Erscheint mit Erlaubnis der britischen militärischen Behörden. Bezugspreis: M 1,50 einschließlich einer Beilage. Post bezug s4 Pf monatl. mehr. Hauptgeschäftsst.: Domstr. 6. Fernruf A 4812,A 7777 u. A8714. Redaktion: Marzellenstr. 37. Fernruf: A6920—6929. Zweigstelle: Breitestr. 85. Fernruf: A 6636. Offizielles Organ der Ventrumspartei. Kölner Local=Anzeiger. General=Anzeiger für die rheinische Hauptstadt und Fremdenblatt Anzeigenpreis: Die einsp. Kol=Zeile 31 mm br) 35 Pf. dritte und letzte Seite 10 Pf. Platzvorschrift 10 Proz. Zuschlag. Reklamepreis: Die 6; unm br Kol.=Zeile.50, zweite Seite M. 1 70. Platzvorschrikt 10 Proz. Zuschlag. Offertengebühr 25 Pf söln, Donnerstag, 12. Juni 1919 Erster Jahrgang Um den Frieden. Vor der Antwort. Paris, 11. Juni. Man hofft, die Antwort auf die deutschen Gegenvorschläge am 13. Juni überreichen zu können. Die Antwort der Alliierten an Deutschland wird voraussichtlich endgultiger Natur sein. Den Deutschen wird keine Gelegenheit zu Diskussionen mehr gegeben. Die deutsche Delegation wird eine Frist von höchstens acht Tagen erhalten, um nach Berlin zu fahren, sich mit der Regierung zu besprechen und sodann die Antzwort bekanntzugeben. Versailles, 11. Juni.(Drohtb.) Aus der heutigen Pariser Presse und den Poriser Ausgaben amerikanischer Blätter geht hervor, daß mit Anderungen des Friedensvertrages gerechnet werden kann. Es läßt sich jedoch nicht herauslesen, ob die vorzuschlagenden Anderungen so wesentlich sind, daß deutscherseits die Unterzeichnung des Friedensvertrages vorgenommen werden kann. Aus ctwas ubwweichenden Berichten erkennt man, dass einige Ausschüsse, die mit der Prüfung der deutschen Gegenvorschläge beauftragt sind, ihre Untersuchungen noch nicht beendet haben, so daß der Viererrat über die hauptsächlichsten Fragen noch keine endgiltigen Beschlüsse fassen konnte. Nach Chicago Tribune scheint man hinsichtlichlich Oberschlesiens geneigt zu sein, die Bedingungen umzuändern. Angeblich will man uns an der Koblenproduktion beteiligen lassen, und die Wahlkreise, die polnisch für den Reichstag wahlten, zu Polen schlagen, die deutschgesinnt wühlten sollen; über die Zugehérigkeit seibst entscheiden. Das deutsche Weißbuch. Berlin, 11. Juni.(Drahth.) Das heute erschienene Weißbuch enthält die Rede des Grofen Brockdortf-Rantzau von 7. Mai, den Versalller Notenwechsel vom 13. und 24. Mai, den Bericht der Kommmission der allüertei und assoziierten Regierungen für die Feststellung der Verantwortlichkeit und Urheber des Krieges und die aufzuerlegende Strafe sowie die Bemerkungen der deutschen unabhängigen Kommission, die diesen Bericht mit der Begleitnote des Grafen BrockdorffRantzau vom 28. Moi bearbeitete. Diesem Aktenstück sind eine Reihe von Anlagen beigefügt, die sich auf die deutsche und russische Mobilmachung, auf die französische Mobilmachung, auf Grenzverletzungen, auf deutsche militärische Maßnahmen im Osten vor Bekanntwerden der allgemeinen russischen Mobilmachung auf den angeblichen Kronrat in Potsdam auf Serbiens Stellung zum Verbande, insbesondere zu Rußland, auf den Balkanbund und die Balkankriege von 1912, auf die Angelegenheit Liman von Sanders in Rußland und die Türkei im Jahre 1914 beziehen, außerdem veröffentlicht das Weißbuch den Wortlaut des Schreibens des Generalstabschefs von Moltke an den Staatssekretär des Auswärtigen vom 18. Dezember 1914, in dem Moltke den Inhalt einer Unterredung mit dem Könige der Belgier wiedergibt. Der Achtstundentag in Frankreich Versailles. 10.Juni.(Drahtb.) Die Pariser Abendblätter melden, daß die Kammer gestern vormittag alle Artikel der Gesetzesvorlage über Einführung des Achtstundentages in den Bergwerken vom 16. Juni an mit großer Stimmenmehrheit annahm. Als die Kammer die Vorlage annehmen wollte, erklärte Loucheur, daß darin die Einund Ausfahrt und Mittagspause einbegriffen sei und deshalb die tatsächliche Arbeitszeit nur 7¼ Stunde betrage und in der Folge ein ungeheurer Ausfall enlstehen würde. Die Regierung sei nicht in der Lage, die Vorlage anzunehmen und bitte, die Vorise an den Ausschuf zurückzuverweisen und eine zweite Lesung vornenmen zulssen. Nach langer Debatte, an der die sozialistischen Deputierten und der Vorsitzende des zustäneigen Ausschusses dem Antrage Loucheurs begegneten, beschloß die Kummer mit 351 gegen 133 Stimmen für morgen die zweite Lesung anzusetzen. Ausweisungen in Höchst a. M. Frankturt a..,.Juni. Der französische Militärverwalter in Höchst a. M. beurlaubte den Londrat Dr. Klauser, den Oberbürgermeister Dr. Jahnke und den Beigeordneten Hoog auf unbestimmte Zeit urd wies diese Herren an, Höchst innerhalb 48 Stunden zu verlassen. Landrat Dr. Klauser nahm diesen Befehl nicht an, sondern erklarte, daß er preußischer Beunser sei und nur den Befehlen seiner vorgesetzten preußischen Behörde nachkommen werde. England und der Vatikan. Rom. 11 Juni. Tempo glaubt zu wissen, daß es dem außerordentlichen Gesandten der britischen Regierung beim Heiligen Stuhle, Grafen Desulis, gelungen sei, den Vatikan zu bestimmen, endgäitig regelmäßige diplomatische Beziehungen mit England aufzunehmen. Seit der Regierung Heinrich VIII. sind diese Beziehungen abgebrochen worden. Heftige Artilleriekämpfe vor Kronstadt. Kopenhagen, 10.Juni.(Drdhtb.) Agence Havas meldet offiziell aus Helsingfors: In einer Länge von 70 Kilometern tobt auf der ganzen Front zwischen den Weißen Garden und den Bolschervisten der Kampf. Artilleriekämpfe sind vor Kronstadt entbrannt. Die Festung wurde zweimal mit schweren finnischen Geschützen beschossen und brennt an mehreren Stellen. Bolschewistische Batterien erwidern das Feuer. Kriegsgedenkstätten. Paris. 11.Juni. Während der Wiederaufbau der 380 Meilen langen Schlachtfront in Frankreich seinen Fortgang nimmt, hat eine besonders von der französischen Regierung ernannte Kommission eine Anzuhl berühmter Kampfstätten ausgesucht, die in ihrem gegenwärtigen Zustand als Gedenkstätten an den Krieg erhalten bleiben sollen. Auf der Front von La Bassée bis zum Oberelsaß werden ungefähr 140 Gelände erhniten bleiben, darunter mehrere Forts von Verdun und die Unterstände der bewaldeten Vogesenhöhen. Im früheren englischen Frontabschnitt bleiben erhalten: Die Butte von Warlencourt, die Ruinen von Bapaume, einige der zerstörten Denkmäler Peronne’s, verschiedene Schlösser und Güter, wie das Schloß von Thiepval, der unterirdische Irrgang von Combles, der TankFriedhof in Pozieres, Höhe 80 bei Givenchy, das Schlachtfeld von Givenchy und von Loos usw. Erhöhung der Richtpreise. Essen. 12. Juni.(Drahtb.) Die gestrige Zechenbesitzer-Versammlung des Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikats beschloß, die Richtpreise für die Zcit vom 16. Juni bis Ende Juli im allgemeinen um weitere 10 M. für Kohlen und um weitere 15 M. pro Tonne für Koks zu erhöhen. Für Nußkohlen beträgt die Preiserhöhung 11 M. und für minderwertige Brennstoffe wie Schlammkohle, Koks, Grus usw..50 M. pro Tonne. Der Preis für Brechkoks—III erhöht sich um 18., für Briketts unter Berücksichtigung einer neuen Erhöhung des Pechpreises um 11,75 M. pro Tonne. Zwangsbewirtschaftung des Hafers aufgehoben. Berlin. 12.Juni. Wie wie hören, hat das Reichsernährungsamt die Zwangsbewirtschoftung des Hafers autgehoben; dagegen soll Gerste vorläufig weiter beivirtschaftet werden, wenigstens bis die Ernte überschaut werden kann. Alles um Leviné! Berlin, 12.Juni. Wie die Abendblätter melden, sandte der bayrische Ministerpräsident Hoffmann aus der Schweiz ein dringendes Telegramm an das Ministerium, worin er sich der Vollstreckung des Todesurteils an Leviné energisch widersetzte. Das Telegramm kam zu spät an. In einem weiteren Telegramm wandte sich Hoffmann an die Münchener Unabhängigen und machte ihnen von seinen Bemühungen Mitteilung und sprach sein Bedauern über die sofortige Vollstreckung des Todesurteils aus. Geisterzug der Genossen. Die Warnung der christlichen Gewerkschaften vor einem neuen politischen Generalstreik, die wir gestern veröffentlichten, veranlaßt das Arbeitersekretariat der demokratischen Gewerkschaften zu d Klage wegen verleumderischer Belei digung angestrengt hat. Berlin, 10. Juni: Die gegenwärtigen nebenamtlichen Kreisschulinspektoren, die nicht Fachleute sind, werden vom I. Oktober an von ihren Dienstobliegenheiten entbunden. Berlin, 10. Juni. ] In Berlin sind Nachrichten aus Schleswig eingeldufen, daß dort ein früherer Reichstagsabgeordneter den Versuch macht, eine Republik Schleswig auszurufen. Berlin. 1I.Juni.(Drohtb.) : Die Tugung der Notionalversammlung. sorial- die sich voraussichtlich unmittelbar an den fit- Isorialdemokratischen Parteitag ansch ießfen htwird, wird jetet zum Sonntag oder Montag teilung, ein solcher Streik sei geplani gewesen und die Wornung der verwartet, soruld eine Antwort des Viererrats christlichen Gewverkschaften sei lediglich auf eingegangen ist. die Befürchtung zurückzuführen, iie Sozial-1 berlin, 1I.Juni. Für den Tag der Beidemokraten möchten die Erlaubnis der Isetzung Rosa Luxemburgs hat der BerBriten, am gestrigen Tage Kundgebungen###mner Vollzugsrat davon abgesehen einen neuen zur Rheinischen Frage zu veranstalten, zu[Proteststreik zu proklamieren. 10.Juni. Herr v. Batocki jabe des Vorwärts, wonach preußischer Oberpräsident politischen Zwecken ausnutzen. Ein soiches Deinenti ist uns bisher noch nicht vorgekommen. Ein Streik ist nicht geplant gewesen, aber man läßt sich die Erlaubnis geben, am Mittwoch auf die Straße zu genen, Wahrscheinlich sollten nur die Geister der Genossen an dem geplanten Demonstrationszug teilnehmen, indes ihre Körper runig in der Fabrik und Werkstatt blieben. Oder sollte man, wir wagen es kuum auszusprechen, die für die Erlaubnis zuständigen Behörden haben soppen wollen, indem man nach erhaltener Genehmigung etscht: Böse Kinder wvollen nicht?! Eine andere Deutung läßt das Dementi nicht zu. Die Rheinische Zeitung, die es doch wissen könnte, ist auch klug genug, mit keinem Worte die Tatsache zu bestreiten, daß für gestern ein Demonstrationsstreik beabsichtigt ivar. Mit vielen selbstbewußten Worten über „nerröse Politiker“ sucht sie den Rückzug zu decken, gelhaft gelingt. was ihr aber nur sehr nnKleine Nachrichten. Berlin. 9. Juni. Durch ein Versehen wurde der Gesetzentvrurf über den Staatsgerientsnof vom 7. Juni in der früher schon veröfientlichten Fassung anstatt in der nummehr in Ubereinstimmung mit der Reichsregierung und mit dem Staatendusschuß festgesteliten Form verbreitet. Der jetzt geltende, der Nationalversammlung zugegangene Ent #urr enthalt nicht die Bestimmungen über die Rechtsioige einer Verurteilung durch den Staatsgerichtshof, sondern beschrünkt diesen vielmehr auf des Feststellungsurteil. Berlin, 10. Juni. Der Beschluß des Staatsministeriums, zu Regierungs1präsidenten in Köln und in Trier den Gcheimrat Brugger und den Oberregierungsrat Fuchs, kann erst durchgeführt werden, wenn die Einreiseerlaubnis in das beselzte Gebiet für die beiden Herren erwwirkt ist. Dann wird auch die weitere Entschließung des Staatsministeriums sich ausführen lussen, dem Regierungspräsidenten Dr. Kruse in Düsseldorf den von ihm erwünschten Ruhestand zu gewähren und cls 1:, 5 seinen Nachfolger den Regierungspräsidenten Dr. Momm in Trier nach Lüsseldorf zu verseizen. Berlin. 10.Juni. Das Verbot der Deutschen Zeitung ist aufgehoben. Berlin. 10.Juni. Das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung teilt mit, daß die Nachricht, daß besonders begabte Militäranwärter ohne Ablegung der vorgeschriebenen Prüfungen Volksschullehrer werden könnten, nicht den Tatsachen entspricht. Berlin, 10.Juni. Heute vormittag gegen 1! Uhr brach in den Daimlerwerken in Berlin-Marienfelde Großfeuer aus, das die umfangreichen Schuppenanlagen, die vornehmlich mit Reparaturmaterialien und Gummi angefüllt waren, vernichtete. Der angerichtete Schaden beträgt 4 Millionen Mark. Berlin. 10. Juni. Die Welt am Montag teilt mit, daß der Ministerialdirektor Freiherr von Reibnitz Konfasberg, bezeichhet die Al er ais einziger weiter im Amte bleiben werde, als unzutreffend, lch denke, so erklärte Batccki, nicht daran, unter einer Regierung, deren pol tische Ansichten ich nicht teile, länger als unbedingt nötig, im Amte zu bleiben. Ratibor. 12.Juni. In der Nacht zum Mittwoch um 12 Unr wurde die Eisenbahnbrücke nach Markowitz und Meusa der Strecke Kenrizin-Oderberg von unbekannten Personen gesprengt. Die Attentäter hatten es auf den um diese Zeit dort passierenden Zug von Kattowitz nach Leobschütz abgesehen, der knapp sechs Meter vor der Brücke zum Stehen gebracht werden konnte. Hamburg, 12.Juni. Der erste Baumwolldampfer ist gestern abend im Hamburger Hafen eingetroffen. Leipzig, 10.Juni. In einem vom General majer Huther unterzeichneten Schreiben an die Redaktion der Leinziger Volkszeitung wird dieser mitgeteilt, daß die Vorzensur über das genannte Blatt mit Wirkung vom 9. d. M. al aufgehoben wird. München..Juni. Die Belohnung für die Ergreifung des Spartakidenführers Max Levien ist von 10000 auf 30000 M. erhöht worden. Der eheinalige Polzeiprüsident Köberl ist jetzt in Neuötting verhaftet worden. Mainz, 10. Juni. Die Mitglieder des sogenannten Kabinetts Dorten. Oberlehrer u. D. Klingelschmitt und Amisgerichtsrat Liebing, sind aus der hiesigen Zentrumspertei ausgeschlossen worden. Brüssel, 11.Juni. Ein Postilugzeug der Linie Köln—Folkestone ist bei Namur aus einer Höhe von 300 Metern ubgestürzt. Die beiden insassen waren auf der Stelle tot. Brüssel, 10.Juni1913. Hliesige Zeitungen melden, das nian im belgischen Eisenbahnministerium den Bau einer neuen Linie Brüssel— Mainz über Wavre, Ramillies, Hug und Vielsam plani. Ostende, 10.Juni1919. Vom 25. Juni ab wird der tügliche direkte Zugdienst Ostende—Basel wieder auf genommen werden Luxemburg, 10.Juni 919. Kammer hut mit 30 Stimmen und bei minenthaltungen für das Gesetz gestummt, das die Volksabstimmung über die wirtschuftliche Zukunft des Landes genehmigt. Moskau, 10.Juni1919. Ein Funkspruch meldet, daß der Sowjet von Kronstadt den Abtransport der Frauen, Kinder, Greise und Bürger befohlen hat. Er hat die Verteidigung Kronstadts bis zum letzten Blutstropfen beschlossen. Prag. 10.Juni1919. Präsident Masaryk hat dem französischen General Pollé das Oberkommando über alle tschechische Streitkräfte übertragen. Sott □ 1 L Unsere Freunde gebeten. in Restaurants. bei Friseuren usw. überall nach der„Volkswacht“. gegen den preußischen Minister Heine dies zu fragen. Seite 2 Rheinische Uelkswacht Nr. 161&a Donnerstag, 12. Juni 1919 Die Eröffnung der Universität Köln. Köln. 11.Juni1919. Im großen Gürzenichsaule, der so vieles Bedeutsame schon suh, vollzog sich heute vormittag ein neues: die Kölner Universität wsurde aus der Taufe gehoben. Ein Neues nennen wir es und sprechen mit gutem Bedacht nicht von einer Wiedererweckung dessen was war. Die Kölner Universität der Zukunft will etwas ganz anderes sein, als jene der Vergangenheit. Das fordert der Geist der Zeit, unter dessen Wehen sie geboren ward, das sagen die Reden, die trotz des bitteren Ernstes der Stunde den Teilnehmern am Eröffnungsakte im Gürzenich Feier- und Weihestimmung brachten, in denen auch der Funke froher Zuversicht auf die Erstarkung deutschen geistigen Einflusses in der Welt, auf den Neugewinn deutschen Ansehens geschlagen wurde. Neue Wege will man gehen, ein innigeres geistiges Verwachsen zwischen Dozent und Student soll ihr Kennzeichen werden. Neben die starre Theorie des Wissens soll der frische Pulsschlag der Praxis treten, wie sie die Erfahrungen im brandenden Alltagslehen bieten. Im soeben angebrochenen Zeitalter des Sozialismus als der herrschenden Gedenkenwelt unserer und— hoffentlich weniger wirr, weniger übers Ziel schießend — auch künftiger Tage wird eine neue Universität ganz neue Richtlinien für das finden und finden müssen, was sie ihren Besuchern auf den Weg fürs Leben mitgeben kann und soll. Sie wird auch eine ganz andere Zusammensetzung der Hörerschaft sehen, als jene war, die vergangene Zeit aus der Gnadenwvahl väterlicher Geldkraft an die Universitäten führte. Zuchtwahl der Befähigung wird endlich dort diejenigen zusammenführen, von denen das Vaterland erwartet, daß sie nicht nur„Rtudiert“ haben, sondern daß sie wirklich alle eine reiche Fülle lebendigen Wissens, Könnens und Wollens, mit dem sich am Gemeinschaftsleben im Vaterlande und in der Welt bauen läßt, befruchtend und veredelnd hineintragen ins Volk. Dem Worte soll die Tat folgen, mit Beispielen sollen es die Studierenden im Leben belegen, so forderte es Sanitätsrat Dr. Schulte mit besonderer Bezugnahme auf die notwendige ernste Pflege des Gottesgedankens. Er hätte sie durch eine theolo gische Fakultät gern sichtbar verankert und gewährleistet gesehen und er traf sich in liesem Hinweise ganz gewiß mit dem Wunsche weitester christlichdenkender Kreise in Köln. Dieser Wunsch war in Berlin bekannt. Ob seine Nichterfüllung von den kirchlichen Behörden ohne Unterschied der Konfession als Unbill empfunden wird, entzieht sich unserer Kenntnis ebenso wie die Gründe für die Absage, die Herr Kurdinal Erzbischof von Hartmann auf die Einladung zur Teilnahme an der Feier erteilt hat. Soviel dorf als feststehend betrachtet werden: man erwartet in Köln als nächste Fakultät bei vorgesehener Errichtung weiterer Lehrstühle die theologische, ohne zu verkennen, daßs für kotholische Theologiestudierende Nebeneinrichtungen zu schaffen wären, die nicht aus der Erde gestampft werden können.— Daß die besondere Aufgabe der Kölner Universität, im Westen des Reiches das Deutschium wahren zu helfen, in den gehaltenen Reden starke Unterstreichung mit ebensolchem Widerhall bei den Versammelten fand, sei ausdrücklich verzeichnet, weil es nach unerfreulichen Ereignissen in den letzten Wochen allgemein wohltuend empfunden werden wird. Möchten sich überhaupt alle die schönen und die stolzen Hoffnungen erfüllen, die an die Universität Köln, die wir nun mit Befriedigung unser eigen nennen, geknüpft werden!— Wenn aus der zahlreichen Teilnehmerschar Namen genannt werden sollen, mit denen sich Vertretungsaufgaben verknüpfen, dann zählen wir auf: Unterstaatssekretär Dr. Becker, Gch. Oberregierungsrat Brugger, Regierungsrat Dr. Prym, Regierungsassessor Bachem, alle aus Berlin. Ferner(alphabetisch): Oberlandesgerichtspräsident Dr. Frenken(Köln), Polizeipräsident von Glasenapp(Köln), Geh. Oberfinanzrat Grieben(Köln), Oberpräsident von Groote(Koblenz), Oberposidirektor Gunsenheimer(Köln), Geh. Regierungsrat Pros. Dr. Hagemann von der Landwirtschaftlichen Akademie in Bonn-Poppelsdorf, Handelskammerpräsident Kommerzienrat Louis Hagen (Köln), Geh. Oberregierungsrat. Norrenberg, Kurator der Universität Bonn, Landeshauptmann Dr. von Renvers(Düsseldorf), Regierungspräsident von Starck(Köln), Geh. Oberregierungsrat Zietelmann, Rektor Magnif, der Universität Bonn. An die Feier im Gürzenich schloß sich ein, wie vorgergeldet wurde, einfaches Frühstück erlesener Teilnehmer an. Ob bei dieser mehr vertraulichen Nachfeier zum Festakte auch noch Reden von Berichtswert gehalten wurden, entzieht sich der Kenntnis der Presse, die in ihren offiziellen Vertretern von dieser Veronstaltung restlos ausgeschlossen worden ist. Sie bucht diesen auffälligen Ausschluß als neues Zeugnis dofür, daß der Weg bis zu ihrer Anerkennung nach amerikanischem oder englischem Vorbilde in Deutschland oder wenigstens in Köln noch weit ist. Von den Reden der Herren Oberbürgermeister Adencuer, Sanitätsrat Dr. Schulte, Unterstaatssekretär Dr. Becker, Geheimrat Prof. Dr. Eckert und Prof. Dr. Dietrich können wir die nachstehenden im Auszug wiedergeben.