Sonntag, 26. April 1908. Druck und Verlag des 20 Auelle'schen Zeitungsverlags, G. m. b. H. Verantwortlich für den politischen u. allgemeinen Teil: Chefredakteur Kourad Büttgenbach, für den lokalen und provinziellen Teil: Redakteur Martin Wust, für die Anzeigen und Reklamen: M. Stamme, sämtlich in Aachen. Expedition: Büchel 61. Fernsprecher 293. Redaktion und Zeilungsdruckerei: echlbstraße 4.— Fernsprecher 76. Rachener Anzeiger, ensee 1. Btatt(Vorabenoansgabe). □ Auparteiische Zeitung, beliebtestes und wirksamstes Annoncen=Organ der Stadt und des Regierungsbezirkes. Dad Rotuiche agstant eschchgt daslich ewetangt die danr Aanute ust Abandelagchd, Bost=Abonanen uut ui unteh. Schelangbesnter en Die Expedition dieser Zeitung besorgt Anzeigen an alle anderen Zeitungen und Zeitschriften zu Original-Preisen. 30. Tahrgang.— Nr. 99. Alle nicht aut Terieten fedenden Anzigen finden auch im Annoncen-Orgau für den Reg.=Bez. Nachen, unentgeltliche Aufnahme. 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Würzburg und des mirals v. Hollmann gelegt werden muß. Diese Herren sind die wahren Sieger in dem langen Streite und nicht die seit dem 12. April verflossene Mehrheit von Kassel. Ihnen gebühren deshalb auch von Rechtswegen die konsularischen Ehren und Würden. Sie haben dieselben in ihrer Art redlich verdient, denn sie sind sich konsequent und der von ihnen vertretenen Sache treu geblieben bis zuletzt. Nur von solchen Männern ist Festigkeit und Stetigkeit zu erwarten, beides unerläßliche Vorbedingungen für eine erfolgreiche Tätigkeit im öffentlichen Leben. Daß ich die von jenen Herren verfolgte Richtung in Flottenvereinsangelegenheiten für eine falsche, ja geradezu für eine verderbliche halte, was die vom Flottenverein zu vertretenden großen nationalen Interessen betrifft, und daß ich diese Richtung pflichtgemäß weiter bekämpfen werde, ist eine Sache für sich. Aber ich bin gerecht geuug u. Er. der Kanzser hat in der Tat nichts verlangt, seiner Neue Abonnenten er wolle. Presienen genacht und denuoch eriht, vot Nicht ganz so geschickt war die vatikanische zue den täglich zweimal(Abends und Morgens) erschelnenden daß gazt; die es viellicht in diesem Angenblicke berent, Zozeiger Maltischeg Naaahlatt geisde un edier uicht vernidhen hat der dur 1ldt r. inzriger, Polnisches Engebinkt“szegn, erfolgen wird, aber ihr doch unangenehm ist achalten das Blatt bis zum Enade dies Monats unentgelte unsere Ausiche eutschen Venten. 0 uch. Postabonnenten brauchen hierzu nur ihre Postguittung bester Quelle stammenden Enthüllungen über die Ark, wie einzusenden. Probeblätter werden auf Wuusch jederzeit zuge sich Bülows Besuch vollzog. Es war ausgemacht worden, daß der Besuch nur einen privaten Charakter haben sollte. Die Fürstin Bülow sollte der Audienz beiwohnen. aber Damen vom Papste in Audienz empfangen erden, so ist damit schon allein die private Form gewährleisset z, denn nach der Etikette des Vatikaus geht der offi##e Charakter eines hochgestellten Mannes nie auf dessen Gattin über. Aber im letzten Augenblick, als es auch rein materiell unmöglich war, Gegenmaßregeln zu treffen, wurde dem Vatikan mitgeteilt, daß der Fürst nicht als Privatperson, sondern als Reichskauzler kommen werde. Der Vatikan hatte keine Zeit mehr, den für solche offizielle Besuche vorgeschriebenen Ehrendienst einzurichten, während Fürst Bülow alle offiziellen Formen wahrte. Er fuhr von der preußischen Gesandtschaft ab und kam in großer Uniform. Im Vatikan war man außer sich über so viel Entgegenkommen, aber man hoffte, dab, der ofsizielle Charakter des Besuches sich auf diese Aeußerlichkeiten beschränken und die Unterhaltung mit dem Papste die bei gewöhnlichen Andienzen übliche Länge nicht nverschreiten, also höchstens eine Viertelstunde dauern würde. Der Reichskanzler hingegen brachte, kaum, daß er sich dem gegenübersah, das Gespräch auf interessante Dinge und Personen, die den Papst persönlich interessieren, und so verging die Zeit. Weitere Zeit gewann er durch geschickte, Plauderei, als er seine Gemahlin und das Gefolge vorstellte, das sich wohl über die lange Dauer der Unterhaltung ebenso verwunderte wie der Kardinalstaatssekretär. Dasselbe geschickte Spiel wandte er gegenüber diesem an. Er hatte natürlich das erklärliche Bestreben, Kardinal Merry del Val über die Unterredung mit dem Papste aufzuklären, und gab es da ein besseres Mittel, als daß er ihm gegenüber diese ganze Unterredung wiederholte? So konnte er Merry del Val beruhigen und zugleich dreiviertel Stunden sprechen. Man sieht also, daß der Reichskanzler nur den Zweck verfolgte, seine Anwesenheit im Palaste in die Länge zu ziehen, um einesteils so die herzlichen Beziehungen zwischen dem Papste und ihm zu dokumentieren und andererseits so mittelbar gegen das Zeutrum zu demonstrieren. Portsa.s Wlelen.I Halten,„Dailh, Rall lost, daß er den fad, in der Tickel mehe ausrchten werde, als da us uit Sesae eschegeie den eigeuen Mietugrate bale Sstarnich zianung, Bidershrnchete und besonders troß des„—= Sestruchs,von Gruppen seiner Anhänger nicht in die Belgrad, 24. April. Aus Anlaß der Rede Iswolskis ueztug des indischen oder auswärtigen Amtes eingriff. Im über die mazedonischen Reformen wird in politischen ugen wird vielfach auf seine rasche Auffassungsgabe, seine Kreisen und in der Presse hervorgehoben, daß die serbische vielseitige Bildung und seinen, den Schotten überhaupt an= Bevölkerung inner= und außerhalb Serbiens sowohl den geborenen Scharfsinn hingewiesen. Petersburg, 24. April. Großfürstin Maria Paulowna, Gemahlin des Großfürsten Wladimir Alexandrowitsch, ist gestern zum orthodoxen Glauben übergetreten. Die Großfürstin ist eine geborene Herzogin zu Mecklenburg. Im Alter von 20 Jahren heiratete sie 1874 den Großgirsten Wladimir. Aus der Ehe stammen die Großfürsten Kyrill, Boris, Andreas und eine Tochter Helena, die mit dem Prinzen Nikolaus von Griechenland verheiratet ist. Rußland wächst mehr und mehr in verfassungsmäßige Zustände hinein. Nachdem die Versuche mit den ersten beiden Parlamenten mißglückt sind, arbeitet unn die dritte Reichsduma, die freilich aus einem beschränkten Wahlrecht hervorgegangen ist, im Vereine mit der Regierung an der Schaffung der Grundlagen für den neuen Staat. Sie behandelt russischen wie den englischen Entwurf freudig begrüßen, ebenso wie jeden andern, sofern er die Verbesserung des Loses der Serben und der Christen in Mazedonien und Altserbien zum Ziel habe. Eine gründliche Besserung könne jedoch nur eintreten, wenn die Reformen auf die Sandschaks Brischting, Prisren, Ipek, Sienitza und Taschlidscha des Vilajets Kossowo ausgedehnt würden, die von den Reformen ausgenommen seien und in denen sich infolge der Unterdrückungen durch die Albanier das Los der Christen noch ungünstiger gestalte als in der ganzen übrigen Türkei. Den Anlaß zu dem Ausschluß dieses nordöstlichen Teiles des Vilajets Kossowo habe, die falsche Auffassung gegeben, daß sich dort nur wenige Christen befänden und die albanischen Moslim die überwiegende Bevölkerung bildeten, während die dortige Bevölkerung nach der Statistik sich aus rund 300 000 serbischen Christen und nur 125 000 Albaniern zusammensetze. Die große Ueberzahl der serbischen Christen den Voranschlag für das Reich, sie bespricht das Projsekt die Jageu auch für diese türtische Provinz, in der der Anurbahn und nimmt es in einer von der Regierung Reformen. geisten unerträglich sei, die Einletug von und vorurteilsfrei genug, um anzuerkennen, daß jene Richtung sich immer mehr formal die Berechtigung erworben hat, die Zügel zu führen. Sie mag denn zeigen, was sie leisten kann... Alles dies natürlich unter der Voraussetzung, daß die Hauptversammlung in Danzig, welche über die Geschicke des Vereins souverän zu entscheiden hat, die Resolution vom 12. April zu der ihrigen macht. Voraussichtlich geschieht das. Dann geht meine persönliche Ansicht dahin, daß ein Verein, der sich angesichts des neuen Vereinsgesetzes nicht dazu entschließen kann, sich frank und frei als ein nationalpolitischer zu bekennen, obwohl jedes Wort des § 2 seiner Saßungen Politik bedeutet, keinen Anspruch nehr hat auf die Sympathien derjenigen nationalen Kreise, denen das Wesen höher steht als die Form, und welche die Unabhängigkeit des Vereins als die Grundlegung für sein Ansehen und sein erfolgreiches Wirken betrachten.“ Herr Keim will also den Kampf weiterführen und denkt nicht daran, sich zurückzuziehen. Ob er im Flottenverein die Opposition vertreten oder eine neue Liga gründen will, geht aus seinen Ausführungen nicht hervor. Inzwischen hat Prinz Rupprecht von Bayern dem bayerischen Flottenverein angezeigt, daß er im Falle der Nichtwiederwahl des alten Präsidiums in Danzig bereit sei, das Protektorat wieder zu Geshen. a Prof. Schnitzer in München ist auch für das Sommer= semester beurlaubt. Posen, 24. April. Der„Lech“ will wissen, daß bereits eine größere Zahl polnischer Güter der Ansiedlungs= kommission zum Ankauf angeboten sei. Der Besuch des Reichskanzlers im Vatikan setzt noch viele Federn in Bewegung. Während der VatikanKorrespondent des„Resto del Carlino“, der offenbar mit polenfreundlichen Prälaten Fühlung hat, von einem Fiasko 5 Fürsten Bülow spricht, stellt der Vatikan=Korrespondent c.(Perseveranza“ die Sache in entgegengesetztem Licht dar. er spricht sogar von einer feinen diplomatischen Geschickichkeit des Kanzlers. Es wird da berichtet: Die„Frkf..“ erinnert aus diesem Anlaß, daran wie es 1889 bei dem ersten Besuch Kaiser Wilhelms im Vatikau zuging. Damals war die Dauer der Unterredung zwischen dem Kaiser und Leo XIII. auf eine halbe Stunde festgesetzt. Als das Gespräch länger dauerte, war es Herbert Bismarck, der eingriff. Er öffnete die Tür zur Privatbibliothek des Papstes und hieß Prinz Heinrich unangemeldet eintreten, um so der Unterhaltung ein Ende zu machen. Ausland. London, 23. April. Mehr oder weniger sind die Zeitungsäußerungen über das Leben und den Charakter Sir Heury Campbell=Baunermans Wiederholungen dessen, was bei seiner Amtsniederlegung gesagt wurde. Er war keine glänzende Persönlichkeit, wie manche seiner Vorgänger; die Erreichung der höchsten Staatswürde verdankte er weniger hervorragenden Geistesgaben, hoher Willenskraft oder Beredsamkeit als vielmehr einer Folge politischer Zufälle, und weil er aushielt, wo andere die Flinte ins Korn warfen. Wenn es ihm trotzdem gelang, die aus vielen widerstrebenden Bestandteilen zusammengesetzte Partei zusammenzuhalten und erfolgreich zu leiten, eine Aufgabe, die einem höher Begabten vielleicht nicht gelungen wäre zu lösen, so schreibt man dies seiner Aufrichtigkeit und Liebenswürdigkeit, und seinem Entgegenkommen im persönlichen Umgange zu, Eigenschaften, die namentlich auch die Oppositionsblätter lobend hervorheben, und die ihn selbst bei politischen Gegnern persönlich beliebt machten und dem Parteikampf die ihm oft auhängende Bitterkeit benahmen. Der„Standard" tadelt zwar seine Nachgiebigkeit gegenüber gewissen Gruppen im eigenen Lager, gibt aber zu, dies sei wohl der einzige Weg gewesen, die abgeänderten Fassung an; schon zweimal hat der Minister Iswolkski dem Parlamente seine Ausichten und Absichten in der auswärtigen Politik dargelegt: alles Dinge, die noch vor fünf Jahren als unerhörte Ereignisse behandelt worden wären und die nun anfangen auch für Rußland selbstverständlich zu werden. Die Tatsache läßt sich nicht mehr aus der Welt schaffen, daß Rußland ein Verfassungsstaat geworden, in welchem zwar der Zar glaubt von seiner Allmacht nichts aufgegeben zu haben, in welchem jedoch Vertreter der Nation unn auch an den Geschicken des Staates, die nicht mehr allein von der freilich immer noch zu mächtigen Bureaukratie abhängen, mitberaten. hängen, Die Amurbahn wird von großer Bedeutung für Rußlands Stellung im Osten werden. Als es seine Hand nach der chinesischen Halbinsel Liaotang ausstreckte, um in Port Arthur einen eisfreien Hafen am Großen Ozean zu bekommen, da führte Rußland die sibirische Bahn, die an den Baikalsee gekommen war, durch die chinesische Mandschurei nach Port Arthur. Bei Charbin zweigte dann die Linie nach dem Cetinje, 24. April Fürst Nikolaus ist gestern in Antivari angekommen. Auf der Rückreise erhielt der Fürst an der rusischen Grenze vom russischen Kaiser folgende escz,„Der Besuch Eurer Königlichen Hohelt hat mitr aanes Vergnügen bereitet und wird im Herzen jedes guten Russen eine tiefe Erinnerung zurücklassen. Möge Gott Eure Hoheit und Ihr ruhmreiches Land in seinen heiligen Schutz nehmen“. MMarokko. Tanger, 24. April. Nachrichten aus verschiedenen Küstenstädten zufolge befindet sich Muley Hafid auf dem Anmarsch nach Fez.— In Casablanca wird französischerseits verbreitet, Deutschland habe gegen finanzielle Kompensationen seitens Frankreichs sich in Marokko völlig desinteressiert.— Nachdem Muley Hafid den Franzosen Houel wegen dessen über ihn, Hafid, verbreiteten Nachrichten aus seinem Lager fortgeschickt hat, befindet sich kein Europäer mehr bei Muley Hafid. Casablanca, 24. April. Während einer Erkundung, die alten russischen Besitz, der Hafenstadt Wladiwostok, ab. Da von einer französischen Abteilung im Gebiete der Mdakera unn aber durch den unglücklichen Ausgang des japanischen gusgeführt wurde, fand heute ein kleines Gefecht statt, in Krieges Rußland aus der Halbinsel Liaotang und aus der dessen Verlauf ein Unteroffizier der Spahis einen Schuß in Mandschurei verdrängt und der Amur wieder die Grenze gegen China, an dessen Stelle sich hier freilich Japan gesetzt hat, geworden ist, muß Rußlaud wieder einen Auschluß nach Wladiwostok auf eigenem Gebiet suchen. Das ist nun die Amurbahn auf der linken, der nördlichen Seite dieses Flusses. Sie schließt sich bei Kuhengo(die Regierung hatte Nertschinsk vorgeschlagen) an die sibirische Bahn an und soll 240 Millionen Rubel kosten, wozu noch ein Jahre laung komut, so doß die Gesautbelestung, enschließ, Volte gegen Unerdrischugen se die Mase bei lich der Verziusung auf eine halbe Milliarde Rubel veran= nehme. Die Arbeiter mükten umenschar den Unterleib bekam und sofort verstarb. New=York, 21. April. Der Präsident des amerikanischen Arbeiterbundes— Samuel Gompers— hielt am Sonntag abend vor einer von 5000 Arbeitern aus dem ganzen Lande besuchten Versammlung eine Ansprache, in der er das oberste Bundesgericht auf das heftigste angriff. Die Rechtsprechung sei dazu mißbraucht worden, die Arbeiter ihrer Rechte zu berauben. Gompers appellierte schlagt wird. Die Regierung und die Duma haben sich zu diesem großen Opfer entschlossen, um die Amur=Provinz samt Wladiwostok in direkte Verbindung mit Sibirien und Rußland zu bringen und das noch schwach bevölkerte, an Naturschätzen reiche Land besser besiedeln zu können. Auch sprachen militärische Rücksichten dringend für den Bau der Bahn. Seitdem seine Bestrebungen in Ostasien einen Rückschlag erfahren haben, richtet Rußland sein Hauptaugenmerk wieder auf den nahen Orient und auf die Zustände in der Türkei. So lange es am Großen Ozeau beschäftigt war, ging es mit Oesterreich zusammen, um in Mazedonien Ordnung zu schaffen. Jetzt scheint es, das geht aus Iswolskis Rede in der Reichsduma hervor, diese Verständigung mit Oesterreich aufgegeben zu haben und will nur noch im Konzerte aller Großmächte mitwirken. Dem österreichischen Projekte der Sandschakbahn will es nicht widersprechen, dafür um so schärfer auf die Durchführung der Reformen dringen, welche in Mazedonien Ruhe und Ordnung schaffen sollen. Man hat seine berechtigten Zweifel darüber, ob Rußland im Verein mit England und Frankreich, die jetzt seine nächsten Freunde Waldkinder. Roman von Maximilian Böttcher. (Nachdruck verboten.) Erstes Kapitel. Es war an einem trüben Dezembertag nachmittags in zweiten Stunde. In dem vollgepfropften Coupé vierter Slasse, des Personenzuges Breslau—Berlin, der bereits in ### Morgenfrühe die schöne Residenzstadt an der Oder verlassen hatte, herrschte die fröhlichste Stimmung. Zuss. lustige Bauernsöhne, die in Frankfurt allerlei Lchlachtseinkäufe gemacht und sich dabei einen kleinen Fahrtgengnang datt“ pendierten jenem Tell der Föebe bildese; der einen engen Kreis um ihre großen Henkelein mnrste, bereits die dritte Flasche„Muskat“. Es ist dies u eißlich=gelber, sehr süßer, punschextraktähnlicher„Südwoster nud zin Keller norddeutscher Kaufleute aus Syrupsden märerischahlea. Coonac zusammengebraut wird, und gehsrig#e Landsleute als Festrunk für das zu ihnen gehörige zartere Geschlecht vielfach kaufen. mal rasenfias(fris sprach der günstigen Gelegenheit, sich gai#####rentos die ewig heisere Kehle zu feuchten, ein alter, hernnssaged.. der Gegend zwischen Berlin und Frankfurt schlug gaer Handelsjude zu, und seine gute Laune harnsgnigg%he Wellen, daß er zu den Tönen einer Mundohne Geschicg#e U auder von den schwarzen Husaren nicht Hängelachen. mit fliegendem Kaftan und zappelnden und derg Hähuseg. tanzte, von den tollen Ulkrufen groteas.### atischen Bravogeschrei seiner Zuschauer zu immer oteskeren Sprüngen angefeuert. hieften Ceupeinsassen, die sich dem lustigen Kreis ferntamburinähnliche zwei etwa sechszehnjährige Knaben, deren legend einer häheren.t Mütchen sie als Schüler Untersekundanen Pz(ehranstalt, in diesem Falle als auswiesen. Hia, Preslauer Königlichen Gymnasiums, geichteten.2iu; nebeneinander saßen sie auf ihren aufgitterten 9gg fe“ an einem der kleinen, ziemlich hoch verder blanz“ aconfeuster. Während aber der eine von beiden, sichtlich ampel.“ groß war, dem ausgelassenen Treiben großes Hersche“ zusah, blickte der andere, ein kaum mittelsinster auf?“ mit krausem, pechschwarzem Haar, unter etsammengezogenen Brauen in das dichte SchneeResce esie ecie cbe Kescechee die öde norddeutsche Flachlandschaft draußen fast völlig verhüllte. fuchse mich scheußlich, hub er eben mit halblauter, ärgerlich klingender Stimme zu seinem tannenschlanken Kameraden an, daß ich auf deinen Vorschlag, vierter Jüte zu reisen, reingefallen bin. Es ist ja einfach ekelhaft, acht geschlagene Stunden mit Plebs und nichts als Plebs zusammengepfercht zu sein! Hab' dich nur nicht, Pharisäer du, lachte der andere. Wer weiß, ob du in deinem Leben nicht noch mal mit schlechterer Gesellschaft als dieser hier wirst vorlieb nehmen müssen. Ueberhaupt schlecht... was heißt das? Diese einfachen, urwüchsigen Kerle sind vielleicht von Herz und Charakter bessere Menschen als mauche, die sich ein Separatcoupé erster Klasse leisten. Das vollere Portemonnaie und das bischen äußerer Schliff, das sich einer zur Not in drei Monaten aneignen kann, tun's doch wahrhaftig nicht. Der Kleine verzog sein hübsches, fast mädchenhaft weiches Gesicht mit den vollen roten Lippen und den glänzenden braunen Augen zum Ausdruck blasierter Ironie. Trotz der philosophischen Weisheit, die du an mich verschwendest, kannst du überzeugt sein, daß ich mir das nächste nehme. Die Arbeiter müßten sich zusammenscharen, um den politischen Kampf gegen alle ihre Gegner aufzunehmen. Die Rede wurde mit starkem Beifall aufgenommen. Dann gelangte unter großer Begeisterung eine Resolution zur Annahme, in welcher die Arbeiterschaft allen ihren Gegnern den Krieg auf dem politischen Kampfplatz erklärt. Washington, 24. April. Auf Grund einer Entscheidung des Kabinettsrats reist Staatssekretär Taft am 30. April auf dem Kreuzer„Prairie", von einer Abteilung Marinetruppen begleitet, nach Panama. Während seiner Anwesenheit auf dem Isthmus soll über eine Reihe von Fragen, die zwischen den Vereinigten Staaten und Panama sotoie zwischen Panama und Kolumbia schweben, verhandelt werden. Es wird für notwendig erklärt, daß die von den Vereinigten Staaten in Panama erwirkten Zugeständnisse in einem dauernden Vertrage niedergelegt werden. Die Rückkehr des Staatssekretärs wird am 20. Mai erwartet. Britisch=Ostindien. Simla, 24. April. General Willcocks meldet: da die Aufständischen die Verbindungslinie bedrohten, habe er sie heute früh mit allen verfügbaren Truppen in zwei Kolonnen angegriffen und von den Verschanzungen vertrieben. Der britische Verlust beträgt Dreißig Mark? Der Blonde zog erschreckt die Brauen hoch und fuhr dann mit einem fast verächtlichen Blick auf des Schwarzen tadellos hellgelbe Glacecs und seine blauseidene, offenbar auch funkelnagelnene Kravatte fort: Ich verstehe dich nicht! Wozu stürzt du dich in solche Sorgen? Wozu, behängst du dich mit all dem eitlen Tand, der für uns Jungens doch wahrhaftig höchst überflüssig ist, für dich aber umso überflüssiger, als dein Vater doch nicht in der Lage ist, dir Geld für unnützen Krimskrams zu geben! Es wird ihm bei seinem Gehalt doch sicher schon sauer geung, das Notwendige: Pension, Schulgeld, Kleidung usw. für dich zu bezahlen!—— für dich Des Kleinen hübsches Gesicht verzog sich zum Ausdruck quälender Rene, aber nur für die Dauer zweier Herzschläge. Dann zuckte er die Achseln und entgegnete: Ich kann nicht dafür, Burkhardt, es liegt so in mir drin. Wenn ich etwas sehe, was mir gefällt, muß ichs haben. Es ist dann, als ob mich eine starke Faust in den Laden hineinstößt! Das ist doch aber traurig, Fritz, sagte der Große im Ton aufrichtigen Bedauerns. Wie willst du im Leben mal über die großen Leidenschaften Herr werden, wenn du dich jetzt schon von den kleinen Begierden unterkriegen läßt! Mal zu meinem Reisegeld die paar Mark hinzusparen oder Ein jauchzender Aufschrei des Juden, der eben wieder im Notfalle auch hinzupumpen werde, um zweiter Güte fahren s einen tüchtigen Schluck noch über jeden verWKorsaue auch hinzupumpen werde, um zweiter Gule führen zu können. Ich fühle mich nun mal nur in anständiger, vornehmer Umgebung wohl! A propos Fritz, da du vom Pumpen sprichst, warf der Große rasch ein, der Handschuhmacher Scherf, bei dem ich gestern abend noch rasch ein paar gefütterte Glacés für Irmgard holte, klagte darüber, daß du jetzt, wo du bei ihm in der Kreide säßest, deinen Verschönerungsbedarf bei seinem Konkurrenten Wurl kaufst! Fritz's Antlitz wurde jäh von flammender Röte überflutet. Eine Unverschämtheit von dem Kerl, dir auszuplandern, daß ich Schulden bei ihm habe... geradezu unerhört! Aber, Lieber, da er uns als Freunde, Landsleute und Pensionsgenossen kennt... Ganz egal! Er hatte das nicht nötig! Seine lumpigen dreißig Em wird er schon kriegen! tigen Schluck aus der Muskatflasche genommen hatte und nun wie ein von Beelzebub Besessener herumsprang, war die Veranlassung, daß Fritz, sich die Ohren zuhaltend, hervorstieß: beschwerens. müste sich wahrhaftig nachher Sei doch nicht so albern, entgeguete Burkhardt voll Unmut. Du gerade hättest doch alle Ursache, darüber vergnügt zu sein, daß du durch das Vierterklassefahren sieben eg## von deinem Reisegeld erspart haft. Gleichsam aber, ihn seine Schroffheit, und als läge es in seiner Absicht, den Freund auf andere Gedanken zu bringen, fuhr er herzlicher fort: Sieh, mir kommen die sieben Mark wie mein erster Erwerb vor, und ich denke, mein Vater wird sich über das Schreibzeug, das ich ihm für meinen„Verdienst" als Extrapräsent stifte, umsomehr freuen, als er eine Ausgabe dafür in meinem Kontobuch nicht finden wird. Der Schwarzlockige lachte kurz auf. Beist der dlidger Sier Gane brauchten Dreier Rechnung legen? Muß— nein! Aus freien Stücken tu' ich's! Die großen blauen Augen in dem scharfgeschnittenen, offenen, fast schon jünglingshaft anmutenden Antlitz des Schlanken blickten ernst: Wenn ich ihm doch bloß den verfluchten Leichtsinn abgewöhnen könnte, dachte er und fuhr deshalb mit Betonung fort: Mein Vater, der— obgleich er's wohl kaum nötig hätte— ein sehr genauer Rechner ist, hat mich gelehrt, daß man gut tut, sich von Jugend auf in allen, auch den kleinsten Dingen des Lebens in streng gewissenhafter Kontrolle zu halten. Und ich glaube, es ist ihm eine Genugtuung, wenn er sich jedesmal in den Ferien davon überzeugen kann, daß seine Lehren bei mir nicht in den Wind gesprochen sind. Musterknabe! warf der Kleine spöttisch hin. Der Große zuckte die Achseln. Du, Fritz, weißt am besten, daß ichs in dem Sinne, den du meinst, weder bin, noch sein will. Ueberdies werf ich ja wohl gerade Geld genug für sozusagen unnütze Dinge, Sport, Konzerte usw., weg! Du hasts ja dazu, erwiderte Fritz, und durch seine Stimme klang es wie schlecht verhehlter Neid. Deine Feder wird sich ja auch nicht spreizen, wenn du, um deinen Alten hinter's Licht zu führen, anstatt einer vergnüglichen Ausgabe mal eine wohltätige oder bildungszweckliche buchst. In Burkhardts hagere Wangen schoß dunkle Röte. Ich habe weder Talent noch Neigung, mich selbst oder andere zu betrügen! stieß er schroff hervor. Das hab' ich auch durchaus nicht sagen wollen, lenkte der Kleine ein; und in seiner merkwürdig frühreifen Art, sich über peinliche Stimmungen und Situationen möglichst mit einem Scherzwort hinwegzuhelfen, setzte er hinzu: Du wärest der beste aller Freunde, mein Lieber, wenn du die deine hyperempfindliche Empfindlichkeit abgewöhnen würdest. Loto bere en Sr. lachte ironisch auf— ich wandle ebenfaus in den Fußstapfen meines Alten. Der sagt nämlich, Ges ig mug. lag Pash Was ist nur nutztos Papier verkritzelt. Denn davon, daß niche viehdersea anschreibt, krigt mans auch (Kortsehung folgt.) 60 Mann. Ueber die Verluste des Feindes liegt noch keine Nachricht vor. Vermischtes. * 4% Berlin, 23. April. Die französischen Studenten besichtigten heute morgen das Reichstagsgebäude, daun fand in der französischen Botschaft ein Empfang durch den Botschafter Camboa statt. Hierbei wurden verschiedene Reden gewechselt. Der Botschafter sprach u. a. die Hoffnung aus, daß die Studienreise seiner jungen Freunde ihre Früchte tragen werde, und trank auf das Wohl der Republik sowie die intellektuelle und moralische Vereinigung Deutschlands und Frankreichs. Nach einem Besuche des königlichen Marstalls begaben sich die französischen Gäste nach dem Rathause, wo sie von Stadtrat Dr. Münsterberg empfangen und durch die Räumlichkeiten geführt wurden. Heute abend wohnen sie im Opernhause einer Aufführung der„Hugenotten“ bei. Metz, 18. April. Pfarrer Mausuy von Ars, der wegen Vergehens gegen den Kanzelparagraphen von der hiesigen Strafkammer zu zwei Wochen Festungshaft verurteilt worden ist, hat, wie verlautet, Revision zum Reichsgericht eingelegt. Bei den zahlreichen Besprechungen, die die Verhandlung im Gefolge gehabt hat, ist von der alldeutschen Presse ein Punkt besonders hervorgehoben worden. Danach habe der Angeklagte auf die Frage, ob nicht Bischof Benzler seinen Unwillen über die Predigt zum Ausdruck gebracht habe, entgeguet:„Mir gegenüber nicht.“ Aus dieser Autwort wurde vielfach entnommen, Bischof Benzler habe die Predigt des Pfarrers zum mindesten nicht mißbilligt. Demgegenüber legt nun die„Lothringer Volksstimme“, des Bischofs Organ, Wert darauf, festzustellen, daß Abbé Mansny vor Gericht erklärt habe: „1. der Herr Bischof sei in der in Betacht kommenden Zeit nicht in Metz gewesen und 2. er(Mansuy) habe sich wegen dieser Augelegenheit vor dem Generalvikar verantworten müssen.“ Dazu fügt die„Volksstimme“, in diesem Falle wohl in völliger Uebereinstimmung mit dem Episkopat, hinzu:„Daß dabei von etwas anderem als von einer Mißbilligung für Herrn Abbé Mansuy die Rede gewesen sein sollte, glauben wir kaum. Denn diese Meinung herrscht im Klerns einstimmig, daß an dem Tage die beklagten Worte unbedingt hätten ungesprochen bleiben müssen. Doch wer hätte noch nie etwas zu bereuen gehabt?“ Rom, 23. April. Der„Corriere'Italia“ meldet: Auf der Brücke zwischen Ariccia und Albano wurden heute drei auf Esel reitende Priester des schottischen Geminars von Morra spielenden jungen Leuten verhöhnt. Als die Schotten abstiegen und sich die Beleidigung verdaten, wurden sie, weil sie kein Italienisch sprachen, verspottet. Es folgte ein Handgemenge. Zwei Schotten wurden mit Messern gestochen, einer von ihnen ist gefährlich verletzt. Petersburg, 24. April. Die Nachrichten, die über die Ueberschwemmungen verschiedener Städte einlaufen, lauten fortgesetzt ernst. In Kaluga ist der Okafluß um 17 Meter gestiegen; das Militärlazarett, die Kathedrale, des Polizei=Verwaltungsgebäude stehen unter Wasser. Die Eisenbahnverbindung zwischen einigen Städten des Gouvernements Kaluga ist unterbrochen, der Telegraph stellenweise beschädigt, die Dämme sind fortgespült. Im Gouvernement Oerl ist die Bahnstrecke zwischen den Städten Bolwa und Brjansk beschädigt und der Verkehr ebenfalls unterbrochen. In Moskau ist infolge der Ueberschwemmung des Maschinenraums des Elektrizitätswerks die Stadt ohne Beleuchtung. Der ganze Kreml=Staden ist durch den Austritt des Moskwa=Flusses überschwemmt, und die niedrig gelegenen Stadtteile stehen völlig unter Wasser. Der Wasserstand erreicht stellenweise das zweite Stockwerk der Häuser und ist höher als bei der Ueberschwemmung von 1856. Einige Dörfer des Gouvernements Moskau stehen gleichfalls völlig unter Wasser. In Brjausk ist besonders das Ersenal von der Hochflut bedroht, die Bahnlinie ist unterspült; gegen 500 Häuser stehen unter Wasser. Auch in Bjely(Gouvernement Smolensk) sind durch das Steigen des Obscha=Flusses viele Häuser überschwemmt. New=York, 24. April. Eine Anzahl von West= und Südstaaten ist von heftigen Wirbelstürmen heimgesucht worden, die große Verheerungen angerichtet haben. Der Ort Kickapoo(Oklahoma) und andere Ortschaften wurden in kurzer Zeit völlig zerstört. In einer großen Anzahl von Ortschaften sind ganze Reihen Häuser, darunter auch Kirchen, fortgeweht worden. Zahlreiche Personen sind umgekommen. Die älteste Darstellung der Hohköuigsburg. Der Buchhändler Heitz in Straßburg hat soeben aus Privatbesitz eine zweifellos aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts stammende Elfenbeinplakette erworben, mit einer großen und deutlichen Darstellung der Hohkönigsburg. Damit ist das Rätsel, das der vor einiger Zeit aufgefundene Holzschnitt mit der Darstellung eines runden Hauptturmes aufgab, gelöst: der Turm war tatsächlich rund, aber auf quadratischem Sockel. Die Plattform des Turmes trägt die gleiche Laterne wie auf dem Holzschnitt. Weiterhin ist die Bedachung des Hauptgebändes eine ganz andere als in der jetzigen Rekonstruktion. Kurzum, die Bedenken derer sind vollständig gerechtfertigt, die seinerzeit warnten, bei völligem Mangel einer alten Darstellung in Wort und Bild an die Rekonstruktion zu gehen. Warum hat man damals nicht sorgfältiger gesucht? Jetzt steht nun die bedauerliche Tatsache fest, daß der vollständig neue Phantasiebau gerade in seinen Hauptpunkten dem einstmaligen Bilde der Burg absolnt nicht entspricht. Der Zwischenkall in der Sixtinischen Kapelle. Eine in der„Neuen Freien Presse“(Wien) veröffentlichte Erklärung des Prof. Dr. Siegmond Feilbogen lautet: „Die Osterreise nach Rom war für mich die Erfüllung einer jahrzehntelaugen Sehnsucht nach dem Erlebnis, das autike und künstlerische Rom aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Damit verband ich wirtschaftspolitische Studien und praktische Anregungen der seriösesten Art, welche auch in kürzester Frist zutage treten und meine Reise als wirtschaftspolitisch rechtfertigen dürften, trotzdem durch den Zwischenfall in der Sixtinischen Kapelle meine diesbezüglichen Bestrebungen abgeschnitten wurden. Sie hätten ohne die gütige Empfehlung des Ministeriums des Aeußern an die Botschaft und dann an illustre Persönlichkeiten Italiens niemals zustande kommen können. Jedermann wird begreifen, daß gerade das Bewußtsein dieser gütigen Förderung und ihres mehr als peinlichen Ausganges mich mit tiefem Schmerze erfüllt. Der Ostermesse des Papstes als Zuschauer beizuwohnen, gilt als besonders hohes Erlebnis und wird von Fremden sehr angestrebt. Ich hatte zwei Einladungen erhalten, für meine Frau und für mich. Herr Dr. Beyson, der mit uns reiste, erhielt weder eine Einladung noch war er bei dem verhäuguisvollem Ereiguis anwesend. Dagegen hatte sich Frau Ella Zwack als Schwester meiner Frau von den Wachen Einlaß erbeten und erhalten; sie wird in italienischen Berichten mißverständlich als Frau Dr. Beyson bezeichnet. Daß meine Absicht nicht auf Teilnahme aa der Kommunion gerichtet war, ist bei meiner Konfession selbstverständlich und geht deutlich aus dem Umstande hervor, daß ich erst gegen 9 Uhr eintraf, während die Einladung auf halb 8 Uhr lautete. Im Augenblicke unserer Ankunft gerieten wir, ehe wir viel überlegen konnten, in einen Zug hinein, der sich zwischen den Bänken der Kapelle bewegte und uns nach vorne trug. Wir ahmten, wie dies bei solchen Anlässen immer geschieht, nach, was die anderen taten, und plötzlich knieten wir vor Seiner Heiligkeit, Vom is. Verbandstag des Bundes der Bodenreformer. Stuttgart, 22. April. Der heutigen Vormittagssitzung wohnten der Kabinettschef der Königin, v. Kübel, sowie verschiedene Vertreter von Behörden, darunter zwei des Reichsamts des Innern, bei. Ministerialdirektor Just sprach im Namen des Staatssekretärs die Ueberzeugung aus, daß das Erbbaurecht, wenn es zweckmäßig ausgestaltet und angewendet werde, ein brauchbares Werkzeug einer wahren, wohlverstandenen Bodenreform werden könne, und der bayrische Landeszeutralwohnungsinspektor Dr. Bergmann meinte, auch in Bayern sei die Wertzuwachssteuer nicht mehr in allzu weiter Ferne. In seinem zweieinhalbstündigen Vortrage über Erbbaurecht und Kleinwohnungen ging Professor ErmanMünster zunächst dem Erbbaurecht von der juristischen Seite her zu Leibe, bezeichnete es als„das dingliche, grundbuchmäßige, veräußerliche und hypothekierbare Recht, auf fremdem Boden ein Bauwerk zu haben" und behandelte dann die zweifelhaften und strittigen Punkte dieses juristischen Neulings und besonders die dankbaren Doktorfragen der Haftung des Hauses und der Hausentschädigung, daß manchen ob dieser gehäuften Schwierigkeiten ein gelindes Gruseln hätte überkommen können. Eine interessante Vergleichung der drei sachenrechtlichen grundbuchfesten Rechtsnormen: des Erbbaurechts, des Ulmer Wiederkaufsrechts und des preußischen Rentenguts führte namentlich zu einer nicht gerade aufmunternden Beurteilung der Ulmer Einrichtung, die indes von ihrem Vater, dem sehr erfolgreichen Oberbürgermeister v. Wagner, mit Geschick und Glück verteidigt wurde. Insbesondere erschien es sehr einleuchtend, wenn er sagte, das Wiederkaufsrecht habe vor allem den Zweck, die Arbeiterwohnhäuser nicht der Spekulation anheimfallen zu lassen, wie das sehr bald geschehen würde, wenn die Wiederkaufsklausel nicht bestünde. Während ein bloßes Vorkaufsrecht den entstandenen Wertzuwachs dem Verkäufer sichert und der Verkaufsberechtigte lediglich zu dem jetzt bestehenden Preise kaufen kann, gewährt das Wiederkaufsrecht die und ich sah, daß mein Nachbar die Hostie erhielt. Von der imposauten Feierlichkeit der Handlung inmitten eines wahrhaft illustreu enropäischen Publikums und dem erdrückenden Ehrfurchtsgefühl, in der unmittelbaren Nähe des unter herrlichen Chorgesängen pontiftzierenden Oberhauptes der weltumfassenden Kirche, kann sich niemand eine Vorstellung machen, der etwas derartiges nicht erlebt hat. Und schon wendete sich der Heilige Vater mir zu. In diesem kritischen Augenblick hatte ich nicht den Rut, ja nicht einmal den Gedanken, ich könnte jetzt mich erheben und zurücktreten, alle Aufmerksamkeit auf mich lenken und den Schein erwecken, als könnte die heilige Handlung mir andere Gefühle einflößen, als die der tiefsten Ehrfurcht. Ich nahm die Hostie, die Damen ebenfalls, und es steht infolge der persönlichen Anwesenheit des k. und k. Botschafters am Vatikan, Grafen Szecsen, der unmittelbar nach dem Ereignis einen ausführlichen Bericht nach Wien sendete und mich zur Verantwortung vorlud, fest, und wurde mir von Sr. Exzellenz auch ausdrücklich bezeugt, daß weder mein noch meiner Frau persönliches Verhalten zu irgend einer Störung der heiligen Handlung geführt hat. Dagegen scheint die Schwester meiner Frau wohl infolge der fürchterlichen Anfregung und der Ungeübtheit, die Hostie verloren zu haben, obwohl sie noch jetzt vom Gegenteil überzeugt ist. Jedenfalls wurde nun sie von den geistlichen Frauen eingehend untersucht, nachdem wir abgeführt worden waren. Meiner Frau wurde einzig und allein das Taschentuch revidiert, das von ihrer Schwester ihr zugesteckt sein konnte. Uus beiden wurde wiederholt versichert, daß wir uns in keiner Weise auffällig gemacht haben. Die Annahme, ich könnte bewußt und absichtlich etwas getan haben, was eine Profanierung des heiligen Sakraments bewirken konnte, steht im vollsten Kontrast mit meiner ganzen Persönlichkeit und Lehrtätigkeit, wie alle meine Hörer und Kollegen bezeugen können. Professor Dr. Siegmund Feilbogen.“ Wien, 24. April. