„„„ verbunden mit der Erecheint werktäglich. Bezugspreis monatlich 3,80 DM frei Haus einschl. Botenlohn; bei Postbezug .90 Dit einschl. Postüberweisungsgebühr und ausschl. Postzustellgeld. Bei Nichtlieferung durch aöhere Gewalt besteht kein Anspruch auf Eraatz. Druck u. Verlag: Buchdruckerei Werber, Bad Honnet am Rhein, Hauptstraße 381. Erfüllungsort für beide Telle Bad Honnef a. Rh. Binzelnummer 25 Plennig. Vertriebskennzeichen 13D 8947A honneferZeitung Verleger u. Chefredakteur: Fritz Werber, verantwortl. Redakteur: Franz Josef Kayser, verantwortl.## die Anzeigen: Paul Jonas, alle in Bad Honnef a. Rh. Für unverlangt und ohne Rückporto eingesandte Manuskripte wird keine Hattung u. Verpflichtung zur Rücksendung übernommen. Anzeigengrundpreise: Gem. Preisliste,.2t. ist Preisliste 8 gültig. Geschäftsstelle: Bad Honnef a. Rh., Hauptstr. 381, Tel. 2722 Begründet 1881(82. Jahrg.) Mittwoch, 20. März 1963 Nr. 68 Wafkreteh Zender Mloiisenise Algerien verurteilt Sahara-Versuch Paris Algier, 20. März.(dpa) Ein neuer französischer Atomwaffenversuch in der Sahara hat eine Protestwelle in Afrika und Asien ausgelöst. Die algerische Regierung bereitet Repressalien vor, mit denen sie schon im voraus gegen geplante Atomexplosionen der Franzosen in den Hoggar-Bergen gedroht hatte. Staatspräsident de Gaulle hatte eine neue Atomwaffe trotzdem am Montag erproben lassen, wie gestern in Marokko und Algerien offiziell mitgeteilt wurde, während Paris zu dem unterirdischen Test noch immer schweigt. Die Explosion erfolgte kurz vor Mittag 160 Kilometer nordwestlich von Tamanrasset. Erst danach informierte der französische Botschafter in Algerien, Gorse, Ministerpräsident Ben Bella. Die algerische Regierung befindet sich jetzt in einer Zwangslage, denn sie hatte noch am vergangenen Wochenende feierlich gegen jeglichen Versuch, ihr Staatsgebiet zu Atomwaffentests zu mißbrauchen, im voraus protestiert. Informationsminister Hamun betonte deshalb auch gestern nachmittag, es handele sich um einen Anschlag auf die Unabhängigkeit und Souveränität Algeriens. Die Nationalversammlung ist für heute zu einer außerordentlichen Sitzung einberufen worden. Sie muß über Maßnahmen entscheiden, die die algerische Regierung vorschlagen will. Ungeklärt ist im Augenblick noch, warum Ministerpräsident Ben Bella nicht bereits am Montagabend in einer Rundfunkansprache an das ganze Land den französischen Atombombenversuch erwähnt hat. Zur Zeit der Ansprache wußte er bereits seit mehreren Stunden durch Mitteilung der Regierungen Marokkos und Ghanas von dem neuen Atomtest. Statt dessen wies Ben Bella auf die nächsten Ziele des algerischen Staates hin: wirtschaftliche Unabhängigkeit und Hebung des Lebensstandards. Dabei stellte er fest, daß diese Ziele ohne die zugesagte französische Hilfe von 1,3 Milliarden DM unerreichbar wären. Sollte die algerische Regierung heute zur drastischsten Maßnahme, munmmmmmmmmmmmm Erhard:„ich bin Optimist!“ Bonn, 20. März.„Sie wissen ja, ich bin von Haus aus optimistisch“, sagte Wirtschaftsminister Erhard gestern bei einem Essen des Vereins der Auslandspresse in Bonn auf die Frage, wie er seine Chance beurteile, im Herbst Nachfolger Adenauers zu werden. Auf die Frage, ob er unter einem anderen Kanzler weiter Wirtschaftsminister bleiben würde, meinte Erhard, er habe darüber bisher keine Gespräche geführt. Er werde auch über diese Frage zu schweigen wissen. nämlich Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Paris, greifen, so dürfte damit auch jede Hoffnung auf französische Unterstützung illusorisch sein. Das Recht Frankreichs zu neuen Atomversuchen in der Sahara ist nicht eindeutig geklärt. Die Bundestags-Sondersitzung über Röhren-Embargo: Bundeskanzler Dr. Adenauer und Fraktionschef Dr. von Brentano vor dem Plenarsaal im Bonner Bundeshaus. Merten beantragt Untersuchung Wie gelangte Geheimmaterial an Außenstehende? Bonn, 20. März. Der SPD-Abgeordnete Merten, der stellv. Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Bundestages ist, hat Bundestagspräsident Gerstenmaier um eine gründliche Untersuchung im Bundestag gebeten, damit festgestellt werde, auf welche Weise Geheimmaterial an Außenstehende gelangt sei. Wie berichtet, hatte Merten erklärt, er habe in seinem Besitz ein Dokument, von dem eine Fotokopie beim„Spiegel“ gefunden worden war. Er habe das Dokument aber niemandem gezeigt und sei auch nie danach gefragt worden. Merten ergänzte gestern, daß er das Papier vier Wochen nach einer Ausschußsitzung erhalten habe. Vorher sei es durch mehrere Höcher! lüdt zu Tarifverhandlungen ein. Bonn, 20. März.(dpa) Bundesinnenminister Höcherl hat gestern die Gewerkschaft OTV und die DAG für den 27. März zu Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst nach Wiesbaden eingeladen. Die Einladung erging zugleich im Namen der Tarifgemeinschaft der Länder und der kommunalen Arbeitgeberverbände. Die beiden Gewerkschaften haben die Tarifverträge für die Angestellten und Arbeiter im öffentlichen Dienst zum 31. März dieses Jahres gekündigt. Von Hassel in Paris. Paris, 20. März. Verteidigungsminister von Hassel ist gestern vormittag zu einem zweitägigen Besuch in der französischen Hauptstadt eingetroffen. andere Hände gegangen, u. a. auch durch das Verteidigungsministerium. Er fordere daher eine genaue Untersuchung, wer das Schriftstück vorher fotokopiert habe. Bundeskanzler: „Das ist noch einmal gutgegangen!