Großmächte. Wir haben den Eindruck, als ob gerade in London angesichts der unaufhörlichen Provokationen in der Tschechoslowakei, des ewigen Zögerns der Prager Stellen, etwas Ernsthaftes für die Befriedung zu unternehmen und gerade jetzt angesichts dieser kriegerischen Aktivität sich doch der Eindruck befestigt, daß es den Männern auf dem Hradschin an gutem Willen fehlt. Es ist von uns immer wieder unterstrichen worden, daß die führenden Militärs rund um Benesch nicht daron denken, ihre Machtpositionen aufzugeben zugunsten einer wirklich grundlegenden Lösung. Indem in erster Linie London sich in den ernsten Stunden der Krise als Vermittler für eine friedliche Lösung ins Zeug legte, um sich selbst einen etwas billigen Ruhm für diese angebliche Vermittlung zu sichern, übernahm es die Verantwortung für eine Aenderung des als unhaltbar empfundenen Zustandes. Was sagen jetzt Chamberlain und Lord Halifax zu dieser Bekundung„guten Willens"? Wollen sie sich mit dieser Antwort auf alle Bemühungen zu einer Einigung zu gelangen, zufrieden geben? Glauben sie aber wirklich, daß mit einem brutaten Gewaltakt das Problem der Nationalitäten gelöst werden kann, und daß das Deutsche Reich es dulden kann, auf die Dauer in einem Staat, den es auf drei Seiten umgibt, eine Rüstung sich entwickeln zu sehen, die gegen 3,5 Millionen seines Blutes und gegen den europäischen Frieden gerichtet ist? Kirchenfrieden in Mexiko? Präsident Cardenas gegen Kirchenschließung rv. Berlin, 8. Juni. In dem gewaltigen Machtkampf zwischen Mexiko und den ausländischen Erdöltrusts hat sich der katholische Klerus Merikos hinter den Prösihenten gestellt und die Zeichnung der nationalen Ablösung anleihe zur Staatspflicht erklärt. Damit in ein gewisser Friedenszustand zwischen Staat und Kirche nach jahrelangen Kämpfen zustandegekommen. Die Kirche sah ab. der Rebellion des Generals Cedillo ihre Unterstützung zu leihen. Es ist jetzt sogar zu einem aufsehenerregenden Schreiben des Präsidenten an den Gouverneur de Staates Tabasquo gekommen, wo vor kurzem Gendarmen sechs Indianer erschossen, die an der Wiedereröffnung einer Kirche arbeiteten. Präsident Cardenas bestätigte ausdrücklich den eingetretenen Friedenszustand und die Garantie der freien Religionsausübung. Er befahl dem Gouverneur von Tabasquo, einem Staat, der sich in der Kirchenschließung besonders hervorgetan hatte, die notPriester dafür wieder zuzulassen. Dieser Schritt des Präsidenten erregte in Meriko ungeheures Aufsehen. Er dürfte nicht wenig dazu beitragen, in den großen kommenden Auseinandersetzungen mit dem Erdölkapital die Position der Regierung zu stärken. Die innerpolitische Konsolidierung Mexikos ist damit weiter erheblich vorangekommen. Steigende Arbeitslosigkeit in England Ein Ansporn für politische Gesamtbereinigung? Drahtbericht unseres Vertretere Schwesternschaften des Deutschen Roten Kreuzes Kiel. 8. Juni. Die Tagung der Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes, die vom 8. bis 10. Juni in der Gauhauptstadt Kiel stattfindet, wurde am Mittwochvormittag im„Haus der Arbeit“ eröffnet. Aus dem ganzen Reiche sind etwa 1000 Schwestern erschienen. Der Chef des Amtes für Schwesternschaften beim. Deutschen Roten Kreuz, Prof. Dr. Stahl, betonte, daß nun auch die Altersversorgung aller Rote=Kreuz=Schwestern auf eine gesicherte Grundlage gestellt werden konnte. London, 8. Juni. Die am Mittwoch veröffentlichten Zahlen über die Zunahme der englischen Arbeitslosen hat in Wirtschaftskreisen die Ueberzeugung verstärkt, daß die rückläufige Entwicklung der englischen Wirtschaft größere Ausmaße anniment. Wenn diese Ausmaße auch noch nicht an die der amerikanischen Wirtschaftskrise heranreichen, so läßt die ganze Entwicklung doch die Befürchtung zu, daß der Abstand zu den Vereinigten Staaten nicht mehr groß sein wird. Zwar wird geltend gemacht, daß der Binnenmarkt immer noch verhältnismäßig stabil und das Steigen der Arbeitslosigkeit einzig und allein auf den Rückgang der englischen Ausfuhr zurückzuführen sei. Aber das bleibt ein schwacher Trost, den der Ausfuhrausfall muß sich in einem ganz auf den Außenhandel eingestellten Land wie England früher oder später auch auf dein Binnenmarkt auswirken, zumal die Festigkeit dieses Binnenmarktes nur noch künstlich durch die riesige Rüstungsindustrie aufrecht erhalten wird. Bezeichnend für den ganzen Zustand ist allein die Tatsache, daß sogar die Montanindustrie einige Beschäftigungsrückgänge zu verzeichnen hat Alles in allem deutet dies darauf hin, daß England einer weiteren wirtschaftlichen Schwierigkeit entgegengeht, falls nicht noch in den nächsten Monaten eiwas Entscheidendes geschieht. Es ware allerdings verfrüht, von: einer Krise zu speechen, aber die Vorläufer sind zweifellos schon da, und es ist anzunehenen, daß man sich auch in Regierungskreisen darüber nicht im Zweifel ist. Wahrscheinlich ist die neue englische Offensive zur Befestigung des europäischen Schwebezustandes, von dem hier noch immer die Rede ist, von der Erwägung diktiert, daß die Ausschaltung des europäischen Spannungszustandes selbsttätig zu einem Wirtschaftsfrieden und damit zu einer Erhöhung der englischen Ausfuhr führen würde. Wie man sich diese Offensive allerdings vorstellt, bleibt ebenso unklar wie bisher. Niemand weiß etwas Genaues, und alles wartet auf Sie Aufklärung Chamberlains. Immerhin glaubt man schon aus der Tatsache, daß der Außenminister Lord Halifax schon am Mittwoch in das Foceign Office zurückkehrte, einen gewissen Anhaltspunkt dafür zu sehen, daß etwas im Gange ist. Neben den außenpolitischen Möglichkeiten zur Bekämpfung der herannahenden Krise sprechen einige Abendblätter von der Notwendigkeit eines großzügigen Programms öffentlicher Arhoiten vor allem Wege= und Häuserbau. Aber bisher ist auf diesem Gebiet in England fast nichts geschehen, und es scheint auch wenig wahrscheinlich, daß die ganze auf die Privatinitiative eingestellte Regierung Chamberlain für wirklich großzügige Maßnahmen gewonnen werden kann. Bestenfalls wird man sich auch hier zu Halbheiten durchringen. Erst, wenn man an maßgeblichen Stellen einsieht, daß weder draußen noch drinnen irgendwelche Halbheiten den Gang der Dinge aufhalten können, wird man vreileicht zu dem greifen, was kürzlich die Times als drastische Maßnahme bezeichnete, vorausgesetzt, daß es dann nicht schon zu spät ist. Goethe=Gesellschaft in Weimar Weimar. 8. Juni. Zum 53. Male versammelte sich am Dienstag die Goethe=Gesellschaft in Weimar zu ihrer alljährlichen Hauptversammlung. Die Gesellschaft umfaßt zurzeit etwa 3000 Mitglieder, ihre wirtschaftliche Lage ist günstig. Eine wissenschaftlich mit faksimilierter Wiedergabe handschriftlichen Materials aus den Vorarbeiten zumersten Teil des Faust wird jetzt erscheinen. Die Versammlung nahm weiter davon Kenntnis, daß nun auch eine Gesamtausgabe der Schillerschen Werke ähnlich der großen Goethe=Ausgabe vorbereitet wird, nachdem verschiedene staatliche Stellen diesem Unternehmen Unterstützung zugesagt haben. In steigendem Maße sammelt das Goethe= und Schillerarchiv ferner Urschriften lebender Dichter. So sind Handschriften von Johannes Schlaf, Boerries Frhr. von Münchhausen Agnes Miegel und Heinrich Lilienfein in seinen Besitz übergegangen. Die Sammlungen des Goethe=National= museums sind um fünf Goethebildnisse bereichert worden, und im Weimarer Wittums=Palais wird demnächst ein Göchhausen=Zimmer eröffnet werden können. Zu neuen Ehrenmitgliedern wurden unter dem einhelligen Beifall der Versammlung Professor Adolf Bartels(Weimar) und Geheimrat Max Planck(Berlin) ernannt. Geheimrat Planck dankte für diese Ehrung persönlich in bewegten Worten. Die satzungsmäßigen Wahlen erbrachten die einhellige Zustimmung zu einer vom Vorstand aufgestellten Vorschlagsliste, die u. a. auch den Namen des Reichsamtsleiters im Stabe des Stellvertreters des Führers Ernst Schulte=Strathaus enthällt. Am Abend fanden sich die Mitglieder der Gesellschaft im Deutschen Nationaltheater zu einer Festaufführung ein. Geboten wurde Goethes Trauerspiel„Clavigo“ in einer neuen sehr einprägsamen Inszenierung des Oberpielleiters Grünzig. 66. Geburtstag des Reichspostministers. Reichspostminister Dr. Ing. e. h. Ohnesorge vollendete am Mittwoch das 66. Lebensjahr. Im Laufe des Vormittags gingen u. a. Glückwünsche ein von Reichsminister Hanns Kerrl. Staatssekre är General der Flieger Milch, Reichsstatthalter Mutschmann, Gauleiter Bürckel, Gauleiter Grohé, Stabschef Victor Lutze, Staatsminister Dr. ScharfSchwerin, SS=Obergruppenführer Sepp Dietrich, Hauptamtsleiter Hilgenfeldt, Schueßler=München. Der Führer und Reichskanzler hat Reichspostminister Dr.=Ing. e. h. Ohnesorge zur Vollendung des 66. Lebensjahres telegraphisch seinen Glückwunsch ausgesprochen. Diese Nummer umsaßt 16 Seiten Druck und Verlag: Kölner Verlagsanstalt und Druckerei.=G. in Köln Vorstand und Verlagsleitung: Dr Erich Vaternahm. Köln Hauptschriftleiter Dr Hans Koch: Stellvertreter des Hauptschriftleuters und verantwortlich für Politik und Wirtschaftsteil: Dr August Wegener: für Gemeindepolitik und stadtkölnischen Heimatteil: Dr. Hans Koch: für den Umgebungsund Provinzteil: Paul Saupe: für den gesamten Unterhaltungsteil: Werner Gofer; für den Sportteil: Theodor Kirschbaum(erkrankt); in Vertretung: Otto Lowig; für das rechtsrheinische Gebiet: Otto Lowia, alle in Köln; für den Bonner Heimatteil: Robert Colmant in Bonn; für den Dürener Heimatteil: Jobann Ignaz Schmitz in Düren: Bildverantwortliche: Abteilungsleiter: für Anzeigen: Theo Müller in Köln.=A. V 1938: Der Neue Tag über 27.000: biervon Beilage Rechtsrheinisches Köln über 5500. Freitags über 6000: Bezirksausgabe Bonn über 1200: Bezirksausgabe Düren über 1100.— Erscheint wochentlich siebenmal morgens Bezugsvreis: Menatlich RM 2,30. Postbezug monatlich RM.30 zuzüglich 42 Pig Zustellgeld der Post.— Anzeigenpreise laut Preisliste Nr. 10. Wagner, Mozart, zweimal Straus Die Opern der Wiener Reichstheaterfestwoche Die Reichstheatersestwoche 1938 bringt zum ersten Male im großdeutschen Rahmen das Zusammentreffen der beiden Kunstzentren Berlin und Wien. Berlin bietet eine szenisch in den Bahnen Bayreuths sich bewegende Neu-Inszenierung des„Lohengrin“ unter der Leitung des Bayreuther Dirigenten Generalintendanten Heinz Tietien mit jenen Sängern, die an der Weihestatte des Meisters diese Rollen verkörpern. Die Wiener Staatsoper ist ihrer sinnenfreudigen, barocken Tradition entsprechend dazu ausersehen, die im Wiener Boden wurzelnden Werke darzubieten und zwar Mozarts Barock=Oper„Die Hochzeit des Figaro“ aus dem 18. Jahrhundert, Johann Strauß volkstümliches Werk „Der Zigeunerbaron“ aus dem 19. Jahrhundert und das zeitgenössische Werk des Dreivierteltaktes „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauß. Die Aufführungen dieser Werke finden am 12. Juni(Rosenkavalier), 16. Juni(Hochzeit des Figaro) und 18. Juni Gigeunerbaron) statt. Als Eröffnungsvorstellung gelangt am Sonntag, dem 12. Juni, in der Wiener Staatsoper die Oper„Der Rosenkavalier“ von Richard Strauß neu inszeniert und einstudiert zur Aufführung. Unter der musikalischen Leitung von Professor Hans Knappertsbusch und in der Insze nierung von Erich von Wymetal singt Anny Konetzni die Marschallin, Jarmila Nowotna, den Oktavian, Esther Rethy die Sophie, Fritz Krenn den Baron Ochs, Hermann Wiedemann den Faninal. Es wurde gerade dieses Werk von Richard Strauß als Eröffnungsvorstellung gewählt, da kaum eine andere Oper des zeitgenössischen Schaffens so restlos Milieu= und gefühismäßig das barocke Wien erfaßt, jene Zeit, die für die Kulturbedeutung dieser Stadt ausschlaggebend und rich: tungweisend erscheint. Die Aufführung von Mozarts„Figaros Hochzeit“ am 16. Juni wird im Redoutensaal der Wiener Hofburg erfolgen. Der Redoutensaal, dessen innere Ausschmückung und historische Bestimmung mu der Entstehungszeit des Mozart=Werkes übereinstimmt, ist der geeignetste Rahmen für die spielgerechte Wiedergabe dieses von prickelndem Humor und tiefempfundener Lyrik erfüllten Meisterwerkes. Die Stilbühne dieses Saal-Theaters vermittelt dem im engsten Kontakt mit dem Künstler stehenden Zuschauer die Eindrücke des Werkes, wie sie in der Entstehungszeit gedacht und dargeboten wurden. Die Regie führt Kammersänger Hans Duhan, während die musikalische Leitung Professor Hans Knappertsbusch innehat. Die beiden Frauengestalten Gräfin Rosina und Susanna werden von Maria Reining und Margherita Perras verkörpert: als Cherubin tritt die neuengagierte Martha Rohs zum ersten Male als Mitglied der Wiener Staatsoper vor das Wiener Publikum. Ludwig Hofmann singt den Figaro, Alfred Jerger den Grafen. Das reifste Werk des im Volkhaften wurzelnden Wiener Meisters des Dreivierteltaktes Johann Strauß, „Der Zigeunerbaron“, gelangt am 18. Juni in völliger zenischer und musikalischer Neugestaltung auf der Reichstheatersestwoche in Wien zur Aufführung. Professor Knappertsdusch dirigiert, und Kammersänger Alfred Jerger, der schon mit der szenischen Erneuerung der „Fledermaus“ einen starken Erfolg aufzuweisen hat die Spielleitung inne. Esther Rethy, die junge ungarische Künstlerin, singt die Saffi, der neuengagierte Tenor Karl Friedrich den Barinkay, Alfred Jerger den Zsupan, Fritz Krenn den Homonay, Dora Komarek die Arsena und William Wernigk den Ottokar. Eine besondere Aufgabe ist in diesem Werk dem Staatsoper=Ballett zugewiesen, das unter der Leitung von Willi Fränzl eine ganze Reihe bisher undekannter Tänze bringen wird. Die szenische Gestaltung ist Robert Kautsky, der Entwurf der Kostüme Alfred Kunz anvertraut. Das Salzburger Programm Für die Salzburger Festspiele 1938, die vom 23. Juli bis 31. August stattfinden, ist— vorbehaltlich etwa noch notwendig werdender Aenderungen— folgender Spielplan aufgestellt worden: 1. Festspielhaus: 23. 7.„Die Meistersinger", Dir. Furtwängler, Regie E. v. Wymetal jun., 17 Uhr.— 25. 7.„Don Giovanni“, Dir. Karl Böhm, Regie Wolf Völker, 19 Uhr.— 26. 7.„Der Rosenkavalier", Dir. Karl Böhm, Regie E. v. Wymetal jun., 19 Uhr.— 28. 7. „Egmont“(in der Felsenreitschule), Regie Heinz Hilpert, 19.30 Uhr.— 29. 7.„Tannhäuser", Dir. Knappertsbusch, Regie M. Hofmüller, 19 Uhr.— 30. 7.„Fidelio", Dir. Knappertsbusch, Regie E. v. Wymetal jun., 19 Uhr.— 1. 8.„Le nozze di Figaro“, Dir. Knappertsbusch, Regie Guido Salvini, 19 Uhr.— 2. 8.„Der Rosenkavalier", Dir. Kael Böhm, Regie E. v. Wymetal jun., 19 Uhr.— 3. S. „Don Giovanni“, Dir. Karl Böhm, Regie Wolf Völker, 19 Uhr.— 4. S.„Tannhäuser", Dir. Knappertsbusch, Regie M. Hofmüller, 19 Uhr.— 5. 8.„Egmont“(in der Felsenreitschule), Regie Heinz Hilpert, 19.30 Uhr.— 6. 8.„Falstaff“, Dir. Vittorio Gui, Regie Guido Salvini, 19 Uhr.— §. 8.„Fidelio“, Dir. Knappertsbusch, Regie E. v. Wymetal jun., 19 Uhr.— 9. 8.„Egmont“(in der Felsenreitschule), Regie Heinz Hilpert, 19.30 Uhr.— 10. 8.„Die Meistersinger", Dir. Furtwängler, Regie E. v. Wymetal jun., 17 Uhr.— 11. 8.„Le nozze di Figaro", Dir. Knappertsbusch, Regie Guido Salvini, 19 Uhr.— 12. 8.„Der Rosenkavalier“, Dir. Karl Böhm, Regie E. v. Wymetal jun., 19 Uhr.— 13. 8.„Falstaff“, Dir. Vittorio Gui, Regie Guido Salvini, 19 Uhr.— 15. S. Orchesterkonzert(Debussy, Ravol, Respighi), Dir. Vittorio Gui, 11 Uhr.—„Don Giovanni“, Dir. Karl Böhm, Regie Wolf Völker, 19 Uhr. — 16. S.„Tannhäuser“, Dir. Knappertsbusch, Regie Mir Hofmüller, 19 Uhr.— 17. 8.„Egmont“(in der Felsenreitschule), Regie Heinz Hilpert, 19.30 Uhr.— 18. 8.„Falstaff", Dir. Vittorio Gui. Regie Guido Salvini, 19 Uhr. — 19. 8.„Mie Meistersinger", Dir. Furtwängler, Regie E. v. Wymetal jun., 17 Uhr.— 20. 8.„Fidelio", Dir. Knappertsbusch. Regie E. v. Wymetal jun., 19 Uhr.— 22. 8.„Der Rosenkavalier", Dir. Karl Böhm. Regie E. o. Wymetal jun., 19 Uhr.— 23. 8. Dir. Vittorio Gui, Regie Guido Salvini, 19 Uhr.— 24. 8. Orchesterkonzert(Beethoven: 9. Sinfonie), Dir. Knappertsbusch, 11 Uhr.—„Egmont“(in der Felsenreitschule), Regie Heinz Hilpert, 19.30 Uhr.— 25. 8.„Le nozze di Figaro", Dir. Knappertsbusch, Regie Guido Salvini, 19 Uhr.— 26. 8.„Tannhäuser“, Dir. Knappertsbusch, Regie M. Hofmüller, 19 Uhr.— 27. 8.„Don Giovanni“, Dir. Karl Böhm, Regie Wolf Völker, 19 Uhr.— 28. 8. Orchesterkonzert(Schubert, Bruckner), Dir. Furtwängler, 11 Uhr.— 29. 8.„Die Meistersinger", Dir. Furtwängler, Regie E. v. Wymetal jun., 17 Uhr.— 30. 8.„Egmont“ (in der Felsenreitschule), Regie Heinz Hilpert, 19.30 Uhr. — 31.§.„Fidelio", Dir. Knappertsbusch, Regie E. v. Wymetal jun., 19 Uhr. 2. Auf dem Domplatz: 24., 31. Juli,., 14., 21. und 28. August: Kleist„Amphitryon“, Regie Erich Engel, 20.30 Uhr. 3. Im Mozartraum: 27. 7. Orchesterkonzert (Beethoven, Brahms), Dir. Knappertsbusch, 20 Uhr.— 31. 7. Orchesterkonzert(Brahms), Dir. Vittorio Gui, 11 Uhr.— 7. S. Orchesterkonzert(Bach, Mozart). Dir. Edwin Fischer, 11 Uhr.— 9. 8. Schubert=Abend, Mitwirkende: Elly Ney(Klavier) und das Stumvoll=Quartett, 20 Uhr. — 14. 8. Bach„Kunst der Fuge“, Mitwirkende: Heinz und Robert Scholz, 11 Uhr.— 21. 8. Orchesterkonzert (Haydn, Mozart), Dir. Karl Böhm, 11 Uhr. 4. Domkonzerte des Salzburger Domchors, Dir. Joseph Meßner: 24. 7. W. A. Mozart: Krönungsmesse, Alte Salzburger Meister 1500—1800, 17 Uhr.— 31. 7. Brahms: Ein deutsches Requiem, 17 Uhr.— 7. 8. Schubert: Große Messe in esemoll, 17 Uhr.— 14. 8. Bruckner:=moll=Messe, Joseph Meßner: Te deum, 17 Uhr.— 21. 8. Pergolesi: Stabat mater. Mozart: Missa solemnis, 17 Uhr.— 28. 8. Mozart: Requiem, 17 Uhr.— Im Dom ferner: 28. 7. Orgelkonzert: J. S. Bach und Franz Schütz, 20 Uhr. 5. Serenaden in der Residenz: 26., 30.., .,., 11.,17., 25. und 27.., 21 Uhr: Werke von W. A. Mozart. 6. Weitere Veranstaltungen: 13. 8. Kirchenkonzert in Sankt=Peter:=moll=Messe, 11 Uhr.— Täglich nach dem Glockenspiel um 11.15 Uhr und 18.15 Uhr Orgelkonzert im Dom. Donnerstag, den 9. Juni 1938 Neue Tag Nr. 155 Erfolgreiche Gesundheitspolitik Danzig, 8. Juni. In Zoppot findet vom 8. bis 13. Juni die Reichstagung der deutschen Aerzte des öffentlichen Gesundheitsamtes und die deutsche Tuberkulosetagung statt, zu der etwa 700 Medizinalbeamte aus dem ganzen Reich nach Danzig=Zoppot gekommen sind. Ministerialdirektor Dr. Gütt sprach über die Gesundheitsund Rassenpflege als Grundlage der Staatspolitik. Nationalsozialistische Gesundheitspolitik treiben heiße das Volk in den Mittelpunkt der staatspolitischen Erwägungen stellen und mit allen Mitteln stützend, pflegend und fördernd auf die beiden gestaltenden biologischen Kräfte einwirken: Anlage und Umwelt. Gemeingefährliche Krankheiten wie Aussatz, Cholera, Pest und Pocken seien in Deutschland nicht mehr vorgekommen. Die Diphtheritis habe eine gewisse Zunahme erfahren, sei jedoch im allgemeinen leicht verlaufen. Die aus einer Mehranzeige von 3000 neuen Erkrankungen sich ergebende Zunahme der Tuberkulose sei nur scheinbar und erkläre sich aus der besseren Erfassung aller Erkrankten durch die Fürsorgestellen der Gesundheitsämter, die 1936 mehr als 1½ Millionen Volksgenossen betreuten. Die Sterblichkeit an Tuberkulose sei mit 6,9 auf 1000 Einwohner auf einen noch nie dagewesenen Tiefstand herabgesunken. Aus dem zweiten Arbeitsgebiet der Gesundheitsämter, dem der Gesundheitsfürsorge, berichtete Dr. Gütt, daß bei einer Jahresgeburtenziffer von 1276.000 im Jahre 1937 1129 000 Kranke in ärztlicher Betreuung durch die Gesundheitsämter standen. Es sei gelungen, die Sterbeziffer im Vorjahre auf 4,6 v. H. herabzudrücken. Dieses schöne Ergebnis habe sich in enger Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk Mutter und Kind der NSV. und der Erziehungsarbeit des Reichsmütterdienstes des Deutschen Frauenwerkes erzielen lassen. Viel Raum widmete Dr. Gütt in seinen Ausführungen dem dritten Arbeitsgebiet, der Bevölkerungspolitik, Erbund Rassenpflege. 1937 ist die Heiratsziffer auf 620 000 gegenüber rund 609 000 im Jahre 1936 gestiegen. Trotz der fortschreitenden Ueberalterung ist die Sterblichkeit die gleiche geblieben. Wenn auch die Zahl der Geburten von 14,7 auf 1000 im Jahre 1933, auf 19 auf 1000 im Jahre 1936 angestiegen sei, so bleibe sie doch um 11 v. H. hinter dem Geburtensoll zurück. Ministerialdirektor Dr. Gütt sprach ferner über die Maßnahmen zur Verhütung erbkranken Nachwuchses. „Opfer der Arbeit“. Im ersten Halbjahr 287 080 Mark verteilt Berlin, 8. Juni. Vor einigen Tagen trat der Ehrenausschuß der„Stiftung für Opfer der Arbeit", dem die Staatsräte Walter Schuhmann, MdR., Dr. Fritz Thyssen, MdR., und Dr. Emil Georg von Stauß, MdR., angehören, in deren Geschäftsstelle zu seiner üblichen Sommersitzung zusammen. Ministerialrat Dr. Ziegler, der ehrenamtliche Geschättsführer, gab einen Ueberblick über die Arbeit der Stiftung in der ersten Hälfte des Jahres 1938. Es wurden sodann dem Ehrenausschuß 1572 Gesuche zur Beschlußfassung vorgelegt. Der Ehrenausschuß genehmigte 1065 Gesuche mit einmaligen und laufenden Zahlungen in Höhe von RM. 287080. 507 Gesuche mußten abgelehnt werden, da die Voraussetzungen für eine Unterstützung aus der„Stiftung für Opfer der Arbeit“ icht gegeben waren. Weiterhin beschloß der Ehrenauschuß über 748 erneute Anträge. Von diesen wurden 636 besuchsteller mit einem Gesamtbetrage von 84 580 RM. bedacht. 112 Gesuche mußten abgelehnt werden, da veränderte wirtschaftliche Verhältnisse vorlagen. Die von der „Stiftung für Opfer der Arbeit" im vergangenen Jahre in enger Zusammenarbeit mit der NSV. durchgeführte Kinderverschickung wird auch im Jahre 1938 durchgeführt. Der Ehrenausschuß beschloß eine erhebliche Erweiterung dieser Kinderverschickung. So werden in diesem Jahre sowohl von der„Stiftung für Opfer der Arbeit" als auch von der dieser angegliederten„Stiftung für Opfer der Arbeit auf See“ insgesamt 1300 Kinder verschickt werden. Es sind dies Kinder tödlich verunglückter Arbeiter, die Das Kulturlager der 53 Weimar. 8. Juni. In feierlicher Weise wurde heute germittag in Weimar das diesjährige Kulturlager der beichsjugendführung durch den Chef des Rundfunk= und Aruramtes der RöF. Obergebietsführer Cerff, ernet. „ om weiten Viereck war das Arbeitslager in strahlender Aorgensonne auf dem grünen Wiesenplan des Appellim Goethe=Park angetreten, rund 300 HJ=Führer 80M=Führerinnen aus dem gesamten Reich, zum mal unter Teilnahme der mit der nationalsoziachen Kulturgestaltung in der Jugend der österreischen Ostmark betrauten Kameraden. Internationaler Kinderschutzkongreß in Frankfurt a. M. 12. bis 18. Juni findet in Frankfurt am Main der Mernationale Kinderschutzkongreß 1938 statt. Die ReichsDr. Goebbels und Dr. Frank haben die Schirmsektschaft über diesen Kongreß übernommen. In der gestern an dieser Stelle erschienenen Todesanzeige Wwe. Cornelius Schlitter ist die Zeit der Beerdigung irrtümlich mit 3 Uhr angegeben. Die Beerdigung Ist um 4 Uhr von der Leichenhalle des Nordtriedhofs aus. KEE Das r. Jahrgedächtnis für meinen lieben Mann, meinen guten Vater, Herrn Johann Berief wird gehalten am Samstag, dem 11. Juni. vormittags.30 Uhr, in der Pfarrkirche St. Mauritius Köln. Hierzu laden freundlichst ein Wwe. Johann Berief und Sohn. Mülheim Schöne II. Etage. fünf Räume. zu vermieten. Bescheid: Bg.Gladbarher Str. 75, I. (9618 Schildergasse 112 ., 7 Räume 150.-. III., 5 Räume und Mansanie 100.—. Auskunft: Ruf 60611(9317 Auch Ihre Familienanzeige gehört in den Neuen Tag Stellen angebote Junges nettes Mädchen sofort gesucht für Hausarbeit u. zum Bedienen d. Gäste, bei Familienanschluß, am liebsten vom Lande. Gasth. zum Marien berg. Rheinbreitbach. Hauptstr.182 9573 Tüchtiges Hauspersonal finden Sie immer durch die weit verbreiteten Klein Anzeigen des Neuen Tag. amp; personal Zweitmädchen kath., am liebsten vom Lande, welches gut nähen und bügeln kann. in Arzthaushalt gesucht.— Lohn nach Leistun 40.00—45.00 frei. Zuschrift.: M 776 Annahmestelle Nippes, Neußer Straße 252(9610 Stellengesuche Fräulein sucht für Freizeit ein Willkomm bei älterer, relialleinsteh. Dame. Zuschrift: 455 Neuer Tag. Köln(9613 Kautgesuche rIII der Hauptsache aus den Bergbaugebieten Oberschlesiens, em rheinisch=westfälischen Industriegebiet sowie aus Kreien der deutschen Seefahrt stammen. Sofortmaßnahmen der Reichspost für Oesterreich Berlin. 8. Juni. Reichspostminister Dr. Ing. e. h. nesorge hat nach seiner Rückkehr aus Oesterreich unter dem Eindruck der Erlebnisse seines Besuches in Wien und Linz an seinem heutigen Geburtstage folgende weitere Sofortmaßnahmen der Deutschen Reichspost für das Land Oesterreich angeordnet und mit nachstehendem Telegramm nach Wien mitgeteilt: 1. Ich habe für das laufende Rechnungsjahr fünf Millionen RM. für notwendige bauliche Instandsetzungen von Postdienstgebäuden im Lande Oesterreich, für die Erneuetung oder Ausbesserung der Inneneinrichtungen, Erfrischungsräume, sanitären Anlagen, für die Gestaltung der Dienst= und Arbeitsräume nach den Gesichtspunkten er„Schönheit der Arbeit" bereitgestellt. Mit den.= bendigen Arbeiten ist sofort zu beginnen. Darüber hindus sind die übrigen Bauten gemäß den im Voranschlag orgesehenen Mittel auszuführen. , 2. A u ß e r d e m s t e l l e i c h, n a c h d e m i c h z u r B e s e i t i g u n g der größten Not bereits einen Betrag von 200000 RM. zur Verfügung gestellt habe, für 1938 einen Betrag von swei Millionen RM. bereit, der zur Gewährung von Unterstützungen an in Not geratene Gefolgschaftsmitglieder und Empfänger von Ruhe= und Versorgungsgenüssen dienen soll. Ueber diesen Betrag kann schon jetzt verfügt werden. . Ich habe ferner angeordnet, daß die Erholungsfürsorge der Deutschen Reichspost für das Land Oestereich nach der Kopfzahl der Gefolgschaft gemessen etwa in dem doppelten Umfange durchgeführt wird wie im Altkeich, so daß im Jahre 1938 rund 1800 Gefolgschaftsmitglieder der Deutschen Reichspost im Lande Oesterreich einen kostenlosen zehntätigen Erholungsurlaub genießen können. Goldankaufstelle (63 230) Wilhelm Schwering. Blau bach 89. 