(Die Reihenfolge, in der sie gehalten wurden, mußten wir durchbrechen, weil die Redemanuskripte in zeitlich großen Abständen an uns gelangten; um unseren Lesern heute noch dienen zu können, war deshalb Abweichung von der Redefolge notwendig.) Geheimrat Pros. Dr. Eckert: Nach den Irrungen und Wirrnissen der Niederlage wird unserm Volk der erhoffte Aufstieg nur möglich, wenn ihm eine geistige Neueinstellung und Richtungweisung Zielpunkte zeigt. Der Sinn für wahre Humanität, die Erkenntnis der Menschheitsideale hat uns auch seither nicht gefehlt; wir haben nur vielleicht den Fehler begangen, daß wir nach außen hin uns nicht immer laut genug zu ihnen bekannt haben. Im Jahrheundert der Fertigkeiten und Geschicklichkeiten hatte unsere wirtschaftliche und politische Macht sich gedehnt wie die kaum eines andern Volkes. Uberraschend, fast hemmungslos waren wir im Maschinenzeitalter emporgestiegen. Aber schließlich sind wir selbst die Opfer der allgepriesenen, Technik geworden. Wir hatten unser Sein zu sehr auf Macht und Können gestellt, hatten manchmal nur nach dem„Wie“, nicht nach dem„Wohin“ geschaut. Wir wollen angesichts des von unsüglichem Elend begleiteten Mißerfolgs die Technik gewiß nicht gering achten, aber mehr als bisher auch die Seelenkunde pflegen und versuchen, die Ideen der Versöhnung an die Seite der Machtnutzung zu setzen. Dem heranwachsenden Voik, der reifenden Jugend, den Führern kommender Generationen fällt die langwirkende Lösung weitreichender Probleme zu, wenn künftig menschenfreundlicher Sinn mehr als früher im Weltwirken regieren soll. Von innen heraus muß der Genesungsprozeß, Kraft gewinnen, der die Trägheit der Herzen überwindet. Deutschlands Wiederaufbau kann sich nur mit geistigen Mitteln vollziehen. Die Universitäten können dazu beitragen, das unser Volk gesunde. In den Kreis der deutschen Universitäten, die besser noch als die Fachhochschulen den weiten Rahmen ihrer Wirkungsmöglichkeiten auszuspannen vermögen, und denen daher in der Gegenwart besondere Aufgaben erwachsen, treten die zusammengegliederten Kölner Hochschulen ein als jüngste Schwester. Die Großstadtuniversität des deutschen Nordwestens wird in einem Augenblick errichtet, in dem die Einleitung der geistigen Erneuerung eme Reform unseres gesamten Hochschullebens fordert. Die Kritik an Deutschlands hohen Schulen hat sich mit Recht sehr viel weniger gegen den Kern der deutschen Wissenschaft gewandt, als gegen die Art. wie einzelne von ihnen ihre Aufgaben als Ausbildungsstätten gelöst haben. Kölns Universität kann bei Beginn vieles nach erkannten Bedürfnissen frei gestalten, was andere mühsam dem Festgegründeten anpossen, durch Umbiegen des Bestehenden anstreben müssen. Fünf Punkte darf ich hervorheben, die künftig Aufmerksamkeit erheischen: das Verhältnis der Forschung zur Lehre, die Zusammenarheit von Gelehrten mit Praktikern, die Verbindung von Vortrag mit Aussprache, die Einfügung des Fachwissens in den Rahmen der Allgemeinbildung und die Zulassung der Begabten zum Studium. Die deutschen Universitäten sind Hauptträger der zur vollen Selbständigkeit durchgerungenen Wissenschaften, nicht lediglich Lernanstalten zur Uberliefe rung und Obermittelung bestimmter Fachkenntnisse. Forschung und Lehre sind an ihnen unlöslich verknüpft. Die Art dieser Verbindung hat sich aber für die Heranbildung der studierenden Jugend nicht immer als heilbringend erwiesen. Eine gegenläufige Bewegung setzte in unseren Kreisen ein. Viele Professoren haben sich, im Gegensatz zu denen des Auslandes, als Forscher zu sehrspezialisiert. haben anderseits als Lehrer zu viel Arten von Lernbegierigen zusammengenommen, haben sich zu wenig vorgeholter, daß die Ausbildung für bestimmte Lebensberufe ein anderes fordert, wie die wissenschaftliche Durchbildung des künftigen Gelehrten. Forschung und Lehre miissen auch in Köln miteinander verbunden bleiben, Gerade weil nicht einfache Ubermittelung von Kenntnissen Hochschulaufgabe ist, sondern die Anregung zu selbsttätiger Geistesarbeit, die Erziehung zu abwägendem Urteil, zur Mithilfe am sozialen Neubau des Volkes, darf das Unterrichtsziel neben den Forschungsaufgaben nicht allzugering geachtet werden. Die Heranziehung von Praktikern, die ihre Lebenserfahrungen und Berufskenntnisse vermittein, kann der akademischen Ausbildung besonders dienlich sein. Neben die in grübelndes Sinnen versunkenen Meister der Wissenschaft treien weltzugewandte, erprobte Gesellen, die vollendetes Können mit genügender wissenschaftlicher Einsicht verbinden, um unterstützend und heltend das vom Gelehrten in schöpferischer Geistesarbeit Gebotene nach der Seite der Berufserlebnisse zu erganzen. Der ganze Hochschulunterricht soll sich tunlichst frei und vielseitig gestalten. Nicht einseitige Ansprache sei der Mittelpunkt der Hochschulpädagogik, sondern Austausch und Anschauung, wie es seither schon an den Kölner Hochschulen vorbildlich geschehen. Diese Art der Unterrichtsgestaltung erleichtert die Eingliederung des Fachwissens in den Rahmen breiter Allgemeinbildung. Die Einheit, von der die Wissenschaften ursprünglich ausgegangen, muß wieder erfaßt und festgehalten werden. Die Kölner Universität will auch Aufstiegund Ausleseder Begabten vermitteln. Wahre Demokratie verlangt, dass den wirklich Befähigten, aber auch nur diesen, der Zugang zu den reichsten und reinsten Bildung quellen erschiossen wird, ohne daß dadurch der Höhe des Unterrichts Gefährdung droht. Wird die Kölner Universität nach den angedeuteten Richtungen ihre Ausprägung finden, so vermag sie dem deutschen Vaterland in der en Notzeit zu dienen. Sie kann zu seiner iedererrichtung wertvollste Bausteine liefern. Aber zugleich kann Köln ein Brückenkopf werden im geistigen Sinn ein Stützpunkt für die von den Besten ersehnte Annäherung der Nationen. Unsere Universität werde ein fester Pfeiler für den Bogen des geistigen Bundes, der in reinen, lichten Höhen über den Häupter der verängstigten und verfeindeten Völker sich spanni. Die Universität Köln bleibe eine Pflegestätte deutschen Sinnes und wachsender Weisheit, eine Hüterin gefährdeter Menschheitsidenle für bessere Zeiten. Sanitätsrat Dr. Schulte: Wer von denen, die jemals den Boden der Universität gedrückt haben, erinnerte sich nicht der stolzen und hohen Worte, die wie leuchtende Initialen an dem Kopfe der Diplome prangten, die zu verleihen aas ureigen ste Recht der Hochschule war: Auspiciis er auctoritate regis et imperatoris universitatis conversatoris clementissimi(unter der Obhut und Macht des Königs und Kaisers des wohlwollendsten Förderers der Universität)?!— Hieute breiten nicht mächtige Fürsten ihren schützenden Purpur um Schultern und Lenden der alma mater. Es stürzt das Alte. Und die Auspicien? Nun, nicht unter günstigen Anzeichen, bekennen wir es offen, treten wir an die Schwelle dieses großen Aufbaues. Demgemäß läßt denn auch der Etat der Universität an Bescheidenheit nichts zu wünschen übrig, ja, man möchte sagen: Wenn sich Universitäten mit solchen Mitteln aus dem Boden locken lassen, so wird es in Zukunft der Mäcenate nicht mehr bedürfen, noch wird es das Privilegium der Stadtgröße sein, sie zu einem Tuskulum fern von dem Lärm und der Ungeduld der Großstadt. Hätte der preußische Staat, oder vielmehr der frühere preußische Staat, den Weitblick gehabt, vor einigen Dezennien, etwa vor der Jahrhundertwende die alte Universitos Coloniensis aus ihrem Dornröschen-Schlaf zu wecken, es hätte sich der Goldregen der städtischen Zuwendungen, der Dotationen und Stiftungen, über sie ergossen. Denn damals war es, als wir im Gelde, und zwar nicht im Papiergelde, schwammen, als wir mit unheimlicher Eile in den Strom einer fast hyperkulturellen Entwickelung hineintrieben. Uberall Hosten und Jagen, aber auch unsicheres Tasten und Fühlen, Suchen nach neuen Formen, der Neuzeit ein treffendes Gepräge zu verleihen. Die Millionen-Etats überschlugen sich, Probleme und Projekte wuchsen aus der Erde. Wettrennen der Kommunen untereinander! Wettrennen innerhalb der Großstädte, Zugkraft auszuüben, zu berauschen mit der Fülle von Prachtdarbietungen in Technik, Kunst und allem Begehrenswerten, um den Schwarm der Neugierigen, der Sucher und Gründer und damit Kapital auf sich zu ziehen. In diese Zeit fällt die Erweiterung unserer Handelshochschule und die Gründung der Akademie für praktische Medizin. Da stand jöh und plötzlich, mitten in dem Sinnenrausche unseres Aufstiegs, mitten in dem Korso des Materialismus und Mammonismus die grausige, Kriegsgestalt unter uns: Das rote Roß fuhr dahin mit dem blutigen Reiter— und es ward ihm ein großes Schwert gegeben. Der Goldstrom versiegte und so blieb uns nur die Sehnsucht nach der Hochschule, ihr Recht einer gervissen Bodenständigkeit, ein zerbrochenes Erbe, nur der Ruhm und die Erinnerung der alten Universitas litterarum coloniensis, die noch ihre langen Abendschatten in das alte Köln und das neue Jahrhundert herüberwarf. Obdie Zeit die richtigewar, in der wir zuariffen, das mag die Zukunft lehren. Ein freudiges carpe diem ist oft der Schlüssel zu großen Taten, wenn auch die Aussichten nicht rosig erscheinen. So bauen wvir uns denn auf aus Kleinem; wir müssen wachsen wie das Senfkörnlein, das zwar eines der kleinsten Samenkörner ist, das sich aber zu einem stattlichen Baume entwickeln kann, unter dessen Schatten die Vögel des Himmels wohnen. Dabei gereicht uns zu besonderem Verdienst, daß, je kleiner unsere Mittel, desto fühlbarer die Losten sind, die auf uns ruhen. Damit aber erwächst uns wie von selbst das Recht, Hoffnungen zu knüpfen und Erwartungen auszusprechen, so wie es üblich ist, wenn ein neuer Weltenbürger ans Licht geboren oder aus der Taufe gehoben wird. Und da lassen Sie mich Ihnen das etwas triviale Wort„wenn schon, denn schon“ zurufen.„Wenn schon“ wir a gesagt, „wenn schon“ unsere schier unerschöpflichen Mittel, die so flügge geworden wie kaum zuvor, es erlauben,„wenn schon“ Zeit und Rat kommt, dann— nur keinen rudimentären Ansatz von dem, was man Universität nennt, sondern die Maan et liberalisuniversitas litterarumetscientiarum! Wer die geist- und farbensprühenden Stanzen des Roffael betritt, der haftet mit seinem Blicke bewundernd an jenen allegorischen Darstellungen, welche die Wissenschaften verkörpern, Bildnisse, die zu den herrlichsten und vollendetsten zählen, die je von Menschen- und Künstlerhand geschaffen. Die ars medica hatte noch keinen Plotz in dem genialen Künstlergehirn, nicht zu verwundern, wenn man bedenkt, daß der Ruf dieser Wissenschaft, die unter Galens aprioristischem Dogmatismus seit Jahrhunderten stagnierte, weder wissenschaftlich, noch praktisch und ästhetisch gegründet war. Heute finden wir das Umgekehrte. Kaum eine Wissenschaft hat in den letzten Jahrzehnten solche Fortschritte nach Inhalt und Technik zu verzeichnen, wie die medizinische. und wenn einmal bei uns ein zweiter Bramante zu gewaltigen Umbauten sich rüsten sollte, so wird wohl ein Künstlermeißel gerade ihr ein würdiges Denkmal auf hohem Sockel schaffen. Heute wird sie dadurch belohnt und besonders ausgezeichnet, daß sie der eigentliche Grundstein ist, auf dem das neue Gebäude aufgegliedert werden und wachsen soll. Mit der sozialen Abteilung ist bereits die Uberleitung zur philosophischen Fakultät gegeben. Wer möchte ihrer entbehren? Paßt nicht in den Wirrwarr, die Querköpfigkeit und Ratlosigkeit unserer Zeit das Wort des alten Philosophen Mephistopholes herein: „Sebraucht der Zeit, sie geht so schnell von hinnen, doch Ordnung lehrt euch Zeit gewinnen. Mein teurer Freund, ich rat’ euch drum, zuerst collegium logicum.“ In den weiten Räumen philosophischen Wissens und Forschens mit ihren tausend verschlungenen Nebengemächern gebührt ein besonderer Ehrenplatz der Literatur und Poesie. Mit literarischen Erzeugnissen, guten und schlechten, wird die Menschheit im Ubermaß überschüftet, und selbst die Papiernot des Krieges scheint nur das Gegenteil von dem bewirkt zu haben, was viele hofften. Jedenfalls ist ein Mangel in diesem Zweige menschlicher Geschäftigkeit nicht zu verzeichnen gewesen. Mit Stolz können wir aber auch bekennen, daß die deutsche Literatur auch in den jüngsten Zeiten Großes und Dauerhaftes auf diesem Gebiete geschaffen hat. Die kastalischen Quellen der Poesie aber fließen nicht mehr so reich und rein, schleichen— 0 Jammer— oft trübe dahin, der Genius schweigt und der göttliche Funke scheint gewichen und umnebelt von den Dünsten und Miasmen der allgemeinen Not und des großen Zusammenbruchs. Wer möchte nicht wünschen, daß von den Lehrstühlen des Geistes aus neues Leben ausströmte, wer möchte nicht durch das Chaos dieser Zeit die Stimme lorbeerumkränzter Sänger vernehmen, Jünger jener edlen, hohen Kunst, deren Idealgestalten der Pinsel Raffaels die Worte auf prägte: numine offlotur. Die Rechtswissenschaft gehört unzertrennlich zum Bunde, sie, die so gern als die„fürnehmste“ unter den Fokultäten gilt, hat ernstliche Ballotage-Schwierigkeiten wohl nicht zu bestehen, und mit Ungeduid wartet schon eine Schar eifriger Scholaren auf das Zeichen, da die verriegelten Pferten aufspringen. Ob eine engere Verbindung der Universität mit den Instituten für Kunst, eine WiederErfossung der ortes liberales, der freien Künst-, nach Andlogie der früheren artistischen Fakultäten erstrebenswert ist, mag zukünftigen Beratungen anheimgegeben werden. An die älteste göttliche Tochter. die Theologie. scheint man in Köln oder Berlinamwenissten gedacht zu haben. Warum sollte nicht. wenn es möglich war, eine Universität auf eine theologische und philosophische Fakultät zu beschränken, auch einmal eine entgegengesetzte Kombination möglich sein? Varietas delectat, Vielseitigkeit ergötzt! Aber die Voraussetzungen, unter denen Bruchstücke bestanden oder geschaffen wurden, bestehen nicht mehr. Ein edler Wetikampf der Geister muß sich frei und ungehemmt erheben können. Heute genügt es nicht, die Meinung des anderen zu dulden, mit nobler Toleranz zu tragen, man muß sie vor ailem hören; um sie kennen und verstehen zu lernen, lch rede nicht das Wort einem rabbulistischen Klopffechtertum, das sich so vielfoch in Traktaten und Presse mit der Stirn des kutegorischen Imperativs breit macht; ich meine nicht erbitterten Kampf, nicht Krieg unter den Gelehrten,— davon haben wir genug,— sondern gegenseitigen Austausch im Streben nach Wahrheit, nach Versöhnung der Gesellschaft, nach Besserung der Menschheit. Die Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse allein, die allseits mit einem wahren Sisyphus-Eifer betrieben wird, bringt uns nicht voran, retiet uns nicht: ein neues Geschlecht muß entstehen. Männer, Charaktere müssen wir uns erflehen, Männer der Arbeit und Wissenschaft und wahre Gottesmänner; Männer, die das Wort mit ihrem Beispiel belegen! Sagen Sie mir, ist nicht theologische Forschung, ist nicht Bibelforschung, ist nicht der neue Aufbau der Moral unter den Völkern die nächste Aufgabe? Noch ist das Wort eines großen Trägers der Tiara: omnia instaurare in Christo nicht zur Wirklichkeit geworden. Aber wenn die Hand an eine Aufrichtung der Menschheit gelegt wird, werden Sie des christlichen querteiges nicht entraten können, wenn wieder Recht, Ordnung und Idealismus aus der Asche sich erheben sollen. Die Theologie ist als die Vermittlerin des Gottesgedankens und der Lehre von Gott die erste unter den Wissenschaften. Nicht die geographische Lage, nicht Längeund Breitegrade bestimmen den Ruf einer Universität, sondern einzig die Intensität der geleisteten Arbeit, die sich in den Lehrmeistern verkörpert; die Größe der Dozenten ist der Maßstab der Bedeutung. Deutschland kann den Wettbewerb nach dieser Richtung mit allen Völkern und Nationen aufnehmen. Aus Duodez-Universitäten wie aus den größten Instituten sind Männer hervorgegangen, die sich mit den größten der Welt messen Ich nenne keine, um keine zu vergessen. Wünschen wir nur, daß auch unserer Anstalt solche Größen entspringen. Das wird in um so größerem Waßstabe der Fall sein, je weniger wir nach der personellen Seite hin erhebliche oder verwandtschaftliche Qualitäten züchten. Nur keine Inzucht! Sie ist das größte Ubel, durch das— weiß Gott— wieviel Geist und Größe unentbunden in dem Strome der Zeiten und in dem alles aufsaugenden Aether des Alltags untergegangen ist. Schaffen wir ein Institut, in dem junge, frische Kraft pulsiert, das einem Turniere gleicht, auf dem die Ritter und Knappen des Geistes aus allen Ständen und Meinungen geboren, ihre Lanzen brechen und geben wir unserer neuen Anstalt, so wie die alte eine demokratische freie Schöpfung der Bürgerschaft war, damit jenen demokratischen Zug, der das charakteristische Merkmal der neu anbrechenden Zeit ist. Und wenn dann auch nicht gerade Männer wie der große Albertus und der noch größere Aquinate auf den Lehrstühlen sitzen, so doch Männer, wahrhaft groß nach Wille und Tat. und getragen von dem Adel des Herzens und der Gesinnung. Schaffenwir so die große allgemeine Universitas, die Allgemeinheit der Disziplinen in der Allgemeinheit der Menschen und Meinungen, Dr. Dietrich, geschäftsführender Professor der Akademie. Schon der Begründer der Akademie für praktische Medizin hatte den Plan ins Auge gefaßt, auch den Studierenden der Medizin die reichen Bildungsmöglichkeiten der Kölner Krenkenanstalten zu öffnen. Es war dies ein Gedanke unter den vielen Reformvorschlägen für das medizinische Studium, die seit Jahren erörtert werden und der Weg, der von allen am gangbarsten erschien. Dass eine solche Reform so lebhaft gefordert und doch so schwer durchzusetzen war, liegt an der Eigenart des Studiums der Medizin. Es vereinigt zwei Seiten der Ausbildung, die in underen Berufen getrennt sind: Das Eindringen in die Wissenschaft und die Erle#####ng der praktischen Betätigung. Die Lehre vom gesunden und kranken Menschen ist ein Zweig der Lehre vom Leben, der Biologie, eine Wissenschaft von unerschöpflicher Tiefe und unendlicher Vielseitigkeit. Neben medizinischer Wissenschaft sprechen wir von ärztlicher Kunst. Uber ein Rüstzeug von Fertigkeiten muß der Arzt verfügen, um die Krankheit zu erkennen und um sie zu behandeln. Auch dieses Rüstzeug ist lawinenartig gewachsen und wächst dauernd. Mit Pulsfühlen und Rezeptschreiben ist kein Fall mehr zu erledigen. Vom Röntgenzimmer zum Operationssaal, bis zur verfeinerten Küche des Magenkranken, welche Fülle von Anforderungen des Könnens und der Geschicklichkeit tritt an den Arzt heran! Mit einer Summe Velkswacht Nr. 161 K Donnerstag. 