“ Bonn, 20. März. Nach eintägiger Unterbrechung seines Urlaubs ist Bundeskanzler Dr. Adenauer gestern wieder an seinen Urlaubsort Cadenabbia am Comer See zurückgereist, nachdem er noch am Dienstag an der Sitzung des Bundeskabinetts über das Röhrenembargo teilgenommen hatte. Als er beim Besteigen der Maschine gefragt wurde, ob er mit dem Ergebnis der Bundestagssitzung vom Montag zufrieden sei, antwortete Adenauer: „Ich bin sehr zufrieden, das ist noch einmal gutgegangen.“ Kurzarbeit in Röhrenwerken. Köln, 20. März.(dpa) Wegen des Embargos wird das Röhrenwerk der Hoesch AG Dortmund vom Mai an seine Produktion stark drosseln müssen und die Kapazität nur zu einem Drittel ausnutzen können. Der kaufmännische Direktor des Werkes, Paatz, kündigte in einem Fernsehinterview gestern auch Kurzarbeit als unvermeidlich an, weil der Betrieb Entlassungen vermeiden wollte. Es müßten auch Arbeiter in andere Betriebe des Konzerns übernommen werden. Nach seiner Ansicht ist die Situation bei den Röhrenwerken von Mannesmann und Phönix-Rheinrohr wahrscheinlich ähnlich. Auswirkungen befürchtet Paatz auch für die Hütten- und Walzwerke. SPD auf Lungspielplatte. Bonn, 20. März. Die 100jährige Geschichte der SPD stellt eine Langspielplatte in einer Spielzeit von 55 Minuten dar. Die Originalaufnahmen gehen dabei bis in das Jahr 1917 zurück, als der Reichstag die Friedensresolution des deutschen Parlaments debattierte. Eine scherzhafte Unterhaltung führten Prinzessin Margaret und ihr Gatte Lord Snowden mit(von links) Lieselotte Pulver und der italienischen Schauspielerin Schiffno(unser Bild). Die beiden Schauspielerinnen wurden dem prominenten Ehepaar anläßlich einer Gala-Vorstellung des Films„Sammy Going South“ am Montagabend in London vorgestellt. Bundeswehr beginnt mit der„Sergeant“-Ausrüstung. Bonn, 20. März.(dpa) Im Mai wird der erste „Sergeant“-Verband des Heeres im Bundesgebiet aufgestellt. Die„Sergeant“-Rakete ist ein Boden-Boden-Flugkörper mit festem Brennstoff. Sie ist als Kurzstreckenrakete zum Einsatz bei den Korps und Divisionen geeignet und wird mit atomaren Sprengköpfen ausgerüstet. Nach bisher vorliegenden Informationen hat das etwa elf Meter lange Geschoß eine Reichweite von 140 Kilometern. DGß zuhlt 50 000 DM Düsseldorf, 20. März.(dpa) Der DGB hat als„Zeichen der Solidarität mit den streikenden französischen Bergarbeitern und ihrem Kampf gegen die Einschränkung der Gewerkschaftsrechte“ 50000 DM zur Verfügung gestellt. Auflagen für Bidault. München, 20. März.(dpa) Der Führer der antigaullistischen französischen Untergrundbewegung und frühere französische Ministerpräsident Bidault darf sich nicht mehr politisch betätigen und muß einen anderen Wohnsitz nehmen, wenn er in Bayern bleiben will. Diese Auflagen sind in einem Brief enthalten, den das bayerische Innenministerium Bidault zustellen ließ. Argoud: In Militürfahrzeug entführt. München, 20. März.(dpa) Der deutsche Rechtsvertreter des aus München entführten französischen OAS-Führers Argoud, der Münchner Rechtsanwalt Rothe, glaubt auf Grund des bei ihm aus Paris eingetroffenen Beweismaterials an eine Beteiligung französischer Dienststellen an dieser Entführung. Wie Rothe gestern mitteilte, hat er bereits am Montag mit der Staatsanwaltschaft in München erste Besprechungen über dieses Material geführt. In einer sechs Seiten umfassenden Darstellung über seine Entführung aus München berichtet der OAS-Oberst Argoud u.., daß er in einem französischen Militärfahrzeug aus der Bundesrepublik nach Frankreich gebracht worden sei. Das Fahrzeug sei an der Grenze nicht kontrolliert worden. Zweite Runde in Kuiro. Kairo, 20. März.(dpa) Die zweite Verhandlungsrunde zwischen dem ägyptischen Staatschef Nasser und Mitgliedern einer syrischen Abordnung über eine arabische Föderation hat gestern in Kairo begonnen. Die erste Runde war mit einer„deutlichen Annäherung der Standpunkte“ am Wochenende nach dreitägiger Dauer beendet worden. Ski-Urlauber schleppen Typhus nach Bayern ein. München, 20. März.(dpa) Die Typhus-Epidemie von Zermatt hat auf Bayern übergegriffen. Das Innenministerium in München stellte bis gestern nachmittag zwei Fälle fest: einen in München und einen in Neuburg an der Donau. In einem dritten Fall in München besteht begründeter Verdacht auf Typhus. Alle drei Erkrankten waren in Zermatt zum Urlaub. Exil-Kubaner beschossen Sowjettruppen auf Kuba. Havanna, 20. März. Eine Gruppe von ExilKubanern soll an der nordkubanischen Küste ein sowjetisches Militärlager und ein sowjetisches Schiff beschossen haben. Nach einer Mitteilung der Regierung in Havanna fand der Ueberfall bereits am Sonntag statt. Angeblich sind einige sowjetische Soldaten bei diesem Angriff getôtet worden. Wettenne Wichen KE We We Kche W W Woamen Wnenen Veahh WE W W WE E Lebensreiter wachten über 400 Stunden 340 Einsatz-Kllometer gefahren.