Bezugsvreis: RM..—(einschließlich 88 Pfennig Beitrag zu den Zustellungskosten).— Erscheint wöchentlich siebenmal morgens.— Postbezug RM..— seinschließlich 45 Pfg. Postzeitungsgebühr und zuzüglich 42 Pfg. Zustellgeld der Post).— Durch höhere Gewalt hervorgernfene Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Rückerstattung des Bezugspreises. Sprechstunden der Redaktion: 12—13 Uhr.— Postscheckkonto: Köln Nr. 59000. Verlag und Redaktion: Stolkgasse 25—31 Fernsprecher: a) von 8 Uhr bis 20 Uhr: Sammelnummer 220301; b) nach 20 Uhr: Direktion 22 0302; Chefredaktion 2208 UI; Sportredaktion 22 03 05. Sonntags die illustrierte Wochenendausgabe„Die Bastion“ kostenlos. 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Erst in einigen Jahren könne man diese Frage prüfen. Zunächst müsse die Autorität des Staates gestärkt und die Ordnung im Lande wieder hergestellt werden. Der große„Oxenwatthof“ bei Hadersleben, bestehend aus dem Wohnhaus und fünf Wirtschaftsgebäuden, ist vollständig eingeäschert worden. 13 Stück Rindvieh und 48 Schweine sind in den Flammen umgekommen. Der Futtermeister des Hofes hat gestanden, den Brand angelegt zu haben. Die Ermittlungen der Polizei zum Marseiller Auschlag haben weitere Einzelheiten gebracht. Danach standen die Verschwörer in Verbindung mit einer Frau, die am Sonntag in Aix=en Provence eingetrossen ist und sich als die 24jährige Marie Vjoudroch tschechoslowakischer Staatsangehörigkeit eingetragen hat. In der Festung Montjuich bei Barcelona verhandelte der Kriegsrat gegen mehrere Offiziere. Der Staats anwalt beantragte gegen drei die Todesstrafe und gegen den Oberbefehlshaber der Sicherheitspolizei, Salas, lebenslängliches Zuchthaus. Der französische Ministerpräsident Doumerque hatte eine Unterredung mit dem Kolonialminister Laval, die in der Presse allgemein dahin gedeutet wird, daß die Aussichten Lavals, als Nachfolger Barthous die Leitung des Außenministeriums zu übernehmen, gestiegen sind. Der englische Schatzkanzler sprach am Freitag auf einer konservativen Versammlung. Er betonte dabei, daß die Regierung die Frage des Schutzes des Landes gegen einen feindlichen Angriff sorgfältig geprüft habe. Sie sei zu dem Schluß gekommen, daß England jetzt ein Programm durch führen müsse, das die Luftgeschwader beträchtlich verstärke und Lücken in der Aufrüstung der andern Waffengattungen ausgleiche. Woche des „Deutschen Buches“ Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda veröffentlicht zur kommenden „Woche des Deutschen Buches“ folgenden Aufruf: Vom 4. bis 11. November findet die diesjährige „Woche des Deutschen Buches“ statt. Veranstalterin ist die Reichsschrifttumskammer mit den ihr angegliederten Verbänden. Der Nationalsozialismus hat es stets als seine be sondere Aufgabe angesehen, die Kulturgüter der Nation zum wirklichen Besitz des Volkes zu machen und in den Dienst dieser großen Aufgabe stellt sich die„Woche des Deutschen Buches". Es ist Ehrenpflicht, Sorge dafür zu tragen, daß der Ruf, der an alle ergeht, nicht ungehört verhallt. Ich bitte daher alle amtlichen Stellen und Insti tutionen, alle politischen und wirtschaftlichen Organi lationen und insbesondere alle Kulturverbände, an der Vorarbeit und Durchführung der„Woche des Deutschen Buches" teilzunehmen und deren Erfolg durch gemeinsames Zusammenwirken zu sichern. Wir sind als Volk arm geworden an materiellen Gütern, aber wir sind reich an unerschöpflichen Schätzen deutschen Geistes. Machen wir uns diesen Reichtum zu eigen. Bücher sind noch immer gute Kampf= und Weggenossen gewesen. Darum: Haltei fest am deutschen Buch! Dr. Goebbels. Heftige Schneestürme in Amerika Früher Winterbeginn Neuyork, 13. Okt. Der Winter scheint in diesem dähre sehr früh beginnen zu wollen. Im nördlichen Teile des an der Ostküste der Vereinigten StaaEn gelegenen Staates Maine kam es zu schweren Schneefällen. Ein Schneesturm tobte über das Land und überzog die Felder mit einer Schneedecke von 37 Zentimeter. Annähernd 200 Telegraphen= stängen wurden vom Sturm umgeworsen und über 100 elektrische Leitungen zerstört. Dutzende von Bäumen wurden entwurzelt. Vielfach waren die Getreideernte und die Kartoffeln noch nicht eingefahren, als Schneewetter hereinbrach. Zahlreiche Städte und Ortschaften der Gegend find ohne Licht und Telephonverbindung. In Neuyork betrug die Temperatur gestern noch 21 Grad Celsius. Heute ist sie hier stark Peellen und ein eiskalter Wind läßt einen balvigen Schneefall befürchten. DNB. Paris, 13. Okt. Unter dem bewölkten Himmel eines trüben Oktobermittags fand die Ueber führung der sterblichen Hülle Barthons vom Außen ministerium in die Kirche im Invalidendom statt. Zu den Klängen eines Trauermarsches bewegte sich der Leichenzug vom Quai'Orsay zur Esplanade des Invalides. Der Sarg stand auf einer Geschützlafette, die von sechs Pferden gezogen wurde. Hinter zwei Reihen von Offizieren folgten die Angehörigen des Verstorbenen, darunter sein Bruder, und das offizielle, vom Präsidenten der Republik Lebrun geführte Trauergefolge. Es verging über eine halbe Stunde, bis die in und ausländischen Würdenträger, die Vertreter der Behörden und Verbände, die Fahnenabordnungen, Kriegsteilnehmergruppen, Abordnungen von Universitäten und Akademien vorbeigezogen waren, um an dem Katafalk Aufstellung zu nehmen, bzw. in den Tribünen Platz zu suchen. Dann ergriff Ministerpräsident Doumergue das Wort, um das Gedächtnis des Verstorbenen zu ehren. Alle seine Taten, so führte er u. a. aus, seien von seiner leidenschaftlichen Vaterlandsliebe bestimmt gewesen. Er habe einer Generation angehört, die die Niederlage miterlebt, und ihren Schmerz mit empfunden habe, aber das Vertrauen in die Zu kunft behalten und auf die berechtigte Wiedergut machung einer Gerechtigkeit gehofft habe, in der das Recht die Ueberhand über die Gewalt gewinne. Die Männer dieses Zeitabschnittes hätten während ihrer Laufbahn von verschiedener Ansicht sein und verschiedenen Dingen dienen können, aber sie seien immer wieder einig gewesen, sobald die Größe Frankreichs auf dem Sviele gestanden habe. Als Frankreich Gefahr drohte, habe Barthon als Ministerpräsident nicht gezögert, den unentschlossenen Kammern heroische Maßnahmen vorzuschlagen und sie durch seine Tatkraft durchzudrücken. Das Gesetz DRB. Budapest, 13. Okt. Zu dem Budapester Aufenthalt des Reichsministers Rust wird von zuständiger deutscher Seite folgendes mitgeteilt: Einer Einladung des Königlich=ungarischen Kultusministers Dr. Balint Homan Folge leistend, weilte Reichs minister der Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Bernhard Rust, in der Zeit vom 7. bis zum 15. d. M. in Budapest. Reichsminister Rust benntzte diese Tage, um sich gründlich mit den ungarischen kulturellen Einrichtungen vertraut zu machen und persönliche freundschaftliche Fühlung mit denjenigen Persönlichkeiten aufzunehmen, die bei der Förderung der kulturellen Entwicklung des Landes eine Rolle spielen. Gelegentlich dieses Besuches, der entsprechend den freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Staaten besonders harmonisch, und herzlich verlief, wurden zwischen dem Reichsminister Rust und Kul von 1913 über die dreijährige Dienstzeit habe Frank reich in die Lage versetzt, im folgenden Jahre den Eindringling zurückzuhalten und sich von einer Todesgefahr zu retten. Die Vaterlandsliebe, von der Barthon in jenen schweren Stunden bescelt war, könne den jungen Generationen als Beispiel hingestellt werden. Denn sie sei weder herausfordernd noch lärmend, sondern wachsam und einsach gewesen. Es sei für Frankreich eine unerläßliche Notwendigkeit, bereit und stark zu sein. Mit allen seinen Kräften habe Barthon den Frieden sicherstellen wollen durch seine Politik der Annäherung, die loval geführt wor den sei und an der mitzuarbeiten Frankreich alle Völker guten Glaubens auffordere, die ein gemeinsames Ideal der Zivilisation, der Gerechtigkeit und des Fortschrittes hätten. diesem Zusammenhange betonte der franzö sische Ministerpräsident, daß die tragischen Er eignisse von Marseille die Freundschaft der beiden betroffenen Völker nur noch enger ge stalten werden, und gedachte des verstorbenen Königs, seines Sohnes und seiner Gemahlin. Zum Schluß wies. Doumerque auf den Gedanken Barthons hin, den der Verstorbene mit tom empfunden habe, daß nämlich jede Voraussetzung für internationale Arbeit die Arbeit im In nern sei und daß diese Arbeit nur durch Einigkeit geleistet werden könne. Uneinige Völker seien schwach und eine Beute der Gefahr. Nach der Rede des Ministerpräsidenten fand der Vorbeimarsch der Truppen statt. Der Trauerzug bildete sich aufs neue hinter der Musikkapelle der Garde Republicaine. Durch ein Spalier von Fahnen gelangte der Sarg um 16 Uhr MEs in den Ehrenhof der Invaliden, um von dort in die Kirche des Heiligen Ludwig überführt zu werden. tusmnister Homan die gesamten kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Ungarn durchgesprochen. Dabei kam von beiden Seiten die aufrichtige Bereit willigkeit zum Ausdruck, die aus alter Tradition erwachsenen wechselseitigen Kulturbeziehungen und den Austausch von Kulturauiern zwischen den beiden Ländern weiterzuführen und auf allen Gebieten möglichst lebhaft zu gestalten. Es wurde ein Programm festgestellt, das der Sicherstellung dieses Zieles für die Zukunft dienen soll. Besonderer Wert wurde darauf gelegt, durch Förderung des Stipendienwesens und des Studentenaustausches die beiderseitige akademische Jugend in verständnisvolle, enge Fühlung mit der anderen zu bringen. Der Prosessorenaustausch. die Förderung der beiderseitigen wissenschaftlichen Arbeiten und der bestehenden hulturellen Einrichtungen, die der Pflege der deutschungarischen Kulturbeziehungen dienen, sind weitere Punkte dieses Programmes. Kirche und Familie Durch die Familie müssen die persönlichen,... und die Umweltsverhältnisse geregelt werden. Aus der Einleitung zur zweiten Tafel des Dekalogs. Wo, wie durch die Kirche, Religion gelehrt wird— Religion, die Leben ist, wenn auch nicht alles Leben Religion ist—, da muß der Familien= gedanke, der Sinn für die Familie, lebendig sein. Daß dem so ist, braucht nicht erst bewiesen zu werden. Aber es ist gut, sich diese Wahrheit immer wieder vorzustellen. Wird doch von ihr aus jener Gemeinschaftssinn religiös geweckt, der über den Kreis der Familie hinaus der Pflege bedarf, um in das Volksganze, das sich in Schichten und Ständen auftut, hineinzuwirken. So entwickelt sich vom Religiösen her über die von der Kirche im Auftrag ihres göttlichen Stifters geforderte christliche Familie christliche Kultur. Christliche Familienkultur stößt in den Raum des Kulturellen des Volkes vor, um dieses Kulturelle zu beleben und zu veredeln. Das Gemeinschaftsleben eines Volkes ist dann am besten begründet, wenn in ihm der Geist christlichen Familienlebens weht und webt. Ausgehend von der Binsenwahrheit, daß die Familie die Urzelle des Volkes und des Staates ist, kann das gar nicht anders sein. Erst von dieser Urzelle aus erfolgt die Einordnung in die weitere und breitere Gemeinsamkeit des Volkes und des Staates. Dort wird es um die Familie und in Auswirkung rechten Familienlebens um die größere volkliche und staatliche Gemeinschaft am besten stehen, wo die religiöse Familienpflege der Kirche eine Ergänzung durch solche Faktoren erfährt, die, das Christentum bejahend und fördernd, mit ihren Mitteln dem Familienleben Halt geben und Stütze sind. U. a. leuchtet hier die der sozialen Sendung der Kirche parallel laufende soziale Ausgabe anderer Faktoren auf. Zu den berufenen und gerufenen Faktoren, die primär und positiv Anwälte der Familie sind, gehört beispielsweise in deutschen Landen der Staat. Als unberufen uns ungerufen, weit negativ, ja familienzersetzend wirkend, seien hier die in Moskau residierenden Sowjetgewaltigen genannt. Mit Absicht ist diese krasse Gegenüberstellung gewählt worden, sie soll plastisch dartun, wie unter Beiseitesetzung der Grundsätze des Christentums und der Ausschaltung der Kirche gerade in bezug auf die Pflege des Familiengedankens der Weg zum Chaos gebahnt, der Sturz in den Abgrund vorbereitet wird. Die moskowitischen Menschheitsbeglücker, die mit ihren unverdaulichen Allerweltstheorien das Weltall erobern möchten, übersehen, daß es auf dem Wege zur Volksgemeinschaft gewisse Stationen geben muß, daß auf diesem Wege bestimmte Einrichtungen bestehen müssen. Unter diesen Stationen und Einrichtungen ist diese die wichtigste: die Familie. Zersetzung des Familienlebens bedeutet schließlich Zersetzung der Volksgemeinschaft. In der Familie, so wie die Kirche sie im christlichen Geiste will und fördert, gedeihen jene sittlichen Kräfte, die Eckstein des Gemeinschaftslebens in Volk und Staat sind. Ein reines Familienleben führt zur Stärkung der Nation, es löst im Volksleben jene sittlichen Kräfte aus, deren dieses bedarf, um Bestand zu haben. So darf die Kirche, die religiös=sittliche Betreuerin der Familie, als Anwalt des volklichen Gemeinschaftslebens, als Helfer des Staates, der hinwiederum auch ihr Helfer auf einem der wichtigsten Gebiete ist, angesprochen werden. Förderung der Familie bedeutet allemal Schutz der Gemeinschaft. Christliche Familiengesinnung leitet über zur rechten Gemeinschaftsgesinnung, in der für einen, solcher Familiengesinnung abgewandten Egoismus ungesunder Art kein Raum ist. Die in der christlichen Familie wurzelnde Erziehungskraft kommt dem Volksganzen zugute. Das Ergebnis autoritär ausgestatteter christlicher Familienerziehung sind Unterordnung daheim und Einordnung draußen. Faktoren werden hier lebendig, durch die die große Kluft zwischen Egoismus und Liebe überbrückt wird, durch die die Spannungen zwischen dem„Ich“ und der Gemeinschaft gemeistert werden. Den Frieden wiederherstellen wo er verletzt ist, lernt man am ehesten in der christlichen Familie. Sie ist das erste Instrument des Friedens. Vom häuslichen Frieden aus heißt es den Frieden in der Gemeinschaft des Volkslebens sichern. In der Familie aber muß vorab jeweils die Probe bestanden werden. Der Wandel der Zeiten hat vieles umgebogen und manches verrenkt, das Bestandteil des Notwendigen ist. o auch im Bereich der Familie. Aber lebendiges Christentum, wie es der Auffassung der Kirche entspricht, vermag hier immer wieder vermittelnd zu wirken und zum Besseren zu wenden. Es kommt auf die restlose Wiederverchristlichung der Urzelle des Volkes an. Die Funktion der Familie, deren Reinerhaltung im Zenith der kirchlichen Seelsorge steht, Feierlicher Einzug des Königs Peter II. in Belgrad Unter dem Jubel des Volkes DNB Belgrad, 15. Okt. Der junge König Peter II. hielt Samstagvormittag in Belgrad seinen feierlichen Einzug. Schon um 8 Uhr früh herrschte in der Stadt ein ungewöhnlich lebhaftes Treiben. Die Regimenter der Garnison zu Fuß und zu Pferde, Artillerie und die technischen Trupppen nahmen in Paradeuniform in den Straßen Aufstellung, die der König durchfahren sollte. Hinter dem Spalier der Soldaten drängte sich eine ungeheure Menschenmenge. Um.10 Uhr trafen am Bahnsteig die Mitglieder des Regentschaftsrates mit dem Prinzen Paul und der Prinzessin Olga an der Spitze ein. Am Bahnsteig befanden sich bereits der griechisch=katholische Patriarch, der Ministerpräsident Usunowitsch mit den Mitgliedern des Kabinetts und die rangältesten Generäle. Im Augenblick, als der Hofzug in die Bahnhofshalle rollte, ertönte die Staatshymne. Aus dem Zug stieg als erster der junge König im Reiseanzug. Ihm folgten die südslawische Königinmutter Maria, die rumänische Königinmutter Maria, Prinz Arsen Karageorgewitsch, der Oheim des jungen Königs. Prinzessin Ileana, Außenminister Jeftitsch, Hofminister Antitsch, Hofmarschall Dimitriewitsch, der französische Gesandte Nagyar sowie die Mitglieder der Volksvertretung und der Regierung, die dem König bis an die Grenze entgegengereist waren. König Peter II. wurde zuerst von Prinz Paul und den übrigen Mitgliedern des Regentschaftsrates begrüßt. Sodann schritt er die Front der Ehrenkompagnie ab, die durch die Garde=Infanterie gestellt wurde. Dem Patriarchen, der ihm gerührt entgegenkam, küßte der König die Hand. Der Bürgermeister von Belgrad bot ihm nach alter Sitte Salz und Brot zum Willkommensgruß. Schließlich trat Ministerpräsident Usunowitsch an ihn heran und sprach folgende Worte: „Ew. Majestät! Die Regierung und das ganze südslawische Volk begrüßen Sie auf das herzlichste und bringen Ihnen durch mich die Versicherung ihrer grenzenlosen Liebe und unterschütterlichen Ergebenheit zum Ausdruck. Sie geloben getreulich hinter Ihnen zu stehen und das heilige Vermächtnis Ihres großen Vaters, des unsterblichen ritterlichen Königs Alexander I. des Einigers, zu erfüllen, indem Sie Südslawien behüten wollen.“ Der König reichte allen Würdenträgern die Hand und begab sich sodann in den Hofwartesaal, wo auf ihn die Vertreter des Senats und der Skupschtina, der Erzbischof von Belgrad und das diplomatische Korps in Galauniform warteten. Als der König den Platz vor dem Bahnhof betrat, brach die Menge in ungeheure Begeisterungsstürme aus. Der König fuhr nunmehr im Kraftwagen unter dem Jubel der Menge nach dem Schloß. Ausbau der deutsch=ungarischen Kulturbeziehungen Die Besprechungen des Reichsministers Rust in Budapest ist nicht überlebt, denn sie ist als Urzelle des Volkes dessen Urquell geblieben. Ihre Segnungen müssen zum Segen des Ganzen werden. Von der Heiligung der Familie aus gilt es das Ganze zu heiligen, auf Gott hinzuordnen. Die christliche Kultur überragt nach Goethe jede von Menschen erdachte Kultur. Die christliche Familie ist Kraftquelle christlicher Kultur.„Durch die Familie müssen die persönlichen,... und die Umweltsverhältnisse geregelt und gepflegt werden.“ Je besser und fester die Familie gefügt ist, um so besser und fester auch die Volksgemeinschaft. Cs. Der deutsche Botschafter beim Heiligen Stuhl Doyen des Diplomatischen Korps Rom, 13. Oktober. Der deutsche Botschafter beim Heiligen Stuhl, Dr. Diego von Beraen. der von Pius XI. in längerer Privataudienz empfangen wurde, hat als Nachfolger des brasilianischen Botschafters de Azeredo die Würde des Dovens des Diplomatischen Korps übemnommen. Der K. V. wird dazu aus Rom gemeldet: Herr v. Bergen hat sein Beglaubigungsschreiben als Reichsbotschafter am 30. April 1920 Benedikt XV. überreicht und ist somit der rangälteste unter den Botschaftern. Vor der Neuschaffung der deutschen Botschaft war Dr. v. Bergen preußischer Gesandter beim Vatikan, welche Stellung er bis zur Aufhebung der deutschen Ländergesandtschaften in diesem Frühjahr ebenfalls bekleidete. Als solcher war er der Nachfolger glänzender Namen, die der Geschichte und der Kulturgeschichte des vorigen Jahrhunderts angehören, wie Wilhelm v. Humboldt, Niebuhr, Bunsen und Schlözer. Selten hat ein deutscher Diplomat sich so würdig und in vieler Hinsicht ebenbürtig dieser Vorgänger erwiesen. Diplomatisches Feingefühl, ein ruhiges, ausgeglichenes Urteil von weiter Perspektive eignen dem letzten preußischen Gesandten, der erster Botschafter Deutschlands wurde und nunmehr die Stellung des Dekans unter den 34 diplomatischen Missionschefs bei der römischen Kurie angetreten hat. Wenn man berücksichtigt, daß zahlreiche Großmächte der Alten und der Neuen Welt Botschafter beim Vatikan unterhalten, kann man die Bedeutung dieser diplomatischen Ehrenstellung bei der größten moralischen Macht der Welt abschätzen. Die von Dr. v. Bergen erreichte Anciennität gesellt sich in diesem Rahmen gut zu den hervorragenden persönlichen Eigenschaften des deutschen Diplomaten, die man allgemein in den Kreisen seiner Kollegen anerkennt. Zu ihnen zählt auch die klare und überlegene Erkenntnis der hohen kulturellen und zivilisatorischen Bedeutsamkeit, die der katholischen Kirche und dem Christentum überhaupt für das Staats= und Völkerleben zukommt. 53 mexikanische Katholiken verhaftet DNB Mexiko, 13. Okt. Bei der Katholikenkundgebung vor dem Nationalpalast, bei der, wie bereits gemeldet, über 1000 Personen gegen die Einführung eines sozialistischen Schulunterrichtes protestieren wollten. verhaftete die Polizei 53 Personen, von denen die meisten Frauen waren, wegen Widerstandes. Insgesamt wurden bei den Zusammenstößen mit der Polizei fünf Personen verwundet. Die Ruhe konnte erst am Nachmittag wieder hergestellt werden. Todesstrafe gegen drei spanische Offiziere beantragt Aufständische vor dem Kriegsgericht DNB. Paris, 13. Okt. Nach einer Meldung aus Barcelona wurden am Freitag vom Kriegsgericht 17 Zivilpersonen zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt, weil sie gelegentlich der Aufstände in Barcelona die Bürgergarde angegriffen hatten. In der Festung Montjuich bei Barcelona verhandelte der Kriegsrat gegen den Artillerieoberst PerezFarras, Kavalleriehauptmann Escofet, Hauptmann Lopez=Gatell und gegen den Befehlshaber der Sicherheitspolizei Richard Salas sowie gegen General Sebastian Pozas. Oberst Perez=Farras hat die gesamte Verantwortung der Ereignisse in Barcelona auf sich genommen. Hauptmann Escofet erklärte, er habe lediglich die spanische Republik und sein geliebtes Katalonien verteidigen wollen. Der Staatsanwalt beantragte für Oberst Perez=Farras, Hauptmann Escofet und Hauptmann Lopez=Gatell die Todes= strafe, gegen den Oberbefehlshaber der Sicherheitspolizei, Salas,lebenslängliches Zuchthaus. Das Urteil wird erst in einigen Tagen verkündet werden. Geheimnisvoller Führer der Verschwörerbande Neue Einzelheiten zum Marseiller Attentat— Auch eine Frau unter den Verschwörern Paris, 13. Oktober. Die Ermittlungen der Polizei zum Marseiller Anschlag haben weitere Fortschritte gemacht. Der eine der Verhafteten, der sich den falschen Namen Novak zulegte(den gleichen Namen trägt übrigens der mit dem Schutze der Person des tschechoslowakischen Außenministers Benesch betraute Kriminalpolizist), ist der in Südslawien in Abwesenheit zum Tode verurteilte Oenonomir Postischil. der 1929 in Agram den Direktor der Zeitung „Novosti“, Schlegel, niedergeschossen hatte. Der falsche Benesch heißt in Wirklichkeit Rajtitsch. Postischil und Raititsch begaben sich im letzten Monat in die ungarische Ortschaft Nagy Kaniza, wo sie von einem etwa 40 Jahre alten Unbekannten die Weisung erhielten, sich nach Zürich zu begeben. In Zürich wurden ihnen zwei weitere Helfershelfer zugeteilt, nämlich der Mörder von Marseille, Suck, und ein gewisser Silni. Entgegen anderslautenden Behauptungen wird jetzt ausdrücklich erklärt, daß die vier Verschwörer von Ungarn aus direkt nach Zürich und von dort nach Lausanne gekommen seien. Dort seien sie von einem fünften aus Paris zugereisten Genossen, dem Führer der Bande, empfangen worden. Er habe jedem der vier Verschwörer, die bisher mit ungarischen Pässen und unter ungarischem Namen gereist waren, falsche tschechische Pässe übergeben. Die Einreise nach Frankreich erfolgte zu Schiff über den Genfer See über Evian. Suck alias Kalemen, der Mörder von Marseille, und Silni erhielten Weisung, nach Marseille zu fahren. Postischil und Rajtitsch sollten sich zunächst nach Versailles begeben, wo sie vermutlich— wenn der Anschlag in Marseille gescheitert wäre— postlagernd weitere Weisungen erhalten hätten. Die geheimnisvolle Persönlichkeit. die den Führer der Bande spielte, sollten Postischil und Rajtitsch am Freitag früh in Lausanne bei der Rückkehr erwarten. Nach den bisherigen Ermittlungen in Aix=enProvence steht fest, daß Suck sich zwei Tage vor dem Anschlag in Aix=en=Provence aufgehalten hat, und zwar in Gemeinschaft mit einem gewissen Kremer und mit dem in Fontainebleau den französischen Gendarmen entkommenen Malnv. Die Verschwörer standen in Verbindung mit einer Frau, die am Sonntag in Aix=en=Provence eintraf und sich als die 24jährige tschechoslowakische Staatsangehörige Marie Vioudroch in die Fremdenliste eintrug. Marie Vjondroch war sehr elegant gekleidet und hatte vier Koffer mit sich. Man nimmt an, daß sich in dem einen die Waffen befunden haben, die der Mörder in Marseille benutzte. Marie Vjoudroch erhielt am Montag den Besuch von drei Herren, darunter Kremer. Sie verließen das Hotel in Aix=en-Provence am Dienstagvormittag. Nowak erklärte in seinem Verhör:„Jo hatte Befehl, den König zu töten. Ich hätte ihn jedenfalls ausgeführt; denn ich hatte geschworen, der Organisation zu gehorchen, der ich angehörte.