samstag, 1. März 1924 ., Holitische Tageblatt erscheint täglich zweimal W“ zn einer Mittag= und Abend=Ausgabe. u. Veriag La Ruellescher Zeitungsverlag G. m. b. H. Eswortlich für die Schriftleitung: Ferd. Ehses; Anzeigen= und geschäftlichen Teil: M. Stamms. #rden Auo Alle in Nachen. zznsstelle Büchel 61; Fernruf 5293.— Bankkonto: Eritäger Bank, Nachen.— Postscheckkonto Köln 31 480. Schriftleitung und Druckerei: Schildstraße 4. Nachener Anzeiger Fernruf 6076 und 6077. Rittag=Ausgabe 1. Blatt Unparteiische Zeitung. Amtliches Blatt für behördliche Bekanntmachungen. Hervorragendes Anzeigenblatt für die Stadt und den Regierungsbezirk. 46. Jahrgang.— Nr. 131. Bezugspreis einschließlich Trägergebühr für die Zeit vom 1. bis einschl. 31. März—, Mark Abbestellungen nur an die Geschäftsstelle(Büchel 61). Durch Trägerinnen werden Abbestellungen nicht angenommen. Zeilenpreis: Oertliche Anzeigen(36 mm).20; auswärtige und behördliche Anzeigen(36 mm) 0,30; Hinweise.30; Geschäftliches, Reklamen(90 mm).—; Reklamen 1. Seite.— Festmark. Bei Wiederholungen entsprechender Nachlaß— Anzeigen sind sofort, bei Rechnungserteilung innerhalb 5 Tagen zu bezahlen Nach Ablauf wird die dann gültige Teuerungszahl berechnet. nitbert zu ben. Alle nicht auf Nachrichtenseiten stehenden Anzeigen finden auch im„Nachener Anzeiger, Anzeigenblatt für den Regierungsbezirk Nachen“ unentgeltliche Aufnahme. Einzelverkaufspreis 15 Pfennig Kurz dus Wichtigste. die Frage der Reichstagsauflösung ist noch ungeklärt. sechtsparteien neigen dazu, daß der Reichstag sich auslöse; die Regierung wird vielleicht die Vernusfrage stellen. politische Aussprache im Reichstag brachte eine #des Reichsfinanzministers. im Hitlerprozeß ist Luvendorff velnommen worden. Frankreich spielt man wieder stärker mit eeiner bincars=Krise. Unter drei neuen Kombinationen wird ein„Verständigungskabinett“. Loucheur genannt.— Tepposition in der Kammer hat wieder zu hitzigen ##nen gefüh. t. ##die belgische Kabinettskrise ist noch nicht gelöst. Es hrscheinlich, daß Theunis wieder mit der Kobinettsbeauftragt werden wird. politische Umstellung in Frankreich? ## Paris, 29. Febr.(Drahtbericht.) In parlamentariKreisen wird die Stellung Poincarés als endgültig stüttert angeschen. Man diskutiert eifrig die Neubeung der Regierung und nennt auch schon Namen. Am iien weiden drei Kombinationen genannt: Ein Kabider Diktatur, wie es vom Nationalblock gefordert 5. mit Clemenceau an der Spitze, Mandel als Außen##iser und Mangin als Kriegsminister, auch ein Kabi##der Verständigung wird besprochen, zu dem Loucheur Barthou gehören sollen, außerdem wird eine Kom##tion Francois-Marsal in den Bereich der Möglichseit ogen. Lärmende Opposition in der Kammer. W. Paris, 29. Fobr.(Drahlbericht.) In der heutigen #nnersitzung begann die Besprechung zehlreicher seit No###ber und Dezeniber vorllegender Interpellationen über die nere Politik der Regierung. Zunächst begründete der Ab##onete Mindel, der ehemalige Kabinettschef Clomenceaus, # Interpellation über die innere Politik. In der Stunde, # der der Stern des Ministerpräsidenten zu erbleichen be##e, müsse er seine ungeheure Arbeitskraft anerkennen, aber auch vorwersen, daß er immer und überall versucht habe, ##uf der mittleren Linie zu halten, namentlich in Fragen inneren Potitik. Mandel beschäftigte sich mit den Mitgliein des Kabinetts Poincaré, die beabsichtigen, sich mit den ##alen auf eine Liste setzen zu lassen, und mit den Prä#en, #i Der sterdende Grrichrtag Selbstauflösung oder Schließung? Stimmung zur Selbstauflösung. Die Frage des Termins zur Auflösung des Reichstags ist noch ungeklärt. Im Reichstag traten gestern vormittag die Fraktionen des Zentrums. der Deutschnationalen und der Demokraten zusammen, um sich mit der Frage zu beschäftigen. Dem„Lokalanzeiger“ zufolge bestehen in den Kreisen der deutschnationalen Volkspartei gegen den 4. Mai als Wahltermin Bedenken, weil an diesem Tage die preußischen Kommunalwahlen stattfindon und die Zusammenlegung mehrerer Wahlakte auf einen Tag erfahrungsgemäß zu Verwirrungen zu führen pflegt. Auch bei den Sozialdemokraten sollen gegen den 4. Mai erhebliche Bedenken bestehen, weil der sozialdemokratische Parteitag erst am 13. Mai stattfindet, und die Sozialdemokratie vor dem Parteitag nicht gern wählen will. Die ersorderliche Zweidrittelmehrheit für den Initiativantrag der Deutschen Volkspartei, der den 4. Mai als Wahltag vorsieht, ist daher sehr zweifelhaft. An eine Reichstagsauflösung durch die Reichsregierung glaubt man laut„Tageblatt“ in parkamentarischen Kreisen im allgemeinen nicht. W. Berlin, 29. Febr.(Drahtbevicht.) Wie aus parlamentarischen Kreisen verlautet, beschloß die Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei auf ihren Antrag, der Reichstag möge sich selbst auflösen und Neuwahlen allf den 4. Mai ansetzen, zu beharren. Wenn die Regierung nicht in Kürze von sich aus eine Klärung der Lage herbeiAntrag auch formell eingebracht werden. als eine demütigende Bettelei dem Ausland gegenüber, welche Bemerkung er den lebhaften Unwillen des Hauses er die Frage der Rücklehr der relig. Vereinigungen und beurte, daß die jetzige Kammer keine Reform der Verwaltung edurchjühren können. Die Regierung lasse es gegenüber Lommumisten an Energie fehlen.—— Infolge scharser Zusammenstöße zwischen der Rochten und Linten mußte die S tzung gegen 7 Uhr unterbrochen werden. Auch nach der Aufnahme der mohrmals unterbrochenen itung dauerte der Lärm an, so daß die Kammertribüne geui werden mußte. Inzwischen war das provisorische zetzwölstel für den Monat März für die von Deutschland stattenden Ausgaben mit einer Abänderung vom Senat ickgekommen. Die Kammmer beschloß, die Abänderung des Pes unglossen. Seer Wa Die We teiberatung der Mandelschen Interpellation wurde ##kommenden, Freitag vertagt. Die Krisis in Belgien. Theunis zum zweiten Mal? Paris, 29. Febr.(Drahtbericht.) Der Brüsseler Bescherstatter des„Temps“ meldet, der König habe heute ##mitlag mit dem liberalen Staatsminister Huysmaus du zweisündige Unterredung gehabt. Soviel man wisse, ###den die katholische und liberale Grupe, die bisher zu dlle gezogen worden seien, dem König von neuem Theuzur Wahl vorschlagen. Der Senats= und der Kammersident sollen dem König geraten haben, Theunis gegener darauf zu bestehen, daß er ein neues Kabinett bilde. Andere Kombinationen. BD. Paris, 1. März.(Eigener Drahlb.) Der Brüsseler #ichterstatter des„Echo de Paris“ erklärt, daß van der pwere die größte Aussicht habe, zum belgischen Minister##ibenten und Minister des Aeußern ernannt zu werden, schrend gleichzeitig der Baron Houtard das Finanz= Pmisterium als Nachfolger von Theunis übernehmen rde. Der Brüsseler Gesandte. G. Berlin, 29. Febr.(Drahibericht.) Der zum außereenlichen Gesandten und bevollmächtigte Minister in Fussk ernannte bisherige deutsche Gesandte in Belgrad, von Keller, begibt sich seute auf seinen neuen Posten. Die Sachverständigen=Konferenz. 8. Paris, 29. Febr.(Drahtbericht.) Der Unteraus5 für Bankfragen ist heute nachmittag nicht zusammeneriicten, wagen Unpäßlichkeit des Mitgliedes Young. Die berständigen haben die Prüfung der von Deutschland Featenen Dokumente fortgesetzt. Der Unterausschuß für Asdoltsfragen hat seine Arbeit fortgesetzt. Die Mo#elsackverständigen werden nicht mehr gehört werden. #s Schlußfolgerungen werden an den gllgemeinen Bedes Ausschusses angefügt werden. Die beiden Untereschüsse werden morgen zusammentreten. Es wird iie Vollsitzung stattfinden. S. Paris, 29. Febr.(Drahtbericht.) Der Unterausfür Haushalisfragen beriet heute weiter über den Feicht der Monopolsachverständigen. Im Anschluß hat das Komttee Dawes diesen Bericht zur KenntFenommen. Die Monovolsachverständigen ergänzten Dii den Bericht durch mündliche Erörterungen. Deutsch=polnische S. Genf, 28. Febr. Die deutsch=polnischon Verhanddie seit 14 Tagen in Gens im Völkerbundssekreia stattfinden, sind in eine ziemlich schwierige Phase i rieten. abe Kollversammuluung, die vorgstern zum Male zusammentrat und seit zwei Tagen ununter4, en arbeitet, konnte noch keine Einigung über den Aba menentwurf erzielen. Da der Leiter der Verhandlunbrasilianische Mitglied des Völkerbundes, a“ am 3. März nach Paris begeben will, wo der iderheitenausschuß des Völkerbundsrats, dem er angeWld her die Frage der deruschen Anstedier in Belen ber #““ soll, werden im gegenwärtigen Augenbua große #en gemacht, un vor diesem Zeithunkt nach zu g Beschluß zu gelangen. Auch die Verhandlungen des Vsiontsschalffes kommmen wer fanhsom vorwüris. führt, wird der mutrag ung gotmrn eingebracht werden. ∆ Berlin, 29. Febr.(Drahtbericht.) Wie wir erfahren, kann der Antrag der Deutschnationalen, den Reichstag zum 3. Mai aufzulösen und zum 4. Mai Neuwahlen abzuhalten durch die gestrige Parteiführerbesprechung so gut als erledigt betrachtet werden. Die Regierung scheine die Absicht zu haben, am Ende der großen politischen Debatte vom Reichstag ein Vertrauensvotum zu verlangen und falls ihr dieses verweigert wird, den Reichstag auszulösen, damit sie die Möglichkeit besitze, den Termin für die Neuwahlen selbst zu bestimmen. Die Verhandlungen der Parteiführer über diese Frage sind noch nicht abgeschlossen. Cuno als deutschnationaler ReichspräsidentschaftsKandidat. In parlanirischen Kreisen verlautet, daß die nationalen den-früheren Reichskanzler Cuno als Kandidaten für die von ihnen angestrebte Präsidentenwahl aufstellen wollen. Die politische Aussprache. Mßliebige einsuch einkerkert. Redner kritisierte weiter den Abbau der Pensionen und Kriegsientner, den er als einen glatten Volksbeting an den Leuten bezeichnete, die sich den Dank des Vaterlandes erworben haben. Scharse Augrisse richtete der Redner gegen die Außenpolitik der Regierung. Er bezeichnete die fortgesetzten Verständigung versuche Stresemanne als durch welche Bemerkung heivorrief. Der Reichsfinanzminister führte aus: Wenn wir dem Reichstag noch keinen endgültigen Etat vorlegen können, so liegt das daran, daß uns die wichtigen Einnahmen aus dem Rhein= und Ruhrgebiet noch immer fehlen. So müssen wir mit Vorlagen kommen. Die litzteSteuenotverordnung betracktet die Regierung als eine Notwendigleit. Ueber die Entstehungsgeschichte der Rentenmark wird im Reichsfinanzminißerium eine urlundlich Darstellung vorbereitet. Es wäre unmöglich gewesen, ein jestes Verhältnis zwischen der Rentenmark und Papiermark durch die Regierung oder die Gesetzgebung zu schafsen, bevor die Wirtschaft selbst ein solches Verhältnis geschasfen hätte. Wenn in der Weltöffentlichkseit an absoluten Zahlen gezeigt wird, daß reicheie Lünder ihre Bürger steuerlich höher belasten als wir, so haben diese absoluten Zahlen keine Beweiskraft. Das Maß unseter Veraimung zeigt sich durch einen Vergleich der reiatiden Steuerbelastung aus 1913 und 1924. Der durchschnittliche Steuerbetreg vom Gesamtelnkommen war nach dem Heushaltsplan 1913 10.9 Prozent, nach dem Haushaltsplan 1924 277 Prezent. Vielleicht werden diese Zahlen noch höher. 1913 betrug das jährliche steuerfreie Einsommen 556,80 Mark, 1924 nur 285 Mark. Die Rentenmark ist eine Uebergangslösung. Jetzt brausen wir dringend Goldkredite für die Wirtschaft. Mit der endgültigen Stbilisierung unserer Wührung werden wir auch noch nicht die Zeiten von 1913 wieder erreicht haben. Jetzt aber nötigt uns unsere Armut, eine Belastung auch über das erträgliche Maß hinaus vorzunehmen, damit wir nicht kurz vor dem Ziel einer festen Währung wieder in die Flut der Inflat on zurückgeworsen werden. Die Landwirtschaft ist besonders schwer belostet. Die Folge wird ein Rückgang des bisherigen Erte#oes sein. Eine solche Schädigung der Volkserröhrung kenn nur in Kauf genommen werden, muß aber auch in Kauf genommen werden, wenn cs um das schon genannte Ziel geht. Die Besatzungskesten werden zum größten Teil an die Bevölkerung im besetzten Gebiet bezahlt. Leider ist eine Genehmigung zur Erhebung der Steuern der zweiten Berlin, 29. Febr. Der heutige Tag der großen politischen #####r mit der Rede des deutschvölkischen VerDer Redner polemtsierte zunäcksst gegen unumschräulte HerrStelle der nur scheinber bestehenden demotratischen Regietungsform geAu.spreche beginn treters, Abg. Wulle. die bestehende„Geldfackherrschaft und die unumschräulte schasft des hüdischen Finanzkaopitals z, Lay„Ralstngeforn nur steinber bestehenden, demctrgisten Rezietungefo setzt habe. Wulle erheb sodaann Protest gegen das Verbot der deutschvöltischen Freiheitspartei. Man könne Bewegungen nicht unterdrücken mit Parteiverboten und dadurch, daß Steuerneiverordnung im besetzten Gebiet trotz dringendster Vorstellungen nach immer nicht erteilt.(Lebhaftes Hört, hörtf) Es sind geradezu Verbote ergangen, die Steuern zu zahlen. So fehlen uns die Zölle aus dem besetzten Gebiete und durch die niedrigeren dort geltenden Torise wird das Loch im Westen systematisch erweitert. Ernnahmen aus dem besetzten Gebiet werden uns entzegen, Ausgaben aber auserlegt. Das ist ein lund, den keine Wöhrung der Welt auf die Dauer aushesten kann.(Laphafte Zustimmung.) Die Regierung hat sich fehr eingehend mit den Aenderungsanträgen beschäftigt, muß aber an dem Gedansen einer sogenannten Mietssteuer fest###ten Die jetzige Vorlage ist eine Uebergangsmaßnahne, die nicht ideal sein kann. Der Personglabbau ist nur ein Mittel zum Verwattungsgbbau. Wir hoffen wenn nicht unvorbergoschene Störungen eintreten, am 1. April mit einer Erhöhnng der Gebälter und Renten vorgehen zu können. Bei dem Beamtenehben dürsen politische und religiöse Gesichtsynnkte auf keinen Fell in Frage kommen. Zum Schlusse verteidigte der Minister die Aufwertungsbestimmungen der Re#ieruig. Auch die Wirtschaftsverhände hätten anenkannt, daß für die Aufwertung ein fester Satz geschaffen werden müsse, wie das die Regierung getan habe. Der nächste Redner, Abg. Ledebour, konnte seine Rede vor nur mäßig besetztem Hause halten. Er befaßte sich hauptmit der Frage des Achtstundentages und andere Punkte, die er in seiner gemahnten Weise polemisierte. Nach einer persönlichen Bewerkung des Abg. Wulle wird die Weiterberatung auf Mittwoch vertagt. Ludendorffs Vernehmung im Hitlerprozeß. München, 29. Febr.(Drahtbericht.) Bei Beginn der deutigen Verhandlung stellte zunächst namens der Rechtsanwalt Dr. Schramm fest: In einigen hiesigen Blätter iu verweiden,„aße behauptens loss, Gegen diesen schweren dem gleichen Maße behaupten lasse. Vonvurf müisse er namens der Verteidizgzggmur s6 i ga der„drediger“ Korkhoture Hatz= Her hettefenden Leute bereis Der Voxsitzende ertlärte, gutz vie vettessenven Leute bereits heute nicht mehr anwesend seien. Der Statsanwalt wandte sich blieben seien, wühren= Zauptung sei volommen unwahr. Lehauztuno Stesfung panach die Angetlagten in ihren Ausbehauptung Steuung, vo, die Schuld auf andere, besonders mehr mitmachen zu können, sich immer auf den Führer zurücfalle, der die Besehle und Weidie Leute. Gge fäauge anormaler Weg, vorgeschlagen, der letztere könne natürlich kein parlamentarischer sein und die diesbezüglichen Vorvereitungen seien alsdann getroffen worden, wozu die Bereitstellung von Kampfmitteln erforderlich erschien. Dem Angellagten sei es aufgefollen, daß Kahr sehr seine Unterschiede zwischen der Aufrollung der deutschen Frage und der Herebup, haßz er den Besehl zur Ation selbst geben werde. Aug herrschte Reich nicht verschwinden lasse. Schärfer kann wohl, sagte Ludendorss, der Partitularismus nicht gepredigt werden. Ich will hier nur zeigen, wie ich zu den Anschauungen kam, die mich veranlaßten, in das Unternehmen am 21. Ottober einzutreten. Ludendorff führt dann einen eingehenden Briefwechsel zwischen Dr. Heim und Graf Bothmer, dessen Beziehungen zu französischen Kreisen Heim hinreichend bekannt sein dürften, an. Dann kommt Ludendorff auf die Ausführungen Heims im „Bayerischen Kurier" über die künftige Gestaltung Deutschlands am 30. November und 1. Dezember 1918 zu sprechen und erwähnt in diesem Zusammenhang die Zusammenkunft Heims mit französischen Ossizieren in Wiesbaden im Frühjahr 1919, wobei er Bruchstücke aus den Dokumenten von Wilson wiedergibt. Weiter verliest Ludendorff einen Brief Bothmers vom April 1920, aus dem auch seine Beziehung zu Prosessor Förster hervorzeht. In einem weiteren Brief Bothmers wird Heim als der eigentliche Staatsmann Bayerns und als diejenige Persönlichkeit bezeichnet, um die sich alle Kraft zur Veränderung der deutschen Staasform zu gruppieren habe. Heim unterstreicht darin seine Bekanntschaft mit dem Führer der Loslösungsbestrebungen in Hannover, Oanneberg. Ludendorff erklärt weiter, er sei im August 1920 nicht aus politischen Gründen, sondern aus privaten nach Bavern gekommen, wo er dann auch in Beziehungen zu Kahr getreten sei. Auch hier habe der Gedanke des bundesweisen Anschlusses der deutschösterreichischen Länder ohne niederösterreichisch Wien vorgeherscht. Dieser Gedanke sei ihm undeutsch Weiter kam Ludendorff auf die Feststellungen im FuchsMachaus=Prozeß und die enthüllten Pläne Richerts zu sprechen. Die Schaffung eines solchen machtlosen Deutschlands und die Zerschlagung des protestantischen Preußens sei zugleich der Ausfluß ultramontaner Politik gewesen. Diese habe auch in dem Abgeordneten Erzberger ihren Vertreter gefunden. De: Artikel 18 der Weimarer Verfassung betressend Abstimmung in preußischen Landesteilen sei nicht etwa auf die Veranlassung der Sozialdemokraten, sondern des Zentrumsabgeordneten Trimborn in die Versassung hineingekommen. Auch der Vatikan sei deutschseindlich gewesen. Mit erregter Stimme führt dann Ludendorff aus, er sei sehr erbittert gewesen, als er den Brief las über die Heiligsprechung der Jungfrau von Orleans, die Paps: Benedikt XV. damals in Rom in französischer Sprache verkündete, wobei er aussprach, er bedauere es, Franzose nur von Herzen zu sein. Der General erwähnt dann die Verbindung Kahrs mit Justizrat Clas, dem Führer des Alldentschen Verbandes, der bereit gewesen sei, den Wünschen Kahrs auf Lockerung des Verhältnisses Bayerns vom Reich weit zu entsprechen. Er habe darin eine große Gefahr für das Deutsche Reich und das deutsche Volk gesunden. Er habe gesehen, daß hier von gewissen Kreisen der Bayerischen Volkspartei eine Politik betrieben werde, die absolut Deutschland abträglich sei. Sie schaffe statt eines starken Reiches, welches Freiheit bringen lönne, einen Staat, der schwach sei. Die Ereignisse des 8. und 9. November hätten vielen die Augen geöffnet. Wenn man die Abmachungen lese, die zwischen dem Reichskanzler und dem bayerischen Ministerpräsidenten hinsichtlich der Vereidigung der Reichswehr getroffen wurden, müsse man sogen, dies sei ein Menetekel, auf das wir achten müßten. Es sei ihm klar geworden, daß ohne nationalen Willen Deutschland verloren sei. Aus diesen Erwäzungen heraus sei er auf die völkische Freiheitsbewegung gestoßen, und er habe mit seinen Freunden von Oberland und den Nationalsozialisten immer geglaubt, daß wir nur durch die Gesundung der deutschen Arbeiterschaft zur Freiheit kommen sönnten. Für diese Bewegung sei der preußische Militarismus das Heil gewesen. Er sei Dr. Weber aufrichtig dankbar, daß er ihm das Vertrauen geschenkt habe. 6e 4s Dann habe er Hitler kennen gelernt. Er habe erkannt, daß hier etwas war, was das Volk beglückte. Das Volk verstand, daß hier etwas sichtlich Hohes war, von dem Rettung kommen könne, und so haben Hitler und ich uns gesunden. Hitler sei ihm treu geblieben, und er, Ludendorff, werde ihm die Treue halten. Innerdeutsche Fragen. General v. Sceckt an die Reichswehr. W. Berlin, 29. Febr.(Drahtbericht.) Der Chef der Heeresleitung General von Seeckt erläßt einen Befehl an die Reichswehr, in dem er anläßlich der Aufhebung des militärischen Ausnahmezustandes allen Angehörigen der Reichswehr Dank und Anerkennung für ihre pflichttreue, als beim Wehrkreiscomugudo die Lalsche1 sachlundige, unermüdliche Tätigkeit ausspricht. Wenn das Nackrich eintrof, Ludenvorst fer erichg geian hat. D. mann Riedel die unerhörte Aeußerung grtan hat: Das ist die Am 27. September fand erbände bei Kahr Die Besprechugistey, den Verlauf der Ereignsse. Am 2I. Sepiem sprechen, wobei er sagte, daß er immer noch der Meinung war, möglich, zu einer Einigung zwischen den beiden Richbeste Lösung. Ueber letztere Bemerlung, die im Zuschauerraume lebhafte Entrüstungsruse hervorrief, entspann sich eine Auseinandersetzung zwischen dem Staatsanwalt Stenglein und dem Vorsitzenden darüber, weil ersterer die scharfen Bemerkungen des Angeklagten kritisierte und bat nachträglich, die Ausfälle gegen Kahr, Lossow und Seißer zu rügen. Nach einer Pause bei den Verhandlungen äußerte Kriebel, daß am Vormittag des 9. NovembezZzizegerthb'ggan sentähles in die Gegend von Rosenheim zurückzuzieyen. Man entschied sich jedoch dafür, in die Stadt zu marschieren. Unsere Leute hätten mit der Waffe verhindert, daß die Stadträte, die als Geiseln festgenommen waren, von der wütg.;„ienge de lyucht werden. Plötzlich kam es zu einem Zu####enstoß mit der Landespolizei, wobei sich eine wahnsinnige Saueßerei entspann. Ob auch seine Leute geschossen haben, erklärte der Angeklagte, wisse er nicht zu sagen. Ludendorff vor den Schranken. WTB. München, 1. März. Bei Beginn der Nechmittagssitzung wird Ludendorff zur Vernehmung aufgerufen. Er aibt ein Bild seines bisherigen Lebens, das sein Volk und Vaterland gewesen sei.„Aui die Bitte des VorDeutsche Reich diesen Winter überunden habe, ohne auseinanderzufallen, ohne sich im Bürgerkrieg zu verbluten und ohne in wirtschaftliches und soziales Elend zu versinken, so verdanke es das dem selbstlosen Wirken seiner Wehrmacht. Die Wiederherstellung der Reichsautonität sei in einem Umfange geglückt, wie es noch im Herbst vorigen Jahres für unmöglich gehalten wurde. Die Finanzlage der Länder. W. Berlin, 29. Febr.(Drahtbericht.) Im preußischen Finanzministerium fand, dem Amtlichen Preußischen Pressedienst zufolge, eine Sitzung der Finanzminister der Einzelstaaten statt, in der über die Finanzlage der Länder und über die Rüctvirkungen beraten wurde, die sich aus der dritten Steuernotverordnung des Reiches anz die Finanzen der einzelnen Länder ergeben. Quertreiber in Oberschlesien. ∆ Beuthen, 29. Febr. Zu der von der politischen Polizei Oberschlesiens verfügten Verhaftung von m ihr als 70 Personen unter dem Verdachte des Hoch= und Landesverrates wird bekannt, daß es sich anscheinend um die Auftonte dabei, daß, als Pöhner mit Frick und ihm bei Kahr ein= schlägt in großer der nationalen Organisationen, sowie die vereinigten vaterländischen Verbände Bayerns anwesend waren. sitzenden, sich über seine politische Einsieuung zu äußern, 106 dechkung politischer Geheimbünde handle, deren Tätigkeitsfeld sich bis weit in Oberschlesien hinein erstreckt. Im Gleiwitzer Arbeiterviertel wurde gegen die Polizeiwache ein Sprengbombenattentet verübt. Beim Oberreichsanwalt ist gegen die seither Inhaftierten wegen Geheimbündelei ein Ermittelungsverfahren eingeleitet worden. der General, daß er die Jupflichtnahme der baverischen Reichswehr durch den bayerischen Staat als eine Meuterei und einen Verfassungsbruch ansehe, weun er auch die Wei marer Verfassung nicht verteidigen wolle. Ich sah daxin, eine Lockerung und Sckwächung des Beich=., langent geghgche, setzung von Bestrebungen, die sch hier heit.gzg, Mein Herz habe. Diese haben mit mit größter Sorge erfüllt. Mein Herz Wie die Weie escher die Kechescheiche d. besge dur K auseuer Kase entegengekeate denm dir 6h ein Gegner ihres Einflusses in unserem Vaterlande, ebenso wie der Engländer und Franzosen.“ Der Ultramontanfrage sich zuwendend, erklärte der General, ich achte die Segnungen der katholischen Kirche genau so noch wie die der protestantisch es wäre von 9. Doveg pot, ogr der Reaienung Sitresenuann als einer dat achr Poy, gr. vot vr..ePre, geigp geepe hergäne und daß es Ausonbe sei, diese Regierung von Bätern aus mu Es wurden zwei Wege, ein normaler und ein Die Lanmhnsbiaer Ai Deuseteichenr enter Gande wurde. Durch die Zeutrumspolitik ist Oberschlesien polnisch geworden. Nach Zitierung einiger Feußerungen Bisüber das Zentrum führte Ludendorff einen Nutzet di: Stunde überschriebenen Artikel. g,; Hapgzischen D8. November 1918 auf, in dem vr: Bgumzh„Ministerprähe dent Eisner gefragt wird, warum er das alte von Preuzen beVebr: Maussen Auto-Spedition Im besetzten Gebiet und Holland. 