- K. H. Schellenberger wieder Vorsitzender. Bad Honnef, den 20. März. Um Menschen vor dem Tode des Ertrinkens zu schützen, haben die Rettungsschwimmer der DLRG-Ortsgruppe Bad Honnef während der vergangenen Badesaison 441 Wachstunden am Strom geleistet. Ihr Rettungsboot legte über 340 Einsatz-Kilometer auf dem Strom zurück. In einem Falle konnte es einem zwischen einen Schleppzug geratenen und von einem Schwächeanfall heimgesuchten Schwimmer Hilfe bringen. Auch drei Sportboote wurden abgeschleppt. Diese Jahresbilanz konnte Vorsitzender Karl-Heinz Schellenberger in der Jahreshauptversammlung der DLRG-Ortsgruppe Bad Honnef im Hotel Dell ziehen. Für besonderen Einsatz im Wachdienst überreichte er Heinz Reich als Geschenk das Jahrbuch der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft. Wie aus dem Bericht des ersten Vorsitzenden weiter hervorging, erwarben drei Honnefer Rettungsschwimmer im vergangenen Jahr den Lehrschein. Drei weitere nahmen an Taucherlehrgängen teil. Hans Neuhäuser machte den Bootsführerschein. Neu angeschafft wurden ein Tragkasten für Erste-Hilfe-Leistungen und ein Fernglas. Besonders hob Vorsitzender Schellenberger die mit ausgerichtete Landesverbandstagung in Honnef und Königswinter hervor, die im ganzen Landesverband Lob und Anerkennung gefunden hat. Dem Stadtrat sprach er die Anerkennung der Rettungsschwimmer für den Neubau des Schwimmbades aus, wie er der Stadtverwaltung und der Am Samstag: Nuchimpfung gegen Kinderlähmung. In der kath. Volksschule Bergstraße. Eine Nachimpfung gegen Kinderlähmung mit Impfstoff gegen den Erregertyp I findet am kommenden Samstag in der kath. Volksschule Bergstraße statt. Für diese Nachimpfung kommen in erster Linie die Geburtsjahrgänge 1961/1962 in Frage, die bei der ersten Impfaktion im März noch nicht 6 Monate alt waren bzw. später geboren wurden und jetzt mindestens 6 Monate alt sind. Auch Personen, die aus Krankheitsgründen oder sonstigen Ursachen an der ersten Impfung nicht teilnehmen konnten, können jetzt nachgeimpft werden. Die Impfung findet von 14.00 bis 18.00 Uhr nur in der kath. Volksschule Bergstraße statt. Jugendliche unter 21 Jahren können nur mit dem Einverständnis ihrer Sorgeberechtigten geimpft werden. Zur Abgabe des Einverständnisses dienen besondere Erklärungen. Entsprechende Vordrucke können beim Sozialamt der Stadt(RathausAltbau, Zimmer 12) in Empfang genommen werden. Die Erklärungen sind ausgefüllt und unterschrieben zur Impfung mitzubringen. Ebenso sind bereits vorhandene Impfbücher und in jedem Falle der Personalausweis vorzulegen. Bad Honnef AG auch für ihre Unterstützung dankte. Beim Inselfest und der 100-Jahr-Feier wirkten die DLRG-Mitglieder ebenfalls mit. Nach den Neuwahlen setzt sich der Vorstand der Ortsgruppe wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Karl-Heinz Schellenberger, zweiter Vorsitzender und Jugendwart Georg Krämer, Geschäftsführer Benno Busch, Technischer Leiter und Kassenwart Hans Neuhäuser, Rettungs- und Gerätewart Horst Nußbaum, Kassenprüfer Heinz Reich und Horst Faßbender. Unter den Gästen waren auch Bezirksleiter Hepnar sowie Vertreter der Ortsverbände Aegidienberg und Königswinter. Der neue FDP-Vorstand. Vor einigen Tagen hielt der Ortsverband der FDP im Weinhaus Kickel seine Jahresversammlung ab. Nach dem ausführlichen Bericht des Vorsitzenden über die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit wurde die Neuwahl des Vorstandes durchgeführt. Es wurden gewählt: 1. Vorsitzender: Carl-Otto Dorst, 2. VorsitzenSpare prämienbegünstigt-der: Hans Müllegan, Schriftführerin: L. Buscham, Beisitzer: Agnes Zell, Dr. Kurt Vreden, Fr. Weber, Otto Görnemann. Nach Erledigung der Wahlen sprachen die Stadtvertreter über ihre Tätigkeit. Die Vorträge lösten eine rege Diskussion aus, die sich besonders mit Verkehrsfragen und Straßenbau und-instandsetzungen befaßte. Generalversummlung des Haus- und Grundbesitzervereins. Mit interessanten Referaten. Am kommenden Freitag hält der Hausund Grundbesitzerverein Honnef im Hotel Posthof(20 Uhr) seine diesjährige Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen Referate von Stadt-Baurat Bergen über das neue Landesbaugesetz, stellv. Bürgermeister Westhoven über Versicherungsfragen des Hausbesitzers, von Bauing. Hupperich über Modernisierungen und von Geschäftsführer Dr. J. Barth über das soziale Mietrecht und andere Mietrechtsfragen. Diese Veranstaltung des Haus- und Grundbesitzervereins dürfte jedem Hausbesitzer, sei er nun Alt- oder Neuhausbesitzer, manches Wissenswerte vermitteln.(Siehe auch Anzeige in dieser Ausgabe.) .