193 Toryin Ceschäftsstelle u. Redaktion Marzellenstr.37: A6920 bis 8928 Kl. 124. Jelussl. Geschärsstelle Breitestraße 85: A 6636. 1n to.ll. len.nbnl-hin. ueSu.. M. un r 98928 A Köln, Samstag. 5. Mai 1917. 31. Jahrgung. Heute 12 Seiten. Der deutsche Tagesbericht. WIS Großes Hauptauartier,.Mai1917, vormittags.(Drahtbericht.) Westlicher Kriegsschauplatz. Am m m Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht An der Arrasfront ist zwischen Acheville und im Qneaut auf 30 Kilometer Breite ein neuer englischer Durchbruchsversuch von 16 bis 17 Divisionen nach stärkster artilleristischer Kraftentfaltung gescheitert. Von Tagesgrauen bis spät in die Nacht brachen die wiederholt geführten Angriffe der Engländer vor unseren Linien und in unseren Gegenstößen zusammen. Nur in Fresnoy ist der Feind eingedrungen. Bei Bullecourt sind ihm kleine Teile unseres vordersten Grabens verblieben. Der Kampf geht heute frühweiter. Die Haltung unserer Truppen war wiederum unübertreffbar. Außer schweren blutigen Verlusten büßte der Feind über 1000 Gefungene ein. Die Bereitstellung starker englischer Kavallerie südöstlich von Arras zeigt, welche Hoffnungen die Engländer auf diesen Angriff gesetzt hatten. Heeresgruppe des deutschen Krenprinzen Nördlich der Linie Soissons=Reims ist die Artillerieschlacht in vollem Gange. Zu besonderer Heftigkeit steigerte sie sich zwischen der Aisne und dem Brimont. Durch unsere Batterien wurden hier angefüllte feindliche Gräben unter Vernichtungsfeuer genommen. Laon wurde ernent durch die Franzosen beschossen. Bei und westlich Brahe sewie am Winterberg(westlich von Craonne) brachen mehrere französische Angriffe im Feuer unserer Infanterie und Artillerie verlustreich zusammen. Front des Generalfeldmarschalls Herzog Albrech von Württemberg Keine besonderen Ereignisse. ** Bei günstiger Witterung herrschte auf dem westlichen Kriegs, schauplaßz rege Fliegertätigkeit. Batteriestellungen Bahnanlagen, Lager und Munitionsdepots bei Arras und südlich der Aisne wurden durch unsere Flieger erfolgreich mit Bomben belegt. Der Feind verlor zehn Flugzeuge. Oestlicher Kriegsschauplan. In den Karpathen griffen drei russische Bataillone ohne jeden Erfolg unsere Stellung nördlich des Susita=Tales an. Mazedonische Frout Zwiichen Prespa=Sce und der Cerna, beiderseits des Warda: und an der Struma lebte die Artillerietätigkeit zeitweise auf. Der Erste Generalquartiermeister Ludendorjj. * Englische und französische Angriffe abgeschlagen. Abendbericht über die Kriegslage. WTB Berlin,.Mei1917, abends.(Drahtber. Amtlich.) An der Arrasfront sind beiderseits Bullecourt englische, n der Aisnefrout zwischen Berry=au=Bac und Brimont zarke französische Angriffe abgeschlagen. Osten keine besonderen Ereignisse. * Die Kriegführenden und die Neutralen. Maura und der=Bootkrieg. WIB Bern,.Mai1917(Drahtber.) Der Madrider Berichterstatter des Petit Parisien hatte eine Unterredung mit Maura. Maura erklärte, er erkenne an, daß die Versenkungen eine dauerliche Tatsache seien, aber sie böten keinen genügenden Grund für einen Krieg. Wenn Deutschland zuweilen panische Schiff: versenke, so geschehe es nicht, um Spanien zu beleidigen, sondern um die Blockade gegen die Alliierten durchzuführen. Korvettenkapiläm der Führer des Torpedobocts geschwaderes; Neiches Uover und Calam beschess. Die Schlacht bei Arras. TU Berlin,.Mai1917.(Drahtber.) Mit dem Aufwand eines gewaltigen Heeres von 300000 Mann versuchten die Engländer ibermals vergeblich in verzweifelter Riesenschlacht den entscheidenden Dura###ruch zu erzwingen. Geschwader von Vanzerwagen, starke engtische Kavalleriemassen und Reserven an Infanterie waren bereitgestellt, um in dem Augenblick nachzustoßen, da die deutsche Verteidigungsmauer durchbrochen war. Rit ungeheueren blutigen Verlusten, mehr als 1000 Gefangenen, einer großen Anzahl vernichteter Panzerwagen und zerschossener Batterien bezahlte der Feind en vollig ergebnislosen Angriff. Die gesamte deutsche Front wurde behauptet. Nur auf dem Nordflügel veriochte der Engländer östlich Arleur einige hundert Meter auf Fresnoy vorzudringen. Dormittags: Mit Tausenden von Geschützen, schweren und schwersten kalibers und einem Hagel von Minen hatten die Engländer sersucht, die wieder und wieder vergeblich berannte denische Stellung sturmreif zu trommeln. Um.30 Uhr vormittags brachen die ersten massierten feindlichen Sturmhaufen, geführt von Tankgeschwadern auf einer Breite von rund 30 Kilometer on Acheville bis Qusant, beiderseits der Straße gegen unsere Stellungen vor. Die erste Angriffsmasse erlitt mitten in dem rasenden deutschen Feuerwirbel ganz unerhörte Veruste, die der Engländer durch rasch herangeführte Divisionen wieder aufzufüllen versuchte. Im ersten wutenden Anprall gelang es dem Gegner, sich in Fresnoy und Rocur festzusetzen, während er an anderen Stellen, eno er vorübergehend in unseren vordersten Graben eindrang, m Gegenstoß sofort geworfen wurde. An einzelnen Frontibschnitten wurden die Angreifer mit Handgranaten zuruckgewiesen. Um die Stellungen nördlich der Chaussee ArrasCambrai bis westlich Cherisy hinunter tobte am Vormittag ein erbitterter Kampf. Auch weiter südlich waren am Vormittag die Kämpfe um die erste Linie noch im Gange. Wieder und wieder zogen die Engländer abgeschlagene und zusammengeschossene Divisionen zurück und warsen neue in die Schlacht, während die deutsche Infanterie den erbitterten Anstürmen aus eigener Kraft ohneherangeführte Unterstützungen und Reserven trotzte. Schon am Vormittag blieben mehrere hundert Gefangene in unserer Hand. Mittags: Die Schlacht tobte noch auf der ganzen Front mit großer Heftigkeit. Abends: Der neue große Durchbruchsversuch der Engländer ist abermals vollkommen gescheitert. Die englischen Verluste übersteigen jedes schätzbare Maß. In Fresnoy wurde noch bis spät in die Nacht gerumngen. Wo auf einzelnen schmalsten Stellen in vorderster Linie sich noch Engländernester befanden, wurden erfolgreiche Gegenangriffe gemacht. Vor dem Anbruch der Nacht setzte der Gegner zum fünften großen Angriff auf das Dorf Oppy an. Er erlitt dabei abermals eine neue blutige Niederlage. Um Mitternacht berannten die Engländer nochmals das Torf Cherisy. Zum Teil eingedrungen, wurden sie im nächtlichen Handgranatenkampf unter schweren blutigen Verlusten wieder hinausgeworfen. Die heißumkämpften Dörfer Oppy, Roeur und Cherisy sind in unserer Hand. Auch weiter südlich blieben nächtliche Teilangriffe erfolglos, Um.30 Uhr vormittags entbrannten bei der Säuberung eines Engländernestes in der Gegend von Bullecourt nach heftigem Trommelfeuer dort abermals neue Kämpfe, die noch nicht abgeschlossen sind. Die neue gewaltige Schlacht ist ein voller Sieg der deutschen Waffen, insbesondere der Infanterie. * Das Scheitern des vierten englischen Durchbruchsversuches. IU London,.Mai1917.(Drahtber.) Reuters Sonderkorrespondent bei den britischen Truppen in Frankreich meldet über die letzte Offensive der Engländer: Der entsetzliche Kampf wütete den ganzen Tag, um den hauptsächlichsten Punkt, an dem die Engländer heute morgen angriffen. Im Zentrum, d. h. im Tal der Scarpe wunden infolge des heftigen Feuerns aus versteckt aufgestellten Maschinengewehren wenig Fortschritte erzielt. Der Angriff setzte in früher Morgenstunde ein, als es noch dunkelte. Eine halbe Stunde, nachdem der Mond am Horizont verschwunden war, griffen die Gegner an. Dem Angriff ging ein förmlicher Granatenregen aus Geschützen jeden Kalibers, von den 15=Zentimeter=Haubitzen angefangen bis zu den Laufgrabenmörsern vorauf. Trotz des Widerstandes der deutschen Truppen eroberten die Kanadier Frenoy. Oppy wurde zu heftig verteidigt, als daß wir versuchen konnten, ihn selbst in einem Frontalangriff zu nehmen, ohne schwere Verluste zu erleiden. Der Wald vor dem in Trümmer zerschossenen Dorfe steht voller Maschinengewehre, die in verschiedenen Höhen auf den Bäumen aufgestellt sind. Vorzügliche Drahtverhaue wurden im Walde entdeckt, die ganz unseren Augen verborgen gewesen waren. Bei Bullecourt wehrten sich die Deutschen verzweifelt. Verschiodene neue Divisionen sind an den verschiedensten Teilen der Angriffsfront festgestellt worden. An jedem Punkte, wo wir Gelände gewonnen hatten, gingen Sturmkolonnen zu sofortigen Gegenangriffen vor. An einzelnen Stellen kam es zu homerischen Angrissen. In Gravelle eroberten die Deutschen Gelände. Im allgemeinen wurden aber diese Angriffe durch unser Artilleriefeuer aufgehalten, das den ganzen Tag über mit fast unglaublichen Kräften unterhalten wurde. Das Geschützfeuer steigerte sich zu ungeahnter Heftigkeit vings um Roeux, einem Stützpunkt, den die Deutschen bis zum äußersten verteidigten. Die deutsche Tahtik. IdA Berlin,.Mai1917.(Drahtber.) Bedeutungsvoll ist das Eingeständnis des Generals Verraux im Oeuvre: Trotz der Knappheit unserer Heeresberichte fängt man an, die Gründe zu verstehen, die bis jetzt die Offensive unserer Truppen zwischen Soissons und Aubérive während der verflossenen Woche eingeschränkt haben. Die Deutschen waren darauf gefaßt, an dieser Stelle angegriffen zu werden. Sie hatten dort die gesamte Arlillerie zusammengezogen, die durch den voraufgegangenen Rückzug nördlich und südlich der Somme verfügbar geworden war. Sie hatten außerdem Zeit gehabt, neue Divisionen heranzuholen. Schließlich hatten sie ihre berühmte Siegfriedstellung in neuartiger Weise ausgebaut. Daher standen unfere Mannschaften am Tage der Angriffe nicht mehr vor einer Reihe hintereinanderliegender Linien, sondern vor einem befestigten Geländegürtel von ungeahnter Tiefe. Dies, gestattete den Grabenbesatzungen des Feindes, sich auf geschützten Wegen zurückzu ziehen, nachdem die vorderste Linie durch Granaten eingeebnet war. Die deutsche Taktik bestand also darin, in der vordersten Linie nur einen Schleier zu belassen und den Angreifer soweit hinter diesen zurückweichenden Schleier zu locken, daß er die Unterstützung seiner Artillerie in dem Maße einbüßte, wie er in den Bereich der gegnerischen Artillerie geriet. Der elastische Widerstand des Feindes in Verbindung mit der natürlichen Stärke seiner Verteidigungsstellung verhinderte, daß unser Vordringer so schnell und so wuchtig geschah, wie die öffentliche Meinung es erwartete. Der Augenblick, weithin vorzustoßen, ist noch nicht gekommen. Das ist bedauerlich, aber es ist so. Wir haben alio nur die ersten deutschen Linien erreicht, hinter ihnen liegen andere unberührt. * Amerika und der Krieg. Das amerikanische Kriegsdepartement gegen Truppensendung. WTB Rotterdam,.Mai1917.