51582 Jckebstrasse so. Telephon 2537. Kichener Tagerschau. An unsere Leser! Der Gesamtauflage unserer Blätter liegt heute die erste Nummer der neu in unserem Verlage erscheinenden Wochenzeitung für die Gesamtinteressen von Industrie, Handel, Gewerbe und Verkehr bei: WDW Westdeutsche Wirtschaft. Den Beziehern des„Politischen Tageblattes“ und des „Nachener Anzeigers“ räumen wir ein Vorzugsabonnement ein, das noch unterhalb eines Drittels des Postbezugspreises liegt. Wir bitten die zahlreichen Interessenten für eine gutgelei tete, inhaltreiche, vielseitige Wirtschaftszeitung Bestellungen auf die WDW möglichst umgehend an uns gelangen zu lassen, damit die regelmäßige Weiterbelieferung sichergestellt bleibt. Bestellzettel findet sich auf der vierten Anzeigenseite dieser Nummer des„Politischen Tageblattes“ und„Aachener Anzeigers“. Unsere Träßerinnen nehmen ebenfalls Bestellungen auf die WDW an. La Ruelle'scher Zeitungsverlag G. m. v.., Aachen, Büchel 61. Der neue Intendant des Stadttheaters. In der gestrigen geheimen Sitzung erklärten sich die Stadtvcrordneten damit einverstanden, daß dem Intendauten Maurenbrecher vom Stadttheater Kreseld die Stelle des Intendanten am hiesigen Stadttheater für die Zeit bis zum Ende der Spielzeit 1925,26 übertragen wird. Ein Wintergewitter. Ein Ausläufer einer tiesen Depression ist gestern sehr schnell füldwärts nach Westeuropa vorgestoßen. An seiner Vorderseite kamen lebhafte südwestliche Winde auf, die trübes Wetter und vielsach Schneefölle hervorriesen. Zwischen 9 und 10 Uhr gestern abend entstand ein Wintergewitter, wie solche häufiger bei einem plötzlichen Einfall tiefer Cyklonen in das Festland aufzutreten pflegen. Die Gesamtniederschlagsmenge betrug gestern 5,4 Millimeter. Die Schneedecke hat eine durchschnittliche Höhe von 17 Zentimeter. Wie uns aus Schleiden in der Eisel gedrahtet wird, liegt dort der Schnee einen Meter hoch. Es ist dort Gelegenheit für jeglichen Schneesport geboten. Warnung vor Gaunern! Am Mittwoch den 25 Februar erschienen in einem Herrenmaßgeschäft zwei besser gekleidete Männer, die fremden Dialekt sprachen. Während der Eine Stoff zu einem Ueberzieher aussuchte, ging der Zweite im Geschäst umher und betrachtete die ausgelegten Stosse. Nachdem der Cine einen passenden Itofj gewählt hatte, erklärte er, daß er aus seiner Wohnung das Modell zu dem anzusertigenden Ueberzieher hoten wolle. Als beide sich entfernt hatten, stellte sich heraus, daß ein Kupon Stoff zu einem Anzug verschwunden war. Der Begleiter des Käufers ist jedenfalls der Dieb. Die beiden Männer waren ziemlich groß, bekleidet mit Ueberziehern; der Eine hatte blondes, der Zweite schwarzes Haar. Wahrscheinlich wird von den Gaunern auch in anderen Geschäften verselbe Trick angewendet, weshalb den Geschäftsinbabern empfohlen wird, auf derartige Personen achtzugeben und gegebenenfalls sofort die Polizei zu benachrichtigen. * Aus der geheimen Sitzung der Stadtverordneten. Auf Grund des§ 4 des Gesetzes über die vorläusige Regelung der Gemeindewahlen vom 9. 4. 23 wird für die Stadt Aachen die Zahl der Stadterordneten auf 53 festgesetzt. Die Handelskammer Aachen weist auf die zur Verordnung 235 kürzlich ergangenen Ausführungsbestimmungen hin, wonach unter anderem alle industriellen Unternehmen, die mindesiens 50 Tonnen Breunstosse bezw. 35000 Kw. die Stunde oder 1000 Kubikmeter Gas im Monat bei normalem Gang verwenden. sowie alle gemeinnützlichen Werke und Kohlenhändler verpflichtet sind, innerhalb einer Frist von 2 Wochen vom Erlaß der Ausführungsbestimmungen an sich beim terhnischen Delegierten ihres Bezirks eintragen zu lassen. Es dürfte im Interesse der Firmen liegen, die Eintragung sowie die Einholung der Vordrucke bei dem technischen Delegierten des Kohlenausschusses. Aachen, Lagerhausstraße 28, tunlichst noch im Lause dieser Woche vorzunehmen. Ehrendoktor der Technischen Hochschule. Hierdurch teile ich ergebenst mit, daß durch Beschluß von Rektor und Senat der blesigen Technischen Hochschule dem Hüttendirektor, Gießereileiter und Vorstandsmitglied der Gelsenkirchener Bergwerks.=., Herrn Johann Holthaus in Gelsenkirchen, In Anerkennung seiner hervorregenden Verdienste um die Technik, in besondere um die Entwicklung des Gießereiwesens, die Würde eines Dr. ing. ehrenhalber verliehen worden ist. Ehrung. Der Prosessor, Geheime Regierungsrat Dr Gustav Rasch in Heidelberg(früher an der Aachener Hochschuile) wurde zum Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften gewählt. Von der Feuerwehr. Gestern nachmittag.52 Uhr wurde die Feuenvchr durch Feuermelder zur Dresdener Bank Kapuzinergraben gerusen; dortselbst waren in dem Keller aus bis jetzt nicht ermittelter Ursache Papierabfälle in Brand geraten Duurch die sehr sparke Renchentwickelung hatten die Minnschaften viel zu leiden und es gelang nür unter Zuhilfenahme von Rauchschutzapparaten und Schutzmalllen an den Blandherd heranzukommen. Mit einer Schlauchleitung gelang es in enwva 20 Minuten, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Die umfangreichen Aufräumungsarbeiten nahmen die Feuerwehr noch bis.30 Uhr in Anspruch. Wertpapiere und Papiergeld sind nicht verbrannt. Neue Reichsbanknoten. In den nächsten Tagen werden, wie verlautet, neue Reichsbanknoten zu 10, 20 und 50 Billionen in den Verkehr gebracht werden. Es handle sich dabei lediglich um eine rein technische Maßnahme. Die jetzt kursierenden Noten von 5, 10 und 100 Billionen sollen durch diese Noten ersetzt werden. Der Aufruf der alten Noten wird unmittelbar, nach der Ausgabe der neuen Scheine erfolgen. den Aachener Lichtspielhäusern. Moderne Lichtspiele.„Sonnabend=Nacht". Dann fängt für die Kinder der Großstadt der Sonntag mit seinen Freuden an und es ist ein Wendepunkt in ihren Tagen, abgeschüttelt ist der Staub des Alltags, Feierlichkeit zieht in die Herzen ein und in gehobener Stimmung amüsiert man sich. In dem Trubel des Vergnügungsparkes, auf dem großen Luftrad, entscheidet das Schicksal. Iris van Suydam und Richard Pentriß sind verlobte, reich von Hause. Das kleine Waschmädel Chamrock und der Chauffeur Tom Verliebte. Der Lauf des Lebens will es, daß die Paare sich trennen, der Chauffeur Tom wird der Monn seiner Herrin Iris, die jedoch enterbt wird. Der reiche Pentriß dagegen heiratet die reizende, kleine Shamrock. Doch die beiden Paare von ungleichen Teilen können sich trotz des besten Willens nicht aneinander anpassen, Oel und Wasser lassen sich nicht vermischen. Aus dem goldenen Käsig entschlüpft der kleine Vogel Shamrock und trifft den Chauffeur, mit dem sie eine Nacht in dem Kirmestrubel sich austollt. Hoch oben auf dem Luftrad, über den kreisenden, flimmernden Lichtern, über der Musik und der Jubel froher Menschen, saßt sie den Entschließ, nicht mehr zurückzulehren. Das Schicksal fügt wieder Iris von Suydam zu Richard Pentriß und die kleine Shamrock'Day zu ihrem Tom. Das alles wird in unterhaltenden Bildern ausgezeichnet vorgeführt in einem Spiel mit reichen Einfällen und großer Entfaliung einer prunkenden Pracht. Herrliche Gesellschaftstoiletten entzücken das Auge. Das Schwimmfest im Salon ist brillant inszeniert. Die Darstellung liegt in guten Händen und bringt dem Werk einen ganzen Erfolg.— Marcco, unter Gautlern und Bestien. Der zweite eil ist ganz von der Sensation beherrscht. Die Vorzüge diese" Films liegen in der klaren Photographie, der Schönheit der wunderbaren Bilder sowie in der glänzenden Darstellung durch die beliebten und sympathischen Künstler Joe Stöckel, Lotte Lorring, Ernst Walsing und Illona Matjasowsky. Das Milien der Zirkuswelt ist beim Publisum beliebt. Artistische Darbietungen gelangen im Original zur Vorführung. Ein Sensationsfilm, der aus der Menge der Produktion herausragt.— Ein lustiger Teil bringt Heiterkeit und Lachen. Vorzügliche Kinomusik lieferte das gutgeleitete Orchester. Heutige Veranstaltungen. Stadttheater: Das Konzert. Serie C. 7,45 Uhr. Edentheater: Der letzte Walzer. 8 Uhr. Bunte Bühne: 4 Uhr Mokka. Abendverstellung 8 Uhr. Trocadero: Neues Programm. 8 Uhr. Kurhaus: Wohltätigkeitsfest des Radsportkl.„Zugvogel“. Gesellschaftshaus: Familienfeier der Aachener Turngemeinde. 6 Uhr. Kaiser=Café: Künstler=Konzert. Neullens Hotel: Tafel=Musik. Anglo=American=Bar: Intime Musik. Restaurant Germania: Konzert. Spatenbräu: Konzert. Restauration Wilhelmina(Krugenofen): Konzert. Weinhaus Gilles(Friedrichstraße): Intime Musik. Rheinischer Sport. Die Spiele der Alemannia fallen wegen des starken Schneefalles aus. Aachener Turn=Gemeinde 1862 e. V. Jugendabteilung. 16 frische Jugendturner unter Leitung des Sportwartes zogen Sonntag morgen hinaus in den verschneiten Wald. Welch ein Gegensatz zur Stadt, dort schmutzig naß die Straßen, in einem unbeschreiblichen Zustande die Plätze, hier draußen alles still und weiß. 16 Jungen beginnen die Einübung des Waldlaufs, vorerst noch kurze Strecken. Alles hält wacker durch In langsamen, steten Lauf durch den schönen Siegeler Wald Der bietet für die Jungen immer neue reizvolle Bilder. Zu Füßen ein weißer, weicher Teppich, noch von keinem Menschen berührt, nur ein Eichhörnchen ist blitzschnell über den Weg und läuft an einer mächtigen Buche hinauf. Das Ziel rückt nätzer. Alle haben blanke Augen und von der herben Ozonluft gerötete Wangen. Ein kurzer Endspurt und das Ziel ist erreicht. Bei Allen eitel Freude, daß sie ihren Lauf so gut bestanden haben. Anschließend noch einige Staffelläuse und hinein gehts wieder in die Kleider. Abgerieben und gut verpackt, marschieren die wackeren Jungen, ihren Führer in der Mitte. nach Hause. Die glaubten, bei dem Schneewetter zu Hause bleiben zu müssen. sind um eine Freude ärmer, denn er war unzufrieden mit diesem schönen Morgen? Vielleicht das Eichhörnchen, das aus seiner Ruhe ausgescheucht wurde. Am Sonntag den 9. März Uebungslauf der Männer= abteilung der T. T.., ½11 Uhr vormittags. Leiter: Sportwart Fr. Frantzen. Huco. Kegelsport. Wohltätigkeitstegeln. Der Aachener Kegler=Verband E. V. stellt sich, wie in früheren Jahren, auch jetzt wieder im Dienste der Nächstenliebe. Er veranstaltet vom 15. bis 17. März d. J. auf den drei Parkett=Kegelbahnen(1 Bohle und 2 Scheren) bei Scheufen, Rosstraße 9, ein großes Wohltätigkeitslegeln zum Besten der Aachener Armen. Die ähnlizen großzügigen Veranstaltungen des A. K. V. vor dem Kriege, dürften bei vielen noch in Erinnerung sein. Damals wurden eine Anzahl neuer Kegelbahnen in einem Saal Aachens aufgebaut; heute ist dies jedoch, wegen der bedeutenden Kosten und auch aus Mangel an geeigneten Sälen, nicht mehr möglich. Wenn auch auf drei Kegelbahnen nicht der große Sportbetrieb von ehedem zur Geltung kommen kann, so wird doch anderseits, durch die ersparten Aufwendungen für die Neueinrichtungen, mit einem guten Ueberschuß für die Bedürftigen zu rechnen sein. Bh. Wintersport in der Eisel. — Der Wintersportverein Montsoie teilt uns mit, daß in Montjoic beste Gelegenheit zum Wintersport besteht. Günstigste Schneelage. Breitensträter besiegt. w. Berlin, 1. März.(Drahtbericht.) In dem gestrigen Boxkampf um die deutsche Schwergewichtsmeisterschaft wurde der bisherige Titelinhaber Hans Breitensträter von seinem Herausforderer, dem Deutsch=Amerikaner Samson=Körner, in der dritten Runde durch knock=out besiegt. Weiter schlug der australische Schwergewichtsmeister George Cook den Italiener Ginseppe Spalla in der sechsten Runde durch knock=out. Aachener Devisen vom 1. März 10 Uhr vormittags. (Mitgeteilt von der Dresdner Bank.) 29. Februar 1. März England 19,400—19,500 19,375—19,450 Frankreich 187—193 187—192 Belgien 160—168 160—165 Holland.690—1,700 1,680—1,690 Amerika 4,515—4,525 4,450—4,550 Schweiz 770—790 770—790 Börsendepeschen. Wertpapiere. (Die Kurse verstehen sich in=Milliarden=Prozent.) Kbin, 1924 28. 2. 29. 2. 28. 2. 29. 2. bis 16.500; Siegwart Glas 19—29000; Schildesche Eisen bis 550; Schokol. Rhein. 125—175; Spuddawerk—8000; berg 650—850; Stahlwerk Krone 21—2300; Stahlwerk Oes, bis 975; Stock und Kopp 1050—1250; Südharzer Holzind.n bis 1250; Textil Meyer 850—975; Tiag 4000; Thienhaus u bis 2100; Udelhosen 4250—5000; Vema—1200; Vulnoplast bis 500; Weika 19—2100; Westd. Baumwolle—600; Wandplatten 14—16000; Westd. Holzunion 1200, Westd. 5, und Kabel 1800; Willerscheidt 375—425; Wynen Zig. 275; Zalewski 400—500.. 475— Bank=Aktien. Barmer Bankverein Berg.=Märk. Indust. Darmstädter Bank Nachener Spinnerei Adter=Brauerei Bad. Anilin u. Soda Basalt Berliner Spebiteur Verzelins Bielefelder Bochumer Gußstahl Buderus Bonner Bergwerk Chem. Weiler Continentale Isola Dahlbusch Deutsche Atlant. Dynamit Nobel Ehrhardt u. Sehmer Eschweiler Bergwerk Feiien u. Guillaume Feisenkir v. Bergwerk Hammersen Spinn. Harkort Eis. St.=Pr. Harpener Bergvau Hilgers Hubertus Braunkohle Humboldt Kalker Brauerei Industrie=nktien. 15 23 22 Kalker Maschinen Klöckner Kölner Gummifäden Köln=Lind. Metallwr. Koln=Neuess. Egw. Köln=Rottweil Mand Plano Motorenfabrik Deutz Oetwerke SternSonneborn Phönix Bergbau Rasquin, Farbwerke Rhein. Braunkohlen Rhein..=V. f. Zucker Rhein. Masch. Leder Rh.=Westf. Sprengst. Rhenania, Chem. Roddergrube Sichel u. Co. Stollwerck Verein. van der Zypen 130 Biersener Spinnerei 24 Vorwärts Spinner.! 58. Relter gebezenge.5 Westf. Draht=Ind. Westf. Eisen u. Draht Papiere im Freiverkehr. Unnotierte Werte in Milliarden Prozent. Köln, 29. Fehr.(Drahtbericht.) Allg. Bankverein 80—90; Andern. Möbel 275—350; Alsberg 6750—8000; Avramikos 550 bis 675; Arienheller 20.000; Becker Kohle 11—12000; Becker Stahl 10 500—11 500; Benz Motoren 4500—6000; Bergina 550 bis 650; Berkowicz 500; Braunkohle Ind. Zukunft 54—56000; desgl. Anleihe 6250—7250; Bruckmann Film 700; Carl Friedrich 4500—5500; Chem. Krewel 1000—1250; Herm. C. Starck 25—3500; Chem. Wagner—4500; Kreditbank Mittelrhein 275 bis 400; Dempewolf 1050—1150; Deulig Film 650—850; Deutsche Fahrzeug 525—625; Deutsche Lastauto—5000; DeutschNiederl. Bank—250; Dolerit Basalt 10—2000; Dortmunder Zement 1110—1250; Eisas 11—1400; Ermag 5000; Farbwerk Hipp 1400; Grauwacke und Basalt 4500—5250; van Ham Oelwerk 2000; Hansa Lloyd 22—2400; Harburger Hobelwerk 1300 bis 1500; Herminghaus 9500—11 250; Hermes Likör 25—3500 Hermes Handel—650; Houbenwerke—2350; Jagdfeld 70 bis 100; Jancke und Kunkel 11—1250; Ind.= und Siedl.=Bau.= G. 1050—1250; Isolierrohr.=G. 450—575; Jung 275—9 Kabel Rheydt 11 500—12 500; Karstadt—4500; Koll und Spitz 18—2000; Eiberfelder Kupfer 3500; Lederwerke Rheindahlen 750; desgl. junge—800; Löwenstein—500; Mausfelder Kupfer 13 250—14000; Minlos 825—925; Mittelrh. Sägewerke 275—300; Niwel—600; Otoba 750—900; Parkhotel.=G. 22—26000; Pinguin 28—3200; Pohlig.=G. 26—32000; Rapaille—850; Reisert 6500—7000; Rhein..=G. 175—200; Rh. Glashütte 14—16 500; Rhein. Preßhese 25—2750; Rhein. Volksbank 350—450; Richarz—400; Rogler 31—3500; Selbe 15.000 ch Kursberichtigungen. Bochumer Guß 685; Friedrichsthal 45.5; Rhein=Mu### 13.3; Rhenania 10,9; Rombacher Hütte 30,125; Lahmeyer#### Hinweise. Das 8.(letzte) städtische Konzert unter Leitung von Ha### Generalmusitdirektor Dr. Raabe findet am Donnerstag#### 6. März, abends 7 Uhr statt, die Hauptprobe ist am Mittwagl abends 7½ Uhr. Zur Aufführung kommen 3 Orchestersta aus der musikalischen Komödie„Satyros" nach Goethe### Waldemar von Baußnern und die Fünfte Symphonie####Gustav Mahler. Beide Werke werden in Aachen zum ers### Male gespielt. Inhaber von Dauerkarten müssen Monteg mnDienstag von 11—1 und—6 Uhr nachlösen. Der Einz### kartenverkauf für Konzert und Probe beginnt erst am Viewoch. Siehe Anzeige. Stadttheater. Sonntag geht außer Abonnement Joha Strauß' Operette„Die Fledermaus" zu erhöhten Wreisen#### Szene. Die Spielleitung hat Herr Friederici, die musikals### Leitung Herr Kapellmeister Herzfeld inne. Im zweiten um wird die Berliner Tanzkünstlerin Hilde Schewior, die bes#### ders hierfür zu einem Gastspiel gewonnen wurde, mit ein##### Tanzeinlagen aufwarten. Die Künstlerin wird ihre Tanzim# dem Geiste des heiteren Werkes und der Fastnachtszeit#### passen und vor allem groteske und heitere Tänze zum Besa geben. Der Vorverkauf der Vorstellung beginnt am Samtm vormittag. benswürdiger Weise wurde uns vom Kuppelverlag eine### zahl Karten für seine beiden mordenen Musikavende am Fie## atg den 7. und Donnerstag den 20. März, zum ermäßiggn Preise zur Verfügung gestellt. Der Kuppelverlag sieht### seine erste Aufgabe an, nur künstlerisch wertvolles zu bien urd können wir unseren Mitgliedern nur empfehlen, die Abende zu besuchen. Alles Nähere im neuen Mitteilungsbia# Im Edentheater feierte die große Karnevalsoperette„Ja## letzte Walzer“ allabendlich 8 Uhr direkte Triumphe, und#### wohl keine andere Operette wie diese besser in die Karneva#### zeit. Das Stück bleibt noch bis einschließlich nächsten#### nerstag auf dem Spielplan, und bietet ein Besuch des Ed## theaters dem Aachener Publitum den besten Ersatz für die au fallenden Fastnachtsbälle. Am Freitag den 7. März findet## Rahmen eines Ehrenabends für das hier so überaus belich# Künstlerpaar Jenny Schömig und Ferdinand Liese die Erstau### führung von„Madame Pompadour“ statt. Städtisches Suermondt=Museum. Die März=Ausstellm des Museumsvereins enthält Gemälde(überwiegend Porträtz von Eginhard Menghins=Aachen, Otto Pseiffer=Köln un Prof. Max Obermayer=München. Im Anschluß an diese Austellung sind im Kupferstich=Kabinett(Erdgeschoß) künstleristz Bildnis=Photographien von Richter=Rosenfeld=Aachen augestellt. Reiff=Museum. Die Ausstellung Pros. A. von Brandis am Sontag den 2. März zum letzten Mal geöffnet. Freie Wirte=Innung zu Nachen. Mit Rücksicht auf## strenge Verbot der örtlichen Polizeistunde betr. karnevalistische Kundgebungen in den Lokalen hat der Vorstand diesbezügliche Plakate drucken 1issen und bittet die Kollegen im eigenen Interesse, sich heute noch ein Plakat abzuholen, um sich vor Schad zu schützen. Plakate sind zu haben bei den Kollegen L. Pamen, Löhergraben, Alfred Lintzen, Seilgraben und Huben Schröder, Adalbertsteinweg, sowie beim Schriftfuhrer.#### Vorstand. Aachener Lehrer= und Lehrerinnen=Gesangverein. Samstaz (Fröbelseminar).30 Uhr Damen(Frauenchöre Brahms), .30 Uhr Gesamtprobe. 52297 Deutsch=Evangelischer Frauenbund. Dienstag den 4. Mäy Monatsversammlung, nachmittags 4½ Uhr, im Burtscheide Gemeindehaus, Herzogstraße 2. 2529 Preußisch=Süddeutsche Klassenlotterie. Ziehung 1. Klast 7, März. Lose vorrätig. Siehe Anzeige, Veranstaltungen des Kuppel=Verlags im Monat März. Am 7. März: Klavierabend Willy Hahn. Siehe heunn Anzeige. Am 20. März: 2. Moderner Musikabend. Uraufführungen und Erstaufführungen von Werken Paul Hindmuths, Joset) Eidens' und Paul Hasenclevers, unter Mitwirkung von Fia Betty Francken=Schwabe, Fräulein Gertrud Meiling ven Stadttheater und Kapellmeister Willy Hahn. Siehe heutg Anzeige. Am 24. März: In Verbindung mit dem Museumsvereis Aachen: Wissenschaftlicher Vortrag mit Lichtbildern. Büchartz=Weimar spricht über den Konstruktivismus. Kartenvorverkauf hat begonnen. Am 27. März: Albrecht Schaeffer, der Verfasser des hiei im vorigen Jahre urausgeführten„Demetrius" liest eigen Dichtungen. Kartenvorverkauf beginnt Ende nächster Woche Prosuders Dir.: Friedr. Wiese Tel. 2954 u. 4586 AAUHEN Franzstr. 45/47. Ab heute sowie an den übrigen Karnevalstagen: Ans Fanzenut Neue Marzprogrumi. Konzertanfang.30 Uhr 52291 Beginn der Vorstelllung 8 Uhr. Tischbestellungen unter obiger Telephon-Nr. Preie Vorksbilhhe. Donntag den 9. Mürz, nachmittags 3 Uhr. Im Stadttheater: 99 66 Lustspiel von Ludwig Thoma. Am Freitag den 7. und Donnerstag den 20. März, abends, im Adam-Saal: Moderne Musikabende des Kuppelverlags. Hierzu eine Anzahl Karten zu ermässigtem Preise von.75 Gmk. für beide Abende im Sekretariat zu haben. Karten-Vorverkauf ab Samstag den 1. März Kleinkölnstrasse 18, Flügel A, Zimmer 1 52300 Dier Oßenilicht Hörleng. im Evangelischen Gemeindehause, Michaelstraße 8/10. 11. März. Privatdozent Dr. Meusel:„Krise und neuere Formen der Sozialpolitik“. 18. März. Professor Dr. Krischen:„Eine Reise nach Babylon". Mit Lichtbildern meistens nach Aufnahmen und Rekonstruktionen des edners. 25. März. Privatdozent.ic. Dr. Schmidt(Bonn): „Suchen und Finden der Jugend von heute“. 1. April. Präses D. Wolff:„Schicksal und Zufall in der Weltgeschichte". Weiteres von Oswald Spengler. Die Vorträge an diesen 4 Dienstagen beginnen um 8 Uhr. Dauerkarten zum Preise von.— Goldmark sind zu haben bei den Herren Dames, Kapnzinergraden 46, und Raus, Hindenburgstraße 27/29, sowie im Evangel. Gemeindeamt, Michaelstr. 8 10(vorm. von 9½—1 Uhr). Einzelkarten zu.— Goldmark nur an der Abendfasse. Der Gesamtertrag ist für die dringendsten Bedürfnisse der Gemeinde bestimmt. 2527 Das Preshyferlum Dr evans. Gemeinde Nachen „ Zwei Moderne Mulikabende veranstaltet vom Verlag„Die Kuppel" im Konzertsaal Adam. Wilhelmstr. 38. I. ABEND Freitag, den 7. März, abends 8 Uhr Klavierabend WILLE HAHN. Werke von Bach-Bujoni, Reger. Schumann(Kreisleriana), Dedussy. II. ABEND Donnerstag, den 20. März, abends 8 Uhr Nittwirkende: Frau Beuy Francken=Schwabe(Geige) Frl. Gertruck Meiling v. Stadtth.(Gesung.) Kapellmeister Willy Hahn(Klavier). Piolinsonaten von Josef Eidens(Uraufführung) und Hindemitb. Lieder von Josef Eidens(Uraufführung) Rhapsodie von Paul Hasenciever. Programme sowie Text au Hasencievers „Rhapsodis’ an der Abendkasse. Elntrittskarten tur beide Abende zusammen Mik..50, desgl. ermäßigt für Studierende. Schuler usw. Nlk. 2, 5o. Einzelkarten Mk..—. Vorverkauf in der Cremer'schen Buchhandig., Buchb. Creutzer und Schweitzer, Adalbertkr. Festspiele. „ am Samstag den 8. März, 7½ Uhr. Ermäßigte Karten ab sofort beim Beamten=Wirtschaftsverein, Roonstr. 14 und Kockerellstraße 24. 52299* Katz. Frauenbund und Akademiker=Verband. Vorträge über:„Christentum und Meuschentum“ vou Professor Nadermacher, Vonn, am.,., 6. März, abends 7 in St. Arsusa. 52292 Eintritt für alle Vorträge.— Mark.— Linzelvortrag.50 Marf.— Karten an der Abendkasse. Weinrestaurant STEGMANN Heinrichsallee 46, Ecke Maxstraße empfiehlt seine vorzügliche Küche. — Prima WEINE.— Zivlie Preise. 2523“ Der blendend schöne zweite Teil den 3. März 1924, letzter Vorführungstag Tu Perct um Prul tnige Ders enen und Cieserun,, Marke Buick, 9/28 PS, mit 2 neuen, abnehmbaren Karosserien, oben gesteuertes Ventil, Lichtmaschine, Anlasser, 5fach neu bereift, zu verkaufen oder gegen schweren Wagen oder Chassis zu tauschen. Zwei Photographien zugestellt für 2 Mark im voraus. Garantiert fehlerfrei. Auskunft Marienbongard 24, Telephon 2491.— Bitte vorherige Anmeldung, weil der Wagen in Betrieb i8.: 52287 Theater. Zwei 2538 Anirermen Engitertt 895135(neu) gegen 2 Decken 935x135 zu tauschen=ges. Zülicher Bachaue, Rütich. Eenstungssähige S„ P Arenfürein ucht fle u.(sei. Gebiset) ####schen und Umgegend einen bei den Spezial=Junvtern und Grossisten bestens eingeführten Gertreter gegen entsprechende heiten ein Fabriklager zu übernehmen. in Frage, welche seit langen 7 lus, enste Häuser tätig gewesen sind. Angedote unter C Uz5s an die Geschäftsstelle. Fabrikgeschäft sucht eine mit allen kaufmänn. Arbeiten vertraute Für Sofare au. Moschinenschreiben kann, Tüchtige erste Terkanfer., in Weiß= und Wollwaren=Geschäft für sebe gesucht. Offerten mit nur guten Zeugnissen unte W 52262 an die Geschäftsstelle erbeten. Wir suchen zur selbständigen Leitung unserer Abteilung eine allererste brauchekundige Verkanserin die über gute Fachkenntnisse und beste Eurzseht verfügt u. gewandt im Verkehr mit jeder Kunnsch# ferner eine durchaus perfekte, bestempfohlene Terranferin für unsere Kostüm= und Mäutel=Abteilung schriftliche Angebeie erbeten an: R. Appelrath=Cüpper G. m. b. O 52207 Nachen. K Operation govisch behandelt dhr akut und chronise, Pchändelt onde ##atten nach Thure Brauet Naturheilverfahren und Homöopathie Frau Anna Stree Dahmengraben 20. Zu Hause von 10—5“ K Standesamt beurkundete Sterbe Vom 28. Februar 1924. Losers Hupperp, 69., Ottostr. 36.— 30 Fraevric, 82., Vaalserstr. 19. Vom 29. Februar 1924. Johanna Rüsser, 65., Adalbertstr. 6.— Schmitz ged. Drießen, 52., Baalserstr. 110.— Mt., Paßstraße 9.— Johann 13 Mt., Gut Thönisrat T. Sosg. g Sch hlwerk Oese### ir Holzind. 1 Thienhaus un 5-;: Be „Wesh Zig. 275-# Sachenenr aa tung von Ha# donnerstag un# am Mittnag I Orchesertuch Goethe du urbe 18 Bed um 6b in Monten u5 Der Euh erst am Aig gement Johunc ten Wreisen die musikalis m zweiten Nor, die bein# de, mit einn### ihre Tanzimi## stnachtsseit u# ize zum t am Samiu# März wirh udwig Thoni# zeige.) Ini## erlag eine## bende am re um ermäßign erlog sieht an olles iu biend mpfehlen, Litteilungsbiu Soperette„Ju urhe, und bi# die Karregzu nächsten such des Ein atz für die au. März findet# beraus belicht ese die Erstam kri=AAusstelunh gend Vorträts fer=Köln u. an diese Ausß) künstlerist =Aachen auon Brandis let. sicht auf### karnevalistische diesbezüglice eigenen Interch vor Schedu Mllegen L. Vaund Huben stführer. 26 rein. Samstaz öre Brabus. 59250 ig den 4. Min n Burtscheide 2529 hung 1. Klch. unod Bldg:. Siebe heutg raufführungen muths, Joset) ung von Fia Meiling ven Siehe heutig Ruseumsvereis bildern. Ma mus. Karterfasser des dier “ liest eigen tächster Woche Die glückliche Geburt einen gesunden Töchterchens zeigen hocherfreut an Walther Speer und Frau Else geb. Deppe. 1schen, den 29. Februar 1924. Zt. Luisenhospital. 8536 Joseph Kölzer Käthe Kölzer geb. Rurters VERMAHLTE. ###chen, den 1. Märs 1924. llauerstraße 3. 52272* Künstl.s Zähne Umändern alter Gebisse, Reparaturen usw. H. Ziebold Zahn-Institut Harskampstraße 79. DIPO-Farbbänder, TIOU. Kohlspapier. Breiten, Fernruf 4363. 51844 Lecken z. Steppen werden angenommen, daselbst 2 weiße Eisenbetten für Kinder Stück 20.— Mk. zu verkaufen. 2533 Kleinmarschlerstr 18 Stadttheater. #tag, 2. März, Aufang 7 Uhr, Ende 10 Uhr Außer Abonnement: Die Fledermaus. Operette von Johann Strauß. #stpiel bilde Schewior, Berlin: Tanzeinlagen. Witag, 3. März, Anfang 7,30 Uhr, Ende.45 Uhr 23. Vorstellung der Serie D Moral. Komödie von Ludwig Thoma. 73670 chäft für nagisen ud elle erbeten. Uuc underer biche 94. 36.— Alleinstehender, junger Geschäftsmann, kathol., sucht tüchtiges Geschäftsfräulein, Alter 20—24 Jahre, zwecks späterer Heirat kennen zu lernen. Etwas Vermögen erwünscht. Diskretion zugesichert. Zuschriften mit Bild unt. M 2522 an d. Gschst. SASUre Heden Modene bitten wir besichtigen zu wollen. Konkurrenzfähige Preise. Miom Patzasbi, Kruhlumzeuggesche Ausstellungs- und Verkaufsräume: Adalbertstrasse, Ecke Stiftstrasse. Reparaturen. Betriebswerkstätten: Reihstrasse 27, Telephon 3812 u. 3546. Reparaturen. beunerstag den 6. März 1924, abends 7 Uhr, im Städtischen Konzerthause: Leiter: Dr. Peter Raabe. veldemar von Bausenern: 8 Orchesterstücke aus der musikalischen Komödie „Satyros“ nach Goethe(zum 1. Male). #ustav Mahler: Fünfte Symphonie(zum 1. Male). welkarten zu.