**un d. n elteil 1 mit Drei geben mit die breien korb. ie iren,###n u Seroctbaran, ess as kleie cenkiste gesägt d mit P Tapete st beim Pfenn t die ch, und t. Er b14 hwester tergeklag aus Wollsch Eine Sty eschafft. nd die ere.s en. E1sn Tageszeitung für Köln Bezugsvreis: RM..—(einschließlich 88 Pfennig Beitrag zu Zustellungskosten).— Erscheint wöchentlich siebenmal morgens.— Postbezng RM..—(einschließlich 45 Pfg. Postzeitungsgebühr und zuzüglich 42 Pig Zustellgeld der Post).— Durch höhere Gewalt hervorgerufene Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Rückerstattung des Bezugspreises Sprechstunden der Redaktion: 12—13 Uhr.— Postscheckonto: Köln Nr. 59000. Nr. 376 Verlag und Redaktion: Stolkgasse 25—31 Fernsprecher: a) von 8 Uhr bis 22 Uhr: Sammelnummer 22 0301; b) nach 22 Uhr: Direktion 22 0304; Chefredaktion 22 0301; Sportredaktion 22 03=. Sonntags die illustrierte Wochenendausgabe„Die Bastion“ kostenlos Donnerstag, den 27. Dezember 1934 D Vld. Vichaensenehen. b. 3ich uer. Birscezenecheicz seanrne a Milineter. voe Teranzeigen 80 Vig,(Jetzt guilig Breickiste 8. Nachlatziasel 85) Einzel=Preis 15 Pfg. Für eilige leser Opposition wird in Rußland erschossen i gam u. g hetont wird, daß der Schutz der fern=„Wenn wir gezwungen werden, Krieg z1 ne#u# 1316 p Wie in den letzten Jahren, so verbrachte der Führer auch am Heiligenabend des Jahres 1934 einige Zeit im Kreise der ältesten Münchener SA.= und SS.= Führer, die er in den großen Wagner=Saal zu einem gemeinsamen Mittagessen eingeladen hatte, und die anschließend von ihm beschenkt wurden. Die österreichische Regierung gibt amtlich die Verlustliste der Exekutive im Jahre 1934 bekannt. Danach betragen die Verluste bei den blutigen Ereignissen des vergangenen Jahres auf seiten der Exekutive 219 Tote und 663 Verletzte. Die von der japanischen Regierung seit langem ge plante Verwaltungsreform Mandschukuos ist nun mehr durch Bildung eines besonderen mandschurischen Büros im japanischen Kabinett in Kraft getreten. Die japanische Regierung hat weiterhin die Schaffung eines Rates für Staatspolitik, eines japanischen„Gehirntrusts“, beschlossen. Nach einer Reutermeldung aus Manila haben sich auf den Philippinen blutige Kämpfe mit räuberischen Banden sanatisierter Eingeborener abgespielt, bei denen 37 Tote zu verzeichnen sind. Die Nanking=Regierung hat einen neuen energischen Kampf gegen die chinesischen Kommunisten einge leitet. Die dritte Regierungsarmee hat, wie bekanntgegeben wurde, in den Kämpfen mit den Kom munisten 3000 Tote und 7000 Verwundete zu verzeichnen. Stalins eiserne Faust DNB. Moskau, 26. Dez. Die Sowjetregierung setzt die Bekämpfung der Opposition energisch fort. Die Presse berichtet täglich von neuen Kundgebungen und von der Entdeckung neuer„Klassenfeinde". In einigen Hochschulen in der Provinz, z. B. in der Ukraine und in Kursk, sollen Trotzki=Anhänger unter der Lehrerschaft zu finden sein, die ihre Tätigkeit auch jetzt noch ungehindert fortsetzen. Die Sowjetregierung hat jedenfalls beschlossen, den Fall Nikolajew restlos aufzuklären und alle Elemente, die dem Regime feindlich gesinnt sind, möglichst unschädlich zu machen. Die Erschießung selbst führender ehemaliger Regierungsmitglieder und Parteisunktionäre soll den sich noch verbergenden Unzufriedenen beweisen, daß frühere Verdienste vor der Revolution nicht als Entschuldigung dienen können. „Unser Pulver muß trocken sein“ Der am ersten Weihnachtstag in Chabarowsk zu sammengetretene Sowjetkongreß des fernöstlichen Ge bietes sandte an Stalin ein Begrüßungstelegramm, in dem u. a. betont wird, daß der Schutz der fern östlichen Grenzen in den Händen Blüchers und seiner Roten Armee liege. Wenn der Feind versuchen sollte, sowjetrussische Städte zu besetzen, so würde er seinen Untergang an den Grenzen der Sowjetunion finden. gramm. „Wenn wir gezwungen werden, Krieg zu führen, so werden wir ihn in Feindesland tragen. Wir wissen genau, daß unser Pulver trocken sein muß.“ Mit diesen Worten schließt das TeleWeihnachtsansprache von Rudolf DNB. München, 26. Dezember. Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß. hielt am Heiligen Abend eine Weihnachtsansprache, die insbesondere den auslandsdeutschen Volksgenossen galt. Er betonte einleitend, daß es für ihn das schönste Geschenk sei, die Herzen des deutschen Vaterlandes verbinden zu dürfen mit den Herzen all derer, die auf deutscher Erde das deutscheste all unserer Feste feiern können. In einem Gesamtbild übermittelte er den Auslandsdeutschen den Eindruck, den die Heimat heute auf sie machen würde. Er rief den Auslandsdeutschen zu, sie könnten auf ihr Vaterland stolz sein.„Und ich weiß, stolz seid Ihr. denn noch nie ist ein Volk aus so tiefem Sturz in so kurzer Zeit zu dem gemacht worden, was es heute ist.“ Heute wisse es die Welt und maßgebende Politiker anderer Volker hätten es anerkannt, daß es dem ezimm zerster Ei. lieb hier au mal ei hen.“ Kan lle Hüh auf das sie an er Mar hner, ich , ich bir beiß ich Am ersten Weihnachtstag wurde in Mexiko gearbeitet Enteignung der Kirchenkunstschätze. DNB. Mexiko=Stadt, 26. Dez. In der Kammer wurde ein Antrag eingebracht, der die Enteignung und Einziehung der im Kirchenbelsitz befindlichen Kunstschätze vorsieht. Nach dem Urheber des Antrages sollen diese Kunstschätze einem eigens zu gründenden religionsgeschichtlichen Nationalmuseum zugeführt werden. Der Antrag ist einem Ausschuß überwiesen worden. Am Weihnachtsheiligenabend erfolgte die überraschende Mitteilung des mexikanischen Agrarministers, nach der der erste Weihnachtstag lals Arbeitstag bestimmt wird. Späterhin ist diese Anordnung des Agrarministers auf sämtliche Sta atsbeamten ausgedehnt worden, die also am 25. Dezember wie an einem Wochentag zu ##arbeiten hatten, obwohl nach dem Arbeitsgesetz der erste Weihnachtstag als Feiertag bestimmt ist. Panik bei einer Weihnachtsfeier DNB Mexiko=Stadt, 26. Dez. Wie aus San Salvador gemeldet wird, brach dort während der Bescherung armer Kinder vor dem Nationalpalast eine Panik aus, wobei im Gedränge 20 Personen mehr oder weniger schwere Verletzungen erlitten. Endgüllige Aufstellung der Stimmlisten im Saargebiet Mitleilung der Abstimmungskommission DRB. Saarbrücken, 26. Dez. Die Abstimmungs kommission läßt der Presse eine Mitteilung zu gehen, in der sie den Gemeindeausschüssen samt ihren Vorsitzenden und allen denjenigen, die zur Aufstellung der endgültigen Listen der Stimm berechtigten beigetragen haben, ihren Dank für die vorzügliche und objektive Arbeit ausspricht. In der Mitteilung heißt es weiter, daß nach Veröfsentlichung der vorläufigen Listen und im Verlaufe des Einspruchsverfahrens sich heraus gestellt hatte, daß in Saarbrücken= Stadt und in einer kleinen Anzahl anderer Bürgermeistereien die vorläufigen Listen Ungenauigkeiten zeigten. Die Kommission hat daher für Saarbrücken=Stadt eine besondere Maßnahme getroffen, um die Listen erneut zu überprüfen. Diese Arbeit wurde ausschließlich von neutralen Beamten ausgeführt, wobei sich zeigte, daß nach erfolgter Bereinigung der vorläufigen Listen durch das Einspruchsverfahren jetzt nur noch sehr wenige Fehler übrig geblieben sind, so daß schließlich von den von Amts wegen eingetragenen Personen nicht mehr als 1 v. H. Streichungen vorgenommen zu werden brauchten. Eine weitere Untersuchung über die Gründe der Fehler in den vorläufigen Listen hat erwiesen, daß diese durch die mangelhaften Unterlagen verursacht worden waren, die den Gemeindeausschüssen in Saarbrücken=Stadt und in anderen Bürgermeiste reien zur Verfügung gestanden hatten. Es hat sich auch ergeben, daß diese Fehler rein technischer Art waren, und daß den Gemeindeausschüssen wegen der Fehler keinerlei Vorwürfe gemacht werden können. Die für das gesamte Saargebiet eingerich tete Zentralkartei hat weiter erwiesen, daß nach dem Einspruchsverfahren in den verschiedenen Bürgermeistereien weniger als 2000 Doppeleintra gungen und andere Fehler vorgekommen sind, also für das gesamte Saargebiet einschließlich Saar brücken Stadt weniger als“ v. H. Dieses Ergebnis der besonderen Kontrolle neben den Nachprüsungen, die in allen Abstimmungsbezirken stattgesunden haben, berechtige jetzt zu der Feststellung, daß die endgültigen Listen der Stimm berechtigten hohen Anforderungen entsprechen und daß eine Genauigkeit erreicht ist, die über 99 v. H. liegt. Ausflug in den Tod Bankeit zu Ehren von Sir John Simon in Paris bei einem Eisenbahnunglück in Kanada in richKinder 18 Tote bei einem Eisenbahnunglück in Kanada DNB. Hamilton(Kanada), 26. Dez. Am Dienstag in den späten Abendstunden fuhr der Expreßzug Detroit— Montreal infolge schadhafter Weiche auf einen Ausflüglerzug auf, welcher auf einem Nebengleis das Passieren des Expreßzuges abwartete. Die drei letzten Wagen des Ausflüglerzuges wurden zertrümmert, wobei 18 Ausflügler gerotet und 30 mehr oder weniger schwer verletzt wurden. Die Insassen des Expreßzuges kamen mit dem bloßen Schrecken davon. Gefährliche Industriespionage in Wien DNB. Wien, 26. Dez. In Wien hat sich ein aufsehenerregender Fall von Industriespionage ereignet. Die Direktion der Pumpenund Maschinenfabrik„Garvenswerke“ entdeckte, daß zahlreiche wichtige Patente an eine Konkurrenzfirma in der Tschechoslowakei verraten worden sind. Bisher wurden vier Verhaftungen vorgenommen. Einige deutschfeindlich eingestellte ausländische Berichterstatter haben in ihren Blättern die Meldung verbreitet, daß die Spionage von einer reichsdeutschen Firma ausgehe. Diese Behauptung hat sich als Lüge erwiesen. Kommunistische Umtriebe in der japanischen Kriegsindustrie DRB. Tokio, 26. Dezember. In Nagoya, einem Gebiet. das in der japanischen Kriegsindustrie eine wichtige Rolle spielt, sind kommunistische Umtriebe aufgedeckt worden. Es wurde eine Geheimorganisation ausgehoben, die unter Führung eines bekannten Kommunisten stand und die u. a. zwei illegale Blätter unter der Arbeiterschaft der Rüstungsindustrie verbreitete. Es wurden insgesamt 157 Personen verhaftet. A Zu kurzem Aufenthalt traf der englische Außenminister Sir John Simon in Paris ein. Bei dieser Gelegenheit nahm er Fühlung mit dem französischen Außenminister Pierre Laval. Bild zeigt von links nach rechts Vierre Laval, Sir John Simon, Sir George Clerk(englischer Botschafter in Paris) und Ministerpräsident Flandin. Von Paris fuhr Minister Simon nach Cannes. Führer allein zu verdanken sei, wenn im letzten Jahr der europäische Friede bewahrt wurde, als er mehrfach schwer bedroht war. Als wirklicher Staatsmann habe sich der Führer auch in seinem Verhalten Frankreich gegenüber gezeigt, bei seinen ehrlichen Bemühungen, zur Entspannung des deutschfranzösischen Verhältnisses beizutragen. Unter einem angler des Friedens sei es leicht, eine Rede in der Weihnacht, in der Nacht des Friedens zu halten. Namens der Heimat dankte Rudolf Heß unsern auslandsdeutschen Volksgenossen für ihre Opfer und ihre Leistungen, die dem Wohle der Heimat gedient haben. Wir vergessen nicht, was viele von Euch hingeben mußten, nur weil sie Deutsche waren. Es ist die Hoffnung der Heimat, daß sie einst wird entgelten können, was viele von Euch draußen oerloren haben. Wir vergessen auch nicht, was jene opferten, die sich frühzeitig zum neuen Deutschland bekannten. Und in tiefstem Mitgefühl gedenken wir der furchtbaren Leiden, welche die Deutschbewußten in Oesterreich tragen. In der Weihnacht sind unsere Herzen mehr denn je bei ihnen.“ Revolution in Albanien? DRB Rom, 26. Dez. Wie hier umlausende Gerüchte wissen wollen, soll in Albanien eine Revolution ausgebrochen sein. Einer der Adjutanten des Königs Zogu soll einen Teil des albanischen Gebietes mit ausständischen Kräften besetzt halten. Eine Bestätigung oder auch ein Dementi dieser Gerüchte ist im Angenblick in Rom nicht zu erlangen. Auch gelang es nicht, festzustellen, wie der Name des aufrührerischen Führers lautet. vernichtete ein Großflugzeug DNB Den Haag, 26. Dez. Wie die Direktion der Niederländischen Luftverkehrsgesellschaft bekannt gibt, kann es nunmehr als feststehend gelten, daß die Vernichtung des Großflugzeugs„Uiver“ auf einen Blitzschlag zurückzuführen ist. Die Luftverkehrsgesellschaft hat von dem Piloten Geysendorffer. dem Kommandanten des mit einer holländischen Sachverständigenkommission nach Rutbah entsandten Flugzeugs„Leeuwerik“, ein Telegramm erhalten, in dem die bisherigen Ergebnisse der Untersuchung nach dem Hergang und den Ursachen der Uiver=Katastrophe mitgeteilt werden. Aus dem Bericht geht hervor, daß bei der verunglückten Maschine keinerlei Konstruktionsfehler festgestellt werden konnten. Zu dem Zeitpunkt, in dem der„Aiver“ von seinem Verhängnis ereilt wurde, muß sich die ganze Maschine in guter Verfassung befunden haben, während die Besatzung auch den richtigen Kurs nach Bagdad einhielt. Letzteres ergibt sich auch deutlich aus dem ausgefundenen Kompaß. Die Besatzung hatte auch allem Anschein nach keineswegs die Absicht, bei Rutbah eine Notlandung vorzunehmen, so daß kein mißglücktes Landungsmanöver vorliegt. Als alleinige Ursache der Katastrophe muß der Blitzschlag angesehen werden. Der Blitz scheint beim Gepäckraum in die Maschine eingedrungen zu sein. Die Einschlagstelle wird dadurch gekennzeichnet, daß sie eine sehr starke Erhitzung aufweist und bei ihr eine Haspel weggebrannt wurde. Schnee und Frost in den schlesischen Bergen DNB. Breslau, 26. Dez. In den Abendstunden des 24. Dezember und in der Nacht zum ersten Feiertag kam es besonders in der westlichen Hälfte Schlesiens zu Schneefällen. Aus dem schlesischen Flachland werden sieben Zentimeter Schnee gemeldet. Im Riesengebirge hat die Reifträgerbaude sechs bis zehn Zentimeter Neuschnee zu verzeichnen. Die Wintersportmöglichkeiten sind allerdings im Gebirge noch sehr mäßig. Auch die Temperaturen sind erheblich zurückgegangen. Vom Kamm des Riesengebirges meldete Mittwoch früh die Reifträgerbaude sieben Grad und die Prinz=Heinrich=Baude neun Grad unter Null. Von der Malaria=Seuche bedroht DNB Colombo, 26. Dez. Die Malaria=Seuche, die die Insel Ceylon heimgesucht hat, bedroht nunmehr unmittelbar die Hauptstadt Colombo. Das große Krankenhaus in der Stadt ist bereits überfüllt. Die Seuche, die sich ursprünglich auf bestimmte Gebiete beschränkte, hat eine katastrophale Ausdehnung genommen, weil die Bevölkerung infolge der mangelhaften Nahrungsmittel zufuhr sich nicht widerstandsfähig genug zeigt. Infolgedessen ist die Gefahr der Rückfallerkrankung groß. K 1 F B ——** # ——"*** Flüssiger Reichsbankausweis DNB. Berlin, 24. Dez. Um die Veröffentlichung des Wochenausweises der Reichsbank für die vorletzte Dezemberwoche noch vor dem Weihnachtsfest zu ermöglichen, erfolgte der Abschluß im Gegensatz zu den Vorjahren bereits am 21. Dezember. Das Weihnachtsgeschäft hat eine stärkere Beanspruchung herrorgerufen, die in einer Zunahme der gesamten Kapitalanlage um 28,1 Mill. auf 4478,5 Mill. RM. zum Aus druck kommt, während am 23. Dezember 1933 die gesamte Kapitalanlage um 33,8 Mill. auf 3567,4 Mill. RM. verringert war. Trotzdem sind die Rückflüsse von der Ultimobeanspruchung mit rund 57 v. H. bis zum 21. Dezember immer noch weitaus höher als in den ersten drei Dezemberwochen des Vorjahres, in denen erst 42 v. H. der Belastung abgedeckt waren. In diesem Jahre dürfte auch die Verschiebung des Inventurverkaufs mit der verstärkten Inanspruch nahme in Zusammenhang stehen. Im einzelnen haben die Beständean Handelswechseln und=schecks um 10,3 Mill. auf 3605,3 Mill. RM., an Lombardforderungen um 4,1 Mill. auf 101,6 Mill. Mk., an deckungsfähigen Wertpapieren um 03 Mill. auf 436,5 Mill. RM., und an Reichsschatzwechseln um 13,4 Mill. auf 16,4 Mill. RM. zugenommen. Die Bestände an sonstigen Wertpapieren blieben bei einer Zunahme um 32000 RM. mit rund 318,8 Mill. RM. nahezu unverändert. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 29,4 Mill. in den Verkehr abgeflossen und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 4,7 Mill. RM. auf 3724,3 Mill. RM., derjenige an Rentenbankscheinen um 24,7 Mill. .f 334,4 Mill. RM. erhöht. Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 1,5 Mill. auf 1 471,2 Mill. RM. ab. Der gesamte Zahlungsmittelumlauf betrug am 21. 12. 5706 Mill. RM. gegen 5343 Mill. RM. im Vormonat und 5453 Mill. RM. am 23. Dezember 1933. Die fremden Gelder zeigen mit 764,3 Mill. RM. eine Zunahme um 4,7 Mill. RM., nachdem noch in der Vorwoche bei den Giro=Guthaben infolge der Bareinlösung von Reichsschatzwechseln eine Abnahme um 97,3 Mill. RM. zu verzeichnen war. Die öffentlichen Guthaben sind in der Berichtswoche etwas gestiegen, dagegen haben die privaten etwas abgenommen. Die stetige, langsame Aufwärtsentwicklung der Deckungsmittel hat sich auch im Berichtsabschnitt fortgesetzt, in dem die Geldbestände um 51.000 RM. auf 788 Mill RM. und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 184000 RM, auf 4,4 Mill. RM. zugenommen haben. Auflösung der Meister,öhne=Vereinigungen NDZ. Berlin, 24. Dez. Der Reichshandwerks meister hat in einem Rundschreiben die Einrichtung der Meistersöhne=Vereinigungen im deutschen Hand werk als überflüssig erklärt. Dabei sagt der Reichshandwerksmeister laut NDZ., daß der ständische Aufbau der Handwerksorganisationen das Bestehen solcher besonderen Meistersöhne=Vereinigungen überflüssig mache. Darüber hinaus müsse das Vorhandensein derartiger Vereinigungen auch deshalb als unerwünscht bezeichnet werden, weil solche Zusammenschlüsse stets mehr oder weniger den Klassengedanken zur Grundlage fassen. Soweit Meistersöhne=Vereinigungen etwa noch als Innungseinrichtungen bestehen sollten, ordnet der Reichshandwerksmeister an, daß die Auflösung zu veranlassen sei. Das etwa vorhandene Vermögen übernehmen die Innungen. Soweit Meistersöhne=Vereinigungen unabhängig von den Innungen usw. bestehen, sei in geeigneter Weise ebenfalls die Auflösung zu bewirken. Auf jeden Fall sei jede persönliche oder sachliche Beziehung der Handwerksorganisation und ihrer Amtsträger zu derartigen Meistersöhne=Vereinigungen zu lösen. Försterfamilie als Wildererbande Vater und drei Söhne zu Gefängnis verurteilt— Der Deleklio im Försterhaus Albert Rotter wird ausgeliefert. Paris, 26. Dez. Dem„Matin“ wird aus Air=elProvence gemeldet, daß die dortige Anklagekammer beschlossen hat, den deutschen Auslieferungsantrag gegen Friedrich Schaie, genannt Albert Rotter, wegen Vertrauensmißbrauchs und betrügerischem Bankrott stattzugeben. Die französische Anklagekammer hi den Einspruch, seine Auslieferung werde wegen politischer Hintergründe gefordert, als nicht stichvaltig zurückge wiesen. Wetzlar, 26. Dez. Elf Stunden verhandelte das Schöffengericht Wetzlar gegen fünf Mitglieder der Försterfamilte Müller aus Altenkirchen. Der För ster Anton Müller wurde wegen gewerbsmäßiger Wilderei zu zwei Jahren Gesängnis verurteilt. Teine drei Söhne erhielten ebenfalls Gefängnisstrafen. Die wegen Hehlerei mitangeklagte Tochter wurde freigesprochen. In dem Jagdrevier, in welchem der angeklagte Förster Müller aus dem Forsthaus Böllersdorf für zwei Jagdpächter den Jagdschutz ausübte, trie ben in den letzten Jahre unbekannte Wilderer ihr Unwesen. Da es offenbar nicht möglich war, auf die Spuren der Täter zu kommen, rief der Kreis jägermeister im Einverständnis mit den Jagd pächtern schließlich den aus großen deutschen Wildererprozessen bekannten Berliner Detektiv Willi Häusler zu Hilfe. Eines Tages erschien nun im Böllersdorfer Forsthaus ein gemütlicher Fleischer meister aus Berlin, der sich mit großem Interesse der Natur= und Waldbeobachtung in dem schönen Hohensolmser Land widmete. Der Gast hatte außerdem einen lebhaften Appetit auf Wild pret, der sich schließlich so stark äußerte, daß der Förster und seine Söhne sehr eifrig auf die Jagd gingen, um ihn zu befriedigen. Und es kam ihnen dabei gar nicht darauf an, die Schonzeiten für Rehe und Hasen einzuhalten. Die Fürstersfamtlie ge wann schließlich solches Vertrauen zu dem Gast aus Berlin, daß sie ganz unverhohlen ihr geheimes Treiben vor ihm ausübten. Der Detektiv Häusler denn er war natürlich der Berliner Fleischer meister— bekam auf diese Weise so umfangreiches schriftliches Belastungsmaterial in die Hand, daß er vor rund zehn Wochen die Maske fallen lassen konnte. Der Förster und sein ältester Sohn wurden verhaftet. Bei der Haussuchung wurde ein wahres Arsenal von Waffen aller Kaliber gefunden. Die Angeklagten bestritten in der Verhandlung den größten Teil der ihnen zur Last gelegten Wilderertaten. Aber nach eingehender Beweisaufnahme gelangte das Gericht doch zu einem ab gerundeten Bild von etwa dreißig Fällen, in denen die Angeklagten überführt wurden. In der Urteilsbegründung erklärte das Gericht, daß es sich bei der Förstersfamilie um ganz gewöhnliche Wilderer gehandelt habe. Achlung! Neue Bestimmungen für die Einreise in das Saargebiet!— Abstimmungsberechtigte Personen bedürsen keiner Einreisegenehmigung DNB. Berlin, 14. Dez. Amtlich wird bekanntgegeben Nach der Verordnung der Regierungskommission vom 29 November 1934 gilt für die Einreise in das Saargebiet für die Zeit vom 27. Dezember 1934 bis zum 26. Januar 1935 einschließlich folgendes: A. Die Perionen, die in der oben angegebenen Zeit in das Saargebiet einreisen, müssen im Besitz I. eines ordnungsmäßigen Reisepasses 2. einer besonderen Genehmigung zur Einreise in das Saargebiet sein. Der Antrag aus Einreisegenehmigung ist unter Uebersendung des Reisepasses an die Regierungskommission Abteilung des Innern. in Saarbrücken zu richten Bei Stellung des Antrages erfolgt zweck dienliche Beratung durch die Vertrauensleute und Ortsgruppen des Saarvereins Die Einrenegenehmigung ist innerhalb 24 Stunden nach der Einreise der Ortspolizeibehörde des Saargebiets vorzulegen. Sie berechtigt zu wiederholter Einreise in das Saargebiet innerhalb des in dem Genehmigungsvermerk bezeichneten Zeitraums. Perionen. denen die Genehmigung zum vorüber Bürckel an Knox DNB. Neustadt a. d.., 24. Dez. Der Taarbevollmächtigte des Reichskanzlers, Gauleiter Bürckel, hat, wie schon mitgeteilt, unter dem 22. Dezember dem Präsidenten der Regierungskommission in Saarbrücken folgendes Schreiben zugehen lassen: „Herr Präsident! Der Aufmarsch der Polizeitruppen für das Saargebiet ist nunmehr erfolgt. Deutschland, das angesichts der beispiellosen Diszip lin der deutschen Bevölkerung trotz der Terrorakte der Emigranten und Separatisten solch weitgehende Schutzmaßnahmen für überflüssig hielt, hat der Be reitstellung der Truppen zugestimmt und damit ein großes Opfer gebracht zu einer friedlichen Regelung der Verhältnisse an der Saar. Ohne die deutsche Zu stimmung wäre die Bereitstellung der Truppen ein Bruch der für das Saargebiet geltenden Rechtsord nung gewesen. Aus dieser Sachlage ergeben sich auch für die Regierungskommission notwendige Folgerungen. Nach§ 30 des Saarstatuts hat die Saarbevölkerung einen Anspruch auf örtliche Po lizei. Aus dem Wortlaut der Bestimmung ergibt sich einwandfrei, daß in die Polizei keine Kräfte aufgenommen werden, die nicht zur örtlichen Polizei ge hören, also von außerhalb des Saargebietes kommen und der überwiegenden Mehrheit der Saarbevölke rung feindlich gegenüberstehen. Diese Bestimmung hat somit vor allem auf die Emigranten Anwendung zu finden. Soweit solche Personen aber bereits in die Polizei eingestellt sind, müssen sie kraft zwingenden Rechtes unverzüglich entsernt werden. Wenn die Regierungskommission bisher die Einstellung von Emigranten in die Polizei glaubte mit dem Hinweis begründen zu können, daß die örtlichen Polizeikräfte nicht ausreichen, so fällt dieser Vorwand mit der Bereitstellung der Polizeitruppen selbstverständlich weg. Ich darf mich der Hoffnung hingeben, daß Sie, Herr Präsident, nachdem Deutschland der Entsendung der Polizeitruppen im Interesse einer Entspannung der zwischenstaatlichen Beziehungen zugestimmt hat, auch nun Ihrerseits zur Wiederherstellung der Rechtsordnung im Saargebiet beitragen und die Emigranten sofort aus dem saarländischen Polizeidienst entfernen. Genehmigen Sie, Herr Präsident, den Ausdruck meiner vorzüglichen Hochachtung. gez.: Bürckel.