Darith, 1. Mununr 193, GPenst.) 0 XV. Zargan, Nr. 1. 1 Amtliches Blatt der Behörden des Regierungsbezirkes. Unparteiische, verbreitetste Zeitung und wirksamstes Annoncen=Organ der Stadt und des Regierungsbezirkes. Rolationsdruck u. Verlag v. J. La Nuelle, Nachen. Exped. u. Annoncen=Annahme Hartmannstr. 30, Teleph. Nr. 293. Druckerei und Lithographie Johanniterstraße 22, Telephon Nr. 76. Telegramm=Adresse Larnelle, Nachen. Post=Zeitungs=Katalog Nr. 1. Verantwortliche Redakton: f6, Hous„.alen und 8242 Für den politischen Theil: Konrad Büttgenbach, Chefredakteur; für den korglen und übrigen Thel: Lawvig Lieser,=:9; F. beide zu Aachen. Redaktion: Johanniterstr. 23. Telephon Nr. 76. erscheint mit Ausnahme der Sonn= u. Feiertage täglich zweimal(in einer Morgen= u. Abend=Ausgabe). Man abonnirt bei allen deutschen Post=Anstalten für.50 Mk.; in Nachen u. Burtscheid für.25 Ml. vierteljährlich, bedue bon de, beod iign euatgel„Kasdener Anzseiger, Anenen= begean süie denr Reszterungt=Geater Gacder- Athate. Bischlaugn al un Maliche Kadlaur= Kun Die de Sute been en, Ezehen und shriftlich oder mütndlich in Erpedilionslokale(Harimannstraße 30) genacht werden; durch die Trägerinnen werden Abbestellungen viemals angenommen. nd ud Aeaunn Tauan ud un eshaunten eirden iunz ur Rungaisgeih unnn wrt. nur dann berücksichtigt werden, wenn dieselben Für die Aufnahme von Annoncen spätestens einen Tag vor 40 Einladung zum Abonuenent auf den „Nachener Anzeiger, Politisches Tagerin. die verhältnißmäßig billigste Zeitung Rheinlands und Westfalens, gelesenstes Blatt der Städte Aachen u. Burtscheid. Das„Politische Tageblatt“ erscheint im größten deutschen Zeitungsformat in Abend= und Morgen=Ausgaben wöchentlich elf Mal, und hält in Verbindung mit den Beilagen anf allen Gebieten der Tagesgeschichte vollständig auf dem Laufenden. Wöchentlich zweimal wird ein Unterhaltungsblatt, monatlich zweimal eine Belehrende Beilage beigefügt. Auf dem Gebiete der Politir bringt das„Polit. Tagebl.“ außer sachlich gehaltenen Besprechungen aller wichtigern politischen Vorgänge die bemerkenswerthesten Aeußerungen der Presse aller Parteien unter besonderer Berücksichtigung der hier vorwiegend vertretenen Ueberzeugungen und Bestrebungen. Zahlreiche Drahtmeldungen unterrichten aufs schnellste über alle interessantern Ereignisse. Ueber die Parlamentsverhandlungen und politische Prozesse wird ausführlich berichtet. Mit besonderer Aufmerksamkeit werden die Begebenheiten in Nachen und der näheren Umgebung verfolgt. Wichtigere Verhandlungen und Versammlungen werden stenographisch aufgenommen. Der„Nachener Anzeiger, Politisches Tageblatt“ ist das populärste Annoncen=Organ der Stadt. Von der außerordentlichen Wirksamkeit der in demselben aufgenommenen Anzeigen liegen dem inserirenden Publikum in allen Kreisen seit Jahren so glänzende Beweise vor, daß es in dieser Hinsicht keines Wortes der Empfehlung bedarf. Die dem„Politischen Tageblatt“ überwiesenen Anzeigen sinden auch im„Nachener Anzeiger“, Annoncen=Organ für den Regierungsbezirk, welcher fast in keinem Hause der Städte Aachen und Burtscheid fehlt, unentgeltliche Aufnahme. Der verhältnißmäßig außerordentlich billige Abonnementspreis beträgt für Nachen und Burtscheid im Vierteljahr 3 M. 25 Pfg.(einschließlich Trägerlohn), bei der Post 3 M. 50 Pfg.(ausschließlich Bestellgeld). Redaktion und Verlag des „Politischen Tageblattes“. Die heutige SonntagsAusgabe umfaßt 14 Seiten. Politische Uebersicht. Religions=Unterricht und Dissidenten. Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ schreibt:„Tissidentische Eltern sind mehrfach aufgefordert worden, ihre Kinder den Religionsunterricht in der Schule besuchen zu lassen. Gegen diese Weisung wurde Widerspruch beim Kultusminister erhoben; der Kultusminister aber hat die Beschwerdeführer auf den Rechtsweg verwiesen. Wenn aus Anlaß dieses Vorgangs von der einen Seite behauptet burde, der jetzige Kultusminister habe sich davon überzeugt, daß der bekannte Erlaß seines Vorgängers, betreffend die Zuweisung der Dissidentenkinder zum Religionsunteüricht #r Volksschule, auf gesetzlicher Basis nicht beruhe, wähzend von anderer Seite die gegentheilige Ansicht vertreten wurde, so sind wir in der Lage, zu erklären, daß die erstere Lesart den Thatsachen nicht entspricht und die zweite richtig ist. Bedenken, die gegen eine zwangsweise sung von Kindern zum Religionsunterricht geltend gemacht werden können, müssen unbedingt zurücktreten gegenüber der Erwägung, daß es den preußischen Verfassungsgrundsätzen nicht zuwider, sondern durchaus entsprechend ist, wenn jedes Kind Religionsunterricht genießt. Die Theilnahme am Religionsunterricht der Volksschule kann überflüssig erscheinen, wenn die Eltern nachzuweisen vermögen, daß sie selbst ihre Kinder in Religion unterrichten oder unterrichten lassen. Dabei kann es aber nicht bis zu dem Grade in das Belieben der Eltern gestellt werden, den Ersatz des Volksschul=Religionsunterrichts zu bestimmen, wie in neuerer Zeit mehrfach in der Richtung geschehen ist, daß Kinder an Stelle des Religionsunterrichts in einen von einem echanie Sntscie uid Aligs der dier de meinde“ geleiteten Sitlichkeitsunterricht geschickt wurden. Ein sich als Ersatz des Religionsunterrichtes ausgebender Sittlichkeitsunterricht kann unter keinen Umständen als ein wirklicher Unterricht in der Religion von der Behörde anerkannt werden, wenn er damit beginnt, zu erklären: es gibt keinen Gott. Der Vorgänger des jetzigen Kultusministers legte auf diesen Punkt so viel Gewicht, daß er durch gemeinsamen Erlaß mit dem Justizminister die Frage des Religionsunterrichtes der Dissidentenkinder im Sinne des von ihm vorgelegten Volksschulgesetzes im Verwaltungswege zu regeln unternahm. Als er im Abgeordnetenhause darauf angesprochen wurde, daß seine bezügliche Verfügung vom Januar 1891 mit der Verfassung im Widerspruch stehe, antwortete er, daß gerade die Gesetzmäßigkeit der Verfügung eingehend von seinen und des Justizministers Kommissarien geprüft, und daß von keiner Seite Bedenken in dieser Richtung als zu Recht bestehend anerkannt seien. Als der jetzige Kultusminister Dr. Bosse