“ Durch die Nachricht von dem furchtbaren Attentat in Marseille haben sich die Grazer Polizeibehörden veranlaßt gesehen, sich von neuem mit einem seltsamen Dokument zu beschäftigen, das im genen Sommer ihnen in die Hände gefallen ist, und das unter dem Gesichtspunkt der Marseiller Untat eine sensationelle Bedeutung gewinnt. Das Dokugegeneinander, einer kroatischen Organisation, die den Tod Alexanders zum Ziele hatte, und einer serbischen Organisation, die dies durch die Vernichtung des kroatischen Klubs zu verhindern suchte. Wie verlautet, soll die geheimnisvolle fünfte Person, die die Leitung der Verschwörer hatte, ein früherer Agramer Rechtsanwalt Dr. Pavilitsch sein. Er habe schriftliche Weisungen des Führers einer Terrororganisation gehabt. Die Budapester Polizei hat festgestellt, daß der Attentäter von Marseille einen gefälschten Paß der Frau Johanna Majerti(manche Zeitungen schreiben auch den Namen Majorski), der am 5. Oktober 1932 von der Budapester tschechoslowakischen Gesandtschaft mit der Nummer 185 744 ausgestellt worden war, bei sich hatte. Die PaßNummer war nach Meldungen aus Marseille in 479275 abgändert worden. Die Untersuchung ergab, daß in den Jahren 1932=33 eine Erzieherin dieses Namens, die tschechoslowakischer Staatsangehörigkeit war, in Budapest bei einem Rechtsanwalt beschäftigt war. Die Erzieherin soll nach ihren Erklärungen ihren Paß auf eine geheimnisvolle Weise verloren haben. Jemand, den sie nicht kenne, habe ihr den Paß weggenommen. Wie das Verschwinden des Passes mit der jetzt aufgedeckten Fälschung des Passes des Täters von Marseille in Verbindung steht, konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden. War König Alexander gewarnt? Belgrad, 13. Okt. Die United Preß erfährt zuverlässig, daß König Alexander mehrfach gewarnt worden sei, daß er„einer Tragödie“ entgegengehe, wenn er seine Reise nach Paris antrete. Ein seit Alexanders Jugend ihm zugeteilter Diener hat erklärt, daß er ein Gespräch zwischen Königin Marie und König Alexander gehört habe. In diesem Gespräch, das kurz vor der Abreise Alexanders geführt worden sei, habe die Königin ihren Gemahl inständig gebeten, nicht nach Frankreich zu fahren. Es stehe ihm dort Fürchterliches bevor. Der König aber, so sagte der Diener weiter, habe geantwortet:„Ich kann meine beabsichtigte Reise nicht aufgeben, denn sie ist wichtig im Verfolg der Balkan=Friedenspolitik.“ Weiter erfährt die United Preß, daß der Präsident des jugoslawischen Abgeordnetenhauses, Kumanudisch, plötzlich seinen Aufenthalt in Istambul abgebrochen habe, um nach Belgrad zu eilen und den König vor der Reise nach Frankreich zu warnen. Ein Attentat gegen ihn auf französischem Boden sei geplant. Auch hier habe der König geantwortet, daß ihn nichts von seiner für die Staatsinteressen unerläßlichen Fahrt nach Paris abbringen könne. Die Neuregelung der Feltwirtschaft Konsummargarine verbilligt— Vereinheitlichung der Sorten DNB Berlin, 13. Okt. Auf dem Gebiete der Fettwirtschaft find von der Reichsregierung und den beteiligten Stellen des Reichsnährstandes und der Margarineindustrie neue Maßnahmen getrofsen worden, die mit dem 1. November 1934 in Kraft treten. Zweck der Neuregelung ist es, der Verbraucherschaft in den kommenden Wintermonaten eine Reihe von Erleichterungen zu bringen. Es handelt sich im wesentlichen um eine Verbilligung der Konsummargarine, die bisher 66 Reichspfennig je Pfund gekostet hat, Vereinheitlichung und bessere Kennzeichnung der Sorten, um eine Vereinfachung und Verbesserung der Fettverbilligung für Arbeitslose und andere bedürftige Volksgenossen. Außerdem wird ver boten, die Abgabe der billigsten Margarinesorte von der gleichzeitigen Abnahme anderer Margarine oder anderer Waren abhängig zu machen. Schließlich wird die örtliche Verteilung der Margarinelieferungen durch besondere Maßnah und damit die Versorgung der men verbessert Hauptverbrauchsgebiete sichergestellt. Firmengutscheine Ab 1. November 1934 werden nur noch folgende für das Winkerhilfswerk 1934/35(Krei Margartnesorten zum Verrauf geDNB Berlin, 13. Okt. Der Reichsbeauftragte für/ Konsummargarine zum Preise von 0,63 das Winterhilfswerk gibt bekannt: RM. je Pfund, Im vorigen Winterhilfswerk wurden Lebensmitte! es Deutschen Vol= Spif ienen. Die Reichs= Pfund. die Ausgabe von. der gutscheine von Firmen vielfach zu Reklamezwecken mißbraucht. Das Winterhilfswerk des kes darf aber Reklamezwecken nicht di führung des WHW untersagt daher die Ausgab Gutscheinen mit Firmenreklame im Rahmen des Winterhilfswerkes 1934=35. Waren= und Geldspenden, die im vorigen Winterhilfswerk auf Gutscheine der Spen derfirmen an die Bedürftigen verabfolgt wurden, sind im Winterhilfswerk 1934=35 den zuständigen WHW= Dienststellen direkt zuzuleiten. Aus demselben Grunde werden Freiessen in Warenhäusern, Einheitspreisgeschäften und ähnlichen Betrieben von der Reichsführung des WHW untersagt. Die den Freiessen entsprechenden Geld= und Warenspenden wenden ebenfalls den zuständigen WHW=Dienststellen direkt überwiesen. Diese Maßnahmen haben sich als notwendig herausgestellt, um den ehrenwerten Handel vor Außenseitern zu schützen. die das WHW mit Geschäftsmacherei zu verbinden versucht haben. Mittelsorte zum Preise von 0,98 RM. je Pfund, Spitzensorte zum Preise von 1,10 RM. je Preis der Konsummargarine ermäßigt sich für die Inhaber der Fettverbilligungsscheine bei Hergabe je eines Scheines auf 0,38 RM. je Pfund. Somit beträgt der Preis der Margarine, die auf diese Scheine geliefert wird, genau so viel, wie die Bezugsberechtigten bisher für die Haushaltsmargarine gezahlt haben. Diese Preisfestsetzung bedeutet eine Herabsetzung des Preises derjenigen Margarinesorte, die für die Versorgung der Bevölkerung von besonderer Bedeutung ist, nämlich der Konsumware, um 3 Rpfg. je Pfund. Außerdem wird diese Sorte nunmehr in einem Umfange hergestellt, daß sie in Zukunft überall ausreichend zur Verfügung stehen wird. Um eine Verteuerung dieser Sorte auf andere Weise zu vermeiden, ist zudem verboten, daß die Abgabe der Konsumware von der Be 100 spanische Bergleule eingeschlossen? Artilleriegeschoß traf den Schachkeingang und verschüttete ihn Madrid, 13. Okt. Ungefähr 100 Bergleute, die in einem Bergwerk Schutz suchten und aus Compamones von den Regierungstruppen beschossen wurden, sind lebendig begraben worden, da ein Artilleriegeschoß den Ausgang des Bergwerks traf und verschuttete. Das Unglück ereignete sich gestern, wurde jedoch erst mehrere Stunden später bekannt, nachdem das Geschoß den Eingang zum Bergwerk bereits verschüttet hatte. Fernmündliche Presseberichte aus Spanien gesperrt DNB Berlin, 13. Okt. Die hiesige spanische Botschaft gibt bekannt: Die spanische Regierung hat die Fernsprechverbindungen mit dem Ausland für Presseberichte vorübergehend gesperrt. Sie hat sich dazu veranlaßt gesehen, weil anläßlich der Vorgänge in Spanien häufig Fälle von falscher bezw. tendenziöser fernmündlicher Berichterstattung zu verzeichnen waren. Telegraphische Presseberichte können jedoch nach wie vor übermittelt werden. dingung abhängig gemacht wird, andere Margarinesorten oder andere Waren gleichzeitig abzunehmen. Verstöße gegen dieses Verbot sind unter hohe Strafe gestellt(Geldstrafe bis zu 100000 RM.). Um dem Verbraucher Klarheit darüber zu verschafsen, welche Margarinesorte ihm angeboten wird, hat die neugegründete wirtschaftliche Vereinigung der Margarine und Kunstspeisefettindustrie beschlossen, daß jeder herstellende Betrieb in jeder der drei genannten Sorten nur noch eine Marke herstellen darf. Außerdem wird auf der Vervackung kenntlich gemacht, ob es sich um Konsumware, Mittelsorte oder Spitzensorte handelt. Mit Rücksicht auf die noch vorhandenen Bestände von Einwickelpapier tritt diese Bestimmung am 1 Januar 1935 in Kraft. Das für die Versorgung der Minderbemittelten, insbesondere der noch nicht wieder in den Arbeitsprozeß eingegliederten oder kurzarbeitenden Volksgenossen eingeführte Fettverbilligungssystem ist ab 1. November 1934 durch Erlaß der beteiligten Reichsressorts dahin abgeändert worden, daß der Zwang zum Bezuge von Haushaltsmargarine fortfällt und jeder Bezugsberechtigte in Zukunft frei wählen kann, ob er auf seinem Verbilligungsschein Margarine oder Schmalz, Speck, Talg, Butter, Käse oder Oel verbilligt beziehen will. Wünscht der Bezugsberechtigte Margarine zu beziehen, so hat er die Möglichkeit, durch Vorlage eines Bestellscheines sich einen Anspruch auf Belieferung mit Konsummargarine sicherzustellen. Der Vorteil dieser Regelung liegt, abgesehen von der Beseitigung des Zwanges darin, daß die jenigen Bezugsberechtigten, die gewöhnt waren, andere Fetterzeugnisse als Margarine zu verbrauchen, insbesondere in Mittel= und Süddeutschland, nunmehr wieder in der Lage sind, zu diesem Fetterzeugnis unter Verwendung der Verbilligungsscheine zurück zukehren. Dadurch wird Margarine in diesen Gebieten frei zur Belieferung anderer stärker auf Margarineverbrauch eingestellter Gebiete. Die ausreichende Belieferung dieser Hauptverbrauchsgebiete, insbesondere der Industriezentren, wird außerdem durch besondere Verteilungsanoronungen der wirtschaftlichen Vereinigung der Margarine= und Kunstspeisefettindustrie sichergestellt. Die Preisherabsetzung der Konsumware bedeutet eine wesentliche Entlastung, insbesondere für die minderbemittelten Volksgenossen. Der Arbeitslose und Kurzarbeiter erhielt bisher auf seine Fettkarte im Jahre sechs Kilogramm Haushaltsmargarine zu 38 Reichspfennig je Pfund und auf die Verbilligungsscheine bei Bezug von Margarine 6 kg zu einem Preise von 66 Rpfg. minus 25 Rpfg. gleich 41 Reichspfennig je Pfund, also im ganzen Margarine zu einem Durchschnittspreis von 39½ Rpfg. je Pfund. Nunmehr erhält der Bezugsberechtigte 12 kg zu einem Preise von 38 Rpfg. Das bedeutet also eine Verbilligung von 1½ Rpfg. je Pfund. Wenn der Bezugsberechtigte über die 12 kg hinaus noch Margarine bezog. mußte er für diese bisher 66 Rpfg. je Pfund bezahlen. Nunmehr erhält er auch diese Margarine zu 63 Rpfg. je Pfund, also um 3 Rpfg. je Pfund billiger. Von Bedeutung ist die Herabsetzung des Preises auch für diejenigen minderbemittelten Volksgenossen, die nicht an der Verbilligungsaktion teilnahmen, obgleich ihre Einnahmen nicht wesentlich die der Bezugsberechtigten übersteigen. Für diese bedeutet die Herabsetzung um 3 Rpfg. je Pfund also ebenfalls eine Entlastung. Kündigung des deutschamerikanischen Handelsvertrages DRB Berlin, 13. Okt. Der deutsche Botschafter in Washington hat am Samstag der Regierung der Vereinigten Staaten gemäß Artikel 31 Absatz 2 des deutsch=amerikanischen Handelsvertrages vom 6. Dezember 1923 mitgeteilt, daß die deutsche Regierung beabsichtigt, eine Aenderung der Bestimmungen des Artikels 7 des genannten Vertrages herbeizuführen. Auf Grund dieser Mitteilung endigt der am 14. Oktober 1925 in Kraft getretene Vertrag gemäß seinem Artikel 31 mit dem 13. Oktober 1935. Der deutsche Botschafter hat gleichzeitig der Regierung der Vereinigten Staaten mitgeteilt, daß die deutsche Regierung, wie dies der Regierung der Vereinigten Staaten bereits wiederholt erklärt worden ist, zu Verhandlungen über die künftige Gestaltung der deutsch=amerikanischen Handelsbeziehungen jederzeit bereit ist. Hierzu erfahren wir: Die deutsche Regierung, hat sich zu der Kündigung des Vertrages entschlossen, weil ohne eine Wahrnehmung des Termins des 13. Oktober der Vertrag noch zwei weitere Jahre gelaufen wäre. Insofern trägt die Kündigung vor allem vorsorglichen Charakter. Von deutscher Seite ist wiederholt betont worden, daß der deutsch=amerikanische Güteraustausch im Hinblick auf die Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse neu geordnet werden müsse. Insbesondere sind die von der Reichsregierung als revisionsbedürftig bezeichneten Bestimmungen des Artikels 7 in gewissen Teilen durch die in den letzten Jahren eingetretene Aenderung der wirtschaftlichen Verhältnisse überholt. Auf der anderen Seite ergibt sich aus der von der Reichsregierung gewählten Form der Kündigung, daß man auf deutscher Seite den Vertrag als Ganzes aufrecht erhalten und nur gewisse Einzelbestimmungen der veränderten Entwicklung anpassen will. Die Ordnung der Getreidewirtschaft Nachdrückliche Strafverfolgung unbotmäßiger Müller N23 Berlin, 13. Okt. Aufgrund einer Anregung des Reichsernährungsministers hat der Reichsjustizminister, wie N23 meldet, die Strafverfolgungsbehörden ersucht, Verstöße gegen die Ordnung der Getreide wirtschaft beschleunigt und nachdrücklich zu verfolgen. Der Reichsernährungsminister hatte in seinem Schreiben an den Reichsjustizminister auf die hohe Bedeutung hingewiesen, die die Bestimmungen über die gesetzliche Festlegung der Preise und die Ausmahlung des Roggens für die Allgemeinheit besitzen. Von vielen Mühlen würden aber diese Vorschriften fortgesetzt übertreten, namentlich von den kleineren Mühlen. Der Reichsernährungsminister kündigt an, daß in der nächsten Zeit zahlreiche Anzeigen bei den Staatsanwaltschaften eingehen werden. Er hält es für erforderlich, daß diese Gesetzesverletzungen mit größter Beschleunigung und mit Nachdruck verfolgt werden. Insbesondere gelte dies von den Verstößen gegen die Ausmahlungsbestimmungen Errichtung neuer Krankenkassen verboten DNB. Berlin, 13. Okt. Der Reichsarbeitsminister hat durch eine siebente Verordnung zur Neuordnung der Krankenversicherung, die in der nächsten Nummer des Reichsanzeigers veröffentlicht werden wird, bis auf weiteres die Errichtung neuer Krankenkassen verboten. Dies war erforderlich, um die Durchführung des Gesetzes über den Aufbau der Sozialversicherung vom 5. Juli 1934 nach einheitlichen Grundsätzen sicherzustellen. Der Aufbau würde gestört, wenn vor Erlaß der Durchführungsbestimmungen auf Grund der jetzigen Vorschriften der Reichsversicherungsordnung Kassen ohne Rücksicht auf die zukünftige Regelung errichtet würden. Es handelt sich also bei der Verordnung um eine Uebergangsmaßnahme, die außer Kraft treten wird, sobald die neuen Vorschriften erlassen sind. Zwei gewerbsmäßige Registermarkschieber festgenommen DRB Düsseldorf, 12. Okt. Die Zollfahndungsstelle teilt mit: Der Zollfahndungsstelle Düsseldorf ist es im Benehmen mit der Kripo in Wesel gelungen, zwei gewerbsmäßige Registermarkschieber festzunehmen. Die Devisenschieber wurden dem Amtsgericht in Wesel zugeführt, das Haftbefehl gegen die beiden, die geständig sind, erließ. Kleine Nachrichten Die Antwort des französischen Staatspräsidenten an den Führer DNB. Berlin, 13. Okt. Der Führer und Reichskanzler hat auf sein Beileidstelegramm aus Anlaß der Ermordung des Außenministers Barthou vom Präsidenten der französischen Republik folgendes Antworttelegramm erhalten: „Für die sehr wohltuende Teilnahme, die Ew. Exzellenz mir im Namen des deutschen Volkes anläßlich des tragischen Trauerfalles zum Ausdruck gebracht haben, der Frankreich betroffen hat, sage ich Ihnen aufrichten Dank.“ Vor den Augen der beiden Töchter überfahren. Auf dem Kasseler Bahnhof ereignete sich ein tragischer Unglücksfall. Ein Mann, der sich in Begleitung seiner beiden erwachsenen Töchter befand, die ihn in Kassel besucht hatten und nach Amerika, wo sie leben, zurückreisen wollten, hatte den Zug, in dem er seine Töchter nach Bremerhaven begleiten wollte, für eine kurze Besorgung noch einmal verlassen. Als er zurückkehrte, hatte sich der Zug schon in Bewegung gesetzt und der Mann versuchte nun aufzuspringen. Er kam dabei zu Fall und wurde vor den Augen seiner Kinder tödlich überfahren. Druck und Verlag: Kölner Verlags=Anstalt und Druckerei AG. in Köln. Hauptschriftleiter: Dr. Hans Koch: Vertreter des Hauptschriftleiters: X. Weinand: verantwortlich für Politik: W Schön in Düsseldorf: für Kommunalpolitik. Kunst und Wissenschaft: t. V. T. Weinand; für den Umgebungsteil: T. Weinand; für den rovinzteil: H. H. Teipel; für Unterhaltung: Karl Gtes; für Sport: J. Zündors. alle en Köln: für Wirtschaftspolitik und Handel: Bernd Manger, in Düsseldorf; für den Dürener lokalen Tetl: Hanns Heinz Teipel; für den Bonner lokalen Tetl: Rober: Colmant; für Anzeigen: Theo Müller in Köln. D. A. IX. 34: 33617. Hiervon Bezirksausgabe Bonn 2035; Bezirksausgabe Düren 1885. Folgen der Marseiller Mordtat Ungeheuerliche Vorwürfe eines Pariser Blattes DNB Paris, 1d. Okt. Die außenpolitischen Folgen des Anschlages auf den König von Südslawien in Marseille beschäftigen die Blätter in immer stärkerem Maße. Das„Journal“ sucht Italien gewisse Aussichten zu eröffnen, indem es schreibt, der französisch=südslawische Vertrag vom 11. November 192., der am 1932 erneuert wurde, sei nicht ein Bündnisvertrag alten Stiles, sondern ein Abkommen für die Zusammenarbeit zur Aufrechterhaltung der im Rahmen des Völkerbundes geschaffenen Ordnung. Dieser Vertrag stehe Italien zum Beitritt offen. Wissen müsse man jetzt nur, ob die Italiener, nachdem sie zehn Jahre lang den fal schen Weg gegangen seien, sich nun entschließen würden, durch die Tür einzutreten. Schon die Ereignisse in Oesterreich hätten die Italiener zu der Feststellung gezwungen, daß sie für die Aufrechterhaltung des heutigen Europas einstehen müßten. Der„Matin“ läßt sich von seinem nach Belgrad entsandten Sonderberichterstatter melden, daß die Ereignisse von Marseille ziemlich lange die Politik Barthous in Frage stellen würden. Es wäre geradezu ein Wunder, wenn es seinem Nachfolger gelingen würde, sie fortzusetzen. Der Barthousche Plan einer französisch=italienisch=südslawischen Verständigung werde lange ausgesetzt werden müssen. Italien sei das Opfer des Marseiller Verbrechens in gleichem Maße wie Frankreich; denn auch Italien habe seine Politik den Aussichten angepaßt, die die Reise des Königs Alexander nach Paris eröffnet habe. Dieser Mord habe plötzlich Wege verschlossen, die endlich geöffnet schienen. Dieser Mord habe Italien und Südslawien, die sich nun nirgends mehr treffen könnten, in eine Sackgasse gebracht. Jetzt würden sich die beiden Völker einem dritten Lande nähern. Das„Echo de Paris“ hält es für richtig, einen charfen Vorstoß gegen Ungarn zu machen und behauptet ungeheuerlicherweise, es scheine, daß die ungarische Regierung in starkem Ausmaße wenigstens die moralische Verantwortung für den Mord in Marseille trage. Diese Verantwortung sei um so größer, als das Belgrader Kabinett seit zehn Monaten vergeblich in Budapest um Aufklärung über den Schutz kroatischer Emigranten auf ungarischem Gebiet nachgesucht habe. Das Blatt erklärt, es bleibe der Pariser und der Belgrader Regierung jetzt nichts weiter übrig, als auf Grund des Artikels 11 der Satzungen die Einberufung des Völkerbundsrates zu beantragen. Die Leute in Budapest hätten ungestraft französische Banknoten fälschen dürfen. Sie hätten in Verletzung der Verträge Maschinengewehre und anderes einführen können. Hoffentlich würden diesmal wenigstens die Hintergründe der Ermordung des Königs von Südslawien und des französischen Außenministers geklärt werden. Wenn sich der Völkerbund seiner Pflicht entzog, dann könne man die internationalen Folgen der Marseiller Mordtat nur fürchten. Die„Action Francaise“ schreibt, der neue französische Außenminister werde sich auf alle Fälle erst einmal über die Lage klar werden müssen. Bei Betrachtung der Landkarte werde er von selbst zu der Feststellung gelangen, daß sich ein französisches Bündnis mit Sowjetrußland doch nur gegen Polen richten könne. Südslawische Vorstellungen in Rom? DRB. London. 13. Okt. Wie Reuter aus Belgrad meldet, hat sich die südslawische Regierung zu Vorstellungen in Rom gezwungen gesehen, da angeblich über einen Rundfunksender von der„unhaltbaren Lage“ in Südslawien gesprochen worden ist. Auch sollen Bemerkungen über eine bevorstehende Auflösung des Staates gefallen sein. Angesichts der völigen Unrichtigkeit dieser Behauptungen sei der südslawische Gesandte in Rom angewiesen worden, bei dem italienischen Außenministerium Vorstellungen zu erveben und um die Zusicherung zu ersuchen, daß die italienischen Sender solche unfreundlichen Aeußerungen über die südslawische Lage unterlassen. Eine italienische Ant wort sei noch nicht eingetroffen; doch hoffe man zuversichtlich auf eine befriedigende Beilegung des Zwischenfalles. Außerdem seien, wie Reuter weiter meldet, in amtlichen Kreisen Berichte eingetroffen, daß die italienische Garnison in Zara während der beiden letzten Tage beträchtlich verstärkt worden sei. Die amtlichen Kreise fänden keinen Grund für ein solches Verhalten. Sie betrachteten es als überflüssig und nicht für gegeignet, eine Besserung o italienisch=südslawischen Beziehungen herbeizuführen. Man sei auch fest überzeugt, daß kroatische Revolutionäre italienische Unterstützung erhalten hätten. Es werde versichert, daß es eine Geldwährung gebe, die„Ruma“ heiße, den Wert einer Lira habe und unter den kroatischen Flüchtlingen nicht nur in Ungarn, sondern auch in Zara gültig sei. Die Geldscheine sollen von kroatischen revolutionären Organisationen gedruckt worden sein. Reuter fügt hinzu: Es ist zu beachten, daß nicht ein Wort von diesen Anschuldigungen in der südsla wischen Presse veröffentlicht wird, die der Regie rungszensur vollkommen untersteht und kein Wort druckt, das nicht vorher vom amtlichen Pressebüro bewilligt worden ist. Die Oeffentlichkeit weiß auch nichts von italienfeindlichen Kundgebungen in meh reren Städten. Die Veröffentlichung dieser Nachricht ist anscheinend auf Anregung des italienischen Ge sandten unterdrückt worden. Sogar die Nach richt von der Ermordung des Königs Alexander wurde selbst stundenlang vorenthalten. Es durfte keine Sonderausgabe gedruckt werden. Erst um 4 Uhr morgens am Tage nach der Mordtat wurde die Veröffentlichung erlaubt, während Rundfunkhörer schon am Abend zuvor durch die Mitteilungen aus wärtiger Sender Kenntnis hatten. Gefängnis und Zuchthaus für Veruntreuung von Geldern der NSDAP und NSBO Bremen. 15. Okt. Die Kleine Strafkammer verhandelte gegen einen Angeklagten Vans Hartmann, der sich in seiner früheren Eigenschaft als Ortsgruppenbetriebswart einer Ortsgruppe der NSBO an Geldern der NSBO vergriffen hatte. Hartmann war in erster Instanz zu einer Gefängnisstrafe von zehn Monaten und zu Geldstrafen von insgesamt 200 Mark verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatte die Staatsanwaltschaft jedoch Berufung eingelegt. Die Kleine Strafkammer erhöhte die Gefängnisstrafe jetzt auf ein Jahr und 9 Monate und erkannte dem Angeklagten serner die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zwei Jahren ab. Zur Begründung dieser Straferhöhung führte das Gericht aus, daß der Angeklagte als Inhaber einer verantwortlichen Stellung bei der NSBO auch erhöhte Pflichten gehabt habe, die er durch seine Verfehlungen um so schwerer verletzt habe, als es sich um anvertraute Gelder von solchen Volksgenossen gehandelt habe, die zum großen Teil selbst kaum genügend Mittel hätten, um ihren Unterhalt zu bestreiten. Essen, 15. Okt. In Essen wurden der 44jährige Karl Valper und der 27jährige Dr. phil. Hermann Hegels wegen fortgesetzter gemeinschaftlicher Untreue und fortgesetzten Betruges zu je einem Jahr und drei Monaten Zuchthaus und je 100 Mark Geldstrafe verurteilt. Die Straftaten hat Valper als Propagandaleiter, Hegels als Kassenwart der Ortsgruppe Essen=Steinplatz der NSDAP dadurch begangen, daß sie unbefugterweise Parteigelder zum privaten Ankauf eines Kraftwagens verwendet hatten. In der Urteilsbegründung werden die Verurteilten als Volksschädlinge bezeichnet, die die ganze Schwere des Gesetzes treffen müsse, um eine eindringliche Warnung auszusprechen und das Vertrauen zu Staatsführung und Gesetz zu erhalten. DRB München, 13. Oktober. Die Münchener Juristentagung wurde am Samstag mit der Ent hüllung der Ehrentafel für den am 9. November 1923 vor der Feldherrnhalle gefallenen Rat am Obersten Landesgericht München, Theodor von der Pfordten, würdig abgeschlossen. Die Gedenktafel trägt das Hoheitszeichen und die Inschrift:„Theodor von der Pfordten fiel am 9. November 1923.