-H. Schellenberger Winter ade Selbst passionierte Ski- und Schlittschuhläufer fanden, daß dieser Winter StachanowArbeit geleistet hat. Vom ersten Tage seiner Herrschaft an legte er es darauf an, sich durch Uebersollerfüllung unbeliebt zu machen. Zunächst schien es uns vergnüglich, einmal „richtigen“, Winter zu erleben: mit knirschendem Schnee unter den Füßen und klirrender Kälte, die jeden an der nächsten Ecke ansprang. Wir vergruben die Hände in den Taschen und zogen die Pelzmütze über die Ohren in der sicheren Ueberzeugung, daß gestrenge Herren nicht lange regieren. Bald aber merkten wir, daß wir auf dem Holzwege waren: Dieser Winter war sozusagen„Friedensware“, kein sachter und naßkalter Uebergang vom Herbst zum Frühling. Noch liegt die Bilanz nicht vor. Dennoch wissen wir schon heute, daß wir uns so teure Winter gar nicht leisten können. Der vergangene hat jeden Haushalt über den Haufen geworfen. Die Gemeinden mußten tief in den Säckel greifen, um den Verkehr wenigstens notdürftig in Gang zu halten. Die Kohlenvorräte im Keller schmolzen wie Butter an der Sonne, die Strom- und Gasrechnungen stiegen zu Höhen an, die an Rechenfehler denken ließen. Schon vor einem Monat lautete die einhellige Meinung: Nun ist’s aber genug! Aber der Winter schuftete weiter. Er ließ nicht von seiner Absicht, auch das letzte Bett von Frau Holle auszuschütteln und Brücken aus Eis selbst über die Ostsee zu bauen. Die Meteorologen sind der Meinung, daß wir einen solchen Winter nicht bald wieder erleben werden. Wollte Gott, daß sie recht behielten: Wollte Gott aber auch, daß die Bauernregel stimmt, nach der auf einen harten Winter ein besonders schöner Sommer folgt. Dann würden wir dem Scheidenden manches verzeihen! Bitte des Polizeiprüsidenten. Der Polizeipräsident bittet alle Kraftfahrer: Beachtet die aus Anlaß von Frostschäden angeordneten Straßensperrungen und Verkehnsbeschränkungen! Infolge des starken Frostes der vergangenen Wochen ist es erforderlich geworden, eine erhebliche Anzahl von Straßen ganz zu sperren bzw. nur für leichtere Fahrzeuge offen zu halten. Sämtliche Sperrungen bzw. Beschränkungen des Verkehrs sind durch amtliche Verkehrsschilder gekennzeichnet. Die häufig festzustellende Nichtbeachtung der angeordneten Verkehrsbeschränkungen hat bereits zu erheblichen Straßenschäden geführt. Dadurch werden neben unverhältnismäßig hohen Instandsetzungskosten vor allem die erforderlichen Instandsetzungszeiten erheblich verlängert. Das Ziel muß sein, die Straßenschäden nicht noch größer zu machen. Die Beachtung der Verkehrsbeschränkungen liegt also im ureigensten Interesse der Kraftfahrer seilbet. Die Polizei sah sich genötigt, mit Beginn der auftretenden Frostschäden eine verstärkte Ueberwachung aller gesperrten bzw. beschränkten Straßen anzuordnen bzw. durchzuführen. Verstöße wird sie im öffentlichen Interesse mit allen zu Gebote stehenden Mitteln verfolgen. Die Polizei bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für ihre nicht zu umgehenden Maßnahmen. RObciten.! P ROMAN VON ELLEN HEYDORN Presserechte: Roman-Verlag Dötsch& Holl, München 15, Schillerstraße 35. 26.(Nachdruck verboten.) „Und wann bin ich gestern abend nach Hause gekommen?“ „War es nicht so gegen zehn Uhr?“ erinnert sich Karola. „Ja, es war gegen zehn Uhr“, bestätigt Christiane.„Danke schön, Karola, das wollten wir bloß wissen. Wir gehen noch ein bißchen nach oben Bitte, Matthias!“ Sie geht ihm bis zur Tür voraus, läßt ihm jedoch den Vortritt. Ohne ein Wort zu sprechen, begeben sie sich ins obere Stockwerk. Matthias bleibt überrascht stehen, als er des mit dem feinsten Geschmack einer Künstlerin eingerichteten Wohnsalons ansichtig wird. Aber er wagt nicht, seinem Entzücken Ausdruck zu geben, denn er fürchtet sich vor der... vor der Abrechnung, wie er es nicht anders nennen kann. „Bitte, setze dich, Matthias!“ Wieder diese Förmlichkeit, vor der er sich insgeheim fürchtet: Sie hat ihm eine Zigarette angeboten, die in einer kleinen japanischen Holzdose liegen. Doch als er ihr eilfertig und zuvorkommend Feuer reichen will, winkt sie lächelnd ab. „Danke, Matthias“, sagt sie mit ihrer melodischen Stimme,„ich mußte mir in deinem Hause auch selbst Feuer reichen. Man gewöhnt sich an solche Selbständigkeit.“ Er läßt beschämt den Kopf sinken. Er bietet ein Bild völliger Verzweiflung. Die schlanken Beine Christianes liegen über der Lehne des Sessels, während sie die Arme weit ausgebreitet hat. So sieht sie aus wie die leibhaftige Versuchung, und wie sie nichts ohne Grund tut, so will sie auch jetzt durch diese betont lässige Haltung vorführen, daß sie allein die Herrin der Situation ist. „Nun, Matthias?“ unterbricht sie plötzlich das beklemmende Schweigen. Er zwingt sich zu einer festen und bestimmten Rede. „Christiane— ich bin das größte Rindvieh, was auf Gottes weiter Welt herumläuft. Bitte, verzeihe mir!“ „Das ist immerhin ein Wort, Matthias“, lacht sie, und jetzt hat sie sogar die Augen wieder zu schmalen Schlitzen verengt. Ermutigt durch diesen Anblick, ist er aufgesprungen und zu ihr hingeeilt. Sie wippt mit den Beinen in der Luft, ohne jedoch ihre Lage zu verändern. „Bitte, verzeihe mir, Christiane!