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Man nahm es als unabänderlich hin, wenn die Wäsche mit der Zeit ihr gutes Aussehen verlor, und wenn sie stumpf und hart wurde. GuPrRRRR Jawohl, jede Persil=Wäsche ist ein Verjüngungsbad! e Persil hat wundervolle Eigenschaften: es reinigt und pflegt alle Wäschestücke, darüber hinaus aber wirkt es #. dann war es so: die Wäsche hat einen guten Teil der Fähigkeit verloren, den Körperschweiß in sich aufzunehmen— das heißt, sie hat ihre Saugfähigkeit eingebüßt. Durch das Waschen in hartem Wasser sind nämlich die Kalkteilchen des harten Wassers ins Gewebe gezogen, haben es„verstopft“, grau und hart gemacht Solche Wäsche gehört in ein wie ein Magnet.. es zieht nämlich beim Waschen in hartem Wasser die Kalkteilchen, die sich sonst im Gewebe festsetzen, an sich und gibt der Wäsche ihre ursprüngliche Weichheit und das gute Aussehen wieder!. Was wünschen Sie sich also- Wäsche *** oder so... Gibt es das? P1b38 □ Sie haben es selbst in der Hand! Persilgepflegte Wäsche fördert die Gesundheit durch richtige Hautatmung= Sie verleiht durch ihre Frische das Gefühl der Annehmlichkeit und gibt dem Körper erhöhte Spannkraft. nur gewaschen, nicht nur reinpersil-gepflegt soll Wäsche sein! Donnerstag, den 9. Juni 1938 Neue Tag Nr. 155 Hermann Göring in Kronenburg Fortsetzung von Seite 1“ Er wandte sich dann an den Leiter der Schule, Professor Werner Peiner, und führte folgendes aus: Als ich seinerzeit den Entschluß faßte, das Haus der Flieger zu gestalten und den Umbau von jenem Parlament der Schwätzer zu einem schönen Aufenthaltsraum meiner Flieger durchzuführen, da war es mir klar, daß ich nicht besser die Vergangenheit vertilgen und vergessen lassen machen konnte als dadurch, daß dieses Haus auch eine Stätte des Schönen werden solle. Damals wurden Sie von dem Architekten Professor Sagebiel berufen, dort zu wirken. Und so sah ich zum ersten Male Ihre Werke. Vom gleichen Augenblick fühlte ich, daß Sie zu Besonderem, zu Großem verpflichtet und berufen sind und daß Ihre Malerei so sehr in die Gedankenwelt des Nationalsozialismus und des Dritten Reiches hineinpaßt wie kaum eine andere zuvor. Und so kam es, daß ich Sie hier aufsuchte in Ihrem Atelier, um hier Ihre Arbeiten in wirklicher Ergriffenheit zu bewundern. Es ist deshalb für mich nur eine Pflicht des Dankes und eine Freude, mitarbeiten zu können, wenn ich hier die Pläne, die Sie sich erdacht haben, aufgegriffen habe. Dem Meister eine Schule Es gehörte zu den schönsten Errungenschaften großer künstlerischer deutscher Vergangenheit, daß damals die großen Meister, die uns heute noch so unendlich viel in älteren Werken, die sie hinterlassen haben, geven, daß diese Meisterschulen besaßen, in welchem sie ihr Können auf die Jugend und die Nachkommen übertragen haben. Und so ist aus dem Können und der genialen Begabung des einzelnen ein gutes und glückliches Fundament für viele geworden. Wenn wir der großen Meister gedenken und von ihnen reden, dann sprechen wir auch von ihren Schulen und von ihren Schülern. Nun haben wir im Dritten Reich diesen wunderbaren Gedanken und diese segensreiche Einrichtung zum ersten Male in dieser Schule wieder aufgegriffen. Denn ich glaube, daß gerade die Kunst, wie der Führer sagte, und wie es in diesem Ehrenbürgerbrief niedergelegt ist, eine zum Fanatismus verpflichtende Mission ist. Es genügt nicht, in einer Akademie lediglich Dinge darzustellen und zu lehren, sondern es muß etwas Lebendiges aus dem Innern, aus der ganzen Denkungsweise, aus dem Können des Meisters hineinströmen in die Schüler. Sie müssen sich verbunden fühlen nicht nur in den Stunden der Lehrtätigkeit, sondern darüber hinaus in dem ganzen Zusammenwirken und Zusammenleben. Sie mussen befruchtet werden von dem Geist des Meistens, nicht nur von seiner Lehrtätigkeit allein. Und sie müssen auch untereinander zusammenfinden, um sich der Verpflichtung bewußt zu werden, aber auch eines gewissen Stolzes, einer solchen Schule angehören zu dürfen. Das erst wird die Schüler zu großen Leistungen hinreißen. Sie wollen dann weiter ja auch über den Gesellen und Meisterschüler hinweg zu Meistern werden und ihrerseits so das große Können und Schaten eines gottbegnadeten Arbeiters hinaustragen in die nachfolgenden Generationen deutscher Künstler. Das soll hier erreicht werden, und es ist gut, daß diese Schule nicht im Brausen der Großstadt liegt, sondern abgeschieden davon, hineingesetzt in jene herbe Landschaft der Eifel. abseits des großen Treibens. Denn Kunst verlangt innere Sammlung, wenn sie wirklich etwas schaffen soll. Neue Pläne für Vergrößerung So entstand diese Schule, die wir heute einweihen. Wir wollen nicht dabei stehen bleiben. Schon sind neue Pläne niedergezeichnet, die die Schule darüber hinaus erweitern. Schon ist dieses Atelier hier wieder zu klein geworden für die großen Aufgaben, die dem Meister und seinen Schülern gestellt sind. Größeres muß erstehen, damit diese Aufgaben erfüllt werden können. Aber nicht nur der Malerei soll hier gedient werden, sondern auch andere schöne Künste gilt es zu pflegen. Alle Zweige der Malerei, nicht nur das Tafelbild, auch das Fresko, darüber hinaus aber die Kartons der herrlichen Gobelins; aber auch wieder im Kleinen, in der Miniatur, soll die Kunst hier zum Durchbruch kommen. Und so hoffe ich, daß der Plan, den ich heute mit Professor Peiner besprochen habe, auch in gleicher Weise die Gestaltung finden wird, wie damals vor einem Jahr der zu dieser Schule, daß hier dann auch jener Zweig der Kunst besonders gepflegt werden soll, das Wirken in den herrlichen Gobelins, die wir übernommen haben und die wir weiter pflegen wollen. Ich hoffe nun, daß diese Schule eine wirkliche Stätte, ein wirklicher Hort der verpflichtenden deutschen Kunst, wie sie im Dritten Reich neu aufgeblüht ist, sein wird, und daß ihr Ruf immer hehrer und immer lichter sein möge. Die ersten Schüler, die jetzt in dieser Schule arbeiten, sollen sich klar darüber sein, welch unendliches Glück ihnen zuteil geworden ist, in dieser großen Zeit leben zu dürfen. Denn wenn eine Zeit politisch groß gestaltet worden ist, dann folgte dieser politischen Stellung und Gestaltung auch die wirtschaftliche. Wenn wieder eine starke Staatsführung das Ruder in der Hand hielt, dann setzte auch die brausende Symphonie der Arbeit überall wieder ein. Wenn der Mensch wieder enthoben ist der alltäglichen Sorge um das Brot und die Arbeit und die Arbeitsstätte, dann schwingt besonders beim deutschen und germanischen Menschen sehr bald auch wieder das Gefühl mit, über das Alltägliche hinaus, das Schöne zu erfassen, das Schöne zu sehen, das Schöne zu lieben. Der Führer, der größte Künstler Und auf dem Boden der Arbeit entsteht die Kultur, die Kunst. Sie ist immer dort im Gefolge gewesen, wo eine starke Staatsführung die Voraussetzung geschaffen hat. Aber trotzdem können wir gerade von seiten der Kunst diese Zeit eine gottbegnadete nennen, denn es könnte ja auch sein, daß ein genialer Staatsmann nicht unbedingt Künstler sein muß. Hier hat aber die Vorsehung dem deutschen Volk in einer Person alles geschenkt. Nicht nur den genialen starken Staatsmann und Politiker, nicht nur ein soldatisches Genie, nicht nur den ersten Arbeiter und wirtschaftlichen Gestalter seines Volkes, sondern vielleicht als allerstärkste Eignung den Künstler Adolf Hitler. Aus der Kunst kam er, der Kunst hat er sich zuerst verschrieben, der Kunst der Architektur, der mächtigen Gestalterin großer und unvergänglicher Bauten. Und nun ist er zum Baumeister eines Reiches geworden. In diesem Reich hat er mit als erstes den gewaltigen Bau der Kunst errichtet. Die Kunst soll wieder emporblühen, soll wieder stark und deutsch sein. Die Kunst soll wieder überall eine Heimstätte haben. Große Aufgaben der Künste Gewaltige Aufgaben sind ihr gestellt und werden ihr laufend gestellt werden. Und wenn man heute bedenkt, allein welches Nragramm in den großen Städten des Führers, Berlin, München, Nürnberg, Hamburg, durch geführt werden soll, dann kann man ermessen, welch hohe, umfangreiche und gewaltige Aufgaben den Künstlern aller Zweige gestellt werden, um diesen gigantischen Bauten jene innere Schönheit zu geben, die dann erst das Vollendete gestalten. Ich glaube, daß gerade in der Malerei ungeahnte Möglichkeiten offen stehen, und wenn die Meisterschule hier in Kronenburg mit dazu beitragen kann, dann wäre niemand glücklicher denn ich. Denn das darf ich auch versichern, daß über alle Arbeit der Politik, der Wirtschaft hinaus auch mein Herz in glühender Begeisterung schlägt für das Schöne und somit für die Kunst. Und nachdem die Vorsehung, so unendlich gütig, mir Reichstes geschenkt hat, empfinde ich es als meine innere Pflicht, das Meinige zu tun, um nun auch der Kunst die Plattform zu geben, die sie haben muß, um wirken zu können. Wenn ich also hier die Schirmherrschaft übernommen habe, wenn ich diesen Bau ermöglicht habe und weiter ermöglichen werde, so ist das nichts anderes, wie eine tiefe Dankesschuld, die ich im kleinen abzustatten versuche für all das Herrliche und Schöne, das wir im täglichen Leben von den gottbegnadeten Künstlern empfangen und das uns die Kraft gibt, weiter an großen Werken zu arbeiten und zu wirken. Denn das ist es, was einem die innere Sammlung und die innere Stärke immer wieder gibt: Wenn man das Auge emporheben darf zu Schönem, oder das Ohr lauschen darf der göttlichen Musik. Kunst, vom Volke zu begreifen das denn Kunst Das Leben ohne Kunst ist schal, Leben mit Kunst ist erhevend. Möge dieses Haus nun stets eine Pflegestätte hehrster sein und bleiben, einer Kunst, wie sie uns im Blut liegt, einer Kunst, wie sie vom Volk verstanden wird. Denn nur das ist wahre Kunst, was der einfache Mann des Volkes begreifen und verstehen kann. Bedarf es erst einer Erklärung, um etwas schön zu empfinden, dann hat dieses Kunstwerk seinen Zweck verfehlt. Denn es muß durch sich selbst wirken, es muß nicht von einzelnen wenigen, sondern vom Volk verstanden werden. Die Kunst kann nicht irrlichtern für sich irgendwo, auch Volk; denn sie kommt aus dem sie ist beheimatet im Volk; denn sie kommt aus bem###########emeg Volk und ist mit dem Volke verwurzelt und kann nur so anlagen vor, wobei er besonders einen Einblick in Großes gestalten. l sportliche Arbeit der Burgmannschaft erhielt. Und das ist mein zweiter innigster Wunsch für diese Schule: Möge sie nie volksfremd werden in ihrer Einstellung und in ihrer Kunst, sondern möge sie besonders darin ihren Stolz und ihren Ehrgeiz sehen, eine Kunst zu schaffen, die tief im Wesen des deutschen Blutes liegt. Meine besten Segenswünsche werden die Schule stets begleiten, und ich werde meine Schirmherrschaft als Verpflichtung auffassen. In diesem Sinne übergebe ich nun heute die neuen Baulichkeiten ihrer Bestimmung und verpflichte mich gleichzeitig, für den weiteren Ausbau dieser Schule so zu sorgen, daß sie der ihr gestellten Aufgabe unter Ihrer klaren, sauberen uno zielbewußten Führung Herr Peiner, stets gerecht werden kann.“ Gauleiter Staatsrat Grohé sprach dem Generalfeldmarschall dann den Dank aller für das erstandene große uno zukunftsreiche Werk aus; er dankte dem Generalfeldmarschall aber gleichzeitig für die fortlaufende Arbeit für die Größe und Sicherheit des Reiches.„Wir bewundern“ in Ihnen den Mann unbeugsamen uno zielbewußten politischen Willens, wir bewundern in Ihnen den Mann soldatischer Entschlossenheit und überragenden militärischen Könnens; wir bewundern vor allem auch in Ihnen den begeisterten Förderer der hohen Künste und den Mann edelster Herzensgüte. Nicht zuletzt aber sehen wir in Ihnen den ersten und unermüdlichsten Mitarbeiter des Führers. Im Sinne seiner großen Lebensaufgabe grüßen wir den Führer: Adolf Hitler Sieg Heil!“ Besuch auf Burg Vogelsang Am Nachmittag besuchte Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring in Begleitung der Gauleiter Grohe und Florian die Ordensburg Vogelsang. Er wurde von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und dem Burgkommandanten, Reichshauptamtsleiter Manderbach begrüßt.: Die gesamte Burgmannschaft war auf dem Gelände vor der Burg angetreten. Ministerpräsident Göring richtete an sie eine Ansprache und nahm anschließend unter Führung des Reichsorganisationsleiters eine eingehende Besichtigung der gesamten Burgdie Geheimsender Cedillos Wiederaufleben des Aufstandes in Mexiko? Mexiko-Stadt, 8. Juni. Obwohl nun bereits schon mehrfach angekündigt wurde, daß die Verhaftung General Cedillos unmittelbar bevorstehe, konnten die Regierungstruppen bisher immer noch nicht seiner habhaft werden. General Cedillos verbreitet jetzt sogar wieder über einen Kurzwellensender die Nachricht, daß der Aufstand erneut um sich greife. Wie verlautet, soll Präsident Cardenas angeordnet haben, Cedillos auf keinen Fall zu töten. Berichte über Uebergabeverhandlungen des Generals haben sich nicht bestätigt. Protest Syriens in Paris Denkschrift über die Sandschak-Frage Jerusalem, 8. Juni. Die syrische Regierung übermittelte dem französischen Oberkommissar am Mittwoch eine Denkschrift über die Sandschakfrage zur Weiterleitung an den Quai’Orsay und das Genfer Sekretariat. Die syrische Regierung teilt darin mit, daß sie sich weigere, die auf die Sandschak=Wahlen ausgeübte Einwirkung mit ihren zwangsläufigen Folgen anzuerkennen. Sie bestehe vielmehr auf Fortführung der Wahlvorbereitungen im Sinne der verbrieften Unabhängigkeit. Die französische Regierung solle mitteilen, ob sie die Bestimmungen des französisch=syrischen Vertrages einhalten wolle. Syrien protestiere formell gegen die französisch=türkischen Vereinbarungen, durch die der Sandschak an die Türkei ausgeliefert wurde. Frankreich müsse die vertragsmäßigen Rechte seines Mandatsmündels Syrien achten und verteidigen. Sofern die französische Antwort unbefriedigend oder mit Reserven versehen ausfallen sollte, würde die syrische Regierung zurücktreten unter Ablehnung jeder Verantwortung. Im Zusammenhang mit den Vorgängen im Sandschak hat der syrische Ministerpräsident Mardambey die angekündigte Reise nach Paris verschoben. Flottenaufrüstung in ASA 53000 Facharbeiter werden gesucht Washingion, 8. Juni. Der Haushaltsausschuß des Repräsentantenhauses bewilligte am Dienstag die ersten 35 8 Millionen Dollar für den Beginn der im Flottenaufrustungsprogramm vorgesehenen Bauarbeiten. Zwei 35 000==Schlachtschiffe im Gesamtwert von 141,7 Millionen Dollar sollen bereits in vier Wochen auf Kiel gelegt werden und weiter wird mit dem Bau von zwei kleinen Kreuzern, sieben Hilfsfahrzeugen und acht Versuchsschiffen für eine sog.„Moskito=Flotte" begonnen werden können. Im Unterausschuß hatte in einer vorangegangenen Debatte Konteradmiral Morell betont, daß infolge des Mangels an geeigneten Werftanlagen das Schiffbauprogramm verzögert und die Ablieferung von Schiffen nicht mit den Bauplänen Schritt halten würde.— Der Chef der Marinebauten, Konteradmiral Dubose, kritisierte den Mangel an geeigneten Facharbeitern in der Schiffsbauindustrie. Die Marinewerften brauchten bis spätestens 1942 rund 90000 Mechaniker. falls das erweiterte Aufrüstungsprogramm durchgeführt werden solle. stünden nur 37.000 Mechaniker zur Verfügung. Eine Abfuhr für Moskau Die 2. Internationale in Oslo rv. Berlin. 8. Juni. Der Versuch der Komintern, auf der internationalen Tagung der 2. Internationale in Oslo so etwas wie eine Volksfront der Arbeiterparteien unter der Führung von Moskau zustandezubringen, ist mißglückt. Die angelsächsischen Gewerkschaften haben zusammen mit den Schweden und Finnen diesen Versuch zum Scheitern verurteilt. Dafür gestimmt haben lediglich die norwegische, französische, mexikanische und, dies verdient besonders festgehalten zu werden, die tschechische Delegation. Dabei ist zu bemerken, daß die Masse der norwegischen Arbeiterschaft diesen Plänen durchaus skeptisch gegenübersteht. Schließlich sollte man niemals vergessen, sich auch einmal die Zahlenverhältnisse vor Augen zu halten. Die Regie der Moskowiter sieht es vor allem darauf ab, mit Hilfe von sogenannten Vertretern, die nicht die geringste Befuanis besitzen wirklich für die Arbeiterschaft ihres Landes zu sprechen, von ihnen gewünschte„internationale Beschlüsse" zustandezubringen. Norwegen besitzt noch nicht einmal soviel Einwohner, wie eine der mittleren deutschen Provinzen. Die betreffenden kommunistischen Delegierten auf diesem Kongreß vertreten auch nur wieder einen Bruchteil der Einwohnerschaft bzw. der Arbeiterschaft Norwegens. Aber mit Hilfe derartiger„Grüppchen“ versucht man dann der Welt eine politische Gemeinsamkeit der Ziele vorzutäuschen, die von der jüdisch=liberalistischen Hetzpresse im Solde Moskaus dann kräftig für neuen Stimmfang und Betrug ausgemünzt wird. Zum Glück ist wenigstens in Oslo ein neuer derartiger Versuch an den kühl und nüchtern denkenden Angelsachsen gescheitert. Trauerfeier für die in Altona gefallenen Feuerwehrmänner Hamburg, 8. Juni. Die Hansestadt Hamburg bereitete am Mittwochnachmittag den vier bei dem Fabrikbrand in Altona in Ausübung ihres Berufes auf dem Felde der Arbeit gefallenen Feuerwehrmännern Ulbricht. Harenberg, Jänichen und Ponto auf dem Hof der Hauptfeuerwache eine würdige Trauerfeier, an der neben sämtlichen dienstfreien Kameraden, Abordnungen der Wehren aus Berlin, Bremen, Hannover, Braunschweig und Lübeck, Ehrenabordnungen der Partei und auer ihrer Gliederungen und der Polizei, die führenden Männer der Staats= und Gemeindeverwaltung, der Partei und der Wehrmacht teilnahmen. General der Polizei Daluege war erschienen, um die dankbaren und teilnehmenden Grüße des Reichsinnenministers Dr. Frick und des Reichsführers SS und Chefs der deutschen Polzei, Himmler, zu überbringen. Sühne für zwei Mordtaten Berlin. 8. Juni. Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Heute früh sind der 28 Jahre alte Kurt Hebler, die 55 Jahre alte Anna Hebler und der 27 Jahre alte Erich Schmidtchen hingerichtet worden, die vom Schwurgericht in Cottbus wegen gemeinschaftlichen Mordes— Kurt Hebler in zwei Fällen— zum Tode uno zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden waren. Kurt Hebler hat am 25. Januar 1931 in Schwieloch (Kreis Lübben) gemeinschaftlich mit seiner Stiefmutter Anna Hebler seinen Vater aus dem Hinterhalt erschossen und am 26. Juli 1937 in Saspow(Kreis Cottbus) gemeinschaftlich mit Erich Schmidtchen die Bäuerin Elisabeth Lehmann erschlagen und beraubt. Großfeuer im Ostseebad horst Stettin. 8. Juni. In der Nacht zum Mittwoch brach in dem alten Dorfteil Groß=Horst auf dem Gehöft des Besitzers Willy Laabs Feuer aus. Das Wohnhaus, zwei Ställe und eine Scheune brannten ab. Die Flammen erfaßten auch das Nachbargehöft von Erich Runge, das mit dem Wohnhaus, zwei Ställen und einer Scheune eingeäschert wurde. Ferner wurde das Gehöft des Besitzers Bellin von den Flammen ergriffen. Hier wurden das Wohnhaus und zwei Ställe vernichtet. Der Landwirt Laabs hat seinen ganzen Viehbestand von elf Kühen, zwei Pferden, neun Schweinen und 50 Hühnern eingebüßt. Die Brandgeschädigten sind nur gering versichert. Die Brandursache steht noch nicht fest. Göring auf der handwerksausstellung Berlin. 8. Juni.. Am Dienstagabend besuchte Ministerpräsident Generalfeldmarschall Görina in Begleitung seines Staatssekretärs Körner die erste Internationale Handwerksausstellung. Zum Empfang waren Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und führende Persönlichkeiten des deutschen Handwerks erschienen. Generalfeldmarschall Göring besichtigte eingehend die Werkstätten und die Leistungsschauen der einzelnen Länder, wobei ihm Ehrengeschenke, insbesondere von den ausländischen Handwerkern, überreicht wurden. Er sprach Bisherallen, die an Planung und Durchführung dieser Ausstellung Anteil haben, seine besondere Anerkennung aus. Riesige Betrügereien Wien. 8. Juni. Die Inhaber einer der größten Färbereien und chemischen Betriebe von Wien, die Juden Josef und Otto Smetana, sind wegen betrügerischen Bankerotts, Betruges und Steuerhinterziehung verhaftet worden. Josef und Otto Smetana haben ihrer Firma in den Jahren 1929 bis 1936 Werte in Höhe von nicht weniger als 500000 Schilling entzogen, diese Beträge nicht versteuert und für sich verwendet. Otto Smetana gab beim Verhör selbst zu, rund 200 000 Schilling durch Errichtung eines Sonderkontos bei einem Wiener Bankunternehmen beiseite geschafft zu haben. Wegen ähnlicher Straftaten wurde der Jude Salo Katz, Geschäftsführer eines großen Damenkonfektionsgeschäftes in der inneren Stadt, verhaftet und dem Landesgericht eingeliefert. Salo Katz hat den Staat seit mehreren Jahren dadurch geschädigt, daß er auf Grund gefälschter Bilanzen bedeutend geringere Reingewinne angab und nur diese versteuerte. In der Bilanz für 1936 gelang es ihm auf diese Weise, einen Gewinn von 500 000 Schilling der Besteuerung zu entziehen. Großdeutschlands Bibliothekare tagen in Passau. Vom 7. bis 12. Juni findet in Passau der 34. Bibliothekartag statt, an dem zum ersten Male Oesterreichs Bibliothekare teilnehmen. HANDEL UND WIRTSCHAFT Aktiengesellschaften Rheinisch-Westfälische Börse Ruhig Düsseldorf, 8. Juni. In dem ruhigen Geschäft trat keine Jenderung ein. Vereinzelt wurden geringe Abgaben vorgenommen, denen jedoch in gleichem Ausmaße Kaufaufträge gegenüberstanden, so daß die Kurse unbedeutende Schwankungen nach beiden Seiten aufwiesen. Auch nach den ersten Notierungen blieb das Geschäft unverändert still. Auf dem Montanmarkt lagen Vereinigte Stahlwerke beim ersten Kurs Proz. niedriger, konnten sich jedoch im Verlaufe wieler leicht erholen. Deutsche Erdöl, Mannesmann sowie Hösch verkehrten zu ungefähr gestrigen Kursen. Maschinenmarkt befestigt. So gewannen Rheinmetall ½ Proz. und Demag %’roz. Von Chemiewerten wurden Farbenaktien vereinzelt etwas hilliger abgegeben. Weiterhin gebessert gingen von den Versorgungswerten RWE um. Kaliaktien vernach lässigt. Kleines Geschäft wiesen Westdeutsche Kaufhof auf etwas erhöhter Grumilage auf. Anleihen hatten ruhiges GeSchäft. Bevorzugt waren Altbesitz, welche ihren Kursstand leicht aufbesserten. An der Kuxenbörse schrumpfte das Geschäft weiter zusammen, im allgemeinen waren die Kure gut behauptet. Kalimarkt ruhig und ohne nennenswerte Kursänderungen. Wie auf den übrigen Märkten kam es auch in Kassamärkten zu keinen größeren Umsätzen und erfuhren die meisten Werte keine nennenswerte Kursveränderungen. Basalt gingen 1½ Proz, erhöht aus dem Markt, blieben jedoch angeboten. Braunkohle Zukunft stellten sich 1 Proz. und Germania Bräu 1½ Proz. höher. Schieß Defries und Westeregeln gut, gehalten. Niedriger bezahlt wurden Wintershall und Kabel Rherdt minus 1 Proz. Feldmühle minus% Proz. und Gerresheimer Glas minus 2 Proz. Banken sowie Versicherungen bei ruhigem Geschäft kaum verändert. Der Freiverkehr lag uneinheitlich, Kohlenaktien gedrückt. Lothringen Genußscheine gaben zunächst 1½ Proz. nach, holten den Verlust im Verlaufe wieder auf. Unverändert bezahlt wunen Dolerit. Straßenbau Niederlahnstein sowie Walther, Kölsch Fölser befestigten sich um 1 Proz. Dagegen waren Elea Zement ½ Proz. schwächer. Der Börsenschluß war zwar still aber nicht unfreundlich. * Basilt.-G. 77%. Braunkohle Zukunft 128. Dahlbusch 143. Deutsche Erdöl 139¾. I. G. Farbenindustrie 162 ¾, Felten u. Guilleaume 136 ¾, Hösch-Köln-Neuessen 114¾. Kabel Rheydt 206. Klöckner Werke 118¼. Mannesmann 114½. Rheinische Stahlwerke 145½. Siemen= u. Hal-ke *76½. Stollwerck 131. Ver. Stahlwerke 110. Westd. Kaufhof 107¾. Commerzbank 114¾. Reichsbank 196, Allianz 278, Colonia Rückversicherung 243. Berliner Börsenbericht Freundlich Berlin. 