“ holländische Finanzminister auf der Schmugglerjagd Die Schmuggler ergaben sich Amsterdam. 15. Okt. Blättermeldungen zufolge stieß Finanzminister Oud, der sich zurzeit auf einer Inspektionsreise entlang der holländisch=belgischen Grenze über die zur Bekämpfung des Schmuggels getroffenen Maßnahmen unterrichtet, in der Höhe von Sas van Gent zufällig auf einen großen Schmuggeltransport. Zwei Lastwagen, die zum Schutze gegen eine etwaige Beschießung mit Panzerplatten belegt waren, sollten unter Umgehung des holländischen Ausfuhrverbots über die belgische Grenze gebracht werden. Die Schmugaler waren so überrascht, daß sie keinen Widerstand leisteten. So konnte Finanzminister Oud mit der Genugtuung seinen Weg fortsetzen, persönlich einen Schmuggeltransport unschädlich gemacht zu haben. Deutsche Einbrecher in Holland verurteilt Arnhem, 15. Okt. Im Frühjahr d. Is. verübten zwei Männer aus Wehofen bei Dinslaken einen Einbruch in das Pfarrhaus zu Altzevenaer. Sie wurden verhaftet und jetzt von der Hauptkammer der Arrondissements=Rechtsbank in Arnhem zu je 1½ Jahren Gefängnis verurteilt. Die Untersuchungshaft wurde ihnen nicht angerechnet. HANDEL Lebhaffe Umsätze und feste Kurse Freundlicher Wochenschluß in Berlin Die Wochenschlußbörse eröffnete bei einem en Samstag verhältnismäßig recht lebhaften Geschäft „ Prieren Wehoren an „„„„ Reichsbankantelle, die in Reaktion auf die voran Die glücklichen Tage Peters II. 340 Pet gase Grentet, latäiste a * 1haltender freundlicher Grundton nicht zu verkenne# Junge unter Jungen—. Im College von Cobham Während Europa und die übrige Welt noch unter dem Eindrucke der Marseiller Todesschüsse stehen, richten sich aller Augen auf den 11jährigen bisherigen Schüler vom Sandroyd College in Cobham, der über Nacht als Peter II. zum Herrcher über Serben, Kroaten und Slowenen bestimmt wurde. Ueber den jugendlichen König ist bisher wenig in die Oeffentlichkeit gedrungen. Die Nachricht von der furchtbaren Bluttat muß den Knaben um so mehr getroffen haben, als sie ihn fern von der Heimat erreichte. Es war das erste Mal, daß der Prinz sein Elternhaus für längere Zeit ver eß. Peter kam erst am 20. September in sobham an, am Tage als das Winterhalbjahr der erklusiven Schule seinen Anfang nahm. Hier sollte er zwei Jahre lang bleiben und eine Erziehung genießen, wie sie den Sprößlingen der englischen Aristokratie zuteil wird. Vor seinem eintritt in das College hatte er mit Mr. C. C. Parrott, seinem englischen Erzieher, eine Reise ourch das ganze Land unternommen. Auschließend war er mehrere Tage in London geblieben, wo im die Hauptsehenswürdigkeiten der Hauptstadt geseigt wurden. Auch in Belgrad hatte der Knabe englische Gouvernante, was wohl darauf daß auch seine Mutter, England ihre Erziehung eine zurückzuführen ist, nigin=Witwe, in nossen hatte. Als Prinz Peter nach England kam, wurden umfassende Maßnahmen zu seiner persönlichen Sicherheit getroffen. Ein unsichtbarer Ueberrachungsdienst umgab das idullisch gelegene ollege, das der junge Prinz so überraschend früh eder verlassen mußte. Peter ist trotz seiner nugend ein außerordentlich begabter Schüler gewesen. Seine Kenntnisse setzten seine Lehrer in Erstaunen. Unter anderem hat er das den Balinvölkern angeborene Sprachtalent ererbt; er serrscht schon heute in Wort und Schrift fünf #remdsprachen. Eine ungewöhnliche Leistung für eren 11jährigen Knaben! Trotz seinem Interesse * R ü c h e r i s t e r e i n s e h r s p o r t f r e u d i g e r J u n g e, fr sich mit Vorliebe im Freien herumtummelt. hat eine besondere Passion für die Angelei, letet sein Pony und kann auch schon sein Autonobil steuern. „Typisch für die strenge Zucht, in der die serbin Prinzen gehalten wurden, ist ein Ausspruch „ ees ermordeten Vaters, der, als man Peter der #ichen Schule überwies, ausdrücklich bestimmte, 2 mit ihm keinerlei Ausnahme gemacht würde er dem normalen Lehrgang des College zu „(gen habe.„Ein reizender Junge mit hellen igen und einem verschmitzten Lächeln, das schelIische Absichten vermuten läßt", das war der „„moruck, den ein Londoner Zeitungsmann, anKlich eines Besuches in Cobham von dem jetziden serbischen Monarchen gewann. . J u s t ä g l i c h e L e b e n d e s P r i n z e n u n t e r s c h i e d s i c h 7 keiner Weise von dem seiner übrigen Schul ameraden. Er war im gleichen großen Schlaf aal des Gesellschaft. Die sorglosen Tage vom Sandrond College sind für den kleinen Peter vorzeitig da hin. Zwar führt er nur dem Namen nach den Königtstitel, und Regierungsgeschäfte werden sein junges Gemüt vorerst nicht belasten. Aber der Ernst des Lebens ist früher an ihn herangetreten, als an die meisten seiner bürgerlichen Alters genossen. In Belgrad, hinter den grauen Mauern des Konak, wird seine Ausbildung ihren Fort gang nehmen. Weniger unbekümmert wird sich seine Jugend abspielen. Die Staatsraison gebietet schon heute die Vorbereitung auf seinen königlichen Bernf. Noch 7 Jahre und Peter II. wird sein Herrscheramt, das bis zu seinem 18. Geburtstage sein Onkel, Prinz Paul, als Regent ausübt, an treten... „ fur den Samstag verhältnismäßig recht lebhaften Geschäft zu überwiegend festeren Kursen, da die Anlagekäufe des Publikums anhalten und demzufolge auch die Kulisse zu Eindeckungen schreitet. Besondere Anregungen lagen zwar nicht vor— will man von den Ausführungen des Präsidenten Kleiner zur Lage der Sparkassen und Girozentralen, die er im Rahmen der Führerschulung für das deutsche Bank= und Kreditwesen in Frankfurt gemacht hat und in denen er auf die günstige Entwicklung der nationalen Ersparnisbildung verwies, absehen, indessen wirkten die günstigen Mitteilungen der letzten Tage weiter nach; daneben stimulierte in gewissem Sinne auch die offizielle Mitteilung, daß die deutsche Regierung in den Monaten April bis Juni den Treuhändern der Dawes=Anleihe Devisen zur Verfügung gestellt hat, die eine 50prozentige Einlösung der am 15. Oktober fälligen Ziusscheine gewährleisten. Von Montanen wurden Hoesch=Köln=Neuessen bevorzugt und 1 Prozent höher bezahlt, wobei man auf die zuversichtlichen Ausführungen in der Generalversammlung verwies, während die übrigen Papiere bis zu erwa Prozent höher eröffneten. Braunkohlenpapiere gaben angesichts der vorangegangenen Steigerungen eher nach, insbesondere Ilse Bergbau, die 1¾ Prozent verloren. Farben liegen weiter fest und konnten nach einer um Prozent höheren Eröffnung schon in der ersten halben Stunde bis auf 145¼ anziehen. Am Elektromarkt fällt eine Erholung von Siemens um 1¼ Prozent auf, gesucht waren hier ferner Licht& Kraft(plus 1½1 und Elektro Schlesien(plus 1½ Prozent). Neben Kabelwerten sind chließlich noch Maschinenfabriken sowie Autopapiere als überwiegend fester zu bezeichnen. Den größten Anfangs gewinn hatten Deutsche Atlanten mit plus 3½ Prozent. Zu den wenigen schwächeren Papieren gehören anderseits Reichsbankantelle, die in Reaktion auf die vorangeganku mit „„ s i c h d a s G e schäft zunächst in engsten Grenzen, indessen ist ein anhaltender freundlicher Grundton nicht zu verkennen. Altbesitz setzten zu unverändert 100,70 ein, Kommunale Umschuldungsanleihe wurden mit 83,90 etwas leichter ge nannt. Von ausländischen Renten wurden Mexikaner etwas gefragt, wayrend Anatolier und Mazedonier zirka Prozent unter Vortagsschluß notierten. Blankotagesgeld erforderte unverändert 4 bis 1½ Prozent. Am Valutenmarkt errechnete sich der Tollar 2,463, das Psund etwas fester mit 12,18. die Kön sehr ruhig Zum Wochenschluß war das Geschäft infolge des frü hen Beginns naturgemäß sehr ruhig. Aufträge von Pu blikumsseite lagen nur vereinzelt vor. Die Tendenz war zwar nicht ganz einheitlich, jedoch ergaben sich für die Mehrzahl der Papiere kleine Besserungen. Aus der Wirtschaft sehlte' es an besonderen Anregungen. Sehr eröffneten Deutsche Atlanten mit plus 3½ Prozent, ferner konnten Siemens 1¾, Bemberg um 1¼. Hocsch um Klöckner um ¼. Farben, Mannesmann und Rheinstahl um je ½ und Harpener um ¾ anziehen. Das feierliche Begräbnis des Fürsterzbischofs von Salzburg eine 177 Anderseits büßten Ahi 1½. Reichsbankanteile 1, Zellstoff Waldhof und Deutsche Erdöl je ½ Prozent ein. Am Rentenmarkt war das Geschäft ebenfalls eng begrenzt. Die Altbesitzanleihe gelangte unverändert mit 1,70 zur Notiz. Im Freiverkehr hatten Renten, besonders Phönix Gulden, einige Umsätze. Aktien still, Aleranderwerk 24½3 bis 25½. Dolerit 37½—39, Humboldt 66½—68¼ Mansfeld 81½—9½ und Wintershall 100—101. Im Verlause bestand etwas Interesse für Montanwerte, ohne daß größere Abweichungen gegenüber Anfang eintraten. Der Einheitsmarkt hatte gut behauptete Tendenz. Versicherungen lagen kaum verändert. Von Psandbriefen Westboden knapp gehalten, Rheinboden dagegen etwas höher. Bei Banken Commerz um ½ Prozent und Dresdner um 3 Prozent befestigt. Späte Reichsschuldbuchsorderungen lagen bei 95—96½. Die Börse schloß ruhig. Dic deutsch=schweizerischen Besprechungen über Neuregelung des Warenverkehrs Die vor einigen Tagen in Wiesbaden eingeleiteten neuen Verhandlungen zwischen Deutschland und der Schweiz über eine Neuregelung der gegenseitigen Warenbezüge sollen, wie wir aus Schweizer Quelle erfahren, in der kommenden Woche in Bern fortgesetzt werden. Ein Vertreter der Devisenbewirtschaftungsstelle, der bereits in Wiesbaden an den Besprechungen teilnahm, wird auch in Bern zugegen sein. Rheinische Union Versicherungs=AG., Köln Die der Kölner Reederei AG. nahestehende Gesellschaft arbeitete in 1933, wie der WHD. erfährt, im Versicherungsgeschäft durchaus zufriedensteellnd. Aus diesem Geschäft konnte ein angemessener Ueberschuß erzielt werden. Das sfinanzielle Ergednis wurde indessen durch Notwendigkeit von Abschreibungen aus Immobilien und Gemeindedarlehen ungünstig beeinflußt, so daß ein Verlust von rd. 40000 RM. entstand, der vorgetragen werden soll(i. B. wurde ein Gewinn von 33000 RM. zu Rückstellungen verwandt). Das zu 40 Prozent einbezahlte AK. von nom. 1,0 Mill. RM. bleibt Dividende. HV. am 29. Oktober, Warenberichte Hamburger Warenmarkt Hamburg, 13. Okt. Brasilkaffee: Seitens der rasilianischen Ablader wurden die Osserten teilweise bis .50 Mark erhöht. Kost=Fracht=Geschäft weiter sehr ruhig. greifbare Ware bekundet das Inland ruhige Nach„des Instituts untergebracht, nahm seine! Am 11. Oktober 1934 fand die große Trauerfeier für den verstorbenen Fürsterzbischof Dr Nahlzeiten gemeinsam am großen Tische ein und. Rieder statt. An der Trauerfeier nahm im Leichenzug Hardinal#######n##bischof Dr. Ignatius ektrieb sich die Zeit bei Sport und Spiel in ihrer der Trauerfeier nahm im Leichenzug Kardinal=Erzbischof Dr. Innitzer(an der Spitze) teil.— Im Hintergrund der Mönchsberg. Für rage, Lokoforderungen unverändert. entralamerikanischer und Preislage unverändert. Reis: Marktlage zum Wochenschluß sehr ruhig. Das Inland kauft zum Wochenschluß nur kleine Partien zur Deckung des üblichen Bedarfs, Exportgeschäft gering. Rohkakao: Bei stetiger Tendenz hielt sich die Umsatztätigkeit in engen Grenzen. Auslandszucker: Cffektinmarkt ruhig abwartend." Terminmarkt ruhig unverändert. Tschechische Krinalle Feinkorn November.5¼, British fine granulated prompt 5,11¼ sh für 50 kg brutto=netto sob Hamburg bzw. London. Hülsenfrüchte: Marktlage ruhig bei unveränderten Preisen. An den internationalen Märkten sind die Preise für Othenashis trotz der niedrigeren amtlichen japanischen Ernteschätzungen für 1934(Bohnen 84.600 To gegen 192 200 To. im Jahre 19333 und gegen 101 000 Fünfjahresdurchschnitt 1929=33), von 10,—.— auf 8,10,— zurückgegangen. Diese Baissebewegung ist auf den Ausall Deutschlands und Hollands als Käuser zurück zuführen. Preise unverändert. Gewurze: Bei weiter lebhafter Inlandsnachfrage zogen die Preise für nahezu alle Artikel ernent an, zumal auch von den Ursprungsländern höhere Forderungen gemeldet werden. Oele und Fette Hamburg, 13. Okt. Bei größter Zurückhaltung der Abgeber hielt sich die Umsatztätigkeit in engsten Grenzen. Preise blieben auf der ganzen Linie unverändert. sind jedoch angesichts der Geschäftslosigkeit nur als zu bewerten. Leinöl ohne Faß Mühlenpreis „„ 30.50, Rüböl reines ohne Faß per Okt.= Teg,„, Kokosol roh in eis. Leihs. per Okt.=Dez. 19.50 Mark für 100 kg, Kokosöl Ceylon sag inkl. Drums per Nov. 13,5.— Psund Sterling für 1016 kg, Soyaboh nenöl roh in eis. Leihs. per Okt.=Jan. 24.50, Palnkernöl # in eis. reins. p. Okt.=Rov. 19.30, Kokospalmkerndlettsäure inkl. Barrels 21—22, Schweinesette je nach Farbe in Teug, prompt 32.—38, Hammeltalg je nach Karbe inkl. Fastage prompt 85—50, Rindertalg pri stage prompt 28—34, dito sekunda:—27 in eis. Leihs. per Okt.=Nov. 27.75 Mark für wollsaatöl techn. rassin, ägyptisch Okt. 15.— Pfund Sterling für 1016 kg 95½„Sepabohnenöl, Palmkernöt und Erdnußöl wird ein solcher von.25 Mark für 10 kg erhobe. Die Sie nominell per Okt. ima inkl. FaErdnußöl roh 100 kg, BaumNov. Abladung (Bei Leinöl, Ko126 Kronen per 100 ka cif Hamburg. verschiedene a 25 kg netto Hamburger Schmal; nicht 12 10 Baumwollmärkte Hamburg, 18. Okt. Tendenz versal loko 14,10 Dollarcents. Bremen, 13. Okt. Middling Universal Standard 4,16(14,46) Dollarcents. (28 mm) loko Altenessener Schweinemarkt Altenessen, 13. Okt. Auftrieb: 1620 Stück im Großhandel, unter 6 Wochen b Wochen—10, von 8 bis 12 Wochen 10 schweine von 3 bis 4 Mon naten 21—40 RM Es kosteten is 5, von 6 bis 15 RM.; Läufer" gaten 15—21, von 1 bis 6 MoDer Marktverlauf war langsam. Jo, jo, jo! Dat es e schön Leedche, wat mer en’r Schull esu off gesungen han! Wie mer dat op eimol widder en'r Senn kütt! Wahrscheinlich deshalv, weil mer jitz üvverall die lecker Aeppelcher lige süht. Und et summb un et klingt fresch un laut: Im Baum, im grünen Bettchen, hoch oben sich ein Apfel wiegt, der hat so rote Bäckchen. man sieht, daß er im Schlafe liegt. Un dann geiht jo bekanntlich die Geschichte esu, dat e Kind unger däm Baum steiht un dä Appel gähn han möch. Un dat et de Sonn un e Vügelche anbeddele deit, se sollten doch dä Langschlöser opwecke, ävver et notz nix. Die sin allebeids ze sanf. Dann säht et et däm Wind, un dä kann et:„Der küßt nicht und der singt nicht, der pfeift aus einem anderen Ton!“ wat mer bei enem Große nit gähn füht: Dat et enen Appel„knatsch“! Esu met enem richtige gode Kinderhunger erenbieß, dat mer et em Nevvezemmer höre kann. Und wa'mer et de„Ketsch“ vum Appel avknabbere füht met singe wieße Muuszängcher, die dovun eesch esu schön wies wähde, un waimer et sugar de schwatze Kähne opbieße süht: Dann bei enem gesunde Kind darf vun enem gesunde Appel eintlich nix andesch üvverig blieve als der Still— Wat kennt e Kind vun Appelname? De Große han inne all die schön geliehrte Name gegovve, un se han jo och rääch dren, dann em Geschäff es enen Appel noch lang keinen Appel, et muß en bestimmte Zoot sin, un die gilt. Mer kölsche Puute kannten och e paar vun dä Name: eschtens ens„Rabaue“, dat Woht klung jo wie op uns selver gemünz; dann hatte mer noch „Iseräppel“,„Wingäppel“,— dä, do ben ich als am Engk!— Un uns kom et och nit drop an, wa'mer vun'r Tant Mina immer esu en verschrumpelte Aeppelcher krägte, gerad esu verschrumpelt, wie däm alt got Mina sie Geseech. Un ich han mer domols verhaftig gedaach, die Aeppel un dat Geseech vun'r Tant, dat möht esu sind! Un et dät irgens op en Aht un Wies zesammenhange. Mag jo och wohr gewäse sin! De Mutter meint, dat wör nor där ehr Kiepigkeit. Se ööß de Aeppel eesch, wann se als üvver de Zick do löge, un et dät ehr nix schade, dat se ehr halv verdrügen däte. Wie mer jo och hück noch Lück hät, die sich Aeppel enschlage un ze bang sin dranzegon, die dann immer nor die erus sööke, die ald en beßge fukatschig sin. No, jo, un die doröm domm genog sin, immer nor full Aeppel ze esse. Unsen Herrgott hät allerhand Koßgänger. ’rheim gov et de Aeppel nit allein„natur“, et gov och Appelkompott. Un Appeltaat. An Appelkruck. Jung, wat wor dat Appelkruck doch jet andesch wie dat Röbekruck. Dat leef einem op’r Kiddel oder en de Mau eren, wa'mer nit genau oppassen dät. Beim Appelkruck broht mer do nit bang för ze sin! Un wie gähn hätt mer sich ens en dat Kruckdöppe „geknent", ävver et wohd ze got aachgegevve. Un brahten einem nit de Aeppel'r Himmel op de Aehd? Ooße mer nit„Himmel un Aehd“ met gebrode Levver= un Blootwoosch? Kinder, dä Name wor nit ömesöns. Mer moht sich nor en aach nemme, dat mer hingernoh kein Buchping hatt... Got gefalle dät mer, dat ich ens hoht, wie vum got gesalvten Uehm Jakob gesaht wohd: Jo dä, dä hät sich en Aeppelche för'r Doosch verspaht, dä kann et wal ushalde!“ Domet wollte die al Kölsche sage, dat enen Appel et leckeschte Meddelche wör, för dir Doosch ze lösche. Städtische Bühnen Köln Spielplan von Sonnlag, den 14. Okt. bis Dienstag, den 23. Okt. Un richtig,'r Appel weht ganz verschreck vun däm Wind singem Blose, wackerig un springk vum Baum erunder, grad en däm Kind sie Schütze!! Wie nett! Wie kindlich! Noch op singen alen Dag deit et einem got, su jet als Puut gesunge ze han. Un wie ich dat esu beköppen dät, kom mer dä Gedanke: Verzäll ens hück ganz allein jetzt vum— Appel! Schwer Saach! säht'r Jeck. Nix leichter als dat! sagen ich. Et es einem so grad, als wann et ganze Kinderlevve widder wach wöhd, wa'mer esu rääch an’r Appel denk! Wat wor dä kölsche Kinder vun anno dozomol enen Appel! Jo, jitz, wo mer se bal et ganze Johr han kann, zickdäm se se vun Kanada un Gott weiß wo herr transporteere för die Leckermüülcher... Aevver dozomol hatt'r Appel sing Zick, wie alles sing Zick hatt, un et gov Aeppel vum Herbs bis Chreßdag un noch en besge wiggeschter,— dann ävver hohten se op. Un mer Puute däten uns sehne noh enem freschen Appel un seufze:„Wann et doch ens widder neu Aeppel göv!“ Noh Chreßdag woren Aeppel als jet seltenes. Un de Mutter hoht mer sage: „Wann et Chreßkingchen es gebore, han Aeppel un Röbe ehre Geschmack verlore!“ Un dat kunnte mer off genog schmecke! Es et nit gerad wie met gesund, rut Kinderbacke, wa'mer su ne gesunde leckre riefen Appel em Schaufinster oder em Körvge lige süht? Wahrhaftig, Aeppel un Kinder gehören zesamme. Un'nem gesunde Kind nimmb mer et nit üovel, Opernhaus Sonntag, 14. Okt.: Festaufführung aus Anlaß des Gauparteitages Köln=Aachen: Lohengrin. Wahlfreie Mie ten usw. aufgehoben. Anfang 19.30, Ende 24 Uhr. Preise E: 0,75—6 Mark. Montag, 15., und Dienstag, 16. Okt.: Keine Aufführung. Mittwoch, 17. Okt.: Kleider machen Leute. 2. Aufführung Reihe 36. Anfang 20, Ende gegen 22.30 Uhr. Preise N: 0,60—5 Mark. Donnerstag, 18. Okt.: Figaros Hochzeit. 2. Aufführung Reihe 4b. Anfang 19.30, Ende gegen 23 Uhr. Preise N: 0,60—5 Mark. Jeder festbesoldete Beamte und Dauerangestellle muß Platzmieler der Slädtischen Bühnen sein Freitag. 19. Okt.: Toska. 2. Aufführung Reihe 5b. Anfang 20, Ende 22.30 Uhr. Preise N: 0,60—5 Mark. Samstaa. 20 Okt.: Cavalleria rusticana. Hierauf: Bajazzo. 2. Aufführung Reihe 6b. Anfang 20, Ende 22.45 Uhr. Preise N: 0,60—5 Mark. Sonntaa, 21 Okt.: 1. Fremdenaufführung, Ring auswartiger Theaterfreunde Gruppe A: Der Freischütz. Beschränkter Karteverkauf av 20. Oktober. Anfang 15.30, Ende 18.30 Uhr. Preise K:.40—3 Mark.— Tiefland. 2. Aufführung Reihe 76. Anfang 20, Ende 22.30 Uhr. Preise N: 0,60—5 Mark. Montag, 22. Okt.: Keine Aufführung. Dienstag. 23. Okt.: Caimen. 2. Aufführung Reihe 25. Anfang 19.30, Ende 23 Uhr. Preise 0,60—5 Mark. Schauspielhaus Sonntag, 14. Okt: Das Katchen von Heilbronn. 2. Aufführung Reihe 7c. Anfang 19.30, Ende 22.45 Uhr. Preise N: 0,50—4 Mark. Montag, 15. Okt.: Krach um Jolanthe. Anfang 20, Ende 22 Uhr. Preise N: 0,50—4 Mark. Dienstag. 16. Okt.: Kranch um Jolanthe. Anfang 20, Ende 22 Uhr. Preise N: 0,50—4 Mark. Mittwoch, 17. Okt.: Die Räuber. 2. Aufführung Reihe 3f. Anfang 19.30, Ende 23.15 Uhr. Preise N: 0,50 bis 4 Mark. Donnerstag, 18. Okt.: Der Fall Wunderlich. 2. Aufführung Reihe 4d. Anfang 20, Ende 22.35 Uhr Preise N: 0,50—4 Mark. Frektag, 19. Okt.: Die Heimkehr des Matthias Bruck. 2. Aufführung Reihe 5d. Anfang 20, Ende 22 Uhr. Preise N 0,50—4 Mark. Samstag. 20. Okt.: Krach um Jolanthe. 2. Aufführung Reihe 6d. Anfang 20, Ende 22 Uhr. Preise N: 0,50—4 Mark. Sonntag. 21. Okt.: Die Räuber. 2. Aufführung Reihe 7f. Anfang 19, Ende 22.45 Uhr. Preise N: 0,50 bis 4 Mark. Montag, 22. Okt.: Krach um Jolanthe. Anfang 20, Ende 22 Uhr. Preise N: 0,50—4 Mark. Dienstag, 23. Okt.: Der Fall Wunderlich. 2. Aufführung Reihe 24. Anfang 20, Ende 22.30 Uhr. Preise N: 0,50—4 Mark. Städlische Puppenspiele (Kölner Hänneschen) Täglich 17 Uhr: Der Zauberer Tartüffe. Er wachsene 30. Kinder 20 Pfennig. Täglich 20 Uhr: Tünnes un Schäl, die Erzhallunke..—3. Reihe 1,00, hintere Reihen 0,50 Mk. Erwerbslose 0,30 Mt. Aufruf an die Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront, Betriebsführer und Gefolgschaften Der Bezirkswalter Rheinland der Deutschen Arbeitsfront. Ohling. MdR, hat nachfolgenden Aufruf erlassen: Das Winterhilfswerk 1934/35 ist durch den Führer eröffnet worden. Zum zweiten Male geht das im Nationalsozialismus geeinte deutsche Volk dem Winter entgegen, wiederum bereit, der Welt durch die praktische Anwendung des Sozialismus der Tat zu zeigen, daß keine wirtschaftliche Zwangsmaßnahme, keine Boykotthetze und keine Gewaltandrohung Alljudas unseren Lebenswillen zu brechen vermag. Zum zweiten Male wird unser 65=Millionen=Volk geschlossen wie ein Mann in einer einzigen Abwehrfront gegen Hunger und Kälte stehen, nicht zaghaft, sondern kampfesmutig, siegesbewußt und voll Vertrauen auf seine eigene Kraft. Das deutsche Volk weiß, was es zu leisten imstande ist, wenn es einig ist. Und dieses Bewußtsein der Kraft findet seine höchste Entfaltung, weil wir alle das Ziel kennen; den Bestand des ewigen Deutschland zu sichern. Die rheinische Bevölkerung hat ihre Treue zum Vaterland hundertfältig bewiesen. Ihr Opfergeist läßt sich nicht übertreffen. So richte ich denn auch in dieser Stunde an alle Arbeiter der Faust und der Stirn die Bitte, nicht nur durch den Einsatz ihrer Arbeitskraft, sondern auch durch finanzielle Opfer dieses gewaltige nationalsozialistische Werk zu fördern und zu unterstützen. Mein Appell richtet sich in erster Linie an die rheinischen Betriebsführer und die Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront, die in Arbeit und Brot stehen. Ganz besonders ihnen muß es ein Ehrendienst an Volk und Vaterland sein, das Los derjenigen Volksgenossen zu lindern, die noch nicht das Glück haben, sich durch ihrer Hände Arbeit selbst den Lebensunterhalt zu verschaffen. Un wer esu vill hätt, dat hä immer sich noch Aeppel kaufe künnt, dä wör ze beneide... Un ein vun de leckeschte Früchte, selde domols un düür, nannten se noh ehrem leeven Appel: Appelezien, Aeppel us China(Wann se jo och en beßge nöhter’rheim sin,— wer woß dat domols?) Appel un Herbs, noch mieh ävver Appel un Winter, dat gehöht och beienein. Mer bruch nit tirek an Chreßdag ze denke, ävver ene Chreßdag ohne Aeppel, — unmöglich!! Nä, ich denke do an die Ovende, wann et dodrusse kalt un ungestalt wor, un mer’rheim de leev Kinder maache mohte. Waimer dann ens esu richtig brav gewäse wor, dann gov et jet Extrasch: Op eimol trook ene singen Döff durch et Zimmer! Hurra, de Mutter hät Aeppel en'r Ovve gelaht! Und dann sungen die Mädcher dat Leedche, vun däm ich leider Goddes bloß noch dä eine Veesch weiß: .. im knisternden Oeschen das Aepfelchen singt.. Verhaftig, ich göv noch e schäl Kaastemännche däm, dä mer dat Leed ganz sagen un singe könnt! Et wor wie verzaubert... Pittjüppche. Schluß des redaktionellen Teiles Herausgegeben von der Prisma=Romankortespondenz. Berlin=Schöneberg. 