(Drahtber.) Nach der Nieuwen Rotterdamschen Courant meldet der Daily Telegraph vom 3. Mai aus New York, der Plan, möglichst bald eine Expedition nach Frankreich auszurüsten, findet jetzt die Billigung Wilsons, aber das Kriegsdepartement ist dagegen.— In einer Ansprache an die Gouverneure der Staaten, die sich jetzt zu einer Konferenz mit dem Landesverteidigungsrat in Washington befinden, sagte der Sekretär des Innern, Lane, der Krieg würde nach seiner Meinung noch mehrere Jahre dauern; Deutschland habe Lebensmittel genug, noch zwei Jahre oder länger auszuhalten. Und England? Seite 2. Asiner Lecat-Anzeider Nr. 124≈ Samstag. 5. Mai 1917 Eine neue Krisis in Rußland. Kundgebungen gegen die provisorische Regierung. WIB St. Petersburg,.Mai1917.(Drahtber. St. Petersurger Telegraphen=Agentur..) Die heute von den Zeitungen eröffentlichte Note der Provisorischen Regierung hat bei den Sozialisten lebhafte Unzufriedenheit erzeugt. Der Ausführende Ausschuß des Arbeiter= und Soldatenrates hat die Note in ußerordentlichen Sitzungen am 2. Mai nachts und am Morgen des.Mai beraten, ohne jedoch irgend einen Beschluß zu fassen. Schließlich hat der Rat beschlossen, vor Fassung irgend eines inderen Beschlusses die Regierung um Aufklärung zu ersuchen der die Gründe, die sie für die Veröffentlichung der Note bestimmt hätten. Zu diesem Zweck hat der Ausführende Ausschuß r Regierung eine gemeinsame Sitzung vorgeschlagen, was die Regierung annahm. Am Vormittage erhielt der Ausführende Ausschuß Nachrichten, daß die Note der Regierung auch bei einigen Truppentorpern Unzufriedenheit erregt habe. Das Infanterie=Regiment Finnland zog mit Zannern, deren Inschriften den Rücktritt des Ministers Gutschoff und Miljukoff fordern, vor den Marinepalast. Der Ausführende Ausschuß des Arbeiter- und Soldatenrates traf Vorhrungen, um die Soldaten zur Rückkehr in ihre Kasernen zu veranlassen. Andere Truppenteile schlossen sich dem Regiment u. Der Ausführende Ausschuß hältirgend eine Gegenwirkung gegen die Note der Regierung für nötig, beabsichtigt aber keineswegs, die Provisorische Regierung zum Rücktritt zu veranlassen. Auch in den Arbeiterkreisen hat die Nole Erregung verursacht. Im Laufe des Tages fanden Kundgebungen und Volksversammlungen in der Hauptstadt statt. Die Manifestanten zogen mit Bannern einher mit den Inschriften:„Nieder mit der Provisorischen ##eaierung! Nieder mit Miljukoff! Nieder mit Gutschkoff!" XX Von der Westgrenze, 5 Mail917. Aus St. Petersburg wird gemer#et: Die Veröffentlichung der Erklärung Miljskoffs an die verbündeten Regierungen hat gestein in St. Petersbug große Kunogevungen für und gegen die Regierung zur Lolge gehabt. Eine große Menschenmenge versammelte sich vor der Ministerien. Die Minister Schingareff und Rodzianko hielten Anspracken. Später als die Arbeiter aus den Fabriken kamen, fanden Gegenkundgebungen statt, in denen der Rücktritt der vorläufigen Regierung gefordert wurde. Verschiedene Regimenter schlossen sich dieser Kundgebung an. Abends um 10 Uhr wurde eine gemeinschaftliche Versammlung der vorläufigen Regierung und des Soldaten= und Arbeiterrates abgehalten, in der die Lage eröctert wurde. Während einer Pause hielt Miljukoff vom Balkon eine längere Rede. Er erklärte, daß Rußland keinen Sonderfrieden abschließen dürfe, damit niemand Grund habe, die russische Nation des Treubruches gegen ihre Bundesgenossen zu beschuldigen. Die vorlaufige Re terung steuere das Schiff. das aber nicht vorwärts kommen könne, ohne den Wind, der das Vertrauen des Volkes heiße. Er ersuchte die Bevölkerung, der Regierung zu vererauen. *** Der Kanpf, der lange hinter den Kulissen ausgefochten wurde, ist nfolge der Note Miljukoffs also wieder in die Oefsentlichkeit verpflanzt worden. Die Tendenz der neuen Bewegung geht auf eine Schwchung der Stellung der Provisorischen Regierung aus, der wieder zum Bewußisein gebracht worden ist, daß sie nicht gegen den Willen der großen Mehrheit des russischen Vorkes Politik treiben kann. Sie ist auf das Wohlwollen des Arbeiter- und Soldatenrates in weitem Maße angewiesen. *** Das Authnome=Verlangen.— Eine große Friedenskundgebung. WTB Amsterdam,.Mail 917.(Drahtber.) Einem hiesigen Blatte zufolge wird der Times aus Odessa gemeldet, eaß in dortigen gebildeten Kreisen der Wunsch nach einem Bunderstaat mit autonomen Staaten, ungefähr nach amerikanischem Muster, mmer me'r Boden gewinnt, da diese Staatsreform den Forderungen dr verschiedenen Nationalitäten am ehesten gerecht werden würde. Am 1. Mai fand in Odessa eine Riesenstraßenkundgebung statt, an der mindestens 150000 Perionen teilnahmen. Um 8 Uhr mirgens nahm der Aufzu; seinen Anfang. und als es zu dämmern begann, bewegte er sich noch immer durch die Straßen. Die Behörden nahmen an der Kundgebung teil. Auf den Fahnen konne man Inschriften lesen: Wir wollen eine demokratische Reontik, Weltfrieden und G bt uns Land und den AchtDer Wirrwarr in Rußland. (!) Aut der Schweiz,.Mai1917. Corriere della Sera erfährt über London, die Lage in Rußland habe sich in den letzten Wochen Nicht gebessert. Die Lebensmittel seien noch immer iußerst lnapp, was täglich blutige Revolten yervorrufe. Die Tage in England. Eine(Zeheimsitzung des englischen Unterhauses. S Vnsterdam,.Mail917. Das Handelsbled meldet aus Londor: Am kommenden Tonnerstag und vielleicht auch Freitag bird das Unterhaus zu einer geheimen Sitzung zusamment#eten. Im Unterhause kündigte Minister Bonar Law an, daß eine Privatsitzung am Donnerstag stattfinden werde, und die Regierung erwäge, daß diese Privatsitzung - sie w ll das Wort„geheim“ nicht gebrauchen— auf mehr wie eine Sitzung ausgedehnt werde. Bonar Law erklärte weiter, oaß viel eicht in der nächsten Woche die Regierung eine Erklärung wer die irische Frage abgeben werde. Vielleicht wird diest am Freitag ersolgen. Der Brotmangel. Ueber Bern wird gemeldet: Angesichts der amtlichen Mitteilung, d ß der durchschnittliche wöchentliche Biotverbrauch im März sechs Pfund, statt der von Lord Devonport als Sicherheitshöchst naß bezeichneten vier Pfund betragen habe, fordert die Times erneut Zwangsrationierung, nicht nur des Biotes, sondern auch der anderen Lebensmittel, da erfahrnegsgemäß bei Rationierung nur eini er Lebensmittel die nicht rationierten gehamstert würden. Die Z itung erwähnt, daß mit der Absicht, die Ritionierung zu verm.iden, diese Woche im Parlament zwei durchgreifende Vorschläge zur Einschräntung des Brotgenusses gemacht würken, nämlich die Verkürzung der Brotverkaufsstunden und die Einführung brotloser Tage. Die kommende Zwangsrationierung in S Amsterdam,.Mai1917. Dem Handelsblad wirg aus London gemeldet: Die Regierung ist im Begriff einen Ausschuß von Parlamentsmitgliedern und anderen Persönlichkeiten zu bilden, der den Ernährungskontrolleur bei dem Entwurf eines Zwangsverteilungsgesetzes unterstützen soll. Es ist unwahrscheinlich, daß dieses Gesetz in den ersten zwei Monaten erlassen werden wird und vorläufig scheint es sich auch nur auf die Zwangsverteilung von Brot zu beschränken. Der hauptsächliche Zweck des Gesetzes ist, die gleiche Verteilung der Lebensmittel unter alle Klassen der Bevölkerung zu sichern. Betriebseinstellung englischer Papierfabriken. ): A u s d e r S c h w e i z, 4. M a i 1 9 1 7. D e r L o n d o n e r K o r r e s p o n dent des Corriere della Sera teilt mit: Die Papierkrise hat ihren Höhepunkt erreicht. Die meisten englischen Papierfabriken schlossen wegen Rohstoffmangel. Ausstand der Werstarbeiter in Woolwich. WIB Bern,.Mai1917.(Drahiber.) Der Times zufolge stellten am 30. April über 1000 Bureauangestellte des Arsenals und der Werft Woolwich wegen Nichterfüllung der geforderten Lohnerhöhung die Arbeit ein. Der Seekrieg. Neue=Booterfolge. WTB Berlin,.Mai1917.(Drahtber. Amtlich.) Neue =Booterfolge brachten Handelsschiffe mit insgesamt 56 000 Br.-.=T. Davon wurden acht mit 24 500 Br.=.=T. im englischen Kanal versenkt. Unter den vernichteten Schiffen befanden sich u. a. folgende: Ein durch Zerstörer gesicherter großer Transportdampfer von 11 000., der am 25. April südlich Lizard versenkt wurde; die englischen bewaffneten Dampfer Beemah mit 8500 T. Kohle nach Italien, Afalfa mit 4000 T. Kohle für die englische Mittelmeerflotte, die englischen Dampfer Towergate, (3697.) Ladung Baumwolle, und Abosso(7782.) auf der Fahrt nach England; der englische Tankdampfer San Hilario mit 18000 To. Schweröl von Amerika nach England; die englischen Segler Ellen Harrison mit Kohle für Frankreich und Marsmaid; der englische Fischkutter Pursue; französische Dreimastschoner Marie Blanche; die russischen Barken Endymion(1345.) und August (1596.) mit Ladung Hoiz nach England; der russische Schoner Ehralis mit### nach England und ein unbekannter, großer abgeblendeter Tankdampfer mit Kurs nach Le Havre, der nördlich Barfleur aus dem Geleitzug herausgeschossen wurde und in wenigen Sekunden unter schwerer Explosion in die Luft flog. Der Kapitän des englischen Dampfers San Hilario, der gegen das-Boot ein längeres Artilleriegefecht geführt hatte, wurde gefangen genommen. Zu den früher bekannt gegebenen=Bootserfolgen sind noch folgende Einzelheiten nachzutragen: Englischer Dampfer Avozet(1219.) mit Kork von Amerika nach England: Emma mit 3600 T. Mais von Baltimore nach Glasgow, Diadem, ein Neubau von 4500 T. mit 6200. Mais von Rangoon nach London. Oswald mit etwa 700 T. Schwefel von Amerika nach England, Dykland (4291.) mit Holz von Halifax nach Falmouth und Sewanmora[373.). Der Chef des Admiralstabes der Marine. Versenkt. WVTB Madrid, 4 Mail917.(Funkspruch des Wiener k. u. k. Korr.=Bureaus.) Wie das Blatt Imparcial meldet, ist bei der Einfahrt in den St. Georgskanal der englische Dampfer Tempus mit 4800 To. Mineralladung von einem Unterseeboot versenkt worden. Das Blatt ABC gibt die Tornenzahl der kürzlich bei dem KapSparteiversenkten englischen Dampfer folgendermaßen an: Newimoor(3535 To), Lowdale(2600 To.), Seewall[3780 To.), Fermoor[3098 To.). Es gibt kein Mittel gegen den.Bootkrieg. Amsterdam,.Mai1917 Dem Handelsblad wird aus London gemeldet: Admiral Jellicoc erklärte dem Londoner Vertreter der Associated Preß, daß die Lebensmittelfrage zwar ernst, aver keineswegs so gefährlich sei, wie die Deutschen glaubten Der Admiral wies auf die Wichtigkeit der kleinen Fahrzeuge zum Schutz für die Kauffahrteischiffe hin, aber er fügte hinzu: Wir sind jedoch nicht imstande, die Gefahr der Unterseebootunternehmungen zu beseitigen. Derselben kann nur begegnet werden, wenn wir die Unterseeboote vernichten und dieses ist unsere Absicht.