KRRRRRRRRRNXNNNRRRNA. 52 * Bezugspreis bei u * Borenzustellung un engem## # Verbreitungsbezirk 30 Pl. 28 * i m e r w e i t e r t e n 8 5 P f lich; mit dem wöchent.##2# n illustriert. Unterhaltungsblatt# K Welt und Zeit in Wort und# 4 * BilA 10 Pf mehr. S 551 * Postdezug, ohne Zustellged. S Ausgabe A mit Coloniz g M.70(3 Won.),.30 n *(2Mon.), M.90 /1 Mon.).# * Ausgabe B mit Leionia und# g Wett und Zeit in Wort und# * Büc 10 Pfmonatlich mehr.## ERNRRARRRARR RRRRER RRR M RMMRRAR 32. Jahrgang. heute 8 Seiten. Köln, Sonntag, 14. Juli 1918. Die treue katholische Wählersch Man schreibt uns aus Holland: Das Stimmergebnis der Kammerwahl stellt den kathelischen Wählern des Landes ein glänzendes Zeugnis aus. Die „Führer“ brachten es durchweg auf 50000 und noch mehr Stimmen. Die höchste Stimmenzahl erreichte Mer. Nolens, der Vorsitzende der katholischer Kammerfraktion, mit 61 711 Diesem folgen die Herren Locff und Kolkmann, jeder mit 53000 Stimmen, Dr. Bosaardt im Wahlkreise Tilburg mit 50000 und die Gewählten in den Kreisen Arnheim. Utrecht. Nijmwegen auch mit je rand 50000 Stimmen. Erwähnt sei, daß in Venlo ein Hundertjähriger un Wahl lokale erschien, um seine Sümme für den katholischen KanTagesgeschichte. Zum versuchten Fliegerangriff auf Koblenz. WTB Berlin. 13.Juli1918.(Drahtber.) In der Nacht vom 10. zum 11. Juli versuchte ein amerikanisches Geschwader von sechs Flugzeugen, die Stadt Koblenz mit Bomben anzugreifen. Der Angriff scheiterte vollkommen. Keines der Flugzeuge ist dazu gekommen, Bomben abzuwerfen. runr Flugzeugen dieses Geschwaders wurde die Rückkehr über die eigenen Linien verwehrt. Sie fielen sämtlich m unsere Hand. Die Besatzungen wurden bis auf wenige lebend gefangen. Seit über einem Jahre haben sich die Amerikaner wieder und wieder gerühmt, mit Tausenden Flugzeugen die Städte Westdeutschlands in Schutt und Asche zu legen und dem deutschen Volke durch ihre Luftwaffe eine entscheidende Niederlage zu bereiten, die alle Machtmittel Englands und Frankreichs ihm nicht hatten beibringen können. Der gestrige Luftangriff war der erste größere selbständige Versuch der Amerikaner. Er ist kläglich gescheitert. Se—lich F. fahrungen am eigenen Leibe lehrten die Flieger den Unterschied zwischen Prahlerei u Erfolgreiche deutsche Flieger. Zahl ihrer Luftsiege bis zum 1 WTB Berlin, 12.Juli1918.(Drahtb.)(Die mit ten Flieger sind mit dem Hauptmann Berthold Buckler Oberleutnant Schleich* 30. Der amtliche deutsche Tagesbericht WTB Großes Hauptquartier, 13.Juli1918, vm.(Drahtber.) Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Südwestlich von Bailleul wurden mehrfuche Angriffe starker englischer Abteilungen abgewiesen. Ebenso scheiterten nächtliche Vorstöße des Feindes nördlich von Albert. Heftigem Feuerkampf auf dem Westufer der Avre folgten zwischen Castel und Mailly Teilangriffe der Franzosen, die der Feind am Nachmittag bei Mailly und am Abend in dem ganzen Kampfabschnitt nach erneuter stärkster Artillerievorbereitung wiederholte. In Castel und im Gehöfte Anchin setzte sich der Feind fest. östlich dieser Juli 1918. t* bezeichneam„Pour le mérite“ ausgezeichnet.) * 37, Leutnant Bongartz“ 33, Leutnant * 33, Leutnant Udet“ 33. Leutnant Menkhoff“ 33, * Leutnant Freiherr von Richthofen* 29, Leutnant Loewenhardt* 29, Oberleutnant Bernert 27, Leutnant Wuesthoff, vermißt,“ 27, Leutnant d. R. Kirschstein 27, Oberleutnant Dostler, vermißt“ 26, Oberleutnant Loerzer* 25, Leutnant Kroll“ 25, Leutnant Petter“ 25, Leutnant Rumey 23, Leutnant Windisch, vermißt, 22, Leutnant Klein. Hans* 22, Leutnant Vejens 22, Leutnant d. R. Bäumer 22, Oberleutnant Goering“ 21, Leutnant Thuy 21, Leutnant Goettsch, vermißt, 20. Leutnant Jacobs 20, Leutnant Koennecke 20. Leutnant Billik 20, Leutnant Kissenbergh 19, Leutnant Rolle, Karl, 17, Leutnant Neckel 17, Leutnant Boening 17, Vizefeldwebel Thom 17, Leutnant Hanstein, vermißt, 16, Leutnant Schmidt. Julius 15, Leutnant Pippart 15, Leutnant von Pressenstein gen. von Rautter, vermißt, 15, Leutnant d. R. Roefh 15, Oberleutnant Greim 14, Oberleutnant Auffarth 14, Leutnant Schlenker 14, Vizefeldwebel Altemeier 14, Leutnant d. R. Janzen, vermißt, 13, Leutnant Friedrichs 13, Offizierstellvertreter Mai 13, Leutnant Odebrett 12, Leutnant Ray 12, Leutnant Schleiff 12, Offizierstellvertreter Eßwein, vermißt, 12. Mit dem Orden„Pour le mérite“ ausgezeichnete Geschwaderkommandeure und Beobachter: Hauptmann Brandenburg, Hauptmann Keller. Hauptmann Koehl, vermißt, Oberleutnant Freiherr von Pechmann, Oberleutnant Fricke, Leutnant Horn, Leutnant d. L. Nielebock. Mit dem Orden„Pour le mérite“ ausgezeichneter Ballonbeobachter Leutnant d. R Rieper Die Verwüstung des Palazzo Cafarelli wird von Reuter in folgendem Drahtbericht geschildert:„Während der hiesigen Feierlichkeiten gelegentlich des italienischen =Siegess rannte die Menge auf den Capitolinischen Hügel und brach in den Palazzo Cafarelli ein, der vor dem Kriege der Sitz der deutschen Botschaft war und noch deutsches Eigen tum ist. Die Tatsache, daß er deutsches Eigentum geblieben ist, hat unter den Römern große Entrüstung erregt, die ständig geltend gemacht haben, daß der Hügel ein geheiligter Fleck ist der von dem teutonischen Brandmal befreit werden müsse. Die Wut, mit der der Mob in den Palost einbrach, kann also leicht verstanden werden. Er worf den Thron um, das Wahrzeichen deutscher Majestät, das vom Kaiser selbsi eingeweiht worden war, hißte die italienische Fahne auf dem Dach des Gebäudes und riß alle Bilder des Kaisers, die er finden konnte, herunter. Die Menge zog dann mit ihren Beutestücken aus dem Palost durch die Hauptstraßen der Stadt.“ Die Italiener haben in Berlin ein eigenes Botschaftsgebäude, das dem italienischen Staat gehört. Es liegt in der ruhigen Viktoriastraße am Tiergarten. Die Engländer haben seiner Zeit das frühere Strousbergsche Palais— man denke an die Gründerzeit!— gekauft und darin ihre Botschaft untergebracht. Daß diesen italienischen Verbrechern oder den engiischen Bewunderern dieser Verbrecher nicht der Gedanke kommt, daß wir mit gleichem Maße messen könnten— wenn wir überhaupt an solchen blindwütigen, aber vorher genau abgekarteten Zerstörungsorgien Freude hätten. Bisher haben sich derartige schmachvolle Verletzungen des Völherreehtes nur in Rußland und Italien,— Palazzo ap Venezia und Palazzo Cafarelli— also bei unseren Feinden, abgespielt. Die übrigen Feinde der Mittelmöchte haben mit schlecht verhehlter Freude dem Tun zugeschaut und sich dadurch mitschuldig gemacht. Aus dem Reuterdrahtbericht geht mit aller Deutlichkeit hervor, daß die itahenische Regierung gar nicht willens gewesen ist, dem„Volkswvillen“ entgegenzutreten und daß die„Absetzung“ des Polizeikommissars nur auf dem Papier der eidgenössischen Gesundtschaft in Rom vor handen ist. Man darf gespannt sein zu hören, was von ihr in der Angelegenheit unternommen worden iat. verneur der Preginz Limburg ernannt wurde; an seine Stelle tritt in die Kammer J. J. Poels, der sein wurdiger Nach folger zu werden verspricht.— Die einzige Frau, die ge wählt wurde, Suze Groeningen, der sozialistischen Partei angehörend, is? Lehrerin von Beruf. Bekannti hat Dr. Nolens die ihm von der Königin ange tragene Bildung eines neuen Ministeriums abgelehnt; doch werden in dermselben die Katholiken durch mindestens zwei aus ihren Reiben vertreten werden Im Juni wurden an den deutschen Fronten 468 feindliche Flugzeuge, davon 92 durch unsere Flugabwehrgeschütze, und 62 Fesselballons abgeschossen. Hiervon sind 217 Flugzeuge in unserem Besitz. Der Rest ist jenseits der gegnerischen Stellungen erkennbar abgestürzt. Wir haben im Kampf 153 Flugzeuge und 51 Fesselballons verloren. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorft. Der König von Bayern an seine Rekruten. WTB München. 12.Juli1918.(Drahtbericht.) Im Hofe der Prinz Arnulf-Kaserne fand heute vormittag eine Truppenvereidigung statt, welcher der König und die Generalität beiwohnten. Nach einer markigen Ansprache des Majors Stury, die in ein Hurra auf den König ausklang, und der Vereidigung der Truppen richtete der König eine Anspruche an die Truppen, in der er darauf hinwies, daß es in der gegenwärtigen Zeit, wo es heiße, das Wohlergehen und die Entwickelung des eigenen Volkes, des eigenen Vaterlandes, gegen eine Welt von Feinden zu schützen, eine doppelte Ehre sei, Soldat zu sein. Wir alle haben den Krieg nicht gewollt und waren jederzeit bereit zu einem ehrenvollen Frieden. Un#ere Feinde aber haben die wahrhaft sehr bescheidenen Anträge mit Hohn zurückgewiesen. Es bleibt uns daher nichts anderes übrig, als weiter zu kämpfen und weiter zu siegen, bis unsere Feinde einsehen, daß ihre Anstrengungen erfolglos bleiben. Wir wollen einen Frieden, Englische Offizlersbeförderungen. Einem Unterhausmitgliede, das bisher vom Soidaten leben nur den Niederschlag desselben im Staatshaushalt gekannt hat, ist eine Oberstenstelle(has been offered u commission as colonel) angeboten worden, damit er in der irischen Aushebung tätig sein könne. Der Methodistenprediger Mac Leon ist zum Obersten befördert worden, und er ist gleichzeitig zum„Unternehmer“ der irischen Aushebung ernannt worden, da er von jedem gekaperten Rekruten Pro zente bezieht. Der Sergeant Harold Eric Thomas wurde unter Uberspringung aller dazwischen liegenden Stufen auf nachdrückliche Empfehlung des Brigadegenerals W. Odlum zum Hauptmann ernannt wegen„seiner Treue im Felde“. Dieser treue Hauptmann muß sich jetzt vor dem Kriegsgericht wegen 17 Anklagen, darunter solche auf Unterschlagung und Betrug, verantworten. Es sei daran erinnert, daß die französischen Zei tungen vor etwa anderthalb Jahren den gefallenen englischen Generai von 25 Jahren sehr gefeiert haben. Wie der junge Mensch zu seiner„commission as general“ gekommen war, wurde damals leider nicht festgestellt. Was dem einen recht ist... In recht temperamentvoller Weise fertigt der flämssehe Sozialist Jef van Extergem in Het Flaamsche Neuws vom 11. Juli den Radikalsozialisten Hause ab, der bekanntlich im Reiehslage sagte:„Der Überfall sauf Belgien] war nicht zu rechtfertigen... Die Erklärung des Rates von Flandern ist ein Machwerk, jeder anständige Flame wendet sich mit Verachtuns davon ab.