18. Fortsetzung Der Kommodore kondoliert Frau'Avergon in aufrichtiger Trauer. „Ich bin untröstlich, gnädige Frau, daß Sie die sen schweren Verlust an Bord meines Schiffes tref sen muß!“ Maria sieht ihn mit wehem, ernsten Gesicht an, dann tritt sie zu dem toten Gatten und nimmt die kalte Hand, drückt sie noch einmal, und da fließen die Tränen erleichternd über die Wangen. „Du Armer, du Guter!“ sagte sie leise.„Wie schwer hast du leiden müssen und jetzt schaust du aus. als wenn du so voll Frieden von dieser Welt fort gegangen wärst! Du Armer!“ „Er hat nicht gelitten gnädige Frau!“ spricht der Arzt leise.„Sein Tod war ohne Schmerzen.“ „So... ist er von selbst gegangen, Perr Doktor?“ „Von selbst, gnädige Frau. Aber... wenn er nicht zu dem Trank gegrifsen hätte, der ihn schmerz los von dieser Welt nahm, wer weiß, ob er jetzt nicht auch ausgelitten hätte. Er lag den ganzen Tag schon im Sterben.“ „Herr Doktor, es ist doch nicht nötig, daß die Welt erfährt, daß mein Gatte seinem Leben selbst ein Ende gemacht hat.“ Der Arzt blickte auf den Kommodore, und der nickt ihm zu und kommt näher. „Selbstverständlich nicht gnädige Frau!“ * Nicht eine Zeile hat Roul'Avergon zurück gelassen. Das berührte Frau Maria seltsam. Noch seltsamer ist sie, ebenso James, jedoch von der großen Unordnung im Raume berührt. Frau Maria stellt zum Entsetzen des Kommodore fest, daß sie von unbekannter Hand um 3000 Dollar bares Geld und um verschiedene Kostbarkeiten be stohlen sind, unter anderen um den berühmten grü nen Topas, den Glücksstein ihres Gatten. Der Wert dieses Steines war nicht so hoch, aber Maria wußte, ihr weh, daß man den Toten um den bestohlen hatte. Auch einer der Brillantringe war ihm vom Finger gezogen. Die Mitteilung ist für den Kommodore ein Keulen schlag. Noch nie war ein solch ungeheuerlicher Fall auf der„Köln“ vorgekommen. Wer weiß.. vielleicht lag auch ein Mord jetzt vor? „Gnädige Frau“, spricht der Kommodore schwer atmend,„dieser Fall verändert die Sachlage völlig. Es ist mir jetzt nicht mehr möglich, die Angelegenheit zu verschweigen, denn die Angelegenheit ist jetzt krimineller Natur. Ich bedauere schmerzlich, daß ich die Sache jetzt gründlich untersuchen muß.“ „Tun Sie Ihre- Pflicht, Herr Kommodore!“ spricht Maria fest.„Wenn mein Gatte das Opfer eines Verbrechens geworden ist, dann soll es Sühne finden.“ Bestimmt und fest sprach sie es. Ihr ganzes Wesen war Würde und Entschlossenheit. Es gab kein lautes Wehklagen, das lag dieser seltsamen Frau nicht, und sie hatte seit Monaten gefühlt, daß sie den Freund und Gatten doch bald hergeben mußte. Frau Maria sah Uwe Storm an. Offen und klar war der Blick, als sie sprach: „Werden Sie mir bei allem Kommenden beistehen, Herr Storm?“ „Ich bitte Sie, über mich zu verfügen, gnädige Frau!“ sagte Storm ernst. * Der Schiffsdetektiv, Herr Thadäus Ohnesorge war ein kleiner bescheidener Herr, dem keiner den Detek tiv ansah. Der Kommodore wie der Erste Offizier, die sein Wirken kannten, schätzten ihn außerordentlich, denn Herr Ohnesorge besaß das, was nicht alle seines Faches auszeichnete: Takt. Er machte jetzt bereits die sechsundneunzigste Reise mit der„Köln“, jede Reise brachte unliebsame Vor fälle mit sich, aber nur zweimal war es nötig, daß die Polizei in Hamburg die Angelegenheit zur Weiterverfolgung erhielt. In allen anderen Fällen regulierte Herr Ohnesorge alles, und die Passagiere spürten kaum, daß etwas Kriminelles vor sich gegan gen war. Die gestohlene Brosche fand sich dann so zufällig wieder, und der Fall war erledigt. Herr Ohnesorge hatte das, was Leute seines Schlages haben müssen: Fingerspitzengefühl und eine großartige Gabe der Beurteilung der Menschen. Wenn er zusaßte, dann geschah es aus einem untrügerischen Instinkt beraus. und er griff nie fehl. Herr Ohnesorge hatte eben die Untersuchung in der Kabine beendet und suchte den Kommodore auf, der sich in Storms Gesellschaft besand. „Nun, was haben Sie festgestellt, Herr Ohne sorge?“ „Erstens... daß es sich zweisellos doch um einen Selbstmord handelt.“ „Ah... wirklich?“ „Ja, ich sand das Gift bei dem Kranken. Er hat sich mit Arsen vergiftet. Er war übrigens Arsenesser, der Herr Marquis.“ „Nicht möglich!“ „Doch! Das hat ihn so lange lebendig erhalten! Es ist nichts seltenes.“ „Aber es besteht doch auch die Möglichkeit, daß ihm jemand das Arsen zugesteckt hat?“ „Die Möglichkeit ist da, aber ich möchte es nicht glauben. Nein, ich nehme an, daß lediglich ein Raub vorliegt. Der Verbrecher fand den Marquis tot und ranbte alles, was leicht zu erhalten war. Hier habe ich die Liste seiner Breute!" Der Kommodore nahm von ihr Kenntnis. „So, man kann also den Wert auf 15000 Dollar schätzen?“ „Ja, das kann man, Herr Kommodore. Ich wollte nun von Ihnen hören, was Sie wünschen, daß getan werden soll?" „Was nötig ist!“ „Ich meine,“ sagte Herr Ohnsorge nachdenklich, „wir sagen den Passagieren weder etwas von Mord oder Selbstmord, ebensowenig etwas von dem Diebstahl, um den Dieb in Sicherheit zu wiegen. Wenn wir das Feuerschiff erreicht haben, dann nehmen wir uns die Passagiere vor. Herr Storm setzt ihnen aus einander, was geschehen ist. Dann erfolgt eine Durch suchung der Kabinen.“ „Ja, so muß es gemacht werden!“ Sich zu Storm wendend, tat er einen tiefen Seufzer und sagte:„Eine verflucht unangenehme Sache! Der Generaldirektor wird Krach schlagen! Zum Teufel, daß ausgerechnet wir einen solchen Lumpen an Bord haben müssen! Haben Sie keinen Verdacht, lieber Tad?“ Ohnesorge zuckte die Achseln. „Vielleicht?! Man muß abwarten!“ „Haben Sie mit dem Arzt gseprochen? Kann das Begräbnis morgen stattfinden?“ „Der Arzt hat den Leichnam freigegeben, und von mir aus bestehen keine Bedenken!" „Gut, Herr Ohnesorge! Die weiteren Dinge besprechen Sie bitte mit Herrn Storm.“ Die Gäste nehmen das Abenddiner ein. Die Tischmusit erklingt gedämpft. Man spielt die Ungarische Loustspielonvertüre von Keler=Bela, die von einem unsagbar schönem Motiv lebt, das alles andere denn lustig ist. Der Toni liebt seltsamerweise dieses Stück nicht. „Des is doch ka Lustspül net!“ pflegte er zu sagen, aber er spielt doch die Violine so duftig, so beschwingt, daß ihm das schöne melodiöse Motiv immer wieder besänftigt. Sein Liesl ist heute nicht an der Tafel. Sie fühlt sich nicht wohl und hat sich in der Kajüte niedergelegt. Toni sieht plötzlich den Arzt über die Schwelle des Speisesaales treten, er kommt zum Orchester, das eben verstummt ist und flüstert dem Kapellmeister zu: „Keine Musik mehr heute, Herr Kapellmeister! Marquis'Avergon ist eben gestorben!“ „Wir hören selbstverständlich sofort auf, Doktor! Hat ers doch nicht mehr überstanden?" „Nein! Der Tod fragt nicht!“ Der Kapellmeister instruiert seine Leute. Toni macht ein erschrecktes Kindergesicht und verläßt mit seinen Kollegen das Podium. Der Herr Marquis tot? Der gute Mensch, der ihm noch so viel Geld geschenkt hat! Toni ist ganz seltsam zu Mute. Der Arzt hat den Passagieren mitgeteilt, daß Marquis'Avergon gestorben sei und morgen seinem Wunsche entsprechend im Meere begraben würde. „Auf Wunsch des Kommodore unterbleibt bis zum Begräbnis des Toten jede Musik und jede laute Festlichkeit! Einer sportlichen Betätigung steht morgen nichts im Wege!" Mit einem Male sind alle Gesichter ernst geworden. Sterben auf dem Schiffe! Sie spüren alle die seltsame Trasik dieses Sterbens so kurz vor dem Ziele, und die Stewards bieten heute die köstlichen Speisen an vielen Stellen umsonst an. * „Gnädige Frau?“ Maria schreckt auf und erhebt sich. Uwe Storm, der Erste Offizier, steht vor ihr, sie hat sein Klopfen überhört. „Herr Storm“ Stumm stehen sie einander gegenüber. Alles in dem Manne drangt zu der Frau, er möchte ihr helsen, das Schwere, Bittere zu überwinden und weiß doch, daß es keinen Weg gibt. „Bitte, treten Sie doch näher, Herr Storm! Ich habe die Nacht bei meinem lzeben Toten gewacht! Und mein Herz wurde bei aller Traurigkeit so still und friedevoll! Schauen Sie, wie er schläft, der Mann... der mir wie ein Vater war! Er hat Sie auch geliebt, Uwe Storm.“ „Wir sind Freunde gewesen, gnädige Frau! In wenigen Tagen erwuchs eine Freundschaft, die mir viel wert gewesen ist.“ Fortsetzung folgt. AMRHEIN Köln, den 14. Oktober 1934 Was gibts Neuess Einbrecher sind in der Nacht zum Freitag auf der Frankfurter Straße in ein Eisenwarengeschäft und in ein im gleichen Hause befindliches Zigarrengeschäft eingebrochen. Vom Hof aus erbrachen sie eine zu dem Eisenwarengeschäft führende Tür und gelangten so in den Laden. Hier nahmen sie jedoch nur eine Kaffeemühle mit. Durch eine andere Tür gelangten die Diebe in das Zigarrengeschäft. Sie packten für 800 Mark Tabakwaren zusammen, mit denen sie verschwanden. In einem Kaufhaus an der Hohe Straße wurden zwei junge Burschen beobachtet, wie sie sich aus der Auslage Herrenhemden aneigneten und diese unter ihren Röcken verschwinden ließen. Beide wurden festgenommen und der Kriminalpolizei zugeführt. Am Freitag gegen 11 Uhr wurde im Rheinauhafen die Leiche eines etwa 47jährigen Mannes gelandet, der seit 8 Tagen vermißt wurde. Die Leiche wies keinerlei Verletzungen auf, so daß ein Verbrechen ausgeschlossen erscheint. Sie wurde zur Anatomie der Krankenanstalt Lindenburg gebracht. Der Grund zu dem Selbstmord konnte noch nicht festgestellt werden, zumal der Tote in einem festen Arbeitsverhältnis stand. Bezirkspräses Dr. Aug. Froßz Der neue Führer der Katholischen Jugend Kölns Domvikar Dr. theol. ei phil. Augustin Frotz, bisher Kaplan an St. Stephan in Köln-Lindenthal, wurde vom Kölner Oberhirten, Kardinal Dr. Jos. Schulte, zum Führer der Katholischen Jugend Köln und zum Bezirkspräses der Kölner Jungmännervereine bestimmt. Bezirkspräses Domvikar Dr. Augustin Frotz ist ge voren am 25. Mai 1903 m Wuppertal. Seine theologischen und philosophischen Studien absolvierte er am Kollegium Germanicum in Rom. Dort promovierte er i Jahre 1927 zum Doktor der Philosophie und im Jahre 1931 zum Doktor der Theologie. Der neue Be zirkspräses wurde im Jahre 1930 in Rom zum Priester geweiht. Der neuernannte Bezirkspräses der Katholischen Jungmännervereine Kölns war vom Jahre 1931 an Kaplan an St. Stephan in Köln=Lindenthal. Dort hat er mit dem besten Erfolg die katholische Jugendbewegung geleitet. Besonders bekannt wurde er durch seinen „Religions=philosophischen Kreis", dem im Laufe der letzten Jahre nicht nur Angehörige der Pfarre St. Stephan von iLndenthal, sondern darüber hinaus auch weitere Kreise aus dem öffentlichen katholischen Leben Kölns angehörten. Aus der Betrauung dieses hervorragenden Seeksorgers mit dem Führeramte in der Kölner katholischen Jugendbewegung geht die besondere Fürsorge des Kölner Oberhirten um die katholische Jugendsache hervor Jugendwoche in St. Agnes Unter den religiösen Vorträgen und Predigten, die in letzter Zeit in Köln gehalten werden, verdient besondere Beachtung auch über den Rahmen der Pfarrei hinaus die Jugendwoche, die in den nächsten Tagen in St. Agnes veranstaltet wird. In fünf Abendpredigten von Dienstag, dem 16. bis Samstag, dem 20. Oktober, wird Religionslehrer Derichs zur heranwachsenden Jugend über Probleme und Fragen sprechen, die jeden jungen katholischen Menschen von heute interessieren. Die Predigten beginnen jeweils um.15 Uhr. Alle katholischen Jugendlichen ohne Unterschied des Verbandes oder der Organisation sind zu dieser Jugendwoche herzlichst eingeladen. Die Jugendwoche schließt mit der Feier des Pfarr=Jugendsonntags am 21. Oktober. Wer war dabei...? Am 2. 10. gegen 17.35 Uhr erfolgte an der Straßenkreuzung Übierring und Agrippaufer ein Kraftwagenunfall. Ein Personenkraftwagen kam aus der iichtung Bonn. Ein Lastkraftwagen mit Anhänger, er vom Übierring kam, schnitt in schneller Fahrt den Personenwagen. Der Fahrer des Personenwagens, der sein Steuer deshalb nach rechts warf, geriet gegen einen Baum. Der Wagen wurde zertrümmert, und die vier Insassen teils schwer, teils leicht verletzt. Der Lastwagenführer hat kurz gehalten, und als er merkte, was er angerichtet hatte, ergriff er die Flucht. Der Fahrer des Lastzuges, sowie sein Begleitpersonal werden hierdurch aufgefordert, sich freiwillig zu melden, da sonst Führerflucht vorliegt. Personen, die über den Hergang des Unfalles oder über den Lastwagen mit Anhänger näher Angaben machen können, werden gebeten, ihre Anschrift dem 10. Kriminal=Kommissariat, Am Weidenbach 10, Zimmer 92, Telefon 210781, anzugeben. Diese Nummer umfaßt 24 Seiten Der Gauparteitag Festlicher Auftakt in der Messehalle Eine machtvolle Kundgebung, durchströmt von Einigkeit, Geschlossenheit und Begeisterung Köln steht weiter im Zeichen des Parteilages Wohl selten hat die Stadt einen derart reichen Fah nen= und Eirlandenschmuck aufzuweisen ge habt. Die braunen Uniformen beherrschen das Stra ßenbild. Der Straßenbahnbetrieb zum Messegelände ist verstärkt worden. Wurde der Gauparteitag bereits am Freitag mit einem Presse=Empfang eröffnet, so nahm der eigentliche Kongreß am Samstagmorgen in der großen Festhalle der Messe seinen Anfang. Tribünen und Emporen waren mit Tannengrün und den Fahnen des Dritten Reiches geschmückt. Wirkungsvoll stach die prächtige Fülle gelber Astern zu beiden Seiten des Rednerpultes von dem dunklen Grün der Tannen und dem Weiß und Rot der Wandfahnen ab. Ein riesiges Hoheitsabzeichen nahm die Tribünen= wand ein, in großen, weißen Lettern stand darunter „Hitler ist Deutschland“, auf der gegenüberliegenden Seite über dem Eingang das Motto des Parteitages:„Die Partei befiehlt dem Staat“. Durch ein Spalier von SS=Leuten betraten kurz vor zehn Uhr die Führer der Bewegung. an ihrer Spitze Gauleiter Grohs. unter den Klängen des Hohenfriedberger Marsches die Festhalle, von den Kongreßteilnehmern stürmisch begrüßt. Der Musikzug Meyer spielte den Parademarsch der langen Kerls, während die Standarten, die Sturmfahnen und die Fahnen der Deutschen Arbeitsfront auf der weiten Tribüne Aufstellung nahmen. Professor Bachem spielte das Orgel=Präludium=Dur von Joh. Bach, und dann eröffnete der Stellvertreter des Gauleiters, Bürgermeister Schaller, den Gauparteitag mit herzlichen Begrüßungsworten an die Erschienenen, unter denen man u. a. den Stabsleiter der PO und Führer der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, Gauleiter Grohé. Reichsleiter Alfred Rosenberg, den Beauftragten für Kommunalpolitik, Oberbürgermeister Fiehler, München, den Reichsjugendführer Baldur von Schirach und seinen Stellvertreter Hartmann Lauterbacher, die Reichsinspekteure Rudolf Schmeer und Heinz Haake bemerkt. In dem gleichen Augenblick, so führte er u. a. aus. wo der Kongreß hier zusammentrete, würden an den Gräbern der Gefallenen des Gaues als Zeichen der Verehrung Kränze niedergelegt. Die für die Bewegung gefallenen dreizehn Kämpfer, die ihre Treue zum Führer und ihre Liebe zu Deutschland mit dem Tode besiegelten, seien eingegangen in die Zweimillionen=Armee der Helden des Weltkrieges. Nach Verlesung der Namen spielte der Musikzug unter Begleitung von Professor Bachem das Lied vom guten Kameraden. Ein ergreifendes Bild, als die unzähligen Fahnen sich zu Ehren der Toten senkten. Redner hieß dann noch die Leiter der ausländischen Konsulate und die Vertreter der Reichs=, Staats= und Kommunalbehörden willkommen. Der Gauparteitag solle, so schloß Bürgermeister Schaller, ein neuer Beweis sein für die Gestaltungskraft und den Sieg der nationalsozialistischen Bewegung. Großer Beifall brauste durch den Raum, als der stellvertretende Gauleiter geendet hatte. Machtvoll erklang dann das gemeinsame Lied„Volk an's Gewehr". Gauleiter Grohs, stürmisch begrüßt, nahm anschließend das Wort zu einer bedeutsamen Rede, die häufig von starkem Beifall unterbrochen wurde. Programmatische Rede des Gauleiters Grohé Gauleiter Grohé umriß eingange das Werden der RSDAP im Vergleich zu den parlamentarischen Parteien. Die NSDAP, so führte er u a. aus, konstruierte nicht zunächst, wie es die anderen getan hatten, einen Apparat, sondern predigte den Menschen Grundsätze, deren Anerkennung einen entscheidenden Gesinungswechsel in Gefolge haben mußte und hatte. Sie schuf so im Volk Gesinnungsgemeinschaften und so, wie diese sich gebildet hatten, wurde erst das Mittel der technisch=organisatorischen Zusammenfassung zur Anwendung gebracht. In Tausenden von Städten und Dörfern entstand so, ganz aus den ein6 elnen Menschen heraus, der Widerstand gegen die kovemberrepublik. So sehr sich damit die revoltierenden und kämpfenden Menschen charakteristisch heraushoben aus der breiten Masse, so wenig konnte ihrem Ringen ein nennenswerter Erfola beschieden sein, so lange ihr Fühlen und Wollen nicht Verkörperung gefunden hatte in einer großen, sie alle überragenden Persönlichkeit, der das Schicksal die Gabe des Sehers und Gestalters mitgegeben hatte: Adolf Hitler. Die Alte Garde des Gaues hat mit ihrer Zusammenkunft diesen Gauparteitag eingeleitet. Ihr ist bei allen Veranstaltungen der ihr gebuhrende Ehrenplatz zugewiesen Fast keiner ist unter ihr, der seines Kampfes für Deutschland wegen nicht Hunger und Not gelitten hat oder in den Gefängnissen der Novemberrepublik eingekerkert war oder mehr oder weniger schwere Verwundungen durch heimtückische Ueberfälle davontrug. Bei der Machtübernahme hatte der Gau Köln=Aachen rund 15000 Mitglieder. Heute beträgt die Mitgliederzahl des Gaues, obschon bereits am 1. Mai 1933 die Mitgliedersperre verhängt wurde, 90 800. Wir haben 75000 SA= und SSMänner und viele Hunderttausende Volksgenossen in den anderen Gliederungen der Bewegung organisatorisch erfaßt. Unsere Jugend zählt 170000 Mitglieder. Während die NSDAP bei der Märzwahl 7933 im Gau 396000 Stimmen erzielte, weist das Wahlergebnis vom 19. August dieses Jahres eine Stimmenzahl von rund 1,2 Millionen auf. In der Steigerung der Wählerstimmen von der Märzwahl 1933 zum 19. August 1934 steht somit der Gau Köln=Aachen an der Spitze aller Wahlkreise des Reiches. Obschon der Gau bei den Wahlen vor der Machtübernahme infolge einer sehr schwierigen Struttur immer an letzter Stelle in bezug auf Wählerstimmen stand, hat er heute. d. h. mit dem Wahlergebais vom 19. August, mehrere andere Gaue des Reiches überflügelt. Als ganz gewaltigen Erfolg können wir unsere Arbeit um die Jugend bezeichnen. Der Führer hat erklärt, daß es auch in bezug auf unsere Jugendorganisationen den Jungen und Mädels freigestellt sein soll, ob sie ihnen beitreten oder nicht. Der Führer will oiese Freiwilligkeit erhalten sehen. weil sich so die Auslese nach den wahren inneren Werten schon in jungen Jahren der Menschen vollziehen kann. Wir haben im Gau Köln=Aachen zwei große Universitäten, und zwar in Köln und Bonn. Wir haben ferner in Aachen eine Technische Hochschule, und das bringt mit sich, daß wir uns hier in besonderem Maße auch der studentischen Jugend zuzuwenden haben. So sehr wir örtlich gesehen an der Regelung weiterer noch schwebender Fragen unseres Studentenkums interessiert sind, so unrichtig und falsch ist es doch, wenn gewisse noch ungeklärte oder noch nicht entschiedene Fragen hier oder da örtlich zur Lösung zu bringen versucht wird. Eine solche Lösung ist nicht nur etwas Halbes und damit Falsches, sondern sie widerspricht auch jenem nationalsozialistischen Prinzip der einheitlichen und zentralen Behandlung aller jener Aufgabengebiete, an denen das Reich als Ganzes interessiert ist. Allgemeine Erkentnes muß jedenfalls werden, daß die auch heute noch teilweise vorhandene Abschließung der akademiBlick in die fest lich geschmückte Ressehalle während des Kongresses am Samstagmorgen schen Jugend von den übrigen Volksgenossen zu überwinden ist. Kirche und Staat Wir wollen nie das religiöse Gefühl eines unserer Mitvolksgenossen verletzen. So wie in der Vergangenheit Katholiken und Protestanten sich in der Bewegung Adolf Hitlers brüderlich und, für ein gleiches Ziel kämpfend, die Hand reichten, sollen auch in Zukunft die konfessionellen Unterschiede in unserer Bewegung keinerlei Rolle spielen. Die Kirchen aber müssen sich darüber klar sein, daß ihre Arbeit eine unpolitische zu sein hat und dem Geist der Volksgemeinschaft nicht abträglich sein darf. In den Belangen der deutschen Nation hat keiner von uns katholisch oder evangelisch oder etwas Aehnliches zu sein, sondern jeder darf sich nur als Deutscher fühlen. Jede Religion ist zunächst einmal an die Existenz von Menschen und Völkern gebunden, und es könnte von ihr nicht mehr die Rede sein, wenn man bei Verfechtung kirchlicher Sonderinteressen die Freiheit und den Bestand der Nation zu zerstören oder auch nur zu beeinträchtigen gewillt wäre. Es wird sich auch niemand auf den Herrgott berufen können, wenn er unter dem Vorwand, Seelsorge zu betreiben, die konfessionellen Unterschiede im deutschen Volke für eine weitere Aufreißung der Gegensätze benutzen würde. Es ist die heilige und historische Mission des Nationalsozialismus, für sämtliche Glieder der Nation das verbindende Element zu sein und die im Blut wurzelnde seelische und geistige Harmonie aller Volksgenossen herzustellen und zu entfalten. Wir wollen, daß unsere Jugend nicht im Geiste der Trennung, sondern der völkischen Gemeinschaft erzogen wird. Mit den Kirchen und allen kirchlichen Stellen möchten wir ein gutes Einvernehmen haben, und ich erwarte von allen Parteigenossen, daß sie Einzelvorkommnisse bei den zuständigen Stellen so zur Sprache bringen, daß unserer Sache als solcher nicht durch Voreiligkeit oder Ueberstürztheit geschadet wird. Unser Gau liegt im westlichen Gebiet des Reiches, und wenn ein Grenzgebiet in besonderem Maße Bollwerk unseres Volkstums sein soll, müssen wir hier der Rassenfrage immer unser besonderes Augenmerk zuwenden. Wenn wir Nationalsozialisten von der Nassenfrage sprechen, wollen wir, wie das oft authentisch betont wurde, damit keiner Geringschätzung der Völker anderer Rassen Ausdruck geben. Wir denken vielmehr in erster Linie an jene rassische Gefahr, die das Judentum für alle arischen Völker bedeutet und die solange als akut bezeichnet werden muß, als sie, soweit es sich um unser Volk Andelt, nicht von allen Volksgenossen wirklich erkannt ist. E. genügt nicht, daß wir die Juden aus den öffentlichen Aemtern entfernt haben, was übrigens infolge der Großzügigkeit und Weitherzigkeit der nationalsozialistischen Regierung nur bedingt der Fall ist; wir müssen auch verhindern, daß der Geist des Materialismus und der Zwietracht blutmäßig Nahrung in unserem Volke findet. Der gesunde Instinkt unserer Volksgenossen muß so gepflegt werden, daß einmal Gesetze gegen die Judengefahr in Deutschland als überflüssig erachtet werden können. Der Führer hat auf dem Reichsparteitag als wichtigste innere Aufgabe der Partei für die kommenden Monate die noch weitere Festigung des Zusammengehörigkeitsgefühls aller Gliederungen der Bewegung untereinander bezeichnet. Mit Genugtuung können wir von unserem Gau sagen, daß es weder in der oppositionellen Kampfzeit noch nach der Machtübernahme hier irgendwelche ernstlichen Differenzen unter den Gliederungen gegeben hat. Dennoch wollen wir offen aussprechen, daß wir jeden als Saboteur an der Bewegung betrachten und danach behandeln würden, der es vielleicht in Zukunft einmal unternehmen sollte. Mißtrauen innerhalb der Bewegung zu säen oder Gegensätze zu konstruieren. So wie wir in der Bewegung heute zueinander stehen, so wollen wir auch aufrichtige Helfer und Berater unserer anderen Volksgenossen sein. Wir wollen ihnen nicht zum Vorwurf machen, daß sie früher in der Zeit der Irrungen und Wirrungen einer anderen Partei angehört haben. Wir wollen sie so behandeln, daß sie aus unserer Haltung und unserem Handeln lernen und sich ein Beispiel daran nehmen können. Wir wollen den Grundsatz der Disziplin, auf den Adolf Hitler seine Bewegung aufbaute, nie verletzen, und wir wollen so, wie in der Vergangenheit, auch in alle Zukunft opferbereit und hingebungsvoll unserem Volke dienen. Wir wollen nie Standesdünkel oder Klassenhaß aufkommen lassen, und da, wo er sich irgendwie noch in Resten zeigen sollte, ihn zu überwinden versuchen. Es soll jeder Volksgenosse nach seiner Leistung beurteilt und bewertet werden. Unseren größten Skölz aber sehen wir darin, daß wir als einzelne Parteigenossen, wie auch der Gau Köln=Aachen als Organisationseinheit in unserer Treue zum Führer nie wankend geworden sind. Treue zum Führer aber ist Treue zu Deutschland, und diese Erkenntnis auch im letzten unserer Volksgenossen lebendig werden zu lassen, soll unsere Aufgabe sein, zu deren Ersüllung dieser Gauparteitag beitragen soll. Alfred Rosenberg spricht Die Kundgebung der 100000 auf dem Neumarkt Hitlerjugend, Jungvolk und BDM begrüßen den Jugendführer— Ein Meer von Fahnen Die unabsehbare Menge der Hitlerjugend während der großen Kund gebung auf dem Neumarkt Deutschlands Jugend strömte am Vormittag aus allen Orten des Gaues Aachen in die alte Domstadt, um teilzunehmen an dem Appell vor dem Reichsjugendführer Baldur von Schirach. Schon in den frühen Morgenstunden belebten die jungen Kolonnen der Hitlerjugend, des Jungvolks und des BDM die prächtig geschmückten Straßen. In unübersehbarer Zahl marschierten sie gegen Mittag dann zum Neumarkt, wo eine Tribüne für die Führer, Ehrengäste und Zuschauer errichtet war. Ein umfangreiches Polizeiaufgebot hatte die Anmarschstraßen für den Fahr= und Fußgängerverkehr vollkommen abgeriegelt, um einen störungsfreien Anmarsch zu gewährleisten. Gegen 12.30 Uhr war der Aufmarsch beendet. Den weiten Platz, der mit vielen Fahnen der Jugend geschmückt ist, füllen bis in den kleinsten Winkel 100000 Hitlerjungen, Mitglieder des Jungvolks und es BOM. Selbst die angrenzenden Straßen wurden von den zuletzt anmarschierenden Kolonnen noch besetzt. Lautsprecher waren über den weiten Platz verteilt. Der Jugend, die von der Saar herbeigeeilt war, wurde ein herzlicher Empfang zuteil. Ein dreifaches Heil braust über den weiten Platz. Noch einige kurze Befehle des Gebietsführers Wallwey. In wohldisziplinierten Reihen erwartet Deutschlands Staatsjugend das Eintreffen ihres Führers. Plötzlich schmettern Fanfaren in den grauverhangenen Himmel. Der Reichsjugendführer kommt, und mit ihm sein Stellvertreter, Hartmann Lauterbacher, Gauleiter Staatsrat Grohé. der Stabsleiter der PO, Staatsrat Dr. Leh, Reichsleiter Alfred Rosenverg, SAGruppenführer Knickmann, Landeshauptmann Haake und viele andere Führer der SA, SS und PO, sowie Vertreter der Reichs= und Staatsbehörden. Der Badenweiler=Marsch ertönt, nachdem Gebietsführer Wallwey beim Reichsjugendführer Meldung erstattet hat. In langen Reihen marschieren durch das Spalier der Hitlerjugend die vielen Fahnen ein, voran die Bann= und Jungbannfahnen, die auf der Tribüne Aufstellung nehmen. Gebietsführer Wallwey eröffnet die Kundgebung. Er begrüßt besonders den Reichsjugendführer und den alten Vorkämpfer des Gaues Köln=Aachen, Dr. Ley. Zweimal braust ein begeisterter Heilruf über den Platz. 