“ flüstert er mit erstickter Stimme. Sie sieht zu ihm auf, und für Sekunden bilden sich kleine, waagerechte Falten auf ihrer Stirn. Er ergreift ihre Hand, die sich ihm zögernd entgegenstreckt, und legt sie in einer Aufwallung unendlicher Liebe an seine Wange. Dann beugt er sich tiefer, wie von einer unwiderstehlichen Macht gezwungen, und sucht mit seinen Lippen ihren Mund. Und mit einem unsagbaren Glücksgefühl bemerkt er, daß sie seinen Kuß erwidert, daß sich ihre weichen, heißen Arme um seinen Nacken schlingen und ihn festhalten, für immer, für immer... Er nimmt ihre Zigarette und drückt sie in dem gläsernen Untersatz aus. Dann bietet er ihr eine neue und steckt sie ihr zwischen die roten Lippen. Sie versteht diese kleine, unscheinbare Geste sofort und läßt sich gefallen, daß er für diese Zigarette nunmehr persönlich das brennende Streichholz überreicht. „Ich wußte doch nicht“, versucht er, sich zu entschuldigen,„daß von dir eine leibhaftige Kopie herumläuft. Nur die Stimme ist ein klein wenig anders; ich hörte es schon am Lachen, als ich an jenem Abend...“ „Sprich nicht mehr davon, Matthias“, sagt sie sanft.„Ich glaube, du hast dir selbst den größten Schaden damit zugefügt. Denn für mich stand es von allem Anfang an fest, daß du einer Verwechslung zum Opfer gefallen warst. Eines konnte ich nur nicht ganz verstehen, Matthias...“ „Sprich, Christiane, sage mir ruhig alles! Ich habe es nicht anders verdient...“ „Ja, ich konnte nicht verstehen, daß du mir sofort den Abschiedsbrief schriebst, ohne dich vorher noch mit mir auszusprechen...“ „Ich war wie vor den Kopf geschlagen, Christiane. Ich liebe dich zu sehr,— die Enttäuschung, in die ich mich krampfhaft hineingelebt hatte, nahm mir jede Ueberlegung...“ „Und abends hast du dich noch betrunken“, ergänzte Christiane mit ihren Nixenaugen. (Fortsetzung folgt) HONNEFER VOLKSZEITUNG Leserbriefe werden immer mit der vollen Unterschrift des Einsenders veröffentlicht, sofern nicht ausdrücklich um Kennzeichnung des Namens mit Buchstaben gebeten wird. Die Briefe geben nur die Melnung der Einsender wieder. Anonyme Einsendungen werden grundsätzlich nicht abgedruckt. „Schlechte Beleuchtung des Honnefer Kreuzes. Am Abend des 16. 3. 1963 war der Fußgängerweg von der Haltestelle der Siebengebirgsbahn über das Honnefer Kreuz wieder einmal nicht beleuchtet. Viele Bürger, die von der Haltestelle kommen und zu ihr gehen, nehmen daran Anstoß. Kommt aber durch diesen Uebelstand ein Mensch zu Schaden, so muß die Stadtverwaltung mit aller Deutlichkeit auf diesen Uebelstand hingewiesen werden, zumal die ein bis zwei ZentiSachen von Wert kaufen Sie vorteilhafter bei Barzahlung durch unsere ANSCHAFFUNGSDARLEHEN zu günstigen Bedingungen. Wenn's um Geld geht... zur SPARKASSE! meter über den übrigen Fußgängerweg hinausragende Bordsteinkante eine latente Gefahr für die Fußgänger ist. Eine Dame, der dies nicht bekannt war und infolge der herrschenden Dunkelheit die Ueberhöhung nicht erkennen konnte, stürzte und verletzte sich erheblich. Ich wäre der Stadtverwaltung dankbar für die Beantwortung der Fragen: Wer ersetzt der Dame die zerrissene und verschmutzte Garderobe, und wer entschädigt sie für die gelittenen Schmerzen? Alfred Bruckhaus, Selhofer Str. 11 Wasser! Aus der Diskussion auf dem„Bürgerfrühschoppen“ wie auch aus den zahlreichen Leserbriefen zum Thema„Einwandfreies Trinkwasser“ läßt sich als Ergebnis zusammenfassen: 1. Die Wiederherstellung einer ordnungsgemäßen, in jeder Hinsicht einwandfreien Wasserversorgung wird allgemein als eine vordringlich zu lösende Aufgabe betrachtet. 2. Die Bürgerschaft steht der von der Bad Honnef AG veröffentlichten Begründung für die miserable Qualität unseres„Trinkwassers“ nach wie vor mit großer Skepsis gegenüber. Dieses Mißtrauen wird dadurch noch erhärtet, daß das aus einem dem städt. Wasserwerk direkt benachbarten privaten Brunnen geförderte Wasser, welches unter völlig gleichen Voraussetzungen(Entfernung zum Rhein pp.) gewonnen wird, vollkommen frei von Phenolgeruch bzw.-geschmack ist. 3. Die Qualität des angeblich„einwandfreien, nicht gesundheitsschädlichen“ Wassers wird von unserer Bevölkerung auf keinen Fall akzeptiert! Ranziges Oel oder ranzige Butter sind ebenfalls als„nicht gesundheitsschädlich“ anzusehen. Sie gelten nach dem Lebensmittelgesetz wegen starker Geschmacks- und Geruchsbeeinträchtigung jedoch als verdorbene Lebensmittel. Verhält es sich mit unserem wirklich ekelhaft schmeckenden und riechenden Wasser nicht genau so? Es fehlen ihm doch ganz offensichtlich wesentliche Voraussetzungen, um es als Trinkwasser, also für den„menschlichen Genuß geeignet, einstufen zu können! Im Hinblick auf diesen nun einmal nicht zu leugnenden Sachverhalt sollte man erwarten, daß unser für die Qualität des Wassers verantwortliches Versorgungsunternehmen sein Produkt so lange kostenlos, zumindest aber mit einem erheblichen Preisnachlaß an den Verbraucher abgibt, wie eine Beanstandung unseres Wassers berechtigt ist. Dr. Kurt Vreden Hält man uns wirklich für so dumm? Nach der von der HVZ wiedergegebenen sonntäglichen Debatte im Hotel Dell über die Trinkwasserverhältnisse in unserer„Badestadt“ fühlt man sich in längst vergangen geglaubte Zeiten zurückversetzt, als es noch Hauptaufgabe der Politik war, das Volk zu verdummen. Es ist doch wohl nicht abzuleugnen, daß die Bad Honnef.