“ „Alle kasitalistischen Regierungen, Genosse Haase,“ so antwortet var. Extergem,„sind doch gleich schlecht— darum braucht es Sie nicht zu kümmern, daß wir unser Recht von der deutsehen Regierung annehmen. Der Kerker speigienk ist aufgebrochen; durch wen und wie ist nebensächlich, Fleadern ist daraus hervorgetreten. Das ist das Wichtigste. „Warum mut nicht auch ihr:„Plandern muß wieder frei und groß werden, wie es früher war, es muß vom kranzösischen Joche befreit werden, darf aber auch nieht unter das deutsche kammen!“ „Wenn ihr für alle Völker die Freiheit fordert, kann könnt ihr sie dem flämischen Velke nicht verweigern. Schlagworte, wie das obige, daß jeder anständige Flame sich von uns abwendet, beweisen nichts. Die Tutsache, das Flandern unterdrückt wurde, kann nicht ausgemerzt werden, weder durch eure Geringschätzung aus Unwissenheft, noch durch #### Geheul eurer vermauleelten(9) Menge. Auch inr wurd ja aus Unwissenheit gering geschätzt und von der dummen Masse verleugnet. Es lebe Flandern!“ Seeahen eähen Nr 193 1 Bonnisg. 14. Juli 1913 Abendbericht über die Kriegslage. WTB Berlin, 13 Juli1918.(Druhtber. Amtlich.) Von den Kampffronten nichts Neues. Prälat Professor Dr. Nolens mit der Kabinettsbildung beauftragt. )-( Amsterdam. 13.Juli1918. Heute hat die Königin den Präluten Universitätsprofessor Dr. Nolens, Führer der katholischen Staatspartei, beauftragt, ein neues Ministerium zu bilden. Wir wollen augenblicklich sur sagen, daß eine stolze Freude das kotholische Holland erfüllt. In diesem Lande, wo vor 50 Jahren die Kutholiken noch rechtlos waren, ist jetzt ein kotholischer Priester an die Spitze der Regierung berufen. Die Arbeit der Koalition der Rechten ist aufs neue gesegnet worden und für die Katholiken besonders die Arbeit des holländischen Windthorst, des unvergeßlichen Dr. Schaepman. Nolens wurde 1860 in Venlo geboren. 1887 wurde er in Roermonde zum Priester geweiht. Er promovierte 1890 in Utrecht zum Doktor der Staatswissenschaften. Seine Doktorurbeit war die Lehre von Thomas von Acuin über das Recht. Seit 1888 Gymnasiallehrer, wurde er im Johre 1905 Universitdtsprotessor im Arbeitsrecht in Amsterdom. Seit 1895 war er Mitglied der Zweiten Kammer, wo er nach dem Tode Schaepmans eine führende Stellung einnahm und bald der erste Führer der katholischen Staatspartei wurde. Nolens war schon Hausprälat des Panstes und im Jahre 1916 wurde er zum Apostollschen Protonotar ernannt. Seit Jahren steht Nolens im größten Ansehen bei allen politischen Parteien wegen seiner Tüchtigkeit, Mößigkeit, Ehrlichkeit und Vornehmheit. Er war in der Kammer vor allem Spezialist für Arbeiterversicherung und für die Limburgische Bergwerksindustrie. Verstaatlichung der Lebensmittelzentralen. WIB Wien. 13.Juli1918.(Drahtber.) Unter der Führung von Mitgliedern der deutschen gewerkschaftlichen Vereinigung des Abgeordnetenhauses sprachen gestern Vertreter der deutschen Arbeiterverbände und deutsch-nationalen Arbeitergewerkschaften beim Ministerpräsidenten Dr. Seidler vor. Im Verlaufe der Beratung, die den Ernährungsfrugen galt, sagte Minister Paul zu, daß er die Verstaatlichung sämtlicher Lebensmittelzentralen und deren Umwandlung in Unterstellen des Amtes für Volksernährung in kürzester Frist zur Durchführung bringen werde. Die Dummheit In Zahlen umgerechnst. -( Amsterdum. 13 Juli1918. Der Amstardmner Telegraaf hatte dieser Tuge die lächerliche, aber sehr tendenziöse und auf deutschfeindliche Gefühle berechnete Meldung verbreitet, daß Deutschland bei den Unterhandlungen u. a. 60 000 Kühe, 13000 Pferde, 11 Millionen Kilogrumm Käse, 2 Millionen Eler, 3 Millionen Hühner, 200 000 Häute und dazu noch 7 Millionen Gulden Kredit monatlich gefordert habe. Das Handelsblad erfährt nun, daß der gartze Bericht unrichtig sei. Das Blatt sagt, daß über Einzelheiten noch gar nicht unterhandelt sei. Man suche noch eine allgemeine Grundlage. Die Kreditfrage sei überhaupt noch nicht in Behandlung genommen. „WWternehkeit“ französischer Offiziere. WTB Berlin. 13.Juli1918.(Drahtber.) Von der soge nannten Ritterlichkeit französischer Offiziere, über deren rohes Benehmen schon so oft berichtet werden mußte, gibt lelgender Fall eines Ersatzreservisten, der seine Aussage beschworen hat, ein beredtes Zeugnis: Am 3. Juni wurde er im Walde von Villers Cotterets durch einen Granatsplitter schwer verwundet, außerdem riß ihm ein zweiter Splitter das rechte Auge aus. Er verband sich notdürftig und versuchte, zur nächsten Verbandsstelle zu gelangen, mußte sich aber, weil er zu schwach war, am Grabenrande niedersetzen. Kurze Zeit darauf fuhr ein feindlicher Sturmwagen an ihm verhei, aus dem zwei französische Offiziere sprangen, der eine mit einem Revolver, der andere mit einem Korabiner bewraffnet, die auf ihn zukamen. Obwohl der Mann ohne Waffen schwerverletzt dasaß, schoß ihn der eine Offizier mit dem Revolver ins Gesicht und verletzte ihn schwer am Munde. Nur durch Sichtotstellen entging der Mißhandelte weiteren Gewalttätigkeiten. Die Offiziere fuhren in ihrem Tank weiter, den kurze Zeit darauf das Schicksal erreichte, er wurde von der deutschen Artillerie zusammengeschossen. Cadorna abgesetzt und degradiert. + Chiasso. 13.Juli1918. Der Oberbefehlshaber Diaz nohm in Rom an zwei Kriegsratssitzungen teil und reiste nach längeren Besprechungen mit Orlando zur Front zurück. Der ehemalige Generalissimus Cadorna wurde samt seinem Generalstabschef Porro und dem Armeekommandanten Cappello endgültig abgesetzt und ihnen der Grad und das Ruhegehalt entzogen. (D Carlo Graf Cadorna, der ehemalige Oberbefehlshaber der ftalienischen Heere, ist mit seinem Generalstabschef, General Porro, und dem Heeresgruppenführer, General Capello, kriegsgerichtlich abgeurteilt, seines Postens endgültig enthoben und schmählich degradiert worden. Dumit teilt der jetzt 68jährige Feldherr das Schicksal so vieler Generale, vor allem in romanischen Landen, denen siegreiche Erfolge versagt blieber und die der Unzufriedenheit eines törichten Volkes geopfert wurden. Ein Urteil über Cadorna als Feldherr abzugeben, wäre verfrüht. Er war beim Kriegsausbruch Generalstabschef des italienischen Heeres, und man hat die Erfahrung gemacht, daß er— zu vieler Uberraschung — eine durchaus angriffsfreudige, gut organisierte Armee ins Feld zu führen vermochte. In mehr als zehn„Isonzo“-Schlachten suchte er die strategischen Zielgder italienischen Annexionspolitik zu verwirkLSA- Tm ober vur über Gärz hinaus und verblutete Sestrachten und Schitfsproise. Die durch den-Bootkrieg hervorgebrachte und täglich noch gesteigerte Schiffsraumnot hat naturgemäß zu einer großen Erhöhung der Preise und Frachten für Schiffe beigetragen. U RTEE- RE G DNT Konnte man in Friedenszeiten einen Dampfer von Br.-.-T. für etwa 700000 M. erstehen, so läßt sich der Preis für ein solches Schiff heute nicht genau angeben. Er dürfte aber zwischen 3 und 5 Millionen Mark betragen. Fertige Is Neubauten, die noch nicht fertiggestellt sind, weil sie keine greifbare Ware darstellen. Schiffe stehen höher im Preise als Neubauten, die noch Dieselben Pressteigerungen haben sich auch bei Fischdambiern und Segelschilfen bewerkbar gemacht. Erstare, für die man im Frieden 60 bis 100 000 Mark bezahlte, kosten jetzt das Fünf- bis Siebenfache. Die Segelschiffe verdanken ihre Preissteigerung um etwa das Dreifache vor allen Dingen dem Umstande, daß sie unabhängig von den heute m vielen überseeischen Häfen unerschwinglichen Kohlen sind. Viel größer noch ist die Steigerung der Schiffsfrachten. Greift man nur den einen Satz der Kohlenfracht von der Ostküste Englands nach Barcelona heraus, so sicht man hier eine Steigerung von 10 Sh. für die Tonne im Frieden auf jetzt üiber 400 Sh., also um das Vierzigfache. Infolge dieser hohen Frachten ist es den neutralen Reedern möglich, riesige Gewinne einzustreichen. Die Schiffahrtsaktien haben infolgedessen einen märchenhaft hohen Stand erreicht. Die Aktien der norwegischen Austral-Linie sind von Mürz bis April von 885 auf 978 gestiegen, diejenigen der Reederei Thoresen auf 755. Letztere Reederei hatte gerade 80 v. H. Dividende bezahlt. Daß der Friedensschluß einen Rückgang der Frachten und Preise sofort herbeiführen wird, ist kaum anzunehmen. Die jetzt noch fahrenden Schiffe sind zum Teil derartig verkommen und bedürfen dringend einer Reparatur, so daß, ganz abgesehen von den eigenen Bedürfnissen ihrer Länder, die heute brachliegenden Handelsflotten der Mittelmächte mehr als ausreichend Beschäftigung finden werden. Es wird