“ Reiseomnibus auf der Jahrt nach Berlin verunglückt Drei Leichtverletzte Braunschweig, 23. Dez. Samstag nachmittag ge riet ein Reiseomnibus aus Essen, der sich mit 33 Fahr gästen auf der Fahrt nach Berlin befand, auf der Helmstedter Landstraße ins Schleudern und sturzte in einem Straßengraben um. Lediglich drei Personen wurden durch Glassplitter verletzt, die Auf nahme im Braunschweiger Marienstift fanden. Der Wagenlenker wollte einem plötzlich auftauchenden Rad fahrer ausweichen. Um zu verhüten, daß der Omnibus gegen einen Baum stieß, riß der Wagenführer das Steuer stark nach rechts herum, um den Wagen auf einen Acker zu lenken. Dabei geriet ein Rad in den Straßengraben, so daß der Omnibus das Gleichgewicht verlor und umstürzte. Auch der Radfahrer wurde verletzt. Die Fahrgäste haben mit einem Brannschweiger Omnibus die Reise nach Berlin fortgesetzt. Unterm Christbaum verbrannt DNB Kassel, 26. Februar. Einen traurigen Ausgang nahm das Weihnachtsfest in der Familie des beim Gut in Harthmutsachsen beschäftigten Einwohnere Räuber. Während die Eltern am Abend des zweiten Feiertages auf dem Gut mit dem Milchversand beschäftigt waren, schloß sich deren allein in der Wohnung befindliche achtjährige Tochter in der Wohn Heftiger Kampf zwischen holländische Zollbeamten und Schmugglern Ein Toter, sieben Schwerverletzte DNB. Amsterdam, 26. Dez. Bei der Ortschaft Gastel an der holländisch=belgischen Grenze kam es in der Nacht zum Mittwoch zu einer wilden Schießerei zwischen holländischen Zollbeamten und Schmugglern. Ein Zollbamter entdeckte auf einem Patrouillen= gang einen Schmugglertrupp, der bei seinem Herannahen die Flucht ergriff. Der Beamte konnte einen der Schmuggler einholen und festneehmen. Als die übrigen Schmuggler merkten, daß der Beamte allein war, kehrten sie wieder zurück. Sie umzingelten ihn von allen Seiten und bewarfen on mit Steinen, so daß er seinen Häftling wieder freilassen mußte. Im letzten Augenblick kamen fünf weitere Zollbeamte im Auto ihrem Kollegen zu Hilfe. Diese machten sofort von der Schußwaffe Gebrauch. Zunächst gelang es ihnen, die Angreifer zurückzudrängen. Diese wurden aber von der Bevölkerung von Gastel unterstützt und gingen aber mals zum Augriff über. Die Beamten mßten sich feuernd zurückziehen und ihren Kraftwagen im Stichlassen, der von der Menge zerstört wurde. Plötzlich tauchten neue Gendarmen auf, die aus ihren Karabinern ganze Salven abgeben, worauf die Schmuggler in wilder Flucht davonliefen. Acht Schmuggler blieben mit schweren Schußverletzungen liegen und wurden als Polizeigefangene in ein Krankenhaus übergeführt. Unterwegs erlag einer von ihnen seinen Verwundungen. Der Zustand von zwei weiteren ist besorgniserregend. * gehenden Aufenthalt im Saargebiet schon jetzt erteilt stube ein und steckte den Christbaum an. Hierbei Tlmüssen die Kleider oder die Haare des Kindes Feuer gefangen haben. Vielleicht fiel auch der Christbaum um. Als die Eltern nach etwa einer Stunde zurückkehrten, fanden sie nach dem Aufbrechen des verschlossenen Zimmers nur noch die vollkommen verkohlte Leiche des Kindes vor. Wieder eingefangener Ausbrecher M. Gladbach, 25. Dezember. Der berüchtigte Rheydter Ein= und Ausbrecher Wilhelm Schmitz, der vor einer Woche entsprungen war, konnte am Heiligen Abend gegen 24 Uhr in Velbert wieder verhaftet werden. Er hatte, wie gemeldet, nach seiner Verurteilung zu fünf Jahren Zuchthaus und zur Sicherungsverwahrung auf dem kurzen Weg vom Gerichtssaal zum Gladbacher Gerichtsgefängnis den beg'eitenden Beamten mit einer Eisenstange niedergeschlagen und schwer verletzt. Auf einem Fahrrad, das er auf der Straße neben dem Gefängnis an sich riß oder von einem Helferohelfer zugestellt bekam, war er entkommen. Auf Grund der Fahndungsarbeiten konnten vor Weihnachten unter Führung des Leiters der Gladbacher Kriminalpolizei Beamte aus Werden und Velbert den Schlupfwinkel des Verbrechers in Velbert ausstöbern und ihn nach kurzer Gegenwehr festnenmen. Man schaffte ihn noch in der Nacht nach.=Gladbach zurück. ist müssen diese Genehmigung vor dem 27. Dezember 1934 erneuern. Die erneuerte Genehmigung berechtigt sie zu wiederholter Ein= und Ausreise in das Saargebiet Mit Geldstrafe bis zu 750 Franken oder mit entsprechender Haft wird bestraft, wer diesen Bestimmungen zuwiderhandelt. Die Gebühr für die Einreisegenehmigung beträgt 20 Franken, die Gebühr für die erneuerte Genehmigung 2 Franken. Die Gebühr kann in begründeten Fällen insbesondere bei Bedürftigkeit der einreisenden Perionen. falls ein dringlicher Anlaß zur Einreise besteht erlassen werden B Einer Einreisegenehmigung bedürfen dagegen nicht a) außerhalb des Saargebiets wohnende abstimmungsberechtigte Perionen. Für sie genügt der von der Abstimmungskommission ausgestellte Abstimmungsausweis in Verbindung mit dem Reisepaß: b) Perionen die im Besitz eines taarländischen Reisepasses oder eines saarländischen Personenausweises sind; c) Perionen die die auf Grund der Verordnung der Regierungskommission vom 27 Januar 1932 betrefsend die Arbeitszentralstelle für das Saargebiet ausgestellten Legitimationskarten sowie die Grenzausweise gemäß Protokoll über die Gebrauchsrechte an der jaarländisch=französischen Grenze vom 13. November 1926 besitzen. Sparkassen und Landesbank Um das Weiterbestehen der Landesbank der Rhein provinz. Die Bereinigung bei der Landesbank der Rheinprovinz ist nunmehr soweit gediehen, daß die fehlenden Abschlüsse für die letzten Jahre aufgestellt werden können. Die Verständigung mit den Gläubigern ist bis auf einige wenige erreicht und die Arbeit des Staatskommissars im Grunde mit Erfolg abgeschlossen. Nach dem zuletzt bekanntgegebenen Status der Landesbank vom 30. September 1932 betrugen die Schulden der Gemeinden bei der Landesbank rund 503 Millionen Reichsmark, von denen 237 Millionen Reichsmark überfällig waren. Andererseits hatten die Sparkassen von der Landersbank 178 Millionen Reichsmark zu fordern, hiervon waren 144 Millionen Reichsmark überfällig. Die Sparlassen haben inzwischen für ihre Forderungen, soweit eine Verrechnung gegen Schulden der Gemeinden als Gewährungsverbände nicht möglich war, Umschuldungspfandbriefe zum Nennwert in Zahlung genommen. Ebenso haben die Umschuldungspfand briefe bei der Verständigung mit den Bankenglaubigern insofern eine Rolle gespielt, als sie die Verlängerung der Stillhaltung bis 1. Oktober 1939 erleichterten. Die Banken haben Umschuldungspfand briefe als Sicherheit übernommen, wobei ihnen das Recht eingeräumt wurde, gegebenenfalls diese Sicherheit an zahlungsstatt anzunehmen. Mit Rücksicht auf den damaligen Kursstand wurde den Banken diese Sicherheit in Höhe von 110 Prozent ihrer Forderungen gegeben. Inzwischen hat sich der Kurs der Umschuldungspfandbriefe im Zusammenhang mit der Besserung auf dem Rentenmarkt gehoben, so daß der Zeitpunkt nahe gerückt ist, wo eine volle Begleichung der Forderungen aus der Sicherheit möglich sein wird. Heute schon ergibt sich eine Befriedigung der Forderungen von stark 95 Prozent bei einem Verkauf der Sicherheiten. Da aber umgekehrt auch die Landesbank berechtigt ist, die Sicherheiten in Anspruch zu nehmen, um die Forderungen zurückzuzahlen, ist Vorsorge getroffen, daß die Gläu biger bei einer Verwertung der Sicherheiten nicht noch einen Sondergewinn erzielen. Dieser zunächst nicht erwartete günstige Verlauf der Bereinigung bei der Landesbank hat denn auch schon seit langerem Stimmen laut werden lassen, die im Interesse der öffentlichen und privaten Wirtschaft der Rheinprovinz das Fortbestehen der Landesbank als werbendes Bankinstitut für wünschenswert bezeichnen, natürlich unter Vornahme der notwendigen Umwandlung der Verwaltung. An dererseits wird namentlich von den Sparkassen, die mit der Landesbank als Girozentrale allerdings wenig erfreuliche Erfahrüngen gemacht haben, an der vorgesehenen Gründung einer Gemeinschaftsbank als Ersatz für die Landesbank festgehalten, um sich einen starken Einfluß nicht nur als einer der Kapitalträger dieser neuen Bank zu sichern, was zwar auch durch eine entsprechende Fassung der Satzungen der alten Landesbank zu erreichen wäre Blutige Bandenschlacht auf den Philippinen 37 Tote DRB. London, 26. Dezember. Nach einer Reutermeldung aus Manila hat sich auf der Philippineninsel Mindango ein blutiges Gefecht mit räuberischen Banden abgespielt, das 37 Todesopfer forderte. Die Insel wurde von sanatisierten Banden räuberischer Eingeborenen überfallen, die ihre Schlupfwinkel in den Bergen verlassen hatten. Bei dem Ueberfall wurden 21 Phillppinos getötet, bevor die Polizei eingriff und die Räuber zum Rücktritt zwang. Sie wurden schließlich in die Flucht geschlagen und hinterließen ihrerseits 16 Tote auf dem Schlachtfeld. Großfeuer in Wuppertal DNB. Wuppertal, 26. Dez. In den Gummiwerken von Vorwerk& Sohn in Wuppertal=Barmen brach am Heiligenabend ein Großfeuer aus. Beim Eintreffen der Wehren stand bereits der gesamte Vorrat an Gummi und anderen Rohmaterialien in hellen Flammen. Infolge der großen Hitze zersprangen die Glasfenster der Hofüberdachung und das Feuer griff auf das anschließende mehrstöckige Lagerund Versandgebäude über, das den Flammen zum Opfer fiel, während der siebenstöckige Fabrikneubau gerettet werden konnte. Der Sachschaden ist sehr bedeutend. Wie wir von maßgebender Stelle hören. wird der Brandschaden auf etwa zweieinhalb bis drei## Millionen Reichsmark geschätzt, soll aber durch Versicherung gedeckt sein. Der Betrieb wird nach einigen Umstellungen seinen Fortgang nehmen können. Weiter wird gemeldet: Am ganzen ersten Feiertag. die Nacht hindurch und auch am zweiten Feiertag waren die Berufs= und freiwilligen Feuerwehren mit dem Ablöschen und den Aufräumungsarbeiten am Brandplatz bei Vorwerk& Sohn beschäftigt. Die Ablöschung der im Keller lagernden Stoffe, die in voller Glut standen und zum Teil beißenden Rauch entwickelten, war nur dadurch möglich, daß die große Kellerräume vollkommen unter Wasser gesetzt wurde Der Tätigkeit der Feuerwehren ist es gelungen, all die Gebäudeteile, die nicht schon beim Eintreffen det Wehren brannten, restlos zu erhalten, so daß zu er warten ist, daß der gesamte Betrieb bald wieder auf genommen werden kann. Eine ganze Anzahl vo Feuerwehrleuten trug leichtere Ver letzungen davon. So mußten sich 14 Wehrleute wegen Rauchvergiftung in Behandlung begeben, konn ten aber bald ihre Tätigkeit wieder aufnehmen Volksschädlinge wandern ins Juchlhaus Essen, 26. Dez. Der bei der Ortsgruppe Borbed der NS=Volkswohlfahrt beschäftigte 29jährige Heinrich Knöll und der 25jährige Wilhelm Vieregge, hattent# die Volkswohlfahrtkasse planmäßig ausgeplündert und# das Geld in Essener Weindielen mit Barmädchen vertrunken. Es kam sogar vor, daß sie, wenn ihnen bei den nächtlichen Gelagen das Geld ausging, sie schnell mit einem Auto zum Volkswohlfahrtbüro nach Borbeck fuhren und dort das notwendige Geld aus der Kasse nahmen. Der Kassenrevisor stellte einen Fehlbetrag von 1600 Mark fest. Monatelang waren keine Buchungen vorgenommen worden. Das Gericht erkannte" gegen Vieregge auf 2 Jahre Zuchthaus und 3 Jahre Ehrverlust, gegen Knöll auf ein Jahr 3 Monate Ge# fängnis. Stegerwald 60 Jahre alt Am 14. Dezember vollendete Adam Stegerwald. einer der Schöpfer der christlichen Arbeiterbewegung— und langjähriger Reichsarbeitsminister sein 60. Lebensjahr. Stegerwald ist ein Mann aus kleinbäuerlicher Familie, kernhaft, fest, charaktervoll. Unter größten Mühen und Anstrengungen hat er sich vom Tischlerberuf heraufgearbeitet. Bei ihm kann man wirklich von einem eisernen Fleiß sprechen. Nie hat er bloße Ehrenämter bekleidet, es waren immer nur Arbeitsämter. Wohin er auch gerufen wurde, da hat er seinen Platz ausgefüllt, sei es im Kriegsernährungsamt, als preußischer Ministerpräsident oder als Minister verschiedener Ressorts, besonders als Reichsarbeitsminister. Einfachheit, Klarheit, Sauberkeit und Mut zur Wahrhaftigkeit zeichneten ihn jederzeit aus. Weder als Arbeiterführer noch als Minister hat er etwas anderes getan, als was der Dienst an der Sache gebot. Man sagt von diesem eckigen und kantigen Mann, daß er geradezu ein Fanatiker der Wahr: heit gewesen, auch seinen Kumpels gegenüber. Das* hat ihm den Respekt auch seiner weltanschaulichen Gegner gesichert. Und das ist wohl das Schönste, was## man an einem Ghrentage einer solchen Persönlichke#### sagen kann.— Adam Stegerwald, seiner tapferen Frau## und zahlreichen Familie einen aufrichtigen Glücwunsch. Mar Grube* DNB. Meiningen, 26. Dez. In der Nacht zum 25. Dezember starb in Meiningen der ehemalige Hofschauspieler, Spielleiter und Intendant des Meininger Landestheaters Geheimer Hofrat Mar# Grube im 81. Lebensjahr. Max Grube gehörte nacheinander an dem Hoftheater Meiningen, dem Hoftheater Det= mold, dem Stadttheater Lübeck, den Stadt theatern Bremen und Leivzig sowie dem Hoftheater Dresden. 1886 kehrte er an das Hostheater Meiningen zurück. 1888 erhielt er ein Engagement an dem früheren königlichen, jetzt staatlichen Schauspielhaus in Berlin, dessen Ober spielleiter er von 1891 bis 1905 war. 1909 kehrte er abermals an das Hoftheater Meiningen zurück und war 1913 bis 1918 künstlerischer Leiter des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg. Geheimer Baurat von Ritgen+. D NB. Berlin, 26. Dez. In Oranienburg starb am zweiten Weihnachtstag der Geheime Baurat i. R. Dr. Hugo von Ritgen im 89. Lebensjahr. Er wurde 1846 in Gießen als Sohn des Professors Dr. Hugo von Rietgen, des Wiedererbauers der Wartburg, ge boren und ist selbst von 1889 bis 1916 in Wetzlar als Vorstand des dortigen Eisenbahnbetriebsamtes tätig gewesen. Ueberfall auf eine Verkäuferin Essen, 26. Dezember. In den Abendstunden wurde eine Verkäuferin, die in einer Filiale in Frillendorf beschäftigt ist, auf dem Wege zum Hauptgeschäft in der Essener Straße überfallen. Plötzlich trat ein Mann von hinten an die Verkäuferin heran. schlug sie auf die Hand und entriß ihr eine Aktentarche, in der sich 60 Mark Bargeld und 120 Rabattmarken mit der Aufschrift„Rheinisches Kaufhaus Josef Schumacher“ befanden. Hierauf flüchtete der Bursche. Wettervorhersage Unbeständig bei zum Teil lebhaften um Südwest drehenden Winden: zeitweise Regenfälle, mild. wieder Druck und Verlag: Kölner Verlagsanstalt und Druckerei .=G. in Köln. Hauptschriftleiter: Dr. Hans Kooh: verantwortlich für Politik: W. Schön in Düsseldorf; für Kommunalpolitik. Kunst und Wissenschaft: Dr. Hans Koch: für den Umgebungs= und Provinzteil: H Teipel: für Sport: Jakob Zündors, alle in Köln. Für Wirtschaftspolitik und Handel: Bernd Manger in Düsseldors. Für den Dürener lokalen Teil: Paul Sauve. Für den Bonner lokalen Teil: Rober: Colmant Für Anzeigen: Theo Müller in Köln.— .=A. XI 34; 35 090. Hiervon Bezirksausgabe Bonn 2280, Bezirksausgabe Düren 2025. *„„„— Heute„Severinstrasse 162-166“ Die enemalige Deutschordens-Kommende St. Katharinen in Köln *.-„„„ n 1 En. unen. S, K20. Foace Sonstige baugeschichtliche Nachrichten aus älterer Zeit über die Kirche fehlen. Abbildungen sind uns erhalten auf den Stadtansichten von Woensam(1331) und Mercator(1571), ferner Lagepläne aus dem 17. und 18. Jahrhundert(im Stadtarchiv; val. Krudewig, Pläne und Ansichten von Köln, S. 175 und 243), besonders ein Grundriß der ehemaligen Katharinenkirche und des anstoßenden Grundstückes an St. Katharinen nebst Plan zur Umwandlung desselben in einen öffentlichen Platz, um das Jahr 1808. Die vielen Heiligtümer und Reliquien, welche ehemals in der Kirche aufbewahrt wurden, finden sich bei Gelenius(De magnitudine Coloniae, 1645) verzeichnet. In den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche, welche mit der auf der anderen Seite der Straße An St. Katharinen gelegenen Kommende durch ein überbautes Tor, den sogenannten Katharinenbogen, verbunden war, erneuert. Das Gemälde des Hochaltars zeigte den hl. Simeon mit dem Jesusknaben auf dem Arm. In das Hospital der Kommende wurden nur ritterbürtige Kranke ausgenommen, während die Kommende selbst gern als Absteigequartier von auswärtibei der Huldigung der Stadt Köln für Kaiser Joseph l. von dessen Kommissar Herzog Moritz zu SachsenZeitz. Die Aufnahme eines Deutschordens=Ritters in die Kammende St. Katharinen geschah unter großer Feierlichkeit in einer Versammlung zahlreicher dazu eingeladener Gäste und Zeugen. Dabei erteilte der zeitliche Kommendator dem aufzunehmenden Kandidaten den Ritterschlag mit den Worten:„In Gottes, St. Marien und St. Georgen Ehr. Vertrag dieses und keines mehr, besser Ritter als Knecht.“ Die Kommende St. Katharinen besaß ausgedehnte Besitzungen in Elsen, Oedinghoven, Morsbroich, Schlebuschrath und ganz besonders in Hermülheim, welches nach den Herren des Ordens seinen Namen erhalten und bis heute bewahrt hat(Mering u. Reischert, Kirchen und Klöster der Stadt Köln, 1844, S. 327). Nach der Aufhebung des Deutschordensklosters im Jahre 1802 wurde die Kirche 1807 abgebrochen und das Hospital seiner Bestimmung entzogen; die geräumigen Gebäude des letzteren mit dem anstoßenden Garten haden seitdem manche eingreifenden Veränderungen erfahren, bestanden aber noch 1844. Später sind sie verkauft und durch mehrere Wohnhäuser ersetzt worden 0 #At 157 Ausschnitt aus der Stadtansicht von A. Woensam 1531(gen Adligen in Anspruch genommen wurde kauft und durch mehrere Wohnhäuser ersegt Wrrren welche die Nummern 112, 112—, 112 B, 112=, 112—, Ausschnitt aus dem Stadtplan des Mercator 1571 Der Orden der Herren des Deutschen Hauses zur hl. Jungfrau Maria in Jerusalem, ursprünglich nur zur Pflege von Kranken aus Deutschland während der Kreuzzüge gestiftet, wurde im Jahre 1198 in Akka durch einen rheinländischen Ritter, Hermann Waldbott von Bassenheim zu einem geistlichen Ritterorden eingerichtet, dessen Angehörige die Bezeichnungen Ordinis Teutonici Equites, Deutschordens=Ritter oder Deutschordens=Herren führten; ihre Kleidung war der weiße Mantel mit schwarzem Kreuz. Nach den Kreuzzügen widmete der Deutschorden sich der Bekehrung und Eroberung von Preußen(1216— 1223) und verlegte 1309 seinen Hauptsitz auf die Marienburg. Auch im übrigen Deutschland erwarb er reiche Besitzungen und Niederlassungen, die man Balleien oder Kommenden nannte, an deren Spitze ein Kommendator(Befehlshaber) stand. So besaß der Orden in Köln zwei Niederlassungen, die Kommenden Jungen=Biesen an der Severinstraße, dort, wo jetzt die Direktor=Wohnung des Friedrich=Wilhelm=Gymnasiums liegt, und St. Katharinen an der Severinstraße und an St. Katharinen. Letztere Straße durchschnitt das Anwesen des Ordens, so daß die eigentlichen Klostergebäude, die Kommende, südlich und die Kirche nördlich von dieser Straße agen. An der Severinstraße südlich von St. Johann, dort, wo jetzt die Häuser Nr. 156—170 stehen, hatte vor 1218 der Kölner Bürger Heinrich Halverogge auf einem von der Stadt dazu geschenkten Platz ein Hosr.= tal zu Ehren der hl. Maria und Katharina und des hl. Kreuzes gegründet; daneben hat damals der Rat ein Oratorium, ein Bethaus errichtet. Im Jahre 1218 wurde das Hospital den Hospitalsbrüdern des Deutschordenshauses der hl. Maria in Acre übergeben. Nach Gelen ius(De magnitudine Coloniae, 1645) soll Erzbischof Engelbert II., der Heilige, die Kirche um 1215 zu Ehren der hl. Katharina geweiht haben. Neugliederung der Bedeutsame Tagung der rheinischen Angestellten Arbeilnehmerschaft Die Deutsche Angestelltenschaft, Bezirk Rheinland, in der Deutschen Arbeitsfront hatte in das Gebäude der Industrie= und Handelskammer zu einer Tagung sämtlicher Ortsgruppenwarte und Außendienstbearbeiter der Berufsgruppen der rheinischen Angestelltenschaft aufgerufen. Zweck dieser Tagung wal, einen Rechenschaftsbericht zu geben über die bisherige organisatorische Arbeit und über die künftige Gliederung, die mit dem 1. Januar 1935 Tatsache werden wird. Nach einem gemeinsamen Lied nahm der Bezirkswalter Drexler das Wort zur Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste, um dann einen längeren Rückblick auf die in der Vergangenheit geleistete Arbeit zu tun. Sehr eingehend befaßte er sich mit der Berufserziehungsarbeit, die gegenwärtig als einer der wichtigsten Faktoren gilt. Diese Arbeit erstreckt sich natürlich auch auf die Jugend und auf die Erwerbslosen. Nachdem ein Vertreter der Hitler=Jugend gesprochen hatte, ergriff das Wort der Pg. Haid. dem unlängst die Leitung des Berufsgruppenamtes in der Deutschen Arbeitsfront übertragen worden ist. Er verbreitete sich in mehr als einstündigen Ausführungen über die Arbeit in den einzelnen Berufsgruppen, die insbesondere in den letzten Wochen sehr intensiv war. Allein in vier Wochen erfolgten 15 Tagungen. Die Deutsche Arbeitsfront befindet sich im Neuaufbau und damit bricht, so führte der Vortragende aus, für den deutschen schaffenden Menschen ein neuer Tag an. In den letzten 19 Monaten hat man in der Arbeitsfront energisch an der Beseitigung der alten Verbandsformen arbeiten müssen. Innerhalb der Angestelltenschaft mußte aus vielen Verbänden und Verbändchen eine einzige Körperschaft geschaffen werden. Das ist geschehen und diese Organisation kann am 1. Januar der Deutschen Arbeitsfront übergeben werden. Das sei nur möglich gewesen dank der Mitarbeit vieler Tausender ehrenamtlicher Mitarbeiter. Die Frage, ob die deutsche Angestelltenschaft organisatorisch noch weiter bestehen sollte,— eine Frage, die sehr oft in letzter Zeit gestellt worden ist— beantwortete der Redner absolut im bejahenden Sinne. Die Angestelltenschaft in ihrer organisatorischen Form ist vorbildlich für alle organisatorischen Gliederungen gewesen. Die Verordnung des Reichskanzlers, die Angestelltenschaft in die Arbeitsfront einzugliedern enthält sehr klare Wege für die zukünftige Arbeit, weil sie dem Berufsgedanken Hauptbedeutung zuweist. In der neuen Organisation sind die Menschen nach Berufen zusammengefaßt worden. Achtzehn Berufshauptgruppen sind zu bilden gewesen, denen achtzehn Reichsberufshauptgruppenleiter vorgesetzt sind. In diesen Gruppen müssen alle chaffenden Deutschen Mitglied sein, auch die Unternehmer zählen hinzu. Die Frauen verteilen sich auf ihre einzelnen Berufe. Eine wichtige Bedingung ist, daß die Arbeit des neuen Apparats billig und sparsam ist. Neben diesen Berufshauptgruppen werden auch noch acht Referate geschaffen, deren Aufgabe teils pädagogischer, teils organisatorischer Art ist. An ihrer Spitze stehen Referenten. Die Gliederung erfolgt nach parteiorganisatorischen= Gesichtspunkten, also Reich, Gau, Kreis und Ortsgruppe. 112 A, 114(Eckhaus zur Kommende), 116(Eckhaus zum neuen Oertchen), 116—, aber seit dem Jahre 1879 die Nummern 156 bis 170 führen. Nach dem Abbruch der Katharinenkirche im Jahre 1807 befand sich an deren Stelle zunächst ein wüster Platz, der Jahrzehnte lang als Lagerstelle für Baumaterialien und Kohlen benutzt worden ist, bis in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hier zwei gleichartige Wohnhäuser errichtet wurden, die damals die Hausnummern 116 und 116—, im Jahre 1879 ihre jetzigen Nummern 164 und 166 erhielten. An der gegenüber liegenden Ecke der Severinstraße entstand zu gleicher Zeit das Eckhaus Nr. 114, jetzt 162. Beide Häuser sind seit den 70er Jahren in Wirtschaften umgebaut worden; Nr. 162 trägt noch am Giebel die Bezeichnung„Commende", während Nr. 164 ihren früheren Namen„Am alten Oertchen" abgelegt hat. Letzterer entstand 1878 in Anlehnung an die alte Bierbrauerei„Im Oertchen“ an der Ehrenstraße, weil der damalige Bierbrauer Andreas Basten dort als Braubursche seine Jahre durchgemacht hatte. Im alten Köln führten seit dem Mittelalter viele Eckhäuser den Namen Orde, Ort oder Oertchen, was soviel wie Spitze oder Ecke bedeutet. Kr. Der Redner verbreitete sich dann noch über weitere zukünftige Aufgaben, so u. a. über die Fühlungnahme mit der Wirtschaft, über die Amschulung von langfristig Erwerbslosen, die in besonderen Umschulungslagern untergebracht werden, wo ihnen der Eintritt in den Produktionsprozeß erleichtert werden soll. Die klaren Ausführungen, die ein plastisches Bild neuer Organisationsformen im neuen Deutschland vermittelten, fanden lebhaften Beifall. Schluß des redaktionellen Telles IAIIy. Se. S gegen spröde Haut Der Graf von Tarent dachdruck verboten Roman von F. Steinkirchner 16. Fortsetzung „Herr. das ist eine lange Geschichte. Wie mir Myrrha mitteilte war meine Mutter die Schwester Baruchs schön wie der Morgen im Sonnenstrahl Sie war Jüdin. und ihre Glaubensgenossen schätzten sie hoch. Einst begegnete ihr ein Edelmann. ein junger stattlicher Herr. und sein Auge ruhte mit Wohlgefallen auf ihr der Tochter Jiraels Er fand Mittel und Wege mit ihr in Verkehr zu treten, die beiden lernten sich lieben und trafen sich heimlich, denn den Töchtern des Ghettos ist es strenge untersagt. ihr Herz wegzugeben an einen Mann, der nicht gehört zur füdischen Gemeinde. Meine Mutter überschritt das Gebot, sie folgte dem Herzen. nicht dem Verstande Der Mann gelobte ihr sie zu seinem Weibe zu machen wenn sie den jüdischen Glauben wechseln wolle mit der Religion der Christen Eine Jüdin zu ehelichen gestattet nicht der Brauch, gestattet auch nicht das Gesetz. Die Mutter schwankte anfangs, endlich willigte sie ein denn ihr Herz war weggeben, und sein Wunsch war ihr Gesetz.“ Dunstkreis in den Lüften ward dichter und dichter der Abend begann sich zu nahen. Die Wolken kamen näher und näher. Mädchen, seit langem schon schwebt ein Sturm in den Lüften", unterbrach Graf Tarent die Erzählerin.„kurze Zeit noch und das Unwetter wird losbrechen— willst du nicht zurückkehren in das „Wenn Ihr befehlt ja doch weiß ich eine Stelle hoch oben in den Felsen, wo ich ostu####s sucht habe vor Wettern. Es ist mein Lieblingsplatz. hundertmal habe ich da gelauscht dem Brausen der See und den Stimmen in den Lüften. „Gut. zeige mir den Platz und fahre fort in deiner Erzählung.“ Ohne sich auch nur einen Augenblick zu besinnen wo sie sich befinde bog das Mädchen#ihtung„ der rechten Seite ab und ging in einer Richtung, in der der Graf noch nicht gewesen. Als die Mutter vor den Bruder trat und ihm sagte daß sie sich versprochen habe, dem Manne Wahl“, fuhr die Blinde fort,„da raufte Baruch sein Haar, er flehte und bat. und als die Mutter fest blieb da drohte er Gebrauch von Gewalt zu machen. Er war einer der Aeltesten in der Gemeinde und sein Wort galt viel. Nach dem Brauche der Israeliten konnte der Bruder die Schwester mit Gewalt zurückhalten'da keine Eltern vorhanden waren. Er drohte, sie der Gemeinde anzuzeigen und verbot ihr jeden Umgang mit dem Edelmanne. In einer der nächsten Nächte entfloh die Mutter aus dem Ghetto, sie folgte dem Manne ihrer Liebe und der Fluch der Gemeinde folgte ihr.