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde beauftragte das Präsidium, beim Ministerpräsidenten und beim Unterrichtsminister zu erklären, daß die Kultusgemeinde den Vorfall in der Sixtinischen Kapelle aufs tiefste bedauere und aufs schärfste verurteile, und die Minister zu ersuchen, diese Kundgebung zur Kenntnis des Kaisers zu bringen. Wien, 24. April. Auch das Professorenkollegium der Exportakademie des Handelsmuseums hat in einer außerordentlichen Plenarsitzung einstimmig sein allertiefstes Bedauern über die unerhörten Vorgänge ausgedrückt, zu denen die Anwesenheit des Professors der Akademie, Feilbogen, und seiner Begleitung in der Sixtinischen Kapelle in Rom am Ostersonntag Anlaß gegeben habe. .c. Die hausbaltskosten im April. Der Rückgang der Warenpreise, der im Großhandel ganz deutlich zum Ausdruck kommt, vollzieht sich im Detailverkehr nur langsam und unter häufigen Schwankungen. Nachdem der Monat März eine leichte Ermäßigung gegenüber dem Februar gebracht hatte, zogen im April die Lebensmittelpreise im Detailverkehr wieder an, so daß zum Teil die Februarpreise wieder erreicht oder gar überschritten sind. Diese Preissteigerung im Kleinhandel ist hauptsächlich auf die stärkere Nachfrage zur Österzeit zurückzuführen, die alljährlich zu beobachten ist und namentlich in den Großstädten scharf zu Tage tritt. Je näher Ostern kommt, desto mehr gehen namentlich die Preise für Eier, Butter, aber auch für Fleisch, vor allem Geflügel, dann für Gemüse usw. in die Höhe. Die Standard=Ziffer, die wir zur Ermittlung des gesamten wöchentlichen Familienbedarfs an Nahrungsmitteln nach dem Dreifachen der Verpflegungsration des deutschen Marinesoldaten auf Grund der Markthallen=Notierungen zu berechnen pflegen, ergibt für nachstehende sechs Städte folgende Bewegung des Aufwandes in Mark: April 1907 März 1908 April 1908 Danzig 20,98 21,53 22,11 Berlin 21,49 22,05 22,32 Dresden 22.25 22.22 22,08 Chemnitz 23.56 24,53 24,53 Stuttgart 21,77 22,15 22,70 München 23.01 22,39 22,67 Gegen April 1907 steht die Standardziffer nur in Dresden und München, gegen März 1908 nur in Dresden niedriger. Es überwiegen also gegen Vorjahr und Vormonat die Steigerungen. Ohne die Bewegung der Preise an den genannten sechs Plätzen zu verallgemeinern, spricht doch sehr viel dafür, daß im Laufe des April die Kosten des wöchentlichen Familienbedarfs an Nahrungsmitteln sich wieder etwas verteuert haben— eine Erscheinung, die bei der gegenwärtigen Kaufkraft der Bevölkerung höchst unerfreulich ist. Man kann nur wünschen, daß die Preissteigerung nach Ostern nachläßt und die Detailpreise sich mehr der Bewegung der Großhandelspreise anschließen. Was unn die einzelnen Nahrungsmittel anbetrifft, so fällt am meisten eine ernente Erhöhung der Fleischpreise auf. Von März auf April dieses Jahres zog der Preis von Rindfleisch in Danzig, der von Schweinefleisch in Berlin, Stuttgart und München, der von Hammelfleisch in Chemnitz und München an. Dagegen wurde Rindfleisch in Chemnitz, Schweinefleisch in Dresden und Chemnitz, Hammelfleisch in Danzig billiger. Man sieht, daß die Preisbewegung für Fleisch recht wenig einheitlich war. Da nicht nur die Viehpreise gewichen sind, sondern auch bei größeren Fleischlieferungen ganz erstannlich niedrige Gebote gemacht werden, so kann man den Eindruck nicht ganz von sich weisen, als ob die Fleischpreise im Kleinhandel noch zu hoch gehalten würden. Bei der heutigen Art der Lebensmittel=Preisstatistik ist es sehr schwer, die Bewegung der Preisveränderungen genau zu verfolgen: wechselt doch innerhalb des nämlichen Marktgebietes der Preis für die nämliche Fleischsorte so stark, daß ein einheitlicher Preis gar nicht zu ermitteln ist. Nichtsdestoweniger lassen eben die wenigen Stichproben doch eine große Divergenz in der Bewegung der Viehpreise einerseits und der Fleischpreise andererseits erkennen. Die Brotpreise stehen noch sehr erheblich über dem Niveau des Vorjahres, wenn auch die bisher höchsten Preise zurückgegangen sind. In Chemnitz z. B. ist der Preis für 1 Kilogramm von 30 auf 28 Pfg. zurückgegangen. Auch in Berlin sind die Höchstpreise etwas zurückgegangen. Kartoffeln stehen noch so hoch wie im Vorjahret; nur in Stuttgart hat eine Verbilligung stattgefunden. Im Großhandel sind zwar die Höchstpreise gegen 1907 zurückgegangen, die Mindestpreise stehen dagegen wesentlich höher als damals, so daß die hohen Detailpreise erklärlich erscheinen. Wie schon kurz erwähnt, haben die Butter= und Eierpreise die kräftigste Steigerung erfahren, die im Detailhandel noch weit über die Aufwärtsbewegung im Großhandel hinausgeht. Haben sich so die Ausgaben für die Ernährung im April bei gleichbleibendem Konsum zweifellos wieder erhöht, so sind die Preise für alle anderen Waren, die im Haushalt benötigt werden, mit Ausnahme von Feuerungsmaterial fast allgemein zurückgegangen. Vor allem gilt dies für Gegenstände der Bekleidung, wo einer matteren Nachfrage gegenüber durch teilweise erhebliche Preisermäßigung die Kauflust vor Ostern noch angeregt werden sollte. Wenig Ueberblick kann man über die Bewegung der Mietspreise gewinnen, wie sie sich mit den Umzügen zu Anfang des Monats April gestaltet haben. Aus einzelnen Plätzen verlautet, daß für kleine Wohnungen keine nennenswerte Preisveränderungen stattgefunden haben sollen, während für große Wohnungen Nachlässe gewährt werden mußten. Daß trotz des Mangels an kleinen Wohnungen in zahlreichen Großstädten die Mietpreise stabil geblieben sind, soll von der Abnahme des Zuzugs herrühren, die sich in den ersten Monaten des laufenden Jahres schon sehr empfindlich bemerkbar gemacht habe. Wenn so alles in allem die Haushaltskosten im April auch keine erhebliche Steigerung erfahren haben dürften, so wirkt doch angesichts der gegenwärtigen Einkommensverhältnisse jede Steigerung in einer den Massenkonsum beeinträchtigenden Weise. Hoffentlich bringt schon das letzte Drittel des Monats auch für den Detailverkehr eine weitere Abschwächung, wie sie durch das Niveau der Großhandelspreise vorbereitet ist. Kapital und Arbeit. □ Aktiengesellschaft für Bergbau, Blei= und Zinkfabrikation zu Stolberg und in Westfalen. Dem Bericht über das Betriebsjahr 1907 entnehmen wir: Das Betriebsjahr 1907 ist sowohl für unser Unternehmen wie für die gesamte Blei= und Zinkhütten=Industrie ein recht ungünstiges gewesen. Die hohen Metallpreise der ersten Hälfte des Berichtsjahres erlitten einen bedeutenden Niedergang, der namentlich in den letzten Monaten des Jahres in beschleunigter Weise sich fortgesetzt hat. Insbesondere ist es dem bedeutenden Preissturz gegen Schluß des Jahres und der dadurch bedingten bedeutenden Abschreibung auf die bei der Inventuraufnahme vorhandenen Erz= und Metallbestände zuzuschreiben, daß das finanzielle Geschäftsergebnis weit hinter den gehegten Erwartungen zurückgeblieben ist. Auf Grube Diepenlinchen bei Stolberg sind die Ergebnisse der Aus- und Vorrichtungsarbeiten sowohl auf der neuen Bausohle in 324 Meter Tiefe, als auch auf dem Nordflügel, dem Betriebspunkte Ravelsberg, wieder befriedigend gewesen. Die finanziellen Resultate waren dagegen infolge des erheblichen Niederganges der Blei= und Zinkpreise bei steigenden Betriebskosten wenig günstig. Die Produktion betrug: 777 Tonnen Bleierz und 8994 Tonnen Zinkerz, gegen 685 Tonnen Bleierz und 9297 Tonnen Zinkerz im Vorjahre. Auf Grube Mühlenbach bei Koblenz wurden die Vorrichtungs= und Gewinnungs= arbeiten auch im Berichtsjahre durch Mangel an Vergleuten sehr beeinträchtigt. Die Grube lieferte 476 Tonnen Bleierz und 1670 Tonnen Blende, gegen 583 Tonnen Bleierz und 1617 Tonnen Blende im Jahre 1906. Auf den Gruben Anrep=Zachäus und Aurora im Distrikt Hennef waren die Aufschlüsse sehr unbefriedigend. Die Betriebe werden eingestellt. Von den beiden auf Grube Volta getroffenen Erzgängen entwickelte sich der eine mit dem reichen Bleierztrumm weiter recht günstig. Das Erzmittel wurde bis jetzt 160—170 Meter lang bauwürdig überfahren und zum Abbau vorgerichtet. Der auf Grube Silberberg bei Blankenheim in der Eisel auf 100 Meter=Sohle so hoffnungsreich erschlossene Gang, welcher auch auf der neuen 130 Meter=Sohle zuerst mit edler Erzführung angehauen worden war, zertrümmerte sich bald auf letztgenannter Sohle, so daß die Aussichten dieses Versuchsbetriebes sich wieder verschlechtert haben. Der Gang wird noch in längerer Erstreckung im Streichen untersucht. Im Maubacher Bleiberg bei Düren waren auch 1907 zunächst die Aufschlüsse, wie im Vorjahre, sehr wechselnd, bis gegen Jahresschluß nach Norden sich reichere und regelmäßigere Erzpartien einstellten. Die Untersuchungsarbeiten nach Norden hin werden fortgesetzt. Der Rückgang der Grube Bastenberg(Ramsbecker Gruben) schreitet ständig fort. Verschiedene neue Versuche blieben bis jetzt ohne Erfolg. Die Förderung hat sich im Berichtsjahre noch ziemlich gehalten, doch war das finanzielle Ergebnis des Bastenberges ungünstiger als im Vorjahre. Auch auf Dörnberg brachten die Vorrichtungsarbeiten in dem dortigen Tiefbau keine ermutigenden Abschlüsse. Ebenso nimmt die Erzführung auf Grube Aurora nach der Tiefe ab. Dagegen haben sich die haugenden Trümmer des AuroraGanges gut entwickelt. Die letztgenannten Gruben sind noch auf eine Reihe von Jahren vorgerichtet. Die Ramsbecker Gruben lieferten 1936 Tonnen Bleierz und 5586 Tonnen Blende gegen 2146 Tonnen Bleierz und 5207 Tonnen Blende in 1906. Im allgemeinen war das finanzielle Ergebnis der Ramsbecker Betriebe auch im Berichtsjahre ein recht erfreuliches. Auf der Grube Matthias bei Vasbeck(Waldeck) sind Aussichten auf Verwertung des armen Galmeis bei dem heutigen Zinkpreise nicht vorhanden. Der Betrieb wurde am Schlusse des Jahres eingestellt. Abgesetzt wurden nur 29 Tonnen Galmei gegen 64 Tonnen im Vorjahre. Auf Grube Schwelm bei Schwelm wird bei den fortgesetzt guten Aufschlüssen von Galmei der Betrieb ausgedehnt werden. Gewonnen wurden 1191 Tonnen Galmei gegen 1006 Tonnen im Vorjahre. Auf Zeche Lukas(Dortmund) wurde der nördliche Querschlag auf der 2. Sohle(in 229 Meter Teufe) bis zur Feldesgrenge aufgefahren. Die auf diese Weise vollständig ausgerichteten Flöze dieses Feldesteiles wurden, soweit sie bauwürdig schienen, vorgerichtet und der Abbau darin begonnen. Die Förderung betrug 56 495 Tonnen und wurde teils an die eigenen Werke, zum größten Teil aber an das Rheinisch=Westfälische Kohlensyndikat abgesetzt. Auf der Grube Aquisgrana(Linares) kann wie in den Vorjahren das erzielte finanzielle Resultat ein gutes genannt werden. Im Laufe des Berichtsjahres ist der Betrieb der Grube La Buena eingestellt worden. Neben den in der Gruppe Siles und auf Grube Consolacion im Erzgedinge fortgesetzten Arbeiten wurden in verschiedenen Feldern, wie Siles, Sto. Toribio u. a. für Rechnung der Gesellschaft kleine Untersuchungsarbeiten aufgenommen, deren Ergebnisse noch ausstehen. Ein großes Feld wurde einer englischen Gesellschaft zur Ausbeutung Zurückerwerbung zu dem früheren Preise, sichert also die Wertsteigerung der Gemeinde, der Allgemeinheit. Der Vorkauf ist also spekulationsfördernd, der Wiederkauf dagegen spekulationshemmend. Im übrigen soll das Ulmer System den Zweck verfolgen, den Bau von Arbeiterwohnungen günstig zu beeinflussen und dem Minderbemittelten eine dem Eigentum sich nähernde Besitzform zu bieten, eine Form allerdings, von der Prof. Erman meinte, sie sei nur ein klangvollerer Titel, der aber dem heutigen Durchschnittsdeutschen als genügender Ersatz gelte für die unsichere und undurchsichtigere Rechtslage gegenüber dem Erbbaurecht. In der Nachmittagssitzung gedachte der stellvertretende Vorsitzende des Bundes, Pohlmann, in warmen Worten des eben heimgegangenen englischen Premiers Campbell=Bauner= man, der ganz im bodeureformerischen Sinne gewirkt und sich besonders durch die Einbringung der Valnation=Bill ein unvergängliches Verdienst erworben habe. Auch sein Nachfolger Asquith werde in diesen Bahnen wandeln, und er werde das um so leichter können, als im englischen Parlament 79 eingeschriebene Mitglieder der Bodenreform säßen. Baurat Dr. Fuchs=Karlsruhe entrollte in seinem Vortrag über Wasserkräfte und Nationalwirtschaft ein sehr anziehendes und lehrreiches Bild von einem sonst nicht sonderlich beachteten Kapitel aus dem Wirtschaftsleben. Vorläufig brauchen wir uns ja über die Bezugsquellen für unseren Kraftmarkt noch keine großen Corgen zu machen, denn für die nächsten zwei Jahrhunderte werden unsere Kohlenschätze schon noch vorhalten. Aber dann! Dann werden eben die ewig sich erneuernden und nicht sich verzehrenden Fallkräfte des fließenden Wassers ausgenutzt werden müssen, wie dies ja mehr und mehr jetzt schon geschieht, weil die Kohle sich stetig verteuert, in den letzten 20 Jahren um 60 bis 70 Prozent.. Die Wasserkräfte des Planeten werden auf etwa acht Milliarden Pferdekräfte geschätzt. Aber diese sind auf die einzelnen Gebiete und Staaten der Erde sehr ungleich verteilt; Deutschland hat etwa 1 425 000, die Schweiz 1½ Millionen, Italien 5½ Millionen, Frankreich 5,8 Millionen, Oesterreich= Ungarn 6½ Millionen, Schweden 6,7 Millionen und Norwegen 7½ Milverpachtet. Die Gesamtförderung der Abr. Linares betrug: 2880 Tounen Bleierz gegen 2382 Tonnen im Vorjahre. Die Genergl, Wasserhaltung hat den Distrikt Sierra Almagrera(Almeria) soweit entwässert, daß auf den Gruben Birgen del Carmen und Inde, pendiente die neue, 30 Meter tiefere Sohle bei 323 Meter unter Tage angesetzt werden konnte. Abgebaut wurde bei den augenblick, lichen schlechten Metallpreisen nur sehr wenig, doch werden die Gruben weiter vorgerichtet. In den drei in Cabo de Gata in Betrieb stehenden Grubengruppen wurden die Gewinnungsarbeiten auch nur schwach, aber mit befriedigendem Ergebnisse fortgesetzt. Die Gesamtförderung der Gruben der Abteilung Almeria war 2259 Tonnen Bleierz und 675 Tonnen Galmei gegen 1930 Tonnen Bleierz und 629 Tonnen Galmei im Vorjahre. Im Jahre 1907 lieferten die Bergwerke der Geselkschaft im Gauzen: 8535 Tonnen Bleierz, 16411 Tonnen Blende und 1220 Tonnen Galmei gegen 7988 Tonnen Bleierz, 16277 Tonnen Blende und 1699 Tonnen Galmei im Vorjahre, also zusammen 26 166 Tonnen Erze gegen 25964 Tonnen Erze im Jahre 1906. Die Gesamtbelegschaft der Gruben betrug 2429 Arbeiter gegen 2201 Arbeiter im Vorjahre. Die Zinkhütten in Stolberg und Dortmund lieferten 26 334 Tonnen Rohzink gegen 26029 Tonnen in 1906; ferner 946 Tonnen Zinkstaub. Die Bleihltten in Stolberg und Ramsbeck lieferten 15 358 Tonnen Blei gegen 17227 Tonnen in 1906; ferner 55 Tonnen Nebenprodukte. An Silber erzeugten diese beiden Hütten 35 918 Kilogramm gegen 39596 Kilogramm in 1906. Die Gesamterzeugung der Blei= und Zinkhütten an Metallen und Nebenprodukten betrug hiernach in 1907 42729 Tonnen. An gewalztem Zink wurden hergestellt 4766 Tonnen gegen 4700 Tonnen in 1906. Die Zahl der in den Hütten und deren Nebenanlagen beschäftigten Arbeiter betrug im Durchschnitt 1596 gegen 1611 im Jahre 1906. Die Gesamtzahl der Arbeiter der Gesellschaft hat im Berichtsjahre durchschnittlich 4025 betragen gegen 3812 in 1906. Die im vorigjährigen Geschästsberichte angekündigte Außerbetriebsetzung der Ramsbecker Hütte ist gegen Mitte des Jahres 1907 erfolgt. Wir haben mit der Chemischen Fabrik Rheuania ein Abkommen getroffen, nach welchem wir die seitens dieser Gesellschaft auf unseren Zinkhütten zu Stolberg und Dortmund errichteten Fabrikanlagen zur Darstellung von Schwefelsäure aus den schwefeligen Gasen unserer Blende=Röstöfen vom 1. Januar 1909 ab für eigene Rechnung übernehmen und betreiben werden. Die Tilgung des vereinbarten Uebernahmepreises dieser Fabrikanlagen erfolgt in der Weise, daß wir der Chemischen Fabrik Rhenania die von uns dargestellte Schwefelsäure noch auf eine Reihe von Jahren mit einem bestimmten Preisnachlaß liefern werden. Das Sägewerk zu Münsteraue bei Stolberg, dessen Betrieb sich nicht mehr als lohnend erwies, ist in 1907 verkauft worden. Mülheim a. d.., 24. April. Die Lohnbewegung der Schneider ist beendet. Vor dem Einigungsamt wurde ein Tarifvertrag bis 1910 abgeschlossen. Vochum, 24. April. Der Vorstand des Allgemeinen Knappschaftsvereins stimmte dem neuen Statutvorschlag der Aeltesten der Siebenerkommission zu und beschloß, ihn auf die Tagesordnung der am 20. Juni stattfindenden Generalversammlung zu setzen. Staßfurt, 24. April. In der Pottasche=Fabrik des Kaliwerks Neustaßfurt sind 270 Mann in den Ausstand getreten. Sie fordern achtstündige Arbeitszeit bei einem Lohn in derselben Höhe wie bei täglich zehnstündiger Beschäftigung, sowie die Beseitigung der 24 Stunden=Schicht an Sonntagen. A. C. Eine auffallende Spannung besteht zwischen den Fleischpreisen in den verschiedenen Gegenden Deutschlands. Der höchste Schweinefleischpreis wird in der Stadt Koblenz gezahlt und zwar mit 1,80 M. pro Kilo. Dem steht ein Niedrigstpreis von 1,25 M. gegenüber, der für 1 Kilo Schweinefleisch in Bromberg gezahlt wird. Interessant ist es, daß in Posen, also in derselben Provinz, 1 Kilo Schweinefleisch 1,41 M. kostet. Auch in den Städten der Provinzen Ost= und Westpreußen sind die Preise äußerst verschieden: in Königsberg beträgt er 1,40., in Danzig 1,26 M. Stettin zahlt einen Schweinefleischpreis von 1,51.; der Preis ist etwas höher als in Essen, wo 1 Kilo Schweinefleisch 1,50 M. kostet. Ebenso verschieden wie bei Schweinefleisch sind die Preise für Rindfleisch in den einzelnen Provinzen resp. Städten Deutschlands. So kostet 1 Kilo Rindfleisch von der Keule in Altona 1,85., in Posen aber 1,42 M. Auch Rindfleisch vom Bauche weist auffallend starke Preisschwankungen auf: in Kiel kostet 1 Kilo dieser Sorte 1,21., in Breslau kostet es.54 M. Die Differenz beträgt also 33 Pfennig pro Kilo. Königsberg und Bromberg haben den gleichen Preis von 1,25., während bei Rindfleisch von der Keule in diesen beiden Städten eine Differenz von 10 Pfg. besteht. Es bleiden noch Kalbfleisch und Hammelfleisch zu nennen, bei denen ebenfalls die Preise in den einzelnen Gegenden stark von einander abweichen. Besonders Kalbfleisch weist eine ungewöhnlich hohe Schwankung auf. Der niedrigste Durchschnittspreis, der in Königsberg gezahlt wird, beträgt 1,28 M. pro Kilo. Dem steht ein Durchschnittspreis von 1,95 M. gegenüber, und zwar für Kiel. Der nächsthöchste Preis wird in Altona mit 1,90 M. pro Kilo notiert. Bei Hammel= fleisch ist die Spannung nicht ganz so groß wie bei Kalbfleisch, allerdings bestehen auch hier zwischen den Preisen in den verschiedenen Gegenden deutliche Gegensätze. Am teuersten ist im Durchschnitt ein Kilo Hammelfleisch in Breslau, und zwar kostet es hier 1,90 M. Der niedrigste Durchschnittspreis wird dagegen in mehreren Städten bezahlt; in Posen, Kassel und Essen kostete ein Kilo Hammelfleisch 1,50 M. 05 5 ist heute die beste sichtbar schreibende Maschine. WANDERER· FAHRRADWERKE•C. Schöhau“ Chemnitz. 88930 lionen. In Deutschland sind besonders Baden und Bayern gut bedacht, ersteres mit etwa 420 000, letzteres mit 6= bis 700000 Pferdestärken. Die Bedeutung dieser Wasserschätze für die Volkswirtschaft hängt natürlich ab von ihrem Ausbau und ihrer Verwaltung. Bisher konnte man sich mit der Nutzbarmachung kleinerer Gefällstrecken für Einzelwerke begnügen. Aber der riesig gestiegene Bedarf erfordert jetzt den Ausbau ganzer Flußsysteme zu großen Kraftfabriken für die mannigfaltigsten Zwecke, und dieser Ausbau kann nicht mehr dem einzelnen Unternehmer überlassen werden, weil er die Mittel nur schwer aufbringt und vor allem, weil solche Riesenkraftwerke einen Mönopolcharakter annehmen, der nur in die Hände des Staates gelegt werden darf. Kleinere Wasserkräfte allerdings können auch der Gemeinde überlassen werden. Die Regierungen wollen vorläufig noch nicht recht an diese Aufgabe heran; aber Bayern und Baden haben wenigstens eine Aenderung ihres Wasserrechts nach dieser Richtung in Aussicht genommen und studieren zurzeit die Frage. Hatten die Redner der beiden Tage die Bodenreformfrage von Sonderstandpunkten aus bald mehr bald weniger ausgesprochen behandelt, gewissermaßen von der Peripherie her, so führte der Jenenser Pädagoge Prof. Rein mit seinem knappen, aber fesselnden Vortrage über die ethischen Forderungen im Wirtschaftsleben der Gegenwart direkt ins philosophische Innere der ganzen Frage, in den Kernpunkt der Bodenreformbewegung. Es ist in der Tat eine Frage des Ausgleichs zwischen Egoismus und Altruismus, zwischen Individualismus und Sozialismus, was man als Wesen des Bodenreformgedankens betrachten kann. Aber Egoismus und Altruismus sind im Menschen nicht gleich in Anlage und Ausbildung; der Egoismus ist die stärkere Seite, der Altruismus aber die höhere Stufe der ethischen Anlage. Den Eigennutz einzudämmen mit Rücksicht auf das Gemeinwohl, ist nicht bloß die Grundfrage der steuerlichen Gerechtigkeit, sondern auch das Problem der Bodenreform, und im letzten Grunde stellt eine Versöhnung dieser beiden einander widerstreitenden Kräfte die Kultur im eigentlichen Sinne dar. Rein hat heute wie gestern Adolf Wagner dieses Opferprinzip nachdrücklich ins Bewußtsein gerufen, was unseres Erachtens auch wirklich am Platze war; denn die Reichsfinanzreform, die Wagner im Auge hatte, kann eben so wenig wie eine vernünftige Bodenpolitik, auf die Rein abhob, ohne das starke Bewußtsein dieses Opfergedankens, dieser Bescheidung des Eigennntzes im Interesse des Gemeinwohls, zum Erfolg geführt werden. Freilich hatte auch einer der folgenden Redner, der Prof. Kindermann von der landwirtschaftlichen Hochschule in Hohenheim, nicht unrecht, als er darauf hinwies, das unsere heutige Nationalökonomie im Grunde genommen von ethischen Gedanken getragen sei in ihrer Theorie sowohl auch in der Praxis, denn unsere ganze Sozialpolitik, dei Kampf gegen die Auswüchse des Kartell= und Syndikats wesens, die Berufstreue unserer gering bezahlten Beamten, sogar die Haager Friedenskonferenz seien Zeugen einer for“ schreitenden Erstrebung und Verwirklichung ethischer, altt istischer Ziele. Umgekehrt war aber auch Damaschke in seinem Schlut wort mit Fug und Recht für den berechtigten Eigen eingetreten, mit dem eine der bedeutsamsten und stärtste“ Triebfedern aus dem Getriebe unserer Volkswirtschaft“ nommen wäre. Daß er die Weckung dieses Eigemutz, gerade auch im Interesse der Bodenreform nutzbar will, ist ein Gedanke, der durch den Gegenstand der Tagun selbst eingegeben war. Für die nächste Versammlung haben Nürnberg Dresden eingeladen; die Wahl ist dem Vorstande überlasstt. Morgen vormittag werden die Reformer einer des Königs zum Besuch der Schlösser Wilhelma und Ro## stein folgen, und nachmittags geht die Fahrt neckarabwnt: gen Heilbronn, wo am Abend eine allgemeine Versammtn““ abgehalten und damit der Schluß der Tagung vollzo wird, die der Bewegung die Beachtung und Schätzung maßgebenden Stellen und auch der Massen in hohemn eingetragen hat, besonders auch deshalb, weil sie 110 utopischen Phantastereien streng ferngehalten und so sich eine ernst zu nehmende Sache erwiesen hat.(Köln. Meiner-Goser (dieselben müssen bis 1. Juli geräumt sein) sehe ich mich gezwungen, mein riesiges Kleiderstofflager einem zu unterwerfen. 5 9 ∆ 95 Die Preise sind derartig enorm billig herabgesetzt, dass es für jede Dame unbedingt lohnend sein wird, ihren Bedarf in Kleiderstoffen, Blusen, Kostümröcken, halbfertigen Roben, Jupons für die ganze Saison zu decken. bis zür hamkte ues Tegalaren=Frenes ubgegeren. Die Ausverkaufspreise Sind an jeuem Stack Exnd Vermerki. — Auswahlsendungen u. Muster können hicht Verabfeigt Werden. Adalbertstr. 20—24. Bernarts Lokal. Grösstes und leistungsfähigstes Spezialhaus in Kleiderstoffen. K 48684 Sonntag, den 20. April, abende 7 Uhr: s am sch mmnich ran he. v.. Aachener evangelischen Gemeinde, sam Besten der Beschaffung einer Orgel für das Gemeindehaus. Mitwirkende: Fräulein Eise Pfaft. Herr Ernst Everts(Bass). Herr Professor Fauoonnier. Frau Dr. Feibes(Klavier). Herr R. Roth(Cello). Herr G. Schlecht(Orgel, Begleitung u. Chorleitung). Der Kirchenchor der Christuskirche. Das Programm enthält Gesänge von Schubert, Brahms. Franz, Beethoven, die Polonaise von Viniarsky für Violine, deutsche Volkslieder von Brahms für Chor, sowie diverse Orgelvorträge von Bach, Gullmant, Callaerts. Karten à 3 M. durch Boten, bei Herrn Naus, sowie abendes an der Kasse. 48513 Se C8 Saison-Theater in Haaren. Montag, den 27. April 1908: 48679 Letzter Opern- und Solisten-Rbend der so sehr beliebten ung. Künstler-Kapelle Zimbler. „Die 1. Ouverture zur Oper Stumme von Portici“.. Auber. 2. Braütchor und 3. Akt aus „Lohengrin“...... Wagner. 3. Fantasie a. d. Oper„Faust“ Gounod. 4. Auszug aus der Oper„La Bohsme“....:.“ Puccinl. 5, Ouverture z. Op.„Mlignon“, Thomas. 6. Gnaden-Arie aus der Oper „Robert der Teufel“. Meyerbeer. 7. Polonaise de Concert(-dur) Wienlawsky. (Violin-Solo Herr Kapellmstr. Zimbler.) 8. Grande Fantasie aus der Oper„Rigoletto“.... Verdi. 9. Ouverture s. Oper„Tannhäuser“....... Wagner. 10. Siciliana aus CavalleriaRusticana..... Mascagni. (Solo für Violoncello Herr Genschorek.) 11. Grande Fantasie aus der Oper„Bajazzo“.... 12. Tarantella(Scherzo) (Violin-Solo Herr Metzger.) 13. Ouverture zur Oper„Wilhelm Tell...... 14. Konzert-Polka.... Popo. (Cymbal-Solo Herr Leo Zimbler.) 15. Zweite Polonaise... Liszt. Leoncavallo. Wieniawsky. Rossini Popp. itzen'g Priuge meiz Lokal in enpsehlende Erinerung für die werten Ausflügler. 48405 Hôtel=Casino, Schevenhütte. Montag, den 27. April 1908, nachmittags 4 Uhr: er. sanser=Kina, Oderlohaseln a. N. für Schüler des Gymnasiums u. Realprogymnasinms. Vorzl. Empfehlungen. Langs. Erfahr. Prosp. d. Rektor Pflugmacher. 87712 Gelongebadenes Sommisorot, täglich foisch, wohlschnieckend und leicht deedaulich, empfiehlt H. Dienstknecht Ponigraße 101 im Kalser 9ael I. Hoolonhroße 39. 41601 Aus Anlaß der Kinder=Kommunion: Grosses Fest n für den Tag besonders gewähltem Prograum, sowie Verlosung. Verlege meine Sprechstunde auf vschentags von—4½ Uhr nachmittags, ausgenommen Mittwochs und Samstags. 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D hentigen rung fest, Aufrechte: der gegen in den an daher die ei sich u veriragsch handelt. Die werden aufgenom geben, de Kräften arbeiten sammenst beiden fa „Erklärut deutlich zwischen Freundsch gemeinen dem Nor Sachlage wie die unrecht, verdächtig allein der federn be vor, son daß Deut trägen d ihre gege gewährlei toriale S Maßnahn voruherei den klein Das Abkden Aal meinen auf die Hebiet lso wi jewendet, Abkomme der Insel serufen, perr v. einer eve ruhenden zu tun.“ solcher V haft ist, Wert für aber die der betei Völkern mand zu in Betra mit der politische erdentl Niederl rechterhal verletzlich Die klarseitig ab ede Zu eventuell etwa ent gezogen reunds zu dem 26. April 1908. Drntk und Verlag des 2e nuelle'schen Zeitungsverlags, G. m. b. H. Trantwortlich für den volitischen u. allgemeinen Tell: Chefredakteur Kourad Büttgenbach, für den lokalen und provinziellen Teil: Redakteur Martin Bus, für die Anzeigen und Reklamen: M. Stamms, sämtlich in Nachen. Expedition: Büchel 61. Fernsprecher 293. Redaktion und Zeitungsdruckerei: Schildstraße 4.— Fernsprecher 76. 2. Htl.# E gabe). Aachener Anzeiger, „ 0 Amtliches Blatt für die Bekanntmachungen der Behörden des Regierungsbezirkes. Anparteiische Zeitung, beliebtestes und wirksamstes Annoneen=Organ der Stadt und des Regierungsbezirkes. 30. Tahrgang.— Nr. 99 eschseseste a. er 9 finden auch im „Nachener Anzeiger“, Annoncen=Ergau für den Reg.=Bez. Nachen, nnentgeltliche Aufnahme. Abbestellungen des„Politischen Tageblattes“ können nur dann berücksichtigt werden, wenn dieselben spätestens einen Tag vor Vierteljahresschluß geschehen und schriftlich oder mündlich in der Expedition (Büchel 61) gemacht werden." Durch die Trägerinnen werden Abbestellung: niemals angenommen. Tleius. Das„Politische Togeblatt“ erscheint täglich zweimal(in einer Morgen= und Abend=Ausgabe). Post=Abonnement 3,50 Mk. ausschl. Züstellungsgebühr, in Nachen und Nachen=Burtscheid.25 Mk. vierteljährlich, Nord- und Ostsee-Abkommen. Das in Berlin unterzeichnete Nordseeabkommen, das aus einer Deklaration nebst Memoradum besteht, lautet in deutscher Uebersetzung wie folgt: 1. Deklaration. Die Regierungen von Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Schweden sind von dem Wunsche geleitet, die zwischen ihren Staaten bestehenden Bande nachbarschaftlicher Freundschaft zu stärken und dadurch zur Erhaltung des allgemeinen Friedens beizutragen und stimmen in der Ueberzeugung überein, daß ihre Politik mit Bezug auf die an die Nordsee grenzenden Gebiete die Aufrechterhaltung des jetzigen territorialen Staius quo zum Gegenstande hat. Sie erklären deshalb, daß sie fest entschlossen sind, die zurzeit bestehenden Hoheitsrechte ihrer Staaten an ihren Gebieten in jenen Gegenden unverletzt zu erhalten und gegenseitig zu achten. Sollten irgendwelche Unstände eintreten, welche nach Ansicht einer der vorgenannten Reglerungen den gegenwärtigen territorialen Status quo in den an die Nordsee grenzenden Gebieten bedrohen, so werden die Signatarmächte der gegenwärtigen Deklaration miteinander in Verbindung treten, um sich im Wege einer Vereinbarung untereinander über Maßnahmen zu verständigen, die sie im Interesse der Aufrechterhaltung des Status guo ihrer Besitzungen für nützlich halten möchten. Die gegenwärtige Erklärung wird mit kunlichster Beschleunigung ratifiziert werden. Die Ralisikationen werden möglichst bald und spätestens am 31. Dezember in Berlin niedergelegt werden. Ueber die Niederlegung jeder Ratifikation wird ein Protokoll aufgenommen werden, von dem eine beglaubigte Abschrift auf diplomatischem Wege den Siguatarmächten übermittelt werden wird. 2. Remorandum. Bei der Unterzeichnung der Deklaration vom heutigen Tage stellen die Unterzeichneten im Namen ihrer Regierungen folgendes fest: 1. daß der durch diese Deklaration anerkannte Grundsatz der Aufrechterhaltung des Status quo nur die territoriale Integrität aller gegenwärtigen Besitzungen der sohen vertragschließenden Teile in den an die Nordsee grenzenden Gegenden ins Auge faßt, daß daher die Deklaration in keiner Weise angerufen werden kann, sobald es sich um die freie Ausübung von Hoheitsrechten der hohen vertragschließenden Teile über ihre obenerwähnten Besitzungen handelt; 2. daß im Sinne der Deklaration die Nordsee sich nach Osten bis zu ihrer Vereinigung nit den Gewässern der Ostsee erstreckt. Das in Petersburg unterzeichnete Abkommen über die Ostsee(Erklärung nebst Deukschrift) lautet in deutscher Uebersetzung wie folgt: 1. Erklärung. S. M. der deutsche Kaiser, S. M. der König von Däuemark, S. M. der Kaiser von Rußland und S. M. der König von Schweden hegen den Wunsch, die zwischen ihren Staaten bestehenden Bande nachbarlicher Freundschaft zu stärken und daburch zur Erhaltung des allgemeinen Friedens beizutragen. Sie stimmen in der Ueberzeugung überein, daß ihre Politik mit Bezug auf die an die Ostsee grenzenden Gebiete die Aufrechterhaltung des jetzigen territorialen Status qno zum Gegenstand hat. Ihre Regierungen erklären sich deshalb fest entschlossen, die Rechte S. M. des deutschen Kaisers, S. M. des Königs von Däuemark, S. M. des Kaisers von Rußland und S. M. des Königs von Schweden an ihre festländischen und insularen Besitzungen in den genannten Gegenden unverletzt zu erhalten. Sollte der gegenwärtige territoriale Status quo in der Gegend der Ostsee durch irgendwelche Ereignisse bedroht werden, so werden die Regierungen der vier Signatarmächte der gegenwärtigen Erklärung mit einander in Verbindung treten, um sich über die Maßrezeln zu verständigen, die sie im Interesse der Aufrechterhaltung des Status quo für nützlich erachten. Zur Urkunde dessen usw. 2. Denkschrift. Bei der Unterzeichnung der Erklärung vom heutigen Tage stellen die Unterzeichneten im Namen ihrer Regierung fest, daß der durch die Erklärung auerkannte Grundsatz der Aufrechterhaltung des Status quo nur die territoriale Integrität der gegenwärtigen Besitzungen der hohen vertragschließenden Teile in den an die Ostsee grenzenden Gegenden ins Auge faßt und daß daher die Erklärung in keiner Weise angerufen werden kann, sobald E sich um die freie Ausübung von Hoheitsrechten der hohen vertragschließenden Teile über die oben erwähnten Besitzungen handelt. Die„Köln..“ führt dazu aus: Die beiden Abkommen werden gewiß in der ganzen Welt mit großer Befriedigung aufgenommen werden, weil sie aufs neue einen Beweis dafür geben, daß die europäischen Staaten gewillt sind, nach besten Kräften an der Erhaltung des Friedens untereinander zu arbeiten und die Möglichkeiten künftiger kriegerischer Zusammenstöße möglichst aus der Welt zu schaffen. In den beiden fast gleichlautenden in den Abkommen vorangestellten „Erklärungen“ wird ihr friedeuerhaltender Zweck klar und deutlich von den Mächten festgelegt in dem Wunsche„die zwischen ihren Staaten bestehenden Bande nachbarlicher Freundschaft zu stärken und dadurch zur Erhaltung des allgemeinen Friedens beizutragen". Für Deutschland, das zu dem Nordsee=Abkommen die Anregung gegeben hat, ist diese Sachlage doppelt wichtig, weil leider Deutschland, wenn auch, wie die Geschichte seit Jahrzehnten beweist, vollkommen zu unrecht, am meisten zurzeit in der Welt als Friedensbedroher verdächtigt wird. Diesen Verleumdungen schiebt nicht allein der Umstand, daß Deutschland eine der Haupttriebsedern bei diesen Friedensverträgen gewesen ist, einen Riegel vor, sondern es fällt hierbei noch besonders ins Gewicht, daß Deutschland wegen seiner Uferausdehnung bei den Verträgen der Hauptbeteiligte ist. Ihre Unverletzlichkeit und ihre gegenseitige Achtung wollen die Vertragsstaaten sich gewährleisten, und sie wollen für den Fall, daß der territoriale Status quo irgendwie bedroht erscheint, gemeinsame Maßnahmen zu seiner Aufrechterhaltung treffen. Es ist von a. gerein klar, daß dieser internationale Willen vor allem ern kleinen, militärisch schwachen Uferstaaten zunntze kommt. Abkommen, wie es jetzt vorliegt, konnte sich nicht mit den Aalandsinseln befassen, es behandelt im allgemeinen den zeitlichen territorialen Besitzstand, ohne ###d# Hoheitsrechte der einzelnen Macht über ihr Geviet näher einzugehen. Diese Hoheitsrechte bleiben uso wie sie waren. Auf die Aalandsinseln ansewendet, bedeutet das: Schweden kann sich auf das jetzige kommen nicht berufen, um Rußland an der Befestigung er Inseln zu hindern, und Rußland kann sich nicht darauf ernfen, um sein Recht zur Befestigung zu begründen. Wie derr v. Schoen es im Reichstag ausdrückte:„Die Frage iner eventuellen Aufhebung jener auf den Aalandsinseln thenden Servitut hat mit den jetzigen Verhandlungen nichts saschar::. Die Geschichte lehrt ja allerdings, daß der Wert haft in.#aträge wie der vorliegenden im Ernstfalle zweifelRart#k. aß sie nicht immer halten, was sie an dauerndem an für den Frieden der Völker untereinander versprechen, ### die Verträge zeigen zum mindesten, daß die Diplomatie Bölege“ Länder zurzeit eifrigst bemüht ist, ihren wanz““ Frieden zu erhalten, und auch daran kann niein Bessa“““ und zum allerwenigsten, soweit Deutschland mit.:“ kommt, daß sich hier der Wunsch der Völker der auswärtigen Politik ihrer Regierungen deckt. politischen grez": Die„Frlf..: berichtet: Iu hiesigen ist man sich klar darüber, welche außerRiedersang e Bedeutung der Vertrag für die rechterhart.“ ds der Vertrag bei vollkommener Aufversetzlischteit der absoluten Entschließungsfreiheit die UnDie Farz gt d“ niederländischen Territoriums garantiert. seitig abgesahs die der Nordseevertrag von dem gleichvolle Zustimmnsug.r gefunden hat, findet die eventueslen Kreise, die befürchten, daß aus der eiwa gntsz.u beider Verträge Holland leicht in Vezogen wgar Ve clungen irgend welcher Art hineinreundscha denen es vollkommen fern steht. Die zu dem Fert““ Gesinnung Deutschlands, die in den Vertrag führenden Schritten lag, muß, wie von holländischer Seite gesagt wurde, die Anerkennung und das Vertrauen selbst solcher Politiker in Holland finden, die sonst gewohnt sind, Deutschland mit Mißtrauen gegenüberstehen. Die Verhandlungen über den Vertrag dauerten bis kurz vor dessen definitivem Abschluß, und auf das genaueste wurden gerade in den letzten Tagen noch mit der niederländischen Regierung über Detailfragen der endgültigen Fassung des Vertrages Erörterungen gepflogen. Kopenhagen, 24. April. Das Regierungsblatt„Danebrog“ bezeichnet den Abschluß der Nord= und Ostseeabkommen als ein Glied der Kette der allgemeinen Bestrebungen zur Sicherung des Friedens. Insbesondere die kleinen Staaten hätten ein Interesse daran, daß diese Bestrebungen gefördert würden und zu einem wirklichen Ergebnis führten. Seit dem Besuch des deutschen Kaisers in England im Herbst 1907 sei diese Augelegenheit Gegenstand ruhiger diplomatischer Behandlung gewesen, und man gehe nicht fehl, wenn man dem Kaiser Wilhelm ein gut Teil der Ehre zuschreibe, daß diese Bestrebungen des Friedens und der Verständigungspolitik zum Ziele führten. Keine unmittelbar interessierte Macht, auch keine kleine Macht wie Dänemark, hätte diese Forderung erheben können, um so weniger, als die abgeschlossenen Abkommen, vom Gesichtspunkt der Machtpolitik aus betrachtet, in erster Linie für die kleinen, schwachen Staaten von Vorteil seien. Petersburg, 24. April. Alle heute erschienenen Residenzblätter begrüßen die gestern unterzeichneten Verträge über die Ostsee und Nordsee mit sympathischen Artikeln. Die owoja Wremja“ sagt: Indem Rußland den Wünschen Schwedens, wie vorher Norwegens, entgegengekommen sei, sei es von dem natürlichen Wunsche geleitet worden, den Nachbar zu beruhigen, für den es die freundlichen und freundnachbarlichsten Gefühle nähre. Das System der abgeschlossenen Verträge habe, wie das Blatt weiter meint, eher moralische als politische Bedeutung. Rußlands Nachbarstaaten hätten nochmals die feierliche Bestätigung seiner friedlichen Absichten und Bereitschaft erhalten, jedem friedlichen Beginnen entgegenzukommen und es zu unterstützen. Das Blatt „Ruß“ schreibt, jetzt könne man mit Recht sagen, die heikle Frage sei zur beiderseitigen Zufriedenheit gelöst, und es sei Rußland gelungen, Schweden endlich von seinen durchaus friedlichen Absichten zu überzeugen.