in sein Amt trat, hat er sich den ihm nahetretenden Klageführern gegenüber dahin ausgesprochen, daß er sich die eingehende Prüfung der Angelegenheit vorbehalten müsse. Das Ergebniß dieser Prüfung besteht im Gewinnen der vollen Ueberzeugung, daß der Erlaß des Grafen Zedlitz auf gesetzlicher Grundlage ruhe, die Beschwerdeführer haben also von Seiten des Kultusministeriums einen anderen Bescheid nicht zu erwarten, als den, welcher ihnen zu Theil geworden ist. Die Thatsache, daß der jetzige Kultusminister ganz wie Graf Zedlitz die Kinder von Dissidenten zwangsweise zum Religionsunterricht bringen will, stößt auf Widerspruch in allen liberalen Blättern. Es wird daran erinnert, daß Graf Zedlitz in diesem Punkte auf den Widerstand der großen Mehrheit des Abgeordnetenhauses stieß. Die „Nationalzeitung“ schreibt u..:„Die ganze Erörterung kommt darauf heraus, daß die jeweilige Regierung bestimmt, was als„Religion“ anerkannt wird und was nicht. Es ist, wie schon im Abgeordnetenhause dargelegt wurde, eine auf drastische Wirkung berechnete Verschiebung der Streitfrage, wenn sie so dargestellt wird, als ob es sich nur um Leute handelte, die erklären,„es gibt keinen Gott".“ Auch diesen muß man das Recht, ihre Kinder von dem Religionsunterricht einer ihnen fremden Konfession fernzuhalten, zugestehen: einmal, weil die verfassungsmäßig gewährleistete Gewissensfreiheit es erfordert, und ferner, weil es pädagogisch höchst verkehrt ist, Kinder zur Theilnahme an einem Religionsunterricht zu zwingen, dem, eben weil er gegen den Willen der Eltern erzwungen ist, zu Hause unzweifelhaft, im Ernst wie durch Hohn und Spott, entgegengewirkt wird. Aber es handelt sich, wie gesagt, keineswegs nur um„Atheisten“ und deren Kinder. Es gibt Dissidenten, d. h. Leute, welche sich von den organisirten Kirchen losgesagt haben und gleichwohl sehr religiös, zuweilen sogar in hohem Grade strenggläubig sind. Und wenn die heutzutage in der evangelischen Kirche herrschende Richtung ihren Willen durchsetzt, so kann es nach einigen Jahren Millionen neuer Dissidenten“ in Preußen geben. Vielleicht will Herr Dr. Bosse den Dissidenten dieser Art gestatten, ihren Kindern eigenen Religionsunterricht ertheilen zu lassen, vielleicht auch nicht— wir wissen es nicht; und ebensowenig kann man voraussehen, wie ein anderer Kuliusminister über die Frage, was„Religion“ ist, denken würde. Auch deshalb darf die Entscheidung über die Pflicht zur Theilnahme am Religionsunterricht nicht unter Heranziehung veralteter Bestimmungen des allgemeinen Landrechts u. dgl.; sondern sie muß nach dem wirklichen„Verfassungsgrundsatz“ der Gewissensfreiheit erfolgen.“ Vom katholischen Standpunkte aus schreibt die„Köln. Volksztg.“:„Man muß zugeben, daß es durchaus wünschenswerth ist, daß kein Kind ohne Religionsunterricht bleibe, und daß Staat und Gesellschaft hieran ein erhebliches Interesse haben. Es ist auch zuzugeben, daß der„Religionsunterricht", wie ihn Sozialdemokraten und freireligiöse„Prediger“ ertheilen, kein Religionsunterricht ist. Gleichwohl können wir grundsätzlich den Erlaß nicht billigen. Es ist Sache der Eltern, zu bestimmen, in welcher Religion das Kind erzogen werden soll; es ist nicht Aufgabe des Staates, Religions=Unterricht zu ertheilen, oder zu entscheiden, welcher Unterricht als ReligionsUnterricht anerkannt werden soll. Gerade wir Katholiken müssen uns hier gegen jeden Zwang und jede Einmischung verwahren. Es ist noch in Aller Erinnerung, welche Wirrsale der Altkatholizismus im Religions=Unterrichte angerichtet hat. Da wurde ein von einem altkatholischen Lehrer ertheilter Religions=Unterricht als katholisch bezeichnet, obschon die Eltern davon nichts wissen wollten. Wie leicht ist es in solchen Fällen, die Kinder für Dissidentenkinder und den nichtschulplanmäßigen Religions=Unterricht für ungenügend zu erklären! Die„Nordd. Allg. Ztg.“ beruft sich für den Erlaß auf die Verfassung, der es durchaus entsprechend sei, wenn jedes Kind Religions=Unterricht genießen müsse. Das steht nun wohl nicht so in der Verfassung, indeß das ist Nebensache; die Hauptsache ist: der Staat hat nicht zu bestimmen, was als Religion und Religions=Unterricht anerkannt werden soll oder nicht: Ausland. Wien, 30. Dez. Zweijährige Dienstzeit. Gegenüber der offiziösen Behauptung, daß die Frage der zweijährigen Dienstzeit bei uns noch nicht aktuell geworden sei, wird aus militärischen Kreisen versichert, daß der Kaiser dieser Frage lebhaftes Interesse entgegenbringt, das Kriegsministerium eifrige Studien pflegt und daß, sobald die Frage im deutschen Reichstage entschieden sein wird, sie auch bei uns die vollste Aktualität gewinnen wird. Wien, 31. Dezember. Für die neue HeeresDienstpflicht ist die Beseitigung der Ersatzreserve und Erhöhung des Friedensstandes um 48000 Mann geplant. Die jährlichen Kosten der neuen Maßregel werden laut „Kölnischer Volkszeitung“ auf zwanzig Millionen Kronen geP dem Rheinland. I. Haaren, 29. Dez. An einem Hause hierselbst wurde vergangene Woche zur Nachtzeit auf geschlossenem Hofe eine Zinkdachröhre gewaltsam abgerissen und entwendet. Da solche Diebstädle dem Eigenthümer zu dem Verdrusse große Kosten verursachen, für die Diebe aber gewöhnlich nur einige Groschen beim Verkauf solcher Gegenstände herauskommen, so kann der Händler bei Ankauf solcher Sachen nicht vorsichtig genug zu Werke gehen und muß sich vorerst überzeugen, ob die Sachen nicht gestohlen sind. Für die Hehler aber mögen die in solchen Fällen jüngsthin erkannten exemplarischen Strafen eine Warnung sein, die Hehler verleiten zu folch' frevelhaften Handlungen, die dem Diebe nur zu einem geringen Schnapsgelde zu verhelfen. Düren, 29. Dez. Wir lesen in der K..