8. Juni. Die gestern eingeleitete Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten erfuhr heute zunächst auf Teilgebieten eine Fortsetzung. Allerdings war der Bedarf im allgemeinen weiter mäßig. Nach Erledligung einer Reihe von Limiten wurden anderseits aber auch Abgaben beobachtet, so daß das Kursbild schon nach Ablauf der ersten halben Stunde etwas uneinheitlich aussah. Rein stimmungsmäßig wurde die Börse aber von einem freundlichen Grundton beherrscht, wozu ja auch alle Voraussetzungen gegeben sind. Die sich maßvoll entwickelnde Kursbewegung ist nur zu begrüßen und ein Beweis für die gute Beständigkeit des Wertnapiermarktes. Montane wiesen kaum nennenswerte Veränderungen auff. Vereinigte Stahlwerke gaben nach dem Vortagsanstieg Proz. her. Von Braunkohlenwerten wurden Eintracht IIse Genußscheine% und Niederlausitzer Kohle 1 Proz. höher, dagegen Rheinbraun 1¾ Proz. niedriger bewertet. Schwächer lagen auch Kaliaktien, so Salzdetfurth mit minus 1¼ Proz. Am chemischen Markt waren Farben wieder in größeren Beträgen gefragt und nach dem am Schluß der gestrigen Börse eingetretenen Rückgang um etwa ½ Proz. auf 162½ bis ¼ erholt. Von Elektrowerten hatten AEG und Akkumulatoren bei lebhafteren Umsätzen Steigerungen von X bzw. 1¾ Proz. zu verzeichnen. Nicht ganz einheitlich lagen die Versorgungswerte, von denen HEW ½ und Schlesische Gas 1 Proz, gewannen, während Elektro Schlesien 1 Proz. und Charlottenb. Wasser gagen letzte Karsanotiz# Proz. verloren. Bei Dessauer Gas(plus ½ Proz.) rechnet man mit der Ausschüttnung einer 5½ prozentigen Dividende. Maschinenbauwerte mußten unter kleinstem Abgabedruck nachgeben(Berliner Maschinen minus 1½. Deutsche Waffen minus ¾ Proz.). Auch Papier- und Zellstoffaktien waren eher angeboten, während von Bauwerten Holzmann 1% und Berger ¾. von Brauereipapieren Dortmunder Union ebenfalls ¾ und von den sonstigen Papieren Junghans, in Erwartung einer 5½prozentigen Dividende, ½ Proz, gewannen. Reichsbankanteile waren nach dem gestrigen Anstieg um ¼ Proz. auf 127¾ gedrückt. Von variahlen Renten zogen Reichsaltbesitz um Proz. auf 132½ an. Die Gemeindeumschuldungsanleibe stellte sich auf 96.30(plus 5 Pfg.). Am Geldmarkt waren für Blankotagesgeld unveränderte Sätze von 2¾ bis 3 Proz. anzulegen. Von Valuten errechnete sich das Pfund mit 12,33, der Dollar mit 3,4915 und der Franken mit 6,9150. Bonner Portlandzementwerke AG. Bonn Köln, 7. Juni. Den Vorsitz im Aufsichtsrat hat Geh. Finanzrat Dr. Bürgers-Köln übernommen, zum Stellvertreter wurde Alexander von Engelberg-Amöneburg(Dyckerhoff) gewählt. Unveränderte Dividende bei Rhein. Preßhefe- und Spritwerke AG. Monheim Köln, 7. Juni. Aus einem nach insgesamt.20(.27) Mill. RM Abschreibungen einschließlich Vortrag verbleibenden Reingewinn von 124 110(130 630) RM gelangt eine unveränderte Dividende von 5 Proz. auf 2,0 Mill. RM AK zum Vorschlag. Peuerversicherungsgesellschaft Rheinland AG, Neuß Köln, 7. Juni. Der HV am 5. Juli wird die Verteilung von unv. 5 Proz. Dividende sowie die Zulassung von unv. 90000 RM auf Konto Forderungen an die Aktionäre vor geschlagen. Die Prämieneinnahme stieg von.04 auf.21 Mill. RM. Union-Modegroßhandel AG, Köln Köln, 7. Juni. Im Geschäftsjahr 1937 erzielte die Gesellschaft nach Anlageabschreibungen von 95 462(i. V. 16 333 RM Abschreibungen auf Wirtschaftsgüter und 52 125 RA andere) einschließlich 18 488(16 435) RM Gewinnvortrag einen Reingewinn von 37541(28 488) RM. aus dem 10 00 RM auf die gesetzliche Rücklage und 5000 RM auf die Rücklage für Personalunterstüzung übertragen werden. Die bergische Wirtschaft im April und Mai 1938 Köln. 8. Juni. Obgleich die wirtschaftliche Entwicklung im Bezirk der Bergischen Industrie- und Handelskammef Wuppertal-Remscheid gewissen Schwankungen unterworten war. blieb die Lage doch im ganzen gesehen zufrieslenstellend. Unterschiedliche Abeatz- und Beschäftigungsverhältnisse lagen zum Teil in allen Industriezweigen vor. der Hauptsache durch das kühle und regnerische Wetttf berlingt, das vielfach einen größeren Bedarf nicht aul: kommen ließ. In der Eisen, Stahl und Metall verarbeitenden Industrie haben Nachfrage und Auftragseingang im a. gemeinen genügt, den bisherigen hohen Beschäftigungsgrad aufrechtzuerhalten Die Auslandsmärkte erwiesen sich ganz vereinzelt etwas aufnahmefähiger als in den Vo“monaten, im allgemeinen war die Nachfrage des Ausland“s ungenügend. Der Absatz von Erzeugnissen der Textil- und Bekleidungsindustrie wurde durch die ungünstige Witteruns stärker beeinflußt. Die Umsätze blieben zum Teil bir“: denen der entsprechenden Vorjahrsmonate zurück. erst 9 der zweiten Mathälfte hat sich die Nachfrage lebhafter staltet. Die Mehrzahl der Unternehmungen war aber tr###### dieser Störungen befriedigend beschäftigt. * — * Auf wertdeutschen Gauen Westdeutsche Kurzmeldungen Tod eines blühenden Menschenlebens Ein 14jähriges Mädchen, die Tochter einer Winzerfamilie in Mayschoß kam auf tragische Weise zu Tode. Als sie im Laufe des Dienstag vom Felde heimkehrte, trank sie aus einer Flasche in der Annahme, daß es sich um eine durststillende Flüssigkeit handele. Die Flasche aber enthielt ein gefährliches Gift, dessen Wirkun sich auch bald zeigte. Das Mädchen starb kurz darauf. Dieser Vorfall zeigt erneut, welch schreckliche Folgen dadurch entstehen können, daß in sträflicher Leichtfertigkeit giftgefüllte Flaschen nicht gekennzeichnet werden. Aus frühgeschichtlicher Zeit In Plaidt konnten in der letzten Zeit wertvolle Funde von besonderer historischer Bedeutung freigelegt werden. Es handelt sich um Töpfe, Mahlsteine, Scherben usw., die nach den Feststellungen aus der Zeit 600 vor der christlichen Zeitrechnung stammen. Nähere Untersuchungen ergaben, daß zwischn den jetzigen Funden und früheren Altertumsfunden ein gewisser geschichtlicher Zusammenhang bestehe. Das Provinzialmuseum Bonn wird im Herbst dieses Jahres an der Fundstelle weitere Forschungen durchführen. 53 Jahre beim gleichen Unternehmen Erstmalig hat m Ligper Land eine schaffende Volksgenossin das vom Führer gestiftete Treudienst= Ehrenavzeichen erhalten. Im Rahmen einer kleinen Feier überreichte Landrat Schweiger der Arbeiterin Luise Mahlmann aus Orbke, die seit nunmehr 53 Jahren ununterbrochen bei der Keksfabrik C. Pecher AG. in Detmold tätig ist, die hohe Auszeichnung. Tagung der Gaurichter der NSDAP Unter dem Vorsitz des Obersten Richters der Partei, Reichsleiter Walter Buch, tagen die Gaurichter am 8. und 9. Juni in Essen. Neben den verantwortlichen Leitern des Obersten Parteigerichtes, Beauftragten des Stellvectreters des Führers und Vertretern der Ehrengerichte der Nationalsozialistischen Kampforganisation, nehmen die Gaurichter der NSDAP des ganzen Reiches teil. Zum ersten Male wird Reichsleiter Buch auf einer Gaurichtertagung auch eine österreichische Abordnung begrüßen können. Böses Ende eines Steinwurfs Tragischer Tod eines Kaiseradlers Solingen, 8. Juni. Vor einigen Tagen ging im Ohligser Vogelpark. dem schönen Gemeinschaftswerk bergischer Heimatfreunde, einer der stolzen Kaiseradler ein. Ein Besucher wollte durch einen Steinwurf das Tier zum Fliegen bringen, um die Schwingen des stolzen Vogels beobachten zu können. Das aufgescheuchte Tier flog nun mit großer Gewalt gegen das über dem Vogelhaus ausgespannte Drahtnetz, wobei ein herausstehendes Drahtende dem Tier bis ins Genick drang. Ein Wärter war gleich zur Stelle, doch kurz darauf verendete der Kaiseradler. Man muß leider bei dieser Gelegenheit feststellen, daß solche Steinwürfe durchaus nicht selten sind. Die Besucher der Tiergärten sollten doch wirklich etwas mehr Disziplin üben. Stillschweigend einverstander Serviermeister und Truncsystem Eine arbeitsgerichtliche Entscheidung Siegen, 8. Juni. Vor dem Arbeitsgericht wurde die Klage eines Serviermeisters gegen ein Hotel entschieden, die des Interesses nicht entbehrt. Der Kläger war von 1932 bis 1938 bei der Beklagten als Serviermeister beschäftigt. Seine Entlohnung sowie die der übrigen Kellner erfolgte im wesentlichen aus den Prozenteinnahmen des Restaurants, die zunächst in den Restaurationstrunc flossen und am Ende des Monats an die Kellner nach einem zwischen dem Leiter des Betriebes und der Gefolgschaft des Restaurants vereinbarten Schlüssel verteilt wurden. Weiter wurden auch die Frühstücksprozente aus dem Hotelbetrieb für die Entlohnung des Klägers und der übrigen Serviermeister verwandt. An den Wohnungsprozenten aus den Hoteleinnahmen war der Kläger, dem auf Grund der Tarifordnung ein Garantielohn von 180 Mk. monatlich zustand, nicht beteiligt. Aus diesen Einnahmen wurden lediglich die Hausdiener und Küchenmädchen entlohnt. Die Aufgaben der Hotelportiers wurden durch den Geschäftsführer und den Serviermeister mit erledigt. Der Kläger führt unter Berufung auf die Bestimmunen des§ 3/4 der Tarifordnung aus, daß ihm auch ein Zeil der Wohnungsprozente zustehe, und behauptet, daß er in seiner Eigenschaft als Oberkellner auch die Hotelgäste ständig bedient habe. Er hält eine Beteiligung an den Hotelprozenten in Höhe von 60 Prozent für angemessen. Er verlangt nun mit der Klage zunächst einen Teilbetrag in Höhe von 364,77 Mk. Der Beklagte bat um Klageabweisung und bestritt, die von dem Kläger behauptete Verpflichtung, diesen auch an den Wohnungsprozenten aus dem Hotelbetrieb beteiligen zu müssen. Das Arbeitsgericht wies den Kläger mit seiner Klage ab. Der Kläger war sechs Jahre hindurch im Betriebe der Beklagten tätig. Während der Zeit ist eine Vereinbarung, daß er auch an den Wohnungs* prozenten aus den Hoteleinnahmen beteiligt werden sollte, zwischen den Parteien unstreitig nicht getroffen worden. Der Kläger hatte sich vielmehr während der ganzen Zeit mit seiner Entlohnung für seine gesamte Tätigkeit nach dem bei der Beklagten eingeführten Truncsystem zum mindesten stillschweigend einverstanden erklärt, so daß er aus diesem Gesichtspunkt gegen die Beklagte die geltend gemachte Forderung nicht herleiten kann. Ebensowenig findet der Klageanspruch auch in der Tarifordnung eine Stütze. Aus§ 3/4 dieser Tarifordnung, durch die lediglich ein monatlicher Mindestlohn der Kellner garantiert werde, folgert, entgegen der Ansicht des Klägers, nicht, daß dem Kläger und den übrigen Kellnern auch sämtliche Prozenteinnahmen aus dem Restaurant und dem Hotel zustehen. Insoweit wenigstens enthält die Tarifordnung überhaupt keine zwingenden Anordnungen, so daß eine enrsprechende Regelung im einzelnen lediglich der Vereinbarung zwischen dem Betriebsführer und den Gefolgschaftsmitgliedern überlassen bleibt. Mit der vorgenommenen Regelung aber hatte sich der Kläger, wenn auch nur stillschweigend, einverstanden erklärt. Aus diesem Grunde könne der Klageanspruch auch nicht auf die Bestimmungen der§§ 812 ff. BGB. über die ungerechtfertigte Bereicherung gestützt werden. Der rechtliche Grund ist darin zu erblicken, daß der Kläger das von der Beklagten angewandte Verteilungssystem anerkannt und gebilligt habe. Wenn nach Ansicht des Klägers ihm an den Wohnungsprozenten wegen seiner Tätigkeit ein Teil zugestanden hätte, so war es ihm überlassen, eine andere Verteilung anzuregen. Ein Rechtsanspruch des Klägers für die geltend gemachte Klageforderung liegt nach Ansicht des Gerichts nicht vor. Nur durch eine Aenderung der Tarifordnung durch den Reichstreuhänder könnte eine Beteiligung der Kellner an den Hotelprozenten begründet werden. Donnerstag, 9. Juni 1938 Nr. 155 Junges Kulturschaffen Die Veranstaltungsfolge„Junges Kulturschaffen im Rheinland“. vom 8. bis 12. Juni in Bonn, wurde am Mittwoch durch die Eröffnung der Kunstausstellung„Das junge Rheinland“, eingeleitet. Studentenführer Pradt von der Universität Bonn konnte zahlreiche Gäste begrüßen. Kulturdezernent Dr. Hirtz betonte in seiner Ansprache, daß die Stadt Bonn es sich immer angelegen sein lasse, das Kulturschaffen der jungen Generation im Rheinland zu fördern. Anschließend wies der Leiter des Kulturantes der Reichsstudentenführung. Reichshauptstellenleiter Dr. Fink, darauf hin, daß durch die Beteiligung zweier Gebiete der Hitler=Jugend die Ausstellung das Schaffen der gesamten jungen Generation des Rheinlandes widerspiegele. Die Auswahl der gezeigten Kunstwerke sei nach dem Grundsatz erfolgt, daß Voraussetzung jeglichen Kunstschaffens das vollendete handwerkliche Können sein müsse. Da der junge Künstler von heute Träger des Kunstschaffens der Zukunft sei, müsse er in seinem Schaffen ernst genommen werden. Man müsse sich daran gewöhnen, hinter jedem Kunstwerk die geleistete Arbeit zu sehen.(NSG) bekannt, daß er ein Bildnis Navoleons in ganzer Figur etwa 1812—13 gemalt hat. Dieses Bild, das sowohl von französischer als auch deutscher Seite lebhafte Anerkennung fand, ist verschollen. Jedoch dürfte immerhin die Möglichkeit bestehen, daß es irgendwo an einem der Oeffentlichkeit nicht zugänglichen Platz ein verborgenes Dasein führt. Vielleicht weiß auch dieser oder jener etwas über das Bild oder über andere Schöpfungen des erwähnter. Malers. Die Stadtverwaltung wäre dankbar, wenn ihr irgendwelche Nachrichten zugehen würden. Eine Naheweinstube im Kreuznacher Fausthaus eröffnet Bad Kreuznach, 8. Juni. Die Stadt Bad Kreuznach hat vor einiger Zeit das historische Fausthaus ingekauft und unter Wahrung seines alten Charakters zu einer vorbilklichen Naheweinstube ausbauen lassen. Die prächtigen Trinkstuben mit den stilgerechten Wand= und Deckenmalereien, altdeutschen Möbeln und mancherlei Erinnerungen wurden jetzt in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste der Partei, der Behörden und der Wehrmacht durch Bürgermeister Dr. Wetzler ihrer Bestimmung übergeben. Im Fausthaus kommen nur Naheweine zum Ausschank, die von einer sachverständigen Kommission sorgfältig ausgewähll sind und ein Bild von dem hohen Stand des Qualitätsweinbaues an der Nahe geben. Das Fausthaus selbst steht unter Denkmalschutz. Nach der Sage soll hier der berühmte Magister des Mittelalters gewohnt haben, der von Franz von Sickingen auf die Ebernburg berufen wurde und vorübergehend am Kreuznacher Gymnusium Rektor war. Das Haus ist in seiner neuen Gestalt eine Sehenswürdigkeit Bad Kreuznachs geworden. Wer kennt solche Bilder? Werke des Malers Peter Rittig gesucht Koblenz, 7. Juni. Das städtische Schloßmuseum in Koblenz betrachtet es als eine seiner Hauptaufgaben, das Kunstschaffen des Mittelrheingebietes zu pflegen. Es ist bemüht, von allen hier geborenen oder ansässig gewesenen Malern gute Werke in seiner Ausstellung zu zeigen. Leider aber ist es bisher noch nicht gelungen, von allen bekannten Koblenzer Malern ausstellungswürdige Arbeiten zu bekommen. Zu diesen gehört auch der im Jahre 1789 zu Koblenz geborene Maler Peter Rittig, der 1840 in Rom gestorben ist und dessen Name bis vor einigen Jahren in Koblenz gänzlich verschollen war. Rittig melte hauptsächlich Werke antikischen, später nur noch solche religiösen Inhalts, die er meist mit dem vollen Namen, manchmal nur mit P R signiert hat. In seiner Frühzeit— also besonders während seines Aufenthaltes in Keblenz, das er etwa 1814 verließ— schuf er auch Porträts. Ein großes Bild von ihm— eine Himmelfahrt darstellend— befindet sich in der Vallendarer Kirche. Aus seiner Koblenzer Zeit ist aus alten Akten Das Weiter Bericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Köln, herausgegeben am 8 Juni. 19 Uhr Die im Bereich der südlichen Ausläufer des Tieflandstiefs von Westen vordringenden feuchteren Luftmassen lösten in West= und Nordwestdeutschland Gewitter aus, während im übrigen Reichsgebiet unter dem vollen Einfluß des baktischen Hochs das trockene und durchweg heitere Wetter anhielt. Diese Entwicklung hat zunächst noch keine durchgreifende Umgestaltung der Wetterlage zur Folge, da der hohe Druck auch in Westdeutschland seine Wirksomkeit noch nicht verlieren dürfte. Es muß jedoch weiterhin mit dem Auftreten einzelner Gewitterschauer gerechnet werden. Vorhersage für Donnersag: Mäßig um Südwest drehende Winde, heiter bis bewölkt, schwül. Gewitterneigung.— Weitere Aussichten: Keine wesentliche Aenderung. Amtliche Wasserslände Rheinfelden 2,80(plus); Kehl.98(minus); Maxau 4,45(minus 13); Mannheim 3,43(minus); Mainz 0,98(minus); Bingen 2,05(minus): Kaub .23(minus); Trier 0,18(minus); Koblenz 2,18 (minus); Köln 1,97(minus); Düsseldorf.36 (plus); Duisburg 0,12(plus); Mülheim 1,37(plus 10); Ruhrort.40(plus); Wesel 0,16(plus 11); Emmerich 1,41(plus). onne 334 sei allen Vorzügen hat der Mazedonen-Tabak leider einen Fehler: Erverliert sein flüchtiges Aroma, sobald die Zigarette trocken wird. Seit jeher hat deshalb Haus Neuerburg sei ne Sorte darauf gerichtet, der OVERSTOLZ alle schädlichen Witterungseinflüsse fernzuhalten.Aber erst 1934 gelang es nach jahrelangen Versuchen, eine neue und einfache Art der Frischhaltung zu finden: Die Sropen-Jckung, die seit der der OVERSTOLZ einen LAHHi M 1! 15 Kazedonien geradezu idealen Schutz bietet! EI 4 SSeTelw 1938. Jahre hindurch hat sich nun die sinnreiche Abdichtung der Metallschachteln auf das beste bewährt. Die Aussenluft kann nicht mehr in die OVERSTOLZ-Packung hinein unddas Aroma nicht mehr heraus. So geniesst heute der Haucher eigentlich erst richtig die Sonne auf Nazedonien. die jahraus, jahrein den köstlichsten Tabak der Erde, den Tabak der OVERSTOLZ,reifen lässt. LSES fugendicht * Unvermindertes Vertrauen zu unserer Elf Heute Deutschland— Lehren der Pariser Begegnung Weniger Umständlichkeit! -Schweiz, Meinungen des Auslandes I. Akt Wohl noch nie in der deutschen Fußballgeschichte hat unsere Nationalmannschaft im gesamten deutschen Volk so viel Beachtung gefunden, wie unsere jetzige Vertretung in der Dritten Fußball-Weltmeisterschaft: lediglich die von Hans Kalb geführte Nationalmannschaft auf der Amsterdamer Olympiade kann sich rühmen, eine ähnliche Resonanz gehabt zu haben. Für unsere Heutigen gilt der Vergleich nicht mehr, denn nun ist auch die alte deutsche Ostmark mit der Fußball-Hochburg Wien in den Kreis der an unserer Nationalmannschaft interessierten Sportfreunde einbezogen, und wer Wiener Fußballbegeisterung kennt, weiß, auf wieviel breiterer Grundlage die Volkstümlichkeit König Fußballs in Deutschland nun steht. Die Wiener Spieler! Es war ganz selbstverständlich, daß die Nationalmannschaft Großdeutschlands nicht auf die Mitwirkung der Oesterreicher verzichten konnte, und es war ebenso klar, daß die Verschmelzung der beiden verschiedenartigen Spielsysteme der Deutschen und der Oesterreicher nicht von heute auf morgen fugenlos erfolgen könne. Die ausländische Presse faßt nach dem Start der deutschen Elf zur Weltmeisterschaft ziemlich übereinstimmend ihr Urteil dahingehend zusammen, die angestrebte Verschmelzung sei noch nicht gelungen. Wir müssen diese Meinung der ausländischen Fachleute allerdings dahingehend korrigieren, daß bei uns niemand daran gedacht hat, die neue Nationalmannschaft würde bei ihrer ersten großen Feuerprobe— und das war die Deutschland—Schweiz-Begegnung unbedingt sozusagen auf Anhieb, wie aus einem Guß spielen. Unsere Großdeutsche Elf hat im Pariser Prinzenpart-Stadion einen großen Kampf geliefert. und wenn wir die drei besten Spieler unserer Mannschaft, Raftl. Kupfer und Hahnemann nennen, dann befinden sich unter ihnen zwei Wiener. Wir sind sogar der Ueberzeugung, daß wir mit jedem anderen Torwart als Raftl schon am Samstag aus der Weltmeisterschaft ausgeschieden wären! Ist das vielleicht kein Prae der neuen Nationalelf? Auf der andern Seite hätten wir die Eldgenossen aber auch sicher besiegen können, wenn unser Angriff sich nicht allzusehr in die„epische Breite" verloren hätte und zur viel zu umständlichen Walze geworden wäre. Die Aufstellung des Rückwärtskreislers Gellesch wurde von niemand verstanden. Der Schalker, der schon im Düsseldorser Aston=Villa-Spiel der schwächste deutsche Stürmer war und wie wir schon damals schrieben,„inzwischen doch zu sehr Läufer geworden ist, um sich als Stürmer ohne weiteres zurechtfinden zu können", zerriß und hemmte den deutschen Angriff außerordentlich, und die an sich schon ungemein starke Schweiz-Abwehr hatte wesentlich leichtere Mühe, mit dem so zum Torso gewordenen Sturm der Deutschen fertig zu werden. Jeder andere der zur Verfügung gestandenen deutschen Spieler wäre ein besserer Verbindungsstürmer gewesen als Gellesch, dessen Fehlaufstellung uns den Sieg gekostet hat. Interessant ist, daß die Schweizer beide Mannschaften als zu umständlich bezeichneten, also nicht nur die unsre, sondern auch die eigne eidgenössische Elf. So schreibt der„Sport" Zürich u.—.„auch die Schattenseiten der manchmal so phantasievollen, oft aber auch starren mitteleuropäischen Schule waren jedoch fleißig zu beobachten: das allzu lange Ballhalten, das übermäßige Dribbeln, das übertriebene Rückwärtsspielen. In diesem Kapitel tat sich freilich Walacek ganz besonders hervor.“ Also Walacek, um dessen Teilnahmeberechtigung die Schweiz sich so erheblich bemüht hatte, war hier der Kreiselspieler. In diesem Zusammenhang ein Kapitel über Schiedsrichter John Langenus. Der„Sport“ Zürich. den wir hier nochmals zitieren, um von vornherein der eventuellen Meinung zu begegnen, wir hätten seine unvollkommene Leistung durch die deutsche Brille gesehen, schreibt über ihn sehr treffend:„Unser Freund und Mitarbeiter John Langenus wird weder bei den Schweizern noch bei den Deutschen eine freundliche Presse finden. Zugestanden muß ihm werden, daß es ein sehr schweres Spiel war, auf das sich der lange Belgier keineswegs ge freut hat. Aber Langenus, der nun doch nahe an die 80 Länderspiele in über Io Ländern dirigiert hat, Sitten und Unsitten auf allen Fußballseldern Europas und selbst Südamerikas kennt, beging in diesem Spiel vor vielen ProvokaFreude um Gauchels Führungstreffer. Wir hoffen, daß diese Szeue heute holung findet mehrfache WiederPhoto; Pressephoto wohl wieder mit von der Partie gezeigt. Die„mörderische Halbstunde" wurde von den Deutschen wesentlich aktiver durchkämpft als von den Eidgenossen. Und wir glauben auch heute nicht nur das gefühlsmäßige Vertrauen, sondern auch das sachliche Wissen um unsere größere MannschaftsTrello Abegglen sein werden. Für den ausgeschiedenen Pesser wird in der deutschen Elf wahrscheinlich Neumer, spielen. Höchstwahrscheinlich dürfte auch Fritz Szepan im deutschen Angriff zu finden sein. Bei den Läufern wird man mit dem kraft haben zu können, um einen knappen, aber sicheren Sieg der deutschen Elf erwarten zu dürfen. Trotz der sta ken Schweizer Abwehr bleibt es bei unserm ersten Tip::2 für Deutschland! Lo. In Toulouse: Kuba—Rumänien In Toulouse stehen sich Rumänien und Kuba gegenüber, die sich am Sonntag unentschieden trennten. Die Mittelamerikaner waren sehr schnell und äußerst eifrig und hatten sogar immer die Führung, so daß Rumänien vor einer schweren Aufgabe steht. Bei der Gleichwertigkeit der Partner wird es auch diesmal heiß — in jeder Beziehung— hergehen. Es wird schließlich darauf ankommen, welche Mannschaft frischer in den Kampf zieht. Dabeisein Kitzingers nicht rechnen können; man kann hier Skoumal erwarten. Der Wiener Schmaus wird vermutlich durch den Münchener Streitle(Münzenberg?) ersetzt werden. Soweit die mutmaßlichen Veränderungen der deutschen Mannschaft, die aber noch nicht alle Möglichkeiten erschöpfen, denn es ist beispielsweise durchaus möglich, daß auch Mittelläufer Mock eiwa Goldbrunner als dem zuverlässigeren Stopper weichen muß. Sei dem, wie es sei, wir haben, und das ist unser Plus gegenüber den Schweizern, genügend gute Spieler einsatzbereit, ohne Gefahr zu laufen, die Gesamtleistung unserer Mannschaft zu schwächen. Wie gut die physische Verfassung unserer Spieler ist, das hat am besten die Verlängerungszeit am Samstag Erste Grof3deutsche Alpenfahrt Das bisher schwerste Bergrennen unserer Radamateure Morgen, Freitag, 8 Uhr. wird in München die 1. Großdeutsche Alpenfahrt für Amateure gestortet, die über drei Teilstrecken führt und am Sonntag im Münchener Dante=Stadion ihr Ende erallem den folgenschweren Fehler, die— 5 maia# tionen nicht energisch genug zu ahnden. Es wurde ge-sreicht. 51 Amateure aus dem Reich, dazu die 15= klammert, gestoßen, gehäkelt. Gewiß, das Spiel wurde köpfige Nationalmannschaft, greisen in den auch so noch häufig genug unterbrochen, nur durch das Kampf um den Sieg ein, der durch die Einstreuung der Pfeisen deutlicher Regelverstöße. Aber es wäre vielleicht Deutschen Bergmeisterschaft einen besonderen besser gewesen, eine Zeitlang auch die versteckten Tricks sportlichen Reiz erhält. Die Teilnehmer stehen vor einer zu strafen, dann wären manche unschönen Szenen unter=schweren Aufgabe, denn den meisten von ihnen sind die blieben und vielleicht wäre es dann auch nicht zum Aus=]„zünftigen“, Berge fremd. Hier gilt es, alle Kraft einschluß des wilden Pesser gekommen.(Dessen sofortige zusetzen, uno zwar so, daß sie auf die drei Kampftage Bestrafung übrigens außerordentlichen Respekt vor dem gleichmäßig verteilt wird. Die Länge der einzelnen Disziplinwillen der Deutschen auslöste! Die Schriftlel- Strecken ist ungefähr gleich, aber bei deser Fahrt gibt tung). Langenus hatte es gar nicht leicht, hatte eine nicht in erster Linie die Kilometerzahl den Ausschlag, undankbare Aufgabe. Aber ein Pfeisenmann von seinem sondern die Beschaffenheit der Straßen, und min kann Ruf und Ansehen##tte den Weg finden müssen, schon den Fahrern nur wünschen, daß die Witterungsverhältfrühzeitig das Spiel noch fester in die Hände zu be= nisse derart sind, daß die ohnehm schon gegebenen kommen. Dieser Meinung sind nicht nur die Deutschen„Lmizrigteiten nicht noch weiter erhöht werden. und wir, ihrer sind auch die meisten neutralen Zuschauer und wir, ihrer sind auch dir mögen ug] Die erste Tagesfahrt führt von München über 174.4 und viele Ofsiziene. Kilometer nach Kempten und Nesselwong, der zweite Tag Nun, wir hoffen, daß die überhitzte Atmosphäre des siter 188.= Kilometer von Nesselwang nach Kerppten. Prinzenpark=Kessels vom Samstag heute einer be= Sonthofen, Reute und Innebruck, der Schlußtag von ruhigteren den Platz überlassen und der Schwede Innebruck über Mittenwald und Partenkirchen zurück Eklind ein leichteres Amt haben wird als sein Kollege zum Ausgangsort München. Langenus. Die Mannschaftsaufstellungen werden wieder erst vor Spielbeginn bekannt, doch ist ziemlich gewiß, daß! Drei westdeutsche Fahrer. Jakoo Kropp die deutsche Elf gegenüber der vom Samstag(Aachen), Hans Mundorf und Franz Bronold größere Veränderungen aufweisen wird als(beide Köln), von dem es heißt, daß er inzwischen nach die der Helvetier. Bei den Eidgenossen ist die Mit= Chemnitz übergesiedelt ist. wollen ihren Platz in der wirkung des verletzten Minelli noch fraglich, während Nationalmannschaft verteidigen, in der noch Erich Meier, Mittelläufer Vernati und der gefährliche Stürmer Willy Irrgang, Stefan Fischer(alle Berlin), Werner Richter(Sigmar) Erwin Weischede!