— Goldmark von Mittwoch ab. Abonnenten zahlen.— Goldmark. Donnerstag den 13. März 1924, abends 7½ Uhr, Im Städtischen Konzerthaus(Eingang Convenstrasse): 48 zum Besten der Nachener Wärme- und Speisehallen des Deutschen Roten Kreuzes. Leitung und erläuternder Vortrag: Herr Generalmusikdirektor Dr. Peter Raabe. Solist: Herr Getthold Ditter, Heldenbariton des Stadttheatere. Orchester: Das verstärkte städtische Orchester. Amsterdam Geisna Bar Alexanderstr. 6(Nähe Groeskölnstr.). Adsceits-Viele Alexanderstr. 6(Nähe Grosskölnstr.). 51956 Faspen-Bäuhe. ####. Täglich 8 Uhr:„Jchannisnaat“ und„Der E„„„„„„ 325 Zauberring“ v. Hein Janssen.— Sonulage u. Mit29 Racheler Köglei-Verband. S— s Zu unseren Veranstaltungen*“ nittwoch den 5. März, abends.80 Uhr: Oeffentliche Hauptprobe. nelkarten zu.— Goldmark von Mittwoch ab. Abonnenten zahlen.— Goldmark. ber Kartenverkauf für Abonnenten fladet lag und Dienstag von 11—1 u.—6 Uhr! Die Dauerkarten müssen beim Abholen der ien vorgelegt werden. Ueber die Abonnementsplätse, für bis Dienstag den 4. Mürz, abends Dhr. Karten nicht eingelöst sind, wird ven nech früh ab anderweitig verfügt. #ber Verkauf der Einzelkarten(Konzert Probe) beglunt erat Mittwech. Kassennden: 11—1 und—6 Uhr. bnuer der Aufführungen etwa 2 Stunden. Städtische Musikdirektion. Werke von Ricbard Wagner: Ouvertüre zu„Tannhäuser“. Zwei Gesänge aus„Tannhäuser“: a) Blick ich umher. b) Lied an den Abendstern. Vorapiel zu„Lohengrin“. Vorspiel und Isoldes Liebestod aus„Tristan und Isolde“. Schlußgesang des Hans Sachs:„Verachtet mir die Meister nicht“ aus den„Meistersingern von Nürnberg“. Pause von 20 Minuten. Strause:„TIII Eulenspiegel“, symphonische Dichtung für grosses Orchester.(Erläuterung mit Beispielen durch das Orchester gegehen.) Richers Karlshaus findet für die Mitglieder Kartengusgabe Sonntag TAFden 2. März, nur mittags von 12 bis 2 Uhr, im 6 Karlshaus statt. 2539 Mitgliedskarte berechtigt nicht sum Bintritt. Hotel Sorhendsbaut — Vornehme Bar,— Wein- und Teestuben. lchwilags- und Abend-Konzerte. Jeden Sonntag: Matinee. " Genes Programm für die Karuetalstage. lusikdirtigent: Fred Rheinen, ehemaliger luuskapellmeister der russischen Gräffn von Ikownikoff--Galitsky. 73445 fischbestellangen für Samstag den., Sonntag #2, Montag den 3. und Dienstar den 4. März 48. Js. sind möglichst frühzeitig erbeten. tden-Operetten-Theater Täglich abends 8 Uhr: 52168 Die große Karnevalsoperette Verletzte Walzer. der größte Erfolg dieser Spielzeit. Bintelttskarten für Saal und Logen..... 10.— Goldmark. Karten für Orchesterpodium...— Goldmark. Alle Saal- und Logenplätze sind numeriert. Einteittskarten sind au haben: An der städtischen Konzerthauskasse(11—1 Uhr u.—6 Uhr), im Verkehrsbüro Elisenbrunnen, in der Hofmusikalienhandlung Naus, Hindenburgstrasse, im Musikhaus Hogrebe, Comphausbadstrasse, in der Buchhandlung Schurp * Schumacher(Jacobis Nachf.), Hartmannstrasse, und in der J. A. Mayer'schen Buchhandlung, Büchel. 52126 Restaurant Skändl. fl. Biere. 592844 Weinrestaurant I. Etage. Best anerkannte Küche. Während der Karnevalstage Künoher-Konzer! sunte Bühlle Bis Ronopel-Theater, Molsgraben##) #l# 3509 Zhir.: Geors Auerbach Tel. 3509. Das führende Haus am Platse. Heute Samstag: -Uhr-Mocca. in de Kupsehlungs der Kundschaft i# sohlene in lung. Ausführl## B. m. b. niheiten behandelt ohne zure Brandt. möggethte recker von 10—5 Uhr. ueK Abende Einlass 7 Uhr, Beginn 8 Uhr: Werneue Elite-Spielplan Eln an Kunst, Stimmung, Humor und Komik sberreichtes Programm!! ### Sastiane, Jugendl. Spitzentänzerin .%% Basfey, der lustige Kunstpleifer a“ Hansen, urkomische Silbouetten #reu Spielmann, Humorist beltinaue, tbeig, rundische Kanstruppe! “ref. Nornes, der originelle Modelleur Schüffer- Reineck., Stimmungssänger ½ und I. Flaber, der Gipfel der Komik auf Fahrrädern. Morgen Sennlag: 52171 2 Vorstellungen 2 Wlies nachm. 4 Uhr, abende 7 Uhr. Hontag und Dienstag:— VIhr-Mocee. CAltag ist die Theaterkasse vorm. 11—1 Pras“ u. nachm ab 3% Uhr geöfiuet. ##bedinst-!“ Plätze(Tel. 3509) müssen un#ngt bis 8 Uhr abends gelöst werden# in den oberen Räumen. Wellliaus Futz Wein-Restaurant I. Ranges Edelstrasse 18 Telephon 6315 Edelstrasse 12 S Bekannt für seine gute Küche und preiswerte in- und ausländische Weine. 52288 Spezialität: Vorzügliche alte Spanische Lisch- und Süss-Weine. Preiswerte Original Bordeaux- und Burgunder-Weine. Terkeuf auch ansser dem Maugg. Auchöner Brachads Samstag, Sonntag, Montag, Dienstag TTOITA Ausserdem jeden Sonntag Konzert an den 3 Karnevalstagen im Willst Du mal herzlich lachen, Dass Dir die Rippen krachen, Nimm Hut und Pelerine Und eil’ zur— Ganden Junne. *2171 Weinhaus Gilles. Vornehmer Barbetrieb. Intime Musik.— Sonntags von 11—2 Uhr: 52250 Friedrichstrasse 9. Friedrichstrasse 9. * * Karnevals-Gesellschaft S NNNN 9 Büchel 10. Büchel 10. Cafe Exteister.s Neo! Holländ. Likör-Bülett. Neu: Wein-Restaurant I. Etage: Ersiklass. 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Ligeklagter Ludendorff.— Schwarzweiß oder blanweiß?— Dié symbolische Rheinlinie.— Ein weißer Rabe.— Der gute deutsche Europäer. Palotto ist gut! mit die Geschäftk r, Aache, is Aaher u Nachen, SchlietS97 Schulbildung i kaufm. Bürr liche Angebet 58251 an A chemischen Je nische Abteilueg nsrüstungsmittel, inen bei der Ze## und Umgetung gen u. strebsann die Erkenntnis des spanischen Diktators, des GenePrimo de Rivera: militärische Fähigkeiten reichten Schar nicht aus, um einen modernen Staat zu regieman müsse eben willig=unwillig das unvermeidliche den Berufspolitiker, gelten lassen, kommt uns mullich garnicht so spanisch vor. Ein Blick nach Müngenügt, und ein Blinder sicht, daß man ein tüchtiger hsoldat, sogar ein tüchtiger Feldmarschall, und dabei #erzlich schlechter Politiker sein kann. Freilich ersicht #n zugleich, daß auch ein Staatsdiktator im Gehrock in hohen Politik nicht minder überzeugend daneben kann als irgendein untformierter Rivale. n ist ein trauriges Bild politischen Intrigantenund patriotischer Schwarmgeisterei, das sich im erprozeß vor der Welt entrollt. Aus der Rede des spiangeklagten selbst loderte die Flamme unbedingter mabe an die Sache, an den Krieg gegen die„Noberverbrecher von 1918“, an den Kampf bis aufs ser wider den„Marxismus“, der ihm nun einmal als slleinschuldige am Zusammenbruch des Reiches ertint. Neben dem Feuerkopf Hitler der kühle Stra### des Weltkrieges, Erich Ludendorff, glühend in Beichem innerem Feuer tiefer Vaterlandsliebe und un###tischer fast noch als der Führer der Nationalsozia#en. Er het wie Hitler dem Wort der Kahr, Lossow, Eeißer unbedingt geglaubt, hat angenommen, die rechtitige Regierang verlange seine Führung zum Marsch ###en die Berliner Machthaber, hat gehofft, ganz Deutsch#nd werde sich wie ein Mann hinter ihn stellen,— und #cbte in wenig Stunden den Gegenbeweis in Gestalt #ifender Kugeln, die eine Reihe seiner Anhänger hin###tten und nur wie durch ein Wunder ihn selbst vertonten. Tüchtige Soldaten, tapfere Drausgänger,— den Politiker macht allein der Blick für die Tatsäch#tleiten des Lebens, das Auge für die Möglichkeiten Stunde. Blick und Auge fehlten allen, die nunmehr, Hochverrats angeklagt, vor dem Münchener Volksbicht stehen. Aber auch die damaligen Vertreter der ##erischen Staatsgowalt erscheinen im Licht der bis##rigen Verhandlungen kaum minder strafbar als die Reelen vom 9. November. Klar und unverwischbar steht # Tatsache fest, daß die Kahrleute und Hitler zum minien in dem einen Plan einig gewisen sind, die ReMit zu beseitigen. Ueber ihre anderen Ziele scheint #klarheit und Mißtrauen geherrscht zu haben. Die An#ezeschrift erzählt, Ludendorff habe gelegentlich einer ne über die völkische Bewegung auch von den Ver##insten Hitlers gesprochen, besonders davon, daß es Eiler durch seine Bewegung gelungen sei, die weiß=blaus #hr während der letzten drei Jahre niederzuhelten. Die weiß=blauo und bayerische Gefahr habe nach seiner hsassung darin bestanden, daß in Bayern das König##n wieder aufgerichtet werden könnte, was dann dahin ##ren würde, daß entweder Bayern sich vom Reiche Arnnen oder aber die Führung im Reiche an sich reißen ##d sich über Preußen stellen würde. Diese Angst vor den Wittelsbachern, die einmal die ührung Deutschlands preußischen Händen entwinden ##inten, hat den Faldmarschall ohne Zweifel in einen iien Gegensatz zum Empfinden des bayerischen Volkes sbracht. Herr von Kahr, der sich in erster Linie als Nathalter König Ruppr.schts fühlte, scheint bei der echerrumpelung durch Hitler im Hofbräu die Besorgnis abt zu haben, der Umsturz der Umstürzler könne etwas wie der sie überschreite, sei es Deutschland oder Frankreich, zu einem Gegner der Zivilisation stempeln würde. „Wenn mans so hört, möchts leidlich scheinen; steht aber immer schief darum“— darf das deutsche Greichen einwersen; denn der Rhein selbst ist nie eine geschichtliche noch sprachliche Grenze gewesen. Hüben wie drüben breitet sich kerndeutsches Land, und die Linie, die niemand überschreiten sollte, liegt ein gut Stück westlich des Rheins. Möglich, daß der Völkerbundsdelegierte sein Wort vom Rhein als Zivilisationslinie nicht allzu genau genommen wissen wollte; er rührt aber mit seinen Worten an Dinge, in denen der Deutsche sehr empfindlich geworden ist, und so fehlt es denn nicht an Stimmen, die in der Erklärung Jouvonels nichts weniger als eine, wenn auch inoffizielle, so doch unverkennbar von Poincaré inspirierte Antwort maßgebender französischer Kreise auf die englische Note über die Militärkontrolle erkennen wollen, die Lord Crewe Poincaré in diesen Tagen überreicht hat. Diese Note, deren Inhalt bisher sorgfältig geheinrgehalten wurde, soll, wie Leute, die das politische Gras wachsen hören, versichern, eingehende Vorschläge der englischen Rigierung enthalten, wie Deutschlands Abrüstung wirksam überwacht werden könne, ohne das Selbstgefühl des dautschen Volkes einer zu harten Belastungsprobe auszusetzen. Grundsätzlich dürfte die Note empfehlen, den schwerfälligen Apparat der Militärkontrolle durch kleinere Sachverständigenausschüsse zu ersetzen, die bestimmte tochnische Abrüstungsaufgaben in den festgesetzten Fristen zu erledigen hätten, um dann von einer Völkerbundkommission abgelöst zu werden. Man sieht: ein solcher Vorschlag würde den französischen Wünschen außerordentlich weit entgegenkommen. Von einer Internationalisierung der Rheinlande aber ist in ihm mit keinem Wort die Rede. Ueber die Frage, ob Deutschland sich die auch noch in Macdonalds Vorschlag liegende Verschärfung der Versailler Abrüstungsbestimmungen— in ihnen ist nur eine Ueberwachung der Abrüstung der bisherigen Kriegsmittel vorgesehen—, auferlegen lassen wird, müßte man es schließlich wohl auch selbst fragen. Man kann es zwingen; ohne Zweifel. Aber sollte man nicht lieber auch seine innerliche Zustimmung zu erlangen trachten? Man kann sie sehr leicht haben; man braucht nur— selbst auch ein wenig abzurüsten. Einen weißen Raben zu sehen, ist nicht gerade alle Tage möglich, einen General als Prediger der Versöhnlichkeit zu hören, nicht eben öfter geboten. Um so ersreulicher, daß gerade ein französischer Gencral, Perein, sich gelegentlich einer Besprechung des Norman Angellschen Buches„Die Illusionen des Sieges“ in der„Ere Nouvelle“ vom 27. d. M. gegen den Geist, der zum Friedensdiktat und zu Poincarés Nachkriegspolitik geführt hat, wendet.„..3 M4 Percin verwirft die Auffassung des Marschalls Fayolle, der am 20. Januar 1922 in einer Versammlung von Offizieren sagte:„Der beste Krieg ist nur eine Episode in dem Streite, der seit Jahrhunderten zwischen Germanen und Lateinern ausgesochten wird. Der Krieg wird wiederkommen“ und verleiht dabei einer Einsicht Raum, mit der man sich in Deutschland sehr wohl verständigen könnte. Er sagt:„Wir wollen Deutschland schwächen, zugleich aber verlangen wir von ihm Zahlungen, deren Ausführung eine ungeheure Kraftanstrengung erfordert. Das ist eine jener Absurditäten, die eine vom Haß geleitete öffentliche Meinung den Unterzeichnern des Vertrages von Versailles auferlegt hat.“ Wächst die Einsicht in das, was not tut? Der Stimme ..#### eines deutschen sor trachtet und Deutschlands Schicksal mit Worten umschrieben hat, die so voll Trost und Verheißung sind wie kaum andere: „Wir sind nicht, sondern wir werden. Uober unserem Geschichtsverlauf waltet die prometheische Tragik, welche die großen Gechalten unserer Dichtung umweht, die Sucher von Gott und Welt, von Parzival bis wie hätte etwa der englische Die Zahl dieser Steuertenmine gzscherizetz ga#er Sogrschmt## Voltsgeist in dem kontinuierlichen Austieg aus seiner ge, haß alle Ausnrärtsbewogutge, vet teviren Heit uut Veraisserschützten Insellage sein innerstes Selbst in solchen idrali= maßen Eintagsfliegen waren 9 4 in dieser Woche gubs schen Verkörperungen gestalten können. Wir sind nicht, sondern wir werden. Die Franzosen sind, und in der klassischen Ausprägung ihres Seins, in der Kultur wie im Staate, liegen ihre Stärken und ihre Grenzen. Wir Deutsche aber werden, werden noch immer, umringt von allen Gefahren des Unvollmndetseins, aber auch von allen Möglichkeiten des Aufstiegs zu höheren Stufen unserer Entwicklung. So stehen wir der klassisch erstarrten Lebensform der Franzosen als die romantische, immer neues Leben aus sich gebärende Nation gegenüber, in aller äußeren Not uns eines inneren Reichtums bewußt, der nur der Jugend und allem unvollendeten Schicksal zu eigen ist.“ Die Wirtschaft der Woche. Neue Enttäuschungen in der Reparationsfrage?— Der Frankensturz und Deutschlands Wirtschaftslage.— Der Stand der Währungsfrage. Steht uns neue Enttäuschung in der Reparationsfrage, vielleicht neues Unheil bevor? Die Sachverständigen sind weiter damit beschäftigt, Deutschlands Leistungsfähigkeit zu prüfen, oder, nüchterner ausgedrückt, eine Inventur über die deutschen Aktiva aufzunehmen. Es gewinnt immer mehr an Wohrscheinlichseit, daß man die Revarationszahlungen zwar vereinfachen will, daß aber ihre Last sehr hoch sein wird. Wihrscheinlich zu boch. Immerhin sind die Sachwerständigen energisch für die Wiederherstellung der wirtschaftlichen Souveränität des Reiches über die besetzten Gebiete eingetreten, die sie als die Vorrussetzung für die deutsche Zahlungsfähigkeit ansehen. Wird aber Frankreich seine„Pfänder; gegen andere Sicherheiten herausgeben? Unter dem Einfluß des Fronkensturzes, dessen uns in Deutschland nur zu gut aus der Inslationszeit her bekannten Rückwirkungen das französische ewagen sehr in Schwarzweiße statt ins Blauweiße geraten,s des französischen Soldaten soll das Worr einen.... der, der„Mann der offenen Hintertür“, wie ihn einer] Gelehrten gegenübergestellt sein. Der Kölner Professor „„eit, des Gerichtssaales Dr. Bruno Kuske, der sich als Wirtschaftshistoriler einen Namen gemacht hat, hat ein Buch über„Europa und die Weltwirtschaft“ geschrieben, das eindringlich den Ruf nach einer neuen europäischen Politik erhebt. „Die europäischen Völker und Staaten“, so führt Prof. Kuske aus können sich nicht mehr lange das jetzige endlose und dabei unfruchtbare Schauspiel ihrer nationalen Auseinandersetzungen leisten. Sie dürfen nicht mehr wie ##r Augellagten unter Heiterteir des Gerichtssaales einte, tat nach einer Rücksprache mit dem General von ##ow, der aus der Stimmung seines Offizierkorps geMossen hatte, daß die verlangte 51prozentige Sicherheit wohl nicht ganz vorhanden sei, was ein politisches Schaufmännchen in solchem Falle tut: fiel um und stand EDe— nur mit anders gerichteter Front. Verrat und vorbbruch nennens seine.fährten von gestern, denen hetong##nd sich gegenseitig ihre angeblich höheren nalloenwagen, nd Horn, perkt eliefert. 0 E chaft. 1. lag 6..H. Büchel 61. hiermit von tschaft ir dle Bezieher tes oder det schennummgt! ohennummer##hie des bitten vi Mreichen) Eihstaufopferung nennt er es selbst. Er habe die Ehre eichsert um des bayerischen und des deutschen Volkes eeien. Schuftige Hinterhältigkeit oder tragische Veratuing?— Das ist die Frage bei der Beurteilung des der Parteien Haß und Gunst verwirrten Charakter= es eines Mannes, der heute— verdient oder unver— zu den Bestverachteten im Reich gehört. ein paar Aeußerungen über die außenpolitischen ne der Verschwöter— man dachte allen Ernstes daran, ch der Lösung der inneren Fragen die schwarz=weißFahne über den Rhein zu tragen und so auch die eie Freiheit Deutschlands wiederherzustellen"— zeiRutlicher als lange Erörterungen es vermöchten, vor em Schicksal die Rheinlande durch den Zusammender Brauhausrevolution bewahrt worden ist. Die eichtliche Aussprache über diese Pläne hat aber auch edar Wasser auf die Mühlen jener Pariser Politiker geriet, die Deutschland am liebsten dauernd unter Kuratel selt sähen und nicht begreisen wollen, daß gerade diese em der ewigen Kontrollierung das nationale Gefühl mer wieder reizen und ins blind Nationalistische treiA nuß. denry de Jouvenel, der französische Vertreter im Petitbench, bat sich kürzsich einem engisichen Presseberer gagenüber sehr offenherzig und, wenn die Melden darüber richtig sind, zum mindesten sehr ungeüber diese Frage, die ja im wahrsten und tiefsten W unsere Frage ist, ausgesprochen. Er behauptete, gar kein Grund vorhanden, warum das RheinEr licht internationalisiert und gewissermaßen ein ge—iles Gebiet werden solle, dessen Unverletzlichkeit vom eerbund zu garantieren sei.: Jouvenel bezeichnete es eherlich, daß Frankreich die Absicht haben solle, das emand dauernd besetzt zu halten oder es zu einem otbringen mit Abgeordneten in der französischen üer, oder gar, wie manche behauptet hätten, zu einer ouischen Kolonie in Europa machen zu wollen. ftür gemn den Rhein betrachtet wissen wollen als achulischze Linie der Zivilisation“, die denjenigen, betonen und sich gegenseitig ihte ungeblich hoher nalen Kulturen in einer auf die Dauer beschämend anmutenden Weise vorhalten. Sie müssen von dem ausgehen, was sie alle verbindet und demgegenüber die Eigenarten immer unwesentlicher geworden sind: ihre gemeinsame curopäische Kultur und ihre gemeinsame Erdteilsverbundenheit, die in ihrer bisherigen Stellung von außen her immer deutlicher angefochten und eingeengt wird. Es zeigt sich, wie sehr der Nationalismus, der in Europa jahrhundertelang eine wohltätige, den kulturellen Aufstieg fördernde und daher historisch notwendige Kraft gewesen ist, anfängt, sich als ein schädliches und kulturwidriges Prinzip zu erweisen, das unmöglich mehr maßgebende Grundlage politischen Handelns bleiben kann, sondern durch eine weitergefaßte Erdleilsgesinnung zu ersetzen ist. An Stelle des Nationalgefühls muß ein Gefühl der europäischen Gemeinschaft die Politik der eurobälschen Staaten leiten..4 Geisamistzitem zu Es ist Zeit, von einem europäischen Gesümishstem zu reden, und wenn auch bis zu den Vereinigten Staaten von Europa noch ein weiter, von vielen für utopistisch geheltener Weg sein mag, so muß doch ihr Problen, lich als ebenso ernst geprüft, erörtert und womogl## verfolgt werden wie früher das Problem der nationalen Einigungen. Es dürfte mindestens schon klar geworden sein, daß die jetzige innereuropäische politische Praxis dem Erdteil schädlich ist und ihn und die ganze Welt kulturell und daß doher ganz neue politische Methoden für ihn gesucht und gefunden werden müssen. Die sich gegen ihn aufmachenden Tendenzen bei den and teilen aber lassen es geraten erscheinen, diese Methoden in der Richtung der positiven Zusammenfassung, nicht der negativen Spaltung seiner Eine solche europäische Gesinnung läßt sich mit tiefer Liebe zum eigenen Volke verbinden. Ist doch gerade der„gute Europäer“ Friedrich Nietzsche, der das Nebeneinanderwachsen der Nationen daräugia beVolk stark erregen, ist zwzeisellos in weiten französischen Kreisen die Neigung zu einer Verständigung gewachsen. Daß man aber sich nach dieser Richtung hin einem Optimismus nicht hingeben darf. zeigt die Haltung Frankreichs in der Frage der Micum=Verträge. Die neuen Micum=Verträge sind für des deutsche Wirtschaftsleben noch verhängnisvoller, als die früheren, da sie den Zechen eine verusanh prez etplgiegg in Foim von Devisen auferlegen. Englano wm Zeriserlo. die deutschen Wihrungsverhältnisse stobilisieren, um ein neues Valutagedanken=Dunsping zu vermeiden, ebenso wie es den Frankensturz höchst ungern sieht, weil dadurch, wie jüngst ein englischer Mänister betonte, Frankreich die aller Länder mit Goldwährung unterbieten könnte. Aber in der Frage der Revision des Versailler Friedens ist die englische Regierung doch wieder vor Frankreich zurückgewichen, indom sie erklären ließ, daß sie entgegen der Erklärung des Ministers Henderson nicht für eine sofortige Revision eintrete Zu diesen Enttäuschungen tritt auch noch die Besorgwis, daß man auf Seiten der Entente die Absicht verfolgt, die deutsche Goldnatenbank mit der Funktion einer Banr für die Reparaionszahlungen zu belasten.„.76154 fumeäsichDer Frankenstur: verschärft die velgisa##franzosische Konkurrenz gegen die deutsche Industrie von Woche zu Woche Nicht nur, daß die Ansätze zu einer leichten Belebung des Eisenmarktes immer wieder durch französischebelgische Unterbietungen vernichtet werden, geht auch ein großer Teil der Eindeckurg des deutschen Textilwarenbedarfes neuerdings über eksässische und französische Plätze. Der Frankensturz bedroht so die leichte Besserung unserer Wirtschaftslage, die auch zu einer Abnahme der Arbeitslosigkeit geführt hat. Auch Preisherebsetzungen haben die ausländische Konkurrenz nicht Gbschüttenn können, obwchl, von Amerika ausschend, die Weltwarktpreise etwas nach oben gegangen sind. Ein Moment der Unsicherheit bebeuten auch die Aussperrungen im Zusammenhange mit dem Kamwf um die Verlängerung der Arbeitszeit und die Arbeitsbodingungen. Obwohl die Angrifse gegen die Rentenmart abgewiesen worden sind, ist doch unverkennbar, daß wieder eine gewisse Unruhe in die deutschen Wöhrungsverhältnisse gckommen ist. Die Devisenmadkfrage nimmt von Tag zu Tag zu und die Reichsbank sicht sich genötigt, mit den Devisenzuteilungen immer weiter herabzurehen. Die Dovisenanmeldungen in Berlin übersteigen jetzt pro Tag 100 Millionen Goldmark. Den Hauptanteil hierau hat sicherlich die Zunahme der Importtängkeit in Textilrobstoffen und in Tabak. Aber es spielen offensichtlich auch spekulative Käufe zur Schaffung von Devisensubstanz eine Rolle, obwohl die Reichsbank zur Abwehr derartiger Käufe die Kreditquellen weiter eingeschränkt hat. Leider wird dadurch dem soliden Handel das Leben erschtvert. Auch der Markkurs im Auslande schwankt neuerdings wieder hin und her. Die Stabilität ist keinesfalls gefährdet, zumal die Rentenbark die Heraabe weiterer Kredite an das Reich verweigert. Aber die Unsicherheit, ob die hohen Steuern auch eingehen werden, ob nicht die Enwerbslosenfürsorge wieder große Summen aus den Steuereingängen oufzehren, oh nicht die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lae die Steuereingänge hinter den Voranschlägen weit hinterher hinken lassen wird— alle diese Momente haben hier und da zewisse Zweifel an der Aufrechterhaltung der Stabilität hervorgerufen. Die Goldnotenbank muß bald komrmen, sonst droht aus diesen Zweifeln neue Gefahr aufzusteigen. Die Börsenwoche. Betrieb smittelknappheit und Kapitalsenge haben die deutschen Börsen in einen Zustand der Depression und des Morasmus versetzt, der auch ohne größeres Angebot immer wieder auf die Kurse drückt. Es zeigt sich, daß die Betriebsmittelknappheit besonders in der Schwerindustrie selbst die größten Konzerne immer wieder dazu zwingt, Aktienpokete und Verwertungsaktien anzubieten Ein charekteristisches Beispiel dafür ist die Tatsache, daß die Firma Krupp nach ihren Mannesmann=Aktien nunmehr auch ihren Besitz an Aktien der Rheinischen Motallwarenfabrik abgestoßen hat. Man greift eben überall auf die mobile Reserve in Aktienpaketen zurück, die man in der Inflationsveriode angesammelt hatte, nachddem sich herausgestalt hat, daß die Auslandsguthoben nicht zur Aufrechtterhaltung der Betriebe in der schweren Zeit der jetzigen Stobilisierungskrisis ausreichten. Da aber Bankkredit und ausländischer Kredit nur unter drückenden Bedingungen erhältlich ist, schafft man sich immer wieder durch Aktienverkäuse Luft. Dabei muß man sich zwei Momente vergegenwärtigen: Erstens hat das Aktienmaterial in der Inflationsveriode eine ungeheure Vermohrung erfahren, die zu der jetzigen zu engen Kapitalsdecke scharf kontrastiert. Zum andern sieht mon in der Industrie ein, daß selltst im günstrasten Falle die Rentobilität der Gesellschaften auf längere Zeit hinaus, gemessen an den hohen Zinssätzen, mit denen wir in Deutschland rechnen müssen, eine recht spärliche sein wird. Außerdem ist domit zu rechnen, daß fast überall bald nach der Kapitalsherabsetzung wieder eine Kapitalserhöhung zur Beschaffung von Goldkapital folgen dürfte. aber sehr viele Aktionäre aus Kapitalmangel das Bozugsrecht auf die neuen Goldaktien kaum ausüben dürften, so sagen sich die großen Konzerne, daß sie die neuen Goldaktien relativ billig werden enwechen Können.