“: Unsere verkehrreiche Stadt hat als Knotenpunkt von sechs Bahnrichtungen im Allgemeinen eine vortreffliche Verbindung mit der Außenwelt, nur nicht mit der nachbarlichen Kreisstadt Euskirchen und den südlicher gelegenen Stationen der Eifelbahn bis Trier, Saarbrücken, Metz u. s. w. Von Morgens 7,57 bis Nachmittags 4 Uhr, also während voller acht Tagesstunden, haben Düren und die westlich und nördlich gelegenen zahlreichen Städte und Ortschaften, wie Eschweiler, Stolberg, Aachen, Montjoie, Eupen, Jülich, Geilenkirchen u. s.., keine Gelegenheit, über Euskirchen hinaus die Eifelbahn zu benutzen. Von 9 bis 11.55 Vormittags laufen hier sieben Züge ein, die jedes Anschlusses nach der Eifelbahn ermangeln. Angesichts des Zuges aus Köln 11,35 Vormittags, der Euskirchen um 12,57 verläßt und in Trier 5,16 eintrifft, drängt sich seit Jahren die Frage auf, ob denn nicht der von Neuß 11,55 in Düren einlaufende Zug nach Euskirchen durchgeführt werden könnte, um Auschluß an diesen Eifelzug zu erreichen. Diese Verkehrserleichterung würde in weiten Kreisen dankbar begrüßt werden. Nicht günstiger steht es mit der umgekehrten Richtung, da der Euskirchen um 3,23 Nachmittags berührende Zug ebenfalls des Anschlusses nach Düren, Aachen u. s. w. ermangelt. Wir zweifeln nicht, daß auch unsere Handelskammer und die von Aachen neben einigen andern Fragen, wie des Mangels der dritten Klasse in allen Schnellzügen in der Richtung Aachen=Köln und der noch immer ausstehenden Bedachung unseres weitläufigen Bahnsteigs, sich der Erstrebung einer bessern Verbindung nach Süden annehmen werden. Eupen, 29. Dezdr. Die Inhaber der Tuchfabrik J. F. Mayer haben sich laut„K..“ mit ihren Webern verständigt und deren Forderungen größtentheils bewilligt. Kreuzuach, 29. Dez. Einen äußerst schmerzhaften Tod suchte in der verflossenen Nacht aus bisher noch unbekannten Gründen die 18 jährige Dienstmagd Eva Dietz aus Staudernheim, die erst vorgestern in den Dienst getreten war. Nachdem sich die Genannte in einem hiesigen Geschäft eine Flasche Schwefelsäure verschafft hatte, trank sie gegen 1 Uhr Nachts in ihrem Schlafzimmer im Bett einen Theil davon. In Folge der Schmerzen sing sie darauf laut zu schreien an, und dadurch wurden die Hausbewohner auf das Geschehene aufmerksam. Der alsbald herbeigerufene Arzt konnte laut„.=.“ keine Hilfe mehr bringen. Heute Morgen 6 Uhr wurde die Aermste noch lebend ins Hospital geschafft, woselbst sie gegen 9 Uhr Vormittags unter gräßlichen Schmerzen verstar b. Saarlouis, 31. Dezbr. Bischof Korum hat an die Geist lichen des Kohlenbezirks ein Schreiben gerichtet, worin er es als seine oberhirtliche Pflicht bezeichnet, die katholischen Bergleute vor dem Ausstand zu warnen. Gerechte Wünsche sollten sie auf gesetzlichem Wege verfolgen. Das Schreiden warnt ferner vor den verführenden Rufen Jener, die Staat und Kirche mit ihren Umsturz=Bestrebungen bedrohen. Für alle Bergmannsdörfer sind Tanzuusik und Rensahrsfeier verboten. Aus Nachen, Burtscheid und Amgebung. Aachen, 31. Dezember. : Zur gest. Beachtung. Fast täglich kommt es vor, daß unsere Expedition bei der Annoncen=Annahme gewisse Anzeigen zweideutigen Inhaltes zurückweisen muß. Es werden beständig solche einzuschmuggeln versucht, zumal in der letzten Stunde vor Schluß des Blattes, wo das AnnoncenGeschäft besonders lebhaft zu sein pflegt, so daß wegen des sehr gesteigerten Geschäftsandranges keine große Zeitungs=Expedition, trotz aller Vorsicht, solchen Unfug ganz verhindern kann, gegen den übrigens keine Zeitung sicher ist, wie ein Blick in den Anzeigentheil von Blättern aller Richtungen täglich zeigt. Um nun für die Folge die Sicherheit gegen solche Aergernisse zu erhöhen, machen wir hiermit ausdrücklich darauf aufmerksam, daß wir künftig dergleichen Zumuthungen nicht allein wie bisher zurückweisen, sondern auch die betreffenden Auftraggeber der Polizei anzeigen werden. Wir hoffen, durch so entschiedenes Vorgehen diesen Mißbrauch auf das Aeußerste einzuschränken. Eissport. Unter den Eisbahnen, welche unsere Stadt zur Zeit aufweist, dürfte auch die des Hangeweihers morgen starke Anziehungskraft auf die Freunde des Eissports ausüben. Es bietet sich dort eine spiegelglatte Fläche von nicht weniger als 5 Morgen Größe, die sich Dank den Bemühungen des städtischen Schwimmmeisters Herrn Schulz in außerordentlis gutem Zustande befindet. Schluß der Strafkammerverhandlung vom 30. Dez. Berufungssache. Am Nachmittage des 13. Juli vor, Is. kehrte eine Anzahl Personen in die Wirthschaft der Wittwe E. zu Lendersdorf ein, welche zum Theil einer Gerichtsverhandlung und zum Theil der Aushebung beigewohnt und sich aus diesen Veranlassungen wahrscheinlich in eine etwas angeregte Stimmung getrunken hatten. Bald wurde eine Anzahl Fähnchen in Reichsfarben, welche als Ausschmückung im Saale hingen. herunter genommen, die weißen und schwarzen Stoffstreifen davon abgerissen und mit den noch am Stock verbleibenden rothen Lappen von der zum Theil aus sozialistischen Genossen bestehenden Gesellschaft ein Umzug durch Lendersdorf gemacht. Nachher kehrten die Leute wieder zur Wirthschaft E. zurück, woselbst man sich jedoch derartig benahm, daß die Wirthin sich verankaßt fand, die Lärmenden aufzufordern, das Lokal zu verlassen. Da diesem mehrmaligen Ersuchen nicht Folge geleistet wurde, holte die Wirthin den Bürgermeister zur Stelle, welchem es erst gelang, das Lokal zu räumen. Wegen dieses Vorfalles wurden zur Verantwortung gezogen 1. Joh. Hub.., Anstreicher. 2. Wilhelm., Anstreicher, 3. Jgnaz., Schuhmacher=Geselle, 4 Adolph., Klempner, 5. Jakob., Steindrucker, 6. Theod. W. Geflügelhändler, 7. Wilhelm., Schreinergeselle. 8. Joseph D, Anstreicher, 9. Adolph., Schreinergeselle, 10. Peter Jos. Sch. Maurer, alle zu Düren wahnend und 11. Johann Heinrich Buchdrucker aus Köln. Dtos im Schöffengericht zu Düren stattgehabte Hauptverhandlung elloete mit der Verurtheilung sämmtlicher Personen. Die Angeklagten Joh.., Wilh.., Ignaz und Adolph P. wurden wegen Diebstahls der fraglichen Fähnchen zu je einem Monat Gefängniß, Jos.., Ignaz., Adolp# P. und Jakob H. wegen Uebertretung gegen§ 17 des Gesetzes vom 11. März 1850 zu einer Geldstrafe von je 3 Mark event. zu je einem Tage Haft, sowie sämmtliche Personen wegen Hausfriedensbruchs zu je einem Monat Gefängniß verurtheilt. Joh. L. und Peter Jos. Sch. wurden wegen thätlicher Beleidigung des Anton E. zu je einer Woche Gefängniß und Alle zu den Kosten des Verfahrens verurtheilt. Die erkannten Gefängnißstrafen wurden gegen J. L. zu einer Gesammtstrafe von 2 Monaten u. einem Tage. gegen Ignaz