(Diese Absicht der Engländer hat unseres Wissens immer bestanden. Die Beunruhigung in Frankreich über den =Bootkrieg. WTB Bern,.Mai1917.(Drahtber.) Die Erklärungen der Staatssekretäre Capelle und Dr. Helfferich sowie die Erörterungen im englischen Unterhause über den-Bootkrieg haben nach den letzten Ausführungen der französischen Presse in Frankreich große Beunruhigung hervorgerufen. Die ganze Presse fordert von den Regierungen der Entente die schärfsten Gegenmaßnahmen. Der Temps schreibt, leider sei der Erfolg der alltierten Admiralitäten den Wünschen nicht entsprechend. Der Petit Parisien beleuchtet die Frage hauptsächlich in ihren Rückwirkungen auf das Wirtschaftsleben und verlangt, daß man das Volk über die Opfer, die der Krieg fordere, aufkläre, die so groß seien, daß man neue Einschränkungen erwarten und ertragen müsse. Das Journal fragt, was geschehen sei, um die Gefahr zu bekämpfen, die zum größten Teil an dem Unbehagen schuld sei, das über Frankreich laste. Der Figaro gibt gleichfalls zu, daß die Lage für alle Ententeländer sehr ernst sei. Die Einfuhr nach den Ententeländern müsse nach Möglichkeit beschränkt werden. Eine große Anzahl Handelsschiffe müsse gebaut und die Jagd auf=Boote wirksamer betrieben werden. Der Rappel schreibt, wenn die Blockade auch nicht der ganze Krieg sei, so sei sie doch ein Hauptteil des Krieges. Die deutschen =Boote bewiesen es. Die Bataille erklärt: Wir dürfen uns nicht mehr verheimlichen, daß die Lage ernst wird. Der Zweikampf zwischen England und Deutschland wird täglich unerbittlicher und wilder. Die von Carson im Unterhause bekunntgegebenen Ziffern zeigen, daß wirklich der Kampf auf Leben und Tod zwischen den beiden Staaten begonnen hat. Das Journal des Débats schreibt, daß die bisherigen Abwehrmaßnahmen Englands und Frankreichs, besonders seit der Verhängung der Seesperre in der Nordsee, unwirksam geblieben seien und erriart, man musse methodischer vorgehen, alle Ausgänge aus der Nordsee und Ostsee möglichst nabe an der Küste durch eine schärfere Sperre abschließen. Dies sei vielleicht ein gefährliches Werk, aber noch gefährlicher sei die Untätigkeit. Ein deutscher Halfskreuzer im Indischen Ozean. XX Von der Westgrenze,.Mail917. Das Alemeen Handelsblad bericheet: Aus den Meldungen der inzwiechen engetroffenen indischen Blätter geht hervor, deß in Batavia Berichte über die Torpedierung des Periens von der #eaulinie vorliegen. Ein weiterer B richt meldet, daß ein d utsches Schiff im Inoi##en Ozeon in der Gesend von Colombo##nen gelegt hat. Der Ii boote meldet, daß die Versicherun spränien für Schiffe nach Briti ch-Indien. Colombo, China und Japan von 5 auf 3 Proz. ermäßigt wurden. * und China. Bevorstehende Kriegserklärung? XX Von der Westgrenze,.Mai 917. Aus Peking meldet das Remersche Bur an: Das Kabin tt nahm einstimmig eine Resolution an zugunsten einer sofortigen Kriegserklärung an Deutschland. * Vermischte Kriegsnachrichten. Aus WTB Bern, 4 Mai1917.(Dcahtb.) Wie der Petit Parisien aus New A rk meldet, soll der merikanische Krieasminister Obregon plötz ich sein Amt nieder gelegt haben, nachdem er kurz vorher Carranza den Treueid geleistet hatte. Wahlrechtsantrag der Sozialdemokraten. W73 Berlin, 4 Mai1917.(Drahtber.) Der sozialdemekratische Antrag detr. das Wahlrecht verlangt: Der Reichstag solle aus allgemeinen, gleichen, direkten, nach dem Verhältniswahlsystem vorzunehmenden Wahlen mit geheimer Abstimmung hervorgeben, an dem alle über 20 Jahre alten Reichsan ehorigen, ohne Unterschied der Geschlechter, teilnehmen. Die gleiche Bestimmung gilt auch für die in jedem Bundesstaat und Elsaß=Lothringen„u wählende Volksvertretung. Beginn der Tätigkeit des Verfassungsausschusses. 17 P Berlin,.Mai1917.(Drahtber.) Der Verfassungsausschuß trat heute zur ersten Sitzung zusammen. Eingegangen war ein Antrag des Zentrums, der Fortschritrlichen Volkspartei und der Nationalliberalen auf Aenderung der Reichsverfassung. In dem Antrage wird verlangt: Die Verantwortlichkeit des Reichskanzlers oder seiner Stellvertreter gegenüber dem Reichstage, die Ernennung von Offizieren und Beamten der Marine unter Gegenzeichnung des Staatssekretärs des Reichsmarineamtes, die Verantwortlichkeit desselben für die Verwaltung der Kriegsmarine dem Reichstag gegenüber, die Ernennung von Offizieren und Militärbeamten eines Kontingents unter Gegenzeichnung des Kriegsministers, welcher mit Ausnahme des Kontingents des Banerischen Kriegsministers, dem Reichstage für die Verwaltung des Kontingentes verantwortlich ist. Ferner wird verlangt, daß die Bewilligung der Besoldung und Gebührnisse für Heer und Marine im Kriege und Frieden auf Grund der Reichsgesetzlichen Vorschriften erfolgt. Des weiteren wird die Vorlegung eines Gesetzentwurfes gefordert, welcher die Verantwortlichkeit des Reimskanzlers wegen Verletzung seiner Amtspflichten durch den Staatsgerichtshof regelt.— Die Sozialdemokraten brachten außerdem Anträge betreffend das Wahlrecht, die Aushebung der Paragraphen des Vereinsgesetzes betreffend die Jugendlichen usw. ein.— Die Aussprache drehte sich zunächst darum, ob der Ausschuß zuständig ist, diese Anträge zu verhandeln, oder ob er nur die vom Plenum ihm überwiesenen Anträge zu behandeln habe. Der Ausschuß erklärte sich für zuständig und trat in die Beratung der Anträge ein. Zunächst wurde über die Frage der Verantwortlichkeit des Reichskanzlers verhandelt. Keiner Losal-Auzeider Nr. 124&a Samstag, 5. Mai 19. Seite 13. vom Lebensmittelmarkt. CO Cebensmittelsendungen nach und von der Front. Die Aeußerung, die der Kriegsminister General v. Stein im Hauptausschuß des Reichstages über den Verkehr mit Lebensmitteln nach und von der Front getan hat, ist teilweise mißverstanden worden. Ihr Sinn ging dahin, daß die Heimsendung von Lebensmitteln gefördert, die Aussendung an die Front aber behindert werden solle. Von einem Verbot hat der Kriegsminister nicht gesprochen; auch sind vorerst keine besonderen Maßnahmen getroffen, um die Aussendung zu verhindern. Es wird vielmehr angenommen, daß es genüge, wenn die Bevölkerung darüber klar wird, daß die Truppen dort besser verpflegt werden können als die Leute in der Heimat, und namentlich daß es verkehrr ist. Lebensmittel hinauszuschicken, die leicht verderben können. Wenn der Kriegsminister gesagt hat, daß in Zukunft Pakete mit Lebensmitteln von der Front bis zu 5 Kilogramm nach der Heimat geschickt werden dürfen, so soll es nicht heißen, daß der bisherige Verkehr, z. V. auch durch Urlauber, unterbunden werden soll. Im Gegenteil, neven der Paketversendung bleibr es nach wie vor den Urlaubern gestatte“ Lebensmitrei mitzuoringen. (la) Dörrverbot für Frühgemüse. Um das Frühgemüse in frischem Zustard und mörlichst in vollem Umfang dem Verbrauch zuzuführen, hat die Reichistelle für Gemüse und Obst eine Anordnung erlassen, wonach es verboten ist, Frühgemüse zu dörren. Nur wo überständige Mergen vor dem Verderben geschützt werden müssen, sind Ausnahmen zulässig. Ueber den Absatz von Dörrgemüse hat die Kriegsgesellschaft für Dörrgemüse fulgendes bestimmt: Der Zischlag von 7½ Prozent für den Großhindel und der Zuschlag von weiteren 20 Prozent für den Kleinhandel darf auf den Erzeugervreis zuzüglich Vervackungskosten berechnet werden. Mt Rücksicht auf den hohen Preisstand, den zurzeit Säcke und Kisten erreicht haben, fällt die Abnutzung des Packmaterials für die Bezieser von Dörrgemüse besonders stark ins Gewicht. CX Der D rkauf von Oel auf Sonderstammarke Nr. S wird in der lausenden Versorgungswoche fortgesetzt. C) Für Stwerarb iter. In der Zeit von Montag, den 7. bis Sonntag, den 13. Mai gelangen auf die Stammarte 6 der So der=Zusatzkarte für Schwerarbeiter(nicht für Ruttungsarbeiter) 1 Pfd. Hafernährmittel oder Graupen in den einschlägigen Geschäften und den städtischen Kleinverkaufsstellen, urd auf die Stammarke 7 auf Grund einer Sonderzuweisung 2 Eier in derselben Zeit in den einschlägigen Geschäften zur Ausgabe. CA) Ein Auftrag der Reich=bekleidungsstelle auf 125000 Zivil=Herrenanzüge. Die Reichsbekleidungsstelle läßt 125000 Zivilanzüge von den deutschen Herrenkleiderfabrikanten anfertigen, um solche der weniger bemittelten Bevölterung zu billigen Preisen zur Verfügung zu stellen. Stoffe und Futter hierzu liefert die Reichsbekleidungsstelle. Die Berechnung b Anzüge wird von der Be#örde genau vorgeschrieben. Der Arbei geberverband der Herren= und Knabenkleider=Fabrikanten Deutschlands lat, nach dem Konf. zu diesem Zweck eine Stoffverteilungs stelle mit dem Sitz en München errichtet. Diese hat an jedem: größeren Platze, wo Herrenkle der angefertigt werden, eine Vertrauensfirma gewählt, die die Rohware zur Verteilung an die am Platze ansässigen Mitglieder übergibt. Die von den Mitgliedern des Verba des hieraus angefertigten Kleidungsstücke erhält die Vertrauensfirma zurück und versendet sie dann an die verschiedenen Stellen nach Angabe der Reichsbekleidungsstelle. Kleines Feuilleton: c sssro Wallfahrten zur Schmerzhaften Mutter in Kali. Gemäß Avord ung des Kardinal Erzbischofs werden wärend des Maimonats an Sonntagen aus den Pfarreien von GroßKöln zur Schmerzhaften Mutter in Kalt Wallfahrten veranstaltet werden, um für unser teures Vaterland den endgü tigen Sieg und für die ganze Welt den baldigen Frieden zu erflehen. Beim Eintritt in die Kapelle zu Kalk wrd zer Pilger sofort an das Altr des Gnadenbildes erinnert durch folgende schrift, welche sich an; einer der Tafeln befindet: Vor deinem Bild o Mutter mild Bald fünfhundert Jahre weinten und flehten Viel tausend Herzen in bangen Nöten Viel tausend o Mutter danken dir Für Trost und Hülfe für und für. Nachweislich ist das Gnadenbeld der Schmerzhaften Mutter in Kalk im Jahre 1423 entstanden, somit bald fun bundert Jahre alt.