75000 Hitlerjungen und Jungvolk und 25000 BDM=Mädel lauschen nun den Worten ihres Gauleiters, während außerdem noch 15000 Hitlerjungen für den Absperrdienst eingesetzt sind. Gauleiter Grohé führte u. a. aus: Deutsche Jugend! Du erlebst in stolzer Zeit einen großen Tag. So viele deutsche Jungen und Mädel wie heute hier versammelt sind, hat Köln noch nicht versammelt gesehen. Ja, es ist sogar mehr als Eure Abordnungen. die Ihr zum Reichsparteitag aus dem agnzen Reich entsandt hattet. Das muß ein erhebendes Gefühl für jeden sein, der an dieser gewaitigen Jugendkundgebung teilnimmt. Du, deutsche Jugend, bis nicht nur der Stolz der nationalsozialistischen Bewegung und Adolf Hitlers, Du bist der Stolz und die Zukunft des deutschen Volkes. Du hast in den Jahren nationalsozialistischen Kampfes, in der Zeit der Regierung Adolf Hitlers schon gezeigt, daß Du entschlossen bist, für eine bessere und größere deutsche Zukunft Dich einzusetzen. Deshalb sind auch alle Hoffnungen auf Dich, Du deutsche Jugend, gesetzt. Du sollst die guten Tugenden vergangener Generationen und Zeiten übernehmen, Du sollst Dich würdig erweisen den Leistungen und Opsern, die Deine Brüder und Väter besonders im Weltkrieg für Dich und Deine Zukunft gebracht haben. Du sollst Dich aber auch hüten, jene Fehler mit in die Zukunft zu übernehmen, an denen unser Volk in der Vergangenheit zerbrach. Du sollst entschlossen sein, Dich niemals auseinanderreißen zu lassen in Klassen oder Konfessionen. Du sollst den ernsten Willen haben, die Einheit der Nation und damit die Einheit der Jugend Deutschlands nie zu zerbrechen und nie zerstören zu lassen. Am heutigen Tage, am Tage des Gauparteitages, wellen wir unseres Führers Adolf Hitler gedenken, dem Du, deutsche Jugend, Dein Leben geweiht hast. Wir wollen ihm heute auch innerlich wieder den Schwur geben, daß unsere Arbeit auch in Zukunft nur seinem Werk dienen soll. Kaum war der Beifall, der dem Redner für seine Ausführungen dankte, verklungen, da trat schon der Reichsjugendführer Baldur von Schirach vor das Mikrophon. Minutenlanger Beifall brauste dem Führer der deutschen Staatsjugend entgegen, der u. a. ausführte: Ich möchte zuerst die vielen Zehntausende begrüßen, die in den letzten Monaten aus den Reihen der Reichsleiter Alfred Rosenberg über den neuen Ordensstaat Reichsleiter Alfred Rosenberg. der nach Gauleiter Grohé sprach, führte in seiner Rede u. a. aus: Wir wollen wissen, daß mit dem Jahre 1933 eine alte Kampfepoche zu Ende ging und eine neue anders geartete an ihre Stelle trat. Diese Epoche trägt einen anderen Charakter als diejenige aus der Zeit von 1919 bis 1933. In dieser Zeit war der Kampf in erster Linie auf politische Polemik eingestellt. Wir mußten kämpfen gegen eine alte Reaktion und wir mußten kämpfen gegen jene Mächte, die Deutschland in den Abgrund gestoßen hatten. Der Kanpf, der uns jetzt bevorsteht, geht nach innen: er geht um die innere Gestaltung. Wir wissen, daß von dieser inneren Ausgestaltung das Schicksal unerer Bewegung und damit das Schicksal des Deutschen Reiches abhängen wird. Die große Wende, die wir heute erleben, ist keine machtpolitische allein. sondern sie wird ein Wendepunkt der Geistesgeschichte der Völker Europas werden. Und wir fügen als Nationalsozialisten hinzu, daß der Wert einer solchen Ideologie nicht danach bemessen wird, ob sie besonders logisch oder unlogisch erscheint, sondern, daß es sich nur darum handelt, ob eine solche Ideologie das Leben eines Volkes stärkt oder schwächt. Es entsteht damit überhaupt eine neue Auffassung von dem Wert oder Unwert einer neuen Ideologie. Die notwendige Schlußfolgerung daraus ist von unserem Gesichtspunkte aus, daß sie nicht als falsch oder richtig bezeichnet wird. sondern, ob sie fruchtbar oder unfruchtbar ist. Der Parteigenosse Wagner hat auf dem Nürnber ger Parteitag Deutschland und der Welt jene furchtbaren Zahlen genannt, in welchem Verhältnis Kranke und Gesunde zueinander stehen. Wenn unsere Auffassung von dem Wert und Unwert falsch ist und die Entwicklung der letzten Jahre weitergehen würde. dann käme nach einigen Jahrzehnten bei allen Völkern Europas auf einen Gesunden ein Idiot. Hier gibt es nicht ein Handeln, sondern es gibt nur ein Entweder=Oder. Wir sind jedenfalls der Ueberzeugung, daß alle diese Persönlichkeiten und Mächte, welche die neue deutsche Gesetzgebung als Folge einer neuen Weltanschauung noch bekämpfen oder zu stürzen versuchen, nach zehn Jahren das alles anerkennen müssen, was wir heute als richtig erkannt haben. Wenn die Partei diese Aufgaben nicht erfüllen kann, dann wird sie untergehen, wenn sie aber ihre Ziele trreicht, dann wird die nationalsozialistische Bewegung als größte Erscheinung der deutschen Geschichte dastehen. Wir können, wenn wir einen Blick auf die Umwelt werfen, sehen, wie die anderen Völker sich in Zuckungen befinden und wie sie zu dem Objekt der schlimmsten Weltverschwörer werden. Wenn wir die Streiks in den Vereinigten Staaten und Frankreich, die politischen Zusammenstöße in Spanien betrachten, so müssen wir feststellen, daß diese Zuckungen nur Zeichen dafür sind, daß eine alte Weltanschauung zusammenbricht und eine neue an ihre Stelle tritt. Deutschland hat ähnliche Zuckungen erlebt, und es hat der Welt ein Beispiel gegeben, wie dieses Chaos zu überwinden ist. In der Stunde der tiefsten Niedergeschlagenheit und Zerrissenheit erlebte Deutschland aber auch die größte Stunde seiner tiefsten Wiedergeburt. Wenn dieses innere Erlebnis und diese neue Art, Welt und Menschen zu betrachten, heute in Deutschland den Sieg davongetragen haben, dann ergibt sich für uns daraus auch die notwendige Folge, daß neue Formen des Lebens gesucht werden müssen. Es ist in diesem Jahre oft das Wort gefallen, wie diese Form des kommenden Deutschland aussehen wird. Das kommende Deutschland wird ein Ordensslaat sein. Wenn wir dieses Wort vom Orden brauchen, so glauben wir das als Beweis ansehen zu können, daß wir nicht von einem Haß gegen das Mittelalter erfüllt sind. Wir sind der Ansicht, daß dieses Mittelalter ungeheure schöpferische und starke politische und künstlerische Kräfte hervorgebracht hat. Wenn wir an dieses Mittelalter zurückdenken, so meinen wir dabei nicht den Bettlerorden, sondern den Ritterorden. Diese neue Ordensform erfordert Lebensdisziplin. Diese wollen wir herübernehmen, weil sie ewig dem deutschen Charakter entspricht. Ein wertvoller Orden so, wie wir ihn erstreben, war das preußische Offizierkorps Friedrichs des Großen. Ohne dieses Offizierskorps mit seinen Traditionen und Ueberlieferungen wäre der Siebenjährige Krieg niemals gewonnen worden. So hat sich auch die nationalsozialistische Weltanschauung ohne vorgefaßten Begriff zu diesem Ideal entwickelt und hat schließlich in den vergangenen Jahren erst nuch und nach das Bewußtsein dessen bekommen, daß das, was wir im 20. Jahrhundert erleben, geschichtlich in anderer Form schon dagewesen ist. Wenn ein altes Wort heißt, daß der Herrgott dem Stolzen widersteht, so halten wir es mit dem Spruch eines mittelalterlichen deutschen Mystikers, daß auch der Himmel erstürmt werden müsse. Ich gestehe, daß ich früher einmal Angst hatte vor dem Jungdeutschen Orden. Aber der Jungdeutsche Orden hatte gar nicht begriffen, was er getan hatte, als er sich seinen Namen zulegte. Er hatte sich nur das äußere Vorbild genommen. Es zeigte sich, daß man Formen und Namen einer vergangenen Zeit nur mit Vorsicht übernehmen kann, daß man aus dem inneren Erlebnis zu einer unserer Zeit entsprechenden Art kommen muß. Und weil der Jungdeutsche Orden nicht begriff, was er eigentlich hätte tun sollen, hat er hin= und hergeschwankt und ist zugrunde gegangen, wie alle übrigen Erscheinungen der letzten 50 Jahre. Wir allein sind die deutsche Ordensform, und es ist in der Hand des Führers, zu bestimmen, wann der nationalsozialistische Orden seinen Senat bekommt, damit dieser Orden die Garantie übemimmt, daß seine Herrschaft in Deutschland niemals unterbrochen, sondern von Generation zu Generation fortgeführt werden knn. Aus all dem aber schöpfen wir erst die Berechtigung zu jenem stolzen Wort des Führers auf dem Parteitag, daß nicht der Staat der Partei befiehl, sondern die Partei dem Staat. Aber befehlen kann nur jemand, der wirklich etwas zu sagen hat(Lebhafter Beifall). Wenn die nationalsozialistische Bewegung nur eine Erscheinung wäre, die der übrigen Volksgenossenschaft befehlen wollte, ohne etwas zu sagen, dann hätte sie ihren Ruhm dahin. Der Staat hat erst seinen Sinn erhalten durch die nationalsozialistische Bewegung, durch den Glauben, der die alten Kämpfer in den 14 Jahren beseelt hat. Der Führer hat neulich in kleinem Kreise Erinnerungen aus diesen Kampfjahren erzählt, und es ist uns allen wieder klar geworden, wie wunderbar kindlich=naiv dieser Glaube von 1920 war. Dieser Glaube hat aber triumphiert, und dieser Glaube ist mit dem Geiste verwachsen der Tausende und Zehntausende von Menschen, deren Leben der nationalsozialistische Gedanke erst wieder einen Sinn gab. Wir wissen, daß um uns eine Menschheit wirkt, die im 18. und 19. Jahrhundert steht. Wir lesen in vielen Zeitungen des Auslandes, daß über Deutschland die nationalsozialistische Hitler=Barbarei hereingebrochen sei Wir glauben, daß diese Barbarei eine der größten Kulturtaten des 20. Jahrhunderts ist, und wenn an hervor ragender Stelles des Auslandes ausgesprochen wurde, daß Deutschland darüber wachen müsse, sich nicht der europäischen Geschichte zu entziehen, so wollen wir daran erinnern, daß Jahrtausende europäischer Geschichte überhaupt deutsche Geschichte waren. Wir glauben auch, daß auch das, was sich heute in Deutschland abspielt, wieder eine Epoche europäischer Geschichte ist, und daß alle übrigen es nachahmen müssen. Wir begegnen heute der Frage in der Welt: wenn dieses Deutschland weiter so wirkt, was wird dann nach 10 Jahren werden? Wir müssen schon sagen: wenn vor 15 Jahren in Versailles ein Verbrechen an Deurschland ausgeübt wurde, so können wir deshalb das Erwachen des Ehrbewußtseins in Deutschland nicht verbieten. Der Entrüstungsschrei über den deutschen Militarismus ist, glaube ich, weiter nichts als das schlechte Gewissen. Man sieht die Zeit kommen, daß Deutschland doch nicht für Jahrhunverte zerrissen ist, und daß es sich sein Recht und seine Eleichberechtigung auch nicht mehr streitig machen läßt. Im Grunde resultiert dieser Schrei aus der Furcht ge wisser Menschen, die abgewirtschaftet haben. Denn es gibt viele Persönlichkeiten in vielen Staaten, die die Politik als Fortsetzung ihrer Privatgeschäfte betrachtet haben. Schon sagen viele Menschen in anderen Staaten, angeregt durch Deutschland, daß es nicht göttlicher Wille sein könne, daß die größten Schieber die Macht haben. Solche Persönlichkeiten stehen hinter jeder Regierung und mancher bestochene Parlamentarier vertritt längst nicht mehr die Geschicke seiner eigenen Nation. Wir glauben, daß damit eine Epoche der Weltgeschichte in Europa zu Ende geht, daß wir nicht mehr den Liberalismus an sich zu betrachten, daß wir nicht mehr Kirche und Staat on sich gegenüberzustellen haben. Ueber allem erhebt sich heute der deutsche Adler und trägt in seinen Klauen das 500jährige Zeichen der germanischen Freiheit. Und dieses Zeichen wird gegrüßt in der großen Armee in Walhall. Und wir wissen, daß mit Hitlers Macht geboren wurde das heilige deutsche Reich germanischer Nation.(Langanhaltende begeisterte Beifallsstürme.) Nach der mit stürmischer Justimmung begrüßten Rede des Reichsleiters Alfred Rosenberg, vertagte der stellvertretende Gauleiter Richard Schaller den Kongreß auf Sonntagvormittag Unter den Klängen der vom Musikzug Meyer gespielten Marschmusik vollzog sich der Auszug der Führer uund der Ausmarsch der Standarten und Fahnen sowie der Tausende von Kongreßteilnehmern in mustergültiger Ordnung. katholischen Jugendverbände zu uns gekommen sind und nun hier wieder durch ihr Erscheinen ein Bekenntnis ablegen zur Cinheit der Jugend und damit der Einheit des Reiches. Man hat Euch, meine lieben Kameraden aus der katholischen Jugendorganisation, vielleicht einst erzählt, Ihr würdet hier eine Gemeinschaft von verhetzten jungen Heiden finden. Man hat Euch erzählt. Euer Reichsjugendführer habe zwei Millionen geklaut, man hat Euch erzählt, man habe ihn an der Grenze irgenowo erschossen, man hat Euch erzählt, die Führer der Jugend, das sind alles Lumpen, unfähige Menschen, die an nichts glauben. Und nun steht Ihr ein paar Monate in unseren Reihen und wißt nun selbst, daß es sehr wohl moglich ist, innerhalb der Hitlerjugend der religiösen Ueberzeugung treu zu bleiben und doch gleichzeitig den großen Dienst an Deutschland zu tun. Freilich, wenn man Euch sagt, wir, die Führer der Jugend, wir seien in früheren Zeiten nicht so um das Seelenheil der einzelnen besorgt gewesen, wie das notwendig sei, so hat das einen bestimmten Grund. In der Zeit, wo manche einstige stolze Führer der Zentrumspartei ein Lippenbekenntnis zu ihrem Gott abgelegt haben, in Wirklichkeit aber nur für den Profit ihrer Partei arbeiteten, in der Zeit haben wir in Riesenkundgebungen auf rußgeschwärzten Zechen und in riesigen Maschinensälen ein Herzensbekenntnis zu unserem Gott abgelegt und wir meinen, wir seien keine schlechten Diener unseres Gottes, wenn wir unser ganzes Leben in den Dienst an Deutschland stellen. Wir haben durch keinen Zwang und durch keine Macht. einzig und allein durch unseren Glauben und durch unseren Führer, alle Jugend in Deutschland in unseren Reihen geeint und ich meine, wir werden auch den letzten kleinen Rest hinter unsere Fahne bringen. Denn er will zu uns Es ist nicht wahr, daß diese katholische Jugendorganisation ein Sonderdasein führen will. Es sino nur ein paar Führer, die um ihre Posten bangen. Die Jugend will zu uns. Wieder steht aber zwischen dieser lebendigen Jugend und uns eine kleine Schicht von Präses und Vorsitzenden, die meinen, es sei ihr kleines lächerliches Amt wichtiger als Deutschland, wichtiger als die Einheit unserer Jugend. Denen wollen wir die Antwort geben. Nicht durch Gewalt, sondern durch Disziplin, durch das Beispiel unserer Zucht, durch das Beispiel unserer Kameradschaft und wollen dann, wenn sie sich eingefügt haben in die stolzen Reihen unserer Jugend, unsere Fahnen in ein neues und sozialistisches Jahrtausend tragen. Das werden wir. Nichts wird uns daran hindern können. Das Lied der Hitler=Jugend ertönt: Jugend, Jugend, wir sind der Zukunft Soldaten. Jugend. Jugend. Träger der kommenden Taten. Machtvoll schließt es: Unsere Fahne führt uns in die Ewigkeit, unsere Fahne ist mehr als der Tod! Das Horst=Wessel=Lied beschließt die überwältigende Kundgebung. Als der Reichsjugendführer den Platz verläßt, brandet ihm wieder eine Welle der Begeisterung entgegen. Vorbeimarsch am Opernhaus 75000 Hitlerjungen und Jungvolk formierten sich dann zu einem schier endlosen Zug durch die Aposteln=, Albertusstraße, Friesenplatz, Hohenzollernring, Barbarossaplatz, Roonstraße zur Aachener Straße. Am Opernhaus waren große Tribünen für die Führer der Bewegung, die Ehrengäste und die Zuschauer errichtet. Neben dem Reichsjugendführer und seinem Stellvertreter Hartmann Lauterbacher hatten der Stabsleiter der PO, Dr. Ley, Reichsleiter Rosenberg, Gauleiter Grohé, Reichsinspekteur Schmeer. SAGruppenführer Knickmann Aufstellung genommen. Unter frischen Marschklängen zogen zunächst etwa 200 Fahnen der HI und über 2000 Banner und Wimpel des Jungvolks vorüber. In unübersehbaren Zügen, in Zwölferreihen formiert, marschierten dann zunächst das Jungvolk, dann die Hitlerjungen an ihrem Führer vorüber, der sichtlich erfreut war über die vorbildliche und stramme Haltung der deutschen Jugend im Gau Köln=Aachen. Der BDM bildete an den Straßen, durch die der Zug sich bewegte, Spalier. Immer wieder kamen neue Abteilungen, über zwei Stunden zog sich der Vorbeimarsch hin. Besonders begrüßt, sowohl vom Reichsjugendführer wie von den Zuschauern, wurden die 150 Hitlerjungen von der Saar, die zurzeit in Deutschland ihr Landjahr verbringen. Die Presse im neuen Staat Aus der Rede des Gaupressechefs Schwaebe anläßlich des Presseempfangs am Freitag beben wir noch folgende Sätze hervor: In kritischer Zeit hat die Presse ihre Aufgabe voll erfüllt. Man braucht nur zu erinnern an die versuchte Röhmrevolte und an die Vorgänge in Oesterreich, denen gegenüber die Presse voll ihre nationale Schuldigkeit getan und Land und Volk vor Erschütterungen bewahrt hat. Das sind Belastungsproben für die Presse gewesen, auf die sie stolz sein kann. So gibt es denn heute keinen Unterschied mehr zwischen bürgerlicher und nationallozialistischer Presse, besonders, nachdem durch das Schriftleitergesetz eine Auslese der Journalisten stattgefunden hat. Eine neue Aufgabe erwächst der Presse im Gaugebiet Köln=Aachen durch den Gauvarteitag, der die umfangreiche und schwere Winterarbeit der Partei einleiten soll. Bei der Bewältigung dieser Aufgabe müssen Bürgerliche und Nationalsozialisten Hand in Hand zusammenarbeiten. Dann wird das Wort des Führers von der großen Volksgemeinschaft, in der die Mitglieder der nationalsozialistischen Bewegung eine Art Führerorden bildeten, erst Blut und Leben erhalten. Oberster Grundsatz sei: Barzahlung! Aus der Tätigkeit der Einzelhandelsvertretung der Industrie= und Handelskammer Die Einzelhandelsvertretung der Industrie= und Handelskammer hielt vor einigen Tagen unter Leitung ihres Vorsitzenden Hamacher wiederum eine Beiratssitzung ab, in der eine Reihe wichtiger Einzelhandelsfragen beraten wurde. Der Vorsitzende wies einleitend darauf hin, daß nunmehr die Organisation der Einzelhandelsvertretung den vom Ministerium genehmigten Satzungen entsprechend vollzogen sei. Demgemäß setzt sich die Einzelhandelsvertretung zusammen aus 5 Vorstands= und 30 Beiratsmitgliedern. Diese vertreten die hauptsächlichsten Zweige des Einzelhandels im Kammerbezirk und sind gleichzeitig nach dem Gesichtspunkte ausgewählt, daß die Einzelhandelsinteressen auch der Hauptorte des Bezirks in diesem Beirat gewahrt sind. Der Vorsitzende forderte die Beiratsmitglieder nochmals zu engster und intensivster Arbeit mit dem Vorstand und der Geschäftsführung im Interesse einer gedeihlichen Entwicklung des Einzelhandels auf. Er wies vor allen Dingen auch auf die Mitarbeit in den an den Hauptplätzen eingerichteten Einzelhandelssprechstunden hin. Die Organisation Sodann wurde die Frage der Organisation des Einzelhandels in dem kürzlich gegründeten Gesamtverband des Deutschen Einzelhandels erörtert. Insbesondere kam hier die Frage der Zusammenarbeit zwischen den bei den amtlichen Berufsvertretungen eingerichteten Einzelhandelsvertretungen und den Einzelhandelsfachverbänden zur Sprache. Nach den ausdrücklichen Erklärungen des Reichsführers des Handels sowie des Führers des deutschen Einzelhandels soll ein harmonisches Miteinanderarbeiten zwischen den genannten Organisationen herbeigeführt werden. Keine Ueberorganisation soll geschaffen werden. Sowohl durch die Einrichtung der Einzelhandelsvertretungen wie auch durch die fachliche Zusammenfassung des gesamten deutschen Einzelhandels in den Verbänden soll eine Vereinfachung und damit eine Verbilligung in der Betreuung des Einzelhandels eintreten Auch der Reichswirtschaftsminister hat in einem Schreiben an die Industrie= und Handelskammer zu Köln zum Ausdruck gebracht, daß den Einzelhandelsvertretungen bei den Industrie= und Handelskam mern nach wie vor die allgemeine wirtschaftspolitische Betreuung des Einzelhandels obliegen werde, die Einzelhandelsverbände dagegen die fachlichen Probleme zu klären und zu lösen hätten. Der Automatenhandel Zu einer regen Aussprache in der Beiratssitzung kam es über die Neuregelung des Automatenhandels. Insbesondere wies Herr Born als Vertreter des Tabakwareneinzelhandels auf die außerordentlichen Gefahren hin, die dem Einzelhandel durch die Ausdehnung des Automatenhandels drohten, wenn nicht sofort und beschleunigt Vorsorge dafür getroffen würde, daß der Automatenhandel in die richtigen, einzelhandelswirtschaftlich tragbaren Bahnen gelenkt werde. Die Einzelhandelsvertretung beschloß, in einer eingehenden Denkschrift zu dieser Frage Stellung zu nehmen und diese den zuständigen Regierungsstellen zu unterbreiten. Die Kreditgewährung Auch das Thema Einzelhandel und Kreditgewährung wurde eingehend besprochen. Dr. von Thenen berichtete über die Verhandlungen, die über diese Frage im Deutschen Industrie= und Handelstag und in der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels in den letzten Monaten gepflogen worden sind. Erfreulich ist, daß das Reichswirtschaftsministerium die Schwierigkeiten, welche dem Einzelhandel durch Kreditverkäufe entstehen, durchaus würdigt und auch Abhilfe zugesagt hat. Oberster Grundsatz ist und bleibt die Barzahlung im Einzelhandel. Verkäufe auf Kredit müssen die Ausnahme bilden; sie sollen nur zugelassen sein, wenn die gekaufte Ware nicht dem schnellen Verbrauch unterworfen ist, und