H. und Adolph P. zu einer solchen von je# Wochen, gegen Peter Joseph Sch. zu einer solchen von einem Monat und 6 Tagen, sowie gegen Wilhelm L. zu einer solchen von 8 Wochen vereinigt. Gegen dieses Erkenntniß hatten sämmtliche Personen mit Ausnahme des Peter Joseph Sch. Berufung eingelegt, in Folge dessen die fragliche Sache heute nochmals zus Verhandlung gelangte. Nach umfangreicher Beweisaufnahme wurde das schöffengerichtliche Urtheil dahin abgeändert, daß Joh. Goszi, A. ug, Haustaegzeustuchs und Gilche Behcdier und Pegg. ih zu 15 Tagen Gefängniß, Ignaz H. wegen Hausfriedensbruchs zu 2 Wochen Gefängniß und unter Veränderung des rechtliches Gesichtspunktes nicht wegen Diebstahls, sondern wegen Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe von 10 Mark event. zu 2 Tagen Gefängniß, ferner Wilhelm., Adolph., Jakod., Joseph 9. und Joh. Heinr. R. wegen Hausfriedensbruchs zu je 2 Wochen Gefängniß verurtheilt. Von der weitergehenden Beschuldigung wurden dieselben freigesprochen und geget. Theodor., Wilh, D. und Adolph E. überhaupt auf Freisprechung erkannt. ## Strafkammerverhandlung vom 31. Dezember. Diebtahl, Kuppelei und Hehlerei. Zunächst wurde verhandelt gegen 1. den des Diebstahls und der Kuppelei angeklagten, mehrfach vorbestraften Tagelöhner Hubert Th., sowie 2. gegen die der Hehlerei beschuldigte gewerdlose Wwe. Sch., geb.., beide zu Aachen wohnend. Die Verhandlung, welche mit Rücksicht auf die Gefährdung der Sittlichkeit bei verschlossenen Vermißt. 90 Roman von F. Arnefeldt. (Nachdruck verboten.) Beide Vettern ließen es sich angelegen sein, diese Beweise für die allmähliche Sinnesänderung ihres Vaters und Onkels zu verbreiten; sie fanden nur zu bereitwillig Glauben, und damit war die stärkste Stütze, welche die Forberg'sche Sache in der öffentlichen Meinung noch besaß, ins Wanken gebracht. „Der Geheimrath Graupner zieht sich nun auch zurück, Assessor Mühlfeld hat sich versetzen lassen, weil er mit der Geschichte nichts mehr zu thun haben will, und der alte Kummer ist doch nicht ernsthaft zu nehmen,“ hieß es, und es zweifelte jetzt fast niemand mehr, das der Kassenbote die große Summe veruntreut habe und geflüchtet sei. Man prophezeite, Frau und Kinder würden, sobald die Sache etwas verblutet sei, eines schönen Tages verschwinden, um dem Gatten und Vater ins Ausland zu folgen, und wunderte sich, daß man denselben die Freiheit ließ, alle Vorbereitungen für einen solchen Plan zu treffen. In Wahrheit wurden die Geschwister Forberg und das Haus in Friedenau genau beobachtet, man nahm jedoch nichts wahr, was derartige Muthmaßungen hätte bestätigen können. Seit der Assessor Mühlseld abgereist war, lebten die Bewohner des Hauses in der Saarstraße in völli er Abgeschiedenheit, niemand betrat es als der Arzt, och immer die kraufe Frau Forberg besuchte. Wohl aber pochle ein anderer Gast an— der Mangel. en um die Hypolhekenziusen zu bezahlen, hatte ine goldene Kere, ein Erbstück in der Familie, verrden müssen; die Kraukheit und Pflege der Mutter, orderungen des täglichen Lebens erheischten Geld, es war lald keine Mark mehr im Hause. Doktor erg sah sich außer stande, auch nur einen Pfennig zu der 9 Foll: eoerben, der Gatung der Acheslachilen even Schgeter war kaum nennenswerth, und beide scheuten sich, Kummer oder gar den Geheimrath zum Vertrauten ihrer Verlegenheit zu machen. So wanderten werthvolle Stücke ins Leihhaus, und voll banger Sorge fragten sich die Geschwister, wo das hinaus solle, und was der Vater mit seinen Einnahmen und seinen Ersparnissen angefangen haben müsse. XI. „Herr Toktor Forberg möchte unverzüglich nach dem Polizeipräsidium kommen,“ meldete ein Schutzmann, der an einem sonnigen Oktober=Nachmittag in den Hausflur des Forbergschen Hauses trat, wohin ihm Juliane, die ihn vom Fenster aus bemerkt, entgegengeeilt war. Leise öffnete sie die Thür des Wohnzimmers, wo ihre Mutter, die heute zum ersten Male das Schlafzimmer verlassen und eine kurze Zeit im Garten gewesen, jetzt schlafend auf dem Sofa lag, und winkte ihrem darin befindlichen Bruder herauszukommen. Der Schutzmann wiederholte seine Meldung, während Juliane die Thür vorsorglich hinter diesem schloß. „Was gibt es? Sind Nachrichten von meinem Vater gekommen?“ fragte dieser. „Kann wohl sein," versetzte der Schutzmann in amtlicher Undurchdringlichkeit. „Welche? Welche?“ „Das werden Sie dort erfahren.“ „Bitte,“ sagen Sie doch, was Sie wissen, Sie werden mich ja nicht in dieser schrecklichen Ungewißheit lassen wollen,“ bat Juliane und sah den Wächter der öffentlichen Sicherheit dabei so flehend und zuversichtlich an, daß er sich durch ihr Zutrauen zu seinem Wissen und seiner Güte geschmeichelt fühlte und in weniger barschem Ton antwortete: weiß nur, daß auch die Herren Graupner bestellt sind, und daß ein Telegramm aus Amerika gekommen ist. Sie werden ihn wohl dort gekriegt haben.“ uch die Vermuthung leiser und mit einon. apicl Bedauern für die Geschwister, wie Genugthnung ausdrückte, daß die Geschichte, welche die Polizei so lange beschäftigt, nun endlich ihren regulären Abschluß bekommen würde. „Das ist unmöglich!" riefen Juliane und Gustav gleichzeitig, und erstere fügte hinzu:„Mein Vater ist nicht geflohen, also kann er nicht festgenomnen sein!“ „Na, wenn Sie's besser wissen—“ erwiderte der Schutzmann beleidigt;„Sie kommen also.“ Er machte Kehrt und verließ das Haus. „Gustav, ich gehe mit Dir!“ rief Juliane,„ich kann die Ungewißheit bis zu Deiner Rückkehr nicht ertragen!