(Stuttgart), Willi Meurer(Tilsit), Ernst Schmidt. Paul Reichel(beide Chemnitz), Hans Heller, Fritz Schellhorn(beide Schweinfurt), Alfred Mohr(Wien) und Willi Gruß(Chemnitz) kämpfen. Es ist nicht leicht, den wahrscheinlichen Sieger herauszugreifen. Willi Meurer, Kropp, Schellhorn, Heller und Bronold sind tüchtige Bergfahrer. Vielleicht erkämpft sich einer aus ihren Reihen den Titel„Deutscher Bergmeister". Das Rennen gilt gleichzeitig als Vorprüfung zur internationalen Fernfahrt(Länderkampf) München— Mailand vor 1. bis 3. Juli. Die bewährtesten Kräfte werden hierfür berücksichtigt. Heuser— John H. Lewis um die Weltmeisterschaft im Halbschwergewicht Der amerikanische Boxweltmeister im Halbschwergewicht, John Henry Lewis, kommt noch in diesem Sommer nach Deutschland. Er will zwischen dem 10. und 15. September in Berlin gegen den deutschen Europameister Adolf Heuser(Bonn) antreten und seinen Titel verteidigen. Lewis verteidigt vorher, und zwar Mitte August, seinen Weltmeistertitel in Pittsburgh gegen den wenig bekannten Al Gainer. Es ist kaum anzunehmen, daß er diesen Kampf verliert. Marathon Leipzig in Köln Klubkampf gegen KBC-Jugend Der Jugendmeister der Mittelrhein=Leichtathleten, Kölner BC, hat für kommenden Sonntag einen Kräftevergleich mit der besten Jugendmannschaft des Gaues Sachsen, Marathon Leipzig. vereinbart. Die umfangreiche Wettkampffolge verspricht fesselnde Prüfungen, die im Stadion Müngersdorf abgewickelt werden. In den Reihen der Leipziger stehen hoffnungsvolle Kräfte; stark sind die Hürdenläufer, die in ihrem Gaugebiet einen guten Ruf genießen. Um den Preis des Führers Hoppegarten mit zwei Höhepunkten Ein glanzvolles Feid wird sich am Sonntag in Hoppegarten im Rennen um das Silverne Pferd am Start einfinden. Fast alle gemeldeten Pferde waren Teilnehmer am Chamant=Rennen, am JubiläiumsPreis und am Großen Preis von Köln. Um den Ehrenpreis des Führers und Reichskanzlers bewerben sich auf der 2600 Meter langen Strecke: Gest. Ebbesloh Elritzling(O. Schmidt), Gest. Schlenderhan Walzerkönig(G. Streit), Frau R. Haniel=v! Rauch Ebro (E. Huguenin), Gest. Zoppenbroich Trollius(E. Böhlke), Gest. Waldfried Origenes(W. Genz), Stall Nemo Goldtaler(K. Narr), D. Kriete Gleichklang(H. Zehmisch), Gest. Praust Poet's Fancy(I. Vinzenz) und W. Bodersiek Scävola(). Die wertvollste Prüfung für die dreijährigen Stuten kommt zuvor mit dem Preis der Diana über 2000 Meter zum Austrag. In dem mit 18000 Mark ausgestatteten Rennen wird erstmals auch Adler= see an den Start gehen. Voraussichtlich sind am Ablauf: Gest. Ebbesloh Adlersee(O. Schmidt), Gest Röttgen Hannenalt(W. Printen). Gest. Waldfried Makremee(W. Genz). Gest Schlenderhan Blaue Donau (G. Streit) und Gest. Erlenhof Geisha(K. Videk), * In Wien wird am kommenden Sonntag das Oesterreichische Derby gelaufen. Für die mit 52000 Schilling ausgestattete Hauptprüsung der Dreijährigen stehen sechs Hengste für die 2400 Meter lange Strecke als voraussichtliche Starter fest: Fürst Festetics Alibi, 57 Kilogramm(V. Esch), Dr. D. Gardonys Vinko, 57 Kilogramm(I. Weißbach), J. v. Issekutz' Dragonyos. 52 Kilogramm(A. Klimscha), J. v. Issekutz Dugo, 57 Kilogramm(L. Szentgyörgyi), Gest, Lesvars Osborne, 57 Kilogramm(I. Balog). Dr. A. Tonolles Bernadotte, 57 Kilogramm(J. Scheibal). Rennen zu Mülheim-Duisburg 1. Rennen: 1. Dillmanns Garant(A. Lommatzsch), 2. Gru, 3. Heerschau. Ferner: Die Eilige, Windeseile Toto: 22, 14, 12; La. 1¼. 5 1; EW: 50 2. Rennen: 1. Buschkamps Frauenfreund(R. Vaas), 2. Segelflug. 3 Freiheitslied. Ferner: Lewall, Reizjäger, Denar, Sonny Boy, Coeuraß. Toto: 101, 25, 18, 17; Lg. 1½, 1½, 2: EW: 656. 3. Rennen: 1. Höllenfahrt(H. Kreuz), 2. Fohre, 3. Marland. Ferner: Orchilles, Debatte Agathon. Toto: 28. 15, 17, 17; La. 1¼. H. 1½: EW: 184. 4. Rennen: 1. Westhoffs Natango(H. Westhoff), 2. Sarafan, 3. Augraf. Ferner: Mithro. Thammo, Sankt Märgen. Galsworthy, Maruka. Toto: 43, 18, 24, 21; La. ½, 1¼, 1: EW: 286. 5. Rennen: 1. Hörs Royal Pantalion(R. Andrie), 2. Agnus, 3. Ramadan. Ferner: Ohio, Kohinor, Lebensweg. Kurzer Kopf. Antiochus. Cologna. Toto: 39, 13, 22, 14: Lg.., 1½. K: EW: 806. 6. Rennen: 1. Kunsts Golf(H. Schmidt), 2. Melte, 3. Musterknabe. Ferner: Helmwiege, Wildfang, Charolus, Wernigerode. Toto: 18, 12, 14, 28; Lg. 2, 1,#; EW: 54. 7. Rennen: 1. Lourtermanns Winnetou(F. Nolte), 2. Epikur, 3. Sheila. Ferner; Heroine, Maktonia. Toto: 33, 17, 16; Lg. 2, 10, 3; EW: 64 Ostmark-Abend in Köln Mit 65 Turnern aus Oesterreich In den Tagen vom 9. bis 18. Juni unternehmen 45 Turner und 20 Turnerinnen aus Oesterreich eine Deutschlandreise, die ihren Start in Karlsruhe hat und in Berlin beschlossen wird. Bereits am 11. Juni sind, die Ostmarkdeutschen in Köln zu Gast, um im Rahmen einer großen DRL=Veranstaltung im großen Saal der Lesegesellschaft ihr Können in mannigfaltigen Vorführungen zu zeigen, darüber hinaus aber einen Einblick in die Leibeserziehung und Volkstumsarbeit zue geben, wie sie in der Ostmark ihren Ausbruck findet. Gerade auch die Arbeit des Deutscher. Turnerbundes m Oesterreich hat mitbeigetragen, den GedanEndlich eröffnet Riehl Am 24. Juni„Goldpokal vom Rhein“ Obwohl die Radrennsaison auf offenen Bahnen schon seit langen Wochen eröffnet ist, haben die Kölner Radsportfreunde bis heute noch immer auf das erste Dauerrennen in Riehl warten müssen. Nunmehr scheint der neue Pächter. Richard Heyne, jedoch alle Schwierigkeiten aus dem Wege geräumt zu haben, denn am 24. Juni soll das erste diesjährige Steherrennen stattfinden. Die Eröffnung der traditionsreichen Kampfstätte wird mit einem alten klassiichen Rennen, dem„Goldpokal vom Rhein“ erfolgen, das eine reizvolle und starke Besetzung erhalten soll. Richord Heyne, der zugleich Leiter der Berliner Olympiabahn ist und im vergangenen Winter auch die Stuttgarter Winterbahn betreute, glaubt auf Grund seiner reichen Erfahrungen allen Anforderungen der verwöhnten Kölner Radsportfreunde gerecht zu werden.—— ken des Anschlusses zur Wirklichkeit werden zu lassen. Die zahlreichen DRL=Mitglieder in der Domstadt am Rhein werden es sich nicht nehmen lassen. durch einen starken Besuch der Veranstaltung ihre Freude und Dankbarkeit den österreichischen Kameraden gegenüber zu bekunden. Donnerstag, den 9. Juni 1938 Schmeling-Louis stark gefragt 440 000 Dollar im Vorverkauf vereinnahmt (Neue Tag Nr. 155 Der Kampf um die Boxweltmeisterschaft im Schwergewicht zwischen dem amerikanischen Titelverteidiger Joe Louis und dem deutschen Herausforderer Max Schmeling verspricht das Sport=Ereignis des Jahres zu werden. Schon jetzt, vierzehn Tage vor dem Newyorker Treffen, sind im Vorverkauf 440 000 Dollar eingenommen worden. Der Präsident der Vereinigten Staaten, Roosevelt, hat für sich und seine Familie insgesamt zehn Karten bestellt. In Speculator, wo Max Schmeling eisern trainiert, herrscht Hochbetrieb. Viele tausend Sportbegeisterte kommen Tag für Tag in die sonst so einsame Gegend, um den deutschen Titelanwärter bei seiner Vorbereitungsarbeit zu beobachten. Auch die Mehrzahl der Newyorker Pressevertreter ist hier versammelt. Sie schöpfen hier neues Material, um ihre Leser über Schmelings Form aufzuklären. In den letzten Tagen boxte Schmeling mit drei Sparringspartnern je zwei Runden. Die Behauptungen von einer einseitigen Kampftaktik strafte er Lügen. Eine blitzschnelle rechte Gerade und ein ebensolcher Aufwärtshaken sind nach wie vor Schmelings Hauptwaffen. Anders ist das bei Louis, dessen Partner nur die Rechte schlagen müssen, um den Neger in der Verteidigung zu äußerster Vorsicht zu mahnen! Ueber Schmelings Kampfform herrscht kein Zweifel. Unser Meister aller Klassen ist bestens gerüstet. Wenn die USA=Presse glaubt, Schmeling sei übertrainiert, wenn er gegen Louis antmete, so darf hier gesagt werden, daß ein solcher Fehler Schmeling noch nie unterlaufen ist. Es bleibt eben sein Geheimnis, sich bis auf den Kampftag in die beste Form zu bringen! Die Wetten stehen:1 für Louis. aber die Reporter und Buchmacher verraten selbst, daß sie nur auf Schmeling setzen. uppe ohne Jalz? Kölner Reiter erfolgreich im Wiesbadener Pfingstturnier Springkurs auf diesem selten schönen Platz hat lücken, das merkte man direkt bei dem ersten Dieses mehrtägige Turnier, das der Reit= und Fahrklub, dessen Vorstandsmitglied Dr. Ruthe besondere Anerkennung verdient, mit der Stadt veranstaltete, war sportlich unbedingt eine große Sache, was bei der Qualität und Zahl der Reiter und Pferde kein Wunder nimmt. Zum ersten Male waren verschiedene Prüfungen für die Angehörigen des Zwölften Armeekorps ausgeschrieben, wobei man feststellen konnte, daß von den Mannschaften, Unteroffizieren und Offizieren sehr Beachtenswertes geleistet wurde, zumal Hauptmann Haug, der bekannte Spring= und Dressurreiter tat sich hervor. Eine Springkonkurrenz solcher Art hat bestimmt noch nie stattgefunden, und zwar durften nur die Offiziere starten, welche vorher mit ihrem Schnellflugzeug an der großartigen Schaunummer teilgenommen hatten, wobei Oblt. von Maltzhahn Sieger blieb. Der S seine Tüc mittelschweren Zeitspringen, wo das Billard von zwei Seiten zu nehmen war, die kombinierten Hindernisse waren auch nicht einfach. Es gab soviele Starter, daß drei Abteilungen gebildet wurden. Nach erbitterten Kämpfen ging Oblt. Roschmann auf dem Holsteiner Quadriga als Sieger hervor. Erfreulich war, daß auch eine Amazone, Frau Lindgens mit ihrem Leithirsch unter den Placierten war, womit man bei einer solchen Reiterin rechnen konnte. Als ein hochtalentierter Herrenreiter erwies sich Emil Mielsch. der mit seinem Nelson ebenfalls zu den Schleifenträgern zählte und ein Springen Kl. 1 gegen 74 Konkurrenten gewann, darunter mehrere Vertreter der Kavallerieschule Hannover. Bei einer leichten Dressurprüfung sah man nach längerer Pause Prinz Christof von Hessen wieder im Sattel, der mit zu unsern besten Dressurreitern gehört, in der Vollendung stellte er den Vollblüter Krokus vor, ser so ging, daß er sogar über die von Lörke gearbeiten Pommerländer und Dorffrieden kam. Eine sehr gute heurteilung fand in einer andern leichten Dressurprüjung der ziemlich kompakte Hannoveraner Wels unter Major Fouquet: er ließ sogar den berühmten Cortez aus dem Stall Friedrichshof unter Altmeister Eckhardt hinter sich, auch der nicht minder bekannte Feuerzauber unter Fritz Stecken stand nach. Dafür konnte dieser aber mit dem so durchlässigen Waldkater eine Dressurprüfung Kl. 2 an sich bringen, während eine zweite Dressurprüfung dieser Art eine sichere Sache für die Klassereiterin Frau Gömöri mit ihrem Lausbub war; dieser kokette Braune mit seinen kadenzierten Tritten ist immer ein köstliches Bild. Eine besondere Sache war die schwere Dressurprüfung, wobei vielen Zuschauer,(der Besuch war Doppel und dreifache Sprünge erschwert, weil Orer dabei waren usw. Wie groß die Anforderungen waren beweist, daß nur vier Fehlerlose das Ziel erreichten, darunter Hauptmann Tonnet mit Kantata, der genau taxiert und großartig springt, als Zweitplacierter meister de Kruyfft auf dem guten Galoppierer Ben, der jeden Sprung absolut sicher anzieht. Als Vierter Sieger blieb SA=Mann Günther auf dem schnellen mächtigen Hannoveraner Burggraf, Dritter Oblt. Meyer mit dem harten Trakehner Ave. Ausgezeichnet waren auch die Ritte von K. T. Röchling auf seinen Vollblütern und unseres ältesten Springreiters Direktor Tigler, und das mit einer erst vor kurzem gebrochenen Hand. Zwei Oldenburger in Wiesbadener Besitz von Kron gesteuert gingen großartig. Viel Schneid zeigte auch die Wiesbadener Amazone Frl. Herbert mit ihrem guten Schimmel. Um also wieder auf die Holländer zurückzukommen. Sie starteten in dem Springen noch den fitten Sargarozzan unter Oblt. van Heckern, unter demselben Reiter den Vollblüter Gigolo, den ebenso schnellen August (Oblt. Kloppenburg) den kurz abgedrehten willigen Ciovanezza,(Rittmeister de Kruyfft) die schon erwähnten Codard(Hauptmann Tonnet) und Juno(Oblt. Kloppenburg). Der Wallach macht vor jedem Sprung den Hals lang und läßt sich dann mächtig fliegen. Alle diese Holländer sind mit ihren Pferden großartig eingespielt, gehen im Sprung weich mit. Was bei ihnen anders ist, sind die langen Bügel, genau wie bei den Iren. Von Ausländern sah man noch den dänischen Oblt. Hansen Möller vom jütländischen Dragonerregiment, der nach Hannover abkommandiert ist, mit seinem gut gehenden irischen Wallach Duel. Für das schwere Springen, dessen Bezeichnung berechtigt war, kamen nicht viele Starter in Betracht. Das beweisen nur zwei Fehlerlose, die dann erhöht stechen mußten, dabei blieb Rittmeister Rosenow auf dem alten Schimmel Schneemann, noch in bester Erinnerung als Ueberraschungssieger in Stuttgart, ohne Fehler, während von Zastrow mit Nelke an der Mauer abwarf. Der wunderbare Ehrenpreis geht also an die Kavallerieschule Die Holländer, die wirklich virtuos ritten, was ihnen auch mehrfach Applaus einbrachte, waren mit Codard(Hauptmann Tonnet) und Juno(Oblt. Kloppenburg) im Placement, ebenso der Däne. Für die beste Gesamtleistung bekam der holländische Hauptmann Tonnet den Ehrenpreis der Stadt Wiesbaden. die mit diesen Reiterkämpfen den Kurgästen vieles geboten hat. klein, erst die Würze macht das Essen zum Vergnügen. Feinschmecker oder„Esser“- hier unterscheidet sich's. Nicht viel anders ist es bei der Kleidung. Ruch hier ist das modische Drum und Dran, das Ihrer Erscheinung erst die rechte„Würze“ gibt: die modegerechte Krawatte, das gut sitzende, passende Hemd. der formschöne, farbrichtige Hut. Der Anzug mag noch so gut sitzen, mag noch so modern sein- den Mann von Geschmack erkennt man erst daran, was er aus eigenem hinzutut. Deshalb pflegen wir unsere Abteilung Herrenausstattung auch mit ganz besonderer Sorgfalt. Das für einen Anzug Sie auch bei uns kaufen, Sie bekommen bei uns immer auch das rechte„Jubehör“. So ist alles, was wir für unsere Kunden tun, darauf abgestellt, daß diese aus Überzeugung sagen können: Jawolll, man ist gut aufgekoben bei ## Schifdergasse Hn schwere Dressurprüfung, wobei im Einzelreiten die immer glänzend), einen Begriff bekamen, was in so einer Vorprüfung alles verlangt wird: Schlangeblinien, Pirouetten, Traversalverschiebungen, Fliegenden Changements auf verschiedene Tempi, Passagen, eventuell auch Piaffe, lösten helle Begeisterung aus. Die Berliner Pferde dominierten, Frau Franke bekam mit Bojar die goldene Schleife, dahinter zwei große Könner Frau Stecken auf Waldkater und A. Staeck auf Hammer. Die Materialprüfung mit Mindestforderungen also 300 Meter Schritt, 1000 Meter Trab und 1500 Meter Galopp verdient deshalb Erwähnung, weil ein braunschweiger Halbblüter, der 4jährige Effendi(Major Fouquet) der im Aeußern einem Beberbecker ähnelt, am höchsten bewertet wurde. Der auffallende Schimmel Lohengrin dürfte nach dem Eindruck den man hier gewann, eine große Zukunft haben. Ein Maßstab, allerdings viel schärferer Art waren die beiden Vielseitigkeitsprüfungen, einmal für SA und SS, das andere mal offen für alle. Die Mitglieder der Reiterformationen bestritten ein Springen und eine Dessur Kl. a. Der Geländeritt ging über 6 Kilometer mit 10 festen Hindernissen, dazu verschiedene Kletterpartien. Schf. Wieczorek auf dem 7jährigen Hannoveraner Gregor schnitt am besten ab. Was einem besonders gefallen mußte, waren die Springleistungen, eine Beobachtung welche man auch bei einem andern für die Formationen vorbehaltene Konkurrenz machte, wobei zwei Halbblüter, die in nächster Nähe von dem sehr sachverständigen Major von Richter in seinem Gestüt Rettershof gezogen wurden— man muß sich die Namen Alpenwelt und Santa merken— gegen die Hannoveraner und Ostpreußen großartig abschnitten, bei einer Anfängerdressur war es nämlich ebenso. Die Anforderungen der zweiten Vielseitigkeitsprüfung, auf die schon hingewiesen wurde, waren erheblich gesteigert, Dressur und Springen Kl. 1. die Wegestrecke 7 Kilometer lang mit 15 festen Hindernissen, die Zeit verkürzt. Die beiden Ersten stellte die Kavallerieschule; die Reitstaffel der SA Gruppe Hessen, die auf diesem Turnier immer mit vorne war, kam auch hier zur Geltung. Die Fahrkonkurrenzen sind fast als Schaunummern zu bezeichnen, soviel wurde geboten. Keine Art der Anspannung fehlte, natürlich dominierte die Kavallerieschule, gut schnitten aber auch die Herrenfahrer ab, an erster Stelle der Meisterfahrer Rudi Schmidt mit seinem Viererzug. Seit Jahren sind holländische Offiziere gern gesehene Gäste, bei den Springkonkurrenzen sprachen sie auch jetzt ein gewichtiges Wort mit. In dem mittelschweren Zeitspringen, das der grobknochige Notar, dem man solche Schnelligkeit gar nicht zutraut, unter Rittmeister von ruttwiß gewann, wurde Juno unter Oblt. Kloppenburg nur um zwei Sekunden geschlagen; der hollandische Hauptmann Tonnet kam mit Godard an die 12. Stelle. Bei einem zweiten Springen Kl. M traten sie dann richtig in Erscheinung. Dieser Springkurs war ehr schwer, das Billard war von zwei Seiten zu nehmen und ein schmaler Graben diente als Aufsprung. In der anderen Kurve ging es über einen Brückensteg. vergab, bergan über ein Rick, dahinter in einen Tiefsprung. Hier wurden besonders viele Fehler gemacht. „Der Neue Tag das gute Werbemittel! 6 220301 das ist die Nummer, durch die Sie Klein-Anzeigen für den Neuen Tag telefonisch übermitteln können. Auf der Drehbühne des Sports Kleine Randbemerkungen zu den Ereignissen im internationalen Sport Dies und das... In Amerika nimmt man sich neuerdings ganz besonders der Förderung der Amateurboxer an. Zu dieser allgemeinen Förderung gehören auch bestimmie Vorsichtsmaßregeln, die nach den Bestimmungen der Amateur=Athletic=Union vom 1. Juni an strikte innegehalten werden müssen. Die jungen amerikanischen Boxer sollen nicht nur überall in den Staaten eine gute sportliche Ausbildung erhalten, sondern sie sollen auch gesundheitlich geschützt werden. Daher### der amerikanische Boxverband den Herstellern von Boxhandschuhen bestimmte Forderungen auferlegt. In Zukunft sollen bei Amateur=Kämpfen nur solche Handschuhe zugelassen werden, die diesen Bestimmungen genügen und die den Stempel der AAl tragen. Es ist nämlich festgestellt worden, daß bei der Herstellung von Boxhandschuhen nicht immer die nötige Sorgfalt angewendet wurde. Die Handschuhe hatten wohl das vorgeschriebene Gewicht, aber die Polsterung, die nur um die Handgelenke gelagert war, wies erhebliche Mängel auf. So wurde zum Teil auch minderwertiges Material verwendet, so daß die Knöchel schon nach wenigen Kampfminuten ungedeckt lagen. Dadurch war verschiedentlich die Gefahr gesundheitsschädlicher Kopfverletzungen gegeben. Die neuen Vorschriften der AAll haben nunmehr diese Mißstände beseitigt, * Der farbige amerikanische Federgewichtsweltmeister Henry Armstrong, der in Newyork mit seinem Sieg gegen Barney Roß auch den Weltmeistertitel im Weltergewicht gewann und nun auch noch seine Hand nach der Weltmeisterschaft im Leichtgewicht ausstreckt, hält einen.=.=Rekord, mit dem es kein anderer Boxer der Weltklasse aufnehmen kann. Vor seinem Kampf gegen Roß hatte Armstrong in einer ununterbrochenen Reihenfolge 27=.=Siege erringen können. die weder ein Dempsey. noch ein Tunney, Schmeling oder Louis aufzuweisen haben. Mit dem Punkterfolg gegen Roß wurde diese Rekordserie nun zwar gestoppt, obwohl Armstrong gerade in diesem Kampf sein ungewöhnliches Können erneut unter Beweis zu stellen vermochte. * In der Vorkriegszeit, als Enalands Voxsport noch vorherrschend war, war Bombardier Billy Wells Englands berühmtester Berufsboxer. Bombardier Wells, der besonders wegen seines harten Schlags gefürchtet war, war vor dem Kriege sowohl britischer Meister wie auch Europameister im Schwergewicht. Heute ist Billy Wells natürlich lange kein Boxer mehr, aber sein Boxruhm ist noch unvergessen. Zudem hat dieser englische Altmeister auch eine neue Karriere gemacht, Er ist nämlich in England als Filmschauspieler tätig eine für einen Boxer bestimmt seltene Laufbahn. Denn viele Boxer möchten wohl gern zum Film, haben aber nur selten Schauspiel=Talent, Billy Wells, der eine der Ausnahmen ist, hat nun jetzt in England in dem Film „Sechzig Jahre des Ruhms“ einen großen Erfolg gehabt. Er spielt hier die Rolle des Lord=Kanzlers während der Zeit der Königin Victoria. Für einen Boxer ist das bestimmt eine ungewöhnliche Rolle! Der finnische Schwergewichtsboxer Gunnar Bärlund. der mit gutem Erfolg in Amerika kämpfte, ist nunmehr wieder in seine Heimat zurückgekehrt. In Helsinki sand Bärlund einen begeisterten Empfang; denn nicht weniger als 8000 Personen waren am Hauplbahnhof und in der Umgebung versammelt, als Bärlund eintraf. Nach einigen Monaten der Erholung wird Gunnar Bärlund wieder nach USA gehen, um den Versuch zu unternehmen, in die letzten Ausscheidungen für die Boxweltmeisterschaft vorzustoßen. Als Gegner für Bärlund sind vorläufig Tony Galento oder Jimmy Adamick in Aussicht genommen. + Nach den Meldungen englischer Blätter hat Peter Beatty, der Besitzer des englischen Derby=Siegers Bois Roussel, mit dem Ersolg seines Pferdes rund eine Million Mark verdient. Der Sohn des englischen Admirals. der im 28. Levensjahr steht, gewann neben dem DerbyPreis von rund 10000 Pfund noch 35000 Pfund durch Wetten. Der Wert des Derby=Siegers wird nach dem Erfolg in Epsom auf 35000 Pfund bezifsert, so daß der Gewinn 80 000 Pfund— umgerechnet eine Million Mark— beträgt, Jedes Land hat seine volkstümlichen Sportsleute, die auf irgendeine Weise die Sport-Ideale einer Nation verkörpern. Eine norwegische Zeitung haf jetzt ein: Liste der populärsten norwegischen Sportsleute veröffentlicht, die 50 Namen umfaßt. An der Spitze dieser Liste steht jedoch nicht ein Mann, sondern eine Frau, nämlich Sonja Henie, die vielsache Weltmeisterin und Olympiasiegerin im Eiskunstlauf, die jetzt in Amerika die Dollar millionenfach scheffelt. An führender Stelle stehen weiter Weltmeister im Eisschnellauf Ballanarud. der Olympiasieger im Skisprengen Birger Ruuo, sowie Charles Hoff, der international weit bekannte Stabhochspringer, und der###ielfache ball=Internationale Jörgen Juv:. In der Spitzengruppe wird auch Laila Schou=Nielsen, die vielseitige Sportlerin und erfolgreiche Skiläuserin, aufgeführt. Bunte Reihe im Sport Cyarles Sys(Belgien) kämpfte in Ostende gegen den Engländer Jimmy Thornton, den er in der vierten Runde entscheidend besiegte. Der Engländer wurde aus dem Ring genommen. Er war vollkommen geschlagen und bereits dreimal auf den Brettern gewesen. * Die Erdrundenkämpfe der SA=Boxer der Gruppe Nicderrhein werden am Freitagabend in der HeinHammacher=Halle in Duisburg=Meiderich ausgetragen. Unter den Kämpfern findet man viele bekannte Amateurboxer aus dem Gaugebiet, so Scholten. Franz, Schmalz(Köln), Schrage(Köln), Bröckelmann, Runge und Knur(Aachen). Insgesamt werden 16 Kämpfe durchgeführt. * Der„Rückzug" Tommy Farrs nach USA, um der Begegnung mit Max Schmeling aus dem Wege zu gehen, hat sich für den britischen Meister recht unangenehm ausgewirkt. Abgesehen von seinen Niederlagen gegen Braddock und Louis, wurde er jetzt auf Betreiben seines früherer Managers Hull von der Britischen Borbehörde mit einer empfindlichen Gelsstrafe von 750 Pfund belegt. Farr wird es sich also überlegen müssen, ob er sich in Zukunft noch weitere Disziphnlosigkeiten erlauben darf. * Das Sekretariat der IBU hat den Griechen Christoforidis als Herausforderer für einen Kampf um die Europameisterschaft im Mittelgewicht gegen den Titelhalter Edouard Tenet(Frankreich) anerkannt. Der Kampf muß bis zum 2. Oktober 1938 ausgetragen sein. an 2 + U„ E —*—.—* **„ Donnerstag, den 9. Juni 1938 Neue Tag Nr. 155 64 9 Tatsachenbericht von L. Diel Abdrucksrechte nur durch Rohrbacher-Verlag, Berlin-Lichterfelde 2. Fortsegzung Wer zählt die Völker, nennt die Namen Jedes Buch über Abessinien, das man bisher zur Hand nahm, enthält eine andere Schätzungszahl der Eingeborenen=Bevölkerung. Da noch niemals eine Volkszählung in Abessinien durchgeführt worden ist, läßt es sich wirklich nicht sagen, welche Zahl bei der Spanne von 5 bis 20 Millionen Einwohnern wohl der Wahrheit am nächsten kommt. Auch den Italienern dürfte es wohl schwer möglich sein, statistische Angaben dieser Art zu machen. Es lassen sich an Hand der Zahlen der Turuis(runde Wohnhütten der Eingeborenen) in den verschiedenen Ortschaften zwar Wahrscheinlichkeitsrechnungen aufstellen. Will man aber dazu übergehen, die weit zerstreut wohnende Landbevölkerung, Familie für Familie, zu erfassen, so erschwert sich die Aufgabe außerordentlich, einmal, da das Vordringen in abseits gelegene Gebiete an sich schon sehr große Mühen beceitet, zum andern jedoch, da manche Stämme und Sippen viel auf Wanderschaft gehen und fast alle Landbewohner Woche für Woche tagelang unterwegs sind, um den nächstgelegenen Marktplatz zum Markttag zu erreichen und ihre Erzeugnisse anzubieten. Nach einer italienischen Schätzung vom 30. Juli 1936 soll es in AOJ. insgesamt 7,6 Millionen Einwohner geben. Davon in Eritrea 1 Million, Somaliland 1,3 Millionen, Amharalang 2 Millionen, Galla=Sidama=Zone 1,6 Millionen, Harar=Provinz 1,4 Millionen, Gebiet von Addis Abeba 3 Millionen. Der moderne Geschichts= und Rasseforscher findet in AOJ. ein sehr reiches und noch keineswegs erschlossenes Arbeitsgebiet, und auch der Sprachgelehrte kann sich umtun, da nicht weniger als 50 Sprachen und außerdem noch die verschiedensten Dialekte bisher von der Wissenschaft nicht näher erfaßt werden konnten. Die Schwierigkeiten, alle Gegenden zu besuchen und ihre Einwohner goündlich zu studieren, waren darum so groß und oft auch mit Lebensgefahr verbunden; da jeder Landesfürst(Ras) und Ortsvorsteher(Schum) selbstherrlich regierte und den„Eindringling“, auch wenn dieser im Besitz aller vorscheiftsmäßigen Papiere war, je nach Laune und Habgier zu verbleiben gestattete, ihn schlecht behandelte oder gar zur unverzüglichen Umkehr zwang. Dies alles ist jetzt mit einem Schlage natürlich anders geworden, und bald wird die Gelehrtenwelt sich nicht nur einig darüber werden. ob die Königin von Saba tatsächlich in irgendwelche Verbindung mit dem„königlichen Geschlecht der Salomoniden“ zu bringen ist, sondern auch, ob wirklich ein Drittel der abessinischen Bevölkerung den semitischen Amharen angehört, die im 6. Jahrhundert v. Chr. eingewandert sein sollen. Auch die Zahl und Art der Somali, Galla und Danakil, welche die höheren Negercassen verkörpern und zwei Drittel der Bevölkerung ausmachen sollen, wird sich dann endlich etwas genauer umreißen lassen. Italien hat bereits bei Kriegsbeginn erklärt und es auch praktisch immer bewiesen, daß es sich in keiner Weise in die durch rassische Gegensätze begründeten, jahrhundertealten Streitangelegenheiten der Eingeborenen einzumischen gedenkt und daß es alle seine Untertanen gleichstellt. Für die bisher von den herrschenden Amharen unterjochten hamitischen Galla, die an Wildheit nichts zu wünschen übriglassen, bricht jetzt eine bessere Zeit an, und sie be mühen sich, wenn irgend möglich, an ihren alten Bedrückern Rache zu üben. Doch die klugen, kriegerischen und räuberischen Amharen verstehen sich zu wehren und immer noch Furcht einzuflößen Italien ist bemüht, mit harter Strenge die von Mussolini am 9. Mai 1936 abgegebene Erklätung in die Tat umzusetzen:„Ich will ein Imperium der Zivilisation und Menschlichkeit für alle Volksstämme Aethiopiens schaffen.