wenn der in Anspruch genommene Kredit in einer angemessenen Höhe zu der geldlichen Leistungsfähigkeit des Kreditkunden steht. Außerdem muß der Kreditkäufer die gesamten mittelbar und unmittelbar durch die Kreditinanspruchnahme entstehenden Kosten tragen. Vor allen Dingen muß aber auch darauf geachtet werden, daß sich zwischen den Verkäufer und den Käufer nicht Kreditfinanzierungsinstitute schieben, deren Hauptaugenmerk zum Nachteil des Einzelhändlers und zum Nachteil des kaufenden Kunden auf die Erzielung eines möglichst hohen Gewinnes gerichtet ist. Der Beirat nahm mit Genugenung davon Kenntnis, daß sämtliche maßgebenden Stellen mit Nachdruck an einer möglichst beschleunigten Beseitigung der Unzuträglichkeiten im Kredit= und Kreditfinanzierungswesen im Einzelhandel arbeiten. Das Publikum aber auch darüber aufgeklärt werden, daß ihm vielfach— nicht selten auch von anonnmen Unternehmen — Ware auf Kredit angeboten wird, die es zu einem wesentlich niedrigeren Barpreise in den Einzelhandelsgeschäften erhalten kann. Der Vorsitzende wies schließlich noch darauf hin, daß die Einzelhändler die unbedingte Pflicht hätten. auf dem Gebiete des Kreditwesens mit größter Offenheit und Klarheit in ihrem eigenen und im Interesse des Volksganzen zu arbeiten. Des weiteren wurde die Frage der Preisgestaltung auf Grund der Faserstoffverordnung beraten, deren praktische Anwendung für den Einzelhändler mancherlei Schwierigkeiten hietet Die Beratungen über Einzelheiten wurden der betreffenden Fachgruppe überlassen. Die Berufsausbildung Eine der Hauptaufgaben der Einzelhandelsvertretung ist die Betreuung des Einzelhandels hinsichtlich der Berufsausbilduing Den ersten Schritt in dieser Hinsicht hat die Industrie= und Handelskammer bereits mit der Einrichtung der Handlungsgehilfenprüfungen getan. Für den Einzelhandel sollen auch im Herbst d. J. wieder derartige Prüfungen angesetzt werden. Darüber hinaus wird aber auch die Frage der sonstigen Ausbildung des kaufmännischen Nachwuchses im Laufe des kommenden Winters weiterbetrieben. Der Beirat beschloß sodann, die Freigabe des Einzelhandelsgeschäftsverkehrs am Sonntag vor Allerheiligen und an den drei letzten Sonntagen vor Weihnachten beim Herrn Regierungspräsidenten zu beantragen. Der Herr Regierungspräsident hat diesem Antrag inzwischen bereits entsprochen, und zwar sind für den Einzelhandelsgeschäftsverkehr freigegeben folgende Sonntage: 28. Oktober,., 16 und 23. Dezember. Die Geschäftszeit ist jestgelegt auf die Stunden von 13—18 Uhr, in den Städten Köln und Bonn am., 16. und 23. Dezember auf die Stunden von 14—19 Uhr. vorausgesetzt, daß den Arbeitnehmern eine 13stündige Arbeitspause zwischen dem Geschäftsschluß und dem Wiederbeginn ihrer Tätigkeit im Geschäft gewährt wird. 55000 gegen 92.000 Saisoneinflüssen weitere Abnahme der Arbeitslosigkeit Mehr Haushaltsstellen Die allgemeine Beschäftigungslage, so berichtet das Arbeitsamt Köln, war auch im September gekennzeichnet durch die Abschwächung, die sie durch die Entlassungen aus den Saison=Industrien in verstärktem Maße erfuhr. Mit der fortschreitenden Abnahme des Fremdenverkehrs, von dem viele Zweige der Wirtschaft mehr oder minder abhängig sind, sind immer mehr Kräfte freigesetzt worden. Im Zuge der planmäßig gewollten Entwicklung liegt es, wenn in ständig aufsteigender Linie weibliche Kräfte sich um Haushaltstellen bemühen. Diesem Kräfteangebot steht ein entsprechend gesteigertes Angebot von Stellen gegenüber. Sowohl das Baugewerbe als auch die zahlreichen von diesem als Schlüssel=Gewerbe abhängigen Nebengewerbe weisen eine Minderung ihrer Beschäftigung auf, die in der jahreszeitlichen Entwicklung begründet ist. Dagegen hat sich die Arbeitslage in verschiedenen anderen Zweigen der Wirtschaft, die auf saisonmäßige Winterarbeit eingestellt sind und diese vorbereiten, günstig entwickelt. Beachtlichen Anteil hieran haben vor allem das Bekleidungsgewerbe und einzelne Zweige des Nahrungs= und Genußmittelgewerbes. Die übrigen Zweige der Wirtschaft zeigen, wie im Verlaufe des ganzen Jahres, durchweg noch einen günstigen Beschäftigungsgrad. Insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen noch um 740 Köpfe heruntergegangen. Sie erreicht damit ihren Niedrigststand im laufenden Jahre mit rd. 55000 Arbeitslosen gegenüber dem Höchststand der letzten Jahre mit 92.000 Arbeitslosen im Januar 1933. Der verleumderische Nachbar Eine falsche Anzeige—. Es mußte Freispruch erfolgen Kölsche Ovend in St. Mauritius Zur Pflege der Pfarrgemeinde in der Altstadt Gespielt wird: Et Hännesche un'r Düwel. jesunge kölsche Leder, gesprunge manch kölsch Dänzje, un echte kölsche Musik gemat, alles lach un es verjnügt, wo am levst ich blieve möch. heute abend 8 Uhr im Rudolfsaal, Hahnenstraße. Diesen beiden Angeklagten vor dem einfachen Schöffengericht wären ihre Vorstrafen beinahe zum Verhängnis geworden. Daß die ganze Verhandlung noch einmal glimpflich auslief und keine Bestrafung wegen Diebstahls erfolgte, hatten sie nur der bösartigen Gesinnung eines Zeugen und seiner hieraus resultierenden Unglaubwürdigkeit zu verdanken. Die beiden Angeklagten— Brüder— sollten in einer Septembernacht des vergangenen Jahres in der Nähe einer Barackensiedlung, die an der Peripherie Kölns liegt, von einer Baustelle Holz gestohlen haben. Die beiden so Verdächtigten stritten sowohl bei der Polizei wie auch beim Untersuchungsrichter ihre Schuld ab. Da war aber ein Nachbar, der ihnen nicht wohl wollte, und der die Behauptung aufgestellt hatte, daß er die Brüder nachts beim Diebstahl ertappt habe. Dank der Helligkeit dreier Bogenlampen habe er die beiden Diebe gut erkennen können. Man buchtete die zwei Brüder daraufhin ein, wozu man um so mehr Veranlassung zu haben glaubte, als sie ja schon erheblich vorbestraft waren. Es kam zur Hauptverhandlung, und auch hier trat der Belastungszeuge wieder auf und bekundete, daß er die zwei Angeklagten gesehen habe, als sie das fremde Holz an sich nahmen. Es ging nun um die Frage, ob an der Tatstelle wirklich drei Bogenlampen stehen. Um dieses festzustelen, mußte die Verhandlung vertagt werden. Dieser Tage kam es dann zu dem zweiten Prozeß, in dem der Belastungszeuge wiederum bei seiner Aussage blieb. Diesmal amtierte aber ein Vorsitzender, haben wollte. Dieser Bruder saß aber nachgewiesenermaßen zu jener Zeit im Gefängnis! Als diese Tatsache nun festgestellt wurde, war es ganz aus. Der Staatsanwalt selbst beantragte gegen die Angeklagten mangels Beweises den Freispruch, der denn auch prompt erfolgte. Die beiden Brüder wurden noch am gleichen Tage aus der Haft entlassen. Gefängnis für einen Jugendverführer Ein etwa dreißigjähriger Mann, der auch schon vorbestraft ist, hatte einen jungen Menschen, der bei einem Geschäftsmann in der Lehre war, angestiftet, seinem Prinzipal Bestecks zu stehlen und ihm diese zu bringen. Er hatte ihm dabei das Versprechen gegeben, diese Bestecks gut zu bezahlen. Der junge Menich unterlag auch der Verführung, ging hin und klaute seinem Arbeitgeber die gewünschten Bestecks und brachte sie dem Angeklagten. Selbstverständlich wurde der Diebstahl bekannt, und der jugendliche Dieb kam vor das Gericht. Hier gab er an, daß er zu der Straftat angestiftet worden sei und nannte auch den Namen des Angeklagten. Dieser hatte sich jetzt vor dem einfachen Schöffengericht wegen der Anstiftung und wegen Hehlerei zu verantworten. Er besaß tatsächlich den traurigen Mut, zu erklären, daß von einer Anstiftung nicht die Rede sein könne. Der jugendliche Dieb wurde aber als Zeuge gehört und bekundete eindeutig, daß er der den Tatort kennt, und der von sich aus feststellte, von dem Angeklagten zu dem Diebstahl veranlaßt —.„„„* daß er an jener Stelle niemals etwas von Bogenlampen gesehen hat. Dann machte der Zeuge auch noch die dumme und unglaubhafte Aussage, daß er in einer Entfernung von zwanzig Meter gestanden habe, als der Diebstahl begangen wurde. Die größte Dummheit von ihm war aber die, daß er auch den dritten Bruder der beiden Angeklagten des Diebstahls bezichtigte und diesen ebenfalls in der Diebstahlsnacht gesehen worden sei. Der Staatsanwalt nannte die Tat des Angeklagten, der einen jungen Menschen verdorben habe, gemein und niederträchtig und beantragte wegen Anstiftung und Hehlerei eine Zuchthausstrafe von einem Jahr und zwei Monaten. Das Schöffengericht beließ es bei einer Gefängnisstrafe von fünf Monaten. Sie wollten„ein Ding dreher“ In einem hiesigen kaufmänischen Geschäft war ein l7jähriger kaufmännischer Lehrling tätig. Er hatte zwei Freunde, einen gleichaltrigen Zeitungsträger, sowie einen 19jährigen Arbeitslosen. Der Arbeitslose erzählte den beiden jüngeren Freunden, daß er ins Ausland reisen möchte, wo noch viel Geld zu verdienen sei. Er ließ dabei durchblicken, daß er an die Verfassung von Hetzartikeln für Emigrantenblätter denke. Er verstand es, seine Freunde so„einzuwickeln", daß sie bereit waren, mit ihm zu fahren. Es fehlte ihnen aber an Reisegeld. Deshalb veranlaßte der 19jährige Arbeitslose, seine jungen Freunde,„ein Ding mit ihren Arbeitgebern zu drehen, da ihnen doch Geld durch die Finger ginge. Alle drei trafen sich wieder am vergangenen Samstag, bei welcher Gelegenheit der Aelteste wieder auf Beschaffung von Geld drängte. Der Zeitungsträger, der auch Geld für seine Zeitungen einkassierte, hatte an diesem Tage etwa 85 Mark eingenommen, die er bei sich führte und dem ältesten Freunde zeigte. Dieser nahm ihm das Geld als Zuschuß für die Reise ab und veranlaßte den kaufm. Lehrling, bis Montag ebenfalls für Geld zu sorgen, daß sie am Montag abreisen wollten. Es wurde dann für Montag ein Treffpunkt vereinbart. Der kaufm. Lehrling setzte sich nun Montags kurz vor der verabredeten Zeit in den Besitz eines Schecks, den er in einem unbewachten Augenblick aus dem Scheckbuch seines Arbeitgebers herausriß, füllte ihn auf 465 RM aus, fälschte die Unterschrift seines Arbeitgebers und erhob den Betrag bei der Bank. Am Treffpunkt fehlte aber der Zeitungsträger, der sich verspätet hatte, so daß die beiden Freunde allein auf Reisen gingen. Als der kaufm. Lehrling nicht mehr ins Geschäft kam und auch nicht mehr zu Hause erschien. wußte dies niemand zuerst zu erklären, da kein Geld vermißt wurde. Erst nach Tagen erhielt der Arbeitgeber des kaufm. Lehrlings eine Lastschrift von der Bank über den Betrag von 465 RM. Hierdurch wurde die Anregung zu Feststellungen gegeben und Anzeige gegen den Täter erstattet. Auf Grund eines sofort aufgegebenen Polizeifunkspruches wurden die beiden Jungen innerhalb weniger Stunden in einer Ortschaft im Rheingau festgenommen. Sie waren noch im Besitz von etwa 159 Mark. Den Rest haben sie innerhalb von drei Tagen verbraucht. Beide wurden dem zuständigen Amtsgericht zugeführt. Der falsche Hebel Durch eigenes Verschulden stieß am Freitagmorgen ein Motorradfahrer mit einem Straßenbahnwagen der Linie 18 zusammen. Beim Herannahen des Straßenbahnwagens ergriff der Motorradfahrer irrtümlich einen falschen Hebel. Anstatt zu bremsen, gab er Gas, wodurch das Motorrad nach vorn gegen den Wagen schoß. Personen wurden nicht verletzt. Das Motorrad wurde erheblich beschädigt. * An der Straßenkreuzung Bergisch Gladbacher Straße und Dellbrücker Hauptstraße ereignete sich ein Zusammenstoß zwischen einem Motorradfahrer und einem Lastwagenzug. Bei dem Unfall wurde der Führer des Motorrades und sein Begleiter zu Boden geschleudert und beide zum Teil schwer verletzt. Mit dem städtischen Krankenwagen wurden die Verletzten in das Städtische Krankenhaus in Mülheim gebracht. Die Schuld soll den Motorradfahrer treffen, weil er angeblich die Kreuzung zu schnell genommen hat. Die Schuldfrage muß aber noch eingehend geprüft werden. Kölner Filmspiegel Junge Liebe Schauburg Wie der Klang eines alten slawischen Volksliedes, das eine Geige lang und inständig spielte, geht die Erinnerung an diesen Film mir einem. Wie der Klang eines Liedes...! An diesem Vergleich sei festgehalten. Damit erfährt die besondere Erlebniskraft dieses Filmes vielleicht die gerechteste Einordnung. Denn er hat sein Wesentlichstes in der ursprünglichen Inbrunst, in der allgemein=gültigen Wahrheit, in der kunstlosen Geschlossenheit, die eben das noch so formlose Lied zur rei##ten Dichtung zu erheben vermögen. Damit wäre dieser Arbeit auch schon das anspruchvollste Attribut, das sie fordern kann, verliehen. Und kein Jota braucht davon abgestrichen zu werden: Denn diese zweitausend Meter Zelluloid sind mit einer Filmnovelle beschrieben, die dem Rang reinster Dichtung nichts schuldig bleibt. Nehmt die Idee: Jenes geheimnisvolle, spannungslose„Füreinander=dasein“ zweier Menschen, die gerade die Schwelle des Kindseins hinter sich gebracht haben. Die ihr stillstes und erstes Gefühl, ohne es beim Namen zu nennen, wie einen Segen um sich haben, der ihnen Unruhe, Glück, Trauer und Erlösung bringt. Die ihre„junge Liebe“ weit über jeden pathologischen Zustand, über jede psychologische Hintergründigkeit in jenen stillen Bezirk tragen, in dem allein das menschliche Schicksal sich erfüllt: In dem Raum zwischen Gott und Natur, zwischen Geist und Mensch. Es geschieht ja so wenig in diesem Film, daß man sich scheut, es zu erzählen, weil das beinahe so wäre, als hätte man einem klar zu machen, was in einem Gedicht„passiert". Aber gerade diese bedingungslose Zurückführung auf das Ursprüngliche, diese gänzliche Verkürzung bis zum Wesentlichen, statten den Film mit jener unwiderstehlichen Kraft aus, daß er jedem ans Herz greift. Und was ist letztlich vorgegangen...? Die schwere Fahne der Menschlichkeit wurde entrollt, und hinter ihr schritt der Sieg. Dieser Sieg wurde von der Film=Fabel vorbereitet. Die Gestaltung durch Regisseur und Darstellende machte ihn vollkommen. Wann sah man je ein Gesicht, auf dem bäurischer Trotz und mädchenhafte Innigkeit gleichermaßen lebendig werden, hinter dessen gefrorener Strenge das leuchtendste Lächeln ausdämmern kann, das so wenig auf die Leinwand zu spielt und so sehr nach innen hin? Wann wurde je etwas gesehen, wie dieses fünfzehnjährige Tschechen=Mädchen, dessen Namen ich gar nicht nennen will, damit die Leute nicht sagen sollen:„Was, die...!— Fabelhaft, wie...? Und der Junge?— Welche schon fast männliche Entschlossenheit, die auf dem Lande den Jungens früher kommt als in der Stadt, welche zitternde Erregung, die sich bei den Leuten vom Land spärlicher äußert als bei denen aus der Stadt,— welche reine und starke Seele auf dem spröden Antlitz dieses Knaben. Und die Eltern! Wahrhaftig keine Schauspieler! Sie wären eher schlechte Schauspieler als gute. Denn ihre Mittel sind karg, und im Einsatz dieser kargen Mittel übertreiben sie zuweilen. Und doch sind in jedem Augenblick Gnade und Verhängnis der Elternschaft um sie. Und wie das Schicksal seinen schwersten Blitz in ihr Leben zu schicken scheint, behält der Vater immer noch männliche Fassung und gerät die Mutter nicht in weibisches Lamentieren. Sie liefern sich dem Schicksal aus wie es kommt. Einem Höheren gehorchend. Der Regisseur ist der eigentliche Dichter dieses Films. Er ist auch sein wirklicher Held. Denn hier läuft kein Bild ab, klingt kein Ton auf, der nicht so sein muß. Was kaum einem europäischen Film gelungen ist, was ihm bei der Ueberzahl personeller und kommerzieller Hemmungen auch schwerlich gelingen konnte, hat dieser mutige Tscheche vollbracht: Er hat einen Film zur Aussage einer starken, unbeirrbaren Persönlichkeit gemacht. So kommt es. daß dieses Werk in seinem weitesten Bogen ebenso kraftvoll und bezwingend klingt wie im Aufleuchten des geringsten Details. Die Untersuchung der hier zur Anwendung gebrachten Regie=Methoden, wenn davon überhaupt zu reden ist, würde notwendig zu einem Leitfaden für Tonfilmregie schlechthin werden, weil hier klar wird, was sich ein Tonfilm alles leisten darf und was er alles leisten muß. „Junge Liebe“ ist ein tschechischer Film, dem eine sorgfältige deutsche Synchronisierung zuteil wurde. Eine Nation. von deren Filmarbeit das übrige Europa bislang nicht viel wußte, empfiehlt sich hier eindringlichst dem kontinentalen Kulturgefühl und beweist zugleich der deutschen Filmindustrie, welche Verantwortung sie hat, weil der Vertrieb eines Films ins Ausland schließlich nicht nur ein Exportgeschäft sein darf, sondern eine zeistige Mission darstellen muß... * Ein landläufiger Film läuft außerdem. Wer. Zwischen Himmel und Erde Capitol Nachdem alle möglichen und unmöglichen Operetten im Jupiterlicht herhalten mußten, ist der deutsche Film jetzt auf seiner Suche nach Neuem und vor allem kulturell Wertvollem, auf deutsche Literatur vergangener Geistesströmungen gestoßen. Storms Schimmelreiter fand bereits eine lebendige und anerkennenswerte Gestaltung; heute steht ein anderer Großer des Realismus zur Debatte: Otto Ludwig. Seinem Roman„Zwischen Himmel und Erde“ ist der Film entnommen, und wenn man diesen beurteilen will, kann man das Geschehen auf der Leinwand nicht mit einer„Scharz=Weiß=Malerei vergangener Zeiten“ abtun. Ludwig, neben Grabbe und Hebbel, einer der bedeutendsten Wegweiser des Realismus, der sich offen von„den grellen Tapetenbildern der Romantik", abwandt und eindringliches Studium der Psychologie forderte, ist der erste Meister der Milieustudie. Seine Menschen werden aus ihrem Milieu geboren, und die Umgebung ist bei ihm nicht nur ein interessanter Schauplatz, eine dekorative Kulisse, sondern der Urgrund seines Geschehens. Nur hoch oben auf den Dächern der Stadt und unter den ewig darüberziehenden Wolken können Menschen geformt werden wie der alte Nettenmaier, kraftvoll, redlich und eigensinnig, und sein Sohn Karl, dessen ebenso ehrliche und eigensinnige, wenn auch beschränkte Persönlichkeit nicht durch eine glückliche Konstellation der Sterne bestimmt, sondern durchaus als Produkt seiner Vorfahren und seiner Umwelt ist. Aus dieser Milieubestimmung heraus sind auch die anderen Personen gezeichnet: Fritz, der alte Valentin, der protzende Motz und Christine. Franz Seitz darf für sich das Verdienst in Anspruch nehmen, seine Regie den Gedankengängen Ludwigs angepaßt zu haben. Die Leute sprechen die Sprache, die Ludwig ihnen vorschrieb, leben in ihren Empfindungen und Gedankengängen in jener realistischen Epoche, in seinem Pastell sind das Städtchen, die Häuser und das Innere der Wohnungen gezeichnet, und doch fühlen wir kaum den Gegensatz zwischen dem Einst und Heute, sondern spüren die Brücken zu jener Zeit, die jesthielt am Konservativen, am Erbüberkommenen. Unter den Darstellern zwei überragende Leistungen: Da ist zunächst der fast vergessene Rudolf KleinRoaae, der in unerhörter schauspielerischer Kleinarbeit den alten und später erblindeten Nettenmaier wiedergibt! Neben ihm stellt sich Attila Hörbiger in einer restlos gekonnten Rolle in den Vordergrund. Neben diesen beiden müssen die anderen zurückstehen. auch wenn sie Karin Hardt heißen, die an ihre große Leistung in der„blonden Christel" anknüpft, oder Heinz Klingenbera, der aus der undankbaren Rolle was er konnte— und das ist nicht sehr viel— herausholen mußte. Von den Chargen gefällt vor allem Joe Stöckel, der den Altgesellen Valentin in einer abgerundeten Leistung darstellt. Otto Wernicke hätte man lieber in einer größeren Rolle gesehen; Werra Liessem braucht hier nur ein wenig hübsch und affektiert zu sein, was ihr weiter keine Mühe bereitet. hate Jugendfeier in St. Maurikius Mülheim Erhebender Abschluß des Triduums für Jungmänner Riesengroß weht in diesen Tagen das Christusbanner vom Turm der St. Mauritiuskirche in Mülheim. Der Jungmännerverein der Pfare feiert sein 30jähriges Bestehen. Ein Triduum, bei dem Domvikar Teusch die Predigten hielt, bildete, wie wir bereits kurz berichteten, den Auftakt zu den Feierlichkeiten. Er nahm einen glänzenden Verlauf, und an jedem Abend stieg die Zahl der Jugendlichen, die der Botschaft Christi Ohr und Herz öffneten und sich von neuem begeisterten für den Dienst unter dem Banner des Königs der Könige. Besonders erhebend verlief der Freitagabend als Abschluß des Triduums und als letzte Vorbereitung auf die Generalkommunion am heutigen Morgen. Festlich erstrahlte das Gotteshaus im Lichterglanz und Blumenschmuck. Jungschärler, Pfadfinder, Neudeutsche und Jungmänner, sowie zahlreiche Jungmädchen füllten den heiligen Raum. Die Predigt zeigte den Wert und die Bedeutung der hl. Eucharistie, in der Christus selber unsere Speise wird. Und dann bildete sich eine Prozession. Fahnen, Banner, Lichtträger eröffneten den Zug, in dem von den Jugendpräsides des Dekanates begleitet und von Dechant Kreuer in goldener Monstranz getragen, Christus segnend durch die Reihen der Jugend dahinschritt. „Lobt froh den Herrn, ihr jugendlichen Chöre!" „Gott, wir preisen Dich!“ so jubelten sie ihm zu. Viele Eltern und Freunde der Jungen sahen das herrliche Schauspiel und freuten sich an dem Feuer, das hier brannte, und an der Begeisterung jur Hohes, Heiliges, Ewiges, die hier entfacht war. Der sakramentale Segen wurde erteilt, und das Christus=Schwurlied drang in mächtigen Akkorden zum Himmel. Das sollte der Schluß der Feier sein. Aber immer wieder von neuem hob ein Singen an. „Heiligem Kampf sind wir geweiht, Christus, Herr der neuen Zeit“, und dann„Laßt die Banner wehen! Gott ist der Herr auch unserer Zeit!“ Fanfarenklänge begleiteten die vielfarbigen Banner. die am Kirchenportal zusammengerollt wurden, Brunnenvergiftung Ein Brunnenreiniger hatte den Auftrag, in Rodenkirchen einen etwa acht Meter tiefen Brunnen zu säubern. Um einer eventuellen Gasvergiftung vorzubeugen, hatte der Mann eine Gasmaske angezogen. Dennoch wurde der Mann durch das schleichende Gift betäubt. Er rief nach oben um Hilfe. Da er aber nicht angeseilt war, gelang es seinen Arbeitskameraden nicht, ihn hochzuziehen. Mit großer Mühe vermochte der Brunnenreiniger schließlich doch noch die Erdoberfläche zu erreichen, um dann bewußtlos zusammenzubrechen. Die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche waren ohne Erfolg. Der Mann starb an den Folgen der Vergiftung. bei ihrem Auszug. Das Singen aber pflanzte sich fort und auch draußen auf dem Kirchplatz drang es noch begeistert zum nächtlichen Himmel: Wir sind bereit, Gott ist der Herr auch unserer Zeit! Kameradschaftsabend des Bahnhofs Kalk=Nord Der zweite Kameradschaftsabend des„Bahnhofes Kalk=Nord“ im Böhmerschen Saale, fand zusammen mit dem 23. Gründungsfeste des MGV„Flügelrad", statt. Betriebsinspektor Schoene konnte als Ehrengäste Oberbaurat Engels. Amtmann Ewert. Betriebs=Ing. Stommel und den Vertreter der rechtsrh. Gesangvereine v. Kopcznnski, begrüßen. Die Leitung des Abends lag in besten Händen bei dem Führer des MGV„Flügelrad“, Herrn Steinmetzler. Das Programm der Musikdarbierungen eröffnete der „Philharmonische Orchester=Verein“, Köln unter Niedt. mit prächtigen Musikstücken. Die gesanglichen Leistungen des„Flügelrad“ unter dem neuen Chorleiter, besonders die beiden-capella=Chöre, lösten stürmischen Beifall aus. Der zweite Teil brachte glänzende Vorführungen der Reckriege des Turn= und Sportvereins der Reichsbahn, sowie Akrobatenkunststücke von Mitgliedern des Turnvereins der Reichspost. Was der Humorist Jos. Kau(Ehrenfeld), alles„verzapfte“, ist schlechthin nicht mehr zu überbieten. Später erschien auch noch der Führer der deutschen Arbeitsfront Köln(Abteilung Reichsbahn), Dobrowolski, Ankündigungen Missionswerk der Dominikaner Was war das doch ein Zudring zu unserer Missionsfeier am 30. September im Canisiushaus! Ein ganz großer der Besucher fand keinen Platz mehr, denn der Saal war lange vor Beginn überfüllt. Und die unserer Feier beiwohnen konnten, die waren hell begeistert. Es war nach aller Aussage wirklich eine Volksfeier, die einen froh macht. Die Missionsprokuratur will nun auch denen, die damal## nicht mehr zugelassen werden konnten, und auch denen, die es bereut hatten, unserer Einladung nicht gefolgt zu sein, Gelegenheit geben, sich einen Nachmittag hellauf zu freuen. Wir wiederholen unsere Missionsfeier darum am Sonn tag, dem 14 Oktober im Canisiushaus, nachmittags 3 Uhr. Alles Nähere ist an der Klosterpforte, Lindenstraße 45 und an der Kasse zu erfahren. Wir laden alle, die sich freuen wollen, herzlich zu unserer Feier ein Marienverehrung in der Kirchenmusik Der kath. Kirchenchor St. Heribert, Köln=Deutz(Dirigent Theo Ludwig), veranstaltet am Sonntag, dem 14. Oktober, 18 Uhr, in der Pfarrkirche St. Heribert, Köln=Deutz, eine kirchenmusikalische Andacht unter dem Titel:„Marienver ehrung in der Kirchenmusik.