“ Mit tiesem Interesse folgte der Graf der zählung der Blinden. Nun wurde seine Aufmerksamkeit abgelenkt durch den Umstand, daß sie ihn immer geleitend, plötzlich vor dem Felsen, der hier steil aufstieg. Halt machte. Sie tastete vor sich hin, bis ihre Hände einen der mageren Bütsche fanden, deren Wurzeln in den Einsenkungen des Gesteins kümmerliche Nahrung sanden. Das Mädchen bog die Zweige zur Seite und nun sah er, daß dahin ein ganz schmaler'ad, dem Auge kaum erkenntlich, zur Höhe führte. Er, der Sehende staunte über die Sicherheit ihrer, Bewegungen, statt sie zu leiten, leitete das blinde Mädchen ihn. Endlich auf einem kleinen Plateau ingelangt, blieb es stehen und wartete auf ihn. Als er neben ihr stand und um sich blickte, da gewahrte er, daß die Natur in bizarrer Laune hier ein allerliebstes Versteck in dem Gestein geschaften hatte. Es war eine kleine schmale Höhle, überdeckt durch massive Felsmauern, vorne oisen und steil zum Meere abfallend. Der Eingana war so schmal, daß nur eine Person hineinschlüpsen konnte. Diese Höhle war vielleicht zehn Fuß breit und ebenso lang, groteske Figuren hingen von der Decke verunter, stammend aus der Urzeit, da die unterirdischen Kräfte der kochenden Erde das Felsen=Eiland emporheben in glühend flüssigem Zustande. Als die Beiden eintraten,„flogen ein„Anzahl Möven unerwartet hinaus, kreischend über die Störung der Ruhe. Nun sielen die grsten, Tropien, aus den grauen Wolken zuckte der Blitz und dann grollte der Donner und das Echo an der Stelle und hallte wider an den mit oftmaliger Wiederholung. Der Abeno hereingebrochen, die grauen Wolkenmassen hatten das Licht des Tages gekürzt. Er blickte zur Stadt. Mit bloßem Auge konnte der Graf erkennen, daß der Wind glücklicherweise die Flammen drüben nach der Richtung getrieben hatte, wo das flache Land begann und das gierige Element nicht mehr weiter um sich greisen konnte. Als nun der Sturm sich erhob und durch die Lutt branste, stiegen drüben heiße Dämpfe empor, denn die Wolken brachen und Feuer und Wasser stritten um die Oberhand. Sturme gepeitschten Wogen des Ozeans und donSturme gepeischten Wogen des Ozeans und donnernd schlug die Brandung empor. „Ein schauerlich=schönes Bild“, sagte Graf oon Tarent.„Könntest Du es sehen, Mädchen. Du würdest stannen und erschauern.“„„ „Sehen kann ichs nicht, doch fühle ich das Großartige in der Natur“, entgegnete sie.„Oft bin ich hier und mein Ohr lauscht den Stimmen aus den Lüften und aus dem Meere. Ich höre den Wind säuseln oder brausen, die Wogen gurgeln oder donnern, alle diese Laute sind Musik für mich, die nichts steht, als ewige Finsternis.“ Hoch aufgerichtet stand sie mit vorne beugtem Körper und horchte nach der Meeresseite Nun blickte er sich um in dem Raume. Ein kleiner Felsblock lud zum Sitzen ein, aber er war zu klein. um zwei Personen bequem Platz zu bieten Als die Beiden sich darauf niederließen, saßen ne dicht aneinander. Ihre Hand suchte die seine, unschuldsvoll lehnte sie den Kopf an seine Schultern und wie ein glückliches Kind lächelnd,, richtete sie die großen wunderbaren Angen auf ihn, die sein Bild doch nicht fassen konnten. Wieder bezwang sich der starke Mann und mit eisernem Willen sammelte er die Denkkraft. „Erzähle mir von Deiner Mutter wieder“, bat er. „Die Mutter folgte dem Edelmanne nach Avulien, wo seine Heimat war“, fuhr sie fort.„Er hatte daselbst ein kleines Schloß und Gut. Das Judenmädchen nahm die christliche Religion an und ein Mönch der benachbarten Benediktinerabtei verband sie und ihn fürs Leben. Sie lebten Jahre des Glückes, dann wurde ich geboren. Derselbe Mönch, welcher die Trauung vorgenommen, taufte mich Ich war nun mehrere Jahre alt da trennte die Hand des Schicksals Vater und Mutter. Der in den besten Lebensjahren stehende Mann erlag schnell und unerwartet einem hitzigen Fieber und Mutter und ich, die kaum zu sprechen vermochte, waren allein. Nun folgten schlimme Tage, ich zwar vermag mich deren kaum zu erinnern, doch hörte ich in späteren Zeiten, die Mutter darüber klagen. Der Verstorbene hatte Verwandte, die gesegnet waren mit Glücksgütern und während der Lebzeit des Vaters oft bei ihm erschienen. Auf meine Mutter schauten die Verwandten mit Mißgunst und Neid, nur schwer verbargen sie die Abneigung vor ihr Als nun der Vater erkrankte, da kamen diese Verwandten und blieben im Hause, um zu sehen, ob er sich wieder erheben würde vom Krankenlager oder nicht. Mutter ahnte in jenen Tagen nichts von dem Schrecklichen, das folgen sollte. Als der Tod des Vaters eingetreten war, als man ihn begraben hatte, da traten die Verwandten vor sie und sagten:„Gehe, Deines Bleibens ist nicht mehr hier an diesem Orte, gehe mit Deinem Bastard zurück zu den Juden!" Da wallte der Mutter das Blut heiß auf. Sie ging ins Archiv und suchte unter den Famtlienpapieren nach den Dokumenten, welche die Beweise waren, daß sie den und mit dem Verstorbenen sich ehelich verbunden hatte. Sämtliche Papiere waren verschwunden — diebische Hände hatten dieselben beseitigt während der Krankheit des Vaters?" „Und der Mönch, der die Trauung vorgenommen?" fragte der Graf. „Er war inzwischen gestorben. „Konnte kein Kirchenbuch Auskunft geben „Nein, denn es war nicht mehr vorhanden. Ein Feuer hatte vor Jahren einen Flügel des eingeäschert und die Kapelle und das Kirchenbuch, das darin verwahrt war, wurde von den Flammen verzehrt. Myrrha, die südische Magd, war meiner Mutter gefolgt mit dem Manne, Baruch wußte darum und ließ sich durch sie fortwährend Nachricht senden über die entflohene Schwester. Als nun die Mutter kein Recht fand, als sie von dem Gute getriehen wurde mit dem Kinde, sandte Myrrha heimlich ihren Mann nach Genua und der trat vor Baruch und sagte: Deine Schwester ist arm, sie wohnt in einer Hütte, mich sendet Myrrha, Du sollst helfen. denn Eile tut not. Da erbarmte sich Baruch, denn die Schwester hatte er nie vergessen. Er kam selbst uind ohne ein Wort des Vorwurfs trat er vor die Betrogene. Er nahm sie mit sich, aber nicht ins Ghetto, wo die Inden wohnen, sondern hierber auf diese Insel verbrachte er sie. Hierher folgte auch Myrrha. die Magd. die meine Amme geworden und deren Mann— Ihr müßt ihn gesehen haben in der Schaluppe, als Ihr kamet.“ „Ist Deine Mutter wieder Jüdin geworden? fragte der Graf. „Niemals! Baruch bat und flehte, er drohte, sie zu verstoßen, alles vergebens. Sie blieb Christin und starb als solche. Als die Mutter dem Ende nahe war, gab sie mir dies Kreuz, daß teuerste Andenken, das ich von ihr habe.“ Sie zog unter dem Kleide ein kleines goldens Kreuz hervor und führte es an die Lippen.„Nach ihrem Tode“, fuhr das Mädchen fort,„nannte mich Baruch Lea, doch bin ich getauft auf den Namen Maria und der alte Mann, der mir ein zärtlicher Vater ist, wird einst die Augen schließen, ohne seinen sehnlichsten Wunsch, mich den Töchtern Israels eingereiht zu sehen, erfüllt zu sehen.“ „Wie lange lebte Deine Mutter hier auf dieser Insel mit Dir?“ fragte der Graf. „Neun Jahre“. lautete die Antwort.„Die ganze Zeit hindurch verließ sie diesen Platz nicht. bis der Engel des Todes ihr die Hand aufs Haupt legte. (Fortsetzung folgt.) 19 Eine Friedensbotschaft Pius XI. Die große Weihnachtsrede des Papstes im Konsistoriensaal des Vatikans Rom, 26. Dez. Der Konsistoriensaal des Vatikans bot am Hl. Abend, wie die K. V. meldet, um die Mittagsstunde wieder das festlich=feierliche Bild einer Versammlung der Kardinäle, Patriarchen, zahlreicher Mitglieder des in= und ausländischen Episkopates, darunter mehrere Nordamerikaner, sowie des geistlichen und weltlichen Hofstaates des Papstes, die hier zur Gratulation für den Statthalter Christi anläßlich des Weihnachtsfestes und des Jahreswechsels zusammengekommen waren. Der greise Kardinaldekan Granito di Belmonte erhebt sich von seinem ersten Platz unter den Mitgliedern des höchsten Senates der Kirche, tritt einige Schritte vor und verliest eine Huldigungsansprache an den Pontifex. Es ist ein Rückblick auf die vom Hl. Vater in dem zur Neige gehenden Jahre entfaltete Wirksamkeit. Als der Papst zu sprechen beginnt, sind alle Augen auf ihn gerichtet. Keinen Augenblick verläßt ihn die ganz charakteristische, überlegsame Ruhe, aus der heraus alle seine Gedankengänge den Stempel der Erfahrung und die Weihe abgeklärter Weisheit empjangen. Die Ansprache des Hl. Vaters Aus dem bisher vorliegenden, nicht offiziösen Text der Weihnachtsallokution geben wir nachfolgend die hauptsächlichsten Gedankengänge wieder. Der Papst sagte: Vor allem wollen Wir uns beeilen, Ihnen auszudrücken, wie angenehm und wertvoll Uns Ihre Wünsche. Ihre Gelöbnisse und Ihre so edlen, in Ihrem Namen ausgedrückten Gesinnungen sind. Wir freuen Uns darüber mit Ihrem hohen Sprecher, daß in der Menge so erfreulicher, aber auch im Zusammenfluß trauriger Umstände eine so gute Auswahl getroffen worden ist, damit Wir bei diesen so glücklich in Erinnerung gebrachten Punkten verweilen können. Wahrhaft providentiell hat sich die Verlängerung des kirchlichen Jubiläums= jahres auf den ganzen Erdkreis erwiesen, wie Uns von allen Seiten bestätigt wird. Providentiell ist diese Verlängerung des Jubiläums der Erlösung gewesen als eine wahre Ausdehnung und Anwendung des Erlösungswerkes selbst auf eine so große Anzahl von Seelen gerade in Zeitläuften, in denen sich auf dem Erdenrund der Erlösung feindliche Strömungen entfesselt haben, Strömungen, die nach 19 Jahrhunderten der Erlösung eines neuen christlichen Lebens, einer christlichen Seelenrettung eine erneute Proklamation des moralischen, sozialen und staatlichen Heidentums, wenn man so sagen kann, genannt werden könnten. Pius XI. gedachte dann voll Genugtuung der Eucharistischen Kongresse von Buenos Aires und Melbourne, sowie des Internationalen Juristenkongresses in Rom zur Erinnerung an die Herausgabe des Gesetzbuches Kaiser Justinians und der Dekretalen. Durch diese lebensvolle Einheit zwischen dem Zivilrecht und dem Kirchenrecht werde der ganzen Welt die unermeßliche Wohltat in Erinnerung gebracht, die ihr von der katholischen Kirche durch das Geschenk eines ahristlichen Rechtes zuteil geworden sei. Nachdem der Papst in einem weiteren Abschnitt seiner Rede Mariä, der Mutter der Barmherzigkeit, der Mutter des Erlösers gedacht hatte, fuhr er bedeutungsvoll fort: Zu alle diesem Ungemach, den Beschwernissen und Weihnachten der Heimaklosen Wer wünscht sich zu Weihnachten nicht in den Kreis der Familie? Leider aber gibt es viele Menschen, denen die Heimat verloren ging. Ein schöner Gedanke ist es, den die Herberge zur Heimat in der Waisenhausgasse nun schon seit Jahren in die Tat umsetzt, den Durchwanderern, Obdachlosen und den Dauergästen eine stilvolle Weihnachtsfeier zu bereiten, die allen die Heimat an diesem Tage in etwa ersetzen sollte. In dem schön ausgeschmückten Festsaal des Hauses fanden sich über 100 Leute ein, die leuchtenden Auges den Augenblick erwarteten. Mit dem gemeinsamen Gesang des alten Adventsliedes„Vom Himmel hoch da komm ich her“ wurde die Festfeier eröffnet. Eine „Weihnachtsgeschichte" in Versform trug Annemarie Zobel stimmungsvoll vor. Fritz Kruse sang alsdann mit schöner Stimme:„Drei Weisen aus dem Morgenland“. Günther Zobel trug das Gedichtchen„Christwahren Uebelständen, die aus dieser Krise nach allen Richtungen des privaten und öffentlichen Lebens hervorgehen, gesellt sich heutzutage ein verwirrtes, aber weit verbreitetes Kriegsgerücht oder zum mindesten ein Gerücht von Waffenrüstungen. Darin liegt etwas Verwirrendes und dem Geiste Gegnerisches. Man sagt: si vis pacem, para bellum, gleichsam um auszudrücken, daß in alle diesen Rüstungen nichts anderes als eine Vorsicht, eine Friedensgarantie zu erblicken sei. Wir wollen es glauben, Wir wünschen es zu glauben, weil zu furchtbar die unserem Wunsche entgegengesetzte Wirklichkeit wäre. Wenn man den Frieden will, werden Wir unter Anrufung des Friedens ihn segnen und für den Frieden beten. Wenn aber unglücklicherweise es jemanden geben sollte— eine unmögliche Annahme im Hinblick auf das neue Phänomen eines selbstmörderischen und menschenmörderischen Wahnsinns—, der geradezu den Krieg dem Frieden vorziehen sollte, dann würde leider ein anderes Gebet für Uns pflichtgemäß werden und Wir müßten zu Gott dem Herrn sprechen: Dissipa gentes quae bella volunt(Zerstreue die Völker, die den Krieg wollen). Wir aber wollen im Gegenteil stets im Herzen und auf den Lippen das andere Gebet haben, mit dem Wir Ihre Wünsche und Gelöbnisse erwidern: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden. Frieden! Frieden! Frieden! nacht“ vor, das überleitete zur Ansprache des Missionars Pior, der in herzlichen Worten zu den ihm Anvertrauten sprach. Die rechte weihnachtliche Stimmung wurde mit dem nachfolgenden Liede„O du fröhliche, o du selige.. gegeben. Alsdann sang nochmals Fritz Kruse von der„Heiligen Nacht“. Sanner, der 1. Vorsitzende, richtete an alle Worte, die die weihnachtliche Stimmung hoben. Alsdann kam das Christlein und überreichte jedem einzelnen reiche Gaben, Zufriedenheit leuchtete von allen Gesichtern. Wollen wir aber auch diejenigen nicht vergessen, die ihren Teil dazu beitrugeen, daß auch in diesem Jahre den Aermsten der Armen eine Weihnacht geboten wurde. Dir. Zobel hatte mit Freunden und Gönnern des Hauses so viel aufgeboten, daß man über hundert Leute reichlich bescheren konnte. Nach Schluß des offiziellen Teils blieb man noch lange bei Kakao und Kuchen zusammen, die natürlich auch gratis und franko verabreicht wurden. Am ersten Weihnachtstage erhielten alle Hausinsassen, wie jedes Jahr üblich, morgens und mittags freie Verpflegung. Traurige 166 Tote bei Verkehrsunfällen in Amerika DNB Newyork, 27. Dez. Der in diesem Jahre besonders starke Weihnachtsverkehr hatte eine beträchtlich hohe Anzahl von Verkehrsunfällen zur Folge. In den Vereinigten Staaten wurden am Weihnachtstage 166 Tote durch Verkehrsunfälle gezählt. zw ischen Regierung und oberstem Eisenbahnrat in Frankreich DNB Paris, 26. Dez. Zwischen der Regierung und dem obersten Eisenbahnrat ist ein Konflikt ausgebrochen. Im Rahmen ihres Programms zur Behebung der Weinbaukrise hat die Regierung auch Maßnahmen zur Senkung der Eisenbahntarife für die Weinbeförderung vorgesehen. Der oberste Eisenbahnrat hat trotz dringender Vorstellung der Regierung beschlossen, die entsprechenden Tarife nicht zu senken, weil er der Ansicht ist, daß dadurch der Allgemeinheit ein Verlust von 50 bis 60 Millionen Franken entsteht, ohne daß die Kleinverkaufspreise für den Wein eine wesentliche Senkung erfahren würden. Es steht noch nicht fest, wie sich die Regierung hierzu verhalten wird. Sie hat allerdings auf Grund bestimmter Verordnungen die Möglichkeit, ohne Rücksicht auf die Haltung des obersten Eisenbahnrats von sich aus eine entsprechende Senkung der Eisenbahntarife anzuordnen. Geheimer Baurat v. Ritgen* DRB Berlin, 26. Dez. In Oranienburg starb am zweiten Weihnachtstag der Geheime Baurat i.., Dr. Hugo v. Ritaen, im 89. Lebensjahr. Er wurde 1846 in Gießen als Sohn des Professors Dr. Hugo v. Ritgen, des Wiedererbauers der Wartburg, geboren, und ist selbst von 1889 bis 1916 in Wetzlar als Vorstand des dortigen Eisenbahnbetriebsamtes tätig gewesen. Diese Nummer umfaßt 12 Seiten Statt jeder besonderen Anzeige. In der verflossenen heiligen Nacht entschlief nach kurzer Krankheit sanft und gottergeben, an den Folgen eines (ichirnschlages, unser guter, treuer Bruder, Schwager, Onkel und Vetter, Herr August Kerssenboom wohlversehen mit den Heilsmitteln der rom.kath. Kirche, im Alter von 60 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. KöIn(Ursulagartenstraße 24). Brühl. Goch. Bolheim. Köln-Junkersdorf. Neuß. den 25. Dezember 1934 Das feierliche Seelenamt wird gehalten am Freitag, dem 28. Dezember, vormittags 9 Uhr, in der Basilika zur heiligen Ursula. Die Beerdigung erfolgt daran anschließend 11.30 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes Melaten. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme. und die vielen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Gatten spreche ich allen Beteiligten, insbesondere den Eisenbahnbeamten, Angestellten, Arbeitsfront der Betrichsstelle KölnGereon, meinen tiefempfundenen Dank aus. Witwe Heinrich Wego und Kinder Stommeln. den 24. Dezember 1934. Bürgergeselschaft I nseren Mitgliedern geben wir von dem Ableben des langjährigen Mitgliedes. Herrn OttO Ried Habsburgerring 12 Kenntnis. Die Erequien werden gehabten am Donnerstag, dem 27. Dez. ½48 Uhr. in der Pfarrkirche St. Aposteln Die Beerdigung ist am Freitag, dem 28. Dez. nachm. 3½ Uhr, von der leichenhalle des Friedhofes Relaten aus.(17 527) Samstag, 29. Dez. 1934. vormittags 10.15 Uhr. Köln. Klapperhof 33: Püro- und Hausmobiliarien aller Art. Ladeneinrichtungsgegenstände, Schreibmaschinen, Oefen. Oelge mälde u. a m.(17 593 lde. Obergerichtsvollzieh. in Köln Biber-Bellücher fertig gesäumt p0 Bettenhaus s Pp C2 2 Im Mittelatter saß man in den Ritterdurgen und Patrizierhäusern vor dem Kaminseuer. Der Kamin hatte schon ein Zeuergestell und einen Schornstein als Rauchabzug. Mon beannte Holz, allerdings noch im offenen Feuer. Aber die Anfänge zur Ofengestaltung waren damit gemocht. Was bie heute daraus gewoeden ist, das studiert man vor dem Ofenkaus im haus der Klüttia, Ehrenstraße 45/47. Kostenlose Beratung ohne Verkauf! Aufpolstern Solas, Matratzen. Abels. Venloer Straße 161(17590, mittelgroß, ferner Cutaway. Uhierring 20, 3. Etage (17 593) Radio alle Marken, prak tisches Weih nachtsgeschenk. Bequeme Teilzahlung. Radiohaus Gentges, Sülz. burgstraße 25 (15 851) TIE Sell Gold Schmuck. Silbergeld, Zahngold. Dublee, Ankauf. 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An der liechtschule 7. Sonderausstellungen: In der Gemälde-Galerie: Januarius Zick.— Im Kupferstichkabinett:„Weihnachtsdarstellun gen der Rembrandtzeit“.— Im zweiten Stock: In der Reihe: „Deutsche Bildhauerzeichnungen unserer Zeit: Joachim Karsch Zeichnungen und Radierungen In der Reihe:„Kölner Künstler“ Franz Geisse!— Aquarelle. Kölnischer Kunstverein.„Japanische Malerei“, ferner„Neue Arbeiten der Munchener Gedok“ Historisches Museum. Eigelsteintor burg(Garnisonmuseum). Rautensfrauch-Joest-Museum für Völkerkunde, Ubierring 45 Schnütgen-Museum(Religiöse Kunst des Rheinlandes), in der Abtei Koln-Deutz, Urbanstra#ße 22. Nuseum für Naturkunde, Köln, Stapelhaus. Museum für Vor- u. Frühgeschichte, Bayenturm. Galerie Abels, Komödienstraße 26 Deutsche Künstler von 1750 bis zur Gegenwart.— Sonderausstel lung: Gemälde von Adolf Hosse; Grafik von Alfred Kubin. Bornheims Kupferstich-Kabinett. Antonsgasse 5— Große Ausstel lung alter Stiche. Gemälde, Anti quitäten. Geöffnet von—19 Uhr. 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Aufführung der Mietreihe 6 d 15.30 Uhr: Die Schneekönigin Halbe Preise N (.25-.00) 20 Uhr: Frischer Wind aus Kanada Preise N(.50-.0) 4 Aufführung der Mietreihe 6 b Schunfe 1 sie naben mehr Freude wenn Sie richtig tanzen Versaumen Sie darum nicht, sich an einem unserer Anfang Januar beg Kurse zu beteiligen. Fordern Sie kostenl. ProspektInserieren bringt Gewinn Kleinegrefe=Markuse gewinnen die„Silbernen Adler vou Köln“— Tertilte=Schmidt auf dem 2. Platz „ G 00„ M MC, MIertena— □ LEIEII, 90n □ Ein grandioses Rennen! Die Weihnachtsrennen des Bezirk Köln im DRy haben einen geradezu glänzenden Erfolg gehabt. Nicht allein, daß trotz des zweiten Weihnachtstages fast 4000 Zuschauer Terkille 11., Hasselberg 9., Wagenaar 6., Kleine= nicht Stand. Bald liegen Metzmacher—Mertens grefe 6., Mertens 6., Kurzawa 5., Deckers 2., in Front und schon wenig später haben Tertilte Schorn 1., Huth, Vermeulen und Spenner ohne punkt. Schmidt die Führenden erreicht. Noch meiter geh Im 2. Punktefahren wurde die Sache jedoch wesent= dieses Jagen und Kämpfen, das seinen Höhepunkt erst lich lebhafter. Bereits nach der ersten Wertung gab es in den letzten 20 Kilometern erreichen sollte. In der Ohne Schwartz und Stührk! Ist das die Nordmark=Elf für Köln? Wir erfahren soeben die Mannschaft, mit der der daß trotz des zweilen Weihnachtstages fast 4es Faschauerfich keohaster. Beiens micheerrgrengno erschienen waren, sondern in erster Linie durch die fabel= den ersten Rundengewinn durch Nimptsch, dem Linde„„ 24. hos schlreichmann durch geschicktes Ahhromson des Feldes den Bohaft sportliche Leistung der Amateure, die den zahlreich herbeigeeilten Radsportfreunden eine nicht geringe Weiy„„„ 1 honto mann durch geschicktes Abbremsen des Feldes den Bo den ebnete. Angeregt durch diesen Erfolg gingen die herbeigeeillen Radsportfreunden eine nicht heringe Weches den eonen.# nachtsüberraschung bereiteten. Und man darf schon heute Westfalen nacheinander zu Vorstößen über, die ebenfalls mit Recht behaupten, daß die Rennen der Amateure alle Rundengewinne einbrachten. Es waren die Fahrer „„ Li snnesellichon SHmiat Mlasale und dor norhor gestürzte aber wiedet wieder einen Glanzpunkt in der Geschichte radsportlichen Geschehens unserer Stadt darstellen. Dabei war zu beobachten, daß die jungen Leute von einem großen Idealismus beseelt sind, und sich, trotz großer Verluste an Schmidt, Markuse und der vorher gestürzte, aber wieder erschienene Fuhrmann, und zu guter Letzt auch noch Lindemann. Das Ergebnis dieses Laufes: 1. Markuse 37., lismus beseelt sind, und sich, trotz großer Verlufte un 14:12,8 Min., vor Schmidt 28., Nimptsch 23., FuhrMaterial. hervorgerufen durch die auch diesmal sich zei= mann 20., Lindemann 20., Kleinsorg 14., Frey rein Kalter Komoination wuchs nun nor##„.n euns alstense Kaie. halce oger d. slegrater n. venn se auschelos im Rennen liegen, asen sie nicht in den letzten 20 Kilomerern erreichen sonne, on ses!„ 90 Zwischenzeit haben Hasselberg—Lindemann, Gau Nordmark am kommenden Sonntag, 30. Dezem Vermeulen—Schneider, Küster und Klein= ber. in Hamburg ein Freundschaftsspiel gegen den sora das Rennen aufgegeben. Fabelhaft hält sich der GHau Südwest austragen will. Da die Nordmark junge Kölner Schorn, der zunächst von seinem.—. Tanuar in K öln ein Vorrundenspiel um den gepaart wird. Aber auch dies solte nicht lange Fußball=Pokal gegen den Gau Mittelthein austragen dauern, denn wie oben erwähnt, schied auch Vermenlen bald aus. Und nun blieb ihm wieder Kerp übrig, der Kleinsora allein ließ. Und diese nun rein Kalker Kombination wuchs nun über sich hinaus, wenn sie aussichislos im Kennen liegen, nissen sie nece sojort mir energisch eingeteneten Vorsiogen der eer locker. And so haben denn diese wackeren Jungen auch den Holländer Wagenaar—Kuypers, die auch diesmal wieder eine Großtat vollbracht, die wohl ein= den ersten Rundengewinn buchen konnten. Ihnen zigartig zu nennen ist, und von den Berufsfan- folgten bald Deders=Zorn und Merten rern wohl kaum erreicht wird. Megmacher, wolei Deckers-Jorn in der sich nun entwickelnden langen Jagd ihren Vorsprung wieder Aus diesem wildbewegten Abend, dessen Verlauf wir einbüßten. Aber das war erst der Ansang. Was sich später noch eingehend schildern werden, ist in erster nun in dem langen Rennen noch ereignete, ist in Workuse. Taktisch hervorragend fahrend hielten sie sich so lange im Hintergrund, bis ihnen die Festung sturm reif erschien. Dann aber gaben sie Feuer und die Art, wird, interessiert natürlich die Elf. Aufgestellt sind: Kath(St. Georg); Dörfel 1(HSV), Timm(Eimsbüttel); Rohde und Eimsbüttel), Thiele(An. Altona), Glöde(HSV); Ahlers(Eimsbüttel), Böll(Holst. Kiel), Panse(Eimsbüttel), Noack. Politz(HSV). Da fehlen also bestimmt Stührck und Schwartz die beiden überragenden Nordmark=Verteidiger. Diese„Mörser“ bleiben wohl für Köln reserviert. reis erschien. Dann aber gaven sie Hen. un— 4 wie ne diesen Sieg herausfuhren, überstieg selbst allecher sich Kleinegrese die Spitze sicherte, war ausErwartungen, der bis dahin nicht enttäuschten Zu=sschlaggebend für den Sieg, der mit nur einem schauer. Meter um Meter vorkämpsend, ent=Punkt Vorsprung errungen wurde. ** orftor nnate ist: Mar= sesselten sie wohl die eindrucksvollste und spannendste] Ergebnisse: 1. Kleinegrefe—Markuse(Ki väler noch eingehend schidern werden, ist in erster nun in dem langen Rennen noch ereignete, ist in Wor= esetten ve, woy, Rennens, und obwohl sich die im mund) 84., 2411:43.1 Stungen, neuer Bahncinie das große 100=Kilometer=Mannschaftsfahren um ten kaum zu schildern. Es war ein unentwegtes Jagen Jagd des ganzen Rennens, und oowoht sich die zn muney#r##n 2121:—..„ W die„Silbernen Adler von Köln“ hervorzuheben. Die und Kämpien. Rücksichtslos die Gesahren nicht Vordergrund liegenden Paare mit Verzweislung maren Eleinearese—Mar= schonend jagen die Fahrer um die Bahn. Was tuts, wehrten, gegen diese beiden hervorragenden Fahrer kuse. Dabei ist Kleinegrese sozusagen in lehter Mi, wenn hie und dort die Räder austinanderpralien, gab es keinen Piderstagz, Fe#.! c. nute als Teilnehmer dieses Rennens verpflichtet woroen, wenn Fahrer im wilden Wirbel durcheinagderpurzeln.(sal., klang 9h. 4 ür# gelictue mmte. denn der Pariner Markuses, der Dortmunder Süß, Ein bißchen Massage und schon gehr das wilde Gesecht Schmidt erreicht hatten und die jegten Runden per woihe wegen Errantung absagen. Da im Augenbick wen. Allen voran vorerst die Holönder Woage,) Latzeretisgz, err.#. erst uie er“e Kunde in pes. sein anderer Ersatzmann zur Stelle war, schob man nar—Kuyper. Aber ihre Kräfte halten diesem Jagen Fahrer nicht erreicht. Erst die lehte nun-, kurzerhand den Kölner ein, der sich dieser Berufung würdig erwies. Aber auch sein Partner Markuse ist lobend hervorzuheben, denn als es in den letzten Minuten zum entscheidenden Schlag ging, zeigte sich der Dortmunder als der bärenstarke Fahrer, der alles niederkanterte, was ihm im Wege stand. Selbst seine Landsleute Tertille—Schmidt, die lange Zeit mit Metzmacher—Mertens das Feld anführlen, und erst im Ziel, sich schon als sichere Sieger wähnend, abfangen ließen. Metzmacher—Nerens. die sich hervoragend schlugen, und zeitweise sogar mit zwei Runden Vorsprung das Feld allein an. Waren nur etwa 1500 Zuschauer im Planetarium verführten, fielen schließlich diesem mörderischen Tempo zum 8—.— Soda Meschardt Opfer und mußten sich in den letzten Minuten sogar sammelt, als die unter Regie von Odda Weichardt noch eine Ueberrundung gefallen lassen. Wie scharf stehenden Kämpfe begannen. rekord. 2. Tertilte—Schmidt 83 P.— eine Runde zurück: 3. Kurzawa—Nimbsch(Dortmund) 47., 4. Mertens—Metzmacher(Dortmund=Köln) 22., — drei Runden zurück: 5. Wagenaar—Kuypers(Holland) 14 P.