„Rjetsch“ ist der Ansicht, das mit Schweden erzielte Abkommen werde wahrscheinlich die öffentliche Meinung Schwedens beruhigen. Die„Börsenzeitung“ sagt: Die gestern unterzeichneten Abkommen schafften eine neue und sichere Gewähr für den Frieden Nordeuropas. Was Schweden betreffe, so verbürge ihm das neue, sehr wichtige Abkommen Ruhe und Sicherheit. Die schwedische Gesellschaft könne nun nicht mehr von einer russischen Gefahr sprechen. London, 24. April. Die Unterzeichnung der Nord= und Ostsee=Vereinbarungen wird einstweilen nur von der„Times“ und dem„Daily Graphic“ besprochen. Die„Times“ behält sich das Urteil vor, bis der Wortlaut vorliege. Aus dem Umstand, daß die Unterzeichnung beider gleichzeitig geschehen. sei, schließt sie, daß die Vereinbarungen wesentliche Bestandteile einer einzigen großen Frage bilden, durch deren Regelung die heutigen Staatsmänner eifrig bemüht seien, die Ursachen für einen europäischen Krieg zu verhüten. Daß Belgien, das doch auch eine Nordseemacht sei, nicht zu den Vertragschließenden zähle, erkläre sich wohl daraus, daß sein Bestand schon reichlich durch bestehende Verträge geschützt sei. Der„Daily Graphic“ erblickt in den Vereinbarungen nicht nur eine wertvolle Sicherstellung des Status quo, sondern auch die erste praktische Frucht der englisch=deutschen Annäherung, die während der letzten zwölf Monate erfreuliche Fortschritte gemacht habe. Das Blatt nennt die Vereinbarung ein genaues Gegenstück des Mittelmeer=Abkommens zwischen England, Frankreich und Spanien und hofft, daß diese Verbindung bald so eng und herzlich sein werde, wie die mit Frankreich und Spanien. Die„Westminster Gazette“ erblickt in dem Abschluß der Vereinbarungen eine gute Vorbedeutung für die Erhaltung des Friedens in Nordeuropa und einen willkommenen Beweis der bessern Beziehungen zwischen England und Deutschland. Paris, 24. April. Die meisten Blätter besprechen das Nordsee= und das Ostsee=Abkommen als einen erfreulichen Beweis für die Friedfertigkeit der beteiligten Großmächte. Der„Temps“ schreibt: Die Gesinuung, der die beiden Abkommen entspringen, ist noch deutlicher, als deren Bestimmung, die sie zeigen, daß das Bestreben, durch besondere Vereinbarungen zum mindesten die Wahrscheinlichkeit der Erhaltung des Friedens zu erhöhen, sich verallgemeinert. Die in Berlin und Petersburg unterzeichneten Erklärungen sind Zeichen guten internationalen Willens. Die Einleitung des Schriftstücks betreffend das Nordsee=Abkommen, auf dem die Unterschriften des Herrn v. Schön und des Herrn Jules Cambon nebeneinanderstehen, bekräftigt den gemeinsamen Wunsch Deutschlands und Faankreichs, die zwischen beiden Ländern bestehenden Bande guter Nachbarschaft und Freundschaft zu festigen und dadurch zur Erhaltung des allgemeinen Friedens beizutragen. Mit größerer Zurückhaltung äußert sich das„Journal des Debats“. Wenn man die„Abkommen nach der Bedeutung für die beteiligten Mächte beurteilen wollte, so wäre man geneigt, ihnen große Tragweite beizumessen. In Wirklichkeit haben sie nur den Wert einer Kundgebung guten Willens. Sie haben keinen Wert mehr an dem Tage, wo dieser gute Wille verschwände. In diesem nur begrenzten Maße dürften sie zur Erhaltung des europäischen Friedens beitragen. w Paris, 25. April.(Tel.) Bezüglich der Nord= und Ostsee=Abkommen veröffentlicht der„Petit Parisien“ folgende Erklärung des Ministers Pichon: Die Abkommen betreffend den Status quo in der Ost= und Nordsee, die gestern unterzeichnet wurden und deren Unterzeichnung zweifellos vor wenigen Jahren nicht möglich gewesen wäre, müssen in Aller Augen als eine neue Schutzwehr des Friedeus erscheinen. Sie legen Zeugnis ab für den Wunsch von sieben Mächten, also mehr als der Hälfte Europas, aus ihren Beziehungen jede Gefahr eines Zwistes zu entfernen. Frankreich, das vollständig für die Politik internationaler Abkommen gewonnen ist und diese Abkommen in immer ausgedehnterem Maße wünscht, mußte diesem hervorragenden Friedenswerke seinen Beistand leihen. Deutscbes Reich. Berlin, 24. April. Freisinnige Vereinigung. Der Gesamtvorstand des Wahlvereins der Liberalen, der sich am 22. April abends neu konstituiert hat, beauftragte nach eingehender Besprechung der parteipolitischen Lage den wiedergewählten Parteivorsitzenden Schrader mit Abgabe einer Erklärung an die Parteimitglieder im Lande. Darauf hat der Abgeordnete Schrader an die Organisationen des Wahlvereins der Liberalen eine Zuschrift gerichtet, in der es heißt:„In der Delegiertenversammlung am 22. ds. haben die Herren Dr. Barth, v. Gerlach. Dr. Breitscheid und einige ihrer Gesinnungsgenossen ihren Austritt aus dem verein der Liberalen erklärt. Allgemein wurde der Austritt der genannten Herren aus der Partei sehr bedauert, und unter allgemeinem Beifall wurde dem auch vom Leiter des Parteitages Ausdruck gegeben. Zugleich wurde aber unter der gleichen Zustimmung der Versammlung von ihm hervorgehoben, daß die politische Haltung der Partei dadurch in keiner Weise verändert werde. Die Haltung des Parteitags während dieser und der folgenden Beratungen hat dann auch tatsächlich gezeigt, daß er von dem Geiste des entschiedenen Liberalismus erfüllt war, und daß er in diesem Sinne die Einigkeit des Gesamtliberakismus energisch weiterpflegen will. Wir geben unsern Freunden hiervon mit der Bitte Kenntnis, in ihrem Vertrauen zu der Partei nicht wankend zu werden, vielmehr mit aller Kraft für ihre Organisation und ihre Ziele weiter einzutreten.“ Ausland. = Autwerpen, 24. April. Die Mitglieder des WohltätigkeitsAusschusses sind unter dem Vorsitz des Bürgermeisters heute mittag zusammengetreten, um über den Fall Augusteyns, der gestern schon die Kammer beschäftigt hat, auf die Klage von Patronatsdamen zu befinden. Nach Anhörung Augusteyns' und einer dreistündigen Erörterung wurde beschlossen, ihn seines Amtes zu entheben, ihm einen andern Posten im Zentralbureau als Bureauchef zu geben und ihm einen Tadel zu erteilen. Es wurde ihm jedoch ausdrücklich zugesichert, man werde ihm jede Erleichterung gewähren, damit er sein Mandat als Abgeordneter ausüben könne. Augusteyns erklärte, daß er sich dem Beschluß unterwerfe. = Brüssel, 24. April. Die Kammer hat heute die Beratung über den Antrag Hubin auf Volksabstimmung wegen der Kongofrage fortgesetzt. Woeste bekämpft diesen Antrag, weil er die Achse der öffentlichen Gewalten verschieben, die gesetzgebenden Organe herabsetzen und die Würde des Parlaments verletzen würde. Auch die Verfassung lasse eine direkte Gesetzgebung nicht zu. Nach längerer Verhandlung, worin namentlich Lorand eifrig für und Hymans gegen den Antrag eintreten, wird dieser in namentlicher Abstimmung mit 70 gegen 39 Stimmen bei 5 Enthaltungen obgelehnt. Sodann wurde, als der Autwerpener Beschluß bekannt geworden war, die Augelegenheit Augusteyns nochmals aufgenommen, um in langen, teilweise heftigen Erörterungen nur eine Wiederholung der gestrigen Auftritte zu bringen, wobei es zu einem erregten Zwischenfall zwischen Bandervelde und Delvaux kommt, der Vandervelde Verleumdung vorwieft. Ueber die den Fall Augusteyns betreffende Tagesordnung soll am Mittwoch abgestimmt werden. Die Sitzung schließt mit einer Rede Verhaegens, die warme Worte der Auerkennung für das Kongowerk findet. Wien, 24. April. Der Advokat Rode erhielt von seinem Klienten, dem Attentäter Liczyuski, ein Schreiben, worin Siczynski erklärt,„daß er mit seinem Gewissen im reinen“, und auch sein physisches Befinden„zum ertragen sei“. Ueber die Frage der Delegierung eines außergalizischen Gerichtshofs wird in den nächsten Tagen ein aus Abgeordneten des Ruthenenklubs und Verteidigern zusammengesetztes Komitee in Wien beschließen. □ Tetschen, 25. April.(Tel.) Die gestrige Wiener Schuellzugspost ist hier teilweise ausgeblieben, weil tschechische Postbeamte in Deutsch=Brod den Postbeutel nur bei Anwendung der tschechischen Amtssprache verabfolgen wollten, was die Wiener Beamten ablehnten. w London, 24. April.(Tel.) Bei der heutigen Nachwahl in Manchester=Northwest erhielten Joynson Hicks(Unionist) 5417 Stimmen, der bisherige Vertreter Winston Churchill (lib.) 4988 Stimmen, Irving(Soz.) 376 Stimmen. m London, 25. April.(Tel.) Winston Churchill erklärte in einer Rede, die er gestern im Reformklub hielt, die Wahlniederlage in Manchester sei ein schwerer Schlag und werde für den Freihandel ernste Folgen haben. Wie es heißt, forderte die liberale Partei in Dundee Churchill telegraphisch auf, dort als Kandidat aufzutreten. □ London, 25. April.(Tel.) Die Parlamentswahlen in Manchester erreichten eine Aufregung, die an Aufruhr grenzte. Kraftwagen, welche säumige Wähler herauholten, veranlaßten zahlreiche Unglücksfälle, so daß die Verbandsstätten von Verletzten überfüllt waren. Aus Rheinland und Westkalen. Düsseldorf, 23. April. Heute mittag wurde an einem fünfjährigen Knaben auf der Golzheimer Heide, dem Düsseldorfer Truppenübungsplatz, ein schweres Sittlichkeitsverbrechen verübt. Der Knabe wurde dann durch Messerstiche in die Brust lebensgefährlich verletzt. Der Täter konnte noch nicht entdeckt werden, obwohl eine Kompagnie Infanterie alsbald die Heide absuchte. Düsseldorf, 24. April. Der Gemeinderat von Heerdt=Ober= kassel hatte einstimmig beschlossen, eine einmalige Teuerungszulage für die Lehrerschaft, und zwar 50 M. für die unverheirateten Lehrer und Lehrerinnen und 75 M. für die verheirateten Lehrer zu bewilligen. Die Regierung zu Düsseldorf hat diesem Beschluß ihre Zustimmung versagt, mit der Begründung, daß die durch die Gemeinde=Besoldungsordnung für die Lehrer der Gemeinde Heerdt gewährten Gehälter von der Regierung als durchaus genügend erachtet würden und daß ein Grund zur Bewilligung von Teuerungszulagen für die Lehrerschaft nicht vorhanden sei. Solingen, 22. April. Der Landkreis Solingen wird die Konzession nachsuchen für mehrere Kleiubahnen, die den unteren Kreis Solingen mit dem Solinger Industriebezirk bezw. mit Gemeinden des Landkreises Düsseldorf verbinden sollen. Es handelt sich um das Projekt einer Bahn von Opladen nach LaugenfeldImmigrath mit späterer Fortsetzung nach Hilden und Benrath einerseits und Höhscheid und Obligs anderseits, und weiter um den Plan einer Kleinbahn von Opladen über Bergisch=Neukirchen nach Burscheid. Trier, 23. April. In Riol sind zwei erwachsene Personen an Genickstarre gestorden. Vier Kinder sind erkrankt. Die dort auf Urlaub weilenden Militärpersonen wurden telegraphisch zurückberufen. Trier, 23. April. Heute morgen ist der Prälat Enders im Alter von 80 Jahren gestorben. Der Verstorbene war einer der einflußreichsten Geistlichen der Diözese. Er war Konviktdirektor und Regens des Priesterseminars. Aus Hachen und Umgebung. Nachen, 25. April. Vom Schösfengericht. Eine für die Einwohner von Kohlscheid wichtige Entscheidung, die auch weitere Kreise interessieren dürfte, hat das hiesige Schöffengericht in einer der letzten Sitzungen getroffen. Ein Metzgermeister von Kohlscheid war von der dortigen Polizeiverwaltung mit einem Strafmandat bedacht worden, weil er es unterlassen hatte, vor seinem Hause die Straßenrinne zu reinigen. Die Verpflichtung zu einer solchen Reinigung wurde auf Grund der für Kohlscheid erlassenen Polizeiverordnung vom 20. Januar 1903 behauptet. Der Metzgermeister beantragte gegen diese Verfügung richterliche Entscheidung und bestritt in der Hauptverhandlung vom 23. April d. J. die Rechtsgültigkeit der angezogenen Polizeiverordnung, da durch eine Polizeiverordnung eine Verpflichtung von Privatpersonen zur Reinigung öffentlicher Straßen nicht begründet werden könne. Dieser Auffassung schloß sich das Schöffengericht an, indem es in Uebereinstimmung mit der seit längerer Zeit vom Kammergericht vertretenen Ansicht sich auf den Standpunkt stellte, daß es grundsätzlich Sache der Gemeinden sei, die öffentlichen Straßen zu reinigen, daß insbesondere eine Polizeiverordnung dazu nicht verpflichten könne, daß die Polizei lediglich eine bereits bestehende Verpflichtung regeln und Zuwiderhandlungen unter Strafe stellen Euns.„Da gun aber eine etwa auf Observanz oder einem sonstigen Rechtstitel beruhende Verpflichtung der Anwohner zum Reinigen der Straße, wie sie z. B. für die Stadt Nachen wiederholt vom Gericht anerkannt worden sei, für die Gemeinde Kohlscheid nicht bestehe, müsse der Angeklagte freigesprochen werden. C) Von dem„Marianischen Mädchenschutzverein“ in Gachen, Zweigverein des katholischen internationalen Mädchenschutzvereins, wied uns geschrieben: Der katholische internationale Mädchenschutzverein, von dem auch in Nachen ein Zweigverein besteht, hat vor kurzem eine ganz besondere, allerhöchste Anerkennung gefunden, die geeignet ist, das Interesse für den Verein aufs wärmste zu beleden. Am 9. April d. J. wurde eine Abordnung des Vereins vom hl. Vater in Audienz empfangen, wobei der hl. Voter sich in den höchsten Lobsprüchen über die Bedeutung desselben erging.„Euer Werk— sprach Pins X.— ist ein wahrhaft apostolisches. Ihr kennt das Wort der hl. Schrift, daß Gott einem Jeden die Sorge um den Nächsten übertragen habe, und ihr kommt dieser Verpflichtung in hervorragender Weise nach. Ihr habt enerem Eiser den Mädchenschutz zur Aufgabe gemacht, und Gott weiß von wie vielen Gefahren die weibliche Jugend heutzutage umgeben ist: Gefahren des Leibes und der Seele! Gott weiß, wie unentbehrlich euere Hingabe und Wachsamkeit ihr ist! Fürwahr ein herrliches und heiliges Werk.“ Unter Hinweis auf die Wirksamkeit des Vereins fährt der hl. Vater fort:„Daraus könnt ihr ersehen, wie groß erst euer Lohn sein wird, da ihr euch nicht darauf beschränkt, den Mädchen materielle Unterstützungen zu verschaffen, sondern gleichzeitig auch ihre Seelen rettet. Dadurch sichert ihr auch enere eigene Rettung. Eine Seele hast du gerettet, die eigene hast du zum Leben vorherbestimmt.“ Diese herrliche und lobende Empfehlung des katholischen Mädchenschutzvereins wird auch die Mitglieder des Zweigvereins in Nachen gewiß mit großer Freude erfüllen und in ihnen neue Begeisterung am Werke des Mädchenschutzes wachrufen. Ein kurzer Bericht über die Tätigkeit des Nachener Vereins im abgelaufenen Jahre dürfte weitere Kreise interessieren. Der ausführliche Rechenschaftsbericht wurde in der am 30. März im Auskunstsbureau des Vereins(Harskampstr. 40) stattfindenden jährlichen Mitgliederversammlung vorgetragen. Die Vereinstätigkeit, welche sich in den Dienst der hilfsbedürftigen weiblichen Jugend stellt, kam bei der sog. Bahnhofsmission, die aus Mangel an verfügbaren Kräften nicht ständig eingerichtet ist, sondern nur nach Bedürfnis eintritt, 372 weiblichen Personen zu gute. Kranke und auf Abwege geratene Mädchen wurden mit Hilfsmitteln versehen, um in die Heimat zu reisen, oder auf Vereinskosten hier kürzere oder längere Zeit untergebracht, einzelne dem Fürsorgeverein überwiesen. Wiederholt wurde das Auskunftsburean des Vereins telegraphisch ersucht, ankommende Mädchen morgens früh und abends spät an der Bahn in Empfang zu nehmen und unterzubringen. Bahnbeamte und Polizeibeamte nahmen wiederholt die Hilfe des Mädchenschutzvereins in Anspruch. Im Interesse des Mädchenschutzes wurden zahlreiche schriftliche Anfragen im Bureau erledigt. In vereinzelten Fällen hat der Verein auch Stellen vermittelt. Dank den Mitgliedern, die dem Verein teils von früher her treu geblieben, teils im abgelaufenen Jahre beigetreten sind, ist es gelungen, den Anforderungen, die an den Verein gestellt wurden, gerecht zu werden. Soll der Wunsch des Vorstandes verwirklicht werden, daß die Tätigkeit des Mädchenschutzvereins noch weiter und wirksamer gefördert werde, dann bedarf es noch reicherer Mittel, deren Mangel dem Verein bisher Beschränkung in seiner Wirksamkeit auferlegte. Der kurze Bericht des Nachener Mädchenschutzweigvereins, im Anschluß an die Empfehlung des internationalen Vereins durch den hl. Vater, wird gewiß mancher Frau den Wunsch nahelegen, an diesem edlen, segens= und verdienstreichen Werke nach Kräften in Zukunft mitzuwirken. Handelsnacbrichten. Hamburg, 24. April. 6 Uhr. Kasser ruhig, Mai 31 1/4, September 31%, Dezember 32.00, März 32¼ G.— Robzucker willig, April 24.00, Mai 24,10, August 24,15, Oktober 21,70, Dez. 21,15, März 21,45. Bremen, 24. April. Baumwolle. Fully midbling Gulf 52¼ (zuletzt 52). Amsterdam, 24. April. RAbsl 42½, Mai 41 3/8. Sept.=Dez. 38,00 fl.— Kassee. Java vorr. 37.00, Sautos Mai 18½, Juli 18 5/8, September 18 5/8, Dezember 18¾, März 18 1/0.— Zinn Bauca 88½, Juni 87⅝, Straits 87½, Juli 86½ fl. Katierpen, 24. April. Petreleum beh., 22.00, Mai 22⅞, Sept. 22¼.— Deutscher La Blaia=Kammzug ruhig.(Vertrag 1) Mai 4,40, Sept. 4,20. Autwerven. 24. April. Schmalz fest, April 100½, Mai 100¾, Juli 102,00, Sept. 103.00.— Terpeniinöl flau, 86,00, Mai 86,00, franz. 00.00, span. 85½.— Kassee ruhig, April 37,.00, Mai 37,00, Juli 37½, Sept. 37%. Paris, 24. April. 3½ Uhr. Leinsl stetig, April 53.25, Sept.= Dez. 53,25. Haure, 24. April. 3 Uhr. Kassee ruhig, April 41½, Juli 00, Sept. 40%, Dez. 40%, März 40½.— Wolle ruhig, April 128,50, Dez. 130.50. London, 24. April..50 Uhr. Platzsilber 24 1/16. Kupfer matt, Tagesumsatz 900 Tonnen, 58 Lstrl., 3 Mi. 58 Ostrl. 108, Makler=Schlußpreis 57 Lstrl. 176 60 bis 58 Lstrl. 108, best selecied 61 Lstrl. 155, elektrolytisches 60 Lstrl., zweiter Hand strong sheels 75 Lstrl.— Zinu ruhig, Tagesumsatz 200 Tonnen, Straiis 145 Lstrl., 3 Mt. 143 Istrl. 15s, englisches 146 Ostrl.— Blei ruhig, span. 13 Lstrl. 78 6d, engl. 13 Lstil. 158.— Zinl ruhig, gewöhnliche Marken 21 Lstrl. 5s, Juli 00 Lstrl., bessere Marken 21 Lurl. 178 6d, gewalztes deutsches 25 Ostrl. Schott. Eisen=Warrants matt, 56s 6d. Liverpool, 24. April. 4 Uhr nachm. Gaumwolle. Tagesumsatz 5000 Ballen, davon 4700 Ballen amerikanische. In amerikau. Baumwolle Geschäft ruhig bei willigern Preisen. Fully good Oomra 4 19/33. Fine Beugal 3 22/3. Good fair Tinnivelly 4/### Middl. amerikanische 5,31(letzter Schlußpreis.32), April=Mai 4,85(4,81), Mai=Juni 4,85½(4,81½), Juni=Juli.85(.81), Juli=August 4,84(4,80), August=September 4,78½(4,74½:), Sept.= Oktober 4,72½(4,67½), Oktober=November 4,67(4,62½), Nov.= Dezember.64½(.60), Dezember=Januar 4,64(4,59½), JanuarFebruar 4,63½(4,59), Februar=März 0,00(.00).— Getreide. Weizen kaum stetig, Redwinter Mai 78 4d(letzter Schlußpreis 75 4½4). Juli 78 5½d(7s 4½d). Mais ruhig, bunter amerikan. Mai bs 8½0(5s%/d), Juli nominell(nominell). Glasgow, 24. April. 3 Uhr. Roheisen. Warrants Middlesbrough III, Kassa 51e 71/0, 1 Monat 49s 101/d. Stetig.(Schluß) 518 5d. Fest. Waigen Dla e. Juli...: September Dezember 3. 4. 24. 4. Mebl(spriog vhest dl.) Kupfer niedrigst. Preis höchster Preis niedrigst Breis höchster Preis niedrigst. Breis döchster Peeis n eisen efel .20 410 1338 1339 13831287 31 87 3170 32 12 31 90 1735 1709 18 25 1759 402 40 .55 455 35 55 455 98. 97! 89•4 88:: 85 Kallee Aprik.... " Mai... " Zen:.: 529 8 20 sle. : Juli.... 575 575 Kink.....:.:. " S ptember, 5 85 5.85 Ehleage Schluspreise : Robenber:.90.90 Gelzen Mal Jannar... 5 95.95. Juli " Rio Nr.7 vorr, 6 S„ September, 85% 84“ New=York, 24. April. Weizen eröffnete schwach, für Juli 1e niedriger. Eine im Zusammenhang mit geringeren Ankünften im Innern und lebhafterer Ausfuhrnachfrage steheude leichte Erholung erwies sich nicht von Bestand, die Preise gaben vielmehr bei Schluß auf allgemeine Glattstellungen weiter nach. Maiware konnte jedoch auf Unternehmungen starker Hände eine Besserung um 1sc durchsetzen, wogegen die anderen Preise teils unverändert, teils 7/20 schwächer waren.— Kaffee zeigte zunächst eine schwächere Haltung, war jedoch später gebessert auf die geringen brasilischen Zufuhren und gute Kauflust der Einfuhrhändler. Schluß stetig bei überwiegend unveränderten Preisen, nur Mailieferung war 5 Punkte höher. Chicago, 24. April. Weizen. Nach der gestrigen starken Aufwärtsbewegung erfolgte heute ein Rückschlag, zu dem auch die Zahlungseinstellung der T. A. Mac Jntyre Compauy das ihrige beitrug. Juliware setzte 1¼ bis 1/0 niedriger ein, Glattstellungen und Blanko=Abgaben der Wallstreet=Spekulation drückten weiter auf die Preise, doch machte sich eine gewisse Widerstandsfähigkeit bemerkbar, da die Ausweise über die Ankünfte im Nordwesten sowie in Minneapolis niedrigere Ziffern brachten. Eine merkliche Besserung der Preise stellte sich jedoch nicht ein; die Abwärtsbewegung machte vielmehr weitere Fortschritte, da der Bericht des Modern Miller die rückläufige Bewegung begünstigte und allgemeine Glattstellungen stattfanden. Schluß unregelmäßig 1 bis 1⅜e niebriger.— auregelmäßig, Hören Sie auf den Rat erfahrener Hausfrauen und verwenden Sie für die Zubereitung von Kuchen, Puddings, Suppen, Saucen etc. nur 89887 Unentbehrliches Verfeinerungs- und Bindemittel. In den meisten Kolonialwaren- und Drogenhandlungen zu haben. Neue Moden. Paris.— Es gibt in Paris für den Modekundigen und Modestudierenden zweierlei Saisons: die Zeit des Einkaufes, in der man die neuen„Creations“ auf„Mannequins“ in den verschwiegenen Salons der großen Modeateliers an sich vorüberziehen läßt und etwa sechs Wochen später die Zeit des Schauens und Genießens. Denn dann sind die schönen 6 Moderne Sommerhüte:„Charlotten“ 8 TüN mit Bandaufputz.— Fig. 1. Aud Tuu ant Wnr.. Fig 2. Strohhut mit Blumenschmua. Toiletten und die originellen Hüte dem Licht der fröhlichen Frühljahrssonne erstanden; unn erst kann man das Modebild überschauen, wenn die reizvollen Schöpfungen den zeeigneten Rahmen für ihre graziösen Eigentümerinnen bilden. Es ist ein buntes Bild, das sich uns da bietet, aber ein durchaus harmonisches, künstlerisch befriedigendes. Unter den Farbentönen kehrt immer, sowohl an den Hüten, als an den Mänteln und auch an den Kleidern das ganz eigenartige grünliche Blau wieder, das sie hier„Elektrik“ nennen, das der Berliner aber schon nach seinem Lieblingsbilde dem„Blue boy“ Gainsborough=Blau taufte. Wie schlank erscheinen die Damen in ihren weichfließenden Gewändern; es klingt ganz glaubhaft, wenn man uns zuflüstert, daß die ganze Unterkleidung außer dem unvermeidlichen Korsett in einem eng anliegenden Seidentrikot bestehe. Um die Schmiegsamkeit des Gewandes noch zu erhöhen, Fig. 3. Elegante Toilette mit breitem verzichtet die Modedame Seidengürtel. selbst auf das ihr bisher unentbehrliche Taffetfutterkleid und setzt an dessen Stelle ein solches aus weichem Libertysatin. Die Modelinie ist heute wirklich schön, denn sie gibt der weiblichen Gestalt das beste Relief; sie zeigt nirgends einen Auswuchs, wo er nicht hingehört, läßt dagegen die Schulterund Hüftlinie in reiner Schönheit wirken(Fig. 3) und erhöht durch leichte Drapierung den Reiz der reichen Faltengebung. Wir können nur wünschen, daß Frau Mode sich recht lange in der Variation dieser künstlerischen Gestaltung gefallen möge. Während die Gewebe für diese eleganten Toiletten einfarbig gehalten sind, zeigen Kostüme,„Tailormades" und einfachere Kleider vielfach karierte Stoffe und zwar neuerdings große Karrees wie Fig. 4 oder karrierten Besatz wie Fig. 5. Und nun zu den Hüten. Das ist ein heikles Thema, denn beschreiben lassen sich diese Phantasiegebilde kaum, auch in der Hand gehalten und nach allen Seiten gedreht sagen sie uns wenig. Sie gewinnen erst Leben Fig. 4. Einf. Kleid m. Bordüren auf dem reichfrisierten Köpfchen; besetzt. Faltenrock u. Bluse. wie sie sich da dem Frisurenaufbau auschmiegen, um das Gleichgewicht zwischen dem hohen Huttopf, der verschieden Die junge Witwe. Kriminal=Roman von A. Groner. 42(Nachdruck verboten.) In weniger als drei Stunden war die Beweisaufnahme abgeschlossen, denn von all den Beweisen, die gegen ihn vorlagen, bestritt Rank nicht einen einzigen. Er lächelte nur zuweilen schmerzlich, und wenn sein Verteidiger das Wort ergriff, wurde er unruhig und warf ihm warnende Blicke zu. Kein Mensch verstand, was zwischen den beiden war, aber jeder verstand, daß dem Verteidiger die Zunge gebunden sei. Noch einmal über den Mann im Gummimantel befragt, sagte Rank kurz, er wisse nichts, gar nichts über diesen auszusagen. Ueber die Frauensperson befragt, welche er nach Hamburg begleitet hatte, weigerte er sich entschieden, den Namen zu nennen. Daß sie nicht wußte, woher ich das Geld nahm, das sie zur Reise brauchte, hat ja dieser Herr erhorcht, gab er ruhig an, indem er auf Breuner wies, der darüber schon ausgesagt hatte. Warum haben Sie es geleugnet, das Sie am 24. März in Brünn waren? fragte der Präsident. Er schwieg. Das war Antwort genug— eine ihn sehr belastende Antwort, denn sie kam fast einem Geständuis gleich. Die Brieftasche, welche zweifellos Eigentum Lauskys gewesen war, blieb zudem die gewaltigste Zeugin für seine Schuld. Dieser Zeugenschaft versuchte er auch gar nichts entgegenzusetzen. Klinger hatte sich während der ganzen Verhandlung recht merkwürdig benommen. Er war nicht mehr so blaß wie bei seinem Eintritt in den Saal. Ganz im Gegenteile färbte später eine tiefe Röte sein hübsches Gesicht. Aber man merkte, daß er am Schlusse seine Rede ohne Vertrauen in ihre Wirkung begann. Leise, zaghaft, unsicher hob er zu sprechen an. Man war sehr enttäuscht. Man hatte einen glänzenden Redner erwartet, man hatte gehört, daß Klinger in den freilich noch wenigen Prozessen, in denen er als Verteidiger fungiert, außerordentlich schneidig aufgetreten, und daß er seinen Klienten ein tüchtiger Helfer gewesen sei. Und hier gab er sich so matt und unbeholfen, breiten Krempe und dem Kopfe selbst herzustellen, das ist höchste Putzmacherinnenkunst. Es ist übrigens merkwürdig, wie schnell man sich nach der lang andauernden Aera der niedrigen Hutköpfe wieder an die hohen gewöhnt hat (Fig.). Und sie steigen täglich mehr in die Höhe; da sie dabei ziemlich breit gebaut sind, so erfordert solch Hutkopf schon eine geschickte Garnitur, soll er kleidsam wirken, besonders da die Krempen oft unverhältnismäßig schmal sind. Ein breites, leicht faltig um den Kopf gewickeltes Band, ein seitlich hochstrebender Blumenstrauß bilden häufig die einzige Garnitur. Die lange üblichen Untergarnituren, ja sogar die nnentbehrlich scheinenden Bügel fallen jetzt fort, desto mehr muß die Frisur mit Locken und Bauschen eintreten. Das tut sie denn auch redlich; mit eigenem und wohl noch mehr mit fremdem Haar wird ein Gebände aufgerichtet, das dem der Rokokozeit nur in der Höhe nachsteht, in der Breite die Rokokofrisur wohl noch übertrifft. Der alte Wahlspruch der Mode„Erlaubt ist, was gefällt“ wird hier wieder zum „Wahrspruch"; jüngere wie ältere Gesichter umrahmt dieser Lockenwall gleich kleidsam. Die Friseure sorgen in ihren Auslagen sehr wohl dafür, daß sich niemand der Illusion hingebe, eine solche Modefrisur sei völlig echt; denn all die Löckchen und Puffen erscheinen zierlich frisiert für sich bestehend dort aufgebaut. Die neueste Frisur zeigt zwischen dem Lockengewirr flach um den Hinterkopf gelegt Fig. 5. Jackenkostüm mit kariertemeinen prächtigen Zopf; auch esag. dieser wird in den seltensten vom eigenen Haarschmuck bestritten werden können. Den größten Erfolg hat die Hutform„Charlotte“ zu verzeichnen. Siehe Fig. 1 und 2. Alt und Jung trägt dieses häubcheuartige Gebilde: in Stroh, in Stoff, in Spitzen oder Tüll, immer wieder kehrt die Form, die an und für sich recht plump erscheint, mit ihrem riesigen Puffenkopf, und doch so eigenartig pikant kleidet. Die Freude an der Rüschenumrahmung des Gesichts läßt sich überall erkennen, denn auch glatte Hutformen, unter denen die Glocke keinesfalls die letzte Stelle einnimmt, erhalten weiße Linon= oder Spitzenrüschen eingeheftet. Die größte Neuheit für Hüte sind die mit abstechend farbigem, meistens weißem Stroh gefütterten Krempen. Ebenso wie die Modedarstellungen ist auch der Teewärmer, Abb. 6, der beliebten„Lipperheidesche Modewelt“ (Berlin W 35) entnommen. Jetzt, wo warme Frühlingstage locken, Frühstück und Vesper auf der Veranda oder im Garten einzunehmen, wird diese Vorlage mit ihrer schnellfördernden Stickerei willkommen sein. G. B. Fig. 6. Teewärmer mit Kurbelstickerei. Soll unser Sohn einen technischen Beruf ergreifen? Wohl mancher Familienvater, dessen Sohn zu Ostern die Volksschule verläßt, wird vor die schwierige Frage gestellt: „Was soll unser Sohn werden?" Der Reihe nach geht man wohl fast alle Berufe durch, das Für und Wider sorgfältig abwägend. Allzu leicht läßt man sich dabei vom äußeren Scheine blenden. Da erscheint vielen die gewaltig aufstrebende Industrie mit ihren stets wachsenden Fabrikationsgebieten ein dankbares Feld zu sein. Der Industrie= beamte sollte dabei doch eine große Rolle spielen! Leider ist bei unserem Streben nach möglichst theoretischer Ausbildung die Handarbeit im Gegensatz zur Kopfarbeit in den Augen vieler, nicht richtig urteilender Menschen, minderwertiger Art. Nicht in die Werkstatt, sondern lieber auf ein Bureau möchte man den Sohn schicken. Der romantische Beigeschmack der Industrie, die Hoffnung auf Erschließung goldener Berge haben bisher eine Unmasse vonLeuten auf dieses Gebiet gelenkt und eine derartige Ueberproduktion erzeugt, daß diese wahrhaft erschreckend ist. Zum Beweise mögen folgende statistische Angaben dienen: Während bei den Theologie=Studierenden in den letzten 15 Jahren eine Abnahme von fast 50 Proz., bei den Medizinern um etwa 25 Proz. eingetreten, ist bei den Juristen zunächst ein Anwachsen um fast 80 Proz. in 15 Jahren zu verzeichnen. In viel höherem Maße ist dies bei den Technikern der Fall. Die technischen Hochschulen haben sich von 1891 so nach Worten suchend, wo sein Herz allein schon gegen alle Schwächen der Anklage siegreiche Waffen hätte finden sollen? Das also war die künftige forensische Berühmtheit, die sich unter dem Vorgeben, einem Freunde nützen zu wollen, hier eingedrängt hatte? Die Juristen im Saale sahen einander spöttisch lächelnd an. Die Geschworenen blieben kühl bis ans Herz hinau. Schließlich ging ein Murmeln der Verwunderung durch den Saal. Es geschah, als der Verteidiger sagte: Hoher Gerichtshof! Meine Herren Geschworenen! Ich fühle, daß ich den Platz, auf welchem ich stehe, niemals hätte einnehmen sollen, denn ich kann auf ihm nicht leisten, was zu leisten meine garze Seele verlangt— ich kann den Freund nicht retten. Und zwar— so glaube ich in dieser Stunde im tiefsten Herzen— kann ich ihn nur deshalb nicht retten, weil ich sein Vertrauen nicht mehr besitze, weil irgend ein Geheimnis, ein schreckliches Geheimnis zwischen uns steht, weil er, von irgend einer unseligen Idee beherrscht, auch mir nicht die Möglichkeit bietet, das Netz der Schuldbeweise zu zerreißen und seine Richter davon zu überzeugen, daß jene, trotz allen Scheines der Echtheit, doch nichts als Scheinbeweise sind. Und weil er nicht gerettet sein will, kann ich nichts tun, als seinen ausgesprochenen Wunsch zu erfüllen und bitten, daß das Urteil rasch erfolgen möge. Klingers Stimme war zum Schlusse heiser geworden, und als er sich gesetzt hatte, mußte er sich den Schweiß von der Stirne wischen. Mir scheint, wir tun dem Prager Kollegen unrecht, wenn wir seine gerühmten Fähigkeiten bezweifeln, sagte einer der Advokaten, welche der Verhandlung beiwohnten. Mir scheint, der weiß sehr gut, was er will. Der will die Geschworenen verwirren. Er will auch durch sein eigenes Benehmen den Eindruck hervorrufen, als ob da nicht alles so klipp und klar sei, wie es doch wirklich ist. Die zwei spielen nicht übel zusammen. Jedenfalls hat Klinger sich und dem Rank die Rolle nachgeschrieben. Kein übler Trick, wenn man gar nicht mehr aus und ein weiß. Man kann sich ihn merken. Auf diesen Herrn hatte also Klingers Redeschluß keinen ungünstigen Eindruck gemacht. Trotzdem zweifelte niemand an dem Urteil. bis 1906 von 5333 auf 15793 Studierende, d. h. um fast 200 Proz. in 15 Jahren, vermehrt.— Der Besuch der 22 staatlichen Baugewerkschulen in Preußen hat sich von 1903 bis 1904 von 4251 auf 5077, also in nur einem Jahre um fast 20 Proz. gesteigert(auf 15 Jahre umgerechnet um 300 Proz.).— Die staatlich und städtisch unterstützten Fachschulen für die Metallindustrie ergaben von 1891 bis 1906 einen Zuwachs von 755 auf 3132 Schüler, also um 300 Proz. Zu beachten ist, daß dieser Zuwachs von Anwärtern höherer und mittlerer Techniker in gar keinem richtigen Verhältuis zum Wachstum der Industrie steht: Der deutsche Außenhandel hat sich in den Jahren 1890—1905, und zwar Ausfuhr und Einfuhr gleichmäßig, um 72 Proz. in 15 Jahren, die Roheisenerzeugung gleichzeitig um 130 Proz. und die Kohlenförderung um 65 Proz. vermehrt. Der Zuwachs der Techniker ist also bedeutend stärker als das Wachstum der Industrie und der verfügbaren Stellen. Zudem wächst infolge der Vergrößerung der Produktion die Zahl der Beamten nicht in demselben Verhältnisse. Es werden also, wie ersichtlich, von Jahr zu Jahr über den Bedarf hinaus technische Arbeitskräfte ausgebildet. Der Gesamtbesuch sämtlicher technischen Schulen Deutschlands beläuft sich auf 50 000 Schüler im Jahre, durch Abgang der Examen werden jährlich 14000 verfügbare Kräfte srei. Gegenwärtig schätzt man die Zahl der technischen Beamten der Industrie auf—400 000. Eine bedauerliche Folge dieser Ueberproduktion an Technikern ist natürlich eine, trotz der Verteuerung der Lebensverhältnisse, stetige Verminderung der Gehälter. Denn auch hier gilt das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Durch eine zahllose, über das Bedürfnis hinaus gehende Neugründung von technischen Schulen aller Art wird durch Vermehrung der Bildungsmöglichkeit für eine „Verbilligung der technischen Arbeitskräfte" von seiten der Industriellen und der Unternehmer in ausgiebiger Weise gesorgt. Vom Standpunkte der Industriellen mag das wohl vorteilhaft erscheinen, für die Beamten aber bedeutet dies eine schwere wirtschaftliche Schädigung. Aber auch die nationale Industrie selbst leidet darnnter. Die überschüssigen Kräfte shaben keinen anderen Ausweg, als ins Ausland zu gehen. Dort gestalten sie die Weltmarktslage für unsere heimische Industrie immer schwieriger und unzugänglicher. Nur für einzelne durchaus hoch befähigte, aber sehr dünn gesäte technische Angestellten von ausgezeichneter Vorbildung und Erfahrung finden sich lohnende Stellen; die meisten Techniker bleiben zeitlebens in untergeordneter, unselbständiger Stellung und werden demgemäß auch schlecht entlohnt. Sehr viele sind für immer an das Reißbrett des Bureaus mit seiner ungesunden Beschäftigung gebunden und verdienen meist bedeutend weniger als tüchtige Intelligenzarbeiter ihrer Firma. Es werden je nach Vorbildung Aufangsgehälter von 100, 80, 60, ja bis zu 30 M. monatlich gezahlt, die Aufbesserung ist gering und deshalb ein öfterer Stellenwechsel notwendig. Das Durchschnittseinkommen des Technikers beträgt etwa 1700 M. im Jahre. Bei dem Gefühl der steten Abhängigkeit und Unsicherheit der Stellung ist der Technikerstand angesichts der teuren Lebenslage durchaus kein begehrenswerter. Zu verlockend klingen die Hoffnungen, die jungen Leuten des öfteren gemacht werden, daß sie ohne Militärzeugnis mit einfacher Volksschulbildung nach dem Besuche einiger Vorkurse, eine Art technische Mittelschule besuchen und Techniker oder gar Ingenieure werden können. Sie haben einen harten Kampf vor sich. Sie treffen später mit meist viel besser theoretisch ausgebildeten Leuten zusammen; ja selbst akademische Techniker treten mit ihnen infolge der Berufsüberfüllung in den Wettbewerb. Das Ergreifen eines technischen Berufes ist für Mindervorgebildete also in jedem Falle zu verwerfen, der Bedarf ist für Jahrzehnte hinaus völlig gedeckt. Es ist eine moralische Pflicht, den Eltern hoffnungsreicher Söhne mit vorstehenden Aufklärungen an Hand zu gehen, um sie so vor bitteren Enttäuschungen zu bewahren. Ausführliches finden Interessenten über die Aussichten des technischen Berufes in der Broschüre des Dipl.