12. Juni 1919 Seite 3 von Handfertigkeit muß der junge Arzt hinaus treten, wenn ihm der Staat die Approbation verleiht, er muß wenigstens soviel von allem aufgenommen haben, um durch die Berufstätigkeit sich selbst weiter bilden zu können. Vom Achtstundentag ist bei unseren Studierenden nicht die Rede; 12 ja bis zu 14 Stunden führt von Klinik zu Klinik der Tageslauf. Der Mediziner, der es ernst nimmt, und das ist erfreulicherweise die ganz überwiegende Mehrzahl, hat in den letzten Semestern ein reich bedachtes Tagewerk. Auf die persönliche Fühlung von Meister und Schüler haben schon die Medizinschulen des Allertums, deren Weisheit wir noch heute in den hippokratischen Lehren bewundern, Wert gelegt. Eine Reform des medizinischen Unterrichts kann nur darauf hinzielen, diesen persönlichen Austausch zu fördern und dadurch die Aufnahme der Fülle des Wissens, die Annahme und Ubung des Könnens zu erleichtern. Dazu mitzuwirken fühlt sich die medizinische Fakultät der Universität Köln berufen. Wer lehren will, muß selbst beständig lernen. Auch das hat sich geändert seit dem Mittelalter, wo z. B. an der Universität Paris ein einziges arabisches Buch bewahrt und behütet wurde als Schatz des ganzen Wissens. Stätten der Forschung sind unsere Universitäten und müssen es sein, soll der Student aus dem lebendigen Quell schöpfen und nicht abgestandene Weisheit erhalten. Aber auch der Forscher gewinnt aus dem Unterricht neue Anregung und neue Kraft. Jugend hat einen gesunden Sinn und sachlichen Bliek: einem Herumirren im grauen Nebel von Theorien folgt sie nicht. So wird der Forscher, will er Führer bleiben, selbst spüren, ob er auf dem Wege der Wahrheit ist. Darum kann ich mich nicht erwärmen für das Streben der Zeit vor dem Kriege, das zwischen Lehr- und Forschungsanstalten eine Kluft schob. Die Universitäten sind dadurch aufgeblüht, daß sie Lehren und Forschen vereinten. In vorderster Linie aber stehen die Kranken, die den städtischen Anstalten anvertraut sind, nicht als Gegenstände des Unterrichts, to mern zur treu behüteten Fürsorge. Anders soll und darf es nicht sein, und es läßt sich wohl vereinen mit den Aufgaben der Universität. Das Herz macht den Arzt, nicht die Hand. Dies kann er aber nur lernen am Vorbild, am Geist der Anstalt, an der er studiert. Ich möchte über den Eingang zu unseren Kliniken den Satz des griechischen Arztes Hypokrates setzen: „wo Liebe ist zur Kunst, da ist auch Liebe zu den Menschen.“ Darin liegt die große sittliche Forderung des ärztiichen Berutes. Uber dem Bewusisemn des Könnens, über dem Jagen nach Erwerb, über dem Kampf politischer Parteiung, ja über dem Haß und Krieg der Völker stent die Liebe zu den Menschen. Nur wer sie in sich aufnimmt, kann ein rechter Arzt sein. Und der Liebe zu den Menschen sollen unsere Krankenanstalten eine Stätte sein und bleiben. Unsere Studierenden sollen sie finden und mitnehmen in ihr späteres Leben und Wirken. Mit diesen Grundsätzen und Zielen beschließt die Akademie für praktische Medizin ihre Tätigkeit und tritt als medizinische Fakultät mit dem heutigen Tage an die Seite der wirtschaftswissenschaftlichen Fakuitüt. Zwei Fakustdten sind es, dic sich in den sozialen Fragen der sozialen Hygiene berünren, deren Lehren und Wirken darauf gerichtet ist, on der Gesundung unseres Volkes, an der körperlichen und wirtschaftlichen Erstarkung zu urbeiten. Zwei Säulen werden heute errichtet im Westen und Süden der Stadt. Von einer zur anderen wölbt sich ein Bogen zu gemeinsamer Arbeit am Wohle des Volkes, am Heil des Vaterlandes, ein Bogen des Friedens und der Nenschenliebe. Moge darunter wieder erwachen und aus Trümmern und Not emporwachsen ein neues Leben: ein deutsches Leben am deutschen khein. Für die künstlerische Umrahmung mit prächtigen Vorträgen der Feier im festlich geschmückten Gürzenichsaule; an dessen Eingängen Hellebordiere in historischer Tracht standen, waren gewonnen: Chor der Konzertgesellschaft, Kölner Männer-Gesung. Verein, Städtisches Orchester unter Leitung des städtischen Generalmusikdirektors Hermann Abendroth; Domknabenchor unter Leitung des Domkapellmeisters Professor Johannes Schulte. An der Orgel: Professor F. W. Franke. * Christliche Hausangestellte! Die Ortsgruppe Köln des Reichsverbandes weiblicher Hausangestellten Deutschlands teilt auf die vielen eingegangenen Anfragen mit, das am Sonntag, den 22. Juni, nachmittags 5 Uhr, die erste Mitgliederversammlung stattfinden wird. Der Ort der Versammlung wird noch bekanntgegeben. Wichtige Punkte der Tagesordnung erfordern ein zchlreiches Erscheinen. Wir und die Rheinische Republik. Nachdem der erweiterte Ausschuß der Kölner Zentrumspartei sich in seiner Sitzung vom 2. Juni mit der Angelegenheit der Bildung einer Rheinischen Republik eingehend befaßt und einer, die Auffassung des Ausschusses wiedergebenden Entschließung einmütig zugestimmt hat, wird auch in einer großen Parteiversammlung der eingeschriebenen Mitglieder über alle mit der Frage im Zusammenhang stehenden Ereignisse Bericht erstattet werden. Diese Versammlung findet heute abend.45 Uhr im großen Saale der Bürgergesellschaft statt. Als Redner sind vorgesehen Stadtverordneter Rings und Parteisekretär Schaeven. Ausflugsverkehr auf den städtischen Vorortbahnen. Aus dem städtischen Nachrichtenamt wird geschrieben: In der Presse sind in der letzten Zeit wiederholt Anregungen zur Verbesserung des Verkehrs auf den rechtsrheinischen Vorortbahnen besonders an Sonntagen gegeben worden. Diese gutgemeinten Vorschläge sind zurzeit nicht erfüllbar, weil keine Wagenreserve zur Verfügung steht. An Sonntagen werden sämtliche irgendwie verfügbaren Wagen in Betrieb genommen, so dab eine weitere Verstärkung des Betriebes unmöglich ist. Die Beschaffung neuer Wagen und die beschleunigte Ausbesserung deiekter Wagen, die mit allen vorhandenen Kräften gefördert wird, haben unter der Schwierigkeit der Materialbeschaffung außerordentlich zu leiden. Zur Vermeidung des übergroßen Andranges zu bestimmten Tageszeiten und im Interesse einer glatten Abwickelung des Verkehrs ist es daher dringend geboten, daß sich das die Bahnen benutzende Publikum besser verteilt und zur Fahrt nach den Ausflugsorten möglichst schon die Vormittagszüge benutzt. Zur Rückfahrt wird die Benutzung der Spätnachmittagszüge zur Entlastung der Abendzüge einpfohlen. Heimatkundliche Vorträge für Leiter von Jugendwanderungen. Der erste der von dem Ortsausschuß für Jugendpflege eingerichteten heimatkundlichen Vorträge hat am Freitag, den 23. Mai, stattgefunden. Hr. Dr. Sturm behandelte die geologischen Verhältnisse, die Tier- und Pflanzenwelt sowie kulturgeschichtliche Eigentümlichkeiten des Strundertales und des Bergischen Landes im allgemeinen im Gegensatze zu der Rheinebene. An den Vortrag schloß sich am 29. Mai eine gemeinsame Wanderung nach Bensberg über Sand nach Herrenstrunden und zurück nach Berg.-Gladbach. Vortrag und Ausflug boten des Merkwürdigen und Interessanten in Fülle und fanden den ungeteilten Beifall der Teilnehmer, dem Prof. Ropohl in einem warmen Dankeswort an den Leiter am Schlusse der Wanderung beredien Ausdruck verlich. Der nächste Vortrag findet Freitae,den Aufa 10 Anregung und reichen Geuuß. Hr. Prof. Dr. Lang wird über„Das Braunkohlengebiet im Vorgebirge“ sprechen und auch die anschlieBende Wanderung leiten. Wir möchten auf den Vortrug und die Wanderung angelegentlich aufmerksam machen. mittelgeschäften der Bürgermeisterei Küppersteg auf Grund der Kundenlisten und auf den Kopf der auf der Lebensmittelkarte eingetragenen Personenzahl verkauft: Auf den Abschnitt 5 der Lebensmittelkarte 1 Pfund amerikanisches Weizen- Auszugsmehl, das Pfund zu 2,20., 1 Pfund amerikanisches Gerstenmehl, das Pfund zu.25 M.(zusammen abzunehmen). * Overath. Eine Anzahl Versorgungsberechtigte von den Schulbezirken Heiligenhaus und Mittelbach haben bei der letzten Speisekartoffelausgabe die Ration von 15 Pfc. nieht bekomen. Diese Haushaltungen können sich sofort bei Philipp Grützenbach melden.— Am Freitas, den 13. Juni, kommen zur Verteilung: Haferfabrikate, Büchsenfleisch, Bohnen mit Schweinefett, Gemüse mit Fleisch und Marmelade. * Schlebusch. Freitag, 13. Juni, wird abgegeben: Auf Abschnitt 1 der Lebensmittelkarte A— 125 gr Nudeln, 75 gr Griesmehl, 125 gr Kornfrank, und Stockfisch. Freihändig in jedem Geschäft: Heringe, Heringe in Büchsen, Erbsen, Julinne Mehl, Konserven, Wihbelbohnen. Auf Abschnitt 5 der Fettkarte 125 gr Auslandsbutter; für Kranke 250 gr Grünkernmehl, 125 gr Keks, 259 gr Rübenkraut, 50 gr Margarine; für Kriegsinvaliden eine Büchse Corned beef, 250 gr Haterflocken; für Kinder 250 gr Hafermehl, 125 gr Keks. Gleichzeitig ist der Bezugsabschnitt 2 der Lebensmittelkarte A und der Bezugsabschnitt 5 der Fettkarte abzuliefern. Aus dem Kreise Bergheim. * K e r g e n, 1 0. J u n i. W o s t e n e n w i r h e u t e? Diese außcrordentlich wichtige Frage beantwortet Redekteur Saupe(Köln) in der am kommenden Sonntag, nachmittugs 4 Uhr, im Scale von Thcoder Bongartz stattfindenden öffentlichen Zentrumsversammlung. Dus Gebot der Stunde: Die Notwendigkeit unseres Zusammenschlusses bildet Gegenstand des Vortrages, den Parteisekretär Heyden halten wird. Kein Freund der Zentrumssuche, weder Mann noch Frau, weder Jüngling noch Jungfrau, moge dieser wichtigen Versammlung fernbleiben, alle müssen kommen! 3. Juni, abends 7 Uhr in dei lula des Dreikönigsgymnasiums, Türmchensvull 48, statt und verspricht nicht geringere * Die Schuhausbesserungswerkstätte der Nationalen Frauengemeinschaft schreibt uns, daß alle bis zum 1. April aufgelieferten Schuhe bis spätestens 22. Juni abgeholt werden müssen, da sie sonst einer Wohlfahrtseinrichtung überwiesen werden. Die Schuhausbesserungswerkstätte macht ferner darauf aufmerksam, daß sie nach wie vor in der Loge ist, alle Reparaturen gut auszuführen und in kürzester Zeit fertigzustellen Die Annahme befindet sich nur in der Friedrich-Wilhelm-Straße 6/8, von 9 bis 4 Uhr durchgehend. Die deutsche MineralwasserIndustrie und zwar: die deutschen Mineralbrunnen, Mineralwasser-Fabrikanten und Großhändler haben eine Zusammenkunft auf den 2. Juli d. J. nach Frankfurt u. M. berufen, um in einer gemeinsamen Versammlung aller Angehörigen des Mineralwasser-Gewerbes Stellung zu der vom Reichswirtschaftsamt eingeleiteten„Planwirtschaft“ und deren Einwirkungen auf das Mineralwossergewerbe zu nehmen. Die Versammlung findet im Frankfurter Hof statt. * Opernhaus. Infolge andauernder Erkrankung des Fräulein Achsel wird Fräulein Sophie Wolff am Donnerstag, den 12. d. die Gräfin in Figaros Hochzeit singen. Die Partei der Margarete in Faust und Margarete singt Fräulein Vidron vom Stadttheater in Chemnitz. & Tasghen zu! Im Gedränge vor dem Zirkus Hagenbeck wurde einem Besucher aus Mülheim die Brieitesche mit 700 Mark gesichlen. * Wiesdorf, 11.Juni. Am Freitag, den 13. und Samstag, 14. d.., wird in allen LebensDie Rasensport=Ergebnisse der Pfingsttage. Die Kölner Mannschaften erzielten auswärts folgende Ergebnisse: Arminia-Merkur Hannever I gewinnt gegen Kölner Club für Rasenspiele e. V. 1:2(K. C. f. R. läßt einen Elfweterball aus). Vor 6000 Zuschauern spielt der Groß-Breiuer Meister Sportklub von 1891 I gegen Kölner Club kur Rasenpiele e. V. I:3 (Sportklub Bremnen unterlag bekanntlich in dem Endspiel um die Norddeutsche Meisterschaft infolge Fehlens seines hervorragenden Torwarts gegen Viktoria Hamburg 1888 nur 2:). Kölner Ballspielklub e. V. I mit Ersatz mußte sich Kurhessen! Kussel mit:3 beugen. F. C. Minerva Köln I verlor gegen Sportklub Gelsenkirchen 0: 9 und gegen Fortuna Minden :6. Bonner F. V.—Germania Düren 1:2. Germania Auchen—Lindentaler F. V. 1:2. Rasensport Eschweiler—Lindentaler F. V. I 7: 5. F. C. Hlilden 1903—Viktoria Köln I:2. Hlilden Ib—Viktoria 1b:6. Ballspielverein Solngen—Turn-Sportvereinigung Jahn 1893 3: 1. Ballspielverem Ib—Sportvereinigung 1 b :0. Sülzer Spielvereinigung—F. C. öhligs :2. Sportverein.-Gladbuch—Köiner Turnverein 1843 1 1b:2. Normania Köln I— Lindentaler F. V. 1b:3. Verein für Rasen sport rechtsrh..V.—Rhenania l:1. Kölner Club für Rasenspiele e. V. 1b—Koblenzer F. C. 1900 1:2 in Koblenz. Neuwieder F. V. 1— Kölner Club für Rasenspiele 1b:4. Der große Werbelauf„Quer durch Köln“. Am 2. Pfingstvormittage belebte die Ring straßen ein seit Jahren nicht mehr gesehenes Bild. Nuch vorsichtiger Schätzung berechnet mögen es wohl 10—12000 Zuschauer gewesen sein, welche den von den Körper- und Leibes übungen pflegenden Kölner Bezirksvereinen des Westdeutschen Spielverbandes festgesetzten Staffellauf über 5,93 Kilometer mit größter Aufmerksamkeit beobachteten. Dank den bis ins kleinste vom Athletikausschuß geleisteten Vorarbeiten erledigte sich der Lauf glänzend, mustergültig und eindruckerweckend. Punkt 10 Uhr 5 Minuten erfolgte der Ablauf am Ubierring. Bereits in 14 Minuten durchlief der erste Läufer das dicht umsäumte Ziel am Kaiser-Friedrich-Denkmal. Nachstehend die Sieger: I. Germania Düren, 2. Kölner Turnverein 1853 1.., 3. Köln 99 I.., 4. Kölner Turnverein 1843 II.., 5. Kölner Ballspielklub l.., 6. Köln 99 II.., 7. Spiel-Sport Worringen. 8. Kölner Club für Rasenspiele, 9. Bewegung Niehl, 10. Viktoria Köln, 1I. Turn-Sport-Vereinigung Jahn 1893, 12. Mülhenner Spörtverein 1906, 13. Kölner Turnverein 1843 III.., 14. Ehrenfelder F.., 15. Kölner B. C. II. M. usw. Sömtliche Schlagballmeisterschaftsspiele des 15. Juni sind auf 6. Juli verlegt. Ein Städtespiel Köln gegen Bonn soll am 19. Juni ausgetragen werden. Der ordentliche Bezirkstag des Westdeutschen Spielverbandes I. Bezirk findet am 15. Juni in Kalk statt. Seite 4 Rheinische Velkswacht Nr. 161&a Dennerstag. 12. Juni 1919 Die unterbliebene Generalstreitdemonstration. Der Machtdünkel und Größenwahn der Kölner Sozialdemokraten hat einen ordentlichen Dämpfer erhalten. Die für Mittwochnachmittag 2 Uhr vorgesehène, neue große Straßendemenstration mit darauffolgender Kundgebung am Auchenertor mußte von den kühnen Strategen im Volkshause abgeblosen werden. Sie hatten Lunte gerochen, daß die Sache diesmal doch nicht so ohne weiteres klappén würde. Zu dem entschiedenen Proteste, den das Kortell der christlichen Gewerkschaften gegen den Unfug erhoben hatte, gesellte sich in der Abwehr der vorbereiteten und von der britischen Behörde bereits genehmigten Demonstration der gesunde Unwrille aus weiten Kreisen der freiorganisierten Arbeiterschaft selbst. Die Herren im Volkshause haben sich zu der sehr nützlichen Einsicht bequemen müssen, daß in Köln noch lange nicht alles tanzt, wenn sie zu pfeilen belieben. Mit ihrem anmaßenden Auftreten haben sie so ungeführ des Gegenteil von dem erreicht, was sie wollten. In den Reihen der christlichen Gewerkschaften hatte man schon anldßlich der Demonstration om 27. Mai erkannt, daß es nicht nur lautere Motive vaterländischer Sorge gewesen sind, die den Herrschaften den Appell zum Generalstreik so„spontan“ abnötigten. Kennt man seine Pappenheimer doch schon läinger! Der Verducht der christlichen Gewerkschaften, daß die Sozialdemokraten hier wieder einmal ohne Rücksicht auf die allgemeinen Interessen im trüben fischen wolllen, mußte sich bestürken, als bekannt wurde, dass „zur Abwehr der Rheinischen Republik“ schon wieder ein Ceneralstreik in Vorbereitung sei. Wir wollen nicht all das aussprechen, wos hier gesogt werden milßte. Aber eines sei betont: Wenn es gilt, hohe vaierländische Güter, wie die Reichseinheit gegen drohende Gefahren zu schützen, stellt jeder wahrhaft Deutschgesinnte seinen Mann. Daß dann vor allem hein christlicher Gewerkschaftler zurücksteht, bedorf keiner markschreierischen Betonung. Wer die christlichen Gewerkschaften und den ihrer Bevregung innewohnacn Geist kennt, weiß, daß man sich auf dic zu ihnen stehenden Arbeitermassen, was deutsche Treue und wahrhaft netionale Gesinnung angeht, voll verlossen kann. Wir könnten den kommenden Zeiten jedenfalls ruhiger ins Auge sehen, wenn mehr deutsche Arbeitervolksgenossen durch ihre Gesinnungsschule gegangen waren. Spartakusgeist und Kommunistenwahnsinn, die unserem Volkedenletzten Lebensnerv zu zerreißen drohen, sind weiß Gott nicht in den Reihen der ehristlichen Gewerkschaften groß geworden. Wohl aber sind sie die unausbleibliche Folge sozialdemokratischer Erziehungskunst gewesen. Man zweifle deshalb, gerade auch im Kölner Sozialistenluger, eiwas weniger an der nationalen Zuverlässigkeit der christlichen Arbeiterschaft, wie es seitens der Herren, die ihre vaterländische Gesinnung erst am 9. November entdeckt haben, geschieht. Auf das Recht, mit darüber zu entscheiden, wann in Köln gestreikt wird, bestehen die christlichen Gewerkschaften, ob es den Herrschaften in ihrem Dünkel paßt oder nicht. Die christlichen Gewerkschaften wissen sich, dank der Zuverlässigkeit ihrer Mitglieder, stark genug, jedem neuerlichen Versuch, vom Volkshause aus einfach Arbeitsruhe für Köln zu dekretieren, energischen Widerstand entgegenzusetzen. So weit sind wir in Köln noch lange nicht, daß den Interessen der Sozialdemokraten zuliebe, einfach das Wirtschaftsleben der ganzen Stadt lahmgelegt werden kann. Und sozialdemokratische Parteiinteressen spielten bei der„spontanen Kundgebung“ vom 27. Mai mit und waren Anlaß zu dem neuerlichen Versuch, den Generalstreik in Köln zu inszenieren. Die„Rheinische Republik“ war nur das gefundene Fressen, das herhalten mußte. Angst vor den Unabhängigen auf der einen und, so seltsam das dazu klingen mag, Machtkoller einiger Führer auf der anderen Seite sind die wirklichen Ursachen. Es gärt und brodelt unter den Massen. Das Paradies der sozialistischen Herrlichkeit bleibt aus. Man schimpft und krokeelt in steigendem Maße über die Führer, die die Arbeiterschaft verraten und verkauft haben sollen. Statt nun mit dem Mannesmut gesunder Ehrlichkeit dem Volke die Wahrheit zu sagen, verfällt man auf die wenig ritterliche Taktik, den Massen etwas hinzuwerfen, was ihre Unzufriedenheit und Kritik ablenken soll.