“ Schon jetzt haben die Eingeborenen gefühlsmäßig erfaßt, daß die Persönlichkeit Mussolinis und die hohen Voll strecker seiner Befehle an Macht und Größe jenem Manne gleichkommen, dessen Name, heute noch wie einst, für sie der Inbegriff alles Gewaltigen ist: Kaiser Menelik! Noch viele Jahre nach seinem Tode, der jetzt etwa 25 Jahre zurückliegt, hielt nur die Bannkraft seines Namens die ewig unter sich uneinigen Stämme einigermaßen im Zaum. Dem letzten Negus Haile Selassie fehlten die heldischen Eigenschaften. Schon deshalb vermochte er nicht, sein Volk in den Stunden der Gefahr bedingungslos an sich zu reißen. Wie soll ein Volk auf so tiefer Entwicklungsstufe, dem die Fähigkeit abgeht, aus eigenem Antrieb heraus an einen Ketten zu rütteln, ohne die Herrschaft eines kultiDie eiserne Faust Mussoliis und die vielen Einrich=vierten statken Volkes vorankommen! tungen der Fürsorge, welche die Eingeborenen zu spüren bekommen, verfehlen ihre doppelte Wirkung nicht. Vor der italienischen Machtübernahme konnte man manchmal hören und lesen, daß es doch schade darum sei, daß das letzte„selbständige“ Kaiserreich in Afrika nun von der Landkarte verschwinden würde. Oft mußte ich jetzt während meiner Afrikareise an diesen von jeder Sachkenntnis ungetrübten Nekrolog denken. Niemals kann das abessinische Volk, soweit überhaupt von einem solchen die Rede sein kann, geknechteter, verarmter und verseuchter gewesen sein, wie zur Zeit seiner„Freiheit" unter dem letzten Negus. Es hatte nichts zu verlieren und nur zu gewinnen. Niemals hätte es ohne die Führung der Weißen einen Aufstieg erlebt, denn es fehlten ihm alle Hilfsmittel und Eigenschaften zur Selbstbefreiung und Zivilisierung. Streifen wir auch kurz die Sklavenfrage. Trotzdem der letzte Negus die entsprechenden Gesetze erlassen hatte(um Aufnahme in den Völkerbund zu finden). änderte sich in seinem Lande praktisch gar nichts, und Sklavenraub und Sklavenhandel fanden weiter statt. Man rechnete mit einer Gesamtzahl von etwa 2 Millionen Sklaven einchließlich der Erbsklaven. Schon nach den ersten Siegestaten hat Italien Anfang Oktober 1935 die Sklavenbefreiung nicht nur durch Erlaß verkündet, sondern überall, wo die Trikolore gehißt wurde, auch praktisch durchgeführt Nicht weniger als 16000 Sklaven wurde sofort in der nördlichen Provinz Tiare die Freiheit geschenkt. Das ganze abessinische Volk war versklavt; jetzt kann eein menschenwürdiges Dasein führen lernen, wenn es das Verlangen danach wirklich in sich fühlt. Eingeborene lernen arbeiten Das fasch'stische Motto:„Wir sind gegen das bequeme Leben“ einem afrikanischen Volk nahezubringen, das Jahr hunderte nichts anderes kannte, wie Arbeit als Schande und Sklaversache zu betrachten, ist bestimmt kein leichtes Unterfangen. Arbeit! Wer stark war, wurde Krieger oder verschaffte sich seinen Lebensunterhalt auf gewalttätige Weise. Die Bauern— und ihrer sind Millionen— bestellten zwar ihr Feld. Niemand dachte aber daran, mehr anzupflanzen als die Familie selbst benötigte und weiter als Tausch mittel für den Markt übrigbleiben mußte. Wozu sollten sie auch! 25 Prozent des Ernteertrages mußte der Bauer seinem Herrn abliefern, ein Zehntel verlangte die Kirche, hinzu kamen alle anderen Steuern und Abgaben, die der Schum eintrieb, ganz zu schweigen von den Sonder wünschen der Distriktchefs und Räuberbanden. Und ähn lich erging es allen Berufstätigen, bei denen etwas zu holen war. Wer sollte da Freude an der Arbeit haben noch Lazu, wo kein Arbeitsvertrag ausgestellt und dem nach eingehalten zu werden brauchte! Die Schneider, Weber und Gerber sind in ihrer Art tüchtig und fleißig. Man sieht sie von früh bis spät recht beschäftigt— aber wie klein ist ihre Zahl im Vergleich mit den überall herumsitzenden und=stehenden müßigen Menschengruppen. Viele raffen sich eher auf stundenlang geduldig an der Tür eines Europäers auf ein Almosen zu warten, sich fortschicken zu lassen und am nächsten Tag wiederzukommen, als sich in der Zweschenzeit die paar Pfennige selbst zu verdienen. Die Trägheit der Rasse, die das Klima nicht unerheblich beeinflußt, und die verlotterten finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse, die der Negus nicht zu meistern verstanden hat, sie vermengten sich als Ursache und Wirkung zu einem wieren Knäuel, das niemand zu durchhauen verstand, noch sich getraute. Ob das Gefühl der Schaffensfreude den Abessiniern an sich unbekannt ist oder durch die Ungunst der Verhältnisse nur verschüttet wurde, wird sich jetzt herausstellen. Da die ärmere versklavte Volscasse früher als Entlohnung für ihre Arbeit nur ihren bescheidenen Lebensunterhalt erhielt und keine Bezahlung in Geld kannte, fehlte jeder Ansporn zur Leistung und vollends zur besseren — und wer sich als Herr fühlte, arbeitete ohnedies nicht. Es muß weiterhin auch erst einmal die eingebildete leere Prahlerei, hinter der wie bei Kindern gar nichts Positives steckt, selbst als albern und dumm erkennen lernen. Mit geschickten Methoden wird dies alles langsam etzt erreicht. Prämien und Belobigungen, die für alle Arten von Arbeitsleistungen bewillige werden und auf welche die Eingeborenen sehr stolz sind, tragen das ihre dazu bei. Vielfach taucht die Frage auf, ob denn die Eingeborenen kräftig genug seien, um schwere körperliche Arbeit zu vollbringen. Man kann darauf gleichzeitig mit Ja und Nein antworten. Einerseits sind sie zähe Läufer, die stundenlang auch ohne Nahrungszunahme mit geschaltertem Gewehr neben dem Pferd oder Maulesel ihres Herrn im Eilschritt rennen, anderseits aber sind sie vielfach nicht imstande, stundenlang Steine zu klopfen oder ähnliche hnen eben bisher ungewohnte Arbeiten zu vollbringen. Oft beobachtete ich beides, das flotte unermüdliche Laufen und die müden, schlaffen Armbewegungen, beim Klopfen und Hämmern der eingeborenen Straßenarbeiter, und ragte mich, ob sich das im Lauf der Zeit wohl geben wird. Erstaunlich ist auch wie sehr sich die männliche Jugend mit Eintritt der Pubertätszeit zu ihrem Nachteil verändert. Bis zu ihrem 15. Lebensjahr sind die Burschen gelehrig und zu vielem brauchbar; man stellt sie auch gerne zu leichten technischen Arbeiten an, die Gewandtheit und Zuverlässigkeit verlangen. Dann kommt aber plötzlich der Tag— so versicherten mir viele italienische Arbeitgeber—, da sind sie wie ausgewechselt und einfach fortan nicht mehr zu gebrauchen. Es nützt und ändert nichts, daß man ihnen zuspricht oder gar Ermahnungen an sie richtet, es ist alles vergeblich! Vielleicht kann die junge Generation, welche jetzt unter italienischem Einfluß heranwächst, nach jeder Richtung auf eine andere Linie gebracht werden. Man hofft dies zuversichtlich und läßt nichts unversucht, um in ihnen ein echtes Ehr= und Kampfgefühl zu wecken, damit sie auch als bewußte italienische Untertanen mutig und freudig ihren Mann stehen. Welche vorzüglichen Erfahrungen hat Italien mit seinen libyschen, eriteischen und somalischen Regimentern im letzten Krieg wieder gemacht! Das Weok jahrelanger Schulung und kluger Erziehung hat diese Früchte gezeitigt— auch in Abessinien werden sie langsam reifen. Diel Graziani Das Bild trug die Widmung: An Frau Louise als herzliche Erinnerung für ihren Besuch im Imperium. Addis Abeba, 5. Dezember 1937 Graziani. Photo: Diel gezogenes Leben führten und nur die Söhne der Würdenträger Lesen und Schreiben lehrten, im übrigen aber Christ und Muselmann Kein deutscher Christ kann sich eine Vorstellung davon machen, in welchen heidnischen erstarrten Formen der koptisch=christliche Gottesdienst auf dem freien Platz vor, der Kirche verläuft und wie wenig„christlich“ auch Priester und Volk uns anmuten! Das erstemal, als ich dies bunte Schauspiel miterlebte, glaubte ich an einem Volksfest teilzunehmen, bei dem besondere Schrittänze und Sangesweisen, die Rasseln und Trommeln bealeiten, vorgeführt werden. Dann aber reichte mir der„Oberpriester" ein großes silbernes Kreuz, auf daß ich es, wie vor mit der italienische General, dreimal küsse und mit der Stirn berühre. Abessinien ist stolz darauf, seit dem 4. Jahrhundert als christliches Reich zu gelten. das von getauften Herrschern reciect wurde. Fast alle Amharen gehören der koptischen Kirche an. Die Zahl der koptischen Priester ist Legion. Es ist ihnen gestattet, zu heiraten, die Mönche jedoch, aus deren Reihen die höchsten kirchlichen Würdenträger hervor gehen, leben im Zölibat. Im Gegensatz zu der weltlichkoptischen Geistlichkeit, die nur singen und lesen gelernt zu haben braucht und bisher im allgemeinen ein arbeits müßiges Leben in armseligen Verhältnissen verbrachte haben die Mönche in ihren Klöstern sich stets weiterocbildet und in ihrer Weise eine geistige Kaste verkörper Sie lieferten auch vom 16. Jahrhundert an die geistige Munition, so daß die einbrechenden Horden der wilden Galla nicht auch auf religiösem Gebiet den Bestand des Reiches gefährden konnten. Da die Mönche aber ein zurückkeinen lebendigen Einfluß auf das Volk hatten, so blieb dies durch alle Jahrhunderte auch auf religiösem Gebiet vollkommen unaufgeklärt, abergläubisch, unwissend. Die „Gottesdienste“ wurden besucht, die zahlreichen Bräuche und Riten innegehalten— damit hatte es Bewenden. Die italienische Regierung hat schon vor Jahresfeist die Bestimmung erlassen, daß niemand fortan mehr koptischer Priester werden darf, der nicht gewisse Studien und Kenntnisse nachweisen kann. Außer dieser Verordgung und jenen, die sich auf Abschaffung der hohen teuer und den überreichen kirchlichen Lankbesitz beziehen — der jetzt an den Staat verfallen ist, der koptischen Kirche jedoch auf 10 Jahre als Lehen belassen wird—, außer dlesen nicht auf religiösem, sondern auf weltlichwirtschaftlichem Gebiet liegenden Eingriffe sind keine weieren vorgenommen worden. Im Gegenteil, man hält darauf, daß die Kopten ihre Feste, wie z. B. das Osterfest im Frühjahr und das Mascalfest bei Abschluß der Regenzeit Ende September, in altgewohnter Weise begehen, und benützt die Gelegenheit, um Staatsakte wohlwollender Politik allem Volk durch Radio, Anschläge und Presse bekanntzugeben: „Leute von Addis Abeba hört: Heute beginnt das große Mascalfest. Friede und Ruhe sei mit Euch und mit Euren Familien. Um die Freude des Festes zu steigern, wird morgen die Regierung 200 Gefangene befreien. Während die Regierung unerbittlich ist gegen diejenigen, die sich ihren Befehlen widersetzen und die Ruhe und den Frieden des Landes zu stören versuchen, verfährt sie dagegen sehr großzügig mit den Armen und mit denjenigen, die sich unterworfen haben und ihren Gesetzen gehorchen. Leute von Addis Abeba! Freut Euch des großen Festes, seid froh und verhaltet Euch ruhig; arbeitet in Frieden, weil die Regierung immer an Euch denkt!" Fortsetzung folgt. 7 Der Noui-Creme ur jedon Zueck 1 Ein Roman von Liebe. Frauen und Rekorden Franzosen und Italiener hätten auch bereits zu fliegen begonnen, auch die Japaner müßten jeden Augenblick mordon sie hätten eine hloime nnorhärt menidice VON FRANK LUDWIG NEHER 34. Fortsetzung Frank entschloß sich, die Maschine wieder auf Höhe zu bringen und bei 4000 noch einmal zu drücken. 1000! (has weg! Knüppel vor, ganz sein... Die Hummel kam auf Fahrt. Wenn ich sanfter herausgehe, dann behalte ich wenigstens Sicht. Aber dann ist ja die Geschichte ganz umsonst. Dann bekomme ich das Accelerometer nicht hoch. Es kommt doch darauf an festzustellen, was die Maschine verträgt. Es piff um ihn, das Pfeisen steigerte sich in Winseln.. Frank überblickte ruhig die Instrumente. War alles in Ordnung. Hielt alles? Es drückte in den Ohren. Die Gashand hielt schnell die Nase zu, er blies bei geschlossenem Mund die Backen auf. Es knallte in den Ohren, dann war es wieder gut. Ob das Accelerometer überhaupt richtig arbeitem? Der Geschwindigkeitsmesser zeigte 570... die Maschine nahm noch an Fahrt zu... Da flog ihm etwas hart ins Gesicht und wurde vom Luftstrom mit 570 Stundenkilometern seitlich hinausgerissen, es krachte splitternd. Es hatte Frank durchjagt wie ein elektrischer Schlag. Die Augen hatte er vor Angst weit aufgerissen. Instinktiv zog er den Knüppel an. In der eiskalten Klarheit, die immer der Schrecksekunde folgt, soh er nach den Flügeln. Da fiel wieder der schreckliche Vorhang vor die Augen. Er flog eben. Die Sicht kam zurück. Alles wurde wieder klar. Das Rückgrat schmerzte. Das Accelerometer mußte über 8 gezeigt haben. Mit Gewalt zwang sich Frank ruhig zu werden. Dann sah er, was geschehen war Der Glasdeckel des Höhenmessers war durch die Vibration weggeschnellt Frank war tie erschüttert. Er fühlte eine dumpfe Witt daß so weng ihn so erschrecken konnte. Dann wasserte er. Diesmal hatte der Obermonteur ein Lächeln. Er jah. daß Franks Knie zitterten und die Partie um die Augen fast kalkweiß war Er sagte nichts. Rapp klopfte Frank auf die Schultern:„Du hast übertrieben, du mußt nicht gleich zu viel von dir verlangen.— du hast doch Zeit! Und“, fügte er warnend hinzu.„du darfst die Mischine nicht so sehr beanspruchen, du fliegst ja,— ich weiß gar nicht was ich sagen soll!" Napp bewunderte seinen Freund. Frank lächelte matt. Es tat ihm innerlich alles weh. Ein englischer Oftizier kam und begrüßte ihn. Er hatte den Flug beobachtet.„Herr. ich dachte. Sir zögen Ihre Maschine überhaupt nicht mehr heraus“, er musterte aufmerksam Franks Gesicht,„ich gebe Ihnen den Rat: schreien Sie beim Herausziehen, schreien Sie mit der ganzen Kraft Ihrer Lungen! Es hört Sie ja niemand. Das Schreien ist sozusagen ein Gegengewicht für die inneren Organe.“ Frank dankte dem Offizier. Das war ein sportkameradschaftlicher Rat gewesen. Also schreien mußte man... Der Rücken schmerzte ihm. Er fuhr ins Hotel. Es war merkwürdig, Frank Markward, der nur zu seinem Vergnügen flog und mit dem Wettbewerb nichts zu tun hatte, war der Erreger jenes merkwürdigen Fiebers, das vor großen Sportsereignissen die Mit wirkenden leicht ergreift. Man bewunderte ihn auf dem Flugplatz. Man bewunderte ihn eigentlich mehr als Rapp, dessen Meisterschaft nie bezweifelt worden war. Von Frank Markward hatte man nie etwas Besonderes gehört, nun zeigte er sich auf einmal als ein überlegener, eiskalter Flieger. Die Bewunderung für ihn ging vom eigenen Personal aus. Die Leute wußten, daß er ein ganz guter. aber ziemlich zahmer Flieger gewesen war. Er war nie launisch gewesen, aber so„tollkühn hatte man ihn zu Hause nie fliegen sehen. Das Erstaunen der Markwardleute steckte das Personal in den übrigen Hangars an. Are feinil das Hersenatn Schließlich sprach man auch in den Kasinos von Frank, und die fremden Piloten sahen sich gezwungen, es in den Vorübungen mit ihren Maschinen dem wahnsinnigen Deutschen gleichzutun. Das Ueben begann sogleich in bisher ungekannter Schärfe. Perzl. der die Vorgänge gespannt beobachteie, verfehlte nicht. jede Einzelheit seinem„Stall“ zu berichten. Alle Augenblicke besuchte er Frank. der die heißen Stunden des Tages in behaglicher Kühle auf keinem schattigen kleinen Balkon verbrachte, und erzählte ihm atemlos und mit viel„Monschär“ und„Bittschön". was auf dem Flugplatz geschah Die Amerikaner versähen ihre Lockhead in aller Eile hinter verschlossenen Hallentoren mit einem neuen Motor. Rickenbacher habe Frank von der Luft aus beobachtet und sei ganz aufgereat heruntergekommen, habe nach neuen Motoren orkabelt und sich geschworen, seine Lockhead nicht eher aus dem Stall zu ziehen bis er— verdammt wolle er sein— ein big chance habe, es diesem drolligen— what's his name?— Märkwärd nachzumachen. Die fertig werden, sie hätten eine kleine, unerhört wendige Mitsuoishi=Jagdmaschine dabei. Frank hörte sich das alles ganz vergnügt an, aber ein leises Bedauern wuchs in ihm. Schade, dachte er, daß ich die Hummel nicht im offiziellen Wettbewerb sliegen darf. Er fühlte sich in diesen Tagen vor dem Wettbewerb nicht ganz wohl. Er hatte die Sturzflüge übertrieden. Perzl machte ihm Vorhaltungen. „Ich weiß einen Fall“, sagte er,„vor einigen Jahren in Curtißfield— Sie wissen, das ist die amerikanische Armeepilotenschule— da hatte so ein junger Armeepilot ein fehlerhaftes Accelerometer in der Maschine. In 6000 kippte er den Kahn auf die Nase,— er zog sehr spät heraus und bekam trotzdem auf dem Instrument nur eine ganz niedrige Zifter. on Wirklichkeit aber hatte er eine ganz enorme Zahl, 14 oder 15... Kurz und gut, es zerriß ihm die Organe des Verdauungsapparates, und im Gehirn platzten Blutgefäße. Er lag über eineinhalb Jahre im Krankenhaus, und als er endlich entlassen wurde, stand fest, daß er niemals mehr normal wurde. Man hat mir später erzählt, daß er“, Perzi drehte eine Kurbel vor der Stirne,„ein wenig blem blem geblieben ist.“ Das habe er schön und ermutigend erzählt, lächelte Frank. Er freute sich seiner Unverbesserlichkeit. Rapp vermied es, mit Frank allein zu sein. Nur zusammen mit Perzl und Professor Raeren, der sich den Fliegern mit Rat und Tat zur Verfügung gestellt hatte, trafen sich die beiden Freunde. Dann besprach man das große Ereignis. Perzl war immer auf dem laufenden. Er erzählte, daß der Amerikaner Rickenbacher keinen neuen Motor eingeflogen habe, er wolle, habe Rickenbacher gesagt, verdannnt sein, wenn er den ganzen gesegneten Jungen der christlichen Fliegerei nicht beibringen könne, daß er die verdammt smarteste Kiste teudle. Der Franzose Delmotte, die gutmütigste Haut, die je in Frankreich zur Welt gekommen sei, behauptete Perzl. habe ihm gesagt, er wolle einen Besen fressen, wenn diesmal den Franzosen kein Sieg zufalle. Die Japaner hätten einen neuen Piloten bekommen ung ihre Mitsubishis hinter verschlossenen Hallentoren abgeändert. Der neue Pilot, er heiße Takahashi, flöge auf dem Rücken Figuren wie die andern im Normalflug. Man habe den Eindruck, er fliege sich die Seele aus dem Leib. „... wenn er eine hatte“, fügte Perzl seinen Ausführungen hinzu. Die Italiener arbeiteren unter Donelli anders als seinerzeit in Venedig. Perzl habe Donelli im Verdacht, daß er es den Deutschen und Engländern nachmache. Eine Ruhe herrsche jetzt bei den Italianos, und eine Ordnung,— sie flögen sehr achtbare Zeiten. „Uno die Engländer?“ fragte Rapp. „Die haben neben der Supermarine Rolls und marine Napier einen neuen Typ bekommen. Eine land. Motor im Rumpf, Pilot sitzt ganz vorne. Das Allerneueste!“ Perzl wußte alles. „Man sieht sie fast nie“, warf Frank ein „Sie fliegen zum Ueben so weit weg, daß sie Mensch sieht", antwortete der Doktor. „Und die Mijnheers gehen spazieren", sagte Professor Raeren. „Die Holländer sitzen den ganzen Tag vor ihrer Hals und sehen zu“, sagte Peczl,„eine langweilige Gesell„Das würde ich lieber nicht sagen“, meinte Rapp, „die wissen genau, was sie wollen, die Holländer. „Schön,— nehm's gehorsamst zruck“, sagte „wir werden's ja sehen!“ In die Tage der letzten Vorbereitungen zur Flugwoche traf der plötzliche Ausfall des Funkers Stocks. Rapp, Frank und Stocks hatten sich auf der dreimotorigen Mackward=Condor für den Fernflug eingespielt. Es klappte alles wie am Schnürchen. Nach dem letzten Uebungsflug hatte sich der Funker krank gefühlt. Er hatte sofort hohes Fieder gehabt und wahrscheinlich chon während des mehrstündigen Uebungsfluges Beschwerden gehabt. Trotzdem hatte er seinen Drenst ois ins kleinste genau ausgeführt. Man hatte Stocks in die Sanitätswache des Flug platzes gebracht. Der diensttuende brasilianische Milital arzt hatte Verdacht geäußert: gelbes Fieder. Man n in Brasilien schon gelbfieberverdächtig, wenn man Kopsweh hat. Stocks hatte heftig erbrechen müssen Gelbfieber! hatte der Arzt geschrien, und sofort hatte mas Stocks in eine Ambulanz geschoben, nach dem Hafen fahren, in ein Motorboot verstaut und nach der Quarantänestation gebracht. Schon am nächsten Tag fühlte k: sich erheblich besser, er hatte sich durch schlechtgewordent Speisen, die er irgendwo in einer Bochinche genosse hatte, den Magen verdorben. Aber trotzdem war fu die nächsten vierzehn Tage das Schicksal des guten Stockbesiegelt. Das war gemein. Hätte es dem Arzt nich so geeilt, den deutschen Funker nach der Quarantäneine bringen zu lassen, so wäre Stocks, der an gar nichts an deres als an den Rundflug dachte, der ernst und ässig war, wie nur ein deutscher Funker es sein konnt, die vierzigtägige Gefangenschaft erspart geblieben. Aber wer einmal die Quarantäneinsel betrat, mußte auf bleiben, da half nichts. Fortsetzung folgt. Num Wie ber an de 5jährig fahren den sa Ein Fuß querte, fahren. kenhau Ti Als ei rer auf d wollte, w Augenblich fahren. 2 von, daß Mittwe licher Ver eine Rad überfahre: Tod kurz sen Unglü Vor ein von einem bei dem fallen und und unver raubt wor mehr mitg um eine Es ist vol beamtin de zum Aufbe werden Ge zu Verfügr Ueberfallen Bühnen. In sein der Heimke Mann neb den. Der 1 gekochtes gebracht— Krankenhau In Ehr Mann die wodurch er Schwerverl wo aber n Es m In! unbeauf torräder Kölner gestohler Fahrzeu schaffen. unbefug wurde 1 übergebe von und Stehlen: Warnun Den Die apparate Pfin Nummer 155 Donnerstag, den 9. Juni 1938 KOlNam Rhein Uhr Wie bereits gemeldet, wurde am 2. Juni, gegen 14 Uhr, an der Ecke Höninger Weg— Theophanostraße ein 5jähriger Junge von einem Personenkraftwagen angefahren und lebensgefährlich verletzt. Das Kind ist jetzt den schweren Verletzungen eriegen. Ein Fußgänger, der unachtsam die Olpener Straße über querte, wurde von einem Personenkraftwagen ange fahren. Mit schweren Verletzungen wurde er ins Krankenhaus geschafft. Göring mit dem politischen und wissenschaftlichen Köln Juni-Tage Ist Hochbetrieb in Feld und Flur Wie niemals sonst auf Erden. Was soll in kurzer Spanne nur Noch alles fertig werden! Die Beeren, Aepfel, Birnen, Wein, Die Kirschen und Tomaten— Und alles soll hübsch bunt auch sein, Und viel und wohl geraten. Dazu Gemüse— und das Brot— Und sonst noch manche Sachen. Mit dem Normaltag, Schwerenot! Ist's einfach nicht zu machen! Das hat die Junisonne schnell Und klug herausgefunden. Sie strahlt die halbe Nacht noch hell, Sie macht halt— Ueberstunden! Zwei tödliche Anfälle Traurige Verkehrsbilanz eines Tages Als ein in den fünfziger Jahren stehender Radfahrer auf der Aachener Straße eine Handkarre überbolen wollte, wurde er von dem Anhänger eines im gleichen Augenblick herankommenden Traktors erfaßt und überfahren. Der Radler trug so schwere Verletzungen davon, daß er kurze Zeit darauf verstarb. * Mittwochabend ereignele sich noch ein zweiter tödlicher Verkehrsunfall. Im Stadtteil Mülheim wurde eine Radfahrerin aus Köln von einem Fernlastzug überfahren. Sie erlitt so schwere Verletzungen, daß der Tod kurz darauf eintrat. Die Untersuchungen über diesen Unglücksfall sind noch im Gange. 