eine sehr große Nachfrage nach Rohstoffen herrschen, und die riesigen Lager von Baumwolle, Reis, Koffee, Getreide, Wolle, Erze, Phosphate, Hanf, Kopra usw., die sich in Ubersee angesammelt haben, werden der Schiffahrt ein reiches Betdtigungsfeld zum Abtransport bieten. Umsomehr, wenn man in Rechnung zieht, daß der-Bootkrieg Tag für Tag weitere Lücken in den Weltschiffsraum reißt, daß die Schiffsunfälle durch natürliche Ursachen einer steten Steigerung unterworken sind und unsere Feinde trotz aller Versprechungen die Verluste bei weitem nicht ersetzen können. Deutscher Reichstag. mit seiner Truppe schließlich an den steinigen Hängen der Korstfelsen. Mit dem Anwachsen der österreichisch-ungarischen Abwehr verschlechterte sich Cadornas strotegische Lage immer mehr, die Stellung seiner Heere wur nur dann wirksam und für ihn ungefährlich, wenn es ihm gelang, den Bogen seiner Front im siegreichen Augriff auf die strategischen Ziele herum zu holen— so aber stürzte seine ganze Aufstellung im Oktober und November des Jahres 1917 unter dem furchtbaren Angriff der deutsch-österreichisch-ungarischen Heere in sich zusammen und riß den Generalissimus mit in das allgemeine Unglück. Der psychologische Augenblick der Urteilsfällung war für den Conte Cadorna schlecht gewählt. Die italienische öffentlichkeit steht noch im Banne des „Sieges“ um Piave, wo derselbe Wettergott, der Cadorna so oft hinderlich war, für General Diaz, seinen Nachfolger im Oberkommando, in die Bresche stürzte und die Wassermassen des Gebirgsstromes über die österreichischen Zufahrtslinien ergoß. Was dem einen General zum Glück sich gestaltete, wurde dem andern zum Unglück. Falls Cadorna aber einen Trost nicht in sich selbst findet, mag er die„epischen“ Lobeshymnen nachlesen, mit denen ihn einst Italien verherrlichte, und dabei genugsam überlegen, ob denn General Diaz, sein ebenso gefeierter Nachfolger, den italienischen Feldzug schon wirklich gewonnen habe. Denn größere Schlachten, als Diaz, hat Cadorna sicher geschlagen. Die Lage der japanischen Truppen in Sibirien. H Kopenhagen. 12.Juli1918.(Drahtb.) Einer Meldung aus Helsingfors zufolge ist die Lage der nach Sibirien ausgeführten japanischen Truppen kritisch geworden, da die Sowjettruppen bisher überall die gegenrevolutionären Truppen und die tschecho-slowakischen Truppen geschlagen haben, was auf die japanischen und chinesischen Truppen einen vernichtenden Eindruck gemacht hat. In Japan erregt es Aufsehen, daß Admiral Kato von der Regierung schnellstens die Ubersendung neuer Truppen nach Sibirien verlangt. Schwierigkeiten der Kohlenversorgung. □O Genf. 12.Juli1918. Le Journal bringt eine Auslassung des Ministers Loucheur über den bevorstehenden Kohlenmangel. Im Winter sind ernste Schwierigkeiten zu befürchten. Im vorigen Jahre besaßen die Einwohner noch Vorräte von 300000 Tonnen. Heute sind die Keller leer. Die Stadtverwaliung besitzt bloß 24000 Tonnen. Die Förderung im Departement Pas de Culais ist auf ein Minimum zurückgegangen. Auch die englische Förderung wurde eingeschränkt. &*mp; Berlin, 13.Juli1918. Am Bundesrastisch von Payer, Graf Rödern, Wrisberg, Schiffer. Es werden Petitionen erledigt, und sodann in die dritte Lesung des Branntweinmonopols eingetreten. Eine große Reihe von Paragraphen wird ohne wesentliche Aussprache nach den Beschlüssen in zweiter Lesung angenommen. Im letzten Abschnitt des§ 252 b, in dem 16 Millionen Rückvergütung für Arznei-Alkohole festgesetzt sind, beantragt Abg. Kreth(kons.) einen Zusatz, wonach den Krankenkassen und knappschaftlichen Krankenkassen für jedes Mitglied und jedes Jahr mindestens 60 Pfg. als Rückvergütung zu gewähren sind. Der Antrag wird angenommen. Das Branntweinmonopol wird darauf gegen die Stimmen der Polen und der beiden sozialdemokratischen Fraktionen im ganzen angenommen. Staatssekretär Graf Rödern: Mit diesen Beschlüssen stehen wir um Ende einer weittragenden Gesetz gebung. Sobald werden wir den Weg dieser Steuern nicht noch einmal zu gehen haben. Es ist ganze Arbeit geseistet worden, und dabei ist ein Neubau der Steuergesetzgebung errichtet worden, von dem wir Tragfänigkeit und Haltbarkeit erwarten. Mit diesen Gesetzen ist unseren Anleihen eine Sicherheit verliehen worden. Steuergesetze machen ist keine dankbare Arbeit. Sie haben sich den Dank des Volkes und der verbündeten Regierungen erworben. Der Reichskanzler hätte tern. Alle Mitglieder waren Schwerarbeiter.(Heitere Zurufe.) Auf die Beamten fällt bei Ausführung der Gesetze eine schwere Last.(Bravo!) Präsident Fehrenbach spricht dem Staatssekretär für seine Worte den Dank des Hauses aus. Solann werden Reste des Etats in dritter Lesung eriedigt. Staatssekretär Graf Rödern teilt mit, daß im Herbste den Beamten Teuerungszulagen gewährt werden. Eine Resolution Gröber auf Einsetzung eines Ausschusses für soziale Politik wird angenommen. Zweite Lesung der Kreditvorlage. Berichterstatter Abg. Fischbeck(F. Vp.). Ober die Ausschußberatung ist durch die Presse ausgiebig berichtet worden. Der Ausschuß hat mit allen gegen zwei Stimmen die Kredite bewvilligt. Damit ist dem Volke durch seine Vertretung bekundet worden, daß wir bereit sind, auszuharren und Opfer zu bringen, bis zum ehrenvollen Frieden.(Lebhaftes Bravo.) Abs. Ebert(Soz.). Wir bedauern aufs tiefste, daß das furchtbare Blutvergießen fortdauert. Das deutsche Volk ist erfüllt von ehrlichem Friedenswillen. Auch die Regierung hat wieder ihre Friedensbereitschaft erklärt. Die feindlichen Regierungen, Parlamente und leider auch die Arbeitervertretungen haben es an ähnlicher Friedensbereitschaft fehlen lassen.(Sehr richtig!) Sie verkünden immer von neuem den Kampf bis zum Ende. Sie täuschen über die Widerstandskraft Deutschlands ihr Volk hinweg. Da die Gegner den Frieden verweigern, werden wir auch diesmal die Mittel zur Erreichung des Friedens bewilligen.(Beifall, Zischen bei den Rad.-Soz.) Abg. Geyer(Rad.-Soz.). Der Krieg ist niemals ein Verteidigungskrieg gewesen.(Pfuirufe. Lärm.) Die Reichsleitung schützt die Annexionisten, die Militärpartei herrscht. Das beweist auch der Wechsel im Auswärtigen Amt. Rußland und Rumänlen ist ein Gewaltfrieden aufgezwvungen worden. (Lachen.) Die militärische Autokratie will auch im Westen einen Gewaltfrieden. Die Not wächst. Hunger und Elend verwücten, wos der Krieg übrig gelassen hat.(Widerspruch, Zunu: Sie verlängern mit soicher Rede den Krieg!) Wir wollen die Menschheit vor dem Untergange retten, deshelb stimmen wir gegen die Kredite. Proletarier aller Länder, erhebi euch!(Lachen auf allen Seiten des Hauses. Beifall bei den Rad.-Sez.) Die Kriegskredite werden hierauf in zweiter und dritter Lasung gegen die Stimmen der radikalen Sozialdemokraten bei Stimmenthaltung der Polen angenommen.(Beifall.) Die Ergänzung des Beseldungsgesetzes und ein Gesetz betreflend Bürgschaft des Reiches zur Förderung des Klein-Wohnungsbaues für Reichs- und Militärbedienstete unter Einbeziehung der Kriegerwitwen werden einstimmig angenommen. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Prdsident Fehrenbach. Es liegt erne Zeit außerordentlich angestrengter Arbeit hinter uns. Die Friedensverträge mit dem Osten werden vom Volke mit Dankbarkeit angenommen.„Ex Oriente pax!“, das ist ein großes Wort für unser Volk. Dem Staatssekretär, dessen Name unter diesen Vertrügen steht und der jetzt aus dem Amte geschieden ist, gebührt tiefer Dank.(Bravo!) Uber die Notwendigkeit der neuen Steuern, die für jeden bedeutungsvoll sind, werden wir das Publikign aufklären müssen. Es wird sie opferbereit zu tragen wissen. Den äußeren Frieden können wir unserem Volk nicht bringen, aber unsere Schuld ist das nicht.(Sehr wahr!) Wir werden auch im kommenden Winter vor Not geschützt sein. Die Ernte reift heran, und auch aus dem Osten wird etwas mehr hinzukommen. Unsere Feinde wollen den Frieden nicht, sie leben in dem Wahn des Vernichtungswillens gegen unser Volk. Dieser Verichtungswille mß zuschanden gemacht werden. Wir vertrauen auf Gottes Schutz und unser unvergleichliches Heer, das uns die Grundlage zu einem dauernden Frieden schaffen wird.(Lebhafter Beifall.) Der Präsident schlägt vor, die nächste Sitzung am 5. November abzuhalten, er erhält aber die Ermächtigung, gegebenenfalls den Reichstag früher zusammen zu berufen. Schluß 12¼ Uhr. Secolo über den Wechsel im Staatssekreiariat. + Chiasso, 13.Juli1918. Der Secolo schreibt, der Abgang Kühlmanns habe die Parteieintracht in Deutschland nur befestigt. Der Zwischenfall beweise das unerschütterliche Vertrauen der deutschen Heerführer in den Endsieg. Außer den Minderheitssozialisten seien in Deutschland jetzt alle Parteien einig, den Waffensieg abzuwarten. Fedor Samuel Spezialhäuser für Damenputz Glockengasse 1 HXIn Schildergasse 65/67 Ecke Herzogstrasse. ROll! Ecke Antonsgasse. 0 Damenhüte e Trauerhüte e Kinderhüte Grösste Auswahl.e Mässige Preise. N. 193* Sonntag, 14. Juli 1918 A. SCHAAFFHAUSEN SCHEN AKTIEN-KAPITAL u. RES. BANKVEREIN A. G. COELN N. 10000000 ER BARGELDLOSEN ZAHLUNGSMETHODEN WIRO AUF WUNSCH ZUGESANOT. Die Verwaltungs- und teuerberatun gsgesellschaft GEGRUNDET 848 DARSTELLUN KURZE Alle getragenen Dumen-, Filz-, und Klebehüte werden in allerneueste moderne Formen für Hernst u. in behannter. sauberer Ausführung direkt wie neu umgearbeitt Eigene Modell auswahl im Hause. m. b. H. 