=Ing. Stiehl, Berlin, die vom Bund der technischen und industriellen Beamten, Berlin 52, SW., Werftstraße 20p, herausgegeben und kostenfrei versandt wird. Vermischtes. Zusammenkunft der Venus mit einem hellen Fixstern. An den Abenden des 25. und 26. April wird sich der Planet Venus nahe südlich von dem Fixsterne zweiter Größe Beta des„Stier“ befinden, sein Abstand beträgt nur vier Vollmondbreiten. Die größte Annäherung findet am 26. April um 7 Uhr morgens statt, bei der Venus°59“, südlich von Beta„Stier" steht; beide Gestirne weilen zu dieser Zeit aber unter dem Horizont. Besonders anziehend gestaltet sich der Anblick noch dadurch, daß der Planet Mars, der am 4. April mit Venus in naher Konjunktion war, sich immer noch in geringer scheinbarer Entfernung südöstlich von ihr aufhält. Radium aus den Kreuznacher Solquellen. Vor einiger Zeit brachten die Zeitungen kurze Mitteilungen über die Radiumfunde in Kreuznach und die daselbst geplante großartige therapeutische Verwertung. In der letzten Woche sind nun in der Stadtverordnetenversammlung einstimmig die Mittel bewilligt worden, die zur Vergrößerung der bereits auf der dortigen Saline vorhandenen Einrichtungen zur Gewinnung von Radiumsalzen erforderlich sind. Zu dem Zwecke wird der eine Flügel## Siedereigebäudes der Saline Theodorshalle in entsprechender Wei, ausgebaut und mit den nötigen Apparaten versehen, so daß:“ Saline in der Lage sein wird, alljährlich das gesamte vorhandenRohmaterial auf hochradioaktive Salze zu verarbeiten. Interessan Angaben einer wissenschaftlichen Abhandlung über die Geschichte und Bedeutung dieser Funde von Dr. Aschoff(Kreuznach), dessen unermüdlicher Tätigkeit die jetzigen Erfolge zu verdanken sind:„Schon in einer im Jahre 1897 schienenen Schrift über Bad Kreuznach teilte Geheimrat Prieger, der Begründer des Weltrufes des Bades, mit, daß durch Anwendung des Mineralschlammes der Kreuznacher quellen in der Form von Kataplasmeu bei Knochen= und Gelenk, tuberkulose vorzügliche Erfolge erzielt habe. Später scheint die therapeutische Verwendung dieses Sinters in Vergessenheit geraten zu sein, da man wohl annahm, daß dem nach den damaligen Untersuchungen zur Hauptsache aus Eisenoxyd und den Karbonaten der alkalischen Erden bestehenden Quellsinter eine besondere Heil, kraft nicht zukäme und die von Prieger erzielten Erfolge den in Sinter enthaltenen Soleresten zuzuschreiben wären. Heute haben uns die Untersuchungen über die Radioaktivität der Heilquellen neue Gesichtspunkte in dieser Hinsicht eröffnet; sie haben u gezeigt, daß unsere Heilquellen noch mancherlei Substanzen enthalten, die wir bisher nicht gekannt haben, Substanzen von höchst wunderbaren Eigenschaften, die vielleicht zu ganz neuen Erklärungen über die Heilwirkungen der Mineralquellen führen. Richt nur in den Uranerzen, die hauptsächlich in Joachimsthal in Böhmen gefördert werden, kommen diese merkwürdigen Substanzen vor, si# scheinen überall im Erdinnern, wenn auch nur in kleinen Mengen. verbreitet zu sein; enthalten doch zahlreiche an den verschiedensten Orten zutage tretende Mineralquellen radivaktive Emanation, diesen wunderbaren gasförmigen Stoff, der von den radioaktiven Substanzen ausgeht. Ja, einzelne Mineralquellen bringen außer dieser gasförmigen Emanation auch die radioaktiven Sutstanzen selbst aus dem Innern der Erde mit hervor. Elster und Geitel in Wolfenbüttel, die bekannten Forscher auf dem Gebiete der Radioaktivität, haben dies beispielsweise in BadenBaden und Nauheim festgestellt. Aber kaum ein Quellengebiet dürfte in dieser Richtung bis heute so gründlich durchforscht sein wie das der Kreuznacher Solquellen. Bereits im Jahre 1904 gelang es mir, aus dem Sinter einiger der Kreuznacher Solquellen Baryumverbindungen zu isolieren, die ganz außerordentlich stark radioaktiv waren, wie Elster und Geitel damals auf meine Veranlassung bestätigten. Eine genaue Prüfung der Quellen unseres Quellgebietes schloß sich an diese Beobachtung an; die Sinter der sämtlichen Quellen erwiesen sich als zum Teil ganz außerordentlich radioaktiv.“ Dr. Aschoff gibt dann eine Uebersicht über die durch Sinterproben im Elektroskop nach Elster und Geitel bewirkte Elektrizitätszerstrenung als Maß für die Stärke der Radioaktivität, die sich so als eine außerordentlich hohe herausstellte. Es gelang bei den weiteren Untersuchungen sogar, aus dem radioaktiven Quellbaryt einen hochradivaktiven Baryr zu gewinnen, der die Abklingkurve des reinen Radiums gab. Ferner wurden Substanzen gewonnen, die die charakteristischen Eigenschaften des Radiothors und Aktiniums zeigten; das letztere bleibt anscheinend zum größten Teil im Solwasser gelöst und erzeugt immer auft neue die radioaktive Emanation. Dr. Aschoff schließt mit folgenden Worten:„Es lag'nun nahe, mit diesen stark radiumhaltigen Salzen therapentische Versuche anzustellen. Zu diesem Zwecke wurden aus ihnen Salben usw. präpariert, mit denen tatsächlich sehr günstige Beeinflussungen bei Hautkrankheiten, Drüsenschwellungen u. dergl. erzielt werden konnten. Ausgezeichnete Erfolge, die inzwischen in Jnachimstal durch den Gebrauch der dortigen radioaktiven Grubenwässer zu Badekuren bei rheumatischen Erkrankungen erzielt worden sind, veranlaßten mich weiterhin, zu versuchen, unsere an sich schon stark aktive Sole durch geeignete Vorrichtungen mit möglichst großen Mengen radioaktiver Emanation zu beladen, um so starke Emanationsbäder herzustellen. Zu diesem Zweck muß die Sole mit den aus unseren Quellen isolierten radioaktiven Substanzen eine bestimmte Zeit in Berührung gebracht werden, wobei sie die von ihnen ausgestrahlte Emanation aufnimmt. Nachdem meine Vorversuche nach dieser Richtung günstig ausgefallen waren, konstruierte der Direktor der Saline, Oberingenieur Neumann, große geeignete Apparate, die zur Herstellung solcher Emanationsbäder dienen. Solche Apparate sind heute bereits im Kurhaus und in den hiesigen Krankenhäusern aufgestellt und ermöglichen die tägliche Abgabe von Radium=Emana= tionsbädern, die mit zwei Millionen Emauationseinheiten beladen Eine neue Methode drahtloser Telephonie ist in Paris durch eine Reihe interessanter Experimente erprobt worden. Der amerikanische Elektriker Lee de Forest, dem seine Frau als Mitarbeiterin zur Seite steht, hat, wie wir im„Berliner Tageblatt“ lesen, seiner Methode das Prinzip der singenden Bogenlampe zu grunde gelegt, das er in sinnreicher Weise erweitert hat. Gespräche, die zwischen dem Eiffelturm und dem Mout Valerien und später zwischen dem Eiffelturm und Jnisville stattfanden, sind trotz des schlechten und stürmischen Wetters sehr deutlich gewesen. Lee de Forest behauptet, daß die Anwendung seiner Methode auf größere Entfernungen nach dem Gelingen seiner ersten Versuche sich leicht erreichen lassen werde. Er verspricht sich namentlich von dem Telephonverkehr auf hoher See sichere Resultate. Die französische Bevölkerungsstatistik weist für 190 773000 Geburten und 793.000 Sterbefälle auf. Rätsel. Dreisilbige Scharade. Trägt jemand zagend eine Bitte vor— Wie froh ist er, wenn Eins vernimmt sein Che! Mehr noch beliebt, als alle seine Brüder Kehrt Zwei in jedem Jahre zu uns wieder. Die Drei in jedem deutschen Alphabet Und zwar in seiner ersten Hälfte steht. Der Iusel Kuba liegt das Ganze nah', Sucht's auf der Karte von Amerika. Rätsel. Strom in Spanien ist's. Der Name besteht aus vier Lettern. Rückwärts gelesen er nennt uns in der Schweiz eine Stadt. Auflösungen aus letzter Sonntag=Nummer: Arithmogriph. OfterfesT „ 0 ** v p 0 Es lag inbezug auf den einen Schuldigen, den man hatte, alles so klar, daß es da nichts mehr zu klären, zu erklären und zu beleuchten gab. Franz Rank war zweifellos in jener Nacht mit noch einem Unbekannten in demselben Wagen gewesen, in welchem das wiederum zweifellos geschehene Verbrechen vorgefallen war. Den Leichnam Lauskys hatten zwar die damals so stürmischen Fluten der Zwittawa fortgetragen und der March überliefert, aber diese hatte ihn an das einsame Ufer getragen, wo noch einmal Verbrecherhände sich mit ihm zu schaffen machten, aber ihm doch nicht alles nehmen konnten, was ihn als den erkennen ließ, dessen Hochzeitsreise zur Todesfahrt geworden war. Lanskys Uhr, seinen Hut und seinen Havelock hatte man gefunden, und seine Brieftasche war mit Franz Rank nach Kuxhaven gereist, wohin sich jener, kaum in Brünn angekommen, wandte, nachdem er dort, noch furchtbar erregt von dem nächtlichen Vorkommnis, mit jenem Weibe zusammengetroffen war. Warum dieses Mädchen oder diese Frau verschwinden mußte, und warum Rank jede Aufklärung über seinen Mitschuldigen verweigerte— das würde schon seine Gründe haben. Es bleibt ja fast in jedem Prozesse irgend etwas unaufgeklärt, und immer bleibt etwas unaufgeklärt, wenn nur der Schuldige es aufklären könnte, es aber in seinem Interesse liegt, dies nicht zu tun. Franz Rank hatte aus Schweigen einen Wall um sich erbaut; er mochte dahinter bleiben, die Gerechtigkeit traf ihn auch dort, und wollte er allein büßen, so konnte ihn keiner hindern daran. Was vorauszusehen war, trat ein. Die Geschworenen stimmten für schuldig, wenn auch mit mildernden Umständen. Als der Gerichtshof, der sich zur Ansmessung der Strafe zurückgezogen hatte, wieder erschien, und Rank wieder in den Saal geführt wurde, wankte er ein wenig. Er war jetzt aschfahl im Gesicht. Der Präsident gab einem der Aufseher einen Wink, worauf dieser dem Angeklagten einen Stuhl hinschod. Aber Rans setzte sich nicht. Er legte nur die linke Hand auf die Lehne des Stuhles. Nun wurde das Urteil verlesen. Acht Jahre Zuchthaus, wiederholte der Verurteilte ziemlich laut. Im selben Augenblicke zerbrach die Lehne des Stuhles, die er umfaßt gehabt hatte. Der Mensch muß eine Riesenkraft haben, sagte einer der Advokaten, man hat gar keine Bewegung an ihm wahrgenommen. Die übliche Frage, ob der Angeklagte von dem Rechtsmittel der Nichtigkeitsbeschwerde Gebrauch machen wolle, wurde von Rank nur mit einem Kopfschütteln beantwortet. Er hatte gleich danach mit seinem Verteidiger eine längete Unterredung. Als Doktor Klinger dann das Gerichtsgebäude verliet, war er sehr bleich. Weidmann wartete unten in einem Fiaker auf ihn. Die beiden reichten einander stumm die Hände. Gott sei Dank, daß Lina in Prag vernommen werden konnte. Die wäre mir ja hier ganz zu Grunde gegangen, sagte Weidmann nach einer Weile. Wissen Sie, daß ich jetzt begreife, daß sie von diesem Menschen nicht frei werden kann? Jetzt erst schaute Klinger auf. So! sagte er bitter, d greifen Sie das endlich? Es wäre für alle besser geweseh, wenn Sie das schon früher begriffen hätten. Der Fabrikant schwieg. Er mußte dem Doktor recht geben. Aber anderseits— einer, der sich vom Verdacht, eine solche Tat begangen zu haben, nicht reinwaschen konnt, der war ja doch kein Schwiegersohn für ihn. Jedenfat wollte Weidmann den Doktor jetzt nicht reizen, deshatredete er lieber gar nichts mehr. Und auch Klinger schwieg. Erst auf der Stiege des Hotels wurde er wieder haft. Wir reisen doch miteinander ab? Ich habe##morgen schon zu Hause zu sein, sagte er, zerstreut beiden Stubenmädchen grüßend, welche die Treppe heruntt“ kamen. Vor seinem Zimmee angekommen, reichte er Weidnich“ die Hand und sagte noch einmal: Also heute abend reist wir mit dem Schnellzug! Es ging soeben der Zimmerkellner vorüber. B.61 Weidmann wunderte sich ein bißchen über des lautes Sprechen. Er sah ihn auch nicht mehr bis zur Abfahrt. zum Nachtschnellzug traf Klinger pünktlich ein. (Fortsetzung folgt.) Oktadta Cletus, Evang scheint Kom St. Ado 5½ messe), Messe. Uhr. 6t. Foil 8(Kon Uhr. 9 St. 6,7½ und 1 dacht St. Jose 6, V 10¼ u andach St. Kre 6½, 7 und 11 dacht 5 St. Mar (Komm 11 Uh 5 Uhr. St. Mid 7½( 10½, 1 andacht St. Riko 7, 7¼ 11 Uh 5 Uhr. St. Pan 8(Kom 11 Uh 4 Uhr. St. Pete 7(Kon und 11 dacht 5 Et. Joha %, 7 10 Uh 2% Uh Et. Mich 6, 7 10¼ un andacht In St. 3 tagend dem H theopho Kreuzgt alten 9 98. St. Uhr Venischen gation; talischer Mariani gregat Uhr Behaus, I In St. 3 Schul In St. um 10 In St. heute 1 Rünster. en So Predigt) 9½(Ho Uhr. N Segen, digt mit Messen 6,6½, 7 11 Uhr. Besper alles, I1 trifft Domhof Si. alson nung an Heil. M 7, 8 u. 6 Uhr A. Wochent 5½, 6, In der He PP. Fra heimsall Feiertag 6 u. 7 1 Hochamt Abends Predigt Segen.= Werktag 7½ Uhr. Klosterkir Jesu. Convent Sonnhöheren 7 Uhr 9 Donners Andacht. 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Stadt. : einer der wahrge1 z wolle, utwortet. ie längere verließ, ihn. n werden zegangen, aß ich es ei werden itter, begewesen, tor recht Zerdachte, in konnte, jedenfalls deshald eder abe vor, treut die herunterLhhh id reisel Doktort Kath. Fese=zeatenders. die Woche vom 26. April bis 2. Mai 1908. Feiertag 10 Uhr heilige Messe mit französischer Predigt. In St. Theresia an den Sonntagen erste hl. Messe um 6 Uhr, zweite hl. Messe um 7 Uhr, Abends 7 Uhr Andacht mit Predigt. Im St. Joseph=Stift(Seilgr.) an allen Tagen um 6 u. 7 Uhr hl. Messen mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage. An diesen ist die hl. Messe um 7 Uhr und Abends 6½ Uhr Andacht mit sakramentalischem Segen. In der St. Salvatorkirche hl. Messe an Sonn= und Feiertagen Morgens 8 Uhr, an Werktagen Morgens ½8 Uhr; NachmittagsAndacht an Feier= u. Sonntagen um 4 Uhr. In der St. Autoniuskirche am Lousberg Morgens 7½ Uhr hl. Messe, um 3 Uhr Nachmittags Andacht mit Predigt. An den Wochentagen hl. Messe um 6 Uhr. In der Kapelle zur hl. Jungfrau Maria(St. Ursula, Bergdrisch) Morgens 8 Uhr hl. Messe mit Predigt, Nachmittags um 3 Uhr Andacht. An den Wochentagen ½8 Uhr hl. Messe für die Schülerinnen. derz= Jesu= Kirche im Kamper= Viertel. An den Wochentagen hl. Messe 7½ Uhr(Dienstags u. Freitags Hochamt). Abends 7½ Uhr Rosenkranzandacht, an den Freitagen Kreuzwegandacht; an Sonn= und Festtagen hl. Messe 8 Uhr, Nachmittags Andacht mit Segen 3½ Uhr, an Sonntagen mit Predigt. In der Kapelle des KnetgensNellesseu'schen Instituts(Bergstraße): Sonntags hl. Messe um 7 Uhr, Nachw. 6 Uhr Andacht; an Werktagen hl. Messe um 6 Uhr. Bei den P P. Kapnzinern(Friedhofs= kapelle am Vaelsersteinweg) an Sonn= und Feiertagen heil. Ressen um 6 u. 8 Uhr(Predigt), Nachmittags 4 Uhr RosenkranzAndacht. Au Wochentagen um 6½ Uhr heilige Messe. In der Klosterkirche zur hl. Klara für 18. Woche. Sonntag, 26. April. Weißer Conntag. Ostadtag von Ostern.— Offizium vom Sonntage, Cletus, Lapst u.., 1 89. Svangelium:„Jesus erscheint den Aposteln. Johannes 20, 19—31. Feier der ersten heiligen Kommunion der Kinder. St. Adalbert. Heil. Messen 5, 5½, 6½, 7½(Kommunion= messe), 10½ Uhr letzte heilige Resse. Nachmittagsandacht 4½ gt. Foillau. Heil. Messen 6, 7, 8(Kommunionmesse), 9 u. 10¼ Uhr. Nachmittagsandacht 5 Uhr. 6t. Jakob. Heil. Messen 5½, .7½(Kommunionmesse), 10½ und 11 Uhr. Nachmittagsandacht 5 Uhr. 6t. Joseph. Heil. Messen 5½, 6. V(Kommunionmesse), 9¼, 10¼ und 11 Uhr. Nachmittagsandacht 4 Uhr. St. Kreuz. Heil. Messen 5“ 6½, 7(Kommunionmesse), 9½ und 11 Uhr. Nachmittagsandacht 5 Uhr. St. Maria. Heil. Messen 6, (Kommunionmesse), 8, 9½ und 11 Uhr. Nachmittagsandacht 5 Uhr. St. Michael. Heil. Messen 7½;(Kommunionmesse), 9½, 10½, 11¼ Uhr. Nachmittagsandacht 5 Uhr. St. Rikolaus. Heil. Messen 7, 7¼(Kommunionmesse) und 11 Uhr. Nachmittagsandacht 5 Uhr. St. Paul. Heil. Messen 5½, 8(Kommunionmesse), 10¼ und 11 Uhr. Nachmittagsandacht 4 Uhr. St. Peter. Heil. Messen 5½, 7(Kommunionmesse), 9, 10½ und 11 Uhr. Nachmittagsandacht 5 Uhr. Et. Johann(.=.): Hl. Messen %, 7(Kommunionmesse), 9 u. 10 Uhr. Nachmittagsandacht 2% Uhr. Et. Michael(.=.): Hl. Ressen 6, 7(Kommunionmesse), 9, 10½ und 11 Uhr. Nachmittagsandacht 4 Uhr. In St. Jakob an allen Sonntagen der österlichen Zeit vor dem Hochamte um 9 Uhr theophorische Prozession zur Kreuzgruppe auf dem Platze der alten Kirche. In St. Foillau nachmittags 2 Uhr Versammlung der Marianischen Junggesellen=Congre= gation; Predigt und sakramentalischer Segen. Rarianische Dienstboten=Congregation. Nachmittags 4 Uhr Versammlung im Mägdehaus, Jakobstraße. In St. Jakob heute 10¼ Uhr Schulmesse. In St. Peter Schulmesse am 10 Uhr. In St. Joseph(Adalbertstwg.) heute 10¼ Uhr Schulmesse. Rünster. Gottesdienst=Ordnung en Sonn= und Feiertagen. Heilige Messen um 5, 5½(mit Predigt), 6, 6½, 7, 7½, 8, 9, USTSSEFUn Weltberühmt! Goldene Staatsmedaille Berlin 1896! Kakao * Sehokoldde. BAEEERRET graben 5. Alexianer= graben 5. 9½(Hochamt), ½11 und 11½ Uhr. Nachmittags 2½ Uhr: Segen, Complet, darnach Predigt mit Segensandacht. Heil. Ressen an Werktagen: 5, 5½, 6,6½, 7, 7½, 8, 9¼(Hochamt), 11 Uhr. Nachmittags 2½ Uhr Besper und Compiet. Ueber alles, was den Domschatz betrifft, wird Auskunft erteilt: Domhof No. 1. Ei. Alsons. Gottesdienst=Ordnung an Sonn- und Feiertagen. Heil. Messen um 5½, 6, 6½, 7, 8 u. 10½ Uhr; Nachmittags 6 Uhr Andacht mit Predigt. An Wochentagen: Heil. Messen um 6, 6½, 7 und 8 Uhr. In der Herz=Jesukirche bei den PP. Franziskauern in der Monheimsallee: An allen Sonn= u. Feiertagen hl. Messen um 5½, 6 u. 7 Uhr, 7½ Uhr feierliches Hochamt, 10 Uhr letzte hl. Messe. Abends 7 Uhr Andacht mit Predigt und sakramentalischem Segen.— Heilige Messen an den Verktagen um 5⅛, 6½, 7 und 7½ Uhr. Klosterkirche vom armen Kinde Jesu. Morgens 6½ Uhr: Lonventual=Messe. An allen Sonn= und Feiertagen wie höheren Ordensfesten abends 7 Uhr Predigt oder Complet. Donnerstags abends 8 Uhr Isdacht. In St. Elisabeth heil. Messen an Sonntagen um 7, 8 und Uhr(Hochamt), Nachmittags 5 uhr Andacht mit Predigt. In der Kirche der FranzisSonn= und Neche der kanerinnen jeden .*# Anue! durch Einzelunterricht in Bachführung(einf., dopp. und amerikan.), Handelskorrespondenz, Reohnen, Wechsellehre, Schönschnellschreiben, Kopf- oder Kontoschrift, Rundschrift, Maschinenschreiben, Stenographie(mehrere Systeme) etc., französische und englische Grammatik, Korrespondenz, Konversation. Vorkenntnisse in keinem Fach erforderlich. Für Erfolg wird garantiert. Eintritz täglich,. Lonorar mäßig. Undemittelte finden a 6c erstes Privat=Lehr=Justitut für d. Handels=Wissenschaft, F. Munscheld, M. d. V. deutscher Handelslehrer, Klexianergraben 3, 1 Min. Pension im Hause. Theater. 51598 (Lindenplatz) beginnt die tägliche hl. Messe um 7 kesse um 7 Uhr an allen Sonn= u. Festtagen, sowie jeden Montag, Dienstag und Mittwoch und am ersten, zweiten und dritten Freitag im Monat Abends 7¼ Uhr Segensandacht, Donnerstag und Samstag um dieselbe Zeit Rosenkranzgebet. In der St. Josephskirche bei den Karmeliterinnen in d. Lousbergstraße an Sonn- und Feiertagen hl. Messe um 8 Uhr, an Werktagen um ½8 Uhr. Samstags und Sonntags und au den Ordensfestenist Conventnalmesse (Hochamt). Moutag, 27. April. Peter Canisius, Bek.— Zita, Dienstmagd, Jsfr., f 1272. Congregation„vom reinsten Zerzen Mariä“. Morgens 10 „. Conferenz in St. Ursula, Bergdrisch. Euch. Klara=Verein. Morgens 11 Uhr Vortrag und Segen im St. Josephstift, Seilgraben. In St.Kreuz 10 Uhr, im Münster und in St. Paul um 11 Uhr heil. Messe, in St. Nikolaus um ½11 Uhr. In der Marienkirche an allen Werktagen abends 7 Uhr Andacht. In der St. Elisabeth=Rektorat= kirche(Islicherstraße) an Wochentagen 7¼ Uhr heil. Messe. Dienstag, 28. April. Paul vom Kreuze, Bekenner. In St. Ritolaus zu Ehren des hl. Antonius 6 Uhr Messe, 9 Uhr Hochamt u. nachmittags 4½ Uhr Antonius=Andacht. Mittwoch, 29. April. Petrus, Mart., f 1252. In St. Adaldert Fest des heil. Adaldertus mit Oktave. Donnerstag, 30. April. Uebertragung der Gebeine des heil. Martyrers Quirinus.— Katharina von Siena, Jofr., f 1380. In St. Jakob Fest des heiligen Quirinus. Freitag, 1. Mai. Philippus u. Jakobus, Apostel. In St. Paul Fest des heiligen Markulphus. In St. Foillan Fest der heil. Walburga. In allen Pfarrkirchen Beginn der Maiandacht. Euch. Klara=Verein. Morgens 7½ Uhr heilige Messe in der Münsterkirche. Samstag, 2. Mai. Athanasius, Bischof, Bekenner u. und Airchenlehrer. Taus und Gauprahr „ 5 = in Aachen. Für Rechnung der Erben der zu Nachen verstorbenen Eheleute Leonard Knops und Aques geb. Spelthahn wird der unterzeichnete Notar am Mittwoch, den 29. April 1908, nachmittags 3½ Uhr, in seiner Amtsstube Wilhelmstraße Nr. 9 in Nachen, folgende in der Gemeinde Nachen gelegene Immobillen: 1. Das zu Aachen, Lütticherstraße 150 gelegene Wohnhaus mit Zubehör, Kriegerhäuschen genannt, Flur F I, No. 1487/189, groß 25 Ruten 24 2. Flur F I, No. 1062/193, Hasselholzerweg, durchschnitten von der drojektierten Hohenstaufenallee, groß 1 Morgen 41 Ruten 9 Juß, neben Erben Geuljaus und Armenverwaltung. 3. Flur F I, No. 1244/196, zwischen dem Hasselholzerweg, Erben Hubert Thelen, dem Preußweg und Heinrich Nacken, eingeteilt in 6 Villenbauplätze mit je zirka 20 Meter Frout, nämlich: a) Flur F I, No. 2208/196, groß 1 Morgen 41 Ruten 9 Juß; b) Flur F I, No. 2209/196, groß 1 Morgen Ruten 49 Fuß; c) Flur F I, Nr. 2210/196, groß 179 Ruten 63 Juß; d) Ilur F 1, Nr. 2211/196, groß 175 Ruten 19 Fuß; e) Flur F I, Nr. 2212/196, groß 172 Ruten 87 Fuß; 1) Flur F I, Nr. 2213/196, groß 172 Ruten 51 Juß; teilungshalber öffentlich meistbietend auf Kredit gegen Bürgschaft versteigern.— Lage=Vermessungsplan und Bedingungen sind in meiner Amtsstube einzusehen. Nachen, Wilhelmstraße 9. Der Königliche Rotar, Justizrat: 48184 Die Mai=Andachten werden gehalten: #aul za. 5½ und in St. Adalbert Morgens 6 Uhr; in St. norgens 6 uuy, 5% Uhr Werktags; in St. Kreuz Uhr die dritte 1/10 suihr Jz1ise Messe, ½7 Uhr die zweite, 7½ Resse. Abends 1 vie vierte und um 10 Uhr die letzte heilige hirten an 48 Uhr Maiandacht; am 31. Mai mit Predigt; im guten Uhr Nache. Uhr im Anschluß an die hl. Messe, Sonntags um 3½ #n, uur“ in St. Salvator Werktags Morgens ½8 Uhr u. St. Monika # der hl. Mess,1“schluß an die hl. Messe; in St. Vertagen Abende gt Autonins Sonntags lacht und Pred: Uhr in St. Klara er #am 31. Mai Nac“ in der Kapelle zur hl. Jungfrau Maria nur # St. geter#=achmittags 4 Uhr nach Beendigung des Unterrichtes; in ## dienste, an Sas.s Nachm. 4½ Uhr in Verbindung mit dem Gottes#tags Abend e g...“ Abends 7 Uhr; in der Marienkirche SonnSonntags 6i..)“" Wochentagen 7¼ Uhr; im armen Kinde Jesn tags, Dienstag s. 40s.; in St. Nikolaus Abds. 7 Uhr u. zwar Sonnmit Betras. Donnerstags mit Predigt, an den übrigen Tagen tagen die Andas.,(während des Monats Mai fällt an Sonn= u. Feier# Andacht mit Prediat: Uhr aus); in St. Foillan Abends 7¼ Uhr * Donnerstags mit an; desgl. in St. Michael(Sonntags, Dienstags u. Nachm. 4 Uhr Predigt); in der Klosterkirche zur hl. Elisabeth Leonhard 7½ Uhr bei Eennag- Nachm. um 3 Uhr, an Uhr; in St. Klara Sonntags Nachm. 4 Uhr unGroßer Möbel=Ausverkauf (Restbestand) von Peter Mönchs, Kasernenstraße 12. Nußzbaum Speisezimmer, Eichen komplettes Schlafzimmer, Rußbaum kompl. einzelne tische, mehrere Salonschränke, Mahageni=Salen, Außb.=Salon, prachtGothischer Schrank, eine Pieta, 1½ Meter hoch, zwei sehr kleinere Oelgemälde und mehrere andere Sachen zu sehr billigen Preisen. uui Geegenschäfticcht Vorkrage für Damen an St. Leonhard. .„Die Vorträge werden am 15. Mai ds. Is. in einem Saale der staotischen höheren Mädchenschule St. Leonhard wieder eröffnet. Es werden vortragen: Herr Religionslehrer Oberlehrer Ficker in wöchentlich 1 Stunde: Religionswissenschaft(Apologetik). Herr Direktor Dr. Kelleter in wöchentlich 1 Stunde: Begriff und Bedeutung der Psochologie. Herr Oberlehrer Dr. Schellberg in wöchentlich 2 Stunden: Der Deutsche Roman des 19. Jahrhunderts und der Gegenwart. Herr Rektor P. Brassel in wöchentlich 2 Stunden: Französische Litteratur im 19. Jahrhundert. Herr Museumsdirektor Dr. Schweitzer in wöchentlich 2 Stunden: Kunstgeschichte. Herr Oberlehrer Dr. Schué in wöchentlich 2 Stunden: Kulturströmungen des 19. Jahrhunderts und ihre Entwickelung in der Gegenwart. Herr Oberlehrer Liese in wöchentlich 2 Stunden: Geschichte der Oper, insbesondere Richard Wagner als Dramatiker und Dichter(mit Erläuterungen am Flügel), Beethovens Symphonien. Herr Geh. Med.=Rat Dr. Schmitz in wöchentlich 1 Stunde: Gesundheitslehre. Die Herren Oberlehrer Professor Dr. Engels, Professor Dr. Oustein, Professor Hanke, Oberlehrer Dr. Küppers und Dr. Masch in aufeinander folgenden Vorträgen: in wöchentlich 2 Stunden: Ausgewählte Kapitel aus Physik, Chemie, Zoologie, Botanik, Astronomie. Wochentage und Stunden der Vorträge werden noch bekannt gegeben. 190 m2 Honorar beträgt bei Belegung sämtlicher Fächer pro Jahr, bei Belegung einzelner Fächer 10 Mark jährlich für jede belegte Wochenstunde. Es ist auch die Teilnahme während eines Halbjahres zulässig, in welchem Falle die Hälfte des vorstehenden Honorars zu zahlen ist. Anmeldungen sind an die Direktion der höheren Mädchenschule St. Leonhard zu richten, welche auch nähere Auskunft erteilt. Nachen, den 9. April 1908. Ae 49380 Der Oberbürgermeister. Beltman. Gartenbrsther erlaube mir zu Beginn der Saison auf meine großen Aate werden chik und billig garniert Pariser Modelle und selbstgefertigte Hüte, sowie alle Zutaten halte in großer Auswahl vorrätig. Auch nicht bei mir gekaufte Hüte modernisiere geschmackvoll. Frau Gellen. Borngasse 3, 1. Et., a. d. Theaterstr. Trauerhüte und Schleier kauf= und leihweise. 4750: aufaller Art, bestes Material, merksam zu machen. Gleichzeitig halte mich zur Ausführung u. Unterhaltung von Garten=Anlagen, sowie Grottenbauten u. Wintergärten bestens empfohlen. 46864 Max Frannek, Kuust= und Handelsgärtnerei, Nachen, Triererstraße 52. Ferusprecher 1833. Ziehung am 9. Mai 1908. S Kaniizene Ransnattungssendte Mühlenbergstraße 10/12. Bei genügender Beteiligung werden neben dem Jahreskursus, für welchen wegen Erreichung der zulässigen Höchstzahl Anmeldungen nicht mehr berücksichtigt werden können, im Schuljahre 1908 zwei Halbjahreskurse von je 20 Unterrichtswochen für Frauen und junge Mädchen, nicht unter 18 Jahren, die bereits einige Erfahrung im Haushaltungswesen besitzen, eingerichtet werden. Der Unterricht in diesen Kursen findet an 3 Wochentagen in der Zeit von—2 Uhr statt. Er erstreckt sich nur auf die Arbeiten der Küche, insbesondere also auf Kochen, Backen und Einmachen und soll den Teilnehmerinnen diejenigen Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln, welche die Hausfrau zur selbständigen Führung oder zur Beaussichtigung der Küche besitzen muß. Das Schulgeld beträgt für einen Halbjahreskursus 30 Mk.; außerdem sind für Verbrauch an Porzellan, Glas und Wäsche 5 Mk. und für die Mahlzeiten, die an den Schultagen in der Haushaltungsschule eingenommen werden müssen, je 50 Pfg. zu entrichten. Der erste Halbjahreskursus beginnt am 1. Mai ds. Is. Anmeldungen nimmt die Leiterin der Haushaltungsschule äglich zwischen 10—12 Uhr im Schulhause entgegen. Nachen, den 8. April 1908. Der Oberbürgermeister. 46525 Geltman. SttUrte 8241 Gewinne. Wert Mark 60000 Haupfgewinse aus. Mark Nere bestehend in 8 Egufpagen, bespanst und zasammen Sekeil-u. wugenpferde Lose à 50 Pt., Perte u. Liste 20 Pl. 11 Lose einschliesslich Porto und Liste nur 3 M. empfichlt Carl Heintze, Berlin., Unter den Linden a. 2494 K B Kaufmännische und gewerbliche Portohaungeschafel a) Kaufmännische Fortbildungsschule: Der Unterricht des Sommerhalbjahres beginnt am Montag, den 27. April. Der elbe umfaßt Deutsche Handelskorrespondenz, Englisch, Französisch, Buchführung, kaufmännisches Rechnen, Stenographie(Gabelsberger) und Maschinenschreiben. Unterrichtszeit abends von—10. Schulgeld 10 Mk. halbjährlich. Anmeldung im Schulgebäude Martinstraße 12. b) Gewerdliche Fortbildungsschule: Beginn des Unterrichts am Donnerstag, den 23. April. Es wird unterrichtet in Deutsch, Rechnen, gewerbliche Buchführung, Chemie, Elektrotechnik, Physik und Rundschrift. Unterrichtszeit abends von—10 und Sonntags vormittags von 7½—9½2. Schulgeld für das ganze Schuljahr 6 Mark. Besucher der Zeichenschule brauchen für den Besuch der gewerblichen Fortbildungsschule kein besonderes Schulgeld zu bezahlen. Anmeldungen im Schulgebände Martinstraße 12. In Vertretung des Direktors: 48567 Dr. Huellen. Kitzners und Jaqnet=Kostüme sowie Engl. u. Wiener Taillen werd unter Garantie zu mäßigen Preisen angefertigt. H. Krabler, Großköln= straße 86 88, 1. Etg. 45739 Gelegenheilsgevichte, Hochzeitslieder u. Vorträge werden prompt und unter Diskretion hergestellt. Gef. Offerten unter E 47767 an die Expedition W. Prieurich, Dentist, 25994 Mittelstrasse 17. Sprechstunden:—1 u.—6 Uhr: Ich liefere von heute ab bis auf Weiteres nach Aachen und Nachen=Burtscheid frei aus Haus die Kohlen der Vereinigungs= gesellschaft für Steinkohlenbau im Wurmrevier per Karren à 30 Centner: Auf dem Comptoir Templer= graben 68 und auf dem Lager in der Rütscherstraße befindet sich eine Ausstellung sämtlicher Kohlensorten. 3 Uhr Segensandache. Predigt; in St. Krenz Wer #nschluß an dig##. im St. Joseph=Stift Werktags um 7 Uhr im o un die hi. Messe, Sonntags Abends 6½ Uhr. In Nachen=Burtscheid: tagen Morgens.1“ Sonntags Nachm. 4 Uhr Predigt, an WochenLaptist Sonntags... Auschluß an die hl. Messe; in St. Johann Abends 7¼ Uhr(an zeus 7¼ Uhr Predigt, an Wochentagen 7 Uhr, Burtscheider# Montags und Donnerstags mit Predigt).— In der tags, Dier Ontaden=Kapelle täglich 720 Uhr Maiandacht, Sonnvenstags und Donnerstags Predigt daselbst. Donne.ü den nächsten Festkalender werden bis künftigen -=anerstag freundlichst erbeten. Krürneume. 1 3 M. in Aussandpasenen mplohlen.— In u. Prosg eb 3. 488theken.— Tuverlins Bureibungamitel gegen Aheumatismus u. Gicht. 88217 Verkauf von Nutz- und Breunholz aus dem Nachener Tiabtwaldt. Donnerstag, den 30. April d.., vormittags 10 Uhr, äßt die Stadt Aachen im Wirtschaftslokale des Herrn Johann Creutz, Markt 29 zu Aachen, das nachbezeichnete, im Aachener Stadtwalde lagernde gefällte Holz öffentlich versteigern. 913 Stück Kiefernstämme.—III. Stärkeklasse, 220„ Fichtenstangen I. 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Aus der Tyrell'schen Stiftung bestimmt zur Erziehung von Knaben und Mädchen römischkatholischer Religion, im Alter von mindestens 7 Jahren, aus Aachener Familien, welche früher im Wohlstande lebten, ist ein Mädchen=Stipendium in Höhe von 300 M. pro Jahr zu vergeben. Dürftige Verwandte der Stifterin väterlicher= und mütterlicherseits haben ohne Rücksicht auf ihren Wohnort den Vorzug. Gesuche, denen eine Geburtsurkunde, ein Zeugnis über die Ingehörigkeit zur römisch=katholischen Religion, das letzte Schulzeuguis und Atteste über gute Führung und Anlagen, der Nachweis der früheren Wohlhabenheit und der gegenwärtigen Bedürftigkeit sowie gegebenenfalls der Verwandtschaftsnachweis beiliegen müssen, können binnen 4 Wochen bei mir eingereicht werden. Später einlaufende Gesuche werden nicht mohr berücksichtigt. Aachen, den 15. April 1908. Der Oberbürgermeister. In Vertretung: 89982 Wickmann. Pekannimachung. Aus der Stiftung der Eheleute Hugo Talbot und Friederike geb. Baur zur Ausbildung von talentvollen Knaben und Mädchen aus katholischen Handwerker=, Arbeiter= oder wirtschaftlich gleichgestellten Familien in einem tüchtigen Lebensberufe(im geistlichen oder weltlichen, auch OrdensStande) sind einige Stipendien zu vergeben. Angehörige der Familie Talbot und Baur, welche in so dürftigen Verhältnissen sind, daß sie nur schwer den Aufwand zur Ausbildung aus eigenen Mitteln bestreiten können, und an zweiter Stelle frühere Zöglinge des Kuetgens=Nellessen'schen Instituts haben den Vorzug. Gesuche, welche eine genaue Darlegung der Familien=, Vermögens= und Einkommensverhältnisse enthalten und denen ein Geburtsattest, ein Zeugnis über die Zugehörigkeit zur römisch=katholischen Religion und Atteste über gute Führung und Anlagen, sowie gegebenenfalls der Verwandtschaftsnachweis beiliegen müssen, können binnen 4 Wochen eingereicht werden. Später eingehende Gesuche werden nicht mehr berücksichtigt. Aachen, den 15. April 1908. Der Oberbürgermeister. In Vertretung: 89983 Wickmann. 89844 5 kauft man die altbewährten und beliebten Erzeugnisse der MAGGl=Gesellschaft überall zu den alten gleich billigen Preisen. Sbehmach Man verlange ausdrücklich MAGGre Wörze, MAGGr’e Spppen, MAGGr“e Bouilos-Prodokte(Gekörnte Fleischbrühe, Bouillon-Würfel, Bouilon-Kapseln), und achte genau auf den Namen MAGct und die Schutsmarke„Kreuzstern“. * Staatlich geprütte Lehrkräfte. 1 Praris seit 1899. Unterricht für Damen und Herren in der Kalligraphie und in den Handelswissenschaften. „* nach eigener bes. Becker'scher Methode. Jede, auch die schlechteste Schrift wird in einigen Stunden hochelegant und kostet dieser Kursus bis zur vollständigen Ausbildung nur 20 Mark. Schriftproben hiesiger Schüler und zahlreiche Auerkennungen zur Ansicht. * S 5— Beginn neuer Kurse in: Buchführung(einf., dopp. u. amerik.), Rechtschreiben, Rechnen, Maschinenschreiben, Lack= und Rundschrift, Korrespondenz, Wechsellehte, Stendgraphie, Sprachen 2c. Jeder kann den Unterricht in seinen freien Stunden bei Tag oder abends nehmen. Unterrichtszeit von morgens 9 bis abends ½10 Uhr. Es ist somit jedem Gelegenheit geboten, sich an den Kursen zu beteiligen. Auskunft betr. des Unterrichts wird kostenlos erteilt. Teilzahlung gestattet. Honorar mäßig. Eintritt täglich. Kostenfreie Stellenvermittlung. Anmeldungen werden täglich bis abends ½10 Uhr, auch Sonntags von 10 bis 1 Uhr, entgegengenommen. 2868 Eigener Bücherverlag. Eigene Fachschrift. Geeger? Ven Auzinat Franzstraße 2, Aachen, Franzstraße 2, in der Nähe des Stadttheaters und der Hauptpost. Kneipp-Kuranstalt, Nachen, Vinsenzstraße 13. 1. April 1907 bis 1. April 1908 verabfolgt 21843 Anwendungen. Aerztl. Leitung, gepr. Bade=Person. Sommer=Saison. Werktags geöffnet von—1 Uhr u.—8 Uhr; an Sonn= u. Feiertagen von—9 und 10—1 Uhr. Sprechstunden des Arztes: Dienstags 9½—1 Uhr vorm. und —4 Uhr nachm. Freitags 9½—1 Uhr vorm. 36628 Der Vorkand. P. 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Ritgliede ohne die zu wollen sinnigen Stimmen 431 Dele gierten je schaften n Korr. bei ausgetrete den schon Frau von Korfu. Polizei ve und nesen gelat wurden abe nachten uu. Sonntag, 26. April 1908. Druck und Verlag des 2. nuelle'schen Zeitungsverlags, G. m. b. H. Teragtwortlich für den politischen u. allgemeinen Teil: Chefredakteur Kourad Büttgenbach, für den lokalen und provinziellen Teil: Redakteur Martin Wust, für die Anzeigen und Reklamen: M. Stammo, sämtlich in Nachen. Expedition: Büchel 61. Fernsprecher 293. Redaktion und Zeilungsdruckerei: Schildstraße 4.— Fernsprecher 76. 3. Hinlk(Vornbenonusgube). Das„Politische Tageblatt“ Kachener Anzeigtt, — O amtliches Blatt für die Bekanntmachungen der Behörden des Regierungsbezirkes. Unparteiische Zeitung, beliebtestes und wirksamstes Annoncen=Organ der Stadt und des Regierungsbezirkes. 30. Tahrgang.— Nr. 99. Alle nicht auf Textseiten stehenden Anzeigen finden auch im Nachener Anzeiger“, Annoncen=Organ für den Reg.=Bez. Nachen, unentgeltliche Aufnahme. Abbestellungen des„Politischen Tageblattes“ können nur dann berücksichtigt werden, wenn dieselben spätestens einen Tag vor Vierteljahresschluß geschehen und schriftlich oder mündlich in der Expedition (Büchel 61) gemacht werden. Durch die Trägerinnen werden Abbestellungen niemals angenommen. Cletas. erscheint täglich zweimal(in einer Morgen= und Abend=Ausgabe). Post=Abonnement 3,.50 Mk. ausschl. Zustellungsgebühr, in Nachen und Rachen=Burtscheid 3,2 K id uit. vienelochele. Deutsches Reich. Berlin, 24 April. Das„Telegramm" des Fürsten Eulenburg. Unmittelbar nach dem Abschluß des aufsehenerregenden Münchener Hardenprozesses war von der„Nat.=.“ gemeldet worden, Fürst Euleuburg habe dem Münchener Schöffengericht telegraphisch seine Vernehmung zur Widerlegung der ihn belastenden Zeugenaussagen angeboten. Wie das„Berl. Tabl,“ von unterrichteter Seite hört, ist ein derartiges Telegramm bei dem Münchener Gericht weder während noch nach der Verhandlung eingegangen. Zum Fall Eulenburg=Harden. Im Gegensatz zu anderen Meldungen gibt der„.=.“ das in hiesigen Juristenkreisen zirkulierende Gerücht wieder, daß die Stellung des Oberstaatsanwalts Dr. Isenbiel erschüttert sei. Nach einer Meldung aus München hat der Oberstaatsanwalt in Ergänzung seiner Anklageschrift beantragt, zu der Hauptverhandlung gegen den Justizrat Bernstein, der bekanntlich der Beleidigung des Fürsten Euleuburg angeklagt ist, auch die Zeugen Riedel und Ernst zu laden. Papst und Zeutrum. Die„Germania“ schreibt:„Wir sind in der Lage, auf Grund genauester Informationen mitzuteilen, daß in diesen letzten Tagen der Papst Anlaß gehabt und genommen hat, sich in der allerfreundlichsten und wohlwollendsten Weise über das Zentrum auszusprechen, in welchem er den Verteidiger der katholischen Interessen in den deutschen Parlamenten erblickt. Man hat daher Grund, die tendenziösen Nachrichten und Andeutungen, welche die gegnerische Presse über die Unterredungen des Reichskanzlers mit dem Papste und mit dem Kardinalstaatssekretär gemacht hat, mit dem äußersten Mißtrauen aufzunehmen, und dies um so mehr, als der päpstliche Stuhl durchaus nichts über die bei jener Gelegenheit geäuserten Empfindungen hat verlautbaren lassen. In dem Verhältnis und in der Hochschätzung des Heiligen Stuhles gegenüber den Zielen und Bestrebungen des Zentrums hat sich nichts geändert. Zum Parteitag der Freisinnigen Vereinigung, wo der entscheidende Antrag über das der Fraktionsgemeinschaft auszudrückende„Bedauern“ mit 315 gegen 98 Stimmen bei 18 Stimmenthaltungen abgelehnt wurde, teilt die„Lib. Korr.“ mit, daß sich unter den 98, die dafür waren, 69 Einzelpersonen befanden,„woraus hervorgeht, daß die Zustimmenden zu allermeist vereinzelte Mitglieder waren und wenig größere Organisationen oder Wahlkreise hinter sich hatten. Die 18 Enthaltungsstimmen rührten von solchen Ritgliedern, die die Einheit der Partei erhalten wollten, ohne die von ihr getanen Schritte damit rundweg billigen zu wollen“. So die„Lib. Korr.