-., die ja in erster Linie als Versorgungsbetrieb gegründet wurde, in den letzten Jahren in ihrer Investitionspolitik kapitale Fehler begangen hat. Weshalb betreibt man den Ausbau von Trinkhalle, Kursanatorium und Mineralbad, wenn man noch nicht einmal die Mittel hat, die Bevölkerung in ausreichendem Maße mit Strom und mit genießbarem Wasser zu versorgen? Weshalb wird eine Gasleitung bis Erpel gebaut, für jeden, der einigermaßer kaufmännisch denken kann, eine Fehlinvestition, wenn das stadteigene Gasnetz so schlecht ist, daß ein großer Teil des Gases in der Erde verströmt. Das Wasser in Honnef war schon immer miserabel, jetzt ist es aber ungenießbar und es ist ein Trauerspiel, daß jetzt erst unter dem Druck der aufgebrachten Oeffentlichkeit Maßnahmen beschlossen werden, die schon vor Jahren fällig gewesen wären. Nun macht man plötzlich den harten Winter für diese Versäumnisse verantwortlich.„Es gibt keinen Schuldigen“, sagt Dr. Ziernberg,„es sei denn man wolle den harten Winter dazu stempeln.“ Nun, primitiver geht es wohl nicht. Zudem kann man in diesem Jahr bis jetzt überhaupt nicht von einem Hochwasser sprechen, das die Phenole stärker als je zuvor in die Ufer gedrückt haben soll. Interessant ist auch, daß man von umliegenden Ortschaften, bei denen der Winter auch nicht weniger hart war, keine derartigen Klagen hört. Weshalb tischt man uns also dieses Hochwasser-Phenol-Märchen auf? Wie lange noch will man unsere Geduld mißbrauchen? Weshalb versucht man immer wieder mit falschen Angaben die Bevölkerung zu verdummen? Wie kommt es, daß bei einem chm-Preis von 0,90 DM bis 1,35 DM, den Herr Direktor Lorenz bestätigte, die Stadt Bonn Wahnbachtalsperrenwasser für 0,56 DM. abgeben kann? Wie kommt es, daß die Stadt Königswinter ein bekannt gutes Wasser zu 0,32 DMichm abgibt, während Herr Direktor Lorenz den schon höheren Honnefer Preis für ungenießbares Wasser noch weiter erhöhen will? Wie das Bonner Beispiel zeigt, sind die Angaben der Bad Honnef.-G. doch wohl mit Vorsicht zu betrachten. Das Königswinterer Beispiel beweist, daß man trotz niedrigen Preises ein schmackhaftes Wasser liefern kann, wenn man, wie dort im GeWenn auch die sonntägliche Wasserdebatte wie aus dem Bericht der HYZ hervorgeht, nur eitel Wohlgefallen zwischen der Bad Honnef.-G. und den anwesenden Stadtvertretern ausstrahlte, der Honnefer Bürger riecht und schmeckt es an seinem Wasser: Etwas ist faul im Staate Dänemark! Dipl.-Ing. W. Vreden Dr.-Ing. W. Arnds * Der nächste Sprechtag des Finanzamtes findet am morgigen Donnerstag, 21. März, vormittags von—13 Uhr im Rathaus, Zimmer 11 (Nebengebäude), statt. Ein Sachbearbeiter der ese ee eee Unkel.(Fahrerflucht.) Abends stießen in einer scharfen Kurve der Frankfurter Straße zwei Personenwagen zusammen. Es entstanden Sachschäden. Der Personenwagen, der in Richtung Honnef fuhr, kümmerte sich nicht weiter um die Kollision, sondern setzte seine Fahrt fort. Er konnte aber gestern morgen gestellt werden. Oberpleis.(In Fußgängergruppe gefahren.) Mit schweren Verletzungen mußten zwei Fußgänger aus Thomasberg ins Siegburger Krankenhaus gebracht werden, als in den Abendstunden ein Lastwagen, der von einem 26jährigen Fahrer aus Oberkassel gesteuert wurde, auf der Straße zwischen Oberpleis und„Oberdollendorf beim Ueberholen in eine Fußgängergruppe hineinfuhr. Eine Fußgängerin wurde leicht verletzt. Da der Fahrer vermutlich unter Alkoholeinwirkung stand, wurde ihm eine Blutprobe entnommen und sein Führerschein vorläufig eingezogen. Aegidienberg.(Neuer Amtsbürgermeister.) Auf der gestrigen Sitzung der Amtsvertretung Königswinter-Land wurde Der Löwe muß wieder wandern. Als er beim Bau der Umgehungsstraße im Wege stand, wurde er aus den Anlagen zwischen der Girardetallee und der Austraße auf die Wiese vor der Endhaltestelle der Siebengebirgsbahn versetzt. Hler wird nun ein Parkplatz angelegt. Der steinerne Leu muß deshalb die Rückwanderung in die Anlagen antreten. Die Kosten werden vom Fernstraßen-Neubauamt und der Stadt gemeinsam getragen. Als Kriegerehrenmal, das die Stadt in ihre Obhut übernommen hat, muß der Löwe erhalten bleiben. Poto: HVZ gensatz zu Honnef geschehen, voraussehend und fachkundig die notwendigen Maßnahmen rechtzeitig trifft. Dieser Fall hat wieder einmal gezeigt, daß die Leitung der Bad Honnef.-G. nicht in der Lage ist, ihre Versorgungsaufgabe zum Wohle der Bevölkerung zu erfüllen. Es mußte mal wieder zu einer Katastrophe kommen, um die entsprechenden Herren aus ihrer Lethargie aufzuwecken. Statt die Bevölkerung durch unrichtige, beschwichtigende Redensarten zu täuschen und damit auf eine Linie einzuschwenken, die vor den Kommunalwahlen gerade vom Bürgerblock auf das schärfste bekämpft worden ist, sollte man die erheblichen Fehlmaßnahmen und Unterlassungen der Bad Honnef.