“ Der Bruder setzte ihr keinen Widerstand entgegen, vermochte überhaupt nicht zu sprechen. Die Zweifel, welche in letzter Zeit zuweilen in ihm aufgestiegen und doch von ihm mit Empörung zurückgewiesen waren, erhoben sich wieder, und jetzt vermochte er nicht, ihnen Schweigen zu gebieten. Sollte er doch in ganz kurzer Zeit Antwort darauf erhalten— Antwort, welche durch ein Telegramm aus Amerika gebracht ward! Ach, die konnte ja nicht anders lauten, als: schuldig! entehrt! Juliane übergab die Obhut über ihre genesende Mutter dem Dienstmädchen, die Geschwister machten sich fertig und begaben sich in kürzester Zeit nach dem Bahnhofe, von wo sie ein soeben abgehender Zug schnell genug nach Berlin brachte. Sobald sie im Polizeigebäude angekommen waren, wurden sie gemeldet und ohne Aufenthalt in ein Zimmer geführt, wo sich außer den Beamten, welche die sogenannte Forbergsche Sache bisher bearbeitet, der Chef der Kriminalabtheilung, die beiden Herren Graupner und noch ein ihnen unbekannter Herr befanden. Hatte es Doktor Forberg schon Wunder genommen, daß man, obwohl man ihn allein geladen, seine Schwester unbeanstandet mit eintreten ließ, so war er noch erstaunter über den Ausdruck in den Gesichtern der Versammelten. Da war nichts von jenem Triumph zu lesen, welchen die Wächter der öffentlichen Ordnung und Sicherheit feiern, wenn es ihner ist, sich eines Feindes derselben * der“ welche derjenige empfindet, dem geraubtes Gut, das er schon verloren gegeben, zurückerstattet wird; Betroffenheit, Niedergeschlagenheit und eine tiefe Erschütterung malte sich in Aller MienenDer Chef ließ den Eintretenden Stühle reichen und wandte sich dann in sichtlicher Befangenheit an sie mit den Worten: „Herr Doktor Forberg, ich habe Sie hierher beschieden, um Ihnen mitzutheilen, daß Ihr Vater aufgefunden ist!“ „Also doch!“— Doktor Forberg hätte später nie angeben können, ob er diese Worte laut hinausgeschrieen habe, oder ob sie nur schrill und gräßlich in seinem Innern erklungen wären. In Wahrheit hatte er sie nicht gesprochen, nicht sprechen können, denn seine Zunge war wie gelähmt; er hatte aufspringen wollen, aber die Glieder versagten ihm den Dienst; aus stieren, glanzlosen Augen sah er die Umstehenden an, welche ihn, ach, jetzt glaubte er es genau zu wissen, mit Blicken hohnvollen Mitleids betrachteten. Also doch! Sein Vater war in Amerika angehalten worden, ein flüchtiger Verbrecher. Unauslöschlich war das Brandmal der Schande auf seine und seiner SchwesteStirn gedrück. Und jetzt sprach diese Schwester mit zitterndet, von Thränen verschleierter Stimme, aber sie hatte doch noch einen Ton in der Kehle, um zu sprechen, und sie Ratte, was weit mehr war, noch das puerschütterte Vertrzuen, daß ihr Vater kein Verbrechen begangen haben könne,## sie frage:„„ „Sie haben seine Leiche gefunden? Wo?“ 4 Und jetzt geschah das Unglaubliche, Unfaßbare. Die hohe Beamte ergriff die Hand der Tochier des vermeinelichen Verbrechers und sagte voll Mitleid:„Ich habe Sie nicht zurückweisen lassen wollen, als Sie in Begleitung Ihres Beuders gekommen sind; aber werden Sie auch stark genug sein, das, was wir Ihnen berichten müssen, zu ertragen?“ 9 2448 „Ich werde es sein“, antwortete sie und klammerte sich mit den Händen an die Stuhllehne, als mache sie sich schon vorher bereit, auch das äußerste über sich ergehen zu lasse (Kortsetzung fole: erde begangen zu einer gnaten, ferne lizeigufsicht. elei. Tagelöhner au ren serei fre gelegten Heblerei..... eiteren, unter Aussg ingen wurde 1..... „ von hier wegenuppelei zu ahren Ehrverlust und Stellung er hierselbst wohnende, gleichfalls Eck wegen desselben rverlust und 80gen von drei rlust und sittiwe Sch. reigesptochen. lus der Oeffentder vielfach vorK1 Adam e Konaten Gefängniß, 8 Jahren Pouzeraugnichr verurtheilt. —**— einem Jahre unter Polizeio mehrfach vorbest: Verbrechens zu Stellung unter Polizeiaufsicht verurtheilt. Einfacher Banierutt. Sodann wurde der früher hierselbst wohnende Kaufmann Johann Gerhard Nikolaus P. von der ihm zur Last gelegten Beschuldigung des einfachen Bankerutts freigesprochen, indem in heutiger Sitzung eine FestLellung im Sinne der Anklage nicht erfolgen konnte. Karlsverein zur Restauration des Munsters. (Amtlicher Bericht über die letzte Hauptversammlung.) Verhandelt zu Aachen am 26. Dezember 1892, Uhr Vormittags im Sitzungssaale der Stadtverordneten auf dem Rathhause. 1 der auf heute Vormittag 11½ Uhr anberaumten, vierlage vorher durch die öffentlichen Blätter zu Aachen und angekündigten ordentlichen General=Versammlung des vereins zur Restauration des Nachener Münsters unter Ehrenvorsitze des Herrn Stiftspropstes Dr. Buschmann sich 68 Vereinsmitglieder eingefunden. er stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsausschusses rath Beling leitete die Verhandlungen und hob vor Einn die Tagesordnung mit warmen Worten der Auerkendie Verdienste des langjährigen Präsidenten des Karlss, des jüngst verstorbenen Oberregierungsrathes a. D. en mit dem Ersuchen hervor, das Andenken des Hingeschiedurch Erheben von den Sitzen zu ehren. Diesem Ansuchen von den Anwesenden entsprochen. n die Verhandlungen eintretend, erstattete der Vorsitzende t über die Thätigkeit des Vereins während des letzten s unter Vorausschickung eines kursorischen Berichtes über sammte Vereinsthätigkeit seit der Gründung des Vereins dem ersten, um die Restauration des Münsters hochnten Prasidenten, des verstorbenen Justizrathes Jungbis auf die jüngste Bauperiode, in welcher namentlich der Geheime Baurath, Herr Kruse als oberster Bauleiter sichtigster und selbstlosester Weise sich die größten Vere um die umfangreichen Restaurationsarbeiten erworben Während der Zeit des Bestehens des Karlsvereines, so der Vorsitzende weiter aus, seien hauptsächlich vier Werke riff genommen worden, 1. die bereits fertig gestellte se Ausschmückung der Kuppel des Münsteroktogons, als istand ungetheilter Bewunderung aller Sachverständigen. Restauration des sogenannten Umganges(des Kreuz), welcher einem geradezu gefahrdrohenden Zustande eraber voraussichtlich bestimmt im künftigen Jahre in seiner n Vollendung fertig gestellt sein werde; 3. die Wiederherig des Atriums(Paradies) auf dem Persisch nach dem irten Entwurfe des verstorbenen Professors Ewerbeck und erücksichtigung der anerkennenswerthen Pläne der Architekten itz und Baecker; 4. die dekorative Ausschmückung des Oktonach den gleichfalls mit dem ersten Preise bedachten Konizzeichnungen des Professors Schaper in Hannover. Venn auch die Arbeiten ad 8 und 4 nicht über das Stadium ntwürfe hinaus gelangt seien, so führte der Vorsitzende aus, so seien diese Entwürfe doch immerhin ein Stück zu nennen, welches nicht geringen Aufwand von Mühe, ind Kosten gefordert und nur deshalb in der Ausführung weiter gediehen sei, weil eines