„Im Jahre 1423— so berichtet der Benedistinerpater Rupertus Hollwegh in seiner Historie der Stmerzwaften Matter zu Kalk— wurde auf Wunsch des Papstes Martin V. in Koen ein Provinzialkonzil abgebalten. Anluß dazu voren die Verunehrungen, die den Bildern des Gesrenzigte und der gebenedeiten Gottesmutter zugefüt wor en waren. Im I1. Kapilel heißt es: Zur Verherrlinung der heiligen unges##n ä nten Gottesmitter, peren Lob, wenn alle Sandkornr am Meere in Zingen verwandelt würden, doch nicht genugsam gepriesen werden könnte, soll das Fest des Gedächtnisses der Aggst und der Schmerzen der allerseligsten Jungfrau Maria jährlich in allen Kirchen feierlich begangen werden. In Ausführung dieses Beschlusses ließen die Soh#e des hl. Benediktus unter Vesperbild anfertigen und in einem Heiligenhäuschen aufstellen wo demselben lotale Vere rung erwiesen wurde bis zum Jahe 1666, wo zum Daike für das Erlöschen der schrecklichen Pest die Kapelle gebaut und das Veiperbild da in aufgestellt wurde. Jetzt nahm die Verehrung der Schmerzhaften Mutter einen uneannten Auischwung. Es ist auferbäulich zu sehen, daß die mnische groß und klein täglich mit solch mEifer, auch ostermal vorn hme Frauen und Jungfrauen mit blosen Futzn dahin und zurückgehen. Es tun aut viele bekennen, daß dorten in ihren Anleg n ihnen gehollen werden...“ Von urkundlichen Nachrichten über Gebetserhörungen aus + Der Wiederaufbau in Stadt und Kreis Reidenburg. Wie die amtlichen Feststellungen ergeben haben, erhöht sich die Zahl der durch den Krieg zerstörten Gebäude in Stadt und Kreis Neidenburg von 2089 auf 2228 gegenüber den bisherigen Feststeltungen. Der Wiederaufbau geht, trotz der verschiedenartigen Baubeschränkungen, ziemlich flott von statten. Die Zahl der aufgebauten und im Bau begriffenen Gebäude beträgt rund 1100, mithin also rund 50 v. H. aller zerstörten Baulichkeiten. Auf dem Lande stellt sich das Wiederaufbauergebnis erheblich günstiger und dürfte gegenwärtig bereits 60 v. H. betragen. Der Wiederaufbau in der Stadt verzögerte sich nicht nur durch den Mangel an Arbeitern und den Transportschwierigkeiten, sondern auch durch die Schwierigkeiten in der Einigung über die Bauweise am Markt und durch den Gang der Regelung der Entschädigungsansprüche. Die Aufstellung eines Fluchtlinien= und Belauungsplanes wurde beendet. Besondere Schwierigkeiten bor die Erledigung der Platzfrage für das neue Rathaus. Tank dem Entgegenkommen der Patenstadt Köln konnte auch diese Angelegenheit befriedigend gelöst werden. Der Aufbau wird voraussichtlich von Kölner Architekten und Baufirmen ausgeführt werden. Im laufenden Jahr dürfte der Aufbau der ländlichen Wirtschaftsgebäude fast reitlor beendet sein. In der Stadt Neidenburg allein ist mit einem Sachschaden von rund 20 Millionen Mark zu rechnen. 0 Die Sonntag fahrkarten sind bekanntlich wegen der Kohle knappheit und Ueberlastung der Eisenbahnbetriebsmittel einstweilen auger Güttigkeit gesetzt worden. Im preußischen Abgeordnetenhause hat nun der Herr Eisenbahnmininer die erfreuliche Erklärung abgegeben, daß unsere Eisenbahnbetriebsmittel stark vermehrt seien und eine stärkere In anspruchnahme wünschenswert erscheine. Diese Erklärung fiel zusammen mit dem Eintritt schöner sonniger Frlihlingstage, die den abgequälten Stadtbewohnern turze Ausspannung und Eryolung in der prangenden Natur verheißen. Der Fortfall der Sonni karten wird jetzt recht unangenehm besonders von denjenigen Famlilienvätern empfunden, die mit ihren Angehörigen im Freien auf einige Stunden Erholung suchen möchten. Die Städte bieten hierzu keine ausreichende Gelegenheit. Der knaupe cheidbeutel stattet aber keine größeren Familienausflüge. Teomim erscheint der Wunsch berechtigt, jetzt die ermaßigten Sonntagsfahrlarten wenigstens für einzelne Gebiete wieder einzuführen. Per Herr Eisenbahnminister würde sich vielen Tank erwerven, wenn er diesen bescheidenen Wunsch recht bald erfüllen wollte. Fur Korn treffen diese Gründe umsomehr zu, als die Stadt in iyrem ganzen Umkreis etwa 10 Kilometer vom Waldgelände entfernt ist. Emne solche Strecke aber zu Fuß gehen, ehe man an die Erholungsstätte gelangt, ist bei der geringen Ernährungsmöglichkeit und der notwendigen Rücksicht auf den Schuyverschleiß Familien nicht möglich (.∆ Mit der Außerkur=setzung der Silber= und Nickelmünzen ist, wie von berufener Seite versichert wurde, nunmehr bestimmt zu rechnen. Es soll dies in der Weise geschehen, daß die vorhand nen Hartgeldmünzen mit kurzer Frist außer Kurs gesetzt werden. Da diese Münzen dann nie wieder in den Verkehr kommen, werden sie für diejeni en, die sie weiter zurückbehalten, nur noch den reinen Metallwert haben, der weit unter der Hälfte, teilweise unter einem Drittel des Kurswertes liegt. Empfindliche Verluste drohen also demjenigen, der die Mahnnung, die Hartgeldmünzen im Verkehr zu belassen oder dem Verkehr wieder zuzuführen, auch jetzt noch unberücksichtigt läßt. Niemand wird aber mit denen Mitleid haben, die ihre Eigensucht, noch dazu in völlig unverständlicher und zweckloser Weise, so weit treiben, daß sie um vermer##tlicher eigener Vorteile willen unsere finanzselle Kriegswirtschaft erschweren und damit die Interessen des Vaterlandes schädigen. (A) Die Aiuminium-Sammeistellen für Koln sind noch nicht errichtet. Es wird demnächst bezügliche Bekanntmachung erscheinen. dieser Zeit, die im Pfarrarchiv zu Deutz sich befinden, soll eine hier erwähnt werden. Im Jahre 1711 hatte ein ungefähr 20jähriges Mädchen aus Lohmar(Kre's Sieg) das Gesicht so mit Geschwüren bebrikt, daß es seit acht Juhren völlig erblindet war. Das bezeugten der dortige Pantor und die ganze Gemeinde eidlich. Das Mädchen kam am 13. September mit der Prozession nach Jall, und nachdem die Leute 2 bis3 Stunden für die Unglückliche gebeiet, erhiell sie in der Napelle vor dem Bilde der Schmerzya###en Mutter das Augenlicht zurück. Diese Heilung findet eine Bestatigung durch nachstehendes Zeugnis des Toreschultheißen von Lohmar: Aldiewellen zeuguus der lieben wahrheit mi zu verweigern, als attestire hiemit, daß Christin zu Eichen in hiesiger nachbarschaft, von Hannes und Bilgen gebohren und erzogen, nachgehents nach absterben seiner eltern seines gesichts acht steeter jahrelang beraubt gewesen, so gar auch, daß man anderster nit erkennen können, als das die augenäpfel verzehret sein mußten, nun nehr aber durch empsiges abnruffen zu der allerseligsten mutter Gottes jüngster tagen zu Kalf durch die gnade Gattes seines gesichts dergestalt restituirt, das wiederumb ohne menschlichen beistaldt zur kirchen und von einem beth zum anbern gehen, auch menschn unverschei##entlich kennen könne, welches ich bei meinen gidts pflichten urkundt meiner underschrift und pittschaft attestire. Halberg d. 9. 8bris 1717. Ihrer churfürstlichen Durchlaucht zu Pfalz schultis kirßpels Lohmar. J. 2. Rieffeath. Zur Vorbereitung auf das kommende 500jährige Bestehen der Ansacht der Schmrzhaften Mutter in Kalk sind jetzt schon Vorarbeiten in der Ina#enkapelle in die Hand genommen Nach den Entwürfen des Domkapituiars Herrn Preiessor Dr. Schnütgen, des freundlichen Ber###ers, soll das Cyor mit Marmor und Mosaik an gestattet werden; in der unteren Partie soll die schmerzhafte, in der oberen die glorreiche Gostesmutter verherrlicht werden. Ueber dem Eingangsbogen zum Chor, dem Triumph= bogen, soll die Inschrift stehen: Schmerzhafte Mutter Maria, Köngin des Himmels, Königin des Friedens, Bitt Gott für uns. Damit die geplanten Mosark= und Marmorarbeiten zur Ausführung gelangen, ist vor dem Altar ein Opf rea en angebracht, geschenkt vor einem Kölner Bürger zum Danke für Gebeiserhör. ng. versehen mit der Unterschrift: Zur Verschönerung der Kapell. Alle Gaben. die dort geopfert werden, dienen zur Ausstattung der Kapelle und damit zur Verehrung der Schmerzhaften Gottesmutter. M. K. (A) Arbeiterverein Köln-Mitte. Am Sonntag um 11 Uhr ist h. Messe für das verstorbene Mitglied Peter Neschen, nachmittags 5 Uhr Abschiedsfeier des Prätes im Festsaale der Wolkenburg. .0) Eine Fuhrherrenversommlung. Am Dienstag, abends 8 Uhr, findet im weißen Saale der Büngergesellschaft eine allgemeine öffentliche Versammlung sämtlicher Besitzer von Fuhrwerken und Pferden statt, zu welcher der Oberbücgermeister, laut der im Anzeigenteil veröffentlichten Bekanntmachung, drin erd einladet. Die Versammlung dient einer Aussprache wichtiger Transvortfragen: Organisation. Abfuhr von den Güterbahnhöfen, Beschaffung von Futter, Leutemangel usw. Von der städtischen Verwaltung werden die Leiter der städtischen Transportabteilung, Stadtverordneter Dr. Esch und Fuhrpartdirekter Adolphs, zu den einzelnen Faagen Stellung nehmen. C# Jahrplananderun auf der Vorgebiegsbahn. Zur Entlastung des bis Vonn fahrenden Personenzuges um.00 Uhr ab Köln=Barbarossaplatz wird an Sonn= und Feiertagen der Sonntagszug, welcher um.35 Uhr von Köln abfäurt und im Fahrplan nur bis Waiberberg vorgesehen ist, bis Alfter durchgeführt. .4) Tebensretter. Donnerslagnachmittag gegen 5 Uhr bemerkten Fahrgäste in einem Motorboot der Fähre Marienburg— Poll, wie eine Frauensper### im Wasser trieb. Darauf aufmerksam gemacht, sprang kurz entschlossen der Fährpächter Ferdinand Linden in das noch recht kalte Wasser und brachte die mit den Wellen Kämpfende wohlbehalten ans Land. Wie sie ins Wasser gelangt ist, wird die Untersuchung ergehen. Man überführte die Gerettete in die Krankenanstalt Lindenburg. Personalnachrichten. .0 Ernennungen. Landrichter Dr. Königs in Köln ist zum Landgerichtsrat, Amtsrichter Dr. Heinrich Müller in Köln zum Amtsgerichtsrat und Staatsanwalt Dr. Wandesleben in Köln zum Staatsanwaltschaftsrat ernannt worden. : T h e a t e r u n d K o n z e r t e: 99SUOOSOT SCLODOROGO BT RORONO BOTSSARRC0G 44 Im Palast-Theater an der Herzogstraße steht ein Schauspiel mit dem Titel Das Bacchanal des Todes auf dem Vorführungsplane. Es wird Kriminalschauspiel genannt, ist aber vielmehr ein eigenartiges Liedesstück und sein Untertitel Das Opfer einer großen Liebe gibt den Inhalt treffend wieder. Hauptpersonen find ein berühmter Maler und die Tochter eines kleinen Wirtes. Die etwas sprunghafte Handlung fesselt weniger, als es sonst bei derartigen Stücken der Fall ist, weil die Charakterisierung des Seelen lebens der Hauptpersonen zubiel Rätsel aufgibt und unbefriedigt läßt bis zum Schlusse. Der Schaup'atz der Geschehnisse gab zum Teil Gelegenheit, recht schöne Naturbilder in den Film einzustreuen und dadurch wird der Schauende einigermaßen entschädigt.