Verleger: Beaufort u. Mayer. Verantw. Redakteur: Louis Lax. Expedition: Mayer'sche Buchhandlung, Büchel 43. Drucker: J. J. Beaufort, Theaterst. 12 in Nachen. Inserate nehmen an: in Berlin: A. Retemeyer u. Haasensteins Vogler. Vonn: M. Cohenamp; Sohn. Köln: Ad. Baedeker und Leugfeldsche Buchhandlung. 7 Dreimor für Aa für ge für Rs 1. Montag, den 1. Januar 1866 * Frankfurt Frankfurt u# H. Uebersicht. Amtliches. Deutschland. Aachen(die Weltlage). Berlin(der König; Bank; der Englische Gesandte: Landtag; Arbeiterverein). Posen(Erzbischof). Hamburg(Augustenburg: Telegraphi.). Nürnberg(Turnverein). Wien(die Französische Allianz: Ungarn). Italien. Florenz(neue Minister). Amerika. New=York(der Kongreß). Großbrittanien. London(Sommerset; Presse; Rinderpest; der Export). Frankreich. Paris(der Kaiser; das Neujahr; China; aus Italien). Vermischte Nachrichten. Neueste Nachrichten. Börsen= und Marktberichte. Deutschland. Berlin, 30. Dezember. Se. Maj. der König haben Allergnädigst geruht, dem Rittmeister a. D. und Kammerherrn Freiherrn von Maltzahn den Rothen Adler=Orden dritter Klasse und dem Haupt=Steuer=Amts-Assistenten, Lieutenant a. D. Zeitler zu Köln den Rothen Adler= Orden vierter Klasse zu verleihen; und den Appellationsgerichts=Rath Stinner aus Marienwerder zum Ober=Tribunals=Rath zu ernennen. Der Königliche Eisenbahn=Bau=Inspektor Schneider zu Elberfeld ist als Mitglied der Königlichen Direktion der Bergisch=Märkischen=Eisenbahn daselbst angestellt worden. Der ordentliche Lehrer Syrée an dem katholischen Gymnasium zu Aachen ist zum Oberlehrer ernannt. Der Gerichtsschreiberamts=Kandidat Mass ist zum Sekretär bei dem Landgericht in Köln, und der Gerichtsschreiberamts=Kandidat Gramm zum Friedensgerichtsschreiber bei dem Friedensgerichte in Uerdingen ernannt, der Gerichts=Assessor Grandke in Berlin ist dem Landgerichte in Trier zur Beschäftigung überwiesen worden. * Aachen, 1. Januar. Das verflossene Jahr hat die Kriegsstürme zum Schweigen gebracht, bei uns und in der Ferne ist das Feuer ausgelöscht worden, aber der innere Unfriede lebt fort. Wer die Geschichte dieses Jahres zeitig schreiben wollte, hätte eine schwere Aufgabe; eine schwerere wäre, jetzt schon sich zu unterfangen, dem verschleierten Bild der Zukunst die Hülle abzunehmen. Es ist überall Alles noch im Kreisen und niemand weiß, was das Jahr gebähren wird. Es liegt allerwärts ein Druck auf der Welt, und die Noth ist groß. Man will Großes anstreben und braucht Mittel dazu, die ängstigen. Man kann sich nicht losreißen von gewaltigen Gedanken und fürchtet sich zu erschöpfen, ehe die Zeit zur Verwirklichung dieser Pläne reif geworden. Es war nirgend recht geheuer. Wer eine Uebersicht des politischen Budgets des verflossenen Jahres machen wolle, hätte eine reiche Arbeit. Es ist kein Land, das nicht seine Zuckungen gehabt, das nicht Sorgen in das kommende zu übertragen hätte. Amerika, nachdem es den Tod des edlen Abraham Lincoln beweint, hat sein erschüttertes Haus auszubessern. Belgien hat seinen König, der ihm so lange als eine Bürgschaft des Bestehens erschien, England seinen größten Staatsmann verloren, sieht sich mit den Vereinigten=Staaten in Konflikte verwickelt, und hat einem Andrange von weitgehenden Reformforderungen entgegenzusehen. Selbst in Frankreich beginnt ein neuer Geist zu erwachen, denn allmählig hat man die Furcht vor dem Fortschritt verloren und findet nicht mehr, daß das blinde Vertrauen in die Kaiserliche Zucht das einzige Wünschenswerthe sei und schon fängt diese an, aus Angst, nicht einzulenken, sondern die Zügel noch straffer auzuziehen. Verfiegelt. Aus dem Leben eines Kaufmanns. Ich war seit etwa fünf Vierteljahren Geschäftsführer der Landbank zu Plock im westlichen Polen und mit meinem Posten ziemlich zufrieden! Gab es auch harte Arbeit, so wurde doch gut bezahlt, und ein großer Theil des Geschäfts forderte nichts weiter als Routine, das leichteste Dirg von der Welt, wenn man es einmal gelernt hat. Ich war aus Gefälligkeit gegen meines Vaters ehemaligen Partner, dem ich mehrfach mich verpflichtet fühlte, hier eingetreten. Er war der einzige Engländer in der Direktion, aber mit einer beträchtlichen Summe bei dem Geschäft selbst betheiligt, und seine Ansicht hatte großes Gewicht bei den übrigen Aktionären, Russen, Polen und Deutschen. Die Rechnungen der Bank waren allmälig in klägliche Unordnung gerathen, und keiner der Buchhalter besaß die nöthige Geschicklichkeit, um den arithmetischen Knoten zu entwirren; so einigte man sich dahin, einen Englischen Rechnungsführer an die Spitze zu stellen, um so mehr als seit dem Tod des letzten Dirigenten, eines Herrn 'Neesh, nichts mehr recht gegangen war. Diese Landbanken in Rußland und Polen sind gegenüber vom Staat eigenthümlich gestellt. Von Privatpersonen auf Aktien gegründet und von Privatkapital unterhalten, erfreuen sie sich eines Kaiserlichen Privilegiums, einer theilweisen Garantie von Seiten der Regierung, aber zugleich, das Gegengewicht bei solchen Vortheilen, einer Menge von lästigen Beschränkungen. Eine Bank dieser Art muß nicht nur ihre Bücher für amtliche EinAuch sonst rührt es sich. Griechenland schwelgt fort in unseliger Verwirrung, hat in zehn Wochen zehn Ministerien auszustehen und geht zu Grunde, wenn es nicht unter Kuratel genommen wird. Rußland schreitet fort in seiner drohenden Machtentfaltung, kriegerisch in Asien, seine fremden Nationalitäten in Europa ihres eigenen Charakters gewaltsam beraubend. Spanien stürzt sich in noch mehr Schulden, um sich ritterlich ohne Noth zu zeigen, statt erst das eigene Land zu befruchten, und Italien schwankt zwischen dem Streben nach vollständiger Einigung und drohendem Steuerdruck. Es läßt sich über jedes einzelne Land ein Buch schreiben, aber bringen die Zeitungen nicht täglich ihr Kapitel dazu, da ihnen nichts entgeht, was in aller Welt geschieht, da sie pflichtschuldigst und immer rechtzeitig die Lage Aller zu schildern suchen, wie sie ihnen nach beßtem Ermessen erscheint? Allerdings jede nach ihrem Standpunkte, aber eben aus dem Streite bildet sich zuletzt die rechte Erkenntniß. Ein Rückblick auf die Vergangenheit wird deshalb mangelhaft sein; wenn kurz, nur angeben, was jeder weiß; wenn lang, eine Beleidigung für das Gedächtniß des Lesers sein. Die Zeit geht schnell und wir haben vor= und nicht rückwärts zu sehen. Nur das nächste Interesse ist es, das was uns selbst angeht, was immer und immer wieder, wenn auch mit denselben Worten, nie genug besprochen werden kann. Was uns angeht, uns täglich beschäfti unser Innerstes bewegt, es verträgt jede Wiederholung, denn wer einen Nagel richtig einschlagen will, muß wiederholt auf ihn zielen und immer auf dieselbe Stelle. Es giebt sich dabei von selbst auch die Beachtung des Auslandes, da wir leider nicht so gestellt sind, daß wir uns selbst, ohne Rücksicht auf Fremde, das Bett zurecht machen könnten. Es ist unsere Schuld, aber wir sind weit entfernt, diese Schuld von uns abzuwälzen. Wir Deutsche wollen uns nicht verstehen, denn jeder mißgönnt jedem, was doch Allen zu gut käme. Auch das neue Jahr wird daran nicht viel bessern. Und so bleiben uns nur Wünsche und Mahnungen. Bei uns in Preußen war in der letzten Zeit der Eifer groß, waren die Ansprüche stolz, aber das Ziel ist dunkel. Wir haben viel spekulirt auf Französische Zustimmung, auf Oesterreichische Hülfslosigkeit, auf Nachgiebigkeit der Elblande, auf innere Ermattung. Unsere Soldaten haben Tüchtiges geleistet, aber die Feder hielt wieder einmal nicht Stich und der günstige Augenblick, wo das kriegerische Glück auch den politischen Erfolg sichern konnte, ist nicht entsprechend benutzt worden. Seitdem haben sich die Verhältnisse geändert. Frankreich verlangt etwas, was wir ihm nicht gewähren können und Oesterreich glaubt sich in der Lage, uns widerstehen zu können, selbst wenn es sich Ungarn ganz in die Arme werfen müßte. Zugleich hat es eine Stütze in Frankreich gefunden, das, indem es die Oesterreichische Anleihe begünstigte, gewissermaßen Aktien auf das Reich Oesterreich genommen hat, die es nicht entwerthen lassen darf. So stehen wir ziemlich isolirt und wo wir vielleicht hätten durchgreifen können, müssen wir jetzt rechnen. Und die Rechnung ist schwierig. Trotzdem, heißt es, werden wir uns wenigstens Schleswig einverleiben. Das wäre doch sehr bedenklich, aber immerhin möglich aus dem Einen Gruude, weil unser System, wie es jetzt beschaffen, so geartet ist, daß es der Unruhe braucht, um sich halten zu können, daß unser leitender Minister, wenn er nicht nach außen die Bewegung erhält, im Innern scheitern muß. Darin liegt aber unsere Gefahr, während wir jeder entgangen wären, wenn wir erst im Innern dem Lande Genüge gethan hätten. Indessen die Verhältnisse sind doch stärker, als die überkühnen Neigungen und der Tag wird kommen, wo man den Blick zurückwenden und einsehen wird, daß es die erste Noth ist, sich mit dem eigenen Volke zu vertragen, mit ihm Friede zu schließen. Dennoch aber gehen wir mit geringer Erwartung in das neue Jahr. Sein Anfang wenigstens wird uns keinen Trost bringen, so lange die Raben der Reaktion nur Unheil verkünden. Das neue Jahr führt uns in den ersten Tagen die Kammer zurück, und unsere Abgeordneten werden sich und der* tion treu sein. Was das Jahr uns bringen wird? auch nur Hoffnungen und Wünsche, ttuuen doch. In einer viel schlimmeren Zeir sang es einer unserer nationalen Dichter: Wer redlich hält zu seinem Volke— Der wünscht ihm ein gesegnet Jahr. Vorwärts, fort und immer fort, Guter Wind und naher Port. Wir vertrauen, der liebe Gott verläßt Niemanden, der redlich strebt, und er verläßt seine Deutschen nicht. Berlin, 30. Dez. Laut der„Berl. Börs.