Theils die Verhandlungen en dem Stiftskapitel und verschiedenen Adjazenten des tarktes nur schwerfällig, und noch immer nicht vollständig rwerbung des für das Atrium erforderlichen Terrains gehätten, und weil andern Theils, was die Ausschmückung ktogones betreffe, Pläne und Kostenauschläge längere Zeit höhern Behörden zur Begutachtung vorlägen und weil les die früher in Aussicht gestellten Subventionen aus vernen, dem Karlsvereine nicht zur Last fallenden Gründen dings beanstandet worden seien. da sich zu diesem Vortrage Niemand das Wort erbeten so wurde zur Verlesung des vom Werkführer Herrn Baecker eten dieser Verhandlung beigefügten Berichtes über die trationsarbeiten während des letzten Jahres übergegangen. llsdann referirte der Schatzmeister, Herr Bürgermeister ter, über die Finanzlage des Vereins unter Vorlage eines ils diesem Protokolle beigefügten Rechnungsauszuges, folge die Einnahmen für den Zeitraum vom 15. Dezember bis dahin 1892 im Ganzen 12011,02., wovon nur 282 auf Jahresbeiträge der Vereinsmitglieder entfallen, die eden aber 26823,06 M. und der Gesammt=Vermögensd des Karlsvereins noch 80“ 8,85 M. betragen. In diese Vorträge knüpfte ein Vereinsmitglied die Anfrage, vom Karlsvereine restaurirten Kapellen nicht den Vereinsedern bezw. dem Publikum zugänglich seien. Diese Anfrage durch die Antwort des Herrn Stiftspropstes Dr. Buschdahin ihre Erledigung, daß diese Frage nicht die Zustandes Karlsvereins, vielmehr diejenige des Stiftskapitels re und deshalb dem letzteren vorzulegen sei. ion anderer Seite wurde die Lösung des scheinbaren spruchs zwischen dem Vortrage des Vorsitzenden und dem richt bezuglich des in Aussicht genommenen Termins für ertigstellung des Umganges begehrt. Worauf der Voräuterte daß seine bestimmte“ Zusage bezug ufzufassen sei, Hindernisse ni erlaunt., Tag 11m.... Jusage bezüglich dieser ellung im Jahre 1893 selbstverstandlich in der tellung alg....„ daß gegenwärtig, noch gar nicht st eintreten durften. szusehende ret A 1 ich der im Bauberichte in Aussicht genommenen eirischen htung des Münsterinterieurs mit der Begründung erhoben, wurden von Seiten eines andern Redners Bedenken in die Frage der Zweckmäßigkeit solcher n noch keineswegs abgeschlossen sei. Ueberdies hob Redner , d a ß d i e g e g e n w ä r t i g e, a u ß e r g e w ö h n l i c h g r o ß e V e r s a m m in neu erwachtes Interesse für die Restauration unserer orischer wie architektonischer Beziehung so merkwürdigen erkirche verrathe. Von der Theilnahme und der Opfereit der Bürgerschaft, wie vormals bei Begründung des wemü s die se, richte Karlsvereins hange es ab, 55 b werde, und au nteresse finde. Die ärgerschaft und nament wachen. Der Vorsitzende exwiderte dgrauf, daß er, den letzten Punkt gend, dem Vorreoner nur velpflichten könne und daß er, die Herstellung des elektrischen Lichtes betreffe, betvorheben daß dieser Gegenstand nür andeutungsweise im Baube.## eine Stelle gesunden habe, im Uebrigen aber erst späterer Berathung und Beschlußfassung vorbehatten bleiben musse. Es wurden ferner aus der Versammlung die Wünsche zu erkennen gegeben, daß eine neue Auflage des im Jahre 1849 im Druck erschienenen, aber inzwischen vergriffenen Statuts und eine Erhöhung des Jahresbeitrages, welcher früher 15 Mark, zuletzt aber nur 3 Mark betragen habe, eintreten möge. Dem Wunsche wegen Besorgung eines neuen Statuten=Abdrucks erklärte der Vorsitzende entgegenkommen zu wollen. Was dagegen die Erhöhung des Beitrages anlange, so dürfte dieser Punkt der eventuellen Berathung über Abänderung des bisher noch bestehenden Statuts vorzubehalten sein. Schließlich wurde zum Wahlakte behufs Besetzung der im Vorstande durch Ablauf der Wahlperiode frei gewordenen 9 Stellen sowie auch zur Besetzung der durch Verziehen und Sterbefall frei gewordenen drei Stellen im Vorstande geschritten und als Scrutatoren die Herren Dr. Vossen und Jos. Konr. Heucken ernannt.„„ 96 g, 4. Das Ergebniß dieser Wahlen ist gewesen, duß fül die erstsenannten neun Stellen die Herren: Stadtverordneter Berndt, Dr. H. Jungbluth, Beigeordneter Bürgermeister Sommer, Stadtverordneter Th. Nellessen, Dr. A. Bock, Stadtverordneter Justizrath Junker, Stadtverordn. Schmitz, Stadtv. H. Oster und H. Neuefeind und auf die Stelle der drei neu zu besetzenden Stellen die Herren Regierungs=Präsident von Hartmann, Landrath Freiher von Coels und Justizrath Joerissen mit Stimmenmehrheit gewählt worden sind. Hiermit wurde die Tagesordnung geschlossen. Der Vorsitzende. Der Sriftführer. J..: Dubusc. Der Stellvertreter Beling. Bericht des Architekten Joh. über die am Kreuzgange des Aachener Münsters im Jahre 1892 ausgeführten und im Jahre 1893 auszuführenden Anstalten. Aachen, 16. Dezember 1892. Im Lause des Jahres 1892 wurden alle Gewölbe in dem nördlichen und östlichen Flügel des Kreuzganges vollendet. Im Nordflügel, welcher breits Anfangs März ds. Is. in seinen Gewölben fertig war, konnte schon im Frühjahre die Balkenlage zu den über den Gewölben einzurichtenden Wohnungen, auf die bereits 1891 eingemauerten eisernen Tragbalken aufgebracht, alle Trennungswande mit Schwemmsteinen ausgemäuert und hierauf alle Wände verputzt worden. Das Versetzen der 4 Gewölbesoche im Bereich der Capella animarum verzogerte das Auswölben durch die schwierige Anbringung der Gewölbeanfängerschicht direkt über dem später herzustellenden Deckgesimse dieser reichen romanischen Architektur. Es sind diese Anfänger 1,20 Meter höher gelegt wie die gegenüberliegenden ersten Schichten, damit die arg zerstörte Architektur genannter Kapelle wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden kann. Erst am 21. September d. J. konnte dort das letzte Glied in die Gewölbe eingesetzt und befestigt werden. Nachdem nun alle Gewölbe, welche in ihren Grundrißformen vielfach verschieden und durch die Unwinklichkeiten der alten Anlagen sehr unregelmäßig sind, im Rohbau vollendet waren, begannen die Verputzerarbeiten an den ausgemauerten Gewölbeflächen und den theils aus Ziegel, theils aus Bruchsteinen(Seitenmauer des alten Karolingischen Ganges im Ostflügel) bestehenden, vorhandenen Seitenwänden. Um der später