— Das im neuen Programm gezeigte höfische Lustspiel Hoheit Radieschen läßt allzusehr den rechten Humor vermissen, um zum Lachen zu reizen. Das Palasttheater hat schon viel bessere lustige Sachen gebracht. Umso hübscher ist Großmütterchens Hochzeitstag, ein Stimmungsbild in einem Akte. (A) Der Rheinische Turnkreis der deutschen Turners haft zählt nach dem jetzt erschienenen Standesnachweis 648 Vereine mit 57 108 Mitgliedern gegen 58 761 im Vorjahre, die sich auf die einzelnen Gaue, wie follst, verteilen: Aachen 63 Vereine mit 2877 Turnern und Turnerinnen, Aggerthal 42(26), Bergische 33 (3721), Gladbach 72(370*), Niederberg 29(1282), Niederrhein 88 (9017), Niedergrenzgau 17(1234), Ruhr 131(16 990), Sieg=Rhein 138(6478) und Wupperthal 35(6143). Von den über 17 Jahre altn Turnern stehen rund 4 um im Felde. Jugendturner wurden 57 und Turnerinnen 3830 gezahlt. Als größte Turnerstadt des inlandes ist Essen mit 6235 Turnern und Turnerinnen anzusprechen; dann folgen Tüsseldorf mit 3026, Barmen mit 3002, Köln mit 2875, Remscheid mit 1782, Krefeld mit 1695, Elberfeld mit 1525, Bl.=Gladbach mit 1421, Mitlheim=Ruhr mit 1414 und Geisenkirchen mit 1070. Die Zahl der Jugendturner ist während des Irieges zurückgegangen, was auf die gesteigerte Berufstätigteit zurückzuführen, aber trotzdem zu bedauern ist, im Interesse der Turnsache überhaupt und des Vaterlandes, wie auch in dem der Jugend selbst. Namentlich hat die große Stadt Köln noch sehr viel einzuholen. C) Fußball. Am Sonntag findet auf dem Platz des Kölner Kiubs für Rasenspiee an der Amtterdamer Straße hinter der Flora das Städtewettspiermoln—Dusseldorf statt. Da das Städtespiel zwischen Köln und Essen nach spannendem Verlauf mit:7 zu ungunsten der Kölner Mannschaft endete, wird diese sich bemühen, die erlittene Niederlage gutzumachen. Das Spiel beginnt um 4 Uhr. Handelsteil Neuss,.Mai 217. Fruchtmarkt. Weizen, Höchstpreis 25.50 M. Bogren, Hoc.stpreis 21.5.., Hater, Höcnstpreis 25.00., Gerete, 1I stpreis 25,00 M. de 100 Krlo. nochstpreis für NaschinendruschStron, gepresst,%,0. Ml., ur ungepresstes 40, 0, für Fiegel-Drusch-Stroh 0 M. dr. 190#., Ieu von niecarten von minisstens mitilerer Art ann Güte 1.00 M. die#no Kr.,##sen- und Feidhen von mindesteu mi tleter Art un. Güt: 95,00 M. die 000 Kil., geprrsstes Heu 7 M. mehr die 10." Kartcen,#nger-. rer. A. 5 M. frer#au, d. 59 1 0. 2. agerstands=Nachrichten am 5. Mai#17, vorm:ags. Bprerst noch sehr warm für die Jahr szeit mit Neigung zu Gewitterdung. Uebergang zu wolkigem und veränderlchem Wetter ist für die ichsten Tage wahr ch Höhste Temperatur von ge##ern: 28.1 Grad Celsius. niedrigste Tem26A Calfl. Montag, 7. Mai: für alle Küchen: Gerste mit Pflaumen Zahl der Teilnehmer an der Stadtkäche: 39000. Sekte 4. Lecat-Anzeiger N. 124&a Samstag. 5. Mai 1917 Deutscher Keichstag. Berlin,.Mai1917.(Drahtber.) Auf der Tagesordnung stehen zunächst nur kurze Anfragen, die rledigt wurden. Tann wurden die beiden Interpellationen über die Kriegsziele rufgerufen. Staatssekretär Dr. Helfferich. Der werr heichstanzier it zur Beantwortung der Interpellationen innerhalb der u§ 31 der Geschäftsordnung festgesetzten Fristen an einem mit em Herrn Präsidenten zu vereinbarenden Tage bereit. Damit sind die Interpellationen für heute erledigt. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Beratung des Haushalts der Reichseisenbahnen. Abg. Fuchs(Soz.) führt aus: Die Eisenbahnverwaltung dürfe sich bei ihren Maßnahmen nicht hinter die Militärhehörden verecken. Turch die Bahnhofssperre und die schwierige Gepäckbeförderung ##det das reisende Publikum sehr. Lohnverhältnisse und Teueungszulagen sind bei den Reichseisenbahnen ungenügend. Die Arbeiterschaft muß mehr Sonntagsruhe erhalten. Abg. Ickler(ntl.). Auch Unverheiratete sollten die Teuerungsnlagen bekommen. Man sollte die Arbeiterausschüsse auch zur legelung der Lohnverhältnisse hören. An dem Streit vom 16. April aben die Eisenbahnarbeiter nicht teilgenommen. Für das Arbeiterohnungswesen muß mehr getan werden. Staatsminister von Breitenbach. Das Reichsland leidet am meisten unter dem Kriege. Im Operationsgebiet mußte der Personennind Güterverkehr erheblich eingeschränkt werden. Abbülfe ist leider ur in geringem Maße möglich. Der Pachtzwang ist unbequem üder unvermeidbar. Die Lohnverhältnisse ln dem Kriege zu überprüsen sein. Es sollte anerkannt verven, daß für Teuerungszulagen ganz gewaltige Aufwendungen gemacht werden. Die Kriegslage zwingt uns leider, die Kräfte ller unserer Beamten und Arbeiter zu beanspruchen. Ueberstunden und Sonntagsarbeit lassen sich nicht umgehen. Die Frauen haben auch im Außen= und Werkstättenbetrieb Gutes geleistet. Die Beschlüsse des Reichstags zum Hülfsbienstgesetz hinsichtlich der Schlichtungsausschüsse werden von mie lohal ausgeführt. In der Lohnfrage sollen die Arbeiterausüsse nicht nur Auregungen geben, sondern es sollen im eigentichsten Sinne Verhandlungen stattfinden. Die Versorgung der seamten und Arbeiterschaft mit Nahrungsmitteln erfolgt so gut, wie es bei der Rationierung möglich ist. Abg. Schirmer(Zentrum). Wie der Herr Minister zu dem Ergebnis gekommen ist, daß die Mehraufwendungen fur jeden Arbeiter durchschnittlich 430 M. betragen sollen, weiß y nicht. Ich möchte danach annehmen, daß dabei auch die zahl reichen Ueberschichten usw. eingerechnet sind und daß für diese Berechnung das hochgelohnte technische Personal mit dem Arbeiter#isonal einsach zusammengeworfen ist. Gewiß ist manches geehen, und die Arbeiter erkennen das dankbar an, aber die eigende Teuerung nötigt, auf dem Wege weiterzugehen, und h möchte den Herrn Minister daher dringend bitten, sowohl bei den Arbeitern, wie auch speziell bei den Frauen, die nicht sonderch gut bezahlt werden, eine erneute Nachprüfung und ein weitehendes Entgegenkommen eintreten zu lassen. Auch den weiteren lusbau der Lebensmittelversorgung für die isenbahnarbeiter möchte ich der Esenbahnverwaltung us Herz legen.(Beifall.) Mit dem Abgeordneten Ickler bitte ich auch dringend, in dem lusbau der Wohlfahrtseinrichtungen auler Art, spezien auf dem Bebiete des Wohnungswesens, fortzufahren. Den allergrößten Pert legen die Eisenbahnarbeiter auf die Errichtung und den Ausbau der Arbeigerausschüsse Der Herr Minister hat zwar gesagt, er sei den bei der Schaffung Dienstpflichtgesetzes gemachten Zusagen loval nachgekommen. sch muß gestehen: ich habe diesen Eindruck nicht! Nach der genachten Zusage waren wir berechtigt, zu erwarten, daß Auschusse errichtet werden würden, denen auch ein wirksamer Einluß auf die Lohngestaltung zustehen würde. Was in der Marineerwaltung und in der Heeresverwaltung anstands orden ist, das sollt gewährt ) i n d e r E i s e n b a h n v e r w a l t u n g m ö g l i c h Verbände der Eisenbahnarbeiter berausgegevene Denkschrift würde hnen dafür wertvolles Material an die Hand geben.(Beifall.) Abg. Warmuth(D..l. Bei den gesteigerten Dienstleistungen sind Teuerungszumen eigentlich selbstverständlich Nach weiteren kurzen Darlegungen schließt die Aussprache der Haushalt der Reichseisenbahnen wird bewillig:. Der Verfassungsausschuß in ∆ Berlin,.Mai1917 [Eigener Drahtbericht.) Kbufges fr am Feiteig mittag zu seiner ersten Sitzun zusammengetreten. Den Vorsitz führte dem Turnne gemäß der urg. Scheidemann. er gab in seiner Erhffnungennsprache der Hoffnung auf gute und schnelle Arbeit des Aneschunes Ausdruck. Vom Zen trum, der Fortschrittlichen Volkspartei und den Nationalliberalen liegen zwei gemeinsame Anträge vor. Der erste Antrag verlangt medrere Aenderungen der Reichsversassung und zwar: 1. Artikel 17, Satz 2, zu fassen wie folgt:„Die Anordnungen #nd Verfügungen des Kaisers werden im Namen des Reiches erlassen und bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Gegenzeichnung.s Reichskanzlers oder seines Stellvertreters, welche dadurch die Verantwortlichkeit gegenüber dem Reichstage übernehmen.“ 2. Hinter Artikel 26 folgenden neuen Artikel 26a einzuschalten: „Während der Dauer eines Krieges gilt der Reichstag als ununterbrochen versammelt.“ Im Artikel 538 den Absatz 1 zu fassen wie folgt:„Die Kriegsmarine des Reiches ist eine einheitliche unter dem Oberbefehl des Kaisers. Die Organisation und Zusammenstellung derselben liegt dem Kaiser ob, welcher die Offiziere und Beamten der Marine unter Gegenzeichnung des Staatssekretärs des Reichsmarineamts ernennt, und für welchen dieselben nebnt den Mannschaften eidlich in Pflicht zu nehmen sind.“ Dem Absan 5 folgenden Zusatz anzufügen:„Der Staatssekretär des Reichsmarineamtes ist für die Verwaltung der sriegsmarine dem Reichstage verantwortlich.“ 4. Hinter Artikel 66 den folgenden Artikel 66a einzuschalten: „Die Ernennung der Offiziere und Militärbevörden im Kontingent erfolgt unter Gegenzeichnung des Kriegsministers des Kontingents, welcher— ausgenommen der Kriegsminister des bayerischen Kontingents— dem Reichstage für die Kontingentsverwaltung verantwoctlich ist.“ 5. Im Artikel 71 folgenden Absatz 2 hinter Absotz 1 einzuschalten: „Die Bewilligung der Besoldungen und sonstigen Gebührnisse für Heer und Kriegsmarine erfolgt im Frieden und Kriege auf Grund der reichsgesetzlichen Vorschriften.