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Fegers, Flaschengroßhandlung, Thürmcheuswall 29. Tel. A 5892. Weitere Arksulsüeben: Unt. Goldschmied 13, Herwarthstraße 12, Ritterstraße 35, Neußerstraße 4, Triererstraße 13, Röhrergasse 5, Rippes, Mauenheimerstraß. 12, .=Lindenthaj, Bache.#ic Probe nicht besteht.— Einzig und schon lang bewährt Putzt„Pladlero“ unseren Herd, Unverfdischt, kein Kriegsersatz, Zu haben ist’s an jedem Platz. Dabei billig im Gebrauch Gibt es weder Staub noch Rauch. Drum versuch, wer's noch nicht kennt, „Pladlero“ sich der Herdputz nennt. Verfasser: Herr K. Schmidt, Köln, Kyffhäuserstr. 1. „Pladlero“, das seit 10 Jahren von isenden Haustrauen erprobte Herdputzmittel, Am Montag, den 15. Juli 1918, abends 3 Uhr, im Gasthause Ruttmann in lassen die Erben des Schlossermeisters Andreas Müller das Hausgrundstück merstraße 133. Breitestrasse 92-98 Teleph. B 5432 Teleph. B 5432 empfiehlt nur erstklassige deutsche Fabrikate für verschiedene Nähzwecke. Special-Werkstätte für Nähmaschinen-Reparaturen. Prompte Bedienung. Hauptstraße 12 in Wesseling mit Schlosserwerkstätte und Garten, groß 3 Ar 31 Meter, öffent lich verkaufen. Röln, den 4. Juli 1918. Der Königliche Notar. 65 Junnizrat Krings. Lacke auler Art Leinöl=Ersatz bill. M. Franke Mählenbach 4, ∆ Spezialhaus. Jedem Feldpostbrief ein kleines Buch beilegen. Unsere Se Gaten lechzen na Lesestolf. iundaner'n g 14# D. a. u. B. Bars maufent= 10 1 K. a u. inde gegen!2“ Dielen, sowie 10 5 SH iterricht. R. Canal—& Mainbord-. 8 a. d. Ge= zugeben Holzhandl. Herner Köln-Sülz. Tel. A 2245. 5 Glas-Dächer, Fenster-Bleiverglasung usw. Verkauf einzelner Scheiben Sebastian Schieren Glasgraschandl., Alte Valiansse 0 Die Bautätigkeit in der Stadt Köln während des Jahres 1917. (Aufgestellt im Statistischen Amte der Stadt.) Die Herstellung neuer Wohnungen, welche bereits im Vorjahr einen großen Tiefstand erreicht hatte, lag im Berichtszahr fast ganz danieder. Von den wenigen neu errichteten wohnhausern wurden ungefähr drei Viertel von gemeinnütziger Seite errichtet, so daß die private Bautätigkeit auf diesem Gebiete als kaum nennenswert zu bezeichnen ist. Die Einfamilienhäuser standen mit rund vier Fünftel im Vordergrunde. Da auch die bebaute Wanngrundstücksflüche nur en Fünftel der vorjährigen beträgt, so ist, noch mehr wie im Vorjahre der Bau von kleinen Wohnhäusern festzustellen. Wenn trotzdem die Bautätigkeit, was die Herstellung von Gehäu len überhaupt betrifft.sich nicht ungünstiger als im Vorjahre stellt. so ist dieses auf die Erbauung vieler militärischen Gebäude und auf die Errichung neuer bzw. Erweiterung bereits bestehender Fabrikanlegen u. dergl. zurückzuführen. Auf 162(260, 529)*) Grundstücken wurden Neubauten errichtet. Dabei handelte es sich in 55(144, 334) Fällen um die Bebauung bisher unbebauter Grundstücke, in 105(108, 151) um cie Errichtung von Gebäuden neben underen Gehäuden auf denselben Grundstücken und in 2(8, 14) Fällen um Neubauten auf alter Baustelle. Die Zohl der Wohngrundstücke, auf denen Wohnhausneubauten ausgeführt wurden, belief sich auf 40(132, 334). Davon waren 38(126, 338) bisher unbebaute, 1(3, 17) bereits bebaute und 1(3,). durch Abbruch; freigelegte Grundstücke. Die Zchl der neu errichteten Gebäude stellte sich auf 320(396. 639), die der Wohngebäude insbesondere auf 43 (141, 378). Die übrigen Neubauten setzten sich zusammen aus 159(53, 49) Gasthof-, Anstalts- und öffentlichen Gebäuden, 3(6, 10) Geschäftshäusern, 6(8, 8) Lagerhäusern, 52(18, 30) Fabrik- und Werkstattgebäuden, 8(13, 36) Stallungen, 4(7, 9) Remisen. 11(30, 25) sonstigen größeren festen Gebäuden und und 34(30, 64) sonstigen kleineren Baulichkeiten. Der Bestand und der Reinzugang an Wohngrundstücken betrug 36(120, 315). Von den einzelnen Stadtteilen nahm Köln-Ehrenfeld mit 35 neuen Wohnungen die erste Stelle ein. Darauf folgen der innere Bezirk Nippes und die südliche Altadlt mit je 13, Köln-Deutz Neustadt mit 10. in allen übrigen Stadtteilen blieb die Zahl unter 10. In der Neustadt entstanden 8 neue Wohnungen. Kleinwohnungen, d. s. Wohnungen von 1 bis 3 Wohnräumen, befanden sich unter den neuen Wohnungen im ganzen 11(234,547). Sie stellen rund ein Zehntel der gesamten Wohnungszahl dar gegen zwerFünftel um Vorjahr. Was die Ausstattung der Wohnungen in den neuentstandenen Wohnungen mit besonderen Einrichtungen anlangt, so enthiellen 59 Wohnungen Badezimmer, und zwor jede Wohnung ein eigenes. Von je 100 der neuerrichteten Wohnungen wuren also 53,2 mit Badezimmer verschen. Der Größe nach bestanden 4 der mit Badezimmern ausgestatteten Wohnungen aus 2 bis 3 Wohnräumen, 35 aus 4 bis 5, 13 aus 6 bis 7 und aus mehr als 7. Der Reinzugang an Wohnungen belief sich insgesamt auf 100(544, 1366), bei den Kleinwohnungen insbesondere auf 4(225, 547). Die Erbauung von Beamten- und Arbeiterwohnhäusern: Durch die gemeinnützige Bautätigkeit, die dorauf gerichtet ist, für Beamte und Arbeiter gute und billige Wohlnungen zu schaffen, und die sich seit Jahren in Köln verhältnismäßig günstig entwickelte, wurden im Berichtsjohr im ganzen 31 Arbeiterwohnhäuser mit ebensovielen Wohnungen nergesteilt gegen 61 mit 61 Wohnungen im Vorjahr; Beamtenwennhäuser wurden nicht errichtet. *) Die in Klammern beigefügten Zahlen beziehen sich auf die Jahre 1916 und 1915 einschließlich Miilheimn und Merheim rrh. 1) Zucker- und Mehldiebstanre.— Aus einein imn Haten an der Bayenstraße liegenden Schiffe wurden 27 Säcke Rohzucker, von einem Fuhrwerk während der Fahrt durch die Stadt mehrere Sücke mit Mehl gestohlen. Kölner Local-Anzeiger 4 Köln, 14.Juli1918. 45 Ein Tag. Von Chr. Thomas. G. au brauten vom Strome her die Nebel über die Stadt. Noch war es um die frühen Morgenstunden, allenthalben regte sich das Leben. Aber der Lärm des Tages vermochte nicht laut zu werden. Am Ufer des Stromes war der Nebelrauch so dicht, daß de gnze Weit fast in ihm versank. Nur einige Laubbäime standen wie runde Schatten mit krausen Umrissen in nöchstr Nahe. Drunten flossen graugrune Wogen aus Ungewissem kommend und in die graue Nacht verschwindend. Aus der Mitte des Stromes starrten gespensterhaft die Buge und Steuerbrücken von Lastkähnen, die in ihrer ungeheuren Länge ruhig mitten in dem Nebelmeere lagen. Wie in einem großen Federkissen erstarb hier aller Lärm und jeglicher Ton, selbst die Kirchenglocken, die allerorts aus den grauen Nebelfluten läuteten, hatten Müne hindurchzudringen. Ihre Stimmen klangen wie von weiten Fernen. Es war ein sonderbarer Morgen. Das fühlten auch die Menachen, die einander hier begegneten. Fast wie in einem Märchen war’s, wo alles des Wunders harrt, das geschehen muß. Und das Wunder geschah. Eine unsichtbare Hand rollte die grauen Nebeltücher auf. Nun hingen nur noch zarte Schleier vom Himmel zur Erde herab. Schon tlinkten die Wellen des Stromes, und ein zarter Goldhauch lag über silbrigem Nebelrauche. Singend zogen die Schiffer auf den Lastkühnen die Anker herauf. Die Ketten rosselten, die Winden kreischten. Jetzt zerriß ein leichter Morgenwind, der der goldenen Sonne, die blinzelnd poch im Rauche stond, vorangeeilt war, die duftigen Schleier, die zwischen Himmel und Erde hingen. Leuchtend und siegreich strahlend fiel das Licht aus den Höhen, überflutete alles .t Goldglanz, gab den Blumen ihre holden Farben und den stolzen Bauten, die am Ufer standen, ihre Formen. Ein tief14. Juli 1316 .D Vom Rhein.— Der Wasserstand des Rheines ist in der vergangenen Woche wieder ettras zurückgegangen. Die Schiffahrt, die in den Frühstunden durch Nebel etwas beeinträchtigt wurde, konnte sich im allgemeinen regelmäßig vollziehen, da erheblichs Ladungsbeschränkungen nicht bestanden. Während sich die Verschiffungen rheinabwärts in engen Grenzen bewegen, sind die Verladungen nach den oberrheinischen Häfen und zwar hauptsächlich die von Kohlen und Koks andauernd äußerst lebhaft. Der Umschlagsverkehr in nieder- und mittelrheinischen Hafenplätzen wurde manchmal so stark, daß die Ladungen auch nachts gelöscht wer len mußten. Die Pegelhöhe in Köln betrug am Samstag .03 Meter gegen 2,26 Meter vor acht Tagen. (A) Die Schuhausbesserungs-Werkstatt der N..-G. teilt uns mit, daß die Annahmestellen FriedrichWilhelmstraße—8. Nippes, Neußerstraße, Sülz, Zülpicherstraße, Ehrenfeld, Venloerstraße, in der Woche vom 14. bis 20. Juli einschließlich für Annahme, von Ausbesserungen geschlossen bleiben müssen. Die Maßnahme ist erforderlich, weil die Anforderungen in letzter Zeit zu groß waren und außerdem der Fabrikbetrieb in Nippes wegen Krankheit fast der Hälfte der Arbeiter nicht so viel wie sonst fertigstellen kann. 40 Erwischte jugendliche Diene.— Zwei junge Bürschchen stahlen auf der Burgmauer einer Händierin über 50 Stück Fahrpläne und verkauften solche in der Neustadt, wobei sie erwischt wurden. CO Brikettwagen samt Hund gestonien.— Auf der Luxemburgerstraße wurde einem Briketthändler der Handwagen mit Briketts und mit einem darunter gespannten Hunde entwendet. 60 Die wahrsagende Hamsterin.