„Es muß ab und zu einmal ein Ventil geöffnet werden“, drückt man sich im Volkshause aus. Einige der Kölner Genossenführer leben dazu seit der Revolution in dem Wahn, daß nur noch Sozialdenickraten eine Meinung haben dürften. Nur diese sind das Volk. Auf demokratische Grundsütze pfeift man. Wird etwas unternommen, was den Unduldsamen nicht in den Kram paßt, droht man mit dem Einschreiten„der Massen“. Als bei der Aussprache über die Neubesetzung hoher Regierungsstellen in der Rheinprovinz kürzlich nicht gleich tur einen der zu besetzenden Prileidentenstühle ein Sozialdemckrat in Aussicht genommen wurde, drohte einer der Unentwegten sofort mit dem Generalstreik der Kölner Arbeiterschaft. Echt demokratisch! Und die Rheinische Zeitung wußte, als Herr Abgeordneter Trimborn als ettvaiger Oberpräsident der Rheinprovinz genannt wurde, sofort von einer unverhüllten Streikandrohung der Ortsgruppe Koblenz des sozialdemokratischen Eisenbahnerverbandes zu melden. Ekel und Abscheu erfüllt jeden ehrlichen deutschen Mann über eine solche Verwilderung politischer Sitten und demagogischer Ausnützung der Arbeiterbewegung. Wenn das die vielgepriesene neue Freiheit und Demokratie sein soll, dann wehe dir, armes Deutschland! Die Klassenherrschaft von rechts findet Ablösung in der noch viel schlimmeren, ständig von rücksichtslosestem Terror bekleideten Klassenherrschaft von links. Aber noch gibt es deutsche Männer und Frauen, die sich solch rüden Sitten mit aller Kraft widersetzen. In Köln wird die christliche Arbeiterschaft zu ihrem Teile dazu beitragen, daß die sozialdemokratischen Anmaßungen auf das Maß wahrer Demokratie und Vernunft zurückgeschraubt werden. An die Parteitreunde! Das Sekretariat befindet sich un Montag, den 16. Juni nicht mehr Rubensstraße 11, sondern bis auf weiteres m Geschäftshause der Rheinischen Volkswacht, Domstraße 6, I. Etage. Vom genannten Tuge an ist das Sekretariat unter A. 4812 und A 7777 zu erreichen. Am Freitag, den 13. und Samstag, den 14. Juni ist das Sekretariat wegen Umzugs geschlossen. Gleichzeitig weisen wir darauf hin, daß von Montag ab die Bürostunden von—12.30 und von.30—6 Uhr festgelegt sind. Samstagnachmittags ist das Sekretariat von 1 Uhr ab geschlossen. Sekretariat der Kölner Zentrums-Partei. Mittelstandsvereinigung. Auf die am Sonntag, den 15. d. M. im Saule des Frünkischen Hofes stattfindende Versammlung der Mittelstandsvereinigung innerhalb der Zentrumsportei, in der zu den wichtigsten Lebensfragen des Mittelstandes in wirtschaftlicher und politischer Beziehung Stellung genommen werden soll, werden alle Freunde und Angehörige des Mittelstandes, Kaufleute, Handwerker, Angestellte und Akadeiniker, Männer und Frauen, nochmals dringend hingewiesenDie Kölner Schulwoche der Schulvereinigung der Kotholiken Deutschlands veranstaltet Freitag, den 13. d.., im großen Saale der Bürgergesellschaft eine Volksversammlung katholischer Eltern zur Stellungnahme zu den Geführen, die der katholischen Schule und Erziehung drohen. Es sprechen Frau Luise Klein(Köln-Sülz) über die Frage: Was verlangen katholische Eltern von den Lehrenden ihrer Kinder? und Rektor Strohe(Köln) über das Thema: Was verlangen Kirche und Schule von dem kathollschen Elternhause? Bei der Wichtigkeit dieser Fragen empfehlen wir den katholischen Eltern dringend den Besuch dieser Versammlung, um sie zu einer machtvollen Kundgebung unseres Volkswillens zur Erhaltung und Förderung der konfessionellen Schule und Erziehung zu gestalten. Kath. Eltern, erscheint in Massen! * D i e s t ä d t i s c h e V o l k s b a d e anstalt, die bisher am Kaiser-FriedrichDenkmal lag, ist gestern rheinabwärts geschleppt und in der Nähe der Frohngasse verankert worden. Wie verlaufét, soll dié Anstalt für den allgemeinen Bésuch des Püblikums geschlössen bleiben. Da sie bei dem volkstümlichen Eintrittspreise besonders von der Jugend des nördlichen Stadtteils fleißig besucht wurde, dürfte das Bäden im offenen Rhein noch weiter um sich greifen * 25jähriges Dienstjubiläum. Der Aufseher Hermann Hüsch und der Arbeiter Joseph Schwarz blicken mit dem 12. Juni auf eine ununterbrochene 25jährige Dienstzeit beim Städtischen Fahrparkt und der Straßenreinigung zurück. * Opernhaus. Herr Kapellmeister Wetzler wurde nach erfolgreichem Gastspiel für das Kölner Opernhaus gewonnen. Herr Wetzler genoß seine musikalische Ausbildung in Frankfurt a.., war dann als Dirigent der Sinfonie-Konzerte in New York tätig, um sich nunmehr der Theaterlaufbahn zuzuwenden. Als zweiter Kapellmeister und Chordirektor am Städttheater in Hamburg tätig, erhielt er die Berufung als erster Kapellmeister an die Theater in Elberfeld, Riga, Halle und Lübeck. *p Dr. Röndorf, der langjäbrige Oberarzt an der Chirurgischen Klinik im St. Josephshospital in Kolk ist nach ganz kurzer Krankheit géstorben. * Maschinenfabrikant Leonhard Hopmann ist am Dienstag nach schwerer Krankheit gestorben. In ihm ist einer der eifrigsten, tatkräftigen und uneigennützigen Förderer des Arbeiter-Wohnungswesens dahingegangen. Mit dem verstorbenen Stadtverordneten Léyendecker hat er gemeinsam die Wege für das gemeinnützige Arbeiter-Wohnungswesen in Ehrenfeld bereitet. Nach Leyendeckers Tod übernahm er das schwierige und verantwvortungsvolle Amt des Vorsitzenden der Ehrenfelder Arbeiter-Wohnungs-Ge nossenschaft. Als solcher war er unermüdlich tätig, die Zahl der von der Genossenschaft zu erbauten Häuser zu vermehren und die Bauten selbst zu einer immer größeren Vollkommenheit zu bringen und den Anforderungen der modernen Bautechnik anzupassen. Zahlreiche Arbeiterfamilien, die sch heute einer gesunden, zweckentsprechenden Wohnung erfreuen, danken dies dem Heimgegangenen, der ein Muster der Anspruchlosigkeit, Schlichtheit und Selbstlosigkeit war. Herr Hopmann gehörte. auch dem Aufsichtsrat der Gemeinnützigen Aktiengesellschuft für Wohnungsbau als Mitglied an. Hier wird man den klugen, sachkundigen Berater schmerzlich vermissen. Auch auf anderer Weise war Herr Hopmann stets bereit, seine Kraft in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Die Zentrumspartei verliert durch den Ted Hopmanns einen treuen Anhänger und Freund. * Die Fleischmarken Nr. 23 müissen bis heute abend abgeliefert werden. Wärmegrad des Rheinwassers. Donnerstag, den 12. Juni: 20 Grad. Sszialdemokratischer Parteitag. Weimar. 11.Juni1919. Die auf dem Porteitag unzweifelhuft stark vertretene Opposition innerhalb der sozialdemokratischen Partei kommt am heutigen zweiten Sitzungstage besonders stark zum Ausdruck und zwar besonders in den Anträgen, die zu dem Bericht des Parteivorstandes vorliegen Ee werden nicht weniger als fünf Berichte zusammen verhandelt. Nachdem gestern der Genosse Wels bereits mit dem Bericht des Parteivorstandes den Anfang gemacht hat, wird heute der Bericht der Kontrolikommissien, der Bericht über die Bildungs- und Jugendfragen, der der Organisationskommission, der Pressekommission und der der Fraktion der Nationalversammlung erslattet. Zu dem Bericht des Parteivorstandes liegen etwa 30 Antrüge vor, wovon 20 die Wiedervereinigung der sozialdemokratischen Parleren verlangen. Den Kern der heutigen Aussprache bildet überhaupt die Einigungsfrage, wobei allerdings andere Fragen auch ausgiebig erörtert werden. Nach der langjährigen bewährten Praais ist ein Vermittlungsantrag eingebracht, der alle die zchlreichen Anträge gewissermaßen zusammenfaßt. Der Antrag ist so vorsichtig abgefaßt, daß er alle Klippen sorgfältig umschifft. Er fordert auch die Wiedervereinigung, stellt aber Bedingungen auf, die von den Unabhüngigen ganz sicher, von den Kommunisten aber nicht angenommen werden. In dem Antrag wird die Bereitschaft des Parteitags erklärt, in Verhandlungen zur Einigung mit der USP auf der Grundlage des Erfurter Programms zu treten, sobald die USP die Grundsätze der Demokratie rückhaltios anerkennt und jede Gemeinschaft mit der Kommunisten-Partei aufgegeben haben wird. Der Parteitag beschließt, zunächst in eine Aussprache über die allgemeine politische Lage einzutreten. In dieser Aussprache platzen die Meinungen zum Teil scharf aufeinander. Der Begriff parlamentarischer Ausdrücke existiert bekanntlich für den Parteitag nicht, und so sind denn die einzelnen Redner in ihren Ausdrücken durchaus nicht wählerisch. Der Begründer des Vermittlungsantrages in der Einigungsfrage, der Genosse Brauns, weist in seinem Referat im Grunde genommen nach, daßs eine Einlgung unmoglich ist. Eine Einigung mit den Kommunisten lehnt er von vornherein ab. Eine Einigung mit der USP bezeichnet er als total unmöglich, weil diese von den Mehrheitssozioldemokraten die Aufgabe ihrer Porteigrundsätze fordert. Er widerspricht sich also eigentlich selbst, wenn er sich für die Einigung einsetzt. Er rechnet dabei offenbar auf den rechten Flügel der Unabhängigen, bei dem die Sehnsucht nach der Wiedervereinigung stark ist. Die Folgen einer solchen Einigung verhehlt er sich nicht, denn er erkennt offen an, daß bei einer solchen Einigung der stärkere linke Flügel der Unabhängigen zu den Kommunisten übergehen würde. Die Ausführungen Brauns zeigen so recht die große Schwierigkeit der Einigungsfrage, und es ist so gut wie sicher, daß der Weimarer Parteitag so wenig die Einigung der sozialdemokratischen Partei bringen wird, wie der Würzburger Parteitag vor zwei Jahren. Aus der Mitte des Parteitages wird eine scharfe Kritik an den Masnahmen der Regierung hinsichtlich der Demokratisierung geübt. Ganz besonders ist es der preußische Minister Heine, gegen den sehr heftige Angriffe gerichtet werden. Die Ausspräche über diesen Teil der Erörterung zeitigi seltsame Blüten. Unter Berufung auf die Demokratie fordert z. B. ein Redner, daßs die Sozialdemokraten es nicht zulassen dürfen, das das Zentrum in den Provinzen, in denen es zahlenmäßig die Mehrheit hat, die hohen Stellen bekleidet. Dieser Genosse ist so sehr Demokrat, das er, weil die Sozialdemokratie bei den Wahlen zur Deutschen Nätionalversammlung am meisten Stimmen erhalten hat, auch die meisten Amter in Anspruch nimmt. Nach einer Mittagspause sind auch die Minister Scheidemann, Bauer und Wissell auf dem Parteitag erschienen und damit die sozialdemokratischen Mitglieder der Reichsregierung vollzählig auf dem Parteitag anwesend. Der Reichswehrminister Noske ergreift sozusagen die Gegenoffensive. Er rechnet mit seinen Gegnern innerhalb seiner Partei scharf, aber geschickt ab. Er appelliert an die politische Einsicht seiner Perteifreunde und sucht innen klar zu machen, daß sie sich immer wieder von den Unabhängigen ins Bockshorn gugen und ins Schlepptau nehmen ließen. Er verwahrt sich energisch gegen den Vorwurf der Kleberei und hält seinen Angreifern vor, daß er unter ihnen sehr viele kennt, die nuch einem Amte streben. Er hat bei seiner Abwehr die Mahrheit des Porleitages augenscheinlich hinter sich. Das ist auch der Fall, als er sich gegen die übertriebenen und fortgesetzt sich steigernden Lohnforderungen Front macht und denjenigen, der die gegenwärlige traurige Zeit nicht scheut, solche Bestrebungen zu fördern, öffentlich als Duminkopf und schamiosen Demagogen brandmarkt. Seine eigenen Parteifreunde sucht er aus ihrer„Schafsgutmütigkeit“ aufzu rütteln, damit sie nicht immer wieder„auf den Leim der Unabhängigen hereinfallen“. Er wendet sich auch gegen die Forderung nach Auflösung der Freiwilligenverbände, eine Forderung, die er als unmöglich und unerfüllbar bezeichnet, da sonst das Chaos in Deutschland regieren würde. Ungeheures Aufsehen erregte seine Mitteilung, daß die Unabhängigen seit einiger Zeit versuchen, die Freiwilligenverbände für sich zu gewinnen. Er teilt mit. daß mit seiner Kenntnis die Führer der Gorde-KavallerteSchützendivision aus dem Edenhotel in Berlin mit den Unabhängigen verhandelt haben, die sie zum Sturze der gegenwärtigen Regierung und zur Aufrichtung einer Regierung der Unabhängigen gewinnen wollten. Der Führer der Unabhängigen, Barth, fügte er zu dieser Mitteilung mit beißendem Spott hinzu, habe anscheinend zu seinen Pistolen kein Vertrauen mehr und es gelüste ihn jetzt nach Noskes Kanonen. Mit der Versicherung, daß die Regierung, um das Volk zu retten, ausharren werde, schließt Norke seine eindrucksvollen Ausführungen, und der starke Beifall der überwiegenden Mehrheit des Hauses beweist, daß er den Angriff seiner Gegner bereits abgeschlagen, bevor er eigentlich eingesetzt hat. Wie es scheint, soll der Parteitag aber doch ein Opfer aus den Reihen der sozialdemokratischen Minister erhalten. Es verlautet, daß die Sozialdemokraten den preußischen Minister Heine, gegen den sich ebenfalls zahlreiche Angriffe richten, fallen lassen wollen. Im weiteren Verlaufe der Aussprache setzte sich auch der mehrfach angegriffene Minister Heine, dessen sofortiger Rücktritt von verschiedenen Rednern verlangt worden ist, energisch zur Wehr. Er bemühte sich, dem Parteitag aus. einanderzusetzen, daß die von mehreren Seiten stürmisch verlangte Reform der inneren Verwaltung nicht überstürzt gemächt werden könne. Heine wird z. T. sehr scharf und bezichtigt seine Gegner einer unverantwortlichen Demagogie. Einer der Hauptvorwürfe gegen ihn gipfelt darin, daß er nicht mit den Landräten schleunigst aufräumt. Auch gegen diesen Vorwurf verteidigt sich Heine, indem er den Nachweis zu erbringen versucht, daß er bereits damit begonnen habe, mißliebige Landräte zu beseitigen, das aber auch in dieser Frage vor einer Überstürzung schon im Interesse der Aufrechterhaltung der Lebensmittelorganisation dringend gewarnt werden müsse. Heines Ausführungen, die bei einem Teile des Parteitages sichtlich Eindruck machen, veranlassen die Opposition zu lebhaften Zurafen, die den Minister mehrfoch hindern, in seinen Ausführungen fertzufahren. Die festgesetzte Redezeit wird von ihm überschritten, und erst nach längerem Hin und Her gestottet ihm der Parteitag, seine Rede zu Ende zu bringen. Dann wurden die Verhandlungen abgebrochen und auf Donnerstag vertagt. en Airmesfeier im alten Köln. Kirmes ist die Abkürzung von Kirchmesse, jener Messe die zur Erinnerung an die Einweihung einer Kirche gelesen wird und mit der denn auch eine weltliche Feier der Pforringehörigen verbunden ist. Das erste Kirchweihfest brochte in Köln, wie noch heute, der Pfingstmontag durch die„QuirinusKirmes“ in St. Gereon, an die sich dann an den folgenden Sonntagen bis in den September hinein die Kirmessen der einzelnen Pforreien der Stadt anschlossen. Die Kirmessen im alten Köln waren allgemeine Bürgerfeste, die steis im ganzen Familienkreise gefeiert wurden, wobei es bei Reich und Arm hoch herging; wrie uns dies De Noel in seinem humoristischen Volkslied:: „Alauf de kölsche Kirmesse, geschildert hat. Vor dem Kirmessenntag word in jedem Hause großes Scheuern veranstaltet; und jeder Rausgiebel, vor allem in den Torsteaßen, wurde neu getüncht. Am Kirmessomstage verkündete gegen Abend das sogenannte „Beiern“ den Pfarrgenossen den Anbruch des langersehnten Festes. In jeder Pfarre hatte dieses Kirmesgelänte seinen eigenen Shythmus, auf den die Kinder sangen: „Minge Duume, minge Finger, mingen Elienboge, Wä mich leey hät, eß mi Schwoger! oder: Herods de mi Schwester, dann weesch do mi Schwoger!“ Die Glocken von St. Andreos sangen zun Kirchweihe,— Rübstiels-Kirmes— genannt: „Zint Andrees, Zint Andrees. Zint Andrees es ne gode Monn, Hä gitt, wat hä nor geyve kann. Und wann hä selver nix en hät, Dann git hä cch keinem andre jett!“ In St. Johann Lapti##t heierte es: Spillmannsgaß. 30 Ruckerpuck. Häß Flüh em Sack, haß Lüüs em Sack!“ Und in der Elend-Kirche.— zur Knöche ens-zrt— tönten die Glocken: „Dudeknoche, Wat solle mer koche?— Stockfesch un Adöppel!“ Die Kinder sammnelten schon innae Zeit vor her in der Nachbarschaft bei Verwandten und Bekannten ausgeblasene Eierschalen zur Anfertigung von Kronen und Sternen, die aus buntem Papier, irdenen Pfeifenstielen, Glasstreifen gemacht, mit Fähnchen aus Klappergold verziert und mit der Inschrift:„Vivai uns Kirmes!“ geschmückt, quer über die Straßen gehängt wrurden. Welch eine Freude! Welch ein Jubel! erweckten diese Vorbereitungen in den Kinderherzen, an denen auch die großen Leute innigen Anteil nahmen. Die Häusergiebel der sogenannten Kappeshauern wurden außerdem mit frischen Maien und blühenden Sonnenblumen oft bis unter das. Dach geschmückt. Schallte dann das „Reiern“ vom Turm, so zogen Fähnrich und Führer mit ihren Reihjungen durch die Pfarre, um beim Herrn Postor, den Kaplänen, den Kirchenmeistern und den Vorstehern der Bauerbänke„et Föndel“ zu schwenken. Das Fändelschwenken war eine Kunst, die vielg Gsschicklichkeit erforderte; denn noch dem Klange von Pfeifen und Trommeln mußte die lange Fahne an kurzem Stiele bald um den Ropf, bald um den Leib, baia zwischen den Beinen in allen nur denkbaren Schwenkungen gehandhabt werden. Darauf überreichte der Führer dem also Geehrten den Ehrentrunk und eine Schnitte frischen Kirmesweck, wofür er dann das herkömmliche Kirmesgeid in Empfang nahm. Dabei sangen die Kinder: „Jann, minge Mann eß Fänderich, Frau Fänderichs ben ich, Wann minge Mann dat Fändel schwenk, Springen ich ürver Stöhl un Bänk.“ Herzerhebende Schauspiele boten die Kirmesprozessionen, die sich durch die mit frischem Laub bestreuten Straßen bewegten, wo in den Haustüren und Fenstern prachtvoll aufgehaute Altäre den Reichtum der einzelnen Familien an wertvollen Heiligenbildern, Kruzifixen, silbernen Leuchtern, Stickereien und Teppichen offenbarten. Noch mehr des Sehenswerten zeigten die Prozessionen der Bauerbanke, bei denen der Fähnrich seine Fahnenübungen machte, der Führer der Reihjungen in Amtstracht mit roter Schärpe und Federhut den glänzenden Spieß führte und das„Gecken Büünichen“ in mitteialierlichem buntem Kostüm vor dem Hochwürdigsten tanzte, wie einst David vor der Bundeslade. Eine besondere Ehre und öffentliche Anerkennung eines gesitteten Betragens zeichnete die Heiligen-Knechte und-Mägde aus, die die Heiligenbilder in den Prozessionen irngen und dazu von der ganzen Pforre erwählt worden Waren. Die Hauptprozession war die Fronleichnamsprozession, welche die alte Cottestrucht ersetzie, und wie heute noch vom Dome aussing. Am Vorchende verkündeten vom Bomhofe ber die Stadtböller das nahende Fest. Alle Geistlichen der Stadt, alle Beamten, die Richter in ihren Amtstrachten und die ganze Garnigon nahmen an dem festlichen Umzuge teil. Je mehr Bürger mit Wachslackein,„Flambauen“, die Kirmesprozessionen und besonders den„Himmel“ begieiteten, desto schöner wur Sie. Eine eigenartige Erscheinung waren dabei die Betteljungen, die neben den Fockeltrügern einherzegen, um das abträufelnde Wuchs mit den Händen oder mit kleinen Schüsselchen aufzulangen und dabei zugleich von ihren Kniffen, die Fackeln recht fließend zu maehen, eifrig Gebrauch nachten. In den Kirmespfarren herrschte an den drei Eirmestagen stets ein munteres Volkstreiben, wohei die Kirmestrende clt und jung aus den Angen leuchtete. Vor den Bier- und Weinhäusern, wo die Fiedel zum Tonze rief, prangten einige grünende Birken in mit Wosser gesiillten Tönnchen. Monn. Frou und Kind besuchten an den Kirmestagen die Bierhanser, um sich dort an hartgesottenen Eiern, Handkäschen und Lebkuchen zu erfreuen. Der eigentliche Kirmestrank war Bier mit Zitronenscheiben und Muskatnuß. Die Bauerbänke hatten ihren besonderen Kirmestanz, den„Reih“ und vor dem Wirtshause, wo dieser geholten wurde, prangte der von den Jungfrauen der Bauerbank mit Bändern und Fähnchen bunt gezierte Reibaum. Noch dem Gottesdienste holten die Reihjungen, im kattunenen Kamisol, mit weißer Zippelmütze und weißem Schurz, ihre Mädchen zum Tanze. Die drei Kirmestage wurden gewissenhaft. bei Speise und Trank, Lied und Tonz, selbst auf den Straßen, gehalten. Am Donnerstag zog alt und jung, namentlich die Bauerhank der Friesenstraße, nach Melaten, um dort die Kirmes zu begraben. Dies geschan durch ein feierliches Verscharren der Knochen vom Kirmesschmaus, worauf ein allgemeines Ficknick auch die letzten Reste der Hirmesfreude verschwinden ließ. Ein althergebrachtes Kirmesrecht der Kinder äußerte sich darin, daß diese die Vorübergehenden um ein„Opfer“ ansprochen mit den Worten:„Gitt mer jet zo offere“, wrobei die umstehenden Kinder riefen:„Citt im ald jet! Gitt im ald jet!“ Auch zogen die Kinder vor die Häuser hessergestellter Bürger und sangen dabei: „Rode, rode, Eichhoon! Citt uns jet en't Zeichhoon! Roden dit, roden dat! Gitt uns jet en dä Knappsack: Muus, Muns, kumm eruus, Bräng uns e groß Stöck Geld eruns.“ Selten fand dieser Bittgesang kein Gehör; die Spenden flossen reichlich. Zeigte sich aber einer unerbittlich, dann brüllte der ganze Chor: „Et sitz en Schwalrter op däm Huns, Die dr— däm Här en Aug uns, en Aug uus!