Tageszeitung Bezugspreis: RM..—(einschließlich 38 Pfennig Beitrag zu den Zustellungskosten).— Erscheint wöchentlich siebenmal morgens.— Postbezug RM..— seinschließlich 45 Pfg. Postzeitungsgebühr und zuzüglich 42 Pfg. Zustellgeld der Post).— Durch höhere Gewalt hervorgerufene Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Rückerstattung des Bezugspreises. Sprechstunden der Redaktion: 12—13 Uhr.— Postscheckkonto: Köln Nr. 59000. Nr. 348 Verlag und Redaktion: Stolkgasse 25—31,— 21;12; Poranzeigen brstase An ser Vort 5 Voe, dos tele leberschrsch. Fernsprecher: a) von 8 Uhr bis 20 Uhr: Sammelnummer 220301:)nach wor 10 Pfg., geschäftlichel Wortanzzigrn ir Worig,#herung dienen im 50 Uhr: Direktion 220802; Chefredaktion 2208301; Sportredaktion 220303. 20 Pf.10 Bige se, Mihtmeter, r Sportgnzeigen im Terrteil 40 Biennig ne Sonntags die illustrierte Wochenendausgabe„Die Bastion“ kostenlos. Millimeter.— Textanzeigen 80 Pfennig(Preisliste 5, Nachlaßstaffel Montag, den 26. November 1934 Einzel=Preis 15 Pfg Für eilige leser Laut„Sunday Dispatch“ steht eine Vergrößerung der britischen territorialen Luftstreitkräfte in der nahen Zukunft bevor. Auf dem Garnison=Friedhof in Kiel fand am Sonntag am Ehrenmal der gefallenen Scehelden ein Gedenkgottesdienst der Reichsmarine statt. Die Belgrader Blätter zeigen sich von der Verschiebung der Völkerbundsratssitzung auf den 3. Dezember sehr überrascht und drücken ihre Unzufriedenheit aus. Sie bezeichnen die Verschiebung als ein Manöver Italiens, das die Lage für Ungarn mit allen Mitteln erleichtern wolle. Schloßbrände in Frankreich Brandstifter am Werk? DNB. Paris, 25. Nov. Der„Ami du Peuple“ lenkt die Aufmerksamkeit der Oeffentlichkeit auf die häufigen Feuerschäden in geschichtlich wertvollen fran zösischen Schlössern hin. Es könne kein Zweifel bestehen, daß es sich um die Machenschaften einer organisierten Bande handele, da in den letzten 20 Tagen sechs bekannte Schlösser durch Feuer zerstört oder schwer beschädigt worden seien. Drei Mädchenleichen gefunden Carlisle(Pennsylvania), 25. Nov. Auf einem stark bewaldeten Berghang wurden heute unter zwei Bettdecken drei Mädchen von acht, zehn und dreizehn Jahren, offenbar Schwestern aus einer wohlhabenden Familie, fest umarmt, tot aufgefun den. Sie sind anscheinend erwürgt worden. Samuel Insull freigesprochen Chicago, 25. November. Samuel Insull, der in Verbindung mit dem Zusammenbruch der Corporation der Securities Company wegen Betruges zum Schaden des Staates angeklagt war, wurde von den Geschworenen freigesprochen. Auch sämtliche 16 Mitangeklagten erzielten ein freisprechendes Urteil. Der Prozeß hat im ganzen acht Wochen gedauert. Nach der Bekanntgabe des Freispruchs veranstalteten die im Gerichtssaal Anwesenden eine Kundgebung für Insull und die übrigen Freigesprochenen. Der Staat Illinois beabsichtigt, seine Anklage gegen Insull aufrecht zu erhalten und das gerichtliche Verfahren gegen ihn fortzusetzen. Dammrutsch verursacht Zugentgleisung Sieben Leichtverletzte München, 25. November. Wie die Reichsbahn direktion München mitteilt, entgleiste auf der Strecke Ingolstadt—München am Sonntag früh ein Personenzug infolge Dammrutsches auf freier Strecke, etwa 1 Kilometer vor dem Bahnhof Reichertshausen an der Ilm mit Lokomotive, dem Packwagen und drei Personenwagen. Die beiden letzten Personenwagen stürzten um. Da der Zug nur schwach besetzt war, haben von den Reisenden nur sieben Personen Verletzungen durchweg leichter Natur davongetragen. „Ern'te Bibelforscher“ verurteilt Halle, 25. Nov. Das Sondergericht Halle verurteilte neun Anhänger des„Zeugen Jahwes“, der eine Fortsetzung der verbotenen Organisation der„Ernsten Bibelforscher“ darstellt, zu je drei Monaten Gefängnis.(Das Hessische Sondergericht hatte 29„Ernste Bibelforscher“ im März 1934 freigesprochen, weil die Verfassung die Freiheit der Glaubensausübung gewährleiste.) Das Sondergericht Halle stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, daß zwar reine Religionsgesellschaften Anspruch auf solchen Schutz hätten, aber nicht Gemeinschaften wie die„Ernsten Bibelforscher“ und die„Zeugen Jahwes“, die staatsfeindliche Zersetzungsarbeit betrieben. Bekanntmachung für die Rheinschiffahrt Koblenz, 25. Nov. Der Oberpräsident der Rheinprovinz(Rheinstrombauverwaltung) givt bekannt: Oberhalb des linken Strompfeilers der Ruhrort=Homberger Straßenbrücke ist ein 750 Tonnen großer Kahn quer zum Strom festgekommen. Die eine Hälfte des rd. 70 Meter langen Kahnes beengt die Hauptöffnung der Brücke, die andere ragt in die linke Seitenöffnung hinein. Bis zur vollständigen Entfernung des Kahnes werden folgende schiffahrtspolizeilichen Anordnungen getroffen: Die linke Oeffnung der RuhrortHomberger Straßenbrücke ist für die Schiffahrt gesperrt. Das Ueberyolen von Berg= und Talzügen ist auf der Strecke von der Essenberger Fähre bis Haus Knivv verboten. Dies Ueberholungsverbot gilt auch inbezug auf in Bildung begriffene Bergzüge. Auf der genannten Strecke ist das Aufsichfahren von Schissen verboten. Die Schiffe mit eigener Triebkraft dürfen die Brückenstelle nicht mit größerer Geschwindigkeit durchfahren, als zur sicheren Steuerung der Fahrzeuge notwendig ist. Den Anordnungen der bei km 275,3 und 279,4 aufgestellten Wahrschauen ist Folge zu leisten. Litwinow und Laval in lebhaftem Gedankenaustausch Die russischen und französischen Genfer Abordnungen in emsiger Tätigkeit DNB. Moskau, 25. November. Halbamtlich wird mitgeteilt, daß am Montag die Aussprache zwischen dem Außenkommissar Litwinow und dem französischen Außenminister Laval in Genf fortgesetzt werden soll, an der auf sowjetrussischer Seite auch der neue Botschafter in Paris, Potem kin, und der Generalsekretär Rosenbera teil nehmen werden. Der französische Botschafter, in Moskau, Alphand, hat im Außenkommissariat verschiedene Besprechungen gehabt, darunter auch mit dem ehe maligen sowjetrussischen Gesandten Arosew, der in besonderer Kulturmission nach Paris beordert wor den ist. Wie weiter verlautet, werden demnächst auch mehrere Mitarbeiter des Außenkommissariats nach Geuf reisen, um an den Arbeiten im General sekretariat des Völkerbundes teilzunehmen. * Ueber den Inhalt der französischen Antwortnote an Polen sind bisher keinerlei Einzelheiten bekanntgeworden. Auch die amtlichen Stellen hüllen sich in Stillschweigen. Das Pariser„Oeuvre“ betont in diesem Zusammenhang, das französische Angebot in der Note sei durch die Zustimmung der Sowjet union und der Kleinen Entente während der Genfer Unterredungen gefestigt worden. Das Entgegen kommen der an dem Nordostpakt interessierten Staaten scheine im wesentlichen darin zu bestehen, daß die Eingliederung der bereits abgeschlossenen zweiseiti gen Verträge in das neue Paktsystem als möglich erklärt werde und daß auch den besonderen Be ziehungen Polens zu Litauens und der Tschecho slowakei Rechnung getragen werden könne, um dadurch Polen von vornherein jeden Vorwand zu einer Ablehnung zu nehmen. Das„Journal“ kommt im Zusammenhang mit dieser Frage auch auf die Erklärungen Archimbands in der Kammer zu sprechen. Man wolle, heißt es, der Oeffentlichkeit einreden, daß die Franzosen auf die Waffenhilfe Sowjetrußlands rechnen könnten. Die These von der russischen Dampfwalze gehe aber immer zu Lasten der französischen Sparer. Auf der Suche nach Bankdirektor Schäfer Berlin, 24. Nov. Der frühere Düsseldorfer Bankdirektor der Deutschen Bank und Disconto=Gesellschaft, Wilhelm Schäfer, geboren am 11. Juni 1882 in Kesselstadt bei Hanau, ist nach Unterschlagung und Veruntreuung von mehr als fünf Millionen Reichsmark seit Anfang Januar 1932 flüchtig. Anfang 1932, als er die Entdeckung der gewaltigen Unterschleife befürchten mußte, trat er eine Geschäftsreise an, von der er nie zurückkehrte. Ein letztes Lebenszeichen traf bei seiner Frau und der DD=Bank von den Flüchtling aus Kassel ein, wo er sich einen Tag lang aufgehalten hatte. Als die Polizei in Kassel umfangreiche Nachforschungen anstellte, war Schäfer bereits über alle Berge. Die Polizei hat nunmehr, wie die Rhein.=Westf. Zeitung mitteilt, den Fall wieder aufgegriffen und eine neue Aktion in die Wege geleitet. Wenn auch die größere Wahrscheinlichkeit dafür spricht, daß Schäfer seinerzeit über die Grenze entkommen ist, so kann man es dennoch nicht für ausgeschlossen halten, daß er sich unter falschem Namen und bei verändertem Aussehen im Reiche verborgen hält. Schäfer war seinerzeit Vorsteher der Effektenabteilung. Durch seine Hände gingen täglich Millionen. Er spekulierte selbst und deckte dann die bei seiner Spekulation entstandenen Verluste durch falsche Buchungen. Um keinen vorzeitigen Verdacht zu erregen, inszenierte Schäfer eines Tages eine dringende Geschäftsreise, nachdem er zuvor nochmals einen tiefen Griff in die Kasse getan hatte, wobei er sich offenbar Hunderttausende aneignete. Bis zu der Revision hatte er einen so großen Vorsprung, daß er schließlich seiner Frau und der Direktion ein schriftliches Geständnis über seine Verfehlungen zusenden konnte, indem er gleichzeitig erklärte, daß er nicht mehr den Mut zur Rückkehr habe. Seitdem ist Schäfer verschollen. Lediglich auf der Gepäckaufbewahrungsstelle des Bahnhofes Mühlhausen in Thüringen konnte noch ein Koffer des Flüchtigen beschlagnahmt werden, in dem sich die beiseite geschafften Beweismittel befanden. Es sind 5000 Reichsmark auf seine Ergreifung ausgesetzt worden. Der getreue Wächter kam in den Flammen um Dörth(Hunsrück), 25. Nov. Gegen 4 Uhr nachts brach im Bauerngehöft des Landwirts Josef Mallmann ein Feuer aus, das mit rasender Geschwindigkeit um sich griff. Als das Feuer be merkt wurde, hatte es bereits einen großen Teil des Hauses erfaßt. Durch das Bellen des Wacht hundes wurden die Bewohner aus dem Schlaf ge weckt und konnten sich notdürftig gekleidet noch rechtzeitig retten. Der treue Hauswächter aber fand den Weg nicht mehr ins Freie und kam in den Flammen um. Auch die Hühner, ein geschlachtetes Schwein und eine Bargeldsumme wurden ein Raub der Flammen. Wohnhaus, Scheune, Stall und Schuppen der Familie Mall mann waren nicht meh.„u erhalten. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt.. Weltausstellungshalle in Brüssel eingestürzt f dem Gelände der Brüsseler Weltausstellung stürz te am 23. November eine der beiden großen belgischen llen, deren Bau schon sehr weit vorgeschritten war, zusammen und riß 80 Arbeiter in die Tiefe. Aus Trümmern wurden acht von ihnen tot, ca. 40 ver letzt geborgen. Unser Bild zeigt die zusammengestürzten Trümmer der gigantischen Konstruktion. Ungarns Note an den Völkerbund Der Wortlaut DNB Genf. 25. Nov. Die am Samstag dem Generalsekretär des Völkerbundes überreichte ungarische Note hat folgenden Wortlaut: Im Namen der königlich ungarischen Regierung beehre ich mich, Ihnen die folgende Note zu überreichen mit der Bitte, sie dem Völkerbundsrat zuzuleiten, der sich dieser Tage zu einer außerordentlichen Tagung in Genf versammeln wird. Eine hartnäckige Kampagne, der Ungarn seit dem Tage des Marseiller Attentats ausgesetzt ist, sowie die denkbar grundlosen Anschuldigungen, die andauernd gegen es erhoben werden, haben bis zum gegenwärtigen Augenblick eine politische Atmosphäre geschaffen, die nicht nur für die normalen Beziehungen zwischen gewissen Staaten Europas voll ernster Gefahren ist, sondern auch den Frieden der Welt beeinträchtigen kann. Die so bestehende Spannung ist verschärft worden durch den Antrag, den die südslawische Regierung mit Unterstützung der beiden anderen Staaten der Kleinen Entente am 22. November an den Völkerbundsrat gerichtet hat. In diesem Antrag erlaubt sich die südslawische Regierung, Ungarn zu belasten und seine Behörden für das verabschenungswürdige Attentat von Marseille verantwortlich zu machen. Man übertreibt nicht mit der Erklärung, daß ernste für den Frieden, dessen Wahrung die wichtigste Aufgabe des Völkerbundes ist, eintreten könnten, wenn diese Lage andauert und wenn Ungarn, seine Regierung sowie seine Behörden den verschiedenen Aufreizungen und verleumderischen Anschuldigungen ausgesetzt blieben, die seit langen Wochen gegen es gerichtet werden. Unter diesen Umständen glaubt die ungarische Regierung, daß es von der größten Bedeutung wäre, daß der Völkerbundsrat sofort in die Prüfung der Angelegenheit eintritt, mit der er von der südslawischen Regierung besaßt ist. Die ungarische Regierung legt Wert auf die Erklärung, daß es für ihr Land ein lebenswichtiges Interesse darstellt, die Ehre Ungarns gegen Umtriebe zu verteidigen, die kein anderes Ziel als die Schädigung des guten Rufes der ganzen ungarischen Nation haben. Da es andererseits unbeschadet der Vorschriften des Artikels 11, des Paktes, auf den sich der südslawische Antrag bezieht, zu den Befugnissen des Rates nach Artikel 4 des Paktes gehört, über jede Frage zu befinden, die den Frieden der Welt berührt, so ist es seine Aufgabe, die vorliegende Angelegenheit sobald wie möglich auf die Tagesordnung der gegenwärtigen außerordentlichen Tagung zu setzen und so den ernsten Gefahren zu begegnen, auf die hinzuweisen die ungarische Regierung für ihre Pflicht hält. Getreidekrife in Frankreich Die bretonischen Bauern backen selbst Brot und verkaufen es DN% Paris, 25. Nov. Angesichts der unveränderten französischen Getreidekrise sind verschiedene Landwirte in der Bretagne zur Selbsthilfe geschritten. Da es ihnen wegen der festgesetzten Getreidepreise nicht möglich war, ihre Kornvorräte abzusetzen, haben sie sich entschlossen, das Getreide selbst zu vermahlen, Brot zu backen und dieses dann zu billigen Preisen unmittelbar an die städtischen Verbraucher zu verkaufen. In der Umgebung von Rennes sind bereits drei solcher Backöfen in Betrieb, in denen täglich 1800 kg Brot verarbeitet werden. Die Bauern erklären, daß sie mit dieser Maßnahme gleichzeitig auch das„gute Brot“ von früher erzielen wollen.— Die Getreidekrise ist nach wie vor Anlaß größter Beunruhigung in den interessierten Kreisen. Der Reichswehrminister hat Dresden wieder verlasen Dresden, 25. Nov. Reichswehrminister Generaloberst von Alambera, der sich einige Wochen zur Erholung auf dem Weißen Hirsch aufgehalten hat, trat am Sonntagvormittag auf dem Luftwege die Rückreise nach Berlin an. In Schutzhaft genommen Hamburg, 24. Nov. In Hamburg wurde ein Ehepaar in Schutzhaft genommen. Der Grund zu dieser Maßnahme lag darin, daß die Frau beim letzten Eintopssonntag die Sammlung als Bettelei bezeichnet hatte und schließlich dem mit der Sammlung Beauftragten widerwillig einen Groschen gegeben hatte. Nach Bekanntgabe dieses Vorfalles bildeten sich vor dem Hause des Ehepaares Ansammlungen und im Sprechchor wurde geruten:„Wir wollen keine Bettelgroschen, wir sammeln für hungrige Kinder". Als die Polizei das Ehepaar festnahm, kam es bei der Abführung zu Demonstrationen gegen die Verhafteten. Nach einer Mitteilung der Staatspolizei in Futle ist ein Bauer in Walbeck wegen Sabotage am Winterhilfswerk in Schutzhaft genommen worden, während ein anderer Bauer aus Morungen diesmal noch mit einer Verwarnung davongekommen sei. Dreitausend Schützen zogen zum Taniener Dom „Ein Schauspiel für Himmel und Erde“ sagte Erzbischof Dr. Kaspar Klein Xanten, 25. November. Die Schützenbruderschaften des Niederrheins wallfahrteten am gestrigen Sonntag zur altehrwürdigen Stadt des hl. Viktor und Norbert. Die Kundgebung in der Stadt Tanten wurde zu einem heißen Bekenntnis zu Staat und Kirche. Viktor und Norbert — das war das Motiv, das allen Veranstaltungen vorstand. Ernste, treukatholische Männer knieten betend im hohen Dome und legten im Tonhallensaale ein Bekenntnis zu ihren Aufgaben im neuen Staat ab. Beides klang harmonisch zusammen, durchpulst von glühender Liebe zum hl. Glauben und angefüllt mit der Liebe zum deutschen Vaterlande. Erzbischof Dr. Klein von Paderborn, war bereits am Samstagabend eingetroffen. Am Dom vortal begrüßte der bekannte Industrielle Kom merzienrat Hubert Underberg, Rheinberg, den hohen Gast. Bekenninis zur heiligen Kirche Pontisikalhochamt im Xantener Dom Ein herrlicher Morgen voll Sonne und Jubel ist den niederrheinischen Bruderschaften an ihrem Wallfahrtssonntag beschert. In vier großen Pro zessionen, voran das Kreuz des Heiles, ziehen dreitausend Schützen zum Dom. Dreihundert Fahnen flattern. Dreihundert Schützen könige tragen jahrhundertalte Schützenketten, deren Silber in der hellen Sonne blitzt und schimmert. Mächtig braust die Orgel bei ihrem Einzug durch die heiligen Hallen, die in strah lende Helle getaucht sind. Chor und Schiff füllt sich schnell mit niederrheinischen Schützen, während die hohe Geistlichkeit einzieht zum Pontisikalhochamt und als der Erzbischof von Paderborn mit Mitra und Stab zum Altare tritt, da bietet sich ein über wältigendes Bild. Lichter sind überall ausge slammt, zahllose Kerzen flackern und vom Kranz der Galerie neigt sich langsam Fahne um Fahne. Manche verwittert und zersetzt. Sie haben Jahr hunderte gesehen. Die Ehrengarde hat die Degen gezogen und flankiert den Hochaltar, an dem nur an besonderen Festtagen das heilige Opfer gefeiert wird. Der Kantener Domchor beginnt innigzart das Kyrie der Choralmesse in-Dur von Bruckner. Stumm steht Kopf an Kopf während des feierlichen Hochamtes. Die Predigt hält Erzbischof Dr. Kaspar Klein, Paderborn unfruchtbare Kritik ab. Mit Gottes Gnade und Hilfe dienen wir dem Vaterlande durch demütiges, aber unwandelbares Christkatholischsein. Dann bringen wir aus dem Schoß unserer Tradition ein Scherflein zum Wiederaufbau des Vaterlandes. Der Redner gab dann dem Vertreter des Landrats und dem Bürgermeister die Versicherung, daß man sich dieser staatsbürgerlichen Aufgabe immer zur Verfügung gestellt habe. Er dankte für den festtäglichen Schmuck der Stadt Xanten. Xanten— nicht nur Symbol des Domes mit all' seiner Bedeutung, sondern auch Aktivität, im dritten Reich zu schaffen für den Aufbau des Staates. Im Namen der hunderttausend Schützenbrüder dürfe er sagen: Unser Wahlspruch ist niemals leeres Wort, sondern es brennt tief in der Seele: Für Glaube, Sitte, Heimat und Vaterland. Weiter sprachen Bürgermeister Schönenborn und Propst Köster. Zum Abschluß sprach dann noch einmal der Erzbischof Dr. Kaspar Klein. Der hohe Herr geht in kurzer Antwort noch einmal auf alle Reden ein und stellt sie markant heraus: Die wegweisenden Ausführungen des Bruderschaftsführers, die Willkommensworte des Bürgermeisters und die ernsten Worte des Herrn Propstes. Er hofft, daß aus dieser Arbeit reicher Segen erwachse und alle Aufgaben erfüllt werden möchten. Mit erhobener Stimme sagte er dann: Wenn das Vaterland ruft, sich einzusetzen für den Aufbau, dann sind wir Katholiken zusammen. Wir lassen uns von niemandem in der echten, wahren Vaterlandsliebe übertreffen. Der Erzbruderschaft galt dann der Wunsch weiteren Wachsens, Blühens und Gedeihens. Feierlicher Abschluß im Dom In hellem Lichterglanze strahlte der Altar, an den Seiten leuchteten die warmen Farbtöne der vielen alten Schützenbanner und Domchor und Orgel gaben ihre volle Kraft zum Preis des Allerhöchsten, zur Verschönerung des feierlichen Nachmittagsgottesdienstes, zu dem sich aberhunderte und tausende katholische Schützen in den weiten Hallen des St.=Viktor Domes eingesunden hatten, um den Vorträgen über den heiligen Norbert, über die Stadt der Heiligen, zu lauschen, und um ein überwältigendes Treuebekenntnis zu Christus dem König abzulegen. Später Nachmittag glühte durch die hohen Fenster des St.=Viktor=Domes, deren aufrauschende Farben bunten Widerschein auf das uralte Gemäuer und die geheimnisdunklen Altarnischen warfen. Hatte schon das feierliche Pontifikalamt am Morgen des unvergeßlichen Tages eine ungewöhnlich große Menge von andächtigen Männern in gesammelter Stimmung der kirchlichen Handlung hingegeben gesehen, so traf die feierliche Nachmittagsandacht das Wesen der großen Bruderschaftsfahrt mit der Konzentration auf das vorbildliche Leben der großen Tantener Heiligen und auf das Treuebekenntnis der Tausende zu Christus, dem König. Kopf an Kopf drängten sich die Schützen, als der Erzbischof von Paderborn das Wort ergriff und vom hohen Lettner herab die Bruderschaftsfahrt der Schützen als einen unvergeßlichen Lichtpunkt seines Lebens bezeichnete. Der Glaubensmut und die Glaubensstärke der Schützen seien ihm einen Beweis dafür, daß der Katholizismus in den Reihen der Bruderschaften einen selsenfesten Hort besitzt. Mit der Aufforderung, allezeit entschlossen für den katholischen Glauben einzutreten, schloß der Erzbischof seine Abschiedsworte, und wie ein Gruß edelster Dankbarkeit erscholl aus Tausenden von Männerkehlen:„Fest soll mein Taufbund immer steh'.“ Andachtsvoll sich bekreuzigend beugte die Menge die Knie, um den bischöflichen Segen zu empfangen, in den Familien, Vereine, Kirche und Vaterland eingeschlossen wurden. In zündender Begeisterung und in herzblutwarmen Worten sprach sodann Kaplan Dr. Welzl über den hl. Norbert. Ergriffen folgten die aufmerksamen Zuhörer den bedeutenden Ausführungen und aus ehrlichen und aufrichtigen Herzen erscholl das Gebet:„Heiliger Norbert, du Stolz unserer Heimat, du Sohn Zantens, du würdiger Sohn des hl. Viktors, erfolgreicher Kämpfer für die deutsche Sache, bitte für unser Vaterland!“ Zum Vortrag des hochw. Herrn Propstes Köster über„Tanten, die Stadt der hl. Märtyrer“ leitete dann ein mehrstimmiges Lied des Domchors „Dir, Jehova, will ich singen“ hin. In tiefgeschöpften und tieffassenden Worten zeichnete der Redner ein eindringliches Bild von der Bedeutung der Tantener Märtyrer und ein herrlicher Kontakt schloß die vielen, vielen Schützen, die dichtgedrängt den bewegten, eindringlichen Worten lauschten, zusammen. In den Herzen der Schützen brannte die Glut heiliger Liebe, als sie beglückt von der Bedeutung des großen Tages ihrem Herrgott ein überwältigendes Treuebekenntnis ablegten. Klangschön und stimmungsvoll ertönte das„Tantum ergo“ von Bruckner und alle die vielen Hunderte von Schützen beugten sich andachtsvoll vor der hl. Hostie in der Monstranz. Jubelnd erklang der gemeinschaftliche Gesang„Großer Gott, wir loben dich“ und in den gewaltigen Lobgesang dröhnten die Glockenklänge des altehrwürdigen St.