— Die Langeler Gegend war das Eldorado für eine Kölner Wahrsagerin. Immer wieder kam sie nach Langel, und reich bepackt mit Lebensmitteln zog sie wieder ab, weil sie nach dem Wahlspruch arbeitete: Die Dummer werden nie alle. Sie weissagte all denen, die ihr Lebensmittel abließen, das Schönste und Beste von der Welt, den andern aber, die ihr nichts abgaben, kommendes Unglück. Dieses Gebaren erregte schließlich den Zorn derjenigen, die immer nur Schlechtes aus der Zukunf“ erwarten sollten; sie sannen auf Rache— und so sahen sich die anderen auf einmal vor den Schranken des Mülheimer Schöffengerichts, ohne daß ihnen dies vorhergesagt worden war. Das Gericht verurteilte eine Anzahl der Angeklagsen wegen Uberschreitung der Höchstpreise zu Geldstrafen. Nach Langel darf die Kölner Pythia nun aber nicht mehr kommen, sie wird aber schon anderswo Dumme finden. (#) Zum zweiten Male in kurzer Zeit wurde die Wohnung einer armen Kriegersfrau aus der Weißgerbereckgasse von Dieben heimgesucht und für 1000 Mark Wäsche, gerade das, was sie beim ersten Mal zurückgelassen hatten, gestohlen.— Am Großen Griechenmarkt wurden einer Arbeiterin sämtliche Kleidungsstücke entwendet. 42) Folgende Strafverfahren sind im Monat Juni durch die städtische Polizei-Inspektion eingeleitet und an die Staatsanwaltschaft abgegeben oder auf Ersuchen von auswärtigen Behörden bearbeitet worden, insgesamt 1794 Personen, und zwar u..: zweimal 25 Personen wegen Vergehens gegen die Verordnung im Verkehr mit Gerste, Roggen und Weizen bzw. mit Milch für Kinder und Kranke, 27 im Verkehr mit Eier und Butter, 30 im Verkehr mit Leder und Fellen, 39 wegen Abgabeverweigerung und Aushang von Preisverzeichnissen, 47 wegen Vergehens gegen die Verordnung mit Gegenständen des täglichen Bedorls, 56 wegen verbotswidrigen Schlachtungen, Verordnung über Fleischversorgung und Viehhandel, 68 wegen geweresmäßigen Schleichhandels, zweimal 71 wegen Vergehen gegen die Verordnung netreffs Lebensmittel bzw. wegen Brotbuch- und Markenschwindels, 189 wegen Diebstahls, Unterschlagung, Urkundenfälschung. Betrugs, 243 wegen Höchstpreisüberschreitungen, zweimal 257 wegen Kettenhandels und Vergehens gegen die Verordnung betr. Versorgungsregelung durch Warenmarken und Kundenlisten, 362 wegen Vergehens betr. Ausfuhr von Gemüse, Obst usw.— Festgenommen wurden 18 Personen wegen Schleichhandels, verbotener Schlochtungen und Diebstahlsverduchts, 2 wegen Fahnenflucht, 4 wegen Urkundenfälschung und Betrugsversuchs.— Geschlossen wurden wegen Vergehens gegen die kriegswirtschaftlichen Verordnungen: 1 Bückerei und 11 Brotstellen auf unbestimmte Zeit, 2 Brotstellen auf 7 und 2 auf 10 Tage, 2 Milchverkaufsstellen dauernd. blauer Abgrund, öfnete sich der Himmel. Voll, tief und weich schwebte wie Orgeiton das Geläute der Kirchenglocken durch den Luftraum; die Kupelienglöckchen klingelten mit ihren Silberstimmehen dazwischen. Der Lärm des Tages erwachte und word langsam zur Musik. Weiße Möwen flogen über das Wasser, das, zu einer Silberflut geworden, in inächtigen Wellen zu Tale rollte. Selisam klar war nun die Luft. Drüben am Ufer grüßten Wälder und Wiesen in einem wundervollen Schmelz von Grün, und nach Norden zu stand eine Stadt in grauen Umrissen am Gesichtskreis, über und über mit duftigen Schleiern umhangen. Es war ein begnadigter Tag, der also ward geboren. Erschauernd nahm die brde den Kuß der Sonne entgegen. Die Wiesen dufteten, die goldenen Ahren wurden schwerer und schwerer, die Wälder rauschten ihre uralten Lieder, und die Blumen blühten lieb icher als sonst. Auch den Menschen gab dieser Tag mehr ais undere Tage. Traurige wurden getröstet, Kranke geheilt, Genesende gesund. Ein Dichter schrieb den Anfung zu einem großen Werke, und ein Maler spannte die Leinwand zu einem neuen Bilde auf. Ein Bildhauer legte die letzte Hand an seine Madonna, und ein Musiker schuf ein ergreifendes Allegro. Ein in Sünden Verstrickter tat ein barmherziges Werk, ein Priester rettete eine verlorene Seele. Vor allem aber war es die Liebe, die erstgeborene Tochter Gottes, die mit ihrem Himmelsodem die Mensenen beglückte. Mutterliebe erhielt neuen Segen, eine reiche Frau nahm sch ei es armen Waisenkindes an, und zwei junge Mense enninder fanden sich fürs Leben. Es war ein wundersemer rug. Als es Abend wurde und der Glanz langsam erlosch, schwand der Tag in sanften Farben dchin. Zart getönt blickte der Himmel herab, und in der Dämmerung gingen die beide Menschenkinder, die sich liebten, den Sternen entgegen. Dankbare Menschenaugen sandten einen letzten Blick zu des Abendhimmels lichtem Auge, und von einem sanften Winde fortgetragen schwebte das Allenro durch die immer größer werdenden Schatten der Nucht. Die Lebensmittelversorgung.: □ 25 Pfund seien frei! Ein Vorschlag für Behörden und eine Aufforderung an Hamsterer. Wir erhalten folgende Zuschrift: Das in der in Ihrem geschätzten Blatte am Freitag (Nr. 191) beschriebenen Hamsterfahrt Gesante kann ich voll und ganz bestätigen. Auch mein Sohn im Alter von 17½ Jahren hat am verflossenen Mittwochmorgen eine Eisenbahnfahrt und zwar nach H. angetreten, um sich in der dortigen Gegend einige Kartoffeln zu betteln. Auf dem Wege von H. nach.,.,M. gelang es ihm, einige Pfd. zu erhalten. Nachdem er an sechs bis acht Stellen angerufen hatte, begab er sich auf den Weg nach Kerpen, um von dort die Rückreise nach Köln anzutreten. Da er aber erst um.30 Uhr abfahren konnte, verwandte er die noch freie Zeit, um auf dem Wege nach S. noch einige Lebensmittel zu bekommen. Mit etwa 20 bis 25 Pfund Kartoffeln beladen, wollte nun mein Sohn vom Bahnhof Kerpen seine Rückreise antreten. Auf dem Bahnhof fand jedoch durch zwei Gendarmen eine Revision statt, und infolgedessen ging mein Sohn weiter in Kerpen hinein. Hier aber kam ihm ein dritter Gendarm auf dem Fahrrad entgegen und stellte mehrere mit Lebensmitteln verschene Personen zur Rede. Nachdenz diese Leute, darunter auch mein Sohn, versammelt waren, wurden sie zum Bürgermeisteramt geführt, woselbst ihre Namen festgestellt, alsdann protokolliert und ihnen die mit vieler Mühe zusammengeholten, zum Lebensunterhalt jetzt sicher unentbehrlichen Lebensmittel abgenommen wurden. Mit Tränen in den Augen wurden sie hiercuf entlassen. Ein Bündel grünes Gemüse. Mangold, Knollenblätter und ein Büschel frische Zwiebel brachte mein Sohn abends spät nach Hause. So geschehen zu Kerpen(Kr. Bergheim) am 10. Juli. 1918. Diese Zuschrift und andere Außerungen aus unserem Leserkreis zeigen, daß der Artikel: Uber eine Hamsterfahrt, große Beachtung gefunden hat. So ist es— wird uns bezeugt— genau so wie der Einsender es schildert! Da müht man sich ab, für seine hungernde Familie unter größten leiblichen und seelischen Anstrengungen auf dem Lande einige Lebensmittel zu erhalten, muß sie zu ungeheueren Preisen bezahlen und schließlich riskieren, daß sie einem abgenommen werden. Hier waren es Kinder, welche ihre Eltern erfreuen und ihr Teil dazu beitragen wollten, die häusliche Not zu lindern. Und dann, am Schlusse der mühseligen Fahrt und Wanderung, deren Strapazen nur die Freude über den errungenen köstlichen Preis ertragen läßt— kommt der Gendarm, dessen Aufgabe es sonst ist, nur den Verbrechern nachzuspüren, und nimmt einem die wenigen Pfund Lebensmittel ab, kraft Verordnung! Statt einer Fumilie über einige Tage das Durchhalten zu erleichtern, wandern sie wer weiß wohin, und der sich die Mühe darum gegeben, hat das betrübte Nachsehen. Ist das nieht grausam: Man denke sich in die Lage der Betroffenen und wird die Erbitterung verstehen, welche sich durch dieses Vorgehen, das auf Reichsverordnung beruht und in der Ausführung im ein zelnen Landkreis mehr oder weniger noch verschärft wird, im Volke ansammelt. So kann es nicht weiter gehen. Die Freude am S taat steht bei vielen auf dem Spiele, und die Gesamtheit der Bevölkerung und die Behörden haben ein wichtiges Interesse daran, daß sie nicht untergraben wird. Man dorf deshalb bei den Behörden Verständnis und Unterstützung erwarten, auch wenn andere Wege als bisher eingeschlagen werden müssen. Feststeht aber: 1. daß mit den zugeteilten Lebensmitteln niemand auskommen kann; 2 daß die Hoffnung der Behörden, sie durch Unterdrückung des kleinen Schleichhandels zu vermehren, sich nient eriullt hat. Wir stehen heute um nichts besser da, als jedesmal zu Ende eines Erntejahres; 3 daß für die Lebensmittel Wucherpreise gefordert und bezahlt werden. Wir machen daher allen Behörden, die es angeht, den Vorschlag, dafür einzutreten, daß Verordnungen erlassen worden zu dem Ziel: I. von Lebensmitteln, welche für den eigenen Bedarf gehamstert werden, sind 25 Pfund frei. Solange keine Reichsverordnung ergeht, werden die Kontrollbeamten von den Land- und Stadtkreisämtern in diesem Sinne angewiesen. : 2. Der über den Höchstpreis bezahlte Betrag ist ungüitig und wird auf Anzeige hin zurückerstattet(oder vom Staat eingezogen). Der Anzeigende bleibt straflos, auch wenn er Käufer ist.(Ohne letzteren Zusatz gibt es keine Anzeigen.) Neben diesem Vorschlag für die Behörden aber ergeht die dringende Aufforderung an die Hamsterer: 1. Bezchlt keine Wucherpreise, sondern haltet euch an die Höchstpreise! Wenn ihr aber den Verkäufer für seine Gefälligkeit beloh nen wollt, so seien 10 Proz. das Höchste. 2. Haltet einander zur Innehaltung dieser Preis grenze an. 3. Laßt euch nicht zu entwürdigendem Betteln herab! Bescheinigungspflicht von Beschlagnahmen. Um Mißbräuchen bei der Beschlagnahme von Lebens- und Futtermitteln vorzubeugen, hat der Staatssekretür des Kriegsernährungemtes die Bundesregierungen ersucht. Anordiungen zu treffen, das die zur öberwachung des Verkehrs mit Lebens- und Futtermitteln bestellten Personen bei der Beschlagnahme von Waren, die sie in Ausübung dieser ihrer Uberwachungstätigkeit vornehmen, eine Bescheinigung ausstellen, aus der Art und Menge der beschlagnahmten Gegenstände, Ort und Tag der Beschlagnahme, Rame und Wohnort des Betroffenen, sowie Dienst- und Auftragstelle der beschlagnahmenden Person ersichtlich sind.