“ In den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts logierie der preußische Kultusminister Eichhorn während der Kirchweihe von St. Maria in der Kupfergasse im Kaiserlichen Hofe auf der Breite Straße. Nachmittags lag die Exzellenz im Fenster, um dem Straßentreiben zuzusehen, als eine Schar Knaben sich unter demselben aufstellte und ihr„Rodc, rode Eichhoon“ anstimmten. Die Exzellenz geriet außer sich vor Wut, da sie giauhte, man wolle sie beschimpfen, zumal sie etwas rothaarig wvar. Der Wirt konnte die aufgeregie Exzelienz nicht beschwichtigen und erst einem höhleren Polizeiorgane gelang es den Minister von der Harmlosigkeit der kölnisehen Jugend zu überzeugen. Das geopferte Geld erhöhte die Kirmesfreude der Jugend. Sie kaufte dafür Wachsdraht und Feuerwerk. Denn Wachsdraht und„Kellerstümpcher“ dienten abends zur Iliumination der Häuser; wobei noch„Schmidtsfeuerchen“, Ruketenwerfen und Schlüsselknalien auf den Straßen das Kirmesireihen„verschönern“ half. Die Bayenkirmes im Herbste brachte die gonze Stadt in Bewgung. Im Bayengraben reihte sich Bude an Bude. Hier wurge gekocht und geschmort, hier klangen die alten Tonzweisen, der kolnische Ländler und die„Sibbesprüng- und beflügelte die Füße der Tanzlustigen. Dos ganze Orchester bestand aus dem Dudelsack, dem Hackbrett, der Larmner und der Trumm; weiche den Takt hielt. Kräme zum Kuchenschlagen und große Drehbretter lockten die Kirmesgiste heran, die frige#a tröhem Apfeln ein güttich taten. Die alten Kölner Kirmessen waren den Bürgern noch wirklich rote Tage in ihrem Lebenskalender. Blind. Nach dem Frunzösischen von Helga Aster. I. An einem Juliabend war es in Paris. über der schönen Stadt logerte jene bleierne Schwüle, die heftigen Gewittern voranzugehen pflegt. Schon vernimmt man dumpfes Donnergrollen, hald aus dieser, bold aus jener Richtung, bald klang es wie launisches Knallen und Reißen, bald wie der Lärm zusummenstürzender Planken. Bald fielen große versinzelte Tropfen herab, schlugen den Fassanten ins Gesicht und ließen auf dem staubigen Gronit des Bürgersteigs große dunkle Fiecken entstehen. Eine hübsche Brünette von ungeführ zwanzig Jahren schien sehr unangenehm überrascht von diesem plötzlichen Guß und Rlüchtete sich in eine offenstehende Tür. Ihre Kleidung wor zwar keineswegs derart, das sie durch einige kleine Unbilden der Witterung viel an Wert verlieren konnte; sie zeugte vielmehr von größter Einfechheit und äußerster Sporsamkeit. Das gutsitzende Kieid war aus glattem schwarzem Merino, der schwarze Strohhut trug eine Garnitur von Mohnblumen; man erkannte aus allem, dals sie zu jenen kleinen Arbeiterinnen gehörte, die sich ihren bescheidenen Anzug selbst herstellen müssen. Martha Duflon, so hieß die Kleine, glänzte in ihrem einfachen Kleid förmlich von tadelloser Sauberkeit: ihre spiegelblanken Schuhe und ihre weißen Hände zeugten von der großen Sorgfalt, die sie auf ihre Person verwendete. Es schlug zehn Uhr. Die Straße war schon beinahe verödet. Nur ein junger Mann, der es trotz seines Regenschirms verschmähte, weiterzugehen, irut ebenfalls ein und stellte sich neben Martha. Aufgeregt durch die Heftigkeit des Gewitters, hatte er wohl kaum beobachlet, wer außer ihm noch im Torweg stand. Da vernahm er einen gellenden Aufschrei, ein greller Blitz zuckte durch das Dunkel und unmittelbar darauf folgte ein furchtbarer Donnerschlag. Der Blitz hatte nur zwei Schritte von ihm entfernt eingeschlagen. „O, mein Gott, schrie das junge Mädchen, „ich sehe nichts mehr! Ist es Nacht? Ach nein—! Aber dieser Schmerz! Ach, der Blitz hat mir die Augen versengt— in bin bsind!“ Diese außerordentliche, ungeheure Wirkung des Blitzes, obschon sie verhältnismäßig selten vorkommt, ist bekannt, und es fehlt für dieselbe nicht on Beispielen. Sie besteht entweder in einer Blendung oder in einer Lühmung der Sehnerven. Im ersten Fall ist Heilung möglich durch eine Operation, die heutzutage###st inmer gelingt, im andern Fall ist es fraglich, ob auch rur die geringste Besserung erzielt werden kann. Eine Flut von Klagen, untermischt mit Seufzen und Schluchzen, drang aus der keuchenden Brust des unglücklichen jungen Geschöpfes. Was sollte aus ihr werden?— Sie konnte u nicht mehr arbeiten. Ja, sie konnte nun nicht einmal mehr nach Hause zurückkehren. Wer sollte sie denn pflegen, sie ernähren?— Sollte sie etwa beiteln gehen?— Ach, es wor entsetzlich. trand Camusard war einer jener Pariser, der all die tausend üblichen Cannereien kennt, weiche auf das Mitleid des Publikums rechnen, und so hatte er sich eine förmliche Zweifelsucht angeeignet, die in allem eine Verstellung witterte. Auch hier wor er geneigt, eher an eine solche als an ein Unglück zu glauben. Mit einem prüfenden, neugierigen Blick betrachtete er die Unglückliche. Er fand sie nicht im mindesten entstellt. Zwei große schwvarze Augen glänzten ihm entgegen. Ein leichtes Rot belebte ein blasses Gesichtchen von großer Regelmäßigkeit und, meinte er. von verführerischem Liebreiz. Um wirklich erblindet zu sein, dachte er, wäre die Brünetie zu hübsch geblieben: er würde es wohl mit einer jener kleinen Vagabundinnen zu tun haben, die sich immer auf der Suche nach einem Abenteuer befinden. „Will mir denn niemand zu Hilfe kommen?“ rief Martha verzweifelt. „Weinen Sie nicht, mein Fräulein,“ sagte Bertrand mit sanfter Stimme,„wenn Sie es erlauben, wiill ich Ihnen als Führer dienen.“ „O, danke, mein Herr!“ „Wo wrohnen Sie?“ „128. rue la Candamine.“ Ganz in meiner Nähe, dachte Comusard. Und indem er sich an das junge Mädchen wendete, setzte er hinzu: „Eben hört es auf zu„regnen. Wollen Sie meinen Arm nehmen?“ Während sie nun zusammengingen, mußte sich Camusard gestehen: wenn dieses Mädchen Komödie spielte, mäßte sie mit erstaunlichem Talent spielen. Sie erzühlte ihm, während sie sich vertrauensvoll auf seinen Arm stützte, was ihn aus dem Leobe lör et Levve! E kölsch Verzäliche vun Heinr. Koch. Et eß eigentlich schad, dat ich en der Jugend nit op Stänekicker studeet han, dann künnt ich jitz ming kölsche Fründe us de Stänen eruslese, wat de Zokunf uns brange weed. Denn selden eß wahl, su lung de Welt och besteiht, de ganze Minschheit esu en Spannung un Oprägung gewäs, wie grad en dis Däg, wo et sich dröm handelt, ov no endlich der Fridde kunmme sall oder nit. Un doch eß et got, dat mer nit en de Zokunf kicke kann, denn wer weiß, wat mer dann söhch, un wie schwer mer dodran zo dragen hätt. Dröm well ich de Kateschlägesche met ehr Ulen un Katze, die jo och zo Kölle noch luuter Domme genog finge, kein Konkurrenz maache, un met ming Lesere alles esu unsem Herrgott üvverlohße, wie et för uns et beß eß. Un wamer op unsen Herrgott uns verlohße, dann jahre mer ganr secher nit schläüch, un et mag kumme wie et weil, hä weed uns bestemmp nit em Stech lohße. Hü ließ et nit luuter op eine rähne, hü scheck och widder Sonnesching. Un wie op der Winter met singer Kält, sing Stürm, les un Schnei doch der Fröhling widder gekumme es un mer widder Pingste han siere künne met Schnesching un Blötepracch, su weed op all dä Jomer un all dut Leid, dat mer bes hück han durchmanche müsse, och widder ne Völkerfröhling kumme, en dem der Haß schwigge muß, wo de Leey sich widder hervörwog, we de zaate Blömcher unger der Schneideck, un wo alles opodemp un widder zo neuern Lerven erwacch. Un dat et esu kütt, dat wünsche mer, we för ganz Dütschlond, su besondersch och för uns rhingsche Heimat un för uns leev Kölle. Marjadergaß, eß dat en de letzte Woche ne Wäul un Krawall cm et Rhingland gewäs! Dat wer je rein, we en'em Hexehuüische. Ne, et mag gewäs sin, we et well, dat vesse mer aliemoie, dat die, die uns besher vörangegange un uns Föhrer gewäs sin, ei Allerbeste gemeint hon, un dat nümmes, ävver och nit eine vun uns he zo Kölle dran gedaach hätt, et Rhingland vum Dütsche Rich zo trenne. Dröm hätt och dat, wat do gedonn eß wode, met„Hochverrat“ esu vill zo dunn, we de Sozialdemokratie met unser Herrgott. Walmer drver op der andere Sick dran denk, wie mer he am Rhing su mänchmol vun Berlin us sin behondelt wode, dann sollt mer et doch met der Wot krige. Nümmes em ganze Rich kann treuer dütsch sin, we mer Rhingländer, un trotzdem si’mer nor zo off als Dutsche zwetter Klaß behandelt vrode. Dut mer do dä Berliner nit öm der Hols falle un se vür luuter Leeu beinöks opfresse, dat kann uns doch och nümmes üvvel nemme. Ich mein, dem rhingsche Volk gingk et beincks esu, we et em Märche dem„häßliche junge Entlein“ gegungen hätt. Watt hätt dat ärm Dheerche nit all ligge müsse, we sin aliemele uvver et hergefalle, un we hätt die ahl Kluck un met ehr der ganze Höhnerhoff et vertolg, zerropp un zerbesse, bes et kaum mihe Fedderche ; a m L i e v h a t t. U n e s u e s e t o c h m e t u n s. Uns Rhingland, dat eß dat arm Entche, dat vun nümmes erkannt un vun allemole verkannt yrood, die ahl. bessige Kluck, dat eß Berlin, un dd Höhnerhoff dat sin all die, die on uns eröm kacke, un vun rhingscher Aut un rhringschem Levve su vill Ahnung han, we der Adoif Hoffmann vun Religinn un Anstand. Durch dat Zerbieße un Zerroppe eß et dem Eatche noch nit mügelich gewäs, ne öntliche Schwan zo wäde, un wann et op de Hölp un de Kultur vun Berlin un vum Osten anköm, dann künnt uns Rhingland sich als e ülend verkömmert Entche en en Hött läge un sterve. Un doch weed för dat verkonnte Entche för uns rhingsche Hcimat, och de Zick kumme, wo se genau weem Märche sich zom wunderschöne Schwon entwreckeit, weil dai en ehrer Aut litt. En Hohn eß en Hohn un bliev en Hohn, so lang et lääv, un wa en Berlin met Spreewasser gedäuf eß, kann nie us singer Huck erus, un kunn nie ne gemötliche Kölsche wäde. Un we nor us’em Schwaneei ne Schwan kumme kann, wann hä och en zicklang wee häßlich klein Entche ussüht, su kann och et Volk am Rhing nor jet Düchtiges, jet Großes, jet Hervörragendes wäde, mag et noch esu siehr verkannt, gedröck un geduck wäde. Un dat dat geschüch, dat uns Rhingland noch ens groß un glänzend dosteiht un besondersch och met singer Hölp uns dutsch Vaterland'er besseren un giöcklicheren Zokunf entgügegeiht, dofür wäden uns riungsche, treudütsche Männer un Fraue sorge. Allerdings muß dem Eniche och he oy do en Fedder usgeropp wäde, die nit zo im pals un die sie wies Kleidche verschängeleet. Gewes hun de miehzte vun uns der gode, jo der allerbeste Welle, dem Vaterland esu got 2e helpe, we se künne. Un doch eß esu mänch einer, der der bravste Jobreder, söns ävver ene urge Schlappschwanz eß. Un su en arm Höösche kann uns schwer un ähnze Zick nit verdrage. Mallich vun uns muß op singem Poste sin. un vor allem dem Zentrum un singer Preß beistonn, weil do de wohre Höln 70 fingen eß, die uns in de Hühde un zon Glöck föhre kann. En där Hinsich kann sich mänch einer verdeent maache un unser gode Sauch zom Seg verhelfe, dd villeich söns ganz bescheide zoröcktritt. Noch ville katollische Hfüüser gitt ot 20 Kölle un ömgägend, die kei Zentrumsblatt halde. Wä doför sorg, dat dat andersch weed, gitt och dem Entche ne Däu, dat et räüch bahl ene Schwan weed, un dat die nit en unse Heimat sege, die der Kampf gügen de Religiun un de kreßliche Schull opgenommen han. Dröm well ich hoffe, dat ich unger ming Lesere vill Dausende finge, die dodrenn met mer Hand in Hand gonn, un wann unse Herrgott uns am Levve ließ un mer erlevven et, dat uns Rhingland widder zer Blöte und zo neuem Glöck kütt, dann künne un dürfe voll Stolz iner sagen:„Dozo han ich och met beigedrage.“ Un wat noch mih kei got Leech op uns wirk un andersch, ganr andersch wäde muß, det eß die schreckliche Vergnögungssuch. Dausende und aber Dausende sin et, die der Ahnz der Zick nit erkenne welle, un die we de Motten öm et Leech, su vun einem Vergnöge .—„ Seste 6 3 geraderu entzückte, daß’ sier keine Eltern mehr habe und ganz frisch gus der Provinz nach Paris gekommen sei, ohner viel mehr zu besitzen als einen Empfehlungsbrief an ein großes Wäschegeschäft, in detns sie nun seit einem Monat beschäftigt warc Er hörte ihr mit zerstreute###liene zu und bemühte sich, das Traurige an derselben durch einige mißlungene Scherze zu verscheuchen: ihm würde es niefals einfallen, so hübschen Mädchen sich die Hände blutig arbeiten zu lassen— o nein! Wenn sie wenigstens soviel damit verdienten, um sich prächtige Toiletten kaufen zu können. Im Grunde genommen verstockte er sich aber förmlich in dem Glauben, daß das junge Mädchen doch nur blauen Dunst vormache; er war auch sohon einer so überaus bürgerlichen Idylle herzlich überdrüssig, und um sich als gewitzigter Pariser zu zeigen, um ihr zu verstehen zu geben, daß er keiner von den Naiven sei, die auf die erste beste Geschichte hereinfallen, frug er sie, ob sie mit nach einer Brauerei gehen wolle, dort einen Bock zu trinken. Martha ließ sofort seinen Arm los. Ganz verwirrt und aufgeregt stotterte sie: „0, mein Herr, das ist schlecht, daß Sie mir s0 etwas vorschlagen.“ Aber der gewandte Pariser Kommis hatte keine Lust, sich von ihr einschüchtern zu lassen, hielt er sie doch für eine leichtfertige Person. „Kommen Sie doch,“ entgegnete er.„Tun Sie doch nicht so stolz.“ Und ohne viele Umstände versuchte er den Arm des Mädchens wieder in den seinigen zu legen, um sie fortzuführen. „Hilfe!“ schrie Martha entsetzt.„Hilfe!“ Auf ihren Ruf kam ein großer vierschrötiger Bursche herbeigeeilt. „Wollen Sie sie wohl loslassen!“ schrie er Camusard an. Und ohne eine Antwort abzuwarten, versetzte er dem Kommis einen so derben Stoß, daß diesem jede Lust zu einem Kampfe verging. Marthas Befreier war hald von dem Vorgefallenen unterrichtet. Einmal befreit von ihrem gefährlichen Begleiter, der nicht an ihr Unglück glauben wollte, sah sich Martha genötigt, ihrem neuen Beistand zu erzühlen, wie alles gekommen war. Dafür teilte dieser ihr mit, dass er Peter Carlier heiße, sechsunddreilig Jahre alt und bei der Westbahn angestellt sei. Was er ihr aber verschwieg, war eine entsetzliche Narbe, die aus dem Kriege von 1870—71 stammte und sein ganzes Gesicht entstellte. Vom ersten Augenblick an fühlte sich der brave Mensch, den alle Frauen bisher abgewiesen hatten, lebhaft zu dem hübschen, jungen Mädchen hingezogen, das ihn zwar hören, aber nicht sehen konnte. An ihrer Tür verabschiedete er sich von Martha Duflon, bot ihr aber.an, am nächsten Tage. wiederzukommen, um zu sehen, wie es ihr gehe und um einige Besorgungen für sie zu machen. Sie war glücklich, endlich einen anständigen Freund gefunden zu haben und. nahm:dankbar sein Anerbieten dn# Das Vertrauen erweckende„ Benehmen des Eisenbahnbeamten, der aufrichtige Tengseiner Stimme rührten ihr. Herz. und.Hößten ihr Vertrauen ein 5.. Am.- nächsten Margen, erschien Carlier wiäder, ein Arzt begleitetes ihn. Rbelutsche Velkswacht Nr. 181& Dounerstag, 12. Juli 19I9 wenig daß auf jeden lung nötig sei. Mit Bangigkeit kragte sich diß Unglückliche, wer denn während dieser Zeit für ihren Unterhalt sorgen solle. Aber. Peter Carlier kam ihren Gedanken zuvor#####. „Sie dürfen nicht daran zusein, Fräulein, daß Ihr Arbeitgeber Mitleid Mit Ihnen haben wird, ich bin überzeugt, daß er Ihnen solange Ihr Gehalt auszahlen wird, bis Sie geheilt sind und wieder bei Bihm eintreten können. Ich will zu ihm gehen und Ihnen dann seinen Entschluß mitteilen.“ Eine Siunde später teilte Carlier seinem Schützling mit, daß sie nichts zu fürchten hobe: das Geschüft werde die Kosten ihrer Krankheit bezahlen und ihr ihren Posten offen halten. zam andere schwevve. Dis Dag säht mer ne Mann, dd ich frogte, wat hä dann zo dä dröy Zigge sagen dät:„Och, ich sage gar nix, am leevste eß et mer, wenn ich luuter ne Kleine drenn han.“ Dat eß och ene Standpunk, dä ävver nie zor Rettung un zom Glöck föhre kann. Jo. et eß beinöks esu, als wenn ville Minsche lunter e besche beduselt wöre, domet se de ganze Welt em rusige Leech ansinn künnte. Jet Gots kann dodrus niemols entstonn, un walmer all uns Vergnügungslokale sesüht un dat Publikum, war mer Dag för Dag do finge kann, walmer süht, wat do gegesse, gedrunke, schnabeleet un verkunsemeei wweet, dann sall iner wirklich nit sage, dat mer de schlemmste Zigge durchleeve, die jemols sin dogewäs. Nä, nit em Dusel, nit vum Kinema, Tingeltangei un ezu en ähnliche Lokale us welle mer die Welt betrachte, sondern met fantern un klorem Bieck. Mer welle allesen et Aug fasse, et Gode we et Schldächte, un dann welle mer, ohne uns zo üvverhevve un ohne zo verzwiefele, allemole, ohne Usschme, för uns dütsch Vaterland bedde, aran ringe bes ze unsem letzte Odemzog. Wirklich brachte von jetzt ab Peter Carlier der hübschen Blinden regelmäßig ihren bisherigen Wochenlohn. Natürlich ging es bei seinen Besuchen nicht ohne endloses Geplander ab. Martha kannte niemand in der großen Stodt, keine menschliche Seele kam zu ihr, was Wunder, daß sie froh war, jemand gefunden zu haben, dem sie ihr Leid klagen konnte. Jener tröstete sie und brachte ihr den Balsam der Hoffnung. Nach und nach verwandelte sich die lebhafte Zuneigung, welche diese beiden Enterbten— die Blinde und der Entstellte— verband, in eine aufrichtige gegenseitige Liebe. Wenn Peter auch von erschreckender Häßlichkeit war. sein Herz besaß große Vorzüge: seine Güte, seine Sanftmut, sein Edelsinn und seine Ergebenheit hatten auf das junge Mäd chen einen tiefen, unauslöschlichen Eindruck gemacht. II. Drei Monate waren schon verflossen seit jenem schrecklichen Unfall, und trotz der zuversichtlichen Versicherungen des Arztes war Martha noch immer nicht geheilt. Sie fand es nachgerade doch sonderbar, das ihr Prinzipal fortfuhr. sie für eine Arbeit zu bezahlen, die sie nicht leistete, zumal er sich von der Wahrheit der Tatsachen hicht selbst überzeugt hatte. Eine Vermutung stieg in ihr auf, und um sich Gewißheit zu verschaffen, bat sie die Concierge, eine brave Frau, die ihre Pflege übernommen hatte und sich sehr teilnehmend zeigte, nach dem Geschäft zu gehen und dem Besitzer Marthas Dank abzustatten. Am Abend dieses Tages fand Peter die Kranke in Tränen. „Ich weiß alles.“ schluchzte sie.„Wie edlel und großmütig Sie an mir gehandelt haben. Und mich auch noch glauben zu lassen, das Geld, das Sie mir bringen, käme von meinem Prinzipal, der kein Herz für mein Unglück hat. Aber trotzdem: es ist doch unrecht, daß Sie mir, ohne mich darum zu fragen, eine so große Schuld der Dankbarkeit aufgeladen haben, ich muß— ja nun muß ich erst recht mein Augenlicht wieder erhalten, damit ich Ihnen zurückerstatten kann, was Sie mir geliehen haben.“ „Wenn Sie nur wollen, meine liebe Martha, so ist alle Schuld beglichen.“ „Wie denn?“ „Werden Sie— nehmen Sie mich zum Mann.“ „Was?“ rief die junge Bliude und begann vor Freude zu weinen.„Sie wollen mich heiraten?“ „Es ist mein größter Wunsch.“ „Nun denn, ja! Ich habe Ihr Gesicht nie gesehen, aber in Ihren Zügen ist ganz gewiß Ihre offene ehrliche Seele zu lesen. Nur eine Bedingungen stelle ich: ich muß erst geheilt sein, bevor wir heiraten.“ Diese Antwort gefiel dem braven Mann durchaus nicht; sie. machte ihn vielmehr nachdenklich und düster. Wenn seine Verlobte ihn sehen könnte, dachte er, würde sie sich von ihm abwenden; und dieser Gedanke bedrückte ihn schwer. Ohne es sich recht einzugestehen, würschte er beinahe, Martha möge blind. bleiben. „Warum wollen Sie denn nicht gleich?“ wiederholte. er wohl zwanzigmal.„Wir könnten doch so glücklich sein?“ Aber Martha blieb unerbittlich. „Nein,“ entgegnete sie, ich bin Ihnen schon bisher eine Bürde gewesen, ich will nicht wie eine schwere Kette sein, die sie Ihr ganzes Leben mit sich herumschleppen müssen. Wenn ich mein Augenlicht nicht wieder erhalte, so werde ich verschwinden und Sie sollen nie wieder etwas von mir armem Krüppel hören.