“ Ein zweiter Antrag ersucht die Regierung, dem Reichstage baldigst einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen die Verantwortlichkeit des Reichskanzlers wegen Verletzung seiner Amtspflicht durch einen Staatsgerichtshof geregelt wird. Zum Berichterstatter wurde der Abg. Gröber(Zentr.) bestimmt. Nach längerer Geschäftsordnungsdebatte über die Zulässigkeit einzelner Anträge wurde mit großer Mehrheit(gegen die Konservativen und die Deutsche Fraktion) beschlossen, zunächst die Anträge zu beraten, die sich beziehen auf die Verantwoitlichkeit des Reichskanzlers. Ein Zentrumsmitglied führte aus, die Frage sei um so bedeutungsvoller, als im Reiche der Kanzler der einzige verantwortliche Minister sei. Solle nun seine Verantwortlichkeit dahin erweitert werden, daß er auf Beschluß des Reichstages seine Enilassung nehmen müsse? Das sei die Kernfrage. Erst wenn ein grundsätzlicher Beschluß vorliege, könne über die Schaffung und Zusammensetzung eines zuständigen Gerichtshofes beraten werden. Ein narionalliberaler Redner schloß sich der Reinung des Zentrumsredners an, daß die Verantwortlickeit des Kanzlers gegenüber dem Reichstage schon jetzt ebenso bestehe, wie egenüber dem Bundesrat. Dem neuen Staatsgerichtshof könnten auch noch andere Ausgaben, so die Prüfung der Reichstagswahlen, übertragen werden. Der Gerichtshof werde am besten dem Reichsgericht angegliedert. Ein sozialdemokratischer Redner ertlarte seine Zustimmung zu den Anträgen, während sie dem Sprecher der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft nicht weit genug gingen. Ein konservatives Ausschußzmitglied meinte, eine tatsächche Aenderung des bestehenden Zustandes werde durch die Anträge nicht erreicht und offenbar nicht bezweckt. Sie bedeute wohl lediglich eine politische Demonstration, durch die dem Artikel 17 der Verfassung eine bestimmte Auslegung gegeben werden soll. Der Kanzler sei jetzt dem#er, dem Bundesrat und dem Reichstage verautworllich. In dem Antrage sei aber nur vom Reichstage die Rede: aiso würde durch die Annahme die Verantwortlichkeit des deichskanzlers beschräntt werden. Man müsse auch die Doppelstellung des doch in seiner Eigenschaft al Reichstage nicht verantwortlich sei. Die parlamentarische megierung passe für Deutschland nicht, zumal bei der Stellung des Zentrums, welches sowohl eine Mehrheit mit der Rechten wie mit der Li den imstande sei. Das Streb nächst darauf gerichtet beseitigen. Das sei ab würden die Selbsthe: schen Königs und chstunziers bidenken, der reußischer Ministerpräsident dem iches verle Zusatzantrag, welcher di nach parlamentarischer Regierung müsse daher zuiße Partei des Zentrums zu ischenswert. Die Anträge ns, die Rechte des pr####i desstaatlichen Charakter des n Staat den konservativen Kanzlers auch ein, die er nichtw rlichkeit Pr such den I (ie fuhrten zum unitar Fortschritller wandte sich gegen erantwortlichkei gegen den Kaiser und den Bundesrat festlegen will. Das sei überflüssig, da die Versassung in diesem Puntte deutlich genug sei. Von der Sozialdemotratischen Arbeitsgemernzum Abtreten zu veranlasse: der Anträge seiner Fraktion Staatssetretär Dr. Sitzungen nur teil, um mich 1. Das sei aber zu erreichen. Helfferich: ir auf dem Wege Ich nehme an den zu unterrichten und um Aufklärung zu geben. Eine sächliche Stellungnahme kann man von mir nicht erwarten, so lange der Bundesrat nicht seinerseits Stellung genommen hat. Hier handelt es sich um die Fundamente der Verfassung. Der Artikel 17 der Reichsverfassung bildet ihren Eckstein. Er ist hervorgegangen aus de. früheren Bundesverfassung. Jede genauere Definition schränkt ihn ein. Das mag der Reichstag ebenso bedenken, wie es der Bundesrat rin wird. Nach kurzer weiterer Aussprache wurde zur Abstimmung geschritten: Abgelehnt wurde der von der Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft gestellte Antraa: abelehnt wurde auch der Zusatzantrag der Konservativen, die Verantwortlichkeit des Reichskanzlers auch gegerüber dem Kaiser und dem Bundesrat festzulegen. Angenommen wurde gegen die vier konservativen Stimmen die Aenderung des Artikels 17 nach dem Antrag Gröber und Genossen, ebenso deren Entschließung, durch Gesetzentwurf die Verantwortlichkeit des Reichskanzlers wegen Verletzung seiner Amtspflicht und deren Feststellung durch einen Staatsgerichtshof zu regeln. Neues aus Köln Vergeltungsmatznahmen gegen den Kölner Dom! Dem Journal de Généve wird aus London berichtet, daß Oberst Lowiher im Unterhause darum ersuchte, die deutsche Regierung wissen zu lassen, daß, wenn die deutsche Heeresleitung nicht die Kathedralen von St. Quentin und Laon schone, im geeigneten Zeitpunkte Vergeltungsmaßnahmen gegen den Kölner Dom und andere ehrwürdige Baudenkmäler Deutschlands ergriffen würden. Bonar Law weigerte sich, diesem Ersuchen nachzukommen, mit dem Bemerken, daß die Frage der Wiedervergeltung sehr schwierig sei. Bonar Lew scheint oder win nicht wissen, daß die Kathedralen von St. Quentin und Laon bis heute einzig und allein von den Engländern bzw. Franzosen beschossen worden sind.„ # Bitle, etwas deutlicher. der Rheinischen Zei (Nr. 123) zugerufen, weil sie dem Verfassungsaus So hatten wir der Rheinischen Zeitung gestern des Reichslages für den Fall, daß er die sozialdemokratischen Befehle nicht erfülle, mit„Folgen“ gedroht hatie. Heute verwendet das sozialdemokratische Blatt(Nr. 104) 30 Zeilen seines kostbaren Raumes darauf, um uns eine Antwort zu geben, die— keine ist. Und überschreibt sie außerdem noch:„Ist das deutlich?“ Ach nein, deutlich wird durch diese Antwort lediglich, daß die Rheinische Zeitung sich bewußt ist, mit Klarheit und Deutlichkeit keine Lorbeeren ernten zu können. Nachdem sie zuerst sich in dunklen Andeutungen von„Folgen" ergangen, die, wenn ernst nehmen wollte, ja an die russischen Winke man sie ernst nehmen wollte, ja an die russischen Winke Herrn Scheidemanns gemahnen konnten, bemüht sie sich nun, sich auf die gekränkte Unschuld hinauszuspielen, die nicht verstehen kann, wie man ihr„sowas" zutrauen könnte, und mit ausweichenden Redewendungen aus der Sackgasse sich herauszuwinden. Es ist ja sehr nett, daß sie dabei ausgerechnet der Kölnischen Volkszeitung Sicherheit gegen etwaige„rote Revolutionsmäuse" brief. Und daß dieser Verzicht uns nicht gar zu schwer wird, hätte die Rheinische Zeitung, wenn sie etwas genauer gewährleisten will, wir verzichten aber dankend auf diesen Freirzicht uns gelesen hätte, wohl an dem letzten Satze unseres Artikelchens merken können:„Sruffen gibt's nicht!“ Mit anderer Worten: Wir haben die dunkle Drohung der Rheinischen Zeitung von vornherein richtig eingeschätzt; ihre gänzlich ausweichendund— ohne diese wirkliche journalistische Unsitte geyt es mal bei ihr nicht— persönlich gespitzte Antwort ist dafür die beste Bestätigung. 0 Auch ein Jubiläum. Heute sind 25 Jahre verflossen, daß die Familie Jakob Bodenbach, Köln=Holweide, das Haus Schweinheimerstraße 69, gehörig dem Wirte Ad. Groß, ununterbrochen bewohnt, eine Seltenheit in unserer unstäten Zeit. 04) Die Aprikosen und Ofirsichbäume sind im Vorgebirge fast gleichzeitig in die Blüte getreten. Die Blütezeit wird bei diesem Wetter nur einige wenige Tage dauern. Aber je kürzer sie ist, um so besser für den Fruchtansatz. Es steht dann zu erwarten. Vorikosen und Pfirsiche eine sel sings h stellenweise die Pfirsiche Frostschaden erlitten und dort dürfte die daß die Ernte der Aprikosen und Pfirsiche eine sehr gute wird, da auch der Blütenreichtum ein recht großer ist. Allerdings haben Ernte etwas mäßiger ausfallen. Die Bienen sind den ganzen Tag über emsig tätig und tragen nicht wenig zu dem Befruchtungsgeschäfte bei. In den letzten Jahren sind im Vorgebirge große Pfirsichanlagen entstanden. Jedes Jahr hatten die zahlreichen Obstbaumschulen diese Obstsorte vollständig ausverkauft. Bei der Jetztzeit wandern wohl die meisten Früchte in die Einmachgläser und den Einkochapparat, um Vorrat zu schaffen. Zu viel Zucker braucht man dazu nicht zu verwenden, da die Früchte selbst sehr viel Süßstoff enthalten. 40 Auf die Brotbücherjagd ging der aus Falkenberg bei Züllichan gebürtige Kesselheizer Rudolph Hoppe; er kam auf ein städtisches Amt und zeigte zwei gefälschte Abmeldungen von Troisdorf vor, worauf der Vermerk stand:„Brot= und Warenmarken sind abgeliefert.“ Um Nähzeres befragt, erklärte der 27 mal, auch mit Zuchthaus bestrafte., es handele sich um ihn und seinen Sohn. Nach Annayme der Kriminalpolizei werden solche falschen Meldepapiere in einer betannten Kaschemme am Rotenberg gewerbsmäßig fabriziert. Das Bureaufräulein merkte den Rummel. H. wurde wegen Gebrauchs falscher Urkunden und Betrugsversuchs zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Kirchsches 4 Abholung der h. Gele. Köln,.Mail 917. Das Erzbischöfliche Generalvikariat schreibt in der neuesten Nummer des Kirchl. Anz.: Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß die nachträgliche Weihe der heiligen Oele am Sonntag den 6. d. M. stattfinden wird. Die für Abholung derselben bestimmten Boten mö sich am Montag den 7. d. M. zwischen 10.30 und 1 Uhr wischen 2 und 4 Uhr in der Sakristei des Domes einnden. * Erzdiszese Köln. Ernannt wurden: W. Marx, Neopresbyter aus Neut. z. Vik. in Commern, F. Brodnike, geistl. Lehrer am Collegium Hubertinum in Godesberg, z. Religionslehrer an Lyzeum St. Anna u. z. Rektor a. u. St. Anna-Kapelle in Elderfeld, H. Grimm, Kpl. in Heisingen, z. i. Kpl. an St. in Mülheim an der Ruhr, Dr. S. Hahn, zurzeit in Ste Rupprechtsau, zum Assist. a. d. Overabteilung des Josephinum in Münstereifel, G. Heppner, Kpl. in Düf Gerresheim, z. 3. Kpl. an St. Antonius in Düsseldorf, J. Herkenrath, Vik. in Neurath, z. Rettor in Neu=Löhdorf, Pfarre Ohtigs. — Michael in Aachen, z. ReligieNeuß u. z. Subsidiar üsten, z. Kpl. in EssenHuttrop, K. Zündorf, Vit. in Münsterbusch, z. Pfr. in F. W. Kniepen, Kpl. an St. Michael in Aachen, z. Religionslehrer inde Jesu in an deren Klosterkirche, J. Müller, Vik. in Güsten der Schwestern vom armen Kinde Kölner Lecal-Anzeiger Nr. 124&a Samstaa. 5. Mai 1917 Seite 5. e e Statt besondere Anzeige. Stalt besondster Anzei AE Wt 18 Prachtvollste Er ∆ S. M 5 In den letzten schweren Kämpfen in Feindesland starb den Heldentod für sein Vaterland mein innigstgeliebter einziger Bruder, der Grenadier Nach Gottes unerforschlichem Ratschluss starb am 13 April 1917 bei den letzten Kämpfen in Feindesland den Heldentod fürs Vaterland mein innigstgeliebter Sohn, unser guter Bruder. Schwager, Neffe und Vetter Jont Vlzefeldwebel im akt. InfanterieRegiment Nr. 99 Inhaber des Eisernen Kreuzes im Alter von 27 Jahren. In tiefster Trauer namens der Familie: 919 Cr Stahhe, se Seste e 405 im jugendlichen Alter von 20 Jahren. Um ein frommes Gebet für den lieben Verstorbenen bittet im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen Jakob Leers. Köln-Nippes. im Mai 1917. asehn sces e e e shshhe GMh Die feierlichen Excquien finden am Donnerstag, den 10. Mai, vormitt 8½ Uhr, in der Pfarrkirche St. Joseph in Nippes statt. 0 angefertigt nach Angabe ärztlicher Autorität E. F. Pateni Nr. 270F11 lie vellkommenste aller Kersettleibbinden. Dieselbe verei# Binde und Korsett u. igm sich beson#ers fr Senkungen der Bauchorgane, der Niere, des Magens, für Bauch- u. Nabelbruch Perner empiehle meine geb. Glöckner. Köln-Poll, Rosheim i. Elsaß. westlicher Kriogsschauplatz, 5. Mai 1917. Das feierliche Seeienamt findet am Donnerstag, den 10. Mai, morgens 9 Uhr, in der Pfarrkirche zu Köln-Poll statt. 82 elektr. Licht 50 herrschaftliches Küche, Badezimmer, Leucht- und Heizgas, schöner Garten Zu VETINSIEN, Hallmann, Landbeigstraße 29. chindon Brushhänder Leizemden, Blüchsandel, Ssscse ses ee ber all Had li9 K0: SEis bieschungen WUEANE RGEGEHS NacH Hass. Frau Appelzath-Hallerbach Bandagistin für Damen Har CiStr il 12. FerRSNT. A 733.— Feid. werden repariert und instand gehalten von H. Dinsung. Steinde gerstraße 6. Nippes. Man sende Postkarte. 