[Eine solche Bescheinigungspllicht hätte schon längst festgesetzt werden müssen. Man dari erwarten, dals sie nunmehr ohne Verzögern verfügt wird.] Seite 5. Aus Kölns Rachbarschaft Nömner Becarmnseiger Nr 193 1 Sonntag, 14. Juli 19I3 baite Aio □ Rasche Lieferung der Wintergerste. •A NT III EER NaSUre älte in Giesem, Jchre, eine steserdse oioer zech dier Kerizen chelhihe. sesiehen Sriersorgug bo und, rsiezesergstaesen Verlans. eetreides aus der neuen Ernte sicherzusteneni#### hot doher anseoränet, Guß ure guäht fung tnit Ausnahme Schleuniguns zum Ausdrusch Gov..,; Kreizkospmisgionäre us zustehenden Saatgutes rPstios.,-glahg den lundwirt. cliafert werar. Auch a,ene.#.,#. Jan einschlägigen haftlichen Betriebsunternehmern nach den u... um Selbstverbrauch Iv., Gezut Fstterung des im elcene liche Kescheselhelche serhecieh Alrsc ne scter erseheile scelsheans elie en Msctet. De Preche, esich lisen ebsecieletecheriehaese age dur keiger Druschprünite Heigztesgh.fe ed erichiebene sel m den schnellen Ausdrusch der Gerste zu erthogtingr### und zwar an dem Standorte der Dreschmaschine angefahren und hier gedroschen werden. 60 Brühl. 12.Julil918, In hiesiger-etarz, eng poe den. Die Bäcker bew. Verkaufstellen, sind angewiesen den. Die Backer oev.. Miham Fage an die neuen vorden, von Montag ab, von werch grox,. und Mehlverkauf Cundenlisten mn Kraft treten, Deu., Pr., gpalg die in den ein besonderes Buch einzutragen und,sopgla Kundenlisten eingetrogenen, Karten, Belterfrzehr die dann weiteres Brot oder Hichl menr Grzugegeszapeung abzugeben noch vorgezeisten, Brotkarten eun.-ud en abgegegen haben. enter Ansabe der versohen,..., Personen unberechtist Solte sich dann herausstellen, dat,jegeshegvnungensichtlich Praterltisch vorgezaugen verden„se Heszer sogzeschen 2u verden die Bäcker bew, V.. Lan eingetragene Kunden. Geicheis wrd noehuoo zue tgsehte veskenuift verien dars. Die Bäcker beus, Verkausztele. Air ueser 81,Sppsente 95 sechmen. Ebenso machen diejenigen sich strafbar, die lose Besengen die durch die Agglggerß, von Hgresen ihren Bedarf, wenn auch nur für eine kurze Zeit, selbs decken können, sind verpbichtet, für diese,geugeten, Die offelkarten m Rathause ponrgartoßeln zst unstatt. weitere Benutzung„um Brjgearandgung, wonach für die Peron aund Wlodte scden Piand Kat= Kei, eulserete. werden in den VoruitasZetahzt gezeben arch an 12. uncd 13). 1— Der Landsturmmiann Jakod kesseler aus Vochem erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klassr. Gartenarbeit und Blumenpflege 2 C340r zind Parschns bieäige Spar- und Po, shn.-. dgen die Bilanz in Aktiva und Aasiven V9. Ghraid stange. Vie ia mit Posd sianst an den Kriegsanleihen beteligt. Der Gewinn betrug 610 Mark. " 7 J u l i 1 9 1 8. E i n s c h w e r e r E i n b r u c h s d i e b s t a n einer Villa hierselbst ausgeführt. Unerkannt entwurde in einer villd hierseibst Gu 1000 M. Wäsche, Kleikommene Einbrecher stahlen für et va 9000 m. wuscht; der sowie Schmucheuche ,.„, ijgl, Der Kronenorden 4. Persehen de Lotendterftshente erecd der die seiet SSL.z1 um 15. 4. N. beginnt des 49 Benebere.— Misigmgunssamt unter dem Vor. neu eingerichtete Gemeinde-Mlereit#gu.#. atigget sitz des Beigeordneten Notar Darms seine Jnngne 19 Julis918 Dlie hier veranstaltete Geld Sammiang nur Keschaflags zag Jgrichtez, und Blindenbunden hat biöher den Betrnag von Glnd M. erhr, gieten Jchre wollte. Schule und Bildung. SGGDBSbE abetbes bas 2: 3 sie sich, wie folst; epangelischesheologsehe 180, kathglisch. ldcen I coestzietz, VeicKeite 33s; Preskel Crte. Der Staatsangehörigkeit nach ein. Lug uug den übrigen geus5199 aus der Rheinprovinz, ferner 270 aus den ubrigen borger Daea konmen. Dl siber. De Geaamteachl der Be. rechtigten ist mithin 6739. Meeennbnernnene : S t i m m e n a u s d e m L e s e r k r e i s:: s: Zachverhalts auch zu verossentlichen.! Deschtesesesterrerenen biec heesenerenun ebebererseebann eoreetesseree Ven Nah und Fern C2 Schwamm ou Zesthäumen Schwämme entsichen, dia siaet der Obstbau und die Faumplege im argen. Wenn dan liegt der Obstbah und. v.,„lig Wunden sofort abgedie Bäume beautsichtist und.,wugmm sich billen: denn 350- uu durch einlen Pilz hervorgerufen, welcher nur eser is Fgjechen Verwrundungen ins Holz eindringen kann. durch die fnscnen vertcnu# am häufiesten den Arien eitzen so fest, duls Die But.,unt, werden Können. Gung von Neitel und un. uhen mit erwärntem Durch tiefes Ausschuenten und beg, Uirnsieggreiten des verSteinkohlenteer kunn einem vrecrzrgt. ehpten werden. 2a derblichen Schwammph.e, Heizste, ighit inehr. denn ene der retten ist emn solcher Boun)..„s, gein Zerstörungswuerk Schwumm zutage tritt, hat der hinter der Rindc oft sehon jahrelang betrieben. P i t t e r s p o r n i s t e i n e a l t e z i e r l i c h e G ber auu iu zohlreichen Spielarten und verGarienblume, welczte und uu.—. Juug als Einzelblume und in Snd, aucn a Schiitiblume in der Kranzui erei.. ut welf sie Jehr guch durch Telune des Nurzeistockes vermehren lassen und ungedeekt . Die Felderbsen, weiche mnan erst seit des Meter hoch und mit reich gefällten Hülsen dicht b Meist sind diese mit sechs bis zehn großen Körner. welche in Größe, Farbe und Geschmack den Gewon Sus## w# nachstehen. Die#### lichen Gartenerbsen, Butr. 8 huntblühenden dürklschen. Felderbsen, Nur Ausnchue., Nehlgehaltes onne jeden kochen Sich bresen in.„undar zu einern wrchlschmeckenZusatz von So)d vo.e, u..aherhug, weiche bei uns vielden Brei. Die egi hat ein so verlockendes Ansehen, das fach angebaut wrirc, hot ei.—„kauft wurder Allerdings fordert sie beim Kochen einen kleiner Zusatz von Zucke. 12 Juli1918. Brotkartenschwindeleien erheblichen Umfanges, wgurden ig den letzten Monaten von Städten Rheinlands, Proimarten Losbie eien ds iee deheider iagend Heäher Die Brotmarken hatte er an u.....uf jedes Blatt in verkauft, und der verkaufte sie fur 1 Marh Pzung Borne Virtschaften weiter. Firemde, Lziamter bei Mangel an Reise. wußten, daß sich die Lebensmit..., den Reisenden eine brotmarken iun der Weise bellen, nt, ihres Reiseriels mitAnweisung un Ggstigte gzipuitelgure Anzch, soicher amtsabenz, Kremer Vertigre bune, u. Matta versch er mit einem licher Bescheinigungen an. Die Zettel.###.#ig ouhen en Abdruck des Gestchlenen Stempels und 2. Voriegung dieser sie nicht selbst gehrauchte, Borny, Unter. g. in Fodserz sefälschten Schemne erschwindetten Sie.-1, uaar zun 135 in für 113 Prund, in Siegpurg rur 160. u. ziauhorg gr 217. in Essen für 236, in Bochum für..,. zugPtund Brot Reise. uisburs für 225 jgvdann verziberten. In Barmen wurde der brotmarken, die sie dann versilberte. ngar vergulter Die Schwindel entdeckt und dos Lgremnen. J. 18 Nonaten Strafkammner verurteilte Borne und Kremer zu., gougten Zuchthaus, Hechinger wegen Hehlerei 2 Gefängnis. Das Eiserne# Kreuz haben folgende Krieger aus Köln u. Umgebung erhalten Erster Klasse: Leutn. d. Res., Führer einer Minenwerfer-Abt., Heinric Hützeler. Hon.., Hlasse. gleichen Namens hierselbst, Soldat beim Marineartiieriestab in Flandern. verwendet., Dos haub der Prbp, uutzbringend zu verwenen Es rirs ain ler eiri. Herschorien aise Bischenpeises ober in weiten braien, S eit night gesät haben, läßt der 2e) Siech,.e gvevgetensäuten nicht mehr vertragen ais oastereihel felck, Bozs, gesgehesie esie Glichen sezensagen, denn die-Luescn..—a# falt ihnen als Ganzes ür die Auwrohner, Gezihrf he gage uncd schreibe: um 148 Uh lötzlich Eige Sehein escs tane lihe el ael echce escge. ec stätten kann runig emn noch. srurner“.., Luch wenn n De ab v, Lgtihge streiser aun zu durch, esheße Kanonendonner, Bombenknallen, Grunaten — Tan Toommelfeuer wird Ihnen ganz dessen etwas Kanonendonner, Bompellauaeg her helfer ud Sie von Ihrer Glockenfurcht, beigeierk. 16 bersolten une Freden. dals wuir gaei dhe wenigen Gaeten zu rufen, was Jetzt im Kriese— Ai.4: guch der wahre notiger ist denn ge: benkt 8o.—.—. Egeligg pastor bonus? Schonet die Wiesen und Felder! — reieh inen ber ver.□ hier vieren berin nicht gesät haben. läßt der ben, uu Sgighf zuf dem Acker tzocknon, sondern bringt Die beldwbeiehe, upgjährigen Ertrag, für den sorgen in Gute,%g, auf etwa vier bis fünf Hektoliter Körner und Br cae- Auesdbuer Bucdh.e. Aechaulagrichen uunr O Voselscheuchen,#.###häumen und konnte in Becter von, gghte,, Lazstzig Prsuw= räcnen an einem soten Jchren nicht selten, ronsghicken. Er erntete seme Tage nach Rol.-.t gelbstverständlich, daß er Girschen alle selbst ub, und e. 1 ihm geeignet erschien, die ein Aüut te. Ziegstahl zu Schüftzen. Strohmänner, KlapperBdume vor Diebstahl zu Sonuv.,., und Krähen wurden an mühlen, alte Hüte und.. I. Hrogen der fruchtbeladenen weit sichtborer Dreus.„ An gugch alle ein paar Tage und eume ansebruc, us grfolgreichsten wirkte das Schießen ssnn nicht mehl. and v.#em narabiner. Von nit lautschellender Pistole.., die Vögel lielen sich en n e#. Schießen macht aber die polizeitogelung nicht schent. Do: Sc.., 1, andeten Scheuchliene Erlaubuis erto)vertyg. Pafärhalten nur zwei bewitteln, Pugen. Bu.,„eac, und- Spektakel. Kleine Stückchen ährt: eenn, weiche man Pie Sel9gg„gien Geschäften der Stadt kür die or dem Krese in.nen Bindfaden an einem freiüinder erhielt, werden uu uigh- zini int ortwährender Betschtenden Abtr, ozis=-Hohgtz gi. soiezeinde Fläche der Sonne st au Sehh dis zoiezeinde Fläche der Sonne kahrt ist. einen weithin blitzenden Lichtschein, mehrere „„„„nAhfif!