=Ztg.“ berieth der Bank=Ausschuß in seiner heutigen Sitzung die Emission von 5 Mill. Bank=Antheil=Scheinen zum Kurse von 130, wozu jedoch die Zustimmung der Landesvertretung erforderlich ist. In Betreff der Stellvertretung des Admirals und Oberbefehlshabers der Marine, Prinzen Adalbert Königl. Hoheit, für die Dauer seiner Abwesenheit, ist durch Königl. Kabinets=Ordre vom 8. dieses Folgendes bestimmt worden: 1) Der Chef des Stabes beim Ober=Kommando der Marine, Kapitän zur See Heldt, bleibt mit der Fortführung der laufenden Geschäfte des Ober=Kommandos auch ferner beauftragt. 2) Die Gesuchslisten, so wie alle Personal=Angelegenheiien werden durch den Kontre=Admiral Jachmann vorgelegt, wiewohl dieser als Marine=Stations=Chef in Kiel zu verbleiben hat. 3) Die gerichtsherrlichen Befugnisse des Oberbefehlshabers der Marine sind durch den Marine=Minister wahrzunehmen. Die Mittheilungen hiesiger Blätter über die Wiederbesetzung der Stelle des Direktors der katholischen Abtheilung im Kultus=Ministerim sind, wie der„N. Pr..“ glaubwürdig mitgetheilt wird, durchweg irrthümlich. Die hiesige Volkszeitung ist nach dem jetzt aufgestellten Nachweis der im vorigen Quartal versteuerten Exemplare der Zeitungen in ihrem progressiven Sinken fortgefahren. Dieselbe soll wiederum gegen 2000 Abonneuten verloren haben. In noch nicht anderthalb Jahren hat sie 16,500 Abonnenten verloren. Es wird dies hauptsächlich ihrem Verhalten in den Schleswig=Holsteinischen Angelegenheiten zugeschrieben. Ob der König den Lundtag in Person eröffnen werde, darüber ist bis jetzt noch nichts beschlossen. Die Nachrichten über die Wiederbesetzung der durch den Tod des Geh. Ober-Reg.=Raths Aulike erledigten Stelle eines vortragenden Rathes in der katholischen Abtheitung deo Kultus=Ministeriums werden im Kultus=Ministerium selbst als verfrüht bezeichnet. Die Stelle werde allerdings wieder besetzt werden, und zwar in nicht langer Zeit, aber jedoch diesmal, wie es scheine, nicht durch einen Rheinischen Beamten. Aus dem Marine=Ministerium erfährt man, daß der Chef des Hauses Samuda in nächster Zeit aus London hier eintreffen wird, um den Kontrakt über den Bau des bei ihm bestellten Preußischen Panzerschiffs mit der Regierung abzuschließen. Der Berliner Arbeiter=Verein beging am 28. d. in den ausgedehnten Räumen der Alhambra sein 3. Stiftungsfest. Demselben wohnten eine größere Anzahl von Abgeordneten bei, wir bemerkten die Herren Schulze=Oelitzsch, Parrisius(Gardelegen), Dr. Lasker, v. Valentini, v. Hennig u.., von anderen war ihr Ausbleiben entschuldigend, Gruß und Glückwunsch schriftlich eingesandt, so von den Herren Dr. Waldeck, Prince=Smith, Dr. Lette, Boeck, Parrisius(Brandenburg), Dr. Ziegler u. s. w. Der Vereins=Vorsitzende Herr Baudow nahm das Wort zur herzlichen Begrüßung der Ehrengäste, und küpfte daran einen Bericht über die bisherige Thätigkeit des Vereins. Wenn derselbe auch bei seiner Gründung das Ziel erkannt, welchem er zustrebt, so seien die Wege zu demselben doch dunkel gewesen, erst Schulze's Vorträge hätten Klarheit darin gebracht. Daß der Verein gelernt, habe er schon nach einem Jahre bewiesen bei Erörterung der Lohnfrage, deren Resultat die Petition wegen Gewerbefreiheit, Freizügigkeit 2c., gewesen, die an allen Orten von dem Verein versicht immer offen halten, sondern deren Leiter sind auch genöthigt, mit verschiedenen Bureaux eine fortdaueinde, umfangreiche Korrespondenz zu führen und die Habgier und den Argwohn zahlreicher groben Beamten zufrieden zu stellen. Viel Geld mußte zu kluger Bestechung ausgegeben werden und der an Ort und Stelle befindliche Chef zugleich ein Mann sein, um sich in die Käuflichkeit und Launenhaftigkeit der Russischen Beamten gehörig zu fügen, da ein feindselig gesinnter Gouverneur oder Kanzler einen verhängnißvollen Einfluß auf das Vermögen der Bauk ausüben könnte. Dessen ungeachtet waren dergleichen Banken profitabel und brachten gute Dividenden ein. Der Grundbesitzer, welche auf ihren Gütern drainiren, kultiviren, Englische Pflüge und Deutsche Zugpferde kausen wollten— der Verschwender, welche ihr Geld an den grünen Teschen zu Baden oder Ems einsetzen wollten, gab es unter unsern Klienten eine Legion. Da Pfandverschreibungen in einem so entlegenen Lande immer große Idteressen tragen und unsere Schuldner lieber in Heu und Vieh, als in Silbermünze, welche meistens ziemlich selten in Polen ist, zahlten so machten wir bei jedem Stadium des Geschäfts ansehnlichen Gewinn. Natürlich war zur Vermeidung von Verlusten große Vorsicht nöthig, aber die Landbanken gediehen trotz der übermäßigen Protektion von Seiten der Kaiserlichen Behörden recht gut. So trocken diese Bemerkungen scheinen mögen, waren sie doch zum Verständniß meiner Stellung und der Lage der Badk absolut nothwendig. Was die erste betrifft, so war ich einfach ein gut bezahlter Agent, that für meine Auftraggeber was ich konnte, und söhnte mich mehr und mehr mit dem seltsamen Treiben und den etwas barbarischen Zuständen im Lande aus, wiewohl eben damals Dinge vor sich gingen, bei welchen kein Mann, der auf Britischem Boden geboren war, ohne Widerstreben und Bedauern Zuschauer sein konnte. Mit diesen Gedanken beschäftigt, ritt ich an einem schönen Frühlingsnachmittage aus der Stadt hinaus, nach einem Schlosse, wo ich stets eines freundlichen Willkomms gewiß war. Man hat den Polen noch nie Mangel an Gastfreundschaft schuld gegeben, aber unter allen den Land=Edelleuten, deren Schlösser im Bezirke zerstreut lagen, hatte der Englische Fremdling nirgends herzlichere Aufnahme, als bei der Familie von Armand Plaszki gefunden. Ich war, wie gesagt, auf dem Wege nach seiner Behausung, als mein Pferd plötzlich ein langes Gewieher ausstieß, welches aus einer Gruppe alter Eichen heeaus beantwortet wurde, und eine tiefe Stimme meinen Namen rief; unmittelbar darauf kam ein junger Pole von hohem Wuchse und gebräunter Gesichtsfarbe auf einem schönen Pferde zum Vorschein und begrüßte mich mit einem: „Bon jour. Monsieur Sandilands! Wollen Sie nach dem Schlosse meines Oheims, so ist es mir eben recht, wir reiten zusammen.“ Zwischen Gesträuch, Binsen und Pappeln trabten wir über die sumpfigen oft von stehenden Gewässern ununterbrochenen Felder dahin. Hin und wieder saben wir einige Leute, meistens Weiber mit Hane und Egge an der Arbeit, oder einige magere Kühe, hinter den wilden Birnbäumen am Wege vor dem scharfen Winde Schutz suchend. zufrieden mit seine.—. ausgesprochen, und gleichze.. träge der liberalen Abgeordneten berührt dann die weiter von di Anträge wegen Reform der Paßgese gung der Arbeitsbücher, Revision de. gewerblichen Kranken= und Unterstützung nachdem er hinzugefügt, daß der Veren.“ allgemeine gleiche Wahlrecht als ein nothweno. erringendes Recht seit seinem Entstehen und nicht erz. von heute, betrachtet habe, erklärt er, daß der Verein fortfahren werde, stets da einzutreten, wo Nechte der Genossen gefährdet würden, oder wo es der Abstellung von Uebelständen bedürfe. Auch über das innere Vereinsleben giebt Redner erfreuliche Mittheilungen und spricht schließlich die Hoffnung aus, daß Allem nach der Verein seine Schuldigkeit überall gethan und alle Bedingungen zu seinem Fortbestehen in sich z. trage. Hr. Schulze=Delitzsch dankt hierauf Namens der Abgeordneten für den Empfang und giebt dem Verein das Zeugniß eifrigen uneigennützigen Strebens zur Verbesserung der Lage der Arbeiter. Wie bisher möge derselbe aber fortfahren, nie das Interesse der Gesammtheit aus den Augen zu verlieren. Besonders mögen die Arbeiter sich nie verleiten lassen, eine eigene Kaste bilden zu wollen, sie müssen sich fühlen als ein ebenbürtiger Theil des ganzen Volkes und als solcher volle Gleichberechtigung: innerhalb des Volkes verlangen. Vor Allem nuß“ das Selbstbewußtsein der Arbeiter auf dem Wege der Bildung angeregt werden. Nur derjenige, der einen vollen Antheit hat an dem geistigen Kapitale der Zeit, wird sicher das Vorhandensein einer bevorrechtigten Klasse bekämpfen konnen. Eins haben die Arbeiter: schon erreicht, daß nämlich alle potitischen Parteien sich um ihre Gunst bewerben und damit ihre Macht anerkennen. Die Arbeiter werdeu zu beurtheilen haben, weiche Partei es redlich mit ihnen meint, wenn sie demselben das Verhalten der verschiedenen Par-u teien zu den Bildungsbestrebungen der Arb iter zu Grunde legen. Wer unbedingten Autornatsglauber: .U, wer nicht will, daß der Arbeiter selbst zu einen Urtheile befähigt werde, der will nur eine Agitotion für seine Zwecke und will nicht die Freiheit der## Arbeiter. Die Zeidler'sche Korrespondenz schreibt: Die Mitglieder der Majorität des Abgeordneten=Hauses dürften sich einer Täuschung hingeben, wenn sie glauben, daß sie durch das bloße Eingehen in die Budget=Berathung eine längere Dauer für die Session des Landtages erwirken könnten. Es ist allerdings richtig, daß die Ablehnung der Diskussion des Etats=Gesetzes den Sitzungen ein rasches Ende