— vier Runden zurück: 6. Kerp—Schorn (Köln) 26 P.— fünf Runden zurück, 7. Spenner— Frey(Köln) 11 P. Hein Domgörgen wurde um den Sieg gebracht Mehzner und Dübbers Punktsieger— Unmögliches Ringrichterurteil In Düsseldorf. In Engels, dem in Köln trainierenden Düsseldorfer und dem Lüdenscheider König, begegnen sich ein leitend zwei alte Freunde. Und genau wie beim letzist)— Beck ist Sieger durch Niederschlag, beide ha ben viel Beifall, als sie abgehen. Leider konnte, wie schon bekannt war, der Neußer Offermanns nicht gegen Exmeister Willi Metzner antreten, da er sich im Training die rechte Hand zerschlagen hatte. Für ihn kam der Barmer Hinz, technisch nicht so versiert wie unser Altmeister Männ, kann sich aber verkeilen wie ein erfahrener Haudegen, und man muß ehrlich sagen, daß Dübbers in den ersten drei Runden verflixt nehmen mußte, so sehr, daß er zeitweise richtig durchgeschüttelt war. Und das will bei Dübbers schon etwas heißen. Schmidt zerschlagen halte, Für ihn num der Garmer HeucI„ also sahen wir das Ding Metzner— Hinz zum—; ließ mit wachsender Distanz merklich nach, kam warten Sie mal. Metzner selbst meint zehn— also nur seilen aus der Doppeldechung heraus, dann aber zum zehnten Male. Und dennoch ist es wieder einmal siets mit wilden Schlagüberfällen und mußte die an„„„„„ mzie Mnnelenenheil Der fangs errungenen Vorteile wieder abgeben. Dübten Kampftag in Köln beharken sich die beiden vom eine nerte simmunabeinnener Aum:-, be., bestam den Sieg, er muß aber denkbar knapp ersten Gongschlag ab, wie die Kesselflicker. Und genau„Stump“ ist noch alte Klasse und kann oft über lebwie in Köln erweist sich der Westsälinger als ein über= haften Beifall auf offener Szene quittieren, wenn er gewesen aus stiermarkiger Keiler, den selbst die härtesten und seine Linke wie ein Rapier sticht und in meisterhafgenauesten Treffer Engels keinen Moment beein= tem Boxen den Barmer leerlaufen läßt. Der dagegen, drucken oder gar erschüttern können. Er reagiert höch= nicht mit dem technischen Rüstzeug des Kölners verstens dadurch, daß er stets sofort wutend loskeilt, wenn sehen, macht's mit dem Ehrgeiz, keilt verbissen, was er getroffen ist. Engels ist trotzdem der weit Bessere, es zu keilen gibt, aber das ist nicht allzuviel. Immerer weicht natürlich der Wucht des Sauerländers hin kommt Hinz über die Runden, Metzner ist hausschließlich immer wieder aus. Ringrichter Handtte, der hoher Punktsieger, das Publikum gibt beiden freundeine gute, ehrliche Haut, aber eben längst kein vor= lichen Beifall. bildlicher Ringrichter mehr ist, glaubte Engels mehr= Eine Parave der alten Kölner Meister! Siehe da, der Hannoveraner, der vier Pfund Mehrgewicht hat, und anstrengend diese Fahrt war, besagte am besten, aber gar nicht danach aussieht. Ein cleveres Bürschdie glänzend gefahrene Zeit, denn die 100 kilome; chen dieser Thriene. In den beiden ersten Runden er lange Strecke wurde in nur.11=49,1 Stunden jinde, Bechk überhaupt keine Einstellung zu dem mit zurückgelegt, was einem Stundenmittel von zirta„„— Sves allen Massern gemaschenen nicht mehr zu den Jüngsach wegen Haltens ermahnen und ihn schließlich sogar nun erscheint Hein Domgörgen und drüben der verwarnen zu müssen, übersah aber das gleiche Delikt wackere Düsseldorfer Willi Mohr. Wer da gebei König immer wieder. Gerechtes Urteil für den dacht hatte. Mohr sei heute reif für einen Hein Domsehr beifällig ausgenommenen Kampf: Unentschieden. görgen— wenigstens für diesen heutigen Domgörgen Düsseldorfs Lokalmatador Karl Beck springt, mit seinen 36 Jahren— der sah sich erheblich auf beifallumbraust, in den Ring, dann kommt Thriene, dem Holzwege. Altmeister Hein, den sie wegen seiner Unverwüstlichkeit so gerne„Immergrün“ nennen, ging mit Mohr um, wie ein Meister mit dem Lehrling, 46 Kilometer entspricht. Und das bei einem solchen Höllentempo sogar so starte Fahrer wie Hasselberg —Lindemann die Waffen streckten, läßt die sportliche Leistung noch größer werden. Die Zuschauer wurden von dem Verlauf dieser Fahrt mitgerissen, und in den letzten zehn Minuten tobte ein Begeisterungssturm durch die Halle, wie er selbst in den tollsten Jagden eines Sechstagerennens wohl nie erlebt wurde. Der Rennabend wurde mit den beiden Punktefahren eingeleitet, die dadurch erhöhle Bedeutung hatten, weil die von den Fahrern erworbenen Punkte der Wertung des Mannschaftsfahrens zugezählt wurden. Es entwikkelten sich naturgemäß scharfe Kämpfe. Im 1. Punktefahren gelang trotz größter Anstrengung keinem Fahrer eine Ueberrundung. Wohl gab es mehrfach Vorstöße, doch jedesmal, wenn einem Fahrer ein geringer Bodengewinn zugefallen war, setzte die Meute energisch nach. Der erfolgreichste Fahrer des ersten Punktefahrens war der Kölner Kerp, der mit 14 Punkten und 15:09,2 Min. Sieger vor#ne, die allen Wassern gewaschenen, nicht mehr zu den Jüng sten zählenden Thriene. Der duckt, kroucht, dreht sich um sich selbst wie ein Rotor, verschwindet tief in Doppeldeckung— und ist stets gefährlich, da er blitzschnell seine mit vollem Körpergewicht kommenden rechten Schwinger schlägt, auch Linke hereinschießt und saubere Doubletten Solar=Kinn landet. Beck kann also zuerst gar nicht zurechtkommen, erst in der dritten Runde besinnt er sich darauf, daß er der Jüngere und Stärkere ist, dreht auf, schickt Linke ab und setzt die Rechte nach, bums— da sitzt Thriene auf einen Magentreffer bis 6 auf dem Knie zum Luftholen— kommt hoch, klatsch, da sitzt ein Rechter am Kopf, platzt ein wenig die Haut über der Augenbraue, sitzt Thriene wieder am Boden— noch während der Ringrichter zählt, fliegt aus des Hannoveraners Ecke auch schon das Handtuch(natürlich Unsinn, da für einen am Boden befindlichen Boxer keine Aufgabe möglich wie der Lehrling mit dem Schüler, boxte ihn mit der linken Hand regelrecht aus, schlug seine rechte Aufwärtshaken und gewann jede Runde ganz glatt. Alle Tapferkeit Mohrs und alle dessen Versuche, zurückzugeben, konnten daran nichts ändern. Mohr wußte zeitweise überhaupt nicht mehr, was er ansangen sollte, um sich vor der zuckenden Linken Domgörgens zu retten, wohin er selbst schlug. da war nur noch und von irgendwoher kamen die häßlichen Sachen ihm selbst ans Kinn geflogen. Der Hein hätte gewiß zeitweise die rechte Hand etwas energischer einsetzen dürfen, aber er wollte wohl bei dieser totsicheren Angelegenheit nichts Ueberflüssiges riskieren. Das Urteil Unentschieden ist so toll, daß man dazu einfach nichts mehr sagen kann! Der Düsseldorfer hatte nicht nur keine der 8 Runden für sich, sondern es war nicht einmal eine ausgeglichene darunter! Der Mannheimer Schmidt forderte Dübbers Kersitsch fiel um! Weihnachts-Boxen in Hamburg In Hamburg gab es am zweiten Feiertag wieder Berufsboxkämpfe, deren sportliche Ausbeute aber wenig zusagen konnte. Lediglich die Begegnung Witl(Kiel) gegen Jakob Schönralh(Krefeld) ging noch an... sonst gab es Kämpfe„unter Durchschnitt". Witt konnte sich gegen Schönrath auch nicht so ganz nach Wunsch durchsetzen. Schönrath verleidigte sich geschickt und wußte die stürmischen Angriffe des Kielers immer gut abzuwehren. Witts Punktsieg fiel hoch aus. — Der junge Halbschwergewichtler Marohn, von dem man sich sehr viel verspricht, erhielt im Kampf gegen Droog(Krefeld) nach vier Runden ein schmeichelhaftes Unentschieden zugesprochen. Im Schwergewichtstreffen zeigte sich der Jugoslawe Kersitsch gegen Kölblin überhaupt nicht trainiert. Er wog zudem noch 16 Pfund mehr— gab also eine ganz konische Figur ab. In der zweiten Runde mußte Kersitsch zweimal zu Boden; auf einen„Magentreffer“ hin ging dann Kersitsch für die Zeil zu Boden, obwohl sich die Fachleute von dem Treffer Kölblins gar nicht eine solche Wirkung versprochen hatten.— Köhler(Hamburg) siegte schließlich im Leichtgewicht gegen den Magdeburger Eaaert in der dritten Runde entscheidend. In Athen begannen die Vorrundenspiele um den Balkan=Fußballvokal. der zwischen den Nationalmannschaften von Griechenland, Südslawien, Rumänien und Bulgarien ausgekämpft wird. Griechenland siegte am ersten Tage:1(:1) über Südslawien. Rumänien schlug die Bulgaren:3(:). Das in den ersten Runden aues ab, der Junge ist zwar Endspiel wird Neujahr ausgetragen. • 1 1 1 Schmeling—Hamas in der Stratosphäre Walter Rothenburg:„Unterzeichnete Verträge von Hamas schwimmen auf dem Ozean“ Ein Interview... In der Fachzeitschrift„Vox=Sport“(Berlin) lesen wir den nachstehenden interessanten Bericht. in welchem der Hamburger Mitarbeiter des genannten Blattes eine Unterredung mit Walter Rothenburg, dem bekannten Veranstalter, recht anschaulich schildert.— Die Red Vor wenigen Tagen noch hiag das Riesenprojekt Schmeling— Hamas in der Luft. Sagen wir lieber in der Stratosphäre!... Meine erste Frage an Walter Rothenburg(mit einem mißtrauischen Unterton, versteht sich) bezog sich natürlich auf dieses allgemeine Gerücht Daß in den letzten Tagen die ganze Angelegenheit an einem seidenen Faden hing, war mir durch dauernde Verbindungen mit Wero nicht unbekannt. Als ich wissen wollte, ob der Fight tatsächlich noch in der Luft hing, sagte Walter Rothenburg: „Was heißt Luft, das ist nicht hoch genug! Der Kampf hing der Stratosphäre! Darin liegt gerade der Reiz! Es ist doch etwas anderes, wenn man auf der Adlerjagd hoch über den Wolken ist, oder nur hinter einem lahmen Sperling her, den man mit der Mütze einfangen kann. Die Leute stellen sich den Abschluß dieser großen Weltkämpfe einerseits zu einfach vor und anderseits wieder ganz unerreichbar. Sie sehen, ich habe es diesmal auch wieder geschafft, obgleich es wesentlich schwierige war, als bei Schmeling— Neusel.= Schließlich kommt ein Amerikaner der Weltklasse zum erstenmal nach Deutschland und außerdem wohnt der Besieger Max Schmelings nicht in Blankenese oder Rothenburgsort(dies sind kleine Vororte von Hamburg)... Ich vollbringe bei diesen großen Kampfabschlüssen absolut keine Kunststücke. Mein Rezept ist ganz einfach: Ich vertraue mir selbst und deshalb vertrauen mir die anoeren Seelen.(Wero ist schon wieder bei Goethes Faust!) Mein Vertrauen zu mir selbst mixe ich mit meinem Glauben an mein Glück. Uebrigens hat mein„Sternlieker“ vorher schon alles untersucht.“(Wero steckt sich bedächtig eine neue Pfeife an!) für die Hanseatenhalle fertig vor Es wird die größte Sporthalle der Welt! Sie wird etwas über 25.000 Zuschauer fassen. Dazu sind natürlich große Umbauten notwendig und— auch„etwas“ Geld. In diesen Tagen wird der Hamburger Senat entscheiden, ob die Halle gebaut werden soll. Ein wichtiger Umstand dabei ist noch, daß sie bis zum Monat März fertig sein soll. Wenn diese Fragen gelöst sind, läßt sich erst sagen, wohin der Kampf kommt.“ „Niemand weiß es besser als Sie“, sagte Wero zu mir,„was ich mir vor 15 Jahren vorgenommen habe. Die ganzen Jahre hindurch haben Sie mein Rauf und Runter und mein mehr Runter als Rauf miterlebt. Ich habe mir damals vorgenommen, Deutschland zum Land der Weltmeisterschaftskämpfe zu machen. Auf diesem Wege sind wir jetzt mit Schmeling— Neusel und vor allen Dingen mit Schmeling— Hamas ein ordentliches Stück weitergekommen. Jeder Mensch bildet sich etwas ein, und ich bilde mir ein, daß ich das mir einmal gesteckte Ziel erreichen werde. Wir werden bei Schmeling— Hamas noch mehr ausländische Journalisten und Besucher in Deutschland haben, als bei dem letzten Kampf uuf der Dirt=Track= Arena. Das muß man sich jetzt ichon vor Augen halten; denn ich halte es für ungeheuer wichtig, daß der Eindruck, den alle diese Deutschlandsbesucher mit nach Hause nehmen, nicht ein guter sein muß, sondern ein ganz außerordentlicher! Soviel größer und wichtiger der Kampf Schmeling— Hamas ist, wird auch die Notwendigkeit sein. das Riesenprojekt glücklich durchzuführen Gegen eine Fassungsmöglichkeit von 111 000 Personen, wie sie auf der Dirt=Track=Arena möglich war, steht diesmal nur eine Halle, die vielleicht 25000 Perionen faßt, vielleicht auch nur 13.000 oder 15 000 Personen, für den Fall, daß Hamburg ausgeschaltet wird. Dabei ist der Kampf Schmeling— Hamas entsprechend seiner größeren Wichtigkeit viel teurer, als Schmeling— Neusel war. Wer keinen Torf im Gehirn hat, kann sich selbst ausrechnen, daß das Kunststück einer Kalkulation und Rentabilitätsberechnung jetzt erst beginnt. Wenn ich nicht genau wüßte, daß es in Deutschland genügend Idealisten gäbe, also nicht mindestens 13.000 bis 25 000 Personen, die in diesem bedeutenden Kampf der einem Deutschen, vielleicht den Weg zu einem realen Weltmeisterschaftskampf ebnet, mehr sehen als nur einen Boxkampf, und aus diesem Grunde auch bereit sind und in der Lage, ihr Scherflein zum Gelingen beizutragen, hätte ich niemandem geraten, sich an diesem Riesenprojekt zu beteiligen. Es wird viele Volksgenossen geben, die nicht in der Lage sein werden, diesem grozen Kampf beizuwohnen. Und hiervon wieder sehr viele, denen die Freude darüber, daß der Kampf für Deutschland gekapert wurde und nicht in Amerika stattfindet, keine Entschädigung dafür ist, daß sie ihn nicht sehen können. Aber so ist es ja im ganzen Leben: Manchmal steht man mit dem Niemen auf dem zwölften Loch geschnallt vor einem Delikatessengeschäft und möchte gerne— und kann nicht, weil die Augen größer sind als die paar Pfennige in der Tasche. Und ein andermal jucken einem die Fünf=Mark=Stücke gerade in der Westentasche und dann hat man das Pech— daß gerade nichts los ist! Auf einen ganz kurzen Nenner gebracht: Der Mensch muß„Jolanthe“ haben, sozusagen „Schwein“ oder auf Deutsch Glück. And dieses Glück, das dazu gehört, um den Kampf Schmeling— Hamas zu sehen, das wünsche ich jedem einzelnen, der ihn gern sehen möchte!“ Wero steckt sich seine unzertrennliche Pfeife zum drittenmal in Brand, renni zum zwölftenmal während des Interviews zum Fernsprecher, um Vertretern der Tagespresse und sonstigen Interessenten Rede und Antwort zu stehen. Immer wieder hat man Gelegenheit, die Vitalität, die Ruhe und den goldigen Humor des größten deutschen Veranstalters zu bewundern. Man scheidet von Rothenburg mit dem Eindruck„Ein Mann von Format!“ G Bade. Ich fragte jetzt, worin denn die großen Schwierigkeiten der letzten Tage bestanden. Walter Rothenburg holt einen Haufen Tele gramme aus der Schublade.„Hier“, sagte er, sehen Sie sich dies einmal an. Obgleich ich Steve Hamas seit dem 12. November telegraphisch unter Vertrag hatte, schickt sein Manager Charlie Harvey trotz dauernder telegraphischer Mahnungen nicht die unterschriebenen Verträge nach Deutschland ab Da mußte irgend etwas nicht stimmen. Wie ich jetzt erfahren habe, hat der Madison Square Garden bis zum 16. Dezember ganz energische Anstrengungen gemacht. Mar Schmeling durch seinen amerikanischen Interessenvertreter Joe Jacobs zu engagieren und Hamas durch Charlie Harvey. Aber sowohl Harven wie auch Schmeling zeigten sich als absolute Ehrenmänner, die treu zu ihrem gegebenen Wort standen. Wie kritisch die ganze Angelegenheit war, beweist das Telegramm von Charlie Harvey, das er mir noch am 11. Dezember schickte. Er sagte darin, daß ihm gerade erzähl: worden sei. Schmeling habe gegen Lasky für Februar mit dem Madison Square Garden abgeschlossen Harvey fragte noch einmal ganz eindringlich, ob ich auch tatsächlich und positiv einen Vertrag mit Schmeling gegen Hamas für Deutschland besitze. Er habe die Ab sendung der Verträge von Hamas noch zurückgehalten weil ihm erzählt worden sei. daß Schmeling nicht bemir unterschrieben hätte. Er wolle von mir drahtlich noch einmal die Versicherung haben, daß Schmeling tatsächlich bei mir unter Vertrag steht: dann würde er mir die unterschriebenen Verträge sofort zuschicken." Walter Rosenberg fuhr fort: „Sie können sich vorstellen, wie man den ehrwür digen Harvey drüben bearbeitet hat Ich habe ihm die telegraphischen Versicherung zegeben und hinzugefügt, daß ich Promoter sei und kein Märchenerzähler Ich hatte trotzdem das Gefühl, daß alles auf des Messers Schneide stand. Deshalb fuhr ich nach Berlin und bat unseren Verbandsführer Erich Rüdiger um ne amtliche Unterstützung. Mit Herrn Rüdiger zummen hatte ich dann eine letzte Unterredung mit Schmeling. Und ich muß sagen, daß unserem Erweltmeister die Begriffe Treu und Glauben mehr wert sind als eine größere Börse. die ihm wohl von Amerika versprochen war. Schmeling gab sofort ein Ka bel an Harvey auf und teilte ihm mit, daß er bei mir jest unter Vertrag stehe. Und Herr Rüdiger kahelte außerdem an Harvey, daß der Vertrag von Schmeling schon beim Verband deponiert sei und des halb ein Kampf Schmeling— Hamas in Amerika nicht möglich wäre. Diese drei Kabel von Rüdiger. Schmeling und mir waren noch notwendig, um Harvey von dem ihm hartnäckig eingeimpften Irrtum zu befreien, daß Schmeling in Amerika und nicht in Deutschland kämpfen wolle. Dieser Kampf um den größten Kampf, der je in Europa stattfand, ist ja nun glücklich beendet. Ich habe auch von Anfang an genau wie seinerzeit bei Schmeling— Neusel, fest daran geglaubt, daß ich ihn gewinnen würde. Hiermit ist jetzt erst ein Teil der Riesenarbeit getan, die mit solchem Riesenprojekt zusammenhängt. Ich weiß heute noch ger nicht, wo der Kampf ausgetragen wird. Wohl liegen die Pläne Platzsperre bis 28. Februar Schwere Strafen für Mannheim Waldhof Die Vorfälle beim Meisterschaftsspiel Mannheim Waldhof gegen Phönix Karlsruhe vor einigen Wochen haben zu einer schweren Bestrafung der Waldhofer geführt. Die bereits verhängte vorläufige Platzspere bleibt bis zum 28. Februar 1935 bestehen. Bie dahin kann Mannheim Waldhof die Heimspiele nicht auf eigenem Platz austragen. Das Mannheimer Stadion wurde dafür als Spielplatz bestimmt. Der Torwart Edelmann, der gegen den Schiedsrichter tätlich vorgegangen sein soll, mußte wegen mangelnder Beweise freigesprochen werden. Dagegen wurde der Waldhofspieler Engelhardt wegen unportlichen Benehmens bis zum 15. März 1934 geperrt. Vom Städtespiel im Bonner Stadion Kumpf im Bonner Strafraum. Wir sehen Schlawitzki im„Luftkampf“ mit dem Bonner Verteidiger Pütz 1 Bezirksklasse am Mittelrhein Gruppe 3(Betzdorf) Gruppe 6(Trier) Radrennen in Kopenhagen Rausch Falk-Hansen siegreich Auf der Kopenhagener Winterbahn im ausver„ kauften Forum gelangtee am zweiten Weihnachtstag ein mit zahlreichen deutschen Fahrern besetztes Dreistunden=Mannschaftsrennen zum Austrag. Die letzten Sechstage=Sieger von Kopenhagen: Rausch FalckHansen, siegten dank ihrer hohen Punktzahl überlegen. Das Rennen verlief sehr jagdenreich, wofür die in der ersten Stunde zurückgelegten 48.180 Kilo= meter einen Beweis liefern. Zunächst wechselten sich Rausch Falck=Hansen und Lonck Andersen in der Führung ab, später rückten noch de Pauw van Nevele und Buschehagen Danholt zur Spitze auf. In den Wertungen erfolgte dann der Ausschlag. Ergebnis: Sieger Rausch Falck=Hansen 120 Punkte mit 135,180 Kilometeer! 2. Loncke Andersen 63.: 3. de Pauw=van Nevele 43.; 4. Buschenhagen=Dan= holt 22.; eine Runde zurück: 5. Engel=Maczynski 35.; 6. Rieger=Christensen 20.; 7. HermansenHarboe 7 Punkte.— Die übrigen Mannschaften zwei und mehr Runden zurück. Zims=Küster Zweiter! Funda-Pützfeld siegen in Münster In der Halle Münsterland hatten die Radrennen am zweiten Weihnachtstag nur wenige Zu schauer angezogen. Das 1001=Runden=Mannschaftsfahren der Berufsfahrer gewannen Funda=Pützfeld mit 59 Punkten in:39:44 Stunden mit zwei Runden Vorsprung. Schon im ersten Teil des Rennens bildeten sich drei Spitzenpaare und im letzten Drittel sicherten sich Fundu=Pützfeld überlegen den Sieg. Zweite wurden die Kölner Zims=Küster mit 68 Punkten vor Vinder(Holland)=Ebeling(Aachen) 9 Punkte, während vier Runden zurück die Gebrüder Vroomen mit 37 Punkten vor Teitz=Lehmann(5 Runden) und Goebel=Korsmeier(6 Runden) folgten. Schenk=Groß, Leuer=Eröning, Siehl=Gottmann waren die nächsten Paare mit einem Abstand bis acht Runden. Ein Mehrkampf der Amateure(Rundenzeitfahren, Australisches Verfolgungsrennen, Malfahren, 100 Runden Punktefahren), endete mit dem Siege des Biele felders Wengler(64.5 Punkte) vor Gilker=Münster (55.), Schneider=Dortmund(55), Groethues=Münster (53), Schievenhoevel=Münster(48) und Jung=Dresden(43). Rennen in Mülheim-- nisburg H. Weber wurde Hindernisreiter-Champion Der zweite Weihnachtsfeiertag brachte den Kehraus im deutschen Galopp=Rennsport. Die vier eingelegten Dezember=Renntage brachten keine sportlichen Besonderheiten. Sie hatten aber das eine Gute: den kleinen Ställen wurden noch Verdienstmöglichkeiten geboten. Am Schlußtage der Galopp=Rennzeit 1934 fiel auch die Entscheidung im Kampf der Hindernis=Reiter. Am 30. November, als die Rennzeit offiziell abgeschlossen wurde, lagen H. Weber und W. Wolf punktgleich mit je 31 Siegen an der Spitze; sie konnten später noch jeder ein Rennen gewinnen und am Mittwoch gelang es dann Weber, mit Utarare noch einen Sieger zu steuern, der ihm das Championat einbrachte. da sein Rivale, Wolff, an diesem Tage leer ausging. Dichtauf folgt an dritter Stelle J. Unterholzner mit 29 Sieg=Ritten, der mit 139 bestrittenen Rennen zugleich der am meisten beschäftigte Hindernisjockei dieses Jahres war. H. Müschen konnte sich im Westen noch auf den 4. Platz mit 19 Siegen vorarbeiten, dann kamen Florian mit 18 Siegen und W. Rößler 16 sowie W. Hauser 15 Siegen. I. Rotkäppchen-Hürdenrennen: 1. Löhmars Ambrosius(Schramm), 2. Finor. Sieg 25, Lg. 5. 2. Rübezahl-Jagdrennen: 1. Pferdmenges Feudal (Glitsch), 2. Auswahl, 3. Maharadscha. Ferner liefen: Schatzfinder, Gerlind, Leutvogt, Blackberry. Adelberi, Raugräfin, Almansor. Sieg 20, Platz 17, 10, 10. La. 10, 10, ½. 3. Klabautermannhürdenrennen: 1. Kunsts Schloßfrau (Kruschwitz), 2. Panorama, 3. Berna. Ferner liefen: Perasperum, Voltaire 2, Tenboul, Milotti. Sieg 84, Platz 30, 26, 19. Lg. 6, 3, 3. 4. Schneewitichen-Jagdrennen: 1. Klaps Utamaro (H. Weber), 2. Rosenrot, 3. Traumusus. Ferner lieren: Fahrewohl, Weltmeister. Sieg 15. Platz 12, 12. Lg. 15, 8, 8. 5. Rumvelstilzchen-Hürdenrennen: 1. Buchmanns Georgette(Vaas), 2 Sintflut, 3. Schwerthieb und Trojaner. Ferner liefen: Fantasia, Hatz. Sieg 48. Platz 18. 25. Lg. 1, 5, totes Rennen. 6. Frau-Holle-Jagdrennen: 1. Flecksteins Good Boy (Stangel), 2. Harun, 3. Moira. Ferner liefen: Robinson, Porto Flip. Jan van Werth. Sieg 135. Platz 27, 14. Lg. Kopf, 10, 5 Siegdoppelwette; 3. und 4. Rennen: Schloßfrau— Utamaro 158:10. Automobilsport „Mit Volldampf in's neue Jahr“. die Devise des DDAC am Silvestertage, wo in Kölns guter Stube, dem Gürzenich, der große Silvesterball zugunsten der Winterhilfe stattfindet. Hervorragende Kräfte, u. a. Gustav Jacobi, Frißz Neumann, Henny Neumann=Knapp, Oskar Röhling, Harry Herzogenrath, das Ballett des Opernhauses bestreiten das künstlerische Programm. Eine reichhaltige Tombola— als erster Preis steht ein FordWagen zum Gewinn— sorgt dafür, daß jeder Be ucher auch hier einen netten Gewiem mit nach Hause nehmen kann. Aber auch sonst sind allerlei Ueberraschungen vorgesehen. Die Parole für Silvester: Auf zum Gürzenich! Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, ist Derop außer Konvention. Vielleicht werden das viele Kraftzeugbesitzer begrüßen, denn man sollte dann doch annehmen, daß demnächst das Benzin wieder billiger zu haben ist. Imperia hat eine neuc 350er=Maschine herausgebracht, die mit ihrer neuen Bremsvorrichtung überall Anklang findet. 