# halbes Meter Setzi. gefüll: un e#a bis zu innen hin, so ver. u n d k e h r e n z u r Z e i t d e r K i r s c h e n e r n t e n e Sie mchende Gegenstände, „i, Krschbäume an dünnen Schnüren aufgenäng: weiche in ur. Bur-chogume,., ahsschachteln, Konservenverden Könven, Aung, eere Bastsgigzägregsg, Betegung sch Io heteio gus gaente Gengte, Aiche ereächeten Entsernung.(Die Amseln lassen sieh ausm, abschrecken. D. Red.) Sonderausgabe von Kassee-Erfaßz. In dem laufenden Ver sorgungszeitraum werden auf die Sonderstammarke Nr. 3 des Brot= und Warenduches an jede Person 250 Gramm Kaffee=Ersatz besonders ausgegeben Die Marken sind von den Klenhändlern auf besondere Klebebogen aufzukleben und mit den übrigen KaffeeErsatzmarken der 1. Versorgungsperiode an die Groß händier abzugeben. Cöln, den 13. Juli 1919. Der Oberbürgermeister J. R. Dr. Best. Städt. Verkauf von Gemüsekonserven Die Sonderstamm-Marke Nr des Brot= u. Waren buches, auf die in den städt Verkaufsstellen Gemüsekon serven verabfolat werden, hat nur noch Gül##ighett bis einschließlich Mittwoch, den 17. d. M. Spargel., Erbienund Bohnenkonserven aus verkauft. Töln, den 12. Juli 1913. Der Oberbürgermeister I..: Dr. Matzeraty. Neue pfarre St. Maternus Die hath. Kirchenbehörde beabsichtigt das bisherige Rektorat St. Maternus von der Mutterpfarre St. Severin ab zutrennen und zu einer selbständigen Pfarre zu heben Grenzen der neuen Pfarre sollen folgende sein: Im Osten die Ache des Rheinstromes, in Norden die Achse des Übierringes, im Westen die Achse der Bonnerstraße und im Süden die ehemalige Stadtumwal lung von der Vonnerstraße bis zu der Achse des Rheines. Die beteiligten Pfarreingesessenen werden aufgesordert. etwaige. Emwendungen gegen die Errichtung der neuen Pfarre und etwaige Ersatzansprüche binnen 14 Tagen schriftlich bei mir geltend zu machen. Cöln, den 11. Juli 1918 Der Oberbürgermeister J. V. Dr. Verndorff. Während meines Urlaubs halte ich Sprechstund. ab v. Liesbeck. Jahnarzt. Aufoige seiner starken VerAbreitung auf dem Lande in weitem Uinkreis v. Kön haben Gesucher. Dienstmädchen v. Lande Im.A besten Erfolg.:: 40 Rennschiebungen.— Die Ausweisung des Ziegeleibesitzers P. Schäfer, des früheren Besitzers von Floh, von allen deutschen Rennbahnen, die in Verbindung mit der Maßregelung der Jockeis Kühl und Unruh durch die Technische Kommission erfolgte, ist jetzt laut Deutscher Sport Nr. 45 vom Großen Schiedsgericht bestätigt worden. Das Urteil des Großen Schiedsgerichts gibt in der Begründung###nes Spruches folgende Darstellung des Sachverhalts:„Da. ferd Floh des Rennstallbesitzers Schäfer gewann am 9. Scheember 1917 zu Dortmund das August Klönne-Erinnerungs-Rennen unter dem Jockei E. Renner. Mehrere Tage nach diesem Rennen setzten sich die Jockels E. Unruh und O. Kühl, welche in diesem Rennen das zweite und dritte Pferd(Atlantic und Karlchen) geritten hatten, mit Schäfer in Verbindung und machten ihn darauf aufmerksam, daß der Jockei Renner in dem Rennen irrtümlicherweise 2 kg Gewichtserlauhnis in Anspruch genommen hätte, ohne dazu berechtigt gewesen zu sein. Einem Protest gegen Floh würde daher sicherlich Folge geleistet werden, Schäfer würde dann sowohl der Ehrenpreis als alich der Geldpreis zugunsten des von Floh geschlagenen Pferdes aberkannt werden. Besonders der Jockei Kühl hat dem Schäfer nahegelegt, durch Zahlung einer höheren Summe sein und des Unruh Stillschweigen über den Vorfall zu erlangen und, da kein anderer von der Sache Kenntnis habe, im Besitz des Preises zu bleiben. Die Protestfrist sei in den nächsten Tagen abgelaufen. Schüfer ist auf diesen Vorschlag eingegangen und hat die Jockeis Kühl und Unruh durch Zahlung von je 1000 M. bewogen, von ihrer Kenntnis keinen Gebrauch zu machen, statt, wie es ihre Pflicht wäre, ihren Patronen die Angelegenheit mitzuteilen.“ gru * Theater und Konzerte Dier Beethovenabende.(Drittes Konzert.) Die-dur-Ouvertüre zu Fidelio, die ihren Platz als eröffnendes Vorspiel zu der Oper Beethovens immer ausschließlicher behauptet und als solches seit langem auch unsere Kölner Fidelio-Aufführungen einzuleiten pflegt, stand an der Spitze. Abendroth hat uns in dem Programme der diesjährigen Beethovenabende ersichtlich den Großen in einer Haltung liebenswürdiger Herablassung, das Lücheln frischer Behaglichkeit auf den Lippen, vorführen wollen. Dazu paßt die-dur-Ouvertüre besser, als die bei derlei Anlässen bevorzugtere Leonorenouvertüre. Sie wurde frisch und fein gespielt, nachdenklich und innig der Adagioteil, in einem kraftvollen Zuge das Allegro. Auch daß statt des den Konzertsaal schier einzig beherrschenden heroischen Es-dur Klavierkonzertes diesmal das-dur-Konzert gewühlt wurde legt den angegebenen Sinn der Vortragsfolge klar. Es hat nichts von den„nächtigen Abgründen“ des späteren Beethoven an sich, die„keines Menschen Freund“, wie der um seine Theorie besorgte Hanslick sich einmal ausdrückt, läßt sich vielmehr ohne Widerstreben in dessen Spielschachtel tönend bewegter Formen einschließen. Von einer quellenden Phantasie versorgt, Musik rein um der Musik willen austeilend, will uns dieses Konzert wie ein Geschenk der Großmut vor kommen. Lonny Epstern war die echte Pianistin für das Honzert, das sie wie einen Mozartischen Klaviersatz behandelte, streng im Takt, mit leichtem Fluß, einfucher Empfindung ohne Geziertheit, deutlich, sauber und klangschön. wie rung und voll ihr Triller, wie blühend der Anschlag, der jede Feinheit farbig aufleuchten länt. nas Spiel dieser Künstlerin läßt uns feinste musikalische Kultur genießen. Zu Beginn des Konzertes wiederholte sich der jüngste Unfall im Orchester. Ein Musiker der Bratschistengruppe brach zusammen und wurde hinausgetragen.„Auch diesmal nur ein leichter Schwächeunfall“ verkündigte Abendroth dem Publikum, che er den ersten Satz von vorne anfing. Als er zum zweiten Teile, der „ o1Kg.-Symphome, am Dirigentenpulte erschien, wurde Abendroth wider den sonstigen Brauch mit Beifall emplangen. In einer glänzenden Aufführung der Symphonie Kölner Local-Anzeiger„ Köln, 14Juli1917. Es muß gehen. Skizzen von Georg Persich. „Alle Achtung,“ sagte Herr Müller,„unsere Luftfahrzeuge leisten’was! Man muß das unbedingt anerkennen.“ Und er blickte in der Runde der Stammtischgenossen umher, als wollte er keinem geraten haben, ein Wort des Widerspruchs zu üußern; es dachte übrigens niemand daran.„Aber,“ fuhr er fort,„vollkommen ist nichts auf dieser Welt, und ich bin überzeugt, daß, wenn sich die Dinger nicht durch das Motorgeknatter und Propellergebrumm auf weite Entfernung hin verrieten, ihre Erfolge noch viel größer sein würden.“ Es widersprach wieder keiner. Darum schloß Herr Müller klar und bestimmt:„Diese Mängel müssen schleunigst beseitigt werden!“s „Wahrscheinlich geht es noch nicht,“ meinte endlich einer. „Es muß gehen!“ erwiderte Herr Müller scharf.„Es geht alles!“ „Aber den richtigen Gedanken hat mun eben noch nicht gehabt,“ erklärte Herr Müller.„Darauf kommt es an. Eine Erfindung hat keinen Wert, wenn sie praktisch nicht zu gebrauchen ist. Und ich stelle mir die Sache ganz einfach vor. Mon muß den Schall abfangen!“ „Hm— wie denn——?“ Müller bekam über so viel Begriffsstutzigkeit schon einen roten Kopf.„Wie macht man's denn beim Telephon? Da hat man die Schalldämpfungszellen.“ „Sie denken sich also eine Art Futteral für unsere Luftfahrzeuge?“ fragte jemand, es war ein Gast am Stammtisch höflich. „Zeppetin in der Schachtel!“ rief ein anderer vorlaut. Nun wurde Herr Müller aber wirklich böse.„Ich nehme doch an, daß man ernste Fragen hier noch ernsthaft bebandeln kann!“ grollte er. un 193* Sonntag, 14. Jun gaven Biricent und Orchester dle Hulditzunß weiler an Schöpfer der Ercika, der in ihr dem deutschen Geiste, wie er sich, in un..n Tagen in den Taten von Heer und Volk so machtvoll äußert, sein Preislied vorausgésungen hat. Drängende Kraft gibt Abendroth dem ersten Sutze, besonders der moll-Episode, Kraft auch dem Trauermarsche, von dem eine Lunplich-edle Haltung alle Kleinheit und Empfindelei abhält. Welch’ erschütternder Vollklang im Fugato! Die Schlußvariationen wurden mit Geist in Fluß gehalten, der dithyrambische Ausklang ris mit. So oft wir nun arich die Eroika schon von Abendroth gehört haben, schöner hat sie #schester noch nicht gespielt, dieser herrliche Klang. schatz von Streichern und Bläsern, der mit seinen Intentionen er Fühlung ist, der leisesten Anregung die sicherste ausführung gibt. Am Schlusse der Aufführung wiederholte stürmische Beifallskundgebung in noch verstärktem Anton Stchle. m13 Deutscbes Theater, Wechensplelplan vom 14.—27 Juli. , Mo. 8 U. Sonder„#St ung f.—, Kuiner Beamntön- und Angestelltenvereino: DI. 8 U. Sondervorstellun: Dekter Klaus.— 8 U. Der Rauf der Sähfnerinnen.— So. 8 U, Der Ranb der Sabinermnen. M.% ann? gere 90, Arl# RARARREARURSDAGE- RRARNE RRb ebeSbReS e: Gerichts=Verhandlungen s: ## Ker ustermädel ist die Therese Pfeffermann, derei, Spezianta, es is., sich als Dienstbote zu vermieten .