bereiten würde; aber hieraus folgt noch nicht, daß die Inscenirung einer solchen Distussion das Leben des Landtages sichere. Vielmehr wird auch dann für die Regierung Alles derauf ankommen, die Motie zu erwägen, aus denen die Kammer sich auf die Berathung des Budgers einläßt. Betrachtet die Majorität die Budget=Debatte wie eine Art verschanzter Stellung, von wo aus man die Regierung um so nachhaltiger bekämpfen könne, ist also die Budget=Debatte nichts weiter als ein Ausdruck des Kriegszustandes, in welchen die Op positionspartei das Land versetzen will, dann tritt immer wieder an die Regierung die Frage hinan, ob die Tolerirung von Scenen, bei welchen von vornherein ein legislatorisches Resultat nicht beabsichtigt is., dem Lande ersprießlich sei. Das politische Leben erträgt nicht leicht ein System geistloser Repetitionen. Im Großen und Ganzen würde die Debatte des Abgeordnetenhauses über das Etatsgesetz eine Wiederholuug dessen sein, was im vergangenen Jahren aufgeführt worden. Schon bei dem ersten Worte des Drama's kennt man das Ende; da man es aber so genau kennt und der Staat vor nutzlosen Auftritten, deren Charakter trotz alles verkünstelten Ernstes an Frivolität streift, geschützt werden muß, so liegt kein Grund vor, weshalb in diesem Jahre das längst ausgenutzte Drama noch einmal bis zu seinem unfruchtbaren Schlusse gespielt werden sollte. Doch dies alles war mir nicht neu, und ich achtete nicht sonderlich darauf, dagegen fesselte ein heller Schein, der über Staubwolken in beträchtlicher Ferne auftauchte, schon geraume Zeit meine Aufmerksamkeit. „Was mag das wohl sein?" fragte ich endlich nach jener Richtung hindeutend. Mein Begleiter, der um einige Jahre jünger als ich war und kaum die zwanzig überschritten haben mochte, hielt die Hand über die Augen und erhob sich in den Steigbügeln, um besser zu sehen. Er sprach nicht sogleich, sondern athmete tief auf und seine Wange röthete sich wie von Scham, als er in düsterem Tone zur Antwort gab:„Die Russischen Soldaten, Kosaken wahrscheinlich, von dem Ukrainer Regiment, wovon ein Julk zu Modlin stationirt ist.“ „Kosaken?“ wiederbolte ich mit eigenem Erstaunen. „Von diesem bärtigen Volke ist hier zu Lande nicht viel zu sehen. Außer der in Plock garnisonirenden Infanterie größtentheils stillen, einfachen Muschiks von Nowgorod, welche der Gouverneur unter strenger Zucht hält, ist mir eitdem ich hier wohne, noch kein Russischer Soldat vor Augen gekommen. Was haben die wohl hier zu thun?“ „Die neue Steuer einzutreiben,“ antwortete der junge Pole bitter.„Unsere milden Herrscher wissen uns den gesetzlichen Gehorsam auf eine sehr praktische Weise einzuflößen. Sehen Sie nur dorthin, wo die Getreide= oder Heuschober brennen: Sie können die Kosakenhandschrift auf Meilen weit im Lande lesen.“ Meine Augen waren nicht so gut wie die von Otto Plaszki, welcher den scharfen Blick eines Waidmanns hatte; ader dennoch bemerkte ich, wie in der Ferne dunkle eunte englische Botschafter am hiesigen s, hat, wie man in den diplomast, München bereits verlassen und Reise nach London, wo er seine ug nehmen soll. Lord Loftus h kurze Zeit in Berlin verer zu konferiren. Gestern ist die von den n den Grafen LedoBrüssel wieder zuLedochowski die von Posen egleich will man einstweilen lassen. Ab. Korresp.“ erklärt die Preußi. auch nach dem Inslebentreten des a Telegraphenvertrages(1. Januar) Tcivattelegramme für nicht beförderungsfähig. mburg, 30. Dezember. In den meisten Dten Holsteins wird heute durch Waffenschmuck, Zusammenkünfte u. s. w. der Jahrestag der Betretung des Landes durch den Erbprinzen v. Augusten burg gefeiert. Nürnberg, 28. Dez. Heute verhandelte der hier versammelte Ausschuß der Deutschen Turnvereine über den von einem Theil der Berliner Turuerschaft gestellten und von Angerstein in Berlin und Friedländer in Elberfeld angeeigneten Antrag, daß im Jahre 1866 nicht ein Deutsches Turnfest, sondern nur ein Deutscher Turntag abgehalten werden solle. Dafür sprachen nur die beiden Antragsteller und Friedrich aus Dresden. Für Abhaltung des Festes sprachen Hoffmann von Zweibrücken, Götz aus Lindenau bei Leipzig, Lecher aus Wien, Rakow aus Bremen und Stark aus Nürnberg. Der Berliner Antrag wurde schließlich mit allen(es waren 17 Vertreter gegenwärtig) gegen 3 Stimmen abgeworfen. Zu erwähnen ist noch, daß die Vertheidiger des Berliner Antrags erklärten, daß sie ihn nicht als Preußen, sondern lediglich aus turnerischem Interessen stellten, daß sie im Falle der Nichtannahme das Fest besuchen werden, und daß mehrere Redner sich gegen das Erscheinen einer Trauerfahne erklärten. Das Fest wird am 22. bis 24. Juli mit möglichster Einfachheit Statt finden; am 21. Juli ist Deutscher Turntag. An weiteren Beschlüssen sind zu erwähnen: das Geschäftsjahr mit dem Kalenderjahr in Einklang zu bringen und nur solche Vereine zum Turnfest und Turntag zuzulassen, welche die Steuer zur Ausschuß kasse geleistet haben. Endlich wurden noch die Statuten der 1863 begründeten Jahnstiftung berathen und angenommen, welche den Zweck hat, den beitre. tenden Deutschen Turnlehrern im Falle dauernder Erwerbsunfähigkeit oder bei Ableben ihren Wittwen und Waisen auf dem Wege der Selbsthülfe eine Pension zu gewähren. Nach dem Jahresbericht hat die Anzahl der Vereine bedeutend zugenommen, und wenn auch die Begeisterung abgenommen, so ist doch die nachhaltige Arbeit an deren Stelle getreten. Wien, 28. Dez. Die heutigen Blätter berühren fast sämmtlich das Gerücht von einem Oesterrei chisch=Französischen Bündniß, jedoch auch sämmtlich, ohne demselben Glauben zu schenken. Die „Presse" befürwortet ein solches Bündniß zwar und dasselbe thut der„Wanderer" und die„N. fr.., allein meint die alte„Presse":„bei den bekannten Gesinnungen unserer Regierung in der Italienischen und Deutschen Fragen wüßten wir nicht, auf welcher Grundlage diese Allianz errichtet werden sollte. Ja, wenn die Regierung Italien anerkennen wollte, sagt ungefähr die„N. fr. Presse"; allein dieß will sie nicht, und deßhalb ist es besser, daß sie Frankreich keine Enttäuschung bereitet, denn es könnte dieß nur zu einem schlimmen Rückschlag führen. Die offiziösen Federn ermüden jedoch nicht, die Allianz mit Frankreich zu verkünden, und zu dem Zwecke versichern sie auch bereits, die Neujahrsrede Napoleons werde der guten Beziehungen zu Oesterreich ausdrücklich gedenken. Das ist aber sogar der„Presse“ zu stark; sie führt deßhalb die frechen Lohnschreiber mit den Worten ab:„So intim ist Napoleon mit unserem Kabinet denn doch noch nicht, daß er die Leiter der ministeriell gesinnten Blätter in sein Vertrauen zieht, mit welchem er sonst nicht sehr verschwenderisch um zugehen pflegt. Die Deutschgesinnten Blätter machen heute insgesammt Front gegen die Ungarischen Forderungen und sind über den Sieg der Februar=Verfassung voll der besten Hoffnung. Veranlassung hierzu hat die aus Pesth hierher gelangte Nachricht gegeben, der Kaiser habe in der Unterredung mit Deak den Ungarn vier Ministerien angeboten: Kultus, Justiz, Polizei und Inneres und die betreffenden Portefeuilles an Deak, Eötvös, Somssich und Szentivanyi verleihen zu wollen erklärt, Deak aber habe diese Zugeständnisse alsbald als unzulänglich bezeichnet. Hierüber sei in den maßgebenden Kreisen eine große Mißstimmung und die Ausgleichszuversicht habe bedeutend abgenommen; die Regierung beabsichtige nun eine ultrakonservative s. g. Apponyische Partei im Ungarischen andtag zu bilden. Die„N. fr. Pr.“ weist darauf die allgemein gehegte Erwartung, der SieLandtag werde in Folge und in Uebermit der Adresse baldigst aufgelöst und je des 1848er Wahlgesetzes neue Wahlen ickung des Pesther Landtags ausgeschriedie Union allsogleich vollzogen werden— diese, wie gesagt, allgemeine Erwartung sich nicht erfüllen werde. Die erste Adresse des Klausenburger Landtags werde nicht die letzte sein. Es solle der Ungarischen Majorität Gelegenheit geboten werden, die Sonderwünsche und Bedenken der Sachsen und Romanen einer eingehenden Würdigung zu unterziehen. Auch auf die Zauderpolitik des Kroatischen Landtags verweist die„N. fr. Pr.“ Der Kroatische Landtag hat sich nämlich bis zum 15. Januar vertagt und bis jetzt noch nicht die mindeste Miene gemacht, an die Berathung der Königlichen Propositionen zu gehen. Er will offenbar Zeit gewinnen, um zu sehen, wie weit die Regierung mit den Ungarn kommt, und danach seine Beschlüsse fassen. Die„N. fr. Pr. meint nun, dieß sei nicht ganz ohne das Vorwissen der Regierung geschehen. Das Blatt macht jedoch zugleich darauf aufmerksam, daß die Regierung nicht allzu unbedingt darauf rechnen dürfe, die Beschlüsse der Kroaten nach ihrem Belieben zu lenken.