“ „Selbstmord!— So wollen Sie also, daß auch ich vor Verzweiflung sterbe?!“ Aber er vermochte das junge Mädchen durch nichts zu überreden. Ubrigens: Martha hoffte mit fester Zuversicht auf eine wunderbare Heilung— die Aussprüche des Arztes schienen sie dazu zu berechtigen— und sie malte sich schon im voraus die große Freude aus. wenn sie ihren Verlobten eines Tages damit überraschen würde. IV. Es war der erste Sonntag im Mai. Der Frühling hatte den Bäumen wieder ihren grünen Schmuck verliehen und die Fluren erwachten unter den warmen Strahlen der Sonne zu neuem Leben. „Welch ein Unglück,“ hatte Peter geklagt, „daß Sie nicht auch wie ich die herrliche Natur bewundern können, dann hätten Sie sich gewiß auch entschlossen, unser Glück nicht länger hinauszuschieben.“ „Ich werde die Vögel singen hören,“ hatte die Blinde erwidert,„und den Blumenduft einatmen.“ Peter Carlier holte seine Verlobte zur festgesetzten Stunde ab und war sehr erstaunt. eine Blinde mehr vor seinen Augen zu sehen und er bildete sich ein, sie habe bei seinem Eintritt eine unwillkürliche Bewegung gemacht. Ist sie denn geheilt? fragte er sich und erbleichte. „Was ist Ihnen, lieber Freund?“ sagte Martha gleich darauf mit verdoppelter Liebenswürdigkeit.„Ach, ich errate—! Sie sind erstount, daß ich aus Eitelkeit die Augenbinde abgelegt habe? Aber, was wollen Sie! Der Arzt kann nichts mehr für#nich tan— ich muß mich ergeben, ich will Sie auch nicht länger hinhalten: wenn Sie noch wollen— ich will Ihre Frau werden.“ In seiner Freude schien es Peter Carlier, als ob die Augen seiner Braut ihm jetzt zulächelten. „Was für ein Narr bin ich doch!“ sagte er zu sich selbst.„Das Ubermaß von Freude verwirrt mur den Kopf. Wenn sie mich sähe, würde sie mich dann wohl noch nehmen?“ Aber er ließ es sich nicht zweimal sagen. Drei Wochen später war die Hochzeit. Als aun auf der Mairie die Braut eigenhändig ihren Namen in das Register eintragen sollte, wollte ihr Peter die Stelle zeigen, wo sie sich unterschreiben sollte. Aber sie wehrte ihn ab. „Laß nur.“ sagte sie,„ich werde es schon allein finden.“ Leicht und sicher näherte sie sich dem Buche. Peter stieß einen Ruf des Staunens aus. „Was—!? Du siehst also? Und meine entstellende Narbe?“ „Ich kenne sie,“ antwortete die junge Frau. „Bist du nun überzeugt, daß ich dich liebe?“ Pfingstgedanken. Es herrschen und walten der Geister nnendlich viele in der Welt und in den Herzen der Menschen, gute und böse. Doch allen denen, die mit offenem Auge ins Leben blicken, die sich nicht haben blenden lassen von vielversprechenden, doch wesenlosen Schlagwörtern des Tages, will es scheinen, ols ob die schlechten Geister noch niemals soiche Gewalt über die Menschen besessen hätten, wie gerade in der heutigen trüben Zeit. Das ist der Geist der Oberflächlichkeit, der Gleichgültigkeit und Selbstsucht, der Geist des Materialismus, der Gewinnsucht und des Genusses, der Geist der Vereinigung alles Uberirdischen, der Verherrlichung des eigenen ich, der Geist der zügellosen Freiheit, der nicht erlöst, sondern in Fesseln schlägt. Das sind die Geister, die unser Voterland an den Rand des Verderbens gebracht haben, die auch jetzt das größte Hemmnis dafür bilden, daß es sich wieder aufrichte aus seiner tiefen Not. Unsere Zeit scheint des guten und rechten Geistes weit mehr zu bedürfen als manche undere der Geschichte. Doch wo ist dieser gute Geist zu finden, der die Schäden bessert, ie Wunden heilt, der die Lauen aneifert, die Kleinmütigen stärkt und die Blinden sehend macht? Die Antwort gibt uns der Psalmist in seinem Flehen zu Gott:„Emitte spiritum tuum, et creabuntur, et renovabis faciem terrae.“ Mit seinen Worten fleht auch Jahr für Jahr der Priester am Pfingstsonntag am Altare, um die Gnaden des heiligen Geistes auf uns herabzurufen. Denn nur der göttliche, der heilige Geist vermag die Menschenséelen zu erneuern. Aus einer solchen Erneuerung in Christo aber wird auch unserem gesamten Vaterlande Heil und Segen ersprießen. Dann wird das gute Dichterwort seine Geltung beweisen: Laßt uns besser werden, gleich wirds besser sein! Darum wollen wir alle erneut den Herrn um die Sendung seines Geistes bitten, damit alles neu geschaffen werde und das Angesicht. der Erde sich neu gestalte. Wir wollen bitten um die Gaben des heiligen Geistes. Um den Geist der Weisheit, der uns den Lebensweg weist nach dem Willen dessen, ohne den wir nichts sind als ein Tröpflein im Weltenmeer. Um den Geist des Verstandes, damit wir ihn, der unsichtbar für uns die Welt regiert, in rechter Weise erkennen und, nicht vergessen über dem, was wir mit Augen sehen und mit Händen fassen. Um den Geist des Rates, damit wir nicht irren und schwanken in den Wirrnissen unserer Zeit. Um den Geist der Stärke, daß er uns stütze, wenn die Meinung anderer uns ablockt vom rechten Pfad. Um den Geist der Wissenschaft, der unermüdlich noch dem Golde der Wahrheit gräbt und nicht geneigt ist, nach jeder modernen Erfindung mit vorschnellem Urteil den alten Gottesglauben hinwegzuwerten. Um den Geist der Gottesturcht, ohne den wir in Lauheit und Ungebundenheit versinken. Um den Geist der Frömmigkeit, der unsern Mannesstolz in kindlichem, demütigem Gebete sich neigen läßt vor des Schöpfers Majestät. J. W. Zu dem geraltigen Explosionsunglück un Pulverdepot Mülheim bei Koblenz, dessen ganzer Umsong noch nicht abzusehen ist, wird nach einem Bericht der Kobl. Ztg. noch gemeldet: Eine wackere Heldentat hat der in oblenz wohnende Lokomotirführer Adam Königsfeld nebst dem Heizer Wetzlar, dern Regierungsrat Horstmann sowie zwei amerikanischen Offizieren verrichtet. Mit einer Maschine fuhren die fünf zu der Unglücksstätte ab, da gemeldet war, es befinde sich in unmitteibarer Nähe des Brandherdes ein Zug mit fertiger Munition. Ohne sich um die entsetzliche Gefahr zu kümmern, fuhren die wackeren Leute mit Todesverachtung durch die Flammen und durch den Geschoßbagel hindurch, ja sie hielten sogar noch kurze Zeit, um eine Weiche umzustellen, daß sie mit der Lokomotive statt hinten, an den Vorderteil des Zuges kamen. So retteten ste 21 Waggons, die mit 18000 Granaten beloden waren. Diese Heldentat muß den todes. mutigen Männern unvergessen bleiben, denn wenn sie den Mut nicht gezeigt hütten, wären unweigerlich auch die andern großer Schuppen in die Luft geflogen, was mit der Vernichtung der in der Nähe befindlichen Ortschaften gleichbedentend gewesen ware Der Krieg hat die Köpfe ver grobern— In einem Artikel der Times wird behauptet, daß der Krieg die Gehirne ver größert habe. Ob das den Tatsachen ent. spricht, mag dohin gestellt sein. Merkwürdig bleibt, daß die englischen Hutmacher fest gestellt haben, daß in letzterer Zeit bedeutend größere Hutweiten verlangt werden als vor em Kriege. Die Hutweite, die vor dem Kriege am gangbarsten war, wird jetzt so gut wie gar nicht mehr verlangt; statt ihrer wirt eine wesentlich größere Nummer am häufigsten gebraucht. Da diese Erfahrung allgemein gemacht worden ist, so zogen die Hutmacher einen Arzt zu Rate. Dieser zeigte sich durchaus nicht überrascht, sondern erklärte, die Beobachtung auch in seiner Praxis schon gemacht zu haben. Er führte die Erscheinung anf den ungeheuren Lärm des Kanonen denners zurück, der erweiternd auf die Köpfe gewirkt haben müsse. Ob die Wissenschaft iese Meinung des englischen Arztes teiler wird, bleibt immerhin froglich; wenn sich aber tatsächlich das Gehirn der Kriegsteil. nehmer vergrößert haben sollte, so müsste sich auch ihr Intellekt geschärft und ihr gei stiger Horizont erweitert haben. &* Schottischer Humor. Ein Schotte namens John Nab war gewohnt, jeden Abend ein Glas Whisky zu trinken. Jeden Abend Pankt 10 Uhr setzte seine gute Frar die Flasche und das Gies auf den Tisch. 15 Jahre hindurch hatte John niemals mehr als ein Glas am Abend getrunken; aber eines Montaglegte er noch ein Glase zu. „Hast du zwei volle Gläser getrunken?“ tragte seine Frau. „Jawohl, das habe ich getan,“ antwortet. John feierlich. „Und was eoll diese Uberflüssigkeit be. deuten?“ JJa, das verhält sich so. Der Pfarrer sagte gestern in seiner Predigt, daß jedermann in Wirklichkeit zwei sind, der materielle Mann und der immaterielle, ein äußerer und ein innerer Mensch sozusagen, und ich denke. nur ein Glas für beide ist zu wenig.“ Die Frau sagte nichts; aber am nächsten Abend um 10 Uhr setzte sie statt Flasche und Glas zwei Gläser auf den Tisch, ein voller und ein leeres. „Wozu hast Au das leere Glas hingestellt?“ fragte Mac Nab. „Sie sin sind beide voll,“ antwortete die Frau. „Ich sehe derch deutlich,„duß das eine leer ist!“ „Heineswegs! Das eine ist voll von materie! Whisky. Das ist für den materiellen Mann. Das andere ist mit immateriellem Whisk; gefüllt. Das ist für den immateriellen Mann. verstehst du?“ Und John mußte zugeben, daß er verstanden hatte. Die Bochzeit in der Luft. Mar sagi, das Ehen im Himmel geschlossen werden. Jetzt ist, natürlich in Amerika, zun ersten Male eine Ehe zwischen Himmel und Erde geschlossen worden. Aus New York meldet der Daily Expreß, daß die erste Hochzeit in der Luft am 31. Mai in Houston, Texas. geleiert wurde. wo Leutnant Meade und Fränlein Aarjorie Dumont in einem Handley-PageFlugreug in 2000 Fus Höhe getraut wurden. Die Hochzeitsgäste im Flugzeug zählten ein schließlich des Priesters zwölf Personen. Eine große Volksmenge wohnte auf dem Erd boden der Feier bei. ee Rätsel-Ecke. e* Bilder-Rätsel Rätsel. ich bin bekannt als Komponist. Wenn mir das Herz genommen ist. Erhältst du einen Namen Aus Shakespeares Königsdramen. Auflösungen aus voriger Nummer: Rätselhafte Inschrift: Hunger haste. denn iß doch’n Stück. Einfügungs-Aufgabe: Komnin Maus Kleie Bahn Koloß Weber Glas Gatte. — Maibewie.— Leite 7 Rheinische Uelkswacht Nr. 161&a Demerstag. 12. Juni 1919 Die neuen Nachfüllpreise Flasche Nr. 0 nachgefüllt 9.—.2 Lampen Mehrere Joppen-, Coutawayu. Gehrock-Anzüge billig abzugeben. Slodzina& Glupschinsky Maß-Schneiderei Blaubach 86. 4 König des Nordens. Lucullus, Ficarazzi starke, abgehärtete Pflanzen in Kulturtöpfen Neuseeländer Spinat starke Pflanzen in Töpfen Hinrichs Strauchbohnen wieder eingetroffen. Aun Magccon Gärtnerei, Samenhandlung Aug. Mädssen, weiden bei Köln. In Köln bei Herm. Hochkirchen, Blumenhdig. im Laach. b7 Fridolinstr. 44, Fridolinstr.52, Fridolinstr. 75 Siemensstr. I, Siemensstr. 2 A. Siemensstr. 315 Siemensstr. 7, Siemensstr. 15 Landmannstraße 6, Landmannstraße 43 Lenauplotz 9 Ehrenfeldgürtel 104, Ehrenfeldgürtel 140 Subbelrather Str. 219, Subbelrather Str. 240 Piusstraße 18, Piusstraße 20 sewie Baustellen u. Grundstücke in allen Größen u. Lagen sind zu verkaufen. Bescheid Erben A. Ant. Schlösser#.mb.s. Kronen, Ampeln, Tischlampen, Nachttischlampen. Ständerlampen für Elektrisch und Gas. Spieltus-Lampen Petroleum-Lampen Karbid-Lampen agenes, bewährtes System Klektrische Bügeleisen 1— Elektrische Kochtöpfe.110 Elektrische Heizöfen Elektrische Glühlampen 50 Gasberde— Gaskocher Keebertische— Backhauben Kochkisten Grosse Posten eingetroffen; preiswert abzugeben, Grundstück P.& W. Bollig #.Ai24s Weyerstrasse 13/15 18 600 gm zwischen Hornstraße, Methweg und Nußbaumeretr., Spekulationsobjekt für spatere Bebauung wegen günstigster Lage und bester Maierialbeschaffenheit, auch zum Aussanden und-Kiesen äußerst geeinnet, zu verkauten. Bescheid an Echen A. Ant. Schlösser G. m. b.., Köln-Ehrenfeld, Subbelratherstr. 298. Damensemmermäntel und Jacken in Seige, Popeline und### echt Gummi(Auslandsware)# Schwarz. bian, beige, grün P 299.00 240.00 Jackenkleider 921 in hübschen bianen und schwarz-weiß###t. Karierten Stoffen, nur 35090— Bamenblusen in Voile und Seide, mit und ohne### Schoß, gute Qualitäten, nur aparte und moderne Macharten und Farben 2 95,00 75.00 44.00 u Kohlen, Braupkohlen-Briketts Carl Mahlberg, Plankgasse S 2 K 7822 Am Dienstag, den 17. Juni cr., vormittags 9 Uhr anfangend, soll im Saale des Herrn Wirten B. Holzportz in Brüggen der Grasaufwuchs der Wiesen in Türnich-Brüggen, am selbigen Tage, mittags 1 Uhr. im Saale des Herrn Wirten Bern. C. Kalscheuer in Gymnich, der Grasaufwuchs der Wiesen in Gymnich und in der Wolfshütte, am Mittwoch, den 18. Juni cr., vormittags 9 Uhr anfangend, in der Wirtschaft des Herrn Schenk in Kerpen der Grasaufwuchs der Wiesen im Kerpenerbruch meistbietend gegen Bürgschaft zum Verkaufe aus gesetzt werden. Unbekannte Käufer und Bürgen müssen sich über ihre Zahlungsfähigkeit ausweisen können. Bonn, den 6. Juni 1919. Meckenheimer Straße 44. 4 Verwaltung der Vicomtesse Kurz die Arbeit, Lang die Ruh Putzt mit Erdat Ou die Schuh! in Seide and Wollstoffen, alle erdenk lichen Farben und Faseons, vor kaaft znts Gerande eofortig. Einstampfens * Lloginsplats 3 an der Pipinstr. Obenmarspforten 36, 1 Treppe Schwarz Alleinhereteller: Nerner& Mertz, Maluz. de Meistre'schen Besitzungen Sportanzuge- Rostume Gickelgamaschen— Sportstutzen Alum.-Kocher-Ganderartike n kaufen Sie vorteilhaft im Münchener Sporthaus eingetroffen. Großer Posten Tuchhaus Müller Rothgerberbach 5 eingetroffen Ludwig Schöpwinkel Köln, Bismarckstraße 31. Telephon B 4923. eingetroffen, alles junge Tiere und einige gute Arbeitspferde stehen preiswert zum Verkauf bei Jean Flau. Stamme“ 10. Telephen A 3267.% en Bros en détail Apparate mit u. öhne Trichter a Präzisionswerke in allen Preislagen. Größte u. bestbekannte Bezugsquelle für komplette Wanderauerüstungen. I. In Der Höhie 19, Telephon 63943. Oldenburger Faselschweine u. Ferkel Billige Man Hneuge... Aus mitgebrachten Stoffen ertl. Zutaten fertige erst klassige Garderobe an, sowie alle vorkommenden Ar leiten unter Garantie. pb Adolf Munzan Fein.Herrenmaßschneiderei Rinkengfuhl 11. Parterre. mit und ohne Altmaterial. Eigenc Reparaturwerkstätte im Hause. in allen Größen und Preislagen. Peter Pelters, Bschemer Str. 143. Grosser Transport Köln, Ehrenstrasse 20 Telephon B 583. d nur Sallerring 61 Schonendste Behandlung Sollde Preise. Sprechstunden—12,—6 7 mcen Dieselben werden zu den billigsten Tagespreisen verkauft. 7 Seite 3 Rheinische Gelkswacht Nr. 161& Dounerstag. 12. Juni 1919 Fr. Frank Ankauf und Verkauf von Kupfer, Rotguß, Messing, Zinn, Zink, Blei, Quecksilber, Lagermetall, Werkzeuge, Wein- und Sektflaschen usw. 39 Zahle die höchsten Tagespreise. Reng 1n niin von.30 M. an, Gberbetten, Klssss .60 M. p P. Bungard-Court Severinstrasse 96 FPR-5P6 Haaraustall Haarpilz und Schuppen beseitigt schnellstens und verbürgt guten Haarwuchs, Glonz und Frische Apoth. Kriegers„Flüssige Alpharol-Seife“ Zur Verwendung bei Frauenleiden und Haemorrhoiden werden von vielen Aerzten u. Kliniken empfolllen die Fasiol-Kausein und Fasiol-Salbe. (Anweisung in jed. Fackung, auch direkt von Fabrik.)! In Apothek.: 23 Kaps. M44.-. Topf Salbe..50. pb Chem.-Pharm.-Fabrik O to Hütter. Köln Bartflechte und Hautjucken Apoth. Kriegers„Plüssige Sularol-Seife“, klin, erprobt und viele Daukschreiben. in Snotheken und Drogerlen erhälllieh. Jucob Pudberg Aibertusstrasse 21 1 Erstkl. Damen-u. Herren-Schneiderei —— Massenanfertigung sämtlicher Damenu. Herrengarderobe, somie Wenden und Podernisieren unter Garantig. Glocken-Krebsgassen-Ecke Köln Sofortiae Lieferung auf Wunsch in2Tagen. Weyerstraße 43•45. Tel. 1725. Luxemburger Straße 40. Cölner Tapetenfabrik Chrysamtn Jasenn Klein# vormal Verkaufsstellen: Köln: Berlich, Ecke Schwalbeng.: Severinstr. 22. Fernspr. A 1484 Köln-Nippes, Escherstr. 165; Neusserstr. 211. Fernspr. A.62 C Wir liefern in sehr großer Auswahl Ansichtsartikel von Köln ∆ Schuh-Maß-Geschal wieder Braunes Leder vorrätig. Franz Meyer& Co., aller Art, wie Ringe, Broschen, HalsLetten, Anhänger, Armbänder, Zigaretten- Etuis. Schwedenhulsen, 1 Brieföffner, Taschenmesser. Löffel u. dgl., ebenso vom Rhein, der Moccl usw. Vollständige Einrichtung von Geschäften. Täglich Neuheiten nur in guten Qualitäten u. preiswert.— Verkauf nur an W. Berkhauer Schildergasse 7(Palatium) Tuch- und Mass-Geschäft. Herren- und Damenstoffe. Elegante Anfertigung nach Mass Wiederverkäufer, Kriegsandenken-Gesellschaft Erste und leistungsfähigste Großhandlung Köln, Unter Fetienhennen 4, I. Fernspr. A 7137 Geöffnet von morgens 8½ bis abends 7 Uhr. Nähe Dom. Sparkasse der Gemeinde Rondorf nRodenkirchen(Rhein Mündelalcher. Fernzuf Cöln A 6495 Geoffnet: Werktags von 8½ bis 1 Uhr. Reichsbank-Girokonto. Postscheckkonto Cöln 5947 Zinstuss für Spareinlagen Tägliche Verzinsung. Versicherung gegen unbefugte Abheban a T e l e p h o n A 4 b ö n. Kapier .— eierA4 4541berli. sen“ Ne Für die Aninahme von Anzeigen an bestimmten Tagen u. bestimmter Stelle kann keine Gewähr übernommen werden. Sheinische Volkswacht. in Herrenbekleidung. □ J. Hälzken Tel. B5321 Seslinstr: Grosse Posten Feinste Pflanzenbutter Kleidanegiele Eiüerseing derseiae Extra schwere Seide 1850. schwarz und farbig, doppeltbreit— Meter nur A Prima Juponseide Scheck- u. Ueberweisungsverkehr. Wollen Sie wirklich billig Hutblumen, Ranken, Reiher u. Fantasies, ferner Linol-, Tagal- usw. Damen-Strümpfe Herren-Socken Füsslinge SommerHlandschuhe — Beste Fabrikate!— W. Halbreiter Eselstein 130 Formen, Hutborgen u. dgl. kaufen, dann kommen Sie bitte zu uns. Umpressen von Hüten schnell, gut und billig. 13 Elberfelder Spitzenlager, Eigelstein 18. Mülsenfrüchte Sunlight-Seife Stangen und and Oktoron-Sticke eingetroffen Preiswert abzugeben.* P& W. Bollig, Weyerst. 13-19, schwarz und rosa, 100 cm breit, waschbar Meter# 53 Pelz- und Modehaus Vogt Tel. B 3786 Lungengasse 31 *.——„ Wandplatten 2 co. 1599 qm III. Wahl, Friedensware,* s gegen Barzahlung abzugeben. n e e n a t„ 1 W 1 2 Angebote an Erben A. Ant. Schlösser G. m. X ., Köln-Ehrenfeld, Subbeirather Str. 298. 59 ETTETTTTT Für sonnige Pfingsttage! Mn en— 27000 kg echte franz. Schmierseife kkerdscus— Aundbarmonikas Reparatur-Spezial-Wenkstätte Narath, Aachener Str. 76 Tel. H 3799. inder-Söckchen u schwarz, in allen Greßen Füsslinge 1. Nacc..25 W. Halbreiter, Grammophon-Haus FREKORD: WS hervorragend schäumend und reinigend. Jeder Versuch rechtfertigt unsere Empfehlung. Probepfund 4 M. Fassweise billiger. Kaufhaus Molitor. Lungengasse 22 Tel. A 2945 a Ecke Thieboldsgasse. arbolineum Friedensware AtAbä sowie sämtliche Teer-Erzeugnisse stets vorrätig. Kreutzkamp& Hundt Köln, Pfälzer Strasse 30. Fernruf A 980. la tranz. Toilette-Seifen Eigeisteln 130. am Deutschen Ring. — Verantwortlich für den Anzeigenteil: W. Mägdenau. Verlag der Rheintschen Volkswartr G. m. o. H. Lrnes von J. P. Bachem. Alle mu Kcin. Aufbewahrung sämtlicher Pelzwaren Peizhaus A. Sinzor, Hdimn Breite Str. 63 7 Telephon A 6268. B Sie erhalten bei der kommenden Hochhlut von Steuern Ihre sämtlichen Steuerangelegenheiten durch fachmännisch gebildete Juristen nnter Garantie strengster Verschwiegenheit erledigt gegen eine Jahresgebühr 25 Mark (Erledigung von Vermögensverzeichnissen etc.) Dr. jur. Beskhoff& Co. Geseilschaft für fachjuristische Steuerberatung und Steuereriedignng. Geschäftsräume: Köln. Unler Sachsenhansen 10. Prospekte gratis. Mehrers Ladungen am Lager. Wir bitten um Lagerbesuch. Altred Becker Parfümerte Friedenstrasse 19.