=Viktor=Domes, die noch einmal das unvergeßliche Treuegelöbnis der rheinisch=westfälischen Schützenbruderschaften zu Christus dem König weit in das niederrheinische Land hinaustrugen. Ernste Erkrankung des Primas von England Kardinal Bourne, Erzbischof von Westminster, Primas von England, ist, wie bereits gemeldet, schwer erkrankt. Das hohe Alter des Kirchenfürsten — er ist 82 Jahre alt— gibt zu ernsten Besorgnissen Anlaß. Die Trauer um Kardinal Gasparri Rom, 22. Nov. In der Kirche S. Ignazio fand heute im Beisein aller Kurienkardinäle ein feierliches Pontisikalreauiem für den verewigten früheren Kardinalstaatssekretär Gasparri statt, bei dem der Kardinaldekan Granito di Belmonte die absolutio ad tumbam erteilte. Als Vertreter des Königs wohnte, wie die K. V. meldet, der Herzog von Bergamo und als Vertreter Mussolinis der Justizminister de Francisci der Feier bei, außerdem fast sämtliche Ritter der höchsten italienischen Ordensauszeichnung, der SS. Annunziata, deren Ordensmitglied der Verblichene war. Das diplomatische Korps beim Vatikan war vollzählig anwesend, ebenso zahl reiche Mitglieder des Diplomatenkorps beim Quirinal, ferner die Präsidenten des Senats und der Abgeordnetenkammer, der Generalsekretär der faschistischen Partei, der Gouverneur von Rom, der Gouverneur der Vatikanstadt, alle hohen Würdenträger des päpstlichen Staatssekretariates und Hofstaates. Neue Demonstrationen in Prag DNB Prag, 25. Nov. In den späten Abend stunden des Samstag wurde der Kampf um das deutsche Universitätsgebäude vorläufig beendet. Auf Anordnung des deutschen Rektors, Professor Dr. Grosser, verließen die deutschen Studenten einzeln das Gebäude, das von einem starken Aufgebot von Polizei bewacht wird. Die tschechischen Demonstranten, zu denen sich Pöbel gesellt hatte, zimmerten aus der während des Kampfes zer trümmerten Tür zum deutschen Rektorat ein Galgengerüst. Daran brachten sie die Tafel an, die sie in den Mittagsstunden vom deutschen Rek toratsgebäude abgerissen hatten. Noch in den späten Nachtstunden des Samstag herrschte in den Straßen Prags eine ungewöhnliche Unruhe. Die Demonstranten sammelten sich immer wieder von neuem und wurden von der Polizei unter Anwen dung des Gummiknüppels auseinandergetrieben. Auch berittene Polizei wurde eingesetzt. Es er folgten zahlreiche Verhaftungen. Nach Eintritt der Dunkelheit wurde am Samstag auch das deutsche Vereinshaus Urania von Demonstranten an gegriffen. Zahlreiche Fensterscheiben wurden durch Steinwürfe zertrümmert. Nach einer Meldung der Polizeidirektion haben die Demonstranten auch im Volkshaus in der Hyberner Gasse zwei Fensterscheiben und zwei gläserne Transparenttafeln eingeschlagen. Flandin ist wülend Man merkt ihm die Freude an über dieses jubelnde Bekenntnis zur hl. Mutter Kirche. Ein Schauspiel für Himmel und Erde nennt er es. Er lobt die Begeisterung, mit der sie Gutes schaffen und Zeugnis für Christus ablegen wollen. Ein Glaube— ein Geist— ein Ziel umschließt sie alle. Diese Feier soll Bekenntnisseier sein. Aus ihr soll das helle Licht unseres Glaubens leuchten, denn wir sind katholisch durch und durch. Dieses Bekenntnis wird abgelegt in einer heiligen Zeit, im heiligen Jahre, das geseiert wird an den Opfertod Christi auf Golgatha vor 1900 Jahren. Zugleich ist dieser Tag auch ein feierlicher Protest gegen jene Bestre bungen, eine Kirche zu gründen auf dem Boden von Blut und Rasse. Wir glauben, was die Kirche lehrt, denn wo die Kirche ist, da ist das Reich Gottes und wo Gott ist, da ist die Wahrheit. Zum Salvator mundi erheben wir unsere Herzen und vereinigen unsere Opfer mit seinem Opfer. Denkt an die Verheißung: Und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Dieser Tag soll ja frohe Hoffnung geben, denn Ihr seid ja Männer voll der Liebe und des Glaubens. Haltet nach eurem Wahlspruch Schutz über„Glaube und gute Sitten". Stellen wir uns mit beiden Füßen auf den Fels Petri und umklammern wir ihn mit beiden Armen. Für Gott und für das Vaterland soll unsere Losung sein. So soll es sein für und Archimbaud hält seine Erklärung aufrecht London, 25. November. Die Mitteilung des französischen Außenministeriums, daß kein Militärbündnis zwischen Frankreich und Sowjetrußland besteht, hat die Aufregung, die in der englischen Oeffentlichkeit durch die sensationellen Enthüllungen Archimbauds in der französischen Abgeordnetenkammer erzeugt worden war, merklich beschwichtigt. In der Londoner Presse finden sich jedoch weiterhin starke Nachklänge an die durch die Aeußerungen in Paris in Blitzesschnelle erleuchtete politische Lage auf dem europäischen Festland. Trotz der eingetretenen Beruhigung wird nicht die Sorge verhehlt, die mit Be zug auf die Entwicklung in Europa und insbesondere im Zusammenhang mit der kommenden Saar abstimmung empfunden wird. Eine bemerkenswerte Mitteilung des Pariser Korrespondenten des„Sunday Expreß“, nach der Archimbaud sich weigert, auch nur ein Wort von dem, was er in der französischen Kam mer erklärte, zurückzunehmen, ist sicher nicht dazu angetan, diese Sorge zu vermindern. Der Berichterstatter meldet, daß die franzö sische Presse angewiesen worden ist, so wenig wie möglich über diese Frage zu schreiben. Der französische Ministerpräsident und andere Minister seien wütend über die Indiskretionen Archimbauds gewesen, der keine amtliche Billigung für seine Aktion gehabt habe. Archimband bemerkte dem Korrespondenten gegenüber, Barthon habe bei seinen Besprechungen in Gens eine Vereinbarung mit Litwinow erzielt. Bis zur Erreichung der Abrüstung unter dem Völkerbund sei es voll kommen normal für zwei große Nationen wie Frankreich und Rußland, ein Einvernehmen zustande zu bringen, unter dem jedes Land dem anderen für den Fall, daß es angegriffen werde, militärische Hilfe verspricht. Für mich, so schloß Archimbaud, besteht nicht der geringste Zweisel, daß eine Union zwischen Frankreich und Rußland herrscht. Diese Stunde seiern wir auf historischem Boden, der geheiligt ist durch das Blut der Märtyrer. Hier hat der hl. Norbert, der große Erzbischof von Magdeburg, gewandelt, ein Mann, wie man ihn selten in der Kirchengeschichte findet. Vor der Welt war er kin ganzer Mann, vor Gott ein Kind. Wenn wir wie er unsere Pflicht tun, kann unser Tod nichts anderes sein als ein Uebergang zum ewigen Leben in Gott. Seid ganze Männer vor der Welt, aber Kinder vor dem Herrn.“ Dann ist das Credo Bekenntnis.„Jubilate Deo“ klingt es auf, jubelnd und glücklich. Zur heiligen Wandlung senken sich die Fahnen und Degen, bittend erheben sich die Herzen zu Gott. Am Schlusse des Meßonfers hebt der Erzbischof seanend die Hände zum Krenzzeichen nach allen Richtungen! Es segne Euch der allmächtige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Treue dem Vakerland Festakt in der Xantener Tonhalle Am Mittag fand in der Xantener Tonhalle ein festlicher Empfang bei Sr. Exzellenz dem hochw. Herrn Erzbischof und Sr. Durchlaucht dem Fürsten zu Salm Reifferscheidt statt. Die bunten Uniformen, das Königssilber beherrschten den Saal. Herz lich begrüßt, betraten Erzbischof, Fürst, das Prä sidium der Erzbruderschaft und zahlreiche Ehren gaste den Saal. Das Bundesbanner und die drei hundert Fahnen werden beim Einzug steherd mit erhobener Rechten gegrüßt. Der Sebastianns marsch schmettert und der Domchor singt mit frober Begeisterung. Dann spricht Fürst Franz zu Salm=Reisserscheid! Im Namen der Erzbruderschaft vom hl. Seba tianus von Rheinland und Westfalen begrüßt und dankt er in herzlichen Worten. In dem hochw. Herrn Erzbischof begrüßt er ehrerbietig den Nach folger des hl. Norbertus, der vor 900 Jahren von hier auszog, um seine christlich-katholische deutsche Mission zu erfüllen. Damals, vor 800 Jahren. wurde der Begriff des europäischen Kontinents gelegt, der die christliche Idee getragen hat und heute noch trägt. Der Durchbruch des unendlichen Asiens wäre nicht abgeschlagen worden ohne die überwältigend große Idee des Christentums. Wie vor 800 Jahren, so hat auch heute Deutschland die Sendung Euronas zu erfüllen. Wie ehedem, ist auch heute der Westen der sakrale Raum. umflossen vom Rhein, in dessen Tiefe auch heute noch die Krone ruht als Symbol der Einheit, der Größe und der Gemeinschaft. Diese Krone als Symbol des Reiches liegt solange noch im Rhein bis jeder von uns die Idee der christlichen Gemeinschaft voll und ganz ersaßt hat. Darum lehnen wir auch alle Herriots Freundlichkeiten für Rußland DNB. Paris, 25. November. In einer Rede bei einem Festessen in Chateau de Therry erklärte Staats minister Herriot u..: Um den Frieden in der Welt sicherzustellen, dürfe man weder auf diejenigen hören, die eine Panikstimmung vervreiten, noch sich um die innere Politik der jenigen Völker kümmern, die mit Frankreich an der Aufrechterhaltung des Friedens arbeiten. Herriot sprach in diesem Zusammenhang seine Genugtnung über die Anwesenheit Rußlands im Völkerbund aus. Er schloß mit der Behauptung, daß zur Auf rechterhaltung des Friedens man keiner Diktatur bedürfe. Frankreich habe im Jahre 1914 bewiesen, daß die Disziplin der Republik ebenso wie im Jahre 1792 den französischen Boden und die Freiheit der Welt gerettet hätten. Wichlig für Saarabstimmungsberechtigte! deren Eintragung in die Abstimmungslisten noch nicht feststeht DNB Berlin, 16. Nov. Der Bund der Taarvereine teilt uns mit: Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß die Rekurse gegen die Entscheidung eines Kreisbüros aus den amtlichen, von der Abstimmungskommission herausgegebenen weißen Formularen einzulegen sind. Diese müssen auf das sorgfältigste ausgefüllt werden. Der Abstimmungsberechtigte läuft sonst Gefahr, daß der Rekurs wegen sormeller Mängel verworsen wird. Wem ein solches Formular nicht zugegangen ist, wende sich an den Vertrauensmann, die Ortsgruppe oder die Geschäftsstelle des Bundes der Saarvereine, Berlin SW 11, Stresemannstraße 42. Die genaunten Stellen sind auch bei der Ausfüllung der Formulare behilflich. Chinesischer Dampfer gesunken— 43 Seeleute vermißt Schanghai. 25. Nov. Seit längerer Zeit wurde der chinesische Dampfer„Dongsoh“ vermißt. Wie jetzt sestgestellt werden konnte, ist das Schiff, das von Japanern gechartert worden war, bei Korca gesunken. Die 43 Mann starke Besatzung ein schließlich des Kapitäns, eines Russen, wird vermißt. Ein Gerippe im Belt Die Leiche der Tochter über zwei Jahrc in der Wohnung behalten DNB. Gelsenkirchen, 25. November. Ein schauerlicher Fund wurde am Samstag in der Wohnung des Bergmannes Stanislaus Nozoll in der Kaiserstraße in Buer gemacht. Man entdeckte die Leiche der 22jährigen Tochter Hedwig, die bereits am 18. Mai 1932 gestorben ist. Nozoll hatte jedoch den Sterbefall nicht angezeigt, sondern die Leiche luft dicht abgeschlossen in einem Bett die ganze Zeitüber aufbewahrt. Da von der Verstorbenzn nur noch das Knochengerippe vorbanden ist, ließ sich auch noch nicht feststellen, ob das Mädchen eines natürlichen Todes gestorben ist. Nozoll wurde festgenommen. Er ist ein sehr überspannter Mann, der sich viel mit okkulten Dingen beschäftigt hat. So erklärte er seinen Angehörigen, das Mädchen dürfe nicht beerdigt werden, da es wieder auserstehen würde. Sämtliche Volksschulen in Bochum geschlossen Zur Bekämpfung der Grippe Bochum, 24. Nov. Seit Wochen herrscht auch im Stadtgebiet Bochum die Grippe, die jedoch leichterer Natur ist. Schwerere Erkrankungen sind bisher in keinem Falle zu verzeichnen gewesen. Da wei terhin mit schlechter Witterung zu rechnen ist, sind zur Bekämpfung der Grippe auf Anordnung des Kreisarztes sämtliche Bochumer Volksschulen für eine Woche, und zwar vom 26. November bis 2. Dezember, geschlossen. Diese Maßnahme ist im Interesse eines gedeihlichen, ordnungsmäßigen Unterrichts sehr zu begrüßen. In Oesterreich wird weiter links gefahren D NB. Wien, 25. November. Die Wiener Bürgerschaft beschloß nach ihrer Neukonstituierung am 1. November ihr erstes Gesetz. Dieses bebi ein vor zwei Jahren vom Gemeinderat beschlossenes Gesetz, am 1. Dezember 1934 auf die Rechtsfahrordnung überzugehen, auf. Damit ist die Rechtsfahrordnung für ganz Oesterreich wieder auf unbestimmte Zeit verschoben. Möglicherweise wird man nur mit Rücksicht auf die Glocknerstraße im ganzen Lande Salzburg und in Karnten zur Rechtsfahrordnung übergehen. Augenblicklich besteht Rechtsfahrordnung in Vorarlberg, Tirol und in einem Teil des Landes Salzburg. 2 NB. Prag, 25. November. Einem Bericht der Polizeidirektion zufolge versammelten sich heute vor der Mittagsstunde vor dem großen Repräsentantenhaus in Prag erneut tschechische Studenten in größerer Zahl, die sich zum Nationaltheater begaben, wo sie sich zerstreuten. Gegen 14 Uhr versammelten sich vor dem Gemeindehaus wiederum Demonstranten, denen sich auch nichtstudentische Elemente beigesellten. Sie versuchten wiederholt zum Neuen Deutschen Theater vorzudringen, wurden aber von der Sicherheitswache aufgehalten und zerstreut bzw. in die Nebengassen abgedrängt. Solche Ansammlungen wiederholten sich im Laufe des Nachmittags und Abends an verschiedenen Stellen der inneren Stadt; dort wurden sie von der Polizei auseinandergetrieben. Bis 18.30 Uhr wurden von der Polizei 34 Personen angehalten. Verhaftel Kiel, 25. Nov. Der Reichsredner der„Deutschen Glaubensbewegung", Orlowski, ist in Kiel vor einer Kundgebung„Nordisches Heidentum— deutscher Glaube“ verhaftet worden. Die Verhaftung erfolgte auf Anzeige der Kirchenbehörde zu Magdeburg. Orlowski hatte in Ausführungen, die in Breslau, Potsdam und anderen Städten stärkste Entrüstung hervorgerufen haben, erklärt, daß Christentum, Kapitalismus, Bolschewismus aus einer Wurzel, dem Judentum, stammten und daß das Christentum nichts anderes sei als ein jüdischer Minderwertigkeitskomplex! in heiße Fleischbrühe gestürzt Eversberg(Krs. Meschede), 25. Nov. Einen qualvollen Tod erlitt das Kind des Fabrikarbeiters Schlonberg. Während der Abwesenheit der Mutter fiel das Kind in einen Kessel mit heißer Fleischbrühe und zog sich so schwere Verbrühungen zu, daß es kurz darauf starb. Vermutlich hat sich das Kind auf den Deckel gesetzt, der dann ins Rutschen geriet, wodurch das Kind in den Kessel stürzte. Kleine Nachrichten Attentat auf den Direktor der Straßenbahngesellschaft von Barcelona D NB. Barcelona, 25. November. Auf den Direktor der Straßenbahngesellschaft von Barcelona ist ein Attentat verübt worden. Unerkannt entkommene Per sonen verfolgten in einer Autodroschte den Kraftwagen des Direktors und gaben 30 bis 40 Schüsse auf ihn gab. Der Ueberfallene wurde von drei Kugeln getroffen und erheblich verletzt. Ein in der Nähe des Tatortes auf der Straße spielendes Kind wurde durch zwei Kugeln lebensgefährlich Auf päpstliche Anordnung darf der Film, der die Festlichkeiten des Heiligen Jahres darstellt, nicht in Räumen vorgeführt werden, in denen auch unmoralische Filme gezeigt worden sind. Wettervorhersage Fortdauer des trockenen Herbstwetters, leichte Nachtfröste, strichweise Nebelbildung. Druck und Verlag: Kölner Verlagsanstalt und Druckeret .=G. in Köln. Hauptschriftleiter: Dr. Hans Koch: verantwortlich für Politik: W. Schön in Düsseldorf; für Kommunalpolitik, Kunst und Wissenschaft: Dr. Hans Koch; für den Umgebungs= und Provinzteil: H. H. Teipel; für Sport: Jakob Zündors, alle in Köln. Für Wirtschaftspolitik und Handel: Bernd Manger in Düsseldors. Für den Dürener lokalen Teil: Paul Sauve. Für den Bonner lokalen Teil: Rober: Colmant. Für Anzeigen: Theo Müller in Köln.— .=A. X 34: 33 986. Hiervon Bezirksausgabe Bonn 2239; Bezirksausgabe Düren 2037. Flittard und Bedburg festigen ihre Position Starke Verschiebungen in der Tabelle— Gruhlwerk und Nippes 12 aus dem zweiten Platz Starke Favoriten So kann man nach dem gestrigen ereignisreichen Spieltag wohl sagen, denn von den Spitzenmannschaften konnte sich mit Ausnahme der Tavellenführer rein Verein behaupten. Flittard setzte sich in Brühl erfolgreich durch. Der Seg ist um so höher zu bewerten, als der rechte Verteidiger von einem bedauerlichen Unfall betroffen wurde und Flittard die ganze zweite Halbzeit mit nur zehn Mann durchstehen mußte. Grut wer“ ist durch die Niederlage des KBV 07 auf die zweite Stelle gerückt. In Gruppe 2 rechtfertigte Bedburg seine führende Position durch einen hohen:=Sieg über den ViB 06. Er hat dadurch seine Stellung ungemein gefestigt, da seine hartnäckigen Verfolger, Weiden und Rhemand Zöüsivik, geschlagen wurden. Sieg haben wollte, und durch ihren riesigen Eifer konnte sie auch die Gastgever bezwingen. Diese enttäuschten übrigens etwas. Köln 93— Rheinland:1. Was sagen Sie nun? Scheinbar haben sich die 93er auf sich selbst besonnen, und was man gestern sah. berechtigt die Behauptung, daß die Kölner wieder ein ernsthafter Gegner sind. Rheinland hatte eine katastrophal erste Halbzeit und ließ sich bis zur Pause fünfmal schlagen. Dadurch war natürlich an einen Erfolg nicht zu denken. Die erste Niederlage war schmerzlich, aber ehrlich verdient. Worringen— Nippes 12:5. So einfach war die Sache für die Nippeser nicht. Worringen leistete energischen Widerstand, und erst im zweiten Spielavschnitt ergab sich eine klare Ueberlegenheit der Nippeser, die schnell ihren Sieg sicherstellten und dann auch den Gastgebern einige Tore gestatteten. Köln 65— Jortunggrube:2. Die Kölner scheinen also ernstlich daran zu denken, ihren schlechten Platz gegen einen besseren einzutauschen. Jedenfalls spielte die Elf mit einem Eifer, den man bisher nur selten sah. Fortuna führte beim Wechsel noch:1, konnte aber den mehr als verdienten Ausgleich der 65er nicht verhindern. Quadrath— Niehl:0. Die Niehler haben diesmal auf der ganzen Linie versagt. Sie waren den tüchtigen Quadrathern in jeder Phase des Spiels unterlegen und lagen schon beim Wechsel:4 im Rückstand. Quadrath, einmal im Zuge, beherrschte auch später die Situation und schoß noch zwei weitere Treffer. Bedburg— BfB 06:0. Von Anfang bis Ende ergab sich eine klare Ueberlegenheit des Tavellenführers, der schon vor der Pause.seinen Sieg(:0 Halbzeit) sicherstellte und später dem Spiel seinen Lauf ließ. Trotzdem gelang gegen die sich tapfer wehrenden Kölner noch ein weiterer Erfolg. Efferen— Gruhlwerk:4: Die Gastgeber konnten sich auch in diesem Spiel nicht durchsetzen und mußten dem stets besseren Gruhlwerk einen verdienten Sieg überlassen. Gruhlwerk führte schon beim Wechsel•0 und schoß später noch zwei weitere Treffer, während Efferen lediglich zum Ehrentor kam. Hermülheim— KBy 07:1. Unsere Befürchtungen sind eingetroffen. Wir hatten schon auf einen Formrückgang der Violetten hingewiesen, der sich in diesem Spiel klar zeigen sollte. Hermülheim war jederzeit überlegen, besonders in der zweiten Halbzeit und siegte schließlich nach Gefallen, da die Kölner sich überhaupt nicht eanden Nippes 10— Zollstock:3, Erneut muß man von einer unverdienten Niederlage der Zollstocker sprechen. Die Pechsträhne dieser Mannschaft scheint nicht abzureißen, und obwohl man sich in diesem Treffen durchaus ebenbürtig erwies, konnte die knappe Niederlage nicht verhindert werden. Brühl— Flittard:1. Flittard zeigte auch in diesem Spiel das bessere Können, wenngleich auch der Sieg recht mager erscheint. Aber der einzige Treffer, der übrigens von dem Linksaußen wundervoll eingeköpft wurde, wird erklärlich, wenn man berücksichtigt, daß der rechte Verteidiger einen ernstlichen Unfall erlitt. Dadurch mußte die Mannschaft den Rest der Spielzeit mit nur zehn Mann bestreiten. Sürth— Gremberg:4. Wie erwartet, leistete Sürth hartnäckigsten Widerstand. Die Platzherren konnten sich sogar bis zum Wechsel die:=Führung erkämpfen, hatten aber nicht Kraft genug, dem rasanten Endspurt der Gremverger erfolgreich zu begegnen und mußten sich schließlich knapp geschlagen bekennen. Gruppe 2 Bedburg Nippes 12 Weiden Quadrath Rheinland Fortunggrube Horrem Köln 93 Niehl Worringen Köln 65 BB 06 24•9 28:12 20•9 19:18 17:18 23:16 19:15 23:21 15:21 14:23 •22 •35 Köln=Nord in großer Fahrt Eklatanie Schlappe der Bensberger mit„nur“:2 Da sich in den anderen Gruppen bemerkenswerte Veränderungen nicht ergeben haben, darf als bedeutendstes Treffen des gestrigen Tages das entscheidende Spiel um die Führung der Gruppe 3 besonders hervorgehoben werden. Das Treffen fand in Bensberg statt, wo sich weit über 1000 Zuschauer eingefunden hatten, die eine in bester Form spielende Merstermannschaft sahen. Köln=Nord hatte sich scheinbar auf seine alte Kraft besonnen und lieferte ein Spiel, wie man es selten in Bensberg sah. Zur Enttäuschung der Bensberger mußte ihr Verein eine hohe und empfindliche Niederlage einstecken. Gruppe 1 Knapsack— Berrenrath:1. Also doch ern Umschwung, leider aber recht spät. Knapsack kämpfte diesmal mit dem Mut der Verzweiflung, und obwohl es beim Wechsel wiederum:1 im Rückstand lag, konnte es sich schließlich recht erfolgreich durchsetzen und den ersten Sieg buchen. Arminia— Meschenich:3. Die Meschenicher rechtfertigten ihren guten Ruf und zeigten auch diesmal vorvildliches Können, das ihnen einen verdienten Sieg einbrachte Gerling— Hürth:2. Die Hürther leisteten in der ersten Halbzeit starken Widerstand und konnte bis zum Wechsel das Spiel:1 unentschieden halten. Dann setzte sich das bessere Können der Gerlingmannschaft durch. Post— Kendenich :3. Diesmal hatten die Gäste, trotz ihres Eisers nicht viel zu bestellen. Schon vor der Pause stand der Sieg der Gastgeber fest, die auch später das Spiel fest in der Hand hatten, obwohl Kendenich zeitweise etwas aufkam. Allianz— Badorf:0. Diesmal machte die Allianz nicht viel Federlesens. Sie sicherte sich bis zur Pause bereits einen:=Vorsprung und buchte später bei dauernd überlegenem Spiel noch ein weiteres Tor. Gleuen— Colonia:1. Die Kölner konnten nicht gefallen, und man war über ihr schwaches Spiel etwas stand entgegen und lieferten ein ausgezeichnetes Ver teidigungsspiel, so daß der sonst so sichere Sturm der Turisten legiglich zwei Treffer markieren konnte. Ehren seld 10— Roggendorf:1. Die Ehrenfelder gewannen dieses Spiel, weil sie in richtiger Erkenntnis der Lage, nach dem Wechsel forcierten und dadurch die aufmerksame Abwehr Roggendorfs in Verwirrung bringen konnten. Dadurch wurde der Weg zu weiteren Toren frei, nachdem es in der Pause:1 stand. Gruppe 3 Urbach— Eil:4. Erwartungsgemäß wurde dieses Spiel eine sichere Beute der Eiler, da die Reserveelf der Urbacher nicht stark genug war, erfolgreichen Widerstand zu leisten Deutzer SB— Overath:1. Die Overather sind spielerisch nichts besonderes, aber eines verstehen sie ausgezeichnet, und zwar das Verteidigen. Auch in diesem Spiel zeigten sie sich als Meister der Abwehrkunst, so daß Deutz froh war, wenigstens diesen tnappen Sieg gerettet zu haben. Bensherg— KölnNord:9. Für dieses Spiel haben wir schon einleitend einige Worte gefunden. Es blicbe also jetzt nur noch nachzutragen, daß Nord spielerisch den Gastgeber um eine Klasse überragte. Ganz hervorragend war der Sturm. der jede sich bietende Gelegenheit zum Torschuß ausnutzte. Bis zur Pause ergat sich bereits ein:1= Vorsprung für Nord. Westhoven— Porz:7. Erwartungsgemäß ein Sieg der Porzer, der allerdings klarer ausgefallen ist, als wir erwartet hatten. Porz hatte einen ausnehmend guten Tag und war besonders in der zweiten Halozeit stark überlegen. Rath-Heumar— Dünnwald:3. Das einzige überraschende Ergebnis, denn wir hätten den Dünnwaldern diesen Sieg nicht zugetraut. Er war aber den Umständen entsprechend vollauf verdient, denn die Rather waren derart schwach daß selbst ihre Anhänger das Gruseln bekamen. DfB 05— Wahn:2. Wenn auch die Niederlage der Kalüberrascht. Gleuel hatte also wenig Mühe, zu einem ker nicht unerwartet kommt, so beweist das knappe im am Samstag in der Rheinlandhalle Die Rheinlandhalle hat für ihren ersten eigenen Kampftag ein Prograum aufgestellt, das nicht nur ganz hervorragend ist, sondern auch durch seine Großzügigkeit überall Erstaunen und Bewunderung hervorrufen muß. Da gibt es in erster Linie einen Länderkampf Belgien—. Deutschland welcher aus einem Fliegerkampf, einem Punktefahren, Mannschafts= und Einzel=Verfolgungsrennen und dem Stunden=Mannschaftsrennen besteht. Die einzelnen Wettbewerbe werden nach Punkten gewertet. Belgien schickt in den Kampf: Weltmeister Scherens, Arlet, Alois Degraeve, Godefroid, Smets, Haegelstens, Baiwir u. Dijwart während Deutschlands Vertretung folgende ist: Meister Albert Richter, Steffes, Oszmella, Ungethüm, Hürtgen, Ippen, Kolvenbach u. Jeon Schorn. Das Stärkeverhältnis der beiden Mannschaften ist also vollständig ausgeglichen und dies ist auch der Grund, warum man auf einige ander, stärkere deutsche Fahrer verzichtet hat. Des weiteren ist zu berücksichtigen, daß infolge der gleichzeitig laufenden Sechstagerennen in Kopenhagen und Newyork einige „Kanonen“ nicht frei sind. Zieht man diese Gründe in Betracht, dann kann man behaupten, daß beide Länder sehr gut vertreten sind. Die einzelnen Wettbewerbe werden alle ausgezeichnete Sport= und große Kämpfe bringen. Das Hauptinteresse wird aber wohl allgemein dem Zusammentreffen von Scherens und Richter entgegengebracht. Unwillkürlich denkt man an den ersten Kampf dieser beiden ewigen Rivalen vor zwei Jahren, ebenfalls aus dem schnellen Partett der Rheinlandhalle. Unser Albert Richter konnte damals bei seinem ersten Start als Berufsfahrer dem Weltmeister eine glatte Niederlage beibringen. Schèrens ist aber in der Zwischenzeit, besonders bei den Weltmeisterschaften immer noch eine Kleinigkeit schneller ge wesen als unser Landsmann und wird auch in Köln alles daransetzen, um auch auf der Heimatbahn seines größten Gegners zu triumphieren. Es gibt aber noch einen weiteren„Leckerbissen", der erst nach überaus großen Schwierigkeiten zustandekommen konnte. glatten und sicheren diege zu kommen Gruppe 2 horrem— Weiden:1. Die Niederlage der Weidener kommt nicht überraschend, denn wir hatten schon in der Vorschau darauf hingewiesen. Es zeigte sich denn auch, daß Horrem diesmal mit allen Mitteln den Sinnersdorf— Höhenberg:1. Wie erwartet, gab es einen schönen Erfolg der Gastgeber, die anknüpsend an die letztgezeigte Form, sich den Gästen stets überlegen zeigten und nie in Gefahr kamen. Pulheim— Tv Merheim:6. Ein recht torreiches und bis zur letzten Minute spannendes Treffen gab es in Pulheim. Beide Mannschaften waren sich durchaus ebenbürtig, und der Sieg der Merheimer darf mehr glücklich als verdient bezeichnet werden. Bor. Lövenich— Marienburg:5. Die Marienburger hatten es nicht gerade leicht, und erst im zweiten Spielabschnitt reifte der Erfolg heran, nachdem man sich beim Wechsel noch:1 getrennt hatte. Dann allerdings kamen die Gäste stark auf und siegten sehr sicher. Tura Köln— Fortuna:0. Die Fortunen setzten dem Führer energischen WiderErgebnis anderseits, daß sie sich auf dem Wege der Besserung befinden. Die Elf ist jetzt wieder gut zusammen und wird für die Zukunft sehr zu beachten ein. Gruppe 4 Groß=Königsdorf—. Berrendorf:0. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf.. Beide Mannschaften waren sich ebenbürtig und hatten im übrigen beiderseits einen schwachen Angriff, wodurch auch das tor lose Ergebnis seine Erklärung findet. Oberaußem— Klein-Troisdorf:0. Eine nicht geringe Enttäuschung wurde diesmal den Troisdorfern bereitet Oberaußem hatte eine vorteilhafte Umstellung vorgenommen und lieferte ihrem Gaste ein nach jeder Richtung überlegenes Spiel. Esch— Manheim:1. Der Spitzenreiter hatte sich auch dieswal etwas besonderes vorgenommen und war jederzeit Beherrscher der Lage. In vollkommen Toni Merkens gegen van Vliel Diese große Revanche für Leipzig haben sich die Kölner Sportfreunde schon lange gewünscht; war es doch der Holländer, welcher unserem Landsmann in Leipzig den Weg zum Weltmeistertitel verlegte. Das wird ein heißes Ringen werden, da sich van Vliet in der Zwischenzeit noch stark verbessert hat. Wie ernst van Vliet diesen Kampf nimmt, geht schon daraus hervor, daß er bereits zum Training in Köln eingetroffen ist. Da auch die Eintrittspreise(0,80—3,50.) erschwinglich sind, wird die Rheinlandhalle am Samstagabend ein volles Haus sehen. überlegenem Spiel errang er diesen hohen Steg, wobei das einzige Gegentor der Manheimer aus einem Handelfmeter herrührt. Kierberg— Balkhausen:5. Die Gäste bewiesen ihre derzeit ausgezeichnete Form. Ovwohl Kierberg tapfer und hartnäckig verteidigte, konnte die Niederlage ncht verhindert werden, da es für den guten Balkhausener Sturm kein Halten gab. Glesch — Kenten:1. Wie schon das Ergebnis besagt, lag das Spiel stets in den Händen der Glescher, die nach einem:=Halbzeitstand in gleichmäßigen Abständen noch fünf Tore schossen. Brüggen— Grefrath:4. Die Grefrather stießen diesmal auf einen unerwartet harten Widerstand und können froh sein, diesen knappen Sieg errungen zu haben, denn Brüggen war gewiß nicht schlechter. Hieronymus. FÜNF TORME-VERLAG HALLE(SAALE) GR. STEINSTRASSE 16 Ichbin (21. Fortsetzung.) Marias Hand umklammerte den Bleistift, als wollte sie sich an dieses winzige Stückchen Holz festklammern. „Doch— es ist mir recht"“, flüsterte sie mühsam. Und dann sagte sie mit einer Stimme, die, Alessandro ganz fremd klang: „Entschuldigen Sie— nun muß ich wirklich arbeiten. Ich habe eine Menge Post für Herrn Prosessor erledigen.“ Sie beugte sich über ihre Papiere. Ein letzter Sonnenstrahl lag auf ihrem blonden Haar. In der Neigung ihres Kopfes war etwas von müder Ergebung und Trauer. Alessandro rieleste ein unheimliches Besüiyl durch die Seele. Ihm war plötzlich, als wäre Maria Cerotti von irgendeinem düsteren Geheimnis umgebe i, das ihr zum Verhingne werden könnte. E. schwang sich ven dem Fensterbrett herunter und zirg mit gesenktem Kopf dem Hause zu. Der herrliche, schöne Herbsttag war ihm plötzlich ver eidet. Es war, als wären die milden Abendfarben über dem See grau und truge geworden, als lauerte hinter der paradiesischen Schönheit ein unheimlicher Feind. Er hätte Maria Cereiti schützen mögen vor allem, was sie bedrohen konnte. Aber er wußte ja nicht, was sie bedrohte. Das war das Unheimlichste Kaum hatte Maria Alessandro sich entfernen sehen, da ließ sie auch schon wieder den Bleistift sinken. Mit gehetztem Aucdruck schaute sie umher. „Mein Gott, mein Gott",“ flüsterte sie vor sich hin, „werde ich denn niemals zur Ruhe kommen? Was habe ich nur getan, daß ich so leiden muß? Und ein Ende!“ Sie schluchzte trocken auf. Dann zwang sie sich mit übermenschlicher Energie, zu arbeiten. Wenn Professor Nivelli erwachte, sollte der Brief nach Ma land fertig sein. Sie wollte zu allem andern nicht noch ihre Pflicht versäumt haben. * Gegen Abend hatte der Wind umgeschlagen. Er ham stoßzweise und feucht vom Meer her. Eine graue Wolkenwand schob sich üler den See, und bald war alles in dichten Nebel gehüllt. „Nun wird es hier auch wirklich Herbst"“, stellte Professor Niveiki fest. Er stand am Fenster des Wohnzimmers und schaute auf den See hinaus. Die Lichter ROMAN VON LIANE SANDEN der Städte und Dörfer an den Ufern leuchteten versch.vommen durch das Nebelgrau. Ab und zu blitzte es am Horizont hell auf. Das war das Zollboot, das die Schweizer Grenze bewachte und ruhelos die ganze Nacht umherfuhr. „Ja, es wird Herbst“, wiederholte Theresa Nivelli und hüllte sich, ein wenig fröstelnd, in den weichen, weißen Wollscha, den sie um die Schultern gelegt hatte. Sie hielt die seinen, blassen Hände vor das Kaminfeuer, das hell lederte und eine behagliche Wärme ausstrahlte. „Nun, ich denke, wir reisen nächste Woche nach Mailand zurück. Nicht wahr, Theresa? Wenn die Regenzeit hier in Tessin kommt, ist es besser, in der Stadt zu sein.„Ach. Kinder“, er rieb sich behaglich die Hände,„ich freue mich nun doch wieder auf das Stadtleben, auf Musik und Theater. Auf unsere Freunde. Auf unser ganzes behagliches Haus. Und diesen Winter werden wir es ja schön haben— nicht wahr. Theresa? Nun bist du ja wieder so weit hergestellt, Liebe, daß wir unser Haus wieder gastfrei allen Menschen öffnen können.“ Liebevoll strich er Frau Theresa über das schneeweise schöne Haar. Theresa Nivelli errötete wie ein junges Mädchen unter der zarten Liebkosung. Lächelnd nickte sie: „Ja, armer Enrico, das war eine harte Geduldsprobe für dich, die Zeit meiner Krankheit. Nun, es soll jetzt alles schön und heiter werden. Und vor allem wollen wir unserm Pflegetöchterchen“— hier traf ein liebevoller Blick Maria—„zeigen, wie ein italienisches geselliges Haus eigentlich deschaffen ist. Ich glaube, für Sie wird es auch gut sein, Kindchen— Sie sind mir oft viel zu still.“ Maria saß, über eine Handarbeit gebeugt, ia einem niedrigen, kleinen Schaukelstuhl dicht am Feuer. Ihre bleichen Wangen waren von der Glut rosig überhaucht. „Ich freue mich auch, Frau Professor“, sagte sie. „Ich kann es gar nicht abwarten, bis wir in Mailand sind.“ Alessandro sah Marla erstaunt an. „Na, sehen Sie, Kindchen!“ Professor Nivelli drohte Maria lächelnd.„Und wer hat erst immer erzählt, es gäbe nichts Schöneres als die ländliche Stille? Das ist für die Dauer nichts für ein junges Menschenkind. Gerade wenn man, wie Sie, eine schwere Jugend gehabt hat und wenig Freude, tut es gut, einmal ein bißchen in das volle Leben hineinzukommen. Also, wenn es dir recht ist, Theresa, dann brechen wir Montag unsere Zelte ab. Es paßt ja insofern gut, als Alessandro auch nur bis Sonntag Urlaub hat.“ Theresa Nivelli nickte. „Einverstanden! Ich muß dann nur unsere alte Sophia schonend vorbereiten. Es ist immer dasselbe. Erst jammert sie, daß sie aus der Stadt heraus muß. und dann jammert sie, wenn sie wieder in die Stadt hinein soll.“ „Alte Menschen sind auch zu schwerfällig“, sagte Professor Nivelli mit Ueberzeugung. Seine Frau lachte. „Und du, Earico? Zu wem rechnest du dich denn?“ Professor Nivelli küßte ritterlich die Hand seiner Frau. „Zu den Jungen, Theresa, zu den ganzen Jungen, solange ich eine so junge und schöne Frau habe wie dich.“ „Ist das nicht eine vorbildliche are, Signorina Maria?“ fragte Alessandro von seinem Platz her leise. Er saß neben Maria. Seine Blicke gingen von Theresa und Enrico Nivelli fragend, sehnsüchtig und bittend zu Maria. Mit brennenden Augen schaute Maria vor sich hin. Sie konnte nicht sprechen. Ja— das war Glück! Glück, das sich von der ersten Liebe der Jugend bis ins Alter hinüber erhielt und sich eher noch vertiefte, als das es matter wurde. Aurum durften nicht alle Menschen so glücklich sein? Warum mußte man sich sehnen und sehnen— und war immer einsam und nie zu Hause? „Entschuldigen Sie mich“, sagte sie leise.„Ich bin sehr müde und möchte schlasen gehen. Haben Sie noch irgendwelche Wünsche für mich, Frau Professor?“ „Nur, daß Sie recht, recht gut schlaten, mein liebes Kind.“ Zärich zog Theresa Nivelli Marias Kopf zu sich hernieder. Die Herren waren aufgestanden. Väterlich drückte Nivelli die Hand selne schönen, jungen Sekretäria. Leidenschaftlich und respektvoll zugleich küßte Alessandro Maria die Hand. Mit einem leisen„Gute Nacht“ ging Maria hinaus. Die drei sahen ihr nach. „Die Geschichte mit deinem Leutnant Murphy scheint ihr ordentlich zugesetzt zu haben", bemerkte Prosessor Nivelll. „Warum eigentlich?“ fragte Theresa.„Diese Verwechslung war doch eigentlich, wenn man's recht besieht, eher komisch. Maria Cerotti identisch mit einer Spionin? Wirklich eine Räubergeschichte!“ Alessandro schaute immer noch auf die Tür, hinter der Maria verschwunden war. Der dumpfe Druck von heute morgen lag wieder auf ihm. In der Nacht hatte sich ein heftiger Sturm aufgemacht. Die Bäume im Garten schüttelten sich. Von den Bergen klang das Brausen des Windes. Der See hatte große Schaumkämme und rauschte tosend gegen die Steinuser. Mitten in der Nacht erwachte dann Professor Nivelli. Irgendein Geräusch war in seine Träume gekommen, als hätte die kleine Glocke hinten an der Pergola beim Ausgang am Tor leise angeschlagen. Aber das konnte natürlich nur eine Täuschung sein. Irgendein Biech hatte vermutlich draußen geklappert. Oder es war der Fall der Regentropsen aus der Regenrinne gewesen. Gut, daß wir bald von hier fortkommen!, dachte er und drehte sich wieder zum Schlaf um. Es fängt an. ungemütlich hier zu werden! Am nächsten Morgen schlief alles im Landhaus Nivelli länger als sonst. Schien die tessinische Sonn=, so weckte sie mit ihrem Glanz und der Bläue des Himmels alle Menschen schon frühzeitig. Heute aber hing grauer Regen und dicker Nebel wie ein dunkler Vorhang um das ganze Haus. Die alte Köchin Sophia hatte schon zweimal den Kaffee in das Wohnzimmer geschickt und wild gescholten, als das kleine Zugehemädchen ihn wieder mit zurückbrachte, well alles noch schlief. Der erste, der sich erhob, war Professor Nivelli. Er lauschte am Schlafeimmer seiner Frau. Alles war noch ruhig. Auch die Fensterläden bei Maria Cerotti waren noch nicht geöffnet. Nun, mochte sie bei dem schauderhaften Wetter schlasen— man versäumte nichts. Vor allen Dingen: Maria hatte es nach dem Schreck vom Vortage vielleicht nötig. Daß Alessandro wie ein Murmeltier bis in den Mittag hinein schlasen würde, war ihm klar. Der Junge hatte darin ein beneidenswertes Talent. Professor Nivelli machte sich gemächlich fertig. Als er angekleidet ins Wehnzimmer kam, brannte das Feuer im Kamin schon lodernd, und der Diener warf gerade ein frisches, knisterndes Buchenscheit in die Glut. Behaglich setzte sich Professor Nivelli zum Frühstück nieder. Eigentlich seit langer Zeit das erste Mal, daß Maria Cerotti ihm dabei nicht Gesellschaft leistete. Dafür konnte er aber sofort seiner Rauchleidenschaft frönen, was er in Gegenwart einer Dame während der Mahlzeit niemals getan hätte. Er war gerade fertig, als Frau Theresa erschien. Nivelli eilte ihr entgegen, küßte ihr zärtlich die Hand. „Nun, Theresa— schon munter?" „Schon?“ wiederholte Frau Theresa„Ich dächte. ee wäre an der Zeit— es ist ja bereits zehn Uhr.“ (Fortsetzung folgt.) 8 A * 53 Bergleute in Japan ertrunken Gräßliches Grubenunglück in Matshisima— Meerwasser drang in die Stollen Tokio, 25. Nov. Wie das Deutsche Nachrichtenbüro meldet, hat sich nach einer halbamtlichen Mitteilung im Gouvernement Nagasaki in dem Kohlenbergwerk Matshisima ein furchtbares Bergwerksunglück ereignet, das nach den ersten Schätzungen über vierzig Todesopfer gefordert hat. Nach einer späteren Meldung der Unites Preß, hat sich die Zahl der Todesopfer auf dreiundsünfzig erhöht. Das Unglück spielte in seiner furchtbaren Katastrophe Szenen wider, wie sie Richard Kellermann in seinem Zukunftsroman„Der Tunne!“ geschildert hat: Beim Anlegen eines neuen Stollens stießen die Bergarbeiter des Werkes Matshisima, dessen Stollen sich unter dem Meeresboden erstrecken, am Sonntagmorgen plötzlich bei ihren Bohrungen auf Wasser. Mit ungeahnter Schnelligkeit fraßen sich jetzt die Wasser durch das entstandene Loch, strömten in den Stollen, erbreiterten unter dem ungeheuren Druck den Zugang immer mehr und fluteten in das Bergwerk. Immer neue Wassermassen quollen in endlosem Strom hervor, sprengten die Schutzdämme auseinander, knickten die Wände ein und füllten, jeden Widerstand brechend. in weniger Zeit die Gruben. Entsetzliche Szenen müssen sich in den wenigen Sekunden dort unten abgespielt haben. Dreiundfünfzig Arbeiter waren bei Eintreten der gräßlichen Katastrophe, die in der Geschichte der Bergwerksunglücke nicht ihresgleichen haben dürfte, im Stollen beschäftigt. In wenigen Sekunden, ehe sie überhaupt an eine Rettung denken konnten, wurden sie von den hereinstürzenden Fluten erfaßt, gegen die Gesteinsmassen getrieben und ertranken. Alle Versuche, die zu Tage veranstaltet wurden, den Unglücklichen eine Rettung zu bringen, schlugen sehl, da die rasenden Wasser kein Eindringen gestatteten und auch alle hinabgelassenen Rettungsseile sofort wegspülten. Im letzten Augenblick wurde ein größeres Unglück noch verhutet. Gerade in den Sekunden, in welchen das Wasser einbrach, sollte ein Förderkorb mit fünfzehn Arbeitern herabgelassen werden, doch gelang es noch in höchster Gefahr. den Korb zu stoppen und hochzuheben, so daß die Arbeiter gerettet wurden. Ueber den ungeheuren Schaden. den die Wassermassen angerichtet haben— die Grube wird wohl nie wieder benutzt werden können— kann zur Stunde noch nichts gesagt werden, doch dürften Millionenwerte vernichtet worden sein. Bischof Dr. Bares von Se. Heiligkeit empfangen Rom, 25. Nov. Wie aus der Vatikanstadt gemeldet wird, wurde am Samstagmokgen der Bischof von Berlin, Dr. Bares. vom Papst in einer Audienz empfangen. Nach einer weiteren Meldung aus der VatikanStadt ist als Nachfolger des verstorbenen Kardinals Gasparri Kardinal Sincero zum Präsidenten der päpstlichen Kommission für die Kondifizierung des kanonischen Rechts ernannt worden. Gefallenengedenken in Wien Gesandter von Papen sprach DNB Wien, 25. Nov. Beim Kriegerdenkmal auf dem Wiener Zentralfriedhof fand am Totensonntag die alljährliche Heldengedenkfeier für die dort beigesetzten reichsdeutschen Teilnehmer am Weltkriege statt. Die Durchführung der Feier lag in den Händen der Deutschen Kriegsopferversorgung. Die in Wien lebenden Reichsdeutschen hatten sich in großer Zahl eingefunden. Vom österreichischen Kriegsopferverband nahmen Generalmajor Czulik in Vertretung des Führers des Verbandes, Minister Fey und andere Herren teil. Gesandter von Papen, der mit der Botschaftsrat Prinzen Erbach, dem Militärattache Generalleutnant Muff und den übrigen Mitgliedern der Gesandtschaft erschienen war, hielt eine Gedenkrede. * Zusammenkunft Dr. Schuschnigg— Gömbös DNB Wien, 25. Nov. Amtlich wird verlautbart: Bundeskanzler Dr. Schuschnigg hat sich im Kraftwagen nachmittags nach Wildalpen in Steiermark begeben, um dem ungarischen Ministerpräsidenten Gömbös einen Besuch abzustatten, der sich zur Jagd aufhält. Am Abend reiste der Bundeskanzler wieder nach Wien zurück. 67 Festnahmen in Prag Immer noch deutschfeindliche Demonstrationen in Prag DNB Prag, 26. Nov. Die Demonstrationen gegen das Prager Deutschtum setzten sich auch in den Abendstunden fort. Die Demonstranten wurden überall teils von Sicherheitswoche zu Fuß, stellenweise unter Anwendung von Gummiknüppeln, teils von berittener Polizei zerstreut. An drei Stellen wurden mehrere Auslagescheiben eingedrückt. Auf dem Graben begann eine Demonstrantengruppe die Sicherheitswache mit Steinen zu bewerjen, weshalb diese die Säbel zog und mit der flachen Waffe die Demonstranten zerstreute. Auf seiten der Polizei sind einige von Steinwürfen leicht Verletzte zu verzeichnen. Unter den Demonstranten sind keine Verletzten festgestellt worden. Die Zahl der am heutigen Tage Festgenommenen hat sich auf 67 erhöht. Die Behandlung der südslawischen Anklageschrift DNB Belgrad, 25. Nov. Die„Prawda“ erklärt, daß eine Entscheidung des Völkerbundsrates hinsichtlich der südslawischen Anklageschrift gegen. Ungarn nicht vor dem 10. Januar zu erwarten sei. Für die Beratung der Note ist nach den Informationen des Blattes folgendes Verfahren in Aussicht genommen: Der Völkerbundsrat wird sich am 3. oder 4. Dezember versammeln, um in einer geheimen Sitzung die Einzelheiten der Tagesordnung festzusetzen. In der darauf folgenden öffentlichen Sitzung wird zuerst einmal die Aussprache über die Saar=Frage durchgeführt. Nach ihrer Erledigung wird der Völkerbundsrat die südslawische Anklage gegen Ungarn behandeln. Die Verlesung des umfangreichen Memorandums wird mindestens zwei Tage in Anspruch nehmen und wahrscheinlich am 9. und 10. Dezember durchgeführt werden. Hierauf wird der Völkerbundsrat einen Ausschuß zur Prüfung der Anklageschrift eimetzen. Der Ausschuß wird sich während der Weihnachtsfeiertage seiner Aufgabe unterziehen und dann dem Völkerbundsrat Bericht erstatten. Da die griechisch=katholischen Feiertage erst am 10. Januar enden, ist vor dieser Zeit mit einer Entscheidung über die Anklageschrift nicht zu rechnen. Königinmutter von Albanien gestorben DNB Tirana, 26. Nov. Die Königinmutter von Albanien. Sadije. ist Sonntagvormittag an einer Lungenentzündung in Durazzo gestorben. Die Leiche wurde nach Tirana gebracht. Unfall bei Sprengübungen der Reichsmarine DNB Berlin, 25. Nov. Bei Sprengübungen der 1 Minensuchhalbflottille in der Ostsee wurden vor einigen Tagen 2 Matrosen des Minensuchbootes M 66 schwer verletzt. Den dabei erlittenen Verletzungen ist der Matrose Paul Schmidt heute früh im Marinelazarett Kiel erlegen. Ovationen der Berliner für Jan Kiepura. DNB Berlin, 26. Nov. Vor der Staatsoper Unter den Linden versammelte sich in den Abendstunden des Sonntag eine gewaltige Menschenmenge, die auf das Erscheinen des berühmten Tenors Jan Kiepura wartete. Besonders Begeisterte erklommen die Autodächer. Immer wieder wurde laut der Name des Sängers gerufen und der Wunsch geäußert, Jan Kiepura möge singen. Als der Andrang schließlich den Straßenverkehr zu behindern drohte, und die Polizeibeamten angesichts der erregten Massen ihren Ordnerdienst nicht mehr bewältigen konnten, mußten zwei Wagen des Ueberfallkommandos alarmiert werden, um dem gefeierten Sänger den Weg von der Oper zu seinem Wagen zu bahnen. Die begeisterte Menge. die fast dreiviertel Stunde auf den berühmten Tenor gewartet hatte, zerstreute sich, als Kiepura, was ja begreiflich ist, der Bitte, zu singen, nicht nachkam. Keine Aufführung Dienstag, den Keine Aufführung Mittwoch, den 20 Uhr: Das Herz Preise N(.60-.3. Aufführung der Mietreihe 3 Heute: 20 Uhr: Krach um Jolanthe Preise N(.50-.-) Beschränkter Kartenverkauf 27. November 1934 Die Räuber Inszenierung: Richard Dornseiff A. 19.30, E. 23.30 Preise N(.50-.-) Beschränkter Kartenverkauf 28. November 1934 19.30 Uhr: Uraufführung: Trenck der Pandur Preise E(.60-.-) 3. Aufführung der Mietreihe 3 b HASSEI’S Restaurant u. Bierbar Am Flügel: Karl Hanns Gläser K“ 1— Grosse Neugasse 36 OVIT zwischen Dom.Rhein 7309 * — ##RN n 1111: Stuhlverstopfung? FRITA Dann nur Rilorma Krant NUR B AUBACHT Fernrul 2281 13 (15114) E a. UOwinCkEL HV Lindenstr. 22- Fernspr. 210301 S Anthrazit-Kuß 12152 Kaufkräftige gewährleisten Anzeigenerfolg Ueberlaken aus Kutem Linon mi Falchen 3½6 Bettenhaus und Sicheel zum lung S E E EE Kundgebung Ziele der Wiederverwurzedeutscher Menschen mit dem Heimatboden durch Schaffung von Eigenheimen am 30.Nov. 1934, im Großen Saal der „Kölner Bürgergesellschaft“ (Eingang Appellhofplatz) 20 Uhr Reichsverband deutscher Bausparkassen Was ist Witzheller’s Korn? Unsere hochentwickelte technische Einrichtung ist nur auf Qualität eingestellt.— Wir brennen in unserm Betrieb unsere gesamte Erzeugung aus feinstem Roggen und Darrmalz selbst. Der seit dem Jahre 1862 hergestellte Korn ist fuselfrei und reinschmeckend. 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Deutsche Künstler von 1750 bis zur Gegenwart.— Sonderausstellung: Gemälde von Adolf Hosse; Grafik von Alfred Kubin. Ars Catholica. Komödienstr. 71/73: Kirchliche und religiöse Kunst der Gegenwart, Geöffnet von 10—1 u. —6 Uhr. Sonntags von 10—1 Uhr. Eintritt frei. Erzbischöfliches Diözesanmuseum. Domhof 8. gegenüber dem Südportal des Domes(—18 Uhr.. Meisterwerke der bodenständigen christlichen Kunst, von ihren Anfängen bis zum 19. Jahrhundert Oeffnungszeiten: Sommerhalbjahr, 1. April bis 30. September: an Werktagen 10—17; an Sonn- und Feiertagen 10—13 Uhr. Winterhalbjahr, 1. Oktober bis 31. März: an Werktagen 10—16, an Sonnund Feiertagen 10—13 Uhr. CAPITOL HOHENZOLLERNRING 93 Die englische Heirat mit Renate Müler, Georg Alexander Wo..00.00.15 So. ab.30(15269) ANSA Hochhaus GRETA GARBO 1n KÖNIGIN CHRISTINE .30.00.15 Sonnt ab.30(14780) Rinos 0 UFA-PALAST Hohenzollernring 22—24 .00..15..30 Sonnt. auch.30 Der ewige Traum Ein Hochgebirgs-Film von Dr. Arnold Fanck mit Sepp Ris“, Brigitte Horney Kinos für ledermann everi straße 224 Maskerade(1S 186) Lottchens Geburtstag Weidengsie 31 Freundin eines großen Mannes Kleines Mädel großes Glück Nippes, Neuker Straße44 Die große Zarin Man nehme Skala-Theater He roostraße Freundin eines großen Mannes Revolution der Jugend 2 □ 2 Vergnügungen KDRS TANZPALAST EHRENSTRASSE Die Sensation Westdeutschlands Tischrohrpost- Leuchtfontänen (14764) Köln, den 26. November 1934 Was gibts Neuesy In der Ottostraße in Ehrenfeld wurde das Zimmer einer Hausangestellten von einem Einbrecher ausgeräumt. Es fielen dem Dieb Schmucksachen im Wert von 250 Mark in die Finger. In einem Café wurde einem Gast ein neuer Ulster gestohlen. In der Pionierstraße in Riehl ertrank ein 30jähriges Fräulein in der Badewanne. Sie hat wahrscheinlich einen Herzschlag erlitten. Die Lautsprecher im Dom Die Versuchsanlage der Firma Telefunken war am gestrigen Sonntag soweit fertiggestellt, daß die untere Hälfte des Domes bis zur Vierung klanglich erfaßt werden konnte. Zunächst muß man feststellen, daß die Entfernung der Lautsprecher vom Pfeiler dem Gesamteindruck des Raumes nur günstig gewesen ist. Die hängenden Lautsprecher, die sich überall der Höhe der Beleuchtung angleichen, fallen in dem gewaltigen Raume weiter nicht auf. Man kann sich vorstellen, daß der Eindruck sehr gut sein muß, wenn sie bei einer eventl Daueranlage wie die elektrischen Lampen an der Zuleitung pendeln, die aus den Schlußsteinen der Gewölbe bzw. aus der Verspannung zwischen der Triforiengallerie hängen. Die Lautsprecher waren Samstag abend um 7 Uhr, Sonntag morgen um 8 Uhr und um 11.30 Uhr in Tätigkeit. Daß der Klang der menschlichen Stimme aus der Höhe kam, stört den Gesamteindruck keineswegs. Die aküstische Streuwirkung war, abgesehen von einigen„Löchern“, sehr gut. Man kann auf die Gesamtwirkung sehr gespannt sein, wenn bei dem großen Gottesdienst der katholischen Frauen und Mütter am kommenden Donnerstag alle Lautsprecher in Tätigkeit sein werden den Helden des großen Krieges! Gedächtnisfeiern auf Melaten und dem Südfriedhof— 7. Langemarckgedenken Auch die Straßenbahner ehren ihre Toten Links: Fahnenaufmarsch zur Gedenkfeier der RSKOV auf dem Südfriedhof.