3t8— k nn AMRHEIN Eül Köln, den 27. Dezember 1934 Was gibts Jleuesy Recht weihnachtlich war diesmal der Polizeibericht. An beiden Tagen ereignete sich kein nennenswerter Verkehrsunfall, und auch das Leben auf den Straßen verlief ruhig und friedlich. Das gleiche Bild gab der Bericht der Feuerwehr, der lediglich auf der Gutenbergstraße in Ehrenfeld einen Christbaumbrand und in der Drachenfelsstraße einen Fußboden= und Balkenbrand verzeichnete. Bei der Reichsbahn war der gleiche Verkehr wie im Vorjahre festzustellen. Das„Fest voll Glorie vorbei Das stille weihnachtliche Köln— Kein Schnee, dafür aber Regen Was die Leute einem so alles schenken Früher schenkte man einander zum Christfest aller lei glitzernden Schmuck, Bücher, gute Bildreproduktionen oder eine schöne Plastik; dann kam die Zeit der nützlichen Dinge, das Praktische stand im Vordergrund, bis mit einem Male das„individuelle“ Ge schenk weiteste Rechte beanspruchte und Gedichte sowie Songs aus eigener Feder, eine Farbklexerei, gro teske Figürchen und die ach so schönen Talismanner in Mode kamen. Und heute...? Man hat aus den verschiedenen Schenkungsperioden seine Erfahrungen gesammelt und diese in einer praktisch=gefälligen Mischung überall da angewandt, wo man im Bekanntenkreise verpflichtet war, sich die sogenannte Kleinigkeit auf den Gabentisch zu legen und einander mit einer Aufmerksamkeit zu erfreuen. Auch aus meinem Bekanntenkreise rauschte Heiligabend ein sanfter Sprühregen solcher Aufmerksamkeiten in das von mütterlichem Gedäck duftende Junggesellenheim, wo sich langsam die Päckchen und Paketchen häuften. Man freut sich immer über Weihnachtsgeschenke. Am größten aber war diesmal das Auspacken der Herrlichkeiten: Drei wundervolle Zigarettenspitzen überboten sich an Länge, drei silberne Handfeuerzeuge wetteiferten in der Zierlichkeit der Gestalt, sechs blau und weiß gestreifte Krawatten priesen durch beigengte Briefchen als einzig gegeben zu dem vor einem Jahr erstandenen Anzug an, ein gutes Dutzend dunkelfarbener Socken übertrafen einander an Dezentheit, und den Rest bildeten drei wirklich hübsche Drehbleistifte und ein Weinkorken mit einer versilberten Biedermeierfigur. Ja, was die Leute einem so alles schenken... hate. Gestatten Sie, lieber Leser, gleich zu Anfang meiner „Bilanz“ einen aufrichtigen Wunsch: Mögen Ihnen die Feiertage gut bekommen sein und mögen Sie heute wieder ihre gewohnte Arbeit mit Freuden aufnehmen, ohne Magenverstimmung und mit der angeneymen Hoffnung, daß Ihnen die Tage bis kommenden Sonntag, Silvester und Neujahr, nicht zu lange werden. Wie feierte Köln, die rheinische Metropole, die Stadt des rastlosen Verkehrs, die Stadt der Arbeit, die zu jeder Zeit ihr stark pulsierendes Leben offenbart, die Stadt des rheinischen Frohsinns und der Leutseligkeit, wie feierte Köln das Weihnachtsfest? Kommen Sie selber zum Ergebnis. Meine Aufgabe ist es, hübsch nacheinander niederzuschreiben, was sich in diesen Tagen ereignet, bzw. nicht ereignet hat. Meine „Beobachtungen“ begannen am Heiligen Abend. Noch einmal blickten die Geschäftsleute schmunzelnd auf den starken Verkehr in den Läden und auf den Straßen. Das waren wirklich keine„Sehleute“, die wie es nun mal eben nicht anders geht— in letzter Minute ihre allerletzten Einkäufe tätigten. Wenn es auch nur kleinere Gegenstände waren,„viel Wenig gibt ein Viel“. Nach Geschäftsschluß wurde es ruhiger für eine Stadt wie Köln ungewöhnlich ruhig. Die letzten Auswärtigen trafen am Hauptbahnhof ein, und der Rest der in Köln beschäftigten Auswärtigen verließen die weihnachtlich stiller werdende Stadt. Die Straßen= und Vorortbahnen brachten die Angestellten und Geschäftsleute nach Hause in den Familienkreis, wo sich im Laufe des Tages alle Familienmitglieder versammelt hatten. Ausgestorben lagen gegen Abend der Bahnhof= und Domvorplatz, die Verkehrsknotenpunkte in der Altstadt und am Ring. Eilig huschten hier und da noch pelzverhüllte Gestalten— es wehte ein kaltes Lüftchen— durch die verlassenen Straßen. Durch die Vorhänge der Fenster leuchteten die Lichter am Weihnachtsbaum auf, und alte traute Weisen klangen hinunter auf die Straße. Die Straßenbahnen schränkten auch ihren Verkehr ein. Köln am Heiligen Abend. Nur einige Stunden währte diese Ruhe und Stille Nach kurzer Familienfeier machten sich die Gläubigen nach altem Brauch auf den Weg zur Christmette. Um den Dom herum wurde es belebt, die weiten Hallen füllten sich, während die Petersglocke die Mette einläutete. Wieder füllten sich nach Schluß des Gottesdienstes die Straßen, die Kölner kehrten nach Hause zurück und— neue kamen, um in den zahlreichen Kirchen der Weihnachtsfeier beizuwohnen. Dann graute der Tag. Der erwartete Schnee kam nicht, obwohl der Himmel verhangen und ein ungewohnt künler Wind durch die morgendlichen Straßen fegte. Der erste Feiertag sei„furchtbar lang“, habe ich mir sagen lassen. Ob's stimmt? Ich weiß es nicht. Wie dem auch sei: Ob Langeweile die Kinder auf die Straße treibt, oder ob es Neugier ist, daß sie sich auf der Straße ein Stelldichein geben, um sich gegenseitig ihre Geschenke zu zeigen. Festzustellen ist, daß die Kinder die Straßen bekebten mit Puppenwagen, Roller, Fahrrad, Rollschuhen und Trompeten und Hampelmännern. Die Eltern warten derweil auf die Weihnachtspost und machen sich für den Besuch bei Schwiegereltern. Eltern und Geschwistern bereit, oder empfangen Besuche. Mit den neuesten Weihnachtsgaben geschmückt, marschierten die Großen und Kleinen, mit Päckchen und Blumen und anderen Geschenken bewaffnet, zu den Verwandten oder erledigten sonstige Besuche. Hier und da huschte auch ein Auto vorbei, das mit Wintersportlern und Skiern voll beladen war. Ob es in der nahen Eifel. im Bergischen oder im Westerwald geschneit hat? Wir Kölner hatten keinen Schnee erwartet, die ganz kleine Hoffnung einer kleinen Truppe ging auch in Trümmern als am zweiten Feiertag... Nun, alles der Reihe nach. Die Straßen= und Vorortbahnen hatten den tynischen Weihnachtsfestverkehr, alles ging ruhig und reibungslos vonstatten. Und mittags? Der Festtags= schmaus war eine Sache für sich. Durch die zahlreichen Besuche war es spät geworden, was allerdings dem Appetit nur zugute kam. Kollegen sagten mir, daß es trotz der fürsorgenden Hand der Hausfrau angebrannte Hasen, Hühner und Gänse gegeben habe. Was sonst noch in Erfahrung gebracht werden konnte, ist, daß durch das verspätete Mittagessen, der Kaffee gegen 6 und das Abendessen nach 9 Uhr eingenommen wurde. Grau und kalt brach der zweite Feiertag an. Nach dem Gottesdienst machte man einen Spaziergang. Die Straßen waren nach vielen Stunden der Leere und der Ruhe wieder belebter. Und auch die Restaurants! Mag sein, daß nach all dem Malaga, Tarragona. Likör und Kognak und Wein ein gutes Glas Kölsch oder ein schäumendes Pils angebracht waren. Die Folge war. daß das Mittagessen wieder eingenommen wurde und der Kaffee und das Abendessen. Aber dann eine böse Enttäuschung. Man sollte doch tatsächlich bald glauben, daß in unserer Gegend ein Weihnachtsfest ohne Regen nicht denkbar ist. Zuerst, gegen Mittag, fing es ganz sachte an zu tropfen. Feuchte Meeresluft hatte den Kampf gegen das Hochdruckgebiet gewonnen! Schnell waren die Straßen wieder leer und— Theater und Lichtspielhäuser und Restaurants überfüllt, sofern nicht im trauten Kreis der Familie oder bei Verwandten und Bekannten Meihnachtshaum Lieder gesungen. Gedichte der Fumirie doer del Wettn unter dem Weihnachtsbaum Lieder gesungen. Gedichte von den Kleinen aufgesagt oder Verlobung gefeiert wurde. Unsere Stadt war, man möchte fast sagen.„verkehrslos“ während der Feiertage. Nichts ereignete sich. Gott sei Dank. an Unfällen und Bränden. Sage und schreibe ein Christbaumbrand ist zu verzeichnen und ein Unfall mit geringem Sachschaden. Gegen Abend des zweiten Tages wurde der Verkehr in der Innenstadt durch die Rückkehr der Weihnachts=„Urlauber“ etwas belebter. Aber auch diese Menschen suchten in der Flucht vor dem scheußlichen Wetter und der großen Müdigkeit schnell ihre Wohnung auf. Das war Weihnacht in Köln. Es bleiben für heute und die kommenden Tage der Baum, die Geschenke, die Erinnerung und sonderlich der Segen dieser Tage.-s. Weihnachlen im Hohen Dom Tödlicher Unfall mit dem Motorrad Ein außerordentlich schweres Unglück ereignete sich in Buisdorf Siegburg um die Mittagsstunden am Tage vor Weihnachten auf der Frankfurter Straße. Auf der Heimfahrt von Kirchen nach Köln erlitten die drei Fahrer eines Motorrades mit Beiwagen einen Verkehrsunfall. Der Lenker des Fahrzeuges versuchte noch im letzten Augenblicke an einem Lieferwagen, dei zwei Radfahrer überholte, vorbeizukommen, trotzdem seine Fahrbahn noch durch einen haltenden Bäckerwagen versperrt war. Durch das starke Herumreißen und die hohe Geschwindigkeit der Maschine stürzte der Soziusfahrer. Etwa 25 Meter weiter hakte sich der Beiwagen am Kotflügel des Lieferwagens fest. Die Maschine wurde noch einige Meter mitgeschleift und überschlug sich dann. Wie durch ein Wunder blieb der Insasse des Beiwagens unverletzt, um so schlimmer wurde aber der Fahrzeuglenker mitgenommen. Die Verunglückten brachte ein vorüberkommendes Auto sofort ins Siegburger Krankenhaus, wo der Fahrer, der verheiratete Walter Jung aus Köln, wenige Stunden nach der Operation an den Folgen des lebensgefährlichen Schädelbruches starb Der Soziusfahrer erhielt bei seinem Sturz ebenfalls gefährliche Kopfverletzungen. Jeder hörk heute abend Rundfunk Heute abend wird in der Zeit von 18.30—19 Uhr über den Deutschlandsender die Reportage „Reichsluftschutzbund übt“. ein Funkbericht aus dem Osten Berlins, gesandt. Gegenstand der Revortage ist eine Hausübung in einem Berliner Mietshaus unter Einsatz der in diesem Hause eingesetzten Amtsträger und Selbstschutzhelfer, sowie der gesamten Hausbewohnerschaft. Die Sendung ist nicht nur für alle Mitglieder des Reichsluftschutzbundes, sondern für jeden deutschen Volksgenossen und jede deutsche Volksgenossin lehrreich, denn der Selbstschutz im Luftschutz ist eine Lebensfrage des ganzen Volkes. Die Fliegerbombe nimmt keine Rücksicht auf alt oder jung, sie bedroht Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Mann, Frau und Kind in gleicher Weise. Daher sorge jeder dafür, daß wir für einen Ernstfall nicht ganz unvorbereitet da stehen. Wie die Bewohner eines Hauses sich schützen können. wird jeder heute abend hören können. Daher Ohren auf von 18.30 bis 19 Uhr! # Die Krippe im Kölner Dom Wohl nie klingt die Petersglocke so schön wie in der hl. Nacht, wenn sie über die schweigende Stadt schwingt. Und kein Gottesdienst des Domes kang an Wärme und stimmungsvoller Schönheit mit der Christmette verglichen werden. Das ist immer etwas Einmaliges. Der Raum des Domes verdämmert aus der Helligkeit des Lichtes in die Dunkelheit der Höhe. Tausende von Menschen, alle irgendwie von dem Mysterium der bl. Nacht ergriffen. Im Chor und im Triforium flat kernde Kerzen, die wie Perlenschnüre den Raum durchziehen. Mild glänzt der Stern— Kerzenflimmer in den Tannenbaumen— Krippe, Madonna, Altäre, überall ein Sprühen und Funkeln und der Hochaltar, eine Fülle von Licht! Es ist heilige Mitternacht, in der das ewige Licht der Gottheit auf Erden erschien. Um 12 Uhr begann die Mette, die Dompropst Prälat Dr. Paschen unter Assistenz der Domvikare Wüsten, Dr. Gielen und Jansen hielt. Eine herzliche Ansprache des Propstes über das Weihnachtsgeheimnis. In all den Glanz des Raumes fiel der Gesang des Domchores, der die Rasaelsmesse von Witt mit seltener Wärme bot. Die Lautsprecher verstärkten die tonliche Wirkung, so daß der Klang bis in die letzte Ecke des Domes die Menschen umgab. Es war eine ganz eigenartige Wirkung: eine seltene Ruhe ergriff die Gläubigen War es die Nacht, war es der Raum, war es der Klana? Noch nie standen die Tausende so still und versunken. Es war lautlos, als die Dreikönigenglocke die hl. Wandlung der Mette kündete. Dann kamen die stillen hl. Messen; an drei Altären wurde die hl. Kommunion ausgeteilt— kein Gedränge. Die Orgel jubelte, alle Lautsprecher des Domes klangen mit, die Menschen sangen, der Ton stand im Raum.— Es schlug ½3 Uhr, als der Dom geschlossen wurde. Immer ist die Chrisumotze un Dem eowar Der Dom wurde um.30 Uhr wieder geöffnet. Ununterbrochen waren hl. Messen..05 Uhr zogen Kapitel und Domgeistlichkeit zum Hauptportal des Domes, um den Metropolitan zu empfangen..30 Uhr begann das feierliche Pontifikalamt, das der Herr Kardinal hielt. Es assistierte der Dompropst, Ehrendiakone waren die Prälaten Dr. Scholl und Dr. David, es ministrierten Msgr. Eck und Dr. Gielen. Der Domchor sag als Erstaufführung Lemachers Missa„Anno Santo. Der Choral= part lag bei der Schola des Priesterseminars. Nach dem feierlichen Amt erteilte der Herr Kardinal vom Pfarr altar aus den zahlreich anwesenden Gläubigen den päpstlichen Segen. Es läutete die St. Petersglocke, als der Herr Kardinal feierlich durch das dichtgedrängte Spalier der Gläubigen den Dom verließ Am Nachmittag hielt der Dompropst, Prälat Dr. Paschen, Vesper und Komplet. Am Abend predigte Weihbischof Dr. Stockums. Das feierliche Pontifikalamt am St. Stephanustag zelebrierte der Domdechant, Weihbischof Dr. Hammels. Es ministrierten die Domvikare Dr. Frotz und Kleff, Assistenz war Protovikar Migr. Eck. Der Domchor sang ungemein warm und lebendig Palestrinas Missa Papae Marcelli. Am Nachmittag, nach der Pontifikalvesper, kamen die Besucher in den Dom. Der Raum wirkte in seiner Ruhe, von Ferne leuchtete das Licht der Krippe... Vom Dom in die Welt Lemachers„Missa Anno Santo“ im Pontifikalamt Das feierliche Pontifikalamt des ersten Weihnachstages im Hohen Dom zu Köln, bei welchem der Domchor unter der Leitung von Professor Johannes Möiders ent zeulssa Anno Santo“ von Heinrich wie im Vorjahr“ schätzt die Reichsbahn— Ein Unfall Die Reichsbahn weiß zu melden, daß der Kölner Weihnachtsverkehr die Stärke des Vorjahres erreicht hat. Natürlich kann es sich hier vorerst nur um Schätzungen handeln. Dieses Resultat muß deshalb durchaus zufriedenstellen, weil ja im Vorjahr kalendermäßig die Konstellation noch günstiger war als diesmal: auf den Sonntag folgte gleich das Weihnachtsfest, und so waren etwaige„Urlauber“ nicht genötigt, einen oder doch wenigstens einen halben Tag„freizufragen“. Der Kölner Weihnachtsverkehr setzte schlagartig ein am 21., nachdem die Schulen geschlossen hatten. Der Höhepunkt wurde am Samstag, nachmittags und abends, erreicht. Besonders bemerkenswert war die Tatsache eines starken Zustroms aus dem Ausland. Und noch erfreulicher scheint uns die Tatsache, daß viele Auslandsdeutsche zum Weihnachtsfest in die Heimat gekommen sind. Am Samstag und Sonntag hatten übrigens die Fernzüge von Ostende. Hoek van Holland und Vlissingen wegen starken Nebels auf dem Kanal Verspätungen, was sich auch auf die Anschlüsse entsprechend auswirkte. Indessen gelang es. großere Verspätungen zu vermeiden. Leider hat sich im Bereich der Kölner Reichsbahndirektion ein Unfall zugetragen. Die Pressestelle meldet darüber: Im Bahnhof Aachen Hbf. spielte sich am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages ein Unfall ab, der ein Menschenleben forderte. Eine Rangierlokomotive fuhr beim Wechseln von Gleis 1 nach Gleis 10 gegen einen Prellbock des Stumpfgleises an der Kurbrunnenstraße. Der Anprall war derart stark, daß der Prellbock zertrümmertee und die Maschine gegen die Mauer anstieß. Während die Maschine hier Halt machte, fiel das Mauerwerk auf die Straße hinab. Ein Fußgänger wurde hierbei schwer verletzt und mußte dem Marienhospital in Burtscheid zugeführt werden. Am Nachmittag ist der Bedauernswerte seinen Verletzungen erlegen. Lemacher zur klangwirksamen Erstaufführung brachte, wurde zum größten Teil auf den Reichssender genommen und erfüllte die Reichweite seines Sendebezirkes mit frohem weihnachtlichen Gesang. Die Wiedergabe der Messekomposition durch den Kölner Domchor war in ihrer chorischen Prachtentfaltung ausgezeichner erfaßt und herausgearbeitet, und erhielt in ihrem weitgeschwungenen Melos einen fast heroischen Charakter. Besonderen Wert hatte Domkapellmeister Mölders bei der Einstudiemg und Aufführung des Werkes auf die Ausweitung des stimmungsmäßigen Ausdrucks der einzelnen Messeteile gelegt, durch die eine vertiefende religiöse Wirkung auf die Hörer auch im mechanisierten Klingen erreicht war. Ehrengastspiel Tillmann Liszewskys In der am Freitag, 28. Dezember, stattfindenden Aufführung„Lohengrin“ singt Matthias Steland zum ersten Male die Titelpartie. Der frühere, langjährige Charakterbariton und Ehrenmitglied unserer Oper, Tillmann Liszewiky, wird in dieser Aufführung ein Ehrengastspiel als Telramund absolvieren. Die Aufführung kesinnt um 18.30 Uhr. Das Kinderfest in Minoriten Wie sie war, wie sie wurde Der Rektor der Minoritenkirche, Generalpräses Migr. Hürth, hat die Kölner katholische Kinderwelt und die Eltern mit den kleinsten Kindern zum Feste der Unschuldigen Kinder am morgigen Freitagnachmittag um 4 Uhr zu einer einzigartigen Feierstunde vor der Krippe und dem Schrein des bethlehemitischen Kindes eingeladen. Zweifellos werden die Kölner Kinder mit ihren Eltern dieser Einladung sehr zahlreich Folge leisten. Mit dieser Feier wird ein schöner Brauch früherer Jahrhunderte wieder aufgenommen. Die Reliquie des bethlehemitischen Kindes genoß in alter Zeit in der Minoritenkirche insbesondere am Tage der Unschuldigen Kinder große Verehrung. Den ganzen Tag über zogen Kinderprozessionen aus allen Stadtteilen nach Minoriten, geleitet teils von den Minoritenpatres oder aber auch von ihren um die Kinderseelsorge in früheren Zeiten sehr verdienten franziskanischen Mitbrüdern, den Kapuzinern. Am Tage der Unschuldigen Kinder wurden nach feierlichem Gottesdienste in der Kirche durch die Kinder arme Kinder mit Geschenken bedacht. Wenn auch keine Kriegs= und Pestgefahren das Kind von heute ängstigen, so weiß unsere Zeit doch auch um große sittliche und geistige Gefahren, vor denen unsere unschuldige Kinderwelt zu schützen und zu bewahren ist. Deshalb ist es auch erklärlich, daß der Aufruf an die Kölner Kinderwelt und die sie betreuenden Erwachsenen in Köln so lebhaftes Echo gefunden hat. Zahlreiche katholische Lehrpersonen und viele Horte werden am morgigen Freitag mit den ihnen anvertrauten Kindern nach Minoriten eilen, um dort einen besonderen Segen der Kirche für ihre Kinder zu empfangen. Nachfolgend das Programm der Feier: Nach dem feierlichen Einzug der Priester beginnt eine kurze Festandacht mit einer dem Kindessinn angepaßten Gebets= und Liederfolge. Nach dem sakramentalen Segen folgt die Predigt an die Kinder, ihre Eltern und Erzieher Die Predigt hält Pater Platz aus dem Kölner Provinzial der Knechtstedener Missionare. Pater Platz, der in Rom seine theologischen Studien absolvierte, nahm hier wiederholt teil an den weltbekannten Kind=Jesu=Predigten, wie sie am Feste der Unschuldigen Kinder in vielen Kirchen der Ewigen Stadt durch Kinder gehalten werden. Nach der Predigt erfolgt an der Kommunionbank am Antoniusaltare die Einzelsegnung der Kleinkinder. Die Eltern und sonstige Betreuer der Kleinkinder werden darum zweckmäßig in der Nähe des Antoniusaltares Platz nehmen. Es wird durch besondere Ordner Vorsorge getroffen, daß während dieser sicherlich erhebenden Handlung keine störende Unordnung entsteht. Den Weisungen dieser Ordner wolle man Folge leisten. Während der Segnung der Kleinkinder werden die einzelnen Gruppen und Anstalten besonders einstudierte Weihnachts= und Krippenlieder vortragen. Nach der Feier ist den großen Kindern und Erwachsenen Gelegenheit gegeben, sich in die Liste der Bittsteller um die Seligsprechung Adolf Kolpings einzutragen. Liturgische Adventsandacht in St. Paul Am Sonntagabend versammelte sich die Pfarrgemeinde von St. Paul in ihrem Gotteshause zu einer ernsten, erhabenen Feierstunde. Schulrat Langenberg hatte aus Textstellen des Alten und Neuen Testamen= tes eine würdige Adventsandacht geschaffen, die die Gemeinde und ihre Seelsorger in dramatisch sich steigerndem Wechselgesang und Gebet die ganze Adventsnot des Alten Testamentes nacherleben ließ, ohne die liturgische Form zu durchbrechen. Klagend, flehend wogten die Klänge der alten Adventslieder durch den Kerzendämmer des gotischen Raumes der Puluskirche, empor zu dem hochragenden Bild des Ge kreuzigten. Und helle Knabenstimmen klangen verhal ten auf, die Verheißungsworte Gottes zu verkünden. Zuversichtlicher wurden die Stimmen der Männer und Frauen, wenn sie im Chore die Worte des Propheten sprachen. Als dann die Worte der Verkündigung ver klungen waren. jubelte die Orgel auf, und lichte. keusche Sopranstimmen lobten Gott im Magnifikat. Nun bereitete sich die Gemeinde vor auf die Wieder geburt des Herrn in den Herzen. Die Worte der Evangelisten kündeten von der Geburt Christi und seiner Sendung. Ernst hallte durch die Gewissen die Mahnung des hl. Paulus. den Weg des Herrn zu be reiten und sich zu rüsten mit den Waffen des Lichtes Auf die Selbstanklage der Gemeinde sprachen die Priester die Verheißung der Sündenvergebung. Daran; erstrahlte die Kirche in hellem Licht und Chor und Orgel jauchzten„Tochter Zion freue Dich“. Ge meinde und Chor eiserten in jubelndem Wettalsang. das Lob des Herrn zu singen. G. St8. Die Christmette der Sturmschar In der Heiligen Nacht in St. Kunibert— Weihbischof Dr. Stockums zelebrierte Die Kölner Sturmscharen des Jungmännerverbandes feierten in Gemeinschaft mit Neudeutschland, ähnlich wie im verflossenen Jahre, die hl. Christnacht in der Pfarrkirche St. Kunibert. Das lichterstranlende, festlich geschmückte Gotteshaus war schon von rund 1000 jungen Männern gefüllt, als gegen halbzwölf Uhr der hochwürdigste Herr Weihbischof Dr. Stockums am Hauptportal empfangen und ins hohe Chor geleitet wurde. Vor dem Beginn der Matutin hörte man noch einmal Adventsgesang, das alte Lied:„O komm, o komm Emanuel". Dann kündigte der Offiziant, Kaplan Loers(St. Kunibert), feierlich die Geburt Christi an. Nach dem ergreisenden Christgeburtsberichte der Christenheit der Katakomben vernahm man als erstes, sinniges, von verhaltener Vorfreude durchflutetes Weihnachtslied die Weise aus dem 14. Jahrhundert:„Uns kommt ein Schiff gefanren“. Eine Singschar von Sturmschärlern, trug, zart begleitet von einer Schar von Geigen=, Klampfen= und Flötenspielern, dieses ganz in Vergessenheit geratene Krippenlied vor. Und nun beteten Bischof, Priester und Sturmschärler gemeinsam die liturgischen Metten, ein kaum beschreibbares Weihnachtserlebnis in dieser mitternächtlichen Stunde. Als da zum Schlusse des feierlichen Weihnachts=Morgengebetes der Kirche die Schola, ebenfalls von Sturmschärlern gestellt. der harrenden Schar verkündete:„Das Wort war Gott, im Anfang und vor allen Zeiten, das ist geboren uns als Heiland der Welt“, da brauste erster froher, gewaltiger Orgelklang auf und aus übervollem Herzen sang die Jugendgemeinde das„Großer Gott, wir loben Dich“. Nun bestieg der Stadtkaplan der Sturmschar, Dominikanerpater Donatus Maria Hoffmann. die Kanzel. Seine begeisternde Weihnachtspredigt beantwortete in meisterlicher Gedankenführung die Frage: „Warum kam Gott als Mensch auf die Erde?“ Gott sei auf die Erde gekommen als Mensch, zur höchsten Ehre Gottes selbst. Seine Menschwerdung habe aber auch den Menschen in doppeltem Sinne Gutes bringen wollen: den Frieden mit Gott und durch ihn„auf Erden“ unter den Menschen selbst. Durch seine Menschwerdung und durch die Annahme der ganzen menschlichen Natur habe Christus unser Bruder, uns in allem gleich werden wollen außer der Sünde. Durch die Christgeburt habe Gott in den Menschen den lebendigen Gottesglauben, eine vertrauende Hoffnung auf Gottes Güte und tiefe Gottes= und Nächstenliebe wieder lebendig machen wollen. Durch diese göttlichen Tugenden werde unserer Zeit geholfen. Nach der Predigt zelebrierte Weihbischof Dr. Stockums unter Assistenz von Kaplan Loers die drei Messen des Weihnachtsfestes. Die erste Messe wurde als Gemeinschaftsmesse gefeiert. Ein überwältigender Anblick, in ihr die tausend Jungschärler in ihrer kleidsamen Kluft zum Tische des Herrn schreiten zu sehen. In der zweiten und dritten Messe sangen abwechselnd die Singschar, die Schola und die Festgemeinde alte, teils unbekannte Weihnachtslieder aus der Blütezeit mittelalterlicher Mystik. Die vierte Morgenstunde rückte schon heran, als die Sturmschärler das Gotteshaus räumten für die Mette der Kunibertspfarre. Tausend Kölner Jungschärler traten mit echter, reiner Weihnachtsfreude im Herzen den teils sehr weiten Heimweg an. Mit diesen Feierstunden in St. Kunibert war ihnen das herrlichste Christgeschenk gemacht worden. Es sollte nach dem Willen der Führung eine Christgabe aufrichtigsten Dankes für alle Sturmschartreue sein in einem Jahr reich an Stürmen, reich an Lehrgeld, reich an Gnaden, reich an Erfolgen. Ein Jahr der Ehre in den Annalen der Sturmschar mit seinem schönsten Gewinn: Die Sturmschar hat ihre innere Kraft gefunden und wurde eine bewußte Gemeinschaft. Stolz bekennt sie es an der Krippe, sie ist gewachsen. weil Christus ihr Meister und Vorbild war. Nach Christi Vorbild soll sich gestalten jede Schar. jede Gruppe. jeder Kerl. Die Christmette zu St. Kunibert am Rhein, schlang erneut um die Kölner Sturmschar das Band der Liebe und Treue, der Tat= und Opferbereitschaft.„daran sie die Welt erkennen soll im kommenden Jahr!"—0a. Persönliches Bei dem großen Mosaik=Wandbildwettvewerb des Deutschen Museums zu München, zu dem insgesamt 377 Entwürfe aus dem ganzen Reiche eingegangen waren, wurde der Entwurf des Kölner Malers Willi Geißler mit einem Ankauf von Mar ausgezeichnet. Geißler, der auch der Gründer der Woensam=Presse ist, erhielt erst vor kurzem bei dem Arbeitsfront=Wettbewerb in Berlin für ein Wandbild einen Preis. In der Philosophischen Fakultät der Universität Köln hobilitierte sich Dr. phil. Leo Koch für das Fach der Mineralogie und Petrographie. Katholische Kinder! Das Christkindlein will Euch segnen Kommt daher mongen, Freitag, am Feste der Unschuldigen Kinder nachmittags 4 Uhr, mit Eunen Geschwistenn zun Minoritenkirche Köln—Heimat und zurück Weihnachtliche Notizen vom kurzen Festurlaub mit dem Gabentisch beschäftigt. Und so beginnt denn jenes knappe, sagenumwobene Gespräch, das Väter mit ihren Söhnen, wenn sie aus der Fremde kommen, führen. Und erst der Kuß der Mutter vermag es zu beenden. * Den Abend beging man mit dankbaren Worten für diese Gabe und jenen Wunsch. Und das Schwesterchen wurde ans Klavier befohlen,— und die Familie sang ein Weihnachtslied. Dann war es Zeit, das Auto zu rüsten, das einen zur Mette bringen sollte, die von den Mönchen in einem Kloster, etliche Kilometer weit, gefeiert wird. Wehende Orgelfahnen, getragener Gesang der Mönche, lichtumwachsene Säulen, tausende Gesichter, still, glanzumflossen, zwischen Staunen und Verzückung, zwischen Gebet und Applaus,— Menschen aus dem Dorf in der Nähe, den schweren Stock zur Hand, Menschen aus der Stadt, hundert Kilometer weit, mit dem Auto vor dem Portal.— Da neigt sich der Abt zu dem Prior:„Pax tecum!“ — Da neigt sich der Prior zu dem nächsten im Rang Und der Gruß wandert durch die Reihen. Aus dem Gruß wird im gläubigen Sinn der Betenden ein Wunsch, und der Wunsch übersetzt sich im Herzen derer. die„guten Willens sind" zum Schwur.— * In wenigen Stunden wird Morgen sein. Wir bedenken es, während das Auto über stille Wege klettrt, die man eigentlich nur zu Fuß beschreiten sollte. Der Scheinwerfer greift in das Geäst der Bäume und verzaubert die Tropfen an Zweig und Ast zu silbernem Schmuck und festlicher Zier. Nach kurzem Schlaf geht auf den Türmen das Weihnachtsläuten an. Glocken der Heimat! Von einer weiß ich, daß sie im Jahre 1388 gegossen wurde. Und ich rechne aus, wie lang sie da schon ihr weihnachtlich Gedröhn geläutet hat. * Und wieder in der Kirche. Eigentlich nur, um Weihnachtslieder zu singen. Und während ich mit der Orgel und allen Nebenknienden einen munteren Wettstreit beginne, wendet aus der Bank vor mir ein bleiches schönes Mädchengesicht sich uns zu. In den Augen ist ein flüchtiger Gruß, der wohl durch das mutig geschmetterte„C“ hervorgerufen wurde. Das Fräulein bedeutet dem jungen Mann, der neben ihr kniet, es lohne sich, den herzhaft singenden Mann zu betrachten. Der junge Mann betrachtet mich. Zu lange als überhaupt und erst recht in der Kirche gestattet ist.