“, das Organ der Freisinnigen Vereinigung. Wenn bei der Abstimmung 431 Stimmen abgegeben wurden, so heißt das also nicht, daß 431 Delegierte anwesend waren. Vielmehr hatten die Delegierten je nach der Stärke der von ihnen vertretenen Körperschafteu mehr oder weniger Stimmen abzugeben. Die„Lib. korr. berichtet, daß die Zahl der nach der Abstimmung uusgetretenen Personen 19 betragen habe, und neunt außer den schon bekannten Dissidenten noch Dr. Thienes=Kassel und Feau von Gerlach. Landtags-Wahlbewegung. Breslau, 24. April. Der Vorstand des konservativen Vereins für den Wahlkreis Stadt Breslau hat beschlossen, das Kompromiß mit dem Zeutrum aufrecht zuerhalten und dementsprechend die bisherigen Abgeordneten Stroßer, Wagner und Ziesché wieder aufzustellen. In einer gestern abend stattgefundenen Versammlung des sozialdemokratischen Vereins wurden Redakteur Loebe, Parteisekretär Neukirch und Zeitungsverleger Schnetz als Kandidaten ausgerufen. Die Sozialdemokraten wollen den Freisinn nur dann ##.#der, Wahl unterstützen, wenn dieser ihnen ein Mandat übereog: Eine ebenfalls gestern abend abgehaltene freisinnige Wählerversammlung genehmigte das Kompromiß mit den Nationalliberalen. Aufgestellt wurden seitens der Freisinnigen Universitätsprofessor Guerich und Volksschul ehrer Kapuste, seitens der Nationalliberalen ger Bahnhofsvorsteher Wuensche. □ Breslau, 25. April.(Tel.) Der Vorstand des Wahlvereins der Freisinnigen Volkspartei Breslaus antwortete auf die Anfrage des Wahlkomitees der sozialdemokratischen Partei, o# er gewillt sei, den Sozialdemokraten bei den diesjährigen Landtgswahlen ein Mandat abzutreten, ablehnend. Ausland. Korfu. □ Rom, 25. April.(Tel.) Die griechische Polizei verhaftete auf Korfu 50 Albanesen, die Waffen und Dynamit im Gepäck mit sich führten. 20 Albanesen gelang es, auf einem Segelschiff zu entfliehen. Sie wurden aber von griechischen Truppen verfolgt, die 11 niedernachten und die übrigen festnahmen. Aus Rheinland und Westkalen. .=Gladbach, 24. April. In einer Versammlung von 600 zewatangestellten sprach gestern abend Herr Reichstagsabgeordeeter Sittart(Nachen) über die Privatbeamtenversicherung gue, gab der Hoffnung Ausdruck, daß dieselbe in zwei bis drei Jahren in irgend einer Form zu stande kommen. u.=5, Trier, 25. April.(Tel.) Eine Bande, die ihr Quartier Waldhöhle aufgeschlagen hatte, verübte im November Jahres in Trier sechs Einbruchsdiebstähle. Die Strafsehrling gerurteil“ in dieser Sache den achtzehnjährigen Schlosser#z ans. Franz Welter aus Euren bei Trier zu drei Jahren und an. Netzgergesellen Hermann Künzer aus Saarbrücken zu vier Zwei weitere Mitglieder der Bande wurden und Freitags auch nach Wier Montags, Dienstags, Donnerstags zu machen, was er vor 32 Jahren, unter wesentlich andern UnTage. erten obwecselad je nach Bedarf erstiustanzliche und Ve S v, Peh) Ptzi..st, adter hevo, Ve=seigzse beinen rufungssachen abgeurteilt. Desgleichen wurden die wöchentlichen „eungen des Schöffengerichts um je einen Tag(Donnerstag) diesem Tage werden in erster Linie die Strafsachen jugendlicher Angeklagter erledigt. von Schecks. In einem Brüsseler stieg kürzlich ein Engländer ab, der durch sein vornehmes Auftreten das größte Vertrauen einflößte. Nach acht Tagen erklärte er dem Hotelbesitzer, daß er mit seinem Gelde am Ende sei, dah er aber einen Scheck erwarte. Am folgenden Tage kam ein 30 Hiund Sters dieser präsentierte einen Scheck über alsbald dem Hotelier, der nach Abzug der Rechnung den Rest von 250 Franken an den Engländer auszahlte, vorauf dieser verschwand. Der Hotelier mußte die Erfahrung daß er einem Betrüger zum Opfer gefallen war, denn er. Scheck war wertlos, der Aussteller dei der Bank nicht bemnit Recann. In der Jakobstraße fiel gestern nachmittag auf der Treove und zog sich schwere Verbrste u 9 und Ronaten Gefäugnis. freigesprochen. z. gaarbrücken, 24. April. In Hammerstein(Birkenfeld) ist # Litwe Fuchs von einem ihrer Kostgänger ermordet worDer dstzd““ der Mann vorher versucht hatte, sie zu vergewaltigen. lezung nicht tödlich. Selostmordversuch, jedoch ist seine Vermeindevermas.“(Bez. Trier), 25. April.(Tel.) Die Geeinem Eiup s hat beschlossen, die Kriegsveterauen mit zu befreigan is zu 1500 Mark von den Gemeindeumlagen Der Vorstand des Allgemeinen Knapp= Ehaussereins beschloß den Ankauf des Erholungshauses der Narr selischen Arbeitervereine in Vollmarstein für 300000 100000 We gssir hat das Kohlensyndikat als Geschenk Rachen und Umgebung. : Steue. Nachen, 25. April. in Gemarge veranlagung. Für das Steuerjahr 1908/1909 sind aufzubring..###.r von 3548 Steuerpflichtigen 356.568 Mark Rark) chs(im Vorjahre von 3430 Steuerpflichtigen 324 176 Vorjahre. Hig 4ss0 32 392 Mark mehr aufgebracht wie im olgt: 1. Klasse 102. gr.e sich auf die einzelnen Klassen wie 89 Steuerpflichtige mie aap!e mit 218264 Mark(im Vorjahre Ege mit 44196 Jy(“ 186 892.); 2. Klasse: 143 Steuerpflich.); 3. Klasse:(im Vorjahre 148 Steuerpflichtige mit 45312 635 Steuerpflichez flichtige mit 51 480° M.(im Vorjahre Plichtige mit 42688 ani 50.952.); 4. Klasse: 2663 Steuer41.020.).“ ar zue#(im Vorjahre 2558 Steuerpflichtige mit Zurch den Umstans sind die Beträge enthalten, die in anderen Gemeins. k. Steuerpflichtige ihre Betriebe zum Teil #ud. Hiervon.se“ haben, an diese letztern abzuführen kommen. besonders die erste Klasse stark in Anspruch gebir kärzlich mitteiltg. eschäftstätigkeit am Gericht. Wie kammer um eing wurden die Sitzungstage bei der Strafinen Tag vermehrt, und zwar wird, wie jetzt festauf der Tieppe und zog sich schwere Verbrühungen an einem urm an den Beinen zu. „# Vom Schöffengericht. Eine anscheinend folgenschwere Verhandlung wegen Mißhandlung richtete sich in der gestrigen Sitzung gegen einen in Haaren wohnenden Fabrikarbeiter. Die Verhandlung, welche zur Verurteilung des Angeklagten wegen einfacher Mißhandlung zu 20 M. und wegen gefährlicher Mißhandlung zu 30 M. Geldstrafe führte, wird voraussichtlich noch die Folge haben, daß in einem Falle eine Klage wegen Eidesverletzung angestrengt werden wird.— Wegen einer gefährlichen Mißhandlung setzte das Gericht gegen einen schon bestraften Fuhrmann von hier eine Gefängnisstrafe von 6 Wochen fest. Eingesandte Mitteilungen über bevorstehende öffentliche Veranstaltungen. „Kurveranstaltungen. Am Mittwoch den 29. April, 8 uhr abends, findet der 2. Vortrag im Zyklus Selbstschaffender Ereitzerr v. Wolzogen) statt; am Freitag den 1. Mai, 4 Uhr: Kur=Konzert im Kurgarten, Komphausbadstraße(Städt. Orchester); am Samstag den 2. Mai, 4 Uhr: Kur=Konzert auf dem Lousberg (Städt. Orchester) und am gleichen Tage 8 Uhr abends: der dritte Vortrag im Zyklus Selbstschaffender(Fedor von Zobeltitz) im Kurhause. Endlich findet am Sonntag den 3. Mai, 8 Uhr abends, Kur=Konzert des Städtischen Orchesters im Kurhause statt. Großes Volksfest und Schlußveranstaltungen im Zoologischen Garten. Das bisheran so durch die Ungunst der Witterung geschädigte Jubiläums=Volksfest ist, wie wir gestern bereits berichteten, um zwei Tage(Weißer Sonntag und Montag) verlängert worden. Das Volksfest, in Verbindung mit den übrigen Darbietungen, wie Luftballonfahrt der Miß Polly und Militärkonzerte, bildet die letzten Festveranstaltungen im Zoologischen Garten, indem das beliebte Etablissement nach dem am 1. Mai erfolgten Rücktritt des langjährigen Direktors Herrn August Bast für den öffeutlichen Verkehr geschlossen wird. Sicherlich werden die zahlreichen Freunde des Zoologischen Gartens diese Gelegenheit zu einem nochmaligen Besuch benutzen. Das Nähere ist in der heutigen Anzeige enthalten. Zeutral=Kinematographentheater, Alexanderstraße 6. Diese Woche gibt es unter vielem andern eine recht drollige und lustige Schinggelgeschichte, bei der das Automobil eine Hauptrolle spielt. Die Jusassen, welche sich den Zollbeamten als zwei vornehme Frauen präsentieren, sind weiter nichts als Puppen, deren Leiber Säcke mit Schmuggelwaren sind. Die Verwechslung dieses Automobils mit einem andern gibt Anlaß zu komischen Verwicklungen. Eine ernste Geschichte spielt zur Rokokozeit in einer Mühle. Siehe die Anzeige. Ditzens Lokal in Haaren veranstaltet anläßlich der Kinderkommunion am Montag ein Familienfest mit besonders gewähltem Programm.(Siehe die Anzeige.) Stenographie=Kurse für Damen eröffnet die Damen=Abt. des Aach.=Nat.=Sten.=Vereins. Die Frau verlangt heute mehr vom Leben, das Leben aber auch mehr von der Frau als in der guten alten Zeit. Ein großer Teil des weiblichen Geschlechtes strebt nach Betätigung in den Berufen, die seit Menschengedenken nur von Männern geübt wurden, ein noch größerer Teil nach einer besseren Bildung, als sie früher den Mädchen zu teil wurde, auch ohne daß diese Bildung zu einem besonderen Berufe führen soll. Aber neue Bedürfnisse und neue Pflichten nötigen auch zum Aufsuchen neuer Mittel, sie zu befriedigen. Eines dieser zeitsparenden und damit zeitgewinnenden Mittel ist die Stenographie, zu deren Erlernung durch Eröffnung zweier neuer Kurse Gelegenheit gegeben wird. Die Kurse beginnen am Montag, und zwar je einer um 7 und ½9 Uhr abends im Unterrichtszimmer Jülicher= straße 8.— Außerdem bietet die Damen=Abteilung denen, die die National=Stenographie bereits beherrschen, Gelegenheit zur Uebung und Fortbildung jeden Donnerstag=Abend von 8 Uhr ab. Neue Mitglieder sind stets willkommen. Siehe die Anzeige. Stimmen aus dem Leserkreise. (Für alle in dieser Abteilung stehenden Einsendungen ist die Redaktion nur im Sinne des Preßgesetzes verantwortlich. Anonyme Einsendungen werden nicht berücksichtigt.) (Einges.) Bauliche Aenderungen am Burtscheider Markt. Der Burtscheider Markt hat sich seit früherer Zeit wesentlich verschönert, derselbe wird durch das neue Provinzialgebäude noch bedeutend gewinnen. Eine weitere Zierde, aber auch ein Bedürfnis wäre die Erweiterung der Klostertreppe und somit die Freilegung und direkte Aussicht auf die Kirche St. Johann Baptist und das Verwaltungsgebäude. Wie manchem Burtscheider bekannt sein wird, haben schon unter der früheren Burtscheider Stadtverwaltung Absichten oder sogar Unterhandlungen mit dem Hause Nr. 5 geschwebt, welche durch die Eingemeindung wohl nicht weiter beachtet worden sind. Es wäre nun sehr erwünscht, wenn sich die Aachener Stadtverwaltung die Sache angelegen sein ließ und weiter für die Verschönerung des Burtscheider Marktes sorgen würde, zumal es nur ein kleines Objekt ist und das Haus jetzt zum Verkauf steht. Ein Burtscheider Bürger. Wissenschaft und Kunst. Aachen, 25. April. : Nachforschungen im Münster. Gestern nachmittag beriet im Münster eine Kommission, bestehend aus den Herren Prälat Dr. Bellesheim, Regierungs= und Baurat Kosbab, Regierungsbanmeister Schmidt, Geheimer Justizrat Rechtsanwalt Dr. Jörissen, Konservator der Denkmäler der Rheinprovinz Prof. Dr. Clemen, Prof. Buchkremer und in Vertretung des Museumsdirektors Dr. Schweitzer, Assistent Dr. Fischer, zusammen, um über die Durchführung archäologischer Nachforschungen unter dem Fußboden der Unterkirche zu beraten. Diese Nachforschungen sollen, vorbehaltlich der ministeriellen Genehmigung, unternommen werden, und zwar hat der Karlsverein sich bereit erklärt, die Kosten zu tragen. Es soll hiermit einfach der zweifellosen Pflicht genügt werden, den Untergrund des Münsters einer archäologischen Untersuchung zu unterziehen, ehe dies durch die Fertigstellung des MosaikFußbodens durch Professor Schaper bedeutend erschwert oder unmöglich gemacht wird. Selbstverständlich wird man über jeden Fund, der irgend welchen Anhalt über die Lage des Grabes Karls des Großen geben könnte, sehr erfreut sein, aber mit solchen Funden zu rechnen, oder sie als das ausschließliche Ziel der Nachforschungen anzusehen, würde verfehlt sein. Zur Durchführung der Ausgrabungen ist die Genehmigung des Kardinals und Erzbischofs Fischer und des Kultusministers erforderlich, die jedenfalls erteilt werden wird. Die Arbeiten werden unter der Aufsicht des Regierungs= und Baurats Kosbab und der unmittelbaren Leitung des Regierungsbaumeisters Schmidt vor sich gehen. Die etwa gemachten Funde werden dem Kollegiatstiftskapitel übergeben, und die über den Fortgang der Arbeiten aufzunehmenden Protokolle in das Archiv des Stiftskapitels aufgenommen. : Zyklus Selbstschaffender. Am Freitag abend stellte sich als erster der sechs Dichter, mit welchen die Kurdirektion die Aachener bekannt machen will, Dr. Ludwig Fulda vor, und zwar mit hübschen, kleinen Dichtungen, wie sie für den Vortrag vor einer zahlreichen und alle Geschmacksrichtungen vertretenden Zuhörerschaft geeignet sind. Zunächst bot er einen wirkungsvollen Einakter:„Die Zeche“. Ein alter, nicht mehr ganz taktfester Lebemann begegnet zufällig im Kurorte, den er der Not gehorchend aufgesucht, einer Dame, die sich ihm als eine seiner zahlreichen „einzig Geliebten“ zu erkennen gibt. Vor 32 Jahren hat er sie, damals Erzieherin im Hause seiner Mutter, verführt, und natürlich, als das Verhältnis Folgen hat und das Mädchen aus dem Hause gewiesen wird, ihrem Schicksal überlassen. Es stellt sich heraus, daß sie inzwischen durch einen glücklichen Zufall eine gute Partie gemacht, daß ihr Sohn ein tüchtiger und angesehener Mann geworden ist— und der Herr Baron, der ein ruhiges Heim und eine freundliche Pflegerin recht nötig hat, entschließt sich, jetzt gut Sohn adoptieren zu wollen. über bei ihr selbst hat er mit diesem Antrag erfreulicherweise keinen Erfolg. Sein Sohn aber ist, wie er jetzt erst erfährt, der Badearzt, dem er sich bisher nicht in einem solchen Lichte gezeigt hat, ak eins Verständigung zwischen beiden zu erwarten wäre. So entschließt sich denn der Herr Baron, seine Rechnung zu bezahlen und mit der verdienten Beschämung abzuziehen. Diese anspruchslose Handlung ist recht wirkungsvoll durchgeführt, und da Herr Fulda mit Ausdruck vorzutragen versteht, verfehlte sie ihre Wirkung nicht. Dann folgte eine Reihe von hübschen Gedichten, meist humoristischer Färbung. Auch das ernste„Wir alle“, das den Wechsel im Wollen und Fühlen des strebenden Mannes eigenartig schildert, hat wenigstens einen recht versöhnlichen Schluß. Besonders gefiel„Das erste Mal“. Der liebenswürdige Dichter erzählt da von der stolzen Freude der Popularität, die er als Knabe empfand, als er seinen Namen zum ersten Male in der Zeitung las— unter den Unglücksfällen; er hatte den Arm gebrochen. Mit wehmütigem Humor versichert er, daß alle späteren Erfolge ihm nicht die gleiche Freude bereiten konnten, wie diese erste Berührung mit der Oeffentlichkeit. In witzigen, nicht allzu tiefen „Parabeln" trug der Dichter einige kleine, unzweiselhafte Wahrheiten vor, in„Was würde Göthe dazu sagen?" fällte er ein Urteil über die bei aller Vollendung der technischen Mittel doch gehaltlose moderne Kultur, in der kleinen Märchendichtung„Der Froschkönig" bekommt die Launenhaftigkeit des zarten Geschlechts einen kleinen Hieb, und um der Gerechtigkeit willen widerfährt in der Schlußnummer„Die Erschaffung des Weibes“ der Männerwelt das Gleiche. Im ganzen ein sehr netter genußreicher Abend. Das Publikum war für das Gebotene recht dankbar und wird die weiteren Abende des„Zyklus der Selbstschaffenden“ zu würdigen — Ein neues Kunstwerk für Nachen. Die Nachener Stadtverwaltung beauftragte den Maler Hermann Krahforst, eine große Wand im Treppenhause des Kaiser Karls=Gymnasiums mit einem Monumentalbilde aus der Geschichte Karls des Großen zu schmücken. Der Maler gedenkt eine Szeue aus der Akademie Karls des Großen darzustellen, und zwar einen Rechtsstreit zwischen Franken und Sachsen nach der Besiegung der letztern. Neben dem Kaiser wird Widukind die Hauptfigur des Gemäldes bilden. Vermischtes. AT: □ Berlin, 25. April.(Tel.) Dem in der Friedbergasfäre verhafteten Prokuristen Bohn wurde auf erneuten Antrag des Verteidigers die Haftentlassung gegen eine Bürgschaftssumme von 20000 M. bewilligt. „ w Berlin, 25. April.(Tel.) Die über den Tod des Fürsten Eulenburg verbreiteten Gerüchte sind nach Erkundigungen an zuständiger Stelle, gänzlich unbegründet. □ Hamburg, 25. April.(Tel.) Der Zopfabschneider, der seinerzeit in Berlin sein Wesen trieb und in einer Irrenanstalt untergebracht, aber später entlassen worden war, nahm in Hamburg, wo er ansässig ist, seine verbrecherische Tätigkeit wieder auf. In seiner Wohnung sind 11 Zöpfe gefunden worden. Er wurde in Haft genommen und wird von neuem in einer Irrenaustalt interniert werden. I1 Posen, 25. April.(Tel.) Gestern abend kurz vor 8 Uhr erschien ein Sergeant des 20. Feldartillerieregiments, der Bräutigam des Dienstmädchens des Kaufmanns Leichtentritt, in dessen Wohnung und feuerte auf das ihm die Tür öffnende Mädchen drei Revolverschüsse ab und erschoß sich alsdann. Das Mädchen, das am Kopf und Arm verhältnismäßig nur leicht verletzt worden ist, wurde ins Krankenhaus gebracht. II Natibor, 25. April.(Tel.) Der Pfarrer Larose aus Pilgramsdorf wurde wegen Vergeheus gegen den Kanzelparagraphen zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Apolda, 25. April.(Tel.) Der Gattenmörder Koch, der seine Frau ermordet und zerstückelt hatte, gestand, in Oberndorf auch die Gesindevermieterin Zeise ermordet zu haben. Die Leiche hatte er zerstückelt und vergraben. □ Rotterdam, 25. April.(Tel.) Ein aus Oberhausen nach Arnheim gereister Vater versuchte unweit dieser Stadt auf einer einsamen Straße seinen 11jährigen Sohn zu ermorden. Ein die Stelle passierender Herr fand den Knaben in einer Blutlache liegen. Der Vater zeigte sich inzwischen bei der Arnheimer Polizei an. Der Zustand des Knaben ist besorgniserregend. Paris, 17. April. Von den drei verhafteten Anarchisten Roux, Roussel und Kuhn sind die beiden letzteren nach einer sehr eingehenden Konfrontierung vor dem Untersuchungsrichter Leydet durch diesen wieder in Freiheit gesetzt worden. Die Untersuchung hat zur Feststellung der Tatsache geführt, daß weder Roussel noch Ruhn eine Ahnung davon hatten, daß Roux ein Paket Dynamitpatronen auf der Fahrt von Corbeil nach Maisons=Alfort bei sich hatte und daß sie Roux auf dem Bahnhof von Maisons=Alfort nur deshalb erwarteten, um von ihm eine Sendung revolutionärer Flugschriften in Empfang zu nehmen. Die in der Zwischenzeit bei verschiedenen streitbaren Anarchisten vorgenommenen Haussuchungen haben keine für die Verhafteten belastenden Momente zutage gefördert, weshalb der Untersuchungsrichter die Freilassung der beiden genannten Anarchisten anordnen mußte. w Paris, 25. April.(Tel.) In Enghien bei Paris wurde ein italienischer Geschäftsreisender Namens Marchettini als Mitschuldiger des wegen Falschmünzerei in Boulogne=sur=Mer festgenommenen Ehepaares Marchetti verhaftet. w Paris, 25. April.(Tel.) In Vieux=Conde im Departement Nord erschoß der Zollbeamte Dechamps seine Gattin, die ihn verlassen hatte, verwundete seine Schwiegermutter schwer und entleibte sich dann selbst. Warschau. s] Berlin, 25. April.(Tel.) Dem„Berliner Lokalanzeiger“ zufolge drang in Warschau in der vergangenen Nacht ein 19jähriger Drucker in die Wohnung seines Vaters und erschoß aus Rache seine junge Stiefmutter und verletzte seine Schwester tödlich. Der Vater und der Bruder des Attentäters sind ihm entkommen. Am anderen Morgen beging der Mörder Selbstmord. w New=York, 24. April.(Tel.) Wirbelstürme haben im Westen, Südwesten und Süden große Verheerungen angerichtet. Einige kleinere Ortschaften sind völlig zerstört worden. Aus allen Gegenden werden Verluste an Menschenleben gemeldet. w New=York, 24. April.(Tel.) In Richland wurden durch einen Toruado vier Personen getötet und hundert verletzt. Kapital und Arbeit. A. C. Die Kohleupreise am Weltmarkt. Sehr lange vermochte der internationale Kohlenmarkt sich von dem ungünstigen Einfluß, der von der Eisenindustrie ausging, zu emanzipieren; erst seit Beginn des laufenden Jahres ist auch am Kohlenmarkt der wichtigsten Industrieländer der Konjunkturrückgang allgemein erkannt und zugestanden worden. Das Hochhalten der Kohleupreise, wie es in den wichtigsten Erzeugungsländern geübt wird, kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Marktlage sich wesentlich verschlechtert hat. Die Tendenz der Kohlenpreise entspricht durchaus nicht der Bewegung der Nachfrage; so gering auch die Abschwächung am Kohlenmarkt gegenüber dem Rückgang in anderen Gewerden erscheinen mag, die Abschwächung ist jedenfalls da. Auch in Großbritaunien wird der Wert der Kohle trotz der unverkennbaren Einschränkung des Absatzes noch möglichst hochgehalten. Daß gerade in England die Depression am Eisenmarkt stärker auftritt als in den meisten anderen Ländern, steht zweifellos fest; der Rückgang am Eisenmarkt setzte nicht allein früher ein, sondern er traf die englische Eisenindustrie auch insofern nachhaltiger, als sie im Jahre 1906 längst nicht einen so kräftigen Aufschwung erfahren hatte als die Eisenindustrie anderer Länder. Der Kohlenbedarf der Eisenindustrie kann also eine Hochhaltung der Kohlenpreise nicht begünstigt haben. Eben so wenig ist es aber, von Deutschland abgesehen, der ausländische Absatz des britischen Bergbaus, der die Kohlenpreise vor einem starken Rückgang bewahrt hat, die meisten Abnehmer englischer Kohle haben vielmehr ihre Bezüge eingeschränkt. Die feste Tendenz der englischen Kohlenpreise ist vielmehr so zu erklären, daß die hohen Kohlenpreise in Deutschland, das Englands zweitbester Kohlenkonsument ist, bewirkt haben, daß England auch in anderen Ländern auf hohen Kohlenpreisen zu bestehen vermag. Das Hochhalten der Kohlenpreise in England hat zur Folge gehabt, daß der Absatz eine merkliche Einschränkung erfahren hat; die Fördertätigkeit mußte eingeschränkt werden, sollten nicht umfangreiche Vorräte angesammelt werden. Auch auf dem amerikanischen Kohlenmarkt ist die Stabilität der Kohlenpreise wie in Deutschland und Großbritannien zu beobachten. Der Grund zu dem Festhalten an den hohen Kohlenpreisen ist wie in Deutschland durch die straffe Produktionsregelung des amerikanischen Bergbaues ermöglicht. In Belgien ist die Macht der Verhältnisse zu stark, als daß der Wille, das hohe Nivean der Kohlenpreise zu erhalten, genügt hätte. gege Ribeau Seit Beginn des Jahres ist ein erheblicher Preisrückgang nicht zu verkennen. Ein Beispiel hierfür liefern die Durchschnittspreise, die bei den letzten Verdingungen an die belgischen Staatsbahnen erzielt wurden. Die Preise stehen bedeutend tiefer als im Vorjahr, teilweise nicht einmal mehr über denen vom Frühjahr 1906 und gegenüber dem Preisniveau im März 1900 und 1901 ergibt sich für fast alle Sorten ein starker Rückgang. Der letzte Versuch, die Preise durch die Zuteilung der Lieferungen für die Bahnen hochzuhalten, mißglückte, denn die Verdingungen fielen infolge der höheren Forderungen der belgischen Gruben der unterbietenden ausländischen Konkurrenz zu. Selbst die Kartelle im belgischen Bergbau vermochten den Preisrückgang nicht aufzuhalten; während in Deutschland der Abnahme des Koksabsatzes erst durch eine Produktionseinschränkung zu begegnen gesucht wurde, ist das belgische Kokssyndikat bereits mit einer offenen Preisermäßigung vorgegangen. Berlin, 24. April. Die Einigungsverhandlungen im Berliner Baugewerbe haben heute das Ergebnis gezeitigt, daß die Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich über die Ernenerung des Vertrages geeinigt haben. Der neue Vertrag soll Berliner Abendblättern zufolge dem alten entsprechen, der 1907 ablief und wegen der Aussperrung nicht erneuert wurde. Hamburg, 24. April. Die Vereinigung der Erd=, Zimmerund Abbrucharbeiter, ferner die hiesigen Gruppen des Zentralverbandes der Zimmerer und Maurer haben die Maiseier mit voller Arbeitsruhe beschlossen. Der hiesige Arbeitgeberverband erläßt demgegenüber die Bekanntmachung, daß die Maifeiernden bis zum 11. Mai ausgesperrt werden würden mit Ausnahme der Bauarbeiter, die nur bis zum 3. Mai ausgesperrt werden sollen. I Langenbielan, 25. April.(Tel.) Infolge des schlechten Geschäftsganges wird laut Anschlag in den Fabrikräumen mehrerer hiesigen Webereien nur noch 4½ Tage in der Woche gearbeitet. □ Stuttgart, 25. April.(Tel.) In der gestern abend abgehaltenen Generalversammlung der hiesigen Meisterschaft des Baugewerdes wurde beschlossen, die Aussperrung der im Zentral= verband organisierten Maurer aufzuheben und die Arbeitsstellen vom 27. April ab wieder für dem Zentralverbande angehörige Maurer offen zu halten. Die Gewerkschaftsleitung ist die Verpflichtung eingegangen, in Zukunft alle etwa entstehenden Differenzen zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf dem Wege gegenseitiger Verständigung zu lösen. London, 24. April. Die Versammlung der Schisssbauvereinigung in Carlisle beschloß die allgemeine Aussperrung. Die Anträge auf Einsetzung eines Schiedsgerichts und friedliche Beilegung wurden abgelehnt. s Nachener Wetterwarte. (Meteorologisches Observatorium, öffentliche Wetterdienststelle.) Seehöhe 205 m. Rördl. Breite= 50 47:“. Oestl. Länge v. Gr.= 62 5“ 56: Wind= Datum und Zeit s52 (Oeiszeit, um 36 Minuten gezen Normal= B9t die Mittelenrop. Zeit zurück)? sn „P74* 30.] 30 aun an. ir 05 keit in m schw. rei spr. cekunde Freitag 8 Uhr Nachmllk. 72811 8SNs.7 Regen.) 6 6 Freitag 9 Uhr Abends. 7341 W 2 5 heiter. 59 Samstag 6 Uhr Vormitt. 736.4 S1..5 bedeckt. 1 5 Normale mittlere TagestemperaturAachen's v. 25. April 10,5°Celsius. Mittlere Tagestemperatur gestern: 44.3- Celsius. Höchste Temp. gestern:+12,5°C. Niedr. heute—.°C. Niederschlagshöhe seit gest. Morg. 7,1 mm. Sonnenscheindauer gest.: 1,5 Stunden. Wettervoraussage bis Sonntag abend. Für das Aachener Gebiet: Wechselnde Bewölkung sowie etwas wärmer, zeitweise nur noch geringe Regenfälle.(Nachener Wetterwarte.) Für das Kölner Gebiet: Kühl für die Jahreszeit, dabei veränderlich, zeitweise Regen ist noch zu erwarten.(Kölner Wetterwarte.) Handelsnacbrichten. □ Oessentliche Konditionieranstalt in Aachen. Es wurden konditioniert vom 18. April bis 25. April: Wolle 2129 Kilogramm, Lämnlinge 6171 Kilogramm, Wickel 209 Kilogramm, Kammgarne 8343 Kilogramm. Vom 1. Januar bis heute total: 344747 Kilogramm. Porlin Berliner Börsenbericht. (Telegramm.) 26 Tpril 24 Fonde 31/% Deutsche.=A. ug. #se Deutsche 3 1/% Preuß. Consols ug. 3% Preußische Consols 31 Nach St.=Anl. 1893 %e Nach. Stadt=Anl.1902 3½ Rheinpr.=O. conv. 3½ do., Serie XXVIII 3½ Pr..=Bdk. 86, 89, 94 4% Westd. Bdk.Fuk. 1909 4% do. do. VI uk. 1910 3½ do. do. III uk. 1905 wie do. do. 1V uk. 1907 91.30 81.70 91.30 81.70 91.50 ∆.50 # 30 90.30 89.50 9700 97.40 90.50 91.50 April 24. 25 4½ Bayr. Hdls. IVuk. 1911 39.60 99.60 4% do. do.V u. VI 1912 99.60 99 59 %/ It. Ralte 20000.10000 104 10 000 00 91.20 91.50 91.20 81.69 91.50 □.00 9 25 90.25 89.50 97.20 97.40 90.50 91.50 Eisenbahn=Aktten Nachen=Mastr. Bahn—,000.00 000.00, Elektrische Hochbahn— 194.80 124.50 Aachener Kleinbahn—142.90 142.90 Große Verl. Straßenb 174.00 173.25 Gotthardbahn——.—/000,00 000.00 Gotthardbahn 000.00 ultimo April iktien. Berg. Märk. Bk. Elbers. 153.00 153 00, Nation.=Bi. f. Deutschld. 115.76 115.70 4% Oesterr. Goldrente 4% do., konv. Rente 4½ d. Silberr. 1000 fl. 3% Portug. unif. 1I1 1902 4% Rum. St.=Obl. amort. 4% Russ. kons. A. 1880 Jer 4% do. i..=A. 1889, 1, 11 'e Serd. am. St.=A. 1893 81 49, 81 40 Türkische 400 Fres=Lose 149.10 149 10 4% Ung. Gold=Rte große 93.50 9325 4% do. Kronen=Rente 00 00 93.25 98 50 97.40 S9.40 61.75 89.50 83.50 00 00 81.40 98 50 755 00.00 61.90 89 40 81.65 05.00 81.40 Berliner Handelsz Fef, 16200 1H2.40 Darmst. Bk., Markstucke 12500 125.10 Deutsche Bank———232 60 232.60 do. Efs.= u. Wechs.=Bank 100 20 100.20 Diskonto=Kommandit—175 80 175 80 Dresdner Bank——|139.75|139.00 Essener Kredit=Aktien—155.40 155.45 Industrie=Papiere. Est.=Spinnerei Aachen 134 50 132 80, Hasper, Eisen„—. Plr.=wpes.-. Moti,.5 5 Oesterr. Kred. ult. April 198.75 198.30 Reichsbank(deutsche)— 154.21 154.30 Rh.=Westf. Disconto=G. 132 00 131.90 Rh.=Westf. Boden=Cred. 151 00 151.00 Schaaffh. Bank=Verein 134.25 134.30 Westdeutsche Boden=Cr..36.501.36,50 bel. f. Mont.=Ind. 65.09„5525 Accumul.=Fabr. Hagen 195.10 200 00 Allg. Elektr.=Ges. Edison 214 50 215,90 Aluntinium———209.75 210.80 Adl.=Brau. Cöln=Ehrenf 128 00 128.00 Anglo Cont. Buano—/109 40 109.26 Aplerbecker Akt.=Ber—154 00 157.05 Kreuberger Berzwerk-7·900 000 0 Basalt=Aktien=Gesellsch 78 59 78.75 Berliner Elektr.=Werk 180 60 180.75 Bochumer Bergw. Lit. 0 52 00 64.00 Bochumer Gußstahl—21800 219.80 Cölner Bergwerke——414,00 411.50 Cöln. Gas= u. Elektr.=W. 100 10 104.09 Cöln=Müsen————130 90 131,50 Concordin=Bergwerk—317.00 320 50 Consolidation Schalke 407.75 409.00 Cont.=Geselektr. Rürnb. 00.00 59.25 Deutsche Gasglühlicht—/326.00 332 00 Otsche. Munitionu. Waff. 260.50 264 00 Dortmunder Union Le C) 6300 6340 Dynamite Trust——163.50 463 50 Eschweiler Bergwerk—/207.75 209.75 Gelsenkirchen. Berzwerk 19375 194 75 Georg-Marienh. St.=Pr. 62.10 52.00 Gerv= u. Farbst. Renner 170 00 170.50 Gerresheim. Glashütte 212.50 212.60 Gesellsch kelektr. Untern. 128.2 5 129.40 Gritzner Maschinenfabr. 214.50 214.50 Hamb. Amer. Paketfahrt 112 75 113.40 Harkort Bergwerke—/154 0015310 Harpener Bergbau=Ges. 197.40 198.75 Eisen Hösch Stahlwerk 452.75 169 50 Doich Stahlwerk— 223.75 22460 Höxter=Godelheim. Cem. 63.00 00.00 Königsborn Bergwerk 195.00 199.00 Koppel Arthur——— 153.09 153.50 König Wilhelm conv.— 261 00 267.00 König Wilhelm St=Pr 344.75 350.00 Lahmeyer Elektrizität 123.0012475 Laurahütte———— 208,00 209 25 Louise Liefbau St.=Prior 87.75 87.80 Massener Bergwerk—/119.00 120.00 Mülheimer Bergwerk—154.75 155.09 Norddeutscher Lloyd— 97.70 98.00 Oberschl. Eis.=Industrie 99 75 100.30 Orenstein und Koppel 184.25 184.50 Phönix Bergwerk 4—184.50 185.20 Pongs'sche Spinnerei— 65.75 65.75 Rhein.=Nass.=Bergwerk 210 00 210.00 Rhein. Chamotten.Dinas 95.25 94.75 Rheinische Stahlwerke 479.00 181 00 Rhein.=Wests. Industrie 149 00 148.76 Rhein.=Westf. Kalkwverke 124.25 124.80 Rombacher Hütten—174.50 175.75 Schuckert Elektric.=Ges. 109.75 112.00 Siemens und Halske—/181 50183.00 Stettiner Elektr.=Werke 118.25 115.59 Stolberger Zink neue—130.00 130.50 Tuchfabrik Aachen—.—88.00 87.09 Verein.Cöln=Rottweller 231.50 232.00 Westsälisch: Stahlwerke 59.75 70.00 Wickrath Leder———178.00 178.00 Wittener Gußstahl Aktien 213.25 215.75 Wittener Glashütte— 98.75 98.90 Wechsel und Noten. .76-18839 168.70 Paris—— 2 Monate 0000 Wien——— 8 Tage 94.90 do.——— 2 Mon. 00.00 Italien. Plätze 10 Tage 00.00 do. do. 2 Mon. 00 00 Oesterr. Noten 100 Kron. 35.05 65.00 Russ. Bank=R. 100 Rubel 21.90 213.85 (Tel.) Die Tendenz ist fest. 80.85 84.95 60.00 81.20 00.00 85.00 Amsterd.=Rotterd. do. do. 2 Mon 000.00 000.00 Brüssel u. Antwerp. 8Tg. 81.00 81.50 do. do. 2 Mon. 00.500 00.00 London—.— 8 Tage 20.425 20.425 do.—— 3 Monate 20.29 20.29 Paris——— 8 Tage 81.30 81.35 W Berlin, 25. April 1908. Privat=Diskont: 4 Prozent. Gaut= Diskonto. Berlin 5½%(Lombard 6%). Amsterdam 3½. Beüssel 3 1/2% Christiania 5⅛. Italieniscye Plätze 5. Kopenhagen 6. Lissabon 6. Jondon 3% Madrid 4 1/. Paris 3. St. Petersburg u. Warschau 6½/a. Schweiz 31/. Stockholm 6. Wien 4½e. Stadt-Auleide. 5½ Di. Gladbach 1890, 1903N g. 23 /4. u. 21. f. 90.50 F 90. 50C London, 24. April. 4 Uhr 30 Minuten. Great Bonider Pers. neue.19. Great Boulder Prop..29. D. Würtenberg Bankgeschäft Wallstrasse 74 Telephon 511. Börsen-Cassa- und Termin-Geschäfte bei mässigem Einschuss zu kulanten Bedingungen. 48680 von John Heuri Schwerin Berlin W. 57. Wie herrlich und vielseitig ist diese Numme wieder ausgestattet! Neben der Belletristik ein reicher Modeteil Humorbeilage, Aerztlicher Ratgeber, die spannend Romanbeilage und vieles andere noch.„Mode und Haus“ Solorite Me..38.— Ml..—, mit Roden=resp. .5 e änge fürP I. Iu Auchener Knbeiger! B 4 2 (Jachdruck verboton.) Inhalt. 1) 2) 3) 4) 15) 16) Aachener Lederfabrik.-G. Aachen, Genußscheine. Amsterdamer Industrie-Palast 10 Fl.-Lose von 1867. Arenberg’sche.-G. f. Bergbau u. Hüttenbetrieb in Essen..Ruhr. chuldverschr. III. Ausgabe. Arloffer Thonwerke,.-G. in Arloff(Rheinland), Teilschuldverschreibungen. 5) Badische 45 Eisenbahn-PrämienAnleihe(100 Taler-Lose) v. 1867. 6) Badische 31x Eisenb.-Anlehen von 1892 und 1894. 7) Baumwollspinnerei Germania in Epe, 415 Obligationen von 1899 8) Berliner Pfandbriefe. 9) Braunschweigische PrämienAnleihe(20 Taler-Losel. 10) Düsseldorfer 315 Stadt-Anleihe von 1903(.). 11) Erste Ungarisch- Galizische Eisenbahn, Prioritäts-Obl. 12) Finnländische 342 Staats-Eisenbahn-Anleihe von 1889. 13) Frankfurt a. M. 315 Stadt-Anl. Lit. N. von 1875. 14) Gewerkschaft Victor in Rauxel. Schuldverschreibungen. Herforder 318 Stadt-Schuldverschreibungen von 1904. Kölner Verlags- Anstalt und Druckerei.-., vorm. J. Dietz und Baum'sche Druckerei, 4# Partial-Obligationen. 17) Kölnische Stadt-Schuldverschr. 18) Lamberts,.,& May, Akt.-Ges. in.-Gladbach, 448 Teilschuldverschreibungen von 1903. 19) Leoben-Vordernberger Eisenb., 41 Prior.-Partial-Schuldverschr. 20) Lissaboner 43 Stadt-Anleihe (Berichtigung). 21) Lodzer Fabrik-Eisenbahn-Ges. 48 Obligationen von 1901. 22) Moskau-Kasan-Eisenbahn. 430bl. von 1895, 1898, 1899 und 1900. 23) Moskau-Kursk-Eisenbahn, 4# Obligationen Emission 1886. 24) Ostatrikanische Eisenbahn-Ges. in Berlin, Anteilscheine. 25) Portugiesische 113 TabakMonopol-Anleihe von 1891. 26) Rumänische 53 amortisierbare Rente von 1894. 27) Rumänische 5g amortisierbare Rente von 1903. 28) Sächsische Landrentenbriefe. 29) Schwedische 313 fundierte Staats-Anleihe von 1886. 30) Solms-Braunfelsische 315 Anl. von 1886. 31) Stadtberger Hütte, Aktien-Ges. in Niedermarsberg, Teilschuldverschreibungen. 32) Stuhlweißenburg-Raab-Grazer 248 Präm.-Anteilscheine v. 1871 33) Theiß-Regulierungs- und Szegediner Prämien- Anl. von 1880. 34) Tärkische 34 400 Fr.-EisenbahnLose von 1870. 35) Warschau-Wiener Bisenbahn. 48 Obligationen Serie K und XI. 86) Weseler Portland-Cement- und Thonwerke, Aktien-Ges. in Wesel, Obligationen. 87) Wiener Rudolf-Stittung, 10 Pl.Lose von 1864. 220 360 429 4200 296 573 645 5638 767 6501 508 661 7430 8228 252 371 800 10192 227 309 382 748 911 11196 326 337 350 476 507 568 12128. a Lit. A. à 300 M 356 661 798 1815 3118 4048 988 5073 518 6637 7497 9263 417 880 10493 611 12630 13149 954 14180 417 15541 16525/399 410 420 454 460 503 516 537 562 918 17644 909 933 936 18231 598 19684 843 20150 411 478 998 21624 22352 533 23148 350 359 24060|906 924 951 969 983 9004 009 023 033 27090 443 28656 29130 30201 31589 33269 535 986 34505 770 36342 693 955 37081 332 503 39095 117 673 763 942 40374 667 41100 336 975 43178 287 4 4059 146 555 944 45849 968 988 46017 085 098 574 577 789 966 47536 48211 339. Lit. B. à 1500 M. 487 2245 3706 6106 361 781 894 7379 561 741 8760 9850. Lit. C. à 3000 M 449 8035 251 675 4064 449. à%. Lit. D. à 3000 MK 695. Lit. R. à 1500 M 2082. Lit. F. à 300 506 1090 8670 4427 6071 270 897 7392 8138 299 311. Lit. G. à 150 M. 556 1628 3482 654 4324 936 942 5019 267 6828 201 255. à 3½(alte), à%, à 8½2 und 33(neue). Eine Verlosung hat nicht stattgefunden. 9) Braunschweigische Prämien-Anl.(20 Taler-Lose). 141.Prämienziehung am31. März1908 Zahlbar am 30. Juni 1908. Am 1. Fehr. 1908 gezog. Serien: 33 1214 1384 1393 2696 2797 3708 4073 4088 4237 4320 4578 5534 5663 5862 6578 6656 7144 7175 7345 7591 8380 8869 9726 9789 9887 9991. Prämien: Serie 38 Nr. 10(210) 13(300). 1384 11(210),1393 15(300) 16(300), 2696 14(210), 2797 41(300), 4320 23(210), 4578 12(300) 26(180,000), 6656 30(300) 42(300). 7144 21(300). 7175•48(6000), 8380 2(210), 8869 4(300), 9726 40(1500), 9789 37(300), 9887 8(210), 9991 44(9000). Alle übrigen in obigen Serien enthaltenen Nummern sind mit S 4 gezogen. 158 235 251 278 313 327 374 402 414 456 503 55S 579 600 631 667 680 685 734 777 785 806 840 871 893 904 925 7056 059 090 095 170 250 255 277 306 428 448 481 491 521 527 537 579 583 586 599 603 661 688 712 730 838 865 866 874 916 8024 034 113 129 132 135 139 205 264 265 275 331 333 370 396 586 641 645 675. à 500 M 8812 827 828 834 886 053 095 111 148 172 233 236 252 285 345 348 374 406 416 444 478 486 503 510 541 570 574 661 663 778 791 822 832 890 973 985 10004 060 104 145 263 276 290 414 422 430 465 483 554 562 577 633 637 656 674. à 200 M 10702 713 775 796 827 830 871 882 980 11006 018 019 029 077 170 193 212 290 306 335 358 360 397 400 424 471 477 511 567 595 604 529 657. 10) Düsseldorfer 3½% StadtAnleihe von 1903(.). Zweite Ausgabe, Zinsscheine Februar August. Die diesjahrige Tilgung ist durch 1) Aachener Lederfabrik.-G. in Aachen, Genußscheine. 1. Verlosung am 23. Mai 1907. 16 236 zen bef 646. 2) Amsterdamer IndustriePalast, 10 Fl.-Lose von 1867. 83. Serienziehung am 1. April 1908. Prämienziehung am 1. Mai 1908. Serie 73 685 717 867 904 1171 1207 1444 1548 1643 1667 1750 1783 1791 1966 2010 2067 2132 2175 2228 2423 2782 2793 2816 2896 3023 3095 3230 3242 3868. 3) Arenberg’sche Aktien-Ges. für Bergbau u. Hüttenbetrieb in Essen a. d. Ruhr, Schuldverschreibungen III. Ausgabe. Verlosung am 28. März 1908. Zahlbar am 1. Juli 1908. 2008 013 020 045 052 107 152 176 178 194 204 207 209 231 234 244 260 302 305 337 351 359 373 378 391 405 436 438 489 491 507 552 568 587 589 592 598 666 670 686 693 696 699 703 704 707 720 727 730 757 807 826 836 851 855 856 877 881 928 953 à 1000 M 4) Arloffer Thonwerke, .-G. in Arlosf Rheinland, veilschuldverschreibungen. Verlosung am 29. März 1908 Zahlbar mit 33 Aufgeld am.Juli 1908. 59 77 116 147 292 378 632 645. 5) Badische 4% Eisenb.-Präm.Anl.(100 Taler-Lose) v. 1867. 41. Serienziehung am 2. April 1908. Prämienziehung am 1. Juni 1908. Serie 33 41 64 77 165 173 192 296 338 363 389 396 399 424 430 432 469 473 528 569 630 676 688 725 737 752 763 838 858 927 994 1000 1045 1099 1109 1195 1225 1299 1309 1310 1335 1340 1351 1357 1361 1411 1484 1470 1519 1524 1526 1556 1570 1609 1619 1629 1702 1708 1710 1712 1736 1740 1875 1888 1936 1951 1975 2003 2021 2067 2078 2083 2095 2105 2110 2127 2182 2206 2260 2268 2302 2304 2331 2358. 