„6 1u4 chneenan uns Ein zweiter Hauptgrund für die Börsendepression sind die Steuersorgen. Das Herannahen eines jeden Steuertermins zwingt immer wieder weite Kreise zu Aktienverkäufen. beaungen der letzten Zeit nur gewisserwaren. nuch in dieser Woche Fier, vorübergehend eine solche Auswärtsbewegung. Man wies auf eine leichte Besserung der Geschäftslage im Ruhrbezirke hin, man sprach von einer Milderung der Micum=Verträge und man glaubte an der Börse um so bercitwilliger an eine Besserung der Aussichten für die Lösung des Ruhrproblems und der Reparationsfrage, als das Rheinland plötzlich mit seinen Verkäufen in Montanwerten aufhörte und sogar recht ansehnliche Kausaufträge sandte. Aber die Enttäuschung über die Micum=Verträge und die Verschärfung der belgisch=französtschen Konkurrenz als Begleiterscheinung des neuen Frankensturzes machte Hoffnungen dieser Art sehr bald wieder den Garaus. Die internationale Spekulation, aber auch manche westdeutschen Industriekreise tauschen außerdem offenbar deutsche Industriewerte in französische um, sie wollen gewissermaßen an der französischen Inflationshausse teilnehmen. Zudem zeigt der Geldmarkt infofern eine weitere Vermappung. als langfristiges Geld fast gar nicht zu haben ist. Geld von einem Tag zum andern für den Ankauf von Effekten zu nehmen, erscheint aber der Börse nicht ungefährlich. Die berufemäßige Spekulation ist zudem durch die Enttäuschungen der letzten Wochen geschwächt worden und sie ist tief verstimmt über die hohen Börsenspesen, die die Tagesspekulation immer mehr ausschalten. Das mag im Augenblicke für die deutsa Volkswirtschaft von nebensächlicher Bedeutung sein, würde aber dann, wenn es sich darum handelt, neue Aktien oder gar neue Anleihen auf dem deutschen Kopitalmarkt unterzubringen, sich leicht als zweischneidig erweisen. Die Börsenstimmung ist durchaus nicht flau, aber man rechnet mit einer längeren Dauer der Depression und befürchtet, daß sehr viele ihren Efsektenbesitz über diese Depression hinwog nicht werden durchhalten können. Einzelne Spezialwerte begegneten einer gewissen Kauflust. So Gesellschaft für elektrische Unternehmungen(auf Züricher Käuse), einzelne Spritwerte, Rombacher, Deutsche Werte. Norddeutscher Lloyd(auf amerikanische Entschädigungshofsnungen), ferner im Anschluß an die starke Steigerung der Aktien der Ostpreußischen Wollmischerei, einzelne Textilwerte, wie Hammersen und Deutsche Welle. Für Kaliwerte regten die Kämpfe im Kalisyndikat an, für Schutzgebietsanleihen Hoffnungen auf die Veihandlungen mit der südasrikanischen Union. Die Sahara=Eisenbahn. Schon seit einer langen Reihe von Jahren beschäftigt man sich in Frankreich mit dem Plane, die gewaltigen Ländermassen von Französisch=West= und Aequatorial=Afrika mit den nordafrikanischen Besitzungen Algier und Tunis zu verbinden. Ströme von Tinte sind schon zur Verwirklichung dieser ducch die menschenleere Wüste der Sahara fahrenden Nord=Südbahn geflossen, und mit der Literatur über die Sahara=Eisenbahn könnte man eine umfangreiche Bibliothek füllen. Kürzlich ist dieser Plan in ein neues Stadium getreten, der Hohe Rat der Landesverteidigung hat dem Parlament ein amtliches Programm für den Bahnbau mitgeteilt und zu dringlicher Ausführung empfohlen. In der„Deutschen Bauzeitung" beschästigt sich der Geh. Oberbaucat a. D. Valtzer eingehend mit diesem amtlichen Programm für die Sahara Eisenbahn wie mit der Entwicklung des Projektes. Seinen Ausführungen entnehmen wir die folgenden Einzelheiten: Die erste Anregung zu einer Schienenverbindung von Algier nach dem französischen Sudau hatte 1879 der Ingenieur Duponchel gegeben. Der Minister Freycinet, der gerade sein umfassendes Programm für die Ausführung öffentlicher Arbeiten aufgestellt hatte, erkannte die Bedeutung der Pläne und rief zum Zwecke seiner Bearbeitung einen besonderen Ausschuß, die Commission Superieure du Transsaharien, ins Leben. Dieser bearbeitete alsbald zwei Bahnstraßen, eine östlich, die andere westlich des mittleren" Gebirgsstockes der Sahara, und veranlaßte deren Erkundung durch vier verschieden. Gruppen. Dementsprechend wurden im Jahre 1880 die Exkundungen Choisy, Poujanne, Soleillet und Flatters ausgerüstet und entsandt, die aber infolge des Widerstandes dee Eingeborenen nur geringe Erfolge erzielten. Als der Oberstleutnant Flattes im folgenden Jahr seinen Versuch wiederholle, wurde er am 16. Februar 1881 südlich des Gebirgsstoces von Ahaggar bei Tadjenut, unmittelbar südlich des Wendekreises, mit seinen sämtlichen europäischen Begieitern ermordet. Er wurde das Opser der gefährlichen Wahnvorstellung von der „friedlichen Durchdringung". Dieser verhängnisvolle Fehlschlag entmutigte naturgemäß Regierung wie Interessenten für lange Zeit und tat dem Bahnplane erheblichen Abbruch, wie P J d H.; Pegulieu in Wort und Schrifsehr auch R. Ronano und Peroy Benunen in Wort und Schrift für ihn eintraten, Erst nach Verlauf weiterer zwanzig Jahre, nochdem mit der Einnahme von Insalah und Igli die endgültige Eroberung, und Befriedung der Sahara durchgeführt worden war, konnten die Pläne für die Bahn wieder ausgenommen werden. Es entstanden nun zahlreiche Vorschläge für die Linienführung, und viele Städte von Algier und Tunis wetteiferten um den Vorzug, Ausgangspunkt der Bahn zu werden. Noch vor dem Weltkriege gewann besonders ein neuer Plan des„Transafricain" nach dem Vorschlage André Berthelot greifbare Gestalt und wurde im Saharagebiet durch den Hauptmann Nieger erkundet. Die nunmehr vorgeschlagene Neubaulinie beginnt in Ras el Ma Crampel, südlich Oran, führt über Colomb Béchar Beni Abbés, Adrar, Taurint, Wallen. Tessaöit in südwestlicher Richtung nach Tossaye östlich Timbutku zum Niger und geht von da südlich nach Dorf und südwestlich nach Wagadnau. Für die militärische Sicherheit der Linie bestehen günstige auch bietet die neuzeitliche Technik für die Ueberwachung und Befriedung unruhiger Gebiete ein vorzügliches Mittel in den Raupenschleppern, wie sie die Erpedition Citroen=Kongressa im Dezember 1922 und Januar 1923 in der Sahara bei der Probefahrt zwischen Tuggurt und Timbutku mit großem Erfolge verwendet hat. Diese Kraftwagen. kriegsmäßig mit Maschinengewehren ausgerüstet, durchfahren mit eigener Kraft 1200 Kilometer und können den Vorsprung von Räuberbanden leicht in wenigen Stunden einbolen; sie sind ein äußerst wirksames Hilfsmittel der Saharapolizei. Briefkasten der Schriftleitung. Grundsteuer. Die Steuer muß jedenfalls der Eigentümer des Grundstückes tragen. Warum zahlten Sie Goldmieten? Lärm. Sie wenden sich am vorteilhaftesten an die Polizei oder fragen beim Mieteinigungsamte an. swr! Transporte per Lastwagen. Telephon: 3538 5796. 0607 tadtverordneten=Versammlung. Sitzung der Steuter= und Wohnungsfragen im Stadtparlament. k. Nachen, 29. Febr. Bürzerm. Spoclgen eröffnete die Sitzung nach•5 Uhr. Der Vorsitzende verliest ein Dankschreicen von Geeheimrat von Pastor für die Glückwünsche der Stadt zu dessen 70. Geburtstag. Es lautet: Hodlbercheter Herr Oberbürgermeister! Enpfangen Sie meinen verbindlichten Dank für Ihr so gütiger Elückwunschschreiben vom 29. Januar und für die mich hoch erfreuende Ulitteilung vom 6. Februar, daß die Stedtverordneten=Versammtlung einstimmig beschlossen hat, an meinem Glsurtshause Alexianergroben 18 aus Anlaß meines 70. Geburtstages eine asel anbringen zu lassen. Dieses Zeichen der Verehrung meiner gelicbten Vaterstadt gereicht mir zur größten Ehre und bitte ich den Steotverordneten, den Ausdruck meines tiefgefühlten Dankes übermitteln zu wollen. Sie haben sehr richtig betont, daß die ruhmwvolle Vergangenyeit der Stadt Aachen und die lebensvolle Erinnerung ihrer alten Bauden'mäler sie zur Wsege so vieler Geschicht forscher geschaffen haben. In der Tat, die historische Luft, die ich in meiner frühesten Jugend in Aachen einsog, ist es gewesen, welche mich zum Geschichts schreiber der Päpste prädestiniert hat. Der weihevolle Eindruck unseres cinzigen Münsters, war der erste große historische und kirchliche Impuls, den ich empfangen hawe und später war es ein Aactener. Alfred von Reumont, dessen Werke ebenso wie der persönliche Umgang mächtig auf mich einwirkten. Noch heute hängt mein Herz mit warmer Liebe an der Stadt Karls des Großen, und daß mein Nanke dort durch eine Gedenktase! fortlchen soll, ist neben der Medaille des Papstes das schönste Geschenk, das mir zu meinem 70. Geburtstage zu teil geworden ist. In aufrichtiger Verehrung verbleibe ich, hochverehrter Herr Oberbürgermeister, Ihr ergebenster L. v. Pastor. Rom, 12. Fehruar 1924. Die Versommlung dankt für ein Geschenk von Geheimrat Talbot an das Suermondt=Museum. Das Geschenk besteht in einem wertvollen Gemälde der holländischen Schule des 18. Irhrbunderts. Der Vorsitzende gibt bekannt, daß die Stadtverwaltung alles tun werde, um die Rückkohr der au sewiesenen Beamten und Bürger, vor allem des Oberbürgermeisters, ermöglicht werde. Das Haus tritt dann in die Tagesordnung ein. Vergnügungssteuer. Der Reichsrat hat am 21. Juni 1923 die Bestimmungen über die Vergnsigungssteuerordnung vom 9. Juni 1921 abgeändert. Die bestehenden Vergnügungssteuerordnungen sind den Reichsratsbestimmungen anzupassen. Die Ordnung lehn: sich im wesentlichen an eine behördlicherseits angesertigte Mustersteuerordnung an. Der Entwurf ist den Mitgliedern des Finanzausschusse? zur Beratung in den Fraktionen zugestellt worden. Der Finarz= ausschuß hat den Entwurf mit den folgenden Abänderungsvorschlägen gutgeheißen: Im§ 5 kommt als 3 Satz hinzu: „Auch in anderen Föllen kann die Veranstaltung von der Ausgabe von Eintrittskarten abbängig gemacht werden.“ Im§ 15 wird der nach dem ersten Satz befindliche Hinweis auf§ 5 gestrichen. Im§ 17 da wird der Hundertsatz von 3 auf 10 erhöht An Stelle des Vielsachen der Briesgebühr wird in den§§ 18 und 19 der entsprechende Betrag der Goldmark eingestellt. Die Vorlage wird angenommen. Gemeindewerbesteuer. Dem Iinanzausschuß wird vorgeschlagen, bis zur Durchführung der endgültigen Veranlagung zur Gemeindegewervesteuer für das Kalenderjahr 1924 zu beschließen, als Vorauszehlung auf die Gemeindegewerbesteuer für das erste Vierteljahr des lausenden Kalenderjahres ein Drittel der gesamten mit dem Steuerzettel für das Rechnungsjahr 1923 angesorderten Jahrersteuersumme an Gemeindegewerbesteuer und Lohnsummensteuer zu erheben. Die Vorauszahlung ist spätestens bis zum 15. März d. J. zu leisten Die Versammlung ist einverstander Sparkassen=Betriebskapital. Für die Stadtsparkasse hat die Landesbank der Rheinprovinz die Beteiligung an ihrem Betriebskapital auf 15 Milkonen Mark, Wert 1. Juli 1923, erhöht. Der Sparkassen=Vorstand hat sich in der Sitzung vom 31. Dezember v. J. mit der Erhöhung von 7½ Millionen auf 15 Millionen Mark einverstanden erklärt. Die Versammlung gibt ihre Zustimmung. Vermessungsamt— Baupolizei. Im Einvernehmen mit dem Bau= und Finanzausschuß soll die Gebührenordnung auf Goldmarkbasis gestellt werden. Dusselbe soll der Fall sein bezüglich der Baupolizei. Die Zuchtstiere. Es wird vorgeschlagen, die Gebühren für die Zuchtstierkörung für die Jahre 1924, 1925 und 1926 auf die Sätze der Vorkriegszeit festzusetzen, das sind a) 3 Goldmark für jeden Stier im Folle der Zusammenbringung der Stiere an einen Ort, b) 6 Goldmark für jeden Stier beim Ankören in dem Gehöst des Besitzers. Die Versammlung gibt ihre Zustimmung Die Wohnungszwangswirkschaft. Von verschiedenen Seiten sind Ruse nach Abbau der Wohnunngszwangswirtschaft laut geworden. In den wenigsten Fällen werden allerdings die Folgen eines allzu schnellen und radisalen Abbaues einer ernsten Beachtung gewürdigt. Es ist Sache der zuständigen Behörde, einerseits übereilte Schritte zu verhindern, andererseits aber auch den Wünschen nach freierer Gestaltung des Wohnungsmarktes entgegenzukommen, wenn Aussicht besteht, daß dies ohne ernsthaften Schaden, wenn auch nicht von vornherein ohne Reibungen, geschehen kann. Von diesen Gesichtspunkten ausgehend hat die Verwaltung in der Sitzung des Ausschusses für Wohnungswesen;, am 23. Januar 1924 die Frage eines teilweisen Abbaues der Beschränkungen des Vermietungsrechtes zur Sprache gebracht. Der Wohnungsausschuß hat die Absicht der Verwaltung gebilligt, diese Frage nach sorgsältiger Prüfung der Stadtverordnetenversammlung zu unterbreiten. Das Ergebnis dieser Prüfung legt die Verwaltung in dem beigefügten Entwurf zu einer Abänderung der bisher geltenden Bestimmungen vor. Es soll zunächst die Vermietung der möblierten Zimmer und der unmöblierten Wohnungen bis zu zwei Räumen freigegeben werden. Die Stadt Duisburg hat mit dem gleichen Versuche gute Erfahrungen gemacht. Gewisse Einschränkungen sind nötig, um Sicherheiten gegen möglichen Mißbrauch dieser Vergünstigung in der Hand zu haben. So kann auf die Anmeldung der freiwerdenden Wohnungen nicht verzichtet werden. Ferner liegt es im eigenen Interesse der Verfügungsberechtigten, sich selbst davon zu überzeugen, daß die bei ihnen: vorstellig werdenden Wohnungssuchenden auch wirklich in die durch den Verordnungsentwurf vorgeschriedenen Listen eingetragen sind. Durch die Freigabe der möblierten und unmöblierten Wohnungen bis zu zwei Räumen soll schließlich auch eine Vereinfachung des Geschäftsbetriebes beim Wohnungsamte erreicht werden, der sich in dem bisherigen Umfange nach der durch die Finanzlage der Stadt bedingten Verringerung des Personals schwerlich würde durchführen lassen. Nebenbei sei erwähnt, daß der Vereinfachung des Geschäftsbetriebes auch eine andere Maßnahme dienen soll, die die Verwaltung ins Aug: gesaßt hat, nämlich das Wohnungsamt, wie das auch bei anderen Dienststellen der Fall ist, nur an drei Tagen in der Woche für den Publikum=Verkehr offen zu halten. Infolae der mit dem 1. Februar eingetretenen Neuregelung der Mieten für die Altwohnungen muß auch eine anderweitige Festsetzung der Mieten für die Kleinwohnungsbauten vorgenommen werden. Der Grundstücksausschuß empfiehlt die Mieten auf 36 Prozent der Grundmieten(Friedensmiete) festzusetzen. Es wäre demnach zu zahlen für eine Wohnung von 4 Zimmern und Mansarde für den Monat: a) Liebig=, Feld=, Metzger= und Jülicherstraße 12,96 Goldmark, 5) Stolbergerstraße, Kalverbenden, Viehoffstraße, Blücherplatzviertel 16,13 Goldmark, c) Maltheserstraße 19,44 Goldmark, d) MariaTheresia=Allee, Wüllnerstraße 24,12 Goldmark, e) für Wüllnerstraße 4 29,16 Goldmark. Im übrigen sollen die Bedingungen des Mietvertrages bestehen bleiben. Bürgerm. Servais führte weiter dazu aus: Aus zahlreichen Zuschristen aus der Bürgerschaft sowie aus gelegentlichen Zeitungsnotizen geht hervor, daß weite Kreise der Bevölkerung irrige Auffassungen haben über die Zahl der beim Wohnungsamte beschäftigten Beamten und Angestellten. Man spricht von 100 und mehr Angestellten; man weist darauf hin, daß Wert und Erfolg der Tätigkeit des Wohnungsamtes in auffölligem Mißverhältnis stehe zu den hohen Kosten des großen Verwaltungsapparates. Anfang dieses Jahres waren beim Wohnungsamte 35 Beamte und Angestellte beschäftigt. Abgrbaut sind bis heute 12 Beamte und Angestellte. Wenn der von mir vorgeschlagene Abbau bis Ende März dieses Jahres vollständig durchgeführt sein wird, beschäftigen wir beim Wohnungsamte noch 22 Beamte und Angestellte, so daß also nicht weniger als 37 Prozent versetzt bezw. entlassen worden sind. Auf 7000 Einwohner entfällt denmach in Aachen ein Angestellter des Wohnungsamtes. In zahlreichen anderen Städten wird schon auf 3000 bis 4000 Einwohner ein Angestellter beim Wohnungsamte beschäftigt. Nur eine einzige Stadt ist mir bekannt geworden, die nach der Zahl der Einwohner gerechnet, weniger Beamte beim Wohnungsamie beschäftigt, als es hier in Aachen der Fall ist. Eine vollständige Beseitigung des Wohnungsamtes, die bei der Verwaltung mehrfach angeregt worden ist, ist zurzeit schon nitt Rücksicht auf die entgegenRehenden gesetzlichen Bestimmungen nich möglich; sie ist auch bischer in keiner einzigen preußischen Stadt erfolgt. Die Versechter des Antrages dürften die Sachlage auch wohl in etwa verkennen. Es ist nach meiner Ansicht heute noch ein Irrtum, wein man glaubt, daß die Beseitigung der Wohnungszwangswirtschaft die Friedenszustände ohne weiteres wieder herbeiführen würde. Wir haben noch keine Friedenszustände und erhofft zweisellos von der eventuellen Beseitigung der Wohnungszwang#wirtschaft im jetzigen Zeitpunkte augenblicklich noch entschieden zuviel. Kann die Verwaltung sich also augenblicklich nicht für eine vollständige Beseitigung der Wohnungszwang?wirtschaft aussprechen, dann schlägt sie dagegen dennoch heute vor, sich damit einverstanden zu erklären, das Vermicten möblierter und unmöblierter Wohnungen bis zu zwei Räumen freiz deben unter bestimmten Bedingungen. Der Vermicter soll die freie Wohl haben unter den beim Wohnungsamte als„äußerst dringend“ vorgemerkten Wohnungsuchenden. Er soll die Vermietung innerhalb einer Frist von acht Tagen nach Armeldung der Wohnuna beim Wohnungsamte vornehmen können. Von dem Abschlusse des Vertrages soll Mieter und Vermieter innerhalb einer Frist von drei Tagen dem Wohnungsomte Mitteilung machen. Wer als „äußerst dringender Wohnungssuchender“ anerkannt ist, hat einen Ausweis des Wohnungsamtes in Händen. Außerdem wird aber dem Vermieter gestattet, Einblick zu nehmen in die Listen des Wohnungsamtes, um hieraus seine Wohl treffen zu können. Das Recht des Wohnungsamtes, in besonderen Notföllen auch diese Zcizimmer=Wohnugen vermieten zu können, namentsich auch dann, wenn der Vermieter die Vermietung der Wehnung etwa unnötig verzögern sollte, muß bestchen bseiben. Ich schlage Ihnen daher vor, dieserhalb bei§ 1 unter b) zweite Zeise der Ihnen vorgelegten Verordnung hinter dem Worte„besunt" die Worte einzuschalten:„Unbeschrdei des Rachts des Wahnungsamtes in besonderen Notsällen den Mieter zu bestimmen“ [Der Wohnungsausschuß hat sich mit meinem Vorschlage, die Vermietung dieser Zweizimmer=Wohnungen freizugeben, einverstanden erkfärt. Wir erhoffen von dieser Maßnahme ein zweifackes und zwar erstens die weitere Vereinfachung des Geschäftsbetriebes heim Mohnungsamte, dann aber auch— und, das ist mit Rücksicht auf die große Wohnungsnot in Nachen wichtiger— die Freigobe solcher Rämme, die wir auch im Wage der Rationierung nicht erfassen können. Ich möchte auch diese Gelegenheit erneut benutzen, die Bürgerschaft dringend und herzlickst zu bitten, uns jeden, auch den kleinsten Raum zur Verfügung zu stellen. Bei rund 5500 Wohnungssuchenden ist die Beseitianna der Wohnung not dur Erstellung neuer Wohnungen unter Berücksichtinung der Finanz= lage der Stadt, des Staates und des Reiches unmöglich. Stadtv. Winners(Zentr.): Meine Fraktion ist mit der Neueinführurg der Bestimmungen einverstonden. Wir können hoffen, daß die Mahnungsnot gemildet wird und der Wohnungsmarkt belebt wird. Stedtv. Hausmann(Soz.) ist anderer Meinung. Es kann naer Aufgabe der Behörde sein, eine soziale und gerechte Verteilung zu finden. Solange es beim Wehnungsamt äußerst Dringende aibt. ist kein eimiger Hausbesitzer bekannt, der einen äußerst Dringenden vorgeh nacht hat, dem der Antrag nicht genehmigt worden wäre. Was ist der Zweck der neuen Bestimmungen? Die Höhe der zu zohlenden Miete wird den schlag geben. Wie denkt man sich in Zukunft die Unterbringung der obdachlosen Familien oder derer in baufälligen Wohnungen? Ein Ausewiesener fohrt zurück. Das Aiehnungsamt sucht die Fawilie untemzubringen. Es gelingt nicht. Statt der ansgewiesenen Familie die Wohnung zu geben, erhält sie ein Schwammieter. Der ausgewiesenen Familie muß eine größere Wohnung angeboten werden, die sie aar nicht brauchen kann. In inem anderen Felle reißt man Türen und Fenster aus um den Einzug unmöglich zu machen. Der Geschäftsverkehr kann nur durch Magfall der Kontrolle vereinfocht werden. Letztere wird sicherlich in Zukunft eine schwerere sein. Vorteile sind auf der ganzen Linie nicht zu sehen. Der wirtschaftliche Nachteil ist größer als der angebliche Vorteil. Die Wohnungssuchenden sind auf die Güte des Hausbesitzers angewiesen. Ich bitte um Ablehnung der Vorlage oder Zurückweisung in den Ausschuß. Stadtv. Nendt(Zentr.) spricht von dem Beschluß des Ausschusses und den Gedanken, die ihn leiteten. Der Ausschuß kam einstimmig zur Ansicht, das ein Abbau stattfinden solle. Durch die Zwangswirtschaft sind vor allem nicht mehr Wohnungen geschaffen worden. Stadtv. Beckmann(Toz.): Meine Freunde hätten nicht für die Vorlage gestimmt, wenn sie die Folgen genau übersehen hätten. Es ist bedauerlich, daß Bürgerm. Serwais in seiner kurzen Gastrolle eine solche Vorlage einbringt. Die Hausagrarier haben die geeignete Zeit gefunden, um ihre Wünsche durchzudrücken. Weisen Sie die Vorlage in den Ausschuß. Stadtv. Servais(Zentr.): Ich weiß nicht, was Sie mit dem Sturm im Wasserglas bezwecken. Ich habe mich mit Wohunngssuchenden vielleicht mehr beschäftigt als die Beamten des Wohnungsamtes. Die Herren haben nicht zugehört. In dringenden Fällen bleibt den Wohnungssuchenden das Recht auf die Zweizimmerwohnungen. Sie müssen uns die Ueberwachung des Beamtenapparates schon überlassen. Von dem Sturm habe ich im Wohnungsausschuß nichts. Stadtv. Haussen(Soz.): Der Mieterschutz muß nicht abgebaut, sondern erweitert werden. Die Vorlage ist aber ein Abbau. Die Vorlage kommt den Wünschen der Hausbesitzer nach. Deshalb sind wir nicht für die Vorlage, die überstürzt wurde. Die Vorlage entbehrt jedes sozialen Verständnisses. Stadtv. Winners(Zentr.): Herr Servais ist ein soztal denkender und handelnder Mann, dem wir voll und ganz vertrauen können. In der Sache sollte man wirklich nicht übertreiben. Die Absicht der Vorlage ist doch die Freimachung von Wohnungen. Das Mitleid für die Wohnungslosen ist allgemein. Die Ausgewiesenen müssen in neue Wohnungen gesetzt werden. Stadt. Hausmann(Soz.): Ich sehne die Absicht ab, eine Person angreisen zu wollen. Seither haben ja die Hausbesitzer die Leute bekommen, die sie für eine freiwerdende Wohnung vorschlugen. Ich bedaure den Dezernenten, der in Zukunft die Auswirkung der Vorlage erleben muß. Stadtv. Cohausz(Zentr.): Wenn wir die Befürchtung gehabt hätten, daß nur ein Wohnraum den Flüchtlingen entzogen wurde, dann hätten wir der Vorlage nicht zugestimmt. Die Vorlage hat mit dem Mieterschutz gar nichts zu tun. Stadtv. Scheeren(Soz.): Der Wohnungsausschuß ist nicht so orientiert worden wie es nötig war. Der Ausschuß tagt alle 3 Monate und ein Beamter, der in der praktischen Arbeit steht, hat mehr Erfahrung als der Ausschuß. Stadtv. Müller(Soz.): Wir haben unserer Verwunderung darüber Ausdruck gegeben, gerade weil Bürgerm. Servais der Vater der Vorlage ist. er, den wir als sozial denkenden Mann kennen. Gerade die Zweizimmerwohnungen werden gesucht. Es ist Schluß der Aussprache beantragt. Bürgerm. Spenrath spricht über die Zwangswirtschaft, die uns nie zu gesunden Verhältnissen gebracht haben würde. Die soziald. Herren waren der Ansicht, daß der Abbau ein Unglück ist. Die Wohnungskatastrovhe ist die Folge der Zwangswirtschaft. Es kann uns unter allen Umständen nur der Uebergang zur freien Wirtschaft helfen. Fangen Sie an, allmählich abzubauen und dem Wohnungselend zu steuern. Stadtv. Strauß(Soz.): Die Abschaffung der Zwangswirtschaft bedeutet einfach die Auslieferung der Mieter an den kapitalistischen Hausbesitz. Verweisen Sie die Vorlage zurück. Stadtv. Hammer(Zentr.): Die Sache wurde nicht überstürzt. Nicht die Hausbesitzer haben Zimmer zu viel, sondern die Mieter, die sie nicht hergeben. Wir wollen den Anfang machen zu einer Besserung. Für den Antrag der Verwaltung stimmte das Zentrum, dagogen die Dem. und soziald. Partei, die für den Vertagungsantrag stimmte. Die Mieten in den Kleinwohnungsbauten. Bürgerm. Servais führt aus: Die von der Stadtverordneten=Versammlung für die Festsetzung der Mieten in städtischen Neubauwohnungen aufgestellten Grundsätze bedürsen der Aenderung, nachdem eine anderweitige gesetzliche Regelung der Mieten für die Altwohnungen erfolgt ist. Die Bestimmung, wonach 26 Prozent der Friedensmiete zu zahlen ist, gilt bekanntlich nicht für Neubauwohnungen. Der preußische Minister für Volkswohlfahrt hat in einem Erlaß vom 2. Oktober 1923 darauf hingewiesen, daß die Miete in einer Neubauwohnung dann nicht als zu hoch bezeichnet werden könne, wenn sie die Hälfte der Friedensmiete in Goldmark nicht übersteige. Die Hälfte der Friedensmiete für die Neubaupohnungen festzusetzen, kann die Verwaltung Ihnen nicht vorschlagen, weil sie die so errechneten Beträge für zu hoch erachtet. Der Grunostücksausschuß hat in seiner Mehrheit die Festsetzung der Mieten mit 10 Prozent über den für Altwohnungen festgesetzen Mietbetrag beschlossen, so daß also 36 Proz. zu erheben wären. ten seien nicht gleichbedeutend mit den Friedensmieten. Die Mictervereinigungen haben eine Ermäßigung der Grundmieten die heute zwischen 8 und 15 Mark je Raum betragen, um 50 Prozent, also auf 4 bis 7,50 Mark je Raum beantragt. Die erwaltung hat eingehend die Berechtigung des Antrages geprüft; sie ist dabei zu folgendem Ergebnis gekommen: Nach den Erhebungen des statistischen Amtes aus dem Jahre 1910 wurden in 44 Wohnungen an der Jülicherstraße im Durchschnitt 8,15 Mark je Raum an Miete gezahlt. Für die gleichwertigen Neubauwohnungen haben wir 8 Mark Grundmiete festgesetzt. In 36 Wohnungen am Blücherplatz wurden im Jahre 1910 10,10 Mark im Durchschnitt bezahlt; unsere Festsetzung beträgt 10 Mark. In 32 Wohnungen an der Goethestraße wurden 12,60 Mark im Jahre 1910 bezahlt; wir haben 12 Mark festgesetzt. In der Maria Theresia=Allee wurden 15,10 Mark je Raum bezahlt und die Festsetzung der Stadt beträgt 15 Mark. Nach dem Ergebnis dieser Feststellungen bedauert die Verwaltung, einen Vorschlag auf allgemeine Aenderung der Grundmieten für die 500 städtischen Wohnungen nicht machen zu können. Dagegen ist die Verwaltung bereit, eine geringe Aenderung der Verteilung der einzelnen Wohnungen dahingehend vorzunehmen, daß die Wohnungen Kalverbenden, für die ein Vergleich mit einer Friedenswohnung schwer zu finden ist, aus der Gruppe B mit bisher 10 Mark Grundmiete in die Gruppe A mit einer Grundmicte von 8 M. und die Wohnungen Wüllnerstraße, die sehr unter dem starken Verkehr vom Westbahnhof leiden, nicht mehr mit den Wohnungen an der Maria Theresia=Allee, sondern mit den Wohnungen in der Malteserstraße gleich zu behandeln, so daß die Grundmiete hier statt wie bisher 15 Mark nunmehr 12 Mk. bettägt. Hierüber hinaus kann die Verwaltung auch einer anderweitigen Eingruppierung der Wohnungen nicht zustimmen. Was nun die Höhe des Prozentsatzes mit 36 Prozent der Grundmieten anbetrifst, so sind uns in letzter Zeit mehrere bundert Anträge auf Erlaß der Mietzahlungen zugegangen. Wir können diesen Anträgen nicht entsprechen, haben aber in allen begründeten Fällen eine Stundung der Zahlung— namentlich wenn es sich um Erwerbslose handelt— eintreten issen. Wenn die Verwaltung auch der Meinung ist, daß ein Teil der Mieter der städtischen Wohnungen durchaus in der Lage ist, nicht nur die von uns angeforderten, sondern noch erheblich höhere Beträge zu zahlen, dann verkennt sie doch nicht, daß alle im Arbeiter=, Angestellten= und Beamtenverhältnis stehenden Personen sich in wirtschaftlichen Verhältnissen befinden, die nicht als günstig bezeichnet werden können. Die Verwaltung ist daher bereit, für eine Uebergangszeit einen 55prozentigen, statt wie bisher vorgesehen einen 10prozentigen Zuschlag zu den jeweils für die Altwohnungen festgesetzten Mietbeträgen zu erheben. Es würden dann an Mieten zu bezehlen sein für den Monat Februar dieses Jahres in den Neubauwohnungen:.... i. WBetzger und Spficherür.