“ Eingang zur Kirche ab 17.30 Uhr nur durch die oberen Seitenportale. Klosterkirche der Karmeliterinnen, Köln=Lindenthal, Dürener Straße 89 Sonntag, den 14, Oktober, 10 Uhr, wird eine hl. Messe am Theresienaltar gelesen für die lebenden und die verstorbenen Mitglieder der St. Theresienbruderschaft, Nach der hl. Messe sakramentaler Segen. Die Koloniale Arbeitsgemeinschaft des Frauenbundes der DKG hält am Montag, dem 15. Oktober, 20 Uhr, einen Vortragsabend im Vortragsraum des Reichskolgnialbundes, Übierring 25, ab. Gaupropagandawart„., G. Esser spricht über das Thema:„Koloniale Aufgabe, völkisch und kulturell Bund heimattreuer Schlesier, Ortsgruppe„Rübezahl“ Köln 08 Am Montag. dem 15. Oktober, 20 Uhr, findet in der Bürgergesellschaft(Vortragssaal) eine wichtige außerordentliche Generalversammlung statt, Krankenfest in Dünnwald Der Nikolauskrankenverein Dünnwald feiert am Sonntag, dem 14. Oktober, sein diesjähriges Krankenfest. Dieses Fest ist bei den Dünnwalder Bürgern sehr beliebt und wird als Nachkirmes begangen. Alexanderbund Köln Am Sonntag, dem 14 Oktober. nachmitags 4 Uhr, begeht unsere Ortsgruppe in ihrem Vereinslokal„Hotel Kaiser Wilhelm", Kaiser=Wilhelm=Ring 43, die Geburtstagsfeier des Regiments. Der Führer der Westmark, Hauptmann der Res. a. D. Dr. Schneider, Düsseldorf, hat sein Erscheinen zugesagt. An die Alexanderkameraden ergeht die Bitte, rünkt lich und vollzählig mit ihren Angehörigen zu erscheinen. Fur Unterhaltung ist Sorge getragen. Verein ehemaliger 8. Husaren Die nächste Monatsversammlung findet am Sonntag, dem 14. Oktober, 19 Uhr, im Vereinslokale Restaurant„Stolzenfels“, Köln, Gabelsbergerstraße 29, statt. Alle ehem. 8. 1911 saren der aktiven und Reserveformationen, sowie die Reiter des Reiterregiments 15 in Paderborn, Münster und Neuhaus sind mit ihren Familien herzlichst beantwortet gerne der Vereinsführer Karl Pohl, ster=Gerhard=Straße 30 oder der Schriftwart Adam Druppe Köln=Ehrenfeld, Marienstraße 2 h. Die Koloniale Arbeitsgemeinschaft Kreis Köln=Stadt, im Reichskolonialbund hält am 17. Oktober ihren alle 14 Tage stattfindenden Vortragsabend in der Schule Frankstraße(nahe der Mauritiuskirche) ab. Rektor Pohle spricht über Hans Grimm. Anfang 20 Uhr. Geistliche Abendmusik des Dresdener Kreuzchores Mit einer geistlichen Abendmusik in der Lutherkirche stellte sich in Köln der Dresdener Kreuzchor unter der Leitung von Kreuzkantor Kirchenmusikdirektor Rudolf Mauersberger vor und bot mit diesem Gastspiel ein künstlerisches Ereignes seltener Art. Die Knaben=Chorvereinigung, die zu den besten Deutschlands zählt, besteht aus sechsundsechzig Schülern des Dresdener Städtischen Gymnasiums„Zum Heiligen Kreuz“, wurzelt ganz in der katholischen Tradition und dehnt ihr Repertoir von den Reistern der Niederländischen Schule bis zu den Werken neuzeitlicher kirchlicher Tonsetzer aus. In ihrer chorischen Disziptin steht diese Sängerkapelle auf einer ganz hohen Stufe. Wie edle Glocken klingen die frischen Stimmen der Knaben und finden sich in einem harmonischen Klang von ungetrübter Reinheit. Ihre musikalische Einordnung in eine Kunstwerkgestaltung ist geradezu ideal und macht das singende Musizieren des Chores zu einem hohen ästhetischen Genuß. Eine gewählte Vortragsfolge brachte Chorwerke altdeutscher Meister: Sethus Calvisius (1556—1615)„Unser Leben währet siebzig Jahre", Motette für zwei Chöre, Jakob Handl(Gallus)(1550 bis 1591)„Pater noster“ für achtstimmigen Chor, Michael Practorius(1571 1621)„Gott der Vater wohn uns bei“, achtstimmige Motette aus den„Musae Sioniae“. Heinrich Schütz(1585 1672),„Unser Wandel ist im Himmel“, sechsstimmige Motette aus der„Geistliche Chormusik“ und Johann Sebastian Bach„Singet dem Herrn ein neues Lied“ Motette für zwei Chöre, die in der Herbheit ihrer seinen Linienführung, in ihrer ausdrucksvollen Interpretation durch den Kreuzchor tiefe musikalische Eindrücke vermittelten. Zwischen diesen Darbietungen waren Orgelvorträge eingeflochten, die Hans Hulverscheidt, der fähige Organist der Lutherkirche zu Köln, in farbiger eindringlicher Gestaltung, mit sicherer Instrumentbe herrschung zu Gehör brachte. Albert Schneider Erster Kammermusikabend des Prisca-Quartetts Das Schulze=Prisca=Quartett lud seine Freunde zu seinem ersten dieswinterlichen Kammermusikabend im Saale der Kölner Hochschule für Musik zu Gast. Franz Schubert, der große deutsche Liedmeister und romantische Naive, stand mit seinem Schaffen im Blickpunkt des Abends. Zwei Streichquartette, das spielerisch musikantische=moll=Quartett(komp. 1815) und das tiefgründigere=dur=Quartett(komp. 1813) gaben ein Bild der feinen Kammermusikkultur des Meisters. Das Prisca=Quartett, die Herren Walter SchulzePrisca. Violine 1, Will Smit, Violine 2. Karl Eugen Körner. Viola, und dazu als neuer Meistercellist Professor Hans Münch, Holland waren für der Kunstler ein aufnähmefahige. dem die melodische Sprache eines Franz Schubert voll ausschwingen konnte. Albert Schneider Klavierabend Heinz Lohmann Mit einem Debussy=Abend eröffnete Heinz Loymann die Klaviersaison. Trotz zweier gleichseitiger Musikereignisse von besonderer„Bedeutugg war dieser in pianistischer Intimität schwelgende Abend sehr gut besucht; ein Zeichen, daß weder die Kunst des großen französischen Impressionisten verblaßt oder verstaubt ist, noch ihre Interpretation Heinz Lohmann, den unermüdlichen Wortführer und Kämpfer für moderne Klaviermusik, an Geltung verAuf dem Programm fehlte fast keines der bekannten Paradestücke. Daneben hörte man seltenere Klangimpressionen, wie die formal zwar sehr gebundenen, im Klang und Rhythmus aber gänzlich gelösten „Widmungen“ an Rameau und Haydn oder das symbolisch verworrene Klanggedicht der„Masken“. Auch die bergamaskische Suite mit dem flimmernden „Clair de lune“ fehlte nicht, und im„Langsamen Walzer“, jenem duftigen Gemisch aus nuanciertem Klang, pikantem Rhythmus und anmutig aufgebogener melodischer Linie schlugen die Herzen des Auditoriums um einige Grade lebhafter. „Die Nuance, nichts als die Nuance!“— sagt ein nungen. Und so war Lohmanns Klavierspiel: sehr delikat, süß und ausdrucksvoll. Er kennt jenes Geheimnis der Nuance und die delikaten Zwischenwerte der Klavierklangfarbe. Er trifft das Seltsam=Schim mernde und die flimmernden Konturen dieses hauchzarten Stils. Dies war das pianistische Verdienst „# Lrose vurr don ihm seine Horer mil seines Klavierabends, für den ihm viel Blumen und Beifall dankten. seine Hörer mit G. ceiiin Prosessor Hans Munch, Herlansnre.„Die Kuuner,.„.„„„„ diese Musik das rechte Instrument, auf dem sich das Franzose(Verlaine) zum Wesen des franzonschen Imvielfältige klangliche Leben dieser Stücke entfalten konnte. Als Vokalsolist des Abends sang Rudolf Haym mit seiner gepflegten samtigen Baritonstimme Ge sänge Franz Schuberts, die in ihrer Auswahl besonders mythologisch vertiefte Texte bevorzugten, in ihrer Darbietung jedoch mit den liedmäßigen Weisen den stärkeren Eindruck hinterließ. Das Organ des Sängers ist in seiner klanglichen Fülle uno in einem fließenden und ungehemmt strömenden Ton warm abgerundet. bedarf nur in den Grenzlagen der Höhe und Tiefe noch einiger Entwicklung. Ein anpassungsfähiger Begleiter war Heinz J. Körner. Franzose(Verlaine) zum Wesen pressionismus. Mag sein, daß man Debussy heute mehr als avsoluten Musiker werten möchte, nachdem der Musiker des literarischen Programms außer Kurs gesetzt ist. Das Spezifische dieses Stils bleibt davon unberührt und macht seine Ein naligkeit aus. Und dieses Spezifische ist die Nuance des Klangs, die in bezug auf Reproduktion eine außerordentlich sensihle Pianistenhand erfordert. Heinz Lohmana hat sich lange genug in Geist und Klavierklang ker Debussyschen Impressionen vertieft, um nicht der intimsten Reproduktionswirkungen fähig zu sein. „Sehr delikat,— süß und ausdrucksvoll“— so heißt es wer weiß wie oft in den VortragsbezeichMusikalische Feierstunde Sie fand in der Aula des Nippeser Realgymnasiums statt, war von einer sehr aufnahmebereiten und beifallfreudigen Zuhörerschaft besucht und ließ neben dem gesprochenen und dem gesungenen Wort auch Instrumental=, und zwar Orgelmusik zu Wort bzw. zu Ton kommen. Josef Bachem— nicht zu verwechseln mit dem berühmten Domorganisten— spielte das vierte Orgelkonzert von Händel. Leider reichten die technischen und geistigen Mittel zur restlos befriedigenden Wiedergabe dieses Konzerts roch nicht aus, während dem jungen Orgelmeister ein Thema mit Variationen von Rheinberger weit besser, um nicht zu sagen: gut gelang. Berta Geiermann, die Sängerin des Abends, verfügt über außerordentlich schöne Sopranmittel, denen nur noch hin und wieder der technische Schliff fehlt. Die bekannte Arie aus Händels„Julius Caesar“ von der blauenden Nacht litt im Gesamteindruck durch cie ungeschickte Orgeleinleitung und Begleitung. Sehr gunstig war hingegen der Eindruck zweier Lieder von Schubert(„Du bist die Ruh“,„Im Abendrot“), denen die Sängerin noch die„Seligkeit“ als Zugabe folgen ließ. Ungemischte Freude bereitete wieder J. Hildebert Reinhardt mit seinen Rezitationen. Wir haben bereits vor längerer Zeit an dieser Stelle den begabten Schüler von Liane Benner als außerordentlich guten Sprecher charakterisiert und nüssen diese Ansicht heute wiederum bestätigen. Von den vorgetragenen Dichtungen machten die Gedichte aus Jakob Kneips„Bauernbrot“ wohl den tiefsten Eindruck. Versteht sich, daß alle Mitwirkenden dieser dankbar ausgenommenen Feierstunde mit herzlichem Beifall bedacht wurden.—6n Dasneue Rein ein Panadies Bettstellen mit Ia Drahtboden 16.75 23.00 29.50 Polstermatratzen, Steilig mit Keil 18.50 22.75 28.50 Unterbetten, weich, mollig und warm 12.75 14.50 18.00 Daunendecken, prima Bezugsstoffe 58.00 68.00 75.00 Stepodecken in vielen schönen Farben 16.00 18.75 23.00 Einzel möbel, wie Schränke, Kommoden, Stühle, Truhen usw. Ehestandsdarlehns-Scheine werden angenommen Schildergasse 4749 Ehestandsdarlehns-Scheine werden angenommen 15 Jahre Zuchthaus für Mindermann Düsseldorf, 13. Okt. Gegen.30 Uhr wurde im Prozeß Mindermann, der beschuldigt wird, im Jahre 1926 seine Frau ermordet und in den Rhein geworsen zu haben, das Urteil gesprochen. Mindermann wurde wegen Totschlages zu 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. Vor dem Schwurgericht leugnete Mindermann bis zum Schluß hartnäckig, seine Frau getötet zu haben. Auf Grund der Zeugenaussagen und einer Reihe von Indizien ergab die Verhandlung jedoch einwandfrei die Täterschaft des Angeklagten. Da der Staatsanwalt die Anklage auf Mord nicht aufrecht erhalten konnte, weil das Moment der Ueberlegung bei der Tat nicht nachzuweisen sei, beantragte er 15 Jahre Zuchthaus. Das Gericht kam nach dreistündiger Beratung auch zu diesem Spruch. Die Schmuagelbekämpfung im Bezirk Düsseldorf Düsseldorf, 13. Okt. Im September sind im Landesfinanzamtsbezirk Düsseldorf bei der Schmuggelbekämpfung von Grenzaussichts= und Zollfahndungsheamten 183 Schmuggelfälle aufgedeckt worden. Es wurden insgesamt 230 Stück Zigarren, 2000 Stück Zigaretten, 10000 Heftchen Zigarettenpapier, 250 Kilo Tabak, 120 Kilo Kaffee und 200 Kilo sonstige Waren beschlagnahmt. Ferner wurden den Schmugglern 42 Fahrräder und drei Kraftwagen, die zur Beförderung von Schmuggelwaren dienten und der Einziehung unterliegen, abgenommen. Dr. Goebbels im Sportpalast Verboten Wuppertal, 13. Okt. Das in Wuppertal=Elberfeld erscheinende biblische Wochenblatt„Unter dem Wort“ ist vom Regierungspräsidenten von Düsseldorf für die Zeit vom 13. Oktober bis 16. November verboten worden. Fristlose Entlassung wegen falscher Beschuldigung der Betriebsführung Essen, 13. Okt. Vor dem Dortmunder Arbeitsgericht klagte der leitende Angestellte einer Dortmunder Firma auf Aufhebung seiner fristlosen Entlassung, die die Firma damit begründet hatte, daß der Angestellte die Betriebsführung des Unternehmens in einem Schreiben an die SA=Gruppe Westfalen als„Knechte der reaktionären Wirtschaft und Verräter an unserem Führer" bezeichnet hatte. Das Gericht erkannte nach der Beweisaufnahme die in dem Schreiben an die SA=Gruppe Westfalen erhobenen Vorwürfe gegen die Betriebsleitung als nicht gerechtfertigt und damit die fristlose Entlassung als berechtigt an, da der Firma eine Weiterbeschäftigung auch während der Kündigungsfrist nicht zugemutet werden könne. Das Urteil im Essener Aerzteprozeß Zwei Jahre sechs Monate Gefängnis für Dr. Goldberg, sieben Monate Gefängnis für Dr. Stern Essen, 13. Okt. In dem Prozeß gegen die beiden Essener Aerzte Dr. Goldberg und Dr. Stern, die des Verbrechens gegen§ 218 angeklagt waren, fällte das Essener Schwurgericht am Samstag folgendes Urteil: Der Angeklagte Goldberg wird wegen gewerbsmäßigen Abtreibens nach§ 218. Abs. 4 zu einer Gesamtgefängnisstrafe von zwei Jahren, sechs Monaten, der Angeklagte Stern wegen Beihilfe zu einfacher Abtreibung in fünf Fällen zu einer Gesamtstrafe von sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Die Untersuchungshaft wird den Angeklagten angerechnet, der Haftbefehl auf Beschluß des Gerichts aufgehoben. Ein Erbhof niedergebrannt Xanten, 13. Okt. Einem Großbrand fiel am Donnerstagnachmittag der Erbhof des Bauern Heinrich Overfeld auf der Bislicher Insel zum Opfer. Wohn= und Hinterhaus brannten vollständig nieder, wobei auch wertvolle Erntevorräte ein Raub der Flammen wurden. Ueber die Brandursache ist bis jetzt nichts bekannt. Blutvergiftung Auch geringfügige Verletzungen sind zu beachten! Heinsberg, 13. Okt. Ein neunjähriger Junge verletzte sich beim Spiel an einer Hand; er beachtete diese Verletzung aber nicht weiter und zog sich schließlich eine Blutvergiftung zu, an deren Folgen er in der Nacht zum Freitag starb. Baal(b. Erkelenz), 13. Okt. Bei Feldarbeiten stach sich der 23jährige Johann Laven von hier mit einer Dunggabel in den Fuß und ließ die Wunde nach Anlegen eines Notverbandes un beachtet. Einige Tage später litt der Verletzte unter schweren Schmerzen. Der Arzt ordnete die leberführung in das Linnicher Krankenhaus an, wo der Mann jetzt an Blutvergiftung starb. Eine Rede auf dem Berliner Gautag DNB. Berlin, 13. Okt. Dr. Goebbels befaßte sich, wie die NSK. berichtet, zu Beginn seiner zweieinhalbstündigen Rede am Freitagabend im Sportpalast, in großen Zügen mit den Hauptkennzeichen der weltpolitischen Entwicklung nach dem Kriege, die sich heute noch bei vielen anderen Völkern in immer neuen Krisen ausdrücke, während in Deutschland die allgemeine Not und die Urquellen unserer Kraft habe zünden lassen. Heute gebe es kaum ein Volk, vor dem eine so große Zukunft liege wie vor dem unfrigen. „Wir tun gut daran, niemals zu vergessen, daß es der Nationalsozialismus war, der Deutschland vom Abgrund zurückriß. Wie er allein die Kraft gehabt hat, Ordnung zu schaffen, so hat auch er allein die Kraft, diese Ordnung zu erhalten.“ Dr. Goebbels setzte sich dann mit den Meckeren und Miesmachern auseinander, die man fragen müßte, warum sie nicht beizeiten das getan hätten, was der Nationalsozialismus vollbracht hat. Denn dazu war damals jedermann die gleiche Möglichkeit gegeben. Aber anscheinend seien diese Leute ehedem dafür noch nicht ausgereift gewesen(Heiterkeit). Der Erfolg allein sei es, der beweise, ob einer recht habe. Und deshalb sollte, so fuhr Dr. Goebbels fort, jeder mann heute wissen, der mit Ideen von Anarchie, Revolte oder Aufstand liebäugele: Bei uns herrscht Ordnung!(Stürmischer Beifall.) Wehe dem, der sich an diesem Staat vergreifen will! Wir warnen Neugierige!(Große Heiterkeit.) Die Mes##er vermissen Wunder, die wir nach ihrer Meinung einst versprachen. Wir haben überhaupt nie materielle Versprechungen gemacht! Wir forderten wieder und immer wieder nur Opfer und Hingabe. Ein Paradies auf Erden konnten nur die Toren erwarten, die nicht von uns betrogen worden sind, sondern sich selbst betrogen haben. Wir können nur die Kräfte richtig ansetzen, die man uns zur Verfügung stellt. Das haben wir getan! Alle Parteigenossen taten an ihrer Stelle ihre Pflicht, und aus der Summe dieser Pflichtersüllung ist unser Reich erstanden. Wir haben nicht Phrasen über Sozialismus gesprochen, sondern den Sozialismus in die Wirklichkeit übersetzt. Wir nahmen uns der früheren Gegner an und vergaßen, was zurück liegt, allerdings nicht, ohne das Volk vor seinen einstigen anarchistischen Führern zu sichern. Wir sind auch über die Kritikaster hinweg zur Tagesordnung geschritten und an die Arbeit ge gangen. Dabei haben wir uns zunächst naturgemäß mit den dringendsten Problemen beschäftigen müssen, mit der Beseitigung des Terrors und des Unwesens der Parteien. Eine straffe, zentrale und autoritäre Führung wurde geschaffen. Wenn wir Devisen= und andere Schwierigkeiten haben, so sind wir trotzdem stärker als die anderen, weil wir über eine Führung verfügen. Die Boykotthetzer sollen nur nicht glauben, daß Deutschland, etwa der Devisenschwierigkeiten wegen, beigeben werde. Welche Schwierigkeiten auch immer noch auftanchen mögen— wir werden sie zu überwinden wissen, denn das deutsche Volk ist reif genug, die Wahrheit zu hören. Dr. Goebbels entwarf nun unter immer wieder einsetzender Heiterkeit ein Bild von den Vorgängen, die sich in den Parlamenten abgespielt haben, würden, wenn es etwa gegolten hätte, das Riesenwerk der Reichsautobahnen zur Ausführung zu bringen. Möglich— so führte Dr. Goebbels weiter aus, daß die Emigranten recht haben, wenn sie sagen, daß wir vor einem schweren Winter stehen. Unmöglich aber, daß wir vor ihm kapitulieren! Wir haben durch das WHW. vorgesorgt! Und wenn wir im vorigen Winter 356 Millionen zusammenbrachten, als wir noch zwei Millionen Arbeitslose mehr hatten, dann soll an glauben, daß uns das in diesem Winter nich: gelingen würde. Wer heimlich Widerstand leisten möchte, den werden wir schon kriegen!(Stürmischer Beifall.) Gegen den Nationalsozialismus gibt es weder einen offenen noch einen versteckten Streik! Die Partei wird in diesem Winter nichts anderes tun, als sich ganz für dieses Werk einzusetzen. Daneben haben wir noch eine Fülle von Aufgaben zu erledigen. Viele Menschen, die sich heute zwar ehrlich zu uns bekennen, müssen ern zum wirklichen Nationalsozialismus erzogen werden. Das kann man nur lernen und lehren durch das persönliche Beispiel. Ich glaube, daß ein großer Teil unserer Parteiliteratur nicht so viele Menschen von der Richtigkeit unserer Anschauung überzeugt hat, wie das Winterhilfswerk. Andererseits darf sich selbstverständlich auch niemand, der ein Amt bekleidet, jemals von der Partei entfernen: Denn die Partei ist die Quelle seiner Kraft, ist das Bindeglied zum Volk überhaupt. Bei der Durchführung des Winterhilfswerkes würde, wie der Führer das schon betont habe, ein besonderer Appell an die Vermögenden gerichtet, ein fühlbares Opfer werde von ihnen gefordert und nicht eine protzige Geste. Den asozialen Besserwissern, die sich über zu vieles Sammeln beklagten, donnerte er entgegen: Am Sammeln ist noch niemand gestorben, aber vielen ist dadurch das Leben erhalten worden.“ Unser Staat zieht auch die ärmsten Menschen zu sich heran und zei### nen, daß auch für sie gekämpft worden Wir können feststellen, daß das große soziale Hilfswerk des vergangenen Winters die uneingeschränkte Bewunderung des Auslandes gesunden hat. Dr. Goebbels entwickelte dann vor den Amtswaltern die eigentlichen Aufgaben der Partei. Der Nationalsozialist müsse den anderen vorleben, denn nur das eigene Beispiel werde die gewinnen, die noch zu ge winnen sind. Fälle, die er aus seiner eigenen Praxis anführen konnte, zeigten, wie bei Berücksichtigung schon von kleinen Wünschen oft ganze Familien vor der äußersten Not bewahrt werden konnten. Nachdem nunmehr seit dem 30. Juni Differenzen innerhalb der Führungen der einzelnen Parteigliederungen beseitigt worden seien, gelte es, daß jeder die Wesensart der anderen Organisationen ehre und achte, gleichgültig, um welche Organisation es sich handele. Wir alle, so rief Dr. Goebbels aus, sind— ich möchte fast sagen— die Kadetten der neuen Zeit, aus denen einmal die pokitischen Offiziere des kommenden Deutschlands werden sollen. Weiterhin wird es unsere Aufgabe sein, fanatisch die Partei zu verteidigen. Bei dieser Forderung ging Dr. Goebbels sehr scharf mit gewissen Brunnenvergiftern zu Gericht, die auf dem Wege über sogenannte Witzeleien ihre Zersetzungstätigkeit auszuüben suchen. In jedem einzelnen Falle sei es Pflicht des Parteigenossen, gegen diese Art von Brunnenvergif tungen mit aller Energie Front zu machen. Weiter mahnte Dr. Goebbels dazu, großzügig und ehrlich vorgebrachten Wünschen und Beschwerden auch ein offenes Ohr zu leihen, ohne daß man deshalb einem üblen Denunziantentum Tür und Tor öffne Er warnte weiter vor einer Ueberorganisierung, da ja Organisation niemals Selbstzweck sei, sondern immer nur Mittel zum Zweck. Es solle stattdessen darauf hingearbeitet werden, die Organisationen zu verlebendigen und überflüssiges abzustoßen. Oft werde die Frage ausgeworfen: Kommandiert der Staat die Partei oder befiehlt die Partei dem Staat? Oft wird das Wort, das der Führer auf dem Nürnberger Parteitag gebrauchte, nicht nur falsch kommentiert, sondern auch falsch zitiert. Der Führer hat nicht gesagt: Die Partei befiehlt den Staat, sondern: Nicht der Staat befiehlt uns, sondern wir befehlen dem Staate. Das heißt: Wir Nationanozia listen sind damit beauftragt worden, den Staat zu regieren und zu bejähigen.(Lebhafter Beifall.) Der oberste Führer der Partei ist das Oberheupt des Staates, viele Reichsleiter sind Reichsminister. Das Gefährliche Einbrecherbande dingfest gemacht .=Gladbach, 13. Okt. Im Zusammenhang mit der kürzlich in Duisburg erfolgten Verhaftung der beiden berüchtigten Einbrecher Johann Jäger und Karl Schnödewino aus.=Gladbach sind inzwischen noch fünf weitere Leute in Untersuchungshaft genommen worden, die mit den Straftaten dieser gefährlichen Einbrecherbande in Verbindung standen. Nach den bisherigen Ermittelungen gehen insgesamt drei räuberische und fast 30 weitere Diebstähle und Einbrüche auf das Schuldkonto dieser Burschen. In Niederkrüchten erbeuteten sie eine Schußwaffe, mit der sie auf ihren nächtlichen Raubzügen jeden bedrohten, der ihnen in den Weg zu treten versuchte. Auch in der Duisburg=Oberhausener Gegend haben sie eine Reihe von Diebstählen und Einbrüchen begangen. Von dem Diebesgut, das z. T. in Holland verpfändet wurde, konnten eine Anzahl wertvoller Schmuckstücke sichergestellt werden; in manchen Fällen sind die rechtmäßigen Eigentümer noch nicht bekannt. Kundgebungen en Neuyork DNB. Neuyork, 13. Oktober. Nachdem es bereits in den vergangenen Tagen von seiten hiesiger kommunistischer Gruppen zu antifaschistischen Kundgebungen gegen hier weilende italienische Studenten gekommen war, versuchten die Kommunisten wieder zu demonstrieren. Bei der gestrigen Columbus= Feier im Yanlee=Stadion, an der auch die italienischen Studenten teilnahmen, kam es von seiten der Kommunisten neuerdings zu demonstrativen Uebergriffen. Schmäh- und Niederrufe auf den Faschismus und auf Mussolini wurden laut. Die Polized schritt ein, es kam zu Zusammenstößen. Schließlich wurden die kommunistischen Rubestörer von berittener Polizei auseinander getrieben, so daß ernste Konflikte vermieden wurden. Wettervorhersage Mit dem Eintritt in kältere Luft Uebergang in wechselnde Haufenbewölkung, mit einzelnen Schauern; zwischendurch aufheiternd. später Rückkehr des unfreundlichen Witterungscharakters. ist zwar bis unten noch nicht ganz durchgeführt. aber was nicht ist, wird noch! Dr. Goebbels beendete seine Ausführungen mit der Mahnung, nie zu weichen und niemals vor Schwierigkeiten, so groß sie auch sein mögen, zu kapitulieren. Werbung schafft Arbeit das gute Werbemitte!! Ehestandshiife 600 stalt 500 Mark ürbeitsschlacht im Kleinwohnungsbau NDZ. Berlin. 