„Es gibt Kroatische Lokalfragen, deren Erledigung von allen Fraktionen des Agramer Landtages mit gleicher Hartnäckigkeit als eine ganz unerläßliche Vorbedingu#. einer Verständigung mit der Regierung behandelt wird, und welche theilweise die Ungarischen Politiker mit eben solcher Hartnäckigkeit im völlig entgegengesetzten Sinne gelöst wissen wollen. Hierher gehört die Reintegrirung Dalmatiens und der Inseln des quarnerischen Golfes, welche das Februar=Patent zur westlichen Reichshälfte, zum Verbande des engeren Reichsraths geschlagen hat. Die Reunion der Mur=Insel und die Stellung des fiumanischen Küstengebietes. Die Mur=Insel, ehemals bekanntlich ein Bestandtheil Kroatiens, dann nach der Vertreibung der Türken durch zwei Jahrhunderte mit Ungarn vereinigt, unter dem Banus Jellacic neuerdings zu Kroatien geschlagen, seit dem Herbste 1860 wieder in Ungarn einverleibt, wird von der Kroatischen Nationalpartei zurückverlangt, während Fiume wieder aus dem Kroatischen Komitats=Verbaude ausgeschieden und in seine alte, reichsunmittelbare Stellung zu Ungarn zurück versetzt werden möchte. Beide Angelegenheiten bilden in Pesth und Agram das noli me tangere bei den Verständigungs=Bemühungen. Der Verlust der MurInsel ist ein Preis, den kein Ungarischer Politiker für den Heimfall des dreieinigen Königreiches an den engeren Verband der Stephanskrone zu zahlen wagen durfte, weil man in Ungarn diesen Heimfall als eine selbstverständliche Rechtskonsequenz der durch die Thronrede neuerdings wieder anerkannten avitischen Institutionen betrachtet; der Verlust Fiumes aber ist ein Einstandsgeld, das sich keiner der Magyaronischen Stimmführer in seinen Plaidoyers für die Union auch nur zu erwähnen getraute vor der Kroatisch= Slavonischen Landesvertretung. Und doch findet der Wunsch der Fiumaner im Pesther Reichstage bereits jetzt schon einen sehr annexionslustigen Widerhall.“ Daß die Regierung mit den Kroaten einigermaßen liebäugelt, beweist u. A. auch der Umstand, daß der vielgewandte Bischof Stroßmayer hier angekommen ist, mit dem Auftrage, die Adresse des Kroatischen Landtags zu entwerfen und die Sache der in Agram zu gründenden Südslavischen Akademie zu betreiben. Die schönen Tage von Aranjuez sind wie es scheint zur Hälfte wenigstens schon vorüber. Aus Belgrad schreibt man: Die langwierige Frage von der Entschädigung der aus Belgrad vertriebenen Türkischen Bevölkerung ist endlich zum Abschluß gekommen. Am 17. d. M. wurde von dem Minister Garaschanin und dem zweiten Türkischen Kommissär Aali Misami Bey ein Uebereinkommen unterzeichnet, worin die Serbische Regierung sich verbindlich macht, bis zum 7. Nov. 1868 die Summe von 9 Millionen Piaster(50,000 Dukaten) in drei Jahresraten zu bezahlen. Italien. Florenz, 30. Dezember. Die heutigen Blätter melden, daß Scialoja das Ministerium der Finanzen übernommen hat, Chiaves das des Innern behält, Jacini das der öffentlichen Arbeiten, Lamarmora das Präsidium und das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten. Ueber die Besetzung der übrigen Portefeuilles verlautet noch nichts Bestimmtes. Amerika. Rauchwirbel zum blauen Himmel aufstiegen, und nach der Richtung zu schließen, stand wahrscheinlich irgend ein Bauernhof in Flammen. „Ein Unglücksfall—“ begann ich, wurde aber von meinem ungeduldigen Begleiter unterbrochen. „Ein Unglücksfall! Monsieur Sandilands; ja, gerade wie wenn der Wolf ein Schaf an der Kehle packt. Nein, Herr; dort ist etwas vorgefallen, was die brutale Wuth der Kosakenhorden des Czaaren erregt hat, und Sie sehen das Resultat hievon, welches allerdings von der Regierungszeitung, wenn sie anders Notiz nimmt, als ein Unglücksfall dargestellt werden mag.— Lassen sie uns weiter reiten.“ Ich hatte Otto niemals so heftig und übellaunig gesehen. Er war ein junger Mann von manchen empfehlenswerthen Eigenschaften; gescheidt, kühn, zuvorkommend, aber doch das einzige Mitglied der Familie Plaskzi, in dessen Nähe es mir nie recht wohl wurde, und ich betrachtete ihn stets mit einem gewissen unwillkürlichen Mißtrauen. Dabei hatte ich aber keinen Grund, anzunehmen, daß diese Antipathie gegenseitiger Natur war; vielmehr behandelte mich Otto immer mit großer Herzlichkeit und bewies mir sogar einen gewissen Grad von Respekt, welcher meiner überlegenen Erfahrung und bessern Erziehung zuzuschreiben sein mochte.— Wie gesagt, ich hatte ihn niemals so ungestüm und herb von Benehmen gesehen; auch dauerte diese Stimmung nicht lange an. „Vergeben Sie mir meine Unart, werther Freund,“ nahm Otto wieder das Wort, indem er das Pferd anhielt:„Sie sind ein Engländer, und Ihr Gemüth ist niemals auf eine solche Probe gestellt worden, wie das * eines armen Polnischen Bürgers, dem Sie seine Bitterkeit zu gut halten mögen.“ Nach dieser kurzen Aufwallung der wilden sarmatischen Natur setzten wir ruhig unsern Weg fort, indem wir über gleichgültige Dinge sprachen und wie nach beider: seitigem Uebereinkommen politische Gegenstände vermieden. Bereits waren die grauen Thürmchen und das moosbewachsene Dach des Schlosses durch die Bäume sichtbar und die mit Runkelrüben, Kartoffeln und Gerste bestellten, sorgfältiger angebauten Felder gaben zu erkennen, daß wir uns auf dem Grund und Boden eines Polnischen Gutsherrn befanden, als der Hufschlag von galoppirenden Pserden an unser Ohr traf und eine halbe Schwadron Kosaken heranreitend uns„Halt“ gebot. Ich hatte von diesen berüchtigten Irregulären noch nie etwas gesehen und mit einer Mischung von Interesse und Scheu betrachtete ich diese schmutzigen, häßlichen Gestalten und deren seltsames Kostüme, welches ihnen eber das Aussehen von Räubern als Soldaten gab. Ihre Uniformen waren zerrissen, beschmutzt, mit Wollzeug= oder Leverstücken geflickt, ihre Kuppeln von halbgegerbtem Fell, ihre Sättel von rohester tartarischer Fagon, mit rostigen Schaufelsteigbügeln, und die Zäume von Seilen. Ihre Waffen schienen vom Zufall gewählt, die einen hatten eine lange Lanze, die andern eine Muskete über den Schultern; dazu kam bei den meisten noch eine Pistole, bei allen ein krummer Säbel in einer Holz= oder Lederscheide. Trotz des baibarischen unsaubern Aeußern gewährten aber die Reiter und die struppigen Rosse einen furchtbaren Anblick und machten den Eindruck, als ob kein Dienst für sie zu rauh, kein Marsch zu beschwerlich wäre.(Forts. folgt.) 16. Dezember. Die Debatten des Washingtoner Kongresses werden zwar erst nach Neujahr ihrem Höhepunkte mit unverkennbarem Fortschritte entgegengehen; doch geben die gegenwärtigen Dezember=Verhandlungen, obgleich nur ein Vorspiel, schon einen deutlichen Umriß des bevorstehenden Kampfes. Die stärksten Positionen sind unleugbar im Besitze der radikalen Partei; von den 185 Mitgliedern, welche gegenwärtig im Hause der Repräsentanten sitzen, rechnet man nur 41 zur demokratischen Partei und von dem Rest, 141, scheinen kaum zwei Dutzende auf den Namen von„konservativen“ Republikanern Anspruch zu erheben. Im Senate sind die Partei=Verhältnisse noch nicht scharf genug ausgesprochen, um mit Bestimmtheit das Schicksal dieser oder jener Resolution vorauszusagen. Dem Repräsentantenhause legte Farnsworth aus Illinois am 13. ds. eine Resolution vor, welche für die farbigen Soldaten, die den Kampf gegen die Rebellion mitgefochten, alle bürgerlichen Rechte verlangte, da die Steuern und sonstige persönliche Verpflichtungen, ein schließlich der eventuellen Heranziehung zum Militärdienste, ohne Unterschied der Farbe von den Vereiuigten=Staaten auferlegt würden, und da fernerhiu mit der Sprache und den Institutionen des Landes nicht vertraute Ausländer nach kurzem Dienste in der Unions=Armee das volle Bürgerrecht erhalten hätten. Ein demokratischer Gegner, Chanler aus New=York, behauptete, ein solcher Antrag könne nur die Parteien noch mehr verfeinden; die Herrschaft der weißen Race müsse aufrecht erhalten werden und die Stellung des Schwarzen sei derjenigen des Weißen nicht gleich und könne es nicht sein. Eine Motion, die Resolution ad acta zu legen, fiel jedoch durch, und der Farnsworth'sche Antrag wurde einem Sonder Ausschusse überwiesen. Auf Anstehen Boutwell's aus Massachusets wurde das richterliche Comite beauftragt, das Für und Wider eines Amendements zur Konstitution, durch welches die Aufstellung eines Unterschiedes in Farbe oder Race bei der Regelung der Wahlrechtsvestimmungen den einzelnen Staaten verboten werde, in Erwägung zu ziehen. Am 14. ds. kündigte der Sprecher dem Hause die Zusammen. setzung des„gemischten Ausschusses betreffs der Südstaaten“, soweit sie die zu demselben erwählten 9 Mitglieder des Repräsentantenhanses umfaßte, an: Stevens aus Peunsylvanien, Washburn aus Illinois, Morrill aus Vermont(Radikale), Bontwell aus Massachusetts, Bingham aus Ohio, und Couklin (Republikaner), Blow aus Missonri, Grider aus Kentucky und Rogers aus New=Jersey(Demokraten.) Dieser Ausschuß, welchem sechs Senatoren hinzutreten sollen, hat äußerst wichtige Obliegenheiten, da seine Untersuchungen betreffs der politischen und sozialen Zustände der Südstaaten die Grundlage abge ben werden, auf welche das Haus sich in Bezug auf die Rekonstruktion des Südens stellen wird. Eine Resolution Henderson's aus Oregon, daß Verrath gegen die Vereinigten=Staaten ein Verbrechen sei und bestraft werden musse, wurde cinstimmig angenommen. Die Resolution Wilson's aus Jowa betreffs der Zulassung südstaatlicher Kongreßmitglieder lautete dahin, daß alle auf die Vertretung der weiland sogenannten konföderirten Staaten bezügliche Papiere dem gemisch ten Fünfzehner=Ausschusse ohne Debatte zu überweisen seien und daß kein Mitglied von irgend einem der besagten sogenannten konföderirten Staaten zugelassen werde, bis der Kongreß solche Staaten oder einen be stimmten derselben für vertretungsberechtigt anerkannt haben würde. Ein Antrag des Demokraten Brooks aus New-Yorks, die Resolution zu verwersen, weil sie ihrem Wesen nach mit dem vom Senate gestrichenen Theile der früheren Resolution