252 * * 9 Gauleiter Staatsrat Grohé, dessen Gau durch den Besuch des Generalfeldmarschalls hoch geehrt wurde, begrüßte und geleitete den Gast Bei seinem Besuch in Kronenburg zog Hermann Göring den Rektor der Kölner Universität, Hofrat Professor von Haberer, verschiedentlich ins Gespräch Photos: Maier Der Raubüberfall auf eine Kassiererin Vor einigen Tagen berichteten die Kölner Zeitungen von einem schweren Raubüberfall in der Bismarckstraße, bei dem eine Kassiererin der Städtischen Bühnen überfallen und ihrer Handtasche, in der 1000 Mark Bargeld und unverkaufte Theaterkarten aufbewahrt wurden, beraubt worden sei. Dazu wird von amtlicher Stelle nunmehr mitgeteilt, daß es sich bei der Ueberfallenen nicht um eine Kassiererin der Städtischen Bühnen handelt. Es ist vollkommen ausgeschlossen, daß eine Kassenbeamtin der Städtischen Bühnen einkassierte Geldbeträge zum Aufbewahren mit nach Hause nimmt. Vielmehr werden Geld und Wertgegenstände in für diesen Zweck zu Verfügung stehenden Kassenschränken aufbewahrt. Die Ueberfallene ist also nicht Kassenbeamtin der Städtischen Bühnen. Seltsame Anfälle In seiner in Nippes gelegenen Wohnung wurde bei der Heimkehr seiner Familienangehörigen ein 63jähriger Mann neben dem Gasofen sitzend bewußtlos aufgefunden. Der Mann war durch Einatmen von Gas— übergekochtes Wasser hatte die Gasflamme zum Erlöschen gebracht— bewußtlos geworden. Er fand Aufnahme im Krankenhaus. In Ehrenfeld stürzte in der Nacht ein 72jähriger Mann die zu seiner Wohnung führende Treppe hinunter, wodurch er sich schwere Schädelverletzungen zuzog. Der Schwerverletzte wurde ins nächste Krankenhaus gebracht, wo aber nur noch der Tod festgestellt werden konnte. Der Silberschatz im Hausgarten Und die Kofferschreibmaschine im Keller] Eine lohnende“ Anterschlagung Der 34jährige Angeklagte H. aus Holweide mußte sich vor dem Schöffengericht wegen schweren Diebstahls im Rückfalle verantworten. Der Angeklagte, ver schon viermal vorbestraft war, befand sich etwa drei Monate in Untersuchungshaft. Es wurde ihm zur Last gelegt, im Frühjahr auf der Aachener Straße aus einem dort parkenden Kraftwagen Radiogeräte, Rasiermesser, eine Kofferschreibmaschine und einen Flobert entwendet zu haben. Der Angeklagte bestritt diese Diebstähle leidenschaftlich. Er sei an dem fraglichen Tage und auch in Es mehren sich die Fälle... In letzter Zeit mehren sich wieder die Diebstähle von unbeaufsichtigt abgestellten Personenkraftwagen und Motorrädern. So wurden während der Pfingstfeiertage im Kölner Gebiet 7 Personenkraftwagen und 4 Motorräder gestohlen. Nur in drei Fällen war es bisher möglich, die Fayrzeuge in beschädigtem Zustande wieder herbeizuschaffen. Ein 17jähriger, der im Begriffe war, mit einem unbefugt in Betrieb gesetzten Kraftfahrzeug abzufahren, wurde vom Fahrzeugbesitzer gestellt und der Polizei übergeben. Weiter mehren sich die Fälle des Aufbrechens von unbeaufsichtigt abgestellten Kraftfahrzeugen und des Stehlens des teils wertvollen Inhalts, der trotz aller Warnungen in den Wagen zurückgelassen worden war. Den Dieben fielen in 3 Fällen Kleider, Mäntel, Photoapparate usw. in die Hände. die in Frage kommende Altstadtstraße géschlendert, hatte eine Haustür offen gefunden und sich unterstellen wollen. Da sah er, daß gleich im Hausflur eine Zim mertür offen stand. Der Angeklagte„äugte“ in dieses Zimmer hinein und erblickte auf dem Tisch einen Besteckkasten. In plötzlichem Entschluß habe er den gesamten Kasten an sich genommen. Im Flur sei ihm eine Frau begegnet, die ihn nach seiner Meinung argwöhnisch betrachtet habe. Um aber einen Verdacht von sich abzulenken, habe er die Frau gegrüßt und mit ihr gesprochen. Er schwindelte der Frau vor. kur, vorher in einem nicht sehr weit entfernten Altwarenladen den der darauffolgenden Nacht stets im elterlichen Hause in##steckkasten für wenig Geld erstanden zu haben. Der Holweide gewesen und dort von vielen Bekannten gerlgehabt, um den Kaster zinngarober Pavier vorrätts M# gehabt, um den Kasten einpacken zu können und so sehen worden. Die Kofferschreibmaschine die man bei müsse er der Angeklagte, mit dem unverpackten Kasten ihm in der Wohnung im Keller versteckt gefunden hatte,[durch De Stadt gehen, das sei ihm sehr peinlich. Bewollte der Angeklagte gelegentlich auf dem Altermarkt reitwillig erbot sich die ahnungslose Frau Packpapier en eigen Liubekannten gekaust haben. Einlassung des H. wurde von Zeugen behauptet, daß heuer gewesen. deshalb habe er einen Teil des Bestecks man ihn an dem Tattage um die für den Diebstahl in im Garten seines Hauseigentümers vergraben, den anFrage kommende Zeit per Rad sowohl in Mülheim als deren habe er einer Schwester in der Eisel verkauft. auch in Riehl gesehen habe.(zerschlagge Liesor woiie der Angetlazte au H. bestritt das und meinte, es handele sich hier um. Das freimütige Geständnis sozusagen ein Versehen. Die von ihm als Zeugen kannten, die ihn zu Hause gesehen haben##n, tonnten uchthaue Mhar falbs ha# Sinam über die Zeit der Anwesenheit des Angeklagten keine Beantragung dieser Strafe ab, doch verlangte er dafür genauen Angaben machen. Der Staatsanwalt ließ die eine exemplarische Gefängnisstrafe, die er mit breizehn Anklage wegen schweren Diebstahls im Rückfalle fallen,[Monaten bemessen haben wollte. Das Gericht blieb weil dem Angeklagten die Tat nicht mit hinreichender sututer piel“ gSiraßnaß. Es verhäng., eine GefänguisM i:## sstrafe von acht Monaten. In der Urteilsbegründung Kleine Kölner Chronik Kalenderblätter zur Geschichte der Hansestadt Juni 1801: Das französische Dekret betreffs der Aufhebung der Klöster und geistlichen Korperztionen wurde veröffentlicht. 9. Juni 1878: Feierliches Bittamt im Dom um Erhaltung Kaiser Wilhelms., der am 2. Juni das Opfer eines Attentats geworden war. 9. Juni 1913: Uraufführung des kölnischen Volksschauspiels„Unger’r Kruzzblom“ von SchneiderClauß im Schauspielhaus. in letzter zen benannten Be= Stunde war des Angeklagten großes Glück denn er war beu sollen, konnten con erheblich vorbestraft und es drohte ihm nunmehr ben sollen. konnten Zuchthaus. Aber selbst der Staatsanwalt sah von der Sicherheit nachzuweisen sei. Zuzutrauen wäre sie ihm hieß schon, da er sich bereits in ähnlicher Weise strafbar ge macht habe. Pfingstverkehr auf der Autobahn es, durch die allzugroße Sorglosigkeit und Ober flächlichkeit der bestohlenen Hausbewohner sei dem An geklagten seine letzte Diebestat sehr leicht gemacht worie ee, M S##....(den. Er sei sozusagen einer günstigen Gelegenheit zum Seiner eigenen Aussage entsprechend habe sich H. je Opfer gefallen. Der Angeklagte nahm die Stcafe an. doch der Hehlerei schuldg gemacht. Dafür beantragte der Staatsanwalt eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten, ferner soll H. unter Polizeiaussicht gestellt werden. Das Schöffengericht beließ es bei einer Gefängnisstrafe von vier Monaten und erklärte die Polizeiaussicht für zulässig. Garten eines Siedlungshauses in Klettenberg im März silberne Löffel und Gabeln gefunden, Im wurden im März silberne Löffel und Gabeln gefunden, die offenbar aus einem Diebstahl herrührten. Als den, der diese Sachen vergraben haben könnte, vermutete man den 28jährigen., der in diesem Hause wohnte. R. genoß in der Nachbarschaft keinen guten Ruf obschon man ihm nie eine positive Straftat aachweisen konnte. Die Sache mit den Löffeln und Gabeln wollte aber nicht mehr einschlafen. Nachforschungen der Polizei ergaben. daß sie aus einem Diebstahl vom Januar in der Altstadt herrührten. An diesem Diebstahl mußte R. direkt on welch außerordentlichem Maße die Reichsaute= oder indirekt beteiligt sein. Man hielt ihn der direkten dahn Köln—Industriegebiet den Verkehr von den Land= Beteiligung, entweder allein oder in Gemeinschaft an straßen Aovar en. Schnlli.... W ban,. weisen können. Inzwischen hatte sich aber das MaAm 28. März wurde der 21jährige Angeklagte T aus einer längeren Gefängnishaft entlassen. Am 29. März schlenderte er in den Abendstunden mit einem Bekannten über die Neußer Straße. T. hieß den Bekannten in einer Wirtschaft, die er selbst nicht betreten wollte, Zigaretten zu kaufen. In der Zeit der Abwesenheit des Bekannten nahm T. dessen neues Fahrrad und fuhr in Richtung Merheim davon. Der Bekannte glaubte an einen Scherz oder höchstens eine Rüpelei des Angeklagten, traute ihm jedoch keinen Diebstahl zu. T. wurde dann auch am gleichen Abend noch durch dle Eltern des jungen Mannes aufgefordert, doch das Rac zurückzubringen, da der jugendliche Eigentümer es am anderen Morgen dringend zur Fahrt zur Arbeitsstütte benötigte. Doch T. ließ nichts von sich hören und sehen. er hatte im Gegenteil noch an dem betreffenden Abend das Rad einem ahnungslosen Schwager für 45 RM verkauft. Dieser Schwager wußte übrigens nicht. daß T. eben erst aus dem Gefängnis zurückgekommen war. T. kam wiederum zur Anzeige. Vor dem Gericht erdem Rad des wollen Da eigt worden. Er habe sich deshalb nicht getraut, es dem Freunde zurückzugeben. Doch dieser wie auch der Schwager des AnNeue Rezepte für den sommerlichen Küchenzettel NSt. Welche Hausfrau hat im Sommer nicht schon einmal den Küchenzettel verwünscht, der durch die Kompliziertheit der Fleischzubereitung zu stundenlangem Stehen in der Küche zwang und nur unnütz ermüdete? Niemals hat man in Erwägung gezogen, daß uns im Fisch ein Nahrungsmittel zur Verfügung steht, das durch seinen hohen Nährwert und die leichte Verdaulichkeit gerade für die Beköstigung im Sommer besonders geeignet ist. Die Hausfrau erspart sich das lange Stehen in der warmen Küche und außerdem ermöglicht uns das im Sommer reichlicher vorhandene Gemüse, einmal neue Zusammenstellungen von Fisch und Gemüse auszuprobieren, wobei der Fisch als vollwertiger Ersatz für Fleisch gelten kann. Es ist eine absolut irrige Ansicht den Fisch nur als Nahrungsmittel im Winter gelten zu lassen, da die technischen Verbesserungen der Fangschiffe sowie die Schnelligkeit des Transportes der Hausfrau einen fast seefrischen Fisch beim Einkauf gewährleisten. Der Fisch wird in einer ununterbrochenen Kühlkette, d. h. völlig in Eis verpackt, vom Dampfer zum Haushalt geleitet und bietet mit seiner, allen technischen und hygienischen Anforderungen entsprechenden, hohen Qualität ein unübertreffliches, billiges Nahrungsmittel. Die Abteilung Volkswirtschaft Hauswirtschaft im Deutschen Frauenwerk hat sich auch diesmal wieder in bewährter Form in die praktische Verbrauchslenkung eingeschaltet und bringt in etwa 14 Tagen ein Rezeptheft unter dem Titel„Fisch gerade im Sommer“ heraus, das allen Hausfrauen zahlreiche neue Rezepte für ihren sommerlichen Küchenzettel vermitteln wird. Außerdem ist jeder Hausfrau Gelegenheit geboten, sich in der Gaufischlehrküche der Abteilung Volkswirtschaft Hauswirtschaft im Deutschen Frauenwerk in den täglich stattfindenden Fischkochkursen von den vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten unserer Seefische zu überzeugen. Anmeldungen werden jederzeit entgegengenommen. Uhr befuhren" Strecke insa.) 330, Fahrzeuge terial gegen ihn so gehäuft, daß die öffentliche Anklage geklagten bekundeten, daß das Rad völlg unbeschädig, 33 zwar 9 100 Motorräder, 24019 Personenwagen, serfolgen konnte. gewesen sei. T. hatte übrigens einen erheblichen Teil Omnibusse und 350 Lastkraftwagen. Am Pfingst=]., der in der Voruntersuchung bis aufs Aeußerste des Erlöses noch am gleichen Abend in leichter GesellInntag morgens zwischen 8 und 9 Uhr nassierten in geleugnet hatte, legte zur allgemeinen Ueberraschung schaft vertan. T. mußte notgedrungen die Unterschla##er Richtung, und zwar#n Düsseldorf nach Köln dic gleich bei Eintritt in die Verhandlung vor dem Schöf=gung zugeben. Das Gericht nahm ihn für die schnöde Kichsautobahn allein 1167 Personenwagen sowie 369 fengericht ein Geständnis ab. Danach war er an einem Tat in eine empfindliche Strafe: T. muß noch einmal ootorrräder und 45 Autobusse. regnerischen Nachmittage eines Tages im Januar durch für vier Monate in den Klingelpütz Schulheimschiff„hans Schemm“ in Köln NSG Am Sonntag. 12. Juni, trifft das Schulheim= schiff„Hans Schemm“ auf seiner diesjährigen Fahrt durch die deutschen Gaue in Köln ein. Dieses schwimmende Schulheim, eine zur Tat gewordene Idee des unvergeßlichen Führers. des NS=Lehrerbundes, Hans Schemen, ist ein Geschenk der nationalsozialistischen Erzieherschaft an die deutsche Jugend. Ein neuer erzieherischer Gedanke hat darin seinen Ausdruck gefunden. Unsere Jugend soll auf dem Schiff durch die deutschen Gaue fahren, ihre Schönheiten schauen und kennen lernen. In Köln wird eine 1. Knabenschule für die nächste Teilstrecke bis Koblenz ausgenommen. Die Abfahrtsfeier findet am 14. Juni 9 Uhr an der Rampe Machabäerstraße statt. Donnerstag, den 9. Juni 1938 Neue Tag Nr. 155 Weiteres Jubiläum des Jahres 75jähriges Bestehen des Kölner Domchors Am 11. Juli des vergangenen Jahres wurde im Kölner Dom eine Gedenktafel für Domkapellmeister Friedrich Koenen, den 1887 verstorbenen Gründer des Kölner Domchors, aus Anlaß der 50. Wiederkehr seines Todestages im Rahmen einer kirchenmusikalischen Feierstunde geweiht. In einer Ansprache unterstrich damals Prosessor Mölders die Bedeutung Koenens und lenkte die Aufmerksamkeit auf das entscheidende Jahr 1863, in dem der Kölner Domchor ins Leben trat, um die vom Kölner Provinzialkonzil von 1860 verfügte Reform kirchlicher Musikpflege aus dem Geist des Chorals und der Liturgie in die entscheidende Tat umzusetzen. Die Bedeutung dieser Gründung wird vor allem klar, wenn man sich mit dem Zustand kirchlicher Musikpflege in Köln vor 1863 befaßt. Es war, wie Professor Mölders damals ausführte, die Zeit kirchlicher Konzertmusik, die an sich zwar religiös empfunden, mit dem Kultischen gleichwohl nichts zu tun hatte. Ueber jene Zeit unterrichtet recht anschaulich die Festschrift zum 25jährigen Bestehen des Kölner Städtischen Orchesters. Bis zum Jahre 1863 hat das Kölner Gürzenich= und Theater=Orchester, aus dem im Jahre 1883 das Kölner Städtische Orchester geworden ist, bei allen kirchlichen Musikveranstaltungen der Stadt, besonders aber bei den konzertmäßigen Musiken im Dom eine große Rolle gespielt. Die Mitglieder des Orchesters hatten hier beträchtliche Verdienstmöglichkeiten. Man versteht daher, daß sie der durch das Kölner Provinzialkonzil angeordneten Verbannung der Instrumentalmusik aus der Kirche mit recht gemischten Gefühlen gegenüber standen. Ueber die im Jahre 1863 mit der Gründung des Kölner Domchors durch Friedrich Koenen einsetzende Resorm der kirchlichen Musikpflege schreibt, die genannte Festschrift:„Mit der Gründung des Domchors war die seit mehr als 150 Jahren hier ausgeführte orchestrale Kirchenmusik aufgehoben, die durch Aufführung hervorragender Meisterwerke veredelnd auf den Geschmack der Zuhörer wie der Ausführenden einwirkte; neben ihrer Bestimmung, zur Erhebung und Erbauung der andächtigen Gemeinde zu dienen, entschwand auch für die musikbegeisterten Damen und Herren, zum Teil aus den angesehensten Famitien der Stadt, die Gelegenheit, gleich wie in den Winterkonzerten, so auch in den musiktlischen Messen und feierlichen Aufführungen gesanglich mitwirken zu können.“ Waren auch diese kirchlichen Konzertmessen mit dem Geiste und den Aufgaben der Liturgie unvereinbar, so bedeuten sie doch für Köln ein Stück hochinteressanter musikalischer Gesellschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts. Und eine Persönlichkeit wie Karl Leibl, der 1826 feierlich in sein Amt als Domkapellmeister eingeführt wurde und dieses Amt nahezu 40 Jahre: bis 1862 bekleidete, gehört in seiner Art zu den interessantesten Persönlichkeiten des damaligen Kölner Musiklebens. Hauptaufgabe des Kölner Domchors ist seit 1863 die Pflege des gregorianischen Chorals und des unbegleiteten-cappella-Gesanges. Nach dem Tode Friedrich Koenens, der bereits 1869 einen Diözesan=Cäcilienver= ein gründete, übernahm Karl Hubert Cohen(geb. 1851) die Leitung des Domchors. Sein Nachfolger wurde im 1910 Professor Johannes Schulte. Seit 1921 Köf-Arlaub in Oesterreich Vier Fahrten des Gaues Köln-Nachen 7 Aufenthalt in Nürnberg W Bodenbenutzungserhebung im Juni 1938 Die Bodenbenutzungserhebung 1938 findet— unabhängig von der Volks=, Berufs= und Betriebszählung im Juni 1938 statt. Sie erstreckt sich a) auf alle Landwirtschafts=, Forstwirtschafts= und Weinbaubetriebe mit einer Gesamtfläche von 0,00 und mehr Hektar, b) auf alle Erwerbsgartenbau= und Feldgemüsebaubetriebe, auch wenn die Gesamtbetriebsfläche kleiner als 0,50 Hektar ist. Im Gegensatz zu den Vorjahren ist die Gesamtbetriebsfläche auf einem einzigen Betriebsbogen nachzuweisen ohne Rücksicht darauf, ob sich die Flächen auch auf Nachbargemeinden erstrecken. Die unmittelbare Durchführung der Erhebung für die Stadt Köln fiegt wieder in den Händen des Statistischen und Einwohneramts, Köln, Johannisstraße 72—80. Am 9. Juni d. J. wird den Betriebsinhabern durch ehrenamtlich tätige und mit Ausweis versehene Zähler ein Fragebogen zugestellt. Diese Fragebogen müssen sorgfältig ausgefüllt werden und spätestens bis zum 15. Juni zum Abholen bereitliegen. Die Ergebnisse der Erhebung dienen volkswirtschaftlichen und statistischen Zwecken, und zwar namentlich der Beurteilung der Nahrungsmittel= und Futtermittelversorgung im Deutschen Reich. Es ist daher im Interesse der Bewirtschafter(Betriebsinhaber, Betriebsleiter oder Pächter) dringend notwendig, daß sie bereitwillig wahrhei“ gemäße Angaben machen, wozu sie auch gesetzlich verpflichtet sind. Das Statistische und Einwohneramt hat einige ortskundige sachverständige Einwohner berufen, die bei der Bodenbenutzungserhebung ehrenamtlich mitwirken und verpflichtet sind, die Angaben auf den Betriebsbogen zu prüfen und etwaige Fehler durch den Betriebsinhaber berichtigen zu lassen. Der Schätzungsbeirat ist ermächtigt, unwahrscheinliche Angaben auch an Ort und Stelle nachzuprüfen. Das Statistische Amt und die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind verpflichtet, über alle bei der Erhebung gewonnenen Angaben das Amtsgeheimnis zu wahren. Feste Hohenwerfen(Salzburg Photo;.-.Z Jahre 1910 Professor Johannes Schulte. Seit steht Professor Mölders an der Spitze des Domchors, und seine Bedeutung als Muliker wie als Organsator Die Urlaubsfahrten der RSG„Kraft durch Freude“ Gaflenz, Klein=Reifling, Groß=Blumau und Flockenau. nach wie vor einer außerordentlich starken Die zweite Fahrt, vom 25. 7, vereins für Deutschland, Oesterreich und die Schweiz be= Beteiligung. Vor wenigen Tagen wurde auf die Tatsache[Niederösterreich in das Aufnahmegebiet Eisen kleidet. Als praktischer Musiker ist Professor Molders kein einsettiger Wortführer alter Kirchennusik, sondern vertritt ebenso sehr das kirchliche Musikschaffen der Gegenwart, soweit es mit den Forderungen der Kirche, vor allem mit dem Geist des Chorals im Einklang steht. So hat der Kölner Domchor unter seiner Leitung in den letzten Jahren nicht nur die Kirchenmusik Bruckners, son 2ern auch Werke der unmittelbaren Gegenwart in sein Repertoire einbezogen, ohne dadurch der ihm vor 75 Jahren gestellten Ausgabe untreu geworoen zu sein. Nicht nur im Dom selbst ertönt der Gesang der Anaben und Männer, auch in anderen Kölner Kirchen ist der Kölner Domchor ein gern gesehener Gast. Wie denn überhaupt die mit dem Jahre 1863,einsetzenden und zu erst vom Domchor durchgeführter# kirchenmusikalischen svier Fahrten gestartet, und zwar in Reformen von entscheidendem Einfluß auf die Musik pflege anderer Kölner Kirchen geworden ist. Mit zohl reichen Beispielen, besonders aus der Zeit Friedrich Koenens, könnte dies belegt werden. Der Kölner Domchor hat sein 75jähriges Bestehen weit draußen vor den Toren der Stadt: in der Abtei Knechtsteden gefeiert und seine Feier mit der 200 JahrFeier der Abtei verbunden. G. hingewiesen, daß noch Sonderfahrten eingelegt wurzen. Aufnahmeorte sind: Waidhofen i. Zell, Ybbsitz, werden mußten, um den Wünschen in etwa entgegenzu= Groß=Hollenstein, Lunz und Gaming. Hart an die jugokommen. Nach weiteren Vorbereitungen ist es nunmehr, slavische Grenze geht die dritte Urlaubsfahrt vom gelungen, weitere zusätzliche KdF=Urlaubsfahrten nach Oesterreich festzulegen.„Kraft durch Freude“ hau Gutes Zeugnis— schlechte Auskunft Christine war über drei Jahre als Kinderfräulein in einem Haushalt tätig gewesen und trat dann in Dienste eines Kölner Ehepaares, wo es hauptsächlich das kleine Kind des Paares zu betreuen hatte. Dies besorgte Christine vorbildlich, denn das Kind entwickelte sich unter ihrer Pflege vorzüglich, zur besonderen Freude der Mutter, die Christine in Anerkennung ihrer erfolgreichen Tätigkeit mit Geld, Taschentücher und sonstigen Sachen beschenkte. Als Christine nach sieben Monalen austrat, um sich eine lohnendere Stelle zu suchen, erhielt sie ein vorzügliches Zeugnis, worin ihr Pflichttreue, Ehrlichkeit usw. gebührend anerkannt wurde Auf eine Anzeige meldete sich Christine bei einer Frau k. die auf Grund der guten Zeugnisse berent wor, das Mädchen einzustellen, jedoch wolle sie noch erst bein letzten Arbeitgeber eine Auskunft einholen. Anderen Tages wolle man dann über Eintritt, Lohn usw. per handeln. Am anderen Tage sagte Frau K, daß die Aus kunft über Christine so schlecht sei, daß von der Einstellung Abstand genommen werde. Jetzt erfuhr Christine daß der frühere Arbeitgeber geantwortet habe, Christine sei weder für den Haushalt noch als Kinderfräulein zu gebrauchen. Hierüber war Christine sehr erstaunt, sie begab Ich zur Arbeitsfront, wo ein Rechtsberater für sie eine Klage am Arbeitsgericht anstrengte. Hier wurde das gute Zeugnis und die schlechte Auskunft bekannt gegeben, wor auf der Vorsitzende den Beklagten fragte, wie er zu diesem Widerspruch komme. Hieraus vermochte der Be=soll man niat auf sie verzichten. Wenigstens 1 bis 2 klagte keine stichhaltige Gründe anzugeben. Stunden der Schlasenszeit sollen vor Mitternacht liegen Die Vorsitzenden des Arbeitsgerichts sind von Amts=[Lieber stehe man morgens etwas eher auf und wegen verpflichtet, jeden Prozeß möglichst durch Ver=lvor Beginn des Tagewerkes einen Spasiergang gleich zu erledigen und so regte er auch in diesem Falle 15. 8. bis 31. 8. Folgende Orte in der Steiermark sind für den Aufenthalt vorgesehen: Graz, Mooskirchen, Ligist, Voitsberg, Köflach und Deutschlandsberg. Die vierte und letzte Fahrt dauert vom 29. 9. bis 6. 10. Sie geht in den Aufnahmegan und Aufnahmeort Wien. — Die ersten drei Fahrten enthalten in Form einer GroßTagesfahrt eine besondere Ueberraschung. Auf der RückAachen werden fahrt werden in Nürnberg Tagesaufenthalt und Ueberdie schönsten Ge= nachtung eingelegt, um einmal die Fahrt nicht zu anbiete der Ostmark, die bisher für den Fremdenverkehr noch strengend zu machen und zweitens den Fahrtteilnehmern wenig erschlossen sind.[Gelegenheit zu geben, die Stadt der Reichsparteitage Die erste Fahrt, vom 14.“ bis 27. 7. führt in kennenzulernen. Anmeldungen, die sofort erfolgen müssen, den Aufnahmegau Oberösterreich, Aufnahmegebiet nehmen die Kreisdienststellen und KdF=Vorverkaufsstellen ist Ennstal=Gesäuse. Als Aufnahmeorte sind vorgesehen: an. Die Volksgenossen, die sich bereits für eine andere Ternberg, Losenstein, Wurmbachgraben, Reichraming, Fahrt entschieden haben, können ihre Anmeldung jedoch Arzberg, Roßgrub, Groß Raming, Ober=Plaissa, Weyer, lnicht mehr rückgängig machen. diese Fahrten eingelegt, einmal, um den Brüdern in der Ostmark wirtschaftlich zu helfen, und zweitens, den Volks genossen aus dem Altreich Gelegenheit zu geben, Oester reich und seine Bewohner kennenzulernen. Insgesamt 150 Urlaubsfahrten starten in den nächsten Monaten nach Oesterreich, aus dem Gau Koln Die gesunde Lebensweise Ein sehr wichtiges Kapitel: der Schlaf I. Ltptur(..;, here Arben lesen, de durch ein mehr an Schlaf ausge. daß ne der Gewindbeit nicht schadlich, sondernforde !# ia Iglichen wird. .. Jetzt will ich ein paar Worte zu dem wichtigen GeEin wichtiges Kapitel ist der Schlaf. Wieviel muß biet der Schlafstörungen sagen. Wenn nicht Krankder Mensch schlafen“ Für einen gesunden erwachsenen heit der Schlafstorung zugrunde liegt, ist die Ursache Menschen über 20 Jahre genügen im allgemeinen; bis meist m einer salschen Lebensweise zu suchen, also zu 8 Stunden Nachtruhe. Kinder und Jugendliche benötigen veheben durch Abstellen des Fehlers. Schlechi einentsprechend mehr Schlaf, und zwar rechnen wir für schlafen können ist ein Fehler der Nervösen. Die Urvorschulpflichtige Kinder 13 bis 15 Stunden Schlaf, der 11#e ist on in Ueberarbeitung geistiger Art oder zu zum Teil auf die Mittagsruhe gerechnet werden kann. spatem Arbeiten am Abend zu suchen. Dann ist der Kinder bis zu 14 Jahren benötigen 11 bis 12 Stunden Geist noch so sehr angeregt, daß der Betrefsende nicht Bettruhe. Gerade bei diesen Kindern, die den Schlaf##nschlafen kann. Man muß also sorgen, daß zwischen infolge ihres Wachstums so nötig haben, wird vigt### anstrengender geistiger Arbeit und dem Zubettgehen Dadurch werden die Kinder nervös, reizbar, ernen in der Schule schlecht usw. Jugendliche von 14 bis#hrend der der Geist langs en 8 bis 10 Stunden Bettruhe haben. Tangkeit abgelenkt wird. An sündigt 677 20 Jahren Kränklich Schlaf. Zum Schlafen ist im allgemeinen die gerade die Stunden vor Mitternacht sehr eine mindestens einstündig müsse und schwächliche Leute brauchen natürlich mehr durch einen Spaziergang Pause eingeschaltet wird, am von der konzentrierten Am besten erreicht man das in frischer Luft. Für den kör Abends im Bett noch Zigaretten zu rauchen. Dadurch wird das Einschlafen oft verzögert. Wichtig ist es, dafür zu sorgen, daß die Füße warm sind. Kalte Füße sind nicht selten der Grund des langen Wachliegens. In fast allen Fällen erreicht man warme Füße durch ein ansteigendes Fußbad vor dem Schlafengehen. Man bereitet ein lauwarmes Fußbad, das mindestens bis zum halben Unterschenkel reicht und gießt langsam so lange heißes Wasser nach, bis man es nicht mehr vertragen kann. Dann trocknet man die Füße gut ab und geht rasch ins Bett. Man kann sich auch mit einer Wärmeflasche helfen, die man an die Füße legt. Liegt keine erkennbare Ursache für die Schlaflosigkeit zugrunde, so wirkt oft ein Bad, das unmittelbar vor dem Schlafengehen genommen wird, sehr günstig. Ob das Bad kalt oder warm bereitet wird, entscheidet Wohlbefinden und Jahreszeit. Ein Ersatz für das Vollbad ist das Brausen und Abwaschen des ganzen Körpers. Es wirkt besonders günstig auf das Einschlafen, wenn man unabgetrocknet ins Bett geht. Die Nachtbekleidung muß so leicht wie möglich sein. Die Bedeckung muß sich nach Raumwärme, Jahreszeit und vor allem nach dem Wohlbefinden des Schlafenden richten. Heizen des Schlafzimmers ist beim Gesunden nicht nötig, wohl ist es bei kleinen Kindern angebracht, da der Körper sonst zuviel von seiner Eigenwärme abgeben muß. Aber die Temperatur des Schlafzimmers darf nicht mehr als 14 bis 16 Grad betragen. Gesundheitlich sehr förderlich ist es, wenn man sich daran gewöhnt, bei geöffnetem Fenster zu schlafen. Man fange aber niemals in der kalten Jahreszeit an, plötzlich nachts die Fenster offen zu lassen. Die Gefahr des Erkältens ist dann zu groß. Man beginne zunächst im Sommer bei geöffnetem Fenster zu schlafen. Wenn man es dann regelmäßig öffnet, wird man im Winter daran gewöhnt sein, so daß kein gesundheitlicher Schaden dadurch entsteht. Wird man nachts wach und kann nicht wieder einschlasen, so wirkt es oft günstig, sich einen Augenblick ans geöffnete Fenster zu stellen. Schlafmittel, wie sie überall angepriesen werden, darf man niemals regelmäßig einnehmen ohne ärztliche Anweisung. Sie schädigen durch die regelmäßige Zuführung den Körper; durch die allmählich eintretende Gewöhnung bleibt der gewünschte Erfolg schließlich doch aus. Man versuche die Ursache der Schlaflosigkeit ausfindig zu machen und stelle den Fenter ab. Vielleicht ist man nicht müdg genug, weil man zu wenig körperliche Betätigung hat, oder man bekommt zu wenig frische Luft. Findet man keine Ursache, so frage man den Arzt um Rat, nehme aber nicht auf eigne Faust Schlafmittel ein; anderseits sträube man sich aber auch nicht, das vom Arzt verordnete Schlafmittel zu nehmen; denn, wenn der Arzt ein solches anordnet, hat er seine ganz bestimmten Gründe dafür, wenn sie auch für den Laien oft nicht verständlich sind. Kölner Fronleichnamsprozession 1938 Die diesjährige Fronleichnamsprozession beginnt gegen 9 Uhr mit der ersten Segenserteilung vor dem Westportal des Domes Der zweite Segen wird auf dem Gereonsdriesch, der dritte vor dem Südportal des Doines. der vierte im Dom am Hochaltar erteilt. Infolgedessen zieht die Prozession folgenden Weg: Dom, Komödienstraße, Zeughausstraße. Mohrenstraße. Gereonsdriesch. Steinfelder Gasse, St.