„" dan n ch einigen Stunden schon unter Mitnahme von allem eben Erreichbaren zu verduften. Als eine Frau, die sie Steit##e, von einem längeren Ausgang zurückkehrte, fehlten ihr für weit über Tausend Mark Kleider und Wäsche. Hgs hitte inre neue Herrin selbst veranlaßt, nach ## h, zu#en, wo sie bei ihrer früheren Herrschaft beste Auskunft erhalten würde. Die Auskunft ergah, daß gis,greiste F. son trotz des Mietpfennigs von 5 Mark die Stelle gar u ta getreren hatte; in Siegburg hatte sie einen . n Rina mitgenen heißen und von Frankfurt aus verguch noch eine Diebesstrafe. Die Strafkammer sah nur, von. Zuchthaus au, weil es sich um den ersten Fall von ##rrue und-Diebstahl handele, immerhin aber seien insgesamt drei Jahre Gefängnis am Platze. (.A) Mit Brecheisen erbrachen zwei Schreiner aus Worringen einen Waggon und stahlen daraus eine Kiste mit Pfefferminzchen. Sie erhieiten je neun Monate Gefängnis. 0 Sie kamen am lichten Tage angefahren. Am L. Anril nachmittnas um 5 Uhr fuhr an den Mannesmanngädet# i Pesthofen, em Fuhrwerk vor, das ein 16jähriges Mädchen kutschierte. Mehrere Soldaten luden den Wagen voll Waren, ein Zivilist paßte auf und im Hurra gings davon gen Köln. Es fehlten nachher für 13000 M Warnn, darunter 100 Dosen Gänseleberpastete, 23 Zentner Kartoffeln, 80 Dosen Fett, 340 Pfund Erbsen usw. Bald hatte die Kriminalpolizei ermittelt, daß der Zivilist der 17 jährige Arbeiter Friedrich Christenfels aus Köln war; seine Kompulzen war, drei Militürpersonen. Nur ein Zentner Bohnen „nge Flaschen Likor konnten wieder erlangt werden. stenfels, hatte u. Erfahrung gebracht, daß von 5 bis 8 am##ten Tag, kein Wächter in dem Vorratsraum ist. Chr. wurde zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Die übrigen Täter werden vor dem Kriegsgericht zu erscheinen haben. Weib. ene Einbrechen.— Eine in der Turmstraße in Nippes wohnhafte Straßenbahnerin hatte sich von der Lorenz N. und deren Freundin, der Susanna St., ausnorchen lassen, wann sie Dienst habe. In ihrer Abwesenheit erbrachen sie deren Stube und stahlen für 1000 M. Sachen. — Desgleichen hatte sich eine Frau Th. in der Niehlerstraße eingeschmeichelt und für 500 M. Bons gestohlen. Die Strafkammer setzte für alle drei 10 Monate Gefängnis fest. G) Sechs Schinken gestonren.— Ein russischpolnischer Arbeiter hatte dem Kantinenwirt in Knapsack sechs Schinken gestohlen. Die Strafkammer verhängte eine Woche Gefüngnis. „Aber freilich,“ beruhigte ihn der Oberlehrer und war tiefernst.„Das verräterische Gerdusch läßst sich auch beseitigen. Ein noch einfacheres als das von Ihnen vorgeschlagene Verfahren besteht darin, daß man die Schallfortpflanzung durch entsprechende Verdünnung der das Flugzeug umgebenden Lufthülle verhindert. Wie ich gehört habe, ist man auch bereits dabei, sowohl Luftschiffe wie Flugzeuge mit großen Luftpumpen auszurüsten, die einen möglichst luftleeren Raum schaffen sollen. Versuche hatten sehr befriedigende Ergebmisse. Aber ich bitte um Verschwiegenheit, meine Herren!“ „Selbstverständlich!“ murmelten alle. Der Gast aber meinte und blinzelte dem Oberlehrer zu. der kräftig in sein Glas verdünntes Pilsener stieg:„Die Verbesserung ist schon wieder überholt, Herr Doktor. Im luft leeren Raum kommt man mit dem Fliegen nicht immer zurecht. Weil man aber doch immer noch schneller fliegen möchte, ist man jetzt darauf verfallen, die Geschwindigkeit der Propellerumdrehung so zu steigern, daß die höchste dem Ohre vernehmbare Schwwingungszahl— beim Ton sind es ja wol rund 38000 in der Sekunde— überschritten wird.“ „Auch nicht übel!“ schmunzelte der Oberlehrer.„Das wird ja eine fixe Fahrt werden.“ „Meine Herren,“ erklärte Herr Müller feierlich.„Sie sehen wieder, unserer Technik ist nichts unmöglich. Wir wollen uns freuen, daß wir solche Errungenschaften miterleben dürfen.“ + Aus den Lüften scholl ein bald an-, bald abschwellendes Geknatter herab. „Ein Flieger!“ rief eines der auf der Straße spielenden Kinder. Und nun hoben sie alle die Köpfe und die hellen Augen spähten nach der ja nicht mehr ungewohnten, aber noch immer das größte Interesse erregenden Erscheinung. Man sah nichts. „Es ist ja gar keiner!“ meinte der eine Knirps. „Und doch!“ „Aber wie denn?“ Sie drchten sich nach allen Richtungen. Tages-Kalender Sonntag, 14. Juli 1918 83 „Thsater: Opernhaus: Geschlossen. Sehauspielhaus: Geschlossn S# Theater, abends 8 Uhr: Meine Frau, die Hofschauspieler, Reichshallen-Pperetten-Theater, nachm. 3½ und abends 7½ Th. ###pe, Wilhelm. Metropol-Theater, nachm. 4 Uhr u. abds. 8 Uh. amißle, Hanngmann, Millowitsch-Theater, nachm. 4 Uhr u. abend TN„ Sse####tliche Wohnungen. Johs lustige Bühne, nacht 4 Cur u. abends 8 Uhr: Tante Lisa. ngen al., graphen-Theater: Modernes Theater, Breitesb Palasttheater, Herzogstraße. Agrippina-Lichtspiele, Breitestr. Zoelogischer Garten. täglieh naenmittags 3½ u. aun Fors,„s auf weiteres kein Konzert. Vergnügungspalast Gron Loreley Unterhaltungs-Weinhaus. Friesenstraße. täglich aben## Vorsteuungen. Stadtwald-Haupt-Gasthaus von 4 Uhr a Uhr an.— Metropol-Bierpalast, Aposteh. abe 15, von nachm. 4 Uhr an Konzerte und Vorstellungen. Städt. Orchester Köl Gürzenich abds. 8 Uhr: 7. volkstümliches Konzert Beamtenverein Köln im weißen Saale der Bürgergesellschaf abds. 7½ Uhr: Theater-Aufführung„Die Bitte der Königin.“ " Beutscher Eisenbahner-Verband und Zez. „ gann deutscher Eisenbahner in der Lese nachm. 4 Uhr: Grot öffentliche Veisammlung der Kölner Eisenbahner. Städtischer Küchenzettel für Montag: Köln: Süße Suppe mit Mischobet. Mülheim: Nudeln mit Pflanmen. Hasserstands-Nachrichten am 13. Juli 1918, verm. kang 0n" ∆„„„ Caub 230—.01 Trier„.05—.02 Köln„.03— Duisburg„.75—0 05 Ruhrort".01—.06 Wesel„ 0,76—.06 Konstauz„ 4224-.01m Hüningen...35—0,03m Straßburg(Kehl)-„ 3,224002m Heilbronn....33—.04m Bingen„ 216—0 OIm Nutmalliche Wilterung für den 14. Juli 1918. seig# meinen noch keine wresentliche Witterungsänderung m Niederschlag seit gestern bis heute morgen 8 Uhr:.8 m Höchste Temperatur von gestern:+ 21,4 Grad Celsius, niedrigs Temperatur der Nacht:— 138 Grad Celsins. Die deutschen Verlustlisten 1985-2002 Preuß. Verlustliste Nr. 1179—1186 Bayerische Verlustliste Nr. 385—387 Sächsische Verlustliste Nr. 514—516 Württembergische Verlustliste Nr. 679—682 Marine-Verlustliste Nr. 152 sin. irschienen und liegen im Freisaal der Geschäftsstell des Kölner Local-Anzeigers, Marzellenstraße 37, sowie i unserer Zweiggeschüftelle, Breitestraße 85. auf. des Stadt- und Landkreises Cöln in allen Fragen an die Beratungs- u. Auskunftsstelle für Kriegsbeschädigte m, Sternengasse 5. Tel. A8757 und wendet. Euch Seil Nänlma esscre Fabrikate, liefert preiswert " Kentor und Lager: Spicherustrasse 71. Nähmaschinen-Spezialgeschäft. 0 Pneisliste auf Verlangen. Lagerbesuch lohnend. nur wenige weil Auf der blauen Himmelsau weideten Lämmer. „In'ner Wolke wird er sein““ Man wartete, aber aus den Wölkchen, die auch kaum etwe hätten verdecken können, kam kein Flugzeug zum Vorschei. „Er fliegt unsichtbar!“ sagte ein kleines Mädel. „Blech! Wie kann er unsichtbar fliegen?“ belehrte sie ei Junge. „Gewiß kann er!“ „Kann er nicht!“ „Mein Vater sagt, sie sind jetzt durchsichtig.“ „Zum durchsehen——? Huha!“ „Sie haben Flügel so blau wie der Himmel.“ „Aber aus Glas sind sie doch nicht. Und sind sie nicht au Glas, kannst du auch nicht durchsehen.“ „Was weißt du?“ sagte sie trotzig. Im Märchenbuch stan ja auch, daß man sich unsichtbar machen konnte. Man gin umher und wurde nicht gesehen. Wenn man nur ein Wor sagte, oder einen Ring am Finger drehte, verschwand mai oder war wieder da. Und wer fliegen konnte, der mußt auch zaubern können. Der Junge hatte ncch einen Trumpf.„Wie wollen sie sic denn schießen, wenn sie sich nicht sehen?“ Das war ihr gleichgültig.„Zeig ihn mir doch, wenn a ihn siehst!“ meinte sie herausfordernd. Das Gelärm in der Luft verstärkte sich wieder. „Da ist er ja!“ schrien ein paar Stimmen zu gleicher Zeit „Da!“ Und mehrere Arme streckten sich in die Höhe. Und nun sah sie ihn auch. Es tat ihr beinahe weh. Gandeutlich konnte man ihn dahinfliegen sehen. Sie wartete sehnsüchtig, daß er wieder verschwinder würde, doch er blieb sichtbar. INd— meinte der Junge triumphierend. Aber auch jetzt gab sie sich noch nicht geschlagen.„Er wird es schon können,“ behauptete sie,„er will nur nicht!“ Sie hatte ihren Mätchenglauben an den Flieger, der unsichtbar sein könnte, und wollte ihn behalten. 199 * Jonntag, 14. Juli 1911 Seite Betenarbeiter in Akkord sofort gesucht. Jos. Schwerm, Zu melden auf Baustelle Wuppermann in Schlebusch=Manfort. 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Kuberg findet am Dienstag, den 16. Juli, morgen: ½9 Uhr, in der Marienkirche z KönKaff stan, wozu hiermit freundlichst eingeladen wird. 5 Konrad Mehring. K e Das Jahrgedächtnis billenen behen, urverreitichen dein und Deter Hover #ndet am Dionstag, den 11. Jufl. nersaus 8½ Uhr, in der Pfarrkirche 8t. Kunibert statt, woru freundlichst einladet 5 Familie Peter Hover. Schuh-Einlagen für Platt=, Senk- und stützen das Fußgewölbe, entlasten Ferse n. Ballen. Unentdehrlich für jeden, der viel gehen u. stehen muß. Sofort angenehm. Gehen.; J. Birkhoven, Scu#nachern., Brösfelerst. 51 Schnell-Schuh-Sohlerei Neu! Basaltsohle 220444 ist vom Königlichen Material-Präfungsamt amtlich gepräft und freigegeben. Garantiert längste Laufdauer. General-Vertrieb von Basaltsohlen und -Platten 55 Eingang Nene Langgasse, Erhe Breitestrasse 73. 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