betreffs des Fünfzehner=Ausschusses identisch sei, fiel durch, eben so ein von dem Republikaner Thayn gestellter Antrag, welcher eine Abänderung des Wortlautes bezweckte; und die Resolution wurde mit 107 gegen 56 Stimmen angenommen. Sie wird nun wieder an den Senat gehen, hier jedoch wahrscheinlich verworfen In Kentucky ist die Bestätigung des die Sklaverei abschaffenden Verfassungs=Amendements von beiden Häusern der Legislatur verweigert worden. Da gegen fand eine Resolution, weiche allgemeine AmFrankreich. Paris, 30. Dez. Die Einzigen, welche jetzt eine gute Zeit haben, sind die Bonbons=Fabrikanten, denn es ist erstaunlich, was in diesem Artikel am Ende des Jahres umgesetzt wird. Die Kosten für die Etrennes, zu denen alle Welt verpflichtet ist, könnten das Budget eines kleinen Staates decken. Alles rennt Alles kauft und davor schweigen alle politischen Interessen, die Studentenkravalle und selbst Mexiko, Man wartet ab, ob nicht der Kaiser am Neujahrstage ein wenig verrathen werde, was er für eine Bescherung in Petto habe. Man meint jedoch, es werde mit den offiziellen Reden nicht zu viel auf sich haben, es werde kein Rathsel gelöst werden. Die Zeit ist zur Ruhe angethan und es dürfte weder von neuen Allianzen, noch von bedrohlichen Konflikten die Rede sein, so daß weder der Eine Ursache haben wird, zu hoffen, noch der Andere zu fürchten. Man wird es ja bald erfahren, und dann vielleicht etwas klarer memt, das Gchzteu; Vorse hült sich sehr zurück und me, dus Tühl werde, wenn es kommt, jedenfalls bei Eröffnung der Legislativen kommen. Man schreibt dem„Moniteur“ aus Shanghai, den 4. November, daß man sich immer noch sehr eifrig mit der Anlage von gewissen Eisenbahnen bechäftigt, daß es aber sehr schwer halten dürfte, die erforderliche Zustimmung und Unterstützung von der Chinesischen Regierung zu erhalten. Für die dem Projekte nach zuerst anzulegende Linie von Kanton nach Fatshan scheint, nach der von dem Englischen Gesandten, Sir Rutherford Alcock selber ausgesprochenen Ansicht der Vicekönig der beiden Kuangs nicht zur Ertheilung einer Konzession bevollmächtigt zu sein. Man müßte deshalb für diese Konzession sowohl, wie für den Ankauf der nöthigen Grundstücke sich mit dem Hofe von Peking in direkte Verbindung setzen. Außerdem durchschneidet die Bahn nach Fatshan die sogenannte Gegend der 90 Dörfer, deren Bevölkerung sich von jeher durch ihre Feindseligkeit gegen die Fremden auszeichnete. Es durfte deshalb leicht so kommen, daß von Shanghai aus der erste Schienenweg in das himmlische Reich hineingeführt würde. Die Anstellung höherer Französischer und Englischer Beamten in allen Hafenzollämtern hat die besten Folgen gehabt. Nach Abzug der den Westmächten zukommenden Entschädigungsgelder bleibt für die Regierung immer noch ein bedeutender Ueberschuß zurück, den die Chinesischen Behörden, wie man hofft, auf Verbesserung der Flußmündungen, auf Uferbeleuchtung und sorgfältigere Ueberwachung der vielen verdächtigen Küstenfahrer verwenden werden. Uebrigens hat man bereits angefangen, mit einigem Erfolg gegen die Seeräuber einzuschreiten. Mehrere von Amoy, Hongkong und andeen Punkten abgegangenen Kanonenboote haben etwa ein Dutzend dieser Piratendschonken zerstört. Außerdem hat das Kanonenbooe Opossum deren sechs in der Nähe der Insel Kulan, in den Grund gebohrt. Im Norden und Nord=Westeu Chinas haben die Aufständischen Nachtheile erlitten. Die Mahometaner von Tung-Kuan in der Proviu; Shensi sind beinahe völlig ausgerottet worden, und den Banden von Nienfei, die ihre Seeräubereien bis in die Umgegend der Hauptstadt ausgedehnt hatten, erging es nicht viel besser. Nur müßten kräftigere Mittel gegen die Wiederkehr solcher Erfahrungen ergriffen werden. Die Nachrichten, die man bis zum 31. Oktober aus Yokohama erhalten hat, lauten befriedigend. Die Gesandten Frankreichs, Englands und der Niederlande hatten nebst drei Französischen, drei Englischen Schiffen und einem Holländischen diesen Hafen verlassen, um sich nach dem inneren Meer zu begeben. Sie wollen eine Revision der bestehenden Zolltarife, so wie die Eröffnung der Häfen von Hiogo und von Osaka durchsetzen, vor Allem aber erlangen, daß der Mikado die von Japan mit den Europäischen Mächten abgeschlossenen Verträge ratificire. Denn durch diesen Akt allein kann die Feindseligkeit der Daimios beseitigt werden. Der Mörder eines Englischen Offiziers, ein gewisser Taka=Nachi=Fodjiro, der geheimen Sekte der Monteshin angehörig, der sich seit dem November 1864 der Strafe zu entziehen gewußt hatte, ist kürzlich entdeckt, vor Gericht gestellt und hingerichtet worden. Eine Korrespondenz aus Florenz, den 26. Dez., spricht sich im„Moniteur“ ausführlich über die gegenwärtige parlamentarische und ministerielle Krisis in Italien aus. Der betreffende Korrespondent sieht einen befriedigenden Ausgang dieser Komplikationen noch nicht für die nächste Zukunft voraus. Die drei parlamentarischen Fraktionen stehen sich, wenn grade nicht in gleicher Stärke, aber in einer solchen Zusammensetzung, gegenüber, daß je eine durch eine dauernde oder vorübergehende Koalition der beiden anderen unterliegen muß. Darum hat auch der König Niemanden gefuuden, der auf solcher Grundlage ein dauerhaftes Kabinet zu Stande zu bringen sich getraut, und es ist General Lamarmora, der eigentlich keiner Partei angehört, die Aufgabe geblieben, die verschiedenen sich scheidenden Elemente sich näher zu bringen. So kam es, daß General Lamarmora zunachst darauf bedacht sein mußte, eine gemischte Verwaltung zu Wege zu bringen, in der sich die beiden großen Fraktionen der gemäßigten Partei zusammenfinden sollen. Allein auch wenn ein solches Kabinet sich bilden läßt, so bleibt immer noch die schwierige Aufgabe, eine parlamentarische Majorität aus zwei Elementen auf die Dauer darzustellen, von denen keines allein durch seine Stimmenzahl die Situation beherrschen kann. Der Ausfall der jetzt vorgenommenen Nachwahlen kann vielleicht auf das numerische Verhältniß einen Einfluß ausüben, allein, daß derselbe in diesem oder jenem Sinne ein entscheidender sein werde, darüber vermag auch der Moniteurkorrespondent bis jetzt noch keine bestimmte Auskunft zu geben. Die bis jetzt bekannt gewordenen Nachwahlen beweisen einfach, daß in Folge des Parteihaders die große Masse sich noch immer in diesem Zustande der Unschlüssigkeit befindet, aus dem grade der Mangel an Homogenität des gegenwärtigen Parlaments hervorgegangen ist. Großbrittanien. London, 29. Dez. Der Herzog von Somerset hat seinen jüngeren Sohn, Lord Edward Percy St. Maur, durch einen frühen Tod verloren. Lord St. Maur starb in Bombay an den Folgen einer Operation, welche durch eine Schußwunde nöthig geworden war erst 24 Jahre alt. Im Jahre 1859 war er Attache bei der Brittischen Gesandtschaft in Wien, später in Madrid, und entsagte im Jahre 1862 der Diplomatie. Seinem vor einigen Tagen verstorbenen Kampfgenossen Generalmajor Fitzmaurice ist der General Sir Edward Charles Whingates, 84 Jahre alt, ins Grab gefolgt. Noch vor Ende des vorigen hatte er aktiven Dienst gesehen; unter dem Herzog von York machte er im Jahre 1799 die Holländische Campagen mit; 1807 nahm er Theil an der Belagerung von Kopenhagen. In dem pyrenäischen Kriege kämpfte er mit Auszeichnung; bei Waterloo erhielt er eine gefährliche Wunde in den Arm. Zum General wurde er vor einem Jahre ernannt. Der neueste Bericht über die Viehseuche, welchen der thierärztliche Ausschuß des Staatsrathes nach den zur Kenntniß der Inspektoren gebrachten Thatsachen erstattet hat, läßt noch keine Hoffnung auf ein baldiges Verschwinden der Landplage aufkommen. In den letzten drei Wochen ist die Zahl der Erkrankungen in dem Verhältnisse 5356, 6054, 6256 gestiegen, Seit den ersten Auftreten der Seuche sind 63,593 Krankheitsfälle beobachtet worden. 34,861 der Thiere starben, 13,137 wurden getödtet, 5803 genasen; bleiben 9792 unentschiedene Fälle. Mit Recht beklagt die Times, daß strenge Maßregeln um der Ausbreitung der Krankheit einen Damm zu setzen, nicht schon vor einigen Monaten ergriffen worden sind; sie ist zur Ueberzeugung gekommen, daß das rodikalste Heilmittel, das Schlachtbeil frühzeitig angewandt der Seuche am ehesten engere Schranken hätte ziehen können. Im Norden und so auch an anderen Theilen des Landes, bemerkt das Blatt, herrscht die Ansicht, daß wir die schwerste Zeit noch zu erwarten haben. Im Frühjahr wird sich die Krankheit in ihrer schlimmnten Gestalt zeigen. In einigen Distrikten scheint der Bieystund vor den vereinten Angriffen der Seuche und des Beils fast zu verschwinden. Schließlich werden wir es allerdings im ganzen Lande zu jener Einheit der Handlung bringen, welche eine unumgängliche Bedingung des Erfolges ist; vor der Zeit aber werden die Verluste schon sehr schwer sein. Auf die Vorsichtsmaßregeln der Isolirung und der Quarantaine weißt die gemachte Erfahrung ausschließlich hin. Wir haben keine Eur, kein Präventivmittel, keine sicheren Erfolg versprechende Behandlungsmethode entdeckt. Unsere einzige Chance liegt, soviel wie wir wissen, darin, daß gesundes Vieh vor der Ansteckung geschützt werde, und selbst das scheint von Tag zu Tag schwieriger zu werden. Im Januar soll ein neues Wochenblatt unter dem Titel„The Englische Leader“ die schon sehr zahlreiche periodische Presse Englands