=Apern=Straße. Breite Straße Kolpingplatz. Drususgasse. An der Rechtschule, Wallrasplatz, Am Hof. Dom=Südportal, Dom=Westportal. Besichtigung von öffentlichen Sammelschutzräumen Der Polizeipräsident teilt mit: Oeffentliche Sammel= schutzräume sind zur Aufnahme derjenigen Volksgenossen bestimmt, die unterwegs auf Straßen, Plätzen oder auf beim Nacht da. Da nützlich sind, perlich Arbeitenden ist das Lesen einer nicht aufregenden Verkehremitteln von einem Fliegerangriff oder und nicht zu schweren Lektüre vor dem Schlafengehen Fliegeralarm überrascht werden und den Schutzraum in zu empfehlen. Die Ursache des schlechten Schlafens ist ihren manchmal auch in einem überfüllten Magen zu einen Vergleich an. Der Vertreter der Klagerin eiklarte hierauf, daß die letztere bereit sei, einem Vergleich zuzustimmen, wenn der Beklagte sich verpflichte, in Zukunft keine schlechte Auskunft über die. Klägerin mehr zu erteilen, ihr eine Entschädigung von 50 Mark zahle und sowohl der Klägerin wie der Frau I ein Schiiftstück verabreicht, worin bescheinigt werde, daß das von ihm ausgestellte gute Zeugnis der vollen Wahrheit entspricht, daß er die schlechte Auskunft zurücknehme, da er sie irrtümlich infolge einer falschen Information erteilt habe Der Beklaate erklärte sich bereit. diesen Vergleichsvorschlag anzunehmen, womit dieser seltsame Prozeß sein Ende erreichte. mache Auf den Mittagsschlaf kann der gesunde Mensch verzichten Bei kleinen Kindern, alten und kränklichen Leuten ist er angebracht. Die Mittagspause soll man nach Möglichkeit im Freien zubringen. Vorteilhast ist es, einen kleinen, nicht zu anstrengenden Spaziergang zu machen oder sich mit einer leichten Lektüre draußen hin zu setzen. Will man nicht ganz auf den Mittagsschlaf verzichten, so darf er aber keinesfalls zu lan ein Hause nicht mehr aufsuchen können. „„„###„#laest Ja legen 1. Um den Volksgenossen Gelegenheit zu geben, sich von suchen. Man soll daher die Abendmahlzeit so legen,#r wrnen zu überzeugen, die von verantwortlichen Steldaß man erst 2 bis 3 Stunden später zu Bett geht. Zum ni arden Abendbrot esse man keine zu schweren Speisen wie gebratenes Fleisch. Reibekuchen usw. Als Getränke ver-lbisher geleistet meide man abends Kaffee, schwarzen Tee und Sprudel wasser. Die beiden ersten, besonders Kafsee, wirken so anregend auf das Nervensnstem, daß sie oft für die Schlaflosigkeit verantwortlich gemacht werden können. Die letzte Tasse Kaffee sollte nicht später als 5 Stunden vor demSchlafengehen getrunken werden. Sprudelge ausgedehnt werden, weil wasser ist am späten Abend nicht zu empfehlen, weil es sonst die Nachtruhe darunter leidet. Es ist nicht ver=den Leib durch die Kohlensäure stark bläht und dadurch wunderlich, wenn jemand üder schlechten Schlaf in der ein unbehagliches Völlegefühl hervorgerufen wird. Als Nacht klagt, der muttaas 3 bis 4 Stunden schläft. Un= Getränke sind Furchtsafte, Milch und harmlose Tees zu mittelbar nach der Hauptmahlzeit ist es nicht ratsam. an empfehlen. Bei nervösen Leuten wirkt eine Tasse Pfeffervor dem Schlafengehen sehr beruhigend und strengende körperliche oder geistige Arbeiten zu verrich münztee vor oem. denn der Körper muß jetzt seine Hauptkräfte auflschlassördernd. Eine schlechte Angewohnheit ist es, ten: der Arbeit zu überzeugen. Schutz der Bevölkerung bei Fliegerangriten worden ist, gebe ich einige der bereits ausgebauten öffentlichen Sammelschutzräume am Frei tag, dem 10.., Samstag, dem 11. 6. und Montag, den 13. 6. 1938 in der Zeit von 10 bis 18 Uhr zur unentgeltlichen Besichtigung frei, und zwar: in Köln=Stadt: Sammelschutzraum Mauritiussteinweg 59, in Köln=Ehrenfeld: Sammelschutzraum Venloer Straße 338— Rathaus, in Köln=Kalk: Sammelschutzraum Vietorstraße 38— Schulc. Ich erwarte, daß viele Volksgenossen die Sammelschutzeäume zur Besichtigung aussuchen werden. In den genannten Sammelschutzräumen ist ein Polizeibeamter anwesend, der das besichtigende Publitum über Zweck und Inneneinrichtung eingehend unterweist. Donnerslag, den 9. Juni 1938 Neue sag Nr. 155 SCANALSA 230 m üb. d. Meeresspiegel. im Kranze grüner Berge. bis zur Höhe von 590 m üb. d. M. Ausgangspunkt zu den schönsten Waldgebieten d. Westerwaldes u. Rothhaargebirges. Gepflegte und preiswerte Gaststätten und Privatpensionen Schnellzugstat. 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Juni 1938 Neue sag Nr. 155 Astrid Väring erzählt: Ein Schuß ging los... Anders und Stina saßen wie gewöhnlich nach Tisch im Wohnzimmer. Anders las die Zeitung, und Stina arbeitete an einer Stickerei. Das heißt— eigenbich las Anders nicht, sondern löste das Kreuzworträtsel, und Stina träumte über ihrer Handarbett Träume, die ebenso himmelblau waren wie die Seide, die sie langsam durch den Stoff zog... Nebenan spielte Karl=Anders mit seinen Zinnsoldaten und dem Luftgewehr. Er wollte ein Eroberer werden, wenn er groß war. Nicht etwa Kausmann, wie der Papa, Sicher brachte das eine ganze Menge ein, aber es war sehr prosaisch uno zu wenig abenteuerlich, fand Karl=Anders. Nicht einmal einen Schuß durkte man aus dem neuen Spiel=Revolver abgeben, der wie ein ganz richtiger Revolver aussah. Das war ihm streng untersagt. Anders Svensson war ein friedliebender Mann. Er vergaß, wenn er daheim war. allen Streit der Welt und war glücklich bei Frau und Kind. Schon in der Schule hatte er für Stina geschwärmt. Für Stina Boge, mit ihrem dunklen, schlicht gescheitelten Haac, ihren dunkelblauen Augen und dem, wie ihm schien. unergründlichen Lächeln. Aber niemals war er das Gefühl losgeworden, seine Licbe sei völlig hoffnungslos. Wie konnte er auch neben einem Jungen wie Roland Wendel bestehen, der das Licht in der Klasse war, der tanzte wie ein Gott und alle Sportpreise erhielt. Außerdem schrieb Roland noch Verse! Und wenn er die vorlas, hing Stina an seinen Lippen. Auf jedem Ball hatte sie nur Augen für Roland und Anders erhielt kaum einen Tanz.— Aber wenn Anders auch kein Sportsmann war und keine Verse schrieb, er machte ein gutes Abiturientenexamen und trat in das Holz=Geschäft des Vaters ein. Roland Wendel dagegen bestand das Examen mit Mühe und Not und verlobte sich nicht, wie allgemein erwartet, mit Stina Boge, weil weder er noch Stina Geld hatten. Im Gegenteil. Roland ver schwand aus der Stadt, ohne Abschied zu nehmen— Ein ganzes Jahr lang war Stina nicht zu bewegen. auf einen Ball oder ein Fest zu gehen. Aber eines Tages tauchte sie wieder auf und bemerkte Anders, der sie immer noch scheu liebte Ein Jahr später saß sie in seiner neu erbauten Villa als seine Frau und schien mit ihrem Schicksal zufrieden. Die Tage vergingen in ruhigem Glück und der Junge war ihr Ebenbild. Etwas phantastisch und wild war er mit seinen zwölf Jahren, aber Stina behauptete, das gehöre zu einem Jungen Karl=Anders spielte im Nebenzimmer Napoleon. In seinem Eiser vergaß er das Verbot und gab einen Schuß ab. Wie ein Kanonenschuß schien er Anders. der in sein Rätsel vertieft gesessen hatte und ärgerlich über die Störung war. „Stina, sag' dem Jungen, daß er sofort diese elende Wafse jortlegt. Hier zu Hause will ich meine Ruhe haben.“ Mit einem kleinen, unergründlichen Lächern ließ Stina ihre Handarbeit sinken und stand auf. Eigentlich hatte Anders ja recht. aber— wenn ein Schuß losging— was war daran? „Du darist hier im Zimmer nicht schießen, KarlAnders“, sagte sie zu dem Jungen.„Papa will das nicht.“ Und mit demselben unergründlichen Lächeln setzte sie sich wieder an ihre Stickerei. Etwas nachdenklich sah Anders seine Frau an. Wenn er nur wüßte, was hinter diesem Lächeln steckte. Recht klug wurde er aus Stina niemals, lobwohl sie nun schon so lange verheiratet waren. Es war, als lebe sie in einer Welt für sich: trotzdem bedeutete sie ihm alles und war in seinem so alltäglichen Leben der Sonnenschein. Ob sie noch immer an Roland dachte? Rosand hatte sich inzwischen einen Namen als Schriftsteller gemacht. Es hieß. er Kritiker für eine Zeitung der Hauptstadt und noch immer Junggeselle. Während ihm diese Gedanken durch den Kopf gingen, ließ Stina die Nadel mechanisch durch den Stoff gleiten. Dabei dachte sie an Rolands Gedichte die ab und zu in der Zeitung der Heimatstadt veröffentlicht wurden.„Lieber ein Schuß in das Herz. als seige verzagen“, hieß das letzte. Ja. Roland liebte Gefahr und Kampf und war nicht feige wie ihr Mann, der zusammenfuhr, wenn ein Schuß aus einem KinderRevolver losging. Außerdem liebte er immer noch Stina und sagte ihr das in den schönsten Briefen, die man sich denken konnte und die sie zweimal in der Woche auf der Post holte. Sie antwortete ihm an dire Redaktion des Blattes. Das ging nun schon ein halbes Jahr hindurch so, seitdem sie sich unerwartet in der Hauptstadt begegnet waren. Stina fuhr manchmal dorthin und besuchte ihre Schwester. Vormittags, wenn die Schwester im Büro war, ging Stina durch die Straßen und genoß den Verkehr der Großstadt. Und bei einer solchen Gelegenheit stand sie plötzlich Roland gegenüber. Er war unverändert, und ihr Herz schlug rascher, als er sie ansprach. „Nein, Stina“, sagte er,„ebenso reizend wie früher, als du mich zu deinem Tanzstunden=Kavalier ernanntest!“ Alles fiel ihr wieder ein, ihre Liebe zu Roland und der Schmerz, als er sie verließ.„Und wie geht es dir? Wie ich hörte, bist du mit dem braven Anders verheiratet?“ riß seine Stimme sie aus ihrem Grübeln. „Bist ou glücklich geworden, Stina?“ Sie antwortete nicht sofort. Sie hatte niemals darüber nachgedacht, ob sie glücklich sei. Sie hatte die Tage kommen und gehen lassen. Und niemals würde sie Roland gegenüber zugegeben haben, daß ihr vieles. in ihrem Leben fehlte. Sie aßen zusammen zu Mittag und frischten Erinnerungen auf, und er versicherte ihr, daß er sie niemals vergessen habe.„Du mußt verstehen, daß ich zwischen der Liebe und meiner Kunst wählen mußte damals, Stina. Ich fühlte mich zum Schriftsteller berufen, aber dazu mußte ich hinaus in die Welt. Nur im Kampf konnte ich meine Bücher schreiben— sag mir, daß du mich verstehst und mir verzeihst.. Ja, sie verstand ihn und verzieh. und als er sie küßte, ließ sie es geschehen. Aber sie war es auch, die zuerst zur Wirklichkeit zurückkehrte und auf die Uhr sah. „Ich muß mich beeilen“, sagte sie,„meine Schwester wird unruhig, wenn ich mich verspäte.“ „Und wann sehe ich dich wieder, Stina? Bald, ja, versprich es mir!" „Ich fahre morgen nach Hause zurück“, sagte Stina mit klopfendem Herzen. Sie hatte es eben bei sich beschlossen; es war wie eine Flucht vor einer ungewissen Gefahr. Und dann versprach sie, seine Briefe zu holen und ihm zu antworten.. Und Stina schrieb ihm, von ihrer Not und ihrer Unruhe, ohne daran zu denken, daß Briefe gefährlicher sind als Worte. Bis sie dieses Doppelleben nicht mehr aushielt und beschloß, in die Hauptstadt zu fahren, um mit Roland zu sprechen. Sie konnte ihren Mann nicht länger, und war es auch nur in Gedanken, hinmergehen. Und dieser Entschluß war es, der ihr nun durch den Kopf ging, während sie über ihrer Stickerei saß. Das einzige, was ihr Sorge machte, war ihr Kind, KarlAnders. Aber auch das würde gut gehen, ihr Mann würde ihr das Kind lassen. Sie wurde durch ihren Mann aus ihren Träumen gerissen, der ihr die Zeitung hinüberreichte: „Sieh' nur—„Verlobte Roland Wendel—. Barbara Delamotte'...“ Die Buchstaben tanzten wild vor ihren Augen. Nein, es konnte nicht wahr sein— nach seinen Briefen, seinen Beteuerungen... „Was hast du, Stina?“ drang die Stimme ihres Mannes zu ihr. „Ich bin nur ein wenig erstaunt— weißt du, wer die Braut ist?“ „Delamotte— das kann nur eine von den Delamottes sein, die die großen Werke besitzen. Das nenne ich Glück— da ist Geld im Ueberfluß.“ Stina antwortete nicht. Sie hatte nur einen Gedanken— ihre Briefe. Ihre unvorsichtigen, unüberlegten Briefe. Jetzt erst wußte sie, wie töricht sie gehandelt hatte. Erst jetzt wußte sie, wie viel ein treuer Mensch#deutele, was sie an ihrem Mann, an ihrem Heim besaß. Am Tage darauf fuhr sie nach Stockholm, ging in ein Hotel, rief Roland an. „Guten Tag. Roland, ich gratuliere“, sagte sie kurz. „Ach. du. Stina?“ Die Stimme war ein wenig verlegen. „Ich bin hergekommen, weil ich meine Briefe zurum haben möchte“, sagte sie.„Bitte schicke sie mir.“ „Deim Briefe? Dann mußt du sie dir holen, Stina! „Wo?“ „Bei mir— ich werde dich um acht Uhr erwarten. Stina zögerte einen Augenblick. Dann sagte sie zu. Er empfing sie strahlend und wollte ihr ablegen helfen. Aber Stina schob ihn zurück und verlangte nur ihre Briefe. Etwas ernüchtert, ließ er sie in das Wohnzimmer vorgehen; das erste, was sie sah. waren ihre Briefe, die auf dem Schreibtisch lagen Mit ein paar war sie an ihm vorbei ergriff die Briefe und schab sie in ihre Handtasche. Als sie sich umwandte, stand er neben ihr. Ehe er sie umfassen konnte, hatte sie aus der Tasche den kleinen Spiel=Revolver ihres Sohnes gezogen den sie eingesteckt hatte, damie er seinen Vater während ihrer Abwesenheit damit nicht erschrecken konnte. Sie hielt ihn auf Roland gerichtet.„Rühre mich nich an— ich schieße...“ Sie glaubte kaum daß er sich täuschen assen würde aber langsam, sehr langsam trat er zurück. Vorsichtig gina sie rückwärts zur Tür. war blitzschnell draußen und schlug die Fiurtür hinter sich zu. Erst im Hotel wagte sie aufzuatmen als der letzte Rest ihrer Briefe im Kaminfeuer verglomm, „Nun bin ich frei“, dachte sie.„Vollkommen frei“, und dankbar dachte sie an ihren kleinen Sohn dessen Waffe erst ihr die volle innerliche Freiheit wiedergegeben hatte. Berechtigte Uebertragung aus dem Schwedischen von Karin Reitz. THEATER KONZERTE VERGNUGEN TXGLICH ACHM..00 UHR KONZERT UND TANZ ABENOS.30 UMN .86 Bühnen der Röln Mtatur, Wes dau Neuen ing Hadurt Heute: Opernhaus; 20 Uhr Die verkaufte Braut von Smetana. 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Eine Plauderei von Lloif von Hatztehl mit vielen flämischen #stern rna Sack singt!(Industrieschallplatien Wirtschaftsmeldunge lebertragung vom Dampfer„Ostmark“ in Bad indesberg: Nachmittagskonzert. Es spieslt das Unterhaltungsorchester unter Leitung von Her mann Hage#terkt Denken Sie noch daran? Giedenkstunde für Wollgang von Bartels. Aus luhrende: Clemene Kaiser Breme Bariton); Echert Grape(#arier; Robert Grot.(Cello Worte der Würsligung: Professor Hermann Unger. 1. Drei Lieder nach altdeutschen Nie dlichten: Der Valk] Es srand eine Frau allenn. Nun ist es an ein Endle gekommen. 2. Worte •- Ueden„„. Aus der Sonat für Cello und Klarier, 4. Lieder vom Chinesischen: In der Herberge 1 Ode an Nanking/ An Ii-Tai Pe Fen Fruhlingstag Momentaufnahme Nachrichten Nusik aus neuen Tonfhimen(Inlustrieschall pllatten Jur 4. Richard-Wagner-Festwoche In Detmold. Bufloszene aus der Oper„Das Liebesverbot“ von Richard Wagner.##a: Uerber: A Trma Beiik LII Harry Piel Der unmößliche Herr Pitt ∆.45.10 Jugendl. über 14 Jahre zugelassen Robert Taylor. Barbara Stanwyck Unter vier Augen .00.30.15. Jugdl. nicht zugel. Herrlich auch der 2. Olympia Schöphen Jugendliche zugel..30.00.20 Willy Fritsch— Gusti Huber Das Mädchen von restern Nacht .00.30.10 Magda Schneider. W. Albuch-Retty Frühlingsluft Heute letzter Tag—.30.50 S. 15 3. 1 4. Parzel Willy Fritsch- Olga Tschechowa Gewitterflug zu Claudia .00 S 30 S 15 Jug. üb. 14 I. zuge Wählen Sie Ihren Lieblingsfilm Am 17. Juni 1938..30 Uhr, sollen im Justizgebäude, Reichensperger platz 1, Zimmer 77, die nachbe zeichneten Grundstücke versteigert werden: Gemarkung Köln, Flur 68 1. Parzelle Nr. 3345,202, Widders dorfer Straße 219, Acker, groß: .45 Ar 2. Parzelle Nr. 3346 202, daselbst. Icker. groß:.25 Ar le Nr. 33347/202, daselbst. Acker. groß:.23 Ar. Reinertrag: .27 Taler Nr. 3318 202, daselbst. Arker. groß.17 Ar. Reinertrag: .04 Taler 5. Köln. Wieldersdorfer Straße 219. e Fabrikhalle mit Hofkeller und Hofraum, f) Transformatoren häuschen, groß: 5326 Ar. Gesamtnutzungswert: 5418.— Mk. 6. Parzelle Nr. 3341 202. Widders dorfer Str. 219, Hofraum, groß: 02 4· 7. Parzelle Nr. 32330 202. daselbst. Hofraum usw., groß: 11.69 Ar 8. Parzelle Nr. 3238 202, daselbst Hofraum. groß.10 Ar 9. Parzelle Nr. 3233 202. Widderedorfer Str. 219. Hofraum usw., groß:.86 r 10. Parzelle Nr. 3232/202, daselbst. Gebäudlefläche, groß;.24 Ar 11. Parzelle Nr. 3350 202. daselbst. Gebamtefläche, groß,.24 Ar Gaby Morlay Viktor Francen bestens bekannt aus dem grobartigen Film.Der König spielen die Hauptrollen in dem spannenden Nordprozeh Andresen „EIFERSUCHT“ Die Geschichte eines Mannes. der verschwand um nicht aus Ellersucht tOten zu müsen Kölner. besucht Eure Theater! 13.’arzelle Gebände 14. Parzelle Hofraum 15. Parzelle 21.00 22.00 Nachrichten 22.15 von Frankfurt: Training auf dem Nürburgring 22.30 Nachtmusik. 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Donnerstag, den 9. Juni 1938 Neue Tag Nr. 155 Eifellandschaft als gastlicher Schmuck Großer Tag eines kleinen Dorfes Notizen von der Fahrt nach und dem Aufenthalt in Kronenburg zum Göring-Besuch In Dahlem sahen wir die erste Fahne. Aber die Eifel hatte einen Schmuck zu bieten, der kaum einer Ergänzung bedurfte: sie empfing i köstlichsten Sommerschmuck den hohen Gast. Von den Hügeln loderte das helle Gelb des Ginsters; die Kornfelder waren von den übermütigen Akzenten des Mohn durchsetzt; über den Bau nkronen flimmerte es von unruhigem Licht Diese Landschaft, der gemeinhin die Melancholie so gut zu Gesicht steht, war in strahlende Heiterkeit geraten. Der Sommer ist angebrochen: Und wo man ihn antraf, hatte er Bilder zusammengestellt, die nur auf den Zugriff des Malers zu warten schienen. * Im Frührot dieses Tages, der viel verhieß, waren wir aufgebrochen— eifelwärts, bis nahe an die Grenze. Die Kolonnen wacker radelnder Hitler=Jungen werden überholt. Das Lieferauto eines bekannten Kölner Weinhauses wird angetroffen. Dazwischen aber ziehen die Fuhren der Bauer ihren Weg. Auf den Feldern arbeiten die Frauen; das weiße Kopftuch schützt sie gegen die Sonne. Wie gerne würden sie alle sich mit uns auf den Weg machen. Doch dieser Tag, einer der ersten schönen nach manchem verdrießlichen, weist sie an ihre Pflicht. Der Gast hätte sich gewiß wenig gefreut, wenn sie seinetwegen ihrer Arbeit ungetreu geworden wären. * Aber die Jugend war nicht zu halten. Bald sollten wir sehen, wie sehr ihre Anwesenheit das festliche Bild vollkommen machte. Doch da war erst noch Stadtkyli., Der Bahnhof hatte sich nach Kräften herausgeputzt. Hier mußte nach einigen Stunden der Sonderzug des Generalfeldmarschalls vorbeikommen. Hier nehmen die Absperrmannschaften die Ankommenden bereits in ihre Obhut, weisen ihnen den Weg und geben Ratschläge zum Parten, deren Nützlichkeit erst später eingesehen wurde. Denn Kronenburg, Ziel und Anlaß dieser Reise, ist— was keine Geringschätzung bedeuten soll— ein kleines Dorf. Ja, gerade die schönen, im besten Sinne ländlichen Dimensionen haben ihm die Chance eingebracht, mit einem Mal Professor Peiner, der Leiter der Schule, begrüßt den hohen Gast; im Hintergrund Professor Fahrenkamp mit Fcemdem schmückte— es hätte dort notwendigerweise unvollkommen bleiben müssen—, sondern es beim Eigenen beließ, bei der großartigen Mitwirkung der ommerlich durchglühten Landschaft, bei jener intensiven Illummation, die das Sonnenlicht auf den strahlend weiß gekälkten Häusern hervorrief. Nur am Eingang der Auffahrt zur Meisterschule war etwas Besonderes errichtet: zwei grün umkleidete Pfeiler, die das Hakenkreuz und das Wappen Görings zeigten. * Der Bahnhof liegt auf der einen, Dorf und Schule auf der anderen Seite der Kyll. Vom Bahnhof bis zum Flüßchen bildete der Arbeitedienst Spalier. In den glänzenden Spaten trieb die Sonne ihr Spiel. Vor dem Bahnhof waren Abordnungen der Politischen Leiter, ein SA Sturm unds eine Vertcetung der Ordensburg Vogelsang angetreten. Eine ganze Wagenburg ist aufgefahren. Da es noch eine Weile dauern wird, bis der Sonderzug emnläuft, scharen sich einige Fahrer unn einen eingebauten Radio=Apparat, aus dem die Frühmusik enklingt Die verantwortlichen Männer führen letzte Besprechungen. Befehle werden erteilt und weitergeleitet. Immer neue Wagen fahren vor. Da, in Cut und Zykinder, treffen, Professor Peiner, der Leiter und Professor Fahrenkamp, der Erbauer der Schulle, ein Professor Peiner läßt sich sagen, daß dies wohl der größte Tag seines Lebens sei. Was er begeistert bejaht. * Wenige Minuten nach 10 Uhr. Aus dem Grün der Ferne tritt der Zug hervor. Syon dieses, eine lange, sich chnell nähernde Kette, ist für den stillen Eifelbahnhof ein ungewöhnliches Ereignis. Nun hält der Zug, sieben tief grüne, dicht anemander gekoppelte Wagen. Aus den Fenstern lacht das Personal und weist uns den Wagen, in dem der Gast sich befindet. Da entsteigt er auch schon dem vorletzten, in weißer Uniform, mit dem Marschallsstab in der Hand. So kommt er, im lebhaften Gespräch mit seiner Begleitung, den Männern, die mit ihm kamen, wie denen, die ihn abholten, auf den Ausgang zu. schreitet dann die Front der Ehrenformationen ab und nimmt dann im ersten der bereitstehenden Autos Platz, um zur Meisterschule hinauf zufahren. * Unter den letzten Wagen der langen Kolonne ist auch der unsrige. So erleben wir noch das letzte Abtlingen der Zurufe, die dem hohen Gast galten. Noch sind die Fähnchen in Bewegung. Noch sind die Rufe nicht verstummt. Und sie sollen auch heute nicht mehr abreißen. Wir wissen nicht genau, wo der Generalfeldmarschall gegenwärtig weilt. Aber die Jugeng weiß ihn zu entdecken. Ihre unermüdlichen Sprechchöre haben ihn hoch oben an ein Fenster geholt. Und nochmal muß er hervorkommen und nocheinenal. Das Wort führt dabei ein Trupp Berliner Landjahrjungen, die in„ihrem Hermann“ einen Landemann sehen, der ihnen besonders verpflichtet ist.„Berlin will Herman Göring sehen!“ lautete einer ihrer Ruse.„Feldmarschall, wir geatulieren dir, denn dazu sind wir heut' hier!“ hieß der freundliche Glückwunsch, der höchst aktuell war.„Wir sind aus allen Gauen hier, um zu gratulieren dir!" antwortete eine andere Gruppe den„partikulacistischen“ Berlinern. Die Ennatteten verlautbarten sich so:„Lieder Hermann komm heraus, sonst geht uns die Puste aus!“ Die ganz Dringlichen drohten:„Lieber Hermann, komm herbei, sonst stürmen wir die Malerei!". Den Nagel auf den Kopf trafen aber diejenigen, die den Finger an der richtigen Thermorneterstelle hatten und folgendermaßen resignierten: „Lieber Hermann, zeige dich, sonst kriegen wir'nen Sonnenstich!“ „ Stimmungsvoller konnte die Weihe des Hauses nicht vor sich gehen. In einem Raum, der aus sich heraus, in einer kräftigen architektonischen Kargheit zum Arbeiten ebenso geeignet ist wie zum Feiern, unter einer zeitigen Balkendecke und schweren eisernen Leuchtern, vor einem kunstvollen Wandbehang mit dem Wappen Görings, dee gepanzerten Faust, die einen Ring hält, und schließlich vor einem knapp bemessenen Kreis, der die füh enden politischen, künstlerischen, militärischen und wirtsthaftlichen Persönlichkeiten des Gaues, und des weiteren Westens umschloß, innerhalb dieses der Sache durchaus angeeessenen Rahmens vollzog sich die Einweihung der Schule. Es erwies sich dabei, daß die In=ensität einer Veranstaltung nicht immer nach ihrem äußeren Umfang zu bemessen ist. Denn diese fast intime Feierstunde konnte sich sehr wahl mit einer Demonstration größten Stils messen— was die inneren und letzten Ergebnisse angeht. * Gewiß, es war heiß. Und wenn uns manchmal, wartend in der Sonne stehend, der Hut hoch zu gehen drohte, so wollen wir uns hinterher trösten mit dem Gedanken, daß die Absperomannschaften in der Uniform und im Stahlhelm oder Tschako nicht weniger auszichalten hatten. Es war ein großer Tag und ein heißer dazu... Deshalb lohnte sich auch die Anwesenheit der fliegenden Bier= und Eishändler, die sonst gewiß nur selten hierher vordringen. Aen späten Mittag machten wir uns auf, um in einem anmutigen Nachbarort nach einem Imbiß Umschau zu halten. Wir fanden ihn und durften uns besonders freuen, daß just ein Bild Professor Peiners, eine gute Reproduktion, auf unsere ländliche Tafel herniederschaute. Der Sinn dieses Tages hatte so noch ein passendes Symvol gefunden. Da wurden wir auch wieder an das Flugzeug erinnert, das gerade nach der Ankunft Görings üver den Bergen kreiste, als wolle es sagen: hier grüßt die eine Leidenschaft unseres Chefs seine zweite— die Fliegerei die Kunst.