— Rechts: Die Langemarck=Gedächtnisseier in der Messe. Gestern sprachen 65 Lautsprecher, am Donnerstag werden es ungefähr 120 sein. Daß bei den Lautsprechern die Ummantelung wie bei einem Großteil der elektrischen Lampen nur provisorisch ist, braucht wohl nicht erwähnt zu werden. Das Modell einer Kombination von Lautsprecher und Licht wird in der Vierung hängen. Rüstet für den Wintersport im Rheinland Einer Einladung des Landesverkehrsverbandes Rheinland und des Westdeutschen Skiverbandes folgend, waren in der Handelskammer in Köln die maßgebenden Interessenten des Wintersports im Rheinland, die Bürgermeister der Wintersportorte, die Vertreter der Wintersportvereine, die Vertreter der Reichsbahndirektionen Wuppertal, Köln und Trier, der Observatorien Aachen und Essen usw. versammelt, um über die Schnee= und Wetterberichterstattung aus den Wintersportplätzen des Rheinlandes zu beraten. Gauführer Direktor Henn vom Westdeutschen Skiverband wies darauf hin, daß in den vergangenen Jahren oft Mängel in der Berichterstattung vorgekommen seien, die manchmal zu optimistisch, häufig aber auch die für den Wintersportler ausnutzbare Möglichkeit unterschätzt und darum ihm die Freude genommen hätten, ein Wochenende im Reiche des Schnees zu verleben. Nachdem nun im vergangenen Jahr die Organisation des Fremdenverkehrswesens. die ihre Spitze im Landesverkehrsverband Rheinland hat, in straffer und geregelter Form ausgebaut sei, sei es möglich, die an allen Plätzen bestehenden Verkehrsvereine in den Dienst des Wintersports zu stellen, ohne selbstverständlich das Alte, das sich bewährt hat, zu verdrängen. Dementsprechend wurden in der Versammlung die Verkehrsvereine in Essen. Köln und Wuppertal als die Sammelstellen der Nachrichten bestimmt, die von den Verkehrsämtern der Wintersportvlätze im Bergischen Land. in der Eifel und im Westerwald über die für den Wintersport günstige Wetterlage gegeben werden. Für den Hunsrück und für einen Teil der Eifel bleibt der Skiklub Trier Sammelplatz. Im Anschluß an die Ausführungen des Gauführers Henn konnte der Verbandsdirektor des Landesverkehrsverbandes Rheinland. Ochs, der Versammlung eine eben fertiggestellte Werbeschrift„Zum Wintersport ins Rheinland“ übergeben, die sämtliche Sportplätze des Rheinlandes mit ihren Zugangsmöglichkeiten aufzählt und darum für den Wintersportler eine begrüßenswerte Hilfe zur Erreichung der Wintersportplätze ist. Großen Anklang fanden Ausführungen der Vertreter der Reichsbahndirektionen. Es wurde zugesichert, in der kommenden Winterzeit die Einlegung von Sonderzügen nach großzügigen Gesichtspunkten zu behandeln. Der gestrige Sonntag stand im Zeichen der Ehrung der Gefallenen des Weltkrieges, jener Männer, die 1914 bis 1918 nach Ost und West, nach Süd und Nord hinauszogen, die Heimat zu schützen. Sic sind gefallen für das Vaterland! Ihrer in jedem Jahre zu gedenken, ist höchste Ehrenpflicht! Dieser Pflicht tamen am gestrigen Sonntag in vorbildlicher Weise die NSKOV und das„Grüne Korps“, nach, die TradiTotenwacht katholischen Werkvolks Zum Gedächtnis der Gefallenen des Weltkrieges und der Arbeit Zweimal gilt es von einer Arbeitertotenehrung am gestrigen Sonntage zu berichten. In St. Peter in Köln versammelten sich die Mitglieder des Unterbezirkes Köln=Altstadt, in St. Peter in Ehrenfeld des Unterbezirkes Ehrenfeld des Bezirksverbandes der katholischen Arbeitervereine Köln=linksrheinisch zu dieser„Heiligen Stunde“, wie sie in der gesamten Erzdiözese in einer überwältigenden, eindrucksvollen Gemeinschaft im Monat November begangen wurden und noch werden. Diese Tat der katholischen Arbeitervereine hat überall aufhorchen lassen. Eindrucksvoll und einzigartig war die äußere Gestaltung dieser Feiern. Sie machten ein scelisches Miterleben aller möglich. Von unserem großen Bericht von der Totenfeier und der Einweihung der Arbeiter=Gefalle nen=Gedächtniskapelle im Dome zu Münster mit ihrer Eintragung von zehntausend Heldennamen im Ehrenbuche, kennen wir die neuen packenden Totenlieder und =Gebete des katholischen Werkvolkes. Man hörte sie auch gestern in Köln. Sicherlich werden sie bald geistiges Eigentum des gesamten tatholischen Volkes. Das ist eine Kulturtat unserer Arbeitervereine und ein Be weis der neuen, jungen Kraft, die in ihnen lebendig ist. In dieses neue Beten und Singen hinein paßten so recht die Gedanken der Predigten vom göttlichen Sinn des menschlichen Opfertodes, die in Ehrenfeld Diözesanpräses Gickler und in Köln Bezirkspräses Rembold hielten. Wie packend war es, als gestern in den beiden großen Kirchen unserer Stadt die katholischen Arbeiter ihre Toten des Weltkrieges und des Berufes eigens mit ihrem Namen nannten. Wie für sie Arbeiter mit brennenden Kerzen vor Altar und Tumba traten, in Verwirklichung der Einheit, der Gemeinschaft der Lebenden und der Toten. Da merkte man erst, wie viele hundert auch in unserer Vaterstadt aus den Reihen der katholischen Arbeiter im Weltkrieg ihr Leben gaben, in Berufsausübung starben. Diese vielen hundert Kerzen an den Altären der beiden Kirchen waren ein ergreisendes Memento Und katholisches Arbeitervolk in Köln verstand diese Mahnung. Man spürte und hörte es aus ihrem Treuschwur: Euch toten Brüdern geloben wir, nie soll durch unsere Schuld verloren gehen, wofür ihr gelitten und gestritten, was ihr gesät soll aufgehen in unserem Volke, unter dem Kreuze Christi unseres Königs! Totenfeier der Jungmänner Der linksrheinische Bezirksverband der katholischen Jungmännervereine hatte ebenfalls zu einer Totenfeier in St. Peter eingeladen. Sie war naturgemäß wesentlich verschieden von der der Arbeiter Unter dem gehaltenen Klang der Orgel, in seiner Einfühlung gemeistert vom Organisten, zogen die vielen Banner und Wimpel ein. Sie kamen von St. Cäcilien, von der Stätte, von der wir glauben, daß dort des alten Köln erster Dom gestanden. Banner und Wimpel nahmen Aufstellung am Altare. Das alte Kirchenlied„Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen“ verklang. Präses Kaplan Jägers betete mit den Jungen den schönen Altenberger Rosenkranz. Und wieder gedachte man der Toten in ernstem Allerseelenlied. Dann bestieg der neue Bezirkspräses, Domvikar Dr. Frotz, die Kanzel. Seine Worte, dem Sinn und Verstehen junger Menschen angepaßt, zeichneten in glutvollen Farben die Begeisterung, die Opfer, die Vaterlandsliebe der Jugend im Weltkriege, wie sie stritt, litt und starb vor Langemarck, bei Arras, an der Somme, in Rußlands Eisfeldern, auf dem Balkan. „Wahres Heldentum trägt die Berechtigung in sich, vor spätere Generationen hinzutreten. Aus den Massenund hunderttausend Einzelgräbern dringt zu uns ihr Ruf: Brüder nehmt das Leben ernst! Unser Leben ist ein einziges großes Guthaben. Es ist Verantwortung und Aufgabe, dieses Leben zu leben, es vor Gott hinzubringen, das eine Ewigkeit entscheidet. Aufgabe der katholischen Jugend ist es, sich das wahre Leben zu er kämpfen.“ Nach dieser Predigt folgte ein ergreisender Augenblick. Still senkten sich die Banner am Altare. Zwei Minuten verharrte die Schar der Jugend und der Gläubigen im Gotteshause in Schweigen. Am Altare wurden Opferflammen angezündet, angezündet mit dem Feuer des Ewigen Lichtes. Alle, Jugend, und Eltern, wußten um die hehre Bedeutung dieser symbolischen Handlung. tionsvereinigung der kriegsfreiwilligen Regimenter, die sich 14/15 aus Zwanzigjährigen bildeten, um in Flandern, bei Poelcapelle, Bischoute, an der Vser, bei Langemarck gegen die englischen Regimenter eingesetzt zu werden. Kriegsungeübt warfen sich die Zwanzigjährigen den Territorialsoldaten des größten Weltreiches der Welt entgegen! Ein nutzloser Tod? Nein! Weder im moralischen noch im strategischen Sinn, denn durch diese herrliche Kampf= und Angriffsbereitschaft kam der englische Angriff zum Stehen. Hunderttausende haben damals ihr junges Leben gelassen. Sie taten es mit dem Lied„Deutschland über alles“ auf den jungen Lippen... Ihrer in einer erhebenden Feier zu gedenken, hatten die Ortsvereinigungen der Langemarck=Kämpfer Kölns in die große Messehalle eingeladen. Vormittags hatte am Hochkreuz des Melatener Friedhofs eine Gefallenenehrung stattgefunden. Der Nachmittag war den Aufgaben der Gegenwart geweiht. Dr. Hans Draß begrüßte in wohlgesetzten Worten, aus denen die tiefe Trauer um die gefallenen Kameraden klang. die Erschienenen und hierunter besonders die Ehrengäste, zu denen auch Vertreter der geistlichen Behörden gehörten. Namentlich nannte er den Vertreter des Besehlshabers des Wehrkreises 6, den Gauinspekteur der NSD AP, Doerr, und General von Watter. der zuletzt kommandierender General des„Grünen Korps“. war. Professor Hans Bachem zauberte die. gewaltigen Wirkungen der=Dur=Phantasie von Johann Sebastian Bach in den weiten Raum; Tausende von Menschen lauschten ergriffen den Klängen dieser traumhaft schönen Musik. Unter der Leitung von Franz Göbbels brachte die„Spielgemeinschaft für nationale Festgestaltung“ einen eindrucksvollen Sprechchor von Theodor Seiden= jaden zu Gehör. Professor Hellmut Unger hatte ein Lied von Heinrich Lersch„Dem unbekannten Soldaten“ vertont, das von Heinz Hoersch vom Reichssender Köln klangschön gesungen wurde. Der Komponist begleitete am Flügel. Die Gedenkrede auf die Toten hielt Generalleutnant von Watter, der zuerst an die soldatischen Tugenden jener erinnerte, die bei Langemarck gefallen sind und diese Tugenden auch heute als die Voraussetzungen für ein geeintes Volk pries. Wenn es den kriegsfreiwilligen Regimentern 1914 gelungen sei, den Angriff der britischen Armeen zum Stehen zu bringen, so sei das ihr Geist gewesen, der alle Kriegsungeübtheit überwunden habe. In diesem Sinne müsse auch die heutige Generation wieder kämpfen, denn es gehe um Deutschland, mehr denn je in diesen Tagen! Nicht notwendig sei es, daß der Einzelne lebe, aber Deutschland müsse leben! Unter den Klängen des alten Liedes„Ich hatt“ einen Kameraden“ erhoben sich die Teilnehmer, und ehrten so das Gedächtnis an die Gefallenen. Unter Kommt ein ungeladener Gast- ist % * Gläckele Müch im Hause: Binfrod, daßichgeblieden bin- Se oten, Koße eut b bong, ruich segt es nucht zur am Kasse Immer werden Sie mit Kaffee und Kuchen Ehre einlegen, wenn Sie die gehaltvolle reine Glücksklee Milch zur Zubereitung verwenden. Ihr ist ein erheblicher Teil des natürlichen Wassergehaltes entzogen— der Kaffee wird nicht nachträglich verwässert; sein natürliches Aroma wird gehoben, er erhält die verlockende goldbraune Farbe Beredelte Holsteiner Vollmilch in praktischer Form Rechlsrheinische Heldengedenkfeier Am Totensonntag veranstaltete die Ortsgruppe Kalk=Humboldt=Höhenberg des RSDFB(Stahlhelm) im Verein mit der Ortsgruppe Deutz=Poll auf dem Friedhof Merheim rrh. eine Heldengedenkfeier. Der Tag wurde eröffnet durch Gemeinschaftsgottesdienste in der Marienkirche zu Kalk und in der evangelischen Kirche. Im Anschluß an den Guttesdienst traten die sehr stark vertretenen vereinigten Ortsgruppen mit ihren Fahnen zum Abmarsch zur Heldengedenkfeier an. Auf dem Ehrenfriedhof, dem Gedächtnisort der Toten des großen Krieges, sprach zunächst Ortsgruppenleiter Burch herzliche Worte der Treue und des Gedenkens an die gefallenen Kameraden. Er führte aus, daß alle, die ihre Treue um die Ehre und Freiheit unseres geliebten deutschen Vaterlandes mit ihrem Blute besiegelt haben, durchdrungen gewesen seien von jenein herrlichen heldischen Geist, der die soldatischen Arbeiter und Studenten von Langemarck beseelte. Im Anschluß daran sprachen Kaplan Fettweis von St. Marien in Kalk und Pastor Weber von der evangelischen Gemeinde Kalk prachtvolle Worte des Gedenkens für die auf dem Felde der Ehre gefallenen Kameraden. Die ganze Veranstaltung dieser Männer im schlichten Feldgrau bot ein eindrucksvolles Bild von erhabener Größe, das sich noch steigerte, als zum Schluß aus einigen hundert Männerkehlen das Lied vom guten Kameraden aufbrauste. Ernst und wuchtig, ohne Sang und Klang, marschierten die Frontkämpfer zurück. Kommers der Kölner Sänger Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls, Bande von Mensch zu Mensch der Leitung von Musikdirektor Peter Haas brachte der Kölner Liederkranz wirkungsvoll eine Hymne auf das deutsche Volk zu Gehör. Das Schlußwort sprach Gauinspekteur Doerr, der in Vertretung des verhinderten Gauleiters erschienen war. Er pries den Frontgeist der alten Soldaten, der damals schon in seinen Grundzügen nationalsozialistisch gewesen sei. Die Aufgabe der Zeit laute, unser Leben für das deutsche Volk einzusetzen und Frontkameradschaft zu verwirklichen, damit die wahre Volksgemeinschaft entstehen könne. Mit dem Badenweiler Marsch, unter dessen Klängen der Fahnenausmarsch erfolgte, schloß die schlichte, aber eindrucksvolle Kundgebung. 23 Gefallenen ein Ehrenmal Die Belegschaft der Hauptwerkstätte der Straßenund Vorortbahnen hatte es durch eine längere Sammlung ermöglicht, einen Gedenkstein für die Gefallenen der Werkstätte aufzustellen. Dieses Ehrenmal wurde am gestrigen Sonntag um 10 Uhr vormittags enthüllt, und zwar durch eine schlichte Feier, an der die Beamten, Angestellten und Arbeiter der Hauptwerkstätte teilnahmen. Die Feier wurde eingeleitet durch einen Fahnenaufmarsch. Die Musikkapelle der städtischen Werke brachte den Trauermarsch von Beethoven zu Gehör, und der Männergesangverein der städtischen Bahnen Schuberts„Sanctus“. Straßenbahndirektor Stock hielt dann die Gedenkrede auf die 23 Gefallenen der Hauptwerkstätte und nahm auch die Enthüllung der einfachen Gedenksäule, die Architekt Pieiser schuf, vor. Vorn trägt sie die bedeutungsvollen Zahlen 1914/1918 und an den Seiten die Namen der 23. die ihr Leben ließen. Der Redner begrüßte sodann Bürgermeister Schaller und Beigeordneten Boenner, Vertreter der Kreisleitung und der Ortsgruppenverwaltung Köln=Nord der NSDAP und die Vertretung des Kyffhäuser=Bundes. Es sprachen dann noch Vertreter der Fachschaft der Angestellten und der Beamten. Sie alle gelobten im Sinne der Gefallenen weiter wirken zu wollen. Unter den Klängen des„Ich hatt' einen Kameraden“, erfolgte die Kranzniederlegung und die Verleiung der Namen der Dahingegangenen. Dann übergab Baurat Hammer das Ehrenmal in die Obhut der Stadt indem er dem Beigeordneten Boenner eine Urkunde überreichte. Das Schlußwort sprach Direktor Stock. Mit dem Deutschlandlied schloß die Feier, an der weit über tausend Mann der Belegschaft teilgenommen hatten. Auf dem Südfriedhof Am Sonntagmorgen hielt, die RS=Kriegsovierversoraung mit Abordnungen der HJ. der SA und des Motorsturms eine Totengedenkfeier auf dem Südfriedhof ab. Die Veranstaltung wurde von musikalischen Darbietungen und einem Sprechchor eingeleitet. Bezirksobmann Geiger gedachte in einer kurzen Ansprache der gefallenen Helden des Weltkrieges und legte einen Kranz am geschmückten Hochkreuz nieder. Danach wies Pfarrer Göring in seiner Rede darauf hin, daß der Tod der Gefallenen nicht umsonst gewesen sei. Nach ihrem Sterben habe Adolf Hitler den von Unkraut überwucherten deutschen Ackerboden neu umbrochen. Wie an der Front, so laute auch heute wieder die Losung: Einer für alle. alle für einen. Hierauf folgten einige Musikstücke des Musikzuges der ==Standarte 240 Vor dem Hochkreuz marschierte nun der NS Deutsche Frontkämpferbund mit seinen Fahnen auf. Hier gedachte Ortsgruppenführer Bauer der Gefallenen des Weltkrieges und der Bewegung. Nun senk ten sich die Fahnen und mit den Worten„Das Leben verdienen, heißt den Tod nicht fürchten“, legte Bauer einen Kranz nieder Nach dieser Feier versammelten sich die Mitglieder der Vereinigung ehem. Angehöriger des 2. Rhein Feld=Art.=Regiments Nr. 23 auf dem Friedhof. Vereinsführer Ließem erklärte., daß die Kameraden, die auf dem Schlachtfeld ihr Leben ließen, den Ueberlebenden nicht nur Opfer gebracht sondern ihnen auch Pflichten auferlegt hätten. Nach seiner Ansprache legte auch Ließem einen Kranz nieder. Kundgebung der Bausporkassen Die Wiederverwurzelung des deutschen Menschen auf seiner Heimaterde ist eine der vordringlichsten Aufgaben im Aufbau der Zukunft unseres Volkes. Eigenheimbewegung und Bausparkassen arbeiten seit einem Jahrzehnt an ihrer Verwirklichung. Mit der Errichtung neuer Heimstätten allein wird diese Aufgabe jedoch nicht gelöst. Durch die Selbsthilfe=Organisationen der Bauparkassen ist es tausenden Familien möglich geworden, sich ihres Besitzes weiter zu erfreuen und sich von den auf ihm lastenden Schulden frei zu machen. Von dem Erfolg, den die Bestrebungen der Bausparkassen gehabt haben, zeugen die 65 000 Eigenheime der Bauoarer, in denen fast eine halbe Million deutsche Menschen auf eigener Scholle Heim und Heimat gefunden haben. Tausende und aber Tausende haben den Wunsch, auch ein solches Eigenheim zu besitzen. Ihnen will der Reichsverband deutscher Bausparkassen. der unter der Schirmherrschaft des Reichsministers Kerrl steht, den Weg zum schuldenfreien Hausbesitz zeigen und allen Baulustigen und Hausbesitzern Rat und Auskunft erteilen. Die Veranstaltung. deren Besuch frei ist, findet am Freitag, den 30. November. 20 Uhr, im großen Saale der Kölner Bürgergesellschaft(Appellhofplatz) statt. K HTTTE Ein Händedruck den Jubilaren! Im Festsaale der Kölner Bürgergesellschaft versammelten sich die Mitglieder der Bezirksgruppe Köln=Stadt im Sängerkreis 10 des Deutschen Sängerbundes e. V. zu einem Sängerkommers mit Jubilarenehrung. Die Festleitung des Abends lag in den bewährten Händen des Bezirksgruppenführers Hermann Schütter: der die Versammlung mit einem stillen Gedenken für die verstorbenen Sangesbrüder aus dem Kreis der Kölner Vereine eröffnete und ernste Worte des Nachrufes für den kürzlich dahingeschiedenen langjährigen Chormeister Peter Bader und den in der Sängerwelt geschätzten und geehrten Freund des deutschen Liedes, den 84jährigen, ebenfalls in den letzten Tagen verstorbenen Sänger Jean Burgwinkel fand. Die Weise vom guten Kameraden klang in das Silentium hinein. In der folgenden Ansprache des Bezirksgruppenführers tat dieser den Willen des Deutschen Sängerbundes kund, mit großzügigen Veranstaltungen, wie sie mit dem Sängerkommers erstmalig versucht war, unter den Mitgliedern der Kölner Männergesangvereine das Gefühl der Zusammengehörigkeit und Volksverbundenheit zu stärken und die gemütstiefe Kraft der Musik und des Gesanges auszunutzen, um innige Bande von Mensch zu Mensch zu schlingen. Ein Sieg=Heil dem deutschen Lied beschloß die zündende Rede, der als gemeinschaftlicher Gesang ein von Jakob Runthaler, Mitglied des Kölner Männergesangvereins, verfaßtes Lied„Die neue Zeit“ folgte. Im Kreise der anwesenden Ehrengäste begrüßte Hermann Schütter Regierungsrat Tiemann als Vertreter der Regierung, ferner den Präsidenten der Handwerkskammer, Carl Carstensen, den Nestor der Kölner Sängerwelt Wilhelm Mirbach. Direktor Wilhelm Krischer, Dr. Josef Klefisch. Dr. Stryck und den verdienten Chormeister Peter Haas. Für eine würdige instrumentale Ausschmückung des Festabends sorgte das stark besetzte und schwungvoll musizierende Orchener der Kölner Bürgergesellschaft, das unter der Leitung von Heinrich Sinkhöfer mit ansprechenden Musikvorträgen aufwartete. Mit erwärmenden Gesangsspenden erfreute Johannes Wiesbaum, der bekannte Bassist und Mitglied des Kölner Männergesangvereins, begleitet vom Orchester der Bürgergesellschaft. Franz Steinebach vom Kölner Sängerkreis 1866 zeigte gleichfalls seine baritonale Stimmbegabung, müßte sich jedoch seinen musikalischen Vortrag noch etwas vertiefter erarbeiten. Als sein Begleiter am Flügel wirkte Dr. Adolf Stauch, Mitglied des Kölner Männerchors, mit bewundernswerter Einfühlung. Der Kölner Männergesangverein„Apollo“ brachte unter der Leitung von Heinz Ritzerfeld eine Chorkomposition„Sturmesnacht“ des Kölner Komponisten und Chorleiters Bernhard Hartmann von St. Bruno in Köln=Klettenberg, zur wirksamen Aufführung, ein Tonstück in handfestem Männerchorsatz □ ohne gehalten, mit geschickt verwendeten kontrapunktischen Künsten durchwirkt, das in seiner malerischen Tonsprache ein eindrucksvolles Bild wirklichkeitsnaher Naturschilderung gab und in der überzeugenden Wiedergabe durch den Männergesangverein„Apollo“ begeisterten Beifall der sangesverständigen Zuhörerschaft fand. Eine wirkungsvolle, innerlicher gehaltene Chorschöpfung von Zöllner nach der Dichtung„Drei Worte des Glaubens“ von Friedrich von Schiller brachte der Kölner Männergesangverein„Polyhymnia“ unter der bewußt führenden Hand seines Dirigenten Paul Kuhl zum machtvollen Erklingen und fand dabei den rechten Ton für den breit dialogisierenden Stil des Stückes, der die scharfe Herausmeißelung der beherzigenswerten Dichterworte über chorische Wirkungen stellte. Im Laufe des Abends sprach dann auch Dr. Stryck, der neuerwählte Kreisleiter des Deutschen Sängerbundes für Köln=Stadt und=Land zu seinen Getreuen und dankte für seine ehrenvolle Berufung, die ihn„zu Taten anfeuern soll, wo es notwendig ist". Sein Wort wendete sich gleichfalls an seinen verdienten Amtsvorgänger Dr. Josef Klefisch und gestaltete sich zu einem herzlichen Dank für dessen unermüdlichen Arbeitseifer im Dienste des deutschen Männerchorsingens. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die feierliche Jubilaren=Ehrung; bei der Hermann Schütter langjährigen Kölner Sängern: Hermann Rödeler, vom Kölner Liederkranz, für 60jährige Gefolgschaft, Otto Jörgens. Jean Hündgen, Josef Blankenhagen vom Kölner Männerchor Concordia, Heinrich Koch vom Kölner Männerchor, Heinrich Reinartz, L. Heinrich Liesmann. Anton Wirfs vom Männergesangverein Germania, Hermann Josef Ditger vom Kölner Liederkranz für 50jährige Treue und den Jubilarvorstandsmitgliedern Jean Hündgen, Otto Jörgens vom Männerchor Concordia, Karl Bohmeier, Sängerchor der staatlichen Polizei, Karl Fischer, Franz Schulter; Quartettverein Rheinperle, Willy Arndt, Männergesangverein Apollo, Franz Fischer und Heinrich Winke vom Männergesangverein Harmonie für ihr vieljähriges Wirken mit poetisch gewürzten Reden das Diplom des Deutschen Sängerbundes uberreichte. Im anschließenden bunten Teil der Vortragsfolge schossen die„Rheinwellers", an ihrer Spitze der witzig musikantische Dr. Rudi Boden, mit ihren entzückenden Gesangsdarbietungen, die zu gleichen Teilen Humor, gesangliches Können und sprühendes Temperament mischten, den Vogel ab. Heitere Vorträge von Mitgliedern der verschiedensten Kölner Männergesangvereine folgten und beschlossen mit echter rheinischer Sängerfröhlschkeit den wohlgelungenen Abend. Albert Schneider. der geistig Schaffenden“, gab aber gleichzeitig auch zu verstehen, daß es nicht allein mit der Erlernung der Fachwissenschaft getan sei. Auch das Herz müsse mitsprechen. Die Bildung des Herzens bestimme den Charakter und ohne diesen sei die ganze Arbeit, alles Wollen und alles Streben umsonst, sei fruchtlos. In seinen Darlegungen über die Organisation des innerdeutschen Lebens zeichnete Kolbenheyer den Unterschied zwischen Führer und Kommandant. Jener schaffe die Organisation und arbeite damit schöpferisch, dieser gelte als ausführendes Organ des Organisations=Schöpfers. Es sei heute dringend notwendig, die geistigen Führer zu sammeln und weiter der geistigen Jugend das Bewußtsein ihrer besonderen Verantwortlichkeit für das Volk beizubringen. Staatsrat Börger(Köln), der Treuhänder der Arbeit für den Bezirk Rheinland, gab in einem Schlußwort einen Ueberblick über die Aufgaben des Chemikers im neuen Deutschland. Am Sonntagmorgen wurde die Tagung in der Lese fortgesetzt Professor Dr. Duden machte die Mitteilung, daß der Vortrag von Staatssekretär Prof. Dipl.