verstärken. Das neue Blatt ist von Anhängern der Parlaments=ReformPartei gegründet und seine Mitarbeiter halten sich für berufen als Führer und Lehrer der arbeitenden Klassen eine Rolle zu spielen. London, 30. Dezember. Der neueste Ausweis des Handelsamtes, welcher den Monat November umfaßt, enthält bemerkenswerthe Ziffern; der Export des Vereinigten Königreiches hat in dem genannten Monat seinem Werthe nach den Export von Nov. 1863 um 2,809,419,000 Pfd., von Nov. 1864 um .502,529 Pfund überstiegen; er beträgt 15,567,742 Der Export der ersten eilf Monaten dieses Jahres(140,832 Pfund) stellt sich um 18,696,976 Pfund resp. 2,491,479 Pfund höher als für die entsprechenden Perioden der Jahre 1863 und 1864. Somit stellt sich schon zur Genüge heraus, daß England im Laufe dieses Jahres das größte Exportgeschäft gemacht hat,„welches die Chronik des Handelsverkehrs jemals in irgend einem Lande verzeichnet hat. Diese Thatsache in Verbindung damit, daß ein beträchlicher Theu des Geschäfts auf Kredit geführt wird, gibt eine hinreichende Erklärung für die eingetretene starke Gelonachfrage, und in gleicher Richtung mußte auch neue Gestalt annehmen würden. Vor vierzig Jahren, im Jahre 1825, bezeichnete in gleicher Weise auch Se. Ehrwürden Hr. G. S. Faber das Jahr 1866 am T. ehro, der Hr gi gn und im Jahre 1845 Schlusse. Auf diese sr. C. B. Elliott zu demselben fragen gehen wir nicht ein und troleum. Durch das unvorsichtige Eingießen erfolgt eine Explosion des Gefäßes, worin sich fast zwei Krug Peiroleum befanden. Die unglückliche Magd wird mit dem brennenden Gaie überschüttet und steht sofort in hellen Flammen. Auf den furchtbaren Knall eilt der Dienstherr zwar zur Hülse herbei, allein die Magd läuft in der Todesbegnügen uns mit der einfachen Vemerkung, daß das gen. Die 2r dauie, un sich in einen Giaden zu kür: Veshaset Seinte riche sachernshen vnr hsech, Ptangse ud uns ien escht u e als eine Zeit bezeichnet worden ist, in welchem wahrscheinlich große Veränderungen in der ganzen Gestaltung Europas vor sich gehen von den Trhasacen Verchungen sind Jahre 1794(u beloahrheitet worden, denn im und im Jahre 1848 Ludwig XVI. gulotuitrt *“**#re 16x0 mußte der Papst aus Rom stiehen.“ Hier aber bricht der klare praktische Verstand des„Morning Advertiser“ wieder siegreich durch und in den von merkwürdiger Schärfe der Logik zeugenden Schlußsatz aus:„Wir werden nun sehen, ehe brite Weisagungau e erde ob die „gung(die von den zehn ein wenig nebel ebenso wohlbegründet war.“ Bei den schrecklichen Ahnungen, welche diese Verkündigungen in uns erregen müssen, ist es doch ein Trost, autoritst, die cdem dr. Vleming, die Hauptauternar, die„Temüthigung“— ein gemilderter Frautreich für Gulotuirung— bes ###e um ein Jahr später angesetzt hat: als die und bisher zugänglichen Geschichtsbücher sie fixiren; und so haben wir den schlimmen Surz der zehn unde. Dob die bistorischen Pisen veleicht schon Huter Jannar 1793als den a. uelen, weiche uns den 21. #### u pen Hinrichtungstag Ludwigs XVI. ungeben, etwa gefälscht sind, wird der„Morning ldvertiser,“ wenn darauf aufmerksam gemacht, geerforschen, sobald er über das Studium der gro exnuue und die Haare waren indeß faßt gänzlich ver; der ganze Körper war nur eine Brandwunde; erst am anderen Morgen um halb 8 Uhr wurde die Unglückliche von ihren furchtbaren Qualen durch den Tod löst. erNeueste Nachrichten. schen der Jastreno. Dr Handelsvertrag zwischei den Zvubereins=Staaten und Italien wird morgen einerseits von Preußen, Bayern, Sachsen und Baden, von Italien andererseits abgeschlossen werden. Misispoi dat ain(; Dez. Die Legstlatur von Mississppi hut ein Gesetz votirt, Kraft dessen alle früheren Gesetze über die Eintreibung von Schulden bis zum Januar 1868 suspendirt werden. Nachrichten aus Matamoras vom 10, Dezember melden, daß Escobedo sich Monterey's bemächtigt hat, waor den it. Franzosen wieder daraus vertrieben Herr Grimadias, Erzpriester von Clermont, ist zum Bischof von Cahors, Herr Becel, Erzpriester von Vanncs, zum Bischof von Nannes, General Fieury zum Groß=Stallmeister des Kaisers und Graf v. St. Marsault zum Ehrenritter der Prinzeß Mathilde ernannt worden. „London, 30. Dez. Das Reutersche Bureau hat Hen und neien Propseten Hinaus in die Geschiche uio uicden au;, Nen=Vort von 16. Hr. Jeunspoüterer prosanen Zeiten vordrinat. an 14. Dgemnuer zum Gowerneur ven Georgien ernannt worden. In seiner Adresse an die gesetzgebende Versammlung erklärte er, daß keine Or position zwischen der Konstitution der VereinigtenStaaten und der Georgiens bestehe. Er lebt das Verhalten der Neger wäyrend des Kriegs und spricht die Meinung aus, daß man ihre Personen und ihr Eigenthum beschützen soll. Man möge sie zur Arbeit grria B Vermischte Nachrichten. Köln, 30. Dezbr. Das Royal Institut of British Architects hat zwei unserer Mitburger, die Herren Appellationsgerichtsrath Dr. A. Reichensperger und Diözesan=Baumeiste Vincenz Statz, beim Schlusse und Ebrenmitgliedieses Jahres zu korrespondirenden dern ernannt. rischen Keöimunzsmusch zu Trier, 29. Dezbr. Vorgestern Nachmittag fund die Beerdigung des Regierungs=Präsidenten, Freiherrn v. Schleimtz Statt. Von Berlin war der Königl. Hausminister, Freiherr v. Schleinitz, von Koblenz in Vertretung des Oder=Präsiventen der Regierungs=Pläsidem, Graf v. Villers, eingetroffen. Außer einem zuhrreichen Geleite aus allen Klassen der Burgerschaft aller Grade und die Geistlichkeit zahlreich zu der Leichenfeier eingesunden. Unsere beiden Hrn. Bischöfe begleiteten den Leichenzug bis an die Basiliku. In der Kirche hielt der Superimendent, Herr Pfarrer Klein die Traueirede. Bei dem Zuge nach dem Friedhofe pielzen adwechselnd zwei Reziments=Musikorpe TrauetPfund im Oktober dieses Jahres). Was die einzel neu Ausfuhrartikel betrifft, so weist Baumwollgarn für Nov. dieses Jahres ein Mehr von 53% in Werth und 60% in Quantität gegen November 1864 auf; Baumwollfabrikate zeigen eine Mehr von 42% in Werth und 39% in Quautitäi. Unter der Rubrik findet sich ein Zunahme von 50%, Messerschmiedwaren 15%, Leinen= und Sezidenfabrikate je 35%, Wollenfabrikate 61%/, Eisen 30% Die Getreide=Einfuhr des Monats Novbr. hielt sich auf dem Dunchschnitksmaße, die wesentlichsten Bezugs## reich, während die Veretagten 2Peuden und Franterten. 26,022 Stück Rindvieh und 123,686 Schafe purdeg engsführt, gegen 21.210 Stück Rindvieh und Kirche hielt 5. 109 Schuft im Novbr. vorigen Jahres. 1 die Treue-gröchung des Ppei kroffnung des Iucierprozesses in Cork vor Gericht der eine(James Montaine) freigesprochen, der andere(John Casey) zu fünfjähriger Zwangsarbeit verurtheilt worden. Wie es heißt, sind die verurtheilten Fenier nur zeitweilig in einem Inländischen Gefängnisse untergebracht; ihr schließlicher Bestimmungs=Ort soll Gibraltar sein.— In Irland Truppenbewegungen vor sich, die Behörden scheinen es für nöthig zu halten, einzelne Lleinexs, Oerter, welche bisher ohne Garnison waren, mnntitaltisch zu besetzen. Um die anderwärts in Folge dessen geschwächten Garnisonen wieder zu verstärken (dies scheint wenigstens der Grund zu sein, denn von wirklichen Ruhestörungen, die zu unterdrücken seien, nach Dubim abegangen. gekommen: seaine Haten fud„ehoert in Lverpool angekommen, feine Daten sind vom 17., enthalten aber keine Nachrichten von Erheblichkeit. schatisgere 1964 dairi.en; 6 st vom 22. Rov. wer srieu umfaßt nur einen kurzen Bogen. aufe eine Saiege Eigenthum des Verstorbenen wurde „ie Valtregune unde 120000 Pfund angegeben. er Sohn, aer sind ernannt seine Wite und zweiRight Hon. William Francis Cowper. vier Legaten von se 100 Guigel seine versöniche Hobe, weiche nach ibren?6 gerannteg.—. J. Cowper übergehen sol. Lectzterer— wäae 533 Lord Palmerston, ohne es zu verlangen— noge, sooald er in Besitz des Erbes trete, die Königl. Erlaubniß zur Führung des Namens Temple als für sich und seine Nachkommen, so wie Familienwappen Temple und Zagen bietet der„Morning Adnächste u dem Jahre„weiches schließen wird, ehe die Zeinen Schezge..omiung Adveriser“ erscheint“ gangenheit, desen, lacheinem Rückblicke aufde Verin weicher es o der Zatunt nigseit braucht um enen Zustant uu au zuführen“— endet er seinen dis Chaos herbei. solgender Wese:„So lauft das 5d deuiet trloo, das 60, nach Trafalgar Juur uach Wowir hinüber in das lang erwartete Jahr 1866 Wir sind steits bestrebt uns politischer P enchalten und werden dies auch jetzt thun. Aber—uch einmal müssen wir darauf hinweisen, daß S in den Tagen Wihelm's und Marias, vor mehr als 1½ Jahrhundert, das Jahr 1794(die) als das Jahr bezeichnete, in dem der König von Frankreich eine große Demüthigung erleiden würde, das Jahr, in dem der Papst Unglück haben u Vömschen Reche Juu iu dem de aus den alten sammenbrechen und sich auflösen oder ermuthigen, und sie würden alsdann eine ausgezeichnete Klasse der Bevölkerung sein und bei ihren früheren Eigenthümern die besten Gönner finden. Nach Vorlesung der Adresse übergab der provisorische Gouverneur dem Gouverneur Jenkins das große Staats. siegel Georgiens, worauf derselbe seinen Eid ablegte und sein Amt als Präsident des Senats und Gouverneur des Staats antrat.