6) Badische 3½ 2% EisenbahnAnlehen von 1892 und 1894. 6. Verlosung am 2. April 1908. Zahlbar am 1. November 1908 oder auch sofort. Lit..,.,.,., E. und F. à 3000, 2000, 1000, 500, 300 und 200 M. 98 118 175 537 575 584 633 654 814 831 1025 220 233 267 377 417 436 473 482 710 771 807 872 907 972 2027 167 170 216 257 360 365 412 446 484 562 590 766 794 917 951 3097 098 137 302 321 437 613 695 814 819 862 4154 170 177 229 259 274 340 613 707 751 941 5116 230 234 304 600 603 615 677 727 749 940 957 6035 165 198 211 250 317 327 341 356 421 612 652 719 777 800 824 855 969 978 7058 066 072 158 211 212 213 236 279 419 594 650 702 729 757 776 800 947. II) Erste Ungarisch-Galizische Eisenbahn, Prioritäts-Obl. (Vom Staate zur Selbstzahlung übernommen.) Verlosung am 2. März 1908. Zahlbar am 1. September 1908. 58 Prior.-Obl. v. 1870 I. Emiss. (36. Verlosung.) à 200 Fl. 26501—544 90001—500. Hiervon sind 476 Stück bereits in 318 Titres konvertiert und es kommen nur die nachstehenden, der Konvertierung noch nicht unterzogenen zur Rückzahlung: à 200 Fl. 26512 516 636 538 90016 017 026 030 044—051 053 054 074 075 107 108 117 122 123 142 172 —175 193 202 218 219 258 259 261 274—277 294 314—316 339 353 354 421 426—431 439—444 446 474 488 —490 492 493. Zahlbar am 1. Juli 1908. 58 Prier.-Obl. v. 1878 II. Emiss. (30. Verlosung.) à 200 Fl. 4109—312. Hiervon sind 184 Stück bereits in 312 Titres konvertiert und kommen nur die nachstehenden, der Konvertierung noch nicht unterzogenen zur Rückzahlung: à 200 Fl. 4115 118 119 161 164 213 228 230—232 245 261—263 281 291 297—300. Zahlbar am 1. September 1908. 8½ konv. Prioritäts-Obl. von 1870 I. Emission. (5. Verlosung.) à 400 Kr. 19501—746 3550136000 94937—95000. Hiervon sind 67 Stück noch nicht konvertiert und es kommen nur diel nachstehenden, der Konvertierung bereits unterzogenen zur Rückzahlung: à 400 Kr. 19501—527 531—541 543—562 565—573 575—605 607—686 688 690—723 725—736 738 739 742 —746 35501—513 515—563 571 572 574—593 597—612 614—702 704 707 —709 711—791 793—796 798 800—1 815 817 818 820—836 839—851 853 4) Gewerkschaft Victor in Rauxel, Schuldverschr. Verlosung am 17. März 1908. Zahlbar am 1. Juli 1908. Anleihe von 1895. 23 28 82 92 144 204 223 253 270 360 380 417 429 487 651 682 692 694 711 813 817 904 950 982 989 1018 033 045 111 129 140 146 245 291 310 388 389 489 491 529 536 646 677 716 721 19 793 825 902 914 928 966 2021 242 269 409 467 539 590 603 649 665 678 772 775 818 846 900 925 951 962 3006 009 040 047 066 101 107 109 170 308 351 369 396 437 445 447 451 458 à 1000 M— Kündigung vom 28. März 1908. Sämtliche noch nicht verlosten 45 Teilschuldverschr. von 1895 zur Rückzahlung am 1. Juli 1908 und 44# Teilschuldverschr. von 1902 zur Rückzahlung am 1. Januar 1909. 15) Herforder 3½% StadtSchuldverschr. von 1904. Die Tilgung für das Rechnungsjahr 1907 ist durch Ankaut erfolgt. 16) Kölner Verlags-Anstalt und Druckerei.-., vormals I. Dietz u. Baum'sche Druckerei, 4% Partial-Obligationen. 9. Verlosung am 1. April 1908. Zahlbar am 1. Juli 1908. 31 41 77 107 110 131 149 182 246 359 361 388 425 449. 869 5002 124 278 554 607 629 679 986 6037 426 477 485 803. à 500 M 7231 317 432 486 604 8384 388 447 504 541 635 773 9011 178 212 267 525 545 820 822 885 10076. 150c. 101111—120 931—940 103871—880 891—900 104641—650 105321—330 721—730 109821—830 861—870 110291—300 351—360 541—550 112521—530 113411—420 731—740 114791—800 981—990 115621—630 22) Moskau-Kasan-Eisenbahn 118321-—630 761-770 117881—-890 Mochue Teheun Eiechwallirg 118131—140 121431—440 701—710 122691—700 123531—540 961—970 789 842 985 5046 184 669 6737 7218 842 8286 573 791 847 9000 037 785 786 10331 670 774 789 860 915 11153 328 603 614 702 706 771 886 964 12149 151 350 422 817 948 14594 963 15153 311 347 737 828 960 16104 784 17228 341 720 18143 212 276 348 799 805 900 915 924 19002 033 128 891 967 20087 214 221 233 21047 119 57 713 790 818 875 22182 548 623 7721 851 977 23030 052 328 482 509 526 602 964 997 2160 167 206 389 406 425—660 801—810 142781—790 143301/933 957 25550 620 899 26435 464 516 448 566 676 3161 227 4117 235 672)—310 144701—710 145561—570 6111544 866 867 27111 166 190 310 449 757 5237 308 676 6083 183 598 785 978.)—620 146421—430 147301—310 761/777 888 994 28208 456 480 832 à 500 Rubel. 7196 263 296 436—770 148111—120 171—180 791—1956 958 986 29043 277 323 519 67 454 555 724 8434 471 783 9075 176 800 150931—940 151461— 470|810 869 30246 349 533 653 717 726 230 766 10157 439 484. 153321—330 155791—800 881—890/82 à 1000 Rubel. 10694 780 856 991—156000 157591—600 15851 929 11027 241 737 950 963 12097/—520 162181—190 163161—17 164771—780 166041—050 051—060 331—340 901—910 167261—270 169761—770 171671—680 172701 4% Obligationen von 1895, 1898, 1899 und 1900. Verlosung am 19.Januar/.Febr. 1908. Zahlbar am 1/14. Mai 1908. Obligationen von 1895. à 100 Rubel. 638 1138 223 248 125011—020 541—550 126631—640 701—710 128291—300 491—500 531 —540 701—710 129251—260 132031 —040 134251—260 761—770 831—1 840 187071—080 591—600 139131 —140 140231—240 141581—590 651 925 1217 286 355 361 421 676 777 916·5111 265 299 300 432 444 754 820 959 2232 418 801 3010 105 131 132/6049 382 616 737 836 7004 127 206 239 346 355 445 872 4601 605 688 779/417 795 919 8232 260 328 468 508 605 113 259 385 839 897 13122 435. à 5000 Rubel. 14129 343. Obligationen von 1898. ge 17210! à 100 Rubel. 191 287 347 387 410—710 831—840 173361—370 174321 827 857 1334 426 492 502 642 699 764—330 175871—880 176371—380 827 887 2281 309 313 516 713 964 3273 177571—580 981—990 178681—690 664 819 994 4659 5015 021 029 146. 179551—560 751—760 180001—001 à 500 Rubel. 5505 6182 250 338 482 594 655 956 7177 327 655 794 803 805 924 978 8363 494 573. à 1000 Rubel. 9246 419 492 530 616 685 850 947 10007 017 209 274 765 846 11137 153 201 450 629 643. à 5000 Rubel. 12158 161 637. à 10.000 Rubel. 12776. Obligationen von 1899. à 100 Rubel. 217 777 814 981 181211—220 182721—730 183041 —050 961— 970 184361—370 185191—200 761—770 881—890 186641— 650 187161—170 691 —700 190981— 990 191151—160 361—370 391—400 431—440 701 —710 951— 960 193991—194000 195501—510 891—900 196291—300 199581—590 200841—850 931—940 203381—390 621—630 206881—890 1167 452 453 576 606 758 879 2598 208021—030 681—690 209541—550 701 940 3399 410 545 593 728 126 132 248 435 619 747 898 5057 169 9129452.350 87 1, 280 791—740 208 249 284 414 487 767 855 6780 Z11541—500 213161–170 214151—160 441—450 7447 753 996 8072 623 894 9133 138 216571—580 217361—370 621—63 185 487 10203 277 629 872 11632 491—500 641—650 630 672 935.— 90—910 218761—770 219851—860 500 Rubel. 12409 539 858 929 320161—160 741—760 221391—400 13084 323 588 771 14516 666 809—.900 323041—050 226061-07 956 964 15343 382 394 738 803 855 451—460 227941—950 228431. 881 16178 379 381 398 656 745. 229341—350 781—790 230381—390 à 1000 Rubel. 17015 322 578 655 591—600 232931—940 233631—640 849 18091 114 216 328 508 589 19136/911—920 235831—-840 S 140 179 191 221 369 645 734 20016. à 5000 Rubel. 20572 612 694. à 10,000 Rubel. 20943. Obligationen von 1900. 100 Rubel. 179 205 319 524 257091—100 181—190 731—740 238331—340 811 —820 240001—010 243391—400 701—710 244171—180 441—450 461 —470 245501—510 246571—580 247351—360 691—700 861—870 —857 861—875 877—880 882—885/087 097 159 169 179 189 199 860 870 893—896 898—902 908 911—36000 94937—946 948—951 953—955 959 —976 978—981 984—95000. 3½ konv. Prioritäts-Obl. von 1878 II. Emission. (5. Verlosung.) à 400 Kr. 10501—752. 3½ Prioritäts-Obl. von 1903. (5. Verlosung.) à 5000 Kr. 80 299 413 547. à 400 Kr. 10001—096. 12) Finnländische 3½% StaatsEisenbahn-Anl. von 1889. Verlosung am 2. März 1908. Zahlbar am 2. Juni 1908. Lit. A. à 5000.-M. 251 446 572 733. Lit. B. à 2000.-M. 257 564 1500 505 731 905 2171 362 632 644 889 905 3741 972 6254 452 471 513 558 621 705 750 806 7122 170 205 240 372 497 36 643 769 772 960 8015 110 213 325 402 475. Lit. C. à 500.-M. 566 578 658 814 867 1678 731 2450 507 8078 305 444 669 724 950 959 4032 468 755 5231 937 995 6153 374 551 626 749 775 7535 8298 858 9342 583 643 666 887 10031 213 945 958 11275 808 931 12087 239 305 417 454 667 727 827 936 13262 486 602 980 14310 387 422 647 706 766 773 793 801 981 15040 191 278 687 856 16175 313 716 17238 256 282 654 800 18767 19193 479 701 998 20175 199 324 333 368 415 535 599 863 975 985 21111 135 163 166 265 410 593 22026 040 058 069 474 477 604 887 23260 295. 7) Baumwollspinnerei Germania in Epe, 4½% Obl. von 1899. Verlosung am 27. März 1908. Zahlbar mit 1058 am 1. Juni 1908. à 2000 M 42 43 103 139 177 180 291 313 324 384 386 415 474 475 484 550 582 588 597. à 1000 M 615 616 627 720 745 A. u. B. 8) Berliner Pfandbriefe. Verlosung am 19. März 1908. Zahlbar am 1. Juli 1908. à 48(alte). Lit. H. à 3000 M 244 691 840 1259 2515. Lit. J. à 1500 Ml 594 627 628 659 1005 187 267 741 865 2452 3061 860 915 4058 5314. 13) Frankfurt a. M. 3½% StadtAnleihe Lit. N. von 1875. 31. Verlosung am 16. März 1908. Zahlbar am 30. Juni 1908. à 5000 M 33 111 151 163 230 263 272 319 327 330 362 390 399. à 2000 M 424 435 447 465 497 548 564 672 677 684 691 701 731 750 765 776 806 859 861 881 887 895 898 962 963 970 993 1018 054 061 127 136 145 162 169 182 197 253 341 358 365 381 438 488 515 527 590 620 694 733 753 814 832 835 880 962 965 992 2094 108 251 269 286 322 328 332 343 366 372 411 421 517 570 617 668 756 761 767 777 827 836 933 986 987 3034 067 085 091 171 204 267 284 290 300 307 309 311 361 369 421 450 545 597 612 625 630 647 675 694 702 712 715 795 873 894. à 1000 M 3906 908 918 934 937 973 983 4043 088 111 130 163 193 205 Lit. K. à 300 MK 112 506 848 1115/210 211 293 335 408 445 473 475 501 204 438 763 2379 623 873 3246 4055/608 690 707 749 776 805 818 851 856 5165 195 6392 463 968 982 7079 250/885 922 972 978 5015 075 092 127 135/37 516 8643 9413 10159 356 795 11016 1vo 168 170 232 253 281 321 379 403 92 ais 17. 1409 45 i59 652 640 695 def 85e 700 Lit. L. à 150 M 249 290 21777717 751 778 798 342 893 984 6003 029 17) Kölnische StadtSchuldverschreibungen. Anleihe v. 24,779,000 M v. 1904. Die Tilgung per 1. Juli 1908 durch Ankauf erfolgt. Anleihe.36,000,000 MK v. 1906. Verlosung am 16. März 1908. Zahlbar am 1. Juli 1908. Lit. A. à 5000 M. 11 146 206 207 221 257 401 433 480 601 714. Lit. B. à 1000 M 807 817 827 837 847 857 867 877 887 897 2007 017 027 037 047 057 067 077 087 097 3707 717 727 737 747 757 767 777 787797 5501 511 521 531 541 551 561 571 581 591 6602 612 622 632 642 652 662 672 682 692 7407 417 427 437 447 457 467 477 487 497 806 816 826 836 846 856 866 876 886 896 8106 116 126 136 146 156 166 176 186 196 9009 019 029 039 049 059 069 079 089 099 503 513 523 533 543 553 563 573 583 593 908 918 928 938 948 958 968 978 988 998 10510 520 530 540 550 560 570 580 590 600 608 618 628 638 648 658 668 678 688 698 808 818 828 838 848 858 868 878 888 898 11204 214 224 234 244 254 264 274 284 294 13306 316 326 336 346 356 366 376 386 398 14208 218 228 238 248 258 268 276 288 298 403 413 423 433 443 453 463 473 483 493 15309 319 329 339 349 359 369 379 389 399 504 514 524 534 544 554 564 230 240 415 425 17809 819 829 839 849 859 869 879 889 899 18110 120 130 140 150 160 170 180 190 200 19206 216 226 236 246 256 266 276 286 296 20407417427437 447 457 467 477 487 497 507 517 527 537 547 557 567 577 587 597 603 613 623 633 643 653 663 673 683 693 21510 520 530 540 550 560 570 580 590 600 22101 108 111 118 121 128 131 138 141 148 151 158 161 168 171 178 181 188 191 198 23010 020 030 040 050 060 070 080 090 100 106 116 126 136 146 156 166 176 186 196 601 611 621 631 641 651 661 671 681 691 804 814 824 834 844 854 864 874 884 894 25002 007 012 017 022 027 032 037 042 047 052 057 062 067 072 077 082 087 092 097 801 804 811 814 821 824 831 834 841 844 851 854 861 864 871 874 881 884 891 894. Lit. C. à 500 M. 26057 067 077 588 605 672 791 1072 079 208 244 359 249111—120 871—880 250621—630 509 511 673 833 889 2017 460 529 860 251681—690 253261—270 311—320 à 500 Rubel. 3560 599 647 4214/—850 262181—190 671—680 871— 419 653 729 944 959 5082 240 27 2/880 263501—510 561—570 265681 7100288 352 357 409 662 867 883 962—99g 220041—039 906 939 10000 125 660 859,974. 274431—440 671—680 275071—080 à 5000 Ruber. 11040. 471—480 571—580 801—810 27640 23) Moskau-Kursk-Fisenhahn—410 861—870 278411—420 27904 —, MOSKau-Kursk-Eisenbaln,—050 481—490 280781—790 281151 —160 911—920 282401—410 451— 460 681—690 283021—030 061—070 4% Obl. Emission 1886. Verlosung am 2/15. Januar 1908. Zahlbar am 18. April/1. Mai 1908. à 500 M 50 87 92 134 181 200) 210 238 320 350 504 516 736 821 841 1161 163 241 369 543 606 619 621 811 471—480 391—400*) 284141—150391 —400 285051—060 821—830 287641 —650 288191—200 211—220 271— 280 331—340 561—570 871—880 01828 839 31253 496 955 32281 373 448 484 503 567 703 724 767 931 971 986 33513 546 553 580 852 31313 563 610 643 35170 206 495 36599 808 934 37113 178 296 499 880 38222 362 867 39318 388 572 40199 237 347 480 552 41449 533 985 42344 417 811 43579 719 930 44167 191 472 529 813 45096 151 255 558 587 606 924 46179 299 695 956 47188 329 376 527 594 815 933 48088 132 152 255 309 990 49215 412 562 637 948 50233 295 871 980 5 1065 394 412 499 524 855 52239 241 546 975 989 53723 795 915 54118 219 254 403 491 540 565 601 627 55243 470 481 561 798 932 56057 068 260 592 840 958 57370 534 738 904 922 58230 574 631 718 829 869 980 59291 703 863 60244 253 302 313 332 620 681 811 822 61221 252 589 883 62007 231 443 861 63058 231 849 64246 598 762 65087 392 495 646 951 66943 67399 474 938 957 68172 270 436 517 761 69199 304 331 459 774 838 839 979 70031 065 079 350 354 941 71040 072 390 72052 73022 095 356 455 537 544 789 924 983 74381 897 75744 76325 634 927 974 988 77020 075 373 518 536 630 78005 034 195 432 924 79096 244 488 725 80273 614 790 793 81099 183 232 283 401 409 583 679 940 82212 451 514 620 692 721 838. 1000 Fr. 83017 325 444 503 857 911 2148 345 466 513 725 741 780 290111—120 461—470 291101—110 812 876 877 3139 157 171 192 294 533 141—150 471—480 292991—293000 600 644 885 4026 109 123 287 831 491—500 294051—060 295401—410 5228 699 777 853 6693 716 7105 391/ 711—720 811—820 296071—080 571 477 642 656 844 8020 179 193 408 576—580 671—680 297091—100 401. 790 848 874 899 9050 089 152 235 989 410 298791—800 891—900 29950110066 262 315 322 338 694 749 831 510 300381—390 301811—820 931— 840 965 11183 642 825 12039 055 057 940303251—260 061—070")304531— 198 225 639 854 877 18183 449 568 540 641—650 861—870 305171—180 606 697 739. 1221—230 306671—680 307471—480 à 1000 K 14189 375 409 530 575/ 308041—050 271—280 331—340 830 15055 195 226 310 572 582 583 310411—420 312351—360 541—550 955 965 16146 296 371 543 616 668 315601—610 621—630 317461—470 773 781 849 858 976 982 84228 261 339 582 599 662 804 85019 398 591 89 808 8643987221 343 353 371 495 502 505 587 688 768 88066 076 112 316 963 89161 268 673 791 90143 198 249 454 91110 125 459 612 744 787 341 947 92274 528 796 967 93059 297 364 414 94230 249 460 758 878 95031 309 445 502 632 815 961 96086 477 847, 728 927 97173 603 610 816 899 98084 146 409 506 566 687 693 780 954 99060 100377 402 469 620 742 848 913 996 101299 373 529 636 970: 102313 429 526 570 103002 055 199 509 729 104408 687 710 870 993 106010 018 143 173 237 293 328 515 14 107166 304 390 436 863 925 108384 466 469 479 109026 214 551 585 596 890 110052 126 279 111068 21 258 266 646 739 792 996 112126 148 216 460 113375 114117 283 84: 115380 467 715 826 116033 668 750 837 856 117161 182 424 118157 447 503 507 530 705 808 119200 324 417 429 599 647 652 803 861 120022 060 371 550 619 121061 087 499 853 883 122290 350 426 462 123186 210 426 458 462 553 624 124107 215 466 689 693 844 971 125126 252 411 500 531 635 754 126062 150 820 127028 158 181 291 412 745 760 989 128129 424 813 129443 500 560 878 130113 300 685 131029 553 572 631 806 132028 406 700 133672 134098 187 256 301 304 465 580 582 135163 285 347 726 977 136052 285 575 717 137299 656 863 961 9188 287 10015 558 11109 229 249 288 423 554 559 616 862 12108 156 192 225 235 554 714 13040 372 917 14081 270 347 661 766 942. Serie D. à 500 K 193 498 524 649 899 975 1459 505 567 658 862 931 2025 134 321 509 3087 187 207 331 561 711 4045 178 295 834 923 5861 628 641 650 678 864 6034 079 263 332 380 409 537 826 911 969 982 7544 815 833 990 8013 674 859 967 9192 225 257 383 427 434 10216 571 677. 1426586—590 325 1440321. /60,000) 638—640 1469946— 950 1496171 172(1000) 175 1504881—885 1512946— 950 1530871— 875 1537311(6000) 1427261—265 321— 325 1441636 637 1442051—055 1477681— 685 173(1000) 174 1511131—135 1519041— 045 1533346— 350 312—315 1549376 377(1000) 378—380 1554291(3000) 292—295 1556416—419 420(6000) 6016— 020" 1581181— 185 157 30) Solms-Braunfelsische 3½% Anlehen von 1886. Verlosung am 18. März 1908. Anlehen von 1,500,000 M Zahlbar am 1. Juli 1908. Lit. A. à 1000 M 143 190 485 667 799. Lit. B. à 500 M 40 294 376 394 781 983. Lit. C. à 200 M. 283. Zahlbar am 1. Januar 1909. Lit. A. à 1000 M 326 362 679 809 889. Lit. B. à 500 MK. 194 212 254 675 815 977. Lit. C. à 200 M 237 316. Anlehen von 1,700,000 M Zahlbar am 1. Juli 1908. Lit. A. à 1000 M 181 264 331 433 484 889 1029. Lit. B. à 500 MK. 275 460 546 643 Lit. C. à 200 299. Zahlbar am 1. Januar 1909. Lit. A. à 1000 M 67 111 197 377 425 471 932. Lit. B. à 500 Mf. 101 106 290 374. Lit. C. à 200 M 59 60 278. 1599001—005 1609311 312 313 (6000) 314 315 1615786— 790 1633566—570 1645201(1000) 202 31) Stadtberger Hütte, Akt.-Ges. in Niedermarsberg. veilschuldverschreibungen. Verlosung am 28. Marz 1908. Zahlbar mit 2% Aufgeld am 1. Juli 1908. à 1000 K 25 26 39 65 67 70 150 158 164 197 216 225 270 407414 424 459 499 500 517 541 558 561 592 630 644 659 683 716 724. à 500 K 760 763 790 875 880 980 1009 010 014 024 046 050 053 071 078 092 107 146 216 241. —204 205(1000) 1648096— 100 1700341— 345 1714711— 715 1738621— 625 1770231(1000) 1647751—755 1650921— 925 1710056— 060 1730156— 160 1763251— 255 232—235 1779026 030 1793526—530 1804516—520 1816831— 835 1826881— 885 1828766— 770 1856981— 985 1918476—480 1935561 562 563 (1000) 564 565 1937221—225 1940131— 133 134(3000) 135 1961311(3000) 312—315 1968401 —405 1972321—325. 32) StuhlweißenburgRaab-Grazer 2½% PrämienAnteilscheine von 1871. 74. Prämienziehung am 1. April 1908 Zahlbar am 1. Juli 1908. Am 2. Januar 1908 gezogene Serien: 114 370 390 554 659 1077 1164 1271 1450 1569 2588 2621 2786 3392 3396 3182 3964 4442 4576 4792 4824 5007 5996 5106 5224 5504 5743 6545 6992 7256 7604 8380 8388 8440 9061 931 9736 9967 10066 11050 11061 11245 11478. Prämien: Serie 370 Nr. 10(3600), 1271 2(5400), 1450 8(18.000), 1569 5(3600), 3964 1(135.000), 5224 (900), 5504 8(900), 8380 2(900), 9967 1(900), 11061 7(900). Alle übrigen in obigen Serien enthaltenen Nummern sind mit 300 Kr. gezogen. 33) 4% Theiß-Regulierungs- u. 918 17039 062 151 194 273 478 844 977 18016 402 670 730 806 841 931 956 19317 475 673 873 20384 453 639 771—780 319091—100 511—520 801—810 320001—010 431—440 321061—070 331—340 323091—100 670 799 896 926 935 994 21022 059 325771—780 327871—880 32822! 092 119 132 227 476 569 718 9961—230 511—520 741—750 329761— 22020 057 071 077 125 396 418 477/ 770 811—820 330381—390 331121— 594 643 874 902 23403 485 670 7711 130 471—480 901—910 332861—870 030 061—070 334201—210 531—540 751 600631—640 750 810 890. 339311—320 340531—540 781—790 —341971—980 343091—100 301—310 24) Ostafrikanische Eisenb.-1344151—160 345511—520 346001— Ges. in Berlin, Anteilscheine. 831—840 348631—640 349471-480 Verlosung am 16. März 1908. 350551—560 351021—030 251—260 Zahlbar mit 1203 am 1. Juli 1908. 352351—360 621—630 353161—170 Lit. A. à 100 M 24 282 425 5501 321—830 611—820*•211 592 1027 182 198 424 889 3127 521s“— oioa Sotat 829 876 934 4318 524 949 957 6008 106 137 938 7163 501 759 8161 475 994 9259 303 311 331 332 339 344 354 355 356 363 404 466 494 849 854 220 271 280 931—940355531—540 951—960 981—990 859021—030 041—050 341 —350 671—680360321—330 691—700 701—710 361081—090 191—200 791 —800 931—940 363011—020 611235 331 661 860 143285 652 914 144285 309 523 787 863 145460 146786 909 147200 206 805 148801 824 149144 347 442 740 150034 138 159 509 784 810 971 151026 095 174 222 428 430 554 729 152179 234 403 603 153016 242 296 513 648 690 867 919 154014 118 143 201 268 457 618 714 155169 232 344 569 660 745 156001 052 441 597 728 157077 281 373 598 741 855 158155 349 748 996 159242 275 321 347 953 160317 380 498 534 647 673 708 837. à 5000 Fr. 161072 269 483 547 689 162082 096 126 446 634 658 63210 484 594 894 950 164122 336 426 867 984 165161 235 599 166137 341 665 749 950 167209 282 339. 880 890 900 27053 063 073 083 093 260 270 280 290 300 455 458 465 468 75 478 485 488 495 498 601 611 621 631 641 652 662 672 682 692 28304 314 324 334 344 659 669 679 689 699 853 863 873 883 893 29403 413 423 433 443 953 963 973 983 993 30052 062 072 082 092 109 119 129 139 149 204 214 224 234 244 31107 117 127 137 147 354 364 374 384 394 557 567 577 587 597 956 966 976 986 996 32360 370 380 390 400 660 670 680 690 700 753 763 773 783 793 908 918 928 938 948 33256 266 276 286 296 301 311 321 331 341 656 666 676 686 696 705 715 725 735 745 34401 411 421 431 441 557 567 577 587 597 653 663 673 683 693 35209 219 229 239 249 957 967 977 987 997 36004 014 024 034 044 557 567 577 587 597 858 868 878 888 898 37258 268 278 288 298 610 620 630 640 650 853 863 873 383 893 38454 464 474 484 494 604 614 624 634 644 39058 068 078 088 098 110 120 130 140 150 358 368 378 388 398 806 816 826 836 846 909 919 929 939 949. 102 15033 172 778 845 848 95 J6e 620 364931—940 368631—640 14355 15104 136 143 169 236 278 288 339071—080 701—710 371241—250 341 16202 17390 18041 176 194 196“—960 891—900 372131—140 161 624 794 890 19165 195 247 464 725—170 521—530 373171—180 621— 953 20087 306 324 354 748 768 917 930 374221—230 375511—520 81314 323 336 689 793 818 835 843 377631—640 378201—210 381—390 852 872 976 22193 246 918 933 23407/38713] 320 380301—910 S11-320 527 534 24197 625 643 998 25421 975/ 35246] 201—210 691—700 26475 27062 165 29340 832 30965/02 3711—720 884011 32268 384 388 452 886 985 33562 565 4 431—440 831—840 385821—830 580 626 34096 280 465 35123 232 415 388321—330 391041—050 171—180 509 782 36119 165 202 472 559 37866 191—200 991—392000 393131—140 38272 39337 40888 41202 813 42228 571—580 395551—660 631—-640 340 574 43735 44579 595 692 743 968 3P 6391—499 571—580 941—950 45109 119 309 490 46166 591 598 781 47510 526 533 781 833 48036 320 384 570 820 883 886 912 932 50167 713 51586 663 52077 241 886 53313 433 489 548 971 55882 56379 620 57082 346 492 599 708 747 759 851 897 979]— 58301 532 573 670 928 970 59164 270 424071—.080 281 651 60178 279 290 514 61022 026—470 427651—6 030 112 315 556 559 62148 437 648) 791—800 430761—770 431521. 63929 64187 65307 837 960 an4or##—800 430761—770 431521—530 Osst3 Uriet Unser SUr 300 CUzh! 526 67828 972 992 68226 691 917 69149 179 929. Lit. B. à 1000 M 70020 332 461 747 960 71593 72156 184 192 73192 343 600 716 75284 505 919 931 938 6051 111 208 209 221 222 238 243 248 250 263 264 265 328 364 845 77057 059 802 803 79271 392 457 80335 583 971 81829 922 82147 232 149 759. 8) M. Lamberts& May,.-G. in.-Gladbach, 4 ½% Teilschuldverschr. von 1903. Verlosung am 27. März 1908. Zahlbar mit 1038 am 1. Juli 1908. 14 17 22 117 150 159 166 187 193 205 230 231 238 324 328 342 360 364 380 395 à 1000 M 9) Leoben-Vordernberger Eisenbahn, 4% PrioritätsPartial-Schuldverschr. Verlosung am 1. Februar 1908. Zahlbar am 1. August 1908. Emission 1893. à 2000 Kr. 111 379 758 917 1005 036. à 400 Kr. 132. Emission 1903. à 2000 Kr. 148. 20) Lissaboner 4% Stadt-Anl. Emission vom November 1886. (Berichtigung.) Laut nachträglicher Berichtigung der offiziellen Liste muß es in der Verlosung vom 18. Oktober 1907 bei den Stücken à 2000 f statt Nr. 56288 richtig 56238 heißen. 21) Lodzer Fabrik-EisenbahnGesellschaft, 4% Obl. v. 1901. 12. Verlosung am 8/21. März 1908. Zahlbar am 18. Juni 1. Juli 1908. 156 517 608 667 1022—670 91701—710 92131—140 691— à 2000 Ml 922 972 978 5015 075 092 127 135|377 426 775 831 2107 118 334 861 398/700 771—780 961—990 94851—8 400 a56 339 552 580 5ss der gag nonf““ 445 492 617 842 805 914.(P6031-040 06-00 00 409 456 539 552 560 583 687 606 701 à 1000 M 3082 124 162 179 213/—500 611—520 651—660 771—730 407 540 666 862 4261 270 539 778 793·841—850 98601—610 100421—43 598161—770 921—930 400241—250 851—860 404991—405000 811—820 407381—390 711—720 408261270 409151—160 413291—300 414191—200 871—880 416121 —130 419401—410 731—740 761 —770 422441—450 931—940 881— 890 426461 660 429741—750 791—800 901—910 432421—430 621 —630 433301—310 434521—530 435711—720 831—840 971—980 437451—460 440631—640 442881 —890 443761—770 981—990 444401 —410 921—930 446601—610 447111 —120 831—840 448951—960 449051 —060 450341—350 951—960 451641 —650 452191—200 391—400 791— 800 454321—330 455001—010 351 —360 456551—560 457311—320 462341—350 463271—280 464481 490 921—930 465901—910 466661 —670 991—467000 241—250 46835 —360 470761—770 471271—280 25) Portugiesische 4½TabakMonopol-Anleihe von 1891. Verlosung am 20. März 1908. Zahlbar zum Mark-Nominalbetrage) 478531—540 801—810 475671—680 am 1. April 1908. 811—820 891—900 476531—540 801 1331—340 2681—690 3981—990]—810 921—930 478661—670 479391 5551—560 731—740 811—820 7341——400 681—690 480001—010 941— 350 881—890 8541—550 10211-220| 950 481771—780 483511—.520 13341—350 14061—070 15191—200|484221—230 491—600 851—860 485241—250 486591—600 487901 —910 488431—440 731—740 489411 —420 511—520 611—620 881—890 490141—150 231—240 691—700 981 —990 491351—360 531—540 731— 29271—280740 761—770 492091—100 493621 34201—210|—680 681—690 494221—230 495541 941—950 17431—440 981—990 18661 670 861—870 19031—040 081—090 691—700 20141—150 21371—380 22061—070 131—140 251—260 24471 —480 26461—470 551—560 751—76 871—880 991—27000 431—440 32641—650 36761—770 37731—7401—550 496051—060 497341—350 781 691—700 41131—140|—790 951—960 498931—940 499451 —460 681—690. 35881—890 40651—660 501—510 43801—810 44421—430 45471—480 46031—040 731—740 741—750 47001—010 741—750 771 780 50781—790 52081—090 53721 —730 871—880 54361—370 801—810 56741—750 941—950 57691—700 59461—470 821—830 941—950 60101 110 181—140 62751—760 63491— 500 67131—140 411—420 69431—440 71191—200 251—260 791—800 72071 —080 261—270 73031—040 351—360 75481—490 771—780 2) 8o in der Originalliste. Deh Kamigtache Pig amort. sierbare Rente von 1894. (Anleihe von 6,500,000 Fr.) 28. Verlosung am 1/14. März 1908. Zahlbar am 1/14. April 1908. à 5000 Fr. 174 368 381 636. 1 à 500 Fr. 1205 433 784 2072 087 76581—590 355 509 537 573 680 852 905 949 3112 91—-7700 af gi og 174 195 303 504 541 167 797 834 4068 22139 96I. Sro 81401—410 899.1 152 393 339 425 426 615 651 619 968 160 361—370 971-990 8343: 5341 dnt in 928 ui2 62at 350 e 84731—740 991—85000 061—070 201 —210 871—880 86081—090 551—560 87701—710 88511—520 561—570 89411—420 90331—340 501—510 661 27) Rumänische 5% amortisierbare Rente von 1903. 178 180 586 507 655 (Anleihe von 185 Millionen Fr.)/893 16383 640 662 666. 10. Verlosung am 17. Februar/ 1. März 1908. Zahlbar am 1. Juni 1908. à 500 Fr. 217 259 389 399 598 28) Sächsische Landrentenbr. 143. Verlosung am 3. März 1908. Zahlbar am 1. Oktober 1908. Lit. A. à 3000 M 10 17 18 43 45 47 1881 886 2101 104 109 147 335 3415 847 849 995 4017 431 8392 393 395 398 399 581 582 585 589 9072 075 431 432 433 10075 076 078 141 142 143 270 271 277 279 451 454 459 566 11049 081 085 088 089 493 495 498 551 552 556 557 12280 282 283 284 287. Lit. B. à 1500 M 901 906 907 910 911 928 930 931 934 937 941 943 946 948 950 954 958 960 965 971 972 973 981 983 986 989 990 991 1801 803 817 819 828 829(Duplikat) 830 834 842 843 853 870 880 885 886 887 888 891 3309 314 315 317 319 322 325 333 335 337 345 347 352 354 355 357 359 362 368 367 377 378 380 381 387 388 393 4004 005 007 012 014 017 020 023 025 031 039 042 043 057 063 067 075 077 079 089 094 096 098 105 113 123 125 128 130 133 134 137 138 139 154 160 165 168 174 179 190 193 196 197 198 707 708 709 711 720 722 723 725 726 728 731 732 743 748 750 751 754 763 765 766 770 773 776 779 780 791 793 796 5801 803 808 811 817 819 827 829 836 841 851 856 858 865 866 867 869 873 878 880 886 887 889 895 898 7905 909 910 913 917 923 925 927 928 931 932 933 934 939 940 945 947 949 953 955 960 961 962 963 968 969 972 973 974 977 983 985 986 991 992 997 11902 904 905 906 909 911 912 915 916 917 925 933 937 944 948 953 959 961 966 972 973 975 979 986 989 992 993 994 996 16000 003 011 012 015 018 021 024 029 037 038 039 044 048 060 051 053 089 091 096 098 099 707 708 711 712 713 714 716 719 720 722 725 728 729 731 732 733 737 740 742 743 744 746 750 754 757 760 761 763 767 768 769 770 771 772 774 780 785 787 788 789 792 793 795 797 21703 708 715 717 718 719 721 724 729 742 756 757 772 773 774 775 781 783 784 788 22903 905 908 942 945 946 948 949 950 951 956 961 971 973 974 976 978 979 981 983 985 988 989 990 992 993 995 997. .0 3½ 2 10 29) Schwedische fundierte Staats-Anl. von 1886. 22. Verlosung am 4. März 1908. Zahlbar am 1. Juni 1908. Serie A. à 5000 M 29 210 517 647 705 851 1001 221 324 357 624 700 865 2119 260 750 941 8131 258 547 668 688 720 766 916 960 4100 186 309 471 858 967 5361. Serie B. à 2000 M 12 127 141 233 251 481 545 915 1427 455 609 2078 103 131 214 377 519 584 673 908 3076 086 623 796 4154 754 5068 492 551 604 613 648 947 6160 208 398 469 701 758 993 7080 077 187 271 729 909 916 8208 381 496 607 612 645 813 867 965 982 9335 422 716 959 10354 361 362 681 884 11193 195 325 761 826 12246 255 440 13414 522 700 14036 174 280 385 536 934 15029 134 111O 1eU vou vot von 805 816 849 873 Serie C. à 1000 K 91 750 953 1010 253 404 438 490 782 2004 072 247 713 8277 361 824 842 856 891 896 4142 452 488 595 777“ Serien: 292 332 427 451 507 705 710 729 793 1019 1062 1188 1441 1451 1468 1608 1775 1815 2097 2161 2281 2354 2505 2633 2685 716 2749 2759 2809 2911 3220 3393 3451 3460 3547 3695 3722 3804 3937 4039 4089 4198 4365 4388. Prämien: Serie 1019 Nr. 55(2000), 2685 32(2000), 2716 65(2000), 2749 20 (180.000), 3547 42(2000), 4388 63(2000). Alle übrigen in obigen Serien enthaltenen Nummern sind mit 240 Kr. gezogen. 34) Türkische 3% 400 Fr. Eisenbahn-Lose von 1870. 229. Verlosung am 1. April 1908. Zahlbar am 1. Mai 1908. Die Nummern, welchen kein Betrag in() beigefügt ist, sind mit 400 Fr. gezogen. 28151—155 41281(1000) 282 283 284(1000) 285 46726—730 51176— 180 52246—248 249(1000) 250 53841 —845 62806—810 66501—505 70626 —630 88506—510 93646—648 649 (20,000) 650(3000) 120546—550 127611—615 129111 112 113(1000) 114 115 171771 772 773(3000) 774 775 200696—699 700(1000) 206891 —895 210346—350 213321—323 324 (6000) 325 216381(6000) 382—385 218696 697 698(1000) 699 700 219726(1000) 727—730 226156—160 233301—305 239021—025 245291 —295 262026—030 106—110 267941 —945 268036—040 272581—585 273156—160 287396 397(3000) 398 —400 289306—310 307211—215 328761—765 342856—860 349646 —650 353701—703 704(3000) 705 358666—670 369711—715 376661 —665 877691—695 379131—135 408046—050 410196—200 420486 —488 489(1000) 490 454146—150 226—230 460986—989 990(6000) 471181—185 346—350 499136—140 191—195 513191—195 521526—530 532796—800 538226—230 539511 —515 546566—570 564431—435 565241—245 568841—845 569591 —595 590521—525 599026—030 610786—790 629716—720 648056 —060 664541—545 675871—875 680561—565 682326—330 683101 —105 698446 447 448(3000) 449 450 699996— 700000 720851— 855 722166—170 732526—530 741611 —615 756071—075 757881—885 789506—510 796311—315 810041 —045 819541—545 822036—040 837936—940 839236—240 845231 232 233(1000) 234 235 848766—770 859221—225 892501—505 894001 —005 907126—130 922936—940 928066—070 932431—435 945346 (1000) 347—350 951966—970 961866 870 968571 572 573(600,000) 574 575 971456—460 975381—384 385(3000) 987856 857(1000) 858— 360 1024651—655 1027216—220 1034156 157 158(3000) 159(1000) 160 1035481 482 483(3000) 484 485 1043851— 855 1046026— 030 1052121(1000) 122—124 125(1000) 1077291— 295 1107711—715 1113946—950 1124451—453 454 (1000) 455 1130521—525 616—620 1132311— 313 314(1000) 315 1138681— 685 1172501— 505 1178866—870 1203916—918 919 (3000) 920 1207756—760 1224196 197 198(1000) 199 200 1225131— 135 1240361—365 1244136—140 1245326—330 1248746—749 750 (1000) 1253271—275 1272886—888 889(1000) 890(1000) 1274421—425 35) Warschau-Wiener Eisenbahn, 4% Obl. Serle X und XI. 7. Verlosung am 3/16. März 1908. Zahlbar am 18. Juni 1. Juli 1908. Serie X. à 500 M. 4 72 92 258 322 344 360 425 525 546 657 759 844 938 972 998 1004 124 150 202 344 406 453 466 468 502 671 731 736 744 759 866 996 2041 073 104 148 173 219 226 232 242 264 296 302 355 405 424 435 608 630 678 761 775 830 862 883 890 920 984 3023 179 199 203 264 279 308 423 505 527 556 573 589 633 904 913 955 961 4035 048 122 125 178 213 269 273 305 322 345 365 369 386 397 404 418 422 423 541 542 560 590 648 659 662 663 669 681 753 770 775 938 996 5106 123 130 141 221 292 314 335 369 415 453 641 643 659 679 718 799 808 840 848 887 936 6006 025 091 098 110 116 128 198 283 349 409 452 455 517 671 722 24 756 788 797 852 855 903 930 982 7033 167 186 214 216 244 265 498 536 544 686 692 724 742 836 871 905 936 8025 086 087 189 270 427 452 560 587 598 656 721 828 878 882 938 961 9034 051 064 078 160 255 262 270 337 376 442 472 507 525 575 596 773 800 820 848 908 10031 038 050 071 185 333 339 340 399 462 551 565 599 621 631 747 913 962 983 998 11066 100 101 132 161 177 289 313 433 484 497 506 567 573 613 703 712 753 865 945 976 983 99312010 065 140 253 398 428 444. à 1000 M 89 105 170 249 289 326 401 414 480 491 494 565 574 587 608 648 669 783 868 909 921 933 944 958 964 975 983 996 1010 143 170 212 324 404 547 569 575 618 666 708 760 797 971 994 2026 064 107 113 290 310 313 315 364 421 570 635 691 704 725 782 942 963 3004 012 020 030 074 195 216 264 303 318 372 421 442 600 630 714 735 745 784 801 821 835 849 860 950 4013 050 065 137 156 202 383 428 549 594 627 660 662 783 791 823 849 852 886 5013 035 089 103 161 176 229 282 328 332 384 476 486 539 576 578 691 742 794 861 963 6013 045 077 170 244 291 374 396 405 624 632 705 706 717 767 806 842 850 956 976 7032 042 057 144 173 189 340 400 409 440 450 476 505 506 512 580 674 698 756 792 817 871 887 903 962 964 972 990 8074 089 187 190 252 333 360 364 429 446 454 458 518 617 652 669 713 758 775 832 858 893 940 948 976 9165 170 177 188 256 281 316 324 363 370 381 498 510 517 575 625 652 683 719 839 889 927 10064 089 096 139 217 235 238 376 502 557 614 690 829 889 947 966 992 11003 102 119 210 225 273 358 367 397 407 444 475 564 581 614 624 638 737 972 12000 064 100 157 187 256 261 291 386 423 539 543 620 644 652 655 671 770 797 842 850 913 959 13053 188 215 380 621 640 706 807 918 929 965 973 14069 159 255 263 284 293 309 315 334 434 449 472 504 520 554 591 614 635 683 693 708 719 787 817 905 922 940. à 2000 M. 37 71 90 163 179 232 242 338 419 448 452 534 547 550 671 685 716 768 777 811 821 869 902 924 949 1092 124 190 309 311 399 428 479 511 544 587 645 659 683 705 740 822 840 854 881 948 2055 059 065 082 128 137 150 176 203 269 307 308 332 349 390 413 506 616 638 655 801 865 873 894 921 927 3048 077 094 136 171 550 579 627 695 712 968 4141 226 455 457 603 713 835 859 880 915 951 975 5040 125 161 215 221 304 337 347 373 374 376 393 399 402 429 437 444 553 615 624 638 641 696 724 746 799 811 847 850 906 928 934 6000 036 085 104 110 111 134 150 217 243 248 378. Serie XI. à 500 M. 52 59 71 228 265 963 1207 369 645 724 850 2235 245 449 487 553 809 3189 472 491 588 949 4298 394 410 460 5059 180. à 1000 M 285 441 552 583 645 810 817 848 949 951 1019 056 093 293 336 432 517 980 2125 176 448 919 3408 826 939 5042 070 139 184 360 362 363 737 6048 822 957 7054 102 113 244 487 716 799 906 943 8274 426 439 9223 599 655 794 814 900. à 2000 M. 22 756 763 775 864 1111 316 777 788 843 964 2250 621 670 803 861 891 935 3037 339 505. 1314211— 215 859/1325101— 105 1330531— 535 1354431— 435 1366896— 900 779/1373536— 540 97011389551 552 1392676—580 —580 1413136—139 140alle übrigen in obigen Serien# (20.000) 1419916—920 1423911—915haltenen Nrn. mit 24 Kr. gesogen 36) Weseler Portland-Cementund Thonwerke, Aktien-Ges. in Wesel, Obligationen. Verlosung im März 1908. Zahlbar mit 10 M Aufgeld am 1. Juli 1908. 12 18 19 219 242 255 293 340 349 371 376 398 422 445 465 472 490 508 523 551 578 583 620 624 625 655 656 702 728 729 769 770. 37) Wiener Rudolf-Stiftung, 10 Fl.-Lose von 1864. 84. Verlosung am 1. April 1908. Zahlbar mit Abzug am 1. Juli 1908. Serien: S 64 157 220 221 262 340 347 349 412 438 443 551 559 629 673 676 681 695 771 803 877 915 937 1001 1072 1149 1179 1194 1229 1230 1242 1266 1357 1369 1383 1385 1412 1413 1416 1418 1419 1426 1438 1448 1467 1506 1523 1554 1596 1679 1694 1718 1765 1818 1824 1885 1928 1939 2010 2043 2062 2127 2130 2158 2175 2284 2354 2355 2463 2475 2570 2581 2586 2623 2690 2704 2751 2762 2800 2831 837 2851 2894 2946 2999 3009 3015 3029 3034 3077 3100 3109 3156 3179 3181 3192 3316 3318 3322 3333 3346 3373 3387 3418 3454 3511 3562 3708 3757 3763 3791 3819 3916. Prämien: Serie 3 Nr. 28, 157 47, 488 30(100) 38, 673 2(6000) 3(100), 676 27, 681 24, 695 37(30.000) 39, 803 23(400), 915 42, 937 18. 