— Später erfuhr ich, daß er der Bräutigam jenes jetzt erwachsenen Mädchens ist, mit dem man als Sekundaner Eis aß und Tennis spielte. Nachdem an alle, die es wert sind und die es erwarteten, ein Weihnachtsgruß geschrieben war(„... und so wünsche ich Dir ein Fest, das soviel Glück über Dich kommen läßt, daß Dein Herz noch an manchem Werktag davon zehrt...“), nachdem der Entschluß gefaßt war, über die wunderbar erprobte Ehrlichkeit eines jungen Ladenfräuleins erst nach den Tagen zu handeln, nachdem die Rotationsmaschine die ersten Exemplare der Festausgabe vorgelegt hatte,— da konnt einen nichts mehr halten, zum Schalter zu ten.„Festtagsrückfahrkarte nach..“ zu fordern und sich vom Zug in den Heiligen Abend des Jahres 1934 hineinschauteln zu sagten steht der Mitropa=Weihnachtsbaum,— mit Keks darunter und Sekt und Kölnisch Wasser * Hier muß ich umsteigen. Der Zug. der Richtung Heimat fährt, wartet bereits. Er er wartet noch einen Schnellzug aus der Gegenrichtung. Ich nehme einen Platz am Fenster und setze mich ein wenig zurück, damit nicht jeder der draußen Einherwandelnden mich erkenne. Denn jeder dritte unter ihnen ist ein Bekannter, ein Landsmann. Aber ich fürchte mich, mit ihnen reden zu müssen. Denn es gibt unter ihnen eigentlich nur zwei Typen: Die Glücklich=Ueberheb= lichen und die Unzufrieden=Mürrischen. Und mit beiden zu reden fällt schwer. Jedenfalls zu reden, ehne die Ueberheblichkeit der einen zu belücheln und die Unzufriedenheit der anderen zu übersehen. * Jetzt sind wir da!— Nicht jeder, der dem Zug entsteigt, wird abgeholt. Nicht jeder der vor der Sperre steht, holt einen ab. Viele gucken nur, wer kommt. Und viele kommen unerwartet. Für manches Fräulein steht ein Bräutigam da. Für manchen jungen Mann eine Braut. Und für die Söhne eine Mutter. Und für die Töchter ein Vater. Oder umgekehrt. Für mich steht der Vater da. Denn die Mutter sei Am zweiten Tage wurde zum Frühschoppen geblasen. Nachdem man vorher liebe Menschen besucht hatte. Nach Gesprächen über das Leben in der Stadt und das bessere Leben auf dem Land. nach Kirsch und Wacholder begab man sich zu Tisch, an dem man vor vielen Jahren nur heimlich und verboten saß. Und man trinkt mit den Freunden, um nicht mit ihnen zu reden. Denn die Rede könnte einen nur traurig machen, weil doch nur von Vergangenem die Rede sein könnte. Und das Vergangene wird in der Gegenwart immer zum sorglos Heiteren, zum makellos Schönen, unwiderruflich Verflossenen.— So lassen wir das und trinken und klatschen. Und wünschen uns beim Abschied weiterhin alles Gute.(Besseres weiß man sich eben nie zu wünschen.) Aber morgen muß wieder eine Zeitung erschei Und es muß etwas darin stehen. Was Weihnac inen. n ecen Weihnachten war. Was...? Und wie...? Und wo2 Und es soll darin stehen, was im letzten Jahr nicht darin stand und im nächsten nicht darin stehen wird: was ein junger Mann von seinen weihnachtlichen Erlebnissen für des Aufschreibens wert hielt. Und das# wäre nach allem was schon da steht noch etwas über die Rückfahrt im„=Zug der Zurückkehrenden" und über die Einfahrt in die„Stadt der Daheimgeblievenen".—er. „Frischer Wind“- und viel Vergnügen Silvesterliche Premiere im Schauspielhaus Im Kölner Schauspielhaus lief gestern abend die diesjährige Silvesterpremiere vom Stapel. Was eine rechte Silvesterpremiere angeht, so muß sie diverse Eigenschaften vorweisen oder auch nicht vorweisen. Um mit dem letzteren zu beginnen: ernst oder auch nur ernsthaft darf sie um alles in der Welt nicht sein. Weder draußen in der bösen Welt noch— im be sonderen— in der schönen Stadt Köln. Ehrgeiz darf ie niemals haben außer einen, ein bereitwilliges Publikum angemessen das heißt, silvesterlich zu unter halten Kürzen wer die Diagnose ab: als angemessen unterhalten betrachtet sich ein Publikum dann, wenn seit leicht erklärlichen Neigung. jeglichen Lachgelüsten freien Lauf zu lassen, mit Anstand Rechnung getragen sieht. Du lieber Himmel, warum soll man sich dieserhalb was vormachen! Wir stellen zum Schluß dieses ersten Abschnitts fest, daß gestern abend im Kölner Schauspielhaus ganz ungeheuer viel und ungeheuer oft gelacht wurde So sehr, daß mitunter Gefahr bestand, der Kalk möchte sich von den Wänden lösen Woraus sich ein wandfrei ergibt, daß es sich um eine überaus gelungene Premiere handelt. Mehr braucht der Reierent, der ja schließlich ein Mensch ist wie jeder andere— und Slvester erst recht, ona!— mehr braucht der diesbezügliche eigentlich gar nicht mehr zu sagen. * Aber weil sonst dieser Bericht allzu kurz verliefe: „Frischer Wind aus Kanada“ heißt das Stück und nennt sich in seinem Untertitel überaus originell„Heitere Begebenheiten in vier Tagen“. Das„überaus originell“ nehme ich übrigens, weil es nach Ironie schmeckt, sofort mit dem Ausdruck herzlichen Bedauerns zurück. Die Autoren, zwei Herren, namens Hans Müller=Nürnbera und Hans Fritz Beckmann, wollten mit der Wahl dieses Untertitels ganz oisenbar andeuten, daß ihnen alle sonstigen Ambitionen gänzlich abgingen, so es nur gelänge. die diversen Publikümer— siehe oben— mit astand zu unterhalten. Und da ihnen das— wie gleschfalls bereits vermerkt wurde— restlos gelungen ist, so sei zum zweiten Male festgestellt, daß... Aber nein, so geht das nicht weiter. Der Leser hat ein wohlerworbener Recht, mit jenem Wind— kurz, aber präzis— näher bekannt gemacht zu werden. Es muß sich schon deshalb um einen außergewöhnlichen Wind, gewissermaßen einen Hurrikan oder Tornado handeln, weil er auf deutschen Bühnen allerlei Prospekte und Hintergründe umzulegen vermochte.„Fri cher Wind aus Kanada“ weht von Aachen oder Bonn bis Insterburg und Tilsit(„mit größtem Erfolg“ melden die Blätter),„Frischer Wind aus Kanada", wird in einigen Wochen auch über die Leinewänder unserer Lichtsvielhäuser gegen. Frischer Wind—, oder, beziehungsweise, man kann es auch ein wenig anders ausdrücken: es herrscht momentan in dem Fach brauch barer Lustspiele, wieder einmal so viel gähnende Leere, so viel Ebbe oder so viel Stille, daß solch ein Frischer Wind aus Kanada, von den Herren Hans Müller Nürnberg list das übrigens ein Anhaltspunkt für die Frage nach dem„renr1 und Hans Fritz Beckmann kundig entfesselt, äußerst gelegen kam. Zumal noch— fast hätte ich's vergessen— Herr Herbert Walter dem Hurrikan oder Tornado die entsprechende musikalische Untermalung gab. komischerweise sehr wider dessen Willen. Nur mit Flink will der inzwischen hinter der Szene einge troffene Mister Baker verhandeln, nur Flinr.ll er Vorschüsse und ähnliche Annehmlichkeiten auszahlen. kurz und klein,— ob Hammermann will oder nicht: ohne Flink ist die Firma pleite. Also muß er ihn schon akzeptieren, ob auch die Zähne vor lauter Knir schen ins Wackeln kommen, muß ihn nach Winsch zum Generaldirektor machen, als Schwiegersohn ver dauen, und was weiß ich sonst noch. Gottlob ertaren die geschätzten Autoren dem armen Hammermann zum Schluß, als es sich darum hande.", das Kn#schen auseinander zu dividieren, die scheußliche Blamage, einem Hochstapler in die Finger gefallen s# sein, gottlob lielten sie auf happn end und kamen auf die gloriose Idee, den Hannes Flink als Sohn des reichen Kanadiers und(huch nein, wie sinnig!) ausgewanderten Deutschen Mister X alias Baker zu dekounrieren, der den doofen Hammermann und seinen noch dooferen Prokuristen Meinkel nur ein wenig geblufft hatte. Also kriegen sie sich. Und weil ein Paar in einem handfesten Lustspiel etwas wenig ist. kriegt der olle Hammermann auch noch was: nämlich seine Sekretärin, Fräulein Meier. Dann ist da noch eine neckische Type von einem Portier namens Schmitz(wie? Das zieht? In Köln?), noch ein Allerweltsstubenmädchen, noch eine kleine Schwäche, die Kabarettistin Violette. Im einzelnen:„Frischer Wind aus Kanada“ ist ein kesser junger Mann, der aus irgend einem Grunde (wahrscheinlich war es nicht bloß pure Menschenfreundlichkeit, aber das ist ja auch egal, denn sonst würde das Stück niemals anfangen), also aus irgend einem Grunde in die reichlich baule Firma Ham mermann u. Co. den nötigen Jug zu bringen versteht. Hammermanns brauchen Hilfe, und diese Hilfe kann nur die kanadische Firma Baker bringen: Baker junior setzt sich inkognito, unter dem guten und deutlichen Namen Hannes Flink. auf den soeben von ihm frei gemachten Sessel des hammermännischen Sekretars; von dort aus macht er den Leuten mial vor, wie man mit unnachahmlicher Frechheit, mit „Schnauze“, mit Rücksichtslosigkeit. Karriere macht (eigentlich, wenn mar's recht bedenkt: nicht sehr schmeichelhaft für Kanada!). Im Nu hat er sich dem guten Hammermann unentbehrlich gemacht, und zwar War' die dramaturgische Schneiderei angeht, so sind da neben den üblichen Längen ein paar ganz nett geballte Szenen und Momente, so haben die Herren Autoren einen ganz anständigen Witz, so scheuen sie aber auch vor grausigen Plattheiten nicht zurück. Und was schließlich die Gesänge, die„Songs“. die Liederchen, angeht, so sind sie für die Sache an sich natürlich gänzlich unerheblich. Sind außerdem manchmal schrecklich gesucht. Aber sie bringen„Leben in die Bude“ und das Publikum hört's immer wieder gern. Und wenn dann so ein netter älterer Herr wie der Walter Korth mit einem neckischen Augenzwinkern zu verstehen gibt, daß er diese Tanzerei für seinen Teil reichlich übertrieben findet, oder wenn er zu einem Liedchen noch ein paar kölsche Strophen hinzudichtet, tja, so ist in solchem Falle schon überhaupt kein Halten mehr: dann wird vor Vergnügen regelrecht getobt. Um abschließend noch mehr ins Einzelne zu geben Frischer Wind oder Hannes Flink war Friedrich Krahmer. Mit einem Wort: in Ordnung. Gut angezogen, frech und doch immer sympathisch, passable Stimme, angemessen gelenkig, kurzum:„derjenige welcher“, eine wahre Weide für Aug' und Ohr. Walter Korth den ollen Hammermann richtig hinlegte, braucht nur am Rande vermerkt zu werden. Richtig heißt hier natürlich: Komik muß sein, aber sie darf nicht übertrieben werden. Korth war komisch und nicht übertrieben. Da wir gerade bei der Komik sind: den Portier Gustav Schmitz mimte Alfred Scherzer, und da dieser Schmitz von seinen Vätern nicht in so reichem Umfang gesalbt worden ist, leistete Scherzer so angemessen Hilfestellung, daß das Publikum.. siehe mehrfach oben). Jetzt aber höchste Eisenbahn für die Damen! Deli Maria Teichen als Trude Hammermann: fürwahr, ein herziges Kind. Und was den Gesang und das„Ballett“ angeht, so ist man ja schließlich hier nicht bei der Over. Else Knott sorgte dafür, daß die etwas seltsam angelegte Sekretärin irgendwie glaubhaft zu einer Hauptverson herauswuchs; die Sache mit dem Schwips, allerhand Achtung! Das Stubenmädchen Marie hieß Renée Sigrist(warum übrigens so schnippisch um jeden Preis?), die Kabarettdame Violette, die für Fräulein Neff eintorana: Ines Campi.(Eines steht fest: man muß feststellen, ob der Portier Schmitz Fräulein Neff auch ruckzuck so unter den Arm nimmt! Mir scheint, da müßte es vorher noch einige Schmalzstullen ertra nehmen.) Schließen wir wieder mit einigen Herren: mit Alfred Wehle als in jeder Hinsicht wohlremperiertem Prokuristen Meinkel, mit Hans Gerhard Bartels als Sekretär Bernetzky, der im ersten Akt schon fliegt, mit Richard Aßmann als wundervoll echtem Mister X(der kommt nur im letzten Akt, ist dafür als kleiner „Deus ex machina“, um so wichtiger), mit Vitus de Vries als Boy Max. Was Erich Metzold angeht, so baute er zwei stimmungsträchtige Bühnenbilder. Alfons Godard war natürlich der Mann, der Herr„von's Ganze“, was so viel besagen will, daß dieser Frische Wind auch wirklich seinem Namen Ehre machte. Am Orchesterpult saß C. G. Fürstner. Wie sang doch Trude Hammermann so treffend. ach, so treffend:„Man muß bescheiden sein, man muz zufrieden seis!“ Seien wir's! Nr. L. K. K** *"—**"—******——„ *.*—"— .c * Vierländerkampf der Berufsflieger Scherens vor Richter in Dortmund— Prieko war nicht zu schlagen Ausverkauft! Dieses von den Veranstaltern so gerne beliebte Schildchen hat man lange nicht mehr an den Kassen und Eingängen der Dortmunder Westfalenhalle hängen gesehen— aber am zweiten Weihnachtsfeiertag, als die westfälsichen Radsportfreunde Gelegenheit hatten, gute Flieger= und Dauerrennen zu sehen, strömten sie in hellen Scharen in die Westfalenhalle, so daß schließlich alle Plätze ausverkauft waren. Die Kämpfe des„Vierländerkampfes der Berufsflieger“ enttäuschten nicht. Richter(Deutschland) gelang es zwar nicht, Weltmeister Scherens auf der idealen Dortmunder Bahn zu schlagen... aber auch Scherens knapper Sieg stellte die Zuschauer durchaus zufrieden. Das Rundenzeitfahren sah Richter als Schnellster; seine Zeit war 11,7 für 200 Meter. Scherens legte die gleiche Strecke in 11,8 zurück. Gespannt war man dann auf das erste Zusammentreffen Richter—Scherens im sechsten Lauf. Vorher hatten beide ihre Gegner Szamota(Polen) und van den Heuvel (Belgien) klar schlagen können. Scherens gelang es, Richter, aus zweiter Position nach vorne spurtend, zu schlagen, und zwar mit Reisenstärke. Im Viererlauf trafen dann beide noch einmal zusammen. Auch diesmal mußte Richter die Ueberlegenheit des Belgiers, der diesmal wieder in Bestform war, anerkennen— Reifenstärke trennte ihn von dem Belgier auf dem Zielband. So wurde Scherens im Gesamtergebnis mit nur einem Punkt Unterschied Sieger! Amateur=Wettbewerbe, in denen sich Aymanns (Krefeld) und Gayk—Hillebrands—Postler—Rißmann auszeichneten, leiteten zu den Steherrennen über. Ergebnisse der Berufsflieger=Rennen: Rundenzeitfahren(200 Meter): 1. Richter 11,7, 2. Scherens 11,8, 3. van den Heuvel 12, 4. Szamota 12,2.— Zweierläufe: 1. Lauf: 1. Richter(12,6), 2. van den Heuvel; 2. Lauf: 1. Scherens(13,5), 2. Szamota 3. Lauf: 1. Scherens(12,8), 2. van den Heuvel; 4. Lauf: 1. Richter(12,9), 2. Szamota; 5. Lauf: 1. van den Heuvel(12,8), 2. Szamota; 6. Lauf: 1. Scherens(12,1), 2. Richter(Reisenstärke zur.)— Viererlauf: 1. Scherens(12,8), 2. Richter(Reisenstärke zur.), 3. van den Heuvel, 4. Szamota.— Gesamtergebnis: 1. Scherens 11., 2. Richter 10., 3. van den Heuvel 6., 4. Szamota 4 P. Amateure:„Mein erster Sieg“: 1. Anmanns (Krefeld), 2. Heinrich(Dortmund), 3. Szalla(Dortmund).— Verfolgungsrennen um die Armbinde der Westfalenhalle: Verteidiger Gabrik(Dortmund) holt den Herausforderer Kamp in:23.6 Min. nach 3000 Meter ein.— Italienisches Jagdrennen: SiegerMannschaft Gayk—Hillebrands—Postler—Rißmann (Dortmund) in 58,2 Sek. * Die Steherrennen brachten dem Italiener Prieto in beiden Läufen über je 30 Kilometer einen recht überlegenen Sieg. Für Severgnini war Guzek in letzter Minute eingesprungen, der aber wenig trainiert war. Krewer war sehr schlecht in Form. Er wurde zum Schluß des ersten Lauses von den Zuschauern ausgepfiffen und kam auch im zweiten Lauf, den er bis 25 Runden vor Schluß angeführ; hatte, ins Schwimmen und auf den letzten Platz. Die Ergebnisse waren: Steherrennen: 1. Lauf, 30 Kilom.: 1. Prieto 31:38,6 Minuten; 2. Mattheus=Hohenlimburg 90 Meter, 3. Guzek=Bochum 400 Meter, 4. Krewer=Köln 650 Meter. —2. Lauf. 30 Kilom.: 1. Prieto 32:38,4 Minuten. 2. Mat heus 280 Meter, 3. Guzek 430 Meter, 4. Krewer 605 Meter.— Gesamt: 1. Prieto 60 Kilom., 2. Mattheus 59,660 Kilom., 3. Guzek 59,170 Kilom., 4. Krewer 58,745 Kilom. 30=Runden=Punktefahren für Amateure: 1. MührDortmund 11 Punkte, 2. Biermann=Lünen, 3. Henschel=Dortmund. Radrennen in Stuttgart Die Sieger: Toni Merkens und Möller Die Weihnachtsrennen in der Stuttgarter Stadthalle brachten zwei Startern ganz überlegene Erfolge ein. Bei den Amateuren war das erwartungsgemäß der Kölner Meister Toni Merkens, der nicht nur das Fliegerrennen gewann, sondern auch zusammen mit Hoffmann sich das 200-Runden-Mannschaftsfahren sicherte und in einem Vorgabefahren vom Mal aus startend noch guter Zweiter wurde. Bei den Berufsfahrern beherrschte der Hannoveraner Steher Erich Möller das Feld in allen drei Läufen. Möller holte sich überlegen den Gesamtsieg über die 70 Kilometer. Während er in den ersten beiden Läufen jeweils vor Schindler durchs Ziel ging, hatte er im letzten Lauf mit dem Schweizer Wanzenried kämpfen, der sich allmählich auf der Bahn eingefahren hatte und erst kurz vor dem Ziel von Möller überholt wurde. Die Ergebnisse: Amateure: Fliegerrennen: 1. Merkens 10.2; 2. Hoffmann-Frankfurt; 3. Kimmig. — Vorgabefahren: 1. Haueisen(40); 2. Merkens (Mal); 3. Benicke(70).— 200-Runden=Mannschaftsrennen: 1. Merkens=Hoffmann 9., 47:19 Min.;— zwei Runden: 2. Brühler-Götz(Stuttgart) 33.: 3. RenzWatter(Stuttgart) 19.; 4. Ott-Haueisen(Stuttgart) 10.: 5. Kaufmann-Weimer(Schweiz=Stuttgart) 14 P. Berufsfahrer: Großer Weihnachtspreis: 1. Lauf, 10 Kilometer: 1. Möller 15:02; 2. Schindler 40 m; 3. Wanzenried 80 m:— 2. Lauf. 25 Kilom. 1. Möller 26:17 Min.; 2. Schindler 150 m; 3. Wanzenried 540 m;— 3. Lauf, 30 Kilom.: 1. Möller 32:30; 2. Wanzenried 330 m; 3. Schindler 580 m.— Gesamt: 1. Möller 70 Kilom.: 2. Schindler 69.220 Kilom.; 3. Wanzenried 69,050 Kilom. Paillard vor Laquehaye! Weihnachts-Radrennen in Paris Die Radrennen des ersten Feiertages auf der Pariser Winterbahn wurden von französischen Fahrern bestritten. Das Omnium der Steher gewann Paillard mit 5 Punkten vor Lacquehay 6., Wambst 8 P. und Grassin 11 P. Das Omnium der„Spezialisten" gewannen Richard und Zaynaud mit zwei Siegen gegen Lemoine und Blanchonet(1 Sieg). Das Omnium der Sprinter fiel an Jezo mit 5 P. vor Gérardin 5., Michard 8 P. und Faucheux 12 P. In Gent: Charlier—Deneef Aber Schön-Billiet in der Spitzengruppe Ein 150-Minuten-Rennen mit ausgezeichneter Besetzung wurde am ersten Feiertag in Gent gestartet. Von deutschen Fahrern sah man den Wiesbadener Adolf Schön und den Berliner Lothar Ehmer unter den Teilnehmern. Von ihnen wußte sich aber nur Schön richtig zur Geltung zu bringen. Der Wiesbadener war in glänzender For.. Mit seinem belgischen Partner Billiet setzte er den späteren Siegern Charlier-Deneef stark zu, aber letztere waren in den Wertungen besser, so daß sie denn auch den Sieg errangen. Ergebnis: 150-Minuten=Rennen: 1. Charlier= Deneef 41 Punkle, 115.095 Kilometer, 2. Schön-Billiel 10., eine Runde zurück: 3. Dekuyscher=Haemerlinck, 4. Raes=Mortier, 5. Dayen=Di Pacco, 6. Speicher-Archambaud, zwei Runden zurück: 7. Piinenburg-Wals, vier Runden zurück: 8. Ehmer-Buysse. Schalke schlägt Fürth:0 Tore von Kalwitzki, Pörtgen und Urban 15000 Zuschauer sahen am zweiten Feiertag den Deutschen Meister, FE Schalke, gegen die SpBg Fürth. Die„Kleeblätter“, die heute wieder die bayerische Gauliga mit großem Vorsprung anführen, vermochten sich nicht durchzusetzen. Schalke spielte auch ohne Szepan ausgezeichnet und mit:0 fiel der Enderfolg auch recht eindeutig aus. In der ersten halben Stunde war das Spiel ziemlich verteilt. Erst fünf Minuten vor dem Wechsel konnte der Rechtsäußen Kalwitzki den ersten Treffer für die„Knappen“ anbringen. Nach der Pause beherrschte Schalle das Spielfeld klar, während Fürth immer mehr absiel. Pörtgen schoß einen Ball unhaltbar aus der Lust zum zweiten Tor ein und Urban markierte den dritten Treffer. Zu bemerken ist, daß Fütrh in der besten Besetzung antrat. Der Torwart Neger wurde nach einer Viertelstunde verletzt, aber Hecht als Ersatzmann ersetzte ihn sehr gut. Brandenburg—Schlesien:2 Fußball im Dienste der ASB Die Fußball=Gaumannschaften von Brandenburg und Schlesien stelllen sich an den Feiertagen in den Dienst der Ns-Volkswohlfahrt, der der Reinertrag, der bei 8000 Zuschauern ansprechend ausgefallen sein dürfte, zufloß. Das Treffen fand auf dem Herthaplatz in Berlin statt. Mit:2(:1) ist der Sieg verdient an die Brandenburger Mannschaft gefallen. Diese erschien mit einem neuen Sturmführer: Ladusch der sich auch glänzend einführte und auch für den Führungstreffer der Brandenburger sorgke. Im übrigen war die Berliner Hintermannschaft der stärkste Mannschaftsteil in der Brandenburger Elf. Die Schlesier kämpften mit beispielloser Hingabe bis zum Schluß. Malik und Sigismund sorgten für die zwei Tore der Schlesier, während neben Ladusch noch Klaß(zweimal) und Kaier sich als Schützen auszeichneten. Schweiz: Wien:4. Italien: Wien:0. 20. 12. Graßhoppers Zürich 20. 12. FC. Mailand Rapid Admira Sieg Gell 1935! Die Marschrichtung im neuen Sportjahr Ein neues Jahr bricht an, ein Jahr voller Hoffnungen und guter Wünsche. Alles Vergangene, das uns im Jahr 1934 beschwerte, ist abgetan, indem wir die Schwelle des neuen Jahres überschreiten. Wenn auch an dieser bedeutsamen Wende die Freude überwiegen wird und soll, so darf darum in einer ruhigen Stunde die Besinnlichkeit nicht fehlen, damit so die Freude aus unserer besten Kraft hervorsteige und wir desto mutiger uns an das Werk machen, an die Aufgaben, die unserer harren. Werden wir uns all unserer Aufgaben bewußt und legen wir uns zugleich die Verpflichtung auf, sie getreulich nach unseren Kräften zu erfüllen, dann erst dürfen wir aus vollem Herzen diesem Jahr entgegenrufen: Sieg Heil 19351 Denn Arbeit wartet unser im neuen Sportjahr das das Jahr der deutschen Olympiaschulung ist. Wir dürfen mit Stolz an die Bewunderung des gesamten Auslandes denken, die dem Dritten Reich an dem Tage zuteil wurde, als der Reichssportführer von Tschammer und Osten 5000 deutsche Olympiakämpfer vereidigte. In diesem Stolz wollen wir nie ablassen von unserer Bemühung, aber wir wollen auch nicht in Uebermut verfallen, denn Stolz gibt Kraft! Und Kraft ist es in erster Linie, die wir im neuen Sportjahr brauchen, Kraft und Mut, um die großen Aufgaben zu zwingen. Wir wollen uns nicht täuschen: sie sind um vieles mannigfaltiger und schwieriger als die Aufgabe des nun vergangenen Jahres, aber eben deshalb muß unser Ehrgeist auch seine ganze Einsatz Leistungssteigerung auf allen Gebieten des Sports Somit empfangen wir die zweite Arbeitsparole! Wenn Deutschland auch in Europa die führende Stellung in den Leibesübungen einnimmt, so werden unsere Kämpfer 1936 in Berlin auf die Spitzenkönner der Nationen stoßen. Wir dürfen der Führung des Reichssportführers vertrauen, daß nichts im Dretbereitschaft entfalten, denn Deutschland soll groß und#ten Reich unversucht bleiben wird, um die deutschen stark sein, mächtig durch Leibesübungen, machtvoll und Sportleistungen weiter zu steigern. Eine große Zahl leistungsstark auch in den Leibesübungen! Das in seiner Ganzheit geeinte Volk schart sich um den Führer und Reichskanzler; nationalsozialistischer Wille ließ ein neues Deutschland der Ehre und der Kraft erstehen. Die Welt rechnet wieder mit Deutschland als einem Machtfaktor. Der Heilruf, der den Führer in den Stunden der Begeisterung so oft umrauschte und dem Volk das Bewußtsein, seiner Großer Sieg des ersten Die Spiele der Handballer Interessante Freundschaftstreffen am 2. Weihnachtstage Preußen Dellbrück— 78 Köln=Dellbrück:7 (:). Zu diesem Lokaltrefsen der beiden Dellbrücker Vereine hatten sich etwa 300 Zuschauer eingefunden, die Zeuge eines harten Kampfes wurden. Der Spielverlauf war ziemlich verteilt. Bei der Pause stand es :5. In der letzten Minute erzielten die Platzleute den Siegtreffer, nachdem bis dahin nir beide Mannschaften die Möglichkeit eines Sieges bestan Der Sieg der Platzelf ist daher glücklich. Zweite Mannschaften:3(:). SB Köln=Gremberg— BfR Köln:8(:). Gegen den Gast aus der Gauklasse hatten die nicht viel zu bestellen. Sie mußten sich Weise den Gästen beugen, blick in Gefahr stand. ersten Halbzeit hatte allerdings die Platzelf wiederholt Pech durch Lattenschüsse. Auch der Torwart der Besucher erwies sich als Meister seines Fachs. Die zweite Halbzeit verlief offen, wie überhaupt der Kampf die erschienenen Besucher restlos zufriedenstellte. Phönix 2.— Nippes 12 2.:5. Deutz 05— Sülz 07:10(:): Die Platzleu:e warteten in diesem Freundschaftstreffen trotz Ersatzstellung mit sehr guten Leistungen auf. Sie lieferten dem klassehöheren Gast einen ebenbürtigen Kampf und führten sogar zeitweise mit:2,:3 und später mit Platzleute!6. Erst gegen Schluß des Treffens konnten die wurfin klarer gewaltigen Stürmer der Gäste einen knuppen Seg deren Sieg keinen Augen= sicherstellen. Sülz hatte große Mühe, sich zu behaupten. Das Ergebnis entspricht dem Spie der auf. HSV Bocklemünd— HBB Nippes:6(:). In Bocklemünd hatten die klassehöheren Gäste einen nicht leichten Stand Sie mußten sogar bis zur Pause dem Platzverein mit:3 den Vortritt lassen, und erst gegen Schluß konnten die Nippeser ausgleichen. Das Treffen verlief anregend. Das Ergebnis ist gerecht. Dritte Mannschaften:4. Jugendmannschaften:2. Bocklemünd 2.— VfB 06 1,:0(:). Bocklemind Frauen— BfB 06 Frauen:0. Rodenkirchen— Kölner BC:5. Nach beachtenswerten Leistungen erzielten die Platzleute einen verdienten Sieg. Allerdings war die KBC=Mannschaft nicht komplett zur Stelle, wodurch die Leistung der Platzmannschaft nicht geschmälert werden soll. Vingst 05— TuSV Köln=Ehrenfeld:8(:). Vingst trat zwar zu diesem Freundschaftstreisen mit Ersatz an. konnte aber trotzdem einen knappen Sieg stungen verdient. erringen, der nach der gezeigten Gesamtle stung verdient ist. Das Spiel nahm einen interessinten Verlauf. Vingst hatte in der ersten Halbzeit, die Gäste nach der Pause etwas mehr vom Spiel. FC Phönix— Reichsbahn SB Düsseldorf:4(:). Die Gäste aus Düsseldorf hielten das in sie gesetzte Viktoria Köln— Jugend 05 Köln=Kalk:4(:0. Der erwartete Sieg der Platzleute traf zwar ein, ledoch fiel er reichlich mager aus. Es sah zwar in der Pause nach einem hohen Sieg der Viktoria aus, diese konnte aber nichts Zählbares mehr erzielen, mußte sich aber durch die aufkommenden Gäste vier Gegentrefer gefallen lassen. Kalk überraschte nach der angenehmen Seite. BfR Hand— Köln 1925:2(:). Die Einheimischen gewannen in überlegener Weise, wie wir dies auch nach dem Stand des Könnens beider Mannschaften erwartet hatten. TuxV Berg. Gladbach— Rhenania Köln:5(:). Die Platzleute hielten sich gegen den spielstarken Gast recht achtbar, konnten aber eine knappe Niederlage nicht verhindern. Rhenania gewann nach seinen LeiNippes 12— SB Allianz:16. Die Mannschaft des Platzvereins hat in ihrer Leistung nachgelassen. Gegen die Besucher hatten sie nicht viel auszurichten, mußten sich vielmehr eine hohe Niederlage gefallen lassen. Die Gäste zeigten überragende Leistungen. Arminia 2.