-G. erkennen und bloßlegen, damit weitere Pannen vermieden werden können. Lohnsteuerabteilung ist anwesend, um Anträge auf Lohnsteuerermäßigung entgegenzunehmen. DeierN.n — Aus guter Tradition!.. Güldenring- die Filtercigarette, die unverfälschten Rauchgenuß schenkt. Jahraus, jahrein hat sie die volle Würze und die wohltuende Milde erlesener Tabake in einer vollendet ausgewogenen, aromatischen Mischung bewahrt. Und sie ist so jung geblieben, so modern, wie die Menschen, die sie rauchen. Genau richtig in Würze und Milde genau richtig für Sie GUEEENNN MZ Gemeindebürgermeister Karl Haacks aus Ittenbach(CDU) zum Amtsbürgermeister gewählt. Der bisherige Amtsbürgermeister, Eberhard Caspers aus Aegidienberg(SPD), hatte sein Amt vor der Wahl zur Verfügung gestellt. Er wurde zum stellvertretenden Amtsbürgermeister gewählt. Bonn.(Gegen Neubaupläne.) Zu den Absichten, in Bonn ein neues Regierungsviertel zu bauen, erklärte der Bund der Steuerzahler am Dienstag: Für eine Beseitigung der Raumnot lägen sehr viel weniger kostspielige Pläne vor, die der gegenwärtigen Finanzsituation besser angepaßt seien als die die Oeffentlichkeit beunruhigenden Millionen-Pläne. Auch wäre zu überlegen, ob man nicht im Hinblick auf die bevorstehende Neueinteilung der Bundestagswahlkreise die Zahl der Abgeordneten verringern sollte, wie das der Bund der Steuerzahler bereits früher angeregt habe. Bonn.(347000 Mark Mehrausgaben.) Der Winter kostete die Stadtwerke 347 000 Mark mehr als veranschlagt. Am stärksten betroffen waren Gas- und Wasserversorgung; hier mußten für die Beseitigung der Frostschäden zusätzlich rund 250000 Mark aufgewendet werden. Die Bahnen hatten Mehrausgaben von 57000 Mark, die vornehmlich auf den üblichen Winterdienst entfallen. Die Streukolonnen waren in der Zeit des strengen Frostes oft wochenlang auch nachts unterwegs, um die Weichen freizuhalten und dadurch einen geordneten Betrieb zu ermöglichen. Jetzt, beim einsetzenden Tauwetter, haben sich vielfach auf die Pflastersteine neben den Schienen gehoben. Elektrizitätswerk und Hafen melden für 15000 Mark Frostschäden, die Badeanstalten für 10000 Mark. Im Meldbad sind Plattenbelag und Beckenhaut (bitumen) beschädigt worden. Wir weisen unsere Leser auf einen Prospekt der Firma ERDAL GmbH, Mainz, für das selbstglänzende Edelwachs GLANZER in unserer heutigen Ausgabe hin. Frad und Soin erschossen Frankfurt, 20. März. Eine blutige Familientragödie hat sich gestern morgen in einem Wohnviertel im Frankfurter Westend zugetragen. Unmittelbar vor der Zwangsräumung seiner Wohnung erschoß der 54jährige Verwaltungsjurist Dr. Hermann Janeke mit einer Pistole seine 52jährige Frau Else und seinen 19jährigen Sohn Jens. Danach flüchtete er. Zeuge der Verzweiflungstat war in einem Nebenzimmer der Wohnung ein Gerichtsvollzieher, der die Zwangsräumung überwachen sollte. Janeke hatte bei einem Versicherungskonzern einen gut bezahlten führenden Posten, aber auch Mietschulden von mehreren tausend Mark. Seine Stellung war ihm vor kurzem gekündigt worden. Als der Möbelwagen mit dem Gerichtsvollzieher vorfuhr, versuchte er einen letzten Aufschub der Zwangsräumung zu erreichen. Der Beamte lehnt ab. Janeke ließ den Gerichtsvollzieher dann in die Wohnung. Während dieser in einem Nebenzimmer wartete, fielen nach einem heftigen Wortwechsel zwei Schüsse. Der Gerichtsvollzieher flüchtete und alarmierte die Polizei, die Frau und Sohn Janekes von Kopfschüssen getötet fand. Der Täter war bereits verschwunden. Fünf Tote bei Sprengstoffanschlügen. Karlsruhe, 20. März.(dpa) Die Bundesanwaltschaft führt seit einiger Zeit Ermittlungen„gegen Unbekannt“, die im Zusammenhang mit Sprengstoffattentaten gegen Deutsche in Kairo stehen, die im ägyptischen Raketenbau tätig sind. Staatsanwalt Berard erklärte gestern, aus Hamburg seien im November 1962 ein Brief und zwei Pakete mit Sprengkörpern nach Kairo geschickt worden. Beim Oeffnen des Briefes sei eine deutsche Sekretärin schwer verletzt worden. Beim Oeffnen der Pakete seien fünf Menschen getötet worden. Wietschaftsnotizen Goldpreiserhöhung? Den Goldpreis hat der Schweizerische Bankverein wieder ins Gespräch gebracht. Er befürwortet eine kleine Goldpreiserhöhung und damit eine Abwertung des Dollars. Maßgebende amerikanische Wirtschaftswissenschaftler haben schon seit geraumer Zeit Bedenken geäußert, wie lange die europäischen Notenbanken den Dollar noch stützen werden, wenn sich die Zahlungsbilanz der USA nicht bald bessert. Zur Zeit betragen die Guthaben europäischer Notenbanken bei amerikanischen Kreditinstituten 5 Mrd. Dollar. In der letzten Februar-Woche sank die amerikanische Goldreserve um weitere 50 Mill. auf knapp 15,9 Mrd. Dollar. Davon dienen 12 Mrd. Dollar als Notendeckung. Der Tag ist nicht mehr fern, an dem die US-Goldreserven auf 12 Mrd. Dollar absinken. Es ist daher nicht ausgeschlossen, daß noch in diesem Jahr eine Goldpreiserhöhung und damit eine Dollarabwertung kommt. Wenn das der Fall ist, müßte sie allerdings nicht gering sein, wie der Schweizerische Bankverein meint, sondern recht drastisch, um eine endgültige Bereinigung der amerikanischen Zahlungsbilanz zu erreichen. Immer mehr Verpackungsmittel. Die westdeutsche Verpackungsindustrie stellte nach Angaben ihres Hauptverbandes im vergangenen Jahr Verpackungsmittel aller Art im Wert von rund 6,3 Mrd. DM her, das sind etwa 10 Prozent mehr als 1961. 