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Die, Königsdramen sind even vor allem dramatisierte eschichte, die sich nicht in den Rahmen strenger dramatischer Regeln anten läßt. Und als Vorbild zu diesem zehnaktigen Trama im sondern sand der Dichter ein altes Stuck vor, das„die berühmten iege Heinrichs.“ behandelt. und in dem schon alle Einzelheiten edacht hat. Die, Königsdramen sind even vor allem dramatisierte Geschichte, die sich nicht in den Rahmen strenger dramatischer Regeln spatzten läßt.„ besond Siege Heinricho behandelr, und in dem schon alle Einzelheiten über die losen Streiche des Prinzen Heinz mit Falstaff enthalten waren, die jetzt die Zuschauer ergötzen.(Nach Ad. Bartets sind etwa elf Zwanzigstel aller unter Shalespeares Namen gehenden Stücke alt, vermutlich von des Tichters Zeitgenossen Greene, Marlow und Peele herrührend, und etwa neun Zwanzigstel neu.) In Heinrich IV. ersteigt das gewaltige Werk der Königsdramen seine Höhe, und Goethe schätzte das Schauspiel so sehr, daß er aus ihm die ganze Poesie und Rhetorik, menn sie verloren ginge, wiederherstellen zu tönnen glaubte. Trotz seines Mangels an außerer Handlung, die sich auf einen drobenden Aufstand und seine himerlistige Tämpfung, sowie auf dei. Tod des Rönigs beschränkt, erwies der zweile Teil seine roße Antung gestern wiederum, allerdings unterstutzt von einer ausgezeichneten Aufuhrung. Und dann erschöpft sich freilich Haublung nicht in poliischen Geschehnissen, sondern die Hauptngur, Shakespeates Liebling Prinz Heinz, macht die bedeutsame Wandlung von dem mißgeletteren leichtsertigen Jüngling zu dem seiner Pflichten bewußten Herrscher durch, und zwar geschieht dies gußerordenllich sein und geschickt, so daß man am Schlusse die Verleugnung Falutaffs:„Ich tenne dich, Alter, nicht", durch den neuen König richt verletzend empfindet, wie die Unehreichteit, mit der Heinrichs Bruder, Pruiz Iohann von Lancaster, die Geaner des Königs Mowbray, Hastings und den Erzoischof gefangen nimmt. An den Ausgelassenheiten Falstaffs hat Prinz Heinz in die em Teil nur einmal als Zuschauer teil, sonst hält er sich zurück und der Zuhörer ist geneigt, die Entschuldigung Warwicks geiten zu lassen: Ter Prinz studiert nur seine Spießgesellen Wie eine fremde Sprache, der zulieb Notwendig man das unehrbarste Wort Ausehen und lernen muß; einmal erlangt, Weiß Eure Hoheit, braucht man es nicht weiter Ais baß man'r kennt und haßt. Der Tod des Königs vollendet diese Umwandlung des Prinzen mit der ganzen Kuns des Tichters. Um den ernnen Teil des Schauspiels machten sich die Tarsteller in gleicher Weise verdient wie um die derb=lustigen Szenen. Das Sterben des Königs, dessen müdes, weises Alter Hr. Eg erth vortrefflich kennzeichnete, gestattele sich zu einer ergreisenden Szene. Als seine Gegner gab Hr. Ernst Waither, der mit klangreichem Organ mit Hru. Goetz wette ferte, einen trefflichen alten Northumbertand ab, Hr. Goetz, der für eindrucksvolle Behandlung der Sprache besonders zu loben war, einen würdeg statkrästigen Erzbischof, die Herren Willi und Riesau tapfere Lords Mowbray und Hastings. Hr Kiesau hat in der Spielleitung diesmal ein Meisternück vollbracht. Das ging alles so glatt und selbstverständlich ineinander, die Massen boten so natürliche Bilder, die lustigen Teile waren so derb=lebensvoll, farbig und plastisch und die Schauplätze so bildhaft hergerichtet, daß es eine Freude war und das Interesse an den Vorgängen keinen Augenblick erlahmte. Tazu kam der Umstand, daß man Shakespeare so gut wie voll nur unwesentliche Kürzungen waren vorgenommen worden— zu seinem Recht verhalf und selbst das zungenbemalte Gerücht den Prolog— durch Frl. Schönfeld— sprechen ließ. Die Ueberleitung des Prinzen Heinz von übermütiger Jugend zu pflichttreuer Verantwortlichteit vollzog sich in Hru. Würthenbergers Tarstellung in lovenswertester Weise. Am Todesbett der Vaters und als dessen Nachfolger zum Schlusse hoch zu Roß brachte er schönes inneres Erlebnis zum Ausdruck. Den Gode Tysing und Rutkowiky vertraten die Grafen Warwick und Westmoreland entsprechend. Tie Gegenseite unter Führung Falitaffs war nicht minder erfreulich. In den dicken Ritter hat sich Hr. Walter Korty nun mehr eingelebt, und seine Komit war viel echter als bei der ersten Aufführung des ersten Teits, die allerdings in dem unge eigneten Raum des Opernhauses vor sich ging. Tiesmal war er jedenfalls durchgehends von mitempfundener und deshalb zündender Komik, welch Lov um so schwerer wiegt, als die Figur im zweilen Ten eigentlich an Wirtung einbußt. Eine überraschend vortreffliche Frau Hurtig stellte Minna von Seemen auf die Bühne, oder vielmehr wirbelte sie über die Bretter, mit derbkomischen Manieren, und auch das Tortchen Lafenreißer von Frl. Thea Becker war ein Stück lebengewordenes lustiges Altengland, die Herren Turrian und Diehl als schurlische alte Friedensrichter. Der Pons des Hrn. Heirz Froitzheim und der Bardolpy des Hru. Portz vervollständigten das feuchtfröhliche Milieu und auch die übrigen zahlreichen Personen, unter denen noch der sehr bewegliche Page(der Zettel beleyrte, daß Antonie Pütz=Fricke so gelenkig war) hervorgehoben zu werden verdient, fügten sich dem Ganzen harmonisch ein. G. Hölscher. Prinzen Johann gab Hr. Walter Wolffgram nicht übel, Hr. Gode war ein würdiger Lord Oberrichter und die Herren — Vereinigte Stadttheater Köln. Der Aufführung des Lustspiels Die verlorene Tochter am Samstag, 5. d.., im Schauspielhause wird der Verfasser, Hr. Dr. Luowig Fulda, beiwöhlen. Reichshallen-Operetten-Theater. Die feldgrauen Spiele „Ter Hias“ haben sich eines außerordentlich guten Besuches zu erfreuen. Morgen Sonntag, den 6. Mai, finden zvei Vorstellungen statt: na hmittags.30 Uhr und abends.30 Uhr. Da zu der Abendvorstellung ein starter Andrang zu erwarten ist, ist es besonders empfehlenswert, die Nachmittagsvorstellung zu besuchen, die ebenfalls ungekürzt gespielt wird. Für die Sonntagnachmittags=Vorstellung gelten Wochentagspreise, hingegen findet die Abendvorstellung bei erhöhten Preisen statt. Kartenvorverkauf für alle Vorstellungen täglich von 10 Uhr vormittags an. Ce) Der liebe Jung wurde am Donnerstag in Jobs lustiger Bühne an der Schildergasse vor gut besuchtem Hause gegeben. Auf den Inhalt brauchen wir nicht im einzelnen einzugehen, da er keine geschlossene Handlung bildet, sondern aus Einzelvorfällen besteht und außerdem das Stück im Originalgewande der Verfasser Kraatz und Hoffmann mit dem Titel So ein Windhund in Köln wiederholt aufgeführt worden ist. Direktor Job hat es ins Kölnische übersetzt, womn der Schwank für das hiesige Publikum seine besondere Färbung bekammen und dadurch noch gewonnen hat. All die Verlegenheiten, in welche der Titelheld und seine Freunde geraten und die sich außer um das Ewigweibliche noch um die Aufregungen und Ränke einer Wahlkandidatur drehen, brauchen wir auch nicht aufzuzählen: das Stück steckt voll von spaßhaften Situationen, Wortwitzen und launigen Zwischenfällen, die die Zuhörer in große Heiterkeit versetzen. Die Verwickelungen sind derart, daß der„liebe Jung“ all seine Künste aufbieten muß, um ihrer Herr zu weiden. Es gelingt ihm aber immer, und wenn er in seinem Notizbuch wieder einen Fall ausstreicht als„erledigt“, geschieht es zum großen Vergnügen der Zuhörerschaft, von der ein Teil allerdings seinen Beifall wahrend der Szene weniger lärmend äußern könnte, um die Verständlichkeit nicht zu stören. Wer diese Volksstücke mit ihrer lustigen Handlung und leichtsinnigen, nicht ernst gemeinten Erfindung liebt und einige derbe Volksspässe mit in Kauf nehmen will, wird an diesem Stück ebenso seine Freude haben, wie alle die Zuhörer, welche der ersten Vorstellung beiwohnten. C0 Metropol-Theater. Am Sonntag finden zwei Vorstellungen statt, und zwar nachmittags um 4 Uhr und abends um.45 Uhr. In beiden Vorstellungen gelangt die Revue„Köln im Kriea“ zur Aufführung. () Millowitsch=Theater. Das erfolgreiche Marinevolksstück „Unsere blauen Jungens“ wird heute, Samstag, abends .50 Uhr wiederholt und geht auch morgen, Sonntag, nachmittags 4 Uhr und abends.30 Uhr unverkürzt in Szene. ( Der Reinertrag des Konzerts, das am 9. April(Östermontag) von den beiden unter Leitung des Professors A. Kroege stehenden Vereinen Kölner Liederkreis und Stollwerckscher Männerchor Theobromina im großen Saale der Bürgergesellschaft zugunsten des Kölschen Bvor gegeben worden ist, beträgt 1132,47 M. Seite 6. Lecal-Anreiger Nr 124&a Jamstag, 5. Mai 1917 Anzeigers. FnnmenTempistkrür Slati T0abF K zu 2 Pers, ohne Hausfrau, ge Wische außerh Putzfrau voc Felten& Guilleaume Karlswerk, Aktiengesellschaft Cöln=Mülheim. Persönliche Meldungen bei unserer Arbeiterzentrale Schanzenstrasse 30. Bei schriftlichen Meldungen ist der Briefumschlag mit der Aufschrift„Angebot Dreher“ zu verschen. Werkzeug-Schlosser und Autogen-Schweisser sofort gesucht. Verpflegung und Untarkunft an der Baustelle. Kraftwerk Fortuna bei Quadrath, Polier Jugendliche sowie Schlosser Ganptsigewers u. Koldhans Köln-Sayentual. Zur Vertretung sucht bei for gem Eintr Poschsf., 1 Ehrenteld. Gessselstr. 66, 1 Er Eaurenoe Voschy,: Soiart gecht zu 2 Kindert tigung gesucht. u Pes Zigareiterfabrit rehen und Sarheiter sofort gesucht. 80 Land= u. Seekabelwerke Aktiengesellschaft K ln=Nippes. Karthäusergasse 2. v** Cuire.A? 3 3 die nahen kann u. eiwas Haus arbeit überummmt. Köln=Branns eld, Hültzstr. 8 Putzfrau gesucht für 3 Sid. vorm. f. 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Von Cöln: um Vell von 700 Uhr morgens bis 12 0 Uhr um Rern„ 230" nachm.„ 10.0„ Von Bann: Voll von 700 Uhr morgens bis 1100 Uhr um (Sonntags letzter Zug 1210 um Halb von 230 Uhr nachm. bis 10•0 abends. abends. 09 abends abends). abends. FRO S 5 S0 175 9 Der Sonnlagszug 235 Uhr nachmittags ab CölnRarbarossapiatz wird an den Sonn- und Feiertagen im Mai bis Alfter durchgeführt. Das Sechswochenamt für den verstorbenen Herrn Glaus finder statt Montag, den 7. Mai, morgens 8 Uhr, in der Plarrkirche St. losen zu Köln-Nippes, wezn hiermit freundlichst eingeiaden wird. d Frau Witwe Nikolaus Keul. Das Jahrgedächtnis für unseren Sohn und Bruder M 8 5* Alber 1 Montag, rvon. den 7. Mai, morgens 35. Anb###.#. ianäesr. 1 S Das Jahrgedächtnis für Berrn Ant. Lülsdorff fnelet am Montag, den 7. Mai, morgens 9 Uhr, in 108s Martin statt Gelegenheitskäufe in neuen Möb ln. Mehrere eichen und polier'e Schlaszimmer von 250 M. an prach.volle rundgebaute weiße sowie Hitchpine=Küchen noch preiswert. 