— Tel. A 8275. E tür den Anr für dn ZuPreßiuft su Hans Köln-Br Frau Ph. Tücht Kärte Vorar nit langjährig m Härten von aus Schnell##m baldigen sucht. Sch hote mit Zeu en und Gehal rheten an Alfred H. Verkzeug- un mas hine Köln-O Für mei schinen. tur-Abt uche ich ein 3 Alfred H. Maschine Kölnim Packen vo Ballen durchar für sofört ge Meldungen Vorlage vormi 10—12 und —5 Uhr. V. Brügelt Mühleug uche für uns unstalt einen Schi Nur solche mö den, welche ge m Kloster zu St. Herib Leic Verkäu Verkä für unser Kolo u. Farbw.-Ges Litterscheidi Köln, Luxem Tüchtige und Pfert ür sofort gesi I. J. Eusels bei KölnFleißiger Kne für Acker- u. ten sotort ges von Kempis b. Alfter, K für biesiges Ko Geschäft gest B 1886 an 0 hein. Volksn 2 Acker jegen hehen tesucht. Will. Freime Post Bra Rheinische Uelkswacht Nr. 161&a Dosnerstag. 12. Juni 1919 Seite 9 icue fur den Anparatebau in den mittleren Blechstärken für dn Zusammenbau und für die Stemmerei mit A Preßluft sucht:* Hans Kaisart 6. m. b. H. Köln-Braunsfe d. Maarwag 233. lenarbeiterinner per sofort gesucht. g Frau Ph. Christmann, Kichard Wagnerst. 18 Tüchtiger KärtereiVorarbeiter mit langjähriger Erfahrung m Härten von Werkzeugen aus Schnell- und Gaß-tahl im baldigen Eintritt gesucht. Schriftliche An hote mit Zeuguisavschrifn u n d G e h a l t s a n s p r ü c h e n beten an Alfred H. Schütte Verkzeug- und Werkzeug. mas hinenfabrik Köln-Deu z. Tüchtige Dachteckerges. suchen Gebrüder Päffgen Pulheim. Lehrlings für Buch- u. Steindruck sucht Weiden. Martinstr 37 Für meine Maschinen-Reparatur-Abteilung uche ich einige tüchtige a3ShenAlfred H. Schütte, Maschinenfabrik, Köln-Deutz.* 7 Hechaniker für Faurradreparaturen ges Lindl-u. Berlich 5. Fürmeinerabr.-Küche suche ich eine absolut zuverläissige und selbständige zum baldigen Eintritt. Bewerberinnen, die einen gleichen Posten nuehatten, und sich über ihre Tüchtigkeit ausweisen können, wollen schriftliche ngebote mit Zeugnisabschriften richten an Eifred B. Schülte. Maschinenfabr.Kein-Beutz im Packen von Kisten und Ballen durehaus bewandert, ür sofört gesucht. Meldungen unt. ZeugnisVorlage vormitt. zwischen 10—12 und nachmittag. —5 Uhr. V. Brügelmann Böhne, Mühlengasse 11.*7 uche für unsere Waisenanstalt einen alten, kath. Schuster Nur solche mögen sich melden, welche gesonnen sind, m Kloster zu bleiben. St. Heribertatift, Leic lingen. Verkäu er od. Verkäuferin ür unser Kolon.-, Materi Iu. Farbw.-Gesch. gesucht. Litterscheidt& Münch, Köln, Luxemburger Str. 2 Für meine Fabrik-Röche süche ich efnige saubere und zuverlässige KüchenMeldung 10 bis 12 Uhr vormittags.* Allred H. Schütte Maschinenfabrik Köln-Deutz. Da die Frau hoffnungslos krank, sucht Fabrikarbeiter mit 4 erw. Söhnen zur Besergung von 3 Ziegen und Führung des 8 B Haushalts eine einfache, brave. kath. Frauensperson geon gaten Lohn u. Behandl. Peter Redenberg, Türnich, Breite Straße 11. Tüchtiger Ackerund Pferdeknecht ür sofort gesucht. J. Eugels, Köningen bei Köln-Raderthal. Fleißiger Knecht für Acker- u. Gartenarbeiten sotort gesucht. von Kempis, Birrekoven b. Alfter, Kreis Bonn. Periekter Bachhalter biesiges Kolonialwarenschäft gesucht. Fr.-Off. 1886 an die G sch. der ein. Volksw., Köln. b 2 jegen hohen Lohn sofort #esucht. Wilh. Langendorf. Freimersdorf, Post Brauweiler. sofort gesucht zur Stütze der Hausirau. Wird im Kochen u. Nähen angelernt bei Familienanschlaß. Frau P. Voik, Ronner Str. 23 Weinhandlung. 7 In Haushalt in der NährKölns wird für den 1. Juli u J. ein nicht zu junges, kath. Tienstmädchen. am liebsten vom Lande, gegen güten Lohn u. gute Behandlung gesucht. Off. unt. M 451 an die Gesch. der Rhein. Volksw. Köln erbeten. Neusschah-Räherin für Werkstatt und Heimarbeit gesucht. Steiner& Keller Zeppelinstraße 7, IV. Ei Tüchtige. zuverlässige Putzfrau für bessere Büros sofort gesucht. Rubensstr. 1. t Wne für kleinen Haushalt für ganze oder halbe Taue sofort gerueht. Gute Empfehlung Bedingung.* Cudell, Ehrenfeld, Schadowstraße 51. Zuverlässiges, junges Mädchen für Privathaushalt sofort gesucht. Bei bester Behandl. angenchme Stelle. Bohmas#, Klettenberg. Stenzelbergstr. 9(Nahe Siebengebir sallec). Schtiges pelimäderon in allen vorkommenden Arbeiten bewandert, gesucht. Frau J. Biergang, Alter Markt 75•79 (Privat-Eingang). Sofort jüngères, tücht. SM in Gastwirtschaft Nähe Kölns gesucht, lete Empfehlungen Bedingung. 0fl. m. Geb.-Anspr. u. ev. Bild unt. C 292 an die s. Gesch. d. Bl. Berite Str. 85. Draves vernünt:. Mäd ihen mit guten Zeugn., welches selbständig, alle Arbeiten verrichten kann, geg. gut. Lohn u. gute Verpfi. f. sof. od. später gesucht. Besch. erbet. Porz, Uferstraße 11, Bäckcrei und Restaur. Braves Mädchen im Aller von 16-18 J. für Haus- u. Gartenarbeit in ein. Pfarrhanse a. d. Lande, Nähe Kölns, gesucht. Off. u. E 1878 u. d. Gesch. d. Rhein. Vorsew., Koln. Stütze der Hausfrau in kath Haushalt, 4 Personen gesucht. Di nstmädchen gesucht. Schüller, Kyffhäuserstr. 31. roperes Mädehen für alle Hausarbeit gesucht. Große Wäsche auß.Hause. FFrau Apothcker Wallraf Neußer Straße 304. Propcres, fleißiges Dienstmäschen für alle Hausarb. sofort ges. Waschfrau vorhanden. Ichann Breuer, Restaurat. .-Ehrenfeld, Lichtstr. 2 Für sofort tüchtige Nan Kea gesurht, die a. flicken kann Frau Gutsbesitzer Adt Brühl, Comesstraße 39. Praves Mädchen für alle Hausarbeit bei kinderl. Leuten gesucht. Metzgerei Falk Ehrenfeld, Körnerstr. 39. Landgerichtsdirektor sucht elegantmöbliertes Wohn- und Schlafzimmer in herrschaftlichem Hause in einer Gegend, von der das Laudgericht leicht zu erreichen ist. g* Off. u. C 288 a. d Gesch. d. Rhein. volksw., Köln. Gebild. Hierr kath., sucht zum 20. 7. ent möhl. Zimmer in gutem Hause als Dauermieter. Lage nördliche Alt-ta lt od. Rodenkirchen. Erwünscht Schreibtisch u. clektr. Licht. Angebote nurm Praisangahe bei voller Verpflegung oder Frühstück unter 710 a. d. Geschäftsstelle d. Rhein. Volksw. c Erteile Unterr. u. Nachhüffe Lin Franz., Engl., f. Anf.ner u. Fortgeschrittene, Geome rie, Literatur, Geograph. wöchentl. 2..monatl.10.A. Arg. u. R 200 u. d Ann.-St .i Volksw., Severinst. 144. in großer Auswahl zu billigen Preisen. Neumann, Mastrichter Str. 9 am lichenzollernring.* 1ek„ PRRTATT iin auf den Namen Lux hörend, entlaufen, grau, stark, ohne Halsband und Maulkorb. Wiederbringer erhält gute Belohnung. pb Fa. F. A. Banzhaf m. b.., Köln. Agrippastr. 57-59. Lager gut verschließbar. für LederEngros sofort gesucht; es darf Lauenlokal dabei sein. Preis gleichgültig. Suche ebentalls Wohneng per 1. Juli. Caspari, Hermann Beckerstraße 11. Tel. B 2128. v 150 M. Belohnung sichere ich demjenigen zu. der mir im nördl. Stadtteil Kölns eine 3 bis 4 ZimHerwohnung, mögl. Hochparterre oder. Elage vermittelt. Off. u. M 460 an die Gesch. der Rhein. Volksw., Köln. Partie -Calsslong Decken. Kochelleinen-Tischdecken, französische Gobelins alles prima Ware, billig zu verk. Joh. Freitzheimn, Weidenbac.* itzen Sportm flauschige, auch braune und hellbraune Stoffe nur 9,00 M. Bei Großabnähme Rabatt. „Metro“ Ehrenstr. 54A.’spr. A7119. Geschäftshaus nahe Hobe Pf J m. gr. Büro- u. Lagerräum. per sof. billig zu vk. Off. v. Selbstrefl. u. G 517 an d. .-St. Waisenhausgasse 53. I 70 Selbständige, sow. jüng. Gehilfinnen sofort für dauernd gesucht. Tarifiohn. M. Gverath, Damenkonfektion, KölnNinpes. August-traße 9. b Wegen Hefrat meines jetzigen Mädchens suche Alleinmädchen für Einfamilienhaus. Frau Dir. Koch, KölnMarienburg, Südpark 45 Endhaftestelle der Linie 11. Fleißiges, properes um Mäüchen für alle häusliche Arbeit gegen hohen Lohn auf ein Gut in der Nähe v. Köln ges. Frau Wilh. Langendorf, Freimersdorf. Post Brauweiler. Tüchtig. Nädchen für Küche u. Hausarbeit in kl. ral. Haushalt bei gutem Lohn u. guter Behdl. ges. Eintritt sofort oder 1. Juli. Frau Dr. Weite, Nainzer Straße 27. Ein braves, junge: m P. 550 für Hausarbeit au gesucht bei Familie 0fl. u. B 1900 a. d Rhein. Volksw., vom Lande sucht dauernde Stellung als Bote, Wächter. Kassierer od. sonstig. Vertrauensposten. Gefl. Angeb. an Hubert Klinkhammer, Holzheim bei Mechernich. 2 junge Herren(Brüder) suchen 1 mö I. Zimmer mit 2schläfigem Bett Nähe Weyerstr. od.Barbaros-apl. bei nur ordentl. Leuten. Ang. u. M.57 an d. Gesch. der Rhein. Volksw., Köln. Gutgeh. Putzgeschäft, beste Lage, für 400 M. zu verk. 0ff. unt. W 317 an die Hauptvertr. Luxemburger Straße 242. Suche Vertrauensstelle. Bin kautionsfähig u. Ia. Z. u. Ref., keine Arb.scheuend. unter bescheid. Ansprüchen. 0fl. u. B 1887 a. d. Gesch. der Rhein. Volksw., Köln. b Suche Stellung als Haushälterin oder Stütze in rubigem Hause. Zeugnisse stchen zu Diensten. Off. u. 708 a. d. Geschst. der Rhein. Volksw., Kiln. 51 and chl. sch. 5 Für 18jähr. kath. Fräul. wird Stelle gesucht zur gründl. Erlern. d. Haush. in gut. bürgerl. Hause bei gut. Behandl u. Familienanschl. Off. unter W 318 an die Hauptvertret. Lrxembuger Strabe 241. Breit. Kalt. MaC für kl. Haushalt(3 Personen) als Alleinmädchen gesucht. everzugt solches, was kochen und bügeln kann. Ang. Stell. Venloer Str. 25, I. Frau Schimmeroth. Junges für Haus-, Hof- u. Gartenarbeit in einen klein. Gutshaushalt gesucht für hald. #. Lonzan. Marsdorf bei Frechen. 1 Werkstätte F. Einoads Mechaniker Johannisstraße 70 Ersat. Reparaturen au u. Gillig.! Reparatur e 300 mart Präm'e für passende Wohnung, 5 Zimmer und Küche, wenn möglich mit Badezimmer und Garten Offl. u. B 1896 a. d. Gesch. d. Rhein. Volksw., Köln. b 2 bess. Herren suchen Göbl. Wohn- u. Schlatzim. (Bett w. ertl. selbst g stellt) in klein, ruhigen Haushalt, am liebsten mit Pension Ofl. m Pru. B 1894 a. d. G. d. Rhein. Volkswacht, Köln. In Köln od. Vorort sucht Brautp.(Bankb.) schöne 2 Zimmerwohnung mit Küche bei hoh. Mietpreis. Off. u. B 1893 an d. Gesch. d. Rhein. Voikswacht, Köln. b *·chelter möbl. Zim. mit Verpfiegung in Schlebusch. Gefl. Off. an Gerhards per Adr. Eulenberg& Hoenting. LÖIGtEtmMe! gehr Eiche und weißlackiert, beste süddeutsche Arbeit, Betteinlagen mit reiner Schafwvolle, Carl Bevenschen Engelbertstr. 65 Voreingarg. 0 Fuhrunternehm. Landwirte Baurnternehmer mit Ein schwerer Wagen 4 Meter verkaufen. Kalk, Mülheimer Str. angem Kasten zu 9. in 6 verschiedenen Farben Leinöl staubbind. Fussboden5l Friedo.belicht f. Küchenböd. M. Franke, Mühlenbach 4 Spez. Farben. Lacke, Leime. wieder vorrätig. enstraße 54A. □ G Uxtertaillen Batist-Kragen Seiden-Kragen handgestickt greß. Auswahl enorm billige Preise Reumann Str. 9 am llohenzollern Ring. Tausche Part.-Wohn., Nippes, 2., Lagerk. u. Werkst. gegen Wohn. außerb. Kölns. 0fl. u. B 1888 a. d. Geschst. Rhein. volksw., Köln. b Suche f. sof.-aub., umsicht. Cienstmädchen am liebsten nicht unt. 20 J. Guter Lohn u. Behandlung. Frau Wilh. Miethe Köln-Becklemünd. Propcres, zuverlässiges Dienstinädchen sofort gesucht. Frau B. Schüller, Benrath. Kaiser Wilhelmstr. 10.* Mie Regaral. werden unter Garant. ausgt. L. Siehke Kloster 21, p. Beamer, kinderlos, sucht Wohn.,—4 Zim., Küche, Stadt odrVororte. Off. unt B1890 an die Gesch. d. Rh.) olastv., Köln.b werd. Nohrstühle a alle holt Ipolist Abels bis 1S 600 Nar K als I. Hypothek v. Selbstdarl. auf läng. Jahre z. verg. 0fl. u. B 1889 a. d. Gesch. d. Rhein. Volksw., Köln. . la. Qualit., in allen Farben 140 cm breit, für Jackenkleider u. Damenmäntel per Meter 48 K. C Philipp Herbrard Köln, Eigelstein 29. 6 Tne Anzüge Maßersatz # mit best. Futterstoffen# billig zu verkaufen.## # Ehrlich, Nippese Vark. 10 I. 9 O Eta Tork 9 straße P98 *** tage. b #lerrenAnzug011, blau, 140 cm breit, g“ M. 30,— per Mtr. Philipp Herbrand Löln. Eigeistein: 9. lunges zur Mäschen lei Lanerkeitel Stüfze am Bäfett ffür Wein in Nähe Rudolfgesucht. Iplatz zu mieten ges. Off. Konditorei Efsenmenger m. Pr. u. BI891..Gesch. Breite Straße 108. der Rh. Vorkswacht.-Kln Sehr wichtig! ist im Leben eine gute Handschrift S hreiben Sie schlech.?? Biere kommen Sie zu mir, in wenigen Sumden schreibenSie meine Spezialscbrift. Jeder staunt übergie beimit erzielten Erfolge. EinzelUnterrcht. Peukert, Blaubach 51, 3. Etage. rachtv. Salon- u. Kons.-Sp. Man.-Leinenschr., rgr. 2t. Kldschr., gr. Sol., Chaisel.-., Tischd., f. neu. Kind-.Sportwag., Eisenb., Leucht Truhe, Kom. Kons.-Schr. rd.Flurst. u. Notenst., Bohner, LederHandkoff., f. neu. Sal.-Einr., gebr..ncn.Tenp., 3- 2,6 Gemälde u. and. gebr. gut erh. Sachen bill. Antwerpener Straße 8, am Friesenpl. 7 anerresn 1h St liefert Anzüge von 385 M. Gnt. Stoff u. Zutut. Garant. für gute Verarbeit. u. Sitz. P. Schinitz, Köln-Nippes, K A — 67 97 E E modern,—6sitzie zu verkaufen. Ehrenfeld, Marienstr. 1A. S lide-- und 3t. Pichrine-Küche kompl helles Schlafzimmer, 2 egale nußb. Betten, nußb. Ausziehtisch, Waschk. mit Marmor preiswert zu verk. .Hollands, Kreielderst..47. Herren- und Damenstrümpfe sehr gute Qualitäten, sehr billig abzugeben. Privatverkauf Helenenstraße 8, parterre, rechts. Prachtvolle Stür. Pitchpinehüche schön. Mah. kl. Salon, Eich.Herrenz., Eich.-Schlafzim. ganz kompl., Chaiselongue preiswert zu verkaufen. Bismarckstrasse 64. sorrie Sohl- und Oberleder. Hälse, Flanken, Spalt und farbige Felle z. verkaufen. Caspar! b Hermann Beckerstr. 11. Kindersachen von 1 bis 4 J. 2 seidene Mäntelchen 2 seidene Kleidehen 1 Jäckchen uswr., gebr., zu verkaufen. Dom ur 72, p. gebraucht, billig 1R zu Verkaufen. Pianohandlung Sauerwald, 20 Hohenzollernring%0. Sa lssz., 31. Schecat Mahag. imit. und Küche b. zu verk. Neue Mastrichter Str. 12, hp. Schönes Schluzimmer 3ttr., Kücheneinrichtung preiswert abzugeben. Lindenthal, Schallstr. 9, I. r. Verschied, kleine Posten Lacke zu verkaufen. Jülicher Str. 30, Unterhaus. Fafelklauies gut erhalten, für 370 M zu verkaufen. Domstraue 36, 3. Etase, Toreingung. Tabak-Pllanzen lang u. rundblktterig, sfrüh reiiend. Ehrenfeld. b Herkule traße 83. Bachofzn. wenis gebr. gesen geringe Entsenällig. auf Abbruch zu verkaufen .-Kalk. Mülheimer Str. 198. Keiler Kürderwegen auf Gummi zu verhaufen. Sloselstr 28. part 2½ Meter dkl. Wollstoff ##für Jackenkleid, zus.55.f. mehreren ue Federboas.v. *Weinand. Jahnstraße 36. Kobelsnäne unentgeltlich abzugenen. Kops, Blindgasse 3739. Anzug. neu, nicht getr., zu verkaufen. Tippmann, Wißmannstraße 19 u. Rheinhess. Weißo ein 75.80 Dürsheimer Rotwrein 4.25 p. Fl.Gl..St..Joerger, Weinh Köln. Lundsbergst. 25 Geldschrank zu verkauf. Johannisstr. 71. 1 90 lele ###A che zu kaufen eineres Hlaus für Engrosgeschäff. Köln od. Vorort, Unterhaus maß per 1. Juli frei werden. b Off. u. B 1898 a. d. Gesch. d. Rhein. Volkswacht, Köln. Suche Haus mit Garten Köln oder Vorort im Preise von 30 bis 40 Mille zu kaufen. Off. u. B 1895 an d. Gesch. J. Rhem. Volsswacht. Köln. Gebrauchter, gut erhalt. für Kohlenfenerung mit Badewanne sofort zukaufen gesucht. Deuteche BarackenbauGesellschaft m. b. H. Köln, Post ach 170. Guecksilber Schafwolle kauft zu höchsten Preisen Hardenberg 334 Berrenrather Str. 334 Sün (Endstation Linie 19). Bess. Zimimerz.ntichtsag zu kaufen gesucht. Off. u. B 1897 a. d. Gesch. d. Rhein. Votksw., Köln b #ng-nwerden zu höchst. 3e werden angekauft. Reuter. Waidmarkt 7. 1 Mandolinen, Lauten, Citarren billigst. Strach, Eigelstein 28. Oelgemälde prachtvolle Auswahl guter Künstler billig zu verk. Fredrich-Wilhelmstr. 1 I. e Empfehle eine Auswal ganz schwerer und mittelschwerer Arheitspferde. Heinr. Kux Arnold Bonner Straße 271. Fernsprecher B8259.•7 Gut. Wachhund für Fabrik und Geschäft geeignet, wegzugsh.alb. bill. zu verkaufen. Jos Slum, Nippes, Josephkirchplatz 9. Giute trischmeik. Molikestraße 105, Sout. zu verkaufen. Ehren Zu spr. vorm. 11—1. Philippstraße schwarz, wundervoller Ton, sehr solite gehaut, zu verk Seite 10 Rbeinische Velkswacht Nr. 161&a Donnerstag, 12. Juni 1919 Leys Junge Entehen und Gänse 1 Enten-Glucke m. 10 Entenen, 1 Glucke mit 18 Orpinten-Küken, festsitzende Gluchen, zu verk. Ehrenf., Phi ippstr. 56. Jungeblodt. 1 Glucke mit 8 Küchlein 500 Stück aus treigegebenem. naturgrauem, wasserdichten Militärsegeltuch hergestellt, ringsum gesäumt und haben alle Meter eine Oese, in Größen von 3X5 Meter, 4X6 Meter, d 5X6 Meter, 6X10 Meter, sofort lieferbar. und 1 Zuchthahn zu vertauschen oder zu verkaufen. Fr.-Ang. u. M 462 an.c Gesch. u. Rhein. Volksw. Theodor Vering, Baderkbei Blühl Badorfer Strasse 5. P See 4 ehocht SpEIeE à Liter 22 Mark zu haben im Spezialgeschäft Linsrusta-Kan Spezial Raus Oskar Anderes Lacke Farben Pinsel Bismarehstrasse 45 Habsburgerring 14 (gegenüber der Oper) 1848. verbunden mit Großhdlg. empfichlt sich in neuesten Mustern.*9 Noch ein größerer Posten zur Feststellung aller inneren Krankheiten, Heilung akuter und chronischer Leiden. Fräulein Elison, Hansaring 63. 1. Sprechst. v. 10-1,-5. ∆ Sonntags.10-1 Uhr. TT Ernsigemeint trebs. Landwirt, kath., 36 ., tadell. Ruf, einige taus. Mark Ersparn., wünscht die Bekanntschaft einer katb. Dame im Alter von 30—37 J. zw. bald. Meirat. Witwe mit—2 Kindern nicht ausgeschl. Ev. auch Einheirat in Landwirtsch. Anonym. zweckl. Gfl.Zuschriften mit od. oh. Bild u. C 287 an lie Gesch. der Rneinischen Volkswacht, Köln. p“ Farteifreunde! werbt für den Fentrumo- Tresse-Verein Tapeten-Reste solange Vorrat, billigst, größtent. Friedensware. Gufer sche einschl. Steuer und Gias .80 M. in den Filialen von leinen blauen gew. Zentral-Amerika usn. letzter Ernte, hochfeine Qualität, sofort lieferbar(roh und gebrannt), offeriert nur an Wiederverkäufer billigst Deutsche Kaffee-Import-Gesellschaft Willg Schwah& Co. Steinstr.-4. Telephon A341. Franz Barnickel. Ial Tel. A 9068. 8 Billigste Bezugsquelle für Niederverkäufer ortimente in allen Preislagen. Leder und Schäfte in allen Sorten zu mäßigen Preisen vorrätig Schnürriemen in Leder und Stoff zu Engros-Preisen. Alle Schuhmacher-Bedarfsartike! zu billigsten Preisen. Marzellenstraße 46-48 2 Minuten vom Hauptbahnhof. 7 Marlehns- und VersicherungsVermittelung u. Regelung bes. f. Geschäftsleute, Hand werker u. Beamte, gestützt auf langjahr. Praxis. Hch. Raederscheidt. Köln-R derthal, Annastr. 14 Sprechst. vorm.-10 Uhr. b Möbeltransport in und außerhalb der Stadt mit u ohne Umladung vom und ins besetzte Gebiet Gebr. Leichenich, G. m. b..,* Marsilstein 2. Tel. A1477. U FSSFR HoIn, Kla.p ror 45. LOCLI, Telephon 8 5512. Geöffnet v. 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. 25-jähr. Tätigkeit. Erste Refer. v. Aerzte u. Privatp. ANWENDUNGEN bei Rheuma, Gicht, Ischias, Asthma, Verdanungsstörungen(Magen- und Darmleiden), Zuckerkrankheit, Leber-, Nierenleiden, Blutarmut, Neuralgie. Nervenleiden, Verstauchungen, Zerrungen usw. b8 Sämtl. Anwendungen nach ärztl. Anordnung. Für Damen tärlich geöffnet# Bestrahlungen ab 3 Uhr nachm. ililte. Junggeselle kath., 47., vermög., Bahnlandwerker, sucht die Bekanntschaft eines br. kath. Nädehens im Alter von 38 bis 47 Jahren zwecks spät. Heirat. Kriegerswitwe nicht ausg 0f u. M 459 a. d. Gesch. . Rh. Volkswacht, Köln. 9 Aussageg. Paul Klein nimmt zurack Fr. Elis Oberbusch, Köln-Brück Brauerei Theile früher „Allerheiligenbrav“ Eigelstein 2. p“ Guter bürgerlicher Mittagtisch u. Abendplatten. I. Totkschur..) Ich ersuche hierdurch um Aufnahme in den Zentrums-Presse-Verein Köln, e.., und um Eintragung in die Mitgliederliste. Ich zeichne Anteile(à 100.), insgesamt Mark und erkläre mich bereit, die ganze Summe innerh. zweier Wochen vom heutigen Tage ab einzuzahlen. Köln, den 1919. Zundme Vorname Stand Wohnort Straße und Hausnummer Parteibezirk Es wird gebeten, die Beträge erst auf Aufforderung der Geschäftsstelle des Presse-Vereins hier einzusenden. Alle Zuschriften in Sachen des Presse-Vereins werden erbeten an die Geschäftsstelle des Zentrums-Presse-Vereins, Köln, Domstraße 6. Klavier Friedensw., umständeh. sof für 1850.4, fest. Pr., zu vk. 0ff. u. 706 a. d. Gesch. der Rh. Volkswacht, Köln, Domstraße 6 Brares Dienstmädehen gesucht für Hausarbeit. Gute Behandlung. B Otto Fischerstr. 