“.. a) an der Lievic=. Fero=, Meggel= und Fulichetstraße und Kalverbenden 11,16 Mk.; b) Stalbergerstraße, Viehhosstraße, Blücherplatzviertel, Junkersmühle 13.95 Mk.; c Malteser= und Wullnerstraße 16.75 Mkz. d) Maria Theresia=Allllee 20.77 Mk.: e) für Wüllnerstraße Nr. 4 25,11 Mk. Ich bitte hieraus zu ersehen, daß die Stadtverwastung den wirtschaftlichen Verhältnissen der 500 Mieter ihrer Wohnungen weitgehendst Rechnung trägt und bitte um die einstimmige Annahme dieser Vorschläge. Stadtv. Winners(Zentr.): Wir sind mit den Vorschläeinverstanden. Wir wünschen, daß die Verhandlungen mit den Mietervertretungen stattfinden, um eine Verständigung herbeizuführen. 9 Die Vorlage wird gegen die Stimmen der Linren angeKomen. Mitteilungen. Birgerm. Spennrath gibt bekannt, daß am Dienstag Professor Franzius, Hannover, im Kinosaal der Westarthaile seinen Plan siber den Rhein—Waas—Schelde=Kanal in der Linienführunn über Aachen demonstrieren wird. Stadtv. Schottenhammel(Dem.) spricht über die Milchversorgung und fragt an, ob die Einführung der freien Wirtschaft nicht zweckdienlicher sei. Bürgerm. Scheuer bemerkt, daß man heute von einer Beseitigung der Zwangswirtschaft noch nicht reden könne, gerede im Interesse der Bevöllerung. Es soll ein allmählicher Abbau erftigen. Stadtv. Cohaus:(Zentr.) erinnert an die Krankenversicherung der städtischen Beamten. Die Verwaltung sogt beschleunigte Vearbeitung zu. Stoddtv. Flanmm(Zentr.) bemängelt, daß man sogar alte Leute aus der Stadt zu der weit entlegenen Burtscheider Turnhelle zur Massenspeisung schickt. Die Schuls liege nicht beim Dezernenten, sondern im Vorzimmer des Oberbürger= meisters. Bürgerm. Clauditz betont, daß die Speisung der Stadtverwaltung entzogen und in die Hände des Roten Kreuzes gegeben sei. Bürgerm. Servais teilt mit, daß die Sache durch Aufnahme der Speisungen in der Jugendherberge in der Neustraße in den nächsten Tagen ihre Erledigung firde. Die Turnhalle werde dann wieder frei. Stadtv. Struben(Zentr.) findet es unverständlich, daß die Stadt nicht Herr im eigenen Hause sei. Die Sitzung wird nach 7 Uhr geschlossen. Aus Westdeutschland. Ein betrügerisches Bankunternehmen. Köln, 29. Febr. Die Inhaber eines hiesigen kleinen Bankgeschäftes, das ohne Auftrag die Depots seiner Kunden verkauft hat, wurden verhaftet, die Bonleinrichtung und Bücher beschlagnahmt. Zu dem Fall erfährt die Telegraphen=Union von einem der Geschädigten: Das Bankgeschäft wurde von einem Deutschen, der aber nur den Namen hergab, einem Belgier und einem Polen betrieben. Der letztere, Kalinst aus Warschau, war der Hauptmacher. Ihn soll nach Angabe eines seiner. Mitinhaber auch der Verkauf der Kundendepots zur Last zu legen sein; den Erlös habe der Pole nach Warschau in Sicherseit gebracht. Der Deutsch= und der Belgier konnten, nachdem Anzeige erstattet wurde, sofort verhaftet werden, während Kalinski anfangs nicht aufzufinden war. Es gelang erst nach einigen Tagen, ihn festzunehmen, als er den Rechtsanwalt erwartete, der bei Gericht den Konkurs der Bank angemeldet hatte. Die Einrichtung, zwei Autos und mehrere Häuser in Köln, die einen Teil der sehr erheblichen Gewinne bildeten, die das Geschäft durch die Inslation gemacht hatte, konnten beschlagnahmt werden. Aufruf von Notgeld. Köln, 29. Febr. Das gesamte von der Stadt Köln ausgegebene Notgeld wird hiermit zur Einlösung aufgebündigt und verliert gemäß den Ausgabebedingungen am 1. April seine Glültigkeit. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die NotArsscheine von allen städtischen Kassen in Zahlung geNosmpsen. Der Tintentrunk im Gerichtssaal. Düsseldorf, 29. Febr. Einen„Giftrunk“ der sich nachher aber als harmlos erwies, nahm ein Arbeiter, als er seine Verurteilung zu 8 Monaten Gefängnis entgegennehmen mußte. Er hatte mit einigen Mittätern mehrsach einem Weinloger einen heimlichen Besuch abgestattet, und zog, als man ihm seine Strafe zudiktiert hatte, ein Fläschchen aus der Tasche, trank es und stürzte zu Boden. Im Zuschauerraum brach daraufhin seine Braut obnmächtig zusammen, worauf ein Tumult entstand. Als sich die Aufregung gelegt hatte, stellte sich herauss, daß der Mann Tinte getrunken hatte, die ihm nicht viel scraden woicch. Steuer zur Erwerbslosenfürsorge. Duisburg, 29. Fehr. Zur Auffrischung der Mittel für die Erwerbslosenfürsorge hat die Verwaltung des öffentlichen Arbeitsnachweises für Duisburg und die Bürgermeisterei Angermund beschlossen, daß für den Monat März Arbeitgeber und Ardeitnehmer je zur Hälfte einen Beitrag von 3 Prozent des Grundlohnes zu zahlen haben, der durch die Krankenkassen eingezogen wird. Milch aus Holland. Duisburg, 29. Febr. Infolge der starken Belieferung Duisburgs mit holländischer Misch ist die Milchzufuhr augenblicklich so reichlich, daß die Bevölterung aufgefordert wird, möglichst viel Milch abzunehmen, damit die bestehenden Lieserungsbeziehungen auch für später beibehalten werden können. Interessante Funde. Paderborn, 29. Febr. Im hiesigen Dom soll eine neue Orgel aufgestallt werden. Bei den dazu erforderlichen Ausschachtungen sand man unter dem Domturm in 1½ Meter Tiese eine Grabstätte und darin ein gut erhaltenes Skelett. Nach Ansicht berufener Kreise handelt es sich um das bisher undekannte Grab des 1076 gestorbenen Bischofs Imad. Auch die Fundamente des westlichen Abschlusses einer großen romanischen Apsis, vermutlich Ueberreste des unter dem Bischof Mrinwerk erbauten Domes wurden aufgefunden. Bochumer Verein. Bock=um, 29. Febr. Der Bochumer Verein hat in den letzten Tagen zwei hervortagende Mitglieder seines Vorstandes durch den Tod verloren, den Baumeister Dr. Berndt und den kaufmännischen Direktor Emil Lange. Der erstere war jahrzchitelang der Leiter des Bauwesens des Bochmnner Vereins und seiner Zechen. Die sozialen Einrichtungen des Bochumer Vereins, deren Ausbau ihm am Herzen lag, hatten in iom einen warmen Förderer. Lange stand seit 1883 im Dienste der Stahlindustrie Bochums, die später dem Bochumer Verein angeglicdert wurde. 1912 übernahm Lange die Leitung des gesamten Einkaufswesens des Bochumer Vereins. Beide gehörten seit Jahren dem Bochuumer Stadtverordnetenkolle gium an. 1 Vertreter: Miastmang Telephon 5449 K Eine Ehrenrettung des rats Falck. Landgericht in Elberseld hat das Strafversag gegen Kommerzienrat Max Falck in Düsseldorf eingen# und die Kosten des Verfahrens der Staatslasse aufeng Der Fall des Kommerzienrats Falck hat im Augn vergangenen Jahres großes Aufsehen erregt. Fala# Leiter des Rheinhandelskonzerns, wurde am 16. nach einem Gespräch mit dem RegierungspräsidGrützner im Bochumer Rathaus verhaftet. Er deutsche Warenvorräte, die von den Franzosen beig nahmt waren, aufgekauft und nach dem Auslandäußert haben. Die deutsche Regierung betrachtete den# kauf solcher Waren oder die Beihilfe hierzu als Die Verhaftung konnte nicht aufrecht erhalten werden### es nicht möglich war, in der gesetzlich vorgeschriebe## Zeit von 24 Stunden Belastungszeugen herbeizuschain Der Oberpräsident in Münster verhängte hierauf aes Falck die Schutzhaft und ließ ihn ins Gefängnis nach ford bringen, von wo er jedoch gegen eine Kaution gelassen und nur einer Aufenthaltsbeschränkung worfen wurde. Während der Regierungspräsident in einem Pres artikel den Verhafteten öffentlich angriff, ohne freisich Material beizubringen, welches über bloße Verdächign gen hinausging, gaben die Prokurisien seines Kon##n eine eidesstattliche Versicherung ab, daß ihr Chef niene derartige Geschäfte gemacht habe. Am 25. August trat Sache in ein neues Stadium dadurch, daß Falk auf nem Gut in Lünen von den Franzosen verhaftet und Schutzhaft genommen wurde, woraus man damals als mein folgerte, daß dieser Vorgang nicht ohne Einvers## nis des Kommerzienrats erfolgt sei, der sich dadurch Verfolgungen deutscher Behörden habe entziehn woll Es vergingen nun mehrere Monate, im Verlause### man von der ganzen Angelegenheit nur hörte, das Beschuldigte gegen den Regierungspräsidenten Grü# ein Beleidigungsverfahren anhängig gemacht habe.## lich am 2. Januar nahm die Sache dadurch eine un mutete Wendung, daß der Regierungspräsident dem#### merzienrat durch seinen Rechtsbeisland sein Bedang ausdrückte darüber, daß er auf Grund falscher Insor### tionen seine Ehre verletzt habe. Die von ihm, Gün veröffentlichten Zeitungsartikel seien eine private A# gewesen. Er nehme alle Anschuldigungen mit dem druck des Bedauerns zurück. Nunmehr ist also auch das Strafverfahren niede geschlagen worden. Vermischte Nachrichten. Wegen Münzverbrechens festgenommen. Dresden, 29. Febr. Von der hiesigen Kriminat##### wurde in Gemeinschaft mit einem Beamten der Prager# minalpolizei ein Photochemiker und zwei Kaufleute Münzverbrechens festgenommen. Sie hatten mit mehreren der Tschechoslowakei verhasteten Personen in Mariaschen### Falschmünzerwerkstatt für 20 Kronennoten eingerichtet. Photochemiler hatte die technischen Arbeiten und den Druck sorgt, wobei ihm die beiden Kaufleute behilflich waren## rend die übrigen Personen das Geld in den Verkchr brin### sollten. Bei der Verausgabung solcher Noten wurte#### Person angehalten und festgenommen. So konnte die F# münzenverkstatt ausgehoben werden. Die Mashinen Platten wurden beschlagnahmt. Es sollen 2000 Stück Kronennoten ferliggestellt worden sein. Hausse in Diamanten. Eine Hausse in Edelsteinen wird nicht nur bei uns, ebenso auf dem größten Diamantenmarkt der Welt, in Lond beobachtet. In einer Woche wurden allein nohe Steine mehr als 250000 Psund Sterling auf dem Londoner verkauft. Die größte Nachfrage besteht nach billigen mittelgroßen Diamanten, die Preise sind um—10 Prozeni stiegen. Groß Nachfrage war auch nach Perlen, Halsbänd### und Perlenketten, von denen für 40000 Pfund verkauft wissenschaftliche Ein neuerlicher Erlaß des Ministers Boelitz, den Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung an Provinzialschulsollegien richtete, knüpft an die verstärkten### derungen nach vertiester Erziehung der Jugend im Untein und in der Lebensgemeinschaft der Schiele an, die von#### Wertgebieten aus, von der Religion, der Kunst, der Mora, Staatsgesinnung und dem Gemeinschaftdleben oft unter scha Kritik unserer höheren Schulen gestellt werden. Die selbst hat in der Jugendbewegung eine veränderte Leben#### der Schule stürmisch verlangt. Krieg und Staat sumwäl# mit ihren die Jugend zugleich auswühlenden und bedrohn# Folgeerscheinungen haben die Verantwortung der Schut die sittliche Gesundheit erheblich gesteigert. Die erziehen Tätigkeit, so sagt der Minister Boelitz, fließt gewiß aut eigenen Charakter des Erziehers, aus einer theoretisch nicht lernbaren Einsühlung in das Scelenleben des Zöglings. der„Kunst der Liebe", dem Nacherleben und unmittell#### Verstehen. Aber selbst der Künstler auf dem Gebiete der## hung kann nur dann die Entwicklung der Zöglinge##### Hemmungen in ihrem Wachstum beseitigen und ihr Si# leben zur Vollkommenheit führen, wenn er die Gesetze Seelenlebens kennt und zu benützen versteht. Manche Mißtn in der Schulzucht, Mänzel in der Beurteilung und Behand### des Schülers, Rückständigkeiten in Unterrichts= und An### methoden hätten vermieden werden können, wenn die von# modernen Jugendkunde gewonnenen Einsichten Unterrigt! Schulleben bereits überall in ausreichendem Umfang beein# und gestaltet hätten. Den Aufgaben, die die Gegenwan besonderen Maße der höheren Schute stellt, in der Auslese Begabten, in der Berufsberatung, in der Bewegungsleh des Schülers, vor allem aber in der Seelenführung eig den Nöten und Problamen des Zeitalters ringenden Iu# ist nur die Lehrerschaft ganz gewachsen, die mit dem## schaftlichen Rüstzeug der Seelenkunde ausgerüstet is keinem Gebiet ist der Dilettantismus gefährlicher als Seelenführung. Daher ist gerade hier wissenschaftlicke fung nötig, wenn der Lehrer die Ergebnisse der## unterrichtlich und erzieherisch verwerten soll. Nur auf„ solcher Vertiefung wird die Form des Schullebens von Bildungsidealen gestaltet werden. Zur Erreichung dieset 9 les gibt der Erlaß alle Anweisungen dafür, um die Vorh der Lehrer auf dem Gebiet der Seelenkunde zu erwelden ergänzen und zu prüfen. Kleine Nachrichten aus Wissenschaft und Eine neue Offenbach=Partitur entdeckt. Wie aus Wien gemeldet wird, wurde anläßlich der tung des Nachlasses des verstorbenen Richard Partitur einer in deutscher Sprache bisher nicht aufgesch Offenbachschen Oper entdeckt. Es ist die komische Oper tasio“, die Offenbach seinem Freunde Genee zur Ueberset“ noch Wien geschickt hat. Genee hat aus unbekannter um die Uebersetzung nicht zu Ende geführt. Die Oper ist siebziger Jahren in Paris zur Uraufführung gelaug. 65 S eipmaschh4 oie üte ung. er Lebenut ite Paeng nstrasse 13 5449 und N Steinkohle für Reparationen Strafversah ldorf einge aufer im Augus# egt. Faldk, am 16. ungspräsiden et. Er## zosen besch Alussandte 9 rachtete den zu als Hehlen lien werden# vorgeschriebech herl hseranf u ngnis nach# ie Kaution in änlung un einem Preohne freisich seines Konz### ir Chef nieme August trat iß Falk aus verhaftet und n damals all ie Einersäg sich dadurch ntziehn wolg Verlaufe### hörte, das denken Grü# acht habe.## urch eine un sident dem#### sein Bedunc sscher Inlendh n ihm, Gü### e private An n mit dem A rfahren nietg chten. wanten. Lriminchth der Prager9 Kaufleute## mit mehreren Mariaschein eingerichtet. und den Druck## flich waren,## Verkchr brin### koten wurde konnte die Mas tiren en 2000 Suc ir bei uns, son Welt, in Lon## rohe Steine Londoner Na# nach billigen —10 Prozent rlen, Halsbänden# nd verkauft wurh indkunde. erott der Stchotte ttach ken ohte 6 amerzien## A vergasungsanlagen mit Gasreinigung und Teergewinnung reerölfeuerungen Kohlenstaubfeuerungen ohne Trocknungs- u. 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Fernruf 6076 und 6077. Abend=Ausgabe. n Goldmark liner Börse, Feingeld: erteilt. bis 4½ Ur. schen rgstraße 89 70221 Sschweller, lchtuggtn arate Tachener k. Feiger jung. * Unparteiische Zeitung. Amtliches Blatt für behördliche Bekanntmachungen. Hervorragendes Anzeigenblatt für die Stadt und den Regierungsbezirk. 46. Jahrgang.— Nr. 133. Bezugspreis einschließlich Trägergebühr für die Zeit vom 1. bis einschl. 31. Mäcz...........— Mark Abbestellungen nur an die Geschäftsstelle(Büchel 61). Durch Trägerinnen werden Abbestellungen nicht angenommen. Zeilenpreis: Oertliche Anzeigen(36 mm).20; auswärtige und behördliche Anzeigen(36 mm).30; Hinweise.30; Geschäftliches, Reklamen(90 mm).—; Reklamen 1. Seite.— Festmark. Bei Wiederholungen entsprechender Nachlaß— Anzeigen sind sofort, bei Rechnungserteilung innerhalb 5 Tagen zu bezahlen. Nach Ablauf wird die dann gültige Teuerungszahl berechnet. Suilder! Alle nicht auf Nachrichtenseiten 51929 Der Hitlerprozeß. neder Ludendorffs Ausführungen ist noch zu berichten: #bendorfs kommt auf die Monarchiefrage zu sprechen und ##t daß er Monarchist sei. Die Dynastien waren eben für da. Für ihn war das Generalstaatskommissarigt der Schritt einer, und zwar gewalstmen Lösung der deutschen Er sah in Dr. von Kahr die Machtmittel des bayeri###ates verkörpert. Für ihn war die Einrichtung des #nstart=Lommissariats ein schwerer Verfassungsbruch. ###er Abtrennung des bayerischen Teiles der Reichswehr ein weiteres Abgleiten auf der abschüssigen Bahn zur ung des Reiches. Er habe zu Lossow volles Vertrauen Die nun eintretenden militärischen Maoßnahmen bei sctzwehr und Landespolizei waren ihm Beweis, daß Kahr, ##w und Seißer an ihrem Plane festhielten. Am 25. Okwar Generaldirektor Mänaux in München, wo er seine ühen und wirtschaftlichen Absichten entwickelte. Am 2. Noder fuhr Seißer nach Berlin. Darauf kam Admiral Scheer ##esandter des Reichskanzlers nach München. Er habe ###r kein Hebl daraus gemacht, daß er für einen Druck in ##ichtung Berlin sei. Scheer sei jedenfalls nicht richtig den Herren Kahr und Lossow bedient worden. Er habe herrn Scheubner beauftvagt, einen Herrn nach Berlin zu in der bei Herrn von Gräfe vorsprechen solle; er möchte m Besprechungen mit Kahr nach Msünchen kommen. Am 8. November, abends gegen 8½ Uhr, sei er zu Hause worden, im Bürgerbräuteller sei seine Anwesenheit ##rd erränscht. Auf seine Frage, was los sei, yabe er die won erhalten: das werde ihm mitgeteilt werden. Darauf Scheubner und meldete kurz den Vorfall. Im Bürgerhabe er zu Lossow gesägt, die Sache sei im Rollen müsse jetzt vorwärts gebracht werden. Kahr meinte demüiber, er könne sich nicht anschließen. In seiner Anwesen###sei lein Zwang auf die Herren ausgeübt worden. Abendorff betonte hierauf, däß er sich in baverische ##belange nicht eingemischt habe und nicht einmischen Ueber die Vorgänge in der Industrieschule sei er nicht Prichtet. Nach der Fehrt in das WehrtreiKommando debe ein Eindruck gewonnen, daß Kahr und Scheubner unfrei in Entschtlüssen seien. Ganz besonders betonte er, daß die nen, nachdem sie einmal ihr Wort gebrochen hatten, ihm #in wie anusgelündigt haten. Sie hütten umehrenhaft geScteit und hätten ihren Handschsag Lügen gestraft. Beim #ichren aus dem Wehrkreiskommando habe er zu Röhm ###u. er sollte das Wehrkreiskommando weiter besetzt halten. ##ode nicht daran gedacht, daß stäter so gehandelt werden sei eine Fesonie gewesen, die die deutsche Geie nicht auszuweisen habe. An eine Besetzumg des Wehrbiunrmmdos im taltischen Sinne habe er nicht gedacht. Es ür hn jetzt darauf angekommen, die völkische Bewegung zu n Bis gegen Mitttag hätten die Nachrichten aus der Stadt ##ia gelautet. Er habe, da die Lage ungeklärt gewesen sei, m Aufklänugszug durch die Stadt für das wichtigste geen, wohei jede Gewaltanwendung untersagt gewesen sei. #ließlich schilderte Ludendorff den Zusammenstaß an der berrnhalle und behauptete, daß aus der Feldherrnhalle bih Landespolizisten erschienen seien. Das Ganze sei ein irdmfall achnesen. Der Eindruck sei menschlich und mili#ich#tmählich gewesen. Adendorff schloß seine dreistfindigen Ausführungen mit der Feststellung:„Iich war gezwungen, die völkische Bem aus Treubruch. Verrat und Movdanschlag zu retten. Mfirtyrerbhur: gestärkt, erhielt sie neue Kraft. Das # von ihren Feinden nicht gewollte Ergebnis des 8. und ###wenber. Wir wolben nicht einen Rheinbund von Frank## Enaden, nicht einen Staat unter dem Einfluß marxistitidischer oder ustramontaner Gewalten, sondern ein #tland, daß nur den Deutichen gehört. Die Hoffnungen zumichte durch den Treubrch von Offizieren des alten #nes. Die Annehme der böstischen Bewegung war auch i Preis der Ausföhmma von Lossow und Seeckt, zwischen Nuten und Berlin. Möge die völkische Bewegung durch das #merktutt vom 9. Novemher so stark werden, daß sie das ##ische Lost fest zucsammenschmiedet. auf das ein Reich ent###befreit von den Gefahren überspanntesten Föderaliamnus #r der Separation.“ #u die Fragen des Vorsitzenden, wie sich Ludendorff die #setzung dieser Bewegung vorgestellt habe, erwiderte der eriad: Diese Beawegug würe, geschitzt auf die, haterlhndt, in ventinde im Norden zu einer so gewaltigen Kun###cun dauschen Reich geworden, doß die Sache ohne Gewaltiat sclufen wäre. Nach Erledigung weiterer Fragen wurde schließlich die geschlossen und auf Samstag vormittag vertagt. ihn das Reichswehrministerium von Epp trennte. Im Jemuar 1923 fand seine Trennung von Dr. Pittinger statt. Im Frühjahr 1923 setzte er sich mit Hauptmann Heiß in Verbindung, um mit ihm in Msünchen eine Ortsgruppe des Bundes Reichsflagge zu gründen. in Die Krise in Belgien. Die internationale Bedeutung in englischem Licht. Jedenfalls eine Hemmung für Poincaré. W. London, 1. März.(Drahlbericht.) Der diplomatische Berichterstatter des„Daily Telegraph“ schreibt: Die internationale Bedeutung der belgischen Ministerkrise könne aus dem Raum ermessen werden, den die Pariser Presse ihr widme, wo sie ofsen als die ernsteste Hemmung angesehen werde, die die Ruhrpolitik Poincarés bisher erfahren habe. Aber ganz abgeschen von der Ruhrbesetzung könne man mit Sicherheit annehmen, aß, welches Habinett aut immer auf Theuwis folge, es tweniger geneigt sein dürfte, der Führung Frankreichs in der Reparationskommission oder sogar in den Sachverständigenausschüssen zu folgen und deren Arbeiten zu beschränken. Selbst Barthon mit seiner ausschlaggebenden Stimme werde sich nicht so leicht in der Kommmission dauernd in der Mehrheit sehen. Der Berichterstatter meint, es werde deshalb gut sein, wenn die Bedeutung der belgischen Stimme bei allen acliierten Zusammenkünften in britischen Kreisen klar ersaßt und eine etwaige Schwenkung der belaischen Politik in der nahen Zukunft nicht im voraus durch Mangel an Entgegenkonrmen entmutigt würde. Dasselbe gelte übrigens für die englischen Beziehungen zu Italien. Wenn die ktalienische Presse stark kritisch und sogar bitter in ihren Hinweisen auf die britische Politik gestimmt sei, so sei das nicht zurückzuführen auf irgendwelche Feindschaft Iatiens gegen England, auch nicht auf das Verlangen nach einer unverzüglichen Regetung der Jubalandfrage. Die Hauotbeschwerde Weissolinis sei, daß er trotz seines guten Mllens, mit Großbritannien in den hauptsächlichen europätschen Fragen zusammenzuwirken, nicht in der Lage sei, eine Unterstützung zuusagen, da der von London keine klare Dorstellung der brittschen Ponrick und der von Großbritannien beabsichtigten Mathoden oder Bedingungen, unter denen eine italienische Mitwirkung angenehm sein würde, erhalten Vandervelde, ein Freund Frankreichs. W. Paris, 1. März.(Drahtbericht.) Der Führer der belgischen Arbeiterpartei, Vandervelde, hat dem Sonderberichterstatter des„Matin“ gegenüber folgendes geäußert: In der Tat hat Ministerpräsident Theunis, als er das Abstimmungsergebnis erfuhr, erklärt, Berlin könne, wenn es von dem Sturz erfahre, illuminseren. Vandervelde, den der Berichterstatter ernst und nachdenklich gefunden hat, verwahrte sich dagegen, ein Feind Frankreichs zu sein. Seine Mutter sel Französin gewesen, seine Erziebung sei. Freunde befänden sich in Frankreich. Während des Krieges lei er Jusquauboutist gewesen. 1917 habe er seine Ansicht dabin kundgegeben, daß man nur mit einem besiegten D land verhandeln Könne. Diese Haltung dürse merz., Idcht ver, gessen, wenn man in Betracht ziebe, daß die Seziglt WD. Paris, 1. März.(Eigener Drahtbericht.) Am 10. März beginnt in Genf die 28. Tagung des Völkerbundsrats unter dem Vorsitz des Vertreters von Urnguay. DerVölkerbundsrat wird sich mit der Frage von Mamel, der Festsetzung der Grenzen zwischen Polen und der Tschecho=Slowakei und der finanziellen Wiederaufrichtung Ungarns beschäftigen. Er wird ferner die Neuwahl der Regierungskommission für das Saargebiet vornehmen, da das Mandat am 31. März abläuft, und schließlich die Frage der Errichtung eines polnischen Depots für Kriegsmaterial in Danzig erörtern. Innerdeutsche Fragen. Der Reichspräsident in Baden. W. Karlsruhe, 1. März.(Drahtbericht.) Der Reichspräsident ist in Begleitung des Reichswehrministers Dr Geßler und des badischen Gesandten in Berlin, Dr. Nieser, sowie des Staatssekretärs Dr. Meißner heute vormittag hier zum Besuche der badischen Staatsregierung eingetroffen. Am Vormittag fanden Besprechungen mit dem badischen Staatsministerium über die allgemeine Lage statt. Um 2 Uhr reist der Reichspräsident mit dem badischen Ministerpräsidenten nach Mannheim zur Teilnahme an Besprechungen mit Vertretern der pfälzischen Bevölkerung sowie an der heute abend stattfindenden Pfalzkundgebung. Zur Abbauverordnung. Pelzwaren Pelz-voger Hat das grösste Lager am Platze Adalbertstrasse 38. 