—er. Kronenburger Mädchen überreichten dem Generalfeldmarschall am Bahnhof frische Feldblumen Es war noch früh, muß gesagt werden. So suchten wir einen Gasthof auf, dessen Terrasse einen schönen Blick auf die Kyll gestattete und auf die Wiesen, deren frischer Rasen den Pferden der Wehrmacht und ihren Behütern angenehmer Aufenthalt war. Gegenüber lag der Bahnhof, ein ländlicher Bahnhof im Schmuck von Fahnen und Grün. Das Glas Milch wurde uns von einem Mädchen serviert, das keine Eiflerin zu sein schien. Nein, sie sei aus der Stadt, halte sich zur Kur hier auf und helfe nur jetzt, da auf einmal soviel Leben in das Dorf gekommen sei, ein wenig aus, Trinsgeld verlange sie nicht. So wurde ihre Mühe mit besonders unkomplizierten Wünschen vergolten. Die Kollegen, die schon früher gekommen waren, hatten die Skalkarten zur Hand genommen. Andere machten sich bereits Sorgen um die Telephonvecbindungen. Während die Photographen einige wenige Wolken herbeisehnten, die ihren Bildern den letzten Grad der Vollkommenheit geben sollten. Währenddessen rührte darußen der Ausrufer die Schelle: verschiedene Züge müßten ausfallen, mit Omni bussen würde der Verkehr aufrecht erhalten. Kucz vorher kreuzte der letzte Triebwagen wie ein ferner roter Strich den Blick. Hermann Göring bei seiner Ansprache vor einem Wandbehang mit seinem Hauswappen zu einer wichtigen Funktion im kultucellen Organismus der Nation berufen zu sein. * Heute sah es vielleicht mehr Autos bei sich als es Einwohner aufzuweisen hat, Große und kleine Wagen, mit Berliner und Münchener und allen rheinischen Kennzeichen, haben sich eingefunden. Dazu die großen Mannschaftswagen. Es ist ein unaufhörliches Hinauf und Hinab. Jeder Wagen trachtet danach, im Schatten halt machen zu können. Denn steht solch ein Auto einige Stunden in der Sonne, so kann man darin— wie unser freundlicher Fahrer uns versicherte— Eier kochen. Da unsere Picknick Pläne anders aussahen, stellten wir das Gefährt neben einen strohgedeckten Stall, nachdem die Bäuerin ihre Zusimmung erteilt hatte. * Noch ein Gang durch das Dorf und hinauf zur Meisterschule. Hinter den Absperrmannschaften hat das Volk seine Plätze bezogen, der einheimische Bauecsmann neben dem„gastierenden“ Städter. Das Dorf, da es ein fester Ort war, steil auf einen Berg getürmt und von der Auffahrtstraße zur Schule in weit geschwungener Spirale umgürtet,— dieses Dorf mit seinen vielen Hängen bot den besten Raum für die Gruppierung der Massen. Schon hier war das Dorf vor der Stadt im Vorteil. Die Wartenden lagerten sich bequem und schattig unter Bäumen und Sträuchern. Voran war die Jugend. Sie quoll wie eine Krönung der Natur von den Hügeln herab, mit Singen und Musizieren sich die Zeit vertreibend. Ein unübertreffliches Bild von hoffnungsvoller Gesundheit: die Buben und Mädel mit frischen Gesichtern in ihrer ordentlichen Uniform. Ihre große Stunde sollte noch kommen, wenn es ans Rufen ging. Es waren große Tage in der Geschichte des Gaues und unserer Stadt, wenn der Führer oder einer seiner nächsten Mitarbeiter zu Besuch kam. Da war im Handumdrehen die Stadt in den großartigsten Schmuck getaucht. Die Straßen waren nicht wiederzuerkennen. Und mit dem Grün der Girlanden war die Natuc in die Stadt geholt. Anders hier! Die Natur war das Natürliche. Mit Baum und Strauch, mit Blumen und Halmen grüßte sie den Gast. Ja, der Rahmnen, der sich diesem Besuch bot, war ebenso einzigartig wie die einzigartigste Dekoration einer Weltstadt. Es war gut, daß dieses Dorf sich nicht Professor Peiner bei seiner Begrüßungsansprache...„„ und auf dem Weg zur Meisterschule Photos: Maler J Donnerstag, den 9. Juni 1938 Neue Tag Nr. 155 Dreimal Kleinkunst— dreimal Artistik M 4 e b FE .wei Recöszys(Burghof) Zwei von den Vier Corthys(Zo0) Concha und Concha(Kaiserhof) Photos: Maier Grenzlandfahrt der hausgehilfinnen Die Ganfachgruppe Hausgehilfen veranstaltet am Sonntag, 19. Juni, fur alle im Haushalt tatigen Volks genossinnen ein graßes Grenzlandtreffen. Die Fahrt geht von Köln aus mit einem Sonderzug nach Gemund Um den Arbeitekameradinnen aus allen Teilen unseres Gaugebietes die Teilnahme an dieser Veranstanung zu ermöglichen, ist ein Einheitepreis festgelegt worden, in dem Hin= und Ruckfahrt ein chließlich der Anreise nach Köln, Mittagessen, ein Nasteegedeck sowie Versicherung enthalten ist. In Gemünd finden Besichtigungen und Tanzvergnügen statt Auch die Hausfrauen sind zu dieser fröhlichen Gemeinschaftsfahrt eingeladen. Teilnahmeerklärungen nehmen die Fachgruppenwalterinnen sowie alle Dienstund Vorverkaufsstellen der Rs=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ entgegen. Da nur eine beschränkte Teilnehmerzahl vorgesehen ist, ist die sofortige Anmeldung empsehlenswert.(n9s) Ankündigungen Jedes legt noch schnell ein Ei Sonaten=Abend Soldatenbund Instr.=Kam. 3 Köln=Mitte dem 10. Juni, die Geegeren Gertrud Maria#######elbach] Gloce und die Pian simn Grete Sch mißNonnenmuhlen ernen sonaten Abend Zur Weedergabe gelangen Violinwerke### und Ce##ar Franck. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. utnant d. R. a. D. Steger. Nachstes Pflichtschieß tag, 1. Juli, 20 Uhr, bei Runkel, Dürener### Universität Köln Am Montag, 13. Juni.#00 15 Uhr. spricht im Horsaal 4 der Universitat Koln der Forscher anf dem Inchiete des Inter n R e c h t s, P r o s e n o r B r b r a l d e M o n Prorettor der Untverniat Coembra in oemmer-prache über das Thema:„Der demsche Idealiomus in der Fortngesischen Besuch ra Rechtophilo opgee Prosessor Moneadi war Vertrerer Portuiarkommiion wahrend der Taarabstimmung Selfkantvereinigung Zein Vortrag ist offentlich und unentgeln Kameradschaft ehem. Pioniere 24(P. B. Eisen) Der nachste Monnumnn den 11. Jumi, 1130 Uhr, dei Sechen am Dom statt Kameradschaft.=.=R. 25 11 Juni. 20 15 Uhr. Monatsnunr den Kameradschaft ehem. 30er Zusammenkunft Samelag ams Lolgen. Hohe Pforte. int, 20.00 Uhr, im Brau Muhoba=Sommerfest „ In der Hanse #dt Roln, die seit Jahren#m Karneval den Muhoba Masken###ll veranstaltet. veranstattet jetzt auch ein nnerten USngealaa 11. Juni, ab 20 Uhr an Verrassen in Koln statt. Es iptelt das großse Orchvter der smare Aiener Werlen und Inn Tanz mit 1000 Munkenemen unter##itune von Pro .„ 11n"6- D F) Korner, Außerdem werden einige Varteténummern gezeigt En elt die Napelle Alblert Franke Um Mitternachtwerateinealken en Boglogichen Kam radschalt chem. 8. Husaren Monateversammlung Sonntag. Kamera. umieheim„Stolzeufele G Kameradschaft ehem Verkehrstruppen 1911 Jum Versammlung all; aus Pfl#c chezen am Tonntag n. ab 9 Uhr anf den uennanden Willerim0. Merdeim, Neußer Stlaße 661 Ernminung des Jahreo#en chußen. Namemadschaft Fußartillerie-Regiment 16 Kanerch#tganell Montag. 13. Juni. 20.15 Uhr, e Kumen#n, Langen, Komadenstraße 12 Tradmon: 1 Abreilung Art! Reat 67. Angeborme des ede Trotnon a. Anm wenden uufa0 rd: ti. Gemeinschaftsfahrt zum Waldrestan #unkt 15 Uhr in der Warteballe Bahnhof Th# Persönliches Kleintierzüchter hat daher nicht Spizen#gen zum Ziel, sondern sie erstrebt ganz allmmern eine Erho##ung = d u r c h s c h n i t t l i c h e n L e g e l e i s t u n g. D u r c h r e c h t z e# n g e Ferrungann der Legestämme, durch bestmögliche A nitzung des wirtschaftseinenen Furters, und durch Schaffung gesunder Ställe wird es auch in der Ge#ingelh sein die jährliche Lene#enzung aufn aewbunschte Muidsthohe zu bringen Robers Bachem 75 Jahre Am 7. Juni vollendete Verleger Robert Bachem: sie die sich R mer sab ibn Oesterreichischer * Frische Seelische: 20 et Sesteche Scholtisch 67 Schollfisch Ger22 0 Kohotes 23 Rotbarsch g r Ro bersch-Flle“„ 6 37 0 Burgenländer Weisswein naturrein Liter ohne Glas KOR Oelsordinen A ardbeer-Konfifüre „A„ 1 Hering Fllete Aprikosen-Kontitire* * I. 44 Brislinas go KlrschKontitüre „„ 45 PI. osc„ I. 10 Herings-Schniffe fa Oster. Illslter Küse 20 „ LUP B F,a n C 0o 9 Westtal. Plockwus .48 Almbeer-Siroe 40 * 9U• Westf. Zervelatwurst .58 Orangeode„.30 *„ 1 Seelachs In Schelbenra Niederrh. Goudaküse S0PI Oas I. Schmlerwurst, Alldes-.. heimer a1.30 Hamburger Rotwurst AP OI-- TOP Konsum-Sülle EA S0 C- 30 5. Eisbein 0n E 5 3-. T. J U Zitronenmost 75„ 1„- I. 3U Frankfurt. Apfelwein Roter Troubensatt „Wer"to•— e. 210e.. S 5: 45 01 .— Abteisaf, naturfen 0I VOPI Grüne Sohnen Allgäu. Schweizer Küse 4 85 0 — Krempulver.„„„„„ Pf. 5..- 33 K.25 Eisbeln Soetoo C. Gr. Doie Kosteler Rippenspoer## Podd n. Polver, „„#1•.TO Huhnerrels n" 1„„G1 „ A„„„llung“ 6„ 22 P. I 66s199 1 9n Podding.Polver WU SNSTER PWO1. OLFT HAUPIGESCHAFT HOHE STRASSE B EII A S E Z U MNEU E N TA S V 0 M 9. J UNI 1 S 3 8 BURGEN IM MOSELTAL — Kochem an der Mosel mit der Burg im Vordergrund Das Jahr 1689 war, wie überhaupt die Wende des .. Jahrhunderts eine Zeit des Greuels für das schöne Moselland und seine Bewohner, die Zeit einer unsinnigen Zerstörungswut, da die zügellosen Horden des Ludwig XIV. sengend, plündernd un, mordend die Mosel heimsuchten und unag lichen Jammer und Elend über Volk und Land brachten. Es war die Zeit, in der so manche stolze Moselburg auf ragender Bereshöhe in Trümmer sank, um nie wieder aufgebaut zu werden. Burg Eltz, ein wenig abseits von der Mosel. entging allein dem allgemeinen traurigen Lose; Burg Kochem wurde in den Jahren 1871 bi 1877 wieder aufgenat, bei einigen anderen Burgen kam nur ##enmerle Wiederherstellung zustande, alle übrigen trauern sei; der unseligen Zeit der Zerstörung in Trümmern, umwoben von Sage und Dichtung. Ruine Biichofstein liegt im eigenartigen Rontale. Vom Bahnhof Burgen geht e- geich freil und steinig hinauf. Dafür ist aver auch dee Eindruck überwältigend, den dieres Tal hinterläßt. Felswände, steil und streng, von brauner=Heide abgetönt, von scharfen Rissen durchfurcht, von Blöcken zerwürfelt, von Hagebutten überleuchtet. Und dazwischen die Trinmer einer Feste aus dem 15. Janehumert, weit, wuchtig, beredt in stummer # g e r B e r g f r i e d, i n h a l b e r H ö h e c o n einem sellsamen Kalkstreifen umgürtet, der zu allerhand Deutungen Anlaß gab. Der Volksmund erzählt, so hoch sei einmal vor undenklichen Zeiten die Moselflut gestiegen. „Mönchesgraben“ nennt das Volk das obere Rontal. tine und Tal sird abgestimmt in gewaltigen Aktorden zu einer feierlich=ernsten Melodie. m R o n t a l e m u o m e i# u d i c h e r F e l d= u n d W a l d w e g n ar n B Inmut au, 1 prale. Ge e Marchenbur g und eviel Roman Unhei##stag rscholl: Burg sich zusamme sie wiederer webt noch in in der Tal n mnn seinem maner schimmert durchs Gezweig. 1, steil. stolz, trutzig und doch wie n all den weiten Wäldern, umheat Welche Liebsichkeit. Zierlichkeit und welche Kraf; und wnan un Auf “ a u s v i e l e n J a h r h u n d e r t e n! E s 19#., da der Ruf im Eltz steht in Flammen. Das Herz n Schmerz ersllte alle und jeden tanden aus Aiche und Trümmern, imer wie leises Weh um die Mär e des Eitznaches, der seit Jahrn 111. Auch rg nochem ist wiedererstanden aus wilstem vor einem halben Jahrhundert. Sie wurde ich em alren Bilde im Städtebuch von dem Jahre 1518. Schraft und zerklüftet, verbemont steigt der Burgberg aus dem Burgzu steiler Höhe. und wie ein geeI wachn aus dem Bergkegel oie Reichs Fit: De die„Lorelei der Mosel“ #nen überraschenden Ausblick auf die der Stadt. den wuchtigen Burgberg und sein wiedererstandene Reichsburg Kochem. ner rampen trauern oder Denn„Dornins Mauerwerk ein. Der Turm stand fest und fiel erst durch des Teufels eigenste Erfindung, das Pulver. Das Mägdlein auer geht hemte noch nächtens unn und klagt um sein Leben und um des Vaters verlocene Seele So erzählt die Sage. Noch ein wenig mehr abseits der Mosel liegt die Ruine Pyrmont über einem prächtigen Wasser#all und einem kleinen Staubecken mit einer herrlichen Aussicht über das blühende Maifeld. Das ist ein stilles geruh sames Fleckchen Gattesland, weitab von Eisenbohn und Autostraße, unberührt von des Lebens Lärm und Haft, so recht zum Sinnen und Traunen. Und rings Wald und Wiese, weite Ackerbreiten, von goldenen Saaten wogend. Und diese nevliche Burg wurde nach 1803 auf Abbruch verkauft umd ein Spekulationschje#t in guten Bansteinen, Fensterkreuzen, Gesimsen und sonnstigem Wertvollen! O tempora, o mores! Es wäre so manhe, manche Burg noch zu nennen, motelauf und moselab, die in ihrem Trummerwert von Sage und Sang umponnen wird, zum Beispiel: Thurant bei Alken, Koraidelstein bei Kotten, Arras bei Alf, Grevenburg bei Traben-Tra bach, Landshut bei Bernkastel. Umsponnen aber auch von Moas und Wucherpflanzen, überweht von den Standen des Schlehdorns# des Holurders, überGlüht von Blumen aller Art. um den anderen. Nach ragt viel Manermert. noch trotzt mancher Bergfried: aber Riß um Riß schaftt neue Wunden, bis eines Tages auch das Ven## uuisammenbricht aus lämest emschoundenen Jahrhunderten und ver#en mind, wie die Herren vergessen sind, die einst Stein um#m fügen ließen zu den za reichen Schuß= und Trutzburgen an den schönen Ufern der Mosel I. Schmelzer. * Schuld an der Oberahr Ein Idyll im Ahrtal von der eren der und Aanern an der Mosel in ihren drückenden iuer der Winnenburg im Enderttale bei soll auch ein rücksichtsloser Ritter geweten sein. Burg erbauen#eß, diel über Nach: zurammen, bei Tage an Mauerwerk gesertigt worden war. Der er war Verzweitlung, der Ritter fluchte, tobte ster hängen zu lassen, wenn nicht ter Frist der Berafried festgegründet stehe. Dem ancie der Teufel und riet ihm, sein eigenmit einzumauern, so werde der Tunn nicht n Ewigkeit. Nach furchwbarem Seelenkampfe #ne der Vater sein eigenes Fleisch und Blut lebend fallen die Hänge. Die Weinberge verschwirden. An ihre Stelle treten Tannen= und Laubwaldungen. In vielfach gewundenem Lauf schlängel; sich die Uhr durch die üppigen Wieten, die mut vunrge##eckten Rindern und mut Scho#fherden bevölkert sind. Ein friedlich geruhsames Leben ist hier bis auf den heutigen Taa erhalren blieden. Alles, was wir in der Großstadt vennissen, trefsen wir hier an. Di. Luft ist m Herrlich sind die Aursichten, oie man auf 61s weit# Bergen der Eisel hat. In stets wechen# sich das hübich. Landschaftgrung um seine rom michen Winkel- und##at## Schuld ncht nur in leiner Schonben ah- hieidurch schon ananchen Maier## aufen Vorlage gebracht. Aner noch mehr wrete; dee kleine Dörschen, das zum großten Teu an den Uhern der Ahr chen Beziehungen an Schwarzwatzmone erinnert, besucht, immer weiß er sich von der besten Seite zu zeigen. Der Hammerstein Der Familienverband der Nachfahren der alten Hammersteiner Burggrafen, an den im vergangenen Herbst der alte Burghof in Oberhammerstein am Muttelrhein seitens des Reichsverbandes für Deutsche Jugendherbergen zurückgegeben wurde, wird in Kürze mit Wiederausbauarbeiten der alten Ruine Hammerstein beginnen. Zunächst soll der Burgfried wieder errichtet werden, womit ein Naturdenkmal zu neuen Ehren kommt, das in früherer Zeit als wehrhafte Burg große Bedeutung hatte und enehrmals in der deutschen Geschichte eine Rolle gespielt hat. Der Hammerstein ist einer der ältesten Befestigungen am Rhein, seine erste erhielt er von Karl Martell, da dieser damit seine im nahen Rheinbrohl gelegenen Besitzungen schützen wollte. Um das Jahr 1000 gehörten die Burggrafen von Hammerstein bereuts zum vornehansten deutschen Adel. Unter Heineich IV. und Heinrich V. waren die Reichskleinodien oft auf dem Hannnerstein in sicherem Verwahr, oft sah er bedeutende Fürsten als Gefangene bei sich, 1374 wurde die Reichsunmittelbarkeit verloren. Hammerstein ging in kurtrierischen Besitz über, das 1418 das Lehen emzog. 1654(nach dem Dreißigjährigen Krieg) wurde die Burg, in der lothringische Truppen lagen, von den Preußen unter Oberst von Sparr belagert und nach der Eroberung zerstört. Was sie verschonten, besorgten die Fransasen in ihren Raubkriegen. Die Nachfahren der Burografen von Hammersterin zählen heite etwa 150 Kopfe und wohnen meist am Niederinemn und in Niedenachsen. In ihrem Wappen führen sie außer den drei silbernen Hämmern im goldenen Feld drei Fahren, da Vorfahren das Erzhanneramt von Kurtrier bekleideten. Durch den Wiederaufbau der Ruine, der vom Familienvetband der Hammersteiner schon un Vorjahr in Aussicht gestellt war, würde diese Sehens wurdigkeit des Mittelrheins eine schöne Ausgestaltung erhalten. Wochen Ferien am Bodensee oder in Tirol Inkl. Antobustährt u. Herenann#ni 155.— und 175.— Schöne Ferienreisen nach Wien Oesterr Amen it II#e KN*9. Schwarzwald Baden Baden„„„„„„ 8 Tage RM.s. liahen bis Canti und Siilien" 15-18 Tage RM 207.= 2 Sonderzüge Italien Septemner Oktober„" 10 Take RM 175.= Programm Anmeidunza Reisebüro Jos. Hartmann K öln liche Str. 112 Wer wandert mit? Schon frühzeitig entsteigen wir— aus Richtung Köln oder Dusseldor kommend— in Benrath dem Wagen der Rheinouhn, um uns gleich in den unvergeßlich schonen Anblick des sich im Schloßleiche„badenden“ Schlosses Benrath zu vemenken. Hellstrahlend überflutet goldiges Frühlicht den Schloßpark, den wir auf dem mit igen Winkel gezeichneten We., zum Südwest=AusI d u r c h s c h r e i t e n. W i e w e i t e t s i c h n a c h eiwa einhalbstündigem Hinwandeln unser Auge nach Verlassen des Partes deim Anblick des Rheins dem deutschesten der Ströme! Hinüber ins weite Land schweift der Blick; wir erkennen die alte Feste Zons und weiter hinaus die Türme von Worringen. Nun wollen wir uns für ven meiteren Verlauf unserer Wanderung dee besannten weißen Andreaskreuz anvertrauen. Es leitet uns zuerst bis Urdenbach auf der Uierstraße, folgt dann in istlicher Richtung dem emnnigen Rheinbett in ein seines liebliches Wiesengelände. An Bruch und Weiden gehl's vorhei, schmal und schmaler wird der Psad; immer lebhatter wirds in Baum und Strauch. Lieblicher Vogelang dringt immer stärker und manmig#altiger an unter lauschendes Ohr. Nach d# Minuten verlassen wir dieses aschafts=Idyll, um nach Ueberqueren der Landst DüsseldorfKoln, Haus Garath(5 Min) und seine seine Lage zu bewundern. Gleich hinter Kapellerhof(10 Min.) wenden wir uns rechts in östlicher Richtung. Auf brei#erem Walmege Hurhannen. 11119 dann Lau#wato. überichreiten nach 30 Minuten bei Boltins die Eienbahn und bleiben in gleicher ichtung noch meitere 35 Minuten die Götiche#ng## Hinter dem Reichsautobahn U bergang(15 Min.) ist bald Schwanenemihle, ti# in Warre vernrckt. erreicht(10 Min.). Auf schmalem Piad kommen wir nach Feldhausen(25 Min.), ##### eitemge und erreichen nach 35 Ninuten den Spirklenbera(110 Meter hoch), von mo uns eine meitumtassende Fernsicht geboten wird. Nun trennen uns noch etwa 25 Menuten vom Bahnhof Leichlingen. Wir wandern bis hier fünf Stunden au. 20 Kilometer. Wer nun auf die Schonheiten einer kleinen Aimenmannerung verzichten will, hat hier beste Jahrgelegenheit r einer wenden uns 3 Minuten unterhalb des „„ r1 Ta die uns bie hier orznglich aeleitet hauen und volgen jetzt den gleichen schen der Hmstr. 30 in nordlicher Richtung in ein umllrtranmee Wunmage biet gen Oshyange des Eichernsch##0. ch: Riutennracht#teigt uns die Ortchaft Kapelle(40 Min), wo das Vanenentumschen keck aus ihr hervorschaut. Im weiteren Verlauf unierer Fahrt besuchen wir noch die bkannte Wisseitzurg Haus Graven n e r u n g alltung. Nach 10 Minmien erreichen wir die Straße den von me die-tratterhahn uns nach eener der schinsten Minderfahrten von etwa siehen Stunden ins Niedernergische Land wieder nach Haute bringt. Die Klosterkirche von Furstenfeldbruck, eine g e r n s. d i e 1 7 1 8 1736 von#gcard errichtet wurde, und an der Ar##der Aamn###an haben, wird jetzt erneuert; zu Beginn der Reisezeit wird sie sich n eder in altem Glanze darbieten. Der SchwarzwaDverein unterhält insgesamt 20 Wenderbuitten. 10 im nördlichen und je 5 im mittleren und ichen Schwarzwald.= diesen Hütten, die den abtcdern zugänglich sind, konnen rund##r Penonen hernachten. Für den„Reiseführer“ verantwortlich: Heinz Baums Donnerstag, den 9. Juni 1938 Neue sag Nr. 133 Auch eine„Schönheitskur“ OV. Das Wemstädichen Winningen an der Mose hat jetzt eine„Generalreinigung" des Stadtbildes durchgeführt. An den Fachwerkhäusern, deren Fassaden im Laufe der Zeit überputzt worden waren, ist das Fachwerk wieder freigelegt worden. Um dem Ort ein schönes, einheitliches und dem Charakter der Landschaft entsprechen des=Aussehen zu geben, dürfen die Häuser in Zukunft nur noch einen Anstrich in hellgrauen oder gelblichbraunen Tönen erhalten. Die vielen aus heimischen Natursteinen erbauten Häuser werden einen besonderen, für den Weinort charakteristischen Schmuck echalten Vor jedes Haus wirh ein Weinstock gepflanzt, der Tafeltrauben trägt. Mit ihrem satten Grün im Sommer und den im Herbst aus buntem Laub golden leuchtenden Trauben, die übrigens auch an die Fremden verkauft werden sollen, werden diese Rebstöcke zur Belebung des Straßenbildes beitragen. Das Siebengebirge, einmal anders Durch eine kürzlich eröffnete Kraftpostlinie Annweiler— Berwartstein— Germannshof ist das Herzstück des Pfälzer Wasgaues zweichen Queich und Weslauter dem Verkehr erschlossen worden. Linie wird regelmäßig Sonntags befahren. Die Die Strandhalle in Wilhelmshaven, die vor einigen Jahren an der ersten Hafeneinfihrt errichtet wurde, genügt den wachsenden Ansprüchen der Marinestadt nicht mehr. Sie wird jetzt um das Doppelte vergrößert; der Ausbau wird in wenigen Wochen vollendet sein. Die ostpreußtsche Stadt Frauendurg am Frischen Haff baut sich ein zeitgemäßes Haffbad. Rings um die Anlage werden Zeltplätze für Wasserwanderer geschaffen. Auch Berge haben ihre besonderen Freunde, sie „liegen einem“, wie man so sagt. Und die einzelnen Höhen im Siebengebirge verteilen ihre Sympathien ganz verschieden. Der Drachenfels. als der populärste, übt die größte Anziehung aus. Seine Ruine, die wie ein abgebrochener Zahn in die Gegend schaut, läßt kein Auge unten im Tal vorbei. Es muß zu ihm aufschauen und so zieht auch seine Höhe die Besucher an. Der Weg hinauf lohnt sich. Was er von unten verspricht, hält er da oben, indem er einen imposanten Ausblick ins Rheintal gewährt. Aber, sein Wesen ist Lebendigkeit, fast Unruhe. An seinem Fuß beginnt es mit Andenkenverkaufsständen und Trageseln, mit Photoständen und„Drachenblut". Die Zahnradbahn keucht hinauf, die Fußgänger streben bergan. Und droben hört man denn das Loolied:„Wunderbar!“ Die Zahl seiner jährlichen Besucher geht in die Million. Der Kegelklub, einmal in Königswinter, muß hinauf, das Brautpaar auf der Hochzeitsreise verfehlt ihn nicht, jeder Ausländer hat ihn im Reiseprogramm. Er ist Unabänderlichkeit aller Fremden. Nur der Einheimische vernachlässigt ihn, wohl nicht in Verkennung seiner Reize, sondern um seiner Lautheit willen. Von gleicher Unrast erfüllt ist der Petersberg, doch, ganz anders im Gehabe. Fußgänger übersieht er und setzt den Kraftwagen voraus. Der Ausblick den er ins Tal gewährt, ist königlich reserviert. Er pumpt einem die Brust voll Luft und läßt einen alle Kleinheit und Alltäglichkeit vergessen. Er fällt wie der gewaltige Reifrock einer Rokoschönen, die im Sommer Grün und im Winter Grau trägt. Die Zahl seiner Besucher ist groß; man kommt aus Naturliebe, aus Neugierde, aus Konvenienz und dem Wunsch, etwas Besonderes zu erleben zu ihm, und keiner seiner Besucher verrät, was ihn hinzieht... Zur Wolkenburg gehen nur wenige, viele jedoch verlaufen sich zu ihr, wenn sie, unkundig daher streifen. Und die Romantik dieses Gipfels ist so einzigartig! Urweltlich ist er eingerichtet, felsig, steinig, wild im Wachstum. Der Blick von ihrem Plateau ins Tal schlägt in der Seele die Melodie vom Liede„Drunten im Tale“ an. Ein Besuch bei ihr ist etwas Herrliches, aber ihre„Kundschaft" besteht aus Tiefinnerlichen. Wer zu ihr pilgert, liebt die Natur. Zum Entzücken bringt jeden ihrer Besucher die Löwenburg. Sie wirkt, im Eindruck verstärkt durch das Berghotel, alvin. Sie besitzt einen Kreis von Freunden und Gönnern, die ihr anhängen und nie treulos werden. Weltentrückt verzaubert sie jeden, der den Weg durch die herrlichen Wälder zu ihr nimmt. Ihre Ruine liegt da, wie herausgehoben aus allem Leben; es ist, als sei ihre Ritterzeit noch nicht vorüber. Sie wird viel besucht, aber lange nicht so viel als Drachenfels oder Petersberg, doch, weit mehr als die Wolkenburg. Sie verträgt aber auch das Laute nicht, denn ihr Angesicht ist ungekünstelte Naturschönheit, von keinem„Betrieb" entweiht. Die fehlenden Berge besucht man auch, aber, sie sind ganz und gar auf ihre speziellen Liebhaber angewiesen. Der Nonnenstrombera ist so reizvoll, der Lohrberg wirkt erhebend in seiner Zeitverlorenheit, aber, sie leben eben nicht in aller Munde. Dieses Schicksal teilen auch andere Gipfel im Siebengebirge, die bei dessen geographischer Zusammenstellung nicht mitgenannt sind: So ist zum Beispiel ein Erlebnis der Besuch des Himmerichs. Entrückt liegt er in ein„Rhein in Flammen“ Den Auftakt zu den diesjährigen Rheinbeleuchtungen, die der Landesfremdenverkehrsverband Rheinland seit Jahren unter wachsender Anteilnahme der Zuschauer, die weither aus dem Reich und auch aus dem Ausland zu diesem Ereignis kommen, dreimal durchführt, bildet „Der Rhein in Flammen“ am Niederrhein am 11. Juni. Der„Rhein in Flammen“ am Niederrhein, dem dann die gleichen Veranstaltungen am Siebengebirge von Linz bis Bonn und am Mittelrhein von Braubach und Rhens bis Koblenz=Ehrenbreitstein folgen, ist die strahlende Ouvertüre zur fünften Niederrheinischen Heimatwoche in Duisburg. Der„Rhein in Flammen“ auf der Strecke Rheinhausen bis Duisburg und Homberg ist ein nächtliches Fest des Feuers am eisernen Strom, ein fesselndes Schauspiel, eine eindrucksvolle Verherrlichung der gewaltigen Industrielandschaft, die sich an der Ruhrmündung als Zeichen deutscher Schaffenskraft entwickelt hat. Die Kunst des Feuerwerkers verwandelt die Stätten der Arbeit in lodernde, gleißende, rotglutende Sinnbilder der industriellen Arbeit. Voller Feierlichkeit ist die strahlende Wucht der Bilder. Der Feuerzauber hat mythische Gewalt und macht die niederrheinische Industrielandschaft vor dem nachtdunklen Himmel zu einem unvergeßlichen Erlebnis. zigartiger Verträumtheit, wer ihn besucht, ist ihm verfallen. Viele sind es nicht, die sich zu ihm hinfinden, der Weg ist weit. Das eine steht fest, die Schönheit der Berggipfel des Siebengebirges steht mit ihrer Besucherzahl nicht im Einklang, trotzdem die Vielbesuchten die gezollte Würdigung verdienen.—sch. 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