=Ing. Feder ausfallen müsse, da Redner aus Gesundheitsrücksichten am Erscheinen verhindert sei. Für seine Tätigkeit im Dienste der Neuorganisation der deurschen Techniker sprach ihm Prof. Duden den herzlichsten Dank aus. „Der Chemiker in der deutschen Industrie“ war der Vortrag von Direktor Dr. Kühne, Levertusen. Wie Kolbenheyer am Vortag, so wies auch Direktor Kühne auf die Menschenführung hin, deren Fähigkeit sich nicht auf Hochschulen erlernen lasse. Diese Kunst sei nur zu erwerben durch ein Arbeiten Schulter an Schulter, wie es auch die großen, bedeutenden Wirtschaftsführer(Krupp) zu Beginn der Industrialisie= rung durchgeführt hätten. Man müsse in jedem Mitarbeiter den Nenschen sehen; nicht die Stellung entscheide, sondern der Mensch. Jeder Facharbeiter sei an seinem Platz gleich viel wert, ob als Chemiker im Laboratorium, ob als Arbeiter an der Apparatur oder als Direktor am Schreibtisch. Es schlossen sich Fachvorträge an. Dr. med. Hecht (Wuppertal) sprach über die Synthetischen Farbstoffe und ihre Bedeutung in der medizinischen und biologischen Forschung, Dr. Waibezahn(Knapsack) über Kalziumkarbid als Rohstoff in der chemischen Industrie. In einem Schlußwort betonte Bezirkswalter Richard Ohling, daß die Deutsche Arbeitsfront deutschen Erfindergeist und deutsche Wissenschaft immer unterstützen werde. Sie fordere aber auch ihrerseits, wie schon eingangs bemerkt, die Mithilfe am Aufbau des deutschen Volkes. In den Räumen der Casino=Gesellschaft schloß sich am Nachmittag eine Sondertagung des Bezirksvereins Rheinland im V. D. Ch. an, auf der Dr. Fincke (Köln) in Verbindung mit einer Aussprache das Thema„Die Stellung des Chemikers zu Beruf und Volk" behandelte. Professor Dr. Duden ging in seinen Ausführungen näher auf die Organisation des V. D. Ch. ein, und gab einen Ueberblick über die gemeinsamen Aufgaben des V. D. Ch., des NSBDT. der RTA=Vereine und der Deutschen Arbeitsfront. Eine Aussprache schloß die Sondertagung. Deutscher Geist in Nalurforschung und Technik Bedeutsame Tagung der rheinischen Chemiker Zu der Wintertagung des Vereing Deutscher Chemiker e.., Bezirksverein Rheinland, in Gemeinschaft mit dem NSBDT, den RTA=Vereinen und der Reichsberufsgruppe der Techniker, DAF(BDT), Gau Köln=Aachen, die im großen Saale der Lese, im Festsaal des Gürzenichs und in den Räumen der Casino= Gesellschaft stattsand, hatten sich aus dem ganzen Rheinland namhafte Vertreter der chemischen Industrie eingefunden.„Deutscher Geist in Naturforschung und Technik“, dieses Motto, unter dem die Tagung stand, kehrte in allen Veranstaltungen, Fachvorträgen und Festversammlungen wieder. Die Tagungsfolge enthält einen Ausspruch des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler:„Alles was an Menschenwerken schön ist auf dieser Welt. verdankt seine Entstehung und Vollendung dem Zusammenwirken von geistiger Erfindung und gestaltender Kraft. Diese Vermählung aber wird auf die Tauer nur dann aufrecht erhalten werden können, wenn die Kraft den Geist respektiert und der Geist einsichtsvoll die Kraft fördert.“ Die in diesen Worten verlangte und, geforderte Gemeinschaftsarbeit zum Wohle des ganzen Volkes wurde dringend auch von den Chemikern und Technikern verlangt. Auch sie müssen, wie im Verlaufe der Tagung der Bezirkswalter der Deutschen Arbeitsfront Rheinland. Richard Ohling, betonte, mithelfen die deutsche Volksgemeinschaft zu verwirklichen. Sie seien dazu berufen. dem deutschen Volke auf der Basis der Wissenschaft Vorteile zu verschaffen und alles zu run. was ihm auf dem Wege zum Wohlstand förderlich sei. In seiner Eröffnungsansprache wies auch der Vorsitzende des Bezirksvereins, Dr. Schieber, auf die unbedingt notwendige Zusammenarbeit hin, um auf diesem Wege ein Höchstmaß von Leistungen zu erzielen. Die Tagung müsse beweisen, daß die technischen Verbände sich darüber klar geworden seien, daß nur durch eine völlige Zusammenfassung das technisch=wissenschaftliche Instrument geschaffen werden könne, mit dem die Fragen der Gegenwart zu meistern seien. Ein kurzes Gedenken der kämpfenden Brüder an der Saar leitete über zu der Ansprache des Gauinspetteurs Ing. Doerr. Leiter des Amtes der Technik, Gau Köln Aachen, der die Aufgaben der Technik im heutigen nationalsozialistischen Staat klar umriß. Erst der Nationalsozialismus mit seinem Führerprinzip habe den Einsatz der Technik zum Nunzen von Volk und Staat ermöglicht. Die Bedeutung der Technik für Volk und Staat sei durch ihre Eingliederung in die PO klar demonstriert worden. Die wichtigen technischen Aufgaben der Gegenwart seien nur durchzuführen, wenn ein gegenseitiger Austausch stattfinde zwischen Erfahrung und Wissen. In einem anschließenden Fachvortrag„Eisen und andere Metalle aus deutschen Rohstoffen", gab Prof. Dr. Schneiderhöhn(Freiburg) auch für den Nichtfachmann interessante Einzelheiten bekannt. Dr. R. Janker(Bonn) sprach über„Neuere photographische Ergebnisse auf dem Gebiet der Röntgenologie“. Seine Ausführungen wurden durch Vorführung von Röntgenfilmen wirkungsvoll unterstrichen. Im Festsaal des Gürzenich sprach am Samstagabend nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden des Vereins Deutscher Chemiker. Prof. Dr. Duden(Berlin) der Münchener Schriftsteller Kolbenhever über den Lebensstandard der geistig Schaffenden und das neue Deutschland. Eingangs seiner Ausführungen zog Kolbenheyer Parallelen zwischen dem individuellen und dem überindividuellen Organismus. Hier wie da seien die ein zelnen Organteile zum Leben notwendig. So habe auch der geistig Schaffende seine Bedeutung für den gesamten Volkskörper. Redner betonte den„Lebensstand Jubelfeier in St. Peler, Ehrenfeld Aus Anlaß des 33. Stiftungsfestes hatte der Kirchen= und Damenchor St. Peter seine Getreuen zu einer schlichten innigen Feier am Samstag in der Restauration Buschwald eingeladen. Es wurden die Mitglieder Bernhard Deutsch und Johann May für ihre 25jährige treue Zugehörigkeit zum Chore, und sein verdienter Chorleiter Joseph Schmitt für seine zehnjährige Tätigkeit geehrt. Gleichzeitig galt die Feier auch dem Küster Theodor Reinhardt für seine 25jährige Küstertätigkeit in der Pfarrkirche St. Peter, der all die Jahre hindurch dienstlich und freundschaftlich mit dem Kirchenchore eng verbunden war. In einer Festansprache spendete Pfarrer Schüller den Jubilaren namens des anwesenden Kirchenvorstandes, der Geistlichkeit und der ganzen Pfarrgemeinde hohes Lob und wärmsten Dank für die unermüdliche Treue und ideale Berufsauffassung. Eine Reihe gesanglicher und musikalischer Vorträge rundeten sich zu einem heiteren und gemütvollen Festabend, bei dem auch ein lustiger Einakter nicht fehlte. Ein von Toni Faßbender verfaßter und von Adolf Thönig vorgetragener humoristischer Jahresbericht aus dem Vereinsleben des Kirchenchors fand allgemeinen Beifall. Bei der kirchlichen Feier des 33 Stiftungsfestes am Sonntag sang im Hochamt um 9 Uhr in sangesbrüderlicher Verbundenheit der Bruderverein von St. Barbara eine vierstimmige Männerchormesse von Jos. Stein, während der Kirchenchor St. Peter geschlossen zum Tische des Herrn ging. Im Anschluß an das Hochamt war im Marienheim ein gemeinschaftliches Kaffeetrinken. Aufstellung eins Lichtkreuzes in der Trinitatiskirche Ein wertvolles. hohen Seltenheitswert besitzendes Lichtkreuz aus brasilianischem Bergkristall fand am Totengedenktag in der Trinitatiskirche am Filzengraben Aufstellung. Der Christuskörper sowic eine am Fuße des Kreuzes kniende Frauengruppe, sind von dem Künstler in fast ein Jahr lang währender Arbeit aus dem kostbaren Material herausgeschliffen worden. Fußball=Derby in Stamford Bridge Arsenal schlägt Chelsea:2— Sunderland„angeschlagen“— Spielabbruch im Villapark Der Film von Highbury Wenn am Anfange dieses Berichtes nochmals auf das nun sattsam breitgetretene England=ItalienMatch eingegangen wird, so geschieht dies aus Anlaß der verschiedenen englischen Zeitungskritiken, die der inzwischen in mehreren Londoner Theatern lausende Film von diesem Länderspiel erfahren hat. Die englische„Universal Pictures“ hat da einige hundert Film=Meter von der dramatischen Fußballschlacht in Highbury heruntergekurbelt, und man muß sagen, der Kameramann hat dabei gute Arbeit verrichtet, denn die Aufnahmen sind hier klar und ziemlich lückenlos gelungen. Noch einmal erlebt man das ganze Spiel, die bewegten Präliminarien, das Einlaufen der Mannschaften, die Begrüßung durch den Prinzen Arthur und endlich den Kampf selbst. Sieht den phantastischen Start der englischen Forwards, das Foul an Drake in der ersten Minute und Brooks„Penalty“, den Ceresoli in wildem Sprung aus der Goalecke voxt. Aber auch sonst zeigt dieser Streifen so manches, was nicht von allen Zuschauern in gleichem Maße wahrgenommen wurde. Man verfolgt die Phasen aus der ersten Spielhälfte, wo die englische Elf ein wahrhaft vollendetes Spiel zeigt und immer wieder wie mühelos den Ball vor das italienische Tor dirigiert, ohne daß auch nur ein Italiener das Leder berührt. Wenn es eines Dokumentes für den wahren Standard englischen Fußballkönnens bedurfte, so ist dieser Film ein solches, denn das Auge der Kamera ist unbestechlich und illustriert in gleichem ja auch das spätere Abschwächen der Siegerelf, das bewundernswerte Aufkommen der zehn Italiener und schließlich auch die in einer einzigen Minute mitunter dutzendfachen Regelverstöße der Gäste in brutaler Klarheit. Einmal attackierte Drake den italienischen Torhüter in vorbildlich fairer Art, und als dann beide auf dem glatten Rasen zu Fall kommen, da reißt der hinzukommende Monzeglio den Engländer mit einem regelrechten Kehlgriff hoch und schleudert ihn rücklings ins Tornetz. Es war einer jener Vorgänge, die die wenigsten Zuschauer und auch der Schiedsrichter nicht gesehen hatten.„News Chronicle“ kommentiert:„Es ist ein ganz seltenes Dokument, und der FA wäre zu empfeh len, daß sie eine Kopie des Films erwirbt und diese ihrem Archiv einverleibt!“ Doch nun genug davon. Kommen wir zu den Ereignissen am letzten Wochenende, an dem es in den fälligen Ligakämpfen doch weit friedlicher herging regenden Gefecht mit:3 geschlagen vom Felde. Also ein weiterer Sieg der Metropole. Aston Villa vermochte ihren, von den Fachleuten ziemlich einstimmig erwarteten Vormarich an diesem Samstag nicht fortzusetzen, da das Birminghamer Treffen zwischen den Astonians und Portsmouth beim Stande von:2 für die Platzelf abgebrochen wurde. Der schon zu Beginn dieses Spiels ungemein dichte Nebel artete nach der Pause zu einer wahren Finsternis aus, und so sah sich der Reieree gezwungen, die Mannschaften in die Kavinen zu schicken. Die Niederlage von Stoke City in Grimsby kommt heute nicht mehr unerwartet, denn in der Fischerstadt haben schon größere Teams unverhofft Schiffbruch erlitten und unlängst sogar Arsenal nur mit viel Glück ein Unentschieden retten können. * Weitere Ergebnisse: Derby County Liverpool:2, Huddersfield Town— Middlesbrough :1, Leicester City— Leeds Utd:0, Preston Northend — Birmingham:1. Wolverhampton Wanderers— Blackburn Rovers:1. Die Tabellenspitze Sunderland 16 Spiele 22 Punkte Arsenal 16 Spiele 21 Punkte Stoke City 16 Spiele 21 Punkte Manchester City 16 Spiele 19 Punkte Grimsby Town 16 Spiele 19 Punkte Bolton Wanderes hart verfolgt In der zweiten Division hat sich die Situation am Kopf der Tabelle diesmal nicht wesentlich veränder: Der Spitzenreiter Bolton Wanderers hielt auf eigenem Boden Plymouth Argyle mit•2 nieder, und der nächste Verfolger Brentford behielt bei Swansea Town mit:2 das bessere Ende. Als weitere bemerkenswerte„Awaysieger“ muß man noch die Erfolge von Westham United und Newcastle United vermerken. Die Londoner schlugen Bradford City:0, wayrend Notts Ccunty auf eigenem Boden von Newcastle abgehängt wurde. Weitere Ergebnisse: Barnsley— Bury .0, Southampton—. Norwich City:4, Burnley— Fulham:1, Sheffield Utd—. Blackpool:1, Manchester Utd— Nottingham Forest:2, Oldham Athl.— Bradsord:1, Port Vale— Hull City:2. Glasgow Rangers erster Anwärter In Schottland festigte Glasgow Rangers seine Spitzenstellung durch einen glatten:=Sieg über die Amateure von Queens Park, dagegen verior St. Johnstone durch ein:2 gegen Hamilton Academials weiter Terrain und hat damit schon weitere in Südamerika! Nach Brasilien, Uruguay und Argentinien Der vielfache österreichische Fußballmeister Rapid Wien steht vor dem Abschluß einer Wettspielreise nach Südamerika, die insgesamt 12 Spiele in Brasilien, Uruguay und Argentinien vorsieht. Ein Beauftragter des Wiener Vereins reist im Januar nach Rio de Janeiro. um dort an Ort und Stelle die letzten Abmachungen zu treffen. Die finanziellen Bedingungen sind sehr günstige. Der Wiener Klub erhält bei dem Vertragsabschluß einen Betrag von 10000 Dollar. Weiter werden Rapid Wien bis zum 15. Mai zwanzig Fahrscheinhefte für Bahn und Schiff für die Hinreise und Rückreise zur Verfügung gestellt. Die Wiener erhalten jeweils Garantiesummen und eine entsprechende Beteiligung an den Spieleinnahmen Die Ausreise soll im Juni des nächsten Jahres von Genua aus erfolgen. In der Zeit vom 21. Juni bis 4. Juli sollen Spiele in Rio de Janeiro, Santos und Sco Paulo ausgetragen werden. Von Brasilien aus geht es nach Uruguay, wo die Austragung von Spielen bis zum 20. Juli in Aussicht genommen ist. Den Abschluß der Südamerikareise bildet Argentinien, wo bis einschließlich dem 4. August gespielt wird. Mannschaften passieren lassen müssen. Auch die Celtic scheint nun endlich in Schwung zu kommen, wie das Ergebnis von:0 gegen Dundee beweisen sollte Weitere Ergebnisse: Albion Rovers— Queen of South:2, Ayr United— Motherwell:0, Aberdeen— Hearts:0, Dunfermline Athletic— Airdrie:1, Hibernians— Falkirk:0, Kilmarnok— Clyde:0, Partick Thistle— St. Mirren:1. W. T. L. Steffes Zweiter— Richter Letzter! Deutsch=belgische Radfliegerkämpfe in Brüssel Natürlich hatte London seinen großen Tag, denn eine Begegnung zwischen den populären Clubs Chelsea und Arsenal ist auch heute noch ein Zugstück, wenn auch Chelsea zurzeit in einer recht schlimmen Lage steckt und trotz aller Anstrengungen nicht vom Tabellenende wegkommen kann. Doch das macht, wie gesagt, nichts am Besuch des Spieles in Stamford Bridge, wo schon lange vor Beginn die Tore geschlossen werden mußten. Nun, der Kampf selbst brachte nicht die von den Südlondonern erhoffte Ueberraschung, da die Arsenalelf sich auf nichts einließ und den ersten Ansturm ihrer Gastgeber geschickt abfing. Nach dem Wech sel gab der Meister die Führung nicht mehr aus der Hand und lag am Schluß mit:2 klar vorne. „Hörst Du die„Drosseln' singen?" so schrieb ein witzig veranlagter Reporter nach dem Kampf zwischen Westbroomwich Albion und den Tottenham Golburs, in dem die„Heißsporne“ böse hereingesegelt waren. Doch inzwischen hat die neue Form der 8000 im Sportpalast wohnten am Samstagabend den deutsch=belgischen Radfliegerkämpfen bei, die neben einem Omnium der Straßenfahrer im Mittelpunkt der Wetlkampffolge standen. Man muß betonen, daß eine solch große Besucherzahl hier in Brüssel bei Fliegerkämpfen noch nicht zu verzeichnen war; bekanntlich stehen auf den belgischen Bahnen die Mannschaftsrennen höher im Kurs. So bot denn der Sportpalast ein imposantes Bild. Schon lange vor Rennbeginn standen die Radsportfreunde vor den Kassen„Schlangen“— und als die Startzeit näher rückte, war die Halle sozusagen ausverkauft! Richters taktischer Fehler brachte ihm den letzten Platz im Gesamtergebnis der Fliegertämpfe ein. Gleich im zuerst gestarteten Viererlauf ließ sich der Kölner von den beiden belgischen Vertretern Scherens und Arlet überraschen. Dabei waren die Siegmöglichkeiten hier für ihn die besten. An der Spitze liegend, spurteten die Belgier plötzlich heran— und schon waren sie vorbei. Steffes konnte sogar noch seinen Landsmann hinter sich lassen. Im zweiten Lauf entschädigte er sich dann durch einen Sieg. In ausgezeichneter Form zeigte sich Peter Steffes, der hier den belgischen Weltmeister auf den dritten Platz verwies. Im dritten Lauf stellte Arlet seine Sprinterfähigkeiten unter Beweis. Richter hatte hier das Nachsehen. Scherens wurde Dritter. Im vierten Lauf schließlich lautete die Reihenfolge im Ziel: Arlet vor Richter und Steffes. Steffes große Form, die er schon in den Fliegerläufen verriet, wurde im Punktefahren noch deutlicher. Mit Rundenvorsprung siegte er vor Scherens, Richter und Arlet. Hätte Richter den zweiten Platz in diesem Rennen belegt, dann... ja, dann hätte Steffes als Sieger die Ehrenrunde fahren können. Revanche in Köln? Omnium der Straßenfahrer, Zeitfahren: 1. Guerra :07, 2. Aerts:07,6, 3. Magne:08,4, 4. Pellenaerts, 4. Aerts.— 25 Kilometer hinter kleinen Motoren: 1. Aerts, 2. Magne, 3. Guerra, 4. Pellenaerts.— Gesamtergebnis: 1. Magne 6 Punkte, 2. Guerra 6., 3. Aerts 7., 4. Pellenaers 11 P.— Dauerrennen: 1. Blanc=Garin(50 Kilometer), 2. van Blockhoven, 3. Piano, 4. Meerschaert. Merkens wurde distanziert! Radrennen in der Westfalenhalle Ein Kölner Sieg! Boxstädtekampf Köln— Dortmund Im„Kino für Jedermann“ in Köln wurde am Sonntagvormittag ein Boxstädtekampf Köln— Dortmund in verschiedenen Gewichtsklassen ausgetragen. Vor fast ausverkauftem Hause gab es nur wenig überragende Leistungen, wenn es auch mitunter im Ring etwas recht munter zuging. In den neun Kämpfen schnitten die aus den Staffeln der Kölner Colonia und Warden zusammengesetzten Domstädter— bei denen noch drei Mann ersetzt werden mußten— mit fünf Erfolgen und einem Unentschieden am besten ab. Bei den Dortmundern fehlte Schmedes. In verschiedenen Kämpfen wurde recht unrein und zum Teil auch etwas wild geboxt. Imponieren konnten lediglich die Begegnungen zwischen Rustemeyer und Nockemann und Fluß und Balzer, die jeweils von den Auch in diesem Jahre veranstaltete die Westfalenhalle Kölnern nach Punkten verdient gewonnen wurden. Die in Dortmund Amateurradrennen, die leiter nicht den Ergebnisse waren: Publikumszuspruch früherer Jahre fanden. Immerhin Gemischtes Gewicht: Virnich=Köln gegen Sand. rock(). Punktsieger Virnich II.— Leichtgewicht: war der Besuch mit 2500 Personen noch ansprechend. Hansmann=K schlägt Bach=D u..; Timm=D PunktNach einer Gedächtnisrede des Gauführers Froh= sieger über Tabat=K; Schwager=D und Virnich=K nen und einer Runde zum Gedenken an die Toten, kämpfen unentschieden; Federgewicht: Rustemeyer=K wurde das Hauptfahren(acht Vorläufe und vier „„ M a r k e r t= D s c h l ä g t Z i m m e r m a n n= K u. P.; L e m i t z= D Zwischenläufe) gestartet. Im Endlauf, den Merkens Punktsieger über Lauf=K.— Weltergewicht: Ulderich=K (Köln), Lorenz(Chemnitz), Hasselberg(Bochum) und Punktsieger über Klee=D, Fluß=K. Punktsieger über Jung(Dresden) bestritten, gab es leider einen Balzer=D. Zwischenfall. Jung und Hasselberg hatten ihren beiden Mitstreitern enteilen können. Beim Ertönen der Glocke Großes Amateurboxen zur Schlußrunde waren die beiden Ausreißer noch Am Freitag, 30. November, im Metropol=Ring einige Meter in Front und der deutsche Meister Mer=(Harmonie, Apostelnstraße), treten die nachfolgenden, tens konnte sie trotz aller Anstrengung nur durch regel= zur westdeutschen Extraklasse zählenden Paarungen in widriges Innendurchgehen überholen. Merkens wurdeg###es: infolgedessen distanziert. Grommes, Vonn Fliegengew.: Das Hauptrennen, der Heldengedenkpreis Virnich 2, Köln, Bantam: (Mannschaftswettbewerb über zwei Stunden), gestal Hiemer. Noin tete sich sehr jagdenreich. Die Kämpfe waren so stark,—..5 Köln daß fast die Hälfte der 15 Paare vorzeitig die Wassen Prodel, Köln streckten. Das erste Opfer des scharsen Rennens waren Stein, Benn die Kölner Merkens=Klöckner. gelten, Köln Feder: Leicht: Welter: Welter: Mittel: Halbschw. Gau X(Niederrhein) Scheidt, Duisburg Spannagel, Barmen Scholten, Ruhrort Kartz. Oberhausen Bracht, Düsseldorf Pruß, Duisburg Storm, Duisburg Bosen, Düren. Vielleicht gelingt ihm dies in Köln, wo er ja mit seinen Landsleuten, an der Spitze Albert Richter, am kommenden Wochenende auf die Belgier trifft. Oder Albionleute bereits ein weiteres Opfer gefordert, und sollte... Richter auf der Bahn der Rheinlandhalle diesmal ist es niemand anderes als der Spitzenreiter der Glückliche sein?... Sunderland, der sogar auf eigenem Boden gegen. Die Rahmen=Wettbewerbe fanden ebenfalls große für Punkte gesorgt hatte. Die savorisierten TertilteIm ersten Teil des Rennens waren Markuse=Gabriel (Herten=Dortmund) tonangebend, sie sielen aber später stark zurück. Als kurz vor Schluß kurz nacheinander aus der vier Mannschaften starken Spitzengruppe Arndt=Süß und Hasselberg=Lindemann einen Rundengewinn erzielten, war das Rennen zugunsten der letztDie Kämpfe beginnen um 20.15 Uhr; Einlaß 19 Uhr. Aufruf! Winterhilfsspiele 1934 Am Sonntag, 2. Dezember 1934, werden im ganzen diese mächtig im Zug gekommene Elf mit:1 Sieg und Punkte verpaßie. Das nennt man jedenfalls eine Ueberraschung, die in ihrem Ausmaß nach Ansicht der Experten sogar noch die unverhoffte Heimniederlage von Everton übertrifft, das zu Hause gegen den vorjährigen Cupsieger Manchester City über eine:2= Niederlage quittieren mußte. Die City ist durch diesen Sieg wieder nach oben geschwemmt worden und hält hinter Stoke einen guten vierten Platz, wogegen die Dean=Mannschaft und Sheffield Wednesday zurückgefallen sind. Die„Mittwochelf" weilte diesmal bei Tottenham und zog nach einem harten und aufsonoen s mnee Anerkennung. Denn eins war hier ausschlaggebend: Kampf! Und da dieser zur Genüge geboten wurde, waren die Zuschauer zufrieden. Scherens Gesamtsieg im Fliegerkampf sowie auch die übrigen Siege, errungen von A. Magne und Blanc=Garin, fanden natürlich stürmische Aufnahme. Ergebnisse: Fliegerkampf, 1. Lauf: 1. Scherens, 2. Arlet(beide Belgien), 3. Steffes, 4. Richter (beide Deutschland); 2. Lauf: 1. Richter, 2. Steffes, 3. Scherens; 3. Lauf: 1. Arlet, 2. Richter, 3. Scherens; 4. Lauf: 1. Arlet. 2. Richter, 3. Steffes.— Punktefahren: 1. Steifes 8 Punkte, eine Runde zurück, 2. Scherens 12 Punkte, 3. Richter 14 Punkte, 4. Arlet 16 Punkte.— Gesamtergebnis: 1. Scherens 10., 2. Steffes 11., 3. Arlet 11., 4. Richter 12 P. Schmidt waren am Anfang recht gemütlich gefahren gsg zsi##y#reund#o gandhallinart und konnten später den verlorenen Boden nicht meh= nationate Pflicht für jeden Freund des Handballsports, ganz aufholen. daß er an diesen Tagen eines der Winterhilfsspiele besucht und hierdurch zur Linderung der allgemeinen Not Fliegerhauptfahren: 1. Lorenz(Chemnitz), beiträgt. Daher fordere ich alle Turn= und Sportletzte 200 Meter in 12,7; 2. Hasselberg(Bochum); freunde ebenso herzlichst wie dringend zum eifrigen 3. Jung(Dresden); 4. Merkens(Köln) distanziert.— Besuch unserer Spiele am 2. Dezember 1934 auf. Die Dreierradballspiel Essen 84 gegen Essen=Rellinghausen Einnahmen aus den Spielen werden unmittelbar den :1(:). Zweistunden=Mannschaftsrennen: 1. Linde=sörtlichen Sammelstellen des Winterhilfswerks zumann=Hasselberg(Dortmund=Bochum) 46., 86,800 geführt. Kilometer, 2. Arndt=Süß(Krefeld=Dortmund) 18.,] Von den aktiven Spielern erwarte ich, daß sie durch eine Runde zurück: 3. Mertens=Küster(Dortmund=, restlosen Einsatz ihres Könnens und durch eine ritterKöln) 58., 4. Schmidt=Tertilte(Dortmund=Münster) liche Spielweise zu einem vollen Gelingen der Ver22., zwei Runden zurück: 5. Schneider=Wengler anstaltungen beitragen. Heil Hitler! (Dortmund=Bielefeld) 53., 6. Schultenjohann=Hup= Grod, feld(Dortmund) 18.I Gaufachamtsleiter. EAANEIELL HII-IITLSEUH Eine gehaltvoll-würzige Mischung nach echt macedonischer Art im Aegypterformat mit Stickereibeilage □/ Eine Empfehlung an das Kölner Schuldezernat Regierungsrat Vialon(Karlsruhe) zum Schulfußball in Baden Köln—Koblenz 11:3 Hoher Sieg der Boxer des Kölner Bezirks Vor einer stattlichen Zuschauermenge trafen sich die Boxmannschaften des Bezirks Köln und des Bezirks Einige Worte zuvor... Wenn wir dem im„Deutschen Fußball=Sport“ erschienenen Bericht über die Erfoige des in Baden offiziell eingeführten Schulfußball einige Worte vorausschicken, geschieht das in der Hoffnung, daß nun auch in Köln endlich alle kleinlichen Bedenken über Bord geworsen werden und nun einmal herzhaft und entschlossen gehandelt wird. Wie oft sind in der Vergangenheit die Versuche aus Sportkreisen nach dieser Richtung hin gescheitert. Mit welchen Begründungen wurde immer wieder in Köln jede Initiative nach dieser Richtung hin erstickt! Wir wollen in diesem Zusammenhang nur diese Fragen gestellt haben, ohne sie zunächst zu beantworten, weil wir uns vorbehalten, auf diese Angelegenheit im Laufe der nächsten Tage noch einmal eingehend zurück zukommen. Wir lassen nun die Ausführungen des Regierungsrats Dr. Vialon folgen in der freudigen Er wartung, daß Kölns Schuldezernent nun zu den Dingen Stellung nimmt oder aver entsprechend handelt.