50540 Fesseln gesehen, in die sie im Krieg und in der Nachkriegszeit geraten war. Viel wurde auf diesem Gebiete erreicht. Das Ziel ist raschestens voll zu verwirklichen. Die Deutsche Demokratische Partei ist sich aber bewußt, daß die Wirtschaftsfreiheit nicht mißbraucht werden darf. Wenn versucht wird, unter dem Feldgeschrei der Wirtschaftsfreiheit die Volksgemeinschaft durch einzelne Gruppen der Wirtschaft, Kartelle, Trusts oder Syndikate zu unterjochen, dann wird die Deutsche Demokratische Partei dem mit allen Mitteln Widerstand leisten. In der Steigerung der Leistungsfähigkeit der Sozialversicherung durch organisatorische Vereinfachungen, in der Erfüllung der sozialpolitischen Verpflichtungen und in der Erhaltung aller demokratischen Einrichtungen zur Sicherung des sozialen Friedens ist die Deutsche Demokratische Partei eine bedeutsame Unterstützung der Gesundung der Wirtschaft und der notwendigen Produktionssteigerung. Auch die ärmste Wirtschaft darf die Notleidenden nicht ihrem Schicksal überlassen. Nur durch Stärkung der Arbeitsintensität und Steigerung der Konsumkraft der auf Lohn und Gehalt angewiesenen Schichten— nicht durch eine gegen den kleinen Kaufmann und Handwerker gerichtete Wuchergesetzgebung— kann in Verbindung mit einer vernünftigen Frachtenpolitik die Grundlage für den notwendtgen Preisabbau geschaffen werden. Die Stabilität der Währung muß nach der glücklichen Einleitung der Währungsgesundung durch den Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht mit allen Mitteln gesichert werden. Das Jahr 1924 muß der ganDie Spitzenorganisationen der Beamtenschaft richteten zen Welt den Willen Deutschlands zeigen, aus sich selbst heraus ner Blättermeldung zufolge an den Parteien des Reichs= seine Staats= und Volkswirtschaft zu ordnen, da nur so außenpolitisch der notwendige Erfolg zu erzielen ist. Hierzu gehört, daß alle Bürger, jeder Arbeitnehmer und Arbeitgeber sich in erster Linie als Staatsbürger fühlen, die gewillt sind, in zemeinsamer Arbeit und friedlicher Verständigung ihr ganzes in den Dienst des Vaterlandes zu stellen.“ einer Blätermeldung urfolge an den Parteien tags eine Eingabe, in der eine Abänderung der Personalabbauverordnung verlangt wird. Die Organisationen verlangen die Einrichtung einer unparteiischen paritätisch zusammengesetzten Schiebsstelle, die alle Abbanmaßnahmen der Regierung nachzuprüfen hat. Weiter verlangen die Organisationen, daß die Dauer der Abbauverordnung bis zum 31. März 1925 beschränkt werden soll und bitten, daß ihnen Gelegenheit gegeben wird, vor dem 45. Reichstagsausschuß ihre Forderungen mündlich zu begründen. Sachsen. Das Gesammministerium für den Freistaat Sachsen erläßt zu der Aufhebung des militärischen Ausnahmezustandes zum 1. März einen Aufruf völkerung, in dem es u. a. heißt: Die sächsische Regierung übernimmt wieder die Verfügungsgewalt über das Polizeiwesen. Sie ist entschlossen, Handel und Wandel, Arbeit und Unternehmungsfreudigkeit tatkräftig zu fördern und bittet die Bevölkerung, sie hierbei zu unterstützen. Gegen emeute Unruhen und Gewaltätigkeiten wird die ReKönnen in den Dienst des Vaterlandes zu stellen.“ Aus den besetzten Gebieten. Regelung des Eisenbahn=Verkehrs. Nach den in Mainz getroffenen Vereinbarungen wird der Eisenbahnverkehr zwischen Köln und Aachen demnächst aufgenommen werden. Ebenso plant man die Durchführung der Schnellzüge durch das Ruhrgebiet Ferner wird zurzeit die Wiederherstellung der internationalen=Züge Holland—Schweiz und Ostende—Wien geprüft. Die Durchführung der=Züge von Köln über Düsseldorf durch das Ruhrgebiet nach Berlin und Hamburg ist für Mitte März oder Aufang April in Aussicht genommen. Neue Micum=Verträge. W. Paris, 29. Febr. Nach einer Havas=Mildung aus Länder die Besetung des Rubnacbietes nicht gebillort böttgg, zeichnet von dem Mininerpragwoenren Held und sämtlichen, Er sei über die Methade mit Theunis unein's ger gieste, 5e Kessortministern. nicht über das Ziel. Schon in Frankfurt und Paris hätten die internationalen Soztalisten erklärt, daß Frankreich und Belgien um die notwendigen Reparationen nicht gebracht werden dürfen. In dem Augenblick, in dem die Sachverständigen einen allgemeinen Plan für die Regelung der Reparationsfrage vorbereiteten, und in dem sich in allen Ländern eine Bewegung geltend machte, um diesen Plan zu unterstützen, habe er erslatt, daß die belaischen Sozialisten wohl an einer allgemeinen Neuelung teilnehmen Kunten, die Macdonald mit aller„Feiz., Macht zu unterstützen scheine. Er werde, wenn er Minuten vor dem König stehe, offen sprechen. In Belgien seien drei Parteien; aber Belgien sei, wenn er gebrauchen könne, horizontal in zwei sprachliche Hälften geteilt, ebenso wie in zwei große politische mokratische Strömung, die nach seiner Ansicht die Mehrheu besitze, und die konservative Strömung. Schließlich erklärte Vandervelde, daß keine belgische Politik betrieben werden Welches auch immer das Minisertug Ferizides Frnsgri g se. Belgien werde von seinem treuen Frrunge Frankreich veres nicht vergesse, daß 1921 Vandewelde nach einim Sckwanken die Besetzung des Rubrgebiets gebilligt hab: Parlamentsabbau in Preußen. WTB. Berlin, 29. Febr. Die preußische Staatsregierung liet, wie der Amtliche Preußische Presedienk. ratrerist, eigen Gesetzentwurf zur Begutachtung an de. an hryen;, die Herabsetzung der Abgeordnetenmandate von 421 auf 210 Sitze vorsieht. In der Begründung wird gesagt, daß die Verringerung der Zahl der Landtagsabgeordneten nicht nur aus Ersparnisgründen, sondern auch insosern erwünscht erscheint, er. Sptats ragfsips big i. Zufunst erst auf eine Million Einbischer auf 500(00 foll in Zukunst erst auf eine Million Ein Vertreter entfntgng, Eigwohner statz wich erst auf den Rest von mehr als Ho0uo Eulwonzer gz wie bisher von 2rocdd ein weiterer Vertreter zugete gz. 216 Festsetzung einer Mindestzahl von Vertretern für jede wird beibehalten, um eine ausreichende Beteiligung der kleinen destzahl, wird gierung die Machtmittel des Staates zum Schutze der ge Düsseldorf sind in den letzten Togen zwischen der Micum samten Bevölkerung anwenden. Der Aufnuis ist unter. zud Vertretern der verschiedenen Gruppen der Ruhre er eistewpräksdenten Held und Gwtlichen, Inbustrie eine Reihe weitener Abmachungen geschlossn worden: Am 23. Februar ein Abkommen mit dem Zweckverband der Industrien für Haushaltsgagenstände und Geldschrankfabrikate, der Glaswarenindustrig der Autound Stahlwarenindustrie, der Emaille= und Aluniniumindustrie, am 26. Februar ein Abkommen mit der Spiegelglas= und Flaschenindustrie und am 28. Februar ein Abkommen mit der Becherglasindustrie. hostlagen Hauptmunn R öhm ein. Der Angellagte a er habe den ganzen Feldzug mitgemacht und sei an den Unternehmungen gegen die ausständischen mmisten im Ruhrgebiet beteiligt gewesen. Röhm schileingehend seine Einstellung vor und nach der RevoluDas Furchtbarste war für ihn die Nachricht von der Ochiedung Ludendorffs, von dessen warmer Teilnahme # de Truppen er sch dacbe überzeugen Bönnen. Er erochte #uch heute noch an den Eid gebunden, den er seinem ###ichen Herrn gegeben habe. Röhm erzählte dann von seiLättgleit bei der Brigade in Ingolstadt, von den erfolgKämpfen gegen den Soldatenrat und von seiner Bebung an der Befreiung Münchens von der Räteherrschaft. ##ch tat er bei General von Goo Dienste. Dadurrch kam ut der vaterlöndischen Bewegung in Verbindung. In der echnerwehr arbeitete er zusammen mit Oberstleutnant #4 Ladei kum er zum Teil in exponierte Lagen, so daß auch einen Begriff von den dauernden Interessen. giens. Die Hauptausagor eines neuen Ministeriums sei, den belaischen Franten wieder hochzubringen, dessen, H sei wenn men an die ungebeuren greiflich sei, wenn man an die ungeheuren wirrschafrtschen Hilfsquellen Belgiens im Kongoland und anderwärts denke. Oriola. Ronan von Okto Berndt. * Nachdruc verboten. Oberwachmeister Schreiber am nächsten Morgen * 9 Uhr bei ihm eintrat, fand er den Doktor bei der benden Tischlampe in seinem Schreibtischstuhl schlaDas Buch war ihm aus der Hand gefallen und lag boden auf dem weichen Teppich, seine linke Hand # auf dem Blatt mit den rätselhaften Schriftzeichen. Eie Wachmeisten stand mit besorgtem Beick und entelte den Kopf, dann nahm er den Kommissar in seine en Arme, rbgleich er selbst sast ein Sechziger war, in hinüber auf den Diwan, legte ihn nieder und En sorgsam mit der Reisedecke zu. Schlüter wachte auf, nu: einmal mumelte er:„Ellen Sanderson ist Aldig: Tann atmete er tief und schlief weiter, wähAbenwachhmeister Schreiber ihm in der kleinen FumneFelentiche einen fickten Koffee kochte und das Früchstück Nach ungefähr einer Stunde fuhr Schlüter auf blickte sich erstaunt um. Wachtmeister Schreiber brachte Kaffee. scmm: Ich saß am Schreibtisch! Wie dier auf den Diwan!“ Schreiber lachte.„Ich habe eklaubt, den Herrn Kommissar hinüberzutragen.“ Sciüter lachte auch.„Sie üben sich wohl im Menessehlen, Schreiber, aber Sie sind noch edischen Fakire. Sie begnügen sich sehlen gleich lebendige Krintrgteng u1 Brach en e ch en bie. Ais a ur owei Nächte nicht zu schlafen, und jetzt fordert die Sstrich Gecch undn und Gunden, Bee. Die Sachverständigen=Konferenz. Inangriffnahme des Berichts. W. Paris, 1. März. Nach einer Meldung der„Chicago Tribune“ werden die Sachverständigen angeblich am Montag nachmittag mit der Aufstellung eines endgültigen Berichts für die Reparationskommission beginnen, der bis 8. März fertiggestellt sein soll. Natur ihr Recht. Kommen Sie her, zur Strafe Menschendiebstahl müssen Sie eine Tasse von dem Kaffee mittrinken, den Sie selbst gebraut haben.“„Herr Doktor, ich habe von den guten Bohnen genommen und nicht zu knapp.“„Das haben Sie doch nur getan, weil Sie wußten, daß ich Ihnen was abgebe. Kommen Sie nur her, alter Schreiber setzte sich dem Kommissar gegenüber auf einen Stuhl, dieser strich zwei Bröthen wit, Her ezer, den belegte sie dick mit Schinken. Davon schob er Oberwachtmetster hin.„So, uun los! Was gibts Neues!“ Oberwachtmeister Schreiber biß in den Schinken. „Ganz Interessantes. In der### Bank spults.“„Namr?“„Großer Krach in der Familie Willmers. Der Herr Papa wünscht, daß der Herr Fill auf eine paar Jahre an eine Bank in „Warum denn!“„Ich glaube, eine Weibergeshrichte., J gend eine Filmdiva.“„Sieh, sieh!“„Das ist ales. Der atre Kassenhote Siebers hat urg fehr;, Kaute 1“„Ei, ei!“„Er will sich zur Ruhe setzen. Irgendwo eine kleine Bauernwirtschaft kaufen. Ein Veiter Schbhr brend ul. ast bnt in Scheflflche Jel vi.— den do regzeg, Pilmhenz busz eine PluLolleg Bedemeler bei venee unmmmrre pu eine Bln und Siebert hat einen Valutavetter! Aber ven denr Nam B epo, ud f. de dur Solren us aufimachen können.“„Die Geschichte ist sogar dem Filialn echdn un e ie S en Sie schon davon gesprochen:„Zu vierrund. Gut, ih werde mucher Gleich einup Fesguge gnen Suteé, Tertell Sam willen uin unt aßte baß dams esscer 1 ven Gesceuag une beude, bot Dean Tenvermen uch ia Vandernede ein Feutetaser Bos, des Geietenmanse sderlindernuas der Zchl bei Sawtagt. ed e, Aahee ues een Been u u ue gecg e seens Kei gun, eun suen. des Inkraftiretens der Vorschrift des Artikels 2(Verminderung der Staatsratssitze) bestimmt das Staatsministerium. Dieser nuch Verkündigung des Gesebes statfindenden Retwah des Landiages legen. Die Neurghigt, her. Serte ge, ratsmithglieder müsen in der erhten, iuge, den Togug der Artikels 2 des neuen Gesetzes stattimndenden Tagung Wahlkörper, Provinziallandtage usw. erfolgen. Das wirtschaftspolitische Programm der Demokraten. Der Deutsche Demokratische Parteiausschut(Berlin) hat folgenden Beschluß gefaßt: „Die Deutsche Demokratische Partei hat btksang eine ihrer wichtigsten Aufgaben in der Befreiung der Wirtschaft von den mit den Herren Indiern beschäftigen. Uebrigens Ihre Hieroglyphen habe ich erhalten. Besorgen Sie mir doch so bald wie möglich den„Figaro“, die„Times“ und den Budapester„Esti Lap“, die kämen in Frage, wenn unsere Arbeit vergebens war." Schreiber schien diese mysteriösen Ph#etu###### stechen und reichte dem Dochtor Hut und Stock. Während dieser zunächst in die Filiale der Bank eintrat, fuhr der Oberwachneister nach dem Präsidium voran.! Viertes Kapitel. Bansvorsteher Eggers führte den Kommissar in sein Prtdattontoer.„Siud die beiden Perez, Beizge, geher; Biülmers is auf den dringenden de gan, hersen. beurkaubt und befindet sich in eigen Näche von Fürsenwalbde:“.8.„elgtich unterwegz“ „Der Kassenbote Siebert ist augenblicklich „Er tut also noch Dienst?“„Ich habe ihn mit nicht fühlen lasen, daß ich Verdacht, Henge, un er selbst wollte erst am Ersten nüchsten Monate unpur genz.#Eg behmptet, geerbt zu heben!“„Kein, ein vetter aus Amerika soll ihm 5000 Dollar geschenkt haben. Uebrigens kammt er oben. Herr Siebert!“ Der Kassenbote trat ein. Auch jetzt war er vollkommen mndbefangen.„Sie erlauhen!“ Doktor Schlüter schloß die Tür.„Hören Sie mal, Siebert, Sie sollten sich nicht nur schhmen, auf Ihre alten Tage noch zum Betrügre, Ju. Kaog: Ausland. Churchill will nicht mehr kandidieren? WD. Paris, 1. März.(Eigener Drahtb=richt.) Die Preß=Associated teilt mit, daß Chierchill wegen gewisser Bedingungen, die ihm von der konservativen Partei in Westminster gestellt wurden, der heute abend stattfindenden Versammnilung dieser Partei, in der er sein Programm entwickeln wollte, nicht anwohnen wird. Churchill erklärt, daß er sich als vollkommen unabhängiger Kandidat um den freiwerdenden Wahlsitz in Westminster bewerben wolla. Die Bedingungen der konservativen Partei machten es ihm jedoch immöglich, seine Unabhängigkeit zu wahren. Es wäre übrigens nicht ausgeschlossen, daß Churchill ganz darauf verzichtet, als Kandidat aufzuztreten. Die englisch=türkischen Verhandlungen über die Mossubtrage werden in Konstantinapel statfinder. Der, Erösfnunge: tag der Konferen; sicht jedoch noch nicht fest. Sir Percy Cox wird der Führer der englischen Abordnung sein. Mißfarbene Zähne Reche e e Lpelstbomnan unshis. Weihse befetitg d. d. dev. Jahupalischlored 116 wolen dch Sie in Gemstnschaest mit derm Mlüment de hunderttausend Dollar, die Sie dem Professor Sanderson auszahlen sollten, unterschlagen haben?“„Herr Kommissar, ich bin ein ehrlicher Mann. Ich verbitte mir solche „Site denten also im Gract, datz wie Ihnen das Märchen von dem plötzlich aufgetauchten Vetter aus Amerika glauben?“„Ach so! Das werden Sie mir wohl glauben müssen.“ Siebert war ein anderer geworden und hatte einen frechen Ton angenommen.„Herr Eggers, Sie kennen mich doch lange genug, als daß Sie nicht winen müßten, daß der akte Siebert ehrlich ist. Hier, ich habe ja den Brickted ub: Er kramte in seiner Tasche und zog einen Brief hervor, den Eggers nahm, kas, den Kopf schüttelte und dem Koamissar weitergab. Er war an den Kassenboten Ernst Siebert, Berlin, Steinmetzstraße 206, abressiert und hatte eine amerikanische Marke mit dem Poststempel New=York, abgesendet am 15. Juni. „Dear Vetter! Ich habe gehört, daß Du noch lebst, und es wird Dir wondern, zu hören von mir. Ich habe nicht vorgotten, daß Du mir hast geholfen, als ich war ein leichtsinniges, junges Boyz, und daß Du mir fünftausend Mark von das money, was Du hast geerbt von Dein father. Ich habe gehabt Glück in Amerika während dem Krieg und bin jetzt ein wohlhabender Gentleman. Ich weiß, daß Du bist alt, und wirst nicht lange mehr können arbeiten, darum will ich, daß Du siehst, daß ppde n, un Do,„ uechencbei ein aamz dommer Menschl“ mehr können arbeiten, darum will ich, den, sondern Sie sinv nevenbei ein ganz oimme:—..: Dein Vetter William ist ein dankbarer Mann. Ich sende =Namt: Sichen satz den frauden Boun, der Vo.— Dir mit gleicher Post fünstausend Dollar. Das wird ge. nug sein für Dein Alter in Germany. Mir macht es nichts: aus. Sei gesund und setzte Dich zur Ruhe. Yours trulh William Siebert.“ (Foctsetzung folgt.) dieser Weise anfuhr, empört an. „Ich bin der Kriminalkommissar Doktor Schlüter, und Do. ershy, Zud Hehaut ur. otz füir etn, Bürchen) derr Eggers, habe ich mir etwa irgend etwas zu schulden komwe loiten!“ gte prchen bet beit niet und bungten 4 Nachener Weihbischof Hammels an die Stadt Aachen. namens der Stadt Aachen ist dem neuen Wechbischof von Aöin, Hanmels, aus Anlatz seiner Tispesgeg segenz, Siul. wunschschreiben Abersandt worden, auf welches folgende Antvor eungegungen:„göfn, 2. Februar 1924. Sehr verehrter Herr Bürgermeiseg Für die mir anläßlich meiner Bischofsweihe seitens meiner geliebten Vaterstadt Nachen übersandten Glückwünsche ich hiermit meinen herzlichsten Dauk aus. Auch danle ich verbindichst für Ihre bersönliche Beglückhziurschurrgu, gacherg, alterer. unbestrafter Mann aus Mülendorf verur giltz, 7. Bor dele sich um besonders wüste Ausschreitzungen, Des, Becherhg und die Vollsernährung würden durch solche Dinge erheblich gestört. er. Aldenhoven. Vor dem hiesigen, Schefreigezien, hatte sich Donnerstag der frühere Leiter der Genossenschaftsmollerei Linnich wegen angeblichker Milchsälschung zu verantworten. Gegen das Urteil— 8 Tage Gesängnis— ist Berufung eingelegt. In meinem bischöflichen,„Wapyen vut vr: 655.###e Adler seinen gebührenden Platz. Ich flehe zu Gott, daß er Nachen in diesen stwveren Zeiten mit seinem Schutze nahe ist. In tieser Verchrung Ihr ergebensfek.. un ge .# Joseph Hammels, Weihbischof von Köln. Stimmen aus dem Leserkreise. Der neue Intendant. Der von der Ttadtverordnetenversammlung aus mehr als 50 Beiverbern zum Nachsolger Siolis gewählte Intendant Mvurcnbrecher ist zurzeit Leiter des Kreselder Er staumnt vom Rihein, aus einer angeschenen Gelehrtensamslie. Als Bsichnenleiter trat er zuerst in Kottbus vor enwa 14 Jahren auf, wo er sich namentlich um die Oper verdient grmacht hat. Von da kam er 1920 nach Düsseldorf an die Spitze der Freilichtbühne. Noch im seiben berief ihn Kreseld als Intendanten. Er hat hier viel Schönes und Cartes geleistet. Wir werden über seine Krefelder Wirksamkeit einen Bericht aus berusener Feder bringen. zahlreiche Orten durch Vorsicht vor Auswanderungs=Agenten! Aus Haspe und Hagen wird mitgeteilt, daß Auswanderungslustige aus den genannten, Erten durch Schwindler geschädigt worden sind, indem sie ihre bereits zum großen Teil bezahlte Ueberfahrtskarte nicht erhielten, so daß sie setzt mittellos in Hamburg sitzen oder bereits wieder in ihren bisherigen Heimatsort abgeschoben worden sind. Aehnliche Meldungen kommen jetzt auch aus anderen Orten des Industriegebiets. Es wird bekmnt, daß Agenten, die angeblich Sicd=lungsgemeinschaften in Südamerika gründen wollten, auch in Düsseldorf tätig gewesen sind, und daß sie hier eine Reihe von Leuten um größere oder kleinere Anzahlungen geschadigt haben. Einer dieser Agenten, der zahlreiche Fus: wanderungslustige geschädigt hat, wurde verhaftet. Eine Reihe anderer Agenten, die zumeist erzählen, daß sie viele Jahre in Amerika tätig gewesen seien, in der Regel aber nichts davon gesehen haben, hat rechizeitig das Tätigleitsfeld von Düsseldorf nach einem anderen Orte verlegt. Verschiedene dieser Leute werden von mehreren Polizeibehörden gleichzeitig gepcht. In vielen Fällen hoben sich die Schwindier auf das Auswanderungsgesetz berusen, wonach die staatlich konzessionierten Schisichtisbeilieluügen verpflichtet sind, bei NichtausUhrbarkeit der Reise die geleistete Anzahlung zurückzuerstatten. on diesen Firmen geschieht das, aber bei den unbekannten Agenten ist bekanntlich fast nie etwas zu holen. Es kann nur immer wieder dringend davor gewarnt werden, sich unbekannten Personen anzuvertrauen, oder ihnen gar Geld auszuhändigen. Beamtenabbau, Das Deutsche Reich, die Länder und Gemeinden befinden sich bezüglich ihrer Finanzen in einer großen Notlage. Es ist daher nötig, daß auf allen Gebieten die größte Sparsamkeit herrscht. Aus dieser Notlage versteht es auch jeder Beamte, daß er Opfer bringen muß, die er schon beinahe 10 Jahre mit am meisten gebracht hat. Eines der größten Opfer bedingt aber der Beamtenabbau. Auch hier ließe sich manches Opfer mitdern, wenn die soziale Einstellung mehr im Vordergrund stände und der Abbau die einzelnen Gruppen gleichmäßig ersassen würde.. 1. gu,.aruh, In den letzten Jahren ist man aus Sparsamkeitsgründen dazu übe gegangen, daß Arbeiten, die von geringer bezahlten Kräften ausgeführt werden konnten, diesen zu übertragen. Dies wurde z. B. bei der Justiz durch Gesetz beschlossen und man hat nach der Erklärung der Regierung gute Erfahrungen damit gemacht. Wie sicht es aber heute mit dieser Sparsamkeit verder Justiz aus„(7. K. M4##4 Nach der Abbauverordnung fallen die Richter nicht unter den Acbau und bei den Veratungen hat die preußische Regierung erklärt, daß auch für den Abbau die Gerichtsassessoren nicht in Betracht kämen. Maßgebend mag die ihnen gewährleisicte Unabhängigleit gewesen sein. In normalen Zeiten mag dieser Einwand gelten, aber in Zeiten äußerster Not, in denen z. B. sonstige wohlerworbene Beamtenrechte mit einem Federstrich beseitigt werden, ist es nötig, daß solche Vorrechte abgeändert oder einstweilen aufgehoben werden. Sonst würde der Fall eintreten, daß der Richter minder wichtige Geschäste ausführen müßte, die seinem Wissen und Können nicht entsprechen, was er doch eigentlich selbst nicht wünscht und wozu bisher billigere Kräfte verwandt wurden. Es soll hier nicht auf die Höhe der Ersparnisse, welchjedoch sechr beträchtlich sir2, eingrgangen werden. Es mag die össentliche Meinung sich ein Urteil bilden. Wenn man wirklich sparen will, dann muß man bei den oberen Gruppen anfangen und nicht so sehr bei den unteren sonst tritt das Gegenteil ein. Sparsamkeit ist heute das alles überragende Gebot für das derrische Voll. 8. deutsche er. Der Schneesturm, der gestern nachmittag hier einsetzte und bis in die Nacht hinein in großer Stärke anhielt, hat allerorts zu Verkehrsstörungen geführt. Vor allem leidet die Keinbahn schr unter der Verscheiung ihrer Gleiskörper; in der Strot sah man heute morgen„Schncekompagnien“, die sich an die Freimaluung der Strecken machten. Von auswärts hört num, daß die Zusuhrstraßen zur Stadt übereil stark versperrt und an vielen Stellen Sckenewehen bis zu zwei Meter Höhe entstanden sind. Mnncke Feld= und Waldwvege sind üverhaupt vorläufig richt zu passieren, und man erfähri, ouß in den letzten Tagen vicl Wild draußen im verschneiten Forft zu Schaden gekommen und überall Astwerk unter der Last dichter Stimcemassen abgebrochen sei. Heute morgen schmeit es iustig weiter, doch sieht es aus, als ob Tauwetter vor der Tür stände: wenn das plötzlich einträte, dann, ja dann könnte man sich auf ein böses Hochzwasser gesaßt machen. Auf= und Untergang von Sonne und Mond in Nachen nach mittelcuropätscher Uhr=Zeit: Sonne: 2. Mürz. Aufgung.22 Uhr vormittags, Untergang.14 nachmittags.— 3. März. Ausgang.20 vormittags, Untergang 6,15 nachmittags. Mo nd: 2. März. Aufgang.29 nachmittags, Untergang 245 morgens.— J. März. Aursgang 6,10 nachmittags, Untergurg 354 morgens. Briefpost nach Amerika im März. Eilige Briesposten nach Nordamerda gechen im Nürz von Hanbung und Breiten am 2, 7. 9, 12., 14., 16. 19, 21., 25., 26. und 30. Am 2,., 16., 19. und 30. gehen sie über Southampton, Schlußzeit am beiden Orten 10 Uhr nachm. Ein letzter Vensand gehi je am solgenden Tog von Köln=Deutz 9 Uhr nachm. Der Dampfer verllitzt den englischen Hafen zwei Tage nach dem Abgang von Köln=Deutz und ist in Nen=York sechs weitere Tage später. Am., 14., 21. und 25. geht die Post über Bremerhaven. Schlußzeit in Hamnbung 8 Uhr vorm., Bremen 1 Uhr ncken., Abgung am folgenden Tage, in New=York neun bis zehn Tage später. Am 12., 26., und 31. wird die Pest von Hamnburg abgesäuckt. Selkußzeit daselbst 10 Uhr nacken., in Bremen 5 Uhr nadm, Abfahri am sotgenben Tage, Ueberfahrt zehn Tage. Nicht eilige Druckfaben, Zeitschriften und Bücher gehen nur mit Dampfern aus Hamtbung und Bremen. Veranstaltungen für Sonntag: Stadttheater: Fledermaus. Außer Abonnement. 7 Uhr. Edentheater: Der letzte Walzer. 8 Uhr. Bunte Bühne: Vorstellungen 4 und 8 Uhr. Trocadero: Vorstellung 8 Uhr. Puppenbühne: Vorstellungen 4 und 8 Uhr. Narrenzunft: Kostümsest im Burtscheider Kurhaus. Nachener Karnevalsverein: Damensitzung. Karlshaus: Kostümsest. 9 Hotel Cornel'usbad: Nachmittags= und Abendkonzerte. Berliner Hof: Konzert. Im Franziskaner: Künstlerkonzert. Nachener Brauhaus: Konzert. Mascotte=Diele Trio Wotbour. Café Exzelsior: Künstlerkonzert. Sport. Aus den Gerichtssälen. K. Vom Gericht. Nachdem die Interalliierte Kommission die Reichsverordnung betressend Abänderung der Strafprozeßordnung genehmigt hat, werden nunmehr die zurückgestellten Strafsacken, die bisher der Jurisdiktion des Schwurgerichtes unterlagen, vorläufig vor die Strafkammer kommen. Bereits kontrerden Mitzvech sichen Termine wegen Rmich bzw. Msinzverbrechen an.— Die Kirchendiebstähle in Eschweiler=Stich und ##lcheim, Kreis Düren, erscheinen nach längerer Vorunterjuczing aufgeklärt zu sein und werden demnächst das Gerichk: beschäftigen. Dem Untersuchungsrickter wurden 2 Leute aus Remscheid vorgeführt, die verdächtig sind, am 9. Februar hen Zollbeamten Körner aus Nachen=Burtscheid im Waldgelände meischen Nievelstein und Schloß Rimburg bei Palenberg erschossen zu haben.