— Sülz 07 2.:10(:). Bocklemünd Vertrauen und führten ein gutes Spiel vor.. In der Res.— BfB 06 1.:0(:0) Einigkeit gab, dieser germanische Schwertruf wird auch auf unseren Lippen sein, wenn wir das neue Jahr begrüßen, er wird in unseren Herzen lebendig sein, wenn wir uns mit ganzer Hingabe in unserem Werk und in unserer Arbeit befleißigen! Wohin wir in dieser freudigen Stunde des Jahreswechsels auch blicken mögen: Deutschland ist ein Reich der Leibesübungen geworden! Millionen deutscher Männer und deutscher Frauen haben sich eingereiht in die Front derer, die wissen, um welche Güter der Nation es geht, wenn die Jugend sich den Leibesübungen ergibt. So ist Deutschland in seinem Kern wieder erneut; alles Morsche ist beiseite geräumt, der feste Grund ist gewonnen, der Staat ist gebaut! Aber wir müssen auch in die Zukunft weiterbauen, und nicht zum wenigsten sind der deutsche Sport und die deutschen Leibesübungen berufen, an der Vollendung des Neubaues des Reiches mitzuarbeiten. In der Körperertüchtigung unserer Jugend und unseres Volkes liegt unsere beste Kraft! Es gibt kein Land in der Welt, das so bewußt und diszipliniert die Leibesertüchtigung in den Dienst des Volkes gestell: hat. Auf dem Wege der Volkserneuerung schreiten wir vorwärts zur Volksgesundheit und Volkskraft, die nichts will— wir wollen das an der Schwelle des neuen Jahres noch einmal aufrichtig und ehrlichen Herzens beteuern— als den Frieden, den Frieden außen und innen. Das Vaterland kann nur groß und mächtig sein, wenn seine Jugend gesund ist! So haben wir im Sportjahr 1935 in erster Linie unsere Arbeit der Gesundung des Volkes zu widmen. Die Leibesübungen müssen im deutschen Volke nicht allein ein Lebensrecht, sondern eine freudige Lebenspflicht werden. Es darf keinen deutschen Mann, keine deutsche Frau mehr geben, die nicht immer wieder hinabtauchen in dieses reinigende Bad der seelischen und körperlichen Erneuerung. Denn die Leibesübungen sind der Gesundbrunnen des Volkes! So wird das Sportjahr 1935 in seiner Breitenarbeit das vergangene Jahr noch übertreffen müssen. Großes ist 1934 geleistet und geschaffen worden, das Jahr 1935 verlangt nicht minder Großes von uns! In Stadt und Land muß der Gedanke der Leibesübungen propagiert werden! Und wir dürfen gewiß sein, keine der Organisationen wird es an Arbeitsfreudigkeit fehlen lassen, weder die Hitler=Jugend noch der Bund deutscher Mädel, weder der Arbeitsdienst noch die SA und SS, weder die NS=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“, noch der Reichsbund für Leibesübungen, der alle deutschen Turn= und Sportvereine umfoßt. So lautet die erste Parole für das Sportjahr 1935: die Breitenarbeit im deutschen Sport muß marschieren! Dann aber steht die gewaltige Aufgabe und Kraftprobe der Olympischen Spiele vor uns! In keinem Augenblick der Arbeit dürfen wir vergessen, daß wir in das Jahr der deutschen Olympiaschulung eintreten. Die Kämpfer sind verpflichtet, neue Talente und Könner werden im neuen Jahr noch entdeckt werden. Das Jahr der Olympiaschulung ist zugleich ein Jahr### Madrids Stadtmannschaft:1 geschlagen Der 1. FE Nürnberg hat schon viele erfolgreiche Auslandsreisen unternommen und besonders in Spanien waren seine Spiele stets ausgezeichnet. Aber daß der„Club“ am 1. Weihnachtstage die Madrider Städtemannschaft mit:1 schlagen würde, hatte doch wohl niemand erwartet. Die Nürnberger lieferten eine großartige Partie und die Spanier klatschten begeistert Beifall für das samose Spiel des 1. FEN. Am Neujahrstage machen die Nürnberger das Rückspiel. Finale in Buenos Aires „Boca Juniors“ argentinischer Meister In Buenos Aires stieg vor 50 000 Zuschauern das Endspiel um die Fußballmeisterschaft von Argentinien der Berussspieler. Die auch in Deutschland bekannte Mannschaft der„Boca Juniors" besiegte den Titelverteidiger San Lorenzo=Alinagro:0. Während des Spieles kam es nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch auf den Zuschauerrängen zu heftigen„Temperamentsausbrüchen". neuer Rekorde hat uns das Jahr 1931 beschert, 1935 werden neue Höchstleistungen folgen und Zeugnis ablegen von dem Arbeitswillen der Nation. Dern welche Aufgabe wir auch anpacken: Wir werden mit beiden Fäusten zupacken! Die Nation steht fest und treu geschart um den Führer Adolf Hitler. Sein eiserner Wille wird auch die deutschen Turner und Sportler beseelen, hat er doch gezeigt, daß man niemals ablassen dürfe, um endlich zum Erfolg zu kommen. Aus der deutschen Volksgemeinschaft heraus erwächst unsere beste Kraft, und so wollen wir an die Arbeit gehen, an die Arbeit des neuen Sportjahres: Sieg Heil 1935! 1 145 4111 * 5* . Ros„liebe“ Publikum MrowSge Nichts ist schwerer zu ertragen... Flinke, kechnisch gute Gäste und recht behäbige Kölner Kölner CfR—SV Hönirop:1 Die Printenmänner, fetten Gänse, armen Häschen und sonstigen guten Sachen, die es im allgemeinen zu Weihnachten gibt, haben allem Anschein nach eine hemmende Wirkung auf die erste Vertretung des Kölner CfR gehabt. Denn nicht anders ist deren matte Vorstellung gegen die westfälischen Gäste zu erklären. Und es hätte sich doch recht nett ausgemacht, wenn die Schalke=Verfolger am Zoo eins aufs Dach bekommen hätten. Solche Siege tun unserem Gau im allgemeinen und unserer Stadt Köln im besonderen äußerst not und wohl. Gerne spricht man mit einer gewissen Geringschätzung vom Gau Mittelerhein, und vergißt ganz dabei, daß selbst die prominentesten Vertreter anderer Gebiete nur sehr schwer oder überhaupt nicht in der Gegend an Rhein und Mosel zu Siegen kommen konnten. Nun, diesmal ließen sich die Grünweißen die günstige Gelegenheit an der Nase vorbeigehen. Sie bezogen eine Abfuhr, die in der weihnachtlichen Form gegen jedden Verein unserer Gaues noch däftiger ausgefallen wäre. Man wurde das Gefühl nicht los, daß sich die Kölner für den Meisterschaftskampf am nächsten Sonntag in Trier schonten. Aber hiermit ist dem Fußballsport nicht gedient, denn zu leicht wird das Publikum kopfscheu, und auch ergeben sich schiefe Bil der im Vergleich der Stärke der einzelnen Regionen. Höntrop? Ja, sie können schon etwas, die Jungens aus dem Lande der roten Erde, man merkt, daß sie häufige Möglichkeiten haben, Deutschlands Klassemannschaft, Schalke, zu sehen und im Kampf gegen sie zu lernen. Technisch einwandfrei und überaus versiert, verrieten sie in ihrem unermüdlichen Eiser eine Kondition, die die starke Hand des in Köln bestens bekannten Lehrers Faist verriet, die sie selbst die besten Chancen der Grün=Weißen vernichten ließ. Immer waren sie schneller am Ball, stets ließ sie eine gesunde Härte klare Vorteile herausspielen, die im Sieg dann auch einen gerechten Niederschlag sanden. Aber der Erfolg mußte zahlenmäßig viel größer ausfallen! Und daß dies nicht der Fall war, dünkt uns die Schwäche der Westsalen zu sein. Glücklich im Strafraum des Gegners angelangt, schob einer dem anderen gaeh 7 W B N 738 e e##.######.#.. Aus dem Treffen KCfR— SV Höntrop: Schlawitzkis Kopfstoß geht nur zentimeterweit am Ziel vorbei— eine Chance ist hin! Ciampfplan am 30. Dezember Gauklasse Mittelrhein BfR Köln— Sülz 07(Vorspiel:0, Peters), Kölner SC 1899— Mütheimer SB(:1, Floßdorf), SC BlauWeiß Siegel— Bonner 3B(:2, Broden), Westmark Trier— Kölner CfR(:1, Gau Süd=West), FC Idar Eintracht Trier(:4, Gau Süd-West). Bezirksklasse Grupve 1: SC Preunen— Jugend Bergheim(:0, Ermert), Germ. Fündorf— Jugend Kalk(:4, Holthausen), Germ. Mülheim— Godesberg 08(:2, Bussc), Union— Deutz 05(:3, Hoß), SB Beuel— Kölner FD 1902(:2, Gruppe 2: Bayenthaler SB— Vingst 05(:4, Lübken), Schwarz-Weiß Bickendorf— SB Berg. Gladbach(:2, Ew. Müller), BfL Poll— Victoria(:2, Hans Müller), SB Frechen— SC. Phönix(:4, Betzing), SB Siegburg— Rhenania Köln(:1, Ley), Friesdorf— Tura Bonn(:10, Eschweiler). Gruppe 3: Waldbröl— Betzdorf(:0, Rogge), Eitorf— Gummersbach(:1, Reimus), Hennef— Niederfischbach(:4, Rieder), Herdorf— Brachbach(:2, Schnitzler), Mudersbach— Wissen(:2, Schürfeld). Handball Ganklasse: Niederpleis— TV Kalt(12:10, Sistenich), Mülheimer SB— TV Algenrodt(:6, En gels..), BfR Köln— TV Siegburg=Mülldorf(:13, Opladen), TB Obermendig—. TB Mülheim=Koblenz (12:4, Schönenberg). die Verantwortung, sprich den Ball, zu. und so kam es, daß letzten Endes nichts aus der reifsten Möglichkeit wurde, daß der Angriff abgeschlagen werden konnte. Es wurde so wenig aufs Tor geschossen, daß man die Schüsse bequem an den Fingern einer Hand abzählen konnte. Mitte der ersten Spielhälfte lief der Ball vom Linksaußen über den gesamten Innensturm zum Rechtsaußen Timpert, einem Bruder des vorzüglichen rechten Verteidigers... und vergeblich streckte sich Bertrand nach dem harten, aus kürzester Entfernung abgefeuerten Schuß. Sofort nach Wiederanstoß war das Tor der Rasenspieler erneut in Gefayr. Diesmal „Schützenfest“ in Merheim KSC 99— Viktoria Düsseldorf:1 Daß es sich bei diesem Gesellschaftstreffen nicht um eine ernsthafte Auseinandersetzung oder gar um einen regelrechten Kräftevergleich handeln konnte, das wird Meister Körner im voraus gewußt haben, denn dem Trainer der Düsseldorfer Fortunen Hürfte letzt lich das Können der benachbarten Viktoria nicht unbekannt geblieben sein. Von dieser Warte muß man die gestrige Ausspie lung im Weidenpescher Park beurteilen, denn sonst vermag niemand Verständnis dafür aufzubringen, was der KSC in seiner gegenwärtigen gefährlichen Lage mit der Verpflichtung dieses Gegners bezweckte. Wir glauben also, daß Körner darum zu tun war, einen Kontrahenten herbeizuholen, an dem die Rotweißen sich aufrichten und ihr erlerntes System bis zu einem gewissen Grade festigen konnten. Lassen wir deshalb alle Wenn und Aber beiseite und registrieren, daß den 99ern dieser Versuch vollauf gelang. Wie gesagt, dazu waren die Düsseldorfer das denkbar geeignete Objekt. Fehl gehen konnte das Ding ein fach nicht, denn technisch und taktisch erreichten die Verlierer höchstens das Niveau der hiesigen Kreis klassenvereine. Angesichts der sagenhaften###elstärke des Düsseldorfer Bezirkes kann man das wiederum nicht verstehen, es sei denn, daß in der zweiren Klasse am Niederrhein mit einer schier unheimlichen Harte gekämpft wird. In der Tat: manchmal blickte gestern eine solche Möglichkeit durch, und zwar in den Mo menten, als die Verteidiger der Viktoria im„man nermordenden“, Nahkampf standen. Da wurden die et was sensidlen Stürmer der Merheimer einsach um gelegt, ohne daß man behaupten nonnte, die Leute seien bewußt unfair. In dieser Beziehung. d. h. in Punkto Kampfhärte und Krafteinsatz konnten 5 ner etwas, für unsere Begriffe hoffentlich nicht allzu viel von den Düsseldorsern lernen. Naturgemäß konnte das geschilderte. Snstem einem Freundschaitstressen mit dem technisch verster ten Spiel der Moog. Par: Berger. Richtsie alle heine- nicht Schritt halten. Rech kam der KsC auf Touren und spielte sich sch iehn in eine souveräne Rolle hinein, so daß man am Schluß glaubte. Schalhes Kreiselspiel zu sehen Ja. waren diese Düsseldorfer halbweg= evenbürtige Par: ner gewesen, man würde die Form der 5m: in hoch sten Tönen preisen Da wäre in erster Lnie Moon zu nennen, der nicht nur die meisten Tore auf sein Konto brachte, sondern auch der beste Smeler unter den 22 war. Die überragendsten Leistungen brachte Mittelläuserposten zuwege, den er, oa Lange einige Zeit verietzt ausscheed, im letz ten Drittel der ersten Halbzeit inne hatte. Zu klagen ist über niemand, nur Meschiors war schwächer als Schn. wer und Koch nicht so gut wie Berger. Ei neuer Mann(aus der DIK) stand mit Ertolg in der Mitte des Sturmes. während der schon wal linke außen erprobte Teichert namentlich in der ersten Halb zeit groß einschluß. Erklärlicherweise hatten die 100 uschauer an dem Geschehen großes Gesallen, denn ganze neunmal es hätte noch weit öfter sein können. schlug es bei dem allerdings schwachen Torwart der Gäste en Klar eigentlich, daß der Schiedsrichter nicht viel zu leisten hatte. N Südwest=Derby“ in Lindenthal Blauweiß wahrt das Prestige Blauweiß—Kölner BC:2 Als überraschend gut kann man sogar die Zu schauerzahl des gestrigen Matinees an der Mommen straße bezeichnen, zumal dann, wenn man die spärliche Schar bei der Begegnung Blau=Weiß—. Rhenania zum Maßstab nimmt. Eigentlich geyört die letztere Ausspielung doch auch in den Rahmen eines Lokal kampfes, ist doch das Gelände der„Veischea“ weniger weit entfernt vom„Lindenthaler Kessel" als der weit draußen gelegene Platz der Klettenberger.. Man mag nach den Ursachen forschen und suchen, cestlos auf klären wird man diese Unterschiede nicht. Nur der Eingeweihte weiß, was es mit dem Kampfruf: Blau Weiß alias Lindenthaler=Fußballverein kontra Ka Be Ce auf sich hat. Früher war diese Rivalität im Südwesten Kölns. Sülz eingeschlossen, sogar so stark. daß sich die jeweiligen Spielpartner strikt ausbedinn gen, diesen oder jenen Spieler, der besonders kampfoder gar rauflustig veranlagt war, von draußen zusehen zu lassen. Ohne„Beihau“ ging es trotzdem noch vor 10 oder 15 Jahren nicht ab. Gottlob, die Zeiten. vielmehr die Menschen haben sich geändert, dazu ist Fußball nach mannigsachen Reinigungsprozessen in swischen Volkasport geworden, das heißt: die Kamn: hähne von einst stehen heute einträchtig und fried lich beieinander auf den Rängen, um das Spiel ihrer Nachbarn zu schauen und um gleich laut aufzumucken, wenn mal nicht alles ganz nach Recht und Gesetz geht, was aber im Grunde nicht ein Schatten der Mittel war, deren sich einstmals unsere Altvorderen bedienten. Aber Hand aufs Herz: Erfreulicherweise hat gestern in Lindenthal=niemand Veranlassung ae Herbst kontra Elbern Tura Bonn— SB Beuel:5(:4) Im Regen hatten sich überwiegend Beueler Anhänger im Turastadion eingefunden. Die erste Hakbzeit stand nach dem Ausgleichstreffer der Tura im Zeichen der Gebrüder Elvern, die einen sicher scheinenden:1= Vorsprung herausschossen. Aber nach der Pause kam Tura unter Führung des diesmal überragenden Herbst mit:4 nach vorn. Nochmals zog Beuel gleich, aber Turas Halbrechter erwischte eben noch den Siegtreffer. Unentschieden in Trier Westmark Trier— Schwarz-Weiß Essen:1 Westmark mit Ersatz lieferte eins der schwächsten Spiele seit Monaten. Selbst die Läuferreihe führte ein Schattendasein. Aber auch die Gäste von der Ruhr zeigten„Ferienform"; ihre Gesamtleistung war immerhin stärker. In der ersten halben Stunde verpaßten die zunächst überlegenen Trierer einen Vorsprung. Schwarz= weiß war kirz vor der Pause aus einem Eckball durch den Halbrechten erfolgreich. Dann wechselte der größere Der„Altmeister“ im Kommen Spielanteil schließlich wieder an die Trierer, die durch „„„ E l f m e t e r“ a u s g l i c h e n. W ö l f l e i m W e s t m a r k= T o r r e t t e t e das Unentschieden, auch hielt er einen„Elfmeter". war der„wuhlende" Mittelläufer der Schütze, doch der Balken stand dem Kölner Tormann getreulich zur Seite. Abgesehen von der ersten Hälfte, wo das Spiel durchaus verteilt war, kamen die Grünweißen aus der Rolle der Unterlegenen nicht heraus. Und so leicht wäre es doch gewesen, bei etwas mehr Eifer und gutem Willen, die Partie doch noch zu eigenen Gunsten zu entscheiden. Das Fehlen Vogels kann allein nicht die Entschuldigung abgeben! Vielleicht achthundert Zuschauer nahmen die Sache keineswegs tragisch, und manch launiger Zwischenruf schallte über den gar nicht weihnachtlichen Platz. habt, einen Gegenspieler ernsthaft der Unfairnis zu zeihen, ja, wir haben ein derart ritterliches Gefecht zwischen diesen Gegnern noch nicht gesehen, obschon man sich nichts schenkte und schuldig blieb Dabei war das Treffen mindestens so spannend und gut wie die anderen vorher. Es mag sein, daß zu der einen Tatsache der Umstand beigetragen hat, daß in vier Tagen die Kontrahenten wieder in besonders wichtigen Punktekämpfen stehen. Rechten wir nicht darüber, streiten wir auch darum nicht, ob es richtig war, daß z. B. die Blau=Weißen innerhalb von acht Tagen drei Spiele absolvieren müssen, wovon das kommende, wie gesagt, fast über alles entscheidet, sondern buchen wir alles auf die gute Seite, da das Spiel ebenso war und keiner soviel Kraft zu ver genden-brauchte, daß er am Sonntag nicht intakt ist. Ansonsten: Erwartungsgemäß hat der Sieger der Tatsache Ausdruck verliehen, daß er im Augenblick eine Sprosse höher rangiert als der Altmeister, der sich nichtsdestoweniger in ausstrebender Form befindet. Zwar ist der Eintorsieg im eigenen Heim für die Blauweißen nach außen hin nicht allzu vielsagend, aber spielerisch waren sie doch zwei, drei Tore besser. Diese wären auch gefallen, wenn nicht einmal der Torrahmen gerettet und zum anderen die leidige Ueberkombination im Sturme nicht diverse Chancen verdorben hätte. Diese Feststellungen tun dem KBE keinen Abbruch, denn er zog ja gegen einen wieder samos in Fahrt befindlichen Ligisten zu Felde. Auf der einen Seite sind noch Wirtz, der zwei Tore schoß, sowie Kaufmann und Plug lobend zu erwäh nen, während der KBE in Nebinger und Karpiert gute Krafte hatte. N. Sülz verliert— Eintracht gewinnt Eine:-Niederlage in Hamborn Der Kölner Altmeister, ohne Zarges, mit Ullrich als Mittelstürmer, bezog bei Hamborn 07, das einige Nachwuchskräfte mit bestem Erfolg eingestellt hatte, eine in der Höhe unglückliche Niederlage, die bei Halbzeit mit :3 bereits feststand. SB Wittlich— Eintracht Trier:2 Adams dirigierte seine Eintracht zu einem klaren Siege über den Gegner aus der zweiten Klasse. Der Halblinke sowie Baden sorgten für die Siegtreffer schon vor der Pause. Süddeutsche Gäste in Bonn 1500 Zuschauer sahen eine gut aufgelegte Bonner Mannschaft BFV—Kickers Offenbach:1 Der:=Sieger über Fußballsportverein Frankfurt und Wormatia Worms gab am 1. Feiertag an der Richard Wagner-Straße seine Visitenkarte ab. Die süd deutschen Gaste rechtfertigten, wenn sie auch eine bit tere Niederlage in Kauf nehmen mußen, voll und ganz ihren Ruf und hatten bei etwas mehr Glück zuminde##t ein Unentschieden herausgeholt. Auf der anderen Seite darf dies aber die Leistung der Bonner Mannschaft leieswegs schmiälern, denn die Schwarzjacken lieferten nach langer Zeit wieder einmal eine vortreifliche Partie und können den kommenden Gescheonissen mit großter Zuversicht entgegeniehen. Nach dieser Leistung zu urteiten fahren die Einheimischen sogar mit großen Hoffnungen am kommenden Sonntag zum Lindenthaler „Herenkesse Beim BAV ist es ader das Konnen des Gegners, das ihn stets zur besten Form auflaufen läßt. Zudem halte der Vertreter des Gaues Südwest noch alle„Kanonen“ aufgejahren, die nach Ablaui der 90 Minuten etwas geknickt das Spielfeld verließen, zumal man sich in Bonn mit zwei Bombensiegen bestens eenpfohlen hatte. Wir müssen ehrlich gestehen, daß die„Kickers“ in melkultureller Hmsicht unstreitig besser waren als die Mannen um Hutter. aber da vorne hapert es zeitweise doch an vieren Ecken und Kanten. Es wurde zuviel geummelt, so daß die Bonner Hintermannschaft immer wieder reine Luft machen konnte. Was auf das Bonner Heiligtur kam, mersterte Tackenbera, wenn ihm auch„Fortuna“ des öfteren zur Seite stand, mit größter Bravour. Wa= sich die mein n#üddeutschen Mannschaften, scheint es, nicht abgewöhnen können, ist das ständige Reeamieren der Schiedsrichterentscheidungen, zumal nain wider Erwarten einen Gegner von Pappe antrifft und zu allem Ueberfluß noch am verKeren ist. Aber Schiri Graff(Tura) ließ sich nichts vormachen und machte seine Sache wirklich aue, zeichner. Unnatig war es auch, daß die Ofterbacher, als ihner ader auch nichts gelingen wollte, äußerst hart wurden, und eomit den angenehmen emdruck in etwa wieder vrr##ten. Die Gäste stellten eine qu. eingespelte Einheit ins Feld, aus der niemand überragte. Die beiden Vertei diger erlaubten sich manche Schu### die die Schlappe hatten noch höher ausfallen lassen können. Die Bonner hatten außer Reindell. der in einer Heimat weilte, alles zur Stelle. Allerdings wechselte man in der Pause Wevers gegen Pütz und Wenz 2 gegen Hausmann aus. Der Ex=Sülzer hatte sich im Städtespiel eine Verletzung zugezogen, die er für den Kampf gegen Lindenthal noch auskurieren will. Wenz und Hausmann machten für den gesperrten Graf ein Probespiel. Vollwertiger Ersatz für Reindell war Tackenbera. der wirklich ausgezeichnet gefallen konnte und im Augenblick seinen Vorgängern vorzuziehen ist. Pütz lieferte bis zur Halbzeit ein gutes Spiel, doch schonte er sich sichtlich. Glänzend in Fahrt war der ewig junge Röser. Bei ihm und Tackenberg können sich die Bonner bedanken, daß der Sieg zu Hause blieb. Von den beiden Mittelläufern schoß Wenz unstreitig den Vogel ab. Wir möchten dem BFV=Spielausschuß empfehlen, diesem Mann den Mittelläuferposten gegen Blau=Weiß anzuvertrauen. Sowohl Bungard als auch Leyendeaer leisteten vortreffliche Arbeit und tragen zu diesem schönen Erfolg erheblich bei. In der Stürmerreihe sind Scheer von Spiel zu Spiel besser. Es ist eine wahre Freude, dem technisch glänzend ausgebildeten Spieler zusehen zu dürfen. Reisenhäuer laboriert ebenfalls an einer Verl gung. immerhin legte er noch ein gutes Spiel hin. Ohne Hutter könnten wir uns einen BFV=Sturm kaum vorstellen. Vor allen Dingen ist„Willy“ gegen fürher viel beweglicher geworden. Müller ist, trotzdem er weit besser geworden ist, immer noch der schwächste Spieler der Angriffsreihe. Aber auch er wird in küreeer Zeit seinen Posten voll und ganz ausfüllen. Einen auten Ln' außen haben die Schwarz=Jacken nun auch wieder, denn Wershoven spielte diesmal ohne§ hler. Sein zweites Tor war eine feine Leistung. Nachdem die Platzherren verschiedene gute achen ausgelassen uunen, holte sie durch Müller nach Vorla###e von Wershoven die:0=Führunganke von Reisenhäuter findet durch unhaltbaren Schuß von Wershoven das zweitemal den Weg ins Oicher Netz. Trotz gr., er Anstrengungen und zeitweise drückender Urber. holen die Gäste im Ansch'“ an einen Eckball durch ihren Linksaußen erst sieben Minuten vor dem Schlußpfiff den Ehrentreffer. 1500 Zuchauer zogen voll befriedigt nach Hause. heroe. Ehrl siegt im Leichtgewichts=Turnier Weikert. Schwarzkopf und Nettersheim auf den Plätzen— 1000 Zuschauer Glänzender Verlauf! Mit einer wirklich feiertäglichen Kraftsport=Großver anstaltung wartete der Kölner Siegfried am zweiten Weihnachtstag auf. Geschäftsführer Pauls hatte die deutsche Leichtgewichts Prominenz zu einem Turnier nach Köln eingeladen. Die Meister Ehrl(München). Schwartzkopf(Koblenz) und Weikart(Hörde) waren restlos vertreten, dagegen fehlten Sürth(Efferen), Schlangen(93) und Forsch(Siegfried) infolge Uebergewicht tzw. Verletzung. Auch der Mülheimer Dohm konnte das Gewicht nicht bringen, rang aber mit. Die beiden überragenden Kölner Federgewichtler Nettersheim und Pullheim wurden in die Konkurrenz eingesetzt und zogen sich ehrenvoll aus der Affäre. Wie erwartet lag die Entscheidung zwischen den drei auswärtigen Meistern. Nach anfänglich nicht gerade restlos überzeugenden Leistungen Ehrls kam der Münchener gegen Weikart groß heraus um auch verdient durch bessere Arbeit den Schlußsieg zu erringen. Das Kampfgericht Hilgers, Reusch, Lippold leitete einwandfrei. Die großzügig aufgezogene und gut durchgeführte Veranstaltung wurde dem AC Siegfried durch guten Besuch gelohnt. 