1242 40 (2400), 1369 42, 1385 25, 1413 I7 (100) 42 44, 1416 25(100), 1438 14, 1448 1, 1506 21(200), 1596 32(200) 1679 3(100) 36(100), 1718 12(100) 1885 14, 1939 25(700), 2158 1 2175 47(100), 2463 41, 2475 36 2831 21(700), 2837 11(400), 1319396— 400s2946 25, 3077 23 36(100), 3109 1329066— 070s9 28, 3318 28(100) 36 44(200), 3340 1347931— 935|39(200), 3387 4(100), 3454 30(100 1363546— 5503511 24(100), 3562 3(200), 3763 40 1372761— 76513916 10. 1888151— 155] Die Nummern,.welchen kein Betres (1000) 553— 555 in() beigefügt ist, sind mit 60 K; 1413136—139 140alle übrigen in obigen Serien ent Bekanntmachung. vom 10. April d. J. ab werden an der Kasse der Kurdirektion(Kurhaus Comphaushadstrasse) eie Jahreskarten für Einheimische(gültig für die Zeit vom 1. Mai 1908 bis 30. April 1909) verausgabt. Die Preise für die Jahreskarten betragen: für die Hauptkarte 4 18.— für die zweite, zur Familie und zum selben Hausstand gehörende Person" 10.— für jede folgende, zur Familie und zum selben Hausstand gehörende Person".50 für die Brunnenkarte„.— Ausserdem werden Salsoukarten, die nur zum Besuche des Kurgartens an der Kurbrunnenstrasse berechtigen, ausgegeben. Der Preis stellt sich wie folgt: für die Hauptkarte M.— für die zweite, zur Familie und zum selben Hausstand gehörende Person„.— für jede folgende, zur Familie und zum selben Hausstand gehörende Person„.— Als Familienmitglieder werden nur diejenigen zu demselben Hausstande gehörenden Personen betrachtet, welche kein eigenes Einkommen haben. Mit der Hauptkarte zu 18.— Mk. ist der regelmässige Bezug des städtischen Anzeigers(Kur- und Fremdenblatt), welcher frei in's Haus geliefert wird, ##verbunden. Listen werden nicht in Umlauf gesetzt. Sämtliche Jahreskarten sind an der Kasse der Kurdirektion zu lösen. Auchen, den 20. März 1908. Städtische Kurdirektion. Hey’l, 89821 Kurdirektor. Velemmeitatten! GrOS Täglich: eS Kölzert des Künstler-Orchesters, unter Leitung des Kapellmeisters und Violin-Virtuosen Herrn Spindler. Sonntags und Feiertags: Antritt fre. Matinée. w— Eintrit trei. la. helles Exportbier.— Münchener Spatenbräu.— Reine Weine. ekannte gute Küche.— Reichhaltige Abendkarte.— Diners zu 80 Pfg. und.20 M. a% K * jeder Art zu verkaufen. Aeltestes und größtes Geschäft dieser Brauche am Platze. Hubertusstraße 46, Tel. 2754. 46831 (Kuterhaltener Geldschrank □ preiswert zu verkaufen. Marienplatz 22. 2717 Bachtneuten! Franzstraße 45—47. Direktion: Gustav Both. Teleph. 385. Gesamt-Gastspiel des Wener Opereiten=ensemotes unter persönlicher Leitung des Direktors Mikse Préger. Sonntag, den 26. April 1908 nachmittags 4 Uhr, zu kleinen Preisen: 1- irca 65 qm Holzverschalung, C nur kurze Zeit gebraucht, billig abzugeben. 2839 Goethestraße 21. 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Als Regel für diese Beurlaubung ist maßgebend, daß solche nur denjenigen Mannschaften zu Teil werden kann, welche in der militärischen Ausbildung am weitesten vorgeschritten oder doch nicht zurückgeblieben sind, und deren Führung zu erheblichen Ausstellungen keine Veranlassung gibt. Von den hiernach zur Beurlaubung zugelassenen Soldaten werden vorzugsweise diejenigen berücksichtigt, deren häusliche Verhältnisse eine solche Beurlaubung besonders dringend erfordern. Diejenigen Angehörigen der im zweiten Dienstjahre stehenden Soldaten der vorbezeichneten Waffengattungen des Stadtkreises Aachen, welche eine Beurlaubung derselben wünschen und sie nach den vorstehend angedeuteten Gesichtspunkten beantragen zu können glauben, fordere ich hierdurch auf, ihre Gesuche spätestens bis zum 10. Juli dieses Jahres dem Polizei=Kommissar ihres Bezirk: mündlc verentragen. Alle nach dem 10. Juli angebrathzten #uch nassen zurückgewiesen werden. den 12. April 1908. Der Königliche Polizeipräsident. 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An Polen nete in treten w Nativor übrigen unterstüt nunmehr (Oppeln) Polen al abgegrdu des Rech des Zeut W 9 und Of men seie die Gege einer Ab unbeding nützen Iu Deklarat schränkt beruhiger Politiker unzweide fest, den guo in d sei mit 2 auf dem gewährlei Galiz dort ein Gymnaf Galizien Besitze za beweisen. Peter jakow h Zaren 2 Kaiser. besprochen Unterredu wollenden gewonnen. ihrer Arbdaß irge hat bei se die eben v erfolgreich Vorlagen habe. Die Zeit beden Thomjakon zu erledigt beginnen, W. Bi den, daß i näre Ber die Minist entsetzt. 0 w Be Bewegung truppen un verwundet. * Schne Giatsch pur! wlt 1er lachen kob Gstan v. Christia rtina, 7. 1# eseph, S. iN E. v. Johet Franz Geula ann Claßu v. Leo#e v. Marn k. v. Aum Latharn — Sriehut m Schlößs #. Eilenin berg, Kraku. lipp Greus en, Adalber Magsalu aria Scha a Momnen mit Aus musen, 53 Josephu ssen, 13 M# in, 75# #., ferig un kost., Troca I. C. 1. Haste abrik. Grn nor feinste un 19. aus e, der sotn reliusstr u Lager 6190. u18 mit Krat terei, Lapr u M Za 9e. 425 Nr uae ge, Theato 66 g ite Sacher P 4 Sonntag, 26. April 1908. Druck und Verlag des 2. nuelle'schen Zeitungsverlags, G. m. b. H. Gerantwortlich für den politischen u. allgemeinen Teil: Chefredakteur Kourad Büttgenbach, für den lokalen und provinziellen Teil: Redakteur Martin Wust, für die Anzeigen und Reklomen: M. Stamms, sämtlich in Rachen. Expedition: Büchel 61. Fernsprecher 293. Redaktion und Zeitungsdruckerei: Schildstraße 4.— Fernsprecher 76. Kachener eenzeiger, " 0 4. Blatt(Morgenausgabe). E# unparteische ehbrden des Regierungsbezirkes. eee Zeitung, belledteses und wirksanset Gauenerndrgan der Stadt und bei Resterngtrezirktel. 30. Tahrgang.— Nr. 99. eschste ese eee ee. finden auch im Gachener Anzeiger“, Annoncen=Organ für den Reg.=Bez. Nachen, unentgeltliche Aufnahme. Abbestellungen des„Politischen Tageblattes“ können nur dann berücksichtigt werden, wenn dieselben spätestens einen Tag vor Bierteljahresschluß geschehen und schriftlich oder mündlich in der Expedition 4Pschel 61) gemacht werden. Durch die Trägerinnen werden Abbestellungen niemals angenommen. O 7 Blättern Das„Politische Tageblatt“ heutige Ausgabe umfaßt 16 Seiten. Etelns. eschaa ttolsich toadngt de danr Mangne ucd Abandelaghiad, Pestesbonnnn zuh ult. unicht. Oohealunodenter in bachen. K Aus und Kaustoge-chbenegung Schlesien. Das Kompromiß zwischen Zentrum gglen soll dem„Gornoszlasak“ zufolge den Polen drei Abgeordnete in Oberschlesien verschaffen, die in die polnische Fraktion eintreten werden, und zwar je einen in den Wahlkreisen Pleß=Rybnik, Nativor und Oppeln. Dafür soll die polnische Partei in allen übrigen schlesischen Wahlkreisen die Kandidaten der Zentrumspartei unterstützen. Für Oppeln sind der„Oberschles. Volksztg.“ zufolge nunmehr der den Polen genehme Rechtsanwalt und Notar Wodarz (Oppeln) vom Zentrum und Pfarrer Kapitza(Tichau) von den Polen als Kandidaten aufgestellt worden. Der bisherige Zentrumsabgeordnete Justizrat Nadbyl hat verzichten müssen. Die Kandldatur des Rechtsanwalts Wolny für Gleiwitz wollen die Polen zu gunsten un Zeutrums fallen lassen.e die Polen zu gusten Ausland. W Kopenhagen, 25. April.(Tel.) Zu dem Nordund Ostseeabkommen bemerkt„Kiöbenhavu“, die Abkommen seien in erster Linie dadurch bedeutungsvoll, daß sie die Gegensätze der östlichen und westlichen Machtgruppen in einer Abmachung vereint hätten, die, wenn man sie halte, unbedingt allen Teilen und am meisten den kleinen Staaten nützen werde. Das Blatt bedauert, daß die Gültigkeit der Deklarationen nicht auf eine bestimmte Zahl von Jahren beworden sei, nach deren Ablauf neue, vielleicht noch beruhigendere Abmachungen getroffen werden könnten. Politiken“ schreibt: Die beiden Konventionen stellten in unzweidentigen Ausdrücken den Willen der Kontrahierenden fest, den Frieden zu stärken und den territorialen Status guo in den nordischen Gewässern aufrechtzuerhalten. Dies sei mit Befriedigung zu begrüßen und ein Schritt vorwärts auf dem einzigen Wege, auf dem die Sicherheit Dänemarks gewährleistet werden könne. Galizien.„Slowo Polskie meldet aus Przemysl, daß dort ein geheimer terroristischer Bund ruthenischer Gymnasialschüler entdeckt worden sei, der über ganz Galizien ausgedehnt werden sollte. Die Behörde sei im zahlreicher Dokumente, die die Existenz des Bundes beweisen. Petersburg. Der Präsident der Reichsduma Chomjakow hat dieser Tage wieder in Zarskoje Selo beim Zaren Audienz gehabt. Er war fast eine Stunde beim Kaiser. In Dumakreisen wird der Vorgang natürlich viel besprochen. Es heißt, Chomjakow habe in der eingehenden Unterredung die Ueberzeugung von dem durchaus wohlwollenden Verhalten der höchsten Kreise der Duma gegenüber gewonnen.„Die Duma kann sich nach den Worten Chumjakows ihrer Arbeit völlig ruhig hingeben ohne die Befürchtung, daß irgend etwas ihre Existenz bedrohe. Chomjakow hat bei seinem Vortrag unter anderem hervorgehoben, daß die eben verflossene Sitzungsperiode der Duma insofern als erfolgreich zu betrachten sei, als die Reichsduma gegen 50 Vorlagen angenommen und elf Einzeletats durchberaten habe. Die Parteireibereien hätten in der Duma in letzter Zeit bedeutend abgenommen, ebenso die Redewut, so daß Thomjakow darauf rechnet, das ganze Budget bis Ende Mai erledigen. Alsdann soll die Beratung des Agrargesetzes heginnen, die lange und heftige Debatten zeitigen wird. W Buenos Aires, 25. April.(Tel.) Die Blätter melden, daß im Staate Sautiago del Estero eine revolutionäre Bewegung ausgebrochen ist. Der Gouverneur und die Minister wurden gefangen genommen und ihrer Aemter entsetzt. Es gab mehrere Tote und Verwundete. w Buenos Aires, 25. April.(Tel.) Die revolutionäre Bewegung in Sautiago del Estero wurde von den Bundestruppen unterdrückt. Drei Personen sind tot und mehrere verwundet. Aus Rheinland und Westkalen. hinge##n einem Tage statt; nachmittags wurden„Der Siegfried" und„Siegfrieds Tod“, am Abend„Krimhilds wustergisgg bezu. Die Darstellung war in den Hauptrollen eine Vertzrnerige zu den Einzelleistungen ragten insbesondere die Feit####gs der beiden Frauengestalten Brunhild(im 1. und 2. # und Krimhild(im 3. Teil) durch Frau Margarete Paschke Bonn, 24. April. Auf der Rheinuferbahn Köln=Vonn Leri.9 grne Lelche, ein großes, maso goeldenes Kreuz, ein VölFerner snd“ das mit Ebelsteinen und Religuien geschmückt war. Heutet warhesiu. Opserkästen erbrochen und etwa 150 M. er: gestern nachmnit Der Verdacht lenkt sich auf drei Versonen, die hlelten, Iu der Fähene sehr schlechten Automobl sich hier aufzefunden Ingrden, aur de Kirche sind einzelne Gegenstände auf# worden, von denen jedoch die wertvollen Teile entfernt verhaftet worhen. dier ist der Arbeiter Smoczpautt in das geiserbac eie bei einer Kontrollversammlung nicht in dgs Kaiserhoch zupggstrgnt hat, hiesiger Kaufmann hat einen wurder seilne Frau werhee vvief erhalten, woria ihm angebrobt wurde, seine Frau werde ermordet werden, wenn er nicht 300 M. an einer bestimmten Stelle hinterlege. angesschts der sg.: Die Haldweltlerin Henriette Sande bot Leschenschan.. bchst belastenden Ergebnisse der gerichtlichen rusischen Stahenten vor dem Untersuchungsrichter gestanden, den dies nur auf desen resliuiktlan erschossen zu haben, doch ucheunr auf bessen„dringende Aufforderung geschehen. Sie Hehgoagse die Basge, uen mungen und dan wie zuiter inuer Gei angegeben haßel“ abgedrückt, nachdem der junge Mann genau zusetzen sei. Schon pes Stelle des Kopfes die Laufmündung nicht mehr jeben zurnt grüher habe der Russe ihr erklärt, daß er beit dieser Juge us; gebeten, ihn zu töten. Die Wahrkeinen Grund zu eden wird stark bezweifelt. Der Student hatte erklärlich ersche pährend es anderseite, unchue weitereg Sande den gedachten Besehl so umstände für einen wpierlichoden solte. Dagegen sprechen bielletzter Zeit von der Halbru“ Mord. Krassiniklan hatte sich in was zu betigen Aastriten sie uu und mehr ferngehalten, brechen war die.de morgens Fros am Tage vor dem Verschienten der bch esgtend ag1 dei den Studenten schienen, der sich aber schlafend gestellt hatte. eraußer sich geraten ung Prztaseno gestellt, hatte. Sie war darüber ihn aber tags nacher u iedsbrief geschrieben, iar##ng nachher wieder aufgesucht. Die Leiche Krassilniklaus der vut. geworden Johanna Maria erhoben. Die Marchesa soll einer anderen Dame gehörten, Sas sesse ee trauriger Fah. Wt. Aus Florenz vird ein ebenso peinlicher wie Selt is, Fenegeizugg den der Name Gabriel dAlnnunzies „#r Tribuna“ und anderen Blättern zufolge wurde Stea.e., ienz ushant, Marste. a. Pui.. Gravina Klage wegen Betruges nicht nur Schmuckgegenstände, die angeeignet, sondern auch eine Wechselfälschung zum eines Grafen P. begangen haben. Die Dame is„dramgtische Vergangenheit hinter sich. als ese“ oie Marge„ialenischen Patriziers unterwit####tgrchesa vor einigen Jahren ein Verhältnis mit Gabriel'Annunzio. Sie wurde„in flagranti" 'Anunzio wegen Ehebruchs verurteilt. Aus dem Verhästzis, mit, dem Dichter gingen zwei. Kinder hervor. Die von dem Gatten(Marquis Gravina Auguissola) getrennte Frau sre Vergehen au= Zui der Pröbten Clend anbeingefalen seia und berühmten Roman Freundin gewidmet. Seinen 'Annunzio seiner reizenden w. New=York, 25. April.(Tel.) Durch den Zyklon, der die Staaten Mississippi, Alabama und Louisiana heimsuchte, sind mehrere Städte fast vollständig zerstört oder furchtbar Sespuste ggrden. Biele hundert Menschen, besonders Reger, 250 Tote und 40b Versette— Allauta werden um Mitternacht wegen Ver=3sen.chugesen Jahre der Geschästsgang in den meisten wicht Lesteuen zu bleiben verspricht, so ist es um so laufenden Josue wie sich die wirtschaftlichen Kämpfe im Schligsden Jahre entwichely. Verschiedene Anzeichen lassen darauf schließen, daß die diesjährige Streikbewegung an Umfang weit Bichtiosen de. Vorjahre zurückbleiben wird. Einer der Faktoren, der für die Beurteilung der diesjährigen Streikbewegung in Betracht kommt, ist die Gestaltung der Lage des Arbeitsmarktes. Selbst wenn der weitere Verlauf des Jahres Söchug n sserung der Arbeitsgelegenheit bringen sollte, so Warsts, wie in den letzten Jahren wird die Lage des ArbeitsDamit fält aben Zi, Lauhtreiaatich eusernt wieder werden. Ader die hauptsächlichste Voraussetzung, um eine ErThuue der Jehnniveaus zu kämpfen, fort; denn ein erfolgreicher m. Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist bei einer ungünstigen Situation am Arbeitsmarkt sehr erschwert. Andererseits großen Abwehrstreiks noch keine dringende Veranlsstungg daz denn Reduzierungen der Lohnsätze in größerem geschrs##d bisher noch nicht bekannt geworden; die Arbeitgeber beschränkten sich bisher in der Hauptsache darauf, durch den Weg8l. von, Ueberstunden, Nachtarbeit usw. am Lohnkonto zu sparen. Semarsgera hutt i den letzten Jahren in so ziemlich allen einen derartigen Umfang angenommen, daß allein schon Wrheiter hedeuter... de Verdienstes für die Bbschwäg ze: gruuien... den die Annahme einer Abschwachung der Streikbewegung sich stützt, ist der, daß die eie sihmel wiehder be.. Jahren heißen Kämpfens wollen, ebe sie süch id“ Kräste sammeln und ihre Nacht stärken Wett## an in neue Konflikte begeben, die Kraft, Zeit und Geld kosten. Die Hochflut der Streik= und im weiteren auch der Aussperrungsbewegung in den Jahren 1905 bis 1907 hat Arbeitverer, und Arbeiterorganisationen erhebliche Aufwendungen vermeniasten es Klich erst wieder ersetzt werden müssen. Richt om schwmöche. ader noch ein dritter Faktor, der eine Abdärte und an###iewegung in diesem Jahre veranlassen Scheiterge Fortschritt, den die Anerkennung der enstehen dan. semacht hat. Wenn Differenzen tatsächlich Lonsfikt zu vermeihen ve uP“; durch Verhandlungen einen ofsenen möglich ik. Sebeni möglich ist. Sehen wir uns uun noch die Lage in den einzelnen Gewerben zeigt sich, daß in den wenigen Gewerben, in denen überheizt der. Srund, zu eizem größeren Konflikt vorhauden gewesen wäre, so vornehmlich im Baugewerbe, durch zeitige Verhandlungen einem offenen Kampf vorzubeugen gesucht wird. Wenn auch die age im Baugewerbe noch nicht ganz entschieden ist, so ist doch sichere Aussicht auf eine friedliche Beilegung der Differenzen vorhanden. In anderen Gewerben ist, nach der bisherigen Beteiligung au. Streiks zu schließen, die Neigung zum Streiken in diesem Jahre evenfalls nicht lebhaft, da eben in keinem Gewerbe die Lage des Arbeitsmarktes derartig ist, um günstige Chancen für einen erfolgreichen Kampf zu dieten. Die Streikbewegung im ersten Quartal war denn auch nach unseren vorläufigen Ermittelungen sehr viel matter als im Vorjahr; es wurden in den ersten drei Monaten zusammen weniger und namentlich kleinere Streiks begonnen, als in der gleichen Zeit 1907. A. c. Wirtschaftliche und soziale Wochenschau. Trotz der unerfreulichen Lage des deutschen Arbeitsmarktes ist der Zuzug ausländischer Arbeitskräfte im laufenden Frühjahr ziemlich erheblich. Durch die Inlandslegitimation der ausländischen Arbeiter, die zunächst in Preußen eingeführt ist, die aber auch in den anderen an das Ausland grenzenden Bundesstaaten nachgeahmt werden dürfte, Biher Engaosen üibe Tens sher; Der Schaben s unberechen= lgut grenzenden Bandestagten nachgsrahnt werden dürste, der Uaterstechug dge Amleans def, Her hegunges Lehen eriagen, wir in. absehbarer Zeit ein genaues Bild über den HilfsOrten wunden auf Dounersta, Iu der Rbeinuserbahn Köln=Vonn vommen. Machzu.. di zweiten Gleise landespolizeilich abge. sertig sud zminen unnmehr die Vergrößerungen der Bahnanlagen erg sind, wird die Bahn mit Beginn des Sommerfahrvlaues ab Bahn mit Beginn des Sommerfahrplaues ab Hauptbahn betrieben werden, die elektrischen Züge Die Jalo zur gut einer Geschwindigkeit von 60 bis 70 Kilometer. immer nach halt d ges un halbe Stunde ein Schnellzug, 34 Minuten senenzug asfader. un 10 Minuten nach vol von Vonn ein Perverstarg wiers““; 25. April.(Tel.) Am Donnerstag morgen lich zer wie die„Elberfelder Neuesten Nachrichten“ melden, plötzerscheinungun.. 2 Rahn dahier unter Vergiftungs. zurickzuführen sein Fosten. d Genuß von verdorbenem Fleisch unashaf heigst wugn, Die Leiche wurde von der StatsKranfaun: clagnaymt und in die Leichenhalle des städtischen Das Ergebnis der Obduktion ist noch uiche bekauet übergeführt. nicht bekannt. Einkommenstenergg. Der soviel angeseindete§ 23 des Reihe Arbeiter uud der der sich in Solingen zu Gunsten einer Krschaum und Co. segene verauuten,„Pastenfabrik Weyersberg, sich ein Arbeiter bei gagenic erwiesen. Eines Tages beschwerte worden sei, worauf ihen Dire ion, daß er viel zu hoch eingeschäßt doch nur sein Perdiense da der Steuerbehörde hile Lohndsten heiheaghtgeeen worden seil. Als der Arbeiter verzeichneten Betrs...3, stellte man fest, daß die darauf seuigen, wesche bedeutend geringer waren als diesührers in dis auf Grund der Angaben des Betriebsburde dieser ziung Dücher eingetragen worden waren. Sofort gestand er daun.#“ genommen. Nach anfänglichem Leugnen bies Betrugs schastdig en; sich. fortgesetzt der Unterschlagung und Alwöchentlsch die Jahus haben. Er legte der Direktion Lerauf vermerkten Betechen de Aveiter vor und erhielt dann die Blese Asten waren falsch 5g un sie den Arbeitern auszuliefern. hielten, als—: Patringnt.si bedentend mehr Lohnbeträge entdes Gends der Betriebsführer auszuzahlen hatte. Nach Erhalt sertigte richtig zucht e# die falschen Listen und Lohnbücher, schuß stachig a und zahlte dann die Arbeiter aus. Den UeberStrafkammer au i“ seine Tasche. Er wurde von der Elberfelder Werden#m 3 Monaten Gefängnis verurteilt. sium nahm in seine“ Aprll. Das Stadtverordneten=Kolledie Erhebung eineh auarugeut“ Sitzung die neue Ordnung über kücken an und geig. seuer vom Erwerb von Grundkassenüberschuße veschloß die Verwendung eines Teiles der Sparnutzige Zweck;“ und zwar in Höhe von 31. 000., für gemeinDächer anternahrn F..p. Eine kühne Flucht über die dar in einem Hause hen nachmittag ein 14jähriger Knabe. Er lappt worden und Kaggd Florastraße bei einem Diebstahl erau den Spescher und... Tettnappie zu entgehen, sofort Lues benachbarten Hanseg Dach, um in dem Kamin Inanspruchnahme der Fenern Versteck zu suchen. Erst durch die Ai seinem Versteck herunterzuhoken. den verwegenen Jungen a. Stustengz, ermischtes. eintisch wurden in 3; 25. April.(Tel.) In dem benachbarten Listruchdiebsahr gaef vergangenen Nacht aus der Kirche durch Pitgste mit sämtlichen Fages Gegenstände gestohlen: Das Allersamtlichen Hostien, die Monstranz, fünf goldene Kelche, 9e bus nach hrichtenverreyre noch aus. abgegangen ZPlos am meinen betossenen Kapital und Arbeit. bat bier“ DetSöin Hartunte Mitgliedern aus Essen, der Sceiunrenn. Dochum, Hagen, Duisburg und andern Städten der Rheinprovinz seine diesjährige ordentliche Hauptversammlung abgehalten. Nach Eröffnung der Versammlung durch den Vorsitzenden Freudenberg=Essen begrüßte Herr Fr. Biergans die Anwesenden und wies sodann auf die für die Textilbranche bedeutungsvollen Aufgaben hin, an deren Lösung der Bezirksverein Interesse regen Anteil zu nehmen habe. Aus dem Bericht des Schatzmeisters Peters=Köln ging hervor, daß der Bezirksverein nach Abführung des Beitrags an den Hauptverband und sonstigen Geschäftsunkosten einen Kassenbestand von 2761 M. gutgeist,„Die rheinisch=westfälische Gruppe ist mit 325 Mitgliedern Wiceliederzabt veeinen des Hauptverbandes, dessen sch hef TJerian zu 2500 beläuft. 21 Mitglieder mieldeten Gerichig heseue... an: Bei Erstattung des Geschäftsaichts beiruchtete der Vorsitzende die begrüßenswerten Ergebnisse aus der Tatigkeit des Verbandes, dem es gelungen ist, mit den meisten in Frage kommenden Lieferantenkartellen sich zu verständigen und günstige Bedingungen zu erzielen. Ebenso hat er zu einigen Gesetzesnovellen in ausführlicher Begründung seiner Auträge Stellung genommen. Bei der Neuwahl werden als Vorstand Freudenberg=Essen, Willy=Vonn als Vorsitzende, Peters=Köln als elberfeld und Praud=Kahi Lenneberg=Rheyst, Grunebaunneue Mitalieder traten...a Veisitzer, wiedergenäht, als Tärsmcligver tragen in den Vorstand ein Falk=Bochum, Schubert=Bochum, Leyens=Wesel und Rose=Dortmund. Mit großem Interesse werden im Anschluß hieran die Ausführungen des Herrn Schubert=Bochum über die LagereiBerufsgenossenschaft von der Versammlung entgegengenommen, zumal ihm das Verdienst zufällt, in dieser für den Kleinhandel äußerst wichtigen Frage die Auregung gegeben zu haben. Als Niederschlag seines Vortrags wurde dem Hauptvorstand der Antrag unterbreitet, die Bestrebungen auf einer Berufsgenossenschaft für offene Handelsit Vollversicherung der gewerblichen Angestellten auf das Arbeitsprogram des Verbandes zu setzen, sowie die Bezirksvereine unverzüglich anzuregen, für Vertretung der Detaillisten auf den Sektionsversammlungen der Lagerei=Berufsgenossenschaft und für Herbeischaffung zahlreicher Vollmachten von Mitgliedern der Lagerei=Berufsgenossenschaft für die Genossenschaftsversammlung in Berlin Sorge zu tragen. Zu§ 63 des 56B. sprach Herr Fr. Viergaus=Köln. Er trat maßlosen Bestrebungen in dieser Hinsicht mit aller Entschiedenheit entgegen. Auf seinen Antrag hin wurde folgende Gestaltung des§ 63 zur Entschließung und zum Antrag an den Hauptvorstand erhoben:„Wird der Handlungsgehilfe durch unverschuldetes Unglück an der Leistung der Dienste verhindert, so behält er seinen Anspruch auf Gehalt und Unterhalt, jedoch nicht über die Dauer von sechs Wochen hinaus. Eine Vereinbarung, die dieser Vorschrift zuwiderläuft, ist nichtig. Der Prinzipal ist berechtigt, dem Handlungsgehilfen den Betrag anzurechnen, der ihm für die Zeit der Verhinderung aus einer auf Grund gesetzlicher Verpflichtung bestehenden Kranken= und Unfallversicherung zukommt. Sollte der Reichstag sich dem von der Regierung eingebrachten Gesetzentwurf gegenüber ablehnend verhalten, so soll der Hauptverband dahin wirken, daß die jetzige Fassung des § 63 bestehen bleibt. Die im Brennpunkt des öffentlichen Interesses stehende Frage der staatlichen Pensionsversicherung der Privatangestellten behandelte in einem umfassenden, gehaltvollen Vortrage unter Würdigung aller hierbei für den Prinzipal und Angestellten in Betracht kommenden Verhältnisse Prof. Dr. Moldenhauer von der hiesigen Handels=Hochschule; er fand mit seinen Ausführungen viel Interesse und reichen Beifall. Nach kurzer Erörterung stellte man den Standpunkt des Bezirksvereins dahin fest, daß er der Einführung der staatlichen Pensionsversicherung der Privatbeamten sympathisch gegenübersteht. Er erblickt den geeignetsten Weg für eine Durchführung dieser Versicherung in einem zweckentsprechenden Ausbau der Invalidenversicherung unter Beibehaltung des Reichszuschusses. Er erwartet, daß bei der Bemessung der Beiträge auf die Leistungsfähigkeit namentlich der mittleren und kleineren Geschäfte sowie der geringer besoldeten Angestellten gebührende Rücksicht genommen wird. Zum Schluß purde unter Führung des Prof. Dr. Moldenhauer die HandelsHochschule besichtigt. w New=Castle, 25. April.(Tel.) Die Arbeitgebervereinigung der Schifsdanindustrie gab durch Anschlag bekannt, das die Werften an der Nordostküste und die Werke am Clyde die Mitglieder der Schiffbauvereine aussperren. Von der Maßregel, welche am 2. Mal in Keaft tritt, werden achtzigtausend Aebeiter betroffen. A. O. ei.Lan-Geige Alugien in den gewerblichen Beschäftigungsgrad von immer einschneidender Bedeutung wird; es sei nur an das Holzgewerbe erinnert, das noch jetzt unter den Folgen des lotzten groben Acbeitskampfes au beiben Die diesjährige Streikbewegung. Die Entwicklung 3es Jäskser dot gelehrt, daß die Strelkdewegung für den blichen Beschaftigungsgrad von immer einschneidender Bejeweiligen Zuzug ausländischer Arbeiter erhalten. Die Kenntnis der Einfuhr ausländischer Arbeitskräfte ist nicht minder wichtig wie die Kenntnis des Imports ausländischer Waren.——44 ausländische April sind in den 31 Grenzämtern und Abfertigungsstellen der deutschen Feldarbeiter=Zentrale im ganzen 230000 Arbeiter legitimiert worden. Dieses Kontingent ausländischer Arbeiter aus Oesterreich=Ungarn und Rußland strömt hauptsächlich in die Landwirtschaft ab, während der Zuzug aus Italien, der meist über Konstanz erfolgt, mehr gewerblicher Arbeit nachgeht und Beschäftigung bei Bau= und Erdarbeiten sucht. Der Zuzug aus Italien ist gleichfalls recht beträchtlich, findet aber nur schwer Arbeitsgelegenheit, so daß zahlreiche Italiener es schon vorgezogen haben, in ihre Heimat zurückzufahren. Der Wettbewerb der ausländischen Arbeitskräfte, der in Jahren aufsteigender Konjunktur die Arbeitsbedingungen der heimischen Arbeiter wenig stört, macht sich in Jahren des gewerblichen Rückgangs sehr viel nachteiliger bemerkbar. Bei Bahnbauten, wo es sich um umfangreiche Erdarbeiten handelt, ist das Angebot heimischer Arbeitskräfte in guten Jahren so gering, daß man ohne die Ausländer häufig gar nicht auskommen könnte. In einem Jahre wie dem gegenwärtigen drängt sich auch heimisches Angebot nach solchen Arbeiten, und es entsteht ein lebhafter Wettbewerb, bei welchem aber aus einer Reihe von Gründen die ausländischen Arbeitskräfte nur zu leicht die Oberhand gewinnen. Bei dieser prekären Lage des Arbeitsmarktes ist es nicht verwunderlich, daß bei den Vorbereitungen zur Maifeier alles vermieden wird, was einen größeren Konflikt zwischen Arbeitgeber und Arbeiter hervorrufen könnte. Die Arbeitsruhe gegen den Willen der Arbeitgeber dürfte nur vereinzelt durchgeführt werden, da die Arbeitgeber keinen Vorwand bekommen sollen, einen Teil ihrer Arbeiter längere Zeit feiern zu lassen. Ist es doch für einen ziemlich ansehnlichen Teil des deutscheu Gewerbes zur Zeit nicht gerade leicht, ihre Arbeitskräfte überhaupt voll zu beschäftigen. Der Verlauf des Frühjahrsgeschäftes war bis jetzt eine große Enttäuschung; selbst Ostern hielt nicht, was es kurz vorher noch versprochen hatte. Die Witterung wurde so ungünstig, daß alle Lust zu Ausflügen und Vergnügungen und damit auch zu Ausgaben und Anschaffungen bis auf ein Minimum herabgemindert wurde. Namentlich ist ein Teil des Beherbergungs= und Erquickungsgewerbes nicht auf seine Kosten gekommen. Der Einfluß der Witterung hat sich im laufenden Jahre überhaupt sehr hemmend bemerkbar gemacht, für den Handel ebenso wie z. B. für alle Arbeiten im Freien. Er verzögerte auch die Bestellungsarbeiten in der Landwirtschaft. Immerhin darf auch nicht verkannt werden, daß die heurige Witterung für die Entwicklung der Saaten nicht nur nichts verdorben hat, sondern daß die langsame Entwicklung des Wärmegrades auch eine gewisse Gewähr gegen verderbliche Rückschläge bietet. Und bei der Wichtigkeit der diesjährigen Ernte wird man die bisherigen Nachteile des Witterungseinflusses leicht verschmerzen, wenn die Ernte nur reichlich ausfällt und dadurch die Getreidepreise, die schon wieder eine Neigung zum Steigen zeigen, eine Ermäßigung erfahren. Bis jetzt lauten die Saatenstandsberichte aus allen Ländern ziemlich befriedigend. Die Schäden, die starker Frost verursacht hat, sind gegenüber dem Vorjahr verschwindend. Besonders in Deutschland ist der bessere Stand gegen 1907 in die Augen springend, was sich schon an der Saatenstandsnote für den Monat April erkennen läßt. Die flotte Beschäftigung in der Landwirtschaft hat in ländlichen Gegenden die winterliche Arbeitslosigkeit auch für die Gewerbe beseitigt: Handwerk und Baugewerbe sind stark in Anspruch genommen. Ganz anders stellt sich dagegen der Beschaftigungsgrad in den Großstädten und Industriezentren. Das Neuangebot auf dem Arbeitsmarkt, das der April brachte, ist zum Teil nicht untergebracht worden. Vielfach sind sogar ältere Arbeiter entlassen worden, weil man junge Kräfte, im Textilgewerbe vor allem welbliche, einstellte. Der Bedarf neuer Arbeiter hebe sich nur sehr langsam, was man aus einer Gegenüberstellung der offenen Stellen in diesem und im letzten Jahre deutlich erkennt. Die Bautätigkeit in den Großstädten kann sich schon deswegen noch nicht erholen, weil der Friede zwischen Arbeitgebern und Arbeitern immer noch nicht sichergestellt ist und viele Unternehmer nun die Inangriffnahme mancher Projekte bis nach dem 1. Mai verschoben haben. In den Industriezentren ist die Arbeitsgelegenheit im Baugewerbe deswegen wenig ausreichend, weil die gewerbliche Unternehmungslust, der Ausdehnungsdrang, der sich in der Errichtung neuer Etablissements und in der Vergrößerung bestehender Betriebe äußert, scharf zurückgegangen ist und durch das Frühjahrsgeschäft keine Anregung erfahren hat. Nur wenige Gewerbe sehen mit Hoffnung in die allernächste Zukunft. Handelsnacbrichten. Berlin, 25. April. Fruchtmarkt. Weizen Mai 216,75(217,75), Juli 217,00(218.00), September 194,50(196,75) M.— Roggen (197,75), Juli 193,75(194,50), September 178.75 (180.00) M.— Haser Mai 160,50(159.75), Juli 165.50 (165.25) M.— Mais Mai 151,00(151.00), Juli 145.00(145,00) M.— anböl April 00,00(00.00), Mai 73,10(72,50), Oktober 00,00(00,00) M.— Weizeumehl 26,75 bis 28.75 M.— Reggenmehl 24,60 bis 26.80 M. Köln, 25. April. Rüböl(in Posten von 5000 Kliogramm) 76.50., Mai 75,50., 75.00, G. Fruchtmarli. Hen.00 bis 10,00., Maschinenstroh(Roggen).70., Richlstrod(Flezeldrusch) 3,80., Krummstroh 3,40 M. Neuß, 25. April. Fruchtmarkt. Weizen 1. So#te 21,00 Mark, Sorte 20.00 Mark. Roggen 1. Sorte 19.00 Mark, 2. Sorte 18.00 Mark. Hafer 1. Sorte 16.50 Mark, 2. Sorte 15,50 M. für 100 Kllogramm. Gerste 1. Sorte 00,00., 2. Sorte 00.00 M. für 100 Kilogramm. Kartosseln.00-.50 M. Hen .70—.20., Luzernerhen.60 M. für 50 Kilegramm, Krummstroh 17,00., Breitdruschstroh 19,00 M. für 500 Kilogramm. Rüböl 75,00., faßweise 77,00., gereinigtes 78.00 M. für 100 Kilogramm. Rübkuchen 105,00 Mark für 1000 Kilogramm, in kleineren Partien 108,00 Mark. Kleien.60 Mark für 50 Kilogramm. Hamburg, 25. April. 3 Uhr. Kassee stetig, Mai 3112, Sept. 31½ Dezember 32, März 32½ G.— Rohzucker sest, April 23,90, Mai 24,24, August 24.15, Oktober 21.70, Dezember 21,20, März 21,55 G.— Schmalz ruhig, 39½, Mai 39½, Juli 40½, September 40¾. Bremen, 25. April. Schmalz stetig, Tubs u. Firkins 42¾ Doppeleimer 43¾.— Kassee ruhig.— Gaumwolle still, Upland middling 49¾(zuletzt 49¾). Fully middling Gulf 52(zuletzt " Rotterdam, 25. April. Margarine. Der Wochenumsatz beträgt 6404 Tierces, davon wurden vorher auf Abladung 4795 Tieres verkauft. Der Vorrat beträgt heute 5953 Tierces Oleo und Stock, die Zufuhr in dieser Woche 6557 Tierces, schwimmend von Amerika 5248 Tierces,(Oleo und Stock). Harrison vorr. 63fl. bez. Unverändert. Knickerbocker auf prompte Abladung 48fl. bez. Fest. Neutral Lard extra auf prompte Abladung 54fl. bez. Amsterdam, 25. April. Rüböl 00,.00, Mai 00,00, Sept.=Dez. 00.00 fl.— Kassee. Kava vorr. 37,00, Saules Mai 18½, Juli 18 3/8, September 185/8, Dezember 18¾, März 19.00c. Antwerpen, 25. April. Petroleum beh., 22,00, Mai 22¼, Sept. 22¼.— Deutscher La Plata=Kammzug ruhig.(VerKesi a e 3r, Sgr. 415. 80 25. April. Schmalz ruhig, April 100¼, Mai SS cchn 3 l 101 1/. Sept. 102½.— Terpeutinsl unverändert, 86.00, franz. 00.00, span. 85½.— Kassee ruhig, April 37,00, Mai 37.00, Juli 37½, Sept. 37¼. 25. April. 12 Uhr. Kassee ruhig. April 41½, Juli Gpesf oise Des. Jes; Nürz 40/1.— Banmwolle rnhig, 25. April. 1 Uhr. Kassee Plant. Ceylon ruhig, Mind., mittelamerikanisch und Brasik stetig, Lieferungsware ruhig, Santos Mai 288 60, Dez. 305. 1909 Berliner Börsenbericht. Sbril ge. 26 Aprit deie Berl. Oyp.=B. 80%ab .:.995= Be. uk. 1915 33=.92, Höp= Bsdb. 1010 Hambg. do.—190 42 Vr. Ctr.=Bokr. 1990 4el do., 1903 unk. 1912 4% do., 1906 unk. 1916 4% do, 1907 unk. 1917 84r edo., 189496 versch. ####do, 1904 nuf 19.5 4% do. Komm.=.1901110 54e bo, 1306 unk. 1910 %e Nr. Oyr.=.=V. abg. 4% do. do 1904 ur 13 4% do.=. 1003 uk 14 Oppethelen=Plaudbriese. 25.59 95.50 4% Pr. Oyp==B. 1907/17 82 50 4% Nr.Bd.XX-XK11910 92.59 4es Pr. Pfo.XXI1 d. 1919 99.90 tese do XXVunk.1914 875 ise do. TXVIIuk. 1915 9999 tee do. unkändbar 1917 24. 25. 82.60 ∆∆ 5 95 # 0 898 □ □□C0 .59 97.33 9259 .10 89.50 90 80 99.00 .28 95.10 95.60 ∆ 5 80 92.99 B2 2edo. XX unk. 1914 22.39 31= Pr.Psd.=.TXIVIGI: 97.60 312 Pr. Komm.=O. 1912 98.00 tele Br. Bsd. Kom.=.1917 82 59 42 Ph=18..=.uk. 1903 90.89%e Rh.= B..=C. uk. 910 99.99 ie=Rh.=..=S uk.1612 91.00=esh.=.=.uk. 1915 95.10 Jtgee Ph.=W..=C. u. IV 95.60 3 1/% Schlef..=.--IV 95.80 Westd. Bdk. Vli nk 1913 88 99 97.00 ∆# 50 225 97.40 □ 800 2 80 99 25 91.90 □ □ 0 96 30 # 80 #2 10 9759 89 75 87 90 97.50 Guei Peil9. 8“: Schuldscheine uud Bsanzhriete 399 92.10 97.50 .30 97.40 98.00 92 80 90 30 90.80 99.00 96.30 90 310 92.50 83.75 87.90 97.50 81/1, Chiues. Nal. 1836 %s Grie.eons..=Anl. 6%„.=Anl.(Pir Lar.) bo, Merik. Anl. v. 1833 4% North. Pacisie V Aul 35 99 9509,%e Lissad. Aul. v. 1896 3239 37.59 Ferbische Gold=Bsddr. .384303879, 4% Türken conv. unisiz. 100.50 000.00 4ese Türk. Adm.=Anleih99.30 9000 Wiener Sid.=Anl. v. 1939 2% Gal..=Beir.=Ges. 70.30 70.30 Italien, Mittelmeer=V. 101 50 000.00 Deutsche zus anstäudische Bank=Aktien. 3359 27.50 100.50 100 50 95.70 9570 89.50 89.75 97.20 97.30 Autwerp. Centralbank Barmer Bank=Verein Barmer Kredit=Bank Baurische Bank Berliner Hyp.=Br. 4 Berliner Oyp.=Bk. 8 Berliner Kassenverein Brasilianische Bank Deutsch=Astat. Bank Dentsche Ansiedl.=Bauk 154.19 154.10 124.50 124 50 99.80 89.80 104 05 104.90 11850 118.50 16S 00 158 C0 128 25 125 25 152 90 155 99 1321913730 137.00137.25 un... u. Su 1848, S x Pustrie- Gaviere. 7% Allg. Lok.= u. Strb. 145.50 145.75 Küpperbusch Aisen Poril.=Zement 212.49 214.09 Kunser Ak.=Ges. I. Kuiliufabr. 35H 10,368.00 Bedburger Woll=Ind. 50.50 5.50 Bieles. Masch. Dürkopp 343.99 345.26 Berzelins, Bezsb. Gid 78.00 78.28 Bliesenbach Verzwerk 39.50 40.09 Srzunstzweiger K hien 25809 2 58 09 Buderus, Lisenaktien 112.49 112.99 Consolidat. 1. fr. Verk. 407.75 509.00 Ehem. Werke Albert[416.00 41500 Dische Trusatl. Telegr 113.40 113.50 Deutsch=Lux. Bow. Brz. 154.10 154. 75 Deutsche Spiegelgias 256.50 256.39 Donnersmarck=Hütte[291.75292.50 Därener Metallwerke 161 00 162.50 Sschweier Eiseawalzw. 118 50 119 30 Elberfelderstarbenfabr. 603,00 501.05 „„ Lapiersäbrik. 3975 9078 Elektr. Licht= u. Krast 113.90 114.25 Gavon Mannstaedt 180.25181.25 %, Porz= u. 182.50 184.09 96.00 7399 82.10 00.09 9.09 79 50 52.05 51 Gasmotor Deuß Gelsenkirchen Muusiso. Lees=Marienhätte Prevenbroicher Masch..99.99. G9.00 Lamburger Elektr.=W. 151.25 151.25 Harzer Eisen 5925 58.59 Humboldt=Aktien 110.19/11059 Herbrand Waggonfast. 192.75 192.00 Hastener Gewerke 80.00 81.00 Kahla, Vorzellan[335.00 3 27,00 Kattowiher Bergwerk 205.50 205 00 Schluß=Kurse.(9 1909— April 24. 25. Liloniensomug. Dis de, dov.=Be. Berlin 136.90 136 90 Deutsche llebers.=Bank 149.00 j48% Dresdner Baukverein 101 90 191 80 Aiberfelder Bank=Ver. 107.10 10789 Essener Bank=Verein 11925 119.25 Mülheiner Siuk 105 39 106 89 Rhelnische Bauk 98.30 98.30 Solinger Bank 1181011510 Wests=Lipp. Veremsbe. 