— In der Sache des Regiearbeiters Külz aus Eicks bei Euskirchen wird Anklage wegen Mord erhoben. — Unaufgeklärt blieben folgende Bluttaten bis heute: SchillerDüren, die Erschießung des Wirts in Floisdorf bei Euskirchen, die Erschiebzung einer Frau im Metternicher Hof bei Bankenheim vor etwa 2 Jahren, die Mordtat in Tripsrath bei Geilenkirchen fast zur selben Zeit, der Fall Klein=Vaals und der Raubnord im Nächener Weld im April 1922 an dem Eisenbahner aus Hauset, Trotz aller Anstrengungen konnte bishei in die Bluttat bei Lielz auf dem Felde im September vorigen Jahres— ein gewisser Lenzen aus Ederen wurde von zwei Leuten erschossen— kein Licht gebracht werden. Der Raudmord an den Korrespondenten Schubert in Düren(angeblicher Täter der Dalmetscher Mevs) unterliegt noch der Untersuchung durch das belgische Militärgericht. daß man den Blick traung in die Zukunst richte. Ins eist. Unterhalb Brunsbüttel blieben sogar die beiden Hinsicht sei das Jahr sehr arbelts= und ersolgreich lichen Eisbrecher wiederholt in dem zu einer Stärle von z Poyeseist Eieuanz erinnerte daran, daß von Köln aus der 12 Fuß zusammengeschobenen. Eis siecken. Sowohl das E. als auch starker Nebel haben die Sanffahrt auf der Unteresch gewesen. Stevens erinnerte daran, Liebhabersport neu belebt worden sei. Rechnungsrat Gester, Kassenprüfer, rühmte die mustergültige Kassenführung des Gauzahlmeisters Frl. Jansen(KölnStammheim). Der Gau wurde in der Hauptsache durch Zuwendungen und Erträge aus Veranstaltungen über Wasser geunmöglich gemacht. ten vor Anker gehen, wo Die von See kommenden Schiffe mutn sie sch befanden.— Sss uig perero“haraufs heschiossen den Burd in 100 hatt Auf verelster Landstraße. Berlin, 29. Fedr. Wie das„Togeblat“ auns Stungnn meldet, kam auf der stark vereisten Straße zwischen Lutssgz Landesverbände zusam wagen ins Rutscken und, frirzte in den. Straßengraben, Spez# nsassen, der Händler Schenk aus Stuttgart und seine Fra### bisher, 34 Gaue einzutelen, die in 12 Lande##errenzegega# mengeschlossen werden. Der Bundesbeitrag wuror auf is Goldmark sestgesetzt, wofür die Bundeszeitung geliefert wird und jedes Mitglied in der großen Haft= und Unfallversicherung versichert ist. Jugend= und Familienmitglieder bezahlen 3 Goldmaic Beitrag. Dem Alswandern und=Ziehen setzte man einen Riegel durch die Einführung des Abkehrscheines. Die Karenzzeit bei vorübergehender Abwanderung in einen anderen Verband wurde auf 12, bisher 6, Monate festgesetzt. In Zukunft gelten nur die Vereine als Bundesvereine, die in Städten bis 5000 Einwohnern 10, in solchen über 5000 25 Mitglieder haben. Aktiven und incktiven Mitgliedern ist das Rennen hinter Motoren verboten. Mitglieder haben bei Bundesveranstaltungen 50 Prozent Preisermäßigung bei den Eintrittspreisen. Zum Schluß hereitete, man dem Gau 45 ein erstklassiges Begräbnis unter Mitwirkung von Musik und Soloquartett. Stevens zeichnete eine Reihe Mitglieder des Gauvorstandes usw. namens des Bundes mit den Ehrennadeln in Gold und Silber aus. Ihm selbst überreichte Gauvorsitzender Schooß einen goldenen Lorbeerkranz mit Schleife und Widmung. Stevens bat alle, auch in Zukunft den mit Erfolg gekrönten Weg zu beschreiten, der der deutsche Weg gewesen wäre, so diene man auch dem Vaterland, dem ein dreifaches All Heil“ ausgebracht wurde.— Nächsten Sonntag schon werden die rheinischen Gaue neu ins Leben treten. Um die Westdeutsche Meisterschaft. Im Spiel um die Westdeutsche Verbandsmeisterschaft tkeffen sich am mongigen Sonntag in Koblenz die Vertreter des Rheingcues Spielverein Rheydt und des Südwestfalengaues Stportfreunde Segen. Die Gegner werden sich in folgender Ausstillung gegenüberstehen: Siegen: Miller, Rieckstein, Dietersbhetzen. Katz, Haas, Schneider, Bosch, Dr. Schubach. Löck, Dr. Hohmunn, Neuser. Rheydt: Wohn, Teiks, Blinten, Backus. Lunzen, Eschenbroich, Steins, Fahbender, Brembges, Kohchaus, Drebels. Schiedsrichter ist Bumger (Tüsseldorf). Amerikas Teilnahme an den Olympischen Spielen in Frage gestellt. Paris, 29. Febr. Nach einer Meldung aus New=York ist die Beteiligung der amerikanischen Sportsleute an den Olhmpischen Spielen in Paris in diesem Jahre in Frage gestelli, falls nicht bis zum 1. März 24.000 Doklar ausgebracht werden sollten. wurden sofort getötet. Zwei weitere Insassen wurden verletzt, während der fünfte unverletzt hlieb. Polnische Räuber. Beuthen, 1. März.(Drahtbericht.) Nach einer des„Obersclesischen Kurier“ hat der Aufruf des volnistz, Bundes der Prfständischen wegen der Verhaftung von 70 g. len. in Gleiwit die Wirkung gehabt, daßedeutsche Reisende 9. sich auf der Fahrt von Hindenburg nach Kattowitz befandez von polniscken Banditen im Zuge belöstigt und mißhandesm wurden. Auch dienstuende denische Eiserhahner entgngz## den Mißhandlungen nicht, die die polnische Polizei nicht gran hinderte. Finanzwesen und Wirtschaft. Aus dem Braunkohlenrevier. wtb. Köln, 29. Febr. Die Arbeitsaufnahme im rheiniscen#Oraunschtenreider nimmt an Au=dehnung zu. Die Wertg unn beiten zum Teil wiader ganz, zum Teil liegt die Britert. stellung nach Fil..——4 liegt die Brkeite, Köln, 1. März.(Drahtbericht.) Eine Konferenz der Ve. trauensleute der für das Braunkohlengebiet in Frage menden freien Gewerkschaften, Verband der Bergurbeser Deusicker Wetollarbeiter=Verband und Verband der Heider dudd Maschinisten, beschloß mit 73 gegen 18 Stimmen die Weier. führung des Streiks im Braunkohlenrevier. Die Arbeitszeitfrage in der Metallindustrie. Köln, 1 März.(Drahthericht.) Die Mitglieder des Lenschen Metallarbeiter=Verbandes heben gestern den für die gl. gemeine Metellinkasstrie grfällten Schiedsspruch einstumg abgelehnt. Die Betriebsräte wurden ersucht, sich in Verhauslung über die Arbeitszeitfrage nicht einzulassen. Würselen wird zur Stadt erhoben. Kürselen, 1. Mürrz. Nach einem Beschlusse des ProvinIkmn nit der Tamma In Barmen wind Mirselen zur Arbeitsaufnahme in Krefeld. Krefeld. Nackdem jetzt die Unstimmigkeiten in eimeinen Letriechben der Spostindustrie, in denen die Arbeiter sich zuh geweigert hatten, die Arbeit aufzunehmen, erledigt stad, wurde in der ganzen Krefelder Seidenstofsindustrie und der Verodelungsindustrie die Axbeit wieder aufgenommen. Walzeisen=Vereinigung. wid. Düsseldorf, 29. Febr. Wie bereits kürzlich berschtei wurde, haben sich die Walzwerke im unbesetzten Gehiet zun Zwecke möglichst einheitlicher Preisfestsetzung für Stabeisa und Grobbleche in der„Walzeisen=Vereinigung" Grobbleche in der„Wolzeisen-Vereisugung“ zusanmgnse schlossen. In der Zusammenkunft am 28. Februar wurde Konzallandtages auf der Tagung in Barmen wird Mürselen zur merzienrat Gerhard Meyer=Peine zum Voxsitzenden und Li.# Stadt erhoben. Eenn wir recht unierrichtet sind, war Wür geltor, Früller=Bersing zum stellvertretenden Vorsitzenden diesn jelen das größte Dorf Deutschlands..1 Vereinigung gewählt. Nac Breitensträter gegen Samson=Körner. Samson Sieger.— Der große Kampf sicht bevor. Beide Boxer sehen ausgezeichnet aus. Breitensträter samos trainiert, aber etwas aufgeregt, während Samson mit größerer Ruhe seinen Platz einnimmt. Kurze Vorstellung und Begrüßung. Für den Sieger werden gestiftet eine silberne Plakette, eine Bowle, 5000 Zigaretten und ein Horchautomobil. Der Ringrichter, Kurt Dörrv, spricht kurz mit beiden Gegnern. Dann geht der Kampf los. Breitensträter bringt 163, Samson 161 Pfund in den Rinz. Die erste Runde beginnt mit vorsichtigem Abtasten. Breitensträter hat mehr vom Kampf, Samson ist oft in Deckung, schnellt aber plötzlich von unten los und kann mehrfach rechts sctwer landen. In der zweiten Runde sind beide sehr vorsichtig. Breitensträter blutet am linken Auge. Samson lauert. um eine Gelegenheit zu finden, einen schweren Schlag anzubringen, kann mehrfech einige Heken landen. Zum Schluß der zweiten Runde, muß Breitensträter auf einen Uinken Haken bis neun zu Boden. In der dritten Runde ist Breitensträter wieder schnell am Mann. Er schten sich in der Prufe erholt zu haben, kann aber nichts mehr retten. Samson läßt ihm noch einige Sekunden Zeit, dann trifft er ihn mit einem surchtbaren Magenschlag. Breitensträter fällt und wird ausgezählt. Samson ist noch vollkommen frisch. Riesiger Beisell setzt ein. Samson wird bekränzt und mit Blumnen beworfen und triumphiert. Breitensträter ist derseibe Voxer geblieben, der er vor drei Ichren schon war. Er aeb sich zu viel Blößen, um gegen einen Diunn wie Samfon auf die Dauer bestehen zu Gnnen. Sarfon rückte dem viel zu aufgerogten und zappligen Breitensträter zangsam nach und wartete nchig, bis er einen seiner schweren Schläge anbringen konnte. Er konnte ihn erledigen, und er mußte es auch. Mit Simson hat immerhin der bessere Boxer gewonnen. Er ist routtinierter und wird sicher auch Deutschland den erstklassigen ausländischen Schwergewichtsmeister gegenüber vertreten können. Kölner Aufwertung der Spareinlagen. In der Kölner Stadtverordnetensitzung erklärte der Vorsttende des Sparkassenausschusses, veranlaßt durch verschisdene Anfragen an den Oberbüngermeister über die Auswertung der Spareinlagen bei der städtischen Sparkasse, duß sich die Aansvertung wahrscheinlich nur in engern Grenzen halten. könne. Die Auswertung zugursten der Sparkasse selbek beschrärke sich auf die von ihr gegebenen Hypotheken. Die meisten vor dem Kriage ausgeliehenen Hypotheken seien bereits zurüchezchkt, und die Beträge, die in der Juflation szeit als Hypothelen ausgelieben worden seien, ließen sich nicht ohne weiteres seststellen; sie mößten erst auf Goldwert umgerechnet werden. Die Auswvertung komme nur solchen Spareinlagen zugute, die bis zum 31. Dezember dieses Jahres zur Auswertung eigens angemeldet würden. Die Auswertung werde dann unter Mussicht eines von der Regierung ernannten Konumissars erfolgen. Bei der Auswertung hätten die seinerzeit mündelsicher angelogten Beträge den Vorrang vor allen übrigen Einlagen; erst nach Befriedigung dieser Ein##yen Könnten die andern bedacht werden. gewählt,„Nach einer Besprechung der Marilag und der Preisverhältnisse wurde festgestellt, daß im allbemeinen ein Preis von nicht unter 130 Mark die Tonne für Stabeisen mit Frachtgrundlage Oberhausen bezw. 150 Mark für Grobdlech mis Frachtgrundigge Essen der Marktlage enspreten## würde und empfohlen, diese Notierungen bis auf weiteres bei zubehalten. Diese Preise sind Grundpreise und verstehen sch netto Ueberpretse nach den jeweils geltenden Listen für Spbeisen des Daurtschen Stahlbumndes und für Grabbleche der Deutschen Grobblech=Walzwerke. Um den Wünschen der R. nehmer wegen eines längeren Zahlungszieles mit Rüchitt auf die allgemeine Geldknappheit entgegenzukommen, sol den Abnehmern im allgemeinen ein Zahlungsziel von 14 Tagen vom Tage der Rechnung bezw. dem Tage des Versands a gewährt werden. Die Deutschlandfahrt. Die Ankunft in Kiel. Kiel, 29. Fedr. Schon um 2 Uhr mittags kum nach der langen besickeverlichen Tour dieser Etcappe der erste Fahrer am Ziel in Kiel an. Unter stürmischer Bagrützung folgten nach und nrch weitere Fuhrer. Bis in die stäten Aberdstunden waren etva 40 Fahter im stäutsten Schnecsturm eingetrossen. st Schlecht bewachte Reichsvermögensämter. Köln, 29. Febr. Einen raffinierten Betrug verübten drei Buchhalter des Reichsvermögensamtes. Sie hatten sich einen großen Vorschuß geben lassen, den sie aus ihrem Gehalt nicht hätten zurückzahlen können. Sie setzten daher einen sogenannten„blinden“ Arbeiter in die Listen ein, einer, der Kassierer war, verrechnete die so erschwpindelten Beträge auf die Vorschüsse und der dritte quittierte. Die Schwindler standen nun vor der Kölner Strafkammer, die sie zu Gesängnisstrasen von 9 Monaten bis 1% Jahren verurteilte. Krefeld, 29. Febr. Seit Jahresfrist liesen in Krefeld Gerüchte um über Unregelmößigkeiten beim hiesigen Reichsvermögensomt, und schon seit längerer Zeit ist eine gerichtliche Untersuchung im Gange. Es war eine auffällige Erscheinung, daß Personen, die in kleinen Verhältnissen lebten, große Anschrffungen machen konnten, sobald sie mit Aufträgen für die Reichdneubauten betraut wurden. Es gab nach den umlausenden Gerückten Leute, die sich im Handumdrehen Autos zulegten und eigene Häuser bauten, obgleich das Bauen große Summen verschlang. Das alles sorach sich in der Stadt rund, doch man sand vorderhand keine Handhabe, der Sache auf den Grund zu gehen und zu ermitteln, woher die Celder flossen. Die von der Kriminalpolizei und der Stoatsanwaltschaft vernommenen Zergen machten nur unklare Angaben, auf denen sich keine Andlage ausbauen ließ, die Anzeigen häuften sich, aber sie waren alle namenlos. Die verschärste Form der Untersuchung zeitigte setzt die ersten greifbaren Ergebnisse, es steht zu erwarten, daß der Skandal einen größeren Umfang annimmt.— Von zuständiger Stelle wird mitgeteilt, daß es einen„Reg'erungsrat beim Reichsneubauamt“ nicht gibt, daß der danuit gemeinte Beamte vor der Entlassung cus der Haft sieht, da es sich ergeben habe, daß er bei der Angelegenheit unbeteiligt ist. Dreister Diebstahl im Eisenbahnzuge. Köln, 29. Febr. Einem raffinierten Zugdieb fiel ein Reisender in dem Abendzuge Nachen—Köln zum Opfer. Ehe der Zug im Hauptbahnhof Köln hielt, drängte sich ein Mann an den Insassen eines Abtelis energisch vorbei und sprang aus dem noch fahrenden Zuge. In demselben Augenblick vermißte ein Herr seine Briestasche mit 5000 Franken. Er verfolgte den Died, der sich kurz entschlossen über die Schranke schwang und in der Volksmenge verschwand. selmarkt. Strafkammer. In Abwesenheit wurde ein Kunstmaler aus Eisenach wegen Ausfuhr von Kokain am 3. 11. 1022 bei Herzogennath zu 1 Monat Gesängnis und 50 Goldmark Geldstrafe verurtellt. Die Müllendorfer Vorgänge vom 10. August vorigen Jahres, die bereits das Schwurgericht und dann noch einmal die Strafummer beschöftigt, haben und mehrfach in Gerichtsberichten ausführlich beschrieben worden sind, hatten jetzt in vierstündiger Verhandlung wieder ein Nachspiel. Eine große Anzahl von Zeugen war aufgedoten, da zum Teil die Angeklagien einen Mibibeneis führen wollten. Es wurden verurteilt: ein in Haft befindlicher junger Arbe'ter aus Wünn wogen schwveren Landfriedensbruchs und Plünderung unter Zubilligung mildernder Umstände zu 10 Monaten Eclängnis, ein einsccchtt; scken destrafter lunger Wenn aus Leifsart wegen einfachen Landfriedensbruchs zu 15 Monaten Gefängnis bei kofortiger Verhaftung und ein junger Grudenarbeiter aus Beek wegen desselben Delikts zu 4 Monaten Gesängnis. In Uebereinstimmung mit dem Antrag des Staatsanwalts wurde ein Abschied vom Gau 49. Gautag des Gaues 4b Rheinland(besetztes Gebiet) des B. D. R. zu Köln. * 9N. Zum letzten Male hatte der Gau 45 seine Mitglieder nach Köln beschieden, um die Auflösung des Gaus in seiner bisherigen Form zu beschließen, da er der Neuordnung im Bunde jum Opfer fällt. Gauvorsitzender Schooß(Krefeid) dankte für den zahlreichen Besuch und begrüßte den Vertreter der Stadt. Er gab der Hoffnung Ausbruck, daß man sich nach der Neugruppierung im Landesverband ebenso einmütig und in großer Zahl wiedersehen werde. Bundesvorsitzender Stevens gab dann einen kurzen Bericht über die Lage im Gau, dessen Vorsitzender er bis zu seiner Wahl als Bundesvorsitzender, nämlich 3 Jahre lang, war. Die Entwicklung des Gaues war im Jahre 1923 sehr erfreulich. f, daß man egentlich bedeuern müsse, daß es zu der Auflösureng kommen müsse. 1922 zählte der Geu noch 7002 Mitglieder, am 30. Septemder 1923 waren es aber schon 20.523, nämlich 16.973 ordentliche, 2070 Jugend= und 1485 Familienmitglieder. Der Gau umjaßte 313 Vereine, davon allein in Köln=Stadt 59, Köln=Land 42, Nachen 56, Vonn 17, Düren 14, Düsseldorf 12. Kreield Wuswv. Roch vor 9 Monaten sei es ein reicher Gau gewesen, setzt sei er sia mziell zusammengebrachen. Wenn der Gau auch arm geworden sei, so bestehe jedoch keine VeranlasAufruf des Kölner Notgeldes. Köln, 29. Febr. Das gesamte von der Stadt Köln ausgegebene Notgeld ist aufgerusen und gelangt bis zum 1. April zur Einlösung. Falschmünzer. .=Gladbach. Wegen Falschmünzerei wurden hier drei Personen festgenounnen. Sie hatten für über drei Billiarden gesälschte 20 Billionen'scheine angesertigt und zum Teil in den Versehr gebracht. Ueber eine Billiarde salscher Scheine wurde beschlagnahmt. Durch Schneeverwehungen behinderter Eisenbahnverkehr. Holland Enenos Kiros Belgten.... Norwegen.. Länemark Schweden... Zinnland.. Italien.... England. New=York Frankreich Schweiz.. Spanien... Lissavon... Javan.... Rio de Janeiro Wien, abgest. Prag Ingoslavien Badave 4... Bulgarien Friedenskurs: „Alo. Veies 156.61 .435 15.16 55.86 Gn. 37 100.72 10.57 18.15 18.155 .19 17.06 72.82 53.07 14.46 .895 .495 .28 12.21 .58 .48 .39 Holland 170. Buenos Aires 157,39 .48 15.24 .14 66.63 1028 10/63 1825 18.145 .31 17.74 73/19 5333 454 .290 5 35 12.29 5,/9 55 41 Die Vei „ludee en ToHerra Wal „leh ann1! Mlek be und gogse 19 A a c Ein das mai E. Houbenwerse.=G. in Nachen. Wie aus Vervaltungs treisen mitgeteilt wird, hat das am 31. Dezember 1923 che. laufene Geschäftssahr einen guten Gewinn gebracht, trotz dr großen Absatzsckwvierigkeiten. Die Goldmarkunstellung für die Zusammenleaurng sicht noch nicht fost. Die Aussichten seien günstig zu beurtellen mit Rücksichn auf das verhälinis gerinn Aktienlapital von 50 Millionen Mark. e Börsenbericht. Börsenstimmungsbild. Berlin, 1. März. Das Geschäft am Devisenmarkt volzu# sich sehr ruhig. Die Ansorderungen haben sich nicht verminden Demgemäß wurden die Zuteilungen nicht erhöht. Die Kurst blieben unter Berücksichtigung der heute in Sraft getretenen neuen Rotierungsart unverändert. In Effekten ruhte das schäft. Es wurden wenig Kurse gehört. Schutzgebietsantelle ——4½. Für Elektrische Hochbahn gab sich gute Meinung kunf der Kurs wurchde ansangs mit 51 und später bei allmählichen Anziehen mit 53½ genannt. Hamburger Hochbahn hörte nan mit 19½, Oberschlesische Koks mit 68. Von Bankaitien wuten Diskonto=Kommanditanteile mit 18.1 genannt. Dzd. Berlin, 1. März Kurse der auslindischen mittel für drahtliche Auszahlungen(in Millionen, mit Ausnaset von Wien und Budapest): 400, Velgt; Wien 85, Bulgarien 81. Aachener Wetterwarte. Wetteraussichten bis Montag morgen. Ibuncg Wolkig oder trüb, vielfach Niederschläge; Temperaturt schwankend. ge Unna. Hagen, 1. März,(Drahtbericht.) Die Eisenbahnstres“ Höchsttemperatur gestern: 90; Tiefstemerzter Otzieit ue, Fröndenberg zu. uxzer Schwenerochungen gespert. 1 Töc., Veobachgugen, von, Heute, meigen T ,h:, Klcghie Der Personenzersehr wird über Eckeverte ungeleitet. Die Beseitigung der Störung soll noch heute ausgeführt werden. K 31m. Dampfer im Treibeis. □ Lübeck, 29. Febr.(Drahtbericht.) In der Nähe von Hangö geriet der auf der Fahrt nach Lübeck befindliche Dampfer„Iris=während eines hefigen Sturmes ins Treibels. Das Schiff sank mit der vollen Laduung. Die Mannschaft wurde grreitet □ Berlin, 1. März(Drahtbericht.) Einer BlättermelLung aus Hamburg zufolge ist die Unterelbe weiter stark vergegr. 1589 Salerumpelen Köl. Zeppelin Vertreter Elek Haus Orts Schi Gros Wge ischen, 3 —.50. Beobachtungen von heute morgen 7 Uhr Temperatur:.00; Wind: WSW. 5, bedeckt; Schnee: 5/4 M limeter; Schneehöhe: 17 Zentileter. gest, 1589 ener ehon uun am Wallraf-Richarts-Nusenm. Anerkannt beste bürgerliche Küche — Hetel.— Frans Jos. 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Veiet 157.39 .44 15.24 56,14 66,63 110.28 10,63 18.25 18.145 .21 17.74 73.18 53,33 14.54 .905 55 632* 12.29 5,62 .52 .41 Die Verlobung einzigen Tochter Hlildegard herrn Walter Cahen besich anzuzeigen hitekt Hermann Beuche und Frau dogde geb. Krampo. Aachen(Vereinsstrasse), den 1. März 1924. 52364 Hildegard Beuche Walter Cahén Verlobte. Es gibi Ein Möbelhaus in Deutschland das man beim Einkauf einer Wohnungseinrichtung nicht übersehen aarf: denn Es hat die grösste Auswahl von allen! Es hat die besten Fabrikate! Es stellt die billigsten Preise! Es leistet die wertvollsten Garantien! Es ist das grösste Spezialhaus Deutschlands und heisst: ssebräder Schärmahn K 51255 Köln Zeppelinkaus Essen Ruhr am Kathaus. — IERA LIRORE Se„en woram Vertreter: Peter Janssen, Auchen, Nizza-Allee 9. 74033 Gd ier askelaslens-ferne Elektrische Kraft- und Lichtanlagen für Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft. 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Messe; 11—12 Ehreuwache, 12—1 Armenseelenstunde,—7 Dritter Orden, 7- 8 Komplet, Litanei und Segen.— Montag und Dienstag. Morgens 6 Uhr Aussetzung und Segen, darauf stille hl. Messen, 9 Uhr feierliches Hochamt, 10 Uhr letzte hl. Messe, 11—12 Ehrenwache, 12—1 Urmenseelenstunde,—6 Tritter Orden,—7 Komplet, und Segen.— Am Dienslag, Mittwoch u. Donners=, tag: Vollkommener Ablaß.— uschermittwoch. Morgens 6 Uhr Aschenweihe, Austeilung derselben nach jeder di Messe.— Freitag, 7. März. Fest der gig heimnisse des hl. Krenzweges. Vonlkommener für alle Gläudigen. Generalabsolution für die Terziaren morgens 1/87 und nachmittags.5 Uhr. Herz=Jesu=Freitag. Morgens 7 Uhr Ausletzung, Litanel und Segen, 7½ Uhr Bundesmesse der Ehrenwache, abends 7 Uhr Herz=Jesu=Andacht. Euch. Klara=Verein. Freitag, 7. März, 11 Uhr, Vortrag und Segen im St. Josephsstift. St. Leonbard. Kongregation. Sonntag, 2. März, 7 Uhr: Gemeinschaftliche hl. Kommunion. Marianische Kongregation für Mädchen in häuslicher Stellung. Sonntag, 2. März. Nachmitlags 4 Uhr, Predigt und Segensandacht in der Theresienkirche, Pontstraße. Darnach gemütliches Beisammensein bei einem Täschen Kaffee im Vereinssaal für die Mitglieder.— Mittwoch und Donner tag, nachmittags von—6 Uhr, Nähkursus für die Mitglieder.— Mittwoch adend 8 Uhr Gesangprode. Nedlerlanders. Zondag, 2. Maart, morgens 9“ nar piechtige Hoogmis in de Hapel der Franziekanerinnen, Kleinmarschierstr. Alle leden der Verceniging als ook alle R. K. Nederlanders buiten der Verceniging stande worden vriendelyk door den Erw. Preases verzocht, aan deze pl. Hoogmie deel te nemen. Zaterdag van 4 tot 7 uur Biechtgelegenheid in de Nikolauskerk, Grosskölnstr. Zondagavond om 6 uer Vergadering voor de Zt. Jozelvereeniging by Strick, Krugenofen. Op dezen Avond zal door onze Tooncel on Zangaldeeling bizondere numure worden voorgedragen. Spreckuur van den 52263 1 Preases Pater Hoyng Zondagmorgen vanaf 11 nur Richardstrasse 43. 8 Sonntag, C. Marz. sowie Montag u. Dienslag ab 6 Uhr: Geschlossener •. Gesellschaft„Waldtraut“. Anstoßende Kostüme werden nicht zugelassen. Naturheilkunde. Romtsspa hnD Augendiagnose. Behandlung innerer und ünsaerer Leiden. Sprechstunden 10-12,—5 Uhr. Samstag nachmitlage keine Sprechstunde. Amandus Piovan, Aachen, Lochnerstrasse 9. Evangelische Gemeinde Aachen. Sonntag, 2. März 1924. Estomihl Sammlung für die Bergische Bibelgesellschaft. Gemeindehaus(Mi baelstraße 8110): 9 Uhr: Gettesdienst: Pfr. Landgrebe.— Abends 6 Uhr: Lichtbildervortrag.— Mittwoch, 5. März, abend# 7 Uhr: Passions=Gottesdienst: Pfr. D. Wolff. Ehristuskirche: 10 Uhr: Gotteedlenst: Pfr. D. Wolff. — 11½ Uhr: Kindergottesdienzt: Pastor Kaiser.— Der Abend=Gottesdienst fällt aus. Evangelische Gemeinde Aachen=B. Dreisaktigkeitskirche: 10 Uhr vorm.: Gottesdienst. Pfr. Bruch.— 11½ Uhr: Kindergettesdienst: Pfr51912 1 Bruch. Polizei=Verordnung über die Fuhrwerke der Feuerwehr. Auf Grund der§§ 5, 6 und 15 des Gesetzes über die Polizeiverwaltung vom 11. März 1850 und in mäßheit der§§ 143 und 144 des Gesetzes über die all gemeine Landesverwaltung vom 30 Juli 188.) in Verdindung mit der Bestimmung in Artikel III der Verordnung der Reichsregierung vom 23. 11. 1923 (.=.=Bl. S. 1117) wird mit Zustimmung des Gemeindevorstandes für den Stadtbezirk nachen, unter Aufhebung der Polizei=Verordnung über die werke der Feuerwehr vom 9. Juli 1919, folgende Polizel=Verordnung erlassen: Fußgänger, Reiter,und Fuhrwerke müssen den Fahrzeugen der Feuerweyr den weg frei machen. Sie müssen entweder sofort ausweichen, vder für den Fall, daß dies unmöglich ist, in einem raschen Tempo vorwärts eilen und an der nächsten geeigneten Stelle die Jahrzeuge der Feuerwehr vorbetlassen, gegebenenfalls auch sofort halten. Die Vorschrift gilt siungemäß auch für die Kleindahn. Daß sich ein Fahrzeug der Feuerwehr nähert, wird durch Läuten mit einer Glocke angezeigt. Zu diesem Signal tritt während der Nacht eine besondere Beleuchtung der Fahrzeuge durch eine drennende Fackel. Wer den Bestimmungen des§ 1 zuwiderhaudelt, wird mit einer Geldstrafe von 1 bis 150 Goldmark bestraft, an deren Steite im Falle des Unvermögens eine nach den gesetzlichen Bestimmungen zulässige entsprechende Haftstrafe tritt. Die Polizei=Verordnung tritt am Tage nach der Verkündigung in Kraft. Nachen, den 23. Februar 1924. Die Polizeiverwaltung. Der Oderdürgermeister. Vorstehende Polizei=Verordnung,„pelr, hierdurch 9eß der Beiclag beri- nag de, Nashauseg 9n der Ritter Chorusstraße am hentigen Tage erfolgt ist. Der Lbochürgemeiher. Rünneine reet Auskünfte ohne Entnahme v. Anfrageheften.- Umfangreiche Nammelberichte. Auskunftestelle des Kartelle der Auskunttelen Bürgel, Aachen. Hartmannstr. 30. Fernr. 552. GeschleihtsLeiden aller Art sowie Haut=, Nerven=, Gichtund Beinleiden werden schnell und gründlich meist ohne Berufsstörung und verschwiegen nach Spezialverfahren geheilt. Quillon's Spezial=Institut Nachen, Ottostraße 55. Sprechstunden: morgens von 9- 1 und—7, Sonntags von—1 Uhr. 513•7 der Bessere Witwe, 36 Jahre O wünscht die Bekanntsch. eines passenden Herrn zw. Heirat Off u. AN183° a. d. Ann.=Exp. Naus, Hindendurgstraße 27/29. 