1. Kunde: Dohm—Nettersheim eröffneten die Kampffolge. Nettersheim wurde verdienter Punktsieger. Mit Schwarnion— Weikart trafen hier gleich zwei Favoriten aufeinander. Nach anfänglichen Vorteilen des Koblenzers gelang es Weikart in der Minute durch Ueberwurf, seinen großen Gegner einwandfrei zu besiegen. Ehr— Pullheim brachte dann erstmalig den Münchener auf die Matte. Pullheim rang später zu sehr defensiv und mußte nach dreimaliger Verwarnung von der Matte. Sieger: Ehrl. Die 2. Runde... ließ sich mit einem glänzenden Kampf: Schwartzkopf— Lohm an. Es gab beiderseits gute Leistungen mit der Führung für den Koblenzer, der dann auch in der 7. Minute als Schultersieger feststand. Ehrl hatte gegen Nettersheim schon mächtig um den Punktsieg zu kämpfen, der auch nur recht knapp ausfiel. Weikart stand dann gegen den diesmal besseren Pull Europameister Ehrl und der Koblenzer Schwartzkopf im Endkampf beim Kölner Leicht gewichts-Turnier heim, den er fedoch einwandfrei und hoch nach Punkten besiegte. Stand nach der 2. Runde: Ehrl 1 Verlustpunkt, Weikart 1. Schwartzkopf 3, Nettersheim 3, Dohm und Pullheim mit je 6 Minuspunkten ausgeschieden. die Vorentscheidungen... Schwartzkopf— Nettersheim brachte dem Koblenzer in der 7. Minute einen klaren Schultersieg. Und dann stieg der mit größter Spannung erwartete Endkampf: Ehrl— Schwartzkopf. Das„Münchener Kindl“ mit dem„Kohlenzer Schängelchen". Mit diesen vaterstädtischen„Hymnen“ wurden beide begrüßt. Anfänglich vorsichtiges Abtasten. Ein Hüftzug Ehrls endet neben der Matte. Bis Halbzeit weiter nichts. dem Losen muß der Koblenzer zunächst Parterre. Ehrl hat mit zwei Ueberstürzern Pech, da alles neben der Matte endet und bringt nur einen Aufreißer durch. Schwartzkopf erreichte als Obermann einen Ueberstürzer Standkampf ergebnislos und... Ehrl wurde ver###enter Arbeitssieger. Endplacierung: 1. Ehrl, 2. Weikart, 3. Schwartzkopf, Freddy Miller schlug Al Brown Weltmeister enttäuschen die Zuschauer Der sportliche„Schlager“ der Weihnachtstage im Palais des Sports war die Borkampfveranstaltung am Heiligen Abend, die nahezu ganz Boxsport=Paris auf die Beine brachte. So war die Kampfstätte gut gefüllt, als abends im Kampfring der Gong tönte Im Haupttreffen des Abends sollten die Zuschauer jedoch eine große Enttäuschung erleben. Freddie Miller, der Weltmeister im Federgewicht, traf hier auf den Weltmeister im Fliegengewicht, den bekannten Neger Al Brown. Man hatte sich viel von dieser Begegnung versprochen, was schon allein aus der Riesen=Propaganda hervorgeht, die für diesen Kampf gemacht worden war. Um das Ergebnis vorweg zu nehmen: Miller schlug Al Brown nach Punkten. Im gleichen Atemzug muß betont werden, daß nicht allein Al Brown versagte... auch der Amerikaner vermochte mit seiner Boxkunst das Publikum nicht zu begeistern. Miller zeigte nichts, was ihn über den Durchschnitt eines mittelmäßigen Voxers stellt! Die Begegnung Miller—Brown ging über zehn Runden. Diejenigen, die auf den Sieg des Negers aus Panama gesetzt haten, mußten später einsehen, wie sehl sie getipt hatten! Miller, der als Linkshänder stets in Linksdeckung boxte, nereitelte jeden Durchbruchsversuch Browns, so daß sich dieser schließlich darauf beschränkte, die Angriffe des Federgewichtsmeisters durch Klammern und andere verbotene Griffe zu hem men. Das Publikum protestierte heitig gegen die Boxweise des Negers, der zweimal vom Ringrichter verwarnt werden mußte. Ueberraschend kam der Sieg des ehemaligen franzosischen Bantamgewichtsmeisters Dedico über den früheren Weltmeister im Fliegenaswicht, Young Perez. Die Gewichtsunterschiede sprachen von vornherein für Dedico, der denn auch einen haushohen Punktsieg erzielte. In der 2. Runde mußte Young Perez zweimal zu Boden, nur der Gong rettete ihn vor dem.o. In der 6. Runde wiederholt sich dasNettersheim. selbe Bild. 7 uissall-Ergeünisse im Reich 12. Viktoria Stolp sanzig:1. Viktoria Schneidemühl BuBV Thorn Weihnachten der Fußball=Jugend Auswahlspiele in Bayenthal— Köln=links zweimal siegreich =Elf:1,=Elf:0 Für die Anhänger des Lederballes gab es am sweiten Feiertag an der Schönhauser Straße in Sayenthal etwas Besonderes. Aus einer großen Auswahl junger Nachwuchsspieler der Jahrgänge 1917/18 itte man vier Einheiten formiert, die in A= bzw. Bannschaften Köln=Links gegen Köln=Rechts ihr Konnen unter Beweis stellten. Natürlich mußte schon m frühen Morgen mit den Spielen begonnen werden. Pünktlich also um 9 Uhr waren die Spieler zur Stelle. Selbstverständlich auch die Jugend#iter hatten sich eingefunden. Der Gauführer Zündorf war auch in aller Frühe erschienen; weiter sah man viele bekannte Gesichter, die schon seit Jahren are Fußballjungen betreuen wie: Klose, Blau=Weiß, Stahl=Sülz 07, Frates=Viktoria, Rollberg=MSV 06, ewel=Deutz 05, Peikert=KBC, Schilling=Zollstock, iremser=Preußen, Hermes=VfR, Kobben=Rhenania, Stiele=Bayenthal, Burgwinkel=Poll, Spöhrer=Germania, Sester=Braunsfeld, ferner der Kreisjugend wicklung in unserem Fußball augenblicklich mächtig bergauf. Rund 250 Jugendmannschaften spielen im Kreis Köln fast jeden Sonntag. Köln=Links—Köln=Rechts B:0(:0) Beide Mannschaften spielten in der angekündigten Aufstellung. Nur einige Zeit dauerte es, bis sich die Mannschaften gefunden hatten, dann ginges aber los, so war es jedenfalls bei den Linksrheinischen. Gute Angriffe wurden vorgetragen, die schließlich von Erfolg waren. Man sah prächtige Einzelleistungen. Auch angeforderten das Zusammenspiel ließ keine Wünsche offen. So war es in der linksrh.-Mannschaft, während Rechts unglücklich spielte. Reistens wurden die Angriffe schon in der Läuferreihe angehalten und im Sturm strengte man sich in punkto Einzelleistungen an, ohne aber zum erfolgreichen Torschuß zu kommen. Daran wurden die Stürmer durch die famose Hintermannschaft der - Torunski 9400.1. BuBB Danzig— Sturm Lauenburg:0, 20. 12. Steitiner SC— Minerva Berlin:1, Preußen Stettin— Nordring Stettin:6. Brandenburg: 25, 12. Vikloria 89— Sportfreunde 01 Dresden:5, 20 12. Gau Brandenburg Gau Schlesien:2. Schlesien: 25. 12. Vorwärts Breslau—. FB 06 Bres'au:3, Hertha Breslau— DSP Schweidnitz :0, Beitz Liegnitz—. Sntg Liegnitz:2, 20. 12. BfB Liegnitz— Schlesien Haynau:3, Naprzod Lipine— Deichsel Hindenburg.0. BfB Breslau— Hertha Breslau:2, 25. 12. Breslau 02— BfB Breslau:2. Sachsen: 25 12. Polizei Chemnitz— Fortuna Düsseldorf:2, Guts Muts Dresden— Wormatia Worms 312, 20. 12. Chemnitzer PC— Wormatia Worms:2, BfB Leipzig— Fortuna Düsseldorf 311. Mitte: 25. 12. Bfr Halle 96— Wacker Halle :5. BfB Erfurt— Germania Fulda:1, 20. 12 Vfts Sömmerda— Germania Fulda:4. Eintracht Alten burg— Guts Muts Dreeden.2. Nordmark: 25, 12. Eimsbüttel— Berliner SB 92•3, Borussia Harburg— Union Altona:3, 20. 12. Hamburger SB— Waldhof Mannheim•3. Niedersachsen: 25. 12. Werder Bremen— Holstein Kiel•0. Arminia Hannover— Werder Hannover:1, 26. 12. Hannover 96— Preußen Münster :1. Westfalen: 25. 12. BfB Bielofeld— Preußen Münster:2, 26. 12 Schalte 04— SpVg. Fürth•0, SC Münster 08— Union Recklinghausen:1, Germania Bochum— SC 99 Düsseldorf:1, Germania Datteln— Viktoria Recklinghausen:4. Niederrhein: 25. 12. SV Homberg— Eintracht Gladbach—. 26. 12, Hamborn 07— Köln=Sitlz 07•0, BsL Preußen Krefeld— Union Krefeld:0. Borussia Gladbach—. SC Gladbach:0, Turn Düsse dorf— PfL Benrath:5, SpVg. Sterkrade— Schwarz=Weiß Saarbrücken:2. Meisterschaftsspiele: Nordhessen: SC 03 Kassel— Sport Kassel.0. Gesellschaftsspiele in Süddeutsch= land: 25. 12. 78 Saarbrücken— Dresdner SC:2. Schweinfurt 05— Phönix Karlsruhe:1. 26. 12. SV Göppingen—. BfB Mühlburg—. SE Stuttgart 1 hönix Ludwigshafen:0, Vittoria Aschaffenburg Phönir Karlsruhe:4, TSV Mainz— Fola Esch:3. Ausland Luremburg: Jeunesse Luxemburg— Schwarz= weiß Essen:4 Frankreich: Red Star Olympique Paris— FC Antibes 212, Stade Rennes— Fl Sochaux•3, Olympique Marseille— FC Mühlhausen:3. FC Sete Olympique Lille 311, Excelsior Noubaix— Racing Paris•3, SC Nimes— Olympique Alesien 111. Linksrheinischen, gehindert. Alles zusammen, ein verdienter Sieg der Linksrheinischen.•0 wäre das richtige Ergebnis gewesen. Schiedsrichter Knieps leitete gut. Pause, wenigstens in der letzten Viertelstunde, trat eine Wandlung ein. Linksrheinisch wurde im Sturm besser und gefährlicher. Große Arbeit muß die blaue Hintermannschaft leisten, aber trotzdem gingen einige Treffer in das Viereck, die das Schlußergebnis ungünstig gestalteten. In der ersten Halbzeit war die Ent= Verlauf der ersten Halbzeit gleichwertig und nach der Läuferreihe der Rotweißen mit Ausnahme des Mittelleiter Schäfer. Unter diesen Jugendleitern herrscht eine vorhildliche Zusammenarbeit und Kameradschaft, Kölner=Links A— Köln=Rechts A:1 die man sich besser gar nicht wünschen kann und diese! Diese Begegnung brachte in dem Ergebnis nicht uneigennützige Arbeit geschieht alle im Interesse das richtige Resultat. Die Mannschaften blieben im unserer Jungmannen. Nicht umsonst geht die läufers nicht ganz auf dem Posten, wodurch die Verteidiger überlastet wurden. Einige gute Paraden zeigte der Hüter der Rotweißen. Manches Ding machte er durch mutiges Eingreifen unschädlich.— Der Spielverlauf brachte im ganzen genommen ein ausgeglichenes Spiel, in dem ein Unentschieden am Platze gewesen wäre. Kape. NAE Unsar Bild zeigt de beiden-Jugend-Mannschaften nach dem Auswahlspiel in Bayenthal ..— „PIPTET NT R• F Auf der Drehbühne des Sports Kleine Randbemerkungen zu den Ereignissen im internationalen Sport Dies und das... Die finnische Presse beschäftigt sich neuerdings sehr stark mit der Vergebung der Olympischen Spiele 1940, um deren Abhaltung in Helsingfors Finnland sich beworben hat. Es wird darauf verwiesen, daß nach verschiedenen Meldungen und nach Informationen privater Art aus den Kreisen des Internationalen Olympischen Komitees die Absicht bestehl, die Spiele des Jahres 1940 an Italien zur Durchführung in Rom zu übertragen. Diese Mitteilungen wurden in Finnland mit einer tiefen Verstimmung ausgenommen. Erik von Frenckell, der bekannte internationale Sportdelegierte Finnlands, nimmt in einer Veröffentlichung gegen die bestehenden Absichten Stellung und fordert die Olympischen Spiele 1940 für Finnland. In der Begründung heißt es, daß Finnland nicht nur durch seine sportlichen Leistungen und sein erfolgreiches Abschneiden bei den Olympischen Spielen ein moralisches Anrecht auf die Uebertragung der Spiele habe, sondern auch durch seine tätige und aktive Mitarbeit auf sporttechnischem Gebiete durch die Abordnung seiner Sportführer in die internationalen Verbände, deren Arbeit von Finnland stets fruchtbringend gefördert wurde. Erik von Frenckell bringt zum Ausdruck, daß der„primitivste Gentleman begriff“ die internationalen Verbände verpflichtet, dafür zu stimmen, daß Finnland die Spiele des Jahres 1940 erhält, zumal für das Jahr 1944 mit einer Vergebung nach Japan zu rechnen ist. Der Aufruf klingt darin aus. allen Pessimismus fallen zu lassen und um die Olympiade 1940 zu kämpfen und zu zeigen, daß auch ein kleines Land groß denken und handeln kann. Bein— also das des Außenstürmers jeder Mannschaft — passiert hat. Dadurch gelangt der Ball wesentlich schneller als bisher an die Dreiviertelspieler und diese können sich entsprechend schneller auf den Angriff einstellen. Allerdings haben die Schiedsrichter darauf zu achten, daß keine unsaubere und regelwidrige Hakelei hierbei entsteht. Eine weitere Aenderung der Antrittsregeln hat dazu geführt, daß der bisher nach jedem Versuch, einerlei ob dieser erhöht war oder nicht, vorgenommene Platztritt jetzt nur noch im Anschluß an erhöhte Versuche stattfindet, während bei einer mißlungenen Erhöhung das Spiel durch einen Sprungtritt weitergeführt wird. Der Zweck dieser Neufassung der Antrittsregel ist, dem Publikum das Gelingen eines Versuches leichter kenntlich zu machen, als dies bisher der Fall war. Einer Meldung aus London zufolge wird sich der Herzog von Kent zusammen mit seiner jungen Gattin, der früheren Prinzessin Marina von Griechenland, demnächst zum Wintersport in die Schweiz begeben, um sich dort für einige Zeit aufzuhalten. Diese Reise wird nach dem Berner Oberland führen, wo der Herzog zunächst Skiunterricht erhalten wird, um mit seiner Gattin den Freuden des Wintersports zu huldigen. Prinzessin Marina hat sich in früheren Jahren bereits zu wiederholten Malen in der Schweiz als Skiläuferin betätigt und eine ziemliche Fertigkeit in diesem Sport erreicht, während ihr Gatte bisher noch niemals auf den Brettern gestanden hat. Es ist damit zu rechnen, daß er als Engländer auch auf diesem Sportgebiet recht schnelle Fortschritter machen wird, da er auf anderen seit Jahren aktiv tätig ist. Weihnachten im Olympia=Eisstadion Französischer Sieg im internationalen Eishockey=Turnier 3000 Zuschauer Am Sonntag kam in Hamburg zugunsten der Winterhilfe ein Fußballspiel zwischen der Mannschaft des Hapag Dampfers„Resolute“ und einer solchen der Fachgruppe Seefahrt zur Durchführung. Obwohl bei den Seefahrern alte und bewährte Kämpen wie Tull Harder und Hans Lang mitwirkten, siegte die„Resolute"=Mannschaft mit:5(:). Der Erfolg ist darauf zurück zuführen, daß diese Elf über eine bemerkenswerte Spielstärke verfügt, wie es die auf der letzten zehnmonatigen Weltreise in Bombay, Hongkong, Kobe, hama, Kapstadt und Neuyork gegen namhafte ausländische Gegner errungenen Siege zu erkennen geben. Am ersten Weihnachtsfeiertag begann in den ersten Nachmittagsstunden das internationale EishockeyTurnier um den Wanderpreis des Präsiventen der Olympischen Winterspiele, Dr. Ritter von Halt, im Garmischer Olympia=Eisstadion. Bereits im ersten Spiel zwischen dem SC Rießersee und den Zehlendorser Wespen sahen 3000 Zuschauer einen herrlichen Kampf, der mit:1(:0, 1·0,:1) für Rießersee endete. Die Zehlendorfer, verstärkt durch den Kanadier Brant, leisteten heroischen Widerstand, auch der Tormann Pauls sowie Georg Kelch erreichten vorzügliche Form, konnten aber die Niederlage nicht abwenden. Die Rießerseer, die sich auf der neuen Eisstätte von Beginn an besser zurecht fanden, hatten ihre besten Leute im Torhüter Egginger. Schröttle und Dr. Strobl. Die Leitung des Spieles lag in den Händen von Alex Gruber=SC Rießersee und BischofBrandenburg. artig gefielen Vivianne Hültén und Maxie Herber. Die Schwedin wurde vom Reichssportführer besonders ausgezeichnet. Mit dem 1. Januar treten in Deutschland die vom Internationalen Rugby=Vervand herausgegebenen neuen Bestimmungen in Kraft, die zum großen Teil Im Olympia=Stadion zu Garmisch=Partenkirchen wurde bei tagheller Beleuchtung am 2 Feiertag abends das zweite Spiel um den=Hast=Pokal zwischen Brandenburg Berlin und Stade Francais ausgetragen. Die durch die Kiadier Cadorette und Beson verstärkten Franzosen waren den Reichshauptstädtern hoch überlegen und siegten 11:0 (•0,:0,:). Wintersport-Notizen In Gstaad kam Marcel Raymond am zweiten Weihnachtstage zu einem weiteren Sieg. wo er Weiten von 57, 61 und 61 Meter stand. Er siegte mit der Note 341 vor seinem Landsmann Troian.(327,2) und dem Adelbodener Zimmermann(295.). In St. Moritz war Birger Ruud nicht zu schlagen. Er holte sich den Sprunglauf mit der Note 324.80 Punkten, wobei er nicht weniger als 70 Meter sprang, nachdem er vorher 68.5 Meter erreicht hatie. Den zweiten Platz belegte ebenfalls ein Norweger. Der in Dresden ansässige Kund Kodberstad sprang 64.5 und 62.5 Meter und erhielt die Note 216 blieb also weit hinter Birger Rund zurück. Der Norweger Sörensen(59.5 und 58.5) und der Davoser Paul Fußball in England Dienstag, den 25. Dezember 1. Liga: Arsenal— Preston Northend burn Novers— Portsmouth:0. Chelsea Villa:0, Everton—. Sunderland:2, Grimsb Town— Tottenham Hotspurs:0. Leeds United Manchester City:2, Leicester City— Huddersfiel Town:3, Sheffield Wednesday— Birmingham:1 Westbromwich Albion— Stoke City:0, Wolver hampton Wanderers— Derby Connty:1. 2. Liga: Blackpool— Oldham Athletique 4: Bradford— Fulham:0, Brentford— Plymou## Argyle:0, Burnley— Bolton Wanderers:1, Bur — Westham United:4, Manchéster United— Nott Connty:1, Newcastle United— Hull City:2, Nott Forest— Norwich City:2, Port Vale— Bradfor City:0, Swansea Town— Southampton:1. Mittwoch, den 26. Dezember 1. Liga: Aston Villa— Chelsca:3, Birmingha — Sheffield Wednesday:4, Derbn Connty— Wo verhampton Wanderers:0, Hudderssield Tomn Leicester City:3. Liverpool— Middlesbrough 2 Manchester City— Leeds United•0, Portsmouth Blackburn Rovers:1, Preston Northend— Arsen :1, Stoke City— Westbromwich Albion:0, Sunde land— Everton:0, Tottenham Hotspurs— Grimsb Town:1. 2. Liga: Bradford City— Port Vale•0, Fr ham— Bradford:2, Hull City— Newcastle Unit :1, Norwich City— Notts Forest:3, Notts Conn — Manchester United:0, Oldham Athletic— Bla vool:3, Plymouth Argyle— Brentford:1, field United— Bearnsley:1, Southampton Swansea Town:0, Westham United— Burn:0 Bezug Zustellu: RM..Zustellge störunge Sprechstu Nr. 37 Maurer(61 und 67) kamen gemeinsam auf den## ten Platz vor Adolf Badrutt=St. Moritz. In Davos gab es ein Eishockeyspiel zwische dem EHC Davos und der Universität: ford.:1(:0,:1,:0) siegten die Einheimisch In Kloster siegte dagegen der Londoner Queene unerwartet hoch mit:1(:0,:1,:0) In der! Abend wurde Kilom scheule daß di 18 Pe Die fra in W suchun gegen freien Bei der Perso samm verlet Bunte Reihe im Sport Herrliches Eishockey im Sportpalast Im Berliner Sportpalast sah man am Montagabend ein schönes Spiel zwischen dem BSC und den eien Seringge Binnspeg Monarchs. Die Haile wur bis auf dazu beitragen werden, dieses Spiel für den Zuschauer don letzien watz gefüllt. Diesmal zeigten die Verübersichtlicher und interessanter zu gestalten. liner daß doch noch viel in ihnen steckt, wenn sie In Zukunft darf der Ball bereits dann aus dem Ge auch boch:9(:4,:2,:3) geschlagen wurden. Die Jn Hwranst eurenn auch hoch:9(:4,:2,:3) geschlagen wurden dränge herausgegeben werden, wenn er nur ein einziges] Berliner hätten ein besseres Ergebnis veroien. Groß Die Vereinigten Staaten haben jetzt be= größte Interesse des Auslandes. Schon jetzt steht reits die Zahl der an den Olympischen Winterspielen daß je fünf Journalisten aus Japan(!!), Span= 1936 in Garmisch=Partenkirchen teilnehmenden Ski=, Polen und Norwegen kommen werden. Die Ausländen läufer ermittelt. Danach werden insgesam: 18 Läu= wollen am Kampfort der kommenden Olympische fer nach Europa entsandt, und zwar fünf für den Winterspiele ihre Studien machen. Schon jetzt ha## Spezialsprunglauf, fünf für den Langlauf, zwei für gesagt werden, daß zählreiche ausländische die Kombination und sechs für den Abfahrtslauf. Die sich um die deutschen Titel bewerben wollen. Ausscheidungswettbewerbe hierzu sind bereits terminlich festgelegt, die Lang= und Kombinationsläufer verDer in verkel Verke Folge durch Die Po der K halts stelldi ist jei Genera stische reich, Der Le eine vor 1 sammeln sich am Sprungläufer am 12. Februar in Lake Placid. 3. März in Salt Lake City. die Die Fußballmannschaften von Franareich und Schweden haben sich bisher in Länderspielen noch nicht gegenüberstanden. Das erste Treffen der beiden Nationalmannschaften steigt am 25. November des nächsten Jahres in Paris und am 14. Juni 1936 wird in Stockholm das Rückspiel Rückspiel stattfinden. Der französische Automobil=Club hatte bekanntl den Plan, den Großen Automobil=Preis von Frai reich nicht mehr auf der weltbekannten Rennstr von Linas=Montlhery austragen zu lassen. so dern ein Rennen durch die Straßen der Pariser nenstadt als„Grand Prix“ auszuschreiben D Plan stieß in der Oeffentlichkeit auf stärktten Wispruch. Ihm schlossen sich auch u. a. die Rennf an. Nun hat der AC de France sich entschlossen. d Großen Preis am 23. Juni wieder in Linas Mon Kleines Programm der Kreisklasse Eine Handvoll Freundschaftsspiele und keine Ueberraschung Lokalkampf in Dellbrück hery zu starten. Daß Englands Wimbledon=Sieger Fred Perry zurzeit völlig überspielt ist zeigte sich nun auch beim Die meisten Vereine der Kölner Kreisklasse schon ten ihre Spieler an den Festtagen, da sie bereits am 30. Dezember wieder zu den schweren Meisterschaftskämpfen antreten müssen. Die Kampffolge war daher nicht groß. SB Berg.Gladbach— Rheinland Zollstock:4: Die Gladbacher hatten anscheinend nicht mit der Kampfkraft der Kölner gerechnet und dachten durch ihren knappen 211=Halbzeit=Vorsprung einem sicheren Siege zuzusteuern. Aber das Bild wurde anders, die Kölner orehten mächtig auf und hatten bald den Vorsprung aufgeholt, um dann später noch durch zwei weitere Treifer mit dem schönen Erfolge nach Hause fahren zu konnen befriedigt, die anscheinend nur aus eigenem Platze außergewöhnliche Leistungen vollbringt. In der ersten Hälfte war der Kampf ziemlich verteilt, doch konnte Weiden schon bis zur Pause einen knappen:=Vorsprung herstellen. Später wurde dann die Platzmannimmer mehr überlegen und sie gelangte schaft denn Zum Wochenende konnten die beiden Franzo Dreiländerkampf Australien— Frankreich— Eng=[Huguenin und Pladner für ihr Land sehr land in der Hasenstadt Sidney. Nachdem Mac Grathl achtenswerte Erfolge erzielen. Während der Fliege und Crawford den Engländer schon geschlagen gewichlter Huguenin den Italiener Dimascio im hatten, besiegte auch Boussus seinen englischen Geg=##tralsportring in Paris ganz knapp nach Punkt Brugnon:2,:., schlagen konnte, ohne besonders zu überzeugen, kam Brest der Franzose Emil Pladner im Bantamgem## ner:6,:2,:3. Mar Grath schlug Lo aus 2 Nachris schungs von de zeug der bei ha 4300 K in ein hunde über den Belaier Biesauch zu einem selbst in dieser Höhe verdienten Siege. SE Gleuel— Sülz 07 Res.:2: Mit der Gleueler Einheit scheint es in letzter Zeit nicht ganz zu stimmen, ob sie überspielt ist oder was sonst in ihrem Gefüge in Unordnung ist, wurde uns nicht bekannt Nach einer torlosen Halbzeit übernahmen die Sülzer das Kommando und wurden für ihre Anstrengungen auch durch einen schönen Sieg belohnt. Auf der Baseler Winterbahn wurde ein internationales Omnium ausgetragen, in dem sich der Straßenweltmeister und Rekordmann Karl KaersBegien glatt als bester Starter erwies. Der Belgier siegte mit sieben Punkten vor dem Schweizer Müller. der auf zwölf Punkte kam. Der Ver ner Lothar Ehmer bölegte zusammen mit dem fran zösischen Stunden Weltrekordmann Richard den dritten Platz mit se 15 Punkten. zu einem eindrucksvollen Sieg mans, den er schließlich in der 10. Runde zur gabe des Kampfes zwang. 40 Tus Rodenkirchen— Bayenthaler SB:2: Dieses Lokaltreffen fand erwartungsgemäß ziemlich großen Zuspruch, doch waren die Zuschauer von den Leistungen beider Mannschaften nicht ganz befriedigt. Die Gäste gingen durch ein Selbsttor der Schwarzroten ein vom Verteidiger zurückgespielter Ball gelangte nicht mehr in den Besitz des Torhüters— zum ersten Treffer, dem dann der Linksaußen der der Platzelf den Ausgleich folgen ließ. Mit diesem•1 wurden die Seiten gewechselt. Nach der Pause kam Rodenkirchen durch einen verwandelten Handelfmeter zum zweiten Treffer, doch konnte Aretz einige Zeit spater nochmals für die Gäste verantwortlich zeichnen und damit das Endergebnis herstellen Köln 1865— FB Ehrenseld 1910:1: An der wiedererwachten 65er=Mannschaft muß man seine Freude haben. Schon bis zur Pause harten die Blauweißen SP Westhoven— Tus Rodenkirchen Res.:2: Ausgeglichene Mannschaften standen sich in diesem Kampfe gegenüber, doch war Westhoven mit seinen Torschüssen etwas glücklicher als die Gäste=Elf und sie konnte sich knapp gegen diese behaupten. Die Deu schaften in schen Wintersportmeister In den nächsten Tagen dürfte der Umbau a Malcolm Campbells„Blauer Vogel“, dem be# Ueber=Rennwagen des Engländers, beendet Fedruar sollen die Versuche mit der 2450 PS st Maschine in Dantona Leach(Florida) unte men werden. Campbell hofft, daß er durch P dung reinen Alkohols als Betriebsstoff die(6 digkeit seines Wagens bedeutend erhöhen ka Garmisch Partenkirchen, finden das Auf die Kosten kommt es also Campbell nicht an kundi aussa Nord: mit 40 leren Erfri# Nord welle Verei geforl SB Meschenich— Hertha Bonn 11:2: Die Bonner enttäuschten auf der ganzen Linie und bekamen kein Bein auf die Erde. wie man zu sagen pflegt Meschenich ließ sich nicht von seinem gewohnten technisch guten Spiele abbringen und hatte dis zur Pause schon eine§:1 Führung erreicht, die sich später noch um 3 weitere Treffer erhöhte, doch war in diesem Zeitraum auch Bonn noch einmal erfolgreich Freundschaftsspiele der 3. Kreisklasse Bei der Reservemannschaft des Kölner Club Rasenspiele weilte die 1. Elf des SC Wacker Köln. stärker demerkbar. Halblinker Die Besucher seigten in diesem Kampte anregende Lei= Ziemen durch Umspielen von Jugend Kalk— SV Flittard:1 Die Flittarder mußten zu dem Kampfe mit Cratz für ihren guten Mittelstürmer antreten und waren den Kalkern in keiner Wesse gewachen; diese spielten wie in ihren desten Tagen und waren bald eine Klasse werlegen. Nachdem Flinard durch einen Schrägschuß Rechtsaußen kurz nach Beginn in Führung gegangen war, übernahm die Jugend das Kommando, erzielte durch den Muttelstürmer Rohrmann den Ausgleich, durch den auf rechtsaußen gewechselten Mühl#enzel das zweite und kurz vor der Halb zeit durch einen Alleingang von Ziemnen das drittesTor. Nach der Pause machte sich die Uebterlegenheit der Katker, die ernUr malig Pien als rechten Laufer stehen hatten, noch Ristau stellte auf:1, zwei Gegnern auf:1, SC Phönix—. Germania Düren 6: Die Dürener Gäste erwiesen sich für die Ehrei der Mannschaft als zu schwach und mußten eine## Niederlage einstecken. Erst beim:=Stande kam Din durch den Mittelstürmer infolge eines Mißverständni zwischen der gegnerischen Deckung zum Ehrentr Die Ehrenfelder spielten wie aus einem Guß und ha in ihren Reihen keinen Versager. Torschutzen war Mittelstürmer Weber(). Halbrechter Rheindorf DIO iksaußens Ages und Halblinker Engels je einma. ein klares Uebergewicht über den Gegner und stellten stungen und gewannen verdient und dem Spielverlauf der als Ersatzmann eingestellte Klein auf:1. Ristau auf dies durch ein•0 auch zahlenmäßig fest. Nachher entsprechend mit:3.— TuxV Berg. Gladbach hatte ließen die 65er im Gefuhl des sicheren Sieges nach. Bfr Poll Res. zu Gast. Die größere Spielerfahrung der Gast kam zu seinem Ehrentresser, aber auch der entschied diesen Kampf zugunsten der Besucher mit :4, nachdem Poll beim Seitenwechnsel bereits mit :3 geführt hatte.— Knapper verlief das Spiel 79 Immekeppel gegen Bensberger FV Res. Die Gäste der„ hielten mit nur:4(:), allendings verdient, die##ten sich aber auch dort nicht durchietzen. In der enn Das Spiel Rondorf 1. gegen Viktorig Hälfte war der Kampf ziemlich ausgeglichen. Nord ging Platzverein schoß noch einmal ein. BsL Gronau— SB Allianz:4: Die Gladbacher :1 und schließlich Klein auf eine Rechtsslanke auf 1. SC Preußen— Köln Nord:2(:1) Nach ddrem Gasupiel bei MsV traten die NordGermania Jündorf— SV Eil:2 Die Gäste leisteten dem Platzverein heitigen Wi: stand und wurden nur ganz knapp geschlagen. Kampf litt allerdings stark unter dem Verragen Schiedsrichters, der einen schlechten Tag hatte und Verlauf stark heunnte. Krehe war der dreimalige schütze der Zündorfer, während die Eiler durch Mittesläufer Linden sowie durch einen von dem M stürmer Zims verwandelten Elimeter zu ihren Ersc kamen. nit Mar eute nunmehr bei den Dellbrücker Preußen an. konnhatten anscheinend angenommen, daß die der 2. Kreisklasse zugeteilten Kölner ihnen nicht gewachsen wären Gruppe Opladen Ergebnisse der Freundschaftsspiele am zweiten W SB Leverkufen— Eintracht Düsseldor waren von dem Können der Gäste=Mannschaft nicht 29 Merheim kamen nicht zum Austrag sowie Mitteistürmer Brocken) erfolgreich.