vorzunehmenden far. bigen Ausschmückung der Gänge einen guten Untergrund zu geben, wurden diese Verputzarbeiten nach rheinischer Weise hergestellt. Es sind diese Flächen nicht so glatt, als wenn nach der hierorts üblichen Manier verputzt wäre. Die jetzt auf den Wand= und Wölbflächen sichtbare helle Färbung rührt einfach von den Verputzmaterialien her. Im Oktober wurde die erste Etage des Ostflügels ebenso hergerichtet wie diejenige des Nordflügels. Alle Fensterrahmen sind in beiden Flügeln eingesetzt und stylgemäß mit durchsichtigem Glas in Rautenform und farbigen Butzenscheiben in starker Verbleiung versehen. Der Fußboden in den Wohnungen der beiden Flügel(circa 220 gm) wurde, nachdem die darunter befindliche Balkenlage vorschriftsmäßig ausgestaakt war, ebenfalls verlegt. Zwischen dieser ausgestaakten und mit Bimsteinsand ausgefüllten Balkenlage und dem neuen darunter befindlichen Gewolbekappen findet sich nur eine Luftschicht, so daß keinerlei Druck auf die Gewölbe virken kann.„, 6. Skrs Im ersten Stockwert beider Fluger sind die Schreiner mit dem Anschlagen der Zimmerthüren und der Anbringung der nöthigen Treppen beschäftigt, so daß binnen Kurzem die Anstreicher= und Tapeziererarbeiten in diesen zu Wohnungen für Stiftsvikare einzurichtenden Räumen beginnen können. Die eine Vikarwohnung, im Nordflügel und einem Theile des Ostflügeks gelegen, aus 7 Zimmern, großem Flure und dito Speicher bestehend, wird voraussichtlich zum 15. Februar, und die noch im Ostflügel befindlichen 3 Zimmer dagegen wohl erst zu Ostern 1893 beziehbar... 166 0 Als feste Unterlage zu dem in den eigentlichen Kreuzgängen zu verlegenden Plattenbelag wurde eine 0,10 Meter dicke Cementbetonschicht eingebracht und festgestampft. Es wurden an Stelle der immerglatten, bei Regenwetter schwer passirbaren Trittstufen im Ostflügel vor der Seelenkapelle und in dem Eingange vom Chorusplatze neue, aus sestem Ruhrkohlensandstein gearbeitete Stufen versetzt, auch ein neues werksteinernes Thürgeschränk und eine neue Thür von Eichenholz an genanntem Eingang angebracht.,„ 6 i Alsdann wurde mit dem Verlegen der fertigen Thonfliesen nach dem vom hochwürdigen Stiftskapitel als Bauherrn, am 6. September dieses Jahres einstimmig genehmigten Plane beDiese Arbeiten waren bis zum 8. Dezember dieses Jahres, dem hohen Feiertage„Maria Empfängniß“, so weit gediehen, daß die beiden vom Fundament aus ganz neu erbauten Kreuzgangflügel an diesem Tage dem Publikum zum Besuche Gottesdienstes in der Munsterkirche geöffnet Der Zugang zur Münsterkirche ist nun ermöglicht vom kleinen Klosterplatze zwischen der Propstei und dem Hause „ P u g f n. 2 n s b u i h G a u s. N r. 1 9 u n d vom Eingang, Chorusplatz Nr. 6, aus. Bei der Anlage des neuen Plattenbelages wurde von dem Gedanken ausgegangen, keine zu Beleuchtungszwecke nöthigen Leitungen unterhalb des Belages anzubringen. Das nöthige Licht zur Erleuchtung der dem Publikum zugänglichen Räume kann mit Leichtigkeit und geringen Kosten direkt auf dem Leitungswege von außerhalb gebracht werden. Hoffentlich wird nach Eröffnung und guter Funktionirung des jetzt in der Anlage begriffenen Elektrizitatswerkes und nach Vollendung der geplanten Innendekoration des Münsters die Zeit kommen in welcher das ganze Innere unseres altehrwürdigen, 1100 Jahre alten Münsters durch elektrisches Licht erleuchtet wird. In antiquen Monumentalbauten ist die Verwendung elektrischer Beleuchtung recht am Platze, denn das Anbringen der zur Abgabe des Lichtes nöthigen Zuleitungen ist viel einfacher als diejenige der Gasleitungen, weil durch erstere keinerlei Architekturglieder in Mitleidenschaft gezogen werden, was bei Gasleitungen vielfach nicht zu vermeiden ist. Um in der Vorhalle des westlichen Kreuzgangflügels die nach dem genehmigten Plane vorgesehenen Kreuzgewölbe einsetzen zu konnen, mußten die vorhandenen, wie manniglich bekannt gefahrdrohenden, aus Bruchsteinen gefertigten rohen Kreuzkappen ausgebrochen werden. Bei dieser Arbeit stellte sich nun auch noch heraus, daß sowohl die 2 Seitenmauern der Vorhalle als auch der inmitten derselben befindlichen Gurtbogen ganz unhaltbar waren und unbedingt vor Einfügung der neuen, mit Gratrippen zu versehenden Gewölbe eine gründliche Erneuerung dieser schadhaften Mauern vorgenommen werden mußte.(Spezialbericht vom 29. August 1892.)„„ 6..4„4 Die Beseitigung vorgenannter morschen, aus der Zeit nuch dem Stadtbrande vom Jahre 1656 herrührenden Mauern war unter den an dem Eingange obwaltenden Umständen eine zeitraubende, das Publikum belästigende und auch stellenweise gefahrvolle Arbeit, die jedoch mit Gottes Hilfe und der beobachteten Vorsicht glücklich vollendet wurde, so daß jetzt mit dem Versetzen der zur Stützung der Gewölberippen nöthigen Dienstsockel und Säulen begonnen werden konnte und in einiger Zeit die neuen Kreuzgewölbe auch vollendet werden. Fur das kommende Jahr bleibt bei Beginn guten Wetters noch die Herstellung des Wandputzes im Sud= und Westflügel und der Vorhalle, das Belegen dieser Räume mit neuen Platten und neuen Stufen, die Wiederherstellung der reichen Frontmauer der capells animarum im Ostflügel und des Eingangs Klostergasse 21/1 und außerdem die Herstellung des Daches über dem Südflügel und einem Theile des Westflügels und auch der Schornsteine auf dem schon vollendeten Dache nach Art des nördlichen und Löstlichen Flügels, dito Einrichtung der Verglasung in den Fenstern der erstgenannten Flügel, sowie Anlage des Gartens im Quadrum übrig, welche Arbeiten voraussichtlich gegen Allerheiligen fertig sein werden.. 6 Dieser Schlußtermin wird angegeven unter der Voraussetzung, daß die vielfach sehr im Unstande befindlichen Gewölbe des sudlichen und westlichen Kreuzgangflügels nicht neu gemacht werden müssen. i5, Vna#.5 Die Ursache, daß diese und ihre ursprungliche Antage sehr kunstvollen Gewölben so zusammengedrückt und verschoben wurden, ist in der ganz unmotivirten Belastung der nur.12 Mtr. dicken Gewölbeklappen zu suchen.