(Die Sportredaktion.) Was mögen damals verschiedene Leute für Augen gemacht haben über dieses„Kuckucksei“, das da in ihr Nest gelegt wurde. Insbesondere jene immer noch regierenden Schulvorstände, für die sich mens sana in corpore sano allenfalls in einer einwandfrei hingelegten Freiübung erschöpft. Aber es war nichts zu machen. Knapp ein halbes Jahr nach dem Umbruch stand schwarz auf weiß im Katechismus des Schulmannes, dem amtlichen Verkündigungsblatt unseres musterländlischen Unterrichtsministeriums, die schöne Ueberschrift: Fußballrunden in badischen Schulen. Und darunter folgten ein paar kraftvolle Sätze über den Wert sportlicher Kampfspiele als eines vorzüglichen Erziehungsmittels für die Jugend. Dann kam also die Anordnung selbst, baldigste Veranstaltung von Fußballrunden unter Beteiligung sämtlicher niederer, halbhoher und allerhöchster Schulen und Lehranstalten des Ortes, und schließlich eine Zusammenstellung ins einzelne gehender Richtlinien über das Wie und Wann und Wo. Als das Blatt heraus war, krachte es ab und zu irgendwo im Gebälk— und der schönen Sätze gab es viel:„Wenn einer mal so richtig ein Bein dabei gebrochen hat, hört der Unfug bald auf". Aber es war nichts zu machen. Der Minister selbst hatte seinen guten Namen unter den Erlaß gesetzt; nicht zuletzt, um der Angelegenheit von vornherein den nötigen Nachdruck zu geben. Und dann kam die große Ueberraschung. Im ganzen Lande nahm sich die Jugend der neuen Sache mit einer so stürmischen Begeisterung an, daß keine Bremse gegen den„Unfug“ genütt hätte. Erfreulicherweise stand auch, was ja auf dem traditionsgesegneten Fußballboden Baden nicht sehr verwunderlich ist, eine stattliche Anzahl geeigneter Kräfte aus dem Lehrpersonal zur Verfügung, um durch eine sachverständige und geordnete Abwicklung der Meisterschaftsrunden die Gegner noch mehr zu beschämen. Auch die Presse nahm sich höchst anerkennenswert des Schulfußballs an; manche Zeitungen widmeten den Spielen sogar mehr Naum, als dem Selbstbewußtsein der spielenden Knirpse zuträglich war. Und es gab nicht den geringsten Zweifel, daß diese Fußballrunden ein Volltreffer in die Herzen der Jugend waren, außerdem aber für die Zukunft des Fußballs selbst von gar nicht abzuschätzender Bedeutung. Im kleinen Lande Baden hatte man, um Erfahrungen zu sammeln, Fußballrunden an zunächst 12 Plätzen angeordnet. Darunter befanden sich Städtchen, die nicht einmal einen Bezirksligaverein haben. Um so überwältigender war der Erfolg: 210 Mannschaften beteiligten sich an diesen 12 Orten an dem staatlichen Schulfußball, 210 Mannschaften kämpften in Vor= und Rückrunde um die Meisterschaft ihrer Klasse. Weit über 1000 Spiele wurden ausgetragen, ein Strom von Begeisterung, Mühe und Schweiß kleiner und kleinster Leute kennzeichnet diese ersten offiziellen Fußballrunden an deutschen Schulen. 44 Mannschaften in Mannheim, 33 in Karlsruhe, 22 in Freiburg, 18 in Heidelberg, 17 in Pforzheim wurden allein in diesen Städten von den Einzelschulen als die Fullballelite ihrer Zöglinge herausgestellt. Und in wieviel Uebungsspielen erst wurden die elf Besten ausgesiebt! Wohl überall war es so, wie ein Spielleiter schrieb: „Die Buben haben die Spiele mit großer Freude durchgeführt, weil es dabei um etwas ging, weil ein Ziel winkte, das sie erstrebten. Eifer, Hingabe und Kameradschaft traten jetzt ganz anders hervor Auch wurde jetzt die notwendige sportliche Ausrüstung von sehr vielen beschafft, weil das nach dem Empfinden der Jungen zu richtigen Wettspielen gehört. Es wurde gespart und gegenseitig ausgeholfen. Bei zweifelhaftem Wetter wurde ebenfalls in allen Abteilungen gespielt. Dadurch wurde der Spielbetrieb viel gründlicher. Verletzungen und Unglücksfälle ereigneten sich nicht(in ganz Baden nur einer!). Die sportliche Zucht war gut; es war nie nötig. strafend einzugreifen.“ Dieselben Erfahrungen wurden allüberall gemacht. Keiner der uns vorliegenden Berichte aller Spielleiter atmet etwas anderes als Freude und Genugtuung über die neue Einrichtung und die dabei errungenen Erfolge. Gespielt wurde in drei Altersklassen: die Klasse A(117 Mannschaften!) umfaßte die 13= und 14jährigen Schüler der Volksschulen und höheren Lehranstalten, Klasse B die 15und 16jährigen, Klasse C die älteren Schüler aller Volks=, Fortbildungs=, Gewerbe=, Handels= und höheren Schulen. Jede Anstalt stellte für jede Altersklasse nur eine Mannschaft auf. Die Spielzeit betrug für A zweimal 30, für B und C zweimal 35 Minuten. Spieltage waren alle unterrichtsfreien Nachmittage der Woche; die Teilnehmer der Spiele waren vom sonstigen Sport befreit und hatten— was mit Jubel begrüßt wurde— für die Dauer der Meisterschaftsrunden auf allen Fußoauplatzen freien Eintritt. Die gleichen Plätze standen auch für die Spiele selbst kostenlos zur Verfügung, eine segensreiche Einrich= tung, die den Vereinen aus den verschiedensten Gründen gar nicht unlieb war. Der Spielplan wurde durch einen Fußballausschuß festgesetzt, der sich örtlich jeweils aus den Vertretern der beteiligten Schulen unter Beizug eines DFBSachwalters bildete. Für jede Altersklasse wurde ein verantwortlicher Spielleiter bestellt, der eine Lehrperson sein mußte(in Karlsruhe z. B. Professor Wegele. der frühere Nationalspieler, in Freiburg Professor Dr. Glaser). Dieser berief auch die Schiedsrichter(meist aus den Reihen des DFB), hatte die Strafgewalt und bezeichnete der vorgesetzten Behörde diejenigen Spieler, die sich als besonders begabt erwiesen hatten. In diesem Nahmen wickelten sich die Spiele reibungslos ab, es gab Kämpfe mit Hunderten von Zuschauern, voller Spannung und Reiz, und mancher jüngere und ältere Herr ward erstmals an einer Fußballbarriere gesehen. Für die Lehrer gar hatte das weise Ministerium noch eine freundliche Ueberraschung ausgeheckt: unter Leitung des badischen Fußballgauführers, den man im Verein mit dem badischen Landesbeauftragten, Ministerialrat Kraft, wohl als den Vater der Schulfußballrunden bezeichnen darf, fanden Fußballkurse statt, an denen in zweitägiger Arbeit 70 Lehrer in die Geheimnisse des Fußballspielens eingeweiht wurden. Ei, war da Fußball plötzlich Trumpf! Und wie bald werden die Früchte reifen! Nun aber geht es ins zweite Jahr des Schulfußballs. Wieder steht die schöne Ueberschrift im Katechismus; aber was darunter folgt, klingt schon ganz anders. Stolzer, knapper. An den Schulen des Landes werden jetzt die Runden ausgetragen, heißt, an allen Schulen, soweit sich das irgendwie machen läßt. Und es geht fast überall. Selbst aus den kleinsten Gemeinden laufen Berichte ein, wonach man mit den Schulen der Umgebung in sportlichen Kriegszustand getreten ist. Es ist eben die Begeisterung der Jugend, die alle Berge versetzt. Wer hätte so etwas vor zwei Jahren für möglich gehalten? Heute sind es schon 50 Orte, an denen unter staatlicher Aussicht die Schulfußballrunden im Schwunge sind; die Zahl wächst täglich. Und in einigen Wochen werden 400 Landgemeinden erstmals in die Kämpfe eintreten. Einen dicken Stoß freudiger Berichte aus dem Lande habe ich mir gerade zu Gemüte geführt; es wird einem warm ums Herz, wenn man liest, wie eine einzige kleine Maßnahme so viel Leben in die Bude gebracht hat. Was macht da noch die Angst vor Arm= und Beinbrüchen aus? Wer daran denkt angesichts der leuchtenden Augen unserer Jungen und Lehrer, der möge Billard spielen. „Die eingelaufenen Berichte haben erkennen lassen, daß die Fußballrunden volles Verständnis bei der Lehrerschaft und große Begeisterung bei den Schülern gefunden haben. Es ist daher zu erhoffen, daß die Fußballrunden auch im Winter 1934/35, auf breitester Grundlage aufgebaut, eine wertvolle Bereicherung der körperlichen Ertüchtigung der Jugend unter Leitung der Schule bilden.“ So heißt es am Schluß des neuesten Ministererlasses. Wem ist jetzt noch um die Zukunft des Fußballs bei der Jugend bange? Und um den Nachwuchs Koblenz im Zehnthofsaal in Mayen. Die Kölner waren ihren Gegnern durchweg überlegen und siegten glatt mit 11:3 Punkten. Mit Ausnahme des Schwergewichtskampfes wurden die übrigen Kämpfe ritterlich und einwandfrei ausgetragen. Beide Schwergewichtler, sowohl Langel(Köln) als auch Augsten(Koblenz) mußten je zwei Verwarnungen einstecken. Ergebnisse: Fliegengewicht: Krommes(Köln) gegen Lommel(Koblenz): Punktsieg für Köln. Bantamgewicht: Krämer(Köln) gegen Figura(Koblenz): Punktsieg für Köln. Federgewicht: Eskes(Köln) gegen Kern (Koblenz): Punktsieg für Köln. Leichtgewicht: Heuser (Köln) gegen Groß(Koblenz): Punktsieg für Köln, Leichtgewicht: Neu(Köln) gegen Geisbüsch(Koblenz): Unentschieden. Halbschwergewicht: Stein(Köln) gegen Kesting(Koblenz): 3. Runde technischer k. o. für Köln. Schwergewicht: Langel(Köln) gegen Augsten(Koblenz): Punktsieg für Köln. unserer Vereine? In Baden niemandem mehr! Deshalb auch der besondere Dank des DFB an die Wegbereiter des offiziellen Schulfußballs, Ministerialrat Kraft und Gauführer Linnenbach. Wo aber sind die Länder, die der badischen Spur folgen? Das Echo der Jugend würde gewaltig sein. Brandenburg wieder Silberschildsieger! Ueberlegene Berliner schlagen Württemberg] Baden mit:2 Toren 3000 Zuschauer! Für dieses Jahr hat der deutsche Hockeysport in dem Länderkampf gegen Belgien und dem acht Tage später folgenden Endspiel um den Silberschild seine Großveranstaltungen hinter sich gebracht. Das Silberschild=Finale, das wiederum auf dem Platz des Berliner HC in Dahlem ausgetragen wurde, war ein schöner Abschluß. Es leitet mit seinen Leistungen und der nur positio zu wertenden Kritik hoffnungsvoll zu den Kämpfen des vorolympischen Jahres 1935 über. Wiederum stellte die Reichshauptstadt den Sieger in diesem Wettbewerb um die höchste deutsche HockeyTrophäe. Die nie angezweifelte Führung der Brandenburger im deutschen Hockeysport wird durch diesen recht deutlichen Sieg von:2 über die Gaumannschaft von Württemberg Baden abermals unterstrichen und für lange Zeit gesichert. Der„Berliner Stil“ ist ohne Zweifel in seiner schnellen und harten Zusammenarbeit, seiner Wucht und Angriffsschärfe trotz mancher Mängel, die sich mit der Zeit eingeschlichen haben, zielgebend für die Hockeymannschaften des Reiches. Erfolge entscheiden über technische und taktische Lektionen. * 3000 Zuschauer hatten sich bei dem kalten, aber nicht unfreundlichen Wetter in Dahlem eingefunden. Das war fast die gleiche Zahl, die man acht Tage vorher beim Belgien=Spiel an der gleichen Stätte zählte und die für einen Hockeyplatz recht dichten Reihen sprachen von dem starken Interesse der Berliner am Hockeysport und„ihrem“ Silberschildendspiel. Der Berliner Sieg war durchaus verdient und keineswegs zu hoch. Brandenburgs Mannschaft hatte sich in den letzten Wochen in Fahrt gebracht und erreichte heute ihren höchsten Leistungspunkt der bisherigen Spielzeit. Hervorstechend war die geschlossene Mannschaftsleistung. die Verbindung von Linie zu Linie und die Einheitlichheit im taktischen Denken und dem technischen Verarbeiten. Das Spiel der Elf stützte sich auf einen mutigen und sicheren Torwart, eine spielstarke, abwehrbereite Verteidigung und eine Mittelreihe, in der jeder Mann seine Aufgaben schnell erkannte und löste, Bei einer solchen Hintermannschaft hatte es der Sturm nicht schwer, seine volle Schnelligkeit, Entschluß= und Schußzkraft zu entfalten und immer gefährlich zu sein, sobald die Kugel in Schußkreisnähe kam. Nennen wir Namen, so waren im Sturm Scherbarth und Messner die überragenden Leute(wenigstens nach außen hin). Sie verdankten aber viel der klugen Aufbauarbeit des verletzten Kurt Weiß, der noch immer der gegebene Sturmführer ist, und dem taktisch reisen Müller, der schon von Beginn an für„Ordnung“ im Angriffsgewoge sorgte. Die süddeutschen Kombinierten können nicht viel Entschuldigungen anbringen, eine aber ist ihnen zugestanden: Der Heidelberger Haußmann war als linker Verteidiger ein böser Versager. Er ist für das„Berliner Ruck=Zuck“ heute schon viel zu langsam und lag gegen den behenden Mehlitz und den nicht weniger schnellen Weiß weit im Hintertreffen. Sonst war die Elf keine Entläuschung. Ihr Torhüter Wittbrock ließ mit der Steigerung der Berliner Torschüsse nach und der von einer eifrig arbeitenden Halbreihe unterstützte Sturm hatte nicht genügend Härte gegen die Berliner Abwehr. Dies vom Spielverlauf: Die Mannschaften traten in der vorgesehenen Aufstellung an. Also: Lichtenfeld, Rückert— Preuß; Göldner— Kleingeist— Habeck; Mehlitz— Müller— Weiß— Scherbarth— Messner für Berlin und: Wittbrock; Heiler— Hautmann; Pfeiffer— Kerzinger— Peter 1; Stieg— Hoffmann— Peter 2— Mayer— Düring für Baden Württemberg. Beide Einheiten brauchen einige Zeit, um sich mit dem harten Boden abzufinden. In der 8. Minute schießt Weiß eine Vorlage von Mehlitz ein, in der 13. Minute fällt durch Mayer der Ausgleich. Als drei Minuten später Müller eine Flanke Messner gut abstoppt und das Ziel trifft, wird Berlins Spielhaltung sicherer. Scherbarth kann in der 25. Minute auf:1 und etwas später auf:1 erhöhen. Nach der Pause ist Berlin immer noch glänzend im Zug. Messner, Scherbarth und Kurt Weiß schießen ein:1 heraus. Kurz vor Schluß kann Hoffmann für Baden den zweiten Treffer erzielen. Fulsball-Ergebnisse im Reich Gau Brandenburg: Polizei SB— Viktoria 89:6; B Pankow— Hertha BSC•4; Berliner SV 92— ion Oberschöneweide:1; Tennis Borussia— Blaueiß:2; 1. FC. Guben— Spandauer SV:0. Gau Schlesien: Deichsel Hindenburg— Beuthen 09 !; Vorwärts Rs Gleiwitz— Hertha Breslau:0; eslauer FV 06— Preußen Hindenburg:3; SC Vorirts Breslau— Schlesien Haynau:1; Rativor 03 Breslauer SpBg 02:1. Gau Sachsen: Guts Muts Dresden— Minerva 93 rlin(Ges.)•4; Dresdner SC—Borussia Fulda(Ges.) !; Polizei Chemnitz— Cricket Viktoria Magdeburg es.):0: Sportfreunde 01 Dresden— SC Planitz:2. Gau Mitte: Erfurt: Gauspiel Mitte— Nordhessen Nordmark: TSV Eimsbüttel— Holstein Kiel:2; St. Pauli— Hamburger SB:4; Union— Polizei imburg:1: Polizei Lübeck— Viktoria Hamburg:3. Gau Niedersachsen: Eintracht Braunschweig— Algerssen:0; Hannover 96— Werder Bremen:1; Hildesim 06— Viktoria Wilhelmsburg:2; Komet Bremen Altona 93(Ges.):2. Gau Westfalen: FC Schalke 04— Union Reckling usen:0; SB Höntrop— Germania Bochum.0: estfalia Herne— Preußen Münster:1. Gau Nordhessen: BC Sport Kassel— Kurhessen ssel:2: Germania Fulda— BfB Friedberg:0. Gau Südwest: Saar 05 Saarbrücken— Eintracht ankfurt:2; Wormatia Worms— Kickers Offenbach zu Baden: SV Waldhof—. Phönix Karlsruhe:2; irlsruher FV— BfR Mannheim:0: Freiburger FC VfL Neckarau:1; 1. FC Pforzheim— BfB Mühlrg:1: FK 08 Mannheim— Germania Karlsdorf:0. Gau Württemberg: Göppingen: Württemberg— Süd st:3: SC Stuttgart— Ulmer FV 94:3. Gau Bayern: SpVg Weiden— 1. FC Nürnberg:3; SB Nürnberg— 1860 München:0; Bayern Münin— Jahn Regensburg:2; B0 Augsburg— Wacker ünchen:1; FC 05 Schweinfurt— Schwaben Augsra•0. — Red Star Paris:3; Olympique Alésien—. Racing Straßburg:5; SC Fives— Exelsior Roubaix:0; SC Nimes— AS Cannes:2; Racing Paris— Stade Rennes:1; Olympique Marseille— FC Séte:1. Schweiz: Nordstern Basel— Young Fellows Zürich :1: Graßhoppers Zürich— Servette Genf:1; Ctoile Carouge— Concordia Basel:1; FC Bern— Lausanne:2; FC. Locarno— FC Lugano:5; FC. Biel — BC. Basel:2; Chaux de Fonds— Young Boys Bern:1. Italien: Ambrosiana Mailand— As Rom:1; Lazio Roma— Mailand:4; FC Turin— Pro Vercelli:0; Sampierdarena— Florenz:1; Neapel— Brescia:0; Livorna— Juventus Turin:2; Triest — Alessandria:1; Palermo— Bologna:1. Oesterreich: Hakoah— Admira•4; Austria— Wie ner AC:1; Rapid— Favoritner SK:1; Florisdorfer AC— Libertas:2; Vienna— FC Wien:2. Ungarn: Ferencvaros— Bocskai:1; Ujpest— Attila:5; 3. Bezirk— Hungaria:6; Szeged— Ofner Elf:1; Somogy— Kispest:2; Soroksar— Phoebus :2. Schwimmrekorde in Düsseldorf Rita Mastenbroek und Erwin Simon Am zweiten Tage des internationalen Schwimmens im Düsseldorfer Stadtbad in der Kettwiger Straße war der Besuch recht stark. Der gebotene Sport übertraf alle Erwartungen, da neben einem neuen Weltrekord durch die holländische Europameisterin Rita Mastenbroek im 100=Meter Rückenschwimmen, noch Erwin Simon (Gladbeck) einen neuen Europarekord im 200=Meter Rückenschwimmen aufstellte. Vom Startweg lag im Rückenschwimmen der Damen die Europameisterin an der Spitze. Sie wendete nach Sekunden bei 50 Meter und erledigte die 100 Meter in:16.8 Minuten, womit sie die bisher von der Amerikanerin Eleanor Holm gehaltene Bestleistung von:18.2 Minuten glatt unterbot. Die Bedingungen für einen Ausland Belgien: Standard Lüttich— Union St. Golloise:1: Daring Brüssel— Racing Gent:2; FC Antwerpen — White Star AC•0; Belgica Edeghem— ES Brügge :2; Beerschot AC— TSV Lyra:2; Liersche SK— FC Mecheln:2; Racing Mecheln— Berchem Sport :0. Frankreich: FC. Antides— FC Sochaux:1; F0 Mühlhausen— Olympique Lille:0; SO Montpellier Boxen in Kalk Spannende Kämpfe und guter Sport Der VfR bewies wieder einmal mehr, daß er eine Boxveranstaltung richtig aufzuziehen weiß. Er hat sich vor allem im Laufe der Zeit sein Stammpublikum gesichert. So fanden auch diesmal die Kämpfe im Böhmerschen Saal vor über 500 Zuschauern statt, denen spannende Kämpfe geboten wurden. Im Fliegengewicht schlug Elsen 2(PfR) Engelhardt(Norden) nach Punkten, während im Jugend=Federgewicht der Jugendmeister Plien(Aurora) von Hintz(VfR) glatt nach Punkten geschlagen wurde. Der Jugendmeister im Weltergewicht kämpfte gegen den Jugendmeister im Mittelgewicht unentschieden. Unerwartet mußte Rein (ViR) von Schrage(Mülheimer Boxklub) eine knappe Niederlage hinnehmen. Hövelmanns(BfR) hielt sich ganz vortrefflich und fertigte Demann(Aurora) in überzeugender Weise klar nach Punkten ab. Zu einem .=.=Sieg in der zweiten Runde kam Brenn(BfR) im Halbschwergewicht gegen Breuer(Siegburg). Auch Tabat 1 vom BC Norden mußte wohl oder übel Bremer(BfR) im Federgewicht das Feld räumen Im Leichtgewicht siegt Mellen(ViR) über Schmitz(Siegburg) hoch nach Punkten. Kaulhausen(Colonia) amtier## im Ring zufriedenstellend. Weltrekord waren glatt erfüllt, so daß der Anerkennung dieser Leistung nichts im Wege stehen wird. Zweite wurde Frl. Oversloot(Rotterdam) in:21,4 Minuten vor Anni Stolte(Düsseldorf):23 Minuten. Der Gladbecker Rückenschwimmer Erwin Simon benutzte die Gelegenheit, den deutschen und Europarekord im 200=Meter Rückenschwimmen, gehalten von Ernst Küppers mit:39,7 Minuten, zu stürzen. Der Gladbecker war in bester Form und schwamm mit:38,3 Minuten (50 Meter in 34, 100 Meter in:13,6) im Alleingang eine großartige neue Rekordzeit heraus. Das 200=Meter=Brustschwimmen für Damen gewann Frl. Dreyer(Düsseldorf) in:10 Minuten vor Frl. Wollschläger(Duisburg):11,6 und der Holländerin Kruis, die ein Opfer ihres zu schnellen Anfangstempos wurde. — Die„Onderlinge" Rotterdam gewannen die 3mal 100 Meter=Lagenstaffel für Damen überlegen in:06,8 Minuten vor 98 Düsseldorf:20,6. Der Neue Tag ersolgreich durch Leserqualität Ländersieg der Amateurboxer in Essen Rappsilber hatte Uebergewicht— Nur Ahring geschlagen— Dennoch keine Offenbarungen Deutschland—Polen 11:5 Es sing nicht gerade ermutigend an. Rappsilber, der ausgezeichnete Frankfurter Fliegengewichtler, brachte 50 Gramm zuviel auf die Waage und hatte damit den Kampf schon verloren, Polen führte:0, ehe die Kämpfe wirklich begonnen hatten. Der Frankfurter selbst war sehr unglücklich über sein Pech und vielleicht war das auch der Grund, daß er später im Kampf gegen den Polen Rotholz einen wirklich schlechten Eindruck hinterließ, planlos und aufgeregt herumturnte und nicht mehr als ein mageres Unentschieden herausholte. Sonst aber fing es eindrucksvoll an. Die Ausstellungshalle in Essen, ein langgestreckter, rechteckiger Bau, lag im Schmum zahlreicher Fahnen und Wimpel und dicht an dicht drängten sich die Menschen auf allen Plätzen. Wenn es stimmt, daß die Halle 8000 Personen faßt, dann waren eben 8000 Leute da, denn es war pickepackevoll. Hohe Führer der SA, darunter Brigadeführer Zech, der Polizeipräsident Zapf und viele Polizeioffiziere in Grün und Blau sowie der stellvertretende Gauleiter Unger waren auf der Ehrentribüne zu sehen. decken. Haushoher Punktsieg für Campe, Deutschland ist:4 in Front. + Der Mittelgewichtler Schmittigner aus Würzburg ließ die ganze erste Runde lang den Polen Chimielewski angreifen und schlagen und beschränkte sich darauf, des Gegners Kampfesweise zu studieren. In der zweiten Runde brach er los, aber da ging der Mann aus Lodz wacker mit und da Schmittinger ganz auch seine schwere Rechte vergaß, konnte Chmielewski den Gang sogar offenhalten, obwohl er zwischendurch einmal sichtlich angeschlagen war. Schmittinger buchte zwar auch die dritte Runde auf sein Konto, aber nicht eindeutig genug, um sich damit den Sieg zu verschaffen, dabei hätte, wie man bei gelegentlichen Schüssen sah, es genügt, wenn er ein paarmal mehr seine Reche ins Gefecht geworfen hätte. Unentschieden, also jetzt:5 für Deutschland. + Figge, unser Mann im Halbschwergewicht, ist zwar nicht mehr der Jüngste, aber er hat Routine, und das ist oft ebensoviel wert, wie der ihm fehlende Punch. Gegen den steif wirkenden Polen Karpinski konnte er mit seiner besseren Technik leicht dominieren und sich einen hohen Punktsig herausboxen, dennoch befriedigte seine Leistung keineswegs. Immerhin, der Länderkampf war hier mit:5 praktisch schon für Deutschland gewonnen. Runge zeigte schöne Fußarbeit und klare Uebersicht, schlug aber viel mit offenem Handschuh, womit er selbst seinen Treffern die Wirkung nahm. Der volnische Ersatzschwergewichtler Krene präsentierte sich mit reichlichem Fettansatz, steckte aber stoisch alle schweren Brocken des Elberfelders ein, rang sich Körper an Körper über die gefährlichsten Situationen hinweg und scheute sich auch nicht, gelegentlich herzyaft anzugreifen und selbst zuzuschlagen. Runge bemühte sich drei Runden lang vergeblich, den Mann von den Beinen zu holen und mußte sich mit einem dichen Punktsieg zufrieden geben. * Damit war es zu Ende und Deutschland hatte den Länderkampf mit 11:5 Punkten gewonnen. Heute in London: Neusel gegen Len Harvey! Ein Fight, der über Walter Neusels weitere Laufbahn entscheiden wird! Unter Musikklängen erfolgte der Einmarsch der Ländermannschaften mit ihren Fahnen, sie nahmen im Ring Aufstellung, verschiedene Ansprachen und Begrüßungen, die von vielen mitgesungene Nationalhymne Polens(also zahlreiche Polen unter den Zuschauern), von allen übrigen stehend mitgesungen Deutschland, und Horst=Wessel=Lied— dann ging es los. Als Ringrichter je ein Deutscher und ein Pole, die abwechselnd amtierten, als Punktrichter je ein Ungar und ein Tscheche. Rappsilber also machte gegen Rotholz nur ein Unentschieden, die Punkte fielen an Polen. Im Bantamgewicht begann der Kasseler Stasch sehr schön gegen den größeren und technisch ebenfalls guten Frolanski, beide schwächten aber später stark ab und fingen in letzter Runde ziemlich an. zu würgen, Stasch bekam für seine sauber geschlagenen Aufwärtshaken einen knappen Punktsieg, der Länderkampf stand damit 2: + Ahring(Osnabrück) stand gegen Polens besten Vertreter, den Federgewichtsmeister Kajnar(Posen) auf verlorenem Posten und wußte sich zu Beginn auch gar nicht auf den wuchtig angreifenden und mit schnellen Eins=Zwei=Schlägen erfolgreichen Polen einzustellen. Erst in der dritten Runde hatte er den Bogen raus, konterte den anstürmenden Kajnar klar aufs Kinn, vermied die weither geschwungenen steifen Rechten zum Kopf und schlug dem Polen die Augenbraue auf, so daß der bald mit völlig blutverschmiertem Gesicht kämpfte. Immer klarer riß Ahring dann die Führung des Kampfes an sich und gegen Schluß der letzten Runde war Kajnar schwer in Not. Immerhin hatte er bei den Richtern genügend Vorsprung aus den beiden ersten Runden, um noch seinen Punktsieg zu retten. Es sollte der einzige des Abends für die Polen bleiben, die nun mit :2 in Führung lagen. + Meister Schmedes im Leichtgewicht hatte den Ersatzmann für Sipinski, den alten, braven Bana: siak. zum Gegner und machte mit ihm, was er wollte. Der Pole schwingerte zwar wüst in der Gegend herum, traf auch harte Stellen des Kopfes, mußte sich aber von Schmedes zurechtstellen und nach allen Regeln der Kunst auspunkten lassen. Schmedes hatte die beiden ersten Runden ein wenig reichlich sein überlegenes technisches Können demonstriert, als er in der letzten Runde auf k. o. ausging, war es dazu zu spät, denn mit Halten und Decken ruderte der wachsame Banasiak sich bis zum Schlußgong über die Runde. Hoher Sieg für Schmedes, Länderkampf:4. * Exeuropameister Campe als unser Vertreter im Weltergewicht machte es dem Mannschaftskapitän Schmedes nach und spielte zuerst dank seiner großen technischen