5. 9 0 FO 140112 Die Inserate für die kbeigische Volkswacht: erbitten wir in unseren Geschäftsstellen Domstr. 6 und Breitestraße 85 bis 9 Uhr vormittags bei den Haupt- ertretungen in Köln und Vororten und Annahmestellen bis 8½ Uhr vorm. Inseratenschluß für Ausgaben an Sonn- und Feiertagen: 4 Uhr nachmittags. Arferler.. GALERIEOLBERLZ Moderne Gemälde erster GALERIEWERKE CELN,Berlich 36. Eche Bugmauer I. Münchener Künstler. 1000 Murk Belohnung! In der Nacht vom 9. zum 10. Juni, wahrscheinlich zwischen 9 und 10 Uhr wurden von unserem Fabrikgrundstück Zollstock, Vorgebirgstraße 115 2 Pferde gestohlen Si anuagigs Porzellan ein schwerer Goldfuchswallach, langschweißig, 11 bis 12 Jahre, mit weißen Fesseln, und ein mittelschwerer dunkelbrauner Wallach, 7 Jahre. Obige Belohnung demjenigen, welcher zweckdienliche Angaben zur Wiedererlangung der Pferde oder Ermittlung der Diebe machen kann. 20 Gebr. Mickeleit, Köln-Zollstock. s Whet Binmmmmnantimimmnm Extra-Auslage im 3. Stock. Es liegt zum Verkauf ausgelegt ein Posten Porzellan mit Drucksachen werden schnell und sauber angefertigt. Triererstrasse 49. #riesejld. er übersetzt. Rudolfplatz7 Zöpte Färben.4 Reuter, Waidmarkt 7. “Zrichere auf Land Krieverwitwe auf dem Lande nimmt Kind zwisch. 2 u. 6 Jahren, am liebsten Mädchen, für kürz. od. läng. Dauer geg mäß. Verg. i Pflege Ang. u. C 289 an d. Gesch. d. Rhein. Volksw. Köln. Pensionat od. keim für ein.jähr. Mädichen gesucht, wo Gelegenh., Haushalt u. Malerei zu erlerhen. 0ff. u. A420 a. d. Ann.-St. d. Rb Volksw., Brüsseler Pl. 6. Wissen Sie schon? Blumenfabrik H. Pannenbäcker, Köhle 31 ist verlegt nach: Dassage 49—51(Eingang Brückenstr.) Billigste Bezugsquelle für Wiederverkäufer. Zu Fronleichnam: Prozessionsartikel. Lilien— Tragkörbchen— Engelkränze. Großes Lager in Vasenzweigen, Blumen und fertigen Geschenkartikeln. En gros b9 En détail. Rand- und Blumen-Dekor sOwie echt Coball unter Glasur * D Teller— Terrinen Saucieren— Fleischplatten Deckelschüsseln Gemüseschüsseln Kaffeekannen—Tassen Teekannen— Dosen Milchkannen. Es sind wieder mehrere Waggons greifbar: amerik. Milch in Dosen Sut licht-Seife Marseiller Seife Engl. Stangen-Seife Bourbon Vanille Köln, Huhnsgasse 34, A. Goebel& Co. Telephon A 5321, 5322, 5323.“ Simmmunemenmnnsti encummmmata Ein Transport schöner Sanitätswarenhau: Bandagen PAUL KRICHEL, S FERLING MIOBE-L aller à neier Gnhauf* chweine retroffen im Alter von—10 Wochen. Preis 160 bis 200 M. das Stück. Dieselben stehen preiswert zum Verkauf in den Stallungen von Tel. B 8440 Heinr. Demmes, Seveinstrasse 138 Für Damen Frauenbedienung. GOSLU-DENSUISRUUS OOSTED- ANSTRFICHPS · DEKOPATDNS• KOLN-GLOGHENGASSE- 94 Jean Flau Köln-Ehrenfeld, Stammstrasse 10. Telephon A3267. 27 Pater Winkels, Pulheim. Sch in La Sämtl Nur Ha Fr. E Ini Sonnt im Saa Redner „Vo Mit 2. Stadt „Die aufrich Alle M2 Handwerl demiker der Sc kathol Freitag. Vol! im grosse F Was vel den L Was vel vom ka Katholisch frisch sehr Telephon A2547 * kanf * Rheinische Veikswacht Nr. 161* Donnerstag, 12. Juni 1913 Schuh-Massgeschäft fertigt in nur feinen, soliden Qualitäten Bumen-„Herren-.Kinderschuhe in Lack, Chevreau, Braun und Boxcalf zu mäßigen Preisen an. Sämtliche Sorten Leder siets auf Lager. Nur Handarbeit. Eigene Gerberei. Franz Meyer& Co. 26 Hainrichstrasse 26. Prima Leinötersaß per Liter 5 M. Terpentin-Ersatz wasserhell mildriechend Liter.00 und.50 M. Köln Aachener Tor. einlich abrik11 bis werer hnung zur Diebe ck. Kndster innerhalb der Zeutrumspartei. Große ölentiche Versamalung Sonntag, den 15. Juni 1919 morgens 11 Uhr im Saale d. Fränkisch. Hofes. Redner: 1. Dr. Leo Schwering: „Vom Geilte einer neuen Mittelstandsbewegung". 5 2. Stadtverordnet. Theodor Linfert: „Die wirtschaftliche Wiederaufrichtung des Mittelitandes“.Alle Männer und Frauen des Mittelstandes, Handwerker, Kaufleute, Angestellte und Akademiker werden hierzu dringend eingeladen. Ortsausschuss Köln. Fassbodenlacstache in 1½-Kilo-Dosen a Dose## Kliche Olsor elazne in 1½-Kilo-Dosen a Dose 6 50 Leinöl, roh und gekocht sowie sämtliche Lacke. Farben, Pinsel. Spezialgeschäft Oskar Anderes Lacke— Farben— Pinsel Köln, Bismarckstrasse 45 Telephon B 1848.*9 Möbeltraussen! in und außerhalb der Stadt per Eisenbahn.über Land bei sorgfält, fachmännisch. Bedienung unter Garantie. Spezial-Möbeltrans. port-Geschäf Hermann Lipps Pantaleonswall 71 und Reiaklause Rohe Straba 152-154 AGE Bis auf weiteres fäglich jez Vorstellunger nachm. 4¼—6 Uhr u. abends 6¼4½ Uhr. Konzert von 3¾—8¾ Uhr. Das große neue Juui-Programm mit Bella Frankié Carma Inez van Bree Fenny Knapp Hans Rieser Gesina Kosters Hella Berts Carl Pauly Cilly Weiler Eise Gerhardt Arlofé ap Marietta Kans Lederer. Heute abend um 6½ Uhr Zirkus Wilh. 8 Die unerreichten Dressuren exotischer TIERE Die allererstklassigsten Akrobaten.— Urkomische Clowns und Auguste. Vorverkauf ab 10 Uhr vormittags an der Zirkuskasse sowie bei Leonhard Tietz.-G. Hohe Straße. 0* Seite 11 Overnhaus. Heute Donnerstag: Figaros Hochzeit. Ansang 5 Uhr: Freitag, den 13. Juni 1919 Lavalleria rusticana (St.ilianische Bauernehre). Der Bajazzo. Anfang 6 Uhr. Ende 9 Uhr. Samstag, den 14. Juni 1919. Anfang 4 Uhr Die Walküre. — Schauspielhaus.— Heute. Donnerstag. Zyklus A IV: Die versunkene Glocke.— Anfang 6 Uhr. Freitag, den 13. Juni 1919 Zyklus.I1: Die versunkene Glocke. # Anfang 6 Uhr. Ende 3 Uhr. Samstag, den 14. Juni 1919, Ansang 6½ Uhr 10. Vorstellung zu volkstümsich u Preisen: Tomtesse Guckerl. Palast-Theater 3 0 T 9 Herzogstr. 9. Köln Die neueste Errungenschaft auf dem Gebiete der Kinematographle. Minute vom Barbarossaplatz. „„„„„„ I Fernsprecher A4231. p der Schulvereinigung des Erteile jede Auskunft katholisch. Deutschlands. nget dem besetrten und Freitag, 13. Juni 1919, nachm. ½6 Uhr Volksversammlung im grossen Saale der Bürgergesellschaft. Frau Luise Klein-Sü z: Was verlangen kath. Eitern von den Lehrenden ihrer Kinder? Rekter Strohe-Köln: Was verlangen Kirche und Schule vom katholischen Elternhause? Katholische Eltsrn erscheint in Massen! Fahrtas u Marchinen.Sas „ Der Ausschuss. Tauliad- u. Hastinti-#s. — Wühlenbach 51a. 4 Uhr-Tee: Künstler-Konzert unbesetzten Gebiefe. Stelle auch Anträge für Umrugsgenehmigung von.derthin. Fahrräder und Gummi wieder lieferbar. Colonia Duette Witzani- Merviola Dorbeck 2 Brigittas Modetänze. Sssusese 0 i Ehrenstraße 13 Fernruf A 4608, A 5555. Alliabendlich 6 Uhr Samstag, den 14. Juni er., Sondervorstellungen. Die Film-Operette : Das Gaviarmäuschen: 0 G r o ß e A u s s t a t t u n g s- O p e r e t t e i n 6 A k t e n 9 von Dr. Bruno Decker. 2 4 für den Film bearbeitet von Julius Lachmann u. Erich Schönfeld.* Gesangstexte von Panns Kräly. 4 Tänze von Georges Glanvalet. * Orchesterleitung von Napet meister Schafgans und Kapellmeister Carl Sperling. #p; Balett-Divert. vom Balletttmstr. Georges Blanvalet · Ort der Ilandlung: Eine Großstadt. Zeit: Gegenwart. ## Die Agrippina-Lichtspiele werden am Sonntag, den 15. Juni, eine Filmschöpfung zur Vorführung bringen, die alle Eigenschaften eines dramatischen und technischen Meisterwerkes in sich birgt, Der Titel wird morgen bekannt gegeben. ∆ 9 Solisten 3 des und Gesangschöre unter Leitung Kanellmeister Sperling. n HowitschNeu! Hohestraße 3 Täglich—8¾ Uh:: croßen Heu! das unübertroffene neue: Bier-Kabarett Villauztsrhell! Variaté- Is1 Autreten nur erster Kunstkräfte. MH3NIN SH## 1 Prima Münchener und helles Export-Bier, I: Programm. 1 gnte Weine, vorziglicher Kaffe, und Tee usw. Wes Riang“ Hirreurumm.! BAIwen: n. #IE Wisto Sindenvorderen Bäumen: e Wcnm Heute u. folgende Tagc,P.: PARSMMg 20 5 Uhr nachmittags: III1 3jAFMNEEN.: MAFAE ATTE. Schildergasse 99-101 Tel. B 9123 Täglich abends 6½ Uhr: „Prinress Wäscherin“ („Et fussin Julcheg“.) 9 Kassenöffn. von 11—1 u. ab 5 Uhr nachm. frisch gebrannt, gute Qualität, sehr preiswert abzugeben. I Konzert des Künstler1 salon-Orchesters I Heinz Süper. 1-Beginn d. Abendvorstell: 7 6½ Uhr: Das glänzende : 1 Juni-Pregramm. ## Am Flügel: Heinz Süper. #.Lhsrrenre,.L1f9 1. 2547 Engelbertstr. 53 Lindenstr. Ssch Otto A sino-Gesellsa A E gladung # zu der am Samstan, den 14 d.., , abends 0½ Uhr, „„„ im unt. Saale d. Wolkenburg Deutschlands beiter Humorist ## Ordsntlichen Haunfversammlang. Gesanseinlagen des Köln, den 8. Juni 1919. 1 Obernsängers Hrn. Franz B9 Der Vorstand. Petter(Tenor). 16. □ aiserhe CiE Auftreten nur erster Kunstkräfte. Sonntags 2 Vorstellungen 3½ und 5½ Uhr. rro Weinkellerei Heinrich Dahmen Köln Weinbau und Weinhandel 45 preußische Morgen Weinbergbesitz in ersten Lagen, empfichlt Handelshof Waldmarkt(trüher Ossendertfhaus) Täglich Konzert von 3 Uhr ab. Feiertans Früh-Konzert Leitung: Konzertmeister Franz Stahr. Mittagstisch 4 M. Abendplatten Ausschank: Thier-Brän Stmtliche Ertrischungen. 2 Weinhaus Cait Kaiser Breite Str. 41 täglich von—9 Uhr vernchme musikalische Unterhaltung. Täglich: Mosel-, Saar-, Rheingauer deutsche Rotweine. Und Ah 1 23241 2224 Eigene Verkaufsstellen: ! H o h e n z o l l e r n r i n g 4 2 u. R o h e n s t a u f e n r i n g 2 3. Niederlagen: 1 Pfeiletr. 31. Krefeiderstr. I, Düreserstr. 182. Schultstr. 16, Luxemburgerstr. 289. 65 F Seite 2 Rbeinische Uelkswacht Nr. 161 S PSmsag, 12. Juni 1919 Statt besonderer Anzeige. 1 Am 11. Juni 1919 nahm Gott meinen lieben Gatten, unsern treuen Vater, Grossvater und Schwiegervater, den wohlachtbaren kerrn Johann Welter Heute vormittag entschlief sanft nach schwerer Krankheit, gestärkt durch den Empfang der heiligen Sterbesakramente im Alter von 68 Jahren mein geliebter Mann, unser treusorgender Vater, Grossvater und Bruder Herr Fabrikbesitzer zu sich in sein himmlisches Reich. Er starb nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, wohlvorbereitet mit den hl. Sterbesakramenten, im Alter von 81 Jahren. Lecnhard Hopmann In tiefem Schmerz name us der Hinterbliebenen: Frau Elisabeth Welter geb. Becker. Köln-Volkhoven, den 12. Juni 1919. Die Beerdigung findet statt am Samstag, den 14. Juni, vormittags 9 Uhr, vom Sterbehause Weilerweg 4; anschließend die Exequien in der Pfarrkirche in Weiler. Mitglied der Handelskammer. Vorsitzender des Aufsichtsrates der Ehrenfelder Arbeiter-Wohnungsgenossenschaft. Mitglied des Kirchenvorstandes von St. Rochus. Um stille Teilnahme bitten: Frau Lecnhard Hopmann, Lisette geb. Mähler Maria Custodis, geb. Hopmann Elisabeth Hopmann Schwester Mechtildis, geb. Aloysia Hopmann Ursuline Leonhard Honmann, Ingenieur Rudolf Honmann, cand. med. Anna Hopmann Dr. Franz Custodis, Notar, und 4 Enkel. Köln-Ehrenfeld, St.Wendel, Attendorn.W, Heidelberg. den 11. Juni 1919. Pusordentlicber wird man, wenn man keine richrig zehende Uhr besitzt. Ich empfell Ihnen mein Riesenlager Taschenuhren von 18.8. an bis 1000.f. Wanduhren. Hausuhren, rein Messingwerk. Großes Lager sämtlicher Gold- und Silberwaren Uhr-Reparaturen in 8 Tagen unter Garantie. Nachweislich größtes Uhren-Lager Kölns. Ehe Sie anderweitig kaufen, beachten Sie meine drei großen Schaufenster. C. H. Schulz Hohe Pforte 24 und Mählenbach 1— Glockengasse 1 d Ecke Herzogstraße Schildergasse 65—67 Ecke Antonsgasse. Telephon B 285 F sste Die Beerdigung findet statt am Samstag, den 14. Juni, vormittags 9½ Uhr, vom Trauerhause Venloer Straße 474, doran anschließend die feierlichen Exsquien in der Pforrkirche St. Rochus zu Köln-Biekendorf. 9 sehr preiswert, von Fabrikation herrüh rend(auch meterweise) abzugeben. d Ginkeuplahl 20-26. I. Ll. Geöffnet von—4½. Samstags bis 2 Uhr. e Statt besonderer Anzeige. Gott dem Allmächtigen bat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute morgen 7 Uhr meine innigstgeliebte Gattin, meine gute Tochter, unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter. Großmutter. Schwester, Schwägerin, Tante und Nichte, die wohlachtbare as Nackenbrat Katharina geb. Burgwinke wohlvorbcreitet durch den Empfang der hl. Sterbesakramente der röm.-kath. Kirche nach langem, schwerem, mit größter Geduld ertragenem Leiden Alter von 49 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Matthias Hackenbroch und Kinder. Köln-Po'f,„Gymrich, Köln-Kalk, Köln, Fischenich, Rürth u. Deutz, den 9. Juni 1919. Die Beordigung findet statt am Freitag, den Juni, vormittags 10 Uhr, vom Sterbchause aus Die teierlichen Exequien sind am selbe Tage, rinn tngs 9 Uhr. in der Pfarrkirche zu Köln-Poll. u e eue e! geduldig ertragenem Leiden, sanft und ergeben in Gottes heiligen Willen, versehen mit den beil. Sterbesakmmenten der katholischen Kirche, mein lieber Gatte, unser guter, unvergeßlicher Vater, Großvater, Schwiegervater, Schwager und Oheim Herr Lehrer a. D. Peter Frickel in jeder Preislage zu verk. Jos. Bordenberg Köln-Rath. im Alter von 75 Jahren. Um stille Teilnahme und ein inniges Gebet für den lieben Verstorbenen bittet namens der trauernden Hinterbliebenen: Julie Frickel geb. Christians Rodenkischen(Rhein), Kö.n. Köln-Nippes, KölnKalk, Hamburg, Kempen, Weißweiler, Ncurath, den 11. Juni 19•9. Die feierlichen Exequien finden statt am Samstag, den 14.Juni, vormittags 9 Uhr, in der Pfarrkirche zu Rodenkirchen; danach die Beerdigung vom Sterbehause Ringstraße 4 aus. Sollte jemand aus Verschen keine besondere Anzeige erhalten haben, so bitten wir, die vorstebende als solche zu betr chten. C Flanell weiss, für Kinderdeckchen geeignet, von Fabrikation herrühreinw. Kammgarn Cheviot, Ia., doppelt breit, marine und schwarz, 36 M.(auch meterweise), von Fabri kation herrührend, abzugeben Rinkenpfuhl 26-26. A. Lt. Geöffnet von—1½. Samstags bis 2 Uh Kleiderstoffe Prachtvolle Ware in biau, schwarz und grun, 140 cm breit, von...—M. — bis 50 Hemdentuche prima Qualität, doppeltbreit Meter nur 4— Pelz- und Modehaus C0e. 378 Lungengasse 31 Ecke Thicholdsgasse m Neumarkt. 6 weiche in Zeitungen sowie m Katalog, Frorpekten, Inceraten etc. angezeigt u. empffohlen werden, liefern auf Wunsch auch geg. Monatsraten schon v. 5 M on Aie Küf Priedr. Kratz& Cie., Buchhaud., Köln, Stoks. 15 1. Juli 1919 tritt ein m G 9 neuer Gütertarif für den Binnenverkehr der rechtsrheinischen Vorortbahnen und deren Uebergangsver kehr von und zur Staats bahn in Kratt. Der bisher gültige Tarif vom 1. 9. 1: wird vom gleichen Tage ab rend(meterweise), zu 41/8 ½½Oen, Nähere Auskunft erteilt verkaufen. d jdie unterzeichnete Direk Rinkenpfuhl 20-26, I. Lt. 10 Pfk. zu baben isetr“ er Geöffnet von—4½„Köln, den 7. Juni 1919 *** Direktion der städtischen Bahnen von Samstags bis 2 Uhr. 8. Kath. Bürger Verein Köln-Nippes. ue Beerdigung unseres Mitgliedes, des Herrn Pater Kaiser Preitag, den 13. Juni, nachm. 4 Uhr, vom ##n Köln-Nippe Innigen Dank teiligung Jus. erbittet: Der Vorstand. sagen wir allen, die beim Hinscheiden unserer lieben Ada Anteil an unserem Schmerze bekundet haben „ Familie Heinz Böhmer. # Das Jahrgedächtnis * für die Verstorbenen der Familie # Ludwig Hersi FÜRTRAUER Werksiälte für Orthspädie Bandagen findet Samstag, den 14. Juni. 8 Uhr, in der Pfarrkirche St. Joseph in Ehrenfenc slatt. Für Trauer chwarze Kleider, Müntel, Jackenkleider Blusen Kostümröcke Mäntel Hüte und Schleier W. Krauss-Seidenfaden G. m. b.., Köln, Marsplatz—9. Ecke Alter Markt. Telephon A 1626. KRIBS Ehrenstrasse 80—82 Telephon B7647. Anfertigung. Reparatur u. Umänderung von künstl. Gliedern und Bandagen. Viele Roferenzen von Kriegs. beschädigten u. langjähr. Kunden Garautie für tadeliosen Sitz. Erstklassige Arbeit. Zivile Preise. „Rex Konservengläser und Einmachtöpfe I. FIRTAN Für Braufigute Eine grose Auzahl Küchen- u. eich. Schlafzimmer Einrichtungen mit.80m Spiegelschrank und prima Stoff-Auslegematratzen(Friedensware) sehr preiswert zu verkaufen. Mabelhaus Franz Stoffel Tel. B7920 Pfälzerstrasse 39. am Parbarossaplatz. Herrenhüte werden wie neu gereinigt, getärbt. umfassoniert, aufgebugelt u. repariert C. Roloff, Weyerstraße 12 gegenüb r Weid nbach.“7 Damen-Friseur L. Stüwe, Breite Str. 177 Entresol, Ecke Apostelnstraße. Bringe mich den geehrten Damen in gefl. Erinnerung und empfehle mich in Kopfw., Ondulation, Frisieren Spezialität Haurpflege nach ärztl. Vorschrift und Teerbehandlung, Hand- u. Gesichtspflege. Vornehme Bedien. Rolladen, Jalousien Neu- und instandsetzen I. Meinung, Nippes, sempener Str. ll. Teiphon B 642. * Sol. Siahlwaren Andenken, Feuerzeuge, Raucherartik, nur a. Wiederverk Baumann& Co., Köln, Berlich 48.% Zwecks Vermeidung von Irrtümern teile einem pp. Publikum von Köln und Umgegend mit. daß keine Filialpraxis des gleichen Namens hier führe. Atelier für Zahnleidende und feinere Zahntechnik in grossen Mengen —vorrätig— auch Einzeltelle wie: 1 Elusen, Röcke, Hurdschuhe, Schleler, Kleiderstoffe Große Auswahl. Kaufhaus Michel& Co.5 Köin, Hebe Str., Ecke Gürzenichstr., Burghäfchen. Boertigungs-Austalt Peter Grossmann Jean Jven, Lindenthal héln, Zülpicherplatz 19. Fernruf 37943. Uebernahme ganzer Bestattungen Dürener Straße 20.. 9* von Alb. Klein#ggg“ nur: öpernhaus Habsburgerring 28 B 831s Haut-, Syphilis-, Nerven-, Rheuma„Blasen-, Flechten-, Haruröhrenleid. bes. auch veraltete, behandelt naturgemäß mit Licht und med. Bädern ohne Berufsstörung, schmerzlos Dr. Rubensohn, Pastaleouswall 19. Sprechstunden täglich von 12—1 Uhr mittags. Das Kurbad ist von morgens 9 bis 8 Uhr abds. geöffn. — Künstliche Höhensonne.—% Ordentlicher Handwerker sucht prog wöbl. Zimmer wöglichst mit Kost. Angebote mit Preisangabe u. 709 a. d. Geschst. d. Rhein. Volksw., Köln. Lieferung auswärts. Zur kurgemäßen, ambulanten Behandlung von d Asthma-u. Lungenkranken bin ich vom 12. Juni an wieder werktags—11 Uhr zu sprechen. Dr. Schenk, Köln. Eifelstr. 14 16, Tel. B 1318 Verlaren Brosche, Rosenzweig, Samstag, den 7. 6. auf Weg Weiden-Köln, Ehrenstraße. Gegen gute Belohn, abzug. Rang, Rheinaustraße 12 Lebensmittelversorgung. Cmhuschonserven Die noch im Handel befindlichen Reste an Gemüsekonserven können markenfrei angegeben werden. Köln, den 10. Juni 1919. Der Oberbürgermeister. Bezugspi bezug 14 ru1f A 1819 ruf A 4812 ruf: A 6920 Nr. Deräuße Vel Die Morg Antwort de tagabend werden. Echo d Delegierten als ausge Einigkei des Vertrag Deutschland nicht sofort reparations nere Budge Die Frage lands zul Viererrat n der Volk schlesie werde in stattfinden. dem Grafen Wahl lasse Juni zu ur Folgen der auszusetzen. Weygand hi den etwaig ierten A gzemeine An raf Brockd zu unterzeic binett werde ein gemd binett m das gewillt bandes anzu Der Mat Einzelheiten, Aufnahme ir land in wil deren Natiol Die Ansic unabhängige ist ja für die sehr schmei der nun ein in Deutschle selber hat erstatter de diese Frage „Gegenwäl äußere Polit Friedensfrag ültig kann dung treffen wortet hat, Beschluß der Ubereins wohl in Ub kommission wird. Von abhängig ab lungder ein Koalitiol Eine andre! Parteien, de der Demokre sehen. Dies zeugung der der Nationa Grundlage f sehbarer Ze stimmter Me liebe oder A Regierung m scheidungen zu halten m wohl kaum lung vertre dürfe.“ Das ist gedrückt. V haben, kann abhängiges verhältnisser möglich und Eintritts Erz müßig ist. A persönlichen bergers hättt die Zentrum