52308 SE Ooter spankt — Rüde— Blauschimmelschwarz=weiß, auf d. Namen Pepperl hörend, entlausen. Vor Ankauf wird gewarnt. Hohe Belohnung zahlt: Alsonse Steeman Feisrubereeniiaon. 8045) s bitte um weitere Zusendung von Humagsolan“, schreibt uns ein Arzi, „da ich gerne die Behandlung einer Datientin fortsetzen möchte, welche seit 9 Jahren völlig kahl war. Die Haare sind schon jetzt wieder 10—12 cm lang, jedoch noch sehr dünn, und es bestehen noch stellenweise kahle Stellen.“ Aind ein anderer Arzt berichtet uns von einem Falle, wo die Datientin seit 8 Jahren einen völligen Kahlkopf hatte. Er schreibt:„Datientin bekam dann Humagsolan=Tabletten, unterstützt durch Bestrahlungen, der Erfolg war ein ganz überraschender. Nach 3 Monaten weisen die Haare eine Länge von 10 cm auf.“ Ein dritter Arzt berichtet von einem Mädchen, das an Haarverlust litt, und bei welchem alle anderen Behandlungsmethoden versagten. Sie hat jehtsTones=Waur denn er teilt mit:„Mit Humagsolan gelang es, in kurzer Zeit einen neuen dichten Daarwuchs zu erzielen.“ Wenn Fälle wie diese auch nicht alltäglich sind, so sind sie doch möglich, wie die Erfahrung lehrt, und mehr als 1400 Aerzte des Inund Auslandes berichteten uns bis jetzt über ihre Erfolge mit Humagsolan, die sie z. T. ausdrücklich als„überraschend“,„glänzend“,„eklatant“ und„auffallend“ bezeichnen. Wollen Sie deshalb nicht auch etwas für Ihre Haare kun? Sie bilden doch Ihren schönsten Schmuck, lassen Sie jünger und leistungsfähiger erscheinen und sind auch gesundheitlich von größter Wichtigkeit, weil sie den Kopf vor Erkältungen schützen. Lassen Sie sich von den Fattinger=Werken für chemische und pharmazeutische Präparate, Aktiengesellschaft, Berlin NW7, kostenlos und postfrei eine Broschüre kommen, welche Sie über die Wirkung des Humagsolan unterrichtet. Humagsolan ist in allen Apotheken, Drogerien und einschlägigen Geschäften zu haben. Preis Gm..— für die Packung, ausreichend für den Bedarf eines Monats. Bei rechtzeitiger Anwendung tritt der Erfolg in der Regel in—3 Monaten ein. Machen Sie deshalb auch in verzweifelten Fällen sofort einen Versuch mit achen Blätter für Heimatgeschichte und Volkssprache sonta is einer v. Verlag portlich ie Unteige: Eine karnevalistische Trauersitzung. Erinnerungsblatt an die gute alte Zeit. Von Hanns Lillmer. „Der Aachener Carnevals=Verein für das Jahr 1829 wird sich mit der Trauer=Epoche des sogenannten Aschermittnochs in einer feierlichen Trauersitzung als aufgelöst erklären, und die gesellige Gesetzeskraft seiner Statuten auuch nur bis dahin reichen.“ Also besagten die Statuten, die der gesetzgebende Körper des Florresreiches unter dem 15. Februar 1829 seinen närrischn Untertanen kund und zu wissen tat. Natürlich kam as anders. Am 8. März erließen„die eilf Würdenträger“ ein neuos Statut, wonach der„gesetzgebende Körper" boschlossen habe,„daß dieser Verein während des ganzen Jahres mittelst monatlicher Zusammenkünfte und so fort von Jahr zu Jahr bis in die spätesten Zeiten unterhalten“ werden solle. Uober die Stimmung, die zu diesem Beschkusse führte, unterrichtet uns Nachgeborene eingehond das„Protokoll über die Florreserei der Sitzung vom 4. März“ 1829, das Dr. Till(C. Hecker) in seinem im gleichen Jahr erschienenen Büchlein„Florresiana Aquisgraninsis oder Leben, Thaten und Abenteuer der ersten Aachener Carnevals= Florreserei“ zum Abdruck gebracht hat. Der„Fehrekäuer“ (General=Sekretär) des Vereins berichtet: „..: welch ein herzzerreißender Unterschied zwischen dem Geiste dieser und allen früheren Versammlungen. Von dem Vorgesühle der bevorstohenden Auflösung ihres lustigen Idealenreiches niedergedrückt! reiheten sich die Brüder still und verschüchtert um die wohlbestallten Tafeln, und stierten trüben und wehmütigen Blickes den traurigen Resten des herrlichen Frühstückes nach, welches umterdessen als ein Sühnopfer der Langeweile gefallen. Und die sonst so kustmuthige Florreserei Verfalle in scwindsüchtige Melacholei. Und schlag' ich drum vor, daß, um ihrem Leben Erneute Kräfte und Thatlust zu goben, Bei Zeiten ein solches Philister=Ende Der Vorstand durch den Beschluß abwende: „Daß ihr lustig und harmloses Treiben Von ununterbrochener Dauer mögt bleiben, Und, so oft der Mond im Eilfteu steht, Sich eine Versammlung zusammen thät, Um dann eins unter gemüchlichem Zochen Dos Wohl und Weh' dis Vereins zu besprechen.“ Das wär die Ordnung wohl in unserm A B C, Denn Scheiden und meiden und das thut weh, Dium wünscht' ich, wir sagten uns nimmer Abe! Ade! adel ade!“ So schloß geflügelten Wortes der weise Florres, und allo die Helden rings umher soßen in stummem Stannen über die Kühnheit seiner Riesenidee. Allmählig jedoch erhob sich ein dumpfes immer stärker werdendes Gemurmel, Sann aber sprangen, wie von Geheimer Zaubermacht getrieben, plötzlich alle die bewährten Florresritler empor und ein donnerdes Vivat Concordia, seinper Concordia durchschallte den Saal.“— Die Trauersitzung war zur Freudentagung gewandelt. Ja selbst der Till, Saß stumm und still, Und stochert die Zähnen Mit langem Gähnen, Und strecket die Glieder Und trinket eins wieder. „Elfter Jeck.“ Zur Hundertjahrseier der Narrenzahl. Von Dr. W. Hermanns. Doch aks mmn so ohne Scherz und Spaß, Die Nlorreserei beisammen saß, Da tritt in den Verein Auf einmal Florres Martin hinein, Und den Mantel wirft er, die Mütze weg Und beginnt wie folget, kühn und keck: „Hole der Teusel die Kopfhängerei Sammt allen Philistern;— bin nicht dabei! Ist das eine Sitzung von lust'gen Florristen?! Sind wir denn Schächer und Misantropisten? Treibt man so mit Banketton Spott, Als hätte der mächtige Momusgott Das Chiragra, könnte nicht drein schlagen Und Euch verongen die Kehl und den Magen?“ Quid hic statis otiosi? Was sitzt ihr hier und legt die Hände im Schoß! Der Katzenjammer ist draußen los, Das Tollwerk Faschings ist gefallen, Verödet seine lustige Hallen, Und die Armee der Florres=Söhnen Liegt hier, der Langenweil' zu fröhnen, Klopft aus der leeren Pfeise die Asche Und seufzt über die leere Tasche! Warum denn alle die Herzensnoch! Am Himmel gescheben Zeichen und Wunder; Das deutet auf Heuer, viel weiß und roth, Und noch manch anderes Gute mitunter. Denn der Komet, der jüngst seine Ruthe Steckte am Himmelssenster heraus, Verkündet, daß nach dem Herbste hinauts Die Welt vergohe im Rebenblute, Und aller Lebensgram und Harm Ersofsen soll werden von Reich und arm. Der Rheinstrom wird werden zu einem Weinstrom, Und all die gesegneten deutschen Länder Vertrink n auf einmal ihre Elender. Woher kommt das? das will ich euch verkünden! Das schreibt sich her von euern Fastnachtssünden, Von dem hochlustigen Florresleben, Dem sich die Rheinischen Gauen ergeben. Denn der Durst ist der Magnetenstein, Der den Frohsinn zieht ins Land herein, Und die Freude scheucht das Uebel, So spricht Sal'mon in der Bibal. Aber wer eine lustige Zucht Heute in Euerem Kreise sucht, Traun! der würde sie nimmer wohl finden, Und thät er auch hundert Laternen anzünden. Aber wie soll man die Jünger auch loben, Kömmt dach das Aergerniß von oben!— Wie die Glieder, so auch das Haapt, Sitzt er doch selbst da wie angeschraubt;“ Vermaß sich sonst mit verwegenem Mund, #3 seye die Welt nur Ein Narrenbund, Und selbst des Himmels Bogen und Blitz Ein Abglanz ihrer vielfarbigen Mütz. Und jetzt häugt er da so schlaff und faul, As plag' ihn der Teufel gleich König Saul. Das darf jedoch nicht länger passiren, Ohn' daß wir uns alle verflucht annütren, „Elf ist hier die große mystische Narren=, oder wie es in Köln heißt, Geckenzahl; auch steht diese Nunmier auf allen Geckenmützen, in denen hier alle Welt öffentlich herumläuft. Wie diese Zahl gerade zu dieser Ehre kommt, weiß niemand genau anzugeben, aber sie steht mit allen Fuschingsspäßen in genauer Verbindung.“ Mit diesen Worten erwähnt Johanna Schopenhauer, die Mutter des großen Philosophen, in ihrem Erinnerungsbuch„Ausflug an den Niederrhein und nach Belgien im Jahre 1828“ den sellsamen Kilt, den die Kölner, und man darf hinzufügen, die rheintschen Narren mit der geheimnisvollen Zahl elf trieben. Verwamndert teilt die damals vielgelesene Schriftstellerin mit, daß nicht nur die„Geckenkappe, eine kleine, bunte, mit der Zahl elf bezeichnete Mütze“ charakteristisch für diesen Kult sei, sondern daß auch die Karnevalszeitung ausgerochnet in elf Nummern erscheine, und daß der Firsching selbst durch elf Böllerschüsse, die am Donnerstag vor Fastnachd gleich nach Mitternacht gelöst würden, feierlich bewvillkommnet werde. Wie kommt die Zahl els in den Mittelpunkt des Fastnachtstreibens? Professor Dr. J. Kuhl, Köln, hat vor 20 Jahren dieser Frage eine eigene Studie gewicmet, derm Ergobnisse, durch einfchlägiges Aachener Material ergänzt, die Gruntllage dieser Plouderei abg den. Professor Kuhl lehnt den gelegentlich von gelehrter Seite gemachten Versuch, die Glf mit dem mittelhochdeutschen Wort„alp“, das ein gespenstiges Wesen bedeutet (vgl. Alpdrücken) und auch in der Form„alf“ mit der Bedeutung„Narr, Tor“ vorkommt, damit alb, daß er betont, „Elf“ in dem Sinne von„Narr“ sei nie und nirgend üblich gewesen, und aßerdem sei der Elfinglauben in allen germanischen Ländern, die Geckenzahl aber nur im Rheinland heimisch. Eine poctische Auffrischung dieses etymologischen Deutungsversuchs bot übrigens der Aachener Faschingsbarde Leo Meyer in seinem Lied auf das Varrenjahr 1911„Hoch Elf“, das den Karneval als Elfe begrüßte: „Elschen, du hast uns entzückt, Elschen, du machst uns verrückt. Bei dir da gibt es keine Angst und Schreck, Elf, du machst uns alle jeck!“ Abzulehnen ist auch die Erklärung; die ein anderer grundgelehrter Mann, Professor Heinrich Düntzer, gelegentlich versuchte. Er meinte,„die Zehl 11 bezeichne ein Hinausgehen über die geheiligte Zehhl 10, der elfto Geck gehe darüber hinaus; oder die Zahl 11 bezeichne einfach eine Ueberzahl über das richtige Maß, und so könnte sie von einem Gecken gebraucht worden sein, der einen zuviel habe“. Diesen gewundenen Erklärungsversuchen begeguei Kuhl mit einem Rückgehen auf historische Tatsechen. Er weist darauf hin, daß Ende 1822(22= 2 X 11) begeisterte Faschingsfreunde zusammentralen, um die Wiedergeburt des Kölner Karnevals für 1823 vorzuberetten, und vermutet, daß diese Zusammenkünfte bei etlichen guten Elfers oder Zwetundzwanzigers stattgefunden haben. Diise beiden Jahrgänge Hatten einen ausgezeichneten Wein hervorgebracht. Namentlich der Elfer, der „Kometenwein“(genannt nach dem großen Kometen, der den ganzen Sommer über am Himmel gestanden hatte)— galt als der beste Wein des Jahrhunderts. Im Kölner Karnevals=Almanach von 1825 ist unter den Vertretern dos Weines an hervorrag der Stelle dev„Nr. Eilfter“ genannt. Elf Jahre nach 1811 kam ein zweiter„Eilfter“, der Zweiundzwanziger. Leicht möglich, daß die Kölner Karnevalsfreunde überdies gerade am Martinstage, der seit je in Köln mit fröhlichem Gelage gefeiert wurde, also am 11. Novomber(am elften im elften), diesen beiden guten„Eilfturn" zugesprochen und, von ihnen bogeistert, Pläne für den neuen„Fasteleer", schmiedeten,— dann hätte man nicht die Findigkeit rheinischer Narren haben müssen, wenn nicht die Elf als glückbringende Geckenzahl erkannt und aunf den Thron gehoben worden wäre. 1 Jedenfalls ist erst nach 1822 der Narrenkult der 11 nachweisbar. Das„Funken=Reglement" von 1823 zeigt cuf der Vorderseite inmitten eines lustigen Bildes die „Nr. 11“, im„Kölntschn Karnevals=Almaach vom Jahre 1824“ ist von dreimal 11 Schüssen die Rede, 1825 wird die offizielle Karnevalsnummer in 11 Nummern eingeführt, in einem Gedicht ist„Sinterviljen“(Sanctae Virgines) genannt mit der Erläuterung:„Benennung des alten Irrenhausos, das elf Gemächer enthielt, daher Nr. 11 die Bezeichnung des höchsten Grades". Natürlich ist auch diese Rückführung der„mystischen Narrenzahl“ auf das angeblich elfstubige Tollhaus nur ein Elferwitz. Kein vernünftiger Geck konnte und kann sie ernst nehmen. Sie beweist aber den Sieg der Elszahl, der in den folgenden Jahren und Jahrzehnten zum Triumphzug ward. In der Generalversammlung der Kölner Karnevalisten vom 14. Januar 1827 sang man das Begrüßungslied Nr. 1111. und mit dem Vortrag eines neuen Liedes wurde ein elfköpfiger Chor bewährter Sänger beauftragt. Im gleichen Jahre setzte auch die uralte Narrenakademie in Dülken, mit vollerem Titel genannt„Die erleuchtete Mondsuniversität und berittene Akademie der Künste umd Wissenschaften", bei einer Feier des Ordmskapitels als Preise für die beste Lösung närrischer Fragen 11000 arabische Hengste und bei einer andern Frage 11 111 Mondschillinge aus. Man geht wohl nicht fehl, wenn man das Aufblühen des rheinischen Narrentums, das damals in Kleve, Dütken, Düsseldorf, Bonn, Koblenz, Trier, Mainz und— last not least— Aachen zu verzeichnen ist, auf Berührung mit Köln zurückführt. Dort heben wir also den Ursprung des närrtschen Zahlenkults suchen, der seinen Höhepunkt in dem Gobrauch fand, den Karncval am 11. des 11. um 11 Uhr 11 Minuten seierlich zu eröffnon. Der Dülkenor Narrenakademie gehörte Clemens August Hecker, der Gründer der Aachener Florresei, als„korrespondierendes und konsultierendes Mitglied“ an. Ihm und seiner Schöpfung verdankt Aachen denn auch wohl die Inthrdnisierung der Geckenzahl. In seiner 1829 psendonym erschienenen Schrift„Florrestang Aquis granensis, oder Leben, Thatm und Abenteuer der ersten Carnevals=Florreserei, von Dr. Till“, findet sich der Kult der 11 bereis vollkommen ausgestaltet. Er blieb auch in der Folgezeit den Florresen, Blaresen, Knüllen=Büllen, der Oecher Penn, dem Oscher Storm, burz allen Narrenzünftlern und Karnevalsvereinlern bunkscheckigsten Bekenntnisses heilig, wenn auch nicht zu verkennen ist, daß er in den letzten Jahrzehnten bereits stark abgeblaßt war. In den Liedern der Altflorresen, denen H. Freimuth in seiner Sammlung„Aachens Dichter und Prosaisten“ mit gulem Fug ein Plätzchen eingeräumt hat, beweisen manche Strophen, wie innig verwachsen die 11 mit dem Loben eines rochten Gecken schien. Otto Wildenstein schildert in einem Gedicht„Der erste Florres“ die seltsame Jugendgeschichte des Aachener Karnevalisten. Nicht neun Monate wie gewöhnliche Menschenkinder trägt ihn die Mutter, sondern: „Elf Mond' blieb er im dunkeln Huuus Und machte viel Rumor, Um Fastnacht troch meit Saus und Braus :. Er endlich dann hervor.“ Natürlich: ein Prachtkerl, di ser Florresschigling!—: „Er hatte Backen voll und rund, Die Augen leuchtend auf, Eilf Zähn' sogar schon in dem Mund Und, denkt Euch, Haare drauf!" Nicht nach der Milchflasche, sondern nach der Weinpulle schreit der neue Erdenbürger. Kein Wunder, daß auch sein sonstiger Werdegang ein etwas anderes Tempo hat als der anderer Leute: „Nachdem er einen Trunk getau. Ward ihm die Zunge los, Er trank und sang und spielte dann Und ward in eilf Jahr groß.“ Selbstverständlich wird er Mitglied der Florresei, deren„Tempel“, die Erholung, mit neuem Wandschmuck und seltsamen Raritäten geschmückt ist. C. Stosberg, einer der eifrigsten Altflorresen, schildert es so: „Hanswürstchen sicht man eine Zahl, Der heil'gen Nummer gleich, Umschweben wie im Feuerstrahl Das schöne Florres reich."„ Und er erwähnt auch ein eigenartiges Beutestück: „Der große Schhüssel pranget vort Von Eupens off'nem Tor. Ellf Florr'sen trugen einst ihn fort Und rückten mutig vor.“ Ein dritter Florresdichter, P. J. Fischbach, entwirft in einem sicherlich viel gesungenen Liede ein Bild des Lebens und Treibens„im sonnigen Florresverein“, das wiederum die Geckenzahl in den Vordergrund, rückt: „Nach etwa einundvierzig Wochen. Die ernst vorübergekrochen, Dann kommen gezogen, Vom Himmmel geflogen. Eilf Wochen, die lustige Zeit Den Scherzen des Faschings geweiht. Die Aemter dieses Elferrates zählt eine Stratche aucf: „Eilf siten an der Spitze: Der Präses und seine zwei Viee, Schrapp=Alles und Krabbler, Der Dichter und Babbler Der Kratzsuß und Meister vom Schalt. Der Marschall und Meister vom KnaftUnter dieser Führung entwickelte sich dann ein Wo##### und Weingefecht, das gewaltige Taten zeitigte.„Hurraley ruft Dr. J. Müller aus, der auch vor zweimal#### Flaschen nicht erschrickt,. „Hurra! Der Florres zaget nie! Ständ' er ver einer Batterie Von zweiundzwanzig Flaschen Wein. Er nähm sie ein!“— Eine lustige Epoche, diese Zeit der Elfter Jeckel### Schwerbeschädigten einer irrsinnig gewordenen Weit der Sinn für die leichte Libensauffassung einer blos z weise närrischen ein wenig verkümmert. Nur unsere lehrsamkeit und— unsere Sehnsucht tasten sich zurück i# jene Narrenwochen, da, wie ein M. G. um das Jahr 18330 sungs 8 „Am Sonntag punkt 11 Uhr Ne unsichtbare Schnur Zieht alle, Mann für Mann, Zum Klüppel dann heran." urd kaum noch vermögen wir die Begeisterung fühlen, die vor fast hundert Jahren einen Kölner Poeta zu einer Strophe entflammta, die mit der Aufforderm schsoß: „Laßt den lauten Jubelruf erschallen: Nummer Elf, wir folgen freudig Dir!“ Der Anakreon des Nachener Karnevals. Von M. S. „Sieh bort den Rrbrichshof! Da schenkt man Bier und#er Und nebenan, da wohnt der Otto Wildenstein. Weiß Gott, was der allda für Teuselskünste treibt, Doch ist's ein huft'ger Bua, der urnser Liebling bleibt.“ An et Irav van ose leiven Otto Wildenstein. Hei hant se dich muin eiten Eäd jesteiche, Sue janz alleng, en diüstre, söchte Irone: Kall es dina Hank, än dinge Monk Es müßiensstell, kann net mieh spreiche. Erjevve mosse vür os doren senge, Datts du ouch net es Ledche mieh salls senge dich jekankt, deä moß et noeh dich fage: worsch der reähte brave„Oecher Jong“, Du worsch„Fidel“, din Hat loeg open Zong. Schinbellise, Krüüffer kunens du net verdrage, Denn wenn et jolt, ne Krau dön ze versetze, „Spottvöjjelche,“ dann kens de Feär du wetzer Di Leivste wor, dat fin ens ze striche, Wat Schönns än Nöits en Oche wor passiert, Of wat op„Politechnika“ jeliert; Ouch dreäv der Witz dich at bes zon„Versliche“, Selvs wenn ons Frönnde hei verlosse deäse, „E Leddche noch met op der Weig“ sei krebte.— Ein pudelnärrisches Schreiben Eröffnet das lustige Treiben. Dann kommen und wählen Mit flüssigen Kehlen Die Florresen Eilfe zum Zu lenken den lustigen Staat.“ Zom Schloß wors du nn selvs hei sutt seiangt Doe noh die Welsche! Fongs du doe di Jlöck! Ich[Wiv et net: din Hatz trock dich zeröck. Dohen, wo„Modderen Döppe“ hau senange, Aen Rouh ze fenge es dich nun jelonge, Wo du jeleävt, selaacht haß in jesonge. Ich soech dich brenge än beihen dich drage. Pün Hat, dat trock zesame sich va Leäd. Schloff wahl! Otto, bes en de Gwwighe#!! Ich mmet nach eämol hei Adie dich sage## Aen datt, sue lang noch Oem hant Oocher Jon#n bei assen Pau klengt, wats du haß gesongel : Ocher Blomme. Ledchere för Hecher Jongen än Mädchere. Otto Wildenstein(“ 1818— f 1833). Der Oecher Jong. (Gokürgt.) Nu louf de Welt ens op än an Lönz alle Stäe än Nerster Va Rußluned noh Paris erab Aen sag, wo es er beister Accs aisen Worm än aijen Pau, Bve Oeschesch weäd jesonge? Woe sengs du wahl, nn spreich ens jan Esenn jedriehude Jonge? Ei eschte, wat der Oecher liehrt, Se: lungssen Schuel ze pänte. Hei beä dai enchemoel proviert. Da fängt heä an ze denke, Schnappt bei än doe ne Franket####, De Bodetsche net ze gälle, Aen knit heä't huejer eiiene Kopp, Du jeäht hei Aeppel schwelle. Dr Vou, die dment büe lang at schlooen, Der Bouel pappt häe selver Aen kett em op Zeut Zellester stooehn Mai avjeschneän Helser. wörot beä löstlich Aar of Bleng Met engen enkle Pennek; De Bunsche wahhen eisen Häng, Hai huntelt wie ne Könnek! Van höm kritt jedder bure Kloes Jet eisen Kip jehange: Heä sroegt zeleäve net, wat könt Wahl noyh die Tüen än Kure, Aen alle Appeltieve sönd Sing beiste Krediture. De Schmoklötz frengt höe fanß än routz Die weätz heä ze reiiere: Jeä Mädche, jode, nei engen Hont Kann sich vör höm zalviete. Selvs der Poliß, deä kreäg de sing Aen munet at stellchens schwisje. Heä kmuent jo doch noh'n Vitjeking Der Duemjroef far net koisse. Aen satz se en en Hüßje. De Schrivblar rei#ne kleng än kot Aen fauet Vösjel, Schüttcher, En Kiesleß, Bloesbalg of nen Hot, Vier Feißchere im Tüütcher. Re jedder Daag braht si Pläster, De Freud deäg nömmer feähle, Met jadder Johrzitt hau me wier Jet angesch för ze speäle. Wat wor et Kneppe för Vermaacht Me iiment ei stondlanks drieve. Ne Freiß! nen Düht!— in Schlag ov Schlag Wat kittscheden die Hüfe! des Ovdends jeäht et dörchsen Strees. Sür Müßzjer freich ze ##uch Läuchdje soov et eisene Kot# Wooed fresch de Schlang jetrocke:— Der Irtlaach hau men bovven dropl—. Sue liehret men et Flocke. Fosch=Holl, dat suset op än nier, De koem klor an et Jeiche. Schelm in Schandarm,— dat wvor an Hau me sich jot versteiche! An Turne wooed noch net jedaht: Doch kankt men anger Stöcksier: Jong open Häng än schloeg et Nad. Reß open Böum de Böckszer. Ouch wor me va Mosik net schleüßt: Ich kruent üch ohne Feähle Absonderlich de Wasserslödet Aen ouch de Muultromm speäle. Dröm, wenn ich ouch zo früetste Johe Noch komme küent op Eäde, Ich wöi doch leiver noch ens wier Ne braven Duemfroef weäde! En Möschefall va Zeiselsteng Verstong me wahl ze boue Aen kuuent, wennt men ne Jerrer feng. Va Freud sich koum noch haue. Ouch baut op minge Duvveschlag Kappzinger wahl jeseiße, Full Prisje, die ne janzen Das Rütz doege mieh äls Freißze! Ouch hau ich Fenke=Liebhab'rei. Me kouent jeng schönner söcke! En Lockmeis met ne Schlag derbei, Kanallievöjielshecke, De frönge Heckfreusch ene Flas, Meerschwing in Kning än Kaue. Dat wor en Freud, dat wor en Spat. Wend die jesongt dann hawel Aen eiien Schaul, wat Polpestracht Do song„me wiee Müßle Janz stedchens epen Huuk in Plag Sue töntet me sich rich ön tnoch versen De Docke dovei### Uhre, Schleil zanze Nahte wie in 88achk. Ohu uukr ens on de dre. Maf der Fastelovvendi Wenn vulf Karneval net hate, Wür der Wenkter bänklich duet, Aen van Platsch sich jet ze freue, Güeß me dubbel eisen Nuet; Sou klor an't Versüchle komme, Hange leiß me jo der Kopp, Sääkt met Irommen än met Brommer Schibeg en Tonbenwehr wir drop Völ moß mene Johr lang schlecke Jatz än fallig dörch de Bahn. Datt me döchs mengt ze versteche Jrad wie an ne Stockfeschran. Mänche Morje, mänche Ovvend Hat men open Hatz ue Stop, Trüest sich: Wa't, öm Fastelovvend Schlekt en Donndervekr noch dropi Dann de Welt, die moß sich drießenn Sätt e Spröchwooet jot än alt: Morje könt wier open Ziehne. Wat hü opene Kopp jestalt. Lott et dondre, lott et kraache, Schockelt löstig met der Kopp; Dann sue lang ühr noch könnt kaathe. Schleät en Donnderweär net dropi Verantwortliche Schriftl.: Gr. W. Hermauns. gee? Bank, Schriftleit Bacbonald ## die besten z lösen #s in der ###r Reichs ie wiede 3 ader 1 der Reichs ##us einer verurteil aiter Kath A. G. Böttcher nennt in diesem„Schnadahülpfen un der Aachener Alpenwelt“, das sich in den„Liedern des E# neval=Vereins, 1868“ findet, den Nanen eine Poeten, der wit kaum ein anderer es verstanden hat, jahrzehntelang die Heue# faschingslustiger Aachener Narren höher schlagen zu lassen Otto Wildenst ein, dessen Lieder Heiurich Freimui sammelte und in seiner Anthologie„Aachens Dichter###d Prosaisten“ der Nachwelt ausbewahrte, hat außer diesen edichten wenigAndenken im Schrifttum der Ortsliteraturgeschcht hinterlassen. Mehr als Geburts= und Sterbetag ist in den#ir lichen Notizen, die Klio über den„Bétranger und Anatiem unseres Aachener Karnevals“, wie ihn Freinruth nennt, kum zu finden. Mühsam erfährt man, daß Wildenstein von Auchen nach Brüssel verzog, dort auch starb, seine letzte Rubestüt aber in der Heimat sand. Ueber den Wert seiner Dichtungen urteilt Freimuth, sein„Freund in Momus und Apoll“, im### wort der enwähnten Sammlung:..#un gimun E „Seine heiteren Gesänge, nur dem Humor vienend um frohen Kreisen gewidmet, haben wie alle Faschings= und Ee sellschaftslieder das Recht, dem ekademischen Formzwange### in gewissem Grade zu entziehen; und mit dieser Zubilligung sind die meisten auch in strengerem Sinne formgerecht, alle ihn so volkstümlich und in einigen Exemplaren(„Oecher Jonz', „Modderen Döppe" u..) so klassisch auf ihrem Felde, heitere Literaturr, die lustigen Söhne Aachens und auch iel unsere Stadt hinaus, alle Freunde der lachenden Muse an diese Lieder seit langem schon ein Anrecht besaßen... du „wilde Stein“ dieses Namens, auf dem dennoch solch freunliche Blunren erwuchsen, war gleichzeitig lange Jahre dn Feuerstein, aus dem Held Karneval einen Sprühregen sem ger Redefunken auch schllug: und wenn auch hin und wieder ein solcher Funken einmal brannte— Otto Wildenstein#### nie Jemandem weh getan. Ihm war stets die Person heille die Sache aber Ales, und mannesmutig und tapfer, beredisan wie spielend, schneidend wie tronisch, kämpfte er wacker da Streit gegen Torheit, Verflachuung und Korruption.“ Die schönste Würdigung des„fidelen Sängers“ aber## ein anderer Aachener Poet, Joseph Girkenz., ir## Nachruf, der mit Geschick und Geschmack Wilden uns Licn Überschriften zu einem Grabkranz windet: Un koch imme sicht abe unormale das Zent indpunkt, meiden las ##. April tiet sollte ##pril anb hältnisse chen G b an dies gnden 10 waht wer! wücklich noch #ler ist# irientwic tlichen un Die Deu en Antra #4. Mai wohntig 111 dür warten, i Reichsta nrag selb den hilgte Mösung einen, da nicht d Keinire * Simn m der 21 Fraktio Regien ###s der In dem ##hm sdi Schluß 4ch über im #ine Erklä Prordnun #it sich rei #en diesen ##veränden beste Sits den Fänng de Penn di in Hinde Karbeite das ni pierung a ie N nen ##ssichtlich Von # sle al Die 2 den Wie? 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