„„, gamru Anstatt einer Luftschicht zwischen Oberkanke, Gewolde und der Unterkante der Balkenlagen mit Fußboden, liegt hier Alles derart voll Schutt, daß sogar die Hauptträger der Balkenlage, weil sie stellenweise in den Längsmauern abgefault sind, die Balkenlage, beziehungsweise Rippholzer und die Dielung direkt in und fest auf diesem Schutte liegen.„ Hiernach ist es wohl klar einleuchtend, daß jede Erschutterung, welche auf dem Fußboden der hier befindlichen Schul- und Wohnräume entsteht, sich in schädlichster Weise diesen bedrohten Gewölben mittheilen muß. Bei diesem Zustande, der jedenfalls dem Leichtsinne der Bauhandwerker des hochw. Stiftskapitels nach dem Brande von 1656 zuzuschreiben ist, ist ein Einsturz eines Theiles dieser Gewölbe mit Sicherheit zu gewärtigen, wie ein Einsturz solcher ähnlich belasteter Gewoldekuppen des an der Nordseite der Nikolauskirche gelegenen Restes des dortigen alten Kreuzganges, vor kaum Jahresfrist stattfand. Dieser drohenden Gefahr ist vorzubeugen durch schnelle Beseitigung aller unnöthigen Belastung, Beschaffung einer sich selbst tragenden Balkenlage nebst Fußboden, damit diese, wie schon bemerkt, kunstreichen alten Gewölbe derart gesichert werden, um noch auf Jahrhunderte hinaus unsere Nachkommen zu erfreuen und Zeugniß ablegen zu vermögen von der Kunstfertigkeit der Steinmetzen des XV. und XVI. Jahrhunderts. gez. Joh. Baecker, Architekt und geprüfter Steinmetzmeister. Rechnungsablage. Vermögen Des Kerls=Vereins zur Restauration des Nachener Münsters am 15. Dezbr. 1891.1 M. Pfg. am 15. Dezbr. 1892.] M. Pfg. Gegenstand. des werden konnten. Einnahme. Beitrag der Stadt Aachen zur Restauration der Kreuzgänge Beitrag des Aachener Stiftskapitels Von der Bruderschaft u. aus dem Opferstock im Dom Geschenk der Aachener u. Münch. FeuerVers.=Ges. Jahresbeiträge Zinsen von angelegten Fonds und Agio auf verkaufte Papiere Sa. Mithin pro 1891/92 mehr Ausgabe wie Einnahme M. Gegenstand. Ausgabe. Restauration Kreuzgänge Diverse der Betrag. M. Pfg. 26500 833 12011 14812 26823 06 Sa. 26823 06 Letzte Prahtnachrichten des„Polit. Cagebl. hd Berlin, 31. Dezbr. Der sozialdemokratische „Vorwärts“ veröffentlicht Inhaltsangaben über angeblich 100 Welfenfonds=Quittungen. Minister, Offiziere, Richter, Zeitungen des Inlandes, Abgeordnete aller Bundesstaaten, Geistliche und höhere Polizeibeamte werden als Empfänger bezeichnet. Drei Quittungen vom 21. Juni 1886 seien unterzeichnet von hofbeamten des Königs Ludwig von Bayern und lauten über Summen von 85 000, 30 000 und 10000 Mark. An demselben Tage erhielten ein großes süddeutsches Blatt und drei bayerische Landtags=Abgeordnete beträchtliche Zuwendungen aus dem Welfenfonds. hd Berlin, 31. Dezember. Der preußische StatsEntwurf enthält 270000 M. Forderung des Kultusministers für die Ehieagoer Ausstellung. h Spandau, 31. Dezember. Die Königlichen Militär=Werkstätten errichten für 13000 Arbeiter Konsum=Anstalten nach Krupp'schem Muster. In der neuen Geschoßfabrik beginnt am 15. Januar der BeW Saarbrücken, 31. Dez. Der Vorsitzende des bergmännischen Rechtsschutzvereins, Warken, wurde verhaftet und dem Untersuchungsrichter vorgeführt. hd London, 31. Dezbr. Die Regierung beschloß die Konstituirung einer Königlichen Kommission, bestehend aus Mitgliedern aller Parteien unter dem Vorsitze des Prinzen von Wales zwecks Feststellung von Maßregeln für Altersversorgung von Arbeitsunfähigen und Greisen. hd Dublin, 31. Dezbr. Zwei Pfuno Gruven: Explosivpulver ist neben der Rathminekapelle aufgefunden worden. Die Aufregung ist groß. nd New=York, 31. Dezbr. Auf der Hauptbahn nach Mexiko fand ein Eisenbahnunfg!! Ein Expreßzug wurde zertrümmert. Man zähll Torl und 29 Verwundete. Civilstand der Stadt Nachen. Geburten. 31. Dezbr. Wilhelm Johann, S. von Heinrich Hahn, Schlosser, Bendelstraße 22.— Hubert Joseph, S. von Nikolaus Alsleben, Dienstmann, Löhergraben 9.— Elisabeth, T. von Heinrich Andreas Hubert Büchner, Commis, Judengasse 25.— Sophia Auguste und Klara Irene, Zwillinge Heinrich Sittarz, Schmied, Gasborn 43.— Maria Sibylla, T. von Heinrich Lankes, Vereinsdiener, Stromgasse 21.— Johanna Maria und Sophia Maria, Zwillinge von Gerhard Bonnie, Bäcker, Kleinkölnstraße 6.— Maria Katharina Agnes, T. von Joseph Lieber, Weber, Jakobstraße 187.— Anna Maria, T. von Mathias Kamp, Fuhrmann, Oberstraße 21.— Katharina Elisabeth, T. von Johann Nießen, Anstreicher, Prom. nadenstraße 20.— Ewald Anton Gottfried, S. von Alphons Keller, Versicherungs=Beamter, Krugenofen 54. Hubert, S. von Wilhelm Gillessen, Maschinist, Ottostraße 3. Wilhelmine Josephine, T. von Joseph Kuchen, Hüttenarbeiter, Adalbertssteinweg 236.— Elisabeth, T. von Kupfergießer, Pontstraße 156.— Heinrich, S. von Johann Wilhelm Schleypen, Tagelöhner, Bongard 14/1. Heirathsankündigungen. 31. Dezember. Daniel Hubert Bleilevens, Schneider zu Lindern, mit Maria Petronella ReuHeirathen. 31. Dezember. Heinrich Schultheis mit Maria Sterbefälle. 31. Dezember. Joseph Schwartz, 53., Jakobstraße 216.— Erna Gries, 1 J. 7 Mt., Reihstraße 12.— Gertrud Nießen, geb. Sauren, 49., Vaelserstraße 26. Handel und Industrie. Der Kohlen-Ring gescheitert? Ueber die Aussichten des Zustandekommens des Rheinisch-Westfälischen Kohlen-Syndikats gehen der„K. Vetg.“ folgende Mittheilungen zu: Da die Gesammtförderung der über 10000 To. Jahresförderung betragenden Privatwerke, ohne die Hüttenzechen und die Zechen im Revier Osnabrück rund 33 500000 Tonnen beträgt, dagegen die Förderung der wohl nicht beitretenden Zechen sich auf 7 250 366 Tonnen beläuft, so sind 21,66 pCt. der Gesammt- Jahresförderung nicht mit den Grundsätzendes Syndikats einverstanden, und ist Plan ziemlich sicher als gescheitert zu betrachten, da in den verschiedenen Sitzungen des Ausschusses für den geplanten Kohlen-Ring stets betont wird, dass sämmtliche Vorbehalte als ablehnende Antworten zu betrachten seien. Am Montag Morgen erhalten die A geehrten Stadt=Abonnenten einen in Farbendruck ausgeführten Wandkalender für das Jahr 1893. v. 4 Zim., Speicher und all. Bequeml. billig zu ichshoserweg 10. 9085 v. 8 Stuben m. Speicher u. all. Beg. in einst. Hause Kirberichshoferweg 10. — Ein Haus mit—8 Zim. u. Gemüsegarten u. S D 68280 a. d. Exped. Zim. m. all. Bequ. z. verm. 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