192 650 102 0 Wiener Bank=Verein[13250/000 00 193.50 193.50 122.25 123.00 99.25 99.59 170 55 11.75 232.30 234.25 235 99 236 09 105 80 104.50 93.50 93.50 133 50 17350 107.10 10759 159 99 151.25 82.00 91.25 139 90 139.25 28.50 99.00 124 75 124.38 153.90 153.00 178 25 1799 12359 19390 23925 23200 99599 009 999 99 90 0 152.10 102.00 293.75 294.25 235.50 236.75 11499 114.99 12500 128.75 Kupferwerk Deutschld. Lapp. Tiefbohrgesell. Lauchhammer ung. Indwig Löwe u. Co. Lübecker Maschinen Märk.=Westf. Bergw. Mend. Schwerte 3t.=2. Rähmaschlnen Koch Oberschl. Eisenbahnbes. Oberschl. Kokswerke Osnabrücker Kupfer Kavensbrg, Splinerel Kheintsche Metall.=R. Rheinische Möbelstossw. Pheinsche Spiezehtat St.=Wesf. Spreugst. Riebeck'sche Montaniv. Schering. Chem. Fabr. Schlesische Zinkhütten vo. 50. Stadtberger Allten=A. Siettiner Chaiotte Steitiner Bulcan 4 5g. Stollwerck Gedr. Vorz. B. St.= B. Zyp. u. W. Ganderer Hahrah= F.[238.50 2 5 5 0 Pessel Ludw., Porz.= 9745 Weltdeutsche Jntesp. Westsalia Tement Wests. Draht=Ind. Wests. Drahtwerke Wittener Stablröhren MNachbörse.) Disconto=Geseitschaft.) April 26. 25=751.7559 005 0 05 209.75 212.69 18109 81.50 332.09 36. 00 274.00274.05 26. Seesten. Dresdener Bank=Aktien Gaeliner Haudels=Gesell. Rationalvank Schaasshaus. Bankverein Russ. Bauk für auswv..1 Baltimore u. Odlo Canada Baciste Oesterr. Staatsbahn Hesterr. Südbahn Heinee Heuridadu Ge. Verl. Straßend. Teudenze sesz.— Jtbaiedlikont, an uar 8; Porianen Versicherung Goxtugs. 1650b. Frankfurter Transport=Bers. 16206. Kölnische Rück=Vers. 1180G. Nordstern Lebens=Vers. 1050 B. NordEern Unfeggggg, 1700b9, Preußische„Pational=Vers. Thuringia 42005B. Alle anderen Kurse nicht festgestellt. 12559 125.50 Dortmunder lln. abg. 63.09 6305 139.10 Gelsenkirchener 193.50 194.75 19225 162.50 Harpener 19800 198125 135.89 15.60 Hohenlohewerke—— 500.09 000.00 134.25 13439 Laurabütte. 207.50 209.25 128 25 127/29 Rbein. Stagtwerke(179.00/181.10 84.19 84.09 Phönix„ 1844019525 153 99 184.00 Opnamll=Aktien„ 183.50 15369 147.75 147.50, 3% Dtsche. Reichs=Aul., 81.50 81.70 eslse 1—. 446h B 24.40 23 3339.-33 Lickalse, 81459 81.28 13438813325..4514328 —.— 4% 94•29189 12006. gun Wsgait erzie Boriechesct Aitenio= gagscel! Enalische Konsols sRe Sp S2. 28. Malla. Plaur Tr. cr. Wese Englsche, Consols Central Mining& Inbestment shares Consolidated Goldsielos South Afrika Gast Rand Propeistart Hond Bünet Fubens: 90.50 50.75 11.76/11.87 328 334 eg Untted States Steel Corp. common shares Ehleago Milwauke& t. 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Anstral=Japan Linie.„Prinz Waldemar“: 23. April 6 Uhr nachmitt von Hongkong. Bremen, den 24. April 1908. Korddeutscher Llop). Bekanntmachung. Das diesjährige Ober=Ersatz=Geschäft im Stadtkreise Nachen wird am.,.,.,.,.,., 10., 11., 12. und 13. Juni d. Is. im Gesellschaftshause, Poutstraße Nr. 56, abgehalten werden. Die zur Gestellung verpflichteten jungen Leute werden hierdurch aufgefordert, sich an dem in der Gestellungs=Ordre näher bezeichneten Tage, morgens 7 Uhr, im Aushebungslokale einzufinden. Militärpflichtige, welche bei Aufrufung ihres Namens im Aushebungstermine nicht anwesend sind, haben eine Geldbuße bis zu 50 Mart oder 3 Tage Haft zu gewärtigen. Alle bei der Prüfung der Reklamationen in Betracht kommenden Personen(Eltern resp. Vormund, unverheiratete Geschwister im Alter von 14 Jahren und darüber) müssen an dem Tage, au welchem der Reklamierte zur Aushebung zu erscheinen hat und die Reklamation geprüft wird, von Morgens 8 Uhr ab bis nach der Eutscheidung über die Reklamation im Aushebungslokale anwesend sein. Anderenfalls kann es leicht geschehen, daß Reklamationen, welche wegen Hülfsbedürftigkeit der Angehörigen an sich begründet sein würden, wegen fehlenden Nachweises dieser Hülfsbedürftigkeit zurückgewiesen werden. Etwaige Behinderungsgründe sind durch amtliche Bscheinigungen im Aushebungstermine nachzuweisen. Die Militärpapiere der Söhne von Reklamanten, welche bereits im stehenden Heere gedient haben, sind mit zur Stelle zu bringen. ## Sollten 2 oder mehrere Söhne eines Reklamauter bei der Aubheuung zur Vorstellung gelangen, so werden dieselben am gleicher Gekenlungstags. di Söhne bestimmten oder die in Getracht komme dei Prüfung der Reklawatieg sehlen in Berrucht kommenden Angehörigen nicht mit zur Stelle Sehtig inreichen nicht r. ve. gewiesen wied.“ haben zu gewärtigen, daß ihre Reklematien zurüc, Aachen, den 15. April 1908 Der Zivil=Vorsitzende der Ersatz=Kommission des Stadtkreises Rachen. Hammacher. O.„„ k40 Der„Fall May“ Eine Erwiderung. Die„N. Zür..“ erhält folgende Zuschrift, der wir der Gerechtigkeit halber Raum geben: Es sei mir gestattet, einige Betrachtungen über den interessanten Artikel„Der Fall May“ von F. M. hier vorzubringen. Zur Einleitung möchte ich bemerken, daß auch ich, wie jener Herr F. W. Kahl(Basel), einst ein eifriger May=Leser gewesen bin. Allerdings habe ich nach wenigen Jahren seine Bücher beiseite gelegt, d. h. ich habe sie zum Antiquar geschleppt, wobei ich nicht ahnte, welch' Kapitalverbrechen ich durch die Verbreitung dieses„Verderbers der Jugend" beging. Und nicht viel später habe ich sogar über meine ehemalige May=Verehrung gelacht. Aber daß ein „öffentliches Interesse vorliegt", gegen May zu polemisieren, das zu fühlen——, soweit habe ich es einstweilen noch nicht gebracht. Nun aber zur Sache: Ich möchte hier bescheidentlich fragen: Darf und muß man ein Buch— sei es schlecht oder gut— nach der Vita seines Verfassers beurteilen? Oder warum beschäftigt sich der Kritiker zwei Spalten mit Herrn Karl May, seinem Lebenslauf, seinen Kriminal= verbrechen und seinen Einnahmen als Autor, und nur eine halbe Spalte mit seinen Schriften? Ja, dann kämen auch manche andere Dichter schlecht weg. Wird denn z. B. Oskar Wilde als Autor deswegen angegriffen, weil er einmal„gesessen" hat? Und gibt es nicht noch viele andere, die in moralischer Hinsicht weit schwerer sich vergangen haben, die aber die Justiz nicht fassen konnte oder deren Laster erst nach dem Tode aus Licht kamen? Werden ihre Werke auch nach der Tugend der Autoren beurteilt? Und wenn unn auch irgend ein Schriftsteller eine ungesetzliche Tat begangen hat, dürfen wir ihn nach einem Menschenalter darob verdammen? Nach einem Menschenalter? Dürfen wir ihm darum jedes Existenzrecht durch Bücherschreiben absprechen und seine Bücher unmöglich machen? Deswegen? Wissen wir denn, was ihn zu dieser Tat führte? Kennen wir seinen Seelenzustand in jenem Augenblicke? Müssen seine Bücher die Jugend verderben, müssen ste schlecht, unmoralisch sein, weil jener sich einmal vergangen hat und— im Zuchthaus saß? Deswegen?! Ich habe nichts davon gespürt, daß mich Karl May in seinen Büchern zum Stehlen aufreizte. Meine Kameraden und ich, wir haben nichts von jenem„Durchgesickerten“ über seine Vita vernommen. Und auch dann —— Deswegen! Allerdings, Herr F. M. hat sie nicht in den„Vordergrund stellen wollen" diese„Kleinigkeiten", wie er sich ausdrückt, aber— leider— hat er dies doch getan. Denn für den flüchtigen Leser sind es keine Kleinigkeiten, die ihm hier serviert werden. Das Wort„Kleinigkeiten" überliest er, das Wort„Zuchthaus“ nicht. Und er wird wohl nicht unterscheiden zwischen May und Mays Schriften. Es ist dies ja mehr als kleinlich, aber wenn man zwei Spalten über May selbst und eine halbe über seine Bücher zu lesen bekommt... Es ist vielleicht auch sehr wichtig, zu hören, daß ein ehemaliger Zuchthäusler ein Jahreseinkommen von Hunderttausenden bezieht; und man begreift es ja auch, wenn einer zwischen den Zeilen lesen wollte, daß der Kritiker diesen Verdienst lieber armen, bessern Künstlern zugewandt sähe. Aber deswegen?!... Daß Karl Mays Bücher äußerlich und nicht sehr tief psychologisch angelegt sind, das ist ganz richtig, aber— hätten uns Jungens von damals Mays Helden mit Monologen zur Erklärung ihres Seelenzustandes interessiert? Vergeblicher Arbeitsaufwand! Wir hätten das überschlagen, wenn wir das Buch deswegen nicht ganz auf die Seite gelegt hätten! Verstanden, gewürdigt hätten wir das nicht! Und nun, was liest denn die männliche Jugend mit etwa zwölf Jahren sonst noch? Sherlock Holmes! Ist das vielleicht besser? Oder den Pfadfinder, Buffalo Bill und ähnliche Schauerromane für 20 Rp. das Stück! Ich kenne auch diese. Aber diese„appellieren" noch weit mehr an die „Raubtierinstinkte“ im Menschen als die Romane von Karl May. Und diese sind es, die hauptsächlich von den Kindern im Volke verschlungen werden, wo man sich keinen Karl May für 9 Fr. leisten kann, und wo kein gestrenger Herr Papa die Ausreißermucken seines Sohnes auszutreiben Zeit und Lust hat. Das einzig Ideale ist natürlich der Robinson mit seiner Höhle und seinem Goldklumpen. Ich habe den Robinson vor Karl May gelesen, aber die„Freude am rohen Abenteurertum, und Ausreißer=Träume hat mir nur ersterer erweckt. Darum würde ich auch gerne etwas Näheres von den„tatsächlich mehrfachen Fällen“ hören, da Verbrechen von Knaben direkt auf die Lektüre der Schriften Karl Mays zurückzuführen waren. Sind da nicht vielleicht 20 Rappen=Romane, böse Gesellschaft, vernachlässigte Erziehung und angeborenes Verbrechertum beteiligt gewesen?! So schlimm ist also Karl May nicht, obschon er auch kein Lumen am Horizonte unserer Jugendschriftsteller ist. Die Knaben verlassen ihn darum auch von selbst, wenn sie aus den Kinderschuhen heraustreten, was ja allerdings nicht bei allen der Fall ist. Zu einem gesunden Buben in den Flegeljahren gehört inn einmal das Indianerbuch, das Indianerspiel und das Indianergeheul. Ein nervöses„Bleichgesicht" paßt nicht in unsere Zeit des Auto— und ein tief psychologisches Buch nicht in die Flegeljahre. Uebrigens möchte ich noch bemerken, daß Karl May hier als„direkter oder indirekter Urheber dieser May=Verherrlichung"(die aber gar keine sein soll!) seine Hand nicht im Spiele hat. Die„N. Zür..“ bemerkt dazu: Der Herr Einsender vergißt, daß wir unsere Bemerkungen über Karl May nur anläßlich der Anzeige der über ihn erschienenen Broschüre machten, daß es sich also nicht um eine eigentliche und eingehende Würdigung seiner Schriften handeln konnte. Ebenso ist dem Verfasser entgangen, daß die Wendung„einige Kleinigkeiten“ in bezug auf Mays Vergangenheit ironisch gemeint war. Gewiß hat der Herr Einsender recht, wenn er sagt, daß man ein Buch nicht nach„der Vita“ des Autors beurteilen dürfe— das ist ja auch gar nicht geschehen—, aber wenn es gesetzlich strafbar, zum mindesten unfein ist, einem Privatmann gesühnte Vergehen der Vergangenheit nach einem Menschenalter vorzuwerfen, so liegt der Fall anders bei einer in so hohem Grade in der Oeffentlichkeit wirkenden Persönlichkeit wie Karl May. Da gewinnen derartige Autezedentien hervorragendes psychologisches, also wissenschaftliches, zum mindesten öffentliches Interesse. Das Beispiel Oskar Wildes hinkt deswegen, weil ihn bisher noch kein Mensch als Jugendschriftsteller propagiert hat. Nur weil May so lange und von so vielen Seiten als Jugendschriftsteller nicht bloß empfohlen, sondern geradezu gefeiert wurde, nahmen wir, so wenig pedantisch wir mit dem Verfasser sonst in der Beurteilung der Jugendlektüre sind, Notiz von der gegen May gerichteten neuen Broschüre. Käme er nur für die Erwachsenen in Betracht, hätten wir keinen Grund, uns mit ihm zu beschäftigen. Diese Erwiderung befand sich schon in der Setzerei, als Herr Karl May uns in einem Schreiben mitteilte, daß er „gegen Verfasser, Verleger und Drucker der zitierten Broschüre Strafautrag wegen öffentlicher, verleumderischer Beleidigung gestellt habe“. und Gotaluang elhht, Jele dbgliche Bockonmaste ich wobe dem wiederholen sollten. Vermischtes. Anschwärzung durch handlungsgebilten. Jeder Käufer, möge er als Geschäftsmann oder Privatmann Waren eingekauft haben, hat wohl schon die Erfahrung gemacht, daß ihm bei Aupreisung von Waren seitens Verkäufer oder Reisender über Konkurrenzgeschäfte unlautere Bemerkungen gemacht wurden. Der Zweck ist ersichtlich, man will die Wertschätzung der Ware der Konkurrenz, das Ansehen ihres Betriebes und das ganze Geschäftsgebahren herabwürdigen, um eine Abneigung des kaufenden Publikums zu bewirken. In einem Aufsatze in No. 1 des 1. Jahrg. der Monatsschrift für gewerblichen Rechtsschutz„Unlauterer Wettbewerb“ verbreitet sich nun Professor J. Kohler, Berlin, in durchaus zutreffender Weise über die wichtige Frage, inwieweit nach dem geltenden Recht eine„Haftung des Geschäftsherrn“, für solche Handlungen seiner Angestellten eintritt. Er kommt dabei zu dem richtigen und zweifellos in der Praxis durchzuführenden Ergebnisse, daß eine Schadensersatzpflicht des Prinzipals nach§ 831.=.=B. bestehe, wenn ihm eine Fahrlässigkeit insofern zur Last fiele, als er solchem Gebahren der Angestellten nicht genügend entgegentritt. „Dann kann ihm“, sagt Professor Kohler,„mit Recht vorgeworfen werden, daß er bei der Leitung seiner Untergebenen nicht die erforderliche Sorgfalt beobachtet hat; denn zu dieser Leitung gehört insbesondere auch die Anweisung über das Verhalten bei Ausführung der Geschäfte, die Festsetzung der Richtung des Tun und Lassens, die Aufstellung der Geschäftsprinzipien im gewerblichen Verkehr, und es gehört hierher einmal die deutliche Bezeichnung dieser Verfahrensgrundsätze, es gehört hierher aber namentlich auch die„gehörige Einschärfung und die Ueberwachung", daß darnach gehandelt wird. Ueberall da, wo Anstand und Ehre des Unternehmens beteiligt ist, und wo die Verfahrensweise in fremdes Interesse eingreift, ist es Pflicht des Geschäftsherru, auf strenge Beobachtung der Geschäftsgrundsätze zu halten.“ Aber auch in Fällen, wo„keine Fahrlässigkeit" vorliegt, d. h. wenn also der Prinzipal wirklich die vorstehenden Grundsätze nach Möglichkeit beobachtet hat, kann ihn die Konkurrenz verantwortlich machen und zwar aus§ 6 des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs. Die Konkurrenz hat ein Recht,„die Wiederholung ähnlicher Vorkommnisse zu verhüten". Diese Handhabe gibt ihr das genannte Gesetz;„denn", fährt Prof. Kohler fort,„der Anspruch ans dem§ 6 des Gesetzes ist nicht nur ein Schadensersatz=, sondern auch ein Unterlassungs=Anspruch: er geht dahin, daß eine künftige Verletzung unterbleiben solle. Dieser Anspruch, wenn gegen den Täter selbst gerichtet, nimmt den Charakter eines„Verbotes“ eigenen Handelns für die Zukunft an; im Verhältnis zu den Angestellten und Geschäftsgehilfen enthält er das Gebot“ künftiger Maßregeln zur Vermeidung bisheriger Mißstände.“ Die Maßregeln, welche aber die geschädigte Konkurrenz von dem Geschäftsherrn verlangen kann, können ja verschiedene sein, man könnte kurz sagen: Die Anwendung aller Mittel des Aufsichtzwanges, selbst Drohung der Entlassung Die Einführung des elektrischen Betriebes auf preußischen Staatsbahnen. Das Eisenbahn=Ministerium gibt seinen bisherigen ablehnenden Standpunkt auf und wird die ersten größeren Versuche mit dem elektrischen Betriebe im Anschluß an die schon in Güsten vorhandene Zentrale im Direktionsbezirk Magdeburg zulassen. Zunächst werden die kürzeren Strecken Güsten—Staßfurt und Güsten—Beruburg—Cöthen für den neuen Betrieb eingerichtet. Im weiteren Umfange wird danach die Neugestaltung auf der Strecke Magdeburg— Bitterfeld—Leipzig und später auf der Strecke Halle— Leipzig zur Durchführung kommen. Auch auf diesen Vollbahnen soll der elektrische Betrieb den Dampfbetrieb vollständig ablösen. Die Strecke Halle—Leipzig wurde auch im Hinblick auf den sächsischen Verkehr gewählt, da in Leipzig seit Dezennien Klage darüber geführt wird, daß die preußische Verwaltung den Hauptverkehr vom Osten zum Westen und umgekehrt mehr und mehr über Halle zu leiten wußte. Durch den elektrischen Betrieb zwischen Halle und Leipzig wird eine große Steigerung in der Schnelligkeit und Häufigkeit der Beförderung erzielt werden, sodaß dadurch Leipzig enger an die westlichen Hauptlinien angeschlossen wird. Allerdings dürften bis zur Inbetriebnahme der elektrisch betriebenen Strecken mehrere Jahre vergehen. — Ein neuer Beitrag zur Trausformation der chemischen Elemente. Die„Frankf. Ztg.“ berichtet: Zu der Umwandlung der chemischen Elemente, die in letzter Zeit durch die Entdeckungen des englischen Forschers Ramsay die allgemeine Aufmerksamkeit erregt hat, erhalten wir durch eine Mitteilung des Belgrader Chemikers Jovitschitsch einen neuen Beitrag. Dieser teilt in den Wiener Sitzungsberichten der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften einige Versuche von größtem Interesse mit. Jovitschitsch ließ in einem von ihm konstruierten Apparate, den er Syuthetisator nennt, auf zwei wohlbekannte chemische Verbindungen, das Aethylen und Acetylen, dunkle elektrische Entladungen einwirken. Aethylen und Acetylen, beides Gase, gehören zu den sogenannten Kohlenwasserstoffen, das sind Stoffe, die sich bloß aus Kohlenstoff und Wasserstoff zusammensetzen, sodaß der Gehalt an diesen beiden Elementen, in Prozeuten ausgedrückt, die Zahl 100 zur Summe geben muß. Da uun aus einem Körper, der nur Kohlenstoff und Wasserstoff enthält, bei Ausschluß anderer Elemente, wie z. B. des Sauerstoffs der Luft, durch äußere Einwirkung(elektrische Entladung) nur wieder ein Kohlenwasserstoff entstehen kann, war das Erstaunen des genannten Forschers groß, als die prozentuelle Zusammensetzung der durch den elektrischen Prozeß gebildeten Körper ermittelt wurde. Die Summe von Kohlenstoff und Wasserstoff zeigte sich um sieben, resp. um zweinndzwanzig Prozent geringer ale 100. Die unter den verschiedensten Bedingungen wiederholten Versuche lieferten stets dasselbe Resultat. Der Entdecker dieser experimentellen Tatsachen, die einen rätselhaften Mangel an Materie erkennen lassen, glaubt sich berechtigt, von einer Transformation der Elemente reden zu dürfen. Jovitschitsch schreibt:„Mag die Ansicht über die Transformation von Elementen bei der Einwirkung dunkler, elektrischer Entladung auf Aethylen oder Acelylen noch so unglaublich erscheinen, sie ist der tatsächlichen Sachlage gemäß die einzig gestattete. Ich bin von ihr um so mehr überzeugt, als beide Produkte, besonders das aus dem Acetylen entstehende, stark radioaktive Eigenschaften besitzen. Somit wären diese Produkte keine einfachen Kohlenwasserstoffe, sondern Verbindungen mit noch einem entweder bekannten oder unbekannten Elemente, zu dessen Bildung die Einwirkung dunkler elektrischer Entladung auf gasförmiges Aethylen oder Acetylen den Anlaß gegeden hatte. Der Mangel bis 100 muß also diesem dritten Elemente zukommen. Trifft diese Vermutung zu, dann dürfte das ganze chemische Gebände in neuem Lichte erscheinen. Die Flucht des Erpressers. Dem„Berl. Tabl.“ wird aus München derichtet: Draußen in dem Vorort Bogenhausen, am Endpunkt der Straßenbahn, erhebt sich die Villa des Kommerzienrates Ludowici, auf dessen Kinder vor einem Vierteljahr ein Attentat verübt wurde. Die Villa ist die erste einer Villenkolonie, die hier erstehen soll und für die eben die Straßenzüge angelegt werden. Kein Meusch dachte daran, daß sich der Erpresser unter den Straßenarbeitern befinde, die ganz in der Nähe der Villa Ludowici arbeiten. Auf die Ergreifung des Erpressers hatte Kommerzienrat Lubowici eine Belohnung von 5000 M. ausgesetzt. Polizelbeamte Münchens und auswärtige Privat= detektivs suchen den Erpresser seit Monaten wie eine Stecknadel. Während man auf der Polizei die Personalakte aller verdächtigen Personen durchstöberte, arbeitete der Erpresser in Bogenhausen ruhig an seinem Kiesgitter und konnte von seinem Arbeitsplatze aus beobachten, wie beständig mehrere Kriminalbeamte die Billa bewachten und ein Kriminalbeamter die beiden Knaben Ludowicis von und zur Schule begleitete. Sicher hat der Erpresser von da aus auch seinerzeit das Attentat auf die beiden Knaben unternommen und den Verlauf beobachtet, daher war er auch sofort in der Lage, noch am Tage des Attentats an Kommerzienrat Ludowici einen neuen Erpresserbrief zu schreiben, in dem er auf das Mißlingen des Attentats Bezug nahm und durch ein Inserat in den „Münchener Neuesten Nachrichten“ die Antwort des Kommerzienrats erwartete. Als Kennwort für das Inserat bestimmte er das Wort Ludwig, den Namen des Architekten, in dessen Auftrag er vor der Tür Ludowicis arbeitete! Und doch kam niemand darauf, den Erpresser unter den Straßenarbeitern zu suchen, denn die Briefe des Erpressers ließen auf einen höheren Bildungsgrad des Schreibers schließen. Am 11. April begannen die Osterferien für die Volksschuljugend. Ein Kuabe, den der Erpresser Imhof zu dem mißlungenen Attentat anstiften wollte, den Ludowicischen Knaben angebliches„Salzwasser" ins Gesicht zu schütten und dessen Vater selbst bei dem Architekten Ludwig als Straßenarbeiter beschäftigt war, spielte in der Nähe der Arbeiter und erkannte plötzlich in einem von diesen den Mann, auf dessen Ergreifung die 5000 Mark Belohnung ausgesetzt waren. Der Junge lief sofort zur Polizeiwache und informierte den Stationskommandanten, der die Ungeschicklichkeit beging, allein zur bezeichneten Arbeitsstelle zu gehen, um die Arbeiter zu mustern und den ihm beschriebenen Mann zu suchen. Erst als ihm dies nicht gelang, ging er zurück zur Polizeiwache und holte den Knaben. Der Erpresser Imhof, der die Absicht des Stationskommandanten durchschaut hatte, meldete sich, als dieser fortging, um den Knaben zu holen, sofort krank, eilte in seine Wohnung, zog sich um und entfloh. Man wußte aber wenigstens den Namen des Erpressers, daß er ein Postaspirant gewesen und als solcher früher eine große Summe Geldes unterschlagen hatte. Auf ihn wurde im Jahre 1897 im Zentralpolizeiblatt“ gefahndet, in dem sein Signalement angegeben wurde. Die Münchener Polizei vergestern die Personalbeschreibung Imhofs, aber sie. schrieb einfach das— alte Signalement aus dem Jahre 100 ab, als ob sich in elf Jahren das Aeußere eines Megsa., nicht verändert hätte! 1897 wurde die Stimme I als belegt bezeichnet, er hatte damals vielleicht Katarrh; im Steckbrief der Münchener Polizei wird die Stime, Imhofs natürlich auch als belegt bezeichnet, obwohl alle die mit Imhof seit Monaten arbeiten, dessen Stimme als ben rein bezeichnen. Von Imhof hat man bis jetzt keine Spur, doz ist die Annahme der Polizei, Imhof habe sich durch Nüchternt. und Sparsamkeit eine Summe erspart mit der er flchten könnte iers Beispiel Woche gezwungen, Vorschuß zu nehmen. Er hält sich wahrscheiz, lich in München verborgen, der Polier des Architekten Ludpi, behauptet sogar, Imhof habe gestern den Versuch gemacht, seine restierenden Lohn von 8 Mark zu erheben, sei aber bald wied, verschwunden. Ein Gattenmörder verhaftet. Aus Apolda wird dem Ben Tebk:, berichts:: Der Korbmacher Lonis Friedrich Koch in Grz. romsteor(Sachsen=Weimar) hat, wie sich jetzt herausgestellt#f am 15. April seine Ehefrau ermordet und die Leiche zerstücke Die junge Witwe. Kriminal=Roman von A. Groner. 43(Nachdruck verboten.) In den Abendblättern wurde über die Verhandlung gegen den Schauspieler Rank berichtet, und diese Sache schien damit abgetan zu sein. Aber sie war noch nicht abgetan. Zwei Tage später brachten die Zeitungen wieder eine sensationelle Nachricht. Wir haben, so hieß es, die Komödie ganz richtig aufgefaßt, welche der gewesene Schauspieler Franz Rank dem Gerichtshofe vorspielte. Wir haben sogleich gesagt, daß es sich früher oder später aufklären werde, aus welcher Ursache Rank so gar nichts über seinen Mitschuldigen zu wissen schien. Wir haben schon immer angedeutet, daß er für sein Schweigen von dem Manne im Gummimantel gelegentlich wohl bezahlt werden würde. Nun— die Gegenleistung ist bereits erfolgt. Franz Rank wurde auf dem Transport nach dem Strafhause befreit! Natürlich waren dabei fremde Hände im Spiele, und es kann wohl kaum ein Zweifel darüber herrschen, wessen Hände dies gewesen sind— selbstverständlich diejenigen des Mannes, der mit Rank zur Zeit der Tat zweifellos beisammen war, der zuerst in seinem Gummimantel und später in der Wechselstube durch seinen Schmuck die Aufmerksamkeit auf sein Aeußeres lenkte, und welcher alsdann spurlos verschwunden ist. Wir zweifeln nicht im geringsten daran, daß die Zukunft uns recht geben wird. Auf welche Weise Rank befreit wurde, ist uns bis jetzt nicht bekannt geworden. Wir werden aber unseren Lesern vielleicht morgen schon näheres mitzuteilen in der Lage sein. An einem der nächsten Tage erfuhr es zwar nicht das ganze Publikum, aber es wurde doch einigen der Sache näher stehenden Personen bekannt, wie es Rank hatte gelingen können, sich die Freiheit zu verschaffen. Er hatte zwei Helfer gefunden. Der Zug, mittels welchem er in die Strafanstalt befördert werden sollte, hatte soeben auf einer größeren Station gehalten, als es auf der Seite des Stationsgebäudes einen Knall und danach eine gewaltige Verwirrung gab. Es war sehr natürlich, daß Ranks Transvorteur, mit dem jener sich allein in einem Abteil dritter Klasse befand, das Fenster eilig herunterließ und den Kopf hinaussteckte. Weniger selbstverständlich war es schon, daß sich ganz zur selben Zeit die entgegengesetzte Tür des Wagens auftat, und der Schauspieler, der schon seit seiner Abfahrt von Wien dicht neben ihr saß, trotz seiner gefesselten Hände hinausschlüpfte, worauf die Tür ebenso leise, als sie aufgegangen war, wieder geschlossen wurde. Als dies geschah, war Rank schon hinter einem der vielen Güterschuppen der Station verschwunden. Eine Minute später, gerade als der Begleiter des Verurteilten einen Schreckensschrei ausstieß, bestieg ein Mann, der einen langen, lichten Mantel über einen breitkrämpigen Hut trug, ein Wägelchen, welches hinter den Güterschuppen auf der Landstraße gewartet hatte. Es war ein leichter Wagen, das Pferd überaus schnell, der Kutscher ließ es tüchtig ausgreifen, und die Straße war gut. In weniger als fünf Minuten hatte der Wagen eine Stelle erreicht, an welcher der Wald bis an die Straße herantrat. Bis dorthin sah der Entführte oftmals hinter sich. Aber die Straße blieb leer. Als der Wald zwischen ihm und der Station lag, rief er den Kutschierenden an. Der aber wandte sich ihm auch jetzt nicht zu, sondern feuerte durch leise Zurufe und leichte Hiebe mit der Peitsche das Pferd zu größter Eile an. Und so flog das Gefährt wohl noch eine halbe Stunde dahin, bis es endlich vor einem einsamen Wirtshause hielt. Dort stiegen sie ab. Der Wirt führte schweigend das Pferd in den Stall und kümmerte sich nicht weiter um die beiden Fremden, welche rasch querfeldein gingen. Es war nicht eine Silbe gewechselt worden. Aber der bäuerliche Wirt mußte mit dem gemachten Geschäfte recht zufrieden sein und auch zufrieden mit seiner Pfiffigkeit. Auch konnte der Mieter des Wagens sich auf das Schweigen des Wirtes verlassen. Er wäre über diesen Punkt, falls er deshalb überhaupt unruhig war, ganz beruhigt gewesen, wenn er des Mannes Selbstgesprüch belauscht hätte. Fünfhundert Gulden! Ret übel! murmelte der Wiet vergnüglich geinsend. Aber so dumm bin mst, daß meia'. sie ihm Vorhaltungen machte, daß er seinem in Sulzbach wohnende Sohne 300 Mark ohne Schuldschein gegeben hatte. Aergerlich sn die Worte seiner Frau hätte er das Beil genommen und ihr mi## dem stumpfen Teil einen Schlag auf den Hinterkopf gegebe Darauf habe er ihr weitere Beilhiebe versetzt. Dann habe er#s auf den Boden geschleppt. Als sie dann noch immer Lebenszeich von sich gab, sei er wieder nach dem Holzstall geeilt, um n zweites Beil zu holen, mit dem er sie wieder fünf= bis sechsma auf den Kopf schlug. Nach einigen Stunden trennte er Arme n# Beine von der Leiche, trug sie nach dem Holzstall und zerkleinen sie auf dem Hackeklotz. Tags darauf legte er dann die Leichen teile, nachdem er sie mit Petroleum begossen hatte, unter### Kesselfenerung in der Waschküche und verbrannte sie. Die nicht vollständig verbrannten Teile nahm er wieder heraus und vergrub sie im Keller und im Garten. Uebrig ließ nur einen Fuß, den er am Ostersonntag auf den Wege nach Apolda in einen Steinbruch warf, um den Verdacht au eine falsche Spur zu lenken. Er erreichte damit aber gerade des Gegenteil. Charakteristisch für den Mörder ist, daß er am 16. Ur#l seine Frau als„vermißt“ meldete, und unter beweglichen Kle nach ihr suchte. Uebrigens stehl Koch im Verdacht, noch zus Frauenmorde in den letzten Jahren begangen zu haben. Erü# bereits mit neun Jahren Zachthaus wegen Sittlichkeitsverbrechg und Mordversuch vorbestraft. Einen hübschen Scherz erzahlt der„Berl. Börsen=Kur: au Nowawes. Anläßlich der 50. Aufführung der Räuber im Deutscha Theater ging dem Berliner Verlage Eutsch aus Nowawes folgen des Schreiben zu:„Wolte mahl höflichst anfragen ob vielleight bei ihnen das Theaterstück die Räuber zu haben ist sollte das da# fall sein so bitte ich sie mir umgehent bescheit zu schreiben wn## möglich auch den Preiß damit ich meinen Verein benachrichtign kann Hochachtend Paul... sch Nowawes... straße.“ Der Berliner Knabenmörder August Heider wurde#a einem Berichterstatter auch mit den Brandstiftungen in Verbindung gebracht, besonders deshalt, weil Heider auch an u Brandstelle der alten Garnisonkirche gewesen ist und weil Brandstiftungen mit seiner Verhaftung aufgehört hätten. An de## Stellen, die mit der Ermittelung der unbekannten Brandstisten und der Aufklärung des Knabenmordes beschäftigt sind, nimm man, laut„Voss. Ztg.“, einen solchen Zusammeuhang nicht#n Man hat dafür auch nicht den geringsten Anhalt. Der Vrand da## Garnisonkirche ist auf Kurzschluß zurückzuführen. Brandstiftungn# sind aber auch nach der Verhaftung Heiders noch vorgekommen Weshalb sie allmählich nachlassen, ist jetzt ebensowenig aufgeklän wie bei den früheren Epidemien in Moabit. Daran, daß Heider## auch für andere Verbrechen in Betracht kommen könnte, ist zu# nächst wohl gedacht worden. Man rechnete damit, daß### Möbelhändler Bernstein mit einem Schusterhammer erschlagen worden sein kann, und daß Heider Schuhmacher war. Dann kan der Lehmannsche Mord in Frage, weil ein Bekannter Heiders uib dem ermordeten Lehmann verkehrt hat. Aber auch in diesa Fällen kommt Heider nicht mehr in Betracht. Den Mord an den# Schnelderlehrling Blecher leugnet er nach wie vor, trotz aller## lastungen, die an seiner Schuld gar nicht zweifeln lassen. Fru#Heider, die die charakteristische Schürze als ihr Eigentum erkannte als sie von ihrer Bedeutung noch nichts wußte, hat jetzt, wo sih weiß, daß ihr Mann unter der Beschuldigung des Mordes in# Untersuchungsgefängnis sitzt, nichts an ihrer Aussage geänden Gie sagt nach wie vor mit gleicher Bestimmtheit, es sei ihnSchürze, und bedauert nur, daß sie krank in der Anstalt lieg. Wenn sie zu Hause gewesen wäre, hätte die schreckliche Tat nichz geschehen können. Der Sohn des Präsidenten Roosevelt im Luftball#.# Archie Roosevelt, der Sohn des Präsidenten, trat am 22. d. A nachmittags in Begleitung der Kapitäne Chandler und van hm und des Leutnants Lee vom Signalkorps eine Fahrt im Luftdallu#### an. Der Präsident war mit dem Unternehmen nicht recht i verstanden gewesen, aber Archie hatte schließlich doch seinen Willa# durchzusetzen gewußt. Roosevelts Tochter Ethel gab dem Vallu# im Automobil das Geleite. Bei dem Aufstiege des Luftschiffel## wäre beinahe ein Unfall passiert: Der Ballon stieß mit solge# Kraft an einen Eisenbahndamm, daß es Chandler nur mit Mi### gelang, das Umkippen des Korbes zu verhindern. Er warf soson eine Menge Ballast aus, worauf das Luftschiff rasch in die##### stieg und in der Richtung nach Baltimore verschwand. Um halb ll Uhr abends ging ein Telegramm von den Luftschiffern im Weiza#Hause ein, das berichtete, daß der Ballon um 5 Uhr nachmittas bei Wilmington im Staate Delaware gelandet war. Roosei velts Sohn und seine Begleiter sind heute früh 5 Uhr der Bahn in Washington wieder eingetroffen. Sie berichten, sie sich vier Stunden in der Höhe gehalten haben und auch Nacht durch weiterzufliegen hofften. Indessen seien sie zum Lan### gezwungen worden, da Kapitän Chandler sich bei dem Anprall#### Ballons wider den Bahndamm am Nachmittag ernstlich am verletzte. Die übrigen Insassen sind trotz der schweren Stöße, sie dabei erlitten, ohne Verwundungen davongekommen. Die! dung vollzog sich nicht ganz glatt, und die Luftschiffer erreichtg die Bahnstation in äußerst schmutzigem, abgerissenen Zustan#### Archte Roosevelt äußerte auf Befragen über seine Eindrücke:„ Fahrt hat mir außerordentlichen Genuß gewährt wie nie en vorher. Dennoch bin ich nicht ganz sicher, ob es mich nach en Wiederholung gelüstet. Ich bin über die Maßen müde und## vor allem schlafen gehen.“ Es wird auch erzählt, daß Roosevelt während der Luftfahrt seines Sohnes recht nerv##### wesen und seine Erleichterung nach dem Eintreffen der Dereh# nicht vertchte inigten konnte,#rig. Imhof war zum Beispiel noch in der das wär' eine Wette gewesen? Na— i werd' mir's Maul net verbreunen! So sprach der Mann im einsamen Wirtshause. Jedenfalls wurde Rank nicht mehr gefunden, er war, wie sein Genosse, ohne eine Spur hinter sich zu lassen, verschwunden. Wohl ließ die Behörde das Haus und den Briefwechsel seiner Tante überwachen. Allein auch dies blieb ohne Erfolg. Die alte Frau, welche die Nachricht von der Verhaftung ihres Neffen auf das Krankenlager geworfen hatte, bekam weder Besuche, noch auch schriftliche Nachrichten. Breuner war zufrieden und auch wieder nicht zufrieden mit dem Stande der Dinge. Zufrieden, denn er konnte seinem Kollegen Lingmann schreiben, daß er seinen Mann richtig eingeliefert habe, und daß das Urteil bereits ergangen sei, mußte ihm aber wahrheitsgetreu auch berichten, daß Franz Rank sich wieder in Freiheit befinde, und daß es niemand eingefallen sei, ihn, Breuner, zu seiner Ausfindigmachung wieder zu berufen. Zehntes Kapitel. An einem schönen Maiabend betrat der Fabrikant Weidmann das Vorzimmer zu Heebert Klingers Advokaturkanzlei. Ein Diener, der lesend am Fenster gesessen hatte, erhob sich und legte das Blatt hin. z Ist der Heer Doktor noch zu sprechen? 4 0 ja. Bitte nur einzutreten. Der Herr Doktor hat augenblicklich zwar Besuch, allein Sie werden nicht lange zu warten brauchen. Weidmann betrat ein großes Zimmer, in welchem er einen Schreiber vorfand. Lassen Sie sich nicht stören, sagte er, als der junge Mann sich erhob. Ich weiß schon, daß der Heer Doktor augenblicklich noch beschäftigt ist. Ich glaube, er wird Sie sofört empfangen. Vielleicht darf ich Sie anmelden. Wie ist Ihr Name? Wes ist denn drinnen? Man hört doch sprechen, also hat der Herr Doktor doch schon Besuch. x. Run, Besuch!— Es ist nur ein Detektiv deinnen. Hat der Herr Doktyr eine Sache übernommen, bei der er solche Hüfse braucht? Es wird schon so sein, denn Herr Neumann kommt täglich. Er ist ein Privatdetektiv, ein außerordentlich tugt tiger Meusch. Er ist dem Herrn Doktor schon von frühe her bekannt, wahrscheinlich hat Herr Neumann schon einwen für ihn gearbeitet. Das ist ein schwerer und auch ein schrecklicher Vernf. Das schon, aber er bringt unter Umständen auch bes Geld ein. Da hat zum Beispiel ein Wiener Detektib, gewisser Breuner, von einem hiesigen Fabrikanten außer auee Spesen noch fünfhundert Gulden für seine Bemühungen“ kommen, und der ganze Fall war eigentlich in en Tagen abgewickelt. 995 Bedenken Sie aber, wieviel Scharfsinn solch ein Attin besitzen muß. Diese Intelligenz bezahlt man ja undbeg sie gern, wenn auch in jenem Fall leider, trotz aulet deckungen, die beiden Verbrecher entkommen sind. Der Schreiber schaute Weidmann verwundert an. wissen, wovon ich rede? 4 Von dem Verbrechen, das an meinem Schwiegte“ verübt worden ist. So sind Sie Herr Weidmann? Der bin ich. Ich glaube, da sollte ich Sie doch gleich anmeldet. Ja warum denn? 6s4 Weil der Herr Doktor Ihnen ja auch sonst Der Herr Neumann kann ja warten oder wiederkommtt ist ohnehin schon zwei Stunden da.„ Ich glaube, er geht schon. Man hört Gesstht sagte der Fabrikant, den eifrigen jungen Mann* haltend. ginge 10 Er hatte richtig gehört. In Klingers Jmmt Stühle gerückt. Gleich danach kam der Doktor allein heraus. Sie sollten—. Er hielt inne. Ah, Herr Weidmanv! er in seiner lauten, lebhaften Weise, bitte, kommen““ herein! Sie warten doch nicht etwa da außen! Benesch! Warum haben Sie mir denn den Her““ sogleich angemeldet? 40 Herr Weidmann wollte nicht! entschuldigte Schreiber. Gestern erst wurde das Verbrechen enideckt und Koch, auf den u# sofort der Verdacht lenkte, in Haft genommen; im Verhör legte ein volles Geständnis ab. Danach ist er am 15. April mit seine Frau im Holzstall gewesen, um Holz zu zerkleinern. Bei dies. Geleganhest sei er mit jür in einen Martmechs=: Dei bisa Gelegenheir sei er mir ihr in einen Wortwechser geraten, nei## (Fortsetzung folgt.) für den tä Nachen erhalten d lich. Poste einzusender sandt. Lč. Die Welch Warenverke erfahren he zu einem keit erkenn wärtigen namentlich verloden, s# sonders krä deutschen# nen Mark: 18 18 19 19 19 Wohl war tige Entfalt um so mehl stabil geblie Jahren wa Von 1895 sätze mit de Durchschnitt für sich eine die Steigern Schatten g 2,8 Millia: Milliarde. höhe der U. rung voraus rung in den wesen als je Die Ent #ings nicht uicht mehre sahr die En uu erklären, starke Rohst forcierte, wä erhebliche St nehr so in Einfuhr nah Proz, im IAusfuhr dag im Werte, v# hauptsteigern Jahr 1906. Jahre 1907 lands noch ke Werte, sonde Jahre 1907 Betrachter schiedenen Li Handelsverkeh wir zu dem stärksten die 1 mit An Australien ist Ausfuhr genommen ha heaelsverkeh as ser Aufi gerung d kommt.