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Rondant: Fells Jeru-alem, Schriftführer: Karl Fr.edrich Hill, Fteilvertr. Schriftführer; Max Banmann Bankdirckter Barthel Esser; Otto Hartmann; Dr. jur. Man Heimann; Albert Kickert; Karl Alekander Lindgens; Jos Ludowigs; Heinrich Minderop; Gen.-Direktor Fritz Müler Hleinrich Piel; Wilhelmn von Recklinghausen; Paul Reitenberg: Ferd. Rinkel; Otto Steff us; Architckt Peter Thelen; Sanitätsrat Dr. B. Weitlemann; Georg Weingsertner. Eilin, den 5. Mai 1917. ber Vorsitzende des Cälner No#tätigecits-Vereina: *7 Franz Daniels. me ner Aeporatat-Werksen werden H te, nock so sehr gebraucht, sast wie neu ra her gestellt Die Stundenpläne dr Gewerblichen und der Kaufmännischen Pflichtfortbil ungsschulen für das Schuljahr 1917/18 Legen vom 7—12. Mai d. J. im Büro der Forib loungs chulen Quater markt“ auf und können während der Geschästsstundn vor von-121. Uhr und nachmi ags von 3¼-611 Uhr, ausschli ßlie für#mstags nacm ags ei ge ehen werden. Auch wuc darau heng wiesen daß jener Schulpsichi, im Besitz einer Schüler#orte ist, au. Wei###er die ür ihn in Betracht kommenden Unterrichtsstunden ern# tich sind. Coln, den 3. Mai 1917. Der Oberbürgermeister. * J..: Dr. Lohe. 5 Witwer, Landw, E##er. kath. m 3Kind., Verm. 10.4, lucht., Bet ann sch. ein. G1. keth. Fräul., welch Lebez Kind ha. v 4 b. 45 J, zw. Heirat. Wiewe ohne Kind nicht aus eschlossen. Off. mit Ang d Verh. erb u. 231 an d. Geschäftsstelle o. Bl. b Als wird sofort kriegsbesch, oder zivilversorgung=berechtigter Unteroffizier geucht Verheirateler bevorzugt Ehef au würde als Vrschaftern mit täig sein konnen. Ang bote mt pol. Führan gezeuns und unter aus uh licher Darlegung der per öni en ano wirt chaftlichen Berhäl nisse an Immsbiles Krat wagen=Depot 2 Westhoven bei Köln. d• Trauer Ruto in hervorragender Auswahl. m Sonntag, den 6. Mai. Köln=West. Sonnlag: Punkt.30 Versamml. mit Vortr. im ferrsaal; vorh Kassen. Köln=Nord. 2 U. Ursulagartenstraße b. d. Fahne zur Teilnuh ne an der Prozession nach Kalk. Köla=Klippes. Sonn ag: 11 U. h. Messe f. d gefall. Mitgl. H. kerp. Abds 8 1 Vers. m. Vortrag. Vere.ustalendet fir Zulsblige Aglingslereie. Vonntag, den 6. Mai. Jünglings=Konglezanon St. Aposteln. Jonn: Schlagbaul pal um Aafner Tor. Pfarrs.#leibt geschl.—...; Aeltere Ab:.— Donnersag: Turnen.— Sonntag, 19. Mai: .30 gem h Kommunon. St. Bruzo=Verein, nath. Jünglings=Verein an St. Kunidert und St. Maria Hmmmelfart zu Kö.n. Sonnt:: U. Teiln. an d..ll. n kall Das Vereinsl k. ist erst v. 6 U an geöffa.— Mont., Dienst. u. Mitlwoch: Le r= u. Spielald.— Donners“.: Th#aterbes.— Freit.: 9.: Cuchar. Abt. Samst.:.30 Orche terpr.(Zutr. hab nur die Mit il d. Orch.)— Sonnt., 1 Ma.:.30—.30 Sportabl. I Jung Mereuria, Narianische Kongregation für Kaus*: ma nslehrlinge und jungers Kausleutei: KölnEhrenfeld. Son#tag, mor ens 7 gem. h. Kommun#on in St. Joleph. Nachm. 430 U. And. in d. Kup., heerauf Vers. bei Demann Thebärrnraße. Morian. Jngliagskongregation St. Joseph, KölnN. o0es. onnr Morg. I, U h. Komm. d. Euch. abt., 11 U h MResse s. d. gef Vere#smitgl. Heinen. 13 U Abr; m Spark u. Beitr b. Hrn. P ät.- U Schlagbaltspiel. im Bluch roark.— Mittw.:.30 U. Tkeaterpr.— Sams.:.30 U Theaterer— Zu all. pankil erschenen. Kath. Jünglings=Verein St. Naria=Himmelfahr! KölnAppes. Sonnar:.90 g m. h. Konm.(Josephraltar). Nachm. 2 And in d alt Kirge Die festgesetzt.n Plätze einnehm n. Anschl. Spelnachm Blücherpark:.— Montag u. O nners ag: Abds.§ 19 U. Turn. n.— Mittwoch:.30.: Orchene probe. Der A Pernsprech-Aut im Freisaal der Keinischen Teiksn und dee Köluer Teral-Anreigers Marzallenstraße 31 dann von jedermann uwurf von 10 Pfg. 2 esprächen im Kön benntrt werden Verreichnis der Fornaprech anschlüsse liegt auf. bleiben an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen von Anfang Mai bis Ende September Hlossen ## Der Verein der Kölner Buchhänd Ite Leschäftsbücher, Briefe und unter Garantit voiortigen Einstampfens Liomusptatz 3..1! an der’ininner.##1 Seite 8. Abiner LScal-Anneiger ür 124 g Samstag. 5. Mai 1917 Säigs 10 # THIE-AATEEZ RbEE 59 1 SxELIRUF S an2+ Heute, Samstag, abends 7½ Uhr: 5 Zu einer allgemeinen Aussprache über wichtige Fragen des Transportwesens lade ich die Besitzer von Pferden und Fuhrwerken aul Dienstag, den 8. Mai. abends 8 Uhr. in den weiden Saal der Bürzergssellshaft ergebenst ein. Bei der großen Bedeutung der Transportfrage im gegenwärtigen Zeitpunkt richte ich an jeden Fuhrwerksbesitzer und jeden Pferdehalter, insbesondere auch die privaten Fuhr= und Pferdebesitzer(Brauereien, Kohlengroßhande', Fabrik= und Geschäftsfuhrwerk u. s..) die dringende Bitte, an der Versammlung teilzunehmen. Beginn pünktlich um 8 Uhr. Cöln, den 4. Mai 1917. Der Oberbürgermeister I..: !* cr. Best. Arnrhertsonlg ate Jun Morgen, Sonnlag: nachmittags 4 Uhr: abends 71 Uhr: laue Jungene Biaus-Sungen * Opernhaus: Heute, Samstag: Die Meistersinger von Nürnderg. Anjang 6 Uhr. Sonntag, den 6. Mai 1917 40. Abonnem nts-Vorstellung. Der Croubadour Oper n 4 Aufzügen vn Giuseppe Verdi. Musikalsche Leit ng: Waller Gaertner. Montag und folgende Tage: Elaue Jungens Spielleitung: Franz Weißleder. Mitwirkende: Damen:(Leovore) Vidron,(Azucena) Grimm Mittelmann, Laumer; Herren:(Luna) Brenner,(Manrico Krauß. Mertens. Wolf. Hierauf: Ballett Lottchens Bilderbuch. Musik lische 1.ng Ewald Lindemann. Ansan== Uhr. Ende ungefähr 10¼ Uhr. Prei. Plätze: Fremdenloge, Balzon, Parkettloce E 160 M.—. Parket.10 M.— s. Nang 1. Rang Mit. un #### 2 97 5 Set 2n09 75 Kein im Krien, K Große Revue in 5 Bildern. Stadt-Garien Mornen 3½ Uhr: 80 KONZERT. Wseh 2 msng Sbu sen. Stadtwald Haupt=Easthaus Köln=Lindenthal. Morgen Sonntag, nachmitlags von 1 Uhr an Großes Konzert. Cintritt frei! Am Sonntag, den 6. Mai F im Großen Saal der Bürgergesellschaft&a# a Wiederholung der Theateraufführung *„Die selige Imelda“.* die Braut des heiligsten Sakramentesw Dramatische Legende in 5 Akten von I° Joy. Kreiten S. V.). □ * Beginn adends 5 Uhr. Einlaß 4½2 Uhr. #rien zum reise von 75 Pfg., 1 Dlk. und 150 Hln A sind zu haben an der Diore des Dom nik nerkloster#### * Lindengtraße bei C. Norkimp, Hildevoldplatz 1 und* an der Kasse. 25 62 T040710Pf Sonntag, den 6. Nai 1917 6 1 2erosse Varstellungen. Nachm. 4 Uhr und abende 7¾ Uhr. ob 5 K älum Lreiaa AUTAT IIIT AnnnGF A. Sm S 33 AN #ehndergasse 32—34. Tel. A 3320. 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Theaterzettel wird besonders hingewiesen. Montag, den 7. Mai 1917— Anfang 7 Uhr Der Grat osn Operette in 3 ukten von Franz Lehar. Schauspielhaus: Heute, Samstag: Die verlorene Tochter. Ansang 7½0 Uhr. Sonntag, den 6. Mai 1917 Pension Schsller. Posse in 3 Aklen von C. Laufs und W. Jacoby. Spiellentung: Georg Kiela Mitwickende: Damen. v Seemen, Landen, Becker, Fren, Pütz Friche, Brengs; Herren: Krth. Würthenberger, Dy sing. Gode, Turrian. Riezau, Willi, Vitzgen A##ng 3 Uhr. Cnde un efähr 4¾ Preise der Plätze: Balkon, Baihonoge, Parkeitlog .0 M.—. Parket..50 M.— 1. Rang 1. Rang Mittelloge und 2. Parlet 100 M.—". Rang und Parierre.7 M. ein schleßlich der städtischen Billetsteuer und Garderobegebühr— Galerte 9 Aus die Vorverhaufstellen(siehe tägl. Theaterzettel wird besenders hingewiesen. Sonntag, den 8. Mal 1917 Er grösse Less. von Täglich 4E3 1 Uhr: Wrsuchen größere Posten Zuckerrüben, Kutterrüben, Steckrüben für neue Ernte abzuschließen. Angebote an Vereinigte Konservenfabriken. Parz a. 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Gehdiünnen gewahrt den Mitgliedern wigehonde Vorteile und befreit dieselben von dem Zwange, der Ortakrankenkasse teizutreten. Einmit kann jederzeit Sonntag(4) und(8) Uhr: Ber tiebe Jung. Nachmittags: frmägeigie Preisn. Ltürmische Reiterkeit. Ververl auf von 11 Uhr an im Theater. Sc###m# Eia::######ot####5b-LiGHAt:#ck H43#T.—. m.-4chu- 1b. 2456 Deutsches Theater Köln. Ileute abend 7½ Uhr, zum letzten Male:„Liebe“, Sonntag, 6. Ma, nachmittags 4 Uhr: Kindervorstellung zu kleinen’reisen:„Pornröschen Abends 7½ Uhr: zum ersten Male: „auam. Lva und die Schlange.“ Komöllie in 3 Akten von Paul Eger. 0* „„ Gastspiel Hermine Aontag, 7. Mal: Lozmerehg Körner#om Deute hen Dienstag. 8. Mai: Redda Gabler! Thgater Berlin. r. fine arrm.. A bn a Eln köiniches V lus chauspiel in 4 Altei Wilhelm Schneider=Clauß. Spielleitung: Georz Kiesau. Mitwirkende: Damen,(Lenchen Brings, Age ha) Baum, 1I(Gena) Putz=Friche; Herren: Michel Brambach#ripzheim. (Reiffenberg Ritzgen, Portz, Rutkowsky, Sander, Majewsky, Wol gram. Anfeng 71. Uhr. Ende ungefähr 9- Uhr I Preise der Olätze: Balkon, Balhonloge, Verkettloge k12.00 2,— 1. Parhei..00 M.— I. Bang, I. Rang MittelIloge und“. Parke?.25 M.— 2. Ran, und Parterre 00. M. en.chl. der städt. Billetssteuer und Garberobegebügr.— Galeria nuf die Torverbaufsstellen(siehe tägl. Theaterzettel. wird Lesonders hingewiesen. Mentag, den 7. Mai 1917.— Anf ng 7½ Uhr Des Glück im Winkel. Schauspiel in 3 Akten von Hermann Sudermann 5 8 Hchestraße 9+ Tel. A2219 X□ Interhaltungs-Weinnaus Zeittemarse u. heite e Künstler-Abenie u..: Richard Binder, Marcella Welly Robert Nickel. - G c o f i n e t a b 6 1 0 U h r. 5 Beginn der Vorstellung 7 Uhr. Morgen Sonatag: Geöffnet ab 5 Uhr. Sichssiicinr-Tiscte Tel. 45505 Köln a. Sh. Tei. 45505 Das grösste Theater-Erelgnls disser Spielzeit! Tä#lich abands°, Uhr zugunsten des Kriegsliebesdienstes: Mas e am antarean srsg Der„Kölscke Baor“ in Esen am Gürzezich. Sonntag, den 6. Mai nachmittags 4 Uhr Ke. vorsagendes neues Pisgramm. Neuer-Vioz Kommunikanten und Konfirmanden zahlen beim Nageln K.50; für goldene Schmucknägel K 2. Schmucknägel K.— für silberne 2• Ein feldgraues Spiel in 3 Akten von Ileinrich Gilardone. Ueber 101 Mitwi kende. Die Musik wird von den hiesigen Militärkapellen ausgeführt. Sonntags 2 Vorstellungen nachm. 3½ und abends 7½ Uhr. Mittwoch u. Samstag, nachm. 3½ Uhr Familien- u. Schülervorstellung bei sehr ermässigten Preisen .50, 1,00, 0,50., Kinder die Hälfte. Wer Goldgeld bringt, erhält einen Logenplatz gratis. Kartenvorverkauf an der Theaterkasse ab 10 Uhr vormittags sowie bei L. Tietz.-G. 97 verlag and Drues von„. F. Duchen. Veranne MTtält 2e. liedalsur:: V. Heinr. Mäilen Voantwortlich für Ansesgen and Kiein unian: Bemilen Outberlet Alia iu Li Wald-Hotel SHUHSUDT Jeden Sonntag von 4 Uhr an KONZERTE