1959 waren es erst für 4,65 und 1960 für 5,31 Mrd. DM. Hierin spiegelt sich der Trend zur abgepackten Ware wieder. Es ist anzunehmen, daß diese Entwicklung noch längst nicht abgeschlossen ist. Geld durch Gold. Nach der großen Börsenflaute ist das Interesse, Geld sicher anzulegen, gestiegen, und der Geheimtip lautet: Gold kaufen! Das Goldfieber in der Bundesrepublik liegt der UnterS suchung der NEUEN zugrunde. Hier wird der Leser wirklich beraten, hier werden die Chancen der Geldanlagen mit größter Sorgfalt untersucht.— Der Querschnitt durch die Aktualitäten der Woche, die Bildreportage über die internationale Starparade im Zirkus von Paris sind ebenso glänzend dargeboten wie der große Bericht von Chefreporter Woldgang Weber, der den schon legendenhaften Dr. Albert Schweitzer in Afrika besuchte. Als eine ernste Mahnung für alle Eltern und Erzieher ist die Bildreportage über den Kindermord Elke Bohanka in der NEUEN Jllustrierten zu werten. Deutscher Toto-Block. Dreizehnerwette: 1. Rang 24 878,10 DM, 2. Rang 1352,05 DM, 3. Rang 120,30 DM, 4. Rang 13.60 DM.— Achterwette: 1. Rang 554,35 DM, 2. Rang 11,95 DM.— 6 aus 36: 1. Rang 413 514,80 DM, 2. Rang 17229,75 DM, 3. Rang 1023,55 DM, 4. Rang 21,50 DM.(Ohne Gewähr) Deutscher Lotto-Block. Gewinnklasse 1(6) 500 000 DM, Gewinnklasse 2(5 u. Zusatzzahl) 83 618,60 DM, Gewinnklasse 3(5) 4511,45 DM, Gewinnklasse 4(4) 86,85 OM, Gewinnklasse 5(3) 4,05 DM.(Ohne Gewähr) 17.00 Sechs mal drei.(Jugendstunde). 17.35 Jazz für junge Leute. 18.40 Hler und Heute. 19.15 Im Land der Tiere. 19.22 Sag die Wahrheit. Ratespiel mit Wolf Mittler. 20.00 Tagesschau.— Das Wetter morgen. 20.20 Es darf gelacht werden mit Werner Schwier. 21.05 Musik für Sie. Eine kleine Abendunterhaltung. 21.50 Der peinliche Prozeß. Eine Dokumentation zur Reform der Strafprozeßordnung. 22.35 Tagesschau. 2. Programm: 19.30 Prisma des Westens. 20.00 Tagesschau.— Das Wetter morgen. 20.20 Die Laokoon-Gruppe. Von Tadeusz Rosewicz. 21.30 Land der Götter. Ein Filmbericht. Sepehecef heise Gott, der Herr, nahm heute vormittag, nach langer, mit großer Tapferkeit ertragener Krankheit, meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutti, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin, Tante und Freundin ise Keller geb. Bott im Alter von 37/Jahren zu sich in die Ewigkeit. In tiefer Trauer: Hans Ludwig Keller mit den Kindern Walter und Michael im Namen aller Anverwandten Bad Honnef, den 19. März 1963 Rommersdorfer Straße 52 a Die feierlichen Exequien werden gehalten am Freitag, dem 22. März, um 9 Uhr in der Pfarrkirche zu Honnef, anschließend die Beerdigung auf dem neuen Friedhof. Bus steht an der Kirche bereit. Sckanntmachung Vom 21. März 1963 ab werden für eine, jetzt noch nicht übersehbare Zeitdauer in der Moltkestraße von Haupt- bis Kreuzweidenstraße Kanalarbeiten durchgeführt. Die Mollkestraße muß daher vorübergehend von vorgenanntem Zeitpunkt ab für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Der Anliegerverkehr bleibt— soweit möglich— aufrechterhalten. Die Umleitung der innerstädt. Buslinie erfolgt über die Lohmarstraße zur Hauptstraße. Bad HonneffRh., den 18. März 1963 Der Stadtdirektor: Schloemer Lgentams-Wöunangen Beratung- Verkauf- Vermietung jeden Freitag von 10.30 Uhr- 16 Uhr im Kurhaus-Restaurant Bad Honnef. Baugesellschaft Krayer G. m. b. H. Handelsschule Homscheid Die Schule der Leistung Honnef Hauptstr. 48(Markt) Telefon 2965 S Taken-ZTZ! Uberführungen NIETHAMMER Hauptstraße 69 Teleion 2121 Runder dunkler Eichen- od. Nußbaumtisch (ca. 80 cm Durchmesser) und ein Polstersessel gesucht. Offerten unter Nr. 349 an die Geschäftsstelle. Stundenhilfe gesucht. Arbeitszeit und Lohn nach Vereinbarung. Zu erfragen zwischen 17 u. 19 Uhr, Rhöndorfer Straße 55 I Möblierte Einzel- und Doppelzimmer gesucht Offerten unter Nr. 351 an die Geschäftsstelle. Wir suchen in Honnef oder Umgebung eine kleine Wohnung, 40 bis 60 qm, ab 1. April für einen jungen kaufmännischen Mitarbeiter. Birkenstock, Lohfelder Str. 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Bürgermeister S. Westhoven: Versicherungsfragen des Hausbesitzes. Bauing. Hupperich: Modernisierungen. Geschäftsführer Dr. J. Barth: Soziales Mietrecht und sonstige Mietfragen. 3. Aussprache und Fragebeantwortung. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. Auch Nichtmitglieder— Alt- und Neuhausbesitzer— sind willkommen. Der Vorstand gez. E. Stratmann, Vorsitzender Zuverlässiger Kraftfahrer (Kl. II), in Dauerstellung zum sofortigen Eintritt gesucht. Schwenzow& Cie., Unkel Rhein Für ANTIOUITXTEN groses Lauchiokal oder große Lagerräume, Hauptstraße oder Nähe zu mieten gesucht. Eventuell Kauf. Angebote unter Nr. 341 an die Geschäftsstelle TAXI Ruf 2222 Der Stadtplan von Bad Honnef am Rhein Zu haben in der Buchdruckerei Werber Hauptstraße 381, Teleion 2722 Annahmeschluß für Anzeigen, die in der nächsten Ausgabe erscheinen sollen, heute um 12.30 Uhr.