Fertigkeiten mit dem tapferen Polen Misiurewicz Katz und Maus. Auf einmal hatte er aber einen steifen Haken am linken Ohr sitzen, macht ein böses Gesicht und fing an, den Gegner auszuboxen und ihn zwischendurch mit heftigen Schlagserien zuzuGong und Hochzeitsglocken... Wenn Walter Neusel am Montag am Eröffnungstage der neuen Wemblen=Boxarena in London gegen den englischen Exmeister Len Harvey in den Ring geht, dann sind auf den Tag genau drei Monate seit der schweren Niederlage Neusels in Hamburg gegen Max Schmeling vergangen. Allem Anschein nach hat der Westfale die Folgen seiner schweren Schlappe, die anfangs als sehr schwer angesehen wurden, viel leichter überstanden, als dieses zu erwarten war. Er hat in seinem Londoner Training jedenfalls einen sehr guten Eindruck gemacht und die englischen Fachleute in jeder Weise befriedigt. In den Vorberichten der englischen und amerikanischen Presse räumt man Neusel ein gewisses Plus gegen Len Harvey ein, weil er die körperlichen Vorteile auf seiner Seite hat. Anderseits gilt Len Harvey als schneller und auch als routinierter. Der Engländer hat eine große Karriere hinter sich. Er war Meister im Mittelgewicht, wurde Meister im Halbschwergewicht und eroberte den Titel im Schwergewicht, der ihm später von Jack Petersen wieder genommen wurde. Wie für Neusel, so soll auch für Harvey ein Sieg am 26. November das Sprungbrett zu einem neuen Aufstieg sein. Len Harvey sucht einen Revanchekampf gegen Jack Petersen und hat das Ziei, gegen den neuen Weltmeister im Halbschwergewicht, Bob Olin, um den Titel zu kämpfen. Für Walter Neusel gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder im Siegfalle Kampf gegen Englands Meister Jack Petersen oder neue Reise und Kämpfe in Amerika. Verliert Neusel gegen Harvey, dann braucht er zwar den Boxerberuf nicht an den Nagel zu hängen, denn Kampfmöglichkeiten werden sich ihm immer bieten, aber mit dem Aufstieg in die internationale Extraklasse ist es vorerst vorbei. So wie die Dinge liegen, steht also in London für beide Gegner die weitere Laufbahn unf dem Spiel. Man darf also mit einem erbitterten Kampf rechnen. Ob Neusel erfolgreich abschneidet, täßt sich schwer voraussagen. Das wird selbstverständlich nur dann der Fall sein, wenn er in seiner Form an die in Amerika gezeigten Leistungen anknüpft und ein ganz anderes Können zeigt, als das in Hamburg im Kampf gegen Mar Schmeling der Fall war. Als Ringrichter wurde C. H. Douglas bestimmt. Der Kampf geht im Rahmen einer Großveranstaltung vor sich, die der Suche nach neuen Schwergewichtlern gewidmet ist. Man hat zu diesem Wettbewerb, der mit einem Preis von 1000 Pfund ausgestattet ist, 32 Bewerber zugelassen, die am Montag die ersten 16 Ausscheidungen austragen. Es gibt in Wemblen ein wahres Riesenprogramm, das um 19.30 Uhr seinen Anfang nimmt. Man rechnet damit, daß die Veranstaltung bis nach Mitternacht dauern wird. Der Zeitpunkt für den Kampf Neusel— Len Harvey ist 21.45 Uhr. Der Kampftag steht zwar im Schatten der Prinzenhoczeit, sollte aber finanziell ein Erfolg werden da sich die neue Wembley=Sportarena bei den voraufgegangenen Veranstaltungen im Eishocken und Tennis bereits eines sehr guten Zuschauerzuspruchs erfreuen konnte. Amerika erwartet Schmelings Sieg In den Besprechungen der whorter Presse über einen Revanchekampf Steve Hamas— Max Schmeling werden Schmeling gute Chancen eingeräumt, das Zusammentreffen mit seinem amerianischen Besieger zu einem Erfolge zu gestalten. Hamas habe in seinem letzten Kampf gegen Lasky nicht die erwarteten Leistungen gezeigt und, so heißt es in einer amerikanischen Stellungnahme, darf man Schmeling Aussichten auf seine Rehabilitierung gegen den Mann einräumen, der ihm eine seiner zwei größten Niederlagen im Ring bereitete. Bunte Reihe im Sport Auf der Pariser Winterbahn gab es am Sonntag einen Kampf der besten Straßenfahrer Europas gegen Frankreichs Streitmacht. Die Ausländer, unter Führung des Italieners Guerra, gewannen alle Einzelwettbewerbe wie Verfolgungsrennen, Punktefahren und Mannschaftsrennen, letzteres durch Pellenaers=Begaert, wobei jedesmal die bessere Gesamtplacierung den Ausschlag gab. Das Verfolgungsrennen ergab den Sieg der Ausländer mit 11:8 Punkten, das Punktefahren mit 99:11 Punkten, obwohl der Franzose Rigaux allein das Feld überrundete, und das Mannschaftsrennen mit 22:33 Punkten. * Zwei neue deutsche Schwerathletik=Rekorde wurden am Wochenende bei dem vom SC. Augusta Augsburg veranstalteten Kraftsportabend verbessert. Zuerst gelang es dem Halbschwergewichtsmeister Deutsch (Augsburg), seine eigene Höchstleistung im beidarmigen Stoßen von 300 Pfund auf 305 Pfund zu verbessern. Dann war es Meister Schuster(München), der ebenfalls seine eigene Bantamgewichts=Bestleistung im beidarmigen Drücken von 170 Pfund auf 172 Pfund schraubte. * Vor 9000 Zuschauern wurde das BerufsspielerTurnier in Wembley zu Ende geführt. Man war besonders auf den Kampf Vines gegen Tilden gespannt. Vines riß dank seiner außerordentlichen Schnelligkeit die Führung des Kampfes an sich und schlug Big Bill mit•7,•5,:2. Nüßlein hatte keine Mühe, den Engländer Maskell:2,:2, 611 zu besiegen. Plaa schlug Barnes:6.:6,:4,:4,•0. Vines, der seine fünf Spiele siegreich beendete, errang den Turniersieg. Nüßlein folgt mit vier Erfolgen und einer Niederlage auf dem zweiten Platz vor Tilden, Plaa, Barnes und Maskell. + Der Versuch, in der neuen Gauligastadt Göppingen einmal ein großes Fußballspiel aujzuziehen, hat sich gelohnt. 6000 Zuschauer— ein neuer Rekord für Göppingen— hatten sich eingefunden, die bei glänzendem Wetter dem Spiel der Verbandsmannschaften von Württemberg und Südwest beiwohnten. Unter den schlechten Platzverhältnissen hatten die Südwestleute mehr zu leiden als die Württemberger.:3(:3) lautete das Schlußergebnis. Das Programm für den nächsten Berufsboxkampfabend am 30. November in der Berlin=WilmersdorferTennishalle ist jetzt vollständig und hat folgendes Aussehen: Mittelgewichtsmeisterschaft: Besselmann (Köln)— Bruch(Berlin), Bantamgewicht: Riethdorf(Berlin)— Wrazidlo(Polen); Halbschwergewicht: Hartkopp(Berlin)— Hintemann(Berlin), Witt(Kiel)— Bölck(Hamburg); Schwergewicht: Schönrath(Krefeld)— Gastanaga(Spanien). Der fünffache deutsche Mannschaftsmeister im Amateurboxen, SC Colonia Köln, traf in Braunschweig im Klubkampf auf den dortigen VfB. Die Rheinländer waren ihrem Gegner in fast allen Gewichtsklassen überlegen und siegten im Gesamtergebnis mit 13:3 Punkten. Den einzigen Sieg trug Braunschweig durch den aus Hannover zur Verstärkung verpflichteten Lücke im Schwergewicht über Felten davon. * Der Kampf um die französische Meisterschaft im Bantamgewicht zwischen dem Titelverteidiger Milou Pladner und Frank Harsen, endete nach 12 Runden unentschieden, so daß Pladner im Besitz der Meisterschaft bleibt. Das Publikum protestierte aber gegen diese Entscheidung heftig, da Harsen in fast allen Runden überlegen war. * Den Fliegerkampf, der am Samstagabend auf der Antwerpener Winterbahn ausgefahren wurde gewann der Holländer van Egmond vor Huybrechts und Jezo. Meulemans sicherte sich den zur WinterBirger Rund springt 35 m weit Eröffnungsspringen am Zugspitzplatt Mit dem traditionellen Eröffnungsspringen am Jugspitzplatt wurde auch in diesem Jahre die deutsche Wintersportzeit eingeleitet. Hunderte von Zuschauern, unter ihnen auch der Reichssportführer und zahlreiche andere Ehrengäste von der Tagung des Olympischen Komitees hatten sich dazu auf Deutschlands höchstem Skigebiet eingefunden. Bei herrlichem Sonnenschein gab es zwar wenig Schnee, trotzdem befand sich die unterhalb des Schneefernerkopfes errichtete Schanze in bester Verfassung. Unter den 76 Springern war der norwegische Trainer Birger Ruud. der ebenso wie sein Landsmann Johnsen für den SC Partenkirchen startete, der Beste. Mit Sprüngen von 31,5, 34 und 35 Meter erreichte er mit 337,8 bei weitem die beste Note des Tages: er brachte damit den Zugspitzpokal für dieses Jahr in seinen Besitz. meisterschaft zählenden 60=Kilometer=Lauf hinter Motoren vor Geers, Seynaeve und Thollembeek. Der englische Fliegengewichts=Weltmeister Jackie Brown war bekanntlich von einem Londoner Gericht zu einer Gefängnisstrafe von vier Monaten verurteilt worden. Nach Ablauf von 12 Wochen— einen Monat erhielt der Häftling wegen guter Führung geschenkt — hat man Brown nun wieder auf die Menschheit losgelassen. Jackie hat sein Training ausgenommen und will bereits in kurzer Zeit im Ring erscheinen. * Bei den schweren Kämpfen gegen Hamburg und die Nationalelf sind einige Spieler der Berliner Städteelf verletzt worden, so daß die Aufstellung der gegen Krachau bestimmten Mannschaft noch nicht erfolgen konnte Am Donnerstag findet auf dem Preußen=Platz ein Schlußtraining statt. Nach den gezeigten Leistungen erfolgt noch am gleichen Abend die Zusammenstellung der Berliner Elf. In neun Spielen ungeschlagen: BfR Köln! Auch Westmark Trier konnte den Siegeslauf der Rechtsrheinischen nicht stoppen— Köln 99 verliert in Trier Zuerst die Ergebnisse: PfR— Westmark Trier:1 Eintracht— Köln 99:1 Dann das Zahlenspiel der ersten Serie: VfR Köln Sülz 07 Kölner CfR Bonner FV Mülheimer SB Kölner SC 1899 Westmark Trier intracht Trier Blau=Weiß Köln 1. FC Idar 9 7 2 0 26:9 16:2 9 6 0 3 25:14 12:6 9 4 3 2 18:11 11:7 5 1 3 21:18 11:7 :9 :10 :11 :11 :13 :11 9 9 3 3 3 10:13 9 4 0 5 24:24 9 3 3 4 11:15 9 3 1 5 13:21 9 2 1 6:14 9 1 2 6:25 „Herbstmeister“ ist also ohne Niederlage der BiR geblieben. Der letzte Gegner, Westmark Trier, konnte dem BfR auch keine Punkte streitig machen, ebschon er gestern vom Anstoß weg auf eine schnelle Entscheidung drängte. Der VfR ist, nach seiner Leistung gegen die Trierer zu urteilen, nicht nur nicht verdienter Sieger dieser ersten Spielserie, sondern er bewies auch, daß er noch lange nicht daran denkt, seinen Siegeszug unterbrechen zu wollen. Selbst in den Minuten äußerst gefahrdrohender Angriffe der Trierer blieb er ruhig, spielte sein gewohntes Spiel, und war damit Herr aller Situationen. Unsere Trierer Freunde sind durch diese Niederlage zwar bis zum viertletzten Tabellenplatz abgerutscht, aber in die Gefahr des Abstiegs wird diese Mannschaft nicht kommen. Ihr Können ist dafür zu solide. Dem Herbstmeister ViR, gleichzeitig als alleinigen ungeschlagenen Gauliga=Verein Deutschlands, unseren herzlichsten Glückwunsch! Die große Chance des KSC 99, durch einen Sieg in Trier hart an der Spitzengruppe zu bleiben, wurde verpaßt. Die Niederlage ist insosern auch noch von besonderer Bedeutung, als die Trierer Eintracht dadurch dem„Schrecken des Abstiegs" nach dieser Serie entronnen ist. Die beiden Trierer Vereine haben sich dazu nichts vorzuwerfen, sie stehen pari, obschon jedem Kenner klar ist, daß die Westmark=Elf weit besser ist, als die der Eintracht. Sülz 07 und Mst nützten den Sonntag zu Ge sellschaftsspielen. Die Sülzer schlugen den Homberger SV mit:1, während der MSV in Oberhausen:0 geschlagen wurde. In der Tabelle führt Sülz 07 nach Abschluß der ersten Serie die Meute der Verfolger an. Zwischen dem Favoriten und Sülz besteht ein VierpunkteUnterschied. Dieser Vorsprung, den der VfR verdient herausspielen konnte, ist so wertvoll, daß die Frage, ob Sülz 07 oder der KCjR oder der BFV dem Spitzenreiter noch gefährlich werden können, sehr schwer mit Ja zu beantworten, wenn nicht gar zu verneinen ist. Die Tatsache, daß die Sülzer, der KEsR und auch der BFV über ausgezeichnete Mannschaften verfügen, spielerisch also den VfR wohl schlagen könnten, wird getrübt durch die ebenfalls in der abgelausenen ersten Serie mehrsach getrosfene Feststellung, daß diese Mannschaften in ihren Leistungen unbeständig sind. Die dritte Gruppe dieser Tabelle: MSV, KSC 99 und Westmark Trier, wird es sehr schwer haben, noch ein entscheidendes Wort mitzusprechen, bzw. so erfolgreich zu sein, daß die Verfolgergruppe überholt werden kann. Trotzdem Eintracht Trier mit in der Reihe dieser dritten Gruppe steht, glauben wir nicht, daß sie sich dort halten kann. Eher schon geben wir BlauWeiß Köln eine größere Chance, nach oben zu kommen. Demzufolge ware also die Schlußgruppe: Idar und Eintracht. Diese unsere, rein gefühlsmäßig getroffene Feststellung ist natürlich kein Evangelium. Schließlich ist es Sache der Vereine, dafür zu sorgen, daß wir ins Unrecht kommen. Wir haben selbstverständlich nichts dagegen... Erster Rückspiellag... der Gauliga ist der 2. Dezember. Auf dem PfR=Platz sand man das nächste Spiel, also das erste Meisterschaftsspiel der zweiten Serie, bereits angekündigt. Auf Grund dieses Plakatanschlags folgern wir, daß die Reihenfolge der ersten Serie bei den Rückspielen eingehalten wird. Also müßten nächsten Sonntag zum Austrag kommen: PsR— BFV(Vorspiel:), Köln 99— KEst (Vorspiel:), Sülz 07— Westmark(Vorspiel:), Eintracht MSV(Vorspiel:), Idar— BlauWeiß(Vorspiel:). Clvis. Unerschülterter BfR=Thron Die Gäste aus Trier spielten, dieweil der VfR die Tore schoß BfR-—Westmark:1 Es hat gewiß viel die im letzten Spiel hundertprozentig eine haben sich alle getauf gar nichts I# Fußballager gege Serie dem PiR orhersagten. Aber nichts, abfer auch d on ihrer der Lage herbei. Die Abwehr hat es aber auch nich allzu schwer, da die Reihe Meilen, Marx un ch warz(Dieser wirkte als linter Verbinder höchstenabdranger nische Ar einmal Nan sen sich die Höhenberg e verfolgten undekummert um die tech ri des Gegner= ihren Erfolgonn und behielten mehr Recht. merkt es den Trierern gleich an, daß sie sich orgenommen haben, daß sie diesmal nichtn sterben wollen. Vin langen Vorlagen schikt Marr sein ch manch hei Mrt ischte 1 Wölfle kontra Werner— eine Kampfszene aus dem Treffen VIR Köln— Westmark 1 FIeF Situationen zu überstehen griffs übernimmt, werden die Vorstöße nicht gefähreine Ecke einoringt, die erste###licher. Immer wieder scheitern die Angriffe an der auf ender ergebmos. Reme merksamen Hintermannschaft der Kalker, oder aber auch Trierer zu ihrem Tor doch an der Umständlichkeit der Trierer selbst. Der von egt über Rohrmann hin=Heinstmann erzielte vierte Treffer besiegelt die frei in den Raum. Wever Niederlage der Gäste vollends. ichon allgemein belachelten! Das Treffen wurde von Schlee aufmerksam geleitet nal hart unter der Latte in Ind von rund 3000 Zuschauern besucht. Jork Inschein, als ob Döhmer 1 ückliche Art und Paue zum A 1g und erwartet den Schußrichtung und den Ball ins Netz. A nen harten Schuß W serden Moglichtenen gewonnen und chten Minute erringen die Kolner was eigenartige Weise. Aus rund d Nacha tranton at Chanet Füdrung al Meter En der zur al ihl stentern amen Triumph der Energien Eintracht Trier— Kölner SC 99:1(:0) Zwar bevauptet unter Gewahrsmann, daß die Wer .. die annandiene Mannschaft gestellt hatten, die jemals in Trier zu Gast war. Aber sie sollen zugleich auch die harmlosesten Gäste geweser##ern, die jemals in Triers Mauern weilten. Die Trierer tannten den Mer in dem an ihnen gewohnten „„ mu der den Tag legten, bald ab. Die Rot=Weißen, spielten gefallig, aber schlapp, ohne Saft und ohne Kraft. dann in der zwenten Halbzeit Moog. der bis zur * M i t t e r s t u r m e r g e s p i e l t h a t t e, m i t S c h n e i chierte ned wieder seinen Mirtellausersonsien einnahm. da wars mit den braven Merheimern saupt vorne: Dazu kam noch, daß beide Verteidiger, auem Mesch#or. sehr schwach waren. Melchior at ein geruttel: Maß Schuld an mindenens zweien er drei ommtrachttore.— In der 20 enne fann sarner einen Bonwenschuß von Hennicken nicht lanz mernern, Schwur, chienzt zum.0 ein De wente#anzen achört durchweg den Trierern, die in ** Wcrie zum•0 komrnen, dern „„ a u r e r n! K o l n e r r e s c h t s e i n e n Schiedlich=friedliches Treffen Sülz 07 schlägt die Gäsle aus Homberg mit:1 Nur 800 Zuschauer! nich: n•e Die Mannschaft des„llerbetmeisters“ VIR Koln icht da waren, haben ** Kam ehen haben, an welche hat, müßte eigentn und in wescher Beuel und Vingst führen die Bezirksklasse an Preußen büßt einen wertvollen Punkt ein— KBC in großer Form— Vingst o5 schlägt Rhenania Viktorias Erfolg in Siegburg — — Dreimal Vingst 05—Rhenanial Links: Vingster Torwart bei der Abwehr. Mitte: Duell in der Luft. Rechts: Wieder ist der rechtsrheinische Hüter der Retter in höchster Ne Gruppe 1 Union Köln—Zündorf:1(:0) Kolner JB 02—Kölner BC:5(:1) Jugend Bergheim—Deutz 05:2(:1) Godesberg 08—Jugend Kalk:0(:0) Germania Mülheim—Preußen Dellbrück:2(:1) Zwei Spiele dieser Gruppe trugen besonderen Charakter. Die Auseinandersetzung auf dem KJB-Platz gegen den Altmeister KBC, und das Treffen der Mülheimer Germanen gegen Preußen Dellbrück. Erfreulich, ist, daß diese beiden wichtigen Spiele trotz größter Bedeutung für die Parteien, zwar hart, aber doch sportlich einwandfrei durchgeführt wurden. Der Sieg des KBC Spiel war übrigens die fürchterliche Gleichgültigkeit, mit Der nächste Spielsonntag bringt eine Reihe weiterer der auf beiden Seiten verhängte Strafstöße aus 16—20 spannender Auseinandersetzungen. Die erste Serie der Metern ausgeführt wurden. Mehrere solcher Freistöße beiden Bezirksklassen=Gruppen wird Mitte Dezember ab wurden blindlings in die Gegend geknallt oder sogar ganz geschlossen sein, so daß man sich dann ein ungefähres unüberlegt neben oder über das Tor geschossen. Man Bild von den Chancen der einzelnen Mannschaften Bezirksklassen=Tabellen Gruppe 1 sollte doch glauben, daß die Spieler allmählich erkannt machen kann hätten, welch große Vorteile ein geschickt ausgeführter Strafstoß verschaffen kann. Ermes bei den Rhenanen brachte das Wunder fertig, ohne Fußballstiefel zu er scheinen. Er spielle in gepumpten Latschen. Da er ein bekannter Dribbler ist, war cs natürlich klar, daß er in diesen nicht richtig sitzenden Fußballstiefeln sich selbst auf dem Fuße stand. Tura Bonn fertigte Frochen klar ab, trotzdem die kam zwar erwartet, aber er konnte doch erst kurz vor Bonner große Muhe hatten, diese Punkte hereinzuholen. Schluß des Spiels erkämpft werden. Die Niederlage wird die Frechener nicht entmutigen, zumal sie immer noch einen guten Mittelplatz in der TaDer Gegner war in bester Verfassung und bewies einmal mehr, daß sein spielerischer Aufschwung in dieser Spielzeit auch härtesten Proben standhält. Daß die Preußen nur mit etwas Glück den Germanen einen Punkt abnehmen konnten, beweist wiederum, daß Treffen mit besonders lokalem Einschlag in ihrem Ausgang schwer vorauszusagen sind. Es ist nun einmal so, daß solche Spiele von den Mannschaften mit weit größerer Begeisterung und Aufopferung durchgeführt werden, als die übrigen Spiele. Daß schließlich einer der Germanen zuguterletzt noch eine Dummheit beging, die den Preußen den Ausgleich brachte, dürfte dem betrefsenden Spieler für die Folge eine Lehre sein. Der Sieg der Kölner Union gegen Zündorf wurde erwartet. Daß er so klar ausfiel, haben die Zündorfer Germanen (Zündorfs können nur Germanen sein) wohl nicht erwartet. Das:2 der Deutzer in Vergheim ist ein Erfolg für die Gäste. Frage nur. ist Deutz umso viel besser geworden, oder läßl Bergheim einmel wieder stark nach Die Antwort werden die nächsten Spiele bringen. Die Niederlage der Kalker Jugend in Godesberg ist elwas happig ausgefallen. Sooo schwach halten wir uns die Kalker nun doch nicht gedacht. Immerhin: Godesberg bleibt zu beachten. belle halten. In Poll hängen die Trauben bekanntlich sehr hoch. Phönir zog. wic die meisten anderen Mannschaften geschlagen vom Felde. Daran konnte auch der ehemalige Sülzer Pelzer als Verteidiger nichts ändern. Berg.Gladbach meldet Sieg. Der Dumme war Bayenthal. Zwar konnten sich die Gäste bis weil in die zweite Halbzeit noch halten, mußlen aber dann dem Gegner den Sieg überlassen. Bürger. Gruppc 3 Niederfischbach—Brachbach:2(:2) Wissen—Gummersbach:0 Mudersbach—Waldbröl:3(:3) Der Tabellenführer Brachbach verlor in Niederfisch nach unerwartet einen Punkt. Waldbröl wurde durch die Riederlage in Mudersbach sogar aus der Spitzengruppe verdrängt. Gruppc 4 Engers—Oberlahnstein•1(2 0) Weitersburg—Niederlahnstein:1(:1) wegen Nebels abgebrochen Braubach—Horchheim verlegt. Gruppe 5 Hönningen— SC. Neuenahr:1(:0) S N Andernach—Koltenheim:0(:0) TB Mayen—UfL koblen; ausgefallen Plaidt—Lützel:0(:0) BV Andernach-SB Neuwied:3(.:2) Dramalischer Kampf in Braunsfeld 02 nach hartnäckiger Gegenwehr geschlagen 02—KBC:5(:1) Gruppe 2 Bingst 05—Rhenania Koln,:0(:0) BfL Poll—Phonix Koln•0(:0) Verg.Gladbach—Bayenthal:2(:2) SB Siegburg—Viktoria•4(:2) Tura Bonn—SB Frechen,:2(.2) Ueberraschend kommt in dieser Gruppe der klare Sieg der Kölner Viktoria gegen den Sportverein Siegburg. Niktorias Läuferreihe hatte einmal wieder einen ganz großen Tag und hielt nicht nur den Siegburger Sturm gefangen, sondern sorgte auch noch so gut für den eigenen Angriff, daß dieser klare Sieg erkämpft werden konnte Die Auseinandersetzung zwischen dem Allligisten Bingst 05 und Rhenania verlief zwar zugunsten der Vingster, sah aber die Kölner als die bessere Mannschaft. Ein Unentichieden wäre zumindestens der gerechte Aus gang dieses Treffens gewesen. Auffallend in diesem Wohl selten sah man da draußen in Müngersdorf an der Widdersdorfer Straße einen solch schönen und spannenden Kampf wie gestern. Da war aber auch„alles drin“, und das Ergebnis hatte so gut umgekehrt lauten können, obwohl, das soll gleich einleitend gesagt sein, der KBC das technisch bessere Rüstzeug führte, wahrend die Müngersdorfer einen Riesenener und ungeahnten Siegeswillen mit auf den Platz brachten. Beche Mannschaiten hatten ihre zurzeit stärkste Streit zur Stelle. Nach lana###### arantheit sah man bei den Platzherren erstmalig wieder Wolters, wodurch Her Sturm an Durchschlagskraft bedeutend gewann. Als mit etwas Verspätung Schiedsrichter Rieder aus Wahl weise tin man, folge K BE: Engels: Baldus. Nebinger I: Schneider, Karpiert naer II. Laugomer, Horchem, Tunkowski, Jakobs, lin. KFv 02: Juiten: Peich. Giesen: Hacken h. onnsberg, Bliersbach; Poschen. Broich, Brühl, spannung ##ng. Abe 801 B0 h en zu komreeick noch Seiten nicht ern, üheram der we siche B0 Ke. Ger ich war sich m rchwe n B sich ##erte, in Oeni elaufenen Torkonnte vor der ner unheimlicher Zarges war der Aus 18 Meter vergeblich versucht hatten. Sir Oer den Munger## lsch ist ihr Dran aer werden immer fallig chaffenden der kleine miweiß sich oura zu verschaffen. D dits„nimmt“ den d schee meter an. Allesr gelassen und run## Klettenberger Gehäuse. Großer Jubel hinter den Bar#atten hier, Debatten oa.— Mor wire das größere Stehvermögen haben? Die Chancen sind ausgeglichen. Beim Wiederanston des KBC wellt man zmachst fest, daß dieser umgestellt hat. Tunkowski und Karpfertz haben ihre Platze getauscht. Der Gast liegt im Angriff. Jakobs wird etwas hart vom Ball abgedrangt. Wiifs. Elimeter“ (Es war ja im Strafraum.) Doch nein, der Schiedsrich= ter entscheidet Strafstoß.(Wohlgemerkt im Strafraum!) Aber dieser bleibt unausgenußt. Dann macht Giesen unnötig Hand im Strafraum und schon heißt es durch Karpitz, der den Elfmeter ausführt,:2. Doumelln erreicht wenig pater nach einer##e non rechts den oriten Treifer. Uno schon wird hinten alles dicht gemacht. Der KBC sieht eben auch, wie schwer es ist, aus heinden Herenkessel die Punkte mit zu Dadurch erreichen die Miingersdorfer klar die Oberhand Auch sie stellen um. Hineberg fällt jetzt durch Fouls unangenehm auf, was ihm beinahe einen Platzverweis naebracht hätte. Die Müngersdorfer drängen mn Macht auf den Ausgleich. Und tatsächlich, trotz verstarkmna Hes KB0 gelmnat innen Mi##er Hurch Kopfhall Poschens. Noch ist die Begeisterung über diesen da#pielt der K B groß auf. Noch fünf Minuten sind zu spielen. Laugomer rast die Linie entlang, kurnt nach imgen, und schon zanpelt sein Geschoß in der außersten Ecke.:3 für KBC n Ghesichter der Müngersdorfer Anhänger. Doch bi genug. Der Anstoß des geaneren#emin ibgefangen, und schon findet Jakobs wiederum Gelegen heit, mit dem fünften Treffer den Abichlun zu man Die letzten dramatischen Minuten gehoren dann vollende dem KBC.