13. Okt. Der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium, Pg. Reinhardt, teilt in der Deutschen Steuerzeitung mit, daß die Steuer#mäßigung für Hausgehilfinnen für immer gewährt werden wird. Die Vorschrift, daß der Arveitgeber für jede Hausgehilfin im Monat 50 Mark abziehen darf, ist danach, wie NDZ. meldet, unter beseitigung der Begrenzung der Steuerermäßigung uuf drei Hausgehilfinnen, in das neue Einkomsensteuergesetz übernommen worden, das am 1. Jan. 1935 in Kraft treten soll. Bestehen bleibt ferner das unter bestimanen Voraussetzungen gewährte Ehestandsz#####nen.„Wie Reinhardt mitteilt, sind nunmehr bereits kand 320 000 Ehestandsdarlehen gewährt. Die Ehestandsbeihilfe wird in das neue Steuerbesetz mit einigen Aenderungen übernommen. So vil bestimmt werden, daß die künftige Ehefrau nerhalb der letzten zwei Jahre vor Stellung des Antrages mindestens neun Monate lang(statt bisher sechs) im Inland in einem Arbeitnehmerverhältnis gestanden hat. Ferner wird das Ehestandsdarlehen nicht mehr auch an Verheiratete gewährt, sonderi nur an solche Antragsteller, die erst heiraten werden. Da infolge Zunahme der Beschäftigtenziffer und der Summe des Arbeitseinkommens auch das Aufkommen an Ehestandshilfe zunimmt, soll der Durchschnittsbetrag des Darlehens, der jetzt 500 RM. ausmacht, durch einen neuen Erlaß wieder auf 600 RM. erhöht werden. Spätestens für den Sommer 1935 rechnet Staatssekretär Reinhardt mit einem Mangel an Kleinwohnungen, uno zwar mit einem Fehlbetrag von etwa 200000 Wohnungen. Deshalb wird, wie er erklärt, schon sehr bald die Frage der Finanzierung des verstärkten Baues von Kleinwohnungen genrüft werden müssen, damit spätestens im Frühjahr 1935 die Arbeits schlacht im Kleinwohnungsbau beginnen kann. DER IOGENES N1 FASS * grübelt ohne Unterlals: „Kleiduns schien mir sonst stets eitel, spricht er und wießt seinen Scheitel, „doch was& A dort meistern, könnte sogar mich bezeistern! Nicht nur im Fals sich gut zu bleiden— auch aufserhalb verursacht Freuden! links: Die sehr moderne wellige Verarbeitung des weichen Pelzes macht diesen anliegenden Bouclé-Montel besonders kleidsom. Ganz auf kunstseidener Serge ∆8 Rechts: Ein wunderschöper groß. Lamm-Kragen und die Bauschärmel zeichnen diesen besonders stropozierfähigen, melierten Stichelhaarmantel aus. Ganz auf orcee 4278 Besuchen Sie einmal unsere Hutabteilung mit ihrer reichen Auswahl! Ein Beispiel ihrer Leistungsfähigkeit: Oberaus kleidsamer Hut mit dem neuen höheren Kopf (Fig. rechtsl, plastischer Biesengornitur und Schnolle““ Neueslag Drittes Blai! in der alten Küche! Schauen Sie sich darin um; es packt Sie doch! Wenn aber einer die Frage tun sollte: Wer möchte mit Argroßmutters„Glück“ tauschen? Was dann? Vielleicht wären Sie versucht, mit einem „Ich“ zu antworten, wenn Sie daran denken, um wieviel ruhiger das Leben damals war. Jedoch vergessen Sie bitte nicht: So vieles Draktische war in jener Zeit noch nicht erfunden; der Staubsauger ebensowenig wie das Radio. Gar mancher hätte weder Gas in der Küche, noch elektrisches Licht in den Zimmern. Und all die anderen kleinen Erleichterungen, die in ihrer Gesamtheit doch so viel ausmachen: Waschmittel, Staubmop, Backhaube— all diese Wirtschaftshilfen ständen dann nicht zu Ihrer Verfügung. Wenn Sie hieran denken, werden Sie sicher froh sein, eine Hausfrau unserer Tage zu sein. Und die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen; fast täglich kommen praktische Neuerungen auf den deutschen Maikt, die Ihnen noch mehr unnötige Arbeit abnehmen wollen. Da heißt es also aufpassen und unter dem Vorhandenen und dem neu Angebotenen klug und kritisch wählen. 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Insbesondere herrscht noch vielfach die Auflassung, daß jeder nach Belieben Anzeigenorgane schaffen und dafür Inserate werben könnte. Eine solche Aullassung ist grundlalsch, und kann sowohl dem Herauszeber von Druckschrllten als auch dem Inserenten groBen Schaden verursachen. Es sei deshalb nochmals darauf hinge wiesen, daß gemäß II. Bekanntmachung des Werberats die Werbung durch Anzeigen In Druckschrilten grundsätzlich genehmigungspflichtig ist. Nur für lau fend erscheinende Druckschriften, welche bereits im Oktober 1933 planmäßig erschienen sind. ist die Genehminung allgemein erteilt. Das gleiche gilt für Druckschriften mit mehr als einmonatigen Erscheinungstristen, welche in der Zeit vom I. Januar bis 30 Oktober 1933 olanmäßig erschienen sind Für alle anderen Druckschrllten. lo welche Anzeigen aufsenommen werden sollen Ist vor Erscheinen die Genehmigung vom Werberat der Deutschen Wirtschalt Berlia W 8. Taubenstraße) einzuholen. Das gilt insbesondere such für Programme Festbücher Wandtahroläne. Fernsorechverzeichnisse usw welche mit Anzeigen ausgestattet werden sollen. Es wird dringend davor gewarnt die Anzeigenwerbung für derartise Schritten zu beginnen, ehe die Genehmigung des Werberats dafür vorllest. Ebenso wird allen Gewerbetrelbenden dringend empfohlen, sich vor Autgabe von Anzeigen in solchen Schriften die Genehmigung des Werberats vorweisen zu lassen. Es könnte sonst sein daß sie für eine Anzeisenwerbung nurzlos Kosten aufwenden weil das Erscheinen der betr. Druckschritt durch den Werde. rat verhindert wird. Vorsicht tst um so mehr am Patze als der Werberat die Genchmizung zur Anzeisenwerbung In Festbüchern. Prorrammen Prospekten. Anzeigenblättern usw. im allge meinen nicht erteilt. wie Venisgs „ab ged T Wer rechnet kauft bei K# HOHE-PEORTE Das Haus mit den großen Schaufenstern Trauerdruckfachen in kürzester Zeit! Kölner verlags-Anstalt u. Druckerei fl.=G. 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Sinf.: Goetz-Sint.: Graener-Cellokonz.: Haydu-Sinf.: Händel-Feier: Mozart-Sinf.: PlitzSint u. Viollnkonz.: Reger: Böcklin-Suite. Klavierkonz; per: Schubert: Sinf: Schumana: Klavierkonz.: Strauß: Heldenleben. Wanderers Sturmlied Gesamtkarten Mk 45.—. 35.—. 20.—. Vorbestellungen nur an die Geschäftsstelle der Concertgesellschaft Köln Stollwercius. Z. 216. Tel. 22 25 54(Westdeutsche Konzeridirektions Gurzenichsaal, Dienstag,.) Oktober, 20 Uhr 1. Bürzenich-Konzert Leitung: Generalmusikdirektor Prolessor Hans Knappertsbusch Staatsoperndirektor, München Brahms:„Schicksalslied“ für Chor und Orchester Wk. 54. Haydn: Sinfonie Nr.9-moll. Brahms: Sinfonie Nr. 3-dur Wk. 90 Oeffentl. Generalprobe Montag, 15.] Okt. 20 Uhr Kart. Konzert.—,.50..—.50,.—.50..—..50,(einsch.. Programm) Generalprobe:—...—.50,.— Verkauf; Tonger. Am Hof. Verkehrsverein am Dom. Gerdes. Breite Str. 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Anti quitäten. Geöffnet von—19 Uhr Museum für Naturkunde, Köln Stapelhaus Museum für Vor- und Prühgeschichte, Bayenturm Rautenstrauch-Joest-Museum für Völkerkunde. Ubierring 45 Kölnlecher Kunstverein. Ausstel lung von Werken der Münchener Sezession. Galerie Abels. Komödienstraße 26: Gemälde und Zeichnungen des Duisburger Malers Ludwig ten Hompel f; Bronzen und Keramiken der Münchener Bildhauerin Luise Scherf Historisches Museum, Elgelsteintorburg(Garnisonmuseum) Ars Catholica; Arbeiten Peter Hek kers aus dreißig Jahren, Komö dienstraße 71/73 Geöffnet 10—1 und—7 Uhr. Eintritt frei. Erzbischöfliches Diöresanmuseum, Domhof 8, gegenüber dem Süd portal des Domes(—18 Uhr). Meisterwerke der bodenständigen christlichen Kunst von ihren An fängen bis zum 19. Jahrhundert Oeffnungszeiten: Sommerhalbjahr 1. April bis 30. September: an Werktagen 10—17. an Sonn und Feiertagen 10—13 Uhr. Winterhalbjahr, 1 Oktober bis 31. März an Werktagen 10—16, an Sonn und Feiertagen 10—13 Uhr. Städtische Puppenspiele: 17 Uhr: „Der Zauberer Tartüffe“. 20 Uhr: Tünnes un Schäl, die Erzhalunke“ Hohenzollernring 2200..15,.30 Sonnt. auch.30 DIE INSEL Ein Uia-Großfilm mit Brigitte Helm Willy Fritsch Kinos für ledermann 2 2 □ 2 Jeverinstraße 124 Fremdenführer— Testament des Cornelius Gulden Weidendette 6 Frauen und 1 König Annette im Paradies Nopes, Neußer Straße 264 Wiegenlied Heimkehr ins Glück hester Herzogstraßze Früchtchen äger aus Kurpfalz Rinos in den vororten Sülz. Kammerlichtzpte.e Berreurather Str. 182 Wo ist das Kind der Madelaine F. Alemannie. Berreuracher Praße 162 „Csardasfürstin“ Scherben bringen Glück Vergnügungen Besuchen Sie: KAISERHOF Kabarett und Tanzpalast CHARLOTT und CHERIE intime Bar BURGHOF Biervariete für Alle CAFE WIEN am Ring GROSS-KöLN Revue u. Varieté-Theater *•—„„ *** Das Schiff mit dem Sarg des toten Königs in schwerem Sturm Die Vorbereitungen für die Beisetzung— Volk in Trauer Belgrad, 13. Okt. Mit dem Eintreffen des Königs Peter II. von Südslawien hat sich die unruhige Spannung in der Bevölkerung infolge des Marseiller Anschlages vollständig gelegt. Das erste Auftreten des jungen Königs bei seiner Ankunft hat im Sturm die Herzen der Bevölkerung erobert. Das Hauptinteresse der Presse wendet sich der Ankunft der sterblichen Ueberreste König Alexanders zu. Der Zerstörer„Dubrownik“, der die Leiche des Königs durch das Mittelländische Meer nach Dalmatien bringt, soll am Sonntag um.30 Uhr im Hafen Split (Spalato) einlaufen. Da das Schiff jedoch unterwegs mit einem schweren Sturm zu kämpfen hatte, rechnet man mit einiger Verspätung. Nach Split sind am Samstag die Mitglieder der Regierung und die Vorsitzenden der parlamentarischen Körperschaften abgereist, um den toten König zu erwarten. Ein Sonderzug mit Pressevertretern aus dem In= und Auslande ist bereits am Freitag nach Split vorausgefahren. Im Hafen von Split wurde ein großer Pavillon errichtet, in dem die Leiche nach ihrer Ankunft kurze Zeit aufgebahrt werden soll. Wie die Blätter melden, sind von den dalmatinischen Inseln Tausende von Fischern nach Split unterwegs, um ihrem König die letzte Ehre zu erweisen. Die sterblichen Ueberreste König Alexanders sollen noch am Sonntagvormittag in einem Sonderzug nach Agram gebracht werden. Die Ankunft in Belgrad ist für Montagnachmittag vorgesehen. Der Leichnam wird vom Bahnhof in feierlichem Zuge in den alten Palast gebracht, wo sodann ein Trauergottesdienst stattfindet. Die Beisetzung Barthous Die kirchliche Trauerseier DNB Paris, 13. Okt. Die kirchliche Trauerfeier für den ermordeten französischen Außenminister Barthou in der Kirche des Heiligen Ludwig am Invalidendom dauerte bis kurz nach 17 Uhr deutscher Zeit. Der Sarg des Verstorbenen war auf einem Katafalk ausgebahrt, umgeben von Blumen und Fahnen. Als der Trauerzug die Kirche betrat, spielte das Orchester den Trauermarsch aus der Eroica von Beethoven. Der Coadjutor des Kardinalerzbischofs von Paris erteilte die Absolution am Katafalk, worauf der Chor das Alegretto der Symphonie in=Dur von Beethoven anstimmte, das eines der Liebliggsstücke Barthous war. Beim Verlassen der Kirche sang der Chor der Staatsoper unter Begleitung des Orchesters vom Konservatorium den Heldenmarsch von Saint=Saens. Die sterblichen Ueberreste des Außenministers wurden dann auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise übergeführt, wo die Beisetzung im Beisein der nächsten Angehörigen und Freunde in der Familiengraft stattfand. Die ganze Bevölkerung nahm an den Trauerfeier= lichkeiten großen Anteil. Das Militär, das die letzten Ehren erwies, bestand etwa zur Hälfte aus arbigen Truppen. Die Umbildung des französischen Kabinetts Laval Außenminister DRB Paris, 13. Okt. In dem Ministerrat am Samstagabend wurde die Umbildung der französischen Regierung vollzogen. Außenminister wurde an Stelle des dem Marseiller Anschlag zum Opfer gefallenen bisherigen Außenminister Barthou der bisherige Kolonialminister Laval. An Stelle des zurückgetretenen Innenministers Sarraut tritt der bisherige Bürgermeister von Reims. Marchandean. Polnisches Flugzeug abgestürzt Zwei Todesopfer DNB Warschau, 13. Okt. Auf dem Flugplatz Skori bei Polawi, Kreis Lublin, stürzte bei einem Uebungsflug ein mit zwei Offizieren besetztes Militärflugzeug ab. Der Flieger war sofort tot, der Beobachter starb nach Einlieferung ins Krankenhaus. „Indianisches„Wörterbuch". Das Shmitsonian Institut will ein kostbares Volksgut, die unter den Indianern ganz Nor#amerikas verbreitete Zeichensprache. vor der Vergessenheit bewahren Dieses seltsame menschliche Verständigungsmittel, das auf einem verwickelten System von Gesten der Finger und Hande beruht, ist nur noch ganz wenigen alten Inneanern geläufig. Ein 70jähriger Schwarzfußindianer ist den Washingtoner Gelehrien, die viese Zeichen jetzt in einem Zettelkatalog kodifizieren, der Hauptgewährsmann. Ad Vn er Bekannt für Billigkeit und Qualität MÖBEL- TRÖSSER, KÖLN Breite Str. 1c(frühere Minoritenstr.) Toreingang, kein Laden Besonders große Auswahl EIITEE ESE Dienstag, 16. Okt., vorm. 12 Uhr, Köln, Klapperhof 33: 1 Posten Industrie-Bedarfsartikel, Artikel für sanitäre Anlagen, 2 Oel-Meßgeräte, diverse Schreibund 1 Nähmaschine, 5 komplette Schlafzimmer, 1 Herren- und 1 Speisezimmer, 2 Bostonpressen, 1 Büroeinrichtung, Registrierkassen, Teppiche, 2 Billard, Radio mit Zubehör, sowie Haus- und Büromöbei aller Art. Lehnen, Obergerichtsvollzieher in Köln Dienstag, 16. Okt., vorm. 10.30 Uhr, Köln. Pfandlokal Klapperhof 33: 1 Ladentheke, 1 Vitrine, Wohnzimmer, Büfett, Klavier, Näh maschine, Couch. 1 Radio, Küchen büfett, Sessel, Schreibtisch, Tische, Stühle, Frisiertoilette, Bücher schrank 5 neue Anzüge, Regi strierkasse. 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Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen 5 Uhr, meinen innigstgeliebten Gatten, unseren guten und treusorgenden Vater, Schwiegervater und Großvater. den wohlachtbaren Herrn Fridolin Hloffmann nach kurzem, schwerem Leiden, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten der katholischen Kirche, im Alter von 65 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. In tiefer Trauer: Familie Hoffmann und Seidl Köln(Rosenstraße 17), München, Plattling, Euskirchen, Lommersum, den 12. Oktober 1934. Herren- und Damenhüte fast„Wie neu“ Die feierlichen Exequien werden gehalten Dienstag, den 16. Oktober. 9 Uhr. in der Pfarrkirche St. Johann Baptist. Die Beerdigung ertoigt am gleichen Tage. nachmittags 3 Uhr. von der Leichenhalle des Friedhofes Melaten. Von seiten der Herz-Jesu-Bruderschaft wird eine hl. Messe gehalten am Donnerstag, dem 18. Oktober. um.30 Uhr. in der Pfarrkirche St. Johann Baptist. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Reinigen, Büzeln, Modernisieren für nur.50 M Hutwerkstätten 1 Albertusstr. 9/1 Spendet für das Rote Kreuz Die feierlichen Exequien werden gehalten am Dienstax, dem 16. Oktober 1934, morgens 9 Uhr. in der Liebfrauenkirche. Regentenstraße.— Die Beerdigung findet statt am selben Tage. nachmittags 3 Uhr. von der Leichenhalle des Dreikönigen-Hospitals Köln-Mülheim. Stürmerstraße, aus, zum alten kath. Friedhof. Beileidsbesuche dankend verbeten. Danksagung. Für die herzliche und zahlreiche Anteilnahme beim Hinscheiden meines lieben Vaters, Schwiegervaters, unseres Großvaters, sagen wir allen Verwandten, Bekannten und Freunden unsern tiefempfundenen Dank Familie Heinr. Herkrath Köln-Nippes, im Oktober 1934. Seegrasmotrotzen Wollmatratzen Kopokmatratzen Haar- und Schlaroffigmotratzen Weißslackmöbel Metallbetten Kinderbetten Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschluß gefallen. am Donnerstag, dem 1I. Oktober..45 Uhr, unseren lieben Vater. Schwiegervater. 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Von den 130 Kölner offenen Uhrengeschäften verfügen allein fünf über ein Alter von mehr als 75 Jahren Eines am Altermarkt betreibt sogar in der vierten Generation in Köln den Uhrenhandel. Der Ururgroßvater kam als kleiner hausierender Uhrmacher vom Schwarzwald an den Rhein und machte 1801 in Köln einen kleinen Uhrenladen auf, der heute nach 133 Jahren noch besteht. Die Uhrenherstellung ist, wie ein alter Kölner Fachmann versichert, heute gediegener und billiger als vor Jahren. Das allgemeine Bedürfnis nach Wertarbeit hat der guten Qualitätsuyr zum Durchbruch verholfen. Neben Gold und Silber wird neuerdings rostfreier Kruppstahl für das Uhrgehäuse verwandt, der bei den starken Einflüssen der Hauttranspiration der Armbanduhr eine lange Beständigkeit sichert. Die großen Wand= und Standuhren haben der kunstvollen Tisch= und Schrankuhr Platz gemacht, die sich stilvoll der modernen, orna mentlosen Möbelform einfügt. Revaraturen sind so häufig wie früher, nur werden sie nicht immer abgeholt. Das ist für den Uhrmacher keineswegs ein Vergnügen oder ein„Geschäft“. 30 Jahre lang muß er Reparaturen aufbewahren. Zwar kann er die Gegenstände durch den Gerichtsvollzieher versteigern lassen, muß aber den Erlös, soweit er die Auslagen übersteigt, wieder 30 Jahre aufbewahren. Das„Gold der Ostsee“ Durch die allgemein belebte Schmuckfreudigkeit sinden auch die anderen Artikel des Uhrengeschäfte besseren Absatz. Künstlerisch hochwertiger Schmuck mit Halbedelsteinen wird bevorzugt. Pforzheim und Hanau leisten darin Mustergültiges. Die Modediktatoren in Paris und London finden bei uns nur noch wenig Eine der zahlreichen Kölner Säulenuhren ör. Die Konjunktur des billigen Basarschmucks ist sichtlich im Abflauen. Nachdem der Deutsche seinen inneren Wert zurückgefunden hat, will er sich auch nicht mehr mit äußerem Talmi umhängen. Brillanten werden heute nicht mehr in Hoiland geschliffen, sondern in Idar und Hanau. Selbst holländische Juweliere bevorzugen die deutschen Schleifereien. Bernsteinschmuck gewinnt allmählich die verdiente Beachtung. Nicht nur weil das„Gold der Ostsee" in Deutschland gefördert wird. sondern auch wegen seiner vielseitigen, hochkünstlerischen Verarbeitung. Der Ruf nach Wertarbeit entspringt einer selbstbewußten inneren Lebenshaltung und fördert das lange genug verkannte deutsche Handwerksgut. Auf Straßen und Plätzen Bei einem Gang durch unsere Stadt steht man auf den Straßen und besonders auf den Plätzen zahlreiche öffentliche Uhren. Ob sie es mit der Zeit immer ganz haargenau meinen, darüber kann man geteilter Meinung sein. Immerhin aber wollen wir den einzelnen Behörden und Privatunternehmungen dankbar sein, daß sie uns eine möglichst genaue Zeit lestenlos bescheren. Die Zentrale Besucht man einmal eine moderne Uhrenzentrale. von der aus zahlreiche öffentliche Uhren reguliert werden, so kann man sich eine kleine Vor stellung machen von dem Aufwand, der erforderlich ist, um das ganze„Zeitnetz“ in Gang zu bringen und zu halten. An verschiedenen Stellen der Stadt findet man derartige Uhren=Zentralen. Die sogenannten Säulenuhren im Innern der Stadt und auch in teruhren in der Stadt ausgenommen werden. Geht also zum Beispiel eine Uhr in einem großen Gebäude eine oder zwei Minuten zu spät ooer zu früh. oder sogar nur Bruchteile von Minuten, so sorgt die Fernregulierungsuhr durch den Impuls, daß diese Verspätung beziehungsweise die zu frühe Zeilangabe sofort auf die richtige reguliert wird. Die der Mutteruhr angeschlossenen Tochteruhren fangen den Impuls naturgemäß sofort auf, so daß sämtliche ungeschlossenen Uhren die gleiche Zeit angeben. Die genaue Zeit der einzelnen angeschlossenen Uhren in der Stadt kann auf der Zentralstelle jederzeit festgestellt werden. In einer besonderen Maschinerie läuft Tag und Nacht ein Kontrollstreisen. der jeden Impuls aufzeichner. So können die und etwaige Mängel sofort behoben werden. Die genaue Zeit erhält die Zentralstelle von Nauen Diese wird mit der Angabe, die die Kontrolluhr anzeigt, verglichen und wenn nötig regutiert DifferenVon großen und kleinen Uhren Die Zeit an den Drähten Vorratskammer der Signale Der obere Teil der Fernregulierungsuhr mit der Papierrolle, auf der die ausgelösten „Impulse“ ver merkt werden den Vororten, sind an das riesige Kabelnetz der Städtischen Berufsfeuerwehr angeschlossen. Weiter findet man aber in den Straßen, an und in den Häu sern, besonders in großen Gebäuden. Uhren. die von einer Zentralstelle aus bedient werden Diese haben den Vorteil, eine genaue Zeit anzuzeigen und brau chen nicht jedesmal wieder ausgezogen zu werden Die gesamte Regulierung erfolgt eben von der Zen tralstelle aus. „Mutleruhr“ und„Impuls“ In einer solchen Zentralstelle sieht es sehr bunt aus. Ueber die Kabel der Deutichen Reichspost werden die Uhren in Gang gehalten Ueberall dort, wo nun eine solche Uhr angebracht ist, befindet sich auch eine Mutteruhr, an die die Tochteruhr angeschlossen ist. Durch elektrische Schwachstrom=Batterien werden diese Uhren in Gang gesetzt. Die Mutteruhr steht dann in Verbindung mit der Fernreaulierungsuhr in der Zentraistelle. Diese besonders ausgebaute Fernregulierungsuhr weist alle Errungenschaften der Feinmechanik auf. Sie ist erstellt aus den feinsten und teuersten Metallen und so konstruiert, daß sie den Witterungsernflüssen nicht ausgesetzt ist. In gewissen Zeitabschnitten löst die Fernregulierungsuhr„Impulse“ aus, die von den Mutzen werden jedoch nur in den wenigsten Fällen festgestellt. Die Störungskolonnen So wickelt sich über die Drähte der verschiedenen Kabel mitten im brandenden Verkehr der Großstadt die Durchgabe der Zeit ab. Es kann natürlich auch vorkommen, daß einmal ein Kabel gestört wird Für solche Fälle stehen in der Zeneralstelle besondere Kentrollapparate zur Verfügung. die diese Störungen sofort regulieren. Dann sausen die Störungskolennen los und sorgen für Abstellung der Fehker Ebenso kann es auch vorkommen, daß ein Kunde die Zentralstelle anruft und eine Störung der Uhr mitteilt. Ueberhaupt hat die Zentralstelle technische Hilfsmittel und geschultes Perional zur Versügung. um jederzeit einschreiten zu können Es versteht sich von selbst, daß die Behörden und piraten Uhren-Unternehmungen alles daran setzen. um stets für eine genaue Zeitangabe zu garantieren Kommt darüber hinaus aber dennoch einmal eine Störung vor, so soll man nicht gleich schimpfen, son dern berücksichtigen, daß eine Uhr eben nur eine Uhr ist, die auch einmal ihre Mucken haben kann Köln als alle Uhrenstadt In Köln besitzt der Ahrenhandel eine alte und noch immer lebendige Tradition. Bis ins 20. Jahrbundert hinein galt Köln als der große UmHier werden„Mutteruhren“ repariert Angenommen, man sitzt im Zug. Man ist auf einer langen Reise. Man hat sich in die Ecke gelehnt und chaut zum Fenster hinaus, was unter Umständen so interessant sein kann wie die neueste Nummer einer Zeitung. Angenommen, man kommt an einem Signal vorbei(und das kommt man!), was denkt man dann? Wahrscheinlich, daß man bald in einen Bahnhof einfahren wird, das heißt, wenn das Signal die Einfahrt freigibt, denn sonst kann die Einfahrt sich um einiges verzögern. Man denkt vielleicht noch, daß dieses Ding da, diese lange Stange mit einem Arm oder einem runden Deckel, die gespannteste Auimerksamkeit des Loko motivführers wachruft, wo man doch nur ganz beiläufig von diesem Ding Notiz nimmt. Man denkt: Unter Umständen kann es geschehen. daß ein Unglück... nein, das denkt man nicht. Man ist Optimist. Auch in diesen Sachen. Aber wenn man durch eine Straße geht, eine gewöhnliche Straße, die man wenigstens als halbwegs friedlich und wenig aufregend bezeichnen dar'. und sieht da dieses: Ein Gelände, rings von Häusern umstanden, Häuser, die nicht viel anders sind wie andere Großstadthäuser In diesem Gelände“eben Signale, schöne blanke Signale mit besagtem Arm und Deckel.. Was denkt man dann? Nun, man schickt den Photographen zur Maximinenstraße, erklärt ihm, daß es dort eine„Vorratskammer der Signale“ gäbe. Der graph kommt mit einem jauberen Bild zurück... Natürlich möchte man es den Lesern dann auch nicht vorenthalten, und man schreibt dazu: Signale, die man nicht zu beachten braucht. fah