— Der Senat der Fenier ist vertagt. Vier Senatoren sind in ihre Heimath zurückgekehrt, der Rest mit dem Präsidenten Roberts erwartet die Ankunft des von Dublin entwichenen Stephens. Sonthampton, 30. Dez. Die Westindische Vost hrinzt die Nachricht, daß die gesetzzebende Verjummtung von Jamaica eine neue Konstitution angenommen hat. Die Lage Chilis hat sich nicht geIn Callao(Peru) ist die Absetzung des Prä# Tagesordnung verordneten. 9. Zer Verhandlung werden kommen: shsteneu afchrung der wieberge. 9 gau der deren Stadverordnern; -. g der St. Jakobs Kirche; 3. Aliguement an dem Rundplatze vor 4. Verlegung eines Weges; 5. Gesuch eines Paubay=Interessenten um Verlegung seiner Konzession; 6. Nachtredit für öffentliche Arbeiten: 7. Prüfung des Armen=Etats pro 1866; 8. Fuurgs auf Anmiethung eines Kelers; J. Anmiethung eines Zimmers zu Schulzwecken; Thurnegz Schieserbedekung des MartI1. Legegeturen an dem Försterhans zu Linxne12. Supprimirung eines Theils der Horngasse resp. Prasterung und Veleuchtung derselben; 13. Trnurung der gemeinderäthlichen Comite's. Sodann wird eine geheime Sitzung Stat finden. Aachen, den 30. Dezember 1865. Der Ober=Bürgermeister, Soben. Eivilstand der Stadt Nachen. meiste.— Ail. Leseune, Rar=Jast.— Merie Hait du, bering Josepd, Weller, Kleintölnstr. sich Gorges, 13., Alerianetgr.— Twp er VanerPansktreße. Rostraße.— Anton Rot, 1 Mona, Am 31. Dez. Karl Wilh. Langensieren zu.=Glad bach, mit Friederika Höchlec, Hochstraße. 40.— Heinrich Jos. Peters, Kuhgasse 1, mit Maria Hermens, Wirits57, mit Maria Antonia Isabella Pfelser, zu Herzogendusch.— Coristian Bernard Bruders, Johanna Maria Josepha Emonte, vor Marichiertdor.— Chiistian Jos. Vonverbank, Franzstr. 54, mit Gertrud wie Gald hes eioe.— Jod. Jos. Erienne, ze Oberbült, mi Giss. Reß, zu Forst.— Peter Hoymarn, zu Griethausen, mit Kath Gerirud Birrekoven, Aexanderstr.— Heigich Schmitz, zu Köla, mit Rosa Huberins Bouiene, ria Felser, Jeiautenstr. 11.—. Jod. Jos. Gageler, zu Köln, mit Maria Aanes Pennartz, diertelbst.— Hubert 8: 2Peaich geit. 27. mit Sophie Reamaan, deaselbs Maria Aatb. Schiag av; Pelauzay, Gestom 31. uu e eue, See, Jacbtr. 43. Pettoun 31. — Civilst ind der Stadt Burtscheid. Geburten. Am 27. Dez. Jod. Heinrich Stephan Marie gg ueugente. 7. Neuts uu14 e 30•. Jos. Roverburg, Haupistr. 12. de, Thranrn, I. P e al. Peresf auf die Stele Geldkurs. Aachen, 1. Januar 1866. Briese. Geld. Ausl. Pis.—.—.— Nap.='or—.—. Holl. 10 Fl.—.—.— Liv. Sterl. Imperials.— Goldkron.—.— 5Frkstücke—.—.— Holl. Buk. pr. Fl. .16, 5,12.— .16, 6 .22.— .16.— .10, 5 „Tuce. Gl. 1,17.— Düsseldorf, 30. Dezbr. In der heutigen Sitzung des Königl. Lundgerichts wurde das Urtheil in der so e ce bese eege. Der uandh unge ene eane für die Stadt Dusseldorf. Sinzig und Comp. sind nicht berechtigt, nach der September 1866 die Gusveleuchtung für StroßenflimStraßen und Plätzen zu entfernen. Die Klägerin legt gegen dieses Urtheil Berufung ein. Siegburg, 29. Dezdr. Herr Dr. Besser hiersell hat in zwei vom Herrn Kreisphysikus Dr. Brühl ihm communicirten Präparaten von Muskelbündelchen, die Herr Dr. Uerdingen zu Honnef einer am 6 mänglichen Leiche entaahm, reichliche Trichinen in aufgeroliem Zustande konstotiren mmens von sidenten Corsico erklart und Prado als Diktator proklamirt worden. Man sagt, der Letztere werde die Regierung in die Händen Castello's legen. Am 31. Dez. Cdristian Bruders von dier. Pa#Madeid, 30. Dg. Der„Epea= pteage wid Bidz. Voanga. enbeng Seuund uns durz“ Am J. Bez. Katy. Bülles, Hauptstr. 96. „ Heete=Antgugn um 31. Bez. Christian Bruders nen bier 8 Lucaten Frz. Kthlr. Brb. Kribl. Amer. Dll. Engl. Bnk.—.—— Gr. ausld. Kass.=Anw. Kl. dito. Ensabeth Vonz von Gre„Shristion Jos. Vanderbank von hier, Gertend Roosen Sterbefälle. Nn 28. Zeiener. Lia tovigeb. Mädchen. Haupitr. 30.“ Jda Bubering Rehelenz, 18 Ronate, Hanpiste. 11.“ Veier Wih. Angust a Vtahant, 23 N. 1,16,10 .16.— 1,11. 6 .22, 6 9 7— 99½ K öln, 30. Dezember. Amsterdam 250 Fl.... idem Briefe. Geld. bis jetzt der erste Fall des Vorkor Trichiniasis im Rheinlande. Altona, 28. Dezbr Das Altonaer Postamt ist uss Hog., Se gziste betrafsen worden. uhr Morgens zum Bahnhofe abgeunterwegs einer graben Be bende Postoagen verler Autetwrge einten grogen Postveutel, gemarkt:„Aliona nach Kiel F. P.(Fahrpost), uit asr ais 12a0 Di. Dan u— Gurach), Wiener„Prese, gschah in der Enzelgase Wieden ein Ereigniß, das einen erschütternden Beitrag Augsburg 150 Fl. Antwerpen 300 Fr Brussel Berlin 100 Thlr idem Bremen 100 Thlr. L. Frankfurt 100 Fl. idem Hamburg 300 Mt. idem London 1 L. St 2 M. Karzie 100 Thlr.. 2 M. 300 Fr k. S. Wien 150 Fl. W........ k. S. k. S. 2 M. k. S. k. S. k. S. k. S. 2 M. k. S. k. S. 2 M. k. S. 2 M. 1427 141¾ 85¼. 81 1/19 81 1/16 110½ 85%6 85 ¾0 152¾0 151 6 22 81 7/18 80 ¼/0 142% 140¾ 85 ¼0 81 81 99¾ 98¾ 110 85 5/10 84 1/10 151 7/ 150¼ 6 22½ 98% 81 80% 10. das Haus eines Schauspileas d; veicher Geund ie ur vergeshone Kadte uitciaen Salc, es hse Hörder 60., 133(B. 91¼., 90%., vo. Luxemd. 78., Oester: — Stimmung fester. 4cung Auf Grund des dem Staate nach§ 16 des mit dem 4. März 1850 Allerhöchst bestätigten Gersshe Kändigungerechiet, ie wie in serzseichne dieses Rchies den uu„grich, ken Ministern der Finanzen und für Handel, Gewerde und öffentliche Arbeiten unter dem 14. Juni dieses Jahres ertheilten Allerhöchsten werden sämmtliche Aktien der Aachen=Düsseldorfer und seaschasft zur Rächeslane. am 2. Jonuur 19gg u deis bellen Rominsl=Werthes Gann 1866 hiermit dergestalt gekündigt, daß Son. estgsepachten Zeitpunkte ab eine Theilnahme derfeiven un dem Reinertrage der betreffenden EisenbahnUnternehmungen nicht mehr Statt sindet. Die Rückzuglung erfolgt gegen Aushändigung der Aktien nebst ###.##u gehöcgen Zins Coupons und DividendenZinsen und Dividenden vom 1. Jasc hiereice. Mätichen ase wie dei der Hauplisse der VergscIn Vensw. 1153, V. 5133,., Veodeger 35., Mitian. veadtan ze Ctersch. Der Venag ur Gisgeüben. 45 Ob, Sipran 1097, G. Schafse, uist Vrülchgeschuen Cerront der die Zuien . 1337, Vr, Verl., Handesg, 11!., Larast. ves 9. auuu 1666 ad wird bei der do. Zeitel 110•4., 101¼., er. Kred. 71½., Genfer 36 G. Bershehbeid e. Kapitals von diesem in Abzug gebracht werden. — Die Nummern der nicht zur Einlösung präsentirten ktien werden 10 Jahre hintereinander Behufs Empfangnahme der Zahlung jährlich öffentlich aufgerufen. Diejenigen Aktien, welche nicht innerhalb eines Jahres nach dem letzten öffentlichen Aufrufe zur Einlösung vorgezeigt werden, sind werthlos. Sehue Zinlsuns der Atien kong auch bereits ver bisse Sahres ab ben tit und ipur von 1. Suli Jahres un ver den genannten Kassen bewirkt Denjenigen Aktionairen gegenüber, welche hiervon Gebrauch machen und ihre Aktien bis längstens zum 31. Dezember d. J. zur Einlösung prösentiren, wird auf die Einlieferung des Dividendenscheines pro 1865 Der Coupon über die Zinsen für das II. Semester 1865 ist in diesem Falle mit zurückzugeben, wogegen dem Aktionair die Zinsen vom 1. Juli d. J. ab bis zum Zahlungstage mit 3½ pCt. auf das Jahr vergütet werden. Berlin, 23. Juni 1865. Der Finanz=Minister: #n Set von Der Arinister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten: gez. Graf von Itzenplitz. Cyelus populär=wissenschaftlicher Vorträge zum Vortheil der Marien=Votivkirche. Herr Kanonikus Dr. Bock wird am Donnerstag, 11. Januar, Abends 7 Uhr, im Saale der neuen Redoute die angekündigte Vorlesung halten über das Thema: „Das Aachener Münster in seiner ehemaligen baulichen Entstellung und seiner neuesten Wieun derherstellung. Eintrittskarten für Nicht=Abonnenten zu 10 Sgr. können Abends an der Kasse gelöst werden. Der Vorstund des Kirchenbau=Vereins. 1. bis 9. 10. bis 15. 16. bis 24. 25. bis 31. 6¾ Uhr Mitternscht. 6½8 ½ 6½ Sämmtliche Straßen=Laternen müssen spätestens 15 Minuten nach dem für den Anfang der Beleuchtung festgesetzten Zeitpunkte mit vollen Flammen brennen. Stadt=Bauamt. Loskaufung vom Visitenkarten=Austausche am Neujahrstage 1866 betreffend. Zu Gunsten des Stiftungs=Fonds des Vincenz= Spitals sind weitere Schenkungen von je 1 Thaler gemacht worden. Dr. Straeter, Advokat=Anwalt Jos. Lingens. Aachen, den 31. Dezember 1865. 26. Behufs Abkauf der Neujahrsbesuche ist dem evangelischen Frauen=Verein zugegangen: Von Fräulein Amalie Morrath....... Thlr. 1 Von Fräulein Karoline Morrath......„ 1 Von Herrn Hauptmann v. Quart....„ 1 Von Herrn Mojor Mettler..........„ 1 Von Frau Major Mettler.... 1 Nachener Montag, den 1. Januar, Abends punkt 8 Uhr, großr Ernerat Versammung im neu dekorirten Florres=Pallaste. Penn. Montag, den 1. Jonuar, findet in den neu dekorirten Räumen des St. Martin die erste humoristische Sitzung Statt. Anfang präzise 8 Uhr. Nichtmitglieder haben keinen Zutritt. 9. Der Vorstand. Nachen=Mastrichter Eisenbahn=Gesellschaft. Wir beabsichtigen, dem Mindestfordernden die Lieferung von 15,000 Stück eichenen Querschwellen, im Ganzen oder theilweise, zu übertragen und ersuchen hierauf reflektirende Lieferanten, die Bedingungen auf den Stationen Aachen, Valkenburg, Mastricht, Münsterbilsen, Hasselt, St. Trond oder Landen einzusehen und ihre Offerten schriftlich und versiegelt mit der Bezeichnung:„Querschwellen pro 18660 bis zum 20. Januar k. J. an uns einzureichen. Aachen, den 30. Dezember 1865. 27. Die Direktion. Gerichtlicher Verkauf. Am Dienstag, den 2. Januar 1866, Vermittags 11 Uhr, sollen durch den unterzeichneten Gerichtsvollzieher mehrere Hausmobilien, als: 1 Tisch, Stühle, Glaskasten, Bettladen, Waschtisch, 1 großer Spiegel und andere Gegenstände auf dem Markte zu Anchen gegen gleichbaare Zahlung dem Meist= und Letztbietenden zugeschlagen werden. Annonce. 