— Alle Spieler setzten sich mit ganzer Kraft ein. Und keiner der erwa 700 Zumauer verließ unbefriedigt den Platz. Soiche wunicht man sich jeden Sonntag. Muck. Union—Germania Zündorf:1(:0) Wenn auch der Sieg der Jonier vollkommen in Ord 1g geht, so hat doch der Spielverlauf im allgemeinen iat. In der ersten Halbzeit konnte Union 15. Minute gefallen. In dieser Zeit fiel retier durch einen schönen Schrägschuß mit diesem Torerfolg war und von nun an machte mit, anders kann nicht bezeichnen. Kampfplan am 2. Dezember Bezirksklasse Gruppe 1: Preußen—Kölner BE: Jugend kalf soln 1902: Deut 05—Troisdorf: Germania Zündorf Germania Mulheim; Beuel—Union koln. Gruppe 2: Rhenania—Schwarzweiß: Vittoria— Phonix; Frechen—Bayenthal: Godesberg Friesdorf—PfL Poll. Gruppc 3: Niederfischbach— Missen. Gruppc 4: Engers—Neuendorf: Niederbieber—Weileraburg. Gruppc 5: Kottenheim—BB., Andernach; Lützel— Rheinland Mayen: TB Mayen—Hönningen; Neuenahr S B Andernach. Gruppe b: Prüm—Post Trier. die zehn Zündorfer lämpften nun mit einem wahrhaft königlichen Mut, zumal die Union nun stark die Flügel hangen ließ. Immer und immer wieder versuchte man sich in groß angelegen Durchbrüchen, von denen einer auch das verdiente Ehrentor durch den Rechtsaußen brachte. Die leichtsinnige Spielweise von Wiemann hätte beinahe ein weiteres Tor im Gefolge gehabt. Schließlich besinnt man sich aber innerhalb der Grünweißen=Reihe und ist von nun an bis zum Schluß klar überlegen. Ein prachtvoller Schrägschuß des Link außen Kalscheuer sichert der Union den sicheren Sieg. Bei Union hat sich die neue Umstellung der Mannschaft ausgezeichnet bewährt, allerdings müssen die Aktionen ruhiger und zielhemußter durchgeführt werden. Gegen diesen schwachen Gegner hätte man hin reichend Gelegenheit dafür gehabt. Immerbin wird die Mannschaft für die Folge noch manchem Gegner ein Schnippchen schlagen. Zündorf dürfte trotz allen Eisers nicht über den letz ten Platz hinauskommen, besonders dann nicht, wenn einzelne seiner Spieler Unsportlichkeiten, wie angeden tet, begehen Schiedsrichter war Reimus. Seine Leitung war nicht immer klar, und man konnte sich der ersten Halbzeit nicht des Eindruckse er die Union etwas bevorzugte Später al er diese Mängel aus und leitete zufried ###ronders in wehren, daß rdings glich ellend. 3— ichts 11 ch 0 2ch UnermudD chickt. Jakobs. r des 1·B0 ooer Geltung Angrifi, Balwas stark mit, ters einen Elià dieier Tormann kommt Schuß zappelt unerbittlich NI nicht beer nur bis zur 15. auch der erste I des Rechtsauten Post. Aber auch die Herrlichkeit vorbei man lustig den„Funk ins Blaue“ man die Spielweise der Zündorfer Dadurch ergab sich naturlich ein vollkommen verzerrtes Bild, das den Jundorfern, die recht eifrig waren, kur; vor dem Wechiel beinahe den Ausgleich gebracht hatte, der übrigens nicht unverdient gewesen ware Wahrend der Paute vollbrachte nun der Mittelstürmer Röhric von Zündorf eine„sportliche Großtat“, die nicht scharf genug zu verurteilen ist, und ihm hoffentlich auch den verdienten Lohn bringt. Er ließ eine Mannschaft, verärgert durch die nicht immer ern wandfreien Entscheidungen des Schiedsrichters einfach im Stich so daß die Gäste nur noch mit zehn Mann auf dem Platz standen. Und damit war natürlich ihr Schickial besiegelt. Post schoß bald einen zweiten Treifer(übrigens ein klares Abseitstor) ins Netz und m war wenig pater zum dritten Mal erfolgreich. Aber Germania—Preußen:2(:1) ellbruck hat seinen Sieg gegen Jugend Kalf am Vorsonntag teuer erlaufen mussen. Außer auf den ae perrten Marlinghaus mußte es gestern auch auf den verletzten Loggen verzichten Bremser, spielte rechter Laufer und halbrechts ein Ersatzmann im wahrsten uns des Wortes. Aber dieser Versager kann das ver haltnismaßig ichlechte Spiel der Gaste nicht entschuldigen. Jedenfalls durfen sie sich bei dem rechten Verteidiger Schluß des redaktionellen Teiles Gau Westfalen Im Hohenstaufenbad ging es hoch her Meurer vor Budig— Die auswärtigen Mädels in Front— Plumanns war Klasse Marta Genenger schwamm.. Trotz des schönen Wetters ein fast vollbesetztes Hohenstaufenbad, das beweist besser als Worte, daß der Jubihaushoch in Front. Die Kraulslaffel 6mal 40 Meter mit einem Durchschnitt von unter 27 Sekunden, das kann sich sehen lassen, und die Lagenstaffel war nicht minder in Ordnung. Dagegen schlug Leni Lohmar aus lar Damen SC Rheingold seinen Anhang hat, und daß Bonn in feindurchgeführtem Rennen ihre Rivalin dienten Ausgleich brachte und wenigstens einen Punkt nach Dellbrück wandern ließ. Damit ist mit anderen Worten gesagt, daß Germania diesen Kampf hätte gewinnen müssen.— Wenn ich gut unterrichtet bin, hatte Germania gestern „alles zur Stelle" und nahm im Buchheimer Loch mit folgenden Leuten das Treffen auf: Niggemann 1: Schmitz Fr., Hoppe 1; Burghoff, Pütz, Hotze: Du Mont, Brumbach, Niggemann 2, Trompetter und Hoppe 2. Es.fällt sofort auf, daß die Besucher in schlechter Kondition sind.(Das soll gegen Germania in Buchheim fast immer so gewesen sein.) Desto emsiger ist der Gegner bei der Arbeit. Kaum hat der lange Weber am linken Flügel Dellbrücks eine— sogenannte sichere— Sache verschossen, da schießt Heidorn im Kampfgewühl Trompetter an und Mattar ist schon:0 geschlagen. Germania spielt energischer, die Schwarz=Weißen wissen mit dem immer wieder anstürmenden Buchheimern nichts anzufangen. In der Verteidigung und Läuferreihe haben sie alle Mühe, den Vorsprung der Germanen nicht noch größer werden zu lassen. Der Sturm tummelt sich durch Brings und Dobner tot, die Flügel liegen meistens brach. Endlich gelingt(mit viel Glück) eine saubere Kom hination. Brings=Dobner=Brings und da ist allerdings an dem Remis nichts zu machen. Germania läßt sich nicht blüffen. Längst hat es die leicht verwundbare Form der Dellbrücker erkannt. Niggemann 2 und Trompetter sind die unverwüstlichen Treiber des Angriffs. Man merkt es förmlich, daß die Buchheimer wieder in Führung kommen. Niggemann ist auch bald der Schütze des zweiten Treffers. So hätte es verdientermaßen enden müssen. Aber da foult der reichlich unrein spielende Schmitz den an den Strafraum pirschenden Weber. Der Strafstoß gelangt bis zum Rechtsaußen Hochscherff. der den Ausgleich schafft. Nun erwacht— welch' Wunder— Dellbrück aus seiner Lethargie. Lebhafter wird's dadurch auf beiden Seiten. 15 Minuten stehen so ziemlich im Zeichen der Schwarz=Weißen. Dann bricht auch ihre Kraft wieder und Germania bleibt leicht tonangebend bis zum Abpfiff. Doch Heidorn auf der einen und Hoppe 1 auf der anderen Seite tragen jetzt alle Last und halten das Ergebnis. Ausklang: Und da freut sich Beuel und hofft kom menden Sonntag auf den nächsten Schrittmacher, den 7BC. Arzus Jugend Bergheim— Deuß 05:2(:1) Hart wurde von beiden Mannschaften um den Er folg gekämpft, das Treffen nahm aber mit der Punkte teilung einen gerechten Ausgang. Golzheim schoß für die Jugend das erste Tor, das von dem Kölner Halb rechten aufgeholt wurde. Auch ein nach der Pause von Enders vorgelegter Treifer wurde von dem Deutzer Mittelstürmer Dick wieder ausgeglichen. Die Bergheimer kampften in der zweiten Hälfte durchweg mit zehn Leuten, da ihr Rechtsaußen Pütz infolge einer Verletzung nicht mehr mitwirken konnte. FV Godesberg 08— Jugend Kalk:0 Die Badestädter lieferten ein so hervorragendes Stürmerspiel, daß die Kölner diesem nicht gewachsen waren. Schon in der Pause stand der Kampf•0 für Godesberg und erhöhte sich spater auf:0. An den Er folgen waren alle Sturmer beteiligt. Die Kalker nahmen in der zweiten Halbzeit eine Umstellung vor, der Mittelstürmer ging auf den Mittellauferposten und gab so seinen Leuten einen besseren Halt, aber der an sich verdiente Ehrentreifer blieb doch aus, da die Abwehr des Platzvereins sich als undezwingbar erwies. Vingst 05—Rhenania:0(:0) Dieser für beide Mannschaften so wichtige Kamn hatte nicht den erwarteten guten Besuch auf zuweisen. Beide Einheiten waren in stärkster Besetzung erschienen Schnell fanden sich die Vingster auf eigenem Gelande, manch' heitle Situation brachte anfangs Verwirrung in die Hintermannschaft der„Veilchen", zumal Heit mann gestern überhaupt nicht in„Tritt“ kam und einem Gegenspieler Stahlschmidt dadurch Gelegen heit gab. seine spielerischen Fähigkeiten voll und gan aus zuspielen. Einige Bonwen von Joisten verfehlen knapp das Ziel. Rothaas verschießt den ersten Eckball Nun hat sich auch Rhenania aus ihrer Umklammerung freigemacht, eine sauere Flanke von Melchiors schießt Key knapp neben den Kasten. Die spielerische Ucher egenheit der Braunsfelder wird zeitweile recht deutlich Großchen als linker Laufer wi ganz groß. er wirft immer wieder seinen Sturm nach vorne. aver hier fehlt es immer noch an der notigen Entschlußkraft, man spielt nian kombiniert, zu einem„saktigen" Torschuß rafft man sich nur selten auf, hin und wieder setzt Ney an Kurz vor der Pause winkt Vingst der einzige Erfolg einen„Roller" läßt der sonst aufmerksame Rhenanenhüter durch seine Hande gleiten. Wahrend der zweiten Halbzeit lieferten sich die Mannschaften einen gleichwertigen Kampf. Technisch verrieten die„Violetten“ eine bessere Durchbildung, aber es fehlt der Mannschaft der in dieser Klasse notwendige Kampfgeist, da setzten sich die Plapzherren weit besser durch, davon kann die Hintermannschaft der Rhenanen ein Liedchen singen, wie harmlos wirkt sich demgegenHer das Stürmerspiel der Gaste aus Sicherlich, viel, el Pech hatten die Beilchen, es wollte ihnen gestern zum Schluß, als sie alles auf eine Karte setzten, nichts gelingen. Nimmt man die Gesamtleistung unter der Beurteilung des rein Spielerischen, so hätte ein Unentschieden dem Verlauf besser entsprochen. Bei Vingst spielte Neu wie neu“ geboren: in der Läuferreihe uberragte Stahlschmidt. Der Sturm blieb stets gejährlich. Schröder aus Dorlmund ganz überlegen im 400=MeterKraulschwimmen und erreichte mit.11,2 ihre bisher beste Zeit.— In den Weltkämpfen der unteren Leistungsklassen und der Jugendlichen hielten sich die Vertreterinnen des Bundes Duisburger Schwimmerinnen schadlos, sie brachten ebenso wie Germania Dortmund vier Siege auf ihr Konto. Und noch einen dritten Verein gab es, der 4mal siegreich das Wasser verließ, das war Sparta köln als erfolgreichster Vertreter Kölns, die Wasserfreunde Bonn brachten es auf insgesamt 3 Siege, während sich Poseidon Köln, Sparka Hürth, Ehrenfeld 1911, SB Worringen, Rhenus 97 und Wassersport Oberkassel mit je einem Sieg in die übrigen Erfolge des Tages teilten. Höhepunkie des Taaes waren die 400 Meter Kraul der Herren, in denen Hülsewische den Poseidonen Haas mit dessen eigenen Waffen bekämpfte und niederrang, nämlich mit scharfem Anfangstempo(.09,5 —.29,8) und zum Schluß ganz überlegen siegte; ferner das 200=Meter=Brustschwimmen der Herren, in dem der starke, junge Meurer aus Worringen endlich wieder Formverbesserung aufwies, und bei 160 Meter seinem schärfsten Rivalen Budig davonging, um klar zu gewinnen; dann die Herrenlagenstaffel der Klasse la, in der es lange Zeit nach einem Siege von Bonn 05 über Sparta Köln aussah. bis Hülsewische als Schlußmann der Kölner in großer Fahrt an seinem Gegner vorbeiging; das 100=Meter=Rückenschwimmen der Damen, das die junge Dortmunderin Heiling in der Schwimmsport auch in Köln noch Interesse findet, wenn Besonderes geboten wird. In allen Bewerben wurde mit großer Hingabe um Sieg und Plätze gestritten, allerdings mußte auch mehr als einmal die Strenge des Gesetzes angewendet werden, wenn Formfehler zu beanstanden waren, und mancher, der da glaubte, gewonnen zu haben, sah sich nachher auf der Liste der„Distanzierten" wieder. Einmal müssen sie's ja schließlich alle lernen, den Vorschriften zu genügen, und wer Frühstart machte, oder falsch wendete, wer in unvorschriftsmäßiger Bekleidung kam, oder kein Verbandsabzeichen trug, gegen den wurde unerbittlich mit Ausschluß vorgegangen. Gauschwimmwart Wolff und seine Mitarbeiter im Kampfgericht taten ihr Möglichstes, die mehr als umfangreiche Wettkampffolge in kürzester Zeit abzuwickeln, dennoch dauerte es fast viereinhalb Stunden, bis alles zu Ende war. In erster Linie liegt das an den endlosen Läufen im 200-Meter=Brustschwimmen, hier müßte man kürftig vor Beginn die Vorkämpfe austragen, und am Nachmittag möglichst nur den Endlauf der Besten starten lassen. Recht erfolgreich waren die Damen, die als Gäste von auswärts aus anderen Gauen gekommen waren. Europameisterin Marka Genenger, die ohne Gegnerin war, schwamm 200 Meter Brust in.11,2, und zwar„badete“ sie diese gute Zeit so gemütlich herunter, daß man staunen mußte. Gegen die Mädels von Germania Dortmund hatten die von den Wasserfreunden Bonn nicht viel zu bestellen, wenigstens nicht der samosen Zeit.26,2 gewann, und schließlich das in den Staffeln, beidemal waren die Westfalenmädels Kunstspringen der Herren, in dem Altmeister PluRheinlands Ringer erfolgreich Die große Krastprobe im westdeutschen Ringersport Rheinland—Westfalen:7 Kämpfe Der alljährlich am Totensonntag in Mülheim steigende traditionelle Großkampf der beiden Auswahlmannschaften hatte in der rechtsrheinischen Hochburg auch diesmal seine Anziehungskraft nicht verfehlt. Der „Rheinberg“ hatte seine Kraftprobe zu bestehen, und erwies sich als zu klein. Dann erfolgte der Aufmarsch der Mannschaften, Begrüßung der großen Kraftsportgemeinde sowie der Ehrengäste durch Gau=Werbewart Lippold, ein stilles Gedenken für die Toten und... die begannen. Bantam: Möchel(Rheinland)— Rösler(Westfalen) Verteilter Standkampf und Auslosen nach 6 Minuten. Rösler konnte dem aufmerksamen Mülheimer nichts anhaben, doch zeigte Möchel als Obermann sein großes meisterliches Können und errang durch drei schöne Aufreißer glatt die Führung und damit auch den verdienten Punktsieg. Feder: Nettesheim(Rheinland)— Bischoff(Westfalen) Hier gab es eine schnelle Entscheidung. Unser Auswahlsieger Nettesheim zwang den jungen Dortmunder gleich in die Parterre und erledigte ihn in der 1. Minute durch Hamerlock mit Halbnelson. Leicht: Schwartzkopf(Rheinl.)— Weikart(Wests.) Der Hauptkampf des Abends, der an Spannung und hätte auf Grund seiner dauernd besseren Arbeit auch den Sieg verdient gehabt. Das Unentschieden war für den Dortmunder recht schmeichelhaft. Mittel: Drewing(Rheinland)— Scharfe(Westfalen) Ohne zählbare Wertungen ging dieser Kampf über die Zeit. Der vorjährige Meister Scharfe hatte im Angriff etwas mehr, doch reichte es nicht ganz zum Sieg. Unentschieden. Halbschwer: Seil(Rheinland)— Liebern(Westfalen) Der Nachwuchsringer Liebern zeigte sich als große Zukunft für den Kraftsport. Seil hatte gegen den ganz vorzuglichen Dortmunder einfach nichts zu bestellen und nach mehrfachem vergeblichem Ansturm siegte Liebern in der 6. Minute durch Doppelnelson. Schwer: Roggenbuck(Rheinland)— Muß(Westfalen) Nach dem:6 für Rheinland mußte hier die Entscheidung fallen. Die Spannung stieg bis aufs äußerste als die beiden Kraftsport=Hünen die Matte betraten. Es gab viel Aufregung und am Schluß lautete der verdiente Richterspruch: Unentschieden! Viel Beifall lohnte am Schluß die guten Leistun gen beider Mannschaften und den verdienten rheinischen Sieg. Ausscheidungen im Gewichtheben Zur Teilnahme am Städtekampf Köln—Essen am kommenden Sonntag qualifizierten sich: Federgewicht: Marx(82) mit 480 Pfund gegen Maaßen(Borussia) manns immer noch haushoch über seine jüngeren Gegner hinausragte. Ergebnisse: A) Herrenkämpfe: Kraul 400 Meter: 1. Hülsewische=Sparia Köln,.19,8 vor HaasPoseidon Köln.32,4, Wirtz=Neuwied 09.35,6, Lambertz=Poseidon Köln.36,1 und Käß=Poseidon Köln.37,8. Brustschwimmen 200 Meter: 1. Meurer-Worringen .52,3, vor Budig=Sparia Köln.54,8 und Rosteck=Essen .55.2; ferner Schneider=Bonn 05.57, AltenhofenEhrenfeld 11.57,2 und Wirtz=Hagen.59,6.— Dasselbe, Klasse lb: L. Faddegon=Oberkassel.02,8, vor Luhmer=Neuwied.04 und Blum=Hellas Köln.08,3. Lagenstaffel 100, 200, 100 Meter, Klasse Ia: 1. Sparta Köln(Pazen, Budig, Hülsewische) in.26 vor Bonn 05 mit.29,6.— Dasselbe, Klasse Ib: 1. Wasserfreunde Bonn(Krudewig, Schmitz, Schlitzer) in.42,4 vor Oberkassel.46,2 und Bonn 05 mit.04,2(Poseidon Köln als überlegener Sieger mit.34,2 distanziert wegen Frühstarts).— Kraulstaffel 4mal 100 Meter, Klasse II a: 1. Ehrenfeld 1911(Schüller, Noack, Esser, Metzger).51,4 vor Poseidon Köln.52 und Sparta Köln 2. Mannsch. .57.3. Jugendkraul 100 Meter: 1. J. Schmitz-Poseidon .12,2 vor Becher-Ehrenfeld 11.17.2, Kuhn=Mülheim 10 mit.13.2 wegen Behinderung distanziert). Dasselbe Klasse II: 1. Zimmer=Sparka Hürth.12,3 vor EngelsSparta Köln und Jansen-Worringen.15,2.— Kunstspringen: 1. Plumanns-Sparta Köln 134,40 Punkte vor Lüttrop=Opladen 109,01, Dieckmann=Ehronfeld 11 85,30 und Traut=Sparia Köln 71,39 Punkte. B) Damen: Kraulstaffel 6mal 40 Meter, Kl. a: 1. Germania Dortmund.41,1 vor Wasserfreunde Bonn.59,6. Dasselbe, Klasse lb: 1. Rhenus 97 Köln .00,5 vor DSG Aachen.09,4, Sparta Köln.15 und Rheingold Köln.18.— Jugendbrustschwimmen 100 Meter, Klasse I: 1. G. Grashoff-Quisburg.34 vor J. Grashoff-Duisburg.34,6 und Traut=KSK mit.37,3. (R. Löffler=Sparia mit.35,9 distanziert.) Dasselbe, Kl. II: 1. M. Löffler-Sparia Köln.41 vor BernhardsDuisburg.41,2 und Franken-Sparia Hürth.47.— Rückenschwimmen 100 Meter, Klasse la: 1. Heiling=Dortmund.26,2 vor Huizenga=Bonn 05 mit.31,3 und DaxWasserfreunde Bonn.34.— Dasselbe, Kl. 1b: 1. Schmal-Duisburg.33,8 vor Klemroth=Dortmund.34 und Kaymer=Solingen.35.— Dasselbe, Klasse IIa: 1. Nelles-Wasserfreunde Bonn.36,4 vor Steuer=Duisburg.44,3 und Liebing=Ehrenfeld 19 mit.45,2. (Kuchem=Poseidon Köln mit.36 distanziert.)— Damenkraul 400 Meter: 1. Lohmar-Wasserfreunde Bonn in.11,2 vor Schröder-Dortmund.21,9. Brustschwimmen 200 Meter, Klasse 1a: 1. Genenger=Krefeld.11.2. Dasselbe. Klasse lb: 1. Bingel=Dortmund.28,4 vor Klußzmann-Dortmund.30,2 und Thelen=Ehrenfeld 19 mit.31,2.— Dasselbe, Klasse la: 1. Schmal-Duisburg .32 vor Moeres=DS6 Aachen.32,4, Kuchem=Poseidon .36,8 und Sommer=Dortmund.38.4. Lagenstaffel 6mal 100 Meter. Klasse la: 1. Germania Dortmund .53,8 vor Wasserfreunde Bonn.28,4. Dasselbe, Klasse Ih: 1. Bd. Duisburger Schw..40 vor Rhenus 97 Köln 10.07,3. und Begeisterung nichts zu wünschen übrig ließ. Glänzende Züge und Attacken im Standkampf, überragende 155 Pfund Leistungen am Boden und beide erhielten nach einem! Im Mittelgewicht wurde Hövel(Borussia) mit großen Kampf ein ehrliches Unentschieden...•1 für 580 Pfund im olympischen Dreikampf Sieger vor Rheinland. Schumacher(82) 570 Pfund. Schmitz(82) 565 Pfund Welter: O. Möchel(Rheinl.)— Marquardt(Wests.) und Bergler(Borussia) 560 Pfund. Der Mülheimer hatte bei dem langen Marquardt] Der Halbschwergewichtler Schmidt(82) erzielte bei einen schweren Stand, doch war er meist im Angriff] 625 Pfund zwei neue Kölner Bestleistungen. Hola Köln—Hola Aachen Am Dienstag, dem 27. November, empfängt die Kölner Hota ihre Aachener Kollegen zum fälligen Mei sterschaftstreffen Die Kurstädter verfügen über eine gut eingespielte Elf, haben dieselben doch bis jetzt ein ein ziges Wettspiel verloren. Die Kölner werden alles au bieten müssen, um nun vom vorletzten Platz in der Gruppe wegzukommen. Mit dem Toroerhältnis von:7 und einem Spiel weniger sind die Möglichkeiten, höher zu kommen. gegeben, zumal der Kampfgeist der Kölner schon manche Schlacht zu ihren Gunsten entschieden hat. Sportplatz Aachener Tor(3 Uhr). ViL.Gladbach—Rodenkirchen:1(:1) Hart und erbittert kämpften beide Mannschaften um den Sieg, wobei mal diese, mal jene Partei im Vorteil war. Die Gladbacher kommen durch Elberg zum ersten Tor, während der Ausgleich wenig später durch den ausgezeichneten Braun erzielt wird. Beide Tore wurden vor der Pause erzielt. inten allerding Dick und Diepenbrock. Wie oben erwähnt, der Felle mehr und mehr wegschwammen wieder Hürkens im Tor. Was dieser Mann Die Rhenanen hatten zwei tüchtige Verteidiger erwähnt. igen gewachsen. Der erstmalig linke Läufer Größchen allen Sturm, wenn er einmal nicht meyr o umstandlich kann jeder Hintermannschaft das Leben Konnen genug steckt in den Kerlen Unparteiischer, hatte wirklich keinen ans Werk geht, sauer gestalten, Hierß, al großen Tag VfL Poll—Phönix Köln:0(:0) Die Poller haben es tatsachlich sertiggebrach:, sast alle Spiele auf eigenem Gelande erfolgreich abzuschlie ßen, dabei in einer immer überaus guten Form. Auch in dem gestrigen Spiel zeigten ne sich wieder von einer guten Seite. Schon nach etwa 15 Minuten erzielten sie durch Winkels den ersten Treiter. Das soll jedoch nicht heißen, daß die Ehrenfelder müßig gewesen „## e r m a n n s c h n f s o n d e r e H 4 Mittellamer Busch der seine Mintpieler uberragte schickte den Sturm immer wieder nach vorne und hat ten die Sturmer die vielen Geeegenheiten richtig a genußt, so ware das Treffen gewiß unentschieden der laufen Ader es sollte nicht sein. Kurz vor Schl iß der ersten Halbzeit sandte Winkels den Vall nochna## ein. Gleich zu Anang der zweiten Halste setzten die Poller ihre Erolge fort um diesmal war es Schmiß, der das Plus für sich buchen konnte. Kurz danach schieo der Poller Rechtsaußen, der als Ersan ein gesetz: war, wegen einer Knieverletzung aus. Nun schienen die mit zunehmender Spielzeit sehen, wie ihre Gladbach hatte m Tor. für die Elf bedeutet, war gester deutlich festzustellen. Bis zur Pause fanden sich die Gäste kaum zu einheitlichem Tun zusammen und mußten wohl oder übel den Gladbaichern das Feld überlassen. Erst nach dem Wechel wurde es etwas lebendiger in den Reihen der Bayenthaler, aber mehr als zwei Tore ließ die geschickt operierende Deckung des Gegners nicht zu. Opladen leitete unu indbacher zu neuen Taten. zue Serie muß ganz gr begonnen werda ab die gegnerische Hintermannschaft nicht so vortrefflich auf ihrem Posten gewesen wäre, wer weiß, ob nicht auch der Ausgleichstreffer gefallen wäre. Als aber die Kölner sich wieder genügend gesammelt hatten, blieben die weiteren Erfolge nicht aus. Das Spiel wurde sehr hart durchgeführt, und manchwal hätte Schiedsrichter Hoß unbedingt schärfer durchgreisen müssen. 1. Kreisklasse: Sieglar— UfL Siegburg:6(:). Klarer als erwartet kamen die Siegburger in Seeglar zu einem einmandireien und auch in dieser Hohe verdienten Siege. Siedlar emelte sehr zerfahren. U. (:2) Tura Bonn— SD Frechen 4 Die Bonner fanden bei ihren Gästen doch größeren Widerstand, als das Ergebnis erkennen läßt. Sie waren ar technisch dem Gegner überlegen, dieser ertente aber dees Aus durch eine ungeheure Kampfkraft, der der Platzverein bald nicht gewachsen gewesen ware. Jnerst ung Frechen durch einen Elimeter in unrung, Römer elte den Ausgleich und schoß auch das zweite Tor Schluß des redaktionellen Teileir Bonn. Nachdem ihrt worden war. dechsel zum dritten pierten Tr wiederun Male ein vor n merten Treifer nach der P Bemühungen von Frechen, den auf zuholen, scheiterten an der der Bonner der? noch und zeichnete luse verantwor Vorsprung der aufmer samen ch herbeige dem Seitenuch für ch Alle Bonner Deckung Poller auf ihren Lorbeeren ausruhen zu wollen. denn von diesem Zeitpunkt ab beherrichten die Ehren'e der Erster Siegburger SV.— Vikloria Köln:4 Die Koiner spielten in Siegburg wieder mal ganz fast durceg das Feld. Ader wie schon aden erwihnt. wurde eine ganse Reihe von Chancen nicht ausgerußt Dabei ist jedoch heworzuhehen, daß auch die Poller Verteidigung auf der Hohe war.—1 SV Gladbach—Bayenthal:2(:0) Enlich einmal ein Sieg, so wird es über die Lippen der Gladbacher Anhänger gegangen sein, die schon bals alle Hoffnungen aufgegeben hatten. Aber hoffentlich wiro das nicht der letzte Erfolg gewesen sein. Und nach dem gestrigen Kampf dari man in den Reihen der Gladbacher wieder zuversichtlicher werden. Die Bayenthaler kamen mit den besten Hoffnungen nach Gladbach, mußgroß auf. Da kamen selbst die eifrigen Siegburger nicht mit Vor allem war die Kölner Läuterreibe. in der Cmer und Flory nicht zu übertreifen waren, Dreh. und Angelpunkt der Elf. Sie ließ die Seeburger Stürmerreihe kaum ernstlich gefahrlich werden und sorgte nevenbei auch noch gut fur den Aufbau des eigenen Angriffs. Das Spiel der Siegburger vor dem Tore war zu unsicher und wies wenig Zusammenhang aus. Koln kam bis zur Paufe durch den Halolinken und Mitteliturmer zweimal zum Erfolg Nach der Pame gelang es den Platzherren, einen Treifer aufzuholen, und wenn von Neuzeitliche Telefon-Anlagen Teephon- und Te egraphenwerke A. 6. H. Fuld& CO. Düsse dort, Seyotiitrstt 36 fernsprecher S.-Nr. 16191 (2247)