5. Einem Platz=Agenten, welcher mit Kolonialund Material=Waaren=Handlungen verkehrt, kann ein Verbr.=Artikel, ohne Muster, gegen gute Provision beigegeben werden. Näheres bei der Exped. d. Vergisch Märrische Eisenbahn. Cgupagen, Theren, Gitern ze. ein neuer Tarf als Nachtrag zu dem füir die Vrzschest, Gerich, stehenden Tarif vom 1. Juni 1863 in Kraft, welcher umfaßt. rtsche Bahn be. 1. die reglementarischen Tarifbestimmungen für die gesammten Bergisch=Märkischen Bahnstrecke wie den rechtsrheinischen Stationen via Düsseldorf. Statonen uner sch und in Verbutung Hamm, Voenen und Harst kommen sedoch erst mit dem Tage der Veretds=Lröfne u der Siu Unna=Hamm resp. dem Tage der Eröffnung der Güterstation Hardt D. e0 uu er Zwegtahn eroigen wrd— zur Anwendung und bleiben bis dahimn suspendirt. er esonderr Velauntmachzung pro Exenplar auf sämmtlchen Güter Erpeditionen zu kausen. Preise von 3 Sor. Ge der Kasen 2.—. S sgenge der beseh Joheoi; die ae denschen Tarsen anshansenen iu uezen usenerachun der Fachgoslerz ferner die Ausnahme=Tarife B für Kaltsteine und D für Steinsalz, sowie der D 2 der gebühren beim Gütervertchr; tsteine und D füir Steinsatz, sowie der Cari u. Rebenc, der Lokal=Tarif für die Aachen=Düsseldorf=Ruhrorter Eisenbahn vom 1. März 1862 nehst den de erlassenen zujätlichen Besimmungen und Nachträgen;: P64 99“ die in dem Rheinisch=Thuringischen Verbands=Güter=Tarife vom 1. Zer. Slgut= und der(Vormat) Kasse I für den Vertchr zwuschen den Statanen dr. V, isek. eter und Vergsch=Märtschen Bahnz. den uuu ut dagen=Luete e. desgleichen die in dem Tarife fur die Beförderung von Personen= und Reisegepäck im Rheinisch=Thüringischen Verbande vom 1. Dezember c. enthaltenen Fahrpreise und Frachtsätze für den Verkehr emi aun Schechen Leshen beeeetschen Bahn. iammich in grat., Verband=Tarise für die Nachen=Dissldor=Ruhrorter Bahn bis auf Weiteres Giuchateit haoben B. Wärtischen Bahnstrecten (12) Königliche Eisenbahn=Direktion. mit dem 31. Dezember dieses Jahres: die den Talisen für den Personen= und Guterverkehr auf der Bergisch=Märkischen Bahn####### regiementarischen Bestimmungen vom Mai 1863 und Juli 1864 nebst den dazu erlassenen Bestimmungen, insbesondere auch mit dem hiäherigen gytassenen zusäitzichen Die Lieferung von circa 214,500 Dachschiefer zum Boge Sssck uun gn..... vie 990 30,00 Sinn zum Bau des dazu gehörigen Laboratoriums soll im Wege der öffentlichen Submission verdungen werden. Die darauf bezüglichen Submissiens= bedingungen liegen auf dem Baubureau zur Einsicht offen, können jedoch auch auf schriftliches Gesuch gegen Erstattung der Kopialgebühren in Abschrift mitgerheilt Unternehmungslustige werden ersucht, ihre Offerten der Austziz zu 15. Jomar 1866 auf ten Stat Ruden vir. Aachen, den 29. Dezember 1865. Der Boumeisser, 1, Peauor beginnt ein neues Quatal in Donnerstag, den 4. Januar: Erste Uebung Klavier=Vorträgen von Schülern der Unterzeichneten im kleinen Bernarts'schen Soale. Robert Pflughaupt und Frau, Schildstraße 9. Englische Austern, Kaviar, Pasteten, Poulardes du Mans, Enten, Rebhöcke, Hasen, frische Trüffeln, Morcheln, Champignons, Kapern, Erbsen, Blumenkohl, füße Apfelsinen, 12 Stück 10 Sgr., Cinonen, 9 Sgr., Ananas, Pomeranzen, Hummern, Seekrebse, von 10 bis 15 Sgr. bis 2 Tvir. per Stück, frischen Rhein Salm, Kabeljau, Schellsische, Seemage de Brie, Neuschateler, Purmesan, Chester und grünen Reibkäse, so wie alle feinen Kompots empfiehlt Sohann Kremer, 25. Hartmannstraße Nro. 16 4esscn. Haesheng uad uit ur.. Stienbahn. an Stele der bieherigen Königsichen Direkion der Aacden=Dissikdors=Rahrorter Eisd aou. stichen Bumz Hie ge gie. ege e eie der Aomcktung in Vetzautel heist.u Bestea, Buge en Stane und woer: eisgung des Behor und Trautzen=Denieh ueben der Centrol.=Veroilung besehan. shinenmester Dehust zu Cieseld für den Wertsiäten= und Meshigendienst. verbleiben in ihrer Wirksamkeit und sind daher Beschwerden und Anfragen in Be Dienstzweige, soweit sie die linkerheinischen Strecken der Verzisch Märtischen Bahn beiteff.... stellen anzubringen. gen Mlessen, bei diesen DienstElberfeld, den 29. Dezember 1865. Königliche Eisenbahn=Direktion. Hamburg=Amerikanische Packetfahrt=Aktien=Gesellschaft. Direkte Post=Dampfschifffahrt zwischen Eisenbahnfahrten nach Amsterdam 7* 8 M..90* N. Berlin 7° 8, 11.20., 7„**, 10.00" Ab. Bremen*, 8.,.**, 10.* Ab. Cassel 7“.40, 8, 11.1.., 2 N. Dortmund 7* 8, 11.30., 4.,.*%, 10.20 A Brssden 7. 8 A. Ta“, 10.— Ab. wursburg“, 8, 11.20.,.40“ 4.,.## 10.* Düssldf. 7·,8, 1I.. N. I.%, 4., 7.*%,., 10• A Elberfeid 8, 11.10.,.“, 4., 7 44, 8 i W. Emmerich“, 8., 1..,#“ Ab. Frankfurt.40, 10.02.,., N. Giessen.19, 10 50., 2,.4; N. Hamm“, 8, 11.2.., 4.,.* 10.0*#0 Hamburg 7*.,.““, 10.38“ Ab. Harburg 7*.,.**, 10.50* Ab. Leipzig“, 8., 2.,.*, 10.50“ Ab Lübeck..**, 10.90" Ab Minden*, 8, 11.20.,.*, 10.00* Ab. Oberhausen“, 8, 11.10.,.40%, 4.,.### 1. 8 Rotterdam“, 8.,.80 N. Ruhrort*, 8, 11.20., 4.,.5“ Ab Siegen.40, 10.30., 2,.; N. Wesel*, 8.,.,* 4.,.** Ab. Wetzlar.40, 10.90., 2,.; N. * bedeutet Schnellzug und Eilzug,** Courlerzug s36., Eüee fahren vom Centralbahnhofe in Köls ab und narten in Deutz nicht as. Alle übrigen Züge fahren von Deuts ab. Wbigen B4ge 4. Jurne ul und — Bert nach erentuell Southampton anlaufend, vermittelst der Post=Dampfschiffe Germania, Capt. Ehlers, am 6. Jan. 1866. Saxonia, Copt. Meier, am 10. Auf. Methode Toussaint-Langenscheidt. Bavaria, Allemannia, Teutonia, Englisch Brieflicher Sprach- u. Sprech-Unterricht für das Selbststudium Erwachsener. (Empfohlen von der Redaction dieser Zeitung 1862 Nro. 99.) von Dr. C van Dalen, Prosesssor Henry Lloyd u.„ Literat G Langenscheidt.: Französisch Wöchentlich 1 Lection à 5 Sgr. Complete Course 5½ Thlr. Corsus 1 u. II. zusammen auf einmal statt 11½ nur 9 Thaler. „Dieser Unterricht erseist in jeder Hinsicht einen guten Lehrer.“ (Allgem. Darmstädter Schnlzeit.) „Etwas Besseres und Praktischeres gibt es gewiss nicht.“ (Pros. Dr. Koch an der Universität Perlin.) „In(Darstellung) der Aussprache haben die Verfasser bis Jetst Unübertroffenes geleistet.“(Oestr. pädagog. Wochenbl.) „Diese Unterrichtsbriefe vordienen die Empfehlung vollständig, welche ihnen von Prof. Dr. Herrig, Dr. Schmits, Seminar-Direktor Diesterweg, Direktor Dr. Vichoff und anderen Autoritäten geworden ist.“(Allg. Deutsche Cehrerzeitg.) „Wer durch Selbst Unterricht sich ernstlich fördern will,— dem kann Ref. nichts Vortrefflicheres als diese Briefe empfehlen“ (Perliner Plätter s. Schule u. Erziehung.) Brief 1 jeder Sprache als Probe nebst Prospect a 5 Sgr. zu beziehen durch jede Buchhandl., so wie von G. Langenscheidt In Berlin, Hallesche Strasse 1. Vorräthig bei J. A. MAYER in Aachen(.) Caube, am 20. Jan. 1866. Crantmann, am 3. Februar 1866. am 17. Februar 1866. Borussia, 3. März 1866. Schwensen, am 17. März 1866. Aachen-Nastrichter Eisenbahn. Abfahrt von Aachen Mastricht und Lüttich 630 Mgs. 1030 Mas. 30 Nachm., 7 Abends. Psgn. 6 Migs, 100 Mga, Paris 1050 Mgs. Brüssel und Antwerpen via Landen 1050 Mas. 340 Nachm.%5r= Aurtgegrepgie Hssel=Aerschot 6“ Mgs. 10° Mg., Rotterdam u. Amsterdam 630 Mgs. u. 1050 Mgs. Ostende und Loncon 1050 Mgs. 17. Ceiite Pr. Et. Thlr. 150, zweite Ccjite Pr. Et. Thlr. 110, ZwischenSchiffsmatler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hambi 8. In Köln bei der Happt=Agentur: Herm. Lindemann. Agentengesuch. Eine renommirte Versicherungs=Bank sucht unter sehr günstigen Bedieinen thätigen Agenten für Nachen. Adresse sub B. 500 poste restante Mainz einzusenden. Wichtig für Bruchleidende! 15. Kastengehuse und Stellnachergselen werden Wer sich von der überraschenden Wirksamkeit des berühmten Bruchheilmittels von dem Brucharzt KrüsiAltherr in Gais, Kanton Appenzell in der Schweiz überzeugen will, kann bei der Expedition dieses Blattes ein Schriftchen mit vielen hundert Zeuanissen in Empfang nehmen. 11. Wohnung gesucht. 14. Eine Wohnung von—8 Räumen oderein kleineres Haus im neuen Stadttheile pro 1. März 1866 zu miethen gesucht. Offerten sub B. Nr. 6302 nebst Preis=Angabe bei der Expedition abzugeben. Sandkaulstraße Nro. 41. 22. Zu vermiethen und gleich zu beziehen: dos hergestellte Hôtel Café restaurant de la Station de Londoz rue Gretri in Lüttich, grade der EisenbohnStation gegenüber. „.Zöbr, Lebe Fes. 3000. Nähere Austunst hosl us Garse in aulich. 0 19. Ein mit guten Zeugnissen versehenes Küchenmadchen wird gesucht. Von wem, sogt die Experition. Es, Jucht Jemand einen Milleser der Auchener 18. Zeitung, feive kann immer Tags vorher gelesen Wer, sogt die Expedition. Rheinische Eisenbahn. Abfahrt nach Köln:.2, 7,*).3*) Vm., 12.“ .“,.90 0).*) Nm. „„ Verviers: 12.5 Nachis,.2,.10 11 Vm.,.%,.4,.35 Nm. „„ Eupen:.2,.“, 11 Vm.,.“ 3# .2 Nm.:*= „ von Cupen:.2, 11. Vm.,.15 ztg# .50 Nm. „„ Euskirchen.“,.“ Vm., 12.“, 5,..2Nm. *) Mit Ans luß nach Euskirchen und Mechernich.(16) Nachrart Bladl-Thraltt. Montag, den 1. Januar 1866. 11. Vorstellung im 4. Abonnement. Prolog, Herr Paddermann in Aachen. Humoristischer Neujahrsgruß von A. Freytag. Hierauf: Zum ersten Male: Klein Geld. Posse mit Gesang und Tanz in 3 Akten und 6 Bildern von Emil Pohl, Musik von A. Conradi,